Es werden ja immer noch analoge Fotokameras hergestellt. Doch gibt es heute noch Bereiche, in denen analoge den digitalen überlegen sind? (Von Leuten, die aus 'religiösen' Gründen oder weil sie aus Gewohnheit nicht umstellen wollen, mal abgesehen.)
Hmm, naja, kommt drauf an was Du als überlegen bezeichnest. Also eine Billigknipse mit Film ist von den Kosten einer Digitalkamera üblicherweise bis ein paar tausend Bilder überlegen... Auch niedrige Isowerte und Großformat sind Dinge, wo Film noch punkten kann. Ebenfalls Sofortbildfotografie.
Bei Langzeitbelichtungen ist analoges Filmmaterial überlegen, da es kein von der Belichtungsdauer abhängiges Bildrauschen gibt. Die erzielbare Dynamik ist bei Negativmaterial nach wie vor größer als bei digitalen Bildsensoren. Das bedeutet, daß bei einer an den Lichtern ausgerichteten Belichtung noch Zeichnung in Schatten ist, die bei einer Digitalkamera schon längst im Schwarz abgesoffen wären. S/W-Material kann etwa 13 Blendenstufen abbilden, mit einer guten Digitalkamera sind zwischen 8 und 10 möglich. Das "Übersteuerungsverhalten" ist gutmütiger; ein überbelichteter Sensor liefert ab einer gewissen Lichtmenge nur maximales Weiß, was in den bekannten "ausgefressenen Lichtern" resultiert. Überbelichtetes Negativmaterial kann durch geeignete Entwicklung "gerettet" werden, dasselbe ist bei unterbelichtetem Material möglich. Sobald mit Sensorgrößen jenseits des APS-C-Formates gearbeitet werden soll, werden Kameras schnell sehr teuer, bei Überschreitung des KB-Formates erst recht. Bereits das kleinste Mittelformat (6x4.5) ist als Digitalsensor im Vollformat für Normalsterbliche praktisch nicht finanzierbar. Jenseits vom Mittelformat gibt es die Großformatphotographie, die im kleinsten Falle mit 10x12.5 cm (4x5") großen Negativen arbeitet, hier ist Digitalphotographie nur mit Zeilenscannern möglich.
In 4 Minuten hast Du , rufus nicht das geschrieben. Stell eine Quellen-Info drunter, dann hat Andreas eine ruhige Nacht. :)
M. W. schrieb: > In 4 Minuten hast Du , rufus nicht das geschrieben. Ich komme auf 29 Minuten. Und vielen Dank an Rufus für die ausführliche Erklärung.
> Stell eine Quellen-Info drunter
hä? Und was soll das "bringen", wenn da z.B. hinter jedem Satz
irgendeine Quellenangabe steht wie "Quelle: Fotografie und Dackelzucht,
Ausgabe 7/2008, Seite 23", oder "Quelle: Eigene Erfahrung baiserend auf
27 getesteten Kameras der Modelle x,y und im Zeitraum von xx bis yyy.
Fotoprotokoll (6800 Seiten) auf Anforderung"?
Das ist Rufus persönliche Erfahrung und Einschätzung, und keine
Diplomarbeit, bei der jede Lautäußerung durch Quellenangaben belegt
werden kann/soll/muss, um "Kompetenz" zu belegen.
Danke auch von mir an Rufus für diese Bewertung der Fotoszene.
M. W. schrieb: > In 4 Minuten hast Du , rufus nicht das geschrieben. Jeder ambitionierte (Hobby)Fotograph hat diese Argumente parat. Nur aus dem Gehirn abrufen und 'reintippen'. Gut, 4 Minuten ist was knapp, aber 8 Minuten zum Gedankensortieren sollte man Rufus zugestehen. Rufus' Ausführungen waren vor 10-15 Jahren die Begründung der Analogknipser dafür, dass die Digitalfotografie keine Chance hat...
Ansbach Dragoner schrieb: > Rufus' Ausführungen waren vor 10-15 Jahren die Begründung der > Analogknipser dafür, dass die Digitalfotografie keine Chance hat... Kannst Du denn einzelne von mir ausgeführte Punkte widerlegen? Der Fortschritt der Digitalphotographie hat etliche der alten Argumente entkräftet, die meistgenutzten Bereiche der Analogphotographie sind nicht ohne Grund von der Digitalphotographie ersetzt worden. Dazu zähle ich die Photographie mit so gut wie allem, was nicht größer ist als KB-Film. Hier hat die Digitalphotographie völlig zu recht den Verdrängungswettbewerb gewonnen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen sehe ich bei diesen Formaten keinen Grund mehr, Analogmaterial einzusetzen. Ich bezog mich in den o.g. Punkten aber eben auf die Bereiche, wo Analogmaterial nach wie vor überlegen ist - größere Formate mit den durch sie implizit anderen Bildwirkungen, Rauschverhalten etc.
Rufus t. Firefly schrieb: > Kannst Du denn einzelne von mir ausgeführte Punkte widerlegen? Nein nein, um Gotteswillen! Deine Argumente sind doch alle richtig. Nur, vor 15 Jahren hatte man keine Vorstellung vom möglichen techn. Fortschritt.
M. W. schrieb: > In 4 Minuten hast Du , rufus nicht das geschrieben. > Stell eine Quellen-Info drunter, dann hat Andreas eine ruhige Nacht. :) Nur wenn du eine Quelle angibst nach der 00:23Uhr - 23:54Uhr = 4 Minuten ergibt ;-)
http://www.sphoto.com/techinfo/dslrvsfilm.htm http://www.kenrockwell.com/tech/filmdig.htm Im Prinzip ist aber für alles was im Haushalt so anfällt digital "besser".
Was man nicht vergessen sollte: Bei der Archivierung ist die analoge Fotografie in meinen Augen noch immer unschlagbar. Digitale Daten erfordern einen viel größeren Aufwand, weil die Datenträger nur begrenzt haltbar sind, die Formate, Schnittstellen und nicht zuletzt die Auslese-/Anzeigegeräte veralten, kaputtgehen oder nicht mehr zusammenpassen. Man muss/müsste also immer mal umkopieren. Ich bin aber recht sicher, dass sehr viele Bilder verlorengehen, weil viele Leute das nicht tun. Wenn man heute mal ein Computer-Museum besucht, kann man sich ja mal vorstellen, wie problemlos man heute noch die alten Negative aus dem Schrank holen könnte und was im Gegenzug von den damaligen Datenträgern überhaupt noch irgendwie nutzbar wäre... Kurzum: Wichtige Fotos mache ich noch immer analog.
Gastino G. schrieb: > Wenn man heute mal ein Computer-Museum besucht, kann man sich ja mal > vorstellen, wie problemlos man heute noch die alten Negative aus dem > Schrank holen könnte und was im Gegenzug von den damaligen Datenträgern > überhaupt noch irgendwie nutzbar wäre... Ich habe hier Computer, die bis zu 15 Jahre alt sind und deren Daten noch problemlos mit modernen Geräten verwendet werden können. Auch die CD ist bereits fast 30 Jahre alt und ihr Ende nicht absehbar. Genauso wie dasjenige von USB-Festplatten. Insgesamt halte ich die Angst vor Datenverlust für übertrieben, wenn man halbwegs weiss, was man tut: Erstens Backup und zweitens umkopieren, wenn man eine neue Gerätegeneration kauft - was übrigens nicht schmerzt, da Datenraten und Speicherplatz ja bekanntlich exponentiell wachsen. Negative hingegen altern und können physikalisch kaputt gehen, im Gegensatz zu Digitalfotos ist ein Backup oder eine Restauration ungleich aufwändiger.
Ich finde jetzt 15 oder 30 Jahre keine lange zeit für sowas, um ehrlich zu sein und vor 30 jahren hatte mit sicherheit niemand daten cds
Ja, aber vor 30 Jahren hatten auch erheblich weniger Leute Computer, und die damit bearbeiteten Daten waren gänzlich anderer Art.
Bis in die Neunziger waren Heimcomputer ein Nischenprodukt, entsprechend schnell kamen und gingen diverse Hersteller und Standards. Erst seit rund 15 Jahren hingegen sind Computer dermassen verbreitet, dass gewisse Standards wie Betriebssysteme, Dateisysteme, Dateiformate und Datenträger in jedem Haushalt zu finden und entsprechend stabil sind. Es ist heute jedenfalls problemlos möglich, die Daten von einem frühen Windows 95 PC auf einen modernen Rechner zu übertragen und zu verwenden. Vor 15 Jahren hätte man das von einem 15jährigen Heimcomputer jedenfalls nicht behaupten können. Standards sich also nach den unsteten Anangsjahren so langsam langfristig zu etablieren und man kann mit gutem Recht davon ausgehen, dass heutige Daten auch noch zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren auf gängigen PCs verwendet werden kann.
Gastino G. schrieb: > Was man nicht vergessen sollte: Bei der Archivierung ist die analoge > Fotografie in meinen Augen noch immer unschlagbar. Das sehe ich, vor allem im Hobbybereich, aus eigener Erfahrung vollkommen anders: Positive (Foto-Abzüge auf Papier) und auch Negative altern. Ich habe etliche Farbfotos, die rund 25-30 Jahre alt sind. Da sind die Farben völlig verblaßt und es ist alles rot/braunstichig. Sind damals vom Kopierwerk wahrscheinlich schlecht fixiert worden. Genau das gleiche ist auch bei einigen Farbdias passiert. Dias hinter Glas haben den zusätzlichen Nachteil, daß sie verschimmeln und sich allerlei kleine Tierchen einnisten. Zugegeben: Die Fotografenaufnahmen von 1900, natürlich schwarz/weiß, sehen immer noch ordentlich aus. Dafür haben sie damals wohl auch einen ganzen Wochenlohn gekostet. Wenn ich mal auf das bewegte Bild erweitern darf: Einen Projektor für 8mm Schmalfilm (Normal-8) aufzutreiben, ist heute auch nicht mehr ganz so einfach. Abgesehen davon, daß die Filme bei jedem Vorführen ein paar Kratzer mehr bekommen. Ein Farbfilm aus DDR-Produktion mit rund 40 Jahren ist bei mir ebenfalls stark rotstichig, ein teurer Westfilm zeigt das Problem nicht. > Kurzum: Wichtige Fotos mache ich noch immer analog. Wenn Du den Film dann zum Entwicklen und für Abzüge in ein Kopierwerk schickst, kann es passieren, daß Du ihn nie wieder siehst. Zugegeben, passiert sehr selten, ist aber nicht ausgeschlossen. Da beim analog Fotografieren alle Bilder auf einem Film sind, ist das Risiko größer als wenn man digital auf mehrere Speicherkarten knipst. Genauso bei der Archivierung: Wenn die Schuhschachtel mit den Fotos bei einem Wasserschaden oder Zimmerbrand vernichtet wird, haben die wenigsten Leute ein analoges Backup. Meistens werden Negative und Abzüge zusätzlich miteinander aufbewahrt. Da sind meine Digitalfotos, die auf mehreren Rechnern an mehreren Orten liegen, gegen Zerstörung besser geschützt. Fazit: Digitale Daten werden zwar leichter zerstört/unzugänglich, dafür kann man kostengünstig eine beliebige Zahl von Backups erstellen und auf jeweilig aktuelle Datenträger retten. Servus Michael
Rufus t. Firefly schrieb: > Die erzielbare Dynamik ist bei Negativmaterial nach wie vor größer als > bei digitalen Bildsensoren. Das bedeutet, daß bei einer an den Lichtern > ausgerichteten Belichtung noch Zeichnung in Schatten ist, die bei einer > Digitalkamera schon längst im Schwarz abgesoffen wären. > > S/W-Material kann etwa 13 Blendenstufen abbilden, mit einer guten > Digitalkamera sind zwischen 8 und 10 möglich. Nunja, mit HDR Aufnahmen kann man diese Problematik für stehende Motive elegant umgehen. Außerdem erreichen inzwischen DSLRs auch 10 Blendenstufen.
"elegant" würde ich das nicht nennen. Es ist eine nette Möglichkeit, aber sobald sich auch nur irgendwas zwischen den Einzelaufnahmen bewegt hat, wird das Ergebnis merkwürdig. Und trotz der erfreulich zunehmenden Dynamik digitaler Aufnahmeverfahren ist das Verhalten bei Übersteuerung immer anders als bei analogem Material - mehr als 100% Weiß ist nicht drin, und auch durch Abschwächen wird daraus nichts anderes als gleichmäßiges Grau. Bei analogem Material aber lässt sich durch Abschwächen auch aus gnadenlos überbelichtetem Material noch irgendwas retten.
Michael M. schrieb: > Positive (Foto-Abzüge auf Papier) und auch Negative altern. Papierabzüge altern in der Tat recht schnell. Ordnungsgemäß gelagerte Negative dagegen sind sehr haltbar. Wenn man sie zu feucht lagert, dann können sich Pilze in der Gelatineschicht ansiedeln und dann ist bald nicht mehr viel davon übrig. Es gibt Negative aus der Poinierzeit der Fotografie, die noch makellos sind. > Sind damals vom Kopierwerk wahrscheinlich schlecht fixiert worden. Nicht unbedingt. Die Farbstoffe in der Schicht bleichen am Licht sehr schnell aus. Übrigens gelten Microfiches noch immer als das ausdauerndste digitale Speichermedium. Ganz einfach, weil man mit graphischen Filmen mittlerweile über 100 Jahre Erfahrung hat. Noch längere Erfahrungen liegen nur für holzfreies Papier und Pergament vor - wenn man mal von Stein absieht...
P. M. schrieb: > Insgesamt halte ich die Angst vor Datenverlust für übertrieben, wenn man > halbwegs weiss, was man tut: Erstens Backup und zweitens umkopieren, > wenn man eine neue Gerätegeneration kauft - was übrigens nicht schmerzt, > da Datenraten und Speicherplatz ja bekanntlich exponentiell wachsen. So weit die Theorie. Da das aber jedes Mal Aufwand bedeutet und auch durch den kompletten Ausfall des Datenträgers oder der Lesegeräte verhindert werden kann, ist die wirklich langfristige Bewahrung solcher Aufnahmen für mich sehr zweifelhaft. Und mit langfristig meine ich nicht nur 15 Jahre, sondern 50-70 Jahre! Es ist halt sehr viel mehr Aufwand und mehr Aufwand bedeutet größeres Verlustrisiko. Und die ganze Umkopiererei kommt ganz schnell an die Grenzen, wenn der Ersteller der Fotos zum Beispiel mal das Zeitliche gesegnet hat oder nicht mehr in der Lage dazu ist. Dann geht mit ziemlicher Sicherheit viel verloren. Eine Kiste mit Fotos und Negativen können die Nachkommen problemlos einordnen, aber dass Frauen, Tanten, Kinder irgendwelche Uralt-Datenträger reihenweise nach Fotos zu durchsuchen oder alte Rechner inklusive Passwort wieder zum Laufen bekommen können - das kannst Du vergessen.
Uhu Uhuhu schrieb: > Übrigens gelten Microfiches noch immer als das ausdauerndste digitale > Speichermedium. Digital? Microfilme sind in aller Regel noch analog pur. Hat auch den Vorteil, dass man den Film zur Not noch nach dem dritten Weltkrieg mit Kerze und Lupe entziffern kann. P. M. schrieb: > Erstens Backup und zweitens umkopieren, > wenn man eine neue Gerätegeneration kauft - was übrigens nicht schmerzt, > da Datenraten und Speicherplatz ja bekanntlich exponentiell wachsen. Eben, solange es um unbewegte Bilder geht, kann man heute wohl meist schon kaum noch so schnell fotografieren wie der durchschnittliche Plattenplatz im PC wächst, daher hält sich der Aufwand zum alle paar Jahre umkopieren in überschaubarem Rahmen. Man muss da heute nicht mehr Stapel von Disketten durchackern. An Dateiformaten gibt es gerade für Bilder eine grosse Auswahl an offenen Formaten, die teilweise schon Jahrzehnte alt sind, sich immer noch hoher Beliebtheit erfreuen (z.B. TIFF von 1986) und bei denen ich keine Bedenken habe, dass diese auch in einigen Jahrzehnten noch problemlos gelesen werden können. Bitmaps werden sich auch in hundert Jahren nicht grundlegend von heutigen Bitmaps unterscheiden. Vielleicht sehen die Farben dann etwas anders aus, weil die Anzeige anders arbeitet, das ist aber auch nicht schlimmer als ausbleichende Filme (und vor allem leichter korrigierbar). Andere Bereiche sehe ich da viel kritischer, z.B. Dateiformate von gewissen verbreiteten Officeprogrammen, die oft genug bereits mit der nächsten Version des gleichen Programms schon Probleme bereitet haben... Andreas
Andreas Ferber schrieb: > An Dateiformaten gibt es gerade für Bilder eine grosse Auswahl an > offenen Formaten und auch speziell an Photographie-Anforderungen ausgerichtete Formate wie das von Adobe spezifizierte offene DNG, das erfreulicherweise von einigen Kameraherstellern direkt unterstützt wird, so können beispielsweise DSLRs von Pentax seit einiger Zeit im DNG-Format speichern. Das ist praktisch, weil man zur Bearbeitung in Photographie-Workflow-Anwendungen wie Aperture oder Lightroom keinen zusätzlichen RAW-Konvertierungsschritt benötigt. http://en.wikipedia.org/wiki/Digital_Negative_%28file_format%29
Andreas Ferber schrieb: > Uhu Uhuhu schrieb: >> Übrigens gelten Microfiches noch immer als das ausdauerndste digitale >> Speichermedium. > > Digital? Microfilme sind in aller Regel noch analog pur. Hat auch den > Vorteil, dass man den Film zur Not noch nach dem dritten Weltkrieg mit > Kerze und Lupe entziffern kann. Nein, es gibt schon seit Urzeiten Computerperipheriegeräte, die Digitale Daten auf Microfish speichern und lesen können. Die werden für Langzeitarchivierung verwendet. http://de.wikipedia.org/wiki/Microfiche#Einsatzgebiete
Andreas Ferber schrieb: > An Dateiformaten gibt es gerade für Bilder eine grosse Auswahl an > offenen Formaten, die teilweise schon Jahrzehnte alt sind, sich immer > noch hoher Beliebtheit erfreuen (z.B. TIFF von 1986) und bei denen ich > keine Bedenken habe, dass diese auch in einigen Jahrzehnten noch > problemlos gelesen werden können. Bitmaps werden sich auch in hundert > Jahren nicht grundlegend von heutigen Bitmaps unterscheiden. Vielleicht > sehen die Farben dann etwas anders aus, weil die Anzeige anders > arbeitet, das ist aber auch nicht schlimmer als ausbleichende Filme (und > vor allem leichter korrigierbar). Klingt alles ganz toll, ist nur leider an der Praxis vorbeigedacht. In der Praxis gehen Platten und CDs kaputt, ohne Backup-Strategie geht es also nicht. Wer zieht das so konsequent über viele Jahrzehnte durch? Auch Formate ändern sich im Laufe der Jahrzehnte, genauso wie Speichermedien, Interfaces und Lesegeräte. Sogar beschleunigt. Das dann alles über 50 oder 70 Jahre regelmäßig am Leben erhalten und erneuern? Sehr unwahrscheinlich. Und was ist, wenn der Hüter der Backups und Kopien mal nicht mehr verfügbar ist? Glaubt Ihr, dass dann der Rest der Familie noch so einfach an die Sachen rankommt? Spätestens dann sind die ganzen Datenträger nur noch Müll. Die Meisten gehen wirklich sehr naiv an die Sache heran. Heute, wo man noch jung und technikbegeistert ist, wo die Digitalfotografie gerade mal ein paar Jahre in den Privathaushalten angekommen ist und wo man noch Zeit und Lust für die ganze regelmäßige Umkopiererei hat, da sieht das alles noch ganz rosig aus. Das wird sich aber ändern. Und viele werden dumm aus der Wäsche kucken, wenn sie ihren Enkeln erklären müssen, dass es zwar von ihren Großeltern noch Kinderfotos gibt, aber die von ihren Eltern längst im digitalen Nirvana liegen... Und dass man regelmäßig aktiv etwas gegen diesen Datenverlust tun muss, ist für mich ein großer Nachteil der Digitalfotografie.
Da wäre ich mir nicht so sicher. Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, bei der die Bedeutung von Computern und digitaler Datenspeicherung für den nichttechnischen Privatgebrauch erst seit wenigen Jahren eine Bedeutung hat. Es ist aber davon auszugehen, daß die Bedeutung der digital vorliegenden Daten und Werte zunimmt, und daß so auch die Bedeutung der Archivierung zunimmt, was sich in allgemein verfügbarer Technik oder Infrastruktur niederschlagen wird. Das oft herbeigefürchtete "digitale Nirvana" wird mit gewisser Wahrscheinlichkeit so nicht eintreten. Ein paar Indizien dazu: Digitale Daten können durchaus wirtschaftliche Werte darstellen, wie z.B. gekaufte Musikdateien (mp3-Downloads o.ä.). Der Anreiz, diese dauerhaft aufzuheben, dürfte nachvollziehbar sein. Aktuelle Betriebssysteme enthalten jetzt dann doch tatsächlich allmählich integrierte Mechanismen zur mehr oder weniger komfortabel und auch von nicht-technikaffinen Nutzern verwendbaren Erzeugung von Backups. Vorreiter war hier Apple mit "TimeMachine", Windows 7 enthält einen ähnlichen Mechanismus, der nach einer MS-typischen Konfigurationsorgie vergleichbare Ergebnisse erzielen kann. Mit Zusatzsoftware à la Acronis TrueImage lassen sich ebenfalls solche Ergebisse erreichen. Diese Systeme sind nicht perfekt, aber im Vergleich zu dem, was noch vor wenigen Jahren als Backupstrategie existierte, haushoch überlegen. PC-Nutzer verwendeten zur Datensicherung Disketten oder Floppy-Streamer, beides beeindruckend unzuverlässige Verfahren, zumal die zugehörige Software auch äußerst fehleranfällig war (ein Verify einer einmal angefertigten Bandsicherung? Wozu?) oder gar nicht existierte, sondern komplett manuelle Sicherung erforderte. Ein Wechsel der Backupsoftware sorgte in der Regel für inkompatible Aufzeichnungsformate, und die komplett manuelle Sicherung erforderte viel Disziplin, die nur zu oft nicht vorhanden war. Was nun auf uns zukommen wird, ist unbekannt, aber ein Verschwinden digitaler Datentechnik aus dem Leben ist unwahrscheinlich. Durch die weiter zunehmende Breitbandvernetzung von Privathaushalten könnte die derzeit durch die Medien geisternde "Cloud" in Form von von irgendwem betriebenen Rechenzentren eine Möglichkeit der Datenspeicherung sein - um das Backup kümmert sich dann der Betreiber des Rechenzentrums. Firmen wie Google, Microsoft und Apple möchten die Anwender in diese Richtung bewegen - ob das wünschenswert ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Jedenfalls wird man nicht aus Erfahrungen, die man während der letzten zwanzig Jahre mit Datensicherungs- und Archivmechanismen gemacht hat, auf die Zukunft schließen können.
Ein nach wie vor ungelöstes Problem ist die physische Haltbarkeit der Speichermedien, die regelmäßiges Umkopieren der Speichermedien erfordert. Die Speicherplatzinflation auf Festplatten entschärft das Problem zwar etwas, aber schafft es nicht aus der Welt.
Gastino G. schrieb: > Und dass man regelmäßig aktiv etwas gegen diesen Datenverlust tun > muss, ist für mich ein großer Nachteil der Digitalfotografie. So lange ich meinen aktuellen Computer habe, kann ich die Daten logischerweise lesen. Dann kaufe ich den nächsten Computer. Jetzt muss ich logischerweise meine alten Daten auf den neuen übertragen. Schon habe ich meine Fotos für die nächsten 3-5 Jahre gerettet. Beim nächsten Computer muss ich wieder meine Daten kopieren usw. Die Fotos kommen also immer mit, es besteht überhaupt keine Gefahr, sie irgendwo zu verlieren - ausser ich bin so ignorant, und kopiere sie absichtlich nicht mit oder ich bin so blöd und mache nie ein Backup.
Uhu Uhuhu schrieb: >> Digital? Microfilme sind in aller Regel noch analog pur. Hat auch den >> Vorteil, dass man den Film zur Not noch nach dem dritten Weltkrieg mit >> Kerze und Lupe entziffern kann. > Nein, es gibt schon seit Urzeiten Computerperipheriegeräte, die Digitale > Daten auf Microfish speichern und lesen können. Die werden für > Langzeitarchivierung verwendet. Dir ist schon klar, dass COM nichts anderes ist als eine Art Drucker, der direkt einen Microfilm belichtet, anstatt dass man erst auf Papier druckt und das dann abfilmt? Wenn du das Ergebnis wieder einlesen willst, dann musst du da schon eine OCR bemühen. Das ist nicht mehr "digital" als ein normaler Papierausdruck. Andreas
Gastino G. schrieb: > Klingt alles ganz toll, ist nur leider an der Praxis vorbeigedacht. In > der Praxis gehen Platten und CDs kaputt, ohne Backup-Strategie geht es > also nicht. Wer zieht das so konsequent über viele Jahrzehnte durch? Ich kann mich da im wesentlichen Rufus anschliessen. Bloss weil das noch nicht seit Jahrzehnten so ist, heisst das lange nicht, dass es nicht in Zukunft so wäre. Da brauche ich mich nur in meinem Verwandten- und Bekanntenkreis umsehen. Archivieren auf CD/DVD oder irgendeinem anderen Wechselmedium macht eigentlich keiner mehr, die Daten werden komplett auf der Festplatte gehalten, und Backup läuft mit externer USB-Platte. Wird mal ein neuer Rechner angeschafft, werden alle Daten rübergeschoben (der neue hat eh mindestens doppelt soviel Plattenplatz wie der alte), da ist der Rechner dann einmal ein paar Stunden beschäftigt, und gut ist. Eine grössere Gefahr sehe ich wenn dann darin, dass Leute ihre Daten nur noch in die Cloud packen (z.B. ihre Fotos auf Flickr), ohne selbst eine Kopie zu behalten. Gegen Hardwareschäden sind die Daten dort zwar ziemlich gut abgesichert, dafür gibt es neue spezifische Verlustszenarien. Was passiert, wenn ein Anbieter dichtmacht? Was passiert, wenn ein Angreifer in den Account einbricht und einfach mal alle Bilder löscht? Andreas
Haltbarkeit digitaler Daten ist bei korrektem Umgang deutlich besser als bei korrektem Umgang mit Negativmaterial. Und nach meinem Tod- mal erhlich- wer braucht da noch meine bis dahin nicht veröffentlichten Fotos?
Nun, es könnte sein, daß Du Nachkommen hast, die sich dafür interessieren; oder -- das kann man ja nie hundertprozentig ausschließen -- Deine spezielle Art der Photographie als ganz furchtbar angesagte Kunst entdeckt werden ... Oder Du warst bei einem erst nachträglich als relevant erkanntem Ereignis der Zeitgeschichte dabei ...
Rufus t. Firefly schrieb: > oder -- das kann man ja nie hundertprozentig ausschließen > -- Deine spezielle Art der Photographie als ganz furchtbar angesagte > Kunst entdeckt werden ... Ja, naive Fotografie scheint noch eine Marktlücke zu sein. Meinst du daß sich das reaktivieren der Minox lohnen würde? <:->
Rufus t. Firefly schrieb: > Nun, es könnte sein, daß Du Nachkommen hast, die sich dafür > interessieren; oder -- das kann man ja nie hundertprozentig ausschließen > -- Deine spezielle Art der Photographie als ganz furchtbar angesagte > Kunst entdeckt werden ... Es kann aber auch ganz profan der Wunsch der Kinder oder Enkel sein, ihre Kindheitsfotos mal wieder zu sehen oder zu bekommen. Ich verstehe nicht, was so schwer an dem Zusammenhang zu verstehen ist: Wenn man regelmäßig Aufwand in den Erhalt der Kopien stecken muss, dann ist das ein Nachteil und ein starkes, potentielles Verlustrisiko.
Gastino G. schrieb: > Ich verstehe nicht, was so schwer an dem Zusammenhang zu verstehen ist: > Wenn man regelmäßig Aufwand in den Erhalt der Kopien stecken muss, dann > ist das ein Nachteil und ein starkes, potentielles Verlustrisiko. Ich verstehe nicht, was so schwer daran zu verstehen ist, dass andere Leute da offenbar anderer Ansicht sind als du. Der Aufwand strebt mit fortschreitender technischer Entwicklung asymptotisch gegen Null, sowohl in finanzieller und zeitlicher Hinsicht, als auch in punkto nötigem technischem Verständnis der Nutzer. Digitale Daten können potentiell "für immer" ohne Qualitätsverlust aufbewahrt werden, bei analogen ist das physikalisch unmöglich. Andreas
Andreas Ferber schrieb: > Der Aufwand strebt mit > fortschreitender technischer Entwicklung asymptotisch gegen Null Und was, wenn nicht kontinuierlich der technischen Entwicklung gefolgt und die Daten portiert werden? Dann war nix mit asymptotisch gegen Null. Genau das ist das Problem der digitalen Archive. Das laufende Kopieren der Daten artet nämlich ganz schnell in astronomischen Aufwand aus.
Ob man in 50 Jahren wohl noch für endlich viel Geld Abzüge aus den Negativen machen lassen kann, falls diese tatsächlich noch nicht vergammelt sein sollten? Da habe ich irgendwie mehr Vertrauen zu digitalen Medien, die ich jederzeit verlustfrei in die jeweils aktuelle Technologie konverieren kann. Das ist zwar Arbeit, ich habe die Sache aber selber in der Hand. Bei den Negativen bleibt nur: hoffen ...
Bei Farbnegativen aus dem 0815 Schlubbermarkt hast Du eine 100%ige Garantie dafür, dass die sich nach 20 Jahren verfäbt haben. Jedes digitale System schlägt diese Aussicht um Längen. Ein paar werden durchkommen und meine Nachkommen, lol, die werden ganz sicher nicht alle meine 1.000.000 Fotos durchsuchen wollen. Die 100.000er Marke ist schon lange durchschritten und ich bin noch jung.
Yalu X. schrieb: > Ob man in 50 Jahren wohl noch für endlich viel Geld Abzüge aus den > Negativen machen lassen kann Sofern sie sachgemäß gelagert wurden, ja. Es existieren heute noch Negative aus der Pionierzeit der Fotografie. Die Haltbarkeit digitaler Speichermedien ist nach wie vor nicht gesichert.
Tine Schwerzel schrieb: > Jedes digitale System schlägt diese Aussicht um Längen. Einspruch euer Ehren: Die Haltbarkeit von Disketten ist bei 20 Jahren schon mehr als fragwürdig und CD/DVD-ROM halten mit Sicherheit nichtmal halb so lange. Magnetbänder müssen auch regelmäßig umkopiert werden.
Pack die Bilder auf Platte und halte eine Sicherungskopie oder ein online backup parat. Gut is. Lässt sich schnell kopieren. Die gute Haltbarkeit von Negativen betrifft nur SW-Negative (teilweise sind das sogar Glasplatten!). Farbnegative haben diese guten Eigenschaften üblicherweise nicht.
Uhu Uhuhu schrieb: > Genau das ist das Problem der > digitalen Archive. Das laufende Kopieren der Daten artet nämlich ganz > schnell in astronomischen Aufwand aus. Nein, die Zeiten sind wirklich vorbei. Nimm z.B. Getty Images. Die haben ca. 70 Mio. Bilder in ihrem Archiv. Das macht über den Daumen gepeilt 1-2 Petabyte Daten. 1 Petabyte auf Festplatten kannst du inkl. RAID heute prinzipiell schon für unter 100.000 Euro bekommen (siehe [1]), aber selbst in den Luxusvarianten in Form von NAS-Systemen diverser renommierter Hersteller sind das gerade mal 1-3 Mio. Euro initial. Bei Amazon S3 kostet 1 PB ca. 1 Mio. Dollar pro Jahr. Gehen wir mal von RAID1 als Worst Case aus, dann brauchst du für ein Petabyte aktuell 1000 Festplatten. Grosszügig geschätzt fallen vielleicht 10% der Platten pro Jahr aus (von Google gibt es unter [2] eine Statistik dazu), das bedeutet, dass du ca. 100 Platten im Jahr austauschen musst, kostet vielleicht 50.000 Euro pro Jahr. Das Kopieren erledigt das System automatisch. Dazu kommt noch Strom, Klimatisierung etc., lass es 100.000 Euro pro Jahr sein. Von "astronomischem Aufwand" ist das heute schon weit entfernt, und die Kosten sinken rapide. Das immer mal wieder durch die Medien geisternde Gespenst vom "digitalen Vergessen" trifft auf neue Daten in vielen Fällen einfach nicht mehr zu. Die Probleme existieren "nur" noch mit Altbeständen, die noch aus Zeiten geringerer technischer Möglichkeiten (und vielleicht auch einem geringeren Problembewusstsein) stammen. Im privaten Bereich beobachte ich in letzter Zeit eher den Effekt, dass die Leute aufgrund der exponentiell steigenden Plattengrössen kaum noch Daten löschen. Ist die Platte voll, wird einfach eine grössere gekauft, die Daten kopiert, und weitergesammelt. [1] http://blog.backblaze.com/2009/09/01/petabytes-on-a-budget-how-to-build-cheap-cloud-storage/ [2] http://labs.google.com/papers/disk_failures.pdf Uhu Uhuhu schrieb: > Sofern sie sachgemäß gelagert wurden, ja. Es existieren heute noch > Negative aus der Pionierzeit der Fotografie. Und das macht wohl keinen Aufwand? Uhu Uhuhu schrieb: > Die Haltbarkeit digitaler Speichermedien ist nach wie vor nicht > gesichert. Das ist egal, eben weil man digitale Daten beliebig oft verlustfrei kopieren kann. Bei analogen Medien kann man selbst mit allem Geld der Welt den Verfall höchstens verlangsamen, aber nicht aufhalten. Andreas
Rufus t. Firefly schrieb: > Da wäre ich mir nicht so sicher. Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, > bei der die Bedeutung von Computern und digitaler Datenspeicherung für > den nichttechnischen Privatgebrauch erst seit wenigen Jahren eine > Bedeutung hat. Ja die alte Zeit. Ich musste alle Backups auf Streamern machen, ab 2GB war schluss. Dann kamen grössere Bänder, TOLL! Jetzt, aus Sicherheit, werden alle in Server, USB, u.s.w verteilt.
Andreas Ferber schrieb: > Uhu Uhuhu schrieb: >> Sofern sie sachgemäß gelagert wurden, ja. Es existieren heute noch >> Negative aus der Pionierzeit der Fotografie. > > Und das macht wohl keinen Aufwand? Stichwort: Zentraler Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland Dieses Lager ist im Barbarastollen in bei Oberried in der Nähe von Freiburg im Breisgau untergebracht. Gelagert werden fotografisch archivierte Dokumente mit hoher national- oder kulturhistorischer Bedeutung. Die Mikrofilme sind in Edelstahlfässern untergebracht, in denen sie sich jahrhundetelang halten. Es wird also durchaus Aufwand getrieben, weil die Archivare nur zu gut wissen, wie schnell unwiederbringliche Dokumente in wirren Zeiten verloren gehen können. Mikrofilm ist das einzige stabile Medium mit hoher Speicherkapazität, aus dem mit einfachen Mitteln die Daten zurückgewonnen werden können. http://www.bbk.bund.de/cln_027/nn_402294/DE/02__Themen/12__Kulturgutschutz/06__ZentralerBergungsort/ZentralerBergungsort__node.html__nnn=true http://de.wikipedia.org/wiki/Barbarastollen Bibliotheken haben ein weiteres Problem: Viele alte Bücher sind auf holzhaltigem Papier gedruckt, das nach einigen Jahrzehnten wegen seines Säuregehaltes einfach zerböselt. Digitale Kopien dieser Werke sind im Moment nur eine vorübergehende Lösung, weil man die Haltbarkeit der Datenträger nicht genau genug kennt. Zudem kommt das technische Problem der Lesbarkeit der Datentäger dazu: wer garantiert, daß die Elektronik einer eingelagerten Festplatte auch in 50 Jahren noch funktioniert. Wer garantiert, daß die zugehörigen Dokumentationen die Zeiten überstehen? Digitale Speicherung mag im privaten Bereich tragbar sein, so lange es mindestens eine Person gibt, die das Überleben der Daten garantiert. Ist diese Kontinuität gebrochen, wirds schon schwierig. Mein Eindruck: Sehr viele Leute unterschätzen die Fragilität unserer modernen Technik - nicht nur der Datentechnik, sondern der gesamten Zivilisation.
Uhu Uhuhu schrieb: > Andreas Ferber schrieb: >> Uhu Uhuhu schrieb: >>> Sofern sie sachgemäß gelagert wurden, ja. Es existieren heute noch >>> Negative aus der Pionierzeit der Fotografie. >> >> Und das macht wohl keinen Aufwand? > > Stichwort: /Zentraler Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland/ > > Dieses Lager ist im Barbarastollen in bei Oberried in der Nähe von > Freiburg im Breisgau untergebracht. Gelagert werden fotografisch > archivierte Dokumente mit hoher national- oder kulturhistorischer > Bedeutung. > > Die Mikrofilme sind in Edelstahlfässern unterbgebracht, in denen sie > sich jahrhundetelang halten. Davon wird einfach ausgegangen - ob es so ist, wissen wir erst in 500 Jahren ... Die Filme werden nicht 500 Jahre sämtliche Informationen halten sondern bereits vorher welche verlieren. Mit der Zeit wird das nur immer massiver. Dazu kommt dann das Problem, dass bei der Erstellung der Filme und beim späteren Kopieren weitere Information verloren gehen wird - und zwar für immer. Digital gespeicherte Daten wären auch in 1000 Jahren noch exakt so wie heute - halbwegs vernünftige Fehlerkorrekturen vorrausgesetzt. > Es wird also durchaus Aufwand getrieben, weil die Archivare nur zu gut > wissen, wie schnell unwiederbringliche Dokumente in wirren Zeiten > verloren gehen können. Das bestätigt aber das Argument der "Digitalfraktion", dass der Aufwand für eine Langzeitlagerung bei Film eben auch sehr hoch ist. Das gesamte Archiv des Barbarastollens würde auf einige wenige Festplatten passen. Das im Stollen investierte Geld dürfte reichen, um über 500 Jahre regelmäßig entsprechende Backups anzufertigen. Außerdem könnte man die Daten problemlos kopieren und an mehreren Punkten einlagern, was die Sicherheit weiter erhöhen würde. Vom leichteren Zugriff auf die Daten mal ganz abgesehen ... > Mikrofilm ist das einzige stabile Medium mit hoher Speicherkapazität, > aus dem mit einfachen Mitteln die die Daten zurückgewonnen werden > können. Es spricht ja nichts dagegen, die Aufzeichnungsformate und Elektronik gut zu dokumentieren - von mir aus auch auf Mikrofilm ;-) > Digitale Kopien dieser Werke sind im Moment nur eine vorübergehende > Lösung, weil man die Haltbarkeit der Datenträger nicht genau genug > kennt. Das ist nur ein scheinbares Problem, weil das Kopieren nur einen Knopfdruck erfordert und man Datenträger praktisch geschenkt bekommt. Es spricht nichts dagegen, die Daten alle 10 Jahre zu kopieren. > Zudem kommt das technische Problem der Lesbarkeit der Datentäger > dazu: wer garantiert, daß die Elektronik einer eingelagerten Festplatte > auch in 50 Jahren noch funktioniert. Wer garantiert, daß die zugehörigen > Dokumentationen die Zeiten überstehen? Die Doku könnte man ja durchaus auf Mikrofilm einlagern. Zur Not graviert man die Sachen in Granit und lagert sie ein - das hält erwiesenermaßen Jahrtausende :-) > Digitale Speicherung mag im privaten Bereich tragbar sein, so lange es > mindestens eine Person gibt, die das Überleben der Daten garantiert. Ist > diese Kontinuität gebrochen, wirds schon schwierig. Wenn ein Staat diese Aufgabe übernimmt, sollte die Kontinuität kein größeres Problem sein. > Mein Eindruck: Sehr viele Leute unterschätzen die Fragilität unserer > modernen Technik - nicht nur der Datentechnik, sondern der gesamten > Zivilisation. Sehe ich nicht so dramatisch. Nie war es so einfach und preiswert, Kopien (und zwar 1:1) von Daten anzufertigen. Außerdem sind Menschen extrem anpassungsfähig. Chris D. (aus Urlaub zurück :-)
Andreas Ferber schrieb: > Im privaten Bereich beobachte ich in letzter Zeit eher den Effekt, dass > die Leute aufgrund der exponentiell steigenden Plattengrössen kaum noch > Daten löschen. Ist die Platte voll, wird einfach eine grössere gekauft, > die Daten kopiert, und weitergesammelt. Mein früherer äußerst knausigerer Chef hatte bereits Anfang der 90er die Einsicht, daß es billiger ist, eine neue Festplatte zu kaufen, als aufzuräumen. Uhu Uhuhu schrieb: > Mein Eindruck: Sehr viele Leute unterschätzen die Fragilität unserer > modernen Technik - nicht nur der Datentechnik, sondern der gesamten > Zivilisation. Deswegen wurde ja der erste Versuch eher erfolglos beendet, eine globale Ölversorgungsstrategie mit quasinatürlichen Mitteln über die Weltmeere zu etablieren. Uhu Uhuhu schrieb: > Bibliotheken haben ein weiteres Problem: Viele alte Bücher sind auf > holzhaltigem Papier gedruckt, das nach einigen Jahrzehnten wegen seines > Säuregehaltes einfach zerböselt. Sofern nur ausreichend Geld da ist, ist das kein Problem, das Lignin lässt sich mit geeigneten Prozessen bucherhaltend beseitigen. Aber das Problem ist, daß Bibliotheken nur sehr wenig Geld haben, und daß die Mittel für Bibliotheken drastisch gekürzt werden. Das betrifft nicht nur die für die Versorgung des Pöbels zuständigen Stadtteilbibliotheken, sondern auch so rennomierte Häuser wie die Staatsbibliothek zu Berlin, die in den letzten Jahren beispielsweise die Anzahl der abonnierten Fachzeitschriften ganz drastisch reduziert hat, und im letzten Jahr sogar zeitweiligen kompletten(!) Erwerbungsstop für Bücher hatte. Bei solchen Rahmenbedingungen muss man sich über Bucherhalt und Archivierung keine Gedanken machen, und man denke nicht, daß die Staatsbibliothek es auch nur geschafft hätte, herauszufinden, welche Bücher aus ihrem Vorkriegsbestand denn tatsächlich als Kriegsverlust einzustufen sind. O nein, in den Katalogen sind entsprechende Bücher nach wie vor als "Kriegsverlust möglich" gekennzeichnet. Und ich rede hier nicht vom Afghanistan-Krieg.
Chris D. schrieb: > Digital gespeicherte Daten wären auch in 1000 Jahren noch exakt so wie > heute - halbwegs vernünftige Fehlerkorrekturen vorrausgesetzt. Das behauptest du. Auch wenn ich mich wiederhole: speicher auf eine CD- oder DVD-ROM und die Daten sind spätestens in 20 Jahren futsch. Selbst gepreßte CDs/DVDs halten nur begrenzte Zeit. Dto. für Magnetbänder, Disketten... MODs sollen recht langzeitstabil sein - nur werden die nicht mehr hergestellt. Bei Datenträgern mit integrierter Elektonik ist die der Flaschenhals - da reicht irgendwo ein Flas-Memory, das halt irgendwann einfach vergißt - und alles, was Feinstmechanik erfordert, ist schlicht nicht robust genug. > Das bestätigt aber das Argument der "Digitalfraktion", dass der Aufwand > für eine Langzeitlagerung bei Film eben auch sehr hoch ist. Nur unter diesem Aufwand ist die Haltbarkeit eben nicht ausreichend sicher gestellt. > Das ist nur ein scheinbares Problem weil das Kopieren nur einen > Knopfdruck erfordert und man Datenträger praktisch geschenkt bekommt. Das behauptest du. Kannst du garantieren, daß es diesen Knopf für alle Zeiten gibt? Die Archivare sehen da nicht so optimistisch. Beispiele für Verluste an Kulturgütern gibt es zu Hauf. Das erste große Ereignis war der Brand der Bibliothek von Alexandria - niedergebrannt 48 v.u.Z. von Cäsar. > Sehe ich nicht so dramatisch. Nie war es so einfach und preiswert, > Kopien (und zwar 1:1) von Daten anzufertigen. > > Außerdem sind Menschen extrem anpassungsfähig. OK, dir fehlt offensichtlich der Überblick, das zu beurteilen.
Ach kommt, dann fotografiert euren zeitgeschichtlich bedeutsamen Mist doch analog. Interessiert eh keine Sau mehr in 100 Jahren.
Uhu Uhuhu schrieb: > Yalu X. schrieb: >> Ob man in 50 Jahren wohl noch für endlich viel Geld Abzüge aus den >> Negativen machen lassen kann > > Sofern sie sachgemäß gelagert wurden, ja. Es ging mir nicht um die Haltbarkeit der Negative. Denn selbst wenn die Negative in 50 Jahren noch in perfektem Zustand sind, hat man ja noch keine Bilder zum Anschauen. Wird man in 50 Jahren einfach in den Fotoladen gehen und für ein paar Euro Abzüge machen lassen können? Ziemlich sicher nicht. Aber wahrscheinlich wird man dabei sowieso den Weg über den Computer gehen, also Negativ einscannen, im Computer konvertieren und dann ausdrucken. Aber wenn die Qualität gut sein soll, braucht man dazu einen Spezialscanner oder zumindest einen geeigneten Aufsatz für einen Standardscanner. Beides wird wegen geringer Nachfrage entsprechend teuer sein, und auch der Dienstleister, der die Konvertierung im Auftrag macht, wird sich seine Arbeit gut bezahlen lassen. Für historisch wertvolle Dokumente spielt der Preis sicher eine unter- geordnete Rolle, aber bei Tausenden von Familienfotos wird man sich schon überlegen, ob man von den 50 Jahre lang mit viel Liebe gelagerten Negativen nicht einfach 99% wegschmeißt. > Es existieren heute noch Negative aus der Pionierzeit der Fotografie. Meinst du die Schwarzweißnegative? Halten Farbnegative genauso lange? Und wie kann man überhaupt beurteilen, ob die Negative von damals nicht doch etwas an Qualität verloren haben? Solange die Zeitmaschine nicht erfunden ist, hat man keinen Vergleichsmaßstab.
Yalu X. schrieb: > Wird man in 50 Jahren einfach in den Fotoladen gehen und für ein paar > Euro Abzüge machen lassen können? Ziemlich sicher nicht. Das vielleicht nicht, aber es wäre selbst nach einen teilweisen Zusammenbruch der Zivilisation noch möglich, sich die doch vergleichsweise einfachen Geräte notwalls selbst zu bauen, mit denen man an die Daten kommt. > Für historisch wertvolle Dokumente spielt der Preis sicher eine unter- > geordnete Rolle, aber bei Tausenden von Familienfotos wird man sich > schon überlegen, ob man von den 50 Jahre lang mit viel Liebe gelagerten > Negativen nicht einfach 99% wegschmeißt. Der Übergang von banal zu interessant, oder gar wertvoll ist fließend und ich glaube nicht, daß wir heute voraussehen können, was die Forscher in 5-10 Generationen interessiert. Gerade die Überlieferungen aus dem "gemeinen Volk" sind heute sehr wertvoll, weil rar. Aus weit vergangenen Zeiten sind fast nur Dinge aus den Spitzen der jeweiligen Gesellschaften überliefert. >> Es existieren heute noch Negative aus der Pionierzeit der Fotografie. > > Meinst du die Schwarzweißnegative? Ja. > Halten Farbnegative genauso lange? Nein, die haben im Prinzip dasselbe Problem, wie CD-ROM u.ä: die Farbstoffe verändern sich. Aber Farbdokumente kann man in Form von Farbauszügen archivieren. > Und wie kann man überhaupt beurteilen, ob die Negative von damals nicht > doch etwas an Qualität verloren haben? Weil man keine Zerfallsspuren sehen kann. Die Negative sind so gut, wie man sie mit der betreffenden Technik nur hinbekommen kann.
Uhu Uhuhu schrieb: > Der Übergang von banal zu interessant, oder gar wertvoll ist fließend > und ich glaube nicht, daß wir heute voraussehen können, was die Forscher > in 5-10 Generationen interessiert. Gerade die Überlieferungen aus dem > "gemeinen Volk" sind heute sehr wertvoll, weil rar. Ok, du siehst jetzt die Analogfotografie als Möglichkeit, Bildinforma- tionen für die Forscher in der fernen Zukunft zu konservieren. Mag sein, dass das funktioniert. Ich werde mir jetzt aber keine Analogkamera zulegen, nur um diesen Forschern die Arbeit zu erleichtern. Die sollen sich für ihr Geld ruhig auch ein wenig anstrengen :) Und für den Eigenbedarf bzw. die eigenen Nachkommen der nächsten paar Generationen habe ich halt zu den digitalen Daten, die alle paar Jahre auf ein jeweils aktuelles Medium kopiert werden, mehr Vertrauen. Natürlich können die digitalen Daten verloren gehen, wenn die Nachkommen sich einmal 10 Jahre lang nicht mehr darum kümmern. Wenn sie sich aber 10 Jahre lang nicht um die Negative kümmern, ist auch hier die Chance groß, dass sie kaputt oder verloren gehen, sei es durch Feuchtigkeit im Keller oder einfach durch Verschüttgehen beim nächsten Umzug. Die digitalen Daten haben noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Man kann beliebig viele Kopien davon anfertigen und diese streuen. Jeder Nachkomme bekommt also mindestens eine Kopie. Nach ein paar Generationen sind die Kopien in großer Anzahl so weit gestreut, dass sie praktisch nur noch durch den Untergang der Menschheit verloren gehen können. Und ob danach die Außerirdischen noch meine Bilder bewundern können oder nicht, ist mir eigentlich ziemlich egal :)
Ein Aspekt ging IMHO in der bisherigen Diskussion vergessen: Durch digitale Aufzeichnungen gibt es heute um Grössenordnungen mehr Zeitdokumente als noch im Analog- oder gar im Vor-Buchdruckzeitalter. Von jedem einzelnen heutigen Mensch gibt es vermutlich mehr Zeitdokumente auf seiner Festplatte als unser Wissen über die meisten historischen Persönlichkeiten oder gar über ganze historische Völker oder Epochen umfasst. Selbst wenn fast alle Menschen ihre digitalen Daten nicht seriös über die Zeit retten, so wird unsere Generation immer noch deutlich mehr Material hinterlassen als unsere Vorfahren.
Und selbst wenn der PC zu Hause abkratzt und alle Backups durch ein Feuer zerstört wurden, kann man auf die "Online Backups" (Faceb00k, Google, Wayback machine, ...) zurückgreifen... ;-)
Johnny B. schrieb: > Und selbst wenn der PC zu Hause abkratzt und alle Backups durch ein > Feuer zerstört wurden, kann man auf die "Online Backups" (Faceb00k, > Google, Wayback machine, ...) zurückgreifen... ;-) Rat mal, wie sicher diese "Online Backups" sind, wenn die Infrastruktur mal zusammengebrochen ist. Für Archivierung wirklich wertvoller Daten kann das eine Möglichkeit unter vielen sein, aber mehr nicht.
Ja ich weiss schon, war nur ein Witz, darum auch der Smiley am Schluss. Fotos wo man besoffen ist backupen Faceb00k und co. allerdings recht gut; die wird man oft nicht mehr los und potentielle neue Arbeitgeber finden sie dann natürlich auch... Ne, bei Backups ist man wohl wirklich am besten dran, wenn man sich selber darum kümmert und in einer möglichst einfachen Form anfertigt (Dateien kopieren, ohne Passwortschutz, Kompression oder dergleichen). Firmen gehen so schnell ein wie sie entstanden sind und mit ihnen auch die dort gespeicherten Daten. Ein gutes Beispiel dafür ist z.B. Geocities wo man früher gratis seine Homepage hosten lassen konnte. Ich war auch einer von abertausenden Usern davon, der dort seine erste Homepage hatte. Yahoo! hat sich das alles dann später unter den Nagel gerissen und noch später das ganze eingestellt. Alle Daten weg - zunächst. Nun bemühen sich ein paar, diese Daten zu retten: http://www.reocities.com/ Bei Firmen die so online Cloud-Sachen anbieten, wäre ich deshalb auch sehr vorsichtig. Am besten noch von allem was in der Cloud gespeichert ist, selber noch ab und zu eine Kopie bzw. Backup ziehen.
15 Jears later.... Wer von euch macht noch Analog?
:
Bearbeitet durch User
Wolfgang R. schrieb: > Als der Thread eröffnet wurde, war das Internet noch analog... Und die Schwierigkeiten mit der Übertragung waren noch Überschaubar. Neulich wollte ich ein paar Bilder von der Kamera in den Rechner übertragen. Ging aber nicht und ich war nicht sicher, ob das am falschen Kabel (eins für alle) lag. (muss ich die Alternative nutzen, Usb-Stick mit SD-Kartenlesehilfe) Analogfotografie hat wohl aktuell einen ähnlichen Legacy-Charme wie das Schallplatten hören - und in ähnlicher Weise kann man wie auch bei den Schallplatten Schwierigkeiten mit der Logistik haben. Früher war das Beispielsweise überhaupt kein Problem, Papier zum Belichten und die passenden Filme dazu zu finden. Filme entwickeln lassen war auch früher schon ein Problem, wenn der Fotoapparat schon seine Vergangenheit hatte - die sich dann aber eher in dubiosen Filmdosen äußern konnte, die man wo auch immer wiederfinden konnte.
Rbx schrieb Jahre später im Beitrag #7975966: > dubiosen Filmdosen äußern konnte, die man wo auch immer wiederfinden > konnte. Die Masse der Fotos hat sich potenziert und die sinnvolle Beschriftung der Daten hinkt hinterher. Früher hatte ich 72 Dias von einer Schiffsreise, heute hatte ich >3000 Digitalbilder von einer Afrika-Reise. EXIF-Daten sind nicht immer zuverlässig zur Auswertung!
Christian M. schrieb: > 15 Jears later.... Wer von euch macht noch Analog? Ich. 120er, 4x5 Filme und seit einigen Tagen auch mit einer 116er Kamera, alles in sw. Eine Olympus OM-2 wartet noch auf ihren Eisatz (Feiertage).
Analoge Bilder (Negative) sind immer noch schwerer nachtraeglich zu faelschen, als digitale Bilder.
Dieter D. schrieb: > Analoge Bilder (Negative) sind immer noch schwerer nachtraeglich zu > faelschen, als digitale Bilder. ... sagt Deine KI? Früher haben Leute Fotos fotografiert, die sie verfälscht haben. Dafür gab es z.B. Retuschierfarbe und einen Pinsel. Auf diese Art ist mancher Politiker vom Bild verschwunden, wenn die Schere nicht half? Thema Reprofotografie wäre noch zu ergänzen.
:
Bearbeitet durch User
Lu schrieb: > Früher hatte ich 72 Dias von einer > Schiffsreise, heute hatte ich >3000 Digitalbilder von einer > Afrika-Reise. EXIF-Daten sind nicht immer zuverlässig zur Auswertung! Weswegen es sich empfiehlt, die Bilder für sich sprechen zu lassen. Aber man kann vor Überraschungen nicht gefeit sein, je nach späterer Nachfrage, egal, ob es dann um das Wetter geht, die Leute, die Hintergründe oder den kleinen pixeligen Punkt ganz hinten im Bild oder was auch immer ;) (Außerdem ist Afrika ja nun auch viel größer als so ein Schiff ;) ) Schwierig ist auch, die Bilder auszusortieren - man muss sich dann halt Zeit nehmen, und erstmal mit einen neuen Order anfangen, in welchen die ersten wichtigen auffälligen Bilder kommen, die dann eventuell auch weiterverarbeitet werden (Ausdrucken, Plakat o.ä.).
Interessant ist, dass das analoge Bildmaterial quasi unterschiedlich große Pixel (Silber-Halogenid-Körner) aufweist. Das ist für die Bildqualität von Vorteil. Firmen wie Fujifilm versuchten daher, digitale Sensoren ähnlich zu gestalten wie analoges Belichtungsmaterial. So entstanden Kameras mit Super-CCD-Sensoren (Fujifilm Finpix A510) mit unterschiedlich großen und geformten Pixeln. Ob sich das gelohnt hat, die Abweichung von quadratischen Pixeln? Die Fuji hatte ich mal für 29€ im An- und Verkauf gekauft (2011). Gruß Thomas
:
Bearbeitet durch User
Moin, Nach über zwanzig Jahren Abstinenz, entschied ich mich, meine Analog Foto Klamotten aus ihren Dornröschenschlaf zu erwecken und habe mir wieder eine behelfsmässige, kleine Dunkelkammer eingerichtet. Bald werde ich wieder in der Lage sein meine Filme und Abzüge selber bearbeiten zu können. Ich habe vor mich auf 35mm und 6x6cm Format zu betätigen. Sobald ich kann, werde ich meine 3.5F TLR und Konica T3 "Gassi" führen und sehr gespannt was dabei rauskommen wird. Auch plane ich mir eine behelfsmässige Negativkopier Vorrichtung zu erstellen, um auch Abzüge digital herstellen zu können. Wie einige erste Versuche ergeben haben, sollte die Auflösung von 10Mp auf Grund der Filmkörnigkeit für 6x6cm Format ausreichen. Als Beleuchtung dient ein LED Rahmen. Wenn nicht, setze ich auf einen zukünftigen Epson V600. Bei 35mm wird es wahrscheinlich für größere Abzüge ohnehin nicht ganz ausreichen. Time will tell... Gerhard
Gerhard O. schrieb: > Wie einige erste Versuche ergeben haben, sollte die Auflösung von 10Mp > auf Grund der Filmkörnigkeit für 6x6cm Format ausreichen. Das ist dann aber arg grobkörnig. Was für ein Film, womit entwickelt?
Harald K. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Wie einige erste Versuche ergeben haben, sollte die Auflösung von 10Mp >> auf Grund der Filmkörnigkeit für 6x6cm Format ausreichen. > > Das ist dann aber arg grobkörnig. Was für ein Film, womit entwickelt? Voraussichtlich HP5 und FP4, vielleicht auch die moderneren Delta Typen. Was Entwickler Auswahl betrifft, habe ich momentan nur Ilfosol 3 zur Verfügung. Die Auswahl in den Geschäften ist bei uns in Kanada begrenzter wie bei Euch in DE. Anfangs muss ich ohnehin erst Messreihen machen, um meine Handhabung der Entwicklung in den Griff zu kriegen.
:
Bearbeitet durch User
Gerhard O. schrieb: > Die Auswahl in den Geschäften ist bei uns in Kanada begrenzter wie bei > Euch in DE. Ach ja, Kanada ... Dafür ist da mehr Landschaft, und schöner ist sie auch. Ich hab' meistens Rodinal verwendet, oder die Adox'sche Neuinterpretation davon. Das Zeug ist ausgesprochen gutmütig und haltbar. https://www.fotoimpex.de/shop/fotochemie/adox-rodinal-500-ml-konzentrat.html
Harald K. schrieb: > Ich hab' meistens Rodinal verwendet, Ich kannte das nur als DDR Produkt, schon aus den 1960ern. Gab es es das auch in den Kapitalistischen Ländern. MfG ein 81 Jähriger
Rufus Τ. F. schrieb: > Bei Langzeitbelichtungen ist analoges Filmmaterial überlegen, da es kein > von der Belichtungsdauer abhängiges Bildrauschen gibt. Das, was du als Bildrauschen bezeichnest, ist der aufintegrierte Dunkelstrom. Bei analogem Filmmaterial ärgert dich statt dessen der Schwarzschild-Effekt. > S/W-Material kann etwa 13 Blendenstufen abbilden, mit einer guten > Digitalkamera sind zwischen 8 und 10 möglich. Eine Blendenstufe entspricht einem Bit. Gute Digitalkameras verwenden DEUTLICH mehr als 8 Bit, teilweise bis zu 16.
:
Bearbeitet durch User
Al. K. schrieb: > Ich kannte das nur als DDR Produkt, schon aus den 1960ern. Das war kein DDR-Produkt, das war eine Agfa-Erfindung aus dem Jahre 1891. In der DDR hieß das Zeug "Orwo R09".
Gerhard O. schrieb: > Die Auswahl in den Geschäften ist bei uns in Kanada begrenzter wie bei > Euch in DE. Vielleicht hilft ja das hier: https://studioargentique.ca/collections/b-w-chemical-film-paper Die sitzen in Montréal, was von Dir vermutlich immer noch recht weit entfernt ist, aber deutlich näher sein dürfte als Berlin ...
:
Bearbeitet durch User
Rainer W. schrieb: > Bei analogem Filmmaterial ärgert dich statt dessen der > Schwarzschild-Effekt. Bei Schwarz-Weiß-Photographie? Ob Du den wirklich meinst? Vereinfacht gesagt, ist der Schwarzschild-Effekt eine Änderung der Filmempfindlichkeit bei extremen Belichtungszeiten. Mit Rauschen oder Korn hat der nichts zu tun.
Harald K. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Die Auswahl in den Geschäften ist bei uns in Kanada begrenzter wie bei >> Euch in DE. > > Vielleicht hilft ja das hier: > > https://studioargentique.ca/collections/b-w-chemical-film-paper > > Die sitzen in Montréal, was von Dir vermutlich immer noch recht weit > entfernt ist, aber deutlich näher sein dürfte als Berlin ... Danke. Dieses Geschäft war mir noch nicht bekannt. Der lokale Händler (alt eingesessenes Photogeschäft) bestellt schon auf Anfrage. Aber ich muß mich erst an der Marktlage orientieren. Aus DE zu bestellen möchte ich aus Kostengründen nach Möglichkeit vermeiden. Die Adox Sachen würden mich aber schon interessieren. Ich habe Deinen Link kurz überflogen - die haben Adox im Lieferprogramm. Flicfilm wird übrigens hier in Alberta hergestellt.
:
Bearbeitet durch User
Harald K. schrieb: > In der DDR hieß das Zeug "Orwo R09" Da stimmt nicht , ich habe mit Rodinal in der DDR und Auch in Bulgarien in den 1960 ern filme entwickelt. MfG ein 81 Jähriger
Beitrag #7976215 wurde vom Autor gelöscht.
Al. K. schrieb: > ich habe mit Rodinal in der DDR und Auch in Bulgarien > in den 1960 ern filme entwickelt Restbestände aus der Zeit vor der Klärung der Namensrechte zwischen Agfa und Orwo? Oder alternative Geschichte, gefühlte Erinnerung.
Gerhard O. schrieb: > Voraussichtlich HP5 und FP4, vielleicht auch die moderneren Delta Typen. Wenn man gefühlt von vor über 50 Jahren von Rodinal / R09 und NP20 kommt ist es ganz hilfreich mal andere Kombinationen auszuprobieren. Ich bin heute mit Ilford FP4+ und HC-110 recht zufrieden. Der FP4 ist ja noch ein Schwarz-Weiß-Film mit klassischer Kornstruktur. Das Scannen der 35mm und 6x6 Negative mittels meinem Epson 3200 Photo finde ich nicht optimal. Hier bin ich letztlich beim Abfotografieren mittels einer Canon EOS 70D gelandet. Die 20 Megapixel bei APS-C und einem 50mm Objektiv mit Zwischenring leuchten so ziemlich exakt bis 6x9 Negative aus.
Gerhard O. schrieb: > Aus DE zu bestellen möchte > ich aus Kostengründen nach Möglichkeit vermeiden. Die Adox Sachen würden > mich aber schon interessieren. Ich hatte eben mal Canada als Zielland bei Fotoimpex eingegeben. Offensichtlich lassen sich nicht alle Entwickler (selbst Pulverform) verschicken. Aber der Ilfosol-3 laesst sich per Luftfracht verschicken.
:
Bearbeitet durch User
Manfred P. schrieb: > Bei Schwarz-Weiß-Photographie? Genau da > Ob Du den wirklich meinst? Hätte ich es sonst geschrieben? > Vereinfacht gesagt, ist der Schwarzschild-Effekt eine Änderung der > Filmempfindlichkeit bei extremen Belichtungszeiten. Richtig, dem kann man mit Wasserstoff entgegen wirken, was allerdings schon einigen technischen Aufwand erfordert. > Mit Rauschen oder Korn hat der nichts zu tun. Die Frage war: P. M. schrieb: > Doch gibt es heute noch Bereiche, in denen analoge den digitalen > überlegen sind? Je nach dem, wie man die einzelnen Eigenschaften (Rauschen, Dunkelstrom, Korn, Berechenbarkeit der Belichtung) beim Vergleich für die verschiedenen Bereiche gewichtet, kommt dann raus, welche Aufnahmetechnik wo evtl. überlegen ist.
Thomas W. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Aus DE zu bestellen möchte >> ich aus Kostengründen nach Möglichkeit vermeiden. Die Adox Sachen würden >> mich aber schon interessieren. > > Ich hatte eben mal Canada als Zielland bei Fotoimpex eingegeben. > Offensichtlich lassen sich nicht alle Entwickler (selbst Pulverform) > verschicken. Aber der Ilfosol-3 laesst sich per Luftfracht verschicken. Ein paar der klassischen Entwickler und Filme haben sie im lokalen Fotogeschäft. Nur sind halt einige Sachen die bei Euch in DE beliebt sind, nicht so leicht erhältlich. Adox ist aber innerhalb von Kanada lieferbar. Ich werde anfangs mit Ilfosol-3 arbeiten, nicht zuletzt, weil ich ihn vor zwei Wochen kaufte. Ich habe von früher her noch einige originalverpackte Pulver Entwickler (Kodak D-76, Mikrophen). Die haben ja angeblich eine sehr lange Haltbarkeit solange sie nicht verklumpt sind. Aber frisch ist natürlich immer vorzuziehen.
Im Wikipediaeintrag zu Rodinal steht die Rezeptur; sofern Du Zugang zu den Chemikalien hast, kannst Du dir das Zeug also auch selbst anmischen. https://de.wikipedia.org/wiki/Rodinal
Joe G. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Voraussichtlich HP5 und FP4, vielleicht auch die moderneren Delta Typen. > > Wenn man gefühlt von vor über 50 Jahren von Rodinal / R09 und NP20 kommt > ist es ganz hilfreich mal andere Kombinationen auszuprobieren. Ich bin > heute mit Ilford FP4+ und HC-110 recht zufrieden. Der FP4 ist ja noch > ein Schwarz-Weiß-Film mit klassischer Kornstruktur. Das Scannen der > 35mm und 6x6 Negative mittels meinem Epson 3200 Photo finde ich nicht > optimal. Hier bin ich letztlich beim Abfotografieren mittels einer Canon > EOS 70D gelandet. Die 20 Megapixel bei APS-C und einem 50mm Objektiv mit > Zwischenring leuchten so ziemlich exakt bis 6x9 Negative aus. Das ist gut zu wissen. Was nimmst Du als Hintergrundbeleuchtung? Gut zu wissen. Den HC-110 gibt es im Geschäft. Ist mit $76 ziemlich teuer. Soll aber gut haltbar sein. Nur die sirupartige Konsistenz könnte beim Abmessen der Proportionen etwas hinderlich sein. Vorläufig möchte ich mit FP4+ und HP5+ meine Erfahrungen Sammeln. Früher arbeitete ich viel mit Kodak SW Filmen. Was Scannen betrifft, habe ich vor mir einen Epson V600 zuzulegen. Der soll angeblich für Film und Duas Scannen gut geeignet zu sein und gibt auch nicht komprimierte Bilder Dateien her und ist mit $378 noch erschwinglich. Ich habe momentan nur einen Canon G12 Fotoapparat mit 10Mp und das ist halt doch etwas marginal. Abgesehen davon ist die Optikgeometrie im Makrobereich nicht optimal, obwohl es mit Vergrösserungsvorsetzlinsen viel besser wird.
Harald K. schrieb: > Im Wikipediaeintrag zu Rodinal steht die Rezeptur; sofern Du > Zugang zu > den Chemikalien hast, kannst Du dir das Zeug also auch selbst anmischen. > > https://de.wikipedia.org/wiki/Rodinal Da lasse ich lieber die Finger davon - Aber gut zu wissen.
Es gibt auch Caffenol - wenn man hart im Nehmen ist, kann man sich auch das anmischen. Die Zutaten sind leicht zu bekommen: - Instantkaffeepulver (und viel davon) - Natron - Vitamin C https://caffenol.blogspot.com/ Hart im Nehmen muss man sein, weil das Zeug ... nun, sagen wir, nicht geruchsarm ist. Aber jetzt ist klar, wieso überhaupt Instantkaffee hergestellt wird; für Menschen ist das Zeug ganz sicher nicht gedacht gewesen, so übel, wie es schmeckt.
Harald K. schrieb: > Es gibt auch Caffenol - wenn man hart im Nehmen ist, kann man sich auch > das anmischen. > > Die Zutaten sind leicht zu bekommen: > > - Instantkaffeepulver (und viel davon) > - Natron > - Vitamin C Natron? Zum Rülpsen? Egal, klingt in dieser Kombi schon fast gesund... :)
Harald K. schrieb: > Es gibt auch Caffenol - wenn man hart im Nehmen ist, kann man sich auch > das anmischen. Zum experimentiert sicherlich eine nette Alternative. Konstante Ergebnisse habe ich damit jedoch nie erreicht. Es war eine Überraschung, wenn der Film aus der Dose kam. Gerhard O. schrieb: > Nur die sirupartige Konsistenz könnte > beim Abmessen der Proportionen etwas hinderlich sein. Das ist kein Problem. So zäh ist der nicht. Er kann wunderbar in kleinen Messbechern abgemessen werden.
Joe G. schrieb: > Harald K. schrieb: >> Es gibt auch Caffenol - wenn man hart im Nehmen ist, kann man sich auch >> das anmischen. > > Zum experimentiert sicherlich eine nette Alternative. Konstante > Ergebnisse habe ich damit jedoch nie erreicht. Es war eine Überraschung, > wenn der Film aus der Dose kam. Schon erstaunlich, dass es möglich ist. Flic Film hier in Alberta hat sich auf umweltfreundliche Fotochemie spezialisiert. Das ist für jene mit eigener Klärgrube auf eigenem Boden von Interesse: https://flicfilm.ca/ Ich habe es aber noch nicht ausprobiert. > > Gerhard O. schrieb: >> Nur die sirupartige Konsistenz könnte >> beim Abmessen der Proportionen etwas hinderlich sein. > > Das ist kein Problem. So zäh ist der nicht. Er kann wunderbar in kleinen > Messbechern abgemessen werden. Danke. Das ist gut zu wissen.
Gerhard O. schrieb: > Flic Film hier in Alberta hat > sich auf umweltfreundliche Fotochemie spezialisiert. Entwickler ist dabei gar nicht das große Problem, aber Fixierer, insbesondere gebrauchter. Man kann auch mit Kochsalz fixieren, dauert 'ne Ewigkeit, selbst wenn man das mit gesättigter Lösung macht -- aber der gebrauchte Fixierer ist wegen des gelösten Silbers richtig übel. Das ruiniert jede Kläranlage. Selbst wenn man das Silber ausfällt, bleibt immer noch genug in der Suppe, daß sie zur Sondermüllstelle muss.
Gerhard O. schrieb: > Adox ist aber innerhalb von Kanada lieferbar. Ob da noch drin ist, was Du erwartest? Das ist eine der Marken, die mehrfach verkauft wurde und mit dem Original nichts mehr zu tun hat. Frage mal Wikipedia, falls Du der glauben magst.
Manfred P. schrieb: > Ob da noch drin ist, was Du erwartest? Das ist eine der Marken, die > mehrfach verkauft wurde und mit dem Original nichts mehr zu tun hat. Die heutige Adox ist eng mit dem Berliner Analogphotohändler Fotoimpex (und dessen Inhaber Mirko Böddecker) verbandelt. Und die besitzen mittlerweile auch das Namensrecht an Rodinal (außer in Frankreich, warum auch immer). Das ist also was anderes als z.B. "Rollei".
Gerhard O. schrieb: > Da lasse ich lieber die Finger davon - Aber gut zu wissen. Wenn du nicht gerade so weit weg wärst, könnte ich dir hier noch die Reste meiner Dunkelkammerausrüstung samt Fotochemikalien zusenden. ;-) Da ist noch einiges da. Verwenden werde ich es sehr wahrscheinlich leider doch nicht mehr, auch wenn ich Dunkelkammerarbeit immer sehr interessant fand.
> Ich habe von früher her noch einige > originalverpackte Pulver Entwickler (Kodak D-76, Mikrophen). Die haben > ja angeblich eine sehr lange Haltbarkeit solange sie nicht verklumpt > sind. Aber frisch ist natürlich immer vorzuziehen. Pulverentwickler halten bis zum juengsten Tag wenn sie luftdicht verpackt sind. Vanye
Jörg W. schrieb: > Verwenden werde ich es sehr wahrscheinlich leider doch nicht mehr, auch > wenn ich Dunkelkammerarbeit immer sehr interessant fand. Mir geht's da durchaus ähnlich. Papierabzüge habe ich schon seit mindestens 20 Jahren keine mehr gemacht, Negative vor zehn, fünfzehn Jahren zuletzt entwickelt. Aber man wird ja älter, und mag sich dann vielleicht auf manches zurückbesinnen; ich habe noch einen 4x5-Vergrößerer herumstehen (und auch die Kamera dazu). Das Format macht dann eindeutig mehr Spaß. Kleinbild hab' ich schon im letzten Jahrhundert aufgegeben, da sehe ich den Reiz nicht. Und Mittelformat, ja, OK, da fängt es an, netter zu werden, aber ich hab' nichts, was größer ist als 6x6. Die besten Objektive hat meine Mamiya 645, 6x6 hab' ich mit sowjetischen Toleranzen und als sauschwere, aber geniale TLR mit Wechselobjektiven von Mamiya. Um aber wirklich Photographie erleben zu können, ist meine 4x5 auf optischer Bank besser geeignet. Wenn ich damit Menschen photographiere, ist es für die auch ein Ritual. Mehr als 12 Aufnahmen "in einem Rutsch" kann ich nicht anfertigen (ich müsste mir mehr Planfilmkassetten anschaffen), aber das reicht auch. Da geht es nicht um fps (frames per second), sondern eher um mpf (minutes per frame). In Turin sah ich kürzlich einen Straßenphotographen, der sich eine Spezialkamera gebaut hatte - das war eine 4x5-Kamera mit angeflanschter Winz-Dunkelkammer. Photographiert wurde direkt auf s/w-Papier, und das dann wegen des Negativprozesses noch mal abphotographiert. Das hatte eindeutig auch was; lediglich die Abzüge litten etwas darunter, daß sie verständlicherweise auf PE-Papier und nicht Baryt angefertigt wurden, nur hätte eine Presse den Rahmen der Straßenphotographie deutlich gesprengt. Das war schön anzusehen, und auch recht viele jüngere Leute haben es geschafft, ihr Smartphone wegzustecken und sich ruhig vor die Kamera zu stellen.
Mir tun da eher die tollen Objektive leid, die ich gesammelt hatte. Prinzipiell war aber auch die AF-Kamera problematisch, die ich bereits gebraucht gekauft hatte. AF lief bei der Analogen eigentlich recht gut. (ich glaube, digitalen Ersatz für meine Analoge AF-SR habe ich bisher gar nicht gefunden) Tatsächlich spannend finde ich aktuell eher Screenshots in Skyrim. Vor ein paar Tagen war mal wieder ein Sperbergockel vom Küchenfenster. Da hatte ich so gedacht.. aber einmal wegschauen war schon schwierig, und die Situation nicht wiederholbar.
Rbx schrieb: > Mir tun da eher die tollen Objektive leid, die ich gesammelt hatte. Die Objektive sind oft nur in Verbindung mit Film "toll". Die erheblich höhere Auflösung heutiger Kamerasensoren zeigt recht gnadenlos, worin der Unterschied zwischen jahrzehntealten Objektivkonstruktionen und heutigen, für das Auflösungsvermögen der Sensoren konstruierter Objektive liegt. Das kann man natürlich "Charakter" nennen, oder "Flair", aber das geht schon fast in Richtung Lomographie. Am 45mp-Sensor meiner Digitalkamera überzeugen nur ein paar Mittelformatobjektive meiner Mamiya 645 - die sind, wenn eine Blendenstufe abgeblendet, so knackscharf, daß sie sich nicht verstecken müssen. Und dank des EVF ist endlich manuelles Focussieren kein Krampf im Arsch mehr. (An der 4x5 nehme ich eine Aufsatzlupe für die Mattscheibe, aber das ist natürlich was ganz anderes ...)
Rbx schrieb: > Mir tun da eher die tollen Objektive leid, die ich gesammelt hatte. Kann ich gut nachfühlen. Ich nenne noch eine Minolta XD7 mein eigen. Eine größere Objektiv-Sammlung habe ich nicht, aber ich dachte selber, dass Digital-Fotographie Jahrzehnte nicht an Analog-Fotographie heranreichen würde. Tja, das war ein Irrtum. In jeder Hinsicht. Sei es in Sachen Auflösung, Lichtempfindlichkeit, Kosten u.a.
Rainer Z. schrieb: > aber ich dachte selber, > dass Digital-Fotographie Jahrzehnte nicht an Analog-Fotographie > heranreichen würde. Dachte ich auch lange, bis so gegen 2010 herum die Sensoren einen heftigen Qualitätssprung machten, wie z.B. der IMX071, der in verschiedenen APS-C-DSLRs verwendet wurde (Pentax K-5, Nikon D7000. Das war der erste Sensor, der bei fünfstelligen ISO-Werten tatsächlich noch mehr als reinen Matsch abliefern konnte. Bei ISO51200 sahen die Bilder zwar schrecklich aus, waren aber einem auf ISO3200 gepushten HP5 bereits überlegen (wenn man sie in s/w umrechnete). Meine letzte DSLR hatte einen 35mp-Sensor, der mir leider sehr klar zeigte, wie doch eher unterdurchschnittlich meine Objektive waren, und da aus verschiedenen Gründen für dieses Kameramodell keine anständigen Neuobjektive zu erwarten waren (von einigen wenigen Festbrennweiten abgesehen), biss ich schlussendlich in den sauren Apfel und wechselte zu einer spiegellosen Kamera. Deren Sensor hat eine noch höhere Auflösung, aber selbst das einfache "Kit"-Objektiv (24-70mm/f4) liefert daran Bilder, die fast jedes Objektiv der Vorgängerin gnadenlos versenkten - ja, selbst die Festbrennweiten. Wenn es nicht ums Ritual der langsamen Photographie mit "begreifbaren" Abläufen geht (für das ich meine 4x5-Kamera habe), ist für mich Analog tot; und sobald es um Farbe geht, sowieso.
Harald K. schrieb: > Meine letzte DSLR hatte einen 35mp-Sensor, der mir leider sehr klar > zeigte, wie doch eher unterdurchschnittlich meine Objektive waren, und > da aus verschiedenen Gründen für dieses Kameramodell keine anständigen > Neuobjektive zu erwarten waren (von einigen wenigen Festbrennweiten > abgesehen), Und wenn Du Photos aus den 70'er Jahren des vorheriges Jahrhunderts anguckst (ich habe in der Schulzeit Photos gemacht): Schaerfe ist ueberbewertet. Die Farben sind so oder so mah, aber der Sentimentale Wert ist hoeher (oder auch nicht).
Die Diskussion nach einer besseren Kamera oder Objektiv ist so alt wie die Photographie selbst. Letztlich macht der Photograph das Bild. Ich habe bewusst mal das gleiche Motiv rein digital und dann 6x9 auf Film mit einer 50 Jahre alten Kamera aufgenommen. Beide Varianten sind gut – beide Varianten sind anders.
Thomas W. schrieb: > Schaerfe ist ueberbewertet. Sie ist nicht das einzige Ziel, und es gibt Bereiche der Photographie, wo sie eher unwichtig ist. Es kommt halt immer drauf an, was man photographiert; wer eher Partybilder macht, oder auch Hochzeitsbilder, der legt andere Schwerpunkte als jemand, der Landschaftsaufnahmen, Macroaufnahmen oder auch Astronomie macht. Wieder anders wird das ein "Action"-Photograph sehen, der Fußballer, Kampfjets oder Rennwagen ablichtet. Manch einem sind extrem hohe Sensorempfindlichkeiten wichtig (weil er z.B. beim Kerzenschein in einer Gruft Portraits machen können will), andere legen Wert auf extrem hohe Auflösung (weil sie Produkt- bzw. Reklamephotographie betreiben), und wieder anderem ist es besonders wichtig, daß die Kamera sehr klein und sehr leicht ist, die verwenden dann z.B. Micro-FourThirds. Nochmal andere wollen gerne mit besonders langen Tüten herumlaufen (das können dann Action-, aber auch Safari-Photographen sein) ... andere wiederum schwärmen vom Bokeh ihrer Objektive ... Bei dem, was ich mache, kommt es mir auf Schärfe und geringe Verzeichnungen an. Lichtstärke ist für mich zweitrangig, weder im Empflichkeits-, noch im Blendenbereich (ein 85mm/f1.2 mag schön sein, ich brauch's nicht).
Joe G. schrieb: > Die Diskussion nach einer besseren Kamera oder Objektiv ist so alt > wie > die Photographie selbst. Letztlich macht der Photograph das Bild. Ich > habe bewusst mal das gleiche Motiv rein digital und dann 6x9 auf Film > mit einer 50 Jahre alten Kamera aufgenommen. Beide Varianten sind gut – > beide Varianten sind anders. Moin, Das ist eigentlich ein gutes Beispiel des Unterschieds zwischen den beiden verschiedenen Methoden der Fotographie: Hochwertige digitale Kameratechnik kann die Aufnahme in hoher technischer Vollendung und Fidelity darstellen. Es beansprucht keinen zeitlichen Kontext und "sieht" mit hoher "Objektivität" das Vorhandene eines Moments im natürlichen Zeitablauf. Bei der Filmfotographie, speziell bei SW Aufnahmen mit alter Technik, lässt sich die Aufnahme auch zeitlich einschätzen bzw. fixieren. Bei einem alten 6x9 Bild, z.B. mit einer Boxkamera aufgenommen oder Plattenkamera, die oft begrenzte Qualität des Objektivs, ist der implizierte Kontext nicht entfernbar verbunden. Man erkennt sofort die historische Dimension. Irgendwie geben historische Aufnahmen wichtiger Ereignisse (2WK) dann auch den Kontext besser wieder. (Ich könnte mir vorstellen, daß perfekte digitale Aufnahmen einfach steril wirken würden. Das ist kein Fehler von Digital, aber unvermeidbar) Das ist in vielen Fällen interessant und reizvoll. Thematisch war die SW Filmfotographie schon immer ein dankbares Betätigungsfeld. Vom künstlerischen Standpunkt aus gesehen, erlauben die Unvollkommenheiten des Films und der Abzugherstellung (z.B. Korn) gewisse zusätzliche Möglichkeiten der Expression. Ob das digital auch emuliert werden kann, entzieht sich mir. Ein Ölgemälde wird niemals eine Fotographie sein und umgekehrt. In dieser Hinsicht, haben alle Arten der Fotographie und Kunst ihre volle Existenzberechtigung. Nan kann sie nicht wirklich vergleichen. Gerhard
Gerhard O. schrieb: > kann sie nicht wirklich vergleichen. Aufwand und Nutzen sind jetzt/heute in einem anderen Verhältnis. Bis ich bei meiner Nikon das Objekt ausreichend scharf eingestellt habe, sind mit dem Handy schon 3 scharfe Bilder gemacht, indem ich mit dem Finger auf den richtigen Bildanschnitt getippt habe. Wenn ein Film erst entwickelt werden muss, ist der fotografierte Hase schon lange weg oder tot. Ein guter Fotoapparat lohnt sich nur noch für spezielle Fälle wie z.B. 30-fach Zoom oder Langzeitaufnahmen.
:
Bearbeitet durch User
Lu schrieb: > Aufwand und Nutzen sind jetzt/heute in einem anderen Verhältnis. Bis ich > bei meiner Nikon das Objekt ausreichend scharf eingestellt habe, sind > mit dem Handy schon 3 scharfe Bilder gemacht, indem ich mit dem Finger > auf den richtigen Bildanschnitt getippt habe. Die "mit dem Handy scharfen Bilder" sieht man hier fast jeden Tag. Als ich noch Kleinbild gemacht habe, war mein bevorzugtes Gebiet alles, was sich bewegt. Da kamen durchweg anständige Bilder heraus, manuell scharfgestellt über die Mattscheibe, kein Autofocus. Die Aufnahmen, die ich beim Motorradrennen auf der Isle of Man gemacht habe, muß ich nirgendwo verstecken, mit manuellem Teleobjektiv als Schiebezoom. Objektbedingt gab es natürlich Ausschuß, weil man zuvor nicht weiß, wie der Seitenwagen um die Kurve kommt und per Motoraufzug drauf hält. Aber wenn DU mit dem Handy schneller sein willst, liegt das daran, dass Du Deine konventionelle Technik nicht ausreichend beherrscht hast. Ich habe vor vielen Jahren eine Hochzeit photographiert und die Dias später zur Silberhochzeit vorgeführt. Ein Zeiss-Projektor mit 250 Watt und als Leinwand ein Silbertuch, sowohl Schärfe als auch Lichtumfang bekommt kein Digitalbeamer vergleichbar hin.
Nun, früher gab es die Ritschratschquetschkamera von Agfa mit den flachen Magazinen, und die grösseren mit den 35 mm-Filmen in der Cassette. Ach ja, die Disc-Kameras gab es noch mit der runden Pappscheibe und wenigen Blidern aber dafür teurer. Hatte die alle, aber mit meiner Minolta X300, für die ich in meinem ersten Ferienjob 4000 Jahre alte Knochen ausgebuddelt habe, Habe damals für das Landesdenkmalamt als Archäologiehelfer gearbeitet, und damit die Kamera gekauft, erschlossen sich ganz neue Dimensionen. Ich hatte das Glück, dass Fotografie ein Teilunterricht bei uns in der Schule war. Da war eben die Minolta und die Canon FP1 Programm vorhanden. Ilford FP4 war dort gegeben und Neofin flüssig der Entwicker für die Filme. Die Bezeichnung für den Entwickler für die Abzüge weiss ich leider nicht mehr. War aber sehr Lehrreich, denn das Wort Tiefenschärfe in Verbindung mit der Blende war ein ganz neuer Begriff, den es bei der Agfa nicht gab. Die Minolta nutze ich gerne auch heute noch für s/w-Fotos, aber meine Canon EOS 500 D , welche auch nicht mehr der heutige Stand der Technik ist, nutze ich eher, aber oft auch nur die Kamera in meinem Mobilfon. Mit der EOS kann man halt mit Blende und Belichtungszeit noch besser tricksen, als mit dem Mobilfon, und es ist von der Bedienung eher an die Analogkameras angelehnt.
> Wenn es nicht ums Ritual der langsamen Photographie mit "begreifbaren" > Abläufen geht (für das ich meine 4x5-Kamera habe), ist für mich Analog > tot; und sobald es um Farbe geht, sowieso. Dafuer habe ich eine Pentax K1 weil sie die Moeglichkeiten der Plattenkamera bietet, also auch shift und tilt des Bildsensor. Und klotzig ist sie auch. :-D Ansonsten stimme ich zu. Analogfotografie ist sehr sinnvoll wenn man hinterher moeglichst gross auf Baryt abzieht. Ansonsten steht hier aber auch wieder viel Unsinn. Bloss weil heute jeder mit einer modernen Kamera viel Murks produzieren kann, heisst das nicht das man nicht genauso gut fotografieren kann wie frueher. Man muss es nur tun. Tatsaechlich kann man sogar ein paar Sachen besser. Meine DSLR zeigt mir z.B das Vorschaubild in der S/W Fotografie direkt in S/W an. Das ermoeglicht eine viel bessere Kontrolle der Bildwirkung weil man es halt sieht und nicht aus der Erfahrung raten muss. Aehnliches gilt dann auch bei der Blitztechnik wo man das Bild sofort beurteilen kann und eventuell an der Kamera einen Blitz heller oder dunkler stellen kann. Dafuer hatten ja frueher die Analogies ihr Polaroidrueckteil. Tatsaechlich hat digitale Fotografie nur einen Nachteil. Ein Bild kostet nix. Das fuehrt dazu das viele Menschen relativ gedankenlos rumballern. Da hat man frueher mehr nachgedacht weil man wusste wie lange man in der Dunkelkammer stand. Aber es hindert einem ja niemand es heute trotzdem zu machen. .-) Kontrovers diskutieren kann man hingegen die AF-Faehigkeiten heutiger digitaler Kameras. Die sind so gut geworden das sie praktisch alles sofort perfekt scharf bekommen. Der liegen zwei Groessenordnungen zwischen den veralteten Systemen von analogen Kameras. Andererseits, was ist wenn ich was anderes scharf haben will wie die Kamera? :) Es geht heute viel verloren weil sich die Leute auf die Systeme verlassen anstatt einfach mal durchzudrehen und die Wirkung beobachten. Aber auch hier gilt natuerlich das man alles abschalten kann. Und man kann an eine DSLR auch beliebige alte Objektive mit einem guten manuellen Handling montieren. Ich mache es sogar oft so. Interessant aber und passt gut zum Threadthema, ist wie die "Jugend" das heute macht. Da wird gerne analog fotografiert und die Negative hinterher gescannt und auf dem Handy betrachtet. Das verwundert mich doch. Ich denke das liegt daran das der Spass der Fotografie nicht nur im Ergebnis, sondern auch im machen liegt. Und so manch alter mechanischer Klotz fuehlt sich einfach besser an wie eine moderne Systemkamera. Dazu kommt noch das heutige Kameras eine derart extreme Fuelle an Moeglichkeiten bieten das man schon ein paar Wochen braucht bis man alles verstanden und verinnerlicht hat. Und bei seltenen Funktionen die man sich nicht auf seinen Uebersichtscreen programmiert hat muss ich manchmal heute noch suchen in welchen der fuenfzig Menues und Untermenues das war, obwohl ich genau weiss das es irgendwo steckt. Da zeigen sich dann schonmal die Vorteile von Alteisen wo es nur zwei Drehraeder gab. :) Vanye
Lu schrieb: > heute hatte ich >3000 Digitalbilder von einer Genau das ist der Grund warum ich gerade versuche auf analog zu switchen. Mich nervt es wenn ich von Freunden oder bekannten Fotos auf dem Handy in winzig guggen darf, am besten noch mit "privacy Glas" wo immer nur genau einer was sieht. Dann fällt mir auf das ich keinen großartigen Überblick über die Familienbilder habe, jeder macht sein Handy voll und zeigt niemanden was, speichert alles irgendwo, mich interessiert es nicht was gestern für ne Pizza auf dem Teller meiner Tochter lag oder wie lang die Wimpern ihrer Freundin sind.... Wesentliches geht im Müll der Knipserei unter, finde ich furchtbar. Neulich hab ich wieder eine Kiste Bilder aus den 90igern gefunden und beschlossen mich wieder Analog zu machen. .... und ehrlich gesagt, eine Canon A1 oder ähnliche in den Händen zu halten ist wie eine Offenbarung. Damals (1980) konntest du mit so einem Apparat einen Nagel in die Wand klopfen und danach das Bild dranhängen, das du vor Monaten geschossen hast. Die haben damals sogar Kunststoff soweit bearbeitet bis es sich nach Metall anfühlte, kein Vergleich zu den "Gelbe Sack" Knipsen heute. Anbieter gibt es online zu Hauf, sogar der Rossmann in unserem Dorf hat noch Filme und einen Service zum entwickeln. Es scheint mit einen gewissen Hype zu geben, ähnlich wie Röhrenverstärker, Smoker, Hühnerstall, manuell Radfahren, Schallplatte, Tonband, Cassette, oder gar Kurzwelle ;-). Mir scheint die Leute (+ich) haben keinen Bock mehr. Ich fand neulich sogar einen Adapter die Optiken von damals an meine aktuelle Digicam zu flanschen. Man verzichtet halt auf Automatik, aber ich finde man konnte damals schon recht gut Linsen fertigen. übrigens: https://www.reichelt.de/de/de/shop/kategorie/kameras_fotoapparate-7069
:
Bearbeitet durch User
Vanye R. schrieb: > Meine DSLR zeigt mir z.B das Vorschaubild in der S/W Fotografie direkt > in S/W an. Mit "qDSLRDashboard" sogar auf einem Smartphone/Tablet, wenn die Kamera dafür geeignet ist (z.B. Canon oder Nikon).
Vanye R. schrieb: > Dafuer habe ich eine Pentax K1 weil sie die Moeglichkeiten der > Plattenkamera bietet, also auch shift und tilt des Bildsensor. Die K1 kann den Sensor verschieben und um die Z-Achse drehen, aber kippen (tilt) kann sie ihn nicht. Wie sollte sie das auch, da würde der Sensor sofort gegen den Verschluss stoßen. Und jetzt noch eine Anmerkung am Rande: GEWÖHNE DIR VERDAMMT NOCH MAL AN, RICHTIG ZU ZITIEREN!
> Mit "qDSLRDashboard" sogar auf einem Smartphone/Tablet, wenn die Kamera > dafür geeignet ist (z.B. Canon oder Nikon). Das duerfte mit jeder aktuellen Kamera gehen, aber das ist dann wieder Extragehampel. Da ziehe ich es dann doch vor das nur schnell mal eben im Sucher zu sehen. Haengt aber sicher auch von der Art der Fotografie ab die man so betreibt. Vanye
Vanye R. schrieb: > Haengt aber sicher auch von der Art der Fotografie ab die man so > betreibt Für die "ruhige Fotographie" z.B. (kann beispielsweise bei IR-Fotographie hilfreich sein). Fotoapparat auf Stativ, und mit Tablet kontrollieren. Mal davon abgesehen ist ein Tablet größer. ;)
Christian M. schrieb: > .... und ehrlich gesagt, eine Canon A1 oder ähnliche in den Händen zu > halten ist wie eine Offenbarung. Damals (1980) konntest du mit so einem > Apparat einen Nagel in die Wand klopfen und danach das Bild dranhängen, > das du vor Monaten geschossen hast. Die A1 war die erste mit neumodischer Elektronik und ein Sensibelchen. Robust waren F1 und die etwas günstigere EF, meine wurde bei einem Unfall zerfleddert. Im Vergleich zur EF waren die Mattscheibe der A1 schlechter und der Meßumfang der Belichtung geringer. Der lahmarschig horizontale Tuchverschluß machte draußen bei Minustemperaturen, was er wollte und hielt keine Zeiten korrrekt ein. Ein nettes Ding, aber robust und zuverlässig spreche ich der A-Serie ab, und zwar aus eigener Erfahrung.
Hi, off-topic zur Analogfotografie: In der Filmindustrie (Serien, TV-Filme, Kino, Dokus, ...) haben sich beginnend mit ca. 2007 die ersten digitalen Aufnahmeapparate langsam durchgesetzt. Als Beispiele: RED one https://de.wikipedia.org/wiki/Red_Digital_Cinema_Camera_Company ARRI D20 https://en.wikipedia.org/wiki/Arriflex_D-20 Bis dahin galt das S16 Format als Standard für Dokus, nationale Serien und TV-Filme, das S35 Format wurde für internationale TV-Produktionen sowie Kinofilme verwendet. (In den 80ern waren auch noch N16 und N35 Formate vorherrschend) Aufnahmen im 65mm Format waren eine echte Seltenheit (?Zeitraum 1980 bis 2010?): Entweder brauchte man das große Negativ für "Tricks" in der Postproduktion, aber auch große int. Kinoproduktionen wurden (selten, aber doch) auf 65mm gedreht. Aufnahmeapparat war die ARRI 765. https://www.arrirental.com/en/cameras/analog-film/arriflex-765 Mit dem nahezu gänzlichen Aussterben der analogen Filmproduktionen im Zeitraum bis 2020 mußten auch viele Kopierwerke schließen. Aus meiner Sicht als Ösi gibts die nähesten Kopierwerke in Budapest, Berlin und Paris (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). In Ö schätze ich den Anteil der 35mm Analogproduktionen auf unter 5%. Pro Jahr werden hier max(!) 3 Kinofilme noch analog gedreht. Meine heutige Meinung, mit 37 Jahren Erfahrung als Kameraassistent: - Ja, seinerzeit war analog natürlich (technisch!) viel geiler als die "Video-Gurken" ;-) - Heute bin ich aber eher froh, dass digital produziert wird: Kein Fuselcheck, die Kameras wurden wesentlich leichter. Ich habe vllt. 5 Drehtage pro Jahr noch analog. Ja, ist lustig. Meine letzte 35mm-Kinoproduktion war 2020 "An Impossible Project": https://www.polyfilm.at/film/an-impossible-projekt/ Die Meinung mancher DoPs (Directors of Photography): - 16mm ist nur mehr die Liebe zum Material; das Ergebnis nicht besser als digital. - 35mm kann man als Spezialist schon noch so behandeln, dass es für digital unerreichbar ist. --> hängt aber immer vom Wunsch/Erwartungen des Endergebnisses ab. ;-) Angeblich (!) gibts seit wenigen Jahren auch diesen witzigen workflow: - gedreht digital - danach geFAZt (FilmAufZeichnung) auf Negativ, um den Film-Look besser zur Geltung zu bringen. - danach wieder Abtastung in der Telecine zur weiteren Behandlung in der PostProduktion. (Konnte da leider keine genaueren Infos einholen). Sorry für off-topic, Liebe Grüße, Martin EDIT, weils hier ja um Fotoapparate geht: Mit der Canon 5D habe ich viele TV-Werbespots gedreht, und mit der Canon 7D, mit PL-Mount für Cine-Objektive, sogar Kinofilme... Ist aber schon lange her, muss so in den 00er und 10er Jahren gewesen sein.(?)
:
Bearbeitet durch User
Martin S. schrieb: > - Heute bin ich aber eher froh, dass digital produziert wird: > Kein Fuselcheck, die Kameras wurden wesentlich leichter. Und warum bekommt man selbst in den Wahrheitsnachrichten immer mal wieder gespiegelte oder rückwärts laufende Clips zu sehen? Einzig bei Filmen ohne Tonspur könnte ich mir Gespiegeltes/Verdrehtes als Unfall beim Schnitt vorstellen, aber mit Computertechnik muss man ja schon aktiv eingreifen. -Oder gibt es Kameras die rückwärts filmen?
:
Bearbeitet durch User
> Zu den besten SLRs der "guten alten Zeit" zählt auch die Pentax LX.
Naja, es ist relativ muessig da Einzelfallentscheidungen zu treffen. Bei
Pentax hast du z.B gerne mal einen verschmodderten Ausloeskontakt den du
reinigen musst oder auch schwergaengiges Fett in der Mechanik. Es ist
sehr unwahrscheinlich eine >30 Jahre alte Kamera zu finden die nicht in
irgendeiner Form der Ueberholung bedarf. Das ist da genauso wie bei
alten Tapedecks.
Selbst den Compurverschluss in der Kamera meine Grossvaters die der sich
1930 gekauft hat musste ich letztens erst wieder gaengig machen. :-D
Aber immerhin gibt es heute ja fuer alles Youtubevideos!
Vanye
.● Des|ntegrator ●. schrieb: > -Oder gibt es Kameras die rückwärts filmen? Hi, Ich kenne zumindest keine 35mm Cinekamera, welche NICHT reverse aufnehmen konnte. Ok, vllt. die alte ARRI BL3 aus den 60er-Jahren...keine Ahnung. Wobei ich mich heute frage, wozu dieser "pimp" zu Zeiten der Telecine eigentlich notwendig war...? Muss wohl den Zeiten davor geschuldet sein. Den Rest Deines Posting versteh ich leider nicht. Noch was zur Analog-Fotographie: Heute habe ich eine mir sympathischen Panasonic Lumix DMC-LX100 als "tägliche" Kamera im Einsatz, der letzte Einsatz meiner analogen Minolta X-700 Ausrüstung samt Primes war vor vielen Jahren die Hochzeit meiner Schwester...auf ihren Wunsch hinaus...;-))) Liebe Grüße, Martin
:
Bearbeitet durch User
Martin S. schrieb: > Angeblich (!) gibts seit wenigen Jahren auch diesen witzigen workflow: > - gedreht digital > - danach geFAZt (FilmAufZeichnung) auf Negativ, um den Film-Look besser > zur Geltung zu bringen. > - danach wieder Abtastung in der Telecine zur weiteren Behandlung in > der PostProduktion. > (Konnte da leider keine genaueren Infos einholen). Nun doch eine Info: Diesen Prozess nennt man angeblich "Shift process" o.ä. Näheres z.B. hier: https://fotokem.com/fotokem-shift-dune-batman/ lg Martin
:
Bearbeitet durch User
Martin S. schrieb: > Den Rest Deines Posting versteh ich leider nicht. als Beispiel mal hier in der NDR-Mediathek, via mediathekviewweb.de https://ndr-progressive.ard-mcdn.de/progressive/2025/1205/TV-20251205-1352-5300.hd.mp4 Minute 1:50. Der Clip läuft rückwärts. Ich hab noch keine Wellen im Wasser gesehen, die zu einem Störobjekt hin laufen. Sowas findet man übrigens immer wieder bei den selben Dingen. Wasser, Flaggen und Feuer/Rauch.
Du bist da was ganz großem auf der Spur. Praktischerweise versieht das NDR den betreffenden Clip mit einer Quellenangabe, es steht dir also frei den Unterwasserfotograph, von dem das Material stammt, zur Rede zu stellen. Der Herr gibt übrigens auch Vorträge, da könnte man ihn sogar mal live mit seinen Fakenews konfrontieren. Vergiss bitte nicht, uns anschließend zu Berichten was DIE hier planen.
@ desinfector: Dein Beispiel ist jetzt stark off-topic und hat eher weniger mit "analog-digital"-Aufnahmen zu tun. Der von Dir erwähnte Moment dieser Reportage (min 1:50) wurde ja nur deshalb "reverse" in den Beitrag hineingeschnitten, weil es besser zur Dramaturgie passt. Dies wurde wohl am Schneidetisch vom Schnittmeister und Redakteur so gewünscht... Vermutlich hat das "Aufnahme-Team" den echten Moment des Abtauchens dieses Gerätes nicht aufnehmen können (warum auch immer...). Anmerkung: Zu ENG (ElectronicNewsGathering, heute eher "news", in Ö "Aktuelle[Bildberichterstattung]" genannt) und der hier erwähnten "Reportage" habe ich wenig Berufserfahrung. Meines Wissens begann das elektronische Aufnahmeverfahren der ENG-Teams in Ö bereits zu Beginn der 80er Jahre und hat damit sukzessive das bis dahin übliche 16mm (inkl. Tonspur) langsam verdrängt. Vermutlich war in Ö (+/-) 1987 das endgültige Ende der analogen 16mm-News-Berichte. Meine beruflichen Vorfahren können lustige Geschichten über die analoge Bildberichterstattung für den damals einzigen Sender Ös (ORF) erzählen: - Da war der seinerzeitige Tonmeister, welcher auf seiner Nagra (https://en.wikipedia.org/wiki/Nagra) nur mehr 20 Sekunden Aufnahmeband zur Verfügung hatte und dem damaligen Kanzler Herrn Dr. Kreisky erklärte: "Herr Bundeskanzler, sie können alles erzählen, was sie wollen, aber BITTE nicht länger als 20 Sekunden"... So die Geschichte. - Oder bei den aktuellen Fußball-Berichterstattungen der Meisterschaft: Jene Filmrollen (damals 30, 60 oder 120m in 16mm) auf denen keine besonderen Ereignisse aufgenommen waren wurden sofort im nächsten Mistkübel (BRD-deutsch "Abfalleimer") entsorgt... Hingegen wurden die "wichtigen" Rollen via Speed-Motorradfahrer auf schnellstem Wege ins ORF-Kopierwerk gebracht, dort entwickelt, geschnitten, ev. abgetastet und mit Glück noch in den Abend-Sendungen ausgestrahlt. War sicher ein geile Zeit damals. Wenn ich heute (als Besucher) durch das ORF-Zentrum spaziere, dann empfinde ich das als "toten Haufen": Keine elektronischen Geräte, keine Bandmaschinen, keine Kopierwerke: Nix ist mehr da. Allein den Geruch der analogen Elektronik (Tektronix, RCA, Sony, Panasonic,...) vermisse ich dort. Alles nur digital; nur mehr Bildschirme und Tastaturen. Naja....die Zeiten ändern sich. lg Martin
:
Bearbeitet durch User
Le X. schrieb: > Du bist da was ganz großem auf der Spur. > > Praktischerweise versieht das NDR den betreffenden Clip mit einer > Quellenangabe, es steht dir also frei den Unterwasserfotograph, von dem > das Material stammt, zur Rede zu stellen. > Der Herr gibt übrigens auch Vorträge, da könnte man ihn sogar mal live > mit seinen Fakenews konfrontieren. > > Vergiss bitte nicht, uns anschließend zu Berichten was DIE hier planen. Es gibt auch Clips, die unterm Deckmantel der Tagesschau liefen und ebenfalls rückwärts daher kamen
.● Des|ntegrator ●. schrieb: > Es gibt auch Clips, die unterm Deckmantel der Tagesschau liefen > und ebenfalls rückwärts daher kamen Wir wollen auch nicht den Artikel + Video vergessen welcher ebenfalls Prominent auf der Tagesschau lief in dem unironisch behauptet wurde, ein Afrikaner hätte den TV erfunden der keinen Strom braucht und Straßenlaternen ohne Strom in Mexiko aufgestellt. https://www.youtube.com/watch?v=k54f4Shz1xY Fazit: ÖRR halt.
:
Bearbeitet durch User
Früher gab es übrigens noch die "Yps-Fotokamera". Diese und Varianten (z.B. Agentenkamera) gab es wohl mehrfach. Man konnte einen Film, ich glaube von diesen "Ritsch Ratsch - Klick" Dingern nehmen. Ich weiß nicht mehr wo das genau war, aber in einigen Städten gab es Portrait-Zeichner oder Karikatur-Zeichner in den Fußgängerzonen. Die HBK-Studenten hatten in BS auch immer wieder tolle Bilder auf die Fußwege gemalt. Darüberhinaus gab es in BS auf dem Bohlweg einen großen Laden für Malen oder Fotografieren, da bekam man alles was man brauchte. Mit Zeichenkursen in der VHS konnte man auch Glück haben. Fette Zeiten irgendwie.
Beitrag #7979748 wurde vom Autor gelöscht.
Moin, Hier gibt es einen Kurzbericht zum Umbau einer orangen LED Lampe, um die Lichtstärke nach Niedrigwerten hin, einstellen zu können: Beitrag "Re: Quick&dirty - schnelle Problemlösungen selbst gebaut" Gerhard
Eine wirklich schöne Kamera, mit der zu photographieren auch viel Spaß machen dürfte: https://reflxlab.com/en-de/products/smartflex-large-slr-camera Nur leider ein bisschen teuer. Da bleib' ich bei meiner optischen Bank mit separat verstellbaren Front- und Rückstandarten (ohne Stativ gut 5 Kilogramm), das ist auch fein. Und ich hab' verschiedene Objektive dafür, die meisten davon leuchten auch deutlich mehr als den 4x5-Bildkreis aus, so daß Shift und auch Tilt gut möglich sind ...
In der Link eine Beschreibung zu einem von mir angefertigten Filterhalter Adapter für den Vergrösserungsapparat. Beitrag "Re: Zeigt her eure Kunstwerke (ab 2023)"
:
Bearbeitet durch User
Vanye R. schrieb: > Bloss weil heute > jeder mit einer modernen Kamera viel Murks produzieren kann, heisst das > nicht das man nicht genauso gut fotografieren kann wie frueher. aber die künstliche tilt an shift Fotografie oder Video wie beim Cola Truck oder der sogenannte Modelleisenbahneffekt wirkt trotzdem künstlich. Software kann nicht alles und bei heutigen Pixelmonster ist die Linse das limitierende Teil, da wird kein Bild besser. Abgeblendet sieht man nur noch Dreck auf dem Sensor.
Gerhard O. schrieb: > Hier gibt es einen Kurzbericht zum Umbau einer orangen LED Lampe Interessant, dass das orangefarbenes Licht ist. Zu der Zeit, als ich sowas gemacht habe, galt gelbgrünes Licht als die beste Variante für S/W-Fotopapiere. Geht das mit den heutigen Papieren nicht mehr?
Jörg W. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Hier gibt es einen Kurzbericht zum Umbau einer orangen LED Lampe > > Interessant, dass das orangefarbenes Licht ist. > > Zu der Zeit, als ich sowas gemacht habe, galt gelbgrünes Licht als die > beste Variante für S/W-Fotopapiere. Geht das mit den heutigen Papieren > nicht mehr? Du hast zwei Effekte: Die Empfindlichkeit des Papiers und die des Auges: Multigrade(!)-Papier ist unter 550nm (also rot und orange) unempfindlich. Multigrade-Papier hat zwei relative Empfindlichkeitsmaxima (die "Harte" und das "Weiche" Anteile, die die Gradation des Papiers ueber die Anteile des blauen und des gruenen Lichtes gesteuert werden). D.h. bei Multigrade-Papier ist gruenes Safelight nicht so eine gute Idee (es schleiert). Mein ganzes Wissen kommt aus zwei Datenblaettern: https://www.ilfordphoto.com/wp/wp-content/uploads/2021/01/MULTIGRADE-RC-Papers-J20.pdf Ilford hat auch Safelight-Filter produziert: https://www.ilfordphoto.com/amfile/file/download/file/605/product/613/ Gruesse
> aber die künstliche tilt an shift Fotografie oder Video wie beim Cola > Truck oder der sogenannte Modelleisenbahneffekt wirkt trotzdem > künstlich. Software kann nicht alles und bei heutigen Pixelmonster ist > die Linse das limitierende Teil, da wird kein Bild besser. Abgeblendet > sieht man nur noch Dreck auf dem Sensor. Ehrlich gesagt ich versteht diese Ausfuehrungen nicht! Wenn du der Meinung bist ein Tilt/Shift Objektiv zu brauchen dann kauf dir doch eins. Passt auch an eine moderne Kamera. Meine Kamera kann sogar ihren Sensor selbst tilt/shiften und so ein solchen Objektiv in gewissen Grenzen ersetzen. Geht alles wie schon immer. Und sollte ich jemals Dreck auf dem Sensor sehen ja dann werde ich den putzen. Auch keine grosse Sache. So what? Vanye
Thomas W. schrieb: > Multigrade-Papier hat zwei relative Empfindlichkeitsmaxima (die "Harte" > und das "Weiche" Anteile, die die Gradation des Papiers ueber die > Anteile des blauen und des gruenen Lichtes gesteuert werden). OK, mit sowas hatte ich nie zu tun.
Harald K. schrieb: > Eine wirklich schöne Kamera, mit der zu photographieren auch viel Spaß > machen dürfte: > > https://reflxlab.com/en-de/products/smartflex-large-slr-camera > > Nur leider ein bisschen teuer. Die Graflex Serie B Reflex ist sicherlich das Vorbild dazu gewesen und diese bekommt man in der Bucht ab und zu.
Moin, Hier findet man einen sehenswerten Film vom SWR über die wiedergefundene SW Fotografie: https://www.youtube.com/watch?v=DN8UNfiMAhs Sehr schöner Überblick für Neulinge des Themas. Gerhard
Joe G. schrieb: > Harald K. schrieb: >> Eine wirklich schöne Kamera, mit der zu photographieren auch viel Spaß >> machen dürfte: >> >> https://reflxlab.com/en-de/products/smartflex-large-slr-camera >> >> Nur leider ein bisschen teuer. > > Die Graflex Serie B Reflex ist sicherlich das Vorbild dazu gewesen und > diese bekommt man in der Bucht ab und zu. Die Planfilm Fotografie finde ich schon sehr interessant, aber bei mir ist bei 6x6cm ausstattungsmässig die Grenze. Man kann nicht alles machen. Auch ist Platz nur bedingt da. Aber es ist schön diese Sparte von Kameras zu bewundern.
Vanye R. schrieb: > Meine Kamera kann sogar ihren > Sensor selbst tilt/shiften und so ein solchen Objektiv in gewissen > Grenzen ersetzen. Geht alles wie schon immer. Ganz sicher nicht, die kann höchstens shiften, oder den Sensor um die Objektivachse rotieren (was für Astrophotographie genutzt wird). Tilt aber kann keine Digitalkamera mit ihrem Sensor.
Beitrag #7992490 wurde vom Autor gelöscht.
Moin, falls es interessiert: der Timer für meinen Vergrößerungsapparat ist ein vorhandener umgebauter 120VAC/60Hz Gralab 171 motorisierter Universal Timer. Der Zweck des Umbaus war die Funktionalität des Gralab 300 Darkroom Timer Models zu erzielen. Die zugehörige Schaltung habe ich bildlich von einem YT Reparatur Video extrahiert und neu gezeichnet. Das umgebaute Gerät entspricht nun der Beschreibung der Firma. Gerhard
Gerhard O. schrieb: > Die Planfilm Fotografie finde ich schon sehr interessant, aber bei mir > ist bei 6x6cm ausstattungsmässig die Grenze. Man kann nicht alles > machen. Da hast Du Recht. Bei mir ist auch bei 13x18cm Schluss ;-) Hier aber nicht mehr auf Film, sondern direkt auf Fotopapier (HARMAN Direct Positive Papier).
Die Diskussion hier erinnert stark an die Argumente der alten Entscheidungsträger bei Kodak in den 90ern: Digitalfotografie ist ja schön ABER Analog ist halt Goldstandard. SW ist ja schön ABER kann halt nicht was Analog kann. Dabei ist die Diskussion seit min. 20 Jahren erledigt und Kodak tot. Nur es scheint manche Alten hängen noch in dieser Diskussion mit den immer gleichen falschen Argumenten fest. Wie in einer Zeitschleife.
:
Bearbeitet durch User
> Tilt aber kann keine Digitalkamera mit ihrem Sensor. wieso denn nicht? Der Hersteller sagt es, Wikipedia sagt es.... https://de.wikipedia.org/wiki/Pentax_K-1 Zitat: Die zweite Funktion ist eine (Tilt)-Shift-Funktion, mit der es möglich ist, den Sensor in 24 Stufen um ±1,5 Millimeter horizontal und vertikal zu bewegen und den Sensor in acht Stufen um ±1 Grad um die optische Achse zu verdrehen. Vanye
Cyblord -. schrieb: > Die Diskussion hier erinnert stark an die Argumente der alten > Entscheidungsträger bei Kodak in den 90ern: > Digitalfotografie ist ja schön ABER Analog ist halt Goldstandard. > SW ist ja schön ABER kann halt nicht was Analog kann. > Dabei ist die Diskussion seit min. 20 Jahren erledigt und Kodak tot. Nur > es scheint manche Alten hängen noch in dieser Diskussion mit den immer > gleichen falschen Argumenten fest. Wie in einer Zeitschleife. Ach so, wir reden hier also nicht über ein Hobby, sondern über eine strategische Vorstandssitzung mit Shareholder-Value, Marktanteilen und disruptiven Geschäftsmodellen? Mein Fehler. Hobbys haben bekanntermaßen keinen wirtschaftlichen Zweck. Sie müssen nicht effizient, nicht zukunftssicher und schon gar nicht marktdominant sein. Sie dürfen Zeit kosten, irrational sein und sogar technisch „unterlegen“ wirken – genau das macht sie zu Hobbys. Ein Hobby: - macht Spaß, - dient der persönlichen Bildung, nicht der Marktoptimierung, - lebt von Prozess, Handwerk und Erfahrung, nicht vom Endergebnis, - muss niemandem etwas beweisen Der Kodak-Vergleich ist daher ungefähr so passend wie der Hinweis, dass man mit dem Fahrrad langsamer ist als mit dem Auto – stimmt, aber am Punkt vorbei, wenn jemand Radfahren aus Freude betreibt. Analogfotografie ist kein Geschäftsmodell. Schwarzweiß ist kein Technologiestreit. Und niemand hier versucht, den Weltmarkt zu erobern oder einen Konzern vor der Insolvenz zu retten. Die Diskussion ist also nicht „seit 20 Jahren erledigt“, sondern seit 20 Jahren bewusst irrelevant, weil sie zwei völlig unterschiedliche Ebenen vermischt Wenn jemand in einer „Zeitschleife“ hängt, dann vielleicht in der Annahme, alles müsse sich am wirtschaftlichen Fortschritt messen lassen – selbst Dinge, die explizit nichts damit zu tun haben wollen.
Joe G. schrieb: > Ach so, wir reden hier also nicht über ein Hobby, sondern über eine > strategische Vorstandssitzung mit Shareholder-Value, Marktanteilen und > disruptiven Geschäftsmodellen? Mein Fehler. Nein es geht rein darum was technisch besser ist.
Cyblord -. schrieb: > Nur es scheint manche Alten hängen noch in dieser Diskussion mit den > immer gleichen falschen Argumenten fest Hast Du schon mal "echte Stereofotographie" mit Smartphones probiert? Zwei Smartphones in Augenabstand, und exakt synchronisieren. Wird Dir nicht gelingen. Oder echte Infrarotfotografie (kein Getrickse mit Software). Mit Smartphones nicht zu machen.
Vanye R. schrieb: > wieso denn nicht? Der Hersteller sagt es, Wikipedia sagt es.... > > https://de.wikipedia.org/wiki/Pentax_K-1 Das ist halt falsch. Kein Tilt. Shift ja, Rotation um die Z-Achse ja, aber Tilt ist physikalisch unmöglich. Tilt wäre Rotation um X- oder Y-Achse. Dann aber würde der Sensor gegen den Schlitzversschluss stoßen. Der Wikipedia-Autor hat nicht verstanden, was Tilt ist, anders ist dieser inhaltliche Fehler nicht zu erklären. Ich habe eine K-1, auch wenn ich sie nicht mehr benutze; daher kenne ich die Kamera ausreichend gut.
P. M. schrieb: > Es werden ja immer noch analoge Fotokameras hergestellt. Doch gibt > es > heute noch Bereiche, in denen analoge den digitalen überlegen sind? (Von > Leuten, die aus 'religiösen' Gründen oder weil sie aus Gewohnheit nicht > umstellen wollen, mal abgesehen.) Cyblord -. schrieb: > Nein es geht rein darum was technisch besser ist. wurde nie gefragt, Tatsache bleibt, wer fotografieren kann und sich auskennt (was für viele Bilderersteller nicht gilt) der erreicht mit mit analoger Technik mehr und wo gibt es echte Tilt&Shift für digitale Cams? (mir fällt da nur Canon ein)
Moin, Nur ganz kurz: Ich glaube, dieser Vergleich hinkt. Analog Film und Digital haben beide ihre Existenzberechtigung. Wer gut Analog gelernt hat, produziert möglicherweise auch bei Digital bessere Kompositionen. Was mich betrifft, arbeite ich mit beiden gerne. Kunstfotografie hat nicht unbedingt mit der Methode zu tun. Bei der Fotografie geht es um Beteiligung mit Gehirn und Hardware. Wer sich über Komposition und Zweck Gedanken machen muss, stellt einfach schon aus dem Grund Besonderes her. Das gedankenlose Knipsen, ganz gleich ob welche Methode, führt auch hier nur zu Fangen eines Moments den die Digitalkamera meist getreu aufzeichnet. Die jungen Leute sind oft begeistert, wenn man sie mit dem Analog Film Prozess vertraut macht. Gerade in unseren Zeiten und schon früher ist ja viel relativ erschwinglich erhältlich. Das Schöne an Film Fotografie ist der Prozess and praktische Beteiligung am Entstehen des Bildes. Kein Bild ist exakt duplizierbar. Wie man im Internet feststellen kann, gibt es mehr und mehr Anhänger der praktischen Beteiligung. Auch bei Digital geht es um viel mehr als nur die Technik alles machen lässt. Auch hier muß man intelligent arbeiten. Vor dem Erfolg haben die Götter Engagement gestellt. Was Cyblord aufwirft, stimmt nur zum Teil. Technisch hat er recht. Aber das Thema ist nicht zweidimensional. Geehard
:
Bearbeitet durch User
> Bei der Fotografie geht es um Beteiligung mit Gehirn und Hardware. Wer > sich über Komposition und Zweck Gedanken machen muss, stellt einfach > schon aus dem Grund Besonderes her. Das sehe ich grundsetzlich genauso. Allerdings hast du bei Digital den grossen Vorteil das du das Ergebnis des Denkprozess sofort sehen kannst. Das ermoeglicht es dir viel einfacher zu lernen wie man es richtig macht als wenn du deine Bilder erst selber entwickeln musst oder nach einer Woche in der Drogerie abholen kannst. Besonders offensichtlich bei Blitztechniken, aber natuerlich auch bei anderen Sachen. Analog hat aber den Vorteil das jedes Bild gleich mal ordentlich Geld kostet und nach 38Bilder schluss ist. Daher sind die Leute eher mal geneigt auch wirklich zu denken als einfach mal rumzuballern. > Die jungen Leute sind > oft begeistert, wenn man sie mit dem Analog Film Prozess vertraut macht. Ich hab eher den Eindruck die sind von der schlichten Hardware mit wenigen Einstellmoeglichkeiten begeistert welche trotzdem noch eine gewisse haptische Qualitaet vermittelt. Und manche Dingen erschliessen sich einem auch einfach gar nicht. Ich kann wirklich in keinster Weise nachvollziehen wieso sich jemand eine Pentax 17 kaufen sollte, aber angeblich verkauft die sich wie geschnitten Brot. > Gerade in unseren Zeiten und schon früher ist ja viel relativ > erschwinglich erhältlich. Bist du sicher das du die aktuellen Preise in der analogen Fotografie kennst? https://www.amazon.de/Kodak-Ektachrome-E100G-135-36-Dia-Farbfilm/dp/B000L9RMW4/ https://www.amazon.de/Kodak-Gold-200-135-36/dp/B000JLI0K2/ Also ich wuerde da ueber jedes einzelne Bild gut nachdenken. Dabei habe ich frueher bei Kodachrome 64 oder Velvia 50 doch ein wenig gedankenloser durchgezogen obwohl die auch nicht umsonst waren. :-D Ich kann diesen Aufwand (Zeit/Geld) in keinster Weise nachvollziehen wenn die Endergebnisse gescannt werden um sie sich dann auf dem Handy anzuschauen. Ich hab aber gerade einen Film in meiner ME Super drin, ist ein APX100 und er wird am Ende auf Baryt abgezogen. Mindestens DIN A4 und vermutlich nicht mehr wie 1-2Bilder vom Film. Wobei ich mal gespannt bin ob mein Fotopapier die Lagerzeit ueberdauert hat. :-D Vanye
Joe G. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Die Planfilm Fotografie finde ich schon sehr interessant, aber bei mir >> ist bei 6x6cm ausstattungsmässig die Grenze. Man kann nicht alles >> machen. > > Da hast Du Recht. Bei mir ist auch bei 13x18cm Schluss ;-) Hier aber > nicht mehr auf Film, sondern direkt auf Fotopapier (HARMAN Direct > Positive Papier). Interessant. Wie lange ist da bei Sunny16 Beleuchtung der Landschaft die Belichtungsdauer? Könntest Du einen Abzug scannen und hier vorzeigen? Im Anhang ist übrigens ein Testbild von mir um meine T3 zu testen und Filmentwicklung (FP4/Ilfosol3) erstmalig wieder nach 23 Jahren. Ich scannte das Negativ mit einem V600 und druckte es auf einem Selphy CP800 aus. Das gezeigte Bild knipste ich hand gehalten mit dem iPad. Das Histogramm des Negativs sieht sehr gut und balanciert aus. Jedenfalls kann man auch im Selpy Bild Details in den Highlights und dunklen Teilen sehen. Der Belichtungs und Entwicklungsprozess scheint einigermassen in Ordnung gewesen zu sein. Abzüge kann ich momentan auf traditioneller Art noch nicht machen. Am Abzug sieht man im Schnee wesentlich schärferes Detail. Das ging beim Kopieren verloren und sieht verwaschen aus.
:
Bearbeitet durch User
Vanye R. schrieb: >> Bei der Fotografie geht es um Beteiligung mit Gehirn und > Hardware. Wer >> sich über Komposition und Zweck Gedanken machen muss, stellt einfach >> schon aus dem Grund Besonderes her. > > Das sehe ich grundsetzlich genauso. Allerdings hast du bei Digital den > grossen Vorteil das du das Ergebnis des Denkprozess sofort sehen kannst. > Das ermoeglicht es dir viel einfacher zu lernen wie man es richtig macht > als wenn du deine Bilder erst selber entwickeln musst oder nach einer > Woche in der Drogerie abholen kannst. Besonders offensichtlich bei > Blitztechniken, aber natuerlich auch bei anderen Sachen. Da stimme ich Dir bei. Meine digitale Kamera wird mich immer begleiten, auch bei Analog Ausflüge. > > Analog hat aber den Vorteil das jedes Bild gleich mal ordentlich Geld > kostet und nach 38Bilder schluss ist. Daher sind die Leute eher mal > geneigt auch wirklich zu denken als einfach mal rumzuballern. Das gilt aber auch bei Digital. Wenn man sinnvoll vorgeht, muß auch bei Digital wenige unnütze Bilder machen. Ist eine Frage des Ansatz. > >> Die jungen Leute sind >> oft begeistert, wenn man sie mit dem Analog Film Prozess vertraut macht. > > Ich hab eher den Eindruck die sind von der schlichten Hardware mit > wenigen Einstellmoeglichkeiten begeistert welche trotzdem noch eine > gewisse haptische Qualitaet vermittelt. > > Und manche Dingen erschließen sich einem auch einfach gar nicht. Ich > kann wirklich in keinster Weise nachvollziehen wieso sich jemand eine > Pentax 17 kaufen sollte, aber angeblich verkauft die sich wie > geschnitten Brot. Die kannte ich noch nicht. Ich habe eine Review gelesen. Naja. Beim Halbformat stößt man schnell auf Vergrößerungsgrenzen. Ich weiß nicht ob man so eine Kamera einem angehend Kind Photographen geben sollte, anstatt einer ähnlichen älteren Kamera mit voller Kontrolle der Belichtung. > >> Gerade in unseren Zeiten und schon früher ist ja viel relativ >> erschwinglich erhältlich. > > Bist du sicher das du die aktuellen Preise in der analogen Fotografie > kennst? Ja. Leider. Als ich anfing kostete ein 36 SW Film wie FP4 oder Plus-X ein paar Dollar, jetzt kostet ein 24er FP4 um $14 in der Stadt. > > https://www.amazon.de/Kodak-Ektachrome-E100G-135-36-Dia-Farbfilm/dp/B000L9RMW4/ > > https://www.amazon.de/Kodak-Gold-200-135-36/dp/B000JLI0K2/ > > Also ich würde da über jedes einzelne Bild gut nachdenken. Dabei habe > ich früher bei Kodachrome 64 oder Velvia 50 doch ein wenig > gedankenloser durchgezogen obwohl die auch nicht umsonst waren. :-D Ging mir genauso:-) > > Ich kann diesen Aufwand (Zeit/Geld) in keinster Weise nachvollziehen > wenn die Endergebnisse gescannt werden um sie sich dann auf dem Handy > anzuschauen. Ich hab aber gerade einen Film in meiner ME Super drin, ist > ein APX100 und er wird am Ende auf Baryt abgezogen. Mindestens DIN A4 > und vermutlich nicht mehr wie 1-2Bilder vom Film. Wobei ich mal gespannt > bin ob mein Fotopapier die Lagerzeit überdauert hat. :-D Mein altes Fotopapier möchte ich auch noch erst ausprobieren. Meist soll es da angeblich Schleierprobleme geben. Baryt Papier ist hier schwer zu kriegen. Da werde ich erst mit MC RC Papieren Erfahrungen sammeln müssen. > > Vanye Gerhard ...
:
Bearbeitet durch User
Gerhard O. schrieb: > Interessant. Wie lange ist da bei Sunny16 Beleuchtung der Landschaft die > Belichtungsdauer? Könntest Du einen Abzug scannen und hier vorzeigen? Gerne, die braune Färbung ist durch die Entwicklung in Caffenol entstanden. Das Papier liegt mit seiner Empfindleichkeit etwa bei 3 ASA - also nix für die Sportfotografie ;-)
> Die kannte ich noch nicht. Ich habe eine Review gelesen. Naja. Beim > Halbformat stößt man schnell auf Vergrößerungsgrenzen. Ich weiß nicht ob > man so eine Kamera einem angehend Kind Photographen geben sollte, > anstatt einer ähnlichen älteren Kamera mit voller Kontrolle der > Belichtung. Man kann neu und gebraucht nur schwer vergleichen. Es gab frueher eine Menge Muellkameras die vermutlich alle bereits entsorgt wurden. Es gab frueher auch eine Menge gute Kameras deren Handlung und Benutzung sicher sehr gut war und ist. Aber die sind auch alle 30-50Jahre alt und damit sehr wahrscheinlich defekt. Meine ME Super musste ich auch erst zerlegen und die angelaufenen versilberten Kontakte am Ausloeser putzen. Und insbesondere wenn du noch jung und ahnungslos bist und auf dem Flohmarkt so einen profi-Ausbeuterhaendler in die Finger faellst... Da ist neukaufen mit Garantie schon was anderes. Kann ich also verstehen. Aber 500Euro fuer Halbformat, oerks. Aber ist natuerlich das optimale Format fuer Handy und Instagram. Bloss ist nicht so recht zu verstehen wieso dann erst analog. Aber wir leben in einer freien Welt, ich kann damit leben wenn jemand sowas gut findet. Aber wenigstens halbiert es die Filmkosten. :) Vanye
Joe G. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Interessant. Wie lange ist da bei Sunny16 Beleuchtung der Landschaft die >> Belichtungsdauer? Könntest Du einen Abzug scannen und hier vorzeigen? > > Gerne, > die braune Färbung ist durch die Entwicklung in Caffenol entstanden. Das > Papier liegt mit seiner Empfindleichkeit etwa bei 3 ASA - also nix für > die Sportfotografie ;-) Faszinierend! Die Kamera sieht auf Grund ihrer Holz Konstruktion schon toll aus. Damit umzugehen dürfte einen großer Teil der "Experience" . Glückwunsch! Da ist Belichtungszeit wohl in Minuten zu zählen. Wieso ist das Bild übrigens sehr weich in der Schärfe? Hat das mit dem Photopapier zu tun oder ist es ein "Operator" Fehler? Ich habe gehört, daß Caffenol recht staken Geruch verbreitet. Gerhard
Gerhard O. schrieb: > Ich habe gehört, daß Caffenol recht staken Geruch verbreitet. Das war ich. Das Zeug stinkt erbärmlich. (Du wirst noch von mir hören, hab' grade viel anderen Kram um den Kopf, Verwandschaft im Krankenhaus, so gut wie jeden Tag durch die verfickte Stadt übers perfekt polierte Glatteis dort hinlatschen und mich kümmern ...)
Gerhard O. schrieb: > Da ist Belichtungszeit wohl in Minuten zu zählen. Wieso ist das Bild > übrigens sehr weich in der Schärfe? Hat das mit dem Photopapier zu tun > oder ist es ein "Operator" Fehler? > > Ich habe gehört, daß Caffenol recht staken Geruch verbreitet. Die fehlende Schärfe geht auf mich zurück ;-) Die Planlage des Fotopapiers war nicht optimal in der Filmkassette. Es ist ja dicker als ein Film und springt dann gerne mal raus. Caffenol ist jetzt nicht so unangenehm. Es gibt Fotochemikalien die riechen deutlich unangenehmer (Albumin z.B.)
Gerhard O. schrieb: > Da ist Belichtungszeit wohl in Minuten zu zählen. Ich hab' hier Beitrag "Re: Analogfotografie heute?" einen Straßenphotographen beschrieben, dem ich in Turin über den Weg gelaufen bin. Der arbeitete mit normalem PE-Photopapier, und hatte Belichtungszeiten, die bei ruhig stehenden Subjekten keine Verwackelungen provozierten - und das nicht im strahlenden Sonnenschein, sondern im Oktoberherbstschatten.
Man muß nicht mal umkopieren wie z.B. beim Afghan Box Project [1], Man kann das PE-Papier auch einem Umkehrprozess unterziehen. Dabei sollte am bedenken, dass das SW Fotopapier nur ein eingeschränktes Farben Spektrum hat. Alle Papiere mit fester Gradation sehen nur blaues und UV-Licht (gibt interessante Effekte). Multikontrast Papiere haben dagegen ein größeres Spektrum (siehe Datenblätter). [1] https://www.afghanboxcamera.com/
Joe G. schrieb: > Afghan Box Project Danke für den Hinweis. Der Straßenphotograph, den ich just erwähnte, nutzte etwas vergleichbares, zusammengebaut aus einer alten Laufbodenkamera* und eben 'ner Holzkiste, allerdings kleiner als das, was im verlinkten Artikel zu sehen ist. Resultierende Bildgröße war irgendwas um 9x12 cm (bzw. 4x5"). *) eine der wirklich beeindruckend kleinsten war die Patent Etui der Dresdner Kamerawerkstätten. Die war zusammengeklappt ca. 4 cm dick, und belichtete Planfilm mit 9x12cm Größe. Bilder davon siehe hier: https://kameramuseum.de/objekte/k-w-patent-etui-9-x-12-cm/
Moin, Falls sich jemand wundert um welchen Vergrösserer es geht, findet im Anhang ein Bild. Ich machte aus Faulheit oder Ungeduld einen fatalen Fehler: ich bestellte mir, ohne zuerst nachzuprüfen ob ein anderes Objektiv mit kleinerer Brennweite verwendet werden kann, ein 50mm M23.5 Objektiv von der Ukraine. Mittlerweile traf es bei mir ein. Beim Ausprobieren stellte es sich aber gleich heraus, daß sich der Balg nicht kurz genug zusammenschieben lässt und der Fokussierpunkt Bereich mechanisch auch aus anderen konstruktiven Gründen nicht ganz erreicht werden kann. Sche...e;-) Leider hat dieser Vergrösserer, ungleich anderer Typen, keinen entfernbaren Objektivträger mit umkehrbaren Gewindeansatz. Der Objekträger bei meinem Gerät ist ein gerätespezifischer Aluguss. Als Ausweg aus diesem Dilemma fertigte ich mir als Alternativlösung aus Sperrholz einige 3/4" Abstandsscheiben an. Mein Ziel war, 8x10" Abzüge aus 35mm Negativen anfertigen zu können. Es stellte sich zum Glück heraus, daß es vor dem Einbau der Abstandsstücke möglich war, Abzüge bis 9" herstellen zu können. Durch Erhöhen der Vergrösser Befestigung kann ich nun die gewünschten 10" mit dem 75mm Objektiv erreichen. Jetzt muß ich die neuen Abstandsstücke erst mit farblosen Schutzlack überziehen. Gerhard
:
Bearbeitet durch User
Beitrag #7995875 wurde vom Autor gelöscht.
Kleiner Update: Da die glänzenden Dusche Acrylic Platten viel Licht reflektieren habe ich sie mit einem schwarzen magnetisch befestigten Licht Blockierungs Vorhang abgedeckt wie er bei AZ erhältlich ist. Ich hatte gewisse Bedenken, daß das reflektierte Licht von den Wänden das Fotopapier verschleiern könnte. Ob das wirklich ein Problem ist, könnten nur Untersuchungen bestätigen, aber Vorsicht schadet nie. Die glänzende Dusche Tür im Hintergrund wird auch noch verdeckt werden. Die Tischplatte wird durch einstellbare Filzandruckscheiben vor Vibrieren geschützt und stabil gehalten.
Gerhard O. schrieb: > (...) Ich hatte gewisse > Bedenken, daß das reflektierte Licht von den Wänden das Fotopapier > verschleiern könnte. Ob das wirklich ein Problem ist, könnten nur > Untersuchungen bestätigen, aber Vorsicht schadet nie. Ja, das ist ein Problem. Das gibt lustige graue Fahnen im Bild. Mit dieser Unterlage mit den Schiebern konnte ich mich nie anfreunden. Ich hatte eine grau pulverbeschichtete Metallplatte auf dem Grundbrett und dann vier rechteckige Magnete als Papieranschlag. Die Alnico-Magnete hatten an den Seiten schwarze Schlacke vom Sintern. Silberne Magnete hätte man schwarz anmalen oder bekleben müssen, sonst gibt es wieder Streulicht-Reflektionen.
:
Bearbeitet durch User
Soul E. schrieb: > Mit dieser Unterlage mit den Schiebern konnte ich mich nie anfreunden. Wenn man einen weißen Rand rund ums Bild haben mächte, ist sowas schon praktisch. Möchte man rahmenlos arbeiten, ist 'ne Vakuumplatte eine Möglichkeit, oder ein elektrostatischer Papierhalter, wie er früher in Flachbettplottern zu finden war. Denn das Photopapier sollte schon plan liegen; gerade Barytpapier aber tut das gerne nicht. Das könnte man allerdings vor Gebrauch wässern, dann liegt es auch plan.
Gut zu wissen bzgl. der Reflexionsgefahr der Wände. Ein Kollege von mir 3D druckte mir einen Kodak Nachbau des ehemaligen Kodak Schalensiphon aus PLA. Funktioniert ausgezeichnet. Intern findet man eine Venturi Düsen-Struktur. Das Wasser strömt durch ein 1.5mm Loch durch die Venturi Einlaßöffnung. Der Zweck dieser Anordnung ist im Ansaugschacht einen Unterdruck zu bewirken der gross genug ist das Wasser automatisch anzuheben, bis es es am Ausgang herunterlaufen kann. Am unteren Ende befindet sich ein luftdichter Auslaß, sodass keine Luft eindringen kann. Ist eigentlich eine sehr elegante und geniale Konstruktion. Hier ein 22s Video zum Beobachten wie es funktioniert: https://www.dropbox.com/scl/fi/x2n39n73s88etgvs2o872/IMG_3505.mp4?rlkey=luxy1cxt5eryox24q5oyfsxfm&st=205bzorj&dl=0 http://existentialmonkey.com/blog/archival-washing-tests-part-1-the-background/ Gerhard
:
Bearbeitet durch User
Gerhard O. schrieb: > Gut zu wissen bzgl. der Reflexionsgefahr der Wände. Ist eine Frage, wieviel Streulicht der Vergrößerer zur Seite abgibt. Wenn der ordentlich aufgebaut ist, ist das kein so großes Thema, und man kann auch im mit weißen Hochglanzfliesen gefliesten Badezimmer ohne Probleme arbeiten. Einfacher Test: Nimm ein schwarzes Stück Film, pack das auf Deine Negativbühne, stell' Dich in Deine Dunkelkammer, mach' das Licht aus, warte, bis Deine Augen an die Dunkelheit adaptiert sind und mach' den Vergrößerer an. Leuchtet da großartig was in der Gegend herum? Wird es nicht. Also, mach' dir nicht zu viele Gedanken über Optimierungen.
Harald K. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Gut zu wissen bzgl. der Reflexionsgefahr der Wände. > > Ist eine Frage, wieviel Streulicht der Vergrößerer zur Seite abgibt. > Wenn der ordentlich aufgebaut ist, ist das kein so großes Thema, und man > kann auch im mit weißen Hochglanzfliesen gefliesten Badezimmer ohne > Probleme arbeiten. Streulicht vom Vergrößerer ist eigentlich kein Thema. Der ist oben ziemlich dicht. Mir fiel nur auf, daß vom Papierrahmen ziemlich viel Licht reflektiert wurde und die vorher hellen Wände etwas illuminierte. Da wurde ich etwas unsicher. Diese Unsicherheit kam von daher, daß andere Leute Probleme damit hatten. Aber hier hilft nur testen. Leider waren die Dusche Acrylic Wandplatten ziemlich glänzend bis ich sie mit dem schwarzen Vorgang behängte. > > Einfacher Test: Nimm ein schwarzes Stück Film, pack das auf Deine > Negativbühne, stell' Dich in Deine Dunkelkammer, mach' das Licht aus, > warte, bis Deine Augen an die Dunkelheit adaptiert sind und mach' den > Vergrößerer an. > > Leuchtet da großartig was in der Gegend herum? Nicht wirklich. Ich sehe nur vorne etwas Licht an den Kanten des Negativ Glasträgers herauskommend. Sonst nichts. Vom Lampenhaus kommt überhaupt nichts raus. > > Wird es nicht. Also, mach' dir nicht zu viele Gedanken über > Optimierungen. ...
Gerhard O. schrieb: > Mir fiel nur auf, daß vom Papierrahmen ziemlich viel > Licht reflektiert wurde Dann könnte man versuchen, den Papierrahmen zu entspiegeln - d.h. beflocken, Schwarzmattlack verwenden o.ä. Ansonsten: Wenn von dem Ding Licht auf die Wand reflektiert wird, wird das Licht von der Wand in Richtung Decke weiterreflektiert. Bevor das wieder beim Papier ankommt, sind etliche Reflexionen nötig. Ich würd' das daher nicht überbewerten.
Harald K. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Mir fiel nur auf, daß vom Papierrahmen ziemlich viel >> Licht reflektiert wurde > > Dann könnte man versuchen, den Papierrahmen zu entspiegeln - d.h. > beflocken, Schwarzmattlack verwenden o.ä. Die Grundfläche des Papierhalters hat eine Art weissgrau Beschichtung, eher weiss als Grau. Die einstellbaren Abdeckungen sind aber matt-schwarz beschichtet. > > Ansonsten: Wenn von dem Ding Licht auf die Wand reflektiert wird, wird > das Licht von der Wand in Richtung Decke weiterreflektiert. Bevor das > wieder beim Papier ankommt, sind etliche Reflexionen nötig. > > Ich würd' das daher nicht überbewerten. Eigentlich stimmt das. Reflektierte Licht geht ja im selben Winkel zum Vergrößererkopf hin. Verstehe aber dann nicht wirklich, daß man diesen Aspekt so überbewertet hat. Sonst nehme ich den schwarzen Vorhang lieber wieder weg - schön ist der nicht wirklich. Ich hoffe, daß ich am Wochenende die ersten Abzüge Versuche anstellen kann und das Dunkelkammerlicht muss ja auch noch geprüft werden. Man wird berichten;-)
Gerhard O. schrieb: > Verstehe aber dann nicht wirklich, daß man diesen > Aspekt so überbewertet hat. Du, es gibt "Goldohren", also Leute, die alles mögliche ausschließen wollen. > Sonst nehme ich den schwarzen Vorhang lieber > wieder weg - schön ist der nicht wirklich. Du kannst natürlich ein Experiment machen, das gleiche Bild mal mit und mal ohne Vorhang ausbelichten, und die miteinander vergleichen, ob Du irgendeinen Schleiereffekt feststellen kannst. Nun, viel Vergnügen ... ich komm' zur Zeit nicht zu so etwas. Muss mich gerade um ein im Krankenhaus liegendes Familienmitglied kümmern, und mein Arbeitgeber will auch, daß ich etwas von meiner Zeit für ihn aufwende ...
Harald K. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Verstehe aber dann nicht wirklich, daß man diesen >> Aspekt so überbewertet hat. > > Du, es gibt "Goldohren", also Leute, die alles mögliche ausschließen > wollen. Man sollte solche Geruechte also eher skeptisch entgegenstehen, "...to take the information with a grain of salt" sagt man bei uns. > >> Sonst nehme ich den schwarzen Vorhang lieber >> wieder weg - schön ist der nicht wirklich. > > Du kannst natürlich ein Experiment machen, das gleiche Bild mal mit und > mal ohne Vorhang ausbelichten, und die miteinander vergleichen, ob Du > irgendeinen Schleiereffekt feststellen kannst. Ja, das waere leicht durchzufuehren. > > Nun, viel Vergnügen ... ich komm' zur Zeit nicht zu so etwas. Muss mich > gerade um ein im Krankenhaus liegendes Familienmitglied kümmern, und > mein Arbeitgeber will auch, daß ich etwas von meiner Zeit für ihn > aufwende ... Mein Mitgefühl! Das kenne ich auch - mußte da auch durch. Wünsche alles Beste zur Genesung. Gerhard
Gerhard O. schrieb: > Man sollte solche Geruechte also eher skeptisch entgegenstehen, Hach war das vor 65 Jahren herrlich, und wesentlich widerspruchsfreier bei der Selbstherstellung von S/W Vergrößerungen. Man konnte es sogar als Grundschüler erfolgreich machen. Gerhard viel Spaß trotzdem, nur wenn alles bis ins Kleinste bedacht werden soll, wo bleibt dann der Spaß. MfG Grüße
Al. K. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Man sollte solche Geruechte also eher skeptisch entgegenstehen, > > Hach war das vor 65 Jahren herrlich, und wesentlich widerspruchsfreier > bei der Selbstherstellung von S/W Vergrößerungen. > Man konnte es sogar als Grundschüler erfolgreich machen. Ich verstehe Dich. > > Gerhard viel Spaß trotzdem, nur wenn alles bis ins Kleinste bedacht > werden soll, wo bleibt dann der Spaß. Naja. Da das ein Wiederanfang fuer mich ist, wollte ich nur gruendlich sein und unnoetige Fehlerquellen von vornherein ausschalten. Gerhard > > MfG > Grüße
Gerhard O. schrieb: >> Gerhard viel Spaß trotzdem, nur wenn alles bis ins Kleinste bedacht >> werden soll, wo bleibt dann der Spaß. > Naja. Da das ein Wiederanfang fuer mich ist, wollte ich nur gruendlich > sein und unnoetige Fehlerquellen von vornherein ausschalten. Schwarz-Weiss-Prozess ist sehr gutmuetig. Ich weiss natuerlich nicht das Albedo Deiner Badezimmerkacheln, aber das wird kein Spiegel sein. Zum Thema Washing: Du verwendest ja RC-Paper. Ilford hatte eine Washing-Instruction veroeffentlicht (https://www.ilfordphoto.com/wp/wp-content/uploads/2017/03/Reducing-Wash-Water.pdf), auch noch mal im Anhang. Ich war selbst erstaunt, wie wenig Fixer im Papier bleibt und nach 30s (!) fresh running water ist der Print archivfest. Gruesse
:
Bearbeitet durch User
Al. K. schrieb: > Hach war das vor 65 Jahren herrlich, und wesentlich widerspruchsfreier > bei der Selbstherstellung von S/W Vergrößerungen. > Man konnte es sogar als Grundschüler erfolgreich machen. Tatsächlich war das so und ich habe es auch exakt so praktiziert. Zunächst stand die totale Begeisterung des photochemischen Prozesses im Vordergrund. Etwas Licht, etwas Chemie, alles recht improvisiert und es entstehet ein Bild! Sehr schnell rechte die Begeisterung jedoch nicht mehr aus, um einigermaßen reproduzierbare Fotos zu erzeugen. Irgendwie mußte da eine Systematik rein. Zum Glück gab es anfängergerechte Literatur. Wenn ich mir meine damaligen „Schüler“Machwerke heute ansehe – nun ja, Zufriedenheit ist etwas anderes. Da kann ich Gerhard verstehen. Diese Phase ist durch, heute ist der eigene Anspruch gewachsen und damit treten viele früher vernachlässigte Fehlerquellen wieder in den Vordergrund.
Joe G. schrieb: > Irgendwie mußte da eine Systematik rein. Ich hab' mir irgendwann ein brauchbares Thermometer angeschafft, und --dank zuverlässiger Warmwasserversorgung in meiner Wohnung-- es geschafft, mit reproduzierbaren Temperaturen zu arbeiten. Das hat der Prozesstabilität deutlich geholfen.
Harald K. schrieb: > Joe G. schrieb: >> Irgendwie mußte da eine Systematik rein. > > Ich hab' mir irgendwann ein brauchbares Thermometer angeschafft, und > --dank zuverlässiger Warmwasserversorgung in meiner Wohnung-- es > geschafft, mit reproduzierbaren Temperaturen zu arbeiten. Das hat der > Prozesstabilität deutlich geholfen. Moin, danke für Eure Gedanken dazu. Gut zu wissen, bzgl. RC-Abzug Waschen. Was das Entwicklungs Thermometer angeht, ich habe im Zug meiner Arbeiten am "Fotolabor" mein 40J altes Dial-Thermometer mit einem zertifizierten Präzisionsthermometer meiner Firma verglichen. Das Dial-T. liest 0.5 Grad zu niedrig. Es hat also die Genauigkeit gut gehalten. Ein digitales Bratenthermometer war auch auf 0.7 Grad genau und ein Hoskin Hg-LAbor Thermometer liest auch schätzungsweise um 0.2 Grad genau. Das Hoskin wird also als Hausstandard dienen müssen. Mit 0.2 Grad Abweichung kann ich leben. Es ist gut, daß fundamentale Meßtechnik wie Hg-Glasthermometer so genau messen, weil sie über ihre Lebensdauer hinweg keine Nachkalibrierung brauchen oder zulassen. Was Temperatureinstellung betrifft, ist das etwas ein Problem, weil das kalte Wasser meist nur zwischen 10-14 Grad hat. Da muss man mischen, um 20 Grad dauerhaft zu halten. Ein Thermostatischer Einsteller wäre da angenehm. Aber es geht - man muss nur etwas feinfühlig eingreifen. Ich möchte es nicht übertreiben. Prinzipiell möchte ich nur sicherstellen, daß meine Duka-Beleuchtung keinen Unfug anstellt. Was die Wände Reflektionen betrifft, werde ich einen Vergleichstest machen und wenn es da keine Überraschungen gibt, belasse ich den Status Quo. Vor 40 Jahren hatte es auch recht gut geklappt. Damals als Junger war das schon eine spannende Sache. Aber jetzt möchte ich schon etwas mehr Konsistenz in meinen Arbeiten. Ich werde noch viel zu lernen haben, um gute Abzüge herstellen zu können. Wenn ich die vorzüglichen Arbeiten anderer im Internet studiere, merke ich schon, daß mit dem Erfolg viel Einsatz und Erfahrung verbunden ist. Manche der gezeigten Bilder sind von solch guter tonaler Qualität, daß man da wirklich Minderwertigkeitskomplexe bekommen könnte;-) Gerhard
Gerhard O. schrieb: > Was Temperatureinstellung betrifft, ist das etwas ein Problem, weil das > kalte Wasser meist nur zwischen 10-14 Grad hat Wieso kommt bei euch das Wasser so "warm" aus der Leitung. Bei mir ist es jetzt 4-6 Grad maximal. Gerhard O. schrieb: > Was die > Wände Reflektionen betrifft, Hast du kein Negativhalter in deinen Vergrößerungsgerät welcher den Negativausschnitt einstellen lässt. Da gibt es keine Reflexionen auf dem Papierhalter. MfG der alte 80 Jährige
Al. K. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Was Temperatureinstellung betrifft, ist das etwas ein Problem, weil das >> kalte Wasser meist nur zwischen 10-14 Grad hat > > Wieso kommt bei euch das Wasser so "warm" aus der Leitung. > Bei mir ist es jetzt 4-6 Grad maximal. Ja - Ist so. Die Versorgungsleitungen sind wegen der extremen Kälte ziemlich tief verlegt und möglicherweise erklärt dies die höhere Temperatur. Sonst kann ich auch nur mit den Achseln zucken;-) > > Gerhard O. schrieb: >> Was die >> Wände Reflektionen betrifft, > Hast du kein Negativhalter in deinen Vergrößerungsgerät welcher > den Negativausschnitt einstellen lässt. Ja. Mein meopta hat für jedes Filmformat eine eigene Maske im Bereich von unter 35mm bis 6x6 MF. > > Da gibt es keine Reflexionen auf dem Papierhalter. Die Reflexionen kommen einfach vom reflektierten Licht der Abzugsplatte und werden dann mehr oder weniger auf die Wände geleitet. Aber Harald meint, dass solche Wandreflexionen dann nur noch höher geleitet werden und eigentlich keinen Schaden anrichten könnten. Wenn sich das beweisen laesst, entferne ich den Vorhang wieder, weil er eigentlich ohnehin so häßlich ist. Gerhard > > MfG > der alte 80 Jährige
Gerhard O. schrieb: > Ein Thermostatischer Einsteller wäre da angenehm Was vielleicht helfen kann: Für manche Leute ist "sous-vide"-Garen derzeit der dernier cri, und dafür gibt es thermostatisch gesteuerte Wasserbadheizungen, die man einfach in einen Kochtopf o.ä. hängt. Und möglcherweise kann man so ein Ding dazu bringen, auch einfach konstant 20° C zu halten (ist 'ne Frage des Einstellbereichs, oder des Umbaus ...) Sowas sieht so aus:https://la-va.com/sous-vide-stick-lx.20/
Harald K. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Ein Thermostatischer Einsteller wäre da angenehm > > Was vielleicht helfen kann: Für manche Leute ist "sous-vide"-Garen > derzeit der dernier cri, und dafür gibt es thermostatisch gesteuerte > Wasserbadheizungen, die man einfach in einen Kochtopf o.ä. hängt. Und > möglcherweise kann man so ein Ding dazu bringen, auch einfach konstant > 20° C zu halten (ist 'ne Frage des Einstellbereichs, oder des Umbaus > ...) > > Sowas sieht so aus:https://la-va.com/sous-vide-stick-lx.20/ Interessant. Ich wußte bisher noch nichts von so einer Einrichtung. Das bringt einen auf Gedanken. Beim Anrichten des Entwicklers ist es etwas umständlich genau 20 Grad durch die Hahneinstellung zu erreichen. Danke. Allerdings bräuchte ich dann eine 120VAC Version,;-)
Gerhard O. schrieb: > Allerdings bräuchte ich dann eine 120VAC Version Ich gehe sehr stark aus, daß es auch auf Deiner Seite des Teichs das Konzept des "sous vide"-Garens im Wasserbad gibt. Wird auch als LTLT cooking (low-temperature, long-time) bezeichnet. Und, ja: https://www.amazon.ca/dp/B0DY1DQT7H Das ist jetzt explizit keine Empfehlung, sondern nur der Hinweis, daß man sowas eben auch in Kanada bekommen kann. Du wirst Dir den Einstellbereich der Geräte ansehen müssen, das hier ist untauglich, da es laut Beschreibung erst bei 40 °C anfängt ... Das hier fängt bei 25 °C an: https://www.amazon.ca/dp/B0FRRZ4B8R
Harald K. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Allerdings bräuchte ich dann eine 120VAC Version > > Ich gehe sehr stark aus, daß es auch auf Deiner Seite des Teichs das > Konzept des "sous vide"-Garens im Wasserbad gibt. Wird auch als LTLT > cooking (low-temperature, long-time) bezeichnet. > > Und, ja: > > https://www.amazon.ca/dp/B0DY1DQT7H > > Das ist jetzt explizit keine Empfehlung, sondern nur der Hinweis, daß > man sowas eben auch in Kanada bekommen kann. Du wirst Dir den > Einstellbereich der Geräte ansehen müssen, das hier ist untauglich, da > es laut Beschreibung erst bei 40 °C anfängt ... > > Das hier fängt bei 25 °C an: > > https://www.amazon.ca/dp/B0FRRZ4B8R Danke. Habe ich mir angesehen. Sind aber relativ teuer. Gut zu wissen. Aber manchmal kann man solche Sachen etwas modifizieren. Ähnlich wie früher bei den Aquarium Heizern. Die Bimetall Versionen konnte man durch Abziehen des Knopfes durch Verdrehen in den gewuenschten Bereich bringen. Vielleicht ginge auch so ein alter Aquarium Heizer. Ich habe noch einige 150 Watter herumliegen. Hmmm. Könnte man ausprobieren. Wahrscheinlich ist der von AZ präziser in der Konstanz.
Gerhard O. schrieb: > Sind aber relativ teuer. Ich würd' mal glatt davon ausgehen, daß sowas aus Küchen auch wieder rausfliegt, wenn das Interesse abgeflaut ist. Und dann sollte es einen "garage sale" oder wie auch immer das genannt wird geben, wo Du sowas auch gebraucht bekommen könntest. Ist ja nur so 'ne Idee ... Alternativ besorgt man sich Heizfolien (gibts z.B. für Aquarien), stellt da die Entwicklerschalen drauf, und muss sich eine eigene Thermostatsteuerung bauen (mit in der Suppe hängendem Thermofühler). Wir sind hier ja im µC-Forum, Du weißt schon.
Gerhard O. schrieb: > Harald K. schrieb: >> Das hier fängt bei 25 °C an: >> >> https://www.amazon.ca/dp/B0FRRZ4B8R > Danke. Habe ich mir angesehen. Sind aber relativ teuer. > > Gut zu wissen. Aber manchmal kann man solche Sachen etwas modifizieren. Vor allen Dingen solltest Du die Kirche im Dorf lassen: Wenn Dein Badezimmer ca. 20°C hat (und Du den Entwickler auf 20°C temperiert hast), dann ist das schon mehr als gut. Du darfst auch nicht vergessen, dass Du schon nach einer Minute deutlich weniger aktiver Entwickler in der Dose hast als am Anfang. Wenn Du wirklich auf Temperaturkonstanz angewiesen bist, dann hole Dir einen zehn Liter Eimer und fuelle den Eimer mit warmen Wasser (so 20°C). Der bleibt fuer die 10 Minuten Entwicklungszeit konstant genug (ich habe einmal E6 zuhause gemacht [Prozess bei 38°C, vorwaermen der Dose, 20 Minuten bei 38°C +/- 0.5°C]. Danach habe ich die Sachen ins Labor gegeben :-) Man muss seine Grenzen erkennen und respektieren.
Thomas W. schrieb: > Vor allen Dingen solltest Du die Kirche im Dorf lassen Insbesondere die Vorstellung, es wäre möglich, eine Temperatur in einem inhomogenen Medium präziser als auf ± 0.5 °C zu halten, ist mutig - daß diese Geräte, die ich verlinkt habe, irgendwas von 0.1 °C behaupten, ist die typische Augenwischerei. Solange man keine Farbentwicklung macht, muss die Temperatur auch nicht so ultragenau eingehalten werden. Es macht aber einen Unterschied, ob man mit 18 °C oder mit 23 °C entwickelt.
Harald K. schrieb: > Es macht aber einen Unterschied, ob man mit 18 °C oder mit 23 °C > entwickelt. Vor langer Zeit setzte man die Temp zur Bildgestaltung ein. Weiche und Harte Entwicklung.. MfG
Moin, Ich weiß auch nicht ob es nicht besser wäre einfach so wie bisher zu arbeiten. Wenn ich den Entwickler ansetze, füge ich die geforderte Menge Wasser dazu und verwende ein Wasserbad, um die Entwicklertemperatur genau einzuhalten. Waschwasser Spülungswasser dann ungefähr um die Entwicklertemperatur herum und beim Fixer ähnlich. Nur nach dem Fixieren passe ich auf, dass die Waschtemperatur Spülung nicht zu sehr von vorher abweicht. So machte ich es vor zwei Wochen und alles ging prima. Wenn man dieHähne vorsichtig einstellt dann geht es nach ein paar Minuten Flußzeit schon. Nur beim Entwickler passe ich besonders auf. Gerhard
Al. K. schrieb: > Harald K. schrieb: >> Es macht aber einen Unterschied, ob man mit 18 °C oder mit 23 °C >> entwickelt. > Vor langer Zeit setzte man die Temp zur Bildgestaltung ein. > Weiche und Harte Entwicklung.. > > MfG Offiziell ratet zumindest Ilford davon ab. Die Belichtung muss bestmöglich stimmen und man entwickelt den Abzug in der vorgeschriebenen Zeit, bei mir ist es 2m. Bei normalen Bildern ist das der empfohlene Weg. Natürlich, wenn man spezielle Bildgestaltung nacht, hat man mehr Spielraum und kann die möglichen Variationen abseits vom Standardprozess ausnützen. Momentan geht es mir hauptsächlich darum, meine Kameras, was Belichtung betrifft, kennenzulernen und ein streng kontrollierte Abzugsentwicklung, um die optimalen Bedingungen für mein "Laborarbeit" festzulegen. Danach gebe ich mir natürlich mehr "Narrenfreiheit";-) Ich habe übrigens endlich meine alte zugelaufene Canon GL17 Kamera repariert. Wegen etwas ausgelaufenem Batterie Elektrolyt, zerfraß es die Spannungszuführung auf beiden Seiten des Zuführungsdrahts und musste gesäubert und ausgewechselt werden. Zerfressene Drähte lassen sich nicht mehr löten. Die einzeln Adern überziehen sich mit irgendeiner Verbindung. Deshalb musste ich den Objekt/Verschlußteil ausbauen, um an die Batterieanschlußstelle dort hinzukommen. Es ist etwas umständlich, weil man teilweise den Lederbezug hochbiegen muß, um an die Abdeckungsbefestigungsschrauben heranzukommen. Die restlichen Arbeiten waren kein Problem. Dann fügte ich noch eine Schottkydiode im negativen Zweig ein, um die SE44 Batteriespannung zu erniedrigen. Da keine Hg Knopfzellen mehr erhältlich sind, entschied ich mich wegen der guten Spannungskonstanz auf Silberoxyd Chemie umzusteigen (SR44) und mit einer BAT83 die überflüssige Spannung zu vernichten. Messungen ergaben gute Ergebnisse. Beim Batterietest verbleibt der Zeiger in der Mitte der gültigen Spannungszone. Der Batterietest zieht 80uA und je nach Helligkeit geht der Messtrom bei F16 auf knapp 480uA hinauf. Ein Betrieb mit einem auf 1.35V Direktbetrieb zeigt in beiden Fällen gleich an, was beweist, daß der etwas unkonstante Spannungsabfall der Schottkydiode in tragbaren Grenzen bleibt. Bei abgekapseltem Objektiv ist der Stromverbrauch 1.6uA. Es gibt keinen Ausschalter. Deshalb ist es wichtig, das Objektiv bei Nichtgebrauch mit dem Schutzdeckel zu versehen oder die Zelle entfernen. Das sind neuesten Nachrichten aus meinem Bereich. Gerhard
:
Bearbeitet durch User
Gerhard O. schrieb: > Moin, > > Ich weiß auch nicht ob es nicht besser wäre einfach so wie bisher zu > arbeiten. Wenn ich den Entwickler ansetze, füge ich die geforderte Menge > Wasser dazu und verwende ein Wasserbad, um die Entwicklertemperatur > genau einzuhalten. Wie denn sonst? Mach Dir nicht zu viel Gedanken. Natuerlich wirst Du auch mal einen blanken oder schwarzen Film aus der Dose holen... (passiert den Besten, es ist schon wichtig, dass erst der Entwickler dann der Fixer in die Dose kommt). > Waschwasser Spülungswasser dann ungefähr um die Entwicklertemperatur > herum und beim Fixer ähnlich. Nur nach dem Fixieren passe ich auf, dass > die Waschtemperatur Spülung nicht zu sehr von vorher abweicht. Heutige Filme sind relativ gutmuetig. Das Waschwasser ist immer etwas kritisch: Alle Toepfe temperiert (ein Tag vorher ins Labor gepackt), sehr gut entwickelt, zum Waschen im 10 Minuten fliessendes Wasser, leider bei ca. 8°C direkt aus der Talsperre. Massives Runzelkorn (die Gelatine zerbricht durch den Temperaturwechsel, Bildchen bei https://de.wikipedia.org/wiki/Runzelkorn oder http://www.chrzahn.de/Fotoseiten/Tipps/Runzelkorn.html). There is always something new to learn. > So machte ich es vor zwei Wochen und alles ging prima. Wenn man dieHähne > vorsichtig einstellt dann geht es nach ein paar Minuten Flußzeit schon. > Nur beim Entwickler passe ich besonders auf. Ebend. Weitermachen.
Thomas W. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Moin, >> >> Ich weiß auch nicht ob es nicht besser wäre einfach so wie bisher zu >> arbeiten. Wenn ich den Entwickler ansetze, füge ich die geforderte Menge >> Wasser dazu und verwende ein Wasserbad, um die Entwicklertemperatur >> genau einzuhalten. > > Wie denn sonst? Mach Dir nicht zu viel Gedanken. Natuerlich wirst Du > auch mal einen blanken oder schwarzen Film aus der Dose holen... > (passiert den Besten, es ist schon wichtig, dass erst der Entwickler > dann der Fixer in die Dose kommt). Ich habe den Eindruck, daß meine früheren Bedenken hier mehr Gewicht bekommen haben als sie eigentlich verdienen. Ich passe da schon auf. Verwechslung ist mir noch nie passiert, aber da ist immer die Möglichkeit eines "First time". > >> Waschwasser Spülungswasser dann ungefähr um die Entwicklertemperatur >> herum und beim Fixer ähnlich. Nur nach dem Fixieren passe ich auf, dass >> die Waschtemperatur Spülung nicht zu sehr von vorher abweicht. Naja. Meine Wassergarnitur am Waschbecken erlaubt an sich eine ziemlich feinfühlige Einstellung der Austritt Temperatur. Nur ist das Messen etwas umständlich. Ich habe vor ein billiges Digitalthermometer zu verwenden, mit dessen Sensor dann die Temperatur überwacht werden kann. Apropro Spülen: Ilford meint in ihrem Filmdatenblatt, dass Wasserspülung nach der Entwicklung ausreichend wäre und ein eigentliches Stopbad nicht notwendig sei. Was meinst Du dazu. Bei der Filmentwicklung vor zwei Wochen folgte ich Ilfords Rat. Die Ergebnisse waren ausgezeichnet. Ich kann mich nicht mehr erinnern wie ich es in den 80ern nachte. Normalerweise spüle ich den Film mit einem speziellen Paterson Schlauch, dessen Ende genau in die Einfüllöffnung des Filmtanks passt. Da müsste ich irgendwie den Sensor anbringen und dann aufpassen, daß die Fließ-Temperatur im Bereich, sagen wir, 15-25 Grad verbleibt. Damit wäre ich schon zufrieden, um die von Dir unten erwähnten Probleme zu vermeiden. Ich möchte vermeiden, es zu kompliziert zu gestalten. > > Heutige Filme sind relativ gutmuetig. Das Waschwasser ist immer etwas > kritisch: Alle Toepfe temperiert (ein Tag vorher ins Labor gepackt), > sehr gut entwickelt, zum Waschen im 10 Minuten fliessendes Wasser, > leider bei ca. 8°C direkt aus der Talsperre. Massives Runzelkorn (die > Gelatine zerbricht durch den Temperaturwechsel, Bildchen bei > https://de.wikipedia.org/wiki/Runzelkorn oder > http://www.chrzahn.de/Fotoseiten/Tipps/Runzelkorn.html). There is always > something new to learn. Ja. Früher als Junger hat es ja auch immer geklappt und da waren die "Laborumstände" sehr ähnlich. > >> So machte ich es vor zwei Wochen und alles ging prima. Wenn man dieHähne >> vorsichtig einstellt dann geht es nach ein paar Minuten Flußzeit schon. >> Nur beim Entwickler passe ich besonders auf. > > Ebend. > > Weitermachen. Werd' ich. Auch Schönes W.E. Gerhard P.S. Am Rande vermerkt, bei mir ist es gerade -27 Grad kalt. Brrr...
:
Bearbeitet durch User
Stoppbad braucht man eigentlich nur, wenn es auf wenige Sekunden ankommt, da es den Entwicklungsvorgang durch die saure Umgebung sofort abbricht. Reines Wässern bringt noch eine leichte Nachentwicklung, aber spätestens mit dem Einzug des sauren Fixierbads ist dann Schluss. Bei der Papier-Entwicklung hatte das Stoppbad noch den Vorteil, dass der recht stark basische Entwickler nicht gleich das saure Fixierbad umkippen lässt, solange man den pH-Wert des Stoppbads überwacht, dass es auch sauer bleibt. Soweit meine jahrzehntealten Erinnerungen. ;-)
Jörg W. schrieb: > Soweit meine jahrzehntealten Erinnerungen. ;-) Da hat sich in den Erinnerungen in den 70 Jahren nicht viel verändert. An die gebogenen Thermometer für Entwicklerschalen erinnere ich mich genau. Und ein gerades steckte in der Entwicklerdose und die Dose in einen großen Wasserbad, oder so ähnlich. MfG
:
Bearbeitet durch User
Jörg W. schrieb: > Stoppbad braucht man eigentlich nur, wenn es auf wenige Sekunden > ankommt, da es den Entwicklungsvorgang durch die saure Umgebung sofort > abbricht. Reines Wässern bringt noch eine leichte Nachentwicklung, aber > spätestens mit dem Einzug des sauren Fixierbads ist dann Schluss. > > Bei der Papier-Entwicklung hatte das Stoppbad noch den Vorteil, dass der > recht stark basische Entwickler nicht gleich das saure Fixierbad > umkippen lässt, solange man den pH-Wert des Stoppbads überwacht, dass es > auch sauer bleibt. > > Soweit meine jahrzehntealten Erinnerungen. ;-) Hallo Jörg, Das deckt sich mit meinen Erfahrungen und Ilford Empfehlungen. Beim Film vor zwei Wochen mit FP4+ und Ilfosol3 war die 20C Entwicklungszeit 4:25m und da vergehen höchstens 10s zwischen ausleeren und spülen. Jedenfalls sahen die Negative sehr "gesund" aus. Nach dem Scan sah ich mir das Histogram an, welches eine sehr balancierte Belichtung und Entwicklung bestätigte. Das gedruckte Bild sah (in meinen Augen) recht gut aus. Ich bemerkte auch keine Sättigung in den Extrembereichen. Es scheint also ausreichend "genügend" zu sein. Beitrag "Re: Analogfotografie heute?" Gerhard
Al. K. schrieb: > Jörg W. schrieb: >> Soweit meine jahrzehntealten Erinnerungen. ;-) > > Da hat sich in den Erinnerungen in den 70 Jahren nicht viel verändert. > An die gebogenen Thermometer für Entwicklerschalen erinnere ich mich > genau. > Und ein gerades steckte in der Entwicklerdose und die Dose in einen > großen Wasserbad, oder so ähnlich. > > MfG Ich habe nur ein "gerades" Stabthermometer. Ich habe den Eindruck, daß es auch bei Dir Erinnerungen an frühere Filmfotografie Aktivitäten gibt. Ich hätte mich schon damals als Schüler sehr dafür interessiert, leider war dafür absolut kein Geld da. Taschengeld war bei den damaligen Preisen einfach nicht ausreichend. Schon damals war ich von BW Fotografie begeistert. Aber es wurde nichts daraus. Abgesehen davon war ich derzeit mehr mit Elektronik und Funken infiziert. Ich habe den Eindruck, daß viele von Euch in Eurer Jugendzeit der Fotografie verfielen;-)
Moin, Falls es Euch ein paar Trivialitäten noch interessieren: Hier sind noch ein paar Bilder von dem neuen Filterhalter. Da der Stutzen des Rotlichthalters wegen der Befestigungsmethode des Filterhalters nicht mehr zugänglich ist, montierte ich den drehbaren teil des Rotlichtsarm auf der Oberseite. Zusätzlich fügte ich eine Nylonschraube zur Arretierung des Halters hinzu. Eine Lackierung verpasste ich dem Halter auch noch. Mechanisch ist die ganze Anordnung jetzt ziemlich stabil und kann sich nicht mehr drehen. Gerhard
Gerhard O. schrieb: > Ich habe den Eindruck, daß viele von Euch in Eurer Jugendzeit der > Fotografie verfielen;-) Es gibt noch wenige welche der Fotografie in der DDR vor 50-70 Jahren verfielen. Wenn man die Preise der ersten Kamera sieht, "Pionier"=9,00M PouvaStart 1=16M danach PouvaStart2, es sieht preislich wenig aus, danach Perfekta, danach,danach,danach Ich habe mir als Schüler das abgespart indem ich in den Ferien Arbeitete. Kopierrahmen und Vergrößerungsgerät bastelte ich mir selbst. PouvaStart als objektiv. der Lichtkörper eine Milchkanne. Die Linse für 6 mal 9 hatte mir mein Opa spendiert als ich 12 Jahre alt war, hatte 13 M gekostet... Ich habe heute noch Bilder welche mit diesen Teilen Vergrößert wurden. werde ich mal suchen . Na dann gut Nächtle Habe aber heute abend auch die Trommeln traktiert MfG ein 81 Jähriger alter Knacker
:
Bearbeitet durch User
Al. K. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Ich habe den Eindruck, daß viele von Euch in Eurer Jugendzeit der >> Fotografie verfielen;-) > > Es gibt noch wenige welche der Fotografie in der DDR vor 50-70 Jahren > verfielen. > Wenn man die Preise der ersten Kamera sieht, "Pionier"=9,00M > PouvaStart 1=16M danach PouvaStart2, es sieht preislich wenig aus, > danach Perfekta, danach,danach,danach Sagt mir leider nichts. Die Preise, waren aber bei Euch dann nicht hoch, relativ gesehen. Bei uns in Oe kosteten die Kameras in den 60ern deutlich mehr damals. 9-16M wäre für mich noch sparbar gewesen. Aber warscheinlich hätte es mit Mutter Krach gegeben, wenn ich da noch mit Chemiepanscherei angefangen hätte. Bei mir waren es halt Batterien, Komponenten und Transistoren, die das Taschengeld hergeben musste. Viele schöne Radios fanden bei mir den Ausschlacht Tod. Das tut mit heute noch weh. Aber es gong ja nicht anders. > Ich habe mir als Schüler das abgespart indem ich in den Ferien > Arbeitete. > Kopierrahmen und Vergrößerungsgerät bastelte ich mir selbst. > PouvaStart als objektiv. > der Lichtkörper eine Milchkanne. > Die Linse für 6 mal 9 hatte mir mein Opa spendiert als ich 12 Jahre alt > war, hatte 13 M gekostet... Echt toll, über solche Werdegänge zu hören. Mir ging es ähnlich mit Funkgeräte basteln in dem Alter. Wenn Du noch ein Bild von dem Vergrößerer besitzt, würde ich es gerne sehen. > > Ich habe heute noch Bilder welche mit diesen Teilen Vergrößert wurden. > werde ich mal suchen . Ja, bitte. > > Na dann gut Nächtle > Habe aber heute abend auch die Trommeln traktiert Auch die Ohren?;-) > > MfG > ein 81 Jähriger alter Knacker
:
Bearbeitet durch User
Gerhard O. schrieb: > Die Preise, waren aber bei Euch dann nicht hoch, relativ gesehen. Naja, was der Alte Knacker da genannt hat, waren auch die wirklich allerbilligsten Kameras: 6x6, Fixfokus, feste Belichtungszeit, einfachstes Plastikobjketiv. Richtige Kameras kosteten durchaus auch richtig Geld. Mein Onkel hatte mir eine Praktika zur Jugendweihe geschenkt, damit fing das bei mir dann an … er selbst machte auch schon länger S/W-Fotos selbst.
Jörg W. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Die Preise, waren aber bei Euch dann nicht hoch, relativ gesehen. > > Naja, was der Alte Knacker da genannt hat, waren auch die wirklich > allerbilligsten Kameras: 6x6, Fixfokus, feste Belichtungszeit, > einfachstes Plastikobjketiv. Ähnlich wie die Kodak Brownies oder Agfa Box Kameras. Ein Bekannter von mir machte in der jüngsten Zeit ein paar Versuche mit geschenkten Kameras. Ja, man merkt die Linsenqualität. Aber für Familienfotos reichte es damals für Viele. Meine Mutter hatte auch eine Boxkamera. > > Richtige Kameras kosteten durchaus auch richtig Geld. Mein Onkel hatte > mir eine Praktika zur Jugendweihe geschenkt, damit fing das bei mir dann > an … er selbst machte auch schon länger S/W-Fotos selbst. Leider war ich damals zu sehr in Elektronik und Funk verknallt. Musste erst bei Wiki nachsehen um zu lernen, um was es bei Jugendweihe geht. Das kannten wir in Ö nicht. Waren bei Euch dann Foto Entwicklungs-Chemikalien und Gerätschaften leicht erhältlich? Bin übrigens dabei eine zugelaufene Konica T3 zu überholen. Ist schon ein Abenteuer. Das Erneuern der Spiegel Lichtdichtungen und Dämpfung des Spiegels ist herausfordernd. Der Verschluss machte mir wegen verharztem Öl Schwierigkeiten. Musste ihn auseinander nehmen, mit Weissbenzin reinigen und dann alle Lager vorsichtig wieder mit Spezial Schweizer synthetisches Öl versehen. Jetzt läuft er "wie geschmiert";-) Ich habe das Zeitverhalten gemessen und alles stimmt wieder. Dieses Unterfangen ist eigentlich nur Übung, da ich meine erste T3 auch überholen muß. Auch die Lichtdichtungen der Filmseite müssen ersetzt werden, weil das Schaumstoffzeugs mittlerweile zerbröselt. Ist ein richtiges Winterprojekt. Auch habe ich die obsolete Quecksilber Stromversorgung der Kamera auf Silber (SR44) umgestellt. Das lässt sich leicht mit zwei BAT83 erzielen. Die Kalibrierung stimmt damit immer noch. Ich mag diese Mechaniktechnik solcher Kameras. Irgendwie kann man da auch dort eine Art mechanisches Logik-Design erkennen. Es ist schon interessant, wie kompliziert solche Instrumente sind. Gerhard
Jörg W. schrieb: > Richtige Kameras kosteten durchaus auch richtig Geld. Mein Onkel hatte > mir eine Praktika zur Jugendweihe geschenkt, damit fing das bei mir dann > an … er selbst machte auch schon länger S/W-Fotos selbst. Ich hatte hinsichtlich "guter" Fotografie auch mit einer Praktika angefangen, die gab es bei uns an der Schule und die hatten keine so schlechten Objektive am Start. In der Schule gab es darüberhinaus ein Fotolabor bzw. eine Dunkelkammer mit allen Chemikalien, die man brauchte. Als Ersatz für die gefälligen Praktika hatte ich mir dann eine gebrauchte Minolta SR gekauft. Die Sigma-Objektive, die zur Minolta passten, waren nicht teuer, aber teilweise echt top.
Moin, Ich fand hier einen historischen Überblick über die DDR Kamera Werdegang. Ist recht interessant: https://www.fotomagazin.de/test-technik/geschichte-test-technik/praktica-geschichte-einer-ddr-kameralegende/ Die Practica war doch eine tolle Kamera. Ich wäre damals mit so einer Kamera total Happy gewesen. Gerhard
:
Bearbeitet durch User
Gerhard O. schrieb: > Auch die Ohren?;-) Ist ein E-Drum mit Kopfhörern. Beitrag "Nostalgie verbotenerweise" Beitrag "Re: Nostalgie verbotenerweise" Damals mit der Mini Kamera heimlich aufgenommen. Film 27 Din Rodinal Entwickler, weniger Verdünnung und länger entwickelt. In der Halle war es recht dunkel. Beitrag "Re: Nostalgie verbotenerweise" Das war auch die Zeit. Vergrößert wurde aber mit einen gekauften Gerät. Alte Bilder kann ich erst suchen wenn sich meine Exfrau aus dem Bilderkarton geeignete für sich rausgenommen hat. Da gibt es wieder ein Mittagessen aus der Reihe. Sie Wohnt ja gleich im Block Nebeneingang.
:
Bearbeitet durch User
Rbx schrieb: > (...) keine so > schlechten Objektive am Start. Wer sich für ostzonale Optik interessiert: https://zeissikonveb.de/start/objektive/ Bis in die '70er waren die international gut dabei. Carl Zeiss Jena und Zeiss in Oberkochen haben noch relativ lange inoffiziell zusammengearbeitet.
Und dann gab es auch noch sowjetische Kameratechnik. Einerseits in Form von Leica-Nachahmungn (Zorki), andererseits in Form einer Hasselblad-Nachahmung (Kiev). Und natürlich auch als übler Schrott, der eine eigene Kunstform geprägt hat - die Lomographie. Ich hab' 'ne Kiev 88 und auch ein paar Objektive dafür - man merkt die oft stark schwankende Fertigungsqualität. Bei den heutigen Filmpreisen ist der Film dafür eher zu schade, bis auf das 30mm-Fischauge, das recht passable Qualität liefert. Das nutze ich dann aber lieber an meiner Mamiya 645, die macht zwar kleinere Negative, ist aber deutlich präziser und nicht gar so irrsinnig schwer. Und deren Objektive sind ebenfalls deutlich besser. Die meisten davon sind auch gut genug, um an meiner spiegellosen (Nikon Z7II) verwendet zu werden.
Rbx schrieb: > Die Sigma-Objektive, die zur Minolta > passten, waren nicht teuer, aber teilweise echt top. Kann ich bestätigen, ich hatte ein Sigma Zoom 80-200 mm zur Minolta XD-7. Das lieferte ordentliche Bilder. Original-Minolta-Zoomobjektive waren fast unbezahlbar. Ich vermute, die Kameras wurden von den Herstellern etwas "subventioniert", damit man sich auf ein System festlegte. Verdient wurde dann an den Objektiven. Denn ein Standard-Objektiv mit 50 mm-Brennweite alleine machte an einer Spiegelreflex-Kamera wenig Sinn, schöpfte ihre Möglichkeiten nicht aus. Anschaffungen von Weitwinkel-, Tele- und/oder Zoom-Objektiven folgten zwangsläufig.
Rainer Z. schrieb: > Rbx schrieb: >> Die Sigma-Objektive, die zur Minolta >> passten, waren nicht teuer, aber teilweise echt top. > > Kann ich bestätigen, ich hatte ein Sigma Zoom 80-200 mm zur Minolta > XD-7. > > Das lieferte ordentliche Bilder. Original-Minolta-Zoomobjektive waren > fast unbezahlbar. Ich vermute, die Kameras wurden von den Herstellern > etwas "subventioniert", damit man sich auf ein System festlegte. > Verdient wurde dann an den Objektiven. Denn ein Standard-Objektiv mit 50 > mm-Brennweite alleine machte an einer Spiegelreflex-Kamera wenig Sinn, > schöpfte ihre Möglichkeiten nicht aus. Anschaffungen von Weitwinkel-, > Tele- und/oder Zoom-Objektiven folgten zwangsläufig. Das habe ich auch bei der Konica T3 bemerkt. Positiverweise konnte ich im lokalen Fotospezialgeschäft einige Objektive sehr günstig nachkaufen. Interessanterweise kostet ein 24mm Hexar immer noch $270. Die anderen Objektiven kosteten zwischen 30-70$. Ich habe mir noch ein 35mm bestellt. Die Bildabbildung der Konica fand ich immer sehr gut. Man kann angeblich passende alte Objektive auch mit gewissen DSLRs einsetzen. Das machen scheinbar viele Leute.
Al. K. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Auch die Ohren?;-) > > Ist ein E-Drum mit Kopfhörern. Dann ist es nicht so schlimm für "Zwangszuhörer";-) > > Beitrag "Nostalgie verbotenerweise" > > Beitrag "Re: Nostalgie verbotenerweise" > > Damals mit der Mini Kamera heimlich aufgenommen. Was war das den für eine? > Film 27 Din Rodinal Entwickler, weniger Verdünnung und länger > entwickelt. > In der Halle war es recht dunkel. "Industrielle Spionage";-) > > Beitrag "Re: Nostalgie verbotenerweise" > Das war auch die Zeit. > Vergrößert wurde aber mit einen gekauften Gerät. Was gab es da bei Euch zu kaufen? Mir scheint Meopta war ziemlich verbreitet - auch hier, ich habe ja einen. > > Alte Bilder kann ich erst suchen wenn sich meine Exfrau aus dem > Bilderkarton geeignete für sich rausgenommen hat. Das würde mich sehr interessieren. > Da gibt es wieder ein Mittagessen aus der Reihe. > Sie Wohnt ja gleich im Block Nebeneingang.
Gerhard O. schrieb: > Ähnlich wie die Kodak Brownies oder Agfa Box Kameras. Mein erster Fotoapparat war eine Agfa Iso Rapid I, Fix-Focus, feste Blende und zwei Belichtungszeiten. Die nutzt 35mm-Film, der aber in einer eigenen Kasette ohne drehbare Spule steckt und nicht eingefädelt werden muß. Bildformat ist 24x24mm. Hat sich leider nicht am Markt etabliert und wurde durch die Kodak-Kasette überrollt, mit deren dämlichem 28mm-Filmformat. Später habe ich dem Vater die Taron Eyemax entzogen, mit Seleen-Belichtungsmesser und Schnittbildentfernungsmesser. Mit 1:1,8 war das ein erheblicher Fortschritt. Richtig gut wurde es dann mit der Canon EF. Und die war eine Basis, viel Geld ausgeben zu können!
Gerhard O. schrieb: > Die Practica war doch eine tolle Kamera. Ja, als Schüler hätte ich mir die nicht leisten können. Getoppt wurde das dann nur durch Mittelformat, aber das war fürs Hobby so gut wie unbezahlbar, sowohl Kamera als auch Dunkelkammer-Ausrüstung. Fotochemikalien gab es zumindest in den Bezirksstädten (die DDR war in 15 Bezirke eingeteilt) problemlos. Das Hobby hatte einige Verbreitung zu der Zeit, ich denke, dass es auch in kleineren Städten Drogerien gegeben haben wird, die sowas im Programm hatten. Reine Chemikalien (also „Zutaten“) habe ich teilweise auch in der Tschechoslowakei gekauft damals (die Grenze ist hier nur 50 km entfernt). Fotopapier war durchaus auch nicht ganz billig, aber konnte man sich als Schüler schon noch vom Taschengeld leisten. Als Vergrößerungsgerät hatte ich nur ein billiges polnisches, nicht so ein schönes Meopta wie du. ;) Vorteil war allerdings, dass das Objektiv ein M42x1-Gewinde hatte, sodass man auch die Kamera-Objektive einsetzen konnte. Habe ich teilweise genutzt, wenn ich mal besondere Anforderungen hatte, beispielsweise Vergrößerungen auf Fotoleinwand zu machen (dicke Leinwand mit Foto-Emulsion, davon sollte sogar noch was da sein im Keller).
Moin, in der Zwischenzeit machte ich einige Experimente mit LED-Beleuchtungsmitteln, um vom "Glühobst" mit seiner unvermeidlichen Hitzentwicklung in schlecht belüftbaren Umgebungen wegzukommen. Thermisch sind viele Vergrösserungsapparate bekanntlich schlecht in der Lage die entwickelte Hitze gut abzuführen und gleichzeitig ausreichend lichtdicht zu bleiben. Zumindest werden die Abdeckungen bei längerer Einschaltdauer sehr heiss. Es gibt bei uns 15W LED Lampen mit 5000K und 1680Lm. Bei näherer Untersuchung stellte ich heraus, daß die leuchtende Lichthülle streng sphärisch ausgeführt ist und für diese Anwendung gut geeignet sein könnte. Ein erster Test war überzeugend. Mit einem Luxmeter gemessen, ist die Beleuchtungshomogenität bei Mittelformat auch bei weiter Blendenöffnung nur 5% vom Ideal abweichend. Bei Blendenwerten von F8 oder F11 ist es nahezu perfekt. Die Beleuchtungsqualität ist besser. Die Glühobstversion brachte es bei F4 nur auf 30% Lichthomogenität. Da sind 5% bei der LED Version schon eine beträchtliche Verbesserung. Bald werde ich mit Abzügen anfangen. Auf jeden Fall scheinen die modernen LED Beleuchtungsmittel mit kugelförmigem Lichtverteiler für den gedachten Zweck sehr gut geeignet zu sein. Inwieweit die unterschiedliche Lichtwert Temperatur Einfluß auf Multi-Contrast Abzugpapier haben wird, muß ich erst feststellen. Die Original Lampe soll nach Osram Datenblatt 3200K haben. Meine LED Lampe hat 5000K und dieser Sachverhalt könnte potenziell ins Gewicht fallen. Vermutlich ist es aber kein Problem. Ich werde berichten. Ich habe mir übrigens von der Bucht einen Durst M606 hereingezogen. Da wird die LED Umrüstung wegen der 90 Grad Lichtumführung mit Spiegelung schwieriger durchzuführen sein. Aber es ist mit etwas Imagination machbar. Sobald das Teil eintrifft, werde ich mich diesbezüglich damit befassen. Der Durst M606 ist im Vergleich zum Meopta Optimatus Modell flexibler, was Objektiv Freiheit betrifft und lässt sich schnell zwischen 50mm und 75mm Brennweite umrüsten. 50mm Objektive lassen sich beim Meopta enttäuschenderweise leider aus mechanischen Gründen nicht umrüsten, weil der sich der Balg zur richtigen Scharfeinstellung nicht hoch genug zusammenpressen lässt und die Objektivplattform oben anstößt. Gruß, Gerhard
Gerhard O. schrieb: > Inwieweit die unterschiedliche Lichtwert Temperatur Einfluß auf > Multi-Contrast Abzugpapier haben wird, muß ich erst feststellen. Die > Original Lampe soll nach Osram Datenblatt 3200K haben. Meine LED Lampe > hat 5000K und dieser Sachverhalt könnte potenziell ins Gewicht fallen. Ich denke, dass die Farbtemperatur (Deine Lichtwert Temperatur) nur begrenzt aussagefähig ist. Wichtig dürfte sein, wie die spektrale Verteilung des 'weißen' LED-Lichtes ist. Mal kurz G* bemüht, finde ich ein Datenblatt, laut dem Blau relevant sein wird.
Manfred P. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Inwieweit die unterschiedliche Lichtwert Temperatur Einfluß auf >> Multi-Contrast Abzugpapier haben wird, muß ich erst feststellen. Die >> Original Lampe soll nach Osram Datenblatt 3200K haben. Meine LED Lampe >> hat 5000K und dieser Sachverhalt könnte potenziell ins Gewicht fallen. > > Ich denke, dass die Farbtemperatur (Deine Lichtwert Temperatur) nur > begrenzt aussagefähig ist. Wichtig dürfte sein, wie die spektrale > Verteilung des 'weißen' LED-Lichtes ist. Mal kurz G* bemüht, finde ich > ein Datenblatt, laut dem Blau relevant sein wird. Hallo Manfred, Dankeschön für das interessante Agfa Datenblatt. Ich lade übrigens gerade ein anderes Grosses (106MB!) herunter, der Download ist aber aus bestimmten Ursachen eher recht langsam;-) Ja, das müsste ich erst testen. Ich werde Vergleiche mit 3200K und 5000K Farbtemperatur anstellen. Es gäbe auch noch Ähnliche mit 4000K, sind aber schwieriger auffindbar. Der CRA Wert der 5000er is übrigens 93. die Originallampe ist deutlich etwas gelber. Ich hoffe die zugehörigen Kontrastfilter filtern was gebraucht wird und dass nur die Belichtungsdauer dann massgebend ist. Hier kann nur der Versuch Klarheit schaffen. Übrigens haben wir schon eine Zeitlang richtiges Hitzewetter - Die augenblicklichen Temperaturen sind 15-20 Grad höher wie sie sein sollten. Es soll noch eine Woche so bleiben. Dann wird der Polarvortex uns im Februar in einer Woche mit einer grimmigen Kälte bescheren - wäre nicht das erste Mal. Von Euch hört man übrigens herzlich wenig in den Nachrichten. Da ist es für uns fast umgekehrt. In Davis gab es ja Einiges zu hören. Gerhard
Gerhard, - google bitte mal "Selbstbau Multigrade farbkopf": Das Multigrade-Papier ist bei Gruen und bei Blau empfindlich (wie auf Seite 5 des Datenblattes fuer das MCC-Papier beschrieben). Der Trick waere also, gruenes und blaues Licht im passenden Verhaeltnis zu mischen (oder, Gluehlampenlicht mit Purpur-Filter macht hartes Papier, mit gelben Filter [Du hast ja die Multigrade-Filter als Beispiele in Deine DuKa griffbereit] bekommst Du weiches Papier). Diese Versuche mit selbst-gebauten Farbkoepfen sind leider Geschichte, es sind genuegend Farbkoepfe auf Ebay et al. fuer Wenig Geld verfuegbar (Du muss kalibrieren, die Empfindlichkeit des Papier ist Farbempfindlich. Kannst Du Licht-Intensitaeten vernuenftig bestimmen (also dI/d lambda)?). Der Aufwand ist wirklich nicht wert. Ich hatte mal "weisse" LEDs ins Spektrometer gepackt (einfaches Gitterspektrometer), es sieht zwar weiss aus, ist aber eine Mischung aus sehr diskreten Linien. Wenn Du mit Deinen Glueh-Obst (und Multigrade-Filtern) vernuenftig Ergebnisse bekommen hast (Dein Negativ sah ja nicht so schlecht aus) kannst Du Dich an Split-Grade-Printing versuchen (https://www.ilfordphoto.com/split-grade-printing/): Mit relativ wenig Aufwand kannst Du den Kontrast und tonalen Eindruck des Prints deutlich verbessern (ich schicke Dir noch einen Auszug von Way beyond Monochrome, dieses Split-Grade-Printing war zwar etwas auswaendiger als Standard, aber die Ergebnisse sind es wert.). Gruesse Th.
Gerhard O. schrieb: > in der Zwischenzeit machte ich einige Experimente mit > LED-Beleuchtungsmitteln, um vom "Glühobst" mit seiner unvermeidlichen > Hitzentwicklung in schlecht belüftbaren Umgebungen wegzukommen. Oh, da war ich auch mal kurz davor, vor einigen Jahren. Da hatte ich vor, mich mit "splitgrade"-Entwicklung zu beschäftigen, und hatte die Idee verfolgt, eine Lichtquelle mit zwei verschiedenen LED-Wellenlängen zu konstruieren ... Dann ist bei mir aber etliches dazwischengekommen und danach ruhte die Dunkelkammertätigkeit. Das Stichwort aber brachte mich dazu, ganz kurz zu recherchieren, und siehe da: https://www.fotoimpex.de/shop/fotolabor/heiland-electronic-led-kaltlichtquelle-fuer-durst-m805-mit-diffusorkopf.html Das könnte auch ein Selbstbauprojekt werden. Eine ausreichend große Anzahl von RGB-LEDs (da sollten die üblichen WS2812-Varianten im kleinen Gehäuse reichen) im Raster flächig auf einer Platine angeordnet, 'ne weiße Plexiglasplatte passender Opazität als Diffusor davor, und das dann in den Vergrößererkopf anstelle des Leuchtobstes einsetzen. Auf einen Kondensor müsste man dabei dann auch verzichten können (und auf den schwenkbaren Rotfilter vorm Objektiv auch ...)
Harald K. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> in der Zwischenzeit machte ich einige Experimente mit >> LED-Beleuchtungsmitteln, um vom "Glühobst" mit seiner unvermeidlichen >> Hitzentwicklung in schlecht belüftbaren Umgebungen wegzukommen. > > Oh, da war ich auch mal kurz davor, vor einigen Jahren. Da hatte ich > vor, mich mit "splitgrade"-Entwicklung zu beschäftigen, und hatte die > Idee verfolgt, eine Lichtquelle mit zwei verschiedenen LED-Wellenlängen > zu konstruieren ... Hatte ich gemacht: Fuer wenig Geld einen Farbkopf auf Ebay gekauft, und das Splitgrade ging sehr gut. Der Aufwand ist signifikant, die Ergebnisse aber sehr gut. Was tut man nicht alles fuers Hobby. Die Selbstbauanleitungen waren damals mit gruen und blauen LEDs. Mit RGBs waere der Aufwand noch geringer. Aber erstmal braucht man erstmal gute Negative so dass sich der Aufwand auch lohnt. Gruesse Th.
Harald K. schrieb: > Das könnte auch ein Selbstbauprojekt werden. Eine ausreichend große > Anzahl von RGB-LEDs Ich habe das Agfa-Datenblatt nur grob überflogen und dort "Gelbfilter" gelesen. Gelb ist das Gegenteil von Blau, was einen erheblichen Anteil an weißem LED-Licht hat. Andersherum geraten, könnten also steuerbare blaue LEDs das gewünschte Ergebnis erheblich beeinflussen.
Harald K. schrieb: > Das Stichwort aber brachte mich dazu, ganz kurz zu recherchieren, und > siehe da: > https://www.fotoimpex.de/shop/fotolabor/heiland-electronic-led-kaltlichtquelle-fuer-durst-m805-mit-diffusorkopf.html > > Das könnte auch ein Selbstbauprojekt werden. Eine ausreichend große > Anzahl von RGB-LEDs (da sollten die üblichen WS2812-Varianten im kleinen > Gehäuse reichen) im Raster flächig auf einer Platine angeordnet, Du musst nur gucken, ob das blau und gruen genug getrennt ist. Wenn man die Selbstbauversuche in 2015-Zeit anguckt, kam man nur bis Gradation 4, weil doch noch etwas gruen bei den "blauen" LEDs mitleuchtete.
:
Bearbeitet durch User
Thomas W. schrieb: > weil doch noch etwas gruen bei den "blauen" LEDs mitleuchtete. Das klingt merkwürdig, auch 2014 konnte man blaue LEDs herstellen. Die in WS2812B verbauten LEDs sind mit 522-525 nm bzw. 465-467 nm spezifiziert, das liegt recht weit auseinander. (Steht im Datenblatt: https://cdn-shop.adafruit.com/datasheets/WS2812B.pdf)
Harald K. schrieb: > Thomas W. schrieb: >> weil doch noch etwas gruen bei den "blauen" LEDs mitleuchtete. > > Das klingt merkwürdig, auch 2014 konnte man blaue LEDs herstellen. > > Die in WS2812B verbauten LEDs sind mit 522-525 nm bzw. 465-467 nm > spezifiziert, das liegt recht weit auseinander. > > (Steht im Datenblatt: > https://cdn-shop.adafruit.com/datasheets/WS2812B.pdf) Ich lese gerade (mal wieder, als Refresher) Lambrecht, Woodhoose, Way beyond Monochrome. Sie berichten dass Farbkoepfe nicht so richtig ausreichend sind fuer Gradation 5 und lieber Halogenlampe und Filter Grad 0 und 5 benutzen. Sie haben auch Messdaten veroeffentlicht fuer die Papiere die es vor 20 Jahren gab. Fuer mich war das gut genug fuer mich, die Prozessstabilitaet war in meinem Badezimmer auch nicht so prall. Aber die Ergebnisse haben mir gereicht.
Moin, Versuche mit grünen und blauen LEDs als Ersatz für MC Filter möchte ich eigentlich nicht machen. Ich wollte lediglich vom Glühobst wegkommen. Recherchen im Internet scheinen ja vorläufig dahingehend zu bestätigen, daß 5000K LED Leuchtmittel mit VC Papier gut funktionieren. Daher bin ich schon geneigt vergleichende Tests zwischen Glühbirn-Beleuchtung und LED-Beleuchtung zu machen. Sonst bleibe ich halt bei der Glühbirnen Beleuchtung. Der CRI Wert ist ha nicht schlecht, was für die Belichtung möglicherweise doch Einfluß hat. Ein guter CRI bedeutet dann weniger Farbeinbrüche im Spektrum. Ich fürchte, nur Versuch macht hier klug.
Gerhard O. schrieb: > Versuche mit grünen und blauen LEDs als Ersatz für MC Filter möchte ich > eigentlich nicht machen. Ich wollte lediglich vom Glühobst wegkommen. Als weiß empfundene LEDs haben im Gegensatz zum Glühobst kein wirklich kontinuierliches Spektrum. Die Kombination LED-Lichtquelle und Farbfilter wird möglicherweise ganz neue, interessante Problemfelder eröffnen. Für die Raumbeleuchtung sind LEDs mittlerweile ein hervorragender Ersatz, aber für Lichtquellen, die man gezielt mit Filtern verwenden möchte, halte ich die für deutlich weniger geeignet, und ich halte auch den CRI hier nicht für eine wirklich belastbare Grundlage.
Harald K. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Versuche mit grünen und blauen LEDs als Ersatz für MC Filter möchte ich >> eigentlich nicht machen. Ich wollte lediglich vom Glühobst wegkommen. > > Als weiß empfundene LEDs haben im Gegensatz zum Glühobst kein wirklich > kontinuierliches Spektrum. Die Kombination LED-Lichtquelle und > Farbfilter wird möglicherweise ganz neue, interessante Problemfelder > eröffnen. > > Für die Raumbeleuchtung sind LEDs mittlerweile ein hervorragender > Ersatz, aber für Lichtquellen, die man gezielt mit Filtern verwenden > möchte, halte ich die für deutlich weniger geeignet, und ich halte auch > den CRI hier nicht für eine wirklich belastbare Grundlage. Ich möchte es nicht zu weit treiben. Angeblich soll es mit 5000K Full Spectrum Lampen brauchbar funktionieren. Ich werde es also testen und mit der Originallampe vergleichen. Sollten die Ergebnisse einigermassen übereinstimmen und der Kontrastbereich ähnlich bleiben, dann stelle ich permanent auf LED Beleuchtung um. Andernfalls bleibt es beim Alten. Der Blauanteil der LED Beleuchter ist ja nicht unbedingt ein Fehler. Nur wenn das Verhältnis zwischen Blau und Grün schlecht ist, könnte es möglicherweise Schwierigkeiten geben, die das Filter nicht mehr beherrscht. Man wird also sehen und Testen müssen. Sonst bleibe ich halt beim Glühobst. Ich habe genug Ersatz Speziallampen solange ich damit noch befassen werde. Abgesehen davon sind die Wellenlängenbereiche der Emulsion doch ziemlich breitbandig. Es wäre halt wünschenswert gewesen, von der vermaledeiten Hitzeentwicklung beim längeren Einstellen wegzukommen. Über allem muss ich mich erinnern, nicht vom eigentlichen Ziel, dem Fotografieren, abzukommen. Gruß, Gerhard
:
Bearbeitet durch User
Gerhard O. schrieb: > Über allem muss ich mich erinnern, nicht vom eigentlichen > Ziel, dem Fotografieren, abzukommen. Das hast Du sehr, sehr schön auf den Punkt gebracht. Passt unter nahezu jede Diskussion zum Thema Photographie. Wenn Landschaft Dein Ding ist, hast Du es ja nicht allzuweit ... Lebst Du direkt in Edmonton, oder nur in der Nähe davon?
Harald K. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Über allem muss ich mich erinnern, nicht vom eigentlichen >> Ziel, dem Fotografieren, abzukommen. > > Das hast Du sehr, sehr schön auf den Punkt gebracht. > > Passt unter nahezu jede Diskussion zum Thema Photographie. > > Wenn Landschaft Dein Ding ist, hast Du es ja nicht allzuweit ... > > Lebst Du direkt in Edmonton, oder nur in der Nähe davon? Ich wohne etwa 3km vom Stadtzentrum entfernt. Mich interessiert Landschaft, alte Architektur, Brücken, alte Kirchen, Stadt- und Bahninfrastruktur. Auch Makro-Nahaufnahmen von natürlichen Objekten faszinieren mich. Prinzipiell mag ich auch die Strassenfotografie - nur ist das leider hier aus sozial-technischen Gründen etwas problematisch. Wir haben leider auch wie in vielen anderen Großstädten das Problem mit Heimatlosen und Drogensüchtigen. Dazu gesellt sich die Frage, inwieweit man als Fotograf das Recht hat, dieses Mileu zu dokumentieren und die Würde jener als Foto Objekt. Da fühle ich mich eigentlich sehr unbehaglich. Momentan finde ich interessante Baum Strukturen im Winter mit Schnee von Interesse. Der Schnee, seitlich von der Sonne beleuchtet, ist oft sehr nuanciert und zeigt oft faszinierende Schatten Linien. Unser River Valley ist fotografisch definitiv von Interesse und eröffnet viele Möglichkeiten. Auch auf dem Land findet man Vieles. Man muß halt mit dem Gehirn als Auge sehen. Die Arbeit von Sergeo Larráin aus Chile begeistert mich übrigens sehr. Gerhard
:
Bearbeitet durch User
Moin, Falls ihr Euch wundert was es mit dem River Valley auf sich hat, gibt es in dem Video eine kleine Einführung: https://www.youtube.com/watch?v=NYK_QUg_AE8 https://www.youtube.com/watch?v=fU7HBOi-7uQ Gerhard
:
Bearbeitet durch User
Moin, Wenn es Euch interessiert: Heute stellte ich mir eine 23.5 mm x 0.5mm Objektiv Befestigungsringmutter her. Es ist nur ein erstes Experiment mit PVC als Grundstock. Ich wollte vorerst nur erfahren wie leichtgängig sich das Gewinde am Objektiv bewegen lässt. Später mache ich wahrscheinlich noch einige aus Messing. Ich bohrte mir auf der Drehbank aus einem gerade vorhandenem kurzem Stück PVC Rohr ein 23mm Loch für die Aufnahme des Fein-Gewindeschneiders. Danach drehte ich einen Ring ab, versah ihn mit zwei schmalen Schnitten für das Befestigungswerkzeug das ich später auch noch herstellen möchte. Diese Ringmutter lässt sich leicht, aber trotzdem ohne Spiel, mit dem Objektgewinde aufsetzen. An sich dürfte die PVC Mutter dauerhaft genug sein, da es ja keiner großen Belastung ausgesetzt ist. Gerhard
:
Bearbeitet durch User
Moin, Ich fertigte mir inzwischen zusätzliche M23.5x0.5 Objektiv Ringmuttern an. Zusätzlich, auch einen einfachen Stiftschlüssel mit Messing Backen die seitlich in Schlitzen in der ABS Hülse mit JBWeld geklebt, eingelassen sind. Da man beim Anziehen von Objektiv Befestigungen immer mit Gefühl vorgeht, braucht man keine großen Drehmomente zu befürchten - Deshalb auch kein Hebel. Der Durchmesser ist groß genug, um mit den Fingern den nötigen Drehmoment zu erzielen. Warum nicht aus Metall anfertigen? Ich bin der Meinung, daß Plastikmaterial beim Arbeiten mit delikaten Objektiv Mechanismen etwas sicherer im Umgang ist, weil man beim eventuellen Abrutschen keine harten Stähle mit der Linse berühren kann. Bei einstellbaren Schlüsseln offener Konstruktion ist die Gefahr eines Abrutschen doch akuter und wesentlich gefährlicher für empfindliche Teile wie die Glasoberflächen der Linsen. Gerhard
:
Bearbeitet durch User
Schön, dass es hier so viele Fotobegeisterte gibt. Ich lade gelegentlich auch gern mal eine Analoge mit einer Filmpatrone :-) Die Frage war ja "Bereiche, in denen analoge den digitalen überlegen sind". Da sehe ich für mich eher die ausgefallenen Sachen wie Ultralangzeitbelichtungen, Lochkamera, Solargraphie oder unvorhersehbare Effekte wie Lomographie. Das Unperfekte und Unerwartete eben, das sich so nicht digital erzeugen läßt (es sei dennmit KI, die das aber letztlich auch nur von Analogbildern gelernt hat). Die bewusstere Art zu fotografieren. Ich schraube mir auch gern mal Uraltglas auf die DSLR und reize die Schwächen gezielt aus.
:
Bearbeitet durch User
StefanK schrieb: > Ich schraube mir auch gern mal Uraltglas auf die DSLR und > reize die Schwächen gezielt aus. Aus verschiedenen Aufloesungen ("Ich bin jetzt Digital") habe ich relativ viel hochwertiges Glas. Z.B. S-M-C/Super Macro-Takumar 50mm F4 dass sich sehr gut mit einem Adapterring an eine Canon-Digital anschliessen laesst. OK, die Linse ist ungefaehr so alt wie ich, zeichnet sehr scharf, guter Kontrast. Automatiken gibt es natuerlich keine. Aber das Ergebnis ist nicht so schlecht.
Thomas W. schrieb: > StefanK schrieb: >> Ich schraube mir auch gern mal Uraltglas auf die DSLR und >> reize die Schwächen gezielt aus. > > Aus verschiedenen Aufloesungen ("Ich bin jetzt Digital") habe ich > relativ viel hochwertiges Glas. Z.B. S-M-C/Super Macro-Takumar 50mm F4 > dass sich sehr gut mit einem Adapterring an eine Canon-Digital > anschliessen laesst. OK, die Linse ist ungefaehr so alt wie ich, > zeichnet sehr scharf, guter Kontrast. Automatiken gibt es natuerlich > keine. Aber das Ergebnis ist nicht so schlecht. Eine alte Festplatte macht tatsächlich ein ausgiebiges Motiv. Hat einen dramatischen Flair.
StefanK schrieb: > Schön, dass es hier so viele Fotobegeisterte gibt. Ich lade > gelegentlich > auch gern mal eine Analoge mit einer Filmpatrone :-) > > Die Frage war ja "Bereiche, in denen analoge den digitalen überlegen > sind". Da sehe ich für mich eher die ausgefallenen Sachen wie > Ultralangzeitbelichtungen, Lochkamera, Solargraphie oder unvorhersehbare > Effekte wie Lomographie. Das Unperfekte und Unerwartete eben, das sich > so nicht digital erzeugen läßt (es sei dennmit KI, die das aber > letztlich auch nur von Analogbildern gelernt hat). Die bewusstere Art zu > fotografieren. Ich schraube mir auch gern mal Uraltglas auf die DSLR und > reize die Schwächen gezielt aus. Ich sage es mal so, Analog und Digitale Fotografie hat das Potenzial sich einander zu ergänzen. Bezüglich "HiFi" Bildabbildung leistet Digital mittlerweile Beeindruckendes. Wenn es um reine Kamera Einstellungen geht, die auch die versatileren DSLRs erlauben, kann man mit Digital eigentlich sehr ähnlich aussehende Abbildungen produzieren. Der Unterschied zu Digitaler Aufzeichnung ist dann das "Unberechenbare", die etlichen Prozess Variablen, der die Aufzeichnung und Abbildung in der Dunkelkammer ein Individuum macht. Natürlich geht das in ähnlicher Weise auch bei Digital mit PC-Nachbearbeitung. Prinzipiell sind da wenig philosophische Unterschiede. Vielleicht liegt es gerade an den Eigenschaften des Films, wie z.B. das Korn und die Möglichkeiten die Dynamik des Films voll ausschöpfen zu können und die künstlerische Vergrößerer Nacharbeit. Vielleicht liegt die Frage da, wenn man sich fragt, ob perfekte Digitale Bildabbildung dann einfach zu getreu funktioniert. Irgendwie könnte man argumentieren, daß dem digital produziertem Bild in sehr subtiler Weise der nur schwer beschreibbare "Charme" fehlt. Aber das ist eher ein Minenfeld der Gemüter, welches ich lieber vermeiden will. Daher bin ich der Ansicht, daß "Schwanz" Vergleiche zwischen den beiden Arten der Fotografie wenig Sinn haben und gleichberechtigt künstlerisch oder nutzbringend eingesetzt werden können. Ich bin mir sicher, daß auch ein Ansel Adams und alle Anderen Größen der bekannten historischen Fotografie Digital verwendet hätten, wenn es sie schon damals mit der heutig erzielbaren Leistung gegeben hätte - davon bin ich überzeugt. Gerade weil sie Experten waren, die die Welt so sahen, hätten sie kaum die Möglichkeiten die eine neue Technik bietet, ignoriert. In den letzten 20 Jahren hat sich auf dem digitalen Gebiet sehr viel getan. Trotzdem, Perfektion gibt es nicht, auch bei Digital. Deshalb gilt es, wie bei jedem Menschenwerk, die Gedanken des "Bildnehmers" zu ergründen die zu dem Bild führten. Das ist nicht viel anders wie in der Kunstgalerie. Als Betrachter wird einem diese Arbeit zum Glück nicht abgenommen und erfordert auch seine Beteiligung und gedanklichen Einsatz. Warum bin ich momentan an Filmfotografie interessiert? Zum Teil am nostalgischen Aspekt, weil ich immer noch alles wie Kameras und Duka Ausrüstung dazu habe, um mich auf diesen reizvollen Gebiet zu betätigen. Gerade der "Look" des Filmprozesses, die Artefakte, geben so einer Abbildung den Look, den historischen Hintergrund. Monochrome Fotografie erzieht den Inhalt mit geistigen Augen durch Schatten, Licht, und Form zu sehen, während Farbe eben eher zur naturgetreuen Wiedergabe des Vorhandenen neigt, wenn man von digitaler Kunstfotografie mal absieht. Der Könner wird meist das Erreichen können, was ihm vorschwebt. So gesehen ist genug Platz und Spielraum auf diesem Gebiet, und die Erkenntnis, daß Vorurteile müssig sind.
> Die Frage war ja "Bereiche, in denen analoge den digitalen überlegen > sind". Da gibt es IMHO nur eine einzige Sache. Ausbelichten von SW auf Barytpapier um Bilder zu schaffen die deine Urenkel noch an der Wand haengen koennen weil sie so haltbar sind. In allen anderen Sachen ist digital mittlerweile ueberlegen. Analog macht man nur noch weil man mit coolen alten Kameras hantieren moechte oder aus Nostalgiegruenden. Vanye
BTW: Wenn ich euer Augenmerk mal auf etwas sinnvolles fuer Analogfotografie richten darf: Kauft euch eine Seagull 6x6. Das ist ein chinesischer Nachbau einer Rolleiflex 6x6. Den Nachbau gibt es gebraucht so fuer 50-70Euro, ich hab mal 50DM gezahlt. Die Originale sind natuerlich deutlich teurer. Warum? Dadurch das man von oben nach unten in den Lichtschacht schaut fuehlen sie Menschen nicht von der Kamera beobachtet. Auch wenn das natuerlich eine Illusion ist, aber das aendert das Verhaeltnis zwischen Fotograf und Modell erheblich. Ihr werdet auf der Strasse auch als Interessant/Anders im freundlichen Sinne wahrgenommen. Das viereckige Bildformat passt gut zum Zeitgeist. Es wundert mich das die Jugend das noch nicht fuer sich entdeckt hat weil dort das Hochformat stark an Bedeutung gewonnen hat. Sobald das passiert werden vermutlich die Gebrauchtpreise durch die Decke gehen. .-) Vanye
Gerhard O. schrieb: > Eine alte Festplatte macht tatsächlich ein ausgiebiges Motiv. > Hat einen dramatischen Flair. Ja besonders wenn die geöffnet wurde. Ich verstehe nur nicht, warum Festplatten für Verkaufsbilder nur allzu oft geöffnet dargestellt werden. Per Bild bietet man dann defekte Ware an.
Vanye R. schrieb: > Dadurch das man von oben nach unten in den Lichtschacht schaut Das kann ich bei meiner Canon auch. Dafür habe ich einen Winkelsucher.
Vanye R. schrieb: > Das viereckige Bildformat passt gut zum Zeitgeist. Kameras, die keine viereckigen Bilder machen, sind extrem unüblich. Statt ein Seagull kann man auch eine Lubitel nehmen (russischer Plastikbomber), eine Flexaret (Meopta, Tschechien), eine Weltaflex (DDR), eine Voigtländer Brillant S (aufpassen, deren Vorgänger hatten keine Mattscheibe) oder eine von vielen anderen zweiäugigen Spiegelreflexkameras. Die Rolleiflex hatte mit der Rolleicord eine günstigere Schwester. Eine der letzten TLRs war die Yashica Mat 124 G (bis 1986 produziert). Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich die Crème de la Crème der zweiäugigen: Mamiya 330s. Die hat Wechselobjektive. Und mit der kann man auch einen angreifenden Elefanten erschlagen. René H. schrieb: > Dafür habe ich einen Winkelsucher. Einen Schachtsucher kann man mit deutlich größerem Abstand nutzen. Mit 'ner Digitalknipse kann man das nachempfinden, sofern die ein Klappdisplay hat, das sich nach oben schwenken lässt. Einen richtigen Schachtsucher gab es auch bei einäuigen Spiegelreflexkameras - allen voran die klassische Hasselblad 500, der ukrainische Nachbau Kiev 88 und auch die Pentacon Six (DDR). Der Vorteil der (meisten) zweiäuigen Kameras war, daß sie viel leichter waren und daß das Geräusch des Zentralverschlusses erheblich leiser war als das beliebiger SLRs mit Schwingspiegel. Deswegen waren zweiäugige auch lange bei Hochzeitsphotographen beliebt, weil mit ihnen recht unaufdringlich photographiert werden konnte. Oh, es gab auch Schachtsucher bei Kleinbild-SLRs, wie z.B. der Pentax LX, aber wegen des winzigen Bildes wurde das nicht allzu oft verwendet (bei der LX war deswegen meist ein Prismensucher montiert).
> Das kann ich bei meiner Canon auch. Dafür habe ich einen Winkelsucher.
Soweit braucht man nicht mal zu gehen. Panasonic hatte auch mal eine
DSLR wo man den Sucher hochklappen konnte. Aber das hat mit dem Feeling
gar nichts mit einem Lichtschachtsucher zutun! Eventuell eine DSLR mit
hochgeklappten Display kommt da ran, wenn sie es denn kann nicht alle
DSLR koennen ja das hintere Display nach oben klappe, aber auch die hat
eine andere Aussenwirkung weil sie halt nach normaler Kamera aussieht
und nicht nach lustiger Keksdose.
Vanye
Ihr habt die EXA 1 und EXA 2 vergessen (DDR) Man konnte mit solchen Kameras nette Überkopf Bilder machen.... MFG der Alte
:
Bearbeitet durch User
Vanye R. schrieb: >> Das kann ich bei meiner Canon auch. Dafür habe ich einen Winkelsucher. > > Soweit braucht man nicht mal zu gehen. Panasonic hatte auch mal eine > DSLR wo man den Sucher hochklappen konnte. Aber das hat mit dem Feeling > gar nichts mit einem Lichtschachtsucher zutun! Bei einem Lichtschachtsucher ist Links/Rechts vertauscht (horizontal gespiegelt). Man muss schon darueber nachdenken.
> Bei einem Lichtschachtsucher ist Links/Rechts vertauscht (horizontal > gespiegelt). Ach merkst du garnicht. ICh sehe bei Youtube auch gerne mal Videos wo das ganze video gespiegelt ist ohne das der Poster das gemerkt hat. :-D Vanye
Vanye R. schrieb: > Ach merkst du garnicht. ICh sehe bei Youtube auch gerne mal Videos wo > das ganze video gespiegelt ist ohne das der Poster das gemerkt hat. :-D Das passiert oft bei den sogenannten "Selfis" Der Alte
Ich denke die ganze Technikdiskussion um Kameras ist recht nebensächlich. Im Laufe der Jahre haben sich bei mir viele Kameras angesammelt, von der Exa 1a über Practica, Olympus, Rolleiflex, Pentacon Six, Pentacon Ercona II, bis hin zum Großformat 4x5 und 13x18. Wenn ich mir all die Bilder aus der Vergangenheit ansehe, könnte ich oft nicht sagen, mit welcher Kamera sie entstanden sind. Die beste Kamera die ich je hatte, ist die, die ich täglich benutze – derzeit eine Olympus OM2.
Ich hatte mir zum Schluss noch einen großen Wälzer mit vielen August Sander - Bildern besorgt. Eigentlich mehr aus soziologischem Interesse - weswegen ich da bis heute auch schon lang nicht mehr reingesehen hatte. Eigentlich wollte ich noch ein paar eigene alte Bilder auf größeren Formaten oder auf einem Poster haben. Ein Motiv war z.B. ein großer alter Kastanienbaum, der an dem Tag im Mai wirklich toll ausgesehen hatte. Wenig später wurde dieser alte Baum zugunsten eines Autoladens entfernt bzw. zersägt. Der Baum selber war auch ein Zeit-Monument - früher jedenfalls. Mittlerweile sind ja viele bedeutsame Zusammenhänge im Mülleimer gelandet.
Moin, Obwohl ich mich zur Zeit im "Rabbit Hole" der Film Fotografie bewege, möchte ich doch gerne eine DSLR in meinem Stall beherbergen. Die Auswahl und Preisbereich ist leider sehr breit. Meine Canon G12 ist ja ganz brauchbar und handlich, aber das Objektiv lässt sich nicht auswechseln. Was mir momentan vorschwebt, sind folgende Eigenschaften: - Spiegelfrei (Mirror Less) (wegen Konica Objektiv Anflanschmöglichkeit) (DSLR mit Klapp Spiegel haben angeblich inkompatible Sensor zu Objektiv Distanzen) - die Möglichkeit meine vorhandenen Konica Objektive weiterhin in manuellem Modus verwenden zu können. - Full Frame Sensor, damit sich die Brennweite der angeflanschten Objektive nicht ändert - Traditionelle direkte Einsteller für Verschlusszeit, Empfindlichkeit, etz. - nach Möglichkeit einigermassen einfache Bedienung ohne Feature Overload und mögliche Bedienungsverwirrung für Leute wie mich;-) - Preis unter $2K - Genug Auflösung für angenehm ansprechende 28x42cm (11x17") Abzüge. - Gute Batterielaufzeit und geringe Selbstentladung, vergleichbar mit G12. - Zuverlässigkeit - Guten Sucher für alte Augen;-) (TFT LCD bei Sonnenlicht nicht brauchbar) (G12 hat noch optischen Sucher) - nicht wesentlich größer und schwerer als frühere SLRS, also keine Monster Bodies - Point and shoot nicht wichtig - ich nehme mir Zeit zum Einstellen und für Komposition. Wer kann mir ein bisschen raten? Ich suche nichts Extravagantes. Sozusagen eine digitale Version die in der Bedienung meiner Konica T3 nahe kommt. Also etwas einigermassen Unkompliziertes. Gibt es "Unkompliziert" noch, aufs Wesentliche beschränkt, aber trotzdem im Wesentlichen voll einstellbar? Ihr könnt mich dafür kritisieren, ich möchte aber wirklich nicht ein 500+ Seiten Manual durchgehen und komplizierte Bedienung lernen müssen, die man sich merken muß. Natürlich könnte die Auswahl unterschiedlich in DE und Kanada sein. Vermutlich gibt es bei uns nicht dieselbe Auswahl wie bei Euch. Besteht da realistische Hoffnung etwas zu finden, das meinen Vorlieben nahekommt? Gerhard
:
Bearbeitet durch User
Gerhard O. schrieb: > - Spiegelfrei (Mirror Less) (wegen Konica Objektiv Anflanschmöglichkeit) > (DSLR mit Klapp Spiegel haben angeblich inkompatible Sensor zu Objektiv > Distanzen) > - die Möglichkeit meine vorhandenen Konica Objektive weiterhin in > manuellem Modus verwenden zu können. > - Full Frame Sensor, damit sich die Brennweite der angeflanschten > Objektive nicht ändert Fuer Dich ist ja das weiterverwenden Deine Objektive wichtig, daher erst mal gucken, ob es irgendeinen Adapter von Konika AR -> Rest der Welt gibt. (diese Liste habe ich https://fotowalther.de/objektivanschluesse-bajonett-mount-klemmring-breech-lock-gewinde-screw-thread/ gefunden). Der Anschluss heisst auch Konica-Autoreflex (hence the AR): https://de.wikipedia.org/wiki/Konica_Autoreflex-Serie Wenn man etwas googled (https://www.google.com/search?client=firefox-b-e&channel=entpr&q=konica+AR+adapter) sieht man, es sind Adapter Konica AR -> Rest der Welt verfuegbar. Unsere verlaengerte Werkbank (China) bietet fast alles an, sogar https://www.kentfaith.ca/ Es muss Dir aber klar sein: Adaptieren geht zwar, meistens verliert man aber sehr viel an Komfort. Ob Dir der Full-Frame-Sensor wichtig ist, kann ich nicht einschaetzen. Denn leider ist Full-Frame-Sensor meistens full expensive und dann auch full size body mit extra weight (und natuerlich sind die Objektive schwerer). Gruesse Th.
:
Bearbeitet durch User
Hallo Thomas, Gerade gesehen. Die Links sind nützlich. Vielen Dank. Bis jetzt habe ich mir nur die Sony Alpha A7 näher angesehen. Für sie gibt es einen passenden Adapter. Naja, Eile besteht ja nicht, auch möchte ich mir noch gründlich überlegen, ob ich überhaupt diesen Weg gehen will. Schön wärs ja, alte Objektive weiter verwenden zu können. Ob die Sony bedienungsmässig für mich intuitiv genug ist, müsste ich auch erst ergründen. Vorerst möchte ich mich wieder mit der Film Fotografie beschäftigen und vorhandene Möglichkeiten ausnutzen, um Erfahrungen zu sammeln und Grenzen zu erkunden. An sich bin ich eher geneigt mit Wenigem nette Erfolge erzielen zu wollen, anstatt auf teure Technik zu setzen. Aber es wäre in der Tat nett, nachzurüsten, um nicht die modernen Möglichkeiten zu verfehlen. Für mich sind Digital und Film eher ergänzend anstatt als Alternative. Gerhard
Thomas W. schrieb: > Fuer Dich ist ja das weiterverwenden Deine Objektive > wichtig, daher erst mal gucken, ob es irgendeinen > Adapter von Konika AR -> Rest der Welt gibt. Das ist notwendig, aber nicht hinreichend: Das Auflagemaß der Objektive muss auch lang genug sein -- andernfalls kann man entweder nicht bis Unendlich fokussieren, oder man benötigt einen Adapter mit Optik. Das Auflagemaß von Konica AR ist angeblich 40,5mm; das ist relativ wenig. DSLR von Nikon, Pentax, Minolta haben alle längere Auflagemaße, soweit ich auf die Schnelle sehen konnte. Sieht also relativ schlecht aus...
Hippelhaxe schrieb: > Thomas W. schrieb: > >> Fuer Dich ist ja das weiterverwenden Deine Objektive >> wichtig, daher erst mal gucken, ob es irgendeinen >> Adapter von Konika AR -> Rest der Welt gibt. > > Das ist notwendig, aber nicht hinreichend: Das Auflagemaß > der Objektive muss auch lang genug sein -- andernfalls > kann man entweder nicht bis Unendlich fokussieren, oder > man benötigt einen Adapter mit Optik. > > Das Auflagemaß von Konica AR ist angeblich 40,5mm; das > ist relativ wenig. DSLR von Nikon, Pentax, Minolta haben > alle längere Auflagemaße, soweit ich auf die Schnelle > sehen konnte. > > Sieht also relativ schlecht aus... Ja. Deshalb ist die spiegellose DSLR, wenn auch teurer, die technisch bessere Wahl. Aber wie schon erwähnt, bin ich momentan nur am "träumen". Eile ist nicht geraten. Muß mir erst klar werden, ob ich mich wirklich in dieses Rabbit Hole stürzen möchte. Eine DSLR ohne Objektivfreiheit wäre finanziell ohnehin unattraktiv. ...
Hippelhaxe schrieb: > Thomas W. schrieb: > >> Fuer Dich ist ja das weiterverwenden Deine Objektive >> wichtig, daher erst mal gucken, ob es irgendeinen >> Adapter von Konika AR -> Rest der Welt gibt. > > Das ist notwendig, aber nicht hinreichend: Das Auflagemaß > der Objektive muss auch lang genug sein -- andernfalls > kann man entweder nicht bis Unendlich fokussieren, oder > man benötigt einen Adapter mit Optik. Das ist immer im Auge des Betrachters: Wenn ich beim kentfaith gucke (https://www.kentfaith.de/index.php?route=product/search&search=konica), bekomme ich (Linsen-freie) Adapter fuer Fuji X, M4/3, Nikon Z, Pentax Q, Sony E, L-Mount und Canon EOS R. Und alle die Adapter gehen bis unendlich (wg. Auflagemass). Ob diese Kameras (oder Kamera-System) so toll sind, weiss ich nicht. Man verliert auf alle Faelle die Automatik-Funktionen, vor allen Dingen den Autofocus (und die Offenblende). Das geht z.B. bei einem statischen Bild (z.B. bei dem Festplatten-Bildchen), aber wenn Du z.B. etwas Lebendiges photographieren willst, wird das schon schwierig (wg. nicht Autofocus und nicht Offenblende).
Gerhard O. schrieb: > Eine DSLR ohne Objektivfreiheit > wäre finanziell ohnehin unattraktiv. Wie meinst Du das? Alle Hersteller wollen Dich in den Vendor-Lock-In zwingen, das geht so weit, dass Du zwar mechanisch etwas anklemmen koenntest (Canon), aber das Protokoll Body <-> Objektiv nicht veroeffentlicht wird (d.h. Du musst Original-Objektive kaufen).
Ich könnte dir Nikon Zf empfehlen. Bedienung und Gehäuse wie früher und dank dem geringen Auflagemaß läßt sich jegliche alte Optik adaptieren. Adapter für Konica gibt es übrigens auch und der elektronische Sucher ist überragend. Und falls Du mal Autofokus brauchst, gibt es von Nikon und Fremdanbieter Gläser in Hülle und Fülle in wirklich atemberaubender opt. Leistung. Danach fasst Du kein Altglas mehr an, es sei denn du benötigst den spezielle Lock.
:
Bearbeitet durch User
Gerhard O. schrieb: > - Spiegelfrei (Mirror Less) (wegen Konica Objektiv > Anflanschmöglichkeit) (DSLR mit Klapp Spiegel haben > angeblich inkompatible Sensor zu Objektiv Distanzen) Das stimmt, ja. Das sog. "Auflagemaß" passt nicht. > - Full Frame Sensor, damit sich die Brennweite der > angeflanschten Objektive nicht ändert Hmm. Also, den Punkt würde ich nach meinen eigenen Erfahrungen nicht überbewerten. Wir verwenden alte M42-Objektive an APS-C-Kisten von Pentax (u.a. eine Pentax-Kx), und ich finde, man gewöhnt sich relativ schnell um. Ein 50er ergibt halt den Bildwinkel eines 80mm-Porträtobjektives an Kleinbild...
Ste N. schrieb: > Ich könnte dir Nikon Zf empfehlen. Bedienung und Gehäuse wie > früher und > dank dem geringen Auflagemaß läßt sich jegliche alte Optik adaptieren. > Adapter für Konica gibt es übrigens auch und der elektronische Sucher > ist überragend. Danke - ich habe mir sie ganz kurz angesehen und wäre als erster Eindruck definitiv ein Kandidat, auch preislich, obwohl es sie in verschiedenen teureren Ausstattungen gibt. Es ist zu blöd, daß ich niemanden kenne, der alte Objektive so verwendet, um mich damit vertraut machen zu können. Speziell die Bedienung wäre wegen ihrer Familiarität attraktiv.
Hippelhaxe schrieb: > Gerhard O. schrieb: > >> - Spiegelfrei (Mirror Less) (wegen Konica Objektiv >> Anflanschmöglichkeit) (DSLR mit Klapp Spiegel haben >> angeblich inkompatible Sensor zu Objektiv Distanzen) > > Das stimmt, ja. Das sog. "Auflagemaß" passt nicht. > >> - Full Frame Sensor, damit sich die Brennweite der >> angeflanschten Objektive nicht ändert > > Hmm. > Also, den Punkt würde ich nach meinen eigenen Erfahrungen > nicht überbewerten. > Wir verwenden alte M42-Objektive an APS-C-Kisten von Pentax > (u.a. eine Pentax-Kx), und ich finde, man gewöhnt sich > relativ schnell um. Ein 50er ergibt halt den Bildwinkel > eines 80mm-Porträtobjektives an Kleinbild... Das wäre also auch noch ein Faktor. Von den Zahlen her, dachte ich, daß die effektive Objekt Brennweite sich zu sehr ändern würde. Hmm. Schade, daß ich keine Gelegenheit zum Ausprobieren habe. Wenn ich mich dazu entschliessen würde, gäbe es mehr Möglichkeiten - Alleine das Auflagemaß wäre dann ein wichtiger Faktor, miteinzubeziehen. Ein Bekannter von mir kaufte sich vor Weihnachten eine Pentax K2 und schwärmte davon, daß seine alten Pentax Objektive damit noch verwendbar wären.
Thomas W. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Eine DSLR ohne Objektivfreiheit >> wäre finanziell ohnehin unattraktiv. > > Wie meinst Du das? Alle Hersteller wollen Dich in den Vendor-Lock-In > zwingen, das geht so weit, dass Du zwar mechanisch etwas anklemmen > koenntest (Canon), aber das Protokoll Body <-> Objektiv nicht > veroeffentlicht wird (d.h. Du musst Original-Objektive kaufen). Was soll nan da machen?;-) ist leider so. Naja, manuelle Einsteller bin ich ja gewöhnt. Da macht es wenig aus. Bei dem mitgelieferten Standard Objektiv sollte die Automatiken funktionieren. Aber andrerseits bin ich der Typ, der sich mit Komposition und Gedanken darüber, Zeit nimmt; da spielt dann Geschwindigkeit keine große Rolle.
Ste N. schrieb: > Ich könnte dir Nikon Zf empfehlen. Bedienung und Gehäuse wie früher und > dank dem geringen Auflagemaß läßt sich jegliche alte Optik adaptieren. > Adapter für Konica gibt es übrigens auch und der elektronische Sucher > ist überragend. > > Und falls Du mal Autofokus brauchst, gibt es von Nikon und Fremdanbieter > Gläser in Hülle und Fülle in wirklich atemberaubender opt. Leistung. > Danach fasst Du kein Altglas mehr an, es sei denn du benötigst den > spezielle Lock. Heutige Zoom-Objektive sind so gut geworden, dass Du eigentlich nur noch ein Glas mitnehmen musst (ich habe ein 24-105mm/4.0 fuer immer-dabei, zusammen mit der automagischen ISO-Umschaltung ist es gut von Sonnenschein bis Katakombe). Da ist schon Fortschritt zu sehen.
Thomas W. schrieb: > Ste N. schrieb: >> Ich könnte dir Nikon Zf empfehlen. Bedienung und Gehäuse wie früher und >> dank dem geringen Auflagemaß läßt sich jegliche alte Optik adaptieren. >> Adapter für Konica gibt es übrigens auch und der elektronische Sucher >> ist überragend. >> >> Und falls Du mal Autofokus brauchst, gibt es von Nikon und Fremdanbieter >> Gläser in Hülle und Fülle in wirklich atemberaubender opt. Leistung. >> Danach fasst Du kein Altglas mehr an, es sei denn du benötigst den >> spezielle Lock. > > Heutige Zoom-Objektive sind so gut geworden, dass Du eigentlich nur noch > ein Glas mitnehmen musst (ich habe ein 24-105mm/4.0 fuer immer-dabei, > zusammen mit der automagischen ISO-Umschaltung ist es gut von > Sonnenschein bis Katakombe). > > Da ist schon Fortschritt zu sehen. Hmm. Das wäre dann auch noch zu überlegen. Historisch hatten aber Zoom-Objektive oft/immer einen schlechten Ruf. Naja, vielleicht gab moderne Berechnungs- und Simulations Design Software neue Möglichkeiten zur besseren Performanz. ...
Gerhard O. schrieb: > Ein Bekannter von mir kaufte sich vor Weihnachten eine Pentax K2 und > schwärmte davon, daß seine alten Pentax Objektive damit noch verwendbar > wären. Frag ihn nach dem Sommer: Ohne Autofocus, ohne Schnittbild-Indikator, dummer Belichtungsmesser. Du kennst Du alle diesen neumodischen Kram nicht, aber wenn man sich einmal daran gewoehnt hat, will man es nicht mehr missen.
> Schön wärs ja, alte Objektive weiter verwenden zu können.
Ich kann mich jetzt nicht erinnern das Konica irgendwelche
erinnerungswuerdige Objektive hatte. (Zirkelschluss?) Daher gehe mal
davon aus das heute ein modernes 24-200 Zoom alle deine Objektive
abdeckt und technisch besser ist.
Ja ich weiss, jetzt haben gerade einen Menge Opas ihren Schlaganfall
bekommen. :-D Aber die Teile sind in den letzten Jahren wirklich
erstaunlich besser geworden im vergleich zu frueher. Die weitere
Verwendung alter Objektive lohnt nur in ganz speziellen Sonderfaellen.
Unabhaengig davon ob das Sinn macht sollte es technisch immer moeglich
sein weil DSLR durch den Wegfall des Spiegels ein geringeres
Auflagenmass haben.
Ausserdem solltest du die Bilder hinterher auch in 2m Groesse betrachten
wollen/koennen. Die Sensoren sind in den letzten Jahren so gut geworden
das APS sonst ausreicht. Obwohl ich alles im Vollformat habe nutze ich
mittlerweile ueberwiegend MFT. Solange man nichts groesseres wie einen
68" TV zum betrachten nimmt reicht auch das aus. Aber es traegt sich
angenehmer und erlaubt es vor allem unauffaelliger zu fotografieren.
Bezueglich der Bedienung, gehe in ein Fotogeschaeft und nehme dort alles
in die Hand. Alles andere ist Unsinn weil viel vom persoenlichen
Geschmack abhaengt.
Vanye
Gerhard O. schrieb: >> Heutige Zoom-Objektive sind so gut geworden, dass Du eigentlich nur noch >> ein Glas mitnehmen musst (ich habe ein 24-105mm/4.0 fuer immer-dabei, >> zusammen mit der automagischen ISO-Umschaltung ist es gut von >> Sonnenschein bis Katakombe). > > Hmm. Das wäre dann auch noch zu überlegen. Historisch hatten aber > Zoom-Objektive oft/immer einen schlechten Ruf. Naja, vielleicht gab > moderne Berechnungs- und Simulations Design Software neue Möglichkeiten > zur besseren Performanz. Mein EF 80-200mm/4.0 (vor 15 Jahren gekauft) hat eine deutlich bessere Abbildungsleistung als mein FD 200mm/2.8 das 40 Jahre alt ist. Schaerfe, Bokeh, Streulichtempfindlichkeit, ist alles um Klassen besser geworden (und das 40-jahre alte FD 200/2.8 ist schon gut, ich hatte Dir die Pinguine im Zoo geschickt). Ja, es ist vielleicht schoen, wenn man sein altes Glas weiter verwenden kann. Als Entscheidend wuerde ich nicht sehen.
Thomas W. schrieb: > Gerhard O. schrieb: > >> Ein Bekannter von mir kaufte sich vor Weihnachten eine Pentax K2 und >> schwärmte davon, daß seine alten Pentax Objektive damit noch verwendbar >> wären. > > Frag ihn nach dem Sommer: Ohne Autofocus, ohne Schnittbild-Indikator, > dummer Belichtungsmesser. Du kennst Du alle diesen neumodischen Kram > nicht, aber wenn man sich einmal daran gewoehnt hat, will man es nicht > mehr missen. Hmm. Genau wie das moderne Auto;-) Was Automation betrifft, verwöhnt sogar die G12. Ich sehe es mal so, Automation ist nützlich und in vielen Fällen angenehm; manueller Betrieb ist aber manchmal für spezielle Motivsituationen notwendig. Ich habe mich mit der G12 damit befasst und festgestellt, daß man mit manueller Blendeneinstellung viel machen kann. Leider ist der Bereich von unten her auf F8 begrenzt. Aber die Qual der Wahl und Kosten sind dann auch ein Faktor. So ein erwähntes 24 bis 200mm Zoom-Objektiv dürfte ziemlich kostspielig sein. Aber vielleicht lohnt es sich dann auch keine extra Objektive mitschleppen zu müssen.
Gerhard O. schrieb: > Ein Bekannter von mir kaufte sich vor Weihnachten eine > Pentax K2 und schwärmte davon, daß seine alten > Pentax Objektive damit noch verwendbar wären. Du hast komische Bekannte :o) An einer Pentax K-1 wären seine alten Objektive AUCH verwendbar... SCNR
Vanye R. schrieb: > Bezueglich der Bedienung, gehe in ein Fotogeschaeft und nehme dort alles > in die Hand. Alles andere ist Unsinn weil viel vom persoenlichen > Geschmack abhaengt. Der Fotohändler vor Ort freut sich, wenn Du die Kamera danach auch dort kaufst. Sag ihm ruhig wievielDu sonst auf Amazon bezahlen würdest. Ganz so weit wird er nicht runtergehen, aber in die Größenordnung kommt man schon. Hat bisher immer geklappt. Wenn das alle machen hat es den Vorteil, dass der Laden auch in zwei Jahren noch da ist. Klingt spießig, ist aber so.
Vanye R. schrieb: >> Schön wärs ja, alte Objektive weiter verwenden zu können. > > Ich kann mich jetzt nicht erinnern das Konica irgendwelche > erinnerungswuerdige Objektive hatte. (Zirkelschluss?) Daher gehe mal > davon aus das heute ein modernes 24-200 Zoom alle deine Objektive > abdeckt und technisch besser ist. > Ja ich weiss, jetzt haben gerade einen Menge Opas ihren Schlaganfall > bekommen. :-D Aber die Teile sind in den letzten Jahren wirklich > erstaunlich besser geworden im vergleich zu frueher. Die weitere > Verwendung alter Objektive lohnt nur in ganz speziellen Sonderfaellen. > Unabhaengig davon ob das Sinn macht sollte es technisch immer moeglich > sein weil DSLR durch den Wegfall des Spiegels ein geringeres > Auflagenmass haben. > > Ausserdem solltest du die Bilder hinterher auch in 2m Groesse betrachten > wollen/koennen. Die Sensoren sind in den letzten Jahren so gut geworden > das APS sonst ausreicht. Obwohl ich alles im Vollformat habe nutze ich > mittlerweile ueberwiegend MFT. Solange man nichts groesseres wie einen > 68" TV zum betrachten nimmt reicht auch das aus. Aber es traegt sich > angenehmer und erlaubt es vor allem unauffaelliger zu fotografieren. > > Bezueglich der Bedienung, gehe in ein Fotogeschaeft und nehme dort alles > in die Hand. Alles andere ist Unsinn weil viel vom persoenlichen > Geschmack abhaengt. > > Vanye Ja. Das ist ein guter Rat. Dieser Pfad würde dann ziemlich viel Freiheit erlauben. DSLR plus Weitbereich Zoom O. - Wäre dann eine gute Wahl und man verzichtet nicht auf die Vorteile des modernen Designs. Naja, da habe ich Dank Euch schon eine bessere Perspektive. ...
Thomas W. schrieb: > ... ohne Schnittbild-Indikator, ...diesen neumodischen > Kram Naja. Eine Mattscheibe mit Schnittbild-Idikator gab es sogar für die Exa... > aber wenn man sich einmal daran gewoehnt hat, will man > es nicht mehr missen. Das stimmt leider. Ich vermisse den Schnittbild-Indikator an der Pentax K-x; der Autofocus kann mir gestohlen bleiben...
Soul E. schrieb: > Vanye R. schrieb: >> Bezueglich der Bedienung, gehe in ein Fotogeschaeft und nehme dort alles >> in die Hand. Alles andere ist Unsinn weil viel vom persoenlichen >> Geschmack abhaengt. > > Der Fotohändler vor Ort freut sich, wenn Du die Kamera danach auch dort > kaufst. Sag ihm ruhig wievielDu sonst auf Amazon bezahlen würdest. Ganz > so weit wird er nicht runtergehen, aber in die Größenordnung kommt man > schon. Hat bisher immer geklappt. > > Wenn das alle machen hat es den Vorteil, dass der Laden auch in zwei > Jahren noch da ist. Klingt spießig, ist aber so. 100% ACK! Ich sehe das genauso - Die Leute die sich so benehmen, schaden sich nur selbst. Die Gründe liegen auf der Hand. Vermutlich tut man sich auch bei Reparaturfällen leichter, wenn es um die Instandsetzung delikater Instrumente handelt.
Hippelhaxe schrieb: > Gerhard O. schrieb: > >> Ein Bekannter von mir kaufte sich vor Weihnachten eine >> Pentax K2 und schwärmte davon, daß seine alten >> Pentax Objektive damit noch verwendbar wären. > > Du hast komische Bekannte :o) > > An einer Pentax K-1 wären seine alten Objektive AUCH > verwendbar... > > SCNR Daran habe ich überhaupt nicht gedacht - Andrerseits war mir damals Pentax Kn noch überhaupt kein Begriff.
Hippelhaxe schrieb: > Thomas W. schrieb: > >> ... ohne Schnittbild-Indikator, ...diesen neumodischen >> Kram > > Naja. > > Eine Mattscheibe mit Schnittbild-Idikator gab es sogar > für die Exa... > >> aber wenn man sich einmal daran gewoehnt hat, will man >> es nicht mehr missen. > > Das stimmt leider. > Ich vermisse den Schnittbild-Indikator an der Pentax K-x; > der Autofocus kann mir gestohlen bleiben... Das Fehlen des Schnittbild Indikators tatsächlich ein spürbares Manko zu sein. Daran dachte ich bezüglich manuellen Betriebs nicht. ... P.S. Wer sich über die drei Punkte wundert - ich werde dazu gezwungen - wegen zu viel Kommentar darüber.
:
Bearbeitet durch User
Gerhard O. schrieb: > Historisch hatten aber Zoom-Objektive oft/immer einen > schlechten Ruf. Naja, vielleicht gab moderne Berechnungs- > und Simulations Design Software neue Möglichkeiten zur > besseren Performanz. Auch -- aber nicht nur. Die Fertigungstechnik spielt auch eine große Rolle. Asphärische Flächen hat schon August Sonnefeld vor knapp 100 Jahren bei Zeiss verwendet -- aber das waren Astro-Optiken, bei denen die Fläche von Hand retuschiert wurde. Inzwischen kann das im Massenmarkt bei Photoobjektiven verwendet werden. Die Entspiegelung ist immer weiter verbessert worden; das ist für viellinsige Objektive entscheidend. Gar keine prinzipiell neue Sache -- aber doch wichtig. Nicht zu vergessen die "Floating elements"...
Gerhard O. schrieb: > Historisch hatten aber > Zoom-Objektive oft/immer einen schlechten Ruf. Ja, hatten sie. Aber das, was mit Spiegellosen (Du solltest für die übrigens den Begriff "DSLR" vermeiden, denn es sind eben keine) möglich ist, erlaubt es, aus Zoomobjektiven eine Bildqualität herauszuholen, die bislang nur mit Festbrennweiten möglich war. Das liegt daran, daß man bei Spiegellosen nicht mehr jeden möglichen Objektivfehler optisch im Objektiv korrigieren muss, sondern bestimmte Objektivfehler der Kamera überlassen kann. Denn das Korrigieren von Objektiven bedeutet, an mehreren sich widersprechenden Stellschrauben gleichzeitig zu drehen - das Objektiv soll ein möglichst ebenes Bildfeld haben, es soll möglichst scharf sein, es soll möglichst verzeichnungsfrei sein und es soll keine Farbsäume und dergleichen produzieren. Einige dieser Fehler lassen sich hervorragend nach der Aufnahme in der Kamera korrigieren, und dadurch gibt es mehr Spielraum bei den anderen "Stellschrauben", so daß in Summe ein besseres Ergebnis rauskommt, als wenn man versucht, diese "Stellschrauben" alle im Objektiv zu belassen. Ich hab' mir vor ein paar Jahren eine Nikon Z7II angeschafft. Die hat unter allen Kleinbildspiegellosen das kürzeste Auflagemaß (16 mm), was bedeutet, daß mit Adaptern die größte Anzahl von Fremdobjektiven adaptierbar ist. Das geht soweit, daß sogar das von Sony verwendete E-Bajonett (das gerade mal 2 mm mehr Auflagemaß hat) adaptiert werden kann, und das sogar mit vollem elektronischen Funktionsumfang. Nicht adaptierbar sind das RF-Bajonett von Canon, das hat zwar ein um 4mm längeres Auflagemaß, gerät aber mechanisch mit dem Z-Bajonett in Konflikt, und das gleiche ist auch zum L-Bajonett (Panasonic & Co.) zu sagen. So ziemlich alles andere aber lässt sich adaptieren. Bei der Kamera war als "Kit-Objektiv" ein 24-70mm/f4-Zoom dabei, und schon das steckt die meisten Festbrennweiten in die Tasche, die ich vorher an diversen Pentax-Kameras genutzt habe. Das (wegen der längeren Brennweite beschaffte) 24-120/f4 ist noch einen Hauch besser und daher mein meistgenutztes Objektiv.
Danke - ist gut zu wissen und sollte es für weitere Überlegungen berücksichtigen. Mit einem 24-120er sollte ich sicherlich auskommen. Bei der hohen Empfindlichkeit moderner Kamera Bildsensoren sollte die F4 kein Problem darstellen. Die Nikon Kameras scheinen anhand Deiner Informationen tatsächlich einer näheren Betrachtung wert sein. Aber wie gesagt, das ist alles Zukunftsmusik. Jetzt möchte ich mich vollkommen der Filmfotografie widmen. Abgesehen davon, muß auch dem hohen Anschaffungspreis Rechnung getragen werden - Impuls Kaufen liegt mir nicht. Gerade hier ist gründliche Vorarbeit unumgänglich.
Nicht zu vergessen die "Floating elements"... Danke. Das wusste ich nicht. Da hat sich auf diesem Gebiet anscheinend viel getan.
Minusmann - komm nicht ins Schwitzen! Du strengst Dich anscheinend heute sehr an;-)
Gerhard O. schrieb: > Minusmann minus 1 ist bedeutungslos. ..und sehr Viele auch! Gruß
:
Bearbeitet durch User
> Aber die Qual der Wahl und Kosten sind dann auch ein Faktor. So ein > erwähntes 24 bis 200mm Zoom-Objektiv dürfte ziemlich kostspielig sein. Ach was, einfach mal ueberlegen wieviel Stunden man frueher fuer seine Kamera gearbeitet hat und wieviel Stunden man heute dafuer arbeiten muss. Das bleibt sich vermutlich gleich. > Das Fehlen des Schnittbild Indikators tatsächlich ein spürbares Manko zu > sein. Daran dachte ich bezüglich manuellen Betriebs nicht. Das lustige ist, meine Vollformatkamera ist eine Pentax K1 mit Schnittbildmattscheibe. Die kann man da ja wechseln und das habe ich auch gemacht. Das ist in der Tat nett fuer Altglas, aber eigentlich an einer modernen Digitalkamera ueberfluessig. Die blenden dir die scharfen und unscharfen Stellen farbig markiert ins Bild ein wenn man das einschaltet. Und wenn das nicht reicht dann koennen sie den mittleren Teil eines Bildes auch noch vergroessern. Wenn heutige moderne Kameras ein Problem haben dann besteht das darin das du eine Woche jeden Tag 8h brauchst bist du alle Funktionen einer solchen Kamera verstanden hast und Monate bis sie dir unterwegs sofort einfallen. Und dann kannst du noch jede Funktion auf jede Taste anders umprogrammieren. Meine Zweitkamera ist eine Olympus E-M1 markIII. Kein anderer Olympususer koennte die mal eben bedienen weil praktisch alles von mir anders eingestellt ist. :-D Also Fotogeschaeft! Und nicht am Samstag sondern wenn die da keine Zeit haben. Und eine SD-Karte mitnehmen. Damit Probe fotografieren. Wenigstens drei unterschiedliche Kameras ausprobieren. Dann zuhause Bilder kritisch betrachten, ein paar Test im Internet lesen und dann erst zurueck und dort kaufen. Erstmal nur ein Objektiv kaufen, aber ein besseres! Vorher ueberlegen welche Brennweite oder Brennweitenbereich einem wichtig ist. Vanye
Vanye R. schrieb: > Die blenden dir die scharfen > und unscharfen Stellen farbig markiert ins Bild ein wenn man das > einschaltet. Und wenn das nicht reicht dann koennen sie den mittleren > Teil eines Bildes auch noch vergroessern. Das kann die K-1, wie jede andere DSLR auch, nicht im Sucher, sondern nur auf dem Rückseitendisplay. Und das ist nur ein Notbehelf. Etwas ältere Menschen müssen eine Lesebrille rauskramen, um auf diesem Display etwas sehen zu können, und bei ungünstigen Umgebungsbedingungen (Helles, diffuses Licht) sieht man auf dem Display gar nichts. Da ist ein elektronischer Sucher deutlich überlegen. Einerseits hat der i.d.R. eine höhere Auflösung als die üblichen Rückseitendisplays, andererseits sieht man in den eben mit dem auf Ferne focussierten Auge, so daß das Lesebrillenthema entfällt. Dazu stört Umgebungslicht nicht. Und wenn man die Kantenhervorhebung und den Zoom kombiniert, ist manuelles Focussieren unendlich viel besser als mit jeder Schnittbildmattscheibe. Dazu kommt noch, daß man --zumindest bei Nikon und manchen Objektiven-- den sogenannten "focus throw" konfigurieren kann. Da die Objektive auch beim manuellen Focussieren den AF-Motor nutzen, lässt sich der Drehwinkel einstellen, um den der Focusring gedreht werden muss, um den kompletten Focusbereich zu überstreichen. Das geht bis zu 720° - also zwei vollständige Drehungen des Rings. Das ergibgt butterweiches und extrem feines Focussieren ... (mir sind 720° zu viel, ich belasse es bei auch schon großzügigen 360°)
Danke für Eure vielen guten Erfahrungsgedanken. Das ist ja ein richtiges Minenfeld. Was mich an den modernen Kameras etwas stört sind die vielen (unzähligen) Einstellmöglichkeiten. Auch bei der G12 ist das für mich manchmal ein Problem. Wenn man es lange Zeit nicht braucht, vergisst man oft das Gelernte. Zumindest geht es mir so. Aber vielleicht kann man sich bei allen diesen Kameras alles so einstellen, dass man die wichtigsten Einstellungen mit dem Drehknopf oben voreinstellen kann. Bei der G12 geht das. Es ist wahrlich eine Umstellung wenn man die Kameras der "Altzeit" gewöhnt ist. Muss jetzt weg.
Gerhard O. schrieb: > Was mich an den modernen Kameras etwas stört sind die vielen > (unzähligen) Einstellmöglichkeiten. Die zwingt einen niemand zu nutzen. Man sucht sich die Betriebsart aus, die dem entspricht, was man gewohnt ist, und lässt die anderen links liegen. Gut, ein paar Basics sind klar: RAW, nicht jpeg, und kein automatischer Weißabgleich, wobei das bei RAW nicht so schlimm ist. Empfindlichkeit auf den niedrigsten sinnvoll handhabbaren Wert, nur bei Bedarf hochdrehen, dann aber wieder runter. Irgendwelche Effekte, Filmpresets - muss nicht die Kamera machen, das kann man viel später am Computer machen.
Hippelhaxe schrieb: >> Full Frame Sensor, damit sich die Brennweite der >> angeflanschten Objektive nicht ändert > > Hmm. > Also, den Punkt würde ich nach meinen eigenen Erfahrungen > nicht überbewerten. > Wir verwenden alte M42-Objektive an APS-C-Kisten von Pentax > (u.a. eine Pentax-Kx), und ich finde, man gewöhnt sich > relativ schnell um. Ein 50er ergibt halt den Bildwinkel > eines 80mm-Porträtobjektives an Kleinbild. Hier ebenso, M42x1-Objektive von der Practica an einer inzwischen wohl auch schon 15 Jahre alten Sony-DSLR. Das 200er Tele ist dann schon ein halbes Fernrohr. ;-)
Jörg W. schrieb: > Das 200er Tele ist dann schon ein > halbes Fernrohr. ;-) Ich kann mich noch erinnern, das ein 130mm Objektiv an der Praktika auch schon recht groß bzw. lang war. Ich hatte für die Minolta ein variables Sigma 210mm Objektiv, das teilweise wirklich nützlich war (konnte ja auch AF)- aber dafür etwas kleiner als das statische 130mm Objektiv an der Praktika. Hinsichtlich der Bildqualität musste man nicht viel vermissen, allenfalls wenn man das Gras wachsen hören wollte im übertragenen Sinne.
> Das kann die K-1, wie jede andere DSLR auch, nicht im Sucher, sondern > nur auf dem Rückseitendisplay. Und das ist nur ein Notbehelf. Wie du vielleicht in derselben Nachricht gelesen haben koenntest habe ich auch noch eine Oly E-M1. Und ich hab sogar noch eine weitere von Panasonic, also keine vorschnellen Schluesse ziehen. .-) Die Darstellung des Schaerfebereichs im Sucher ist bei denen so gut das es eigentlich sogar besser ist wie bei der K1 weil man beim durchfokussieren sieht wie der Schaerfebereich durchs Bild wandert. Dazu kommt noch das diese Kameras dann (auf Wunsch) bei abgeblendeten Objektiven die Helligkeit hochziehen. Aber wie schon gesagt lohnt das meistens nicht. Ich adaptiere nur relativ spezielle Linsen. (10-17Fish, 200/2.5, 31er) Sonst sind moderne Linsen deutlich besser und koennen dann auch noch spezielle Sachen. (z.B Fokusstacking in der Kamera) > kompletten Focusbereich zu überstreichen. Das geht bis zu 720° - also > zwei vollständige Drehungen des Rings. Das ergibgt butterweiches und > extrem feines Focussieren ... Das geht bei jedem modernen Objektiv mit entkoppelten Focus so, wo ein Motor dreht. Muss einen aber nicht unbedingt gefallen. > Gut, ein paar Basics sind klar: RAW, nicht jpeg, und kein automatischer > Weißabgleich, wobei das bei RAW nicht so schlimm ist. Da bist du veraltet. Sowohl bei meiner Pentax wie auch der Olympus ist die interne Rawentwicklung in der Kamera bereits so gut das ich in 99% der Faelle nur noch die Jpegs verwende und wann ich das letzte mal echt am Weissabgleich rumgefummelt habe weiss ich jetzt auch nicht mehr. Ich habe zwar immer zwei Karten in den Kameras so das ich die Raws haette, aber braucht man heute nur noch seltenst. Ernsthaft ausentwickelt hab ich mit der K5IIs zuletzt, aber das ist heute kaum noch notwendig. > Irgendwelche Effekte, Filmpresets - muss nicht die Kamera machen, das > kann man viel später am Computer machen. Das ist eine Frage des Geschmacks. Ich mache viel SW und da macht das die Kamera weil ich im Sucher beurteilen will wie die Bildwirkung ist. Aber das kann man natuerlich anders sehen. > Das 200er Tele ist dann schon ein halbes Fernrohr. ;-) Mein Pentax 200/2.5 ist an MFT schon ein ganzes Fernrohr. Weil aber der Stabi in der Olympus so ganz erstaunlich gut ist, geht das problemlos aus der Hand. Zumal man dann ja auch auf 50Bilder/s stellen kann. Zehn Stueck sind dann immer scharf. Nervt nur hinterher beim auswaehlen.... Ueberhaubt, Bildstabilisierung in modernen Kameras gehoert zu den Verbesserungen die man nie mehr missen will. Vanye
Vanye R. schrieb: > Das geht bei jedem modernen Objektiv mit entkoppelten Focus so, wo ein > Motor dreht. Mit über die Kamera einstellbarer Drehcharakteristik? Nö. Vanye R. schrieb: > Da bist du veraltet. Oder Deine Ansprüche sind andere.
Moin, Wem es interessiert, hier ein Zwischenbericht: Bin immer noch nicht dazugekommen Abzüge zu machen, obwohl ich das mit dem Meopta jederzeit nachholen könnte. Folgend ist ein Zwischenbericht über die Senkrecht-Einstellungen des DURST M606 Kopfs: Zur Zeit rüste ich den Durst M606 nach, den ich aus der Bucht bestellt hatte und leider beim Versand etwas beschädigt wurde. Siehe auch den Bericht hier: Beitrag "Re: [V] Trennstelltrafo aus DDR Zeiten Typ LTS 002" Dem Kopf selber ist glücklicherweise nichts Ernstliches bzgl. Geometrie passiert. Ich habe aber keine originale vertikale Führung, ausser einer zweiten Meopta Magnafax Type. Um den passend zu machen, stellte ich mir mittels Drehbank und Fräsmaschine eine geeignete drehbare kompatible Kopfbefestigung her, was mir auch gelang. Da diese Arbeiten kritisch bezüglich der senkrecht Projektion sind, suchte ich nach einer praktischen Methode, um die System-Planheit jederzeit nachweisen zu können. Das Ziel ist, einerseits eine einigermassen akzeptable Planheit des optischen Systems zu gewährleisten und sie jederzeit vergleichen zu können. Da meine Objektiv von guter Qualität sind, möchte ich bestmögliche Schärfe über die gesamte Abzugsoberfläche erreichen. Sicherlich, das Abstoppen des Objektivs hilft mit der Tiefenschärfe. Aber auch das weist Grenzen auf. Dazu gibt es verschiedene Methoden, wie z.B. parallele Spiegel mit unendlicher Reflektion oder irgendetwas mit Laser. Ich entschied mich für Letzteres nach der Fadenkreuz Laser-Methode. Ich bestellte mir daraufhin einen solchen 5mW Laser von AZ. Für eine einstellbare Montierung verwende ich eine zufällig vorhandene selbst hergestellte eloxierte zylindrische Laser Aluaufhängung von einem früherem Arbeitsprojekt, das überlebte. Der 10mm Laser wird durch einen Gewinde-Feststellring mit einem Gummiring zwischen Laser und Körper gehalten und lässt sich nach Feststellen in allen Richtungen mit Nylonmadenschreiben zum Justieren bewegen und festlegen. Der Gummiring fungiert hier als kardanische Aufhängung mit engem Bewegungsspielraum. Am zugeordneten Ende des Laserkörpers befinden sich im Winkel von 120 Grad zueinander drei 4mm Madenschrauben mit Inbus-Innenkopf um die Achse des Laserstrahls genau justieren zu können. Der Laser schielte leider etwas von der Fabrik her und daher machten sich die Einstellmöglichkeiten als angenehm bemerkbar. (Eine Drehung des Laserkopfs von 360 Grad bewirkte anfangs einen Strahlzirkel von 12cm Durchmesser über 2m Distanz). Mit den Einstellschrauben war es möglich die Exzentrizität des Lasers vorerst auf +/-3mm über 2m zu verringern. Das genügt mir erstmal für richtungsweisende Untersuchungen. Am W.E. probierte ich die Anordnung erstmalig aus. Zwei Untersuchungen müssen durchgeführt werden. Zuerst muß die Orientierung des 606 Kopfes bestimmt und ggf. eingestellt werden und ferner muß auch die Orthogonalität des Helikoid geführten Einstellring und Plattformaufhängung überprüft werden. Da dafür vom Hersteller keinerlei Einstellmöglichkeiten vorgesehen wurden, wäre hier ein Problem unangenehm. Da könnte man nur mit Unterlagstreifen behutsame Korrekturen erzielen. Als Referenzstandard dient meine stählerne einstellbare Abzugmaske. Also dient nicht die hölzerne Grundplatte direkt als Referenz für den montierten Laser, sondern nur die Maskenplattform. Die Laser Grundplatte erhält zentrisch einen kleinen Magneten, um eine reproduzierbare Auflage zu garantieren. Das Objektiv, entferne ich für diese Messung, um die Reflexion der in der Negativbühne vorhandenen unteren Glasplatte ausnützen zu können. Da sich über der Negativbühne beim 606 gleich der untere Kondensator befindet, verdecke ich die Oberseite der Glasplatte mit einem schwarzen Kartonstück. Auf der Lasermündungsöffnung ist eine kleine Kartonauflage aufgesteckt, welche die Reflexion des Fadenkreuz darstellen soll. (Die Verlängerung der effektiven Strahlentfernung hat auch den Vorteil, die Winkelempfindlichkeit zu verdoppeln). Wenn nun diese Messanordnung korrekt platziert wurde, sieht man auf der Laserkartonscheibe das reflektierte Fadenkreuz das hoffentlich die Scheibe nicht (ganz) verfehlt;-) Jetzt braucht man nur mit einer Madenschraube auf dem Meopta Schlitten für die Höheneinstellung die axiale Abweichung auf Null stellen und festlegen. Die Vorwärts/Achtern Orientierung lässt sich momentan nur durch passende Unterlagsstreifen der Meopta Kopfführung ändern. Unerwartet war der Kopf aber schon zufällig ziemlich günstig orientiert. Der Strahl-Ablagefehler betrug in beiden Achsenrichtungen gleich weniger als 2mm über eine Gesamtstrahllänge von 1m. Eine genaue Projektion einer 35mm Negativmaske mit 36x24cm ergab auch so eine Ungleichheit von unter 1mm in beiden Achsen von der Senkrechten. Bin also erstmalig ganz zufrieden. Für die Objektiv Planheit muss ich erst eine Spiegel Vorrichtung fabrizieren. Einfach für den Anfang wäre eine Glasplatte die mit Gummibändern am Fokusring hängt, oder irgendetwas Gedrehtes. Wird sich schon ergeben. Bericht folgt. So. Das sind meine jüngsten Abenteuer;-) Danke fürs Lesen und hoffe es hat Euch interessiert. Gruß, Gerhard
:
Bearbeitet durch User
Hallo! In der Hobbyfotografie plagen sich nur noch ganz wenige analog herum. Der Zugewinn an Kreativität mittels einer guten Bearbeitungssoftware lassen alle Möglichkeiten in der Dunkelkammer alt aussehen. Aber alles hat ein Recht auf Nostalgie und eingefleischtes. Man darf die Bilder nur nicht kaputtbearbeiten. Das geht aber sehr schnell, wo lügen anfängt und man das auch sehen kann. MfG
Herbert Z. schrieb: > Der Zugewinn an Kreativität mittels einer guten Bearbeitungssoftware > lassen alle Möglichkeiten in der Dunkelkammer alt aussehen. Der Zugewinn an Fakes allerdings auch
> In der Hobbyfotografie plagen sich nur noch ganz wenige analog herum. > Der Zugewinn an Kreativität mittels einer guten Bearbeitungssoftware Das war frueher so. Seit ein paar Jahren ist analog wieder in. Ist wie mit der LP. :) Vanye
Dieses "JBWeld" scheint ja deutlich besser als UHU Endfest zu sein: Wenn man das ausgehaertete Werkstueck auch noch spanend bearbeiten kann ist das eine ganz andere Welt als UHU Endfest.
> Dieses "JBWeld" scheint ja deutlich besser als UHU Endfest zu sein:
Das ist auch meine Erfahrung. Allerdings 24h aushaertezeit.
Stabilit Express war aehnlich gut, nur schneller, als es noch gab. :-(
Vanye
Thomas W. schrieb: > Dieses "JBWeld" scheint ja deutlich besser als UHU Endfest zu > sein: Wenn > man das ausgehaertete Werkstueck auch noch spanend bearbeiten kann ist > das eine ganz andere Welt als UHU Endfest. Moin, kann man. Es laesst sich nach Aushärtung gut bearbeiten und ist fest. Sogar Gewinde halten einigermassen. JBWeld beinhaltet Eisenstaub. Das erhöht die Festigkeit. Was den geklebten Negativträger betrifft, werden die Oberflächen noch bearbeitet, sodaß nach dem Lackieren keine Unebenheiten sichtbar bleiben. Der verwendete JBWeld weist Vier Minuten Standzeit auf und 24h Totalaushärtung. Die kurze Standzeit erfordert die einzelnen Phasen des Klebens aufzuteilen. Gerhard
Beitrag #8019799 wurde vom Autor gelöscht.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.


























