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Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP 8038 nachbilden


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Autor: Zoran (Gast)
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Gibt es eine Möglichkeit den legendären 8038 (auch als MAX 8038) 
nachzubilden?

Wäre es möglich, das so zu machen, dass das pinout gleich bliebe?

Könnte man erwarten, dass mit der heutigen Technologie die Qualität 
besser ist, als die von damals?

Autor: Larry (Gast)
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Die Schaltung ist im Datenblatt. Viel Spass beim Nachbauen!

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Zoran schrieb:

> Gibt es eine Möglichkeit den legendären 8038 (auch als MAX 8038)
> nachzubilden?
> Könnte man erwarten, dass mit der heutigen Technologie die Qualität
> besser ist, als die von damals?

Ja, heutzutage benutzt man DDS-Generatoren. Bei denen ist die Qualität
des Signals deutlich besser als beim 8038.

: Bearbeitet durch User
Autor: Egon D. (egon_d)
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Larry schrieb:

> Die Schaltung ist im Datenblatt. Viel Spass
> beim Nachbauen!

Nur ein Sadist oder ein völlig Ahnungsloser kann
eine solche Empfehlung geben.

Welche Möglichkeit trifft zu?

Autor: Egon D. (egon_d)
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Zoran schrieb:

> Gibt es eine Möglichkeit den legendären 8038
> (auch als MAX 8038) nachzubilden?

Naja, legendär ist eigentlich nur die Schlichtheit
der Außenbeschaltung.

Die technischen Daten sind nicht extrem
außergewöhnlich.


> Wäre es möglich, das so zu machen, dass das pinout
> gleich bliebe?

Dir gehört eine Chipfabrik?


> Könnte man erwarten, dass mit der heutigen Technologie
> die Qualität besser ist, als die von damals?

Definiere "Qualität".

Jeder Kennwert für sich genommen kann ohne weiteres
überboten werden, aber der IC in seiner Gesamtheit ist
in seiner Vielseitigkeit schwer zu übertreffen.

Autor: Christoph M. (mchris)
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Gibt's eigentlich Musiksynthesizer mit dem Chip?

Autor: Sven D. (sven_la)
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Es gibt jedenfalls VCOs für Eurorack die den 8038/Max038 verwenden.

Autor: Kinderkacke Entsorger (Gast)
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google "MAX 8038 second source"


-> 
https://forum.allaboutcircuits.com/threads/alternative-for-max038.1349/

-> ICL8038 by amazon -> 
https://www.amazon.de/ICL8038/s?ie=UTF8&page=1&rh=i%3Aaps%2Ck%3AICL8038

kauf dir einen, miss ihn aus, dann kannst die Qualität beurteilen.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Es gab nie einen MAX8038, nur den MAX038
https://datasheets.maximintegrated.com/en/ds/MAX038.pdf
wird aber nicht mehr hergestellt. "obsolete", EOL (end-of-life)
man bekommt noch Restbestände ("In Stock 2,113") von Rochester, dem 
offiziellen Resteverwerter von Maxim:
https://www.rocelec.com/search?q=MAX038

er ist nicht kompatibel zum älteren "8038", den nur Intersil/Harris und 
Exar hatten:

http://www.bmo.physik.uni-muenchen.de/~riedle/Elektronik_I/KW102/ICL8038.pdf
http://www.electronic-engineering.ch/radiocontrol/datasheets/xr8038.pdf

bei Harris (Seite 4) sieht man den Dreieck-zu-Sinus Wandler rechts im 
Schaltplan. Eine Menge Transistoren, die das Dreieck oben und unten 
verrunden.

Zwischen den beiden Typen geb es noch den XR2206.
https://www.sparkfun.com/datasheets/Kits/XR2206_104_020808.pdf
auch nicht kompatibel zu den anderen

: Bearbeitet durch User
Autor: Larry (Gast)
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> ein völlig Ahnungsloser

Meinem per annum folgend, kann ich nicht ganz ahnungslos sein.

Vermutlich kennt der TO nicht mal das Datenblatt.
Und wenn er es kennt, versteht er es nicht.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Christoph db1uq K. schrieb:

> Es gab nie einen MAX8038, nur den MAX038
> er ist nicht kompatibel zum älteren "8038",
> Zwischen den beiden Typen geb es noch den XR2206.
> auch nicht kompatibel zu den anderen

...und welcher dieser drei hatte den niedrigsten Klirrfaktor?
M.W. kommt da keiner unter 1%.

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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Christoph M. schrieb:
> Gibt's eigentlich Musiksynthesizer mit dem Chip?
Ich hatte mal was damit gebaut, ja. Eine Art analoge monophone Flöte, 
basierend auf dem Dreiecksausgang und Selbstbau RibbonController.

Es gab auch immer mal Bauvorschläge aus dem Elektor.

Harald W. schrieb:
> ...und welcher dieser drei hatte den niedrigsten Klirrfaktor?
> M.W. kommt da keiner unter 1%.
Der 2206 ist nach meiner Erinnerung besser. Wobei:

Wenn man die Funktionen klirrfrei nachbaut, was heute ja einfach möglich 
ist, verliert man den Charakter des Chips. Vor allem der Sinus hat es ja 
in sich. Die Bildung mit Dioden führt zu abschnittsweisen Knicken und 
entsprechendem Spektralverhalten. Das nachzubilden ist nicht so einfach, 
will man es nicht mathematisch exakt tun, was zu hart klingt.

Im Zuge der Entwicklung der Moog-Emulation, hatte ich damit mal 
begonnen:
http://www.96khz.org/htm/ladderfiltermodul.htm

Statt der Transistoren kann man Dioden (selbe Gleichung) verwenden und 
das Abrunden vollziehen. Braucht aber eigentlich keiner.

Um den Chip als solchen nachzubilden, braucht man aber auch ein Gehäuse 
oder wenigstens ein Gehäuseadapter.

Sowas z.B.:
Beitrag "BitConnector: freies VHDL Entwicklungsboard (CPLD) für Steckbrett"

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Jürgen S. schrieb:
> Statt der Transistoren kann man Dioden (selbe Gleichung) verwenden und
> das Abrunden vollziehen. Braucht aber eigentlich keiner.

Vielleicht doch.
Als Diode beschaltete Transistoren haben die "idealere" Diodenkennlinie.



Wenn der TE unbedingt den ICL8038 mit diskreten Teilen nachbauen will, 
könnte er als Vorbild mal das Manual vom HP3310 heranziehen. Sollte es 
bei BAMA geben.
 Bei diesem Teil von 1969 findet man,-nur mit besseren Daten-, schon das 
Meiste, was über 10 Jahre später in den o.g. genannten ICs 
wiederzufinden war.

An die Platine noch den passenden Stecker dran, der in die Fassung des 
8038 passt und fertig ist die Laube:)

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Hp M. schrieb:

> Wenn der TE unbedingt den ICL8038 mit diskreten Teilen nachbauen will,
> könnte er als Vorbild mal das Manual vom HP3310 heranziehen.
>  Bei diesem Teil von 1969 findet man,-nur mit besseren Daten-, schon das
> Meiste, was über 10 Jahre später in den o.g. genannten ICs
> wiederzufinden war.

Die Theorie des Sinusformers findet man auch bei Tietze/Schenk.

Autor: Route_66 H. (route_66)
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Harald W. schrieb:
>> Es gab nie einen MAX8038, nur den MAX038
>> er ist nicht kompatibel zum älteren "8038",
>> Zwischen den beiden Typen geb es noch den XR2206.
>> auch nicht kompatibel zu den anderen
>
> ...und welcher dieser drei hatte den niedrigsten Klirrfaktor?
> M.W. kommt da keiner unter 1%.

Wo reiht sich eigentlich der DDR-Nachbau IA338D ein?
Nach meiner Meinung eine schlechtere Version des XR2206.

Autor: Larry (Gast)
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> der DDR-Nachbau IA338D

Wer den bestellte, bekam dann den ICL8038 von Intersil.
Wer einen C501 bestellte, bekam TL501 von TI.

Usw. usf...

Autor: Route_66 H. (route_66)
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Larry schrieb:
>> der DDR-Nachbau IA338D
>
> Wer den bestellte, bekam dann den ICL8038 von Intersil.
> Wer einen C501 bestellte, bekam TL501 von TI.

Ich habe sowohl IA338 als auch alle C50x im Keller...

Autor: Larry (Gast)
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> Ich habe sowohl IA338 als auch alle C50x im Keller...

Da hab ich wohl einfach zu zeitig bestellt.
Der "Ersatz" war ja fuer mich auch gut genug.

Autor: Christoph M. (mchris)
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Scheinbar baut man gerne LFOs für Synthesizer mit dem ICL8038:
https://www.muffwiggler.com/forum/viewtopic.php?t=19837

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Route_66 H. schrieb:

>>> der DDR-Nachbau IA338D
>>
>> Wer den bestellte, bekam dann den ICL8038 von Intersil.
>> Wer einen C501 bestellte, bekam TL501 von TI.
>
> Ich habe sowohl IA338 als auch alle C50x im Keller...

Ist dort das Ostalgie-Museum untergebracht?

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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Christoph M. schrieb:
> Scheinbar baut man gerne LFOs für Synthesizer mit dem ICL8038:
> https://www.muffwiggler.com/forum/viewtopic.php?t=19837
Dafür, dass der bis 20MHz geht, etwas overdressed, finde ich. Klar, er 
bietet die Grundfunktionen für LFOs, aber das war es auch. 
Wahrscheinlich wird er eingesetzt, weil billig.

Sven D. schrieb:
> Es gibt jedenfalls VCOs für Eurorack die den 8038/Max038 verwenden.
Interessant. Wenn ich mir das Datenblatt ansehe, wie der Sinus und vor 
allem das Dreieck im Detail aussehen, kann man das auch einfacher und 
besser aufbauen.

Harald W. schrieb:
> Die Theorie des Sinusformers findet man auch bei Tietze/Schenk.
Habe gerade mal kurz gesucht: Hättest du eine konkrete Seite? Ich habe 
die 12. Auflage hier.

Hp M. schrieb:
> Vielleicht doch.
> Als Diode beschaltete Transistoren haben die "idealere" Diodenkennlinie.
Ich war jetzt gedanklich schon beim Modellieren und hatte ein ideale 
Diode (mit log-Verlauf) angesetzt.

Hp M. schrieb:
> Wenn der TE unbedingt den ICL8038 mit diskreten Teilen nachbauen will.

Den Chip mit diskreten Bauteilen nachzubauen, fände ich jetzt nicht so 
sinnig. Dann lieber die 3,50 aus dem Ausverkauf investieren.

Will man wirklich den Chip nachbilden, müsste man schon die analogen 
Eigenschaften emulieren und da wäre einiges zu tun.

Will man nur die Funktion SRD nachbilden, tut es ein einfacher DDS 
Schaltkreis mit Zwischenfilterung als zweistufige DDS, wobei die hintere 
Wellenerzeugung aus dem Sinus am einfachsten gelingt. 
Schwingung-Schaltkreis per rückgekoppeltem Filter, dann das LSB als 
Rechteck und ein Integrator auf dieses Signal multipliziert mit der 
Frequenzeinstellung.

In beiden Fällen müsste man sich Gedanken machen, wie man den Einfluss 
der frequenzbestimmenden Bauteile bei externer Beschaltung ins Spiel 
bringt.
Eine Möglichkeit wäre, die RC-Glieder mit einer PWM zu besaften, 
auszumessen und dann den Wert in die Frequenzsynthese einfließen zu 
lassen.

Autor: m.n. (Gast)
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Jürgen S. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Die Theorie des Sinusformers findet man auch bei Tietze/Schenk.
> Habe gerade mal kurz gesucht: Hättest du eine konkrete Seite? Ich habe
> die 12. Auflage hier.

In der 9. Auflage ist das "Sinusnetzwerk" schon verschwunden. In der 4. 
steht es auf Seite 213.
Für die analogen Schaltungen sind die älteren Auflagen die besseren.

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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m.n. schrieb:
> In der 9. Auflage ist das "Sinusnetzwerk" schon verschwunden. In der 4.
> steht es auf Seite 213.
Danke für die Info! Da kann ich natürlich lange suchen.

> Für die analogen Schaltungen sind die älteren Auflagen die besseren.
Mir gar nicht bewusst, dass das Standardwerk der Elektroniker so massiv 
auf Digital setzt und alte (durchaus nützliche) Sachen, kippt. Ich nehme 
mal an. dass die Sektion digitale Filter, die ich gerade aufgeschlagen 
habe, in den alten Werken fehlt.

Autor: Helmut L. (helmi1)
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m.n. schrieb:
> In der 9. Auflage ist das "Sinusnetzwerk" schon verschwunden.

In der 11. Auflage steht es ab Seite 790...

Autor: m.n. (Gast)
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Helmut L. schrieb:
> In der 11. Auflage steht es ab Seite 790...

Interessant. Und auch richtig mit Dioden und Widerständen oder mit 
Widerstandsnetzwerk und Multiplexer?

Autor: Helmut L. (helmi1)
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Mit Dioden und Widerstaende.
Und die Berechnung dazu ueber die Knickstellen und die zu erwartende 
Verzerrung.

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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In der 12. Ausgabe habe ich es mit dem Hinweis auch gefunden. Danke.

Die Abbildung 12.7 auf der folgenden Seite 772 zeigt die 
"Fehlerspannung". Das finde ich für einen allgemeinen Sinus 
inakzeptabel. Die Schaltung im 8038 ist genauer, hat mehr Knickstellen.

Wir hatten übrigens hier schon einmal so ein Thema, bei dem ich meinen 
vereinfachten "Knicksinus" gepostet hatte:
Beitrag "Re: Probleme mit Signalgenerator/Dreieck"

Im Gegensatz zu dem, was 8038 oder ML tun, produziert meiner die Knicke 
genau so, dass ganzzahlige Oberwellen entstehen, die musikalisch passen.

Interessanterweise sieht die "Fehlerspannung" grundsätzlich ähnlich 
aus:-)

Wenn man das algorithmisch macht, ist es aber ein einfaches, einen 
runderen Sinus hinzubekommen.

Autor: Larry (Gast)
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> Die Schaltung im 8038 ist genauer, hat mehr Knickstellen.

Das waere auch mein Gefuehl. Mit der "Spezialbeschaltung" im
Datenblatt sollen 0.5 % erreichbar sein.
Fuer den XR2206 werden abgeglichen 0.4 % angegeben.

Klanglich relevante Auswirkungen haben weder 0.4 % noch 0.5 %.
Es sei denn man subtrahiert einen idealen Sinus und nutzt
die Fehlerspannung.

Insoweit halte ich auch eine Softwareemulation um den "realen"
Klang eines 8038/2206 nachzubilden, fuer ziemlichen Humbug.

Autor: Audiomann (Gast)
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Larry schrieb:
> Das waere auch mein Gefuehl. Mit der "Spezialbeschaltung" im
> Datenblatt sollen 0.5 % erreichbar sein.

Woher kommen dein 0,5%? Ist das der Fehler der Amplitude oder THD?

Autor: Larry (Gast)
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> THD

[x]

Autor: Audiomann (Gast)
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Jürgen S. schrieb:
> bei dem ich meinen
> vereinfachten "Knicksinus" gepostet hatte:
Wie sieht denn dieser ominöse "Amplitude Decoder" aus?

Larry schrieb:
>> THD
> [x]
Gemessen? Kaum vorstellbar. Der Satz klingt eher nach geraten:

Larry schrieb:
> Das waere auch mein Gefuehl. Mit der "Spezialbeschaltung" im
> Datenblatt sollen 0.5 % erreichbar sein.
Du weißt, dass schon 1% Klirr nicht einfach zu erreichen ist und der 
Grenzwert für die HIFI-Norm darstellt?

Helmut L. schrieb:
> Mit Dioden und Widerstaende.
> Und die Berechnung dazu ueber die Knickstellen und die zu erwartende
> Verzerrung.
Bitte mal posten.

Christoph M. schrieb:
> Scheinbar baut man gerne LFOs für Synthesizer mit dem ICL8038:
> https://www.muffwiggler.com/forum/viewtopic.php?t=19837
Ja, der dort genannte Herr Henry findet den Chip so toll, dass er ihn 
als Grundlage für "*den* Synthesizer des 21.Jhdt" propagiert.
http://www.birthofasynth.com/Thomas_Henry/Pages/8038.html

Ich für meinen Teil finde es bemerkenswert, dass jemand 7 Jahre nach der 
Jahrtausendwende noch mit einem Chip baut, der seit dem Mauerfall nicht 
mehr produziert wird.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Audiomann schrieb:

>> Das waere auch mein Gefuehl. Mit der "Spezialbeschaltung" im
>> Datenblatt sollen 0.5 % erreichbar sein.
> Du weißt, dass schon 1% Klirr nicht einfach zu erreichen ist und der
> Grenzwert für die HIFI-Norm darstellt?

Nun, mit einem Wienbrückengenerator lässt sich ohne grössere Problemr
auch 0,1% erreichen. Man sollte vielleicht je nach Anwendung mal über
den Tellerrand schauen und eine andere wesentlich bessere Schaltung
verwenden.

Autor: Larry (Gast)
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> Ich für meinen Teil finde es bemerkenswert

das hier jemand, scheinbar ohne mal einen Blick in die Datenblaetter
vom ICL8038 und XR2206 geworfen zu haben, entweder sinnloses oder
sowieso allgemein Bekanntes von sich gibt.
Dort haette er naemlich sowohl die THD-Angaben, als auch die
dafuer noetige Aussenbeschaltung gefunden.

Tipp: Datenblaetter findet man nicht auf utube!

> Bitte mal posten.
Such doch selber!

Ich habe sowohl schon einen Funktionsgenerator mit dem ICL8038
als auch dem XR2206 gebaut. Die wuerde ich fuer Klirrfaktormessungen
auch nicht einsetzen. Dafuer habe ich durchaus besseres.

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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Larry schrieb:
> Klanglich relevante Auswirkungen haben weder 0.4 % noch 0.5 %.
> Es sei denn man subtrahiert einen idealen Sinus und nutzt
> die Fehlerspannung.
Klarer Widerspruch. Die abschnittsweise Annäherung mit den n Knicken 
hatte ich ja oben bereits benannt: Ich kann genau das mit meinem Synth 
nachstellen (auch wenn die Intention damals nicht das Diodennetzwerk 
war). Der Unterschied ist eklatant. Der wesentliche Unterschied zwischen 
der eher kontinuierlichen Verzerrung durch Halbleiterkennlinien und 
Geraden, bewegt sich im hohen Frequenzbereich, den man wegfiltern kann 
und wird, weil er ohnehin nicht im Spektrum des Chips liegt. Auch das 
kann ich mit meinem Ladder-Filter das ich gelinkt hatte, nachstellen:

Mit und ohne Filterung bzw. mit Transistoren (oder Dioden) oder 
Geradenabschnitten sind die Fehler in jedem Fall erheblich größer, als 
diese Annahme:

Audiomann schrieb:
> Woher kommen dein 0,5%?
Nur 0,5% dynamische Verzerrung wären in der Tat nicht viel. Wobei:

Audiomann schrieb:
> Du weißt, dass schon 1% Klirr nicht einfach zu erreichen ist und der
> Grenzwert für die HIFI-Norm darstellt?
Der 1%-Wert auch gerne dazu herangezogen, wenn es darum geht, 
festzulegen, bei welcher Lautstärke (spl) Mikrofone noch "unverzerrend" 
aufnehmen. Danach bemisst sich der Referenzpegel. Bei Studiomikrofonen 
wird sogar 0,5% angesetzt. Dieser liegt regelmäßig 6dB darunter.

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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Larry schrieb:
> Dort haette er naemlich sowohl die THD-Angaben,
Ich habe hier ein altes gedrucktes dB eines ICL 8038 sowie ein PDF des 
MAX38.

Das des 038 sagt "Total Harmonic Distortion THD CF = 1000pF, FO = 100kHz 
2.0 %". Interessant sind dabei die 100kHz. Ich unterstelle mal, dass es 
bei 1kHz wegen des größeren headrooms im Messbereich mehr sind.

Das Datenblatt des (älteren!) ICL benennt 1% auf dem Deckblatt und innen 
0.5% unter den besten Konditionen. Die realen Konditionen sind aber in 
"unserem" Fall des Audio eher auch 20Hz und da sind die Verzerrungen 
definitiv größer, denke ich.

Audiomann schrieb:
> Jürgen S. schrieb:
>> bei dem ich meinen
>> vereinfachten "Knicksinus" gepostet hatte:
> Wie sieht denn dieser ominöse "Amplitude Decoder" aus?
Im Prinzip so, wie hier beschrieben: Digitale Sinusfunktion

Damit hatte man in der ersten Version eine Parabel. Mit entsprechender 
Erweiterung kriegt man auch die Oberwelle weg - siehe die Formel weiter 
unten im Artikel.


Harald W. schrieb:
> Nun, mit einem Wienbrückengenerator lässt sich ohne grössere Problem
> auch 0,1% erreichen. Man sollte vielleicht je nach Anwendung mal über
> den Tellerrand schauen und eine andere wesentlich bessere Schaltung
> verwenden.
q.e.d

Den WBG kriegt man nur nicht als Folger einer (numerisch erzeugten) 
Dreiecksspannung hinten dran geschaltet und zudem Aufwand bei der 
Filterung und damit Anpassung an die Zielfrequenz. Der Chip basiert ja 
darauf, ein einfaches Dreieck zu erzeugen und daraus per Knickfunktion 
eine Krümmung hinzutrimmen.

Die Alternative wäre gewesen, einen universellen Sinusgenerator in einen 
Chip zu gießen und per Komparator / Integrator die beiden anderen 
Signale zu generieren. So wird das bei vielen analogen Synthesizern auch 
gemacht. Mir ist nicht bekannt, ob es damals entsprechende Chips gab, 
ich weiß nur dass es inzwischen (wieder) Chips für Analogsynthese gibt, 
die in remakes von vintage synths verbaut sind.

Autor: Christoph M. (mchris)
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Larry:
>Ja, der dort genannte Herr Henry findet den Chip so toll, dass er ihn
>als Grundlage für "*den* Synthesizer des 21.Jhdt" propagiert.
>http://www.birthofasynth.com/Thomas_Henry/Pages/8038.html

>Ich für meinen Teil finde es bemerkenswert, dass jemand 7 Jahre nach der
>Jahrtausendwende noch mit einem Chip baut, der seit dem Mauerfall nicht
>mehr produziert wird.

Das finde ich erstaunlich, weil es in der Bucht haufenweise die obigen 
Signalgeneratoren zu kaufen gibt.

Autor: Christoph M. (mchris)
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Dateiendung hat gefehlt.

Autor: m.n. (Gast)
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Das sind wahrscheinlich Bestände aus einem abgebrannten Lager, sonst 
wären sie ja nagelneu.
Auf der Platine kann ich keinen 8038 entdecken!

Autor: Helmut L. (helmi1)
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Hier kann man es sehen das ein ICL drauf ist.

https://de.aliexpress.com/item/33050528671.html?spm=a2g0o.productlist.0.0.6aad237clj70sn&algo_pvid=14ea23de-a0eb-48d1-8b0b-2b9f6ffd243a&algo_expid=14ea23de-a0eb-48d1-8b0b-2b9f6ffd243a-28&btsid=f6dbbede-7f02-4743-b1c3-dbb06c5186a5&ws_ab_test=searchweb0_0,searchweb201602_6,searchweb201603_55

Fuer sagenhafte 0.97 Euro.
Ich glaube ich mach mir mal den Spass und bestell das Teil einfach mal.
Dann kann man das Teil mal mit einen HP8903 Klirrfaktormessbruecke 
ausmessen.

Autor: Helmut L. (helmi1)
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Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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Helmut L. schrieb:
> Fuer sagenhafte 0.97 Euro.

Für einen einzelnen Tongenerator mag das günstig sein, aber um Musik zu 
machen, bräuchte es deren mehrere und das lohnt wohl eher nicht.

In einem kleinen Spartan 3A, der im Jahre 2008 in Stückzahlen zu 3,25 zu 
kaufen war (keine Ahnung was der heute kostet / kosten würde) hatte ich 
seinerzeit für eine Wellensyntheseanwendung für Ultraschall 16 solcher 
Generatoren mit je 8 Kanälen realisiert. Gepipelinete Sinusschwinger in 
Form von Gleichungen, synch-, steuer- und parametrierbar wie ein 
analoger Sinusgenerator und das Ganze mit einer Grenzfrequenz von 3MHz. 
Dreieck, Rechteck und Sägezahn direkt ableitbar. Ausgabe per PDM. 
Taktfrequenz der FPGAs und der PDM knapp 25 MHz. Umgerechnet auf das 
halbe FPGA, welche diese Architektur belegte, sind das noch 
"sagenhaftere" 3 Cent pro Generator. Für weitere 3 Cent kriegt man das 
Vogelfutter, um die Kanäle zu filtern. Braucht noch einen Buffer 
(konkret einen 4 Kanal-OP zu etwas wie 0,70 oder so). Ich komme da auf 
etwas wie 0,25 pro Kanal und der bringt an die 16Bit Audio-Qualität im 
hörbaren Bereich.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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kaum zu entziffern, SHEZ = Intersil in Shenzhen?

Ich muss mal die alte Funkschau suchen, irgendwann 70er Jahre, da war 
ein 8038 mit einer Kapazitätsdiode für Mittelwelle beschaltet, damit 
konnte der als VCO den gesamten Hörbereich in einem Wobbelhub 
überstreichen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Marten Morten (Gast)
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Christoph M. schrieb:
> Das finde ich erstaunlich, weil es in der Bucht haufenweise die obigen
> Signalgeneratoren zu kaufen gibt.

Naheliegend wäre, dass es sich bei den ICs für kleines Geld aus China um 
Nachbauten handelt.

Damit wäre auch die Frage des Threadstarters beantwortet:

Zoran schrieb:
> Gibt es eine Möglichkeit den legendären 8038 (auch als MAX 8038)
> nachzubilden?

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