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Forum: Mikrocontroller und Elektronik Feuchtigkeitssensor für Erde

Autor: skfink (Gast)
Datum: 22.06.2007 08:19

Hallo,
kennt wer einen geeigneten Feuchtigkeitssensor der in Erde gut
funktioniert.

Um dem Pflanzensterben entgegen zu wirken wollte ich eine automatische
Bewässerung machen. Da mir das über die Zeit aber zu gefährlich /
ungenau / simpel ist, sollte sich die Bewässerung auf die tatsächlich
vorliegende Anforderung der Pflanze beziehen. Sprich der Feuchtigkeit
der Erde.
Autor: Power (Gast)
Datum: 22.06.2007 08:33

Das gibt's schon fertig beim 'C' oder ELV zu kaufen.
Als Eigenbau: zwei Elektroden in die Erde stecken (!ACHTUNG! kein Kupfer
verwenden!) und den Widerstand messen. Den Grenzwert kannst du empirisch
ermitteln (Erde trocknen lassen und einstellen).
Eine Widerstandsmessung (mit sehr kleinem Strom wegen Elektrolyse) die
zyklisch misst (so alle 5..10 Minuten sollte reichen).
Autor: Christoph Kessler (Firma db1uq) (christoph_kessler)
Datum: 22.06.2007 08:36

sehr simple Schaltung mit CMOS-Gatter:
ftp://ftp.cadsoft.de/eagle/userfiles/projects/bdm.zip
Blumendurstmelder. Zeigt mit LED an, wenn Blumenerde trocken wird
Autor: Sir Sydom (sirsydom)
Datum: 22.06.2007 09:18

Hallo!

Eine gute Art Bodenfeuchte zu messen ist mit Gipsblöcken.
Ich hab was ähnliches vor, ich hab mir gedacht ich gieße einfach zwei
Drähte in Gips ein. Dann muss man natürlich noch kalibrieren da ja jeder
Gipsblock anders ist.
Ich frag mich nur was am besten als Elektrode? Silberdraht? Kupfer?
Autor: Frankl (Gast)
Datum: 22.06.2007 09:20

Nimm Edelstahl als Sensoren z.B die Metallstabilisatoren aus den
Wischerblättern. Denke an den Ausfall der Elektronik, anschließend steht
deine Bude/Gewächshaus Unterwasser.
Autor: skfink (Gast)
Datum: 22.06.2007 09:52

Einfach nur zwei Elektroden in die Erde stecken halte ich nicht für ne
gute Idee. Da der Kontakt zur Erde nicht konstnt gut ist, bzw je
trockener die erde wird desto schlechter wird der Kontakt.

Der Vorschlag mit Gips gefällt mir gut, weisst du zufällig was Gips für
einen Widerstandskoeffizient hat?

@Frankl
das soll sowieso nur aus einem mittelgroßen Behälter gepumpt werden (5
bis 10 Liter). Aber vielleicht ist eine zusätzliche Zeitüberprüfung
schon sinnvoll.
Autor: Rufus t. Firefly (rufus) (Moderator)
Datum: 22.06.2007 10:18

> Da der Kontakt zur Erde nicht konstnt gut ist, bzw je
> trockener die erde wird desto schlechter wird der Kontakt.

Aber genau darum geht es doch ...
Autor: skfink (Gast)
Datum: 22.06.2007 10:23

hab ich mir beim Schreiben auch gedacht, dass das was irreführend
geschrieben ist.
Der Punkt ist aber der, das diese Methode einfach nicht zuverläßig ist.
Sind die Elektroden/Drähte frisch in die Erde rein gesteckt, mögen sie
ja noch halbsweg guten Kontakt haben. Aber nach einiger Zeit und einigen
Gießvorgängen wird der sicherlich wesentlich schlechter.
Zwei in Gips gegossene Elektroden sind da schon sicherer. Oder siehst du
das anders?
Autor: Rufus t. Firefly (rufus) (Moderator)
Datum: 22.06.2007 10:27

Die Elektroden werden schon zuverlä_ss_ig sein, sie sollten nur
ausreichend groß sein um mit ausreichend viel Erdreich in Verbindung zu
stehen. Halt nicht nur 5cm Länge, sondern eher 20 bis 30. Je nach Größe
des Pflanzballens auch mehr - die Elektroden sollten in etwa dort sein,
wo auch die Pflanze ihre Wurzeln hinstreckt.

Das Verpacken der Elektroden in einem hygroskopischen Material ist gar
nicht sinnvoll; da sammelt sich die Feuchtigkeit im Gips, während die
Erde drumherum bereits munter vor sich hin trocknet und die Pflanzen
interessante Brauntöne zeigen.
Autor: Der Hubert (Gast)
Datum: 22.06.2007 10:32

Geil, nen Wurzelbräuner für Pflanzen .... ;-):-D

Sorry, der musste sein.
Autor: Power (Gast)
Datum: 22.06.2007 10:33

Vielleicht lohnt mal ein Blick auf Gardena:
http://www.gardena.com/servlet/ProductDisplay?stor...
das Prinzip ist nicht genau erklärt, läss aber evtl. eine andere
Richtung forschen...
Autor: skfink (Gast)
Datum: 22.06.2007 10:37

angenommen ich stecke tatsächlich nur 2 Drähte in die Erde. Aus Kupfer
sollten sie der Pflanze zuliebe ja nicht sein. Kann man Zink bedenkenlos
einsetzen?

Wie sich ein Gipsblock in der Erde genau verhält kann ich nicht sagen,
daß er feuchter ist als die Erde war aber anzunehmen. Spielt aber keine
Rolle solange seine Feuchtigkeit in Abhängigkeit der Erdfeuchtigkeit
steht. Ist ja ohnehin alles eine Frage der Eichung. Nur wenn die
Feuchtigkeit erst Abnehmen würde wenn die Erde schon komplett trocken
ist wäre die Methode unbrauchbar, was ich mir aber nicht vorstellen
kann.
Autor: Jochen S. (jochen_s)
Datum: 22.06.2007 11:45

skfink wrote:
>  ...Ist ja ohnehin alles eine Frage der Eichung...



Autsch bitte tut mir einen Gefallen EICHUNG geht nicht ihr könnt
höchstens Kalibrieren besser noch abgleichen. Im Hobbybereich mag diese
Ausdrucksweise noch OK sein aber solltet ihr vorhaben damit nur
irgendwie Geld zu verdienen oder ähnliches macht ihr euch Strafbar
Eichen kann nur die PTB (Physikalisch Technische Bundesanstalt
Braunschweig) oder von ihnen beauftragte Personen!!!


Jochen
Autor: Power (Gast)
Datum: 22.06.2007 11:51

Wir haben uns auf Arbei auf 'Justieren' zum Einstellen und 'Kalibrieren'
für Prüfen (=> genaues Messen) geeinigt.
Autor: aaa (Gast)
Datum: 22.06.2007 13:53

Autor: Winfried (Gast)
Datum: 22.06.2007 15:28

Auch Edelstahlschrauben aus dem Baumarkt funktionieren gut als
Elektrode. Da kann man sogar eine Öse anschrauben, um zu kontaktieren.
Gipsblock gefällt mir auch gut.
Autor: Uboot- Stocki (uboot-stocki)
Datum: 09.03.2008 21:15

Hi,

die Gartensaison steht vor der Tür. Gibts für diese Gipsmethode schon
Erkenntnisse. Ich denke mal, dass der Gips schimmelt ....

Gruß

Andreas
Autor: Travel Rec. (travelrec) Benutzerseite
Datum: 10.03.2008 09:08

Gips ewig der Feuchtigkeit auszusetzen, geht in die Hose, das Zeug
gammelt, bröselt, fällt auseinander...
Autor: Uboot- Stocki (uboot-stocki)
Datum: 10.03.2008 11:16

Hi,

wäre Ton evtl. besser geeignet ?

Gruß

Andreas
Autor: Kai Giebeler (runtimeterror)
Datum: 02.05.2008 20:02

Ich tau den Fred aus gegebenen Anlass noch ein zweites Mal auf:

Habe gerade im Baumarkt eine M4-rostfreie-Edelstahl-Gewindestange
erstanden und hoffe damit die Feuchtigkeit messen zu können.

1 m Durchgemessen -> 0.0 Ohm, also keinen nennenswerten Eigenwiderstand.

2x 30 cm abgesägt und in die optimal feuchte Erde gestopft (relativ
großer Abstand, 20 cm) und Multimeter angeklemmt -> 4 MOhm, Tendenz
steigend!?

Bei 6 MOhm habe ich einen Stab nochmal ein wenig rausgezogen -> Tendenz
fallend?!

Um kleinere Werte zu erhalten habe ich die Stäbe dann dicht
nebeneinander (2 cm) in die Erde gesteckt und nochmal durchgemessen -> 5
MOhm, Tendenz steigend (grübel...)

Dann nochmal einen guten liter Wasser hinterher (in der Hoffnung, dass
der Widerstand stark abfällt) -> unbeirrt weiter bis 6.2 MOhm gestiegen,
danach immer weiter abgefallen (5 - 10 kOhm/s) bis 4 MOhm und dann nur
noch langsam gefallen.

Jetzt nach einer Stunde (rüberschiel) relativ konstant bei 1,672 MOhm
(schwankt um ein paar 100 Ohm)

Vermutlich mussten sich die Elektroden erstmal vernünftig mit dem
Erdreich anfreunden. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, ob es einen
halbwegs verlässlichen Dürrepunkt gibt - das kann dauern :( . Im
Moment stecken die Elektroden ziemlich tief im Wurzelballen - vielleicht
muss ich zumindest eine davon weiter nach Außen setzen.

Ziel der ganzen Aktion soll eine batterieversorgte Minischaltung werden,
die ab einer gewissen Trockenheit eine Durst-LED leuchten lässt. Ist
ein kleines Übungsprojekt für mich, bei welchem sogar noch ein Nutzen
rausspringen könnte.

Ich hoffe, es finden sich noch Interessierte an dem Projekt - macht dann
mehr Spaß ;)

Schöne Grüße aus Köln
Kai
Autor: Kai Giebeler (runtimeterror)
Datum: 02.05.2008 20:13

Grrrr...

Habe noch eine Elektrode nach außen gesteckt - die hat dann gegenüber
der Inneren Elektrode nur einen Widerstand von 30 kOhm! also trotz
10-fachem Abstand nur ein Hundetstel des Widerstandes. Steigt aber
gerade ziemlich rapide an... Der Widerstand zwischen den inneren beiden
Elektroden beträgt auf einmal wieder 4 MOhm... wahrscheinlich
irgendwelche parasitären Kompostwürmer...

Wär ja auch alles viel zu einfach gewesen. Vielleicht ist der Kontakt
mit dem Erdreich doch noch um Größenordnungen zu schlecht.
Autor: Pier S. (bigpier)
Datum: 02.05.2008 20:47

Hallo ,
bin sehr froh darüber das dieses Thema hier angsprochen wird !
Kann mir jemand erklären was mit Temperaturdifferenzen im Erdreich
gemeint ist (Gardena) ???

vielen Dank gruß


Pier
Autor: Ekschperde (Gast)
Datum: 02.05.2008 21:25

Die geeigneten Elektroden zur Messung lassen sich aus alten
Zink-Kohle-Elementen extrahieren.
Der Kohlestab ist als Meßelektrode nahezu perfekt.
Selbst ein lötfähiges Käppchen ist vorhanden :-)

Gegen Elektrolyse hilft Wechselspannung.

> Temperaturdifferenzen im Erdreich
Können Pflanzen kalte Füsse bekommen?
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 02.05.2008 21:28

Winfried wrote:
> Auch Edelstahlschrauben aus dem Baumarkt funktionieren gut als
> Elektrode.

Fahrradspeichen aus Edelstahl - sind auch für alle möglichen anderen
Zwecke hervorragend geeignet!

> Die geeigneten Elektroden zur Messung lassen sich aus alten
> Zink-Kohle-Elementen extrahieren.

Dicke Bleistiftminen müßten auch gehen.

> Gegen Elektrolyse hilft Wechselspannung.

Nein. Aber wenn man die Spannung niedrig genug macht, müßte das Problem
beseitigt sein.

(Mit Wechselspannung und zwei Kohleelektroden in Salzwasser kann man
auch elektrolytisch Chlorgas gewinnen.)
Autor: Mensch Z (Gast)
Datum: 02.05.2008 21:34

Ich habe das Ganze vor zwei/drei Jahren durchgespielt und bin zum
Schluss gekommen dass Pflanzen (auf dem Balkon) besser bedient sind,wenn
sie in gewissen Zeitabstaenden Wasser bekommen als von UNZUVERLAESSIGEN
Sensoren versorgt zu werden.
Um die Stabsensoren im BlumenTopf herum bildet sich nach gewisser (nicht
allzu langer) Zeit eine Kruste,die wie ein Isolator wirkt...no good !

Was sagen die Blumen zum Gips ? Ist dann ueberhaupt noch Platz fuer Erde
und die Wurzeln ?...im Topf ?

2 Wahrscheinlichkeiten:
 Pflanze ertrinkt...miserables Bild
 Pflanze trocknet aus...zum Rauchen in der Pfeife
Autor: Andreas R. (rebirama)
Datum: 02.05.2008 22:34

Das mit der Gardena-technik könnte ich mir so vorstellen: Ist die Erde
feucht, so wird von ihr Wasser verdunstet und sie wird kälter sein als
die Umgebung. Wenn sie trocken ist, dann ist auch nichts da, das kühlt.

Damit hätten sich Verkrustungs, Elektrolyse und parasitäre Würmer (LOL)
erledigt :)
Autor: Kai Giebeler (runtimeterror)
Datum: 02.05.2008 23:55

>sie in gewissen Zeitabstaenden Wasser bekommen als von UNZUVERLAESSIGEN
>Sensoren versorgt zu werden.

Ich will die ja nach wie vor von Hand gießen - geht nur um einen kleinen
reminder :)

Kann mir einer die extrem unterschiedlichen Differenzen zwischen den
Elektrodenwiderständen erklären?

   +------------+
  /              \
 /                \
|                  |
|                  | <-- Blumentopf Draufsicht
| A        BC      |
|                  |
 \                /
  \              /
   +------------+

Nachdem mich mein Multimeter jetzt beinahe in den Wahnsinn getrieben hat
(zwischen allen Elektroden mal 4 kOhm, mal 60 kOhm, mal 1-6 MOhm) habe
ich mal die Spannung gemessen:

Uxy = Spannung zwischen den Elektroden X und Y (X als Minus-, Y als
Pluspol)
Uba = 160mV
Ubc = 100mV
Uca =  60mV

Nach dem Wackeln an den Elektroden ist die Spannung eingebrochen
und/oder hat teilweise nach kurzer Zeit die Polarität geändert. Reichen
die Werte um das Ohmmeter durchdrehen zu lassen (Meterman 37X
irgendwas)?

Ich habe keine Ahnung, was ich an den Elektroden Sinnvolles messen
könnte, alle Werte schwanken massiv :/
Autor: michi (Gast)
Datum: 14.05.2008 18:29

kann deine messungen leider bestätigen! hab das gleiche probiert und
festgestellt, nach 5cm kann der wiederstand größer sein als nach 1m, ist
aber aufjedenfall auch stark von der erde (humus, blumenerde, lehm)
abhängig.

vermute mal das das was mit in der erde gelösten salzen zu tun hat

ich weis es gibt messgeräte zum feuchte der erde messen, hab des ding
von gardena auch schon gesehn, kosted aber ca. 50Eur und ich hab keine
ahnung wie die die daten übertragen. hab aber auch mal eins mit
messnadel gesehn, des musste man einige (vielleicht 10) cm in den
bodenstecken der abstand zwischen den elektroden war ca.5-8 cm.

ich hab nur mit multimeter gemessen.

ich halte eingibsen für ungeignet, da gibs wirklich verrottet.

die elektrolyse halte ich für unkritisch, solange man mit nicht
übertrieben hohen strömen misst.
Autor: Kai Giebeler (runtimeterror)
Datum: 14.05.2008 18:47

Hier nochmal eine interessante Messung von gerade (3 Minuten lang
gemessen):

3,2 MOhm ... 2,1 MOhm (Tendenz fallend)

Elektroden kurz kurzgeschlossen (0 Ohm):
4 M ... 8 M (Tendenz steigend)

Elektroden kurz kurzgeschlossen (0 Ohm):
30 kOhm ... 80 kOhm (Tendenz steigend)

Elektroden kurz kurzgeschlossen (0 Ohm):
3 kOhm ... 8 kOhm, Overload, 50 kOhm ... 80 kOhm, 500 kOhm ... 840 kOhm
... 728 kOhm ... 757 kOhm (Tendenz steigend)

Das sind jetzt alles so PI-mal-Daumen-Werte, da die sich schneller
ändern, als ich tippen kann.

Kann mir einer das Verhalten des Multimeters (Meterman 37XR) erklären?
Ich werde hier noch irre!

OT:
>ich halte eingibsen für ungeignet, da gibs wirklich verrottet.
gibs gibt's nicht...
wiederstand auch nicht
Siehe Beitrag "Wiederstand und Standart zensieren"
und deine Shift-Taste langweilt sich...
Autor: Thilo M. (power)
Datum: 14.05.2008 20:02

Ich würde sagen, du erzeugst eine (wenn auch ganz schwache) Elektrolyse
mit dem Multimeter, auch baut sich eine minimale Kapazität zwischen den
Messleitungen auf.
Darum würde ich dazu raten, das Ganze mit Wechselspannung zu versuchen.
Auch mit AC kann der Widerstand gemessen werden. Damit schließt du
zumindest das Elektrolyseproblem aus.
Autor: bodenkundler (Gast)
Datum: 15.05.2008 05:21

Da gibts bestimmte Drucksensoren (Tensiometer). Die messen die
Saugspannung im Boden. Mit denen würds gehn.
Autor: Juergen Harms (Gast)
Datum: 15.05.2008 17:30

Ich hatte das gleiche Problem, kam zu aehnlichen Schluessen. Mit zwei
Edelstahl Gewindestangen im Boden konnte ich zwar etwas messen - aber
genau das: etwas. Mein Schluss: ich hatte keine Lust hier in ein Thema
zu investieren wo ich mich nichtauskenne. Habe letztes Jahr bei Gardena
einen Bodenfeuchtesensor (Typ 1187) gekauft und habe Ergebnisse die
eindeutig (und weitgehend nur) in Zusammenhang mit der Bodenfeuchte
stehen.

Prinzip bei Gardena: ein Hohlraum, in dem der (Dampf)Druck von der
Bodenfeuchte abhaengt. Schaltet je nach Druck ein oder aus (30 kOhm).
Nachdem das ganze im Garten ist, verwende ich eine galvanische Trennung:
die Sonde laesst / laesst nicht Strom in die Diode eines Optokopplers
fliessen, Speisung der Sonde ueber einen isolierenden DC/DC Wandler).
Auf der anderen Seite des Optokopplers haengt dann mein AT90CAN und der
Hausbus.
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 15.05.2008 17:43

Juergen Harms wrote:
> Prinzip bei Gardena: ein Hohlraum, in dem der (Dampf)Druck von der
> Bodenfeuchte abhaengt. Schaltet je nach Druck ein oder aus (30 kOhm).

Kannst du das etwas näher erklären?
Autor: Juergen Harms (Gast)
Datum: 15.05.2008 20:32

Besser als erklaeren: hier ist die Beschreibung von Gardena - allerdings
wenn man Verstaendis sucht nicht allzu ueppig, beim meinem kurzen
Erklaerungsversuch ist eine ganze Menge Raterei dabei. Hier ist noch ein
Zitat aus einem anderen Gardena Dokument das Google ausgespuckt hat:
"Funktion nach dem Saugspannungsprinzip: bei Trockenheit wird Wasser
über Keramik-Messfühler entzogen - Unterdruck entsteht; bei Feuchtigkeit
wird Wasser angesaugt - Unterdruck wird abgebaut. Feuchtegrad über
Drehknopf einstellbar." Ein- und auschalten: die Sonde ist ueber ein
zwei-adriges Kabel angeschlossen, je nach Schaltzustand der Sonde messe
ich einen Widerstand von < 2 Ohm oder 30 kOhm - ich nehme an dass der
Ueber/unterdruck einen Schalter mit einem Parallelwiderstand von 30K
oeffnet oder schliesst.

http://www.gardena.com/INT/resources/DE/en/manuals...

Ich hatte das Ding im Winter ausgebaut - momentan warte ich darauf zu
sehen ob es nach Neueingraben wieder ordentlich funktioniert.
Autor: Marko (Gast)
Datum: 15.05.2008 20:45

Ich würde die Feuchte lieber kapazitiv messen um elektrochemische
Effekte zu vermeiden. Hier ist eine gute Seite dazu:

http://www.dietmar-weisser.de/analogtechnik/BodenF...

Das Frequenzsignal läßt sich auch über eine längere Strecke verlustfrei
übertragen und einfach mit dem uC verarbeiten.
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 15.05.2008 21:14

Das ist eine interessante Lösung...
Autor: Thilo M. (power)
Datum: 15.05.2008 21:29

Du musst dabei nicht unbedingt die Kapazität auswerten, die
Leitfähigkeit (1/R) geht auch. Hatte ich weiter oben geschrieben. ;)
Autor: JensG (Gast)
Datum: 15.05.2008 21:49

@ Kai Giebeler
daß du recht hohe R Werte mißt, liegt an den Elektrodenspannungen, die
sich dort aufbauen (hast du ja bereits mit der Spannungsmessung
ermittelt). Da das Multimeter im R-Meßbereich letztendlich auch nur eine
Spannung mißt (die durch den Meßstrom verursacht wird), und sich mit der
Elektrodenspannnung vermatscht, hast du damit recht ansehnliche Werte.
Es kann auber auch andersherum gehen (zumindest bei meinem Multimeter):
es kann sogar negative R's messen - je nach dem, wie rum die
Fremdspannung gepolt ist, und wenn diese größer ist als die durch den
Meßstrom verursachten Spannung (also in Summe eine negative Spannung
ensteht).
Daß sich überhaupt eine Elektrodenspannung durch die Elektrochemie
aufbaut (trotz gleichen Elektrodenmaterials, was das eigentlich
vermeiten sollte), liegt sicherlich an unterschiedlichen Elektrolyt
(Salz-) Konzentrationen.
Letztendlich heist das: R-Messung für diesen Zweck ungeeignet.
Allerdings kannste es ja mal mit einer Wechslestrom-R-Messung versuchen,
und dabei den Gleichspannungsanteil mit einem C abtrennen. Sollte ersten
die Elektrodenspannung eliminieren, und zweitens riskierste keine
Beeinflussung der Elektroden durch Elektrolyse (was ja bei Gleichstrom
passieren kann - auch Edelstahl ist nicht 100% edel)
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 15.05.2008 21:55

Thilo M. wrote:
> Du musst dabei nicht unbedingt die Kapazität auswerten, die
> Leitfähigkeit (1/R) geht auch. Hatte ich weiter oben geschrieben. ;)

Die kapazitive Methode hat aber den Vorteil, daß sie keine Probleme mit
Korrosion und Elektrolyse hat.

Kupfersalze sind im übrigen sehr toxisch für Pflanzen.
Autor: Thilo M. (power)
Datum: 15.05.2008 22:10

Uhu Uhuhu wrote:
> Thilo M. wrote:
>> Du musst dabei nicht unbedingt die Kapazität auswerten, die
>> Leitfähigkeit (1/R) geht auch. Hatte ich weiter oben geschrieben. ;)
>
> Die kapazitive Methode hat aber den Vorteil, daß sie keine Probleme mit
> Korrosion und Elektrolyse hat.
>
> Kupfersalze sind im übrigen sehr toxisch für Pflanzen.

Ich meinte auch per Wechselspannung. Muss zum Messen gleichgerichtet
werden (einfacher als C-Messbrücke), ansonsten besteht kein Unterschied
zur kapazitiven Methode.
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 15.05.2008 22:25

Thilo M. wrote:
> Uhu Uhuhu wrote:
>> Thilo M. wrote:
>>> Du musst dabei nicht unbedingt die Kapazität auswerten, die
>>> Leitfähigkeit (1/R) geht auch. Hatte ich weiter oben geschrieben. ;)
>>
>> Die kapazitive Methode hat aber den Vorteil, daß sie keine Probleme mit
>> Korrosion und Elektrolyse hat.
>>
>> Kupfersalze sind im übrigen sehr toxisch für Pflanzen.
>
> Ich meinte auch per Wechselspannung. Muss zum Messen gleichgerichtet
> werden (einfacher als C-Messbrücke), ansonsten besteht kein Unterschied
> zur kapazitiven Methode.

Auch bei Wechselstrom findet Elektrolyse statt.

Das kannst du ausprobieren mit zwei Kohle- oder Graphitelektroden, die
du in Salzwasser eintauchst und ein paar Volt Wechselspannung drauf
gibst. An beiden Elektroden bildet sich Chlorgas.
Autor: JensG (Gast)
Datum: 16.05.2008 00:02

mußt natürlich eine höhere Frequenz nehmen, dann geht auch die
Elektrolyse gegen null (LCD-Segmente z.B. werden ja auch mit
Wechselspannung geschaltet, um der (wenn auch recht geringen)
Elektrolyse der Flüssigkristalle vorzubeugen)
Autor: Kai Giebeler (runtimeterror)
Datum: 16.05.2008 20:49

Die R-Methode hätte ich mir aus dem Ärmel schütteln können. Für die
Wechselspannungs- und die Kapazitätsmethode muss ich erstmal was
erarbeiten bzw. basteln.

Vielen Dank für die Beteiligung und die ganzen Anregungen!
Autor: Mathias U. (munter)
Datum: 17.05.2008 10:16

Also ich finde das Thema grundsätzlich superinteressant, obwohl der Sinn
eines solchen Sensors eher fragwürdig für mich ist. Ist halt nen nettes
Gimmick.
Die Messung mittels Widerstand ist auch deshalb nen bissl blöd, weil
wenn man mal düngt, ändern sich ja automatisch die Verhältnisse im Boden
und damit ist die Kalibrierung nutzlos...
Dünger im Wasser --> sicherlich mehr Salze --> höhere Leitfähigkeit -->
usw.

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