Nachdem ich mich bereits an einem Kurzwellenempfänger versucht hatte und
in Beitrag "Kurzwellenempfänger" darüber berichtet hatte,
bin ich endlich dazu gekommen, die im zitierten Thread angekündigte
Reimplementierung des Geräts abzuschließen. Ziel dabei war in erster
Linie, dem Gerät ein großsignalfesteres Frontend zu verpassen und
verschiedene Verbesserungen vorzunehmen. Am Grundkonzept hat sich nicht
viel geändert. An Ausstattung sind ein FM-Demodulator, ein (einfacher)
6-Band Preselector, ein Vorverstärker (momentan außer Betrieb gesetzt)
und ein etwas besseres Bedienkonzept (numerisches Keypad) und diverse
Kleinigkeiten (z.B. Tuning-Auflösung 1 Hz) hinzugekommen. Die
wichtigsten technischen Daten und Messergebnisse sind in dem PDF im
Anhang aufgeführt. Ein Blockdiagramm, Schaltpläne und ein paar Bilder
des Endprodukts sind ebenfalls angehängt.
Neu ist auch der Aufbau des Geräts auf insgesamt fünf Platinen, die von
A1 bis A5 bezeichnet sind. Der ganze analoge Teil ist auf einer einzigen
190x180mm großen Platine (A1) untergebracht. Nachfolgend ein kurzer
Überblick über die Baugruppen:
A1 -- Analog Board:
Hinter einer Schutzbeschaltung, einem schaltbaren 20dB-Abschwächer, dem
Spiegelfrequenzfilter und dem zuschaltbaren Vorverstärker (realisiert
mit einem Gali-74+ von Mini-Circuits) folgt dem Antenneneingang der
erste Mischer. Dieser ist als sog. H-Mode-Mischer ausgeführt, als
Schaltelement kommt ein schneller Video-Analogschalter (74LVCG3175 von
NXP) zum Einsatz. Damit und mit den Signaltrafos (T2.5-6T-KK81+ von
Mini-Circuits) wird der Mischer gut linear. Gemischt wird auf die 1. ZF
von 86,85 MHz. Es folgt das Roofing-Filter, das aus zwei SAW-Filtern
PX1002 von Murata besteht (die sind für die ZF von AMPS-Telefonen
gedacht und werden sicher bald abgekündigt). Die SAW-Filter sind mit
zwei Quadraturhybriden verschaltet, um den Mischer breitbandig mit 50
Ohm abzuschließen. Danach kommt ein Low-Noise-Amp (PSA4-5043+ von
Mini-Circuits, Rauschfaktor ca. 0,7 dB bei der ZF) und dann ein AD603
als VGA. Der zweite Mischer ist ein AD831 Gilbertzellenmischer, der auf
die zweite ZF von 10,7 MHz umsetzt. Die vier recht guten ZF-Filter von
Krystaly Hradec Kralove (Bandbreiten siehe PDF) sind mit PIN-Dioden in
den Signalweg schaltbar, und mit dem zweiten ZF-Verstärker (zweimal
AD603) abgeschlossen.
Der SSB- und AM-Synchrondemodulator ist, wie auch beim Vorgänger, um
einen IQ-Demodulator aufgebaut. Verwendet wird ein AD607, von dem der
der IQ-Mischer und der PLL-Quadraturoszillator zur Träger-Rückgewinnung
bei AM-Betrieb in Verbindung mit einem AD8306 Begrenzerverstärker
verwendet werden. Der AD8306 dient auch als Pegeldetektor für die AGC.
Die Seitenbandselektivität des SSB-Demodulators leistet ein diskret
aufgebautes Polyphasenfilter im Basisband (mit engtolerierten
Widerständen und selektierten C0G-Kondensatoren). Die Umschaltung der
Komponenten zwischen AM/USB/LSB-Betrieb erfolgt mit Analogschaltern bzw.
PIN-Dioden, um zwischen dem BFO-Signal bei SSB-Betrieb und dem vom
AD8306 begrenzten ZF-Signal bei AM-Betrieb zu wechseln. Der
FM-Demodulator ist um einen SA605 von NXP aufgebaut. Bei FM-Betrieb wird
zunächst auf die dritte ZF von 455 kHz umgesetzt, mit zwei
Murata-Keramikfiltern gefiltert und dann mit dem Koinzidenzdemodulator
des SA605 demoduliert.
Außerdem enthält A1 die AGC, welche elektronisch zwischen "schnell",
"langsam", "hängend" (schnelle Anstiegs- und langsame Abfallzeit) und
"manuell" (auf der Frontplatte einstellbar) umschaltbar ist. Die AGC
wirkt zur Optimierung des Rauschfaktors gestaffelt: zunächst wird in der
ersten ZF die Verstärkung erhöht. Wenn in der ersten ZF der Regelbereich
von 40dB ausgeschöpft ist, stehen in der zweiten ZF weitere 80 dB
Regelbereich zur Verfügung. Schließlich erfolgt auf A1 die Verarbeitung
der Audio-Signale (Verstärkung, Umschaltung), und es gibt zwei
Leistungsverstärker für den Kopfhörer und den eingebauten Lautsprecher.
A2 -- Control Board:
Die Steuerung des Empfängers ist um einen mit 16 MHz getakteten
ATmega64A aufgebaut, der die Frontplatte (Display, LEDs, Tastatur,
Drehencoder) und ein Schieberegister/Latch steuert, an dem die
Analogplatine A1 und der Preselector A4 hängen. Der Drehencoder ist ein
sehr hochwertiger optischer Encoder mit 128 Stufen/Umdrehung von Bourns,
der nicht gerade billig ist, aber mit dem sich das Gerät sehr schön
abstimmen lässt. Ferner misst der ATmega mit dem internen ADC die RSSI-
und Gain-Set-Spannung, und berechnet daraus den am Antenneneingang
anstehenden Signalpegel in dBm. Die LO-Signale werden von einem Si5341
PLL-Chip erzeugt, der vom Mikrocontroller über I2C gesteuert wird. Er
zeichnet sich durch sehr geringes Phasenrauschen aus; ein paar Messwerte
und Spektren hierzu hatte ich letztes Jahr in
Beitrag "Re: Simulation SRA-1" gepostet.
Der PLL-Chip spielt dabei die Rolle des 1., 2. und 3. LO, und die des
BFO. Das Signal des ersten LO ist ein LVDS-Signal, welches mit einem
LVDS-Receiver auf A1 ausgewertet wird, alle anderen Signale werden über
Leitungstreiber an A1 weitergereicht. Die Zeitbasis ist ein recht
genauer TCXO mit 0,28 ppm Stabilität. Es gilt das in den zitierten
Beiträgen gesagte bzgl. Layout und Entkopplung der verschiedenen
Signale.
A3 -- Front Panel: Die Frontplattenplatine mit Tastatur, LED-Display und
entsprechenden Treibern.
A4 -- Power Supply:
Modul-Ringkerntrafos und linear geregeltes Netzteil mit
Bandgap-Referenz, das insgesamt drei Spannungen zur Verfügung stellt:
+5V digital, und +5V, und -5V analog. (Auf A2 werden lokal für den
Si5341 noch 3,3V und 1,8V erzeugt.) Schutzschaltungen (Strombegrenzung,
Crowbar für Überspannung, Temperaturüberwachung) sind ebenfalls
vorhanden.
A5 -- Preselector:
Ein einfacher Preselector mit sechs Oktav-Bändern (siehe die Tabelle im
Schaltplan für die Frequenzbereiche) in einem Alu-Druckgussgehäuse. Die
einzelnen Filter werden automatisch über Relais in den Signalweg
geschaltet. Außerdem lässt sich der Preselector überbrücken (Taste auf
der Frontplatte). Die Filter sind mit guten Standard-SMD-Induktivitäten
aufgebaut, von denen man bezüglich Linearität allerdings keine Wunder
erwarten darf.
Ein paar Messwerte finden sich, wie gesagt, im angehängten PDF. Den
Intercept-Punkt 3. Ordnung (IP3) bezogen auf den Empfängereingang bei
Zweitonmessung in 50 kHz Abstand habe ich mit größer 30 dBm ermittelt.
Genau messen kann ich ihn ohne größeren Aufwand leider nicht, da es
nicht so einfach ist, zwei Signalgeneratoren hinreichend
intermodulationsfrei zu überlagern. Die Empfindlichkeit (z.B. AM bei 2,4
kHz Bandbreite ca. -110 dBm) ist gut, aber nicht überragend, was
angesichts des passiven Mischers zu erwarten war. Deswegen hatte ich den
Vorverstärker eingeplant. Leider war ich zu blöd, eines der Signalrelais
richtig herum einzulöten und zerstörunsfrei wieder auszulöten, daher ist
er erstmal stillgelegt. Außerdem hat der Gali-74+ ein paar Probleme
damit, dass er Ausgangsseitig mit dem LO-Durchschlag konfrontiert wird.
Da muss ich noch etwas experimentieren. Allerdings braucht man unter
fast allen Umständen in einem solchen Empfänger keinen Vorverstärker.
Absolut kritisch sind die Abschirmung und die Filterung von
Steuersignalen und Betriebsspannungen, besonders bei dem kompakten
Aufbau (alles auf einer Platine). Auch sind die Signaltrafos empfindlich
gegen Einkopplungen. Die Platinen A1 und A2 sind beide vierlagig mit
einer durchgehenden Massefläche. Ich habe lange gepuzzelt was die
Anordnung der einzelnen Schaltungsteile auf A1 betrifft. Die innen
teilweise unterteilten SMD-Schirmdosen (Hersteller: Laird Technologies)
sind okay, aber mit einer aus dem Vollen gefrästen Aluminiumhaube nicht
vergleichbar. Man bekommt daher einen leichten Durchschlag der ersten
Oberwelle der zweiten ZF-Frequenz. Ursache ist der Begrenzer AD8306, wie
man mit Nahfeldsonden leicht ermitteln kann. Ein oder zwei weitere leise
Pfeifstellen fast im Rauschen gibt es außerdem noch, aber eigentlich bin
ich für den Aufbau mit dem Ergebnis recht zufrieden.
Fazit: Nicht perfekt, aber ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem
Vorgängermodell.
Was man noch tun bzw. verbessern könnte:
1. Die AGC in der "Fast"-Stellung ist schön schnell, aber hart an der
Grenze zur Instabilität, und manchmal auch leicht darüber. Man sollte
den P-Anteil der Regelung (A1-R157) etwas verringern.
2. Den Vorverstärker, wie gesagt.
3. Software: Man könnte eine Kalibrierroutine hinzufügen und die
RSSI-Anzeige frequenz- und pegelabhängig korrigieren, und die
Kalibrierwerte im EEPROM ablegen. Allerdings programmiere ich nicht
sonderlich gern.
4. Der quäkende Lautsprecher in der Frontplatte taugt nicht viel.
Die Kompletten Designdaten (Schaltplänte, Platinenlayouts,
Front-/Rückplatte, Firmware-Sourcen) hänge ich an. Die Schaltpläne und
Platinen sind dieses Mal mit Kicad gemacht, nachdem ich mich von Eagle
verabschiedet habe. Ich habe allerdings davon abgesehen, die Daten auf
die Version 5 zu konvertieren, sondern sie für dieses Projekt in der
Version 4.0.7 belassen.
Die Korrekturen, die man auf der A2-Platine sehen kann, sind bereits in
den angehängten Daten umgesetzt. Parallel zur Kopfhörerbuchse wurden
außerdem noch 100 nF und weitere 10 nF parallel zum Anschlusspunkt auf
der Platine hinzugefügt, um den Verstärker zu beruhigen und die
Einkopplung von Störungen über das Kopfhörerkabel zu verhindern.
Stellen Sie Ihr wunderschönes Gerät doch mal in einen der Radioforen,
zum Beispiel https://www.radio-bastler.de/ vor. Ich denke dort werden
Sie viele dankbare Nachbauer finden.
Da würd ich mich auch nicht trauen, nach dem Aufwand für
dieses Projekt zu fragen...
Zur Technik des Empfängers kann ich nichts sagen, es wurde erwähnt,
das das Projekt mit KiCAD 4.0.7 erstellt wurde.Einen Teil der
Platinen und des Schaltplanes habe ich mal in eine neuere
Version von KiCAD 5.1.0 ( nightly ) geladen.Obs im Detail Probleme
gibt, kann ich so nicht beurteilen.
Beim Schaltplan ist es allerdings so, das die Benutzer-spezifische
Layoutvorlage verloren geht und die Standardvorlage von KiCAD
geladen wird.
Das verwendete Seitenlayout wird also im Schaltplan nicht gespeichert,
dies müßte bei einem Versionswechsel berücksichtigt werden.
Bei den Versuchen gabs hier auf die schnelle keine Probleme mit dem
automatischen umwandeln, beim Analog Board hats hald einige Zeit
gedauert.
Ich würde bei diesem Projekt wahrscheinlich einfach bei KiCAD 4.0.7
bleiben.
Arno K. schrieb:> Willst du uns verraten wie viele Stunden in Planung+Bau ungefähr> stecken?
Das weiß ich zum Glück nicht so genau, da ich keine Buchführung
betreibe. Es waren schon der eine oder andere Abend. Wenn ich mich recht
erinnere, habe ich vor ca. fünf Jahren angefangen, über die Geschichte
nachzudenken. Diese Version zu bauen hat jetzt ca. 1,5 Jahre gedauert.
Allerdings stand da das Grundkonzept schon.
Dieter P. schrieb:> Bei den Versuchen gabs hier auf die schnelle keine Probleme mit dem> automatischen umwandeln, beim Analog Board hats hald einige Zeit> gedauert.
Funktioniert hier auch, allerdings fehlen natürlich die V5-spezifischen
Features, wie z.B. Via Stitching, für das man in V4 Footprints nehmen
muss.
qwertz schrieb:> Warum heißt fast alles von einer Kamera bis zum KW-Empfänger Mark?
Wenn man anfängt, muss man als erstes dem Projektverzeichnis einen Namen
geben. Das war das erstbeste, was mir eingefallen ist.
ZF schrieb:> Was sind das für Abschirmgehäuse? Sind das Punkte oder Löcher auf den> Deckeln?
Das sind sog. Board Level Shields von Laird Technologies. Die genauen
Typenbezeichnungen von den Teilen findest Du im Schaltplan. Hier ist der
Katalog von Laird zu den Teilen:
https://pm.lairdtech.com/sites/default/files/2018-11/Board%20Level%20Shields%20Catalog%20Download.pdf
Die Dinger gibt es auch einteilig, ohne Deckel. Dann kommt man
allerdings nicht mehr an die Bauteile darunter.
Die Punkte sind Kühlöffnungen. Es scheint nicht viel zu bringen, diese
zu verschließen, aber wenn die Deckel offen sind, merkt man das
durchaus.
Respekt! Und Danke für die Veröffentlichung.
Zum Glück habe ich noch KiCAD 4 auf meinen PC. Werde mir die Schaltung
mal
genau ansehen. Ist für mich besonders interessant weil ich meinen großen
KW-Empfänger mit uralter Technik aufgebaut habe.
Deine moderne Schaltung ist ganz was anderes.
Gruß Peter
Peter H. schrieb:> Ist für mich besonders interessant weil ich meinen großen> KW-Empfänger mit uralter Technik aufgebaut habe.
Hier im Forum gäbe es dafür ein interessiertes Publikum, wenn Du ein
paar Bilder und Schaltpläne zeigen magst.
> Deine moderne Schaltung ist ganz was anderes.
Na ja, modern wäre heute eher ein SDR. Das ist ein klassisches Konzept,
nur mit Bauteilen der Gegenwart aufgebaut.
> Zum Glück habe ich noch KiCAD 4 auf meinen PC. Werde mir die Schaltung> mal genau ansehen.
Der Schaltplan ist auch als PDF angehängt.
Hallo Mario H
Mein KW-Empfänger habe ich auf meiner Homepage beschrieben, inzwischen
10 Seiten.
Ist fast alles aus gebrauchten Teilen aufgebaut, also keine
Bauanleitung.
Nur schade, das auf KW so wenig los ist.
Zum Empfänger habe ich noch eine Magnetische Antenne aufs Dach gebaut
wegen der vielen Störungen. In 1km Entfernung betreibt ein Bauer einen
E-Zaun das ganze Jahr obwohl die Weide leer ist. Das Ergebnis: alle 1,1
Sekunden ein heftiger Knall im Empfänger.
Meine Antenne hat das etwas behoben, leider nicht ganz.
http://www.hcp-hofbauer.de/indexsranfang.htm
Gruß Peter
Mario H. schrieb:> Na ja, modern wäre heute eher ein SDR. Das ist ein klassisches Konzept,> nur mit Bauteilen der Gegenwart aufgebaut.
Zunächst einmal vielen Dank für die Präsentation dieses sehr sauber
aufgebauten Empfängers! Ich habe das Blockschaltbild in der Tat schon
daraufhin studiert, an welcher Stelle man z.B. einen ADC für ein
"Semi-SDR" ankorken könnte. Es wäre schon interessant, einen direkten
Vergleich zwischen den analogen Demodulatoren und einem in Software
realisierten durchzuführen. Ggf. könnte man sich den Spaß erlauben, den
Empfänger an der 10,7MHz- und 455kHz-ZF anzuzapfen und zu vergleichen.
Sofern der jeweilige ADC bzw. dessen S/H-Stufe eine hinreichend hohe
analoge Bandbreite besitzt, wäre auch eine Unterabstastung interessant.
Peter H. schrieb:> Mein KW-Empfänger habe ich auf meiner Homepage beschrieben, inzwischen> 10 Seiten.
Das sieht wirklich beeindruckend aus. Ich bewundere Deine mechanischen
Fähigkeiten. Der Trommelschalter mit der Rastmechanik ist ja ein
richtiges Kunstwerk. Man sieht aus Deinen Beschreibungen auch, dass man
ein Gerät von solchem Schrot und Korn viel weniger am grünen Tisch
planen und entwickeln kann, als eins in moderner Halbleitertechnik.
Deine anderen Projekte sehen übrigens nicht weniger gut aus.
Andreas S. schrieb:> Es wäre schon interessant, einen direkten> Vergleich zwischen den analogen Demodulatoren und einem in Software> realisierten durchzuführen. Ggf. könnte man sich den Spaß erlauben, den> Empfänger an der 10,7MHz- und 455kHz-ZF anzuzapfen und zu vergleichen.> Sofern der jeweilige ADC bzw. dessen S/H-Stufe eine hinreichend hohe> analoge Bandbreite besitzt, wäre auch eine Unterabstastung interessant.
Die 455 kHz-ZF wird man in dem Gerät dafür nicht anzapfen können, da die
schon hinter dem Begrenzer liegt, also die Amplitudeninformation bereits
verloren ist. Man kann natürlich auf der 10,7 MHz-ZF Unterabtastung
machen, oder die zweite ZF niedriger als 10,7 MHz wählen. Allerdings
frage ich mich, ob man heute nicht besser direkt hinter der Antenne
abtastet, sofern man nicht besondere Anforderungen hat (z.B.
Leistungsaufnahme). Wobei der PLL-LO und die Mischer in dem Gerät auch
nicht gerade Energiesparwunder sind.
Mario H. schrieb:> Allerdings> frage ich mich, ob man heute nicht besser direkt hinter der Antenne> abtastet, sofern man nicht besondere Anforderungen hat (z.B.> Leistungsaufnahme). Wobei der PLL-LO und die Mischer in dem Gerät auch> nicht gerade Energiesparwunder sind.
Ja, natürlich gibt es SDR, die so arbeiten, deren Großsignalfestigkeit
aber ggf. zu wünschen lässt.
Krass! Kompliment, dass Gerät ist alleine schon mal optisch der Hammer!
Sauber entwickeltes und dokumentiertes Gerät, findet man so selten.
Du solltest darüber nachdenken, eine Kleinserie zu produzieren. Abnehmer
werden da sein, ich würde dir definitiv auch ein Gerät abkaufen.
Grüße,
Thorsten
Peter H. schrieb:> Zum Empfänger habe ich noch eine Magnetische Antenne aufs Dach gebaut> wegen der vielen Störungen.
Nach Vorversuchen habe ich genau diese Antenne nachgebaut, siehe
angehängte Datei.
Im Video, das sich am Ende dieses Betrags befindet
Beitrag "Re: Zeigt her eure Kunstwerke (2017)" ist meine
Version der Antenne im Hintergrund in Aktion zu sehen.
Thorsten .. schrieb:> Du solltest darüber nachdenken, eine Kleinserie zu produzieren. Abnehmer> werden da sein, ich würde dir definitiv auch ein Gerät abkaufen.
Danke für die Blumen, aber um daraus ein Produkt zu machen, fehlt noch
einiges an Feinschliff; das eine oder andere habe ich im Ausgangspost ja
schon angedeutet. Da kommt man als einzeln agierender Hobbyist, der das
in der Freizeit zu bewerkstelligen hat, und der weder über eine formale
Ausbildung in Elektronik noch über Industrieerfahrung verfügt, definitiv
an Grenzen.
Mal abgesehen davon, dass das wirtschaftlich nicht darstellbar sein
dürfte. Rechne nur mal, was das mechanische Zeug kostet, wie Gehäuse,
Frontplatten, Taster, Knöpfe, die teuren Drehencoder und Potis, etc. Und
dann sind da noch ein paar recht teure Bauteile dabei. Das wird in der
Qualität nie konkurrenzfähig sein.
Ganz ehrlich: Entweder aus Spaß an der Freude selber bauen, oder 2500
Euro in die Hand nehmen und einen Rohde & Schwarz EK070, AEG-Telefunken
E1800, o.ä., in gutem Zustand gebraucht kaufen. Da bekommt man für
weniger Geld ein ähnlich aussehendes Gerät mit Drucktastern und roten
LED-Anzeigen im Stil der 80er, das unterm Strich viel besser ist.