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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf EAR Gesetz in Kraft - was bedeutet das in der Praxis ?


Autor: tf1973 (Gast)
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Hallo,

seit letzter Woche ist ja das EAR Gesetz in Kraft was für jeden
Hersteller bedeutet das er seine Geräte registrieren muss um sie in
Verkehr bringen zu dürfen.
Doch was bedeutet das genau in der Praxis? So wie ich das verstanden
habe kann ein Kunde X dem ich z.B. eine Steuerung baue diese irgendwann
zur Entsorgung bei mir zurückgeben und ich muss mich um die Entsorgung
kümmern und diese nachweisen (richtig verstanden?)
Wie sieht es aus mit der Registrierung, ist das unkompliziert oder gar
mit immensen Kosten verbunden ?
Ich danke euch schonmal für eure Antworten


Thomas

Autor: Dirk (Gast)
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Autor: tf1973 (Gast)
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Hallo,

die Seite kenne ich schon, ich hatte gehofft das mir jemand das
Amtsdeutsch kurz und knapp in einem oder wenigen Sätzen erklären kann
:-)


Thomas

Autor: Unbekannter (Gast)
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> ich hatte gehofft das mir jemand das Amtsdeutsch kurz und
> knapp in einem oder wenigen Sätzen erklären kann

Na, das ist einfach:

Du musst viel Geld bezahlen, so oder so, egal ob Du nur 10 Gramm oder
100 Tonnen im Jahr in Umlauf bringst.

So kostet die Registrierung Deiner Stammdaten (also Adresse plus Kram)
so um die 200,- Euro, und dann kommen noch die jährlichen Gebühren
dazu.

Dann musst Du nochmals für ein insolvenzsicherer Treuhandkonto etc.
bezahlen.

Als Belohnung für die hohen Ausgaben darfst der Stiftung regelmäßig
mitteilen, wieviel Elektronik Du verkaufst hast und nimmst automatisch
an der Container-Lotterie teil.

Sprich: Irgendwann gewinnst Du einen Container mit Elektroschrott den
Du dann abholen und entsorgen musst (innerhalb weniger Tage).

Autor: Dirk (Gast)
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Nix für ungut, aber das ist da eigentlich prima erklärt.
Auch in vielen Beispielen.
Zum Beispiel die Kosten, etc.

Autor: Unbekannter (Gast)
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Ach, habe ich noch ganz vergessen: So als Kleinst-Kleinst-Unternehmer
kannst Du mit ca. 1.000,- Euro pro Jahr rechnen.

Autor: tf1973 (Gast)
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Hallo,

na das ist doch schon mal was - mal sehen wie das die Kunden aufnehmen
wenn ich Ihnen erkläre warum Elektronik jetzt teurer ist...


Thomas

Autor: Mike (Gast)
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wurde der 1. April vorferlegt?

Bedeutet das wirklich, daß als Hersteller (Kleinst-Klein-Hersteller)
und in Betriebbringer von Elektronik (Modellbau, KFZ, Sicherheitszeug
etc) sich kostenvoll registriert werden lassen muß, nur weil 30-40
Teile im Jahr verkauft werden um die Miete zahlen zu können?

Oder wie ist das zu verstehen? Würde mich mal interessieren, was die
ganzen Tuning/Modellbau-Läden jetzt machen...

Autor: Heinz (Gast)
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Fakt ist:

- Anmelden einer GbR
- In Verkehr bringen von 2 Kg Elektroschrott pro Jahr
durch Import oder Selbstherstellung
- Business zu Business, kein Privatverkauf
- Besorgen von Aufklebern (Mülltonne durchgestrichen)

Bedeutet:

Kunde kann den alten Kram zurücksenden oder an Sammelstellen
entsorgen.
Das Entsorgen an der Sammelstelle ist durch den erhobenen Beitrag
abgegolten.

Kosten : keine 200.- Euro im Jahr

Allerdings:

Business zu Endkunde ist viel teurer, mind. noch mal 500.- obendrauf
und immer bedenken : Es kommt auf die angemeldete Menge Schrott an.

Viel Spaß beim Diskutieren, das oben beschriebene habe ich jetzt selber
durchgezogen - wer Infos braucht etc. sollte bei der EAR anrufen, die
geben Auskunft :-)


PS:
Bei der Anmeldung ein Schreiben anfügen das man doch auf Ermäßigung
hofft weil man nur eine extrem geringe Menge Schrott in Verkehr bringt
wirkt Wunder.

Autor: hab_die_nase_voll (Gast)
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und somit ist von der lieben alten regierung wieder mal was gegen klein
und mittelbetriebe getan worden - zusatzkosten bis zum abwinken - wen
wundert es da noch, das mit der zeit alle ins ausland abhauen.
schlußfolgerung => mehr arbeitslose => noch höhere belastungen für die,
die zufällig noch arbeit haben!

gruß
hab_die_nase_voll

Autor: Heinz (Gast)
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Genau das - und welchen Endverbraucher interessierts?

Die Sachen kommen nach wie vor in den Hausmüll oder in die Botanik.

Mir ist eben noch ein schöner alter Fernseher im Wald aufgefallen g

... mal abgesehen das Maut MwSt etc. das nötige Andere zur
Preiserhöhung beitragen.

Autor: Iltis (Gast)
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Mir persönlich als Kleinhersteller ist das jetzt egal.
Ich melde mich an - gezahlt wird nicht (d.h. für die Entsorgung schon -
aber nicht für die Anmeldung). 500 EUR Bürokratiekosten stehen bei mir
ca 20 EUR Entsorgungskosten gegenüber.
Und somit ist das nach §2 Gebührenordung unverhältnismäßig. Aber laut
Chef der EAR ist es ja nur unverhältnismäßig wenn die betreffende Firma
dadurch insolvent werden würde.
Vieleicht hängen die mir ja da ein Verfahren an den Hals, das ich wohl
oder übel gewinner werde.

mfg
Flo

Autor: Thomas (Gast)
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Seh ich das richtig, das reine B2B Hersteller sich eigentlich nur
registrieren lassen müssen , bzw. es reicht, eine Mengenmendung pro
Jahr durchzuführen ?

Gruß Thomas

Autor: Andi (Gast)
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Hi!

Ich bin Techniker in einer PC-Firma.
Wir bauen hier aus Einzelkomponennten und Barebones PCs und Notebooks.
Was bedeutet die ElektroG für uns?
Müssen wir jedes Produkt registrieren und Gebühren zahlen?
Gibt es dann Unterschiede zwischen Händler und Endanwender als Kunde?
Wir sind ja weder Hersteller noch Entwickler und kaufen nur von den
Distris in Deutschland ein (INGRAM, Actebis, etc.).

MfG
Andi

Autor: Iltis (Gast)
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Hallo Andi,

ja das wird Euch betreffen.
Hier
http://www.codemercs.com/phpBB2/viewforum.php?f=11...
gibts dazu ein interessantes Forum.


mfg
Flo

Autor: Kai (Gast)
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@Andi:

Kommt drauf an. Wenn die von dir gebauten Geräte AUSSCHLIESSLICH
Komponenten von in Deutschland registrierten Herstellern enthalten
musst du dich nicht registrieren. Für weitere Infos klickst du:

http://www.stiftung-ear.de/content/stiftung_ear/fr...

Autor: Dmitri (Gast)
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Als ob es nicht ausreichen würde, wenn der Endkunde das Recht bekäme,
das Gerät zur Entsorgung zurückzusenden. Dieses Recht geniesst er ja
schon in vollen Zügen. Aber nein, ohne ein Beamtenschar am Fressnapf
ist es bei weitem noch kein "Gesetz" im Sinne des "Gesetzes".

Das ist doch alles hirnamputiert. Finde ich doooooof.

Gruss
Dmitri

Autor: Jörg (Gast)
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Ich habe die Diskussion gespannt mitverfolgt....die meisten meiner
Fragen haben sich damit schon erübrigt :) Eine Frage habe ich
allerdings noch...

Der Importeur muss nachweisen dass er sich registriert hat. Was ist
aber mit einem Großhändler der nicht selbst importiert ? Da weiss ich
ja garnicht ob die Komponenten die ich von ihm kaufe registriert sind ?
Oder ist das nicht mein Problem ?

Autor: Mike (Gast)
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wenn du als privat-kunde kaufst ist es egal.
wenn du aber als wiederverkäufer kaufst mußt du dich eh registrieren
lassen und es ist dein vergnügen von wem du kaufst...so sehe ich das

Autor: vornüber (Gast)
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1. Wenn Du ein GERÄT verkaufst, welches Du selbst zusammenstellst, dann
bist Du der Hersteller, also registrierungspflichtig.
2. Wenn Du ein Gerät verkaufst, welches Du exakt so von Deinem
Großhändler hast und auf diesem nicht die Herstellernummer vermerkt
ist, dann hast Du ein Problem und auch Dein Großhändler (wenn man Euch
draufkommt)!

Autor: Jörg (Gast)
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aber in der FAQ der Stitung EAR steht das folgendermaßen....Wenn ich als
Widerverkäufer für die Herstellung eines PC der Eigenmarke nur
Komponenten benutze die bereits registriert sind brauche ich mich nicht
nochmal zu registrieren. Das wäre dann ja doppelt-gemoppelt.....Laut FAQ
bin ich dann kein Hersteller sondern ein Assemlber der sich nur dann
registrieren muss wenn er Waren importiert.

Autor: Netbandit (Gast)
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kann man als Privatmann auch so einen Schrottcontainer gewinnen? Sind
bestimmt eine menge Bauteile dabei die man abstauben kann oder als
Überraschungspaket bei EBay versteigert ;)

Autor: Unbekannter (Gast)
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Die Meinug der EAR ist juristisch überhaupt nicht relevant.

Die EAR, die massig Kohle mit der Container-Lotterie verdienen will,
wird wohl niemanden erzählen, dass er sich bei ihnen nicht registrieren
lassen muss...

Die ersten Verfahren vor irgendwelchen Gerichten werden sowieso bald
anlaufen.

Autor: vornüber (Gast)
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Bis das Gesetz vernünftig umgeändert wird, hat man viele
Kleinunternehmer schon ordentlich ausgenommen (entweder die EAR oder
die Abmahnanwälte).
Fein, auf diese Art wird das Verwaltungsgeschwür (bösartig wuchernd)
noch eine gute Zeit weiter ernährt. Wenn das Geschwür dann auch die
Restwirtschaft erreicht hat und diese ebenfalls ausgemergelt hat, dann
wird das Geschwür selbst auch aushungern (oder etwa sich selbst
fressen???)und die Welt wird wieder eine bessere.
Ich jedenfalls träume weiter...

Autor: Jörg (Gast)
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mir geht es eigentlich um folgende Aussage ind er FAQ

Zitat : .."Verwendet der Assembler ausschließlich Komponenten in
Deutschland registrierter Hersteller, müsste .. als Differenz Null
herauskommen. In diesem Fall ist er kein Hersteller im Sinne des
ElektroG und dementsprechend auch nicht zur Registrierung
verpflichtet"..

Mit Differenz ist der Unterschied zwischen registrierter und
unregistrierter Ware gemeint...aber das sollte klar sein ;)

Was meint ihr dazu ?

Autor: Martin (Gast)
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Ebenso idiotisch ist die Tatsache, dass jedes EU-Land eigene
Gesetze hat. Wenn also einer seine Produkte ins EU-Ausland
verkaufen will, so muss er für jedes Land den Bürokratenwahnsinn
einzeln durchführen.

Martin

Autor: Michael (Gast)
Datum:

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Jeder registrierte Inverkehrbringer muß ja seine Reg.-Nr. irgendwo
angeben. Mich würde interessieren, wie denn solch eine Nummer aussehen
muß (aussieht). Nur zur Information, versteht sich.

Autor: someone (Gast)
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Hallo,

wie ist denn die Vorgehensweise, wenn man nur Module verkauft, die auf
eine Platine aufgelötet bzw. gesteckt werden?
Muss man dafür auch Gebühren zahlen oder Sicherheiten erbringen?

Bei Stecken ist das Inbetriebnehmen ja recht einfach, und darauf kommt
es meiner Meinung nach an, oder?

Solche Module (z.B. Bluetooth oder GPS) werden zwar zum großen Teil B2B
verkauft, da aber auch immer wieder Bastler usw. anfragen dürfte man
diesen ja nichts verkaufen, da man dann B2C vertreibt?!?

Das würde für alle Bastler und Schüler usw. in vielen Bereichen
praktisch das "Aus" bedeuten, oder liege ich mit meiner Meinung, das
nur noch B2B verkauft wird, falsch?

MfG

someone

Autor: mmerten (Gast)
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Die Angabe einer Registriernummer ist nicht erforderlich. Eindeutige
Identifikation des Inverkehrbringers reicht. Bei Modulen und Baugruppen
die dem PC Bereich zuzuordnen sind z.b. Bluetooth wird man wohl eine B2B
Registrierung bekommen, hier wird automatisch B2C angenommen.

Autor: Jörg Schiller (Gast)
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hallo an alle.

Wie sieht es denn mit einer Elektronikvertreibenden Privatperson aus
die dieses nicht als Gewerbe sondern als Hobby so nebenbei macht?

Ich erstelle Bausätze für Modelleisenbahnsteuerungen und vertreibe
diese.
muss ichh denn derzeit jeglichen Vertrieb einstellen wegen diesem
Shit?

Meine Abnehmer können es doch zurücksenden. die Adresse steht bei mir
auf der Platine.

tschau jörg

Autor: Unbekannter (Gast)
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Du musst Deinen Vertrieb nicht einstellen. Du musst nur zahlen, dann ist
alles in Butter.

Autor: Mike (Gast)
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es gibt kein "hobby so nebenebei" bei sowas. das ist astreines gewerbe
und unterliegt den entsprechenenden bedingungen.
du kannst auch nicht nur ein bißchen schwanger oder ein bißchen tot
sein. genau so ist es mit dem "hobby so nebenbei"

Autor: Jörg Schiller (Gast)
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wenn ich zahlen muss, habe ich nur 2 möglichkeiten.
entweder stur weiterreichen oder vertrieb einstellen.

wie soll es da in deutschland wieder aufwärtsgehen, wenn einem dauernd
hürden in den weg geschmissen werden.

Autor: cazy horse (Gast)
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du kannst immer noch gegen eine einmalige Gebühr verleihen, dann müssen
deine Kunden dir den Kram zurückgeben (wenn sie wollen :-)

Thema Deutschland: ich glaube nicht, dass es ohne einen wirklich
grossen Knall jemals wieder voran gehen kann, als da wären:
-komplette Anarchie, die die gegenwärtige Selbstfesselung wird ad
absurdum geführt
-Krieg, was hoffentlich nicht kommen wird, aber viel Potential für
einen Wiederanfang hat
Regen oder Jauche, wenn es nicht so traurig wäre, wäre es schon wieder
lustig.

Ich habe den Glauben verloren, dass hierzulande irgendwas wirklich
reformfähig und zukunftsfähig ist, es wird immer weiter gewurschtelt
und dabei immer schlimmer statt besser. Repressalien und Beschneidung
von Rechten, ein ständig wachsendes Heer von Überwachern und
Kontrolleuren, eine Flut von Gesetzen und Verordnungen, die nicht mal
mehr die Herrn Beamten kennen oder überschauen, deren Nichtbeachtung
aber erhebliche Konsequenzen für die Betroffenen haben. Normalerweise
wird direkt Vorsatz unterstellt. Versucht mal, irgendeinen beliebigen
Gesetzestext zu lesen und auch zu verstehen, so gut wie aussichtslos,
hinter den eigentlichen Sinn zu kommen. Wenn ich solche Beschreibungen
zu meinen Geräten schreiben würde, könnte es gut sein, dass meine
Kunden die Gerätschaften äusserst argwöhnig beäugen, die persönlich
bekannten wahrscheinlich diskret einen Arzt informieren.
Die Staatsfinanzen sind komplett im A...., inzwischen werden Schulden
gemacht, um Zinsen zu bezahlen. Jede Bank würde dazu sagen: bankrott.
Trotzdem wird weiter rumgeeiert, von Wahlversprechen bleibt nichts. Ich
wollte dieses Mal nicht mehr zur Wahl gehen, habe mir dennoch einen Rück
gegeben, natürlich völlig sinnlos. Im Prinzip ist kein Unterschied mehr
zwischen CDU und SPD, alles dasselbe Politiker-Gelabere, ich kann es
nicht mehr hören. Eine Frage der Zeit, wann es links- oder
rechtsradikal wird.
Da wird jahrelang in den Sand gesetzt - schade, hat nicht funktioniert,
lehnen wir uns eben mit satten Pensionen (übrigens unabhängig von
Einkünften jeder anderen Art, Aufsichtsratposten z.B.) zurück und
lassen andere das wieder und wieder probieren. Steuererhöhung hier,
Steuererhöhung dort, davon machen wir später dies und das, fällt aber
regelmässig aus und keiner merkts. Irgendwie sind wir schon wie die
Opferlämmer geworden, jeder schimpft, aber es passiert einfach so gut
wie gar nichts.
Interessante Seite zu diesem Thema: http://www.bwl-bote.de/

So, musste ich mal los werden, sorry für den offtopic.

Autor: Beobachter (Gast)
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Ei, ei, das Pferd setzt auf Untergangsstimmung. Und das noch bevor die
neue Chemiekalien-Richtlinie in Kraft is. Vielleicht hilft das vorerst
ein wenig:

Elektronische Bauteile wie Widerstände, Transistoren, Dioden usw.
fallen nicht unter das ElektroG. So steht es zumindest unter "Hinweise
zum Anwendungsbereich des ElektroG", hier zu finden:
http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/downloads/doc/35687.php bzw. dort im
PDF
http://www.bmu.de/files/abfallwirtschaft/downloads...
unter Punkt 3 genauer 3.1 "spezielle Abgrenzungsfälle" nachzulesen.

Z.B. Grafikkarten für PCs werden nach Maßgabe des Textes sehr wohl als
"Geräte" mit eigenständiger Funktion bezeichnet und Geräte wiederrum
haben ja einen Hersteller (sie sind ja wortgemäß "Hergestellt"
worden).

Also scheint die Lösung für Jörg doch naheliegend. Er vertreibt eine
Tüte voll Bauelemente + Platine UND KEIN GERÄT und sollte damit auch
nicht Hersteller im Sinne des ElektroG und somit auch nicht
registrierungspflichtig sein. Hersteller wäre dann gewissermaßen der
Endverbraucher. Da dieser aber keinen Handel mit der dann
möglicherweise als "Gerät" zu bezeichnenen Platine treibt, ist auch
dieser nicht registrierungspflichtig. Es ist so als ob wir uns mit
unseren beim Conrad gekauften Elektronikbauteilen selbst was zuhause
zusammenlöten, das wir natürlich nach Ablauf der Lebenszeit als
privaten Elektronikschrott kommunal entsorgen.

Der Konjunktiv im letzten Absatz ("sollte") verrät freilich die
leichte Restunsicherheit meiner Aussage :). Sollte aber keinen Wundern,
der Bericht in der c't gibt die Begriffsverwirrung in der gesammten
Branche ja ebenso wieder. Ein verlässlicher Rat muss also her. Am
besten bei der Stiftung selbst nachfragen.

Vermutlich kann sogar ein Teil des Bausatzes schon vorbereitet (sprich
verlötet) sein, ohne dass bereits ein "Gerät" daraus geworden ist.
Auch wenn hier demnächst wohl die RoHS greift (also kein Bleilot
verwenden) - eine erforderliche CE-Kennzeichnung für "Geräte" wäre
als gelegenheits-Kleinstunternehmer eh ein KO-Kriterium, weil praktisch
nicht bezahlbar.

Ein Beobachter

Autor: Jörg Schiller (Gast)
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vielen vielen dank das hilft schon ungemein weiter.

jetzt treiben wir es mal noch etwas höher.
wie sieht es aus wenn es eine fertig augebaute schaltung ist die zum
korrekten betreiben eines weiteren NICHT AUFGEBAUTEN BAUTEILES sprich
Jumper benötigt.

Ohne diesen einen Jumper arbeitet diese Schaltung nicht. das müsste
dann eigentlich genauso anzusehen sein wie ein bereits montierter
transistor der ohne weitere bauteile auch nichts macht.

Autor: E_D (Gast)
Datum:

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Ist es so, wie Jörg sagt ??
Dann hat ab jetzt jede meiner Entwicklungen einen Jumper.
Oder könnte es auch eine steckbare SMD-Sicherung sein ?
Viele Grüße
ED

Autor: wayne (Gast)
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Mahlzeit

@carzy horse: Es ist schon so, daß es wahrscheinlich eines Krieges
bedarf, damit es wieder einigermaßen bergauf geht. Es ist bloß nicht
möglich mehr als zwei Deutsche unter einen Hut zu kriegen.
Solange wird alles weiter in Ausland verlegt (AEG, Continental,...)
Ich predige schon seit Jahren, daß man Dachau und Co wieder anfahren
sollte, damit man dort die Politiker und Beamten verheizen und zur
Stromgewinnung nutzen kann. So bringen die mal Geld, statt nur welches
zu Kosten.
Falls jemand Beziehungen zu Herrn Bin Laden hat: Berlin hat einen
schönen Flughafen, und auch schöne Ziele, das primäre ist das mit der
großen Glaskuppel.

@Jörg: Das mit dem Jumper haut nicht ganz hin: Ein "Nutzbares Gerät"
ist es auch, wenn die Inbetriebnahme erst nach kleineren Maßnahmen, die
von "jedem" ohne Kenntnis von EMV-Richtlinien, erfolgen kann.
Ich nehme an, daß das setzen eines Jumpers mit zu diesen kleinen
Maßnahmen gehört.
http://europa.eu.int/comm/enterprise/electr_equipm...
Ist zwar schon etwas älter, aber dient auf
http://www.stiftung-ear.de/stiftung_ear/fragen_und...
als Referenz.

Autor: cazy horse (Gast)
Datum:

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Was mich an der ganzen Sch... besonders ärgert, ist, dass von
Politiker-Seite immer auf die Unternehmen geschimpft wird und damit
Stammtisch-Parolen schürt. Natürlich, um vom eigenen Versagen
abzulenken. Sinn eines Unternehmens ist es, Geld zu verdienen, weiter
gar nichts. Das ganze Gequatsche von sozialer Verantwortung ist
gequirlte Kacke.
Aufgabe der Politik ist es, dafür zu sorgen, dass das Geld verdienen
hier möglich ist - keiner geht freiwillig woanders hin. Und genau da
versagt unser Bürokratenstaat auf der ganzen Linie.
Eine Lösung sehe ich allerdings nicht, freiwillig geben die Parasiten
jedenfalls nicht auf.

Autor: wayne (Gast)
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Die Politik schiebt die soziale Verantwortung immer gern auf die
Wirtschaft, damit sie selbst nicht zur Verantwortung gezogen werden.
Ein Politiker dient nur sich selbst und nicht "dem Deutschen Volke",
auch wenn er mal so etwas geschworen hat.
Auch daß das Registrierungsverfahren so kompliziert ist, hat einen
Grund: Die Registrierung kostet ca. 200 €, wer jetzt noch nicht
registriert istweil er es nicht verstanden hat, oder Garantien nicht
erbringen konnte, muß 50000€ Bußgeld zahlen. Warum wohl wurde die
Thematik nicht publik gemacht (Radio, Fernsehen, Tageszeitung) ?
Ich arbeite in einem kleinen Elektronikshop, und ich glaube mein Chef
weiß von der ganzen Materie nichts.
Erst kam Conrad, jetzt kommt EAR, ...
Ich werde mich schonmal nach einem neuen Job umschauen, denn wenn mein
Chef sich jetzt registriert, heißt das er hat seit dem 24.11.
unangemeldet gehandelt -> 50000€ Strafe -> 3 Arbeitslose mehr
Aber was sind schon drei Arbeitslose, wenn man Millionen davon hat.
Vielleicht bekomme ich dann ja Hartz IV, dann hab ich 300€ mehr
als für 44 Stunden/Woche.
Hartmut Thesner sagt in c´t 24/06 daß ein Betrieb, der durch 700€
bedroht ist, sich gedanken über die Wirtschaftliche Grundlage machen
sollte, aber wir sind in Deutschland da gibt es keine Wirtschaftliche
Grundlage, sollten alle diese Leute ihre Läden schließen, ohne vorher
zu versuchen zu überleben?
700€ ist für einen Kleinstbetrieb durchaus bedrohlich, da dieses
Geld auf einmal gezahlt werden muß, das heißt im Zahlungsmonat für
Bestellungen nicht zur Verfügung steht (ein kleiner Betrieb hat nicht
den immensen Kredit bei Zulieferern). Als Folge könnte es zu einem
Engpaß im Lagerbestand und zur Abwanderung der Kundschaft zu einem der
Großen kommen, die am Stadtrand mit riesigen kostenfreien Parkplätzen
auf Kundschaft warten. Wir haben nur eine Parkbucht mit 3 Plätzen, an
der auf jeder Seite eine Dame der SA/Hilfspolizei mit gezücktem
Notizblock lauert.

Sorry falls ich etwas von der Thematik abgeschwiffen bin, aber die
ganze Politik in diesem Land kotzt mich an, nur Vetternwirtschaft und
Schmarotzertum.

Autor: Beobachter (Gast)
Datum:

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@Jörg

Mit einem bloßen "Jumper setzen" ist es vermutlich nicht getan (PC
E/A-Karten enthalten auch Jumper und fallen unter das EAR). Ich denke
da eher z.B. an bereits aufgelötete SMD-IC (alles was für Otto Normalos
Lötkolben zu klein ist) und ein paar Widerstände die der Endkunde dann
einlöten muss und damit die Funktion herstellt. Dazwischen gibt es
sicher eine Grauzone. Möglicherweise ist dass auch gar nicht bis ins
letzte Detail geregelt (in den EAR-FAQ taucht ja auch öfter mal ein
Satz auf wie ".. das bleibt den Herstellern überlassen ..". Ich kann
mir auch nicht vorstellen, dass für ein paar Platinchen die geballte
Armada der Gesetzeskeule aktiviert wird, zumal wenn es sich wie
angedeutet nicht um eindeutige Verstöße gegen das ElektroG handelt. Ich
würde trotzdem alle Hebel in Bewegung setzen, um mich schlau zu machen.
Ich denke aber nach wie vor, dass ein Beutel Bauteile nebst
Bauanleitung gegen Entgeld versandt kein Gerät im Sinne des ElektroG
darstellt (bleibt ja auch dem Endabnehmer überlassen, ob er das Ganze
zur Funktion bringt oder lieber die Bauteile anderweitig verwendet).

Vielleicht hilft auch das Stichwort Prototypen weiter. Hab allerdings
in den EAR-FAQ noch nichts darüber gefunden.

Ein Beobachter

Autor: Jörg Schiller (Gast)
Datum:

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naja
es muss ja nicht gleich ein extra jumper sein.
vielleicht geht es ja auch wenn man den DIL- gleichrichter sockelt und
als zurüstteil beilegt.

der phanthasie sind keine grenzen gesetzt.

tschau jörg

Autor: Tobias Schneider (tobias)
Datum:

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Also mit einfachen Steckverbindungen ist bestimmt kein Bausatz
durchzubringen, da ja jeder dann das Geraet in Betrieb nehmen kann
ohne jegliche Kenntnisse der Materie. Es muss also wohl schon geloetet
oder wo anderst hinzugekauft(wobei das wohl auch wieder kritisch ist)
werden nehme ich an.


Gruss Tobias

Autor: Unbekannter (Gast)
Datum:

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@crazy horse:

> Sinn eines Unternehmens ist es, Geld zu verdienen, weiter
> gar nichts. Das ganze Gequatsche von sozialer Verantwortung
> ist gequirlte Kacke.

Nicht ganz. Einige Auszüge aus dem Grundgesetz:


   Artikel 14:

   [...]

   (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem
       Wohle der Allgemeinheit dienen.

   [...]


   Artikel 20:

   (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer
       und sozialer Bundesstaat.

   [...]


Jedes Unternehmen hat, so wie jeder Bürger dieses Staates, sehr wohl
eine soziale Verpflichtung gegenüber der Allgemeinheit.

Autor: Jochen (Gast)
Datum:

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hier sieht man wie wieder einmal unsere Politiker richtig zugeschlagen
haben. Da fragt man sich wirklich ob man so dumm sein kann. Wiedermal
ein Gesetz entwerfen, dass minimum x Millionen Paragraphen hat, statt
einfach nur zu schreiben jeder Hersteller/Händler/... ist verpflichtet
seine Altgeräte zurückzunehmen und zu entsorgen.(Ist natürlich noch in
Paragraphen Deutsch zu übersetzen)
Nein man braucht eine Stiftung, die alleiniges recht hat das sehr
komplexe hoch inovative und teuere Rücknahmeverfahren durchzuführen.
lächerlich und das in einem land mit freier Marktwirtschaft.

wie sieht es eigentlich aus:
entwickel grad ein kleines Gerät und möchte dies dann auch später
vertreiben - kleine Stückzahlen. ich rechne vielleicht mit 500€
im Jahr also mehr als kleiner zusatz verdienst(Hobby). Hab mir gedacht,
damit alles seine Richtigkeit hat meldest dann halt eine Gewerbe an über
die ich das gerät vertreiben will.
1. war ich erstmal geschockt über die ganze EMV Gesetze - CE
Kennzeichnung - OK ist halt viel doku arbeit
jetzt kommt dann auch noch dieser scheiß, wo ich dann 1000euro im jahr
zahlen soll.
gibt es da keine Ausnahmen für solche Fälle, in dem xMillionen Seiten
langem Gesetz

außerdem würd mich interessieren ob ich dann irgendwann wenn ich mich
registrieren konnte(bezahlen konnte) alte fernseher, ... zugeschickt
bekomme von deren Entsorgung ich natürlich keinerlei ahnung hab da ich
ja nur ein kleines Zeitmessgerät vertreibe????

Autor: crazy horse (Gast)
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du kannst alles bekommen, was dazu gehört, dafür gibts Gerätegruppen.
(Autoradio z.B. gehört nicht dazu, weil Teil eines Autos).
Das wirklich schlimme daran ist, dass es dir passieren kann, dass du
schon im 1. Jahr einen 30t-Container zugewiesen bekommst. Wie gesagt,
zugewiesen, die EAR sagt dann, der gehört jetzt dir. Du musst ihn
abholen lassen und entsorgen.
Das ganze ist riesengrosser Blödsinn. DIe Grundidee ist ja an sich
nicht schlecht, die Ausführung ist eine Katastrophe, die viele kleine
Hersteller in den Ruin treiben wird. Der ganze EAR-Zauber verschlingt
Unsummen. Wäre doch viel einfacher, jedem Gerät nach Gewicht eine
"Ökosteuer" aufzubraten und diese wird fällig, wenn was verkauft
wird,  ähnlich wie die Umsatzsteuer, fertig. Gerecht, einfach. Das Geld
bekommen die Entsorger.
Bezahlen müssen das Ganze sowieso die Kunden, es wird auf den Preis
aufgeschlagen, letzten Endes also trotz allem Gequatsche mehr oder
weniger Allgemeinkosten. Die EAR braucht jedenfalls niemand, ausser das
wieder viel Geld vernichtet wird (Registrierungskosten, jährliche
Kosten) und sich ein weiterer Parasit nach Belieben den Bauch
vollschlägt.
Noch schlimmer finde ich, dass der ganze Mist in jedem europ. Land
anders geregelt ist - das nenne ich lebendiges Europa. Aber da haben
wir ja wieder Potential für eine grosse
Elektroschrott-Harmonisierungs-Komission....
Übrigens: wer was nach Holland oder Belgien oder oder oder verkaufen
will, muss sich dort auch registrieren.

Autor: crazy horse (Gast)
Datum:

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@Unbekannter:
Und daran glaubst du noch?

Artikel 14:

   [...]

   (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem
       Wohle der Allgemeinheit dienen.

"Soll" ist ja ein Freifahrtsschein....


   Artikel 20:

   (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer
       und sozialer Bundesstaat.

Das erinnert mich irgendwie an die gute alte DDR-Dogmenzeit.
"Der Kommunismus ist allmächtig, weil er wahr ist" diese interessante
und mit Inbrunst verbreitete These hätte mich damals fast das Abi
gekostet.




Jedes Unternehmen hat, so wie jeder Bürger dieses Staates, sehr wohl
eine soziale Verpflichtung gegenüber der Allgemeinheit.

Autor: Mike (Gast)
Datum:

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"Also mit einfachen Steckverbindungen ist bestimmt kein Bausatz
durchzubringen, da ja jeder dann das Geraet in Betrieb nehmen kann
ohne jegliche Kenntnisse der Materie."

wer schreibt denn vor, daß nicht jeder das gerät in betriebnehmen
darf?
Ein conrad-bausatz für ne lichtampel kann auch jeder löten, und sogar
nur gesteckt läuft ist.
gibt es denn eine klare, rechtsverbindliche definition, was ein bausatz
ist und was nicht? oder ist das wie so viele auslegungssache eines
richters?

Autor: Beobachter (Gast)
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Die Elektor hat nach eigenen Angaben bei den zuständigen Stellen
angefragt ob Bausätze unter das ElektroG fallen oder nicht (steht in
der Januar Ausgabe auf Seite 4) und hat (wie sollte es auch anders sein
:-() bis jetzt keine Antwort bekommen.

Das ist eben auch das Dilemma, in das man sich begibt, wenn man eine
derart weitreichede Regelung auflegt. Man kommt dann kaum hinterher all
die Spezialfälle zu regeln und zwar solange, bis keine mehr ohne
tagelanges Studium des Kleingedruckten mehr durchblickt.

Die Idee einfach eine Rückname aller verkauften Elektrogeräte
gesetzlich festzuschreiben wäre kaum besser. Das war schon bei den
Pappverpackungen ein Chaos (schon mal bemerkt, dass praktisch niemand
mehr seine Umverpackung (wie anfänglich noch) im Laden belässt - ich
jedenfalls sehe keinen mehr). Und wo sollte der Staubsauger nach 5 bis
15 Jahren hin, wenn im ehemaligen Elektrofachgeschäft jetzt Wellness im
Angebot ist?!

Bestimmt gäbe es bessere Wege. Gering ist das Problem sicher nicht. Und
wenn wir ehrlich sind, hört unsere Denke am eigenen Mülleimer auf.
Handlungsbedarf bestand/besteht also bestimmt.

Die wirklich gelackmeierten scheinen mir derzeit nur die Klein- und
Kleinstunternehmer zu sein. Auch dafür scheint es eine
Härtefallregelung zu geben (Freistellung von den Kosten auf Antrag UND
NACHWEIS). Anscheinend wird man bei der Stiftung EAR aber mit wenigen
100 Euro Monatsumsatz nicht ernst genommen (sie c't Interview) - ein
Schlag ins Gesicht für alle, die wirklich klein anfangen wollen (oder
müssen), ohne sich von vorneherein über Kredite zu verschulden.

Im Moment bleibt da nur Prinzip Hoffnung (vielleicht erkennt die große
Koa noch Nachbesserungsbedarf. Bei der neuen Chemierichtlinie
jedenfalls ist durchaus eine Entschärfung erreicht worden (keine
befristeten Genehmigungen etc.)

Warten wir mal ab. Alles ist im Fluss!

Ein Beobachter

Autor: Kleinunternehmer (Gast)
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Dein Wort in Gottes Gehörgang....
Wenn sich da nichts ändert, wird es mittelfristig wohl keine
One-Man-Shows mehr geben.

Autor: Hoffmann Peter (Gast)
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Lese in den Beiträgen immer von der mögliche Kostenbefreiung.
Die Hürden die dafür errichtet werden sind unzumutbar.
Folgendes wird verlangt: Die Menge der in Verkehr gebrachten Geräte,
der wirtschaftliche Wert der Registrierung für das Unternehmen,
die voraussichtlichen Entsorgungskosten und die abfallwirtschaftliche
Relevanz, was immer das auch ist, die wirtschaftlichen Ergebnisse
des Unternehmens in den vergangenen 2 Jahren mit den dazugehörigen
Aufzeichnungen Darstellung des Anteils der betroffenen Produkte
in den beiden letzten Geschäftsjahren, sowie aktueller Aufzeichnungen
mit Ausblick dazu.
Vorgelegt werden muss weiterhin die Produktkalkulation mit ein und
Verkaufspreisen, Stückzahlentwicklung für die betroffenen Produkte
in den letzten 2 Jahren, sowie aktuelle Aufzeichnungen mit Ausblick.
Eine Abschätzung der voraussichtlichen Entsorgungsmengen un Kosten.
Das alles für jährliche Entsorgungskosten von ca 1-2 € gemäß der
Berechnungsformel.
Werde meine Fa. schließen. Bin bereits Rentner.

Autor: Unbekannter (Gast)
Datum:

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Bitte die Gründe für die Schließung per öffentlichen Brief in der
Lokalzeitung an zuständigen Bundestagsabgeordneten.

Du bist übrigens nicht der einzige, der bis morgen schließt. Ich kenne
inzwischen fast ein Dutzend Kleinstfirmen die es morgen nicht mehr
gibt.

Autor: Mike (Gast)
Datum:

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und was machen die leute dann, wenn man nicht das glück hat rentner zu
werden?

kann doch irgendwie nicht angehen, oder?

Autor: Iltis (Gast)
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Zum Thema Firmen-Schließung bitte auch Spuren in diesem Forum
hinterlassen:
http://www.codemercs.com/phpBB2/viewforum.php?f=11

Speziell meine ich diesen Thread:
http://www.codemercs.com/phpBB2/viewtopic.php?t=306

Autor: Gerd (Gast)
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Als kleiner Unternehmer (Herstellung elektronischer Komponenten
für Musiker) werde ich ebenfalls schließen.
Dies ist keine leichtfertige Entscheidung, sondern die einzig mögliche
Konsequenz aus den immer größer werdenden Lasten die wir als
Kleinunternehmer zu tragen haben.

Habe mich (nachdem ich betriebsbedingt arbeitslos geworden bin)
5 Jahre bemüht dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen.
Verfüge inzwischen über ein Patent und produziere diverse eigene
Entwicklungen in Kleinserie.
RoHS habe ich noch mitgemacht (neue Lötstationen usw.), aber
EAR ist mein Ende.

Die Entwicklung eines Moduls (wäre ein wichtige tragende Säule meines
Portfolios geworden) habe ich bereits eingestellt. Der laufende
Geschäftsbetrieb wird ende des Montats offiziell beendet.

Mitteilung an Presse, MdB, Datenschutzbeauftragten und BMU erfolgt
zeitgleich.
Darin werde ich mich auch für die zukünftigen Zahlungen aus Harz IV
bedanken.

Gute Nacht Deutschland - schlafe weiter gut und fest!

Gerd

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Autor: Malte __ (malte) Benutzerseite
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Nur so als Idee:
Wäre es möglich dass sich mehrere Mini-Unternehmen/Einzelpersonen
zusammenschließen und dann gegenüber der EAR als ein Unternehmen
auftreten, so dass sich die Kosten aufteilen ließen?

Autor: Hoffmann Peter (Gast)
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Ein Zusammenschluß mehrerer Firmen wird in den Bedingunge der "ear"
ausdrücklich ausgeschlossen.
Die Gründe liegen auf der Hand

P:H

Autor: Manuel B. (Gast)
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(entfernt)

Autor: keks (Gast)
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Na dann füllt doch ein kleines Behältnis innerhalb eurer Geräte mit
Cola. Dann greift vielleicht das Dosenpfand, und die Sache ist vom
Tisch.

:-)

Autor: Gerd (Gast)
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@keks, wenn es nicht so traurig wäre, wär’s ja schon wieder lustig.

"Ein Zusammenschluß mehrerer Firmen wird in den Bedingunge der
"ear"
ausdrücklich ausgeschlossen."

Ja da haben Sie wohl recht, das liegt auf der Hand!

Ich bin zutiefst enttäuscht von diesem Land!
Leistung und Engagement zählen hier nichts mehr.
Da erinnere ich mich doch mit Kopfschütteln an die Neujahrsansprache
unsere Frau Dr. Angela Merkel.
War da nicht so etwas wie "jeder kleine Innovation zählt..." oder so
ähnlich!?

Großartig!

Autor: E_D (Gast)
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Ich bin auch Kleinunternehmer, und ich bin sehr verunsichert, mit
steigender Tendenz. Hauptsächlich mache ich Software, aber gelegentlich
auch Hardware, aber leisten kann und will ich mir diese Abzocke wirklich
nicht. Die Gebühren, die ich entrichten müßte, stehen in keinem
Verhältnis zur veräußerten Menge ! Aber alles hinschmeißen will ich
auch nicht.
Es geht doch 'nur' um die ordnungsgemäße Entsorgung. Zählt denn nicht
vielleicht auch der gute Wille, das ich z.B. jedem verkauftem Gerät ein
Returenschein beilege, mit der Bitte, mir das Gerät zur Entsorgung
zurückzusenden ? Dieses entsorge ich dann gegen Gebühr
bei einem Verwerter ? Das ist bestimmt allemal wirtschaftlicher, und
habe ein reines Gewissen ! Kann man mir dann wirklich an die Karre
fahren, und den Gesetzeshammer schwingen ?
Das Thema ist echt total demotivierend !!
Vielleicht muß man ja demnächstpotentiell zu benutzende Bytes eine
Programms irgendwo registrieren...? In der richtigen Zusammenstellung
bestimmt auch eine Gefahr für die Umwelt

VG ED

Autor: Beobachter (Gast)
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Es braucht viel mehr Öffentlichkeit, Politiker lesen nicht in
Elektronikforen

http://www.abendblatt.de/daten/2005/07/07/456328.html

Gute Beiträge von der Elektorseite, besonders der Teil ab "Ein
europäischer Skandal!"
http://www.elektor.de/Portals/0/WEEE/ElektroG-Ausw...

und natürlich das gute PDF von Guido Körber von Code Mercenaries (das
sind die mit dem USB-I/O-Warrior Baustein), besonders Informativ der
Teil "Sicherheitsrückstellung für den Insolvenzfall" und die
"Kostenaufstellung"

http://www.elektor.de/Portals/0/WEEE/Überblick%20z...

Alles hinschmeissen ist jedenfalls auch keine Lösung. Vielleicht ist
die Kostenbefreiung für den Kleinstunternehmer doch ein gangbarer Weg.
Es gibt doch sinngemäß den schönen alten Spruch "wer kämpft kann
verlieren, wer es unterlässt hat schon vorher verloren".

http://www.codemercs.com/phpBB2/viewtopic.php?t=31...

Es bleibt abzuwarten ...

Ein Beobachter

Autor: dkm (Gast)
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Beim Stöbern in den Links zu diesem Thema gefunden:

http://www.reed-electronics.com/electronicnews/art...

dkm

Autor: Dirk Thiele (nachtfalke1974)
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Hallo...

Auch ich habe bis zum Inkrafttreten des Gesetzes einigermassen
erfolgreich elektronische Schaltung für den Modellbaubereich
(hauptsächlich Flugmodellbau) entwickelt, hergestellt und vertrieben.
Leider sind bei diesen "Nischenprodukten" die Verkaufszahlen nicht so
hoch, und Preisanpassungen nach oben sind auch nicht zu machen.

Es gibt leider genügend Leute, die bei eBAY solche Schaltungen privat
verkaufen, und sich einen Sch... drum kümmern, was für Gesetze
einzuhalten sind !

Nur als "Gewerblicher" kommt man um soetwas leider nicht drum rum.

Folge des Ganzen war also, dass ich nun alle elektr. Produkte aus
meinem Programm nehmen musste, da die Kosten für EAR mit den zu
erwartenden Verkaufszahlen und Gewinnen in keinem Verhältnis standen.

Glücklicherweise trifft es mich nicht so, wie einige andere, da ich das
ganze nur als "Nebenjob" gemacht hab.

Ein Hoch auf dei Bundesregierung !

Dirk

Autor: Gerhard Kropf (Gast)
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Nachdem sich diese EAR Geschichte ja doch bei etlichen Kleinunternehmern
als existenzbedrohend erweißt, hier ein kleiner Tipp ohne Gewähr, der
evtl. einigen hilft, das EAR bis auf Weiteres zu umgehen.

Laut EAR sind Bausätze von diesemm Gesetz ausgenommen. Nun, was ist
aber ein Bausatz? Ändern Sie einfach Ihre Module dahingehend ab, daß
der Enduser dieses komplettieren muß, damit das Gerät betrieben werden
kann. Da nirgends festgelegt ist, wie tiefgreifend diese "Endmontage"
sein muß, reicht es einfach, ggf. Teile wie den Stromanschlusstecker,
den ISP Stecker oder den Schnittstellenstecker separat mitzuliefern,
damit der Käufer diesen selbst einlöten kann.
Dies ist zwar keine perfekte Lösung, bewahrt jedoch ggf. davor, sein
Betrieb zu schließen oder Produkte einzustampfen.

Gerhard

Autor: Stefan (Gast)
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Nur so ein Gedanke: Kann man die bisher verkauften Geräte nicht einfach
vermieten. Einamlige Mietgebühr statt Kaufpreis. Mietdauer: unbegrenzt.

Autor: Adrei (Gast)
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Hallo,

mir ist der ganze EAR-Aufwand unbegreiflich. Entsorgen muss sein, aber
wenn ich ein Gerät kaufe möchte ich gleich für die Entsorgung
mitbezahlen und fertig. Der Verkäufer führt den Betrag wie eine Steuer
ab und da die Entsorgung bereits bezahlt wurde nimmt es später die
Müllabfuhr mit, fertig.

Keiner müsste dann noch wissen wer das Gerät gebaut hat und ob es die
Firma noch gibt.

Grüße Alex

Autor: holgerz (Gast)
Datum:

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Das ist ja ein richtig tolles Gesetz/Verordnung.
Eine Konjunkturbremse (und Inflationstreiber?) sondergleichen.


@ bin laden:
Hier sind alle neuralgischen Punkte eingezeichnet ;o)

http://userpage.chemie.fu-berlin.de/diverse/doc/be...

Kann man nicht folgendes machen:
Der Kunde kauft einen Bausatz über Firma A.
Wenn er wünscht, dass das Teil zusammengebaut wird, schliesst er einen
Vertrag mit der Firma B. Der Zusammenbau als Dienstleistung ...

Firma A und Firma B haben den gleichen Inhaber ?

Autor: Gerd (Gast)
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@holgerz, der ist gut! ;-)

Auf diese Idee bin ich auch schon gekommen.
Nur habe ich es mit professionellen Musikern zu tun.
Die zahlen gutes Geld für meine Produkte und sind nicht bereit
irgendwelche "Sonderwege" zu beschreiten nur damit ich am Leben
bleibe. Bei mir ging so was vielleicht bei ein paar Kunden (meist
den jüngeren), die "ältere" Kundschaft würde den Aufwand und die
dahinter stehenden Probleme nicht verstehen oder nachvollziehen
können.
Da ich in direkter Konkurrenz mir einem Japanischen Hersteller
Stehe, muss ich jeden einzelnen Kunden von den Vorteilen meiner
Produkte überzeugen. Das geht nur, wenn eine reibungslose und
Schnelle Abwicklung gewährleistet ist. Alles andere führt dazu,
das der Interesent auf das bewährte Konkurrenzprodukt zurück
greift und ich leer ausgehe.

@Adrei: Genau das ist ja das Problem - die mangelhafte Umsetzung
des ganzen. In Deutschland geht nichts ohne eine schönen dicken
und fetten Wasserkopf!


@Dirk: Und genau das hast Du wirklich glück!
Meiner-Einer macht das seit Jahren Hauptberuflich und in meinem
Fall ist die Existenzgrundlage nun komplett entzogen.
Ich habe nie die großen Gewinne gemacht, aber es hat zum Leben
gereicht. Eine weitere finanzielle Belastung (und das Kostenrisiko
das EAR auch noch in sich birgt) kann ich mir aber nicht leisten,
dafür ist meine Kapitaldecke zu dünn.

Meine Intension war immer: Dem Staat nicht auf der Tasche liegen.
Selber etwas tun war mein Motto

@Gerhard: Das mit den Bausätzen wird mit Sicherheit schneller
nachgebessert wie wir schauen können.
Die EAR wird schnell darauf reagieren und die restlichen Lücken
schließen. Statt eine Einstiegsschwelle wir kleine Unternehmer zu
schaffen, wird das Konsortium die Lücken schließen.
Die Regierung sieht zu, denn ändern lässt sich nichts mehr.
Diesen Scheißdreck (sorry für den Ausdruck) kennen wir ja schon
vom Dosenpfand. Dieses System ist ein einziges Chaos, aber es ist
wie es ist! Berlin kümmert es scheine Dreck über den Aufwand den der
Verbraucher jetzt hat.

@Alle: Hat eigentlich schon mal jemand über den Datenschutz
nachgedacht?
Ist Euch allen bewusst, dass die Stifter "die Industrie" ist, und
Ihr Euere Unternehmensdaten (insbesondere beim Antrag auf Härtefall)
direkt an dieses Konsortien übermittelt?
Ich halte das für sehr problematisch, denn man ist gezwungen seine
Daten direkt an IN- UND AUSLÄNDISCHE Mitbewerber zu liefern.

Die EAR hat nicht mal einen Datenschutzbeauftragten!!!

Ich habe diesbezüglich bereits eine Beschwerde beim Bundesdatenschutz-
beauftragten Herrn Schaar eingereicht. Die Reaktion war (wie zu
erwarten) NULL!

Das ganze ist eine ganz große Sauerei!

Gruß
Gerd

Autor: Gerd (Gast)
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Ach ja, für den Fall das es jemanden interessiert was ich eigentlich
so treibe bzw. was dank EAR nun den Bach runter geht...

www.mige.de

Grüße
Gerd

Autor: kleiner Angestellter (Gast)
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Hallo zusammen!

Auch wenn die Regierung viel Mist macht.
Schuld an diesem (EAR) Problem sind die Wirtschaftstreibenden denn die
haben den Inhalt fabriziert!

mfg

Autor: Gerd (Gast)
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Bei Guido Körder ist zu lesen, dass von den ElektroG betroffenen
Unternehmen (10.000 bis 30.000!) in Deutschland 120 davon ca. 90%
des Elektro-Mülls produzieren - Die Konzerne also!
Und genau von den 120 sind die "wichtigsten" die Stifter.

Ich kann mich nicht erinnern, dass mich jemand danach gefragt hätte
wie das Gesetzt bzw. die Umsetzung auszusehen hat.

Und wenn schon von "Schuld" gesprochen wird: Sowohl die Umsetzung
der EU Richtlinie in nationales Recht als auch der Gebührenkatalog
wurde von Herrn Jürgen Trittin so genehmigt.
Darin wurde sogar erkannt das es zu einer erheblichen Belastung
für Klein und Mittelstand kommen wird. Aber das wurde von genau
diesen Saftsäcken hingenommen.
Mich würde mal interessieren wo die Herrn Trittin und Co. überall
Konten haben...

Autor: G. Schlomka (Gast)
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@Gerd:

Sie haben mit der Beobachtung, daß die Großindustrie bei der EAR die
Feder führt, vollkommen Recht. Hier finden Sie eine Liste der Stifter,
und eine Kommentierung unsererseits:

http://www.blog.de/index.php/elektrog/2005/12/20/d...

Auch von Interesse könnte sein, daß in der Begründung zum
Gesetzesentwurf durch die alte Bundesregierung schwarz auf weiss
dokumentiert ist, daß man sich über die negativen Wirkungen auf
'Hersteller' und 'Handel' absolut im Klaren war, und das mindestens
gebilligt hat. Näheres hier:

http://www.blog.de/index.php/elektrog/2005/12/15/v...

Autor: tex (Gast)
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<< Mich würde mal interessieren wo die Herrn Trittin und Co. überall
Konten haben... >>

Besser nicht. Du würdest das Bedürfnis bekommen zu töten.

Es gibt in der EAR noch einen Haufen Probleme und Ausnahmen. Wer nicht
an den Endkunden vertreibt, ist meines Wissens nicht betroffen.

Diverse Anlagen sind auch ausgenommen. Gerade habe ich eine mehrseitige
Broschüre die die Thematik zur Haustechnik beschreibt, Schalter,
Steckdosen, Gefahrenmeldeanlagen, Steuerungstechnik...

Die Idee hinter dem Gesetz sind Tonnen von Elektronikschrott, die
überwiegend aus Fernost importiert werden und zu Spottpreisen auf den
Markt geworfen werden. Die Umsetzung ist natürlich mal wieder typisch
deutsch, aber ich würde die Flinte nicht so schnell ins Korn werfen.
Ich mache erst einmal weiter wie bisher und warte, bis jemand kommt.
Dann sehen wir weiter.

Autor: TravelRec. (Gast)
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@ Gert:
>>Ach ja, für den Fall das es jemanden interessiert was ich eigentlich
>>so treibe bzw. was dank EAR nun den Bach runter geht...

>>www.mige.de

Scheiße Mann, Du hast mein Mitgefühl! Ich kann´s nicht fassen! Woll´n
wir demonstrieren gehen, oder hast Du keinen Bock mehr?!

TravelRec.
www.travelrec.de

Autor: Fly (Gast)
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Auch von mir kriegst du Mitgefühl!

Als Schweizer kann ich nur anmerken: Was für Bürokratische EU-Deppen.
Typisch, warum einfach wenns auch kompliziert geht?
In der Schweiz zahlt man auf alle Elektronischen Geräte eine Steuer in
% (weiss grad ned wieviel), welche meist im Kaufpreis inbegriffen ist
und an den Staat geht. Der Käufer bringt dann den Elektroschrott
zurück.
Dort wo ich arbeite, haben wir als Händler vor 2 Wochen ca. 700 kg
Schrott fachgerecht gratis entsorgt.
Die Deppen hätten lieber unser System kopieren sollen (Hab bei uns noch
keinen mekern gehört)

Autor: G. Schlomka (Gast)
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@tex

> Wer nichtan den Endkunden vertreibt, ist meines Wissens nicht
betroffen. <


Das ist nicht korrekt. Betroffen ist jeder, der unter das Gesetz
fallende Geräte in Deutschland in Verkehr bringt, oder unregistrierte
Ware weiterverkauft.

Die Einstufung, ob ein Gerät gekennzeichnet und gemeldet werden muss,
ist losgelöst davon, an wen das Gerät verkauft wird. Die EAR nimmt den
Standpunkt ein, daß jedes Gerät, bei dem eine Nutzung durch
Privatpersonen möglich und nicht völlig unplausibel ist, gekennzeichnet
und gemeldet werden muss.

Doch selbst wenn man eine Einstufung der Geräte als b2b-Geräte bei der
EAR durchbekommt, sind die mit diesem Status verbundenen Pflichten auch
sehr problematisch. Näheres zur Rücknahmepflicht findet sich in §10
ElektroG - das wird auch nicht billig.

Doch es kommt noch schlimmer: Auch Geräte, die als b2c Geräte gemeldet
und gekennzeichnet sind, können zur Rücknahmepflicht nach § 10 ElektroG
führen. Wahrscheinlich ein sog. "handwerklicher Fehler", aber trotzdem
geltendes Recht. Wir haben dazu einen Artikel unter:

http://elektrog.blog.de/index.php/elektrog/2005/12...

Autor: Wolf4124 (Gast)
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abo

Autor: Beobachter (Gast)
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Der Weg über den Bausatz ist eine gute Möglichkeit der EAR aus dem Weg
zu gehen falls die Kunden entsprechend mitspielen. Bausätze kann die
EAR bzw. das ElektroG nicht so einfach miteinbeziehen, dann müssten
jegliche Bauteile miterfasst werden und jeder Einzelne bereits beim
Verkauf eines einzigen Widerstandes oder Kondensators EAR-pflichtig
werden. Bis jetzt geht es jedenfalls nur um Geräte und ein Säckchen
Bauelemente ist nun mal kein Gerät.

Kommen Bausätze nicht in Frage, bleibt immer noch der Weg über die
Härtefallregelung. Ob alles was da gefordert ist auch wirklich verlangt
wird, kommt auf den Versuch an. Vielleicht sind die Anforderungen auch
deshalb so hoch, um möglichst viele vom Gebrauch dieser Ausnahme
abzuhalten. Es gibt immer Ermessensspielräume und Auslegungen von
Gesetzestexten. Wie ernst soll man eigentlich einen Kleinunternehmer
nehmen, der schon hinschmeißt, noch bevor er überhaupt von dieser
Möglichkeit gebrauch gemacht hat?

Und ausserdem: MACHT EUCH DOCH JETZT NICHT SCHON GEDANKEN WAS IM
ELEKTROG MAL IRGENDWANN NOCH MITERFASST WIRD ODER NICHT.WAS SOLL DAS?
Geht vom Istzustand aus, alles andere ist nicht hilfreich! Opferrolle
annehmen a' la "So, ich hab jetzt dicht gemacht! Jetzt hab ich's
euch aber gegeben! Das habt ihr jetzt davon! Basta!" bringt den
Einzelnen nicht weiter. Und dann? Wieviele Firmen machen täglich dicht?
Kein Hahn kräht danach im harten Unternehmeralltag.

Wenn die EAR badauerlicherweise Klein- und Kleinstunternehmer aufgrund
ihrer geringen in Verkehr gebrachten Mengen nicht erst nimmt, also
ihnen die Ernsthaftigkeit einer unternehmerischen Tätigkeit abspricht,
warum sollte sie sich dann sofort genau auf diese Gruppe einschiessen?
Die EAR ist so überlastet, dass sie sich um diesen "Kleinkram"
erstmal keine Gedanken macht. Bei der LKW-Maut läuft es doch ähnlich.
Die Einnahmen fliessen erstmal, die Maut ist ein Erfolg. Bis die
restlichen Mautpreller alle erfasst sind dauert es geraume Zeit und ein
paar Lücken werden immer bleiben.

Dem Gesetz fehlt eine Kleistmengenregelung, und die ließe sich bestimmt
auch noch nachträglich einbringen, wenn man nur wollte. Unter
Mittelstand verstehe ich jedenfalls keine Ein-Mann-Unternehmung mit
geringen Umsätzen. Dass sich der Mittelstand mal wieder benachteiligt
sieht, wird uns doch täglich in Talkrunden und der Presse kundgetan.
Der Fokus gehört vielmehr auf die vielen einsam und enthusiastisch
agierenden Mini-Unternehmen (die würden sich nie Mittelstand nennen),
auf die "Beginner am Markt", die Ich-AGs, die Einzelkämpfer, aus
denen vielleicht irgend wann mal Mittelstand werden könnte. Potentielle
Unternehmensgründer und Nebenerwerbler sind hier hauptsächlich bedroht.

Ein Beobachter

Autor: Martin Heinecke (martin_h)
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abo

Autor: Unbekannter (Gast)
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@Beobachter:

Naja, die EAR mag überlastet sein und deswegen recht friedlich. Viel
lustiger wird es aber, wenn Du als Kleinunternehmer eine Abmahnung von
irgendeinem dubiosen Verbaucherschutzverein auf dem Tisch liegen hast.
Dass diese diversen Gelddruck-Verbrecher da aktiv werden wollen, haben
sie ja schon alle durch Presseerklärungen verlauten lassen. Die wollen
die Abmahngebühren kassieren. Denen ist's egal, ob Du zu den
EAR-Horror-Gebühren auch noch Abmahn-Abzock-Gebühren abdrücken kannst.

Und genau das ist doch das Problem in Deutschland: Steine, Steine,
Steine und nochmals Steine. Sobald Du etwas unternimmst, bist Du der
Arsch vom Dienst. Das ist hier echt zum kotzen. Es ist inzwischen
wirklich wirtschaftlicher und vor allem nervenschonender, einen auf
Hartz-IV zu machen.

Dieses Land ist echt am Ende. Leider.

Aber mal eine ganz andere Idee, wie man der EAR evtl. an den Karren
fahren könnte: Wäre eigentlich §315, BGB nützlich, wegen vermuteter
Unbilligkeit? Ich bin kein Jurist, aber was ich so von der Anwendung
dieses Paragrafen kenne, könnte er doch hier zutreffen?!

Hmm.

Autor: Mike (Gast)
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"Der Weg über den Bausatz ist eine gute Möglichkeit der EAR aus dem
Weg
zu gehen falls die Kunden entsprechend mitspielen."
Wir holen den titel *sing
jetzt nicht nur mit spitzen produkten, sondern auch mit
spitzenprodukten zum selberbauen: der dvd-spieler in 100 einzelteilen,
mit einer 30seitigen bauanleitung...aber leider können wir keine
garantie auf ihr gebaue geben und fachkundisch muß man für den aufbau
auch sein
wir holen den titel *sing


"Ob alles was da gefordert ist auch wirklich verlangt
wird, kommt auf den Versuch an. "

genau, und da sie ja dann deine daten haben, brauchen sie sich auch
keinen kopf mehr machen, wie sie dich aus der anonymen masse rausfinden
können. "hallo herr polizist, ich hab hunger und wollte mal fragen, ob
sie ein auge zudrücken können, wenn ich da vorne den
imbiss-laden überfalle"..."danke, daß sie sich gemeldet haben, so
erspare ich mir die mühe und brauche nicht in 5 minuten die fahndung
nach unbekanntem täter wegen überfall einzuleiten"

"Die EAR ist so überlastet, dass sie sich um diesen "Kleinkram"
erstmal keine Gedanken macht."
und in 2 jahren, wenn alles läuft, dann kommen sie auf dich zu "sagen
sie mal, seit über 2 jahren machen sie schon an der ear vorbei...wissen
sie was das heißt?"

"Dem Gesetz fehlt eine Kleistmengenregelung, und die ließe sich
bestimmt auch noch nachträglich einbringen, wenn man nur wollte."
na dann los, beweise, daß es so einfach ist, wie du es hier
hinstellst.


ich frage mich echt, wie einige leute es geschaft haben, unverprügelt
die kita hinter sich gebracht zu haben und nun die i-net foren
tyranisieren....

Autor: wayne (Gast)
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@Fly: Die Deutschen sind die "Herrenrasse", die kopieren nicht. Schon
garnicht von einem demokratischen Land, in dem das Volk etwas zu sagen
hat. Stattdessen steckt unsere Regierung soweit im Arsch von G.W.
"Adolf" Bush, daß nur noch die Füße raushängen.
Ich hoffe, daß bei mir in diesem Jahr alles glatt läuft, und ich
spätestens 2007 in einem nicht-EU-Staat mit stattfindender Wirtschaft
lebe. Ich habe dieses Land satt mit seinen ewig steigenden Abgaben bei
gleichzeitig sinkenden Einkommen.
Das einzige was mich eventuell in diesem Land halten könnte wäre die
Einführung der Demokratie.

@Beobachter : Die EAR ist nicht überlastet, die haben noch genug
reserven um immer mehr Scheiße zu fabrizieren.

@holgerz : Die Idee mit den zwei Firmen ist gut. Den Feind mit den
eigenen Waffen schlagen. Die EAR arbeitet ja ähnlich :
Firma a (EAR) erfindet Gesetze, Firma b (z.b. AEG) zahlt seine Beiträge
(ein paar Euro). Da Fa. a aber zum Teil Fa. b gehört (wenn man Leute im
Vorstand sitzen hat, ist das für mich eine Teilhaberschaft), kann Fa. b
 Gewinne abschöpfen.

@bin Laden : Falls du Flugzeuge brauchst, Airbus mach schön große, die
machen große Löcher in Hochhäuser.

Wer die Möglichkeit hat, sollte sein gesamtes Geld in Ausland bringen,
und am besten mitgehen. In einigen Jahren kann man dann von außen
zusehen, wie in jeder Stadt 15 Mediamärkte völlig frei von Kunden sind,
weil in der BRD 98% Arbeitslosigkeit herrscht.

Die ganze Situation in diesem Land wird immer beschissener, das ist
seit Jahrzehnten so. Aber es wird Zeit gegen den Feind anzukämpfen, und
der größte Feind der Deutschen ist die deutsche Regierung.
So wie man hier von seien gewählten Vertretern behandelt wird...

Ich wär´ stolz kein Deutscher zu sein !

Autor: Gerd (Gast)
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"Der Weg über den Bausatz ist eine gute Möglichkeit der EAR aus dem
Weg
zu gehen falls die Kunden entsprechend mitspielen."

Klar! Ich verkaufe meine E-Drums in Zukunft als Bausatz.
Ist auch nicht weiter schlimm, denn ich habe mich "nur" gegen
japanische
und US Konkurrenz durchzusetzen die fertige Produkte liefern können...

"Kommen Bausätze nicht in Frage, bleibt immer noch der Weg über die
Härtefallregelung."

Dazu habe ich meine Bedenken bezüglich Datenschutz hinreichend
geschildert
(siehe Beitrag oben).
Ich liefere keine Daten an einen privat organisierten "Verband",
schon gar
nicht sensible Daten wie Jahresabschluss, Einkaufsquelle und
Absatzvolumen/Märkte.
Was soll das?

"Und ausserdem: MACHT EUCH DOCH JETZT NICHT SCHON GEDANKEN WAS IM
ELEKTROG MAL IRGENDWANN NOCH MITERFASST WIRD ODER NICHT."

Ah! So etwas nennen wir aber Planungssicherheit.
Neue Entwicklungen kosten Geld und ZEIT. Wäre schon schön zu wissen,
ob wir unser Produkt zum Zeitpunkt der Fertigstellung dann überhaupt
noch
verkaufen können (und dürfen!).

Das ganze Gesetzt ist Humbug und die EAR eine gigantische Geld-
vernichtungsmaschine! 120 Unternehmen von durchschnittlich 20.000
produzieren 90% des E-Schrotts.
Aber 19.880 weitere Unternehmer haben dieselben Einstiegskosten zu
tragen wie die 120.

Bei mir kommt noch erschwerend hinzu, dass ich einen großen Teil
meiner
Kunden im EU Ausland habe. Vornehmlich in Österreich, Italien, Spanien
und
in den Niederlanden. Vereinzelt auch Monaco, Schweiz und  Frankreich.
Ich bin froh und dankbar um jeden Kunden – egal woher er kommt oder wie
viel
oder wenig er von mir haben will.

Hier „jammert“ mich Sicherheit niemand grundlos, lieber Beobachter!

Noch eine dumme Frage:
Was bedeuten die Beiträge mit dem Inhalt abo ?

Grüße

Autor: Bruno Pisarek (Gast)
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Moin Gerd,

abo heißt nur, dass der entsprechende Leser bei neuen Postings zu
diesem Thema per Mail informiert werden möchte.

LG,
Bruno

Autor: Beobachter (Gast)
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@Unbekannter
Wenn das Land wirklich am Ende ist, wozu dann noch die Angst vor
Abmahnungen? In dieser Logik wäre dann doch alles scheiss egal, oder
etwa nicht? Natürlich scheint alles immer schwieriger zu werden, aber
befrage mal einige 78-jährige nach dem täglichen Überlebenskampf im
Nachkriegsdeutschland. Für das Beschaffen von Lebensmitteln auf dem
Schwarzmarkt gab es damals nicht nur eine Abmahnung mit Kostennote
sondern Gefängnis. Und in der alten DDR gab es für eine amtlich
festgestellte oder auch nur unterstellte staatskritische Haltung auch
nicht nur eine Abmahnung, sondern einen mehrjährigen Gratisurlaub in
Bauzen und die eigenen Kinder durften Bekanntschaft mit neuen Eltern
machen, die "auf Linie" waren. Die Ölkrise in den 70er Jahren führte
bei uns zu einem Sontagsfahrverbot. Was wäre los wenn man das heute
machen würde? Zeter und Mordio würde geschrien, die Termine für das
Event oder den aprè Ski müßten verschoben werden oder der
Reitunterricht für klein Anna-Marie würde ausfallen. Schreckliche
Vorstellung, nicht wahr?! :)
Hartz-IV gemütlich? Demnächst auf dem Acker auf Nachbars Feld?


@Mike
Du hast leider überhaupt nichts verstanden oder willst alles
mißverstehen und wirst zudem noch beleidigend. Ich tyrannisiere kein
Forum, sondern suche nach Wegen mit dem ElektroG umzugehen. Wenn
dumpfes, allgemeines Misstrauen gegen alles größer ist als die
Bereitschaft das ein oder andere Risiko einzugehen, dann bessr das
Ganze sein lassen. "Einfach" ist jedenfalls gar nichts und ich muss
auch rein gar nichts beweisen (das hast du völlig falsch verstanden).
Ich will es dir deswegen nochmal nahebringen. Ich habe einen Apell,
eine Forderung (wegen mir auch einen Wunsch) formuliert, öffentlich
dafür einzutreten, diesem von der EU uns aufgepfropften Gesetz eine
Ausnahmeregelung zu erwirken, welche die Klein- und Kleinstunternehmer
wegen geringer in Verkehr gebrachter Mengen Elektroschrotts von dieser
Regelung wegen unzumutbaren Kosten ausnimmt. Ein einzelner kann da gar
nichts ausrichten! Nur wenn genügend Leute (was sind genügend? ich weiß
es nicht!) sich "mukieren" gibt es überhaupt eine Chance zu einer
Änderung. Ob deine Postings jemandem etwas gebracht haben oder meine
soll mal jeder selber beurteilen.


@Gerd
Was die Bausätze betriff, hatte ich ja meinen Satz konditional
gestaltet (soll heißen, für dich kommt die Bausatzlösung wohl nicht in
Frage, es ist ja auch eine spezielle und keine allgemeine Lösung).
Damit wir uns hier nicht mißverstehen, natürlich ist es eine absolute
Sauerei wie die EAR die Kosten aufgeteilt hat, das steht doch völlig
außer Frage. Die Frage ist doch aber, wie gehen wir (oder wer davon
betroffen ist) damit um?

Du hast weiter oben geschrieben, dass du als Konsequenz des ElektroG
als Kleinunternehmer aufhörst. Dann schreibst du weiter unten, du
würdest der Stiftung doch nicht deine sensiblen Daten nennen wollen.
Sorry, aber diese Logik erschließt sich mir nicht. Vor was hast du denn
eigentlich Angst, wenn du den Laden eh dicht machst?

Möchstest du lieber deine Daten mit ins Grab nehmen oder damit nach
China auswandern? Nützt es dir persönlich wirklich mehr die Brocken
hinzuschmeißen, nur um es "denen" zu zeigen, dass du mit deren
Rahmenbedingungen nicht einverstanden bist?

Wo an welcher Stelle bitte hast du persönlich dabei dann etwas
erreicht? Das würde mich wirklich interessieren!

Planungssicherheit war angesprochen. Wer hätte das nicht gerne, aber
allein die RoHS Verordnung ist bis heute mehrfach überarbeitet worden.
Wieviel Planungssicherheit hat ein Arbeitsplatzbesitzer heutzutage? Wer
weiß wieviel Rente es zukünftig real gibt? Wie werden sich die Zinsen
entwickeln? Wie hoch ist der Bundeshaushalt in 3 Jahren? Welchen
Mehrwertsteuersatz haben wir in 5 Jahren? Werden wir Weltmeister? OK,
die letzte Frage könnte man wahrscheinlich beantworten, aber auch gilt:
erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Ein Beobachter

Autor: Mike (Gast)
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"Du hast leider überhaupt nichts verstanden oder willst alles
mißverstehen und wirst zudem noch beleidigend. Ich tyrannisiere kein
Forum, sondern suche nach Wegen mit dem ElektroG umzugehen."

du bist es, der nichts verstanden hat und obwohl du von 2 leuten
annähernd die selben argumente bekommst,machst du dennoch weiter.
das ist beleidigend und tyrannisierend.
wenn du in der realität und im 21jh angekommen bist, dann sage
bescheid.

Autor: G. Schlomka (Gast)
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@Alle

Ich bin auch nur Gast in diesem Forum, aber dennoch möchte ich an alle
Teilnehmer apepllieren, den Ton und Inhalt sachlich zu halten. Als
Betroffene muss es unser Interesse sein, auch den Nicht-Betroffenen,
Politikern, der Presse, der hoffentlich interessierten Allgemeinheit
die Probleme, die uns entstehen, nahezubringen. Ich bezweifle, daß die
teilweise niveauarmen Beiträge helfen, daß wir ernstgenommen werden.
Natürlich ist das für uns Betroffene ein sehr emotionales Thema, aber
auch das kann man sachlicher darstellen.

Und in diesem Sinne insbesondere @ Beobachter:

> Unter
Mittelstand verstehe ich jedenfalls keine Ein-Mann-Unternehmung mit
geringen Umsätzen. Dass sich der Mittelstand mal wieder benachteiligt
sieht, wird uns doch täglich in Talkrunden und der Presse kundgetan.
Der Fokus gehört vielmehr auf die vielen einsam und enthusiastisch
agierenden Mini-Unternehmen (die würden sich nie Mittelstand nennen),
auf die "Beginner am Markt", die Ich-AGs, die Einzelkämpfer, aus
denen vielleicht irgend wann mal Mittelstand werden könnte.
Potentielle
Unternehmensgründer und Nebenerwerbler sind hier hauptsächlich
bedroht.<

Es ist doch müßig, definieren zu wollen, was 'Mittelstand' ist. Fakt
ist, daß die finanziellen, rechtlichen und organisatorischen
Belastungen aus dem ElektroG um so härter sind, je weniger Einheiten
einer Ware in Verkehr gebracht werden. Dabei macht es keinen
Unterschied, ob beispielsweise eine Ich-AG dahintersteht, oder ein
100-Mann Unternehmen - der Wettbewerbsnachteil für das betroffene
Produkt, welches in kleineren Stückzahlen in Verkehr gebracht wird, ist
in beiden Fällen gleich. Vielleicht lebt ja die 100-Mann Firma davon,
eine grosse Vielzahl unterschiedlicher Produkte mit jeweils kleinen
Stückzahlen herzustellen?

Eine Kleinstmengenregelung würde nur dann etwas bringen, wenn eine
Freistellung vom gesamten Prozedere des ElektroG erfolgen würde, denn
nur eine Befreiung von den Registrierungsgebühren ist nicht mal die
halbe Miete. Langfristig schlimmer sind doch die Entsorgungs- und
Rücknahmepflichten. Vom binneneuropäischen Export ganz zu schweigen.

>Dass sich der Mittelstand mal wieder benachteiligt sieht..<

Es wird erkennbar, daß Sie, lieber Beobachter, offenbar nicht zu den
KMU im Lande zählen. Wir sehen uns nicht benachteiligt, wir sind es,
und zwar in nahezu jeder gesetzlichen Regelung, die Wirtschaft und
Arbeit betrifft. Ohne eine schier endlose Liste aufführen zu wollen,
ergibt sich aus diesem traurigen Sachverhalt ein von uns KMU immer
stärker wahrgenommenes Klima der Gängelung, Bedrohung und Anfeindung.
Das sind emotionale Reaktionen, die nun mal da sind, und es spielt
nicht mal eine Rolle, ob diese Reaktionen im Einzelnen berechtigt oder
angemessen sind, denn die Frage, ob sich jemand in seiner Tätigkeit
wohl fühlt, ob er eine Perspektive sieht, ob er sich auf die Zukunft
freut, ist das entscheidende Kriterium ob, und wie erfolgreich, er
selbst seine unternehmerische Tätigkeit ausübt.

Egal ob man Sympathie für Selbstständige und Unternehmer hat oder
nicht, die Allgemeinheit hat ein objektives Interesse an diesen
Menschen - die Volkswirtschaft braucht Leute wie uns. Mehr als eine
solche Einstellung würde ich persönlich mir nicht wünschen - ich will
weder bewundert noch bemitleidet werden, aber ich möchte fair behandelt
werden.

In diesem Sinne freue ich mich auf eine objektivere und sachlichere
Diskussion.

Georg Schlomka

Autor: TravelRec. (Gast)
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@ G. Schlomka: Okay - soweit, sogut. Was nun? Demonstrieren, offene
Briefe, Zeitung und Fernsehen?! Wie wollen wir am besten vorgehen gegen
solchen abgesprochenen Unternehmenskrieg, der die freie Marktwirtschaft
im Einzelnen und die Demoratie im Gesamten in Frage stellt?! Ohne
Zusammenschluß haben wir wohl keine Chance, oder? Irgendwo muß es doch
gegen dieses Gesetz auch ein anderes Gesetz aus der Vorzeit geben (wie
weiter oben schon bemerkt wurde) - schließlich sind wir doch hier in
Deutschland...

Autor: Mike (Gast)
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ich bin, so so sehe ich das, ein betroffener, der versucht hat in den
letzten jahren etwas aufzubauen, und jetzt, da erste früchte dieser
harten arbeit ( von 0Ahnung in der mc-electronik bis hin zu fertigen
produkten) ersichtlich werden, werde ich ausgesperrt dank EAR.
und als ob das nicht genug ist, kommt so ein beobachter und fängt in
bester waldorf-manier an hier an der realität vor rumzureden - und hört
nicht auf

Wenn DAGEGEN nichts unternommen wird von der seite der betroffenen,
DANN wird man nicht für vollgenommen. deswegen ist es das wichtigste
gegen solche "streikbrecher" (ist doch alles nicht so schlimm),
voll-verpeiler (einfach mal nachfragen, mal sehen was passiert/ Dem
Gesetz fehlt eine Kleistmengenregelung, und die ließe sich
bestimmt auch noch nachträglich einbringen, wenn man nur wollte)
strikt vorzugehen. geschlossen und alle. denn dann wird ersichtlich,
daß diese leute keine basis für ihre unrealistischen und inhaltslosen
sprüche haben.
erst dann kann man an die öffentlichkeit gehen, wenn man geeint ist.

Autor: TravelRec. (Gast)
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@ Mike: Soweit sind wir uns einig! Wer macht noch mit?

Autor: Jochen (Gast)
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Aussage von Tritin(Tritt ihn):
"Selbst unter der Annahme, dass nur ein Teil der Kosten an den
Endverbraucher weitergegeben werden kann, dürfte sich die Verringerung
der Gewinne der Hersteller bzw. des Handels durch die Erhöhung der
Umsätze und die damit verbundene Gewinnsteigerung der
Entsorgungsunternehmen weitgehend ausgleichen."

Hier sieht man, dass Tritin(Tritt ihn) das ganze sieht, es werden
einbußen bei den Elektro-Firmen geben, der eine oder andere wird sein
job verlieren, aber kein Problem, diese nehmen dann einfach einen job
bei neu gegründeten Entsorgungsfirma an.

Ich will das System aus der Schweiz!!!!!!!

Autor: Bruno (Gast)
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Moin,

viel weiter oben hatte Jemand folgendes geschrieben:

"..du kannst immer noch gegen eine einmalige Gebühr verleihen, dann
müssen deine Kunden dir den Kram zurückgeben (wenn sie wollen :-).."

Wäre das rechtlich Ok, wenn ich meine Gerätchen einfach verleihe? ;)

LG,
Bruno

Autor: Gerd (Gast)
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@Bruno: Danke für den Hinweis!

@Beobachter: Schalte mal einen Gang zurück!

@G. Schlomka: So ist es!

@Mike: Du scheinst denselben Weg zurückgelegt zu haben wie ich.
Habe die ersten 2 Jahre keinen Cent verdient und versucht das ganze
System in eine vermarktbare Lösung zu bringen. Dabei habe ich verdammt
schwere Zeiten hinter mich gebracht die mich nicht nur finanziell
sondern auch nervlich an die Grenzen getrieben haben.
Wäre da nicht meine Frau und mein Sohn, die mir immer wieder Mut zu
gesprochen haben und mir in jeder Lage eine Stütze gewesen sind, dann
hätte ich es vielleicht nicht soweit geschafft
Umso stärker trifft es uns der Familie jetzt, dass die ganzen Mühen
offensichtlich für’n Arsch gewesen sind.

Wir haben erst gestern Abend wieder darüber diskutiert, ob wir uns EAR
nicht doch irgendwie leisten können oder wir mit alternativen Produkten
eine gewisse Zeit überbrücken könne. Ergebnis: Nein, können wir nicht!
Wir haben ein Haus mit Rest-Belastung und aus dem Gewerbe noch eine
kleinere (aber nicht unerhebliche) Finanzierung. Jede weitere Belastung
bedeutet für uns ein unkalkulierbares Risiko das wir nicht mehr eingehen
können (und möchten).
Uns bliebe im Moment nur der illegal Weg. Soll heißen: Weiter verkaufen
was das Zeug hält um eine zu erwartende Strafe oder Abmahnung damit
bezahlen zu können.
Aber das liegt nicht in unserem Interesse und ist auch nicht sinn der
Sache!
Außerdem liegt hier noch unser Black-Box Projekt,  das (wie oben
bereits angesprochen) in Zukunft eine tragende Rolle spielen sollte.
Aber die Weiterentwicklung unter derzeitigen Bedingungen macht wenig
Sinn und birgt ebenfalls ein zu hohes Kostenrisiko.
Fazit: Mir sind die Hände gebunden, ich kann im Moment überhaupt NICHTS
tun!
Kein Verkauf, keine Produktion – alles was ich im Moment ausliefern
würde wäre illegal!

@TravelRec: Eine Demo mit 3 Mann ;-)
Ich habe in den letzten Jahren sehr genau beobachtet wie sich der
Deutsche verhält, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt oder glaubt
dass im Unrecht getan wird.
Erkenntnis: Maul aufreisen - 2 Tage lang Berichte in der Bild - wie ein
Lamm die Ohren nach unten geklappt und Maul wieder zu – alles
hingenommen – Ende!

Mehr passiert hier nicht – egal was uns widerfährt! Eine Revolte wirst
Du in Deutschland (mit Deutschen) nicht erleben.

Aber das soll nicht heißen dass ich nicht bereits bin etwas dagegen zu
tun. Wenn wir aus eigener Kraft irgendetwas organisieren können was
auch Hand und Fuß hat, dann werde ich mich auch daran beteiligen.

Grüße
Gerd

Autor: vorbeigeschlendert (Gast)
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@Bruno

"..du kannst immer noch gegen eine einmalige Gebühr verleihen, dann
müssen deine Kunden dir den Kram zurückgeben (wenn sie wollen :-).."

Ich denke gestern im ElekroG gelesen zu haben, dass auch der Verleih
ein 'In Verkehr bringen' darstellt... also leider verloren (ich hatte
daran auch schon gedacht)
Ich muss mir/dir/uns das nochmal raussuchen

Autor: vorbeigeschlendert (Gast)
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wieder da...


http://www.stiftung-ear.de/stiftung_ear/fragen_und...

<Zitat>
F: Können Geräte, die von Vertreibern oder dem Hersteller selbst an
Nutzer in privaten Haushalten lediglich verliehen und nach Ende der
Leihfrist zurückgenommen werden, als b2b-Geräte eingeordnet werden?

A: Bei diesen Geräten handelt es sich grundsätzlich um b2c-Geräte. Sie
werden auch tatsächlich in privaten Haushalten genutzt, so das der zu
der vorigen  Frage diskutierte Tatbestand von dual-use-Geräten hier
nicht zutrifft.Dabei ist unerheblich, auf welcher Rechtsgrundlage die
Geräte dem privaten Haushalt überlassen werden, durch Verkauf,
Vermietung, Leasing, Schenkung oder auf einer anderen Basis.Für diese
Geräte gelten daher die Bestimmungen des ElektroG für Geräte, die in
privaten Haushalten genutzt werden können (b2c-Geräte).
</Zitat>

Autor: Bruno (Gast)
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Danke Dir "vorbeigeschlendert",

dann hat sich das erledigt. Dann geht auch Tausch nicht :))
Habe mir gerade das Java-Applet reingezogen -> Cool - auch der
Ori**-Versand ist registriert.
Also Männers - beste Chancen bei der Container-Lotterie ein paar Tonnen
benutzte Dildos zu gewinnen ;)

LG,
Bruno

Autor: vorbeigeschlendert (Gast)
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ja leider, ich hatte schon daran gedacht ein zweites Gewerbe anzumelden,
mich dann als B2B-Kunde zu beliefern und die Sächelchen dann eben gegen
diese einmalige Leihgebühr temporär auser Haus zu geben...

aber es muss einen Weg geben...

Autor: holgerz (Gast)
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Kann es verboten sein, den Politiker, Parteien ... Jeden Tag Mails zu
schicken und in dieses MAils seinen Unmut kund zu tun?

Trttin ist bestimmt dankbar, wenn er erfährt, dass seine Ideen völlig
sch... sind.

Man muesste halt nur die emailadressen sammeln, und verteilen!

Ich will ja nix strafbares machen, nur die Politker informieren.

Ich hatte auch daran gedacht mit AVRs was zu basten und zu verkaufen.
Auch wenn ich in diesem Feld noch keine Ahnung hat.
Politiker haben  auch keine Ahnung von nix.
Bestimmen über 80 Millionen Peoples.
Regieren am "gemeinen Volke" vorbei.
Gehen vor den Wahlen auf Stimmenfang und verarschen nacher das
Völkchen...
Und bekommen eine dicke Pension.

Scheisse mit der Scheisse.

Autor: Gerd (Gast)
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Hallo zusammen!

Das darf doch wohl alles nicht wahr sein!

Ich habe gerade ein bisschen durch eBay geblättert und dabei ist mir
eingefallen, dass ja praktisch alle der vielen tausend Angebote illegal
sein dürften.
DVD Player z.b., 80% asiatische Ware und wohl kaum mit WEEE Reg-Nr.
Oder wie sieht es mit den PC Bastlern aus - die dürften doch alle
betroffen sein!?
Fernseher, Stereoanlagen und und und... Praktisch der ganze Billigkram
in eBay kommt doch irgendwo aus China, Taiwan oder Korea - und wohl so
ziemlich alles ohne WEEE.

Was passiert mit den Leuten/Händlern?

Haben die es noch nicht geschnallt, oder verkaufen die bewusst weiter?

Hier sind doch hunderte von Händlern unterwegs die sich eine
Registrierung bei EAR mit großer Wahrscheinlichkeit nicht leisten
können. Schon allein bei der Gerätevielfalt von der solche Händler
leben, dürfte die EAR so teuer werden lassen, dass eine Registrierung
praktisch unmöglich wird.

Wie soll das alles weiter gehen???

Sind das alles bedrohte Existenzen???

Das ist doch der pure Wahnsinn und stinkt zum Himmel!!!

Autor: G. Schlomka (Gast)
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@ Alle - Stichwort Verleih

Wir lassen im Moment ziemlich genau diese Fragestellung durch unseren
Justitiar prüfen. Die von 'vorbeigeschlendert' zitierte EAR-FAQ geht
etwas an der Sache vorbei, da dort die Frage von b2c vs. b2b erörtert
wird, was nicht den Kern der Sache trifft.

Ganz allgemein sollte man nicht zuviel auf die Äußerungen der EAR
geben, denn die sind nicht rechtsverbindlich. Siehe dazu unseren
Artikel:

http://www.blog.de/index.php/elektrog/2005/12/12/k...

Der wirkliche Knackpunkt ist, wann eine Ware als in Verkehr gebracht
gilt. Leider hat sich in Deutschland für einen eigentlich klaren
Terminus (sowohl juristisch als auch sprachlich) eine Vielzahl von
Detaildefinitionen ergeben, die in verschiedenen Anwendungsbereichen
verwendet werden. Für das ElektroG, und das ist juristisch wichtig,
gibt es bisher keine rechtsverbindliche Definition des Terminus. Der
Verweis der EAR auf den Leitfaden zur EMV-Richtlinie stellt im Moment
nicht mehr als ein Handlungsempfehlung nach aussen und eine
Handlungsanweisung nach innen (in die EAR) dar.

Doch gehen wir einmal davon aus, daß der EMV-Leitfaden auch von den
Gerichten herangezogen wird, dann wäre das Verleihen eines Gerätes
tatsächlich eine Inverkehrbringung. Aber: Wir sehen relistische
Chancen, das vor Gericht zu kippen.

Grund: Zielsetzung des ElektroG Bereich b2c ist, die Sammlung und
Entsorgung der Altgeräte der Endnutzer sicherzustellen. Ein Gerät,
welches auf einer vertraglichen Basis verliehen wird, welche die
Rückgabe des Gerätes nach Leihende oder bei Defekt an den Verleiher
sicherstellt, kann (regulär) nicht in den Entsorgungscontainern landen.
Eine Bejahung der Melde-und Registrierungspflicht würde somit der
Grundintention des ElektroG zuwiderlaufen.

Hinzu kommt, daß ein 'in Verkehr bringen' eindeutig die Möglichkeit
der Weitergabe der Ware einschließt - was sonst sollte ein Warenverkehr
sein. Sofern ein Leihvertrag aber eine Weitergabe ausschließt, kann die
Ware nicht in Verkehr sein.

Insoweit besteht eine Chance - aber ganz sicher nicht bei
'Leihverträgen' über einen MP3-Player mit 99-jähriger Laufzeit und
ohne klare Rückgaberegelung insbesondere im Defektfall; dies würde wohl
zu Recht von einem Gericht als Umgehungskonstruktion ausgelegt.

Fazit: Es wäre töricht, sein Geschäftsgebaren auf diese Hoffnung
aufzusetzen, aber Leihverträge könnten durchaus ausserhalb der
Registrierungs/Melde/Kennzeichnungspflicht eingestuft werden. Solange
sich die Gerichte aber nicht damit beschäftigen, sollte man keinesfalls
darauf bauen und sich nicht zur Zielscheibe von Bußgeldern und
Abmahnungen machen.

Georg Schlomka
www.vereinigung-mb.de

Autor: vorbeigeschlendert (Gast)
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'...Wir lassen im Moment ziemlich genau diese Fragestellung durch
unseren Justitiar prüfen. Die von 'vorbeigeschlendert' zitierte
EAR-FAQ geht etwas an der Sache vorbei, da dort die Frage von b2c vs.
b2b erörtert wird, was nicht den Kern der Sache trifft....'

Ja/Nein/Jein...  nun das war die einzige Stelle die ich auf die
Schnelle gefunden habe die sich darüber auslässt ob denn der Verleih
eines Gerätes ein 'In Verkehr bringen' im Sinne des ElektroG ist.
Aber ich bin für jede weiterführende Darstellung offen...

überhaupt, kann eigentlich mal jemand erklären wann denn ein Gerät ein
Gerät ist

Autor: G. Schlomka (Gast)
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@ Alle: Was kann man denn tun???

Eine - nicht nur hier - immer wieder gestellte Frage, oft auch mit
erkennbarer Wut und Verzweiflung ausgesprochen.

Wir verstehen diese Reaktionen sehr gut. Mir persönlich kommt auch
immer wieder die Galle hoch, insbesondere wenn man dann in den
Abendnachrichten einen unserer (ich bitte diese bei mir sonst unübliche
Verwendung von Schimpfwörtern zu verzeihen) Politiker das übliche
Geschwalle von 'Mittelstand stärken' von sich gibt, und im
Folgebeitrag gezeigt wird, wie man als Ex-Kanzler ganz
locker-legal-frech aus Gas Kohle macht.

Die Antwort ist ganz sicher nicht Bin Laden, Sturm auf den Reichstag,
Schmähbriefe, etc.

Gerade die ungeheure Vielzahl Betroffener, von denen den wohl
Allermeisten noch gar nicht klar ist, was für ein schönes
Weihnachtsgeschenk sie da bekommen haben, kann Handlungsmöglichkeiten
eröffnen.


Wir selbst haben eine Vereinigung gegründet, die sich zum Ziel gesetzt
hat, solche Benachteiligungen der KMU zu bekämpfen, natürlich nur mit
legalen Mitteln. Schwerpunkte unserer Arbeit sind dabei die
Öffentlichkeitsarbeit, z.B. hier, oder auf unserem Blog
http://elektrog.blog.de , mit der Presse, mit den IHKs, sogar mit der
EAR, aber auch auf juristischer Ebene - wir haben einen sehr guten und
engagierten Justitiar.

Jeder Betroffene oder Interessierte kann unserer Vereinigung beitreten;
das kostet nichts. Je mehr Menschen und Unternehmen wir zusammenbringen,
desto mehr Gewicht bekommen wir. Natürlich werden früher oder später
auch Gelder erforderlich sein; unsere Satzung sieht dafür aber
freiwillige Zuwendungen vor. Bei Interesse einfach mal unsere Satzung
ansehen:

www.vereinigung-mb.de

Eine andere Person, die sich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt
und für unsere Rechte engagiert, ist Herr Guido Körber, im codemercs
forum:

http://www.codemercs.com/phpBB2/viewforum.php?f=11


Also - nicht verzweifeln. Der Widerstand formiert sich, an Lösungen
wird gearbeitet. Macht mit!!! Wir haben endlich mal reale Chancen, denn
das ElektroG ist dermaßen schlecht gemacht, daß es selbst, und seine
Implementierung angreifbar sind. Wenn Greenpeace Shell stoppen konnte,
sollten doch ein paar zehntausend Unternehmer (wir sind Macher!) einen
Herrn Theusner auch stoppen können.

In diesem Sinne

Euer

Georg Schlomka
www.vereinigung-mb.de

Autor: Thomas Pototschnig (Gast)
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Zum Thema Bausätze:
Die Elektor hat bis heute noch nicht herausfinden können, ob Bausätze
jetzt auch vom ElektroG betroffen sind oder nicht. Angeblich Ja - aber
das gilt nur für Deutschland. Quellen kann ich leider nicht nennen, da
ich keine kenne. Somit also nur ungenaues gewäsch.

Also angenommen die Bausätze fallen bei uns nicht unters ElektroG, dann
darf man also solche verkaufen. Das Problem ist aber, dass das
"niveau" der Bausätze dann sehr stark eingeschränkt wird. Welcher
Kunde kann schon seinen LQFP208 selber auf die Platine löten? Unklar
ist bisher, ob man kritische Teile vormontieren darf. Ich kann es mir
aber nicht vorstellen, weil dann keine klare Grenze mehr gezogen werden
kann. So Sachen wie "50% dürfen bestückt sein" sind quatsch.

Ich als Kunde hätte auch eher keine Lust eine SMD-Lötstation zu einem
noch nicht zusammengebauten Gerät dazuzukaufen. Zumal es fertige Geräte
ohne SMD-Lötstation mit viel weniger Aufwand und Kosten auch fertig zum
Kaufen gibt.

Die Bausatzlösung ist also schmarrn und ist vielleicht nur bei wirklich
einfachen Sachen durchführbar.

Aber ich hab schon etwas Erfahrung mit Bausätzen und kann bezeugen,
dass absolut ungeahnte Probleme bei Bausätze auftreten. Völlig
selbstverständliche Sachen werden vermurkst. Der Supportaufwand ist
ennorm und für das, dass man für ein Gerät, welches man auch noch
selber zusammenbauen muss, unglaublichen Support leisten muss, lohnt
sich das auf keinen Fall mehr. Und dann ist natürlich auch noch
selbstverständlich, dass ein Bausatz günstiger ist als ein
Fertiggerät.

Bausatz scheidet aus - es muss also definitiv eine andere Lösung her.

Zum Thema EAR und Geldstrafen: Die EAR ist zur Zeit absolut überlastet
und das lustigste ist, dass die überhaupt keine Ahnung haben was ein
Gerät ist und was nicht. Die EAR ist nicht für die Geräte-Definition
verantwortlich. Sie hat alleinig die Aufgabe die Registrierung
durchzuführen und die Gelder zu kassieren. Anrufe bei der EAR sind
deshalb total sinnlos. Wenn man mal durchkommt - und ich kenne
jemanden, der kennt jemanden der hat es geschafft - heißt es nur, dass
die keine Ahnung haben.

So schnell sind nicht mit Geldstrafen zu rechnen - das einzige was mir
Angst macht sind die Abmahngeilen Anwälte. Das ist der Grund, warum es
bei mir (www.pcb-dev.com) jetzt nicht einmal mehr einen selbstgebauten
AVR-Programmer gibt.

Welche Ironie des Schicksals: Ich hab letzten Oktober ein Gewerbe
angemeldet, damit ich irgendwas verkaufen darf (damals wusste ich noch
nichts vom EAR, obwohl das angeblich schon seit Kohl diskutiert wurde)
und dann stell ich fest: Ich darf garnichts verkaufen und bin einer der
armen, die sich das nicht leisten können.

In meinen Augen ist die EAR eine absolute Inovationsbremse ... :-(

Aber ich bin auch gespannt, wie sich das mit dem EAR noch entwickelt.
Scheinbar gibt es ja keine brauchbare Lösung :-(

Mfg
Thomas Pototschnig

Autor: Thomas Pototschnig (Gast)
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Ersetzt bitte die letzten zwei "EAR"s durch "ElektroG"s. :-)

Autor: Thomas Pototschnig (Gast)
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Ah nochwas hab ich vergessen:
Autoradios fallen NICHT unter's ElektroG.

Ich wollte schon immer mal so eine BlackBox, die Gerd anbietet für's
Auto haben :-) Mit einem +12V Netzteil lässt sich das bei bedarf sogar
zuhause auf den Schreibtisch aufbauen g

Autor: Thomas Pototschnig (Gast)
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Und nochwas:
2.5.1 Beispiel Autoradio
Da Transportmittel nicht in den Anwendungsbereich des ElektroG fallen
(vgl. Prüfschritt 3), sind auch Geräte, die eigens zum Einbau in
Flugzeugen, Schiffen, Bahnen, Kraftfahrzeugen oder anderen
Transportmitteln (z.B. Fahrrädern) bestimmt sind, nicht vom
Anwendungsbereich des ElektroG erfasst.

Autoradios, Freisprechanlagen o.ä. werden eigens für den Betrieb in
Fahrzeugen in Verkehr gebracht; sie fallen daher nicht in den
Anwendungsbereich des ElektroG. Als in PKW eingebaute Geräte
unterfallen sie der Verordnung über die Überlassung, Rücknahme und
umweltverträgliche Entsorgung von Altfahrzeugen" (AltfahrzeugV).

Also mein nächstes Projekt ist definitiv ein Autoradio. Das war aber eh
schon lange geplant :-)

Autor: Gerd (Gast)
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@Thomas, meine "BlackBox" hat aber nichts mit Autos zu tun ;-)

Die BlackBox ist eine 32 Kanal Trigger-To-Midi Schnittstelle für den
Musiker (genauer Schlagzeuger). Dazu gehört die BlackBox, Treiber und
Software (Sampler).

Das diese Teil ja zu 100% der ElektroG unterliegt, ist das Projekt
vorerst gestorben.
Mit meinem Triggersystem bin ich mir noch nicht so ganz sicher. Aber
nachdem was ich bis jetzt in Erfahrung bringen konnte, ist wohl auch
dies EAR Pflichtig.
Tja, und damit also auch meine E-Drum Pads, der Trigger-Schlegel Mesh
One Aktiv (ist auch Elektronik drin) und der NHC HiHat-Controller dann
sowieso...

Und nun!?

Das sind alle meine Produkte die ich in 5 Jahren harter Arbeit
entwickelt und auf den Markt gebracht habe. Ohne Hilfe vom Staat, ohne
Fördermittel (ich habe nämlich keine bekommen)
und ohne einen Tag Arbeitslos gewesen zu sein!

Danke EAR kann ich diese Produkte nun nicht mehr verkaufen und bin
dadurch bis spätestens zum Monatsende mittellos!

Ich habe noch jede Menge Material hier, vor allem Drum Kessel,
Modulträger, Controllergehäuse usw. Das sind alles Teile die speziell
für uns gefertigt wurden und vom Lieferanten immer in größeren
Stückzahlen bezogen werden müssen.
Das sind enorme (zumindest für mich) Vorlaufkosten die jetzt vor sich
hin Schimmeln...

Ich kann wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln was hier in
Deutschland abgeht.

Muss nur aufpassen dass ich mich nicht zu sehr über das ganze aufrege
(meine Frau muss ich auch ständig bremsen). Schließlich wollen wir
wegen dieser Scheiße nicht auch noch an Herzinfarkt sterben... ;-)

Ich werde den Verein www.vereinigung-mb.de beitreten.

Mache mir zwar keine großen Hoffnungen (schon gar nicht auf eine
kurzfristige Lösung, denn nur die würde MIR helfen). Aber vielleicht
hilft es anderen, wenn man sich formiert und gemeinsam etwas dagegen
unternimmt.
Ich kann den Aufruf von Herrn Schlomka also nur unterstützen und Euch
alle bitte sich
anzuschließen.

Selbst wenn es dem einen oder anderen nicht mehr helfen kann, so bitte
ich doch um Mitwirkung. Wenn wir genug sind, dann wird sich vielleicht
etwas bewegen lassen.
Und wer weiß, vielleicht kann der eine oder andere von uns dann doch
sein geplantes Vorhaben realisieren oder einen Neubeginn wagen…

Helft mit!

Viele Grüße
Gerd

Autor: Bruno (Gast)
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"(vgl. Prüfschritt 3), sind auch Geräte, die eigens zum Einbau in
Flugzeugen, Schiffen, Bahnen, Kraftfahrzeugen oder anderen
Transportmitteln (z.B. Fahrrädern) bestimmt sind, nicht vom
Anwendungsbereich des ElektroG erfasst."


Hi Thomas Pototschnig,

wo bitte finde ich denn das oben gequotete zum Nachlesen?
Bitte um Hilfe - danke!

LG,
Bruno

Autor: Guest4321 (Gast)
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Hallo Bruno,
hier:
http://www.bmu.de/files/abfallwirtschaft/downloads...
auf Seite 11.

Mfg
Thomas Pototschnig

Autor: Gast (Gast)
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Wäre es eigentlich möglich, dass eine Firma die ganze Registrierung
macht und dann das Recht, Elektrogeräte in Verkehr zu bringen, an
Kleinunternehmen verkauft? Die Kleinunternehmen müssten dann nur
regelmäßig die verkaufte Menge mitteilen und ein paar Euro pro
Kilogramm zahlen. Der Dienstleister würde dann die gesamte Menge der
Behörde mitteilen und sich um die Rückgabe und Entsorgung der Container
kümmern. Wäre eine solche Dienstleistung nach dem Gesetz möglich? Gibt
es so etwas vielleicht schon?

Autor: Bruno (Gast)
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Danke Thomas - das ja witzig.

Bei mir gehts um Modell-Elektronik.
Sind Modellboote nicht auch Schiffe?
Ok - es geht um Transportmittel. Aber ist es irgendwo definiert was man
transportieren muss um ein Transportmittel zu haben?
Schiff ist Schiff - oder?

LG,
Bruno

Autor: Thomas Pototschnig (Gast)
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Hmm ... da kann ich dir leider nicht helfen.

Es gibt ja leider soviele Auslegungsmöglichkeiten des ElektroG, die
dann doch am Ende in einer Abmahnung enden :-(

Autor: wayne (Gast)
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@Herrn Schlomka und andere :

Daß Kollege Ossi bin Laden nicht die Lösung des Problems ist, ist hier
wohl jedem klar. Aber wir sind nicht mehr in den 80ern, wo Leute noch
Großdemos veranstaltet haben, wenn was schief lief. Wenn man heute
Reaktionen will, muß es vorher einen Knall geben, und offene Briefe und
Presse rascheln nur.
In Deutschland muß erst ein Kind vom Zug überrollt werden, bevor eine
Schranke am Bahnübergang installiert wird. Bei Schulwegen sind es
Autos, die Kinder überfahren, bevor ein Ampel gebaut wird.
Kampfhund frisst Kind -> Gesetz gegen Kampfhunde
Eislaufhalle killt 15 Leute -> "Gebäude-TÜV"
usw.
generell Aktion mit irgendeiner Todesfolge bewirkt Reaktion der
"Regierenden" (eigentlich sind es nur Gierende)
Die in Berlin denken sich bloß "ach wie niedlich, die Leutchen bei
mikrocontroller.net regen sich aber ganz schön auf. Aber solange BASF
und Co die Schmiergelder noch zahlen können, sind alle Gesetze
gerechtfertigt."
Politiker dienen nicht "dem Deutschen Volke", sondern "dem besten
Zahler". Wenn man einen Politiker treffen will, dann entweder zwischen
die Augen, oder finanziell.
Zweites wird schwer, da die sich bei finanziellen Engpässen einfach die
Diäten verdoppeln, es kontrolliert ja keiner, oder bei VW anklopfen, ob
die nicht ein paar Schmiegelder abzugeben haben, dafür dürfen die sich
dann auch ein Gesetz wünschen.

@Beobachter: Deine Vergleiche sind ein wenig daneben. In der DDR und im
Nachkriegsdeutschland, hatten die Leute Hoffnung, daß es wieder besser
wird.
Diese Hoffnung besteht bei vielen Leuten heute nicht mehr, und bei den
meisten anderen schwindet sie auch.
Wenn Deutschland am Boden ist, gräbt unsere Politik ein Loch, damit es
noch weiter bergab gehen kann.
Die Erhöhung der Tabaksteuer bewirkte einen Verlust von ca. 5%. Um
diese wieder einzotreiben, wurde die Tabaksteuer nochmals angehoben.
Das ist Politikerlogik. Die Krankenkassen freuts, weniger
Krebskandidaten heißt weniger Ausgaben, also erhöhten sie die
Beiträge.
Die immensen Spritpreise führten zu Verkaufsminderungen von bis zu 15 %
(Superbenzin). So kommt zwar die Kohle vom Sprit rein, aber weil wenigen
gefahren wird, werden weniger Autos verkauft und repariert.
Also Werkstattauflösungen und Arbeitslose.

>Hartz-IV gemütlich? Demnächst auf dem Acker auf Nachbars Feld?

Hast du mal einen Hartz-IVer arbeiten sehen? Die stellen sich so doof
an, daß die Landwirte am Ende auch Pleite sind.
Und Hartz-IV ist gemütlich. So viel Kohle hätte ich auch gern, dann
hätte ich monatlich 300 Euro mehr. Ich muß 44 Std/Woche dafür arbeiten
und meine Miete, Strom, Telefon und GEZ übernimmt nicht das Amt.
Auf Anfrage beim Sozialamt auf Hilfe sagte man mir nur "...dann müssen
sie ihre Arbeit kündigen."
So soll Politik zur Verringerung der Arbeitslosigkeit aussehen?
Entweder 106 cm Plasma vom Sozi oder 55 cm Aldi vom eigenen Geld?
Mein beschissener Stolz macht mir das Leben echt schwer, aber ich gehe
lieber mit Würde unter, als anderen auf der Tasche zu liegen.
Anders wäre es mir trotzdem lieber.

Ich nehme mal an, daß aufgrund von EAR und ähnlichem auch in diesem
Jahr viele in den Genuß eines neues Plasma-TV kommen, um die
Fachgerechte Entsorgung wird sich schon gekümmert.

Sorry, daß ich etwas vom Thema abgekommen bin, aber solche Themen, die
langsam Überhand gewinnen, versetzen mich immer in solche verbale
Kotzerei.

Autor: Sebastian (Gast)
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Mir kam da grad so ne Idee. Weiss net obs funktioniert, aber ich
schreibs einfach mal:

b2b kostet doch nichts, oder weniger oder so, nicht?

Es wurde (viel) weiter oben ja schon angeregt sich als Firmen
zusammenzuschließen und gemansam einmal EAR zu zahlen, was ja nicht
geht.

Könnte man nicht gemeinsam ein Unternehmen Gründen. Alle beteiligten
verkaufen ihre Produkte an diese Unternehmen b2b. Vermarktet wird dann
alles über dieses eine Unternehmen. Die EAR Kosten würden sich
verteilen und wären für den einzelnen ehr tragbar.

Sebastian

Autor: Gerd (Gast)
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@wayne, wenn auch keinen nützt... aber schön formuliert! ;-)

106 cm Plasma klingt verlockend! Galgenhumor

"Mein beschissener Stolz macht mir das Leben echt schwer, aber ich
gehe
lieber mit Würde unter, als anderen auf der Tasche zu liegen."

Genau so ist es!

Aber was hat es (mir) bisher gebracht?
- viel verlorene Zeit (die Erfahrung hat mich nicht wirklich
bereichter)
- schlechtere Nerven
- Verbindlichkeiten
- Falten
- Imageverlust (wer in Deutschland „scheitert“ gilt als Versager)
- und vieles mehr…

EAR ist für viele von uns eine Hürde die wir allein durch unsere
Leistung und durch unser Engagement nicht mehr überwinden können.
Persönlich bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich einfach nicht
mehr weiter weiß.

Die Konsequenz ist aufhören zu existieren!?

Langsames abgleiten in die Illegalität?
(was tut man nicht alles wenn Heim und Familie bedroht sind)

Deutschland den rücken kehren?
(hilft im falle EAR nur auch nicht wirklich weiter)

@Sebastian: Wie willst Du so etwas realisieren?
Versuch mal nur 2 Deutsche unter einen Hut zu bekommen…

Autor: Buddy (Gast)
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Das mit den "mobilen Geräten" ist ja interessant. Wenn ich nun Geräte
mit einem zusätzlichen 12V Anschluss für den Zigarettenanzünder
versehe, fällt dieses Gerät dann auch in diese Kategorie?

Autor: Beobachter (Gast)
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@Mike
Beleidigungen, Unterstellungen,  Verleumdungen (kaum zu glauben!)

@wayne
Für das Nachkriegsdeutschland stimmt das. Trotzdem waren die
Belastungen damals ungleich größer wie heute. Junge Leute von heute
können sich das überhaupt nicht vorstellen, unter welchen existentiell
bedrohlichen Zuständen die meisten gelebt, gewirtschaftet und
wiederaufgebaut haben. Für die DDR hat das schon anders ausgesehen.
Nach Ullbricht gings den Leuten erstmal besser. Später dann unter
Honecker wiederum wurde es zusehens schlechter und wenn Strauss damals
nicht den Milliardenkredit lockergemacht hätte, wäre der Laden noch
früher Bankrott gegangen. Wirkliche Existenzangst braucht heute keiner
zu haben. Damals (Nachriegszeit) konnte man locker verhungern. Heute
haben die Leute Angst um ihren erwirtschafteten Wohlstand. Sie haben
Angst nach unten durchgereicht zu werden und die Politik hat mit den
Hartz-Gesetzen und der Anrechnung des Eigentums den freien Fall
ermöglicht. Lebensleistung gilt nichts mehr und das ist eine Schande
für unser Land. Ich sehe an deinen Texten dass du immer die Politiker
für alles verantwortlich machst (ich vermute, du meinst da
hauptsächlich unsere bekannten Spitzenpolitiker) und ihnen immer gerne
Käuflichkeit vorwirfst. Ich glaube wayne, dass du da nicht ins Schwarze
triffst. Dann müßten ja deutsche Politiker in Ruhestand in Saus und
braus leben, quasi Millarden besitzen. Kennst du welche, auf die das
zutrifft? Etwa Norbert Blüm oder Theo Waigel oder Ingrid Matthäus Meier
oder sogar Joschka? Sind das jetzt alles Multimillionäre, die ihre Kohle
bis zum Lebensende auf den Bahamas verprassen, so geheim, dass es
niemand merkt? Sind alle Zeitungen gekauft, weil niemand darüber
berichtet? Wohl kaum! Die wahren Mächtigen sind schon lange nicht mehr
unsere Volksvertreter. Internationale Großkonzerne und
Kapitelvereinigungen beherrschen uns und unsere Volksvertreter und die
sind so mächtig, dass sie nicht einmal jemanden schmieren müssen, um
ihre Interessen durchzusetzen. Sie müssen höchstens ab und zu mal mit
ein paar tausend Arbeitsplätzen drohen und schon wird alles getan was
verlangt wird. Aber das weicht zu sehr vom Thema ab, wie du ja selbst
festgestellt hast.


@G. Schlomka
Es bleibt ja jedem unbenommen sich über einen bestimmten Teil der
Betroffenen etwas mehr Gedanken zu machen, nicht wahr? Wenn Sie eher
den Mittelstand bedroht sehen und sich dafür einsetzen, dann ist
überhaupt nichts dagegen zu sagen. Ich finde es sogar gut und wichtig
dass es Fürsprecher wie Sie gibt, bitte glauben Sie mir das. Ich
persönlich glaube aber nicht, dass ein Ein-Mann-Unternehmen im gleichen
Boot wie eine Unternehmung mit 100 Mitarbeitern sitzt. Selbst wenn deren
Produktpalette viele unterschiedliche Produkte aufwiesen, die EAR würde
ihnen schnell vorrechnen, dass die darauf anfallenden Gebühren für
solch ein Unternehmen keine größere Belastung darstellt (wohlgemerkt,
die EAR und NICHT ich). Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass mit dem
Argument "weitere Belastung für den Mittelstand" dieses Gesetz zu
Fall gebracht oder eine Neufassung veranlasst werden könnte. Die für
dieses Gesetz Verantwortlichen werden auf Zeit spielen und damit
argumentieren "man müsse erst mal abwarten und Erfahrungen mit der
neuen Verordnung sammeln". Argumentativ könnte man da vielleicht eher
die  "Verhinderung neuer Existenzen" ins Feld führen. Gerade auch im
Hinblick auf die als recht erfolgreich anerkannte Ich-AG Förderung (so
jedenfalls nach eigenem Wortlaut der BA), ließe sich nach meiner
Einschätzung vielleicht eine großzügigere Auslegung der
Härtefallregelung einfordern. Aber mit dem Argument der weiteren
Belastung kleiner und mittlerer Unternehmen werden Sie (leider) bei den
Verantwortlichen abprallen wie ein Gummiball an der Wand. Schon in 12
Monaten kommt die nächste weitere Belastung in Form einer 3 prozentigen
Mehrwertsteuererhöhung. Und dann? Erneut über noch weitere Belastungen
klagen füllt die Podien zahlreicher Hörsäle. Da sitzen dann im
Halbkreis Vertreter der Wirtschaft, unsere bekannten Politiker und der
professurale Sachverstand. Irgendwie immer die gleichen Leute und
gleichzeitig immer die Verkehrten (schonmal aufgefallen?). Anstatt der
wirklich Betroffenen spricht mal wieder ein hochdotierter
landesbekannter Unternehmensberater über das deutsche Untugenden. Ich
könnte wetten Sie werden kein einziges gescheites Hearing über die
Folgen des ElektroG im gesamten deutschen Fernsehen bis zum 24 März
sehen und nur dort erreicht man wirklich die Massen. Ein paar Tage
vorher wird es die ein oder andere Meldung in den Nachrichten geben und
man wird ähnlich wie es bei dem W2K-Problem wahr von vereinzelten Firmen
berichten die sich auf das neue Gesetz noch nicht eingestellt hätten (20
Sekunden Meldung, danach Wettervorhersage und dann der
Musikantenstadel). Vielleicht nimmt sich auch die Blödzeitung der Sache
an, aber ob das hilfreich ist?
 Ich jedenfalls glaube, beim Thema Unternehmensgründungen bekommt man
vielleicht noch ein wenig Aufmerksamkeit. Beim Thema Lasten und
Belastungen stöhnen eher alle auf und bei Pleiten und Schliessungen
schauen die Leute weg, weil sie es nicht mehr ertragen können.

@Gerd
Die "illegalen" Verkäufe die du beim Auktionshaus festgestellt hast
sind wohl noch nicht illegal. Die Kennzeichnungspflicht nach §7
ElektroG aus dem Bundesgesetzblatt ist nach §24 Übergangsvorschriften
anscheinend noch bis zum 23. März 2006 ausgesetzt, es gibt also noch
etwas Schonfrist. Anscheinend spielen alle auf Zeit und warten erst
einmal ab. Vielleicht nicht die schlechteste Idee. Vielleicht gibt es
bis dahin mehr Klarheit darüber, wie mit Kleinstmengen-Inverkehrbringer
umgegangen wird. Man kann nur hoffen, dass sich Leute melden
(codemercs-Forum), die die Härtefallregelung bekommen haben. Diese
könnten vielleicht als Vorbild dienen. Bei der eigentlichen
Containerzuweisung sollte man Hartmut Theusner (Vorstand Stiftung EAR
für die Mitleser) beim Wort nehmen, der ja im c't-Interview sagte, es
dauere Äonen bis jemand einen Container entsorgen muss, falls er
jährlich 10 kG in den Markt einbringt. Das große Ärgernis mit den
Registrierungsgebühren, der insolvenzfreien Versicherung usw. bleibt
natürlich, es sei denn, man wird befreit oder findet einen akzeptable
Dienstleister der das für einen abwickelt.

Ein Beobachter

Autor: Sebastian (Gast)
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Wieso sollte es unmöglich sein 2 deutsche unter einen Hut zu bekommen?
Schwer, das schon, aber wenn man sonst seine Existenz bedroht sieht
sollte man doch zu etwas kooperation bereit sein.
Ich weiss natürlich nicht ob soetwas in der Praxis tatsächlich machbar
ist. Hab weder mit BWL noch mit Juristik irgendetwas am Hut. Nen
eigenes Unternehmen hab ich auch nicht. Aber ich wollte einfach mal
meine Idee kundtun, weil sie im Zweifelsfall doch einige Existenzen
retten kann.

Hab eben mal etwas auf der EAR setie gesöbert, und festgestellt dass es
leider nicht ganz so einfach ist wie ich dachte:

Zur Begründung [dass ein gerät nur als b2b verwendet werden kann]können
u. a. dienen:

    * Art und Beschaffenheit des Geräts
    * Nutzungsart und -zweck
    * besondere Voraussetzungen für die Nutzung (z. B.
Betriebsgenehmigung, Qualifikation des Bedienungspersonals)
    * Preis

Die Geräte also einfach an die gemeinsame Firma zu verkaufen und dann
zu vermarkten geht also nicht.

"Art und Beschaffenheit des Geräts", "Nutzungsart und -zweck" und
"besondere Voraussetzungen für die Nutzung (z. B. Betriebsgenehmigung,
Qualifikation des Bedienungspersonals)" fallen auch weg, da man das
Produkt dann ja schlecht einfach an einen Endverbraucher
weiterverkaufen könnte, wenn der laut begründung das gerät garnicht
bedienen kann.
Bleibt noch der Preis. Auch schwer, da das gemeinsame Unternehmen ewig
miese machen würde. Man will dem Endkunden ja nicht mehr abverlangen.

Was vielleicht machbar wäre ist, dass die Produkte offiziell erst beim
gemeinsamen Unternehmen zusammengebaut werden. Dadurch wären sie ja für
den Endverbraucher erstmal nicht zugebrauchen.

Vielleicht kann ja mal jemand mit mehr ahnung von der sache drüber
nachdenken ob das funktionieren würde.

MfG Sebastian

Autor: Gast (Gast)
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Der Verkauf von dem gemeinsamen Unternehmen an den Endverbraucher hat
den Nachteil, dass das gemeinsame Unternehmen dann Gewährleistung geben
müsste (auch wenn das entsprechende Kleinunternehmen insolvent ist). Das
würde den Service möglicherweise deutlich verteuern. Vielleicht wäre es
aber möglich, dass die Geräte von dem gemeinsamen Unternehmen nach der
Registrierung wieder zurück an den Hersteller verkauft werden.

Autor: Thomas Pototschnig (Gast)
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>Das mit den "mobilen Geräten" ist ja interessant. Wenn ich nun
Geräte
>mit einem zusätzlichen 12V Anschluss für den Zigarettenanzünder
>versehe, fällt dieses Gerät dann auch in diese Kategorie?

Man kann ja irgendwelche Sachen als Autozubehör anbieten - und ein
zusätzlichen Anschluss für ein Steckernetzteil vorsehen.

Ich meine, wenn es wie ein Autoradio aussieht und als Autozubehör
angeboten wird, dann glaub ich nicht, dass man dann Jemanden
unterstellen kann, dass er nur das ElektroG umgehen wollte. Und selbst
wenn das Ding dann eine Funktion hat, die für ein Auto sehr untypisch
ist - es gibt halt verrückte Leute, die sich sowas ins Auto einbauen
:-)

Autor: Gerd (Gast)
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"Die "illegalen" Verkäufe die du beim Auktionshaus festgestellt hast
sind wohl noch nicht illegal."

@Beobachter, damit wir uns nicht falsch verstehen:
Ich habe das nicht festgestellt sondern mich (und Euch) gefragt, ob das
nun "illegal" ist.

Danke an dieser Stelle für den Hinweis auf die Schonfrist!
Das konnte mir bisher noch niemand so konkret sagen und heißt in meinem
Fall, dass ich jetzt mit Hochdruck versuchen werde meine Bestände noch
an den Mann zu bringen.

Bin nur ziemlich erschrocken, als mir beim blättern in eBay der Gedanke
gekommen ist, dass ja vermutlich keins der Geräte über eine WEEE
Registrierung verfügt.

Da wurde mir so richtig bewusst, welche Auswirkungen das ElektroG noch
haben wird...
Und das ist Erschreckend!

Man kann fast den Eindruck gewinnen das mit ElektroG auch ein versucht
unternommen wird genau diesen Handel im Internet (eBay, tausende von
Webshops usw.) einzudämmen,
schließlich stehlen sie in der Masse den „Großen“ die Show (und die
Kunden).

Wenn vielleicht auch nicht beabsichtigt, wird es aber darauf
hinauslaufen dass sich hunderte oder gar tausende von der Handelsbühne
mit Importwaren verabschieden werden.

Es ist einfach traurig anzusehen, dass eine gewissen „Handelskultur“
dich sich durch das Internet und des EU freien Binnenhandels gebildet
hat wieder platt gemacht wird.

Sicherlich ist es manchmal ärgerlich wenn man mit Waren aus China und
Korea konfrontiert wird und selbst (Standort Germany) nicht in der Lage
ist dagegen zu halten.

Aber davon abgesehen hat gerade dieser freie Handel und das Zeitalter
des Internets hunderdtausenden die Möglichkeit gegeben sich eine eigene
Existenz aufzubauen.

Wenn man sich das Trauerspiel (EAR) nun in seiner ganzen Tragweite
bewusst macht dann ist das ziemlich niederschmetternd!

Autor: G. Schlomka (Gast)
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@Gerd, Sebastian, aber auch andere Betroffene :

Wir prüfen derzeit, ob es nicht doch möglich ist, ein eigenständige
Kapitalgesellschaft, möglicherweise im EU-Ausland, zu errichten, die
für andere Unternehmen in die Herstellerrolle schlüpfen kann. Das Ganze
ist aber sehr trickreich; die angedachten Lösungen wie erst b2b, dann
b2c greifen nicht. Ich kann noch nichts versprechen, aber wir sind
dran. Das Gute an einer solchen Konstruktion ist, daß sie der Intention
des ElektroG völlig entspricht; nur die EAR wäre 'geschädigt' indem
ihr die Gebühren-Abzocke vermasselt würde. Aber es wird sich ein paar
Wochen dauern, bis ich mich traue, hierzu etwas halbwegs rechtsfestes
zu verkünden.


Georg Schlomka
www.vereinigung-mb.de

Autor: G. Schlomka (Gast)
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@ Beobachter, Gerd: KEINE SCHONFRIST!

>Die "illegalen" Verkäufe die du beim Auktionshaus festgestellt hast
sind wohl noch nicht illegal. Die Kennzeichnungspflicht nach §7
ElektroG aus dem Bundesgesetzblatt ist nach §24 Übergangsvorschriften
anscheinend noch bis zum 23. März 2006 ausgesetzt, es gibt also noch
etwas Schonfrist.<


Nein!!!! Es gibt keine Schonfrist.

Es ist zwar richtig, daß die Kennzeichnungspflicht bis März ausgesetzt
ist, aber die Verpflichtung der sog. Hersteller, sich bei der EAR zu
registrieren und die in Verkehr gebrachten Mengen zu melden, besteht
seit November.

Durch die Aussetzung der Kennzeichnungspflicht ergibt sich lediglich
die Situation, daß die illegale Ware nicht leicht zu erkennen ist, und
daher die illegal Handelnden nicht auffallen oder verfolgt werden
können.

Lieber Beobachter, ich bitte Sie inständig, sehr vorsichtig mit
Äußerungen dieser Art zu sein. Betroffene könnten sich nach
gutgemeinten Ratschlägen und Interpretationen richten und dadurch
schwere Fehler begehen. Auch für unsere eigenen Äußerungen gilt das:
Wir können unsere Sichtweisen darstellen, aber, und das haben wir immer
wieder gesagt, jeder ist selbst dafür verantwortlich, sich
gesetzeskonform zu verhalten. Rechtlich bindend ist z.Zt.
ausschließlich der Wortlaut des ElektroG. Alles, was sich nicht aus
dem ElektroG ergibt, kann rechtssicher nur durch den Instanzenzug der
Gerichte, oder durch Erlasse und Verordnungen des BMU bestimmt werden -
nicht durch uns, aber auch nicht durch die EAR, denn die ist nur einen
Quasi-Behörde, deren Beleihung mit hoheitlichen Aufgaben sehr
beschränkt ist und insbesondere die Rechtsetzungsbefugnis nicht
beinhaltet. (Also das Recht, z.B. bindende Durchführungserlasse zu
begeben.)

Siehe auch diesen Artikel:

http://www.blog.de/index.php/elektrog/2005/12/12/k...

Diskussion gerne, aber Obacht mit Interpretationen und Meinungen zu
rechtlichen Fragen. Die Abmahner warten nur auf die
Kennzeichnungspflicht....

Euer Georg Schlomka
www.vereinigung-mb.de

Autor: G. Schlomka (Gast)
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@Gerd, Alle

Um Gottes willen, man kann abstrakt über alles reden, aber ihr dürft
niemals öffentlich schreiben, was ihr konkret z.B. mit Lagerware tun
wollt, denn das könnte ja illegal sein. Bei der herrschenden
Rechtunsicherheit ist das immer möglich. Sollte dann ein Bußgeld-
oder Abmahnverfahren in die Gänge kommen, könntet ihr sogar des
Vorsatzes bezichtigt werden.

Gerade zum Thema Lagerware ist dieser Artikel interessant:

http://www.blog.de/index.php/elektrog/2006/01/05/a...

Euer Georg Schlomka

www.vereinigung-mb.de

Autor: Gerd (Gast)
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@Georg,

Keine Schonfirst?

-> Ich habe meinen Verkauf ohnehin eingestellt und werde es bis auf
weiteres dann auch so belassen.

Frage:
Sollte ich auf unserer Homepage einen Vermerk anbringen dass der
Verkauf innerhalb Deutschland und der EU bis auf weiteres eingestellt
wurde?
(ich denke da an die Problematik der Abmahn-Anwälte usw.)

Keine Ahnung wie das alles weiter gehen soll...

Werde mich in der kommenden Woche beim VMB einschreiben.

Grüße
Gerd

Autor: Beobachter (Gast)
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@G. Schlomka und Gerd
Die Schonfrist bezog sich nur auf die Pflicht zur Kennzeichnung und
nicht auf die eigentliche Registrierung, die seit dem November
gesetzlich vorgeschrieben ist. Einen Paragrafen sollte man schon noch
mal öffentlich nennen dürfen, ohne Angst zu haben, dass die Meute von
Rechtsbewahrern über einen herfällt. Ich achte da schon auf meine Texte
(Danke für den Hinweis). Ich bezweifel aber sehr stark dass die im
Auktionshaus angebotene Ware sich schon auf die neue Situation
eingestellt hat. Ich bin mir sogar sicher dass die meisten bisher rein
gar nichts dergleichen gemacht haben. Warum sollten uns ansonsten die
schon (mal unterstellten) vorhandenen Registrierungen nicht gezeigt
werden. Könnte doch jeder für sich auch als einen gewissen momentanen
Wettbewerbsvorteil werten. Mein Eindruck ist eher ale ducken sich weg
und warten ab.

Ein Beobachter

Autor: Teilchenbeschleuniger (Gast)
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hab diesen langen Thread komplett durchgearckert und bin genauso schlau
wie vorher.

Heisst das also: das alle Hersteller diverser Geräte , von Stückzahl 1
angefangen, diese Registrierung durchziehen müssen??
Gibt es Ausnahmen ,in bestimmten Arten der Gerätegruppen? bei Rohs ist
zb Steuerungstechnik bislang vom PB-Verbot ausgenommen, genauso
Medizintechnik.

Was ist mit 1 oder 2 privat hergestellten und evt auf einer
Inetplattform vetrickten Gerätte???
Beispiel: ein Bastler schraubt meinetwegen irgendwas ausgefallenes
zusammen und vertickt das privat zb e..ay ?? Was ist das Resultat.
Diese Frage wurde w.o. mehrmals angesprochen aber nicht richtig
beaantwortet.

Werden hier private Bastler und kommerzielle Gewerbe über einen Kamm
gezogen?

Autor: Gerd (Gast)
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"Diese Frage wurde w.o. mehrmals angesprochen aber nicht richtig
beaantwortet."

@Teilchenbeschleuniger (netter Name ;-)), das hat auch seinen Grund.

Es gibt keine "privaten Bastler" die mal so ein "bisschen" was über
das Internet verkaufen.
Diese Argumentation zieht nicht!

Ergo: Es kann auch keine (EAR) Ausnahmen dafür geben.

Wenn Du aber als Privatmann Deinen alten Kram verkaufst, dann hast Du
mit EAR nichts zu tun. Lese noch mal nach, hier heißt es „Hersteller“…
;-)

Überlege doch mal, wo würde da die Abgrenzung zwischen "privaten
Bastler" und Gewerbebetreibenden anzusetzen sein?

An der Menge?
Am Preis?
An der ehrbaren Absicht jemand etwas Gutes zu tun?

Ich hatte einen bekannte der wurde angezeigt weil er innerhalb von 6
Monaten 3 Autos über ein lokales Wochenblatt angeboten hat.
Man hat ihm den gewerbsmäßigen Handel mit Fahrzeugen unterstellt und er
konnte es auch (trotz nachweislicher Eigennutzung) nicht revidieren.

Autor: Mike (Gast)
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@Manuel B. (Xitara)
nun ja, also ich weiß nicht so genau, was du mit deinem HarzIV meinst,
aber das was ich kenne und wohl auch bald nutzen werde sieht so aus:
(natürlich immer auf den jungdynamischen single-haushalt bezogen *g)
Miete:   350
Bargeld: 345
GEZ:      15
Kranke´: 150
Rente:    40

Macht zusammen ca 900 Nettomonatseinkommen vom Staat, pünktlichst jeden
ersten. incl irgendwelcher nebenleistungen.

Und nun ziehst du diese 900€ vom nettolohn vom wayne ab, dazu noch die
kosten für kleidung, fahrten zur arbeit und dann bist du leicht bei 100
oder 200 euro "preisvorteil" bei einem arbeitnehmer.
das ist auch der 1-€-Job.

Kurzfassung: es gibt viele leute, die für 1100 netto jeden morgen um 6
aufstehen, und es gibt viele leute, die für 900€ 10 bewerbungen im
monat schreiben und dafür die kosten wiederbekommen.....

ps: ich werde recht oft von bekannten belächelt warum ich eigentlich
versuche etwas aufzubauen, wenn ich es auch so bekommen könnte.
gut, dank EAR habe ich bald auch gesicherte 900€ einkommen. und nicht
einmal ein schlechtes gewissen dabei



steuerungssysteme sind von ROHS befreit? stimmt das?

Autor: G. Schlomka (Gast)
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@Beobachter:

Es geht einfach um folgendes: Es herrscht bei den Betroffenen eine
große Verunsicherung hinsichtlich der Pflichten aus dem ElektroG. Die
kommen zum Teil aus Unkenntnis der Betroffenen, zum Teil aber auch aus
der Lückenhaftigkeit des ElektroG selbst. Daher sind zwangsläufig
Interpretationen der Sachlage erforderlich. Rechtsverbindlich sind
diese Interpretation aber nie, egal von wem sie kommen.

Deswegen sollte jeder, der eine Interpretation abgibt, ganz klar
machen, daß es -im weitesten Sinne- eine Meinung ist. Man tut, alle
Hilfsbereitschaft in Ehren, niemandem einen Gefallen, wenn man durch
seine Äußerungen Dritte dazu verleiten könnte, sich in einer Art und
Weise zu verhalten, die für diesen Dritten negative Konsequenzen
hätte.


Einzige Ausnahme: Wenn der Betroffene eine entsprechende Interpretation
/ Handlungsanweisung seines eigenen Rechtsanwaltes erhält. Die kann
zwar auch falsch sein, aber dann kann man in vielen Fällen den RA in
Regress nehmen, und ausserdem wird einem vor Gericht sicher keine
Fahrlässigkeit o.ä. vorgeworfen, wenn man sich anwaltlich hat beraten
lassen. Der Verweis auf Äußerungen irgendwelcher, unter Pseudonym
schreibenden Menschen in einem Forum wird dem Richter nur ein müdes
Lächeln abringen.

@Teilchenbeschleuniger

Die Menge und die Art, wie in eine Ware in Verkehr gebracht wird,
spielt keine Rolle. Auch wenn Sie Ihre Bastel-Einzelstücke verschenken,
können Sie unter die Registrierungs / Meldepflichten fallen. Wichtig ist
die Frage der Gewerbsmäßigkeit. Bei echten Einzelstücken, und ohne
klare, nachhaltige Gewinnerzielungsabsicht, kann ich mir eigentlich
eine Unterstellung der Gewerbsmäßigkeit nicht vorstellen, aber in
Deutschland ist oft mehr möglich, als ich mir vorstellen kann. Also
ohne Gewähr!

Diese Frage ist zumindest aus steuerrechtlicher Sicht sehr oft und wohl
auch höchstinstanzlich betrachtet und beurteilt worden. Die genauen
Abgrenzungskriterien sind mir im Moment nicht parat, werde das aber
auch nachforschen. Wobei dann immer noch die Frage bleibt, ob ein
Gericht (die EAR hat das nicht zu entscheiden) sich an die
steuerrechtlichen Definitionen anlehnen wird. Ich kann mir aktuell aber
keinen Grund vorstellen, der dagegen spräche.

@Wayne, Manuel B.

Bitte lasst das doch. Was hat Hartz IV mit dem ElektroG oder anderen
Mittelstandsschikanen zu tun? Lasst uns doch einfach darauf einigen,
daß jede Behinderung gerade der KMU die Anzahl der Menschen, die Hartz
IV in Anspruch nehmen müssen, vergrößert. Sei es, weil Arbeitsplätze
abgebaut oder nicht geschaffen werden, sei es weil Existenzgründer den
Sprung in die Selbstständigkeit nicht mehr schaffen.

Für diejenigen Hartz IV Empfänger, die gar nichts anderes wollen, ist
das Thema sowieso uninteressant (und die für uns), und ich bezweifle,
das solche sich hier im Forum amüsieren.

Euer Georg Schlomka
www.vereinigung-mb.de

Autor: NorbertLieven (Gast)
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Hallo Herr Schlomka,

Ihre Überlegung mit der ausländischen Kapitalgesellschaft ist
lobenswert, aber ich fürchte, sie führt nicht weiter.

Diese Gesellschaft käme als Importeur in Deutschland, bei, z.B. 1000
Mitgliedern, wesentlich öfter in den "Genuss" Schrott zuverwerten,
als eine einzelne Firma. Die Mitgliedsfirmen müssten dann ihre
Gebühren, statt an ear, an diese Kapitalgesellschaft zahlen.

Ich glaube es ist der falsche Weg, die ear-Stiftung auf diesem Weg
schädigen zu wollen.

Diese Stiftung ist nur Handlanger und Parasit der Politiker, ohne
eigene Innovation.

Wenn man ear schädigen will, dann mit Argumenten, die die
Stiftungsmitglieder verstehen.

Was spricht gegen offene Briefe an alle Stiftungsfirmen, die Stiftung
zu verlassen, da sonst die Gefahr besteht, daß wesentliche Teile der
Kleinst-, Klein- und Mittelbetriebe die Produkte der Mitgliedsfirmen
bykottieren werden.


Zu Ihrer Öffentlichkeitsarbeit:

In den kommenden Monaten finden einige bedeutende Messen statt(cbit,
Hannover Messse, embeddedWorld in Nürnberg).

Es müsste eine Möglichkeit gefunden werden, die ausstellenden Firmen
und die Messebesucher am Protest gegen das ElektroG mit zubeteiligen.
Das kann auf dem Messegelände nur dezent geschehen, da die
Messegesellschaft politische Demonstrationen auf deren Gelände nicht
dulden wird. Ich denke z.B. an Flyer oder Anstecknadel die zwar
auffallen sollen, aber nicht aufdringlich das Messegeschehen
beherrschen.

Texte für Flyer und Anstecknadeln könnten z.B. so aussehen:

- ElektroG, so nicht!

- ElektroG = kein innovatives Wachstum!

- ZVEI und Bitkom, schämt euch!

- Trittin, Clement, Gabriel und Glos, die Totengräber der Innovation!


Es gibt sicherlich viele Möglichkeiten.



So, Herr Schlomka, jetzt werde ich erstmal Ihrer Vereinigung
beitreten.


Schönen Gruß   NorbertLieven

Autor: Sebastian (Gast)
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"Diese Gesellschaft käme als Importeur in Deutschland, bei, z.B. 1000
Mitgliedern, wesentlich öfter in den "Genuss" Schrott zuverwerten,
als eine einzelne Firma."

Ich meine mich erinnern zu können dass das nach Lotterie zugewiesen
wird. Ausserdem, hieß es hier nicht irgendwo dass man sich gegen so
eine Zuweisung versichern kann? Auf einige Mitglieder aufgeteilt sollte
das doch finanzierbar sein.

Sebastian

Autor: Juergensa (Gast)
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Hallo,

auch ich bin vom ElektroG betroffen (25kg/Jahr). Werde Wohl oder Uebel
zahlen muessen. Mach ich ja auch der Umwelt zu liebe recht gerne, aber
nicht nach der hiesigen Methode.


Nur mal so:
Schoen waere es, wenn ich nicht nur per Lotterie auf eine
Containerzuweisung warten muss, sondern diese auch dierekt für sofort
beantragen koennte.

In diesem Falle koennte ich fuer die naechsten Äonen sehr gut
Wirtschaften. Rechnen muss ich dann nur mit den einmaligen
Anmeldeskosten und die fuer mich einmalig anfallenden Entsorgungskosten
eines Containers. Die Kosten fuer Garantie- und Treuhand, monatlichen
Mengenmeldung, jährliche Aktualisierung der Garantie etc. wuerden fuer
Äonen entfallen.

Da es dem Hersteller ja unterliegt zu entscheiden, ob es sich um ein
Geraet handelt oder nicht, kann ihm auch zugesprochen werden, dass
seine kalkulierten Monats-Kleinstmenge korrekt berechnet wurden.
Ansonsten muss er eben nicht nach Äonen, sondern schon nach (Äonen - 1)
einen neune Container beantragen.



JuergenS

Autor: Nope (Gast)
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Ich habe den Thread hier mal durchgelesen und bin mir immer noch nicht
sicher - bzw. kann es nicht glauben.

Ich hatte vor, für eine bestimmte Software ein Elektronik-Modul
(Adapter-Platine) zu entwickeln und diese zu verkaufen. Wenn ich Pech
habe, verkaufe ich keine einzige, wenn ich glück habe, 1000 Stück.

Aber solche "Unternehmensgründungen" sind ab jetzt nicht mehr
möglich, weil allein die Kosten für EAR den zu erwartenden Gewinn
auslöschen können ?

Autor: Unbekannter (Gast)
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@Nope:

Genau das ist der springende Punkt an ElektroG mit EAR. So etwas kannst
Du nun total vergessen.

Autor: Stephan (Gast)
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Ich für meinen Teil habe dem Herrn Trittin eine eMail geschrieben; mal
sehen, wie die Antwort aussieht.

Stephan.

Autor: Thomas Pototschnig (Gast)
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Stellt euch vor, das hättes damals zu Bill Gate's Zeiten schon gegeben
... die wären wohl auch nie zu Microsoft geworden ...

Autor: Gerd (Gast)
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@Stephan, den Pflastersteinschmeisser Trittin geht das am Arsch (sorry)
vorbei, der Mann ist politische Geschichte!

Im Übrigen dürfte das "...am Arsch (sorry) vorbei..." auf wohl alle
unsere Politiker zutreffen.

Ich habe bezüglich meiner bedenken zum Datenschutz (die Stifter =
private Wirtschaft) an den Bundesdatenschutzbeauftragten Herrn Scharr
geschrieben. Antwort bis heute: NULL!

Autor: Teilchenbeschleuniger (Gast)
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@ Herr Schlomka
danke für die Antwort.
Mir ging es darum, ob ich ältere Einzelstücke (Computersteuerungen,
selbst gefertigt) bei Nichtbedarf später gefahrlos verticken kann,
sofern ich diese nicht mehr will oder mir was neues baue. Quasi als
Gegenfinanzierung für neue selbstbenötigte Produkte.

@ Mike
Das industrielle Steuerungstechnik und Medizintechnik Vom RohS
ausgenommen ist, kannst du bei Google/Rohs nachlesen.
das liegt daran, das noch keine Langzeiterfahrungen mit diesen
zwangsverodneten bleifreilötzinn vorliegen.
Wäre doch peinlich, wenn plötzlich wegen kalter Lötstellen die
Herz-Lungen-Maschine ausfällt und der darin befindliche Patient
plötzlich und unerwartet..., oder eine Werkzeugmaschine nur noch
Schrott anstelle Präzisionsteile produziert.
Bei einen Haushaltsgerät ohne "lebenserhaltende" oder
sicherheitsrelevanten Funktion gilt rohs voll.

Autor: G. Schlomka (Gast)
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Hallo Herr Lieven,

wir freuen uns besonders über Beitritte von Menschen, die eigene Ideen
einbringen wollen. Ich kann mir schließlich nicht alles selbst aus den
Fingern saugen :)

Also - herzlich willkommen.

Ich möchte aber eines klarstellen: Es ist überhaupt nicht unsere
Intention, "die EAR zu schädigen". Das wäre fruchtlos und
kontraproduktiv. Der Ansatz mit der Kapitalgesellschaft, die für
Kleinunternehmen den Hersteller spielen soll, hat vor allem den Zweck,
die Kleinunternehmer von den hohen Sockelkosten sowohl bei EAR als auch
den Entsorgungsunternehmen zu befreien, indem man die Sache bündelt. Für
ein Unternehmen, daß wirklich mehr als 1 Tonne Geräte p.a. in Verkehr
bringt, wäre der Vorteil eher gering.

Doch für ein Kleinunternehmen mit ein paar Kilo im Jahr könnte das eine
Kostenreduzierung von ca. 90% bedeuten - damit wäre die Sache wieder
handhabbar. Aber wie gesagt, das ist noch völlig unausgegoren, und ich
kann nichts versprechen. Aber wir versuchen, einen Weg zu finden - es
gibt gute Ansätze.

Die Idee mit Messeauftritten finde ich grundsätzlich gut -
vorrausgesetzt, man bekommt genug Leute zusammen. Meine persönliche
Stärke liegt eher im mehrwinkligen juristischen Denken, und im der
Handhabung der Sprache. Doch vielleicht wollen Sie eine Arbeitsgruppe
'Publikumsaktionen' innerhalb der VMB ins Leben bringen?

Dies auch als Aufruf an alle Betroffenen - macht mit, mit Euren Ideen,
euren Konzepten. Klar müssen wir das alles etwas koordinieren, aber
gerade die Vielfalt der beteiligten Menschen verleiht uns Stärke.

Allerdings bitte nicht im Stil von  'Bin-Laden' oder 'geht am Arsch
vorbei', etc. Jedenfalls nicht öffentlich und im Namen der VMB, ok?

Noch eine Anmerkung zur EAR: Wir sehen nur zwei Möglichkeiten, uns
diesbezüglich zu positionieren:

a) Gesprächssuche (immerhin hatte ich schon persönlich Mail von Herrn
Theusner), Einflussnahme über unsere Mitspracherechte innerhalb der
EAR, im konstruktiven Sinne.

b) formaljuristisches Vorgehen gegen das ElektroG selbst, und in Folge
auch gegen die EAR. Das ist allerdings sehr heikel, und nicht unser
erklärtes Ziel. Gleichwohl sind wir bereits intensiv damit beschäftigt,
zu prüfen, inwieweit und auf welchen Ebenen aussichtsreiche
Klagemöglichkeiten bestehen könnten.

Was wir allerdings keinesfalls gutheißen sind Dinge wie Boykottaufrufe
o.ä. Wir dürfen den Rahmen des Legalen nicht verlassen, keine Sekunde
lang.


In diesem Sinne

Euer Georg Schlomka

www.vereinigung-mb.de

Autor: Teilchenbeschleuniger (Gast)
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hier ist oft die Rede von einer "containerlotterie".
Angenommen, ein Kleinstunternehmer zieht im ersten Jahr gleich das
Glückslos mit 30 cbm Inhalt. Weiter angenommen, die Entsorgungskosten
liegen bei ca 500 Teuro pro Tonne, was dann summarisch für die 30 kubik
edelschrott 15ooo Teuros ausmacht.
Muß der Kleinstunternehmer diese 15tausend zusätzlich zu den ca 2000
laufende Kosten in Jahr berappen?
oder sehe ich was falsch?

Da der EAR-Verein die Grundlagen des Lottospiels nicht offenlegen will,
kann man mit Sicherheit davon ausgehen, daß die Empfänger solcher
beglückenden Sendungen immer die kleinsten Unternehmer sind und
Großkonzerne von solchen hauptgewinnen verschont werden.
So kann man elegant Kosten auf andere abwälzen.
Man sehe sich nur mal die Liste der Gründungsmitglieder an, und
weiterhin die Aussagen zu der Zuteilung solcher Container.das sagt
einiges aus.

Autor: Nope (Gast)
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Ich kann immer noch nicht glauben, dass das wirklich wahr ist. Da muss
sich doch einer irren :)

Wieviele große Unternehmen mal klein angefangen haben - mit geringen
Stückzahlen. Gerade bei ungewissen Vermarktungschancen kann ich doch
keinen großen Kredit für "Müll" aufnehmen.

Langsam wundert mich echt nix mehr.

Wie ist das für (Nicht-EU) ausländische Anbieter, z.B. in den USA ?
Kann ich die Hardware halt nur im Ausland verkaufen/produzieren lassen.
Nur die Frage, wer das bei geringen Stückzahlen macht.

Naja, bin gespannt wie sich das entwickelt. Das kann alles nur ein
Scherz sein.

Autor: Teilchenbeschleuniger (Gast)
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@ Nope

soviel wie ich hier rausgelesen habe, nützt dir ein Produktionsstandort
zb USA oder sonstwo in der Nicht-EU garnichts.
Denn , wenn du in DE verkaufen willst, musst du dich hier registrieren
lassen. Und schon kann das Kostenspielchen mit dir beginnen...

ich bin nur gespannt, wieviel Firmen bis zum 23.3. noch dichtmachen.
Alleine schon durch dieses Rohs haben viele Leiterplattenbestücker
aufgegeben, jetzt kommt der kleine Mann dran.
Das sich die Wirtschaft durch dieses EAR-Gesetz selbst stranguliert,
ist in Berlin noch nicht erkannt worden, oder liegt hier Absicht vor?
Könnte ja auch eine Ausschaltung der Konkurenz und eine neuaufteilung
des Marktes unter den Großen sein.
Nur wer kauft dann noch die Produkte? Die kleinen arbeitslosen
ehemaligen Selbstständigen mit Hartz 4 bestimmt nicht.

Eine gewichtsabhängige Kostenpauschale auf ein Entsorgungskonto
eingezahlt, hätte voll genügt. Und jeder bezahlt damit seinen
tatsächlichen in der Zukunft zu erwartenden Schrottanfall.
Dazu hätten 3 Gestze genügt, ein EAR-Verein, der ca 40 Mille Gebühren
pro Jahr einnimmt, wäre somit völlig überflüssig.

Warum einfach, wenns auch kompliziert geht.

Autor: Ulrich (Gast)
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weil:
"Wir sind Deutschland"

Autor: The Daz (Gast)
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"Eine gewichtsabhängige Kostenpauschale auf ein Entsorgungskonto
eingezahlt, hätte voll genügt."

Und wie will man das kontrollieren ? Jeder Hersteller bringt seinen
Schrott zu ner Abgabestelle, an der dann gewogen wird ? An dieser
Stelle duerfte die Sache dann personalintensiv und damit teuer werden.
Der Vorschlag versucht ja die Durchfuehrung durch eine Pauschale zu
vereinfachen. Leider hat man mal wieder nicht das Gehirn bei der
Berechnung der Pauschale benutzt. Als einzigen Ausweg sehe ich
gestaffelte Pauschalen abhaengig vom Umsatz. Aber Herr Tritt-Ihn hat
sich ja schon in die Rente verabschiedet und unser neuer
Umwelt-Minister schlaegt sich gerade mit der Atompolitik rum. Mir tut
Gerd echt leid - so verarscht zu werden (der Wegfall von
Arbeitsplaetzen in der Elektronikindustrie wird durch neue Stellen in
der Recycling-Industrie kompensiert. Haha, bin Eletroingenieuer und
darf mir jetzt nen Job als Muell-Sortierer suchen, oder wie ?) treibt
Menschen regelmaessig in extreme Lager.

Autor: Gerd (Gast)
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@Teilchenbeschleuniger (gefällt mir immer wieder ;-))
@The Daz

Siehe Lösungsansatz "Schweiz"

Aber wie von Euch schon erwähnt wurde: "Warum einfach, wenns auch
kompliziert geht."

Autor: G. Schlomka (Gast)
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Hallo Leute,

es werden ja immer wieder einige Fragen gestellt, die bisher nicht oder
nicht erschöpfend genug beantwortet sind. Für die nötige Tiefe ist
einiges an Recherche nötig, was Zeit und Aufwand bedeutet. Wir haben
auf unserem Blog http://elektrog.blog.de eine Fragen/Themenliste
zusammengestellt und bitten hiermit alle Interessierten, über die
Kommentarfunktion des Beitrags abzustimmen, welches die 3 nächsten
Themen sind, die wir ausarbeiten sollen.



Wir werden das Endergebnis in einer Woche veröffentlichen und uns an
die 3-Topthemen ranmachen.

Natürlich könnt Ihr auch weitere Themenvorschläge machen!

Euer Georg Schlomka

www.vereinigung-mb.de

Autor: Peter (Gast)
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Noch eine Frage, was passiert wenn eine Firma in Deutschland sich zum
Eigenbedarf ein Elektronik Gerät im Ausland bestellt?
Ist die Firma dann Endkunde oder Importeur?
Meiner Meinung nach Endkunde, ein Importeur will ja wohl die
importierten Waren weiterverkaufen, oder ?

Autor: G. Schlomka (Gast)
Datum:

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@Peter:

Das ist ein Spezialfall unserer Themenliste
(http://elektrog.blog.de/index.php/elektrog/2006/01...)
Eintrag b), der im Übrigen nicht einfach zu  beantworten ist. Ich bitte
um Wiederholung der Frage im Kommentar zu der Themenliste, damit wir
das hinterher gesammelt vorliegen haben und nicht alles
'zusammenklauben' müssen.

Georg Schlomka

www.vereinigung-mb.de

Autor: Teilchenbeschleuniger (Gast)
Datum:

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@ the Daz

Zitat:..Und wie will man das kontrollieren ...

eine ganz einfache Möglichkeit wäre:
Jeder Gewerbetreibende muß ja seine entsprechenden Angaben ans
Finanzamt machen. Dabei kann einfach die abgesetzte Menge erkannt und
daraus die Schrottpauschale gleich vom FA eingezogen und auf ein
Schrottgeldkonto gebunkert werden.
ALternativ ginge es auch über einen gewissen Prozentsatz von den
erzielten Einnahmen, welches ebenso gleich vom FA kassiert werden
könnte.

Autor: Peter (Gast)
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Ich beantworte hier einmal meine Frage selbst:

http://www.stiftung-ear.de/stiftung_ear/fragen_und...
Wer ist entsprechend ElektroG "Hersteller"?

Nach § 3 Abs. 11 ElektroG jeder, der unabhängig von der
Verkaufsmethode, einschließlich der Fernkommunikationsmittel im Sinne
des § 312b Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches gewerbsmäßig, Elektro-
und Elektronikgeräte unter seinem Markennamen herstellt und erstmals in
Deutschland in Verkehr bringt (s. dort), Geräte anderer Anbieter unter
seinem Markennamen in Deutschland weiterverkauft, wobei der
Weiterverkäufer nicht als Hersteller anzusehen ist, sofern der
Markenname des Herstellers gemäß Nummer 1 auf dem Gerät erscheint,
Elektro- und Elektronikgeräte erstmals nach Deutschland einführt und in
Verkehr bringt oder in einen anderen Mitgliedstaat der Europäischen
Union ausführt und dort unmittelbar an einen Nutzer abgibt (sog.
Fernkommunikation - s. dort).
Die unter Nr. 1. bis 4. Genannten werden zusammenfassend als
"Hersteller" bezeichnet.
--<Zitat ende

Mein Kommentar und Meinung:
....,erstmals nach Deutschland einführt und in Verkehr bringt.....
Bedeutet meiner Meinung nach, wenn Eigennutzung, wird es nicht in den
Verkehr gebracht. In den Verkehr bringen bedeutet für mich, in die
Handelkette zum Verkauf einfügen.

Siehe auch:
http://www.stiftung-ear.de/stiftung_ear/fragen_und...

Gelten Geräte, die für den Eigenbedarf hergestellt oder importiert
werden, als in Verkehr gebracht?

Importe für den Eigenbedarf gelten im Allgemeinen nicht als in den
Verkehr gebracht. Voraussetzung ist, dass der Abnehmer die Geräte
selbst nutzen und nicht gewerbsmäßig in Deutschland in Verkehr bringen
will.

Dasselbe gilt für Geräte, die für den Eigenbedarf selbst hergestellt
wurden.

Etwas anderes könnte gelten, wenn jemand z.B. im Zuge von
Projektarbeiten auch einmalig Gerätschaften einführt mit dem Ziel, sie
weiterzuverkaufen. Dann hätte er als Hersteller i.S.d. ElektroG zu
gelten mit den daraus resultierenden Pflichten.
--<Zitat ende

Das bedeutet doch, wenn einer meiner Kunden das Gerät von einer Firma
im nicht-europöischen Ausland zum Eigenbedarf importiert, ist er weder
Hersteller noch Vertreiber im Sinne der EAR.
Das wollte ich doch nur wissen.

Ich habe Kontakte zu einer Firma im Ausland, die meine Geräte auf
direkte Bestellung des Endkunden zum Endkunden verschickt, inklusive
Abwicklung aller Zollformalitäten.
Nachteil hierbei ist, dass:
a. Versand kostet
b. Es werden abhängig vom Gerät eventuell Zölle anfallen.

Wer Interesse hat, soll mich anmailen. Das kann eine Möglichkeit sein
weiterhin seine Produkte zu verkaufen ohne diesem Irrsinn beizutreten.

Autor: dkm (Gast)
Datum:

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Gibt es eigentlich auch in anderen Bereichen so ein aufgeblasenes
Entsorgungsgesetz, welches es den Klein/Mittelunternehmern so schwer
macht ?

Warum sollten nicht Hersteller von Spielzeug, Büchern, Baustoffen,
egalwas, nicht auch für die Entsorgung aufkommen müssen ?
Ich finde regelmässig eimerweise Bauschutt im Wald, weil die Entsorgung
in unserer Gemeinde kostet.
Fernseher hingegen finde ich nie, die kann man kostenlos abgeben.

Autor: G. Schlomka (Gast)
Datum:

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@Peter:

>Mein Kommentar und Meinung:
....,erstmals nach Deutschland einführt und in Verkehr bringt.....
Bedeutet meiner Meinung nach, wenn Eigennutzung, wird es nicht in den
Verkehr gebracht. In den Verkehr bringen bedeutet für mich, in die
Handelkette zum Verkauf einfügen.<

Für das ElektroG aber nicht, das ist (wie sollte es auch anders sein?)
viel, viel komplexer.

Genau das sind ja die Dinge, die der Ausarbeitung bedürfen, weswegen
wir die Abstimmung machen. Wir gehen bei einem solchen Thema sehr in
die Tiefe, zusammen mit unserem Justitiar. Das kann beispielsweise für
nur eine einzige Frage bedeuten:

1) Deutscher Gesetzestext
2) dazu ergangene Erlasse und Verordnungen
3) dazu erfolgte Rechtsprechung
4) Protokolle des Auschussitzungen, in denen das Gesetz erarbeitet
wurde
5) Von zuständigen Behörden gemachte Äußerungen
6) von zuständigen Behörden referenzierte andere Gesetze und
Verordnungen
7) die deutsche Übersetzung der original-EU Richtlinie
8) die Kommentierung der deutschen Übersetzung der original-EU
Richtlinie
9) die EU-Richtlinie im Original

Das ist - bei so schlechten Gesetzen wie dem ElektroG - die einzige
Möglichkeit, zu halbwegs verläßlichen Aussagen zu kommen. Es reicht
niemals, etwas einfach zu vermuten, z.B. die Bedeutung von 'in Verkehr
bringen'.

Teilweise sind die Gesetze so schlecht, daß sogar die Richter z.B. die
Ausschussprotokolle heranziehen müssen, um herauszubekommen, was der
Gesetzgeber von der Wirkung eigentlich gewollt hat.

Gerade die EAR-FAQs sind dabei mit Vorsicht zu genießen, denn die
scheinen oft 'aus dem Ärmel geschüttelt', ohne die nötige Tiefe.
Fallbeispiel:

http://www.blog.de/index.php/elektrog/2005/12/12/k...


Deshalb die Bitte: Verwirrt die Leute nicht mehr, als sie es ohnehin
schon sind.

Euer Georg Schlomka

www.vereinigung-mb.de

Autor: Peter (Gast)
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Ich will keinen verwirren, aber....
die Internetseite der EAR beantwortet Fragen. EAR ist die das Gesetz
durchführende Stelle. Wenn die Antworten da falsch sind, was soll man
tun? Jahrelang warten bis man mal irgendwann eine BGH Entscheidung
hat?
Das gibt doch wieder den gleichen Müll wie die Steuergesetze, 3 Leute,
5 Meinungen.
Ich schliesse mich der hier vorherrschen Meinung an, als Mini
Kleinstunternehmer ist eine Aufrechterhaltung eines Betriebs kaum
möglich, weil:
1. Krankenkasse, als selbstständiger Minimalbeitrag ca. 500 Euro im
Monat
2. IHK
3. Berufsgenossenschaft
4. EAR
5. Papierkrieg mit dem Finanzamt und die Undurchschaubarkeit der
Gesetze und Verordnungen. Alternative Steuerberater, aber der kostet
auch wieder.
6. ROHS
7. CE Verordnung
8. Kampf mit dem Finanzamt wegen Vorauszahlungen, falschen Bescheiden,
Widersprüchen, ........
9. Hab ich was vergessen?

Wenn man sich dann anschaut was im Monat noch überbleibt, dann ist
Hartz IV eine lohnende Alternative und spart Nerven.
Unser Land wird grösstenteils von Leuten regiert die nicht wissen was
es bedeutet auf eigenen Beinen zu stehen, weil sie, egal was für einen
Mist sie verzapfen und wieviel Steuergelder sinnlos herausgehauen
werden, monatlich ihre fürstlichen Diäten inklusive Rentenanspruch
bekommen. Monatelangen Urlaub wollen wir auch mal nicht vergessen.
Wer einmal mit dem Finanzamt zusammengescheppert ist, hat sowieso keine
Lust mehr.

Ich habe in Deutschland aufgegeben und den Betrieb ins Ausland
verlagert. Und wahrlich - ich sage euch - ich habe das Paradies
gesehen.

Ich bin nicht Deutschland, und ich hoffe es knallt bald, damit es hier
wieder vorangehen kann. Aber ernsthaft glaube ich daran nicht, die
Leute die etwas ändern könnten sind alles Weicheier die nur bis zur
nächsten Wahl schauen. Aber auch nach der Wahl gilt, der gleiche Trog
nur andere Schweine.
Deutschland wird kaputt geregelt.

Autor: G. Schlomka (Gast)
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@Peter:

>die Internetseite der EAR beantwortet Fragen. EAR ist die das Gesetz
durchführende Stelle. Wenn die Antworten da falsch sind, was soll man
tun? Jahrelang warten bis man mal irgendwann eine BGH Entscheidung
hat?<

Im Prinzip ja. Leider. Die EAR hat in der Beleihung nicht die sog.
Rechtsetzungsbefugnis erhalten. Die wäre aber nötig, damit die EAR
statt rechtsunverbindlicher FAQs Erlasse oder Verordnungen zum
ElektroG machen könnte. Diese Befugnis (und Aufgabe!) ist beim BMU
verblieben, wo sich eben niemand darum zu kümmern scheint.

Unter Rechtskundlern ist die Auffassung einhellig, daß wenn die
Rechtssicherheit nicht mehr gewährleistet ist, die Rechtsstaatlichkeit
automatisch verloren geht. Daraus folgend muss man konstatieren, daß in
weiten Bereichen Deutschland kein Rechtsstaat mehr ist.

Ich wünschte, ich könnte Ihnen betreffend die Gesamtlage in Deutschland
widersprechen - ich kann es nicht. Aber auch das europäische Ausland ist
nur bedingt und temporär besser, denn der meiste Regelungsschrott, der
über uns ausgegossen wird, hat seinen Ursprung in Brüssel.

Von welchem paradiesischen Land reden Sie?

Ich glaube auch nicht, daß man von Politikern positive Veränderungen
erwarten kann. Gar nicht mal wegen der oft unterstellten
Bestechlichkeit, sondern wegen der furchtbaren Inkompetenz dieser
Menschen. Die haben Ihre ganze Intelligenz und Energie in das Erlernen
von Erfolgsstrategien in Parteiapparaten gesteckt. Das können sie
perfekt. Von den Aufgaben, die sie zu lösen haben, haben sie meist
keinen blassen Schimmer. Wenn sich das noch mit ideologischem
Eiferertum paart.....

Manchmal kann man aber eben von ausserhalb der Politik Dinge verändern.
Das versuchen wir. Manche können oder wollen eben nicht fliehen.

Georg Schlomka

PS: Nachtrag zur den EAR-FAQs: Betreffend Bußgelder bzw
Ordnungswidrigkeitsverfahren darf man sich schon auf alle Äußerungen
der EAR stützen. Für wettbewerbsrechtliche Abmahnungen gilt das aber
nicht, und das ist das Hauptproblem.

Autor: Peter (Gast)
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@Georg
-->Von welchem paradiesischen Land reden Sie?

Irgendwo in Asien....

-->Manchmal kann man aber eben von ausserhalb der Politik Dinge
verändern.
Das versuchen wir. Manche können oder wollen eben nicht fliehen.

Das wollte ich auch nicht, aber hier gibt es geschäftlich kein
Überleben. Ausserdem k....zt es mich immer mehr an, wenn ich sehe wie
hier alles totreguliert wird, und dann sehe wie es anderswo gehen kann.
Jedes bißchen Regulierung kostet wieder weiß Gott wie viele
Arbeitsplätze.

Autor: Iltis (Gast)
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Das mit dem 'in Verkehr bringen' hört sich wirklich interessant an.
Ich kaufe also zukünftig mein Zeugs ganz legal und unregistriert aus
dem nicht-europäischen Ausland ein, dem Internet sei Dank, und schmeiße
es dann, wenn es kaputt ist, in die von Euch bezahlten Container.

Nachdem die kleinen Hersteller die Pforten geschlossen haben, könnte
man dann auch prima die Händler über die Klinge springen lassen. Die
braucht doch kein Mensch mehr, wenn man sowieso direkt einkaufen muß,
um an die Produkte zu gelangen.

Was bin ich froh, daß ich (noch) nicht direkt betroffen bin...

Autor: high_speed (Gast)
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Hallo Iltis

Sind Sie sicher?

Es sollte erstmal geprüft werden, was mit 'in Verkehr bringen' im
Sinne der ElektroG gemeint ist. Spätestens mit der Entsorgung würde
das Gerät 'in Verkehr gebracht'. Des weiterem sollte geklärt werden,

was ein Gerät im Sinne der ElektroG ist.

Fallen EVA-Boards (Evolution) auch darunter?
Was ist mit einer Platine, die alleine kein Gerät sein kann, sondern
von Elektronikbastlern in ihr Projekt integriert wird?
Dürfen Bastler / Funkamateure Eigenbauten untereinander weitergeben?
Was ist, wenn ich mir ein FPGA-Board für die eigene Nutzung aus der
USA bestelle? Ändert sich daran etwas, wenn ich für einen Bekanten
gleich eins mitbestelle?

Vieles kann man nicht kontrollieren, weil es nicht öffentlich ist.
Aber was ist, wenn zum Beispiel beim Zoll ein Arbeitswütiger Beamter
sitzt?

MfG
Holger

Autor: Iltis (Gast)
Datum:

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Hmm, ich konnte mich nicht daran erinnern, das Posting (2 nach oben)
geschrieben zu haben. Kommt vieleicht daher, dass gerade ein neuer
Iltis aufgetaucht ist, der nicht ich bin.

Autor: Mike (Gast)
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@  Manuel B. (Xitara)
zu 1.) jeder normale (im sinne von verdienen) mensch muß GEZ bezahlen,
hat also monatlich ca 15€ weniger in der tasche. außer du bist
harzter,dann zahlt das der staat. ergo hat der normale ein minus von
15€. ist doch ganz logisch.
zu 2.) ein normaler muß von seinem geld die krankenkasse bezahlen. ist
er AN hat er das "glück" dieses geld nie zu sehen (bruttogehalt)
-aber dennoch wird es von seinem gehalt abgezogen. beim unternehmer ist
es sogar noch schlimmer: er hat das geld schon in händen und muß es sich
wieder von der kasse "wegnehmen" lassen. ein hartzer hat damit keine
probleme, da bezahlt der staat es...
zu 3.)eine freundin, um mal einen extremfall zu nehmen, ist alleine mit
2 kindern, weit unter 30 und bekommt locker ihre schöne 4zimmer-wohnung
zu ca 540 monatlich bezahlt. sie kann nie wieder arbeiten gehen, weil
sie nie wieder soviel netto verdienen würde, um sich so eine wohnung
leisten zu können. du bekommst deine nebenkosten nicht bezahlt? dann
nutzt du deine zustehenden rechte nicht richtig aus. einfach mal
beraten lassen. ausser strom übernimmt das amt die kosten, so kenne ich
das zumindest.
zu 4.) es gibt erst-ausstattung und auch umzugskosten-beihilfe. einfach
mal beraten lassen.

du siehst, ich habe da schon ganz recht, was das finanzielle angeht...
und ich kenne leute, die weit weniger verdienen als ein hartzer, dafür
aber jeden tag um 6 aufstehen müssen und über 10h aus dem haus sind...

bäck to topic, obwohl bei einigen (wie bei mir) ein hartz-kurs wohl
unausweilich nötig sein dürfte:

was ist wenn sich einfach ein produkt geteilt wird?
Also Firma A verkauft ein unvollständiges objekt, Firma B genauso.
Erst durch das zusammensetzten (egal in welcher form) wird daraus etwas
nutzbares.
wäre das was?

Autor: Peter (Gast)
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Auch bei euch fängt schon das paranoide Denken an, wie abstruse Gesetze
vom Einzelnen unter welche eventuellen Gegebenheiten zu umgehen sind.
Und wie viele Faktoren (zB übereifriger Zollbeamter) das ganze ad
absurdum in Bezug auf die Rechtssicherheit führen können.
Und das schlimmste, keiner was was genaues nicht.
Armes Deutschland.

Autor: Mike (Gast)
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naja, wir müssen uns halt den tatsachen stellen und anpassen *g
es sei denn du verräts uns dein patentrezept mit firma im sicheren
ausland und kunden, die bei dir trotz ausland geld geben und deine
produkte kaufen....

Autor: Mitleser (Gast)
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Immerhin ist der ElektroBlog auf der ersten Seite bei google gelandet.
Den müßte man jetzt noch an die erste Stelle bekommen ;)

http://www.google.de/search?hl=de&q=ElektroG&meta=

Autor: Mitleser (Gast)
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ebenfalls ganz aufschlussreich, besonders der Teil ".. Abmahnwelle"

http://www.hellmann-shop.de/magazin/magazin.php?me...

Autor: Peter (Gast)
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Ich kann euch nur anbieten, mit mir zusammen zu arbeiten. Es lässt sich
sicherlich ein vernünftiger Weg finden.
Vielleicht gibt es ja wirklich irgendwann eine Ausnahme für Mini
Unternehmen. Bis dahin gilt es, zu überleben. Ich habe einen gangbaren
Weg.

Autor: Peter (Gast)
Datum:

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@Mike
-->naja, wir müssen uns halt den tatsachen stellen und anpassen *g

Sorry, mit dieser Arschkriecherei werden uns die Oberen mehr und mehr,
falls das überhaupt noch zu toppen ist, unterdrücken.
Es muss doch mal irgendwo Widerstand gegen unpraktikable Gesetze
geben.

Hat einer gestern Sabine Christiansen gesehen, Ex-Finanzminister Theo
Waigl hat gesagt es müsse mehr Freiheiten als Unternehmer in
Deutschland geben. Wissen die eigentlich noch was sie reden, und wie
die Wirklichkeit aussieht?

Autor: Mike (Gast)
Datum:

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peter, das hat nichts mit arschkriecherei zu tun, eher mit der
erkenntnis, daß ein auflehnen gegen das system es nicht bringt.
so ist nunmal die realität. ich kann mich chancenlos gegen einen gegner
auflehnen, der mir um unendliche dimensionen überlegen ist oder
versuchen das beste draus zu mache.
bedenke, das mit david gegen goliath war nur ein zufall. wäre der stein
ein paar mm weiter daneben gegangen, wäre es essig gewesen...
das heißt aber noch lange nicht, daß es uns allen gefällt und wir uns
beugen...

Autor: G. Schlomka (Gast)
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@Alle:

Wenn Sie eine Frage zum ElektroG haben....

Uns erreichen viele Emails mit Einzelfallschilderungen und konkreten
Fragen, z.B. ob ein bestimmtes Gerät unter das ElektroG fällt, oder ob
man gegen die EAR klagen kann, und, und, und, und.

In Deutschland darf nach dem RBerG nur ein zugelassener Anwalt eine
(geschäftsmäßige) Rechtsberatung durchführen. Daher dürfen und wollen
wir solche Einzelanfragen nicht beantworten.

Auch unsere Äußerungen in diesem Forum sind lediglich unsere
Auffassungen und Meinungen. Für viele Betroffene sind die Themen ja
wirklich wichtig, z.B. wenn es um Geschäftsaufgabe geht. Es ist sicher
nicht verkehrt, hier Meinungen einzuholen, aber für eine Entscheidung
eures eigenen Verhaltens solltet ihr in eurem Interesse immer einen
Anwalt konsultieren!

Mehr in unserem neuen Blog-Eintrag:
http://www.blog.de/index.php/elektrog/2006/01/09/w...

Euer Georg Schlomka
www.vereinigung-mb.de

Autor: Peter (Gast)
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@Georg

Hallo Georg,
das sind sicher wahre Worte, aber hier wird ein Anwalt nicht
weiterhelfen können.
Das Gesetz ist zu neu, es gibt noch keine Urteile und Anwälte haben von
dieser Materie keine Ahnung. Im schlimmsten Fall bekommt man Rat gegen
viel Geld vom Anwalt und muss im Zweifelsfall, natürlich wieder gegen
viel Geld, sich mit einem Abmahner oder der EAR rumschlagen.
Bevor ich das Geld für einen Anwalt zum Fenster rausschmeissen würde,
würde ich mich lieber registrieren.

Autor: Betroffener (Gast)
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>  Hat einer gestern Sabine Christiansen gesehen, Ex-Finanzminister Theo
Waigl hat gesagt es müsse mehr Freiheiten als Unternehmer in
Deutschland geben. Wissen die eigentlich noch was sie reden, und wie
die Wirklichkeit aussieht?


Dem Waigel glaube ich die Worte noch.

Aber, eine Stunde vorher hat Clement, der dieses Gesetzt mit verbrochen
hat, auf n-tv sinngemäß erklärt: ...die Eindämmung der Gesetztesflut und
der Verordnungen muss oberste Priorität haben..

Ich habe mich geschämt, daß ich von solchen Politikern regiert werde.

Autor: tex (Gast)
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@Mike
<<bedenke, das mit david gegen goliath war nur ein zufall>>
Da irrst Du.
David gegen Goliath ist nur so lange her, dass sich keiner mehr daran
erinnern kann. Es gab immer Menschen, die alleine die Welt bewegt
haben, mal dahingestellt, in welche Richtung und ohne moralische
Wertung ihres Schaffens.

Spartacus
Julius Cäsar
Götz von Berlichingen
Napoleon Bonapart
Alfred Nobel
Adolf
Nelson Mandela
George Adamson
Mohamed Ali
Fidel Castro
Lech Wa&#322;&#281;sa
...
Es kommt darauf an, es zu wollen,
den Konflikt nicht zu scheuen,
und mit allem Einsatz für seine Überzeugung einzutreten.
Dann schaffst Du es vieleicht auch, dass die Duckmäuser und Feiglinge
aus den Löchern gekrochen kommen. Wenn sich die Mitarbeiter aller
gefährdeten Betriebe einig wären, wäre das Gesetz schon lange weg.

Es sind Verräter und Duckmäuser, wie z.B. Frank Hellberg, die statt
sich dem Protest anzuschließen und für ihre Interessen einzutreten, dem
Amtsschimmel in den Allerwertesten kriechen um privat Gewinn aus dem
Unrecht zu schlagen.

Nur, wenn sich die Kleinhersteller organisieren und gemeinsam gegen das
Unrecht vorgehen, ohne sich von den Schergen einschüchtern oder
bestechen zu lassen werden sie gegen das System bestehen.

Autor: Mike (Gast)
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du weißt wie das mit spartacus zu ende ging?
auch wenn ich einige auf deiner listen in keinem zusammenhang zur
thematik sehe, so haben die zur thematik gehörenden eins gemeinsam:
nichts, aber auch gar nichts hatten sie, und die aussicht auf noch mehr
nichts.
und das ist hier in deutschland nicht der fall, als wird auch niemals
so ein aufopferungsvoller kampf stattfinden.
und, es kommt erschwerend hinzu, daß durch bildung (so klein sie auch
sein mag) und die ganze gesellschaftsentwicklungen genug wissen
besteht, daß gerade nicht gekämpft wird. das leben geht auch so weiter,
und im deutschland des jahres 2006 sogar ganz gut..(im verhältnis zu
anderen ländern, wo es nichts gibt an sozialer grundsicherung)

Autor: tex (Gast)
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@Mike
Nun ja, Deuschland ist ein schwieriges Pflaster und keiner der o.g. hat
sich mit der EAR rumschlagen müssen, das ist wohl richtig.
Die Frage ist aber nicht das Gesetz, sondern die Frage was wir alles
dulden oder wogen wir bereit sind anzukämpfen.
Wenn Du davon überzeugt bist, dass Du nichts ändern kannst, dann wirst
Du auch nichts ändern.
Inzwischen geht es den Menschen nicht mehr so gut, Spekulanten und
Politiker tun ihr übriges um die Stimmung im Land zu vergiften.

Autor: G. Schlomka (Gast)
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@Peter:

Natürlich ist mir (uns) bewußt, daß die meisten Anwälte von der Materie
wahrscheinlich weniger Ahnung haben als z.B. meine Wenigkeit und auch
etliche andere Betroffene, die seit Wochen oder Monaten tief in der
Materie stecken. Das ändert aber nichts an dem RBerG und dem
Beratungsverbot. Im Übrigen hätte ich selbst auch gar kein Interesse
eine ofizielle Rechtsberatung zu geben (unentgeltlich!) um dann ggfs.
für Fehler in Regress genommen zu werden. Genau dafür gibt es ja
zugelassene Anwälte, die für das Haftungsrisiko auch, soweit ich weiß,
versicherungspflichtig sind.

Als Vereinigung haben wir ein Eigeninteresse an der Thematik, arbeiten
uns da hinein, eben auch in Zusammenarbeit mit zugelassenen Anwälten,
und versuchen insbesondere unseren Mitgliedern, aber auch der
Öffentlichkeit unseren Kenntnisstand kundzutun. Nicht mehr und nicht
weniger. Ob ein Betroffener einen Anwalt hinzuzieht oder nicht, ist
seine eigene Sache. Ich werde aber ganz sicher niemandem empfehlen,
sich nur auf unsere oder sonstige Äußerungen zu stützen, daß wäre weder
fair gegenüber den Betroffenen, noch mir selbst gegenüber.

@tex:

Grundsätzlich gebe ich Ihnen Recht - man sollte nicht zu schnell
aufgeben. Einzelne können etwas bewegen, Mengen von Einzelnen erst
recht. Man denke nur an den Werdegang der Grünen (unabhängig davon, was
die nun heute als etablierte Partei darstellen). Hätte sich jemand
vorstellen können, daß dieselben Leute, die in den 80er Jahren die
Anti-Atomkraftaufkleber verteilt haben, tatsächlich den Atomausstieg
erzwingen konnten? (Wiederum unabhängig davon, ob man das für eine
Leistung oder für Schwachsinn hält.)

Ich würde mich allerdings sehr freuen, und ich glaube manch andere
auch, wenn Schimpfworte und Beleidigungen unterbleiben. Ich stehe
sowieso schon kurz davor, den Link unseres Blog auf dieses Forum zu
kappen, da nach aktueller Rechtsprechung ein Haftungsrisiko
meinerseits für die verlinkten Inhalte besteht, obwohl ich ja gar
nicht die Möglichkeit habe, z.B. rechtswidrige Äußerungen hier zu
löschen, da dies nicht mein Forum ist und ich hier keinerlei
Sonderrechte habe.

Denkt doch auch mal an den Betreiber dieses Forums, dem legt ihr mit
bestimmten Äußerungen ganz schöne Tretminen in den Hintergarten.

Euer Georg Schlomka
www.vereinigung-mb.de

Autor: Gerd (Gast)
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Hallo Zusammen!

Wir haben heute die "Notbremse" gezogen und offiziell den Vertrieb
innerhalb Deutschland und der EU eingestellt.

Das ist wohl das Ende, denn mehr als 4 Wochen werden wir den Zustand
nicht durchhalten (wenn überhaupt).

Viele Grüße
Gerd

PS: Unabhängig meiner weiteren beruflichen Zukunft werde ich diesen
Schwachsinn bekämpfen und mich anderen betroffenen anschließen. Wer
weiß, vielleicht tut sich was...

Autor: Peter (Gast)
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-->Denkt doch auch mal an den Betreiber dieses Forums, dem legt ihr mit
bestimmten Äußerungen ganz schöne Tretminen in den Hintergarten.

Daran kann ich auch nur appelieren, es wäre schade wenn Diskussionen
wie diese aufgrund Aüsserungen einzelner nicht mehr weitergeführt
werden könnten.

-->Genau dafür gibt es ja zugelassene Anwälte, die für das
Haftungsrisiko auch, soweit ich weiß, versicherungspflichtig sind.

Schon mal versucht? Das kann, wenns denn überhaupt was wird, Jahre
dauern.

@Gerd
Verschick deine Waren aus dem Ausland. Bei Fragen mail mich an.

Autor: DOODOO (Gast)
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in polen gibts büros für 50€ im monat zu mieten. Wie wärs damit?

Autor: Betroffener (Gast)
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Weiss jemand, ob in Österreich solch ein Gesetz auch schon existiert?
Wie heißt das dort? Kennt einer einen Link?

Ich habe eine Anftage aus Austria. Bei einen Gerätepreis von
EUR 128,- muss ich abwägen, ob es sich lohnt zu liefern.


Mein Gott, sind wir tief gesunken!



Die Frage mit einem Importeur aus Nicht-EU-Mitgliedern treibt mich
jetzt auch um.

Vielleicht wird mein Traum von der Schweiz, als Produktionsstandort
doch noch wahr.

Autor: Mike (Gast)
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polen gehört auch zu eu.....

Autor: Gerd (Gast)
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@DOODOO, gerne!
Ich habe keine Probleme mit unseren Nachbarn. Aber das Büro allein
macht noch keine Lösung, zumal Polen ja zur EU gehört…

Das mit dem Ausland (@Peter) hört sich schon interessant an.
ABER:
Wir haben hier hohe Standortkosten (Kostennachteil Produktion).
Wenn wir unsere Waren jetzt erst nach außerhalb der EU bringen müssten
(Zoll, Transportkosten) und das ganze dann wieder zurück (an den
Endkunden), dann könnte das niemand mehr bezahlen. Insbesondere die
Versandkosten würden das Produkt enorm verteuern. Vom Aufwand und der
Zeit mal abgesehen…

Wohl gemerkt: Ich bin keine Massenhersteller der seine Erzeugnisse
Containerweise über den Ozean schippert. Ich habe einen kleinen
Handwerksbetrieb und bediene Einzelkunden mit ganz speziellen
Produkten. Wir fertigen nach Auftrag und in kleinen Mengen.

Unsere Produkte sind, damit wir überhaupt mit USA und Japan
konkurrieren können, ohnehin sehr straff kalkuliert. Weitere Kosten
würden unsere Produkte soweit verteuern, dass wir keine Chance mehr
hätten uns weiter durchzusetzen (fällt so schon schwer genug).

Wir haben zwar gerade im letzten halben Jahr eine spürbare Verbesserung
erfahren (was wohl auch an vielen Presseberichten über unsere Produkte
liegt), aber trotzdem sind wir noch lange nicht in einer Position, die
uns ein Alternative (insbesondere im Vertriebsweg) ermöglichst.

Qualität allein zählt leider nicht.
Fast alle unsere Kunden kaufen zunächst über den Preis (Geiz ist geil)
und sind dann völlig überrascht von der Qualität. Aber das hilft uns
leider im Moment überhaupt nicht weiter.

Wir haben von Deutschland aus gesehen die denkbar schwierigste
Ausgangssituation (was die Kosten betrifft). Das ist leider so!

Anders wäre es vielleicht(!), wenn wir die Teile zu anderen Bedingungen
produzieren könnten, also direkt in einem "Billig-Land". Aber dann ist
die Qualität mehr als fragwürdig und "made in Germany" nicht mehr
"made in Germany".
Erschwerend kommt hinzu, dass sich unsere Produkte nicht so einfach
reproduzieren lassen. Da steckt eine menge Know-how und Individualität
drin die man nicht so einfach an andere „abgeben“ kann.

Was also tun!?

Autor: tex (Gast)
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<< Was also tun!? >>
Schwer zu sagen.

Kröte schlucken und bezahlen?

Wehren, Rechtsschutzversicherung bemühen, guten Anwalt suchen nd klagen
bis vors Verfassungsgericht?

Abwarten und der Dinge harren die da kömmen?

Zweckgemeinschaft oder Organisation bilden und dem Wahnsinn den Kampf
ansagen?

EAR überlasten und jede Menge falsche Registrierungen,
Registrierungsänderungen ... schicken die alle bearbeitet werden müssen
und den Laden auf Trab halten?

Protestnoten an das Umweltministerium schicken?

Auswandern und Europa als Markt von der Lieferliste streichen?

Autor: Peter (Gast)
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@Gerd
War bei mir genauso, aber ich hatte eine andere Ausgangsposition.
Ich habe einen gangbaren Weg gefunden, was nicht bedeuten muss, dass er
auch für andere Sinn macht.
So wie du es beschrieben hast, ist es leider richtig. Das Produkt muss
erst einmal ins Ausland und dann wieder zurück. Da ist über die Menge
gesehen registrieren eine Alternative.
Oder im Ausland herstellen. Man sollte nicht glauben, wie preiswert das
sein kann. Ich habe mir bis jetzt noch keine Gedanken über Lohnfertigung
gemacht, wir bauen nur unsere eigenen Produkte, aber vielleicht sollte
man das mal.
Es sei denn man hat die gleiche Einstellung wie ich, ich zahle lieber
das doppelte und lass mich hier nicht mehr bevormunden von jedem
Hansel. Mich trifft das nicht so sehr, das meisste liefern wir sowieso
nicht in die EU.

Ich habe einfach die Nase voll von der Unterdrückung in Deutschland,
siehe oben, was einem hier alles für Muss-Kosten aufgedrückt werden.
Ein kleiner Einzelkämpfer zahlt erst einmal einen Haufen Geld um den
Laden überhaupt am Leben zu halten.
Zum Beispiel IHK, kassieren Geld und wenn man Sie mal braucht sind sie
nicht da. Schaut euch mal die Seite an von der IHK Hannover, die
reissen den Pelikan auf, wo alles zu spät ist. Wo waren die als das
Gesetz ausgeküngelt wurde?
Das macht mich alles so wütend, jeder kassiert irgenwo mit, aber keiner
macht was dafür, bzw sitzt im Elfenbeinturm und denkt sich total
unpraktikablen Irrsinn aus. Und bekomt am Monatsende sein Gehalt -
sicher.
GEZ, Kirchensteuer, alles staatlich finanzierte Abzocker.
Und dann kommt in aller Regel irgendwann das Finanzamt und erzählt dir
was du alles falsche gemacht hast, und dann darfst du noch einmal
zahlen.
Am Ende hast du zwar viel gelernt, irgendwie gelebt, alle Besserwisser
durchgefüttert, aber kein Geld verdient. Das kann es nicht sein.
Rechnet doch einmal aus, was ein Selbstständiger, der sagen wir mal nur
ein Minigehalt von 1000 Euro übrig haben will, umsetzen und verdienen
muss um das überzuhaben.

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
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Das Ganze scheint mir eine gut gemeinte aber wenig durchdachte Idee zu
sein, die sich zu einem weiteren Sargnagel der deutschen Wirtschaft
entwickeln könnte. Für mich ist das alles einfach nur noch
abschreckend:

Ich bin seit Jahren dran, neben meinem Hauptberuf eine eigene
Audiohardware zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Technisch bin
ich eigentlich soweit und ich denke, daß sich der Zeitaufwand den ich
investieren müsste, lohnen wird, zumal vieles aus zahlreichen
Vorprojekten fertig wäre. Wenn ich mir aber all die Regularien
durchlese, die ich erfüllen muss, um einen Berieb mit richtiger
Produktionsstätte zu gründen und mir ansehe, welche Zahlungen ich im
gewerblichen Bereich zu leisten hätte, dann kann ich nur sagen: Blos
nicht!

Heute ist es unglaublich problematisch, etwas auf die Beine zustellen
und es wird von Tag zu Tag schlimmer! Früher haben sich innovative
Ingenieure in die Garage verzogen und was zusammengebastelt. So sind
gerade nach dem Krieg hier in D viele Kleinfirmen groß geworden. Die
gesamte Energie floss in die Erstellung des vermarktbaren Knowhows und
es war noch möglich, als Einzelperson oder zu zweit zu satrten. Heuten
steigen dir die Gewerbeaufsicht, die IHK, die Steuer und das
Ordnungsamt aufs Dach, die man sich nur durch fachkundiges
Büropersonal, Steuerbeamte und Anwälte vom Hals halten kann. Die aber
verursachen Kosten, die sich kaum erwirtschaften lassen und das
Einarbeiten in die Problematik erfordert Zeit, die niemals wieder
zurückkommt. Aufgrund einer immer weiter steigenden Zahl europäischer
und inländischer Gesetze, Richtlinien, Verordnungen und vielem mehr,
ist selbst der Betrieb einer einfachen Landwirtschaft oder einer
Pommesbude ein Drahtseilakt geworden.

Einzelunternehmer zu sein ist einfach immer unwirtschaflticher und
gleichsam mit mehr Risiko behaftet. Die hiesige Diskussion über weitere
drohende Abgaben für das Inverkehrbriungen von Produkten, von denen ich
bis dato noch garnichts wusste, zeigt mir, daß da noch tausende
unkalkulierbarer Fallen auf mich warten. Da bleibe ich doch besser ein
bestellbarer Ingenieur, handle nur mit meinem Knowhow und arbeite
weiter im vermittelten Sklavenverhältnis. Wenn ich irgendwelche
Produkte der Elektronik benötige, dann bestelle ich welche aus China.
Dort gibt es weder Abgaben, noch Umweltauflagen und wenn, dann halten
sich die Chinesen nicht dran. So und nur so sind die Preise zu halten,
zu denen deren Waren auf dem Weltmarkt vertickt werden.

Anbei das Design eines Studiogerätes das es wohl nie geben wird :x

Autor: Peter (Gast)
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@Jürgen
Ganz deiner Meinung.
Aber ich bleibe immer noch bei meinem Vorschlag, sucht euch jemand im
Ausland der es baut und nach Europa schickt.
Es lohnt sicherlich nicht für Produkte bei denen kaum Gewinn drauf ist,
aber es gibt ja auch welche bei denen Geld hängenbleibt.

Autor: Nope (Gast)
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Wie sieht es eigentlich mit dem Shop hier auf Mikrocontroller.net aus ?

Die Ware stammt ja z.B. auch aus dem Ausland (Olimex, Bulgarien) ?

Autor: Gerd (Gast)
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@Jürgen Schuhmacher,

so weit bin ich auch gekommen...
Neben meinen Drum Pads und diversen kleinern Entwicklungen hatte ich
bis vor kurzen noch ein größeres Projekt in arbeit. Eine Triggerbox für
Studio und Live Musiker (Schlagzeuger).

Bei 70% der Wegstecke bin ich über EAR gestolpert und musste mit
entsetzen feststellen das nicht nur mein neues Projekt, sondern mein
gesamtes Portfolio davon betroffen ist.

Ein Schock, zumal ich das hauptberuflich mache und mit der Einstellung
des Verkaufs meine gesamte Existenz lahm gelegt wird.

Das ist die traurige Realität die ElektroG und EAR mir (uns) gebracht
hat!

@Peter, die Gewinne sind nicht einmal das Problem.
Ich könnte nur das Know-how nicht transportieren und aus "der Hand"
geben. So blöd sich das anhört, aber viele Dinge sind zu Individuell!
Anders wäre das bei meiner Triggerbox, die könnte nach Fertigstellung
problemlos irgendwo in China gefertigt werden.
Aber dazu fehlt mir das nötige Kapital für Massenfertigung und
Mengenvertrieb.
Außerdem ist es leider so, dass dieses eine Produkt die entgangenen
Gewinne der anderen nicht wettmachen kann.

Ich habe mir über das ganze sehr intensiv Gedanken gemacht, wirklich
dreimal ums Eck gedacht und wieder zurück. Eine gangbare Lösung für
mein Problem gibt es derzeit nicht.
Einzige Möglichkeit (und Chance) die ich hätte wäre, die Sache an einen
Generalvertrieb abzutreten (der bereits EAR Registriert ist) und im
Hintergrund nur noch als „Lohnfertiger“ aufzutreten.
Aber war das mein Ziel, als ich vor 5 Jahre aus meiner plötzlichen
eingetretenen Arbeitslosigkeit mit vollem Risiko und ohne jegliche
Unterstützung meinen Betrieb gegründet habe, meine gesamte Kohle in
diesen Laden gesteckt habe und all die Jahre alle Höhen und Tiefen
durchschritten (und meiner Familie zugemutet) habe?

Umso länger ich darüber nachdenke, umso klarer wird mir die Erkenntnis,
dass ElektroG für viele wohl ein endgültiges Ende setzen wird. Ganz
davon abgesehen dass tausende erst überhaupt gar nicht mehr starten
können (und wollen).

Grüße
Gerd

Autor: Peter (Gast)
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@Gerd
Wenn die Gewinne nicht das Problem sind, dann kannst du dich doch
registrieren. Oder verstehe ich etwas falsch hier?
Knowhow Transfer? Eine Fertigungsfirma ist nicht an Knowhow Transfer
interessiert.
Ich sehe eher ein Problem bei der Fertigung durch Dritte. Bei vielen
Mini-Firmen haperts mit der Dokumentation.

Ich sollte wirklich einmal darüber nachdenken, ob wir nicht
Lohnfertigung in Einzel- und Kleinstückzahlen anbieten sollten. Nicht
um damit reich zu werden, sondern um Einzelkämpfern, wie ich es auch
einmal war, eine Chance zu geben weiter zu "existieren".

Autor: Gerd (Gast)
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@Peter, ich spreche von Gewinn/Stück.
Die Absatzmenge ist allerdings eher gering.

"Knowhow Transfer? Eine Fertigungsfirma ist nicht an Knowhow Transfer
interessiert"

Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Sorry!

Ich meinte damit, dass die Fertigung an sich sehr individuell ist
(zumindest bei den Drum Pads) und ich das nicht ohne Probleme
irgendwohin verlagern könnte.
Zumal das "verlagern" eine gewisse Absatzmenge voraussetzt die mir
aber fehlt.

Ich fertige im Kundenauftrag und nicht auf Lager!
Eine Lagerfertigung wäre für mich bei diesen Produkt (Vorlaufkosten)
nicht finanzierbar.

Ich fertige (wie viele Handwerksbetriebe) in Auftrag – und nur so kann
ich das alles finanzieren und am Leben bleiben. Mein Produkt ist kein
Massenprodukt mit Massenmarkt.

Ich habe gerade das hier entdeckt.
http://www.mikrocontroller.net/forum/read-7-284486...
Sollte DAS meine Chance sein!?!?!?

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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@Nope: die Teile/Module die ich verkaufe sind nach meiner Einschätzung
auf Basis der EAR-Webseite keine Geräte im Sinne des ElektroG. Wäre das
anders, dann wäre dieser Shop schon längst zu, denn auf eine
EAR-Registrierung habe ich wirklich keine Lust.

Autor: Mark De jong (mark_de_jong)
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Hallo Andreas,

Danke, das ist auch meine meinung über meine module.
Ich entwickele und verkaufe elektronische module.

www.mdejong.de

Grüße Mark,

Autor: Gerd (Gast)
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@Mark de Jong

Weitermachen!
Dein MMC/SD-Card Interface weckt mein größtes Interesse!! :-)

Autor: Mark De jong (mark_de_jong)
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@Gerd,

Bitte um email, wegen MMC/SD-Card Interface.
Mark.de.Jong (at) mdejong (punkt) de

Grüße,

Autor: Mitleser (Gast)
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Mit dem "Weitermachen" würde ich an Mark seiner Stelle lieber erstmal
warten und stattdessen die Webseite überarbeiten! Keine Menüs beim IE
ohne ActiveX (das schlimmste Einfallstor für Schädlinge beim IE) und
der Firefox braucht ein Plugin bloß für eine blöde Menüleiste und damit
dieser Text noch einigermaßen zum Thread passt kein Impressum, kein gar
nichts, ein gefundenes Fressen für Abmahner!

schöne Grüße!

Autor: Mark De jong (mark_de_jong)
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@Mitleser:
Dann solltest Du deine IE einstellung anpassen, dann siehst Du meine
webseite richtig. Auch mit Impressum.

Aber danke für deinen aufbauende kritiek.

Grüße Mark,

Autor: Mitleser (Gast)
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@Mark
Ich weiß Mark, aber wie schon angedeutet ist mein IE im Sinne der
Sicherheit angepasst bzw. wenns um Sicherheit geht ist der IE eh das
letzte, trotzdem verwenden ihn noch viele (was aber hier nicht das
Thema ist). Nichts für ungut, nimm es als gut gemeinten Rat. Wenn man
erst ein Plugin runterladen muss (wenigstens beim Mozilla Firefox) um
das Impressum zu sehen könnte daraus schnell ein Wettbewerbsvorteil
konstruiert werden. Ausserdem, hat ein simples Menue das nötig? ;)

Gruß

Autor: beta-frank (Gast)
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Vielleicht könnte man als Kleinstunternehmer bzw. als Übergangslösung
für Garagenstarter mit mehr KnowHow als Startkapital grundsätzlich
EAR-unrelevante Bausätze B2C verkaufen.

Und als zweites Standbein bietet man noch Löt- und Schraubdienste an.
Dort kann der Endkunde seinen gerade erworbenen Bausatz aufbauen lassen
;)

Autor: Teilchenbeschleuniger (Gast)
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@ beta-frank

löt und schraubdienste... dann dürftest du als Hersteller gelten.
die Konsequenz daraus---> teure Registrierung.

sehe ich jedenfalls so.

Autor: Gerd (Gast)
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@beta-frank,

genau diese Idee habe ich auch gerade... ;-)

@Teilchenbeschleuniger,

wieso denn?

Der Kunde bringt SEINE Bauteile zur Verarbeitung.
Dann bin ich Dienstleister, aber kein Hersteller im Sinne von ElektroG.

Autor: J-Jay (Gast)
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Nochmal zum "Gerätebegriff" und B2B:

Wir produzieren hochspezialisierte MessGERÄTE (Spektrumanalyse,
Logikanalyse, Speicheroszilloskope). Fallen diese Geräte unter die
nicht registrierungspflichtigen B2B Geräte?

Otto-Normal-Atze hat ja nicht unbedingt ein Spektrumanalyzer im
Wohnzimmer stehen... Wie sieht es mit Messgeräten aus?

Gruß Jonas

Autor: Marillion (Gast)
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> Nochmal zum "Gerätebegriff" und B2B:

Wir produzieren USB-Messgeräte. Nach unserer Recherche sind das
B2B-Geräte.
Laut Anhang I fallen diese unter der Gruppe 10, da diese Geräte aber
von Fachkräften und Spezialisten bedient werden müssen, ist noch die
Frage zu klären, ob sie überhaupt registrierungspflichtig sind.

Autor: The Daz (Gast)
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"Laut Anhang I fallen diese unter der Gruppe 10, da diese Geräte aber
von Fachkräften und Spezialisten bedient werden müssen"

In diesem Zusammenhang ist doch die Defintion von "Fachmann" bzw.
"Spezialist" mal interessant. Koennten Gerds Profi-Kunden nicht in
diese Kategorie fallen ?

Autor: dennis (Gast)
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Hi,
ich hab mir auch mal überlegt mit mit Elektronik ein wenig Geld zu
verdienen und jetzt les ist das hier. Ich hab zwar noch nicht alle
Beiträge gelesen, aber mir ist auch so schon schlecht genug. Nur
durchblicken tu ich nicht (wie die meisten anscheinend). Gilt das
Gesetzt denn auch für solche kleinen Mengen? Wie macht das der Shop
hier zb? Still halten und das beste hoffen oder in den sauren Apfel
beißen und zahlen?

Autor: TravelRec. (Gast)
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Noch ´ne dumme Frage: Wie sieht das mit Modulen für Modellsteuerungen
aus, die ohne PC nicht funktionieren? Also wo ein PC als steuerndes
Element unabdingbar ist, damit das Modul funktioniert oder überhaupt
etwas tut? Demzufolge wäre das Modul an sich ja dann wohl kein Gerät
sondern eine ressourcenauslagernde Einheit?!

Autor: dennis (Gast)
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das dürfte keine Rolle spielen. Aber wo ist die Grenze? Ab wann zählt
etwas als Gerät? Ist ein Controller schon ein Gerät? Oder ist eine
Platine mit einem Controller ein Gerät? Oder erste eine Platine mit
Controller, Stiftleisten und Spannungsregler? Oder erst wenn das ganze
in einem Gehäuse ist?

Wie ist das zb mit der Platine?
http://shop.mikrocontroller.net/images/avrplat28.jpg
Gilt das als Bausatz weil der Controller nicht bestückt ist?

Oder das Modul hier?
http://shop.mikrocontroller.net/images/avr-h128b.jpg
Ist das schon ein Gerät? Eigentlich kann man stand alone damit nichts
anfangen.

Fragen über Fragen, aber anscheinend hat nichtmal die zuständige
Behörde ne Ahnung davon

Autor: dennis (Gast)
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Autor: crazy horse (Gast)
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wie auch immer, ob es nun um EAR oder was anderes geht - wir müssen
wirklich wieder lernen, uns auch mal zu wehren. Die allgemeine
vorhandene Opferlamm-Verhaltensweise oder Vogel-Strauss-Weise bringt
uns alle an den Rand des Abgrunds oder sogar noch weiter. Und keiner in
Berlin oder Brüssel merkt überhaupt, was alles schief läuft - bis alles
zusammen bricht.

Autor: diday (Gast)
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Hallo alle zusammen,

ich haben mich in den letzten Wochen durch den ganzen Wust dieses neuen
Gesetzes durchgekämpft und muss sagen dass ich nun auch nicht wirklich
schlauer bin als vorher. Das ich als Hersteller von kleinen Geräten
erstmal voll unter das Gesetz falle ist ja geklärt aber wie sieht es
denn aus wenn ich ausschließlich außerhalb des Geltungsbereichs der EU
verkaufe??? Wozu muss ich mich da überhaupt registrieren? Bis dato
konnte mir keine Stelle ob Umweltamt oder EAR eine klare Antwort darauf
geben. Wenn einem von euch schon was dazu bekann sein sollte würde es
mich freuen wenn ihr das Wissen teilt.

Autor: Berater (Gast)
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Solch ein ähnliches Problem habe ich auch.
Ich liefere Elektroniken an eine Hamburger Firma. Ich habe also meine
Produkte "in Verkehr" gebracht.

Die Hamburger Firma vesendet diese Geräte alle in die USA.

Ich werde einen Teufel tun und mich hierfür registrieren zu lassen.

Ich muss nicht jeden Bürokratenwahn mitmachen.

Der USA-Kunde hat mir schon den Vorschlag gemacht,
dem 'alten Europa' den Rücken zu kehren und in die USA zu kommen.

Naja, vielleicht geh ich, vielleicht aber auch nicht.

Autor: Gerd (Gast)
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Vierter Beitrag über diesen, erster Link, Interview mit Anette van
Dillen

Man achte mal auf die Arroganz und Überheblichkeit dieser Person, mit
der speziell die  (tatsächlichen!) Probleme für Kleinunternehmern
übergangen werden.

Die Registrierung allein ist ja nicht das einzige Problem!
Schon bei der Beschaffung und Vorhaltung der geforderten Sicherheit
wird noch einmal kräftig in die Tasche gegriffen – und zwar von zwei
Seiten!
Und wie soll’s auch anders sein: Die Melde und Statistikpflicht, die
selbstverständlich Zeit und Geld kosten.
Am Ende ist man dann auch irgendwann noch glücklicher Gewinner eine
Containers mit unbekannten Standort, Inhalt und Größe den man innerhalb
24 Stunden entsorgen soll.
Spätestens dann dürften die meisten Klein- und Kleinstunternehmer dem
Untergang geweiht sein!

„…Da die Registrierung Voraussetzung für den Marktzugang in Deutschland
ist, gibt der aus den registrierungspflichtigen Produkten erzielte
Umsatz/Gewinn den Wert der Registrierung für das Unternehmen wieder…“

Macht sich hier denn wirklich niemand Gedanken zum Datenschutz?
Die EAR besteht aus Konzernen an die WIR ALLE Daten liefern soll – in
schöner Regelmäßigkeit und möglichst exakt bitte!

Und guckt doch mal die Stifterliste an:
USA, JAPAN… dahin könnten unsere Daten in Zukunft fliesen und
verarbeitet werden.

Autor: volker (Gast)
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Wer war eigentlich für die Auswahl der Unternehmen verantwortlich,
die die EAR gegründet haben?
Da sind doch bestimmt viele Klein- und Kleinstunternehmen nicht gefragt
worden.
Ist das eigentlich rechtens, wenn nur einige große Firmen sich
zusammenschließen und ein Regelwerk ausarbeiten, welches dann für alle
gelten soll?

Volker

Autor: dennis (Gast)
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man sollte mit der Geschichte mal richtig an die Medien gehen, zb Stern
TV o.ä.

Autor: Markus Burrer (Gast)
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So Leute, ich hab mich im eigenen Interesse mal zu dem Thema schlau
gemacht und hab jetzt nen absoluten Schenkelklopfer für euch:

*Ein Mikrocontroller gilt im b2c Bereich als eigenständiges
elektronisches Gerät und ist damit anmeldepflichtig!!!!*

Wäre fast vom Stuhl gefallen als ich das gehört habe. Ich hab danach
nicht mehr weitergebohrt, aber ich nehme mal an das dann alle IC's wie
zb MAX232, FT232, L298 usw anmeldepflichtig sind. Aber wie gesagt, nur
b2c.

An Kosten kann man im ersten Jahr mit 900-1000EUR rechnen, in den
Folgejahren mit ca 500EUR

Viel Spaß beim Schmunzeln
Gruß
Markus
www.embedit.de

Autor: Mark De jong (mark_de_jong)
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Hallo Markus,

Wie bitte, es ist doch nocht denn 1. april.

Woher hast Du die info?

Wenn das wirklich so ist, dann mussen wahrscheinlich alle kleinere
Firmen sich registrieren oder zumachen.

Grüße Mark,

Autor: Markus Burrer (Gast)
Datum:

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Naja, die Quelle dürfte einigermaßen kompetent sein. Ich wollte es auch
nicht glauben, aber er war sich ziemlich sicher

Autor: Freak5 (Gast)
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Ich habe eine Frage an euch: Wenn ihr eine Firma habt, das Gesetz
kennt(ich kenne es als Schüler schon seit den Sommerferien, nur hatte
ich keine Infos dazu. Erfahren kann man soetwas alleine schon durch das
anschauen der 8 Uhrnachrichten), warum hat scheinbar keiner(ich habe
erst 20% dieses Beitrages gelesen) einen direkten Brief an die jetzige
Regierung geschrieben? Es lässt sich an einer bestehenden
Ungerechtigkeit sicher etwas ändern.

Dann habe ich in diesem Artikel einige Wiedersprüche gesehen. Oben hat
jemand geschrieben, dass man nicht zahlen muss, wenn eine
Unverhältnissmäßigkeit besteht.
Dann hat jemand gesagt, dass das aber nur der Fall ist, wenn dadurch
das Unternehmen pleite geht.

Dann kamen wieder Beiträge über Unternehmensschließungen, wegen dem
Gesetz. Das wäre doch eine klare Unverhältnissmäßigkeit.

Das mit den Hobbybastlern wurde vielleicht übersehen. Wenn es sich noch
nicht einmal um ein Gewerbe handelt, stellt es vielleicht auch kein
Problem da.

Autor: René König (king)
Datum:

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> Naja, die Quelle dürfte einigermaßen kompetent sein.

Um Marks Frage auf den Punkt zu bringen: Was ist die Quelle? Wer ist
"er"?

Autor: Mark De jong (mark_de_jong)
Datum:

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Hallo Markus,

Also kommt die aussage nicht von der EAR (oder von einen Anwalt), oder
?

Ich kann es einfach nicht glauben, dann werde Ich auch woll zumachen
mußen, die 900-100 EURO im erste jahr, und dann noch jedes jahr 500
EURO, mussen erst mals wieder rein kommen.

Ich kann nicht einfach alle Preise erhöhnen, meine Kunden werden das
nicht mitmachen.

Grüße Mark,

Autor: vornüber (Gast)
Datum:

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"Naja, die Quelle dürfte einigermaßen kompetent sein. Ich wollte es
auch nicht glauben, aber er war sich ziemlich sicher"

Respekt, das war eine stichhaltige Aussage!

Autor: Markus Burrer (Gast)
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Hat schonmal IRGENDJEMAND Infos von der EAR bekommen? Ich zitiere aus
http://www.heise.de/ct/05/24/003/default.shtml

"Wir möchten Sie zunächst um Ihr Verständnis dafür bitten, dass EAR
kein Beratungsunternehmen ist, sondern als "Gemeinsame Stelle der
Hersteller" im Sinne des ElektroG anders gelagerte Aufgaben
wahrzunehmen hat. Wir unterliegen den Beschränkungen des
Rechtsberatungsgesetzes und weisen Sie demzufolge darauf hin, dass die
Rechtsberatung in Deutschland den rechtsberatenden Berufen
(Rechtsanwälten etc.) vorbehalten ist."

Ich habe heute mehrere Stunden im Internet gelesen und hab am Telefon
gehangen um Informationen zu dem Thema zu bekommen. In den meisten
Fällen konnte man regelrecht das große Fragezeichen über den Köpfen
spüren. Ich hab dann mal bei take e way angerufen. Die Auskunft scheint
mir ausreichend gesichert

Autor: Mark De jong (mark_de_jong)
Datum:

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Hallo Alle,

Aber es kann doch nicht siein oder?

IC = Gerät

ein IC ist doch niemals ein gerät, oder sehe ich da was falsch.

Grüße Mark,

Autor: Markus Burrer (Gast)
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Das Gesetz definiert erstmal alles was mit elektrischem Strom betrieben
wird und eine eigenständige Funktion hat als "Gerät". Danach kommen
die berühmten Ausnahmen und Fallentscheidungen. Das ganze trifft wie
gesagt auch nur dann zu wenn man an Privatkunden verkauft. Werden die
Teile ausschließlich an gewerbliche Kunden verkauft wird davon
ausgegangen das die Einzelteile in "ein größeres Ganzes", sprich in
ein größeres elektrisches Gerät, das selbst wieder
registrierungspflichtig ist, eingebaut wird. Ein Privatkunde wird kaum
ein registrierungspflichtiges Gerät bauen und verkaufen ohne sich
selbst zu registrieren, da er sich damit strafbar machen würde. Denn
das in Umlauf bringen derartiger elektronischer Geräte ist ohne
Registrierung nicht mehr gestattet.

Ich hab das Gesetz nicht gemacht und bin als betroffener auch nicht
wirklich glücklich darüber. Aber was soll man machen? Es ist erstmal
gesetzlich so geregelt und damit man in Deutschland verkaufen darf muß
man darauf eingehen (Das man ohne Registrierung in anderen EU Ländern
auch nichts mehr verkaufen darf steht auf einem anderen Blatt).

Das einzige was man jetzt noch machen kann ist ein Zusammenschluß
möglichst vieler betroffener, um Druck auf die Regierung ausüben zu
können damit das Gesetz geändert wird, damit Kleinunternehmer nicht so
stark belastet werden wie es jetzt der Fall ist. Die
Registrierungsgebühr von 700EUR ist aber trotzdem futsch

Gruß
Markus
www.embedit.de

Autor: Beobachter (Gast)
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Bitte nicht die Leute durch Schnellschüsse noch mehr verwirren. Diese
Information entspricht nicht den von der EAR herausgegebenen Hinweisen.
Im PDF "elektrog_hinweise" des BMU vom 24. Juni 2005 ist unter Punkt 3
"Spezielle Abgrenzungsfälle" in Unterpunkt 3.1 aufgeführt, was als
Gerät im Sinne der EAR anzusehen ist und was nicht. Demnach wird ein
Mikrocontroller/Mikroprozessor erst dann zum eigenständigen Gerät, wenn
er in einer Mikroprozessorkarte eingebaut ist und für den Anwender dann
eine erwartete eigenständige Funktion erfüllt. Gerade Grafikkarten
erfüllen z.B. diese Bedingung. Der Mikroprozessor/Mikrocontroller einer
Grafikkarte hat für sich allein zwar auch schon eine Funktion, aber erst
auf der Karte mit äußerer Beschaltung entfaltet er für den Anwender
seine (spezielle) Eigenschaft, nämlich die Ausgabe von Grafik an einen
Bildschirm). Im Gegensatz dazu ist nach meiner persönlichen Auffassung
eine nicht spezialisierte Mikrocontrollerkarte a'la Elektor, die vom
Anwender programmiert und erweitert werden kann, kein eigenständiges
Gerät im Sinne der EAR. Solch einer Karte fehlt der geforderte
spezielle Zweck. Sie ist zunächst einmal unbestimmt und dient in erster
Linie dem Erlernen der Mikrocontrollertechnik. Übrigens ebenso wie
Flüssigkristallanzeigen, welche die EAR auch NICHT als Geraät
betrachtet und die ja ebenfalls bereits einen Mikrocontroller mit sich
bringen. Wenn allerdings eine fertige Mikrocontrollerkarte einem
speziellen Zweck dient, wie z.B. der Temperaturmessung und Überwachung,
dann kann ich mir vorstellen, dass die Stiftung hier auf ein Gerät im
Sinne der EAR entscheidet.

Man muss das Problem der Einstuferei auch mal von einer anderen Seite
betrachten. Die EAR hat mit Sicherheit ein großes Interesse möglichst
die Masse des (künftigen) Elektroschrotts zu erfassen. Da sind z.B.
Grafikkarten und Motherbords bei deren Kurzlebigkeit mit Sicherheit
mengenmäßig von Relevanz.

Info von take e way? Da wäre ich sehr vorsichtig, denn die profitieren
ja von der neuen Regelung und verdienen ihr Geld damit.

Die derzeit einzig wirklich verlässliche Quelle ist nach wie vor die
EAR, denn die muss im Zweifel auch die Einstufung (natürlich gegen
Gebühr) vornehmen, und Zweifel gibt es nach dem letzten c't Interview
noch in Hülle und Fülle. Und selbst auf Mündliches würde ich mich nicht
verlassen, nur was gedruckt wurde oder offiziell bekanntgegeben wird ist
auch belastbar.

Ob etwa AMD seine Prozessoren hat registrieren lassen?!

Ich hab testweise bei ebay mal in den Foren nach dem Stichwort
"elektrog" gesucht. Ergebnis: 0! Scheint dort bis jetzt kein Thema zu
sein oder soll ich annehmen alle wüßten schon bescheid und hätten schon
alle Registrierungen unter Dach und Fach?

@Freak5
Privat darfst du nach wie vor alles, aber darum geht es hier nicht.

Alle Angaben in diesem Text sind natürlich nicht rechtsverbindlich und
nur meine Meinung nach Lage und Studium der vorhandenen Texte.

Ein Beobachter

Autor: Mark De jong (mark_de_jong)
Datum:

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Hallo Markus,

Ich weis auch das Du das Gesetz nicht bemacht hast, und das Du
betroffen bist.

Es soll ja auch eine kennzeichnung auf jedes gerät, "die
durchgestrichene mülltonne", Firma name, etc.

Aber wie soll ich das auf ein Modul von 10mmx10mm mit Bauteile auf
beide seiten noch drauf machen?

Oder auf ein SOIC-8 mikrocontroller?

Grüße Mark,

Autor: Mark De jong (mark_de_jong)
Datum:

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@Beobachter:

Was würdest Du machen?

Du entwickelst elektronische Module (zB. LCD Controller auf Platine),
womit bastler ein "gerät" bauen.

Würdest Du dich registieren?

Mich interresiert nur deine Meinung.

Grüße Mark,

Autor: Markus Burrer (Gast)
Datum:

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@ Beobachter: ich hab mir den Abschnitt schon mehrfach durchgelesen. Mit
den Displays liegst du falsch. Damit sind keine kompletten Displays mit
Steuerelektronik gemeint sondern effektiv nur die Glasplatte mit den
Flüssigkristallen

http://www.reichelt.de/bilder/web/A500/LCD13.jpg

Ein Display wie du es meinst (mit Displaycontroller) ist im b2b auch
nicht registrierungspflichtig, eben weil davon ausgegangen wird das es
in ein größeres Gerät eingebaut wird. Im b2c wird es
registrierungspflichtig.

Das mit dem einzelnen Controller kann ich auch noch nicht ganz glauben
und ich bin da auch noch skeptisch was das angeht, aber spätestens
sobald ein Controller auf einer Platine steckt ist es zu spät.

Zitat:
----------------------
Ähnliche Beispiele für Geräte mit eigenständiger Funktion sind
Mikroprozessorkarten, Karten für die Zentraleinheit (Motherboards),
Modem-Karten, Festplatten- oder Diskettenlaufwerke für Computer.
----------------------

Das bezieht sich zwar auf PCs, läßt sich aber genauso auf
Mikrocontrollerboards anwenden solange es nicht explizit ausgeschlossen
ist.

Fakt für mich ist: es ist egal ob ein einzelner Controller
registrierungspflichtig ist oder nicht. Das geringe Gewicht ändert
nichts an den Gebühren, die ich für die Entsorgung zahlen muß.

Mag sein das hinter take e way ein kommerzieller Gedanke steckt. Aber
ich sehe keine Chance auf "normalem" Weg weiterzumachen weil der
neben dem Geld noch eine Menge Arbeit bedeutet. Da wird mir wenigstens
der ganze bürokratische Scheiß abgenommen.

Ach ja, man darf privat natürlich im Norma/Aldi/Lidl irgendwelche
billige Elektronik kaufen und bei Ebay verteigern o.ä.
In dem Fall bist du nicht der Hersteller sondern Wiederverkäufer. Die
Registrierung hat dann schon ein anderer gemacht.
Was man nicht darf ist eigene Platinen zu entwickeln und die dann
verkaufen. In dem Moment bist du Hersteller im Sinne des Gesetzes

Autor: Beobachter (Gast)
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@Mark de Jong

Jeder muss das für sich selbst entscheiden, da jeder auch selbst für
sein Handeln einstehen muss. Im Moment gibt es keine Rechtssicherheit.
Wer also absolute Rechstsicherheit möchte (gibt es die eigentlich
wirklich?), der muss seinen Verkauf im Zweifel einstellen oder sich
Registrieren und die EAR mit der Prüfung beauftragen. Kann man sich
letzteres finanziell leisten und stellen die (künftigen) EAR-Kosten
grundsätzlich kein Hindernis dar (d.h. der Umsatz gibt das her), dann
würde ich mich registrieren und wäre damit auf der sicheren Seite. Aber
was macht man bei nur geringen Umsätzen und Zweifel an der
Registrierungsnotwendigkeit? Anwalt kann man sich auch nicht leisten.
Dann hilft nur ganz aufhören oder eine Zeitlang aussetzen (in der
berechtigten Hoffnung auf Klärung bis zum März) oder den Mut haben,
selbst einschätzen zu können, dass man wahrscheinlich nicht betroffen
ist. Konkret: Bausätze würde ich weiter ohne Registrierung vertreiben
(die Elektor hatte ja schon mal was inoffiziell in Erfahrung gebracht).
Bauelemente würde ich ebenfalls weitervertreiben (auch Mikrocontroller,
jedenfalls bis die EAR solche Bauteile in ihren Texte als
registriepflichtig benennen). Eine Kontrollerplatine ohne spezielle
Bestimmung halte ich (wie schon gesagt) ebenfalls für nicht
registrierungspflichtig (solange Controller selbst nicht
registrierpflichtig sind). Sonst hätte die EAR ja LCD-Anzeigen
ebenfalls als Gerät eingestuft. LCD-Anzeigen enthalten immer einen
Mikrocontroller.

Anders verhält es sich z.B. bei einen USB zu Seriell Konverter für den
PC. Sowas hat einen speziellen Anwendungszweck und ist ein
Peripheriegerät, was wahrscheinlich (siehe Beispiel Modemkarte) zu
registrieren ist.

@Mark
Die Unterscheidung zwischen Flüssigkristallanzeigen mit und ohne
Controller will ich mal einen netten Herrn (oder Dame) von der EAR
treffen lassen. Nie und nimmer glaube ich, dass die das dort
auseinanderhalten können. Zumal die meisten Flüssigkristallanzeigen
heutzutage doch nicht mehr so strohdumm daherkommen wie die betagten
Teilchen (der Trend geht zu intelligenteren Teilchen und nicht
rückwärts). Auch finde ich bei der Einstufung als Gerät nicht die
Unterscheidung zwischen B2B und B2C. Der Gerätebegriff hat mit dem
späteren Adressaten erst mal nichts zu tun. Ansonsten ist die
Inanspruchnahme eines Dienstleisters ja nichst schlechtes, sondern ganz
im Gegenteil. Kommt halt auf die Gebühren an (das "Paket"). Vielleicht
kann man bei Gelegenheit noch mal auf deine Webseite eingehen und wie
und für was du dich genau registriert hast. Ist sicher interessant für
viele hier. Es gibt viel zu wenig Beispiele, an denen sich andere
orientieren können.

Und noch mal was anderes. Sicher hat jeder Angst vor Abmahnungen.
Schaut man sich die Seiten bei ebay an, fallen einem täglich hunderte
Seiten auf, die potentiell "gute Kandidaten" für diese Praktik wären.
Abgemahnt wird auch, jedoch in weit geringerem Umfang als es möglich
wäre. Warum sollte eine Kanzlei sich sofort auf einen Grenzfall
stürzen, wenn es genügend eindeutige Kandidaten gibt? In den Foren ist
dazu interessantes zu lesen. Zur EAR: Warum sollte sich eine untere
Abfallbehörde sofort mit all seiner Gesetzeskraft auf einen Grenzfall
(ein paar Gerätchen die erst der Klärung bedürfen) einschiessen, wenn
es so viele "schöne Kandidaten" gibt, die jetzt und künftig ganz
eindeutig massig Hardware, Leuchten, Hifi-Zeugs usw. verticken ohne
registriert zu sein? Die Staatsanwaltschaften kommen doch (laut
Heise-Meldung) z.B. mit den vielen abgemahnten Tauschbörsenteilnehmern
nicht mehr zurande und stellen die Bagatellfälle (< 100 UhRG Vergehen)
ein, um die wirklichen Vergehen noch ahnden zu können (Justiz ist
überlastet).

Aber wie gesagt, dies ist meine persönlich Meinung. Andere mögen es
anders sehen. Es kann sich auch schnell was ändern, aber ich glaube
(auch im Hinblick auf das letzte c't Interview), dass die EAR sich
erstmal auf die eindeutigen Fälle konzentriert und im März dann ihren
Erfolgt medial bekanntgibt. War und ist es denn bei der LKW-Maut
anders? Irdendwo stand was von 2 Millionen EUR Bußgeld bei 200.000
erwischten Vergehen (natürlich verschieden gestaffelt). Und noch immer
gibt es Mautpreller.

Ein Beobachter

Autor: Beobachter (Gast)
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verdammich! der Text @Mark war für Markus bestimmt.

Grüße

Autor: Bernd (Gast)
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Ich habe eine Firma mit 44 Mitarbeitern. Die Schließung wurde bereits
eingeleitet, auf Grund des unkalkulierbaren wirtschaftlichen Risikos
die sich aus dieser Verordnung ergibt. Mir gut bekannte Kunden die
ebenfalls Firmen haben, sagten mir, das auch diese schließen werden.

Es ist ein gelungener Trick der übermächtigen Großindustrie, alle
kleinen Newcomer zu unterdrücken. Wie oben jemand sagte stellen die 120
größten von EAR betroffenen Firmen hierzulande nur ca. 10% des
Elektroschrotts. Diese 120 größten waren an der Gesetzesgebung aktiv
beteiligt. Mit dem Ziel, das die kleinen (jeder darf sich die
"Gewinnchance" auf einen Container der für tausende EUR entsorgt
werden muss selbst ausrechnen) den Elektroschrott der großen
entsorgen.

Ansonsten hätte es völlig genügt, die Elektronik-Produkte nach Gewicht
und Verkaufszahlen zu versteuern. Wie die Tabaksteuer, die Ökosteuer
etc.

Das sollte jeder sofort sehen was da los ist. Ein par Politiker (ich
möchte keine Namen nennen) sind um eine sieben bis achtstellige Summe
reicher geworden. Denn auch mit der EAR werden sehr teure Posten
geschaffen, und einige weniger bereichern sich daran gewaltig.

Bis ich von EAR erfahren habe, dachte ich mit Merkel wird alles besser.
Aber das Gegenteil scheint ja deutlich der Fall zu sein. Das die gute
Frau dieses Problem nicht sieht ist einfach unfassbar. Ich denke es
liegt einfach daran, weil unsere Politiker derart unverschämt viel
verdienen, das sie kein Auge mehr für die Probleme des Volkes haben.
Und deren Probleme sind nun mal überwiegend finanzieller Natur. Wer
aber selber keine finanziellen Probleme hat, KANN sich nicht in die
Lage anderer hinein versetzen. Denn für jemanden mit 6 - 8 stelligen
Summen auf dem Konto was wohl auf die meisten Politiker zutreffen
dürfte, bleibt die Welt immer in Ordnung, fast egal was passiert.

Nicht das Merkel im Monat 15.000 EUR quasi steuerfrei zukommen. Sie
muss theoretisch nicht einmal mehr als 500 EUR für ihren
Lebensunterhalt ausgeben. Kanzlerbunker für 500 Kröten lehnt sie aber
ab - wie großzügig. Da wären noch die vielen anderen tausend dinge die
ihr gratis zur Verfügung gestellt werden. Von dem Airbus den sie nach
Lust und Laune nehmen darf mal ganz zu schweigen.

Aber so ist das nicht nur bei ihr, das gilt für fast alle abgeordneten.
Egal was man anstellt, einmal Abgeordneter und sein Leben lang
ausgesorgt. Da verliert jeder den Blick für die Realität, daher bitte
ich für diese Herrschaften um Verständnis. Vielen Dank!

Autor: Bernd (Gast)
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NACHTRAG: "Wie oben jemand sagte stellen die 120
größten von EAR betroffenen Firmen hierzulande nur ca. 10% des
Elektroschrotts."

ANDERS RUM: 120 stellen 90% des Elektro-Schrotts !!!!

Autor: Markus Burrer (Gast)
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@ Beobachter: Was die Unterscheidung zwischen b2b und b2c angeht bin ich
mir sicher. Ebenfalls was die Displays angeht. Bei den Controllern bin
ich wie gesagt noch skeptisch. Abmahnungen von Behördenseite befürchte
ich im Moment auch noch nicht. Die haben genug damit zu tun das System
in den Griff zu kriegen, ebenfalls die abmahnwütigen Anwälte.

@ Bernd: die Reaktion finde ich jetzt etwas übertrieben. Wenn ich als
One-Man-Show glaube mich der Herausforderung stellen zu können sollte
das ein fast schon mittelständisches Unternehmen eigentlich problemlos
schaffen können. Zugegeben, das Gesetz ist der größte Müll und ich
hoffe auch auf Nachbesserung. Aber ich kämfe nicht seit 3 Jahren um mir
meine Brötchen zu verdienen um sie mir von so einem blöden Gesetz
wegnehmen zu lassen. Auf Hartz IV hab ich nämlich keinen Bock. Da kommt
mein Trotzkopf und mein Stolz durch. Ich werde weitermachen

Autor: Mark De jong (mark_de_jong)
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@Beobachter:
Danke für deine Antwort, klar muss jeder fur sich entscheiden, es geht
mir auch nicht darum das die entscheidung von jemand anderem gemacht
wird, nur interresiert mich die meinung von anderen.

Klar ist auch das Risikos da sind, aber das hat jedes gewerbe vorallem
im anfang.

Ich bin noch am anfang von mein gewerbe, und deswegen sind solche
zusätzliche Kosten noch nicht aufzubringen.

Das ist eine gute idee, um anhand von konkrete beispiele zu sagen ob es
ein "gerät" ist oder nicht.

Ich habe auch schon überlegt meine Module nur noch als Bausatz
anzubieten, aber viele Bauteil gibt es nur noch in kleine SMD formen
(144 pins, 0,5mm pitch), die sind für viele Bastler nicht oder sehr
schwer lötbar.

Grüße Mark,
www.mdejong.de
P.S. Ich hoffe das ich es richtig rüber bringe, Deutsch ist nicht meine
Muttersprache (ich komme aus Holland :-) )

Autor: MartinK (Gast)
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@Mark de Jong

Als Holländer könntest du in deinem Heimatland die Sachen
registrieren lassen. (ist billiger und einfacher)
Wenn ich das Gesetz richtig interpretiere, kann man vom eigenen
Land aus die Waren direkt an Endverbraucher ins EU-Ausland schicken,
ohne sich dort nochmals registrieren zu müssen. Man muss im eigenen
Land nur Angaben über die Exporte machen.

Autor: Mark De jong (mark_de_jong)
Datum:

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@MartinK:
Nein, geht nicht, ich wohne in Deutschland und nicht in Holland.

Und auch wenn, die Admin kram würde um einiges größer werden.

Grüße Mark,

Autor: Beobachter (Gast)
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@Mark de Jong
Es ist nicht klar definiert, was ein Bausatz ist. Klar scheint nur zu
sein, dass es nicht genügt, den Anwender eine Sicherung, einen Jumper,
einen Stecker o.ä. zur Komplettierung des Ganzen anbringen zu lassen.
Ein Lötvorgang sollte schon notwendig sein. Ein TQFP mit feiner Pitch
könnte nach meiner Ansicht aber schon aufgelötet sein. Das Tütchen vom
R8C aus der Dezember-Elektor könnte den Charakter eines Bausatzes
aufweisen. Die Stiftleisten waren einzulöten (dazu braucht es einen
Lötkolben mit feiner Spitze und Übung). Damit man nicht zu sehr in der
Grauzone ist, hätte ich dort noch den Quartz beigelegt und je nach dem
noch die SMDs - den Kontroller jedoch aufgelötet). Aber das ist
natürlich nur meine persönliche Meinung.

@Markus Burrer
Wir müssen das mal so stehen lassen. Es wäre jedenfalls schlimm, wenn
Mikrocontroller nicht als Bauteile sondern als Geräte gelten würden. Wo
wäre dann die Abgrenzung? Wäre dann ein ADC auch ein Gerät? Ein 7107
ebenfalls? Vielleicht auch schon ein NE555? Und, falls letzterer nicht,
wo ist dann die Liste in der jedes einzelne IC als Gerät oder auch nicht
eingeordnet würde. Da müsste es ja bereits eine Anweisung an die
Hersteller geben, ihre Bauteile zu klassifizieren (die EAR hätte dazu
sicher nicht die Kenntnisse). Damit wäre Absurdistan dann komplett.
Nee, nee, das kann nicht sein!
Deinem Kommentar zu Bernd kann ich nur zustimmen. Bei soviel Leuten
sollten die Kosten nicht zur Schliessung führen. Da kann was nicht
stimmen.

Ein Beobachter

Autor: Beobachter (Gast)
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Hab gerade noch was im CodeMercs Forum gefunden. Die EU hat eine Seite
wo man sein Lob oder seinen Tadel loswerden kann:

http://www.europa.eu.int/yourvoice/forms/dispatch?...

Aber bitte dran denken: unsachliche Kritik oder erfundenes Zeugs
angeben ist kontraproduktiv und hilft niemandem!

Der Link mitsamt entsprechendem Thread stammt von hier:
http://www.codemercs.com/phpBB2/viewtopic.php?t=243

Autor: Gerd (Gast)
Datum:

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"Damit wäre Absurdistan dann komplett."

Ist es das nicht schon längst?
Deutschland ist schon lange zu einer Bananenrepublik verkommen.

"Bei soviel Leuten sollten die Kosten nicht zur Schliessung führen. Da
kann was nicht stimmen."

Hackt bitte nicht auf andere rum. Das ist die Entscheidung von Bernd,
keiner von uns kennt die genauen Gründe. ElektroG war vielleicht der
Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat.

Ich muss dazu sagen, dass ich (als ich von EAR erfahren habe) auch erst
einmal überreagiert habe. Es hat mich wirklich für ein paar Tage total
aus der Bahn geworfen, weil ich diesen Schwachsinn einfach nicht
glauben konnte.
Ich bin vom Typ Mensch, der sehr gerecht denkt und handelt und
vielleicht auch ein bisschen zu sozial und solidarisch ist. Aber so bin
ich nun mal.

Der Gedanke, dass mich ElektroG womöglich um meine gesamte Existenz
bringt (ich habe Familie und Haus) hat mich zunächst erst mal in blinde
Wut ausbrechen lassen
(zum Glück bin ich selten in Berlin und ich besitze auch keine
Waffen).

Nun hatte ich ein paar Tage zum Abkühlen und Nachdenken. Habe die Sache
analysiert und nach Lösungen gesucht.
Resultat: Ich mache erst einmal weiter mit einem reduzierten Angebot.
D.h., ich nehme meine E-Drum Pads (mein Hauptprodukt) vorerst aus dem
Handel und versuche die anderen Artikel verstärkt in den Markt zu
bringen.
Ich denke jetzt entscheiden zu können, dass meine restlichen Artikel
nicht als eigenständige Elektrogeräte anzusehen sind und deshalb nicht
unter die Registrierungspflicht fallen.
Ich habe ja praktisch auch gar keine andere Wahl, denn als alternative
zu WENIG bleibt NICHTS. Und: Auf Harz IV ist sicherlich keiner scharf…
Außerdem sehe ich nicht ein das ich all die Jahre der Mühe auf den
Müllhaufen kippe soll, nur weil unser Gesetzgeber unfähig ist zu
erkennen, wer in diesem Land eigentlich die Träger sind (die Industrie
ist es jedenfalls nicht!)…

Da liegt mir der Gedanke schon näher das ich (unabhängig von EAR) in
ein Nachbarland gehen werde. Die ersten Kontakte nach Österreich habe
ich bereits geknüpft.
Es ist zugegen auch nicht unproblematisch, zumal ich dann pendeln
müsste. Aber andererseits sind die Bedingungen dort noch etwas besser
und man ist (noch?) um die Kleinen bemüht.
Jedenfalls habe ich keine Lust mehr noch irgendetwas für dieses Land zu
tun. Ich sehe hier einfach keine Perspektiven mehr und werde mich
deshalb früher oder später (lieber früher) von hier verabschieden. Ich
bin froh darüber, dass meine Frau und mein Sohn das genau so sehen…

Ich schreibe das alles deshalb, weil ich damit vielleicht den
„verzweifelten“ etwas Mut machen kann. Ich habe vor zwei Wochen auch
noch voller Verzweiflung hier gesessen und nicht gewusst wie es (dank
ElektroG) weiter gehen soll. Jetzt sehe ich zwar immer noch kein Licht,
aber einen kleinen funken und an dem werde ich mich zunächst einmal
orientieren.

Grüße
Gerd

Autor: Chris (Gast)
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Ich habe den Thread bisher nur zum Teil gelesen und eine Frage blieb
nachdem, was ich gesehen habe, offen:

Sehe ich das richtig, dass es sowohl für den Endkunden als auch für das
Unternehmen unkritisch ist, wenn sich der Sitz des Unternehmens
ausserhalb der EU befindet und der Endkunde sich das Produkt nach
Deutschland bestellt ?

Autor: Markus Burrer (Gast)
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Mir ist (wie vermutlich schon vielen) die Rechnung durch den Kopf
gegangen WIE ungerecht verteilt das Gesetz eigentlich ist.

Ich produziere im Jahr deutlich unter 200kg Elektronikteile bzw bringe
sie in den Umlauf. Wenn ich von den 195EUR pro Tonne Entsorgungskosten
ausgehe die ich bei take e way zahlen würde komme ich auf
Entsorgungskosten für meinen eigenen Elektronikschrott von deutlich
unter 50EUR.

Wieso muß ich also im ersten Jahr 900 und danach 500EUR (immer noch bei
take e way) zahlen? Wobei die Entsorgungskosten selbst für die
pauschalisierte eine Tonne noch annehmbar wären. Was im Verhältnis dazu
die Big 120 zahlen müssen will ich gar nicht wissen sonst kommen mir die
Tränen.

In meinem Fall werden also 50EUR pro Jahr für die Entsorgung von
Elektronikschrott verwendet und der Rest für die Entsorgung von
Arbeitsplätzen?

Autor: Markus Burrer (Gast)
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Ich habe gerade erfahren das der Versand von Deutschland in andere EU
Länder relativ problemlos ist solange es an Privathaushalte geht.
Dann ist in dem jeweiligen Land keine Anmeldung erforderlich. Die Menge
muß jedoch hier in Deutschland angegeben werden.

Im b2b muß jedoch entweder der Empfänger registriert sein oder man muß
in dem jeweiligen Land entsprechende Abgaben zahlen

Autor: Chris (Gast)
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Was ist unter den "jeweiligen Abgaben" zu verstehen ? Wäre das in dem
Moment ein prozentualer Anteil oder verhält sich das genauso als wenn
man seinen Firmensitz in diesem Land hätte ?

Autor: Markus Burrer (Gast)
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Das kann ich noch nicht genau sagen. Jedes Land hat da seine eigenen
Releungen (wo ist da die EU?). Deutschland hat natürlich das
komplizierteste System, zumindest soweit mir bisher bekannt

Autor: Teilchenbeschleuniger (Gast)
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wie sieht es aber aus, wenn privat zu privat ein Gerät oder Maschine
verkauft wird, per Vertrag verpflichte, das Teil zur Entsorgung
kostenlos aber vollständig an mich zurückzugeben.
und ich zerlege das und schaff es zum Schrotthänder.

Geht das?

Übrigens kaufen die alles auf , sogar für Computerplatinen gibts noch
knete.Also mache ich noch gewinn bei der Entsorgung. Genauso ist
ein doppelter Gewinn für die 120 größten Schrottproduzenten abzusehen:
a) die Entsorgungskosten bezahlen die Kleinen
b) das zu entsorgte Material wird weiterverkauft (Recycling) Gewinn für
die Ear oder den 120 Firmen.

Autor: Iltis (Gast)
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Meine Idee sich in Tschechien für 0 Euro zu registrieren ist ja
bekannt.
Von dort aus könnte ich dann in die restliche EU versenden.
Aber leider konnte ich bis jetzt nicht herausfinden, wo ich mich
registrieren muß.


mfg
Flo

Autor: Mike (Gast)
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@iltis mußt du dazu nicht auch den sitz in tschechien haben und auch
wirklich von DA versenden?

Autor: Verdatterter (Gast)
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Hallo,
also ich hab' mir den Schwachsinn mal durchgesehen und bin bei
http://www.bmu.de/files/abfallwirtschaft/downloads...
auf den Punkt 2.2 Prüfschritt 2 gestoßen ...
Also das steht, das KEIN Gerät was eine Wechslespannung über 1000V zum
Betrieb benötigt respektive ausgibt unter die Regelung fällt !!!!
Ergo, für das Gerät wird ein externer Trafo (eigenes Gerät) vorgesehen,
der aus 230 Volt 1000 Volt macht und im Gerät wird das ganze dann wieder
auf die üblichen 12V heruntergebracht ...
Und schon ist es aus dem Gesetz rausgefallen !
Oder man verlegt sich auf die Entwicklung/Vertrieb von Weidezaungeräten
und Elektroschockern, die haben auch über 1000 Volt ...
Herr laß Hirn vom Himmel regnen !!!!!!!!!!!
Blöd nur das man vorher die Köpfe einschlagen muß damits auch wirkt
...
Das ist wieder mal eine typische Lobbyisten Geschichte, ich wette da
haben sich soviele ZweitausendTeuroAnzugIchBinVollSeriösVertriebis die
Klinken in den entsprechenden EU Büros in die Hand gegeben, das die da
einfach weg sind :(
Es macht schon Sinn, den ganzen Schrott und vor allem die
Umweltgefährdung in den Griff zu bekommen, doch so eine gequirlte
Scheiße mit "Stiftung" für's Geldeinsammeln gibt's nur in D :( :(
Der gleiche Mist wie beim DSD (Duales System, die gelben Säcke halt),
die "Industrie" kümmert sich um die "Wiederverwendung"
"wertvoller" Rohstoffe ...
Klar entweder ins Ausland gekarrt und verbuddelt, oder doch verheizt,
ist damit ja "wiederverwertet" ...
Nee, nee, nee da muß man sich einfach irgend ein Ländchen aus den 150
paargequetschten aussuchen und dort einfach seine Firma einrichten,
Briefkasten&Telefonumleitung reichen.
Dann haben die Importeure den schwarzen Peter, warum das wohl so ist ?
Nein bestimmt nicht weil die Großindustrie voll in China einfällt und
dort wieder mal die Umwelt geschädigt wurde ...
Ganz bestimmt nicht ...
So und nu hör' ich auf bevor ich noch gegen das KrWaffKontrG §1 Anl.
Abschn. 19a) und § 211 StGB verstoße !

Autor: Tom (Gast)
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Hat jemand eine Ahnung, Wieviel der betroffenen Hersteller/Firmen sich
schon registriert haben, bzw. wieviele noch nicht?
Würde mich interessieren, was mit ein paar 1000 nicht registrierten
Firmen passiert. (So nach dem Motto: Ihr müsst da hin, aber keiner
kommt).

Tom

Autor: Mathias H. (mathias)
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@Bernd
Zitat:
Ich habe eine Firma mit 44 Mitarbeitern. Die Schließung wurde bereits
eingeleitet, auf Grund des unkalkulierbaren wirtschaftlichen Risikos
die sich aus dieser Verordnung ergibt. Mir gut bekannte Kunden die
ebenfalls Firmen haben, sagten mir, das auch diese schließen werden.

Hallo Bernd mich würden Deine und die anderen Firmen die zumachen
möchten mal interessieren.

Bin selbst Einzelkämpfer und bin gerade dabei für einen Kleinbetrieb
(Vertrieb) ein serienreifes Gerät zu entwickeln.

Mathias

MH-Elektron@web.de

Autor: Markus Burrer (Gast)
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Solange du nur entwickelst und nicht der Hersteller bist haste keine
Probleme

Autor: Mathias H. (mathias)
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@Markus Burrer
Danke, das weiß ich. Aber mir geht es um meine gutbefreundete kleine
Vertriebsfirma.

Autor: Winfried (Gast)
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Man wird ja kreativ bei solchen Aussichten: Wie wäre es denn, wenn man
Geräte nun nicht mehr verkauft sondern auf Lebenszeit vermietet. Das
Gerät bleibt also im Besitz des Herstellers, der Kunde kann es aber
beliebig lange nutzen. Bei Software ist das doch glaube ich schon lange
so (uneingeschränktes Nutzungsrecht).

Autor: Gerd (Gast)
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"Man wird ja kreativ bei solchen Aussichten: Wie wäre es denn, wenn man
Geräte nun nicht mehr verkauft sondern auf Lebenszeit vermietet. Das
Gerät bleibt also im Besitz des Herstellers, der Kunde kann es aber
beliebig lange nutzen. Bei Software ist das doch glaube ich schon lange
so (uneingeschränktes Nutzungsrecht)."

Diese Thema wurde hier schon behandelt (bitte Lesen!).

Geht nicht, weil von der Stiftung auch dieses "Schlupfloch" bereits
abgedichtet wurde.
Aber ich will hier nix falsches sagen... einfach mal bei EAR
nachlesen!

Wir sind wohl das einzige Land mit einer derart umfangreichen Stiftung
für Müll und Dreck!

Wie wäre es mal mit einer Stiftung für die ca. 500.000 obdachlosen
Kinder hier in Deutschland leben (müssen!)…
Die Industrie bringt es ja noch nicht mal fertig Kindergrippen oder
"Horte" für die arbeitenden Mütter bereitzustellen...

Aber Hauptsache wir haben eine Stiftung für Schrott die im Übrigen ca.
9 Millionen Euro an Kosten verschlingt (steht irgendwo bei der BMU).

Und noch mal werfe ich das Thema in die Runde:
*Hat sich schon jemand über den Datenschutz Gedanken gemacht!?*

Ich sehe in der Stifterliste, dass ausländische Konzerne aus USA und
Japan die Mehrheit stellen. Ist das noch normal?

Autor: Unbekannter (Gast)
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Ein nettes Land zum Auswandern wäre z.B. Brasilien.

Ist natürlich eine andere Wirtschaftssituation, aber es ist extrem
günstig dort etwas aufzubauen, wenn man ein paar Euro übrig hat. Dort
ist man schon mit 5stelligen Euro Beträgen dabei, sich eine Villa
hinstellen zu lassen bzw. zu kaufen und etwas aufzumotzen.

Als Elektriker ist man in Brasilien übrigens ein Gott, allerdings
braucht man ziemliche Nerven. Brasilianische Elektro-Technik ist vom
anderem Stern. Aber dennoch haben die Brasilianer eine heiden Angst vor
Strom. Als Elektriker ist man sozusagen Magiker.

Und wenn man dann noch etwas von Elektronik versteht, und z.B.
Garantorfernbedienungen reparieren kann, oder andere Alltagselektronik,
wird man gehuldigt.

Allerdings sollte man sein Werkzeug aus Europa importieren und sehr gut
darauf aufpassen.

Werde mir in ein paar Wochen einige Orte in Brasilien anschauen, und
wenn uns der Mut packt, werden wir nach Brasilien auswandern.

Tschüss Deutschland, Deine Ausbildung, Schulen und Hochschulen habe ich
genossen, vielen Dank für die Investition, darüber freut sich nun ein
anderes Land, wenn ich daraus etwas machen möchte!

Autor: Scheuklappe (Gast)
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@Gerd

Zitat:
"Ich sehe in der Stifterliste, dass ausländische Konzerne aus USA und
Japan die Mehrheit stellen. Ist das noch normal?"

Die außereuropäische Wirtschaft hat natürlich nichts dagegen,
wenn Europa die Fundamente seiner Hi-Tech-Kompetenz unterhöhlt.
Und damit die einzige Chance überhaupt, um neben Billiglohn-Ländern
wie China (demnächst neben Billiglohn auch immer mehr Hi-Tec,
nicht nur die Fertigung, nein auch die Forschung wird ja immer mehr
verlagert, siehe z.B. Siemens und Airbus) bestehen zu können
(Kreativität, Patente und wirtschaftliche Umsetzung natürlich
immer vorausgesetzt).

Die Chance, daß der kreative, begeisterte E-Technik-Student
oder fähige Seiteneinsteiger mit seinem Wissen ein paar Euro verdient,
erste Schritte in die Selbstständigkeit erprobt, was evtl.
Ausgangspunkt der Entstehung einer größeren Firma sein kann,
die Arbeitsplätze schafft, wird durch unsere inkompetententen
Landes- und Europapolitiker zunichte gemacht.

Daneben werden viele kleine Firmen an dem unsäglich aufwendigen
und teuren Verwaltungsoverhead sterben, weil sie die hierfür
aufgewendete Zeit und das hierfür verschwendete Geld nicht in
ihr Kerngeschäft, Entwicklung neuer Produkte und Marketing
investieren können. Dadurch steigt die Arbeitslosigkeit und
die Politikverdrossenheit.

Gleichzeitig beklagen unsere Politiker den Rückgang der E-Technik
Studierendenzahlen, und daß der Bürger die Europapolitik
"nicht genügend wahrnimmt und deshalb nicht schätzt"
(siehe Spiegel-Forum Koch-Mehrin).

Wie war das noch gleich mit den Softwarepatenten ?
Wird nicht mehr gebraucht, es gibt andere Wege für
diese Brandstifter, die für ihr Tun nicht zur Rechenschaft
gezogen werden können, unsere Gesellschaft zu ruinieren.
Endstation ist ein verarmter Polizeistaat, bedeutungslos
für die Weltwirtschaft. Die Wertschöpfung und Besteuerung
"deutscher Konzerne" findet in Asien statt.

Autor: Stephan (Gast)
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Habe Antwort vom Büro Trittin bekommen! LOL

Die schreiben, er ist nicht mehr dafür zuständig, und ich soll mich an
seine Nachfolgerin wenden.

Dabei hatte ich mich ausdrücklich mit seiner "Vergangenheit"
beschäftigt und auch zitiert. Echt ein Witz.

Die sog. Nachfolgerin wird mich sicherlich wieder an Trittin verweisen,
weil sie hat ja damit nichts zu tun gehabt bisher.

Warum hab ich da jetzt eigentlich hingeschrieben...? Total sinnlos
gewesen.

Stephan.

Autor: crazy horse (Gast)
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Was hast du denn von Trittin erwartet? Hast du allen Ernstes geglaubt,
du bekommst eine sinnvolle Antwort? Übrigens wird dir das bei allen
anderen genauso ergehen. Der einzige, der mitfühlend ein paar tröstende
Worte finden wird, wird der Abgeordnete deines Wahlkreises sein. Machen
kann er aber leider auch nichts, aber er wird es bei Gelegenheit zur
Sprache bringen (will ja deine Stimme nicht verlieren), haha.
Manchmal denke ich wirklich, ich bin in einem ganz schlechten Traum,
nur das Aufwachen dauert schon so verdammt lange...

Autor: crazy horse (Gast)
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by the way - warum wird eigentlich nicht von Politikern und Ministern
eine "insolvenz(abwahl)sichere" Rückstellung gefordert, damit
wenigstens ein kleiner Teil der von ihnen verursachten Schaäden
beglichen werden kann? Die können sich den aberwitzigsten Mist erlauben
und verlassen in jedem Fall das sinkende Schiff mit dem goldenen
Handschlag.

Autor: Gerd (Gast)
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@Scheuklappe,

stimme in allen punkten zu!

Ich werde auf jeden Fall noch weiter kämpfen um das Fundament zu
erhalten, auf das ich meinen Weggang aus "good old germany" bauen
werde. Ich brauch nur noch etwas Zeit (und Mittel) um den Irrsinn hier
ein Ende zu machen...
Meine Produkte kann ich (wie bisher auch) sehr gut über den
Direktvertrieb organisieren. Der Standort Deutschland ist mir nicht
mehr besonders wichtig - es geht auch von woanders.

Nur traurig das jetzt bereits die kleinen zu solchen "Mitteln"
greifen müssen um überhaupt noch Gewinne zu erwirtschaften. Unglaublich
was hier in Deutschland passiert...

Autor: Guido Körber (Gast)
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Also ich möchte mal versuchen ein paar Leute etwas zu beruhigen. Das
ElektroG ist wirklich ein Schrottgesetz und die gesamte Umsetzung ist
(leider k)ein Schildbürgerstreich. Aber zumindest für Kleinanbieter,
die hauptsächlich den deutschen Markt bedienen, gibt es anscheinend
Optionen die Kosten zumindest überschaubar zu halten:
http://www.codemercs.com/phpBB2/viewtopic.php?t=317

Katastrophal wird es jedoch sobald man in andere EU Länder verkaufen
will. Das ElektroG regelt den Fernabsatz an Privatkunden in anderen EU
Staaten ja nur für Deutschland, also welche Verpflichtungen der hier
ansäössige Versender in Deutschland hat, wie die Regelungen im
Empfängerland aussehen ist dann im Einzelfall zu klären. Eine Anfrage
von mir bei der AIHK ist bisher ergebnislos verlaufen.

Betreffs Einstellung oder Reduzierung der Geschäftstätigkeit möchte ich
alle davon betroffenen Leute darum bitten dazu etwas in unserem Forum an
folgenden Thread anzuhängen:
http://www.codemercs.com/phpBB2/viewtopic.php?t=306
Dort gibt es bereits einige Beispiele und je mehr wir übersichtlich an
einem Ort gesammelt haben, desto einfacher kann man das Problem
kommunizieren.

Autor: Guido Körber (Gast)
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Betr.: Microcontroller sind Geräte

Also diese hier getroffene Aussage kann ich nach meinem Kenntnissstand
des ElektroG verneinen. Das ElektroG geht zwar in der Definition des
Gerätes über die WEEE hinaus, aber nicht so weit.

Prinzipiell als Geräte gerechnet werden Komponenten die im allgemeinen
Handel dem Endkunden zugänglich sind und ohne spezielle Werkzeuge und
Spezialkenntnisse vom Endanwender in Betrieb genommen werden können.
Lötarbeiten zählen da definitiv nicht mit dazu, dieser Passus ist
gezielt auf die allgegenwärtigen Computercomponenten die auch im
Elektrogrossmarkt erhältlich sind und von jedem ehemaligen
Autoschrauber zu PCs verarbeitet werden.

Wir werden jedenfalls für unsere Chips und die Starterkitbausätze keine
Registrierung vornehmen und es im Zweifelsfalle gerichtlich klären.

Autor: Markus Burrer (Gast)
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Nun gut, aber als konkretes Beispiel:
http://shop.embedit.de/product_002100_120.php
Das ist ein Gerät, nicht wahr?

Autor: Unbekannter (Gast)
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Das dürfte ein Gerät sein...

Genau daran sieht man, wie absolut oberhirnrissig das alles ist!

Autor: Markus Burrer (Gast)
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Eben. Ich würde es auch als Gerät einstufen. Aber beim dem wird es schon
 schwieriger (sorry für die Eigenwerbung, aber ich denke ihr habt
Verständnis)

http://shop.embedit.de/product_002006002_341.php

Ich würde das auch als Gerät im Sinne des ElektroG bezeichnen, einfach
aus dem Grund weil nicht mehr erforderlich ist als eine Spannung
anzuschließen. Und dafür ist nur ein Schraubenzieher nötig den man wohl
kaum als "spezielles Werkzeug" klassifizieren kann.

Dann gibt es noch die Module (Link spar ich mir, findet man auch dort).
Die alleine würde ich nicht als Gerät bezeichnen, zumindest solange
niemand ein Board anbietet wo man die einfach reinstecken kann. Sobald
es aber ein Board gibt könnte man so ein Modul zb wie eine Grafikkarte
betrachten. Ich weiß nicht ob die da bei der EAR so stark
differenzieren und nicht einfach alles in einen Topf schmeißen was nach
Plug&Play Elektronik aussieht.

Die bei take e way schmeißen erstmal alles was an Privatkunden bzw
Endverbraucher geht und den "zu registrieren Topf". Damit müssen sie
nicht immer unbedingt richtig liegen, aber sind (für sich) auf der
sicheren Seite

Wie dem auch sei: man kann definitiv sagen das ich
registrierungspflichtige Geräte vertreibe. Da ich mir den Aufwand mich
direkt bei der Stiftung zu registrieren nicht geben will und vor allem
zeitlich auch gar nicht leisten kann werde ich mich über take e way
registrieren. Die berechnen aber als Mindestentsorgungsmenge eine ganze
Tonne. Es ist also egal ob ich 20kg oder 800kg pro Jahr in Umlauf
bringe, ich zahle immer das gleiche.

Die Härtefallgeschichte will ich mir ehrlich gesagt auch nicht geben
weil der Zeitaufwand bei der Menge der Produkte, die ich angeben
müsste, einfach zu groß ist. Wenn man nur 4-5 Teile hat geht das noch.
Ich kann eigentlich nur auf eine baldige Änderung hoffen

Autor: Guido Körber (Gast)
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Die Härtefallregelung ist in der Gebührenverordnung eigentlich ganz
einfach geregelt. Nur hat die EAR anfangs versucht die so umzumünzen,
dass man nur dann Härtefall ist, wenn man wirtschafltich bedroht wird
durch die Gebühren.

Richtig ist aber, dass der Gegenstand des Verwaltungsaktes nun mal die
Entsorgung der Elektronik ist. Und wenn die realen Kosten dafür nur 20
Euro sind kann keine Gebühr von 700 oder mehr erhoben werden, weil das
unverhältnismässig ist.

Also Antrag stellen mit der Begründung, dass die Tonnage pro jahr so
klein ist, dass die Gebühren die echten Kosten bei Weitem übersteigen.
Das ist doch wohl nicht zu viel Aufwand um etwa 700 Euro zu spraren?

Autor: Markus Burrer (Gast)
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Laut meinen Informationen will die EAR eine möglichst detailierte
Auflistung aller Produkte und eine Übersicht über die Finanzen der
letzen x Jahre. Man kann es zwar versuchen, aber wenn der Aufwand den
Nutzen übersteigt...

Autor: Guido Körber (Gast)
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Ja, das war bisher so. Laut Informationen von einem erfolgreichen
Antragssteller muss die EAR aber vom BMU was auf die Finger bekommen
haben nicht mehr so gierig den Gebühren hinterherzulaufen.

Nach der Gebührenverordnung und dem Grundgesetz ist es garnicht
zulässig, dass die EAR die Befreiung von den Gebühren von der
wirtschaftlichen Lage des Unternehmens abhängig macht. Es geht darum
eine Verhältnismässigkeit zum Gegenstand des Verwaltungsaktes zu
bewahren und Gegenstand des ElektroG ist nun mal die Entsorgung der
Altgeräte.

Autor: Markus Burrer (Gast)
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Ah, gut zu hören. Ich den Weg jetzt auf jeden Fall versuchen. Und sollte
es doch nicht klappen mache ich aus der Not ne Tugend

Autor: Mark De jong (mark_de_jong)
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Wie währe es mit folgende lösung:

-Mann verkauft nur noch Bausätze. Oder teil Bausätzte (z.b. nur SMD
teile bestückt).

-Mann biete die dienstleistung an die Bausätze zusammen zu löten.

Der nachteile wäre die mehrfache versandtkosten für denn Kunden, aber
keinen verkauf von geräte, oder sehe ich das falsch.

Grüße Mark,

Autor: Markus Burrer (Gast)
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Ich bin mir immer noch nicht 100% im klaren darüber ob Bausätze wirklich
so einfach ausgenommen sind. Aber ich kann vielen meiner Kunden keinen
Sack Bauteile schicken. Und wenn ich als Dienstleistung das Bestücken
anbiete bin ich ja eigentlich auch schon wieder Hersteller eines
Gerätes