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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Hilfe! Dimensionierung eines Royer Converters


Autor: Christoph B. (nuke)
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Hallo zusammen,

ich habe vor, mir eine PropClock zu basteln und möchte daher auf die 
rotierende Platine mittels Induktion die Energie übertragen. Ich bin 
durch etwas Recherche hier im Forum auf den Royer Converter gestoßen, 
der mir von seiner Leistungsfähigkeit auch ziemlich gut gefällt und 
möchte diesen nun für diesen Zweck verwenden.

Leider steht mir so gut wie keine Messtechnik außer einem pupsigen 
kleinen Voltcraft Multimeter zur Verfügung, um einfach mal die 
Dimensionierung auszuprobieren, bis etwas Passendes rauskommt. Auch die 
Bauteile müsste ich mir erst besorgen, da meine Bastelkiste momentan 
etwas mau aussieht. Aus diesem Grund fällt leider das Rumprobieren 
flach, also: Rechnen.

Und da wären wir auch schon beim Problem: Ich bin ein Analog-N00b, da 
ich bisher nur mit Einsen und Nullen aus wunderbar diskreter 5V 
Digitaltechnik rumgebastelt habe (was auch die Ermangelung an Bauteilen 
erklärt).

Mein Ziel ist, auf die mitrotierende Sekundärwicklung zwischen 7 und 9 V 
draufzubekommen, damit ich das Ganze noch mit einem L7805 vernünftig auf 
5V regeln kann und für die LEDs bräuchte ich etwa einen Strom von 400mA 
insgesamt, wenn alle an sind.

Da ich denke, das einige von euch so einen Royer im Nullkommanix 
dimensionieren können, hoffe ich, ihr könnt mir weiterhelfen.

Grüße,
Nuke

P.S.: Hab mich schonmal am Wickeln der Primärspule versucht: Bifilar 
gewickelter 0,6mm Draht mit PVC-Mantel, 2x15 Windungen, Bild im Angang. 
Geht das so?

Autor: holger (Gast)
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>Hab mich schonmal am Wickeln der Primärspule versucht: Bifilar
>gewickelter 0,6mm Draht mit PVC-Mantel, 2x15 Windungen, Bild im Angang.
>Geht das so?

Bei 10MHz kommen da vieleicht 5mA raus.

Autor: Christoph B. (nuke)
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Hallo Holger,

woher weißt du das, wenn die Schaltung noch garnicht steht, geschweige 
denn die Sekundärspule?

Mir fällt grad auf, hatte vergessen zu erwähnen, dass ich vorhabe, das 
ganze mit einem Steckernetzteil mit 12 VDC und 1,2 A Ausgangsstrom zu 
speisen.

Grüße,
Nuke

Autor: holger (Gast)
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>>Mein Ziel ist, auf die mitrotierende Sekundärwicklung zwischen 7 und 9 V
>>draufzubekommen, damit ich das Ganze noch mit einem L7805 vernünftig auf
>>5V regeln kann und für die LEDs bräuchte ich etwa einen Strom von 400mA
>>insgesamt, wenn alle an sind.

>woher weißt du das, wenn die Schaltung noch garnicht steht, geschweige
>denn die Sekundärspule?

Du willst ca. 3Watt übertragen. Bei deinen Popelwindungen musst du da
in den oberen MHz Bereich oder wesentlich mehr als deine 1,2A aus deinem
Popelnetzteil in die Popelwindungen einspeisen.

Autor: Christoph B. (nuke)
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Na dann sag doch einfach, dass die Primärspule, so wie ich sie gewickelt 
habe, offensichtlich ungeeignet ist. Und vielleicht wäre es auch noch 
wünschenswert, ein wenig deinen Ton zu überdenken und konstruktive 
Beiträge zu schreiben, statt mir einfach die Aussage "Das geht nicht und 
ist sowieso nur Mist" hinzuknallen.

Gemäß dem Artikel hier
http://www.mikrocontroller.net/articles/Royer_Converter
dachte ich, was ich da bei der Primärspule zusammengewickelt habe, wäre 
für den Anfang eigentlich garnicht so schlecht gewesen, wenn man sich 
die Konfiguration mit 2x10 Windungen auf ner Papprolle mit einem 
Eingangsstrom <=250mA ansieht.

Gruß, Nuke

Autor: Martin J. (bluematrix) Benutzerseite
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lass dich nicht entmutigen!!!
dieser Ton und diese Art von Hilfe ist hier neuerdings standard.
leider ;-)

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Christoph Brennig (nuke)

>Mein Ziel ist, auf die mitrotierende Sekundärwicklung zwischen 7 und 9 V
>draufzubekommen, damit ich das Ganze noch mit einem L7805 vernünftig auf
>5V regeln kann und für die LEDs bräuchte ich etwa einen Strom von 400mA
>insgesamt, wenn alle an sind.

Na das klingt ja vernünftig. Da wollen die meisten hier meist viel mehr 
;-)

>P.S.: Hab mich schonmal am Wickeln der Primärspule versucht: Bifilar
>gewickelter 0,6mm Draht mit PVC-Mantel, 2x15 Windungen, Bild im Angang.
>Geht das so?

Sieht gut aus! Lass dich von dem Deppen nicht dumm anmachen. Der hat 
einen Kurzen (in der Hose) ;-)

Im Artikel Royer Converter sind ja Beispiele drin. Daran kann man 
sich orientieren. Das Messen der Induktivität wäre schon wünschenswert, 
es geht aber auch erstmal ohne. Bei deiner Spule kannst du dich hier 
orientirenen, Einfach Schaltung nachbauen, sollte funzen.

Beitrag "Re: Ferrit-Topfkern"
Beitrag "Re: Energie kontaktlos übertragen"

Bei deinen 2x15 Windungen hast du grob geschätzt die 3fache Induktivität 
und damit Pi mal Daumen eine um 0,7 fache Resonsnzfreqeunz. Passt schon.

MFG
Falk

Autor: Christoph B. (nuke)
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Danke Falk, das war schon ziemlich hilfreich!

Eine Frage (oder zwei) hab ich noch: Muss die Resonanzfrequenz der Spule 
L1 unbedingt höher sein als die Frequenz des Schwingkreises oder hat der 
Schwingkreis prinzipiell keine Auswirkungen auf die Spule? Eigentlich 
dient die doch nur zur Stromglättung oder? Und reicht da ne 0,5A Spule 
aus? Ich hätte da jetzt besser 1 A zur Sicherheit genommen...

Danke schonmal für die Hilfe!

Grüße,
Christoph

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Christoph Brennig (nuke)

>Eine Frage (oder zwei) hab ich noch: Muss die Resonanzfrequenz der Spule
>L1 unbedingt höher sein als die Frequenz des Schwingkreises

Wäre günstig, aber nicht zwingend.

> oder hat der Schwingkreis prinzipiell keine Auswirkungen auf die Spule?

Doch, schon. Dioe Spule soll einen hohen Wechselstromwiderstand haben, 
um eben den Strom in den Trafo TR1 konstant zu halten.

>Eigentlich dient die doch nur zur Stromglättung oder?

Was heißt nur? Das ist bei der Schaltung recht wichtig, damit nicht 
sinnlos Leistung in den Transitoren verheizt wird.

> Und reicht da ne 0,5A Spule aus? Ich hätte da jetzt besser 1 A zur
> Sicherheit genommen...

Die Spule darf bei maximalem Eingangsstrom nicht sättigen, steht ja im 
Artikel. Für deine 9Vx0,4A=3,6W fließen bei 12V Eingangsspannung ca. 
0,3A ,incl. Verluste vielleicht 0,4A, da wird das mit der 0,5A Spule 
schon eng, kann aber funktionieren.

MFG
Falk

Autor: eProfi (Gast)
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Beachte bitte, dass das keine Entstördrossel ("Festinduktivität"), 
sondern eine Speicherspule sein muss, die bei 0,5A noch die angegebene 
Induktivität hat.

Etwa eine Schaltregler-Spule.

Und gute Schwingkreis-Cs verwenden, dann wird das schon.

Willst Du Ts oder FETs verwenden?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  eProfi (Gast)

>Etwa eine Schaltregler-Spule.

Ja, siehe Spule.

>Willst Du Ts oder FETs verwenden?

Was heisst Ts? Transistoren? FETs sind auch Transistoren.

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