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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Ferchau und Brunel

Autor: Blackfinman (Gast)
Datum: 01.10.2007 23:47

Guten Abend Zusammen,

ich habe vor kurzem mein Dip. (Elektrotechnik an der Uni). abgeschlossen
und schon 2 Vorstellungsgespräche gehabt das 1 bei Brunel und das 2 bei
Ferchau. bei Ferchau würde ich 41000 jährlich bekommen( 13 Gehälter) wie
ist ist es von der Bezahlung her ? sollte man nicht mehr verlangen als
Absolvent ? was wisst ihr über beide Dienstleister und für welchen
sollte man sich am bestenentscheiden. wie ist es mit der Gehaltserhöhung
nach der Probezeit, wenn man nach einem IG Metall-Tarif bezahlt wird
also wie hoch ist diese Erhöhung prozentual ?

MFG
Autor: Berater (Gast)
Datum: 02.10.2007 01:17

Wer in der derzeitigen Situation bei einem Dienstleister (der von
manchen hier wörtlich als "Ausbeuer" bezeichnet wurde) anheuert, der
muss eine Null sein, denn für Uniabsolventen war die Zeit nie so gut wie
jetzt.

Trotzdem wäre 41.000 für Frchau sehr viel, würde ich mal sagen. Ich
hatte vor 10 Jahren (auch Uniabsolvent Etechnik) ein Angebot von 62.500.
Bekommen habe ich dann 75.000 - bei einem "Grossen".
Autor: KoF (Gast)
Datum: 02.10.2007 08:47

Ich war vor 2 Wochen bei Brunnel und wir haben uns auf 31.200€ronen
geeinigt (und das als gelernter Fachinformatiker mit 1,5J
Berufspraxis!!!)
Gut, hab den Vertrag dann nicht angenommen und habe mich bei einer
anderen Firma "Eingeschrieben" aber Brunnel war Gehaltstechnisch
wirklich Prima!!!
-> Was mir besonders gefallen hat war, das ein 2. Wohnsitz von Brunnel
Finanziert wird damit: Zitat "Keine finanziellen Defizite entstehen"
Autor: Meiner Einer (Gast)
Datum: 02.10.2007 16:28

Hab nächste Woche auch ein Vorstellungsgespräch bei Ferchau. Hab mich
gar nicht richtig beworben, sondern einfach nur einen Beweberbogen
hingeschickt.

Ich weiß nicht, in seriösen Zeitungen wird Ferchau immer als
Top-Arbeitgeber beschrieben.
Autor: Ärgerliches Objekt Nummer 3 (Gast)
Datum: 02.10.2007 16:43

31,000 ? Die preisen dich als IT-FAckfrat an und kassieren von den
Endkunden das dreifache !
Autor: double x (Gast)
Datum: 02.10.2007 20:58

Wie ist den das jetzt? Bekommt man als externer von Ferchau nur die
Drecksarbeit aufgehalst, oder wir man ganz normal in die Projektarbeit
mit einbezogen?
Autor: Dr. No (Gast)
Datum: 02.10.2007 21:20

Hat Ferchau überhaupt "interne"? :-)

Ich sage mal, das hängt vom Kunden und der eigenen Leistung ab: Ist man
Experte, dann ist man gefragt und wird automatisch für gute Projekte
gebucht
Autor: Gast (Gast)
Datum: 03.10.2007 11:43

Welchen Stundensatz berechnen diese Dienstleister eigentlich für einen
E. Technik Ingenieur.
Autor: Tom (Gast)
Datum: 03.10.2007 12:06

>Welchen Stundensatz berechnen diese Dienstleister eigentlich für einen
>E. Technik Ingenieur.

Für einen Absolventen ohne mehrjährige Berufs-/Praxiserfahrung werden
ca. 60-90 Euro berechnet.
Autor: C.C.V. (Gast)
Datum: 03.10.2007 13:52

Siemens zahlt je nach Kategorie und Ausbildung (FH,TH) und Erfahrung
(Jahre, Siemenszugehörigkeit, Abteilungeerfahrung) für einen Ingenieur
ab 60,- Euro bis zu gut 70,- Nur ein Sonderfällen gibt es mehr. Für den
Ingenieur bleiben 46,- bis 58,-. Die Spanne liegt also um die 12,-. Z.T.
kann der ING mehr bekommen, wenn der DL gut verdient hat und nochmals
einen verlängerten Vertrag erwirkt oder aber ganz neu in eine Abteilung
rein will und besonders billig bietet.

Das extremste mir bekannte Beispiel war ein berechneter Stundensatz von
nur 63,40 bei gezahlten 55,50 an den Ing. Oft sind es aber auch bis zu
15,- Differenz für den DL, je nach Auftrag.

Die Beispiele gelten für Ingenieure und konkrte die Dienstleister
Axeneon, Axis, Heitec und Hays für die Bereiche Siemens A&D, MED und VDO
in der Region Regensburg, Erlangen und Fürth.

Ferchau und Brunel sind bei den mir bekannten Siemensabteilungen so gut
wie nicht vertreten, bis auf die Bereiche Automation / Automotive.

Von den Sätzen liegt Brunel da leicht unter den anderen, was sie mit den
für sie günstigen temporären Verträgen / Festanstellungen abfangen
dürften. Brunel müsste damit dieselben Gewinne machen, wie die anderen -
in z.T.sogar härter umkämpften Bereichen. Da sie aber in der
Vergangenheit immer schlechtere Leute lieferten, sind sie nicht mehr
unbedingt präferierter Anbieter.

Ferchau liegt in den Sätzen nochmal leicht unter Brunel. Beide dürften
dies aber wie gesagt an ihre Projektnehmer weitergeben, womit die
Ingenieure sicher selten über 50,- liegen sollten, was aber auch korrekt
ist, da der durchschnittliche Bildungs- und Erfahrungsgrad von speziell
den Ferchauleuten deutlich niederiger liegt, als die, die z.B. von Axis
oder Axenoen vermittelt wurden.
Autor: Tom (Gast)
Datum: 03.10.2007 13:58

>Für den Ingenieur bleiben 46,- bis 58,-.

Bei einer 40h Woche hätte der Ingenieur dann ca. 96.000,00 Euro Brutto
pro Jahr.

Janeeisklar...

Was ich damit sagen will, der Ingenieur bekommt sehr vie weniger als von
dir angegeben.
Autor: C.C.V. (Gast)
Datum: 03.10.2007 14:15

Ich kann Dir versichern, daß die Eingangssätze absolut stimmen und ich
kann Dir auch versichern, daß ebenfalls die Spannen stimmen. Die Sätze
für Informatiker mit Orga- und Planungserfahrung liegen sogar noch etwas
höher. Wir beschäftigen einen Ingeneur im Projektmanagement für exaxt
57,50 Ausgang und 67,00 Eingang von Siemens.

Die von Dir aufgemachte Rechung von bis zu 90000 im Jahr ist stimmig, es
muss aber berücksichtigt werden, das dies nur bei Vollbeschäftigung
erreicht wird. Eine solche Summe erfordert aber deb Daueraufenthalt beim
Kunden, was wiederum rechnerisch 200 Tage an Hotel und
Unterbringungskoten nach sich zieht. Das reduziert den Gewinn schon auf
80.000. Abzüglich der sonstigen Kosten kommen viele Ingenieur kaum über
70.000.

Für wen das nun viel klingt, der mag darüber nachdenken, daß keinerlei
Sozialabgabgen gezahlt werden, womit dies einem verlgeichbaren Gehalt
von eher 65.000 entspräche und das ist für einen Projektleiter eher
wenig.
Autor: Tom (Gast)
Datum: 03.10.2007 15:35

Ah ok, das habe ich nicht berücksichtig. So ist es natürlich klarer...
Autor: Skunk KaiNensy (Gast)
Datum: 07.10.2007 13:44

@ Blackfinman

Also ich hatte als Absolvent (FH) 60000 Euro gefordert, letztendlich
aber 64000 Euro bekommen.
Wenn du auch so eine geile Sau bist, solltest du das auch bekommen.
Natürlich nicht beim Dienstleister. Da gibt es so 43000 Tacken. Damit
kannste nicht überleben.
Autor: Karl (Gast)
Datum: 07.10.2007 14:40

@Shunk: 60000 als Abgänger oder was? Das kann es sich nicht sein. Mehr
als 45000 bekommt ein Abgänger mit FH wohl kaum. Wofür auch ?

@CVV und Tom: Der Freiberufler bkommt dafür aber auch den vollen
Fahrkostenersatz für alle km und nicht nur die halben. Auch hat er einen
Verpflegungsmehraufwand, den er absetzen kann. Dadruch wird das nicht so
teuer, wie es auf den ersten Blick aussieht. Das einzig richtig teure
sind die Schulungen, die man selber zahlen muss und wo einem noch die
Arbeitzeit verloren geht. Das sind um die 1000,- Euro brutto je Tag.
Autor: Skunk KaiNensy (Gast)
Datum: 07.10.2007 14:48

@Karl
"Mehr
als 45000 bekommt ein Abgänger mit FH wohl kaum. Wofür auch ?"

Warum pointierst du dieses "FH" so? Mit Uniabschluss kannste auch nicht
mehr.

45000 Euro sind korrekt, aber ich erwähnte ja bereist, dass ich für
potentielle Arbeitgeber wohl eine ziemlich geile Sau bin. Daher waren
die 64k auch gerechtfertigt.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 15.10.2007 21:13

Hab da mal folgende Frage:

Was bekommt eigentlich der Dienstleister (Arbeitgeber) und was der beim
Dienstleister angestellte Arbeitnehmen von dem was der Kunde bezahlt.

Welche Verhältnisse sind für eine erfahrene Elektro Ing. Tätigkeit
üblich.

Kunde zahlt pro Stunde logisch 100%

Dienstleister 50%        Angestellter  50%

                   oder

Dienstleister 60%        Angestellter  40%

                   oder

Dienstleister 40%        Angestellter  60%

Wenn der Angestellte 43000Eur pro Jahr bekommt hat der Kunde dann
86000Eur
gezahlt und es landen halt nur 50% beim Angestellten?
Oder fällt das Verhältnis eher zugunsten des Dienstleisters aus?


Weiss da jemand was genaueres ???????
Autor: Silvan (Gast)
Datum: 18.10.2007 00:42

So extem ist es nicht. Das mieste bleibt schon beim Ingenieur hängen.
Autor: Dr. Gonzo (Gast)
Datum: 01.11.2007 16:31

"Das mieste bleibt schon beim Ingenieur hängen."

Ein großer Automobil-OEM in Süddeutschland zahlt einen halbwegs
bekannten Dienstleister für einen normalen Ingenieur (ET) z.B. im
Bereich Systemintegration ca. 60€/Stunde, mit ein wenig "Projektleitung"
unter 70 Euro.
Autor: QLL (Gast)
Datum: 14.11.2007 21:24

Kann jemand mir sagen wie viel ein Elektrotechniker (FH) mit 2 Jahren
Berufserfahrung jährlich Brutto verdienen kann? (bei Siemens A&D)

Besten Dank vorab...
Autor: Siemensdesigner (Gast)
Datum: 22.11.2007 17:52

>>"Das meiste bleibt schon beim Ingenieur hängen."
> Ein großer Automobil-OEM in Süddeutschland zahlt einem halbwegs
> bekannten Dienstleister für einen normalen Ingenieur (ET) z.B. im
> Bereich Systemintegration ca. 60€/Stunde, mit ein wenig "Projektleitung"
> unter 70 Euro.

Kann ich bestätigen! Eingangssatz für Entwickler bei Siemens A&D: 62,-
bis 68,-  im Bereich Layout und Elektronik. Software liegt etwas höher.

>Kann jemand mir sagen wie viel ein Elektrotechniker (FH) mit 2 Jahren
>Berufserfahrung jährlich Brutto verdienen kann? (bei Siemens A&D)

55.000 sind mindestens drin, bei gefragtem Knowhow mindestens 60.000.
Autor: Ralf Sch (Gast)
Datum: 22.11.2007 18:06

> Da gibt es so 43000 Tacken. Damit kannste nicht überleben.

Bischen größenwahnsinnig was?
Autor: Rolf Lambrecht (Gast)
Datum: 22.11.2007 21:50

>>Für den Ingenieur bleiben 46,- bis 58,-

>Bei einer 40h Woche hätte der Ingenieur dann ca. 96.000,00 Euro Brutto
pro Jahr.

Auch wenn manche dies nicht glauben, so sind das doch die realen Sätze.
Bei genauerer Betrachtung und Abzug der Kosten, bleiben davon aber nur
noch geschätzte 90 Tausend. Rechnet man nun Sozialversicherungsbeiträge
weg, so liegt man in der Region eines gut bezahlen Ingeniuers mit
Verantwortung - allerdings einem, mit mindestens 10 Jahren Erfahrung.
Für Jüngere sind solche Stundensätze in keinem Fall zu erreichen. Mit
nur 5 Jahren Erfahrung wird es schwer, über 50,- zu kommen und als
Anfänger dürfte es ein Problem sein, überhaupt ein Projekt zu bekommen.
Autor: QLL (Gast)
Datum: 27.11.2007 21:47

erst mal danke schön an Allen...

Man hat mir gesagt werde ich zwischen 45-48 Euro pro Stunde bekommen.Es
geht um allerdings nicht Bereich Elektrik und Layout sondern Large
Drivers. Mehr sollte nicht drin sein....

Soll ich mich damit glücklich geben? Ich bin sehr verzweifelt...
Autor: Loizel (Gast)
Datum: 29.11.2007 12:04

MAchs dpoch einfach mal, 46 Euro x 1700h im Jahr (40h-Woche) sind rund
78000 brutto. Das entspricht je nach persönlicher Situation etwa 65000
Angestelltenbrutto. Da gibt es Leute, die deutlich weniger haben.
Autor: Thesis (Gast)
Datum: 01.12.2007 00:31

"...das entspricht je nach persönlicher Situation etwa 65000
Angestelltenbrutto. Da gibt es Leute, die deutlich weniger haben..."

In der Tat! Ich bekomme insgesamt 55.000,- EUR pro Jahr, inkl. allem.
Und das als Uniabsolvent Maschinenbau mit Prädikatsabschluss und
mehrjähriger Berufserfahrung, Lehre im Maschinenbau etc. Und es ist kein
Dienstleister!

Ich dachte immer, gute Unileute bekommen T6 in großen Unternehmen des
Maschinenbaus und der Automobil(zuliefer-)industrie. Seltsamerweise ist
das nicht immer der Fall. Und selbst in der heutigen Zeit des
angeblichen Ingenieurmangels fängt man mit der Qualifikation mit T4 an
und endet mit T5...  (laut Personalchef eines bekannten Unternehmens).

Ich verstehe nicht, dass man bei einem Bewerbungsgespräch solche Fakten
vorgetragen bekommt mit solcher Qualifikation. Und dann wundern sich die
Firmen, wenn sie keine Ingenieure bekommen...

Alles sehr seltsam, ich frage mich wirklich, warum ich mir diese
jahrelangen Mühen auf mich genommen habe, wenn man als Techniker mit nur
2 Jahren Fachschulbesuch das gleiche Gehalt bekommt wie ein Ingenieur.
Dabei hat man als Ingenieur mit Hochschulreife 5-9 Jahre (FH - Uni mit
Abitur) ins Lernen gesteckt und nix verdient, ein Techniker aber nach
der mittleren Reife und 2 Jahren Fachschule schon richtiges Geld in der
Tasche. Wie soll ich das bitte schön jemals aufholen (können)?

Aber anschließend gehen die Techniker zu den Ingenieurskollegen und
stellen dauernd Fragen, wie man in Entwicklungsfragen vorgeht und
Lösungen erarbeitet etc. ... Na wunderbar!

Mußte mich mal auskotzen, jetzt geht´s mir etwas besser...
Danke!
Autor: Auch ein Gast (Gast)
Datum: 01.12.2007 12:07

@Thesis

>>Alles sehr seltsam, ich frage mich wirklich, warum ich mir diese
>>jahrelangen Mühen auf mich genommen habe, wenn man als Techniker mit nur
>>2 Jahren Fachschulbesuch das gleiche Gehalt bekommt wie ein Ingenieur.

1. Ein Techniker wird normaler Weise in T3 eingestuft und bekommt somit
nicht das gleiche

2. Lese Dir mal die Kriterien zu den Einstufungen durch dann wirst Du
das verstehen...

3. T6 ist meines Wissens mit einer Erweiterung der Verantwortung (wie
Budget, Führungsverantwortung etc.) verbunden - Machst Du einen solchen
Job, solltest Du auch danach bezahlt werden - Hast Du "nur" normale
Entwicklerverantwortung wirst Du auch so bezahlt

Allgemein (also nicht auf Thesis bezogen): Mich wundert es immer wieder,
wie unkritisch mit z.B. Führungspositionen umgegangen wird (zum Thema
T6) - wer noch nie in einer entsprechenden Position war, bzw. sich kein
Bild darüber machen konnte was z.B. Personalverantwortung (bitte nicht
Führungsverantwortung oder fachliche Führung) für einen Rattenschwanz an
Konsequenzen, Arbeit und Verantwortung mit sich zieht, sollte sich nicht
so weit aus dem Fenster lehnen.

Grüsse Auch ein Gast
Autor: Thesis (Gast)
Datum: 01.12.2007 12:23

@Gast:

"1. Ein Techniker wird normaler Weise in T3 eingestuft und bekommt somit
nicht das gleiche"

Bei uns bekommen die Techniker in der Entwicklung das gleiche Gehalt wie
ein Ingenieur, machen aber definitiv nicht die gleiche Arbeit! Oder
warum muss ich denen immer wieder erklären, wie man Lösungsansätze
erarbeitet, umsetzt etc. Ich kann nicht als Techniker ein
Ingenieurgehlat bekommen und gleichzeitig das Ingenieurswissen bei den
Kollegen abgraben...

"2. Lese Dir mal die Kriterien zu den Einstufungen durch dann wirst Du
das verstehen..."

Habe ich schon verstanden, siehe aber zu 1.!

"3. T6 ist meines Wissens mit einer Erweiterung der Verantwortung (wie
Budget, Führungsverantwortung etc.) verbunden - Machst Du einen solchen
Job, solltest Du auch danach bezahlt werden - Hast Du "nur" normale
Entwicklerverantwortung wirst Du auch so bezahlt"

Wenn ich sehe, dass die anderen 60.000,- und mehr bekommen für eine
normale Entwicklertätigkeit (siehe auch die anderen Threads hier im
Forum), ist T6 nicht für leitende Positionen. Definitiv kenn ich
niemanden, der Personalverantwortung hat und nicht AT wäre!!!
Autor: Auch ein Gast (Gast)
Datum: 01.12.2007 12:39

>>@Gast:

>>"1. Ein Techniker wird normaler Weise in T3 eingestuft und bekommt somit
>>nicht das gleiche"

>>Bei uns bekommen die Techniker in der Entwicklung das gleiche Gehalt wie
>>ein Ingenieur, machen aber definitiv nicht die gleiche Arbeit! Oder
<<warum muss ich denen immer wieder erklären, wie man Lösungsansätze
>>erarbeitet, umsetzt etc. Ich kann nicht als Techniker ein
>>Ingenieurgehlat bekommen und gleichzeitig das Ingenieurswissen bei den
>>Kollegen abgraben...

Dann hast Du Recht - das ist ungerecht - stellt sich nur die Frage ob
die Techniker zu viel oder Du zu wenig verdienen. (Führt automatisch
dazu, dass man sich ungerecht behandelt fühlt)

>>"3. T6 ist meines Wissens mit einer Erweiterung der Verantwortung (wie
>>Budget, Führungsverantwortung etc.) verbunden - Machst Du einen solchen
>>Job, solltest Du auch danach bezahlt werden - Hast Du "nur" normale
>>Entwicklerverantwortung wirst Du auch so bezahlt"

>>Wenn ich sehe, dass die anderen 60.000,- und mehr bekommen für eine
>>normale Entwicklertätigkeit (siehe auch die anderen Threads hier im
>>Forum),

Glaub nicht alles was Dur hörst und 60.000 kann man auch ohne T6
verdienen (übertarifliche Zulage)

>>ist T6 nicht für leitende Positionen. Definitiv kenn ich
>>niemanden, der Personalverantwortung hat und nicht AT wäre!!!

War so nicht gemeint - war gemeint als Budgetverantwortung oder
Führungsverantwortung (Projektleiter z.B.)

Die Äußerung mit der Personalverantwortung war als getrennt zu sehen
(allgemein in den Raum geschmissen), war aber wohl etwas
missverständlich ausgedrückt von mir...

Übrigens Vorsicht - Fachliche Personalführung, Führungsverantwortung und
Personalverantwortung sind nicht das gleiche...
Autor: Heinz (Gast)
Datum: 01.12.2007 13:42

>Definitiv kenn ich niemanden, der Personalverantwortung hat und nicht AT wäre!!!

Doch, doch - viele Arbeiten im normalen Tarifverbund, sie haben aber ein
noch übertariflicheres Gehalt, als die Entwickler. Nicht AT heisst
nicht, daß man nicht entsprechend verdient - im Gegenteil.

>wenn ich sehe, dass die anderen 60.000,- und mehr bekommen für eine
normale Entwicklertätigkeit

Entwickler ist nicht gleich Entwickler! Es ging Dinge, wie normale
Programmiertätigkeit nach PH, die ma mit 1-2 Jahren gut kann und nach 5
Jahren perfekt kann. Nach 5 Jahren ist man da am Anschlag und es geht
gehaltsmäßig nicht weiter. Wenn man aber Systeme entwicklet braucht man
Kenntnisse in Software, in der Historie der eigenens Geräte, der
Zielvorsteööungen der Geschäftsleitung, bez. der Fehigkeiten der eigenen
Leute, um Dinge so zu planen und zu entickeln, daß sie optimal für die
Firma werden. Das erfordert eher die Dreifach Erfahrungung.

Leider gibt es dafür nicht das dreifache Gehalt :-)
Aber es gibt immerhin das Doppelte - auch für den "normalen" Entwickler.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 03.12.2007 16:13

Ferchau knallt mir schon wieder die X-te Pauschalanfrage in die mailbox.
Dabei habe ich denen schon dreimal gemeldet, daß sie immer denselben
anmailen. Die kapieren nicht mal, daß sie immer dasselbe Monsterprofil
anschreiben, obwohl ja eine Nummer dabei steht.
Autor: Beratender Ingeneiur (Gast)
Datum: 17.12.2007 01:44

Zu der Firma Ferchau möchte ich hier konkret nichts sagen. Ich verweise
aber einfach mal auf diesen thread
Beitrag "Die Aufs und Abs im Berufsleben" und bitte um aufmerksames
Studium der Grafik. Damit möchte ich aber nichts gesagt haben. :-)

An QLL:
>erst mal danke schön an Allen...
>
>Man hat mir gesagt werde ich zwischen 45-48 Euro pro Stunde bekommen.
>Soll ich mich damit glücklich geben? Ich bin sehr verzweifelt...

Diese Sätze sind für Einsteiger normal. Wenn man 2-3 Projekte
vorzuweisen hat, geht es höher. Ich hatte zu Beginn auch nicht mehr,
aber wenn man etas machen will, dann muss man eben dort zuschlagen.
Bedenke: Jedes Projekt bringt mehr Erfahrung! Wenn Du 3- Jahre Erfahrung
hast und ein passendes Anschlussprojekt bekommst, sind 50-60 Euro drin.

Für einen mittleren Stundensatz von 50,- gilt: Sobald man mehr als
1300-1400h im Jahr arbeitet, lohnt sich die Selbständigkeit finanziell
und übersteigt die Nettosumme , die der Angestellte bei gleicher
Arbeitszeit hätte um mehr als 10%. Arbeitet man mehr als 1700h, steigt
der Vorteil auf über 20%.
Autor: Siggi (Gast)
Datum: 02.01.2008 11:58

Zu Ferchau kann ich nach 4 Jahren Berufstätigkeit nur folgendes sagen:

Ferchau ist im Notfall gut wenn man arbeitsloser Abenteuerer ohne
Zukunftsncen ist.  Das betrifft ganz besonders die Ausbeuter der
Niederlassung München.

Young, really dumb and eager to screw you over. Hire and fire at its
best!

Der junge unerfahrene Manager Alex: Totalversager bei Mercedes in
Stuttgart wurde auf ein Niederlassungs-Umbau-Abenteuer nach München
geschickt, hatte als arbeitsloser Stuttgarter Metzger schliesslich rein
gar nichts zu verlieren ...

 ... war völlig unerfahren und überfordert und begann gleich damit alle
MA auszumobben die mehr Erafhrung hatten als er und wussten wie das
Geschäft wirklich läuft.

Jetzt wisst Ihr´s.

Good for the really wild, no matter what they tell you.

Just do it for the money and get your honey, bunny!
Autor: Roman Schlager (Gast)
Datum: 02.01.2008 15:40

Ferchau München kenne ich nicht, ich war da weiter westlich tätig. Ich
habe aber den schweren Eindruck, daß Ferchau Akademiker aus bestimmten
Regionen nicht für ganz voll nimmt. Wer das kein (West-)deutscher ist,
ist sozusagen Ingenieur zweiter Klasse. Mir (Burgenländer) hat man für
ein und dieselbe Stelle weniger geboten, als einem Kollegen aus Dresden,
der selber wieder noch einbischen weniger bekommen sollte, als der
Konkurrent aus dem badischen.
Autor: The Devil (devil_86)
Datum: 02.01.2008 15:44

Roman Schlager wrote:
> Ferchau München kenne ich nicht, ich war da weiter westlich tätig. Ich
> habe aber den schweren Eindruck, daß Ferchau Akademiker aus bestimmten
> Regionen nicht für ganz voll nimmt. Wer das kein (West-)deutscher ist,
> ist sozusagen Ingenieur zweiter Klasse. Mir (Burgenländer) hat man für
> ein und dieselbe Stelle weniger geboten, als einem Kollegen aus Dresden,
> der selber wieder noch einbischen weniger bekommen sollte, als der
> Konkurrent aus dem badischen.

Ist das Burgenland denn in Deutschland?
Autor: Gast (Gast)
Datum: 03.01.2008 09:33

Ich habe bei Ferchau als FH Absolvent in Berlin 32500 angeboten
bekommen. Eine Woche später meldete sich eine andere Firma und bot mir
38000 an. Das sind 5,500 € mehr im Jahr. Für was habe ich mich da wohl
entschieden?
Autor: STK500-Besitzer (Gast)
Datum: 03.01.2008 10:07

>Ist das Burgenland denn in Deutschland?

Das Pfälzer Burgenland liegt aber in D... (fast schon in F.)


>Für was habe ich mich da wohl entschieden?

Für Ferchau, denn wer will schon sein ganzes Leben in einer Firma
arbeiten.

Als Einstieg direkt nach dem Studium finde ich Verleiher eine praktische
Einrichtung: Man kann sich verschiedene Firmen angucken, sammelt
Berufserfahrung und wird u.U. auch noch abgeworben.
Ich hatte in meiner Gruppen einen Elektroniker von Vedior, Anfang 50,
arbeitslos geworden, weil die Firma dicht gemacht hat. Er kriegt zwar
seiner Aussage nach weniger Gehalt/Lohn als er Arbeitslosengeld hatte,
dafür hat er was zu tun, kann stolz darauf sein, dass er sein Geld
verdient (Sozialhilfe ist kein Einkommensersatz, auch wenn viele der
Meinung sind, dass dem so sei).
Ausserdem wäre das Arbeitslosengeld I ja eh nacheiniger Zeit im ALGII
geworden.
Ohne die Existenz einer Verleihfirma würde er wohl ALG-II bekommen...
Autor: Carmen (Gast)
Datum: 03.01.2008 10:38

>Ohne die Existenz einer Verleihfirma würde er wohl ALG-II bekommen...

...und müsste sich nicht den Buckel krumm machen bzw. sich ausbeuten
lassen.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 03.01.2008 11:38

@STK500-Besitzer

es geht um die Moral der Geschicht.

Auf dem Rücken dieses Herren, stoßen sich andere dumm und dämlich.

Es ist nicht nur der Verleiher, der gut verdient indem er seinem
Mitarbeiter wenig bezahlt, es ist auch der Entleiher, der günstig
entwickelt.

Da macht einer quasi die gleiche Arbeit wie sein Arbeitskollege einen
Meter nebenan und bekommt viel weniger Lohn.

Also ich kann ja verstehen, wenn man in einer Firma eine zeitliche
Überkapazität an Arbeit hat, weil die Weltwirtschaft derzeit ordentlich
brummt, dass man dann einen ausleiht, der diese Überkapazität abdeckt.

Dieses ausleihen, sollte dann aber fürstlich belohnt werden.
Warum, weil der Ausleiher kein Risiko eingeht.  Ist die Überkapazität an
Arbeit abgebaut, kann er den geliehenen wieder in die Wüste schicken.

Stattdessen, verhalten sich Ausleiher und verstärkt Verleiher fast wie
"Geier" und denken wie kann es in dieser Welt anderst sein an ihren
eigenen Profit und protzen dann mit ihren Gewinnen, welche nicht sie
sondern andere für sie erwirtschaftet haben.

Nu, es gibt alte Ingenieure, die keine Anstellung mehr finden. Die
finden bei manchem Dienstleister ein Auskommen.

An der ganzen Sache stört mich nicht, dass da jemand wenig verdient. Es
stört mich dass sich manche bevorteilen indem sie andere benachteiligen.

Jedoch muß man auch fairer Weise sagen, dass jemand der gut ist, auch
ein ordentliches Gehalt bei einem Dienstleister aushandeln kann. Wenn
nicht, kann der vermeintlich gute jederzeit wo anderst unterkommen.

Die letzten (schwachen) beißen bekanntlich die Hunde.
So isses nunmal auf dieser Welt.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 03.01.2008 11:42

>> Für Ferchau, denn wer will schon sein ganzes Leben in einer Firma arbeiten.

Sicherlich nicht, denn bei 5,5k mehr im Jahr kann man sich einen Urlaub
leisten, bei Ferchau würde man existieren um zu arbeiten.
Autor: Carmen (Gast)
Datum: 03.01.2008 11:47

>bei Ferchau würde man existieren um zu arbeiten.

Völliger Quatsch! Wer das natürlich niedrige gehaltsangebot sofort
akzeptiert, ist selbst schuld. Als Absolvent kann man auch bei Ferchau
45000 im Jahr bekommen, und das weis ich mit Sicherheit.
Autor: Carmen (Gast)
Datum: 03.01.2008 12:00

Und bei Ferchau hast du ebenso Urlaub wie bei jeder anderen Firma auch.
Autor: The Devil (devil_86)
Datum: 03.01.2008 12:05

Carmen wrote:
> Und bei Ferchau hast du ebenso Urlaub wie bei jeder anderen Firma auch.

Hat man bei anderen Dienstleistern leicht keinen Urlaubsanspruch :-/ ??
Autor: STK500-Besitzer (Gast)
Datum: 03.01.2008 13:25

Urlaub? Was ist das?

Carmen hat das was wohl nicht ganz verstanden.
Wenn man für einen Dienstleister arbeitet, hat man zwar genug zum Leben,
aber Extras wie teuerer Urlaub sind u.U. nicht drin.

@Gast: Schon richtig, dass derjenige mehr Geld verdient, da er ja die
Spitzen einer Firma abarbeiten soll.
Die Verleihfirmen argumentieren aber dann auch gerne damit, dass die
Leute ja einen unbefristeten Vertrag haben, und auch bei
Nichtbeschäftigung weiterbezahlt werden. Dazu gehört auch der
Krankheitsfall oder Urlaub des Mitarbeiters, der natürlich nicht vom
Kunden bezahlt wird.
Dann muß man mit dem eingenommenen Geld auch noch die Verwaltung (und
deren Dienst-Audis) bezahlen, und die arbeiten auch nicht nur für ein
trockenes Brötchen (wie leitenden Angestellte nun mal so sind...).

Es gab mal einen Fall, dass ein Abteilungsleiter eine Lohnerhöhung für
eine Leihkraft durchgesetzt hat. Dabei hat er mit der Mitarbeiterin die
Lohnerhöhung abgesprochen und entsprechend mehr an die Verleihfirma
gezahlt. Interessanterweise mußte er dann noch mal bei der Firma
nachfragen, wieso die Mitarbeiterin nicht die komplette Lohnerhöhung
bekommen hat. Im nächsten Monat hatte sie dann die komplette Erhöhung...
Wir haben übrigens 2007 63 Leute eingestellt. Einer wurde auch
abgeworben.
Autor: R.I. (Gast)
Datum: 03.01.2008 13:49

>Hat man bei anderen Dienstleistern leicht keinen Urlaubsanspruch :-/ ??

Wenn Du festangestellt bist, hast du selbverständlich einen Anspruch.

Ich mache nur Projekte und habe keinen. Allerdings kann ich auch
Stundensätze oberhalb der 50,- bekommen und mir so den bezahlten Urlaub
dreimal finanzieren.
Autor: The Devil (devil_86)
Datum: 03.01.2008 14:15

R.I. wrote:
> [...] und mir so den bezahlten Urlaub dreimal finanzieren.

Was nützt dir das, wenn du keine Zeit hast in Urlaub zu gehen?
Autor: Carmen (Gast)
Datum: 03.01.2008 21:01

>Wenn man für einen Dienstleister arbeitet, hat man zwar genug zum Leben,
>aber Extras wie teuerer Urlaub sind u.U. nicht drin.

Ich habe das wirklich nicht ganz verstanden. Vielleicht erklärst du mir
diesen Satz mal? Meinst du jetzt in finanzieller Hinsicht oder wie? Wenn
dem so ist, dann muss ich entschieden widersprechen oder woher nimmst du
deine Erkenntnis?

Ich bin selbst bei einem Dienstleister angestellt und wie ich oben schon
schrieb, 45000 pro Jahr Anfangsgehalt ist drin. Ist natürlich die Frage,
was du unter "teurer" Urlaub verstehst. 10 Wochen im Luxushotel in Dubei
wirst du dir auch bei keiner anderen Firma leisten können.
Autor: R.I. (Gast)
Datum: 03.01.2008 22:35

The Devil, Du hast schon irgendwie Recht, aber ganz so schlimm ist es
schon nicht: Ich mache seit 15.12. Urlaub und werde erst gegen Ende
Januar wieder bei einem neuen Kunden sein. Dazwsichen mache ich jetzt
Softwarepflege daheim am Laptop. Das sind rund 80 Stunden, die ich
mache, 100, die ich abrechne und damit soviel Geld netto einnehme, daß
der Urlaub finanziert ist.

> 10 Wochen im Luxushotel in Dubei
Sicher nicht, aber 3 Tage St.Moritz sind drin - auf Geschäftskosten. Du
must dort nur zu einem Kongress fahren, zu dem Dich einer einlädt und
dort mal auftauchen. Auch lässt Du das Doppelzimmer als Einzelzimmer
schreiben.

Ausgaben :
3 x 129,- Hotel, 76,- Geschäftskosten,  72,- Diesel. mit Kleinkram 550,-
Davon die MwSt weg und die Steuererersparnis, macht nur gut 200,- Kosten
für 2 Personen. Hinzu kommen die km fürs Fahrtenbuch, die mir wieder den
steuerpflichtigen Provatanteil senken.
Autor: The Devil (devil_86)
Datum: 04.01.2008 07:01

R.I. wrote:
> Ich mache seit 15.12. Urlaub und werde erst gegen Ende
> Januar wieder bei einem neuen Kunden sein.

Fauler Sack ;-)
Autor: Sin Gha (singha)
Datum: 04.01.2008 16:22

Hallo zusammen,

ich bin sehr froh, dass ich hier so ein forum gefunden habe :-). Dank an
alle zuerst!

ich habe mich auch bei brunel beworben, als BWLer und meine
gehaltsvorstellung 46,000 p.a. mitgeteilt. der betreuer hat gesagt, mit
den reisenkosten würde ich das gehalt bekommen. hat jemand erfahrung
damit?

die firma, die brunel mir vorgeschlagen hat, liegt ca. 50 km weit von wo
ich wohne. für den job muss ich ein auto anschaffen -- das kostet auch
was...
Autor: mark (Gast)
Datum: 15.01.2008 17:11

FERCHAU Engineering GmbH, die Brunel GmbH und viele andere
bezeichnen sich selbst "Engineering-Dienstleister", sind aber
Zeitarbeitsfirmen, die Mitarbeiter vermieten oder sich an kleinere
Projekte per Auftragen versuchen ... Die Bezahlung, wie auch die
Arbeitsplatzsicherheit  ist dem entsprehcned.

Was man wissen mu
Autor: Christoph (Gast)
Datum: 15.01.2008 19:49

Hallo,

ich verstehe gar nicht, warum Engineering Dienstleister ein so
schlechtes Image haben. Sicher, es gibt schwarze Schafe, aber die gibt
es auch bei Firmen, die bspsw. selbst Produkte herstellen.

Ich bin selbst bei einem sog. Dienstleister in einem großen
Automobilkonzern tätig und kann mich nicht beschweren. Das Gehalt ist
überdurchschnittlich, man kann viel Erfahrung sammeln und es wird sogar
verlangt, dass man mindestens 1-2 Jahre an einem Projekt mitarbeitet.

Die Arbeitsplatzsicherheit ist nicht besser oder schlechter als bei
einem Produktanbieter, da die gößte Unsicherheit immer die Projektarbeit
ist.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 16.01.2008 07:30

@ mark

Du hast es recht simpel auf den Punkt gebracht!
Ich kann jetzt nur aus 6 Monaten Brunel Erfahrungen sprechen.

Die Bezahlung ist für einen Dienstleister angemessen.
Die Arbeitsplatzsicherheit ist „auch“ gegeben nur sollte man sich im
Klaren sein, dass du jederzeit zu einem anderen Kunden kommen kannst und
ein Umzug notwendig werden kann.

Was aber sehr enttäuschend war, war die Tatsache, dass du als externer
Brunel-Mitarbeiter keine wichtigen Aufgaben im Projekt bekommst sondern
nur die unwichtigen „irgendeiner muss es ja machen“ Reste bearbeiten
darfst. Die Unternehmen lassen sich da halt ungern in die Karten
schauen.

Schaut euch mal hier um, Beitrag "Dienstleister, Brunel GmbH" ich
kann den meisten negativen Erfahrungsberichten leider nur beipflichten.
Autor: Christoph (Gast)
Datum: 16.01.2008 17:50

@Gast:
Es mag schon, dass es einige gibt, die schlechte Erfahrungen mit
Dienstleistern gemacht haben. Ich bin nur dagegen, alle über einen Kamm
zu scheren.. Ich kenne auch etliche Fälle, bei denen die Externen über
Jahre in größere Projekte eingebunden sind (z.B. bei Bertrandt)
Autor: Chefingenieur (Gast)
Datum: 16.01.2008 19:39

Leute von Ferchau und Brunel müssen oft die Sachen machen, die die
internen Leute nicht machen wollen. Von DRecksarbeit würde ich nicht
sprechen, eher schon von den stressigen Jobs, wie Inbetriebnahme und
Fehlersuche, sowie die Langeweilersachen, wie reine Doku, Gute
Entwicklungsprojekte bekommt man da kaum, schon garnicht als Anfänger.

Bei Dienstleistern wie Brunel und Ferchau bekommt man auch was das
Gehalt angeht nur dann gute Verträge, wenn man Spitzenkraft mit
Erfahrung ist. Dann aber gibt es bei den meisten anderen mehr,

Ich habe schon so viele male Angebote von Ferchau und Brunel gehabt (ich
stamme aus der Nähe von Frankfurt, wo die sitzen) und musste immer
feststellen, daß deren Sätze locker 10%-20% niedriger ausfielen, als die
von typischen Informatikdiesntleistern oder Projektanbietern für
Engineering.

Ich arbeite seit nunmehr 7 Jahren selbständig. 20% der Projekte sind
Kleinprojekte zwsichendurch mit einer Dauer von 1-3 Monaten, für die ich
70,- bis 80,- die Stunde kalkuliere und auch bekomme. Mit all dem
Drumherum landet man dann effektiv bei rund 60,- bis 65,- Euro Umsatz je
Stunde effektiv geleisteter Arbeit.

80% der Projekte stammen von Dienstleistern wie Axis, Axeneon,
IT-Specialsts, IT-Power People,  Hays, CS2-Informatik, Topjects und
IXtra.

Dort bekommt man so etwa 55,- bis 66,- je Stunde. In jüngster Zeit
wieder mehr.
Autor: Christoph (Gast)
Datum: 16.01.2008 19:47

@Chefingenieur:
Ich bin in der Elektrik/Elektronikentwicklung bei einem großen
Autokonzern über einen Dienstleister angestellt. Wenn ich mir die
Tätigkeiten der internen so anschaue, dann machen diese auch alles
andere als Entwicklung. Stattdessen werden Spezifikationen etc.
geschrieben, organisiert, etc. Die Softwareentwicklung an sich findet
nur bei den Zulieferern statt.
Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
Datum: 16.01.2008 19:54

Hallo,
ich kann den Beitrag von Christoph nur bestaetigen.
Autor: Oberprogger (Gast)
Datum: 17.01.2008 23:50

@Christoph und Daniel:

Softwareentwicklung findet auch auf dem Papier statt: Besprechung,
Abstimmung, Festlegung, Definition, Keymanagement ect. Das ist der
qualifizierte Teil der Softwareentwicklung!

Alles andere ist Programmieren und wird an Anfänger mit 2 BE
weitergegeben oder geht ganz weg nach Indien. Oft genug wird auch mit
Codegeneratoren gearbeitet sodaß das Programmieren immer unwichtiger
wird.

Entwicklung ist die Betreuung des gesamten Zyklus bis zur Auslieferung.
Das, was viele Entwicklen nennen, ist ja nur der geringe Teil davon.
Autor: Versuchenwirsmal (Gast)
Datum: 18.01.2008 08:02

Hi,

hat jemad Erfahrung als Führungskraft oder mit Führungskräften bei
BRUNEL?
Gelten die gleichen negativen Einträge für "die andere Seite"?

Habe mich auf eine Stelle als Führungskraft beworben, die Projektteams
zusammenstellen und neue Ingenieure rekrutieren soll ...

'Ne Antwort wäre sehr hilfreich ....
Autor: Oberlogistiker (Gast)
Datum: 23.01.2008 16:45

Führungskraft bei Brunel: Einmal und nie wieder. Du bist doch nicht etwa
mein Nachfolger ?
Autor: DerArbeiter (Gast)
Datum: 08.02.2008 01:19

Hallo,

habe gehört, dass Dienstleister häufig unbefristete Rahmenverträge
einsetzen, mit denen der "Freiberufler" für längere Zeit mit langen
Kündigungsfristen, Kundenschutzklauseln und Wettbewerbsverbot an die
Firma gebunden wird. Wenn dann mal ein Projekt anliegt, gibt es einen
befristeten Dienstvertrag.

Wenn keine Projekte anliegen, ist man wohl gekniffen, denn es gibt keine
Kohle und man darf sich nicht woanders bewerben (das Wettbewerbsverbot
ist glaube ich mittlerweile aufgehoben, wenn der Dienstleister keine
entsprechende Karenzzahlung leistet)

Meine Fragen:
1. Hat jemand von euch schon eine solche Erfahtung gemacht?
2. Ist man dann überhaupt noch "Freiberufler", wenn man einen
unbefristeten Vertrag hat?

Würde mich über eure Meinungen und Erfahrungen hierzu freuen!
Autor: Topentwickler (Gast)
Datum: 18.07.2008 14:16

Nein, dem ist nicht so, du kannst natürlich über einen anderen DL etwas
anderes machen. Sie können also nicht verhindern, daß du arbeitest. Nur,
wenn du fest bist, kannst Du nichts machen, das verbietet Ferchaus
ausdrücklich. Aber dann hast du ja Dein Gehalt.

Was mich bei Ferchau immer wieder aufregt ist die Art, wie sie einen
hinhalten: Hatte letzte Woche wieder einen Anfrage für ein Projekt und
mit dem Typen telefoniert: Er sagte zu mein Profil bei dem Kunden
vorstellen zu wollen. 2h später kam über meine andere mail, die als
Eingang für einen andere Plattform fungiert, wieder dieselbe Anfrage
rein: Er sucht also weiter, obwohl er mir zugesagt hat, mich dort
reinbringen zu wollen.

Ich habe jetzt die Nase voll von denen!
Autor: Gast (Gast)
Datum: 18.07.2008 15:02

Habe mich (Dipl.-Ing. (FH) E-Technik) schon mehrfach bei Ferchau und
Brunel beworben, jeweils an anderen Standorten. 3-4 Monate nach dem
Vorstellungsgespräch kamen die Absagen.
Mein Fazit: Als Absolvent hat man keine Chance. Die nehmen nur
Spezialisten mit Berufserfahrung, denn diese können sie besser an ihre
Kunden verkaufen/vermitteln.
Autor: STK500-Besitzer (Gast)
Datum: 18.07.2008 18:52

>Mein Fazit: Als Absolvent hat man keine Chance. Die nehmen nur
>Spezialisten mit Berufserfahrung, denn diese können sie besser an ihre
>Kunden verkaufen/vermitteln.

Nö, das glaube ich nicht, weil ich es anders erlebt habe.
Autor: Anonymous (Gast)
Datum: 18.07.2008 19:50

Seht zu, daß ihr schnell Knowhow bekommt und dann bei demselben Kunden
in einer anderen Abteilung über einen anderen Dienstleister reinkommt.
Dann nach der Karrenzzeit zurück in die Ursprungsabteilung über einen DL
nach Wahl: zum Tarif nach Wahl!
Autor: No Name (nohelp)
Datum: 20.07.2008 09:26

Hab mich letztens mal aus 'ner Laune heraus bei Ferchau beworben. Die
scheinen ja jeden zu nehmen - für ihre Datenbank. Nach wenigen Tagen
erhielt ich Antwort mit der Bitte, die zwei "kleinen" Dokumente
auszufüllen. Ich machte sie auf und hab das bei Anblick von zusammen 40
Seiten ganz schnell wieder abgebrochen. Mein Fazit, wenn die wirklich
'nen interessanten Job hätten, würden sie einen nicht so mit Papier
zumüllen. Ich habe denen 'ne entsprechende Rückmeldung gegeben und bekam
dann als Antwort auf mein Feedback, dass sie DIN zertifiziert sind und
das daher so vorgeschrieben ist.

Gibt es tatsächlich eine DIN, die den Bewerbungsprozess regelt und
entsprechende Fragebogenkataloge vorschreibt? Gibt es bei nicht-DL auch
diese Frage-Antwort-Kataloge?
Autor: MAX (Gast)
Datum: 20.07.2008 11:00

... Ferchau wollte sogar in Bewerbungsbogen Krankenversicherung &
Sozialversicherungsnummer. Und dann drohen die mir, wenn ich den Bogen
in 4 Tagen nicht ausgefüllt habe , die geschäftliche Beziehung
abzubrechen. BinIngenieur. Spinner sind das.
Autor: Jupp (Gast)
Datum: 20.07.2008 14:54

40 Seiten halte ich doch für sehr weit hergeholt, hast wohl alle Seiten
dreimal gezählt, wie? Kannst du die Unterlagen mal hochladen? Es gibt
nämlich eigentlich nur zwei Dokumente, die Ferchau ausgefüllt haben
möchte:

Berwerberbogen (10 Seiten)
Skillplan (2 Seiten)

Würde mich wirklich interessieren, wie du auf 40 Seiten kommst????
Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
Datum: 20.07.2008 15:11

Wenn ich schon so Woerter wie "Skillplan" lese... das wuerde fuer mein
"nein Danke" schon reichen.
Autor: Jupp (Gast)
Datum: 20.07.2008 15:24

Ist halt schwierig...selbst Rhode & Schwarz sowie Siemens wollten einen
Skillplan. Macht ja auch irgendwo Sinn, denn sich für jeden Bewerber
zwei Stunden Zeit nehmen, um im Gespräch die Fähigkeiten abzuklappern
und dann festzustellen, dass er eigentlich gar keinen Plan auf dem
Gebiet hat, ergibt nicht wirklich viel Sinn.
Autor: Chef (Gast)
Datum: 20.07.2008 15:31

Ich bin für einen skill plan. Es ist aber so, daß die Bewertungen wie
gut man etwas kann sehr subjektiv sind und daher solche Pläne auch
wieder etwas nutzlos machen-
Autor: Berliner (Gast)
Datum: 20.07.2008 19:10

Das die nur Spezialisten wollen, kann ich nicht bestätigen. Hab mich als
Absolvent bei 6 Ingenierdienstleistern beworben (ua. Ferchau) und alle
haben mir nach dem Vorstellungsgespräch ein Vertragsangebot gemacht.

Grüße
Autor: AC/DC (Gast)
Datum: 20.07.2008 19:59

@A^=b;b^=a;a^= B;
>Gibt es tatsächlich eine DIN, die den Bewerbungsprozess regelt und
>entsprechende Fragebogenkataloge vorschreibt? Gibt es bei nicht-DL auch
>diese Frage-Antwort-Kataloge?

Wahrscheinlich meinen die die DIN EN 9000 (Qualitätsmanagement)
Das ist in der Regel eine Selbstverpflichtung des DL auf der
Grundlage eigenverantwortlich erstellter Qualitätsmangementhandbücher,
um auch bei Großkonzernen einen Fuß in die Tür zu bekommen. Ohne
Zertifizierung läuft da sonst gar nichts. Hab mal so nen Kurs
mitgemacht zum QM-B (auditieren usw.). Der Tüv prüft und erteilt
dann die Zertifizierung alle 2 Jahre (Vom Prinzip wie ne HU welche
auch nur nen Audit ist). Im Betrieb muß das dann auch gelebt werden.
Daher dieser Unsinn mit den vielen Seiten.
Autor: No Name (nohelp)
Datum: 21.07.2008 02:39

Schande auf mein Haupt ich hab mich glatt verzählt (versehentlich auf
'ne Spaltenangabe geschaut). Wie peinlich, es sind nur 6 + 2 = 8 Seiten;
also hatten die doch recht. Darf ich mich trotzdem über diese Art der
Behandlung ärgern? Wenn ich mich wo bewerbe, strebe ich 'ne Einladung an
und dann kann man ja immer noch über Zettel grübeln.
Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
Datum: 21.07.2008 11:10

Chef wrote:
> Ich bin für einen skill plan. Es ist aber so, daß die Bewertungen wie
> gut man etwas kann sehr subjektiv sind und daher solche Pläne auch
> wieder etwas nutzlos machen-

Es geht nicht um die Sache sondern um das Wort. Anscheinend koennen
BWLer alle kein Deutsch mehr. Profil oder Anforderungsprofil waere eine
treffliche Wortwahl, aber nicht so nen Denglischer Schwachsinn.
Autor: MAX (Gast)
Datum: 21.07.2008 13:42

Bis jetzt 2 Einstellungsangebote von Siemens

Ohne Skillplan, ohne Assesmentcenter, ohne monatelanges
hinundherschieben der Bewerbung.

Bin Dipl.-Ing.

so sollte es laufen
Autor: Berliner (Gast)
Datum: 21.07.2008 18:29

Bleib bloß von Siemens weg...da Schein trügt. Kenne keinen der da
zufrieden ist. Alle bleiben nur wegen der Kohle. Ich würde mir ne kleine
Bude suchen (20-100 MA). Wenn dir da was nicht passt oder du Ideen hast,
kannste auch mal mit den Leuten oder dem Chef reden. Bei Siemens
passiert nix. Innovation war gestern in dem Laden.

Grüße
Autor: katzeklo (Gast)
Datum: 21.07.2008 19:47

>Kenne keinen der da zufrieden ist.

Kann ich bestätigen.
Autor: Der Experte (Gast)
Datum: 21.07.2008 20:08

>>Kenne keinen der da zufrieden ist.
>Kann ich bestätigen.

Ich kenne da aber sehr wohl einige. Man muss nur mal eine Weile dort
arbeiten, um Einblick zu haben. Ich bin mit Siemens eigentlich immer gut
gefahren.

Neuerdings zahlen die sogar wieder gut.

Kommt aber sehr auf den Bereich an, wo man ist.
Autor: Berger (Gast)
Datum: 21.07.2008 20:19

@ der experte

... welche Bereiche sind den empfehlenswert & was gibts denn so z.B.
neuerdings
Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
Datum: 22.07.2008 15:15

Ich glaub das einzige was bei Siemens momentan gut geht ist Med... ach
halt jetzt heisst es ja "Healthcare Solutions" oder iwie so nen Kaese.
Autor: Pseudo17 (Gast)
Datum: 28.08.2008 01:12

Hallo an alle! Wie gut, dass ich hier vorbei geschaut habe (bevor ich
was unterschreibe)....

Also ich bin Dipl. Maschinenbau, bin momentan in der Diplomphase und hab
ein Paar Bewerbungen zu laufen. Hauptsächlich bei den Dienstleistern.
Z.B. Ferchau in Friedrichshafen. Hab da dummerweise als Wunschgehalt nur
40.000 € angegeben, aber liegt ja noch kein Angebot vor. Hab das noch
vor einer Weile als angemessen betrachtet aber jetzt irgendwie doch zu
wenig. Hab an der FH bereits ein Paar Projekte gemacht mit Doku und was
alles dazu gehört. Hatte bei der Fa. Brose ein Praktikum, da hatte ich
auch ein 6-monatiges Projekt (war als vorher als Dipl.-Thema
ausgeschrieben) und hatte ein Patent auf meine Erfindung anmelden
können. Hab einen Durchschnitt von 1,8. Eine Lehre als
Energieelektroniker habe ich auch erfolgreich abgeschlossen.

Nun meine Frage: Wie viel könnte, oder sollte ich verlangen? Mein
Problem ist, dass mein English schlecht ist, kann dafür aber fließend
Russisch (wenn das hilft). Zurzeit habe ich ein Angebot von einem
weiteren Dienstleister vorliegen (300 Mitarbeiter), da sind auch nur
knapp 40.000 (habe selbst nur soviel verlangt)... Bin da noch sehr
ungeübt was Verhandlungen angeht und möchte da nicht unverschämt wirken.
Auf keinen Fall möchte ich anfangen und dann enttäuscht sein und voller
Minderwertigkeitskomplexe mein Job machen;)

Welche Strategien könnte ich einschlagen um das Angebot der Firmen zu
verbessern. Ist natürlich blöd zu sagen : „ich jetzt mehr als
gestern!“...
Autor: Hegy (Gast)
Datum: 28.08.2008 01:47

Was mir zuerst aufgefallen ist, daß du eine Ausbildung im elektrischen
Bereich gemacht hast und dann Maschinenbau studiert. Paßt nicht wirlich
zusammen. die Ausbildung hast du aber vermutlich in D gemacht.

Und die Sache mit dem 6-monatigem Projekt und "hatten die ein Patent
raus machen können", hätte können ist nicht haben gemacht. Und wenn sie
(Brose) doch "haben gemacht", dann laß dir das bestätigen (Zeugnis).
Gibt Pluspunkte.

Und Englisch lernen! Keine Spec lesen können und kein Mailverkehr mit
Kunden im Ausland auf englisch ist ein Killerkriterium. Hängt aber von
der Firma/Branche ab.

Generell hast du mit deinen Gehaltsvorstellungen einen Preis genannt und
der steht fest! Du kannst jetzt nicht eine "korrigierte" Fassung
hinterherschicken mit dem Verweis, daß die Gehaltsansprüche ein
Schreibfehler waren. Wenn du 40k€ schreibst dann bleibt das auch dabei.
Im Vorstellungsgespräch wird man dich auch darauf festnageln. Was du tun
kannst ist zu fragen, wie es nach einem halben Jahr oder einem Jahr
aussieht, wenn du dich sehr erfolgreich bewährt hast. Dann könntest du
mehr verlangen, z.B. 45k€ oder 48k€. Wobei ich hier immer feststellen
muß daß hier nur Jahresbeträge genannt werden aber nicht die anderen
Leistungen, die DL bezahlen die Industrie aber nicht, wie z.b.
Fahrtkostenerstattung/Leihwagen oder Zweitwohnung.

Oder du bewirbst dich bei weiteren Firmen mit höheren Forderungen.
Autor: Max (Gast)
Datum: 28.08.2008 09:09

Die 40k hast du selbstverständlich auf 35h bezogen, oder?
Autor: Berater (Gast)
Datum: 28.08.2008 10:29

>Ich glaub das einzige was bei Siemens momentan gut geht ist Med... ach
>halt jetzt heisst es ja "Healthcare Solutions" oder iwie so nen Kaese.

Automtation and Drives geht und ging schon immer besser. Die MED heisst
nun Health Care weil sie sich druch den Zukauf von Firmen stark in diese
Richtung erweitert haben. Es geht immer mehr auch um Therapie und nicht
nur um Diagnostik!

>Z.B. Ferchau in Friedrichshafen. Hab da dummerweise als Wunschgehalt nur
>40.000 € angegeben

Die haben mir vor 2.5 Monaten einen Job am Bodensee angeboten: 60,- die
Stunde fürs FPGA-Entwickeln! Leider kennen die da die Preise nicht oder
sie kriegen keine guten Projekte, die hoch dotiert sind, weil sie
traditionell keine guten Leute haben. Ein anderer zahlt (etwas
nördlicher vom Bodensee :-) ) locker 11% mehr.

Also Ferchau hat manchmal Angebote im Gepaäck, da frage ich mich echt
...
Autor: Pseudo17 (Gast)
Datum: 28.08.2008 13:06

Hallo, danke schon mal für die Antworten.

Also, Patent bei Brose ist drauf (nicht hätte;), ist auch im Zeugnis
erwähnt, sowie eine Projektbeschreibung.

Die Lehre habe ich in Deutschland gemacht. Ich erkläre das immer so,
dass ich einen Interessenwechsel im Bezung auf Hobbies bereits während
der Lehre hatte und somit Masch.bau studierte.

Das Gehalt bezieht sich auf 40 St./Woche (nicht bei Ferchau, da habe ich
noch kein Angebot), Umzungskosten jährlich 1000€,
Steuerberater(200€)/Jahr, vermögenswirksame Leistungen im ersten Jahr
0€, im zweiten 1000, im dritten 1700 und schließlich 2500€... 12
Monatsgehälter.

Könnte ich nicht die Argumentation auf die Anzahl der Stunden beziehen?
Immerhin sind 5 Studen mehr/woche, das macht ca 14 % aus. Und das 13.
Gehalt ist ja nicht dabei.
Autor: Thomas (Gast)
Datum: 28.09.2008 08:20

Hallo Zusammen,

bei Dienstleistern würde ich nur anfangen wenn ich auf dem Arbeitsmarkt
keine Alternativen hätte. Man verdient weniger als bei einem
Direkteistieg und der Job ist auch unsicherer. Bei den Dienstleistern
sind die Bewerber nur Nummern in einem System. Es gilt zu wachsen ohne
Rücksicht auf Verluste! Die Dienstleister verdienen zwischen 30 - 40
Prozent an einem Mitarbeiter. Zudem gibt es je nach Unternehmen
definierte Zeiten, nach denen Mitarbeiter ohne Folgeprojekt gekündigt
werden müssen. Die Möglichkeit in unterschiedlichen Projekten arbeiten
zu können und einen Einstieg in das Berufsleben zu finden ist allerdings
positiv.

Grüße
Thomas
Autor: Jupp (Gast)
Datum: 28.09.2008 09:06

>Man verdient weniger als bei einem Direkteistieg und der Job ist auch
>unsicherer.

Sofern der Direkteinstieg bei einem großen Unternehmen erfolgen würde.
Mittelständler zahlen oft nicht so gut und wenn man berücksichtigt, dass
ein normales Unternehmen i. d. R. keine Fahrkostenzulage (Netto) zahlt,
hast du Netto weniger in der Tasche als bei einem Dienstleister.
Autor: Ingenieur (Gast)
Datum: 29.09.2008 14:05

>dass ein normales Unternehmen i. d. R. keine Fahrkostenzulage (Netto)
>zahlt, hast du Netto weniger in der Tasche als bei einem Dienstleister.

Das hätte ich aber gerne mal konkret in Zahlen. So ganz netto ist der
Fahtkostenzusatz nämlich auch nicht. Man muss ihn bei der Steuer angeben
und hat dann weniger / keine Fahrtkostenpauschale zum Absetzen.
Autor: Thomas (Gast)
Datum: 04.10.2008 10:18

Hallo Zusammen,

ich möchte auch sehen, wie man bei einem Dienstleister auf ein höheres
netto-Gehalt kommt. In dem Stundensatz den der Dienstleister verlangt
sind nämlich die Fahrtkosten, das Gehalt des Mitarbeiters und eine
branchenübliche Marge von ca. 35 Prozent einkalkuliert. Es gibt
Dienstleister die augenblicklich über eine Erhöhung der Marge auf fast
40% nachdenken.

Grüße
Thomas
Autor: Gast (Gast)
Datum: 04.10.2008 10:32

Ferchau Engineering
-------------------

Gehalt: 3200 Euro Brutto, 12.6 Monatsgehälter, zzgl. ca. 300 Euro Netto
Fahrkostenzulage

macht im Jahr ca 29400 Euro Netto. Hinzu kommt volle Auszahlung der
Überstunden oder Freizeitausgleich sowie geregelte tarifliche
Gehaltserhöhungen.

Übernahme durch den Entleiher
-----------------------------

Gehalt: 3600 Euro Brutto, 12 Monatsgehälter, keine Fahrkosten

macht im Jahr ca 27650 Euro Netto. Überstunden sind damit abgegolten,
kein Freizeitausgleich möglich, keine geregelte Gehaltserhöhung.

Die Fahrkostenpauschale wirkt sich in der Steuererklärung nicht negativ
aus, war jedenfalls so bei mir.

Ist jetzt nur mein Beispiel, verallgemeinern darf man das nicht. Aber zu
behaupten, dass man bei einem Dienstleister finanziell schlechter
dasteht, ist Blödsinn.
Autor: Kasseler (Gast)
Datum: 12.03.2009 11:55

Hallo ich habe mal ne Frage zu Brunel:
Ich habe mich dort beworben als Techniker I.A. da ich noch zwei Jahre
Technikerschule mache in Abendform...
Jetzt bin ich zum gespräch geladen und im Bewerberbogen fragen die mich
nach den Gehaltswünschen. Was meint ihr ist realistisch?

Grüße
Autor: gast (Gast)
Datum: 26.03.2009 00:26

Finger weg von den Diestleistern.
Ich arbeite bei einem.
Es ist alles Täuschung und Betrug.
Bin nicht in der Lage auf Details einzugehen, brauche meinen Job noch.
Zur Zeit feuern die die Mitarbeiter schneller als man damit rechnet.
Autor: Absolvent (Gast)
Datum: 26.03.2009 14:05

Momentan bekommt man sowieso auch bei keinem Dienstleister einen Vetrag,
jedenfalls nicht als Absolvent ohne Berufserfahrung. Die haben mehr als
genug Leute, die schon Berufserfahrung haben und sich trotzdem mangels
ausreichender Projekte nicht oder nur schwer vermitteln lassen.
Oder hat hier jemand aktuell andere Erfahrungen gemacht?
Autor: Eniac (Gast)
Datum: 24.06.2009 19:42

Ich habe nächste Woche ein Vorstellungsgespräch bei Ferchau im kleinsten
Flächenbundesland.

Wenn ich allerdings die Meinungen über F. hier so lese, komme ich schon
ins Grübeln. Man könnte ja fast den Eindruck kriegen, dass bei Ferchau
nur unzufriedene Vollpfosten und sonstige hoffnungslose Fälle arbeiten.
Gibt es denn hier niemanden der bei Ferchau ist/war und trotzdem Gutes
berichten kann bzw. zufrieden ist?

Übrigens bin ich auch Absolvent.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 24.06.2009 20:06

>Ich habe nächste Woche ein Vorstellungsgespräch bei Ferchau im kleinsten
>Flächenbundesland.

>Wenn ich allerdings die Meinungen über F. hier so lese, komme ich schon
>ins Grübeln. Man könnte ja fast den Eindruck kriegen, dass bei Ferchau
>nur unzufriedene Vollpfosten und sonstige hoffnungslose Fälle arbeiten.
>Gibt es denn hier niemanden der bei Ferchau ist/war und trotzdem Gutes
>berichten kann bzw. zufrieden ist?

>Übrigens bin ich auch Absolvent.
Ferchau ist bezahlungstechnisch einer der besseren Dienstleister. Alle
deren Niederlassungen laden ausnahmslos immer interessante Kandidaten
ein, auch wenn es aktuell keine Jobs zu vermitteln gibt. Du bleibst bei
denen dann 6 Monate in der Kartei und die versuchen dann was für dich zu
finden. Falls sie bis dahin nichts für dich finden konnten, bekommst du
dann "Wir bdauern.. und wünschen Ihnen noch weiterhin viel Glück..."
Also würde ich mir um andere Modalitäten trotz Vorstellungsgespräch erst
mal keine keine Gedanken machen. Gerade als Absolvent bekommst du heute
bei denen eh Nichts angeboten.
Autor: Hans (Gast)
Datum: 24.06.2009 21:55

Ich hatte mal Kontakt zu Brunel, Yacht und Ferchau.

Ferchau fand ich noch am besten, weil die mich erst gar nicht eingeladen
haben.

Brunel hat mich eingeladen, um mich in die Datenbank zu bekommen, konnte
mir aber nichts anbieten.

Zu Yacht wurde ich sogar zweimal eingeladen, die wollten mich auch nur
in der Datenbank haben, konnten dann aber auch nichts anbieten. Bei
Yacht sagte man mir im ersten Gespräch, ich wäre bei meinen
Gehaltsvorstellungen der mit dem höchsten Gehalt. Da war schon klar,
dass das nichts wird. Unverschämt fand ich, dass die so arrogant waren
und mich zweimal haben kommen lassen. Und dann hatten sie keine passende
Stelle für mich. Total bescheuert.

Ferchau war wenigstens so schlau, mich gar nicht erst einzuladen. Da
lief alles über Mails und das Telefon.

Als Absolvent kannst Du Dich heutzutage über jedes Jobangebot freuen, um
Berufserfahrung zu sammeln. Besser bei einem Dienstleister für einige
Zeit als arbeitslos.
Autor: Erfahrener Bewerber bei Dienstleistern (Gast)
Datum: 21.07.2009 19:03

>Deshalb wollen Sie ihren Pool so groß wie möglich
>halten, und stellen auf der WebSeite bei den offenen Stellen sog.
>Strukturstellen Herein
Das machen aber viele schon seit je her. (Ferchau, Brunel, Yacht-Teccon,
Randstad, Adecco, Lock Engineering u.v.a.m.)
Sonst ließe sich bei Bedarf auch gar nicht schnell vermitteln.
Jetzt fällt das natürlich übel auf. Weil nix da zum Vermitteln ist,
kommt es zu keinem Vetrag, selbst Monate nach dem Vorstellungsgespräch.
Ich weiß nicht, wie das jetzt mitten in der Krise handhaben aber ich
wurde noch im Februar 09 zu Ferchau eingeladen. Man ging auf das
konkrete Stellenangebot (den Köder) auf das ich mich beworben hatte, gar
nicht ein. Ich Depp hatte aber auch nicht nachgehakt. Ich wusste ja eh,
dass das Köder sind aber ich hätte gerne die offizielle Bestätigung
gehört oder Gestammel um den heißen Brei. Jedenfalls war man im Feb. 09
sehr zuversichtlich mir in Kürze eine Stelle beschaffen zu können. Gut,
war nichts geworden. Aber die bei der Ferchauniederlasssung hatten ja
auch gesagt, dass der Aufschwung spätestens wieder Ende April 09
ansetzen würde.
Ich hatte zu dem Zeitpunkt kurz gedacht, weil die es so überzeugend und
sicher sagten, die hätten handfeste Insiderinformationen. Da war aber
ausschließlich der Wunsch Vater des Gedanken.
Was im April kam ist bekannt.
Eigentlich müsste man ja bis zu 6 Monaten in deren Datenbank verbleiben
können, bei mir also bis Mitte August. Bin aber schon Anfang Juli
rausgeflogen. War anscheinend abzusehen, dass die mich ned mehr
vermittelt kriegen.
Wenn's ned so traurig wäre, man könnte lachen. Vor allem in den
Stellenbörsen tummeln sich fast nur noch Verleiher mit diesen
Fantasiestellen.
Kann einer vielleicht aktuelle Erfahrungen posten? Laden die noch Leute
ein? Ferchau, zumindest, bezahlt schließlich die An- und Abreisekosten.
Das wird ziemlich teuer auf die Dauer, wenn es eh nichts zu vermitteln
gibt.
Autor: ich fluche beim Autofahren (Gast)
Datum: 23.07.2009 12:36

Nach einer 3-monatigen Arbeitslosigkeit bin ich seit 2 Monaten bei
Ferchau. Ich wollte eigentlich den Sprung von den Dienstleistern in den
Mittelstand wagen aber leider kam ja diese Krise dazwischen.

Nach ungefähr 40 Bewerbungen und ca. 25 VGs, in denen in der Regel
großes Interesse bekundet wurde aber es durch die aktuelle
Projektsituation in nächster Zeit zu keinem Vertrag kommen könnte
erhielt ich einen Anruf von Ferchau, nachdem ich mich mit einem
Ferchau-Mitarbeiter auf der Hannover Messe unterhalten hatte.

Dieses Telefonat war übrigens das VG.

Es dauerte nicht lange, ich und der Ferchau-Mitarbeiter fuhren zusammen
zu einer Firma...nachdem ich mich anscheinend gegen 8 Mitbewerbern
durchgesetzt hatte wurde mir der Vertrag vorgelegt.

Naja, nicht grade die besten Konditionen...verdiene nun 5000€ brutto
weniger als letztes Jahr...kein Gleitszeitkonto...40h-Woche...aber die
kann ich halten.

Aber nach 3 Monaten ALGI darf man nach meiner Ansicht einfach nicht so
wählerisch sein.

Nun, wie gesagt, bin jetzt seit ca. 2 Monaten beim Kunden und fühl mich
sehr wohl hier. Die Aufgaben sind anspruchsvoll und in das Projektteam
wurde ich vollständig eingegliedert...zusätzlich ist eine Übernahme im
Gespräch über die ich mich sehr freuen würde...aber das wird wohl
frühestens Anfang nächstes Jahr geschehen...wenn überhaupt.

Wie ihr hört, bin ich jetzt nicht wirklich unzufrieden...die
Niederlassung betreut mich gut und nerven mich nicht mit täglichen
Anrufen etc. Nur die Bezahlung is halt net sonderlich...aber Geld ist
nicht alles und wenn ich mich morgens auf die Arbeit freu is es mir
ziemlich egal, ob ich jetzt 5000€ oder 8000€ brutto im Jahr weniger
verdien...es kommen wieder bessere Zeiten und dann können INGs wieder
mehr fordern.
Autor: muss weg (Gast)
Datum: 25.07.2009 12:51

Hallo leute,

Ich bin auch einer der sich bei ferchau beworben hat. Nun auch wo ich
das hier alles lese, zweifel ich auch langsam.
Ich bin in einem kleinen Unternehmen wo ich Mädchen für alles bin.
Hab mein Techniker in diesem Jahr abgeschlossen und bekomm ab diesen
Monant
1.700€ brutto. Ganz schön viel für einen Techniker was, ha ha.
Nur ich habe einen sicheren job in dieser zeit.
Ich weiß gerade nicht was ich machen soll? Kann mir mal einer einen Rat
geben.

Danke in vorraus
Autor: Gast (Gast)
Datum: 25.07.2009 13:50

> Hab mein Techniker in diesem Jahr abgeschlossen und bekomm ab diesen
> Monant 1.700€ brutto

Da hast du dich aber ganz schön über den Tisch ziehen lassen. :)
Autor: Jan (Gast)
Datum: 25.07.2009 15:03

Sicherer Job bei einer Zeitarbeitsfirma? Wie geht das denn?
Autor: Jaromir (Gast)
Datum: 25.07.2009 15:21

Ferchau hat mir 2800,- geboten. Als Ingenieur mit 5 Jahren Erfahrung.
Keine Ahnung, was die heute zahlen.
Autor: Jan (Gast)
Datum: 25.07.2009 15:45

Ich hatte ohne Berufserfahrung ein Einstiegsgehalt von 38.000,- Euro
Brutto  zzgl. einer Fahrkostenzulage, welche noch mal rund 2400 Euro
Netto pro Jahr betrug.
Autor: Gekündigter (Gast)
Datum: 25.07.2009 16:49

>Sicherer Job bei einer Zeitarbeitsfirma? Wie geht das denn?
Es ist relativ egal, ob man fest in einem regulären Betrieb oder über
Dienstleister beschäfigt ist. Ist man noch "jung" und ohne Kinder bist
du der Erste, der bei betriebsbedingten Kündigungen auch als
Festangestellter gehen darf. Bei Dienstleistern hast du den Vorteil,
dass es evtl. im Einzugsgebiet dieser noch Ausweichmöglichkeiten gibt.
Autor: Christoph L. (Gast)
Datum: 29.07.2009 22:16

@Thomas K. --> Ich lach mich weg, Du scheinst genau das selbe wie ich
Erfahren zu haben wie ich, Du sprichst Mir aus der Seele. Bei mir war es
auch noch so das ich jeden Monat die Reisekosten korrigieren musste weil
IMMER irgend etwas nicht Stimmte, und ich bin mir auch sicher das sich
das nicht von selbst korrigiert hätte. Das mit der Differenz zwischen
Vorvertragsgespräch habe ich wirklich auch genau so bei Brunel erlebt,
aber wirklich genau So !!! Auf eMail anfragen nach der Unterschrift
wurden einfach Ignoriert, fand ich sehr sehr Unprofessionell. Ansonsten
fand ich den Laden menschlich eigentlich gar nicht so übel, die
parallele mit dem modernen Sklavenhandel unterschreibe ich aber sofort.
Bei mir wurden am Ende auch jede menge unpassender Stellen ausgewählt,
man fühlt sich behandelt wie ein Stückgut. Wer will das schon nachdem er
durch die harte schule der Uni gegangen ist.

Also als Fazit bleibt jedem Abzuraten bei den Dienstleistern anzuheuern,
weil sie im Endeffekt nur als Puffer zwischen den Unternehmen hängen und
den Unternehmen ein Rückgaberecht versprechen anstelle die Ingenieure
ordentlich zu Integrieren. Gäbe es die Dienstleister nicht würde das
Geld im endeffekt direkt bei den Ingenieueren landen, insofern ist die
Metapher mit den "Parasiten" gar nicht so schlecht.
Autor: Jacky (Gast)
Datum: 21.08.2009 04:39

Wenn Ihr normal Denken würdet, würde euch auf- und einfallen, dass das
eine Menge Geld ist, worüber Ihr redet. Studium, Technikerlehre, FH, Uni
etc. hin und her, andere Naturwissenschaftler usw. verdienen weit
weniger, obwohl sie über die Jahre hinweg mehr als ein "Ingenieur"
gelehrnt und geleistet haben, sehr viel mehr (haben übrigens auch
FH-Studies, jedenfalls praktisch und anwendbar, für Theoretiker sollte
IKEA eine eigene Abteilung aufmachen).
Zack. Würde es keine Dokumentation (wozu auch QM gehört) geben, würde
kein Ingenieur, BWLer oder Wiwi wissen was er zu tun hat (oder wie er
mit den gängigen Werkzeugen [Software] umzugehen hat). Ich bin
Technischer Redakteur (habe Maschinenbau und Informatik studiert, hatte
zwei Firmen) und kann nur sagen, dass man sich auf das Wenige berufen
soll, was man kann. Und hört mir auf mit Quereinsteigern und sonstigen
Ingenieuren die sich mit "Sprache", "Office-Kenntnissen", blah, blah
versuchen. Die gibt es nicht. Fakt. Uni schlimmer als Fh, wenn es sich
um Sprache und Verstand handelt! Wenn Euch unnützen Leuten nicht der
Geldhahn abgedreht wird (ausser ihr werdet Leistungsgerecht bezahlt),
wird aus der Wirtschaft eh nichts mehr. Gerade heute bei der sogenannten
"Krise". Vergesst nicht den Abschluss!
Gebiet, Note und zum Teil auch Studienort zählen mit!
Wer schlechter als eine 2,5 ist, sollte sich wohl bei den genannten
Firmen bewerben (egal welcher Abschluss, denn da drunter sind alle
gleich).
Autor: Jupp (Gast)
Datum: 21.08.2009 06:33

>und ich bin mir auch sicher das sich das nicht von selbst korrigiert
>hätte

ATOMLOL

Wenn du zu blöd bist, eine korrekte Abrechnung abzugeben, ist jetzt der
ARbeitgeber schuld?
Autor: Schwups... (Gast)
Datum: 21.08.2009 08:49

>Wenn du zu blöd bist, eine korrekte Abrechnung abzugeben, ist jetzt der
>ARbeitgeber schuld?
Sehr einseitige Argumentation. Was nützt das wenn der Arbeitgeber keine
Berchnungleitlinien vorlegt und Streichungen vornimmt ohne den
Mitarbeiter davon in Kenntnis zu setzen und nur den verringerten Betrag
bezahlt ohne jede nachvollziehbare Abrechnung. Hab ich mal bei der
Reisekostenerstattung anlässlich einer Bewerbung bei einer Firma in
einer anderen Stadt erlebt. Mach ich nie wieder, da kann kommen was
will.
Ansonsten wird das vorher verbindlich geklärt. Nur die Behörden sind
noch schlimmer.


@Jacky

>... Technikerlehre...
hör mal, willst du die Techniker beleidigen?
Die Ausbildung wird von der Schule, dem Lehrkörper und den Schülern
als Studium verstanden, weil die Lernblöcke in Semester aufgeteilt
sind und Klausuren geschrieben werden. Das hat mit ner Lehre nichts
gemein. Also benimm dich, sonst kracht es.

Für einen Redakteur ist dein Beitrag jedenfalls in einem jämmerlicher
Schreibstil.
Autor: Ralph Nix (lobster)
Datum: 21.08.2009 12:59

Hallo zusammen,

besteht für die unzufriedenen bei den Dienstleistern die Möglichkeit
irgendwann direkt beim Auftraggeber als Freelancer zu arbeiten? Der
Auftraggeber hat dadurch ja keine Nachteile und spart sich teilweise das
Honorar an den Sklavenhändler.

Ich bin selber Festangestellter und schreibe ab und an Beauftragungen
für Entwickler. Meine Firma mag vielleicht eine Ausnahme sein, aber den
Selbstständigen geht es vom Gehalt bei Weitem besser und die haben durch
ihren Status auch viel weniger Verantwortung als wenn du ein
Festangestellter bist.

Klar, dass die Selbstständigen durch die Finanzkrise momentan etwas
stärkere Nerven brauchen, aber die Zeiten ändern sich ja auch wieder
mal.

Ciao
Lobster
Autor: Natan (Gast)
Datum: 22.08.2009 22:36

> besteht für die unzufriedenen bei den Dienstleistern die Möglichkeit
> irgendwann direkt beim Auftraggeber als Freelancer zu arbeiten?

Wenn die Möglicheit besteht, wird davon sofort Gebrauch gemacht, da bei
den Dienstleistern kaum qualifizierte Leuter arbeiten, denn da verdienen
sie nicht viel.

Das Problem ist z.B. dass eine Firma X nur die Stunden bezahlt, die auch
geleistet werden, der Dienstleister aber auch die Krankheiten abzahlen
muss. Ergo muss er viel mehr nehmen. Auch die Sozialabgaben belasten die
dort angestellten Ingenieure: Die kriegen viel weniger, weil die
Endfirma nicht soviel mehr bezahlt, dass der gesamte Aufschlag des
Dienstleister kompensiert wird.

Z.B. arbeitet ein Kollege für 5500,- Brutto, während ein gleich guter
fester bei 6000,- liegt, richti Weihnachtsgeld hat und auch Schulungen
bekommt. Ausserdem hat er eine Zukunft.

Trotzdem der Entliehene weniger bekommt, kommt er die Endfirma 20%
teurer, wenn er normal arbeitet. Nur wenn er viel krank wäre, käme er
billiger. Allerdings hat er selber nichts davon, sondern wird
weggekündigt.

Die Entliehenen sind nämlich meist nur weniger als 6 Monate da und haben
so nur 2 Wochen Kündigungsfrist.
Autor: fragender (Gast)
Datum: 22.08.2009 23:42

wollte mal fragen warum es hier um ferchau und brunel geht? es fehlen
deoch 60.000 ing und die firmen suchen haenderingend! warum findet ihr
da nichts?
Autor: Panzer H. (panzer1)
Datum: 22.08.2009 23:46

fragender schrieb:
> wollte mal fragen warum es hier um ferchau und brunel geht? es fehlen
> deoch 60.000 ing und die firmen suchen haenderingend! warum findet ihr
> da nichts?

Moin,

bist DU derjenige, der die 60k Ing händeringend sucht? 8-)
Autor: Ferkes-Willem (Gast)
Datum: 23.08.2009 03:53

@fragender:

>60.000 ing und die firmen suchen haenderingend

Dann kannst du mir ja jetzt sicher sagen, wo ich mich bewerben kann,
oder?
Na komm, Beispiele anstatt Zahlen!!!

Voriges Jahr in den Nachrichten:
Wir haben ca. 48000 arbeitslose Ing.

Vor kurzem noch in den Nachrichten:
Die Arbeitslosigkeit unter den Ing. bzw. besser qualifizierten ist fast
eliminiert.
Autor: Schwups... (Gast)
Datum: 23.08.2009 08:39

Trau keinen Zahlen die du nicht selbst gefälscht hast.
Autor: Highsider (Gast)
Datum: 23.08.2009 14:40

>wollte mal fragen warum es hier um ferchau und brunel geht? es fehlen
>deoch 60.000 ing und die firmen suchen haenderingend! warum findet ihr
>da nichts?
Die 60.000 Stellen werden durch Stellenanzeigen ermittelt. Und in den
Stellenanzeige inserieren fast ausnahmslos diese Dienstleister ihre
Köder. Die inserieren Stellenanzeigen in einer Anzahl, dass man glaubt,
wir schreiben das Jahr 1960.
Alles erstunken und erlogen.
Aber ich denke mal, du weist selber wie der Hase läufst und wolltest nur
mal die Diskussion wieder etwas anfachen. :)
Mich bringt nur auf die Palme, dass man diesem Treiben der Dienstleister
und Zeitarbeitsfirmen nicht den Garaus macht. Ist es nicht illegal, was
anzubieten, was man gar nicht vorrätig hat oder nicht existiert?
Oder braucht man die, um den angeblichen Fachkräftemangel anhand von
"offener" Stellen belegen zu können?
Autor: Ferkes-Willem (Gast)
Datum: 23.08.2009 19:16

@Highsider:

>Die 60.000 Stellen werden durch Stellenanzeigen ermittelt. Und
>in den Stellenanzeige inserieren fast ausnahmslos diese
>Dienstleister ihre Köder. Die inserieren Stellenanzeigen in
>einer Anzahl, dass man glaubt, wir schreiben das Jahr 1960.
>Alles erstunken und erlogen.

Die arbeitslosen Ing. sind ja meist bei der Agentur gemeldet, da ist die
Zahl durchaus genau bekannt.

Hatte vergangenes Jahr mit privaten Arbeitsvermittlern zu tun. Das ist
soweit ganz OK. Mit einem verstand ich mich ganz gut, wir haben über
dieses und jenes geplaudert. Unter anderem berichtete er mir, daß bei
ihm laufend Softwaretypen klingeln, um ihm einen "Jobgenerator" für
seine Homepage zu verkaufen. Das ist Software, die im Internet
Stellenanzeigen scannt, und somit werden die selben Stellen, sofern es
sie überhaupt gibt, einfach immer weiter verfielfacht.

Es gab doch letztens auch mal einen Thread hier im Forum, leider weiß
ich den Namen nicht mehr. Da hatte ein Ingenieur akribisch recherchiert,
und festgestellt, daß von 2200 Jobangeboten real nur 82 bundesweit
existierten.
Autor: Schwups... (Gast)
Datum: 24.08.2009 09:12

>Die arbeitslosen Ing. sind ja meist bei der Agentur gemeldet, da ist die
>Zahl durchaus genau bekannt.

Ja, aber die Agentur benutzt spezifizierte Berufsbilder, insgesamt
ca.60000 an der Zahl, davon mehrere hundert Ingenieurberufe.
Wenn dann aus allen Branchen addiert werden, inkl.der Vorruheständler,
Karteileichen, Absolventen, Aussteiger, kurz vor der Rente-Kandidaten
sonstige Chancenlose und Exoten aus fremden Branchen, bundesweit,
kommt man dann auf solche Zahlen.
Eine Statistik nach Branchen, Gebieten und weiteren verfeinerten
Kriterien wäre ehrlicher und seriöser und vor allem auch nützlicher
für Arbeitnehmer. Aber anscheinend will man den Personlern in den
Betrieben das schmutzige Spiel nicht noch mehr vermiesen als es
schon ist.
Autor: Helmut Tanch (Gast)
Datum: 26.08.2009 21:38

Das ist ganz einfach.....
Ferchau kriegt für dich 70 Euro pro Stunde und schickt dich zu EADS oder
Conti. Du bekommst 41k oder nach einem Jahr 43k. das sind ca. 20-22 Euro
pro Stunde. Der REst also ca. 50 Euro pro Stunde - sind also 50x160 =
9.000,- pro monat bekommt Ferchau.

Früher waren diese Geschäfte auch als Slavenhandel bekannt.
Autor: Alex (Gast)
Datum: 26.08.2009 21:47

>Früher waren diese Geschäfte auch als Slavenhandel bekannt.

Ich finde es interessant dass sich niemand über den Begriff
"Leiharbeiter" aufregt, weil gerade dieses Wort aus der NS-Zeit stammt.
Die Gefangenen der KZ wurde für verschiedene (natürlich sehr
gefährliche) Arbeiten ausgeliehen und Leiharbeiter genannt.

Aber heute verwendet man das Wort "Sklave" nicht mehr. Stattdessen gibt
es ja Ressourcen, oder HR. Eine Ressource = Sklavenkraft.
Autor: cow and bunny watcher (Gast)
Datum: 26.08.2009 21:58

>> Früher waren diese Geschäfte auch als Slavenhandel bekannt.
> Ich finde es interessant dass sich niemand über den Begriff
> "Leiharbeiter" aufregt, weil gerade dieses Wort aus der NS-Zeit stammt.
> Die Gefangenen der KZ wurde für verschiedene (natürlich sehr
> gefährliche) Arbeiten ausgeliehen und Leiharbeiter genannt.
Hat hier jemand Autobahn gesagt?
Autor: Externer (Gast)
Datum: 26.08.2009 22:35

>Ferchau kriegt für dich 70 Euro pro Stunde und schickt dich zu EADS oder
>Conti. Du bekommst 41k oder nach einem Jahr 43k.
Also zu Conti schicken die jetzt Keinen mehr.
Speziell Ferchau und Brunel haben in der Vergangenheit glänzende
Geschäfte mit Einsteigern, 2-3 Jahre Berufserfahrenen,
Unterdurchschnittsingenieuren oder alten Eisen gemacht.
Diese Gruppe war dankbar, einen (Wieder)-Einstieg zu finden.
Sonst hat jeder versucht den Absprung so schnell wie möglich zu
schaffen. Damit arbeiteten bei diesen 2 Dienstleistern nie gute und
gleichzeitig erfahrene Ingenieure.
Aber der Spaß ist jetzt vorbei. Die Externen werden primär entlassen und
Ferchau und Brunel sind schwer am Rudern, neue Aufträge an Land zu
ziehen. Da dies nicht wie gewünscht klappt, fliegt gerade eine nicht zu
knappe Anzahl an unbeschäftigten Leuten raus.
Fazit: Man braucht aktuell keine Sorge haben, bei einem Dienstleister
ausgebeutet zu werden, besonders Absolventen. Kein Unternehmen stellt
aktuell einen Absolventen über Dienstleister ein und damit sind Ferchau
und Brunel eigentlich obsolet. Denn sie waren hauptsächlich das
Sprungbrett für Unerfahrene. Denn welcher erfahrene Spezialist lässt
sich von denen freiwillig ausbeuten? Da ist man als Freelancer besser
dran.
Autor: Helmut Tanch (Gast)
Datum: 27.08.2009 22:40

Ich musste ein Jahr als "Key Account Manager" bei einem sehr großen
Dienstleister arbeiten. Ich muss sagen, das ist eine Frechheit was sie
sich erlauben. Wie in der Videothek leihen sie Menschen aus - besonder
wie Externer schon richtig sagt - Einsteieger und Wiedereinsteiger. Pro
Monat bringt schon ein Absolvent um die 7.000Euro. Dabei hat er 40h und
nur 22 Tage Urlaub + Anreise zum Kunden ist keine Arbeitszeit. Es geht
soweit, dass Leute aus Ulm nach München oder gar Hamburg "verkauft"
wurden. Und es galt, Anreise ist keine Arbeitszeit!

Einsteiger, lasst die Finger von denen. Macht lieber konsteloses
Priktikum 1-2 Monate im großen Betrieb, ihr werdet sehen das zahlt sich
aus.
Autor: klecks (Gast)
Datum: 17.09.2009 15:50

Sklaven bekommen gar kein Geld :-)
Autor: Andreas Konrad (Gast)
Datum: 20.09.2009 19:28

Brunel... hab mal meine Erfahrungen dort gemacht... ein Haufen
ungebildeter Sklavenhändler wie oben beschrieben von Helmut... Die
machen im Endeffekt den Markt Kapput von dem wir Ingenieure Leben...
Autor: Hofi (Gast)
Datum: 22.09.2009 14:19

Habe gerade einen Brunel-Häscher an der Backe. Die brauchen unbedingt
eine Einwilligung, daß man seine Daten zum klingelputzen per
Unterschrift freigibt, damit sie damit machen können, was sie wollen.
Wie bringt man denen eine diplomatische, aber treffende Abfuhr bei?
Autor: Anspruch und Realität (Gast)
Datum: 01.10.2009 15:37

Gerade die Dienstleister haben schwer an der Krise zu knabbern. Ist ja
klar, die paar Internen hält man so lang wie möglich während die
Externen schon recht früh das Fliegen lernen.
Ferchau gibt Auskunft:

http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/b...

Von 310 Millionen in 2008 auf auf geplante 270 Millionen in 2009. Ich
rechne mal mit maximal 250 Millionen, sprich knapp 20 % Rückgang im
Umsatz. Evtl. im Gewinn noch höher. Personal wurde aber bis jetzt aber
nur um 9 % abgebaut. Da ist noch sicher noch was am Anrollen, speziell
wenn die Kurzarbeit ausläuft.
Lustig finde ich auch das Umsatzziel von 400 Millionen. Wie und wann ist
diese Zahl entstanden? Während Volltrunkenheit am Neujahrsmontag in
2009?
Dieser völlig an der Realität vorbeigehende Optimismus bzw. Größenwahn
führt auch immer zu den sagenhaften Hochrechnungen des baldig, eklatant
auftretenden Fachkräftemangels.
Das ist so, als würde ich mit 20 Jahren sagen, dass ich bis zum 30.
Lebensjahr einen Meter wachsen werde, weil ich als Grundlage den
Wachstumsschub zwischen meinem 18. und 20. Lebensjahr für die
Extrapolation nehme.
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum: 01.10.2009 15:42

Anspruch und Realität schrieb:
> Da ist noch sicher noch was am Anrollen, speziell
> wenn die Kurzarbeit ausläuft.

Wann genau läuft denn die Kurzarbeit aus, ich dachte die kann bis zu
maximal zwei Jahren gehen?
Autor: Andy N. (matador)
Datum: 01.10.2009 16:19

Ich geh mal davon aus das in den nächsten 1-2 Monaten viele in unserem
Bereich die Kündigung auf dem Tisch liegen haben. Nachdem die
Unternehmen ihre Wunschregierung nun bekommen haben, auch dank der
Menschen, die bis jetzt noch in Beschäftingungsverhältnissen waren.

mfg
Autor: Anspruch und Realität (Gast)
Datum: 01.10.2009 16:30

>Wann genau läuft denn die Kurzarbeit aus, ich dachte die kann bis zu
>maximal zwei Jahren gehen?
Naja, meistens ist das für den Arbeitgeber auf längere Sicht doch ein
Verlustgeschäft. Wenn der an optimistisch erhoffte nennenswerte
Aufschwung bis Jahresende ausbleibt, müssen Konsequenzen gezogen werden,
ansonsten drohen da monatliche Verluste für nichts und wieder nichts.
Schließlich kann man, falls der Bedarf Mitte nächstes Jahr doch wider
Erwarten ansteigt, sich aus dem Markt wieder was rekrutieren. Ist
schließlich genügend "Material" frei verfügbar.
Von Staatsseite aus gesehen, ist die Finanzierung der Kurzarbeit für
Jahre paletti, schieren Krediten sei Dank.
Autor: dr (Gast)
Datum: 01.10.2009 20:41

>Naja, meistens ist das für den Arbeitgeber auf längere Sicht doch ein
>Verlustgeschäft. Wenn der an optimistisch erhoffte nennenswerte
>Aufschwung bis Jahresende ausbleibt, müssen Konsequenzen gezogen werden,
>ansonsten drohen da monatliche Verluste für nichts und wieder nichts.
>Schließlich kann man, falls der Bedarf Mitte nächstes Jahr doch wider
>Erwarten ansteigt, sich aus dem Markt wieder was rekrutieren. Ist
>schließlich genügend "Material" frei verfügbar.
>Von Staatsseite aus gesehen, ist die Finanzierung der Kurzarbeit für
>Jahre paletti, schieren Krediten sei Dank.

Wenn die Unternehmen tatsächlich dieser Ansicht wären, dann hätten sie
schon zu Jahresbeginn Arbeiter im großen Umfang entlassen.
Mann sollte schon den Gedanken des Fachkräftemangels verfolgen. Die
Unternehmen sind offensichtlich der Meinung, dass man die Arbeiter
lieber bis zu letzt beschäftigt, anstatt diese zu entlassen.
Autor: Anspruch und Realität (Gast)
Datum: 01.10.2009 22:53

Meine Meinung:
Ja, da zu Beginnn stand wirklich die Idee zur Vermeidung eines
Fachkräftemangels dahinter. Aber Anfang des Jahres und auch in der Mitte
waren alle treudoof optimistisch, dass es jeden Moment wieder aufwärts
geht und die Talsohle erreicht sei. Ich weiß nicht, ob das daran liegt,
dass die Unternehmen keinen Schimmer haben, wie die globale Wirtschaft
funktioniert oder einfach der Wunsch Vater des Gedankens ist.
Andererseits wusste schon jeder Informierte,dass das bisherige Wachstum
einzig alleine der Kreditblase der Amis zu verdanken war, die
hundertprozentig platzen musste. Mitte 2007 gab es den frühzeitigen
Warnschuss aber zur gleichen Zeit wurden noch Kapazitätserweiterungen
geplant und auch verwirklicht, die jetzt brach liegen und so überflüssig
wie ein Kropf sind.
Der Maschinenbau hat dann letztendlich Mitte August 09 das Jahr endlich
abgehakt, nachdem vorher nach jedem Einbruch der Aufschwung verkündet
wurde.
War schon grotesk.
Kurz: Die Sache zieht sich doch länger hin als erwartet und der Faktor
Kurzarbeit ist teuer und wirft Deutschland in den Lohnstückkosten wieder
zurück. Die USA haben konsequent die Leute rausgeschmissen, mit dem
Preis, dass die wahre Arbeitslosenquote halt über 25 % liegt.
Deutschland's Unternehmen werden und müssen nachziehen, weil insolvente
Betriebe berührt kein Fachkräftemangel irgendwann in der Zukunft. Es
geht ums Überleben. So viel Fachkräfte wie nötig, so wenig wie möglich!
Anfang 2010 wird sich's zeigen.
Ich hoffe, dass ich falsch liegen werde.
Autor: dr (Gast)
Datum: 02.10.2009 22:35

Ich weiß net woher du die Erfahrung gemacht hast, dass die Firmen einen
Aufschwung herbeigeredet und die Situation verkannt haben, aber meine
persönliche Erfahrung auf deisem Bereich ist komplet anders. Im Frühjahr
herrschte bei den meisten Unternehmen im Süd-West die Meinung, dass die
Krise lang andauern würde und eine Besserung gar nicht in Sicht ist.
Der Fakt ist, dass die Unternehmen ehe pessimistisch als optimistisch in
die Zukunft sehen, und die Krise zwingt sie sehr kritisch ihre eigene
Lage zu überprüfen.
Daher bin ich auch der Meinung, dass im Großen und Ganzen, die
anhaltende Kurzarbeit kein Produkt einer Selbstverblendung der
Unternehmen ist, sondern dahinter steckt eine progmatische Berechnung.
Autor: Gegner Todoroffs und der Solartechnologie (Gast)
Datum: 03.10.2009 09:46

Brunel ist Mist. Man wollte mich zu einem Vorstellungsgespräch in
Österreich einladen, obwohl die Stelle in Deutschland war (Reiseweg >
600km). Habe das denen klargemacht, aber die peilen das einfach nicht.
Ich nehme auch an, dass bei einem solchen "Vorstellungsgespräch" die
Interviewer keine Ahnung haben, worum es in der ausgeschriebenen Stelle
überhaupt geht. Wenn man die Interviewer so einfach ersetzen kann, wird
keiner dabei sein, der die fachliche Materie wirklich versteht.
Autor: Der Kölner (Gast)
Datum: 15.10.2009 08:41

Brunel hat schwer nachgelassen.

Die haben mich nach fast drei Jahren Tätigkeit für
deutsch-niederländische Unternehmen zu einem französischen Unternehmen
versetzt ohne Sprachkenntnisse und in ein völlig berufsfremdes
Aufgabengebiet mit der Begründung, uns doch egal, mach wofür du bezahlt
wirst! Danke und schüss! Habe gekündigt und mir was festes gesucht.
Autor: Fragender (Gast)
Datum: 15.10.2009 16:05

>Brunel hat schwer nachgelassen

Ist das nicht der Sinn dieser Branche für Arbeitnehmer immer
"nachzulassen?" Was anderes
Autor: Der Bewerber von Welt... (Gast)
Datum: 19.10.2009 23:33

Servus!
Nächste Woche habe ich ein Vorstellungsgespräch bei FERCHAU.
Bewerberratgeber (...) >raten< ja immer, sich über die potentiellen
Arbeitgeber zu informieren. Bei meiner Recherche bin ich auf diesen
Thread gestoßen... na ja, meine Freude auf das morgige Gespräch ist
etwas erloschen. Aber in meiner bescheidenen Lage als diplomierter
Absolventenpenner (FH)* muss ich f. jedes Angebot froh sein. Nur mal zur
Info: bin schon länger auf der Suche und habe aus lauter Verzweifelung
bei einem echten Sklavenhändler angeheuert: einem Personaldienstleister
f. d. Industrie. 7,35 € brutto(!) die Stunde. Dreckarbeit im wahrsten
Sinne des Wortes. Aber bevor ich verhungere bin ich mir dafür nicht zu
schade...
Und über ein Einstiegsgehalt von 37500 Eiern bin ich froh. Und über die
Möglichkeit Arbeit zu haben.
Noch was: die ersten Beiträge stammen aus 2007. Es muss damals auf dem
Arbeitsmarkt für ING wohl eine Stimmung wie im Schlaraffenland
geherrscht haben...
mfg
Der Bewerber
*Wirtschaftsing.
Autor: dark-star (Gast)
Datum: 19.10.2009 23:52

Na, um die Bewerbungsphase zu überbrücken sind 7 Euro nochwas nicht
schlecht.
Letztes Jahr hatte ich mich überall beworben und musste leider bei
Ferchau einen Vorstellungstermin platzen lassen, da ich erst einige
Wochen bei einer ZEitarbeitsfirma arbeitete. Sonst hätten die mich
gleich rausgeschmissen.

Aber Ferchau sicherte mir in dem Anschreiben auch eine
Fahrtkostenerstattung explizit zu.
Autor: dark-star (Gast)
Datum: 20.10.2009 00:00

Zitat:
>Autor: Der Kölner (Gast)
>Datum: 15.10.2009 08:41

>Brunel hat schwer nachgelassen.

>Die haben mich nach fast drei Jahren Tätigkeit für
>deutsch-niederländische Unternehmen zu einem französischen Unternehmen
>versetzt ohne Sprachkenntnisse und in ein völlig berufsfremdes
>Aufgabengebiet mit der Begründung, uns doch egal, mach wofür du bezahlt
>wirst! Danke und schüss! Habe gekündigt und mir was festes gesucht.

Zitat Ende

Das macht eine Zeitarbeitsfirma gerne. Bei Leiharbeitern steht im
Arbeitsvertrag, dass sie sich bundesweit mobil erklären. Will man sie
loswerden, versetzt man sie einfach in den Landkreis Nixlos. Dann werden
die meisten kündigen.
Bei mir haben sie ENde letzten Jahres die Anforderungen hochgeschraubt,
der Kunde will dies und das...und das für 7,8 euro die Stunde. Und
wollten gleich Ergebnisse sehen. Nun, mein Vertrag lief eben aus.
Autor: JPM (Gast)
Datum: 20.10.2009 09:15

7,38€ ist echt wenig. Was genau machst du dort?
Autor: Susi Susanti (Gast)
Datum: 23.10.2009 20:09

Als Absolvent ist man vielleicht sehr naiv und wundert sich, dass
Ferchau wie verrückt nach Leuten sucht. Tatsache ist: Dahinter verbergen
sich keine konkreten Stellen, sondern Stellen auf Verdacht. Dann denkt
man: Wenn man für drei Stellen halbwegs geeignet ist, hat man eine
sichere und abwechslungsreiche Tätigkeit. Lasst euch nicht in die Irre
führen. Ich kann nur empfehlen, zu Personalberatern (Headhuntern) zu
gehen, z. B. der Alma Mater GmbH. Die scheinen gute Kontakte zu haben.
Es reicht schon, ein Profil bei Monster zu erstellen und sich als
arbeitssuchend zu melden. Dann kommen die Headhunter ganz von alleine,
aber auch die Zeitarbeitsfirmen strecken ihre Finger aus. Die sollte man
einfach ignorieren.
Autor: Susi Susanti (Gast)
Datum: 23.10.2009 20:11

Als 37500 Euro sind doch recht ordentlich, findste nicht? Ich habe
damals bei Ferchau 34500 Euro p.a. bekommen.
Autor: chuggi (Gast)
Datum: 06.11.2009 14:06

Hi,

bin auch Absolvent der Elektrotechnik (FH) und habe eigentlich einen
ziemlich guten Abschluss (1,4). Hatte vor mich bei dem
Ingenieurdienstleister Actemium Controlmatic zu bewerben.
Hat jmd vllt Erfahrungen mit denen? Machen zumindest auf der HP für mich
nicht einen Eindruck von: "Wir nehmen dich in eine Kartei auf und
verleihen dich dann bei Bedarf an irgendjmd"
Kann aber auch gut sein, dass das täuscht....
Autor: chuggi (Gast)
Datum: 07.11.2009 14:17

gibt es denn unterschiede zwischen Ingenieurdienstleistern die ihre
Arbeitskräfte einfach nur an andere Unternehmen verleihen und
Ingenieurdienstleistern die quasi komplette Projekte für Unternehmen
abwickeln?
Autor: Techniker (Gast)
Datum: 10.11.2009 09:12

>gibt es denn unterschiede zwischen Ingenieurdienstleistern die ihre
>Arbeitskräfte einfach nur an andere Unternehmen verleihen und
>Ingenieurdienstleistern die quasi komplette Projekte für Unternehmen
>abwickeln?

Na selbstverständlich doch.
Die echten Dienstleister sind Firmen die für die anderen Firmen Projekte
abwickeln so wie Ingenieurbüros. Nicht selten sind solche Firmen sogar
frei von BWL-Schwätzern und selbst die Chefs sind Elektroingenieure. Die
Projekte werden im Haus gemacht; zum Kinden musste mal hin um nur das
System in Betrieb nehmen, mehr nicht.
Du arbeitest dort genau so wie bei einem regulären Arbeitgeber, nicht
selten ist das Gehalt sogar höher, der Job interessanter und du sammelst
schneller die Erfahrung statt irgendwo auf Aushelfer-Tätigkeiten
rumzueiern.

Die Zeitarbeitsfirmen die sich heute als "Dienstleister" bezeichnen sind
nichts anderes als moderne Sklaventreiber die die Menschen wie in einer
Videothek ausleihen. Die Branche ist dermaßen kriminell und
ausbeuterisch dass sie ihren Namen wechseln musste: von Zeitarbeit zum
Dienstleister um nicht ganz so negativ zu klingen. Sie haben weder
Ahnung vom Fach noch von Projekten für die sie ihre Sklaven ausleihen.
90% der Angestellten sind BWL-Parasiten die die Menschen wie ein Vieh
behandeln. Die Bezahlung ist schlecht und unterdurchschnittlich, da der
Ausbeuter einen großen Teil vom Gehalt einsackt. Erfahrung sammeln kann
man dort eher schlecht, da man schnell aus dem Projekten weggezogen wird
oder nur zu dem Aushelfer-Aufgaben abkommandiert wird. Weil man
ausgeliehen wird, hat man nicht selten sehr lange Anfahrtswege, wird man
nicht erst genommen und man bekommt nur stupfsinnige Aufgaben die Andere
nicht gern tun. (Z.B. alle Pins bei 1000 Pin FPGA kontrollieren) Nicht
selten bleibt man auf Fahrtkosten und unbezahlten Überstunden sitzen
oder man wird gekündigt weil man krank ist.
Weil zahlreiche Überstunden bereits "im Preis" sind, ist man in der
Zeitarbeit eine Art "Flatrate"-Arbeiter dem man alle Arbeitnehmer-Rechte
weggenommen hat.
Autor: noname (Gast)
Datum: 10.11.2009 10:11

> Nicht selten bleibt man auf Fahrtkosten und unbezahlten Überstunden...
> Weil zahlreiche Überstunden bereits "im Preis" sind, ist man in der
> Zeitarbeit eine Art "Flatrate"-Arbeiter dem man alle Arbeitnehmer-Rechte
> weggenommen hat.

Also bei Ferchau und Brunel, soweit ich weiß, ist das nicht der Fall.
Das andere stimmt natürlich.
Autor: Gast aus D´dorf (Gast)
Datum: 16.11.2009 15:50

Der Flatratearbeiter gefällt mir. Das beschreibt wirklich alles ganz
genau.
Ich habe auch mal für knapp 1 1/2 Jahre für Brunel geschuftet. Hatte im
Dezember 2003 bei denen angefangen und durfte, gütiger Weise mit einer
Sondergenehmigung, auch an Weihnachten arbeiten. Das Gleiche galt dann
auch für den Jahreswechsel. Extra gab es dafür natürlich nichts, das ist
doch alles im Gehalt mit drin…
2004 war es übrigens genau dasselbe. Der Auftraggeber war OK, er hatte
mir mal hinter vorgehaltener Hand gesagt, was Brunel dafür genommen hat.
200 % . Da sieht der Sklave aber nichts von. Ich kann wirklich nur davon
abraten bei denen anzufangen.
Autor: Kieler Sprotte (Gast)
Datum: 17.11.2009 17:23

Wenn es um die Zuteilung von neuen Projekten geht scheint es einigen
Leitern sehr viel Spaß zu machen den Angestellten schön gegen die Wand
laufen zu lassen. Ich wohne in Kiel und hatte dort bei der Brunel
Niederlassung meinen Vertrag. Mein Projekt war auch in Kiel was ja sehr
günstig für mich war. Unser Kunde hatte noch ein Folgeprojekt für das er
mich unbedingt haben wollte. Aber es kam anders. Ich wurde, noch mitten
im Projekt, nach Rosenheim, nur ca. 950 KM Fahrweg, versetzt. Ich kann
nur vermuten warum ich nicht weiter beim Kieler Kunden eingesetzt wurde.

Entweder weil die Angst bestand, dass ich nach Ende des zweiten Projekts
ganz zum Kunden wechseln könnte oder was ich ehr vermute, mein
Teamleiter hatte einfach nur Freude daran, mich in der Woche, in der
meine Frau mit meinem Sohn ausgezählt war soweit wie es nur ging weg
zuschicken. Die Geburt habe ich dadurch leider verpasst. Danke!

Letzen Endes habe ich dann gekündigt und bei dem ehemaligen
Projektpartner in Kiel angefangen.
Autor: Andreas Crunch (Gast)
Datum: 25.11.2009 09:46

Meine Meinung: Brunel --> Parasiten, habe vor 3 Jahren mein Uni Studium
abgeschlossen und einiges erlebt was keiner Erleben will der mal eine
Uni von innen gesehen hat, wie es oben auch schon richtig Beschrieben
worden ist. Das wort moderner Sklavenhandel passt sehr gut !
Autor: Holger U. (Gast)
Datum: 27.11.2009 23:03

Die hälfte der Stellenanzeigen bei Brunel sind sogenannte
Strukturstellen und Ihren Bewerberpool zu füllen. Wenn Du dann bei denen
bist wirst Du behandelt wie der letzte Dreck ! Ich war dort und kann nur
jeden vor diesen parasiten warnen !!!
Autor: Giovanni (Gast)
Datum: 03.02.2010 20:03

Warum hier auf Ferchau herumgehackt wird, kann ich in keiner Weise
verstehen.

Meine Erfahrung ist, dass die für mich zuständige Niederlassung
ausgezeichnete Arbeit leistet - sowohl bei der Vermittlung als auch bei
den Verhandlungen mit den Auftraggebern, von denen letztlich das Gehalt
abhängt. Und das ist nicht schlecht. Ebenso wenig wie die
Sozialleistungen und die Vertragsbedingungen. Ich bin völlig sicher,
dass die Konditionen in vielen Unternehmen bei direkter Anstellung
wesentlich schlechter sind.

Man sollte vielleicht nicht einfach nachplappern, was man mal wo von
jemand gehört hat - überall gibt's ein paar frustrierte, unzufriedene
Leute mit unrealistischen Erwartungen und bei Verleihern finden sich
womöglich prozentual ein paar mehr davon ein als in direkten
Festanstellungen, aber man sollte seine Meinung nicht nur von den
Äußerungen dieser Gruppe ableiten.
Autor: Weinmaulwolf (Gast)
Datum: 03.02.2010 22:00

Holger U. schrieb:
> Die hälfte der Stellenanzeigen bei Brunel sind sogenannte
> Strukturstellen und Ihren Bewerberpool zu füllen. Wenn Du dann bei denen
> bist wirst Du behandelt wie der letzte Dreck ! Ich war dort und kann nur
> jeden vor diesen parasiten warnen !!!

All right! Aus eigener Erfahrung will ich das auch bestätigen und nicht
nur ich: Wir haben damals zu viert bei Ferchau angefangen und haben
gemeinsam gekündigt, bei diesem Saftladen.
Autor: Peter (Gast)
Datum: 17.02.2010 18:26

Also ich habe noch nichts bei den Dienstleistern unterschrieben, dennoch
wurde ich gefragt ob ich in verschiedenen Städten arbeiten wolle und mir
sogar einige Unternehmen schon namentlich genannt, die von den
Stellenangeboten her auch eigentlich recht gut passen würden.
Kann ich mich nun nicht einfach bei denen direkt bewerben, bei dem
gehaltsmäßig beide Seiten Vorteile haben? Oder sind die Firmen z. Zt.
wirklich nur an den "Sklaven" interessiert, die man ohne Probleme
jederzeit kündigen kann? Bzw. haben die Unternehmen irgendwelche
Verträge mit den Dienstleistern, die meiner Bewerbungs-"List" einen
Strich durch die Rechnung machen würden?
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum: 18.02.2010 00:45

Wenn ein Arbeitgeber eine Stelle über einen Dienstleister besetzen will,
dann wird er das auch so machen. Das Argument "aber ein Festangestellter
ist doch billiger" stimmt so leider nicht, denn die Kosten für externe
Mitarbeiter werden anders verbucht als die für interne. Eigentlich ist
das Ganze ein handwerklicher Fehler in den Bilanzierungsvorschriften.
Autor: Klaus (Gast)
Datum: 23.02.2010 11:59

Die wollen mir nun 35k brutto geben und den Rest über Fahrtkosten geben,
dass ich Netto ca. das Gleiche verdienen würde, als wenn ich 39k brutto
im Jahr hätte.
Da ist doch aber ne Katze im Sack, oder?
Autor: Klaus (Gast)
Datum: 23.02.2010 12:00

(Bin btw. Absolvent - TI)
Autor: Maggiwürzer (Gast)
Datum: 23.02.2010 12:21

...bei der Steuererklärung musst halt diese Fahrtkostenzuschüsse wieder
angeben und werden angerechnet...des is net so toll.
Autor: Max M. (xxl)
Datum: 23.02.2010 13:37

Kriegst ja auch nur ca. 20% der tatsächlichen Kosten erstattet.
Autor: Wilhelm Ferkes (ferkes-willem)
Datum: 23.02.2010 15:18

Klaus schrieb:

>Die wollen mir nun 35k brutto geben und den Rest über Fahrtkosten
>geben, dass ich Netto ca. das Gleiche verdienen würde, als wenn
>ich 39k brutto im Jahr hätte.

>Da ist doch aber ne Katze im Sack, oder?

Logo. Hatte auch schon mal die Ehre. Das kriegst du bei der
Steuererklärung voll angerechnet.
Autor: asdasdasd (Gast)
Datum: 08.03.2010 14:21

Bin vor ein paar Jahren über einen der beiden Firmen in einen
internationalen Konzern im Bereich Energie reingekommen. FH-Ing, damals
3 Jahre Berufserfahrung, Jahresgehalt alles in allem 50k.
Autor: Gästchen (Gast)
Datum: 09.03.2010 11:43

Mark Brandis schrieb:
> Wenn ein Arbeitgeber eine Stelle über einen Dienstleister besetzen will,
> dann wird er das auch so machen. Das Argument "aber ein Festangestellter
> ist doch billiger" stimmt so leider nicht, denn die Kosten für externe
> Mitarbeiter werden anders verbucht als die für interne. Eigentlich ist
> das Ganze ein handwerklicher Fehler in den Bilanzierungsvorschriften.

Da ist exakt auch meine Meinung.
Ein Festangestellter mit kurzem Vertrag kann nicht billiger sein wenn
die Firmen immer mehr Zeitarbeiter einstellen. Wird wohl eher als
Maschine abgeschrieben, der Zeitarbeiter.
Autor: Warmweiß (Gast)
Datum: 09.03.2010 13:46

Gästchen schrieb:
> Wird wohl eher als
> Maschine abgeschrieben, der Zeitarbeiter.

Ich weiß nicht, ob man die Zeitarbeiter abschreiben kann, aber bei
Börsenunternehmen kann Zeitarbeit von Vorteil sein, da es nicht als
Lohnkosten gebucht wird. Man kann damit die Lohnkosten senken, darauf
reagieren die Aktionäre positiv und alles ist gut. Oder eine Abteilung
hat nicht genug Etat, um (ohne Verhandlung) einstellen zu können (zu
dürfen), dann macht man es halt schnell über die Hintertür. Im
Mittelstand ist Ingenieurverleih meines Wissens nach kaum verbreitet, da
es viel zu teuer für den Inhaber ist, den Ingenieur und zugehörigen
Verleih gleichzeitig durchzufüttern.

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