Hallo,
ich selbst möchte mir einen Empfänger für UKW bauen.
Hab mich selbst jetzt schon in die Materie etwas eingelesen.
Die Schaltung sollte im Emfpängerkreis möglichst einfach gehalten sein
aber dennoch eine gute Qualität liefern.
Im Anhang sind Schaltungen für dich ich mich entscheiden würde.
Habt ihr noch Hinweise oder Tips?
Als Alternative denke ich über einen Ratiodetektor nach, was meint ihr
dazu?
Vielen Dank
Maschbauer schrieb:> Als Alternative denke ich über einen Ratiodetektor nach,
Das wäre für eine "gute Qualität" sicherlich angebracht.
Andererseits sind UKW-Sender eine aussterbende Spezies.
Wie wärs mit einem DAB+ Empfänger? Den kann man wenigstens
so lange benutzen, bis DAB++ entwickelt wird.
Harald W. schrieb:> Maschbauer schrieb:>>> Als Alternative denke ich über einen Ratiodetektor nach,>> Das wäre für eine "gute Qualität" sicherlich angebracht.> Andererseits sind UKW-Sender eine aussterbende Spezies.> Wie wärs mit einem DAB+ Empfänger? Den kann man wenigstens> so lange benutzen, bis DAB++ entwickelt wird.
Wenn DAB++ in dem gleichen Tempo wie DAB->DAB+ rauskommt läuft UKW dann
immer noch.
Beim Ratiodetektor bin ich mir allerdings unsicher bezüglich der
Funktion.
http://www.chemiephysikskripte.de/radio/plan4.gif
Ist im obigen Teil der Schwingkreis von L1 und C direkt mein
Empfangsteil an den ich die Antenne anschließen kann, oder benötige ich
eine Zwischenfrequenz?
Ist das ein Colpitts-Oszillator in Basisschaltung?
In meiner Jugend habe ich eine ähnliche Schaltung aus einem
Minispioneheft von Günther Wahl nachgebaut.
Man konnte damit das typische UKW-Rauschen empfangen aber keine Sender.
Eventuell gibt es eine nachbausicherere Schaltung.
Wenn du unbedingt lernen willst, wie ein analoger FM-Tuner funktionert,
dann ist das ok.
Wenn du aber einen zeitgemäßen FM-Empfänger bauen willst, dann macht
man das im Jahre 2016 z.B. mit einem Chip von SiLabs, wie den Si4703.
Gibts zum Üben als Breakout, z.B. zu Steuern mit einem Arduino (oder
anderem MC) in der Bucht für ca. 10 Euro ...
Ob das ein Colpitts-Oszillator ist kann ich nicht sagen.
Genau das möchte ich lernen.
Der Ratiodetektor hat eine bessere Qualität aufgrund der besseren
demodulation gegenüber dem Pendelaudion richtig?
Guck mal hier:
Der UKW-Pendler
http://www.b-kainka.de/Weblog/HF/UKWpendler.html
Bei einem (Pendel-) Audion solltest du auf jeden Fall eine
kapazitätsarme HF-Vorstufe einbauen, damit keine Störungen über die
Antenne abgestrahlt werden (zumindest bei Dauerbetrieb).
Danke für die Antworten und hilfreichen Links.
Kann ich denn mit einem Pendelaudion gute Tonqualität bei UKW erzeugen?
Das Pendelaudion ist ja eigentlich für KW gedacht?
Mir ist es besonders wichtig die Schaltung nachzuvollziehen.
Da ist das Pendelaudion im Moment für mich noch einfacher verständlich
als der Ratiodetektor.
Denn dort bin ich mir nicht sicher wie der HF-Teil aufgebaut ist.
Die Gegentak-Endstufe enthält einen Fehler am oberen Ende des
Lautsprechers. Zur Stabilisierung des Arbeitspunktes werden in der Regel
2 Dioden verwendet.
> mit einem Pendelaudion gute Tonqualität bei UKW erzeugen
Audion und Pendelempfänger sind gut für AM-Signale geeignet. Werden sie
für Flanken-Demodulation bei FM verwendet, treten immer kleine
Verzerrungen auf.
Danke für den Tipp, möchte allerdings meine Schaltung ohne IC's
aufbauen.
http://ee.old.no/library/EE2003-de.pdf
Auf Seite 182 gibt es eine Schaltung für einen UKW Empfänger, jedoch
kann ich mir die Funktion da nicht vollständig erschließen.
Vielleicht kann jemand die Schaltung erläutern?
> Sprechen wir dann von einem kleinen Rauschen oder wie äußert> sich das ganze dann?
Flankendetektion verursacht >=10% Klirrfaktor. Nur bei leisen Passagen
ist es einigermaßen sauber.
Weißt du schon, wie ein
-Diodendetektor
-ein einfaches Rückkoppelaudion
-ein Pendelaudion
für AM funktionieren und was ein idealer (verlustfreier) und ein
gedämpfter Schwingkreis ist?
Das hier sieht auch gut aus:
http://www.vk2zay.net/article/89
Sowas probiert man aus und freu sich, dass es funktioniert. Der TDA7000
hat einen besseren Klang, aber den geringeren Lerneffekt.
Der Empfänger auf der gleichen Seite hat einen HF-Vorverstärker, welche
das Abstrahlen von Störungen verhindert.
http://www.vk2zay.net/article/52
Maschbauer schrieb:> ich selbst möchte mir einen Empfänger für UKW bauen.> Hab mich selbst jetzt schon in die Materie etwas eingelesen.
Und einiges auch überlesen ;-)
> Die Schaltung sollte im Emfpängerkreis möglichst einfach gehalten sein> aber dennoch eine gute Qualität liefern.
Ein Pendelaudion für UKW geht im Prinzip schon, doch es wird auf "UKW"
(also 87-108MHz) kein AM gesendet.
> Im Anhang sind Schaltungen für dich ich mich entscheiden würde.> Habt ihr noch Hinweise oder Tips?
Wenn Du viel Zeit und einige Messmittel hast, dann bau ein Audion (Dein
Schaltungsvorschlag), wenn nicht, bau was richtiges!
> Als Alternative denke ich über einen Ratiodetektor nach, was meint ihr> dazu?
Das ist keine Alternative, das ist für FM Bedingung!
Old-Papa
Old P. schrieb:> Das ist keine Alternative, das ist für FM Bedingung!
Das ist zweifellos die deutlich bessere Lösung, aber keinesfalls
"Bedingung". FM kann man auch mit der Filterflanke demodulieren. Das
funktioniert, ist aber wie schon gesagt nicht ideal...
Hallo,
außerdem mus der Basiswiderstand an vor dem Auskoppelelko an die
Enstufe, also an die beiden Emitter.
Das stabilisiert den Arbeispunkt etwas.
Der Trick, den oberen Widerstand an den Lautsprecher anzubauen, ist eine
Bootstrap-Schaltung, die den Aussteuerbereich etwas vergrößert.
B e r n d W. schrieb:> Die Gegentak-Endstufe enthält einen Fehler am oberen Ende des> Lautsprechers. Zur Stabilisierung des Arbeitspunktes werden in der Regel> 2 Dioden verwendet.
Gruß aus Berlin
Michael
Schon mal Danke für die ganzen Antworten.
Mal eine generelle Frage kann man hier in Deutschland noch KW emfpangen?
Wüsste keinen deutschen Sender mehr der KW ausstrahlt.
Maschbauer schrieb:> Schon mal Danke für die ganzen Antworten.>> Mal eine generelle Frage kann man hier in Deutschland noch KW emfpangen?> Wüsste keinen deutschen Sender mehr der KW ausstrahlt.
Da fällt mir spontan der Sender Channel292 ein. Der sendet im 49m-Band
auf 6070kHz. Andere lassen sich sicherlich über die Suchmaschine deiner
Wahl finden.
Generell hängt die Hörbarkeit einer Kurzwellenstation aber nicht davon
ab, ob der Sender in Deutschland steht. Kurzwelle funktioniert
prinzipiell weltweit, abhängig von den Bedingungen in der Ionosphäre,
der Tageszeit und einigen anderen Faktoren.
Michael hat recht, deshalb nochmal die Gegentakt-Endstufe mit
Bootstrap-Trickschaltung.
> Wüsste keinen deutschen Sender mehr der KW ausstrahlt.
Es gibt mehr als 10 ausländische Sender welche deutschsprachige
Programme ausstrahlen. Diese Ausstrahlungen dauern in der Regel 1
Stunde.
Das sind z.B. Radio Rumänien, Korea, China, Taiwan usw.
Zusätzlich gibt es viele englischsprachige Programme.
Von The Mighty KBC auf 6095 kHz, Radio Ulaanbaatar bis Radio Havanna
usw.
http://www.fading.de/programmplan_deutsch.php
Maschbauer schrieb:> Mal eine generelle Frage kann man hier in Deutschland noch KW emfpangen?
Jede Menge Rundfunk-Sender vorhanden! Auf den KW-Amateurfunkbändern ist
auch einiges los.
Einfach mal nachts den WebSdr Uni Twente aufrufen und 3955 eingeben oder
6100, 7250 bzw 9600. Damit landet man mitten im 75m, 49m, 41m oder 31m
Band.
http://websdr.ewi.utwente.nl:8901/
Die meisten Sender sind auch mit einem Audion zu empfangen, denn es hat
eine gute Empfindlichkeit. Probleme gibts nur, wenn man ein ganz
schwaches Signal direkt neben einem ganz starken empfangen will, dann
fehlt es ein wenig an Trennschärfe.
Ich hatte mich nämlich nicht für ein KW Pendelaudion entschieden, weil
ich dachte ich würde nichts empfangen.
Da die amplitudenmodulierten Signale jedoch deutlich einfacher als die
FM-Signale sind, wäre das momentan eine Überlegung Wert.
Zu empfangen gibt es nach wie vor einiges auf der Kurzwelle.
Maschbauer schrieb:> Ich hatte mich nämlich nicht für ein KW Pendelaudion entschieden, weil> ich dachte ich würde nichts empfangen.
Soll es denn unbedingt ein Pendelaudion sein oder geht auch ein von Hand
rückgekoppeltes Audion?
Letzteres ist selektiver, so weit mir bekannt.
Maschbauer schrieb:> Da die amplitudenmodulierten Signale jedoch deutlich einfacher als die> FM-Signale sind, wäre das momentan eine Überlegung Wert.
Mit einem rückgekoppelten Audion kann man AM, CW (Morsezeichen) und SSB
demodulieren und in Grenzen auch FM.
DAC schrieb:> Ist das ein Colpitts-Oszillator in Basisschaltung?
Das ist schon ein Ratiodetektor. Er war bis in die achziger Jahre
die typische Demodulationsschaltung für FM und in praktisch allen
UKW-Radios verbaut.
Hier ist nur links das 40m Amateurfunkband von 7000-7200 kHz dargestellt
und das 41m Rundfunkband. Im Vergleich im kleinen Fenster der Empfang
auf Uni Twente und im Vergleich mein DAB-Stick mit Kurzwellen-Konverter.
Da sind ca. 15 empfangbare Radiostationen zu sehen, 5 SSB, 12 digitale
Betriebsarten und auch ca. 12 CW/Morse.
Matthias S. schrieb:> Ich würde ja vorzugsweise einen Einfachsuper bauen und keinen Pendler.
M.W. wurden Pendler eigentlich nur für Datenfunk benutzt.
Und ein Audion, egal ob Pendler oder nicht, kann zwar FM
demodulieren; ein guter Klang ist so aber nicht erreichbar.
Harald W. schrieb:> M.W. wurden Pendler eigentlich nur für Datenfunk benutzt.
Aber auch für einfache Funkfernsteuerungen.
Ein Pendelaudion macht sowieso meist das, was es will und nicht das was
es soll.
Er sendet bei fehlender Vorstufe wie ein Sender und verseucht den Äther.
Eine Vorstufe ist auch nicht simpel.
Vielleicht kommt da mal teurer Besuch.
Wenn man direkt neben einem UKW-Sender wohnt, kann man so etwas bauen.
Der Erfolg ist grottig schlecht.
Analoge Tuner gibt es bei Pollin und die ZF kann man mit einem IC
machen.
SWR schrieb:> Der UKW Zwerg vom Radiopraktiker war lange Zeit der "Liebling" der> Radiobastler
Die Frage ist hier ja, will man basteln oder will man
einen hochwertigen Empfänger bauen. Beides gleichzeitig
geht m.E. nicht, da man zum Bau eines hochwertigen Tuners
auch hochwertiges Meßequipment und "hochwertiges" Wissen
zum Bau braucht. Für ersteres wäre Deine Schaltung mit
eher schlechtem Klang geeignet; für letzteres sollte man
schon einen Fertigtuner wie den z.Z hier im Marktbereich
angebotenen FD11 nehmen. Den ZF-Verstärker kann man auch
selbst bauen, insbesondere wenn man ICs und Keramikfilter
dafür nimmt. Einen Wobbler zur Einstellung dürfte trotzdem
sinnvoll sein.
Hmmm, ich habe mich beim Pendelaudion eher schwer getan. Meine ersten
Handfunken hatten diesen, der "Abgleich" war eine Odyssee aus Versuch
und Irrtum, nach ein paar Wochen liefen die dann. Reichweite gut 4km,
aber verbastelte Kisten.... Die nächsten dann als Superhet mit A244
(TDA440) und Piezofiltern, der Abgleich war ein Kinderspiel. Reichweite
nur noch gut 2km, reichte aber noch für meine Zwecke.
Will sagen: So einfach wie ein (Pendel)Audion auch erscheint, jedes
Bauteil hat durch die Mehrfachnutzung immer gleich mehrfachen Einfluss.
Es gibt dann ohne ausreichend Messmittel Situationen, da kann man sich
drehen wie man will, der Arsc* bleibt immer hinten ;-)
Old-Papa
> will man basteln oder will man> einen hochwertigen Empfänger bauen
Das muss jetzt wohl der Threadstarter entscheiden. Auch den
Empfängertyp, für Kurzwelle sollte es ein Audion sein, für UKW eher ein
Pendelempfänger, das Audion von der Kainka-Seite geht aber auch. Ein
Pendelempfänger unterscheidet sich grundlegend in der Funktion, auch
wenn die Schaltung auf den ersten Blick ähnlich aussieht.
> So einfach wie ein (Pendel)Audion auch erscheint, jedes Bauteil> hat durch die Mehrfachnutzung immer gleich mehrfachen Einfluss.
Es gibt auch Schaltungen mit getrenntem Pendeloszillator.
Vorteil: Die Pendelfrequenz bleibt konstant.
Nachteil: Mehr Bauteile erforderlich
Ein Vortrag von Charles Kitchin über Rückkoppelempfänger:
https://www.youtube.com/watch?v=gcr7hSjTqd8
Teil 2, bei 8:30 startet Super Regeneration = Pendelempfänger
https://www.youtube.com/watch?v=3ZHsmVGWldg
Old P. schrieb:> Will sagen: So einfach wie ein (Pendel)Audion auch erscheint,
Was ist an einer einstellbaren Rückkopplung so schwierig,
dass man sie zu vermeiden sucht?
Kommerzielle Rundfunkempfänger mit Pendelaudion (selten)
muss ich eigentlich immer modifizieren damit sie brauchbar arbeiten.
Darüber lässt sich kein Kainka aus. Mich interessiert mal, unter
welchem Nick der sich in Foren herumtreibt.
Harald W. schrieb:> Die Frage ist hier ja, will man basteln oder will man> einen hochwertigen Empfänger bauen.
Also bei einem Audion mit einstllbarer Rückkopplung und
HF-Ankopplung lässt sich bei ungestörtem starkem Empfang eine
Qualität erreichen die kaum vom Super zu unterscheiden ist.
Da kannst Du sogar einen Stereodecoder hinter hängen.
Für einen NF-Bastler der ein Erfolgserlebnis sucht, ist das
schon ein gangbarer Weg.
LG
OXI
OXI T. schrieb:> Also bei einem Audion mit einstllbarer Rückkopplung und> HF-Ankopplung lässt sich bei ungestörtem starkem Empfang eine> Qualität erreichen die kaum vom Super zu unterscheiden ist.
Bezüglich der Empfindlichkeit will ich Dir gerne zustimmen.
Aber gerade bei starken Signalen macht sich die gekrümmte
Kennlinie der Flanke bemerkbar. Ausserdem entfällt der
Hauptvorteil von FM gegenüber AM: Die Unterdrückung der
(deutlich häufigeren) AM-Störungen des Signals.
Harald W. schrieb:> Aber gerade bei starken SignalenOXI T. schrieb:> Audion mit einstllbarer> HF-AnkopplungHarald W. schrieb:> Ausserdem entfällt der> Hauptvorteil von FM gegenüber AM: Die Unterdrückung der> (deutlich häufigeren) AM-Störungen des Signals.OXI T. schrieb:> bei ungestörtem starkem EmpfangHarald W. schrieb:> macht sich die gekrümmte> Kennlinie der Flanke bemerkbar
Auf den nahezu geradlinigen Teil abstimmen.
Machst Du bei der S-förmigen Kennlinie eines Ratiodetektors
doch auch.
LG
OXI
na bombig,
da muss man sich in der Stadt nicht mehr wundern.
Ich habe nur den Lautsprecher und das Gehäuse wiederverwendet nach dem
es hin war seit her werkelt ein Atmega inside, der beim Klingeln mit
einem Reset aus dem Schlaf geholt wird, der Rest geht jetz über draht.
der empfänger bestand auch nur aus einem transistor. Mit diesem konnte
den Sensor des Außenthermometers ins im Ossziloskop sichtbar machen.
Wer weis, was da im Empfänger steckt?
Namaste
Winfried J. schrieb:> Wer weis, was da im Empfänger steckt?
Das ist kein Geheimnis.
Transistor SS9018
das IC hat eine etwas andere Bezeichnung, da müsste
ich nochmal für aufschrauben. Habe damals halt diese
ähnliche PDF gefunden.
LG
OXI
OXI T. schrieb:> Was ist an einer einstellbaren Rückkopplung so schwierig,> dass man sie zu vermeiden sucht?
Bei einem Pendelaudion pendelt die Rückkopplung, die muss halbwegs
eingestellt werden.
Dann muss man die drei Frequenzen (HF, NF und die Pendelfrequenz) so
filtern dass was Sinnvolles rauskommt.
Ein Oszi hilft dabei auch nur bedingt, wenn das einzige Kabel (was ich
damals hatte) so viel Kapazität reinbringt, das alles immer wieder
verstimmt ist. Einen Frequenzzähler hatte ich damals noch nicht (aber
genau deswegen später gebaut), von einem HF-Generator hatte ich noch
nichtmal geträumt.
Heute wäre das alles kein Problem mehr ;-)
> Kommerzielle Rundfunkempfänger mit Pendelaudion (selten)> muss ich eigentlich immer modifizieren damit sie brauchbar arbeiten.
Aber sicher nicht mit Glimmlampe und Multimeter ;-)
Bei einem Superhet mit Piezo und Quarzoszillator sind zumindest die
Frequenzen relativ sicher und der Rest geht auch mit Multimeter und
HF-Tastkopf.
Old-Papa
Old P. schrieb:> Bei ...
Ich erkenne in Deiner Antwort keinen Zusammenhang zu meiner
Frage:
OXI T. schrieb:> Was ist an einer einstellbaren Rückkopplung so schwierig,> dass man sie zu vermeiden sucht?
Ich meine:
Die Bedienung der HF-Kopplung und Rückkopplung muss genau
so erlernt werden wie die von Kupplung und Gangschaltung beim
Auto. Beim Pendelaudion entfällt das, wie beim Automatikgetriebe
auch.
LG
OXI
OXI T. schrieb:> Old P. schrieb:>> Bei ...>> Ich erkenne in Deiner Antwort keinen Zusammenhang zu meiner> Frage:
Ich jetzt auch nicht ;-)
> Die Bedienung der HF-Kopplung und Rückkopplung muss genau> so erlernt werden wie die von Kupplung und Gangschaltung beim> Auto. Beim Pendelaudion entfällt das, wie beim Automatikgetriebe> auch.
Ja, das Automatikgetriebe hat der Kollege Hersteller aber feinst
austariert und abgestimmt. Als Otto-Normalbastler ist genau diese
Automatik (die Pendelei) eine fitzlige Aufgabe. Mit einem gut
ausgestatteten Labortisch heute nicht mehr. Dagegen nur mit DMM und
HF-Ersatztastkopf nur beherschbar, wenn man schon viele Pendler
gebastelt hat.
Ich kenne die Voraussetzungen vom TS nicht, die geposteten Schaltungen
zeugen aber nicht von sehr viel HF-Verständnis. Das ist überhaupt nicht
schlimm, doch dann würde ich mich zunächst an was nachbausicherem
versuchen.
Leider habe ich meine damaliegen Unterlagen und später die Geräte alle
vernichtet (plötzlich zu viele Geweihautos in der Stadt), sonst könnte
mich das mit meinen heutigen Möglichkeiten nochmal reizen.
Old-Papa
>> (plötzlich zu viele Geweihautos in der Stadt)> Vielleicht suchen die im Winter neue Futterplätze. :-)
Sicherlich wie bei den Zugvögeln:
https://www.youtube.com/watch?v=DAcNw9IE9KU
Ein Kurzwellenaudion ist eine gute Wahl!
Das Audion im Schaltplan besitzt leider keine Rückkopplung.
Damit kann man nur AM empfangen und das auch nur mit wenig Trenschärfe
(grade die Rückkopplung ermöglicht bei richtiger Einstellung eine
maximale Trennschärfe und den Empfang von AM, SSB
(Einseitenbandmodulation) und CW(Morsezeichen)).
Ich würde entweder ein Rückkoppelaudion von Kainka nachbauen oder eins
von Nussbaum.
Links mit Vorschlägen folgen gleich.
Hier noch zwei Tipps:
Wenn du noch keine gute Ausstattung mit Bauelementen hast, bestell bei
Widerständen die komplette E12-Reihe (Metallschicht, jew. 10 Stück von
jedem Wert). Kostet ca. 10€ und man hat die meisten gängigen Werte
direkt an Lager.
http://www.kessler-electronic.de/passive_Bauelemente/Sortimente/Normreihen/Widerstaende_bedrahtet/MF-E12_i974_23520_0.htm
(als Beispiel, gibts sicher auch bei Reichelt, ebay, ...)
Außerdem würde ich alte Radios, Monitore, Energiesparlampen usw.
ausschlachten und die Platinen auf Lager legen. Dann kann man allerlei
Teile bei Bedarf suchen und auslöten (z.B. Kondensatoren) und muss nicht
wegen jedem fehlenden Teil neu bestellen.
Im Anhang noch das erste Audion, dass ich je gebaut habe.
Die Schaltung ist sehr nachbausicher.
Für den FET (T1) habe ich den BF254 verwendet (ein BF245 ist
möglicherweise besser).
Als T2 habe ich 2N708 genommen. Ein BF199 könnte auch gehen.
Statt dem uralten µA741 würde ich einen TL071 verwenden. Dahinter kann
man entweder einen PC-Lautsprecher oder einen empfindlichen Kopfhörer
(2x 32 Ohm in Reihe, +-zu+- verlötet) anschließen.
Erstmal besten Dank.
Die Vorschläge haben mir wirklich sehr geholfen.
Ich würde mich für die Negadyn Schaltung entscheiden.
Die Spule würde ich selbst wickeln, jedoch bin ich mir, was den
Drahtdurchmesser angeht unsicher?
Empfiehlt sich einer dünner Kupferlackdraht oder ein dickerer und warum?
An die Schaltung selbst möchte ich ein Lautsprecher anschließen,
reicht die Leistung der Schaltung hierfür aus oder benötige noch eine
weitere NF-Stufe?
Hätten Sie zufällig noch ein Dokument welches, die gesamte Funktion
beschreibt?
Sehe ich das richtig:
Der Schwingkreis besteht aus L1,C1,C2, wobei dieser aus einer
Bandspreizung für Feinabstimmung besteht.
C4 dient zur Arbeitspunkteinstellung des Transistors?
Aber warum benötige ich diese hier zwingend?
Irgendwie scheint ein Posting verloren gegangen zu sein.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/182122/Negadyn_transistor.gifMaschbauer schrieb:> Die Spule würde ich selbst wickeln, jedoch bin ich mir, was den> Drahtdurchmesser angeht unsicher?> Empfiehlt sich einer dünner Kupferlackdraht oder ein dickerer und warum?
Am besten für Berechnungen den Mini-Ringkernrechner 1.2 runterladen,
damit lassen sich auch Schwingkreise und Luftspulen berechnen.
Ich würde zum Wickeln erst mal relativ dünne Schaltlitze verwenden,
dicht an dicht gewickelt.
Je dicker der Draht, um so höher die Güte der Spule.
Je höher die Frequenz, um so dicker sollte der Draht sein.
Der PVC-Mantel von der Schaltlitze verhindert, dass der Draht zu nah zur
Nachbarwindung gewickelt wird (Skin-Effekt, senkt die Güte).
Weil das Audion entdämpft, wird aber die Güte künstlich wieder
raufgesetzt.
Also ist der Drahtdurchmesser hier nicht so kritisch.
Wahrscheinlich ist Kupferlackdraht D = 0,5mm genau so gut geeignet, man
sollte aber 0,5mm Platz zwischen jeder Windung lassen.
Welcher Frequenzbereich soll empfangen werden?
Was versteh ich denn unter einer magnetischen Antenne, ich kenne es
bisher nur so das ein Draht welcher als Antenne fungiert an den
Schwingkreis angeschlossen wird.
Maschbauer schrieb:> Frequenzbereich sollte zwischen 6k-10kHz liegen.> http://www.wwdxc.de/hfd.pdf> Macht am meisten Sinn für die empfangbaren Sender.
Also etwa 6 bis 10 MHz? (ein MHz = 1000kHz)
Eigentlich nur Radiosender.
Genau 6-10MHz.
Inwiefern einen alten PC Lautsprecher?
Dann wäre für meine Absicht die Auslegung aufs 80m Band nicht geeignet,
da dieses nur 3,5 -3,8MHz reicht?
Amateurfunk? Empfange ich dort auch wirklich Sender in Deutschland?
Wenn du nur Radiosender empfangen möchtest, empfehle ich, als untere
Empfangsfrequenz für das Audion 5,9MHz festzulegen.
Dann ist der Anfang vom 49m-Rundfunkband mit dabei.
Dann würde ich einfach schauen, welche obere Frequenz sich dann von
selber ergibt (je nach verwendetem Drehkondensator ca. 10 bis 20MHz
schätze ich).
Maschbauer schrieb:> Inwiefern einen alten PC Lautsprecher?
Den schließt du da an, wo sonst der Kopfhörer angeschlossen wird. Der
PC-Lautsprecher hat ja einen Verstärker schon eingebaut).
Maschbauer schrieb:> Amateurfunk? Empfange ich dort auch wirklich Sender in Deutschland?
Auf jeden Fall! Dort empfängt man Sender aus Deutschland und der Welt.
Der Sprechfunk im AFU (Amateurfunk) ist allerdings in SSB und nicht in
AM.
Das Audion kann auch SSB empfangen (dafür muss die Rückkopplung leicht
überdreht sein und man muss die Frequenz sehr dosiert einstellen
können).
Ist es auch denkbar das ich an die Schaltung eine 3.5mm buchse
anschließe und diese wiederrum mit einem externen Lautsprecher verbinde?
z.B. von einem PC?
Werde später mal den nötigen Frequenzbereich bestimmen.
Danke für die Hilfe.
Hallo Maschbauer
> Dort empfängt man Sender aus Deutschland und der Welt
Ich hatte das oben schon mal geschrieben:
Beitrag "Re: UKW Epfänger"
Das meiste von den dort sichtbaren Signalen kannst du nach
Sonnenuntergang mit einem Audion auch empfangen. Ein Schwede funkt mit
einem Spanier, ein Belgier mit einem Italiener und es gibt deutsche
Gesprächsrunden mit mehreren Teilnehmern, denen man lauschen kann. Das
40m Band befindet sich schon mitten in deinem angestrebten
Frequenzbereich.
Weltweiter Empfang wird etwas schwieriger, denn dazu müssen die die
Ausbreitungsbedingungen und die Uhrzeit optimal passen.
Ich würde dir auch zu der Kainka-Schaltung raten. Diese Schaltung
verspricht einen schnellen Erfolg und ist nachbausicher.
http://www.b-kainka.de/bast34.jpg
Als Transistoren funktionieren z.B. 2 x BC557 und 1 x BC547
oder 2 x 2N3906 und 1 x 1N3904.
Du könntest später den Abstimmbereich verkleinern und die Bänder mit
steckbaren Spulen "umschalten". Damit wird die Abstimmung einfacher und
es können weitere Bänder empfangen werden.
Viele nehmen zum Basteln Computerlautsprecher. Oft stehen die noch rum
oder du bekommst sie für 5 Euro auf dem Flohmarkt. Dann kannst du dich
erst mal auf den Empfang konzentrieren.
> Eigentlich nur Radiosender. Genau 6-10MHz.
Wenn, dann schon 4,8...10 MHz, sonst fehlt die Hälfte des 49m Bandes.
Gruß, Bernd
https://www.mikrocontroller.net/attachment/182122/Negadyn_transistor.gif
Also ich habe für das 49Band
folgende Werte
Cmin: 84,4pF
Cmax: 366 pF
C2 würde ich erst mal außen vor lassen bis die Schaltung funktioniert.
An den NF anchluss würde ich einfach die Buchse eines Klinkensteckers
löten?
Wichtig wäre mir, dass ich Vormittags Sender empfangen kann, sollte aber
möglich sein oder?
Endlich mal jemand, der Prioritäten setzt!
Sonst wollen alle Audionbauer immer 0 bis 30 MHz nahtlos empfangen
können ;O)
49m-Band lt. meiner Liste:
5.900 - 6.200 kHz
Maschbauer schrieb:> Also ich habe für das 49Band> folgende Werte> Cmin: 84,4pF> Cmax: 366 pF
Du gehts von einer Induktivität von 3µH aus?
(hab das jetzt nicht nachgerechnet)
Was benutzt du als Drehkondensator?
Maschbauer schrieb:> C2 würde ich erst mal außen vor lassen bis die Schaltung funktioniert.
C2 ist eine "Frequenzlupe" für SSB- und CW-Empfang.
Für AM-Rundfunksender meiner Meinung nach nicht nötig.
Maschbauer schrieb:> An den NF anchluss würde ich einfach die Buchse eines Klinkensteckers> löten?
Sollte problemlos gehen.
Maschbauer schrieb:> Wichtig wäre mir, dass ich Vormittags Sender empfangen kann, sollte aber> möglich sein oder?
Ein paar Sender sind dort morgens vermutlich unterwegs.
Abends sind es allerdings mehr.
Blöde Frage aber woher bekomm ich denn einen solchen Drehkondensator,
bei Conrad, Reichelt und RS habe ich nichts gefunden, nur bei Ebay, aber
ich hätte diesen gern, falls möglich relativ klein.
DAC schrieb:> Ebay-Artikel Nr. 172060783858>> Der ist relativ klein, 20mm x 20mm - hat aber keine Übersetzung> (kompletter Bereich wird in einer halben Umdrehung überstrichen)
Wobei das für ein einziges Radioband wahrscheinlich ausreicht!
Ok, danke den größeren Drehkondensator bei Ebay hatte ich auch gesehen,
besaß zunächst allerdings zweifel wegen der Größe.
Aber nunja, man wenigstens die Technik.
Noch eine Frage zu C4 laut Symbol handelt es sich um einen
voreingestellten Kondensator, ist mir allerdings selbst noch nie
unterkommen.
Was soll ich denn darunter verstehen?
Es gibt lineare und logarithmische Potentiometer. Für Lautstärke
verwendet man gerne ein logarithmisches, weil dann das menschliche Ohr
die Lautstärke proportional zum Drehwinkel empfindet.
> Frage zu C4> laut Symbol handelt es sich um einen voreingestellten Kondensator
Ja, es ist das Schaltsymbol für einen Trimmer-Kondensator. Prinzipiell
geht aber auch ein Festkondensator. Dessen optimaler Wert kann durch
Versuche ermittelt werden. Einfach mal einen 15pF, 22pF oder 33pF
Kondensator einbauen, um zu sehen, mit welchem Wert die Schaltung am
besten funktioniert.
Florian W. schrieb:> Sollte gleichwertig sein oder?
Kann ich auf die Schnelle nicht 100%ig sagen, vielleicht fragst du das
kurz hier im µC & Elektronik-Unterforum (oder im
Analogtechnik-Unterforum) nach.
Antwort auf die PN habe ich eben geschickt.
OXI T. schrieb:> Habe mir jetzt beim Chinamann einen Super dafür bestellt.
Kurze Rückmeldung dazu:
Angekommen und eingebaut.
Pendelaudion raus, RXB12 rein.
Keine Störungen mehr, und empfängt
an Stellen, an denen das Pendelaudion versagt.
Sehr empfehlenswert !!!
LG
OXI
Bauteile sind nun gekommmen.
Hab den Aufbau auf einer Steckplatine fürs erste vorgenommen.
Allerdings tut sich momentan gar nichts.
Bin ziemlich ratlos warum.
Für die Spule habe ich folgende Formel verwendet:
http://www.b-kainka.de/bastel95.htm
Den 2,7nF Kondensator hab ich als Parallelschaltung vorgenommen,
ebenso den 33nF.
Im Video zur Negadynschaltunf fällt mir auf, dass die Spule im Vergleich
zu meiner Gigantisch ist.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Danke
die Spule ist unten imho nicht mit dem Dreko verbunden!
Imho sind bei diser Sorte Steckbrettern nur die 5 löcher einer Gruppe
miteinander verbunden, nicht die ganze Lochreihe.
Namaste
Hallo Florian
Aus dem Bild habe ich folgende Abmessungen ermittelt:
D=30mm, L=45mm, N=15Wdg.
Mit dem angegebenen Link komme ich damit auf 4.5µH, mit dem
Mini-Ringkern-Rechner eher auf 3.4µH. Der Unterschied sollte erst mal
keine Rolle spielen. Der Schwingkreis sollte sich jedenfalls von 5 bis >
10 MHz abstimmen lassen.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/182115/Transistoraudion_mit_Zaehler.png
Für die Negadyn-Schaltung sollte man entweder einen NF-Transistor
verwenden oder es muss einen 15-22pF Kondensator von der Basis zum
Emitter geschaltet werden. Mit einem echten HF-Transistor ist der
Schwingungseinsatz ohne den zusätzlichen Kondensator nicht garantiert.
Dann könntest du mal die Spannung am Emitter nachmessen. Diese sollte
sich mit dem Rückkoppel-Poti von 0 bis ca. 0,6V verändern lassen. Der
Strom durch den 10k Widerstand vom Poti zum Emitter ändert sich dabei
von 0 bis ca. 1mA.
Florian W. schrieb:> Den 2,7nF Kondensator hab ich als Parallelschaltung vorgenommen,> ebenso den 33nF.
Als Parallelschaltung zu was? Die sitzen aber nicht am Schwingkreis?
Oh Entschuldigung meinte Reihenschaltung, damit ich die angegebenen
Werte erreiche.
Schaltplan ist folgender:
https://www.mikrocontroller.net/attachment/182122/Negadyn_transistor.gif
Werde kommende Woche die Schaltung durchmessen, bin momentan leider im
Prüfungsstress.
Noch einen schönen Sonntag,
Danke für eure Hilfe.
Florian W. schrieb:> Den 2,7nF Kondensator hab ich als Parallelschaltung vorgenommen,> ebenso den 33nF.
Falls du C3, C4 mit 2,7nF und 33nF beschaltet hast, kann es nicht
funktionieren! ;O)
https://www.mikrocontroller.net/attachment/182122/Negadyn_transistor.gif
C3 und C4 müssen mit 2,7pF und 33pF ( Pikofarad ) beschaltet werden.
(ebenso C1 und C2 Pikofarad, nicht Nanofarad)
Die Reihenschaltung von C3 und C4 liegt ja parallel zum Schwingkreis.
:O)
An DAC:
C3 und C4 sind mit Pikofarad beschaltet.
Reihenschaltung von 2 5,6pF Kondensatoren -> 2,8pF
Reihenschaltung von 3 100pF Kondensatoren -> 33,33pF
An Bernd:
10 kOhm Widerstand?
Ich glaube wir sprechen von einer unterschiedlichen Schaltung oder?
______
Hatte nun endlich Zeit die Schaltung mal durchzumessen:
Spannungen nach Änderung des Anschlusses vom lin. Poti.
Stromfluss nach Source und Schaltplanübersicht.
Kann jetzt zwar die Spannung mit dem Poti regeln, allerdings von 0 bis
3,73V.
Sorry für die um 180 Grad verdrehten Bilder, auf meinem PC sind sie
komischer Weise korrekt dargestellt, wollte die Bilder zwar drehen, aber
leider gelingt mir das nicht.
Sorry, ich bin von der falschen Schaltung ausgegangen, weil die andere
auf Youtube auch als Negadyn bezeichnet wurde.
https://www.youtube.com/watch?v=c-8zchIU4iU
Die Spannung am Schleifer des Potis ist mit 0-3,73V korrekt. Am Source
sollte die Spannung etwas höher sein, das würde beweisen, daß ein
kleiner Strom durch den Fet fließt.
Einfach mal den Schleifer des Potis auf Null drehen und dann die
Source-spannung messen. Schwingt die Schaltung, sollte sich beim
Berühren der Leitung vom Gate zum Drehkondensator und zur Spule die
Sourcespannung etwas ändern. Dies könnte sich auch im Lautsprecher als
Geräusch bemerkbar machen.
- Falls die Sourcespannung auch Null beträgt, ist evtl. der Fet defekt.
- Falls die Sourcespannung positiv ist und die Schaltung schwingt
trotzdem nicht, dann würde ich es mal mit C3=22pF versuchen.
Hi Florian!
Florian W. schrieb:> An DAC:>> C3 und C4 sind mit Pikofarad beschaltet.> Reihenschaltung von 2 5,6pF Kondensatoren -> 2,8pF> Reihenschaltung von 3 100pF Kondensatoren -> 33,33pF
Alles klar.
> Sorry für die um 180 Grad verdrehten Bilder, auf meinem PC sind sie> komischer Weise korrekt dargestellt, wollte die Bilder zwar drehen, aber> leider gelingt mir das nicht.
Vielleicht kannst du noch mal ein Bild posten, das in der richtigen
Position erscheint.
Am besten eins, auf dem man auch die Spule sieht :O)
Was für einen FET-Typen benutzt du, den BF256C?
Habe ein Bild gedreht und oben die Anschlussbelegung vom BF256
eingezeichnet.
Passt das mit deiner Schaltung zusammen?
▶ Achtung: andere FET-Typen haben zum Teil ganz andere
Anschlussbelegungen!
IMO ist die Pinbelegung richtig. Im nächsten Schritt wäre festzustellen,
ob ein ein Source-Strom fliesst. Diesen kann man sich aus dem
Spannungsabfall am R1=39k Widerstand berechnen.
Räusper!
Ein "UKW-Empfänger" mit einer solchen Steckbrettverdrahtung ist schon
sehr grenzwertig! Wie will man die dadurch gewonnenen Erkenntnisse
später auf einer Platine umsetzen? Die Zuleitungsinduktivitäten der
ganzen Drahtbrücken sind doch schon erheblich.
Naja....
Old-Papa
An Bernd:
Die Sourcespg. ist positiv ändert sich beim Berühren des Kondensators
allerdings nicht.
An DAC:
Ja ich verwende den BF256C, Anschluss stimmt mit dem Bild überein.
Wenn ich den Pin 3 berühre tut sich am Lautsprecher nichts, OP defekt?
Florian W. schrieb:> Wenn ich den Pin 3 berühre tut sich am Lautsprecher nichts, OP defekt?
Ist Pin 4 vom OP an Minus angeschlossen? Sehe dort keine Leitung (liegt
eventuell am Foto).
Vielleicht kannst du mal ein größeres Foto um den OP herum aufnehmen?
Tatsächlich hatte dich den Pin4 vergessen.
Oh wie dumm..
Nunja, aufjeden hör ich nun wenn ich den Pin3 nun kurz berühre den
Lautsprecher, allerdings nur sehr leise.
Kann der OP davon Schaden getragen haben?
Ok, das mit dem leisen Geräusch lag an der Buchse.
Höre nun ein deutliches Brummen wenn ich Pin3 berühre.
Allerdings auch wenn die Schaltung ausgeschaltet ist?
Ich weiß nicht ob es hilfreich ist,
das Brummen höre ich nun auch, wenn ich das Gehäuse den Kondensators
bzw. die Spule berühre.
Florian W. schrieb:> Höre nun ein deutliches Brummen wenn ich Pin3 berühre.
Super! :O)
> Allerdings auch wenn die Schaltung ausgeschaltet ist?
Ist wahrscheinlich noch Restspannung im Elko.
> Ich weiß nicht ob es hilfreich ist,> das Brummen höre ich nun auch, wenn ich das Gehäuse den Kondensators> bzw. die Spule berühre.
Ist die Lautstärke dabei voll aufgedreht?
Wenn bei mittlerer Lautstärkeeinstellung und ohne Berührung kein Brummen
zu hören ist, sollte es erst mal ok sein.
Hört man das Audion (Radiosender)?
Was benutzt du als Antenne?
> ein deutliches Brummen wenn ich Pin3 berühre.> Allerdings auch wenn die Schaltung ausgeschaltet ist?
Die Schaltung funktioniert aus dem Elko C9 nur ein paar Sekunden.
Es kann sein, dass der OPV ohne Versorgung am Ausgang hochohmig ist.
Brummt die Schaltung, wenn man nichts berührt?
Stimmt die Anschlussbelegung des Klinkensteckers? Ground ist der
hinterste Metallring, L und R werden verbunden und kommen an den
Ausgang:
https://images.gutefrage.net/media/fragen-antworten/bilder/72670727/0_original.jpg?v=1359872934000
Mit angeschlossener Batterie muss es am Pin3 deutlich lauter brummen,
als am Ausgangselko. Voll aufgedreht sollte der OPV 500-fach verstärken.
Gestern Nacht hab ich mal den Oszillator simuliert. Der C3 scheint mit
seinen 2,7pF für den Schwingungseinsatz zu reichen. C4 schwingt mit
kleineren Werten leichter, 15-22pF sollten funktionieren.
Ich benutze als Lautsprecher meinen Pc Lautsprecher.
Habe jetzt einen 3 poligen Anschluss angelötet, da es sich um
Stereolautsprecher handelt.
Soweit so gut, berühre ich den Anschluss an der Buchse bei
ausgeschalteter Spg. höre ich ein lautes brummen aus dem Lautsprecher.
Berühe ich den Anschluss bei eingeschalteter Spg. ist es deutlich
leiser.
Berührung von Pin3 gibt nun leider gar kein Ton.
Beim Ein- bzw. Ausschalten, höre ich ein kurzes knacken bzw. ein kurzes
rauschen.
Das mit den Kondensatoren werde ich kommende Woche mal ausprobieren.
Emfpangen habe ich bisland leider noch nichts.
Als Antenne verwende ich einen einfachen Kupferdraht.
Beim Berühen des 820 Ohm Widerstands am Anschluss 1 nehme ich ein
brummen war, welches ich auch mithilfe des Potis lauter und leiser
stellen kann.
An Bernd:
Mit welchem Programm hast du die Schaltung simuliert?
Multisim?
> Berührung von Pin3 gibt nun leider gar kein Ton.
Ok, der NF-Verstärker sollte vorher funktionieren, um die Funktion des
Audions beurteilen zu können.
> Beim Berühen des 820 Ohm Widerstands am Anschluss 1 nehme ich ein> brummen war, welches ich auch mithilfe des Potis lauter und leiser> stellen kann.
Der Anschluss 1 vom OPV? Der wird normalerweise nicht beschaltet und die
Verbindung zwischen C7 und R4 hängt in der Luft.
Der Pin1 ist nicht beschaltet.
Die Weiße Leitung, welche in der Luft hängt diente sozusagen dafür um
Pin3 zu berühren.
Mit dem Anschluss 1 meinte ich den Kontaktdraht, also vor dem
Widerstandskörper selbst.
Das ganze liegt auf Pin2.
E ist halt schlecht zu erkennen, in welchem Loch die Verbindung von C7
und R4 steckt. Könntest du mal die Gleichspannungen rund um den OPV
messen?
Pin Spannung
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DAC schrieb:> An Pin 6 sollte IMHO ungefähr die halbe Betriebsspannung anliegen (gegen> Masse).
Auf dem einen Foto ist 3,8V eingetragen, das sollte so weit ok sein.
DAC schrieb:>> An Pin 6 sollte IMHO ungefähr die halbe Betriebsspannung anliegen (gegen>> Masse).>> Auf dem einen Foto ist 3,8V eingetragen, das sollte so weit ok sein.
Ach so, 6 ist dort die Source vom FET. Verwirrend.
Es bleibt also dabei:
An Pin 6 des OP sollte IMHO ungefähr die halbe Betriebsspannung anliegen
(gegen Masse).
DAC schrieb:> DAC schrieb:>>> An Pin 6 sollte IMHO ungefähr die halbe Betriebsspannung anliegen (gegen>>> Masse).>>>> Auf dem einen Foto ist 3,8V eingetragen, das sollte so weit ok sein.>> Ach so, 6 ist dort die Source vom FET. Verwirrend.>>> Es bleibt also dabei:>> An Pin 6 des OP sollte IMHO ungefähr die halbe Betriebsspannung anliegen> (gegen Masse).
Wenn an 6 3,xx anliegen dann können es an 10 keine 0V sein.
6 und 10 müssen gleich sein.
Kurt
Bei meinen Steckbrettern sind alle 5 Löcher in einer Reihe
durchverbunden. Demnach würde C6 in einer Reihe auf einem Potential
stecken. Damit liegt er mit dem schwarzen Kabel auf GND. Liegt der
Eingang des OPV Pin3 auf 0 Volt, dann auch der Ausgang am Pin6 und der
zweite Eingang Pin2 ebenso.
Dann sieht aber die Verbindung von C7 und R4 auch seltsam aus.
Und was ist mit R5 an Pin8?
An Bernd, das ist ein Teil des Rätsels Lösung.
Habe die Kondensatoren, nun auf zwei unterschhiedliche Reihen gelegt und
dann zur Masse mit Kabel.
Beim Einschalten höre ich nun ein deutliches brummen am Lautsprecher,
welches ich mit dem log. Poti regeln kann.
Am Pin6 liegen nun auch 4,2 V an.
Ebenso das brummen beim berühren von Pin3.
Empfangen habe ich allerdings noch nichts.
Vielen Dank an alle hier.
Florian W. schrieb:> Beim Einschalten höre ich nun ein deutliches brummen am Lautsprecher,> welches ich mit dem log. Poti regeln kann.>> Am Pin6 liegen nun auch 4,2 V an.> Ebenso das brummen beim berühren von Pin3.
Gratulation!
Es könnte übrigens sein, dass du eventuell gar keinen NF-Vorverstärker
für deine Aktivbox brauchst. Wenn das Radio läuft, würde ich testweise
statt Pin6/OP einfach einen Eingang der Aktivbox anschließen (also an
die Kreuzung von R2/C6).
Danke.
Sender konnte ich bislang allerdings nicht empfangen, nur ein rauschen.
Am besten mit einem Oszi den Frequenzbereich ausmessen?
Oder kann ich vorher noch etwas tun?
Schließ die Antenne mal wie auf der Skizze bei der 3. oder 4. Windung
an. Eine Antenne mit 4-6 Meter Länge reicht völlig.
Dann dreh am Entdämpfungs-Poti, es sollte eine Stelle geben, bei der das
Rauschen ansteigt, dort hat der Empfänger die beste Empfindlichkeit.
Dann an der Frequenz drehen, wenn alles richtig funktioniert, sollten
einige Sender zu hören sein.
Poti und Drehkondensator beeinflussen sich gegenseitig ein wenig,
deshalb muss mehrmals nachkorrigiert werden.
Es gibt doch noch einige Sender auf Kurzwelle!
Quick and Dirty
http://www.b-weeber.de/bilder/regenrx/floppy_negadyne.mp4
Alles ziemlich wackelig (floppy), aber es funktioniert. Die Rückkopplung
setzt weich ein und wirkt sich nur leicht auf die Frequenz aus.
Innerhalb von ca. 100 kHz muss die Rückkopplung nicht nachgestellt
werden. Mit der "zufällig" gefundenen Spule reicht der Abstimmbereich
von 3,8 bis >9 MHz.
Es ist die selbe Schaltung, aber nur der eigentliche Empfänger. Am
Ausgang hängt ein Heathkit Signalverfolger. Als Jfet hab ich den J310
verwendet, als Bauteile was gerade rumlag. Die Schaltung scheint dies zu
verzeihen.
Die Antenne ist oben am Schwingkreis über einen Gimmik-Kondensator mit
ca. 1,5 pF angekoppelt. Das sind zwei verdrillte Kupferlack-Drähte
Faustformel: 1cm verdrillter Draht ~1pF. Manche SSB-Signale waren damit
schon zu stark. Die sind leider nicht auf der Aufnahme.
Das Ausgangssignal ist nicht sehr laut, der Signalverfolger musste weit
aufgedreht werden. Der OPV als Vorverstärker ist wohl notwendig. Evtl.
reicht aber ein max. Verstärkungsfaktor von 50 oder 100 und dahinter der
.
@Florian
Zieh am Besten die paar Teile (C3, C4 usw.) nochmal raus und mach es
frisch. Die Schaltung scheint sich jedenfalls zu lohnen. Später solltest
Du das Ganze etwas stabiler aufbauen und eine Feinabstimmung wäre auch
zu empfehlen.
Ich habe heute meine bestellten Kondensatoren erhalten,
die Reihenschaltung nun gegen einen einzigen 27pF getauscht und hatte
nun endlich meine ersten Empfangserfolge.
Allerdings habe ich das Problem, dass ich keinen klaren Ton besitze, der
Lautsprecher brummt ständig und zwar leider lauter als das eigene
Rundfunksignal.
Als Antenne besitze ich momentan noch den 1m langen Kupferdraht.
Wie sieht es eigentlich vom Abstand von Drehko zur Spule aus?
Gibt es hierzu eine Faustregel?
An Bernd:
Ich hör bei deinem Link leider keinen Ton?
Das die Antenne über einen Kondensator an den Schwingkreis gekoppelt
wird habe ich schon desöfteren gesehen, allerdings stellt sich mir die
Frage warum man das macht?
Florian W. schrieb:> Allerdings habe ich das Problem, dass ich keinen klaren Ton besitze, der> Lautsprecher brummt ständig und zwar leider lauter als das eigene> Rundfunksignal.
Schließ mal statt der Aktivbox einen Kopfhörer an der Audiobuchse an.
Brummt es dann immer noch?
Florian W. schrieb:> An Bernd:> Ich hör bei deinem Link leider keinen Ton?
Erst runterladen und dann anschauen könnte die Lösung sein.
Teste wenn nötig verschiedene Videoplayer!
> Ich hör bei deinem Link leider keinen Ton?
Der Ton ist da, aber vor kurzem hatte schon mal jemand dieses Problem.
Es scheint, dir fehlt der richtige Codec. Ich hab mit dem VLC-Player mit
den Einstellungen H264 + mp3 in einem mp4 Container konvertiert. Das
Originalvideo hatte 300 MByte, daraus wurden 5,5 MByte.
> der Lautsprecher brummt ständig
Eine Möglichkeit wäre: Signal und Ground sind vertauscht. Also mit dem
Ohmmeter nachmessen, ob der hintere Ring am Klinkenstecker auf GND geht.
Oder lege mal ein Alublech unter das Steckbrett
und verbinde es mit dem GND.
> Als Antenne besitze ich momentan noch den 1m langen Kupferdraht.
IMO sollten es schon ca. 3-5m sein.
> Das die Antenne über einen Kondensator an den Schwingkreis gekoppelt> wird habe ich schon desöfteren gesehen
Es gibt Antennensysteme, die sind auf 50 Ohm ausgelegt und es gibt
Drahtantennen. 50 Ohm lassen sich am Besten mit einer Koppelwicklung an
den Schwingkreis anbinden.
Langdrahtantennen sind meist immer noch kürzer als Lambda/4, also zu
kurz für eine Resonanz. In dem Fall verhält sich die Antenne wie eine
kapazitive, hochohmige Impedanze. Schließt man die Antenne direkt an den
Schwingkreis an, wird das Ganze ziemlich berührungsempfindlich. Kommt
die Antenne in Resonanz, kann dies sogar den Empfang mit dem Audion
verhindern, da die Schwingung blockiert wird.
Koppelt man die Antenne jedoch ziemlich lose (Gegenteil von fest) über
einen kleinen Kondensator an, kann die Reihenschaltung / Gesamtkapazität
aus Antenne und Koppelkondensator nicht größer werden, als der
Koppelkondensator, in meinem Fall also 1pF. Dies verringert Einflüsse,
die von der Antenne kommen und die Güte des Schwingkreises wird dabei
kaum verschlechtert. Mit dem Rückkopplungsregler wird der Schwingkreis
entdämpft, dadurch erhöht sich die Güte um mehr als Faktor 10. Der
Schwingkreis wird auf der Resonanzfrequenz viel hochohmiger und für den
Empfang kommt über den 1pF Kondensator deshalb noch genügend Signal
rüber.
Harald W. schrieb:> Andererseits sind UKW-Sender eine aussterbende Spezies.
Die Abschaltung wird deutschüblich immer wieder gekonnt herausgezögert.
Wurde ja mal für 2017 versprochen, jetzt ist man glaube ich bei 2025.
Ich meine nach 100 Jahren Radio wäre mal eine Neuerung angebracht. Ich
bin froh, dass ich mich hier bei Mainz nicht mehr mit Analogradio plagen
muss. Nur leider ist DAB+ in Autos noch kaum verbreitet (aber da wäre es
besonders wichtig) bzw nur mit extremen Preisaufschlag erhältlich und
selbst das meist nur bei Neuwagen. Internetradio ist im Auto keine
Option.
> hier bei Mainz
Schön für dich, mein DAB-Stick findet mit der mitgelieferten Antenne
keinen einzigen Sender. Der Stick ist aber nicht defekt. Dagegen bekomme
ich mit dem UKW-Radio ~20 Stationen problemlos rein. Warte mal lieber,
bis sich das DAB+ System etabliert hat. Viele steigen dann von alleine
um, denn die Qualität soll ja angeblich viel besser sein. Und wenn dann
80% DAB+ benutzen, dann macht es auch Sinn, UKW abzuschalten.
Andersrum wird ein Schuh draus. Außerdem kann UKW für private, lokale
Stationen solange aktiv bleiben, bis es keiner mehr hört. Erst dann hat
sich die neue Technik etabliert.
Mir scheint, da sind politische oder wirschaftliche Interessen im Spiel.
Als wolle jemand einen Bereich der Medienlandschft übernehmen und alte,
etablierte Sender durch die Anschaltung loswerden, also eine Art von
Konkurenzkampf. Die müssen sich dann hinten anstellen und teuer für die
"neue" Reichweite bezahlen. Der Rest war Lobbyarbeit.
oh weh schrieb:>> Die Abschaltung wird deutschüblich immer wieder gekonnt herausgezögert.> Wurde ja mal für 2017 versprochen, jetzt ist man glaube ich bei 2025.> Ich meine nach 100 Jahren Radio wäre mal eine Neuerung angebracht.
Nach ein paar Millionen Entwicklung der Menscheit wäre auch mal eine
Neuerung angebracht, wie man im Arabischen und auch im Sächsischen Raum
gerade schmerzhaft sieht. Will sagen: sowas muss sich entwickeln.
Analoger Rundfunk war und ist mir immer lieb, in fast jedem Winkel der
Welt kann ich mit preiswerten Empfängern das empfangen.
> Ich> bin froh, dass ich mich hier bei Mainz nicht mehr mit Analogradio plagen> muss.
Wie schön für Dich. Nur extra für Dich wird UKW (analoge "Codierung")
nicht abgeschaltet und das ist gut so!
> Nur leider ist DAB+ in Autos noch kaum verbreitet (aber da wäre es> besonders wichtig) bzw nur mit extremen Preisaufschlag erhältlich und> selbst das meist nur bei Neuwagen.
Meiner (Ford) hat das und ich habe schon geflucht! Irre teuer der
Krempel und nur in einigen Flecken in D wirklich zu nutzen. Im Rest
entweder gar nicht oder mit Gebrabbel. Der gut funktionierende "alte"
UKW-Funk ist auch nicht überall auf allen Sendern zu empfangen, doch es
beginnt mit leichtem Informationsverlust (rauscht mehr) um dann ganz
langsam zu verschwinden. Man hat Gelegenheit den Sender zu wechseln oder
das Radio macht das selbst.
DAB könnte das auch, doch wenn es ausfällt sind gleich mehrere Sender
weg.
> Internetradio ist im Auto keine Option.
Im wahren Leben auch nicht. Als Dudelfunk nebenbei am PC noch gerade so
zu ertragen, mit Genuss Radio zu hören hat das reduzierte Tongewichse
aber gar nichts zu tun. Was bei DAB im übrigen genauso ist.
Old-Papa
@Old-Papa
So ein Unfug habe ich hier schon lange nicht mehr gelesen. Geh in die
Steinzeit zurück. Da war doch alles noch viel besser.
Mag ja sein, dass die Abdeckung von DAB+ nicht überall befriedigend ist
(das ist sie bei Rauschfunk aber auch nicht), aber das hat sich doch in
letzter Zeit sehr gebessert und wird auch immer besser. Hast wohl seit
über 5 Jahren kein Digitalradio mehr benutzt?
Ich bin froh auf Rauschfunk verzichten zu können. Ich möchte nicht mehr
auf den in den meisten Fällen störungsfreieren Empfang (und dadurch auch
besseren Tonqualität) und der komfortableren Bedienung der DAB+ Radios
verzichten. UKW-Rauschfunk brauche und will ich nicht mehr. Zu Hause
wird bei mir Internetradio genutzt und unterwegs DAB+ weil da
Internetradio zu teuer ist. Was hat das Gerausche bitteschön mit Genuss
zu tun? Was interessiert mich als Enduser, dass Digitalradio mit
Komprimierung arbeitet, wenn das Endergebnis für die menschliche
Wahrnehmung besser ist? Analogradio ist nur bei optimalen
Empfangsbedingungen ein Genuss, was in der Praxis aber fast nie
vorkommt. Aber selbst dann ist die Bedienung eine Zumutung.
Füllen Sie dieses Feld aus schrieb:> @Old-Papa> So ein Unfug habe ich hier schon lange nicht mehr gelesen.
Na dann Glückwunsch!
> Mag ja sein, dass die Abdeckung von DAB+ nicht überall befriedigend ist> (das ist sie bei Rauschfunk aber auch nicht), aber das hat sich doch in> letzter Zeit sehr gebessert und wird auch immer besser. Hast wohl seit> über 5 Jahren kein Digitalradio mehr benutzt?
Stimmt sogar! Ich habe mir das mehrfach auf der Funkausstellung
angehört, grausam! Ist aber wirklich einiges her.
> Ich bin froh auf Rauschfunk verzichten zu können.
Ich auch, deshalb habe ich gute Antenne und ordentlichen Empfänger.
> Ich möchte nicht mehr> auf den in den meisten Fällen störungsfreieren Empfang (und dadurch auch> besseren Tonqualität)
In meinen Ohren nicht, aber das bleibt ja jedem überlassen.
> Zu Hause> wird bei mir Internetradio genutzt und unterwegs DAB+ weil da> Internetradio zu teuer ist.
UKW (analog) kostet mich nix (ok, GEZ ist immer fällig)
> Was interessiert mich als Enduser, dass Digitalradio mit> Komprimierung arbeitet, wenn das Endergebnis für die menschliche> Wahrnehmung besser ist?
Deine Wahrnehmung....
> Analogradio ist nur bei optimalen> Empfangsbedingungen ein Genuss, was in der Praxis aber fast nie> vorkommt.
Doch, zumindest im Heimbereich kann man das zur Perfektion ausreizen.
> Aber selbst dann ist die Bedienung eine Zumutung.
Power-On und Sendertaste.... Was ist daran eine Zumutung?
Eine Zumutung ist auf jeden Fall ein überteuertes DAB-Radio mit
Mikimausdisplay und dutzenden Menues.
Doch wie schon gesagt, soll doch jeder machen wie er möchte. Mich stört
nur, dass Deinesgleichen den anderen vorschreiben wollen, dass sie
zwingend DAB hören müssen Wer will das bestimmen? Ok, die
Dudelfunklobby meint so noch ein paar Kanäle mehr mit Trashfunk in den
Äther zu blasen um noch mehr Werbekohle zu scheffeln.
Old-Papa
Ja in Mecklenburg-Vorpommern ist die Abdeckung mit DAB+ besch...
Seeshaupt in Bayern ist auch so ein Trauerspiel, da gibt es noch nicht
mal richtigen Handyempfang und der Strom fällt auch öfter aus. Wie es
dort mit DAB+ aussieht weiss ich jetzt aber nicht. Bei dem hohen
Altersduchschnitt der Einwohner von Seeshaupt ist das aber auch egal.
Wir wissen ja nicht wo unser Forentroll oldest-papa herkommt aber man
findet in Deutschland sicher noch ein paar weitere Ecken wo es kein DAB+
gibt. Irgendwo im Gebirge z.B. Aber da sieht es dann mit Analogradio
meist auch nicht gut aus.
> > Mag ja sein, dass die Abdeckung von DAB+ nicht überall befriedigend ist>> (das ist sie bei Rauschfunk aber auch nicht), aber das hat sich doch in>> letzter Zeit sehr gebessert und wird auch immer besser. Hast wohl seit>> über 5 Jahren kein Digitalradio mehr benutzt?> Stimmt sogar!
Also weist du gar nicht worum es hier geht.
>> Ich bin froh auf Rauschfunk verzichten zu können.> Ich auch, deshalb habe ich gute Antenne und ordentlichen Empfänger.
Ja mit riesigem technischen und finanziellen Aufwand, womöglich sogar
einer teuren
Antenne auf dem Hausdach und mit einem richtig teuren ordentlichen
Empfänger ist auch analog sehr gute Qualität machbar. Das glaube ich
gern.
>> Analogradio ist nur bei optimalen>> Empfangsbedingungen ein Genuss, was in der Praxis aber fast nie>> vorkommt.> Doch, zumindest im Heimbereich kann man das zur Perfektion ausreizen.
Ja mit immensen Kosten und einer inakzeptablen Usability kann man da
möglicherweise eine höhere Tonqualität herausholen als bei Digitalradio.
>> Ich möchte nicht mehr>> auf den in den meisten Fällen störungsfreieren Empfang (und dadurch auch>> besseren Tonqualität)> In meinen Ohren nicht, aber das bleibt ja jedem überlassen.
Dann bist du sicher jünger als 20 Jahre und hast ein besseres Gehör als
99.9% der Leute dieses Alters.
Wers glaubt.
Nochmal kurz zurück zum Radio.
Schaltung über Steckdose geerdet.
Antenne 5m lang.
Brummen ist weg, ein kurzes kratzen bleibt.
Aber jetzt kommts xD
Ich empfange damit Antenne Bayern und zwar über den halben
Frequenzbereich wie ist denn das möglich?
Gestern hatte ich noch Radio Bukarest, was englisches usw. und nun das.
Etwa wegen der Erdung?
Im Hintergrund hört man allerdings über den Frequenzbereich noch andere
ausländische Sender, welche allerdings von Antenne Bayern sehr gut
überlagert werden.
Florian W. schrieb:> Ich empfange damit Antenne Bayern und zwar über den halben> Frequenzbereich wie ist denn das möglich?
Wird Antenne Bayern bei dir in der Nähe über MW ausgestrahlt
(Ortssender)?
Hattest du die Rückkopplung optimal für AM eingestellt?
(kurz VOR Schwingungseinsatz)
An DAC:
Nein ist mir nicht bekannt das Antenne Bayern in MW ausgestrahlt wird.
Kannst du mir genauer erklären was du meinst?
An Bernd:
Empfang wird schlechter, aber Antenne Bayern wird weiterhin empfangen.
Hallo Florian
Ein Sender, möglicherweise auf UKW, drückt jetzt in die Schaltung rein.
Entfernt man die Erdung, ist vermutlich Ruhe, dann brummt es jedoch
wieder. Es sollte möglich sein, das Brummen auch ohne Erdung
loszuwerden.
- Was passiert, wenn du die Schaltung abschirmst,
jedoch die Abschirmung nur mit dem GND des Empfängers verbindest?
- Was passiert mit dem Brummen unterhalb und oberhalb des
Schwingungseinsatzes?
- wie verhält sich das Brummen, wenn du die Leitungen zum Lautsprecher
verpolst? Kommt aus beiden Lautsprechern Musik oder nur aus einem?
- Was passiert mit dem Brummen, wenn du die Schltung am Heizkörper
oder am Wasserhahn erdest?
Früher hatte man in Städten öfter das Problem, dass der MW-Ortssender
wegen seiner hohen Feldstärke ins KW-Bastelprojekt durchgeschlagen ist.
B e r n d W. schrieb:> Ein Sender, möglicherweise auf UKW, drückt jetzt in die Schaltung rein.
Mit einem HF-Regler (Poti zwischen Antenne und Schwingkreis) könntest du
jetzt wahrscheinlich den Störer ausblenden.
Alternativ kannst du den Antennenkondensator stark verkleinern und
schauen, ob der Störer untergeht.
Die Empfangslautstärke der KW-Sender wird dadurch meistens kaum
beeinflusst.
Füllen Sie dieses Feld aus schrieb:> Ja mit riesigem technischen und finanziellen Aufwand, womöglich sogar> einer teuren> Antenne auf dem Hausdach und mit einem richtig teuren ordentlichen> Empfänger ist auch analog sehr gute Qualität machbar. Das glaube ich> gern.
Nö, ein inzwischen alter aber guter Tuner von Pioneer, damals so um
200DM.
Dazu eine Hausantenne (Unterdach) für UKW (Schleifendipol) Damals keine
30DM.
Ein vergleichbarer DAB+-Empfänger (habe ich noch nicht gefunden) würde
sicher deutlich mehr kosten. Ok, die Antenne würde wohl kleiner
ausfallen.
> Dann bist du sicher jünger als 20 Jahre und hast ein besseres Gehör als> 99.9% der Leute dieses Alters.
Nö, ich bin aber seit vielen Jahren in Schachen (Amateur)Tontechnik
zuhause, das schult.
> Wers glaubt.
Warum nicht?
So, das wird jetzt aber vollkommen OT, wir könnten einen Extra-Thread
dazu aufmachen. Nur eins nochmal: Ich erlaube Dir ja DAB zu hören, warum
erlaubst Du mir analog nicht (willst es ja abschalten lassen). Der
übrigen Welt (also auch Dir) kann es doch vollkommen Wurscht sein,
welchen Aufwand ich für analog betreibe oder nicht. Selbst wenn ich
meinen Garten mit dem Teelöffel umgrabe, sollte es der Welt (also auch
Dir) egal sein ;-)))
Old-Papa
Old P. schrieb:> Nö, ein inzwischen alter aber guter Tuner von Pioneer, damals so um> 200DM.
In dieser Preisklasse gibt es auch brauchbare Digitale
> Dazu eine Hausantenne (Unterdach) für UKW (Schleifendipol) Damals keine> 30DM.
Extra ein Kabel zu einer fest installierten Antenne legen. Das will
heute doch keiner mehr.
> Ein vergleichbarer DAB+-Empfänger (habe ich noch nicht gefunden) würde> sicher deutlich mehr kosten. Ok, die Antenne würde wohl kleiner> ausfallen.
Informiere dich erst mal.
Old P. schrieb:> Selbst wenn ich> meinen Garten mit dem Teelöffel umgrabe, sollte es der Welt (also auch> Dir) egal sein ;-)))
Deine unpassende Polemik kannst du stecken lassen. Der Betrieb und die
Wartung der Analogsender verursacht für die Allgemeinheit (GEZ) unnötige
Kosten und belegt Frequenzen die man für sinnvollere Dinge nutzen
könnte.
Ihr seit ja ein paar Spaßvögel.....
Ich kenne Old-Papa seit Jahren, auch hier durch dieses Forum. Er hat
hier schon Projekte vorgestellt und durchgezogen, da haben einige der
Arduino-Jünglinge und DAB-Fetischisten noch mit Lego gebastelt.
Seine Werkstätten sind eigentlich ein Traum, nur aufräumen sollte er mal
;-) (warte ja noch auf ein paar Drehteile). Ob er nun ein DAB-Freund
oder -Gegner ist, wusste ich nichtmal, doch seine selbst gebauten
UKW-Empfänger funktionieren noch heute bestens (auch meiner).
Ich selbst habe auch einen DAB+-Empfänger (Sangean-xxx), Tonqualität für
mich ok, nur statt Rauschen ist er manchmal einfach tot.
Wenn ich in der Welt unterwegs bin, höre ich Deutsche Sender via Handy
Web-Radio oder die einheimischen mit einem kleinen UKW-Taschenradio
(PL360). DAB ist in der weiten Welt noch mehr ein Fremdwort als
vielleicht in Meck-Pom.
So, nun verhaut mich auch noch.....
Ich bin ja auch schon fast 50, habe auch als Funkamsteur auch schon das
eine oder andere gebaut (meistens reine Analogtechnik), trotzdem bin ich
nicht im letzten Jahrtausend stecken geblieben und muss hier bei jedem
Thema wovon ich keine Ahnung habe so einen Stuss reden wie old-papa. Es
zeigt sich ja nicht nur in diesem Thread, dass aktuelle Technik und
old-papa ein Widerspruch ist.
Ich bin dafür, die OT-Diskussion an dieser Stelle zu beenden und wieder
zum Kernthema des TO, dem Audion, zurückzukehren!
Florian W. schrieb:> Ich empfange damit Antenne Bayern und zwar über den halben> Frequenzbereich wie ist denn das möglich?
Konnte der ungewollte Empfang von Antenne Bayern mittlerweile eliminiert
werden?
Es scheint sich, verursacht durch den langen Anschlussdraht auf der
Ground-Seite des Schwingkreises, eine weitere Resonanz bei ~90 MHz zu
ergeben. Die Antennenlänge von 1m befindet sich in der Nähe des Optimums
für den unteren UKW-Bereich.
1) Erwünschte Resonanz im 49m Band
2) Variante 1: Resonanz bei 90 MHz
3) Variante 2: Resonanz schiebt sich nach "oben" durch
den 2pF Koppelkondensator
4) Variante 3: Mit Induktiver Kopplung und 5m langer Antenne ergibt
sich eine schwache Resonanz, die vermutlich nicht stört
Dirk schrieb im Beitrag #4485493:
> Und weil es am Arsch der Welt kein Internet und kein DAB+ gibt, soll ich> mich in Deutschland mit veralteter Rausch- und Prappeltechnik zufrieden> geben. Tolle Logik.
Nö, Du kannst doch jederzeit (soweit Deine Lieblingssender das nutzen)
DAB hören, wer verbietet Dir das? DAB und UKW kommen sich doch (noch)
nicht ins Gehege. Ich verstehe nicht, warum es den DABianern immer um
das Entweder-Oder geht. Beides ist doch möglich. Warum wollt ihr den
alten analogen Säcken wie mir was verbieten?
Oups, ich wollte mich ja raus halten....
Old-Papa
> Ich verstehe nicht, warum es den DABianern immer um> das Entweder-Oder geht
Ich habe den Verdacht, das wird politisch suggeriert, denn Geld ist
angeblich nur für ein System vorhanden. Solange also UKW nicht
verschwindet, wird es mit DAB+ nie was (so die Schlussfolgerung).
LW und MW sind tot, wird UKW abgeschaltet, denn dann haben 50% der
Bevölkerung möglicherweise auf Jahre hinaus keine flächendeckende
Versorgung mehr. Gerade für diese Versorgung werden wir jedoch heftig
zur Kasse gebeten.
Also ich habe heute die Schaltung über den Heizkörper geerdet, aber
Antenne Bayern verschwand leider nicht.
Daraufhin habe ich den 1pF Kondensator entfernt, wodurch das Problem
behoben wurde.
Also denke ich mal es handelt sich um den 3. Punkt aus Bernds
Auflistung.
Nun, leider überschneiden sich noch einige Sender, Bandspreizung ist das
Stichwort oder was meint ihr?
Ich möchte die Schaltung, sobald alles passt in ein Gehäuse bauen, ruft
die Erdung über ein Kupferblech ähnliche Resultate wie über die Erdung
von der Steckdose hervor?
Die Abschirmung ist auf jeden Fall eine gute Idee. Da wir jedoch die
Ursache des Brummens nicht richtig verstanden haben, könnte das wieder
auftauchen. Mit der Bandspreizung läßt sich die Empfangsfrequenz feiner
einstellen, es ändert nichts an der Selektivität selber.
> leider überschneiden sich noch einige Sender
Das kann über die Bedienung noch verbessert werden:
1. Die Rückkopplung muss sich so weit verstellen lassen, bis Schwingung
einsetzt. Dabe pfeifen die Sender beim Durchdrehen der Frequenz.
2. Anstatt der kapazitiven Kopplung würde ich eine Koppelspule mit 3-4
Windungen empfehlen. Die Rückwirkung der Antenne auf die Frequenz ist
viel geringer.
3. Vor der Koppelspule wird ein HF-Regler benötigt, mit dem das
Antennensignal mindestens um Faktor 100 zurückgeregelt werden kann.
Dabei hilft die Abschirmung. Je schwächer das Signal, desto
selektiver
der Empfänger.
4. Die Rückkopplung muss genau auf den Punkt des Schwingungseinsatzes
eingestellt werden. Die Schwingung muss weich einsetzen und der
Regler
muss sich fein genug verstellen lassen.
5. Durch das abgeschwächte Signal wird mehr NF-Verstärkung benötigt,
aber
diese Reserven sind anscheinend vorhanden.
Mangelnde Selektivität ist aber auch ein Problem des Empfangsprinzips.
Die Selektivität wird hier von EINEM Schwingkreis bewirkt und deshalb
sind die Möglichkeiten begrenzt.
Florian, kannst du zu den Punkten 1, 2 und 5 schon zustimmen, verhält
sich die Schaltung schon so?
Das Elend hat scheinbar immer noch kein Ende!
Mit UKW hat es schon lange nichts mehr zu tun.
Da wären die Steckbrett-Leitungen wunderschöne Spulen.
Und für KW sind diese Leitungen wunderschöne Antennen, die jeden Mist
einfangen.
Was wundert dich da etwas?
Nimm eine bewährte Schaltung und mache dir eine kleine Leiterplatte.
Mit einem Edding oder in Ritztechnik.
Bedingung - Kurze Leitungen.
Morgen Abend ist das Ding fertig!
> Mit UKW hat es schon lange nichts mehr zu tun.
Das stand nur in der Überschrift, der Thread
hat sich jedoch anders entwickelt.
> Bedingung - Kurze Leitungen.
Durchgehende Masseflächen sind bei HF wichtiger. Leiterbahnen auf einer
einseitig beschichteten Platine durchtrennen jedoch die Masse und sind
deshalb nicht ideal.
Besonders geeignet für Prototypen im privaten Bereich sind Manhattan:
http://cbjohn.com/aa0zz/mh101/pictures/mh101-all-1-640.jpg
oder Dead Bug Style
http://kd1jv.qrpradio.com/ARRLHBC/board3.jpg
B e r n d W. schrieb:> Ich habe den Verdacht, das wird politisch suggeriert, denn Geld ist> angeblich nur für ein System vorhanden. Solange also UKW nicht> verschwindet, wird es mit DAB+ nie was (so die Schlussfolgerung).
Das wäre die einzig sinnvolle Schlussfolgerung. Das würde aber auch
bedeuten, dass die Kollegen, die hier so aggressiv für DAB das Wort
reden, nicht ganz uneigennützig schreiben. Wobei ich fast wette, das es
eh nur eine Person ist. (hat zumindest den Eindruck, ich schreibe immer
als angemeldeter User)
> LW und MW sind tot, wird UKW abgeschaltet, denn dann haben 50% der> Bevölkerung möglicherweise auf Jahre hinaus keine flächendeckende> Versorgung mehr. Gerade für diese Versorgung werden wir jedoch heftig> zur Kasse gebeten.
Könnte sein, doch das wäre dann eher von der Wirtschaft initiiert und
weniger politisch. Allerdings gräbt die DAB-Lobby ja seit Jahren mit
fadenscheinigen Begründungen an der Politik herum.
Das hat Ähnlichkeiten mit der Zulassung von Power-LAN, seit dem können
Funkamateure ein Klagelied singen.
Das war aber wirklich mein letzter Post zu diesem Thema hier.
Old-Papa
B e r n d W. schrieb:>> Mit UKW hat es schon lange nichts mehr zu tun.>> Das stand nur in der Überschrift, der Thread> hat sich jedoch anders entwickelt.
Hab ich doch geschrieben! Was gibst du deinen Senf noch dazu?
B e r n d W. schrieb:>> Bedingung - Kurze Leitungen.>> Durchgehende Masseflächen sind bei HF wichtiger. Leiterbahnen auf einer> einseitig beschichteten Platine durchtrennen jedoch die Masse und sind> deshalb nicht ideal.
Kennt doch jeder! Nur ihr zwei nicht.
B e r n d W. schrieb:> Besonders geeignet für Prototypen im privaten Bereich sind Manhattan:
Wegen mir auch Peking, Nepal oder Oslo.
Zur Not geht auch eine Lötösenleiste.
Nur kein Steckbrett und es ist bald fertig.
> Zur Not geht auch eine Lötösenleiste.> Nur kein Steckbrett und es ist bald fertig.
Achso, du meinst wegen schlechtem Kontakt. Das fängt schon mit den
Widerständen an. Wenn die auf einem Band aufgereiht sind, bleiben nach
dem Rausziehen immer Klebereste zurück. Zusätzlich oxidiert das Zinn
nach ein paar Jahren unter dem Kleber besonders stark. Und das sind
genau die Bauteile, die sich ein typischer Bastler in der Bucht kauft.
@Florian:
Du könntest mal folgendes versuchen:
direkt vor dem Gate 1M und 100pF einfügen wie im Anhang gezeigt.
Das sieht man bei vielen FET- und Röhren-Audions.
Es wirkt sich, glaube ich, günstig auf die negative Vorspannung des
Gates aus - eventuell wird dadurch allerdings die Demodulation
verschlechtert (der FET demoduliert ja in deiner Schaltung direkt).
Hallo DAC
Beim Röhrenaudion ist das RC-Glied für die Gitterdemodulation
erforderlich. Dazu muss sich der Arbeitspunkt an der Schwelle zum
Durchlassbereich der Diodenstrecke Gitter-Kathode befinden.
Der JFet enthält zwar eine Diodenstrecke, diese ist jedoch mit
mindestens 1V negativ vorgespannt. Ein RC-Glied kann dabei helfen,
Pendelschwingungen zu unterdrücken. Dazu wird der 1Meg Widerstand vom
Gate nach Ground geschaltet.
Dann vielleicht besser so wie im Anhang!?!
B e r n d W. schrieb:> Der JFet enthält zwar eine Diodenstrecke, diese ist jedoch mit> mindestens 1V negativ vorgespannt.
Sicher? Die Schwingkreisspule ist gleichstromtechnisch doch ein
Kurzschluss?
DAC schrieb:> Dann vielleicht besser so wie im Anhang!?!>> B e r n d W. schrieb:>> Der JFet enthält zwar eine Diodenstrecke, diese ist jedoch mit>> mindestens 1V negativ vorgespannt.>> Sicher? Die Schwingkreisspule ist gleichstromtechnisch doch ein> Kurzschluss?
Für wen? G liegt auch jetzt an null.
S liegt an + (>1V) gegenüber G
Kurt
> Die Schwingkreisspule ist gleichstromtechnisch doch ein Kurzschluss?
Source ist ca. 1-3Volt positiver als das Gate. Die Poti-Position und der
Sourcestrom sorgen dafür, weil bei diesem Arbeitspunkt die Schwingung
einsetzt.
... und bei der Resonanzfrequenz wird der Parallelschwingkreis
hochohmig, so dass die Amplitude der Resonanzfrequenz so gut wie nicht
durch die Spule gedämpft wird, richtig?
> ... und bei der Resonanzfrequenz wird der Parallelschwingkreis> hochohmig, so dass die Amplitude der Resonanzfrequenz so gut wie> nicht durch die Spule gedämpft wird, richtig?
Gleichstrommäßig liegt das Gate auf Ground, aber bei Resonanz wird der
Schwingkreis schon recht hochohmig.
Die unterste Kurve 1) entspricht dem passiven Zustand ohne Rückkopplung.
Mit Rückkopplung läßt sich das Signal leicht um mehr als Faktor 10
anheben, hier im Beispiel ist es Faktor 16.7, was den 25 dB Unterschied
zwischen der Kurve 1 und der Kurve 4 entspricht. Im gleichen Verhältnis
verringert sich die Bandbreite.
Die Werte sind aus der Kurve herausgemessen, sie weichen
minimal vom theoretische Zusammenhang ab:
1) Q=180, B=33kHz
2) Q=460, B=13kHz
3) Q=600, B=10kHz
4) Q=3000, B=2kHz
Wird bei der obersten Kurve ein 800k Widerstand parallel geschaltet,
sinkt das Signal um 6dB ab -> Rres = 800k. Um die Antenne bei diesem
Arbeitspunk anzupassen, muss also die Windungszahl der Koppelwicklung
entsprechend reduziert werden.
Bei 50k Schwingkreisimpedanz kann die Antenne direkt angekoppelt werden.
Sekundär beträgt die Windungszahl 16, dann wären für 800k
Schwingkreis-impedanz primär 4 Windung erforderlich und trotzdem sollte
man die Kopplung immer abrunden, denn je loser die Kopplung, desto
besser die Eigenschaften.
Es gibt Unterschiede. Wird der 1Meg Widerstand parallel geschaltet,
verringert sich die Resonanzüberhöhung um 1dB, gegen GND sind es schon
5dB. Das ist so auch von Röhrenschaltungen bekannt.
Ein zweiter Effekt ist die Frequenzverwerfung. Bei allen drei Varianten
verschiebt sich die Resonanz beim Aufdrehen der Rückkopplung erst mal in
Richtung tiefer Frequenzen. Die Originalversion schafft es genau zurück
auf den Ausgangspunkt. Die beiden Varianten mit dem eingefügten
Gate-Kondensator verschieben sich um 500 Hz über die ursprüngliche
Resonanz. Je kleiner dieser Koppelkondensator C6, desto weiter
verschiebt sich die Resonanzfrequenz.
Mann könnte am Besten die Negadyn-Schaltung nur als Entdämpfungsglied
(Q-Multiplier) benützen, und auf den Schwingkreis ein Separates
FET-Audion (Drain Bend Detector) anschließen. So wird jede Stufe führ
ihre Zweck optimiert. Entdämpfung mit einer weichen Rückkopplung,
Detektion mit großer Empfindlichkeit.
B e r n d W. schrieb:> Ein zweiter Effekt ist die Frequenzverwerfung. Bei allen drei Varianten> verschiebt sich die Resonanz beim Aufdrehen der Rückkopplung erst mal in> Richtung tiefer Frequenzen. Die Originalversion schafft es genau zurück> auf den Ausgangspunkt. Die beiden Varianten mit dem eingefügten> Gate-Kondensator verschieben sich um 500 Hz über die ursprüngliche> Resonanz. Je kleiner dieser Koppelkondensator C6, desto weiter> verschiebt sich die Resonanzfrequenz.
Weiß man warum das so ist bei den Varianten mit eingefügtem
Gate-Kondensator??
Schon einer Änderung um 0,05pF verschiebt sich die Resonanz bei den
obigen Annahmen um 1kHz. Es reichen schon minimalste Ännderungen der
Gate-Source-Spannung. Deshalb ist leicht einzusehen, daß Schwingkreise
mit kleineren Induktvitäten und größeren Kapazitäten sich weniger leicht
beeinflussen lassen. Schafft man es, den Arbeitspunkt nicht zu verändern
und die Rückkopplungseinstellung vom Schwingkreis zu entkoppeln,
verringert sich die Drift nochmals deutlich.
Beim TenTec 1253 handelt es sich um so eine Schaltung:
http://dpnwritings.nfshost.com/ej/ten_tec_1253/
Im Anhang befindet sich ein Negativbeispiel. Variiert wird die
Basisvorspannung. Es ändern sich zwar auch die Sperrschichten, die
Hauptdrift von 100 kHz wird jedoch vom Miller-Effekt verursacht. Durch
das Ändern des Arbeitspunktes ändert sich auch die Verstärkung des
Transistors.
Die Miller-Kapazität errechnte sich:
Cm = Ccb * AC-Verstärkung.
Dies kann vermieden werden, indem man am Kollektor bzw. Drain keine HF
zuläßt. Dann zählt die Ccb Kapazität nur einfach.
Maschbauer schrieb:> ich selbst möchte mir einen Empfänger für UKW bauen.> Hab mich selbst jetzt schon in die Materie etwas eingelesen.
Hallo,
kannst du bitte vielleicht deine Quellen womit du dich eingelesen hast
mit uns teilen?
Ich finde das auch sehr interessant :)
Spielt dieses Problem mit dem Miller-Effekt auch bei dem
Differenzverstärkeroszillator auf
Beitrag "Versatile Regen mit Emitter-gekoppeltem Oszillator." "Versatile Regen mit
Emitter-gekoppeltem Oszillator". Der Schwingkreis ist auch mit dem
Kollektor des Transistors T2 verbunden, aber der Basis ist mit einem
Kondensator C2 mit Masse verbunden. Wann ich die Rückkopplung mit P1 und
P2 regle, läuft der Sender weg.
Old P. sabbelte im Beitrag #4486025:
> Das war aber wirklich mein letzter Post zu diesem Thema hier.
Danke. Das ist der Qualität dieses Forums sehr dienlich.
OM schrieb:>> Danke. Das ist der Qualität dieses Forums sehr dienlich.
Du kannst unter noch so vielen Gastnamen hier Posten, dadurch wird kein
Zuständiger den klassischen UKW-Rundfunk auch nur einen Tag früher
abschalten. Höre Dein DAB und hoffe darauf, dass die Rundfunkanstalten
endlich nennenswert Programme dort ausstrahlen, aber unterlass doch
bitte solche lächerlichen Versuche wie hier.
Übrigens: Mein neues Auto hat serienmäßig DAB+, ich werde mal berichten.
Erster Test (Berliner Umland) ordentlicher Ton für ein Auto,
einigermaßen Sendervielfalt, geht also....
Old-Papa
So nachdem ich momentan keinen Prüfungsstress mehr für die nächsten zwei
Wochen habe möchte ich mich nun meinem Projekt wieder widmen.
@ Bernd vom 27.02.2016 22:10:
Zu den 1,2,5, welche Induktivität sollte die Koppelspule haben?
Ich habe mal ein Video zum aktuellen Zustand gemacht.
Die Sender pfeifen meines erachtens nicht wirklich.
https://www.youtube.com/watch?v=rbGV9xQ9rUM&feature=youtu.be
@ DAC vom 29.02.2016 10:20:
Danke für den hilfreichen Tipp, dass Problem mit Antenne Bayern konnte
ich damit nun endgültig lösen.
@ Simon vom 05.03.2016 17:52:
Ich habe mir das "Das große Werkbuch der Elektronik" gekauft, 3 Bände
vom Franzis Verlag, das Buch "Elektronik und Radio" (Einführung,
Interessante Sender KW UKW MW KW Empfänger) und eben mich im Internet
mit dem Thema auseinander gesetzt.
Zu dem Video:
Der Schaltungsvorschlag von DAC wurde hierbei realsiert.
C4 mit 31pF.
C3 mit 2,64pF.
Als Antenne ein 5m langer Kupferdraht.
Schaltung ist direkt über die Steckdose geerdet.
Durch die Enddämpfung lässt sich das Überschneiden der Sender nicht
vollkommen beseitigen.
Arbeitet meine Enddämpfung also nicht richtig?
Denn ich dachte, durch die Rückkopplung wird eine so geringe Bandbreite
generiert die dann nur einen Sender akustisch erscheinen lässt?
Wenn ich meine Hand auf die Verbindungsdrähte lege (nicht an Erdung
angeschlossen) nimmt das Brummen deutlich zu.
Besser auf eine Platine löten? Hatte ich ja vor.
Ohne Erdung würde das Brummen auftreten, welches alle Radiosignale
übertönen würde.
Hallo Florian,
freut mich, dass dein Projekt weitergeht!
Florian W. schrieb:> Ich habe mal ein Video zum aktuellen Zustand gemacht.> Die Sender pfeifen meines erachtens nicht wirklich.>> https://www.youtube.com/watch?v=rbGV9xQ9rUM&feature=youtu.be
Wenn er nicht pfeift (bei voll aufgedrehtem RK-Poti), ist die
Rückkopplung und damit die Entdämpfung möglicherweise noch nicht stark
genug. Dann würde ich versuchen, R3 (680k) zu verkleinern (z.B. auf 220k
oder 100k).
Hast du die Betriebsspannung nachgemessen, ist sie hoch genug/9V?
Dein Video ist anscheinend als privat eingestuft, ich kann es jedenfalls
nicht starten/ansehen. Kannst du es öffentlich einstellen?
VG
Hallo Florian
> Ich habe mal ein Video zum aktuellen Zustand gemacht.
Dein Video läßt sich leider nicht anschauen.
> Die Sender pfeifen meines erachtens nicht wirklich.
Bei 1:20 drehe ich die Rückkopplung ein klein wenig zu weit auf:
http://www.b-weeber.de/bilder/regenrx/floppy_negadyne.mp4
Die Folge ist ein Pfeifen, welches auch beim Durchdrehen der nächsten
2-3 Sender hörbar ist. Falls du deine Schaltung nicht zum "Pfeifen"
bringen kannst, hat sie die volle Empfindlichkeit und Selektivität noch
nicht erreicht. Dann reicht möglicherweise die Rückkopplung nicht für
den Schwingungseinsatz aus. In dem Fall solltest du C3 etwas vergrößern,
der darf ruhig 10pF haben.
Wird eine Antenne zu fest an den Schwingkreis angekoppelt, kann dies
unter Umständen auch den Schwingungseinsatz verhindern.
@ Bernd vom 27.02.2016 22:10:
>1. Die Rückkopplung muss sich so weit verstellen lassen, bis Schwingung> einsetzt. Dabei pfeifen die Sender beim Durchdrehen ...
Siehe zuvor!
>2. Anstatt der kapazitiven Kopplung würde ich eine Koppelspule mit> 3-4 Windungen empfehlen. Die Rückwirkung der Antenne auf die> Frequenz ist viel geringer.>> welche Induktivität sollte die Koppelspule haben?
Wdg. Ind.
1 50nH
2 200nH
3 400nH
4 700nH
Je nach Länge der Antenne reichen eventuell schon 2-3 Windungen für eine
ausreichende Kopplung aus. Die Koppelwicklung sollte am "kalten Ende"
des Schwingkreises angebracht werden, also der Seite, die auf Ground
geht. Dabei wird eine kapazitive Kopplung der Antenne zum Schwingkreis
vermieden.
Gruß, Bernd
Florian W. schrieb:> Youtube-Video "Negadyn Audio 1"
Jetzt funktioniert dein Video!
Prima, Gratulation, kling schon mal gut!
Als nächstes würde ich alles im Manhattenstyle mit möglichst kurzen
Verbindungen auf eine kupferkaschierte Platine (also auf eine
durchgehende Massefläche) bauen.
Dann verschwindet das Brummen wahrscheinlich von selber.
B e r n d W. schrieb:> In dem Fall solltest du C3 etwas vergrößern,> der darf ruhig 10pF haben.
Da schließe ich mich an, ist wahrscheinlich besser, als den R zu ändern.
> Wird eine Antenne zu fest an den Schwingkreis angekoppelt, kann dies> unter Umständen auch den Schwingungseinsatz verhindern.
Du kannst die Antenne versuchsweise über einen sehr kleinen C
anschließen (ca. 2p2).
Das Video ist nun öffentlich.
https://www.youtube.com/watch?v=rbGV9xQ9rUM
@ DAC:
die Betriebsspg. beträgt momentan 8,67V.
Ich habe heute nun über den Tag verschiedene Spulen mit
unterschiedlichen Windungszahlen und und auch unterschiedlichen
Durchmessern verwendet.
Ein Pfeifen wie im Video ist nicht zustande gekommen.
Auch habe ich C3 auf 5,6pF sowie 11,2pF erhöht, ebenso verschiedene
Widerstände für R3 verwendet.
Subjektiv habe ich nur wahrgenommen, dass das Brummen lauter wird.
Am nähsten zum Pfeifen bin ich mit einer Spule gekommen, mit geringer
Windungszahl und ungefähr 25mm Durchmesser, wobei dass eher auch ein
Einzelfall war.
2. Video mit C3 5,6pF
Spule mit kleinem Durchmesser und geringer Windungszahl
https://youtu.be/A_Hwl1rvfxk
Wie groß ist C6 bei dir?
Es sollen 220pF sein.
Wenn dem auch in deiner Schaltung so ist, würde ich R2 verdopeln und C6
halbieren, also ca. auf 100kOhm und 100pF.
> Ein Pfeifen wie im Video ist nicht zustande gekommen.
Das Pfeifen erscheint, wenn die Rückkopplung soweit aufgedreht wird,
dass eine Eigenschwingung auftritt. Beim Durchdrehen der Sender erklingt
erst ein abfallender Ton, beim Verlassen des Senders ein ansteigender
Ton. Wird jedoch das Antennen-Signal zu stark eingekoppelt, so rastet
der Schwingkreis auf den Sender ein und das Pfeifen verschwindet.
Das Signal muss schwächer eingekoppelt oder regelbar werden.
> Subjektiv habe ich nur wahrgenommen, dass das Brummen lauter wird.
Aus den Videos ist ersichtlich, das Brummen ist unabhängig von der
Drehkondensator-Stellung. Empfindlich für direkte 50 Hz Einstrahlung
sind die blau eingekreisten Bauteile im Schaltbild (Anhang). Entweder
sollten die Leitungen sehr kurz ausgeführt werden oder der Bereich muss
abgeschirmt werden. Jedenfalls sind mehrere 10 cm lange Leitungen in dem
Bereich in Verbindung mit dem Steckbrett ungeeignet.
@DAC: Jop, C6 ist der 220pF
Eine kupferkaschierte Platine?
Das bedeutet wohl ätzen ist angesagt?
Würde ein reines Kupferblech ein Nachteil darstellen?
Abgesehen davon, dass es nicht so schön aussieht und man kleine
Kupferstückchen aufkleben muss?
Also ich habe gerade das rechte Steckbrett der Schaltung nun mal
laienhaft mit Alufolie umwickelt und diese dann auf 0V gelegt.
Hätte nicht gedacht, dass die Störstrahlung so massiv ist, wie dem auch
sei das Brummen ist verschwunden.
Antenne Bayern trat mal wieder auf, lies sich allerdings abschirmen,
indem ich die komplette Schaltung mit Alufolie überdeckt habe.
Ebenso habe ich noch etwas ausprobiert.
Bei 2,8pF also der Grundschaltung hatte ich nun vereinzelt ein lautes
Pfeifen, das stimmt mich schon mal optimistisch.
Ich hoffe mal, dass es durch den Aufbau auf der Platine so funktioniert
wie es soll.
Ich habe mir mal die Zeit genommen um eine Erklärung zur Schaltung zu
verfassen.
LC – Schwingkreis:
Wie der Name schon sagt besteht dieser aus einer Induktivität (Spule)
und einer Kapazität (Kondensator). Wobei es sich um einen veränderbaren
Kondensator handelt, um die Frequenz abstimmen zu können.
Durch den Anschluss der Antenne an den Schwingkreis werden dort aufgrund
der aufgefangenen Signale Ströme induziert.
Wird der Schwingkreis durch den Drehkondensator so abgestimmt, das seine
Frequenz mit der Frequenz des Rundfunksenders übereinstimmt bringen ihn
die elektromagnetischen Wellen zum Schwingen. In der Spule und dem
Kondensator findet so ein Wechsel zwischen Aufbau und Zusammenbruch
eines magnetischen bzw. eines elektrischen Feldes im Takt der
Senderfrequenz statt.
Ein Sonderfall tritt auf, wenn die Blindwiderstände von Kondensator und
Spule gleich sind, ist dies der Fall heben sich diese gegenseitig auf,
es wirkt nur noch der Wirkwiderstand der Schaltung.
Dann kommt es zum Resonanzfall des Schwingkreises, die Impedanz und die
Spannung erreicht hierbei ihr Maximum.
Dies führt dazu, dass die Frequenzen, die außerhalb des Frequenzbandes
der Resonanzfrequenz liegen kurzgeschlossen werden.
(oder: ..,die außerhalb des Frequenzbereiches der Resonanzfrequenz
liegen so stark gedämpft werden, dass diese so nicht mehr hörbar sind?)
Rückkopplung / Entdämpfung:
Der Schwingkreis wird durch die Wirkwiderstände (z. B. ohmscher
Widerstand von der Spule) gedämpft, um die Güte zu erhöhen, also die
Dämpfung zu minimieren, wird ein Teil der verstärkten Ausgangsspannung
gleichphasig auf den Eingang zurück geführt. Diesen Vorgang bezeichnet
man als Mitkopplung, es entsteht also eine Addition der Spannungswerte.
Dadurch erzielt man eine bessere Trennschärfe, da die Bandbreite
deutlich verringert wird.
Demodulation:
Ebenso erreicht man durch die Rückkopplung eine hohe Amplitude des
Signals, dass der Transistor im nicht linearen Bereich arbeitet und
somit als Gleichrichter wirkt.
Die positive Halbwelle des AM-Signals wird verstärkt und die negative
Halbwelle nicht, wodurch ein Gleichrichtereffekt wie bei einer Diode
entsteht.
Würdet ihr dem so zustimmen?
Und jetzt noch zu den Unklarheiten
Warum arbeitet der Transistor nur im Bereich der nicht linearen Kurve
als Demodulator?
Hängt C3 und C4 mit der Collpits Schaltung zusammen?
Zur Entdämpfung:
Durch die Veränderung des Widerstandswertes erhöhe bzw. verringere ich
den Anteil der Spannung welche ich zurück auf den Schwingkreis führe
richtig?
Aber wofür sind C5 und R1?
Hängt R1 mit der Demodulation zusammen? Also damit das ich in den nicht
linearen Bereich der Kennlinie komme?
Der Schwingkreis wird dank des hohen Eingangswiderstands des FET kaum
belastet, richtig?
C3/C4 wirkt als Spannungsteiler und setzt somit den Einganswiderstand am
Gate herunter?
Dadurch das dieser nun kaum abhängig von der Frequenz ist muss ich die
Rückkopplung sozusagen nicht nachstellen?
Danke und frohe Ostern.
> Dann kommt es zum Resonanzfall des Schwingkreises ...> Dies führt dazu, dass die Frequenzen, die außerhalb des Frequenzbandes> der Resonanzfrequenz liegen kurzgeschlossen werden
Ein Bandfilter bestehend aus einem Parallelschwingkreis hat eine
Durchlasskurve. Alle Frequenzen werden entsprechend dieser Kurve
übertragen. Das Signal, welches die Resonanz trifft, steigt dabei
abhängig von der Güte des Schwingkreises deutlich an. Bei einer Güte von
100 kann die Amplitude theoretisch um diesen Faktor 100 ansteigen.
Frequenzen, die sich weitab von der Resonanz befinden, werden etwas
bedämpft.
> Rückkopplung / Entdämpfung:> Der Schwingkreis wird durch die Wirkwiderstände (z. B. ohmscher> Widerstand von der Spule) gedämpft
Es gibt viel mehr dämpende Einflüsse. Das sind zum Beispiel Skin-Effekt,
Wirbelstromverluse und Dämpfung durch das Isolationsmaterial. Fast alle
mit dem Schwingkreis verbundenen Bauteile wirken irgendwie bedämpfend,
weil Energie abfließt. Auch die Antenne bedämpft den Schwingkreis. Die
Energie kommt zwar von der Antenne, sie fließt aber auch wieder vom
Schwingkreis zurück zur Antenne.
Lediglich die Rückkopplung wirkt entdämpfend. Dabei bleibt die
Durchlasskurve weitab nahezu unverändert erhalten, bei der Resonanz
bildet sich jedoch eine immer höher und schmaler werdende Spitze heraus.
Wird der kritische Punkt mit der höchsten Güte überschritten, setzt eine
Schwingung ein und beim Weiterdrehen der Rückkopplung nimmt die Güte
wieder ab.
> Hängt C3 und C4 mit der Collpits Schaltung zusammen?
Ja, über C3 und C4 wird rückgekoppelt. Ein Teil des Schwingkreisstroms
fließt durch diese beiden Kondensatoren. Der Source des JFets kann den
Schwingkreis bei jeder Schwingung ein klein wenig anstossen. Der
Schwingungseinsatz ist jedoch immer mehr oder weniger frequenzabhängig.
Sicherlich nimmt die Schwingkreisgüte bei höheren Frequenzen ab und bei
niedrigen Frequenzen ist der C3 zu klein im Verhältnis zum
Drehkondensator. Irgendwo in der Mitte wird es am Besten funktionieren.
Bei mir musste ich alle ca. 50 kHz ein klein wenig nachstellen.
C5 leitet die vom Schwingkreis kommende Hochfrequenz nach GND ab, sonst
wird das Poti handempfindlich. Zusätzlich reduziert es vom Poti kommende
Schleifergeräusche.
R1 und die Potistellung P1 geben den Arbeitspunkt des JFets vor.
Für die Demodulation bildet er einen Infinite Impedance Detector:
http://www.angelfire.com/planet/funwithtransistors/Radio-Inf_Z_Detector.html
und hier
http://sound.westhost.com/articles/am-radio.htm
Ebenfalls "Frohe Ostern",
Bernd