Forum: Fahrzeugelektronik Kritik an Methanol-Brennstoffzelle?


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von Whynot (Gast)


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Hallo Experten aus der Auto-Branche,

für mich scheint die Methanol-Brennstoffzelle der Weg aus dem BEV-Irrweg 
- was sind die haupt-Kritikpunkte, warum wird es nicht gemacht?

https://efahrer.chip.de/news/kritik-an-neuem-methanol-antrieb-jetzt-meldet-sich-der-entwickler-zu-wort_104979

https://youtu.be/G3iKJ4IMick

von Helge (Gast)


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Ist ja wphl auch nicht effizienter als ein Verbrennungsmotor. Jedenfalls 
nicht viel.

von Arnonym (Gast)


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Ein Brennstoffzellenfahrzeug ist nichts anderes als ein Batteriefahrzeug 
mit kleiner Batterie und einer komplizierten Brennstoffzelle als 
Range-Extender.

Die Batteriepreise sind mittlerweile so niedrig und fallen weiter, dass 
man leichter die Batterie größer macht, als einen REX zu verbauen. Und 
die Schnelladefähigkeit hat sich die letzten Jahre auch enorm 
verbessert.
--> Brennstoffzelle im PKW ist tot.
Selbst die LKW-Bauer sind aktuell unentschieden, ob sich Brennstoffzelle 
gegen reine Akku-Fahrzeuge durchsetzen kann.

von hä? (Gast)


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Arnonym schrieb:
> Die Batteriepreise sind mittlerweile so niedrig und fallen weiter

Das entspricht nicht meiner Wahrnehmung - woher hast Du das?
Ich meine, die Batteriepreise (18650 Rundzellen), wenn man den Preis pro 
kapazität betrachtet, stagnieren nahezu seit 10 Jahren (also wenn ich 
selbst welche gekauft habe)..?

von Teo (Gast)


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Arnonym schrieb:
> Die Batteriepreise sind mittlerweile so niedrig und fallen weiter, dass
> man leichter die Batterie größer macht

Genau deswegen scheiß ich auf diesen Ökowahn. Den WIR, kriegen das eh 
nich hin! :DDD

Naja und die Baustelle is eh viel zu klein. zB. leben wir im Zeitalter 
des Sandes und da gibts keine Alternativen.

von realist (Gast)


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Teo schrieb:
> im Zeitalter des Sandes und da gibts keine Alternativen.

Wie ist das zu verstehen?

von Bratislava (Gast)


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Ich bin seit ungefähr einem Jahr Tesla Fahrer mit einem s85 von 2013 
Also schon ein wenig älter. Reichweite je nach Fahrweise 200-300km. Klar 
hab ich anfangs auch immer gedacht das die Reichweite mich einschränken 
könnte aber in Realität merke ich davon sehr wenig bis garnix. Das liegt 
zum einen daran das ich gar nicht so oft so weit fahre und zum anderen 
das es (zumindest beim Tesla) so viele Supercharger überall gibt und das 
aufladen selten länger als 20-30 Minuten dauert. Anstecken dann zur 
Toilette laufen villeicht noch einen Kaffee hohlen und dann ist die 
Kiste schon wieder voll und es kann weitergehen.
Ich sage immer gerne diese paar mal wo ich warten muss spare ich mir im 
Alltag weil ich nicht zur Tankstelle fahren muss.
Wie gesagt das Auto ist von 2013. Es gibt mittlerweile bessere.
Und mein größtes Thema gegen irgendwelche umgewandelten Kraftstoffe. Ich 
wäre wieder abhängig von irgendjemanden der die Spritpreise vorgibt und 
nur mein bestes will. Und ich hätt wieder zoff mit meiner Frau die die 
Karre mal wieder auf reverse vors Haus gestellt hat. Elektrisch kann ich 
zuhause über die Solaranlage laden ohne das mir da jemand was sagen 
kann. Keine Probleme kein Zoff mit der Frau.

von Udo S. (urschmitt)


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Bratislava schrieb:
> die die Karre mal wieder auf reverse vors Haus gestellt hat

Das ist aber auch fies da den Rückwärtsgang eingelegt zu lassen :-)

von Bernd (Gast)


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Arnonym schrieb:
> Die Batteriepreise sind mittlerweile so niedrig und fallen weiter, dass
> man leichter die Batterie größer macht, als einen REX zu verbauen.

So niedrig jetzt, echt???

von MaWin (Gast)


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Whynot schrieb:
> was sind die haupt-Kritikpunkte

Geringe Leistung vs. Bauvolumen.
Erfordert sehr reines Methanol.
Teuer wegen Edelmetallkatalysator.
Betriebstemp 80 GradC erfordert heizen.

von Karls Q. (karlsquell)


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> Die Batteriepreise sind mittlerweile so niedrig und fallen weiter, dass
> man leichter die Batterie größer macht, als einen REX zu verbauen. Und
> die Schnelladefähigkeit hat sich die letzten Jahre auch enorm
> verbessert.

1) Ein E-Auto wiegt jetzt schon gut 40% mehr (ID3 min. 1,8t / Golf 8 
min. 1,3t). Das macht nicht nur die Effizienz kaputt, erzeugt auch mehr 
Feinstaub bei Vollbremsungen und erzeugt mehr Gummiabrieb (Quelle: ADAC)

2)Der Platzbedarf für den Akku ist jetzt schon enorm

3)Bin gespannt, wie es in Zukunft versicherungstechnisch aussieht, da es 
ja immer wieder zu Bränden während des Ladens kommt. Das fällt zur Zeit 
nicht ins Gewicht, da es nur wenige Autos gibt, aber bei E-Bikes (ich 
fahre selber eins) ließt man das schon sehr häufig. Da sind schon 
etliche Garagen und Häuser abgefackelt.

4)Das was als Schnellladefähigkeit verkauft wird, ist immer noch 
verdammt langsam im Vergleich zu einem normalen Tankstopp. Selbst wenn 
die Batterien das abkönnten, wird es die Infrastruktur nicht können.

von Frank T. (unwichtig)


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Bratislava schrieb:
> Und mein größtes Thema gegen irgendwelche umgewandelten Kraftstoffe. Ich
> wäre wieder abhängig von irgendjemanden der die Spritpreise vorgibt und
> nur mein bestes will.
- Strom ist kostenlos in Deutschland?

> Elektrisch kann ich zuhause über die Solaranlage laden ohne das mir da
> jemand was sagen kann.

Aus dem reinem Neugieg, wie groß muss die Anlage sein um die Care voll 
zu bekommen? Und wie sieht es Nachts mit Solar aus?

Mfg aus dem Rhein-Ruhr Gebiet.

von Udo S. (urschmitt)


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Karls Q. schrieb:
> ließt man das schon sehr häufig. Da sind schon
> etliche Garagen und Häuser abgefackelt.

Quellen?

Frank T. schrieb:
> Und wie sieht es Nachts mit Solar aus?

Ist die Frage ernst gemeint? Nachts ist es dunkel

von realist (Gast)


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Udo S. schrieb:
> Frank T. schrieb:
>> Und wie sieht es Nachts mit Solar aus?
>
> Ist die Frage ernst gemeint? Nachts ist es dunkel

Genau darauf zielte ja seine Frage. Die meisten Leute sind tagsüber 
unterwegs und wollen nachts das Auto aufladen, um für den nächsten Tag 
fit zu sein...

von Frank T. (unwichtig)


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Udo S. schrieb:
> Frank T. schrieb:
>> Und wie sieht es Nachts mit Solar aus?
>
> Ist die Frage ernst gemeint? Nachts ist es dunkel

- Natürlich nicht, nur halt es wurde die Unabhänigkeit von den Preisen 
durch die Solarzelle angesprochen. Ich denke Nachts wird man doch vom 
AKW abhängig sein.

Mfg aus dem Rhein-Ruhr Gebiet

von Teo (Gast)


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realist schrieb:
> Teo schrieb:
>> im Zeitalter des Sandes und da gibts keine Alternativen.
>
> Wie ist das zu verstehen?

Beton!
Wasser, Sand und dann kommt erst der ganze Rest.
https://blog.geopolitical.biz/2019/08/01/wertvolle-rohstoffe-wasser-und-sand/


PS: Wüstensand zählt nich. Der is rund geschliffen und damit ungeeignet.

von Jan H. (j_hansen)


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hä? schrieb:
> Arnonym schrieb:
>
>> Die Batteriepreise sind mittlerweile so niedrig und fallen weiter
>
> Das entspricht nicht meiner Wahrnehmung - woher hast Du das?
> Ich meine, die Batteriepreise (18650 Rundzellen), wenn man den Preis pro
> kapazität betrachtet, stagnieren nahezu seit 10 Jahren (also wenn ich
> selbst welche gekauft habe)..?

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/534429/umfrage/weltweite-preise-fuer-lithium-ionen-akkus/

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Karls Q. schrieb:
> Das was als Schnellladefähigkeit verkauft wird, ist immer noch
> verdammt langsam im Vergleich zu einem normalen Tankstopp.

Nach mehreren hundert km fahren sind 20-30 min. Pause aber ohnehin 
angesagt. Passt doch für das Schnellladen.

> Ein E-Auto wiegt jetzt schon gut 40% mehr (ID3 min. 1,8t / Golf 8
> min. 1,3t).

Das überrascht mich. Liegt es am Akku-Paket? Schließlich fallen beim 
E-Auto schwere Dinge wie Verbrennungsmotor und Getriebe weg. Kannst mich 
ja aufklären.

von Bratislava (Gast)


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Frank T. schrieb:
> - Strom ist kostenlos in Deutschland?
>
>> Elektrisch kann ich zuhause über die Solaranlage laden ohne das mir da
>> jemand was sagen kann.
>
> Aus dem reinem Neugieg, wie groß muss die Anlage sein um die Care voll
> zu bekommen? Und wie sieht es Nachts mit Solar aus?
>
> Mfg aus dem Rhein-Ruhr Gebiet.

Auch in Hannover ist es nachts dunkel. ;) Also mein Täglicher weg zur 
Arbeit und zurück sind gut 40km. Abends fahren wir villeicht noch 
einkaufen oder meine Dame zum Pferd oder so.
Die Vielleicht 50 Km an einem normalen Werktag brauchen in etwa 12kWh.
Das bedeutet ich kann fast eine Woche fahren ganz ohne aufzuladen und
ich Arbeite von ungefähr 6-15 Uhr Solarstrom habe ich im Sommer Bis 21 
Uhr Da Bleibt noch ein Rest. Ich habe Aktuell noch nur 9,7kWp Solar auf 
dem Dach.
Bedeutet Bei ordentlich Sonne ist mein Tägliches Fahren in 2 Stunden 
wieder drin im Akku. Am Wochenende Steht der Wagen auch Am tage zum 
Laden.
Um das ganze aber auch an nicht so tollen Tagen hinzubekommen habe ich 
einen Hausspeicher. Ungefähr 8 Monate im Jahr bringt alleine Die 
Solaranlage genug Energie um das Haus und das Auto zu versorgen.
Im Tiefsten Winter Muss ich aber Strom zukaufen.
Ich denke das erklärt warum ich keine anderen Kraftstoffe benötige.

von Roland E. (roland0815)


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Wenn (M)Ethanol da ist, kann man das auch in einen Ottomotor kippen. 
Spart viel Aufwand.

von Klaus W. (mfgkw)


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Aber du weißt doch: der pöse Verberenner ist per Definition pöse!

Also ist auch ein Verbrenner, der mit Bio-CH4 oder Bio-Alkohol fährt, 
generell zu verbannen.
Während ein ICE, der mit Atom- und Braunkohlestrom umso 
umweltfreundlicher wird, je schneller er durch die Gegend brettert - 
ebenfalls per Definition.

Nennt sich Zeitgeist, oder so ähnlich.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Klaus W. schrieb:
> Also ist auch ein Verbrenner, der mit Bio-CH4 oder Bio-Alkohol fährt,
> generell zu verbannen.

Naja, das BIO beim "Biosprit" ist eine Perversion, wo mordsmäßig viel 
Fläche für Mais oder Raps verschwendet wird, wo man besser 
Nahrungsmittel für Menschen anbauen sollte.

von Klaus W. (mfgkw)


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Das ist soweit richtig.
Aber hier wie auch bei Strom ist die Frage, wie er erzeugt wird. Das 
kann bei Strom umweltfreundlich sein, bei CH4 aber auch.

Und ebenso wie regenerativen Treibstoffen ist es bei Strom: wenn ich 
Öko-Strom verbrauche (der natürlich aus derselben Leitung kommt wie 
Atom- und Kohlestrom), dann ist der nur durch irgendein Papier Öko, und 
erzwingt die gleichzeitige Erzeugung "schlechten" Stroms, weil nicht 
genug Zertifikate für "guten" im Umlauf sind.


Genau darauf will ich ja raus: es ist nicht einfach die Frage, ob Auto 
oder Bahn, ebensowenig ob Verbrenner oder Elektro.
Sondern spannend wird es dahinter.


Der meiste Diskurs ist aber eben leider wieder übelst vereinfacht.
Es geht nicht nach Verstand, sondern nach (jeweils tagesaktueller) 
Ideologie.

von Hardy F. (hardyf)


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Bratislava schrieb:
> oder meine Dame zum Pferd oder so.

Bratislava schrieb:
> Solarstrom habe ich im Sommer Bis 21
> Uhr Da Bleibt noch ein Rest. Ich habe Aktuell noch nur 9,7kWp Solar auf
> dem Dach.

Bratislava schrieb:
> bringt alleine Die
> Solaranlage genug Energie um das Haus und das Auto zu versorgen.
> Im Tiefsten Winter Muss ich aber Strom zukaufen.

Bratislava schrieb:
> das erklärt warum ich keine anderen Kraftstoffe benötige

Glücklicher, der du bist.

Die angesagte Energiewende soll aber nicht nur von dir gestemmt werden, 
sondern Millionen Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens 
existieren, werden also über kurz oder lang zu Fahrradfahrern ....

Die Verbrenner-Autos werden ja wie geplant dann auch auslaufen.
Auch als 15 jährige gebrauchte, die es allemal noch tun.

Kann sich aus finanziellen Gründen leider nicht jeder ein Pferd leisten 
oder einen Tesla bzw. das Billigteil davon.

Geschweige denn das Haus für die zukünftige Sonnen-Ladestation ...

von Arno (Gast)


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MaWin schrieb:
> Whynot schrieb:
>> was sind die haupt-Kritikpunkte
>
> Geringe Leistung vs. Bauvolumen.
> Erfordert sehr reines Methanol.
> Teuer wegen Edelmetallkatalysator.
> Betriebstemp 80 GradC erfordert heizen.

Und: Methanol aus nichtfossilen Quellen herzustellen ist auf absehbare 
Zeit nur im Labormaßstab realistisch, nicht im Maßstab, in dem wir 
derzeit Benzin/Diesel/Kerosin verbrennen.
Und: Bevor Methanol im PKW als Kraftstoff verwendet wird, stehen noch 
einige andere Anwender Schlange, die wesentlich weniger gut auf 
Batterien umsteigen können.

Hatten wir aber doch alles gerade erst.

MfG, Arno

von Heinrich E. (Gast)


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Bratislava schrieb:
> und zum anderen
> das es (zumindest beim Tesla) so viele Supercharger überall gibt und das
> aufladen selten länger als 20-30 Minuten dauert. Anstecken dann zur
> Toilette laufen villeicht noch einen Kaffee hohlen

Bei den Tesla Superchargern gibt es Toiletten und auf diesen Toiletten 
gibt es Kaffee?

Rainer Z. schrieb:
> Nach mehreren hundert km fahren sind 20-30 min. Pause aber ohnehin
> angesagt.

Erinnert mich eben an die Empfehlung, Werbeblöcke in Spielfilmen zum 
Pinkeln zu nutzen.

realist schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Frank T. schrieb:
>>> Und wie sieht es Nachts mit Solar aus?
>>
>> Ist die Frage ernst gemeint? Nachts ist es dunkel
>
> Genau darauf zielte ja seine Frage. Die meisten Leute sind tagsüber
> unterwegs und wollen nachts das Auto aufladen, um für den nächsten Tag
> fit zu sein...

Bei Tesla + Eigenheim + Solaranlage ist sicher noch genug Fett für einen 
eigenen Speicherakku. Der wird tagsüber geladen und nachts wird 
umgeladen. Es gilt wie immer: Viel Fett, wenig Probleme.

Falk B. schrieb:
> Naja, das BIO beim "Biosprit" ist eine Perversion, wo mordsmäßig viel
> Fläche für Mais oder Raps verschwendet wird, wo man besser
> Nahrungsmittel für Menschen anbauen sollte.

Noch mehr Menschen werden die Welt noch schneller zerstören. Denn die 
wollen irgendwann auch einen fetten SUV fahren und im Airliner 
steuerfreies Kerosin durch die Düsen blasen.

Da passen Meldungen aus den USA, wo mehrere Airlines hunderte neue 
Flieger geordert haben. Damit bestätigst sich die These, dass durch 
E-Auto eingesparter fossiler Sprit an anderer Stelle doppelt und 
dreifach verbrannt wird. Global gesehen ist der Umstieg auf das E-Auto 
völlig sinnfrei.

von Bratislava (Gast)


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Hardy F. schrieb:
> Kann sich aus finanziellen Gründen leider nicht jeder ein Pferd leisten
> oder einen Tesla bzw. das Billigteil davon.
>
> Geschweige denn das Haus für die zukünftige Sonnen-Ladestation ...

Ich denke das ist der springende Punkt. Und da gehe ich auch absolut 
mit. Wie es Politisch aktuell läuft wird es Leute geben mit Haus E Auto 
und ggf Pferd und die werden recht wenig zur Energiewende beitragen und 
eher noch weniger zahlen
Und dann gibt es die anderen. Die Last für Stromnetzausbau EEG Co2 
Steuer und was nicht alles wird der jenige Zahlen der nicht aus dem 
System aussteigen kann. Der darf dann den Strom für 0,79€ (Schnelladlung 
Ionity aktuell) Zahlen oder Eben 2€ oder mehr für einen Liter Sprit.
Ich gehe (Nur meine persönliche Meinung) davon aus das Spätestens mitte 
2022 2€ für normal Benzin eher normal ist. Beim Strom sehe ich 2022 die 
35Cent als mindest. Grund dafür Meist wird nach der Wahl am Preis 
gedreht, Die co2 steuer ist beschlossen und Strom wird dank großzügiger 
Abschaltung von Akw und Kohle knapp und damit teurer.

von Hardy F. (hardyf)


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Deine Antwort spricht für dich.

Danke dafür

von Bratislava (Gast)


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Bist du da anderer Meinung?

von Udo S. (urschmitt)


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Heinrich E. schrieb:
> Noch mehr Menschen werden die Welt noch schneller zerstören.

Ach und was ist dafür deine Lösung?

von hä? (Gast)


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Jan H. schrieb:
> 
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/534429/umfrage/weltweite-preise-fuer-lithium-ionen-akkus/

Einverstanden, aber das sieht eher so aus, als ob sich die Preiskurve 
asymptotisch an das technisch/chemisch machbare annähert, also die 
Preisdifferenzen pro Jahr werden kleiner.. warum soll das in den 
nächsten 2 Jahren anders werden?

von Ralf X. (ralf0815)


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hä? schrieb:
> Jan H. schrieb:
>>
> 
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/534429/umfrage/weltweite-preise-fuer-lithium-ionen-akkus/
>
> Einverstanden, aber das sieht eher so aus, als ob sich die Preiskurve
> asymptotisch an das technisch/chemisch machbare annähert, also die
> Preisdifferenzen pro Jahr werden kleiner.. warum soll das in den
> nächsten 2 Jahren anders werden?

Tja, dabei wäre es so schön, wenn der Preis jährlich um einen festen 
Betrag sinken würde und damit ruckzuck negativ werden würde...
Da könnte es sich glatt lohnen, Angebote wie "heute kaufen, später 
bezahlen" zu nutzen.

von Whynot (Gast)


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Ralf X. schrieb:
> Tja, dabei wäre es so schön, wenn der Preis jährlich um einen festen
> Betrag sinken würde und damit ruckzuck negativ werden würde...
> Da könnte es sich glatt lohnen, Angebote wie "heute kaufen, später
> bezahlen" zu nutzen.

Es bezog sich wohl eher auf den Beitrag siehe ganz oben, wo dann gesagt 
wurde "in 2 Jahren sind die Akkupreise soweit gesunken, dass die 
Förderung entfallen kann". Ich glaube das nicht.

von Andras H. (kyrk)


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Hallo,

prinzipiell das Öl was wir herauspumpen wird früher oder später 
verbrannt. Man hat die Wahl, manche destillieren den Öl und verbrennen 
direkt (Benzin, Diesel, Kerosin oder os) manche machen daraus erst noch 
Plastik um es dann später zu verbrennen. Manche lagern den Plastik 
zwischendurch auf Mülldeponien. Da wird früher oder später auch eine 
Feuer kommen und alles verbrennen. Oder der Mensch sammelt da alles ein 
und lässt es verbrennen. Egal wie, was hoch gepumpt wird wird dann zu 
CO2.

Möchte man weniger CO2 ausstoßen? Am besten weniger Öl fördern. Der 
Ölpreis wurde steigen, je nach dem wie viel Öl da fehlt. Wenn man da 
aufpasst dann lässt sich der Durchgang erleichtern. Sonst kommt eine 
Wirtschaftschaos. Alles andere mit Autos verbieten, und CO2 Steuer ist 
nur bullshit hoch 2.

von Aquila chrysaetos (Gast)


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Und täglich grüsst der Murmeltroll ... das haben wir doch erst vor 8-6 
Wochen durchgekaut:

Beitrag "Das etwas andere E-Auto"

und schon früher:
Beitrag "Interessant: Lasst uns Paste tanken!"
Beitrag "Re: Autos mit Brennstoffzellen"

von Roland E. (roland0815)


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Falk B. schrieb:
> Klaus W. schrieb:
>> Also ist auch ein Verbrenner, der mit Bio-CH4 oder Bio-Alkohol fährt,
>> generell zu verbannen.
>
> Naja, das BIO beim "Biosprit" ist eine Perversion, wo mordsmäßig viel
> Fläche für Mais oder Raps verschwendet wird, wo man besser
> Nahrungsmittel für Menschen anbauen sollte.

Das ist, wie so vieles, ein rein deutsches Regelungsproblem. Es gibt 
genügend Herstelle von Lebensmitteln, die mit ihrer eigenen Abwärme und 
den eigenen Bioabfällen Alkohol in Industriequalität herstellen könnten. 
Wenn da nicht das deutsche Steuerrecht wäre. Zb jede Großbäckerei. Oder 
Zuckerbuden. Um mal die wichtigsten zu nennen.

Das ist in vielen Dingen gleich, durch althergebrachte Überregulierung 
und Lobbyismus werden Ansätze im Keim erstickt, weil nur im Größtmasstab 
gedacht und gehandelt werden muss/darf.

Wenn zB die Schwachsinnsregelungen betreffend der 
Balkon/Microsolaranlagen nicht wären, könnten locker 20% des häuslichen 
Stromverbrauches innerhalb kürzester Zeit CO2 frei werden. 300W Anlage 
pro Haushalt sind etwa 1kWh am Tag. Pro Haushalt. Wie viele Haushalte 
gibt es? Aber da es ja nicht zulässig ist, den Stromzähler zurück zu 
drehen, lohnt es sich für die Anwender nicht. Also wird es nicht 
gemacht.

von Heinrich E. (Gast)


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Udo S. schrieb:
> Heinrich E. schrieb:
>> Noch mehr Menschen werden die Welt noch schneller zerstören.
>
> Ach und was ist dafür deine Lösung?

Es gibt keine Lösung.
Unabwendbare dramatische Ereignisse werden regelnd eingreifen.

von John P. (brushlesspower)


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Heinrich E. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Heinrich E. schrieb:
>>> Noch mehr Menschen werden die Welt noch schneller zerstören.
>>
>> Ach und was ist dafür deine Lösung?
>
> Es gibt keine Lösung.
> Unabwendbare dramatische Ereignisse werden regelnd eingreifen.

Es gibt eine Lösung: Zurücklehnen und genießen.

von Axel R. (axlr)


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Bratislava schrieb:
> oder meine Dame zum Pferd oder so.

genau diesen Nebensatz hätte ich mir verkniffen...
Da weis ich, woher der Wind weht. Ihm kann es und wird es völlig Wurscht 
sein, was wieviel kostet. Schön immer den aktuellen Hype mitmachen

von wendelsberg (Gast)


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Bratislava schrieb:
> Und mein größtes Thema gegen irgendwelche umgewandelten Kraftstoffe. Ich
> wäre wieder abhängig von irgendjemanden der die Spritpreise vorgibt und
> nur mein bestes will.

Immer wieder seltsam, wie die Tesla-Fraktion das Unabwendbare schlicht 
nicht sehen will.
Es wird ein Ersatz fuer die Mineraloelsteuer kommen (muessen).
Dann wird allein der Energiepreis fuer 100 km Fahren doppelt so teuer, 
verglichen mit einem sparsamen Diesel/Benziner.

wendelsberg

von Bratislava (Gast)


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Axel R. schrieb:
> Bratislava schrieb:
>> oder meine Dame zum Pferd oder so.
>
> genau diesen Nebensatz hätte ich mir verkniffen...
> Da weis ich, woher der Wind weht. Ihm kann es und wird es völlig Wurscht
> sein, was wieviel kostet. Schön immer den aktuellen Hype mitmachen

Ne ganz so schlimm ist das nicht ;) Meine Dame ist selbstständige 
Pferdewirtin. Das ist auch nur ein Job wie jeder andere Ich bin IT 
Dienstleister. Auch wir müssen unsere Euros zusammenhalten. Aber grade 
weil wir unsere Euros zusammenhalten möchten haben wir jetzt investiert.
Der Gedanke zum einen Das Geld muss weg bevor es uns jemand wegnimmt und 
zum anderen ist eine Solaranlage eine sehr gute Geldanlage. Eine 
Solaranlage rechnet sich aber noch besser wenn man damit auch gleich 
seine Mobilität abdeckt. Anstelle Strom und Benzin zu kaufen haben wir 
mit dem Überschuss Strom sogar ein ganz leichtes Plus am Jahresende.
Unser Auto vorher war ein Golf Variant Benzin.

von Bratislava (Gast)


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wendelsberg schrieb:
> Bratislava schrieb:
>> Und mein größtes Thema gegen irgendwelche umgewandelten Kraftstoffe. Ich
>> wäre wieder abhängig von irgendjemanden der die Spritpreise vorgibt und
>> nur mein bestes will.
>
> Immer wieder seltsam, wie die Tesla-Fraktion das Unabwendbare schlicht
> nicht sehen will.
> Es wird ein Ersatz fuer die Mineraloelsteuer kommen (muessen).
> Dann wird allein der Energiepreis fuer 100 km Fahren doppelt so teuer,
> verglichen mit einem sparsamen Diesel/Benziner.
>
> wendelsberg

Das ist durchaus möglich das da noch was kommt. Aber erst mal ist noch 
nix in Sicht. Es wurde ja sogar die EEG "Freigrenze" von 10 auf 30kWh 
angehoben. Noch gibt es auch keine Pflicht Inselanlagen zu besteuern 
oder anzumelden. Und ich denke eher wenn da was kommt dann wird es 
wieder alle treffen.

von Falk B. (falk)


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Udo S. schrieb:
> Heinrich E. schrieb:
>> Noch mehr Menschen werden die Welt noch schneller zerstören.
>
> Ach und was ist dafür deine Lösung?

Die End.., ähhh, gibt es nicht. Mit Vernunft wird es keine Verminderung 
des Bevölkerungswachstums sowie des Resourcenverbrauchs geben, das geht 
nur über harte Konflikte bei steigendem Bedarf und sinkendem Angebot. 
Die westliche Welt hatte den Luxus, ihr Bevölkerungswachstum durch 
Kulturwandel (Bildung, Gleichberechtigung der Frau) und Konsum zu 
bremsen. Das hat die Masse in den aufstrebenden Gebieten (Indien, Asien, 
China, Afrika) immer weniger.

von Ralf X. (ralf0815)


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Roland E. schrieb:
> Wenn zB die Schwachsinnsregelungen betreffend der
> Balkon/Microsolaranlagen nicht wären, könnten locker 20% des häuslichen
> Stromverbrauches innerhalb kürzester Zeit CO2 frei werden. 300W Anlage
> pro Haushalt sind etwa 1kWh am Tag. Pro Haushalt. Wie viele Haushalte
> gibt es? Aber da es ja nicht zulässig ist, den Stromzähler zurück zu
> drehen, lohnt es sich für die Anwender nicht. Also wird es nicht
> gemacht.

Wenn der "Regulierungswahn" nicht wäre, würde Dich der Netzbetreiber 
und/oder Erzeuger/Händler ganz nach Belieben vom Netz trennen..

von oszi40 (Gast)


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Bratislava schrieb:
> wenn da was kommt dann wird es wieder alle treffen.

Diese Theorie ist recht allgemein. Die 100 Mieter eines 26-stöckigen 
Hochhauses werden z.B. ihre Teslas nicht aus den 3 Solarzellen dieses 
Mietshauses laden können und sie werden auch nicht ausreichend 
Ladestationen vorfinden. Wenn ich dann mal überlege, welch kleine 
Batteriekapazitäten vor paar Jahren verbaut wurden, werden sich diese 
auch verdoppeln um MEHR Reichweite zu erzielen. Das heißt auch MEHR 
Ladezeit...
Wenn ich in Brüssel mit dem Kinderwagen über den Fußweg fahre, stolpere 
ich schon heute über zahlreiche Ladekabel, die ins Haus gehen. Das wird 
noch lustig. So gesehen wäre Methanol eine Alternative. Das fahren sie 
in Südamerika schon länger. Dazu braucht man jedoch keine 
Brennstoffzelle.

von MaWin (Gast)


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Roland E. schrieb:
> 300W Anlage pro Haushalt sind etwa 1kWh am Tag. Pro Haushalt. Wie viele 
Haushalte gibt es?

20 Mio.

Nicht jeder hat einen Balkon, aber egal, macht:

20GWh.

Das ist gerade mal ein Grosskraftwerk, ob Atom oder Kohle.

Also weitgehend witzlos.

Dafür kostet eine 300W Anlage ca 300 EUR, es kostet die Gesellschaft 
also 6 Milliarden.

Dafür gibt es 4 Kohlekraftwerke a 1GW.

Also 4.5 Milliarden rausgeschmissenes Geld.

https://www.google.com/amp/s/www.spiegel.de/wirtschaft/energie-kraftwerke-werden-immer-teurer-und-damit-auch-strom-a-503924-amp.html

Der Einzige, der dran verdient, ist der Händler, der Balkonsolaranlagen 
verkauft, und der chinesische Hersteller.

von Bratislava (Gast)


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Mit einem kleinen unterschied. Wenn der Bürger ein Solarmodul aufhängt 
gehört es ihm. Wenn man also 300€ ausgibt und dafür 1kWh am Tag bekommt 
sind das 90€  Ersparnis im Jahr Also ist das ding in 4 Jahren bezahlt 
und danach hat man einen persönlichen voreilt davon.
Wenn man über den Monatlichen Abschlag in Großkraftwerke investiert hat 
man als kleiner Bürger keinen Vorteil. Dann machen sich nur andere die 
Taschen voll.

von oszi40 (Gast)


Angehängte Dateien:

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Bratislava schrieb:
> Wenn man also 300€ ausgibt und dafür 1kWh am Tag bekommt
> sind das 90€  Ersparnis im Jahr

Deine Rechnung ist für die Südseite bei optimalen Winkel und was kostet 
die Wartung der schmutzigen Module? Üblicherweise brauche ich am Tag 
aber  über 10kWh ohne E-Auto.

von Hardy F. (hardyf)


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Hardy F. schrieb:
> Deine Antwort spricht für dich.
>
> Danke dafür

Hatte ich unbedingt im positiven Sinne gemeint !

Ich sehe es wie du.

von (Gast)


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Whynot schrieb:
> für mich scheint die Methanol-Brennstoffzelle der Weg aus dem BEV-Irrweg
> - was sind die haupt-Kritikpunkte, warum wird es nicht gemacht?

Das Ding in dem Video ist keine Methanol-Brennstoffzelle sondern eine 
für Wasserstoff. Das Methanol muss dazu vorher "reformiert" werden. Das 
im Video dargestellte Supersportauto hat ausserdem noch eine 60kWh große 
Batterie on Board, sonst würde es mit den 15kW Leistung aus der 
Brennstoffzelle nicht mal zum "Sport-" reichen geschweige denn "Super-".

von Ralf X. (ralf0815)


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rµ schrieb:
> Whynot schrieb:
>> für mich scheint die Methanol-Brennstoffzelle der Weg aus dem BEV-Irrweg
>> - was sind die haupt-Kritikpunkte, warum wird es nicht gemacht?
>
> Das Ding in dem Video ist keine Methanol-Brennstoffzelle sondern eine
> für Wasserstoff. Das Methanol muss dazu vorher "reformiert" werden. Das
> im Video dargestellte Supersportauto hat ausserdem noch eine 60kWh große
> Batterie on Board, sonst würde es mit den 15kW Leistung aus der
> Brennstoffzelle nicht mal zum "Sport-" reichen geschweige denn "Super-".

Das ist das Dilemma mit vielen der angeblichen "Erfinder" neuer 
Energiesysteme.
In den 90ern war es für uns eine interessante Kleinsparte, Expeditionen 
in geschützte Gebiete mit transportabler Energieversorgung auszurüsten, 
wenn dort alles mit örtlichen belastenden Schadstoffen absolut untersagt 
war.
Es kam dort also nur Brennstoffzellen und PV in Verbindung mit 
Akkutecknik in Frage, sehr selten auch Windgeneratoren.
Die Brennstoffzellen mussten alle Methanol oder Ethanol vertragen, 
Gasflaschen wollte niemand den Kilimandscharo o.ä. raufschleppen..

Und selbstverständlich waren es damals erst recht Geräte, die aus dem 
M/Ethalol den Wasserstoff reformieren mussten und der Wirkungsgrad war 
gar nicht so viel schlechter, wie heute mit max ~45% intern ohne 
Transport und Produktion.
Die reine Wasserstoffbrennstoffzelle kommt immerhin auf einen 
Wirkungsgrad von ~60%, ab Tank also schon 33% höherer Wirkungsgrad, 
ohne den Herstellungs- und Transportweg, sowie Speicherung zu 
berücksichtigen.

Und gerade beim Transportweg/Speicherung muss natürlich sehr 
differenziert überlegt werden.
Und da ist in meinen Augen die Methanisierung von Wasserstoff zu Methan 
schon ein gewisser Irrweg, solange keine riesigen EE-Überschüsse an 
Strom vorhanden sind un ddas alles nur über Subventionen funktioniert.
Die Verflüssigung von Wasserstoff über Methan und dann/oder zu Methanol 
braucht nochmal Energie, die verloren geht.
Auch muss man Wasserstoff und CO2 und EE-Stromüberschuss ja auch 
erstmal halbwegs effektiv an einem Ort zusammenbringen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ralf X. schrieb:
> Die Verflüssigung von Wasserstoff über Methan und dann/oder zu Methanol
> braucht nochmal Energie, die verloren geht.

Besser händeln lässt sich Biomaterial, das zu Diesel umgewandelt wurde. 
Die Wirkungsgradkette der Umwandlung in Regenerativen synthetischen 
Diesel ist mit solchen Motoren besser:
https://www.eurotransport.de/artikel/diesel-durchbruch-bei-bosch-50-prozent-wirkungsgrad-erreicht-11168155.html

von Ralf X. (ralf0815)


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Dieter D. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Die Verflüssigung von Wasserstoff über Methan und dann/oder zu Methanol
>> braucht nochmal Energie, die verloren geht.
>
> Besser händeln lässt sich Biomaterial, das zu Diesel umgewandelt wurde.
> Die Wirkungsgradkette der Umwandlung in Regenerativen synthetischen
> Diesel ist mit solchen Motoren besser:
> 
https://www.eurotransport.de/artikel/diesel-durchbruch-bei-bosch-50-prozent-wirkungsgrad-erreicht-11168155.html

Hast Du mal verfolgt, mit welchen Irrsinnsbeträgen Bioenergie seit 
vielen Jahren subventioniert wird und was da an relativ wenigen Prozent 
zur Energieversorgung beiträgt?
Natürlich könnte DE noch bedeutend mehr zur Abholzung der verbliebenen 
Regenwaldgebiete beitragen, indem noch mehr dessen Holz oder schon 
aufbereiteten Biotreibstoffe importiert werden.
Auch manche Grüne diskutieren darüber, welche Wälder besser zu Pellets 
oder Treibstoff verarbeitet werden sollen.
Man könnte auch auch die deutschen Waldgebiete monatlich fegen und 
Restholz für 0,xy% der deutschen Energieversorgung damit sichern..
Anschliessend natürlich die Wälter wieder chemisch düngen oder dort 
Schweine-/Rinder-/Hühnerdung.. verteilen :-)

Was bitte hat der maximale Wirkungsgrad eines Dieselmotors mit Bio- 
oder EE zu tun, ohne den Vergleich der jeweiligen Wirkungsgradketten und 
Bewertung?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ralf X. schrieb:
> Was bitte hat der maximale Wirkungsgrad eines Dieselmotors mit Bio-
> oder EE zu tun, ohne den Vergleich der jeweiligen Wirkungsgradketten und
> Bewertung?

Brennstoffzelle:
hat 60% Wirkungsgrad und die Abwärme hat eine relativ geringe 
Temperatur, die sich dadurch auch weniger noch für andere Zwecke 
verwenden läßt. Der Betriebsstoff muss sehr hohen Reinheitsgrad 
aufweisen. Das erhöht den Aufwand und verschlechtert den Wirkungsgrad 
bei der Herstellung.

Variante des Dieselmotores:
hat über 50% Wirkungsgrad und die Abwärme hat eine höhere Temperatur, 
die sich deshalb besser für andere Zwecke verwenden läßt. Der 
Betriebsstoff muss nicht so hohen Reinheitsgrad aufweisen. Es können 
außer schweren flüssigen Kohlenstoffverbindungen durchaus Anteile 
leichtflüchtiger und gasförmiger Betriebsstoffe noch vertragen werden. 
Daher ist der Aufwand nicht so hoch, was besser für den Wirkungsgrad bei 
der Herstellung wäre.

Ralf X. schrieb:
> Man könnte auch auch die deutschen Waldgebiete monatlich fegen und
> Restholz für 0,xy% der deutschen Energieversorgung damit sichern..

Vor vielen Jahren hatte ich mal berechnet, wie viele Menschen unter 
welchen Bedingungen auf den 357.000 km², wenn 25% der Fläche voll 
regnerativ beansprucht werden um noch genügend Platz für Tiere, Insekten 
und auch pflanzliche Artenvielfalt zu lassen.

von Ralf X. (ralf0815)


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Dieter D. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Was bitte hat der maximale Wirkungsgrad eines Dieselmotors mit Bio-
>> oder EE zu tun, ohne den Vergleich der jeweiligen Wirkungsgradketten und
>> Bewertung?
>
> Brennstoffzelle:
> hat 60% Wirkungsgrad und die Abwärme hat eine relativ geringe
> Temperatur, die sich dadurch auch weniger noch für andere Zwecke
> verwenden läßt. Der Betriebsstoff muss sehr hohen Reinheitsgrad
> aufweisen. Das erhöht den Aufwand und verschlechtert den Wirkungsgrad
> bei der Herstellung.
>
> Variante des Dieselmotores:
> hat über 50% Wirkungsgrad und die Abwärme hat eine höhere Temperatur,
> die sich deshalb besser für andere Zwecke verwenden läßt. Der
> Betriebsstoff muss nicht so hohen Reinheitsgrad aufweisen. Es können
> außer schweren flüssigen Kohlenstoffverbindungen durchaus Anteile
> leichtflüchtiger und gasförmiger Betriebsstoffe noch vertragen werden.
> Daher ist der Aufwand nicht so hoch, was besser für den Wirkungsgrad bei
> der Herstellung wäre.

Und wer soll hier mit dem Blabla/Gewäsch etwas anfangen, ohne wenigstens 
den jeweiligen Anwendungsbereich zu nennen?
Die 60% Wirkungsgrad der H2-BZ in PKW oder 45% bei Methanol mit Reformer 
und H2-BZ sind genauso idiotisch, wie 50% aus Dieselmotoren.
Kompletter Quatsch mit Sosse!
Aber Du darfst gerne mal versuchen, die Abwärme aus mobiler Verbrennung 
wirtschaftlich zu nutzen.

> Ralf X. schrieb:
>> Man könnte auch auch die deutschen Waldgebiete monatlich fegen und
>> Restholz für 0,xy% der deutschen Energieversorgung damit sichern..
>
> Vor vielen Jahren hatte ich mal berechnet, wie viele Menschen unter
> welchen Bedingungen auf den 357.000 km², wenn 25% der Fläche voll
> regnerativ beansprucht werden um noch genügend Platz für Tiere, Insekten
> und auch pflanzliche Artenvielfalt zu lassen.

Toll.
Aber zu einem Ergebnis bist Du nicht gekommen?
Oder möchstest Du das Ergebnis lediglich nicht nennen?

von Helge (Gast)


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Manche fahren ihren diesel mit Pflanzenöl. Das kostet mittlerweile etwa 
die Hälfte von normalem Diesel. Ich hab vor paar Jahren jemanden 
kennengelernt, der fuhr zum tanken immer zum Aldi. Da kostete der Liter 
ca. 35 cent.

Dann gabs nen Spezialisten, der hatte es geschafft, altes Frittenfett 
(gibts fast umsonst) in seiner Scheune zu Kraftstoff zu machen, brauchte 
aber eine Vorheizung in der Kraftstoffleitung. Wenn der losfuhr roch es 
immer nach Pommes :-)

Also 100% erneuerbar und günstig geht. Die Wirkungsgrade sind aber bei 
dafür geeigneten Motoren nicht so gut.

Eine neue Technologie zum fahren mit erneuerbaren (flüssigen) 
Kraftstoffen müßte ein besseres Verhältnis Preis / km haben, um 
konkurrenzfähig zu werden.

Also müßte der Kraftstoff relativ preisgünstig sein, und die Umwandlung 
in Kraft effizient. Ein Durchbruch könnte in einer nächsten 
Entwicklungsstufe kommen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ralf X. schrieb:
> Kompletter Quatsch mit Sosse!

Nur für den, der nichts verstehen will und sich nicht auf eine 
Hinzunahme weiterer Aspekte einlassen kann oder will.
Zum letzteren Punkt bei der Aufzählung gibt es Versuche, diese Abwärme 
in mobilen Fahrzeugen zu nutzen. Das funktioniert zwar, aber die 
Investitionskosten sind für Autos, die auf 10J ausgelegt sind noch auf 
lange Zeit zu hoch. Immerhin arbeiten die Asiaten daran weiter.

von Heinrich E. (Gast)


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John P. schrieb:
> Heinrich E. schrieb:
>> Udo S. schrieb:
>>> Heinrich E. schrieb:
>>>> Noch mehr Menschen werden die Welt noch schneller zerstören.
>>>
>>> Ach und was ist dafür deine Lösung?
>>
>> Es gibt keine Lösung.
>> Unabwendbare dramatische Ereignisse werden regelnd eingreifen.
>
> Es gibt eine Lösung: Zurücklehnen und genießen.

Du meinst, das entspannte Zurücklehnen gelingt dir bei 50°C im Schatten? 
Bereits bei 43°C bersten die alten Fieberthermometer (die aus Glas mit 
Quecksilber). Und nicht vergessen, deine Bluttemperatur beträgt 37°C. 
Und ich weiß, man muss nur viel trinken, dann geht das schon.

Es scheint sich aber schon eine Lösung anzubahnen: Laut einer neuen 
UN-Studie verzeichnen Europa und die USA "starke Geburtenrückgänge" 
gegenüber den Vorjahresmonaten. Im Oktober um 3%, im November um 5% und 
im Dezember um 8%. Offensichtlich begreifen immer mehr, dass Kinder 
keine Zukunft haben.

von Falk B. (falk)


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Heinrich E. schrieb:
> Es scheint sich aber schon eine Lösung anzubahnen: Laut einer neuen
> UN-Studie verzeichnen Europa und die USA "starke Geburtenrückgänge"
> gegenüber den Vorjahresmonaten. Im Oktober um 3%, im November um 5% und
> im Dezember um 8%. Offensichtlich begreifen immer mehr, dass Kinder
> keine Zukunft haben.

Ob das die Afrikaner, Inder und Südostasiaten auch so sehen?

von Arno (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Heinrich E. schrieb:
>> Es scheint sich aber schon eine Lösung anzubahnen: Laut einer neuen
>> UN-Studie verzeichnen Europa und die USA "starke Geburtenrückgänge"
>> gegenüber den Vorjahresmonaten. Im Oktober um 3%, im November um 5% und
>> im Dezember um 8%. Offensichtlich begreifen immer mehr, dass Kinder
>> keine Zukunft haben.
>
> Ob das die Afrikaner, Inder und Südostasiaten auch so sehen?

Voraussichtlich in absehbarer Zukunft ja: 
https://www.tagesschau.de/ausland/weltbevoelkerung-133.html

MfG, Arno

von John P. (brushlesspower)


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Heinrich E. schrieb:
> John P. schrieb:
>> Heinrich E. schrieb:
>>> Udo S. schrieb:
>>>> Heinrich E. schrieb:
>>>>> Noch mehr Menschen werden die Welt noch schneller zerstören.
>>>>
>>>> Ach und was ist dafür deine Lösung?
>>>
>>> Es gibt keine Lösung.
>>> Unabwendbare dramatische Ereignisse werden regelnd eingreifen.
>>
>> Es gibt eine Lösung: Zurücklehnen und genießen.
>
> Du meinst, das entspannte Zurücklehnen gelingt dir bei 50°C im Schatten?

Nö, aber bis dahin bin ich ganz entspannt und mache weiter wie bisher.

von Falk B. (falk)


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Arno schrieb:
>> Ob das die Afrikaner, Inder und Südostasiaten auch so sehen?
>
> Voraussichtlich in absehbarer Zukunft ja:
> https://www.tagesschau.de/ausland/weltbevoelkerung-133.html

Eine Prognose von vielen. Bei solchen Modellen lag man schon oft falsch, 
man beachte nur den prognostizierten Weltuntergang durch das böse C....

"Mehr als 20 Länder, darunter Japan, Spanien, Italien und Polen, werden 
der Studie zufolge bis 2100 die Hälfte ihrer Bevölkerung verlieren. Auch 
das bevölkerungsreichste Land China werde von aktuell 1,4 Milliarden auf 
rund 730 Millionen Einwohner zum Jahrhundertende schrumpfen. Wachsen 
werden der Prognose zufolge hingegen Länder in Afrika südlich der 
Sahara. Nigeria könnte demnach in 80 Jahren mit 800 Millionen Menschen 
nach Indien das bevölkerungsreichste Land der Erde werden. "

Prost Mahlzeit!

""Wenn Frauen mehr Zugang zu Bildung und Verhütungsmitteln bekommen, 
entscheiden sie sich im Durchschnitt für weniger als 1,5 Kinder", "

Bis dahin ist es aber ein laaanger Weg, der auch mit deutlichem, 
ökonomischen Verbesserungen verbunden sein MUSS! Denn sonst bleibt es 
bei den bestehenden Verhältnissen und Reproduktionszahlen. Ob diese 
Prognose gerade in Afrika und Südostasien in der Breite eintritt, wage 
ich mal dezent zu bezweifeln.

"erklärte der Leiter der Studie, Christopher Murray von der 
Washington-Universität in Seattle. Die Entwicklung sei eine "gute 
Nachricht" für die Umwelt, sagte Murray der Nachrichtenagentur AFP, denn 
eine kleinere Weltbevölkerung könne die Nahrungsmittelproduktion 
zurückfahren und den Ausstoß von Treibhausgasen senken."

Jaja, der liebe Zeitgeist, wer will dem nicht huldigen . . .

"Bevölkerung wächst
Afrikas Reichtum, Afrikas Ruin 11.07.2020
Bis zum Ende dieses Jahrhunderts wird ein Großteil der Menschen in 
Afrika leben - die Bevölkerung dort wächst weiterhin rasant."

DAS ist schon eher das Problem. Viele Menschen ohne soziökonomische 
Perspektive. Es gibt anscheinend auch ein Zuviel des "Guten".

"Am Ende dieses Jahrhunderts wird die Welt eine multipolare sein, in der 
Indien, Nigeria, China und die USA die wichtigsten Mächte sind.""

Welche geopolitischen Werte kann Nigeria vorweisen, außer der Mafia und 
Menschenmenge? China hat Rohrstoffe, Bildungsaufschwung und 
Wirtschaftwachstum.

Jaja, alles 1000% OT ;-) EOD

von Falk B. (falk)


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Hmm, welch Zufall. Ein aktueller Artikel zum Thema Afrika.

https://www.achgut.com/artikel/weder_arm_noch_ohnmaechtig_ein_klassiker_nach_30_jahren_wieder_gelesen

"Frau Kabou schreibt: „Die gleiche Argumentation wird auf die 
demographische Entwicklung angewandt. Es interessiert die Afrikaner 
nicht, ob sie mit dem derzeitigen Stand ihrer Produktivität alle Kinder, 
die sie in die Welt setzen, korrekt ernähren, ärztlich versorgen, 
kleiden und ausbilden können... Deshalb zeugen sie weiterhin Kinder, 
denen Bettelei und Obdachlosigkeit in die Wiege gelegt sind.“ (S. 151)"

von Michael_Ohl (Gast)


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Schon lustig wie viele hier Autos mit Batterien noch immer für 
Teufelszeug, Irrwege und was sonst noch halten, und glauben sie könnten 
ihre toten Pferde den Rest ihres Lebens weiter reiten.
Der Zug ist abgefahren alle Hersteller haben das Ende der Herstellung 
von Autos mit Verbrennungsmotor angekündigt.
Was gibt es auch dämlicheres als mit einen Auto mit Verbrennungsmotor in 
der Stadt von Ampel zu Ampel zu beschleunigen, Tonnen von CO2 dabei in 
den Innenstädten zusammen mit diversen Giftgasen in die Luft zu blasen, 
um die ganze aufgewendete Energie mithilfe der Bremsen in Wärme zu 
verwandeln.
Es gibt sicher Probleme mit Batteriefahrzeugen, die noch nicht gelöst 
sind, aber wenn diejenigen die ihre Energie daran verschwenden zu 
versuchen den "Hype" der E-Autos zu stoppen, Einen Teil ihrer 
Überschüssigen Energie in die Lösung der Probleme zu stecken, wäre uns 
allen weit mehr geholfen.
Konstruktives denken ist aber zu undeutsch geworden, meckern und 
lamentieren sind inzwischen die besten Tugenden der deutschen Eliten und 
Ingenieure. Daher sind die Chinesen auch so erfolgreich, die liegen halt 
nicht satt in der Ecke und maulen.
Ich freue mich seit sieben Jahren elektrisch fahren zu dürfen, erfreue 
mich an meinen vier E-Autos von denen der älteste jetzt 120.000km und 
neun Jahre auf dem Buckel hat und immer noch über 100km weit fährt (neu 
etwa 120km) und solange es noch geht über meinen zweieinhalb jährigen 
Diesel, der sich bei Bedarf auf der Autobahn austoben darf.

MfG
Michael

von MaWin (Gast)


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oszi40 schrieb:
> So gesehen wäre Methanol eine Alternative. Das fahren sie in Südamerika
> schon länger. Dazu braucht man jedoch keine Brennstoffzelle.

Du verwechselst wohl Methanol und Ethanol.
E10 gibt es auch hier, man hält Biosprit aus nachwachsenden Rohstoffen 
inzwischen für keine gute Idee.

von Thomas U. (charley10)


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Michael_Ohl schrieb:

> Ich freue mich seit sieben Jahren elektrisch fahren zu dürfen, erfreue
> mich an meinen vier E-Autos von denen der älteste jetzt 120.000km und
> neun Jahre auf dem Buckel hat und immer noch über 100km weit fährt (neu
> etwa 120km) und solange es noch geht über meinen zweieinhalb jährigen
> Diesel, der sich bei Bedarf auf der Autobahn austoben darf.
>
> MfG
> Michael

Schön für dich, dass du deinen 'Reichtum' als perfektes Vorbild zeigen 
kannst!

von MaWin (Gast)


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Michael_Ohl schrieb:
> Ich freue mich seit sieben Jahren elektrisch fahren zu dürfen, erfreue
> mich an meinen vier E-Autos von denen der älteste jetzt 120.000km und
> neun Jahre auf dem Buckel hat und immer noch über 100km weit fährt

Kein Wunder, dass man 4 Autos braucht.

Dein Haus heizt du mit Öl oder Gas ?

Es ist einfach widersinnig, schwere Akkus in der Gegend 
rumzukutschieren, bloss um 1 Menschen mit 60kg transporieren zu können.

Kauf dir ein Fahrrad, das ist ökologisch. Ein Elekroauto sicher nicht.

Ja, Elektroautos sind geil, kein schalten mehr, einfach nur drauftreten 
und grenzenlos beschleunigen. Das hat sicher schon 1890 Spass gemacht.

Aber Elektroautos bringen uns auch ein Tempolimit von 120, denn bei 
höherem Tempo wird die Reichweite extrem verkürzt. So sind sich alle 
Autohersteller einig, dass sie einem Tempolimit zustimmen, damit sie 
Motoren und Akkus kleiner auslegen können.

von Percy N. (vox_bovi)


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Falk B. schrieb:
> Es interessiert die Afrikaner nicht, ob sie mit dem derzeitigen Stand
> ihrer Produktivität alle Kinder, die sie in die Welt setzen, korrekt
> ernähren, ärztlich versorgen, kleiden und ausbilden können... Deshalb
> zeugen sie weiterhin Kinder, denen Bettelei und Obdachlosigkeit in die
> Wiege gelegt sind.

Das nennt sich r-Strategie.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fortpflanzungsstrategie

von Percy N. (vox_bovi)


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Heinrich E. schrieb:
> Laut einer neuen UN-Studie verzeichnen Europa und die USA "starke
> Geburtenrückgänge" gegenüber den Vorjahresmonaten. Im Oktober um 3%, im
> November um 5% und im Dezember um 8%. Offensichtlich begreifen immer
> mehr, dass Kinder keine Zukunft haben.

Das liegt nicht an irgend einer Einsicht, sondern an Abstandsregeln.

von Falk B. (falk)


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MaWin schrieb:
> Es ist einfach widersinnig, schwere Akkus in der Gegend
> rumzukutschieren, bloss um 1 Menschen mit 60kg transporieren zu können.

Redest du von Kindern? Schau dir mal den Durchschnittsmensch an, der 
wiegt oft DEUTLICH mehr als 60kg. OK, da macht das Gewichtsverhältnis 
zum 1,5t Auto nicht wirklich besser.

von Bratislava (Gast)


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MaWin schrieb:
> Aber Elektroautos bringen uns auch ein Tempolimit von 120, denn bei
> höherem Tempo wird die Reichweite extrem verkürzt. So sind sich alle
> Autohersteller einig, dass sie einem Tempolimit zustimmen, damit sie
> Motoren und Akkus kleiner auslegen können.

Das stimmt nicht ganz. Mein Model s schafft 225 und wenn ich kann fahre 
ich die auch. Ja dann kann man den Prozenten beim verschwinden zusehen 
aber wenn ich gar nicht so weit fahren muss ist mir das beim E noch mehr 
egal als beim Verbrenner.
Aber was viel wichtiger man ist viel schneller wieder auf 
Geschwindigkeit.
Und wenn man ehrlich zu sich ist Wie lange kann man denn irgendwo mit 
200 Fahren ? Das sind doch meist nur ein paar km und dann ist wieder 
jemand am trödeln oder das nächste Schild schon in Sicht.
Bei längeren strecken kann aber langsamer fahren bedeuten das man eher 
ankommt.
Ich fahre oft eine 200 Km strecke a30 a2 und diese 200 km fahre ich 
genau wie mit dem Verbrenner Vollgas alles was erlaubt ist. Es gibt 
geschätzt ca 50 km die noch ohne Tempolimit sind und das schafft die 
Karre. Am Ziel sind dann noch gut 30% im Akku. Am ziel gibt es eine 
Kraftstrom Steckdose damit kann der T mit gut 20kWh laden. In ungefähr 3 
Stunden ist die Karre wieder voll. Ein Familienbesuch dauert immer 
länger als 3 Stunden.

von Thomas U. (charley10)


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MaWin schrieb:
...
>
> Aber Elektroautos bringen uns auch ein Tempolimit von 120, denn bei
> höherem Tempo wird die Reichweite extrem verkürzt. So sind sich alle
> Autohersteller einig, dass sie einem Tempolimit zustimmen, damit sie
> Motoren und Akkus kleiner auslegen können.

120? Welch hirnlose Raserei! 30/60/90 ist doch längst in der Diskussion 
und wird von mehr als 109% der Befragten mit frenetischem Beifall 
begrüßt! Die restlichen 'sabbernden Alten' werden dann eben mit Gewalt 
überzeugt....

von Einradfahrer (Gast)


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Falk B. schrieb:
> MaWin schrieb:
>> Es ist einfach widersinnig, schwere Akkus in der Gegend
>> rumzukutschieren, bloss um 1 Menschen mit 60kg transporieren zu können.
>
> Redest du von Kindern? Schau dir mal den Durchschnittsmensch an, der
> wiegt oft DEUTLICH mehr als 60kg. OK, da macht das Gewichtsverhältnis
> zum 1,5t Auto nicht wirklich besser.

Die Zukunft heißt für viele Elektrofahrrad. 80 kg Menschengewicht auf 3 
kg Akku, das passt besser.

Interessant werden mehrere hundert Tonnen Akku im Flugzeug. Oh, ich 
vergaß, die dürfen ja weiterhin steuerbefreites Kerosin tanken und ihre 
Emissionen ungefiltert in die Atmosphäre blasen. Das bisschen Dreck geht 
immer.

von Einradfahrer (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Das liegt nicht an irgend einer Einsicht, sondern an Abstandsregeln.

Bei euch werden die Kinder in der Straßenbahn gezeugt?

von Percy N. (vox_bovi)


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Einradfahrer schrieb:
> Bei euch werden die Kinder in der Straßenbahn gezeugt?

Wir haben hier seit 1978 keine Straßenbahn mehr, aber die Bevölkerung 
wächst. Beantwortet das Deine Frage?

von H-G S. (haenschen)


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Hab grad in einem youtube-Video gesehen dass die elektrischen 
Verbraucher (TV, Licht) etwa 30% der Gesamt-Emission an CO2 verursachen.

Sollte man nicht da ansetzen ? Zum Beispiel Computer Pause oder Licht 
aus ab soundsoviel Uhr.

von Thomas U. (charley10)


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H-G S. schrieb:
> Hab grad in einem youtube-Video gesehen dass die elektrischen
> Verbraucher (TV, Licht) etwa 30% der Gesamt-Emission an CO2 verursachen.
>
> Sollte man nicht da ansetzen ? Zum Beispiel Computer Pause oder Licht
> aus ab soundsoviel Uhr.

Für den Erkenntnisgewinn ist Heizung-AUS besser!

von Falk B. (falk)


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H-G S. schrieb:
> ab grad in einem youtube-Video gesehen dass die elektrischen
> Verbraucher (TV, Licht) etwa 30% der Gesamt-Emission an CO2 verursachen.

Das wage ich zu bezweiflen. Man darf nicht jeden Unsinn aus dem Internet 
nachplappern!

In Deutschland ist die Elektroenergie gerade mal bei ca. 20% des 
Primärenergiebedarfs, wie sollen da TV unD Licht, dich mal sicher NICHT 
100% des Stromverbrauchs ausmachen, 30% der CO2 Emissionen verursachen?

> Sollte man nicht da ansetzen ? Zum Beispiel Computer Pause oder Licht
> aus ab soundsoviel Uhr.

NÖ!!! Das ist Aktionismus, wenn gleich der immer gern zelebriert wird!

https://de.wikipedia.org/wiki/Aktionismus

von Falk B. (falk)


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Einradfahrer schrieb:
>>> Es ist einfach widersinnig, schwere Akkus in der Gegend
>>> rumzukutschieren, bloss um 1 Menschen mit 60kg transporieren zu können.
>>
>> Redest du von Kindern? Schau dir mal den Durchschnittsmensch an, der
>> wiegt oft DEUTLICH mehr als 60kg. OK, da macht das Gewichtsverhältnis
>> zum 1,5t Auto nicht wirklich besser.
>
> Die Zukunft heißt für viele Elektrofahrrad. 80 kg Menschengewicht auf 3
> kg Akku, das passt besser.

Schon wieder eine ökopopoulistische Milchmädchenrechnung. Ein E-Fahrrad 
wiegt eher 25-30kg als 3kg. Denn nur mir dem Akku wirds wohl nix mit der 
Fortbewegung.

Beitrag #6753908 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6753914 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Falk B. schrieb:
> Schon wieder eine ökopopoulistische Milchmädchenrechnung. Ein E-Fahrrad
> wiegt eher 25-30kg als 3kg. Denn nur mir dem Akku wirds wohl nix mit der
> Fortbewegung.

Trotzdem ist es weniger, als ein Auto wiegt.

von Content B. (contentblocker_da)


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Whynot schrieb:

> - was sind die haupt-Kritikpunkte

Kritik nicht, aber ich hoffe das wird nie unterstützt! Ich arbeite in 
einer Batteriefertigung für die eAutos und hab auch viele Schulungen 
gehabt und mich selbst privat weitergebildet. Wenn jetzt plötzlich 
erkannt wird dass Methanol (oder etwas anderes) besser ist, war meine 
Arbeit für den Arsch! Zudem müssen die noch mind 5 Jahre warten bis wir 
die Subventionen ausgelutscht haben. Dann erst bin ich bereit zu 
akzeptieren dass wir mit den Akkus etwas (arg) falsch lagen. Solange 
werde ich mein AG loben und alle die dagegen sind (egal wie recht sie 
haben) als Umweltzerstörer darstellen. Man beist nicht die Hand die 
einen füttert...

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Content B. schrieb:
> Man beist nicht die Hand die einen füttert...

Hatte gerade einen Zusammenhang gelesen, da würde eher der gegenteilige 
Text dazu passen, "Man beist nicht die Hand die einen tötet" von metoo 
feministinnen in Österreich.

Auf Grund der Energiedichte von Brennstoffen gegenüber von 
Batterietechnologien, können nicht alle Fälle über akkubetriebene 
Fahrzeuge abgedeckt werden. Es müßte immer die Frage geklärt werden, ob 
in dem Anwendungsfall es vollkommen egal wäre, wenn bei Ausfall der 
Infrastruktur das Fahrzeug dadurch bei Nutzung am nächsten Tag bereits 
unbrauchbar wäre.

von Content B. (contentblocker_da)


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Dieter D. schrieb:
> Auf Grund der Energiedichte von Brennstoffen gegenüber von
> Batterietechnologien, können nicht alle Fälle über akkubetriebene
> Fahrzeuge abgedeckt werden.

Das ist mir schon klar und ich würde dir Recht geben, wenn wir dieses 
Gespräch in 5 Jahren führen...

PS: Bennstoffzellen haben Kohlenstoff in den Elektrodenplatten. Als 
Feinstaub ganz böse! Ganz umweltschädlich! Darf also nie produziert 
werden! Eine Hausfrau oder Greenpeace würde mir sicher beipflichten...

: Bearbeitet durch User
von Christian U. (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Schon wieder eine ökopopoulistische Milchmädchenrechnung.
> Ein E-Fahrrad wiegt eher 25-30kg als 3kg.

Es ging um die Gegenüberstellung der reinen Akkugewichte. Also 600 kg 
Akku beim PKW und 3 kg Akku beim Pedelec. Wo also ist nun die 
ökopopoulistische Milchmädchenrechnung? Mir scheint, du hast größere 
Probleme mit dem Lesen von Texten und dem Verstehen von Inhalten.

MaWin schrieb:
> Es ist einfach widersinnig, schwere Akkus in der Gegend
> rumzukutschieren ...

von Falk B. (falk)


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Rainer Z. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> Schon wieder eine ökopopoulistische Milchmädchenrechnung. Ein E-Fahrrad
>> wiegt eher 25-30kg als 3kg. Denn nur mir dem Akku wirds wohl nix mit der
>> Fortbewegung.
>
> Trotzdem ist es weniger, als ein Auto wiegt.

Es leistest auch DEUTLICH weniger als ein Auto! (E)-Fahrräder haben 
sicher ihre Berechtigung und Anwendung, sind aber nicht das von vielen 
gepriesene Allheilmittel. Denn spätestens beim Regen ist schluß mit 
lustig, von Wind und Kälte ganz zu schweigen. Die Lösung wird also eher 
in einer sinnvollen Kombination liegen.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Falk B. schrieb:
> Die Lösung wird also eher
> in einer sinnvollen Kombination liegen.

Das stelle ich nicht in Abrede.

Beitrag #6754110 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6754330 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Co E. (Firma: keine) (emco)


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Was bisher geschah:

Auf die ursprüngliche Frage kamen Antworten und ziemlich schnell wurde 
zu dem Thema alles gesagt - halt nur nicht von jedem.
Dann kamen die frustrierten Boomer mit einer ganzen Menge an kognitiver 
Dissonanz und noch mehr Whataboutism und der Thread ging den Bach 
hinunter.

Ende!

Beitrag #6754814 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Olaf W. (Gast)


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Falls das das das Wort zum Sonntag war, heute ist Montag!

von mike1983 (Gast)


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Um deine Frage zu beantworten -
Methanol ist hochgiftig, die europäischen OEMs wollen das nicht in 
Kundenhand haben.
Bei Schiffen und stationären Anlagen sieht man das Thema als handhabbar 
an.
Die Chinesen sehen das Thema lockerer, dort wird es auch in PKW verbaut.

Beitrag #6762528 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Visitor (Gast)


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mike1983 schrieb:
> Methanol ist hochgiftig,

Unsinn, Methanol ist als giftig eingestuft: H 331, 311, 301.

https://de.wikipedia.org/wiki/Methanol
https://de.wikipedia.org/wiki/H-_und_P-S%C3%A4tze#H300-Reihe:_Gesundheitsgefahren

Aber Hauptsache Panik verbreiten.

von Dominik R. (Gast)


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Falk B. schrieb:
> (E)-Fahrräder [...] sind aber nicht das von vielen gepriesene
> Allheilmittel.

Doch, sind sie. Um so mehr, als nun die Schwerreichen dieser Welt den 
Weltraumtourismus entdeckt haben. 18 Mio. Dollar für 10 min. einmal rauf 
und wieder runter - das hat doch was. Da kann man dem Nachbarn endlich 
mal zeigen, dass man richtig Kohle hat. Paar Dollars noch für die 
Verschmutzungsrechte und alles ist bestens.

Also ihr Looser, auf die (E)-Fahrräder und bei Wind und Wetter kräftig 
strampeln. Bei all dem Irrsinn kann uns jetzt nur noch das (E)-Fahrrad 
retten.

von Falk B. (falk)


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Dominik R. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> (E)-Fahrräder [...] sind aber nicht das von vielen gepriesene
>> Allheilmittel.
>
> Doch, sind sie. Um so mehr, als nun die Schwerreichen dieser Welt den
> Weltraumtourismus entdeckt haben. 18 Mio. Dollar für 10 min. einmal rauf
> und wieder runter - das hat doch was. Da kann man dem Nachbarn endlich
> mal zeigen, dass man richtig Kohle hat. Paar Dollars noch für die
> Verschmutzungsrechte und alles ist bestens.

Nun ja, Wenn gleich die Kritik an diesen "Weltraum"-Spaziergängen 
verständlich ist, sage ich dir, daß der Spaß bald ein Ende haben wird. 
Denn viel mehr als diese Spielerei wird da in absehbarer Zeit nicht 
draus werden. Dafür sorgen die Grundlagen der Physik und Ökonomie.

> Also ihr Looser, auf die (E)-Fahrräder und bei Wind und Wetter kräftig
> strampeln. Bei all dem Irrsinn kann uns jetzt nur noch das (E)-Fahrrad
> retten.

Jaja, du hast schon mal das richtige Wort benutzt. Irrsinn. Das gilt 
aber vor allem für deinen Vorschlag. Denn entgegen dem weit verbreiteten 
Glauben, sind Fahrräder relativ ineffizient. Denn der Mensch mit seiner 
Biokraftmaschine ist relativ ineffizient, Wirkungsgrad der Muskulatur 
liegt unter 20%, das ist schlechter als ein Benzinmotor ;-) Irgendwo hat 
mal einer berechnet, daß eine Gruppe Radrennfahrer deutlich effizienter 
mit dem Bus anstatt ihren Fahrrädern fährt.

Auf Kurzstrecken und in verstopften Innenstädten haben Fahrräder dennoch 
ihre Berechtigung und Vorteile.

von Michael_Ohl (Gast)


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Ich würde auch sehr gern sehen, wie ein 60 Jähriger Techniker mit einem 
E-Rad einen 80kg Server bei Schneeregen zum Kunden schafft. Wir leben in 
einer stark alternden Gesellschaft, da ist das Fahrrad sicher das 
Verkehrsmittel der Zukunft - wenn man den Individualverkehr los werden 
möchte. Die Politik macht im Moment ja wirklich gern Minderheiten zur 
Chefsache, Wegen 3% der Bevölkerung wird unseres Sprache kaputt 
gegendert, für eine Hand voll Minderleister die Straßen in Fahrradwege 
verwandelt und für die Inklusion das Bildungssystem auf Afrikanisches 
Niveau downgegradet. Zum ausgleich werden in Berlin im Bundestag ständig 
mehr Abgeordnete von uns alimentiert um noch mehr Unsinn zu verzapfen.
Die gleichen Leute regen sich dann auf, das keiner mehr Bock auf 
Demokratie hat - die spinnen, die Römer...

MfG
Michael

von Genau (Gast)


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Dominik R. schrieb:
> Also ihr Looser, auf die (E)-Fahrräder und bei Wind und Wetter kräftig
> strampeln. Bei all dem Irrsinn kann uns jetzt nur noch das (E)-Fahrrad
> retten.

Nein, Fahrrad klingt schon so kompliziert! Man sollte nur noch sein 
Handy zücken und den E-Tretroller freischalten mit QR-Code, aufsteigen 
und am Zielort einfach abstellen müssen.

von Falk B. (falk)


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Michael_Ohl schrieb:
> Die gleichen Leute regen sich dann auf, das keiner mehr Bock auf
> Demokratie hat - die spinnen, die Römer...

Nicht nur das. Die degenerieren. Heute auch Wohlstandsverwahrlosung 
genannt.

Beitrag #6764021 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6764039 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Klaus W. (mfgkw)


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Falk B. schrieb:
> Jaja, du hast schon mal das richtige Wort benutzt. Irrsinn. Das gilt
> aber vor allem für deinen Vorschlag. Denn entgegen dem weit verbreiteten
> Glauben, sind Fahrräder relativ ineffizient. Denn der Mensch mit seiner
> Biokraftmaschine ist relativ ineffizient, Wirkungsgrad der Muskulatur
> liegt unter 20%, das ist schlechter als ein Benzinmotor ;-) Irgendwo hat
> mal einer berechnet, daß eine Gruppe Radrennfahrer deutlich effizienter
> mit dem Bus anstatt ihren Fahrrädern fährt.

Rechnen kann man viel.

Aber erstens verbraucht ein Mensch nicht ineffizient fossile 
Brennstoffe, sondern etwas was im Boden oder darauf nachwächst.

Und zweitens ist er in seinem Muskelbetrieb zwangsläufig limitiert.
Auch wenn er keine 100% Wirkunsgrad hat, ist sein Verbrauch schnell bei 
einem Maximum angekommen.
Mit einem SUV oder Wohnmobil oder Learjet oder Angeberraumschiff kann 
man sich bestimmt einen tollen ökoligischen Wirkunsgrad zusammenrechnen, 
aber bei einem Verbrauch der um Dimensionen über dem Energieumsatz vo 
Muskeln liegt.
Was hilft ein ausgebuffter Wirkungsgrad in einem SUV, wenn er dann doch 
dreimal soviel schluckt wie ein R4 aus den 60ern, weil er ganz effizient 
sinnlose 150kW produziert?

Nach deinem Wirkungsgradvergleich wäre ein Zweitonner-Yuppie-Laster, der 
gerade dabei ist, ein modernes immobiles Kind zum Kiga zu bringen, 
ökologischer als wenn Mami das Kind zu Fuß oder mit dem Rad hinbringt.

von Dominik R. (Gast)


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Walter K. schrieb im Beitrag #6764021:
> Selbst schuld, wenn so ein geistiger Behinderter sich ein Heim im
> Überflutungsgebiet aussucht!

Ja und nein. Früher hat es einem die Hütte 1x im Jahrhundert weggespült. 
Dann hat man alles wieder aufgebaut, die Versicherung bezahlte den 
Schaden und man hatte wieder 3 Generationen Ruhe.

Heute spült es die Hütte alle paar Jahre weg, da lohnt sich ein 
Wiederaufbau kaum. Kaum fertig ist wieder alles am Arsch. Und das Risiko 
wird kein Versicherer übernehmen wollen. Das Problem wird sich wohl von 
selbst lösen.

Also alles auf die Anhöhen. Natürlich mit Solaranlage, Windrad, 
Energiespeicher, Wärmepumpe und natürlich mit Klimaanlage. Denn bei 50°C 
im Sommer ist das Leben akut in Gefahr. Als Krönung dann noch ein netter 
Tesla vor der Türe. Ist natürlich nur was für Leute mit richtig Kohle.

Die Großstädte können wir auch platt machen, denn so ein Starkregen 
schafft keine Kanalisation. Dachbegrünung ist eher nur ein Tropfen auf 
dem heißen Stein. Wobei wir doch eben mit aller Gewalt verdichten. Tja, 
6 setzen.

Ent-Verdichtung geht auch nicht, Stichwort Landschaftsverbrauch. Also 
sind wir am Ende der Sackgasse angekommen. Die nächsten Generationen 
sind nicht zu beneiden.

von Thomas U. (charley10)


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Dominik R. schrieb:
...
...
>
> Die Großstädte können wir auch platt machen, denn so ein Starkregen
> schafft keine Kanalisation. Dachbegrünung ist eher nur ein Tropfen auf
> dem heißen Stein. Wobei wir doch eben mit aller Gewalt verdichten. Tja,
> 6 setzen.
>
> Ent-Verdichtung geht auch nicht, Stichwort Landschaftsverbrauch. Also
> sind wir am Ende der Sackgasse angekommen. Die nächsten Generationen
> sind nicht zu beneiden.

Das wird interessant, welche Strömung unserer Hipster letztlich das 
Rennen macht: Eigenheimverbot oder Rückbesinnung auf weniger 
'verdichtete' Wohnmöglichkeiten...

von Genau (Gast)


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Wisst ihr ... manchmal wenn ich so ein Fahrzeug draussen fahren sehe, 
denke ich mir dass für die Bewegung - also den Transport eines Menschen 
- hoher Aufwand betrieben werden muss. Und das oft nur damit er 
irgendetwas holt - zB. vom Bäcker oder Einkaufen etc. Ist der (jeder) 
Mensch überhaupt so einen Aufwand wert ?

von Walter K. (walter_k488)


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Thomas U. schrieb im Beitrag #6764039:
> Ein Gedanke drängt sich mir noch auf, dass die Warnung im derzeitigen
> Hype bewusst verzögert wurde, um ein Klimakatastrophenexempel zu
> erzeugen...

Das glaube ich nicht, denn das würde ja bedeuten dass irgend rational 
und logisch handelt - auch in solch negativen Kontext!
Vielmehr sehe ich nur staatliche Unfähigkeit!
Wir sind zwar in der Lage mit grenzdebilen Hilfs-Sherrifs der 
Ordnungsämter irgendwelche Corona - Abstandsregeln resolut durchzusetzen 
… aber komplexere Dinge scheitern meistens daran, dass eine Vielzahl von 
Behörden und Verantwortlichen fast ihre ganze Energie dafür aufwenden, 
um zu erklären - dass sie hierfür und dafür nun gerade nicht zuständig 
sind!
Das System in der BRD ist dermaßen in sich selbst erstarrt und komplett 
reformunfähig, dass einem nur noch Angst und Bange werden kann!

Beitrag #6764197 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Mucky F. (Gast)


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Michael_Ohl schrieb:
> Ich würde auch sehr gern sehen, wie ein 60 Jähriger Techniker mit einem
> E-Rad einen 80kg Server bei Schneeregen zum Kunden schafft.

Bis auf das alter hab ich das immer locker geschafft. Server per Kurier 
zum Kunden und mit dem Fahrrad hinterher. Dem Fahrer noch ein Trinkgeld 
gegeben das er das Teil gleich da anliefert wo es hinsoll.

> Es gibt sicher Probleme mit Batteriefahrzeugen, die noch nicht gelöst
> sind,

Es gibt jede Menge ungelöste Probleme mit PKWs. Die werden von den 
Autofahrern aber einfach ignoriert und dem Rest aufs Auge gedrückt. Die 
Verbrennung von Mineralölen ist nur eines davon. Gerade der Punkt hat 
sich aber deutlich gebessert. Der Rest, Lärm, Dreck, Raumverbrauch, 
Einschränkung und Gefährdung anderer uvam. wird auch vom E-auto 
produziert.

Dominik R. schrieb:
> Denn bei 50°C im Sommer ist das Leben akut in Gefahr.

Momentan scheint es kälter zu werden, das ein Spurengas ein Wundergas 
ist hab ich immer für reine Propaganda gehalten.

von Helge (Gast)


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Für den Server gibt es E-Lastenräder, sogar mit isolierten Kästen. In 
Innsbruck gibts einen Essenslieferdienst, der mit sowas alles von 
TK-Ware bis heißem Mittagessen in Kantinen liefert. Natürlich nicht 
gleichzeitig, sondern nacheinander :-)

Bei so schwerem Gerät (plus Werkzeug, Verbrauchsmaterial) ist aber ein 
Auto sinnvoll.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Falk B. schrieb:
> Denn der Mensch mit seiner
> Biokraftmaschine ist relativ ineffizient, Wirkungsgrad der Muskulatur
> liegt unter 20%, das ist schlechter als ein Benzinmotor ;-)

Quelle?

Ich glaube an Deinen Quatsch nicht. Der Mensch ist - nebst den anderen 
Säugetieren - einer der effektivsten Energieverwerter schlechthin. Er 
holt aus der Nahrung alles Verwertbare an Kohlehydraten, Fett und 
Proteinen heraus. Und speichert es, wenn er Energie über seinen Bedarf 
gewinnen konnte. Oder was glaubst Du, woher Deine Wampe kommt??

Ich habe gestern bei einem Italiener eine Pizza gegessen und bin dann 50 
km nach Hause geradelt. Und Du willst mir erzählen, ein Benziner würde 
für den Brennwert einer Pizza 50 km fahren können?

Schwachkopf!

Beitrag #6764342 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Falscher Ansatz.

Versuche, mit dem Energiegehalt einer Pizza mit dem Auto zu fahren. Da 
kommst Du nicht mal aus dem Parkverbot heraus, wo Du Dich beim Italiener 
einfach hingestellt hast.

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Versuche, mit dem Energiegehalt einer Pizza mit dem Auto zu fahren. Da
> kommst Du nicht mal aus dem Parkverbot heraus, wo Du Dich beim Italiener
> einfach hingestellt hast.

Versuche mal, nach dem Verzehr einer Pizza Dein Auto 50 km zu schieben.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Percy N. schrieb:
> Versuche mal, nach dem Verzehr einer Pizza Dein Auto 50 km zu schieben.

Seitdem ich pannensichere Reifen fahre, bin ich nicht einmal in die 
Verlegenheit gekommen, das Fahrrad schieben zu müssen.

Klar, wer sein Auto liebt, der schiebt. Zu den Leuten gehöre ich nicht.

Was sagst Du Allwissender eigentlich dazu:

Falk B. schrieb:
> Denn der Mensch mit seiner
> Biokraftmaschine ist relativ ineffizient, Wirkungsgrad der Muskulatur
> liegt unter 20%, das ist schlechter als ein Benzinmotor ;-)

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Was sagst Du Allwissender eigentlich dazu:

Möglicherweise ist die Pizza Dir nicht ganz so gut bekommen.

von Ralf X. (ralf0815)


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Helge schrieb:
> Für den Server gibt es E-Lastenräder, sogar mit isolierten Kästen. In
> Innsbruck gibts einen Essenslieferdienst, der mit sowas alles von
> TK-Ware bis heißem Mittagessen in Kantinen liefert. Natürlich nicht
> gleichzeitig, sondern nacheinander :-)

Das Mittagsessen wird dann zwischen 7°° und 18°° an die Kantinen 
ausgeliefert.. :-)

von Percy N. (vox_bovi)


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Falk B. schrieb:
> Denn der Mensch mit seiner Biokraftmaschine ist relativ ineffizient,
> Wirkungsgrad der Muskulatur liegt unter 20%, das ist schlechter als ein
> Benzinmotor ;-)

"als  Wirkungsgrad  η  einer Energieumwandlung bezeichnet man in der 
Sportphysiologie das Verhältnis zwischen mechanischer  Muskelleistung 
und  metabolischem  Energieumsatz. Man unterscheidet  ηbrutto 
(Leistung/Gesamtenergieumsatz), ηnetto 
(Leistung/(Gesamtenergieumsatz–Ruheumsatz)),  ηArbeit 
(Leistung/(Gesamtenergieumsatz–Umsatz bei Leerbewegung)), ηdelta 
(∆Leistung/∆Energieumsatz). ηnetto des isolierten Muskels beträgt 30%. 
Aufgrund zusätzlichen Energieaufwandes für andere Zell- und 
Körperfunktionen erhält man in vivo bei positiver aerober Arbeit 
niedrigere Werte. Bei negativer Arbeit speichert der Körper oft Energie 
(elastisch, potentiell, kinetisch), die bei Wiederverwertung den 
Wirkungsgrad erhöht. "

"In  der  Sportpraxis  liegen die Werte zwischen 1% (Bogenschießen)  und 
50%  (Laufen)."

https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2017/Heft_9/Standard_EN_Boening_Wirkungsgrad_Muskelarbeit_9-2017.pdf

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Percy N. schrieb:
> "In  der  Sportpraxis  liegen die Werte zwischen 1% (Bogenschießen)  und
> 50%  (Laufen)."

Wow, Du beeindruckst mich.

Percy N. schrieb:
> Möglicherweise ist die Pizza Dir nicht ganz so gut bekommen.

Mental will ich die Wirkung der Pizza nicht beurteilen, physisch hätte 
sie noch für weitere Kilometer gereicht.

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Wow, Du beeindruckst mich.

Ach, wirklich? Du scheinst leicht zu beeindrucken zu sein. Ich habe das 
nicht erforscht, und ich betreibe diese Sportarten auch nicht.

Rainer Z. schrieb:
> Mental will ich die Wirkung der Pizza nicht beurteilen, physisch hätte
> sie noch für weitere Kilometer gereicht.

Letzteres lässt sich auf diesem Wege schlecht einschätzen.

von Klimakiller (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Nun ja, Wenn gleich die Kritik an diesen "Weltraum"-Spaziergängen
> verständlich ist, sage ich dir, daß der Spaß bald ein Ende haben wird.
> Denn viel mehr als diese Spielerei wird da in absehbarer Zeit nicht
> draus werden. Dafür sorgen die Grundlagen der Physik und Ökonomie.

Physik ist längst geklärt und Multimillionäre/Milliardäre gibt es eine 
Menge und jedes Jahr werden es mehr. Wo siehst du ein Problem?

von Falk B. (falk)


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Rainer Z. schrieb:
>> Denn der Mensch mit seiner
>> Biokraftmaschine ist relativ ineffizient, Wirkungsgrad der Muskulatur
>> liegt unter 20%, das ist schlechter als ein Benzinmotor ;-)
>
> Quelle?

https://de.wikipedia.org/wiki/Wirkungsgrad#Biologische_Wirkungsgrade

https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2017/Heft_9/Standard_Boening_Wirkungsgrad_Muskelarbeit_9-2017.pdf

> Ich glaube an Deinen Quatsch nicht.

Es geht nicht um Glauben, sondern um Wissen. Welches durch Experimente 
und Messungen entsteht.

> Der Mensch ist - nebst den anderen
> Säugetieren - einer der effektivsten Energieverwerter schlechthin. Er
> holt aus der Nahrung alles Verwertbare an Kohlehydraten, Fett und
> Proteinen heraus. Und speichert es, wenn er Energie über seinen Bedarf
> gewinnen konnte.

Was hat die Umwandlung der Nahrung in körpereigene Energieträger mit dem 
Wirkungsgrad der Muskulatur zu tun?

> Oder was glaubst Du, woher Deine Wampe kommt??

[ ] Du kennst mich.

> Ich habe gestern bei einem Italiener eine Pizza gegessen und bin dann 50
> km nach Hause geradelt. Und Du willst mir erzählen, ein Benziner würde
> für den Brennwert einer Pizza 50 km fahren können?

Weißt du, wieviel Energie in einer Pizza steckt? Je nach Belag um die 
1000-2000kcal bzw. 4200-8400kJ. Und ein Auto ist etwas schwerer als du + 
dein Fahrrad. Ich sprach von Wirkungsgrad, nicht Gesamtenergieverbrauch.

> Schwachkopf!

Die Stichhaltigkeit deiner Argumente wird nur noch durch deine Eloquenz 
übertroffen!

von Falk B. (falk)


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Klimakiller schrieb:
>> Nun ja, Wenn gleich die Kritik an diesen "Weltraum"-Spaziergängen
>> verständlich ist, sage ich dir, daß der Spaß bald ein Ende haben wird.
>> Denn viel mehr als diese Spielerei wird da in absehbarer Zeit nicht
>> draus werden. Dafür sorgen die Grundlagen der Physik und Ökonomie.
>
> Physik ist längst geklärt und Multimillionäre/Milliardäre gibt es eine
> Menge und jedes Jahr werden es mehr. Wo siehst du ein Problem?

Auch Multimilliardären geht irgendwann das Geld aus. Ausgenommen 
Staaten, die können das "drucken", allen voran die FED, dicht gefolgt 
von der EZB ;-)

von Klaus W. (mfgkw)


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Wenn die ersten beim Wiedereintritt als Sternschnuppen zu sehen sind, 
wird sich die Begeisterung von selbst wieder legen.

Beitrag #6764541 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dominik R. (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Auch Multimilliardären geht irgendwann das Geld aus.

Nicht wirklich, denn aufgrund von Dividendenausschüttungen kommt jedes 
Jahr neues Geld hinzu. Wenn du jedes Jahr eine Milliarde aus dem Fenster 
werfen willst, musst du dich gewaltig anstrengen.

Klaus W. schrieb:
> Wenn die ersten beim Wiedereintritt als Sternschnuppen zu sehen sind,
> wird sich die Begeisterung von selbst wieder legen.

Gut möglich. So wie beim selbstfahrenden Auto, wo die Begeisterung 
mittlerweile total verpufft ist. Kein Hahn kräht mehr danach.

von Helge (Gast)


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Daß sich jemand mit einem gigantischen Pen*s in den Weltraum schießt, 
entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Mutter erde dürfte bald unwirtlich 
werden, also wird der humane Kein in Richtung anderer Planeten 
ausgeschossen. Das können sich derweil halt nur die reichsten leisten.. 
:-)

von Genau (Gast)


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Helge schrieb:
> Daß sich jemand mit einem gigantischen Pen*s in den Weltraum schießt,
> entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Mutter erde dürfte bald unwirtlich
> werden, also wird der humane Kein in Richtung anderer Planeten
> ausgeschossen. Das können sich derweil halt nur die reichsten leisten..
> :-)

Leider muss ich dich enttäuschen ... eine nüchterne Doku auf youtube 
zeigte dass der Mensch nirgendwo hin kann. Es ist überall garstig da 
draussen, entweder passt die Schwerkraft nicht, oder die Atmosphäre, 
Temperatur, Strahlung und so weiter. Dieser Planet wird das Gefängnis 
des Menschen bleiben.

von Falk B. (falk)


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Dominik R. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> Auch Multimilliardären geht irgendwann das Geld aus.
>
> Nicht wirklich, denn aufgrund von Dividendenausschüttungen kommt jedes
> Jahr neues Geld hinzu. Wenn du jedes Jahr eine Milliarde aus dem Fenster
> werfen willst, musst du dich gewaltig anstrengen.

Jaja, du hast deinen Optimismus ja schon in mehreren Beiträgen 
demonstriert. Eine Milliarde kann men heute SEHR leicht verbraten, auch 
als Privatmensch. Und Staaten rechnen nur noch in Milliarden als 
kleinste Einheit, die werden im Tagesrythmus umgesetzt.

von Falk B. (falk)


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Genau schrieb:
> Dieser Planet wird das Gefängnis
> des Menschen bleiben.

Das ist vielleicht auch besser so . . .

von Leghorn (Gast)


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Dominik R. schrieb:

> Gut möglich. So wie beim selbstfahrenden Auto, wo die Begeisterung
> mittlerweile total verpufft ist. Kein Hahn kräht mehr danach.

Insbesondere dann, wenn der Hahn von dem selbstfahrenden Auto überfahren 
wurde. Danach kräht er nicht mehr. Das ist richtig.

von Thomas U. (charley10)


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Leghorn schrieb:
> Dominik R. schrieb:
>
>> Gut möglich. So wie beim selbstfahrenden Auto, wo die Begeisterung
>> mittlerweile total verpufft ist. Kein Hahn kräht mehr danach.
>
> Insbesondere dann, wenn der Hahn von dem selbstfahrenden Auto überfahren
> wurde. Danach kräht er nicht mehr. Das ist richtig.

Ausserdem wären bei flächendeckender Einführung viele Kommunen sofort 
pleite!
Diese Fahrzeuge würden sich peinlichst an ALLE Vorschriften halten und 
keinerlei Anlass für Bußgelder geben!
Das Wer/Wann /Wo und sicher auch noch Warum ist noch zu diskutieren...

von Genau (Gast)


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Müsste das Investieren in die Wirtschaft nicht die Pflicht eines Jeden 
sein ? Machen die Reichen nur automatisch das Richtige ?

von Thomas U. (charley10)


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Genau schrieb:
> Müsste das Investieren in die Wirtschaft nicht die Pflicht eines Jeden
> sein ? Machen die Reichen nur automatisch das Richtige ?

Vielleicht gibt es auch Menschen, denen das nötige 'Spielgeld' dazu 
einfach fehlt?

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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weiter oben ist zu lesen,
wie man ach so genial seinen Wagen an der Solaranlage laden kann.

was sollen eigentlich die millionen Lampenparker machen,
die in Wohnsilos wohnen und AUCH Autos haben?

Da wird die aufkommende E-Mobilität
wohl auch den Bau von EFH forcieren... was?

So bedingt das E-Auto dann also die weitere Zersiedelung der Landschaft.

wie umweltfreundlich hält man sich also
wenn man eine E-Karre unterm Hintern hat?

Und? Schnellladen geht in ca 30 Minuten?
Wenn nicht nur schon einer davor ist und auch diese 30 Min benötigt...
Das redet man sich dann mit der nicht mehr nötigen Zeit an der
herkömmlichen Tanke schön.

-Lächerlich, dort habe ich immerhin auch noch sozialen Kontakt,
kann dort ggf auch aufs Klo gehen.
An der Ladesäule eher nicht.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Offtopic:

Walter K. schrieb im Beitrag #6764021:
> Von E Autos schwadronieren - und noch nicht mal in der Lage sein, die
> Leute mit Sirenen zu warnen - die lassen wir dann lieber elendig
> ersaufen.

Das stimmt zumindest in den Bereichen, in denen ich bisher an der Ahr im 
Einsatz war (Montag Bachem, dann Sinzig und gestern Rech/Dernau), nicht. 
Die Leute dort wurden gewarnt, und nicht nur über irgendwelche Apps 
sondern auch von örtlichen Einsatzkräften. Die Familie in Rech, bei 
denen wir gestern geschippt und rausgerissen haben, wussten auch, dass 
es 7m hoch steigt. Aber was genau das jetzt für das eigene Haus 
bedeutet, wussten sie - natürlich - nicht.

In Sinzig gab es bspw. auch Lautsprecherdurchsagen und ebenso in Bachem.

Wir hatten gestern noch das Gespräch mit einigen vom Katastrophenschutz, 
die meinten, dass eine offizielle Evakuierungswarnung (Sirenen, was auch 
immer) auch 1-2 Stunden vor der Welle vermutlich noch deutlich mehr 
Todesofer gefordert hätte, denn wer das Ahrtal kennt, der weiss, dass es 
dort verdammt eng ist. Viele Ort sind überhaupt nur über eine Straße 
angebunden (Mayschoß war gestern immer noch nicht richtig erreichbar). 
Man mag sich nicht vorstellen, was geschehen wäre, hätten alle diese 
Menschen die Flucht per Auto angetreten und - natürlich - im Stau 
gestanden.

Die allermeisten, die umgekommen sind oder noch vermisst werden, sind 
offenbar mit ihren einstürzenden Häusern weggerissen oder schlicht vom 
Dach gespült worden. So zumindest die Aussage eines Mannes vom DRK mit 
Leichenspürhund gestern in Dernau.

> Und ja, jede Behörde, jeder verantwortliche hat alles richtig gemacht!
> Selbst schuld, wenn so ein geistiger Behinderter sich ein Heim im
> Überflutungsgebiet aussucht!
> Wichtig ist meine PV, mein Tesla und meine moralische Überlegenheit!

Das ist Unsinn. Im Gegenteil habe ich gestern einige E-Mobile und auch 
mindestens einen Tesla auf dem Sammelparkplatz in Grafschaft gesehen, 
also Leute, die dann mit Shuttle zum Helfen in die Katastrophengebiete 
gebracht wurden (es waren übrigens gestern über 1000 Leute, die nur von 
dort gefahren worden sind - eine tolle Sache :-). Wenn diese Leute 
moralisch überlegen sein sollen - bitte sehr. Wichtig ist, dass sie mit 
anpacken. Und mir persönlich ist es vollkommen egal, ob andere mich 
Gutmensch nennen. Mir reicht ein "Danke!" der Betroffenen - denn die 
wissen, worüber sie reden.

Natürlich muss einiges an der Alarmierung verbessert werden, dazu zählen 
auch Notstromversorgungen für die Pegelstandshäuschen (da waren einige 
ausgefallen). Cell-Broadcasting wurde ja schon öfter erwähnt.

P.S.: Ich wusste gar nicht, dass in einen normalen VW-Van 18 Leute inkl. 
Schaufeln, Spitzhacken, Seesäcken und Stiefeln passen ;-)

P.P.S.: Als Anhang zwei Fotos von gestern. Das erste zeigt den Ausgang 
von Dernau Richtung Rech (da zieht man die FFP2 sogar gerne an), das 
zweite ist  aus dem Frühstücksraum, das ich aufnehmen durfte. Das hatte 
irgendwie etwas Tröstliches und spiegelt ganz gut die Mentalität dort 
zur Zeit wider. Jeder hilft jedem. Ganze Firmen rücken mit Chef, Mann, 
Maschinen an, zwei Wochen bezahlten Sonderurlaub, Menschen lassen ihren 
Jahresurlaub sausen und werden in umliegenden Dörfern und Städten 
kostenfrei einquartiert. Es gibt allen Unkenrufen zum Trotz also 
durchaus eine große Hilfsbereitschaft hier in Deutschland.

: Bearbeitet durch Moderator
von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Chris D. schrieb:
> Es gibt allen Unkenrufen zum Trotz also
> durchaus eine große Hilfsbereitschaft hier in Deutschland.

Das hätte ich, weil man ja sehen kann,
was mit der Hilfsleistung passiert, auch garnicht anders erwartet.

Das sieht für Spendenaufrufe für Unglücke "weit weg" schon anders aus.
Sicherlich auch wegen allzu vieler schlechter Beispiele.

Chris D. schrieb:
> Ich wusste gar nicht, dass in einen normalen VW-Van 18 Leute inkl.
> Schaufeln, Spitzhacken, Seesäcken und Stiefeln passen ;-)

O_°

Und wie weit wurde so gefahren?

Beitrag #6765502 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dominik R. (Gast)


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Thomas U. schrieb:
> Diese Fahrzeuge würden sich peinlichst an ALLE Vorschriften halten und
> keinerlei Anlass für Bußgelder geben!

Und falls es doch mal Anlass für ein Bußgeld geben sollte, wäre 
spannend, welche Softwarebude dann das Bußgeld zu bezahlen hat. Denn als 
Passagier im eigenen Auto bin ich aus dem Schneider.

Dass sich die Fahrzeuge peinlichst an ALLE Vorschriften halten, sehe ich 
eher als Problem. Gestern kommt mir ein Ungetüm von Mähdrescher 
entgegen, da heißt es die Straße frei machen. Hieß für mich, mal 
kurzerhand ab in den Acker und dieses Ungetüm vorbei gelassen.

Achso, der gigantische Mähdrescher fährt künftig auch autonom und die 
beiden Fahrzeuge hätten eine Lösung ausgehandelt. Na dann ist ja alles 
gut.

von Thomas U. (charley10)


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Dominik R. schrieb:
...
...
>
> Achso, der gigantische Mähdrescher fährt künftig auch autonom und die
> beiden Fahrzeuge hätten eine Lösung ausgehandelt. Na dann ist ja alles
> gut.

Das könnte gelingen. Allerdings sieht die Verständigung mit den 
derzeitigen Kampfradlern ziemlich mau aus. Wer gewinnt?

Erlebnis letzte Woche: Hiddensee, Dornbusch. Dort ist selbst die 
Mitnahme von Fahrrädern nicht erlaubt. Das interessiert diese Truppe 
einen alten Ar....
Die fahren z. T. direkt auf Fußgänger zu um sich 'Freie Bahn' zu 
erkämpfen.
Noch Fragen, Hauser?

von Dominik R. (Gast)


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● Des I. schrieb:
> was sollen eigentlich die millionen Lampenparker machen,
> die in Wohnsilos wohnen und AUCH Autos haben?

Ganz einfach: Die werden KEINE Autos mehr haben. Auf öffentlichen 
Flächen geparkte Autos sind zudem immer mehr Leuten ein Dorn im Auge.

Die Zukunft heißt Eigenheim (bzw. Eigentumswohnung) plus eigenem 
PKW-Stellplatz mit Lademöglichkeit. Für den Rest der Städter ist der 
ÖPNV angesagt oder strampeln auf dem Fahrrad. Letzteres soll das Herz 
gesund halten, wie hier mehrmals zu lesen war.

von Dominik R. (Gast)


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Thomas U. schrieb:
> Allerdings sieht die Verständigung mit den
> derzeitigen Kampfradlern ziemlich mau aus. Wer gewinnt?

Keine Ahnung.

Ebenfalls gestern sehe ich ein neues "Schild" (Farbe riecht noch) auf 
dem Asphalt eines Wirtschaftsweges. Ein Traktor und ein Kampfradler 
nebeneinander und darüber der Text: "Rücksichtnahme macht Wege breiter". 
Offensichtlich sind die Probleme bereits erheblich.

https://landvolk.net/lpdartikel/ruecksicht-macht-die-wege-breit/

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Dominik R. schrieb:
> ● Des I. schrieb:
>> was sollen eigentlich die millionen Lampenparker machen,
>> die in Wohnsilos wohnen und AUCH Autos haben?
>
> Ganz einfach: Die werden KEINE Autos mehr haben.

das wird gewiss nicht passieren.

Nicht solange wir in D eine Autoindustrie haben

von Dominik R. (Gast)


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von Thomas U. (charley10)


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Dominik R. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Allerdings sieht die Verständigung mit den
>> derzeitigen Kampfradlern ziemlich mau aus. Wer gewinnt?
>
> Keine Ahnung.
>
> Ebenfalls gestern sehe ich ein neues "Schild" (Farbe riecht noch) auf
> dem Asphalt eines Wirtschaftsweges. Ein Traktor und ein Kampfradler
> nebeneinander und darüber der Text: "Rücksichtnahme macht Wege breiter".
> Offensichtlich sind die Probleme bereits erheblich.
>
> https://landvolk.net/lpdartikel/ruecksicht-macht-die-wege-breit/

Wirtschaftsweg? Dort würde ich den Vorrang des Traktors vermuten, da 
meist Privatweg.
Die 'Nicht-Kampfradler' würden dort sicher einen Kompromiss mit dem 
Traktor finden.

von Dominik R. (Gast)


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● Des I. schrieb:
> Nicht solange wir in D eine Autoindustrie haben

Wir werden eben immer mehr Autos exportieren. Alleine nach China soll 
jetzt schon jedes 4. hier produzierte Auto gehen.

Es steht dir natürlich frei, als Laternenparker ein E-Auto aus deutscher 
Produktion zu kaufen. Wenn der Akku leer ist, kannst du es vom ADAC 
abschleppen lassen. Als Mitglied bekommst du dann sicher eine Ladung 
gratis. Bis zum nächsten Abschleppen. Wenn du dir das leisten kannst, 
mach es.

von Dominik R. (Gast)


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Thomas U. schrieb:
> Wirtschaftsweg? Dort würde ich den Vorrang des Traktors vermuten...

Das hilft dir aber nicht viel, denn du kannst die Kampfradler nicht über 
den Haufen fahren. Bei uns hier fahren die Kampfradler weiter und der 
Traktor muss ausweichen. Und die Kampfradler fühlen sich hier im Recht. 
Und nu?

Offensichtlich hilft dann nur noch Schilder auf den Boden malen.

von Percy N. (vox_bovi)


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● Des I. schrieb:
> das wird gewiss nicht passieren.
> Nicht solange wir in D eine Autoindustrie haben

Die freut sich über die verstärkte Nachfrage der ÖPNV-Betriebe.

Im Ernst: ich gehe davon aus, dass sich unser Personenverkehr radikal 
umstrukturieren wird, wie schon einmal, zu Beginn der Automobilität nach 
dem 2. WK.

Und es wird auch möglich sein, Urlaub zu machen, ohne nach Mallorca zu 
fliegen, auch wenn Wiebke Winter sich das nicht vorzustellen vermag.

von Dieter (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Und es wird auch möglich sein, Urlaub zu machen, ohne nach Mallorca zu
> fliegen,

Das ist klar. Urlaub im Heimatland mit Feldarbeitsdienst in der 
Biolandwirtschaft.

von Thomas U. (charley10)


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Dominik R. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Wirtschaftsweg? Dort würde ich den Vorrang des Traktors vermuten...
>
> Das hilft dir aber nicht viel, denn du kannst die Kampfradler nicht über
> den Haufen fahren. Bei uns hier fahren die Kampfradler weiter und der
> Traktor muss ausweichen. Und die Kampfradler fühlen sich hier im Recht.
> Und nu?
>
> Offensichtlich hilft dann nur noch Schilder auf den Boden malen.

So wie für die SMOMBIES an den Ampeln?

von Genau (Gast)


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Dominik R. schrieb:
> Die Zukunft heißt Eigenheim (bzw. Eigentumswohnung) plus eigenem
> PKW-Stellplatz mit Lademöglichkeit. Für den Rest der Städter ist der
> ÖPNV angesagt oder strampeln auf dem Fahrrad. Letzteres soll das Herz
> gesund halten, wie hier mehrmals zu lesen war.

Die bauen hier überall die Wohnbunker in dreckigen, lauten Zonen - naja 
wem es gefällt. Dass sie den Abstand zu Zweiradfahrern auf 1,5m erhöht 
haben war ein richtiger Geniestreich, obwohl sich manche Idioten und 
A...löcher nicht daran halten. Heute habe ich wieder einen gesehen der 
wäre am liebsten so 20cm dicht am Radler vorbeigefahren - das war früher 
auch meine Hauptangst beim Radeln, vor allem wenn ich parkende Autos 
überholen musste - das ging einfach nicht weil die doofen Autos einem 
keine Luft lassen.

von Thomas U. (charley10)


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Dominik R. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Wirtschaftsweg? Dort würde ich den Vorrang des Traktors vermuten...
>
> Das hilft dir aber nicht viel, denn du kannst die Kampfradler nicht über
> den Haufen fahren. Bei uns hier fahren die Kampfradler weiter und der
> Traktor muss ausweichen. Und die Kampfradler fühlen sich hier im Recht.
> Und nu?
>

Das ist die Wirkung der letzten Gesetzesänderung auf 'Freie Fahrt für 
Kampfradler' in Verbindung mit der Anonymität dieser.
'Ihr könnt mit gar nüscht...'

von Thomas U. (charley10)


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Genau schrieb:
> Dominik R. schrieb:
>> Die Zukunft heißt Eigenheim (bzw. Eigentumswohnung) plus eigenem
>> PKW-Stellplatz mit Lademöglichkeit. Für den Rest der Städter ist der
>> ÖPNV angesagt oder strampeln auf dem Fahrrad. Letzteres soll das Herz
>> gesund halten, wie hier mehrmals zu lesen war.
>
> Die bauen hier überall die Wohnbunker in dreckigen, lauten Zonen - naja
> wem es gefällt. Dass sie den Abstand zu Zweiradfahrern auf 1,5m erhöht
> haben war ein richtiger Geniestreich, obwohl sich manche Idioten und
> A...löcher nicht daran halten. Heute habe ich wieder einen gesehen der
> wäre am liebsten so 20cm dicht am Radler vorbeigefahren - das war früher
> auch meine Hauptangst beim Radeln, vor allem wenn ich parkende Autos
> überholen musste - das ging einfach nicht weil die doofen Autos einem
> keine Luft lassen.

Geniestreich? Wie mans nimmt! Kurz nach Einführung dieser Regelung hatte 
ich einen vor mir mit Besenstiel quer und Badenudel.  (2m) LINKS in der 
Fahrspur - Überholen unmöglich. Der musste sehen, dass er den 
Gegenverkehr nicht behinderte. Anonymität eben...

von Thomas U. (charley10)


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Percy N. schrieb:
> ● Des I. schrieb:
>> das wird gewiss nicht passieren.
>> Nicht solange wir in D eine Autoindustrie haben
>
> Die freut sich über die verstärkte Nachfrage der ÖPNV-Betriebe.
>
> Im Ernst: ich gehe davon aus, dass sich unser Personenverkehr radikal
> umstrukturieren wird, wie schon einmal, zu Beginn der Automobilität nach
> dem 2. WK.
>
> Und es wird auch möglich sein, Urlaub zu machen, ohne nach Mallorca zu
> fliegen, auch wenn Wiebke Winter sich das nicht vorzustellen vermag.

Prima! Reisebedingungen wie DDR2. Vielleicht gibt es für die Reisebüros 
noch die 'Kataloge' von damals?

von Percy N. (vox_bovi)


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Thomas U. schrieb:
> Prima! Reisebedingungen wie DDR2. Vielleicht gibt es für die Reisebüros
> noch die 'Kataloge' von damals?

Dazu kann ich mangels Erfahrungs nichts sagen, aber Westerland ist zB 
prima mit der Vajn zu erreichen, besser als per Flugzeug.

Und falls es Dich ans Mittelmeer zieht:auch dort gibt es Bahnhöfe und 
Ferirninterkünfrte.

Für Billig-all-inclusive-Party-Sauf-Touristen ist das vielleicht weniger 
attraktiv, mag sein. Vor einigen Jahren hatte allerdings Sylt mit genau 
dieser Gruppe ein Riesenproblem.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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● Des I. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Es gibt allen Unkenrufen zum Trotz also
>> durchaus eine große Hilfsbereitschaft hier in Deutschland.
>
> Das hätte ich, weil man ja sehen kann,
> was mit der Hilfsleistung passiert, auch garnicht anders erwartet.
>
> Das sieht für Spendenaufrufe für Unglücke "weit weg" schon anders aus.
> Sicherlich auch wegen allzu vieler schlechter Beispiele.

Naja, es wurde schon einiges für die Tsunami-Opfer und auch für Haiti 
gespendet. Aber natürlich betreffen einen Unglücke in der Nähe immer 
ganz besonders stark.

> Chris D. schrieb:
>> Ich wusste gar nicht, dass in einen normalen VW-Van 18 Leute inkl.
>> Schaufeln, Spitzhacken, Seesäcken und Stiefeln passen ;-)
>
> O_°
>
> Und wie weit wurde so gefahren?

Von Dernau rauf über Esch, Holzweiler, Vettelhoven usw. bis zum 
Innovationspark (bzw. Haribo). Ich schätze so 8-10 km.

Genauso gab es vollbesetzte Pickupladeflächen oder Autos, wo hinten bei 
geöffneter Klappe Leute im Kofferraum saßen. Hat niemanden interessiert, 
auch die Polizei nicht. Sie sollten nur vorsichtig fahren - machen die 
Leute aber auch.

Beitrag #6765915 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Arno (Gast)


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Thomas U. schrieb:
> Genau schrieb:
>> wem es gefällt. Dass sie den Abstand zu Zweiradfahrern auf 1,5m erhöht
>> haben war ein richtiger Geniestreich, obwohl sich manche Idioten und
>> A...löcher nicht daran halten. Heute habe ich wieder einen gesehen der
>> wäre am liebsten so 20cm dicht am Radler vorbeigefahren - das war früher
>> auch meine Hauptangst beim Radeln, vor allem wenn ich parkende Autos
>> überholen musste - das ging einfach nicht weil die doofen Autos einem
>> keine Luft lassen.
>
> Geniestreich? Wie mans nimmt! Kurz nach Einführung dieser Regelung hatte
> ich einen vor mir mit Besenstiel quer und Badenudel.  (2m) LINKS in der
> Fahrspur - Überholen unmöglich. Der musste sehen, dass er den
> Gegenverkehr nicht behinderte. Anonymität eben...

1967 gab es schon Badenudeln? Ich bin nicht alt genug, das noch zu 
wissen...

MfG, Arno

von IchGlaubEsNicht (Gast)


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Thomas U. schrieb:
> ! Kurz nach Einführung dieser Regelung hatte
> ich einen vor mir mit Besenstiel quer und Badenudel.  (2m) LINKS in der
> Fahrspur - Überholen unmöglich. Der musste sehen, dass er den
> Gegenverkehr nicht behinderte. Anonymität eben...

Bis auf den Besenstiel genau die richtige Vorgehensweise. Wenn ich 
möglichst weit rechts fahre, muß ich auf die Gullys, Kanaldecke, Abfall 
am Straßenrand und nicht reparierte Schlaglöcher aufpassen.
Und die ach so rücksichtsvollen Autofahrer meinen dann noch in 
geringstem Abstand überholen zu müssen.

Wenn ich mittig fahre, müssen die die Spur wechseln und alles ist gut.

von Genau (Gast)


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Thomas U. schrieb:
> Geniestreich? Wie mans nimmt! Kurz nach Einführung dieser Regelung hatte
> ich einen vor mir mit Besenstiel quer und Badenudel.  (2m) LINKS in der
> Fahrspur - Überholen unmöglich. Der musste sehen, dass er den
> Gegenverkehr nicht behinderte. Anonymität eben...

Meine größte Angst ist dass mich so ein Rad-Rowdy beim Spazierengehen 
erwischt. Die meisten sind zu dumm oder wissen nicht wofür die Klingel 
ist und fahren einfach an einem von hinten kommend vorbei auf dem 
Gehweg. So ein Rad kann einen bestimmt übel zurichten.

von Thomas U. (charley10)


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Genau schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Geniestreich? Wie mans nimmt! Kurz nach Einführung dieser Regelung hatte
>> ich einen vor mir mit Besenstiel quer und Badenudel.  (2m) LINKS in der
>> Fahrspur - Überholen unmöglich. Der musste sehen, dass er den
>> Gegenverkehr nicht behinderte. Anonymität eben...
>
> Meine größte Angst ist dass mich so ein Rad-Rowdy beim Spazierengehen
> erwischt. Die meisten sind zu dumm oder wissen nicht wofür die Klingel
> ist und fahren einfach an einem von hinten kommend vorbei auf dem
> Gehweg. So ein Rad kann einen bestimmt übel zurichten.

Die Anonymität machts möglich. Das würde sich drastisch ändern, würde 
eine Kenzeichenpflicht folgen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Genau schrieb:
> Die meisten sind zu dumm oder wissen nicht wofür die Klingel ist und
> fahren einfach an einem von hinten kommend vorbei auf dem Gehweg.

Du glaubst nicht, wie manche Fußgänger auf eine Klingel reagieren ...

von Ralf X. (ralf0815)


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Percy N. schrieb:
> Genau schrieb:
>> Die meisten sind zu dumm oder wissen nicht wofür die Klingel ist und
>> fahren einfach an einem von hinten kommend vorbei auf dem Gehweg.
>
> Du glaubst nicht, wie manche Fußgänger auf eine Klingel reagieren ...

Kann ich absolut unterstreichen, auch wenn ich nur wenig Fahrrad fahre 
und viel häufiger von Radlern "geärgert" werde, egal welche 
Fortbewegungsmöglichkeit ich gerade nutze.
Riesige Fusgängerzohne mit erlaubtem Radverkehr, 4m breiter und 
asphaltierter Weg nur für Füssgänger und Radfahrer als Ortsverbindung, 
Talsperrenrundweg mit ~6m Breite für Spazieränger und Radler, etc. und 
selbst Bürgersteige mit danebenliegenden Radweg:
Wenige Fussgänger (drei, die sich kennen) oder auch nur einer mit Hund 
reichen aus, den gesamten Bereich für Radler zu blockieren, bzw. das 
Passieren zumindest gefährlich zu machen, wenn man sich nicht bemerkbar 
macht.
Und locker 90% fühlen sich belästigt oder sogar angemacht, wenn man mal 
frühzeitig "anbimmelt".

von Percy N. (vox_bovi)


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Ralf X. schrieb:
> Und locker 90% fühlen sich belästigt oder sogar angemacht, wenn man mal
> frühzeitig "anbimmelt".

Das geht ja bald noch. Unter "bedroht" macht das kaum noch einer.

von Ralf X. (ralf0815)


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Percy N. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Und locker 90% fühlen sich belästigt oder sogar angemacht, wenn man mal
>> frühzeitig "anbimmelt".
>
> Das geht ja bald noch. Unter "bedroht" macht das kaum noch einer.

Ich wollte alles ohne grosse Aufregung unter einer gefühlten Prozentzahl 
mit verständlicher Begriffen vereinfacht vereinen.
Tatsache ist natürlich, dass sich viele Menschen, die sich "nur" 
belästigt oder angemacht fühlen, schon höchst aggressiv reagieren.
Das Wort "bedroht" braucht es da zumindest für die Seite nicht, das 
fühle ich mich dann oft eher selber, auch wenn ich mich da durchaus 
verbal und auch körperlich zur Wehr setzen kann, solange ich nicht 
direkt mit einem "Alluha" rechne.

von Gerald U. (Gast)


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Genau schrieb:
> Dass sie den Abstand zu Zweiradfahrern auf 1,5m erhöht
> haben war ein richtiger Geniestreich ...

Finde ich nicht, eher ein Armutszeugnis. Denn viel ist damit nicht 
gewonnen, nur das Risiko zermanscht zu werden ist nun etwas geringer.

Wenn ich dir beim Russisch-Roulett in den Revolver mit 6 Kammern statt 3 
Patronen nur zwei Patronen stecke, geht es dir dann besser, wenn du dir 
das Ding an den Kopf hältst und abdrückst?

Man hat das (E-)Fahrrad zum neuen umweltfreundlichen Verkehrsmittel 
erklärt, dabei aber nicht bedacht, dass es für dieses neue 
Verkehrsmittel keinen Verkehrsweg gibt. Es gibt die Straße für 
motorisierte Fahrzeuge und es gibt den Gehweg (man analysiere das Wort) 
für den Fußgänger. Auf beiden Verkehrswegen ist das (E-)Fahrrad fehl am 
Platz.

Ein ganz besonderes Problem sind die Umsteiger vom Auto aufs 
(E-)Fahrrad. Die müssen in 20 min. in der Firma sein und dann wird 
maximal gebrettert. Da wird Sturm geklingelt und alles, was nicht in 3 
sec. auf den Bäumen ist, wird umgenietet.

Von superbreiten Lastenrädern, Dreirädern oder Rädern mit Kinderanhänger 
will ich erst gar nicht reden. Da wird oft der Gehweg zu schmal, wenn 
sich zwei solche Brummer entgegen kommen.

Die Krux am Ganzen: Eine Lösung gibt es nicht. Außer man schiebt ganz 
Deutschland mit dem Bulldozer eben und baut das Land nochmal neu auf.

von John P. (brushlesspower)


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Dominik R. schrieb:
> Das hilft dir aber nicht viel, denn du kannst die Kampfradler nicht über
> den Haufen fahren. Bei uns hier fahren die Kampfradler weiter und der
> Traktor muss ausweichen. Und die Kampfradler fühlen sich hier im Recht.
> Und nu?

Warum kann man die nicht über den haufen fahren?

Hier in Berlin haben wir an den Kreuzungen 2 Ampeln. Eine für Radfahrer 
und eine für Autos.

Die der Radfahrer wird etwas früher grün, dafür auch früher Rot.
Meinst du es interessiert mich ob die Radfahrer das kapieren? Wenn die 
Radfahrer Rot haben biege ich ab, ist mir Sch*** egal.
Der einzige Grund zum Anhalten sind Kinder.

Und soll ich euch was sagen: Radfahrer können sehr gut bremsen!

von Thomas U. (charley10)


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Percy N. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Prima! Reisebedingungen wie DDR2. Vielleicht gibt es für die Reisebüros
>> noch die 'Kataloge' von damals?
>
> Dazu kann ich mangels Erfahrungs nichts sagen, aber Westerland ist zB
> prima mit der Vajn zu erreichen, besser als per Flugzeug.
>
> Und falls es Dich ans Mittelmeer zieht:auch dort gibt es Bahnhöfe und
> Ferirninterkünfrte.
>
> Für Billig-all-inclusive-Party-Sauf-Touristen ist das vielleicht weniger
> attraktiv, mag sein. Vor einigen Jahren hatte allerdings Sylt mit genau
> dieser Gruppe ein Riesenproblem.

Billig-all-inclusive-Party-Sauf war nie Thema. Eine Ferienwohnung, 
abgelegen zum Wandern schon eher.

Beispiel 1: Sylt
            Start: Region Chemnitz
            PKW: 750km, 9h, Kosten ca. 50€ für 2 Personen (nur Sprit, 
Autogas)
            Bahn: ebenfalls ca. 9h, Kosten: 307€

Beispiel 2: Luino, Lago Maggiore, oberhalb (im Berg)
            PKW: 800km, 9h, Kosten: ca. 60€ für 2 Personen. (LPG ist in 
der Schweiz ca. 10ct. teurer)
            Bahn: 20h, 5* Umsteigen, Preisauskunft nicht möglich, aber 
sicher ähnliche Relation. So abgelegen, wie das Quartier ist, steckt man 
dort fest ohne Pkw! Das Gepäck müsste ca. 4km geschleppt werden. Die 
Kosten für den Leihwagen kämen noch dazu.
Welche 'entspannte' Variante wäre o.k.?
Bitte keine 'ich kann mirs leisten' Erklärung für 100k+ Einkommen!
Reisezeit ist für mich übrigens KEIN Urlaub! Der beginnt und endet im 
Quartier....

Quellen: maps.google und Bahn.de

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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John P. schrieb:
> Wenn die
> Radfahrer Rot haben biege ich ab, ist mir Sch*** egal.

Wenn ich mit 'nem Auto einen Radler "mitnehmen" würde,
wird mir das per sé auch nicht weh tun.

Ich kann aber tausende Male einen Radler durchlassen,
auch wenn ich Vorfahrt hätte und habe immer noch
MEHR Zeit und Nerven gespart, als wenn ich
auf mein Recht pochen würde und den Radler umnieten würde.

Denk mal drüber nach.

von Thomas U. (charley10)


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● Des I. schrieb:
> John P. schrieb:
>> Wenn die
>> Radfahrer Rot haben biege ich ab, ist mir Sch*** egal.
>
> Wenn ich mit 'nem Auto einen Radler "mitnehmen" würde,
> wird mir das per sé auch nicht weh tun.
>
> Ich kann aber tausende Male einen Radler durchlassen,
> auch wenn ich Vorfahrt hätte und habe immer noch
> MEHR Zeit und Nerven gespart, als wenn ich
> auf mein Recht pochen würde und den Radler umnieten würde.
>
> Denk mal drüber nach.

Und genau DAS wird erwartet! Auch wenn Verstöße von Ordnungskräften 
beobachtet werden, folgt meist keinerlei Reaktion. Viel erfolglose 
Schreiberei gegen eine 'hochgejubelte' Zukunftstruppe.
Das lernen doch schon Jugendliche, die im schwarzen Kostüm ohne 
Beleuchtung und im Dunkeln ohne auch nur einen Blick auf die Straße 
'springen', weil das der Testospiegel befielt und cool ist, die 'alten 
Umweltschweine' zu erziehen...
Aus der Anonymität ist ALLES erlaubt - scheinbar...

von John P. (brushlesspower)


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● Des I. schrieb:
> Denk mal drüber nach.

Du hast recht...ich fahre jetzt auch immer bei Rot und halte mich an 
keine Verkehrsreglen mehr. (Mir tun dann nur die Leute leid die sich an 
die Regeln halten, die landen dann auch auf meiner Motorhaube)

Gute Idee. Das spart wirklich viele Nerven

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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IchGlaubEsNicht schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> ! Kurz nach Einführung dieser Regelung hatte
>> ich einen vor mir mit Besenstiel quer und Badenudel.  (2m) LINKS in der
>> Fahrspur - Überholen unmöglich. Der musste sehen, dass er den
>> Gegenverkehr nicht behinderte. Anonymität eben...
>
> Bis auf den Besenstiel genau die richtige Vorgehensweise. Wenn ich
> möglichst weit rechts fahre, muß ich auf die Gullys, Kanaldecke, Abfall
> am Straßenrand und nicht reparierte Schlaglöcher aufpassen.
> Und die ach so rücksichtsvollen Autofahrer meinen dann noch in
> geringstem Abstand überholen zu müssen.
>
> Wenn ich mittig fahre, müssen die die Spur wechseln und alles ist gut.

$1 gilt nicht für Radfahrer?

von Percy N. (vox_bovi)


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Thomas U. schrieb:
> Reisezeit ist für mich übrigens KEIN Urlaub! Der beginnt und endet im
> Quartier....

Kein Wunder, neun Stunden im Auto sind das Gegenteil von Urlaub. Und 
stinklangweilig. Nach der Heimfahrt ist die Erholung futsch.

Ich habe auf Bahnreisen bisher immer interessante Menschen im Zug 
getroffen und anregende Gespräche geführt (abgesehen von Klassenreisen). 
Im Flugzeug war das bisher nie der Fall.

von Thomas U. (charley10)


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Percy N. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Reisezeit ist für mich übrigens KEIN Urlaub! Der beginnt und endet im
>> Quartier....
>
> Kein Wunder, neun Stunden im Auto sind das Gegenteil von Urlaub. Und
> stinklangweilig. Nach der Heimfahrt ist die Erholung futsch.
>
> Ich habe auf Bahnreisen bisher immer interessante Menschen im Zug
> getroffen und anregende Gespräche geführt (abgesehen von Klassenreisen).
> Im Flugzeug war das bisher nie der Fall.

Erstens empfindet das Jeder anders und ausserdem wechsele ich mit meiner 
Frau entspannt ab. Ist das eine Lösung?

20 Stunden in der Bahn (ohne Verspätung) und 5* Umsteigen mit Gepäck ist 
weniger stressig?

Siehe oben...

von Percy N. (vox_bovi)


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Thomas U. schrieb:
> 20 Stunden in der Bahn (ohne Verspätung) und 5* Umsteigen mit Gepäck ist
> weniger stressig?

An so einem Blödsinn habe ich noch nicht teilgenommen,  aber 36 Stunden 
mit 2*Bahn und 1*Fähre, unterbrochen durch zwei Umsteigeaufenthalte mit 
ausgedenhntem Frühstück, können ausgesprochen erholsam sein. BTDT

Drei Stunden Flug mit "technischer" Zwischenlandung und anschließender 
Suche nach Gepäck und Warten auf Taxi können die frische Erholung 
weitgehend aufheben. BTDT

Zehn Stunden im Auto, gerade auch als Beifahrer, sind purer Stress. BTDT

Ansonsten kann man auch zu Hause die Freizeit genießen. Man muss sich 
nur dazu zwingen, nicht endlich den Gartenzaun zu richten.

von Thomas U. (charley10)


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Percy N. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> 20 Stunden in der Bahn (ohne Verspätung) und 5* Umsteigen mit Gepäck ist
>> weniger stressig?
>
> An so einem Blödsinn habe ich noch nicht teilgenommen,  aber 36 Stunden
> mit 2*Bahn und 1*Fähre, unterbrochen durch zwei Umsteigeaufenthalte mit
> ausgedenhntem Frühstück, können ausgesprochen erholsam sein. BTDT
>
> Drei Stunden Flug mit "technischer" Zwischenlandung und anschließender
> Suche nach Gepäck und Warten auf Taxi können die frische Erholung
> weitgehend aufheben. BTDT
>
> Zehn Stunden im Auto, gerade auch als Beifahrer, sind purer Stress. BTDT
>
> Ansonsten kann man auch zu Hause die Freizeit genießen. Man muss sich
> nur dazu zwingen, nicht endlich den Gartenzaun zu richten.

Askese-Propaganda mit Schwurbelargumenten?!
Wer hat von Flugreisen gesprochen? Meine Beispiele waren zwei konkrete.
Auf meine Bemerkung, dass JEDER diese Zeit anders empfindet, wird 
geflissentlich NICHT eingegangen. Naja. Ich möchte dir deine Lebensweise 
keinesfalls nehmen!
Dann lass mir bitte auch die Meine!
Friedrich II. - „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden“

von Percy N. (vox_bovi)


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Thomas U. schrieb:
> Wer hat von Flugreisen gesprochen?

Percy N. schrieb:
> Dazu kann ich mangels Erfahrungs nichts sagen, aber Westerland ist zB
> prima mit der Vajn zu erreichen, besser als per Flugzeug.

Percy N. schrieb:
> Und es wird auch möglich sein, Urlaub zu machen, ohne nach Mallorca zu
> fliegen, auch wenn Wiebke Winter sich das nicht vorzustellen vermag.

Bist Du sicher, dass Du im richtigen Film bist? Ich hatte von Anfang an 
Flugreisen thematisiert; und genau daran hast Du Dich aufgehängt.

von Percy N. (vox_bovi)


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Thomas U. schrieb:
> Naja. Ich möchte dir deine Lebensweise keinesfalls nehmen!
> Dann lass mir bitte auch die Meine!
> Friedrich II. - „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden“

Du hast Glück. Zu meinen Hobbies gehört es nicht, mit einer alten Simson 
den gabzen Tag um das Grundstück zu brettern, auf dem Du gerade im 
Liegestuhl Entspannung suchst. Eigentlich müsste da ja mein gutes Recht 
sein, Deiner Argumentation zufolge.

Aber entspanne Dich. Ich habe keineswegs die Absichtt, irgend jemandem 
Vorschriften über seinen Urlaub zu machen. Day regelt sich ganz allein 
dadurch, dass der Betrieb von Pkw mit Verbrennungsmotor wie überhaupt 
der Individualverkehr in mittlerer Zukunft erhebliche Einschränkungen 
erfahren wird,  inabhängig davon, ob mir oder Dir das nun gefällt oder 
nicht.

Aber bitte verwechsele nicht meine Prognose mit irgendeiner Propaganda.

: Bearbeitet durch User
von IchGlaubeEsNicht (Gast)


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Thomas U. schrieb:
> $1 gilt nicht für Radfahrer?

§ 1
Grundregeln
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und 
gegenseitige Rücksicht.
(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer 
geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, 
behindert oder belästigt wird.

Kleine Hilfe für dich zum tieferen Verständnis: es ist von GEGENSEITGER 
Rücksicht die Rede.
Wenn die Mehrzahl der Autofahrer sich rücksichtlos verhält, dann ist es 
für mich unvermeidbar in der Fahrbahnmitte zu fahren. Die Belästigung 
des Autofahrer ist dann hinzunehmen.

von Thomas U. (charley10)


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Percy N. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Wer hat von Flugreisen gesprochen?
>
> Percy N. schrieb:
>> Dazu kann ich mangels Erfahrungs nichts sagen, aber Westerland ist zB
>> prima mit der Vajn zu erreichen, besser als per Flugzeug.
>
> Percy N. schrieb:
>> Und es wird auch möglich sein, Urlaub zu machen, ohne nach Mallorca zu
>> fliegen, auch wenn Wiebke Winter sich das nicht vorzustellen vermag.
>
> Bist Du sicher, dass Du im richtigen Film bist? Ich hatte von Anfang an
> Flugreisen thematisiert; und genau daran hast Du Dich aufgehängt.

Stimmt. Und genau deshalb (Erreichbarkeit) habe ich mich auf den 
Vergleich PKW/Bahn+ÖNV beschränkt. Allerdings auch auf den meist nicht 
unerheblichen Kostenfaktor.
Das 'Zwischenlandeargument' hast du wieder ins Spiel gebracht!
Übrigens: Malle ist mir persönlich bisher unbekannt, obwohl die 
Landschaft sehenswert sein soll.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Thomas U. schrieb:
> Und genau deshalb (Erreichbarkeit) habe ich mich auf den Vergleich
> PKW/Bahn+ÖNV beschränkt

Und dabei aktuelle Verhältnisse unterstellt, obwohl es sich im eine 
Prognose für die Zeit der ubiquitär durchgesetzten e-Mobilität handelte.

Das darfst Du gern so halten, aber erwarte bitte nicht, dass ich das für 
eine vernünftige Argumentation halte.

Thomas U. schrieb:
> Übrigens: Malle ist mir persönlich bisher unbekannt, obwohl die
> Landschaft sehenswert sein soll.

Bei meiner Prognose ging es auch nicht um persönliche Präferenzen, 
sondern um gesellschaftliche Veränderungen. Und die werden vermutlich 
erhebliche Einschränkungen der individuellen Mobilität mit sich bringen. 
Das muss niemandem gefallen, aber man sollte sich darüber im Klaren 
sein.

von Walter K. (walter_k488)


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Ich hab da eher wenig Probleme als Fußgänger - weil mein Mastín Español
auch schon mal geistig minderbemittelte Radfahrer einfach temporär 
selbst zu Fußgängern macht;-)

von Thomas U. (charley10)


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IchGlaubeEsNicht schrieb:
> Thomas U. schrieb:
...
...
> (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer
> geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar,
> behindert oder belästigt wird.
>
> Kleine Hilfe für dich zum tieferen Verständnis: es ist von GEGENSEITGER
> Rücksicht die Rede.
> Wenn die Mehrzahl der Autofahrer sich rücksichtlos verhält, dann ist es
> für mich unvermeidbar in der Fahrbahnmitte zu fahren. Die Belästigung
> des Autofahrer ist dann hinzunehmen.

Dann wende bitte mal (2) auf dein Verhalten/Anspruch an!

von Percy N. (vox_bovi)


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Thomas U. schrieb:
> Dann wende bitte mal (2) auf dein Verhalten/Anspruch an!

Worauf willst Du hinaus? Er hat die Belästigung doch als unvermeidbar 
bezeichnet, mithin sein Verhalten unter II subsumiert.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6766841 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Thomas U. (charley10)


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Hinein ins Verkehrsgeschehen schrieb im Beitrag #6766841:
>>> (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer
>>> geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar,
>>> behindert oder belästigt wird.
>
>
> ...und das gilt für jegliche Art von Verkehr, meine Damen und Irren!

Aber seit letztem Jahr doch nicht mehr für die mit inzwischen 
universellen Rechten ausgestatteten anonymen Kampfradlern. Siehe auch 
mein Beitrag zu Hiddensee/Dornbusch.
Leider erwischt es meist die weniger arroganten K..., die zum Glück noch 
in der Mehrzahl sind.

von IchGlaubeEsNicht (Gast)


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Thomas U. schrieb:
> Dann wende bitte mal (2) auf dein Verhalten/Anspruch an!

Was hast du an der Formulierung "als nach den Umständen unvermeidbar" 
nicht verstanden?

Sicherheitshalber erkläre ich es dir besser: Das Verhalten der 
arroganten Kampfautofahrer, um mal dein Sprachniveau zu bemühen, macht 
es eben zum Überleben unvermeidbar mittig zu fahren.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Thomas U. schrieb:
> Aber seit letztem Jahr doch nicht mehr für die mit inzwischen
> universellen Rechten ausgestatteten anonymen Kampfradlern.

Typisches Fehlverhalten von Radfahrern ist zum Beispiel sich fast immer 
in die toten Winkel zu stellen, oder in die Bahn des nachlaufenden 
Hinterrades oder Anhängers. Es gibt auch zu viele Stellen, da hat man 
als Autofahrer auch keine Chance einen Radfahrer rechtzeitig zu sehen, 
weil dort Hindernisse, die nicht entfernt werden können, die Sicht 
versperren. Man sieht dort genau 15m weit, ob ein Radfahrer kommt, wenn 
das Vorderteil eines kleinen Autos exakt den ganzen Radwegstreifen 
versperrt.

von IchGlaubEsNicht (Gast)


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Dieter D. schrieb:
> Man sieht dort genau 15m weit, ob ein Radfahrer kommt, wenn
> das Vorderteil eines kleinen Autos exakt den ganzen Radwegstreifen
> versperrt.

§3 der Strassenverkehrsordnung:

"Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug 
ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den 
Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den 
persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung 
anzupassen."

Und ich dachte bisher immer, dass nach Ansicht der Experten hier im 
Forum Autofahrer die rechtstreueren Verkehrsteilnehmer sind.

von Guido B. (guido-b)


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Dieter D. schrieb:
> Typisches Fehlverhalten von Radfahrern ist zum Beispiel sich fast immer
> in die toten Winkel zu stellen,

Na dann üben wir mal wieder den Schulterblick, den wir in der
Fahrschule einstmals gelernt haben!

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