Forum: Offtopic Analogfotografie heute?


von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Gerhard O. schrieb:
> Die Preise, waren aber bei Euch dann nicht hoch, relativ gesehen.

Naja, was der Alte Knacker da genannt hat, waren auch die wirklich 
allerbilligsten Kameras: 6x6, Fixfokus, feste Belichtungszeit, 
einfachstes Plastikobjketiv.

Richtige Kameras kosteten durchaus auch richtig Geld. Mein Onkel hatte 
mir eine Praktika zur Jugendweihe geschenkt, damit fing das bei mir dann 
an … er selbst machte auch schon länger S/W-Fotos selbst.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Jörg W. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Die Preise, waren aber bei Euch dann nicht hoch, relativ gesehen.
>
> Naja, was der Alte Knacker da genannt hat, waren auch die wirklich
> allerbilligsten Kameras: 6x6, Fixfokus, feste Belichtungszeit,
> einfachstes Plastikobjketiv.
Ähnlich wie die Kodak Brownies oder Agfa Box Kameras. Ein Bekannter von 
mir machte in der jüngsten Zeit ein paar Versuche mit geschenkten 
Kameras. Ja, man merkt die Linsenqualität. Aber für Familienfotos 
reichte es damals für Viele. Meine Mutter hatte auch eine Boxkamera.
>
> Richtige Kameras kosteten durchaus auch richtig Geld. Mein Onkel hatte
> mir eine Praktika zur Jugendweihe geschenkt, damit fing das bei mir dann
> an … er selbst machte auch schon länger S/W-Fotos selbst.
Leider war ich damals zu sehr in Elektronik und Funk verknallt. Musste 
erst bei Wiki nachsehen um zu lernen, um was es bei Jugendweihe geht. 
Das kannten wir in Ö nicht.

Waren bei Euch dann Foto Entwicklungs-Chemikalien und Gerätschaften 
leicht erhältlich?

Bin übrigens dabei eine zugelaufene Konica T3 zu überholen. Ist schon 
ein Abenteuer. Das Erneuern der Spiegel Lichtdichtungen und Dämpfung des 
Spiegels ist herausfordernd. Der Verschluss machte mir wegen verharztem 
Öl Schwierigkeiten.

Musste ihn auseinander nehmen, mit Weissbenzin reinigen und dann alle 
Lager vorsichtig wieder mit Spezial Schweizer synthetisches Öl versehen. 
Jetzt läuft er "wie geschmiert";-) Ich habe das Zeitverhalten gemessen 
und alles stimmt wieder.

Dieses Unterfangen ist eigentlich nur Übung, da ich meine erste T3 auch 
überholen muß. Auch die Lichtdichtungen der Filmseite müssen ersetzt 
werden, weil das Schaumstoffzeugs mittlerweile zerbröselt. Ist ein 
richtiges Winterprojekt.

Auch habe ich die obsolete Quecksilber Stromversorgung der Kamera auf 
Silber (SR44) umgestellt. Das lässt sich leicht mit zwei BAT83 erzielen. 
Die Kalibrierung stimmt damit immer noch.

Ich mag diese Mechaniktechnik solcher Kameras. Irgendwie kann man da 
auch dort eine Art mechanisches Logik-Design erkennen. Es ist schon 
interessant, wie kompliziert solche Instrumente sind.

Gerhard

von Rbx (rcx)


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Jörg W. schrieb:
> Richtige Kameras kosteten durchaus auch richtig Geld. Mein Onkel hatte
> mir eine Praktika zur Jugendweihe geschenkt, damit fing das bei mir dann
> an … er selbst machte auch schon länger S/W-Fotos selbst.

Ich hatte hinsichtlich "guter" Fotografie auch mit einer Praktika 
angefangen, die gab es bei uns an der Schule und die hatten keine so 
schlechten Objektive am Start.
In der Schule gab es darüberhinaus ein Fotolabor bzw. eine Dunkelkammer 
mit allen Chemikalien, die man brauchte.
Als Ersatz für die gefälligen Praktika hatte ich mir dann eine 
gebrauchte Minolta SR gekauft. Die Sigma-Objektive, die zur Minolta 
passten, waren nicht teuer, aber teilweise echt top.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Ich fand hier einen historischen Überblick über die DDR Kamera 
Werdegang. Ist recht interessant:

https://www.fotomagazin.de/test-technik/geschichte-test-technik/praktica-geschichte-einer-ddr-kameralegende/

Die Practica war doch eine tolle Kamera. Ich wäre damals mit so einer 
Kamera total Happy gewesen.

Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Al. K. (alterknacker)


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Gerhard O. schrieb:
> Auch die Ohren?;-)

Ist ein E-Drum mit Kopfhörern.

Beitrag "Nostalgie verbotenerweise"

Beitrag "Re: Nostalgie verbotenerweise"

Damals mit der Mini Kamera heimlich aufgenommen.
Film 27 Din Rodinal Entwickler, weniger Verdünnung und länger 
entwickelt.
In der Halle war es recht dunkel.

Beitrag "Re: Nostalgie verbotenerweise"
Das war auch die Zeit.
Vergrößert wurde aber mit einen gekauften Gerät.

Alte Bilder kann ich erst suchen wenn sich meine Exfrau aus dem 
Bilderkarton geeignete für sich rausgenommen hat.
Da gibt es wieder ein Mittagessen aus der Reihe.
Sie Wohnt ja gleich im Block Nebeneingang.

: Bearbeitet durch User
von Soul E. (soul_eye)


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Rbx schrieb:

> (...) keine so
> schlechten Objektive am Start.

Wer sich für ostzonale Optik interessiert: 
https://zeissikonveb.de/start/objektive/

Bis in die '70er waren die international gut dabei. Carl Zeiss Jena und 
Zeiss in Oberkochen haben noch relativ lange inoffiziell 
zusammengearbeitet.

von Harald K. (kirnbichler)


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Und dann gab es auch noch sowjetische Kameratechnik. Einerseits in Form 
von Leica-Nachahmungn (Zorki), andererseits in Form einer 
Hasselblad-Nachahmung (Kiev). Und natürlich auch als übler Schrott, der 
eine eigene Kunstform geprägt hat - die Lomographie.

Ich hab' 'ne Kiev 88 und auch ein paar Objektive dafür - man merkt die 
oft stark schwankende Fertigungsqualität. Bei den heutigen Filmpreisen 
ist der Film dafür eher zu schade, bis auf das 30mm-Fischauge, das recht 
passable Qualität liefert. Das nutze ich dann aber lieber an meiner 
Mamiya 645, die macht zwar kleinere Negative, ist aber deutlich präziser 
und nicht gar so irrsinnig schwer. Und deren Objektive sind ebenfalls 
deutlich besser. Die meisten davon sind auch gut genug, um an meiner 
spiegellosen (Nikon Z7II) verwendet zu werden.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Rbx schrieb:
> Die Sigma-Objektive, die zur Minolta
> passten, waren nicht teuer, aber teilweise echt top.

Kann ich bestätigen, ich hatte ein Sigma Zoom 80-200 mm zur Minolta 
XD-7.

Das lieferte ordentliche Bilder. Original-Minolta-Zoomobjektive waren 
fast unbezahlbar. Ich vermute, die Kameras wurden von den Herstellern 
etwas "subventioniert", damit man sich auf ein System festlegte. 
Verdient wurde dann an den Objektiven. Denn ein Standard-Objektiv mit 50 
mm-Brennweite alleine machte an einer Spiegelreflex-Kamera wenig Sinn, 
schöpfte ihre Möglichkeiten nicht aus. Anschaffungen von Weitwinkel-, 
Tele- und/oder Zoom-Objektiven folgten zwangsläufig.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Rainer Z. schrieb:
> Rbx schrieb:
>> Die Sigma-Objektive, die zur Minolta
>> passten, waren nicht teuer, aber teilweise echt top.
>
> Kann ich bestätigen, ich hatte ein Sigma Zoom 80-200 mm zur Minolta
> XD-7.
>
> Das lieferte ordentliche Bilder. Original-Minolta-Zoomobjektive waren
> fast unbezahlbar. Ich vermute, die Kameras wurden von den Herstellern
> etwas "subventioniert", damit man sich auf ein System festlegte.
> Verdient wurde dann an den Objektiven. Denn ein Standard-Objektiv mit 50
> mm-Brennweite alleine machte an einer Spiegelreflex-Kamera wenig Sinn,
> schöpfte ihre Möglichkeiten nicht aus. Anschaffungen von Weitwinkel-,
> Tele- und/oder Zoom-Objektiven folgten zwangsläufig.

Das habe ich auch bei der Konica T3 bemerkt.

Positiverweise konnte ich im lokalen Fotospezialgeschäft einige 
Objektive sehr günstig nachkaufen. Interessanterweise kostet ein 24mm 
Hexar immer noch $270. Die anderen Objektiven kosteten zwischen 30-70$. 
Ich habe mir noch ein 35mm bestellt.

Die Bildabbildung der Konica fand ich immer sehr gut.

Man kann angeblich passende alte Objektive auch mit gewissen DSLRs 
einsetzen. Das machen scheinbar viele Leute.

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