Forum: HF, Funk und Felder Radiobasteln - Was hat 2018 noch Aussicht auf Erfolg- eine Anregung


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von Edi M. (edi-mv)


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"Radiobasteln - Was hat 2018 noch Aussicht auf Erfolg ?"
War kürzlich hier Thema, ebenfalls Fragen nach MW und KW- Empfang, vor 
längerer Zeit gab es Frage, ob es noch Leute gibt, die sich mit dem 
Audion beschäftigen.

ich möchte hierzu eine Anregung geben.

Ich restauriere historische Radiotechnik, und habe nebenbei auch eigene 
Projekte.
Für ein Projekt -ein mehrstufiger, durchstimmbarer HF- Verstärker- 
benötige ich eine Möglichkeit, einen Schwingkreis definiert entdämpfen 
zu können.

Die Entdämpfung eines Schwingkreises ist bekanntlich möglich, bis zu 
einer Entdämpfung, die so groß ist, dass der Schwingkreis selbst eine 
Schwingung erzeugt, mit "seiner" Resonanzfrequenz.

Das machte früher die (Rückkopplungs-) Audionschaltung, aber es ging 
auch mit speziellen Bauelementen, Glimmlampe, Tunneldiode, und auch die 
ersten Transistoren konnten das, dies nutzt einen speziellen Effekt, den 
nur diese Bauelemente besitzen, den „negativen Widerstand“ oder 
„Dynatron- Effekt“.

Ich besitze einige historische Transistoren, und möchte auch solche 
Teile nutzen, anstatt sie in einer Kiste vor sich hin oxydieren zu 
lassen, und habe damit Versuche gemacht.

Die ersten Transistoren waren schwer zu fertigen, die Ausbeute gering, 
die Ausschußquote hoch, die Werte lagen extrem weit auseinander, jeder 
Transistor war ein Unikat- in der DDR wurde zu jedem Spitzentransistor 
ein eigenes Meßblatt/ Datenblatt mitgeliefert. Ich besitze Militär- 
Exemplare amerikanischer Spitzentransistoren, auch diese haben weit 
auseinanderliegende Werte.
Die Spitzentransistoren wurden nur einige Jahre gefertigt, es gibt keine 
bekannten Seriengeräte mit diesen, 1959 waren sie komplett abgelöst, und 
niemand beschäftigte sich mehr mit diesen Bauelementen.

Weil ich solche Transis in die Hand bekam, habe ich mich also mit diesen 
beschäftigt.

Das Ergebnis ist u. a. eine Oszillatorschaltung, eine Anwendung, für die 
anfangs der Spitzentzransistor prädestiniert war, seinerzeit war er den 
Flächentransis da noch überlegen.

Diese Schaltung etwas erweitert, ist es aber ein trennscharfer Empfänger 
mit nur 1 Schwingkreis, bei dem die Rückkopplung über den Bereich (MW) 
nicht nachgestellt werden muß, weil der Punkt optimalen Empfangs nicht, 
wie von Rückkopplungsaudion- Schaltungen bekannt, genau vor dem 
Schwingeinsatz liegt, wodurch die Schaltung schnell "kippen" kann, und 
selbst schwingt.

Die Schaltung beinhaltet einen NF- Vorverstärker mit "normalen" 
Transistoren, aber auch diese sind hiostorisch, DDR- 
Germaniumtransistoren, in einer Schaltung aus dem "Halbleiter- 
Bastlerbeutel Nr. 1" der DDR, Halbleiter zweiter Wahl wurden damals 
billig an Bastler und Amateure abgegeben.

Das Chassis wird so bleiben, und es kommt ein Skalentrieb dazu, sowie 
ein Plexiglas- Gehäuse, in der Art wurden früher Vorführ- und 
Demonstrationsgeräte erstellt.

Ich möchte diese Beschreibung hier vorstellen, weil

- Die alten Wellenbereiche NICHT tot sind, und es heute wieder Spaß 
macht, ferne Sender zu empfangen.
Man muß natürlich beachten, daß dies aufgrund der physikalischen 
Eigenschaften hauptsächlich nachts möglich ist !

- Es mit heutigen Mitteln ist es eigentlich sehr einfach, etwas zu 
bauen, mit Akku- Bohrschrauber und Stichsäge oder „Flex“ 
(Winkelschleifer) bekommt man das sehr gut hin.

- ich zeigen möchte, daß man auch -und gerade- heute recht gut ein 
Projektgerät bauen kann, weil man heute für kleines Geld gute bis sehr 
gute Werkzeuge erwerben kann.
Als ich vor über 50 Jahren, als Junge, mit solchen Transistoren baute, 
nutzte ich eine Eisensäge, eine  "Handleier" und eine "Brustleier", also 
Bohrgeräte, die von Hand, letuztere über ein Getriebe, funktionierten.
Diese Werkzeuge habe ich aber noch, falls mal der Strom ausfällt... :-)

-man auch Bauteile aus alten Beständen, sowie "Schlachtmaterial" 
verwenden kann, etwa kleinere Netztrafos, Drosseln aus 
Leuchststoffröhren- Leuchten, Elkos, Widerstände und Kondensatoren aus 
alten Monitoren oder Fernsehern.
Das Chassis selbst ist ein Stahlblechteil, eine Trennwand zwischen 
Schaltschränken, die entfällt, wenn zwischen Schaltschränken Querkabel 
gelegt werden. Die Platten haben seitlich 10mm- Löcher, man kann schnell 
mehrere zusammenschrauben, und ein größeres Chassis realisieren.
Auf das extrem stabile Grundchassis montiere ich Sub- Chassis aus 
Hartpapier oder Kunststoff.

-Die Sache auch billig realisierbar ist.
Gekauft habe ich nur Schrauben M3 mit Mutter, sowie die Lötösenleisten.
Ich habe, weil es ein experimenteller Aufbau ist, Fassungen für 
Transistoren/ IC verwendet, dies ist nicht unbedingt nötig.

- Alte Montageweisen nicht unbedingt schlecht sein müssen.
Eine gute Montage- Methode ist: Hartpapier- Platte ("Pertinax"), 1mm- 
Löcher reingebohrt, und die Bauteildrähte durchgesteckt, auf der 
Unterseite eine kleine Öse gebögen, und  Verdrahtung mit 1mm- Draht, von 
Hand. Nach Fertigstellung Fixierung mit etwas Kontaktkleber.
Wenn man das ordentlich ausführt, ist es nicht schlechter, als eine 
Leiterplatte, immerhin wurden jahrzehntelang Geräte so verdrahtet.

Die komplette Baubeschreibung mit Unterschriften zu den Fotos ist hier:
http://edi.bplaced.net/?Edi%60s_Specials___Transistoren_der_ersten_Generation-_Spitzen-_und_Flaechentransistoren-_International_und_in_der_DDR___Spitzentransi_im_Versuch-_Oszillator_und_Audion

Video vom Audion:
https://vimeo.com/260581536

Videobeschreibung:
Der Vorverstärker arbeitet auf ein großes Röhrenradio als Endverstärker.
Das hat 2 sehr große Boxen dran (RFZ "Z 228"), der große Frequenzumfang 
ist gut zu hören.

Mittelwelle spätabends: Der Bereich ist voll, ein Sender oder Träger 
neben dem anderen. Die tonlosen Träger sind die Stör- Aussendungen 
zahlloser Schaltnetzteile. Das zischende Geräusch beim Abstimnmen auf 
die tonlosen Träger entsteht durch die geringe Bandbreite, die typisch 
für eine hart angezogene Rückkopplung beim Audion ist.

Danach: Entdämpfung weggenommen, und Drehko zurückgedreht: Reiner 
Detektorempfang, Geringe Empfindlichkeit und Trennschärfe, nur einige 
breite Sender und Träger sind noch zu hören.

So sollte ein Audion sein- keine lästige Rückkopplungs- Nachstellerei, 
und guter Empfang, und das funktioniert hier: Empfindlichkeit und 
Bandbreite "nahe am Superhet".

Wohlgemerkt- das kann EIN einziger Schwingkreis leisten, wenn er hoch 
entdämpft wird.
Damit entfallen Gleichlauf- und Abgleichprobleme, sowie im eigenen Gerät 
erzeugte Interferenzen (Pfeifstellen).
Und ja- Ein Audion ist kein Superhet. Es kann nur eben "nahe dran" 
kommen. Der Sache kommt entgegen, daß es heute keine starken deutschen 
Sender gibt. So kann ein Audion heute wieder als brauchbarer 
Fernempfänger durchgehen.

Ich werde versuchen, die Schaltung weiter zu verfeinern, insbesondere 
den besten Arbeitspunkt zu fixieren/ zu stabilisieren.

Anmerkung:
Das Audion war aber früher immer der Einstieg in die Radiotechnik.
Übrigens:... eine Form des Audions wird heute noch verwendet- das 
Pendelaudion !

Es ist Rundfunktechnik pur- man ist selbst Kapitän, Maschinist und 
Steuermann. Zu Zeiten des Detektorempfängers sagte man: "Wer hören will, 
muß fühlen".

Ich denke, die genaue Schaltung ist HIER weniger von Interesse, weil ich 
antike Bauelemente verwende.
Es kann auch eine Schaltung mit modernen Transistoren oder IC's sein, es 
muß natürlich kein Audion sein.

Es ging mir um die Anregung, selbst etwas zu bauen, und Tips, WIE man 
das realisieren kann.

: Bearbeitet durch User
von Akkufreak (Gast)


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meine 2cent: Zwei Verlinkungen und ein einziger einfacher Plan hätten 
auch gereicht.

Deine Kunst in Ehren, aber gerade mit schwer erhältlichen Museumsstücken 
derart zu übertreiben ist reine Nischenliebhaberei eines Rentners und 
schreckt die einfachen Radiobastler hier eher ab, die vllt. einen 
erfolgreichen anspruchslosen Nachbau mit überall erhältlichen 
Standardteilen in nicht mehr als einer Stunde erhoffte.

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Akkufreak schrieb:

> derart zu übertreiben ist reine Nischenliebhaberei eines Rentners und
> schreckt die einfachen Radiobastler hier eher ab, die vllt. einen
> erfolgreichen anspruchslosen Nachbau mit überall erhältlichen
> Standardteilen in nicht mehr als einer Stunde erhoffte.

Nicht jeder gibt sich mit '1h Kit zusammenstecken' zufrieden. 
Insbesonders wenn aus dem Zeitvertreib ein seriöses Hobby oder gar Beruf 
werden soll. Häuslebauer oder Bauingenieur wird man auch nicht vom LEGO 
stecken.
Ich finde Retro wunderbar geeignet um die eigene Praxis in Analyse, 
Messung, Verbesserung und Aufbau zu verfeinern. Gerne weiter so.

von Edi (Gast)


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Mobilerweise, darum nicht eingeloggt:

- Keine Nischenliebhaberei eines Rentners. Ich bin kein Rentner, ich 
gehe arbeiten.

-Das letzte Wort der Überschrift sagt alles.
Das vorgestellte Projekt ist eine keine Nachbauanleitung, sondern eine 
Anregung.
Darum keine Schaltung.

Bitte unbedingt die letzten Absätze des Eröffnungsbeitrags lesen !

Wer es anders bauen möchte, kann es tun.
Wer andere Schaltungen verwenden möchte, kann es tun.
Wer andere Bauteile verwenden möchte, kann es tun.

Wer Hilfe braucht, kann fragen, ich helfe gern !

- Alle Teile sind leicht erhältlich !
Käuflich: Ebay, Jan Wuesten.

- Ein sauberer, stabiler, noch nach Jahren vorzeigbarer Aufbau kostet 
etwas Zeit.
Wie auf meiner Seite steht- mit einer guten Werkstattausrüstung ist der 
Grundaufbau in 1 Stunde machbar.
Wer die Bauanleitungen der "Funk- Technik" (Homepage Reiner Fredel) der 
50er sieht- ich denke an die hervorragenden Schaltungen von Werner 
Diefenbach- ... Das sind richtig zeitaufwendige Sachen, da sitzt man 
Monate, und das waren Geräte fürs Leben.

Ich möchte hier nur zeigen, daß man 2018 durchaus noch Radiotechnik- 
Projekte, mit denen früher Bastler ihre ersten Sporen verdienten, auch 
auf den alten AM- Wellenbereichen, möglich sind.

Das zu den Gründen- Ich hoffe eigentlich mehr auf eine technische 
Diskussion.
Edi

von Stefan M. (derwisch)


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Akkufreak schrieb:
> und
> schreckt die einfachen Radiobastler hier eher ab...

Genau das ist das Problem unserer Zeit.
Es sollte eher neugierig machen.

So mancher "abgeschreckte" verpasst auch was...
machmal sogar ganzschön viel.

: Bearbeitet durch User
von Bomwollen (Gast)


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Ich staune. Ich staune und versuche Muster zu erkennen.

Und zwar dahingehend, welche Themen und Beisträge in eine Schiene laufen 
wie 'Das lohnt sich heutzutage doch gar nicht mehr' und welche in die 
Schiene laufen, die Fpga Kuechle einschlägt.
Ich finde den Post und auch dein Hobby Restaurieren toll. Ich gehöre 
nämlich auch zu denen (Generation und Mentalität), Basteleien um 
diskrete Gatter oder einem 74er Computer etwas abgewinnen können.
Wobei diesen Themen erstaunlicherweise immer das Lernpotential 
abgesprochen wird bzw. mit Glück empfohlen wird ein FPGA zu nehmen.

von Radiofreund (Gast)


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Hallo

warum nicht?
Macht sicherlich Spaß und ist eine Herausforderung.

Aber ohne gute "Software" nutzt die beste Hardware nicht - und eine gute 
Software ist im Rundfunkbereich mindestens ein "richtiges" Radioprogramm 
in meiner Muttersprache, und das gibt es nun mal leider weder auf LW 
noch auf MW.
Und das wenige was in deutscher Sprache auf KW läuft bezeichne ich nicht 
als richtiges Radioprogramm sondern maximal als Hobbyprogramme mit Null 
Inhalt oder Musikschnulzenabspielprogramm.

So ist das Radio was du gebaut hast leider nur, eine zugegeben, 
interessante und herausfordernde Bastelarbeit, die sicherlich auch so 
einiges lehrt aber leider kaum einen praktischen Nutzen mehr hat.
Ich hatte wirklich zu "guten" AM Radiozeiten über Stunden und regelmäßig 
DLF über den lokalen MW Sender bzw. die technisch "geniale" LW 153kHz 
bzw. fast genauso gut auf 207 kHz gehört. Und dabei leider auch kennen 
gelehrt das das HF Spektrum zwischen 150 KHz und 30 MHz immer mehr als 
HF Müllkippe für "kostenoptimierte" Spannungsversorgungen aller Art 
missbraucht wird.

Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden das der "richtige" 
deutschsprachige AM Rundfunk nur noch Geschichte ist und alleine die 
Briten
und sehr eingeschränkt die Niederländer noch richtigen AM Rundfunk 
machen.

Trotz allem: Eine schöne Sache und solange sie dir (und anderen) Spaß 
macht - warum nicht?! Nur man holt sich eindeutig nicht die Zeiten vor 
2015 zurück - "richtiges"  deutschsprachiger AM Rundfunk ist nun mal 
Geschichte und wird sehr wahrscheinlich nicht wieder auf erstehen.

Radiofreund

von Akkufreak (Gast)


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Edi M. schrieb:
> Als ich vor über 50 Jahren, als Junge, mit solchen Transistoren baute,

Edi schrieb:
> Ich bin kein Rentner, ich gehe arbeiten.

beruhige Dich, das war kein Angriff auf Dein Alter und nimms nicht ad 
hominem, Rente und Arbeit sind nichteinmal ein Widerspruch

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/rente-rund-1-4-millionen-rentner-arbeiten-im-alter-a-1199511.html

Edi schrieb:
> -Das letzte Wort der Überschrift sagt alles.

Jein, genau deswegen war die dreifache Wiederholung der "Anregung" im 
ersten Beitrag ermüdend genau wie die anderen.

Dein Roman ist sehr holprig, bildschirmkapernd und hätte vom Inhalt in 
drei Sätzen erzählt werden können.

Edi schrieb:
> Bitte unbedingt die letzten Absätze des Eröffnungsbeitrags lesen !

Ich lese stets aufmerksam und genau und falls ich etwas ausdrücklich 
nicht kommentiere tu ichs aus Rücksicht oder weils mir nicht der Rede 
Wert war.

Edi schrieb:
> - Ein sauberer, stabiler, noch nach Jahren vorzeigbarer Aufbau kostet
> etwas Zeit.

Selbstlob stinkt!

Edi schrieb:
> Das vorgestellte Projekt ist eine keine Nachbauanleitung, sondern eine
> Anregung. Darum keine Schaltung.

Nein, denn Du hast kein Projekt vorgestellt, sondern ein vages nichts.

Edi schrieb:
> Das zu den Gründen- Ich hoffe eigentlich mehr auf eine technische
> Diskussion.

Was bitte war nochmal Deine Frage?

von Possetitjel (Gast)


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Akkufreak schrieb:

> Edi schrieb:
>> - Ein sauberer, stabiler, noch nach Jahren vorzeigbarer
>> Aufbau kostet etwas Zeit.
>
> Selbstlob stinkt!

Erstens war das kein Selbstlob.
Zweitens stinkt hier nur eine Sache: Dein Gestänkere.

von Edi (Gast)


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Nochmal zum Thema, und zu den immer wieder lesbaren Bemerkungen, daß 
dies alles keinen Nutzen hat:

Ich bezog mich auf ein Thema, welches mehrmals diskutiert wurde.
RADIOBASTELN.
Da steckt das Wiort RADIO drin.

RADIO... ist ein Gerät zum Empfang von Hörfunksendungen.
Nicht von deutschsprachigen Sendungen, sondern Sendungen ALLER Sprachen.

Früher waren Besitzer von Radios stolz, weit entfernte Stationen 
empfangen zu können.
Radiogeräte wurden beworben: "Jeden Abend ganz Europa im 
Lautsprecher","Mit der verlustarmen Spezialspule für besten Amerika- 
Empfang"

Mancher Besitzer war sichtlich stolz auf seine Maschine mit den 
zahlreichen Hebeln und Knöpfen, siehe hier:

http://edi.bplaced.net/?Lustiges%2C_Schoenes%2C_Nachdenkliches___Fernempfang-Opa_am_Neutro

Das ist heute scheinbar fast verloren.

Nun, man kann aber noch heute entfernte Stationen empfangen, nicht nur 
mit Scannerempfängern, Allwellenempfängern und kommerziellen Geräten.
Dabei ist es sogar von Vorteil, daß es keine starken deutschen Sender 
gibt, die schwächere Sender "wegdrücken".

Und man kann auch heute noch an Sender Empfangsberichte schicken, und 
bekommt dann oft sehr schöne Karten dieser Sender zugeschickt- Austausch 
von QSL- Karten. Ich habe einige wirklich schöne Karten auf 
Empfangsberichte bekommen, empfangen habe ich mit Geräten der 30er 
Jahre.

Hier einige Videos zum Empfang, erstes von einem Gerät mit 1- Kreis- 
Rückkopplungs- Audion, die anderenbeiden sind Großsuper, alle 30er 
Jahre:

http://edi.bplaced.net/?Radiohoeren-_Empfangsberichte-_Videos___Seibt_Tannenberg_214W

http://edi.bplaced.net/?Restaurationsberichte___Restauration_Vorkriegs-_Grosssuper_Koerting_Ultramar_SB7360W_von_1935___Restauration_Vorkriegs-_Grosssuper_Koerting_Ultramar_SB7360W_von_1935-_Teil_7-_Abgleich_und_Fertigstellung

http://edi.bplaced.net/?Projekte___Langdrahtantenne_fuer_historische_Radios___Teil_7-_Video-_Empfangsbericht-_Erfolg_fuer_die_neue_Antenne

weiter...

von Edi (Gast)


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Übrigens gibt es ausgezeichnete Sendungen in Deutsch von ausländischen 
Stationen, ich hörte auf Kurzwelle eine deutsch- moderierte Sendung mit 
klassischer Musik, und die auch noch in einer phantastischen Qualität, 
viele Sender nutzen die freigewordenen Frequenzbereiche, und scheren 
sich nicht um die alten Bandbreite- Begrenzungen ! Meßmäßig waren bis 22 
KHz Bandbreite nachweisbar !
Damit laufen gerade älteste Empfänger mit Bandbreiten- Stellmöglichkeit, 
aber auch Audion- Geräte, zur Höchstform auf.


Zu Schaltungen für ein solches Projekt:
Die von mir verwendete Empfangsschaltung ist quasi "nebenbei" als 
Empfangsschaltung geeignet.
Die Entdämpfung eines Schwingkreises zwecks Verstärkung gibt es schon 
seit der Röhrenzeit, Funkamateure nannten Sie Q- Multiplier (Güte- 
Vervielfacher).
Man kann eine Audion- oder Detektorschaltung damit versehen, dazu gibt 
es einige Schaltungen, Suchkriterium "crystal set q-multiplier".

Es geht aber auch mit dem althergebrachten Audion.

Die NF- Schaltung ist in einem Heftchen zu DDR- Teilen 2. Wahl, die 
billiger an Bastler und Amateure abgegeben wurden, dort findet man uach 
geeignete Schaltungen für Audion, mit Germaniumtransistoren in den 
Heften zu den Bastlerbeuteln 1 und 2.
Dankenswerterweise hat ein Fan dieser Bastlerbeutel eine Seite dazu, 
dort findet man alle Hefte:

http://www.bastler-beutel.de/HTML/BB/index.htm

Ansonsten findet man gute Schaltungen bei Burkhard Kainka und Jogis 
Röhrenbude.
Ich habe sonst auch noch Schaltungen in meinen Literatur- Ressourcen.

Es erreichten mich Anfragen zu Teilen.
Ich habe aber Drehkos und einige Transistoren auch nur bei Ebay 
erworben,  Germaniumtransistoren, wenn man denn mit diesen bauen möchte, 
gibt es noch in unendlichen Mengen, und oft für einige Cent.
Einige Teile sind Schlachtteile, Widerstände und Kondensatoren aus einer 
großen Kiste einer Werkstattauflösung, manchmal Schlachtteile.
Für solche Projekte im Niederspannungsbereich verwende ich gelegentlich 
auch uralte Neuteile, die ich für Restaurationen nicht verwende, etwa 
Papierkondensatoren- aber die Teile prüfe ich vorher.

Mal ein sehr schönes Beispiel zu Bastlerarbeiten:
Dieser fleißige Autodidakt und Bastler- kein Profi- hat Geräte gebaut, 
die ihresgleichen suchen, siehe dort "Eigenbau Nr. 3"- qualitätsmäßig 
ebenbürtig den besten Geräten, die der damalige Profi und "Bastler- 
Papst" der Funk- Technik- Zeitschriften, Werner Diefenbach, erstellte.

http://edi.bplaced.net/?Lustiges%2C_Schoenes%2C_Nachdenkliches___Radiogeschichte%3A_Ein_begnadeter_Autodidakt

Ich würde mich freuen, wenn statt Einwürfen, warum etwas nicht geht, 
oder nicht sinnvoll ist, andere Radiofreunde ihr Projekt oder Gerät 
vorstellen.
Es darf auch gern besser sein, als mein Gerät.
:-)

von Edi (Gast)


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Nochmal zum Thema, und zu den immer wieder lesbaren Bemerkungen, daß 
dies alles keinen Nutzen hat:

Ich bezog mich auf ein Thema, welches mehrmals diskutiert wurde.
RADIOBASTELN.
Da steckt das Wiort RADIO drin.

RADIO... ist ein Gerät zum Empfang von Hörfunksendungen.
Nicht von deutschsprachigen Sendungen, sondern Sendungen ALLER Sprachen.

Früher waren Besitzer von Radios stolz, weit entfernte Stationen 
empfangen zu können.
Radiogeräte wurden beworben: "Jeden Abend ganz Europa im 
Lautsprecher","Mit der verlustarmen Spezialspule für besten Amerika- 
Empfang"

Mancher Besitzer war sichtlich stolz auf seine Maschine mit den 
zahlreichen Hebeln und Knöpfen, siehe hier:

http://edi.bplaced.net/?Lustiges%2C_Schoenes%2C_Nachdenkliches___Fernempfang-Opa_am_Neutro

Das ist heute scheinbar fast verloren.

Nun, man kann aber noch heute entfernte Stationen empfangen, nicht nur 
mit Scannerempfängern, Allwellenempfängern und kommerziellen Geräten.
Dabei ist es sogar von Vorteil, daß es keine starken deutschen Sender 
gibt, die schwächere Sender "wegdrücken".

Und man kann auch heute noch an Sender Empfangsberichte schicken, und 
bekommt dann oft sehr schöne Karten dieser Sender zugeschickt- Austausch 
von QSL- Karten. Ich habe einige wirklich schöne Karten auf 
Empfangsberichte bekommen, empfangen habe ich mit Geräten der 30er 
Jahre.

Hier einige Videos zum Empfang, erstes von einem Gerät mit 1- Kreis- 
Rückkopplungs- Audion, die anderenbeiden sind Großsuper, alle 30er 
Jahre:

http://edi.bplaced.net/?Radiohoeren-_Empfangsberichte-_Videos___Seibt_Tannenberg_214W

http://edi.bplaced.net/?Restaurationsberichte___Restauration_Vorkriegs-_Grosssuper_Koerting_Ultramar_SB7360W_von_1935___Restauration_Vorkriegs-_Grosssuper_Koerting_Ultramar_SB7360W_von_1935-_Teil_7-_Abgleich_und_Fertigstellung

http://edi.bplaced.net/?Projekte___Langdrahtantenne_fuer_historische_Radios___Teil_7-_Video-_Empfangsbericht-_Erfolg_fuer_die_neue_Antenne

von Edi (Gast)


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Sorry, die Beitragsteile sind zeitlich verkehrtherum, und einer doppelt, 
mit dem langsamen Mobil. Internet hakt es manchmal.
Wäre schön,wenn der Admin korrigiert- Danke !
Edi

von ~Mercedes~ (Gast)


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Ist doch absolut nice!

Und wenn man vor sein Audion jetzt noch eine Mischstufe
hängt, hat man seinen ersten Super gebaut!

Wo bekommt man heutzutage eigendlich noch professionelle
Lötösenleisten her?

mfg

von Karl B. (gustav)


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~Mercedes~ schrieb:
> Wo bekommt man heutzutage eigendlich noch professionelle
> Lötösenleisten her?



Zum Beispiel:
http://www.kessler-electronic.de/Loetstecker_c1652.htm

ciao
gustav

von Störsignal (Gast)


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Akkufreak schrieb:
Was bitte war nochmal Deine Frage?

Ach, armer Kerl. Lesen kann er auch nicht. Was kann man da nur machen?

von ~Mercedes~ (Gast)


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Gustav meinte:

>Zum Beispiel:
>http://www.kessler-electronic.de/Loetstecker_c1652.htm

Danke!!

mfg

von Störsignal (Gast)


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Edi schrieb:
> Wäre schön,wenn der Admin korrigiert- Danke !

obs für den Literaturpreis reicht?

Kontakt unter
webmaster@mikrocontroller.net

von Edi (Gast)


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Autor: ~Mercedes~ (Gast)
Datum: 27.03.2018 13:33
"Ist doch absolut nice!
Und wenn man vor sein Audion jetzt noch eine Mischstufe
hängt, hat man seinen ersten Super gebaut!"

Ja, das geht.
In diesem Fall läßt man aber den Drehko des Audions entfallen, nimmt 
einen Festkondensator, der der kleinsten Drehko- Kapazität entspricht,
und nutzt den Drehko für den Oszillator.
Einen Vorkreis- Drehko benötigt man nicht ! (der hat auch keinen Sinn)
Und man kann den gesamten Mittel- und Langwellenbereich mit dem Drehko 
überstreichen !

Sehr altes Prinzip: "Einbereich- Super", 30er Jahre. Hier beschrieben:

http://edi.bplaced.net/?Edi%60s_Specials___Special%3A_30er_Jahre%2C_Deutschland%2C_Vergessene_Schaltungen%3A_Einbereichs-_Super

Beitrag #5367626 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5367827 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5367879 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Andreas H (heute nur als Gast) (Gast)


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Akkufreak schrieb:
> Dein Roman ist sehr holprig, bildschirmkapernd und hätte vom Inhalt in
> drei Sätzen erzählt werden können.

Kommt von Dir auch mal sinnvolles?

Edi M. schrieb:
> Es ging mir um die Anregung, selbst etwas zu bauen, und Tips, WIE man
> das realisieren kann.

Schön gemacht :)

/regards

von ~Mercedes~ (Gast)


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was habtihr denn eigendlich gegen einen
Vorkreisdrehko?
Wenn man einen Extradrehko nimmt,
kann man einen Super bauen, der keinen Abgleich
benötigt, da kein Gleichlauf vorhanden sein muß!
Das ist doch eine feine Bastelarbeit, wenn man
einen Super bauen will und keinen Meßsender hat.

Also
Einfach mit dem Kauptdrehko die Station suchen,
und dann den Vorkreis auf maximale Lautstärke
nachziehen! Die ZF - Rückkoppelung bleibt ja
dann fest eingestellt.

mfg

von Edi (Gast)


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Gegen einen Vorkreisdrehko ist nichts einzuwenden.
Ein vom Oszillator unabhängiger Vorkreis- Drehko... suboptimal, aber... 
es geht.
Sowas gab es, die Amis bauten das gern. Da waren sogar die ZF- Kreise 
(ALLE !) mit Drehkos versehen.
Eine Abstimm- Orgie.

Nur... kann eben ein abstimmbarer Vorkreis u. U. entfallen.

Genau in der beschriebenen Schaltungslösung... die man aus dem Audion, 
etwa dem aus dem gezeigten Aufbau, machen kann.

Heißt: Das Audion bekommt einen Festkondensator, es dient als ZF- 
Audion, für nur 1 ZF- Frequenz. Die sollte hoch sein. Kein Problem, man 
nimmt eben den Anfangs- Kapazitätswert des Drehkos.

Der freigewordene Drehko kommt an den Oszillator der zuaddierten 
Mischstufe.
Wenn die Oszillatorfrequenzen dann so gewählt werden, daß nun die hohe 
ZF erreicht wird, kann auf einen Vorkreis- Drehko verzichtet werden.

Ohne aufwendige Schaltungstricks MUß sogar auf ihn verzichtet werden.

Ein Superhet mit hoher ZF kann den gesamten Mittel- und 
Langwellenbereich überstreichen.
Aber nur mit dem Vorkreis- Drehko kann man nicht ansatzweise Gleichlauf 
erreichen- der kann nur einen der beiden Bereiche bedienen !

Der Vorkreis- Drehko ist also nicht ohne weiteres anwendbar. Aber das 
muß er auch nicht. Solche Empfänger arbeiten mit einem Tief- oder 
Bandpaß im Eingang.
Bei Interesse können wir klären, warum.
Die hohe ZF ist aber nicht das Gelbe vom EI. Können wir gern auch 
klären.
Und was man dann machen kann.

Diese alte Schaltungslösung findet man übrigens millionenfach... z. B. 
in CB- Funk- Geräten, aber auch Scanner- Empfängern, es gibt auch 
Allwellenempfänger, Amateur- und sogar kommerzielle Empfänger, die 
keinen abgestimmten Vorkreis besitzen.

Der Vorschlag, von @Mercedes, vor ein Audion eine Mischstufe zu setzen, 
und es zu einem Superhet zu erweitern, war also gar nicht so schlecht.

Die beschriebene Lösung ist also anwendbar, wenn man ein Audion mit 
einem Einfachdrehko zum Superhet erweitern möchte, und keinen 
Doppeldrehko oder unabhängig abstimmbaren Vorkreisdrehko verwenden 
möchte, oder kann, weil vllt. der Platz nicht reicht.

Ein Super mit hoher ZF und nur 1- fach- Drehko, transistorisiert, für 
ein normales Radio... ich weiß nicht, ob es sowas mal gab, sowas ist 
also... definitiv selten und originell.

Wäre also auch eine Anregung.
Ich denke, es gibt schon Einiges an Radiobasteleien, was auch 2018 
Aussicht auf Erfolg hat...

von B e r n d W. (smiley46)


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> Ein Super mit hoher ZF und nur 1- fach- Drehko

Ob es das zu kaufen gab, weiß ich nicht, aber hab ich mal so einen 
Empfänger gebaut. Am Eingang einen Tiefpass <8,5 MHz, die ZF bei 10,7 
MHz, der VFO mit Diodenabstimmung ging von 10,71 MHz bis 19,2 MHz, der 
Empfangsbereich überstrich also 10kHz bis 8,5MHz am Stück.

Durch die große Bandbreite wird der Eingang relativ leicht übersteuert, 
da wünscht man sich schnell einen Vorkreis zurück. Ich hab das Teil 
meist an einer abgestimmten Loopantenne betrieben, damit hat das 
Empfangsprinzip gut funktioniert.

von Edi M. (edi-mv)


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Wow... heute klappt's sogar mit dem Login... muß am Schnee liegen... 
hier (HL)schneits.

"Durch die große Bandbreite wird der Eingang relativ leicht übersteuert,
da wünscht man sich schnell einen Vorkreis zurück. Ich hab das Teil
meist an einer abgestimmten Loopantenne betrieben, damit hat das
Empfangsprinzip gut funktioniert."

Genau das. Darum war das die Lösung für die zahlreichen Billig- 
Handschachtel- "Scanner- Empfänger", mit einem kurzen Gnubbel von 
Rundstrahler- Antenne - die als "Scanner- Antenne" angepriesene, recht 
breitbandige "Discone- Antenne" u. ä. funktionierten die noch gut- aber 
lange Wellenbereiche mit einer richtigen Langdraht, da machte das Ding 
dann zu.

Aufwendigere Geräte teilten die Bereiche auf, und verwendeten 
entsprechend viele umschaltbare Tief/ Bandpässe, damit läßt sich das 
besser in den Griff bekommen. EInige Leute schalteten dann doch wieder 
vor die Handschachteln einen "Preselektor" davor.
Das... ist aber auch nur wieder ein unabhängig abstimmbbarer 
Eingangskreis (meist mehrere, gemeinsam abgestimmt).
Und damit... Abstimmorgie.

Heute sind die zahllosen Schaltnetzteil- Störungen das Übel bei AM- 
Empfang, vor allem bei Netzbetrieb, bei mir reicht schon die geringste 
Verbindung mit dem Hausnetz für einen gewaltigen Störteppich, und der 
könnte bei breiten Tiefpaß- Eingangen Probleme machen.
Bei unabhängigen, nicht irgendwie mit einem Hausnetz verbundenen 
Batterie- Betrieb ist jedoch guter bis sehr guter AM- Ampfang möglich.

Das Prinzip des "Einbereichs- Supers" mit hoher ZF und größerem 
Empfangsbereich war seit den 30er Jahren ein guter Vorschlag für 
Eigenbauten -Schlagworte "Einknopfabstimmung" und "keine 
Gleichlaufprobleme", und sollte vielleicht nicht in Vergessenheit 
geraten.

Edi

: Bearbeitet durch User
von oldeurope O. (Gast)


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Edi M. schrieb:
> Darum war das die Lösung ...

Ich hatte mal einen auf EF41 umgebauten Berta zur
Reparatur. War ganz ufb. Das will ich auch mal
angehen, allerdings mit EBF80.

LG
old.

von Lothar M. (zwickel)


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Edi M. schrieb:
> "Durch die große Bandbreite wird der Eingang relativ leicht übersteuert,
> da wünscht man sich schnell einen Vorkreis zurück. Ich hab das Teil
> meist an einer abgestimmten Loopantenne betrieben, damit hat das
> Empfangsprinzip gut funktioniert."

Die Loop ist ja dein Vorkreis...und ohne selbige abzustimmen ist die 
Bandbreite auch nicht sonderlich gross.

Für mich macht es keinen Unterschied eine Loop ständig hinterher zu 
fahren oder den Schwingkreis einer Vorstufe.

von Edi M. (edi-mv)


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@Lothar Meyer,

Ersteres stammt von BerndW, ich hatte darauf geantwortet.

Es gibt abstimmbare Loops, ja, meist wohl mit Drehko.
Kann man alles machen, sowas geht dann aber schon über das normale 
Radiobasteln hinaus, in Richtung Amateur- Equipment, Frequenz 
einstellen, Sender suchen, Antenne ausrichten, Preselektor einstellen- 
viel Abstimmaufwand.
Durch die Richtwirkung werden viele Sender erst gar nicht hörbar, erst, 
wenn man die Antenne dreht. Eine ständig rotierende Antenne, wie die 
Radarantennen auf Flughäfen oder Schiffen... weiß nicht.... Ich möchte 
erst mal was empfangen können, dann evtl. mit weiteren NACHstimm- 
Mitteln versuchen, den gefundenen Sender besser zu empfangen.

Früher nutzte man dafür u. a. relativ einfache Antennen- Anpaßglieder 
(meist Anzapfungen der Eingangsspulen, Drekos oder Spannungsteiler) und 
Bandbreitensteller.
Letztere sind für "Normalradios" oft wirklich gut wirksam, und in den 
30er Jahren wurden sie sehr oft verwendet, in den 50ern wegen des 
mechanischen Aufwands nur noch in besseren Geräten.

@Oldeurope,

"Berta" (ich denke, gemeint ist der Wehrmachts- Tornister- Empfänger 
Torn.E.b) sagt MIR was, aber vielen Mitlesern nicht.

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (zwickel)


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Edi M. schrieb:
> Früher nutzte man dafür u. a. relativ einfache Antennen- Anpaßglieder
> (meist Anzapfungen der Eingangsspulen, Drekos oder Spannungsteiler) und
> Bandbreitensteller.

Es wurden auchschon Rahmenantennen benutzt, welche in der Funktion einer 
Loop sehr nahe kommen.

Solche resonante Antennen sind im Prinzip nichts weiter als ein 
Eingangskreis.

Mir persönlich gefallen auch diese alten Geräte mit ihren glühenden 
Röhren.
Leider habe ich eine doch sehr grosse Sammlung an Röhren entsorgt, als 
die Halbleiter auf dem Vormarsch waren.
Heute könnte ich mir deswegen in den A....beissen.

So ein funktionierendes altes Röhrenaudion nochmal neu zu erstellen, 
würde mir auch gefallen.
Einzig meine mechanischen (Un)fähigkeiten halten mich davon ab.

Hier ein Link zu einem Röhrenenthusiasten: 
http://www.jogis-roehrenbude.de/

von Edi M. (edi-mv)


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Lothar M. schrieb:
> Leider habe ich eine doch sehr grosse Sammlung an Röhren entsorgt, als
die Halbleiter auf dem Vormarsch waren.
Heute könnte ich mir deswegen in den A....beissen.

Geeignete Lampen bekommt man mühelos. Teils ungebrauchte, und 
spottbillig.

> So ein funktionierendes altes Röhrenaudion nochmal neu zu erstellen,
würde mir auch gefallen.

Das ist doch heute machbarer denn je.

> Einzig meine mechanischen (Un)fähigkeiten halten mich davon ab.

Wenn Sie anfangen wollen- sagen Sie, was Sie sich vorstellen, ich zeig' 
Ihnen, wie.

Z. B. mit der in den 20er/ 30er Jahren üblichen Brettschaltung 
(amrikanisch: Breadboard = Stullenbrett), also Holz- Grundbrett, 
Frontplatte Hartpapier, Montage auf dem Grundbrett mit Holzschrauben

Edi- Vorschlag:
http://edi.bplaced.net/?Mitmach-_Projekte

Fertiges Gerät, bei mir im Einsatz:
http://edi.bplaced.net/images/projekte/2014_Projekt_Akkuregenerierung_PV-Anlage/2016_03_29/Dsc02064b_700_RLG_neue_Frontplatte.jpg

(Die Röhrenfassung ist, da es diese Fassung nicht mehr gibt, ein 
Eigenbau aus einem verchromten Lampenunterteil und einer blauen 
Leuchstofflampen- Abdeckung !)

Oder dieser Bastler Leckerbissen:
http://oldradiobuilder.com/BD%20finished%20006E.jpg

Industrielles Gerät:
http://www.atwaterkentradio.com/ak9-top.png

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (zwickel)


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Edi M. schrieb:
> Wenn Sie anfangen wollen- sagen Sie, was Sie sich vorstellen, ich zeig'
> Ihnen, wie.
>
> Z. B. mit der in den 20er/ 30er Jahren üblichen Brettschaltung
> (amrikanisch: Breadboard = Stullenbrett), also Holz- Grundbrett,
> Frontplatte Hartpapier, Montage auf dem Grundbrett mit Holzschrauben

Erstmal DANKE für das Angebot. Auch für die sehr schönen Links.

Aus dem Versuchs-Bastelstadium bin ich allerdings raus, ich weiss ja wie 
es geht. Mit Breadboard und/oder fliegendem Aufbau brauche ich nichtmehr 
anzufangen.

Solch schöne Schmuckstücke wie in den beiden letzten Links, würde ich 
mir ins Wohnzimmer stellen wollen. Es geht mir dabei garnicht so sehr um 
die Funktion, da ist mein derzeitiges Equipment haushoch überlegen. 
Dennoch, funktionieren muss es.

Ich stelle mir vor, nicht einen nostalgisch angehauchten 
Oldtimer-Nachbau zu erstellen, sondern aus edlen Metallen und Stoffen 
ein optisches Schmuckstück zu bauen, welches aber auf Grundlage uralter 
Empfängerschaltungen funktioniert. Dazu fehlt es mir derzeit leider an 
mechanischen Möglichkeiten.

Ich bin immernoch fasziniert von diesen alten glühenden Kisten.

von Edi M. (edi-mv)


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Lothar M. schrieb:
> Ich stelle mir vor, nicht einen nostalgisch angehauchten
> Oldtimer-Nachbau zu erstellen, sondern aus edlen Metallen und Stoffen
> ein optisches Schmuckstück zu bauen, welches aber auf Grundlage uralter
> Empfängerschaltungen funktioniert.

Edle Metalle... Hab' ich auch mal dran gedacht... müßte man mal für eine 
Weile rüber zum Yukon oder zum Klondike, ein paar Nuggets schürfen.
:-)

Edle Stoffe... das geht schon eher, etwa schöner Goldbrokatstoff.
DAS habe sogar ich hinbekommen:

http://edi.bplaced.net/images/restauration/Restauration_NORA_B18/51_NORA_Fertig_450.JPG

Wenn es edle Hölzer sein dürfen, da gibt es jemand, der baut Ihren 
Traum- es m uß nicht eine antike Radiobauart sein, und der Mann 
verwendet auch andere Materialien:

http://edi.bplaced.net/?Restauration_zum_eigenen_Traumradio

Es gibt also keine Ausreden...
:-)

von Lothar M. (zwickel)


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Edi M. schrieb:
> Edle Metalle... Hab' ich auch mal dran gedacht... müßte man mal für eine
> Weile rüber zum Yukon oder zum Klondike, ein paar Nuggets schürfen.
> :-)
Mir würde Edelstahl schon reichen, oder verchromt wie der Auspuff einer 
Haley ;)

> Edle Stoffe... das geht schon eher, etwa schöner Goldbrokatstoff.
> DAS habe sogar ich hinbekommen:

Stoffe in Form von Textilien habe ich eher nicht gemeint :)

Mir schwebt da eher ein modernes Design vor, ähnlich der wieder in Mode 
gekommenen Röhren-Audioverstärker.

Aber ich wollte deinen Thread nicht hijacken, sorry.

von Edi M. (edi-mv)


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Ostern... etwas Zeit...

Keiner mehr Vorschläge ?!

Weder ist AM tot, noch muß es AM sein. Gibt noch soviel, was geht.
Z. B. eine früher gelegentlich verwendete Schaltung: Das Pendleaudion 
(auch "Pendler").
Gab es industriell, als UKW- Nachrüstgerät, sowas läßt sich gut 
nachbauen.

Im AM- Bereich nutzten man den Pendler für Fernsteuerungen und 
Spielzeuge.
Und auf höhren Frequenzen- Kurzwelle bis UKW.
Aber auch für AM- Radio geht der Pendler !
Es gibt eine Betriebsart, in der er gute Ergebnisse liefert- der 
"lineare Pendler".

Dazu habe ich ein Versuchschassis gebaut, und viele Versuche gemacht, 
ich verwendete eine alte Schaltung von 1949- und tatsächlich 
funktioniert der lineare Pendler auch auf Mittelwelle.
Wie auch die Audionschaltung mit dem Spitzentransistor im 
Eröffnungsbeitrag, kann mit nur 1 Schwingkreis trennscharf und 
empfindlich empfangen werden.

http://edi.bplaced.net/?Projekte___Forschungsprojekt-_Untersuchungen_an_Audion_und_Pendler

Und das Projekt betraf vorerst nur die Grundschaltung !

Ein amerikanischer Pendler- Experte hat in den 50ern dazu Versuche 
gemacht, und Geräte gebaut, die nur 1 Schwingkreis hatten, aber der 
Gesamtaufwand des eines größeren Superhets.
Zum Teil zwecks Tonempfang für Fernsehen (Parallelton- Empfang), dann im 
UKW- Bereich, aber auch für normale AM- Bereiche.

Der Aufwand ist durchaus sinnvoll- entfällt ja bei gleicher Röhrenzahl 
der HF- gerechte Aufbau des HF- ZF- Verstärkerteils, sowie komplett der 
beim Superhet nötige Gleichlauf, und damit wird der Abgleich eingespart.

Der Aufwand betraf dann auch eine Regelung der Empfangsfeldstärke vor 
der Eingangsstufe, mit einem eigenen Regelverstärker.
Sinnvoll... ein Audion funktioniert am besten mit einem gleichmäßigen 
Signalpegel des Empfangsbands.

Auf den Fotos mein Pendler- Versuchsaufbau aus dem Projekt, inzwischen 
vorbereitet für die Erweiterung mit einem Regelverstärkerzug, und 2 
Schaltungen dazu, die 8- Rohren- Schaltung ist ein TV- Tonteil, die 11- 
Röhren (!)- Schaltung basiert auf einer deutschen, eine auf 
amerikanische Röhren umbestückte Schaltung eines militärischen 
Empfängers der Wehrmachts- Radartechnik.

Auch hier wieder: Chassis des Versuchsaufbaus recht einfach: Eine 
Aluminiumplatte, vorn und hinten 2 Winkelleisten.
Die Löcher für Röhren und Elkos habe ich per Hand, mit Akkubohrer und 
einem Stufenbohrer gemacht, bei Aluminium geht das problemlos.

Und natürlich kann man das Prinzip solcher Schaltungen auch mit 
Transistoren realisieren.

von ~Mercedes~ (Gast)


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leider macht Audionpendeln im
FM - Band keinen Spaß mehr, da
das Signal duch die mit übertragenden
Digitalanteile (Stationsnamenübertragung,
Verkehrsfunk) verbrummt werden. :-((

mfg

von Lothar M. (zwickel)


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Zu meinen anfänglichen Amateurfunkzeiten hatte ich auch einen 
Einröhren-Pendler für 2m gebaut. Damals waren die Stationen noch in AM 
und meist quarzgesteuert. Der Pendler wurde bei starken Eingangssignalen 
so richtig breit!

Er war aber mindestens so empfindlich wie der Röhren-Superhet Nogoton, 
den ich auchnoch hatte. Trotz Superhet war der genauso breit.....und hat 
auch genauso gerauscht ;)

Solche Schaltungen sind spannend.

Meinen Griddipper den ich damals hatte, konnte ich auch als Audion 
benutzen und dank der Steckspulen damit einen Riesenbereich abdecken.
Dazu musste ich per Poti nur die Rückkopplung zurück nehmen und einen 
Kopfhörer anstöpseln. Einen Spulenanzapf hatte der sowieso um Antennen 
abzustimmen.

Mir kribbelts hin und wieder in den Fingern den Lötkolben zu 
reaktivieren.

von Edi M. (edi-mv)


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Übrigens...
Radiobasteln ist heute mechanisch einfach.

Es wird nicht viele Leute geben, die ihr Werkzeug über eine solch lange 
Zeit besitzen, bzw. erhalten... Ich habe noch mein Werkzeug, mit dem ich 
vor etwa 50 Jahren, als Junge, anfing, meine Mutter hatte es aufgehoben, 
ich fand es im Nachlaß.

Ich habe damals mit der Handleier in dicke Stahlplanken Löcher gebohrt, 
ich erinnere mich, wie ich Halterungsschrauben 10mm an den Bügeln eines 
Lautsprecher- Magnetsystems befestigen wollte, stundenlang habe ich mit 
der Handleier gerödelt.
Aber... hat geklappt !
Später hatte ich die Brustleier, die arbeitete mit Übersetzung.

Das kleine Ding mit dem Kupferkopf... ist ein Gas- Lötkolben !
Den Kupferkopf machte man auf dem Gasherd heiß, dann ging's ans Löten.

Den kleinen Tischschraubstock hatte ich mit über lange Zeit erspart, bei 
50 Pfennig im Monat Taschengeld... der kostete 8 Mark.

Dazu aktuelles Werkzeug.

Immerhin... das Steinzeit- Equipment funktioniert- noch heute, und ohne 
Strom.

von Lothar M. (zwickel)


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Da war ich besser ausgestattet ;)

Hatte einen Freund, der war Werkzeugmacher bei einer riesig grossen 
Firma, Drehbank, Abkantbank, Lochstanze, Edelstahlbleche, alles war zur 
Verfügung.

Ich brauchte dem nur zu sagen was ich haben wollte, dann bekam ich 
allerfeinste Arbeiten geliefert.

So sind eine ganze Menge Eigenbaugeräte entstanden, für uns beide.

Doch leider ist dieser Freund nichtmehr unter uns.

.....und mit Holzbrettchen und fliegender Verdrahtung möchte ich jetzt 
nichtmehr weiter machen. Wenn ich etwas mache, muss es mindestens so 
schön werden wie damals. Leider sehe ich dazu aber im Moment keine 
Chance.

von ~Mercedes~ (Gast)


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@Edi,
was passiert eigendlich, wenn man als
Pendlerröhre eine Regelpentode nimmt?
Funktioniert das überhaupt?

Hast Du Erfahrungen?

mfg

von Edi M. (edi-mv)


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~Mercedes~ schrieb:
> @Edi,
> was passiert eigendlich, wenn man als
> Pendlerröhre eine Regelpentode nimmt?
> Funktioniert das überhaupt?
>
> Hast Du Erfahrungen?
>
> mfg

Eine Penthode dürfte schon mal eine höhere Verstärkung bringen.

Die von mir verwendete Schaltung hat eine extra Oszillatorröhre.
Damit sollte die Audionröhre immer funktionieren können.

Wenn man den Pendler im logaritmischen Betrieb verwendet, würde ich 
aufgrund der hohen Amplituden der "aufgeschaukelten" Schwingung eine 
Verschiebung der Arbeitspunkte ggü. einer anderen Röhre erwarten.
Diese Betriebart habe ich aber nicht weiter untersucht, weil für 
brauchbaren Rundfunkempfang ungeeignet.
Irre empfindlich, aber rauscht höllisch, und breitbandig.
Wie geschrieben, für Datenübertragung, Steuerungen, usw. ok.

Wenn man den Pendler im linearen Betrieb verwendet, liegt die 
fremdzugeführte Pendelfrequenz "nur" in der Größenordnung der 
Empfangsfrequenz- man kann sie direkt um den Schwingeinsatz pendeln 
lassen, aber auch kurz davor, immer nur mit geringem Hub.
Je geringer der Hub, und je näher am/ um den Schwingeinsatz, um so mehr 
NF kann abgenommen werden.
Unterschiede der Röhrenart machen dabei wenig oder nichts aus, es gibt 
ja keine überlagerte Regelgleichspannung in relevanter Höhe.
Dafür wirkt natürlich ggf. die andere Steilheit anderer Röhren, ich habe 
es in Trioden- aber auch in Penthodenschaltung  -weil bei mir massenhaft 
vorhanden- mit Regel- und Nichtregelröhren EF80, EF183 und EF184 
probiert.

Eine Regelröhre ist aber sehr sinnvoll bei Regelschaltungen. Daher der 
Name...
:-)
Und die gehen auch bei Pendlern, siehe die Schaltungen im Beitrag vom 
30.03.2018 12:47, obwohl hier Trioden verwendet werden.
ICH würde eine Regelung einer Vorstufen- Penthode (aperiodisch als reine 
Trennstufe, oder auf einen Bandpaß arbeitend) bevorzugen, und in dieser 
Betriebsart sollte man natürlich eine Regelröhre verwenden.

von ~Mercedes~ (Gast)


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Edi meinte:

> Wenn man den Pendler im linearen Betrieb verwendet, liegt die
> fremdzugeführte Pendelfrequenz "nur" in der Größenordnung der
> Empfangsfrequenz- man kann sie direkt um den Schwingeinsatz pendeln
> lassen, aber auch kurz davor, immer nur mit geringem Hub.
> Je geringer der Hub, und je näher am/ um den Schwingeinsatz, um so mehr
> NF kann abgenommen werden.

Hab ich dich richtig verstanden, das bei Dir die Pendelfrequenz
gleich der Empfangsfrequenz ist?!? ;-P

Hoffentlich nicht, der Generator muß doch etwa 100 khz erzeugen,
nicht wahr?
Ob da ein RC - Phasenschiebergenerator
mit EC92 gehen würde?

Ich würde dann mal ein Kascodenaudion mit E88CC bauen
wollen, das dann fremdgependelt wird. Mal sehen, wie
hoch ich mit der Frequenz kommen werde..

Wie breit wird das Audion dann etwa werden?
50 Khz, oder muß die Pendelfrequenz dann höher sein?

mfg

von Edi M. (edi-mv)


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Mit der Größenordnung ist natürlich die Spannung gemeint, nicht die 
Frequenz !!!
Die Pendelfrequenz sollte zw. 20-30 Khz liegen. Bei meinem Aufbau liegt 
sie um 30 Khz.

Die Pendelfrequenz MUß schon einen vernünftigen Abstand zur 
Empfangsfrequenz haben.
Bei Langwelle lohnt sich der Pendler nicht mehr, da funktioniert er 
-bestenfalls- nur wie ein gewöhnliches Audion.

Und 50 Khz wäre ja bannig breit... grausig. Da wäre ja die Trennschärfe 
Null.
Bei meinem Aufbau etwa 30 KHz mit zurückgenommener Rückkopplung -das ist 
schon extrem breit-, und minimal 5 KHz, das ist schon gut, bei MW zu 
schmal, da klingt es schon "hohl", aber gut für KW.

von Edi M. (edi-mv)



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Beim Durchsehen alter "RFE"- Jahrgänge gefunden (Bild).

Das gezeigte Gerät ist ein typisches Bastelgerät, und genau dieses Gerät 
sah ich sehr oft, tatsächlich wurde genau dieses Gerät oft nachgebaut.
Warum ?
Weil die Schaltung einfch und funktionssicher war, ein Superhet damals 
DAS Radio war, und die Elektronik immer sichtbar war.
Den "Maschinenraum" sehen zu können, war damals beliebt.
Die Schaltung war in eine PVC- Lebensmitteldose, für Zucker, Salz oder 
Mehl, eingebaut, die war durchsichtig, mit rotem (oder anderer Farbe) 
Deckel, diese Dose stand damals in jeder Küche.

Und weil es zum Thema Radiobasteln 2018 paßt:

Der Bauvorschlag stammte vom DDR- "Bastlerpapst" Hagen Jakubaschk.

Über den gab es ja schon 2 laaaaange Beitragsfolgen hier, angeblich war 
er "umstritten",  manche mochten ihn, manche nicht, das geht so bis 
heute.
Und ja... so manche seiner Bastelvorschläge waren grenzwertig, und nicht 
alles funktionierte auf Anhieb oder perfekt.
Später lernte ich, daß es in der Natur der Sache lag- oft wegen der 
Materialsituation damals, und viele Bauelemente waren einfach noch nicht 
so weit- gerade zur Zeit der Germanium- Bauelemente. Da hieß es, 
Arbeitspunkte anpassen, Gegenkopplungen ändern, Schwingneigungen 
beseitigen, andere Schaltungen erst mal zum Schwingen bringen.
Ja, auch ich hing tagelang an Schaltungen, die nicht so wollten, wie sie 
sollten, und... schmiß den Lötkolben in die Ecke.
...und holte ihn wieder hervor.
...und wurde... Funkmechaniker, wie "Jaku".

Lassen wir mal den Meister sprechen ("RFE" Sept. 1961, Heft 18, OCR- 
ausgelesen, gekürzt, Absätze von mir, Edi):

************************************************************
"Hagen Jakubaschk: Über einige Probleme des „Bastelns“

In einschlägigen Zeitschriften, so auch in „radio und fernsehen“, 
erscheinen regelmäßig Bauanleitungen aller Art, die sich an den Bastler 
und ernsthaften Amateur wenden. Es erscheint angebracht, zu diesen 
Bauanleitungen und den damit zusammenhängenden Gegebenheiten einiges 
Grundsätzliche zu sagen.

Was wird mit der Veröffentlichung von Bauanleitungen beabsichtigt?
Nun, zunächst einmal sind sie die Grundlage zur Befriedigung eines 
Hobbys.
Das allein erklärt aber noch nicht vollständig, warum sie in den Spalten 
unserer Fachpresse eine so große Rolle spielen.

Vielmehr soll der Amateur dabei lernen, seine Kenntnisse zu 
vervollkommnen.

Nach unserer Ansteht soll die Bauanleitung - und das war oft der 
Gegenstand von Diskussionen - kein Kochbuchrezept sein, das zu 
schematisch- stumpfem Nachbau erzieht, das jede Schraube und jedes 
Bohrloch vorschreibt und ein Gerat ergibt, das der Vorlage aufs Haar 
gleicht und - mit viel Glück - auch funktioniert.
Funktioniert, ohne daß der Bastler genau weiß, wie und warum.

Nein, die gute Bauanleitung soll beim Bastler die eigene, schöpferische 
Initiative wecken, ihm das Verständnis der funktionalen Zusammenhänge 
geben und ihn zum eigenen Denken und Experimentieren anregen.

Der Schwerpunkt soll daher auf der Funktionsbeschreibung, auf der 
Erläuterung von Besonderheiten oder wesentlicher Details liegen.

Soll mau Leser durch detaillierte Materialangaben und Aufbauskizzen 
„fördern", d, h. in Wirklichkeit in ihrer Entwicklung hemmen ? 
Sklavischer Nachbau oder schöpferischer, den Gegebenheiten entsprechend 
variierter Eigenaufbau? Was ist wohl dienlicher ?
...
Zusammenfassend bleibt festzustellen:
Eigene Initiative, sowohl beim Lösen technischer (und konstruktiver, 
Edi) Details, als auch im Zusammenhang damit bei der 
Materialbeschaffung, und schöpferisches Denken zeichnen den Amateur aus.

Verstehen der Funktion seines Gerätes und damit Steigerung seines 
Wissens, nicht nur der praktischen Erfahrung, soll die Bauanleitung dem 
Amateur in erster Linie vermitteln. Sie soll damit nicht nur Anweisung 
zum Selbstbau irgendeines mehr oder weniger nützlich anzuwendenden 
Gerätes, zur Befriedigung des Hobbys an sich sein.

Eine Bauanleitung soll darüber hinaus Lehrmittel sein, eine besondere 
Spezies Fachliteratur, aber unbedingt Fachliteratur im guten, nützlichen 
Sinne, notwendige Ergänzung der reinen Theorie.
************************************************************

Ich finde das absolut richtig.
Bitte keine weitere Diskussion über "Jaku".

: Bearbeitet durch User
von ~Mercedes~ (Gast)


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Edi meinte:

> Bitte keine weitere Diskussion über "Jaku".

Sollte Hagen nach dem Artikel, den der "Funkamateur"
herausgebracht hat und woran dieses Forum hier nicht
ganz unschuldig ist, in der Szene nicht langsam
rehabilitiert sein?

Bei den Freaks, die ich kenn ist er das.
Er ist (war) einer von uns, respekt.

mfg

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