Datum: 15.11.2006 13:17
Hallo! In der letzten elektor gab es eine Ankündigung für eine CNC-Fräse im Selbstbau. Diese soll wohl im Januarheft erscheinen. Da ich sehr intereesiert und neugierig bin, wollte ich mal fragen, ob jemand schon mehr darüber weiss. Gruß Guido
Datum: 15.11.2006 16:09
Gegenfrage : wenn du Baupläne,... für eine Fräse angefertigt hättest die wirklich günstig ist im Vergleich zu Fertig-Fräsen und auch von der Qualität mithalten kann, würdest du die Pläne dann für ein mickriges Autoren-Honorar jedem zu verfügung stellen, oder würdest du die Fräse selber vermarkten/die Pläne einzeln verkaufen um maximalen Profit rauszuholen ? ich schätze mal es wird ein nettes Hobby-Projekt, aber kostenmäßig nicht viel günstiger sein als eine billige Fertig-Fräse. ich lass mich aber gerne etwas besseren belehren und mache dann ein Kreuz für den Beginn des Untergangs des Kapitalismus ;-)
Datum: 15.11.2006 20:38
sehe ich ähnlich. Obwohl im Hobbybereich kleine Fräsen bis Din A4 als Portal um die 500 - 800 EURO zu bauen sind, wenn man nicht Stahl fräsen will. Selbst die Tanbo "Bohrmaschine" von Elektor war so bei 600 EU. Elektor wird wohl nur den Bausatz vorstellen. Zeichnungen dafür gibts ja bei E* für 30 EU.
Datum: 16.11.2006 07:56
Hallo ihr zwei! Ich hoffe, dass die Konstruktion der elektor ein durchschlagender Erfolg ist. Warum seid ihr so arrogant zu behaupten, dass das Gerät schlecht wäre. Kennt ihr die Konstruktion schon? Habt ihr überhaupt den Artikel in der elektor gelesen? Ich werde keine 30 Euro in einen Konstruktionsplan stecken, der vielleicht auch nur ein Nepp ist. Abgesehen davon, dass ich die erforderlichen mechanischen Bauteile nicht in der Qualität fertigen könnte, die erforderlich ist. Bisher habe ich auch noch keine Fräsen gesehen, die im Bereich 500-800 Euro liegen. Inzwischen suche ich schon seit 1 Jahr. Das wäre auch der Betrag, den ich ausgeben würde. Übrigens kündigt die Zeitschrift elektor einen Bausatz an. Vom Preis war noch nicht die Rede. Auch von der Qualität ist noch nicht die Rede gewesen. Tanbo kostet etwas mehr, als du angegeben hast. Es liegt bei 799 Euro. Tanbo ist in dieser Grundkonstruktion nicht mit einer Fräse vergleichbar. Gruß Guido
Datum: 16.11.2006 09:28
>Inzwischen suche ich schon seit 1 Jahr. Das wäre auch der >Betrag, den ich ausgeben würde Da wirst du vermutlich noch länger suchen müssen. Eine fertige Fräse, ohne Elektronik für den Preis wirst du nicht finden. Für Bauteile solltest du vielleicht mal bei metallstore.de reinschauen. Der Frästisch von Proxxon (manuelle Bedienung) lag irgendwo bei 250Euro, dazu noch einen Frässpindel ca. 150 Euro (generalüberholt...). Die Schrittmotoren sollten auch schon etwas mehr "Bums" haben. Das wird nichts mit welchen aus einem Drucker oder Scanner. Was auch noch ein nettes preisrelevantes Teil ist: die Spindeln. Die einfache Variante wäre eine Trapezspindel, die allerdings mit etwas mehr Spiel zu kämpfen hat (Positionierfehler). Das lässt sich aber mit etwas mehr mechanischem Aufwand auch in den Griff bekommen. Schöner sind natürlich Kugelumlaufspindeln. Dafür haben die aber auch ihren Preis...
Datum: 16.11.2006 12:58
Hi Guido , was hat das mit Arroganz zu tun ? wir wurden um unsere Meinung gefragt und haben gemäß unserer Realitätskenntniss geantwortet wir werden sehen wie du darüber denkst wenn du sämtliche Material und Fertigungskosten der Elektor Fräse zusammengetragen hast ich bin sehr gespannt auf dein Ergebniss, es würde mich freuen wenn du uns vom Gegenteil überzeugen kannst :-)
Datum: 17.11.2006 21:41
bei Farnell wird ein CNC Fräsenbausatz aus Holz vertrieben, das ist definitiv die Schmerzgrenze ;-)
Datum: 18.11.2006 20:16
Hallo, Ich bin im Besitz von 2 Platinenfräsen. Eine Benutze ich schon seit mehreren Jahren für Bohren von Platinen Die andere habe ich vor einem Jahr gebaut mit dem Gedanken die nach Dem Fertigstellung zu verkaufen.Die neue Fräs-Bohrmaschine ( siehe Anhang ) ist aus Aluprofilen aufgebaut Verfahrweg in Längsrichtung ca 250 mm in Querrichtung ca 170 mm. Die Bewegung in Längsrichtung erfolgt auf 12 mm Stahlwellen mit 4-fachen Kugelbuchsenlagerung die Querrichtung auf einem THK Linearführung. Der Hub bzw. Z-Achse wird auf einem STAR Kompaktschlitten ausgeführt. Die X,Y Achsen werden durch Kugelumlaufspindeln mit 4mm Steigung bewegt. Die Z-Achse wird wie auf dem Bild sichtbar mit einer 10 mm Gewindestange in einer Kunststoffbuchse bewegt Alle 3 Achsen sind mit Schrittmotoren ausgestattet. Mit einem Steuerung der Schrittmotore im ½ Schittmodus erreicht man einen Auflösung von 1/100 mm. Wenn Interesse besteht bitte um eine Nachricht Waldemar
Datum: 18.11.2006 22:48
jo, finde ich auch! wie lange has du dafür gebraucht? gibts dafür ne anleitung?
Datum: 19.11.2006 15:24
Zu dem Aufbau, der hat ungefähr 2 Wochen in Anspruch genommen.Wie gesagt das ist meine 2. Fräse da habe ich mich bei dem Bau teilweise an den Erfahrungen gehalten die ich bei dem Bau der ersten gemacht habe. Die Größe und Dimensionierung habe ich auch aus meinen Erfahrungen Gewählt. Die erste Fräse habe ich für meine Zwecke überdimensioniert Gebaut, ( mit den Gedanken das ich vielleicht doch was Größeres wie Frontplatten bearbeiten könnte ) was im laufe der Jahre nie vorkam. Die größten Projekte die ich bis jetzt gemacht habe passten immer auf Eine Dopeleuroplatine 20 x 16 cm. Und die Fräse kann das auch. 2. Bei dem Dimensionierung hat auch das Material eine große Rolle gespielt ( also Kostenfaktor ) da die Profile, Stahlwellen, Spindeln und Schlitten kosten eben paar Euro. Aus den og. Gründen habe ich kein Bauplan bzw. Anleitung aber wenn Interesse besteht kann ich noch mehr Bilder von dem Gerät machen und hier einstellen. Gruß Waldemar
Datum: 19.11.2006 16:47
also ich denke ein paar bilder speziell von der führung in x und y-achse währen sehr interessant. welche schrittmotoren hast du denn dafür benutzt?
Datum: 19.11.2006 17:14
Wie viel hat dich die Maschine gekostet? Bei so standard-Teilen wie Alu-Profilen, die nicht extra angefertigt werden müssen, entsteht somit ja auch ein Kostenvorteil. Ich finde, für unter 200€ müsste man allgemein für ein Gerät DIN A4-A3-Größe schon dabei sein, wenn man die Elektronik&Software selber baut. Motoren gibts bei Pollin. Das einzige Problem was ich habe ist, an anständige Metallteile dranzukommen, selber sägen wird immer schief, man müsste jemanden mit CNC-Fräse kennen. Tja, das Henne-Ei-Problem.
Datum: 19.11.2006 17:44
naja, für unter 200€ wird das denk ich nie was... wenn du motoren von pollin nimmst kommst du vlt. recht billig weg, aber dann wackelt alles um 1mm hin und her und das ist glaub ich ned ganz das was du wolltest oder? wenn man das ganze gscheid baut wird das ganze sicherlich um einiges billiger als eine gekaufte maschine in der preisklasse aber unter ca. 500€ wirst du denk ich trozdem nicht kommen wenn du damit noch halb reproduzierbare ergenisse hinbekommen willst...
Datum: 19.11.2006 18:50
Hier im Anhang eine kleine Sammlung von Bildern der Maschine. Ludwig, dabei Bild von unten woduch mann die Lagerung der Längsachse sehen kann. Die ist aus 12 mm gehärteten Stahlachsen hergestellt. Darauf links und rechts je ein Schlittenbock mit zwei 12mm Kugelbuchsen pro Schlitten. In der Mitte der Schrittmotor mit 16 mm Kugelgewindestange Steigung 4 mm. Zwischen den Schlitten auf dem unterem Profil ist die Kugelgewindemutter angebracht. Die Querachse ist auf einem THK Führung aufgebaut. Die breiten THK Führungen sind dafür optimal da Sie noch in minimalen Grenzen nachjustierbar sind was 100% Spielfreichheit garantiert. Aloha, zu den Preisen sicherlich läst sich für 200 Euro eine CNC Bohr bzw Fräse bauen. Aber wir wollen damit auch noch arbeiten. Mit einem VHM Bohrer in der 0.5 mm Klasse in Platinen Bohren dabei den PAD treffen. Die Linearführungen kosten wenn man die bilig ersteigert schon diesen Betrag, für die Kugelgewindetriebe must Du auch noch ca. 150 Euro hinblättern. Die Schrittmotoren liegen auch wenns Bilig bei 20 Euro/Stk. Die Z- Achse die bei Bohren jedes mall bewegt werden muss auch ein 100-ter. Mit 500 Euro sollte solche Vorhaben zu realisieren sein wenn man nicht grade viel Geld für gebrochene Bohrer ausgeben will. Die Mechanik muss schon Präzision haben um reproduzierbare ergenisse hinzubekommen. Waldemar
Datum: 22.11.2006 07:58
Hallo allerseits, ich befasse mich auch schon seit langem mit dem Thema Fräse-Bauen. Für 700 bis 800 Euro kann man sich so ein Ding schon leicht bauen. Die Konstruktion ist nicht wirklich das Problem, da es viele Firmen gibt, die Profile und FÜhrungen relativ günstig herstellen (Item, Ulmer ...) Interessant ist auch die Firma CNC-Haus (ich hab jetzt leider den Link nicht hier). Die sind zwar nicht die billigsten, aber haben so ziemlich alles, was man für so einen Bausatz braucht. Außerdem bieten sie auch die Bearbeitung des Materials an, z.B. zuschneiden der Profile, Endenbearbeitung der Spindeln ... mfG Markus
Datum: 24.11.2006 21:05
Um die Diskussion wiederzubeleben: Für 750 Euro bekommt man auf CNC umgebaute Proxxon-Fräsen (MF70), wurde auch hier im Forum bereits erwähnt. Die größte Einschränkung dabei dürften die kleinen Verfahrwege sein. Die Ankundigung der Elektor lässt sich dort nachlesen, inklusive Photo der Mechanikteile (auf der deutschen Seite habe ich nichts gefunden): http://www.elektor-electronics.co.uk/Default.aspx?... Andererorts habe ich gelesen, dass der Elektor-Bausatz bei etwa 2000 Euro liegen soll, was schon etwas mehr wäre als ich gehofft hatte... In dieser Preislage gibt es auch fertige CNC-Fräsen, die zumindest bei den bislang bekannten Daten mit der Elektor-Maschine vergleichbar sein sollten. Ich selber kenne mich in der Thematik nur soweit aus wie ich in letzter Zeit recherchiert habe, weil ich selber einen Einstieg plane. Wäre schön, wenn jemand mit mehr Erfahrung ein paar Einschätzungen (auch zum Elektor-Angebot, soweit das möglich ist) oder Empfehlungen geben könnte. Ursprünglich wollte ich auch eher 1000 als 2000 Euro ausgeben, zumal es ja noch Folgekosten gibt. Bausätze mit Vorfertigung wären akzeptabel, kompletter Eigenbau nicht. Tom
Datum: 26.11.2006 21:24
Hallo flintstone, schonmal bei www.cnc-steuerung.com geschaut? Da gibt's ab 400 Euro "richtige" Fräsen, also aus massivem Stahl. Zwar nur mit Handrädern, aber man kann erst mal loslegen und ggf. später mit Motoren ausrüsten. Axel
Datum: 28.11.2006 08:32
Hallo, wer Informationen zum Selbstbau einer CNC-Fräse sucht wird in Peters CNC Ecke fündig. www.cncecke.de Dort werden die verschiedensten Projekte vorgestellt, Bezugsquellen genannt, Bauweisen diskutiert, etc. Lohnt sich! Viele Grüße Holger
Datum: 02.12.2006 12:29
Was kosten diese Aluprofile die Du verwendet hast pro Meter? Bei Item habe ich irgendwie keine direkten Preise gefunden, und ich wollte nicht extra eine Anfrage losschicken. Und gibts solche Profile eigentlich auch zu bezahlbaren Preisen in Stahl? Wiegesagt, ich habe leider von Metallpreisen gar keine Vorstellung und auf die Schnelle bei google auch nichts gefunden (nur Edelmetallpreise ;-)).
Datum: 02.12.2006 14:28
Hallo, @bwd Bei Kritec sind die Profile günstiger und sie schreiben die Preise per m auf die HP. http://www.kritec-gmbh.de/ mfg Tomafa
Datum: 02.12.2006 21:38
Offen in dem beitrag ist vor allem noch die steuerung und die Programmierung bzw. softwaresteuerung. Könntest du hierzu noch etwas sagen?? Hilfreich wäre auch mal eine Zusammenfassung an addressen, wo man alles herbekommen könnte. Mir kam noch die Idee des Gebrauchtwarenmaktes. vielleicht könnte man auch bestimmte teile irgendwo sich ausbaucen oder umbauen. soe wie ich das gesehen habe dürften das alles standardprovile sein, die überall montiert werden. es wäre auch interessant bis zu welcher Leiterbahnstärke man noch fräsen kann. Im Zuge der Mikroprozessorverkleinerung dürfte dies nich unerheblich sein. gruß ralf
Datum: 09.12.2006 23:23
Hallo erstmal, hier sind wirklich ein paar Pessimisten am Schreiben. Ich will hier sogar den Mut haben und behaupten, dass ich eine Leiterplattenfräse um weniger als 50€ bauen kann. Und selbst in diesem Betrag sind mehr Spritkosten als Materialkosten enthalten. Schaut doch einfach einmal zu einem Betriebsschrotter, den findet ihr sowieso überall dort wo es größere Betriebe gibt. Und wenn ihr genau schaut, werdet ihr sicher ein paar Führungen und Motoren inkl. Ansteuerung finden. Ich war erst letzte Woche wieder am Schrottplatz und hab dort 3 Maschinentische mit Antrieb, dutzende Schrittmotoren und Servos - einfach alles was da Maschinenbauerherz begert - gefunden. Selbst habe ich auch schon eine CNC Laserschneidmaschine direkt am Schrottplatz ausseinander genommen, aber die eignet sich wohl eher nicht als Platinenfräse mit ihren 2m x 2m Arbeitstisch :D Na wie auch immer - auf jeden Fall braucht ihr keine komplizierte Steuerung, da die Software sowieso alle Berechnungen durchführt und schon hunderte Programme im Umlauf sind, die mit jeder möglichen Schrittmotorendstufe, in Verbindunng mit dem Parallelport, arbeiten. Und die Schrittmotoren müssen auch nicht gerade soviel Moment aufbringen, um den ganzen Maschinentisch verdrehen zu können. Und auch hier will ich wieder die Behauptung in den Raum stellen, dass sogar ein Motor aus einem alten DeskJet die nötige Kraft hat, um eine Leiterplattenfräse zu betreiben. (im Zusammenhang mit einem Riemengetriebe) Grüße Daniel
Datum: 10.12.2006 02:34
So einen Schrottplatz hätt ich auch gern hier. Wenn du das nächste mal da bist, bring mir ein paar Führungen und Antriebsspindeln mit ;)
Datum: 10.12.2006 10:00
da muss ich meinem vorredner recht geben. Mit Pessimissmuss hat noch niemand etwas bewegt, eher blockiert. Kritik ist ok, soweit sie Konstruktiv ist. gerde hier elebe ich wirklich klasse Typen mit klasse Ideen. Ich bin manchmal wirklich bewegt, was sie sich einfallen liesen, woras man alles was machen kann. erst gestern sah ich ein betrag -geling auf seine Homepage, wo er einen Kardreader machte aus einem abgesägten, ISA stecker. Komischer weise denken hier immer alle beim cnc-fräsen bauen, man müsse sich alles neu kaufen. gerade Proviele und Motoren lassen sich überall besorgen. Und absägen dürfte ja auch nicht das Problem wirklich sein. da geht man um die ecke zu einem der einen kleinen Metallbetreib hat drückt dem nen 10er oder nen kasten bier in die Hand und der sägt es einem ab. Und ganz sicher gibt es viele schulfreunde oder sonitge Leute, die im Metallbereich arbeiten. allerdings hat man solche Freundschaften nicht wenn man nur stets eigenbrödler ist und im Keller hockt. Also, leute macht mal euer gesichtsfeld etwas auf und setzt mal ne breitere Brille auf. es gibt überall Lösungen und viele liegen auf der straße. Was mich nicht interessieren würde, was ich nicht weis, ist wie und in welchem Protokoll die cnC-Maschine angesprochen werden muss. sorry, ich bin halt kein Metaller. sprich was muss die Maschiene behereschen und wo bekommt man diese Infos her? ralf
Datum: 10.12.2006 18:34
Ralf, deinen ersten Satz zum Thema Pessimismus habe ich noch verstanden. Zu glauben, aus dem Rest werde jemand schlau, erfordert aber mehr Optimismus als ich für realistisch halte.
Datum: 11.12.2006 09:30
die meisten arbeiten mit einem Takt-Richtungssignal.
Datum: 11.12.2006 10:05
Ich stellte fest,dass euer CNC Fräser ein Mango hat. Die Position stimmt stets, bis auf wiederholfehlertolleranz, bei geringer belastung. es kann aber vorkommen, dass bei belastung ein takt auch mal ignoriert wird, d.h. verlohren geht. Das system wird das nicht erkennen und auch keine Möglichkeit der Nachkorrektur haben. fazit ist, dass das Fräsobjekt dahin ist. Mindestens sollte irgendwie erkannt werden, dass ein Impuls erfolgte, jedoch der Schrittmotor, diesen Impuls nicht ausführte. Im Feststellungsfall müssste man dann sich überlegen, wie dann weiter zu verfahren ist. Durch ein abgenutzer Fräser kann es ebenfalls vorkommen, dass der Schrittmotor Steps nicht ausführen kann, sprich hinterherhinkt. Auch dies würde man dann, wie obig erklärt, erkennen. Ein weiteres Mango ist die Eichung. Auch hier könnte man sich überlegen, wie man dieses erreichen könnte. ( Annäherungsschalter, Lichtschranke usw.) Gruß Ralf
Datum: 11.12.2006 10:27
>Mango
ist eine sehr leckere Südfrucht. Was du meinst, ist das "Manko". ;-)
Zum Thema "Pessimismus": Man kann für 50 Euro eine komplette CNC-Fräse
bauen (kann ich mir zumindest unter o.g. Vorraussetzungen vorstellen).
ABER: Manche haben keinen entsprechenden Schrott-Händler vor der Tür,
mancheiner würde mit dem Ding dann auch gerne andere Sachen bearbeiten.
Eine Platinenbohrmaschine kann man sogar mit Gewindestangen aus dem
Baumarkt basteln; eine kleine Fräse, die auch Stahl bearbeiten kann,
erfordert etwas mehr Aufwand (das schaffen teilweise nicht mal die
Fräsen für diverse Teuro).
Wenn einer schreibt, dass er eine Fräse für 50 Euro zusammenbauen kann,
dann wird die vermutlich nicht das leisten können, was mancher von ihr
erwartet, was sie können sollte.
Datum: 11.12.2006 10:43
Aus Erfahrung weis ich, dass überall ein Schrotthandel ist. Man kann sich auch statt einer spindel sich etwas anders ausdenken. vorstellen könnte ich mir auch das ausschlachten von Tintenstrahdruckern oder Scannern. da wird auch präzise geführt. Kleinere schrittmotoren haben natürlich nicht viel Kraft. Mit einer Übersetzung, dann wiederum doch, geht dann aber auf die Geschwindigkeit. Die Welt ist voller Bauteile. Und viele Firmen sind froh, wenn sie Ihre teile entsorgt bekommen, oder wenn Sie jemand eine Freude machen können mit teilen, die eigentlich verschrottet werden würden. Auch da lässt sich mit einer Flasche wein vieles regeln. Ich würde mir sogar zutrauen, etwas mit zusammenzubasteln, das sogar für unter 20€ zu machen ist. Es sit dann vielleicht nicht ästetisch schön, aber dafür fast umsonst. Gruß Ralf
Datum: 11.12.2006 13:16
50 Euro für eine CNC-Maschine? Das ist viel zu teuer!
Ich kann eine CNC-Maschine für 5 Euro bauen!
Die kann dann auch Stahl fräsen!
a.) Für die Gewindetriebe braucht ihr nichtmal Gewindestangen
aus dem Baumarkt. Es reicht vollkommen, auf einem langen
Schaschlik-Spieß mit dem Taschenmesser ein Gewinde
aufzuschnitzen.
b.) Für die spielfreie Mutter auf dem Gewindetrieb könnt ihr
einfache Spielzeugknete verweden. Die kann man passend auf
den geschnitzten Schaschlik-Spieß abformen.
c.) Als Führungen nehmt ihr am besten Fluid-Führungen. Einfach
ein Gefäß mit Wasser füllen und dann Schwimmkörper verwenden.
Diese Schwimmkörper gleiten völlig ohne Spiel auf dem Wasser
und können die Fräskräfte problemlos aufnehmen.
d.) Als Fräs-Spindel verwendet ihr am besten den Motor eines
Prozessor-Lüfters. Der ist schön kräftig und noch leise.
e.) Für die statische Konstruktion am besten Pappe verwenden,
z.B. aus alten Schuhkartons. Diese Pappe ist äusserst stabil
und lässt sich dennoch leicht mit einer Schere zuschneiden.
f.) Um die Pappe-Elemente zu verbinden, solltet ihr Tesa verwenden.
Dann könnt ihr die Elemente leicht justieren und jederzeit
umbauen.
g.) Für die Gewindeantriebe verwendet ihr am besten Schrittmotoren
aus Armbanduhren. Da könnt ihr ja problemlos ein Riemengetriebe
aus einem Einmachglasgummi anbauen, um mit der Untersetzung die
Kraft zu erhöhen.
Also: Nur nicht so pessimistisch und negativ: Wenn man nur will, geht
alles! Die ganze Industrie, die selbst für kleinste CNC-Fräsen
5-stellige Euro-Beträge ausgibt, ist einfach nur doof, dumm und hat
keine Ahnung was alles möglich ist!
Datum: 11.12.2006 14:04
Das Ganze artet mal langsam aus. Klar dass es genügend Möglichkeiten gibt eine Fräse oder eine Bohrmaschine zu bauen. Ich hab schon viele Bilder im Netz gesehen von CNC - Fräsen aus Holz, Spannplatten und dem gleichen mit Führungen aus Schubladen M5 Gewindestangen, Schrittmotoren aus alten Floppy´s usw. Jeder für sich muss den Preiss/Leistungsverhältniss für sich selbst abschätzen und vor allem das Nutzen soll nicht auf der Strecke bleiben. Ich habe meine Bohrmaschine um meine Platinen zu bohren und Konturenfräsen der Gleichen. Das soll genau und präzise in angemessenen Zeitraum erfolgen. Wenn ich bei bohren einer Platine mit 400 Löcher ca 10 Sek pro Loch brauche werde ich höchst wahrscheinlich mit der Hand bohren. Wenn mir bei jedem 10 Loch mein 8 Euro VHM Bohrer abbricht werde ich die Platinen Herstellen lassen ( billiger ). Es muss nicht immer das Beste und Teuerste sein aber im Rahmen des machbarem bleiben.Es nutzt mir am Ende gahr nichts wenn ich eine Fräse / Bohrmaschine habe die ich für kleines Geld gebaut habe mit der ich nichts anfangen kann. Außer paar Euro weniger, dem verlorenem Zeit und neuen Erfahrungen habe ich ein Teil vor mir den ich in die Tonne klopfen kann. Gruß Waldemar
Datum: 11.12.2006 14:27
Ein ganz wichtiger Faktor für die "eigene Fräse" ist, nicht warten zu müssen, wenn man den Job vergibt. cdg
Datum: 11.12.2006 14:29
Für eine firma ist so bastelleien natürlich unangebracht. Da muss schnell eine Produktion laufen. die Kosten für ein Gerät muss zwar auch bezahlt werden, ist letzlich aber nebensache. Geld wird verdient indem man eine Maschiene benutzt und darüber hinaus zahlt die Maschiene letzlich der staat , sprich wir. Bei uns Hobbyisten ist das völlig anders. Unser ged ist sehr knapp und es muss sowieso überall gespart werden um durchzukommen. Und bei Studenten oder Lernlinge ist das nochmals anz anders. Da ist man froh, wenn man mit etwas Kripps im Kopf und etwas Nachdenken auch zu brauchbaren ergebnisssen kommt. Und man macht es ja auch aus spass. Irgend etwas gekauft ist halt doch was anderes, als durch künsterische Ideen etwas umzusetzen. Als ich ein Heranwachsender war hatte ich im Monat 20 DM taschengeld und ein teueres Hobby - Elektronik- . Und dennoch konnte ich mir fast alles dennoch zusammenzubauen. Das einzige was ich mir mal damals leistete war ein Lötkolben, ein Vielfachmessgerät. Nicht einmal Platienen machte ich mir, sondern benutze alte Leiterplatten und unterbrach die verbindungen mit einem Messer und brückte mit Kupferdraht. das ging auch. Und ich baute damit funksender, Radios und vieles mehr. es geht wenn man nur will. Einfach ist es natürlich irgend etwas zu kaufen. aber gerade das ist heute unser Problem. Es wird nur noch konsumiert. Gerde wir deutschen waren früher bekannt als die türftler und Bastler. Das schein inzwischen fast völlig untergegangen zu sein. Glaubt ihr Keppler hatte ein Zeis-Objektiv. Daimler ne cnc-Fräsmaschiene, Einstein einen Computer??? Und ich habe sogar schon mal eine CNC-fräsmaschine ganz aus Holz gesehen. Warum nicht ?? Und ob man Metall verarbeiten kann hängt nicht davon ab was für ein Material für die CNC-Maschine verwendet wird. Natülich kann man dann nicht mit großen vorschüben arbeiten. die ersten Drehmaschienen waren bestimmt auch nicht kommplett aus Metall.
Datum: 11.12.2006 14:48
>Und ich habe sogar schon mal eine CNC-fräsmaschine ganz aus Holz >gesehen. >Warum nicht ?? Weil Holz arbeitet... >Glaubt ihr Keppler hatte ein Zeis-Objektiv. Daimler ne >cnc-Fräsmaschiene, Einstein einen Computer??? Nein, warum auch? Albert Einstein war Mathematiker, die sind es gewohnt, Sachen zu beweisen und herzuleiten, dazu braucht man keinen Computer. Gottlieb Daimler wird aber schon eine Drehbank und eine Fräse gehabt haben. Kepplers Linsen konnten die Leute damals auch schon manuell schleifen... >Und ob man Metall verarbeiten kann hängt nicht davon ab was für ein >Material für die CNC-Maschine verwendet wird. Jein, wenn man eine Fräse aus Holz hat und damit Stahl fräsen will, sollte sie möglichst wasserfest sein, da man den Fräser doch lieber flüssig kühlen sollte... >die ersten Drehmaschienen waren bestimmt auch nicht kommplett aus >Metall. Nö, die waren aus Bambus/Holz und haben eins-A Löcher in Steine gemacht. Das ist aber schon etwas her. Übrigens finde ich die Bauanleitung des Unbekanten hervorragend geeignet. Irgendwie fehlen mir darin zwar noch Joghurt-Becher, aber sonst ist das Ding Klasse. Wenn man sowas in China fertigen lässt, kriegt man es womöglich sogar noch geschenkt... Hannes Lux hat übrigens auch eine super Platinenfräse gebaut. Damit kann man wunderbar Platinen bearbeiten, aber leider nicht in der dritten Dimension. Die bearbeitbare Fläche ist auch recht begrenzt, dafür erfüllt sie aber ihren Zweck. Für meine Zwecke wäre sie aber zu klein. Ausserdem würde ich auch gerne Frontplatten aus Aluminium bearbeiten und Modellbauteile aus Kunststoff damit herstellen.
Datum: 11.12.2006 15:14
@WM-Rahul, Treffer und versenkt. Ich baue übrigens auch gerade eine. Nich aus Jogurt Bechern aber aus Alu Profilen und Kugelrollspindeln. Leider ohne Schrottplatz.....
Datum: 11.12.2006 15:33
>Ich baue übrigens auch gerade eine.
Parameter und Kosten wären dann bestimmt für einige von uns interessant.
Datum: 11.12.2006 15:38
Ich überlegs mir auch gerade eine zu bauen. Ich denke gerade darüber nach ob sich nicht ein paar alte Scaanner oder Tintenstrahdrucker dafür eignen würden. Mal sehen .-)
Datum: 11.12.2006 16:39
@guido Hallo, von woher hast du den 100Euro X/Y tisch ? Ich habe was billiges bez. Platinenbohrungen gemacht, max 8x10cm. Europlatine in zwei Durchgängen. Habe Servos genommen, externe linearpotis anstelle des internen servos, servo für Endlosrotation modifiziert. Servos bewegen den Platinenrahmen, Elektromagnet fixiert die Platine, Hubmagnet senkt den Bohrer.
Datum: 11.12.2006 17:38
Francesco, sieht ganz nett aus. Kannst du was zur Elektronik sagen? Bestimmt hätte man da noch einiges einsparen können, wenn man auf Teile zurückgreift, die Handeslüblich verbaut sind und rausfliegen. Und wenn man gerade nicht um die Ecke einen Schrotthändler hat, so kommt man bestimmt irgend wann man an einem sowieso vorbei, auf irgend einem Fahrweg. :-) Man muss ja auch nicht immer die Proviele nehmen. Sie sind allerdings recht praktisch. Winkel und gezogenes Metall gibts überall auf dem Schrott. 500 Teuro geht schon langsam an die Schmerzgrenze.
Datum: 11.12.2006 18:10
@ralf, micro, rs232 zum PC, 2x servo out, 1x elektromagnet, 1x pwm für 12V Bohrer, 1x taster, 1x piezo. Bohre zuerst die Platine, vor dem Belichten und Atzen.
Datum: 11.12.2006 19:02
Wenn ich mir so Francescos Beschreibung angucke, überlege ich, ob ich
nicht die Maxxon-Getriebe-Motoren mit Inkrementalgeber, die ich hier
noch rumliegen habe, für sowas mal probiere...
>1x piezo.
Wozu den? Fertigmeldung?
Wenn es wirklich nur um Platinenbohren geht, sollte als Träger auch eine
MDF-Platte reichen, oder?
Wie sieht es mit dem Datenimport aus? Exellon? Gerber?
Datum: 12.12.2006 14:51
Ich würde ern noch etwas über die Raslisierung der Elektronik gerne erfahren, ebenso bzgl. Software.
Datum: 12.12.2006 15:08
>Ich würde ern noch etwas über die Raslisierung der Elektronik gerne >erfahren, ebenso bzgl. Software. Und was genau? Wie man einen Schrittmotor betreibt, kann man per Internet (z.B. Roboter-Netzwerk herausfinden). Für kleine Schrittmotoren gibt es integrierte Bausteine (L298 ist bspw. eine zweifach H-Brücke, allerdings etwas antiquiert). Trinamic stellt auch tolle Stepper-Treiber her, die über I²C angesteuert werden können. Dann braucht man noch die Software für die Steuerung. Da sollte man sich auf jeden Fall den Bresenham-Algorithmus angucken (das Rad braucht nicht neu erfunden werde...). Ältere Steuerungen arbeiteten meist auf dem direkten Weg vom PC zur Fräse. Heute haben Fräsensteuerungen einen Mikroncontroller, der sich um das Anfahren der verschiedenen Punkte kümmert. Meist versteht die Steuerung schon Protokolle wie HPGL, Gerber und andere.
Datum: 12.12.2006 15:18
Also, ich habe eine SW im Internet gefunden mit source code, open source. Formate: HPGL, sowie Excellon version 1 und 2, weiters ist die Sw für Stepper-Motoren gedacht. Habe sie ein bisschen umgeschrieben, um die Serielle Schnittstelle zu benutzen, sowie für Servos, sprich absolute Koordinaten anstatt von relativen. Die SW umfasst vielleicht 120 Zeilen, also sehr klein. Den Piezo ist für Fertigmeldung sowie Fehlermeldung. Die Strohmmenge des Bohrers wird gemessen, mittels eines niederohmigen Wiederstandes. Wenn der Bohrer bricht, kann das gemessen werden. Weiters ist der Piezo nützlich, um die Taste zu Bestätigen, sowie bevor der Bohrer hochläuft, geht der Piezo eine gew. Zeit, man kann das dann ev. den Bohrvorgang mit dem Taster stoppen. Fürs Fräsen sollte eine MDF-Platte, welche zuvor Plangefräßt wurde, benutzt werden. Für das bohren ist es besser, einen Platinenhalter zu machen, wo die Platine nur Seitlich aufliegt, und kein Material darunter gebohrt wird. Beim FR4 ist es wichtig, einen hohe Z-Achsengeschwindigkeit zu haben, bez. einen größeren Anpressdruck, sonst bekommt man probleme mit den Bohrungen und Bohrern. Bez. der Elektronik, was ist dir da nicht klar, bez. wo brauchst du da noch Erläuterungen ?
Datum: 12.12.2006 15:52
Ich bin ja vom Elektronigfach.Unklar ist mir in Elektronik so gut wie nix. Ich wollte wissen wie du es realisiert hast. Schaltbilder,Mikrokontroller, senorik usw. ebenso wie diesoftwäre aufgebaut ist und in welcher Sprache diese anzusprechen ist, ebenso die Schnittstelle zumPC und Steuerung natürlich.
Datum: 12.12.2006 16:14
Das ist die Orginalsw, davon habe ich ca. 50% rausgeschmissen, ohne Grafik, kann die bei Bedarf auch Posten. Schaltplan kann ich raussuchen.
Datum: 12.12.2006 17:41
Anscheinend hat mein Beitrag über den Schrotter wieder Schwung in die Sache gebracht. Und Jans Peter... willst du wirklich ein paar Führungen?!? Heute war ich wieder am Schrottplatz und hab ca. ein dutzend kugelgelagerte Längsführungen (ca. 250x100mm) gefunden, anbei noch ein dutzend Laserinterferometer mit dazugehörigen Prismen und auf jeder Führung ein Schrittmotor drauf. Läst man das ganze System zusammengebaut und schraubt zwei Führungen im (exakt) rechten Winkel zueinander auf, habt ihr schon einen CNC-Tisch der auf auf 1/1000m genau geht (mit entsprechender Auswertung und Ansteuerung natürlich). Schrott kostet 1 €/kg. Eine Führung wiegt 22kg, da die Grundplatte aus Stahl ist. Also wenn man faul ist kostet einem das gerade mal 44€. Ich werde Morgen die Führungen und die Laserinterf. runter schrauben, damit ich den unnützen Stahl nicht zahlen muss (rund 90%) Eure Unterhaltung hat mich angeregt euch zu beweisen, wie billig und gut vorallem so etwas zu machen ist. Ich werde also 2 davon verwenden um mir selbst eine Leiterplatenfräse zu bauen. Falls jemand an den Führungen interesse hat, kann ich sie euch ja verkaufen (billig natürlich - bin ja kein Unmensch :D) Falls jemand aber denkt, dass er eine Fräse für Metall braucht, dem würde ich etwas Massiveres empfehlen. Die ganze Maschine braucht je nach Materialabtrag und Metall eine dementsprechende Masse um die Schwingungen und Kräfte zu absorbieren. Natürlich braucht man für einen schweren Maschinentisch und Ausleger auch massive Führugen und starke Motoren. Hierbei ist man mit Servos schon wieder besser bedient, aber der Kostenaufwand steigt auch ins Unermessliche für den Hobbybastler. Aber wir reden hier sowieso von kleinen Bohrplottern und Leiterplattenfräsen und nicht von 300kg schweren CNC-Maschinen, oder?!? Die Ansteuerung der Schrittmotoren dürfte prinzipiell auch kein großes Hinderniss darstellen. Z.B der L6203 ist eine Endstufe und in Verbindung mit einem L297 eine einfach Schrittmotoransteuerung, gesteuert mit nur 2 Signalen - Richtung und Takt - . Außer den elektronischen Bauteilen würde ich an eurer Stelle sowieso nichts neues kaufen. Fast sämtliche Elemente sind Industrieware und dementsprechend überteuert. Ich arbeite gerade selbst an einer Diplomarbeit (Mechatronik) und fertige mein Projekt bereits seit einem Monat. Hätte ich mir alle Elemente gekauft wäre ich auf rund 8000€ gekommen, da ich aber dieses Projekt mit einem Partner in Eigenregie durchführe war dieser Gedankengang vollkommen irrelevant und eine genaue Kostenberechnung nur Zeitverschwendung. Wir sind bereits am Ende der Fertigungsphase und das Gerät ist vollkommen gefertigt und hat uns gerade einmal 400€ gekostet. Dabei sind 2x 5Nm Schrittmotoren inkl. 12A Endstufe. 2x 1,5m Durchm. 40H9 Führungen inkl. Kugellager, jede Menge Alu, Stahl und Elektronik. Nur zur vorstellung, das Gerät ist ca. 2x2,5m lang und wiegt um die 300kg. Wir haben uns für unser Projekt auch etwas neues kaufen müssen, da wir es nicht sofort fanden. Und zwar ein Linearkugellager von SKF. Da wir aber keine Welle mit entsprechener Randhärte hatten, fuhren wir zum Schrotter und suchten danach. Wir fanden ein ganzes Führungssystem mit 8 Wellen. Kostete uns bei 9kg 7€. In der Schule zerlegten wir es und fanden darin 16 Schweizer Qualitärslager. Hundert mal besser als die, die wir bestellt hatten. Somit haben wir 40€ zum Fenster rausgeworfen. Also rate ich jedem, der die Möglichkeit hat zu einem Schrotter zu gelangen, dort auch hinzufahren. Ihr spart euch nicht nur euer Geld sondern vllt. auch Arbeitszeit, wenn ihr ein passendes System findet. Der, der nicht zum Schrotter schaut ist selber Schuld, wenn er das bis zu 1000 fache zahlt.
Datum: 12.12.2006 18:02
@Francesco (Bohre zuerst die Platine, vor dem Belichten und Atzen) Ok, das erspart das genaue Ausrichten. Ist das Papier (Lichtschutz der Fotoschicht) drauf oder beschichtest du die Fotoschicht nach dem bohren ? MfG, cdg
Datum: 12.12.2006 18:22
@cdg Weiters erleichtert es das Ausrichten von zweiseitigen Platinen, da man dann ja die Bohrlöcher als Referenz nehmen kann. Den Lichtschutz lasse ich zum Bohren drauf und ziehe ihn erst vor dem Belichten / Ausrichten ab.
Datum: 12.12.2006 20:22
Benutzt Du etwa den Fräser nur zum Bohren von Löchern????????
Datum: 14.12.2006 21:45
Moin, um mal wieder auf das erste Posting zurückzukommen und allen Elektor-Anhängern die Illusionen zu raube... Die Elektorfräse: http://www.elektor.de/Default.aspx?tabid=164 Kostet schlappe 1599,- Euro + 78,- Euro Porto. Die spinnen doch... Das mag vielleicht für die Fräse angemessen sein, für eine Hobby-Eletroniker-Zeitschrift sprengen die aber jetzt wirklich jeden Rahmen. Gruß Kadde
Datum: 14.12.2006 21:55
>Bitte? Das Käseblatt? Nee die hat den Namen nicht mehr verdient.
Das ist wohl war!
Gruß
Kadde
Datum: 14.12.2006 22:22
Ich muss zugeben, sie lassen sehr nach. Im letzen elektor mit der dreingabe fragte ich mich ob die mich verarschen wollen. or einemJahr gab es noch recht gute sachen. Mich begeisterte die sache mit dem Mikrokontrolllerdreingabe von renesas. Mit den fpga´s gings ja noch war aber eher dürftig. Und jetzt wirds immer schlimmer. Die Idee mit dem Gameboy war ja noch ok, aber auch hier viel zu oberflächlich dargetellt. auf Programmeirung gehen sie ja gar nicht ein.
Datum: 15.12.2006 00:00
Daniel A: Hast du das ganze dutzend Führungen geholt? Ich wäre in der Tat eventuell daran interessiert, wenn sie nicht zu schwer für ein Paket sind. Kannste mal ein Foto machen? 250 x 100 mm heißt 250 lang und 100 breit? Dann würde wohl für die Platinenbohrmaschine eine Führung pro Achse locker reichen.. Was würden mich denn 3 solche Führungen mit Spindeln und Motoren, aber ohne Grundplatten kosten? Da kommen ja noch ein paar Euro für dich dazu.. ;) Gruß Jens
Datum: 15.12.2006 09:48
Auch wenn die Stimmung hier etwas gegen Elektor umgeschlagen ist, so wäre ich doch noch an einer sachlichen Diskussion zu dem Bausatz interessiert. Den kompletten englischen Heftartikel kann man hier runterladen (die deutsche Version ist wohl noch nicht veröffentlicht): http://www.elektor-electronics.co.uk/Default.aspx?... Die Bausatzmaschine sollte dieser hier entsprechen: http://www.colinbus.com/Deutsch/cbr40_d.htm Ich frage mich - ob dieser FCT300 von Ferm eine brauchbare Wahl als Fräsmotor darstellt (dass es auf jeden Fall ein Kompromiss ist und auf die Anwendung ankommt ist ohnehin klar) - in wie weit die Schnittstelle zu anderer Software kompatibel ist - was von diesen Kunststoffmuttern zu halten ist (kenn mich da nicht aus) Auf mich macht die Maschine dadurch, dass sie nicht nur aus Standard- Profilen besteht und die Gewindespindeln nicht direkt offenliegen und auch durch die Ansteuerung über die serielle Schnittstelle mit eigenem Controller schon einen etwas professionelleren Eindruck als das was ich sonst so in dieser Klasse gesehen hab. Aber weil ich nach wie vor Laie in der Angelegenheit bin, nochmal die Bitte an die erfahreneren CNCler hier: Beurteilt doch bitte mal das, was Elektor (oder genauer: Colinbus) da anbietet. Danke. Tom (@ knopf: Nur so aus Neugier - was war denn die Dreingabe im letzten Elektor?)
Datum: 15.12.2006 13:29
Für knapp unter 1000 Euro (inkl Versand) bekommt man eine 105x162mm CNC-Fräse fürs Platinenbohren, oder auch zum Platinenfräsen. Neu gegen Rechnung. http://www.usovo.de/usovoneu/include.php?path=cnc-... http://www.usovo.de/usovoneu/include.php?path=eks101.php

