Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik DCF-Uhr from Scratch


von Bauform B. (bauformb)


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Hallo, guten Morgen oder Mahlzeit!

Angesichts der "DCF77 Empfangsprobleme" müsste man mal eine DCF-Uhr ohne 
Altlasten bauen. Ungefähr das Gegenteil von "alles muss in einen ATtiny 
passen", also ganz normal, ohne exotische Bauteile und mit primitivem 
Programm.

Als DCF-Uhr wird sie nicht besonders genau, sagen wir ±42 Millisekunden. 
Aber auch nicht mehr, eine um Minuten oder Stunden falsche Anzeige ist 
absolut lächerlich und unnötig.

Eine 1-Chip Lösung ist nicht praktikabel, man braucht mindestens einen 
Analogteil mit AGC. Ein typischer Empfänger arbeitet z.B. mit 1 µV bis 
20 mV. Das geht natürlich auch diskret und/oder mit uC, wird mir aber 
viel zu aufwendig. Also muss man mit dem digitalen 1-Sekunden Impuls 
klar kommen. Bei manchen Empfänger-Chips könnte man noch die 
AGC-Regelspannung auswerten.

Außerdem braucht man Spannungsregler, Treiber für die serielle 
Schnittstelle und vor allem einen RTC-Chip. Soviel zur 1-Chip Lösung. 
Ein Display kann per I2C, SPI, UART oder parallel angebunden werden, 
egal. Wegen der Verbindung zum PC braucht man eigentlich keine Tasten 
o.ä.; evt. für Display-Beleuchtung oder Wecker.

Ein Wecker braucht relativ viel Akku oder Batterie, der ganze Rest muss 
bei Netzausfall nicht funktionieren. Die RTC bekommt sowieso eine eigene 
CR2032. Mit uC und Verbindung zum PC ist Batteriebetrieb mit einer AAA 
nicht interessant. Der Empfänger wird nie abgeschaltet, der braucht 
weniger Strom als der Rest.

Der entscheidende Unterschied zu vielen DCF-Uhren: die Zeit kommt 
immer aus dem RTC-Chip. Das Programm vertraut im Zweifel der RTC-Zeit, 
nicht der DCF-Zeit. Man geht davon aus, dass die RTC nie mehr als z.B. 
30 Sekunden abweichen kann. Deshalb müssen nur die Minuten-Bits korrekt 
empfangen werden. Wahrscheinlich darf man sogar in jeder halbwegs 
brauchbaren Minute einfach die Differenz DCF-RTC zum Feinabgleich 
nutzen.

Die RTC nutzt natürlich UTC oder noch besser TAI und die DCF-Stunde 
ignoriert man einfach. Die RTC wird auch nur ein einziges Mal bei der 
Inbetriebnahme gestellt und dann nur per Trim-Register nachgezogen.
von Harald A. (embedded)


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Ich habe mal ein paar Experimente mit einem GNSS-Empfänger von 
Aliexpress für 2€ gemacht. Auch indoor bekommt der relativ schnell 1..2 
Satelliten (ca. 30sec cold start), was für die Uhrzeit bereits 
ausreicht, man braucht ja keinen 3D-fix. Dadurch, dass die neben GPS 
auch weitere Systeme empfangen können, ist die Anzahl an Satelliten 
enorm.

Vlt. ist das die modernere DCF Variante.

Ansonsten finde ich Deine Überlegungen richtig, nur Abgleich/Korrektur 
der RTC. Wenn man bei DCF bleibt kann man den korrekten Empfang 
absichern, indem man mehrere Protokolle nacheinander vergleicht und nur 
bei z.B. 3-maliger "Übereinstimmung" verwendet.
: Bearbeitet durch User
von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Bauform B. schrieb:
> Hallo, guten Morgen oder Mahlzeit!
>...<viele gute Ideen>...

Naja, mach hinne! Was haelt dich zurueck? Mach' 
Schaltplan/Layout/Software, stell vor, lass' dich bemeckern, bau' auf, 
poste Foddo vong der Geraet und freu' dich. :-)

Gruss
WK
von Georg S. (randy)


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Ich hatte vor Jahren mal in Netz eine Webseite mit einer "high end" 
DCF77 Uhr gesehen, die genau diese Philosophie hatte: Es mal ordentlich 
machen. Aber ob ich das wiederfinde?
von Günter N. (gnatz)


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Falls man die Zeit aus einem GPS-Empfänger nimmt, darf man nicht 
vergessen, dass man dort die GMT-Zeit (Grenwich Meant Time) bekommt. Für 
die Ortszeit muss man hier im Winter eine Stunde addieren und im Sommer 
2 Stunden - solange die Zeitumstellung wie bisher weiter besteht. Das 
nimmt uns der DCF-Sender ab.
von Marek N. (db1bmn)


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von Thomas F. (tommf)


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Bauform B. schrieb:
> Der entscheidende Unterschied zu vielen DCF-Uhren: die Zeit kommt
> immer aus dem RTC-Chip.

Alle mir bekannten DCF-Uhren machen das so. Empfangen wird i.d.R. nur 
einmal am Tag, zumindest bei den mit Batterie betriebenen.
von Michael B. (laberkopp)


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Bauform B. schrieb:
> Der entscheidende Unterschied zu vielen DCF-Uhren: die Zeit kommt immer
> aus dem RTC-Chip.

So machen das praktisch alle DCF Uhren, das ist nicht neu.

Und single chip ist genau der Weg um bulletproof zu werden, weil 
Fehlererkennung und Fehlerkorrektur nicht weggelassen werden um den 
Hardwareaufwand im Zaum zu halten.

Dein Ansatz ist also unsinnig.

Am besten ein single chip uC mit RF Frontend, RTC mit 32kHz Quartz und 
inkludiertem Displaytreiber (für welches Display auch immer du dich 
entscheidest, LCD, LED, OLED oder Zeiger).

Besser wäre GNSS, das weiss nicht nur die Zeit, sondern auch die 
Zeitzone in der man ist und funktioniert weltweit, nicht nur in 
Frankfurt und um Frankfurt herum.
: Bearbeitet durch User
von Thomas W. (datenreisender)


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Günter N. schrieb:
> Falls man die Zeit aus einem GPS-Empfänger nimmt, darf man nicht
> vergessen, dass man dort die GMT-Zeit (Grenwich Meant Time) bekommt.

Nicht ganz: GPS gibt Dir UTC (Coordinated Universal Time, fuer die 
Blechmuetzen Zulu-time), GMT ist eine Zeitzone (Greenwich Mean Time). So 
modernes Zeug wie Zeitumstellung gibt es ja nicht.

> Für
> die Ortszeit muss man hier im Winter eine Stunde addieren und im Sommer
> 2 Stunden - solange die Zeitumstellung wie bisher weiter besteht. Das
> nimmt uns der DCF-Sender ab.

Das waere die universelle Uhr: Die Uhr holt sich die UTC-Zeit und die 
Position und bestimmt die lokale Zeit. Wenn noch Platz ist, schreibe WOZ 
(wahre Ortszeit, Sonnenzeit) auf Display (in Spanien oder China(*) 
lustig)


(*) China hat eine Laengengrad-Differenz von ca. 60° (75° Ost bis 135° 
Ost), d.h. fuenf Stunden! Um das leben etwas einfacher zu machen hat 
China nur eine Zeit (Bejing-Time).
: Bearbeitet durch User
von Armin K. (-donald-) Benutzerseite


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Thomas W. schrieb:
> China hat eine Laengengrad-Differenz von ca. 60° (75° Ost bis 135°
> Ost), d.h. fuenf Stunden!

60° sind bei mir aber 4 Stunden.
von Rainer W. (rawi)


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Harald A. schrieb:
> Auch indoor bekommt der relativ schnell 1..2
> Satelliten (ca. 30sec cold start), was für die Uhrzeit bereits
> ausreicht, man braucht ja keinen 3D-fix.

Unsinn.

Die genaue Zeit von einem GNSS-Empfänger ist genauso ein Ergebnis der 
Lösung des Gleichungssystems, wie die drei räumlichen Koordinaten. Damit 
ist alles, was der Empfänger vor dem 3D-Fix (bzw. 2D-fix mit 
festgenagelter Höhe) ausgibt, eine mehr oder weniger gute Schätzung auf 
Basis der zu Grunde gelegten Pseudoentfernung, wobei ich einmal zu 
behaupten wage, dass "GNSS-Empfänger von Aliexpress für 2€" keine 
Atomuhr enthalten.
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Dann müsste man sich eigentlich auch mal die Ferritantenne anschauen,
ob man die nicht effektiver gestalten kann.

...die kurzen Stummel die da oft drin sind...?
von Uwe B. (boerge) Benutzerseite


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Rainer W. schrieb:
> wobei ich einmal zu
> behaupten wage, dass "GNSS-Empfänger von Aliexpress für 2€" keine
> Atomuhr enthalten.

???...; die Atomuhr ist in dem Satelliten der die Daten sendet...!
von Rainer W. (rawi)


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Uwe B. schrieb:
> ???...; die Atomuhr ist in dem Satelliten der die Daten sendet...!

Eben.
Damit ein Empfänger die Laufzeit des Signals von einem Satelliten bei 
unbekannter Position herausrechnen kann, bräuchte der Empfänger auch 
eine. Sonst ist er auf die angenommene Pseudoentfernung angewiesen.

p.s.
Deine Tastatur prellt.
: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Thomas W. schrieb:
> Das waere die universelle Uhr: Die Uhr holt sich die UTC-Zeit und die
> Position und bestimmt die lokale Zeit. Wenn noch Platz ist, schreibe WOZ
> (wahre Ortszeit, Sonnenzeit) auf Display (in Spanien oder China(*)
> lustig)

Du verwechselst gesetzliche Zeit mit mittlerer Ortszeit. Ohne die 
Kenntnis der aus politischen Gründen mehr oder wenig willkürlich 
festgelegten Grenzen der Zeitzonen wird das sowieso nichts. Für die 
Berechnung der WOZ aus UTC benötigst du auch noch die Bahndaten der 
Erde, genauer die daraus resultierende Zeitgleichung und musst noch die 
Differenz zwischen UTC und UT1 berücksichtigen.
von Uwe B. (boerge) Benutzerseite


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Rainer W. schrieb:
> Damit ein Empfänger die Laufzeit des Signals von einem Satelliten bei
> unbekannter Position herausrechnen kann, bräuchte der Empfänger auch
> eine.

hmmm, wenn man eine Atomuhr hat, braucht man keine GPS-Satelliten ;-)

Aber im Ernst:
* wenn man seine Position kennt, braucht man nur das Signal eines 
Satelliten
* wenn nicht, dann mindestens von vier Satelliten, um die Position 
bestimmen zu können

Wobei sich dann aber immer noch die Frage stellt, wie genau muss die 
Position sein, um eine ausreichend genaue Uhrzeit ermitteln zu können.

Welche Genauigkeiten lassen sich mit dem DCF-77-Signal erreichen?


Rainer W. schrieb:
> p.s.
> Deine Tastatur prellt.

nö, war Absicht...;-)
von Michael B. (laberkopp)


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Uwe B. schrieb:
> Welche Genauigkeiten lassen sich mit dem DCF-77-Signal erreichen?

Besser als 1s, ein paar Millisekunden, aber wozu wenn die Anzeige 
sowieso nur Sekunden anzeigt.
von Uwe B. (boerge) Benutzerseite


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Michael B. schrieb:
> Besser als 1s, ein paar Millisekunden, aber wozu wenn die Anzeige
> sowieso nur Sekunden anzeigt.

ok, bei GPS --> 1m Position daneben, entspricht ca. 3,3ns 
Zeitungenauigkeit.
von Thomas W. (datenreisender)


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Rainer W. schrieb:
> Thomas W. schrieb:
>> Das waere die universelle Uhr: Die Uhr holt sich die UTC-Zeit und die
>> Position und bestimmt die lokale Zeit. Wenn noch Platz ist, schreibe WOZ
>> (wahre Ortszeit, Sonnenzeit) auf Display (in Spanien oder China(*)
>> lustig)
>
> Du verwechselst gesetzliche Zeit mit mittlerer Ortszeit. Ohne die
> Kenntnis der aus politischen Gründen mehr oder wenig willkürlich
> festgelegten Grenzen der Zeitzonen wird das sowieso nichts.

Eben, deswegen waere das schon eine "universelle Uhr": Z.B. im 
Grenzgebiet
Spanien <-> Portugal waere das schon sehr spannend. Da die Regeln der 
Sonnenzeit-Umstellung auch manchmal kurzfristig geaendert werden, 
koennte man ein Zeitaenderungs-Abo einfuehren. Aber ich nehme an, ein 
kleines Menue auf dem Display (Waehle Zeitzone) ist viel einfacher.

Aber noch einmal zu dem DCF77: Ich hatte mal eine DCF77-Uhr als Geschenk 
nach Rom mitgenommen. Synchronisierung dauert manchmal eine Nacht, aber 
ich haette nie gedacht dass die Langwelle so weit reicht.
von 900ss (900ss)


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Uwe B. schrieb:
> Welche Genauigkeiten lassen sich mit dem DCF-77-Signal erreichen?

Erstmal würde ich sagen, das man vorher festzulegen sollte wie genau die 
Uhr werden soll. Das scheint es sehr unterschiedliche Ansprüche zu 
geben.
Das wird auch den Aufwand beeinflussen. Und wie genau kann man mit DCF77 
überhaupt werden?

Dann gibt es die Frage, ob das Teil mit Batterie laufen soll oder von 
Netz versorgt.

Und im Threadtitel steht DCF-Uhr. Da verstehe ich eine Uhr die die Zeit 
aus dem DCF77 Signal ermitteln und nicht aus GPS oder NTP.

Der Vorschlag, ein Controller mit RF Frontend oben war schon gut denke 
ich. Dann kann man den Träger direkt abtasten und per Software filtern 
und dekodieren. Funktioniert sehr gut. Und dann Filteraufwand sind da 
auch kaum Grenzen gesetzt.
Es geht natürlich auch ein Controller mit ADC und man liefert ihm das 
verstärkte Antennensignal.
von Rainer W. (rawi)


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Uwe B. schrieb:
> hmmm, wenn man eine Atomuhr hat, braucht man keine GPS-Satelliten ;-)

Nun gut, das ist ein anderes Thema.
Aber Harald sprach von Zeitbestimmung mit nur einem Satelliten und das 
geht eben nicht ohne Fix.

Uwe B. schrieb:
> Aber im Ernst:
> * wenn man seine Position kennt, braucht man nur das Signal eines
> Satelliten

Nach einem Kaltstart kennt ein GNSS-Empfänger seine Position nicht.

> Wobei sich dann aber immer noch die Frage stellt, wie genau muss die
> Position sein, um eine ausreichend genaue Uhrzeit ermitteln zu können.

Das kommt drauf an, was "ausreichend genau" in Zahlen bedeutet. 
Ansonsten lässt sich der Worst-Case für den Fehler aus Geometrie und 
Lichtgeschwindigkeit abschätzen, wenn man z.B. von Unsicherheiten durch 
die Elektronendichte in der Ionosphäre absieht.

> nö, war Absicht...;-)mm

Ich, an deiner Stelle, würde inhaltliche Defizite nicht so sehr an die 
große Glocke hängen ;-)

900ss schrieb:
> Und wie genau kann man mit DCF77 überhaupt werden?

IMHO schreibt die PTB das auf ihrer Website, über richtig lange 
Zeiträume so genau wie die Atomuhr dahinter ;-)
: Bearbeitet durch User
von Carsten W. (eagle38106)


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Mhm, .. DCF from scratch .. hört sich gut an!

Aber ich würde das kompakter angehen:

* Statt einer RTC kann das auch eine µC übernehmen. Das ist mehr als 
hinreichend genau, wenn regelmäßig durch DCF Empfang synchronisiert 
wird. Oder man nimmt gleich einen µC mit eingebauter RTC.
* Die Ungenauigkeit der SW-RTC kann man durch einen automatischen 
Abgleich mit dem DCF-Empfang so gut ausregeln, dass sie nicht auffällt. 
https://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_-_Die_genaue_Sekunde_/_RTC
* Es gab hier vor einiger Zeit einen DCF-Empfänger, der als SDR 
ausgeführt war. Dafür gibt es mWn. einen Port nach C auf ARM µC. 
Beitrag "ATTINY85 als DCF77-Empfänger" oder (den anderen Beitrag 
finde ich gerade nicht)
* Der zu Demozwecken äußerst primitiv gehaltene Empfänger bzw. die 
Verstärkerstufe könnte man durch eine regelbare Verstärkerstufe 
ersetzen.
* Nach einem Stromausfall kann sich eine DCF-Uhr wieder die Zeit holen. 
Das muss man nicht puffern. Für einen Wecker müssen natürlich die 
Schalt-/Weckzeiten nichtflüchtig abgelegt werden.

Just my 2 ct.
von Rainer W. (rawi)


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Thomas W. schrieb:
> Aber noch einmal zu dem DCF77: Ich hatte mal eine DCF77-Uhr als Geschenk
> nach Rom mitgenommen. Synchronisierung dauert manchmal eine Nacht, aber
> ich haette nie gedacht dass die Langwelle so weit reicht.

Die Entfernung entspricht etwa 260 Wellenlängen, umgerechnet auf 868MHz 
also 90 m. Ausbreitung über Ozean (gut leitende Spiegelfläche) sollte 
also noch deutlich weiter gehen (oder nachts über Raumwelle).
: Bearbeitet durch User
von Εrnst B. (ernst)


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900ss schrieb:
> Und wie genau kann man mit DCF77
> überhaupt werden?

Wenn du nur das amplitudenmodulierte Signal auswertest: nicht so 
besonders.
Alleine der übliche Low-Pass-Filter am Empfänger-Ausgang versaut dir die 
Genauigkeit.

Kannst du auf der https://dcf77logs.de/live -Seite schön beobachten, wo 
die Puls/Pause Zeiten wackeln wie ein Kuhschwanz.

Wenn du die Phasenmodulation mit auswertest, die sein 1983 mit 
ausgesendet wird, kriegst du das deutlich besser hin.

https://de.wikipedia.org/wiki/DCF77#Phasenmodulation

Es gibt ein paar Implementierungen für gnuradio,
https://github.com/henningM1r/gr_DCF77_Receiver
http://jmfriedt.free.fr/agu_dcf77.pdf

ist im Endeffekt aber kein Hexenwerk.
Statt dem Dekoderchip an der Antenne den Schwingkreis hochohmig mit JFET 
abgreifen, etwas verstärken, direkt, ohne Mischer/Demodulation, an den 
ADC.
77,5 kHz ist jetzt keine Hochfrequenz, aber etwas schneller als der 
AVR-Arduino-ADC sollte der schon sein. (STM32, RP2040, ...)

Rest ist Software.
von Johnny B. (johnnyb)


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Εrnst B. schrieb:
> Statt dem Dekoderchip an der Antenne den Schwingkreis hochohmig mit JFET
> abgreifen, etwas verstärken, direkt, ohne Mischer/Demodulation, an den
> ADC.

Würde ich auch so machen.

Heutzutage kann man sogar die Bilder auf der Schallplatte der Voyager 
Weltraumsonden in Echtzeit decodieren:
https://youtu.be/ibByF9XPAPg
von Bauform B. (bauformb)


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Thomas F. schrieb:
> Bauform B. schrieb:
>> Der entscheidende Unterschied zu vielen DCF-Uhren: die Zeit kommt
>> immer aus dem RTC-Chip.
>
> Alle mir bekannten DCF-Uhren machen das so. Empfangen wird i.d.R.
> nur einmal am Tag, zumindest bei den mit Batterie betriebenen.

Ja, ok. Aber dann schreiben die die frisch empfangene Zeit in die RTC -- 
das ist der entscheidende Fehler. Warum macht man das? Man sollte der 
eigenen RTC etwas mehr vertrauen.


Marek N. schrieb:
> War das die hier? http://www.gjlay.de/software/dcf77/konzept.html

Nö, völlig unabhängig und auch ein wenig anders: ich finde 
Fehlererkennung viel wichtiger als Fehlerkorrektur. Eigentlich brauche 
ich nur den Anfang der Sekundenmarken, Datum und Zeit habe ich ja. 
Selbst nach längerer Zeit ohne Empfang oder Strom kann man den maximalen 
Fehler abschätzen und braucht entsprechend weniger gute Bits.


Harald A. schrieb:
> Wenn man bei DCF bleibt kann man den korrekten Empfang
> absichern, indem man mehrere Protokolle nacheinander vergleicht und nur
> bei z.B. 3-maliger "Übereinstimmung" verwendet.

Bei schlechtem Empfang kann man lange warten...


900ss schrieb:
> Erstmal würde ich sagen, das man vorher festzulegen sollte wie genau die
> Uhr werden soll. Das scheint es sehr unterschiedliche Ansprüche zu
> geben.
> Das wird auch den Aufwand beeinflussen.

Ich würde den maximal erlaubten Aufwand festlegen und dann sehen wir 
schon, wie genau es wird. Das heißt, es kommt nur ein Empfänger-Chip wie 
z.B. MAS6180 in Frage.

> Und wie genau kann man mit DCF77 überhaupt werden?

In ca. 500 km Umkreis zum Sender könnte man die 0 bis 2 ms für die 
Ausbreitung raus rechnen, als Fehler bleibt noch die schwankende 
Luftfeuchtigkeit (oder noch was?). Weiter weg wird es schnell viel 
schlechter, weil die Raumwelle ins Spiel kommt. Der größte Fehler dürfte 
die Laufzeit im Empfänger sein und die ist wahrscheinlich von der 
Feldstärke abhängig. Dazu kommt der Jitter durch Störungen.

Mal angenommen, man kann den Beginn der Trägerabsenkung auf ±86.4 ms 
bestimmen. Dann hätte man nach einem Tag mit gutem Empfang die Frequenz 
auf ±1 ppm genau, oder? Die RTC-Frequenz sollte bei Zimmertemperatur 
weniger als 1 ppm schwanken. Abgleichen lässt sie sich mit 0.12 ppm 
Auflösung. So genau geht die Uhr ohne Empfang. Mit Empfang kann es nur 
besser werden. Man muss nur länger als ein paar Minuten warten.


Thomas W. schrieb:
> Günter N. schrieb:
>> Falls man die Zeit aus einem GPS-Empfänger nimmt, darf man nicht
>> vergessen, dass man dort die GMT-Zeit (Grenwich Meant Time) bekommt.
>
> Nicht ganz: GPS gibt Dir UTC (Coordinated Universal Time, fuer die
> Blechmuetzen Zulu-time), GMT ist eine Zeitzone (Greenwich Mean Time). So
> modernes Zeug wie Zeitumstellung gibt es ja nicht.

Es kommt noch schlimmer: du bekommst die GPS-Zeit plus Schaltsekunden -- 
falls der Empfänger weiß, wie viele Schaltsekunden es aktuell sind. 
Einfacher und sicherer, ist es, nur die GPS-Zeit zu lesen. Wenn man dann 
noch TAI für die RTC benutzt, müssen die beiden immer direkt 
übereinstimmen. Schaltsekunden, Zeitzone und Sommerzeit werden gemeinsam 
nur für die Anzeige addiert. Und vor allem muss die RTC nie mehr 
gestellt werden.

Obwohl es hier um DCF geht, gilt hier das gleiche. Die Empfänger liefern 
freiwillig keine besonders praktische Zeit.

Carsten W. schrieb:
> Statt einer RTC kann das auch eine µC übernehmen.

Kommt auf die eigenen Ansprüche an. Ein RTC-Chip mit eigener Batterie 
ist temperaturkompensiert und überbrückt Netzausfälle und Firmware 
Updates.

> Nach einem Stromausfall kann sich eine DCF-Uhr wieder die Zeit holen.

Wirklich nicht. Das dauert (mir jedenfalls) viel zu lange. Auch NTP und 
GPS sind nicht schneller oder zuverlässiger. Ich wollte schon mal so 
eine Uhr bauen. Die sollte eigentlich 3 (drei) RTC-Chips bekommen, damit 
man gefahrlos die CR2032 tauschen kann. Aus Platzgründen wären nur 2 
auch ok, aber keine geht garnicht.

> Für einen Wecker müssen natürlich die
> Schalt-/Weckzeiten nichtflüchtig abgelegt werden.

Also bitte, ein Wecker muss auch bei Stromausfall wecken. Spätestens 
dann ist das Preis/Leistungsverhältnis von einem RTC-Chip sehr gut.
von Michael B. (laberkopp)


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Bauform B. schrieb:
> Ja, ok. Aber dann schreiben die die frisch empfangene Zeit in die RTC --
> das ist der entscheidende Fehler. Warum macht man das? Man sollte der
> eigenen RTC etwas mehr vertrauen.

Nein, du kannst eine Software-PLL nachregeln und damit in Zukunft eine 
genauere interne RTC haben, macht ja jeder GPSDO auch so, musst nur 
beachten dass die RTC wohl nicht nur langsamem drift wegen sinkender 
Batteriespannung und Bauteilalterung unterliegt, sondern viel mehr 
Temperaturschwankungen.

Bauform B. schrieb:
> ein Wecker muss auch bei Stromausfall wecken. Spätestens
> dann ist das Preis/Leistungsverhältnis von einem RTC-Chip sehr gut.

Das kann ein uC auch alleine.

Bauform B. schrieb:
> Ein RTC-Chip mit eigener Batterie
> ist temperaturkompensiert

Eher nicht.
: Bearbeitet durch User
von Bauform B. (bauformb)


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Michael B. schrieb:
> Bauform B. schrieb:
>> Ein RTC-Chip mit eigener Batterie
>> ist temperaturkompensiert
>
> Eher nicht.

Selbst Schuld. Solche ohne TCXO kauft man nicht. Da kann eine 
Software-RTC natürlich leicht mithalten.
von Carsten W. (eagle38106)


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Kinders! Wir reden hier über einen digitalen Zeiger, der irgendwo 
herumsteht bzw. -hängt und von einem Menschen abgelesen wird. Da kommt 
es auf +/- eine Sekunde am Tag nicht drauf an. Das schaffen nicht einmal 
die Smartphones!

Ich bleibe dabei: Eine externe RTC braucht man nicht. So selten, wie der 
Strom ausfällt, macht es wirklich nichts, wenn die Uhr ein paar Minuten 
ohne Zeitanzeige läuft. Wenn doch, dann kann man den µC mit einer 
AAA-Zelle puffern. So selten, wie die gebraucht wird, wird die ewig 
reichen. Dafür kann man den µC bei entsprechender Programmierung in den 
Stromsparmodus schicken.

In meiner selbst entworfenen, -gebauten und -programmierten DCF-Uhr auf 
dem Schreibtisch werkelt in der Dekodierung eine Statemachine)*, die die 
DCF-Bits auf Plausibilität abklopft. Die hat bisher noch allen Unfug 
erkannt und verworfen. Ich habe jedenfalls noch nie Phantasiezeiten auf 
der Anzeige gesehen. Die Uhr wird vor jeder vollen Stunde 
synchronisiert. Das reicht völlig.

)* Die Statemachine ist allerdings nicht von mir.
von Carsten W. (eagle38106)


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Ein Uhr(enwecker) mit TCXO. Was für ein Overkill!
von Ralf S. (ralf_s572)


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Hab mir in den 80ern eine Digitaluhr mit DCF beim Kaufhof für ca. 10 DM 
gekauft. Da waren sie noch nicht pleite. Die läuft und läuft und läuft. 
DCF wird gesynct, wenn Empfang ist. Batterie vor über 20 Jahren 
gewechselt. An diesem Boomer-Standard (technisch, preislich) musst Du 
Dich messen lassen.
von 900ss (900ss)


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Ralf S. schrieb:
> An diesem Boomer-Standard (technisch, preislich) musst Du Dich messen
> lassen.

Weshalb?
von Rick (rick)


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Bauform B. schrieb:
> Ungefähr das Gegenteil von "alles muss in einen ATtiny
> passen", also ganz normal, ohne exotische Bauteile und mit primitivem
> Programm.
Nennt sich ACS-77: https://www.klaviatur.de/acs77.php
Sind Dir das genügend Bauteile?
von Jens M. (schuchkleisser)


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Ralf S. schrieb:
> Batterie vor über 20 Jahren
> gewechselt.

Im Ernst?
von Hobby B. (bastler2022)


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Rick schrieb:
> Nennt sich ACS-77: https://www.klaviatur.de/acs77.php
> Sind Dir das genügend Bauteile?

Ja das ist ein sehr schönes Teil, so eine habe ich auch hier die bekommt 
gerade neue Kondensatoren.

Die Auerswald® ACS-77 aus den 80er Jahren hat als funkgesteuerte Uhr 
mittlerweile Kultstatus erreicht.Ihr Herz ist ein Klassiker unter den 
Mikroprozessoren, der Z80.

Gruß bastler2022
von Karl B. (gustav)


Angehängte Dateien:

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Bauform B. schrieb:
> Es kommt noch schlimmer: du bekommst die GPS-Zeit plus Schaltsekunden --
> falls der Empfänger weiß, wie viele Schaltsekunden es aktuell sind.
> [...]
> Obwohl es hier um DCF geht, gilt hier das gleiche. Die Empfänger liefern
> freiwillig keine besonders praktische Zeit.

Die Arduino GPS-Uhr zeigt im OLED nur "Suche Satelliten" an. Da blinken 
LEDs, aber auch nach ca. 5 Minuten tut sich nichts weiter.
Im Innenraum und auch auf der Fensterbank keine Chance auf Empfang.
(Bei DCF77 null problemo.)

Der Witz bei der DCF77-Uhr ist ja, dass sie sich selbst stellt.
Brauche nicht an den "Zeigern zu drehen".
Ob die Zeit nun Miliisekunden synchron genau ist, hat für meinen 
Anwendungszweck keine praktische Bedeutung.
Beim DAB+ Synchronfrequenznetzwerk sieht das schon anders aus. Da wird 
auf GPS zugegriffen.

Für Otto-Normalverbraucher reichte ein RDS-fähiges UKW/FM Radio oder ein 
DAB+-Empfangsgerät aus, das sich die Zeitinformatiom vom Sendersignal 
und den aufmodulierten Zusatzsignalen (CT-Signal) holt.
Letztens noch getestet: Nach Einschalten des Radios zeigte das LCD 
01.01.2002 an.
Nach etwa 10 Minuten Spielzeit: RDS Empfang ok und aktuelles Datum und 
aktuelle* Uhrzeit.

*Bei den digitalen Programmen kommt noch eine Laufzeitverzögerung hinzu.
Der Tagesschau-Gong hinkt etwa 10 Sekunden nach.

ciao
gustav
: Bearbeitet durch User
von Harald A. (embedded)


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Oh, der Thread hat sich gemäß dem Reizthema DCF mal wieder mit allerlei 
"Fachwissen" angehäuft. Schön. Den Leugnern der Möglichkeit mit dem 
GNSS-Modul würde ich mal ans Herz legen, einfach mal 3€ beim nächsten 
Ali-Einkauf zu spendieren. Es lohnt sich.
von Rahul D. (rahul)


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Harald A. schrieb:
> Den Leugnern der Möglichkeit mit dem
> GNSS-Modul würde ich mal ans Herz legen, einfach mal 3€ beim nächsten
> Ali-Einkauf zu spendieren. Es lohnt sich.

Deine Uhr steht unter freiem Himmel? Oder hat sie eine Fensterantenne?
DCF funktioniert auch noch im Keller...
von Harald A. (embedded)


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Rahul D. schrieb:

> Deine Uhr steht unter freiem Himmel? Oder hat sie eine Fensterantenne?
Dazu schrieb ich oben
> DCF funktioniert auch noch im Keller...
Ja.
von Rahul D. (rahul)


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Harald A. schrieb:
> Dazu schrieb ich oben

Ja, eigentlich wollte ich meinen Post noch löschen; ging aber nicht 
(mehr).
von Wulf D. (holler)


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Bauform B. schrieb:
> Angesichts der "DCF77 Empfangsprobleme" müsste man mal eine DCF-Uhr ohne
> Altlasten bauen.

Mit deinen etwas aus der Zeit gefallenen Konzept bist du meiner Meinung 
nach Jahrzehnte zu spät dran.

Aber es gab hier schon richtig gute Konzeptideen „von scratch“.

Erinnere mich an ein beeindruckendes Paper von Daniel vor über 10 
Jahren:
Beitrag "Paper zu DCF77"

Weiß nicht ob es bei der theoretischen Arbeit blieb oder ob das real 
aufgebaut wurde, ich würde jedenfalls da ansetzten.
von Harald A. (embedded)


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Rahul D. schrieb:
> Harald A. schrieb:
>> Dazu schrieb ich oben
>
> Ja, eigentlich wollte ich meinen Post noch löschen; ging aber nicht
> (mehr).
Danke für die ehrliche Rückmeldung!
von Bauform B. (bauformb)


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Harald A. schrieb:
> Den Leugnern der Möglichkeit mit dem GNSS-Modul würde ich mal ans
> Herz legen, einfach mal 3€ beim nächsten Ali-Einkauf zu spendieren.
> Es lohnt sich.

Wie soll ich "Leugner" verstehen? Wenn ich eine DCF-Uhr bauen will, 
brauche ich einen DCF-Empfänger, ohne den geht's ja per Definition 
nicht. Ein zusätzlicher GNSS-Empfänger und NTP sind natürlich nett 
zwecks Redundanz, das leugnet doch niemand?
von Harald A. (embedded)


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Nur eine allgemeine Warnung, falls jemand nach Auffinden dieses Threads 
die Uhrzeit aus RDS/UKW holen möchte:
Ich habe das mal aufgebaut mit einem RDA5807, da er sehr günstig ist. 
Der Ansatz war: Per Suchlauf starken lokalen Sender finden, RDS 
auswerten, Uhrzeit holen, abschalten.
Allerdings ist die RDS-Implementierung im RDA5807 buggy, das verhagelt 
einem leider die Verwertbarkeit der Uhrzeit. Dann lieber das Original 
SI47xx nehmen, der wird das hoffentlich besser können.
von Bauform B. (bauformb)


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Wulf D. schrieb:
> Bauform B. schrieb:
>> Angesichts der "DCF77 Empfangsprobleme" müsste man mal eine DCF-Uhr ohne
>> Altlasten bauen.
>
> Mit deinen etwas aus der Zeit gefallenen Konzept bist du meiner Meinung
> nach Jahrzehnte zu spät dran.

Naja, Anlass war ja der Thread DCF-Empfangsprobleme. Den dürfte es ja 
nicht geben, wenn alles schon seit Jahrzehnten klar wäre.

> Aber es gab hier schon richtig gute Konzeptideen „von scratch“.
> Erinnere mich an ein beeindruckendes Paper von Daniel vor über 10
> Jahren:
> Beitrag "Paper zu DCF77"

Das Paper ist zweifellos äußerst interessant, das habe ich damals 
"verschlungen" ;) Auch die verlinkten Forumsbeiträge sind 
überdurchschnittlich, vielen Dank.

Offensichtlich gibt es sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was 
bei so einer Uhr wichtig ist und die meisten Forderungen schließen sich 
aus. Für mich ist ein handelsübliches Empfänger-Modul 
Grundvoraussetzung. Damit brauche ich an Phasenmodulation oder µs 
garnicht zu denken.

"Genauigkeit" ist sowieso Ansichtssache. Manch große Firma ignoriert 
z.B. Schaltsekunden einfach. Die Uhr geht eben für einige Stunden um bis 
zu 1 Sekunde falsch. Wer sich bei der Sommerzeit-Umschaltung auf DCF 
verlässt, akzeptiert sogar einen Fehler von einer Stunde. Das muss doch 
wirklich nicht sein. Vor allem, wenn man mit einem einfacheren Programm 
ein zuverlässigeres Ergebnis bekommt.

Inzwischen hatte ich versucht, ein gestörtes Signal aus dem guten alten 
Conrad-Empfänger auf dem PC zu verarbeiten. Da ist natürlich schon die 
Abtastrate nicht stabil, deshalb vertage ich das, bis die uC-Platine 
fertig ist.
von Karl B. (gustav)


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RDS-Zeit ist nicht synchron zu DCF77 Zeit.
Zeitzeichen im Radio oder im Fernsehen kann durch "digitales" Delay auf 
dem Übertragungsweg bis zu mehreren Sekunden versetzt sein.
Schon gleichzeitiges Hören von UKW/FM und DAB+ desselben Programms zeigt 
den Versatz ganz deutlich.
Für die Genauigkeitsdiskussion fällt der RDS/DAB+ Zusatzdienste Ansatz 
also raus. Bleiben wir bei DCF77 oder MSF60, den "klassischen" 
Langwellen-Zeitsignal-Sendern. (Und GPS unter freiem Himmel auf hoher 
See mit gestörtem Langwellenempfang.)

ciao
gustav
von Jens M. (schuchkleisser)


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Bauform B. schrieb:
> Für mich ist ein handelsübliches Empfänger-Modul
> Grundvoraussetzung. Damit brauche ich an Phasenmodulation oder µs
> garnicht zu denken.

Im Grunde braucht man jemanden wie den "metallfunk", nur eben als 
DCF-Uhren-Erfinder.

Ein guter Empfänger, der Nachbausicher designt ist und einem 5€-Modul in 
Störfestigkeit und "Reichweite" überlegen ist, darf auch ruhig ein paar 
€ kosten. Aber eben nicht "kaufste halt eins von HKW" oder "Canaduino", 
sondern schon selber löten nach Stückliste. Schön mit Abgleichen 
(möglichst ohne allzu komplexe Werkstatt, nicht jeder ist ein FuA) und 
Spule wickeln.

Die Auswertung des Sekundensignals reicht, es soll ja nur eine Uhr 
werden (also primär Zeitanzeige, evtl. plus Wecker/Schaltuhr), d.h. 
Phasengenauigkeit und selbst Langwellenausbreitungsprobleme dürften kein 
Problem sein, aber der Empfang soll "immer" und "überall" funktionieren.
von 900ss (900ss)


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Bauform B. schrieb:
> Inzwischen hatte ich versucht, ein gestörtes Signal aus dem guten alten
> Conrad-Empfänger auf dem PC zu verarbeiten.

Das funktioniert mit dem Raspberry Pi recht gut mit entsprechenden Libs 
die eine stabile Abtastrate gewährleisten.
Ich habe das vor ein paar Jahren mal probiert weil man eben kompilieren 
und direkt testen kann ohne erst einen uC zu flashen.
Das hier hatte ich verwendet und hat ausreichend gut funktioniert.
https://abyz.me.uk/rpi/pigpio/

Ein Feature:
hardware timed sampling and time-stamping of GPIO 0-31 every 5 us


Damit kann man ohne große Hürden seinen Algorithmus testen.

Ich habe damit die DCF Bibliothek von Blinkenlight getestet. Die ist 
schon sehr gut um aus einem gestörtes Signal von solch einem 
Empfangsmodul noch die Uhrzeit zu holen.
Ich behaupte mal, das ist nur äußerst schwer zu toppen.
: Bearbeitet durch User
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Karl B. schrieb:
> RDS-Zeit ist nicht synchron zu DCF77 Zeit.
> Zeitzeichen im Radio oder im Fernsehen kann durch "digitales" Delay auf
> dem Übertragungsweg bis zu mehreren Sekunden versetzt sein.

Für wen wären diese Sekunden Differenz relevant?
: Bearbeitet durch User
von Bauform B. (bauformb)


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900ss schrieb:
> Ich habe damit die DCF Bibliothek von Blinkenlight getestet.

Das ist Arduino auf einem RPi? Das kostet doch "geringfügige" 
Anpassungen? Was ich gefunden hatte, benutzt auch digitalWrite(), also 
noch externe Hardware? Ich verstehe nur Bahnhof :(
von Bauform B. (bauformb)


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> Karl B. schrieb:
>> RDS-Zeit ist nicht synchron zu DCF77 Zeit.
>> Zeitzeichen im Radio oder im Fernsehen kann durch "digitales" Delay auf
>> dem Übertragungsweg bis zu mehreren Sekunden versetzt sein.
>
> Für wen wären diese Sekunden Differenz relevant?

Für jemand, der seine PC-Uhr damit stellen will, damit die gleich vom 
Start weg halbwegs richtig geht. Normalerweise geht der ntpd davon aus, 
dass die Uhr um max. 128 ms falsch geht, sonst ist die wohl defekt.
von Jens M. (schuchkleisser)


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Bauform B. schrieb:
> Das ist Arduino auf einem RPi? Das kostet doch "geringfügige"
> Anpassungen? Was ich gefunden hatte, benutzt auch digitalWrite(), also
> noch externe Hardware?

Original läuft Blinkenlights auf einem AtMega168 oder 328 mit 16MHz.
Arduino (also das Softwaresystem) ist aber schlau genug, das auch auf 
anderen Controllern zum Laufen zu bringen, allerdings sind da einige 
Hardwarespezialitäten (also: nicht portierbare Annahmen aber 
portierbarer Code) drin, die auf anderen Controllern evtl. anders gelöst 
werden müssen.
Ein RPi hat aber wohl genug Feuer unterm Arsch das er den 328 emulieren 
kann...
Das ist der Vorteil dieser aufgeblasenen Pseudo-Funktionen: 
digitalWrite() bleibt, aber je nach Core macht der was völlig anderes.

Bauform B. schrieb:
> Für jemand, der seine PC-Uhr damit stellen will, damit die gleich vom
> Start weg halbwegs richtig geht.

Das wäre ein interessantes Projekt: eine DIY-DCF-77-Uhr, die via LAN als 
Stratum-1-NTP-Server funktioniert. Eben für die Fälle wo man keinen 
Internetzugang nutzen kann/will, aber doch eine "gute" Zeit möchte.

Bauform B. schrieb:
> Normalerweise geht der ntpd davon aus,
> dass die Uhr um max. 128 ms falsch geht, sonst ist die wohl defekt.

Du meinst damit aber "128ms zu schnell in 24h" oder so? Auf 0,1s genau 
die Bios-Uhr zu stellen mit Zahlen ablesen, eintippen und OK klicken 
halte ich für sehr sportlich, daher missverstehe ich dich sicher.
Bei meinen selten benutzten PCs fällt mir auf, das die RTC durchaus 
wesentlich mehr daneben liegt, und dann wenn ich mitstoppe sehe ich das 
die eine Minute in 57 Sekunden machen, und so langsam wieder an die 
richtige Zeit herankriechen. Wenn's hüpft kommen da wohl einige 
Programme nicht mit klar, also wird etwas Gas gegeben (oder gebremst), 
da dauert die Korrektur dann eben eine Stunde oder so.
von 900ss (900ss)


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Bauform B. schrieb:
> 900ss schrieb:
>> Ich habe damit die DCF Bibliothek von Blinkenlight getestet.
>
> Das ist Arduino auf einem RPi? Das kostet doch "geringfügige"
> Anpassungen? Was ich gefunden hatte, benutzt auch digitalWrite(), also
> noch externe Hardware? Ich verstehe nur Bahnhof :(

Ich hatte die Aufrufe für Arduino nachgebildet bzw ersetzt. Ob das nun 
auch DigitalWrite() bei war weiß ich nicht. Frage mich auch weshalb ein 
write da drin sein sollte.
Ich hatte nur das Signal des DCF Moduls an ein GPIO gelegt.

Also viel Arbeit war es nicht dieses Arduino da raus zuholen. Es quasi 
zu entwanzen ;)
Ich habe ganz sicher keine Arduino Umgebung da laufen gehabt. Ich mag es 
nicht.
von Εrnst B. (ernst)


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Jens M. schrieb:
> Das wäre ein interessantes Projekt: eine DIY-DCF-77-Uhr, die via LAN als
> Stratum-1-NTP-Server funktioniert.

Bitte nicht, oder wenn, dann privat.

Diese Bastel-NTP-Server verseuchen die ganzen NTP-Server-Pools. Protzen 
mit Stratum 1, sind schlechter als fast alle Stratum 2…3 -Server.

Schön mit "ntpq -p" zu sehen, wenn du z.B. "0.ubuntu.pool.ntp.org" oder 
einen anderen Server-Pool verwendest.

refid "DCFa" oder "DCFp", wobei die PSK-Variante DCFp selten ist.

Server mit refid "GPS" tauchen auch gelegentlich auf, sind mir aber noch 
nie negativ aufgefallen.
von Jens M. (schuchkleisser)


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Εrnst B. schrieb:
> Bitte nicht, oder wenn, dann privat.

Genau darum geht's ja: nur im LAN. Für ein LAN ohne Internetzugang z.B.
Als billiges Kästchen (ein ESP32-Modul z.B.), LAN, Netzteil, fertig.
So das offline-Computer mit z.B. XP dennoch eine schöne Zeit bekommen.
In Form einer "Hinstelluhr", die in der Nähe des PCs steht.

Εrnst B. schrieb:
> wenn du z.B. "0.ubuntu.pool.ntp.org" oder
> einen anderen Server-Pool verwendest.

Ich nutze nur ptbtime1.ptb.de und seine Kumpels ..2.. bis ..4..
Und das auch nur auf einem Router, seine LANs haben alle eine Sperre 
drin und werden via NAT auf eben diesen Router verbogen, selbst wenn sie 
woanders NTPen wollen.
: Bearbeitet durch User
von Bauform B. (bauformb)


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Jens M. schrieb:
> Bauform B. schrieb:
>> Für jemand, der seine PC-Uhr damit stellen will, damit die gleich vom
>> Start weg halbwegs richtig geht.
>
> Das wäre ein interessantes Projekt: eine DIY-DCF-77-Uhr, die via LAN als
> Stratum-1-NTP-Server funktioniert.

Genau darum geht's hier; naja, nicht ganz: der NTP-Server von Debian ist 
gut genug, den muss man nicht selber bauen ;)

>> Normalerweise geht der ntpd davon aus,
>> dass die Uhr um max. 128 ms falsch geht, sonst ist die wohl defekt.
>
> Du meinst damit aber "128ms zu schnell in 24h" oder so? Auf 0,1s genau
> die Bios-Uhr zu stellen mit Zahlen ablesen, eintippen und OK klicken
> halte ich für sehr sportlich

Mit der Bios-Uhr wird das nichts, es geht nur um die System-Uhr. "date 
--set=2026-05-19T15:42:00" und im richtigen Moment Enter sollte zu 
schaffen sein. Ab dann ist die 128 ms Grenze sogar großzügig, dank ntpd. 
"richtige Rechner" werden nie ausgeschaltet und einen Reboot kann die 
Bios-Uhr überbrücken.

So ähnlich muss eine DCF-Uhr funktionieren. Die wird beim allerersten 
Einschalten irgendwie gestellt und geht dann einfach immer richtig. Die 
RTC-Frequenz sollte auf 1 ppm genau stimmen, macht 0.1 Sekunde pro Tag. 
Wenn man wenigstens jede Nacht guten Empfang hat, schafft man sogar die 
128 ms. Auch wenn man 400 ms Fehler erlaubt, findet man den DCF-PPS noch 
wieder.

Eigentlich braucht man nur diesen Impuls, keine Minuten-Marke, keinen 
Dekoder, nicht davon. Der ganze Aufwand wird erst gebraucht, wenn es 
wochenlang keinen Empfang gibt. Und dann dürften Datum und Stunde immer 
noch stimmen, also hat der Dekoder schon eine sehr gute Grundlage.
von Jens M. (schuchkleisser)


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Bauform B. schrieb:
> Genau darum geht's hier; naja, nicht ganz: der NTP-Server von Debian ist
> gut genug, den muss man nicht selber bauen ;)

Nä.
Eben genau nicht "debian". Kein RPi, kein Linux. Nichts was man updaten 
muss.
Controller mit LAN, Display dran, DCF dran, fertig.
Steckt man an einen PC, der sonst kein LAN hat/haben kann/darf und der 
kann dann trotzdem via NTP seine Uhr stellen.
Als Nebenfunktion einer "Hinstelluhr", die sich eh schon um DCF und 
Display kümmert. "Nur mal eben" LAN mit NTP-Server mit einbauen.
Kann genau das, mehr nicht.

Bauform B. schrieb:
> Mit der Bios-Uhr wird das nichts, es geht nur um die System-Uhr.

Das ist für 99% der Computernutzer das selbe. Es gibt eine Welt 
außerhalb von Linux-Servern... ;)

Bauform B. schrieb:
> im richtigen Moment Enter sollte zu
> schaffen sein

Auf der Funkarmbanduhr auf ":00" zu warten und dann Enter zu drücken, 
innerhalb einer zehntel Sekunde... Sportlich.

Bauform B. schrieb:
> Die
> RTC-Frequenz sollte auf 1 ppm genau stimmen, macht 0.1 Sekunde pro Tag.

Spooortlich. Aber Blinkenlights schafft das, sogar ohne eine RTC, rein 
in Software auf einem Arduino für wenige Euro, wenn er denn einen Quarz 
hat und keinen Reso. Ein TCXO ist toll, aber unötig: da die Software 
nichts davon weiß, altert der RTC-Status ebenso schnell wie mit Quarz, 
auch wenn der TCXO wesentlich länger genau bleibt.
Aber es braucht Dauersignal vom DCF, um den Quarz bzw. die Soft-RTC 
immer wieder nachzustellen, auch wenn's mal Stunden oder gar Tage ohne 
geht.
Du bist dann zwar immer um den Mittelwert des Jitters des Impulsbeginns 
verzögert, aber relativ immer sehr genau.
Viel geiler geht für 10€ nicht.
von Holger W. (holgerw)


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Meine Bahnhofsuhr
Beitrag "Re: Bahnhofsuhr als LCD-Anzeige"
kann sich die Zeit via NTP und DCF77 holen und kann mit einer RTC die 
Zeit auch speichern. Ist die RTC angeschlossen wird ein NTP Server 
gestartet und soll zukünftig u.a. einen RasPi ohne Internet mit der Zeit 
versorgen.
Holger
von Norbert (der_norbert)


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Bauform B. schrieb:
> Mit der Bios-Uhr wird das nichts, es geht nur um die System-Uhr. "date
> --set=2026-05-19T15:42:00" und im richtigen Moment Enter sollte zu
> schaffen sein. Ab dann ist die 128 ms Grenze sogar großzügig, dank ntpd.
> "richtige Rechner" werden nie ausgeschaltet und einen Reboot kann die
> Bios-Uhr überbrücken.

Beziehst du dich dabei auf die slew/skip Grenze?
Dia kann man (ist aber unnötig) auch größer setzen.
Aber muss man nicht, da bei mehr als 128ms Abweichung automatisch ein 
skip auf die richtige Uhrzeit gemacht wird. Da braucht's keine 
Tastaturakrobatik.
von Bauform B. (bauformb)


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Jens M. schrieb:
> Bauform B. schrieb:
>> Die
>> RTC-Frequenz sollte auf 1 ppm genau stimmen, macht 0.1 Sekunde pro Tag.
>
> Spooortlich.

Nö, RV-3032-C7, 3.20 € bei Digikey

> Aber Blinkenlights schafft das, sogar ohne eine RTC, rein
> in Software auf einem Arduino für wenige Euro

Ja, aber mit Arduino ;) So wird das nichts:
1
dcf77.cpp:1498:20: error: 'F' was not declared in this scope
2
 1498 |             sprint(F(" CET "));
3
dcf77.h:592:31: error: 'Serial' was not declared in this scope
4
  592 |         #define sprintln(...) Serial.println(__VA_ARGS__)
usw.
Bis ich das in eine verständliche Sprache übersetzt habe...

> Aber es braucht Dauersignal vom DCF

Und ich brauche RTC und CR2032 sowieso gegen Stromausfall. Das hilft 
gratis gegen DCF-Ausfall.
von Jens M. (schuchkleisser)


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Bauform B. schrieb:
> Ja, aber mit Arduino ;) So wird das nichts:

Komisch.
Bei mir klappt das einfach so.
Vermutlich, weil ich es mit der richtigen IDE auf der vorgesehenen 
Hardware nutze. :D

Ja, F ist eine Krücke, weil der AVR (oder der Programmierer des 
Compilers, des Cores oder der Libraries) zu doof ist und literale 
Strings beim Start aus dem Flash ins knappe RAM kopiert, damit man die 
dann da dauerhaft speichert und unverändert ausgeben kann.

Aber Serial und F braucht die Library nicht, das ist ja schon die 
Uhrenfunktion.
Aber du solltest dich evtl. dransetzen und nicht die Library umcoden, 
sondern den Algo sauber auf deiner Architektur bauen. Und das hat 
weniger damit zu tun das es Arduino ist (und du das nicht verstehst)...
Je weiter du vom AVR weggehst, desto mehr Krücken musst du nutzen um das 
Verhalten nachzuahmen.

Bauform B. schrieb:
> Und ich brauche RTC und CR2032 sowieso gegen Stromausfall.

Batterie ist ein Verschleißteil.
RTC ist unnötig, wenn man mit 20 Minuten bis zum Sync leben kann.
Aber ja, man könnte natürlich eine RTC mit einbauen und die 
ausschließlich dazu nutzen, das die Kiste sofort eine Zeit liefert, und 
dann auf die DCF-RTC umstellen wenn sie gültig wird.
von Bauform B. (bauformb)


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Jens M. schrieb:
> Aber ja, man könnte natürlich eine RTC mit einbauen und die
> ausschließlich dazu nutzen, das die Kiste sofort eine Zeit liefert, und
> dann auf die DCF-RTC umstellen wenn sie gültig wird.

Man könnte auch eine RTC für beides benutzen?? Gerade die Idee "auf DCF 
umschalten" finde ich völlig verkehrt. Ich brauche keine gültige 
DCF-Zeit.
von Jens M. (schuchkleisser)


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Bauform B. schrieb:
> Ich brauche keine gültige
> DCF-Zeit.

Das macht ja in einer Funkuhr gar keinen Sinn?!?!
Wir sind hier ja in einem "DCF-77-Uhr"-Thread. Da sollte der Empfang der 
offiziellen gesetzlichen Zeit der BRD schon eine der Kernfunktionen des 
Geräts sein, oder?
Alles andere, wie NTP oder RTC, ist da schon Nebensache.

Und schließlich willst du ja eine genaue Zeit. Die bekommst du per Funk.
Irgendwie muss die RTC ja auch gestellt und getrimmt werden.
Genau das macht Blinkenlights, und witzigerweise vollständig in 
Software, völlig ohne Batterie, RTC-Chip oder gar TCXO.
Ein Controller mit Quarz reicht, und natürlich ein DCF-Empfänger-Modul, 
handelsüblich und billig.
von 900ss (900ss)


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Jens M. schrieb:
> Ein Controller mit Quarz reicht, und natürlich ein DCF-Empfänger-Modul,
> handelsüblich und billig.

Aber: Strom weg, ggfs. sehr lange warten  warten bis die Uhrzeit wieder 
da ist nachdem der Strom wieder da ist. Also ich hab schon 10 Minuten 
gesehen bei meinen Tests damals so wenn das Signal sehr schlecht war.

Und dann ist eine RTC in HW schon ganz gut. Ob die nun so genau sein 
muss wenn sie eh mit DCF synchronisiert wird?
von Jens M. (schuchkleisser)


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900ss schrieb:
> Also ich hab schon 10 Minuten
> gesehen bei meinen Tests damals so wenn das Signal sehr schlecht war.

Joa.
Normale DCF-Uhren brauchen 3 Minuten bei sehr gutem Empfang, evtl. auch 
gar nicht.
Meine Blinkenlights schaffen es in unter 20 Minuten aus für mich 
zufälligem Blinken am DCF-Empfänger. Beste Zeit liegt auch so bei 5 
Minuten.

900ss schrieb:
> Und dann ist eine RTC in HW schon ganz gut.

Kommt ganz auf den Anwendungsfall an. Wenn du einen PC o.ä. 
synchronisieren willst, ist sie unnötig, der hat eine RTC.
Und für einen "Radiowecker" im Wohnzimmer ist es auch egal, denn der 
läuft immer, und wenn dann mal doch nicht, macht es nix wenn er 10 
Minuten nichts zeigt.
Du machst so eine Uhr ja nicht regelmäßig an und aus...
Und wenn's um's Strom- oder Betriebsstundensparen geht, weil das Display 
in der Hinsicht doof ist: du kannst ja den Dekoder laufen lassen (ist 
auch besser weil die Filter erst wieder hochlaufen müssen, das dauert 
ein paar Tage) und nur die Anzeige deaktivieren. Stromverbrauch des AVR 
plus DCF-Modul sind wenige mA, das macht den Kohl nicht fett.
von Peter N. (alv)


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Jens M. schrieb:
> Normale DCF-Uhren brauchen 3 Minuten bei sehr gutem Empfang,

Bei normalen Empfang hat meine ACS-77 nach einer vollen Minute die Zeit.
von Karl B. (gustav)


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Peter N. schrieb:
> Normale DCF-Uhren brauchen 3 Minuten bei sehr gutem Empfang,

Das ist die Plausibilitätskontrolle. Dreimal hintereinander zunehmende 
Skalenwerte der Minuten. Dann erst ok.
Einige Uhren sparen sich das.

ciao
gustav
von Bauform B. (bauformb)


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Norbert schrieb:
> Beziehst du dich dabei auf die slew/skip Grenze?

Ja, skip will man ja vermeiden. Wenn das Netzwerk nicht sofort da ist 
(DSL z.B) passiert das ja beliebig spät.
von Andras H. (andras_h)


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https://github.com/villamvadasz/DCF77_CH341_decoder

Also falls jemand Lust hätte mein Projekt auszuprobieren und Rückmeldung 
geben wie es sich geschlagen hat, würde ich mich sehr freuen.
von Norbert (der_norbert)


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Bauform B. schrieb:
> Ja, skip will man ja vermeiden.

Na ja, Eingabe der Zeit über Tastatur ist auch nicht der wahre Sack der 
Zwerge.

Also dann doch einfach den slew Bereich erweitern (und sich auf eine 
mehr oder weniger saftige Zeitstrafe einstellen ;-).
Synchronisiert wird nämlich mit 500ppm, also ½ms/s. (pro 1 Sekunde 
Abweichung braucht es grob ½ Stunde bei slew )
von Manfred P. (pruckelfred)


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Bauform B. schrieb:
> Wer sich bei der Sommerzeit-Umschaltung auf DCF
> verlässt, akzeptiert sogar einen Fehler von einer Stunde.

Behaupte nicht solchen Quatsch, DCF sendet die aktuelle Zeit. Die 
Umschaltung wird eine Stunde zuvor angekündigt, sodass auch der 
scheinbare Plausibilitätsfehler verworfen wird.

Jens M. schrieb:
>> Für jemand, der seine PC-Uhr damit stellen will, damit die gleich vom
>> Start weg halbwegs richtig geht.
> Das wäre ein interessantes Projekt: eine DIY-DCF-77-Uhr, die via LAN als
> Stratum-1-NTP-Server funktioniert.

Interessant wird da die Laufzeit der Schnittstelle, die ja Zeitversatz 
verursacht. Eine korrekte NTP-Implementierung im Client spricht mit dem 
Server und rechnet die gemessene Laufzeit heraus, aber wie bringt der 
Server die Zeit versatzfrei ins LAN?

Jens M. schrieb:
> Bauform B. schrieb:
>> Ich brauche keine gültige DCF-Zeit.
> Das macht ja in einer Funkuhr gar keinen Sinn?!?!

Vollkommen wirr, Herr  Bauform macht einen DCF-Thread auf und schreibt 
dann, dass er keine gültige DCF-Zeit bräuchte.

> Wir sind hier ja in einem "DCF-77-Uhr"-Thread.

Genau das! Von einem Eigenbau erwarte ich eine Abweichung unter einer 
Sekunde und eine Anzeige, falls sie mal frei läuft.

Ich habe vor etlichen Wochen eine DCF-Decodierung auf einem Chinuino-Uno 
angefangen, aber nicht ernsthaft weiterbetrieben. Die Displayanzeige der 
fehlenden Sekunde 59 bereitet mir Kopfzerbrechen.

Peter N. schrieb:
> Bei normalen Empfang hat meine ACS-77 nach einer vollen Minute die Zeit.

Nach einer vollen , da man kaum genau in Sekunde 58 beginnt, sind es 
in der Realität eher zwei Minuten.

Karl B. schrieb:
>> Normale DCF-Uhren brauchen 3 Minuten bei sehr gutem Empfang,
> Das ist die Plausibilitätskontrolle. Dreimal hintereinander zunehmende
> Skalenwerte der Minuten. Dann erst ok.
> Einige Uhren sparen sich das.

In drei Minuten ab Start bekommt man maximal zwei Telegramme.

Hier geht's um Eigenbau, wobei man das Verhalten selbst bestimmen kann. 
Mein altes Schätzchen übernimmt das erste Telegramm und zeigt das im 
Display an.
von Jens M. (schuchkleisser)


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Manfred P. schrieb:
> Eine korrekte NTP-Implementierung im Client spricht mit dem
> Server und rechnet die gemessene Laufzeit heraus, aber wie bringt der
> Server die Zeit versatzfrei ins LAN?

Naja, solche Dinger gibt's ja.
Ist also machbar, wenn vielleicht auch nicht leicht.
Aber für einen Versatz den man noch in ms messen kann sollte das was man 
so selber schreiben kann reichen, und wesentlich mehr brauchts ja auch 
nicht.
Denk dran, hier geht's nicht um Ultragenau, sondern "für Menschen 
ablesbar richtig", und einfach DCF-Module sind wg. der 
Langwellengeschichte eh schon etliche ms später.

Manfred P. schrieb:
> sind es
> in der Realität eher zwei Minuten.

Technisch gesehen im Durchschnitt 1:30 ;)

Manfred P. schrieb:
> Die Displayanzeige der
> fehlenden Sekunde 59 bereitet mir Kopfzerbrechen.

Nuja, 1000ms nach dem Beginn der 58. kommt die 59.
DCF ist zum Stellen einer Uhr, nicht zum laufen...

Manfred P. schrieb:
> Mein altes Schätzchen übernimmt das erste Telegramm und zeigt das im
> Display an.

Finde ich gefährlich, weil die Parität manchmal daneben geht. Bei 2 oder 
3 Telegrammen kann man solche Bitfehler vermeiden. Ich hab eine Uhr, die 
wenn dann immer 4, 8 oder gar 16 Minuten oder Stunden daneben geht. 
Daher lag die wohl im Müll, aber sie hat eine Kalenderwoche mit 
Kalender, daher hab ich sie behalten.
von Norbert (der_norbert)


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Manfred P. schrieb:
> Nach einer vollen , da man kaum genau in Sekunde 58 beginnt, sind es
> in der Realität eher zwei Minuten.

Es ist erlaubt die letzten ~60 Bits zwischenzuspeichern. Irgendwo 
dazwischen ist die Minuten "Austastlücke". Jeder Entwickler der sich 
beim Frühstücken nicht ständig auf die Finger beißt, kann daraus 
durchaus ein gültiges Telegramm ableiten. Und anhand der Signalqualität, 
der drei Prüfsummen und einiger sanity checks auch eine Gültigkeit 
bewerten.
von Manfred P. (pruckelfred)


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Jens M. schrieb:
> Denk dran, hier geht's nicht um Ultragenau, sondern "für Menschen
> ablesbar richtig", und einfach DCF-Module sind wg. der
> Langwellengeschichte eh schon etliche ms später.

Nein, in Braunschweig (PTB) kommt die Zeit aus Mainhausen ziemlich genau 
1ms zu spät an, da kann die Langwelle nichts für. Was die Langwelle 
verschuldet, ist ein Jitter der Sekunden, aber eher im Bereich von µs.

Für den einfachen Geradeausempfänger der PTB 70er-Jahre kommen etwa 15ms 
Laufzeit dazu.

Wie Du sagst, "für Menschen ablesbar" interessieren zweistellige ms 
nicht.

Jens M. schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> sind es in der Realität eher zwei Minuten.
> Technisch gesehen im Durchschnitt 1:30 ;)

Einigen wir und auf "statistisch gesehen".

> Manfred P. schrieb:
>> Mein altes Schätzchen übernimmt das erste Telegramm und zeigt das im
>> Display an.
> Finde ich gefährlich, weil die Parität manchmal daneben geht. Bei 2 oder
> 3 Telegrammen kann man solche Bitfehler vermeiden. Ich hab eine Uhr, die
> wenn dann immer 4, 8 oder gar 16 Minuten oder Stunden daneben geht.

Ja, die drei Parity-Bits taugen wenig, weil sie bei Doppelfehlern 
stimmen. Groben Unfug kenne ich von meinem ersten TTL-Grab mit Monoflop 
und D-Registern. Per µC kann man viel holen, wenn man schnell zyklisch 
abtastet und den Wert mit zwei Fenstern vergleicht.

Unabhängig davon beachte meinen Text "zeigt das im Display an". Die Uhr 
ist über 30 Jahre alt und schon damals habe ich mitgedacht.
von Torsten B. (butterbrotstern)


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Das erste, an was ich bei "from scratch" dachte, war mein Wunsch seit 
meiner Jugend, sehr schnell eine DCF-Zeit zu haben, z.B. wenn ich bei 
Sekunde 10 einschalte, ich bereits bei Sekunde 40 alle Daten angezeigt 
bekomme.
Guter Empfang vorausgesetzt. Die Idee ist ein Bit-Schieberegister, das 
Schritt für Schritt auf Plausibilität durchgeprüft wird, also ohne die 
Minutenmarke. Das sollte doch zu machen sein.
von Manfred P. (pruckelfred)


Angehängte Dateien:

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Torsten B. schrieb:
> z.B. wenn ich bei
> Sekunde 10 einschalte, ich bereits bei Sekunde 40 alle Daten angezeigt
> bekomme.
> ...
> Das sollte doch zu machen sein.

Dann zeige doch mal Deine Idee dazu, ich habe keine.
Die Uhrzeit liegt zwischen 21 und 34, aber wie soll der Anfang 
detektiert werden?
von Norbert (der_norbert)


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Manfred P. schrieb:
> aber wie soll der Anfang
> detektiert werden?

Das Ende des Telegramms wird erkannt. Dann zurück gerechnet und all das 
dekodiert was man zuvor gespeichert hat..
von Bauform B. (bauformb)


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Torsten B. schrieb:
> Guter Empfang vorausgesetzt. Die Idee ist ein Bit-Schieberegister, das
> Schritt für Schritt auf Plausibilität durchgeprüft wird, also ohne die
> Minutenmarke. Das sollte doch zu machen sein.

Sag' der Uhr das Datum, dann sind die meisten Bits bekannt. Das müsste 
doch sogar sicherer sein, als eine einzelne Minutenmarke. Selbst wenn 
man nur den Tag vorgibt, sind es 12 Bit, 36 bis 41 sicher, und 15 bis 20 
mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit. Man könnte noch einen 
Vertrauensfaktor anzeigen, abgeleitet aus der Streuung der 
Impulsbreiten.
von Torsten B. (butterbrotstern)


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Zum Thema Plausibilität:
Die Bits 15 bis 20 sind doch 99,99% LLHLLH (Sommer) oder LLLHLH (Winter)

Die Bits 21 bis 35 (2^15=32768 Möglichkeiten): hiervon sind nur 
24*60=1440 gültig.
Das heißt, gesamt gesehen: von den 2^21=2097152 Möglichkeiten sind nur 
2*1440=2880 gültig, d.h. Trefferquote ist 727:1 (99,86%)
: Bearbeitet durch User
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Jens M. schrieb:

> Ein guter Empfänger, der Nachbausicher designt ist und einem 5€-Modul in
> Störfestigkeit und "Reichweite" überlegen ist, darf auch ruhig ein paar
> € kosten.

Das wird aber echt schwierig. Die Physik ist nicht mit Geld allein 
erschlagbar. Sonst hätten wir längst Fusionsmeiler in jedem Haus.

Ja klar, bezüglich der Empfangseigenschaften ein WENIG besser als die 
5€-Module ginge es sicher. Aber Preis und Energieverbrauch könnten dann 
nicht annähernd mit diesen Modulen mithalten.

> sondern schon selber löten nach Stückliste. Schön mit Abgleichen
> (möglichst ohne allzu komplexe Werkstatt, nicht jeder ist ein FuA) und
> Spule wickeln.

Das ist doch Rumgewichse. Viel Arbeit, viel Geld, um am Ende etwas zu 
erhalten, was nur in einem Aspekt und auch dort nur unwesentlich besser 
ist als das, was es für einen schmalen Taler an jeder Ecke zu kaufen 
gibt.

Aber klar, wer Spaß an sowas hat, darf das gerne machen.
von Bauform B. (bauformb)


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Ob S. schrieb:
> Das ist doch Rumgewichse.
Wie jede Bastelei :)
> wer Spaß an sowas hat, darf das gerne machen.
Eben.

Erstaunlich, dass es hier noch so viele Radio-Bastler gibt ;) Den 
meisten geht es vor allem um das "Empfangserlebnis", den ersten Teil von 
DCF-Uhr. Mir geht es mehr um den zweiten Teil, um das beste 
"Benutzererlebnis" mit einer Uhr. Dafür braucht man nun mal etwas mehr 
Hardware.

So eine Uhr
* muss sofort¹ nach dem Einschalten Zeit und Datum liefern
* darf niemals² gestellt werden
* muss Strom- und DCF-Ausfall und Firmware-Updates überbrücken³
* muss anschließend den aufgelaufenen Fehler abschätzen können
* kann NMEA-Sätze und ein PPS-Signal liefern
* darf als (Licht)Wecker o.ä. dienen

1) wenige ms; max. 1 Sekunde, wenn es synchron sein soll
2) außer bei der Inbetriebnahme, aber nicht wegen Sommerzeit
3) mehrere Wochen. Die Hardware sollte 20 Jahre schaffen, aber in der 
Zwischenzeit könnten die Sommerzeit-Regeln geändert werden. Oder zu 
viele Schaltsekunden dazwischen kommen.
von R. L. (roland123)


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Bauform B. schrieb:
> * darf niemals² gestellt werden
> * muss Strom- und DCF-Ausfall und Firmware-Updates überbrücken³
>...
> 2) außer bei der Inbetriebnahme, aber nicht wegen Sommerzeit
> 3) mehrere Wochen. Die Hardware sollte 20 Jahre schaffen, aber in der
> Zwischenzeit könnten die Sommerzeit-Regeln geändert werden.

Beide Forderungen lassen sich nicht gleichzeitig erfüllen.
für die Umstellung auf Sommerzeit brauchst du entweder DCF-Empfang oder 
musst dich auf die geltenden Regeln verlassen.
von Bauform B. (bauformb)


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Sehr aufmerksam beobachtet, danke! Ich hoffe doch, dass so eine Änderung 
ein paar Wochen vorher bekannt gegeben wird und man dann auch ein Update 
macht. Deshalb mehrere Wochen und nicht noch mehr. Aber klar, irgendwas 
geht immer schief.
von Dieter S. (ds1)


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Zeit/Datum bekommt man auch über die Funkrundsteuerung (drei Sender im 
Bereich 129,1 kHz bis 139 kHz). Die Dekodierung ist problemlos, die Zeit 
wird normalerweise alle 10 Sekunden übertragen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Funkrundsteuertechnik

Für eine hochgenaue Referenz nicht unbedingt geeignet, aber als Backup 
durchaus brauchbar.
von Christoph M. (mchris)


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Bauform B. schrieb:
> 3) mehrere Wochen. Die Hardware sollte 20 Jahre schaffen, aber in der
> Zwischenzeit könnten die Sommerzeit-Regeln geändert werden. Oder zu
> viele Schaltsekunden dazwischen kommen.

2009 habe ich mir eine DCF-Uhr mit einem Atmega8 mit eigenem Code, der 
auch wichtige Geburtstage fest drinn hat und einem Puls-Empfänger 
(vermutlich von Conrad) gebaut. Zwischendurch ist mal das Gehäuse 
auseinandergefallen, weil ich es mit Heißkleber zusammen geklebt hatte, 
der wohl nicht so lange hält. Ich habe dann Schrauben rein gedreht.
Die Uhr steht auf meiner Fensterbank und läuft immer noch. In 3 Jahren 
sind die 20 Jahr schon rum.
von R. L. (roland123)


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Bauform B. schrieb:
> Ich hoffe doch, dass so eine Änderung
> ein paar Wochen vorher bekannt gegeben wird und man dann auch ein Update
> macht.

Ich gehe davon aus, dass die Regeln so bleiben wie sie sind oder die 
Umstellung ganz abgeschafft wird. Bei meiner Uhr gibt es einen Jumper, 
mit dem man die Zeitumstellung abschalten kann. Ich denke, dass das 
genügt.
von Jens M. (schuchkleisser)


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Ob S. schrieb:
> Aber klar, wer Spaß an sowas hat, darf das gerne machen.

Ich für meinen Teil bin mit den üblichen Empfängermodulen zufrieden.
Da sitzt der Trick für eine gute Uhr im Decoder im Mikrocontroller.
Wenn man eine einfachere Uhr (also ohne oder mit sehr wenig Software) 
bauen will muss man m.E. an die "Antenne", also die Ferritspule und den 
AM-Empfänger.
Ja, für 5€ geht das nicht im Einzelstück, und das kann auch nicht jeder.
Aber das wäre der einzige Punkt an dem man anfassen kann.
Längerer Ferrit, abgestimmte Spule, getrimmter Empfänger, bessere AGC, 
wissenschon.
So das der Signaleingang zur Uhr eben auch bei Störteppich von 
Schaltnetzteilen ruhiger ist und auch in Afrika noch Signale bekommt.

Bauform B. schrieb:
> * muss sofort¹ nach dem Einschalten Zeit und Datum liefern
> * darf niemals² gestellt werden
> * muss Strom- und DCF-Ausfall und Firmware-Updates überbrücken³
> * muss anschließend den aufgelaufenen Fehler abschätzen können
> * kann NMEA-Sätze und ein PPS-Signal liefern
> * darf als (Licht)Wecker o.ä. dienen

Punkt 1
erledigt sich mit einer RTC. Ich persönlich kann darauf verzichten wenn 
die Uhr dann keine Batterie braucht, weil das ja wieder ein 
Verschleißteil ist.

Punkt 2
erledigt sich via DCF, wenn der Empfänger und der Decoder gut sind. Oder 
via GPS, NTP, RDS.

Punkt 3
kann jede Uhr. Auch Funkuhren laufen ohne Funk, und Stromausfall oder 
Reset gilt wie Kaltstart: Sofortzeit mit RTC, rein DCF mit Wartezeit.

Punkt 4
versteh ich nicht. Wozu? Vertraust du deiner RTC nicht?

Punkt 5
bedingt ja schon fast GPS. Ich wette das ein Blinkenlights-DCF-Arduino 
problemlos NMEA und PPS liefert, aber dann kommst du mit weiteren 
Forderungen um die Ecke, wie z.B. eine Position oder SoWi-Info, oder 
"PPS muss +-10µs an GMT liegen". PPS zu liefern, das relativ genau ist 
(also "1s dauert 999,9-1000,1ms" oder so) halte ich noch für machbar, 
aber absolut genau kann DCF nicht. Auch hier: wozu brauchst du das?

Punkt 6
ist trivial, das kann man als DIYer ja ganz nach Gusto...

Die Sowi-Regeln muss man nicht anpassen, wenn man DCF nutzt, denn der 
ergibt die gesetzliche Zeit. Wird das Gesetz geändert, überträgt DCF die 
SoWi-Änderung eben zu einer anderen Zeit oder evtl. auch gar nicht mehr.
Wenn du selber, ohne Funk, nach "deinen" Regeln aus der RTC die gültige 
Zeit ermitteln willst und das auch noch in Jahren, dann bedingt das ja 
schon wieder eine Updatemöglichkeit.
Da bist du dann schnell bei "das Teil hat WLAN und eine Webseite, wo man 
Regeln eintippen kann", und dann brauchts kein DCF mehr weil man NTP 
hat.
Und dann kann deine Uhr keine Schaltsekunden....

Also so richtig selbstkasteiend:
-Die RTC wird Temperaturstabilisiert und nur bei der Inbetriebnahme 
gestellt, danach kann man die nicht wieder (ver-)stellen via Lockbit.
-Es gibt ein Trimregister, in dem man die Korrektur eintragen kann, 
damit man auch langfristig genaue Zeit hat
-Die RTC läuft in UTC, ohne Schaltsekunden und SoWi
-Der Controller hat konfigurierbare Tabellen, ab wann Schaltsekunden 
eingefügt werden und welche SoWi-Regeln gelten
-Vor Anzeige/NMEA wird aus der RTC die lokale Zeit errechnet
-Das alles mit möglichst wenig Software, möglichst Systemagnostisch und 
auch in 20 Jahren noch wart- und korrigierbar
-Akkubetrieb, damit die RTC auch bei Ahrtalkatastrophen 72 Stunden 
temperiert weiterläuft, nicht das die Uhr 4 Millisekunden verliert...

Kann man machen. Muss man nicht.
Wie sagt man so schön: "das Beste" muss nicht sein, "gut genug" reicht.
: Bearbeitet durch User
von Εrnst B. (ernst)


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Mich würde ja beim Selberbauen eher interessieren, Empfang&Präzision 
besser zu machen als die 5€-Module, auch wenn dabei der Stromverbrauch 
und Preis deutlich steigt.

Grob Überschlagen müsste so ein STM32F411 Blackpill-Board locker reichen 
um die 77kHz PSK Demodulation komplett als SDR in Software zu machen. 
ADC wäre auch schnell genug, und wenn das Abtasten mit exakt 310kHz 
geht, wäre das Baseband-Mixing so gut wie kein Rechenzeitaufand.

Mit der CMSIS-DSP - Bibliothek gibt's einige der nötigen Funktionen auch 
schon für STM32 voroptimiert.

Als Empfänger-Frontend tuts hoffentlich so ein 5€-Modul, dem man den 
Chip klaut, nur den Schwingkreis behält, und das Signal verstärkt.
von Norbert (der_norbert)


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Εrnst B. schrieb:
> Grob Überschlagen müsste so ein STM32F411 Blackpill-Board locker reichen
> um die 77kHz PSK Demodulation komplett als SDR in Software zu machen.
> ADC wäre auch schnell genug, und wenn das Abtasten mit exakt 310kHz
> geht, wäre das Baseband-Mixing so gut wie kein Rechenzeitaufand.

Hier musste ich gerade schmunzeln, das geht sogar ganz hervorragend um 
nicht zu sagen heraus baumelnd. Mit 'nem RP2xxx.
ADC Divider (bei 48MHz Clock)
INT:153,FRAC:215 (für 77499,432Hz) Jeweils das Vierfache natürlich.
INT:153,FRAC:214 (für 77501,388Hz)
Der FRAC Teil passt sich immer automatisch an wenn die (gemittelten und 
gefilterten) Nullstellen größer werden.
Nebenbei kann man über die Wochen auch noch die Abweichung des genutzten 
Quarzes bestimmen und sich ein verdammt gutes PPS Signal für sein System 
generieren.
: Bearbeitet durch User
von Εrnst B. (ernst)


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Norbert schrieb:
> Mit 'nem RP2xxx.
Hatte ich auch überlegt, aber wegen fehlendem Single-Cycle 
Multiply-and-Add und FPU lieber den F411 angeschaut.
Aber der fraktionale Teiler für den ADC-Takt schaut schon nett aus.
von Norbert (der_norbert)


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Εrnst B. schrieb:
> lieber den F411 angeschaut

Hab hier noch ein F407. Selbst bei dem spielen die ADCs in einer völlig 
anderen Liga als bei den RPs.
Triple-ADC-Interleaved mit bis zu 7.2MSps hatte ich mal laufen, WIMRE.
von Bauform B. (bauformb)


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Dieter S. schrieb:
> Zeit/Datum bekommt man auch über die Funkrundsteuerung (drei Sender im
> Bereich 129,1 kHz bis 139 kHz)

Christoph M. schrieb:
> 2009 habe ich mir eine DCF-Uhr mit einem Atmega8 mit eigenem Code, der
> auch wichtige Geburtstage fest drinn hat

Sehr schön, jetzt kommen die guten Ideen! Verkauft noch irgendwer 
einzelne DCF49-Empfänger? HKW wohl nicht :(


Jens M. schrieb:
> Ich für meinen Teil bin mit den üblichen Empfängermodulen zufrieden.
> Da sitzt der Trick für eine gute Uhr im Decoder im Mikrocontroller.

Mein Reden seit 1328.

> ... Batterie ... Verschleißteil

Jein. Die kleinste Li-SOCI2 Batterie hat ca. 1 Ah, die RTC braucht 
weniger als 1 µA bzw. die meiste Zeit nur Leckstrom. Also 50 Jahre oder 
wenigstens 20 sollte die schon halten. Wie oft muss man in der Zeit wohl 
das Steckernetzteil tauschen?

> Punkt 4 versteh ich nicht. Wozu? Vertraust du deiner RTC nicht?

Doch, sicher mehr als dem gestörten DCF-Signal. Deswegen sind auch nur 2 
Chips jeweils mit eigener Batterie und eigenem I2C-Bus vorgesehen. Wie 
viel sicherer wären eigentlich 3 statt 2? Die meisten Flugzeuge haben 
auch nur 2 Triebwerke.

> Punkt 5 bedingt ja schon fast GPS. Ich wette das ein Blinkenlights-DCF-Arduino
> problemlos NMEA und PPS liefert, aber dann kommst du mit weiteren
> Forderungen um die Ecke, wie z.B. eine Position oder SoWi-Info

GPS liefert keine SoWi-Info, andererseits habe ich die Info ja sowieso. 
Position wäre natürlich witzig: umgekehrte Funkpeilung mit 3 bis 5 
Zeitzeichensendern und 2 bis 3 Ferritantennen. Oder eine drehbare 
Ferritantenne mit Motor. Die braucht man auch, wenn die Uhr genau am 
falschen Platz stehen soll ;)

> PPS zu liefern, das relativ genau ist (also "1s dauert 999,9-1000,1ms"
> oder so) halte ich noch für machbar, aber absolut genau kann DCF nicht.

Das kann GPS auch nicht, besser als ±100 ns sind schon gut. Aber wenn 
man lange genug guten Empfang hat... Die RTC-Frequenz kann mit 0.1 ppm 
Auflösung getrimmt werden und zwischen 10 und 40°C bleibt weniger als 1 
ppm Temperaturdrift. Der uC produziert Jitter, das ist der spannende 
Faktor. Trotzdem kann man wohl mit NTP per DSL mithalten.

> Auch hier: wozu brauchst du das?

Die NMEA refclock vom ntpd funktioniert überraschend gut, die DCF 
refclock überraschend schlecht. Und natürlich: Kein GPS-Empfang im 
Keller? GPS stärker gestört als DCF? Redundanz? Vergleich mit NTP per 
Glasfaser? RTC-Vergleichstest?

Das ist halt so ein Feature, das nur einen Pin und einen Timer kostet, 
also nimmt man das mit.

> Wenn du selber, ohne Funk, nach "deinen" Regeln aus der RTC die
> gültige Zeit ermitteln willst und das auch noch in Jahren,
> dann bedingt das ja schon wieder eine Updatemöglichkeit.

Sommerzeit, Schaltsekunden und Zeitzone kosten im Wesentlichen nur eine 
Addition und eine Tabelle für alles. Dafür braucht man kein komplettes 
Update. Das brauche ich aber auf jeden Fall, weil meine Programme selten 
beim ersten Versuch funktionieren ;)

> Also so richtig selbstkasteiend:

Exakt. Genau so soll das aussehen. Bis auf die Li-SOCI2 Batterie statt 
Akkubetrieb.

Die Wartbarkeit nach 20 Jahren ist natürlich ein ganz eigenes trauriges 
Kapitel. Das übelste Beispiel: Lieber RS-232 mit Sub-D als USB. Es muss 
ja nicht nur innen drin kompatibel bleiben, man muss ja auch noch Kabel 
kaufen können. Momentan ist USB-C der angesagte Stecker. Vor weniger 
als 20 Jahren war Mikro-USB die endgültige Lösung. Ja, die EU muss auch 
den armen Netzteil-Herstellern helfen :(
von Bauform B. (bauformb)


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Εrnst B. schrieb:
> Grob Überschlagen müsste so ein STM32F411 Blackpill-Board locker reichen
> um die 77kHz PSK Demodulation komplett als SDR in Software zu machen.
> ADC wäre auch schnell genug, und wenn das Abtasten mit exakt 310kHz
> geht, wäre das Baseband-Mixing so gut wie kein Rechenzeitaufand.

So weit so gut. Aber ein 5€-Modul mit AGC funktioniert mit 1 µV bis 20 
mV, eher mehr. Wie schafft ihr die Dynamik? Da wären zwar nur 14 bis 15 
Bit, aber es sollen ja noch mehr als 2 zum Rechnen übrig bleiben.

> Als Empfänger-Frontend tuts hoffentlich so ein 5€-Modul, dem man den
> Chip klaut, nur den Schwingkreis behält, und das Signal verstärkt.

Da bleibt ja nichts übrig, eigentlich klaut man dem Modul die Antenne. 
Und gerade die will man ja verbessern, vor allem mit längerem 
Ferritstab.
von Karl B. (gustav)


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Bauform B. schrieb:
> Das kann GPS auch nicht
Etwas OT:
GPS sagt mir gerade, dass das Arduino-Bastelmodul mit einer 
Geschwindigkeit von 2,2 km/h bewegt wurde. Hat 5 Minuten am Fenster 
gestanden. Dann habe ich es auf den Tisch gestellt.
Jetzt gerade 0,5 km/Stunde. Es liegt ja unbewegt auf dem Tisch.
Wie errechnet das Modul das? Oder - wage ich zu spekulieren - das sind 
die prinzipiellen Unsicherheiten des GPS-Empfangs (Wolken/Regen etc.)

P.S.: Die Zeit-Datums-Funktion muss ich noch einbinden. Händisch +2 
wegen Sommerzeit Korrekturfaktor eingeben. Long/Lat und Speed sind im 
Programm drin. (Und 5 Sats!)
/OT

ciao
gustav
von Andras H. (andras_h)


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Karl B. schrieb:
> P.S.: Die Zeit-Datums-Funktion muss ich noch einbinden. Händisch +2
> wegen Sommerzeit Korrekturfaktor eingeben. Long/Lat und Speed sind im
> Programm drin. (Und 5 Sats!)
> /OT

Man kann theoretisch auch die Zeitzone aus dem Lat Long ermitteln und 
lokale Zeit anzeigen. Wollte ich mal machen, nur habe ich nirgendwo 
einen map in digitalen format gefunden. Falls jemand soetwas hätte....
von Bauform B. (bauformb)


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Bei openstreetmap.org solltest du fündig werden.
von R. L. (roland123)


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Andras H. schrieb:
> Man kann theoretisch auch die Zeitzone aus dem Lat Long ermitteln und
> lokale Zeit anzeigen. Wollte ich mal machen, nur habe ich nirgendwo
> einen map in digitalen format gefunden. Falls jemand soetwas hätte....

vielleicht hilft das:

https://github.com/evansiroky/timezone-boundary-builder

hab's nicht genau angeschaut
von Jens M. (schuchkleisser)


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Bauform B. schrieb:
> Sehr schön, jetzt kommen die guten Ideen!

Geburtstage
Feiertage
Mülltonnen
Sonstige Termine
Sollte man alles aus einem "öffentlichen" Kalender auslesen können, 
mittels CalDAV.

Wochentag, Tag im Jahr, Kalenderwoche sowieso, zusätzlich Sonnen- und 
Mondauf- und -untergang.

Arbeitstag x von y dieses Jahr.

HDMI-Ausgang für ein großes Display, damit man die ganze Tabelle auch 
gut sehen kann.

Bauform B. schrieb:
> Deswegen sind auch nur 2
> Chips jeweils mit eigener Batterie und eigenem I2C-Bus vorgesehen.

Jetzt wird's wild. Ich hoffe, 2 verschiedene Chips, von 2 verschiedenen 
Herstellern, mit 2 verschiedenen Protokollen. 2 unterschiedliche 
Batterien, nicht das Varta in der einen Charge einen Fehler hatte, dann 
tut hoffentlich die Duracell noch.

Bauform B. schrieb:
> GPS liefert keine SoWi-Info, andererseits habe ich die Info ja sowieso.

Woher?

Bauform B. schrieb:
> Die braucht man auch, wenn die Uhr genau am
> falschen Platz stehen soll ;)

Ein abgesetzter Empfänger (evtl. mit Phantomspeisung wenn 3-adrige 
Leitung zu teuer ist) tut's auch.

Bauform B. schrieb:
> eine Tabelle für alles.

Tabellen sind irgendwann zuende. Ja, du schreibst Daten für 50 Jahre da 
rein.
Und deine Erben ärgern sich dann, das Opis Uhr nicht mehr tut weil der 
Depp damals nicht an die Galaktime gedacht hat. Schade, schönes 
Retroding, leider Müll.
Update per RS232? Kabel sind so letztes Jahrtausend.
Eine (natürlich SSL-gesicherte!) Webseite ist das was du willst.

Karl B. schrieb:
> Wie errechnet das Modul das?

Entweder ist der Empfang schlecht und das wirkt sich auf die 
Doppler-Berechnung aus, oder weil die Position immer etwas wackelt und 
der Unterschied nun mal eben ein paar Schritte pro Sekunde sind.
von Bauform B. (bauformb)


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Jens M. schrieb:
> HDMI-Ausgang für ein großes Display

Also wirklich nicht; wenn, dann Display Port ;)

> Und deine Erben ärgern sich dann, das Opis Uhr nicht mehr tut weil der
> Depp damals nicht an die Galaktime gedacht hat.

Dagegen hilft nur eins: zurück zur Natur. Die Uhr benutzt nicht nur 
intern TAI, sondern zeigt auch nur TAI an. Alles andere passiert ja 
sowieso immer auf dem PC. Wer ist eigenlich auf die seltsame Idee 
gekommen, dass eine DCF-Uhr Lokalzeit anzeigen muss? Leute, die die 
Umstellung hassen, nutzen das sowieso nicht. Und die paar Sekunden 
Versatz zu UTC merkt keiner.

NMEA-Sätze für den ntpd kann man dann nicht mehr erzeugen; das wäre UTC, 
und NTP-Zeit ist praktisch auch UTC. Man müsste auf dem PC eine shm 
refclock benutzen, die /usr/share/zoneinfo/leap-seconds.list auswertet. 
Allerdings benutzt der ntpd die Liste auch selber, was macht der damit? 
Aber die Uhr wird sooo viel einfacher, das sollte es uns wert sein.

> Eine (natürlich SSL-gesicherte!) Webseite ist das was du willst.

Das würde auch Updates brauchen und, viel schlimmer, irgendwann 
akzeptiert ein Browser solche Zertifikate aus politischen Gründen nicht 
mehr. Also: nix gibt's.

Jens M. schrieb:
> Bauform B. schrieb:
>> Deswegen sind auch nur 2
>> Chips jeweils mit eigener Batterie und eigenem I2C-Bus vorgesehen.
>
> Jetzt wird's wild. Ich hoffe, 2 verschiedene Chips, von 2 verschiedenen
> Herstellern, mit 2 verschiedenen Protokollen. 2 unterschiedliche
> Batterien, nicht das Varta in der einen Charge einen Fehler hatte, dann
> tut hoffentlich die Duracell noch.

Wie so oft war der erste Entwurf wohl doch besser. Da wollte ich als 2. 
RTC den uC benutzen. Ein TCXO mit 10 MHz ist garnicht verkehrt, braucht 
aber über 1 mA, auch im Batteriebetrieb. Das geht, wenn ein Wecker drin 
ist, weil man für den Akkus braucht.
von Karl B. (gustav)


Angehängte Dateien:

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SCNR.
Habe heute morgen einmal DCF77-Empfang und GPS-Empfang verglichen.
(OK. Die Minute 59 macht auch beim DCF77-ASM-Programm gewisse 
Unsauberkeiten. Da muss ich nochmal ran.)
Der Direktmischer (Tonwiedergabe) arbeitet mit S042P und ist ca. 2,5 kHz 
höher als 77,5 kHz
eingestellt.
Viel Spaß!

ciao
gustav

P.S.: Hier noch der "Sketch".
: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Karl B. schrieb:
> Die Arduino GPS-Uhr zeigt im OLED nur "Suche Satelliten" an. Da blinken
> LEDs, aber auch nach ca. 5 Minuten tut sich nichts weiter.

Als Fehlerdiagnose ist das etwas dünn. Eine Antenne ist angeschlossen?
Ansonsten verrät dir evtl. ein Blick in die NMEA-Daten mehr. Oder ist 
das NEO-6M-Modul so alte, dass es mit dem Überlauf vom Zähler für die 
GPS Woche nicht zurecht kommt?
: Bearbeitet durch User
von Andras H. (andras_h)


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R. L. schrieb:
> vielleicht hilft das:
>
> https://github.com/evansiroky/timezone-boundary-builder
>
> hab's nicht genau angeschaut

Sieht gut aus. Danke!
von Karl B. (gustav)


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Rainer W. schrieb:
> Als Fehlerdiagnose ist das etwas dünn.

Typischer Fehler: RXD und TXD nicht an Nano-Pins mit derselben 
Bezeichnung.
Im Sketch steht aber bei näherem Hinsehen an Deutlichkeit kaum zu 
überbieten im Kommentar "3" und "4". Und das heißt im Klartext: D3 und 
D4.
Und der zweite GND-Anschluss sollte auch beschaltet werden. Dann gehts.
(BTW: Und beim Flashen für den "neuen" Bootloader den 10µF Kondensator 
an der richtigen Stelle nicht vergessen.
"...Ein 10µF-Kondensator wird benötigt, wenn ein Arduino als sogenannter 
"ArduinoISP" (Programmierer) dient, um den automatischen Reset des 
Programmierer-Boards zu verhindern. Dadurch bleibt der Mikrocontroller 
im Programmiermodus, während er den neuen Bootloader auf das Zielboard 
(z. B. einen Nano oder Uno) flasht)...")

ciao
gustav

P.S.: Beim "einfachen" Uhrenprogramm oben wird nur TXD gebraucht. Ist 
dann schon richtig verlötet.
: Bearbeitet durch User
von Carsten W. (eagle38106)


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@ Karl B.: Das interessiert hier in diesem Thread KEIN Schwein! Es 
geht hier um ein ganz anderes Thema. Hör endlich mit der Kaperei auf!
von Manfred P. (pruckelfred)


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Karl B. schrieb:
> Time_21May2026.mp4 (4,3 MB)

Frechheit und off topic.

Rainer W. schrieb:
> verrät dir evtl. ein Blick in die NMEA-Daten mehr.

DCF77 liefert keine NMEA-Daten.

Karl B. schrieb:
> Typischer Fehler: RXD und TXD nicht an Nano-Pins mit derselben
> Bezeichnung.

DCF77 benötigt für den Empfang kein Rx.

Carsten W. schrieb:
> @ Karl B.: Das interessiert hier in diesem Thread KEIN Schwein! Es
> geht hier um ein ganz anderes Thema. Hör endlich mit der Kaperei auf!

Nicht nur hier, dieser 'komische Gustav' (alte Redewendung) kaspert 
überall.
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Bauform B. schrieb:

> aber über 1 mA, auch im Batteriebetrieb. Das geht, wenn ein Wecker drin
> ist, weil man für den Akkus braucht.

Also mein 10€-Funk-Wecker läuft mit einer R3-Primärzelle gut ein Jahr. 
Und er nervt wirklich. Ich wüßte nicht, wozu der noch einen Akku 
brauchen sollte...
von Manfred P. (pruckelfred)


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Ob S. schrieb:
> Bauform B. schrieb:
>> aber über 1 mA, auch im Batteriebetrieb. Das geht, wenn ein Wecker drin
>> ist, weil man für den Akkus braucht.
> Also mein 10€-Funk-Wecker läuft mit einer R3-Primärzelle gut ein Jahr.
> Und er nervt wirklich.

Es gibt Unterschiede, ich habe einen, den ich kaum höre.

> Ich wüßte nicht, wozu der noch einen Akku
> brauchen sollte...

Ich weiß nicht mehr, was Herr Bauform B. eigentlich will. Er hat den 
Thread gestartet, aber mutiert inzwischen mehr zum Troll und führt 
diesen zur Sinnlosigkeit.
von Jens M. (schuchkleisser)


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Manfred P. schrieb:
> Es gibt Unterschiede, ich habe einen, den ich kaum höre.

Sender- oder Empfängerproblem?
von Norbert (der_norbert)


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Jens M. schrieb:
> Sender- oder Empfängerproblem?

;-)
von Axel S. (a-za-z0-9)


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Manfred P. schrieb:
> Ob S. schrieb:
>> Also mein 10€-Funk-Wecker läuft mit einer R3-Primärzelle gut ein Jahr.
>> Und er nervt wirklich.
>
> Es gibt Unterschiede, ich habe einen, den ich kaum höre.

Laß mich raten: er ist mindestens 20 Jahre alt? Dann erstze ihm durch 
einen neueren. Auch da hat sich etwas getan in Sachen Effizienz. Eine 
Piezo-Scheibe mit passender Resonanzkammer macht einen Höllenlärm bei 
marginalem Energiebedarf.

Ach so: die Kenntnis eines Beispiels (deines Weckers) reicht ohnehin 
nicht für eine gültige Generalaussage (alle Wecker fressen Batterien und 
sollten deshalb mit Akkus betrieben werden).
Beitrag #8052682 wurde vom Autor gelöscht.
von Bauform B. (bauformb)


Angehängte Dateien:

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Manfred P. schrieb:
> Ich weiß nicht mehr, was Herr Bauform B. eigentlich will. Er hat den
> Thread gestartet, aber mutiert inzwischen mehr zum Troll

Es tut mir leid, dass ich dich so irritiert habe. Die gute Seite davon: 
die Uhr hat jetzt einen passenden Namen: "trolluhr", ausgesprochen so 
wie "Tellur", dieses seltene Halbmetall.

Zum Trost gibt es auch Bilder vom aktuellen halbfertigen Stand. Das war 
nur ein Muster um zu sehen, ob die Platinen mechanisch passen und ob man 
lieber die niedrigen oder die hohen Taster nehmen sollte. Unter der 
blauen Haube steckt ein SAM-M10Q, unter dem fetten Kühlkörper ein RPi-3B 
und ganz unten erkennt man vielleicht die 6 Batteriehalter. Hinter das 
große Loch gehört ein DOG-LCD 102x64.
von Carsten W. (eagle38106)


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Was fragst Du hier im Forum noch herum, wenn das Design schon fertig 
ist?

Kannst Du den Schaltplan auch in einer lesbaren Form (PDF) hier 
einstellen? So als PNG ist das unbrauchbar, weil viel zu klein.
von Ulrich (Firma: DC3AX) (uprinz)


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Moin!

Ich bin da voll bei @ernst, und ich habe da mal etwas recherchiert.

Am Ende komnmt da ein Cortex-M4 oder ein Cortex-M7 bei heraus, da diese 
FPU und DSP Funktionen mitbringen und den SDR Filter Part in Hardware 
nebenbei erledigen ohne die CPU zu stören. Also echte parallel 
Verarbeitung.

Ich habe dann mal nach diesen Daten die STM32 gefiltert und dabei dann 
STM32H723 oder den STM32H743 gefunden. Beide sind auf Nucleo Boards für 
30 bis 50€ erhältlich.

Echte 16-bit ADC mit DMA, SMID und DSP, 16-bit DAC um einen OCXO zu 
führen.
Ethernet und USB sind auch drin. Theoretisch kann man damit die ganze 
Strecke vom SDR Receiver bis zum PTP Server oder NEMA backup für seinen 
Symmetricom bauen oder den 16-Bit DAC zum nachführen eines OCXO nutzen.
von Karl B. (gustav)


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Manfred P. schrieb:
> Karl B. schrieb:
>> Time_21May2026.mp4 (4,3 MB)
> Frechheit und off topic.
>
> Rainer W. schrieb:
>> verrät dir evtl. ein Blick in die NMEA-Daten mehr.
>
> DCF77 liefert keine NMEA-Daten.
>
> Karl B. schrieb:
>> Typischer Fehler: RXD und TXD nicht an Nano-Pins mit derselben
>> Bezeichnung.
>
> DCF77 benötigt für den Empfang kein Rx.
>
> Carsten W. schrieb:
>> @ Karl B.: Das interessiert hier in diesem Thread KEIN Schwein! Es
>> geht hier um ein ganz anderes Thema. Hör endlich mit der Kaperei auf!
>
> Nicht nur hier, dieser 'komische Gustav' (alte Redewendung) kaspert
> überall.

Sehe mich leider genötigt, einiges klarzustellen:
GPS wurde hier erwähnt, habe bloß vergessen zu zitieren.
Und wer lesen kann ist eindeutig im Vorteil.
Hier bringt jemand ganz bewusst wieder die Postingsfolge durcheinander, 
nur um mir wieder unschöne Worte an den Kopf werfen zu können.

Dabei wäre es wirklich einen Versuch wert, die allenthalben zur 
Verfügung stehenden Systeme (DCF77/MSF60/GPS) miteinander zu 
vergleichen.

Nichts anderes habe ich im Video gemacht.
Sowas mit Frechheit und offtopic zu bezeichnen, sagt viel über 
denjenigen aus, der sowas postet.

Die Antwort mit dem Begriff RX bezieht sich auf die Bemerkung von:

Rainer W. schrieb:
> Als Fehlerdiagnose ist das etwas dünn. Eine Antenne ist angeschlossen?
> Ansonsten verrät dir evtl. ein Blick in die NMEA-Daten mehr. Oder ist
> das NEO-6M-Modul so alte, dass es mit dem Überlauf vom Zähler für die
> GPS Woche nicht zurecht kommt?

Und meine Antwort bezieht sich auf die Arduino-GPS-Uhr. Mit der Angabe 
der typischen Fehler, die man machen kann.
Wird die Verdrahtung richtig gewählt, funktioniert es wunschgemäß.
Da brauche ich nicht soweit in die GPS-Technologie einzusteigen und mir 
die NEMEA-Suite auswendig zu lernen.
So what?

> Carsten W. schrieb:
hier um ein ganz anderes Thema. Hör endlich mit der Kaperei auf!
>
> Nicht nur hier, dieser 'komische Gustav' (alte Redewendung) kaspert
> überall.

Ich fordere Dich hiermit auf, diese Beleidigung zurückzunehmn.
Sonst drücke ich den Meldeknopf.
Dienmal mache ich Ernst.
Ich weiß, ich bin zwar klein und mickrig, aber anspucken lasse ich mich 
nicht.


ciao
gustav
von Bauform B. (bauformb)


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Carsten W. schrieb:
> Was fragst Du hier im Forum noch herum, wenn das Design schon
> fertig ist?

Fertig ist maximal die Mechanik und Auswahl von LCD, GPS, RPi u.ä. Die 
Schaltung hat noch 2 bis 3 grobe Fehler, vor allem die Stromversorgung. 
In diesem Thread hat man mir z.B. erklärt, dass 2 gleiche RTC Chips 
ziemlich sinnlos sind, besonders, wenn sie sich eine Batterie teilen. 
Wer solche "Kleinigkeiten" übersieht, darf hier fragen, oder?

Eigentlich ist das Programm doch viel wichtiger und spannender. Die 
Hardware muss "nur" genug Möglichkeiten bieten. Zum Beispiel geht das 
Signal vom DCF-Empfänger auf einen Pin mit ADC, UART oder Timer. Das 
sollte für 5€-Module oder Empfänger mit µC und auch für 
Antenne+Verstärker passen, weil

Ulrich schrieb:
> Ich bin da voll bei @ernst, und ich habe da mal etwas recherchiert.
> Am Ende komnmt da ein Cortex-M4 oder ein Cortex-M7 bei heraus
[...]
> Echte 16-bit ADC mit DMA, SMID und DSP, 16-bit DAC um einen
> OCXO zu führen.

Na gut, eine Nummer kleiner, STM32L496. Der DAC hat nur 12 Bit und der 
Oszillator ist nur ein TCXO, aber immerhin mit eigenem Spannungsregler 
;) Der ADC hat auch nur 12 Bit, aber ich glaube, das muss reichen. Der 
Verstärker braucht sowieso AGC, um mit der Dynamik vom 5€-Modul 
mithalten zu können. Mit 1 µV * 100 dB wird der ADC gerade mal zu 10% 
ausgesteuert. An der Stelle bin ich völlig ratlos, wie das funktionieren 
soll.

Hier kam auch der Einwand, dass PSK nicht gegen Störungen hilft, weil es 
mehr Bandbreite braucht. Sollte man vielleicht Filter und AM 
Demodulator in Software machen? Außerdem, wenn ich einen 100 dB 
Verstärker baue, haben wir einen Sender, keinen Empfänger ;)


> Kannst Du den Schaltplan auch in einer lesbaren Form (PDF) hier
> einstellen? So als PNG ist das unbrauchbar, weil viel zu klein.

Lohnt sich das jetzt schon? Gibt das nicht noch mehr Verwirrung?
von Bauform B. (bauformb)


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Karl B. schrieb:
>> Carsten W. schrieb:
>> hier um ein ganz anderes Thema. Hör endlich mit der Kaperei auf!
>>
>> Nicht nur hier, dieser 'komische Gustav' (alte Redewendung) kaspert
>> überall.
>
> Ich fordere Dich hiermit auf, diese Beleidigung zurückzunehmn.

Ich sehe da keine Beleidigung. Zum Streiten und Beleidigen braucht man 
immer zwei.

> Ich weiß, ich bin zwar klein und mickrig

Vor allem bist du ungewöhnlich zart besaitet. Gönn' dir Kaffee und 
Kuchen oder ne Maß Bier, dann wird das schon wieder. Und dann vertragt 
euch wieder, in DCF-Threads wird nicht gestritten.
von 900ss (900ss)


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Bauform B. schrieb:
> Mit 1 µV * 100 dB wird der ADC

Brauchst du denn diese Empfindlichkeit? Oder möchtest du die einfach 
gerne erreichen?
von Bauform B. (bauformb)


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Keine Ahnung. Bis jetzt, mit den 5€-Modulen kann ich "zu wenig Signal" 
nicht von "zu viele Störungen" unterscheiden. Und es sollte ja besser 
werden ;) Aber egal, 20 dB hin oder her, auch echte 16 Bit reichen doch 
nie?
von Carsten W. (eagle38106)


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Manfred P. schrieb:
....
>> Carsten W. schrieb:
>> @ Karl B.: Das interessiert hier in diesem Thread KEIN Schwein! Es
>> geht hier um ein ganz anderes Thema. Hör endlich mit der Kaperei auf!
>
> Nicht nur hier, dieser 'komische Gustav' (alte Redewendung) kaspert
> überall.

Wenn man schon rumpöbeln muss, dann sollte man auch wenigstens richtig 
zitieren! Von mir war der Spruch nämlich nicht!
von Manfred P. (pruckelfred)


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Bauform B. schrieb:
> Unter der blauen Haube steckt ein SAM-M10Q,

.. womit das nicht hierher passt, dieses GNSS-Modul kann keinen 
DCF-Empfang.

> unter dem fetten Kühlkörper ein RPi-3B

Geht's noch, soviel (Verlust-)Leistung für eine Uhr? Fette Kühlkörper 
hatte man vor xx-Jahren, als DCF-Uhren mit TTL und Längsregler-Netzteil 
gebaut wurden.

Die Decodierung des DCF erledigt jeder Mikrocontroller mit weniger als 
100 Milliwatt, der größte Stromverbraucher wird das Display.
von 900ss (900ss)


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Manfred P. schrieb:
> Geht's noch, soviel (Verlust-)Leistung für eine Uhr?

Ja geht's noch? Muss ich jetzt meine Nixieuhr die auch DCF77 dekodiert, 
stilllegen? Die braucht immerhin 3-4 W ähnlich dem RPi.

Meine Scopeuhr braucht sogar 10W, da sind die Ablenkverstärker aus zwei 
Doppeltrioden.

Ach her je...... ;-)
: Bearbeitet durch User
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Bauform B. schrieb:

> Keine Ahnung. Bis jetzt, mit den 5€-Modulen kann ich "zu wenig Signal"
> nicht von "zu viele Störungen" unterscheiden.

Und das ist mit viel teurerer und aufwendigerer Hardware auch nicht viel 
anders, sofern sie nur einmal existiert. Genau das ist das physikalische 
Problem, was da dahinter steckt.

Sprich: du brauchst diese teure und aufwendige Hardware MEHRFACH und 
räumlich verteilt, erst das versetzt dich in die Lage, die heftigen 
Störungen im Nahfeld vom Fernfeld-Signal "abziehen" zu können.

Stichwort: phase array. Da wird das bis zum Exzess durchgezogen. Mit 
Dutzenden bis Hunderten von einzelnen "Empfängern".
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Da gabs mal eine thread zur Nutzung  des seit 1983 per Phasenmodulation 
hinzugekommenen PRN Anteils im DCF-Signal.

Ist aber eher ein FPGA und kein AVR-Thema.

Der thread von 2012:
* Beitrag "Paper zu DCF77"
: Bearbeitet durch User
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Bradward B. schrieb:
> Da gabs mal eine thread zur Nutzung  des seit 1983 per Phasenmodulation
> hinzugekommenen PRN Anteils im DCF-Signal.
>
> Ist aber eher ein FPGA und kein AVR-Thema.

Nein, Quatsch.

1) Erfolgreicher Empfang der Phasenmodulation mit AVR wurde bereits 
umgesetzt. Da gab es eine entsprechende Lösung in "Projekte und Code".

2) Die funktioniert allerdings bei Nahfeld-Störungen durch irgendwelche 
geswitchte Scheiße genau so wenig wie der AM-Empfang der üblichen 
DCF77-Module.

Ist doch logisch: wenn dir ein Preßlufthammer direkt neben dem Kopf die 
Gehörgänge zunagelt, wirst du nie den menschlichen Sprecher aus dem 
nächsten Zimmer verstehen. Und unser Gehör ist schon SEHR clever bei 
der Trennung von Nutzsignal und Müll. Technische Lösungen erreichen hier 
gerade erst seit wenigen Jahren wenigstens in etwa dasselbe Niveau.
von Manfred P. (pruckelfred)


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900ss schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> Geht's noch, soviel (Verlust-)Leistung für eine Uhr?
> Ja geht's noch? Muss ich jetzt meine Nixieuhr die auch DCF77 dekodiert,
> stilllegen? Die braucht immerhin 3-4 W ähnlich dem RPi.

Erkenne den Unterschied und meine Anmerkung "der größte Stromverbraucher 
wird das Display". Auf seinem Bild sieht mir der Kühlkörper nach mehr 
als 3 Watt aus.

> Meine Scopeuhr braucht sogar 10W, da sind die Ablenkverstärker aus zwei
> Doppeltrioden.

Darfst Du gerne betreiben, wenn es Spaß macht.

Es muß Dir nicht gefallen, ich bleibe bei meiner Kritik des 
überdimensionierten Controllers. Selbst, wenn ein AT328 wegen 
zusätzlicher Spielereien nicht ausreichen sollte, wäre ein ESP32 noch 
weit weg von einem Kühlkörper.

Ob S. schrieb:
>> Keine Ahnung. Bis jetzt, mit den 5€-Modulen kann ich "zu wenig Signal"
>> nicht von "zu viele Störungen" unterscheiden.
> Und das ist mit viel teurerer und aufwendigerer Hardware auch nicht viel
> anders, sofern sie nur einmal existiert. Genau das ist das physikalische
> Problem, was da dahinter steckt.

NJein, mit einer schmalbandigen und sorgfältig abgestimmten Antenne 
lässt sich schon etwas gewinnen. Wenn natürlich das Schaltnetzteil 50cm 
daneben mit mehreren Volt bläst, verloren.

> Sprich: du brauchst diese teure und aufwendige Hardware MEHRFACH und
> räumlich verteilt, erst das versetzt dich in die Lage, die heftigen
> Störungen im Nahfeld vom Fernfeld-Signal "abziehen" zu können.

Nah- und Fernfeld bei 77,5 kHz = 3,9 km Wellenlänge?

> Stichwort: phase array. Da wird das bis zum Exzess durchgezogen. Mit
> Dutzenden bis Hunderten von einzelnen "Empfängern".

"phase array" für Langwelle, reicht dafür die Fläche von Berlin aus?

Ob S. schrieb:
> Bradward B. schrieb:
>> Da gabs mal eine thread zur Nutzung  des seit 1983 per Phasenmodulation
>> hinzugekommenen PRN Anteils im DCF-Signal.
>>
>> Ist aber eher ein FPGA und kein AVR-Thema.
>
> Nein, Quatsch.
>
> 2) Die funktioniert allerdings bei Nahfeld-Störungen durch irgendwelche
> geswitchte Scheiße genau so wenig wie der AM-Empfang der üblichen
> DCF77-Module.

Sehe ich ebenso, ohne sauberen Empfang des Grundsignals nützt die 
Phasenmodulation nichts und ist für eine Uhr sowieso sinnlos.

> Ist doch logisch: wenn dir ein Preßlufthammer direkt neben dem Kopf die
> Gehörgänge zunagelt, wirst du nie den menschlichen Sprecher aus dem
> nächsten Zimmer verstehen.

Und das, obwohl der in einem anderen Frequenzbereich Hämmert - das 
Zustopfen des Eingangs nennen die HF-Leute "Weitabselektion".
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> 2) Die funktioniert allerdings bei Nahfeld-Störungen durch irgendwelche
> geswitchte Scheiße genau so wenig wie der AM-Empfang der üblichen
> DCF77-Module.


(Aktive) Ferritantenne mit Richtcharakteristik
durch die PRN ist das SNR besser. und swiktsche switschen eben nicht 
zufällig.
: Bearbeitet durch User
von Bauform B. (bauformb)


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Manfred P. schrieb:
> Geht's noch, soviel (Verlust-)Leistung für eine Uhr? Fette Kühlkörper
> hatte man vor xx-Jahren, als DCF-Uhren mit TTL und Längsregler-Netzteil
> gebaut wurden.

Zur Zeit geht der Trend eindeutig zu "der Strom kommt ja aus der 
Steckdose". Der RPi 3B war insofern der letzte brauchbare, der 5er ist 
ja wohl ein schlechter Scherz. Schon der 3B+ ist Mist mit dem halben 
Gigabit Netzwerk und der Stromfresser-CPU. Der 3B läuft natürlich auch 
ohne den Kühlkörper, aber das ist ein stabiler und formschöner Deckel.

> Die Decodierung des DCF erledigt jeder Mikrocontroller mit weniger als
> 100 Milliwatt, der größte Stromverbraucher wird das Display.

Der RPi ist nur für NTP zuständig und irgendwer wollte HDMI haben ;)
1
Display DOGS102:       0.25 mA typisch
2
CPU STM32L496:       < 4 mA
3
TCXO KT2016K10000:   < 1.5 mA
4
GPS SAM-M10Q:          7 mA typisch; tracking
5
DCF ???:               t.b.d.
6
diverse Pull-Down:     1.2 mA
7
ALS SFH5711:       ca. 0.5 mA
8
RS-232 MAX3223E:     < 1.3 mA ohne Last
9
RS-485 MAX3079E:     < 1.5 mA unterminiert
10
4x LDO MIC5236:      < 0.12 mA
11
3x Referenz REF3433: < 0.3 mA
12
OP INA186A1Q:      ca. 0.2 mA
13
was-ich-noch-vergaß:   ?
So ein krasser Fall von Kleinvieh macht Mist :( Das meiste ist zwar 
einzeln abschaltbar und zwecks Tiefentladeschutz kann alles abgeschaltet 
werden. Der RPi wird bei Batteriebetrieb wohl kaum gebraucht. Aber das 
Kleinvieh baut man ja nicht zum Spaß ein.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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(Aktive) Ferritantenne mit Richtcharakteristik
Durch die PRN ist das SNR besser. Und "Switche" switchen eher nicht 
"zufällig", das "filtert" die Korrelation gut raus.
von Karl B. (gustav)


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Hatte beim Eröffnungspost gleich den Eindruck, dass um zweierlei 
Kategorien von "Störungen" geht.
Oben wurde verlinkt zu:
http://www.gjlay.de/software/dcf77/konzept.html

Einmal der Empfang selbst, dann die En- bzw. Decodierung.
Bei Betrachtung letzerer gibt es bei DCF77 historisch nicht viel zu 
berichten, außer, das die ersten 14 Bits nun "vermietet" wurden.

Bei MSF60 war das etwas anders: Es wurde der Fastcode abgestellt, d.h. 
zu Beginn der Minute 0 wurde früher die gesamte Info MM:DD:YYYY etc. in 
ein FSK-Telegramm (200 Bd?) gesteckt. Es wird seit einiger Zeit nur noch 
im Slow-Code", vergleichbar mit dem vom DCF77 gesendet.
Also hat sich der FSK-Code hier als weniger praktikabel erwiesen.
Unterschiede gibt es aber darüber hinaus in der Zuordnung einmal des 
BCD-Codes aber auch Bits, die zur Synchronisation des Minutenbeginns 
dienen sollen.

Beim DCF77 ist das einzige Kriterium zur Erkennung des Minutenbeginns 
die ausgelassene 59. Minute. Dass das schon Schwierigkeiten bereiten 
kann,
und damit der Start der Decodierung ab Bit 20 wurde ja oben schon 
angedeutet:

Bauform B. schrieb:
> ...ich finde
> Fehlererkennung viel wichtiger als Fehlerkorrektur. Eigentlich brauche
> ich nur den Anfang der Sekundenmarken, Datum und Zeit habe ich ja.
> Selbst nach längerer Zeit ohne Empfang oder Strom kann man den maximalen
> Fehler abschätzen und braucht entsprechend weniger gute Bits.

Bei MSF 60 hat die Minute "Null" sage und schreibe 500 ms Austastung.
Aber auch eine festgemauerte Anzahl von Nullen und Einsen soll dazu 
dienen, den Minutenanfang und damit die Synchronisation der Decodierung 
besser zu erkennen.
52  53  54  55  56  57  58  59
0  1  1  1  1  1  1  0

Auch werden die Parity-Bits alle aufs "Ende" verschoben, nicht 
mittendrin gesendet.

Dass irgendetwas an der Encodierung von DCF77 geändert werden würde, ist 
reine Spekulation und auch nicht praktikabel wegen der dann folgenden 
Unbrauchbarkeit üblicher auf dem Markt befindlicher keineswegs 
updatefähiger "Funk-"Uhren.

Trotzdem darf man wohl einmal darüber nachdenken, was theoretisch 
möglich wäre
Nur wie oben bei der Betrachtung in
http://www.gjlay.de/software/dcf77/konzept.html
ausgeführt:
Welche Encodierung hätte welche Verbesserung zur Folge?

Klar ist, dass das Erwartungsschema eindeutiger nicht sein kann.
Zur Plausibilitätskontrolle wird üblicherweise nach dem Prinzip der 
zunehmenden Skalenwerte bei Minuten vorgegangen.
Welche noch intelligentere mathematisch-statistische Methode könnte hier 
angewendet werden? An vorgeschlagener Prozessorleistung sollte das nicht 
scheitern.

Εrnst B. schrieb:
> Grob Überschlagen müsste so ein STM32F411 Blackpill-Board locker reichen
> um die 77kHz PSK Demodulation komplett als SDR in Software zu machen.
> ADC wäre auch schnell genug, und wenn das Abtasten mit exakt 310kHz
> geht, wäre das Baseband-Mixing so gut wie kein Rechenzeitaufand.
>
> Mit der CMSIS-DSP - Bibliothek gibt's einige der nötigen Funktionen auch
> schon für STM32 voroptimiert.

ciao
gustav
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Karl B. schrieb:

> Welche noch intelligentere mathematisch-statistische Methode könnte hier
> angewendet werden?

(Für AM) Schon eine Ebene tiefer beginnen:
Abtastung mit z.B. 100Hz und dann Korrelationsanalyse gegen einen 
synthetischen DCF-Signalframe, vorbelegt mit allen konstanten Bits und 
der Minutenlücke, die variablen Bits hingegen werden darin alle nur 
durch 0-Bits dargestellt.
Aus den Ergebnissen dieser Analyse kann man viele Informationen 
entnehmen, insbesondere aus dem Verlauf der Ergebniswerte in der Nähe 
des "Einrastpunktes".
Mit Hilfe dieser Informationen kann man dann auch ein relativ stark 
gestörtes Signal noch recht gut rekonstruieren.
Selbst wenn es dann doch nicht für einen vollständig korrekten Inhalt 
reicht, reicht es doch mit recht hoher Wahrscheinlichkeit wenigstens für 
einen Sekundentakt und eine recht zuverlässige Erkennung von Sekunde 0.

Wenn man eine eigene Zeitbasis hat, kann man kann das natürlich noch 
richtig schick machen: statt des synthetischen Frames als Vergleichwert 
nimmt man einfach ein vorberechnetes Frame mit dem aktuell erwarteten 
Inhalt (und das der beiden Nachbarminuten) und prüft dagegen.

> An vorgeschlagener Prozessorleistung sollte das nicht
> scheitern.

Wenn man's richtig macht, braucht das nicht mal sehr viel 
Prozessorleistung. Allerdings leider relativ viel Speicher.
von Jens M. (schuchkleisser)


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Das ist soweit ich das verstehe genau das, was Udo Klein in der 
Blinenlights-Library macht.
von Ulrich (Firma: DC3AX) (uprinz)


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Meine erste MC51 basierte DCF Uhr hat so gearbeitet, dass sie kurz vor 
zu erwartenden Events auf die Events gewartet hat. Es gab einen Zähler, 
der wurde durch die Sekundenmarke zurückgesetzt, aber nur, wenn die 
Marke plausibel war. Der musste natürlich am Anfang ein paar Runden 
drehen, um die zyklischen Pulse von den Störungen zu trennen, aber dann 
war er eingerastet und hat immer nur kurz vor der Sekundenmarke bis kurz 
danach auf eine Flanke gewartet.
Zuerst wurde dann nach ca 120ms 8x in wenigen ms Abstand der Pegel 
eingelesen und wenn das Byte mehrheitlich 0 war, war es eine 0, sonst 
eine 1. Später hatte ich das auch noch mal für den high Pegel der ersten 
100ms nachgezogen, um besser Fehler im Empfang feststellen zu können. So 
konnte dann nicht nur durch den reinen Überlauf des Sekunden-Zählers die 
Sekunde der Minutenwechsel erkannt werden, sondern, im Fall eines 
Falles, konnte auch das Einrasten der Sekunden-Schleife neu gestartet 
werden.
Da die Sekunden-Schleife nachgeführt wurde, also die erkannte Flanke den 
Zähler korrigierte, konnte man die Sekunden unabhängig und pünktlich 
weiterschalten, auch dann, wenn in der 59ten kein Puls kam. So gab es 
diese kleine Verzögerung nicht, weil man einen Teil der 59ten gewartet 
hat, bis klar war, dass keine Flanke kommen würde.

Das war mal meine selbst gebaute DCF77 auf Basis MCS51. Ist aber sehr 
lange her und ich hatte von Filtern und Mathe kaum Ahnung. Ich frage 
mich gerade, wo das Ding eigentlich abgeblieben ist, oder ob es "In der 
Zeit verloren gegangen ist".
von Bauform B. (bauformb)


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Ulrich schrieb:
> Es gab einen Zähler,
> der wurde durch die Sekundenmarke zurückgesetzt, aber nur, wenn die
> Marke plausibel war. Der musste natürlich am Anfang ein paar Runden
> drehen, um die zyklischen Pulse von den Störungen zu trennen, aber dann
> war er eingerastet und hat immer nur kurz vor der Sekundenmarke bis kurz
> danach auf eine Flanke gewartet.

So muss das sein, einfach und gut — wenn es erstmal eingerastet ist; 
nur, wie schafft man das mit starken Störungen?
von 900ss (900ss)


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Bauform B. schrieb:
> wie schafft man das mit starken Störungen?

Blinkenlight ;)
von Daniel V. (danielv2)


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Ulrich schrieb:
> Zuerst wurde dann nach ca 120ms 8x in wenigen ms Abstand der Pegel
> eingelesen und wenn das Byte mehrheitlich 0 war, war es eine 0, sonst
> eine 1. Später hatte ich das auch noch mal für den high Pegel der ersten
> 100ms nachgezogen, um besser Fehler im Empfang feststellen zu können.

Wenn man keinen Speicher, dann kann man das so machen. Ansonsten mit 
einem Histogramm. Das Signal kann dann nicht so kaputt sein, dass die 
Sekundenmarke (genauer die Phase der Marke) nicht mehr sicher erkannt 
werden kann.
von Ulrich (Firma: DC3AX) (uprinz)


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900ss schrieb:
> Bauform B. schrieb:
>> wie schafft man das mit starken Störungen?
>
> Blinkenlight ;)

Du hast die Aufgabenstellung immer noch nicht verstanden? Es ging nicht 
darum eine DCF77 decoder zu kopieren, klauen, kaufen sondern ihn für 
sich selbst zu entwickeln. Also Verständnis mit den Zeilen an Code 
wachsen zu lassen.

Ich hätte für die SDR Idee auch "Biquadfilter" schreiben können und den 
TO damit dumm stehen lassen können.

Bauform B. schrieb:
> So muss das sein, einfach und gut — wenn es erstmal eingerastet ist;
> nur, wie schafft man das mit starken Störungen?

Dafür müssen wir zuerst wissen, was für eine Empfängerplatine Du da 
hast. Schon mit einem integrierten DCF AM Decoder oder rein mit einem 
FET und etwas Filter? Wenn der AM Decoder da schon drauf ist, brauchen 
wir keinen ADC mehr. In dem Fall ist das Board auch falsch 
angeschlossen, es braucht einen Pull-Up, denn die AM Decoder ICs haben 
einen open Collector Output. Die internen STM32 PullUp sind aber nur 
dann zu gebrauchen, wenn Du kurze Signalwege hast. Bei einem längeren 
Kabel zwischen Empfänger und Decoder braucht es einen echten Widerstand 
mit ein paar wenigen kR und dann das lange Kabel. Wenn das Kabel noch 
länger wird, braucht es einen echten Treiber.

Hast Du wirklich ein rein analoges Frontend, also Antenne mit vielleicht 
einem FET zur Verstärkung und Entkopplung des Schwingkreises, dann 
sollte da noch mal ein Filter und ein weiteres FET hin, dass möglichst 
nur 77.5 kHz verstärkt werden. Mit 12 Bit ist der Dynamikbereich halt 
wirklich eng für Signale kurz über dem Rauschen.
von Bauform B. (bauformb)


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Ulrich schrieb:
> Bauform B. schrieb:
>> So muss das sein, einfach und gut — wenn es erstmal eingerastet ist;
>> nur, wie schafft man das mit starken Störungen?
>
> Dafür müssen wir zuerst wissen, was für eine Empfängerplatine Du da
> hast. Schon mit einem integrierten DCF AM Decoder oder rein mit einem
> FET und etwas Filter?

Falls die Platine mal fertig wird, habe ich beide Möglichkeiten und 
vielleicht auch gleichzeitig. Aber es wird wohl beim 5€ Modul bleiben, 
weil:

> Mit 12 Bit ist der Dynamikbereich halt
> wirklich eng für Signale kurz über dem Rauschen.

Zum Vergleich: der AM Chip MAS6180C funktioniert laut Datenblatt von 1 
µVrms bis 20 mVrms. Man müsste mindestens ein "Standort-Poti" für die 
Verstärkung spendieren. Und das hilft nicht gegen den Unterschied 
zwischen Tag und Nacht. Es hilft auch nichts, wenn das Nutzsignal 
verschwindet, weil der Verstärker übersteuert.

Mit guter AGC würden die Störungen auf 3 Vss verstärkt und man hätte 12 
Bit um die 77.5 kHz da raus zu fischen. Wenn das tatsächlich 
funktionieren würde, könnte man wahlweise AM oder PSK demodulieren -- 
theoretisch.


Daniel V. schrieb:
> Histogramm. Das Signal kann dann nicht so kaputt sein, dass die
> Sekundenmarke (genauer die Phase der Marke) nicht mehr sicher erkannt
> werden kann.

Das hatte ich mal probiert. Mit einem guten alten Conrad-Modul konnte 
ich durch Drehen der Antenne das Signal von perfekt bis totalgestört 
einstellen. Im Histogramm auf dem PC-Bildschirm sieht man nach ein paar 
Minuten die Sekundenmarke problemlos. Mangels stabiler Referenzfrequenz 
wandert die natürlich, und an der Stelle hatte ich aufgegeben. Mit 
besserer Hardware scheint das sehr aussichtsreich. Man bekommt auch 
gratis die Empfangsqualität.


Ulrich schrieb:
> Es ging nicht darum eine DCF77 decoder zu kopieren, klauen,
> kaufen sondern ihn für sich selbst zu entwickeln.

Danke!
Beitrag #8054969 wurde vom Autor gelöscht.
von Daniel V. (danielv2)


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Bauform B. schrieb:
> Mangels stabiler Referenzfrequenz
> wandert die natürlich...

Korrekt - hatte ich vergessen. Beispielsweise wandert die Phase bei 
einer Quartzabweichung von 100 ppm bereits nach 1000 Sekunden um 100 ms. 
Wenn man allerdings jeden Histogrammwert mit einem Hochpass von Tau=100s 
abklingen lässt, dann kann man das Histogramm dauerhaft verwenden. 
Außerdem ist es nicht optimal direkt das Minimum im Histogramm zu 
verwenden. Besser ist die Summenwerte über 100ms zu bilden ("Faltung") 
und dann das Minimum der Summenwerte zu suchen.
Auf dem ersten Blick ist eine Abklingzeit von nur 100s unbefriedigend. 
Die erreichte Genauigkeit ist trozdem praktisch perfekt. Auch mit dem 
exakten Phasenwert würde man den Bitwert einer Sekunde kaum sicherer 
bestimmen können.
Mit analogen Amplitudenwerten habe viel Erfahrung. Alle normalen 
Empfänger haben allerdings "High-/Low-Empfangsdaten". Ob das damit 
ähnlich gut funktioniert?
: Bearbeitet durch User
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Bauform B. schrieb:
> theoretisch

funzt die Datenübertragung auf ganz anderen Frequenzen auch ganz gut.

-schön' Freidach.
von Bauform B. (bauformb)


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Daniel V. schrieb:
> Außerdem ist es nicht optimal direkt das Minimum im Histogramm zu
> verwenden. Besser ist die Summenwerte über 100ms zu bilden ("Faltung")
> und dann das Minimum der Summenwerte zu suchen.

Ich verstehe schon wieder Bahnhof, oder sollte das Maximum heißen?

> Auf dem ersten Blick ist eine Abklingzeit von nur 100s unbefriedigend.
> Die erreichte Genauigkeit ist trozdem praktisch perfekt. Auch mit dem
> exakten Phasenwert würde man den Bitwert einer Sekunde kaum sicherer
> bestimmen können.

OK, aber mit dem exakten Phasenwert könnte man dem GPS-PPS Konkurrenz 
machen ;)

> Mit analogen Amplitudenwerten habe viel Erfahrung. Alle normalen
> Empfänger haben allerdings "High-/Low-Empfangsdaten". Ob das damit
> ähnlich gut funktioniert?

Ich glaube, daran scheitert es nicht. Ich habe mal "ein paar" 
Screenshots vom Histogramm auf dem PC gemacht: 
https://bauformb.uber.space/
von Daniel V. (danielv2)


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Bauform B. schrieb:
> Ich verstehe schon wieder Bahnhof, oder sollte das Maximum heißen?
Dort wo die Senderamplitude minimal ist. Wenn das Empfangsmodul zu 
diesen Zeiten ein High liefert, dann hast du recht. Hmm, nach den 
Histogrammen auf deiner Seite ist das aber nicht der Fall. Jetzt 
verstehe ich Bahnhof.

Bauform B. schrieb:
> OK, aber mit dem exakten Phasenwert könnte man dem GPS-PPS Konkurrenz
> machen ;)
Auf 0.1 µs (entspricht 30 Meter) kann man die 77kHz-Phase bereits nach 
wenigen Sekunden synchron halten. Der zeitlich schwankende Anteil der 
Raumwelle kann die Phase allerdings um viele Mikrosekunden verziehen. 
Die Zeit- und Ortsabweichung ist also viel höher. Mit fertigen 
DCF77-Modulen geht das natürlich nicht. Dort sollte man bei gutem Signal 
trotzdem deutlich unter 1ms kommen können. Mit etwas Software kann man 
die Quartzabweichung bestimmen und rausrechnen, wodurch man ein 
Vielfaches von 100s wählen könnte. Wieviel hängt hauptsächlich von der 
Stabilität des Oszillators (z.B. durch schwankende Temperaturen) ab.

Bauform B. schrieb:
> Ich glaube, daran scheitert es nicht. Ich habe mal "ein paar"
> Screenshots vom Histogramm auf dem PC gemacht:
> https://bauformb.uber.space/
In meiner Erinnerung sahen meine Histogramme (vom 
Analogempfängerausgang) viel besser aus. Deine Grafik ist zwar grob, 
aber daran wird es nicht liegen. Leider habe ich nur eine normale 
DCF77-Uhr die man nur schwierig  zerstörungsfrei öffnen kann. Wenn ich 
am Wochenende Zeit (und Lust) finde, dann werde mal ein paar Stunden 
Daten sampeln...
von Albert V. (albert_v)


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Mein selbstgebauter DCF-Empfänger (mit EEblocks und also mit Picee 
board) wurde im Dezember 2007 in Elektor veröffentlicht; er funktioniert 
noch immer einwandfrei und wurde 2009 um eine DCF-Funktion für 
Stationsuhren erweitert. Die Schaltung wurde auch im Elektor-Buch „311 
Circuits“ abgedruckt. Im Jahr 2025 behob ich einige Fehler in der 
Firmware, die ein anderer Programmierer in meinem korrekten Quellcode 
hinterlassen hatte. Meine version arbeitet inklusive eines ewigen 
Kalenders, Schaltjahren und Schaltsekunden. Die aktualisierte 
Firmware-Version stellte ich den Herausgebern von Elektor im Juli 2025 
zur Verfügung.
https://www.elektormagazine.nl/magazine/elektor-200907/15859
: Bearbeitet durch User
von Carsten W. (eagle38106)


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PIC-Assemblercode, der aus einem Compiler rausgepurzelt ist. Ohne 
Kommentare, ohne aussagekräftige Label! Wer will sich heute im Zeitalter 
von Hochsprachen durch so einen Spaghetti-Code quälen?
von Bauform B. (bauformb)


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Daniel V. schrieb:
> Bauform B. schrieb:
>> Ich verstehe schon wieder Bahnhof, oder sollte das Maximum heißen?
> Dort wo die Senderamplitude minimal ist. Wenn das Empfangsmodul zu
> diesen Zeiten ein High liefert, dann hast du recht.

Der "Conrad" liefert Low, aber mein Histogramm zählt, wie oft zu dem 
bestimmten Zeitpunkt eine Flanke gefunden wurde. Dass es nach unten 
wächst, ist nur meine Bequemlichkeit mit der ASCII-Grafik. So macht man 
maximale Verwirrung ;)

Jetzt habe ich mal versucht, aus dem Digitalsignal sowas wie dein 
Analog-Histogramm zu machen. Ganz simpel mit plus oder minus 1, je nach 
High oder Low. Davon gibt's neue Bilder mit etwas zu schlechtem Empfang, 
der zum Schluss gut wird.

> Bauform B. schrieb:
>> OK, aber mit dem exakten Phasenwert könnte man dem GPS-PPS Konkurrenz
>> machen ;)
> Mit fertigen DCF77-Modulen geht das natürlich nicht. Dort sollte man
> bei gutem Signal trotzdem deutlich unter 1ms kommen können.

Vergleichen mit GPS über USB und NTP über DSL reicht das leicht ;)
1
$ ntpq -pn
2
     remote           refid      st t when poll reach   delay   offset   jitter
3
===============================================================================
4
+51.75.67.47     242.233.146.16   3 u   31  256  377  13.4627  -0.2261   3.0859
5
*NMEA(0)         .GPS.            1 l    6   16  377   0.0000   1.2928   1.7068
> Mit etwas Software kann man die Quartzabweichung bestimmen und
> rausrechnen, wodurch man ein Vielfaches von 100s wählen könnte.
> Wieviel hängt hauptsächlich von der Stabilität des Oszillators
> (z.B. durch schwankende Temperaturen) ab.

Weil ich nur billige Bauteile von Reichelt oder Digikey mag, ist für den 
10 MHz CPU-Takt der KT2016 für 1.39€ geplant. Der und der DAC zum 
Trimmen bekommen 3.3 V aus einer eigenen Referenz. Kyocera verspricht, 
dass der besser ist als die RTC RV-3032-C7 für 3.20€ von Micro Crystal. 
Was kann man von den beiden erwarten? Wenigstens wird so eine Uhr nicht 
im Freien betrieben.

> Leider habe ich nur eine normale DCF77-Uhr die man nur schwierig
> zerstörungsfrei öffnen kann.

Mach' bitte nichts kaputt!
von Karl B. (gustav)


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Der TO hat im Titel des Threads das englische Wort "scratch" verwendet.
Das führte zumindest bei mir und anderen Postern zu massiven 
Missverständnissen.
Also:
Auf gut Deutsch: Titel sollte wohl besser lauten:
"DCF Decodierung nach völlig anderem Prinzip." Alle anderen Ideen 
interessieren den TO nicht die Bohne.

Aber ich nehme mir jetzt die Unverschämtheit heraus, trotzdem meine Idee 
vorzustellen:
Gerade gestern Abend waren die Gewitter-Störungen extrem.
So dass die Funkuhren (60 kHz / 77,5 kHz) nicht mehr synchronisieren 
konnten.
Trotzdem konnte ich mit dem akustischen Direktempfänger die 
Träger-Signale neben Krachern mehr oder weniger deutlich als Pfeifton 
vernehmen.
Das führte mich zu folgender Überlegung:

Trennung des Empfanges nach reinem Empfang des Telegramminhalts
(Uhrzeit-Datum etc.), was nicht unbedingt tausendstelsekundengenau sein 
muss.
Und, zweitens, möglichst exakte Erkennung der Sekundenflanke (für 
Referenzzwecke) in einem separaten, simultan mitlaufenden Programm.

Für ersteres hatte ich damals schon mit DSP-Filter für Verbesserung des 
MSF60-Superhet-BFO-Empfanges herumexperimentiert.
Tatsächlich scheint die Erkennung von einer Sinuswelle besser als 
lediglich Erkennung einer fallenden DC-Flanke. Die Software kann 
zusätzlich noch kreuzkorrelieren und Fehler "herausrechnen." Ein Delay 
der Uhrzeitanzeige müsste dann im Toleranzbereich zu liegen kommen.

Der TO hat sich, soweit ich das hier verfolgen konnte, auf die möglichst 
exakte Flankenerkennung kapriziert. Diese Baustelle überlasse ich ihm 
gerne.
Aber vielleicht findet er die Idee mit der "Sinustonerkennung" auch ein 
wenig überlegenswert.

ciao
gustav

P.S.: GPS war gestern abend auch ungenauer als sonst (Bewölkung).
: Bearbeitet durch User
von Bauform B. (bauformb)


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Karl B. schrieb:
> Titel sollte wohl besser lauten:
> "DCF Decodierung nach völlig anderem Prinzip."

Vielleicht, es wird sich hinterher zeigen, wie verschieden das Prinzip 
dann geworden ist. Hier im Forum liest man überwiegend "kopiert von..." 
oder "billig gekauft". Mit "from scratch" meine ich, dass ich nichts 
kopieren will und keine "lib" benutzen will.

> Alle anderen Ideen interessieren den TO nicht die Bohne.

Ja, per Definition soll das so sein. Andererseits bin ich viel zu 
neugierig und lese viel zu viel, was andere machen. Ich hab sogar 
versucht, das Programm von villamvadasz-DCF77_CH341_decoder zum Laufen 
zu bringen, aber das ist zu arduinisch für mich.

> Trennung des Empfanges nach reinem Empfang des Telegramminhalts
> (Uhrzeit-Datum etc.), was nicht unbedingt tausendstelsekundengenau sein
> muss.
> Und, zweitens, möglichst exakte Erkennung der Sekundenflanke (für
> Referenzzwecke) in einem separaten, simultan mitlaufenden Programm.

> Der TO hat sich, soweit ich das hier verfolgen konnte, auf die möglichst
> exakte Flankenerkennung kapriziert.

Im Programm passiert das als erster Schritt. Erst, wenn der fertig ist, 
beginnt die Dekodierung. Weil man dann schon die Flanke genau kennt, 
wird es viel einfacher, die Datenbits zu finden.

> Aber vielleicht findet er die Idee mit der "Sinustonerkennung" auch ein
> wenig überlegenswert.

Ist sie natürlich, aber dafür brauche ich Hardware, die nicht beim 
ersten Versuch läuft. Das mag ich garnicht, besonders, wenn das vorher 
schon klar ist.

> P.S.: GPS war gestern abend auch ungenauer als sonst (Bewölkung).

Ja, man braucht beides bevor man pool.ntp.org trauen kann ;)
von Daniel V. (danielv2)



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Ich habe bei meiner Wetterstation das Ausgangssignal vom DCF77-Modul 
abgegriffen. Das Signal habe ich direkt verwendet, d.h. ich habe kein 
Tiefpass oder Hochpass angewendet. Die Quartzabweichung ist allerdings 
heraus gerechnet. Daraus habe ich ein Histogramm über eine Sekunde 
gebildet - siehe Anhang.
Es zeigt sich, dass das Low-High-Signal verglichen mit einem 
Analogsignal doch sehr wenig Information liefert. Selbst nach einer 
halben Stunde Messzeit liegt man bei der Genauigkeit der Sekundenmarke 
nur in der Größenordnung von 10ms.
von Manfred P. (pruckelfred)


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Daniel V. schrieb:
> Selbst nach einer
> halben Stunde Messzeit liegt man bei der Genauigkeit der Sekundenmarke
> nur in der Größenordnung von 10ms.

Das ist der AGC des Empfänger-ICs geschuldet, ebenso, dass die 
Impulslängen 100/200ms deutlich abweichen und erkennbar jittern. Für die 
manuell abzulesende Uhr ist das gut genug, für Meßtechnik eher nicht.

Baue einen Empfänger diskret auf, mache die Amplitudenregelung sehr 
langsam (Minuten) und decodiere mit einem Schmitt-Trigger mit fester 
Schwelle. Damit sieht das Signal deutlich besser aus und hat kaum 
Jitter.

Bei den verbreiteten Modulen mit ICs von Micro Analog Systems könntest 
Du probieren, die Kondensatoren an AGC und DEC zu verändern.
von Εrnst B. (ernst)


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Manfred P. schrieb:
> Baue einen Empfänger diskret auf

Dann kann er auch gleich das PSK-Signal dekodieren...

Wikipedia meint: Mit selbstgebastelten, optimierten AM-Empfänger geht's 
auf 1ms, mit Kreuzkorrelation der Phaseninfos auf 0,0065ms bis 0,025ms 
genau.

https://de.wikipedia.org/wiki/DCF77#Zeitliche_Aufl%C3%B6sung
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Wikipedia meint: Mit selbstgebastelten, optimierten AM-Empfänger geht's
> auf 1ms, mit Kreuzkorrelation der Phaseninfos auf 0,0065ms bis 0,025ms
> genau.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/DCF77#Zeitliche_Aufl%C3%B6sung

Die Begründung zur Genauigkeit von Haushaltsgeräten in der WP klingt 
nicht stichhaltig.

Auch werden unterschiedliche Laufzeiten durch unterschiedliche 
Ausbreitungsbedingungen nicht berücksichtigt.

OK, signallaufstrecke ist bei DFN77 nicht so lang wie bei GPS mit 20 Mm, 
dazu muss man dabei auch das Verhalten der Ionossphäre mit 
berücksichtigen 
https://de.wikipedia.org/wiki/European_Geostationary_Navigation_Overlay_Service#Hintergrund

* https://apps.dtic.mil/sti/tr/pdf/ADA171147.pdf (Kap. 3)
von Εrnst B. (ernst)


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Bradward B. schrieb:
> Auch werden unterschiedliche Laufzeiten durch unterschiedliche
> Ausbreitungsbedingungen nicht berücksichtigt.

Die Quellen (Direkt vom PTB) sind im Artikel verlinkt.
2004_Piester_-_PTB-Mitteilungen_114.pdf

Bradward B. schrieb:
> Die Begründung zur Genauigkeit von Haushaltsgeräten in der WP klingt
> nicht stichhaltig.

ja, die 100ms kamen mir auch hoch vor, vermutlich Offset, nicht Jitter.

25 bis 50ms Offset sind Plausibel für ein 10Hz-Bandpass, noch ganz auf 
der Analogen Seite.
von Daniel V. (danielv2)


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Manfred P. schrieb:
> Das ist der AGC des Empfänger-ICs geschuldet, ebenso, dass die
> Impulslängen 100/200ms deutlich abweichen und erkennbar jittern.
Das suggeriert, dass AGC einen wesentlichen Anteil hat, was nicht Fall 
ist. Ursache ist die Quartzgüte (<50Hz Bandbreite), wodurch die 
Anstiegszeit (>20ms) hoch ist. Ohne Rauschen ist diese durch die 
Digitalisierung verborgen. Ein AGC braucht die Schwelle nicht zu ändern, 
bei konstanter Schwelle hat Rauschen den gleichen Effekt. Eine Rampe 
(durch Güte, Hochpass, Tiefpass, ...) zusammen mit Rauschen erzeugt auch 
bei konstanter Schwelle Jitter.


Manfred P. schrieb:
> Baue einen Empfänger diskret auf, mache die Amplitudenregelung sehr
> langsam (Minuten) und decodiere mit einem Schmitt-Trigger mit fester
> Schwelle. Damit sieht das Signal deutlich besser aus und hat kaum
> Jitter.
Waren Güte und Rauschen gleich? Sicher nicht. Die Aussage beweist leider 
nichts.

Fertige Standardmodule als Basis für "DCF-Uhr from Scratch" zu verwenden 
ist wirklich nicht sinnvoll. Ein digitaler Ausgang liefert zu wenig 
Information. Man braucht unnötig viel Zeit um die Streuung klein zu 
bekommen. Das größere Problem ist, dass der Resonator unbekannt ist. 
Ohne den Wert kann man die Zeitverschiebung (sehr viele Millisekunden) 
nicht korrigieren. Der Wert ließe sich durch Messung bestimmen, es 
bleibt aber das Hauptproblem: Die Zeitverschiebung hängt von der 
Digitalisierungsschwelle ab. Nur die Breite der Impulse liefert darüber 
eine Information, welche aber erst gewonnen werden muss.

Εrnst B. schrieb:
> ja, die 100ms kamen mir auch hoch vor, vermutlich Offset, nicht Jitter.
Es ist wohl der Offset der durch den Resonator enststeht und zu sehr 
aufgerundet wurde.
: Bearbeitet durch User
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