Doktorarbeit in der Praxis? [Endet 12.9.]

Gast #6399726
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Hallöchen,

Bin neu hier, ist mein erster Beitrag und freut mich,  dass man hier so 
frei schreiben darf.
bin IT Ingenieurin (Name anonymisiert) und arbeite erst seit ca. 1 Jahr 
in der Praxis (Halbleiter/Chemie..) , aber wollte immer schon mal einen 
Doktor "machen", möchte meine Pläne noch für mich behalten. Jedoch ist 
das ganze Paper schreiben und vor Konferenzen reden stark zum 
Abgewöhnen.  Gibt es evtl. auch eine praktische Variante des Dokrors? 
Habe mal einen Prof. gefragt eines Instituts für Automation / Automaten 
(Industrie bzw. Robotertechnik) und sogar eine Firma vorgeschlagen.  Da 
hat er aber gleich abgelehnt und gesagt,  mit Firmen usw. hat er 
schlechte Erfahrungen wg. Doktorarbeiten.
Wirklich gern würd ich den "Daktari" machen.. (wie das hier in diesem 
Forum öfters benannt wird...) Family kann dann immer noch kommen. Vor 
allem,  lohnt sich denn dann auch der Aufwand in der Praxis? Bin mir nun 
schon unsicher. Mit einem Einstieg in etwas gehobener Position (z.B. 
Konzern) hätte ich nach dem Abschluss eines Doktorats schon gerechnet. 
Gibt es hier erfahrene Ings, die die Praxis gut kennen bzw. evtl. selbst 
einen Dr. gemacht haben und wissen, wie das in der Industrie/Wirtschaft 
gewertet wird?  Gut vorstellen könnte ich mir eine kleine 
Dozententätigkeit nebenbei,  da ich eigentlich gesprächig bin bzw. gerne 
helfe bzw. erzähle, Tutorin war etc.

Viele Grüsse und danke, Ariande
Gast #6399780
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#6400027
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Ariande Grande schrieb:
> Gibt es evtl. auch eine praktische Variante des Dokrors?

Gibt es. Nennt sich Industriepromotion. Üblicherweise findet man so 
etwas in größeren Firmen wie Bosch, Daimler, Siemens etc.:

https://www.bosch.de/karriere/starten-sie-ihre-karriere/absolventen/promotion/
https://www.daimler.com/karriere/absolventen/promotion/
https://new.siemens.com/de/de/unternehmen/jobs/karrieren-entdecken/doktoranden.html

Natürlich braucht man einen Doktorvater dafür. Am ehesten wäre dafür 
also ein Professor geeignet, der selbst Kontakte in die Industrie hat.

Eine andere Möglichkeit wären die Fraunhofer- und Max-Planck-Institute. 
Nicht wenige haben ihren Doktortitel an einem solchen Institut erlangt.
#6400065
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Echter Dipl. Ingenieur (Univ.) schrieb:
> Ariande Grande schrieb:
>> bin IT Ingenieurin
>
> Ja was denn nun, IT Frickler oder ein echter Ingenieur wie ich mit dem
> dreifachen Gehalt? Webseitenfrickler sind keine Ingenieure, auch mit
> Doktor cum laude nicht.
> Habe ich schon erwähnt dass ich Ingenieur bin?

IT != Webgefrickel

Natürlich gibt es IT-Ingenieure. Gibt auch Stellenausschreibungen dafür. 
Beispiel:

https://www.bundeswehrkarriere.de/ingenieur-informationstechnik-offizier/136754
Gast #6400067
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Ariande Grande schrieb:
> Bin neu hier, ist mein erster Beitrag und freut mich,  dass man hier so
> frei schreiben darf.
> bin IT Ingenieurin (Name anonymisiert) und arbeite erst seit ca. 1 Jahr
> in der Praxis (Halbleiter/Chemie..) , aber wollte immer schon mal einen
> Doktor "machen", möchte meine Pläne noch für mich behalten. Jedoch ist
> das ganze Paper schreiben und vor Konferenzen reden stark zum
> Abgewöhnen.  Gibt es evtl. auch eine praktische Variante des Dokrors?
Wie schon geschrieben wurde, dein Vorhaben nennt sich 
Industriepromotion. Aber eigentliche macht man doch den Doktor um sich 
vertieft mit Sachen zu beschäftigen. Und da gehören Vorträge, Paper, 
Networking, etc. dazu. Ansonsten gibt es noch die kummalitve Promotion. 
Das bedeutet, eine begrenzte Anzahl von z.T. unabhängigen Papern 
anfertigen und später eine Zusammenfassung davon einreichen. Wäre die 
Frage, in wie weit das in der Industrie möglich ist?
Gast #6400161
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Senf D. schrieb:
> OK, Boomer. Das gehört heutzutage zur Allgemeinbildung. :-)

Neee, zur Unbildung. Das ist ist so wie mit dem 'GOTO' und Basic. Wer 
das kennt, ist auf Dauer für seriöse Programmierarbeit 'verbrannt'.

siehe 
https://www.goodreads.com/quotes/79997-it-is-practically-impossible-to-teach-good-programming-to-students

“It is practically impossible to teach good programming to students that 
have had a prior exposure to BASIC: as potential programmers they are 
mentally mutilated beyond hope of regeneration.”

Und was für BASIC gilt, gilt erst recht für Unterschichten-TV.
Beitrag #6400179 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6400181
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Möbizs schrieb im Beitrag #6400179:
> Fraunhofer ist im Grunde auch nichts anderes als ein schlecht
> zahlender Dienstleister.

Vor allem zahlt Fraunhofer extrem schlecht, zudem ist Befristung üblich. 
Ist eigentlich tatsächlich nur für Doktoranden interessant, die sind 
nach ihrer Promotion dann aber auch meistens schnell wieder dort weg.
Gast #6400183
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Ariadne war in der griechischen Mythologie die Tochter des kretischen 
Königs Minos und seiner Gattin Pasiphaë, einer Tochter des Sonnengottes 
Helios. Sie half Theseus den Minotauros zu besiegen. Später wurde sie 
zur Braut des Weingottes Dionysos. Auf Kreta galt sie auch als 
Fruchtbarkeitsgöttin.
#6400184
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Möbizs schrieb im Beitrag #6400179:
> Fraunhofer ist im Grunde auch nichts anderes als ein schlecht zahlender
> Dienstleister.

Das mag stimmen. Mit einem Titel Dr.-Ing. kann man aber gewiss eine sehr 
gut bezahlte Stelle bekommen. "Doktor Inschs" gibt es schließlich nicht 
gerade viele.
Gast #6400190
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Senf D. schrieb:

> Das ist natürlich kompletter Unsinn. Alleine das Wissen über eine Sache
> macht einen nicht unfähiger oder dümmer als jemanden, der dieses unnütze
> Wissen nicht hat, eher im Gegenteil.

Nö, es gibt 'Wissen' wie das der 'Reichsbürger' oder anderer Esoteriker 
das das denken eines normal denkenden soweit vergiften kann, das dieser 
für sinnvolle Arbeiten nicht mehr zu gebrauchen ist.

Oder verbohrte Ideologen wie Arno Dübel, für die jede Tätigkeit 
Ausbeutung ist. Unterschichten-TV auf Dauer hat genau diese Wirkung -> 
Verdummung. So wie eine gut gefüllte Bibliothek in der sich nur 
Schundliteratur findet.
#6400201
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Leadership vor die Säue schrieb:
> Naja auch bei Fraunhofer gibt es ö.D Stellen mit akzeptabler BAT.

Akzeptabel? Wohl eher extrem weit entfernt vom Gehaltsniveau in der 
Industrie. Ich hatte mich mal bei einem Fraunhofer Institut beworben und 
bin bei den Gehaltsverhandlungen fast vom Stuhl gefallen (okay, ich war 
als Ingenieursabsolvet damals noch jung und naiv). Natürlich habe ich 
dann dort abgesagt.
Beitrag #6400213 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6400274 wurde von einem Moderator gelöscht.
(Firma: Weichwarengesellschaft mbH) #6400322
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Warum sollte eine Firma einem Dr.Ing. mehr bezahlen? Für den sehr 
wahrscheinlichen Fall, dass seine Promotion nichts mit der Stelle zu tun 
hat, hat dieser weniger Berufserfahrung vorzuweisen als andere in seinem 
Alter und ansonsten keine Vorteile zu bieten.
Gast #6400335
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Weich W. schrieb:
> Warum sollte eine Firma einem Dr.Ing. mehr bezahlen? Für den sehr
> wahrscheinlichen Fall, dass seine Promotion nichts mit der Stelle zu tun
> hat, hat dieser weniger Berufserfahrung vorzuweisen als andere in seinem
> Alter und ansonsten keine Vorteile zu bieten.

Vielleicht, weil er älter als ein Absolvent ist, weil er Erfahrung mit 
Mitarbeiterführung hat, weil er sich um Finanzen in Projekten gekümmert, 
weil er Projektplanung gemacht hat, weil er Vorträge halten kann und 
weil er schreiben kann. Und dann kommt eventuell noch der Habitus hinzu. 
Für eine Führungslaufbahn sind das alles Vorteile, die sich finanziell 
bemerkbar machen können.
#6400337
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Weich W. schrieb:
> Warum sollte eine Firma einem Dr.Ing. mehr bezahlen? Für den sehr
> wahrscheinlichen Fall, dass seine Promotion nichts mit der Stelle zu tun
> hat, hat dieser weniger Berufserfahrung vorzuweisen als andere in seinem
> Alter und ansonsten keine Vorteile zu bieten.

Frag z.B. Bosch warum die vorwiegend promovierte auf höhere Posten 
befördern. Der Dr. lohnt sich in größeren Firmen schon.
Gast #6400533
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Cyblord -. schrieb:
> Frag z.B. Bosch warum die vorwiegend promovierte auf höhere Posten
> befördern. Der Dr. lohnt sich in größeren Firmen schon.

Naja, ist die Frage, ob diese wegen dem Titel oder wegen ihrem IQ 
hochgeschbst worden.

In einer Personengruppe mit hohen IQ ist die Wahrscheinlichkeit höher 
einen Doktortitel zu führen, aber wer einen Dr-Titel führt muss nicht 
unbedingt einen hohen IQ haben. Siehe die ganzen Plagiatsaffären der 
letzten Jahren bspw. Koch-Mehrin.

Das Führen eines Dr.-Titel dient besonders bei Frauen als Mittel mehr 
Respekt und Achtung in der sozialen Gruppe zu erreichen. Ob das zur 
Führung eines Unternehmens ausreicht ist eine ganz andere Frage. Auch 
ein Doktortitel schützt nicht vor kompletter Inkompetenz, siehe Dr. rer. 
nat. Axel Stoll.
Gast #6400704
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Cyblord -. schrieb:
> Als wenn nach IQ befördert werden würde.

Ja, auch für Führungsposten kann man überqualifiziert aka zu schlau 
sein.

Manche stellen sich ja absichtlich dumm um befördert zu werden. Nicht 
das BigBoss Angst bekommt, dass ihm das junge, unverbrauchte 
Führungspersonal mit frischen Uni-titeln zu nah auf die Pelle rückt...

Der wahre Volkstribun spricht nicht nur mit der Stimme des Volkes, er 
muß auch so dumm wie das Volk sein damit er aufsteigt -> siehe Trump, 
Bush und andere Republikaner.

Da mal eine Untersuchung zu den IQ's der Präsis:
Tiefflieger:   W.Bush,Bush, Ford      : 111,116,113
Überflieger:   Clinton,Carter, Kennedy: 136,130,139

https://files.newsnetz.ch/upload//1/5/156643.pdf
https://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/welche-uspraesidenten-wirklich-intelligent-waren/story/15742165

Der Trump wird wohl um die 110 liegen.
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