Datum: 13.07.2007 11:55
Hallo, hier mal eine recht brauchbare Erfindung aus der Schweiz: http://www.digitalstrom.org/ Das könnte vieles vereinfachen. Auch wir als Privatpersonen sollen uns beteiligen. "Strom ist nicht dumm" und "Licht ist gelb" Was meint Ihr dazu? Kann das eine Alternative zur jetzigen Elektroinstallationen werden? Grüße aus Sachsen rema
Datum: 13.07.2007 22:45
Hat fuer meinen Geschmack etwas viel Doktoren an der Spitze. Die Webseite enthaelt fast ausschliesslich Fluff, nichts Greifbares. Eine Voll-Werbe-Schnalle. Moeglicherweise eine Diplomarbeit eines Werbers. Sollt man vergessen denk ich.
Datum: 14.07.2007 02:37
Keine Diplomarbeit eines Werbers... Die Erfindung wurde letztens hier am TV präsentiert... ist noch ne raffinierte Sache... Man klemmt einen kleinen Klotz (Lego-Duplo Grösse) zwischen Netz und Verbraucher. Im Haus hat man dann einen oder mehrere Schaltzentralen, wo man die einzelnen Klötze ansteuern kann. Diese schalten dann den Verbraucher und können auch untereinander noch kommunizieren etc.
Datum: 14.07.2007 10:19
Dann sollte ich doch die Kommunikationschips auf Rollen kaufen koennen. Und das Software kommunikationsinterface muesste irgendwie vorgegeben sein. Es scheint aber noch nichts ausser der Idee zu existieren. Idden hastte ich auch schon viele ...
Datum: 14.07.2007 12:21
Warum eigentlich nicht ? Es gibt doch schon Power-LAN, warum soll das Interface nicht auch noch ein wenig schlauer sein ?
Datum: 14.07.2007 12:23
Es existiert auch schon Hardware... Die haben da ein Haus gezeigt, welches damit ausgestattet war.
Datum: 14.07.2007 12:48
@Mario: weisst du zufällig noch auf welchem Sender und Sendung das lief? @nop(): naja... zumindest findet man n paar Bilder in Netz... eines hier: http://www.cc.ethz.ch/picturelibrary/news/digitalSTROM_org mir is zwar n bissl schleierhaft wie das da alles reinpasst und alles was man sonst an Entstörung braucht wegfällt... aber das is ja bei den meisten neuen Ideen so :) greetzs
Datum: 14.07.2007 16:27
Ich habs auch gesehen, auf SF1. Es funktioniert schon, war eindrücklich. Aber ich glaube das wird sich niemals durchsetzen. Das Hauptargument war das intelligente Stromsparen. Es soll zusätzlich erkennen wenn klassische Geräte im Standby sind, und denen den Saft abdrehen. Die Industrie müsste die Chips serienmässig einbauen. Das kostet und die werden das nie tun. Man kann sie nicht zwingen. Die "Stromproduzenten" wollen sowieso nicht dass man weniger Strom braucht und Einsparungen durch Standby-Geräte sind nicht ohne. Die Stromproduzenten bilden in der Schweiz eine starke, sehr starke Lobby und werden denen das Leben bestimmt schwer machen. Ausserdem brauchen die wenigsten Leute ein Hausautomation, leben lieber mit den altbekannten Funktionen.... http://www.youtube.com/watch?v=nG1JqgQno5Y War allerdings nicht genau der Beitrag, den ich gesehen habe. Die Stromsparfunktion fehlt.
Datum: 14.07.2007 21:13
@fly: Danke für den Link, bei youtube gibts noch ein 2. Beitrag: http://www.youtube.com/watch?v=cbHtwiqsQB8 Klingt irgendwie interessant, zwar nicht für mich (Eigenbau is doch wertvoller ;) ), aber ich finds mal spannend so eine Entwicklung von Anfang an zu verfolgen... EIB, LCN und so gabs ja schon vor meinem Verständnis dafür :) Mich würd nur ma interessieren wie die Geräte, z.B. die vorgeführte "Stehlampe", sich genauso verhalten wie das Licht im Raum, merken wollen das es nicht das Licht im Flur war was getastet wurde. Das scheint mir ohne Anlernen oder Phasentrennung/Entkopplung nicht so einfach zu gehn wie vorgeführt... greetz Danny
Datum: 14.07.2007 23:10
Ja, genau das meinte ich :) Wie hat der Typ wohl den Chip gemacht? Am TV konnte man erkennen, dass sie direkt auf der Leiterplatte sitzen und mit nem schwarzen Klumpen geschützt sind... Und wie schaltet der mit dem kleinen Ding den Strom? Ein grosser Plasma-TV zieht ja schonmal seine 600W... verdampft dann das Lego-Klötzchen? :)
Datum: 15.07.2007 01:17
Hehe gute Kommentare Jungs :) Ich weiss es auch nicht, finde es spannend... Leider geben die momentan keine weiteren Details bekannt :( Das ganze wird meiner Meinung nach eh im Sand verlaufen, da gar kein Bedarf an Hausautomation bei Otto Normal besteht...
Datum: 15.07.2007 15:45
In der "NZZ am Sonntag" hats unter "Wissen" einen kleinen Artikel drüber! :)
Datum: 28.09.2007 09:47
Nur mal so zur Ergänzung: Bis heute (Ende September) habe ich als eingetragenes Mailinglistenmitglied von dort nur eine Mail bekommen. Darin ging es um die Vorstellung des Produkts zu einer Tagung. Seither ist Ruhe. "Licht ist gelb" Welche Farbe hat eigentlich der Sand, der ins Getriebe rutscht? rema
Datum: 08.10.2007 18:11
Rema Andante wrote: > Nur mal so zur Ergänzung: > > Bis heute (Ende September) habe ich als eingetragenes > Mailinglistenmitglied von dort nur eine Mail bekommen. Darin ging es um > die Vorstellung des Produkts zu einer Tagung. Seither ist Ruhe. > Das ist angesichts der Zielsetzung nicht verwunderlich. Zitat: "SPÄTER werden wir die Allianz auch für kleinere Firmen, Fachplaner, Installateure und Privatpersonen öffnen." Trotzdem wäre es interessant, über die Technologie, Protokolle usw. mehr zu wissen. Letztlich ist es ja eine Powerline-Variante, auch wenn auf der Website so getan wird, als sei es was anderes. Hat jemand dazu weitere Veröffentlichungen gefunden? Wie passt das zu anderen Standards? Man will das ja "weltweit" etablieren. Da frage ich mich schon, ob ein Amerikaner "Digitalstrom" so prickelnd findet. Oder ein Franko-Schweizer (heißt das so?). Irgendwie habe ich die Idee, Echelon will genau das gleiche, außer vielleicht Energiemessung. Vermutlich sind die beiden aber völlig inkompatibel. Schon haben wir wieder zwei Systeme, zusätzlich zu allen schon vorhandenen.
Datum: 08.10.2007 18:22
Sind schon ein paar schöne Schmunzler dabei... "Bisher wird der Strom einfach nur in die Gebäude gedrückt. Niemand hatte bisher eine Chance, zu 'sehen' wo und wie er verbraucht wird. Mit digitalSTROM® weiss man, wie viel Strom wo und wofür gebraucht wird. Damit besteht erstmals überhaupt die Möglichkeit, Verschwendung zu vermeiden." Naja, werrr hats errrrfunden?
Datum: 11.10.2007 03:27
Datum: 11.10.2007 11:21
lol Zitat: " www.mikrocontroller.net/topic/73571 In Internetforen wird bereits heiss über den Chip diskutiert. Autor nop meint: «Hat für meinen Geschmack etwas viel Doktoren an der Spitze.» Und ortet zu Unrecht «eine Diplomarbeit eines Werbers». "
Datum: 11.10.2007 11:42
Seriös scheint das Projekt zu sein, ansonsten dürfte man kaum das Logo der ETH auf der Webseite verwenden. > In den nächsten 18 Monaten wird die digitalSTROM® Allinanz schrittweise > aufgebaut. Wir reden zunächst mit Energieversorgern, führenden > Geräteherstellern sowie grossen Projektentwicklungsgesellschaften über die > flächendeckende Installation der digitalSTROM® Technik in grösseren Gebiets- > und Stadtentwicklungen. Später werden wir die Allianz auch für kleinere > Firmen, Fachplaner, Installateure und Privatpersonen öffnen. Anders gesagt: "Wir haben ne Idee, und sehen uns jetzt mal um..." Daneben frage ich mich noch, warum das jetzt plötzlich funktionieren soll, wo doch Powerline-LAN und die alten Baby-Abhörgeräte via Stromnetz schon starken Einschränkungen unterworfen sind.
Datum: 11.10.2007 12:24
Das ETH Logo bedeutet, dass die Leute technisch was koennen. Zumindest von der Theorie her. Das Umsetzen der Details, Marketing, Lobbying ist in diesem Logo nicht enthalten. Eher das Gegenteil.
Datum: 11.10.2007 16:27
an all die zweifler: das system funktioniert, die hardware besteht. ich habe es in einer demo-wohnung live in aktion gesehen und ausprobiert. digitalstrom funktioniert nicht wie powerline (keine frequenzmodulation), sondern basiert auf einem anderen physikalischen prinzip. Daher fallen auch nachteile von powerline weg... z.b. störanfälligkeit und starker elektrosmog. Das Prinzip ähnelt es eher dem guten alten Morsen, und ist - wie sie auf der website schreiben - bestechend einfach.
Datum: 12.10.2007 14:20
siehe auch: Patenete Publication number: WO2006034866 http://v3.espacenet.com/textdoc?DB=EPODOC&IDX=...
Datum: 12.10.2007 16:48
und wenn ich die patentansprüche so durchlese... da sag ich nur "prior art"-probleme oder "lack of inventive step". erklärt übrigens auch das A0 und A1 - es wird sicher noch ein A2 geben ^^
Datum: 12.10.2007 21:05
Ich lese da 20Vss, Impulse mit 5 bis 50 kHz Folgefrequenz, niederohmig eingespeist. Ist das nicht ein Störsender allererster Güte? Wird von Schaltnetzteilen nur deshalb nicht gestört, weil die solche Impulse nicht erzeugen dürfen!?
Datum: 12.10.2007 21:23
Nicht powerline - so so. Eine kleine Desinformationskampagne. Powerline ist bisher eigentlich alles was man aufs Netz rausblaest. Schaltnetzteile haben Pulsfrequenzen von MHz bis hunderte MHz bei Wiederholraten von einigen duzend bis einigen hundert kHz. Ein Schaltnetzteil bringt hoechstens 500mVpp (hochohmig) wenn's ein schlechtes ist. Mehr ist kaum verkaeuflich. 20Vpp (niederohmig) kann als absolut rabiat bezeichnet werden. Ein Stoersender erster Guete.
Datum: 16.10.2007 11:09
störsendr, mag ja sein. solange es nicht gegen auflagen verstösst ist das aber kein problem. nirgends steht 20V = böse.
Datum: 22.10.2007 13:55
liegt es an der natur des menschen, dass man etwas, was man nicht versteht, erstmal versucht schlecht zu machen? Mit euren Vermutungen bezüglich Störsender liegt ihr falsch!
Datum: 22.10.2007 15:15
eppe wrote: > Mit euren Vermutungen > bezüglich Störsender liegt ihr falsch! Wir vermuten nichts, wir stellen Fragen, und zwar begründete. Leider gibt es auf den Internetseiten zum Thema Digitalstrom nur wenig fachliche Informationen. Verfügst du über bessere technische Informationen? Dann wäre ich für eine Quellenangabe und einen Link SEHR dankbar. Der Verweis auf einen Artikel (workzeitung.ch), wonach (Zitat) "der Verbrauch im Stand-by-Modus auf 0,3 Wattstunden" sinkt, bringt uns jedenfalls nicht weiter. Das ist Schwachfug.
Datum: 23.10.2007 15:10
hallo, Bezüglich "der Verbrauch im Stand-by-Modus auf 0,3 Wattstunden": wieso ist das unsinn? Der Chip, der dem Verbraucher vorgeschaltet ist, erkennt, wenn das Gerät im Standby-Modus ist und dreht dann den Saft ab. Der Chip selbst verbraucht 0.3 Watt. Der Chip warted auf ein Signal und schaltet den Verbraucher auf Befehl wieder ein. ich denke nicht, dass ich zu diesem zeitpunkt genauere technische infos preisgeben kann. Macht ja auch Sinn, dass die Leute von Digitalstrom die technischen Details noch nicht an die grosse Glocke hängen. Bis dahin: http://www.digitalstrom.org/cms/index.php?id=27 Und wer weiss, falls ihr bei Yello Strom seit, habt ihr das System ja vielleicht schon bald zu Hause installiert, ohne gross Wind davon zu bekommen ;)
Datum: 23.10.2007 15:42
Mir wurde das Gerät von Yello Strom angeboten. Habe es aber nicht haben wollen, da ich meinen Zähler noch selbst ablesen kann.
Datum: 23.10.2007 15:48
eppe wrote: > hallo, > > Bezüglich "der Verbrauch im Stand-by-Modus auf 0,3 Wattstunden": > wieso ist das unsinn? Du schreibst es selbst: "Der Chip ... verbraucht 0.3 Watt". Alles andere ist Wichtigtuerei ("ich denke nicht, dass ich zu diesem zeitpunkt genauere technische infos preisgeben kann"), schlechte Rechtschreibung, pure Propaganda (siehe angegebener Link) und Blödsinn ("Und wer weiss, falls ihr bei Yello Strom seit, habt ihr das System ja vielleicht schon bald zu Hause installiert, ohne gross Wind davon zu bekommen"). Schade, etwas mehr Substanz wäre schon wünschenswert. Die Behauptung eines revolutionären und angeblich unübertroffen störsicheren Übertragungsverfahrens bleibt ohne Beleg, die Bedenken nach Sichtung des Patents bleiben unwiderlegt. Was zu diesem Zeitpunkt fehlt, sind wissenschaftlich-technische Publikationen zu dem Thema. Vielleicht gibt es die ja, von der ETH würde man eigentlich so etwas erwarten. Die verlinkten Webseiten erhalten leider nur substanzlose Waschmittelwerbung. @Daniel Held (Gast): Ich weiß nicht, was dir Yello angeboten hat - das System wohl kaum, da es angeblich erst in zwei Jahren auf den Markt kommen soll.
Datum: 23.10.2007 16:04
naja dieter, dann brauchst du halt noch ein wenig geduld. und falls du die basics von internet-suchmaschinen beherrschst, wirst du die meisten deiner fragen selbst beantworten können. Z.B., dass Yello schon 100 Haushalte damit ausgerüstet hat. ps: die rechtschreibefehler sind absichtlich und unterliegen meinem copyright ;)
Datum: 23.10.2007 16:27
Unabhängig vom Geschwafel meines Vorredners nun mal etwas Substanz zum GENERELLEN Thema, leider nicht zu den Spezifika von Digitalstrom: 1. Der Herr Hovestadt schmückt sein Youtube-Video im Wesentlichen mit den Komfortfunktionen einer Installationsort-unabhängigen Lichtsteuerung aus. Das hat bloß überhaupt nichts mit "Digitalstrom" zu tun. Alle von ihm vorgestellten Komfortfunktionen gibt's bereits bei DALI, und die Powerline-Informationsübermittlung über vorhandene Installationen gibt's bei Echelon. Beides bereits eingeführte Systeme! 2. Die hübschen kleinen Installationsklemmen werden leider größer, wenn man die (für Dimmer aufgrund von EMV-Vorschriften VORGESCHRIEBENE) Entstörung einbaut. Auch eine Absicherung fehlt. Geräte, welche die gesetzlichen Vorgaben nicht erfüllen, kann man natürlich schön klein bauen. Nur in Verkehr bringen darf man sie so nicht. 3. Beim Thema Standby-Stromverbrauch wird mit getürkten Zahlen gearbeitet. Die Behauptung, ein Fernseher verbrauche im Standby 5W und eine Kaffemaschine 20W ist einfach unseriös. Moderne Fernseher verbrauchen deutlich unter 1 W. Man kann nicht eine Neuentwicklung mit alten Gurken vergleichen, sondern muss sich schon am Stand der Technik messen. Fazit: ich fände das Thema ja WIRKLICH interessant. Nur gibt es dazu bisher leider nichts außer Wichtigtuerei. Bisher wissen wir verlässlich nur, dass da versucht wird, zusätzlich zu diversen vorhandenen Hausautomations-Standards noch einen neuen zu propagieren. Vorteile MÖGEN vorhanden sein, sind aus den Informationen aber nicht ersichtlich. P.S.: Ich KANN Suchmaschinen bedienen, und die Meldungen über die 100 Yello-Haushalte habe ich natürlich auch gefunden. Nur steht da nirgendwo was Substantielles, über die beworbenen STEUERUNGS-Funktionen garnichts.
Datum: 23.10.2007 20:56
ich verstehe auch nicht, warume es nur so wenige infos im web gibt. war am 15.10. in züri auf einer ds-infoveranstaltung. wirklich sehr beeindruckend! >1. Der Herr Hovestadt schmückt sein Youtube-Video im Wesentlichen mit >den Komfortfunktionen einer Installationsort-unabhängigen Lichtsteuerung >aus. ja. und das funktioniert doch wunderbar. wenn man bedenkt, dass dazu nur ein server-modul für 20.- und für jede leuchte und den schalter ein dSID chip (ca 10.-) benögt wird ist das doch klasse. >Das hat bloß überhaupt nichts mit "Digitalstrom" zu tun. was verstehst du unter "digitalstrom"? ds bedeutet (auch), dass der strom den geräten nicht nur die benötigte energie leifert, sondern auch informationen. und das tut er doch in dem beispiel. >Alle von ihm vorgestellten Komfortfunktionen gibt's bereits bei DALI, und die >Powerline-Informationsübermittlung über vorhandene Installationen gibt's >bei Echelon. Beides bereits eingeführte Systeme! ja, aber zu welchem preis? DALI: € + kabel legen + weniger funktionalität. Echelon: viele viele €, (stör)sicherheit, baugrösse, ... >2. Die hübschen kleinen Installationsklemmen werden leider größer, wenn >man die (für Dimmer aufgrund von EMV-Vorschriften VORGESCHRIEBENE) >Entstörung einbaut. Auch eine Absicherung fehlt. Geräte, welche die >gesetzlichen Vorgaben nicht erfüllen, kann man natürlich schön klein >bauen. Nur in Verkehr bringen darf man sie so nicht. könntest du mir bitte sagen wo ich diese vorschrift finden kann? gibts die frei verfügbar? >3. Beim Thema Standby-Stromverbrauch wird mit getürkten Zahlen gearbeitet. stimmt, ist neben den anderen features aber auch ein randthema.
Datum: 23.10.2007 22:18
Danke für die Infos, der einzige Sachbeitrag zum Thema hier bisher! Ein paar Kommentare dazu: Sebastian wrote: > ein server-modul für 20.- und für jede leuchte und den schalter ein dSID > chip (ca 10.-) benögt wird ist das doch klasse. Klasse ist es nicht (sofern die Preise stimmen). Der Preis des Server-Moduls wird sicher von dessen Funktionalität bestimmt. Solange es hier nichts industrielles gibt, kann man keine seriösen Angaben dazu machen. Wenn der dSID-Chip das ist, was Herr Hovestadt in seinen bunten Klemmen vorführt, dann muss der Chip in Serie unter einem Euro kosten, sonst ist es völlig indiskutabel. Ich weiß aber auch nicht, warum es mehr kosten sollte. > was verstehst du unter "digitalstrom"? Ich versteh' erstmal garnichts darunter, ich referiere den Video-Vortrag des Herrn Hovestadt. > ja, aber zu welchem preis? Preise werden von der Industrie gemacht. Wenn die DALI billig anbieten will, ist DALI billig. Ich hab's nachgerechnet, die Teilekosten für ein DALI-Interface liegen selbst bei Kleinstückzahlen bei wenigen Euro. Gleiches dürfte für Echelon gelten. Ich habe nicht die Preise kommentiert, sondern den Neuigkeitswert. Und der ist (nach bisherigem Informationsstand) gering. > könntest du mir bitte sagen wo ich diese vorschrift finden kann? > gibts die frei verfügbar? Die gibt es nicht frei verfügbar, nur als DIN-Normen und in DIN-Handbüchern. Einsehbar (und für Lehrzwecke kopierbar) z. B. in Uni-Bibliotheken. >> ... Standby-Stromverbrauch wird mit getürkten Zahlen ... > stimmt, ist neben den anderen features aber auch ein randthema. Ist leider kein Randthema, zumindest nicht in dem Videobeitrag. Da war es die halbe Vorstellung. Und die andere Hälfte lässt sich, wie gesagt, mit vorhandener Technik auch erreichen. Wenn Digitalstrom so viel besser wäre als diese vorhandene Technik, dann wäre es ja schön. Nur fehlt bisher JEGLICHER Beleg für diese These. Für mich ist es bis jetzt nur (noch) ein Versuch eines Standards - neben bereits vielen existierenden Standards.
Datum: 24.10.2007 00:49
Oh, ich habe gerade was technisches gefunden, in Computerworld online vom 27.08.2007: "Der Chip erreicht eine Datenübertragung von 200 Bit pro Sekunde". Wenn das WIRKLICH stimmt, kann man die Sache vergessen. Ein Befehl mit z. B. 8 Bit Adresse + 6 Bit für eines der 60 Kommandos, die das System beherrschen soll, benötigt also mindestens 14 Bit + Redundanz zur Absicherung der Übertragung. Das gibt dann eine Nutzdatenrate von vielleicht 10 Befehlen/Sekunde. In der Realität wohl noch langsamer, weil der Chip ja auch noch Informationen zurücksendet. Wenn man auch nur 10 Leuchten im Haus einschaltet, dann ist die letzte nach einer Sekunde an! Das geht vielleicht für simpelste Anwendungen, aufwendigere Dinge wie Mehrkanal-Farbsteuerung oder die Übermittlung von Steuerbefehlen an Fernseher oder HiFi-Anlage verbieten sich damit von selbst. Aber vielleicht ist die Meldung ja nur ein Gerücht - was fehlt, sind wirklich handfeste Informationen.
Datum: 24.10.2007 02:32
>"Der Chip erreicht eine Datenübertragung von 200 Bit pro Sekunde". das stimmt. jedem chip ist eine spannung +/- U zugeteilt bei der er +/-20V auf die netzspannung aufmodellieren darf. bsp U = 66V: chip 4711 sendet bei 66V (steigend), 66V (fallend), -66V (fallend), 66V (steigend). Bei 50Hz~ also 200Bit. Ich glaube mich zu erinnern, dass die 200 aber schon nutzdaten sind, vergessen wie das genau ist :) >Wenn das WIRKLICH stimmt, kann man die Sache vergessen ...Das gibt dann eine >Nutzdatenrate von vielleicht 10 Befehlen/Sekunde. 10 Befehle/Sekunde PRO CHIP! das ist nicht viel aber das reicht. für den fall, dass mehr als 10 Datensätze von einem chip zum master laufen müssen greift eine priorisierung. (nutzeraktion sofort übertragen, sernsordaten später) Herr Hovestadt (und andere) leben schon seit über einem Jahr in einer voll mit ds ausgerüsteten wohnung. (in wetzlar, kann man sich ansehen). In der ETH nutzt ein projekt des lehrstuhls für gebäudetechnik (prof. leibundgut) den chip zur ansteuerung einer dezentralen lüftungsanlage mit hunderten(?) aktoren. (welche auch noch per dsid mit den jeweils benötigten spannungen und gleichstrom versorgt werden(!!) usw...)
Datum: 24.10.2007 06:44
20Vpp? Na dann mal Danke! Ich hab hier schon genug Wurst auf dem Stromnetz liegen. Auch irgendeine bescheurte Rundsteuerung oder was auch immer, die mir alle paar Minuten ein Piepsen aus den Lautsprecherboxen beschert. Wenn dann da noch ein paar solche Wunderchips dazukommen, kann ich erst mal dicke Drosseln kaufen gehen, um mir den Kram aus meiner Wohnung rauszuhalten. Bis jetzt hat mir mein hiesiges Stromnetz zwei Notebooknetzteile gebraten - trotz Überspannungsschutz. 200 bits/sek also? Kann ja gut sein, dass sich das Dingens auf vierfache Phasenfrequenz synchronisiert. Wenn der da jetzt aber seine 20V Impulse raufmoduliert, sieht das auf dem Scope sicher lustig aus. Das mit der Störfestigkeit glaube ich mal gerne - 20V sind mal locker 8% der Nennspannung - Das schaffen sonst eher nur dicke Verbraucher. Was mich interessiert, ist wo der Chip seine 0,3 Watt hinsteckt. Wenn ich mal dran denke, welche Menge Abwärme ein ENC28J60 mit seinen rund 500-600mW so erzeugt, kann ich mir diese Dinger als ganz schön Hitzköpfig vorstellen. Das mit dem Dimmen wird übrigens auch mal so richtig lustig - entweder ist da ein Triac drine, der Phasenanschnitt macht, was ohne Drossel eher unschön auf dem Netz aussieht, oder wir haben es mit einem hochfrequent getakteten FET zu tun. Was es auch immer ist, es erzeugt Störungen, die man eigentlich nicht haben will. Man mag mich ja eines besseren belehren, aber nachdem man nun endlich dank Entstörfiltern, PFC und Co. die Artefakte von Schaltnetzteilen unter Kontrolle hat, bringt eine derart rabiate Powerline Variante wieder einen schönen dichten Noisefloor auf die Drähte. Das das ganze so von außen betrachtet toll aussieht steht ja außer Frage, aber ich glaube, dass das Ding mit einigen Normen probleme haben dürfte, sofern es nicht ganz geschickt in Lücken selbiger hineindesigned wurde.
Datum: 24.10.2007 09:09
Die Vermarktung läuft aber schon auf Hochturen.....
Datum: 24.10.2007 11:54
Sebastian wrote: > jedem chip ist eine spannung +/- U zugeteilt bei der er +/-20V auf die > netzspannung aufmodellieren darf. > bsp U = 66V: chip 4711 sendet bei 66V (steigend), 66V (fallend), -66V > (fallend), 66V (steigend). Bei 50Hz~ also 200Bit. Danke für die Infos. Allerdings sehe ich da das Riesenproblem. Wie sich das mit EMV-Normen und Übertragungssicherheit verhält, dazu hätte ich gerne mal ein paar belastbare Angaben. > 10 Befehle/Sekunde PRO CHIP! Das relativiert die Sache ein WENIG, wobei allerdings unklar bleibt, welche Gesamtbandbreite erreicht wird. Bei einem "Slot" alle 66V bleiben für 115V~-Netze (das System soll ja weltweit vermarktet werden) gerade mal 2 Slots, also 400 Bit/s Systembandbreite. Bei 230V~, 20% Unterspannung und einem Slot alle 33V sind es 6 bis 7 Slots, also maximal 1.400 Bit/s Systembandbreite. Das wäre gerade mal das, was DALI erreicht, allerdings für den Preis eines völlig von Spikes übersäten Netzes. Grob gerechnet ca. 2 bis 3 kHz Impulse, 40Vss steilflankig, mindestens bis zur zehnten Oberwelle. Dass das gut geht, normkonform ist und in einer verteilten Installation funktioniert glaube ich erst dann, wenn mir dazu ein detaillierter Forschungsbericht vorliegt. Den sollte die ETH allerdings mal schleunigst veröffentlichen, wenn sie mit einer solchen Vermarktungskampagne als seriöse wissenschaftliche Institution ernst genommen werden will!
Datum: 24.10.2007 12:49
@Dieter: Yello hat mir DIESE Sache definitiv bei Eingabe meines Zählerstandes angeboten - ist also kein Fake. Ansonsten ist abzuwarten wie das EMV-Verhalten der Geräte ist, rein von den Daten (20Vpp) ist sicher nix gutes zu erwarten. Aber vlt. ist ja auch alles anders und es funktioniert. Ich stehe auf jeden Fall der Sache erstmal positiv gegenüber (was ich von Echelon nicht behaupten kann).
Datum: 24.10.2007 13:40
Daniel Held wrote: > Ich stehe auf jeden Fall der Sache erstmal positiv gegenüber (was ich > von Echelon nicht behaupten kann). Ich steh' dem völlig neutral gegenüber und werte nur das, was ich an Informationen habe. Was spricht gegen Echelon?
Datum: 24.10.2007 14:00
naja ich habe schon größere LON-Netze in Betrieb genommen und habe da so meine Erfahrungen mit Störeinstrahlungen, nicht ganz 100% gefixten Steckern, die Inbetriebnahme(Binding usw.) ist mit einfachen Mitteln nicht zu machen und natürliche der horrende Preis der Transceiver. Deshalb ist für mich LON im eigenen Haus nicht rentabel und nur was für Profis die Geld übrig haben. mfg Daniel
Datum: 24.10.2007 14:34
Daniel Held wrote: > ... und natürliche der horrende Preis der Transceiver. Ich meinte auch mehr das, was Echelon ANGEKÜNDIGT hat: http://www.echelon.com/products/transceivers/power... "PL 3120/PL 3150 Power Line Smart Transceivers A major breakthrough in price, performance, and size! The PL 3120 and PL 3150 Smart Transceivers integrate a Neuron processor core with a power line transceiver. These highly reliable, narrow-band smart transceivers are ideal for appliance, audio/video, lighting, heating/cooling, security, metering, and irrigation applications, making them suitable in the home, building, industrial, and transportation industries. ...all at a price that's too good to pass up—even for the most cost-sensitive consumer product applications!" Klingt wie Originalton Digitalstrom - mit einem großen Unterschied: es gibt ein Development Kit, es gibt technische Informationen, und die anwendbaren Normen werden benannt. Es sieht einfach seriös aus, im Vergleich zu der Vernebelungs-Propaganda, welche das Schweizer Wunderprojekt begleitet. Die Datenrate beträgt übrigens 3.600 bis 5.400 Bit/s. Auch nicht viel, aber immerhin 3 bis 10 mal so schnell wie das, was man (je nach Annahme) für Digitalstrom erwarten kann.
Datum: 25.10.2007 11:01
OK, wusste ich nicht. Somit ist Echelon wieder im Rennen :)
Datum: 31.10.2007 10:29
Lieber Andreas Nix Triac, PowerMOS-FET der im Nulldurchgang schaltet. Gruss Hans
Datum: 31.10.2007 17:36
quelle bitte? und wie macht der das mit dem wechselstrom und dem dimmen? also doch PWM? brrrrrr
Datum: 01.11.2007 14:40
..frag ich mich doch : sind diese profi-bedenkenträger nur kurzsichtig oder auch noch jeck??? ..hört sich für mich so an, als könntet ihr grade mal auf eure schuhe schaun und der rest bleibt ausser sichtweite. das könnte fast so bahnbrechend wie damals das internet werden- und da hat auch am anfang jeder gesagt " ..für studenten, professoren und spinner " - mein bänker z.B., als ich damit anfing und geld von ihm wollte... denkt einfach mal vernetzter und vor allem - weiter!!!
Datum: 02.11.2007 11:09
OT britta=hans=eppe? klingt fast nach Greven /OT
Datum: 09.01.2008 15:18
An all die Kritiker und Skeptiker hier im Forum ! Es wird innerhalb des ersten Quartals 2008 ein komplettes Developmentkit auf Softwarebasis als Freeware geben ...
Datum: 09.01.2008 20:47
Was hat es mit Kritik und Skepsis zu tun, wenn man nach fundierten Informationen fragt und sich mit Waschmittelwerbung nicht zufrieden geben will? Und woher stammt nun diese Information? Was sagt uns "Developmentkit auf Softwarebasis"? Ein Simulator? Oder gibt es auch Hardware dazu? Kann man das auch an kompetenter Stelle nachlesen?
Datum: 12.02.2008 17:51
Hier nochmal der SpiegelTV-Beitrag als Youtube-Video: http://www.youtube.com/watch?v=kD0OzN0POc4
Datum: 12.02.2008 21:22
Im Film ist der hochangepriesene dSID-Chip ja auch kurz gezeigt. Auf der ds-Seite ist auch ein Bild davon. Ich weis nicht, wie ein so kleines Ding, ohne irgendwelche Leistungsschalter in Form von Triacs, IGBTs oder was auch immer überhaupt eine 100W Lampe schalten kann, ohne dabei selber zu leuchten. Dazu kommt die kleine Montage in einer Lysterklemme, wo anfallende Wärme (ca. 0,3W auf der kleinen Fläche (geschätzt 2*2mm) des Steuer-Chips) abgeführt werden kann.
Datum: 13.02.2008 04:03
Ich will dazu keine Werbefilme, sondern aussagekräftiges Material.
Datenblätter, Konformitätserklärung, Messprotokolle, Appnotes, Field
Studies.
Dann von mir aus. Allerdings is mir die Lüsterklemme irgendwie zu klein
für 100W. Jetzt mal angenommen, ich hab nen sehr guten FET (das mit dem
Wechselstrom lassen wir ma außer acht), habe KEINE schaltverluste und
einen R_ds_on von 0,06 Ohm. Macht bei 100W=430mA rund 11mW Verluste. Das
klingt ja ganz schön. Solche FETs gibt es, nur wie will ich jetzt
dimmen? Mit schneller PWM?, das gibt dann gut schaltverluste und den
saft für die Gatetreiber brauch ich auch erst mal. Dann, was macht der
Schnucki, wenn das verwelkende Glühobst nen saftigen Kurzschluss auf die
Leitung gibt. Hat bei mir schon mehrfach den Leitungsschutz geballert.
Ist der FET danach Staub oder schon Feinstaub? Machen die eine
Überstromabschaltung? Alles Fragen, auf die ich gerne Antworten hätte.
hmm grad mal die seite angesehen...
digitalSTROM® arbeitet nicht mit einem Übertragungsverfahren, wie man es
von Powerline her kennt. Die Information wird in einem patentierten,
neuartigen und für Experten überraschenden Verfahren im Basisband in der
Nähe des Nulldurchganges des Wechselstromes übertragen. Bisher
unerreicht hohe Übertragungssicherheit und extrem kompakte Bauformen
durch MOSFET Technik sind dadurch möglich. Das genaue Funktionsprinzip
kann nur Promotoren der digitalSTROM.org unter NDA dargelegt werden.
Allen Mitgliedern der Alliance bieten wir an, Demonstrations-Kits zu
erwerben, um sie in Laboren zu stressen.
Daraus schließt der Ingenieur folgendes:
- Übertragung ohne Trägerfrequenz, also direkt mit Impulsen auf dem
Saft.
- MOSFETs als Leistungsschalter (vllt als Synchrongleichichter?)
> Das genaue Funktionsprinzip kann nur Promotoren der digitalSTROM.org
unter NDA dargelegt werden.
- Ah ja, also toll, neu, patentfrei und doch unter NDA? Irgendwas passt
da nicht ganz ins Bild. Etwa verschlüsselt? Na Prost. Tolle Neue Welt,
das andere Geramsche ist hier wenigstens offen.
==EDIT==
ist doch patentiert, sollte wohl mal schlafen gehen
Noch ein quote
digitalSTROM® ist ein Standard, der von einer Non-Profit-Organisation,
der digitalSTROM.org unter der Schirmherrschaft der ETH Zürich
entwickelt und gepflegt wird. Jede Person, Organisation oder Firma kann
Mitglied dieser Organisation werden und den Standard im Detail einsehen,
in verschiedenen Gremien weiterentwickeln und für die eigenen Produkte
und Interessen verwenden. Der digitalSTROM® basiert auf dem so genannten
dSID-Chip, der aus Gründen der dauerhaften Systemsicherheit nicht offen
ist, und mit dem die grundsätzlichen Funktionsweisen des digitalSTROMs
festgelegt sind. Alle Schnittstellen und Softwareschichten folgen
wiederum offenen, bekannten Standards.
- Äh wie jetzt? Offen? Closed? Beides?
- Schönes Buzzword: "Dauerhafte Systemsicherheit"
- Also soll man brav immer die Chips zukaufen, von vermutlich EINER
Firma, hat sich was mit second source, liefersicherheit und so
Noch einer:
Welche Vorteile bietet digitalSTROM einem Energieversorger?
* Eine differenzierte Verbrauchsmessung pro Stromkreis und pro
elektrischem Gerät ohne besondere Mehrkosten
* Remote Zugriff auf einzelne elektrische Geräte
- die stadtwerke sollen nu also mit meiner Stehlampe plaudern... - äh
nö?
Nächster Quote
Später werden wir die Allianz auch für kleinere Firmen, Fachplaner,
Installateure und Privatpersonen öffnen.
Ah ja, aber jeder kann gleich mal beitreten oder wie war das oben?
http://www.digitalstrom.org/cms/fileadmin/DigitalS...
Soso, das ist also ein Hybrid, vorne dürften wohl die
Leistungstreiberchen sitzen
Da staunt der Fachmann und der Laie wurdert sich... oder so.
Schaumermal, wann der Krams auf den Markt kommt - und damit meine ich,
für mich als Entwickler oder Endkunde erhältlich.
Greetz
Andreas
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Disclaimer:
Der obige Post ist eine Äußerung der eigenen Meinung und stellt keine
Tatsachenbehauptung dar.
Datum: 13.02.2008 18:49
Mir ist in dem YOUTUBE-Video, wo das System beim Proffesor zu Hause vorgestellt wird, was aufgefallen. Kann natürlich subjektive Fehlinterpretation sein, aber mich würde mal eure Meinung dazu interessieren: Wo der Prof. den gelben Baustein an der Deckenlampe über dem Wohnzimmertisch zeigt, kann man zuwerst ein großes Loch in der Decke sehen, wo - ein Lampenkabel mit dem gelben Baustein zu sehen ist - und eine schöne große Dosenklemme mit mehrereren Kabeln Da frage ich mich, wofür braucht man eine zusätzliche Klemme, wenn man die Zuleitung zur Lampe, den Cip und das Lampenkabel hat??? Da fallen eigentlich keine weiteren Kabel an, oder hat der super sonder 3Phasenlampen??? Oder hat der da doch noch was dran, was wir nicht sehen sollten??? Wo der Prof. seinen Schaltschank zeigt, kann man über dem Schaltfeld dutzende von Kabeln sehen. Für eine Etagenwohnung, sogar für ein 2-Familien Haus sind das doch eigentlich ganz schön viele. Eigentlich sollte man wegen der Kommunikation über die Stromleitung nur noch ein paar Versorgungsleitungen benötigen, um seine Lampen, Stereoanlage und Rolladen zu versorgen. Mit den 3dutzend Kabeln im Schaltschrank ist bestimmt jeder Verbraucher einzeln angeschlossen, sodass die Steuerung auch über etwas anderes laufen könnte!?
Datum: 13.02.2008 22:15
Also zu dem Sicherungskasten muss ich sagen das sich das doch eigentlich in Grenzen hält, denke das Haus/ die Wohnung vom Professor ist nen bischen größer und vielleicht vorsichtshalber durch nen paar mehr Sicherungen abgesichert.
Datum: 13.02.2008 22:19
Und das Loch in der Decke sieht auf jedenfall schlimm aus! Hier nochmal das Bild, damit nicht alle extrag die Videos durchsuchen müssen.
Datum: 14.02.2008 14:02
Ist wohl ein Altbau den er umgerüstet hat
Datum: 20.02.2008 08:44
Hallo alle, habe sehr interessiert eure beiträge gelesen und sehe das ganze ebenfalls eher skeptisch. Wenn man die funktionen des Chips mal zerlegt kommen hier "diverse" bahnbrechende erfindungen zum vorschein die garantiert nicht "non-profitable" vermarktet werden würden. Hierbei wäre wohl die "störungsfreie"-Datenübertragung über das hausinterne stromnetz das kleinste aller wunder. Ein chip dieser größe und kosten, welcher in der lage ist 160W last zu dimmen wäre z.b. in der automobilindustrie nicht zu bezahlen. etliche hundert meter kabel könnten so pro fhz. eigespart werden.... Wenn man dies mal weiter treibt, könnte ein mp3-player mit "kraftstromanschluss" von seinen abmaßen her eine komplette pa-anlage treiben. Das einfache "montieren und funktioniert"-prinzip kann nicht möglich sein, ohne die komponenten zumindest minimal auf die umgebung (räume - gruppen) anzulernen. Einen "komplett" abgeschalteten verbraucher (fernseher von std.by 5W auf 0,3 W) kann ich evtl. nur wieder mit gut zureden zum einschalten bewegen..... Und zu letzt kann mir kein hersteller vorschreiben, wann ich meine wäsche wasche (siehe tv-spot). woher soll denn der chip wissen, ob ich meine waschmaschine jetzt oder zum "stromgünstigsten" zeitpunkt angestellt haben möchte. So viele Fragen, so wenig Antworten ...... Der Shorty
Datum: 21.02.2008 12:25
> Ein chip dieser größe und kosten, welcher in der lage ist 160W last zu > dimmen wäre z.b. in der automobilindustrie nicht zu bezahlen. 160W @ 230V = ~700mA So unglaublich scheint mir das nicht zu sein. > Einen "komplett" abgeschalteten verbraucher (fernseher von std.by 5W auf > 0,3 W) kann ich evtl. nur wieder mit gut zureden zum einschalten > bewegen..... Wie meinst du das?
Datum: 21.02.2008 14:38
na er meint dass dann die Fernbedienung nicht mehr funktioniert?! Man wird dazu wohl nen zusätzlichen IR-Sensor mit dsID versehen müssen, der den Fernseher wieder weckt - wobei ich bezweifle, dass alle IR-Codes von jedem Hersteller von Unterhaltungselektronik implementiert werden können. Wobei das dann wieder schwer funktioniert - wenn der Fernseher bestromt wird, hat er das IR-Telegramm der Fernbedienung schon verpasst.
Datum: 21.02.2008 17:13
Wieso per Fernbedienung einschalten? Wenn ich meinen TV mit ner schaltbaren Steckdosenleiste ausgeschaltet habe, muss ich doch auch erst die Leiste wieder einschalten... Genau wie es dann bei dem DigitalStrom einen Schalter o.ä. geben wird.
Datum: 22.02.2008 07:32
Hey Jörg, die Firma wirbt doch mit "zusätzlichem Komfort". Wenn ich allerdings einen zusätzlichen Schalter montieren muß, um meinen Fernseher wieder an zu bekommen ist das eher ein Mehraufwand. Außerdem wollen die doch den Chip schon Herstellermäßig in den Geräten verschwinden lassen... Dann wiederum würde das heißen, das ich einen DSReady-Fernseher in einem Raum ohne zusätzlichem Schalter nie anbekomme ?!? Und was ist mit den anderen Geräten ? - Dem Toaster, Bügeleisen, Schreibtischlampe ? Wenn ich einen "Hauptschalter" habe, welcher alle Geräte ausschaltet, wie krieg ich die dann wieder an ? Auch eine "Intelligente-Lüsterklemme" in der Zuleitung meiner Hifi-Anlage wird nicht in der Lage sein, die Lautstärke zu regeln !!!!! Also, so lange ich keinen funktionsfähige Schaltung gesehen habe, werde ich weiter kucken, ob das erste Erscheinungsdatum über DS nicht irgendwann Anfang April lag !!!! Der Shorty
Datum: 22.02.2008 08:55
> Wenn ich allerdings einen zusätzlichen Schalter montieren muß, um meinen > Fernseher wieder an zu bekommen ist das eher ein Mehraufwand. Es is halt ein Hausbus. Nur mit Luft und Liebe kann man sich da auch nichts aufbauen. Irgendwo muss man halt Hand anlegen.

