Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Joy-IT RD6006


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von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Auf der Suche nach einem günstigen Labornetzteil bin ich auf das 
JT-RD6006 von Joy-it gestoßen. Hierbei handelt es sich nicht um ein 
komplettes Labornetzteil, sonder um eine Steuerkonsole mit LCD-Display 
für ein Gleichspannungs-Netzteil bis 60 Volt und 6 Ampere. Optional gibt 
es von Joy-it zwei passende Gehäusebauformen und ein Schaltnetzteil mit 
einer Leistung 60V/6,6A.

Ich habe mich für das Comfort-Gehäuse mit elektronischer 
Lüftungssteuerung und ein anderes Schaltnetzteil ohne Lüfter 
entschieden. Mir reichen die zwei vorhanden Lüfter im Gehäuse. Das 
bestellt Netzteil (Mean Well RS-150-48) hat eine Leistung von 158 Watt 
bei 3.3A und 48 Volt und passt ohne Problem in das Comfort-Gehäuse. 
Eventuell muss ich für das Schaltnetzteil noch neue Befestigungslöcher 
bohren.

Was mir sehr gefällt, ist die Zahleneingabe für Strom und Spannung und 
das Grafik-Display mit Darstellung der Ausgangswellenform.

Ich hab die drei Teile jetzt mal bestellt und bin gespannt auf die 
Lieferung und den Zusammenbau. Werde hier im Forum dann weiter 
berichten..

Bis dann Rolf aus dem schönen Wuppertal :)

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von gk (Gast)


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von grobi (Gast)


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gk schrieb:
> siehe..
>
> Beitrag "RD6006 neues Netzteil"
>
> gk

... dort sind aber keine Erfahrungsberichte oder Testergebnisse zu 
finden.

Also ich bin jedenfalls auf die Ergebnisse gespannt.

von Rolf D. (rolfdegen)


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Ich auch :))  Hab alles bei Völkner bestellt. Das Gehäuse ist leider 
erst ab  Morgen lieferbar. Denke bis Samstag hab ich alles und kann 
loslegen.

Schau mir gerade das interessante Video von EEVblog an. 
Youtube-Video "EEVblog #1265 - $53 360W Lab Bench PSU!"

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Ich habe mich jetzt doch umentschieden und ein komplettes Joy-IT RD6006 
Kit mit einem 400 Watt Netzteil bei Reichelt bestellt.

Das Kit (Reichelt Artikelnr. JOY-IT RD6006 S2) enthält folgende Teile:
JT-RD6006 (Bedieninstrument)
JT-RD6006-Case1 (comfort case)
JT-RD6006-Con (WiFiModul)
JT-RD6006-NT (Netzteil)

Link: 
https://www.reichelt.de/rd-labornetzgeraet-0-60-v-0-6-a-comfort-set-joy-it-rd6006-s2-p273625.html?r=1

Was ich sehr interessant finde, ist die Art der Belüftung die hier in 
dem Video von Jerry Walker gezeigt wird. Er hat den Netzteildeckel 
entfernt und den Lüfter ausgebaut. Da der ausgebaute Netzteillüfter 
größer ist als der mitgelieferte Gehäuselüfter, wurde dieser auf die 
Rückseite des Gehäuse geschraubt und mit der Steuerelektronik im 
Netzteil verbunden.

Die Frage ist, ob das sinnvoller ist als die mitgelieferte 
Temperaturregelung für den Lüfter zu benutzen (2.Bild). Die Montage des 
Temperaturfühlers erfolgt an den Leistungsreglern im Netzteil (3.Bild).

Link zum Video: Youtube-Video "Riden RD6006 Power Supply Part1"

Gruß Rolf

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von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Zusätzlich zu dem Joy-IT RD6006 Kit habe ich noch eine Elektronische 
Last (max. 150 Watt) bestellt (siehe Bild). Damit kann ich dann die 
Leistung und Stabilität des Netzteils testen.

Spezifikationen:
Spannung: DC 12V ± 5%
Lasttyp: Konstantstrom
Lastspannung: 0,5-60V
Laststrom: 0-10A
Max Leistung: 150W
Genauigkeit der Spannungsmessung: ± (0,1% + 0,05% FS)
Genauigkeit der Strommessung: ± (0,2% + 0,1% FS)
Konstante aktuelle Genauigkeit: Aktuelle Ablesegenauigkeit + 1d
Geräusch: 25dD (A)

Link: 
https://www.amazon.de/gp/product/B01N02P8UJ/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o00_s00?ie=UTF8&psc=1

Gruß Rolf

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von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallo..

Das RD6006 Kit ist gerade geliefert worden. Das Ganze macht von der 
Verpackung her einen sehr guten und wertigen Eindruck. Warum aber das 
RD6006 Kit in einem Kunststoffkkoffer geliefert wird, kommt mir jetzt 
nicht unbedingt in den Sinn. Wir wollen doch alle den Plastikmüll 
vermeiden! Aber vielleicht kann ich den Koffer noch für etwas anderes 
benutzen.


Das Kit beinhaltet folgende Teile:
JT-RD6006 (Bedieninstrument)
JT-RD6006-Case1 (comfort case) und Zubehör (Lüfter mit elektronische 
Temperaturregelung, Kabel, Schrauben, Netzschalter und Netzbuchse mit 
Sicherung)
JT-RD6006-Con (WiFiModul)
JT-RD6006-NT (Netzteil +60VDC/6.6A 400 Watt)

Werde das Ganze jetzt mal aufbauen, ausführlich testen und ein Video auf 
meinem Youtube Kanal hochladen.

Link: 
https://www.youtube.com/channel/UCXQSpP0qn5MXSkyDo6PZ4Cw?view_as=subscriber

Bis dann.. Rolf

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von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Hier zwei Videos von mir zum DIY Kit RD6006

1.Teil: Zusammenbau und erster Test
Link: Youtube-Video "RD6006 Part 1 Zusammenbau und erster Test"

2.Teil: Leistungsmessung und Temperatur
Link: Youtube-Video "RD6006 Part 2 Leistungsmessung und Temperatur"

Es wird noch einen 3.Teil mit dem RD6006 geben. Darin werde ich etwas zu 
Störspannung (Rippel) mit dem Scope zeigen und das Ein- und 
Ausschaltverhalten

Bis dahin viel Spaß beim Zuschauen :)

Rolf

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von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Im 3.Teil über das RD6006 Netzteil gehts um Rippel and Noise

Rippel und Noise ist bei Schaltnetzteilen ein leidiges Thema. Je nach 
Konstruktion gelingt es den Entwicklern die Störspannung auf ein Minimum 
zu reduzieren. Aber ein gewisses Maß an Restwelligkeit in der 
Ausgangsspannung bleibt leider immer bestehen.

Bei Schaltungsentwicklungen im Audiobereich und Labor ist ein Lineares 
Netzteil besser geigenet. Ein gutes Linearnetzteil wzB das Rigol DP711 
haben im Vergleich zum RD6006 eine Restwelligkeit von <500 µVrms / 3 
mVpp. Das RD6006 eignent sich durch seine hohe Restwelligkeit (laut 
Hersteller ca. 100mVpp) nicht unbedingt dafür.

3.Teil: RD6006 Rippel and Noise
Link: https://youtu.be/oIgDpWblxkM

Gruß Rolf

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Beim ansehn von Testberichten auf Youtube, bin ich auf einen 
interessanten Video von Hannes Jochriem gestoßen. Er testet u.a. die 
Funktion der Strom- und Spannungsbegrenzung mit einer LED an einem Rohde 
& Schwarz DC Netzteils. Die LED bekommt beim Einschalten des Ausgangs 
kurzzeitig eine Spannungsspitze von 10 Volt ab (1.Bild). Nicht gerade 
vorteilhaft für die LED.

Ich hab das Ganze auch mal mit meinem RD6006 und einer roten LED ohne 
Vorwiderstand getestet. Am RD6006 habe ich 10 Volt und 20mA eingestellt 
(siehe 2.Bild). Danach habe ich den umgekehrten Versuch mit 2.5 Volt und 
1A gemacht (3.Bild). Die LED hat beide Tests gut überstanden. Eins+ für 
das RD6006 :))

Youtube: Youtube-Video "🔌 Rohde & Schwarz Labornetzteil 〰️ Test und Funktionen des NGE103"

Gruß Rolf

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von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Ich überlege gerade, ob ich das RD6006 mit einem Linear Netzteil umbauen 
sollte. Mir ist die Rippelspannung von mehr als 100mV doch etwas zu 
groß.

Als Netzteilkomponenten habe ich mir folgende Teile ausgesucht.

1. Ringkerntrafo: RKD 250/2x24 Ringkerntransformator 2 x 115V 2 x 24 
V/AC 250 VA 5.21A (Völkner)
Link: 
https://www.voelkner.de/products/187949/Block-RKD-250-2x24-Ringkerntransformator-2-x-115V-2-x-24-V-AC-250-VA-5.21A.html

2. Brückengleichrichter: Diotec GBI25B Brückengleichrichter SIL-4 100V 
25A Einphasig
Link: 
https://www.voelkner.de/products/25858/Diotec-GBI25B-Brueckengleichrichter-SIL-4-100V-25A-Einphasig.html

Elkos: 20x Jianghai ECR1JGC102MFF751640 Elektrolyt-Kondensator radial 
bedrahtet 7.5mm 1000 µF 63V
Link: 
https://www.voelkner.de/products/34592/Jianghai-ECR1JGC102MFF751640-Elektrolyt-Kondensator-radial-bedrahtet-7.5mm-1000-F-63V-20-x-H-16mm-x-40mm-1St..html

Gruß Rolf

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von g457 (Gast)


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> Ich überlege gerade, ob ich das RD6006 mit einem Linear Netzteil umbauen
> sollte. Mir ist die Rippelspannung von mehr als 100mV doch etwas zu
> groß.

rofl, der war gut.

scnr

von pumuggl (Gast)


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Das ist doch nur S.P.A.M. hier.

: Wiederhergestellt durch Moderator
von Rolf D. (rolfdegen)


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Schaut doch mal hier: Youtube-Video "RD6006 Linear Part9"

Sehr interessant wirds ab hier im gleichen Video:
Youtube-Video "RD6006 Linear Part9"

Das RD6006 mit Schaltnetzteil ist das oberste Gerät. Die Version mit 
Linear Netzteil ist das untere Gerät.

Gruß Rolf

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von Axel S. (a-za-z0-9)


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Rolf D. schrieb:
> Ich überlege gerade, ob ich das RD6006 mit einem Linear Netzteil
> umbauen sollte. Mir ist die Rippelspannung von mehr als 100mV doch
> etwas zu groß.

Albern.

Den Ripple auf der Ausgangsspannung macht nicht das Netzteil, sondern 
der DC/DC Wandler, der auf der Platine hinter der Frontplatte sitzt.

Du kannst zwar Fotos machen und vielleicht auch Videos (ich hab sie mir 
nicht angeschaut). Aber von Elektronik hast du offensichtlich keine 
Ahnung. Was du hier machst, ist wie Lego. Für große Jungs.


pumuggl schrieb:
> Das ist doch nur S.P.A.M. hier.

So siehts aus. Werbung für Joy-It.

von GeraldB (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> Das Kit beinhaltet folgende Teile:
> JT-RD6006 (Bedieninstrument)
> JT-RD6006-Case1 (comfort case) und Zubehör (Lüfter mit elektronische
> Temperaturregelung, Kabel, Schrauben, Netzschalter und Netzbuchse mit
> Sicherung)
> JT-RD6006-Con (WiFiModul)
> JT-RD6006-NT (Netzteil +60VDC/6.6A 400 Watt)

Bei Reichelt ist die Inhaltsangabe für dieses Kit falsch.

JT-RD6006-Case1 ist das "compact case". Das "comfort case" ist jedoch 
JT-RD6006-Case2.

von GeraldB (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> Elkos: 20x Jianghai ECR1JGC102MFF751640 Elektrolyt-Kondensator radial
> bedrahtet 7.5mm 1000 µF 63V

Hallo,

willst du die Sekundärwicklungen in Reihe oder Parallel schalten? Für 
eine Reihenschaltung ist Spannungsfestigkeit der Elkos aber zu gering.

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallo Gerald

Vielen Dank für deine Info. Ich habe bei Reichelt das JT-RD6006 - 
ComfortSet mit der Artikel-Nr.: JOY-IT RD6006 S2 gekauft.

Ich habe vor, die beiden Sekundärwicklungen des Ringkerntrafos in Reihe 
zu schalten. Laut Hersteller ist die Leerlaufspannung das 1,05 fache. 
Maximal Ausgangsspannung also 24V x 1.05 x 2 = 50,4 VAC. Nach der 
Gleichrichtung müsste die Spannung an den Elkos also  50,4 - 1,4 
(UDiode) x 1,4 (Wurzel2) = 68,74 VDC betragen.

Du hast recht. Dann muss ich andere Kondensatoren (100V) einsetzen. Das 
wird nicht billig ;) Vielen Dank für deinen Tip.

Gruß Rolf

PS: Hiermit möchte ich klarstellen, dass ich weder für Werbung noch für 
eine Produktbeschreibung von Herstellern und Händlern bezahlt werde. Ich 
kaufe die Produkte wie jeder Andere von euch auch im Internet bei 
diversen Händlern zB Konrad, Völkner oder Reichelt.

Ich bin weder Ingenieur noch Doktorant einer Hochschule und kein 
Techniker. Ich habe in der 80er Jahren eine abgeschlossene Ausbildung im 
Elektrohandwerk absolviert und viel Spaß an der Musikelektronik (siehe 
mein Projekt Degenerator 
https://www.sequencer.de/synthesizer/threads/avr-synthesizer-wave-1-de-generator.87599/page-19).

Ich poste hier meine positiven wie negativen Erfahrungen mit den 
Produkten um mit anderen Lesern darüber zu diskutieren und Erfahrungen 
auszustauschen. Mehr nicht!

Gruß Rolf Degen

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Die Bauteile für den Umbau des RD6006 in ein Linear Netzteil sind 
eingetroffen.

Ringkerntrafo, 160 VA, 2x 15 V, 2x 5,33 A
Brückengleichrichter, 600 V, 8 A
2x Becher-Elko, radial, 4,7 mF, 63 V, RM 10, 85°C, 2000h, 20%
BDW 83C Darlington-Transistor, NPN, 100V, 15A, 150W, TO-3PN
V 4329H Profilkühlkörper für Leistungstransistor, 75x120x32mm, 2,0K/W
µA 723 DIL Spannungsregler, einstellbar, 2 ... 37 V, DIL-14
u.a.

Mein Ziel ist es, den RD6006 Controller so umzubauen, dass dieser die 
Gleichspannung vom Netzteil linear regelt (siehe Bild). Ein LM723 soll 
für die Strom- und Spannungssteuerung verwendet werden. Der RD6006 
Controller soll die digitale Ansteuerung des LM723 übernehmen. Dafür 
muss der RD6006 Controller von der Hard-. und Software etwas umgebaut 
werden. LCD und Bedienelemente bleiben aber bestehen.

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Prinzip der Spannungsregelung

Der Transistor T1 vergleicht die Sollspannung Uz an der Zener-Diode Dz 
mit der Ausgangsspannung Ua an dem Lastwiderstand RL und regelt den 
Strom Ia, sodass die Ausgangsspannung Ua immer annähernd gleich Uz ist 
(1.Bild).

Vorteil diese Regelung ist, dass die Ausgangsspannung sehr stabil ist 
und kaum Restwelligkeit (Brummspannung) vorhanden ist. Erst wenn die 
Eingangsspannung bei Belastung sinkt und annähernd die Dioden-Spannung 
Uz erreicht, tritt eine Brummspannung auf.

Gruß Rolf

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von Axel S. (a-za-z0-9)


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Rolf D. schrieb:
> Prinzip der Spannungsregelung

So. Du hast also die zweit-einfachste Spannungsregelung verstanden (die 
einfachste ist nur Z-Diode und Vorwiderstand). Du hast ca. den ersten 
von 1000 Schritten gemacht, die notwendig sind, um die Spannungs- und 
Stromregelung des Netzteils nachzubauen.

Wobei dir immer noch die Erkenntnis fehlt, daß dein lächerlicher 
Transistor auf seinem Winz-Kühlkörper niemals die bis zu 360W aus dem 
Netzteil für die Rohspannung verheizen kann. Stell dir einfach mal vor, 
du hast 1V Ausgangsspannung eingestellt und ein Verbraucher zieht daraus 
6A.

In dieser Leistungsklasse will ein Netzteil nicht mit rein linearer 
Regelung bauen. Man braucht mindestens eine umschaltbare Rohspannung. 
State of the Art ist ein Schaltregler als Vorregler.

> Vorteil diese Regelung ist, dass die Ausgangsspannung sehr stabil ist
> und kaum Restwelligkeit (Brummspannung) vorhanden ist.

Nur für ausgesprochen seltsame Interpretationen von "sehr stabil" und 
"kaum Welligkeit". Aber klar, Leute die OPV als Regelverstärker und 
Referenzen statt nackter Z-Dioden verwenden, kennen sich halt nicht gut 
aus wie du. NICHT!

Und versteh mich recht: ich finde es toll, wenn du dich mit 
Schaltungstechnik beschäftigst. Aber dein Lernfortschritt interessiert 
hier keinen. Noch dazu, wenn er derart quälend langsam vor sich geht.

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallo Axel

Danke für deinen Hinweis.

Ich werde den Kühler für den Leistungstransistor so montieren, das er im 
Luftstrom  des Lüfters liegt. Ob die Kühlung für eine Ausgangslast von 
150W ausreichend ist muss ich noch testen. Ferner plane ich eine 
automatische Umschaltung der Trafowicklung bei niedriger 
Ausgangsspannung um die Verlustleistung am Transistor zu reduzieren.

PS: Ohne Selbsterkenntnis gibts keinen Fortschritt ;)

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Erste Schaltungsentwurf mit Regelbarer Spannung. Die Stromregelung folgt 
im 2.Entwurf.

An Pin3 des Brückengleichrichters wird eine negative Versorgungsspannung 
für den Operationsverstärker generiert. Das ist für eine 
Spannungsregelung bis 0 Volt notwendig. R6 ist für die Strombegrenzung 
zuständig. Mit Trimmer R3 wird die maximale Ausgangsspannung auf 30V 
eingestellt.

Da der Operationsverstärker TL081 nur eine maximale Versorgungspannung 
von 30V verträgt, wird mit der ZDiode D2 die positive 
Versorgungsspannung auf 20V begrenzt.

Über den negierten Eingang des Operationsverstäker IC1 wird mit Hilfe 
des Potis R2 die Ausgangsspannung von 0-30 Volt geregelt. Später wird 
das Poti  durch einen 16Bit Digital-Analog-Wandler ersetzt. Damit kann 
die Ausgangsspannung mit einer Auflösung von unter 1mV eingestellt 
werden.

Gruß Rolf

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von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Es wurden noch ein paar Korrekturen in der Schaltung vorgenommen. Das 
Widerstandsnetzwerk aus R3, R5 und R9 am Netzteil-Ausgang wurden etwas 
angepasst um die maximalen Ausgangsspannung an R3 etwas genauer 
einzustellen.
Widerstand R11 verhindert das Oszillieren der Ausgangsspannung wenn der 
Regler R2 auf maximale Ausgangsspannung eingestellt wird. C7 wurde 
verkleinert.

Gruß Rolf

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von Rolf D. (rolfdegen)


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Spannungsregelung über den RD6006 Controller

Der RD6006 Controller besitzt einen Pulsweitenmodulations-Chip TL594 mit 
dem er die Ausgangsspannung steuert. Der Mikrocontroller im RD6006 
liefert dafür eine Steuerspannung von 0-2 Volt. Das mache ich mir zu 
Nutze und steuer damit meine Ausgangsspannung vom Netzteil. Damit die am 
Controller eingestellte Spannung auch tatsächlichen mit der 
Ausgangsspannung meines Netzteils übereinstimmt, muss die Regelspannung 
über einen Spannungsteiler und Operationsverstärker (als 
Impedanzwandler) noch angepasst werden.

Das ganze sieht vom Schema jetzt so aus (siehe Bild). Muss ich 
allerdings noch testen.

Gruß Rolf

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von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Es scheint zu funktionieren :). Ich habe allerdings noch ein paar Dinge 
geändert (siehe Bild). So musste ich den Spannungspegel der 
Steuerspannung vom RD6006 an IC2 noch etwas verstärken, um auf die volle 
Ausgangsspannung bis 42 Volt zu regeln.

Ferner hatte ich eine störende 100Hz Brummspannung auf der 
Ausgangspannung. Das lag vermutlich an einer schlechten Masseführung für 
die negativen Versorgungsspannung der Operationsverstärker und wie ich 
diese erzeuge. Kurzum habe ich mich für eine andere Schaltungsvariante 
entschlossen und einen geschalteten Spannungskonverter LT1054 für die 
Erzeugung der Negativen Versorgungsspannung integriert (IC3).

Der nächste Schritt ist einstellbare Strombegrenzung vom RD6006 zu 
nutzen.

Hab mal ein kleines Video gemacht: https://youtu.be/D0vlm3MvXX4

Gruß Rolf

PS: Wie kann man im Bearbeitungsmodus Bilder löschen ? zB oben das 
2.Bild

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von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallo..

Ich hab da noch ein Problem mit dem RD6006 Controller. Sobald ich mein 
Netzteil belaste, sinkt die 5V Betriebspannung im Controller und damit 
auch die Steuerspannung für die Spannungsregelung vom Controller. Die 
Steuerspannung und auch die 5V Betriebspannung im Controller sollten 
unter Belastung eigentlich stabil bleiben ???

Gruß Rolf

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von Rolf D. (rolfdegen)


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Auf der Spur..

Das scheint wohl an dem unterschiedlichen GND Potential zwischen dem 
RD6006 und meinem Netzteil zu liegen und natürlich auch am Aufbau und 
den Leitungsquerschnitten auf dem Testboard. Es wird Zeit, die Schaltung 
auf eine Platine zu löten und die Leitungsquerschnitte zu vergrößern.

Gemessen bei Ausgangsspannung 28V und 3A Belastung

1.Bild: gelb = Ausgang Netzteil, blau = Steuerspannung vom RD6006 (GND 
am RD6006)
2.Bild: gelb = Ausgang Netzteil, blau = Steuerspannung vom RD6006 (GND 
Netzteil)

Der Triggerpunkt markiert das Einschalten der Belastung.

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Ich habe das Problem mit dem Spannungsabfall lösen können. Die 
Zuleitungen zum Leistungstransitor T2 im Netzteil am Kollektor und 
Emitter wurden verstärkt und damit der Spannungsabfall auf diesen 
Leitungen verringert. Ferner habe ich die Last nicht mehr über den GND 
Anschluss im Netzteil geführt, sonder bin über den GND (-) Anschluss am 
RD6006 Controller gegangen. Zudem wird jetzt auch der Laststrom am 
RD6006 Controller angezeigt.

2.Bild mit allen Leitungsverbindungen zum RD6006 Controller

Video: Youtube-Video "RD6006 linear power control Part 2"

Damit erspare ich mir jetzt einen großen Umbau der RD6006 Controller 
Platine und das ändern der Software.

Jetzt muss ich noch ein paar Kleinigkeiten lösen bzw ändern. So zB 
funktioniert die Abschaltung bei Stromüberlastung noch nicht (siehe 
Video).

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Kleiner Fehler im Schaltbild !

Die Minus- und Plus Leitung vom Netzteil geht nur einmal zum 
Netzteilanschluss am RD6006 Controller. Die Last wird an dem Pluspol vom 
Netzteil und an den Minuspol vom RD6006 angeschlossen.

Gruß Rolf

von Rolf D. (rolfdegen)


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Ups.. Da fehlt doch noch die Verbindung für die Steuerspannung 
(violett).

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Ich hab mal ein wenig die einzelnen Bauteile und Funktionen im RD6006 
Controller analysiert.

https://i.ibb.co/6XGcp78/RD6006-Cntrl.png

Vom Mikrocontroller führt eine Steuerleitung von Pin 6 des 
Pfostensteckers zum PWM-Controller (TL594). Damit wird die 
Ausgangsspannung gesteuert. Die gleiche Steuerleitung benutze ich für 
die Spannungsregelung in meinem Netzteil. Für das Anzeige von Spannung 
und Strom gibt es zwei Sens-Leitungen an Pin 12 und Pin 14 des 
Pfostensteckers. Diese Leitungen führen an die ADC-Eingänge des 
Mikrocontrollers. Ein direktes Steuersignal vom Mikrocontroller, dass 
beim Überschreiten der Strombegrenzung geschaltet wird, habe ich leider 
nicht gefunden. Stattdessen sinkt die Spannung an der VSens-Leitung auf 
0 Volt. Der Strom wird über die CSens-Leitung an Pin 14 vom 
Mikrocontroller überwacht.

Was mir besonders in der Schaltung aufgefallen ist, das der Minus-Pol 
vom Netzteil-Anschluss auf der RD6006 Platine nicht wie üblich, direkt 
auf GND-Potential führt, sondern über einen MosFet auf GND geschaltet 
wird.

https://i.ibb.co/mtZHtng/20200327-220310.jpg

Kühlkörper und Leistungstransistor habe ich jetzt gegen stärkere 
Varianten  ausgetausch. Ein leiser 80mm Noctua Fan sorgt für die 
notwendige Kühlleistung. Der Fan wird über die kleine Platine mit der 
Temperaturregelung im Gehäuses gesteuert.

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6198362 wurde vom Autor gelöscht.
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Habe auf der Controller Platine alles an Bauteilen entfernt die stören
und nicht mehr benötige werden. Ferner konnte ich noch den Rest der
Signale am Pfostenstecker analysieren (siehe 2.Bild).

Das Relais werde ich für die Umschaltung der Trafospannung von 15VAC auf 
30VAC benutzen. Die Umschaltung erfolgt beim Setzen der Ausgangspannung. 
Dazu wird die Regelspannung "Voltage Set" am Pfostenstecker benutzt. 
Eine Schmitttrigger Schaltung sorgt für die Ansteuerung des Relais.

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Bei den Filterspulen bin ich mir noch nicht im klaren, ob ich diese drin 
lassen oder entfernen sollte.

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Ich habe im Schaltplan die Strombegrenzung eingebaut. Muss ich 
allerdings noch testen. Ich hatte das Problem, das der RD6006 Controller 
kein einfaches Steuersignal beim Überschreiten der eingestellten 
Stromstärke erzeugt. Aus diesem Grund vergleiche ich die beiden 
Spannungen auf den Leitungen "Set Current" und "Current Sens".  "Set 
Current" ist die eingestellte Stromstärke im Controller und "Current 
Sens" ist die aktuelle Stromstärke am Ausgang die durch eine 
angeschlossene Last fließt. Überschreitet der Laststrom die eingestellte 
Stromstärke wird T2 geöffnet und sperrt den Leistungstransistor T3. Ich 
hoffe das funktioniert auch so ;)

Bild: https://i.ibb.co/5R256RW/RD6006-Lin-05.jpg

Ein anderes Problem war ein leichtes Überschwingen im Regelkreis. Das 
habe ich mit einem 100nF Kondensator C7 im Gegenkoplungszweig von 
Operationsverstärker IC2 eliminiert.

Gruß Rolf

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von Uwe (Gast)


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Du, Rolf D. (rolfdegen),

ist es dir langweilig oder bist du einsam, weil du hier über drei Wochen 
lang, seit dem 7. März, deine Monologe rauskehrst?

Meinst du, es liest das jemand?

von Rolf D. (rolfdegen)


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Ja du ;)

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Uwe schrieb:
> ist es dir langweilig oder bist du einsam, weil du hier über drei Wochen
> lang, seit dem 7. März, deine Monologe rauskehrst?

Scheint so als würde er das Forum für ein Blog halten.

Allerdings hast du jetzt verloren. Du hast zuerst gezuckt ;)

von Rolf D. (rolfdegen)


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Ich hab ein kleines Problem. Vielleicht hat ja einer eine gute Idee und 
kann mir helfen.

Wenn der Laststrom die eingestellte Stromstärke überschreitet, dann geht 
der Ausgang von IC1a zwar auf high (ca. +4.3V) aber T2 schafft es nicht 
den Leistungstransistor T3 zu sperren. Gibt es eine andere Möglichkeit ?

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Problem erkannt. Mit der Spannung sinkt der Strom und damit schaltet das 
IC1a seinen Ausgang wieder auf Low und T3 wird geöffnet. Die Spannung 
steigt und damit auch wieder der Strom. Und das gleiche Spiel geht von 
vorne los. Hurra.. ich hab einen Rechteckgenerator gebaut ;)

Eine andere Idee..

Vielleicht könnte ein Monoflop helfen das am Ausgang von IC1a getriggert 
wird und T2 ansteuert. Sobald der Ausgang von IC1a high wird 
(Stromgrenze überschritten) dann wird das Monoflop getriggert und T2 
wird geöffnet. Daraufhin wird der Leistungstransistor T3 gesperrt und 
die Spannung fällt auf null. Erst wenn sich das Monoflop nach einer 
gewissen Zeit wieder zurückgestellt beginnt das gleiche Spiel. Also ist 
auch nix..

Aber ich könnte mit dem Monoflop vlt die "ON/OFF" Funktionstaste auf der 
Display-Platine des RD6006 ansteuern. Diese schaltet automatisch die 
Steuerspannung auf Null. Nur so eine Idee :))

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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OK. Ich hab mal etwas am RD6006 Controller rumprobiert und bin auf eine 
andere schlaue Idee gekommen um die "ON/OFF" Funktion des RD6006 bei 
Überschreitung der Stromgrenze zu steuern.

Wenn man am "Bat" Anschluss des Controllers einen high Pegel anlegt, 
dann schaltet das Gerät den Ausgang ab und die Steuerspannung auf null. 
Damit spare ich mir den ganzen Aufwand mit dem Monopflop. Der Ausgang 
von IC1a wird über einen Schutzwiderstand intern an den "Bat" Anschluss 
geführt und schaltet den Ausgang in den "OFF" Modus wenn die eingestellt 
Stromgrenze überschritten wird. Erst beim erneuten Drücken der 
Funktionstaste "ON/OFF" wird die Ausgangsspannung wieder eingeschaltet.

Werde das Morgen mal ausprobieren. Bis dann..

Gruß Rolf

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von Michael (Gast)


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Im Gegensatz zu einigen Oberschlauen hier find ich Rolf's "Blog"durchaus 
interessant, da ich mir so ein geniales Netzteil auch zugelegt habe. 
Warum man aber mit viel Zeit und Aufwand auf eine erheblich weniger 
leistungsstarke und lüfterabhängige Variante umrüsten sollte hab ich 
aber nicht ganz verstanden. Sollte der Ripple mal ein Problem sein würd 
ich das einfach mit einem zusätzlichen Filter am Ausgang lösen !? Auf 
jeden Fall ist das RD6006 mit dem kleinen Gehäuse eine bezahlbar starke 
Lösung für schmale Regale! Die Niederspannungsquelle (auch ein Meanwell) 
hab ich lüfterlos gekühlt samt zusätzlicher Einschaltstrombegrenzung 
hinter den Arbeitstisch verlegen können. Im Gehäuse selber ist noch 
reichlich Platz für Erweiterungen. In meinem Fall einer 
Spannungsversorgung für anwesenheitsgesteuerte Arbeitsplatz- und 
Mikroskopbeleuchtung sowie einem Niederspannungs-Lötkolben.

von Rolf D. (rolfdegen)


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Supi.. es funktioniert :))

Mach Morgen mal ein Video. Bis dahin wünsch ich euch was und bleibt 
gesund ;)

Gruß Rolf

Hallo Michael. Zu deiner Frage: Ich finde das Designe und Bedienkonzept 
des RD6006 sehr gelungen. Aus diesem Grund hab ich mich für den Umbau in 
ein lineares Netzteil entschlossen.

Mich persönlich stört am RD6006 das Schaltnetzteilen und der dahinter 
geschaltete Step down converter. Das verursacht systembedingt einen 
großen Rippel und Noise am Spannungsausgang.

Da ich aus der Musikelektronik komme bevorzuge ich für meinen 
Entwicklungen immer ein lineares Netzteil. Da kommt es weniger auf 
Leistung an sondern auf saubere Audio Signale und gute 
Fremdspannungsabstände. Ein Schaltnetzteil verursacht da immer wieder 
Probleme.


Gruß Rolf

Nachtrag: Habe gerade bemerkt das C10 verpolt gezeichnet ist. Der 
Pluspol von C10 muss an den Ausgang von IC1a.

: Bearbeitet durch User
von Michael (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> Da ich aus der Musikelektronik komme bevorzuge ich für meinen
> Entwicklungen immer ein lineares Netzteil. Da kommt es weniger auf
> Leistung an sondern auf saubere Audio Signale und gute
> Fremdspannungsabstände.

Kann ich nachvollziehen Rolf.
Einmal mehr schadet es nicht, die Dinge immer zuerst vom Ende = 
angestrebten Ergebnis her zu denken.
Möge es Deine gefundene Lösung liefern 👍

von Rolf D. (rolfdegen)


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Das macht so viel Spaß :)

Ich wünsche allen eine Gute Nacht. Bis Morgen..

von Rolf D. (rolfdegen)


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Elektor Review: Labornetzteil-Kit JOY-iT RD6006: 
https://www.elektormagazine.de/news/review-labornetzteilkit-joyit-rd6006

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Ich habe jetzt die Umschaltung für die Trafospannung eingebaut. Die 
Umschaltung funktioniert ab 15V und schaltet die Spannung von 15VAC auf 
30VAC um.

Ein Problem trat bei der Spannungsregelung am RD6006 Controller auf. 
Dieser prüft intern auf der "voltage sens" Leitung die Eingangsspannung 
und begrenzt die Regelung auf diese Spannung. Wenn man versucht eine 
größere Spannung einzustellen, generiert der RD6006 Controller eine 
Fehlermeldung.

Ich habe diese Leitung im Controller getrennt und die gleichgerichtete 
Trafospannung von 43V über einen Spannungsteiler auf diese Leitung 
gelegt. Der Controller zeigt jetzt auch bei der Umschaltung der 
Trafospannung auf 15VAC die maximale Trafospannung von 43V an und kann 
ohne Probleme von 0-42V geregelt werden.

Was eventuell noch folgt ist die Trennung der Ausgangsspannung über ein 
Relais. Das verhindert einen ungewollten Einschaltimpuls am Ausgang.

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Hab ein kleines Video gedreht und ein paar Test gemacht. Viel Spaß beim 
anschauen.

Video: Youtube-Video "RD6006 with linear power supply"

Als nächstes plane ich den Einbau von Elektronik und Trafo ins Gehäuse 
und werde ein paar Tests in Bezug auf die Temperaturentwicklung im 
Gehäuse machen.


Bis dahin macht es gut. Grüße aus Wuppertal :))

von Joachim (Gast)


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Der eingebaute Tasten-Beep ist von Tonlage und Lautstärke her echt 
grausam für die Ohren. Jemand eine Ahnung wie man den leiser bekommt 
ohne gleich ganz zu deaktivieren ?

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallo Joachim

Mit etwas Tesa o.ä. oben die Öffnung am Summer zukleben. Dann summt er 
leiser.

Der Summer sitzt leider auf der 2.Platine unter dem PowerBoard. Um die 
Platine zu lösen, musst du zuerst die drei Anschlussbuchsen auslöten.

Gruß Rolf

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Ich habe die Schaltung noch ein wenig optimiert. So zB ist der Abgleich 
der Ist- und Sollspannung nicht mehr erforderlich. Die Vergleichspannung 
kommt jetzt aus dem Controller (voltage sens).

Da der Ausgang immer 50mV weniger Spannung hatte als der eingestellte 
Wert am Controller, habe ich die Spannung am negierten Eingang von IC1a 
mit Widerstand R3 um 50mV erhöht.

Ferne habe ich die beiden Operationsverstärker CA3130 gegen eine TL072 
Typen ausgetauscht (siehe Bild).

Gruß Rolf

Nachtrag: R2 ist nicht korrekt. Er hat einen Wert von 10K Ohm.

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Noch eine kleine Korrektur

Die Spannung aus der "voltage sens" Schaltung (R16+R17) geht nicht an 
den "voltage sens" Pin12 von K1 sondern an den "power supply sens" Pin10 
von K1 im RD6006 controller (siehe Bild).

von Joachim (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> Mit etwas Tesa o.ä. oben die Öffnung am Summer zukleben.

Hallo Rolf, daran hatte ich auch schon gedacht, aber dafür

> Der Summer sitzt leider auf der 2.Platine unter dem PowerBoard. Um die
> Platine zu lösen, musst du zuerst die drei Anschlussbuchsen auslöten

hab ich jetzt auch wenig Lust. Ich dachte Signal/Weg wäre vielleicht 
einfacher zugänglich. Nun ist das furchtbare Ding eben via Menü aus, man 
hat ja noch die optische und taktile Rückmeldung.

Grüße Joachim

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallo Joachim

Es ist aber wirklich nicht viel Arbeit wenn man einen Lötkolben besitzt. 
Dauert vlt. nur 5Min.

Gruß Rolf

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallo zusammen..

Noch ein anderes Problem beschäftigt mich ein wenig. In meiner Schaltung 
reagiert die Strombegrenzungsschaltung erst nach einer Verzögerungszeit 
von ca 1-2 Sekunden. Da können empfindliche Bauteile schon mal kaputt 
gehen.

Aus diesem Grund möchte ich die Schaltung etwas verbessern. Sie sollte 
sofort reagieren und den Leistungstransistor sperren so das keine 
Spannung mehr am Ausgang anliegt. Ferner sollte der Ausgang automatisch 
ausgeschaltet werden (durch einen langen positiven Impulspegel), was er 
ja nach einer Zeitverzögerung tut.

Mal schaun ob das mit ein paar Bauteilchen machbar ist.

Bis dahin viele Grüße. Rolf

von Rolf D. (rolfdegen)


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Lösung..

Um das Problem zu lösen, habe ich ein Monostabile Kippstufe bestehend 
aus IC X1b und X1c in die "current protection" Schaltung integriert.

Die Kippstufe hat die Aufgabe den positiven Impuls von IC1b 
(Stromwächter) auf ca. 2sec zu verlängern und damit den 
Leistungstransistor über Diode D8 für diese Zeit zu sperren. 
Gleichzeitig wird ein Impuls an den "BAT" Anschluss im RD6006 controller 
für die Abschaltung des Ausgangs gesendet.

Der Ausgang bzw die Spannung kann mit dem "ON/OFF" Button problemlos 
wieder eingeschaltet werden.

Kleines unkommentiertes Video: Youtube-Video "RD6006 linear power supply current protection"


Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Nachtrag zum letzten Schaltbild: Widerstand R9 in der Monostabilen 
Kippstufe hat einen Wert von 680K Ohm.

Nun folgt der Einbau ins Gehäuse. Die zusätzliche Elektronik (auf dem 
Steckbrett) wird links neben der Platine mit dem Kühlkörper platziert.

Alle Bauteile wzB der Leistungstransistor mit Kühlkörper, 
Gleichrichterdioden und Netzteil sind so positioniert, dass sie vom 
Lüfter ohne Hindernisse gut gekühlt werden können.

Der Temperatursensor für die Lüfterregelung wird am Kühlkörper 
befestigt. Der Lüfter beginnt mit der kleinste Lüfterstufe bei 38 C am 
Kühlkörper zu drehen.

Die Platine mit dem Kühlkörper stammt übrigens aus einem Vellemann 
Netzteil Bausatz mit einem uA723 den ich nicht benutze.

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Hans B. (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> Der Lüfter beginnt mit der kleinste Lüfterstufe bei 38 C am
> Kühlkörper zu drehen.

Hallo Rolf,

Was passiert bei diesem Kühlungsbedarf beim Ausfall des Lüfters, bei 
zuviel angesammeltem Staub beispielsweise?
Langt der Lüfter im Hochsommer?

Und um eine Frage von weiter oben aufzugreifen:
Warum hätte es ein guter Filter am Ausgang nicht genauso getan? Bei 
vollen Leistungsdaten und viel weniger Energieverschwendung ...

Pure Quarantäne-Bastelfreude wäre natürlich verständlich :)

MfG Hans

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallo Hans

Danke für deinen Vorschlag.

Ich hoffe das der Lüfter ausreichend kühlt. Das muss ich aber noch mit 
einigen Test und geschlossenem Gehäuse testen.

Aber du hast vielleicht Recht damit, eine Notfallschaltung mit 
einzubauen, die im Falle einer zu hoher Temperaturentwicklung den 
Ausgang des RD6006 abschaltet.

Die Schaltung wäre auch nicht so aufwendig und kann leicht in das 
bestehende Schaltungskonzept integriert werden. Zum Beispiel ein 
zusätzlicher Komparator mit einem Temperaturabhängigen Widerstand dessen 
Ausgang den Netzteilausgang des RD6006 in den OFF Mode schaltet.

Gruß Rolf

Nachtrag zum letzten Schaltplan: Der Widerstand R5 muss auf GND 
geschaltet werden. Im Schaltplan liegt er auf +5 Volt.

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Eventuell kann ich den Temperatursensor auf dem RD6006 Board für die 
Notfallabschaltung benutzen. Der steuerte den Lüfter für den MOSFET auf 
dem Board. Mal schaun bei welcher Temperatur der Lüfterausgang 
eingeschaltet wird.

Gruß Rolf

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallo Hans

Habe ganz vergessen auf dein Frage zu Antworten. Sorry ;)

Hans B. schrieb:
> Und um eine Frage von weiter oben aufzugreifen:
> Warum hätte es ein guter Filter am Ausgang nicht genauso getan? Bei
> vollen Leistungsdaten und viel weniger Energieverschwendung ...
>
> Pure Quarantäne-Bastelfreude wäre natürlich verständlich :)

Eigentlich hatte ich diese Frage in dem Thread schon weiter oben 
beantworten. Ich arbeite im Bereich der Musikelektronik und entwickel 
analoge Schaltungen. Schaltnetzteile sind wegen dem Rippel and Noise 
nicht gerade vorteilhaft. Man muss dann aufwendige Filterschaltungen 
entwickeln, um den Rippel und Noise zu verringern. Das wiederum erhöht 
den Kostenaufwand und Platzbedarf im Gerät bzw auf der Platine. Und ganz 
unterdrücken kann man den Rippel und Noise leider nicht.

Gruß Rolf

PS: Aber Bastel und Löten sind meine größte Leidenschaft ;)

: Bearbeitet durch User
von Hans B. (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> Ich arbeite im Bereich der Musikelektronik und entwickel
> analoge Schaltungen. Schaltnetzteile sind wegen dem Rippel and Noise
> nicht gerade vorteilhaft. Man muss dann aufwendige Filterschaltungen
> entwickeln, um den Rippel und Noise zu verringern. Das wiederum erhöht
> den Kostenaufwand und Platzbedarf im Gerät bzw auf der Platine. Und ganz
> unterdrücken kann man den Rippel und Noise leider nicht.

Guten Morgen Rolf,

also wenn die Anforderungen derart hoch sind daß ein Filter am 
Labornetzteil (ich hatte eher an einen außen zum Zwischenstecken 
gedacht) schon unverhältnismäßig aufwändig wäre, warum nutzt Du dann 
nicht gleich Batterie bzw. Akku zur Versorgung?

MfG Hans

von Rolf D. (rolfdegen)


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.. da muss ja auch irgenwie die Spannung und der Strom geregelt werden 
;)


Kleiner Zwischenbericht. Ein Teil der Platine habe ich schon gelötet. 
Bei den Stromanschlüssen habe ich auf kurze Verbindungen geachtet und 
das Relais (blaues Bauteil) für die Umschaltung der Trafowicklungen sehr 
weit nach vorn in Nähe der Anschlüsse gelötet. Den Schutzleiter 
(grün/gelbe Leitung) habe ich nicht vergessen. Dieser wird auch noch mit 
dem Gehäuse verbunden.

Gruß Rolf

von Hans B. (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> .. da muss ja auch irgenwie die Spannung und der Strom geregelt
> werden ;)

Sicher. Aber die Quelle ist bereits sehr sauber.
Ist das nichts wert?

Ich bin schon auf die Oszi-Bilder Deines fertigen Geräts gespannt. Ob es 
mit einer Handvoll Spulen und Kondensatoren und dem originalen RD6006 
gelingt zum gleichen Ergebnis zu kommen?

MfG Hans

von Rolf D. (rolfdegen)


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Ja.. Ich ehrlich gesagt auch ;)

Rippel und Noise vom RD6006 hatte ich ja bereits in einem Video 
dokumentiert: Youtube-Video "RD6006 Part 3 Rippel and Noise"

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Hans B. (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> Ja.. Ich ehrlich gesagt auch ;)

Du stehst nach dem ganzen Aufwand ganz schön unter Erfolgsdruck :)

von Rolf D. (rolfdegen)


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Ja.. aber nur mir selbst gegenüber :)

Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Rippel und Noise im Vergleich zum 
RD6006 mit Schaltnetzteil wesentlich besser ist. Und das war mein Ziel.

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Hans B. (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Rippel und Noise im Vergleich zum
> RD6006 mit Schaltnetzteil wesentlich besser ist. Und das war meine Ziel.

Nun ja, die Frage bleibt ob man das nicht auch mit weniger Aufwand 
schaffen könnte :) We will see.

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallo zusammen..

Der Einbau ist fast abgeschlossen. Ich muss nur die Löcher für die 
Befestigung der Platinen im Gehäuseboden bohren.

Ich habe vorab ein paar Messungen durchgeführt. Der Rippel und Noise lag 
bei Belastung von 10V/3A über 560mVpp (siehe 1.Bild). Das lag aber an 
der zu hohen Kapazität von C7 im Gegenkopplungskreis von IC1a. Nach 
einigen Versuchen mit kleineren Kondensatorwerten und einem 
Serienwiderstand habe ich mit 680pF im Gegenkopplungskreis den Rippel 
und Noise auf einen Wert von 40mVpp verringern können (2.Bild).

Die Frage bleibt, ob ich das in der Schaltung noch etwas optimieren kann 
?

Für Hilfe und Anregungen bin ich sehr empfänglich ;)

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Jetzt habe ich mal den Elko C1 am Ausgang von 100uF auf 470uF erhöht. 
Der Rippe ist von 40mVpp auf maximal 20mVpp gesunken (3A Belastung). 
Ohne Last am Ausgang ist der Rippel 7mVpp hoch.

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Hier noch ein paar Messergebnisse.

1.Bild: Anstiegszeit 30V Last 3A

2.Bild: Abfallzeit: 30V Last 3A

3.Bild: Last Peak beim Einschalten der Last von 3A

Gruß Rolf

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Der Einbau ist jetzt so gut wie abgeschlossen. Ich muss nur noch die 
Gehäuseöffnung für den 80er Lüfter auf der Rückseite etwas vergrößern. 
Die Steuerleitungen vom RD6006 controller habe ich über ein 
Flachbandkabel mit der Platine verbunden. So kann mann alles leichter 
auseinander bauen (1.Bild https://i.ibb.co/F8F011m/RD6006-Umbau.jpg).

Bezüglich Rippel und Noise Messung am RD6006 möchte ich noch auf ein 
sehr interessantes Video von Jerry Walker hinweisen. Es zeigt zwei 
Versionen eines RD6006 Netzteils. Das oberste Gerät ist mit einem 
Schaltnetzteil ausgestattet und das untere mit einem Linear Netzteil.

Die Messung sind im Video ab 29:30 Min zu sehen. Zuerst das RD6006 mit 
Schaltnetzteil und dann die umgebaute Version mit Linear Netzteil.

Link: Youtube-Video "RD6006 Linear Part9"

Meine Rippel und Noise Messungen bei maximaler Last (32V/3.2A) ergaben 
einen maximalen Vpp Wert von 29mV und einen VRMS Wert von 2.5mV 
(3.Bild).

Der Umbau von Jerry Walker bezieht sich nur auf das Netzteil. Die 
Steuerung erfolgt wie im Original Netzteil mit dem Schaltregler auf dem 
RD6006 Controller Board. Man kann das im Video an den 200mVpp 
Schaltimpulsen erkennen.


Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallo zusammen und schöne Ostern noch :)

Ich habe noch ein paar Messung an meinem Netzteil gemacht und 
festgestellt, dass bei unterschiedlichen Ausgangsspannungen die 
Regelschaltung schwingt.

Mit der Schaltungssimulation Micro-Cap 12 konnte ich die Schwingungen im 
Netzteil bei verschiedenen Ausgangspannungen reproduzieren (1.Bild). Das 
Hauptproblem liegt vermutlich daran, dass der der Kondensator im 
Gegenkopplungszweig von IC1a den den Regelvorgang verlangsamt und den 
Leistungstransistor nicht schnell genug ansteuert (2.Bild).

Ich habe den Kondensator C7 im Gegenkopplungskreis von IC1a entfernt. 
Ferner habe ich zum Spannungsteiler von R6+R7 einen 100pF Kondensator 
geschaltet (4.Bild). Die Ausgangsspannungen in der Schaltungssimulation 
sehen jetzt viel besser aus (3.Bild).

Ich werde die Schaltung jetzt abändern und hoffen das die Messungen 
besser ausfallen.

Download Micro-Cap 12: 
http://www.spectrum-soft.com/download/download.shtm

Bis dahin.. Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von ArnoR (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> Ich habe noch ein paar Messung an meinem Netzteil gemacht und
> festgestellt, dass bei unterschiedlichen Ausgangsspannungen das Netzteil
> schwingt.

Natürlich, du hast ja auch die klassische Oszillatorschaltung gebaut.

> Ferner habe ich zum Spannungsteiler von R6+R7 einen 100pF Kondensator
> geschaltet (4.Bild).

DAS war richtig, reicht aber nicht.

> Die Ausgangsspannungen in der Schaltungssimulation
> sehen jetzt viel besser aus (3.Bild).

Da solltest du nochmal genauer hinsehen und vor allem eine sinnvolle 
Zeitauflösung der Einschwingvorgänge einstellen.

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hi ArnoR

Vielen Dank für deinen Hinweis. Ich bin neu was die Schaltungssimulation 
in Micro-Cap angeht. Was wären das nach deiner Meinung für sinnvolle 
Einstellungen ?

Und wie meinst du mit der Oszillatorschaltung ? :)

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von ArnoR (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> Und wie meinst du mit der Oszillatorschaltung ?

Naja, die Schwingbedingungen lauten:
Gesamtphasendrehung 360° und Schleifenverstärkung >1.

Der TL072 hat bei der Transitfrequenz (V=1) noch ~45° Phasenreserve, bis 
zum Oszillator fehlt da also nicht mehr viel. Der Gleichstromtransistor 
BD439 mit seinen nur 3MHz ft frisst die Phasenreserve zuverlässig auf 
und zur Sicherheit ist da auch noch der Ausgangskondensator, der mit dem 
Ausgangswiderstand des Emitterfolgers einen Tiefpass bildet und die 
Phase weiter dreht. Den Beitrag des Ausgangsspannungsteilers mit der 
Eingangskapazität des OPV hast du bereits beseitigt, der zählt jetzt 
also nicht mehr mit.

Die Schleifenverstärkung wird zwar zunächst durch den 
Ausgangsspannungsteiler reduziert, aber das gleicht der BD439 mit seiner 
Spannungsverstärkung in Emitterschaltung wieder sicher aus.

Fertig ist der Oszillator. Und damit sind auch die wichtigsten Punkte 
genannt, an denen angesetzt werden muss, um die Schaltung stabil zu 
bekommen.

von ArnoR (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> Was wären das nach deiner Meinung für sinnvolle Einstellungen ?

Na so, daß man die einzelnen Schwingungen gut sehen kann und der 
Simulator die nicht wegen zu grober Zeitauflösung gar nicht berechnet. 
Dich interessiert nur der Bereich ganz links. Stell doch mal 1ms 
Simulationsende ein und schau´s dir an.

von Rolf D. (rolfdegen)


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Ok. Vielen Dank für deine Tips. Ich denke das hilft mir schon viel 
weiter.

Ich hab hier noch einen 2N2102 rumliegen. Der ist 60MHz etwas schneller 
als der BD439. In der Simulation war aber kein großer Unterschied zu 
erkennen.

In einer neuen Simulation hatte ich den Leistungstransistor 2N6284 mit 
3MHz gegen eine schnelleren Typen 2N6545 mit 28MHz ausgetauscht. Die 
Ergebnisse waren natürlich etwas besser. Aber der 2N6545 hat mir zu 
weniger Leistung.

Gruß Rolf

PS: Bild folgt

: Bearbeitet durch User
von ArnoR (Gast)


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Du musst die Spannungsverstärkung des Q1 mit einem Emitterwiderstand 
reduzieren. Dabei bekommst du gleich 2 Vorteile. Erstens wird die 
Grenzfrequenz erhöht und damit die Phasendrehung zu höheren Frequenzen 
verschoben, und zweitens sinkt die Schleifenverstärkung ab.

Aber dabei die Ausgangsaussteuerbarkeit des OPV beachten, der hat da 
kaum noch Reserven. Außerdem wirkt sich die Maßnahme auf die minimale 
Ausgangsspannung aus.

von Rolf D. (rolfdegen)


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OK. Versuch ich mal. Bin gespannt.. Danke.

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallo

Die Ergebnisse der neuen Schaltung sind besser. Die kleinste 
Ausgangsspannung liegt bei ca. 400mV. Ich denke so kann man's machen. 
Oder ?

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von ArnoR (Gast)


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Hab´s mal simuliert. Im Bild sind jeweils die OPV-Ausgänge zu sehen, 
weil am Ausgang die 100µ die Spannung glätten und man die Schwingungen 
schlecht sieht. Die 50mV-Quelle dient nur zur leichten Verschiebung der 
Ausgangsspannungen, damit die nicht genau aufeinander liegen.

Die Schaltung ohne Emitterwiderstand (unten) ist nicht stabil, die 
andere ist zwar stabil, aber nicht gut genug. Da kannst du noch mit dem 
Integrationskondensator experimentieren (natürlich nicht vom OPV-Ausgang 
zum +Eingang), oder die Verstärkung am Kollektor der Emitterschaltung 
mit einem RC-Glied frequenzabhängig reduzieren.

von Rolf D. (rolfdegen)


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Sehe ich das richtig das trotz Emitterwiderstand von 220 Ohm die 
Ausgangsspannung auf Null Volt runter geht ?

von ArnoR (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> Sehe ich das richtig das trotz Emitterwiderstand von 220 Ohm die
> Ausgangsspannung auf Null Volt runter geht ?

Sicher nicht. Wenn der OPV-Ausgang (rot) auf 2,5V liegt, hat der Emitter 
des Transistors 1,8V und daher kann die Basis des Ausgangstransistors 
nicht unter 1,9V sinken und der Ausgang nicht unter 1,2V.

von ArnoR (Gast)


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Vergiss mal was ich vorhin schrob. Es ist noch schlimmer.

Wenn der OPV den Ausgang maximal runterziehen soll, muss er den Q1 voll 
durchsteuern. Am Emitterwiderstand liegt daher mindestens 1/11 der 
Versorgung, also etwa 4V. Da dabei die Ausgangsspannung immer noch zu 
hoch ist, geht der OPV an die positive Aussteuerungsgrenze und liefert 
all seinen Ausgangsstrom in die Basis von Q1. Das hebt die 
Emitterspannung und die Ausgangsspannung noch weiter an.

von Rolf D. (rolfdegen)


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Mmmm.. blöde Sache. Mal überlegen ob es noch einen anderen Weg gibt die 
Ausgangsspannung an dem Leistungstransistor über den RD6006 zu steuern. 
Die Steuerspannung lässt sich ja verstärken. Der RD6006 Controller 
liefert eine Steuerspannung von 0-2 Volt.

PS: Morgen wieder zur Arbeit. Mal gespannt wie es da weiter geht.. wegen 
Corona. Aber Ende Juni ist sowieso Schluss. Leider gekündigt worden 
(aber nicht wegen Corona) :(

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchenn..

Auf der Arbeit (da ist momentan nicht viel los) hatte ich etwas Zeit 
über mein Projekt nachzudenken. Ich denke ich werde es mal mit einem 
LM723 bzw uA723 versuchen.

Der uA723 ist eigentlich ein Linearer Spannungsregler mit einstellbarer 
Ausgangsspannung von 2-37V und einem maximalen Ausgangsstrom von 150mA. 
Um diesen Strom zu erhöhen kann man an seinem Ausgang direkt einen 
Leistungstransistor anschließen. Worauf man aber achten sollte, ist die 
maximale Betriebsspannung des ICs von maximal 40V. Ich hab einige 
Netzteilschaltungen  mit dem uA723 gesehen (zB von velleman), wo die 
Spannung doch etwas größer werden könnte als 40 Volt. Auf Dauer ist das 
nicht gut für den Chip.

Bei meinem Netzteil habe ich eine Wechselspannung von 30VAC. Das 
entspricht rein rechnerisch einer Gleichspannung von 42V. Wird der Trafo 
kaum belastet so ist die Gleichspannung noch etwas höher. In meinem Fall 
beträgt die Gleichspannung im Ruhezustand ca. 43.50V. Ich muss also 
dafür sorgen, das die Versorgungsspannung für den uA723 nicht größer als 
40V werden kann.

Ich werde den Chip mal in einer Simulation testen und schaun wie sich 
die Ausgangsspannungen verhalten und ob es bei unterschiedlichen 
Belastungen am Ausgang zu Schwingungen kommt.

Bis dahin.. Rolf

: Bearbeitet durch User
von ArnoR (Gast)


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von Gerhard (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> Der uA723 ist eigentlich ein Linearer Spannungsregler mit einstellbarer
> Ausgangsspannung von 2-37V

Ach Rolf. Beim Strom wars bislang schon die Hälfte des originalen 
RD6006, nun noch dieser Abschlag bei der Spannung. Und noch nicht mal 
sauber bis Null regelbar.
Also ich fürchte Deine Investitionen nehmen kein gutes Ende. Hättest Du 
für Deine Minimal-Ripple Vision lieber gleich was Vernünftiges gekauft!

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hi Gerhard

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Kaufen kann kann jeder. Macht halt 
mehr Spaß was eigenes zu entwickeln ;)

Der uA723 sieht in der Simulation gut aus. Ich denke ich werde mit 
diesem Baustein ein wenig rumexperimentieren.

: Bearbeitet durch User
von Hans B. (Gast)


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Hans B. schrieb:
> Pure Quarantäne-Bastelfreude wäre natürlich verständlich :)

Rolf D. schrieb:
> Macht halt
> mehr Spaß was eigenes zu entwickeln ;)

Erwischt :)

von Gerhard (Gast)


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Naja ob sich Bastelspaß auch einstellt wenn man trotz viel Zeit und Geld 
nicht zum gewünschten Ergebnis gelangt? Für solche höchsten und auch 
mobile Test- Ansprüche lad ich am RD6006 schnell eine kleine 
Superkondensator-Bank mit der gewünschten Spannung auf. Da kann man ggf. 
auch kurz höhere Ströme ziehen. Zur reinen Messung der Stromaufnahme 
selbst braucht es auch bei Audioschaltungen keine höchsten 
Ripple/Rauschfreiheits-Ansprüche und man kann direkt an das RD6006 
anschließen. Zumal ein kleiner Tiefpass hier noch ein paar Wunder 
bewirken kann. Also alles in allem kann man das Netzteil auch so out of 
the box für das meiste im Labor zum Einsatz kommen.

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hi Gerhard,

ich habe die Tage eine Schaltungsvariante mit dem uA723 Spannungsregler 
und einem 2N6284 Darlington in der Simulation ausprobiert.
Was das Schwingverhalten der Ausgangsspannung anging waren die 
Messergebnisse vielversprechend. Aber leider gabs mit der 
Spannungsumschaltung und der Null Volt Einstellung am Ausgang etwas 
Probleme. Um das vernünftig hinzubekommen, ist mir der Bauteilaufwand 
einfach viel zu hoch.

Eine neue und einfache Variante die ich heute mal ausprobieren möchte, 
ist die Kombination aus einem LM317HV (Hochvolttyp 60V/1.5A) und dem 
2n6284 Darlington (100V/20A).

Es gibt da zwei unterschiedliche Schaltungsvarianten die ich nicht so 
ganz verstehe. In der ersten Variante wird der Leistungstransitor mit 
seiner Basis am Eingang des LM317 angesteuert (1.Bild) und in der 
zweiten Variante liegt die Basis am Ausgang desLM317 (2.Bild).


Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Axel S. (a-za-z0-9)


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Gerhard schrieb:
> Also ich fürchte Deine Investitionen nehmen kein gutes Ende. Hättest Du
> für Deine Minimal-Ripple Vision lieber gleich was Vernünftiges gekauft!

Schön, daß das auch mal jemand anderes sagt.

Klar gibt es Bedarf an Netzteilen mit weniger Ripple als das RD60006. 
Aber die baut man dann gleich anders. Und auch nicht mit 0-60V bei 6A.

von Rolfdegen@hotmail.com (Gast)


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32V und 3A ist mein Ziel mit dem schönen Rd6006 Controller :)

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Ich habe heute noch einmal meine alte Netzteil-Schaltung mit ein paar 
Änderungen durch den Simulator geschickt. Den alten Darlington 
Transistor 2N6284 habe ich durch einen normalen Leistungstransistor vom 
Typ 2N5886 ersetzt (200W). Eine weitere und entscheidende Änderung ist 
die Ansteuerung des Leistungstransitors durch Q5 und das vorgeschaltete 
RC-Glied R9+R10+C5.

Link zum Bild: https://i.ibb.co/TWbJs8g/Power-Supply-V16.jpg

Auf die Idee bin ich durch einen Beitrag zum Netzteilbau hier aus dem 
Forum gekommen. Allerdings musste ich den Wert von C5 für meine 
Netzteil-Schaltung  von 10nF auf 1nF etwas anpassen.

In der Simulation lässt sich das Netzteil bis auf Null Volt regeln. Das 
Einschwingverhalten liegt bei verschiedenen Spannungswerten und 
Lastwiderständen im sehr guten Bereich. Jetzt muss die Schaltung in der 
Praxis zeigen ob sie funktioniert.

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Stromberg B. (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> Auf die Idee bin ich durch einen Beitrag zum Netzteilbau hier aus dem
> Forum gekommen.

Wahrscheinlich war es dieser hier:

Beitrag "Verhalten eines Selbstbau-Netzteils in Strombegrenzung"

von Rolf D. (rolfdegen)


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Nein, die Idee kam von hier aus dem markierten Bereich mit Strom und 
Spannungsregelung: Beitrag "LM317 mit AVR Strom/Spannungseinstellung"

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Meine Netzteil-Schaltung hat noch ein Update erhalten. In der alten 
Schaltung (1.Bild Simulation_4) sank mit zunehmender Belastung die 
Ausgangsspannung. Dies konnte ich nur mit einer Verkleinerung von R8 
ausgleichen. Das hatte aber zur Folge, dass bei einer kleinen 
Ausgangspannung der Kollektorstrom von Transistor Q5 zu hoch wurde und 
den Transistor überlasten würde.

Um den Transistor Q6 bzw Q5 im alten Schaltplan zu entlasten, habe ich 
einen 2.Transistor Q5 für die Ansteuerung des Leistungstransistors Q4 
integriert (2.Bild Simulation_18). Die Ausgangsspannung ist jetzt auch 
bei hoher Belastung stabil.

Hinweis: V4 ist die Steuerspannung von 0 - 1.4 Volt

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Stromberg B. (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> habe ich einen 2.Transistor Q5 für die Ansteuerung des
> Leistungstransistors Q4 integriert

Gut. Und jetzt kannst du tatsächlich noch einen 100R Widerstand in die 
Emitterleitung von Q6 schalten, dann kommst du trotzdem noch auf 0 Volt 
runter, weil ja erst noch die 1,4 Volt von deinem Darington (Q4 und Q5) 
überwunden werden müssen. R12 kann jetzt auch noch von 3k3 auf 4k7 
vergrößert werden.

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hi Stromber B.

Vielen Dank für deine Tips. Werde ich heute Abend gleich mal in der 
Simulation testen.

Was mich in meiner letzten Simulation etwas irritiert hat, ist der 
kleine CE -Strom von Q5. Bei einer simulierten Last von ca. 32V und 3A 
am Ausgang ist der Stom durch Q5 kleiner als 80mA. Q4 hat aber nur einen 
hfe Wert von maximal 20. Theoretisch wäre der maximale Ausgangstrom über 
Q4 dann nur 1.6A groß ?

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hab das mal durch die Simulation laufen lassen. Mit minimaler und 
maximaler Ausgangsspannung. Sieht eigentlich gut aus (siehe Bilder).

Blaue Markierung ist Strom
Rote Markierung die Spannung

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von M. K. (sylaina)


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Stromberg B. schrieb:
> Und jetzt kannst du tatsächlich noch einen 100R Widerstand in die
> Emitterleitung von Q6 schalten

Warum sollte man das machen?

Rolf D. schrieb:
> Hab das mal durch die Simulation laufen lassen. Mit minimaler und
> maximaler Ausgangsspannung. Sieht eigentlich gut aus (siehe Bilder).

Sieht gut aus. Die Schaltung ist mir nicht unbekannt ;)

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Ich habe die Netzteil-Schaltung noch etwas optimiert. Um die 
Ausgangsspannung des Netzteils auf annähernd 0 Volt zu regeln, habe den 
1K Widerstand zwischen Emitter und Basis von Q4 gegen eine Diode 
ausgetauscht. R13 habe ich von 100 Ohm auf 82 Ohm angepasst (1.Bild). V4 
ist die Regelspannung vom RD6006 Controller (0-1.42 Volt).

Die Restwelligkeit (Ripple und Noise) am Netzteil-Ausgang liegt bei 
einer Belastung von 3,3 Ampere unter 6mVpp bzw 1.85VRMS (Bild 2+3). Ich 
habe das Netzteil mit verschiedenen Ausgangsspannungen und Belastungen 
getestet und kein Schwingen mehr feststellen können. Die 
Ausgangsspannung bleibt bis 32V und 3.3A sehr stabil.

Als nächstes folgen noch Temperatur Messungen im Gehäuse.

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Stromberg B. (Gast)


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M. K. schrieb:
> Warum sollte man das machen?

Ganz einfach:

Beitrag "Re: Joy-IT RD6006"

von Stromberg B. (Gast)


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Stromberg B. schrieb:
> Ganz einfach:

Wobei Q1 jetzt mittlerweile vom TO in Q6 umbenannt wurde.

von M. K. (sylaina)


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Stromberg B. schrieb:
> M. K. schrieb:
>> Warum sollte man das machen?
>
> Ganz einfach:
>
> Beitrag "Re: Joy-IT RD6006"

Interessant. Das werde ich bei mir mal testen in wie fern das noch 
Verbesserungspotential hat. Ich hab ja bei meinem NT keine Probleme auch 
ohne Emitterwiderstand an Q1/Q6 aber wer weiß, vielleicht kann ich mein 
NT durch einen Emitterwiderstand noch schneller machen ;)

von Rolf Degen (Gast)


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M. K. schrieb:
> Stromberg B. schrieb:
> M. K. schrieb:
> Warum sollte man das machen?
>
> Ganz einfach:
> Beitrag "Re: Joy-IT RD6006"
>
> Interessant. Das werde ich bei mir mal testen in wie fern das noch
> Verbesserungspotential hat. Ich hab ja bei meinem NT keine Probleme auch
> ohne Emitterwiderstand an Q1/Q6 aber wer weiß, vielleicht kann ich mein
> NT durch einen Emitterwiderstand noch schneller machen ;)

Hallo Stromberg B.
Durch den Emittter Widerstand an Q6 ist das Ripple und Noise bei 
Belastung etwas kleiner. Das konnte ich in der Simulation und auch in 
der Netzteilschaltung mit dem Scope feststellen.
Die Ausgangsspannung lässt sich mit Emitterwiderstand nicht ganz auf 0 
Volt herrrunter regeln. Ich komme auf ca. 2mV.

Gruß Rolf

von Rolf D. (rolfdegen)


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In Bezug auf die Geschwindigkeit vom Netzteil denke ich, dass es von der 
Größe der Kondensatoren hinterm Gleichrichter und am Netzteilausgang 
abhängt.

Diesbezüglich werde ich noch einige Messungen machen und hier 
dokumentieren.

Gruß Rolf

von M. K. (sylaina)


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Rolf Degen schrieb:
> Die Ausgangsspannung lässt sich mit Emitterwiderstand nicht ganz auf 0
> Volt herrrunter regeln. Ich komme auf ca. 2mV.

2mV ist schon ein sehr guter Wert. Die minimale Ausgangsspannung ist 
auch abhängig vom Spannungsfeedback-Netzwerk und dem Leckstrom des 
Leistungstransitors. ;)

von Rolfdegen@hotmail.com (Gast)


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Ok.. Wußte ich nicht.

Beitrag #6254298 wurde vom Autor gelöscht.
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Ich hatte noch eine kleine Differenz zwischen dem angezeigten
Spannungswerten auf der Anzeige und der Spannung am Netzteil Ausgang.
Mit Hilfe der Software "Riden Power Supply Software" konnte ich mein
Netzteil kalibrieren bzw Strom und Spannungswerte anpassen.

Da ich mit der Kalibrierfunktion den unteren Spannungswert nicht ganz
erreichen konnte, habe ich in meiner Netzteilschaltung noch einen
Hochohmigen Widerstand R16 vom negierten OPV-Eingang an die negative
Betriebsspannung angeschlossen.

Gruß Rolf

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Ich habe noch eine zweite Netzteilschaltung mit einem LM317HV und 
Leistungstransitor als Stromverstärkung aufgebaut. Mich interessierte 
dabei das Lastverhalten und die Restwelligkeit der Schaltung.

1.Bild Schaltung
2.Bild Ripple & Noise no Load
3.Bild Ripple & Noise Load 10V/3100mA
4.Bild Load switch on
5.Bild Load switch off

Was mich im Vergleich zur alten Schaltung überraschte, ist die kleine 
Restwelligkeit auch bei hoher Last. Auch der Lastimpuls ist ist 
wesentlich kleiner. In der alten Schaltung hatte ich bis zu 500mV Peaks.

Gruß Rolf

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Bei meinen letzten Messungen habe ich die Netzteilschaltung über mein 
Siglent SPD3303X Labornetzteil mit Spannung versorgt. Das Siglent 
Labornetzteil hatte am Ausgang kaum Rippel und Noise. Aus diesem Grund 
habe ich die Netzteilschaltung noch einmal unter realen Bedingungen an 
einem Ringkerntrafo getestet.

Jetzt habe ich die Netzteilschaltung an ein Ringkerntrafo mit 160VA 
2x15V/5A angeschlossen um den Rippel & Noise zu messen. Für die Messung 
habe ich nur eine Trafowicklung mit 15VCA benutzt. Der LM317HV verträgt 
laut Datenblatt eine maximale Eingangspannung von 60V. Bei einer 
Wechselspannung von 2x15VAC beträgt die Spannung am Gleichrichter 42V. 
Ein Standart Typ des LM317 veträgt nur 40V.

1.Bild Schaltung
2.Bild Vin no Load (gemessen an C2)
3.Bild Vin 3A Load (gemessen an C2)
4.Bild Vout 3A Load (gemessen an C6)


Bei einer Ausgangslast von 3A und 10Volt habe ich am Gleichrichter eine 
Rippel & Noise von 2Vpp gemessen. Der LM317HV hat eine Ripple Rejection 
Ratio von typisch 65dB ( Faktor 1778 ) Macht nach Adam Riese am Ausgang 
des Reglers ca. 1mV Rippel & Noise. Laut Datenblatt kann man den Ripple 
& Noise mit einem 10uF Elko am Adj- Anschluss des Reglers auf maximal 
80dB (Faktor 10.000) verbessern.

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Ich habe noch das Ein- und Ausschaltverhalten am Netzteil (Netzschalter) 
untersucht. Das Resultat ist sehr gut. Ein Überschwingen ist nicht 
erkennbar.

1.Bild Power On no Load
2.Bild Power On 3A Load
3.Bild Power Off 3A Load

Empfehlenswert ist es, am Netzteilausgang noch einen Widerstand von 
2.2KOhm anzubringen, damit sich die Spannung am Ausgang nach dem 
Abschalten entladen kann. Bei einer maximalen Ausgangsspannung von zB 
32V sollte der Widerstand eine Leistung von mindestens 0.5Watt besitzen.

Gruß Rolf

von Stromberg B. (Gast)


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Normalerweise würde ich für R2 auch einfach einen Widerstand aus der E12 
Reihe nehmen (220R oder 270R). Aus eigener Erfahrung stellte sich aber 
heraus, dass der vorgesehene Widerstand von 240R am Ausgang den 
geringsten Ripple erzeugt.

Beitrag #6277169 wurde vom Autor gelöscht.
von Rolf D. (rolfdegen)


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Ja danke für den Tip. Den Wert von 240 Ohm hatte ich jetzt nicht zur 
Verfügung. Werde ich aber bei der nächsten Bestellung bei Reichelt mit 
bestellen.

Angemerkt sei noch, das ich die Ripple & Noise Messung ohne einen 50Ohm 
BNC- Adapter am Scope gemacht habe. Mit diesem Adapter sollte die 
Messwerte noch etwas besser sein. Hab den jetzt mal bei Batronix 
bestellt. Ganz schön teuer das Ding. Kostet netto 25 Euro :(

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6277375 wurde von einem Moderator gelöscht.
von M. K. (sylaina)


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Rolf D. schrieb:
> Empfehlenswert ist es, am Netzteilausgang noch einen Widerstand von
> 2.2KOhm anzubringen, damit sich die Spannung am Ausgang nach dem
> Abschalten entladen kann.

Hat es denn keinen Spannungsteiler zum Messen der Ausgangsspannung? Bei 
meinem Eigenbau dient dieser Spannungsteiler auch zum Entladen, er liegt 
dabei in der Größenordnung von ca. 10 kΩ

von Rolf D. (rolfdegen)


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Der Spannungsteiler besteht aus R2 und P1 am Adj-Anschluss vom LM317. 
Durch R2 und P1 fließt nur ein sehr geringer Steuerstrom der die 
Ausgabgsspannung kaum belastet.

Gruß Rolf

von M. K. (sylaina)


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Durch die Verschaltung am LM317 fließen da schon mal rund 5 mA, das 
sollte eigentlich mehr als ausreichend sein für ne sichere Entladung ;)

von Wolfgang N. (reparatur-wolfgang)


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Rolf D. schrieb:
> Gruß Rolf

Hallo Rolf,
ich habe auch das RD6006, aber habe erst einmal keinerlei Änderungen, 
bzw. Modifikationen vorgenommen, habe aber deine Ausführungen hier sehr 
intereesiert verfogt.

Ich bin an sich mit den Möglichkeiten diese Reglers voll zufrieden, 
besonders deshalb, weil eine Menge von Informationen per Display 
vermittelt wird.
Leichter Schmutz auf der Ausgangsspannung ist bei mir kein wichtiges 
Thema.

Aber: Ich habe das Teil mit dem WiFi-Zusatz und es ist mir bislang nicht 
gelungen, eine Wlan-Verbindung zum Heimnetz, also auch zum Destop-PC 
oder Smart-Phone herzustellen.

Weiß du Näheres?

Danke
Wolfgang

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallo Wolfgang. Es ist ein wenig kompliziert. Du must als erstes die 
Riden App auf deinem Smartphone installieren und den Controller auf WLAN 
einstellen. Die Empfangsquallität des Moduls hatte in meinem 
Arbeitszimmer aber immer zu  Verbindungsproblemen geführt. Ich habs dann 
im Wohnzimmer wo der WLAN Router steht hinbekommen.

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Wolfgang N. (reparatur-wolfgang)


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Danke, Rolf, für diese Info.
Das war mir allerdings soweit bekannt. Ich versuche mit dem PC eine 
Verbindung zum Regler herzustellen. Wenn ich in der PC-App nach der 
Eingabe von "WiFi Name" und Passwort "WiFi Verteilung" anklicke, 
erscheint tatsächlich nach einiger Zeit die IP des PCs auf dem 
Regler-Display als Server IP und "Connecting wifi....". Nach Anweisung 
der PC-App soll dann auf "NEXT" geklickt (s. Bild) werden und nun kommt 
ein Hinweis, dass das Netztwerk konfiguriert wird. Nach einer Minute 
dann "Die WiFi Konfigurationszeit ist vorbei" und das war es dann.

Weiter komme ich nicht, schade. Mir scheint, dass hier noch 
Entwicklungsberdarf seitens des Herstellers dringlich besteht.

Wolfgang

von Moby (Gast)


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Wolfgang N. schrieb:
> Weiter komme ich nicht, schade. Mir scheint, dass hier noch
> Entwicklungsberdarf seitens des Herstellers dringlich besteht.

Weiter kann ich Dir aus der Erinnerung gerade auch nicht helfen. Hatte 
aber das gleiche Problem und irgendwann nach dem richtigen Tipper in der 
App gings dann. Eventuell sollte man noch drauf achten, daß der (2,4G) 
Wlan-AP/Router nicht allzuweit weg ist. Kann Dir also hier nur 
bestätigen, daß es funktioniert und das Netzteil nach Verbinden via App 
bedienbar ist!

von Rolfdegen@hotmail.com (Gast)


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Ich hab den Controller gerade nicht in Betrieb da ich noch etwas 
ausprobieren möchte. Sobald er wieder angeschlossen ist melde ich mich 
und versuche es mit WLAN über mein Tablet.

Gruß Rolf

von Rolf D. (rolfdegen)


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Habe gerade den 50Ohm Adapter für mein Scope bekommen und eine 
Lastmessung bei 10V/3A gemacht. Ergebnis ca. 2mVpp Ripple & Noise (siehe 
Bild).

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Meine Netzteilschaltung mit dem LM317 hat ein kleines Problem. Sie kann 
nicht ohne weiters bis auf 0 Volt heruntergeregelt werden. Versuche die 
Ausgangsspannung am ADJ-Pin mit einem Operationsverstärker und 
zusätzlicher negativer Betriebspannung zu steuern waren nicht sonderlich 
erfolgreich.

Aus diesem Grund habe ich mal weiter nach einer anderen Lösung gesucht. 
Die folgende Netzteilschaltung stammt von ELV und steuert die 
Leistungstransitoren  mit einer Konstantstromquelle (R1, R2, R3 und T1).
Dadurch lässt sich die Ausgangsspannung von 0-30V problemlos über einen 
Standart-Operationsverstärker IC3 und IC4 mit +-5V Versorgungsspannung 
regeln.

Link: 
https://de.elv.com/elv-prozessor-netzteil-pps-5330-komplettbausatz-075572

Das besondere an der Schaltung ist die getrennte Spannungsversorgung für 
Steuer- und Lastkreis sowie die Strom- und Spannungssteuerung über einen 
Mikrocontroller.

Mich interessierte besonders der Regelkreis für die Ausgangsspannung, da 
ich diesen über den RD6006 Controller steuern möchte. Die Schaltung habe 
ich auf einem Testboard mal nachgebaut. Als Leistungstransistor habe ich 
einen 2N6284 Darlington Transistor verwendet. Die Betriebsspannung von 
+32V +5V und die Steuerspannung von 0-2.0 Volt lieferte ein Siglent 
SPD3303X Labornetzteil. Die negative Versorgungsspannung für den 
Operationsverstärker lieferte ein LT1054 Spannungskonverter.

Video: Youtube-Video "Power Supply voltage controll circuit"

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen

Ich habe meine Testschaltung mal aufgezeichnet. Q2 ist die 
Konstantstromquelle und sorgt dafür das der Leistungstransistor Q1 
geöffnet wird. Der Operationsverstäker X2 steuert über die Diode D11 den 
Stromfluss an der Basis von Q1. Wird die Steuerspannung Vctrl an X3 
kleiner sinkt die Ausgangsspannung an X2 und damit der Stromfluss über 
die Basis von Q1. Ein Teil des Steuerstroms fließt jetzt über die Diode 
D11 und den Ausgang von X2. Ist die Steuerspannung 0V fließt der 
komplette Strom über D11 und schließt den Leistungstransistor Q1.

Die Operationsverstäker werden mit einer Betriebspannung von +-5V 
versorgt. Der LT1054 erzeugt die notwendige -5V. Ich habe mich bewusst 
für einen Trafo mit einer Wicklung entschieden, da ich zusätzlich den 
RD6006 Controller mit einer positiven Spannung versorgen muss.

Worauf man unbedingt achten muss ist folgendes: Das GND-Potential der 
Steuerelektronik ist nicht mit dem -Pol der Ausgangsspannung verbunden, 
sonder mit dem +Pol der Ausgangsspannung. Ist das nicht der Fall, dann 
funktioniert die Schaltung nicht.

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von M. K. (sylaina)


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Rolf D. schrieb:
> Worauf man unbedingt achten muss ist folgendes: Das GND-Potential der
> Steuerelektronik ist nicht mit dem -Pol der Ausgangsspannung verbunden,
> sonder mit dem +Pol der Ausgangsspannung. Ist das nicht der Fall, dann
> funktioniert die Schaltung nicht.

Ist ja auch klar, bei dem Design schwimmt die Regelelektronik auf dem 
positive Rail des Netzteils. Vorteil ist, dass man dabei mit 
Standardbauelementen im Regelteil arbeiten kann, unabhängig von der 
Ausgangsspannung (egal ob man ein 0-30V Netzteil baut oder ein 0-400V 
Netzteil, nur der Feedback für die Ausgangsspannung muss entsprechend 
Spannungsfest sein). Nachteil ist, dass man idR mindestens zwei Trafos 
braucht: Einen für den Leistungsteil und einen für den Regelteil. So 
ziemlich alle namenhaften Hersteller haben so einst ihre LNGs gebaut. ;)

von Rolf D. (rolfdegen)


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Ja das ist ein kleiner Nachteil. Noch ein anderes Problem ist der 
Minus-Pol der Ausgansspannung am RD6006 Controller. Dieser ist fest mit 
dem GND-Potential der Steuerelektronik verbunden und muss komplett 
getrennt werden.

Als Stromlieferant für den Leistungsteil dient ein 2x15V/5A 
Ringkerntrafo. Die Steuerelektronik wir von einem kleinen Printtrafo 
9V/556mA versorgt

Als Kühlsystem für die vier Leistungstransistoren und Gleichrichter habe 
ich ein Hohlrippen-Lüfteraggregat Typ LAV 6150 mit Lüfter von Fischer 
bestellt. Denke das sollte ausreichen zumal die Verlustleistung durch 
das automatische Umschalten der Trafowicklung ab 15V gesenkt wird.

Gruß Rolf

von Rolf D. (rolfdegen)


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Mein nächster Schritt..

Eigentlich wollte ich die notwendigen Bauteile für das Netzteil separat 
bestellen. Aber allein die Kosten für das Hohlrippen-Lüfteraggregat 
lagen schon bei knapp 70,- Euro. Und wenn man noch ein passendes Gehäuse 
und den notwendigen Kleinkram dazurechnet kommt man schnell auf einen 
Gesamtbetrag von über 100 Euro.

Aus  diesem Grund habe ich mich für einen kompletten Netzteil-Bausatz 
PPS5330 von ELV entschieden. Dieser Bausatz beinhaltet alles was ich für 
mein RD6006 Netzteil benötige inklusive Gehäuse. Die komplette Steuerung 
des PPS5330 Netzteils übernimmt dann der RD6006 Controller inklusive 
USB- und WLAN-Interface. Das Ganze könnte dann so aussehen (1.Bild). 
Vielleicht mach ich auch eine neue Frontplatte.Mal sehn..

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Große Freude und eine kleine Endtäuschung. Der Netzteil-Bausatz von ELV 
ist Heute eingetroffen und ich kann das lange Wochenende nutzen um die 
Platinen zu löten und dann das Netzteil zusammen zu bauen.

Leider habe ich beim Auspacken feststellen müssen, dass der Frontrahmen 
etwas verbogen ist. Ich denke aber, dass ich den Frontrahmen wieder 
richten kann und der Zusammenbau dann ohne weitere Problem funktioniert.

Gruß Rolf

von Rolf D. (rolfdegen)


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So.. Basis-Platine funktioniert.
Etwas schwierig war die Montage des Kühlaggregats und das Befestigen der 
Leistungstransistoren inklusive weißer Hände von der Wärmeleitpaste.. 
Hat aber doch alles mit etwas Geduld und Ruhe geklappt.

Um die Funktion der Basis-Platine ohne Front-Platine zu testen, habe ich 
zwei getrennte Steuerspannungen von 0-5 Volt auf die Anschluss-Pins 
U-Soll und I-Soll gelegt. Damit konnte ich dann Strom und Spannung frei 
einstellen.

Hab mal einen kurzen Belastungstest gemacht. Spannung und Strom sind 
stabil. Soweit alles ok. Kühlaggregat wird gleichmäßig warm.

Der nächste Schritt ist das löten des Frontpanel und der Einbau ins 
Gehäuse.

Großer Schaltplan: https://i.ibb.co/B37WYXQ/ELV-Power-02.jpg

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6302285 wurde vom Autor gelöscht.
von Lukas E (Gast)


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Und wir haben ein wunderbar funktionierendes Labornetzteil, wieso das 
jetzt also zerfrickeln, anstatt mit dem RD6006 einfach ein zweites 
Netzteil zu baue ;-)

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hier einige Messungen mit dem ELV PPS 5330

1.Bild - Fertiges Gerät
2.Bild - Rippel & Noise no LOad
3.Bild - Rippel & Noise 3A Load
4.Bild - 1A Load peak
5.Bild - 3A Load peak
6.Bild - 3A Load off peak

von Rolf D. (rolfdegen)


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Lukas E schrieb:
> Und wir haben ein wunderbar funktionierendes Labornetzteil, wieso das
> jetzt also zerfrickeln, anstatt mit dem RD6006 einfach ein zweites
> Netzteil zu baue ;-)

Ja das kommt auch noch. Die Schaltung ist noch nicht ganz fertig. Fehlt 
noch die Strombegrenzung und die Anpassung an die Steuerspannung vom 
RD6006 Controller. Auf jeden Fall funktioniert die Steuerung mit der 
Konstantstromquelle besser als die anderen Schaltungen davor.

Am PPS5330 werde ich das LCD gegen ein OLED ersetzen. Das sieht dann 
viel besser aus als das LCD-Display mit der schlechten Beleuchtung. Mal 
schaun ob ich den seriellen Datenstrom zum Displaycontroller hacken kann 
und die Daten an ein OLED mit ATmega senden kann. Dann kann man vlt noch 
die Temperatur und andere Dinge mit anzeigen.

Gruß Rolf

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von Rolf D. (rolfdegen)


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Hab mal ein kleines Video mit dem PPS 5330 gemacht.

LinK: Youtube-Video "ELV PPS 5330"

Viel Spaß beim ansehen. Gruß Rolf

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Ein Austausch des LDC-Display ist doch nicht notwendig. Beim 
Zusammenbauen habe ich einen Fehler gemacht. Die silberbeschichtete 
Seite der Reflektorscheibe habe ich auf die Seite von den LED-Lampen 
gerichtet eingebaut. Das Licht konnte so nicht ungehindert auf die 
Reflokterscheibe scheinen. Ich habe die Reflektorscheibe um 180* gedreht 
und jetzt leuchtet das LCD-Display in voller Pracht :)

Gruß Rolf

PS:Es sieht so aus als ob ich nicht der einzige bin der diesen Fehler 
gemacht hat ;)    Link: Youtube-Video "ELV PPS 5330 Kalibrierung"

: Bearbeitet durch User
von Stromberg B. (Gast)


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Rolf D. schrieb:
> Ich habe die Reflektorscheibe um 180* gedreht und jetzt leuchtet das
> LCD-Display in voller Pracht :)

Ach deswegen konnte ich auf dem YouTube Video die Anzeige nicht richtig 
erkennen. Eine Beschreibung mit eigenen Worten könntest du auch noch ins 
Video einbauen, so wie du das bei deinen anderen Videos auch gemacht 
hast.
Ansonsten scheint das Gerät recht ordentlich zu sein. 👍

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallöchen..

Ich wollte mal überprüfen, wann die Overtemp. Anzeige für den 
Temperaturschutz im Netzteil anfängt zu blinkt. Bei 82 Grad am 
Kühlaggregat hab ich gemessen..

Hab mal ein Video gemacht. Link: Youtube-Video "PPS5330 Power supply over temperature protection"

Gruß Rolf

von Thomas O. (kosmos)


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habe auch gerade meien RD6006 zusammengeschraubt, heute nachmittag 
schaue ich mirs mal mit dem Oszi an.

ich denke aber wenn da zuviel Ripple drauf ist kommt da einfach ein 
https://de.wikipedia.org/wiki/Kapazit%C3%A4tsmultiplizierer dahinter

siehe auch
Youtube-Video "EEVBlog #1116 - How to Remove Power Supply Ripple"
Min 25:32

also einfach ein per RC-Glied eingebremster Transistor.   |

von Moby (Gast)


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Thomas O. schrieb:
> ich denke aber wenn da zuviel Ripple drauf ist kommt da einfach ein
> https://de.wikipedia.org/wiki/Kapazit%C3%A4tsmultiplizierer dahinter
>
> siehe auch
> Youtube-Video "EEVBlog #1116 - How to Remove Power Supply Ripple"
> Min 25:32
>
> also einfach ein per RC-Glied eingebremster Transistor.   |

Sind wir mal ehrlich, für die meisten Anwendungen juckt der Ripple doch 
nicht die Bohne. Ansonsten kann man sich auch mit einfacheren Mitteln 
als einer Schaltungsentwicklung (mit beschränkter Leistung) helfen, 
danke für die Anregung.

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallo Thomas

Auf der digitalen Ebene ist mir das fast egal. Im Analogen 
Schaltungssektor stört mich das schon ein wenig.

Deine Idee mit dem RCT Glied finde ich nicht schlecht. Wäre interessant 
zu wissen, ob man den hochfrequenten Rippel damit verkleinern kann und 
wie hoch der Einfluß auf die Höhe der Ausgangsspannung und die Anzeige 
ist.

Gruß Rolf

von Old P. (old-papa)


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Hmmmm,
irgendwie laufen hier zwei Threads zum gleichen Gerät und Thema 
parallel.
Deinen Ansatz mit dem Vorregler (oder was immer das sein soll, habe noch 
nicht alles gelesen) verstehe ich nicht so recht.

Old-Papa

von Rolf D. (rolfdegen)


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Hallo Old P.

Eigentlich geht es immer noch um die Entwicklung eines linearen Netzteil 
das über die analogen Steuerleitungen für Strom und Spannung vom RD6006 
Controller gesteuert werden.

Das ist auch immer noch mein Ziel. Den ELV-Netzteilbausatz hatte ich mir 
eigentlich nur wegen der Netzteilplatine und dem Gehäuse für mein 
Netzteil gekauft. Aber ich lasse es so wie es ist. Das gute Netzteil zu 
zerstückeln wäre echt schade.Eventuell implementiere ich im PPS5330 noch 
eine Temperaturanzeige auf dem Display. Dazu muss ich den seriellen 
Datenstrom zum LCD Controller ändern.

Für mein Netzteil verwende ich jetzt doch das alte RD6006 Gehäuse und 
einen Ringkerntrafo. Meine Netzteilschaltung wird noch mit einer 
Strombegrenzung und Spannungsanpassung für die Steuerleitungen vom 
RD6006 Controller erweitert.

Gruß Rolf

: Bearbeitet durch User
von Old P. (old-papa)


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Aha...
Ich will das Ding nur "Out of Tüte" verwenden, höchstens kleine 
Modifikationen falls die nötig sind.
Eigenbauten habe ich in den vergangenen Jahrzehnten zuhauf gebaut.

Old-Papa

von Thomas O. (kosmos)


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Der Einfluss wird die Sättigungsspannung des Transistors sein etwa 0,2V 
entweder kalibriert man das mit ein oder man muss den Feedbackzweig nach 
dieser Schaltung anlegen damit es ausgeregelt(korrigiert) wird. 
Wahrscheinlich wird es intern schwer zu machen sein, da die Buchsen ja 
direkt auf die Platine gelötet sind, wenn diese mit Kabeln verbunden 
wären könnte man es dazwischen pfrimeln.

Wäre aber ne schnelle Möglichkeit ne saubere Vout hinzubekommen.

: Bearbeitet durch User

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