Funk für ein Uboot

Gast #5132902
Lesenswert?

Bur schrieb:
> Und wie lange kann das Kabel dan sein.

So lang, wie es das U-Boot schleppen kann. Je nach Frequenz deines 
FPV-Senders kann ein geeignetes Kabel schon mal unhandlich werden. 
Vielleicht solltest du die erforderliche Länge mal etwas eingrenzen 
und die Frequenz angeben, um eine vernünftige Diskussionsgrundlage zu 
haben.
Gast #5139847
Lesenswert?

Gast #5139872
Lesenswert?

Harald W. schrieb:
> Bur schrieb:
>
>> Meine sender Frequenz beträgt 5,8 ghz.
>> Die Eintauchtiefe sollte mindestens sechs Meter tief sein. Funktioniert
>> das dann.
>
> Unter Wasser nicht. Über Wasser mit Antenne auf Schwimmer schon.

Ich glaub, mein Trolldetektor pfeift, das ist doch dem TO Bur (Gast) 
schon vor 10 Wochen haarklein erklärt worden: 
Beitrag "Re: Funk für u-boot"
Gast #5139918
Lesenswert?

Vielleicht bekommst Du in dem folgenden Artikel 
https://www.mi.fu-berlin.de/inf/groups/ag-tech/teaching/2011_SS/S_19510b_Proseminar_Technische_Informatik/vandyshev-sergey-slides.pdf 
erstmal einen groben Überblick.

Die Funkübertragung zu U-Booten ist ein relativ spezielles Thema, über 
das die Modell-U-Boot-Bauer wohl besser Bescheid wissen, als die 
Elektroniker und Bastler hier im allgemeinen. Schau und frag doch mal 
besser dort, wenn ich das raten darf,

Eine Echtzeit-Video-Übertragung halte ich für illusorisch. Allenfalls 
mag man mit etwa 10MHz oder darunter im Süsswasser einige Meter tief 
kommen. Da hast Du dann am Teichrand schonmal knapp 30m Antenne stehen 
und einen Generator vom Baumaschinen-Verleiher Deines Vertrauens 
geliehen. Die Bandbreite reicht aber für Echtzeit-Video sicher nicht.

OK. Die Modellbauer haben da so einige Kompromisse gefunden, aber da 
weiß ich nicht so gut Bescheid.
Offline-Video, Slowest-Slow-Scan-Fernsehen für die Steuerung, und Bojen 
die mehr oder weniger direkt über dem U-Boot schwimmen und an einem 
Kabel hängen.

Aber da hört es bei mir auf.
Gast #5140299
Lesenswert?

Theor schrieb:
> Eine Echtzeit-Video-Übertragung halte ich für illusorisch. Allenfalls
> mag man mit etwa 10MHz oder darunter im Süsswasser einige Meter tief
> kommen.

Man wird doch wohl ein Echtzeit-Video über ein 6m langes Koaxkabel heil 
bis zur Wasseroberfläche bekommen. Der 5.6GHz Sender macht sich besser 
in der Boje.
Gast #5140502
Lesenswert?

Wolfgang schrieb:
> Theor schrieb:
>> Eine Echtzeit-Video-Übertragung halte ich für illusorisch. Allenfalls
>> mag man mit etwa 10MHz oder darunter im Süsswasser einige Meter tief
>> kommen.
>
> Man wird doch wohl ein Echtzeit-Video über ein 6m langes Koaxkabel heil
> bis zur Wasseroberfläche bekommen.

Hm, elektrisch gesehen wird das stimmen, praktisch dürftes es da aber 
ein paar Hindernisse geben:
Koax ist recht steif, da liegt bestimmt das boot nicht gut im Wasser, da 
sollte man lieber flexible Litze nehmen, die im Wasser gut durchhängt 
(Pass auf den Propeller auf!). HF-Litze hat auch für die Bandbreite gute 
elektrische Eigenschaften.

Jetzt ist die Frage welchen Anschluss die Kamera hat, ein analoges 
Videosignal zu finden konnte schon ein Problem sein, da geht heutzutage 
eher Ethernetpakete oder USB-Kram drüber. Und dem fehlt nicht nur die 
Echtzeit sondern dank gnadenlose Kompression nicht selten die Details 
die man sehen möchte.

Tipp: Ich würde mal zum Fachhändler für Modellbau (bspw C****d) gehen 
und denn in ein Gespräch über Schleppkabel, wasserdichte Kameras und 
Heimvideoübertragung (vielleicht beim C mal in die Abteilung 
Sicherheitstechnik schnuppern) verwickeln.
Moderator Persönliche Seite #5141782
Lesenswert?

C. A. Rotwang schrieb:
> HF-Litze

Du meinst damit aber jetzt nicht ernsthaft das, womit man früher die
Spulen in Mittelwellenradios gewickelt hat, oder?  Also 20 oder so
dünne Kupferlackdrähte in einer (oft textilen) Ummantelung.  Dafür
kenne ich den Namen „HF-Litze“.

Koaxkabel gibt's derart viele verschiedene, es hat ja niemand gesagt,
dass man hier ein RG-213 benutzen sollte …  Je dünner und flexibler,
desto höher sind jedoch in der Regel die Verluste bei höherer Frequenz.
Moderator Persönliche Seite #5141791
Lesenswert?

Harald W. schrieb:
> Bei Schaltnetzteilen braucht man aber auch Litzen mit ähnlichen
> Aufbau, allerdings deutlich höherem Querschnitt.

Die arbeiten ja auch im Lang- bis Mittelwellenbereich. ;-)

Habe ich allerdings so noch nicht gesehen dort.  Könnte natürlich gut
das gleiche Prinzip sein.

Dennoch ungeeignet für eine Videoübertragung durchs Wasser …
#5141806
Lesenswert?

Jörg W. schrieb:

>> Bei Schaltnetzteilen braucht man aber auch Litzen mit ähnlichen
>> Aufbau, allerdings deutlich höherem Querschnitt.
>
> Die arbeiten ja auch im Lang- bis Mittelwellenbereich. ;-)

M.W. haben manche Schaltnetzteile den Mittelwellenbereich mit 2MHz
bereits überschritten. 1Mhz ist inzwischen schon fast Standard.

Unabhängig davon muss der TE für die Datenübertragung zur Wasser-
oberfläche noch etwas Gehirnschmalz verwenden. Vermutlich bekommt
man in den speziellen Foren für UBoot-Modellbau da die besseren Tips.
Moderator Persönliche Seite #5141825
Lesenswert?

Harald W. schrieb:
> M.W. haben manche Schaltnetzteile den Mittelwellenbereich mit 2MHz
> bereits überschritten.

Formal geht die Mittelwelle bis 3 MHz, wo dann die Kurzwelle beginnt.

Größenordnungsmäßig passt das auf jeden Fall recht gut zu dem Bereich,
der früher in Radios mit HF-Litze gearbeitet hat – aber damit sind wir
hier reichlich OT.  Andererseits fragt der TE ja offensichtlich sowieso
alle paar Monate immer wieder dasselbe.
Gast #5142172
Lesenswert?

> Wolfgang schrieb:
>> Theor schrieb:
>>> Eine Echtzeit-Video-Übertragung halte ich für illusorisch. Allenfalls
>>> mag man mit etwa 10MHz oder darunter im Süsswasser einige Meter tief
>>> kommen.
>>
>> Man wird doch wohl ein Echtzeit-Video über ein 6m langes Koaxkabel heil
>> bis zur Wasseroberfläche bekommen.

Das mag so sein. Von einer Übertragung per Kabel habe ich aber nicht 
gesprochen. Sondern, dem Kontext des Eröffnungsbeitrags entsprechend, 
von Übertragung per Funk. Das geht auch aus dem Inhalt des zitierten 
Absatzes hervor.
Gast #5142485
Lesenswert?

Theor schrieb:

> Das mag so sein. Von einer Übertragung per Kabel habe ich aber nicht
> gesprochen. Sondern, dem Kontext des Eröffnungsbeitrags entsprechend,
> von Übertragung per Funk. Das geht auch aus dem Inhalt des zitierten
> Absatzes hervor.

Per Funk kann sowas durchaus gehen, doch per Funk und 5,8GHz eben 
nicht. Ja, einfach nicht ...

Old-Papa
Gast #5142780
Lesenswert?

Theor schrieb:
>> Wolfgang schrieb:
>>> Theor schrieb:
>>>> Eine Echtzeit-Video-Übertragung halte ich für illusorisch. Allenfalls
>>>> mag man mit etwa 10MHz oder darunter im Süsswasser einige Meter tief
>>>> kommen.
>>>
>>> Man wird doch wohl ein Echtzeit-Video über ein 6m langes Koaxkabel heil
>>> bis zur Wasseroberfläche bekommen.
>
> Das mag so sein. Von einer Übertragung per Kabel habe ich aber nicht
> gesprochen. Sondern, dem Kontext des Eröffnungsbeitrags entsprechend,
> von Übertragung per Funk. Das geht auch aus dem Inhalt des zitierten
> Absatzes hervor.


Geht es nicht, der Beitrag lässt sehr wohl auch die Interpretion zu, das 
die Antenne aun einer Boje befestigt über dem Wasser schwimmt und zur 
Antenne/"remote Radio head" per Kabel vom getauchten Boot übertragen 
wird.

Der Bub hat vor einigen Wochen schonmal danach gefragt: 
Beitrag "Funk für u-boot" und da ist ihm 
deutlich klar gemacht, das im Wasser nur geringe Datenbreiten möglich 
sind.
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #5143232
Lesenswert?

Stefan M. schrieb:
> C. A. Rotwang schrieb:
>> HF-Litze hat auch für die Bandbreite gute
>> elektrische Eigenschaften.
>
> Aber die gibt es nicht als Koaxkabel.
> Eine Abschirmung wird man schon brauchen.

Eigentlich nicht, eine Einzelader mit ausreichend effizientem 
Dielektrikum (z.b. Elastomerschaum) sollte genügen. Das Wasser dient als 
Abschirmung.

Namaste
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #5143294
Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> Winfried J. schrieb:
>> Das Wasser dient als Abschirmung.
>
> Das dürfte die Verluste nicht ganz unerheblich vergrößern.

Klar, Wasser ist kein Cu, aber es würde sich lohnen denke ich es mal 
Beispielhaft durch zu rechnen. beim richtigen dielektrikum könnte ich 
mir vollständige beugung oder totalreflektion wie im hohlleiter entlang 
der eizel Ader vorstellen. Leider habe ich kein passendes Labor für 
soetwas. Aber vielleicht mag ja mal jemand spice damit beschäftigen?

Namaste
Moderator Persönliche Seite #5143301
Lesenswert?

Winfried J. schrieb:
> Klar, Wasser ist kein Cu, aber es würde sich lohnen denke ich es mal
> Beispielhaft durch zu rechnen.

Angesichts dessen, dass es eine schier endlose Anzahl von Koaxkabeln
gibt, glaube ich nicht, dass sich solch eine Behelfsmethode wirklich
lohnt.

Um, wie vorgeschlagen, das Videosignal zu einer Schwimmboje an der
Oberfläche zu transportieren (die dann den eigentlichen Sender
enthält), braucht man ja auch kein mikrowellentaugliches Kabel.
Gast #5143522
Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> C. A. Rotwang schrieb:
>> HF-Litze
>
> Du meinst damit aber jetzt nicht ernsthaft das, womit man früher die
> Spulen in Mittelwellenradios gewickelt hat, oder?  Also 20 oder so
> dünne Kupferlackdrähte in einer (oft textilen) Ummantelung.  Dafür
> kenne ich den Namen „HF-Litze“.


Ich meine das, das im Foto den Schraubstock hält, 
https://www.reichelt.de/Kupferlitze-lackisoliert/CLI-200-60/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=4485&ARTICLE=57207

oder Antennenlitze 
https://www.funkelektronik.eu/hfcommunication/antennen-zubehoer/antennen-draht/773/rupalit-spezial-hf-antennenlitze

Und da bekanntermassen die Videobandbreite beim klasssichen TV im 
einstelligen MHz Bereich liegt, sollte es schon für eine 
Videoübertragung reichen. OK kein HD, aber für SECAM PAL reichen 5 - 6 
MHz.

Nicht ganz U-Boot-TV aber nah dran ist Kanal-TV, da findet sich 
vielleicht auch was für den Modelbau KaLeu: 
http://www.bja-elektronik.de/deu/katalog.html
Angehängte Dateien:

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren