Datum: 27.06.2009 17:58
Hallo, ich habe hier ein Xplain Board von Atmel mit einem ATxmega128 vor mir. Ich habe mit Mirkocontroller von Atmel bisher noch nichts zu tun gehabt, würde mich aber ganz gerne an diesem tollen Board versuchen. Ich habe ein ganz kleines Testprogramm zum toggeln von PortF Bit 1 geschrieben. (So sollte man an einer LED eine Frequenz messen können. Problem: Wie flash ich jetzt das Programm? Ich vermute es geht direkt über die USB Schnittstelle. Ich bitte um Hilfe. Grüße, Omega
Datum: 27.06.2009 18:49
Das erste Problem ist, dass nur wenige Leute momentan mit Xmegas arbeiten. Atmel konnte lange gar keine liefern, heutzutage gibt es gerade mal zwei der angekündigten Typen im Handel. Das zweite Problem ist, dass nur sehr wenige Leute ein Xplain Board haben. Atmel verkauft die Boards nicht, sondern gibt sie nur in speziellen Seminaren aus, und vielleicht noch an besondere Kunden. Ich konnte bis heute keins ergattern. Atmel tut so ziemlich alles, um Leute von den Xmegas abzuhalten. Du bist also ziemlich auf dich alleine gestellt. Nachdem, was ich über das Xplain-Board gehört habe, wird über USB und einem normalen USB-AVR, der auch auf dem Board ist, der Xmega programmiert. Keine Ahnung wie genau. Geht das nicht, dann hat ein Xmega eine neue Programmierschnittstelle, genannt PDI. Der Atmel AVRISP MkII Programmer dürfte der preiswerteste Programmer sein, der das kann. Ebenso soll es übe JTAG gehen, aber die JTAG ICE von Atmel sind teurer als der AVRISP MkII.
Datum: 27.06.2009 19:24
Über USB geht es nur mit entsprechendem Bootloader. Ansonsten "ISP-mk2" oder "JTAG-ICE-mk2", wie schon vom vorposter erwähnt.
Datum: 27.06.2009 19:43
Okay, danke für eure Antworten. Ich habe befürchtet, dass es nicht so einfach geht. Nach dem was ich bisher gelesen habe scheint Atmel es nicht leicht zu machen mit dem Xmega, warum auch immer. Leider war auch meine Suche nach dem Board recht erfolglos. Die Dokumentation (zu dem Board selbst habe ich genau nichts bekommen außer einem Karton und einer Antistatischen Tüte) sagt folgendes:
In addition to programming the XMEGA through the AT90USB1287, the XMEGA can be programmed and debugged by connecting an external programming/debugging tool to the “JTAG & PDI XMEGA” pin header (J100). |
Demnach denke ich es MUSS wohl irgendwo gehen, nur wie?!? Angenommen es geht nur über JTAG oder PDI, gibt es da Selbstbaulösungen, ähnlich einfach wie JTAG Adapter für ARM Mikrocontroller?
Datum: 27.06.2009 20:22
Schau mal die AVR1907 an: http://www.atmel.com/dyn/products/tools_card.asp?t... da sind Schaltbilder und als Software auch Hex-Files/Treiber. Bei dem Seminar werden oft JTAGICE mkII mit AVR-Studio verwendet. USB dient dann nur der Stromversorgung. avr
Datum: 27.06.2009 20:47
Schaltbilder sowie Treiber und Hex-Files habe ich. Gibt es keinen Weg, das Ding ohne einen Programmer kaufen zu müssen zu flashen? Oder nur mit viel Aufwand? Wenn ja, ist das für mich ein Grund mich nicht weiter mit Atmels Mikrocontrollern zu beschäftigen und dieses Platinchen bewirkt genau das Gegenteil, von dem was Atmel gewünscht wäre.
Datum: 27.06.2009 21:07
Dann brauchst du jemand in deiner Umgebung, der dir einen Boot-Loader auf den XMega spielt. Dann kannst du über den AT90USB als USB-Umsetzer deine Programme übertragen. Sonst ist ein AVRISP MKII mit PDI ist nicht so teuer und es gibt Selbstbauclons mit ebensolcher PDI. avr
Datum: 27.06.2009 21:26
Ich frage mich, was es für einen Sinn es macht, sowas unters Volk zu bringen? Mich kann Atmel so nicht als Kunden gewinnen, wenn ich ihre Hardware nur testen kann, wenn ich noch was zusätzlich kaufe. Danke für eure Hilfe! (Mal sehen, ob ich jemanden in meiner Gegend finde der das Ding mit nem Bootloader versehen kann, ansonsten wird es wohl eingelagert werden, was schade wäre...)
Datum: 27.06.2009 22:46
Omega G. schrieb: > Ich frage mich, was es für einen Sinn es macht, sowas unters Volk zu > bringen? Atmel dreht völlig am Rad. Große Ankündigungen, sonst nichts. > Mich kann Atmel so nicht als Kunden gewinnen, wenn ich ihre > Hardware nur testen kann, wenn ich noch was zusätzlich kaufe. Du gehörst schon zu den Privilegierten. Du hast wenigstens Hardware zum testen. Du könntest die Quelle von der du das Board hast mal zusammenscheißen was das alles soll. Oh, und es gibt keine Selbstbau PDI-Lösungen. > Danke für eure Hilfe! (Mal sehen, ob ich jemanden in meiner Gegend finde > der das Ding mit nem Bootloader versehen kann, Es könnte sein, dass Atmel die Xplains mit einem Bootloader versehen hat. Vielleicht auch nicht. > ansonsten wird es wohl > eingelagert werden, was schade wäre...) Vertick es auf eBay. Es gibt vermutlich Atmel Fanboys die scharf auf sowas sind.
Datum: 28.06.2009 12:57
hey, stopp :-) sicherlich sind die xmega's nicht mehr "so einfach" zu handeln wie die normalen megas. hv-programmierung oder isp via lpt oder com-schnittstelle war schon ein wirklicher luxus. ich denke, dass der avr-dragon in naher zukunft auch pdi unterstützen wird. atmel jetzt die falsche politik vorzuwerfen halte ich nicht für sinnvoll, zumindest nicht in diesem bereich. mei, dann kauft man sich halt einen isp-mk2. kostet auch nicht die welt, oder? schaut mal daheim in die bastelkisten welches "bargeld" dort in ungenutzten kondensatoren, widerständen, spulen und sonstiges herumflackt ;-) wenn man ein problem sehen will, dann sollte man auf die crypto-peripheal-einheit schauen. wegen diesem peripheal unterliegt der xmega einer exportkontrolle und da hört der spaß für den bastler auf - zumindest wenn man bei ebay was umsetzen mag :-)
Datum: 28.06.2009 14:37
Thomas schrieb: > ich denke, dass der avr-dragon in naher zukunft auch pdi unterstützen > wird. Das denke ich nicht. > atmel jetzt die falsche politik vorzuwerfen halte ich nicht für > sinnvoll, zumindest nicht in diesem bereich. Ich werfe Atmel vor, dass man dort nicht ehrlich sagt was Sache ist. Ich werfe Atmel die Schummelei mit der Ankündigung vom Februar 2008 vor, in der es was von sofort verfügbar hieß. Ich werfe Atmel vor, dass man zwar 2008 Geld hatte dafür zu sorgen, dass man von EDN zum Produkt des Jahres 2008 gewählt wurde (obwohl es keine Xmegas im Handel gab), aber kein Geld oder keine Lust hat die Xplain-Boards zu dokumentieren und zu vernünftigen Preisen zu verkaufen. Ich weiß nicht, warum es Atmel Entwicklern mit den Xmegas und den Xplain-Boards so schwer macht. Hassen die ihre Entwickler, oder was? > wenn man ein problem sehen will, dann sollte man auf die > crypto-peripheal-einheit schauen. wegen diesem peripheal unterliegt der > xmega einer exportkontrolle und da hört der spaß für den bastler auf - > zumindest wenn man bei ebay was umsetzen mag :-) Die Export-Sache halte ich für eine Ausrede von Atmel. Mehr als ein Jahr nach der "sofort erhältlich" Ankündigung gab es keine Xmegas im Handel. Heute gibt es zwei Typen im internationalen Handel, bei denen kein Hahn nach Exportkontrolle kräht. Zehn weitere angekündigte Xmegas (alles A-Typen) sind jedoch Vapourware. Die H-Versionen haben immer noch Fehler. Die Xmegas ohne DES/AES-Unterstützung (D-Typen?) sind aus meiner Sicht heute reine Fiktion. Full Production sieht anders aus. Und Atmel? Atmel sagt nicht was los ist. Wenn man nicht mal ein Dev-Board vom Hersteller kaufen kann, dann glaube ich, dass irgendwas ganz gewaltig schief läuft.
Datum: 28.06.2009 14:45
Wozu ist auf dem Board dann eigentlich eine PDI Verbindung zwischen dem AT90USB und dem ATXMega? Ist die nicht zum programmieren? Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wäre der AT90USB der Programmer...da ist doch sicherlich die Firmware schon drin?
Datum: 28.06.2009 14:49
Ich hatte vor diesem Board noch nichts mit Atmels Mikrocontroller zu tun, und aus meiner Sicht ist diese Werbung für die Xmegas irgendwie eine negativ Werbung. So wirkt diese Aktion auf mich, einen der bisher noch nichts damit zu tun hatte. Ich werde mich wegen dem Board mal direkt an Atmel wenden, ob ich eine Antwort oder sogar was nützliches erfahre weiß ich noch nicht. Aber einen Versuch ist es wert. Vielleicht wird die Xmega Serie von einer Abteilung von Atmel bewusst unterdrückt?! Für mich (ich habe bisher nur Erfahrung mit ARM7 µC von NXP) sieht der Xmega mit seinen Möglichkeiten sehr interessant aus, aber was bringt mir Vapourware... Joa, da ist schon eine Firmware drinnen, zumindest bekommt man es als USB -> UART Umsetzer zum laufen... Oder muss man einen Jumper setzen? Was müsste man in AVR Studio als Programmer wählen? Da fehlt auf jedenfall die Doku!
Datum: 28.06.2009 14:59
mal generell ne frage zu der politik von atmel ... weiß irgendjemand warum die sich da so verhalten ?! ich meine die xmegas sind von den features her doch nicht schlecht, und warum sollte man gute produkte nicht auch supporten und entsprechend die produktion dahingehend forcieren (bzw. als firma interesse daran haben das das produkt auch schnell an den kunden geführt wird). ich bin selbst ein wenig dahinter (aus hobbygründen) einen atmega1284p zu bekommen. der ist zwar schon angekündigt, avr studio unterstützt den auch, aber verfügbar ? fehlanzeige. nun gut hab ich mir gedacht, schauste mal wie das mit den xmegas aussieht. hab da auch einen passenden typen gefunden (aus platzgründen würd ich gerne einen qfp44 verwenden), aber auch hier : fehlanzeige, noch nicht lieferbar. nun weiß ich allerdings auch nicht wann atmel die teile (also den mega1284p und die xmegas [da vor allem den xmega128a3 bzw a4]) angekündigt hat, aber ich bin schon ein bissl enttäuscht das man da echt nur spärlich infos bekommt. selbst die diistributoren wissen nicht wann die teile verfügbar sind. die von MCS meinten irgendwas von Q3 09. na ja ... man kann ja mal gespannt sein. aber ich denke ich werde wohl oder übel auf den SAM7 umsatteln müssen. das ist zwar eh das erklärte ziel, aber ich hätte gerne noch eine zwischenstation mit dem mega1284p oder einem xmega eingelegt da der code für den mega schon recht weit gediegen ist.
Datum: 28.06.2009 15:33
Omega G. schrieb: >Ich frage mich, was es für einen Sinn es macht, sowas unters Volk zu >bringen? Mich kann Atmel so nicht als Kunden gewinnen, wenn ich ihre >Hardware nur testen kann, wenn ich noch was zusätzlich kaufe. Und ich frage mich, warum Leute die offenbar überhaupt nichts damit anfangen können so ein Board bekommen, während die, die etwas damit anzufangen wüssten, leer ausgehen.
Datum: 28.06.2009 15:40
Tja, Glück, Pech, was weiß ich! Ich habe es nicht von Atmel bekommen. Wenn mir eine Firma für meine Arbeit für sie u.a. so ein Board überlässt... Hättest du auch machen könne, dann hättest du vielleicht auch so ein Board bekommen.
Datum: 28.06.2009 15:54
Ich weiss nicht warum so ein Wirbel um den Kram gemacht wird, Atmel hat sich nunmal etwas verkalkuliert das passiert manchmal in Firmen die ein Kommunikationsproblem oder Machtkämpfe zwischen den einzelnen Abteilungen haben. nach Aussagen der Distris ändert sich das jetzt aber alles da Atmel anfängt die produktion zu Asiatischen Lohnfertigern zu verlagern. Und die brauchen einen festen zeitplan. Wenn Atmel da sagt wir fertigen in Q2/09 dann wird auch da gefertigt egal wie weit Atmel mit dem Chipdesign ist und dann ist halt mal ne Million im Dreck versunken wenn Sie nicht rechtzeitig fertig sind. Deshalb auch die neuen "A" typen der alten Controller die sind einfach nur redesignt um die Controller den Prozess des Lohnfertigers anzupassen. Ich versteh aber den Wind um die XMegas auch nicht. Die sind nichts wirklich supertolles neues. Das sind einfach nur 8-Bitter mit der Periferie von 32-Bittern, und das zum Preis zu dem man heute auch schon locker 32 Bitter z.b. von ST bekommt. Statt sich mit dem XMega rumzuschlagen sollte man sich lieber mal die Cortex-M3 anschauen die könenn wesentlich mehr, kosten weniger, sind verfügbar. Und das Wichigste: Sie sind nicht nur von Atmel verfügbar. Dementsprechend gibts auch Support udn preise weil die Hersteller sich um die Kunden schlagen müssen...
Datum: 29.06.2009 15:36
Von Atmel habe ich erfahren, dass das Programmieren nur mit externer Hardware geht. Zum programmieren wird AVRISPmkII, JTAGICEmkII, AVRONE! oder ein STK600 benötigt, debuggen geht nur mit JTAGICEmkII oder AVRONE! Das Günstigste zum Einstieg ist ein AVRISPmkII, damit kann der XMEGA über PDI programmiert werden. Programmieren über die USB Schittstelle des Xplain Boards ist nur möglich, wenn man einen entsprechenden Bootloader einprogrammiert. Das Xplain Board soll es noch dieses Jahr auch zum kaufen geben. Gibt es zufälligerweise jemanden im Rhein Main Gebiet, der mir zum Experimentieren einen Bootloader aufspielen kann, so dass ich über UART bzw. dem AT90USB1287 den XMEGA flashen kann?
Datum: 29.06.2009 15:47
Vielleicht geht das schon, denn der AT90USB hat eigentlich einen USB Bootloader. Probier doch mal, ob du etwas mit dem FLIP! Tool (bei Atmel runterladbar) ausrichten kannst. Damit kann man zumindest den AT90USB über seinen Bootloader normalerweise ansprechen. Gruß Fabian
Datum: 29.06.2009 15:52
Habe ich versucht, der AT90 scheint gesperrt zu sein, zumindest über den Bootloader. Zumindest konnte ich den Flash nicht auslesen und keinen Blank Check machen. Blank Check failed. Ein Verify bringt: Device Protection is set
Datum: 29.06.2009 16:37
Du musst den AT90USB zuvor in den Bootloader Modus zwingen, damit du mit FLIP darauf zugreifen kannst.
Datum: 29.06.2009 17:02
Habe ich, sonst könnte ich mich nicht damit verbinden.
Datum: 04.07.2009 12:04
Hallo pnuebergang, wenn Du Dir gerne günstig ein solches Xplain "AVR1907" an Land ziehen willst, könnt ich seit vorgestern weiterhelfen. Ich hatte nicht mal mit einem Trostpreis bei der Fülle von Einsendungen zu der Ausschreibung gerechnet, habe aber dann gleich eins der begehrten Teile bekommen. Es kam in einer schlichten Schachtel ohne jegliche Beschreibung zusammen mit einem Belegexemplar der ausschreibenden Zeitschrift. Die PDF dazu fand sich aber sehr schnell unter: http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/... . Die 3 Blätter hab ich bereits dazugelegt und das Ganze wieder ordentlich verpackt. Nur dass ich damit noch nicht sehr viel anfangen kann, da ich mich bisher erst halb ins "PICmicro Profi-Buch" eingelesen habe. Ich hoffe jetzt nur, mit meiner Offerte, nicht gegen eine evtl. überlesene Regel dieses Forums verstoßen zu haben. Wenn ja, entschuldige ich mich gleich hier heftigst dafür !!! Beste Grüße "gniap"
Datum: 04.07.2009 13:39
Hallo, hat schon mal jemand das Programmieren der "Xplain" mit dem USB-AVR-Lab von Ulli gemacht. http://www.ullihome.de/index.php/Hauptseite#USB_AVR-Lab Wenn ja, dann mit welcher Firmware ud welcher AVR-Studioeinstellung? Mit 15 € wäre das dann wohl die günstigste Möglichkeit ;) Richtiges debuggen über JTag wäre natürlich noch besser ;D
Datum: 04.07.2009 14:11
Das geht aber nur für den AT90usb, PDI kann das Lab (noch) nicht. Sobald ich mein Xplain endlich mal bekomme könnt sich das aber auch ändern.