Datum: 31.07.2008 12:53
Hallo Leute, mich würde mal interessieren was es eigentlich für konkrete Unterschiede zwischen Ingenieuren und Technikern gibt. Ich meine speziell in der beruflichen Laufbahn bzw im beruflichen Alltag. Der Unterschied wie man zu den besagten Berufen kommt ist mir klar, Studium etc, würde nur mal gern wissen wie stark sich beide Berufe voneinander abheben. gruß Ahnungsloser
Datum: 31.07.2008 14:14
Der Techniker arbeitet, der Ing. denkt, er arbeitet und treibt sich dabei in Meetings rum.
Datum: 31.07.2008 15:56
Der Ing bekommt mehr Geld und der Techniker arbeitet dafür mehr.
Datum: 31.07.2008 16:07
>Der Ing bekommt mehr Geld und der Techniker arbeitet dafür mehr.
Etwas fies dargestellt, aber nicht ganz falsch!
Ich stelle es mal wie folgt dar: Positionen werden heute sehr stark so
besetzt, dass die skill genau passen. Somit macht jeder das, was er
gerade machen kann und darf.
Ingenieure erdenken Neues, legen Dinge fest, setzen möglichst wenig
selber um.
Techniker setzen mehr um, legen weniger fest, bauen auf, reproduzieren.
Hauptaufgbae von Technikern im direkten Umfeld, wo beide aktiv sind, ist
Prototypenbau, einfache Layouts, Reihenmessungen, Installation, Service
vor ort
Datum: 31.07.2008 16:46
Also ist der Unterschied zwischen Techniker und einem (Fach-)Arbeiter gleich null...
Datum: 31.07.2008 16:52
> Also ist der Unterschied zwischen Techniker und einem (Fach-)Arbeiter > gleich null... Genau. Wie offensichtlich auch zwischen Techniker und Ing. Also ist ein Facharbeiter ein Ing. Alles klar? > Der Techniker arbeitet, der Ing. denkt, er arbeitet und treibt sich > dabei in Meetings rum. Hier sieht man wieder wie wichtig die Kommasetzung doch ist. Wenn der Schuss nicht mal nach hinten losging. :-)
Datum: 31.07.2008 16:56
wir haben in unserem Team auch einen Techniker. Also, seine Aufgabe ist Muster aufbauen/umbauen nach Schaltplan eines Dipl.Ings, Prototypen löten, Bauteile organisieren, Listen führen, Bestellungen machen, etc. Also, zusammengefaßt gesagt, er schraubt weder an Schaltplänen rum, noch macht er selber welche. Er schafft nach der Anleitung eines Dipl.Ings. Das ist aber von Techniker zu Techniker unterschiedlich und auch von Firma zu Firma. In meiner Ex-Firma war ein Techniker. Er hat Schltpläne gemacht, Layouts erstellt, Firmware programmiert. Quasi die Arbeit eines Dipl.Ings. gemacht, war aber günstiger im "Unterhalt".
Datum: 31.07.2008 17:09
>Wie offensichtlich auch zwischen Techniker und Ing. Also ist ein >Facharbeiter ein Ing. Alles klar? Drum freue ich mich immer über Stellenanzeigen, in denen geschrieben wird: "Sie sind Dipl.-Ing. oder Techniker oder Meister" Wohlgemerkt soll eine Stelle besetzt werden. Na mei, was suchen die eigentlich? Qualifikationsstufe egal?
Datum: 31.07.2008 17:09
würdet ihr denn sagen..wenn es hard auf hard kommen würde, das Techniker und Ingenieur das selbe Wissen haben und das selbe im stande sind leisten zu können? Jetzt mal abgesehen von den alltäglichen Aufgaben im Betrieb, sondern vielleicht im direkten Vergleich:
Datum: 31.07.2008 17:10
Der berufliche Unterschied zwischen Techniker und Ing ist fließend.Zum Fachlichen kann ich nichts sagen. Wir haben in unserem Unternehmen Kommunikationselektroniker die Technikerarbeit machen(Die Ausschreibungen für diese Stellen waren für Techniker, ich kann aber nicht beurteilen ob das nun auch wirklich einen Techniker erfordert hätte). Unser Abteilungsleiter der Produktion ist Techniker. Und mein Ausbilder hat eine auf einen Techniker zugeschnitte Stellenbeschreibung ist aber Dipl. Ing. Ich denke es kommt darauf wieviel man selber leisten kann und wieviel Glück man hat. Wobei ich auch denke dass zweitens nicht ganz unerheblich ist. Gruß Andy
Datum: 31.07.2008 18:00
>würdet ihr denn sagen..wenn es hard auf hard kommen würde, das Techniker >und Ingenieur das selbe Wissen haben und das selbe im stande sind >leisten zu können? Rein mathematisch betrachtet hat ein Dipl.-Ing. (FH) 7200 h theoretisches Wissen gebunkert, der Unidiplomer 9000 h, der Techniker 2400 h. Alles ohne den Aufwand für das Abi/FHR einzurechnen. Natürlich gibt es in der Praxis auch herausragende Techniker und Vollpfosten Diplomer. Da die meisten Arbeiten nur Bruchteile dessen fordern, was man in der Fachschule bzw. FH/Uni gelernt hat, fällt der Qualifikationsunterschied oft nicht ins Auge.
Datum: 31.07.2008 20:07
Arbeiter - Facharbeiter - Techniker - Dipl. Ing - Doktorant Fussgänger - Fahrradfahrer - Autofahrer - Pilot - Astronaut
Datum: 31.07.2008 20:25
> Doktorant
Ist das jetzt von Theo-dorant abgeleitet? ;-)))
Datum: 31.07.2008 22:16
"Doktorant" Es heisst Doktran"d". Ist nicht ganz konsistenz, aber ist so!
Datum: 31.07.2008 23:31
Die Betitelung ist doch nur eine Konzession an das Bedürfniss des Arbeitgebers sich den Richtigen (Deppen) aussuchen zu können der für Ihn die Arbeit für lau macht, ihm aber ein Vermögen einbringt oder erspart. Eben Handverlese. Egal, welche Berufsbezeichnung man hat, was man kann, das kann man, bzw. was man nicht kann, wird man auch nicht in 100 Jahren können. Alles ein Frage der Sichtweise. Mein Nachbar ist Dipl.Ing. Doktor, kann aber noch nicht mal nen Blech an seine Wohlstandsmühle schweißen und was glaubt ihr, wer das kann?
Datum: 01.08.2008 08:44
AC/DC (Gast) Richtig! >Mein Nachbar ist Dipl.Ing. Doktor, kann aber noch nicht mal nen >Blech an seine Wohlstandsmühle schweißen und was glaubt ihr, wer Dieses Beispiel ist nicht gut gewählt.
Datum: 01.08.2008 08:51
Techniker sind die, die in Foren ihre Minderwertigkeitskomplexe diskutieren, Ingenieure die, die statt dessen lernen und am Ende besser dastehen.
Datum: 01.08.2008 08:58
> Rein mathematisch betrachtet hat ein Dipl.-Ing. (FH) 7200 h theoretisches > Wissen gebunkert, der Unidiplomer 9000 h, der Techniker 2400 h. ... und der Techniker hat schon ein paar Jährchen Berufserfahrung. > Natürlich gibt es in der Praxis auch herausragende Techniker und > Vollpfosten Diplomer. Es soll Diplomanden geben, die zum Zeitpunkt ihrer Diplomarbeit nicht wissen was ein Pull-Up ist...
Datum: 01.08.2008 09:05
> Arbeiter - Facharbeiter - Techniker - Dipl. Ing - Doktorant
Ergänzung:
Arbeiter - Facharbeiter - Techniker - Ing. - Doktorant - Unternehmer
Techniker und Ingenieure sind die, die in Foren ihre
Minderwertigkeitskomplexe diskutieren, Unternehmer sind die, die statt
dessen Facharbeiter und Techniker einstellen und Ingenieure, nur auf
Empfehlung, zum Bewerbungsgespräch einladen.
Datum: 01.08.2008 11:02
> Mein Nachbar ist Dipl.Ing. Doktor, kann aber noch nicht mal nen > Blech an seine Wohlstandsmühle schweißen und was glaubt ihr, wer > das kann? Die, die dafür keine gew. Differentialgleichung lösen können? Wie man sieht, ist es doch völlig nonsens, so zu argumentieren. Schließlich kann weder der tolle Techniker, noch der Dipl.-Ing. professionell ein Brötchen backen. Es werden alle Berufe und alle Quelifikationsgruppen gebraucht, nur sollte man eben einsehen, daß der Dipl.-Ing. mit seinen 7200 (FH) bzw. 9000 h (Uni) mehr theoretisches Wissen beigebracht bekommen hat, als der Techniker in 2400 h. Ansonsten hieß das ja, daß alle Hochschulstudenten etwas lernbehindert seien.
Datum: 01.08.2008 11:13
>Arbeiter - Facharbeiter - Techniker - Ing. - Doktorant - Unternehmer
Zu den Unternehmern zählt übrigens auch der Wurstverkäufer mit dem
Bauchladen auf dem Marktplatz ;-)
Datum: 01.08.2008 11:25
Es schweift zwar gerade ein bisschen vom Thema ab, aber weil gerade die Rede vom "nicht Schweiß-fähigem Doktor - Ing." war: Ich habe während meines Studiums (FH) in den Semesterferien als Elektriker am Bau gearbeitet. Alles war solange in Butter, bis irgendeiner erfahren hatte, dass ich studiere. Und schon war ich unten durch.... Plötzlich hieß es, du kannst ja eh nix, ausser dumm daherreden! Komisch, denn 2 Wochen davor wurde ich noch gelobt, so schnell und sauber zu arbeiten. (ich meine Schlitze in Wände schlagen, Kabel reinnageln, Dosen setzten und Schaltschränke verklemmen). Ich denke bei manchen ist das infach nur der Neid, weswegen man sich Dinge sucht, die ein "studierter" halt nicht wissen kann (z.B. ein Doktor wird nicht schweissen können). Irgendjemand muss das Blech schweissen und ein Anderer ein Raumschiff entwickeln und der dritte bäckt das Brot, das die anderen 2 essen :-). Jedem das Seine...
Datum: 01.08.2008 12:05
So kann man F=m*a auch darstellen :-)
Datum: 01.08.2008 12:47
Wobei genau genommen gilt: F = m mal dv/dt + v mal dm/dt
Datum: 01.08.2008 13:36
Vorsicht : Differentialquotienten und Differenzenquotienten nicht verwechseln. >Techniker sind die, die in Foren ihre Minderwertigkeitskomplexe >diskutieren, Ingenieure die, die statt dessen lernen und am Ende besser >dastehen. Sehr gut! >Ich habe während meines Studiums (FH) in den Semesterferien als >Elektriker am Bau gearbeitet. ... >Ich denke bei manchen ist das infach nur der Neid, weswegen man sich >Dinge sucht, die ein "studierter" halt nicht wissen kann Deshalb arbeite ich nicht auf dem Bau! Zuviele Neider, Primitive und Minderprivilegierte da.
Datum: 01.08.2008 13:55
Woher sollte ein Techniker oder Arbeiter auf dem Bau wissen, wozu ein Ing. gut ist? Dazu müssten Sie wenigstens einen Blick auf Studieninhalte werfen und das tut nun mal keiner. Der Strom kommt aus der Steckdose und der Beton wird schon hart werden. Hoffentlich!
Datum: 01.08.2008 13:55
>Deshalb arbeite ich nicht auf dem Bau! >Zuviele Neider, Primitive und Minderprivilegierte da. Die gibt's doch überall, nicht nur auf dem Bau.
Datum: 01.08.2008 14:14
>Dazu müssten Sie wenigstens einen Blick auf Studieninhalte werfen und >das tut nun mal keiner. Selbst wenn, kommen dann solche Kommentare: "Das hatten wir auch" Immer wieder gern: Differentialgleichungen - hatten wir auch. Sie meinen allerdings Differentialrechnen (Klasse 11) oder Fourier - hatten wir auch Kommt nur drauf an, ob man es mal als Bild gesehen hat oder auch berechnen mußte, evtl. noch als FFT programmieren usw.
Datum: 01.08.2008 14:32
Die letzten vier Kommentare gefallen mir am besten ... Maschinenbau genau das Gleiche, sinngemäß: "Was, du weißt nicht, das das YX-Mopped noch den bla-blubb-Vergaser hatte? Was macht ihr denn an der Uni?" Informatiker müssen Computer reparieren können und mind. 10 Programmiersprachen beherrschen, Mediziner müssen immer auf den ersten Blick erkennen, wo es klemmt und Psychologen analysieren grundsätzlich ihre Mitmenschen und können dir nach 2 Minuten Konversation den IQ verraten.
Datum: 01.08.2008 14:32
ich denke, mit steigender Qualifikation steigt das Wissen über Gesamtzusammenhänge. Man wird bei einer universitären Ausbildung (ich denke auch bei der FH) dazu erzogen, über den eigenen Tellerrand zu schauen und gezielt nach Lösungen für (komplexe) Fragestellungen zu suchen. Diese sollten dann in strukturierter Art und Weise näher untersucht werden. Weiterhin ist bei höherer Qualifikation meist zu erkennen, dass häufiger die "Warum machen wir das so oder so und nicht anders" Frage. Bei (Fach)Arbeitern, Techniker oft auch Meistern wird oftmals die Aufgabe des "Vorgesetzten" einfach hin genommen. Ausnahmen bestätigen hier wie immer die Regel. Ich denke, ein guter Techniker hätte bestimmt auch einen guten Ing. abgegeben. Im praktischen Einsatz gibt es dann sicherlich auch eine Reihe an Jobs, bei den ein guter Techniker oder Ing. den Job ähnlich gut machen. Was nicht vergessen werden sollte, ist auch das Einsatzfeld: Also jemand der z.B. spezielle Hochfrequenzbauelemente o.ä. komplexe Sachen entwickelt kann wahrscheinlich nur noch in wenigen Spezialfällen durch einen Techniker ersetzt werden (behaupte ich jetzt einfach mal so). Ein Ing. im Vertrieb oder mit Verwaltungsaufgaben ist sicherlich einfacher zu ersetzen. Steffen.
Datum: 01.08.2008 14:39
Ich gehe inzwischen dazu über, einigen Nicht-Akademikern nur noch sehr vorsichtig fachliche Fragen zu stellen. Manche tendieren nämlich dazu, diese indirekte Anerkennung ihres ausgezeichneten (praktischen) Fachwissens zu übersehen und die Fragerei stattdessen als Unfähigkeit zu deklarieren.
Datum: 01.08.2008 14:54
So jetzt muss auch ich mal was dazu sagen. Ich habe vor ca. 8 Jahren den staatlich geprüften Techniker (Elektrotechnik/Datentechnik) erfolgreich abgeschlossen. Im Anschluss danach bin ich zu einer Firma. Allerdings musste ich als Techniker feststellen, dass man in geweisse Bereiche wie Entwicklung (Software/Hardware) nur sehr sehr schwer reinkommt. Es fehlen nun halt mal sehr viel theoretisches Fachwissen, wie zum Beispiel die Systemtheorie. Das hat man in der Technikerschule nicht. Nun vor ca. drei Jahren habe ich mich entschlossen Nachrichtentechnik zu studieren. Mit dieser Wahl bin ich sehr zufrieden. Das Studium ist zwar sehr sehr hart, aber es lohnt sich. Also ich finde es auf jedenfall falsch, wenn manche behaupten ein Techniker kann man einem Dipl.-Ing. gleichsetzen. Das theoretische Fachwissen ist bei einem Dipl.-Ing. um einiges voraus.
Datum: 01.08.2008 15:48
Ich kenne da Leute die haben den Dipl.-Ing. eher gewonnen :-) Ich denke es gibt in jeder Sparte die einen oder anderen die sich etwas herauskristallisieren. Wenn einer den Dipl.-Ing. nur gemacht hat, weil er sich leicht im lernen tut, heißt das noch lange nicht das er was davon verstanden hat...?! Dipl.-Ing. heißt nur das man sich viel in kurzer Zeit merken kann. Ein Techniker aus Leidenschaft, mit 10Jahren Berufserfahrung macht auch noch den Dipl.-Ing. was vor. Bei einer Einstellung zählen meistens eher die Referenzprojekte! Es gibt Dipl.-Ing. (kenn i selber welche) die haben einen 1.0 Abschluss, sind aber nicht fähig ein kleines Projekt selber umzusetzen...? Ein anderer bekannter Elektroniker entwickelt die tollsten Sachen und Programmiert auch noch die Software selber...! Wie bereits oben erwähnt, es gibt überall Spezialisten.... bei den Technikern und bei den Dipl.-Ing.. Es kommt immer nur drauf an mit wieviel Leib und Seele der gute Mann(Frau) dabei ist :-)
Datum: 01.08.2008 16:12
Es macht doch keinen Sinn einen Zufalls-Ing. mit einem Vollbluttechniker zu vergleichen. Das macht doch die Berechtigung der Ausbildung nicht aus. Die Wirtschaft braucht beides. Jemanden der sich mit den theoretischen Grundlagen auskennt und jemanden, der etwas mit diesen Erkenntnissen baut. Von einem Ing. verlange ich eben genau das und von einem Techniker eben was anderes. Wenn der Ing. ein Volltrottel ist schmeiße ich ihn raus, basta.
Datum: 01.08.2008 17:19
Genau. Man kann nicht den Supertechniker mit der Flachfeile von der Uni/FH vergleichen und dann beruhigt feststellen: Der Techniker kann mehr. Man muß den schlechten Techniker mit dem schlechten Ing. und den guten Techniker mit dem guten Ing. vergleichen. Und dann hat im theoretischen Bereich der Ing. die Nase vorn. Wäre ja auch Blödsinn auf einen Menschen Abi/FHR und 4 bzw. 5 Jahre Studium einprasseln zu lassen, und dann kann der Techniker das auch nach 2 Jahren. Bei der Arbeit ist allerdings meist nicht viel Theorie gefragt. Dann sieht man den Unterschied auch nicht.
Datum: 01.08.2008 19:26
Da haben wir doch unseren Unterschied! Dipl. Ing. = Theoretiker Techniker = Praktiker Zur Beruhigung Ing. ist nicht geschützt und so darf sich jeder nennen. Somit ist z.B. in den USA ein Electronic Engineer lol
Datum: 01.08.2008 19:27
Sorry, Fehler :-) Somit ist z.B. in den USA ein Electronic Engineer lol. Soll eigentlich heißen: Somit ist z.B. in den USA ein Electronic Engineer ein ganz einfacher Elektriker...
Datum: 01.08.2008 19:51
Im Langenscheid steht für den Techniker: (Technical) Engineer. Andere Länder ,andere Sitten, andere Berufsbezeichnungen. Ich beobachte in letzter Zeit das Tätigkeiten vermehrt an Techniker vergeben werden um Resourcen der raren Ingenieure besser nutzen zu können. Auch eine Methode, das Fachkräfteproblem in den Griff zu bekommen. Besser wäre allerdings Arbeitsmarkt- transparenz. Das haben Erfahrungsgemäß nur die Unternehmen.
Datum: 03.08.2008 13:40
>Ich beobachte in letzter Zeit das Tätigkeiten vermehrt an >Techniker vergeben werden um Resourcen der raren Ingenieure >besser nutzen zu können. Auch eine Methode, das Fachkräfteproblem >in den Griff zu bekommen. Das ist aber oft nur eine Notlösung der Firmen.
Datum: 03.08.2008 13:52
> Ich habe während meines Studiums (FH) in den Semesterferien als > Elektriker am Bau gearbeitet. Hätte ich auch gemacht. Aber leider traut man Studenten nicht zu, einen Schraubendreher zu benutzen wenn sie keine Berufsausbildung haben.
Datum: 03.08.2008 13:55
Die Jobs, die früher Techniker gemacht haben, werden heute fast nur noch an Ingenieure vergeben. Es gibt eben zuviele Ingenieure. Diese müssen sich billig verkaufen um einen Job zu bekommen.
Datum: 03.08.2008 14:01
>Die Jobs, die früher Techniker gemacht haben, werden heute fast nur noch >an Ingenieure vergeben. Es gibt eben zuviele Ingenieure. Diese müssen >sich billig verkaufen um einen Job zu bekommen. Wo und in welchem Land soll das der Fall sein? Der Tenor der oben aufgestellten Thesen ist ja eher der Gegeteilige, oder? Wenn, dann würde ich behaupten, daß viele Stellen deshlab an ING gehen, weil die Anforderungen steigen.
Datum: 03.08.2008 15:17
Die meisten Techniker, die ich kenne, sind nur durch Arbeitslosigkeit auf die Technikerschule gegangen, bzw. wurden über die Bundeswehr gefördert. Da ich selbst Dipl.-Ing. mit Facharbeiter und Meisterbief bin, kann ich nur sagen: Vorsicht ! Viele Techniker schätzen sich zu hoch ein. Gruß Herbert
Datum: 03.08.2008 18:56
Techniker? Sind das die, die mir morgens den Kaffee bringen oder die, die wissen, wie man die Kaffeemaschine bedient? Ich glaube letzteres, denn meist bringt mir meine Sekretärin den Kaffee :-))))))))))))))))))))))))))
Datum: 03.08.2008 20:01
Der Ingenieur weiss alles besser und der Techniker kann alles besser.
Datum: 03.08.2008 22:17
OIOIOI (Gast) Du hast keine Sekretärin! nur viel "Nullen"
Datum: 03.08.2008 22:49
Ich binlange genug in den Geschäft und muss sagen das ein Ing. nicht gleich Ing. ist.... das ist Fackt! Das gilt auch für andere wie Techniker und Meister... Solange einer den Job macht nur weil er dafür Geld bekommt, würde ich Ihn nicht einstellen, es muss schon ein wenig Herzblut dabei sein. Un die meisten Führunskräfte wissen das auch. Wenn ein Ing. im ersten Berufsjahr noch nicht mal einen sauberen Schaltregler designen kann, würde ich nicht dafün sprechen das Ing. = Ing. ist!
Datum: 03.08.2008 22:52
Übrigens arbeiten Ing. Techniker in einen Betrieb meist Hand in Hand, da sollten beide auch gut miteinader auskommen und der eien vom anderen Lernen! Darüber sollte der eine oder andere eingebildete ... mal nachdenken!
Datum: 03.08.2008 23:43
>>Die Jobs, die früher Techniker gemacht haben, werden heute fast nur noch >>an Ingenieure vergeben. Es gibt eben zuviele Ingenieure. Diese müssen >>sich billig verkaufen um einen Job zu bekommen. > >Wo und in welchem Land soll das der Fall sein? Das ist in Deutschland der Fall. Als Berufseinsteiger/Absolvent mit durchschnittlichem Abschluss hat man keine reelle Chance. Als erfahrener Spezialist hat man gute Chancen. >Der Tenor der oben aufgestellten Thesen ist ja eher der Gegeteilige, >oder? Das sind die Statements der Arbeitgeber. Die wollen natürlich eine hohe Anzahl an Bewerbern, um sich die, die die besten zu sein scheinen, heraussuchen zu können. Der Slogan "Es fehlen Fachkräfte" heißt übersetzt: Wir finden keine Ingenieure mit mehrjähriger Berufserfahrung zum Gehalt eines jungen Technikers.
Datum: 04.08.2008 00:13
Ich bin selbst FH- ud Uni-Ing. und bilde mittlerweile Techniker aus. Ich kann dazu sagen: Es gibt von jeder Sorte wiederum alle Sorten: Ein paar sind richtig gut, viele Mittelmaß und einige schlecht. Durch die starke Vorsortierung durch vorherige Prüfungen gibt es deutlich weniger schlechte Ingenieure als Techniker, aber es gibt sie, denn man kann sich auch durchs Studium schummeln. Was Techniker betrifft, so sind einige wirklich richtig gut, die landen dann auch früher oder später auf Ingenieurstellen, viele sind Mittelmaß, diese finden ihre Nische, und die schlechten arbeiten halt als Elektriker, diese haben dann eben während der Ausbildung zum Techniker noch einmal ihre Elektrikerkenntnisse aufgefrischt. Arroganz ist komplett unangebracht, denn alle können von allen lernen: Ingenieure von Technikern, aber auch von Elektrikern, aber auch von Kaufleuten!! Umgekehrt gilt das natürlich ebenso!!! Erschreckend ist es, dass so viel Neid herrscht. Bei einem meiner Praktika hörte ich auch solche Sprüche wie "Du studierst doch, du musst das doch wissen." Und ein Ende nimmt das erst, wenn man zeigt, dass man auch mit dem Schraubendreher umgehen kann, dann ist man akzeptiert. Und diese Sprüche wie "Die in der Konstruktion haben eh keine Ahnung" kann ich schon nicht mehr hören. Sollen doch die Facharbeiter Maschinen, Autos und Anlagen konstruieren. Die Autos wären doppelt so schwer bei halber Motorleistung, denn auf Sicherheit kann jeder gehen (außer die Insassensicherheit, die wäre dann nicht mehr gegeben, da das Auto dann keine Knautschzone mehr hätte). Wo aber die technologischen Grenzen sind, findet man nur heraus, wenn man einiges an Theorie kennt und diese auch anwendet, und auch Versuche macht, und Fehler, und daraus lernt! Also: Gemeinsam gehts voran, nicht gegeneinander. Und Titel sollten eigentlich nicht zählen (tun sie aber leider, deshalb habe ich ja noch den Uni-Ing. nachgemacht!).
Datum: 04.08.2008 23:57
Sehr gut Mario. Ich denke auch das es solche und solche gibt. Gibt gute und schlechte Ing. Techniker und Facharbeiter. Von den Jobs her denk ich auch, dass es gewisse Stellen gibt die von beiden besetzt werden können, sprich die Aufgaben können von einem Ing. und Techniker gemacht werden , und eben Jobs die eher oder nur für Ing. sind und welche die eher oder nur für Techniker sind. Um in die Führungspositionen zu kommen tut man sich als Ing. in der Regel leichter, da ist es als Techniker schon etwas schwieriger und in der normalerweise auch begrenzt.
Datum: 07.08.2008 09:31
@juppi > Du hast keine Sekretärin! > nur viel "Nullen" Ich habe eine Sekretärin! Und viele "Nullen" hab ich auch. Aber meinst Du damit die Techniker oder die Stellen hinter der 1 auf meinem Gehaltscheck? ;-)
Datum: 07.08.2008 09:43
Habe schon erlebt, das ein Techniker mehr drauf hatte als sein Ing Kollege. Der Techniker war schon etwas länger im Betrieb und der Ing wollte sich bei nichts helfen lassen, er hat ja auch studiert. Es kommt also darauf an, was man aus seinem Job macht. Wenn man ihn nur wegen des Geldes macht, dann ist das schon mal sehr schlecht. Viele sind dann aber zu träge, sich etwas Neues zu suchen.
Datum: 07.08.2008 09:48
Es kommt immer darauf an, was man daraus macht. Henry Ford hat nicht studiert und das fallem mir noch viele Beispiele ein. Ein Studium kann direkt zu einem Beruf berechtigen (Arzt, Rechtsanwalt..) oder aber (in der Technik) der Einstieg ins lebenslange Lernen oder Handeln sein.
Datum: 07.08.2008 12:12
[quote]Rein mathematisch betrachtet hat ein Dipl.-Ing. (FH) 7200 h theoretisches Wissen gebunkert, der Unidiplomer 9000 h, der Techniker 2400 h. Alles ohne den Aufwand für das Abi/FHR einzurechnen. [/quote] Zu diesem Vergleich: Der Techniker wird in den 10 Jahren, bevor der Ing. überhaupt seine ersten beruflichen Gehversuche unternimmt, je nach vorherigem Beruf, fachlich (technisch) durch weitere Lehrgänge und diese enorme Praxiserfahrung einfach ganz anders zu berechnen sein als Deine "Berechnung". Wie gesagt, je nach Beruf und Einsatzgebiet aber so vergleichen würd ich das lieber nicht. Aber nur mal dazu als Denkanstoss bei solchen übereilten Sprüchen. In meiner letzten und jetzigen Firma, sitzen techniker auf leitenden Positionen - vor Ingenieuren - in der Entwicklung. Es gibt aber auch Techniker, die sind zu gar nichts zu gebrauchen: Erfahrungsgemäss aus der Praxis meist die, die sich das aus der Arbeitslosigkeit vom Staat bezahlen lassen haben. Muß ich leider einmal so feststellen. Da sind so einige gute Facharbeiter die deutlich bessere Besetzung für den Job! (Das sind auch die, die sich oftmals dann in Fernstudium- oder Aberndform noch an das Technikerstudium setzen und nachher auch so einigen Ingenieuren etwas vormachen können!) Alles ist relativ. Ciao
Datum: 07.08.2008 12:28
@Techniker Interessante Aussagen. Dabei wird allerdings übersehen das die Berufsbezeichnung nur ein Hilfsmittel der Arbeitgeberinteressen sind um eine bessere Handverlese (glauben die) bei der Stellenbesetzung zu haben. Mal eine richtige Aufgabenbeschreibung zu erstellen sind die hohen Herren entweder zu faul oder zu dumm. Alleswisser/könner ist da der Normalanspruch. Wenn dann nachher Probleme wegen fehlender Kenntnisse oder Erfahrungen auftauchen wird der schwarze Peter stehts dem Arbeitnehmer zugeschoben. In einigen Betrieben wird Wissensweitergabe sogar regelrecht verweigert. Unter solchen Bedingungen kann kein vernünftiger Mensch sinnvoll arbeiten. Gerade Diplomierte sind da schlimmer als Techniker.
Datum: 07.08.2008 12:37
Techniker? Sind das nicht die, die sich ein Studium nicht zutrauen?
Datum: 07.08.2008 12:44
Sonnenschein wrote:
> Techniker? Sind das nicht die, die sich ein Studium nicht zutrauen?
Oder die, die lieber Geld verdienen?
Datum: 07.08.2008 14:50
>Wie gesagt, je nach Beruf und Einsatzgebiet aber so >vergleichen würd ich das lieber nicht. >Aber nur mal dazu als Denkanstoss bei solchen übereilten Sprüchen. Wenn man objektiv was vergleichen will, muß man normieren. Kein Mensch kann wissen, was ein Techniker in seiner Berufszeit gelernt hat oder nicht. Also kann ich nur objektiv die Ausbildungszeiten werten, die jeder Techniker bzw. Ing. durchlaufen muß, wenn er diesen Titel bekommen will. Und das sind nun mal 2400 vs. 7200/9000 h. Schließlich kann auch ein Ing. noch prakt. Erfahrungen haben und dann sieht nach Deiner dehnbaren Einschätzung der Techniker voll alt aus.
Datum: 07.08.2008 17:29
Ist doch im endeffekt wurscht. Wenn sich einer Mühe gibt und bei der Sache ist, hat der Techniker immerhin den Schein n bissl was zu dürfen, hat er teilzeit gemacht, so ist auch die Belastungsfähigkeit bewiesen. Für viele Jobs braucht man zwar jemand mit fundiertem allrounderwissen, der sich auch gut in was hineinarbeiten kann, jedoch nicht unbedingt das Niveau eines dipl-Ings, der dir alles physikalisch und mathematisch beweisen kann. Ich denke dass der Techniker aufgrund seiner Theoriekenntnisse "Ingenieur Light" und seine praxiserfahrung genau das bekommt was er tut und ist: Ingenieur Light mit i.d.R mehr Praxiserfahrung/bezug. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Datum: 07.08.2008 20:19
Techniker = Ingenieur Light Gefällt mir, leider nicht anwendbar weil der Techniker nur ne ungeschützte Berufsbezeichnung ist. Der Ing. ist ja geschützt. Wenn man sich so im Berufsleben bezeichnen würde kämmen gleich wieder Verbände mit Ihren Abmahnanwälten an.
Datum: 07.08.2008 20:51
>Der Ing. ist ja geschützt.
der
Ingenieur
ist kein Titel
Datum: 07.08.2008 22:36
Ich bin eh dafür dass der Techniker wieder ein Ingenieur mit irgendeinem Zusatz wird. Früher hatten wir den Ing. (FS). Und ich finde genau das wurde der Sache gerecht. Mit "Techniker" kann in vielen BEtrieben keiner der einen HErrschaften so recht was anfangen. Was meint ihr was los wäre wenn es den Ausbildungsberuf "Zahningenieur" gebe? Da hat die Technikerlobby einfach mal 30 Jahre gepennt. Ein Techniker ist im Sprachgebrauch nicht von einem Hiwi der Serveraccounts verwaltet zu unterscheiden, und das stört mich schon irgendwie.
Datum: 07.08.2008 22:55
Das würde dann dazu führen, daß man mit dem Begriff "Ingenieur" nichts mehr anfangen kann, wenn jeder Schraubenzieherhalter sich so nennt. Eine genauere Betrachtung, was das Wort eigentlich heisst, liefert die Erkenntnis, daß es um das Erfinden und Schaffen von Neuem geht. All jene, auf die das nicht zutrifft, sind auch keine Ingenieure (und selbst dann, wenn! sie einen Titel haben)
Datum: 07.08.2008 23:19
"Ingenieur" darf sich jeder nennen! Du musst nur das Dipl. weglassen ;-) "Ingenieur" ist nicht geschützt!
Datum: 07.08.2008 23:30
@Rolf: laut deinition sollte ja ein (guter) Techniker auch in der Entwicklung mitarbeiten und eben auch "Ingenieursarbeiten" durchführen, nur nicht mit dem riesen-Background. Sagen wir mal ein Audioverstärker, der sollte wohl beiden zuzutrauen sein, ein Mainboard ist vl doch wieder was für den Ing (allein vom Routing her). Aber entwicklungsarbeit ist beides. Laut deiner definition ist nur Ing wer etwas völlig neues, noch nie dagewesenes kreiert. Ich finde der Techniker hat einach eine Abgrenzung zum Facharbeiter verdient. Die Leute haben eben keine Ahnung was wer macht. Was ein Ingenieur ist wiess jeder, aber ansonsten? Ich bin Elektroniker und mach Techniker, was meinst du wie ot die Leute uns fragen ob wir Elektriker oder Hiwis sind (und das obwohl sie uns gerade LOBEN wollen, es liegt definitiv nicht an "anspruchslosem rugelunger"). Die meisten, vor allem Akademiker usw, was ja mal potentielle Vorgesetzte sind, haben einfach keinen Plan was für Berufsstufen und Abschlüsse es unter einem Diplom gibt. Was dagegen spricht den Techniker als Ing. light zu bezeichnen weiss ich nicht, denn das ist er ja schon laut definition.
