Datum: 22.06.2007 08:19
Hallo, kennt wer einen geeigneten Feuchtigkeitssensor der in Erde gut funktioniert. Um dem Pflanzensterben entgegen zu wirken wollte ich eine automatische Bewässerung machen. Da mir das über die Zeit aber zu gefährlich / ungenau / simpel ist, sollte sich die Bewässerung auf die tatsächlich vorliegende Anforderung der Pflanze beziehen. Sprich der Feuchtigkeit der Erde.
Datum: 22.06.2007 08:33
Das gibt's schon fertig beim 'C' oder ELV zu kaufen. Als Eigenbau: zwei Elektroden in die Erde stecken (!ACHTUNG! kein Kupfer verwenden!) und den Widerstand messen. Den Grenzwert kannst du empirisch ermitteln (Erde trocknen lassen und einstellen). Eine Widerstandsmessung (mit sehr kleinem Strom wegen Elektrolyse) die zyklisch misst (so alle 5..10 Minuten sollte reichen).
Datum: 22.06.2007 08:36
sehr simple Schaltung mit CMOS-Gatter: ftp://ftp.cadsoft.de/eagle/userfiles/projects/bdm.zip Blumendurstmelder. Zeigt mit LED an, wenn Blumenerde trocken wird
Datum: 22.06.2007 09:18
Hallo! Eine gute Art Bodenfeuchte zu messen ist mit Gipsblöcken. Ich hab was ähnliches vor, ich hab mir gedacht ich gieße einfach zwei Drähte in Gips ein. Dann muss man natürlich noch kalibrieren da ja jeder Gipsblock anders ist. Ich frag mich nur was am besten als Elektrode? Silberdraht? Kupfer?
Datum: 22.06.2007 09:20
Nimm Edelstahl als Sensoren z.B die Metallstabilisatoren aus den Wischerblättern. Denke an den Ausfall der Elektronik, anschließend steht deine Bude/Gewächshaus Unterwasser.
Datum: 22.06.2007 09:52
Einfach nur zwei Elektroden in die Erde stecken halte ich nicht für ne gute Idee. Da der Kontakt zur Erde nicht konstnt gut ist, bzw je trockener die erde wird desto schlechter wird der Kontakt. Der Vorschlag mit Gips gefällt mir gut, weisst du zufällig was Gips für einen Widerstandskoeffizient hat? @Frankl das soll sowieso nur aus einem mittelgroßen Behälter gepumpt werden (5 bis 10 Liter). Aber vielleicht ist eine zusätzliche Zeitüberprüfung schon sinnvoll.
Datum: 22.06.2007 10:18
> Da der Kontakt zur Erde nicht konstnt gut ist, bzw je > trockener die erde wird desto schlechter wird der Kontakt. Aber genau darum geht es doch ...
Datum: 22.06.2007 10:23
hab ich mir beim Schreiben auch gedacht, dass das was irreführend geschrieben ist. Der Punkt ist aber der, das diese Methode einfach nicht zuverläßig ist. Sind die Elektroden/Drähte frisch in die Erde rein gesteckt, mögen sie ja noch halbsweg guten Kontakt haben. Aber nach einiger Zeit und einigen Gießvorgängen wird der sicherlich wesentlich schlechter. Zwei in Gips gegossene Elektroden sind da schon sicherer. Oder siehst du das anders?
Datum: 22.06.2007 10:27
Die Elektroden werden schon zuverlä_ss_ig sein, sie sollten nur ausreichend groß sein um mit ausreichend viel Erdreich in Verbindung zu stehen. Halt nicht nur 5cm Länge, sondern eher 20 bis 30. Je nach Größe des Pflanzballens auch mehr - die Elektroden sollten in etwa dort sein, wo auch die Pflanze ihre Wurzeln hinstreckt. Das Verpacken der Elektroden in einem hygroskopischen Material ist gar nicht sinnvoll; da sammelt sich die Feuchtigkeit im Gips, während die Erde drumherum bereits munter vor sich hin trocknet und die Pflanzen interessante Brauntöne zeigen.
Datum: 22.06.2007 10:32
Geil, nen Wurzelbräuner für Pflanzen .... ;-):-D Sorry, der musste sein.
Datum: 22.06.2007 10:33
Vielleicht lohnt mal ein Blick auf Gardena: http://www.gardena.com/servlet/ProductDisplay?stor... das Prinzip ist nicht genau erklärt, läss aber evtl. eine andere Richtung forschen...
Datum: 22.06.2007 10:37
angenommen ich stecke tatsächlich nur 2 Drähte in die Erde. Aus Kupfer sollten sie der Pflanze zuliebe ja nicht sein. Kann man Zink bedenkenlos einsetzen? Wie sich ein Gipsblock in der Erde genau verhält kann ich nicht sagen, daß er feuchter ist als die Erde war aber anzunehmen. Spielt aber keine Rolle solange seine Feuchtigkeit in Abhängigkeit der Erdfeuchtigkeit steht. Ist ja ohnehin alles eine Frage der Eichung. Nur wenn die Feuchtigkeit erst Abnehmen würde wenn die Erde schon komplett trocken ist wäre die Methode unbrauchbar, was ich mir aber nicht vorstellen kann.
Datum: 22.06.2007 11:45
skfink wrote:
> ...Ist ja ohnehin alles eine Frage der Eichung...
Autsch bitte tut mir einen Gefallen EICHUNG geht nicht ihr könnt
höchstens Kalibrieren besser noch abgleichen. Im Hobbybereich mag diese
Ausdrucksweise noch OK sein aber solltet ihr vorhaben damit nur
irgendwie Geld zu verdienen oder ähnliches macht ihr euch Strafbar
Eichen kann nur die PTB (Physikalisch Technische Bundesanstalt
Braunschweig) oder von ihnen beauftragte Personen!!!
Jochen
Datum: 22.06.2007 11:51
Wir haben uns auf Arbei auf 'Justieren' zum Einstellen und 'Kalibrieren' für Prüfen (=> genaues Messen) geeinigt.
Datum: 22.06.2007 13:53
ich hoffe du benutzt bascom http://bascom-forum.de/index.php/topic,9.msg9.html#msg9
Datum: 22.06.2007 15:28
Auch Edelstahlschrauben aus dem Baumarkt funktionieren gut als Elektrode. Da kann man sogar eine Öse anschrauben, um zu kontaktieren. Gipsblock gefällt mir auch gut.
Datum: 09.03.2008 21:15
Hi, die Gartensaison steht vor der Tür. Gibts für diese Gipsmethode schon Erkenntnisse. Ich denke mal, dass der Gips schimmelt .... Gruß Andreas
Datum: 10.03.2008 09:08
Gips ewig der Feuchtigkeit auszusetzen, geht in die Hose, das Zeug gammelt, bröselt, fällt auseinander...
Datum: 10.03.2008 11:16
Hi, wäre Ton evtl. besser geeignet ? Gruß Andreas
Datum: 02.05.2008 20:02
Ich tau den Fred aus gegebenen Anlass noch ein zweites Mal auf: Habe gerade im Baumarkt eine M4-rostfreie-Edelstahl-Gewindestange erstanden und hoffe damit die Feuchtigkeit messen zu können. 1 m Durchgemessen -> 0.0 Ohm, also keinen nennenswerten Eigenwiderstand. 2x 30 cm abgesägt und in die optimal feuchte Erde gestopft (relativ großer Abstand, 20 cm) und Multimeter angeklemmt -> 4 MOhm, Tendenz steigend!? Bei 6 MOhm habe ich einen Stab nochmal ein wenig rausgezogen -> Tendenz fallend?! Um kleinere Werte zu erhalten habe ich die Stäbe dann dicht nebeneinander (2 cm) in die Erde gesteckt und nochmal durchgemessen -> 5 MOhm, Tendenz steigend (grübel...) Dann nochmal einen guten liter Wasser hinterher (in der Hoffnung, dass der Widerstand stark abfällt) -> unbeirrt weiter bis 6.2 MOhm gestiegen, danach immer weiter abgefallen (5 - 10 kOhm/s) bis 4 MOhm und dann nur noch langsam gefallen. Jetzt nach einer Stunde (rüberschiel) relativ konstant bei 1,672 MOhm (schwankt um ein paar 100 Ohm) Vermutlich mussten sich die Elektroden erstmal vernünftig mit dem Erdreich anfreunden. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, ob es einen halbwegs verlässlichen Dürrepunkt gibt - das kann dauern :( . Im Moment stecken die Elektroden ziemlich tief im Wurzelballen - vielleicht muss ich zumindest eine davon weiter nach Außen setzen. Ziel der ganzen Aktion soll eine batterieversorgte Minischaltung werden, die ab einer gewissen Trockenheit eine Durst-LED leuchten lässt. Ist ein kleines Übungsprojekt für mich, bei welchem sogar noch ein Nutzen rausspringen könnte. Ich hoffe, es finden sich noch Interessierte an dem Projekt - macht dann mehr Spaß ;) Schöne Grüße aus Köln Kai
Datum: 02.05.2008 20:13
Grrrr... Habe noch eine Elektrode nach außen gesteckt - die hat dann gegenüber der Inneren Elektrode nur einen Widerstand von 30 kOhm! also trotz 10-fachem Abstand nur ein Hundetstel des Widerstandes. Steigt aber gerade ziemlich rapide an... Der Widerstand zwischen den inneren beiden Elektroden beträgt auf einmal wieder 4 MOhm... wahrscheinlich irgendwelche parasitären Kompostwürmer... Wär ja auch alles viel zu einfach gewesen. Vielleicht ist der Kontakt mit dem Erdreich doch noch um Größenordnungen zu schlecht.
Datum: 02.05.2008 20:47
Hallo , bin sehr froh darüber das dieses Thema hier angsprochen wird ! Kann mir jemand erklären was mit Temperaturdifferenzen im Erdreich gemeint ist (Gardena) ??? vielen Dank gruß Pier
Datum: 02.05.2008 21:25
Die geeigneten Elektroden zur Messung lassen sich aus alten
Zink-Kohle-Elementen extrahieren.
Der Kohlestab ist als Meßelektrode nahezu perfekt.
Selbst ein lötfähiges Käppchen ist vorhanden :-)
Gegen Elektrolyse hilft Wechselspannung.
> Temperaturdifferenzen im Erdreich
Können Pflanzen kalte Füsse bekommen?
Datum: 02.05.2008 21:28
Winfried wrote: > Auch Edelstahlschrauben aus dem Baumarkt funktionieren gut als > Elektrode. Fahrradspeichen aus Edelstahl - sind auch für alle möglichen anderen Zwecke hervorragend geeignet! > Die geeigneten Elektroden zur Messung lassen sich aus alten > Zink-Kohle-Elementen extrahieren. Dicke Bleistiftminen müßten auch gehen. > Gegen Elektrolyse hilft Wechselspannung. Nein. Aber wenn man die Spannung niedrig genug macht, müßte das Problem beseitigt sein. (Mit Wechselspannung und zwei Kohleelektroden in Salzwasser kann man auch elektrolytisch Chlorgas gewinnen.)
Datum: 02.05.2008 21:34
Ich habe das Ganze vor zwei/drei Jahren durchgespielt und bin zum Schluss gekommen dass Pflanzen (auf dem Balkon) besser bedient sind,wenn sie in gewissen Zeitabstaenden Wasser bekommen als von UNZUVERLAESSIGEN Sensoren versorgt zu werden. Um die Stabsensoren im BlumenTopf herum bildet sich nach gewisser (nicht allzu langer) Zeit eine Kruste,die wie ein Isolator wirkt...no good ! Was sagen die Blumen zum Gips ? Ist dann ueberhaupt noch Platz fuer Erde und die Wurzeln ?...im Topf ? 2 Wahrscheinlichkeiten: Pflanze ertrinkt...miserables Bild Pflanze trocknet aus...zum Rauchen in der Pfeife
Datum: 02.05.2008 22:34
Das mit der Gardena-technik könnte ich mir so vorstellen: Ist die Erde feucht, so wird von ihr Wasser verdunstet und sie wird kälter sein als die Umgebung. Wenn sie trocken ist, dann ist auch nichts da, das kühlt. Damit hätten sich Verkrustungs, Elektrolyse und parasitäre Würmer (LOL) erledigt :)
Datum: 02.05.2008 23:55
>sie in gewissen Zeitabstaenden Wasser bekommen als von UNZUVERLAESSIGEN >Sensoren versorgt zu werden. Ich will die ja nach wie vor von Hand gießen - geht nur um einen kleinen reminder :) Kann mir einer die extrem unterschiedlichen Differenzen zwischen den Elektrodenwiderständen erklären? +------------+ / \ / \ | | | | <-- Blumentopf Draufsicht | A BC | | | \ / \ / +------------+ Nachdem mich mein Multimeter jetzt beinahe in den Wahnsinn getrieben hat (zwischen allen Elektroden mal 4 kOhm, mal 60 kOhm, mal 1-6 MOhm) habe ich mal die Spannung gemessen: Uxy = Spannung zwischen den Elektroden X und Y (X als Minus-, Y als Pluspol) Uba = 160mV Ubc = 100mV Uca = 60mV Nach dem Wackeln an den Elektroden ist die Spannung eingebrochen und/oder hat teilweise nach kurzer Zeit die Polarität geändert. Reichen die Werte um das Ohmmeter durchdrehen zu lassen (Meterman 37X irgendwas)? Ich habe keine Ahnung, was ich an den Elektroden Sinnvolles messen könnte, alle Werte schwanken massiv :/
Datum: 14.05.2008 18:29
kann deine messungen leider bestätigen! hab das gleiche probiert und festgestellt, nach 5cm kann der wiederstand größer sein als nach 1m, ist aber aufjedenfall auch stark von der erde (humus, blumenerde, lehm) abhängig. vermute mal das das was mit in der erde gelösten salzen zu tun hat ich weis es gibt messgeräte zum feuchte der erde messen, hab des ding von gardena auch schon gesehn, kosted aber ca. 50Eur und ich hab keine ahnung wie die die daten übertragen. hab aber auch mal eins mit messnadel gesehn, des musste man einige (vielleicht 10) cm in den bodenstecken der abstand zwischen den elektroden war ca.5-8 cm. ich hab nur mit multimeter gemessen. ich halte eingibsen für ungeignet, da gibs wirklich verrottet. die elektrolyse halte ich für unkritisch, solange man mit nicht übertrieben hohen strömen misst.
Datum: 14.05.2008 18:47
Hier nochmal eine interessante Messung von gerade (3 Minuten lang gemessen): 3,2 MOhm ... 2,1 MOhm (Tendenz fallend) Elektroden kurz kurzgeschlossen (0 Ohm): 4 M ... 8 M (Tendenz steigend) Elektroden kurz kurzgeschlossen (0 Ohm): 30 kOhm ... 80 kOhm (Tendenz steigend) Elektroden kurz kurzgeschlossen (0 Ohm): 3 kOhm ... 8 kOhm, Overload, 50 kOhm ... 80 kOhm, 500 kOhm ... 840 kOhm ... 728 kOhm ... 757 kOhm (Tendenz steigend) Das sind jetzt alles so PI-mal-Daumen-Werte, da die sich schneller ändern, als ich tippen kann. Kann mir einer das Verhalten des Multimeters (Meterman 37XR) erklären? Ich werde hier noch irre! OT: >ich halte eingibsen für ungeignet, da gibs wirklich verrottet. gibs gibt's nicht... wiederstand auch nicht Siehe Beitrag "Wiederstand und Standart zensieren" und deine Shift-Taste langweilt sich...
Datum: 14.05.2008 20:02
Ich würde sagen, du erzeugst eine (wenn auch ganz schwache) Elektrolyse mit dem Multimeter, auch baut sich eine minimale Kapazität zwischen den Messleitungen auf. Darum würde ich dazu raten, das Ganze mit Wechselspannung zu versuchen. Auch mit AC kann der Widerstand gemessen werden. Damit schließt du zumindest das Elektrolyseproblem aus.
Datum: 15.05.2008 05:21
Da gibts bestimmte Drucksensoren (Tensiometer). Die messen die Saugspannung im Boden. Mit denen würds gehn.
Datum: 15.05.2008 17:30
Ich hatte das gleiche Problem, kam zu aehnlichen Schluessen. Mit zwei Edelstahl Gewindestangen im Boden konnte ich zwar etwas messen - aber genau das: etwas. Mein Schluss: ich hatte keine Lust hier in ein Thema zu investieren wo ich mich nichtauskenne. Habe letztes Jahr bei Gardena einen Bodenfeuchtesensor (Typ 1187) gekauft und habe Ergebnisse die eindeutig (und weitgehend nur) in Zusammenhang mit der Bodenfeuchte stehen. Prinzip bei Gardena: ein Hohlraum, in dem der (Dampf)Druck von der Bodenfeuchte abhaengt. Schaltet je nach Druck ein oder aus (30 kOhm). Nachdem das ganze im Garten ist, verwende ich eine galvanische Trennung: die Sonde laesst / laesst nicht Strom in die Diode eines Optokopplers fliessen, Speisung der Sonde ueber einen isolierenden DC/DC Wandler). Auf der anderen Seite des Optokopplers haengt dann mein AT90CAN und der Hausbus.
Datum: 15.05.2008 17:43
Juergen Harms wrote: > Prinzip bei Gardena: ein Hohlraum, in dem der (Dampf)Druck von der > Bodenfeuchte abhaengt. Schaltet je nach Druck ein oder aus (30 kOhm). Kannst du das etwas näher erklären?
Datum: 15.05.2008 20:32
Besser als erklaeren: hier ist die Beschreibung von Gardena - allerdings wenn man Verstaendis sucht nicht allzu ueppig, beim meinem kurzen Erklaerungsversuch ist eine ganze Menge Raterei dabei. Hier ist noch ein Zitat aus einem anderen Gardena Dokument das Google ausgespuckt hat: "Funktion nach dem Saugspannungsprinzip: bei Trockenheit wird Wasser über Keramik-Messfühler entzogen - Unterdruck entsteht; bei Feuchtigkeit wird Wasser angesaugt - Unterdruck wird abgebaut. Feuchtegrad über Drehknopf einstellbar." Ein- und auschalten: die Sonde ist ueber ein zwei-adriges Kabel angeschlossen, je nach Schaltzustand der Sonde messe ich einen Widerstand von < 2 Ohm oder 30 kOhm - ich nehme an dass der Ueber/unterdruck einen Schalter mit einem Parallelwiderstand von 30K oeffnet oder schliesst. http://www.gardena.com/INT/resources/DE/en/manuals... Ich hatte das Ding im Winter ausgebaut - momentan warte ich darauf zu sehen ob es nach Neueingraben wieder ordentlich funktioniert.
Datum: 15.05.2008 20:45
Ich würde die Feuchte lieber kapazitiv messen um elektrochemische Effekte zu vermeiden. Hier ist eine gute Seite dazu: http://www.dietmar-weisser.de/analogtechnik/BodenF... Das Frequenzsignal läßt sich auch über eine längere Strecke verlustfrei übertragen und einfach mit dem uC verarbeiten.
Datum: 15.05.2008 21:14
Das ist eine interessante Lösung...
Datum: 15.05.2008 21:29
Du musst dabei nicht unbedingt die Kapazität auswerten, die Leitfähigkeit (1/R) geht auch. Hatte ich weiter oben geschrieben. ;)
Datum: 15.05.2008 21:49
@ Kai Giebeler daß du recht hohe R Werte mißt, liegt an den Elektrodenspannungen, die sich dort aufbauen (hast du ja bereits mit der Spannungsmessung ermittelt). Da das Multimeter im R-Meßbereich letztendlich auch nur eine Spannung mißt (die durch den Meßstrom verursacht wird), und sich mit der Elektrodenspannnung vermatscht, hast du damit recht ansehnliche Werte. Es kann auber auch andersherum gehen (zumindest bei meinem Multimeter): es kann sogar negative R's messen - je nach dem, wie rum die Fremdspannung gepolt ist, und wenn diese größer ist als die durch den Meßstrom verursachten Spannung (also in Summe eine negative Spannung ensteht). Daß sich überhaupt eine Elektrodenspannung durch die Elektrochemie aufbaut (trotz gleichen Elektrodenmaterials, was das eigentlich vermeiten sollte), liegt sicherlich an unterschiedlichen Elektrolyt (Salz-) Konzentrationen. Letztendlich heist das: R-Messung für diesen Zweck ungeeignet. Allerdings kannste es ja mal mit einer Wechslestrom-R-Messung versuchen, und dabei den Gleichspannungsanteil mit einem C abtrennen. Sollte ersten die Elektrodenspannung eliminieren, und zweitens riskierste keine Beeinflussung der Elektroden durch Elektrolyse (was ja bei Gleichstrom passieren kann - auch Edelstahl ist nicht 100% edel)
Datum: 15.05.2008 21:55
Thilo M. wrote: > Du musst dabei nicht unbedingt die Kapazität auswerten, die > Leitfähigkeit (1/R) geht auch. Hatte ich weiter oben geschrieben. ;) Die kapazitive Methode hat aber den Vorteil, daß sie keine Probleme mit Korrosion und Elektrolyse hat. Kupfersalze sind im übrigen sehr toxisch für Pflanzen.
Datum: 15.05.2008 22:10
Uhu Uhuhu wrote: > Thilo M. wrote: >> Du musst dabei nicht unbedingt die Kapazität auswerten, die >> Leitfähigkeit (1/R) geht auch. Hatte ich weiter oben geschrieben. ;) > > Die kapazitive Methode hat aber den Vorteil, daß sie keine Probleme mit > Korrosion und Elektrolyse hat. > > Kupfersalze sind im übrigen sehr toxisch für Pflanzen. Ich meinte auch per Wechselspannung. Muss zum Messen gleichgerichtet werden (einfacher als C-Messbrücke), ansonsten besteht kein Unterschied zur kapazitiven Methode.
Datum: 15.05.2008 22:25
Thilo M. wrote: > Uhu Uhuhu wrote: >> Thilo M. wrote: >>> Du musst dabei nicht unbedingt die Kapazität auswerten, die >>> Leitfähigkeit (1/R) geht auch. Hatte ich weiter oben geschrieben. ;) >> >> Die kapazitive Methode hat aber den Vorteil, daß sie keine Probleme mit >> Korrosion und Elektrolyse hat. >> >> Kupfersalze sind im übrigen sehr toxisch für Pflanzen. > > Ich meinte auch per Wechselspannung. Muss zum Messen gleichgerichtet > werden (einfacher als C-Messbrücke), ansonsten besteht kein Unterschied > zur kapazitiven Methode. Auch bei Wechselstrom findet Elektrolyse statt. Das kannst du ausprobieren mit zwei Kohle- oder Graphitelektroden, die du in Salzwasser eintauchst und ein paar Volt Wechselspannung drauf gibst. An beiden Elektroden bildet sich Chlorgas.
Datum: 16.05.2008 00:02
mußt natürlich eine höhere Frequenz nehmen, dann geht auch die Elektrolyse gegen null (LCD-Segmente z.B. werden ja auch mit Wechselspannung geschaltet, um der (wenn auch recht geringen) Elektrolyse der Flüssigkristalle vorzubeugen)
Datum: 16.05.2008 20:49
Die R-Methode hätte ich mir aus dem Ärmel schütteln können. Für die Wechselspannungs- und die Kapazitätsmethode muss ich erstmal was erarbeiten bzw. basteln. Vielen Dank für die Beteiligung und die ganzen Anregungen!
Datum: 17.05.2008 10:16
Also ich finde das Thema grundsätzlich superinteressant, obwohl der Sinn eines solchen Sensors eher fragwürdig für mich ist. Ist halt nen nettes Gimmick. Die Messung mittels Widerstand ist auch deshalb nen bissl blöd, weil wenn man mal düngt, ändern sich ja automatisch die Verhältnisse im Boden und damit ist die Kalibrierung nutzlos... Dünger im Wasser --> sicherlich mehr Salze --> höhere Leitfähigkeit --> usw.
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