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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Möglichkeiten und Betriebsklima Wittenstein SE


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Autor: Würzburger (Gast)
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Kennt zufällig einer diese Firma?

Dort werden mehrer Softwareentwickler und Ingeniure gesucht, wo die 
Stellenbeschreibungen recht gut auf meine Ausbildung passen.

Sind das reale Stellen? Ich finde das verdächtig viel. Einige Stellen 
stehen sogar schon seit mehr, als 3 Monaten im Netz.

Ich bin im Herbst mit dem Studium fertig. Lohnt da eine Bewerbung jetzt, 
oder sollte man besser warten?

Autor: Rick M. (rick-nrw)
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Würzburger schrieb:
> Ich bin im Herbst mit dem Studium fertig. Lohnt da eine Bewerbung jetzt,
> oder sollte man besser warten?

Glaskugel?

Was erwartest du an brauchbaren Antworten?

Dummschwätzer würde schreiben:
Scheixx Laden - bewirb Dich bloß nicht

Hörst du auf den?

Mensch!
Bewerbe Dich einfach - mach es einfach!

folgende Möglichkeiten:

Die melden sich nicht - sch.. Laden

Die melden sich:
Absage - da weißt Du, kein Interesse!
Antwort Interesse - aber nicht jetzt, die werden sich melden
Interesse - Einladung zu einem Vorstellungsgespräch

Autor: Karl (Gast)
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Mein ehemaliger Arbeitgeber war Kunde von Wittenstein, daher kenne ich 
einige Leute dort. Haben damals keinen unzufriedenen Eindruck gemacht. 
Firma schien solide.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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Solida Firma mit eigener Entwicklung, bilden viel aus, 
Aufstiegsmöglichkeiten sind sehr gut, jeder der was werden will kann 
sich dort hocharbeiten und wird gefördert. War schon Arbeitgeber des 
Jahres, familienfreundlichstes Unternehmen.... Habe einige aus der 
Verwandschaft dort. Chef war VDMA Präsident, hat Verdienstorden des 
Landes Baden-Württenberg.

Also keine kleine Klitsche, kann ruhigen Gewissens sagen, das man sich 
dort bewerben kann.

: Bearbeitet durch User
Autor: Würzburger (Gast)
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Rick M. schrieb:
> Was erwartest du an brauchbaren Antworten?

Ich erwarte Antworten von Leuten, die die Firma kennen, weil sie dort 
gearbeitet haben, sich beworben haben, oder mit ihr zu tun hatten, bzw 
Bekannte oder Familienmitglieder haben, die dort arbeiten.

Eben solche, wie nach dir geschrieben haben!

Danke an die beiden.

Autor: Cross-Biker (Gast)
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Thomas O. schrieb:
> bilden viel aus,
Ja, die Firma setzt stark auf eigene Ausbildung mit dualem Studium. Hat 
eine eigene "Akademie", praktisch ein extra gelegenes Gebäude mit 
Schulungen für interne Mitarbeiter und Weiterbildungen. Da fließt recht 
viel Geld und Engagement rein. Das Ziel ist, möglichst viele junge 
Menschen aus der Region an sich zu binden und so an preiswerten 
Nachwuchs ranzukommen. Klappt aber nicht so. Die Bezahlung ist nicht so 
besonders, weswegen viele nicht dableiben oder nach einer Weile wieder 
das Weite suchen. Während meiner kurzen Zeit sind allein 2 Kollegen aus 
der Abteilung weg. Daher gibt es immer mal wieder offene Stellen.

Je nach Abteilung leidet die Firma an erfahrenen Kräften und hat 
sichtbare Führungsschwächen. In der WLT z.B. befanden sich sehr viele 
junge neue Entwickler, was sich z.T. auch auf die Qualität auswirkte. 
Bei anderen Abt. war es ähnlich. Bei denen, die finanziell nicht so gut 
gestellt sind, werden prinzipiell nur solche genommen, die gerade aufs 
Profil passen und preiswert sind. Die Knowhowdecke ist entsprechend dünn 
und es geht viel daneben. Darf man gar nicht dran denken.

> Aufstiegsmöglichkeiten sind sehr gut,
Logisch sind die Aufstiegschancen gut, weil man kaum viel können muss, 
um Team- oder Projektleiter zu werden. In unserer Abteilung rannten zu 
Schluss gleich 3 Teamleiter in den 30ern rum, die aber sehr eng auf ihr 
Fachgebiet geprägt waren. Die Hälfte der Zeit ging fürs Abstimmen 
untereinander drauf, die andere Hälfte für die Fehlerbeseitigung. In 
einer Abteilung für die Milisachen war ein Abteilungsleiter gerade 
Anfang 30 und im zweiten Job.

> jeder der was werden will kann
> sich dort hocharbeiten
Ansichtssache. Die richtig guten Positionen sind meistens mit Dr.s 
blockiert. Ohne Promo kommst du da nicht rein, weil es sich besser 
macht, für die Darstellung. Da laufen auch viele ohne große Ausbildung 
herum, die aber gute Beziehungen haben und deren einzige Funktion es 
ist, nach Aussen gut Wetter zu machen. Die Firma setzt überhaupt stark 
auf Aussenwirkung, macht Messen, Einladungen, Besuchertage und 
präsentiert sich modern, familienfreundlich und aufgeschlossen. Unter 
der Decke und hinter vorgehaltener Hand, hört sich das aber oft ganz 
anders an. Es wird viel gemmäkelt und gemeckert und auch intrigiert. 
Will halt jeder nach oben! Buschfunk ist gewaltig und wichtig. Wenn du 
den verpasst, hast du vergeigt.

Autor: Cross-Biker (Gast)
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Noch etwas zu einigen Sachen, die noch nicht geschrieben wurden:

Die WSE liegt ziemlich in der Pampa! Verkehrsanbindung praktisch nur mit 
dem Auto oder Motorrad. Busse fahren nur vereinzelt und nicht überall 
hin. Im Winter ziemlich schlecht, da Schneegebiet. Nächst größerer Ort 
ist Igersheim, ist aber eher klein. Ich hatte dort eine Mietwohnung. 
Kosten im Rahmen, deutlich unter Großstadtniveau. Dauert aber, bis man 
was hat. Immerhin haben sie ein Gewerbegebiet mit Einkaufsmöglichkeit. 
Gegenüber ist Trigema und einem riesigen Affen drauf! Den konnte man 
jeden Abend in der untergehenden Sonne bewundern. Die nächste richtige 
Stadt ist Bad Mergentheim. Aber auch nicht gerade der Brüller. Insgesamt 
eine eher laue Gegend. "Bürgersteige ab 19.00 hochgeklappt." Uns wurde 
da doch recht schnell langweilig und wir sind am Wochenende immer raus 
ins Taubertal. Motorradfahren kann man da aber ganz gut.

Parken bei der Firma geht ganz gut. Haben gefühlt 1000 Stk. zum 
bebachbarten Wald und in der Zufahrt zum Akademiegebäude. Musst halt mit 
dem Auto sehr früh kommen oder weit laufen.

Klarer Minuspunkt ist die Kantine und die mickrige Essensauswahl. Viel 
zu klein, fasst keine 100 Leute. Da kann schon von der schieren Zahl der 
Mitarbeiter nur jeder 10. überhaupt Mittagessen. Viele wollten da aber 
auch gar nicht hin, weil man dann mit den falschen zusammentreffen 
könnte. Das Essen war von der Qualität klar unterhalb unserer Mensa:-) 
Ein findiger Typ hat das geschnallt, fuhr täglich mit dem Bus vor und 
hat Essen aus dem Wagen verkauft. Da gab es wenigstens einen guten Döner 
:-)

Was die Zukunft angeht, bin ich gespalten:

Die Geschäfte gehen so einigermaßen. Die Firma übernimmt sich manchmal; 
auch weil sie zuviel will. Das neue Gebäude scheint sie richtig 
reingerissen zu haben. Seit einer Weile hängen sie mit BMW zusammen, 
puschen den Elektroantrieb, um die Getriebe verkaufen zu können. (das 
Beste Geschäft). Draussen vor der Türe stand dann irgendwann mal ein 
Elektro-Sportwagen. Den durfte aber keiner fahren, ausser Töchterlein 
Cheffe. Cool fand ich das E-Motor-bike, dass sie am Eingang des neuen 
Gebäues hatten. Fahren lassen wollten sie mich aber nicht. Elektro 
scheint man dort als Zukunft zu sehen. Wollen z.B. unbedingt in die 
Formel-E rein. Groß rausgekommen ist dabei aber zu meiner Zeit aber noch 
nichts. Zuletzt waren sie bei Ferrari engagiert, hatten mords investiert 
und waren kurz davor, Teile eines Antriebsstrangs liefern zu können. Den 
Italienern war das dann aber doch zu riskant. Schienen sich über die 
Firma informiert zu haben. Als das Geschäft geplatzt war, bin ich auch 
weg.

Ich denke WSE ist was für Anfänger, die sich fortbilden wollen. Lernen 
kann man da ganz gut. Vergolden würde ich es woanders.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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also ich und andere sind den BMW i8 der Firma schon gefahren, deine 
Aussage ist also falsch.

Autor: Mut zur Wahrheit. (Gast)
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Hört sich nach einer Klitsche an

Autor: Aufseher im Informatikergulag (Gast)
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Deren Stellenanzeigen:
100x Ausbildung/Studium zum Dualen IHK-Akademiker.

Wenn dort nur solche Eigengewächse im Dualen 
Schnellschmalspurzuchtverfahren rumrennen hat man es als Experte (also 
alles was eine richtige Uni von innen gesehen hat) sowieso schwer. Denen 
muss man dann erst mal beibringen wie echte Ingenieursarbeit geht. Und 
dann ist so ein IHK-Akademiker auch noch dein Vorgesetzter, das gibt 
automatisch Zoff.

Dazu noch am allerhintersten Eck von Baden-Württemberg:
"Iggersheim-Hardhausen", wer kennt sie nicht die Metropole die umgeben 
ist von den Todeszonen Hohenlohe, Franken, Odenwald. Da liegt ja manche 
Ostzonenfirma günstiger zur nächsten Grossstadt als diese Firma.

Wer will in so ne Bude freiwillig? Doch nur wenn du aus einem der 
umliegenden Inzuchtdörfer stammst, da haste dann auch automatisch 
Beziehungen, weil jeder mit jedem verwandt ist und damit den richtigen 
Stallgeruch im wahrsten Sinne des Wortes, den des Züchters des 
Hällischen Schweines. Als frisches Blut von weiter Weg verstehst du die 
Leute vermutlich nicht mal, die sprechen dort ein Kauderwelsch das man 
nicht mal regional einordnen kann, dazu noch jahrhunderte lang isoliert 
von der Aussenwelt, das ist kein Schwäbisch, kein Fränkisch, kein 
Kurpälzisch/Badisch, ich weiss nicht mal wie man das nennt!

Überhaupt darüber nachzudenken dort anzufangen, dort will jeder zu Recht 
weg der bis auf drei zählen kann.

Autor: Mut zur Wahrheit. (Gast)
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Hört sich furchtbar an

Autor: Cross-Biker (Gast)
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Thomas O. schrieb:
> also ich und andere sind den BMW i8 der Firma schon gefahren, deine
> Aussage ist also falsch.

Dass du den fahren durftest belegt nur, was ich hatte anlingen lassen 
und auch von "Aufseher" zum Ausdruck gebracht wurde:

Aufseher schrieb:
> da haste dann auch automatisch
> Beziehungen, weil jeder mit jedem verwandt ist

Dazu als Beleg deine Aussage: "Habe einige aus der Verwandschaft dort."



Für den neutralen Leser:

- Den meisten, die Interesse zeigten, wurde die Möglichkeit verwährt, 
den I8 zu fahren. Das Auto dient vorwiegend der Repräsentation. Dasselbe 
galt für das grüne Motorrad. Einen echten Nutzen hat es für keinen. 
Thomas O. der sich angblich in der Firma auskennt, wird bestätigen, dass 
es giftgrün ist, sofern es noch existiert.

- Ich behaupte nichts absichtlich falsch, sondern gebe mein Wissen 
weiter, an die, die sich dort bewerben wollen. Entscheiden muss jeder 
selber.

- Wie es aktuell dort zugeht, ist mir nicht bekannt, Ich habe aber auch 
noch Freunde in der Firma, die mich updaten

- Der Aussage von "Aufseher", dass dort nur Verwandte arbeiten, kann ich 
nicht voll zustimmen. Es stimmt, dass dort viel mit Beziehungen läuft. 
Es sind aber auch Personen von draussen eingegliedert. Die jungen kommen 
zu 40% von weiter weg

- Die Azubis stammen zu 80% aus der Region. WS ist der einzige große AG 
dort, der etwas mit Mechanik macht und im großen Umfang ausbildet. 
Dementsprechend nutzt man seine Monopolstellung aus. Vor allem Gehalt 
darf man da nicht erwarten, wenn man einen Job macht, wo es keine 
Alternativen gibt.

- Ja, die Firma hat eine Strategie, sich den Nachwuchs selber 
ranzuzüchten. Ob das auf Dauer gut geht, darf bezweifelt werden

- Die Firma ist familiär, ja und das treibt seltsame Auswüchse: Das 
geht soweit, dass am Geburtstag des Chefs Geld gesammelt wurde. Gegeben 
haben aber nur wenige und auch nur dann, wenn der Gruppendruck sie dazu 
gezwungen hat. Wer sich davon ausschloss oder wenig gab, war direkt 
unten durch.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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ich finde das sind doch keine Argumente. Wenn jemand das Großstadtflair 
sucht muss er sich eben woanderst bewerben.

Und wenn man dort in die Entwicklungsabteilung will muss man was auf dem 
Kasten haben, als Schaumschläger braucht man da nicht hin.

Das ein Unternehmen seinen Nachwuchs selber hochzieht, bewerte ich eher 
positiv als negativ, es gibt genug Negativbeispiele, wo jedes Jahr 
dutzende Azubis eingestellt werden und übernommen wird nach 3 Jahren 
keiner, das sind dann einfach billige Arbeitskräfte gewesen. Für die 
Azubis fährt übrigens ein Werksbus.

Autor: Mut zur Wahrheit. (Gast)
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Meistens haben Provinzler nicht viel drauf.

Autor: Mut zur Wahrheit. (Gast)
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Es ist besser sich die Besten heraus zu picken als einfach alle zu 
übernehmen. Da ist doch die Mittelmäßigkeit „vorprogrammiert“

Autor: Bettlerwabwehr 2.0 (Gast)
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Cross-Biker schrieb:
> - Die Firma ist familiär, ja und das treibt seltsame Auswüchse: Das
> geht soweit, dass am Geburtstag des Chefs Geld gesammelt wurde. Gegeben
> haben aber nur wenige und auch nur dann, wenn der Gruppendruck sie dazu
> gezwungen hat. Wer sich davon ausschloss oder wenig gab, war direkt
> unten durch.

Diese blöde Sammlerei für jeden Mitarbeiter zu jedem Anlass gehört 
sowieso verboten. Dieses elende Rumgeschleime mancher Personen bei 
solchen Anlässen, widerlich.
In grösseren Firmen rennt bald jede Woche eine (ja, meistens Weiber, die 
sind da gaz geil drauf) mit der Sammelbüchse rum, schlimmer als die 
Zeugen Jehowas oder die Samariter an der Wohnungstüre. Geburtstag, 
Hochzeit, Kind, Einstand, Abschied, Rente, Krankheit, Rückkehr aus 
Mutterschutz, quersitzender Furz ging endlich raus ... immer gibt es 
einen "Grund" um für nutzlose Geschenke zu sammeln oder zu "feiern".

Autor: Bettlerwabwehr 2.0 (Gast)
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.. und was da immer geschenkt wird: Die Weiber suchen immer den letzen 
Scheiss raus: Einer bekam neulich ein Bowleservice, der sauft aber nur 
Bier. "Damit er uns mal einladen kann". Der hätte ich die Bowleschüssel 
gleich aufgesetzt, wenn sie mir so einen Mist mit dem Spruch überreicht 
hätte, unverschämter gehts ja nimmer, sich noch selber einladen. Vorher 
würde ich mein Haus niederbrennen bevor ich so ne Nervensäge reinlasse. 
Oder die Karten mit selbsgemalten krummen Herzen, gaaanz toll und so 
nette Aufkleber mit Engeln wie an Weihnachten und das im Sommer. Ne du, 
derren Mann hat mein vollstes Mitleid.

Autor: Mut zur Wahrheit. (Gast)
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Bettlerwabwehr 2.0 schrieb:
> In grösseren Firmen rennt bald jede Woche eine (ja, meistens Weiber, die
> sind da gaz geil drauf) mit der Sammelbüchse rum, schlimmer als die
> Zeugen Jehowas oder die Samariter an der Wohnungstüre

Solche Weiber sind meistens die Faulsten und Inkompetentesten von allen 
und glauben, sich auf diese Weise ihre Jobsicherheit verbessern zu 
können.

Autor: Insider (Gast)
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Cross-Biker schrieb:
> 3 Teamleiter, nur Dr's
Ich nehme an, du meinst die "Alpha"-Tiere?

> In einer Abteilung für die Milisachen war ein Abteilungsleiter gerade
> Anfang 30
Der Hammer!
Ich habe einen Verdacht, wer gemeint sein könnte.


Cross-Biker schrieb:
> Wollen z.B. unbedingt in die Formel-E rein.
Auf in neue "Galaxien"!
Ich halte das sogar theoretisch für möglich, immerhin gibt es dort keine 
"Bordsteine".

> Zuletzt waren sie bei Ferrari engagiert, hatten mords investiert
> und waren kurz davor
Ui, das hatte ich gar nicht mitbekommen, was wäre das gewesen?


Mut zur Wahrheit. schrieb:
> Hört sich furchtbar an
Vieles dessen, was geschrieben wurde, stimmt. Ist aber oft der 
Normalzustand bei den Mittelständlern. Verwandte und Mitarbeiter aus der 
Region laufen bei Mindergehalt nicht so schnell weg, man kann sie also 
viel besser knapp halten. Das funktioniert mit den Auswärtigen nicht. 
Dank Transparenz entsteht aber sofort Neid. Die Schwierigkeit besteht 
für diese Firmen darin, ihren Mitarbeitern zu erklären, dass manche 
Gehälter frei verhandelt sind und man bestimmte Leute nur bekommt, wenn 
man sie bezahlt, da man überregional konkurriert. Das gilt besonders 
auch für die kleinen Krauterer, die hier im Forum Stellenanzeigen 
schalten und hoffen, da einen abfischen zu können.

Hat die Firma erst einmal damit angefangen, so zu wurschteln, dann 
kommen sie von der Schiene nicht mehr weg. Da gehen dann die hin, die 
schnell Karriere machen möchten, dienen 2 Jahre und werden dann 
Teamleiter. Der Rest flutuiert. Die Wissensdecke ist dünn bis nicht 
vorhanden. Ein Blick auf die Mitarbeiterstruktur bei Xing offenbart das. 
Lauter Jungvolk das auf der Suche "nach neuen Herausforderungen ist".

Autor: Insider (Gast)
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Thomas O. schrieb:
> Chef war VDMA Präsident, hat Verdienstorden des
> Landes Baden-Württenberg.

Ja, war er und er hat eine sehr bemerkenswerte Haltung zu dem Thema 
Einstellung und Ausbildung:
Beitrag "Präsident der Maschinen und Anlagenbauer verneint Fachkräftemangel"

Thomas O. schrieb:
> Das ein Unternehmen seinen Nachwuchs selber hochzieht,
Ich finde das für Auszubildende sinnvoll. Das duale Studium kann man 
generell in die Tonne kloppen. Die Studenten haben so gut wie nichts 
drauf, ausser einem Titel. Das gilt allerdings bundesweit und ist ein 
Problem unserer Zeit.


Jetzt aber mal Butter bei die Fische!

Was noch überhaupt nicht genannt wurde: Wittenstein puscht das Safe-RTOS 
als Betriebssystem für Controller in sicherheitskritischen Bereichen. 
Das System wird auch bereits eingesetzt und soll ausgebaut werden. Das 
ist auch der Grund, warum auf der Webseite soviele Softie gesucht 
werden. Ich halte das für durchaus zukunftsfähig.

Hinsichtlich der Arbeitsbedingungen und Einschätzungen der Möglichkeiten 
als Softwareentwickler zu arbeiten, verweise ich aber auf diesen 
Beitrag:
Beitrag "Re: Software durch Firmenlaptops genervt"

Die dort getroffenen Feststellungen teile ich ausdrücklich. Die Firma 
macht zu sehr auf Hip und Modern. Aussen Hui und Innen ... naja.

Thomas O. schrieb:
> Wenn jemand das Großstadtflair
> sucht muss er sich eben woanderst bewerben.
Done!

Autor: Würzburger (Gast)
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Insider schrieb:
> Was noch überhaupt nicht genannt wurde: Wittenstein puscht das Safe-RTOS
> als Betriebssystem für Controller in sicherheitskritischen Bereichen.
> Das System wird auch bereits eingesetzt und soll ausgebaut werden.

Super! Danke für diese Information. Auf der Webseite oder im Wiki steht 
dazu gar nichts. Ist das eine der zugekauften Softwarefirmen?

Danke auch den anderen Beitragenden. Sehr aufschlussreich in einigen 
Teilen.

Autor: Mut zur Wahrheit. (Gast)
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Solche zurückgebliebenen Gebiete sollte man als High Potential tunlichst 
meiden

Autor: Bettlerwabwehr 2.0 (Gast)
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Insider schrieb:
> Was noch überhaupt nicht genannt wurde: Wittenstein puscht das Safe-RTOS

Meinstes du vielleicht p_f_uscht?

Autor: Mut zur Wahrheit. (Gast)
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In der Provinz bin ich der Prinz.

Autor: Würzburger (Gast)
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Mut zur Wahrheit. schrieb:
> Solche zurückgebliebenen Gebiete sollte man als High Potential tunlichst
> meiden

Ich schlussfolgere daraus, dass du dich für einen solchen Superhelden 
hältst. Was sind wir denn so absolvententechnisch gesehen?

In welcher Beziehung stehst du denn zu der Firma?

Hättest du auch etwas Passendes beizutragen, was angefragt war?

Autor: Suchender (Gast)
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Wie ist die Bezahlung? Gibt es einen Tarif (Haustarifsystem) oder ist 
alles Verhandlungssache?

Autor: Ingenieur (Gast)
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Suchender schrieb:
> Wie ist die Bezahlung?

Cross-Biker schrieb:
> Die Bezahlung ist nicht so besonders, weswegen viele nicht dableiben
> oder nach einer Weile wieder das Weite suchen.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Ingenieur schrieb:
> Suchender schrieb:
>> Wie ist die Bezahlung?
>
> Cross-Biker schrieb:
>> Die Bezahlung ist nicht so besonders, weswegen viele nicht dableiben
>> oder nach einer Weile wieder das Weite suchen.

Das war so klar. Zig Posts welche die Klitsche in den Himmel loben, aber 
dann kommt hinterher und verschämt das wichtigste: Gehalt ist mau. Aber 
Hauptsache der Chef hat ne Auszeichnung. Leute kommt mal klar, echt 
jetzt.

Autor: Martin K. (mkmannheim) Benutzerseite
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Mut zur Wahrheit. schrieb:
> In der Provinz bin ich der Prinz.
Das gilt sicher für alle dörflichen Strukturen. Auch für Bürgermeister, 
Fussballspieler und Bäcker.

Für Fachkräfte gilt es besonders. Da gibt es im Umkreis vielleicht 100 
Leute mit ausreichendem Wissen, um high-tech-Software zu machen. Die 
Hälfte aber was etwas anderes studiert und der Großteil des Restes 
bleibt an ihren Studienorten, wenn sie erst einmal umgezogen sind. Eine 
Firma mitten im Wald hat es dann schwer, an Fachkräfte zu gelangen.

Gut ist es für die, die schon dort ansässig waren und dann eine 
Hochschule vor der Nase haben. Und gut ist es für die Klasse-2-Denker, 
die sich dort niederlassen und den König miemen. Nur: In der Provinz 
entwickelst du dich nicht weiter. Bleibst du zu lange bei so einem 
Minderling, verlierst du deine Fähigkeiten. Schau dir mal den Fussball 
als Beispiel an. Nur durch regelmäßigen Wechsel kommst du weiter. Oder 
aber du bist in einem Konzern, der groß genug ist.


Würzburger schrieb:
> Auf der Webseite oder im Wiki steht dazu gar
> nichts. Ist das eine der zugekauften Softwarefirmen?

https://www.highintegritysystems.com/safertos/


Würzburger schrieb:
> In welcher Beziehung stehst du denn zu der Firma?
In gar keiner, nehme ich an, da er schreibt:

Mut zur Wahrheit. schrieb:
> Hört sich nach einer Klitsche an

Wir dagegen haben Kontakt mit der Firma, natürlich nicht mit allen 
Abteilungen, hauptsächlich Software-Punkte. Geschäftliche Details 
sollten für dich aber nicht von Interesse sein und die technischen 
auszuplaudern, wäre unzulässig. Sie wären auch nutzlos, weil mit 
high-tech-Entwicklung haben Anfänger wie du sicher erst einmal nichts zu 
tun.

Woran ich mich erinnere, ist das moderne Technologie-Gebäude und der 
Vorführraum. Für uns zuständig war eine nette Dame mit französischem 
Akzent, die uns herumgeführt hat. Die war richtig süss, für ihr Alter. 
Dafür war der Kaffee sauer.

Autor: Martin K. (mkmannheim) Benutzerseite
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Insider schrieb:
> Da gehen dann die hin, die
> schnell Karriere machen möchten, dienen 2 Jahre und werden dann
> Teamleiter. Der Rest flutuiert. Die Wissensdecke ist dünn bis nicht
> vorhanden. Ein Blick auf die Mitarbeiterstruktur bei Xing offenbart das.
> Lauter Jungvolk das auf der Suche "nach neuen Herausforderungen ist".

Wie du richtig festgestellt hast, sind dort auf XING die versammelt, die 
sich nach etwas Neuem umsehen und gefunden werden wollen. Oder es sind 
die, welche dort ein Profil hatten und gefunden wurden. Typisch sind 
aber nur 20% einer Firma dort anzutreffen. Das sind die, auf die man 
aufpassen muss. Oft schreiben sie sich sogar ein Profil um Druck auf 
Vorgesetzten zu machen. Das ist also nicht repräsentativ.

Insider schrieb:
> Thomas O. schrieb:
>> Das ein Unternehmen seinen Nachwuchs selber hochzieht,
> Das duale Studium kann man generell in die Tonne kloppen.
> Die Studenten haben so gut wie nichts drauf, ausser einem Titel.
Als negatives Beispiel wäre hier die Hochschule Mannheim zu nennen. Seit 
vor einigen Jahren in BW ein Beschluss zur Förderung dieses Dualunsinns 
heraus kam, haben alle sofort Studiengänge angeboten. Alles, was auch 
nur annähernd nach Theorie aussieht und nicht unbedingt für den Job 
gebraucht wird, hat man fallenlassen. Leider hat sich meine Hochschule 
dem Trend angepasst. Heute käme mir im Traum nicht mehr in den Sinn, 
dort noch ein Diplom zu machen.

Das Niveau der Absolventen ist unglaublich gefallen. Kaum zu 
beschreiben. Die Hälfte derer, die dort heute ausgeworfen werden, hätte 
vor 15 Jahren, als ich abgeschlossen haben, keinen Abschluss bekommen. 
Heute haben sie dank Rechentricks sogar Promotionsberechtigung. Sogar im 
dualen Hochchulstudiengang wo sie noch weniger lernen. Die Absolventen 
sind kaum besser, als Techniker, die sich im Laufen des Jobs nebenher 
noch etwas weitergebildet haben. Sehe ich Tag für Tag.

Autor: Manni (Gast)
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Ach Martin, was hat das Leben dir nur angetan... Aber Kopf hoch, auch du 
wirst irgendwann geliebt werden.

Autor: Thomas R. (r3tr0)
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Paar Bekannte arbeiten dort und sie haben mir berichtet, dass sie an der 
Weihnachtsfeier ihr eigenes Trinken + Essen zahlen durften. Hat für mich 
eher einen traurigen Eindruck hinterlassen.

Natürlich hat das jetzt nichts mit der Arbeit zu tun, aber finde das 
irgendwie schon traurig.

Autor: Bettlerwabwehr 2.0 (Gast)
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Thomas R. schrieb:
> Natürlich hat das jetzt nichts mit der Arbeit zu tun, aber finde das
> irgendwie schon traurig.
Es gibt nur einen Feiertag: Der Geburtstag des Gott-Chefs, da darf dann 
auch die Sammelbüchse rumgehen, preiset den Chef, denn er gab euch Lohn 
und Brot in der Wüste. Mekret euch: Ihr sollt keine anderen Götter neben 
euch haben.
Zum Dank gibts ein belegtes Industriebrötchen mit Formschinken und ein 
Glas Wasser ab nur eines. Und jetzt rann die Arbeit!

PS: Die Zeit des Gottfeier wird selbstverständlich von der Arbeitszeit 
abgezogen, pauschal 8h.

Autor: Würzburger (Gast)
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Martin K. schrieb:
> Die war richtig süss, für ihr Alter.
> Dafür war der Kaffee sauer.
Wenn die das liest, wird sie wahrscheinlich auch sauer :-)

Thomas R. schrieb:
> Paar Bekannte arbeiten dort und sie haben mir berichtet, dass sie an der
> Weihnachtsfeier ihr eigenes Trinken + Essen zahlen durften.
Das ist jetzt nicht wahr, oder?

Wie schaut es denn aus mit der Getränkeregelung? Ab einer bestimmten 
Temperatur muss der AG kühle Getränke spendieren.

Martin K. schrieb:
> Seit vor einigen Jahren in BW ein Beschluss zur Förderung dieses
> Dualunsinns heraus kam, haben alle sofort Studiengänge angeboten.
Hier in Würzburg gibt es das so nicht. Die Hochschule im Fall 
Wittenstein wäre in Bad Mergenheim, wenn ich es richtig einordne. Das 
wären nur 40min von hier. Das sonst nächste wäre im Norden Schweinfurt, 
aber die haben keinen solchen Studiengang. Dann wäre noch die Hochschule 
Aschaffenburg, mit 1h Fahrzeit, aber von der wird allgemein abgeraten. 
Taugt angeblich nicht. Richtung gute Unis kommen erst weiter südlich in 
Erlangen und Nürnberg.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Würzburger schrieb:
> Wie schaut es denn aus mit der Getränkeregelung? Ab einer bestimmten
> Temperatur muss der AG kühle Getränke spendieren.

Auf diese Norm wäre ich ja mal gespannt. Immer her.

Autor: Mut zur Wahrheit. (Gast)
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In der Provinz habe ich immer den Eindruck dass der IQ schlagartig um 
20% abnimmt

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Mut zur Wahrheit. schrieb:
> In der Provinz habe ich immer den Eindruck dass der IQ schlagartig um
> 20% abnimmt

Deiner vielleicht. Und der bleibt dann auch so, wies scheint.

Stadtmenschen machen aus jeder Mücke eine Elefanten und sind deutlich 
mehr auf ihr Bild nach Außen bedacht, während sie wenig Ahnung von der 
wirklichen (praktischen) Arbeit haben.

Autor: Ingenieur der alten Schule (Gast)
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Reinhard S. schrieb:
> Stadtmenschen machen aus jeder Mücke eine Elefanten und sind deutlich
> mehr auf ihr Bild nach Außen bedacht, während sie wenig Ahnung von der
> wirklichen (praktischen) Arbeit haben.
Wie schön, wenn man Vorurteile hat und mit Hilfe irgendeiner 
Argumentation in der Lage ist, sie zu belegen.

Was ist denn praktische Arbeit eines Ingenieurs? Denken, rechnen, 
schreiben, formulieren, kommunizieren, organisieren? Oder Löten, 
Schleifen, Sägen, Tippen, Sortieren?

Mut zur Wahrheit. schrieb:
> In der Provinz habe ich immer den Eindruck dass der IQ schlagartig um
> 20% abnimmt
Nach einer Statistik sind die Leute auf dem Land weniger intelligent. 
Das ist richtig. Das liegt aber daran, dass die jungen diesbezüglich 
besser abschneiden, weil sie im Lernmodus sind. Und die schlauesten 
Lerner sind an den Unis in den großen Städten. Dafür sind auch dem Land 
die alten und die Arbeitslosen. Die high-performer sind 
gezwungenermassen in den Städten häufiger anzutreffen. Dort aber ist 
Feinstaub und sie dummen!

Thomas R. schrieb:
> Paar Bekannte arbeiten dort und sie haben mir berichtet
Ich habe auch eine Oma die jemanden kennt, der wo arbeitet und immer was 
erzählt, was andere ihm erzählt haben. Und die Oma hat immer Recht.

Martin K. schrieb:
> Das Niveau der Absolventen ist unglaublich gefallen.
Das Niveau von Schülern der 11.Klassen wurde in einer Studie 1985, 1995 
und 2005 untersucht und festgestellt, dass das mittlere stark Niveau 
abgefallen ist. Das liegt aber an der Tatsache, dass nicht das obere 
Drittel untersucht wurde sondern eine konstante Zahl von Schülern. Die 
geburtenstarken Jahrgänge vor 1970 lieferten eben viel mehr Topmaterial 
ab, als es heute gibt. Mit diesem Effekt allein lässt sich 80% des 
Abfalls erklären. Der Rest deutet darauf hin, dass Schüler von 2005 etwa 
6% weniger Leistungspunkte erreichen. Ist aber auch schon etwas.

Insider schrieb:
> Die Studenten haben so gut wie nichts
> drauf, ausser einem Titel.
Gleicher Effekt: Mehr Abgänger aus der unteren Liga mit flachen 
Abschlüssen, haben also weniger drauf. Die darf man eben nicht 
uneingeschränkt als Studienabsolventen rechnen. Das ist der Fehler. Eher 
mit HTL wie im Nachbarland vergleichbar.

Autor: Ingenieur der alten Schule (Gast)
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Und jetzt ziehen wir doch mal folgende Rechnung auf:

4 Jahre duales Studium mit 50% Hochschulanteil, macht 2 Jahre Lernstoff 
und 2 Jahre Arbeit. Mit gleichem Tempo vorgetragen wie an einer FH, 
deckt das die ersten 2 Semester ab, also das Grundstudium. Inhaltlich 
wird man es etwas straffen, also allgemeine Grundlagen wie Chemie und 
Physik oder Mechanik weglassen, dafür mehr von dem, was der FH-ler im 
Hauptstudium hat. Meinetwegen Regeltechnik und Nachrichtentechnik. Was 
eben reingeht. Das ist dann einfach weniger und was da ist 
oberflächlicher und dünner. Kompliziertes kann man vergessen, weil ihnen 
die höhere Mathematik fehlt. Die ist bei den FHlern schon arg verknappt.

Wie man es auch dreht: 2 Jahre bleiben aber 2 Jahre. Und es ist die 
Frage, ob man die durcheinander machen muss, oder komprimiert und dann 
die 2 Jahre mit vollem Wissen in der Firma startet. Nach 4 Jahren sind 
beide gleich. Ich behaupte aber, dass es einfacher ist, den Stoff auf 
mehr Zeit zu verteilen, wenn er dafür konzipiert ist. Umgekehrt ist es 
anspruchsvoller, es komprimiert zu schaffen und nur dann kann Stoff gut 
aufeinander aufbauen. Wenn es also Unterschiede gibt, ist der 
FH-Stoff-Aufbau anspruchsvoller.

In jedem Fall ist es aber zweckmäßiger kompakt die ersten beiden 
wichtigen Berufsjahre zu machen und nicht zerpflückt. Nur wer 
kontinuierlich in der Firma anwesend ist, kriegt auch ein sinnvolles 
Projekt. Einem, der nur halb da ist, kann man nichts antrauen. Das level 
wird auch da niedriger sein.

Die gleiche Logik kann man für Uni <-> FH aufmachen. Uni ist einfach 
mehr und spruchsvoller. Nach spätestens 3 Jahren im Job, hat auch der 
Uni-Absolvent die Praxis drauf. Nach 7 Jahren hat er im Vergleich 2 
Jahre weniger davon, aber 2 Jahre mehr Wissen. Wissen, dass der Duale 
nie wieder drauf kriegt.

Und dass die Firma einen Teil der Studienkosten übernimmt, ist kein 
Vorteil: Ich hatte die an meiner Uni auch komplett umsonst.

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Ingenieur der alten Schule schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> Stadtmenschen machen aus jeder Mücke eine Elefanten und sind deutlich
>> mehr auf ihr Bild nach Außen bedacht, während sie wenig Ahnung von der
>> wirklichen (praktischen) Arbeit haben.
> Wie schön, wenn man Vorurteile hat und mit Hilfe irgendeiner
> Argumentation in der Lage ist, sie zu belegen.

Hab ich mir von "Mut zur Wahrheit" abgeschaut :P

> Nach einer Statistik sind die Leute auf dem Land weniger intelligent.

Die Quelle würd mich interessieren.

Autor: Anna Lytiker (Gast)
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Jetzt sortieren wir mal die Fakten und analysieren sie gaaaanz logisch:

Karl schrieb:
> Mein ehemaliger Arbeitgeber war Kunde von Wittenstein, daher kenne ich
> einige Leute dort. Haben damals keinen unzufriedenen Eindruck gemacht.
Klingt ja enorm positiv. Immerhin nichts Schlechtes. D.h. aber auf 
Deutsch: Du hast Vertriebler oder Projektingenieure der Firma 
Wittenstein kennengelernt, die dir gegenüber einen positiven Eindruck 
vermittelt haben und sich freundlich und anständig benommen haben, so 
wie jeder Vertriebler einer Firma oder jemand, der von dir oder deiner 
Firma einen Auftrag haben möchte. Das nennt man Ar...kriechen und ist 
normal.

Cross-Biker schrieb:
> Ja, die Firma setzt stark auf eigene Ausbildung mit dualem Studium.
Alles, was eine Firma macht, muss sich lohnen. Jeder Euro der investiert 
wird, soll sich bezahlt machen und Geld sparen. D.h. auf Deutsch: 
Wittenstein fährt finanziell mit gesponsortem Studium besser, als im 
anderen Fall, wo sie Mitarbeiter mit Geld anlocken müssen. Da 
irgendjemand bei der Rechnung draufzahlen muss folget im Umkehrschluss: 
Die Studenten, die normal lernen und sich nicht abhängig machen, fahren 
finanziell besser, als die Dualisten.

> Die richtig guten Positionen sind meistens mit Dr.s
> blockiert. Ohne Promo kommst du da nicht rein, weil es sich besser
> macht, für die Darstellung.
Die Firma Wittenstein passt sich damit den allgemeinen Gepflogenheiten 
an, wonach Personen mit Doktortitel mehr wert sind, als Menschen ohne, 
weil sie höher angesehen sind, egal woher der Titel kommt, ob er etwas 
mit dem Thema zu tun hat und welche Fähigkeiten die Person tatsächlich 
hat. D.h. auf Deutsch: Sie bringen indirekt zum Ausdruck, dass es nur 
auf den schönen Schein ankommt und nicht auf Inhalte. Passt zur Logik 
der schnell erworbenen Ingenieurtitel.

Autor: Anna Lytiker (Gast)
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Martin K. schrieb:
> Woran ich mich erinnere, ist das moderne Technologie-Gebäude und der
> Vorführraum.

Richtig. Immer schön dicke große Häuser bauen mit gewaltiger 
Repräsentationswirkung für Kunden und Lieferanten und natürlich die 
Politiker. Und richtig viel Geld ausgeben. Hauptsache, wir halten unsere 
Gewinne klein und müssen keine Steuern zahlen. Da wird geprotzt, bis 
geht nicht mehr, alles für die Optik. Die Mitarbeiter sind sicher 
weniger begeistert von der Ausstattung.

Darf ich mal raten? (Bitte ankreuzen)

- Das Gebäude ist Ergebnis eines Architektenwettbewerbs?
- Das Gebäude hat einen Designpreis gewonnen?
- Das Gebäude wurde mit viel Politikerpomp eingeweiht?
- Das Gebäude dient auch öffentlichen Empfängen?
- Das Gebäude ist überwiegend eckig und quadratisch?
- Es gibt einen Sonderbereich für Raucher, der nicht genutzt wird?
- Es gibt viel Flurfläche die normal kaum genutzt wird?
- Es gibt an jeder Ecke einen Flimmer-TFT mit Eigenwerbung?
- Es gibt großzügige Demonstrationsräume?
- Es gibt spezielle Meeting-Punkte zum Kommunizieren?
- Es gibt viel Lichtdurchflutung und ungenutzte Bauhöhe?
- Es gibt eine Empore für Besucher mit Sicht auf die Werksarbeiter?
- Es gibt supermoderne Besprechungsräume?
- Beamer und PCs in den Besprechungsräumen sind meistens kaputt?
- Sie Räume sind innen hoch und hallig?
- Es wurde viel Glas verbaut?
- Es gibt keine Türen wegen der öffenen Kommunikation?
- Es gibt mehr Großraumbürofläche wo jeder hin und her rennt?
- Normale Arbeitsräume sind weniger oder ganz weg?
- Die Projekträume für wenige Personen sind kleiner, als in den alten?
- Es sitzen doppelt so viele Leute in einem Raum?
- Es ist lauter, als vorher?
- Fenster können nicht oder schlecht geöffnet werden?
- Die Klimaanlage ist Scheiße und oft defekt?
- Die Rollos sind kaputt oder machen was sie wollen?
- Laborräume wurden vergessen?
- Es gibt zu wenige Toiletten?
- Die Küche ist zu klein?
- Die Mikrowelle ist meistens kaputt?
- Der Wasserkocher ist kaputt und eigene sind verboten?

Wenn mehr, als 15 Punkte zutreffen: Willkommen in Baden-Württemberg, wo 
jedes neue Gebäude in den letzen 10 Jahren genau so aussieht, wie alle 
anderen, weil von hirnlosen Architekten gebaut, die alle beim selben 
Prof gelernt haben, der irgendwann mal zuviele Abgase eingeatment haben 
muss oder mit seinem Porsche vor die Wand gefahren ist und seit dem 
einen Schaden hat!

Die dummen Schwaben bauen ihre Protzbauten wie die Zuffenhausener: 
Riesenleistung und Optik aussen, aber mangelnder Platz und scheiß 
Sitzposition innen und irgendwas ist immer gerade kaputt! An den Mensch 
innen drin wurde nicht gedacht. Das Gebäude dient nur dem Betrachter, 
der staunen soll.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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schonmal überlegt wieso man 18.000 m² in der Provinz kauft und nicht in 
der Großstadt.

Autor: Martin K. (mkmannheim) Benutzerseite
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Manni schrieb:
> Ach Martin, was hat das Leben dir nur angetan... Aber Kopf hoch, auch du
> wirst irgendwann geliebt werden.
Auch wenn du es nicht glauben wirst, werde ich geliebt und das Leben war 
recht gut zu mir. Als Beispiel sei genannt, dass mich die Zufälle nach 
meinem Studium aus der örtlichen "Manni"-heimer Elektro-Chemie-Wüste in 
ein gut funktionierendes Unternehmen der Softwareindustrie geführt 
haben, wo ich embedded-Kram, Hartware und Mechatronik hinter mir lassen 
konnte. Danach führte mich das Leben ins benachbarte Ausland an eine 
richtig gute Universität und in eine Firma, wo auf hohe 
Ausbildungsqualität großen Wert gelegt wird und super gezahlt wurde.

Mit ->Ausbildung<- meine ich aber nicht das, was in Deutschland die IHK 
an Fachinformatikern, Mechatronikern und Dual-Halbingenieuren auf den 
Markt wirft, sondern ein fundiertes Studium der Elektrotechnik und ein 
weiteres der Informatik, wodurch ich die Grundlagen habe, alles rund um 
high-speed-Plattformen, Computersysteme und modernste Codierverfahren zu 
verstehen.

Obendrein hat es mich in ein Land geführt, wo ich eine neue Sprache 
praktisch erlernen konnte, seit Jahren einen zweiten Wohnsitz habe und 
damit passend hin- und herpendeln kann, was sich vor allem steuerlich 
sehr gut darstellt: Arbeits- und Geschäftswohnsitz in Frankreich, 
Steuer- und Erstwohnsitz in Deutschland. Für Selbständige gibt es nichts 
besseres.  Ich brauche nicht einmal Tricks, um Einnahmen zu verschleiern 
sondern rechne ganz offiziell und sauber ab. Doppelbesteuerungsabkommen 
sei Dank! Die Einnahmen laufen nach deutschem Freiberuflerrecht, die 
Privatwohnung in Frankreich ist z.T. an das Geschäft vermietet und in 
Frankreich nahezu steuerfrei, die Geschäftswohnung wird kostenlos 
gestellt, private Nutzung während der Geschäftszeiten in Frankreich 
steuerfrei. Dafür verrechne ich in beiden Ländern die Flüge und Fahrten 
als Heim- und Geschäfstfahrten nach km-Pauschale.

Jobs habe ich durch die engen Kontakte zu 4 Firmen immer genug und auch 
mehrere Projekte parallel. Und falls es dich interessiert: Ich arbeite 
mit einigen Kollegen in der Planungsbüros u.a. gerade am 5G-Standard und 
Sicherheitsnormen- und Standards. Da brauchs'te richtig Hirn und nicht 
nur popeliges Minimalverständnis wie bei MicroControllerTechnik. Die 
verbastele ich nur noch in privaten Projekten, wo ich machen kann, was 
ich will und nicht das tun muss, was ein "Chef" mit IHK oder MickiDiplom 
mir sagen, der seinen Posten nur hat, weil er für die Firma billig war. 
Auf diese Weise umgehe das irrsinnige Report- und Hierarchiensystem in 
DE und FR und halte ich mich elegant aus den täglichen Spielchen und dem 
Kampf und Pöstchen und Einfluss heraus.

Von den durchschnittlich 100-120 Euro, die ein Kunde für unsere 
Leistungen bezahlt, kommen je nach Projektlänge und Aufwand mindestens 
80-90 bei mir an und das sind 10-20 Euro mehr, als die 
IT-Vermittlungsmafia üblicherweise an Freiberufler in Deutschland 
herausrückt. Reisekosten gehen extra! Bei 1600h im Jahr nach Steuern 
>15.000 Differenz netto. Der Gesamtumsatz liegt bei knapp 140.000. Was 
das für ein Jahresgehalt ist, kannst du dir selber ausrechnen und dann 
den Mund wieder zumachen!

>Möglichkeiten bei Wittenstein SE
@Thomas: Kannst ja mal in Erfahrung bringen, was ein typischer 
Software-Projektleiter bei euch so jährlich hat. Würde mich echt 
interessieren.

Autor: Martin K. (mkmannheim) Benutzerseite
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Thomas O. schrieb:
> schonmal überlegt wieso man 18.000 m² in der Provinz kauft und nicht in
> der Großstadt.
Ich denke, das liegt auf der Hand. Auf der grünen Wiese ist alles 
billiger. Dabei haben sich manche aber auch schon vertan, weil dort in 
aller Regel nur Flachbauten hingestellt werden dürfen, während in der 
Stadt in die Höhe gebaut wird. Auf einem Areal, das nicht einmal ein 
Zehntel dessen ist, arbeiten bei Roche hier am Standort fast doppelt so 
viele Personen. Ob sie in den Büros mehr oder weniger Platz haben, kann 
ich nicht sagen. Wir hatten in meiner Anfangszeit immer 2er und 4er 
Büros. Platz war genug.

Ingenieur der alten Schule schrieb:
> Wie man es auch dreht: 2 Jahre bleiben aber 2 Jahre. Und es ist die
> Frage, ob man die durcheinander machen muss, oder komprimiert und dann
> die 2 Jahre mit vollem Wissen in der Firma startet. Nach 4 Jahren sind
> beide gleich.
Du übersiehst eine wichtige Sache: Fängt man nach 2 Jahren Lernen erst 
an, profitieren die ersten Handlungen vom gesamten Wissen. Fängst du 
parallel an, bist du Anfänger. Ich frage mich, was bei so einer Art des 
Studiums jemand praktisch tun kann, wenn er gerade von der Schule kommt 
und erst einige Vorlesungen hatte. Was macht der?

Elektronik bauen? Programme schreiben? Wenn er das ohne viele 
Vorlesungen kann, dann kann er es auch komplett ohne. Das kann kaum mehr 
sein, als Anfängerniveau. Dann kann ich jeden Schüler dranstellen.

Mir bleiben solche Misch-Masch-Ausbildungen suspekt!

Autor: Thomas O. (kosmos)
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ich selber habe mir der Firma nichts zu tun kenne aber ein paar Leute 
die dort arbeiten, einer davon hat nach seiner Ausbildung "Informatiker 
für..." dort Richtig Karriere gemacht, hierzu werde ich ein paar Zahlen 
in den Raum werfen.

Hier werden einfach Argumente in den Raum geworfen die total nonsens 
sind.
Fertigt VW seine Fahrzeuge vielleicht im 25 Stock?

Autor: Piccolo (Gast)
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Eine typische Firma der Region Wü/MSP ...Das Kernproblem ist , dass man 
sich für wunders was/wen hält , aber jenseits von Dualkingenieur , also 
bessere Berufsschule ... ist für richtige Ing/IT dort kein Blumentopf zu 
holen
Mit echten Machern mit Problemlösekompetenz hat man größte Probleme . 
Man lebt in einem Wahn analog der Selbstzufriedenen Politikerelite .

Die Firma bewegt sich auf dem gleichen Looserlevel ,wie Audi(!) , 
Boschrexroth , KurtzErsa, Noell , usw...also die gesamte Bandbreite , 
die in Kürze wohl massivste Probleme bekommen.

Autor: Mut zur Wahrheit. (Gast)
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Das habe ich mir schon gedacht. Unter Blinden ist der Einäugige König.

Autor: Thomas U. (thomasu)
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Den Namen Wittenstein hat sicher jeder schon gehört, der sich mit 
Mechanik und Getrieben auskennt, weil er Großanlagen oder Fahrzeug 
austattet. Was sie im Bezug auf Software machen, kann ich nicht sagen. 
Die Firma sucht sicher wie viele andere auch händeringend nach neuen 
Geschäftsfeldern und das ist auch dringend erforderlich! Mit Mechanik 
allein wird es in Europa auf Dauer schwierig werden!!!

Piccolo schrieb:
> Die Firma bewegt sich auf dem gleichen Looserlevel ,wie Audi(!) ,
> Boschrexroth , KurtzErsa, Noell , usw...also die gesamte Bandbreite ,
> die in Kürze wohl massivste Probleme bekommen.
Das ist zu erwarten!

Ich persönlich rate dem thread opener, sich sehr genau zu überlegen, 
welche Richtung er einschlagen möchte und welche Ausbildung er 
diesbezüglich andenkt. Man darf den Wind, der in Europa herrscht, nicht 
aus den Augen lassen! Und da meine ich nicht nur die Situation in 
Deutschland, sondern eben auch in den angrenzenden Nachbarstaaten. Vor 
einigen Jahrzehnten waren wir in Deutschland die Platzhirsche in 
Mechanik, in Elektronik und oft auch in der Software, besonders in der 
Industrieautomation und Robotik. Hast du es geschafft, bei einer 
namhaften Topfirma einzusteigen, war der Erfolg quasi vorprogrammiert. 
Was dort gemacht wurde und was man lernen konnte, war die Weltspitze. 
Nach einigen Jahren war man selber weltspitze!

Ausschlaggebend war aber auch das gute Studium, dass die deutschen 
Ingenieure hatten. Einen Uniabschluss in Elektrotechnik oder Informatik 
hat damals nur einer von Hundert hinbekommen, was am Anspruch der 
Universitäten lag. Dort konntest du nur mit Abitur ankommen und das 
hatte damals nur jeder 5. Ohne jetzt meine eigene Uni in den Himmel 
loben zu wollen, möchte ich doch sagen, dass du automatisch einen Job 
bekommen hast, wenn du in Darmstadt oder in Aachen ein Volldiplom 
erreicht hast, weil du einfach so viel Rüstzeug hattest, dass die Firma 
sicher sein konnte, dass du die Aufgaben packst! Für Siemens und andere 
lohnte es sich einfach, einen Universitätsingenieur einzustellen, weil 
er in Qualität und Studienmenge den weltweit ebenfalls verfügbaren 
Absolventen deutlich und klar überlegen war. Auch ein mittelmässiger 
Absolvent einer guten Uni war der europäischen Konkurrenz immer noch 
überlegen oder zumindest gleichwertig!

Trotzdem waren die meisten Firmen so schlau, den Anfängern erst einfache 
Aufgaben zu geben und sie langsam zu entwickeln. Ein Seniorengineer 
wurdest du in anspruchsvollen Gebieten nach frühesten 7 Jahren und ein 
Prinzipal nach 10 oder 12. Teamleiter wurde man zu meiner Zeit erst ab 5 
Jahren Erfahrung in der Firma und mindestens einigen besonderen 
Erfolgen. Viele hatten 10 und mehr. Projektleiter waren vom Alter 
meistens in den 40ern und 50ern und wussten, wo der Hase lang läuft und 
wo neue Hasen lang laufen müssen! Auch Abteilungsleiter gab es nur 
wenige unter 50 und wenn, dann nur wenn einer in die Rente ging und er 
selber 20 Jahre in der Firma war.

Das ist heute anders!!!!

In Deutschland macht heutzutage gefühlt jeder zweite ein Abi. Obendrein 
ist dies ist bei vielen Schulen, die sich Hochschulen nennen, nicht 
einmal mehr Voraussetzung. Eingangsprüfungen wie zu meiner Zeit für die 
Umsteiger gibt es nicht. Ehemalige Fachhochschulen nennen sich 
neudeutsch university mit dem Zusatz applied science, obwohl der 
Unterricht weniger wissenschaftlich ist, als er an Universitäten ist und 
vor allem war, und alles was dort erlernt wird, nach wie vor immer 
Theorie ist, die selbstredend und von jedem jederzeit und überall 
"applied" werden kann, wenn er gedanklich dazu in der Lage ist. Man 
vermittelt heutigen Absolventen solcher Schulen den Eindruck, sie seien 
besser für den Job vorbereitet, sind es aber real viel schlechter, weil 
sie weniger wissen. Um das Praktische irgendwie zu untermauern, werden 
Ausbildungen unterbrochen und mit Praxis garniert, die sich später 
allemal besser erringen könnten.

Heute gibt es nur noch Bacheler und maximal einen draufgeknallten 
Master, die beide nicht an die Diplome heranreichen. Der einstige 
Vorteil deutscher Studenten ist weg.

Die meisten Studenten im Ausland sind dazu eher noch etwas besser 
geworden, als früher, zumal in nicht wenigen Ländern schon die 
Schulausbildung besser ist, als in Deutschland. Das obere Drittel der 
heutigen Absolventen kann mit dem einiger Länder, gerade aus Osteuropa 
kaum noch mithalten. Die Jungs von "drüben" sind schneller, schlauer und 
auch wissbegieriger und sie hatten eben ähnliche Chancen:

Wir hatten in unserer Jugend mit Computern und Elektronik gespielt, weil 
Deutschland in den 70ern und 80ern wirtschafltich stark war und unsere 
Eltern uns das kaufen konnten. Türken, Rumänen, Ungarn, Polen aber auch 
Italiener und Spanier hatten das so kaum oder gar nicht. Wir hatten 
einen gewaltigen Vorsprung in praktischen Dingen wie Programmieren, 
Löten, Basteln, Bauen und von dem profitierte man. Auch dieser Vorteil 
ist weg, weil heutige Kinder in ganz Europa Zugriff auf dieselben 
Resourcen haben. Da spielt auch das Internet mit. Ich kenne polnische 
Studenten, die sich Anfang der 2000er die Vorlesungsunterlagen unserer 
Uni heruntergeladen haben, um Deutsch zu lernen und ihr Wissen zu 
komplettieren. Heute lädt da keiner mehr, weil die Unis dort selber on 
top sind. Eher schon dürften sich Darmstädter FH-Studenten Unterlagen 
von dort runter laden. Vorteil: Das Englich in den dorten Schriften ist 
deutlich besser, weil der Anspruch höher ist und das hiesige Schrifttum 
von einem deutschen Billigbacheler erstellt wurde, der am Institut 
promoviert.

Bevor man also mit dem Gedanken spielt, sich eine der heute üblichen 
deutschen Billigstudiengänge reinzuziehen, sollte man eventuell ein 
Studium im Ausland an einer der großen Metropolen ins Auge fassen und 
die Zeit nutzen, um die dortige Sprache zu lernen. Im empfehle eine, mit 
der es möglich ist, als Projektleiter im Ausland eine Fabrik- oder eine 
Abteilung zu leiten oder zumindest mit dieser zu kooperieren. Denn dort 
findet die künftige high-tech-Entwicklung stattfindet, weil die 
Ingenieure dort besser und trotzdem preiswerter sind - solange 
zumindest, bis deutsche Ingenieurgehälter auf das Niveau von China und 
Indien abgesunken sind.

Ok, das wird sicher so schnell nicht gehen, aber auch keine 20 Jahre 
mehr dauern. Das würde mir persönlich aber reichen, weil ich dann in 
Rente gehe.

T.U. von einer T.U.

Autor: Manni (Gast)
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Martin K. schrieb:
> Manni schrieb:
> Ach Martin, was hat das Leben dir nur angetan... Aber Kopf hoch, auch du
> wirst irgendwann geliebt werden.

> Auch wenn du es nicht glauben wirst, werde ich geliebt und das Leben war
> recht gut zu mir. Als Beispiel sei genannt: Wall of Text des Todes....

Das alles lag dir schon länger auf dem Herzen oder? Aber ich bin für 
dich da. Erzähl mir ruhig mehr. Ich kann sehr gut zuhören und von mir 
bekommst du die Anerkennung die dir in der realen Welt verwehrt wird.

Autor: Super-Ösi (Gast)
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Ingenieur der alten Schule schrieb:
> Das ist der Fehler. Eher
> mit HTL wie im Nachbarland vergleichbar.
Sicher nicht. Du unterschätzt die Leistungsfähigkeit der AT-Ingenieure. 
Die HTL hat sich hier sehr bewährt.

Thomas U. schrieb:
> Die meisten Studenten im Ausland sind dazu eher noch etwas besser
> geworden, als früher,
So ist es. AT-Absolventen liegen im internationalen Vergleich vor den 
Deutschen. Im Fussball sind wir auch schon besser :-)

> Ich persönlich rate dem thread opener, sich sehr genau zu überlegen,
> welche Richtung er einschlagen möchte und welche Ausbildung er
> diesbezüglich andenkt.
Und ich rate dazu sich zu überleben, worauf es ankommt beim Beruf. 
Bezeichnend ist das hier:


Würzburger schrieb:
> Wie schaut es denn aus mit der Getränkeregelung? Ab einer bestimmten
> Temperatur muss der AG kühle Getränke spendieren.
Was bringt dir denn ein Wasser, das die Firma an 10 Tagen im Jahr 
bezahlt? Nicht einmal Essengutscheine, die viele verteilen sind wirklich 
wichtig. Das sind keine Summen. Dass man junge Leute immer noch mit 
solchen Möhren vor der Nase anlocken kann. Schau mal, Jungingenieur, 
hier gibt es kostenloses Fressi Fressi. Das ist wie auf der Kaffeefahrt! 
Mit etwas Geschick und Verhandlung kriegst du als Ingenieur soviel 
Kohle, dass du dir dein Futter selber kaufen kannst, inklusive 
Wochenendtrip nach Dughai und 10 vergoldeten Steaks!


Cross-Biker schrieb:
> z.B. befanden sich sehr viele
> junge neue Entwickler, was sich z.T. auch auf die Qualität auswirkte.
Ist das die Chefin von dem Laden?
Youtube-Video "Dr.-Ing.  Anna-Katharina Wittenstein, Wittenstein SE: Hannover Messe 2018"
Sieht auch noch aus, wie 30.

Bezeichnend finde ich das Gesagte: "Das Herausfordernde an Industrie 4.0 
ist, dass wir die Herausforderungen noch nicht kennen". Geil.

Autor: Mut zur Wahrheit. (Gast)
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> Würzburger schrieb:
>> Wie schaut es denn aus mit der Getränkeregelung? Ab einer bestimmten
>> Temperatur muss der AG kühle Getränke spendieren.


Hier gibt es sogar kostenloses Eis.

https://www.stepstone.de/stellenangebote--Cloud-Platform-Engineer-m-w-x-Tettnang-Avira-Operations-GmbH-Co-KG--5831726-inline.html?suid=74766c6b-7d73-493b-b71d-e06d43f0bb33&rltr=10_10_25_dynrl_m_0_0_0

Top-Arbeitgeber. Die Bacheloretten stehen dort Schlange.

Autor: Bettlerwabwehr 2.0 (Gast)
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Anna Lytiker schrieb:

> - Das Gebäude ist Ergebnis eines Architektenwettbewerbs?
> - Es gibt großzügige Demonstrationsräume?
> - Es gibt supermoderne Besprechungsräume?
> - Es gibt mehr Großraumbürofläche wo jeder hin und her rennt?
> - Normale Arbeitsräume sind weniger oder ganz weg?
> - Es sitzen doppelt so viele Leute in einem Raum?
> - Fenster können nicht oder schlecht geöffnet werden?
> - Die Klimaanlage ist Scheiße und oft defekt?
> - Die Rollos sind kaputt oder machen was sie wollen?
> - Es gibt zu wenige Toiletten?
Das erinnert mich an ein VG bei einer Firma etwa vergleichbarer Grösse 
wie Wittenstein. Halt ein Mittelständler aber nicht im nirgendwo aber 
Vorort Metropole.

Das VG fand im Konferenzraum 1 Stock statt: belegte fast 3/4 dieses 
Stocks, stand wohl immer leer und wurde wenig genutzt sah man am 
Teppichboden, der war zwar alt wie halt der gesamte Bau und Ausstattung 
noch alles original aber wohl >20 Jahre alt. Unten sassen die 
Entwickler, in kleine Kabuffs gepfercht, alle mit Laptops weil kein 
Platz ist, dort alles runtergerockt, Tische, Böden, und ein Miniklo pro 
Stockwerk wo du zwei Zimmer weiter noch hörst dass gerade einer am 
Kacken ist. Südseite hatten sie unten auch: da knallte die Sonne rein, 
hatte zwar ein paar Büsche vor den Fenstern und zeitweise ist da dann 
auch schattig aber nur in den hinteren Räumen, Abschattung aussen gab es 
nicht auch keine Rolläden, weil so blöde Fertigelementfronten wo eben 
üblicherweise Jalousien oder oder solche Lamellen"balkone" über die 
Fenster hingehören, hat man sich wie so oft gesprart, braucht keiner. 
Rolos innen nur teilweise vorhanden, hat wohl der eine oder andere 
privat rangetackert und auch alle schief und verdreckt d.h. alt und 
vermutlich kaputt.

Vielen Dank für das Gespräch, ich melde mich dann wieder (für die 
Absage).

Beim Erstjob ist man noch doof und hätte dort begonnen, wenn schon mehre 
Firmen gesehen und deren Bauten kennengelernt hat, achtet man da in 
Zukunft automatisch darauf.

Solche Klotzbauten mitten in Industriegebieten wo ringsum nix Schatten 
wirft, innen keine Klima, verbeulte Alu-Kippfenster von 1980 die nicht 
mehr richtig schliessen und innen schon leicht blind sind.... das heute 
immer noch Standard. Und wenn es ein Neubau ist, ist es nicht unbedingt 
besser.

Autor: Tobias N. (technick2)
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Bettlerwabwehr 2.0 schrieb:
> Unten sassen die
> Entwickler, in kleine Kabuffs gepfercht, alle mit Laptops weil kein
> Platz ist, dort alles runtergerockt, Tische, Böden, und ein Miniklo pro
> Stockwerk wo du zwei Zimmer

Ingenieure werden heute nicht mehr ANGESTELLT, sondern GEHALTEN. Scheint 
sich niemand Sorgen um das subjektive Wohlbefinden der Menschen zu 
machen. Wichtig ist nur  Leistungspotenzial. Gut reden können, 
kompatibel sein und viel aushalten. BELASTBARKEIT war das Schlagwort bei 
meiner letzten Bewerbung. Und wie das gemeint war, wurde mir beim 
Rundgang vor Augen geführt:

Ein großer Projektraum, wo alle drin gesessen haben, egal was sie tun: 
Der Materialbeschaffer hat telefoniert. Die Hardwareentwickler haben an 
etwas rumgeschraubt oder über Messungen und Fehlerursachen diskutiert. 
Der Projektleiter hatte ein Tele-Meeting mit dem 
Abteilungsverantwortlichen und hinten drin hat der Teamleiter gerade 
eine Besprechung mit einigen Kollegen. Von überall her kam Lärm. 
Mittendrin sassen die Softwareentwickler und versuchten, sich mit 
Kopfhörern zu schützen. Irgendwer war immer am Laufen. Einige standen 
zusammen und haben getrunken und gegessen. Ein einziger Hühnerstall. 
Abstand zwischen den Personen im Bereich 1m. Kliensmann würde sagen, man 
konnte den Atem des Kollegen spüren.

Und ganz am Rand, am bescheidensten Punkt, ein einzelner verwaister 
Platz mit PC, der mir als möglicher Arbeitsplatz zugewiesen wurde. Als 
wir uns näherten, hat der Kollege noch schnell einige private Sachen zu 
sich über gezogen. Es war sonnenklar, dass er kurz zuvor dort gesessen 
haben musste und gerade erst umgezogen ist, auf einen Platz gegenüber, 
der gerade frei geworden sein musste. Und warum der frei geworden ist, 
lies sich an den Sachen dort ablesen, die noch da standen: Da hatte ein 
anderer gerade Schluss gemacht und gekündigt. Als wir dann später oben 
bei der Personalabteilung, der Verwaltung und dem Marketing waren, sah 
ich nur Einzelbüros und Kleinräume mit dreimal soviel Platz pro Person.

Nee Danke!

Bettlerwabwehr 2.0 schrieb:
> Meinstes du vielleicht p_f_uscht?
Das interessiert mich jetzt. Was hat es damit auf sich?


Thomas U. schrieb:
> Ausschlaggebend war aber auch das gute Studium, dass die deutschen
> Ingenieure hatten. Einen Uniabschluss in Elektrotechnik oder Informatik
> hat damals nur einer von Hundert hinbekommen, was am Anspruch der
> Universitäten lag.
Ja, die Elite-Universitäten. Die machen sich aber auch etwas vor, wenn 
sie glauben, sie seien was besseres, weil sie Elitepunkte gesammelt 
haben. Die kommen nämlich meistens von den Forschungsleistungen und die 
sagen noch nichts über die Ausbildungsqualität.

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Martin K. schrieb:
> ...

Na da hat sich ja jemand auf den Schlips getreten gefühlt :P

> Ich arbeite
> mit einigen Kollegen in der Planungsbüros u.a. gerade am 5G-Standard und
> Sicherheitsnormen- und Standards. Da brauchs'te richtig Hirn und nicht
> nur popeliges Minimalverständnis

5G ist doch schon in Betrieb (Südkorea, Spanien), also wozu noch am 
Standard arbeiten?

Undenn man den Berichten glaubt sind die Sicherheitsnormen da ja 
weichgespült. Natürlich kann man das Hirn auch so verwenden, das man 
Seehofer-like einfache Sachen total verklausuliert...

Autor: Martin K. (mkmannheim) Benutzerseite
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Reinhard S. schrieb:
> Undenn man den Berichten glaubt sind die Sicherheitsnormen da ja
> weichgespült.
Du hast es erfasst. Angesichts des Umstands, dass in den Routern die 
Möglichkeit besteht, Daten generell auszuleiten und mitzuhören, haben 
immer mehr Firmen Bedarf, ihre Daten zu verschlüsseln. Das betrifft 
nicht nur die email-, sondern auch Audio- und Videodaten, die über IP 
laufen. Daneben die wichtigen Bild- und Dokumentendaten aus 
geschäftlicher Kommunikation.

Wer Sicherheit in seiner Firma möchte, muss also selber verschlüsseln 
und schlaue Firmen tun dies schon sehr lange, denn schon seit Einführung 
der UMTS-Router (OBSAI) war es Gang und Gäbe, dass die Bereitsteller zu 
Test- und Diagnosezwecken, Sonderkanäle einrichten und große Datenmengen 
kopieren und ausleiten könnten. Vor 10 Jahren hat sich nur niemand dafür 
interessiert, weil sie von Nokia, Siemens und anderen geliefert wurden 
und nur wenige Chinesen die Finger dazwischen hatten.

Sich aber wundern, wenn Telefone abgehört werden und chinesische und 
amerikanische Firmen den deutschen immer die Geschäfte abjagen. Die 
Franzosen sind da schon ein Stücklein weiter. In der deutschen Provinz 
hat man aber noch nicht einmal über 3G und an Datensicherheit denkt 
hierzulande niemand.

Ach da fällt mir ein: Wir waren damals in einem Hotel in Weikersheim 
untergebracht, einer Stadt nicht weit weg von Harthausen. Dort gab es 
weder WLAN noch Empfang. Um zu telefonieren, musste man hinaus und auf 
einen erhöhten Punkt, damit man von einem Sendemast erfasst wurde.

Soweit zur Rückständigkeit der Region!
Das Schloss war allerdings recht nett!


Thomas O. schrieb:
> Fertigt VW seine Fahrzeuge vielleicht im 25 Stock?
Sicher nicht. Aber die Ingenieure belegen in Wolfsburg nicht nur einen 
2-stöckigen Flachbau. Man braucht nicht unbedingt solche gewaltigen 
Areale, um Menschen unterzubringen. Kühlung und Heizung sind auch 
effektiver in kompakteren Gebäuden. Nur mal so.

> einer davon hat nach seiner Ausbildung "Informatiker
> für..." dort Richtig Karriere gemacht, hierzu werde ich ein paar Zahlen
> in den Raum werfen.
Na denn mal zu. Allez!

: Bearbeitet durch User
Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Super-Ösi schrieb:
> Sicher nicht. Du unterschätzt die Leistungsfähigkeit der AT-Ingenieure.

Richtig. Man muss sich nur mal deren technologischen Erfolge in der 
Vergangenheit anschauen, da wären z.B.:
.
.
.
.
 ähm
.
.
.
muss weg

Autor: Marx W. (Gast)
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Würzburger schrieb:
> Kennt zufällig einer diese Firma?
Nein!
> Dort werden mehrer Softwareentwickler und Ingeniure gesucht, wo die
> Stellenbeschreibungen recht gut auf meine Ausbildung passen.
gut für dich!
> Sind das reale Stellen?
Sorry, meine Glaskugel is gerade beim poliern.
>Ich finde das verdächtig viel.
Teile Anzahl der MA/Stellenanzahl.
> Einige Stellen
> stehen sogar schon seit mehr, als 3 Monaten im Netz.
Dann sind vllt. noch nicht richtig "abgehangen", gibt aber Firmen die 
lassen die Stellen auf für mer als 3 Jahre auf ihre Page stehen.
>
> Ich bin im Herbst mit dem Studium fertig. Lohnt da eine Bewerbung jetzt,
> oder sollte man besser warten?
Bewirb dich, besser währe vllt. aber die Abschlußarbeit dort zu 
schreiben.

Autor: Marx W. (Gast)
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Tobias N. schrieb:
> Als wir dann später oben
> bei der Personalabteilung, der Verwaltung und dem Marketing waren, sah
> ich nur Einzelbüros und Kleinräume mit dreimal soviel Platz pro Person.
>
> Nee Danke!

Schon mal vom "Master-Sklave-Prinzip" gehört?

Aber die Beschreibung von dir ist für die Masse der Ing.-Sklaven 
zutreffende!

Autor: Mut zur Wahrheit. (Gast)
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Marx W. schrieb:
> Tobias N. schrieb:
>> Als wir dann später oben
>> bei der Personalabteilung, der Verwaltung und dem Marketing waren, sah
>> ich nur Einzelbüros und Kleinräume mit dreimal soviel Platz pro Person.
>>
>> Nee Danke!
>
> Schon mal vom "Master-Sklave-Prinzip" gehört?
>
> Aber die Beschreibung von dir ist für die Masse der Ing.-Sklaven
> zutreffende!

Dumm gelaufen. Augen auf bei der Berufswahl!

Autor: Lebenskünstler (Gast)
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Ich würde es trotzdem darauf ankommen lassen. Meist finden sich doch 
schmackhafte Fleischbrocken in der Suppe und die Haare muss man dann 
suchen:-)

Man macht beim Rat geben oft den Fehler eigene Auffassungen und 
Vorurteile zu projizieren die nicht unbedingt auf andere Gemüter 
zutreffen. Deshalb ist ausprobieren angesagt. Speziell wenn man jünger 
ist. Was hat man denn wirklich zu verlieren? Man lernt immer aus 
Erfahrungen und wenn wirklich, aus Schaden wird man bekanntlich klug. 
Und so schlimm ist die Landluft auch nicht. Man kann schöne Radtouren 
machen, Spazieren gehen, usw. Ist alles viel gesünder als in der Stadt 
frustriert zu leben. Und wenn man mal eine große Stadt braucht, findet 
man die leicht. Mir wäre es auf alle Fälle lieber als lebenslang 
stinkige Stadtluft atmen zu müssen, im Lärm zu leben und tägliche Staus 
erleben zu müssen oder zwei oder mehr Stunden Fahrzeit zum Betrieb. 
Deshalb sollte man nicht zu viel Gewicht auf die Meinungen hier geben. 
Ich würde W. eine Chance geben. Hört sich wirklich nicht so schlecht an. 
Das Zukunftspotential ist doch auf einigen Gebieten dort recht 
interessant.

Autor: Mut zur Wahrheit. (Gast)
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Auf dem Land geben sich die Geistesgrößen ein Stelldichein

Autor: Thomas U. (thomasu)
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Tobias N. schrieb:
> Forschungsleistungen und die
> sagen noch nichts über die Ausbildungsqualität.
Das war aber nicht die Aussage und ich bezog mich auch nicht auf elitäre 
Universitäten. Zu meiner Zeit gab es diesen Begriff auch noch nicht. Ich 
sprach einzig von dem Anspruch, dass überhaupt nur an eine solche Uni 
kam, wer ein entsprechendes Abitur hatte und früher bürgte das auch noch 
für Qualität. Ich rede da unter anderem auch von Deutschkenntnissen und 
Fremdsprachen. Auch darauf wurde früher mehr Wert gelegt. Heutzutage 
darf der kleine Thorben der seinen Realschulabschluss durch drei 
Instanzen im Klageweg durchgesetzt hat, an die FOS, kriegt sein 
Spezialsonderabitur, "bachelt" und nennt sich dann Ingenieur.

Martin K. schrieb:
> Elektronik bauen? Programme schreiben? Wenn er das ohne
> viele Vorlesungen kann, dann kann er es auch komplett ohne.

Ich habe das Thema hier fortgesetzt, weil es allgemein gilt und nicht 
nur mit dieser Firma zu tun haben dürfte:
Beitrag "Stellenwert und Erfahrungen mit dualem Studium"

Autor: Mut zur Wahrheit. (Gast)
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In der Provinz in einer drittklassigen Bude. Das ist die Höchststrafe!

Autor: Lebenskünstler (Gast)
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Mut zur Wahrheit. schrieb:
> In der Provinz in einer drittklassigen Bude. Das ist die
> Höchststrafe!

Es ist klar, daß man es so sehen kann; andererseits, es gibt 
möglicherweise noch Menschen mit einer gänzlich unterschiedlichen 
Lebensauffassung, ohne deshalb notwendigerweise rückständig oder 
dreiklassig zu sein. Papier und neuzeitlich, Speicherzellen, sind 
bekanntlich geduldig. Ansichtssache!

Autor: Mut zur Wahrheit. (Gast)
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Uli Kahn spielt auch nicht beim FC Hintertutzing.

Autor: Lebenskünstler (Gast)
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Mut zur Wahrheit. schrieb:
> Uli Kahn spielt auch nicht beim FC Hintertutzing.

Man sollte möglicherweise nicht den Fehler machen von sich auf andere zu 
schließen weil das nämlich ins Auge gehen könnte. Wer allerdings Erhaben 
in den oberen Staffeln von Industrie Palästen schalten und walten darf, 
sollte sich der großen Ehre bewußt sein selbstgerecht und gefällig auf 
den Teil der Welt herabsehen zu können wo normale Sterbliche mit den von 
dort am Boden fallenden Krümmeln ihr mehr oder weniger bescheidenes 
Technik-Dasein fristen müssen um nützliche Technik und Produkte 
schaffen. Und nicht zuletzt, auch einst große Tiere müssen manchmal den 
noch unbekannten Kleinen weichen...

Autor: Ingenieur (Gast)
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Lebenskünstler schrieb:
> Und so schlimm ist die Landluft auch nicht.

Doch, es stinkt dort ständig nach Gülle. Das hältst du im Kopf nicht 
aus.

Autor: Mut zur Wahrheit. (Gast)
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Ingenieur schrieb:
> Lebenskünstler schrieb:
>> Und so schlimm ist die Landluft auch nicht.
>
> Doch, es stinkt dort ständig nach Gülle. Das hältst du im Kopf nicht
> aus.

Das ist das Parfum der Provinz

Autor: Lebenskünstler (Gast)
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Ingenieur schrieb:
> Lebenskünstler schrieb:
>> Und so schlimm ist die Landluft auch nicht.
>
> Doch, es stinkt dort ständig nach Gülle. Das hältst du im Kopf nicht
> aus.

Im WK2 waren es jene so herabgesehenen Güllenanrainer die für die 
Stadtbewohner noch etwas zum Essen hatten und Feuerholz zum Wärmen...

Autor: Lebenskünstler (Gast)
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Mut zur Wahrheit. schrieb:
> Ingenieur schrieb:
>> Lebenskünstler schrieb:
>>> Und so schlimm ist die Landluft auch nicht.
>>
>> Doch, es stinkt dort ständig nach Gülle. Das hältst du im Kopf nicht
>> aus.
>
> Das ist das Parfum der Provinz

Naja, in den Glaspalastemporiumgefilden der hochwohlgeborenen Megafirmen 
riecht es wahrscheinlich auch ganz besonders abgehoben weil man dort von 
oben beschlossen hat es dürfe nicht so wie in der Provinz riechen.

Autor: Ingenieur (Gast)
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Lebenskünstler schrieb:
> Im WK2 waren es jene so herabgesehenen Güllenanrainer die für die
> Stadtbewohner noch etwas zum Essen hatten und Feuerholz zum Wärmen...

Macht das den Gestank etwa besser? Ich finde nicht. Schuld daran ist 
aber auch die Massentierhaltung der sogenannten "Schnitzelfabriken" auf 
dem Land.

Autor: Würzburger (Gast)
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Mut zur Wahrheit. schrieb:
> In der Provinz in einer drittklassigen Bude. Das ist die Höchststrafe!
Es wäre zu begrüßen, wenn Sie etwas Zweckmäßiges zu der Firma beitragen 
könnten, statt des steten Lamentos ohne Gehalt.

Ingenieur schrieb:
> Massentierhaltung der sogenannten "Schnitzelfabriken" auf
> dem Land.
Die werden dort kaum einen Schweinestall in der Nähe haben, oder?

Cyblord -. schrieb:
> Würzburger schrieb:
>> Wie schaut es denn aus mit der Getränkeregelung? Ab einer bestimmten
>> Temperatur muss der AG kühle Getränke spendieren.
> Auf diese Norm wäre ich ja mal gespannt. Immer her.
Mir wurde das so gesagt. In der Werkshalle bei dem AG, bei welchem ich 
Praktikum machte, war das so. Ab einer Temperatur gab es Getränke. Vom 
Betriebsrat durchgesetzt. Vielleicht gilt es nur für richtige Arbeiter?

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Würzburger schrieb:
>> Auf diese Norm wäre ich ja mal gespannt. Immer her.
> Mir wurde das so gesagt. In der Werkshalle bei dem AG, bei welchem ich
> Praktikum machte, war das so. Ab einer Temperatur gab es Getränke. Vom
> Betriebsrat durchgesetzt. Vielleicht gilt es nur für richtige Arbeiter?

Natürlich gibts das. Freiwllig oder als BV.
DU hast jedoch den Eindruck erweckt das wäre allgemein für alle AG so.

Autor: Tobias N. (technick2)
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Martin K. schrieb:
> Mit ->Ausbildung<- meine ich aber nicht das, was in Deutschland die IHK
> an Fachinformatikern, Mechatronikern und Dual-Halbingenieuren auf den
> Markt wirft, sondern ein fundiertes Studium der Elektrotechnik
Wir sind auch hier wieder bei der uralten Diskussion, was besser ist, 
Ausbildung, BA, FH, TH, Uni, Promo und was wofür benötigt wird.
Solche Fragestellungen, wer "praktischer" ausgebildet ist, halte ich für 
Nonsens! Das hatten wir vor 10 Jahren schon:

Beitrag "Re: Diskussion Theorie <> Praxis and Uni/FH"

Ich verweise auf die Grafik eins weiter unten: Was damals Berufsakademie 
war, muss man dann wohl das duale Studium verstehen, nehme ich an.

Und jetzt frage ich mich, wie die Praxis auf das Studium abgestimmt 
werden soll? Das wird kaum gehen, also wird man einfach das weggelassen 
haben, was die Firma nicht braucht. Es fehlt also was. Wie man es dreht 
und wendet.

Die Frage ist, ob die Technikwelt einfacher geworden ist, dass man 
darauf verzichten kann?


Ntldr -. schrieb:
> Hier (Softwareentwicklung, relativ Hardwarenah), sehe ich die dualen
> Abschlüsse als ungefähr gleichwertig zu den regulären an.

Das hängt aber damit zusammen, dass der "embedded Softwareentwicker" 
auch nicht viel tut im Bezug auf Mathe, sondern hauptsächlich Ports an 
und aus schaltet :-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Tobias N. (technick2)
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Hier ist noch etwas zu diesem speziellen RTOS:
https://www.elektronikpraxis.vogel.de/hitex-development-tools-vertreibt-mikrocontroller-betriebssystem-a-393544/

Ansonsten finde ich wenig im Web. Hat wer Infos dazu? ODer ist das schon 
wieder tot?

Martin K. schrieb:
> Als negatives Beispiel wäre hier die Hochschule Mannheim zu nennen.
> Heute käme mir im Traum nicht mehr in den Sinn,
> dort noch ein Diplom zu machen.
Mir wäre zu keiner Zeit in den Sinn gekommen, eine Hochschule in 
Mannheim zu besuchen. Da geht sicher keiner freiwillig hin. :-)

Ingenieur der alten Schule schrieb:
> Und dass die Firma einen Teil der Studienkosten übernimmt, ist kein
> Vorteil: Ich hatte die an meiner Uni auch komplett umsonst.
Das muss mir auch einer erklären, wo da der Sinn ist. Das Studium ist 
doch praktisch kostenfrei. Studiengebüren hamse doch wieder wech, oder 
gibbet die noch wo?

Autor: Wittensteiner (Gast)
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Suchender schrieb:
> Wie ist die Bezahlung? Gibt es einen Tarif (Haustarifsystem) oder ist
> alles Verhandlungssache?
Sowohl, als auch. Bezahlt wird nach IG, einen Haustarif gibt es dadurch, 
das die Einstufung anhand der Tätigkeit definiert wird. Das ist 
bisweilen etwas sonderbar geregelt. Eine Strategie dahinter konnte ich 
nicht erkennen. Verhandeln musst du auf jeden Fall! Und Vergleiche 
anstellen!

Lebenskünstler schrieb:
> und so schlimm ist die Landluft auch nicht. Man kann schöne
> Radtouren machen
Die Landluft ist Gewöhnungssache. Von der bekommst du in im sommerlichen 
Brutschrank bei Wittenstein eh nicht viel ab.
Von Radtouren würde ich absehen, bei dem Fahrverhalten der Autofahrer. 
Bei Giebelstadt hat es im verg. Jahr 2 Tote gegeben und auch vor der 
Einfahrt zum Werksgelände haben sie vor 2 Jahren einen biker 
kaputtgefahren.

Würzburger schrieb:
> Ingenieur schrieb:
>> Massentierhaltung der sogenannten "Schnitzelfabriken" auf
>> dem Land.
> Die werden dort kaum einen Schweinestall in der Nähe haben, oder?

Doch, auf dem Hof Lichtenhöfen, etwa 2km vom Gebäude der Wittenstein 
entfernt. Der Hof war zeitweilig abgebrannt. Über 200 Ferkel geröstet!
https://www.swp.de/suedwesten/staedte/crailsheim/220-ferkel-im-feuer-getoetet-23519071.html

Ist aber wieder aufgebaut und die Ferkel quieken wieder. Die Muttersauen 
sind sehr fruchtbar und wurffreudig!

Aufseher schrieb:
> Hällischen Schweines.
Ja, genau das. Kann man sogar Schnitzel kriegen. Kanickel hamse auch 
schon vertickt. Und Kartoffeln. Die sind nicht schlecht.

Super-Ösi schrieb:
> Ist das die Chefin von dem Laden?
> Youtube-Video "Dr.-Ing.  Anna-Katharina Wittenstein, Wittenstein SE:
> Sieht auch noch aus, wie 30.
Ja das ist sie. Wirtschafts-Ingenieurin (und nicht etwa technische 
Ingenieurin), Doktortitel im Schnellverfahren, verheiratet, schon 3x 
geworfen. Die Leute da sind dort auch sehr fruchtbar. Ist sehr kühl und 
distanziert. Hat mit den Angestellten nicht viel zu tun. Typischer 
Erbfolger: Aufgrund der Geburt zwangsläufig im Aufsichtsrat.

Lebenskünstler schrieb:
> Wer allerdings Erhaben
> in den oberen Staffeln von Industrie Palästen schalten und walten darf,
> sollte sich der großen Ehre bewußt sein selbstgerecht und gefällig auf
> den Teil der Welt herabsehen zu können w
Sehr philosphisch! Um richtig erfolgreich zu sein im Leben, muss einer 
nicht viel arbeiten, sondern nur die richtige Verwandschaft haben.

Autor: MeierKurt (Gast)
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Mut zur Wahrheit. schrieb:
> Meistens haben Provinzler nicht viel drauf.

Netter Versuch. Biste Troll-Azubi?

Aber egal, global gesehen - ist ganz Deutschland Provinz.

Autor: Andreas F. (chefdesigner)
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Würzburger schrieb:
> Richtung gute Unis kommen erst weiter südlich in
> Erlangen und Nürnberg.
Nürnberg war ist ein FH und Erlangen ist ein Uni. Die modernen 
Studiengänge bieten beide an, aber nicht in allen Bereichen. Und es 
scheint auch Unterschiede zu geben. Meine Tochter hat bewusst die FAU 
gewählt. Studiert aber etwas nicht-Technisches.

Wittensteiner schrieb:
> Lebenskünstler schrieb:
>> und so schlimm ist die Landluft auch nicht. Man kann schöne
>> Radtouren machen
> Die Landluft ist Gewöhnungssache.
Vor allem bekommst du in ländlichen Regionen günstiges Essen in 
Restaurants. Das Frankenland bietet beispielsweise die gleiche Qualität 
wie München, Salzburg oder Wien. Es gibt aber nur den halben 
Luxusaufschlag. Sogar in der Nürmberger Altstadt kann man preiswert 
speisen. Bin immer froh, wenn ich wieder daheim bin.

MeierKurt schrieb:
> Aber egal, global gesehen - ist ganz Deutschland Provinz.
Kann man sagen, aber es ist eine bedeutsame Provinz. Überall, wo ich 
hinkomme, schätzt man die deutschen Produkte und die deutsche 
Gründlichkeit. Das gilt sogar in Japan und die nehmen es sehr genau mit 
der Ordnung und der Qualität!

Wir haben sogar schon Produkte von Wittenstein verbaut!

Autor: Tobias N. (technick2)
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Mut zur Wahrheit. schrieb:
> Dumm gelaufen. Augen auf bei der Berufswahl!
Sagen wir mal: Augen auf, bei Firmenwahl, Studienwahl, Kollegenwahl.

Ingenieur der alten Schule schrieb:
> Nur wer
> kontinuierlich in der Firma anwesend ist, kriegt auch ein sinnvolles
> Projekt. Einem, der nur halb da ist, kann man nichts antrauen.
Wie wäre es, wenn wir einen Studierenden der dualen Studiengänge um ein 
Beispiel bitten, dass er uns mitteilt:

- wieviel er an der Hochschule lernt?
- wieviel er zuhause lernt?
- wieviel er in der Firma ist?
- was er in der Firma tun darf?

Autor: OlliPolli (Gast)
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OooPs schrieb:
> Also ich arbeite mit so einem schmalspur Akademiker zusammen
Da habe ich auch so meine Erfahrungen!

Diejenigen, die von der FH kamen und dabei z.B. über eine FOS gangen 
sind, den zweiten oder dritten Bildungsweg eingeschlagen hatten, haben 
möglicherweise das Technische drauf, was sie für den Programmier-Job 
brauchen (sofern sie vom Vorgesetzen richtig besetzt wurden).

Es geht aber schon los, wenn so jemand Englisch oder gar eine zweite 
Fremdsprache sprechen soll, das dann gut tun soll und gar mit echten 
Engländern und Franzosen kommunizieren muss. Noch problematischer kann 
es sein, wenn er mit schlecht Englischsprechenden Austausch hält. Da 
geht es um Auftreten, Ausdruck und Interpretation, umgekehrt um Toleranz 
und Ausspähen möglicher Formulierungsfehler beim Gegenüber. Und da 
hapert es sehr oft! Bei den dualen Studenten kenne ich mich wenig aus. 
Hatte erst wenige Erfahrungen. Haben mich aber auch nicht wirklich 
überzeugt. DIe Dokumentation, die man da bekommt, ist dünn, kaum 
strukturiert und undurchsichtig.


Tobias N. schrieb:
> - wieviel er an der Hochschule lernt?
> - wieviel er zuhause lernt?
> - wieviel er in der Firma ist?
> - was er in der Firma tun darf?

Täte mich auch interessieren!

Autor: Ingenieur (Gast)
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OlliPolli schrieb:
> Es geht aber schon los, wenn so jemand Englisch oder gar eine zweite
> Fremdsprache sprechen soll,
Guter Stichpunkt!

Mangelnde und falsche Fremdsprachenkenntnisse vieler Ingenieure, wie 
z.B. die eigentliche Bedeutung des englischen "not" sind Klassiker! Für 
das "must not" habe ich ein tragisches Beispiel aus dem Bereich 
Softwaresicherheit. Der Ingenieur hat es verstanden, der Systemplaner 
nur falsch hingeschrieben. Beides machte Sinn. So wie es aber 
spezifiziert wurde, passte mit dem Systemverhalten des übergeordneten 
Systems nicht zusammen. Hat der Entwickler nicht bemerken können. 
Aufgeflogen beim Kunden nach Monaten, als der Abschaltfall mit 
Noteingriff stattfand, der durch dieses requirement abgefangen werden 
sollte. Der Schaden lag im mittleren 6-stelligen Bereich. Der Vorgang 
war zuvor nicht testbar, da Szenario nicht darstellbar. Weitere gern 
genommene sprachliche Fallen sind "distinguish", "differing" und 
"differentiate". Auch die häufig falsche Verwendung von "invers" und 
"reverse" sind bisweilen sehr "adverse" :-)

Ich korrigiere regelmäßig im Doors logisch unsinnige und inhaltlich 
falsche Vorgaben bei "set" und "reset" sowie "setting", "settings" und 
"resetting(s)". Je nach Zusammenhang führt das beim Entwickler oder 
Lieferant zu völlig falscher Interpretation des Geforderten!

Ohne ein gutes Englisch mit 9 Jahren Schule (also auch in den beiden 
Abijahren) und anschließender Weiterbildung hat im erweiterten 
Aufgabenbereich IMHO keiner was zu suchen! Wir hatten auch an der 
Universität noch Kurse in technischem English und business english. Die 
gibt es heute nicht mehr, weil sie es zusammengestrichen haben, damit 
die Master in 4 Jahren durchkommen. Für FH und bachelor hatte man das 
schon gleich gar nicht vorgesehen.

Autor: Ingenieur (Gast)
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> DIe Dokumentation, die man da bekommt, ist dünn, kaum
> strukturiert und undurchsichtig.

Für viele "Ingenieure" ist doch schon die deutsche Schreibe ein Problem 
- von klarem, logischem Satzaufbau in Dokumenten und 
unmissverständlichen Vorgaben ganz zu schweigen. Es geht dabei aber 
nicht nur um Sachen wie "Standart" "Feldefeckttransisor" oder "Hacken", 
wie sie hier im UCNET immer zu lesen sind.

Da lese ich neuerdings immer öfter von "schnellen Ergebnissen", "warmen 
Halbleitertemperaturen" und anderen Formulierungen, die zwischen 
falscher Redundanz und Kontradiktion pendeln und die man früher nur in 
der Werkshalle vom Schrauber gehört hat. Solche mangelnden sprachlichen 
Fähigkeiten können zu absolut schweren Missverständnissen führen, weil 
schlampiges Reden zu schlampigem Denken führt und umgekehrt. Z.B. wenn 
"vergrößerte Abschwächung" und "Abschwächung der Vergrößerung" nicht 
auseinandergehalten werden und eine Verwechslung von "in dem" mit 
"indem" zu einer totalen Inhaltlichen Fehlinterpretation geführt hat, 
weil leider beides Sinn machte.

Dort schlagen dann Textverständnis und Formulierung voll zu! Oft kriegen 
das sogar heutige Abiturienten nicht mehr richtig hin, so tief ist man 
gesunken!

Im erstgenannten Fall meinte derjenige übrigens überraschend dann auch 
nicht etwa "frühe Ergebnisse" bei der Entwicklung, wie man nach einem 
Projektgespräch meinen könnte, sondern "schnelle Berechnungen". Als (mit 
mehr Zeitaufwand) der Code umgebaut wurde, um die Berechnung zu 
beschleunigen, was die Latenz erhöhte, kam der gleiche Herr dann Wochen 
später damit an, dass er eine schnelle Reaktion mit wenig Latenz haben 
wollte, was wieder Code-Änderungen nach sich zog. Die Kommentare der 
Entwickler, die ich mitanhören durfte, weil ich mittendrin saß, spare 
ich mir. Kostet die Firma ja auch nur Geld und Projektverzögerung.

Es gibt überraschend viele Dinge, die mit Toleranz beim Lesen und 
Nachdenken beim Empfänger nicht mehr abzufangen sind, weil dieser sehr 
wohl richtig liest und plausibel denkt, es aber falsch formuliert war. 
Wenn in der Planung schlecht beschrieben wird, kann das für eine Firma 
sehr teuer werden. Zu meiner Zeit brauchtest du allein schon gute 
Deutschkenntnisse, um durchs Abi zu kommen und überhaupt ein Diplom zu 
kriegen.

Und kluge Firmen achten auch auf solche Befähigungen. Lieferanten 
arbeiten manchmal damit, lassen Ungenauigkeiten im Lastenheft gerne 
unwidersprochen und nehmen solche Dinge dann herbei, um ihre selbst 
verschuldeten Verzögerungen zu übertünchen und auf den Projektgeber zu 
schieben.

Autor: M. W. (elektrowagi78) Benutzerseite
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> Hier ist noch etwas zu diesem speziellen RTOS:
> 
https://www.elektronikpraxis.vogel.de/hitex-development-tools-vertreibt-mikrocontroller-betriebssystem-a-393544/
>
> Ansonsten finde ich wenig im Web. Hat wer Infos dazu? ODer ist das schon
> wieder tot?

Ist zufällig bekannt, welche Anwendungen damit erstellt werden, 
respektive, wo das Safe-RTOS eingesetzt wird?

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