Guten Abend,
ich benötige Eure Hilfe beim Nachbau eines Messgerätes aus den 1950er Jahren.
Die seinerzeit verwendeten Transistoren bekommt man fast nicht mehr - oder sie werden nahezu mit Gold aufgewogen. Ich möchte daher die Transistoren durch gängige Standard-Transistoren ersetzen, die man z.B. auch bei Reichelt problemlos bekommt. Ich habe schon die Parameter der im Schaltplan in Klammern aufgeführten, damaligen Original-Ersatz-Transistoren herausgesucht (jeweils unterste Zeile der angefügten Screenshots), weiss jetzt allerdings nicht mehr weiter...
Zum Schaltplan:
Zu jener Zeit legte man noch Plus auf GND und schaltete Minus. Die Transistoren sind wohl überwiegend in Darlington-Schaltung verbaut. Die ersten 4 bilden zwei Verstärkerstufen für ein Kristall-Mikrofon. Dann wird das ganze über Mehrfachschalter durch ein paar Audio-Filterstufen geschickt und dann nochmals verstärkt, um über stethoskopähnliche Ohrhörer ausgegeben zu werden. Wahrscheinlich arbeiteten diese damals ebenfalls mit (Piezo-)Kristallen. Der Knopf des Potentiometers RV1 (leicht rechts der Mitte) war als Zeiger für eine Skala ausgebildet, die abgelesen wurde, wenn die Abstimm-Anzeigeröhre gerade leicht glimmte.
Damit der Nachbau später richtig funktioniert, müsste also die Verstärkung der einzelnen Stufen möglichst identisch mit dem Original sein.
Der rechte Teil der Schaltung stellt die Spannungsversorgung für die erwähnte kleine Abstimm-Anzeigeröhre (ähnlich einem Magischen Auge) dar, für die ich folgende Angaben gefunden habe:
30 mA 1,0 V direct filament Cathode 0,5 mA Anode lights when control grid is at zero potential 50 V DC at 0,5 mA Anode in on state; 3V DC on the Grid Cut-off Plate current and light.
Ich gehe davon aus, dass die dargestellten unterschiedlichen Windungszahlen des Dreifachtrafos ganz rechts eine Bedeutung haben, kann mir aber keinen Reim darauf machen, wie man damit von 9 V auf 48-50 V kommen soll. Gibt es Schaltungen, die durch Resonanzeffekte deutlich höhere Spannungen erzeugen können, als man uns damals im Physikunterricht mit dem Verhältnis der Windungszahlen erklärt hat?
Vielen Dank.
André



