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Forum: Platinen HowTo: Ätzküvette selber bauen


Autor: Kollektorstrom (Gast)
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Im WWW lässt sich einiges zum Küvettenbau finden und auch hier im Forum 
ist das ein beliebtes Topic. Leider habe ich noch keinen wirklich 
zufriedenstellenden Beitrag gefunden und damit frisch gebackene 
Elektroniker nicht ihr komplettes Taschengeld für etwas opfern müssen, 
dass womöglich nach kurzer Zeit für eine "Batschlach" im Keller sorgt, 
möchte ich hier eine ausführliche Anleitung zum Küvettenbau geben.

ACHTUNG: Ich nenne hier Bezugsquellen für Materialien. Das soll keine 
Werbung für bestimmte Shops sein. ICh möchte lediglich eine 
Orientierungshilfe geben!!!

1. Beschaffung der Materialien

Man benötigt folgende Dingens:
   2x Acrylglasplatte 300x250x5 mm³
   2x Acrylglasplatte 300x005x5 mm²
   1x Acrylglasplatte 300x150x5 mm³
   1x Epoxidharz (~50g)
   6x Insulinspritzen (Die Langen)
   1x Kleiner Becher
   1x Ebene Platte (>320x270x? mm³)

Die Acrylglas bekommt man für 16,10€ (inkl. Versand) bei folgendem 
eBay-Händler:

http://stores.shop.ebay.de/plexikassi

Hier erhält man auch den sagenumwobenen Klebstoff "Acrifix". Dieser sei 
angeblich wie geschaffen für den Küvettenbau. Wer also noch kein 
Epoxidharz zu Hause hat, der kann das alternativ mit Acrifix probieren. 
Ich selbst habe das nicht getestet.

Wer aber mit Epoxidharz arbeiten möchte, erhält es ebenfalls sehr 
günstig bei eBay. Epoxidharz kann auch später super zum Ausgiesen, 
Kleben, Füllen, etc. verwendet werden. Man bekommt es zum Beispiel hier:

http://stores.shop.ebay.de/einheit129

Insulinspritzen gibts von der netten Apothekerin für ein nettes 
Kompliment. Als Mischbecher kann man die Plastiktrinkbecher nehmen und 
die Platte dient dazu, dass die Küvette im gefährlichen Zustand gedreht 
werden kann. Hier eignet sich ein altes Regalbrett. Alternativ kann man 
sich im Baumarkt für unter 5,00€ (Das sind unter 4,00€, wenn's mal 
wieder 20% gibt) eine MDF-Platte zuschneiden lassen.

Mit etwas Geschick und einem gut ausgerüsteten Batelkeller lässt sich 
der Materialpreis also unter 25€ drücken. Ich persönlich brauchte nur 
das Acrylglas --> Küvette für 16,10€ :-)

2. Zusammenbau

Man suche sich eine GROOOOOOOOOOSSE Arbeitsfläche (Das meine ich ernst, 
es sollte mindestens eine Werkbank mit 1,50m sein). Jetzt dürft Ihr 
ausziehen. Nein, nicht eure Freundin und auch nicht zurück zu Mutti, 
aber das Plexiglas. Also: Folien vor dem Bau abziehen.

Mit Sandpapier werden jetzt die späteren Klebstellen + 1-2mm angerauht. 
Was es mit dem zusätzlichen Stück zu tun hat, kommt später.

Von dem Harz mischt man sich jetzt ca. 5g an. Eine der beiden großen 
Glasplatten kommt mit den angerauhten Stellen nach oben auf die 
Unterlage. Jetzt wird ein schmales Glasstück an beiden(!!!) langen 
Kanten mit Epoxidharz bestrichen (Spritze verwenden). Bitte nicht 
sparen, aber auch nicht zuviel. Das bestrichene Glasstück wird nun auf 
die zurechtgelegte Platte gesetzt (Wenig Druck). Unterlage drehen und 
das selbe mit dem anderen Stück. Nun wird die zweite große Platte 
aufgesetzt. Sollte Epoxidharz aus den Nähten laufen, oder durch Wackeln 
verschmiert werden: Halb so wild! Nasen lassen sich später (GANZ ZUM 
SCHLUSS) rückstandfrei vom glatten Acrylglass abbrechen (Mit 
Messer/Schraubendreher nach oben ziehen). An den Nähten verschmiertes 
Harz wird später verdeckt.

Das Ganze lässt man jetzt über Nacht (min. 24h) stehen. Dann gehts mit 
dem entscheidenden Schritt weiter: Die Küvette wird an einer Naht von 
beiden Seiten mit etwas Klebeband begrenzt. Nun wird die Küvette im 
45°-Winkel aufgestellt (Abgeklebte Naht nach unten) Man füllt nun 3ml 
Harz (etwa 6g) in die so entstehende Kerbe. Man bildet praktisch eine 
Fuge, hierfür sind die 1-2mm Überschuss der angerauhten Stellen gedacht. 
etwa 12h stehen lassen und ab zur nächsten Naht.

Wenn alle Nähte verfugt sind, wird nach altbekanntem Prinzip der Boden 
angeklebt. Wen die Näht stören, der kann sich im Baumarkt ein 
Kunststoff-L-profil holen und damit die Kanten abdecken.

Passende 200W-Heizer erhält man für 7,19€ aus China bei eBay.

Das wars dann vorerst. Wer Rächdschreipveler findet, darf sie behalten. 
Kritik in allen Formen erwünscht.

So long,

Ic

Autor: Pet (Gast)
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Eine ausführliche Anleitung hat immer Bilder mit dabei...

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Du hast etwas wichtiges vergessen:
Beim Arbeiten mit Harz unbedingt fettfrei arbeiten!
Alle Klebestellen, den Michbecher und das Mischwerkzeug entfetten!
(zb mit Aceton).
Danach nicht mehr mit den Fingern über die Klebeflächen streichen. 
Bereits ein wenig Hautfett kann genügen, damit dass Harz nicht mehr 
richtig hart wird.

Autor: Gerhard (Gast)
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> Beim Arbeiten mit Harz unbedingt fettfrei arbeiten!

Ist nicht so kritisch, wie es klingt.

> Alle Klebestellen, den Michbecher und das
> Mischwerkzeug entfetten! (zb mit Aceton).

Acrylglas wird von Aceton angelöst, genau wie handelsübliche Mischbecher 
aus Kunststoff. Nach dem Anschleifen ist kein Entfetten nötig. Die 
Mischbecher sind aus der Verpackung heraus fettfrei genug.

> Danach nicht mehr mit den Fingern über die Klebeflächen
> streichen.

Das sollte man sowieso nicht.

> Bereits ein wenig Hautfett kann genügen, damit dass
> Harz nicht mehr richtig hart wird.

Quatsch. Wir bauen hier Flugzeuge aus Epoxidharz und ziehen von jeder 
Charge eine Probe. Daß eine Charge nicht hart wird, habe ich in meinen 
zehn Jahren Erfahrung noch nicht einmal erlebt.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Gerhard schrieb:

> Quatsch. Wir bauen hier Flugzeuge aus Epoxidharz und ziehen von jeder
> Charge eine Probe.

Dabei rührst du wahrscheinlich ein wenig mehr als 5g Harz an.

> Daß eine Charge nicht hart wird, habe ich in meinen
> zehn Jahren Erfahrung noch nicht einmal erlebt.

Hab ich schon erlebt. Bei kleinen Mengen kommt das schon vor. Seitdem 
ich das Blech auf dem ich anrühre entfette, ist mir auch noch jede 
Charge hart geworden. Je weniger Mischung, desto sauberer muss man 
arbeiten (logisch)

Autor: MaWin (Gast)
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> Kritik in allen Formen erwünscht

Da denn....

Warum sollte man Acrylglas nehmen, das ist bloss teurer als Glas und 
wird mit den Jahren blind, und einen Vorteil hat PMMA nicht.

Warum sollte man Epoxydharz nehmen, Silikon hält schon seit jahrzehnten 
Aquarien zusammen. Zudem klebt man PMMA mit Acrifix, wie du schon 
sagtest.

Und -falls ich nichts wichtigs übersehen habe- du beschreibst nur den 
Zusammenbau eines Behälters, nicht das wirklich wichtige Innenleben, den 
perlator, den Platinenhalter, den Ausguss und die Heizung. Hey, manche 
Leute nehmen eine Vase als fertigen Behälter, für die ist das kein 
Thema.

Mir wären 25 EUR deutlich zu teuer, bloss für eine klare Kiste. 5 EUR 
Silikon, Glas vom Schrott, und gut is.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Zum kleben von Acrylglas nimmt man am besten das für den jeweiligen Typ 
(gegossen oder extrudiert) geeignete Acrifix.

Acrifix ergibt nach der Polymerisation Acrylglas. Das Ergebnis ist wie 
geschweißt. Da Acrifix aus nur einer Komponente besteht, muß man nichts 
vormischen, sondern kann einfach so viel aus der Tube laufen lassen, wie 
man tatsächlich braucht.

Die Polymerisation wird durch UV-Licht angestoßen. Man kann also das 
Binden der Küvette nach dem Zusammenfügen mit der 
Platinenbelichtungslampe beschleunigen. Eine Stunde später ist der 
Kleber dann durchgebunden und fest.

Wenn man bei der Vorbereitung mit gedämpftem Licht arbeitet, hat man gut 
Zeit, alles so auszurichten, wie es hinterher geklebt sein soll.

Autor: laumichel (Gast)
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interessant ist erst die Heizung, wie machst du das? Wie regelst du die 
Temperatur?  Bewegung im Bad muss auch sein, also ne Luftpumpe 
interessiert mich auch.

Autor: Bernd Wiebus (Gast)
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Hallo Kollektorstrom.

>Im WWW lässt sich einiges zum Küvettenbau finden und auch hier im Forum
>ist das ein beliebtes Topic.

Die Küvette ist eigentlich das kleinere Problem, wie auch andere schon 
schrieben.

Du must noch heizen und rühren bzw. schaum machen. Da die durch das 
Rühren erzeugte Strömung die Platine an den passenden Stellen frei 
Anströmen können soll, aber trozdem die Platine ohne Abschattungen 
sicher gehalten werden soll, ist die Haltevorrichtung für die Platine 
eigentlich das komplizierteste, weil sie auch noch korrosionsbeständig 
sein soll.

Als Küvette nimmst Du einen Plastikeimer aus dem Baumarkt. 
Aquarienheizungen gibt es für relativ kleines Geld zu kaufen, ebenso 
Luftpumpen, Plastikschläuche und Sprudelsteine (aus Keramik).

Aber die Küvette ist wirklich das kleinste Problem.
Eine durchsichtige Küvette ist "stylisch", aber nicht wirklich nötig.
(Es gibt auch käufliche aus einer "Schäferkiste" aus undurchsichtigem 
Plastik, und die funktionieren gut)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

Autor: Random ... (thorstendb) Benutzerseite
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Hi,

hab mir damals überlegt, es lohnt nicht.

Nen Belichter habe ich mir selbst gebaut (klassisch: Scanner, Bräuner, 
ein AVR und ein bischen dabei),
die Äzuküvette habe ich mir dann für nen Hunni von Reichelt gekauft. Da 
ist alles dabei, und man kommt für den kleinen Heimbedarf auf einen 
ähnlichen Preis.


VG,
/th.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Bernd Wiebus schrieb:
> Als Küvette nimmst Du einen Plastikeimer aus dem Baumarkt.

Wieviele Liter Ätzlösung willst du denn vorhalten?

Vorteil der Küvette ist, daß mit der minimalen Menge Suppe auskommt.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Bem Ikea gibt es auch breite, schmale, hohe Haushaltsdosen für kleines 
Geld.

Autor: Kollektorstrom (Gast)
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Ich habe hier bewusst "Küvettenbau" geschrieben, da ich eigentlich nur 
den Bau der Küvette beschreiben wollte, nicht die Technik.

Momentan suche ich einen Kunststoffstab, in den ich in regelmäßigen 
Abständen Löcher bohren möchte und anschließend mit dem Heißluftföhn im 
90°-Winkel biegen. Da dran kommt dann ne stinknormale Aquarienpumpe.

Heizung habe ich bereits bestellt und auch schon eine in Gebrauch. Bei 
den meisten Heizstäben lässt sich die Temperatursicherung durch 
geeignetes Bearbeiten des Kunststoffdrehreglers umgehen, d.h. man muss 
den Regler weit genug aufdrehen können. Meine aktuelle Steuerung besteht 
aus einem LM35 samt Komparator. Schaltplan anbei. Der LM35 wird mit 
Epoxidharz in das hintere Ende einer Einweg-Kunststoffpipette 
eingegossen.

Ich plane zur Zeit eine neue Steuerung mit Display und Unterstützung für 
LM35 UND DS18S20. Das mag manch einer Übertrieben finden, ich denke 
jedoch, dass es eine schöne Übung ist, solange man Programm und 
Schaltung selbst entwickelt.

Dass die Lösung aus normalem Glas vom Müll und ein wenig Silikon 
günstiger sein kann, mag ich gar nicht bezweifeln. Die Sache ist nur, 
dass bei uns am Wertstoffhof nichts mitgenommen werden darf. Einen 
günstigen Glaser kenne ich hier auch nicht. Weiterhin lässt sich Acryl 
meiner Meinung nach leichter bearbeiten.

Acriplex eignet sich anscheinend hervorragend für den Küvettenbau. Ich 
möchte nicht behaupten, dass mein Weg der ALLGEMEIN 
günstigste/beste/schnellste ist. Es war aber der für mich ökonomischste. 
Es gibt bestimmt eine handvoll Menschen, für die das gleiche gilt.

Das was über Fett gesagt worden ist, ist Schmarrn. Ich habe meine 
geschliffenen stellen mit einem Tuch abgewischt. Ich verstehe nicht, 
warum in Foren immer bereits funktionierende Praktiken angezweifelt 
werden. Solange man das Acryl anschleift hebt das bombenfest. Der Becher 
sollte natürlich auch sauber sein. Ich habe aber auch nur einen alten 
Behälter mit einem Lappen ausgeputzt. Funktioniert trotzdem.

Aceton löst Acryl auf. Die Meldung hat mir wiederum gezeigt, dass hier 
Leute Ihren Senf dazugeben, die selber gar keine Erfahrung über das 
Thema gesammelt haben.

Paradebeispiel hierfür ist auch der Betrieb von LEDs im Auto. Sehr viele 
Mitglieder behaupten knallhart, dass LEDs durch im Fahrzeug auftretende 
Stromspitzen kaputt gehen würden, wenn man sie nicht entsprechend 
schütze. Humbug. Bei mir Laufen LEDs im Auto seit einigen Monaten 
tadellos. Ohne Z-Diode oder Sonstiges.

Also: Bitte nur begründete Zweifel aus eigener Erfahrung einbringen. 
Nichts, was man mal beim Pinkeln in der Kneipe aufgeschnappt hat :-)

Fotos folgen dann noch. Leider habe ich selbst keine Digitalkamera. Ich 
hole das aber bald nach :-)


PS: Meine Küvette entstand mit dem Anspruch, noch dazu sauber 
auszusehen. Sicherlich kann man auch im Gurkenglas, Eimer, Plastikwanne, 
etc. ätzen und auch mit der Hand umwälzen und die Säure vorher in der 
Mikro warmmachen. man kann, muss aber nicht.

Autor: Kollektorstrom (Gast)
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Um mal der vernünftigsten Kritik nachzugeben: Ich selbst hätte es auch 
mit Acrifix probiert, hätte ich vor der Bestellung der Platten gewusst, 
dass es sowas gibt. Das ist übrigens genau das, was ich meine: 
Vielleicht geht es auch jemand anderst so und er hat auch Epoxidharz zu 
Hause. Dann ist er froh um dieses Tut.

Silikon scheint in einigen fällen zu funktionieren. Anscheindend gibt es 
da aber verschiedene Arten, selbst in der Salzwasser-Aquaristik. Die 
einen melden, dass ihre Küvette seit 10 Jahren funktioniert, obwohl die 
Suppe drinbleibt, die anderen melden nach 3 Monaten, dass trotz 
Salzwassersilikon die Küvette auseinanderklappt, selbst wenn man die 
Lösung nach Gebraucht aus der Küvette rausholt.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Bei Silikon auf Acylglas wäre ich auch etwas skeptisch.

Autor: Kollektorstrom (Gast)
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Sorry für den dreifach-Post.

Übrigens sehe ich die Belüftung und den Platinenhalter ganz lässig. Ich 
lasse momentan nur den nackten Luftschlauch ein paar Zentimeter ins 
Wasser tauchen. Das reicht an sich vollkommen aus. Die Platine schmeiße 
ich momentan einfach nur in die Küvette und hol sie mit einer Pinzette 
wieder raus. Alternativ binde ich die Platine an eine Nylon-Schnur.

Zwei Ideen habe ich jedoch: Dem Sohnemann den Legokasten klauen und was 
schönes konstruieren (Alternativ die benötigten Teile im Netzt 
bestellen, einfach mal googlen), oder aber aus dem Baumarkt ein 
Kunststoff-U-Profil holen und das mit Klebstoff zurechtbiegen (--> 
statisch)

Autor: Kollektorstrom (Gast)
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>Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
>Bei Silikon auf Acylglas wäre ich auch etwas skeptisch.

Ich habe eine Testreihe mit normalem Silikon und Acrylat auf Acrylglas 
gemacht. Beides hebt so schlecht, dass man die Ätzlösung auch gleich in' 
Keller schütten kann.

Auf Glas hebt's bestimmt sehr gut (Klar, sonst wären Aquarien ja nicht 
so aufgebaut)

Autor: Bernd Wiebus (Gast)
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Hallo Uhu Uhuhu.

> Wieviele Liter Ätzlösung willst du denn vorhalten?
> Vorteil der Küvette ist, daß mit der minimalen Menge Suppe auskommt.

Wenn es zu viel ist, nimmt er halt einen kleinen Eimer oder eine 
Tupperdose. Ich hoffe, die Leser hier haben Phantasie genug. :-)

Im Gegensatz zu Persulfat wird das Eisen III Chlorid nicht oll bzw. kann 
gut in einem verschlossenen (Sicherheitsaspekt!) Behälter verwahrt 
werden.
Ich habe dafür so ein kleines 6 Liter Chemikalienfässchen mit 
Schraubdeckel. Durch die großen Öffnung lässt sich gut nach Gebrauch aus 
dem Ätzgefäß wieder zurückschütten. Ich habe so eine "Schäferkiste", 
aber Platinen die da nicht reinpassen habe ich auch schon in einer 
Plastik Babywanne geätzt. Die Haltbarkeit der Lösung ist lediglich von 
der Menge des geätzten Kupfers abhängig, nicht vom Alter.....mehr 
Lösung, mehr Platinen. Je nach Aktivität hält das bei mir also 1/2 bis 2 
Jahre.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Autor: Bernd Wiebus (Gast)
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Hallo Kollektorstrom.

> Sorry für den dreifach-Post.

Shit happens.


> Übrigens sehe ich die Belüftung und den Platinenhalter ganz lässig. Ich
> lasse momentan nur den nackten Luftschlauch ein paar Zentimeter ins
> Wasser tauchen. Das reicht an sich vollkommen aus.

Naja. Beim Schaumätzen langen halt Blubberblasen die zum Rühren 
hochperlen nicht. Ein Sprudelkörper ist da schon angebracht. Un der 
sollte auch schön an der richtigen Stelle liegenbleiben.

Zur Erinnerung: beim Schaumätzen hängt die Platine nicht hochkant in der 
Lösung, sondern hängt wagerecht so 1-2 mm über der Oberfläche des Bades 
und wird nur von hochquellendem Schaum benetzt. Die Ätzwirkung ist 
gleichmäßiger als im Bade hängend, aber die Fixierung eben aufwändiger.
Und Du must einmal umdrehen.


>Die Platine schmeiße
>ich momentan einfach nur in die Küvette und hol sie mit einer Pinzette
>wieder raus.

Führte bei mir zu einem "toten", schlecht geätzten Bereich am unteren 
Rand der Platine, als ich noch mit küvette geätzt habe. Ok, wenn man 
rings um die Platine lehrbuchmäßig einen 10mm breiten Kupferrand stehen 
lassen will, als Masseanschluss, ist das kein Problem. Und bei gröberen 
Struckturen kann man auch locker einmal umdrehen, und in der Mitte ist 
immer noch nicht zuviel weggeätzt.

> Alternativ binde ich die Platine an eine Nylon-Schnur.

Wenn das anschliessend noch eine Schnur ist, war es kein Nylon. ;-) 
Nylon ist nicht Säurefest.


> Zwei Ideen habe ich jedoch: Dem Sohnemann den Legokasten klauen und was
  schönes konstruieren (Alternativ die benötigten Teile im Netzt
  bestellen, einfach mal googlen),

Lego ist vermutlich Polystyrol. Das sollte gehen.

> oder aber aus dem Baumarkt ein
> Kunststoff-U-Profil holen und das mit Klebstoff zurechtbiegen (-->
> statisch)

Vorsichtig mit der Heissluftpistole erwärmen und in Form bringen, 
abkühlen lassen......und auf Überraschungen gefasst sein. Nicht alle 
Kunststoffe sind Ätzbadfest. Und bei Recyceltem hat man oft einen 
Materialmix aus allem möglichen thermolastischen, das in einer Form 
zusammengeschmolzen wurde. :-)


Statisch geht es nicht immer, wenn es federnd klemmen soll. :-)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Autor: Ch D. (chrisu) Benutzerseite
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Warum kommen solche How to's nicht ins Wiki? Ich denke da kann man sie 
später besser wiederfinden & bearbeiten.

Autor: Lars (Gast)
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Naja - ich weiß nicht - nen Howto sieht anders aus.

Autor: Lars (Gast)
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Autor: Kollektorstrom (Gast)
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Christian D.
>Warum kommen solche How to's nicht ins Wiki? Ich denke da kann man sie
>später besser wiederfinden & bearbeiten.

Lars
>Naja - ich weiß nicht - nen Howto sieht anders aus.

Man beachte das "bearbeiten" im Post von Christian

Bernd Wiebus
>Naja. Beim Schaumätzen langen halt Blubberblasen die zum Rühren
>hochperlen nicht. Ein Sprudelkörper ist da schon angebracht. Un der
>sollte auch schön an der richtigen Stelle liegenbleiben.

Meiner Meinung nach Off-Topic. Wie gesagt, ich möchte eine 
Kunststoffröhre aus dem Aquarienhandel bohren und anschließend biegen. 
Mit Klebstoff lässt sich das an der Küvette anbringen. Leider gab es 
solche Rohre bei Dehner nicht mehr.

>> Alternativ binde ich die Platine an eine Nylon-Schnur.

>Wenn das anschliessend noch eine Schnur ist, war es kein Nylon. ;-)
>Nylon ist nicht Säurefest.

War Anglerschnur, wobei es da sicherlich Unterschiede gibt. Ob das 
Material wirklich säurefest ist, weiß ich nicht, 5 Minuten im Ätzbad hat 
es jedoch ausgehalten. Und wenn die Schnur nicht mehr brauchbar ist: 
99,5m sind noch übrig :-)

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Wo kriegt man die Einwegpipetten? Wie lang sind die?

Autor: Kollektorstrom (Gast)
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Es geht eigentlich nur darum, dass am Ende der Pipette eine 
Kunststoffblase sitzt. Alternativ geht auch ein dünnwandiges 
Kunststoffreagenzglas. Wer gar nichts in die Richtung findet, kann sich 
etwas Reagenzglasförmiges holen und den Sensor dort eingießen.

Anschließend wird die Form abgetrennt. Das funktioniert bei 
Reagenzgläsern aus Glas zum Beispiel gut mit 45°-warmer 
Natriumpersulfatlösung :-)

Bei dem Saugball einer Kunststoffpipette kann die Form jedoch 
dranbleiben. Ich persönlich habe die Pipetten von einem Bekannten 
(Chemielehrer). Die hier oft erwähnte Bucht liefert auf das Suchwort 
"Pipette" genügend Ergebnisse, teilweise mit 3,50€ inkl. Versand:

Ebay-Artikel Nr. 110443861625

Ich kann mir schon denken, dass jetzt dann einige den Wärmewiderstand 
von Sensor+Harz+Pipette zitieren werden. mir ist bewusst, dass diese 
Kunststofflösung nicht sonderlich genau ist.

Getunt werden kann das Ganze mit Wärmeleitpaste als Harzersatz am 
Sensorkopf. Trotzdem muss mit Harz versiegelt werden. Ich weiß nicht, 
wie hoch die el. Leitfähigkeit von diesen Pasten ist. Wenn die 
Sensoranschlusse aber sauber mit Schrumpfschlauch abgedichtet werden, 
sollte es funktionieren (bei mir funktionierts prima).

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Kollektorstrom schrieb:
> Ich kann mir schon denken, dass jetzt dann einige den Wärmewiderstand
> von Sensor+Harz+Pipette zitieren werden. mir ist bewusst, dass diese
> Kunststofflösung nicht sonderlich genau ist.

Für diese Anwendung reicht das doch allemal aus.

Autor: Gerhard (Gast)
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> Aceton löst Acryl auf. Die Meldung hat mir wiederum gezeigt,
> dass hier Leute Ihren Senf dazugeben, die selber gar keine
> Erfahrung über das Thema gesammelt haben.

Na dann wasche deine Ätzküvette aus Acrylglas mal mit Aceton "sauber". 
Das gibt einen schönen Milchglaseffekt. Den du leider nur noch 
mechanisch durch Schleifen und Polieren entfernen kannst.

q.e.d.

Meine Erfahrung mit den Materialien? Darüber solltest du nicht urteilen, 
ohne mich zu kennen.

Autor: Bernd Wiebus (Gast)
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Hallo Kollektorstrom.

> Ich kann mir schon denken, dass jetzt dann einige den Wärmewiderstand
> von Sensor+Harz+Pipette zitieren werden. mir ist bewusst, dass diese
> Kunststofflösung nicht sonderlich genau ist.

Der Wärmewiderstand macht an dieser Stelle eigentlich nur, das der 
Sensor
langsam reagiert.

Die großen Wärmekapazitäten in der Anordnung machen aber, das sich die 
Temperatur auch nur langsam ändert. Damit passt das denn alles wieder.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Autor: Kollektorstrom (Gast)
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>Der Wärmewiderstand macht an dieser Stelle eigentlich nur, das der
>Sensor langsam reagiert.

>Die großen Wärmekapazitäten in der Anordnung machen aber, das sich die
>Temperatur auch nur langsam ändert. Damit passt das denn alles wieder.

Kann ich bestätigen. Die Temperatur der Lösung schwankt stärker, als es 
die Schaltung mitbekommt. Wenn man intelligent einstellt, lässt sich die 
Komparatorschaltung exakt auf eigene Anforderungen einstellen.

Die Anzeige der absoluten Werte, wie ich es für die nächste Version 
plane, muss dann entweder mit den mehr oder weniger großen Toleranzen 
hingenommen werden, oder der Wärmewiderstand muss in Software 
eingerechnet werden. Ich persönlich kann mit den Toleranzen lebenn, aber 
nicht gut programmieren :-)

Autor: Kollektorstrom (Gast)
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>> Aceton löst Acryl auf. Die Meldung hat mir wiederum gezeigt,
>> dass hier Leute Ihren Senf dazugeben, die selber gar keine
>> Erfahrung über das Thema gesammelt haben.

>Na dann wasche deine Ätzküvette aus Acrylglas mal mit Aceton "sauber".
>Das gibt einen schönen Milchglaseffekt. Den du leider nur noch
>mechanisch durch Schleifen und Polieren entfernen kannst.

>q.e.d.

>Meine Erfahrung mit den Materialien? Darüber solltest du nicht urteilen,
>ohne mich zu kennen.

Ich war gestern aus mehreren Gründen ziemlich frustriert. Ich möchte 
mich bei dir entschuldigen. Wie ich dir gegenüber aufgetreten bin, war 
definitiv unangebracht.

Mein Kumpel ist Kunststoffpapper (kA wie das korrekt heißt) bei einem 
großen Konzern und hat dadurch wirklich sehr viel Erfahrung speziell mit 
Acryl und Epoxidharz. Spezialisiert ist er auf Laminieren. Er hat mir 
von der Idee mit dem Aceton ausdrücklich abgeraten. Das Acryl würde 
verlaufen. In einem anderen Thread habe ich gelesen, dass sich aus 
Aceton und darin gelöstem Acrylglas, ein Acrylkleber zur 
Kaltverschweißung herstellen lässt. Ob da etwas dran ist, weiß ich 
nicht.

Den Milchglaseffekt kann ich bestätigen. Selbst mal ausprobiert mit 
Nagellackentferner. Wie das Acryl auf konz. Aceton reagiert, kann ich 
aus eigener Erfahrung nicht sagen.





Besteht hier Interesse an dem Schaltplan+Programm für die Version2 des 
Reglers? Dann würde ich das posten, sobald bei mir alles funktioniert, 
kann aber noch dauern, da ich die Bauteile noch nicht habe und zudem die 
footprints fehlen (--> Layout noch nichtmal fertig).

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Kollektorstrom schrieb:
> In einem anderen Thread habe ich gelesen, dass sich aus
> Aceton und darin gelöstem Acrylglas, ein Acrylkleber zur
> Kaltverschweißung herstellen lässt. Ob da etwas dran ist, weiß ich
> nicht.

Das halte ich für nicht brauchbar: Wenn ein Lösungsmittel im Kleber ist, 
dann muß der verdampfen, daß die Chose bindet. Das gibt dann 
Lösungsmittelblasen und braucht ewig.

PMMA kann man auch mit Dichlormethan kleben - das soll noch besser 
gehen, als mit Acrifix. Allerdings ist Dichlormethan (Siedepunkt 39,7 
°C) sehr leicht flüchtig und zudem wird es durch die Haut resorbiert und 
ist krebserregend.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dichlormethan

Autor: Gast735463 (Gast)
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Uhu Uhu schrieb:
>PMMA kann man auch mit Dichlormethan kleben - das soll noch besser
>gehen, als mit Acrifix.

Stimmt. Industriell wird das nur so gemacht, denn da legt man Wert 
darauf das die Klebestellen genauso transparent wie das Material selbst 
sind. Aufrauhen und mit Epoxy kleben ist ne Amateurmethode und sieht 
auch noch ausgesprochen Scheiße aus.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Acrifix-Klebstellen sind auch völlig transparent. Nur können sich eben 
sehr leicht Klebwülste bilden.

Autor: Björn R. (sushi)
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Nur falls es nach der gehagelten Kritik doch einer mit Epoxy versuchen 
sollte: bitte Handschuhe tragen! Und zwar keine Latex(diffundiert 
hindurch), sondern Vinyl-Handschuhe. Raum gut belüften, auch wenn man 
bei vielen (Laminier-) harzen fast nichts riecht.

LG, Björn

Autor: Mike (Gast)
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Ich habe meine alten Plexiglasteile, die ich vor 5 Jahren erfolglos 
versucht habe mit Pattex und Silikon dicht zu bekommen, nun mit Epoxy 
geklebt. Danke für den nützlichen Denkanstoß!

Eigentlich wollte ich Acrifix kaufen, aber so funktioniert es auch sehr 
gut.

Ergebnis: http://img593.imageshack.us/f/p1030161ak.jpg/

Mein Fazit:
Wer sich nicht mit Glas arbeiten traut, für den ist Plexiglas mit 
Acrifix oder Epoxy geklebt eine gute Alternative. Ein paar Stücke sind 
schnell gesägt und es lässt sich gut bearbeiten. Über die 
Langzeiteigenschaften (evtl. Trübung, Rissigkeit wie oben ge-orakelt) 
kann ich zwar nichts sagen, aber ich werde diese Maschine jetzt benutzen 
bis sie auseinanderfällt :).

Autor: Johannes R. (oa625)
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Hallo,

ich habe meine Küvetten aus Plexiglas mit Acrifix geklebt und bin 
zufrieden damit. Ich ätze mit NaPS. Wie die chemische 
Langzeitbeständigkeit gegenüber FeCl3 oder HCL+H2O2 ist, weiß ich nicht.

Johannes

Autor: Mike (Gast)
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Hier bin ich nochmal:

"Bis sie auseinanderfällt" entspricht hier ziemlich genau 12 Stunden!

Ich habe gerade festgestellt, dass Epoxy in warmen Wasser (Ätzlösung ist 
ziemlich genau das) aufquillt und sich dann löst.

Fazit 2: Epoxy ist ABSOLUT UNGEEIGNET um eine Ätzküvette zu kleben.

Autor: Max Power (eizo)
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Hallo
also zum Thema Ätzküvette selber bauen kann ich den Tip geben, dass es 
bei Ikea unter

http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/80150217

eine Vase "REKTANGEL" aus Glas (recht dick) mit den Maßen
Länge: 28 cm
Breite: 8 cm
Höhe: 18 cm
für 15 Euro gibt. Eignen sich recht gut für Platinen im Euro Format. 
Keine Probleme mit zuschneiden, kleben etc. und viel stabiler ohne 
scharfe Ecken und Auslaufgefahr.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Dass man heute auch jeden Dreck bei Ebay kaufen muss. Epoxidharz gibt es 
im Baumarkt sicherlich auch nicht teurer als Ebay + Versandkosten.

Autor: MaWin (Gast)
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> Epoxidharz gibt es im Baumarkt sicherlich auch nicht
> teurer als Ebay* + Versandkosten

ROTFL.

Nur Idioten kaufen im Baumarkt (und zahlen an der Ladenkasse 
bereitwillig die Steuer für ihre eigene Blödheit).


Epoxykleber in ausreichender Menge für dieses Ätzbad, also keine 12 
Gramm sondern eher um 100 Gramm, kostet im Baumarkt nicht unter 10 EUR, 
Preise so um 12-13 EUR sind mir geläufig.

Im Versand muß es nicht mal eBay sein, schon Pollin hat ihn für 4.95. 
Selbst mit den 4.85 Versandkosten also billiger als im Baumarklt bei 
Einzelbestellung. Natürlich wäre eBay nach billiger
Ebay-Artikel Nr. 150541280907

Und das ist IMMER so, nichts ist teurer als Baumärkte und MediaMärkte.

Autor: JojoS (Gast)
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@Mike: hast du das auch lange genug trocknen lassen?
ich habe PMMA mit http://www.pattex.de/Pattex_Plastic.1514.0.html 
geklebt, das verschweisst auch, kostet ca. 5€ und kriegt man im Baumarkt 
/ Modellbaugeschäft. Nach einem Tag waren die Klebestellen zwar schon 
fest und wasserdicht, Ätzmittel habe ich aber erst ein paar Tage später 
eingefüllt. Das Zeug braucht ein paar Minuten bis es fest wird, man hat 
damit genügend Zeit die Plexiglasteile ordentlich auszurichten.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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MaWin schrieb:
>> Epoxidharz gibt es im Baumarkt sicherlich auch nicht
>> teurer als Ebay* + Versandkosten
>
> ROTFL.
>
> Nur Idioten kaufen im Baumarkt (und zahlen an der Ladenkasse
> bereitwillig die Steuer für ihre eigene Blödheit).

Völliger Quatsch.
Idioten kaufen bei Ebay, und werden mit Paypal und anderen kranken 
Mechanismen und ungenauen Beschreibungen übern Tisch gezogen.
Sicherlich sind 90% aller Sachen im Baumarkt überteuert. Aber bestimmte 
Sachen bekommt man da durchaus günstiger als bei Ebay.
Zum Beispiel kann man Schrauben in allen Variationen und Formen beim 
Hornbach wesentlich günstiger bekommen als durch eine Ebay Bestellung.
Holz kann unter Umständen (je nach Art) auch um einiges günstiger im 
Baumarkt sein (bei Sondernangeboten z.B.).

Autor: Artur R. (artur2000)
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Max Power schrieb:
> lso zum Thema Ätzküvette selber bauen kann ich den Tip geben, dass es
> bei Ikea unter
>
> http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/80150217

das sieht ja sehr gut aus: welche innenbreite hat die Vase? Muss 
sichergehen dass mein Heizstab reinpasst.

Dann gehts wohl ab zu IKEA... .

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Autor: David .. (david1)
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Die Ikea Vase hab ich mir genau aus dem Grund auch gekauft, wer viel 
Zeit hat, ich hätt sie zwar auch aber ich will einfach nich so lang 
warten für den ist das wahrscheinlich schonmal ein guter anfang, aber da 
geht soviel Flüssigkeit rein das dauert ewig zum aufheizen ...

später hab ich mir dann ne normale Küvette aus Plexiglas und irgendnem 
Pattex Kleber speziell für Plexiglas zusammengepappt.

Mehrwöchigen Wassertest Dichtheitstest hat das Teil bestanden, problem 
ist nur dass ich so blöd war das ding so zu bauen dass der Reichelt 
Platinen-Halter genau rein passt, das ist aber so Eng dass der Heizstab 
die Seitenwände berühren würde ...

Jetz könnt ich natürlich nochmal ne konventionelle Küvette bauen, hab 
aber beschlossen ne Sprühätzanlage zu bauen, da braucht man sehr wenig 
Flüssigkeit -> schnelle Aufheizzeit, und durch das ständige besprühen 
wird auch immer das bereits abgeätzte Material "mitgenommen" -> 
Geschwindikeitszunahme.
Ein Sprührohr hab ich schon, das einzige was noch fehlt ist das 
Sprührohr an den Motor zu kuppeln.

Dann  muss nurnoch ein geignetes Behältnis her, evtl sone durchsichte 
Aufbewahrungsbox vo Ikea, Rotho oder so und ein Deckel der die Motoren 
bzw Sprührohe trägt, sowie eine Heizung.

Autor: Mike (Gast)
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@JojoS: Selbstverständlich wurde dem Epoxy lange genug Zeit gelassen um 
zu "trocknen". Das 5 min Epoxy hatte mehrere Tage Zeit auch noch das 
letzte freie Molekül einzukleistern.

Wie gesagt ist es ein generelles Problem, dass Epoxy in heißen Wasser 
aufquillt und sich löst. Wir entfernen so in der Arbeit auch mit 
Epoxidharz geklebte Metallteile sehr zuverlässig: Auskochen. Ich hätte 
es eigentlich wissen müssen.

Offtopic: Ich darf doch SEHR an die Netiquette erinnern. Wenn man hier 
gleich pauschal als Idiot bezeichnet wird, nur weil man es gewagt hat, 
Klebstoff im Baumarkt zu kaufen (!!!111einseins) ... das und vieles 
andere kann man auch sachlich formulieren.

Autor: Mike (Gast)
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Und nochmal aus der Fachliteratur:
Hans Domininghaus, Die Kunststoffe und ihre Eigenschaften, Springer, 
2004:

"Epoxidharze [...] Chemikalienbeständigkeit: Betonte Abhängigkeit vom 
Harzsystem. [...] Bedingt beständig gegen: heißes Wasser;"

Also nochmal: Epoxidharz kann auf keinen Fall für Küvettenverklebungen 
empfohlen werden. Einzelfälle, in denen der Küvettenbastler eine 
beständige Harzsorte erwischt hat, sind kein Grund dafür, sich 
grundsätzlich die 5-10 € für einen ans Material angepasste Klebstoff zu 
sparen(Für Acrylglas erprobt:  Acrifix, Uhu hart Plastik, Pattex 
Modellbau Plastik, Revell Contacta) .

Autor: Sebastian R. (sebr)
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Mike schrieb:
> (Für Acrylglas erprobt:  Acrifix, Uhu hart Plastik, Pattex
> Modellbau Plastik, Revell Contacta)

Pattex Modellbau Plastik verursacht unzählige kleine Bläschen an den 
Klebestellen - optisch nicht schön und sicher auch nicht der 
Stabilität/Dichtheit zuträglich.

Autor: noips (Gast)
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> Hallo
> also zum Thema Ätzküvette selber bauen kann ich den Tip geben, dass es
> bei Ikea unter
>
> http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/80150217

Das finde ich auch interessant. Unschön ist nur, dass es unnötig breit 
ist -> viel Lösung, lange Aufheizzeit. Ansonsten würde ich das dem 
Selbstbasteln vorziehen.

Autor: Williwilli (Gast)
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noips schrieb:
>> Hallo
>> also zum Thema Ätzküvette selber bauen kann ich den Tip geben, dass es
>> bei Ikea unter
>>
>> http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/80150217
>
> Das finde ich auch interessant. Unschön ist nur, dass es unnötig breit
> ist -> viel Lösung, lange Aufheizzeit. Ansonsten würde ich das dem
> Selbstbasteln vorziehen.
Genau. Bei den Außenmaßen innen gut für mindestens 4 Liter "Suppe" - da 
kann ich gleich 'nen kleinen Eimer nehmen...

Autor: Artur R. (artur2000)
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war gestern bei Ikea und habe mir die Vase angeguckt, naja ist doch 
nicht so geeignet da viel zu breit.

Autor: Mike [k.] (transmit-receive)
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Ich habe auch nach etwas passendem "von der Stange" gesucht, aber leider 
im einschlägigen Glasvasen-Sortiment bzw. online nichts gefunden, das 
schmal genug gewesen wäre, um Ätzlösungsvolumen und Aufheizzeit gering 
zu halten.

Natürlich könnte man sich für 36,65 € die Proma-Küvette von Reichelt 
kaufen ;) http://www.reichelt.de/?ARTICLE=50258;PROVID=2028 , aber das 
ist ja nicht Sinn der Übung.

Autor: rainbow (Gast)
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Kennst du,die Seite schon?
Finde den Aufbau sehr gelungen.

http://www.avr-projekte.de/aetz2.htm

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Artur R. schrieb:
> war gestern bei Ikea und habe mir die Vase angeguckt, naja ist doch
> nicht so geeignet da viel zu breit.

Nur so als Schnellschussidee.
Könnte man das Volumen nicht reduzieren, indem man einen Einsatz baut. 
So ähnlich wie es vor Jahren modern war, das Volumen der Klo-Spülkästen 
mittels Ziegelsteinen zu reduzieren.

Autor: Max Power (eizo)
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Williwilli schrieb:
> noips schrieb:
>>> Hallo
>>> also zum Thema Ätzküvette selber bauen kann ich den Tip geben, dass es
>>> bei Ikea unter
>>>
>>> http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/80150217
>>
>> Das finde ich auch interessant. Unschön ist nur, dass es unnötig breit
>> ist -> viel Lösung, lange Aufheizzeit. Ansonsten würde ich das dem
>> Selbstbasteln vorziehen.
> Genau. Bei den Außenmaßen innen gut für mindestens 4 Liter "Suppe" - da
> kann ich gleich 'nen kleinen Eimer nehmen...

Welch unqualifizierte Antwort.
Ich habe geschrieben, dass es für kleiner Europlatinen recht ok ist. Es 
zwingt dich ja niemand das Teil bis zum Rand auf 4 Liter aufzufüllen. 
Zur Not kannst du ja auch noch eine Trennwand rein kleben. Zumindest ist 
das Teil dicht und darum ging die Diskussion oben ja auch.

Autor: noips (Gast)
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Karl heinz Buchegger schrieb:
> Nur so als Schnellschussidee.
> Könnte man das Volumen nicht reduzieren, indem man einen Einsatz baut.
> So ähnlich wie es vor Jahren modern war, das Volumen der Klo-Spülkästen
> mittels Ziegelsteinen zu reduzieren.

Daran habe ich auch gedacht. Nur ist mir bis jetzt nichts in den Sinn 
gekommen, womit man den Raum innen ausfüllen könnte, am besten evtl. so, 
dass man die Platine dann noch von beiden Seiten sehen kann.

Max Power schrieb:
> Zur Not kannst du ja auch noch eine Trennwand rein kleben.

Daran auch gedacht, aber da beginnt ja wieder die Kleberei. Innen eine 
Trennwand dicht zu kleben wird schwierig sein.

Autor: Michael_ (Gast)
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Mit einer dicken Glas- oder PVC-Platte kann man das Volumen begrenzen. 
Man findet schon was, wenn man mal die Wohnung, Müll, Sperrmüll, 
Baumarkt ... durchsucht. Zum Beispiel könnte auch so ein Kälteakku aus 
dem Tiefkühlschrank gehen. Auch porendichte Schaumplatte aus dem 
Baustoffmarkt geht, schwimmt jedoch.

Autor: noips (Gast)
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Noch eine Sache zum Gegestand eintauchen zur Volumenverrignerung:

Wenn der Gegenstand große Wärmekapazität hat, dann nützt es ja wenig, 
denn er wird ja auch erwärmt.

Autor: noips (Gast)
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Ich meine, es nützt wenig im Hinblick auf die Aufheizzeit. Im Hinblick 
auf die Lösungmenge natürlich schon.

Autor: Mike [k.] (transmit-receive)
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Ich habe jetzt auch mit Acrifix geklebt und bin sehr glücklich. Stabil
und dicht (*endlich!*). Stinkt leider wie die Hölle, da sorgt auch der
Sicherheitsmuffel für gute Durchlüftung, da sonst nach 5 Minuten der
Schädel brummt.

@Volumen der IKEA Vase mit Kühlakku reduzieren: Goldige Idee, besonders
was die Aufheizzeit betrifft :) Musste schmunzeln :)

Autor: noips (Gast)
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Wie wäre es mit dieser Vase

https://www.dekorationsartikel.net/artnr-60813-gla...

die passt schon viel besser als die von Ikea. Etwas mehr als 2 L 
Volumen, gut für Europlatinen!

Autor: noips (Gast)
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Kommen allerdings noch 8,50 € Versandkosten dazu!

Autor: christoph (Gast)
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Also mit einer IKEA Glasvase habe ich auch mal geätzt.

Bis aufgrund von thermischen Spannungen eine Seitenwand rausgeflogen 
ist. War nur ein Aquariumsheizstab drin.

==> grosse Sauerei.

Autor: noips (Gast)
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Oder hier noch günstiger mit 5,95 € Versand!

http://www.shoppingkarl.de/glaswaren/glas/glasvase...

Autor: noips (Gast)
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christoph schrieb:
> Bis aufgrund von thermischen Spannungen eine Seitenwand rausgeflogen
> ist. War nur ein Aquariumsheizstab drin.

Hmm, stimmt, bis jetzt hat diesen Aspekt niemand hier im Zusammenhang 
mit Glasvasen erwähnt. Aber ich denke, wenn man unterhalb von 50° bleibt 
sollte doch jede Vase es aushalten, zumal die Lufttemperaturen schon 
manchmal in die Nähe von 40° kommen.

Autor: christoph (Gast)
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da bin ich mir nicht so sicher.

In der Verwendung als Blumenvase hat man keine großen 
Temperaturunterschiede/-Gradienten -- ausser man füllt grad kaltes 
Wasser in eine leere Vase.

Der Heizstab fürs Aquarium geht ja nur bis max. 45° mit Tricks.

Autor: noips (Gast)
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Hat wer noch Erfahrungen mit Glasvase/-behälter als Ätzküvette?

Autor: noips (Gast)
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Hab ein größeres Interesse an den Dingern erwartet. Als die Ikea-Vase 
hier auftauchte, haben mehrere gleich dafür interessiert und das Ding 
ausprobiert.

Ist das Thema "Vase als Küvette" für alle schon als unbrauchbar 
erledigt?

Autor: Michael_ (Gast)
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> Bis aufgrund von thermischen Spannungen eine Seitenwand rausgeflogen
> ist. War nur ein Aquariumsheizstab drin.
IKEA ruft gerade Glasbecher zurück, weil durch Spannungen im Glas diese 
platzen. Vielleicht doch keine gute Lösung mit Pressglas.

Autor: Igor (Gast)
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Hallo zusammen,

ich lese hier schon eine Weile mit. Handwerklich wäre ich auf jeden Fall 
in der Lage mir eine Ätzküvette selber zu bauen, hatte ich auch vor. Auf 
der Suche nach einer Heizung hab ich dann aber gestern eine große 
"Tupperdose" gefunden. Für 3,65 € alle Anforderungen (Größe, 
Temperatur-, Ätzmittelbeständigkeit und vorallem Dichtheit) erfüllt. Da 
passen, wenn man die Dose bis oben hin füllt, max 2,5 Liter rein. Zum 
ätzen reichen ca. 2 Liter völlig aus. In diesem Zusammenhang auch 
wichtig, die min. Eintauchtiefe der Heizung, deshalb 2 Liter. Also warum 
sollte ich mir eine Ätzküvette selber bauen? Es gibt für jeden die 
passende Dose.
Die Heizung hat mich 5,00 €, die Dose 3,65 € gekostet. Eine alte 
Membranpumpe hatte ich noch gehabt. Dann noch für 1,99 € einen 18 cm 
langen Sprudelstein, zufällig ist der so schön blau wie der Deckel :o), 
gekauft. Der bleibt von allein unten drinnen liegen, also kein gefummle 
mit dem Luftschlauch.
Macht alles zusammen 10,64 €. Die Dose ist innen so schön glatt dass die 
Saugnäpfe der Heizung dieselbe wunderbar in Position halten. Jetzt noch 
die Heizung tunen und los geht`s.

Alles wird gut!

Igor

Autor: Igor (Gast)
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Nachtrag:
hab ich noch vergessen:

Wenn ich fertig bin, dann nehme ich die Heizung und den Sprudelstein 
raus und Deckel zu. Fertsch!!!

Igor

Autor: noips (Gast)
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Igor schrieb:
> Für 3,65 € alle Anforderungen (Größe,
> Temperatur-, Ätzmittelbeständigkeit und vorallem Dichtheit) erfüllt.

Den Zweck erfüllt die Dose zwar irgendwie aber ich finde, nicht alle 
Anforderungen an eine Küvette sind erfüllt.

Größe (oder eher Volumen):
deutlich zu groß für die Platinegrößen, die sich damit ätzen lassen. 
Reichelt-Küvette lässt viel größere Platinen mit weniger Ätzlösung 
ätzen. Zu den Nachteilen des großen Volumens siehe
Beitrag "Re: Ätzküvette mit Ikea Vase und Aquarienteilen"

Was man sich noch von einer Küvette wünscht ist gute Durchsichtigkeit, 
damit man den Ätzvorgang sehen kann, sonst musst du die Platine ja u.U. 
mehrmals rausnehmen. Die Dose ist zwar etwas durchsichtig aber feinere 
Strukturen lassen sich da sicher nicht erkennen.

Du hast einen Rückschlagventil nicht erwähnt, benutzt du einen? Wenn 
nicht, so solltest du es. Damit erhälst du deine Pumpe länger. Dazu gibt 
es hier mehrere Beiträge.


Igor schrieb:
> Wenn ich fertig bin, dann nehme ich die Heizung und den Sprudelstein
> raus und Deckel zu. Fertsch!!!

Aber nicht, wenn der Deckel luftdich zuschließt! Siehe hier im Abschnitt 
Entsorgung:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Platinenhe...

Igor schrieb:
> Dann noch für 1,99 € einen 18 cm
> langen Sprudelstein

So einen würde ich mir auch gern kaufen. Wo hast du ihn denn bekommen?

Autor: Artur R. (artur2000)
Datum:

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noips schrieb:
> So einen würde ich mir auch gern kaufen. Wo hast du ihn denn bekommen?

ich habe mir sowas gekauft:
http://www.dein-aquarium.de/durchluefterausstroeme...

diese Steine halten den Schlauch unten und das ganze passt noch in eine 
Reichelt Küvette

zur Küvette:
Hab alles Probiert: Selbstbau aus Glas, Ikea Vase und Reichelt Küvette.
Ergebnis: Reicheltküvette ist die beste Lösung:
- schön groß bei geringem Volumen
- Transparent
- stabil, kippt nicht so leicht um
- Dicht
- Durchführungen für Heizstab und Luftschlauch bereits vorhanden
- sieht optisch gut aus im Vergleich zu den anderen Lösungen (Eigenbau, 
Ikea)

Man muss sich nicht die komplette Ätzanlage kaufen aber die Küvette ist 
ihr Geld wert. Heizstab, Pumpe, Thermometer und Luftströmer kann man 
woanders günstigerkaufen. Den Platinenhalter würde ich auch bei Reichelt 
kaufen.

Autor: J. K. (jokiett)
Datum:

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Habe mir gerade 5mm Glasplatten zurecht geschnitten um daraus eine 
Küvette zu bauen. Glas kostet mich nichts und den Rest habe ich im Netz 
für 39,78 zusammengestellt. Preislich also i.O.
Bin mal gespannt ob das was wird.
Ich poste ein Bild wenn sie fertig ist. Kann aber noch 2 Tage dauern.

Autor: Igor (Gast)
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@ noips

im großen und ganzen kann ich deine Einwände verstehen.
Ich unterstelle jedoch, alle die sich eine Ätzmaschiene selber bauen, 
wollen Platinen nicht in großen Stückzahlen herstellen, dann sollte man 
sich schon eine professionelle Ätzmaschiene kaufen. Ich habe vielleicht 
2 Projekte mit maximal 10 Platinen pro Jahr. Die Aufgabe, nämlich 
Platinen meiner Projekte zu ätzen, habe ich mit minimalem Aufwand und 
geringsten Kosten gelöst.
Mir ist klar, dass ich bei meiner Ätzmaschiene  Abstriche machen muß.
600 Gramm NaPS kaufe ich bei Reichelt für 5,75 €. Daraus lässt sich 2,4 
Liter Ätzlösung herstellen. Das reicht schon eine Weile und ich könnte 
eine Menge Platinen damit ätzen.
Ich finde es nicht schlimm die Platine rauszunehmen um zu schauen wie 
weit sie ist.
Ein Rückschlagventil verwende ich nicht, warum?!? Damit einem die 
Ätzflüssigkeit nicht in die Pumpe läuft? Die Pumpe hat ein paar Jahre 
ohne Probleme ein kleines Aquarium mit feinen Luftbläschen versorgt - da 
mach ich mir keine Sorgen, vielleicht hat sie ja ein integriertes 
Ventil?!? Wer will kann die Pumpe ja höher wie den Flüssigkeitsstand 
stellen. Dann passiert da auch nichts.
Ich glaube nicht das der Deckel absolut dicht ist. Sollte Druck 
aufgebaut werden dann kann der gut entweichen.
Den Sprudelstein hab ich gestern im Grünen Warenhaus in Beverungen 
gekauft. Das ist ein Laden für Tierbedarf. Die Aquaristik- Abteilung ist 
ganz ordentlich.

Alles wird gut!

Igor

Autor: noips (Gast)
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Igor schrieb:
> Alles wird gut!

Ist das eine wörtliche Übersetzung von:

Все будет хорошо!

Oder kannst du doch nicht Russisch?

Igor schrieb:
> Ein Rückschlagventil verwende ich nicht, warum?!? Damit einem die
> Ätzflüssigkeit nicht in die Pumpe läuft?

Es verwenden meinem Eindruck nach die meisten hier einen 
Rückschlagventil.

Igor schrieb:
> Die Pumpe hat ein paar Jahre
> ohne Probleme ein kleines Aquarium mit feinen Luftbläschen versorgt - da
> mach ich mir keine Sorgen,

eben ein Aquarium, kein Ätzbad! Bei Ätzlösungen können kleine Mengen an 
Dämpfen auf die Dauer schon schädlich sein. Siehe dazu z.B. den Link 
unten oder einen der vielen anderen Beiträge (nach Rückschlagventil 
suchen).
Beitrag "Pumpe für das Ätzbad"

Igor schrieb:
> Wer will kann die Pumpe ja höher wie den Flüssigkeitsstand
> stellen. Dann passiert da auch nichts.

Wie du aus den Beiträgen hier lesen kannst, hat auch das Höherstellen 
der Pumpe nicht viel geholfen. Rückschlagventile verwendet man übrigens 
auch bei Aquarien (die gibts an jedem Aquaristik-Stand) um so mehr sind 
die bei Ätzbädern wichtig.

Autor: Igor (Gast)
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@ noips

noips schrieb:
> Oder kannst du doch nicht Russisch?

Mein Russisch beschränkt sich auf 5 Jahre Schul- Russisch :o)

Da dies mein erstes Ätzgerät ist werde ich mal sehen wie lange es die 
Pumpe ohne Rückschlagventil aushält, sie hat ja auch schon einige Jahre 
auf dem Buckel. Wenn sie kaputt ist dann werde ich sie mal auseinander 
nehmen und mal sehen ob da was zerfressen wurde. Ausserdem ätze ich ja 
sehr selten.

Alles wird gut!

Igor

Autor: noips (Gast)
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Igor schrieb:
> Mein Russisch beschränkt sich auf 5 Jahre Schul- Russisch :o)

Wo bist du denn auf die Schule gegangen? Igor ist halt ein russischer 
Name, so dachte ich, du sprichst vielleicht Russisch.

Autor: Igor (Gast)
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@ noips

Ich bin in Weimar/ Thür. zur Schule gegangen. Meine Russische mündliche 
Abschlußprüfung der 10. Klasse ist jedoch schon 21 Jahre her. Englisch 
hatte ich nur 3 Jahre, das kann aber ich wesentlich besser.

Zurück zum Thema.
Hat jemand Erfahrungen wie man so eine Aquariumheizung hochschrauben 
kann? Bevor ich hier zu sanfter Gewalt greife wollte ich mal fragen.

Igor

Autor: noips (Gast)
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Igor schrieb:
> Hat jemand Erfahrungen wie man so eine Aquariumheizung hochschrauben
> kann?

Soviel ich weiß haben sie alle so einen Bimetalstreifen (Prinzip ist ja 
bekannt) und ein Drehregler, der den Streifen näher zum oder weiter weg 
vom Magneten neigt und damit den Temperaturpunkt beeinflusst, bei der 
der Streifen angezogen bzw. losgelassen wird. Der Drehregler muss einen 
Anschlag haben, (so ein Vorsprung im Kunststoffgehäuse) der die 
Einstellung auf etwa 32-36 ° C begrenzt. Wenn man den Anschlag entfernt 
(Messer), so lässt sich der Regler weiter Drehen. So findest du mit 
einem Thermometer den Punkt, bei dem die Lösung die gewünschte 
Temperatur hat und fertig. Der Vorsprung (der für den Anschlag sorgt) 
ist bei unterschiedlichen Modellen an unterschiedlichen Stellen 
angebracht. Bei manchen ist der außen, sodass man den Heizstab gar nicht 
aufmachen muss. Bei mir war innen drin, ich musste den Zeizstab ganz 
zerlegen. Schau mal wie es bei deiner Heizung funktioniert. Schreib was 
das für eine Firma ist, vielleicht kennt jemnad hier die Heizungen.

Autor: noips (Gast)
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Also bei meinem Heizstab war es in etwa so wie in dem Link aus dem 
folgenden Beitrag
Beitrag "Re: Günstiger umbaubarer Heizstab gesucht"

Autor: Aoeri (Gast)
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Muss man bei dem Heizstab etwas beachten?
Es gibt verschiedene mit unterschiedliche Watt-Zahl. Welche sollte man 
verwenden?

Autor: Aoeri (Gast)
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Bei ebay 
Ebay-Artikel Nr. 200559313575 
gibt es für kanp 15 Euro von 25 bis 300 Watt. Welche davon sollte man 
nehmen für 1 bis 2 Liter Lösung?

Autor: noips (Gast)
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Je nachdem welche Wartezeit bis zum Erreichen der Ätztemperatur für dich 
noch akzeptabel ist. 25 Watt würde ich für 1-2 Liter nicht nehmen, da 
dauert es Stunden. Da sie ja alle einen Preis haben, würde ich den 
stärksten nehmen, der von der Länge her in deinen Ätzbehälter (Küvette?) 
noch passt. Die müssen ja bis zu einer min. Markierung eingetaucht sein.

Du kannst dich ja auch nach den Ätzgeräten von Reichelt orientieren. Das 
mit 1,75 Liter hat Heizung mit 100 W, das mit 2,25 Liter - Heizung mit 
150 Watt.

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