Datum:
Angehängte Dateien:Hi, ich hab ganz versäumt das sigrok Projekt hier mal "offiziell" vorzustellen: Das ist eine Open-Source (GPL), platformübergreifende Software-Suite (Linux, Mac OS X, FreeBSD, Windows, u.a. geplant) für verschiedenste Logic Analyzer. http://sigrok.org Das Projekt ist im Moment wie folgt aufgebaut: *libsigrok*: C shared library die die allgemeine Infrastruktur und modulare "Treiber" für Logic Analyzer Hardware bereitstellt, sowie modularen Support für Input/Output Dateiformate. Derzeit unterstützte Hardware: demo Demo driver, pattern generator ols Openbench Logic Sniffer zeroplus-logic-cube Zeroplus Logic Cube LAP-C series asix-sigma ASIX SIGMA chronovu-la8 ChronoVu LA8 fx2lafw fx2lafw (FX2 LAs) fx2lafw ist eine Open-Source Firmware für Cypress FX2 Geräte, u.a. Saleae Logic, USBee SX, uvm. http://sigrok.org/wiki/Fx2lafw Support für viele weitere Logic Analyzer ist schon auf der TODO-Liste, u.a. RockyLogic Ant8/Ant18e, Ikalogic SCANALOGIC-2 PRO, MiniLA Mockup, Acute PKLA-1216, Saleae Logic16, PoLabs PoScope Basic2, uvm: http://sigrok.org/wiki/Supported_hardware Derzeit unterstützte Dateiformate: sigrok session Default-Format das alle Metadaten enthält bits Bits hex Hexadecimal ascii ASCII binary Raw binary vcd Value Change Dump (VCD) ols OpenBench Logic Sniffer gnuplot Gnuplot chronovu-la8 ChronoVu LA8 csv Comma-separated values (CSV) *libsigrokdecode*: C shared library für Protocol Decoder Support. Die einzelnen Protocol Decoder sind in Python (>= 3) geschrieben. Derzeit unterstützte Decoder: dcf77 DCF77 time protocol lpc Low-Pin-Count mx25lxx05d Macronix MX25Lxx05D jtag_stm32 Joint Test Action Group / ST STM32 i2s Integrated Interchip Sound spi Serial Peripheral Interface edid Extended display identification data pan1321 Panasonic PAN1321 mlx90614 Melexis MLX90614 jtag Joint Test Action Group rtc8564 Epson RTC-8564 JE/NB transitioncounter Pin transition counter usb Universal Serial Bus i2cdemux I2C demultiplexer i2c Inter-Integrated Circuit i2cfilter I2C filter mxc6225xu MEMSIC MXC6225XU uart Universal Asynchronous Receiver/Transmitter Ein wichtiges Ziel war es hier das Schreiben/Verstehen von Decodern möglichst einfach und intuitiv zu machen, daher Python (auch wenn das ein wenig auf Kosten der Performance geht). Ich rechne fest damit, dass wir innerhalb kürzester Zeit 10-20 weitere Decoder haben werden, sowohl von uns geschrieben, als auch von anderen Leuten beigesteuerte (hint, hint). *sigrok-cli*: Kommandozeilentool, das die beiden Libs benutzt. Beispielaufrufe: Eine Millisekunde mit 1MHz sampeln und in Datei schreiben: $ sigrok-cli -d chronovu-la8:samplerate=1mhz --time 1ms -o test.sr JTAG Protocol Decoder über eine Datei drüber laufen lassen: $ sigrok-cli -i test.sr -a jtag:tdi=5:tms=2:tck=3:tdo=7 [...] jtag: "New state: EXIT1-IR" jtag: "IR TDI: 11111110, 8 bits" jtag: "IR TDO: 11110001, 8 bits" jtag: "New state: UPDATE-IR" jtag: "New state: RUN-TEST/IDLE" jtag: "New state: SELECT-DR-SCAN" jtag: "New state: CAPTURE-DR" jtag: "New state: SHIFT-DR" [...] usw. usw. Derzeit sind noch zwei GUIs in Arbeit (aber noch nicht gut benutzbar, eher Alpha-Software): sigrok-gtk und sigrok-qt (GTK+ und Qt basiert), die jeweils auf libsigrok + libsigrokdecode basieren. Windows Support ist im Moment leider noch nicht brauchbar, wir sind aber dran diverse libusb- und Portabilitätsfixes zu implementieren. Installer EXE-Dateien stehen schon. Die nächste große Baustelle wird auch Support für Analog-Daten sein, d.h. Support für Oszis, Multimeter, usw. Dafür brauchts dann auch wieder nochmal aufwändigen GUI-Support, das kann also noch ein wenig dauern. Wir sind natürlich immer an Patches interessiert, egal ob Support für neue Hardware, Bugfixes, neue Protocol Decoder usw... Der Code ist in Git, es gibt eine Mailingliste und einen IRC-Channel (#sigrok auf Freenode). Uwe.
Datum:
Hallo Uwe, ich hatte mir damals die Software angesehen, sind inzwischen fast Jahre vergangen. Damals war sie viel zu langsam, der Protokoll Dekoder kam mit den 50/100 Mbytes/sec an Daten nicht zurecht. Wie ist es derzeit. Mein Test war 10Mbit rs485, IRDA, 25Mhz SPI und 2Mbit Glasfaser (Manchester) dekodierung, eigentlich alles nicht soo schnell, nur realtime ging es nicht. Daten waren mit 100Mbyte/s eingelesen, komprimiert und über usb übertragen.
Datum:
Hi, Chris schrieb: > Hallo Uwe, > ich hatte mir damals die Software angesehen, sind inzwischen fast Jahre > vergangen. Damals war sie viel zu langsam, der Protokoll Dekoder kam mit > den 50/100 Mbytes/sec an Daten nicht zurecht. Welche Hardware hast du benutzt und welchen Decoder? Soo alt sind die nun auch wieder nicht, kann noch nicht so lang her sein :) Das, was vor einigen Monaten noch drin war, war nur Testcode und nicht wirklich zu gebrauchen. Prinzipiell ist realtime im Moment eher schwierig ja. Die Logic Analyzer die durchgehend streamen können (im Großen und Ganzen die FX2-basierten im Moment) haben generell das Problem, dass sie bei allerspätestens 24MHz Samplerate aussteigen, meist eher sehr sehr viel früher, je nach sonstigem USB-Traffic im System. Das werden wir noch etwas verbessern indem wir das Sampeln in einem anderen Thread machen als das Speichern und Dekodieren, das Grundproblem bleibt aber. Man kann im Moment in der Therie schon auch "live" sampeln und dekodieren, nur geht die Performance bei höheren Sampleraten schnell in die Knie und man kommt nicht hinterher. Als Ausweichlösung kann man natürlich immer in eine Datei speichern, und später aus der Datei dekodieren. > Wie ist es derzeit. > Mein Test war 10Mbit rs485, IRDA, 25Mhz SPI und 2Mbit Glasfaser > (Manchester) > dekodierung, eigentlich alles nicht soo schnell, nur realtime ging es > nicht. > Daten waren mit 100Mbyte/s eingelesen, komprimiert und über usb > übertragen. Kannst du von den oben genannten Sachen Dumps im .sr Format machen für unser Repo (Lizenz "Public Domain" falls du nichts anderes bevorzugst)? Wir sammeln ein paar Test-Dumps für jedes Protokoll zu Debug- und Test-Zwecken beim Dekoder-Entwickeln. Das wäre super! Beispiele hier: http://sigrok.git.sourceforge.net/git/gitweb.cgi?p... Falls möglich bitte mit Doku was wo wie angeschlossen war, welcher Logic Analyzer benutzt wurde, welches Protokoll / welche Hardware gedumpt wurde usw. Danke, Uwe.
Datum:
Benutzt wurde Xtag-2 (Xmos) mit LA-SW , kann bis 50Mhz extern syncronisiert werden und 100Mhz im free running mode, welche dann komprimiert und mit ca 50Mbyte/sek über USB hochgeschickt werden, 12Leitungen. Abgesehen von der Glasfaser müsste ich noch ein paar logs haben. Die HW ist konkurrenzlos günstig.
Datum:
Getriggertes samplen geht wohl noch nicht. Irgendetwas in der Mache?
Datum:
Uwe Bonnes schrieb: > Getriggertes samplen geht wohl noch nicht. Irgendetwas in der Mache? Sollte an sich schon gehen, hängt aber etwas vom Hardware-Treiber ab: Beispiel von ASIX Sigma (soweit ich weiss): To capture data from 4 probes lasting 100ms at 10 MHz starting at the trigger condition 1:high, 2:rising, 3:low, 4:high, use: sigrok-cli -d 0:samplerate=10m -p 1-4 --time 100 \ --wait-trigger --triggers 1=1,2=r,3=0,4=1
Datum:
Chris schrieb: > Benutzt wurde Xtag-2 (Xmos) mit LA-SW , kann bis 50Mhz extern > syncronisiert > werden und 100Mhz im free running mode, welche dann komprimiert und mit > ca > 50Mbyte/sek über USB hochgeschickt werden, 12Leitungen. Hm, jetzt bin ich etwas verwirrt. Hast du einen Link zu der Software? Du hast also nicht mit sigrok gesampelt, oder habe ich das falsch verstanden? Sehe ich das richtig, du has diese Hardware hier als Logic Analyzer benutzt? http://www.xmos.com/products/development-kits/xtag... Wenn ja, mit spezieller Firmware? Woher? Gibts da ein Projekt bzw. eine URL? > Abgesehen von > der Glasfaser müsste ich noch ein paar logs haben. Die HW ist > konkurrenzlos günstig. In der Tat. Und diese Logs waren mit sigrok erstellt oder anderer Software? Falls letzteres, welches Format? Danke, Uwe.
Datum:
> Sehe ich das richtig, du has diese Hardware hier als Logic Analyzer > benutzt? > > http://www.xmos.com/products/development-kits/xtag... > Genau. > Wenn ja, mit spezieller Firmware? Woher? Gibts da ein Projekt bzw. eine > URL? Gab es, Domain und websites sind inzwischen zweimal umgemodelt worden, (Xmos) und dann habe ich das Projekt nicht mehr publiziert, weil ich http://www.kickstarter.com/projects/bushing/openvi... gefunden habe, welche damals bereits schon das Geld eingesammelt hatten und ich nicht meine Arbeit denen zur Verfügung stellen wollte. Hatte ich kurz zuvor entdeckt als ich es posten wollte. > > >> Abgesehen von >> der Glasfaser müsste ich noch ein paar logs haben. Die HW ist >> konkurrenzlos günstig. > > In der Tat. Und diese Logs waren mit sigrok erstellt oder anderer > Software? Falls letzteres, welches Format? Die waren mit sigrok erstellt, dem damaligen code, natürlich modifiziert. Da aber eigentlich nichts funktionierte, und das gleichzeitige Abspeichern und einlesen von USB bei 50Mbyte auch nicht ging, es funktionierte nur mit Ramdisk, wurde auch nichts committed. Warscheinlich würde es gehen, wenn man die RLE Daten weiters mit libzip comprimieren würde, ansonsten schafft es der PCI bus nicht. > > Danke, Uwe. Ps. Es lässt sich darüber reden, die Dinger mit modifizierter FW (encrypted) zu verkaufen, um ein paar Euro mehr, 4 Bits gehen mit 200Mhz problemlos, ausgetested wurde schon 600Mhz und 2 bits, ob das aber nur Augenauswischerei ist, kann ich nicht beurteilen, würde dem der das messen kann so ein Modul schenken.
Datum:
Hi, Chris schrieb: >>> Abgesehen von >>> der Glasfaser müsste ich noch ein paar logs haben. Die HW ist >>> konkurrenzlos günstig. >> >> In der Tat. Und diese Logs waren mit sigrok erstellt oder anderer >> Software? Falls letzteres, welches Format? > Die waren mit sigrok erstellt, dem damaligen code, natürlich > modifiziert. > Da aber eigentlich nichts funktionierte, und das gleichzeitige > Abspeichern > und einlesen von USB bei 50Mbyte auch nicht ging, es funktionierte nur > mit > Ramdisk, wurde auch nichts committed. Warscheinlich würde es gehen, wenn > man die RLE Daten weiters mit libzip comprimieren würde, ansonsten > schafft es der PCI bus nicht. Hm, nochmal zum Verständnis, du hast das XTAG2 als General-Purpose Logic Analyzer benutzt um externe Signale irgendwo abzugreifen? Oder ist das so Chipscope-artig nur um XMOS-Interna zu sampeln? Btw, sigrok benutzt inzwischen libzip intern um die Output files zu packen (*.sr). > Ps. Es lässt sich darüber reden, die Dinger mit modifizierter FW > (encrypted) zu verkaufen, um ein paar Euro mehr, 4 Bits gehen mit 200Mhz > problemlos, ausgetested wurde schon 600Mhz und 2 bits, ob das aber nur > Augenauswischerei ist, kann ich nicht beurteilen, würde dem der das > messen kann so ein Modul schenken. Hast du da ein Produkt daraus gemacht und/oder würdest es machen, oder wie ist das gemeint? Ich hab nach einigem Suchen, weil mir das alles irgendwie bekannt vorkam, noch das hier gefunden, das hat Henk Muller (scheinbar XMOS-Mitarbeiter) vor einiger Zeit angefangen, ich dachte erst es geht um dieses Projekt, scheint ja aber nicht der Fall zu sein, oder? https://github.com/xcore/sw_logic_analyzer http://news.gmane.org/gmane.comp.debugging.sigrok.devel Ich weiss auch nicht was der Stand davon ist, ob es überhaupt läuft usw. Anyway, wir sind natürlich sehr daran interessiert sigrok Support für diese Hardware zu haben, falls irgend möglich. Ganz besonders dann wenn es als General-Purpose LA eingesetzt werden kann. Uwe.
Datum:
Datum:
Eignet sich das auch für den hiesigen LA - > siehe LA ARtikel. ?
Datum:
MikroControllerProgrammierer schrieb: > Eignet sich das auch für den hiesigen LA - > siehe LA ARtikel. > ? Welchen genau meinst du? Link? Falls "MiniLA Mockup" dann ja, ich habe so einen daheim und plane dafür einen sigrok Treiber zu machen, weiss allerdings nicht wann ich dazu kommen werde. Uwe.
Datum:
Hallo Uwe, wird der Beitrag "10 Euro Logikanalyzer" (von Dealextreme/ dx) auch von sigrok unterstützt? Er ähnelt optisch diesem hier: http://sigrok.org/wiki/ARMFLY_Mini-Logic Die Beschriftung lautet angeblich (ich habe noch keinen) "USBEE AX PRO". Kann man sigrok schon einfach unter Windows nutzen? Danke, Thomas
Datum:
IThomas Sch. schrieb: > Hallo Uwe, > > wird der Beitrag "10 Euro Logikanalyzer" (von > Dealextreme/ dx) auch von sigrok unterstützt? > Er ähnelt optisch diesem hier: http://sigrok.org/wiki/ARMFLY_Mini-Logic > Die Beschriftung lautet angeblich (ich habe noch keinen) "USBEE AX PRO". > > Kann man sigrok schon einfach unter Windows nutzen? > > Danke, > Thomas Bitte um Antwort bezueglich Windows Bräuchte das ganze unter Win mit dem usbee clone
Datum:
lukas schrieb: > IThomas Sch. schrieb: >> Hallo Uwe, >> >> wird der Beitrag "10 Euro Logikanalyzer" (von >> Dealextreme/ dx) auch von sigrok unterstützt? >> Er ähnelt optisch diesem hier: http://sigrok.org/wiki/ARMFLY_Mini-Logic >> Die Beschriftung lautet angeblich (ich habe noch keinen) "USBEE AX PRO". >> >> Kann man sigrok schon einfach unter Windows nutzen? >> >> Danke, >> Thomas > > Bitte um Antwort bezueglich Windows > > Bräuchte das ganze unter Win mit dem usbee clone Windows Unterstützung ist definitiv geplant, aber im Moment noch nicht so richtig brauchbar. Wir arbeiten aber dran. Alle Libraries und Applikationen die zu sigrok gehören sind prinzipiell portabel ausgelegt, es kompiliert jetzt schon alles ganz gut unter Linux, Mac OS, Windows, FreeBSD, usw., auch auf x86, ARM, SPARC, PowerPC etc. etc. Ich habe schon NSIS Installer für das Kommandozeilentool (sigrok-cli) und alle derzeitigen GUIs (sigrok-qt, sigrok-gtk, PulseView) vorbereitet, d.h. es wird später z.B. eine simple pulseview-installer.exe geben wo alles mit dabei ist was man braucht, das ist soweit kein Problem. Für Windows gibt es aber derzeit noch diverse offene Baustellen, so dass es z.Zt. noch keinen Sinn macht einen Installer zum Download anzubieten. Sobald ein einigermaßen brauchbarer Stand erreicht ist, wird es Installer geben. Bis dahin sind Linux, FreeBSD, oder Mac OS X aber erstmal die bessere Wahl. Uwe.
Datum:
Hallo, das Projekt hört sich ja ganz interessant an. Beim "Blättern" über die Homepage habe ich aber (zumindest auf die Schnelle) keine HowTo o.ä. gefunden. Im Eröffnungsthread wird ja der Konsolenmodus als Beispiel gezeigt und 2 GUI angedeutet. Wie aber arbeitet man mit der Software in der Praxis? Gibt es da irgendwelche Doku/Beispiele/Demos, wie man die erzeugte Logdatei dann mit einem Decoder weiterverarbeitet?
Datum:
Hi, Ein wirklich sehr interessantes Projekt. Genauso wie Bär_Tram würde auch mich der geplante Praxiseinsatz interessieren. Ich denke, dass die GUI sehr entscheidend für den Projekterfolg sein wird. Weiterhin würde mich interessieren, vorallem im Bezug GUI, ob ein Bedienpanel (gerne auch Open-Source) ala http://www.etc.sk/index.php/en/products/auxiliary-... unterstützt werden wird? Können später mehrere Geräte wie ein Hantek DSO-2090 angeschlossen werden um mehr als nur 2 Kanäle zu messen? Grüßle Andreas
Datum:
Uwe Hermann schrieb: > Windows Unterstützung ist definitiv geplant, aber im Moment noch nicht > so richtig brauchbar. Wir arbeiten aber dran. Ich weiss, dass man diese Frage eigentlich nicht stellt (ich selbst antworte immer mit "2 Wochen" ;) ). Aber gibt es einen ungefähren Zeitplan?
Datum:
Hallo, ich habe eine Frage zu sigrok-cli. Ich habe es dann trotz meiner geringen Linux-Kenntnisse geschafft alles zu installieren (auf Xubuntu 12.04) und nachdem ich dem Account auch root-Rechte hinzugefügt hatte wurde auch mein USBee Clone erfolgreich erkannt (firmware hochgeladen). Ich bekomme nun folgende Liste:
xxx@xxx:~$ sigrok-cli -D sr: alsa: Cannot get device info (hw:0,4): No such file or directory. The following devices were found: Demo device with 8 probes: 0 1 2 3 4 5 6 7 ALSA: Intel 82801DB-ICH4 Intel 82801DB-ICH4 with 2 probes: Ch_0 Ch_1 ALSA: Intel 82801DB-ICH4 Intel 82801DB-ICH4 - MIC ADC with 2 probes: Ch_0 Ch_1 ALSA: Intel 82801DB-ICH4 Intel 82801DB-ICH4 - MIC2 ADC with 2 probes: Ch_0 Ch_1 ALSA: Intel 82801DB-ICH4 Intel 82801DB-ICH4 - ADC2 with 2 probes: Ch_0 Ch_1 CWAV USBee AX with 8 probes: 0 1 2 3 4 5 6 7 |
pulseview erkennt auch den USBee, aber ich schaffe es nicht den USBee von sigrok-cli aus anzusprechen. Was muß ich nach dem Parameter -d angeben damit ich die Daten lesen kann? Die Fehlermeldung "sr: alsa: Cannot get device info" kann ich auch nicht deuten. Gruß Volkmar
Datum:
Hallo Volkmar, das Problem hat mich auch ein wenig Zeit gekostet, bis ich es verstanden hatte. Verwende einfach den Parameter "--driver", dann sollte alles klappen. Beispiel:
sigrok-cli --driver fx2lafw -d samplerate=16m --time 1000 |
Da du nur ein einziges fx2lafw-Gerät hast, ist bei "-d" keine Angabe der Device-ID nötig. Ganz auf "-d" verzichten kannst du aber nicht, da du damit ja die Samplerate einstellst. Ansonsten häng nochmal "-l 5" mit dran, dann werden die Fehlermeldungen ein wenig ausführlicher. Die Parameter sind in der man-Page ganz gut erklärt.
Datum:
Alsa sind die Linux-Soundtreiber (für Soundkartenoszi o.ä). In pulseview müssten dann das: "CWAV USBee AX" anwählbar sein.
Datum:
Gibt es irgendwo auch eine "einfache" Anleitung für sigrok? Ich scheitere schon damit herauszufinden warum es zig GUIs gibt und welches ich brauche :D Wie es scheint sind leider bei Ubuntu nur die lib und das cli dabei, und ich hatte eigentlich gehofft den Compiler nicht anwerfen zu müssen.
Datum:
Hallo Johannes, Johannes R. schrieb: > das Problem hat mich auch ein wenig Zeit gekostet, bis ich es verstanden > hatte. Verwende einfach den Parameter "--driver", dann sollte alles > klappen. Danke für Deine Erklärungen, die haben mir wirklich geholfen. Nun klappt es und auch die Angabe der Port-Pins und Trigger funktioniert. Wunderbar! Johannes R. schrieb: > Da du nur ein einziges fx2lafw-Gerät hast, ist bei "-d" keine Angabe der > Device-ID nötig. Und wie gebe ich es an, wenn ich 2 von den Dingern hätte? min schrieb: > Alsa sind die Linux-Soundtreiber (für Soundkartenoszi o.ä). In pulseview > müssten dann das: "CWAV USBee AX" anwählbar sein. Das mit den Soundtreibern hatte ich schon vermutet, Danke für die Bestätigung. Pulseview läuft, Danke. Aber da ich dort keine Protokolldecoder angeben kann, wollte ich es zunächst mit sigrok-cli versuchen. Gruß Volkmar
Datum:
Die Decoderliste wächst ja erfreulich. Ist es auch mal angedacht, neben der reinen Decodierung auch einen Interpreter dazuzubringen? So daß z.B. in pulseview der interpretierte Wert (z.B. "SOF" usw.) über der Kurve angezeigt wird?
Datum:
Interessierter schrieb: > Die Decoderliste wächst ja erfreulich. Ist es auch mal angedacht, neben > der reinen Decodierung auch einen Interpreter dazuzubringen? So daß z.B. > in pulseview der interpretierte Wert (z.B. "SOF" usw.) über der Kurve > angezeigt wird? Ja, natürlich, die Anzeige der dekodierten "Pakete"/Daten soll auf jeden Fall in den GUIs auftauchen, ist auch derzeit in Arbeit. Bis es soweit ist, bleibt aber das Kommandozeilentool sigrok-cli die einzige Möglichkeit die dekodierten Daten auszugeben bzw. in Dateien zu speichern und evtl. weiterzuverarbeiten. Uwe.
Beitrag #3025203 wurde von einem Moderator gelöscht.
Datum:
Ich habe momentan ein seltsames Problem: In Pulseview kann ich problemlos beliebig viele Samples mit ein Samplerate von bis zu 12MHz aufnehmen und ansehen. Da man dort aber bisher nicht Speichern kann, habe ich sigrok-cli folgendermaßen aufgerufen: > sigrok-cli --driver fx2lafw -d samplerate=1m -o testsampling.csv -O csv -p > 0=PIN1_G,1=PIN2,2=PIN3_V,3=PIN4,4=PIN5,5=PIN6,6=PIN7,7=PIN8,8=PIN9 --time > 1000 Offensichtlich verschluckt sich Sigrok aber hier an der Datenmenge, denn ich bekomme immer die Meldung > Device only sent 235520 samples. (Die Zahl ändert sich dabei) Irgendwo muss es also einen Unterschied zwischen dem Aufruf von sigrok-cli und pulseview geben, obwohl doch pulseview eigentlich nur sigrok-cli aufruft, wenn ich das korrekt verstanden habe?
Datum:
dfgh schrieb: > Ich habe momentan ein seltsames Problem: > > In Pulseview kann ich problemlos beliebig viele Samples mit ein > Samplerate von bis zu 12MHz aufnehmen und ansehen. > > Da man dort aber bisher nicht Speichern kann, habe ich sigrok-cli > folgendermaßen aufgerufen: > >> sigrok-cli --driver fx2lafw -d samplerate=1m -o testsampling.csv -O csv -p >> 0=PIN1_G,1=PIN2,2=PIN3_V,3=PIN4,4=PIN5,5=PIN6,6=PIN7,7=PIN8,8=PIN9 --time >> 1000 > > Offensichtlich verschluckt sich Sigrok aber hier an der Datenmenge, denn > ich bekomme immer die Meldung > >> Device only sent 235520 samples. (Die Zahl ändert sich dabei) > > Irgendwo muss es also einen Unterschied zwischen dem Aufruf von > sigrok-cli und pulseview geben, obwohl doch pulseview eigentlich nur > sigrok-cli aufruft, wenn ich das korrekt verstanden habe? Nein, Pulseview ist eine GUI die libsigrok benutzt, sigrok-cli ist ein Kommandozeilentool das ebenfalls libsigrok benutzt. PulseView ruft aber nicht sigrok-cli auf. Die "only sent 235520 samples" Meldungen sind das inherente Problem bei FX2-basierten Logic Analyzern, je nach Samplerate (je höher desto schlimmer), CPU-Auslastung, USB-Bus Auslastung und sonstigen Umständen können Samples verloren gehen. In diesem Fall liegt der Unterschied im CSV Export denke ich, das ganze Stringmanipulieren dauert relativ lange bei großen Datenmengen, daher steigt er irgendwann aus. Da gibts sicherlich Optimierungspotenzial sowohl im CSV-Exporter als auch in libsigrok generell, um weniger oft Samples zu verlieren. Als Workaround für den Moment kannst du aber wie üblich ins "normale" .sr Format speichern (statt CSV), das geht am besten/schnellsten, und alles weitere dann später "offline" machen (z.B. nach CSV exportieren, Protokoll Decoder laufen lassen, etc). $ sigrok-cli --driver fx2lafw -d samplerate=1m -o testsampling.sr -p 0=PIN1_G,1=PIN2,2=PIN3_V,3=PIN4,4=PIN5,5=PIN6,6=PIN7,7=PIN8,8=PIN9 --time 1000 Uwe.
Datum:
Angehängte Dateien:Hallo! Nachdem ich alle git-repositorys geclont habe und mein Ubuntu 12.04.2 LTS auch alles compilieren und installieren konnte, wollte ich mit meinem USBee AX PRO-Clone ein paar Samples aufnehmen:
$ lsusb Bus 001 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub Bus 002 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub Bus 003 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub Bus 004 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub Bus 005 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub Bus 004 Device 013: ID 08a9:0014 |
USB device ist da, wenn auch ohne Name.
$ sigrok-cli --scan The following devices were found: demo - Demo device with 8 probes: 0 1 2 3 4 5 6 7 fx2lafw:conn=4.13 - CWAV USBee AX with 8 probes: 0 1 2 3 4 5 6 7 |
sigrok scheint das Gerät zu erkennen. Aber egal welche Samplerate, wieviele Samples oder welche Zeit ich einstelle:
$ sigrok-cli --driver fx2lafw:samplerate=1m --samples 64 -o test.sr Device only sent 0 samples. |
Ich bekomme 0 Samples :-( In Worten: null Im Anhang gibt es noch den ausführlichen Output (-l 5). Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen. Viele Grüße Franz
Datum:
hi, Franz schrieb: > Hallo! > > Nachdem ich alle git-repositorys geclont habe und mein Ubuntu 12.04.2 > LTS auch alles compilieren und installieren konnte, wollte ich mit > meinem USBee AX PRO-Clone ein paar Samples aufnehmen: >
> $ lsusb > Bus 001 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub > Bus 002 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub > Bus 003 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub > Bus 004 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub > Bus 005 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub > Bus 004 Device 013: ID 08a9:0014 > |
> USB device ist da, wenn auch ohne Name. Sieht soweit gut aus, der Name ist optional, das ist kein Bug oder so. >
> $ sigrok-cli --scan > The following devices were found: > demo - Demo device with 8 probes: 0 1 2 3 4 5 6 7 > fx2lafw:conn=4.13 - CWAV USBee AX with 8 probes: 0 1 2 3 4 5 6 7 > |
> sigrok scheint das Gerät zu erkennen. Sieht auch richtig aus. > Aber egal welche Samplerate, wieviele Samples oder welche Zeit ich > einstelle: >
> $ sigrok-cli --driver fx2lafw:samplerate=1m --samples 64 -o test.sr > Device only sent 0 samples. > |
> Ich bekomme 0 Samples :-( > In Worten: *null* Die Kommandozeilenoptionen von sigrok-cli haben sich etwas verändert, es sollte etwa so aussehen im neuesten git: sigrok-cli --driver fx2lafw --config samplerate=1m --samples 64 Der Debug-Output sieht trotzdem etwas seltsam aus. Probier mal ohne USB Hub (falls einer dran ist), und probier definitiv ein "gutes" USB-Kabel, das mitgelieferte war in vielen Fällen schon kompletter Müll und führt zu allen möglichen seltsamen Effekten. Ansonsten müssen noch die Permissions für das USB Device stimmen, also z.B. als root ausführen oder die udev-Datei benutzen die libsigrok mitliefert. Ach ja, und die fx2lafw Firmware muss die neueste sein (0.1.1 oder git), ältere Versionen haben die "Fake" FX2LP (die eigtl. ältere FX2 sind) noch nicht unterstützt. Uwe.
Datum:
Angehängte Dateien:Hallo Uwe! Uwe Hermann schrieb: > probier definitiv ein "gutes" USB-Kabel, > das mitgelieferte war in vielen Fällen schon kompletter Müll und führt > zu allen möglichen seltsamen Effekten. Danke, das war der entscheidende Hinweis. Mit dem Kabel von der Digicam klappt es einwandfrei. Ich frage mich nur, was man an so einem Kabel eigentlich falsch machen kann ?!? Selbst mit einem zusätzlichem Klappferrit funktioniert es nicht. Und vielen Dank für die nette Software (sigrok-cli). Sieht sehr vielversprechend aus. Viele Grüße Franz

