Forum: Offtopic Ebay macht jetzt alle Privatverkäufer zu Sklaven


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Cyblord -. schrieb:
> Wie wirr kann man sein? Fotos vom Leben fremder Leute spannen?
>
und dann auch noch rumjaulen, daß man solche Fotos/Dias nicht wie 
'früher' verkauft bekommt - das sind keine Landschaftsaufnahmen, sondern 
private Fotos mit fremden Leuten ):

von Cyblord -. (cyblord)


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Dietmar S. schrieb:
> Anders kann ich mir die Preise jedenfalls nicht erklären:

Ich bekomme den Eindruck, viele eBay Basher hier haben grundlegende 
Probleme mit Marktwirtschaft. Wenn der Staatsrat die Preise nicht 
festlegt, dann kommen die nicht mehr mit. Sind völlig überfordert.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Wollvieh W. schrieb:

> Ich habe gerade einige 100 alte Dias weggeworfen, von fremden Leuten.
> Vor 10-15 Jahren hätte man die in einer Szenebar an die Wand werfen
> können. Wurde wahrscheinlich auch gemacht, denn Dias und Super-8-Filme
> hatten damals einen Marktwert auf Ebay.

Dazu müsstest Du heute erstmal die Einwilligung der abgebildeten 
Personen einholen. Und natürlich eine Freigabe des Fotografen, dass sein 
Werk verwertet werden darf.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Dietmar S. schrieb:
> Anders kann ich mir die Preise jedenfalls nicht erklären:
> Ebay-Artikel Nr. 174626327645 (Ein verkaufter Artikel wohl
> bemerkt).
auch da geht's um die Aussicht Spanner-Fotos zu ergattern, deshalb der 
Preis ... einfach nur ekelhaft.

von Percy N. (vox_bovi)


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Soul E. schrieb:
> Dazu müsstest Du heute erstmal die Einwilligung der abgebildeten
> Personen einholen. Und natürlich eine Freigabe des Fotografen, dass sein
> Werk verwertet werden darf.

Das war "damals" auch nicht anders.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Dietmar S. schrieb:
> Wollvieh W. schrieb:
>> Ich habe gerade einige 100 alte Dias weggeworfen, von fremden Leuten.
>> Vor 10-15 Jahren hätte man die in einer Szenebar an die Wand werfen
>> können.
>
> Heute liegen anscheinend Speicherkarten im Trend. Dabei lassen sich
> vermutlich auch gleich Bitcoin-Wallets, Passwörter, Identitäten und Gold
> schürfen. Anders kann ich mir die Preise jedenfalls nicht erklären:
> Ebay-Artikel Nr. 174626327645 (Ein verkaufter Artikel wohl
> bemerkt).

mit dem Schlagwort "Goldschrott" kämen wohl noch 50EUR hinzu...

von Ralf X. (ralf0815)


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Wollvieh W. schrieb:
> Traurig ist halt, daß Ebay den tatsächlich einzigartig neuen "Flohmarkt
> im Netz" plattgemacht hat, auf eine Weise, daß er wohl nie wieder
> auferstehen wird.

Im alten ebay-Forum in den Nullerjahren gab es keine einzige Änderung 
bei ebay, bei der es nicht zu Protestwellen von privaten und/oder 
gewerblichen VK kam, dass ebay damit jetzt die Plattform endgültig 
kaputt macht..
Und jeder, der damals am lautesten schrie, ist dann doch dabei 
geblieben.

Natürlich sind inzwischen viele (echte) Private mit Alltagsgegenständen 
zu ebay-Kleinanzeigen abgewandert, ich selber ja auch und zu 99% 
ausschliesslich mit Selbstabholung und Test/Vorführung vor Ort.
Spart jede Menge Auseinandersetzungen.

> Hood existiert, naja, vegetiert, seit 20 Jahren, aber
> es kommt niemand.

Diverse Onlineplattformen kamen und gingen.
Möchte nur an ricado.de erinnern.
ricardo ist in der Schweiz gestartet und heute dort grösster 
Onlinemarktplatz, ebay weit abgeschlagen.
Irgendetwas scheint ebay in DE doch richtig(er) gemacht zu haben, obwohl 
in Europa in der Schweiz gestartet.

> Kann aber auch sein, daß der Krieg einfach zu lange her und der
> Wohlstand so verbreitet ist, daß mittlerweile zuviele Leute den Gedanken
> pervers finden, gebrauchte Waren von jemand anderem zu verwenden, daß es
> sich nur noch um ein aussterbendes Randgebiet handelt ähnlich wie
> Posamentenklöppelei.

Ich habe mal diverse Klein- und Grossstädte durchgeklickt. Bei 
ebay-Kleinanzeigen kommen dabei gut 1 bis 1,8 (angeblich) private 
Angebote pro Haushalt raus.

Und wie schon mehrfach geschildert:
Ich kenne auch noch das Sperrmüllsammeln von meiner Kindheit in den 
60ern bis in mein Studium bis Ende der 70er.
Scheinbar hast Du keine Ahnung, was damals alles an wertvollem oder 
auch neuwertigen Zeugs weggeschmissen wurde.

Ich habe natürlich keine Ahnung, was Dein privates Verkaufssortiment 
enthält und was für Preise Du erwartest.
Ich denke, dass da irgendein Fehler bei Dir liegt.

> Ich habe gerade einige 100 alte Dias weggeworfen, von fremden Leuten.
> Vor 10-15 Jahren hätte man die in einer Szenebar an die Wand werfen
> können. Wurde wahrscheinlich auch gemacht, denn Dias und Super-8-Filme
> hatten damals einen Marktwert auf Ebay. Ich hatte jedenfalls mit einem
> Kumpel super Spaß, den ganzen Lebensweg einer Familie von der Geburt der
> Kinder bis zur Geburt von deren Kindern und Familienfeiern mit drei
> Generationen anzuschauen, das alles mit alten Klamotten und Autos.

Bei der heutigen Rechtslage sollte man sich auch hüten, Bilder von 
fremden Leuten zu verhökern, solange man keine Eigentumsrechte im Sinne 
des Urheberrechts daran erworben hat.
Oder das Urheberrecht durch Verjährung erloschen ist.

Es soll aber das Darknet geben, wo man an sich alles verkaufen kann. :-)
Aber ebay ist dafür die falsche Plattform.

: Bearbeitet durch User
von Achim B. (bobdylan)


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Cyblord -. schrieb:
> Wie wirr kann man sein? Fotos vom Leben fremder Leute spannen?

Dazu fällt mir natürlich ganz spontan ein Witz aus Tagen meines 
Knilchtums ein:

"Hast du Aktfotos von deiner Frau..?"
"Natürlich NICHT!!!"
"Willst du welche haben..?"

von Cyblord -. (cyblord)


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Achim B. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Wie wirr kann man sein? Fotos vom Leben fremder Leute spannen?
>
> Dazu fällt mir natürlich ganz spontan ein Witz aus Tagen meines
> Knilchtums ein:
>
> "Hast du Aktfotos von deiner Frau..?"
> "Natürlich NICHT!!!"
> "Willst du welche haben..?"

Den Spruch hab ich schon mal auf einer Steintafel in Keilschrift 
gesehen.

von Al. K. (alterknacker)


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Cyblord -. schrieb:
> Den Spruch hab ich schon mal auf einer Steintafel in Keilschrift
> gesehen.

Den hatte Özi als Tätowierung.

von Percy N. (vox_bovi)


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Al. K. schrieb:
> Den hatte Özi als Tätowierung.

Ist der neuerdings Türke?

von Gustav K. (hauwech)


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Vor zwei Wochen ging einer meiner Artikel per SofortKauf weg und der 
Käufer zahlt nicht (Artikel noch nicht verschickt). Nach einer Woche 
eine Zahlungserinnerung per Mail geschickt, keine Antwort, keine 
Zahlung. Nach einer weiteren Woche ohne Zahlung will ich den Kauf 
abbrechen und muss lesen, nicht möglich.

Was soll das denn? Auf was soll ich jetzt warten? Bis einer der beiden 
Vertragspartners stirbt und der Kauf deswegen nicht mehr durchführbar 
ist?

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Ebay will halt die Gebühr behalten. Wenn Du Glück hast, kannst Du noch 
"Zahlung nicht erhalten" oder so anwerfen, dann wird nach einer ca. 
Woche Untätigkeit der Gegenseite erstattet. So jedenfalls noch nach der 
alten Abwicklungsweise.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Gustav K. schrieb:
> Vor zwei Wochen ging einer meiner Artikel per SofortKauf weg und der
> Käufer zahlt nicht (Artikel noch nicht verschickt). Nach einer Woche
> eine Zahlungserinnerung per Mail geschickt, keine Antwort, keine
> Zahlung. Nach einer weiteren Woche ohne Zahlung will ich den Kauf
> abbrechen und muss lesen, nicht möglich.

Du meinst, Du hast auf "Problem klären" geklickt und dort "Käufer hat 
nicht gezahlt" ausgewählt? Also das, was ebay "einen Fall eröffnen" 
nennt?

Weil, einen "Kauf abbrechen" bedeutet einen einseitigen 
Vertragsrücktritt von Deiner Seite aus. Und der bedarf der Zustimmung 
des Käufers, sonst machst Du Dich u.U. schadenersatzpflichtig.



Mittlerweile hat ebay die Benutzeroberfläche komplett kaputt 
programmiert. "My ebay" ist eigentlich nur noch im Vollbildmodus zu 
gebrauchen, und auch da scrollt man sich den Wolf und findet nichts 
mehr. Bis gestern passte eine Liste mit fünf Artikeln untereinander ins 
Browserfenster, mittlerweile reicht es nur noch für anderthalb 
Listeneinträge mit einer Riesenmenge Weissraum drumherum. Die machen 
einem den Abschied echt leicht!

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Soul E. schrieb:
> Weil, einen "Kauf abbrechen" bedeutet einen einseitigen
> Vertragsrücktritt von Deiner Seite aus. Und der bedarf der Zustimmung
> des Käufers, sonst machst Du Dich u.U. schadenersatzpflichtig.

Naja, er hat den Käufer zur Zahlung des Kaufpreises aufgefordert, 
hoffentlich mit einer konkreten Frist, weil es sonst witzlos wäre.

Wenn er's richtig und beweisbar gemacht hat, könnte er jetzt vom Vertrag 
zurücktreten. Was er auch tun müsste. Aber bitte mit Erklärung gegenüber 
dem Käufer. Bitte wieder förmlich und beweisbar.

Leider glauben viele ebayer an den digitalen Quatsch dort. Hat aber 
juristisch nicht ohne Weiteres Bestand, da sollte man mal ins BGB 
schauen und nicht nur in die ebay-Seiten. Aber mache jeder es so, wie er 
es mag.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Rainer Z. schrieb:

> Wenn er's richtig und beweisbar gemacht hat, könnte er jetzt vom Vertrag
> zurücktreten. Was er auch tun müsste. Aber bitte mit Erklärung gegenüber
> dem Käufer. Bitte wieder förmlich und beweisbar.

Das ist richtig, so kann er die Angelegenheit seinem Anwalt übergeben. 
Einfacher ist aber die Prozesse von ebay zu nutzen. Fall aufmachen wegen 
nichterhaltener Zahlung, eine Woche später gibt's die Provision zurück. 
Vor Gericht kann man immer noch wenn die Gegenseite es unbedingt will, 
man muss aber nicht.

von Cyblord -. (cyblord)


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Ja warum nicht einfach die Instrumente der Plattform korrekt nutzen? 
Dass ein Käufer nicht zahlt ist doch jetzt kein exotischer Fall und 
stellt überhaupt kein Problem dar. Wie immer wird hier aus reiner 
Unwissenheit Bashing betrieben.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Du klickst auf "Problem klären". Früher war das direkt rechts vom 
Artikel in dem Auswahlmenü, heute ist es in dem responsiven 
Gummibärchendesign der Webseite gut versteckt. Letztendlich landest Du 
dann bei https://resolutioncenter.ebay.de/

Da dann "ich habe einen Artikel verkauft und kein Geld erhalten" 
auswählen. Ebay müsste automatisch die in Frage kommenden Verkäufe 
auflisten, d.h. Verkauf mindestens 7 Tage her und nicht "Zahlung 
erhalten" markiert. Wenn nicht dann kann man die Auktionsnummer direkt 
angeben. Die alte Nummer, nicht diese neue "Bestellnummer" mit den 
Bindestrichen.

von Gustav K. (hauwech)


Angehängte Dateien:

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Soul E. schrieb:
> heute ist es in dem responsiven Gummibärchendesign der Webseite
> gut versteckt.

OK, vielen Dank für den Hinweis: Nicht gewünschte Aktionen vergräbt man 
offensichtlich gerne irgendwo im Wald. Als gelegentlicher Verkäufer habe 
ich sowieso das Problem, ständig ein modifiziertes System vorzufinden.

Schlüssig wäre:
Einzelheiten zum Verkauf ansehen -> Verkauf abbrechen - fertig.

Aber hier geht es nicht weiter (s. Bild). Die Party läuft ganz wo 
anders. Interessant auch, dass in dem Listenfeld der Käufer den Kauf 
abbrechen kann, der Verkäufer jedoch nicht.

Hier einen Fall zu eröffnen, ist m.E. auch unnötig. NIEMAND muss meine 
Sachen kaufen. Wer nicht will, der hat schon. Dann kauft den Artikel 
eben jemand anders.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Gustav K. schrieb:
> Hier einen Fall zu eröffnen, ist m.E. auch unnötig. NIEMAND muss meine
> Sachen kaufen. Wer nicht will, der hat schon. Dann kauft den Artikel
> eben jemand anders.

Aber der Verkauf ist doch schon gelaufen. Der Kaufvertrag ist schon 
zustande gekommen. Jetzt geht es doch nur noch darum dass beide Seiten 
ihre Leistung erbringen. Deshalb ist "Kauf abbrechen" auch nicht das 
richtige Instrument.

von Percy N. (vox_bovi)


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Cyblord -. schrieb:
> Aber der Verkauf ist doch schon gelaufen. Der Kaufvertrag ist schon
> zustande gekommen. Jetzt geht es doch nur noch darum dass beide Seiten
> ihre Leistung erbringen. Deshalb ist "Kauf abbrechen" auch nicht das
> richtige Instrument.

Ohne derlei sachliche Erwägungen kann man sich aber deutlich besser 
echauffieren!

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Gustav K. schrieb:

> Schlüssig wäre:
> Einzelheiten zum Verkauf ansehen -> Verkauf abbrechen - fertig.

Nein. Kauf abbrechen heisst Du möchstest jetzt doch lieber nicht 
verkaufen. Oder der Käufer hat es sich anders überlegt und möchte vom 
Kauf zurücktreten.


> Hier einen Fall zu eröffnen, ist m.E. auch unnötig. NIEMAND muss meine
> Sachen kaufen. Wer nicht will, der hat schon. Dann kauft den Artikel
> eben jemand anders.

Einen Fall eröffnen ist aber genau das was Du tun musst wenn Du deine 
10% Provision von ebay wiederhaben willst. Und wenn Du den Artikel dort 
und nicht woanders nochmal neu anbieten willst.

: Bearbeitet durch User
von Kybernetiker X. (kybernetiker)


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Warum verkaufen die Leute alle auf ebay und nicht auf hood.de?

Verkaufsprovision auf hood: KOSTENLOS
Verkaufsprovision auf ebay: 10% vom Verkaufspreis

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Kybernetiker X. schrieb:
> Warum verkaufen die Leute alle auf ebay und nicht auf hood.de?

Der Teufel scheisst auf den größten Haufen, und die Leute verkaufen da 
wo sie die größte Zielgruppe erreichen. Ich hoffe das ändert sich nun. 
Ebay tut ja alles, um einem den Abschied zu erleichtern.

* schrottige Webseite, die nur noch aus Weissraum besteht und eigentlich 
nur im Vollbildmodus brauchbar ist. Wo früher fünf Angebote 
untereinander ins Browserfenster passten sind heute nur noch anderthalb 
zu sehen, und der meiste Platz wird von so glorreichen Vorschlägen wie 
"Angebotsmerkmale hinzufügen" (die dann aber völlig unpassend sind) oder 
"Preisvorschlag senden" (an potentielle Interessenten, die überhaupt 
keinen Bock haben von mir zugespammt zu werden) eingenommen.
* stetig steigende Gebühren. 2%, 4%, 5%, 10%, nun 11% plus 35ct, und das 
nun auf den Gesamtbetrag inklusive der Versandkosten.
* ab dem 28.05. dieses asoziale Bezahlsystem, wo ebay entscheidet ob der 
Verkäufer sein Geld bekommt oder nicht. Nein, entscheiden tut natürlich 
immer noch das Landesgericht, aber den Aufwand eines Mahnverfahrens und 
einer Klage muss man erstmal treiben.

Hoffentlich wechseln möglichst viele zu Hood, oder vielleicht springt 
sogar ein neuer Alando/Atrada/Ricardo/... in die Bresche? Aber 
wahrscheinlich meckern auch alle nur ein bisschen und machen weiter wie 
bisher. Ist halt am bequemsten...

: Bearbeitet durch User
von H-G S. (haenschen)


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Ich habe jetzt angefangen, alle verkauften Artikel vor dem Versenden zu 
fotografieren, mitsamt der frankierten Verpackung und der Quittung von 
der Post. Vielleicht hilft das wenn ein Käufer einen Disput aufmacht.

von Cyblord -. (cyblord)


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Soul E. schrieb:
> Hoffentlich wechseln möglichst viele zu Hood, oder vielleicht springt
> sogar ein neuer Alando/Atrada/Ricardo/... in die Bresche? Aber
> wahrscheinlich meckern auch alle nur ein bisschen und machen weiter wie
> bisher. Ist halt am bequemsten...

Du prescht ja auch nicht gerade vor und eröffnest die große Alternative. 
Ist übrigens bei Google und Amazon das Gleiche. Alle meckern aber keiner 
machts besser.

von H-G S. (haenschen)


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Amazon hat sich ja übelst sicher positioniert. Ihr Shop ist durch 
Server-Dienste quersubventioniert und wird nie wieder mehr los zu werden 
sein.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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H-G S. schrieb:
> Ich habe jetzt angefangen, alle verkauften Artikel vor dem Versenden zu
> fotografieren, mitsamt der frankierten Verpackung und der Quittung von
> der Post. Vielleicht hilft das wenn ein Käufer einen Disput aufmacht.

Nachdem mir mal ein Käufer eine gekaufte Steuerung aufgeschraubt, sein 
kaputtes Display reingepackt und sie dann wegen Defekt ungefragt 
zurückgeschickt hat, habe ich das auch schon teilweise gemacht. 
Andererseits ist der Aufwand dann auch wieder riesig, wenn man nur alle 
100 Mal beschissen wird. Bei Beweislast geht halt nichts über einen 
Mehrpersonenhaushalt, oder Mitarbeiter, die dann merkwürdigerweise nicht 
Partei, sondern unabhängige Zeugen sind.

Soul E. schrieb:

> Hoffentlich wechseln möglichst viele zu Hood, oder vielleicht springt
> sogar ein neuer Alando/Atrada/Ricardo/... in die Bresche? Aber
> wahrscheinlich meckern auch alle nur ein bisschen und machen weiter wie
> bisher. Ist halt am bequemsten...

Naja, mehr als Artikel einstellen und nicht verkauft bekommen kann man 
nicht tun. Oder bei Hood jeden Tag nach "Hameg" suchen, bis mal endlich 
ein statt kein Treffer kommt (ich muß mich korrigieren, da sind sogar 
jetzt schon drei Artikel.)

Ich fürchte, der Trend, gebrauchte Sachen zu verkaufen statt wegzuwerfen 
versandet einfach noch mehr als schon die letzten 10 Jahre.

: Bearbeitet durch User
von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Wollvieh W. schrieb:
> Nachdem mir mal ein Käufer eine gekaufte Steuerung aufgeschraubt, sein
> kaputtes Display reingepackt und sie dann wegen Defekt ungefragt
> zurückgeschickt hat, habe ich das auch schon teilweise gemacht.
???
Wie jetzt, Du hast das Gleiche gemacht, um dann irgendwen anders zu 
besch... ?
Ganz schlecht! Schäm Dich.
Du hättest stattdessen lieber den Typen anzeigen sollen auch wenn dabei 
nichts rauskommt - nur damit solche A.löcher erst einmal juristisch 
beschäftigt sind.

> Andererseits ist der Aufwand dann auch wieder riesig, wenn man nur alle
> 100 Mal beschissen wird. Bei Beweislast geht halt nichts über einen
> Mehrpersonenhaushalt, oder Mitarbeiter, die dann merkwürdigerweise nicht
> Partei, sondern unabhängige Zeugen sind.
dabei kommt nichts raus, trotzdem sollte man sich gegen sowas wehren mit 
allen Möglichkeiten.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Wollvieh W. schrieb:
> Naja, mehr als Artikel einstellen und nicht verkauft bekommen kann man
> nicht tun.
Günstiger anbieten!

> Oder bei Hood jeden Tag nach "Hameg" suchen, bis mal endlich
> ein statt kein Treffer kommt (ich muß mich korrigieren, da sind sogar
> jetzt schon drei Artikel.)
da schaut keiner mehr rein wegen Deiner und der Mehrheits-Ideologie.

> Ich fürchte, der Trend, gebrauchte Sachen zu verkaufen statt wegzuwerfen
> versandet einfach noch mehr als schon die letzten 10 Jahre.
das liegt an der Einstellung/Ideologie der Leute.
Aber kannst beruhigt sein, daß ist Darwin'sche Evolution, die nicht 
überwunden wurde.

von Ralf X. (ralf0815)


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Soul E. schrieb:
> Hoffentlich wechseln möglichst viele zu Hood, oder vielleicht springt
> sogar ein neuer Alando/Atrada/Ricardo/... in die Bresche? Aber
> wahrscheinlich meckern auch alle nur ein bisschen und machen weiter wie
> bisher. Ist halt am bequemsten...

Hättest Du mal den Link zu Deinen tollen Angeboten bei Hood?
Oder bist Du genau so "bequem" wie alle anderen, aber bist doch besser, 
weil Du Dir über die anderen immerhin das Maul zerreisst?

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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H-G S. schrieb:
> Ich habe jetzt angefangen, alle verkauften Artikel vor dem Versenden zu
> fotografieren, mitsamt der frankierten Verpackung und der Quittung von
> der Post. Vielleicht hilft das wenn ein Käufer einen Disput aufmacht.

normalerweise müsste man ein ungeschnittenes Video von Einpacken
bis zur Abgabe am Paketschalter mit Empfang der ID drehen.

aber...

Mach DAS mal in diesem Datenschutzland.
sobald da ein Autokennzeichen oder ein fremdes Gesicht zu sehen ist,
wird das dann evtl noch nicht mal als Beweis zugelassen.

von Kybernetiker X. (kybernetiker)


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Man sollte zumindest den Anfang machen. Seine Elektronikartikel alle auf 
hood.de reinstellen und auf www.mikrocontroller.net/forum/markt 
verlinken. Weil da kann man nicht sehen welche Artikel schon verkauft 
wurden. Auf hood schon. Je mehr Leute gleich ziehen desto besser.

Das Problem dabei ist nur, dass die Suchalgorithmen auf Hood nicht so 
gut funktionieren wie auf ebay. Deswegen rate ich den Entwicklern dazu 
dieses Buch zu kaufen: 
https://www.amazon.de/Algorithmen-C-Sonstige-B%C3%BCcher-AW/dp/3893194622/ref=sr_1_7 
(Algorithmen in C++)

Algorithmen nicht in PHP schreiben, da diese Programmiersprache auf 
Servern sehr lahm ausgeführt wird.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Kybernetiker X. schrieb:
> und auf www.mikrocontroller.net/forum/markt verlinken.

nee lass man, ich hätte gerne mehr Übersicht...

von Dietmar S. (didi2)


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Wie ich heute feststellen musste, ist das Verkaufsformular nicht mehr zu 
gebrauchen. Wenn man etwas ausfüllt und bestätigt, wird der Eintrag 
durch Ebay-Vorgaben ersetzt und man darf den Inhalt erneut eintragen. 
Außerdem wird man genötigt alle möglichen und unmöglichen Angaben zu 
machen. Z. B. Markenname bei einer Hand voll ausgelöteter Transistoren 
oder Speicherkapazität bei einem alten Klapphandy. Habe überall n.a. 
eingetragen. Aber was soll's, am 28.05. ist eh Sense, da ich die 
Zahlungsabwicklung auf keinen Fall selbst umstelle.

Schon das gesehen?
Ebay-Artikel Nr. 124693369445
Nein, das ist NICHT von mir. Mich wundert, dass es noch nicht gelöscht 
wurde, denn das ist schon 2 oder 3 Wochen drin.

: Bearbeitet durch User
von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Immehin gilt die EAN-Pflicht noch nicht für private Verkäufer. Sonst 
hättest Du ein ernstes Problem mit Deinen Transistoren :-)

https://de.wikipedia.org/wiki/European_Article_Number

von Gustav K. (hauwech)


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Soul E. schrieb:
> Einen Fall eröffnen ist aber genau das was Du tun musst wenn Du deine
> 10% Provision von ebay wiederhaben willst.

Habe ich vor einer Woche gemacht und nichts ist passiert. Wobei es mir 
gar nicht um die Provision geht, ich will den Deal von der Backe haben. 
Es kotzt mich total an, dass ich hier nichts zu melden habe. Als 
Ladenbesitzer kann ich einen Kunden raus werfen, bei Ebay bin ich als 
Verkäufer Bittsteller.

Heute finde ich nun im Listenfeld einen 4. Eintrag, nämlich Kauf 
abbrechen. Habe ich gemacht und ich sehe die Meldung, dass nun der nicht 
zahlen wollenden Käufer befragt wird, ob er mit dem Abbruch des Kaufes 
einverstanden ist. Ist ja mal kernig.

Also zieht sich das Ganze nochmal paar Wochen. Offensichtlich hat man 
bei Ebay als Käufer einen Jagdschein und als Verkäufer ist man der Depp. 
Das war definitiv das letzte Angebot von mir bei Ebay. Aber das Ganze 
hängt sich diesen Monat eh von selber auf.

Dann bin ich bei Ebay nur noch Käufer und freue mich jetzt schon auf 
meinen Jagdschein. Die meisten Verkäufer werden sich ja sicher dem neuen 
System unterwerfen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Gustav K. schrieb:

> Habe ich vor einer Woche gemacht und nichts ist passiert. Wobei es mir
> gar nicht um die Provision geht, ich will den Deal von der Backe haben.

Der Deal ist schon gelaufen. Wie oft noch? Den kannst du nicht einfach 
in Luft auflösen. Wenn der Fall eröffnet ist kannst du einfach abwarten.

> Es kotzt mich total an, dass ich hier nichts zu melden habe. Als
> Ladenbesitzer kann ich einen Kunden raus werfen, bei Ebay bin ich als
> Verkäufer Bittsteller.

Dann eröffne einen Laden wenn du das willst. Du verkaufst aber online.
Und letztlich hast du kein Problem. Du kannst warten ob der Käufer 
zahlt. Tut er es nicht, wird der Kauf rückgängig gemacht. Du verlierst 
hier nichts.

> Heute finde ich nun im Listenfeld einen 4. Eintrag, nämlich Kauf
> abbrechen. Habe ich gemacht und ich sehe die Meldung, dass nun der nicht
> zahlen wollenden Käufer befragt wird, ob er mit dem Abbruch des Kaufes
> einverstanden ist. Ist ja mal kernig.

Du wurdest schon viele male darauf hingewiesen dass dies der falsche Weg 
ist. Der Kaufvertrag ist zustande gekommen. Wenn der Käufer nicht zahlt, 
dann kannst du irgendwann davon zurücktreten. Aber der Käufer hat nun 
mal eine gewisse Frist.

> Dann bin ich bei Ebay nur noch Käufer und freue mich jetzt schon auf
> meinen Jagdschein. Die meisten Verkäufer werden sich ja sicher dem neuen
> System unterwerfen.

Die meisten Verkäufer stellen sich nicht so selten blöd an, das kannst 
du glauben.
Und was wäre jetzt im alten System für dich besser gelaufen?

: Bearbeitet durch User
von Sinus T. (micha_micha)


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Gustav K. schrieb:
> Habe ich vor einer Woche gemacht und nichts ist passiert.

Wenn nach 4 Tagen nicht bezahlt wurde, kannst du einen Fall eröffnen, 
wenn er nach weiteren 4 Tagen nicht bezahlt hat, bekommst du deine 
Privosion wieder. Aktiv werden musst du aber selbst. Das sind 8 Tage, 
hat bei mir immer problemlos funktioniert.
Wenn du schreibst "ist nichts passiert", dann hast du dich nach den 4 
Tagen nicht gemelde, die rennen dir doch nicht hinterher.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Gustav K. schrieb:

> Heute finde ich nun im Listenfeld einen 4. Eintrag, nämlich Kauf
> abbrechen. Habe ich gemacht und ich sehe die Meldung, dass nun der nicht
> zahlen wollenden Käufer befragt wird, ob er mit dem Abbruch des Kaufes
> einverstanden ist. Ist ja mal kernig.

Nochmal: Kauf abbrechen bedeutet dass Du jetzt doch lieber nicht 
verkaufen willst. Und selbstverständlich muss dann der Käufer zustimmen, 
denn schließlich bist Du dann derjenige der gegen den geltenden Vertrag 
verstoßen bzw diesen ändern will.

Wenn Du Dich beschweren willst dass der Käufer seine Verpflichtungen 
nicht erfüllt, dann geht das einzig und alleine über Fall eröffnen. Ebay 
schreibt den Käufer an, gibt ihm ein paar Tage Zeit zu reagieren, und 
wenn der das nicht tut Dir Dein Geld zurück.


Ansonsten gebe ich Dir Recht -- Verkaufen in Zukunft eher woanders.

von Thomas O. (kosmos)


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eBay hat doch schon wegen der massenweise Kritik zurückgerudert. Aber 
ich nutze schon seit Ewigkeiten kein eBay zum verkaufen. eBay 
Kleinanzeigen tuts genauso und das ohne Provisionen.

von Dietmar S. (didi2)


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Thomas O. schrieb:
> eBay hat doch schon wegen der massenweise Kritik zurückgerudert. Aber
> ich nutze schon seit Ewigkeiten kein eBay zum verkaufen. eBay
> Kleinanzeigen tuts genauso und das ohne Provisionen.

Wie auch immer habe ich keine Lust mehr mich erneut mit der 
komplizierten Gebührenstruktur zu befassen, die sich regelmäßig ändert. 
Ich verkaufe gelegentlich mal was privat, dort wegzugehen ist kein 
großer Nachteil für mich. Für einen gewerblichen Verkäufer sieht das 
natürlich anders aus, aber schön war es ja noch nie als Ebay-Händler.

von H-G S. (haenschen)


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Sind ebay und Amazon nicht ein wenig gefährlich ? Durch den fixen und 
sichtbaren/speicherbaren Verkäufernamen kann man jederzeit sehen was man 
verkauft - bei Bedarf kann man einfach was kaufen und man weiss wo 
derjenige wohnt. Und das lebenslang ...

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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H-G S. schrieb:
> Sind ebay und Amazon nicht ein wenig gefährlich ? Durch den fixen und
> sichtbaren/speicherbaren Verkäufernamen kann man jederzeit sehen was man
> verkauft - bei Bedarf kann man einfach was kaufen und man weiss wo
> derjenige wohnt. Und das lebenslang ...

"Hilfe meine Nachbarn wohne nebenan"

von Gustav K. (hauwech)


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Soul E. schrieb:
> denn schließlich bist Du dann derjenige der gegen den geltenden Vertrag
> verstoßen bzw diesen ändern will.

Das ist ja mal interessant. Ich dachte immer, nach einem Kauf folgt als 
nächster Schritt die Zahlung, aber das ist heute wohl anders. Statt 
dessen habe ich nun gegen einen geltenden Vertrag verstoßen. Das ist 
wohl die neumodische Amazon-Philosophie: Der Kunde ist König und der 
Verkäufer/Händler ist Nutzvieh.

> Ansonsten gebe ich Dir Recht -- Verkaufen in Zukunft eher woanders.

Mit woanders meinst du "Was ist letzte Preis"? Das kann man wegen der 
Reichweite knicken. Nahezu alle meine knapp 1000 Verkäufe in den letzten 
20 Jahren gingen per Post weiter weg (z.T. ins Ausland), nur zwei mal 
wurde abgeholt. Ich wüsste auch nicht, wer hier in meinem Umfeld einen 
150 Watt Dummyload benötigen würden.

Viele der hochwertigen und langlebigen Artikel habe unter der Prämisse 
angeschafft, dass man selbige wieder abgeben kann. Denn als Grabbeigabe 
waren die Artikel nicht gedacht. Das meiste davon kann nun in die Tonne.

Habe immer mehr den Eindruck, dass dies vom System - trotz Umwelt und 
Ressourcenschutz - auch so gewollt ist. Die Leute sollen Neumüll kaufen 
und gute, alte und langlebige Sachen sollen auf den Müll. Zudem 
verhindert jeder Gebrauchtkauf einen Neukauf, Arbeitsplätze und so. 
Außerdem entfällt bei einem Gebrauchtkauf die MwSt, das geht ja mal gar 
nicht.

Dietmar S. schrieb:
> Wie auch immer habe ich keine Lust mehr mich erneut mit der
> komplizierten Gebührenstruktur zu befassen, die sich regelmäßig ändert.

Das kommt noch erschwerend hinzu. Zudem müssen die laufend an den Seiten 
rumfrickeln. Da sind nicht selten Stunden weg, bis man wieder halbwegs 
durchblickt. Um dann beim nächsten Mal schon wieder nicht mehr 
durchzublicken.

von Matthias L. (limbachnet)


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Gustav K. schrieb:
> Das ist ja mal interessant. Ich dachte immer, nach einem Kauf folgt als
> nächster Schritt die Zahlung, aber das ist heute wohl anders.

Nein, das ist immer noch so. Wenn der Käufer das nicht tut, ist er im 
Zahlungsverzug. Dann kannst du erinnern, mahnen, klagen, eBay in die 
Spur schicken oder sonstwas, aber der Kaufvertrag ist damit nicht aus 
der Welt.

Wie oben schon von mehreren Postern geschrieben - einen Fall zu eröffnen 
wäre der richtige Weg, NICHT vom Verkauf zurücktreten.

Gustav K. schrieb:
> Statt
> dessen habe ich nun gegen einen geltenden Vertrag verstoßen.

Wenn du den Kaufvertrag einseitig auflösen möchtest - ja, schon.

Gustav K. schrieb:
> Das ist
> wohl die neumodische Amazon-Philosophie: Der Kunde ist König und der
> Verkäufer/Händler ist Nutzvieh.

Nein, das ist uralt. "Pacta sunt servanda", Verträge müssen eingehalten 
werden. Von beiden Vertragspartnern.

von Sinus T. (micha_micha)


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Thomas O. schrieb:
> eBay hat doch schon wegen der massenweise Kritik zurückgerudert.

In welcher Hinsicht? Ich bekomme immernoch Aufforderungen zur 
Umstellung.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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H-G S. schrieb:
> Sind ebay und Amazon nicht ein wenig gefährlich ? Durch den fixen und
> sichtbaren/speicherbaren Verkäufernamen kann man jederzeit sehen was man
> verkauft - bei Bedarf kann man einfach was kaufen und man weiss wo
> derjenige wohnt. Und das lebenslang ...

Datenschutzrechtlich bedenklich finde ich, daß Ebay auf ewig die 
Titelzeile der verkauften Artikel bei den Bewertungen anzeigt und den 
Preis. Und das bei Privatpersonen. Aber man unterliegt ja nicht der 
europäischen Gerichtsbarkeit.

Da läßt sich schon was draus drehen, besonders für Staatsanwälte, die 
wegen einer Dose Bauschaum mal eben eine Funkzellenabfrage mit 100000 
Betroffenen machen. Also irgendwo wird auf der Baustelle eine Hilti 
geklaut. Und weil Du vor einem Jahr eine verkauft hast und 5 km 
Luftlinie von der Baustelle wohnst, mußt Du beweisen, daß Du es nicht 
warst.

: Bearbeitet durch User
von Wollvieh W. (wollvieh)


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Sinus T. schrieb:
> Thomas O. schrieb:
>> eBay hat doch schon wegen der massenweise Kritik zurückgerudert.
>
> In welcher Hinsicht? Ich bekomme immernoch Aufforderungen zur
> Umstellung.

Er meint wohl das einzige Mal vor nun glaub auch schon wieder 10 Jahren, 
wo Ebay die Strafgebühr auf die Versandkosten zurückgenommen hat.

Aber nun müßten schon ganz massiv Neuwarenkäufe einbrechen, und solange 
das mit irgendwelchen Facebook-Accounts oder sonstwie "quer" möglich 
ist, ohne selbst bei Ebay zu sein, wird da nichts abnehmen.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Gustav K. schrieb:

> Das ist ja mal interessant. Ich dachte immer, nach einem Kauf folgt als
> nächster Schritt die Zahlung, aber das ist heute wohl anders. Statt
> dessen habe ich nun gegen einen geltenden Vertrag verstoßen.

Wenn Du den Kauf abbrichst, dann erklärst Du dass Du nun doch lieber 
nicht verkaufen willst. D.h. Du bist dann derjenige, der den Käufer um 
Auflösung des Vertrages bittet und als Ausgleich dafür ggf Schadenersatz 
leisten muss. Du bist dann der Bittsteller, Du begibst Dich in eine 
Situation wo Du vom Wohlwollen des Käufers abhängig bist.

Wenn Du Dein Recht einfordern willst weil der Käufer seine 
Verpflichtungen nicht erfüllt hat, dann musst Du einen Fall eröffnen. 
Hier ist die Situation eindeutig: Käufer bekommt Frist, zahlt nicht, 
Provision wird zurückerstattet und Artikel darf neu verkauft werden.

von Cyblord -. (cyblord)


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Soul E. schrieb:
> Wenn Du Dein Recht einfordern willst weil der Käufer seine
> Verpflichtungen nicht erfüllt hat, dann musst Du einen Fall eröffnen.
> Hier ist die Situation eindeutig: Käufer bekommt Frist, zahlt nicht,
> Provision wird zurückerstattet und Artikel darf neu verkauft werden.

Ich glaube auch nach dem 1000 mal wird er es nicht verstehen. 
Altersstarsinn nehme ich an.

von Matthias L. (limbachnet)


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Wollvieh W. schrieb:
> Staatsanwälte, die
> wegen einer Dose Bauschaum mal eben eine Funkzellenabfrage mit 100000
> Betroffenen machen.

Quelle? Klingt schwer nach frei erfunden.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Wollvieh W. schrieb:
> Also irgendwo wird auf der Baustelle eine Hilti
> geklaut. Und weil Du vor einem Jahr eine verkauft hast und 5 km
> Luftlinie von der Baustelle wohnst, mußt Du beweisen, daß Du es nicht
> warst.

deswegen behalte ich Bilder, wo man die Seriennummern
verkaufter Geräte erkennen kann.

Da sowas auch ohne 15 MegaByte Bildgrösse geht,
hält sich der Speicherplatz für diese Bilder noch recht gering.

von Percy N. (vox_bovi)


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Matthias L. schrieb:
> Klingt schwer nach frei erfunden.

Das schon, aber der Rest ist noch blödsinniger.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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● Des I. schrieb:
> Wollvieh W. schrieb:
>> Also irgendwo wird auf der Baustelle eine Hilti
>> geklaut. Und weil Du vor einem Jahr eine verkauft hast und 5 km
>> Luftlinie von der Baustelle wohnst, mußt Du beweisen, daß Du es nicht
>> warst.
>
> deswegen behalte ich Bilder, wo man die Seriennummern
> verkaufter Geräte erkennen kann.

Die Hausdurchsuchung hattest Du dann trotzdem und mußt ein Jahr auf die 
Rückgabe Deiner Rechner warten. Von der nichtgeklauten aktuellen 
Maschine kannst Du ja nicht mit Nichtfotos den Nichtbesitz beweisen, 
also läßt die StA sicherheitshalber mal nachschauen.

Matthias L. schrieb:
> Wollvieh W. schrieb:
>> Staatsanwälte, die
>> wegen einer Dose Bauschaum mal eben eine Funkzellenabfrage mit 100000
>> Betroffenen machen.
>
> Quelle? Klingt schwer nach frei erfunden.

Wenn Du keine Ahnung von einem Thema hast, such doch bitte selber nach 
Quellen, anstatt Erwachsene blöd von der Seite anzumachen.

https://taz.de/Datensammelwut-der-Dresdner-Polizei/!5115427/

Da waren es nur 1,1 Millionen Verbindungsdaten, ging aber um eine 
Plastikkiste aus dem Baumarkt und nicht Bauschaum. Also der Fälle gibt 
es genügend.

von Cyblord -. (cyblord)


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Wollvieh W. schrieb:
> https://taz.de/Datensammelwut-der-Dresdner-Polizei/!5115427/
>
> Da waren es nur 1,1 Millionen Verbindungsdaten, ging aber um eine
> Plastikkiste aus dem Baumarkt und nicht Bauschaum. Also der Fälle gibt
> es genügend.

Jaja die TAZ Leser...

von Matthias L. (limbachnet)


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Das war 2009 und es ging nicht um die Dose Bauschaum und auch nicht um 
die Plastikkiste, sondern um Brandanschläge, was sogar die TAZ korrekt 
hingeschrieben hat.

Also nicht  erfunden, sondern glatt gelogen.

von Matthias L. (limbachnet)


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Kleiner Nachtrag:

Ich bin zwar auch der Meinung, dass die Sachsen bei der von der TAZ 
beschriebenen Verkehrsdatenabfrage deutlich zu weit gegangen sind - aber 
wegen der zeitlichen und räumlichen Ausdehnung der abgefragten Daten, da 
wäre auch eine Eingrenzung auf deutlich weniger als die 1,1 Millionen 
Datensätze möglich gewesen. Dass da eine Plastikkiste im Spiel war, hat 
damit jedoch gar nichts zu tun.

Um mal auf die Dose Bauschaum zurückzukommen: Wenn du im Baumarkt so 
eine Dose klaust, dann ist das ein einfacher Diebstahl. Wenn dafür eine 
Verkehrsdatenabfrage gemacht würde, wäre das wirklich skandalös.

Wenn du mit zwei Kumpels zusammen eine Strategie augetüftelt hast, um zu 
dritt jeden Tag eine Dose zu klauen und die später gewinnbringend 
weiterzuverkaufen, dann wandert das in Richtung "schwerer 
Bandendiebstahl", da wäre eine Verkehrsdatenabfrage schon möglich.

Und wenn du eine Person in deine Gewalt bringst, sie fesseltst und mit 
der vorher geklauten oder auch ehrlich gekauften Dose Bauschaum die 
Atemwege ausschäumst, dann ist das schlichtweg Mord. Und da wäre es eher 
skandalös, wenn KEINE Verkehrsdatenabfrage gemacht würde.

Deshalb hat

Wollvieh W. schrieb:
> wegen einer Dose Bauschaum mal eben eine Funkzellenabfrage mit 100000
> Betroffenen

mit dem TAZ-Artikel so überhaupt nichts zu tun.

Wollvieh W. schrieb:
> Wenn Du keine Ahnung von einem Thema hast, such doch bitte selber nach
> Quellen, anstatt Erwachsene blöd von der Seite anzumachen.

Druck' das mal aus und klemm es an deinen Spiegel, da passt es besser 
hin.

von Percy N. (vox_bovi)


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Matthias L. schrieb:
> Ich bin zwar auch der Meinung, dass die Sachsen bei der von der TAZ
> beschriebenen Verkehrsdatenabfrage deutlich zu weit gegangen sind - aber
> wegen der zeitlichen und räumlichen Ausdehnung der abgefragten Daten, da
> wäre auch eine Eingrenzung auf deutlich weniger als die 1,1 Millionen
> Datensätze möglich gewesen.

"Wie die Dresdner Staatsanwaltschaft der taz bestätigte, hat ein 
Mobilfunkanbieter unaufgefordert mit den Verkehrsdaten, also den Angaben 
der Handynummern und der entsprechenden Verbindungen, zudem 
personenbezogene Bestandsdaten von 82.665 Personen übermittelt."

Hier sehe ich den eigentlichen Skandal.  Die,Pikizei scheint das ähnlich 
gesehen zu haben:

"Dies war laut damaliger Rechtssprechung, vor der Entscheidung des 
Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung, zulässig. "Die 
Bestandsdaten sind nicht ausgewertet worden. Aufgrund weiterer 
Ermittlungen hat das LKA Sachsen die Bestandsdaten von etwa 250 Personen 
abgefragt", so die Staatsanwaltschaft. Diese 250 Personen kamen für die 
Ermittler wohl als potenzielle Täter in Frage. Die restlichen Daten 
sollen gelöscht werden, sobald dies technisch möglich sei."

von Matthias L. (limbachnet)


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Unaufgefordert die Bestands-, also Vertragsdaten herauszurücken ist 
mindestens ungewöhnlich. Mittlerweile ist die Bestandsdatenauskunft aber 
schon mehrmals überarbeitet worden, vor zwölf Jahren mag das zulässig 
gewesen sein. Heutzutage nicht.

von Gustav K. (hauwech)


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Sinus T. schrieb:
> Thomas O. schrieb:
>> eBay hat doch schon wegen der massenweise Kritik zurückgerudert.
>
> In welcher Hinsicht? Ich bekomme immernoch Aufforderungen zur
> Umstellung.

Das würde mich auch interessieren. Da Ebay die privaten Verkäufer los 
werden will, wüsste ich nicht, wieso die zurück rudern sollten.

Habe ich eben bei Hood angemeldet. Da winken aber paar Pferdefüße:

1. Mit meinen bisherigen strengen Sicherheitseinstellungen des Firefox, 
an denen sich weder Ebay, noch meine Bank, noch irgendwelche Shops und 
Foren gestört haben, will Hood nicht laufen. Viele Listenfelder 
funktionieren nicht, Buttons sind ohne Funktion. Ich musste auf normale 
Sicherheitseinstellungen zurückschalten. Gar nicht gut :-(

2. Die Sofort-Verifizierung der Bankverbindung funktioniert nicht :-(

3. Eine tel. Hotline gibt es dort wohl nicht :-(

Trotzdem verspreche ich mir von Hood mehr, als von den "Was ist letzte 
Preis"-Plattformen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Gustav K. schrieb:
> Habe ich eben bei Hood angemeldet. Da winken aber paar Pferdefüße:

Sind wie ehrlich. Keine Plattform der Welt könnte einen Querulanten und 
Nörgler wie dich zufriedenstellen.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Gustav K. schrieb:

> 2. Die Sofort-Verifizierung der Bankverbindung funktioniert nicht :-(

Sofort* mag ich eh nicht, da man dort seine Pin-Nummer auf einem fremden 
Server eintippen muss. Da warte ich lieber zwei Tage bis der geschenkte 
Cent da ist.

Man kann wohl sein ebay-Bewertungsprofil nach Hood importieren und dann 
direkt durchstarten. Wer das nicht will (wie ich), der lebt erstmal 
eingeschränkt bis die ersten zehn Bewertungspunkte zusammen sind.

von Dietmar S. (didi2)


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Cyblord -. schrieb:
> Gustav K. schrieb:
>> Habe ich eben bei Hood angemeldet. Da winken aber paar Pferdefüße:
>
> Sind wie ehrlich. Keine Plattform der Welt könnte einen Querulanten und
> Nörgler wie dich zufriedenstellen.

Das sagt ja der Richtige, wo du in jedem zweiten Beitrag etwas ins 
Negative ziehst.

von Gustav K. (hauwech)


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Soul E. schrieb:
> Sofort* mag ich eh nicht, da man dort seine Pin-Nummer auf einem fremden
> Server eintippen muss.

Interessant, ich las in der Anleitung was von Pin eingeben, kam aber auf 
keine Seite, wo ich hätte eine Pin eingeben können. Deshalb habe ich 
mich auch gewundert, wie das funktionieren sollte. Wahrscheinlich hat 
mein Browser trotz nun moderater Sicherheitseinstellungen den Aufruf 
einer solchen Seite blockiert. Käme für mich dann aber auch nicht in 
Frage. Man darf sich aber fragen, wieso Hood eine solch hochriskante 
Konto-Verifizierung anbietet.

> Da warte ich lieber zwei Tage bis der geschenkte Cent da ist.

Das war am Ende auch hier die Lösung. Dumm nur, dass nun für ein paar 
Tage Pause ist, wo ich Zeit hätte, mich in Hood einzuarbeiten und meine 
laufenden Angebote von Ebay nach Hood zu übertragen.

> Man kann wohl sein ebay-Bewertungsprofil nach Hood importieren und dann
> direkt durchstarten.

Guter Tipp, meine 100% bei knapp 1.000 Verkäufen nehme ich gerne mit.

So wie ich das bisher gesehen habe, ist wohl vieles identisch. Gewundert 
haben mich allerdings eine Menge glatte Verkaufspreise, also einfach 250 
Euro, statt 249,99 Euro. Ob da eine andere Klientel unterwegs ist?

@Cyblord: Merkst du nicht, dass du störst, wenn sich erwachsene Menschen 
mit einem aktuellen Problem auseinander setzen? Geh doch woanders 
spielen!

von Cyblord -. (cyblord)


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Gustav K. schrieb:
> Das war am Ende auch hier die Lösung. Dumm nur, dass nun für ein paar
> Tage Pause ist, wo ich Zeit hätte, mich in Hood einzuarbeiten und meine
> laufenden Angebote von Ebay nach Hood zu übertragen.

Die Zeit dafür kann man sich sparen. Hood ist toter als tot. Wenn du 
einen Verkauf machst kannst du den Tag im Kalender ankreuzen. Es wäre 
denkwürdig.

> wenn sich erwachsene Menschen
> mit einem aktuellen Problem auseinander setzen?

Erwachsene Menschen die es nicht schaffen eBay korrekt zu bedienen, die 
mental zusammenbrechen und nicht mehr weiter wissen, weil ein Kunde mal 
nicht zahlt und dann im Anschluss beleidigt zu Hood wechseln wollen, 
aber auch dafür zu doof sind? DER war gut.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6683097 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6683109 wurde vom Autor gelöscht.
von Matthias L. (limbachnet)


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Wie wär's denn, wenn du mal versuchen würdest, inhaltlich zu 
argumentieren statt einfach nur blöde Parolen zu grölen?

Insbesondere könntest du mal versuchen, § 100g Abs. 1 Satz 1 StPO zu 
verstehen. Deine herbeigelogene Dose Bauschaum kommt dort nicht vor, 
auch nicht mit ganz weiter Interpretation.

: Bearbeitet durch User
von DANIEL D. (hiege) Benutzerseite


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Das Problem bei hood ist wohl dass man in Abofallen geraten kann, die 
knöpfen einem dann regelmäßig Geld ab für nichts und wieder nichts. Also 
man muss extrem aufpassen was man dort macht.

Wo sind alle Leute hin welche auf Ebay waren? Also ich glaube die sind 
mittlerweile alle bei ebay kleinanzeigen.

von Cyblord -. (cyblord)


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DANIEL D. schrieb:
> Wo sind alle Leute hin welche auf Ebay waren? Also ich glaube die sind
> mittlerweile alle bei ebay kleinanzeigen.

Wieso sollten eigentlich die privaten Verkäufer da jetzt genau weg? Ich 
bin von Beginn an bei ebay, Verkaufe da privat und bleibe da auch nach 
der Umstellung. Ich werde nicht der einzige sein. Das ist bisher nur 
eure verquere Prämisse, dass eBay die privaten Verkäufer verjagt.

von Percy N. (vox_bovi)


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Matthias L. schrieb:
> Insbesondere könntest du mal versuchen, § 100g Abs. 1 Satz 1 StPO zu
> verstehen. Deine herbeigelogene Dose Bauschaum kommt dort nicht vor,
> auch nicht mit ganz weiter Interpretation.

Na ja, die Dose könnte von einem Bandenmitglied oder räuberisch 
gestohlen worden sein, oder aus einem Wohnungseinbruch stammen.

Oder sie wurde zur Vorbereitung eines Mordes

Matthias L. schrieb:
> Und wenn du eine Person in deine Gewalt bringst, sie fesseltst und mit
> der vorher geklauten oder auch ehrlich gekauften Dose Bauschaum die
> Atemwege ausschäumst, dann ist das schlichtweg Mord.

beschafft, wie Du schon ausgeführt hattest.

Dieses "Vorbereiten" ist ein ähnlicher gesetzgeberischer Sündenfall wie 
der "Gefährder". Aber die Verböserung der Gesetze ist noch nicht 
abgeschlossen, also hält sich die Exekutive vorläufig noch zurück und 
jammert über unzureichendes Instrumentarium,  um so schärfere Gesetze zu 
erreichen.

Hin und wieder wird mal ein Versuch gestartet, wie zB Maaßen in der 
causa Kurnaz. Bekanntlich läuft der Gutste sich gerade warm für das 
Rückspiel.

von Matthias L. (limbachnet)


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Percy N. schrieb:
> Oder sie wurde zur Vorbereitung eines Mordes
>
> Matthias L. schrieb:
>> Und wenn du eine Person in deine Gewalt bringst, sie fesseltst und mit
>> der vorher geklauten oder auch ehrlich gekauften Dose Bauschaum die
>> Atemwege ausschäumst, dann ist das schlichtweg Mord.
>
> beschafft, wie Du schon ausgeführt hattest.

Ja, klar. Aber dann wird die Datenauskunft wegen des Mordes vorgenommen, 
und nicht wegen der Dose Bauschaum, wie es das Wollvieh herbeierfinden 
möchte.

von Percy N. (vox_bovi)


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Matthias L. schrieb:
> Ja, klar. Aber dann wird die Datenauskunft wegen des Mordes vorgenommen,
> und nicht wegen der Dose Bauschaum, wie es das Wollvieh herbeierfinden
> möchte.

Es,wäre schön, wenn man sich darauf verlassen könnte. Leider eröffnen §§ 
100 a ff StPO die Option, die Vorbereitung eines Mordes herbei zu 
erfinden, um erhebliche Eingriffe ausüben zu dürfen.

In anderen Zusamnenhängen wurden schon wildeste Spekulationen 
offenkundig rechtswidrigen Ermittlungsmaßnahmen zu Grunde gelegt. ZB 
Amoklauf im Gutenberg-Gymnasium: Damals wurde ein fiktiver Mittäter 
herbeifantasiert, um bei dem toten Nicht-mehr-Verdächtigen eine 
Durchsuchung durchführen zu können.

: Bearbeitet durch User
von DANIEL D. (hiege) Benutzerseite


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Cyblord -. schrieb:
> Wieso sollten eigentlich die privaten Verkäufer da jetzt genau weg?

Wow ich weiß ja auch nicht? Die Leute hier im Thread haben ja nichts 
konkretes gesagt. Es wird alles nur besser werden.

von Matthias L. (limbachnet)


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Percy N. schrieb:
> Es,wäre schön, wenn man sich darauf verlassen könnte.

Auch als Nichtjurist habe ich schon begriffen, dass man sich in der 
Juristerei auf sehr wenig absolut verlassen kann - aber darum geht's 
hier ja gar nicht. Ich denke, wir lassen es gut sein...

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