Geruchssensor - Air Wick Fresh Matic

OP #2333251
Hi Leute,

meine Frau hat für 4,99€ einen von diesen Lufterfrischern gekauft: 
http://www.rossmannversand.de/produkte/haus-und-haushalt/air-wick-fresh-matic-original-geruchs-sensor-371575.html

Das Teil hat einen Geruchssensor und reagiert angeblich auf schlechte 
Gerüche: 
http://www.lebensmittelpraxis.de/sortiment/neue-produkte.html?neueprodukteTask=neueprodukteDetails&catid=57&neueprodukteId=556

So ganz klappt das zwar nicht und ich finde die "Düfte" die das Teil 
versprüht auch nicht so toll, aber mich interessiert dieser Sensor! Da 
ich leider nicht alles auseinandernehmen darf, wollte ich mal fragen ob 
jemand weiß wie dieser Sensor funktioniert?

Witzig ist, wenn ich unter der Dusche stehe und mich so richtig schön 
mit meinem Duschgel einseife, dann "denkt" das Teil es stinkt und sprüht 
heftig dagegen an bis ich Tränen in den Augen habe. Muss jetzt immer die 
Batterien zum duschen rausnehmen ;-)

Geil ist auch wenn das Teil anfängt, nur weil man das Fenster öffnet und 
frische Luft reinlässt. Warum gibt es da keinen Schalter zum 
ausschalten?

Viele Grüße
Martin
Persönliche Seite #2333276
> Geil ist auch wenn das Teil anfängt, nur weil man das Fenster öffnet und
> frische Luft reinlässt. Warum gibt es da keinen Schalter zum
> ausschalten?

LOL ^^ so definiert die Firma also "frische Luft" (= nur das, was aus 
deren Dingens kommt). Auch ne gute Strategie, um seine Erfrischer 
loszuwerden.

Sprüht der auch, wenn du das Bad beim heissen Duschen eindampfst? Ist 
vllt nur ein Partikelsensor drin ...
Gast #2333289
Diese Teile stinken so dermaßen, finde ich. Also permanent in der 
Wohnung möchte ich das nicht haben. Und der Geruch auf dem stillen 
Örtchen wird durch Zumischung des Sprühers auch nur unangenehmer.
Gast #2333301
hey,

wird wohl so sein, denn ein echter "Geruchsensor" (für Methangas ?) 
dürfte auch in der Massenfertigung nicht für deutlich unter 4,99 € 
herstellbar sein (die Zwischenhändler wollen ja schließlich auch was 
verdienen).
Da es ja bei den "Lufterfrischern" (noch...?) keine Vertragsbindung gibt 
wird das Teil sicherlich auch nicht subventioniert sein.
Wird sich wohl tatsächlich um eine Lichtschranke (Partikelsensor) 
handeln.

mfg
     "Harry"
#2333304
Der Sensor da drin würd mich auch interessieren.
In der Firma hat auch irgendein Idiot so ein Ding auf den 
Handtuchspender im Klo aufgestellt und jedesmal wenn man am Waschbecken 
steht, rotzt einem die Maschine geradezu ins Gesicht.
Persönliche Seite #2334678
Die Firma AppliedSensor wirbt damit, daß sie ihre Sensoren in die 
Dufterfrischer verbaut:
http://www.appliedsensor.com/pdfs/AppliedSensors_consumer_appnote_0611.pdf

Ich kauf mir mal so ein Teil und zerleg es. Bin auch am Sensor 
interessiert. Will mir eine Überwachung der Luftgüte bauen.

Weiß jemand wo man die AppliedSensors Sensoren (iAQ-engine) als 
Privat-Person in kleinen Stückzahlen bekommt? Falls so ein Teil in dem 
Dufterfrischer drin ist, dann weiß ich woher ich sie bekomme :-)
#2334743
Mich würde interessieren was passiert wenn man auf einem Tisch ein Gerät 
von R*ssmann und in 1m Abstand noch eines von Al*i hinstellt. Ob die 
sich untereinander riechen können? Kommen dann aus einer verstecken 
Klappe vielleicht noch kleine Maschinengewehre raus? ;)
#2334767
> Weiß jemand wo man die AppliedSensors Sensoren (iAQ-engine) als
> Privat-Person in kleinen Stückzahlen bekommt? Falls so ein Teil in dem
> Dufterfrischer drin ist, dann weiß ich woher ich sie bekomme :-)

Ich hab von denen mal ein Muster bekommen.
Allerdings war es für eine Firma...
Ich habe auch gleich einen Anruf vom Vertriebler bekommen. Das war zwar 
in Ordnung so und ich konnte auch gleich vieles mit Ihm klären, aber für 
private Bastler vielleicht nervig...

Aber ich werde in nächster Zeit ein paar Sensoren bei denen Bestellen.
Vielleicht geht ja was zusammen, wenn einer noch was braucht bestell ich 
das gerne mit...
#2334779
Also ich hab mit dem IAQ-2000 mal rumgebastelt. Das funktioniert 
einwandfrei.
Der IAQ2000 ist halt recht teuer. Aber ich hatte da ein RS232 kabel von 
FTDI rangestöpselt und hatte sofort Ergebnisse.

Wichtig bei den Sensoren ist, dass die NICHT CO2 messen können. Sondern 
NUR Gerüche... Das hatte ich am Anfang missverstanden.

Ich hatte da mal alle Schnittstellen ausprobiert. 0-5V RS232 und I2C.
Achtung bei 0-5V--> Die Schnittstelle ist recht eingeschränkt, der 
Sensor kann viel mehr messen. Aber da diese Schnittstelle hauptsächlich 
bei Lüftungen eingesetzt wird, reicht es wohl aus, wenn der Sensor bei 
2000ppm schon am Poller ( spricht 5V) hängt.
Der FAE sagte mir, das 2000ppm wohl schon sehr deutlich "richbar" seien.
Gast #2334834
...jetzt bin ich aber auch gespannt. los, riskier mal einer den zwist 
und opfer das teil, egal was die olle sagt. im zweifelsfall halt "wärend 
einer sie ablenkenden serie", gehäuse sofort zurückstellen.

ich vermute ja, das da nur ein licht / tempsensor drin ist und die das 
noch irgendwie mit dem zufall korrelieren und fertig.

Klaus.
Gast #2334935
Bei der Firma

AppliedSensor GmbH
Gerhard Kindler Str. 8
Reutlingen, 72770

handelt es sich wohl um ein Unternehmen/Ausgründung das zur Bosch Gruppe 
gehört/e

Bosch Sensortec GmbH
Gerhard-Kindler-Straße 8
72770 Reutlingen

Also dürften sie Sensoren für die Automobilindustrie entwickelt worden 
sein.
#2335240
Moin,

gerade habe ich so ein Ding ruiniert. Da steckt ein AS Chip drinnen. Das 
Gerät ist nicht verschraubt, sondern die Gehäusehälften und 
Sensorabdeckung sind punktuell verschweißt. Die rechteckige Abdeckung 
mit Loch auf der Geräterückseite muss vorsichtig entfernt werden. 
Darunter sitzt die Sensorplatine. Ich hab' das Silizium zerbröselt :-(

Auf der restlichen Elektronik sitz da noch ein (µC) Chip unter Epoxy.

Anbei ein Foto vom zerbrochenen Chip.

Zum Vergleich:
http://www.appliedsensor.com/pdfs/AS-MLV_0809.pdf

Gruß
Einhart
Angehängte Dateien:
#2335281
Also:

H und H1 sind Heizung + und -.
R und R1 der Sensorwiderstand.

Morgen kaufe ich nochmal ein Gerät und schaue, ob die Daten des Sensors 
zum genannten Datenblatt passen.

Für die Neugierigen:

Fotos der µC Platine.

Schönen Abend noch

Einhart
Angehängte Dateien:
Beitrag #2335297 wurde von einem Moderator gelöscht.
#2335316
Zum Stromverbrauch:

Die Stromquelle für die Heizung des Sensors aus Q1, Q3, Q2 und R1 wird 
vom Controller gesteuert d.h. der Sensor wir immer nur kurz zum Messen 
mit 30 mA versorgt. Dann halten die 3 Mignon-Zellen länger.

Man könnte den Sensor z.B. zum Einschalten einer Dunstabzugshaube 
einsetzen - nette Spielerei!

@ Alex:
Das "Hakenkeuz" dient zur thermischen Entkopplung des Sensorchips. 
Deswegen ist er so empfindlich. Immerhin wird der Sensor auf 320° 
aufgeheizt.
Gast #2335352
Alex W. schrieb im Beitrag #2335297:
> Hä?
>
> Das sieht ja aus wie ein verkehrtes Hakenkreuz! Ist das Ding aus China?
> Die rennen da anscheinend mit SS-Univormen rum...

Selten so einen Schwachsinn gehört ...
Beitrag #2335371 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #2335874
Hallo
l.t.Datenblatt von der iAQ-engine
byte0 und byte1 = Luftgütewert
byte2 = Status(0x00=ok,0x01=busy,0x80=error)
Byte3 - Byte6 = Widerstandswert
The next four bytes contain the sensor resistance in Ohm. The fourth 
byte of the int32 variable is 0.

Achtung, die iAQ-engine läst sich per i2c Befehle(schreiben) ins 
jenseits befördern. Der iAQ-2000 ist dagegen geschützt.
Steht leider nicht im Datenblatt.

gruss tomgr
Gast #2336134
tom schrieb:
> Bei der Firma
>
> AppliedSensor GmbH
> Gerhard Kindler Str. 8
> Reutlingen, 72770
>
> handelt es sich wohl um ein Unternehmen/Ausgründung das zur Bosch Gruppe
> gehört/e
>
> Bosch Sensortec GmbH
> Gerhard-Kindler-Straße 8
> 72770 Reutlingen
>
> Also dürften sie Sensoren für die Automobilindustrie entwickelt worden
> sein.

Könnte hinkommen, da VW nach eigener Aussage in Autos mit Climatronic 
Luftgütesensoren verbaut, um festzustellen, ob es besser ist auf Umluft 
umzuschalten, anstatt von außen noch schlechtere Luft hineinzublasen.
Dass ein solcher Sensor zwar die Qualität der Luft an sich, aber kaum 
schlechte Gerüche an sich detektieren kann (was wohl kein leistbarer 
Sensor kann), und das ganze Ding wie bereits festgestellt nicht wirklich 
funktionieren kann, sollte selbsterklärend sein.
#2336542
Frage: Wieso wird da so eine "schlechte" Platine verbaut. Diese sehen 
immer so dreckig aus, und man hat angst dass die auseinander fallen. Aus 
was für Material sind die?
FR4 ist doch in großen Stückzahlen echt billig, macht dieses andere 
Material einen so großen Unterschied?
Michael
Gast #2336726
Hallo Tomgr, könntest Du das Datenblatt mit der Beschreibung der 
IAQ-Engine vielleicht auch in den Artikel einbinden? Ich hab auf der 
Homepage nur das Übersichtsblättchen gefunden.

Gruß Frank
Gast #2336874
Michael H. schrieb:
> FR4 ist doch in großen Stückzahlen echt billig, macht dieses andere
> Material einen so großen Unterschied?

Weil Hartpapier noch billiger ist, völlig ausreicht und zu guter letzt 
auch einfacher und billiger zu bearbeiten ist. Um nur mal beim bohren zu 
bleiben, HSS-Bohrer sind bei Glasfasermaterial in kürzester Zeit zum 
wegwerfen, während Hartmetall um ein vielfaches teurer und empfindlicher 
ist.
Gast #2339136
@frankman
Was solls denn bringen? Was der Sensor darstellt ist doch bereits 
bekannt: ein chemo-resistiver Widerstand und eine Widerstandsheizung. 
Die ansteuernde Elektronik wäre nur dahin gehend interessant um die 
'Ansteuerparameter' (Strom/Spannung) der Heizung und vielleicht 
exemplarische Widerstandswert des Chemo-Resitives zu bekommen. Den 
vergossenen Controller kann man m.E. knicken wenn der Chip unterm Epox 
unbekannt ist. Oder hat jemand Ideen?
Übrigens, hat jemand eine Vorstellung wie man die Luftgüte mit einfachen 
Mitteln für einen (reproduzierbaren) Sensortest 'erzeugen' könnte? Mich 
würden z.B. stoff-/konzentrationsabhängige Kennlinien des Sensors in der 
Realität interessieren.
#2339291
Die spezifische Empfindlichkeit auf Gase und Dämpfe gibt nicht einmal 
der Sensorhersteller an. Als Messgerät für bestimmte Gase sind die 
Sensoren eher nicht geeignet. Dazu ist die Querempfindlichkeit zu allem 
Möglichen wie Luftfeuchte und Dämpfen viel zu groß.

Ein bischen an Infos findet sich in einer Dissertation:
http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/volltexte/2004/1535/pdf/Diss_Jan_Mitrovics_Online.pdf

Die Sache mit der Empfindlichkeit gegen Gerüche ist eher ein Wick 
Werbegack. Ein Test mit intensivem Zwiebelduft und Ausdünstungen von 
Lackresten ergab keine Reaktion. Alkoholdunst wird jedoch sofort 
erkannt.

Damit der "Lufterfrischer" auf dem Klo wirkt, muss man wahrscheinlich 
tonnenweise Bohnen fressen oder eine ausgewachsene Kuh auf die Brille 
setzen damit der Methananteil groß genug für den Sensor wird.
Gast #2340538
Einhart Pape schrieb:
> Alkoholdunst wird jedoch sofort
> erkannt.

Na toll, wenn sowas im Auto eingebaut ist. Wenn dich nach Mitternacht 
eine Streife anhält und im Auto riecht es wie in einer Parfümerie, ist 
dir der Alkoholtest schon so gut wie sicher.

Gruss Reinhard
Persönliche Seite #2360966
Hilft denn das Spray, zu dem der Sensor gehört überhaupt gegen die Gase, 
auf die er anspricht? Ich kann mir nämlich nicht wirklich vorstellen, 
dass man Gase wie Methan oder Schwefelwasserstoff durch den Inhalt einer 
solchen Dose abbauen kann.

Und da stellt sich mir gleich die nächste Frage: Wenn es nicht hilft, 
was macht die Spraysteuerung dann? Dauernd spühen und abwarten bis 
jemand lüftet? Weil regeln kann man ja darauf nicht, wenn sich die 
Stellgröße nicht auf den Messwert auswirkt.

Grüße,

Peter
Gast #2361856
So sieht der Airwick-Sensor von Nahen aus. Die Beschriftung ist leider 
nur schlecht zu erkennen.(AS für applied sensor, QR-Code, 
(Serien?)nummer, Kennzeichnung der Heizanschlüsse mir "H")
Auf dem unterem Bild wurde die Platine von der Rückseite angeleuchtet. 
Hier sieht man schön die "Heizdrähte".
Angehängte Dateien:
Gast #2437836
Der Link von oben ist jetzt 
http://automaticgiant.blogspot.com/2011/10/republish-of-airwick-odor-detect.html 
aber hier sind mehr Infos zu finden.

Der Hubmagnet ist etwa 1.2x2x1 cm klein und speziell für die Betätigung 
der Spraydose ausgelegt; ihr 'Nippel' ist abgedichtet und wird durch 
einen hohlen Stößel in die Dose gedrückt, so dass das Zeug (von 
elektrischen Geräten fernhalten; Aerosol nicht einatmen; nur in gut 
gelüfteten Bereichen verwenden) durch den Kern und die integrierte 
Düse nach oben rausgesprüht wird.

Ein Appell an alle Duft-Fans: Luft wird nicht frischer, wenn man etwas 
hinzufügt. Insbesondere die Duftchemie (wisst ihr eigentlich, was ihr da 
einatmet?) kann nicht nur aufgrund der "Geschmacksrichtung" zu 
Unwohlsein führen, sondern sogar Allergien hervorrufen (Kopfschmerzen) 
oder auslösen. Brachialer Fäkalgestank auf dem kollegenfrequentierten 
Örtchen ist natürlich ein unangenehmes Problem (bis zum Brechreiz ist 
alles drin) aber noch natürliche Körperverletzung. Macht es wie in der 
Küche und installiert eine leistungsfähige Absaugung (Umluft mit 
Aktivkohlefilter?) und sorgt für parfümfreie Frischluft. Danke für die 
Aufmerksamkeit.
Gast #2438411
Korrektur: ein Magnet dieser Größe hat nicht die Kraft, den 'Nippel' in 
die Druckdose zu drücken. Das erfolgt beim Einlegen der Gestankpatrone. 
Es handelt sich also um ein Ventil mit Düse.
Vorsicht beim Abziehen des Steckers: der Hautwiderstand reicht aus, um 
den Transistor durchzuschalten.. das hält er nicht lange aus (heiß).
Gast #2438439
Die Anmerkunf weiter oben, dass die freigesetzten Duftstoffe sicher 
nicht zu einer Verringerung der Konzentration der detektierten VOCs 
führen ist richtig. Damit können die Geräte nicht regeln. Ich vermute, 
dass sie ab einem bestimmten Schwellwert einen Straystoß auslösen und 
dannach eine Todzeit haben, in der sie unabhängig von der Konzentration 
nicht sprühen.

Zur Frage der Dosis-Wirkungsbeziehung und wie man definierte 
Konzentrationen herstellen könnte: Man wähle eine leicht flüchtige 
Substanz, die einen interessiert (z.B. Ethanol). der Sensor kommt in ein 
definiertes Luftvolumen, z.B. 1m^3, welches dicht abgeschlossen und gut 
bewegt ist. Jetzt kann man definierte Mengen Ethanol einbringen und 
verdunsten lassen.

Gruß und viel Spaß. Ich halte diese AirWick teile für Verarsche und 
finde sie ebenfalls gesundheitlich bedenklich. Einen Sensor zur 
Ansteuerung einer Lüftung ist schon interessanter. Die kann man aber 
auch einfach mit dem Lichtschalter koppeln, wie's seit Jahrzehnten 
gemacht wird...

Gruß!
#2683353
meister schrieb:
> der sogannante geruchssensor ist ein fake da in der forschung und
> entwicklung die japaner momentan einen "echten" geruchssensor bzw eine
> elektronische nase entwickelt haben die maximal 12 stunden
> funktioniert...
>
>
> 
http://www.zdnet.de/news/41536786/forscher-entwickeln-geruchssensoren-mit-hilfe-von-insektenzellen.htm

Super Beitrag, echt...
der Sensor im Air wick ist KEIN Fake
Gast #2688333
Es ist kein "Geruchssensor", sondern ein VOC sensor. Gerüche kommen 
gewöhnlich mit einer Vielzahl an geruchlosen Komponenten daher und der 
Sensor reagiert auch darauf.
"Elektronischen Nasen" sind ein alter Hut und das wird öfters 
aufgekocht, weil man dafür anscheinend immer noch Forschungsgelder 
abgreifen kann.

Ich erinnerem ich noch an den armen Kartoffelkäfer, dem man eine Nadel 
in den Nacken gesteckt und einen Fühler in Elektrolyt getaucht hat. Das 
war ein super Brandgasdektor (war irgendwan um 1996). Hier was 
ähnliches, dafür neuer, ist nur 11 Jahre alt :-)
http://www.springer.com/cda/content/document/cda_downloaddocument/9783540209843-c1.pdf?SGWID=0-0-45-106605-p26633243
S. 199, " Bekannt geworden ist ein Sensor, der mit einer immobilisierten 
Antenne des Kartoffelkäfers (Leptinotarsa decemlineata Say) arbeitet 
(Schroth et al. 2001)."

Der AirWick Sensor funktioniert. Stell dich vor das Gerät, flatulier und 
laß dich überraschen.
#3113053
Auf Alkohol und Gestank soll er reagieren?

Nichts leichter als das: eine goldbedampfte Oberfläche. Auf möglichst 
rauem Substrat. Sowohl Schwefel als auch Alkohole bilden Addukte. Ergo 
ändert sich Widerstand/Kapazität des Ganzen.
Gast #3113081
Nachdem dieser alte Thread wieder aufgewärmt wurde, hier meine Meinung:

Vermutlich handelt es sich um eine Variante des altbekannten Seiyama- 
Taguchi-Gassensors. Insbesondere die notwendige Heizung des Sensors 
spricht dafür. Eigentlich handelt es sich um einen Sauerstoffdetektor, 
die Leitfähigkeit des Halbleitermaterials ändert sich je nach 
Sauerstoffkonzentration an seiner Oberfläche. Oxidierbare Gase, z.B: 
Alkohol oder Methan verbrennen an der heissen Sensoroberfläche und 
verbrauchen dabei den Sauerstoff, wobei die Leitfähigkeit steigt. Die 
Dinger sind sehr empfindlich, aber eben wenig spezifisch und nicht allzu 
gut reproduzierbar. Als Geruchsdetektor aber gut geeignet.

Gruss Mike

Literatur:
Seiyama, T. , A. Kato, K. Fukkishi, and M. Nagatani, A new detector for 
gaseous components using semiconductive thin films, Anal. Chem. , 34: 
1502-1503 (1962)
Taguchi, N. , Gas-detecting device, US Patent 3,631,367 (1970)
Gast #5109835
6 Jahre später: das Gerät gibt es nicht mehr, die Nachfolger nur mit 
Intervallbegasung:

http://www.airwick.de/produkte/automatische-duftsprays/
1
Freshmatic Max Starter-Set
2
Die neuartige, innovative Duft-Technologie: Das Air Wick Freshmatic Max Starter-Set .... Wählen Sie zwischen 3 verschiedenen Intervallen von 10, 28 und 32 Minuten.

28 und 32 Minuten?

Längst gehören die Sensoren zu ams (steht auch schon im völlig 
verhunzten Wiki-Artikel: 
https://www.mikrocontroller.net/articles/IAQ-2000#Übersicht):
http://ams.com/eng/Products/Environmental-Sensors

Als Modul mit Auswertung und I2C-Schnittstelle "IAQ-CORE" ca. 30 Euro in 
Einzelstückzahlen (mouser, RS).

Angeblich können Sie auch Zigar*****rauch erkennen. Der zieht hier 
nämlich leider alle 15 Minuten durchs Fenster rein :-(.
Wenn es sich doch nur automatisch schließen würde!
Bei Gelegenheit werde ich den ollen Airwick-Sensor mal ausgraben und 
testen.

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