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Forum: Fahrzeugelektronik Wasserstoffinfrastruktur für Brennstoffzellen-Fahrzeuge


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Autor: Max (Gast)
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Servus,
zum besseren Verständnis habe ich folgende Frage. Im Zusammenhang mit 
Energiespeichern im Allgemeinen und der Brennstoffzellentechnologie wird 
oft angeführt, dass ein großer Vorteil der Energiespeicherung in Form 
von Wasserstoff darin besteht, dass in Deutschland hierfür bereits die 
Infrastruktur besteht. Zum Teil wird auch behauptet, dass das vorhandene 
Erdgasnetz genutzt werden könne, was ich anzweifele, weil die wenigsten 
Heizungen mit mehr als ein paar Promille Wasserstoff im Erdgas 
klarkommen dürften.

Wo also soll Wasserstoff gespeichert werden?
Wie soll er transportiert werden? Können Teile des Erdgasnetzes für den 
Wasserstofftransport separiert werden?

Bitte um Aufklärung
Max

Autor: Walter K. (walter_k488)
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Max schrieb:
>
> Wo also soll Wasserstoff gespeichert werden?
> Wie soll er transportiert werden? Können Teile des Erdgasnetzes für den
> Wasserstofftransport separiert werden?
>
> Bitte um Aufklärung
>


Da Wasserstoff nicht nur durch viele Metalle diffundiert, sondern diese 
auch noch auflöst bzw. versprödet... dürfte der Transport etwas 
anspruchsvoller als bei Erdgas sein.

Wie der Wasserstoff gespeichert und transportiert werden kann, sind aber 
ganz banale nebensächliche Fragen - die derzeit nicht nur keine Rolle 
spielen - sondern politisch auch irgendwie inkorrekt sein dürften!
Beim Strom aus Sonne und Wind haben wir ja für diese Fragen auch noch 
keine Antworten ;-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Max (Gast)
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Walter K. schrieb:
> Da Wasserstoff nicht nur durch viele Metalle diffundiert, sondern diese
> auch noch auflöst bzw. versprödet... dürfte der Transport etwas
> anspruchsvoller als bei Erdgas sein.

Nun ja, wie man hier liest, dürften bis 5% H2 im Erdgasnetz eingespeist 
werden (und nicht nur im Promillebereich, wie ich annahm):

https://zukunft.erdgas.info/themen-ziele/erneuerbare-gase/power-to-gas

Wenn das H2 so leicht diffundiert und die Rohre versprödet, tut es das 
doch auch, wenn es nur einen Anteil von 5% ausmacht?

Walter K. schrieb:
> Wie der Wasserstoff gespeichert und transportiert werden kann, sind aber
> ganz banale nebensächliche Fragen - die derzeit nicht nur keine Rolle
> spielen - sondern politisch auch irgendwie inkorrekt sein dürften!

Meinst du das jetzt zynisch? Die Speicherung ist DAS problem der 
regenerativen Energieerzeugung.

> Beim Strom aus Sonne und Wind haben wir ja für diese Fragen auch noch
> keine Antworten ;-)

Wie meinen? Chemische Energie in Form von Wasserstoff ist EINE 
Möglichkeit der Speicherung. Strom an sich kann nicht gespeichert 
werden. Potentielle Energie in Form von Pumpspeicherwerken wäre eine 
andere Möglichkeit.

Autor: Walter K. (walter_k488)
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Max schrieb:
>
>
> Meinst du das jetzt zynisch? Die Speicherung ist DAS problem der
> regenerativen Energieerzeugung.
>
>> Beim Strom aus Sonne und Wind haben wir ja für diese Fragen auch noch
>> keine Antworten ;-)
>
> Wie meinen? Chemische Energie in Form von Wasserstoff ist EINE
> Möglichkeit der Speicherung. Strom an sich kann nicht gespeichert
> werden. Potentielle Energie in Form von Pumpspeicherwerken wäre eine
> andere Möglichkeit.

Und wo finde ich in der BRD die Pumpspeicherwerke und 
Wasserstofferzeuger für die Zehntausenden Windräder und Hunderttausenden 
Hektar PV?

Autor: Max (Gast)
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Walter K. schrieb:
> Und wo finde ich in der BRD die Pumpspeicherwerke und
> Wasserstofferzeuger für die Zehntausenden Windräder und Hunderttausenden
> Hektar PV?

Worauf willst du eigentlich hinaus? Dass wir nicht ausreichend 
Pumpspeicher bauen können, ist klar. Power-To-Gas-Anlagen sind möglich 
und werden erforscht und getestet.

Meine Frage war, wie die Behauptung zu verstehen ist, für 
Wasserstoffbetriebene Autos gäbe es Möglichkeiten, vorhandene 
Infrastruktur zu nutzen. Welche Infrastruktur soll dies sein?

Autor: Rainer U. (r-u)
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Ich finde diesen Ansatz (LOHC) vielversprechend:

https://h2-industries.com/technologie/

https://www.process.vogel.de/gefahrlose-wasserstoffspeicherung-fuer-zukunftspreis-nominiert-a-757027/

Max schrieb:
> dass in Deutschland hierfür bereits die
> Infrastruktur besteht. Zum Teil wird auch behauptet, dass das vorhandene
> Erdgasnetz genutzt werden könne, was ich anzweifele,

Vorhandene Infrastruktur sind z.B. Tankstellen mit ihren Tanks. Wenn da 
LOHC drin wäre, und man vor Ort H2 daraus entnehmen und komprimieren 
kann - hätte man alles, was man braucht zum tanken. Auch die Tankwagen 
könnten weiter fahren - auch mit Brennstoffzelle, versteht sich.

: Bearbeitet durch User
Autor: Rainer U. (r-u)
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und wer weiß, vielleicht haben wir demnächst Powerpacks oder selbst 
Handys mit mini-Brennstoffzelle und wieder 1 Woche Akku - wie früher :-)

Autor: Udo S. (urschmitt)
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Walter K. schrieb:
> Und wo finde ich in der BRD die Pumpspeicherwerke und
> Wasserstofferzeuger für die Zehntausenden Windräder und Hunderttausenden
> Hektar PV?

Wenn du 1888 Bertha Benz zwischen Mannheim und Pforzheim gesehen 
hättest, dann hättest du auch geschimpft:
"Was soll das blöde neumodische Ding ohne Pferde? Wo soll es bitte den 
Treibstoff herbekommen, die Apotheken können doch gar nicht so viel 
Benzin lagern.
Verbrennt die blöde Karre und kauft Pferdekutschen"

: Bearbeitet durch User
Autor: A. K. (prx)
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Max schrieb:
>> Und wo finde ich in der BRD die Pumpspeicherwerke und
>> Wasserstofferzeuger für die Zehntausenden Windräder und Hunderttausenden
>> Hektar PV?
>
> Worauf willst du eigentlich hinaus?

Sein Steckenpferd sind Kernkraftwerke. Die produzieren ja manchmal auch 
deutliche Mengen an Wasserstoff. ;-)

Autor: Diodenes (Gast)
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Richard David Precht, der Liebling des Feuilletons hat sich doch 
tatsächlich sehr kritisch über die E-Mobilität und fast euphorisch über 
die Wasserstofftechnik geäußert. Wenn das mal der schöne Robbie und 
seine Panik-Greta erfahren...:

"Wie bewerten Sie da den geplanten Wandel hin zum E-Auto?

Precht: Das E-Auto ist ein Problem, weil es offensichtlich die falsche 
Technik ist. Die Grünen haben sich leider vor einigen Jahren, als dieses 
als besonders umweltfreundlich angepriesen worden ist, auf eine 
Fehlstrategie eingelassen und kommen da nicht mehr raus. Aber die 
zukunftsweisendere Technik ist wahrscheinlich die Wasserstofftechnik – 
und nicht nur unter Energie-Gesichtspunkten. Denn dafür brauchen wir 
auch nicht all die Zutaten, die gegenwärtig in Sklavenarbeit in Kongo 
gewonnen werden, wie Kobalt. Ich bin also überhaupt kein Freund der 
E-Mobilität, wir machen da einen Riesenfehler."

Das ganze Interview hier:
https://www.augsburger-allgemeine.de/kultur/Richard-David-Precht-Die-Menschen-lieben-Verbote-id54827366.html

Unabhängig davon, ob der Mann mit seinen Thesen recht hat, fällt auf, 
daß diese Aussagen durch die dpa (natürlich rein zufällig) wieder etwas 
verkürzt dargestellt werden und daß genau die Kritik am E-Mobil dann 
plötzlich völlig fehlt.
Die WELT, der stern und alle anderen dpa-Kunden (oder sollte man besser 
sagen Adlaten?) tragen dann nur diese im Sinne der Grünen bereinigte 
Version in die Welt hinaus:
https://www.welt.de/vermischtes/article196558491/Die-Menschen-lieben-sie-Richard-David-Precht-fordert-mehr-Verbote.html

Autor: Dirk B. (dirkb2)
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Max schrieb:
> Power-To-Gas-Anlagen sind möglich
> und werden erforscht und getestet.

Dann gleich zu Methan wandeln.

So kann auch
> das vorhandene
> Erdgasnetz genutzt werden

Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
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Max schrieb:
> Servus,
> zum besseren Verständnis habe ich folgende Frage.
Warum fängst du hier im Forum und nicht in der Bücherei an?

Es gibt sogar eine Lobbyorganisation die dir das erklären will:
https://hydrogeneurope.eu/
Der Zugang zur CORDIS Datenbank ist offen.

> Wo also soll Wasserstoff gespeichert werden?
In Lagern.

> Wie soll er transportiert werden?
In Rohren und Behältern.

> Können Teile des Erdgasnetzes für den  Wasserstofftransport
> separiert werden?
Ja, da gibt es ein paar Ventile.
Ausserdem wer sagt, dass man Dir Wasserstoff liefern werden wollen. Man 
kann das auch unterwegs noch in Methan umwandeln, Luft beimengen etc pp.
Das Klärgas von der Kläranlage kommt auch nicht "roh" zu meinem Herd. 
Das wird getrocknet und entschwefelt, die Wobbelzahl wird angepasst etc 
pp. Verfahrenstechnik halt.

> Bitte um Aufklärung
Bitte geh in die Bücherei.

Autor: Udo S. (urschmitt)
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Sebastian L. schrieb:
> Bitte geh in die Bücherei.

Es zwingt dich keiner das zu lesen oder gar zu kommentieren falls du das 
für unter deiner Würde hältst.

Sebastian L. schrieb:
> Man kann das auch unterwegs noch in Methan umwandeln,
Dazu braucht man aber Kohlenstoff oder CO2

Jetzt könntest du doch mal deine Expertise hier anbringen ...

Autor: moep (Gast)
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Es gab schon mal Wasserstofftransport durch Rohrleitungen in städtischen
Gebieten. Das hieß damals Stadtgas und wurde vor den Glühbirnen zur 
Beleuchtung genutzt. Laut Wikipedia waren da 51% Wasserstoff drin. 
Machbar ist es also schon.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stadtgas

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Max schrieb:
> Zum Teil wird auch behauptet, dass das vorhandene
> Erdgasnetz genutzt werden könne, was ich anzweifele, weil die wenigsten
> Heizungen mit mehr als ein paar Promille Wasserstoff im Erdgas
> klarkommen dürften.

Einer der größten Gasnetzbetreiber in Deutschland ist die VNG AG. Zu 
deren Netz gehören auch riesige unterirdische Gaskavernen in Salzstöcken 
und natürlichen Höhlen. Zur H2 Speicherung eignen sich aber nur die 
Salzstöcke, weil die Gesteinshöhlen für Wasserstoff zu durchlässig sind 
(und deshalb zukünftig nicht mehr genutzt werden). Laut VNG ist die 
mögliche Zumischung von Wasserstoff zum Erdgas jedoch sehr begrenzt:

https://www.gas-geben-fuer-den-klimaschutz.de/

Zitat:
"Der Wasserstoffanteil im Gasnetz darf aktuell bis zu 2 % betragen. 
Untersuchungen zeigen indes, dass eine Erhöhung auf 10 % oder mehr 
technisch möglich ist."

Autor: Icke ®. (49636b65)
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moep schrieb:
> Es gab schon mal Wasserstofftransport durch Rohrleitungen in städtischen
> Gebieten. Das hieß damals Stadtgas und wurde vor den Glühbirnen zur
> Beleuchtung genutzt.

Das Stadtgas heißt Stadtgas, weil es vor Ort von den Stadtwerken 
produziert und von den Stadtbewohnern auch gleich verbraucht wurde. Da 
wurde nur wenig gespeichert, weshalb der Wasserstoff weder aufwendig 
verflüssigt, noch mit sonderlich hohem Druck gelagert werden mußte. Das 
kann man mit den Anforderungen für Power2Gas nicht vergleichen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gasbeh%C3%A4lter

Autor: Josef (Gast)
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Autor: A. K. (prx)
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Diodenes schrieb:
> Die Grünen haben sich leider vor einigen Jahren, als dieses
> als besonders umweltfreundlich angepriesen worden ist, auf eine
> Fehlstrategie eingelassen und kommen da nicht mehr raus.

Das lese ich öfter und ein solcher lock-in wäre durchaus vorstellbar. 
Aber üblicherweise regiert hierzulande die Regierung mit Unterstützung 
der Regierungsparteien - drum heissen die so - nicht eine 
Oppositionspartei mit unter 10% der Abgeordneten. Die Grünen sind im 
Bund seit 2005 nicht mehr an der Regierung.

: Bearbeitet durch User
Autor: X2 (Gast)
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A. K. schrieb:
> Das lese ich öfter und ein solcher lock-in wäre durchaus vorstellbar.
> Aber üblicherweise regiert hierzulande die Regierung mit Unterstützung
> der Regierungsparteien - drum heissen die so - nicht eine
> Oppositionspartei mit unter 10% der Abgeordneten. Die Grünen sind im
> Bund seit 2005 nicht mehr an der Regierung.

Aber es ist doch viel einfacher, denen für alles was einem nicht passt 
die Schuld zu geben.

Autor: Diodenes (Gast)
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A. K. schrieb:
> Diodenes schrieb:
>> Die Grünen haben sich leider vor einigen Jahren, als dieses
>> als besonders umweltfreundlich angepriesen worden ist, auf eine
>> Fehlstrategie eingelassen und kommen da nicht mehr raus.

Nein, eigentlich schrieb er das nicht. Das schrieb bzw. sagte Herr 
Precht. Herr Diodenes hat es nur zitiert. Das ganze Interview möge jeder 
nach Lust und Laune selber lesen, oder auch nicht.

Autor: Walter K. (walter_k488)
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A. K. schrieb:

> Sein Steckenpferd sind Kernkraftwerke. Die produzieren ja manchmal auch
> deutliche Mengen an Wasserstoff. ;-)

Vorallem produzieren sie Strom in fast jeder gewünschten Menge - und 
ganz ohne Kohlendioxid!

Und der selten dämliche Hinweis auf Fukushima -
Lt. Laut dem Schweizer Nuklearforum sind bis 2017 keine 
„strahlenbedingten Erkrankungen oder gar Todesfälle aufgetreten“

: Bearbeitet durch User
Autor: FlorenzW (Gast)
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Walter K. schrieb:
> Lt. Laut dem Schweizer Nuklearforum sind bis 2017 keine
> „strahlenbedingten Erkrankungen oder gar Todesfälle aufgetreten“

Da fragst vielleicht nochmal in der Ukraine nach...

Autor: Dirk B. (dirkb2)
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Walter K. schrieb:
> Vorallem produzieren sie Strom in fast jeder gewünschten Menge - und
> ganz ohne Kohlendioxid!

Sie machen trotzdem Müll. Und der ist das Problem.

Vor 100 Jahren war das C02 aus dem Öl auch noch kein Problem.

Zudem ist Uran auch nur ein begrenzt vorhandener Rohstoff.

: Bearbeitet durch User
Autor: Walter K. (walter_k488)
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Dirk B. schrieb:
>> Walter K. schrieb:
>> Vorallem produzieren sie Strom in fast jeder gewünschten Menge - und
>>ganz ohne Kohlendioxid!
>
> Sie machen trotzdem Müll. Und der ist das Problem.
>

Richtig! Wir liefern unseren Müll nach China und Indien - unseren 
Autoschrott nach Afrika ... aber das Zeug aus Kernkraftwerken wollen wir 
dann im dichtbesiedelten Gebiet Zentraleuropas Endlagern

So kann man Kernkraft ganz einfach verhindern

: Bearbeitet durch User
Autor: X2 (Gast)
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Walter K. schrieb:
> Richtig! Wir liefern unseren Müll nach China und Indien - unseren
> Autoschrott nach Afrika ... aber das Zeug aus Kernkraftwerken wollen wir
> dann im dichtbesiedelten Gebiet Zentraleuropas Endlagern
>
> So kann man Kernkraft ganz einfach verhindern

Also du meinst, man sollte auf Kernkraft setzen und den Müll irgendwohin 
kippen, wird schon nix passieren. Nur nicht in Deutschland ( und auf 
keinen Fall in Bayern).

Super Idee!

Autor: Dirk B. (dirkb2)
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X2 schrieb:
> Also du meinst, man sollte auf Kernkraft setzen und den Müll irgendwohin
> kippen,

Ob der Iran den nimmt?

Autor: Walter K. (walter_k488)
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X2 schrieb:
>>Walter K. schrieb:
>> Richtig! Wir liefern unseren Müll nach China und Indien - unseren
>> Autoschrott nach Afrika ... aber das Zeug aus Kernkraftwerken wollen wir
>>dann im dichtbesiedelten Gebiet Zentraleuropas Endlagern
>>So kann man Kernkraft ganz einfach verhindern
>
>Also du meinst, man sollte auf Kernkraft setzen und den Müll irgendwohin
> kippen, wird schon nix passieren. Nur nicht in Deutschland ( und auf
>> keinen Fall in Bayern).
>
> Super Idee!

Du bist ja ein hochintelligentes Kerlchen!
Wie schnell Du erkannt hast, was ich eigentlich meine!
Respekt! Lass Dich doch mal bei MENSA testen

LOL

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Dirk B. schrieb:
> Sie machen trotzdem Müll. Und der ist das Problem.

Hättest du ein Problem mit Kernkraftwerken, bei denen ein Durchschmelzen 
des Reaktorkerns prinzipbedingt nicht möglich ist und die vorhandenen 
Atommüll als Brennstoff nutzen, anstatt neuen zu produzieren?

Autor: Dirk B. (dirkb2)
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Icke ®. schrieb:
> und die vorhandenen
> Atommüll als Brennstoff nutzen, anstatt neuen zu produzieren?

Die strahlen ja immer noch. Und das sehr lange.
(sonst haben die keine Leistung)

Autor: Florian W. (florenzw)
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Icke ®. schrieb:
> Dirk B. schrieb:
>> Sie machen trotzdem Müll. Und der ist das Problem.
>
> Hättest du ein Problem mit Kernkraftwerken, bei denen ein Durchschmelzen
> des Reaktorkerns prinzipbedingt nicht möglich ist und die vorhandenen
> Atommüll als Brennstoff nutzen, anstatt neuen zu produzieren?

Man sollte mal ausrechnen, was der Strom kostet, wenn man 
Entwicklungskosten, Baukosten, Unterhaltskosten und Entsorgungskosten 
zusammenrechnet. Bin mir sicher, dass es da sinnvollere Alternativen 
gibt.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Dirk B. schrieb:
> Die strahlen ja immer noch. Und das sehr lange.
> (sonst haben die keine Leistung)

Noch mal zum Mitschreiben, ein KKW, bei dem sowas wie in Tschernobyl 
oder Fukushima vom Funktionsprinzip her nicht passieren kann und das 
bereits vorhandenen Atommüll konventioneller Atomkraftwerke als 
Brennstoff nutzt, der sonst irgendwo verbuddelt werden müßte. Wo zwar 
auch Abfälle entstehen, die jedoch so kurzlebig sind (100-300 Jahre bis 
zum Niveau natürlicher Radioaktivität), daß man sie nicht endlagern muß. 
Wäre das eine Überlegung wert?

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Florian W. schrieb:
> Man sollte mal ausrechnen, was der Strom kostet, wenn man
> Entwicklungskosten, Baukosten, Unterhaltskosten und Entsorgungskosten
> zusammenrechnet.

Für Entwicklung und den Bau eines Forschungsprototypen werden ca. 50 Mio 
benötigt. Der Bau eines stromproduzierenden Kraftwerksprototypen kostet 
ca. 8 Milliarden, das serienreife Kraftwerk (1GW) nur noch 1,5 
Milliarden. Die Kilowattstunde kann für unter einen Cent produziert 
werden.
Stand alles in dem Thread, den ich im Offtopic dazu aufgemacht hatte und 
der sofort nach /dev/null verschoben und später gelöscht wurde. Ich häng 
ihn mal als PDF an.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5903151 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: Florian W. (florenzw)
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Vielleicht fragst mal die Engländer, was Hinkley Point so kostet...

Autor: Walter K. (walter_k488)
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Das Wort Atomkraft - ist und bleibt ein politischer Kampfbegriff der 
Kernkraftgegner und physikalischer Unsinn!

Auch wenn unsere staatstragenden, grün einfärbten Medien und der 
öffentlich rechtliche Parteienfunk diese Begriffe regelmäßig benutzen - 
so ändert es nichts an dieser  Tatsache

Autor: A. K. (prx)
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Walter K. schrieb:
> Das Wort Atomkraft - ist und bleibt ein politischer Kampfbegriff der
> Kernkraftgegner und physikalischer Unsinn!

Verwendet du dann konsequenterweise den Begriff "Kernbombe"?

Autor: Lach (Gast)
Datum:

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Florian W. schrieb:
> Man sollte mal ausrechnen, was der Strom kostet, wenn man
> Entwicklungskosten, Baukosten, Unterhaltskosten und Entsorgungskosten
> zusammenrechnet. Bin mir sicher, dass es da sinnvollere Alternativen
> gibt.

Wenn man die tatsächlichen Entsorgungskosten für die nächsten 100000 
Jahre ansetzen könnte und würde, dann wäre der Strom teurer als wenn man 
gutbezahlte Ings den Strom mittels Fahrrädern erzeugen lassen würde.

Nehmt doch diesen Granitkopf nicht ernst, der hat Scheuklappen so groß 
wie Scheunentore, und kein Brett sondern einen dicken Balken vor dem 
Kopf.
Dem kann man nicht mit Argumenten kommen, der hat seine 
Verschwörungstheorie und Ende.
Intelligenz ist halt mal normalverteilt, und wenns welche an dem einen 
Ende gibt muss es auch am anderen Ende geben.
Ist leider so.

Autor: Rainer U. (r-u)
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Icke ®. schrieb:
> Wo zwar
> auch Abfälle entstehen, die jedoch so kurzlebig sind (100-300 Jahre bis
> zum Niveau natürlicher Radioaktivität), daß man sie nicht endlagern muß.
> Wäre das eine Überlegung wert?

Ich denke, ja - aber nur als Atommüll-Verwertungsanlage. Da kann man 
darüber nachdenken, nur 4 Generationen statt tausenden gefährlichen Müll 
zu hinterlassen. Ob man es jetzt schon machen soll, ist noch die Frage.

Ich würde auch Kernfusion toll finden und gerne viel mehr da in die 
Forschung investiert wissen. Da ist prinzipbedingt nur ganz weng 
Brennstoff im Umlauf und bei Störungen jeglicher Art stoppt die Fusion 
prinzipbedingt.

Das Problem ist eben, dass viele Leute zwischen diesen 3 nicht 
unterscheiden (können). Die aktuellen KKWs will ich auch nicht haben, 
denn man kann gar nicht so doof denken, wie es kommt (resp. Terroristen, 
die das Teil mit Absicht sabotieren wollen).

Autor: Dirk B. (dirkb2)
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Rainer U. schrieb:
> Ich würde auch Kernfusion toll finden und gerne viel mehr da in die
> Forschung investiert wissen. Da ist prinzipbedingt nur ganz weng
> Brennstoff im Umlauf und bei Störungen jeglicher Art stoppt die Fusion
> prinzipbedingt.

Trotzdem bist du von einem (begrenzt verfügbaren) Brennstoff abhängig.
Denn für irdische Kernfusion reicht der normale Wasserstoff nicht aus.

Autor: A. K. (prx)
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Dirk B. schrieb:
> Trotzdem bist du von einem (begrenzt verfügbaren) Brennstoff abhängig.
> Denn für irdische Kernfusion reicht der normale Wasserstoff nicht aus.

;-)

Autor: B. P. (skorpionx)
Datum:

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NH3 Amoniak  für die Speicherung...

Autor: Icke ®. (49636b65)
Datum:

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Rainer U. schrieb:
> Ich denke, ja - aber nur als Atommüll-Verwertungsanlage. Da kann man
> darüber nachdenken, nur 4 Generationen statt tausenden gefährlichen Müll
> zu hinterlassen. Ob man es jetzt schon machen soll, ist noch die Frage.

Grundlagenforschung und Überführung zur Serienreife würden mindestens 
noch ein bis zwei Jahrzehnte dauern. Es wäre also höchste Zeit, damit 
anzufangen. Schätzungen zufolge würden die momentan existierenden 
Brennstoffressourcen aus Atommüll, Kernwaffenrückbau und bereits 
gefördetem Uran mehrere Hundert Jahre reichen, um den globalen 
Energiebedarf zu decken. Nicht nur für Strom, sondern auch für die 
Wärmeversorgung von Industrieanlagen und Haushalten. Der DFR benötigt im 
Gegensatz zu konventionellen KKWs keine externen Kühlwasserreserven und 
kann daher standortunabhängig in direkter Nähe zu den Abnehmern gebaut 
werden. Dies erspart wiederum den Neubau von Übertragungsleitungen.
Die unangenehmste Seite der sicheren und sauberen Atomkraft wäre 
wahrscheinlich, daß die gesamte Branche der Erneuerbaren komplett 
überflüssig würde. Mehrere 100000 Beschäftigte müßten sich einen neuen 
Job suchen. Das gäbe sicher Diskussionen.

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