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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik LM317 mit 6x Boost PNP Transistoren


Autor: Xilinx (Gast)
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Hallo Zusammen

Nach dem Abwägen der beiden Konzepte ob 4x LM338T/K oder ix LM317T mit 
Boost PNP Transistoren, habe ich mich für letzteres entschieden. habe 
die Schaltung entworfen wobei ich bei den einzelnen Modulen mit einem 
Auge auch ins Internet geschaut habe. Simuliert habe ich die Schaltung 
dann im LT Space bis sie funktionierte. Der Fahrregler wird mit 12V DC 
eingespeist, sollte ca. bis 3.0A Spannungsstabil sein, der Regler von 
0(1.25)V bis 9V regelbar sein. Eine Platine erstellt und gelötet und in 
Betrieb genommen.

Folgende Probleme gibt es nun:

a) Trotz den 1 Ohm Strombegrenzungs- und Messwiderstand verteilt sich 
die Last nicht gleichmässig auf die 6 Leistungstransistoren TIP125 PNP

b) Trotz des 33 Ohm Vorwiderstandes des Reglers LM317 wird der mehr als 
Handwarm

c) Habe in der Simulation die Ströme der Leistungstransistoren Q7-Q12, 
welche auf einem grossen Kühlkörper montiert sind, mit diesen 
"Begrenzungsstrom-Transistoren Q1-Q6) auf 59mA begrenzt so dass sie 
nicht zu Warm werden. habe das Gefühl, dass das in der Praxis nicht so 
funktioniert.

d) Der Regler, trotz 12V (Test auch mit 14V) Einspeisung bringt nur 
0V-6.63V beim Vollausschlag des Potentiometers. In der Simulation hat 
das Funktioniert.

Sieht da jemand das/die Problem/e

Autor: Dieter (Gast)
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Der reale Aufbau schwingt. Gesamtverstaerkung ist zu hoch geworden.

Autor: oszi40 (Gast)
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Xilinx schrieb:
> habe das Gefühl, dass das in der Praxis nicht so
> funktioniert.

Das Gefühl täuscht nicht. Grob nachgesehen: Wenn hinten weniger 
rauskommt als geplant, werden die Längstransistoren wohl nicht 
ausreichend angesteuert? Über Darlingtontransistoren geht auch etwas 
Spannung verloren und bei Belastung sinkt h21e. Mal genauer gemessen?

Autor: Xilinx (Gast)
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Nachtrag: Es sind nicht 59mA welche je durch Q7-Q12 fliessen sondern 
590mA bei ca. 3A am Ausgang. Getestet wurde mit "nur" ca. 2A Last bei 
6.63V und es wurde nach sehr kurzer Zeit, ca. 30sec, sehr heiss.

Es Grüsst
Xilinx

Autor: Dieter (Gast)
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Autor: oszi40 (Gast)
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Xilinx schrieb:
> 590mA

für 6 Transistoren? Was ist wenn nur einer als Last am LM hängt?

Autor: Xilinx (Gast)
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oszi40 schrieb:
> Wenn hinten weniger
> rauskommt als geplant, werden die Längstransistoren wohl nicht
> ausreichend angesteuert? Über Darlingtontransistoren geht auch etwas
> Spannung verloren und bei Belastung sinkt h21e. Mal genauer gemessen?

Besten Dank für die Antwort.
Ist schwierig zu messen, da alles auf der Platine verlötet und klein 
ist. Komisch dass dies in der Simulation mit den Werten funktioniert 
hat. Könnte die 68 Ohm Widerstände verkleinern. Kann auch eine kleinere 
Last anschliessen und dann werden die Boost Transistoren nicht so heiss, 
ev. kann ich da die Spannungsverluste auf der Strecke der Einspeisung 
zum Ausgang messen. Ob ich 12 oder 14 Volt einspeise, das Maximum ist 
immer 6.63V

Autor: Xilinx (Gast)
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oszi40 schrieb:
> für 6 Transistoren? Was ist wenn nur einer als Last am LM hängt?


Besten Dank für die Antwort.
Ich werde auf einer zweiten Platine mal nur ein "Set" auflöten und dann 
Messen und mich melden.

Autor: Manfred (Gast)
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Xilinx schrieb:
> LM317T mit Boost PNP Transistoren

Wer mit Gewalt Ärger will, 'boostet' einen Spannungsregler.

Wenn der Strom des Reglers nicht genügt, greife ich zu Referenz, 
Operationsverstärker und Transistoren, diese Regler-Bastelei hat mir nur 
Zoff bereitet.

Das ist meine persönlche Erfahrung zum Thema

Autor: Xilinx (Gast)
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Dieter schrieb:
> Der reale Aufbau schwingt. Gesamtverstaerkung ist zu hoch geworden.


Besten Dank für die Antwort.
Die Schwingung zwischen den 6 Boosttransistoren oder dem LM317 und den 
Boosttransistoren? Wie könnten wir dem Entgegenwirken? bei gewissen 
Schaltungen hat man ja dann Kondensatoren eingeführt.

Es Grüsst
Xilinx

Manfred schrieb:
> Wer mit Gewalt Ärger will, 'boostet' einen Spannungsregler.
>
> Wenn der Strom des Reglers nicht genügt, greife ich zu Referenz,
> Operationsverstärker und Transistoren, diese Regler-Bastelei hat mir nur
> Zoff bereitet.
>
> Das ist meine persönlche Erfahrung zum Thema

Ja das hat was, komisch, dass im Internet viele solche Schaltungen 
aufgezeichnet sind jedoch meistens mit nur einem Boosttransistor und 
einem Stromlimiter. Meine Idee war eben den Strom pro Element zu 
limitieren so dass es nicht zu heiss wird. Schaltungen mit OPAMP und 
auch dem LM723 habe ich einige gesehen. Habe aber zuwenig Erfahrung mit 
OP Amp Berechnungen daher, würdest Du mir eher nicht zum parallel 
schalten von LM317/350/338 Raten, es gibt ja noch die Linearserie 
LM1081/LM1085 etc, die dafür gemacht sind, nur die Kosten mehr.

Was nun? Totalschaden oder Modifikation?

Gruss
Xilinx

Autor: Xilinx (Gast)
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Dieter schrieb:
> Der reale Aufbau schwingt. Gesamtverstaerkung ist zu hoch geworden

Besten Dank für die Antwort,
Schwingen:
 zwischen den 6 Boost Transistoren oder
 zwischen den Boosttransistoren und dem LM317 Regler oder
 schwingt der Regler selber?
Ist der Wiederstand R1 mit 33 Ohm zu gross?
Sind die Widerstände R8-R15 mit 68 Ohm zu gross?

Gesamtverstärkung:
(Möchte in Zukunft eher mehr als 3A)
Sind die Widerstände R8-R15 mit 68 Ohm zu klein?

Irgendwie beisst sich das..

Grüsse
Xilinx

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Hallo,

warum baust Du es nicht mit genau 2 zusätzlichen Transistoren auf, wie 
im Datenblatt figure 24 vorgeschlagen? Für 3A geht das doch. Z.B. mit 
BD708.

https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=http://www.ti.com/lit/ds/symlink/lm117.pdf&ved=2ahUKEwjFt_TRpIzfAhWEGewKHWIvAukQFjACegQIBhAB&usg=AOvVaw3oukxGwW5_NywiZTwsuET7

...und nimm nicht zwei Darlingtons...

mfG

: Bearbeitet durch User
Autor: S------- R. (simonr)
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Oh Gott

6 Stück Darlingtons parallel als Kollektorfolger zu betreiben ist 
humbug.

Nimm die Schaltung aus dem Datenblatt und parallelisiere die 
Emitterfolger falls notwendig.

Autor: M. K. (sylaina)
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Uh, 12 Tip 125er...alter Schwede...lagen die noch in der Schublade und 
mussten verballert werden? Warum denn hier keinen Switcher einsetzen? 3 
A sind ja jetzt nicht die Welt.

Autor: Dieter (Gast)
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Zusatzlich hat der Aufbau parasitaere und Leitungskapaziteaten 
eingebrockt. Die gehen nicht weg. Mal mit C4 spielen. Redesign.

Autor: ochnee... (Gast)
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Xilinx schrieb:
> Der Fahrregler wird mit 12V DC
> eingespeist, sollte ca. bis 3.0A Spannungsstabil sein, der Regler von
> 0(1.25)V bis 9V regelbar sein. Eine Platine erstellt und gelötet und in
> Betrieb genommen.

Für sowas nimmt man Schaltregler, keine vintage-Elektronik als 
Transistorgrab ausgeführt.

Beispiel:
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/drv8871.pdf

Kann deine 3A.

Ist 1/10 so groß wie deine Lösung und wird 1/100 so heiß. Dafür ist es 
10 mal so robust (zum Beispiel durch Kurzschluss nicht kaputtzubekommen) 
und sorgt ganz nebenbei dafür, dass deine Spannungsquelle nicht 
überlastet wird und der Motor sanft anläuft.

Wenn dir das IC-Gehäuse nicht genehm ist, es gibt durchaus noch andere 
Typen Suchst du nach "Brushed DC driver".

Autor: MaWin (Gast)
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Xilinx schrieb:
> abe ich mich für letzteres entschieden. habe die Schaltung entworfen

Wie kommt man auf die Idee mit den Darlingtons ?

Xilinx schrieb:
> Möchte in Zukunft eher mehr als 3A

Dafür reicht doch 1 Transistor, bessef aber ein ordentlicher 
Spannungsregler, nocb besser ein Schaltregler.

Beitrag #5649343 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Dieter (Gast)
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In einer Applikation gab es mit dem Regler und externen Transistor eine 
simple Schaltreglerschaltung.

Autor: Axel S. (a-za-z0-9)
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Xilinx schrieb:
> Meine Idee war eben den Strom pro Element zu
> limitieren so dass es nicht zu heiss wird

Eine Idee, die von fundamentalem Unverständnis zeugt. Die anfallende 
Verlustleistung ist unabhängig davon, auf wieviele Bauteile man sie 
verteilt. Es ist dann zwar pro Bauteil weniger, aber hilfreich ist das 
nur, wenn man sonst die Grenzwerte der Bauteile überschreiten würde.

Natürlich könnte man so viele Transistoren als Booster dazu schalten, 
daß man das Volumen und die Oberfläche eines "richtigen" Kühlkörpers 
erreicht. Aber für gewöhnlich ist der Kühlkörper billiger als die 
zusätzlichen Transistoren.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Axel S. schrieb:

> Die anfallende
> Verlustleistung ist unabhängig davon, auf wieviele Bauteile man sie
> verteilt.

Ja, aber bei hohen Verlustleistungen ist der limitierende
Faktor oft der Wärmewiderstand zwischen Sperrschicht und
Gehäuse (typisch 1,5°/W). Der ist dann bei Verteilung auf
sechs Transistoren nur noch ein sechstel. Unabhängig davon
ist eine solche Schaltung, speziell mit Darlingtontransis-
toren nicht sinnvoll, wie ja weiter oben ausgeführt wird.

Autor: Xilinx (Gast)
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MaWin schrieb:
> Xilinx schrieb:
>> abe ich mich für letzteres entschieden. habe die Schaltung entworfen
>
> Wie kommt man auf die Idee mit den Darlingtons ?
>
> Xilinx schrieb:
>> Möchte in Zukunft eher mehr als 3A
>
> Dafür reicht doch 1 Transistor, bessef aber ein ordentlicher
> Spannungsregler, nocb besser ein Schaltregler.

Hallo MaWin
Du meinst sowas?
https://www.mikrocontroller.net/articles/MC34063#StepDown_Schaltungvariante_1
Ist für den Einsteiger natürlich noch schwieriger als eine 
Parallelschaltung.

Auf die TIP125 bin ich gekommen weil die in einer 
Spannungsreglerschaltung vorgekommen sind.

Gruss

PS: Habe einen Fahrregler mit einem Microcontroller und einem BTS PWM 
Modul gebaut so dass wir mal fahren können. Der zweite Fahrregler habe 
ich mit einem fertigen Step-Down Modul gebaut, funktioniert auch aber 
regelt nicht bis 0 runter. So wollte ich nun eben selber einen Regler 
bauen mit dem ich mal 3A habe auch um zu verstehen. Später eben dann 
erweitern.

Frage mich warum eben das LT Space dies nicht berücksichtigen kann, OK 
dies hat sicher auch mit dem Layout auf der Platine zu tun.

Autor: oszi40 (Gast)
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Xilinx schrieb:
> So wollte ich nun eben selber einen Regler
> bauen mit dem ich mal 3A habe auch um zu verstehen. Später eben dann
> erweitern.

Es wird wohl etwas Lehrgeld kosten? Die meisten 
Spannungsreglerschaltkreise, die künstlich durch dicke Transistoren 
erweitert werden, sind nicht ganz einfach zu beherrschen, da 1. die 
Leistung GLEICHMÄSSIG verteilt werden muß und 2. die 
Überstromabschaltung des Schaltkreises kaum dafür ausgelegt sein wird.

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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"Du meinst sowas?
https://www.mikrocontroller.net/articles/MC34063#StepDown_Schaltungvariante_1
Ist für den Einsteiger natürlich noch schwieriger als eine 
Parallelschaltung."


Das bekommst  Du nach drei Versuchsschaltungen schon hin.
Ich empfehle die Variante mit externem FET.

MfG

Autor: Ach Du grüne Neune (Gast)
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Xilinx schrieb:
> So wollte ich nun eben selber einen Regler
> bauen

Für den Anfang könnte auch so etwas funktionieren. Da die interne 
Strombegrenzung des LM317 außer Kraft gesetzt wurde, ist jetzt eine 
externe Strombegrenzung mit einem BC337 hinzugefügt.

Autor: Axel S. (a-za-z0-9)
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Xilinx schrieb:
> PS: Habe einen Fahrregler mit einem Microcontroller und einem BTS PWM
> Modul gebaut so dass wir mal fahren können. Der zweite Fahrregler habe
> ich mit einem fertigen Step-Down Modul gebaut, funktioniert auch aber
> regelt nicht bis 0 runter. So wollte ich nun eben selber einen Regler
> bauen mit dem ich mal 3A habe auch um zu verstehen.

Fahrregler und lediglich 3A klingt nach Modellbau und eher kleinen 
Akkus. Da will man keinen Linearregler verbauen, der die spärlich 
vorhandene Akkuladung verheizt. Ein Schaltregler ist angesagt. Wobei man 
für Motoren den ganzen Zirkus mit der Glättung weglassen kann und am 
Ende dann doch bei PWM landet.

Autor: Boris O. (bohnsorg) Benutzerseite
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Axel S. schrieb:
> Natürlich könnte man so viele Transistoren als Booster dazu schalten,
> daß man das Volumen und die Oberfläche eines "richtigen" Kühlkörpers
> erreicht.

Das füge mich meinem Repertoire für die Erzwingung von Budget hinzu, mit 
der Masse der Bauteile Kühlkörperqualitäten zu erzielen.

Aber mal zum Thema: Wenn ich mir vorstelle, eine Referenz und ein Puffer 
sorgen für eine Vorgabe mit niedrigem Innenwiderstand und jeweils zwei 
MOSFETs werden von einem weiteren OpAmp getrieben, so dass sie über 
einen Shunt, den OpAmp und die Vorgabe den Strom regeln…ließe sich das 
heutzutage nicht viel einfacher aufbauen, als PNP-Darlingtons 
wiederzubeleben?

http://www.kerrywong.com/2017/01/15/a-400w-1kw-peak-100a-electronic-load-using-linear-mosfets/

Du darfst dir gern weiterhin die Hosen mit der Kneifzange anziehen, wenn 
du den Prozess verstehen möchtest. Sicher berät dich auch jemand im 
Baumarkt zur Wahl der richtigen Kneifzange. Ich finde aber, hätte das 
Sinn, gäb es soetwas im Kaufhaus, für ganz wenig Geld.

Autor: smooky (Gast)
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Xilinx schrieb:
> PS: Habe einen Fahrregler mit einem Microcontroller und einem BTS PWM
> Modul gebaut so dass wir mal fahren können. Der zweite Fahrregler habe
> ich mit einem fertigen Step-Down Modul gebaut, funktioniert auch aber
> regelt nicht bis 0 runter.

Doppel BTS7960B Module aus China? Welche Spannung und Strom denn?

Fahrregler wofür genau?

Oberhalb Kleinleistung benutzt man doch keine linearen Spannungsregler, 
wenn man nicht unbedingt gar so glatte Spannung braucht - für Motoren 
wohl kaum der Fall.

Eine Hauptdomäne leistungsstarker Linearregler sind z.B. 
Labornetzgeräte, die einen breiteren Bereich an Strom und Spannung 
abdecken. So eines kann und soll z.B. bis zu 25V bei 2,5A liefern - aber 
auch für einige Anwendungen CV bzw. CC geringen Wertes, mit hoher 
Stabilität + geringen Störungen am Ausgang.

Wieso fragst Du denn nicht vorher, wie man was löst?

> So wollte ich nun eben selber einen Regler bauen mit dem ich
> mal 3A habe auch um zu verstehen. Später eben dann erweitern.

Es gibt nur eine sichere Methode, die bei allen, unabhängig von 
Vorbildung oder Talent oder "Papa hat ein E-Labor"- oder eben nicht... 
immer funktioniert: Bei den Grundlagen zu beginnen. Passive Bauteile und 
deren Eigenschaften, dann selbiges bei aktive Bauteilen. Erst, wenn man 
die Einzelteile kennt, fängt man mit einfachen Schaltungen an. Und erst 
dann steigert man allmählich Komplexität und Schwierigkeitsgrad.

Xilinx schrieb:
> Auf die TIP125 bin ich gekommen weil die in einer
> Spannungsreglerschaltung vorgekommen sind.

Etwas, egal was, irgendwo zu sehen, und auf etwas anderes übertragen zu 
wollen, ohne das kleinste Fünkchen Hemmungen, das ist der falsche Weg.

Du brauchst definitiv höhere Motivation, wissen_zu_wollen was denn 
überhaupt (und zwar exakt) herauskommt, bevor Du etwas konstruierst.

Weißt Du, es heißt oft: "Man lernt nur durch die Praxis."
Diesen Leitsatz verstehen Anfänger durchaus nicht selten falsch.

Gemeint ist: "Nichts ersetzt genug Praxis ergänzend_zur_Theorie ..."

Ich hoffe ehrlich, Du kannst mir da jetzt folgen, @Xilinx.

Autor: K. S. (the_yrr)
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Xilinx schrieb:
> abe einen Fahrregler mit einem Microcontroller und einem BTS PWM
> Modul gebaut so dass wir mal fahren können. Der zweite Fahrregler habe
> ich mit einem fertigen Step-Down Modul gebaut, funktioniert auch aber
> regelt nicht bis 0 runter. So wollte ich nun eben selber einen Regler
> bauen mit dem ich mal 3A habe auch um zu verstehen. Später eben dann
> erweitern.

Eventuell wäre es hilfreich zu wissen was du erreichen möchtest, und 
nicht eine nicht funktionierende vermeindliche Lösung zu verbessern. 
Also fang mal mit dem eigentlichen Problem an, danach kann man vllt. 
deinen jetzigen Versuch retten. Eventuell reicht es schon nicht 
darlington Transistoren zu nehmen, die Strombegrenzenden müssen nicht so 
groß werden, neudesign ist vermutlich deutlich besser. Bei allem was 
nicht Lochraster Platine ist hilft erst fragen, dann bestellen.

> Frage mich warum eben das LT Space dies nicht berücksichtigen kann, OK
> dies hat sicher auch mit dem Layout auf der Platine zu tun.
LTSpice verwendet (außer du stellst was anderes ein) ideale Bauteile als 
default und kennt auch sonst keine parasitären 
Induktivitäten/Kapazitäten und Widerstände (außer du baust die selber 
ein). Bei langen parallelen Leitungen kann ein hochfrequentes Signal 
zwischen den Leitungen koppeln, deswegen Messleitung nicht direkt neben 
die Stromführende Leitung, Masse sternförmig u.s.w.

Also fang mal an damit zu sagen was es denn wirklich werden soll, am 
besten mit einigen technischen Angaben zu Strom/Spannung/Leistung, gerne 
auch Bilder

Autor: Dieter (Gast)
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Es koennte sein, dass ein NE555 als PWM Treiber Deine Aufgabe einfacher 
und effizienter loesen koennte.

Autor: MaWin (Gast)
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Xilinx schrieb:
> PS: Habe einen Fahrregler mit einem Microcontroller und einem BTS PWM
> Modul gebaut so dass wir mal fahren können. Der zweite Fahrregler habe
> ich mit einem fertigen Step-Down Modul gebaut, funktioniert auch aber
> regelt nicht bis 0 runter. So wollte ich nun eben selber einen Regler
> bauen mit dem ich mal 3A habe auch um zu verstehen. Später eben dann
> erweitern

Du möchtest einen Fahrtregler bauen ?

Für was denn, analoge Modelleisenbahn, ferngesteuertes 
Elektro(auto/boot), GoCart mit Bleiakku ?

Eigentlich alle dabei verwendeten Motoren lassen sich mit PWM in der 
Drehzahl regeln, von 0 auf 100 ohne relevante Verluste.

Ja, man sollte nicht die einfachste Schaltung nehmen, sondern eine die 
auch bei Kurzschluss am Ausgang überlebt, aber auch das ist einfach.

Siehe
http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.25

Für deine 12V bei 3A tut es ein NE555 der einen MOSFET schaltet (mit 
Freilaufdiode), nimmt man einen geschützten (NexFET, OmniFET, IPS, 
HitFET und wie die self protected low side switches je nach Hersteller 
alle heissen) dann überlebt er auch Fehler.

Vergiss alle Konstruktionen mit Linearreglern, und auch Schaltregler, 
ich dachte an so was wie LM2596, von dem es ganze Module für wenige Eur 
bei eBay gibt, sind wohl gar nicht nötig.

Autor: M. K. (sylaina)
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Xilinx schrieb:
> PS: Habe einen Fahrregler mit einem Microcontroller und einem BTS PWM
> Modul gebaut so dass wir mal fahren können. Der zweite Fahrregler habe
> ich mit einem fertigen Step-Down Modul gebaut, funktioniert auch aber
> regelt nicht bis 0 runter. So wollte ich nun eben selber einen Regler
> bauen mit dem ich mal 3A habe auch um zu verstehen. Später eben dann
> erweitern.

Dann nimm doch einen diskreten Step-Down und steuer den via PWM des µC, 
ein Beispiel dazu mal im Anhang (aus dem Kopf gezeichnet) mit dem ich 
die Spannung meines Labornetzteils vorregel. Wenn man die MBR360 gegen 
z.B. Gegen eine MBR760 austauscht müsste das auch gut für 3A gehen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Xilinx (Gast)
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Hallo Zusammen

Ich möchte die verschiedenen Fragen in diesem Thread wie folgt 
beantworten.

Einsatz:
Ja es geht um einem Gleichspannungsmodellbahn von 0-9V (können auch 
0-10V) sein. Je nachdem wieviele Loks an einem langen Güterzug hängen, 
dann eben mehr Leistung sprich Ampere benötigt wird. Für die meisten 
kleineren Züge reichen 3A, dies war das Ziel um eine erste analoge 
Schaltung zu entwickeln inkl. Kurzschlussschutz (oder mindestens 
Strombegrenzung). Besser wäre natürlich 8A aber das scheint ja dann noch 
schwieriger zu sein die Wärme abzuführen. Aus diesem Grund, wollte ich 
die Lastströme aufteilen und somit auch die Wärmeableitung über die 
Bauteile verteilen. Die 6 Leistungstransistoren sind übrigens am 
gleichen Kühlblech angeschlossen so dass sie sich von der Wärmeabgabe 
her in der Parallelisierung unterstützen. Das Modularisieren der 
Lastzweige war auch die Idee die Schaltung eben von 3A dann bei Bedarf 
auf z.B. 6A oder 9A zu erweitern ;-)

Realisierte Projekte:
Ich habe bereits Fahregler mit einem Stepdown Modul 8.5A und einen mit 
einem PWM Modul BTS7960 und Microcontroller für 8A gebaut und im 
Einsatz. Das funktioniert sehr gut.

Anforderung:
Das Ziel dieses Projektes war gezielt, mit (früherer) Analogtechnik 
einen Fahrregler zu bauen. Es geht mir auch ums Lernen und verstehen.

Re- oder Neudesign:
Die Frage ist nun, wie würde ein Re- oder Neudesign meiner 
Idee/Prototypes aussehen mit meinen Anforderungen;
- Ev. wechseln des LM3xy Ansatz auf eine OPAMP Schaltung?
- Die Schaltung sollte Kurzschlussfest sein(oder mindestens eine 
Strombegrenzung haben)
- Regler möchte ich mit analog Technik von "früher" bauen
- Aufteilen der Lastströme falls Sinnvoll für mindestens 3A resp. 8A, 
bei der Realisierung eines grossen Leistungstransistors müsste ich dann 
eher vom TO220 auf ein TO-3 gehen(Wärmeableitung)

Massnahmen, die ich sofort tätigen könnte ist, die TIP125 
Leistungstransistoren aus zu tauschen und auch diese 
Strombegrenzungstransistoren auch gleich.

Bin sehr auf die Vorschläge gespannt.

Wünsche noch einen schönen Sonntag
Xilinx

PS: Anbei noch das Platinchen mit dem Aufbau. Zwecks Fehlersuche habe 
ich die Klammern der Befestigung entfernt.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Xilinx schrieb:
> Das Ziel dieses Projektes war gezielt, mit (früherer) Analogtechnik
> einen Fahrregler zu bauen. Es geht mir auch ums Lernen und verstehen.

Verstehe halt, warum es blödsinnig ist, dann hast du alles gelernt.

Xilinx schrieb:
> Die Schaltung sollte Kurzschlussfest sein

d.h. du musst die ganze Trafospannung bei maximelem Strom in den 
Transistoren verheizen können, Beispiel 8A bei 12V macht 96 Watt und 3 
K/W Kühlkörpergrösse.

Oder man würde die Technik des fold back beherrschen, was deine 
Schaltungen aber nicht können.

Autor: Defensiver Mittelfeldakteur (Gast)
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Guck Dir das mal an:
http://www.circuitous.ca/Throttles.html

Ich habe die Schaltung mit dem Indikator für die Nullstellung (fast ganz 
unten) für H0 Lokomotiven aufgebaut. Als Kurzschlußschutz ist bei mir 
eine 4 Ampere Thermosicherung zwischen Ausgang und Gleis vorgesehen.

Vorbeugend: Mit Laberköppen möchte ich mich nicht unterhalten.

Autor: M. K. (sylaina)
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Xilinx schrieb:
> Die Frage ist nun, wie würde ein Re- oder Neudesign meiner
> Idee/Prototypes aussehen mit meinen Anforderungen;
> - Ev. wechseln des LM3xy Ansatz auf eine OPAMP Schaltung?
> - Die Schaltung sollte Kurzschlussfest sein(oder mindestens eine
> Strombegrenzung haben)
> - Regler möchte ich mit analog Technik von "früher" bauen
> - Aufteilen der Lastströme falls Sinnvoll für mindestens 3A resp. 8A,
> bei der Realisierung eines grossen Leistungstransistors müsste ich dann
> eher vom TO220 auf ein TO-3 gehen(Wärmeableitung)

Mein Beispiel mit dem diskreten Step-Down hast du gesehen, den PWM-Pin 
muss man ja nicht von einem µC ansteuern, da kann man auch mittels 
OpAmps oder ähnliches ein PWM-Modul bauen.
Für die Strombegrenzung dann einfach den Strom mit messen und bei 
überschreiten eines Schwellwertes die PWM ausschalten. Das ist auch kein 
Problem.

Die Intention deines Redesigns ist mir aber nicht ganz klar. Wenns nur 
ums Lernen/die Interesse geht würde ich da nix konkretes aufbauen 
sondern nur in LT-Spice z.B. simulieren.

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Autor: Xilinx (Gast)
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Guten Abend
1) Werde zuerst mal diese Darlingtons als Leistungstransistoren durch 
"nur" Transistoren ersetzen. Was könnt Ihr mir als PNP Boosttransistoren 
empfehlen: BD708 kann ja 3A das würde reichen weil ich ja den Strom auf 
590mA begrenze.
2) Die PNP Transistoren tausche ich auch gegen kleinere aus für diese 
Stromlimitierung.
3) Mit dem 68 Ohm Wiederstand werde ich neu berechnen.

Falls das nichts wird, gibt es ein Neudesign.

Schönen Abend noch
Xilinx

Autor: ArnoR (Gast)
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Christian S. schrieb:
> Schau mal da:
> Beitrag "Spannungsregelung Linearnetzteil"
>
> http://public.hochschule-trier.de/~berres/Bauanleitungen%20Messtechnik/

War ja klar, dass du ausgerechnet das dümmlichste Netzteil verlinks das 
die Welt je gesehen hat.

Hier mal nur 2 Zitate von Leuten, die das nachgebaut haben:

Nico van Tienen schrieb:
ich habe das Netzteil von Ralph Berres nachgebaut. Ich dachte das wäre
eine gute Idee mein altes Netzteil, dass auf einem Bauvorschlag aus den
80er Jahren durch etwas Moderneres, Besseres abzulösen.

 Ich kann leider nur sagen das mich das Ergebnis enttäuscht. Ein so
schlechtes Ergebnis bei der Menge an Bauelementen hatte ich nicht
erwartet. Die Regelung schwingt bei Lastwechsel wie blöde über. Das
Hochlaufen der Spannung nach Abschalten des Gerätes war noch leicht zu
beseitigen (es wundert mich warum Ralph diese einfache Ergänzung nicht
gefunden hat). Und den Rest: Da sehe ich das andere Kritiker schon recht
haben.

Schade das ich das nicht vorher gewußt habe. Das Gerät ist Sch..., und
ich ärgere mich noch heute darüber die Bauteile gekauft zu haben.

Und:

Ferdi schrieb:
> Ich habe Ralph Gerät ebenfalls versucht nachzubauen und bin auf
> vergleichbare Probleme und Auffälligkeiten wie Nico gestoßen. Um es
> höflich auszudrücken: Kannste in die Tonne kippen.

Xilinx schrieb:
> Falls das nichts wird, gibt es ein Neudesign.

Aber bitte nicht das was der Röhrenvorheizer verlinkt hat.

Autor: Xilinx (Gast)
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Boost Transistor:
Es gibt da die TIP2955 im TO247 Gehäuse, die sind sicher 
überdimmensioniert, würden vom Foodprint her aber passen und für den 
bestehenden Kühlkörper auch. Auf Grund des Datenblattes habe ich nicht 
herausgefunden welcher der zwei Anschlüsse: C oder E am Gehäuse 
verbunden ist für den Kühlkörper: Datenblatt ST -> 
https://www.st.com/content/ccc/resource/technical/document/datasheet/c4/0e/25/4e/2f/90/4a/a4/CD00000918.pdf/files/CD00000918.pdf/jcr:content/translations/en.CD00000918.pdf

-> Entscheide mich wohl eher für den BD244B für 6A. Auf Grund des 
Datenblattes habe ich auch hier leider nicht herausgefunden welcher der 
zwei Anschlüsse: C oder E am Gehäuse verbunden ist: Datenblatt Fairchild 
-> https://www.onsemi.com/pub/Collateral/BD244C-D.pdf

=>> Aus welchem Wert auf den Datenblättern könnte man das noch 
rauslesen?


Strombegrenzungstransistor:
Kommt der kleinste PNP im TO220 Gehäuse in Frage wegen dem Layout: 
TIP30A, 1.5A mit Value= -60. 
https://www.onsemi.com/pub/Collateral/TIP29B-D.PDF
Hier ist im Datenblatt die Gehäusefläche mit 4 angegeben.

Autor: Sven S. (schrecklicher_sven)
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Xilinx schrieb:
> leider nicht herausgefunden welcher der
> zwei Anschlüsse: C oder E am Gehäuse verbunden ist

Es ist immer der Kollektor, immer.

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