Datum: 27.11.2005 13:15
Hallo, seit letzter Woche ist ja das EAR Gesetz in Kraft was für jeden Hersteller bedeutet das er seine Geräte registrieren muss um sie in Verkehr bringen zu dürfen. Doch was bedeutet das genau in der Praxis? So wie ich das verstanden habe kann ein Kunde X dem ich z.B. eine Steuerung baue diese irgendwann zur Entsorgung bei mir zurückgeben und ich muss mich um die Entsorgung kümmern und diese nachweisen (richtig verstanden?) Wie sieht es aus mit der Registrierung, ist das unkompliziert oder gar mit immensen Kosten verbunden ? Ich danke euch schonmal für eure Antworten Thomas
Datum: 27.11.2005 13:29
Datum: 27.11.2005 13:32
Hallo, die Seite kenne ich schon, ich hatte gehofft das mir jemand das Amtsdeutsch kurz und knapp in einem oder wenigen Sätzen erklären kann :-) Thomas
Datum: 27.11.2005 13:38
> ich hatte gehofft das mir jemand das Amtsdeutsch kurz und > knapp in einem oder wenigen Sätzen erklären kann Na, das ist einfach: Du musst viel Geld bezahlen, so oder so, egal ob Du nur 10 Gramm oder 100 Tonnen im Jahr in Umlauf bringst. So kostet die Registrierung Deiner Stammdaten (also Adresse plus Kram) so um die 200,- Euro, und dann kommen noch die jährlichen Gebühren dazu. Dann musst Du nochmals für ein insolvenzsicherer Treuhandkonto etc. bezahlen. Als Belohnung für die hohen Ausgaben darfst der Stiftung regelmäßig mitteilen, wieviel Elektronik Du verkaufst hast und nimmst automatisch an der Container-Lotterie teil. Sprich: Irgendwann gewinnst Du einen Container mit Elektroschrott den Du dann abholen und entsorgen musst (innerhalb weniger Tage).
Datum: 27.11.2005 13:38
Nix für ungut, aber das ist da eigentlich prima erklärt. Auch in vielen Beispielen. Zum Beispiel die Kosten, etc.
Datum: 27.11.2005 13:39
Ach, habe ich noch ganz vergessen: So als Kleinst-Kleinst-Unternehmer kannst Du mit ca. 1.000,- Euro pro Jahr rechnen.
Datum: 27.11.2005 13:43
Hallo, na das ist doch schon mal was - mal sehen wie das die Kunden aufnehmen wenn ich Ihnen erkläre warum Elektronik jetzt teurer ist... Thomas
Datum: 27.11.2005 13:46
wurde der 1. April vorferlegt? Bedeutet das wirklich, daß als Hersteller (Kleinst-Klein-Hersteller) und in Betriebbringer von Elektronik (Modellbau, KFZ, Sicherheitszeug etc) sich kostenvoll registriert werden lassen muß, nur weil 30-40 Teile im Jahr verkauft werden um die Miete zahlen zu können? Oder wie ist das zu verstehen? Würde mich mal interessieren, was die ganzen Tuning/Modellbau-Läden jetzt machen...
Datum: 27.11.2005 13:48
Fakt ist: - Anmelden einer GbR - In Verkehr bringen von 2 Kg Elektroschrott pro Jahr durch Import oder Selbstherstellung - Business zu Business, kein Privatverkauf - Besorgen von Aufklebern (Mülltonne durchgestrichen) Bedeutet: Kunde kann den alten Kram zurücksenden oder an Sammelstellen entsorgen. Das Entsorgen an der Sammelstelle ist durch den erhobenen Beitrag abgegolten. Kosten : keine 200.- Euro im Jahr Allerdings: Business zu Endkunde ist viel teurer, mind. noch mal 500.- obendrauf und immer bedenken : Es kommt auf die angemeldete Menge Schrott an. Viel Spaß beim Diskutieren, das oben beschriebene habe ich jetzt selber durchgezogen - wer Infos braucht etc. sollte bei der EAR anrufen, die geben Auskunft :-) PS: Bei der Anmeldung ein Schreiben anfügen das man doch auf Ermäßigung hofft weil man nur eine extrem geringe Menge Schrott in Verkehr bringt wirkt Wunder.
Datum: 27.11.2005 13:55
und somit ist von der lieben alten regierung wieder mal was gegen klein und mittelbetriebe getan worden - zusatzkosten bis zum abwinken - wen wundert es da noch, das mit der zeit alle ins ausland abhauen. schlußfolgerung => mehr arbeitslose => noch höhere belastungen für die, die zufällig noch arbeit haben! gruß hab_die_nase_voll
Datum: 27.11.2005 13:59
Genau das - und welchen Endverbraucher interessierts? Die Sachen kommen nach wie vor in den Hausmüll oder in die Botanik. Mir ist eben noch ein schöner alter Fernseher im Wald aufgefallen g ... mal abgesehen das Maut MwSt etc. das nötige Andere zur Preiserhöhung beitragen.
Datum: 27.11.2005 15:19
Mir persönlich als Kleinhersteller ist das jetzt egal. Ich melde mich an - gezahlt wird nicht (d.h. für die Entsorgung schon - aber nicht für die Anmeldung). 500 EUR Bürokratiekosten stehen bei mir ca 20 EUR Entsorgungskosten gegenüber. Und somit ist das nach §2 Gebührenordung unverhältnismäßig. Aber laut Chef der EAR ist es ja nur unverhältnismäßig wenn die betreffende Firma dadurch insolvent werden würde. Vieleicht hängen die mir ja da ein Verfahren an den Hals, das ich wohl oder übel gewinner werde. mfg Flo
Datum: 28.11.2005 18:23
Seh ich das richtig, das reine B2B Hersteller sich eigentlich nur registrieren lassen müssen , bzw. es reicht, eine Mengenmendung pro Jahr durchzuführen ? Gruß Thomas
Datum: 30.11.2005 12:42
Hi! Ich bin Techniker in einer PC-Firma. Wir bauen hier aus Einzelkomponennten und Barebones PCs und Notebooks. Was bedeutet die ElektroG für uns? Müssen wir jedes Produkt registrieren und Gebühren zahlen? Gibt es dann Unterschiede zwischen Händler und Endanwender als Kunde? Wir sind ja weder Hersteller noch Entwickler und kaufen nur von den Distris in Deutschland ein (INGRAM, Actebis, etc.). MfG Andi
Datum: 01.12.2005 11:58
Hallo Andi, ja das wird Euch betreffen. Hier http://www.codemercs.com/phpBB2/viewforum.php?f=11... gibts dazu ein interessantes Forum. mfg Flo
Datum: 01.12.2005 14:58
@Andi: Kommt drauf an. Wenn die von dir gebauten Geräte AUSSCHLIESSLICH Komponenten von in Deutschland registrierten Herstellern enthalten musst du dich nicht registrieren. Für weitere Infos klickst du: http://www.stiftung-ear.de/content/stiftung_ear/fr...
Datum: 03.12.2005 13:52
Als ob es nicht ausreichen würde, wenn der Endkunde das Recht bekäme, das Gerät zur Entsorgung zurückzusenden. Dieses Recht geniesst er ja schon in vollen Zügen. Aber nein, ohne ein Beamtenschar am Fressnapf ist es bei weitem noch kein "Gesetz" im Sinne des "Gesetzes". Das ist doch alles hirnamputiert. Finde ich doooooof. Gruss Dmitri
Datum: 06.12.2005 09:40
Ich habe die Diskussion gespannt mitverfolgt....die meisten meiner Fragen haben sich damit schon erübrigt :) Eine Frage habe ich allerdings noch... Der Importeur muss nachweisen dass er sich registriert hat. Was ist aber mit einem Großhändler der nicht selbst importiert ? Da weiss ich ja garnicht ob die Komponenten die ich von ihm kaufe registriert sind ? Oder ist das nicht mein Problem ?
Datum: 06.12.2005 10:57
wenn du als privat-kunde kaufst ist es egal. wenn du aber als wiederverkäufer kaufst mußt du dich eh registrieren lassen und es ist dein vergnügen von wem du kaufst...so sehe ich das
Datum: 06.12.2005 11:08
1. Wenn Du ein GERÄT verkaufst, welches Du selbst zusammenstellst, dann bist Du der Hersteller, also registrierungspflichtig. 2. Wenn Du ein Gerät verkaufst, welches Du exakt so von Deinem Großhändler hast und auf diesem nicht die Herstellernummer vermerkt ist, dann hast Du ein Problem und auch Dein Großhändler (wenn man Euch draufkommt)!
Datum: 06.12.2005 21:44
aber in der FAQ der Stitung EAR steht das folgendermaßen....Wenn ich als Widerverkäufer für die Herstellung eines PC der Eigenmarke nur Komponenten benutze die bereits registriert sind brauche ich mich nicht nochmal zu registrieren. Das wäre dann ja doppelt-gemoppelt.....Laut FAQ bin ich dann kein Hersteller sondern ein Assemlber der sich nur dann registrieren muss wenn er Waren importiert.
Datum: 06.12.2005 22:28
kann man als Privatmann auch so einen Schrottcontainer gewinnen? Sind bestimmt eine menge Bauteile dabei die man abstauben kann oder als Überraschungspaket bei EBay versteigert ;)
Datum: 07.12.2005 11:15
Die Meinug der EAR ist juristisch überhaupt nicht relevant. Die EAR, die massig Kohle mit der Container-Lotterie verdienen will, wird wohl niemanden erzählen, dass er sich bei ihnen nicht registrieren lassen muss... Die ersten Verfahren vor irgendwelchen Gerichten werden sowieso bald anlaufen.
Datum: 07.12.2005 11:40
Bis das Gesetz vernünftig umgeändert wird, hat man viele Kleinunternehmer schon ordentlich ausgenommen (entweder die EAR oder die Abmahnanwälte). Fein, auf diese Art wird das Verwaltungsgeschwür (bösartig wuchernd) noch eine gute Zeit weiter ernährt. Wenn das Geschwür dann auch die Restwirtschaft erreicht hat und diese ebenfalls ausgemergelt hat, dann wird das Geschwür selbst auch aushungern (oder etwa sich selbst fressen???)und die Welt wird wieder eine bessere. Ich jedenfalls träume weiter...
Datum: 07.12.2005 13:58
mir geht es eigentlich um folgende Aussage ind er FAQ Zitat : .."Verwendet der Assembler ausschließlich Komponenten in Deutschland registrierter Hersteller, müsste .. als Differenz Null herauskommen. In diesem Fall ist er kein Hersteller im Sinne des ElektroG und dementsprechend auch nicht zur Registrierung verpflichtet".. Mit Differenz ist der Unterschied zwischen registrierter und unregistrierter Ware gemeint...aber das sollte klar sein ;) Was meint ihr dazu ?
Datum: 07.12.2005 17:51
Ebenso idiotisch ist die Tatsache, dass jedes EU-Land eigene Gesetze hat. Wenn also einer seine Produkte ins EU-Ausland verkaufen will, so muss er für jedes Land den Bürokratenwahnsinn einzeln durchführen. Martin
Datum: 08.12.2005 18:43
Jeder registrierte Inverkehrbringer muß ja seine Reg.-Nr. irgendwo angeben. Mich würde interessieren, wie denn solch eine Nummer aussehen muß (aussieht). Nur zur Information, versteht sich.
Datum: 08.12.2005 21:38
Hallo, wie ist denn die Vorgehensweise, wenn man nur Module verkauft, die auf eine Platine aufgelötet bzw. gesteckt werden? Muss man dafür auch Gebühren zahlen oder Sicherheiten erbringen? Bei Stecken ist das Inbetriebnehmen ja recht einfach, und darauf kommt es meiner Meinung nach an, oder? Solche Module (z.B. Bluetooth oder GPS) werden zwar zum großen Teil B2B verkauft, da aber auch immer wieder Bastler usw. anfragen dürfte man diesen ja nichts verkaufen, da man dann B2C vertreibt?!? Das würde für alle Bastler und Schüler usw. in vielen Bereichen praktisch das "Aus" bedeuten, oder liege ich mit meiner Meinung, das nur noch B2B verkauft wird, falsch? MfG someone
Datum: 08.12.2005 21:55
Die Angabe einer Registriernummer ist nicht erforderlich. Eindeutige Identifikation des Inverkehrbringers reicht. Bei Modulen und Baugruppen die dem PC Bereich zuzuordnen sind z.b. Bluetooth wird man wohl eine B2B Registrierung bekommen, hier wird automatisch B2C angenommen.
Datum: 14.12.2005 18:26
hallo an alle. Wie sieht es denn mit einer Elektronikvertreibenden Privatperson aus die dieses nicht als Gewerbe sondern als Hobby so nebenbei macht? Ich erstelle Bausätze für Modelleisenbahnsteuerungen und vertreibe diese. muss ichh denn derzeit jeglichen Vertrieb einstellen wegen diesem Shit? Meine Abnehmer können es doch zurücksenden. die Adresse steht bei mir auf der Platine. tschau jörg
Datum: 14.12.2005 22:03
Du musst Deinen Vertrieb nicht einstellen. Du musst nur zahlen, dann ist alles in Butter.
Datum: 14.12.2005 22:05
es gibt kein "hobby so nebenebei" bei sowas. das ist astreines gewerbe und unterliegt den entsprechenenden bedingungen. du kannst auch nicht nur ein bißchen schwanger oder ein bißchen tot sein. genau so ist es mit dem "hobby so nebenbei"
Datum: 14.12.2005 23:44
wenn ich zahlen muss, habe ich nur 2 möglichkeiten. entweder stur weiterreichen oder vertrieb einstellen. wie soll es da in deutschland wieder aufwärtsgehen, wenn einem dauernd hürden in den weg geschmissen werden.
Datum: 15.12.2005 02:58
du kannst immer noch gegen eine einmalige Gebühr verleihen, dann müssen deine Kunden dir den Kram zurückgeben (wenn sie wollen :-) Thema Deutschland: ich glaube nicht, dass es ohne einen wirklich grossen Knall jemals wieder voran gehen kann, als da wären: -komplette Anarchie, die die gegenwärtige Selbstfesselung wird ad absurdum geführt -Krieg, was hoffentlich nicht kommen wird, aber viel Potential für einen Wiederanfang hat Regen oder Jauche, wenn es nicht so traurig wäre, wäre es schon wieder lustig. Ich habe den Glauben verloren, dass hierzulande irgendwas wirklich reformfähig und zukunftsfähig ist, es wird immer weiter gewurschtelt und dabei immer schlimmer statt besser. Repressalien und Beschneidung von Rechten, ein ständig wachsendes Heer von Überwachern und Kontrolleuren, eine Flut von Gesetzen und Verordnungen, die nicht mal mehr die Herrn Beamten kennen oder überschauen, deren Nichtbeachtung aber erhebliche Konsequenzen für die Betroffenen haben. Normalerweise wird direkt Vorsatz unterstellt. Versucht mal, irgendeinen beliebigen Gesetzestext zu lesen und auch zu verstehen, so gut wie aussichtslos, hinter den eigentlichen Sinn zu kommen. Wenn ich solche Beschreibungen zu meinen Geräten schreiben würde, könnte es gut sein, dass meine Kunden die Gerätschaften äusserst argwöhnig beäugen, die persönlich bekannten wahrscheinlich diskret einen Arzt informieren. Die Staatsfinanzen sind komplett im A...., inzwischen werden Schulden gemacht, um Zinsen zu bezahlen. Jede Bank würde dazu sagen: bankrott. Trotzdem wird weiter rumgeeiert, von Wahlversprechen bleibt nichts. Ich wollte dieses Mal nicht mehr zur Wahl gehen, habe mir dennoch einen Rück gegeben, natürlich völlig sinnlos. Im Prinzip ist kein Unterschied mehr zwischen CDU und SPD, alles dasselbe Politiker-Gelabere, ich kann es nicht mehr hören. Eine Frage der Zeit, wann es links- oder rechtsradikal wird. Da wird jahrelang in den Sand gesetzt - schade, hat nicht funktioniert, lehnen wir uns eben mit satten Pensionen (übrigens unabhängig von Einkünften jeder anderen Art, Aufsichtsratposten z.B.) zurück und lassen andere das wieder und wieder probieren. Steuererhöhung hier, Steuererhöhung dort, davon machen wir später dies und das, fällt aber regelmässig aus und keiner merkts. Irgendwie sind wir schon wie die Opferlämmer geworden, jeder schimpft, aber es passiert einfach so gut wie gar nichts. Interessante Seite zu diesem Thema: http://www.bwl-bote.de/ So, musste ich mal los werden, sorry für den offtopic.
Datum: 15.12.2005 03:30
Ei, ei, das Pferd setzt auf Untergangsstimmung. Und das noch bevor die neue Chemiekalien-Richtlinie in Kraft is. Vielleicht hilft das vorerst ein wenig: Elektronische Bauteile wie Widerstände, Transistoren, Dioden usw. fallen nicht unter das ElektroG. So steht es zumindest unter "Hinweise zum Anwendungsbereich des ElektroG", hier zu finden: http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/downloads/doc/35687.php bzw. dort im PDF http://www.bmu.de/files/abfallwirtschaft/downloads... unter Punkt 3 genauer 3.1 "spezielle Abgrenzungsfälle" nachzulesen. Z.B. Grafikkarten für PCs werden nach Maßgabe des Textes sehr wohl als "Geräte" mit eigenständiger Funktion bezeichnet und Geräte wiederrum haben ja einen Hersteller (sie sind ja wortgemäß "Hergestellt" worden). Also scheint die Lösung für Jörg doch naheliegend. Er vertreibt eine Tüte voll Bauelemente + Platine UND KEIN GERÄT und sollte damit auch nicht Hersteller im Sinne des ElektroG und somit auch nicht registrierungspflichtig sein. Hersteller wäre dann gewissermaßen der Endverbraucher. Da dieser aber keinen Handel mit der dann möglicherweise als "Gerät" zu bezeichnenen Platine treibt, ist auch dieser nicht registrierungspflichtig. Es ist so als ob wir uns mit unseren beim Conrad gekauften Elektronikbauteilen selbst was zuhause zusammenlöten, das wir natürlich nach Ablauf der Lebenszeit als privaten Elektronikschrott kommunal entsorgen. Der Konjunktiv im letzten Absatz ("sollte") verrät freilich die leichte Restunsicherheit meiner Aussage :). Sollte aber keinen Wundern, der Bericht in der c't gibt die Begriffsverwirrung in der gesammten Branche ja ebenso wieder. Ein verlässlicher Rat muss also her. Am besten bei der Stiftung selbst nachfragen. Vermutlich kann sogar ein Teil des Bausatzes schon vorbereitet (sprich verlötet) sein, ohne dass bereits ein "Gerät" daraus geworden ist. Auch wenn hier demnächst wohl die RoHS greift (also kein Bleilot verwenden) - eine erforderliche CE-Kennzeichnung für "Geräte" wäre als gelegenheits-Kleinstunternehmer eh ein KO-Kriterium, weil praktisch nicht bezahlbar. Ein Beobachter
Datum: 15.12.2005 12:49
vielen vielen dank das hilft schon ungemein weiter. jetzt treiben wir es mal noch etwas höher. wie sieht es aus wenn es eine fertig augebaute schaltung ist die zum korrekten betreiben eines weiteren NICHT AUFGEBAUTEN BAUTEILES sprich Jumper benötigt. Ohne diesen einen Jumper arbeitet diese Schaltung nicht. das müsste dann eigentlich genauso anzusehen sein wie ein bereits montierter transistor der ohne weitere bauteile auch nichts macht.
Datum: 15.12.2005 13:00
Ist es so, wie Jörg sagt ?? Dann hat ab jetzt jede meiner Entwicklungen einen Jumper. Oder könnte es auch eine steckbare SMD-Sicherung sein ? Viele Grüße ED
Datum: 15.12.2005 13:57
Mahlzeit @carzy horse: Es ist schon so, daß es wahrscheinlich eines Krieges bedarf, damit es wieder einigermaßen bergauf geht. Es ist bloß nicht möglich mehr als zwei Deutsche unter einen Hut zu kriegen. Solange wird alles weiter in Ausland verlegt (AEG, Continental,...) Ich predige schon seit Jahren, daß man Dachau und Co wieder anfahren sollte, damit man dort die Politiker und Beamten verheizen und zur Stromgewinnung nutzen kann. So bringen die mal Geld, statt nur welches zu Kosten. Falls jemand Beziehungen zu Herrn Bin Laden hat: Berlin hat einen schönen Flughafen, und auch schöne Ziele, das primäre ist das mit der großen Glaskuppel. @Jörg: Das mit dem Jumper haut nicht ganz hin: Ein "Nutzbares Gerät" ist es auch, wenn die Inbetriebnahme erst nach kleineren Maßnahmen, die von "jedem" ohne Kenntnis von EMV-Richtlinien, erfolgen kann. Ich nehme an, daß das setzen eines Jumpers mit zu diesen kleinen Maßnahmen gehört. http://europa.eu.int/comm/enterprise/electr_equipm... Ist zwar schon etwas älter, aber dient auf http://www.stiftung-ear.de/stiftung_ear/fragen_und... als Referenz.
Datum: 15.12.2005 15:25
Was mich an der ganzen Sch... besonders ärgert, ist, dass von Politiker-Seite immer auf die Unternehmen geschimpft wird und damit Stammtisch-Parolen schürt. Natürlich, um vom eigenen Versagen abzulenken. Sinn eines Unternehmens ist es, Geld zu verdienen, weiter gar nichts. Das ganze Gequatsche von sozialer Verantwortung ist gequirlte Kacke. Aufgabe der Politik ist es, dafür zu sorgen, dass das Geld verdienen hier möglich ist - keiner geht freiwillig woanders hin. Und genau da versagt unser Bürokratenstaat auf der ganzen Linie. Eine Lösung sehe ich allerdings nicht, freiwillig geben die Parasiten jedenfalls nicht auf.
Datum: 15.12.2005 16:24
Die Politik schiebt die soziale Verantwortung immer gern auf die Wirtschaft, damit sie selbst nicht zur Verantwortung gezogen werden. Ein Politiker dient nur sich selbst und nicht "dem Deutschen Volke", auch wenn er mal so etwas geschworen hat. Auch daß das Registrierungsverfahren so kompliziert ist, hat einen Grund: Die Registrierung kostet ca. 200 €, wer jetzt noch nicht registriert istweil er es nicht verstanden hat, oder Garantien nicht erbringen konnte, muß 50000€ Bußgeld zahlen. Warum wohl wurde die Thematik nicht publik gemacht (Radio, Fernsehen, Tageszeitung) ? Ich arbeite in einem kleinen Elektronikshop, und ich glaube mein Chef weiß von der ganzen Materie nichts. Erst kam Conrad, jetzt kommt EAR, ... Ich werde mich schonmal nach einem neuen Job umschauen, denn wenn mein Chef sich jetzt registriert, heißt das er hat seit dem 24.11. unangemeldet gehandelt -> 50000€ Strafe -> 3 Arbeitslose mehr Aber was sind schon drei Arbeitslose, wenn man Millionen davon hat. Vielleicht bekomme ich dann ja Hartz IV, dann hab ich 300€ mehr als für 44 Stunden/Woche. Hartmut Thesner sagt in c´t 24/06 daß ein Betrieb, der durch 700€ bedroht ist, sich gedanken über die Wirtschaftliche Grundlage machen sollte, aber wir sind in Deutschland da gibt es keine Wirtschaftliche Grundlage, sollten alle diese Leute ihre Läden schließen, ohne vorher zu versuchen zu überleben? 700€ ist für einen Kleinstbetrieb durchaus bedrohlich, da dieses Geld auf einmal gezahlt werden muß, das heißt im Zahlungsmonat für Bestellungen nicht zur Verfügung steht (ein kleiner Betrieb hat nicht den immensen Kredit bei Zulieferern). Als Folge könnte es zu einem Engpaß im Lagerbestand und zur Abwanderung der Kundschaft zu einem der Großen kommen, die am Stadtrand mit riesigen kostenfreien Parkplätzen auf Kundschaft warten. Wir haben nur eine Parkbucht mit 3 Plätzen, an der auf jeder Seite eine Dame der SA/Hilfspolizei mit gezücktem Notizblock lauert. Sorry falls ich etwas von der Thematik abgeschwiffen bin, aber die ganze Politik in diesem Land kotzt mich an, nur Vetternwirtschaft und Schmarotzertum.
Datum: 15.12.2005 16:51
@Jörg Mit einem bloßen "Jumper setzen" ist es vermutlich nicht getan (PC E/A-Karten enthalten auch Jumper und fallen unter das EAR). Ich denke da eher z.B. an bereits aufgelötete SMD-IC (alles was für Otto Normalos Lötkolben zu klein ist) und ein paar Widerstände die der Endkunde dann einlöten muss und damit die Funktion herstellt. Dazwischen gibt es sicher eine Grauzone. Möglicherweise ist dass auch gar nicht bis ins letzte Detail geregelt (in den EAR-FAQ taucht ja auch öfter mal ein Satz auf wie ".. das bleibt den Herstellern überlassen ..". Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass für ein paar Platinchen die geballte Armada der Gesetzeskeule aktiviert wird, zumal wenn es sich wie angedeutet nicht um eindeutige Verstöße gegen das ElektroG handelt. Ich würde trotzdem alle Hebel in Bewegung setzen, um mich schlau zu machen. Ich denke aber nach wie vor, dass ein Beutel Bauteile nebst Bauanleitung gegen Entgeld versandt kein Gerät im Sinne des ElektroG darstellt (bleibt ja auch dem Endabnehmer überlassen, ob er das Ganze zur Funktion bringt oder lieber die Bauteile anderweitig verwendet). Vielleicht hilft auch das Stichwort Prototypen weiter. Hab allerdings in den EAR-FAQ noch nichts darüber gefunden. Ein Beobachter
Datum: 15.12.2005 17:27
naja es muss ja nicht gleich ein extra jumper sein. vielleicht geht es ja auch wenn man den DIL- gleichrichter sockelt und als zurüstteil beilegt. der phanthasie sind keine grenzen gesetzt. tschau jörg
Datum: 16.12.2005 19:55
Also mit einfachen Steckverbindungen ist bestimmt kein Bausatz durchzubringen, da ja jeder dann das Geraet in Betrieb nehmen kann ohne jegliche Kenntnisse der Materie. Es muss also wohl schon geloetet oder wo anderst hinzugekauft(wobei das wohl auch wieder kritisch ist) werden nehme ich an. Gruss Tobias
Datum: 17.12.2005 01:00
@crazy horse: > Sinn eines Unternehmens ist es, Geld zu verdienen, weiter > gar nichts. Das ganze Gequatsche von sozialer Verantwortung > ist gequirlte Kacke. Nicht ganz. Einige Auszüge aus dem Grundgesetz: Artikel 14: [...] (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. [...] Artikel 20: (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. [...] Jedes Unternehmen hat, so wie jeder Bürger dieses Staates, sehr wohl eine soziale Verpflichtung gegenüber der Allgemeinheit.
Datum: 17.12.2005 02:39
hier sieht man wie wieder einmal unsere Politiker richtig zugeschlagen haben. Da fragt man sich wirklich ob man so dumm sein kann. Wiedermal ein Gesetz entwerfen, dass minimum x Millionen Paragraphen hat, statt einfach nur zu schreiben jeder Hersteller/Händler/... ist verpflichtet seine Altgeräte zurückzunehmen und zu entsorgen.(Ist natürlich noch in Paragraphen Deutsch zu übersetzen) Nein man braucht eine Stiftung, die alleiniges recht hat das sehr komplexe hoch inovative und teuere Rücknahmeverfahren durchzuführen. lächerlich und das in einem land mit freier Marktwirtschaft. wie sieht es eigentlich aus: entwickel grad ein kleines Gerät und möchte dies dann auch später vertreiben - kleine Stückzahlen. ich rechne vielleicht mit 500€ im Jahr also mehr als kleiner zusatz verdienst(Hobby). Hab mir gedacht, damit alles seine Richtigkeit hat meldest dann halt eine Gewerbe an über die ich das gerät vertreiben will. 1. war ich erstmal geschockt über die ganze EMV Gesetze - CE Kennzeichnung - OK ist halt viel doku arbeit jetzt kommt dann auch noch dieser scheiß, wo ich dann 1000euro im jahr zahlen soll. gibt es da keine Ausnahmen für solche Fälle, in dem xMillionen Seiten langem Gesetz außerdem würd mich interessieren ob ich dann irgendwann wenn ich mich registrieren konnte(bezahlen konnte) alte fernseher, ... zugeschickt bekomme von deren Entsorgung ich natürlich keinerlei ahnung hab da ich ja nur ein kleines Zeitmessgerät vertreibe????
Datum: 17.12.2005 07:50
du kannst alles bekommen, was dazu gehört, dafür gibts Gerätegruppen. (Autoradio z.B. gehört nicht dazu, weil Teil eines Autos). Das wirklich schlimme daran ist, dass es dir passieren kann, dass du schon im 1. Jahr einen 30t-Container zugewiesen bekommst. Wie gesagt, zugewiesen, die EAR sagt dann, der gehört jetzt dir. Du musst ihn abholen lassen und entsorgen. Das ganze ist riesengrosser Blödsinn. DIe Grundidee ist ja an sich nicht schlecht, die Ausführung ist eine Katastrophe, die viele kleine Hersteller in den Ruin treiben wird. Der ganze EAR-Zauber verschlingt Unsummen. Wäre doch viel einfacher, jedem Gerät nach Gewicht eine "Ökosteuer" aufzubraten und diese wird fällig, wenn was verkauft wird, ähnlich wie die Umsatzsteuer, fertig. Gerecht, einfach. Das Geld bekommen die Entsorger. Bezahlen müssen das Ganze sowieso die Kunden, es wird auf den Preis aufgeschlagen, letzten Endes also trotz allem Gequatsche mehr oder weniger Allgemeinkosten. Die EAR braucht jedenfalls niemand, ausser das wieder viel Geld vernichtet wird (Registrierungskosten, jährliche Kosten) und sich ein weiterer Parasit nach Belieben den Bauch vollschlägt. Noch schlimmer finde ich, dass der ganze Mist in jedem europ. Land anders geregelt ist - das nenne ich lebendiges Europa. Aber da haben wir ja wieder Potential für eine grosse Elektroschrott-Harmonisierungs-Komission.... Übrigens: wer was nach Holland oder Belgien oder oder oder verkaufen will, muss sich dort auch registrieren.
Datum: 17.12.2005 08:01
@Unbekannter:
Und daran glaubst du noch?
Artikel 14:
[...]
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem
Wohle der Allgemeinheit dienen.
"Soll" ist ja ein Freifahrtsschein....
Artikel 20:
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer
und sozialer Bundesstaat.
Das erinnert mich irgendwie an die gute alte DDR-Dogmenzeit.
"Der Kommunismus ist allmächtig, weil er wahr ist" diese interessante
und mit Inbrunst verbreitete These hätte mich damals fast das Abi
gekostet.
Jedes Unternehmen hat, so wie jeder Bürger dieses Staates, sehr wohl
eine soziale Verpflichtung gegenüber der Allgemeinheit.
Datum: 17.12.2005 14:32
"Also mit einfachen Steckverbindungen ist bestimmt kein Bausatz durchzubringen, da ja jeder dann das Geraet in Betrieb nehmen kann ohne jegliche Kenntnisse der Materie." wer schreibt denn vor, daß nicht jeder das gerät in betriebnehmen darf? Ein conrad-bausatz für ne lichtampel kann auch jeder löten, und sogar nur gesteckt läuft ist. gibt es denn eine klare, rechtsverbindliche definition, was ein bausatz ist und was nicht? oder ist das wie so viele auslegungssache eines richters?
Datum: 17.12.2005 17:28
Die Elektor hat nach eigenen Angaben bei den zuständigen Stellen angefragt ob Bausätze unter das ElektroG fallen oder nicht (steht in der Januar Ausgabe auf Seite 4) und hat (wie sollte es auch anders sein :-() bis jetzt keine Antwort bekommen. Das ist eben auch das Dilemma, in das man sich begibt, wenn man eine derart weitreichede Regelung auflegt. Man kommt dann kaum hinterher all die Spezialfälle zu regeln und zwar solange, bis keine mehr ohne tagelanges Studium des Kleingedruckten mehr durchblickt. Die Idee einfach eine Rückname aller verkauften Elektrogeräte gesetzlich festzuschreiben wäre kaum besser. Das war schon bei den Pappverpackungen ein Chaos (schon mal bemerkt, dass praktisch niemand mehr seine Umverpackung (wie anfänglich noch) im Laden belässt - ich jedenfalls sehe keinen mehr). Und wo sollte der Staubsauger nach 5 bis 15 Jahren hin, wenn im ehemaligen Elektrofachgeschäft jetzt Wellness im Angebot ist?! Bestimmt gäbe es bessere Wege. Gering ist das Problem sicher nicht. Und wenn wir ehrlich sind, hört unsere Denke am eigenen Mülleimer auf. Handlungsbedarf bestand/besteht also bestimmt. Die wirklich gelackmeierten scheinen mir derzeit nur die Klein- und Kleinstunternehmer zu sein. Auch dafür scheint es eine Härtefallregelung zu geben (Freistellung von den Kosten auf Antrag UND NACHWEIS). Anscheinend wird man bei der Stiftung EAR aber mit wenigen 100 Euro Monatsumsatz nicht ernst genommen (sie c't Interview) - ein Schlag ins Gesicht für alle, die wirklich klein anfangen wollen (oder müssen), ohne sich von vorneherein über Kredite zu verschulden. Im Moment bleibt da nur Prinzip Hoffnung (vielleicht erkennt die große Koa noch Nachbesserungsbedarf. Bei der neuen Chemierichtlinie jedenfalls ist durchaus eine Entschärfung erreicht worden (keine befristeten Genehmigungen etc.) Warten wir mal ab. Alles ist im Fluss! Ein Beobachter
Datum: 20.12.2005 00:34
Dein Wort in Gottes Gehörgang.... Wenn sich da nichts ändert, wird es mittelfristig wohl keine One-Man-Shows mehr geben.
Datum: 31.12.2005 17:59
Lese in den Beiträgen immer von der mögliche Kostenbefreiung. Die Hürden die dafür errichtet werden sind unzumutbar. Folgendes wird verlangt: Die Menge der in Verkehr gebrachten Geräte, der wirtschaftliche Wert der Registrierung für das Unternehmen, die voraussichtlichen Entsorgungskosten und die abfallwirtschaftliche Relevanz, was immer das auch ist, die wirtschaftlichen Ergebnisse des Unternehmens in den vergangenen 2 Jahren mit den dazugehörigen Aufzeichnungen Darstellung des Anteils der betroffenen Produkte in den beiden letzten Geschäftsjahren, sowie aktueller Aufzeichnungen mit Ausblick dazu. Vorgelegt werden muss weiterhin die Produktkalkulation mit ein und Verkaufspreisen, Stückzahlentwicklung für die betroffenen Produkte in den letzten 2 Jahren, sowie aktuelle Aufzeichnungen mit Ausblick. Eine Abschätzung der voraussichtlichen Entsorgungsmengen un Kosten. Das alles für jährliche Entsorgungskosten von ca 1-2 gemäß der Berechnungsformel. Werde meine Fa. schließen. Bin bereits Rentner.
Datum: 31.12.2005 18:37
Bitte die Gründe für die Schließung per öffentlichen Brief in der Lokalzeitung an zuständigen Bundestagsabgeordneten. Du bist übrigens nicht der einzige, der bis morgen schließt. Ich kenne inzwischen fast ein Dutzend Kleinstfirmen die es morgen nicht mehr gibt.
Datum: 01.01.2006 10:06
und was machen die leute dann, wenn man nicht das glück hat rentner zu werden? kann doch irgendwie nicht angehen, oder?
Datum: 01.01.2006 13:58
Zum Thema Firmen-Schließung bitte auch Spuren in diesem Forum hinterlassen: http://www.codemercs.com/phpBB2/viewforum.php?f=11 Speziell meine ich diesen Thread: http://www.codemercs.com/phpBB2/viewtopic.php?t=306
Datum: 04.01.2006 15:07
Als kleiner Unternehmer (Herstellung elektronischer Komponenten für Musiker) werde ich ebenfalls schließen. Dies ist keine leichtfertige Entscheidung, sondern die einzig mögliche Konsequenz aus den immer größer werdenden Lasten die wir als Kleinunternehmer zu tragen haben. Habe mich (nachdem ich betriebsbedingt arbeitslos geworden bin) 5 Jahre bemüht dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen. Verfüge inzwischen über ein Patent und produziere diverse eigene Entwicklungen in Kleinserie. RoHS habe ich noch mitgemacht (neue Lötstationen usw.), aber EAR ist mein Ende. Die Entwicklung eines Moduls (wäre ein wichtige tragende Säule meines Portfolios geworden) habe ich bereits eingestellt. Der laufende Geschäftsbetrieb wird ende des Montats offiziell beendet. Mitteilung an Presse, MdB, Datenschutzbeauftragten und BMU erfolgt zeitgleich. Darin werde ich mich auch für die zukünftigen Zahlungen aus Harz IV bedanken. Gute Nacht Deutschland - schlafe weiter gut und fest! Gerd
Datum: 04.01.2006 16:34
Datum: 04.01.2006 18:26
Nur so als Idee: Wäre es möglich dass sich mehrere Mini-Unternehmen/Einzelpersonen zusammenschließen und dann gegenüber der EAR als ein Unternehmen auftreten, so dass sich die Kosten aufteilen ließen?
Datum: 04.01.2006 19:33
Ein Zusammenschluß mehrerer Firmen wird in den Bedingunge der "ear" ausdrücklich ausgeschlossen. Die Gründe liegen auf der Hand P:H
Datum: 04.01.2006 19:54
(entfernt)
Datum: 04.01.2006 20:25
Na dann füllt doch ein kleines Behältnis innerhalb eurer Geräte mit Cola. Dann greift vielleicht das Dosenpfand, und die Sache ist vom Tisch. :-)
Datum: 04.01.2006 20:40
@keks, wenn es nicht so traurig wäre, wärs ja schon wieder lustig. "Ein Zusammenschluß mehrerer Firmen wird in den Bedingunge der "ear" ausdrücklich ausgeschlossen." Ja da haben Sie wohl recht, das liegt auf der Hand! Ich bin zutiefst enttäuscht von diesem Land! Leistung und Engagement zählen hier nichts mehr. Da erinnere ich mich doch mit Kopfschütteln an die Neujahrsansprache unsere Frau Dr. Angela Merkel. War da nicht so etwas wie "jeder kleine Innovation zählt..." oder so ähnlich!? Großartig!
Datum: 04.01.2006 23:35
Ich bin auch Kleinunternehmer, und ich bin sehr verunsichert, mit steigender Tendenz. Hauptsächlich mache ich Software, aber gelegentlich auch Hardware, aber leisten kann und will ich mir diese Abzocke wirklich nicht. Die Gebühren, die ich entrichten müßte, stehen in keinem Verhältnis zur veräußerten Menge ! Aber alles hinschmeißen will ich auch nicht. Es geht doch 'nur' um die ordnungsgemäße Entsorgung. Zählt denn nicht vielleicht auch der gute Wille, das ich z.B. jedem verkauftem Gerät ein Returenschein beilege, mit der Bitte, mir das Gerät zur Entsorgung zurückzusenden ? Dieses entsorge ich dann gegen Gebühr bei einem Verwerter ? Das ist bestimmt allemal wirtschaftlicher, und habe ein reines Gewissen ! Kann man mir dann wirklich an die Karre fahren, und den Gesetzeshammer schwingen ? Das Thema ist echt total demotivierend !! Vielleicht muß man ja demnächstpotentiell zu benutzende Bytes eine Programms irgendwo registrieren...? In der richtigen Zusammenstellung bestimmt auch eine Gefahr für die Umwelt VG ED
Datum: 04.01.2006 23:38
Es braucht viel mehr Öffentlichkeit, Politiker lesen nicht in Elektronikforen http://www.abendblatt.de/daten/2005/07/07/456328.html Gute Beiträge von der Elektorseite, besonders der Teil ab "Ein europäischer Skandal!" http://www.elektor.de/Portals/0/WEEE/ElektroG-Ausw... und natürlich das gute PDF von Guido Körber von Code Mercenaries (das sind die mit dem USB-I/O-Warrior Baustein), besonders Informativ der Teil "Sicherheitsrückstellung für den Insolvenzfall" und die "Kostenaufstellung" http://www.elektor.de/Portals/0/WEEE/Überblick%20... Alles hinschmeissen ist jedenfalls auch keine Lösung. Vielleicht ist die Kostenbefreiung für den Kleinstunternehmer doch ein gangbarer Weg. Es gibt doch sinngemäß den schönen alten Spruch "wer kämpft kann verlieren, wer es unterlässt hat schon vorher verloren". http://www.codemercs.com/phpBB2/viewtopic.php?t=31... Es bleibt abzuwarten ... Ein Beobachter
Datum: 05.01.2006 00:27
Beim Stöbern in den Links zu diesem Thema gefunden: http://www.reed-electronics.com/electronicnews/art... dkm
Datum: 05.01.2006 10:04
Hallo... Auch ich habe bis zum Inkrafttreten des Gesetzes einigermassen erfolgreich elektronische Schaltung für den Modellbaubereich (hauptsächlich Flugmodellbau) entwickelt, hergestellt und vertrieben. Leider sind bei diesen "Nischenprodukten" die Verkaufszahlen nicht so hoch, und Preisanpassungen nach oben sind auch nicht zu machen. Es gibt leider genügend Leute, die bei eBAY solche Schaltungen privat verkaufen, und sich einen Sch... drum kümmern, was für Gesetze einzuhalten sind ! Nur als "Gewerblicher" kommt man um soetwas leider nicht drum rum. Folge des Ganzen war also, dass ich nun alle elektr. Produkte aus meinem Programm nehmen musste, da die Kosten für EAR mit den zu erwartenden Verkaufszahlen und Gewinnen in keinem Verhältnis standen. Glücklicherweise trifft es mich nicht so, wie einige andere, da ich das ganze nur als "Nebenjob" gemacht hab. Ein Hoch auf dei Bundesregierung ! Dirk
Datum: 05.01.2006 10:21
Nachdem sich diese EAR Geschichte ja doch bei etlichen Kleinunternehmern als existenzbedrohend erweißt, hier ein kleiner Tipp ohne Gewähr, der evtl. einigen hilft, das EAR bis auf Weiteres zu umgehen. Laut EAR sind Bausätze von diesemm Gesetz ausgenommen. Nun, was ist aber ein Bausatz? Ändern Sie einfach Ihre Module dahingehend ab, daß der Enduser dieses komplettieren muß, damit das Gerät betrieben werden kann. Da nirgends festgelegt ist, wie tiefgreifend diese "Endmontage" sein muß, reicht es einfach, ggf. Teile wie den Stromanschlusstecker, den ISP Stecker oder den Schnittstellenstecker separat mitzuliefern, damit der Käufer diesen selbst einlöten kann. Dies ist zwar keine perfekte Lösung, bewahrt jedoch ggf. davor, sein Betrieb zu schließen oder Produkte einzustampfen. Gerhard
Datum: 05.01.2006 11:18
Nur so ein Gedanke: Kann man die bisher verkauften Geräte nicht einfach vermieten. Einamlige Mietgebühr statt Kaufpreis. Mietdauer: unbegrenzt.



