Hallo,
gibt es eigentlich überhaupt noch sinnvolle Anwendungsgebiete für
Netztrafos für den Bereich <100W? In Zeiten, wo man für 10-15 Euro schon
qualitativ brauchbare 5-10W Netzteile bekommt, wirkt es unsinnig, einen
10-15 Euro Netztrafo zu kaufen, der für die selbe Leistung ausgelegt
ist. Ausserdem sind die natürlich wegen 50 Hz sehr gross (was auch den
Preis erklärt).
Also: Wer setzt heute im Bereich von <100W noch NETZ-Trafos ein?
Timmy schrieb:> gibt es eigentlich überhaupt noch sinnvolle Anwendungsgebiete für> Netztrafos für den Bereich <100W?
Würde mal so sagen:
Überall dort, wo man seine Schaltung nicht mit HF versauen möchte und
auch perfekte Netztrennung benötigt, sicher auch im medizinisch
technischen Bereich...
Noch ein gewichtiges Argument:
Die Lebensdauer des Gerätes, "normale" Trafonetzteile mit Gleichrichter
und Siebelko können durchaus mehrere -zig Jahre fehlerfrei
funktionieren,
was man von Schaltnetzteilen wohl nicht behaupten kann...
Mani W. schrieb:> auch perfekte Netztrennung benötigt, sicher auch im medizinisch> technischen Bereich...
In wiefern ist die Netztrennung eines Netztrafos besser als die eines
Nicht-Ramsch-Schaltnetzteils?
> was man von Schaltnetzteilen wohl nicht behaupten kann...
Kann man schon. Aber die gibt es dann nicht billig bei Ebay oder
Alibaba.
Der alte Satz, "wer billig kauft kauft zweimal" gilt bei
Schaltnetzteilen ganz besonders.
Olaf
Olaf schrieb:> Der alte Satz, "wer billig kauft kauft zweimal" gilt bei> Schaltnetzteilen ganz besonders.
Heute: Wer zweimal kauft, kauft billig. ;-)
Länger als das Gerät müssen Netzteile meist nicht leben.
Mani W. schrieb:> Noch ein gewichtiges Argument:>> Die Lebensdauer des Gerätes, "normale" Trafonetzteile mit Gleichrichter> und Siebelko können durchaus mehrere -zig Jahre fehlerfrei> funktionieren,> was man von Schaltnetzteilen wohl nicht behaupten kann...
Aha? Erzähl?
Ich kann dir eher das Gegenteil berichten.
Aber eigentlich ist es so: Gute Netzteile mit Netztrafo halten lang,
gute Schaltnetzteile halten lang.
Was gute alte Geräte angeht, gilt das sogenannte "survival bias",
welches gerne vergessen wird ;-)
Was gegen Netztrafos spricht, ist nicht nur das Gewicht. Auch
Wirkungsgrad und Leerlaufstromverbrauch sind bei guten Schaltnetzteilen
besser.
Was die HF angeht: Bei guten (!) Schaltnetzteilen ist das
unproblematisch.
Für Bastelprojekte habe ich Trafos schon lange durch solche Module
ersetzt:
https://www.reichelt.de/Wandler-Module-AC-DC/RAC02-12SC/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=159201&GROUPID=7242&artnr=RAC02-12SC&SEARCH=Recom%2B2W
Der Grund ist nicht sosehr, dass das so "grün" sein soll oder "modern",
sondern schlicht Gewicht und Größe.
Womit ich nicht sagen will, Trafos wären allgemein veraltet. Im
Gegenteil: Bei hohen Spannungen / Leistungen ist der Wirkgungsrad immer
noch unerreicht. Was Mist ist, sind einfach nur die kleinenn Netztrafos.
Denen würde ich keine Träne nachweinen.
Timmy schrieb:> Also: Wer setzt heute im Bereich von <100W noch NETZ-Trafos ein?
Ich ersetze Schaltnetzteile wo es geht durch Netzteile
mit Netztransformator.
Im Bereich größer 100W, PC etc. bleibt das SMP. Es gibt
auch gut entstörte Schaltnetzteile.
Mani W. schrieb:> Überall dort, wo man seine Schaltung nicht mit HF versauen möchte
Das Schöne dabei ist, das viele Verbraucher schon Regler an
Bord haben. Da braucht man noch nicht mal die Ausgangsspannung
zu stabilisieren.
Mani W. schrieb:> perfekte Netztrennung benötigt
Darauf verzichte ich, beispielsweise bei Festinstallation,
oft um die Verluste in Bereitschaft zu mindern.
LG
old.
Wir setzen hier für viele unserer kleinen Industrie-Designs immer noch
einen vernünftigen(!) Print-Trafo + LM317 ein.
Unsere Gründe:
- Wirkungsgrad spielt schlicht keine Rolle
- Preis geht im Rauschen unter
- Die Zuverlässigkeit ist einfach höher als bei Schaltnetzteilen. Je
weniger Bauteile, desto geringer ist die Ausfallwahrscheinlichkeit.
- Zumindest da kein EMV-Ärger. Außerdem ist man im Layout freier.
- saubere Ausgangsspannung
- Und für unsere Kunden wichtig: man darf davon ausgehen, dass man so
etwas auch in 20 Jahren noch problemlos reparieren kann bzw. die
Ersatzteilversorgung gesichert ist.
Aber wie gesagt: das sind keine Allerweltskonsumartikel
Chris D. schrieb:> Wir setzen hier für viele unserer kleinen Industrie-Designs immer noch> einen vernünftigen(!) Print-Trafo + LM317 ein.
Ich nehme an, euer Markt ist auf die ~230V Region begrenzt.
Fakt ist daß Trafonetzteile, sofern sie richtig dimensioniert sind
Jahrzehnte halten und fast unkaputtbar sind, während Schaltnetzteile
über die Zeit eine immer höhere Ausfallwahrscheinlichkeit haben, da die
Elkos hier viel stärker belastet werden.
Also werde ich im privaten Bereich ohne Not lieber ein einfach
gestricktes Trafonetzteil benutzen.
Ansonsten haben Schaltnetzteile viele Vorteile wie niedriger
Standby/Leerlaufverbrauch, Größe, Gewicht, Weiteingangsspannungsbereich
und inzwischen auch Preis.
A. K. schrieb:> Chris D. schrieb:>> Wir setzen hier für viele unserer kleinen Industrie-Designs immer noch>> einen vernünftigen(!) Print-Trafo + LM317 ein.>> Ich nehme an, euer Markt ist auf die ~230V Region begrenzt.
Ja, zumindest unsere Produkte im Bereich Industrie-Steuerungen und
Sensormodule. Maximale Leistungsaufnahme dürften bisher um die 50W
gewesen sein.
Aus diesen Daten machen dann andere richtig (durchaus auch mal mehrere
MW) Leistung :-)
Ich habe hier gerade ein Spielprojekt auf dem Tisch. Da brauche ich
mehrere Ausgangsspannungen, einmal 18V brummfrei mit wenig Leistung und
einmal ca. 100V mit noch weniger Leistung.
Mit einem kleinen Trafo (faktisch eine AC-Wandwarze) bin ich da mit ein
paar Dioden und kleinen Elkos dabei. Ein Schaltnetzteil von der Stange
gibt es nicht. Selber bauen ist aufwendig und bei den Anforderungen an
die Isolation auch nicht einfach. Und ein Standard-Schaltnetzteil mit
nachgeschaltetem Spannungswandler auf der Kleinspannungsseite wird viel
aufwendiger. Und größer. Und hat vermutlich auch mehr Verluste.
Aus der W. schrieb:> Ich ersetze Schaltnetzteile wo es geht durch Netzteile> mit Netztransformator.
Ich ersetze, wo es nur irgendwie geht, 50Hz Trafos durch
Schaltnetzteile!
Gerade kleine Trafos haben oft einen lausigen Wirkungsgrad und werden
schon im Leerlauf ordentlich heiß. Hinzu kommen dann noch die Verluste
am Linearregler, der ja mindestens +/-10% Netzspannungstoleranz
ausregeln muß.
Kleine Schaltnetzteile kommen dagegen völig ohne Kühlung aus und werden
nicht mal handwarm. Das erhöht natürlich massiv die Lebensdauer. Die
heißen Printtrafos sind mir schön öfter abgeraucht.
Wenn man, wie im Eröffnungspost geschehen, lediglich den Preis und die
Grösse als Vergleichskriterienverwendet, und sich dabei auf Leistungen
bis zu einer bestimmten Höhe beschränkt, dann geht er zugunsten des
Schaltnetzteils aus.
Aber das ist eine beschränkte Sichtweise und diese Beschränkung ist für
eine Anzahl von Anwendungen, Marktsituationen und Typen von Anwendern
(Entwicklern) nicht zweckmäßig.
Aus den Ergebnissen der Suche nach "Vergleich Schaltnetzteil
konventionelles Netzteil" zitiere ich hier mal einige weitere Faktoren
(auch einige die für ein Schaltnetzteil sprechen), die eine Rolle
spielen (können). In Summe ergibt sich daraus, dass es durchaus eine
Reihe von weiteren Kriterien gibt, die in einer bedeutenden Anzahl von
Fällen ein konventionelles Netzteil (Netztrafo und ggf. Linearregler)
die angemessenere Lösung sein lässt. Es wird angenommen, dass jeweils
Netzteile gleicher Leistung verglichen werden.
Schaltnetzteil:
- komplexe Technik
- vergleichsweise Hochfrequent
- Abschirmungen nötig
- Mehr Wissen erforderlich
- (potentiell) empfindlich gegen Einstreuungen
- mehr Bauteile - also höhere Ausfallwahrscheinlichkeit
- Problem bei Grenzlasten (sehr niedrige Last)
- Verformung des Laststroms (Blindstrom, PFC evtl. nötig)
- Besondere Bauarten von Bauteilen nötig (Ripple)
+ Hoher Wirkungsgrad
+ Weniger Masse
etcpp.
Konventionelles Netzteil
+ Einfache Technik
+ leicht zu verstehen
+ Einfache, günstige Bauteile (bis auf den Trafo selbst)
+ "Gutmütigkeit" bei Überlast
- Grosse Masse
- Grosse Kupfer- und Eisenmenge
etcpp.
Weitere Faktoren kann man leicht im Internet finden.
Dazu kommt eine weitere Komplexitätsebene, weil je nach Situation eine
andere Reihenfolge von Prioritäten eine andere Wahl begründen muss.
Abschliessend kann man also sagen, dass die Frage auf die gestellte
Weise fast zwangsläufig zugunsten des Schaltnetzteiles beantwortet
werden muss, aber eben doch eine Reihe weiterer Faktoren eine Rolle
spielt (bzw. spielen kann), so dass die Antwort nicht mehr so
eindeutig ausfällt und eben die Leute, für die sich die Faktoren in
bestimmter Weise gestalten eben doch ein Trafo-Netzteil verwenden. Ich
z.B. werde in einem Labor-Messgerät eher einen Trafo verwenden, falls
ich mal so etwas baue.
Ich hoffe das hilft weiter.
Beitrag "Re: Gefährlicher Stromschlag durch SELV Netzteil"
Und:
Das Schaltnetzteil für das DAB+-Radio erfüllt zwar die
EN-Energiesparnorm,
stört aber derart die eigene Empfangsleistung, dass es den gewünschten
Multiplex nur mit Selbstbau-Trafonetzteil empfängt.
Warum baut man keine SNTs mit Schutzlage zwischen Sec. und Prim.?
Wo liegt das Problem, beim 50Hz-Netztrafo geht es doch auch.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Das Schaltnetzteil für das DAB+-Radio erfüllt zwar die> EN-Energiesparnorm,> stört aber derart die eigene Empfangsleistung, dass es den gewünschten> Multiplex nur mit Selbstbau-Trafonetzteil empfängt.
Ich habe kürzlich auch ein DAB+Radio gekauft. Es hat natürlich SNT und
Class-D für die Lautsprecherboxen. Der UKW-Empfang ist besser als bei
dem vorherigen Analogradio. Antenne ist die typische beigelegte Strippe
mit 2 offenen Litzen.
Wer in der HF Messtechnik zu Hause ist, oder gar als Funkamateur auf
Kurzwelle das Gras wachsen hören will, ist mit Trafonetzteilen eindeutig
besser bedient.
Es gibt zwar auch Schaltnetzteile die HF-Mäsig gut abgeblockt sind, die
sind aber extrem aufwendig gebaut ( doppelte Schirmung mit Filtern
zwischen den Schirmungen ) und somit relativ teuer. Alinco hat sowas im
Programm.
Aber sinnigerweise haben sie einen Regler mit der man die Schaltfrequenz
in gewissen Grenzen einstellen kann, um den entstehenden Birdi von der
Empfangsfrequenz zu entfernen.
Diese ganzen Wandwanzen zählen devinitiv nicht dazu. Wer einmal den
ganzen Tag auf der Suche nach Birdis in seinen eigenen Labor war,
welches in jedem Spektrumanalyzer und sogar auf den Oszillografen zu
sehen war, der verzichtet freiwillig auf diese Wanzen wo er nur kann.
Wenn man Netzteile benötigt dessen Restwelligkeit im Mikrovoltbereich
liegen mus, weil man z.B. mal einen Yigoszillator damit steuern will,
wird sicherlich auch kein Schaltnetzteil mit einer Restwelligkeit von
30mV wie es normalerweise üblich ist einsetzen wollen.
Es sei denn er braucht einen Lattenzaungenerator dessen Linienabstand
der Schaltfrequenz des Netzteiles entspricht.
Nicht immer ist moderne Technik die bessere Wahl.
Ralph Berres
Chris D. schrieb:> A. K. schrieb:>> Chris D. schrieb:>>> Wir setzen hier für viele unserer kleinen Industrie-Designs immer noch>>> einen vernünftigen(!) Print-Trafo + LM317 ein.>>>> Ich nehme an, euer Markt ist auf die ~230V Region begrenzt.>> Ja, zumindest unsere Produkte im Bereich Industrie-Steuerungen und> Sensormodule. Maximale Leistungsaufnahme dürften bisher um die 50W> gewesen sein.>> Aus diesen Daten machen dann andere richtig (durchaus auch mal mehrere> MW) Leistung :-)
Gegenbeispiel:
Mein Arbeitgeber setzt seit 30 Jahren keine Trafos mehr ein.
Unsere Versorgung ist meist 24V, der Leistungsbereich 20 - 250W. Ich
habe gerade gefragt: In der Zeit haben wir lediglich einige wenige
Schäden durch Blitzschlag gehabt, es sind KEINE Ausfälle ohne äußeren
Grund, z.B. wegen "Alterung" bekannt, unsere Geräte haben Laufzeiten von
im Schnitt >10 Jahre, oft aber auch >20 Jahre. Der Nutzungsgrad ist
gewerblich, d.h. da wird das Zeug auch wirklich beansprucht. Wir reden
hier von Mengen im dreistelligen Tausenderbereich, d.h. da ist wirklich
Erfahrung vorhanden.
Die Schaltnetzteile sind ZUVERLÄSSIGER als die alten Trafoteile. EVM
gibt es keine Probleme, besser gesagt sogar weniger Probleme als bei
Trafos (Immunität).
Hier geht es auch nicht um Stromverbrauch, den bezahlt der Kunde. Es
geht um Preis, Sicherheit und Gewicht, den zwingenden
Weitbereichseingang (den ein Trafo nicht bietet).
Wir verwenden unter anderem auch Netzteile von folgendem Hersteller:
http://www.pulspower.com/home/
Weiteres Beispiel:
Mein letzter Arbeitgeber. Branche: Industrieautomatisierung. Die
Netzteile spielten in der Ausfallswahrscheinlichkeit eine so geringe
Rolle, dass sie in Betrachtungen zur Zuverlässigkeit nicht relevant
waren.
Die Mär von den empfindlichen Schaltnetzteilen kommt von daher, dass die
Leute billigen Mist aus China im Kopf haben. Gute Industrienetzteile
sind genaus langelebig und sicher wie Trafos.
Seit mir nich böse, aber Eisenschweine sind nicht mehr üblich, und das
hat Gründe. Vile gute Gründe.
Es gibt ja praktisch keine Mittelwellensender mehr. Aber selbst wenn es
sie gäbe, wäre ein Empfang in meiner Wohnung nicht mehr möglich. All die
schlecht entstörten SNTs hier im Mehrfamilienhaus machen ganz schön
Krach im Radio. Sogar auf UKW ist der Empfang schwacher Sender gestört.
Hi,
Herr B. schrieb im Beitrag #5258627:
> Merke: Je weniger Bauelemente einen Schaltung enthält, desto> zuverlässiger ist sie. Das ist auch ein Unterschied zwischen Schalt-> und konventionellem Netzteil.
diese Aussage höre ich oft, kann sie aber nicht ganz nachvollziehen.
Klar, je mehr Bauteile, umso mehr Bauteile können versagen. Das kann man
sogar statistisch untersuchen.
Wenn allerdings eine Schaltung mit mehr Bauteilen zu einer
gleichmäßigeren Wärmeverteilung (und u.U. sogar zu einer geringeren
thermischen Beanspruchung der einzelnen Komponenten) führt, und
entsprechend EIN Bauteil nicht mehr thermisch stark beansprucht wird,
trägt das nicht ebenso zu einer höheren Zuverlässigkeit bei?
soso... schrieb:> Gegenbeispiel:> Mein Arbeitgeber setzt seit 30 Jahren keine Trafos mehr ein.> Unsere Versorgung ist meist 24V, der Leistungsbereich 20 - 250W.
Das ist allerdings auch schon eine andere Leistungsklasse. Bei 250W
würde ich auch kein lineares Netzteil mehr nehmen :-)
> EVM> gibt es keine Probleme, besser gesagt sogar weniger Probleme als bei> Trafos (Immunität).
Es kommt - wie immer - auf den Einsatzbereich an. Wie geschrieben: wir
haben hier teilweise sehr empfindliche Sensorik. Da sind SNT nur schwer
einsetzbar, bzw. wäre das mit enormem Aufwand verbunden.
> Hier geht es auch nicht um Stromverbrauch, den bezahlt der Kunde. Es> geht um Preis, Sicherheit und Gewicht, den zwingenden> Weitbereichseingang (den ein Trafo nicht bietet).
Stimmt - wenn die Bedingungen so sind, dann bleibt fast nur ein SNT.
> Seit mir nich böse, aber Eisenschweine sind nicht mehr üblich, und das> hat Gründe. Vile gute Gründe.
Die Beispiele hier im Thread zeigen eigentlich nur eines: es kommt
darauf an :-)
Der Großteil der Netzteile werden in Zukunft SNT sein - wir setzen die
natürlich auch oft ein.
Aber es gibt eben genug Nischen, in denen lineare Regler deutliche
Vorteile haben.
Ich mach hin und wieder ein Lownoise Design, im Bereich Analog & HF. Ich
habe da Frequenzquellen, die haben eine Empfindlichkeit von 1kHz/mV auf
der Speisung und etwas gleich viel auf dem Steuereingang. Schrott auf
diesen spannungen bewirkt direkt Phasenrauschen. Dh die Speisung, sowie
der Steuereingang muss ein Rauschen(Schrott) von weit unterhalb einem mV
haben. Die Temperaturabhaengigkeit ist auch bei 1MHz/K, daher wird mit
Peltier auf mK stabilisiert.
Harald W. schrieb:> Wieso? 2x115V Primärwicklungen sind doch heutzutage Standard.
Schon. Aber wer ist es denn heute noch gewohnt, darauf zu achten und den
Umschalter rechtzeitig richtig einzustellen. ;-)
soso... schrieb:> Chris D. schrieb:> Gegenbeispiel: ...
Dein Text zeigt nur eines: "Es gibt Schaltnetzteile die lange haltbar
sind, und die einen Weitbereichseingang haben".
Er trägt aber zu einer grundsätzlichen Abwägung nichts Sinnvolles bei,
weil er zum einen nur ein Beispiel (einer gewissen individuellen
Konstruktion) zeigt und dazu noch eines bei dem ein Vergleich überhaupt
nicht erfolgt ist. (Jedenfalls hast Du davon nichts geschrieben).
Wer jahrzehntelang nur Schaltnetzteile verwendet kann schon
prinzipiell keine vergleichende empirische Aussage zu konventionellen
Netzteilen machen. Er wird objektiv den Eindruck haben, das SNTs lange
(was immer man für "lange" hält) halten, aber die Folgerung, dass sie
länger halten als konv. NT beruht damit dennoch auf keinerlei Erfahrung.
Es ist unstrittig, dass man etwa die Bauteile eines SNT so wählen kann,
dass sie lange halten. Aber gleiches gilt auch für konventionelle
Netzteile. Das ist also kein Gegenargument. Man könnte sogar dagegen
halten, dass durch die geringere Anzahl von Bauteilen konv. NT
prinzipiell die gleiche Haltbarkeit mit geringerem Aufwand erreichen.
> Die Schaltnetzteile sind ZUVERLÄSSIGER als die alten Trafoteile. EVM> gibt es keine Probleme, besser gesagt sogar weniger Probleme als bei> Trafos (Immunität).> Hier geht es auch nicht um Stromverbrauch, den bezahlt der Kunde. Es> geht um Preis, Sicherheit und Gewicht, den zwingenden> Weitbereichseingang (den ein Trafo nicht bietet).
Schon, aber dieser Satz von Kriterien ist ja nicht der einzig
maßgebende. Andere Kunden haben andere Kriterien mit anderen
Prioritäten.
> Weiteres Beispiel:> Mein letzter Arbeitgeber. Branche: Industrieautomatisierung. Die> Netzteile spielten in der Ausfallswahrscheinlichkeit eine so geringe> Rolle, dass sie in Betrachtungen zur Zuverlässigkeit nicht relevant> waren.
Da fehlt Detail. War die Ausfallwahrscheinlichkeit im Vergleich zu den
restlichen Bauteilen und deren gesamter restliche
Ausfallwahrscheinlichkeit gering oder was war der Vergleich? Aber es
gilt ohnehin, dass man auch für konv. NTs Bauteile wählen kann, die eine
geringere Ausfallwahrscheinlichkeit haben. Lässt man mal die Tatsache
unberücksichtigt, dass es da eine Untergrenze gibt bzw. nimmt an, dass
grundsätzlich Bauteile mit der niedrigsten Ausfallwahrscheinlichkeit
gewählt werden, so bleibt allein aufgrund der höheren Anzahl der
Bauteile in einem SNT eine höhere Gesamtausfallwahrscheinlichkeit.
> Die Mär von den empfindlichen Schaltnetzteilen kommt von daher, dass die> Leute billigen Mist aus China im Kopf haben. Gute Industrienetzteile> sind genaus langelebig und sicher wie Trafos.
Das mag so sein. Aber wir erzählen uns hier ja keine Märchen bzw.
sollten sie ignorieren. Vielmehr ist es Stand der Kenntnis, dass
Schaltnetzteile ihrem Prinzip nach vergleichsweise empfindlicher gegen
Einstrahlung sind.
> Seit mir nich böse, aber Eisenschweine sind nicht mehr üblich, und das> hat Gründe. Vile gute Gründe.
Das halte ich für manipulativ ausgedrückt: Du unterstellst, dass uns
Emotionen im Wege stehen, Deine Behauptung zu akzeptieren - wir also
kein Urteilsvermögen besitzen. Aber man wählt zwischen konv. NT und SNT
nach möglichst objektiven Kriterien und nicht nach dem was "üblich" ist.
Die vielen Gründe fehlen mir in Deinem Text.
Harald W. schrieb:> Wieso? 2x115V Primärwicklungen sind doch heutzutage Standard.
Und wenn der Vertriebler von seiner US-Reise mit dem teuren Vorführgerät
zurück kommt, fliegt ihm zumindest das Netzteil um die Ohren, wenn er es
hier wieder anschliesst.
Peter D. schrieb:> Kleine Schaltnetzteile kommen dagegen völig ohne Kühlung aus und werden> nicht mal handwarm. Das erhöht natürlich massiv die Lebensdauer. Die> heißen Printtrafos sind mir schön öfter abgeraucht.
Mir sind in den letzten Jahren 2 Steckernetzteile im wahrsten Sinne des
Wortes abgeraucht. Beides klassische Trafonetzteile. Anstatt einfach nur
kaputt zu gehen, sind der Trafo und das Gehäuse auch noch eine
formschlüssige Verbindung eingegangen.
Leute merkt Ihr was, Timmy ist um 4:13 ins Bett gegangen.
Er hat sein Ziel aber erreicht, mit einer provokanten aber völlig
nutzlosen Frage eine ebenso nutzlose Diskussion loszubrechen.
Freitags-Getrolle halt :-)
hansg schrieb:> Leute merkt Ihr was
Nein, hier merkt überhaupt keiner was. Deswegen freuen sich jetzt alle,
daß du dich hier als Merker zur Verfügung stellst. Hättest du das ein
paar Stunden früher geschrieben, wärest du sogar ein Schnellmerker.
Al3ko -. schrieb:> Klar, je mehr Bauteile, umso mehr Bauteile können versagen. Das kann man> sogar statistisch untersuchen.>> Wenn allerdings eine Schaltung mit mehr Bauteilen zu einer> gleichmäßigeren Wärmeverteilung (und u.U. sogar zu einer geringeren> thermischen Beanspruchung der einzelnen Komponenten) führt, und> entsprechend EIN Bauteil nicht mehr thermisch stark beansprucht wird,> trägt das nicht ebenso zu einer höheren Zuverlässigkeit bei?
Bei korrekter Dimensionierung wird kein Bauteil so warm (oder
anderweitig hoch beansprucht) daß seine Lebensdauer signifikant sinkt.
Du redest hier (wie viele deiner Vorposter) nicht über den Unterschied
"Schaltnetzteil" vs. "Trafonetzteil", sondern über "Pfusch" vs.
"Wertarbeit".
Ralph B. schrieb:> Diese ganzen Wandwanzen zählen devinitiv nicht dazu. Wer einmal den> ganzen Tag auf der Suche nach Birdis in seinen eigenen Labor war,> welches in jedem Spektrumanalyzer und sogar auf den Oszillografen zu> sehen war, der verzichtet freiwillig auf diese Wanzen wo er nur kann.
Hi,
"...das mitgelieferte Netzteil soll nicht durch ein Trafonetzteil
ersetzt werden, weil sonst die Garantie erlischt", tönt es vom Support.
Dabei arbeite ich jetzt mit meinem Trafo-Netzteil schon über ein halbes
Jahr damit ohne Probleme.
Zeitweise ist bei Verwendung des Schaltnetzteils bei hoch eingestellter
Lautstärke zu hören, wie die Lastausregelung sogar die Modulation des
gerade eingestellten DAB+-Senders als Störspektrum auf LW und MW
überträgt, so dass der Nachbar genau weiß, welches Radioprogramm ich
gerade höre.
Hier im angehängten Audiofile nur das Störspektrum im Leerlauf, und ab
Sekunde 4 etwa wird das Netzteil aus der Steckdose gezogen, läuft aber
kurz weiter.
Daten:
Oriental Hero Ele.FTY. AC/DC Switching adapter Model:
OH-104BA0750500U2-VDE
Input 100-240V~ 50/60 Hz
Output 7,5 V --- 500 mA
Made in China
Warum machen sich renommierte Radiohersteller mit sochen Dingern
unbeliebt?
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Warum machen sich renommierte Radiohersteller mit sochen Dingern> unbeliebt?
Weil es kaum noch renommierte Radiohersteller gibt, sondern nur noch
renommierte Marken, deren Rechte daran irgendwer gekauft hat und die
Labels auf beliebige Geräte chinesischer Produktion pappt.
Timmy schrieb:> gibt es eigentlich überhaupt noch sinnvolle Anwendungsgebiete für> Netztrafos für den Bereich <100W?
Ja,
manchmal sogar ein NoGo, keine Trafo-Längsregler-Netzteile zu verwenden.
ciao
gustav
Fuser schrieb:> soso... schrieb:>> Für Bastelprojekte habe ich Trafos schon lange durch solche Module>> ersetzt:>>> https://www.reichelt.de/Wandler-Module-AC-DC/RAC02-12SC/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=159201&GROUPID=7242&artnr=RAC02-12SC&SEARCH=Recom%2B2W>> Der Grund ist nicht sosehr, dass das so "grün" sein soll oder "modern",>> sondern schlicht Gewicht und Größe.>> Schöne Teile, die habe ich bisher noch nicht entdeckt :-)>> Was für Sicherungen setzt man den am besten davor?
Der Hersteller sagt glaube ich 1AT.
Ich verwende 5x20mm, allerdings muss klar sein, dass fallweise (je nach
Produktnorm) auch Sicherungen mit höherem Schaltvermögen notwendig sein
können.
Was die Diskussion angeht:
Das ist aus meiner Sicht der Grund, warum in DE kaum noch Elektronik
entwickelt wird. Hier diskutiert man Dinge, die seit 20 Jahren gegessen
sind. Zweifel? Man sichte sämtlich Steckernetzteile im Haus ;-)
Immer noch zweifel? Man zerlege sämtliche Haushaltselektronik.
Diese komische Einstellung erklärt einiges:
Unser Hauptkonkurrent ist eine deutsche Firma. Ich durfte derern
Produkte einmal unter die Lupe nehmen. Mir sind die Tränen gekommen,
schließlich bin ich Deutscher. Die Diskussion hier erklärt einige der
Funde, die ich machen durfte (Beispiel: Platinen mit 100% THT-Technik,
in einem neuen Gerät).
Das mag ja technisch tragbar sein, aber gegen eine 100%-SMD-Platine
sieht das preislich kein Land.
Und dabei ist Österreich wirklich das Gegenteil von zukunftsorientiert.
Aber die sind halt nur 10 Jahre hinten, in DE lebt die gesamte
Entwicklerzunft inzwischen offensichtlich 30 Jahre hinter dem
technischen Stand.
Ich finde das schade und traurig, und der Qualität ist es auch nicht
zuträglich, aber es ist nun mal so. DE ist technisch tot und lebt von
Überresten aus besseeren Zeiten. Schuld sind keine Manager, nein, das
ist die Verbohrtheit und das sinnlose fetklammern an Überkommenem.
soso... schrieb:> Man sichte sämtlich Steckernetzteile im Haus ;-)> Immer noch zweifel? Man zerlege sämtliche Haushaltselektronik.
Diese Hersteller interessiert es ein Scheißdreck, ob dann noch
Kurzwellenempfang möglich ist. Hauptsache es lässt sich billig
produzieren.
Die EN Norm die diese Störstrahlungen eigentlich verhindern sollen, ist
dank der Lobbyarbeit der Hersteller gegenüber der Gesetzgeber so
aufgeweicht, das man beinahe alles durchbekommt.
Ich bleibe dabei. Nicht alles was neu entwickelt wird ist unbedingt in
jedem Fall Sinnvoll. ( Ich denke da nur an die Powerlinegeschichten,
welche demnächst wohl flächendeckend auch jeden UKW Empfang und auch DAB
Empfang unmöglich machen. Hoffentlich wird das noch rechtzeitig
verhindert.
Ralph Berres
Hallo,
was Störungen von Schaltnetzteil betrifft: ich habe 9 Jahre lang 24 Volt
Schaltnetzteil für Phantomspeiseblock verwendet und damit viele
Aufnahmen gemacht - von Matthäuspassion von Bach bis Orgelkonzerte und
Prüfungen. D.h. empfindlichste Audio geht mit Schaltnetzteil auch!
Aber so im allgemeinen bin ich eher für Netztrafo. Ja, heutzutage sagen
Schaltnetzteile selten ab. Wenn aber, dann schon laut, mit Knall!
Während Netztrafo im schlimmsten Fall nur etwas raucht.
Man kann heute wirklich gute und platzsparende Trafo kaufen. Wenn es um
Effizienz geht, dann lieber DC/DC-Wandler nach dem Trafo. Universelle
Trafos zwingen leider oft dazu, solche Wandler zu verwenden, wenn man
mehrere verschiedene Spannungen braucht. Alternative ist, Trafo selber
zu machen - das ist auch gar nicht so kompliziert. Hier kann man auch
durch kleinere Induktion die Geräusche dämpfen (dafür muß man zwar mit
Gewicht bezahlen).
Maxim B. schrieb:> Wenn aber, dann schon laut, mit Knall!> Während Netztrafo im schlimmsten Fall nur etwas raucht.
Wobei die weiteren Konsequenzen sich ebenfalls unterscheiden.
Wenn sich Schaltnetzteile mit Blitz und Donner zu Wort melden, dann sind
sie meistens einfach nur tot und das wars. Überspannung gehört zu den
selteneren Fällen, meist verreckt der Primärkreis.
Bei Linearnetzteilen gibts deutlich mehr Ausfallszenarien, bei denen die
angeschlossene Schaltung ebenfalls raucht, weil der Regler nur noch
durchwinkt.
Auch, wenn einer der Herren Moderatoren etwas dagegen zu haben
scheint:
Ja, so lange das nicht gegen die hiesigen Nutzungsbedingungen
verstößt, kaufe ich Netztrafos -bevorzugt für wenig Geld in Form von
Steckernetzteilen auf Flohmärkten. Billiger kann ich nicht dazu kommen.
Auch, wenn ich nach der Löschung eines Beitrages keine Mail mehr
erhalte -ich merke das und ich stelle ihn erneut ein. Eben, weil er
gegen keine Bedingung verstößt.
Frohes Schaffen weiterhin
A. K. schrieb:> Wenn sich Schaltnetzteile mit Blitz und Donner zu Wort melden, dann sind> sie meistens einfach nur tot und das wars. Überspannung gehört zu den> selteneren Fällen, meist verreckt der Primärkreis.>> Bei Linearnetzteilen gibts deutlich mehr Ausfallszenarien, bei denen die> angeschlossene Schaltung ebenfalls raucht, weil der Regler nur noch> durchwinkt.
Das hängt von der Schaltung ab.
Mit Schaltnetzteil kann Überspannung passieren, auch lineare Regler kann
sicher ausgelegt werden.
Schaltnetzteil speichert aber viel mehr Energie im Kondensator (wegen
Eingangsspannung von über 300 Volt), deshalb prinzipiell ist auch Gefahr
für Explosion größer. Kleintrafo mit 0,1 mm Draht - hier kann nicht viel
explodieren.
Ich würde so sagen: bei gleicher Komplexität ist Netztrafo-Netzteil
sicherer.
Oft ist es aber viel einfacher, fertige 5 Volt oder 9 Volt oder 24 Volt
Netzteil zu nehmen und nicht lange weiter überlegen. Stirbt es, so
kaufen wir was anderes, Hauptsache Eingangsbuchse ist wie immer.
Ich habe auch nach längerem Googeln keine Antwort zur Behauptung
gefunden, dass ein Netztrafo eine bessere Netzisolation liefert als ein
mittelgutes SNT (z.B. von Mean Well).
Selbst Wikipedia listet dies nicht bei Nach- Vorteile auf.
Bei allem Jammern muss man doch immer wieder feststellen, dass es auch
„die großen“ Messgerätehersteller seit 30 Jahren auf Schaltnetzteile
setzen. Auch im HF-Bereich setzt HP (jetzt Agilent/Keysight) seit eh und
je auf Schaltnetzteile. Bei uns läuft in der Produktion seit ~1990 jeden
Tag einer dieser Brocken und testet Antennen. Außer kalibrieren muss man
da nix. Läuft und läuft .. trotz Schaltnetzteil. Bei R&S, Agilent,
Anritsu oder wie sie auch alle heißen - alles SNTs.
Dass man durch Nachbauen von Application Notes nicht zum Ziel kommt,
sollte eigentlich klar sein. Das ist bei Schaltreglern so und ist bei
Schaltnetzteilen noch schlimmer.
123 schrieb:> Auch im HF-Bereich setzt HP (jetzt Agilent/Keysight) seit eh und> je auf Schaltnetzteile. Bei uns läuft in der Produktion seit ~1990 jeden> Tag einer dieser Brocken und testet Antennen. Außer kalibrieren muss man> da nix. Läuft und läuft .. trotz Schaltnetzteil. Bei R&S, Agilent,> Anritsu oder wie sie auch alle heißen - alles SNTs.
Dann schaue dir aber auch mal an welchen Aufwand da getrieben wird um
dies Schaltnetzteile ruhig zu bekommen. Der ist viel größer als bei den
in der Konsumtechnik anzutreffende SNTs.
Ralph Berres
Ralph B. schrieb:> Dann schaue dir aber auch mal an welchen Aufwand da getrieben wird um> dies Schaltnetzteile ruhig zu bekommen.
Hi,
das berühmt, berüchtigte "Bouncen" führte zu unverhältnismäßig
zahlreichen Ausfällen.
Gerade bei Leistungen über 1500 Watt.
Egal ob "hot swappable" oder nicht.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Ralph B. schrieb:>> Dann schaue dir aber auch mal an welchen Aufwand da getrieben wird um>> dies Schaltnetzteile ruhig zu bekommen.>> Hi,> das berühmt, berüchtigte "Bouncen" führte zu unverhältnismäßig> zahlreichen Ausfällen.> Gerade bei Leistungen über 1500 Watt.> Egal ob "hot swappable" oder nicht.>> ciao> gustav
??????
Ralph B. schrieb:> Karl B. schrieb:>> Ralph B. schrieb:>>> Dann schaue dir aber auch mal an welchen Aufwand da getrieben wird um>>> dies Schaltnetzteile ruhig zu bekommen.>>>> Hi,>> das berühmt, berüchtigte "Bouncen" führte zu unverhältnismäßig>> zahlreichen Ausfällen.>> Gerade bei Leistungen über 1500 Watt.>> Egal ob "hot swappable" oder nicht.>>>> ciao>> gustav>> ??????
Er meinte vermutlich den Einschaltpeak, verursacht durch Inrush-Ströme.
Schaltnetzteile sind kapazitive Lasten, schlechte Netzteile sterben
wirklich oft beim Einschalten.
Grund:
Schaltet man ein solches beim Maximum des Netzsinus zu, fließt ein sehr
hoher Strom in die Zwischenkreiskapazität. So 500A sind schon mal drin,
wenn das Netz einen guten Tag hat. Wenn es knallt, dann knallts genau
da. Man hört das beim Einschalten auch.
Wer eine alte Elektroinstallation hat, kennt das vom PC.
Da macht der Trafo aber auch keine bessere Figur. Schaltet man die beim
Nulldurchgang zu, machts auch hübsch "Brrrommm". Da fließen auch hohe
Strompeaks. Schlimmer noch, da muss sich der normale Zustand erst
einschwingen.
Ich empfehle dazu einfach mal Messungen :-)
Oder hier nachlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Einschalten_eines_Transformators
Als nichts neues untr der Sonne ;-)
Peter D. schrieb:> Aus der W. schrieb:> Ich ersetze, wo es nur irgendwie geht, 50Hz Trafos durch> Schaltnetzteile!
....
Ich mache das genau umgekehrt!
Immer wieder interessant, wie unterschiedlich doch die Ansichten sind.
Hallo,
ja es gibt billige und teure Schaltnetzteile und Trafos.
Mehrere Schaltnetzteile sind mir wegen Überspannung/Blitzeinschlag
Stromnetz gestorben.
Die alten Trafos haben das überstanden. Wenn ich alte Trafos sage meine
ich das Alter von 30Jahren und mehr. Diese wurden noch richtig
hergestellt, mehr Kupfer und größere Leistungsreserven.
Die DDR Trafos hatten 130% und mehr Reserven.
Gruß Frank
soso... schrieb:> Er meinte vermutlich den Einschaltpeak, verursacht durch Inrush-Ströme.
Ich meinte aber was anderes
Bei den von den Messgeräteschmieden eingesetzte Schaltnetzteile wird ein
enormer Aufwand getrieben, um 1. den HF Müll welche diese Netzteile
erzeugen ausreichend zu unterdrücken, und 2. die Restwelligkeit am
Ausgang gering genug zu halten. Sie sind in der Regel voll gekapselt und
fast wasserdicht, und zudem mit steilflankigen Filtern an Ein und
Ausgängen versehen. Welche Wandwarze macht das schon?
Ralph Berres
Hi,
die Dinger meinte ich, um konkret zu werden:
https://www.ebay.com/itm/NEW-Lucent-Martek-MAX-TNT-SP-DC-H-PS2246-Power-Supply-965-W-Hot-Swappable-/132311463430soso... schrieb:> Er meinte vermutlich den Einschaltpeak, verursacht durch Inrush-Ströme.
Unter "Bouncen" meinte ich das oft unvorhersehbar zufällige mehr oder
weniger periodische Auf- und Abschaukeln der Betriebsspannungen
innerhalb weniger Sekunden, was die "roten Lampen" angehen ließ. (Nicht
unbedingt gut für HDD-gestützte Systeme.)Im Bild ist die DC-Version
(48-60V) gezeigt, die AC-230V-Version hatte diese Macke ebenfalls.
ciao
gustav
soso... schrieb:> Schaltnetzteile sind kapazitive Lasten, schlechte Netzteile sterben> wirklich oft beim Einschalten.
Mit PFC wirkt da die Drossel strombegrenzend.
Wo ich mir sorgen mache, sind die LED-Röhren,
die ich ohne Drossel verwende. Mal sehen wieviele
Schaltspiele die mitmachen ...
LG
old.
Timmy schrieb:> Ich habe auch nach längerem Googeln keine Antwort zur Behauptung> gefunden, dass ein Netztrafo eine bessere Netzisolation liefert als ein> mittelgutes SNT (z.B. von Mean Well).
Gerade die kleinen Netztrafos haben zwei Spulenkammern, die optimale
Isolation bieten. Die Ableitströme kann man ganz vernachlässigen.
Ich weiß nicht, welche MW-Netzteile Du meinst. Die, die ich von MW
kenne, haben alle Schutzklasse I, was einen Schutzkontakt bedingt, und
damit auch die 0 V ausgangsseitig auf den Schutzkontakt legt. Das will
man eigentlich nicht haben.
Die Geräte mit Schutzklasse II haben einen deutlichen Ableitstrom: läßt
Phasenprüfer aufleuchten, Fingerkuppen kribbeln und kann empfindliche
Eingänge zerschießen, sofern keine vorausseilende Masse am Stecker
besteht.
Ralph B. schrieb:> Nicht alles was neu entwickelt wird ist unbedingt in> jedem Fall Sinnvoll. ( Ich denke da nur an die Powerlinegeschichten,> welche demnächst wohl flächendeckend auch jeden UKW Empfang und auch DAB> Empfang unmöglich machen. Hoffentlich wird das noch rechtzeitig> verhindert.
Die Hoffnung kannst Du getrost begraben, 'wir' wollen doch alle den
Fortschritt :-(
soso... schrieb:> Da macht der Trafo aber auch keine bessere Figur. Schaltet man die beim> Nulldurchgang zu, machts auch hübsch "Brrrommm".
Das hängt von der Auslegung ab.
Probiere mal eine kleinere Primärspannung und es gibt
kein Brrrommm.
In der Regel hat man aber auch dabei einen Ladekondensator
aufzuladen ...
LG
old.
m.n. schrieb:> Timmy schrieb:>> Ich habe auch nach längerem Googeln keine Antwort zur Behauptung>> gefunden, dass ein Netztrafo eine bessere Netzisolation liefert als ein>> mittelgutes SNT (z.B. von Mean Well).>> Gerade die kleinen Netztrafos haben zwei Spulenkammern, die optimale> Isolation bieten. Die Ableitströme kann man ganz vernachlässigen.>> Ich weiß nicht, welche MW-Netzteile Du meinst. Die, die ich von MW> kenne, haben alle Schutzklasse I, was einen Schutzkontakt bedingt, und> damit auch die 0 V ausgangsseitig auf den Schutzkontakt legt. Das will> man eigentlich nicht haben.
Meintest du nicht eher, "das will man unbedingt haben"? Warum sollte ich
keinen Schutzkontakt haben wollen?
> Die Geräte mit Schutzklasse II haben einen deutlichen Ableitstrom: läßt> Phasenprüfer aufleuchten, Fingerkuppen kribbeln und kann empfindliche> Eingänge zerschießen, sofern keine vorausseilende Masse am Stecker> besteht.
Und warum will ich das haben?
Timmy schrieb:> Meintest du nicht eher, "das will man unbedingt haben"? Warum sollte ich> keinen Schutzkontakt haben wollen?
Brummschleifen und weil er in der Regel ein Schmutzleiter ist.
LG
old.
Timmy schrieb:>> Die Geräte mit Schutzklasse II haben einen deutlichen Ableitstrom: läßt>> Phasenprüfer aufleuchten, Fingerkuppen kribbeln und kann empfindliche>> Eingänge zerschießen, sofern keine vorausseilende Masse am Stecker>> besteht.>> Und warum will ich das haben?
Das ist die Eigenschaft von ungeerdeten SNTs.
Ich will das nicht haben - keiner will das haben, das muß man aber
'fressen', wenn man keinen Trafo verwenden möchte.
Timmy schrieb:> Tolles Argument.
Das bezog sich wohl auf "Brummschleifen"? Die müssen nicht unbedingt
brummen, stören aber trotzdem. Offensichtlich ist Dir diese Problematik
nicht bekannt.
Timmy schrieb:> "und weil" müsste dann nämlich> "da" heissen.
Nein, weil es nicht ausschließlich ein "Schmutzleiter" ist sondern noch
mehr Probleme verursachen kann. Darum ist das "und" zur Aufzählung, auch
wenn diese unvollständig sein sollte, durchaus berechtigt.
Bist Du überhaupt an einer Beantwortung Deiner Frage interessiert?
Meine Frage wurde schon längst beantwortet. Es macht keinen Sinn und
Punkt. Das Argument der dreckigen Spannung wird mit einem
nachgeschalteten Linearregler gelöst. Es ist sowieso good practice einen
PoL-Wandler für einige Cent einzuplanen.
Die daraus entstandene Zusatzfrage, was das mit der Isolation auf sich
hat, wurde nur indirekt beantwortet. Wenn ich mir das richtig
zusammengereimt habe, ist es wohl so, dass Trafos zwei mechanisch
getrennte Spulenkammern haben, während die Übertrager in SNTs das wohl
nicht bieten.
soso... schrieb:> Was die Diskussion angeht:> Das ist aus meiner Sicht der Grund, warum in DE kaum noch Elektronik> entwickelt wird. Hier diskutiert man Dinge, die seit 20 Jahren gegessen> sind. Zweifel? Man sichte sämtlich Steckernetzteile im Haus ;-)
Das ist gleich doppelt Blödsinn. Zum einen, weil nur ein Bruchteil der
deutschen Elektronikentwickler in diesem Forum ist. Und auch nur ein
Bruchteil der Anwesenden professionell (sprich: für den Broterwerb)
Elektronik entwickelt.
Darüber hinaus ist die Frage gar nicht beantwortbar. Ob ein Schalt- oder
Trafo-Netzteil die bessere Wahl ist, hängt vom konkreten Fall ab. Der
ist hier aber gar nicht gegeben.
Peter D. schrieb:> Ich ersetze, wo es nur irgendwie geht, 50Hz Trafos durch> Schaltnetzteile!
dito, vor allem bei sek. Niederspannung muss ich mich nicht mehr groß um
VDE und Sicherheit kümmern mit Steckernetzteile.
Für größere Leistungen nehme ich dann Industrie Einbau NT als Einschub
19".
Ist zwar teurer aber betriebssicherer, was dann auch wieder geschätzt
wird, leicht austauschbar als Einschub und langlebig weil nicht
billigst.
Wie immer im Leben kommt es auf den Einzelfall an.
Für 300V galv. getrennt ist es auch schon mal sinnvoll 2 Netztrafos
Rücken an Rücken zu koppeln, billiger als wickeln lassen oder als
Spezialbeschaffung.
Timmy schrieb:> Wenn ich mir das richtig> zusammengereimt habe, ist es wohl so, dass Trafos zwei mechanisch> getrennte Spulenkammern haben, während die Übertrager in SNTs das wohl> nicht bieten.
Es müssen nicht zwangsläufig zwei Kammern sein, bei größeren Trafos -
insbesondere Ringkerntrafos - werden die Lagen auch direkt aufeinander
gewickelt.
Der Nachteil der SNTs ist die kapazitive Kopplung von der Primär- auf
die Sekundärwicklung, was bei den üblichen Schaltfrequenzen im
zig-kHz-Bereich zu den äußerst lästigen sekundären Ableitströmen führt.
Sofern es um Lötstationen oder Labornetzteile geht, verwende ich
ausschließlich Geräte mit Netztrafo. Beim Löten möchte ich keine Funken
an empfindlichen Schaltkreisen sehen und auch unter Spannung löten
können. Und auch bei Labornetzteilen sind Funken oder geerdete Ausgänge
tabu!
Timmy schrieb:> Meine Frage wurde schon längst beantwortet. Es macht keinen Sinn und> Punkt.
Ich habe aber noch eine Frage: Warum stellst Du das hier an den Anfang,
wenn Du von vornherein nicht die Absicht hast, andere Meinungen zu
akzeptieren?
Es ging Dir doch offenbar ausschließlich darum, Stimmung zu machen, oder
etwa nicht?
Timmy schrieb:> gibt es eigentlich überhaupt noch sinnvolle Anwendungsgebiete für> Netztrafos für den Bereich <100W? In Zeiten, wo man für 10-15 Euro schon> qualitativ brauchbare 5-10W Netzteile bekommt, wirkt es unsinnig, einen> 10-15 Euro Netztrafo zu kaufen, der für die selbe Leistung ausgelegt> ist. Ausserdem sind die natürlich wegen 50 Hz sehr gross (was auch den> Preis erklärt).
Axel S. schrieb:> soso... schrieb:>>> Was die Diskussion angeht:>> Das ist aus meiner Sicht der Grund, warum in DE kaum noch Elektronik>> entwickelt wird. Hier diskutiert man Dinge, die seit 20 Jahren gegessen>> sind. Zweifel? Man sichte sämtlich Steckernetzteile im Haus ;-)>> Das ist gleich doppelt Blödsinn. Zum einen, weil nur ein Bruchteil der> deutschen Elektronikentwickler in diesem Forum ist. Und auch nur ein> Bruchteil der Anwesenden professionell (sprich: für den Broterwerb)> Elektronik entwickelt.
Ich behaupte, dass ein Großteil der deutschen Elektronik-Entwickler
dieses Forum kennt, und ein nennenswerter Prozentsatz zumindest
mitliest.
Man stößt zwangsläufig drauf, wenn man z.B. nach Lösungen für ein
konkretes Problem über Google sucht.
Das hier dürfte das wichtigste deutschsprachige Forum mit
Elektronikbezug sein. Das Niveau der Beiträge ist schon weit gestreut,
aber man liest immer wieder Dinge, die nur von Profis kommen können, und
die vielen alten Beiträge waren mir schon oft hilfreich.
Für dieses Jahr lerne ich daraus, auf solcherart Fragen nach
allgemeingültigen Aussagen, die dazu noch vorgeben ihre eigene Antwort
zu enthalten, keinerlei Antwort mehr zu geben.
Künftig gehe ich davon aus, dass wer so etwas fragt und eine Antwort
auch wert ist, hinreichend Grundkenntnisse besitzt die Frage
vollständig, offen und korrekt zu formulieren.
soso... schrieb:> https://www.reichelt.de/Wandler-Module-AC-DC/RAC02-12SC/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=159201&GROUPID=7242&artnr=RAC02-12SC&SEARCH=Recom%2B2W>>> Der Grund ist nicht sosehr, dass das so "grün" sein soll oder "modern",>>> sondern schlicht Gewicht und Größe.>>>> Schöne Teile, die habe ich bisher noch nicht entdeckt :-)>>>> Was für Sicherungen setzt man den am besten davor?>> Der Hersteller sagt glaube ich 1AT.> Ich verwende 5x20mm, allerdings muss klar sein, dass fallweise (je nach> Produktnorm) auch Sicherungen mit höherem Schaltvermögen notwendig sein> können.
Für die 3-10 Watt Varianten eine Sicherung von 1A träge? Ist das nicht
ein bischen viel?
Hier kommt noch meine nicht gefragte Meinung:-)
SNTs können genau so zuverläßig entwickelt und gebaut werden wie
konventionelle Netzteile. Es kommt halt darauf an wieviel Aufwand und
Sorgfalt man in das Design reinsteckt. Billigst China SNTs sind
Minimallösungen die in der Regel nicht für Jahrzehnte gedacht sind und
man darf sich nicht aufregen wenn die Lebensdauer nicht erwartungsgemäß
ausfällt. You get what you paid for!
Professionelle SNTs sind wegen dem größeren Aufwand naturgemäß teurer
und oft größer. Beanspruchte Komponenten sind oft redundant um die
Ripple Ströme je C zu reduzieren. Ich habe nir schon öfters ältere
professionelle SNTs angesehen und war immer schockiert wie super
aufwendig die früheren Designs waren. Sicher, Fortschritt hat zu
Vereinfachungen geführt. Aber trotzdem.
Billigst China SNTs funktionieren in der Regel nur solange die hoch
beanspruchten Elkos noch nicht nennenswert abgenutzt sind. Es gibt Fälle
wo ein Billigst SNT 10 Jahre im Dauerbetrieb funktioniert haben, aber
beim Neustart dann ausfallen. Man kriegt halt was man bezahlt.
Ich wundere mich eigentlich wie Apple es schafft im Volumen unter 8cm3
ein vollständiges, sicheres SNT/Ladegerät für Smartphones das allen
Zertifizierungsansprüchen und Sicherheitsansprüchen genügt,
herzustellen.
Ein Plus der vielen kleinen SNT Wandwarzen sind der vergleichsweise der
angestrebte sehr viel geringere Standby Stromverbrauch. Da können deren
alten Cousinen um 3-5VA nicht mithalten. Leider erkauft man sich diese
Leistungsersparniss mit relativ hohen Störemmissionen. Diese Billigst
Designs haben nur minimale EMV Abwehrmaßnahmen eingebaut.
Konventionelle Netzteile sind auch nicht unbedingt bei benachbarten
Blitzeinschlag robuster. Ich hatte schon so einen Fall wo die
Gleichrichter bei einem normalen Netzteil durchschlugen, aber
benachbarte SNT überlebten. Als ganz Generalisieren kann man hier nicht
unbedingt.
Übrigens, lineare nachgeschaltete Regler sind nicht immer imstande die
schnellen Impulsspitzen am Ausgang nennenswert abzuschwächen. Ohne
entsprechende passive LC Filter geht das meist nicht so wie gewünscht.
Allerdings könnte man wenn man wollte, die Anzahl von gleichzeitig
eingesetzten SNTs reduzieren, indem man jedes Gerät mit einheitlichen
Spannungseingängen versehen würde und die Steckverbindungen kompatible
gestalten würde. Dann könnte man anstatt 5-10 einzelnen SNTs ein
einzelnes aber robustes Netzteil mit standesgemäßen PFC einsetzen um
viele der auf einem Platz vereinten digitalen Geräte wie Modems,
Routers, Switches, NAS Drives, etz. Der Aggregat PF von unzähligen SNTs
ohne PFC wird in der Regel immer viel schlimmer sein als ein einziges NT
mit PFC. Auf diesem Gebiet wäre weitere Innovation durchaus angesagt.
Auch würde ein solcher Ansatz die Verdrahtung weniger "Wild" aussehen
lassen. Da diese SNTs meist anschlußtechnisch nicht einheitlich
ausgeführt sind, hat man oft undurchschaubares Kuddelmuddel an
Netzkabeln, Wandwarzen usw. alles auf einem Fleck.
Naja, SNTs sind nun schon lange ein Bestandteil der modernen
Zivilisation und man wird ohne sie nicht mehr auskommen können.
Demzufolge müssen wir die Störungen von Analog Radio durch digital
arbeitende Geräte als kollateralen Sachschaden in Kauf nehmen müssen und
Analog Radio deswegen abschreiben. "You can't have the cake and eat it".
Solange Effizienz ausschlaggebend ist, wird man ohne SNTs nicht gut
auskommen können.
Es lebe das (gute) SNT!
Kondensatornetzteile fehlen noch in der Betrachtung.
Gerhard O. schrieb:> man wird ohne sie nicht mehr auskommen können.> Demzufolge müssen wir die Störungen von Analog Radio durch digital> arbeitende Geräte als kollateralen Sachschaden in Kauf nehmen müssen und> Analog Radio deswegen abschreiben. "You can't have the cake and eat it".> Solange Effizienz ausschlaggebend ist, wird man ohne SNTs nicht gut> auskommen können.
Sehe ich nicht so.
Gerhard O. schrieb:> SNTs ein> einzelnes aber robustes Netzteil mit standesgemäßen PFC einsetzen um> viele der auf einem Platz vereinten digitalen Geräte wie Modems,> Routers
Mein Router hat jetzt ein Netzteil mit Trafo, Gleichrichter und Elko.
Kein Längsregler aber eine Spannungsbegrenzung für den Leerlauffall.
Der tritt beim Reset oder Ziehen des DC-Steckers auf.
AM-Radio hören, kein Problem.
Das Netzteil habe ich in das Gehäuse vom NTBA gebaut.
LG
old.
> Lineare nachgeschaltete Regler sind meist nicht imstande die> schnellen Impulsspitzen am Ausgang nennenswert abzuschwächen. Ohne> entsprechende passive LC Filter geht das nicht so wie gewünscht.
...würde ich korrigieren.
Natürlich verschiebt ein Linearregler die nötige Eckfrequenz nach oben,
aber ohne Filter wird es nicht gehen.
Gerhard O. schrieb:> Allerdings könnte man wenn man wollte, die Anzahl von gleichzeitig> eingesetzten SNTs reduzieren, indem man jedes Gerät mit einheitlichen> Spannungseingängen versehen würde und die Steckverbindungen kompatible> gestalten würde. Dann könnte man anstatt 5-10 einzelnen SNTs ein> einzelnes aber robustes Netzteil mit standesgemäßen PFC einsetzen um> viele der auf einem Platz vereinten digitalen Geräte wie Modems,> Routers, Switches, NAS Drives, etz. Der Aggregat PF von unzähligen SNTs> ohne PFC wird in der Regel immer viel schlimmer sein als ein einziges NT> mit PFC. Auf diesem Gebiet wäre weitere Innovation durchaus angesagt.
Durchaus stichhaltig.
Und mit einer digital gesteuerten mehrfach Interleaved PFC, welche nach
P-Bedarf parallele Zweige zu- und abschaltet, in jedem Leistungsbereich
hocheffizient realisierbar. Bis hierhin auch jetzt schon wirtschaftlich.
Schwieriger wäre das danach.
a.) DC mit welchem Spannungsniveau? 400V direkt von der PFC über
Leitungen zu einzelnen Verbrauchern (dort je nach Leistungsbereich alles
von Quasi.Resonantem Flyback bis hin zu LLC)? Oder niedriger - aber wie
hoch? So niedrig, daß DC-Lichtbögen kein Thema wären? Dann aber hätte
man hier wiederum recht viel Kupferbedarf...
b.) AC mit welcher Spannung und Frequenz?
Ich will Dich nicht kritisieren, sondern habe einfach Interesse daran,
wie Du dazu stehst. Als "Nicht-Entwickler" (leider), der aber trotzdem
interessiert mitliest.
Gerhard O. schrieb:> Billigst China SNTs funktionieren in der Regel nur solange die hoch> beanspruchten Elkos noch nicht nennenswert abgenutzt sind. Es gibt Fälle> wo ein Billigst SNT 10 Jahre im Dauerbetrieb funktioniert haben, aber> beim Neustart dann ausfallen. Man kriegt halt was man bezahlt.>
So etwas passiert auch bei billigen Netztrafos kaum. Die sind zwar
schwer und groß, aber zuverlässig. Auch die Lösung Netztrafo >
Impulswandler ist bei gleicher Komplexität sicherer, als
Netz-Impulswandler. Genau bei Einschalten: die Ströme sind prinzipiell
viel höher, und früher oder später macht das Problem.
Ach Leute,
die Eingangsfrage dieses Threads war provokativ gemeint - und ohne
nachzudenken gestellt.
Die Grund-Einstellung dahinter sehe ich derart, daß es den Leuten in
zunehmendem Maße egal ist, wie sehr sie ihre Umwelt HF-mäßig verpesten.
In diese Kategorie gehören auch die Ansichten, daß es ja so modern ist,
möglichst alles kabellos machen zu wollen. Wir werden schon noch
erleben, daß jeglicher HF-Verkehr unterhalb 1 GHz nicht mehr möglich
ist.
Nun, im Gegensatz zum TO weiß ich, daß schlichte Trafos noch immer ihre
Daseinsberechtigung haben. Wem Störungen bei sich selber und beim
Nachbarn wurscht sind, der wird eher zum SNT tendieren, die anderen eher
zum Trafo und Kleinspannungsregler.
Und wer sich einen SNT-Modul ohne Gehäuse (RAC02-12SC) kauft, der
sekundär das da liefert:
Eingangsspannung: 80-264 V AC
Ausgangsspannung: 12 V DC
Ausgangsstrom: 167 mA
Wirkungsgrad: 74%
und satte 14,95€ kostet, hat m.E. zuviel Geld übrig.
Aber kommt mal vor dem Weiterdiskutieren auf die technischen Grundlagen
zurück.
Primär getaktete SNT haben eigentlich immer einen mechanisch recht
kleinen Übertrager, wo sich die Primärwicklung und die Sekundärwicklung
direkt übereinander befinden - und eben die Primärwicklung hat ein ganz
erhebliches dU/dt. Deshalb streut dies eben auch ganz erheblich auf die
Sekundärseite ein - und zwar gleichtaktmäßig. Das ist schlichtweg
unvermeidlich.
Sowas läßt sich auf der Sekundärseite überhaupt nicht wegfiltern, wenn
man keine geeignete Erde hat. Die herausgehende Kleinspannung mag dabei
so glatt und in sich störungsarm sein wie sie will, das Problem ist die
Gleichtakt-HF, die da herübergewinkt wird. Wenn das SNT primär Erde hat,
also an Schuko angeschlossen ist, dann kann man diese HF per Schirmfolie
im Übertrager gegen Schutzleiter/Gehäuse ableiten. Sonst aber nicht -
und man zeige mir mal ein Steckernetzteil mit Schuko-Anschluß!
Aus diesem Grunde steckt in vielen (oder fast allen) Steckernetzteilen
eine fiese Schaltung drin, nämlich, daß die HF gegen Phase abgeleitet
wird, indem man per spannungsfestem Kondensator die Sekundärseite auf
primäre Phase legt. Nun, statistisch erwischt man ja in 50% der Fälle
den Nulleiter...
Ich selbst hatte übrigens auch erlebt, daß das Stecker-SNT des DAB+
Radios den DAB+ Empfang kräftig gestört hat. Ich hatte das Problem dann
so gelöst, daß ich per Außenantenne, deftigem Vorverstärker und Kabel
den Empfangspegel am Radio (Teleskopantenne stillgelegt, SMA-Buchse
eingebaut) so hochgesetzt hatte, daß das SNT dagegen keine Chance mehr
hat. Ich sehe das aber nicht als normal und akzeptabel an.
So - Ortswechsel zur Firma: Dort bauen wir u.a. auch recht empfindliche
Meßgeräte, derentwegen ich viele Jahre lang auf SNT verzichtet habe.
Meanwell-Produkte von vor 10..5 Jahren waren die reinsten
Dreckschleudern. Da gönnt man sich lieber nen stinknormalen
Netztrafo+Grätz+Elko und anschließend einen gut abgeblockten
Schaltregler auf der Sekundärseite. Dessen Störungen kann man nämlich
gegen die sekundärseitige Masse ableiten. Und der Gesamtwirkungsgrad aus
Trafo+sekundärem SR ist allemal höher als die o.g. 74%. Nun,
mittlerweile ist Meanwell auch etwas besser geworden, so daß man in
einige Geräte SNT einbauen kann - das lohnt sich aber erst in der Klasse
120..240 Watt.
W.S.
W.S. schrieb:> Da gönnt man sich lieber nen stinknormalen> Netztrafo+Grätz+Elko und anschließend einen gut abgeblockten> Schaltregler auf der Sekundärseite. Dessen Störungen kann man nämlich> gegen die sekundärseitige Masse ableiten. Und der Gesamtwirkungsgrad aus> Trafo+sekundärem SR ist allemal höher als die o.g. 74%.
Genau so habe ich das bei der RIAA 2007 gemacht
für die Heiz- und Anodenspannung. :-)
LG
old.
Für private Basteleien soll doch jeder machen, was er will.
Für Neuentwicklungen wurden Trafonetzteile von der EU verboten.
Egal, ob es Sinn macht oder nicht.
Chris D. schrieb:> - Und für unsere Kunden wichtig: man darf davon ausgehen, dass man so> etwas auch in 20 Jahren noch problemlos reparieren kann bzw. die> Ersatzteilversorgung gesichert ist.
Genau dieser Satz sagt eigentlich alles, was für "alte" Techniken
spricht!
Chris D. schrieb:> - Wirkungsgrad spielt schlicht keine Rolle>> - Preis geht im Rauschen unter>> - Die Zuverlässigkeit ist einfach höher als bei Schaltnetzteilen. Je> weniger Bauteile, desto geringer ist die Ausfallwahrscheinlichkeit.>> - Zumindest da kein EMV-Ärger. Außerdem ist man im Layout freier.>> - saubere Ausgangsspannung
Full Ack!
michael_ schrieb:> Für private Basteleien soll doch jeder machen, was er will.>> Für Neuentwicklungen wurden Trafonetzteile von der EU verboten.> Egal, ob es Sinn macht oder nicht.
Ich nehme, daß das belegbar ist und man sich im Klarem ist was erreicht
werden soll.
Betrifft das nur Wandwarzen und ähnliche Geräte im stundenlangen
Bereitsschaftbetrieb die Konsumer immer angesteckt lassen und deshalb
bei Nichtgebrauch so wenig wie möglich Leistung verbrauchen sollen?
Ich nehme an, daß diese Reglung viele Ausnahmen berücksichtigt bzw. nur
gewisse Anwendungen miteinbeziehen.
Ralph B. schrieb:> Wer in der HF Messtechnik zu Hause ist, oder gar als Funkamateur auf> Kurzwelle das Gras wachsen hören will, ist mit Trafonetzteilen eindeutig> besser bedient.
Und sollte keine 230 V Led Dreckschleudern als Beleuchtung nutzen,
und zwar im ganzen Haus, wenn er schöne, alte Radios auf MW testen
möchte, vorausgesetzt, es finden sich noch Sender...
Die Glühbirne ist da der Beleuchtungsfreund...
Es ist eigentlich hahnebüchen wie man heutzutage über (unnötigen)
Energieverbrauch im Allgemeinen denkt.
Einerseits will man den Bereitschaftsverbrauch technischer Produkte so
niedrig wie möglich bekommen, andrerseits wird das ganze Land
flächendeckend mit digitaler Telephonie beglückt die an jeder Endstelle
etwas Ähnliches wie eine Fritzbox benötigen die dann 10-20W 24/7
benötigen - Auch bei Nichtgebrauch. Der aktuelle menschliche
Nutzungswirkungsgrad liegt dann typisch im unteren Prozentbereich.
Vergleich das mal mit der alten Analog Telephonie wo nur gerade das
benützte Telefon während der Zeit des Gespräches minimal Leistung
verbraucht hat. Auch die früheren mechanischen Wählerinfrastrukturen
verbrauchten nur beim eigentlichen Schalten Strom. Sicher, die
elektronischen Wähleranlagen später verbrauchten wahrscheinlich auch
irrsinnig viel Strom.
Ähnlich ist es mit dem Internet. Überall sind Router und WLANS 24/7 im
Betrieb um ein drahtloses Gerät ein paar Stunden pro Tag mit Daten zu
verbinden. Auch hier werden pro Haushalt zig Watt verbraten. Der
menschliche Nutzerwirkungsgrad liegt dann deutlich unter 20% pro Tag.
:-)
Die paar Transformator Wandwarzen machen die Sau dann auch nicht mehr
viel fetter. Nicht, daß es prinzipiell schlecht wäre, SNT zu verwenden,
nur fürchte ich man täuscht sich vielleicht...
Was ich damit sagen will: nur um 24/7 Bereitschaft in jedem Haushalt zu
bewahren wird landesweit irrsinnig viel Energie verschwendet. Leider
habe ich keine Lösung parat weil das Ein- und Ausschalten solcher Geräte
wegen der internen SW Vorgänge sehr umständlich ist und viel Zeit
verschlingt und es dann möglicherweise zu SW Fehlfunktionen kommen
könnte.
Die digitale Gesamt Infrastruktur der Menschheit ist global gesehen ein
Terawatt Totalverbraucher. Es wird berichtet, daß dieser Verbrauch zur
Zeit angeblich über 25% der Erzeugten Netz Gesamtleistung beansprucht
und deshalb nicht vernachläßigbar erscheint. Nur sieht der Einzelne es
nicht direkt. Vielleicht sind tatsächliche Fortschritte zur
Energieersparniss nur eine Grand Illusion. Ich weiß es nicht. Einerseits
werden durch Energieersparnisse in Legacy Sachen gute Resultate erzielt
während digitale Verbreitung neuer Systeme Vieles wieder zunichte macht.
Sicher, unsere Eltern hatten Glühobst zur Beleuchtung und viele
Haushaltsgeräte mit niedrigen Wirkungsgrad und, noch schlimmer, Radio
und Fernsehgeräte mit Röhren. Aber sie hatten halt alles andere nicht
und machten das Licht aus wenn sie aus dem Raum gingen... man war sich
durchaus bewußt, daß Verschwendung Geld kostet. Heute hat man 10W LED
beleuchtung und läßt sie aus Bequemlichkeit oft unnötig an. Dann wird
letzten Endes mehr gebraucht wie bei Glühobst dessen Gebrauch vernünftig
überwacht wurde.
Deshalb finde ich es immer noch etwas hahnebüchen wenn man solche
Reglungen sich ausdenkt...
Ok. Genug Tinte verschwendet. Ihr wollt es ja sowieso nicht wirklich
hören:-)
Mani W. schrieb:> Diese da:
weiss ich doch was du meinst, nur ist halt ein hingeworfenes LED-Lampe
nicht passend ohne den Vornamen der LED zu erwähnen ;)
Mani W. schrieb:> Ralph B. schrieb:>> Wer in der HF Messtechnik zu Hause ist, oder gar als Funkamateur auf>> Kurzwelle das Gras wachsen hören will, ist mit Trafonetzteilen eindeutig>> besser bedient.>> Und sollte keine 230 V Led Dreckschleudern als Beleuchtung nutzen,> und zwar im ganzen Haus, wenn er schöne, alte Radios auf MW testen> möchte, vorausgesetzt, es finden sich noch Sender...>> Die Glühbirne ist da der Beleuchtungsfreund...
Ich kann das bestätigen weil ich vor Jahren an einer UKW PLL Schaltung
arbeitete und wunderte mich warum da 50kHz Seitenbänder produziert
wurden. Von den PLL Daten war das theoretisch nicht zu erwarten. Es
stellte sich zufällig beim Abschalten meiner Lampe heraus, daß die Tisch
Kompaktlampe diese 50 KHz Energie in meine offene Schaltung einstrahlte.
Imme nach Abschalten verging der Spuk. Reumütige schraubte ich wieder
mein vorherige 75W Reflektorlampe rein und gut war es.
Es sieht so aus, als ob man bei empfindlichen Schaltungsaufbau am
Labortisch keine LED oder CFLs verwenden sollte.
Gerhard O. schrieb:> Reumütige schraubte ich wieder> mein vorherige 75W Reflektorlampe rein und gut war es.
Genau das habe ich auch gemacht, aber es hat sich nichts geändert,
es waren nur ein paar Sender zu empfangen, alles andere ergab seltsame
Geräusche und zwar über den gesamten Bereich...
Eine 10 Meter Verlängerung in den Garten brachte absolut nichts!
Ich bin dann darauf gekommen, dass ich in einem anderen Raum (gleicher
Stromkreis, gut 8 Meter entfernt) auch eine 230V Led Lampe mit 6 Watt
in Betrieb hatte...
Nach Abschalten dieser "Lampe" (Dreckschleuder) hatte ich dann keine
Störgeräusche mehr, aber dafür -zig andere Sender in voller
Lautstärke...
Es kommt immer darauf an, womit man sich in der Elektronik beschäftigt,
man sollte aber neuen Beleuchtungstechniken mit Schaltnetzteilen inside
etwas vorsichtig sein bezüglich Verseuchung des Netzes und der Luft...
Bestes Testmittel ist ein KW/MW Radio (Weltempfänger) mit Batterie-
betrieb und ein wenig durch die Wohnung gehen, bei Wandwarzen und
Computern, Bildschirmen, Netzteilen, Lampen den Frequenzbereich
durchdrehen und den Empfänger näher an das Objekt führen...
Durch Drehung des MW-Radios mit eingebautem Ferritstab ist mit etwas
Übung auch die Richtung zum Störobjekt erkennbar...
Gerhard O. schrieb:> Ähnlich ist es mit dem Internet. Überall sind Router und WLANS 24/7 im> Betrieb um ein drahtloses Gerät ein paar Stunden pro Tag mit Daten zu> verbinden. Auch hier werden pro Haushalt zig Watt verbraten. Der> menschliche Nutzerwirkungsgrad liegt dann deutlich unter 20% pro Tag.
Ehrilich gesagt, wundert das mich auch. Da haben wir schon seit
Jahrzehnten Techniken wie 'Wake-On-Lan' und 'Wake-On-Irgendwas', aber so
gut wie kein Router hat irgendwelche Energiespar-Modi oder intelligente
Techniken, die z.B. den fetten MIPS schlafen legen und nur einen kleinen
Tiny zur Überwachung und zum Wecken benutzen.
Die 'Plastikrouter' (wie der CCC sie kürzlich nannte) sind so eine
dauernde Wärmequelle und verfolgen eigentlich nur das Ziel, dem
Hersteller so viel Gewinn wie möglich zu schaffen und dem Kunden die
Kosten für die Infrastruktur aufzudrücken. Ich erinnere nur mal an die
Experimente, eine Fritzbox zu kühlen, die wir hier schon öfter hatten.
Matthias S. schrieb:> Ehrilich gesagt, wundert das mich auch. Da haben wir schon seit> Jahrzehnten Techniken wie 'Wake-On-Lan' und 'Wake-On-Irgendwas', aber so> gut wie kein Router hat irgendwelche Energiespar-Modi oder intelligente> Techniken, die z.B. den fetten MIPS schlafen legen und nur einen kleinen> Tiny zur Überwachung und zum Wecken benutzen.
Gibt es.
Nutzt halt keiner weil da in der Regel gepfuscht wird und man nur
Probleme damit hat.
http://www.ti.com/pdfs/bcg/adsl2_low_power_wp.pdf
Der Energiemonitor meiner FritzBox sagt mir dass das VDSL Modem für den
größten Anteil des Stromverbrauch verantwortlich ist. Klar braucht die
Modulation Energie. Aber wirklich so viel?
Bei meinem Speedport den ich zuvor hatte hat man das gemerkt wenn man
das Gerät angefasst hat, das Ding hatte >35°C, teils 45°C. Die Kiste hat
sicherlich ihre 15-20W verbraucht, die FritzBox bleibt etwas kühler,
hätte da wohl mal besser ein Wattmeter messen sollen um mir Gewissheit
zu verschaffen.
Green Ethernet verursacht leider öfters Probleme als man denkt, teils
haben auch die Switche im Router Probleme wenn man mit der Netzwerkkarte
auf 10Mbit/s (WoL) geht, da mutiert der Switch in einem TP-Link 1043ND
mit OpenWRT zu einem 10Mbit/s Hub. Reproduzierbar. Sobald der
Rechner/Laptop im Standby war, war es Ende im Netzwerk mit 1GE, dann
ging für alle nur noch 10Mbit/s. Bis man so einen Fehler erst mal findet
und vor allem was man bei einem Switch IC versauen muss dass ein
derartiges Problem auftritt ist mir ein Rätsel. Oftmals spart man sich
in diesem Bereich wohl einfach die Qualitätssicherung.
Gerhard O. schrieb:> andrerseits wird das ganze Land> flächendeckend mit digitaler Telephonie beglückt die an jeder Endstelle> etwas Ähnliches wie eine Fritzbox benötigen die dann 10-20W 24/7> benötigen - Auch bei Nichtgebrauch.
Glaube ich Dir nicht. Siehe Bild.
Aus der W. schrieb:> Mein Router hat jetzt ein Netzteil mit Trafo ...
2,4GHz WLAN und DECT sind an.
LG
old.
Mani W. schrieb:> Bestes Testmittel ist ein KW/MW Radio (Weltempfänger) mit Batterie-> betrieb und ein wenig durch die Wohnung gehen, bei Wandwarzen und> Computern, Bildschirmen, Netzteilen, Lampen den Frequenzbereich> durchdrehen und den Empfänger näher an das Objekt führen...>> Durch Drehung des MW-Radios mit eingebautem Ferritstab ist mit etwas> Übung auch die Richtung zum Störobjekt erkennbar...
Das kann ich nur unterstreichen.
Neulich hatte ich total gestörte DSL-Verbindungen. Auf dem Dachboden war
beim SAT-Multischalter der primäre Siebelko des SNTs eingetrocknet. Das
hatte netzseitige 800 kHz Bursts im 100 Hz Takt zur Folge. Die zur 230 V
Leitung parallel liegende DSL-Leitung wurde massiv gestört. Mit dem
MW-Radio ließ sich der Störer anpeilen und gleichzeitig noch andere
'Störer' mit SNT im Haus enttarnen.
Neben Batteriebetrieb hat das MW-Radio natürlich auch einen 'guten'
Trafo ;-)
Hi,
habe die mit dem Router gelieferte Telekom-Wandwarze durch das im Bild
gezeigte SNT mit PE ersetzt. Zusätzlich 3 Meter abgeschirmte
Netzzuleitung und noch ein Extra-Netzfilter mit 3 Drosseln. (2 mit einer
Wicklung + 1 mit 2 Wicklungen, die gegesinnig gewickelt sind.) und
natürlich VDR-mit Thermosicherung und Indikator. Das Ganze auf einem
geerdeten Metallrahmen montiert.
Beitrag "Re: Gefährlicher Stromschlag durch SELV Netzteil"
Habe testweise vorher ein Cisco-Trafonetzteil angeschlossen gehabt.
Durch Verwendung des SNT in der obigen Verbesserung und Peripherie habe
ich aber ca. 50 Euro an Stromkosten im Jahr eingespart. Das ist der
einzige Grund für mich gewesen, warum ich da mit SNT arbeite. Allerdings
Entstöraufwand nicht von Pappe. Es wird quietschen, aber es ist machbar.
michael_ schrieb:> Für Neuentwicklungen wurden Trafonetzteile von der EU verboten.> Egal, ob es Sinn macht oder nicht.
Das war im Beipackzettel zum Digitalradio:
"...Richtlinien und Normen
Dieses Produkt entspricht
Dieses Produkt entspricht der Niederspannungsrichtlinie
(2006/95/EC, 1275/2008/EC),
ErP Richtlinie (2009/125/EC),
der EMV-Richtlinie (2004/108/EC) und der CE Kennzeichnungspflicht..."
Der Support sagte mir am Telefon, ich solle mir ein Trafo-Netzteil
besorgen, damit ich das schwächere Bouquet empfangen könnte.
Sie selber dürften das Trafonetzteil nicht vertreiben, weil sie sich
sonst unter Umständen strafbar machen würden.
Das kennzeichnet das Dilemma.
Mani W. schrieb:> wenn er schöne, alte Radios auf MW testen> möchte, vorausgesetzt, es finden sich noch Sender...https://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/beitraege/2016/solt.html
gerade mal in Twente reingehört. Die Bodenwelle reicht bis in die
Niederlande.
Es wird behauptet, dass durch diesen Sender der Radio-Luxemburg-Effekt
produziert würde. D.h. die Jonosphäre (nach Abflauen der D-Schicht) wird
IMHO mit solchen Ballerleistungen skrupellos missbraucht. Was hat das
noch mit Energie-Effizienz zu tun? Vielleicht um die
SNT-Störaussendungen plattzudrücken?
Beitrag "Re: HiFi Tonband - Renaissance?"
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Zusätzlich 3 Meter abgeschirmte> Netzzuleitung
Die verwendet man damit die 50Hz von der 230VAC Phase
nicht in die daneben liegenden Audioleitungen,
z.B. vom Plattenspieler, einsteuen.
LG
old.
JB, danke für den putzigen Link.
Bei der Lektüre der herrlich poetischen "Spezifikationen" von Netzkabeln
habe ich vor Lachen Bauchschmerzen bekommen. Da gibt es sogar
Netzsicherungen zur Klangverbesserung. Und ich dachte immer, dass
High-End Geräte der Preisklasse €25000-plus zumindest halbwegs gescheite
Störfilter im Netzeingang hätten.
Aber Audiophilen kann man offensichtlich jeden Sch... für viel Geld
andrehen.
Sorry, ist zwar etwas off-topic, aber einfach zu schön.
Aus der W. schrieb:> Die verwendet man damit die 50Hz von der 230VAC Phase> nicht in die daneben liegenden Audioleitungen,> z.B. vom Plattenspieler, einsteuen.
Korrekt,
aber wenn ich zum Beispiel das Peak-Balance Akkuladegerät ohne die 10 m
Netzzuleitungsverlängerung mit dem im Bild gezeigten 3 pol +
Abschirmwickel betreibe, höre ich auf UKW/FM nur noch Störungen. Das
Kabel wirkt tatsächlich auch als HF-Störungs-Abschwächer.
(Darf laut Hersteller nicht unter 1,5 qmm Querschnitt verkauft werden,
hatte Glück, dass es in den Schukostecker ohne "Gewürge" reinpasst.)
Preislich in der 5-Euro-pro-Meter-Klasse.
ciao
gustav
P.S.:
Hersteller des schaltnetzteilbasierten Ladegerätes:
"...Sehr geehrter Herr ,
unsere Ladegeräte wurden im Hinblick auf Ihr Problem getestet. Unser
Techniker ist zu demselben Ergebnis gekommen wie Sie. Bei allen Modellen
gab es Störungen. Eine Abhilfe oder einen Rat können wir Ihnen leider
nicht anbieten.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen ..."
Aus der W. schrieb:> Du sollst also 10m geschirmtes Netzkabel für 50€> verwenden damit das nicht stört? Habe ich das richtig?
Hi,
der Support hatte keine Lösung angeboten:
Karl B. schrieb:> Bei allen Modellen> gab es Störungen. Eine Abhilfe oder einen Rat können wir Ihnen leider> nicht anbieten.
Also, selber was ausprobiert.
Und ein 3-polig abgeschirmtes Kabel (L, N und PE plus Schirm extra
isoliert, den kann man dann an die "saubere" Erde anschließen, wenn
möglich) hilft tatsächlich. (Und nicht nur für Audio-Anlagen-Zwecke.)
Ob das wirklich so praktikabel ist, sieht man schon daran, dass ich
jetzt mit dem Trafo-Netzteil arbeite. Das Ladegerät hat sinnigerweise
zwei Speisemöglichkeiten. Neben dem Schmetterlingsstecker für die 230V ~
auch noch einen "Autobatterieanschluß". Den nutze ich jetzt.
Ist zwar uneffektiv, aber das mittlerweile auf DAB+ mutierte Radio
spielt wieder. Die Ladevorgänge dauern ja auch. So für Stunden den
Radioempfang zu verpesten, ging garnicht.
ciao
gustav
Hm,
ich bin eher ein Fan von klassischen Trafos, übersehe aber auch nicht,
das Schaltnetzteile auch ihre Vorteile bei den entsprechenden
Anwendungen haben.
Was mir aber in letzter Zeit auffällt, das überall mit dem Kupfer
gespart wird, sei es beim klassischen Trafo, sei es beim Schaltnetzteil
in Form von Entstörmaßnahmen.
Ich musste erschreckt feststellen, das es gar keine billige
Lautsprecherleitung aus Kupfer mehr gibt, das ist jetzt 100% CCA, ja ne
ist ja klar....
Audi verbaut jetzt eine geflochtene Aluleitung zwischen Batterie im
Kofferraum und Motorraum...
Ist Kupfer schon so teuer?
Das wirkliche Problem sehe ich hier mittlerweile darin das man nicht
mehr sicher sein kann das man Qualität bekommt, auch wenn man richtig
Geld auf den Tisch legt....
Unsere Wirtschaft lebt davon, das wir uns immer wieder was neues kaufen,
ich kann/will mir das aber nicht leisten...
mfg
Gast
m.n. schrieb:> Auf dem Dachboden war> beim SAT-Multischalter der primäre Siebelko des SNTs eingetrocknet.
Da freue ich mich ja, dass ich nicht der Einzige bin. Hier fiel es auf,
weil meine DCF-Uhr über Stunden auf Störung stand.
Und ja: Der Elko heißt Ladeelko, übliche Schaltnetzteile haben im
Primärkreis keinen Siebelko.
michael_ schrieb:> Für Neuentwicklungen wurden Trafonetzteile von der EU verboten.> Egal, ob es Sinn macht oder nicht.
Du schreibst groben Unfug.
Karl B. schrieb:> Das war im Beipackzettel zum Digitalradio:> "...Richtlinien und Normen> Dieses Produkt entspricht> ...> ErP Richtlinie (2009/125/EC),>> Der Support sagte mir am Telefon, ich solle mir ein Trafo-Netzteil> besorgen, damit ich das schwächere Bouquet empfangen könnte.> Sie selber dürften das Trafonetzteil nicht vertreiben,
Steckernetzteil am Radio, da greifen ganz sicher die Regeln für den
Verbrauch in abgeschaltetem Zustand - und die bekommt man per Trafo kaum
oder garnicht erfüllt.
Karl B. schrieb:> Also, selber was ausprobiert.
Man verwendet normalerweise konzentrierte Elemente
für solche Filter.
Die Ferritkerne sollen stromkompensiert betrieben
werden.
LG
old.
Aus der W. schrieb:> Man verwendet normalerweise konzentrierte Elemente> für solche Filter.>
Am Besten werden die Filter dann auch von eben solchen konzentrierten
Elementen aufgebaut.
_Gast schrieb:> Audi verbaut jetzt eine geflochtene Aluleitung zwischen Batterie im> Kofferraum und Motorraum...>> Ist Kupfer schon so teuer?
Nicht der Preis ist es.
Sondern die Masse.
Auch wenn Alu dicker ist, ist es bei gleicher Leitfähigkeit leichter.
Bei einer Überlandleitung regt sich auch niemand auf.
Manfred schrieb:> michael_ schrieb:>> Für Neuentwicklungen wurden Trafonetzteile von der EU verboten.>> Egal, ob es Sinn macht oder nicht.>> Du schreibst groben Unfug.
Natürlich wurden sie nicht direkt verboten.
Ich habe es etwas verbal für Normalbürger ausgedrückt.
Für dich als Schlauberger:
Richtig ist, dass die Vorschrift derart verschärft wurde, dass ein
Massentrafo-NT außen vor bleibt.
michael_ schrieb:>> Du schreibst groben Unfug.> Natürlich wurden sie nicht direkt verboten.> Ich habe es etwas verbal für Normalbürger ausgedrückt.
Dir ist bekannt, dass in diesem Forum nur extrem wenig "Normalbürger"
unterwegs sind?
> Für dich als Schlauberger:
Danke vielmals. Steht ja nicht in meinem Namen, dass ich mich mit der
EuP-Geschichte schon mal befassen durfte.
> Richtig ist, dass die Vorschrift derart verschärft wurde, dass ein> Massentrafo-NT außen vor bleibt.
Gehts etwas genauer?
Moeglicherweise wegen der Moeglichkeit RoHS zu umgehen. RoHS geht ja
nach Gewichtsprozenten von Schadstoffen. Wenn also ein Sensor in meinem
Geraet aus Blei & Cadmium besteht kann ich's legalisieren indem ich
einen dicken Trafo beistelle.
Manfred schrieb:> Danke vielmals. Steht ja nicht in meinem Namen, dass ich mich mit der> EuP-Geschichte schon mal befassen durfte.
Dann mußt du es eigentlich wissen.
Manfred schrieb:> Gehts etwas genauer?
Wegen dem Ruhestromverbrauch.
Wandwarzen werden ja schon ohne Last knallheiß.
Wegen ihres grottenschlechten Aufbaus.
Natürlich gibt es auch ordentliche Trafos, aber die passen wieder nicht
in Wandwarzen. Und sind zu teuer.
HST schrieb:> Aber Audiophilen kann man offensichtlich jeden Sch... für viel Geld> andrehen.
Gibt es vielleicht auch ein Netzkabel von SWAROVSKI für noch mehr
Brillanz...:-)
Wahrscheinlich liegt das Rauschen von Verstärkern dann doch nur am
Netzkabel...:-)
Mani W. schrieb:> Gibt es vielleicht auch ein Netzkabel von SWAROVSKI für noch mehr> Brillanz...:-)
Die alten Säcke, die sich das leisten können, hören doch nur noch max.
7KHz.
Das ist die Tragik an der Geschichte.
Mani W. schrieb:> Wahrscheinlich liegt das Rauschen von Verstärkern dann doch nur am> Netzkabel...:-)
Stimmt.
Wenn man das Netzkabel zieht, ist das Rauschen weg .-)
_Gast schrieb:> Ich musste erschreckt feststellen, das es gar keine billige> Lautsprecherleitung aus Kupfer mehr gibt, das ist jetzt 100% CCA, ja ne> ist ja klar....
Willst du etwa behaupten dass du den Unterschied zwischen einem Kupfer-
und einem Alu-Kabel bei ein paar Dutzend Metern heraushörst?
michael_ schrieb:> Für private Basteleien soll doch jeder machen, was er will.
Nicht nur dort.
> Für Neuentwicklungen wurden Trafonetzteile von der EU verboten.> Egal, ob es Sinn macht oder nicht.
Schwachsinn! Zumindest, wenn Du das so absolut behauptest.
Nenn doch mal die Quelle derartiger "Verbote" Kackhausparolen?
Zum Beispiel wirst Du keinen Regeltrafo ohne Trafo herstellen können.
Auch stino Mikrowellenkocher sind noch immer mit Monstertrafos bestückt.
Selbst moderne Labornetzteile (ja auch neueste Entwicklungen) gibt es
noch trafobasiert. Alles nicht verboten, sondern im Handel erhältlich.
Ein einfaches Trafonetzteil mit der handvoll Bauteile hat eine viel
höhere Lebensdauer als heutige SNT, vor allem als die mit billigsten
Komponenten.
Ich habe schon dutzende SNT in allen Dareichungsformen repariert oder
weg geworfen, Trafonetzteile in den letzten 50 Jahren vielleicht 2-3.
Dabei sind mir SNT natürlich erst seit ca. 25-30 Jahren unter gekommen.
Old-Papa
michael_ schrieb:> Für dich als Schlauberger:> Richtig ist, dass die Vorschrift derart verschärft wurde, dass ein> Massentrafo-NT außen vor bleibt.
Das ist leider nötig so.
Wie man an dieser Diskussion erkennen kann, würde der durchschnittliche
Deutsche wegen seines Wissensstandes aus den späten 60er Jahren des
letzten Jahrhunderts und seiner Bio-Eso-Einstellung sonst bis in alle
Zeiten Trafos verwenden.
Weil wegen der böhsen (TM) Strahlung, die mach meine
Glutenunverträglichkeit schlimmer, und meine einzige Verbindung zur
Welt, das Mittelwellenradio, rauscht. Was gar nicht mehr stimmt, ist
aber wurscht, das war nämlich vor 30 Jahren mal so. Und was der Deutsche
einmal verinnerlicht hat, ist unmöglich aus den Betonschädeln zu
bringen.
Man kennt das ja von der Beleuchtung, da werden aus ebenso bescheuerten
Gründen Glühbirnen vorgezogen.
Ich finde es nur noch traurig, eine solche Diskussion in einem angeblich
technikaffinen Forum lesen zu müssen. Eine derartige Ansammlung aus
veralteten Vorurteilen wie in diesem Beitrag ist mir schon lange nicht
mehr untergekommen.
Old P. schrieb:> michael_ schrieb:>> Für private Basteleien soll doch jeder machen, was er will.>> Nicht nur dort.>>> Für Neuentwicklungen wurden Trafonetzteile von der EU verboten.>> Egal, ob es Sinn macht oder nicht.>> Schwachsinn! Zumindest, wenn Du das so absolut behauptest.> Nenn doch mal die Quelle derartiger "Verbote" Kackhausparolen?
Hier können du lesen:
michael_ schrieb:> Manfred schrieb:>> michael_ schrieb:>>> Für Neuentwicklungen wurden Trafonetzteile von der EU verboten.>>> Egal, ob es Sinn macht oder nicht.>>>> Du schreibst groben Unfug.>> Natürlich wurden sie nicht direkt verboten.> Ich habe es etwas verbal für Normalbürger ausgedrückt.>> Für dich als Schlauberger:> Richtig ist, dass die Vorschrift derart verschärft wurde, dass ein> Massentrafo-NT außen vor bleibt.
Der Standby Verbrauch betrifft eigentlich nur Haushaltgeraete. denn nur
Haushaltgeraete haben einen Standbyverbrauch. Ein Industriegeraet hat
einen Schalter : Ein-Aus, nix Standby. Und wer entwickelt denn fuer
Hauhaltgeraete ? Die werden ja gar nicht hier gemacht. Solche
Entwicklungen wurden schon lange aus der Hand gegeben.
Aus der W. schrieb:> Man verwendet normalerweise konzentrierte Elemente> für solche Filter.>> Die Ferritkerne sollen stromkompensiert betrieben> werden.
Hi,
ja, das Stück zwischen Mickymausstecker und STAs ist nicht geschirmt und
strahlt.
Die "Box" ist nur 2-polig und PE an Schirm. Die Filter sind einmal
stromkompensiert und einmal nicht-stromkompensiert verschaltet (gleiche
Filtertype, nur Anschlüsse verdreht, ok. zwei passende "einpolige"
Extradrosseln wäre korrekter.)
Die Dämpfungswerte sind trotzdem nicht ausreichend, um den gewünschten
Effekt zu erzeugen. Es stört zwar etwas weniger, aber immer noch zu
hören.
Das später verwendete 3-polige Schirmkabel dämft noch etwas mehr.
Nur mit Trafo im vorher gezeigten Bild ist's fast vollständig weg,
jedenfalls stört es nur dann, wenn ich das Radio direkt aufs Ladegerät
halte. Und das tut ja keiner.
Und ich kann mir das Schirmkabel schenken.
War aber trotzdem einen Versuch wert. Die Direktion hat weder Kosten
noch Mühen gescheut.
Frage:
Wo bekomme ich ein Mickymaus-Steckergehäuse her, so dass ich die
Schirmleitung so nahe wie möglich ans Gerät bekomme.
(Nichtlieferbarkeit war der Grund des Zwischenschaltens der STAs...)
ciao
gustav
uiuiii schrieb:> In Mikrowellen sind doch auch noch richtig schöne Trafos implementiert.
<Klugschiss-ON>
Nö, in Mikrowellen sind vor allem Schwingungen implementiert ;-)
</Klugschiss-OFF>
Und JA, auch in SNT sind zu 99% Trafos (Transformatoren) verbaut. Vor
allem, wenn galvanisch getrennt werden soll. Das geht für brauchbare
Leistung bisher nur magnetisch.
Old-Papa
Manfred schrieb:> Steckernetzteil am Radio, da greifen ganz sicher die Regeln für den> Verbrauch in abgeschaltetem Zustand - und die bekommt man per Trafo kaum> oder garnicht erfüllt.
OK,
ich schalte das Radio über Trafonetzteil mit Schnurzwischenschalter.
Gibt also keinen unnötigen Standby-Stromverbrauch in dieser Kombination.
Das mitgelieferte SNT volgo "Wandwarze" ist aber immer in der Steckdose
eingesteckt.
Welches Netzteil erfüllte dann vom Prinzip her die EN Norm besser?
Man müsste nur den Ausschalter am Gerät auf die Netzeingangsseite
ziehen, dann wäre alles wieder EN-konform.
Was mich aber ärgert, wird eine Settopbox völlig von Netz getrennt
(mittels Schnurzwischenschalter), muss ich u.U. die Einstellungen wieder
neu vornehmen. Im Zuge der verbesserten Enegieefiizienz könnten hierbei
zur Abhilfe nichtflüchtige Speicher (EEPROMS) eingesetzt werden, wo
liegt das Problem?
Beim DAB+-Radio ist's egal. Das speichert den zuletzt gehörten Sender
auch nach völligem Power-off und Batterien raus.
ciao
gustav
Old P. schrieb:> in SNT sind zu 99% Trafos (Transformatoren) verbaut.
Übertrager.
uiuiii schrieb:> In Mikrowellen sind doch auch noch richtig schöne Trafos implementiert.
Und eine Röhre.
LG
old.
> Was gute alte Geräte angeht, gilt das sogenannte "survival bias",> welches gerne vergessen wird ;-)
Muss man für alles mögliche und unmögliche einen seltsamen englischen
Ausdruck bringen? Weder in meinem Elektrotechnik Studium noch im
Englisch Leistungskurs habe ich je einen entsprechenden Ausdruck gehört
und auch mein Wörterbuch hilft mir da nicht weiter. Also macht es nicht
unnötig kompliziert und redet einfach deutsch.
Aus der W. schrieb:> Old P. schrieb:>> in SNT sind zu 99% Trafos (Transformatoren) verbaut.>> Übertrager.> old.
Transformator = Übertrager (Deutsch)
Aber ich wusste schon, das genau das wieder kommt.
Und warum werden hier bei "Netztrafos" immer geleich Wandwarzen genannt?
Kein normales "230V-Radio" hat Wandwarze. Viele andere Geräte auch
nicht. Nein, die haben ein ganz normal verbautes Netzteil, ob nun mit
(Eisen)Netztrafos oder (Ferrit)Netztrafos, ist doch wurscht. Ja, SNT
sind kleiner und leichter, stören aber mehr und haben zuviele Teile.
Irgendwas geht immer in die Dutten.
Letzlich ist es dem einfachen Anwender auch egal, er kauft, wo eine
"Komma-99" weniger dran steht.
Ich als Hobbyist verwende was da ist (meist "Eisentrafos") bzw. was ich
einfacher realisieren kann. Nur "Allstrom" mach ich nicht mehr ;-)))
Old-Papa
Old P. schrieb:> Transformator = Übertrager (Deutsch)>
Nein, so kenne ich das nur aus dem angelsächsischen und
von einigen Leuten aus dem Osten Deutschlands.
LG
old.
Benni schrieb:> also alles halb so wild
Für mich hat das etwas von Neusprech [1984]
wo auch Begriffe entfernt werden.
Es gibt auch Leute die Röhren als Lampen bezeichnen.
Kommt mir vor wie ein Mangel an Wertschätzung.
Spielt eben eine Rolle wo man aufgewachsen ist.
LG
old.
Old P. schrieb:> Kein normales "230V-Radio" hat Wandwarze. Viele andere Geräte auch> nicht. Nein, die haben ein ganz normal verbautes Netzteil, ob nun mit> (Eisen)Netztrafos oder (Ferrit)Netztrafos, ist doch wurscht.
Das war früher so.
Schau dir mal die Kategorie Badradio/Weckradio/Küchenradio usw. an.
Die haben meist ext. NT.
Und wenn das NT eingebaut war, dann war es doch die Seuche, dass der
Trafo nur auf der Sekundärseite abgeschaltet wurde.
Dank Energiesparverordnung geht das nun nicht mehr mit Trafos.
Die schaffen die Norm nicht.
uiuiii schrieb:> In Mikrowellen sind doch auch noch richtig schöne Trafos implementiert.
..uns sogar noch ne Röhre mit glühendem Draht drin!! Die schämen sich
wirklich überhaupt nicht..
Edit: Ok, Old war schneller.
Ich halte die ganze Erlauber und Verbeiterei seitens der Politik für
völligen Blödsinn. Es gibt für Probleme meist unterschiedlich gute
Lösungen.
Beispiel Licht machen, 1. Glühlampe, 2. Leuchtstoffröhre, 3. LED, 4.
Kondensatorlampe.
Inklusive der ollen Glühlampe haben alle ihre Vor- und Nachteile die ein
Techniker je nach erforderlicher Wichtung auch deshalb auswählen wird.
Nur ne Glühlampe hat es bisher in die Beleuchtungen von Backröhren oder
auch Mikrowellen geschafft, das sie an einem Elektroniker-Arbeitsplatz
oft auch noch aus EMV Gründen die bessere Lösung ist wurde oben schon
klar gestellt.
Warum soll ich nun einem, Entschuldigung, Fachidioten wie Sigmar Gabriel
der außerhalb seiner Kompetenzen agiert, gestatten mir vorzuschreiben
was davon ich wo zum Einsatz bringe? Danke Nein.
Genauso verhält sich das IMHO mit dem Verbot von Elementen wie
beispielsweise Blei und Cadmium. Um wie viel umweltfreundlicher ist es
bleifrei zu löten und dafür wegen der notwendigerweise höheren
Prozeßtemperatur mehr Kohle,Gas, Öl oder Uran zu verheizen..bei
nachgewiesenermaßen geringerer Zuverlässigkeit es Endproduktes?
Dieses Gutmenschentum fachlich völlig unbeleckter Leute geht mir auf den
Keks. gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht.
@Old: wieviel frißt Dein chinesisches LED-Anzeige-Modul für Spannung und
Strom?
Gruß,
Holm
> ..und sogar noch ne Röhre mit glühendem Draht drin!! Die schämen> sich sich überhaupt nicht..
Nach neuer EU-Vorschrift sind bald nur noch Kaltkathodenröhren
erlaubt.
Die -kabellosen- Geräte erfüllen dann automatisch alle
Umweltauflagen, als Stromversorgung genügt eine Knopfzelle
(für die Uhr).
Holm T. schrieb:> Genauso verhält sich das IMHO mit dem Verbot von Elementen wie> beispielsweise Blei und Cadmium.
Das scheint auch in die nächste Runde zu gehen.
Gestern hat auf dem MDR so eine Tante mit erhobenen Blick und
Zeigefinger auf das Bleigießen zum Jahreswechsel angespielt.
Die käuflichen Set hätten bis zu 75% Bleianteil. Nicht zu glauben!
Und wörtlich, "Die Bleidämpfe sind beim Einathmen gerade für Kinder
schädlich".
Das ist Volksverdummung, wann verdampft Blei?
Und es wäre schon ein Verbot in Vorbereitung mit mehr als ?% im Handel.
Mal sehen, ob das auch das Blei-Lötzinn betrifft.
michael_ schrieb:> Wegen dem Ruhestromverbrauch.> Wandwarzen werden ja schon ohne Last knallheiß.> Wegen ihres grottenschlechten Aufbaus.
Ja, heutige Trafos sind schon bei Nennspannung stark in Sättigung, um
Cu/Fe zu sparen.
Ich hab mal aus einem alten Steuerschrank Trafos 380V/42V
ausgeschlachtet, an 220V hatten die dann einen super Wirkungsgrad.
michael_ schrieb:> Geben tut es schon welche.> Sind nur teurer.
Der Preis relativiert sich doch recht schnell, wenn man nicht nur 0815
Aufgaben hat. Wenn ich eine Sromversorgung für reine Analogschaltungen
mit +/-xy Volt und ein paar mA benötige, ist ein kleiner Printtrafo mit
zwei Sekundärwicklungen doch eine praktische Lösung. Gut, der
Wirkungsgrad ist unterirdisch, aber gute Netztrennung und unbedingte
Kurzschlußfestigkeit sind doch eine feine Sache.
Peter D. schrieb:> Ja, heutige Trafos sind schon bei Nennspannung stark in Sättigung, um> Cu/Fe zu sparen.
Das war leider schon vor 30 Jahren so. Allein Ringkerntrafos waren recht
niederohmig.
Holm T. schrieb:> wieviel frißt Dein chinesisches LED-Anzeige-Modul für Spannung und> Strom?
etwa 11mA bei der Anzeige im Bild.
Ist übrigens sehr hell.
LG
old.
Peter D. schrieb:> Ich hab mal aus einem alten Steuerschrank Trafos 380V/42V> ausgeschlachtet, an 220V hatten die dann einen super Wirkungsgrad.
Natürlich. Über die weit höhere Primärinduktivität wird sowohl der
Magnetisierungsstrom verringert, als auch die Magnetisierung selbst.
Völlig klar, daß das den Wirkungsgrad (evtl. sogar stark) steigert.
Nur ist dabei zu beachten, daß sich sekundär nicht nur die Spannung
(aufgrund des "falschen" ÜV) verringert, sondern auch die entnehmbare
Leistung weit ggbr. der bei "korrektem" Anschluß möglichen solchen
absinkt.
Doch stören einen die genannten Einschränkungen nicht (oder kaum), kann
man das erfolgreich machen. Und Du bist da nicht der Einzige, der (teils
gar nicht so kleine / leichte) Steuertrafos in dieser Weise behandelt,
Peter. ;-)
Bei Anschluß einer 550V~ Wicklung an 230V~ an den sekundären 2 x 115V~
Anschlüssen eine symmetrische Versorgung für Endstufen-Tests gewinnen zu
können, finde ich nützlich.
Vor allem, daß bei "knapper" Wahl des Steuertrafos zwar noch problemlos
der benötigte Dauerstrom geliefert, aber trotzdem der Kurzschlußstrom
relativ weit begrenzt wird.
Meiner Meinung nach sind viele gebrauchte (auch einige echt "alte")
Trafos zu Unrecht dem Tode geweiht. Nicht immer muß man diese "genau wie
beabsichtigt" verwenden (wollen) - wenn man weiß, wie es anders geht.
Aber die Generation der "Eisenschwein-Liebhaber" wird wohl irgendwann
verschwinden, auch wenn einige (vereinzelte) "Schweinehalter" auch noch
etwas länger existieren mögen.
Tja, schade... :(
Was ist eigentlich aus dem Konzept Robustheit geworden? Mit der
Elektronifizierung alles Möglichen schaffen wir uns eine High-tech, aber
sehr fragile Lebensumwelt. Wir leben immer mehr die Grand Illusion. Da
alles Wichtige immer mehr vernetzt wird, sind wir gegen digitale
Sabotage sehr anfällig und reif für eine Attacke mit EMP durch böse
Mächte:-) dann gibt es wirklich flächendeckendes Kleinholz und mit einem
Schlag ist dann als zu Steinzeit Tech verurteilt. Nicht einmal einfache
Beleuchtung würde noch funktionieren. Die KFZs und Züge würden
schrottreif stehenbleiben weil alle Elektronik unbrauchbar ist. Durch
die kleinen HL LSI Geometrien sind diese sogar besonders anfällig.
Wie sieht man das in Rußland? Die hatten doch schon von eher den Hang
alles sehr robust zu machen. Ist das noch so?
Ich bin der Meinung, daß die alte Weisheit, wer hoch steigt, kann tief
fallen, durchaus eine Mahnung sein sollte. Wenn aus irgendwelchen
Gründen ein landesumfassendes Malheur pasieren sollte, stehen wir
wahrscheinlich in zunehmenden Maße immer hilfloser da. Es wäre mal
interessant zu vergleichen wie eine heutige Bevölkerung das Nachhinein
der Bombenattacken des 2. Weltkrieges mit der heutigen High Tech
überstanden hätte. Ich kann mir nicht vorstellen wie Techniker unter
schwierigsten Bedingungen High-Tech vernetzte Fragil-Technik nur zu
einem Bruchteil reparieren und wieder zum Laufen bringen würden. Damals
war es noch möglich Infrastruktur notdürftig zu flicken, das Telefonnetz
irgendwie zum teilweisen funktionieren zu bringen. Nein! Sollten wir
wirklich einmal das Unglück haben in Gewalt Umstände verwickelt zu
werden, stehen wir dann extrem hilflos da.
Improvisation und Selbsthilfe wird mit zunehmender High-Tech immer
illusorischer werden. Wir sind unser eigener größter Feind.
Bauen wir immer noch vernünftige, zuverläßige KFZs oder schwelgen wir
uns im selbstverherrlichenden High Tech Rausch? Die neuen Generation von
Fahrzeugen sind das Ultimative in überzüchteter "Unnötig-Tech" und ein
Symptom unserer Einstellung. Man macht sich Vieles vor.
Mein 1982er Honda Acoord früher verbrauchte trotz der Einfachheit und
Vergaser 5.5l/100km auf der Autobahn. Ein ähnlicher 2015 Accord
verbraucht trotz aller Modernisierungen mehr.
Ja, unsere frühere Infrastrukturen waren nicht Unbedingt High-Tech. Sie
waren aber Eines: Robuster.
Aber wie sagt das Sprichwort: Wenn der Esel zu übermütig wird, tanzt er
auf dem Eis. Und das Eis wird mit jedem Jahr dünner. Man ist blind für
die Sprünge im Eis. Das bezieht sich jetzt nicht auf Global Warming:-)
Reumütig kehrt dann vielleicht nach solchen Erfahrungen wieder auf den
Boden der Realität zurück.
Übrigens, ein ausgelasteter 100VA Eisen Netztrafo hat über 90%
Wirkungsgrad. Bei höheren Leistung wird der WG. sogar noch besser.
Dieser ganze Trend zur immerwährenden Bereitschaftstechnik trägt seinen
Teil zum Problem der wuchernden SNT bei.
Jetzt könnt ihr über mich wieder einmal herfallen:-)
Silly zu Vester-Knallkopp schrieb:> Nur ist dabei zu beachten, daß sich sekundär nicht nur die Spannung> (aufgrund des "falschen" ÜV) verringert, sondern auch die entnehmbare> Leistung weit ggbr. der bei "korrektem" Anschluß möglichen solchen> absinkt.
Und bei Volllast verschlechtert sich der Wirkungsgrad.
Man muss da schon genau abwägen.
Ich habe bei einigen Anwendungen, wo das möglich ist,
einen Teil der Sekundärwicklung zur Primären in Reihe geschaltet.
An der Primärwicklung liegen dann 10...20VAC weniger was die
Leerlaufverluste drückt. Der Trafo wird weniger warm.
Da die fest installiert sind, kann ich bei Mittelpunktgleichrichtung
GND auf N legen.
LG
old.
Aus der W. schrieb:> Und bei Volllast verschlechtert sich der Wirkungsgrad.> Man muss da schon genau abwägen.
Wozu?
Endstufe - Testlauf - Wirkungsgrad <- unbedeutend!
Aus der W. schrieb:> Ich habe bei einigen Anwendungen, wo das möglich ist,> einen Teil der Sekundärwicklung zur Primären in Reihe geschaltet.
Die vorhandene Isolation gibt das her oder nur (Über-)Mut?
H. Zinn schrieb:>> Was gute alte Geräte angeht, gilt das sogenannte "survival bias",>> welches gerne vergessen wird ;-)>> Muss man für alles mögliche und unmögliche einen seltsamen englischen> Ausdruck bringen? Weder in meinem Elektrotechnik Studium noch im> Englisch Leistungskurs habe ich je einen entsprechenden Ausdruck gehört> und auch mein Wörterbuch hilft mir da nicht weiter. Also macht es nicht> unnötig kompliziert und redet einfach deutsch.
Survival bias ist ein Phenomen, für das mir jetzt keine deutsch
Übersetzung einfällt.
Einfach erklärt ist es so, dass alle funktionierenden Geräte aus der
"guten alten Zeit" einfach per Definition langlebig sind, weil sie schon
so lange gelebt haben. Die Geräte "aus der guten alten Zeit", die nicht
gut waren, sind schon lange auf der Mülldeponie und keiner erinnert sich
mehr daran.
Aus den noch funktioniernden Geräten ableiten zu wollen früher -> alles
Trafos -> Trafos = super ist einfach nur traurig.
Denn auch bei Schaltnetzteilen gibt es die Qualität, man muss sie nur
bezahlen wollen. Da kommen dann wahrscheinlich eure Enkelkinder daher
und sagen "ooooh" was für tolle Qualität, gitbs heute nicht mehr.
Das Phenomen finden man bei ALLEN Antiquitäten. Ich habe z.B. immer
geglaubt, früher hätte man bessere Möbel gebaut.
Das habe ich geglaubt, bis ich einmal mitgeholfen habe, einen alten
Bauernhof zu entrümpeln. Und siehe da, schon vor 150 oder 200 Jahren gab
es billiges Drecksgeraffel. Das hat nur üblicherweise keiner aufgehoben,
bzw. wird heute nicht mehr verkauft...
der schreckliche Sven schrieb:> Es gibt ja praktisch keine Mittelwellensender mehr. Aber selbst wenn es> sie gäbe, wäre ein Empfang in meiner Wohnung nicht mehr möglich. All die> schlecht entstörten SNTs hier im Mehrfamilienhaus machen ganz schön> Krach im Radio. Sogar auf UKW ist der Empfang schwacher Sender gestört.
Vergessen ist eine Bewältigungsstrategie des menschlichen Gehirns...
Wenn Vatter die Bohrmaschine eingeschaltet hat, oder Mutter den
Staubsauger, war bei Oma nebenan auch nur noch Rauschen im Radio, auf MW
und auf UKW. Und bei Opa setzte das Schneegestöber im Fernseher ein.
Ist ja nicht so, dass schlecht entstörte Geräte eine neue Erfindung
sind.
Gerhard O. schrieb:> Da> alles Wichtige immer mehr vernetzt wird, sind wir gegen digitale> Sabotage sehr anfällig und reif für eine Attacke mit EMP durch böse> Mächte:-) dann gibt es wirklich flächendeckendes Kleinholz und mit einem> Schlag ist dann als zu Steinzeit Tech verurteilt.
Ehrlich gesagt halte ich solche Vorstellungen für gejammere auf hohem
Niveau weil sich hierzulande niemand den Ernstfall wirklich vorstellen
kann!
Frag doch mal die Leute in der Ukraine oder anderen Kriegsgebieten ob
die Angst vor EMP haben... wenn im Wohnzimmer eine Wand fehlt bei 0
Grad, kaum funktionfähige Schulen und Krankenhäuser existieren und aus
der Wasserleitung längst kein Wasser mehr kommt. Die gesamte öffentliche
Ordnung nicht existent ist, keine Polizei, kein Ordnungsamt, keine
Feuerwehr, statt dessen das Recht des Stärkeren, plündernde Soldaten und
Krimminelle.
Da tritt die Angst vor nicht funktionierenden Schaltnetzteilen sicher
etwas in den Hintergrund.
Gerhard O. schrieb:> Wie sieht man das in Rußland? Die hatten doch schon von eher den Hang> alles sehr robust zu machen. Ist das noch so?
Auch für robuste Russentechnik könnte die Ukraine als Anschauungsobjekt
taugen, einfach mal hinfahren - ist nich weit!
Gerhard O. schrieb:> Die KFZs und Züge würden> schrottreif stehenbleiben weil alle Elektronik unbrauchbar ist.
Das ist - wie hier im Forum schonmal festgestellt wurde - wahrscheinlich
nicht der Fall, denn die Strukturen sind zu klein und die
Blechabschirmung ausreichend um bei einem EMP ausreichend hohe Spannung
für eine Zerstörung zu erreichen.
Stromleitungen dürften betroffen sein, weil sie entsprechend lange
Antennen bilden. Ob Deine Haustechnik betroffen ist hängt sicher auch
von deren Überspannungsschutz ab. Aber das Problem hast Du bei jedem
Gewitter.
Etwas anderes ist die Zerstörung der Halbleiter durch direkte Strahlung,
also nicht EMP sondern direkt A-Bombe. In dem Fall hätte ich aber andere
Sorgen...
empc² schrieb:> Da tritt die Angst vor nicht funktionierenden Schaltnetzteilen sicher> etwas in den Hintergrund.
Die Angst vor Leuten, die den wirklichen Inhalt von Beiträgen nicht
verstehen wollen -die ist noch größer.
SCNR
Paul
Ein für mich entscheidender Punkt pro Schaltnetzteil: Bei einem
12V-Schaltnetzteil kommt im Bereich der erlaubten Stromentnahme
irgendwas zwischen 11.8 und 12.2V raus.
Bei einer üblichen 12V Eisentrafo-Wandwarze kommt irgendwas zwischen 10
und 20V raus. Denn die meisten haben keinen Regler, und wenn sie einen
Regler haben, sind sie noch ineffizienter.
Mit einer effizient geregelten 12V Spannung kann ich viel entspannter
weiterarbeiten als mit einer verbrummten irgendwas zwischen 10 und 20V
Spannung, die ich nachbearbeiten muss. Zum Beispiel bei auf 12V
ausgelegten LED-Streifen.
Und ich kann ein 12V-Netzteil problemlos durch ein anderes ersetzen.
Nicht wie früher, wo das eine Gerät 12Vdc, das nächste 15Vdc, das
nächste 9Vac wollte.
Ich hab zuviele alte Wandwarzen im Bekanntenkreis wegen Überhitzung,
durchgebranntem Trafo, aufgeplatztem Gehäuse, verstorbenem Elko aus dem
Verkehr gezogen, als dass ich ihnen eine Träne nachweinen würde.
Apropos, robuste Russentechnik. "Damals" an der Trasse wäre Hitec gar
nicht gegangen. Der ganze Krempel ist im Sommer im Schlamm versackt. Die
Schweissgeräte(DDR-Fabrikat) auf der Baustelle mussten vor Ort reparabel
sein, weil im Winter alles festgefroren war, nix mit
Hitec-Inverter-Schweissgeräte, u.s.w. War fast alles einfache solide
DDR-Technik.
Klaas schrieb:> die ich nachbearbeiten muss. Zum Beispiel bei auf 12V> ausgelegten LED-Streifen.
Gegenbeispiel:
Bei meinem Router muss ich nicht "nacharbeiten".
Der arbeitet zwischen 9V und 14V, Man sieht am Labornetzteil
wie sich beim Spannung hochdrehen der Strom mindert.
Ist jetzt sozusagen sekundärgektaktet das Netzteil.
LG
old.
michael_ schrieb:> Holm T. schrieb:>> Genauso verhält sich das IMHO mit dem Verbot von Elementen wie>> beispielsweise Blei und Cadmium.>> Das scheint auch in die nächste Runde zu gehen.> Gestern hat auf dem MDR so eine Tante mit erhobenen Blick und> Zeigefinger auf das Bleigießen zum Jahreswechsel angespielt.
Na dann warte mal ab. Wenn die Knallerei kaum vorüber ist wird der
Qualitätsjournalismus spontan folgende Themen befeuern:
- Sylvesterböller bedingte Klima- und gesundheitsgefährdende
Feinstaubemission
- Ohren- und Empfindungs-Zerknalltraumata bei Mensch, Getier und allem
sonst was sonst so herumkrabbelt
- Massenhafte Kapitalvernichtung durch Böllerindustrie mit dem
Nebeneffekt das nun verböllerte Geld in Ermangelung wohlwollender
Spendierlaune den Hilfsorganisationen vorenthalten zu haben
- Erhöhte Gesundheitskosten behandlungsbedüftiger Mitgenossen nach
Jahreswechselrutsch bedingten Spontanalkoholkonsum
- vielfache Bereitschaft zum Glauben, dass nun im neuen Jahr alles
besser wird, insbesondere jenes, was uns am meisten unter den Nägeln
brennt
Irgendwo oben wurde geschrieben:
> Schaltnetzteil:> - Verformung des Laststroms (Blindstrom, PFC evtl. nötig)
Der Punkt des verdienten Primärstroms gilt bei Netztrafos aber nur für
rein ohmsche Verbraucher. Sobald ein Gleichrichter mit
Glättungskondensator dahinter hängt, erzeugt ein Netztrafo satte
Oberwellen. Da sollte jede pfc aalglatt gegen aussehen.
Kevin schrieb:> Der Punkt des verdienten Primärstroms gilt bei Netztrafos aber nur für> rein ohmsche Verbraucher.
Da die meisten alten Wandwarzen übelst auf Kante genäht waren - merkte
man schon an der nennenswerten Erwärmung im Leerlauf - und im Scheitel
regelmäßig in die Sättigung gingen, brauchten die nichtmal einen
Gleichrichter+Kondensator, um ihre Oberwellen zu erzeugen.
Aus der W. schrieb:> Bei meinem Router muss ich nicht "nacharbeiten".> Der arbeitet zwischen 9V und 14V, Man sieht am Labornetzteil> wie sich beim Spannung hochdrehen der Strom mindert.
Hab ich bei einem Switch auch gemacht: War mit 5V-Netzteil, die
restliche Technik wird aus 12V gespeist. Extra für den Switch ein
weiteres Netzteil? Aufgeschraubt, geschaut wie die Spannungsversorgung
ist, Spannung der Eingangselkos: Reicht. Schaltregler, Datenblatt: Kann
bis 20V. Hängt jetzt an 12V und tut.
Andererseits: Lupenleuchten mit ESL auf LED umgebaut, mit Analogdimmer
(kein PWM-Flimmern, da mechanische rotierende Geräte). Passt perfekt mit
12V-Steckernetzteil.
Old P. schrieb:>> Für Neuentwicklungen wurden Trafonetzteile von der EU verboten.>> Egal, ob es Sinn macht oder nicht.> Schwachsinn! Zumindest, wenn Du das so absolut behauptest.> Nenn doch mal die Quelle derartiger "Verbote" Kackhausparolen?
Das wird er mangels Existenz nicht belegen können - aber hat sich ja
schon auf "Wandwarzen" herausgeredet.
> Auch stino Mikrowellenkocher sind noch immer mit Monstertrafos bestückt.
Im Handel tauchen Geräte "mit Invertertechnologie" auf, auch da scheint
die Schaltnetzteilpest Einzug zu halten.
> Selbst moderne Labornetzteile (ja auch neueste Entwicklungen) gibt es> noch trafobasiert. Alles nicht verboten, sondern im Handel erhältlich.
Natürlich!
> Ein einfaches Trafonetzteil mit der handvoll Bauteile hat eine viel> höhere Lebensdauer als heutige SNT, vor allem als die mit billigsten> Komponenten.> Ich habe schon dutzende SNT in allen Dareichungsformen repariert oder> weg geworfen, Trafonetzteile in den letzten 50 Jahren vielleicht 2-3.> Dabei sind mir SNT natürlich erst seit ca. 25-30 Jahren unter gekommen.
Da man in der Firma ja keinen Billigplunder will, kleine
Netzwerkswitches von Cisco kaufen lassen. Bei geschätzt 12.000
Betriebsstunden war das lokale Netz tot ... das Schaltnetzteil abgekackt
und gleich die Sicherung gerissen. Oder guckst Du in Foren nach Bintec,
vor wenigen Jahren massive Stänkerei wegen deren
Stecker-Schaltnetzteilen. Der vorherige Trafoklotz macht etwa 3 Watt
Wirkverluste, aber es sind keinerlei Serienausfalle beschrieben.
soso... schrieb:> Ich finde es nur noch traurig, eine solche Diskussion in einem angeblich> technikaffinen Forum lesen zu müssen. Eine derartige Ansammlung aus> veralteten Vorurteilen wie in diesem Beitrag ist mir schon lange nicht> mehr untergekommen.
Vorurteile gegen langjährige Praxis? Arbeite mal Fachartikel zum Thema
durch und wundere Dich, wie viele Schaltnetzteile einfach schlecht
dimensioniert sind. Elkos sind nicht generell schlecht, sie werden
oftmals außerhalb ihrer Spezifikationen betrieben.
Karl B. schrieb:>> Steckernetzteil am Radio, da greifen ganz sicher die Regeln für den>> Verbrauch in abgeschaltetem Zustand - und die bekommt man per Trafo kaum>> oder garnicht erfüllt.>> OK,> ich schalte das Radio über Trafonetzteil mit Schnurzwischenschalter.> Gibt also keinen unnötigen Standby-Stromverbrauch in dieser Kombination.> Das mitgelieferte SNT volgo "Wandwarze" ist aber immer in der Steckdose> eingesteckt.> Welches Netzteil erfüllte dann vom Prinzip her die EN Norm besser?> Man müsste nur den Ausschalter am Gerät auf die Netzeingangsseite> ziehen, dann wäre alles wieder EN-konform.
Ja! Das EU-Regelwerk definiert Stand-by-Verluste, die natürlich nicht
relevant sind, wenn das Gerät einen echten Netzschalter hat.
Gerade am unteren Rand ist die Regel aber so dämlich, dass man sie nicht
erfüllen kann. Suche mal ein 6,2V - 250mA Steckernetzteil was die Norm
erfüllt, das bekommt kein Hersteller hin. In der Realität laufen in
Europa einige zehntausend Geräte, die anstatt nicht konform 1,5 nun
konforme 2,5 Watt verbrauchen. Verstehe, dass ich keine Details nennen
darf.
> Was mich aber ärgert, wird eine Settopbox völlig von Netz getrennt> (mittels Schnurzwischenschalter), muss ich u.U. die Einstellungen wieder> neu vornehmen. Im Zuge der verbesserten Enegieefiizienz könnten hierbei> zur Abhilfe nichtflüchtige Speicher (EEPROMS) eingesetzt werden, wo> liegt das Problem?
Glaube ich nicht. Ich trenne meine SAT-Receiver seit vielen Jahren
mechanisch vom Netz und habe keinerlei Probleme damit.
> Beim DAB+-Radio ist's egal. Das speichert den zuletzt gehörten Sender> auch nach völligem Power-off und Batterien raus.Peter D. schrieb:>> Wandwarzen werden ja schon ohne Last knallheiß.>> Wegen ihres grottenschlechten Aufbaus.> Ja, heutige Trafos sind schon bei Nennspannung stark in Sättigung, um> Cu/Fe zu sparen.
Das Problem gab es mit Chinesenplunder schon vor über 20 Jahren. Diese
Trafos erkennt man, weil sie im Leerlauf mehr Primärstrom ziehen als bei
halber Last. Das darfst Du nicht verallgemeinern, ich habe genügend
Trafos, die sich ordentlich benehmen.
Das Problem musste ich auch schon an einem Serienprodukt mit
Schaltnetzteil analysieren: Bei Anlagen kleiner Ausbaustufe flogen nach
wenigen hundert Betriebsstunden die Netzteile auseinander, im Vollausbau
liefen die jahrelang. Der Zulieferer musste dann sehr widerwillig
zugeben, dass sein Wandlertrafo falsch dimensioniert ist bzw. er den aus
Kostengründen nicht auf unsere Spannung angepasst hatte.
> Ich hab mal aus einem alten Steuerschrank Trafos 380V/42V> ausgeschlachtet, an 220V hatten die dann einen super Wirkungsgrad.
Ja, weit weg von der Sättigung sinken die Ruheverluste.
Klaas schrieb:> Ich hab zuviele alte Wandwarzen im Bekanntenkreis wegen Überhitzung,> durchgebranntem Trafo, aufgeplatztem Gehäuse, verstorbenem Elko aus dem> Verkehr gezogen, als dass ich ihnen eine Träne nachweinen würde.
Ich bedauere Dich, das Thema ist mir nach gut 45 Jahren mit Elektronik
weitestgehend unbekannt.
--------
Ich bin gerade hobbymäßig an einem Meßaufbau, wo ich 12-Bit A/D und D/A
habe. Ich habe keine Lust, mich zu ärgern - da kommt ein Trafo mit
Längsregler rein, mal schauen, vielleicht habe ich sogar noch einen
guten Ringkerntrafo.
Holm T. schrieb:> Nur ne Glühlampe hat es bisher in die Beleuchtungen von Backröhren oder> auch Mikrowellen geschafft, das sie an einem Elektroniker-Arbeitsplatz> oft auch noch aus EMV Gründen die bessere Lösung ist wurde oben schon> klar gestellt.
Und bei Kleinspannungen (12V, 24V) ist es dann schon wieder günstig,
diese Glühlampen auch wieder mit einem guten, alten oder neuen
Netztrafo und 50 Hz zu betreiben...
Sonst ist wieder Essig mit EMV Schutz...
Ich werde jetzt mal einige Elkos zusammen drehen, es ist bald
Mitternacht...
Ist das eigentlich auch verboten?
In diesem Sinne wünsche ich Euch alles Gute!
Bis nächstes Jahr!
Mani
Manfred schrieb:> soso... schrieb:>> Ich finde es nur noch traurig, eine solche Diskussion in einem angeblich>> technikaffinen Forum lesen zu müssen. Eine derartige Ansammlung aus>> veralteten Vorurteilen wie in diesem Beitrag ist mir schon lange nicht>> mehr untergekommen.>> Vorurteile gegen langjährige Praxis? Arbeite mal Fachartikel zum Thema> durch und wundere Dich, wie viele Schaltnetzteile einfach schlecht> dimensioniert sind. Elkos sind nicht generell schlecht, sie werden> oftmals außerhalb ihrer Spezifikationen betrieben.
Da kannst du lamentieren und noch so viele "Argumente" aufzählen, wie du
willst: Trafonetzteile für Geräte baut man heutzutage normalerweise
nicht mehr.
Mach bei dir Zuhause eine Aufstellung, welches Gerät (Baujahr nach 2008)
ein Trafonetzteil hat, und welches ein Schaltnetzteil.
Du wirst schnell feststellen, dass es kaum noch Trafos in solchen
Bereichen gibt *1). Und dafür gibt es Gründe. Gute Gründe. Und wenn es
nur die Herstellungskosten und Stromverbrauch sind.
Da kann man genauso argumentieren, dass der Himmel schöner wäre, wenn er
grün wäre. Er ist es nicht, keine noch so große Menge an Worten und
keine noch so tollen Argunmente können das ändern.
*1) zur Klarstellung: Ich meine damit 50Hz-Netztrafos. Das in
Schaltnetzteilen Trafos / Übertrager drin sind, ist bekannt.
michael_ schrieb:>> Das war früher so.> Schau dir mal die Kategorie Badradio/Weckradio/Küchenradio usw. an.> Die haben meist ext. NT.
Ich rede von richtigen "Radios", nicht von E-Müll.
> Und wenn das NT eingebaut war, dann war es doch die Seuche, dass der> Trafo nur auf der Sekundärseite abgeschaltet wurde.
Du wirst es nicht glauben, aber findige Techniker haben schon so um 1900
herausgefunden, dass man auch vor dem Trafo abschalten kann. Und JA, 99%
der Hersteller haben das so gemacht (machen es noch immer)
Erst mit Aufkommen der Fernbedienung musste man die Gurken immer
(zumindest etwas) eingeschaltet lassen.
> Dank Energiesparverordnung geht das nun nicht mehr mit Trafos.> Die schaffen die Norm nicht.
Und 90% (vermute ich mal) der SNT auch njcht. Nur auf dem Papier und im
Mustertest.
Old-Papa
Hi,
immer, wenn wir in der Küche mit dem billigen Radio noch DLF auf LW
hören konnten und "der Alte" im Wohnzimmer den Röhrenfernseher anmachte,
putzte es den DLF weg.
OK, dachte ich, das ist eben der Zeilentrafo etc...das ist bei alten
Röhrenfernsehern eben so...
Nun habe ich mir einmal das Schaltbild rausgekramt und muß erstaunt
feststellen, dass der Grundig (Baujahr ca. 1990) tatsächlich ein mit TDA
4605 und BUZ 90 bestücktes Schaltnetzteil hat.
Also die der Zeilenendstufe vermeintlich zugeschriebenen Störungen gehen
tatsächlich auf das Konto des SNT. (Habe jetzt noch ein Netzfilter davor
gesetzt. So kann in ca. 2 m Abstand vom Fernseher noch die DCF77-Uhr
syncen. Vorher ging das kaum. DLF sendet auf LW nicht mehr, also kein
Vergleich möglich.)
ciao
gustav
Old P. schrieb:> Und 90% (vermute ich mal) der SNT auch njcht. Nur auf dem Papier und im> Mustertest.
Das mag für den AliBaba-Krempel zutreffen. Nicht aber für "ordentliche"
chinesische Hersteller, die einen Namen zu verlieren haben.
Unser Chinese liefert uns "Wandwarzen" die Energielevel VI erfüllen,
d.h. in diesem Falle <100mW standby-Verbrauch. Wobei in Europa bislang
nur level V gefordert ist. Das habe ich nach gemessen, und es ist kein
Hexenwerk diese Forderung ein zu halten.
Mark S. schrieb:> "ordentliche"> chinesische Hersteller, die einen Namen zu verlieren haben.
Und wie lautet so ein weltberühmter chinesischer Markenname? Telefunken,
Graetz, Blaupunkt...?
123__321 schrieb:> Und wie lautet so ein weltberühmter chinesischer Markenname? Telefunken,> Graetz, Blaupunkt...?
Wo schrieb ich was von weltberühmt?
Was soll die Auflistung von längst vergangenen deutschen Marken zum
Thema bei tragen?
guxtu z.B.:
Zhong Shan Hai Sen Electronics & Lighting Co., Ltd.
Mark S. schrieb:>> Unser Chinese liefert uns "Wandwarzen" die Energielevel VI erfüllen,> d.h. in diesem Falle <100mW standby-Verbrauch. Wobei in Europa bislang> nur level V gefordert ist. Das habe ich nach gemessen, und es ist kein> Hexenwerk diese Forderung ein zu halten.
Das glaube ich Dir gerne. Nur "euer Chinese" wird wohl kaum alles
produzieren, was an Wandwarzen in Deutschland am Start ist. Doch was
kaufen die Leute?
Richtig! Billig!
Egal, es ging ja u.a. um die irre Behauptung, das in der EU "Netztrafos"
(also eisenbasiert) verboten sind. Das ist eben nicht so. Und deshalb
werden diese noch produziert und eingesetzt.
Old-Papa
Old P. schrieb:> Doch was> kaufen die Leute?> Richtig! Billig!
Tja - dagegen ist nun mal kein Kraut gewachsen - you get what you paid
for.
Diskussionen um die mangelhafte Qualität von Billigkrempel sind einfach
nur langweilig.
Mark S. schrieb:> Was soll die Auflistung von längst vergangenen deutschen Marken zum> Thema bei tragen?
Produkte die diese Namen tragen kommen aktuell aus China.
123__321 schrieb:> Produkte die diese Namen tragen kommen aktuell aus China.
Na und?
Diese Namen sind längst verkauft, von daher ist das in meinen Augen ein
großer Etikettenschwindel.
Und davon mal ganz abgesehen: Welche elektronischen Konsumerprodukte
werden heute nicht in China produziert? Dort kannst Du alles zwischen
Schund und hochwertig bekommen - ist halt nur ne Frage des Münzeinwurfs.
Old P. schrieb:> Egal, es ging ja u.a. um die irre Behauptung, das in der EU "Netztrafos"> (also eisenbasiert) verboten sind. Das ist eben nicht so.
Hi,
Garantieverlust bei Benutzung eines anderen Netzteils, als mit dem, das
im Lieferumfang enthalten ist. Ein SNT ist im Lieferumfang enthalten.
Hier der Schriftwechsel mit dem Hersteller:
Meine Anfrage:
"...auf Seite 23 der Bedienungsanleitung sind zwei
Versorgungsspannungsquellen und damit Spannungen angegeben. Einmal die
für das mitgelieferte Netzteil (SNT)
Zitat:" Ausgang:7,5V DC---, 500 mA, 5,5 W"
und zum andern über Batterien:
Zitat:
"6 x 1,5V AA Mignon LR6 ca. 7 Stunden bei halber Lautstärke".
6 mal 1,5 Volt sind IMHO 9 Volt, das sind ganze 1,5 Volt zuviel
gegenüber dem Netzteilbetrieb.
Nach meiner Messung stehen am unbelasteten Netzteil 8,05 Volt an.
Ab 7,15 Volt im Akkubetrieb blinkt das "low bat "-Symbol oben rechts im
Display, obwohl das Gerät dann immer noch störungsfrei arbeitet.
Meine Fragen:
Welche Versorgungsspannung ist die beste bezüglich Funktionssicherheit
und Langzeitstabilität?
In welchem Bereich darf sich die Betriebsspannung bewegen, ohne, dass
das Gerät darunter leidet?
Antwort vom Support:
"...Sehr geehrter Herr ...,
vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Interesse an unseren Produkten.
Das Gerät darf jedoch ausschließlich mit dem im Lieferumfang enthaltenen
Schalt-Netzteil betrieben werden. Andere Netzteile können die
Produktsicherheit und den störungsfreien Betrieb gefährden...."
Mit der Antwort ist der Hersteller "aus dem Schneider".
Mein Selbstbau-Trafonetzteil läuft störungsfrei. Ich pfeif auf die
Garantie.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Mein Selbstbau-Trafonetzteil läuft störungsfrei. Ich pfeif auf die> Garantie.
Oha, ein Stino-Netzteil.... Nobelpreisverdächtig ;-)
Old-Papa
Karl B. schrieb:> Mein Selbstbau-Trafonetzteil läuft störungsfrei.
Oh man, diese überflüssigen und hier auch noch völlig
überdimensionierten Kondensatoren parallel zu den Gleichrichterdioden
werden wohl auch nie aussterben.
"Hammer schon immer so jemacht!"
Klaas schrieb:> Oh man, diese überflüssigen und hier auch noch völlig> überdimensionierten Kondensatoren parallel zu den Gleichrichterdioden> werden wohl auch nie aussterben.
Jawohlja, gut gegen "abstimmbares Netzbrummen" bei Röhrenradios.
Mani W. schrieb:> Timmy schrieb:>> gibt es eigentlich überhaupt noch sinnvolle Anwendungsgebiete für>> Netztrafos für den Bereich <100W?>> Würde mal so sagen:>> Überall dort, wo man seine Schaltung nicht mit HF versauen möchte und> auch perfekte Netztrennung benötigt, sicher auch im *medizinisch> technischen Bereich*...
Oja, in Tat im medizinischen Bereich. Meine Erfahrung liegt in der
Entwicklung und im Bau von elektromyographischen Messgeräten, mit denen
man intramuskulär die Nervensignale misst, die so gut wie möglich die
Aktionspotentiale wiedergeben sollen.
Das ist eine derart sensible Angelegenheit, dass es sich unbedingt lohnt
einen Ringkerntrafo (geringe magnetische Streuung) einzusetzen, der
zwischen der Primär und den Sekundärwicklungen eine Schirmfolie hat, die
geerdet werden muss. Dies vermeidet nicht nur besonders gut die
Einkopplung von Störungen vom 230VAC-Netz, es vermindert auch deutlich
den Patienten-Erdableitstrom und zwar unterhalb der vom SEV (Schweiz)
erlaubten Grenzwert.
Viele Grüsse und ein gesundes
und erfolgreiches Neujahr!
Thomas
kopfklatsch schrieb im Beitrag #5262590:
> Typisch für dieses Troll- und Klugscheisserforum
... ist Dein Beitrag zum Thema.
Natürlich beschreibt Thomas hier eine recht konkrete Anwendung, aber
auch die (nicht) störenden Effekte und begründet damit die
Notwendigkeit.
Um es auf die Überschrift "Wer kauft noch Netztrafos?" abzubilden: Ja,
Thomas kauft noch Netztrafos, klare Antwort!
batman schrieb:> Tja irgendwie sind halt die Elkos nicht mit den Herausforderungen> mitgewachsen ...
Diese Aussage unterschreibe ich Dir sofort!
Höhere Schaltfrequenzen und schnellere Stromanstiege dank modernerer
Halbleiter bringen die Elkos an ihre Grenzen. Das Übel sind die
Hardwareentwicklungsdilletanten, die die Grenzwerte dieses Bauelementes
nicht begreifen und somit ausfallträchtig entwickeln.
Obendrein muß es immer kleiner und schöner werden - thermisch korrekte
Designs mutieren ebenso zum Fremdwort.
Es gibt schon zu denken, wenn ich im Internet Bilder eines Netzteiles
finde, wo genau die gleichen Elkos dicke Backen haben wie in meinem und
ich mir denke, 90° gedreht und mit drei Luftlöchern würde sich die
Lebensdauer zumindest vervierfachen.
Thomas S. schrieb:> Meine Erfahrung liegt in der> Entwicklung und im Bau von elektromyographischen Messgeräten, mit denen> man intramuskulär die Nervensignale misst, die so gut wie möglich die> Aktionspotentiale wiedergeben sollen.
Ich hatte mal so eine Nervenleitgeschwindigkeitsmessung oder so ähnlich
ausgedrückt, da war dann eine Ektrode mit Federring an irgend einem
Finger und die andere Elektrode wurde auf verschiedenen Punkten
angeklebt mit Leitgel...
Ich denke, die Kurve auf dem Bildschirm war im Bereich 5 V, mittels
Drehknopf wurden die Impulse stärker, bis die Finger oder die ganze
Hand zuckten...
Und die Dame, die die Messungen vornahm sagte, ich soll nicht
erschrecken...
Meine Antwort: Bin Elektriker, kein Problem...
Ihre: Die haben oft die größte Angst!
Wir haben damals einige Zeit gelacht, bis die Messungen erfolgt sind...
batman schrieb:> Tja irgendwie sind halt die Elkos nicht mit den Herausforderungen> mitgewachsen
Im Gegenteil, sie sind geschrumpft und das find ich ziemlich gut.
> sonst wären Schaltnetzteile cool.
Schaltnetzteile SIND cool. Also meine zumindest.
Ein 800W Netzteil, dimmbar von 0 bis 24V, mit Strombegrenzung vs. die
alte Version, ein 1kW Stelltrafo, über einen Getriebemotor bewegt, mit
nachfolgendem 24V-Trafo. Was hat wohl den besseren Wirkungsgrad, die
kleine Baugröße, ist weniger störanfällig und inzwischen auch
preisgünstiger?
Aber ok, wieder eine Sonderanwendung.
Timmy schrieb:> In Zeiten, wo man für 10-15 Euro schon> qualitativ brauchbare 5-10W Netzteile bekommt
Auch für symmetrische Spannungen?
Auch, wenn du z.B. 60V brauchst?
Klaas schrieb:> Ist ja nicht so, dass schlecht entstörte Geräte eine neue Erfindung> sind.
Japp, früher wurde teilweise wenig Aufwand getrieben. Insbesondere in
den 80'ern als EMV quasi kein Thema war.
Hallo Mani,
Mani W. schrieb:> Thomas S. schrieb:>> Meine Erfahrung liegt in der>> Entwicklung und im Bau von elektromyographischen Messgeräten, mit denen>> man intramuskulär die Nervensignale misst, die so gut wie möglich die>> Aktionspotentiale wiedergeben sollen.> Ich hatte mal so eine Nervenleitgeschwindigkeitsmessung oder so ähnlich> ausgedrückt, da war dann eine Ektrode mit Federring an irgend einem> Finger und die andere Elektrode wurde auf verschiedenen Punkten> angeklebt mit Leitgel...
Also wirklich nur eine Elektrode zur Signalmessung?
Weil die mit dem Feder-Fingerring ist der Kontakt zum Bezugspotenzial.
> Ich denke, die Kurve auf dem Bildschirm war im Bereich 5 V, mittels> Drehknopf wurden die Impulse stärker, bis die Finger oder die ganze> Hand zuckten...
Aha, dann war das keine Messfunktion. Dieses Gerät arbeitet als
Elektro-Stimulation. Das benutzt man z.B. wenn man Nervenschmerzen hat.
Ich hatte dies mal an einem Daumen. Das war erfolgreich mit damals zwei
oder drei Sitzungen. Ist schon lange her. Es liegen Jahrzehnte
dazwischen.
> Und die Dame, die die Messungen vornahm sagte, ich soll nicht> erschrecken...
Eben, das würde und müsste sie nicht sagen, wenn es um Messungen, wie
EMG oder EEG geht.
> Meine Antwort: Bin Elektriker, kein Problem...>> Ihre: Die haben oft die größte Angst!>> Wir haben damals einige Zeit gelacht, bis die Messungen erfolgt sind...
Und? Was gab's danach? Hast Du wenigstens ein Glas Wein bekommen zur
Entspannung von der riesengrossen Verspannung und dem Angstschweiss
zuvor?
Gruss
Thomas
Thomas S. schrieb:> Und? Was gab's danach? Hast Du wenigstens ein Glas Wein bekommen zur> Entspannung von der riesengrossen Verspannung und dem Angstschweiss> zuvor?
Ich habe ein sog. Elektromyogramm über mich ergehen lassen müssen. Dazu
wurden Elektroden in Ober- und Unterschenkel gesteckt.
DA vergeht JEDEM das Lachen...
MfG Paul
Paul B. schrieb:> DA vergeht JEDEM das Lachen...
War das vielleicht ein Sparnetzteil ohne Trafo?
Die sind bestens zur Elektrostimulation geeignet. Seinerzeit konnte man
Fernseher dafür verwenden ;-)
Mark S. schrieb:> Tja - dagegen ist nun mal kein Kraut gewachsen - you get what you paid> for.> Diskussionen um die mangelhafte Qualität von Billigkrempel sind einfach> nur langweilig.
Mir ist das NT der Fritzbox eingeschlafen (Spannungseinbrüche, laufend
FB-neustarts).
Stimmt. AVM ist ja Billigkrempel..
Nicht der Kunde ist schuldig. Er kann nicht unterscheiden zwischen
Billig und Gut. Merke: Nicht Alles was teuer ist ist auch gut.
Hersteller, Importeur, Händler - DIE sind am Gewinn orientiert. Da ist
billiges Herstellen extrem wichtig.
Fra N. schrieb:> Nicht der Kunde ist schuldig.
Hi,
stimmt, aber die ( IMHO unausgegorenen) EU-EN-Vorschriften zwingen zur
nationalen Umsetzung, und die Hersteller müssen denen folgen, ob sie
wollen oder nicht. Da besteht durchaus Nachbesserungsbedarf im Detail.
Aber die "Energiesparpolizei" kann einem noch nicht den Strom
abschalten, nur weil ein (angeblich nicht energieeffizientes)
Trafonetzteil benutzt wird.
Habe für 2017 sogar Geld vom Stromanbieter zurückbekommen, und der
monatliche Abschlag wurde gesenkt. (Trotz oder gerade wegen
Trafonetzteil!)
Das ist mir in den ganzen Jahren davor noch nie passiert.
Mir kann die "Energiesparpolizei" also nicht vorwerfen, dass ich mit
Strom aase.
Auch bleibt die Forschung nach besseren Trafo-Werkstoffen nicht stehen:
https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2014/Oktober/effizienter-materialien-fuer-transformatoren.html
Quintessenz:
"...Bis zu einem Viertel weniger Stromverbrauch möglich..."
ciao
gustav
nachtmix schrieb:> Auch für symmetrische Spannungen?> Auch, wenn du z.B. 60V brauchst?
Warum nicht? Bisher hab ich alles gefunden, was ich brauchte, in so
ziemlich jeder Leistungsklasse.
Und wenn man nicht gerade Restposten bei Pollin kauft - als Firma würd
ich mir das überlegen - bekommt man auch kein Netzteil mit Ringkerntrafo
für 15 Eur gebaut.
In der Medizintechnik nimmt man oft Schaltnetzteile nach dem Prinzip der
elektrischen Zahnbürste. Damit erreicht man besonders geringe
Störeinkopplung (<0,1pF). Auch kann man den gesamten Sekundärkreis
hermetisch kapseln, z.B. um das Gerät sterilisieren zu können.
Peter D. schrieb:> michael_ schrieb:>> Wegen dem Ruhestromverbrauch.>> Wandwarzen werden ja schon ohne Last knallheiß.>> Wegen ihres grottenschlechten Aufbaus.>> Ja, heutige Trafos sind schon bei Nennspannung stark in Sättigung, um> Cu/Fe zu sparen.> Ich hab mal aus einem alten Steuerschrank Trafos 380V/42V> ausgeschlachtet, an 220V hatten die dann einen super Wirkungsgrad.
Der Transformator als Solches ist die Maschine mit dem höchsten
Wirkungsgrad überhaupt...sofern man ihn nicht als Heizung auslegt.
Gruß,
Holm
o ha schrieb:> Aus der W. schrieb:>> Und bei Volllast verschlechtert sich der Wirkungsgrad.>> Man muss da schon genau abwägen.>> Wozu?> Endstufe - Testlauf - Wirkungsgrad <- unbedeutend!>> Aus der W. schrieb:>> Ich habe bei einigen Anwendungen, wo das möglich ist,>> einen Teil der Sekundärwicklung zur Primären in Reihe geschaltet.>> Die vorhandene Isolation gibt das her oder nur (Über-)Mut?
..it depends.
Ich habe auch noch einen 3phasigen großen "Steuertrafo" da, das war ein
24V Netzteil aus irgend einer Anlage mit SPS, SU und einem Sack voller
Schütze..Gleichrichterbrücke defekt, Stabilisierung gabs nicht.
Ich habe ein anderes Netzteil eingebaut und die Anlage tut seit dem,
Trafo wurde verschrottet..ich habe ihn mitgenommen.
Ich habe vor die 3 Sekundärwicklungen gegenphasig in Reihe zum Netz zu
schalten um die manchmal ein Stück über 250V hochlaufende Netzspannung
hier einzubremsen (wahrscheinlich sehr kräftige Netzauslegung, ich habe
ne Aluminiumgießerei als Nachbarn). Die Ohmschen Verbraucher im Haushalt
werden es mir danken und dem Rest isses schlicht egal. Isolation ist an
der Stelle ausreichend und völlig irrelevant.
Gruß,
Holm
Klaas schrieb:> Kevin schrieb:>> Der Punkt des verdienten Primärstroms gilt bei Netztrafos aber nur für>> rein ohmsche Verbraucher.>> Da die meisten alten Wandwarzen übelst auf Kante genäht waren - merkte> man schon an der nennenswerten Erwärmung im Leerlauf - und im Scheitel> regelmäßig in die Sättigung gingen, brauchten die nichtmal einen> Gleichrichter+Kondensator, um ihre Oberwellen zu erzeugen.>> Aus der W. schrieb:>> Bei meinem Router muss ich nicht "nacharbeiten".>> Der arbeitet zwischen 9V und 14V, Man sieht am Labornetzteil>> wie sich beim Spannung hochdrehen der Strom mindert.>> Hab ich bei einem Switch auch gemacht: War mit 5V-Netzteil, die> restliche Technik wird aus 12V gespeist. Extra für den Switch ein> weiteres Netzteil? Aufgeschraubt, geschaut wie die Spannungsversorgung> ist, Spannung der Eingangselkos: Reicht. Schaltregler, Datenblatt: Kann> bis 20V. Hängt jetzt an 12V und tut.>> Andererseits: Lupenleuchten mit ESL auf LED umgebaut, mit Analogdimmer> (kein PWM-Flimmern, da mechanische rotierende Geräte). Passt perfekt mit> 12V-Steckernetzteil.
Klaas Du vergleichst aber "schlechte Qualität" mit "anderer Technologie"
ohne Beachtung derer Qualität...das ist Nonsense.
Ich kenne durchaus Geräte mit Schaltregler hinter dem Eisentrafo, die
war hauptsächlich den damals verfügbaren Schalttransistoren geschuldet.
Wie paßt das denn in Deine Klassifizierung? Summe aller Nachteile?
Gruß,
Holm