Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Vergleich Osz R&S RTB2004 vs. Siglent SDS5034X


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von Knut E. (knulli)


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So,
wie hier

Beitrag "Oszilloskop R&S RTB 2k All-in, Erfahrungen"

und hier

Beitrag "4 Kanal MSO gesucht (Fortsetzung von "Oszilloskop R&S RTB 2k All-in, Erfahrungen")"

angefangen, weiterdiskutiert und angekündigt, kommt jetzt ein Vergleich.

Es geht um o.g. Oszis, die ich von Batronix geordert habe. Den 
"besseren" behalte ich, den anderen schicke ich zurück.

Da es viel Arbeit macht, kommt es nur kleckerweise.

Ich habe vor analog, digital und Generator separat auf die 
gebräuchlichsten Anwendungen zu testen. Sinus, Rechteck, Pulse, 1KHz, 
12,5 MHz (mehr gibt mein Hameg Generator nicht her), Protokolle wie I2C, 
I2S und CAN aber auch etwas "eigenes" mit NAND-Flash und FTDI. Da hatte 
ich damals LogikAnalyzer und Analog == MSO erstmalig benötigt.

Wenn die Zeit reicht, will ich auch mal den Meckerein / Lobeshymnen auf 
YouTube & Co. auf den Grund gehen.

Knulli

von Knut E. (knulli)


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01 Sin 1KHz normal Trigger

Der Gewohnheit in der Bedienung wegen und um ggf. zu prüfen, ob ich oder 
der Oszi zu blöd bin, habe ich mein altes "Arbeitspferd" HMO 3524 mit 
antreten lassen, natürlich nur da, wo es ging (Speichertiefe usw. sind 
dem fremd).

: Bearbeitet durch User
von Knut E. (knulli)


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...und dasselbe (01 Sin 1KHz normal Trigger) mit aktivierter 
HiRes-Option.

Also ein paar extra Bits zusätzlich bei Vertikal. Beim Siglent kann man 
bis zu 3 Bit in 0,5 Bit Schritten hinzufügen. Ich hab das Maximum 
genommen.
Später (bei Pulse) musste ich sehen, dass das nicht immer gut ist.

Dem RBT ist das egal, er macht kein Tiefpass bei "Bitschummelei" draus.

von Knut E. (knulli)


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Da ich feststellen musste, dass die Geräte ihre Kurven gerne 
"glattrechnen" habe ich mir Single Trigger angesehen, um 
herauszubekommen wie das Rauschewn wirklich ist, denn einige der Kurven 
aus 01 sahen "zu schön" aus.

02 Sin 1KHz single Trigger

von Knut E. (knulli)


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03 Cursor Measure

Ein oft von mir genutztes Feature beim HMO waren die Cursormessungen, 
das sollte natürlich 10 Jahre später immer noch möglich sein.

Was für eine Freude: Man kann "neuerdings" auch H und V Cursor 
gleichzeitig haben :-).

von S. W. (stewi)


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Danke erst einmal für Deinen ersten Eindrücke :-)
Das Siglent spinnt deshalb herum, weil der Trigger auf "Auto" steht. Ich 
war bei Siglent und auch bei Rigol überrascht, daß der Auto-Trigger 
nicht so zuverlässig ist, wie ich das das von Tektronix-Geräten her 
gekannt habe. Bei R&S-Geräte scheint das auch besser zu funktionieren.

von Knut E. (knulli)


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04 Ansicht von außen --> 02 Ansicht auf Display

Da in den beiden vorherigen Threads auf das spiegelde Display beim RTB 
hingewiesen wurde, habe ich davon auch Bilder gemacht.

von Knut E. (knulli)


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04 Ansicht von außen --> 01 RTB Köpfe zu hell

Auch fiel mir negativ auf, dass die LEDs beim RTB etwas zu hell sind. 
Evtl. weiß ja jemand ob/wie man die dimmen kann.

von Knut E. (knulli)


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05 Sin 12.5 MHz single Trigger

1 KHz kann jeder, mehr als 12,5MHz habe ich aber leider auf die Schnelle 
auch nicht gefunden.

Man sieht aber, das ist schon Faktor 12500 mehr, es fängt an zu 
krisseln...

Bei 12.5 MHz habe ich gleich auf Auto-Trigger mit "Schönrechnen" 
verzichtet. Ich will ja die Wahrheit sehen :-)

von Knut E. (knulli)



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Manchmal muss man X-mäßig weit reinzoomen, um was zu finden.
Also von 20ns auf 20µs "rausgegengen", getriggert (single) und dann 
wieder reingezoomt. Wäre schön, wenn das genauso aussieht, wie bei 20ns 
getriggert.

Bei der Gelegentheit bin ich auch gleich mal über die Speichertiefen 
gestolpert. Keine Ahnung, ob ich da alles verstanden habe, aber viel 
Unterschied ist nicht zu sehen.

06 Sin 12.5 MHz single Trigger - Zoom x1000

von Knut E. (knulli)


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Als ich dann von Sinus zu Rechteck gehen wollte und der Einfachheit 
halber die Proben beim Siglent Tastkopf-Kalibrier-Ausgang angeschlossen 
habe, bekam ich zunächst einen Schreck. Der 1KHz Rechteck Ausgang hat 
eine Anstiegszeit von ca. 400 ns.

Da dachte ich zuerst: "Sch..ße, Tastköpfe nicht abgeglichen".
Schnell nachgeholt und festgestellt, es bleibt dabei: Der 
Siglent-Ausgang hat eine Art Tiefpass.

Der RTB ist da deutlich flotter von Null auf eins: 20ns. Um es vorweg zu 
nehmen. Der externe Siglent USB-Generator kann auch 20 µs, aber nur im 
arbiträren Pulse-Mode. Im Normalen Pulse-Mode (also neben Sinus usw.) 
kommt er nur auf 40 ns. Dazu aber später mehr.

Beim Abgleich der Tastköpfe fiel mir noch auf, dass der Siglent-Tastkopf 
SP3050 nur einen "NF-Steller" hat. Die R&S RT-ZP03 Tastköpfe haben einen 
Steller für den NF-Abgleich (am Griffstück) und zwei für den HF-Abgleich 
(an der BNC-Buchse).

Und: Beim R&S RTB gibt es einen Assistenten, der den Abgleich 
unterstüzt. Gefällt mir sehr gut.

Als Rechteck-Signalquelle habe ich mich dann (zunächst) für den 
Cal-Ausgang des R&S RTB entschieden.

07 Sqr 1 KHz (R&S Cal-Ausg) TB100µs --> 01 Auto Trigger

Man sieht beim Siglent einen leichten Überschwinger. Den habe ich 
zunächst auf die Tatsache geschoben, dass ich alle Proben mit dem 
Rechteck-Ausgang vom RTB abgeglichen habe. Könnte ja sein, das sich das 
gegenseitig "ausgleicht". Später dazu mehr, könnte "Software-Schummel" 
sein ;-)

: Bearbeitet durch User
von Knut E. (knulli)


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... und noch als

02 single Trigger

eigentlich sehr ähnlich.

von Knut E. (knulli)


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Dann doch nochmal interessenhalber am Cal-Ausgang des Siglent 
angeschlossen, um zu sehen, wo die Überschwinger beim Siglent herkommen.

08 Sqr 1 KHz (Sig Cal-Ausg) TB100µs --> 01 Auto Trigger

von Knut E. (knulli)


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... und der Vollständigkeit halber noch Single-Trigger:

08 Sqr 1 KHz (Sig Cal-Ausg) TB100µs --> 02 single Trigger

Auch hier der Überschwinger.

: Bearbeitet durch User
von Knut E. (knulli)


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Jetzt die interessante Frage:

Der Siglent war ja der mit dem langen Anstieg beim 
1KHz-Rechteck-Cal-Ausgang.

Wo kommen da eigentlich die Überschwinger her?
Also mal "reingegangen" (TB 100µs --> 200ns).
Sobald man weiter reingeht, ist der Überschwinger weg.
Ich vermute hier also irgendwelche "Software-Artefakte".

09 Sqr 1 KHz (Sig Cal-Ausg) TB200ns\single Trigger\

von Knut E. (knulli)


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Dann noch interessenhalber mal die 1 KHz aus meinem 
Hameg-Funktionsgenerator:
10 Sqr 1 KHz (Hameg F-Gen) TB200ns

Bin ja echt mal gespannt, wie das ganze bei 50MHz Rechtecken aussieht. 
Muss ich mir aber erst basteln.

von Manfred L. (egonotto)


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Hallo,

Knut E. schrieb:
> Jetzt die interessante Frage:
>........
> Sobald man weiter reingeht, ist der Überschwinger weg.
> Ich vermute hier also irgendwelche "Software-Artefakte".

glaub ich nicht. Du siehst nur den Anfang des Überschwingers und 
erkennst daher nicht, dass es ein Teil eines Überschwingers ist.

Siehe die 3 Bilder mit verschiedenen Zeitbasiseinstellungen.

MfG
egonotto

von Knut E. (knulli)


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dann noch ein 12,5 MHz Rechteck aus dem Hameg-Funktionsgenerator.
Einmal mit Einzelerfassung und einmal im HighRes-"Bitschummel"-Mode.

Hier kommt ein interessantes Detail beim Siglent zum Vorschein:
Mit der HiRes-Bit-"Erweiterung" um 0.5 ... 3.0 Bits wird der Signalweg 
zum Tiefpass. Vermutlich weil sich die fehlenden Hardware-Bits (Siglent 
hat soweit ich das sehe nur einen 8 Bit ADC) aus Software-Rechnerei 
gemittelter Rauschanteile berechnen.

Der R&S RTB hat zwar auch solche "Spielerein" um aus 10 Bit 16 zu 
machen, aber die machen es irgendwie besser. Zumindest ändert sich die 
Kurvenform nicht.

Der alte Hameg versteht übrigens von all dem nichts. Bei Ihm ist 
HW=SW...

11 Sqr 12.5 MHz (Hameg F-Gen) --> 01 HiRes

von Knut E. (knulli)


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Beim Weglassen der HiRes Optionen erinnert sich der Siglent wieder etwas 
mehr and das, was vorne reinkommt...
Die Kurve wird steiler = Höhere Frequenzen.

02 Einzelerfassung

von Manfred L. (egonotto)


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Hallo,

Knut E. schrieb:

> Bin ja echt mal gespannt, wie das ganze bei 50MHz Rechtecken aussieht.

könnte mit einem 350 MHZ Gerät etwa wie in "50MHz_350MHZ BW.png" 
aussehen:



MfG
egonotto

von Michael (Gast)


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Knut E. schrieb:
> 11 Sqr 12.5 MHz (Hameg F-Gen) --> 01 HiRes

Das kann man nicht verstehen!

Kannst Du beim Siglent mal das Menu für Acquire durchsehen? Evtl. ist da 
der Algorithmus fürs Schönrechnen einstellbar.

Wenn Du unterscheiden willst, ob es an den Tastköpfen oder am Scope 
liegt, solltest Du das Signal koaxial einspeisen (BNC-Kabel) und am 
besten mit 50Ohm-Eingang arbeiten. Die Siglent-Scopes, die ich bisher 
sah, waren jedenfalls nicht so schlecht.

Interessant! Weitermachen...

von Manfred L. (egonotto)


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Manfred L. schrieb:
> Hallo,
>
> Knut E. schrieb:
>
>> Bin ja echt mal gespannt, wie das ganze bei 50MHz Rechtecken aussieht.
>
> könnte mit einem 350 MHZ Gerät etwa wie in "50MHz_350MHZ BW.png"
> aussehen:
>
>
>
> MfG
> egonotto

Allerdings sollte der Eingangswiderstand 50 Ohm sein, sonst schaut es 
wie in "50MHz_350MHZ BW_so nicht.png" aus.

von Knut E. (knulli)


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Manfred L. schrieb:
> könnte mit einem 350 MHZ Gerät etwa wie in "50MHz_350MHZ BW.png"
> aussehen:
>
> MfG
> egonotto

Was für eine Generator hast Du angeschlossen? Macht es Sinn, sich mit 
einem STM32, FPGA o.ä. etwas (versuchen!) zusammenzustricken oder kommt 
da mehr "Sinus" raus?

Knulli

von Michael (Gast)


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Für jemanden mit einer Icon-Dyslexie ginge das R&S gar nicht. Die 
Bildschirmdarstellung ist ja ne Zumutung. 10Bit hin oder her.

An Deiner Stelle würde ich das HMO3524 behalten :-)))

von Knut E. (knulli)


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Michael schrieb:
> Kannst Du beim Siglent mal das Menu für Acquire durchsehen? Evtl. ist da
> der Algorithmus fürs Schönrechnen einstellbar.
Da gibt es:
Normal, Spitzen, Mittelwert und Erweiterte Auflösung (Schummel-Bits).
Da bin ich entweder auf Normal gegangen oder Erweiterte Bits.
Bei den ersten drei Modi kann man die Speichertiefe von 10k - 250M 
einstellen, bei Schummel-Bits bis 25M. Schummelbits gibts von 0,5 bis 3 
in 0.5er Schritten.

> Wenn Du unterscheiden willst, ob es an den Tastköpfen oder am Scope
> liegt, solltest Du das Signal koaxial einspeisen (BNC-Kabel) und am
> besten mit 50Ohm-Eingang arbeiten. Die Siglent-Scopes, die ich bisher
> sah, waren jedenfalls nicht so schlecht.

mach ich gleich mal

von Knut E. (knulli)


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Michael schrieb:
> An Deiner Stelle würde ich das HMO3524 behalten :-)))

Ist mein Dienst-Scope, kann und will ich nicht dauernd hin und her 
"schleppen".

von Michael (Gast)


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Ich meinte sowas, wie beim HMO, Acquire auf Seite 2. Da kannst Du 
umschalten zwischen Sample&Hold, linear interpoliert oder normal (Scope 
ist jetzt aus, kann nicht nachsehen wie das genau heißt. Außerdem steht 
hier nur ein HMO 2024).
Wenn ich genau wissen will, was das Scope sieht, schalte ich auf 
Sample&Hold. Interpolieren kann ich selbst. Gerade bei sehr steilen 
Flanken ist das sehr aufschlußreich und meist informativer als die 
normale Darstellung. (Aber ich programmiere auch in Assembler :-)))

von Manfred L. (egonotto)


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Knut E. schrieb:
> Manfred L. schrieb:
>> könnte mit einem 350 MHZ Gerät etwa wie in "50MHz_350MHZ BW.png"
>> aussehen:
>>
>> MfG
>> egonotto
>
> Was für eine Generator hast Du angeschlossen? Macht es Sinn, sich mit
> einem STM32, FPGA o.ä. etwas (versuchen!) zusammenzustricken oder kommt
> da mehr "Sinus" raus?
>
> Knulli

Hallo,

ich habe einen Siglent SDG6022X verwendet, der aber nach einem 
Motherboardaustauch meint, ein SDG6052X zu sein. Anstiegszeit ist 2 ns.

Du kannst preiswerte Quarzoszillatoren verwenden.
https://www.reichelt.de/quarzoszillator-50-00-mhz-oszi-50-000000-p13716.html?&trstct=pos_35&nbc=1
Nach meiner Erfahrung haben die eine Anstiegszeit von etwa 6ns.

STM32, FPGA o.ä. sind sicher auch einen Versuch wert.

Bei so hohen Frequenzen ist es wichtig Reflexionen zu vermeiden.
Bei BNC-Kabel sollte das Scope 50 Ohm haben. Bei Tastköpfen sollte man 
den 10er Teiler verwenden.

MfG
egonotto

von Thomas (Gast)


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Knut E. schrieb:
> 04 Ansicht von außen --> 01 RTB Köpfe zu hell
>
> Auch fiel mir negativ auf, dass die LEDs beim RTB etwas zu hell sind.
> Evtl. weiß ja jemand ob/wie man die dimmen kann.

Ja, kann man: Display -> Intensity -> LED Intensity
(Anhang: Screenshot aus dem user manual zusammengesetzt)

von Knut E. (knulli)



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> Michael schrieb:
>> Wenn Du unterscheiden willst, ob es an den Tastköpfen oder am Scope
>> liegt, solltest Du das Signal koaxial einspeisen (BNC-Kabel) und am
>> besten mit 50Ohm-Eingang arbeiten. Die Siglent-Scopes, die ich bisher
>> sah, waren jedenfalls nicht so schlecht.
>
> mach ich gleich mal

So, hier das "Ergebnis, des Versuches, dem USB Generator einen 
Rechteck(!) zu entlocken. Bei 10 MHz geht das fast als Sinus durch und 
bei 10 MHz ist dann auch schon auch Schluss :-)

Der Hameg-Gen geht auch nur bis 12.5MHz. :-(

von Thomas (Gast)


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Michael schrieb:
> Ich meinte sowas, wie beim HMO, Acquire auf Seite 2. Da kannst Du
> umschalten zwischen Sample&Hold, linear interpoliert oder normal (Scope
> ist jetzt aus, kann nicht nachsehen wie das genau heißt. Außerdem steht
> hier nur ein HMO 2024).

anbei wie das beim RTB eingestellt werden kann

von Knut E. (knulli)


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Manfred L. schrieb:
> Du kannst preiswerte Quarzoszillatoren verwenden.
> 
https://www.reichelt.de/quarzoszillator-50-00-mhz-oszi-50-000000-p13716.html?&trstct=pos_35&nbc=1
> Nach meiner Erfahrung haben die eine Anstiegszeit von etwa 6ns.
>
So gut wie bestellt (Warenkorb, falls morgen noch was dazukommt)...

> Bei so hohen Frequenzen ist es wichtig Reflexionen zu vermeiden.
> Bei BNC-Kabel sollte das Scope 50 Ohm haben. Bei Tastköpfen sollte man
> den 10er Teiler verwenden.
BNC Kabel ist ab jetzt im Einsatz, 1:10 hatte ich schon selber gesehen.

Steht auch in der Anleitung zum Tastkopf:
1:1 nur bis 10MHz / 20ns, 1:10 dagegen 300 MHz / 1.15ns (R&S)

Bei Siglent steht die Frage mangels Schalters nicht.

von Michael (Gast)


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Wie ich sehe, ist in den letzten 10 Jahren nicht viel passiert.
Sieh das auch mal bei siglent an.

Gute Nacht!

von Knut E. (knulli)


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Thomas schrieb:
> Knut E. schrieb:
>> Auch fiel mir negativ auf, dass die LEDs beim RTB etwas zu hell sind.
>> Evtl. weiß ja jemand ob/wie man die dimmen kann.
>
> Ja, kann man: Display -> Intensity -> LED Intensity
> (Anhang: Screenshot aus dem user manual zusammengesetzt)

Prima, 30% Helligkeit für die Knöpfe reichen völlig aus...

Wenn man jetzt noch die Farbe der Kurve verändern könnte...

R&S hat nämlich aus "gelb, grün, lila und blau" schrecklicherweise "gelb 
grün, ogange(!) und blau" gemacht. Sieht aus wie ein Oster-Eier-Nest.

von Manfred L. (egonotto)


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Hallo,

Knut E. schrieb:

> Wenn man jetzt noch die Farbe der Kurve verändern könnte...
>
> R&S hat nämlich aus "gelb, grün, lila und blau" schrecklicherweise "gelb
> grün, ogange(!) und blau" gemacht

ja, das ist nicht das Gelbe vom Ei :)

Kann man aber leider nicht und die LEDs sind auch bei 20% noch sehr 
hell.

Wenn Du den RTB behalten willst, denke auch an 50 Ohm Eingänge.
Kann man erreichen mit BNC-T-Stück und BNC 50 Ohm Abschlusswiderstand.

Man kann mit Hilfe eines BNC-T-Stück auch 2 Eingänge parallel 
anschließen und bekommt durch Addition der Kanäle eine bessere Dynamik.

MfG
egonotto

: Bearbeitet durch User
von Thomas (Gast)


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Knut E. schrieb:
> Prima, 30% Helligkeit für die Knöpfe reichen völlig aus...

Ja, die waren mir auch viel zu hell.

> Wenn man jetzt noch die Farbe der Kurve verändern könnte...
>
> R&S hat nämlich aus "gelb, grün, lila und blau" schrecklicherweise "gelb
> grün, ogange(!) und blau" gemacht. Sieht aus wie ein Oster-Eier-Nest.

Zur Kurvenfarbe gibt es nur die angehängten Optionen.


Manfred L. schrieb:
> Wenn Du den RTB behalten willst, denke auch an 50 Ohm Eingänge.
> Kann man erreichen mit BNC-T-Stück und BNC 50 Ohm Abschlusswiderstand.

Das würde ich wegen Relexionen (stubs) nicht machen. Besser einen 
ordentlichen Durchgangsabschluss verwenden. Das Original wäre ein HZ22: 
https://www.datatec.de/rohde-schwarz-hz22-adapter-kabel
Ein günstigeres Konkurrenzprodukt sollte es aber auch tun.

Beitrag #6644691 wurde vom Autor gelöscht.
von Manfred L. (egonotto)


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Hallo,


Thomas schrieb:

> Manfred L. schrieb:
>> Wenn Du den RTB behalten willst, denke auch an 50 Ohm Eingänge.
>> Kann man erreichen mit BNC-T-Stück und BNC 50 Ohm Abschlusswiderstand.
>
> Das würde ich wegen Relexionen (stubs) nicht machen. Besser einen
> ordentlichen Durchgangsabschluss verwenden. Das Original wäre ein HZ22:
> https://www.datatec.de/rohde-schwarz-hz22-adapter-kabel
> Ein günstigeres Konkurrenzprodukt sollte es aber auch tun.

anbei ein 50 MHz Rechteck mit einem BNC-Kabel an 2 verschiedene
Oszilloscope angeschlossen, mal mit 50 Ohm Eingang und mal mit einem
BNC-T-Stück und BNC 50 Ohm Abschlusswiderstand.

Welches Bild gibt die Wirklichkeit am besten wieder?

MfG
egonotto

PS.: Und mit BNC-T-Stück und BNC 50 Ohm Abschlusswiderstand noch an 
einen dritten 200 MHz Oszilloscop

: Bearbeitet durch User
von PeDre (Gast)


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Hallo Knut,

nur als Info. Hier vergleichst du die HighRes-Einstellung, die ist aber 
am RTB2000 gar nicht aktiv, auch wenn sie ausgewählt wurde. Das erkennst 
du an der grauen Beschriftung. Die Zeitbasis ist dafür zu klein.

SCR02.PNG
Beitrag "Re: Vergleich Osz R&S RTB2004 vs. Siglent SDS5034X"

Peter

von Olaf (Gast)


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> Bin ja echt mal gespannt, wie das ganze bei 50MHz Rechtecken aussieht.
> Muss ich mir aber erst basteln.

Wofuer brauchst du eigentlich solche Oszis wenn du damit schon damit ein 
Problem hast?

Nimm doch mal einen beliebigen Oszillatorbaustein wie man doch immer was 
rumliegen hat und miss mal den Jitter mit deinen drei Kisten.

Zum Vergleich mal der Ausgang einer 50Mhz PLL (aus 24Mhz) aus dem 
Anlogic EG4S20 (chinesischer FPGA) gemessen 2ms nach der Triggerung.

BTW: Zumindes bei meinem HMO2022 treten dann auch die Grenzen der Hamegs 
zu tage, der laesst sich dann nur noch SEHR unwillig bedienen. 
Vermutlich geht der Software da die Rechenleistung aus.

Olaf

von Olaf (Gast)


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Ups....muss was richtig stellen. Das sind keine 50Mhz aus der PLL
sondern 49.152 aus einem extern diskret aufgebauten Oszillator
den ich einmal durch den FPGA geroutet habe.
Man kommt da schnell durcheinander bei den Teilen. :-)

Olaf

von Olaf (Gast)


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So, jetzt mal zum Vergleich 48Mhz aus der PLL (24Mhz Quarz *10 /5) 
erzeugt.

Das zeigt gleich mal warum es interessant ist sowas zu messen und wieso 
PLL nicht immer gut ist. :-)

Und das ist zum Testen der Oszi (Bandbreite, Trigger, Verhalten) auch 
interessanter als nur ein paar langweilige Sinuskurven.

Wenn du irgendein Quarzoszillator nimmst dann sollte das bei dir wie in 
meinem ersten Bild aussehen. Du koenntest auch irgendeinen 
Microcontroller nehmen und da eine Frequenz an einem Testausgang 
ausgeben, vielleicht hast du sogar Glueck und hat seinen mit interner 
PLL, dann sollte es so aussehen wie im zweiten Bild von mir. Achte mal 
darauf was du an maximalen Zeiten einstellen kannst. Wie schon gesagt, 
mein oller HMO wird das sehr eigenwillig, unrepoduzierbar und lahm. Aber 
immerhin ist es noch verwendbar....

Olaf

von Anja (Gast)


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Manfred L. schrieb:
> Welches Bild gibt die Wirklichkeit am besten wieder?

und wie lang ist die Leitung und der Stub?
ca 2 ns für die Überhöhung würde ja einer Signallaufzeit von 40 cm 
entsprechen also einer Stub-länge von 20 cm.

Wie genau hat Deine Leitung 50 Ohm (und die entsprechenden 
Terminatoren).

Gruß Anja

von Olaf (Gast)


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Der vollständigkeitshalber und zum vergleich. Meine beiden Messungen 
kommen
aus einem 50R MCX-Ausgang, gehen auf 200mm RG316, dann kommt ein 
SMA-Anschluss, dann 2m RG174 mit SMA auf BNC Anschluss. Die 50R sind in 
meinem Oszi.

Leider steht der FPGA etwas weiter vom Oszi weg, deshalb diese aehem 
ungewoehnliche Massnahme. :-)

Olaf

von Manfred L. (egonotto)


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Hallo,

Anja schrieb:
> Manfred L. schrieb:
>> Welches Bild gibt die Wirklichkeit am besten wieder?
>
> und wie lang ist die Leitung und der Stub?
> ca 2 ns für die Überhöhung würde ja einer Signallaufzeit von 40 cm
> entsprechen also einer Stub-länge von 20 cm.
>
> Wie genau hat Deine Leitung 50 Ohm (und die entsprechenden
> Terminatoren).
>
> Gruß Anja

Die BNC-Leitung ist etwa 1 m RG 58C/U, 50 Ohm: Am Oszi-Ende ist ein 
BNC-T-Stück. An einem Ende des Balken ist ein BNC-Abschlussstecker 50 
Ohm und am anderen Ende des Balken ist die BNC-Leitung.
Es handelt sich also um niedrige Qualität.
Aber verschiedene Oszilloscope reagieren doch sehr verschieden darauf.


MfG
egonotto

von Knut E. (knulli)


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Thomas schrieb:
> Zur Kurvenfarbe gibt es nur die angehängten Optionen.
Ja, das hab ich auch schon gefunden.

> Das würde ich wegen Relexionen (stubs) nicht machen. Besser einen
> ordentlichen Durchgangsabschluss verwenden. Das Original wäre ein HZ22:
> https://www.datatec.de/rohde-schwarz-hz22-adapter-kabel
> Ein günstigeres Konkurrenzprodukt sollte es aber auch tun.
OK, also 4x 35 EUR extra einplanen...

Beim Siglent gibt es im Übrigen einen eingebauten 50 Ohm Umschalter. 
Sollte man aber nur bei direkt angeschlossenem BNC-Kabel machen.

: Bearbeitet durch User
von Knut E. (knulli)


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Anja schrieb:
> Wie genau hat Deine Leitung 50 Ohm (und die entsprechenden
> Terminatoren).

Sollte man bei den BNC-Kabeln genauso penibel in der Auswahl sein, wie 
bei 35 EUR Durchgangs-Widerstand vs. 2 EUR T-Stück+Abschluss?

von Olaf (Gast)


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> Sollte man bei den BNC-Kabeln genauso penibel in der Auswahl sein, wie
> bei 35 EUR Durchgangs-Widerstand vs. 2 EUR T-Stück+Abschluss?

Ich wuerde es da bei einem 200-300Mhz Oszi und 1-2m Kabel nicht 
uebertreiben.

Schau lieber moeglichst kleine/gute Tastkoepfe zu haben.

Also sowas hier:

 https://www.datatec.de/pmk-pml712-ro-oszilloskop-tastkopf

Da wo solche Oszis sinn machen wird man ja die meiste Zeit mit der 
Massefeder arbeiten und da ist die gefederte Spitze Gold wert. Manche 
Hersteller liefern ja immer noch so dicke Teile mit, die eher fuer den 
LM741 in TO99 gedacht waren. .-)

Andererseits, ich hatte 1-2 BNC-kabel die Rigol bei irgendwas 
mitgeliefert hat. Die waren komplett Weichmacherfrei. Sowas kannst du 
natuerlich sofort in die Tonne werfen. Und man merkt billigen 
Steckverbindern auch irgendwie an das da glaenzende Verchromung 
wichtiger war als Masshaltigheit. Also auch nicht zu billig einkaufen.

Olaf

von Thomas (Gast)


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Knut E. schrieb:
> Thomas schrieb:
>> Zur Kurvenfarbe gibt es nur die angehängten Optionen.
> Ja, das hab ich auch schon gefunden.
>
>> Das würde ich wegen Relexionen (stubs) nicht machen. Besser einen
>> ordentlichen Durchgangsabschluss verwenden. Das Original wäre ein HZ22:
>> https://www.datatec.de/rohde-schwarz-hz22-adapter-kabel
>> Ein günstigeres Konkurrenzprodukt sollte es aber auch tun.
> OK, also 4x 35 EUR extra einplanen...

Reichelt hat nur diesen für 12,60 EUR: 2W, max 50 MHz (±5%)
https://www.reichelt.de/durchgangsabschluss-fuer-hf-tastkoepfe-50-ohm-bnc-50-2w-p5648.html

Ich glaube, das kleinere & ältere RTC hat sogar schaltbare 50 Ohm 
Eingänge. Wirklich schade, dass das RTB diese nicht hat (ja ich weiß, 
hatte ich schon mal geschrieben).

von Thomas (Gast)


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Thomas schrieb:
> Ich glaube, das kleinere & ältere RTC hat sogar schaltbare 50 Ohm
> Eingänge. Wirklich schade, dass das RTB diese nicht hat (ja ich weiß,
> hatte ich schon mal geschrieben).

Hm, ne doch nicht. Habe ich vermutlich mit einem DSO aus der Hameg Serie 
verwechselt.

von Anja (Gast)



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Knut E. schrieb:
> OK, also 4x 35 EUR extra einplanen...

Ich glaube kaum daß Du mehr als 2 Stück brauchen wirst. Oder Hat dein 
Frequenzgenerator mehr als 2 Ausgänge.

Knut E. schrieb:
> Sollte man bei den BNC-Kabeln genauso penibel in der Auswahl sein, wie
> bei 35 EUR Durchgangs-Widerstand vs. 2 EUR T-Stück+Abschluss?

Naja ich habe mir erst einmal "kurze" BNC Leitungen besorgt (0.3m + 
0.5m) um Leitungseffekte zu minimieren. 1-2 m halte ich für deutlich zu 
lang.
Bei 350 MHz hat man eigentlich erst bei 10 cm keine Leitungseffekte 
mehr.
So richtig gute Kabel haben eher SMA-Anschlüsse. Aber dann hat man das 
Problem mit den Adaptern.

Manfred L. schrieb:
> Die BNC-Leitung ist etwa 1 m RG 58C/U, 50 Ohm: Am Oszi-Ende ist ein
> BNC-T-Stück.

Ich hätte ja geschätzt daß ein T-Stück an der Stelle bei 2ns 
Anstiegszeit nichts ausmacht. (So messe ich auch immer an meinem Oszi 
allerdings mit maximal 20 MHz Sinus). Aber offensichtlich ist eher der 
Abschluß das Problem:

Spaßeshalber habe ich mal die (billigen) 50 Ohm BNC Terminatoren am 
NanoVNA2 ausgemessen. Mit erschreckenden Unterschieden. Der SMA Abschluß 
ist als "Referenz" für die Kalibrierung verwendet worden. (daher ist er 
so "gut").
Frecherweise ist auf dem Terminator "1" auch noch 50 Ohm eingraviert.

Ein zugeschaltetes T-Stück hat nur einen geringen Einfluß.

Gruß Anja

von Manfred L. (egonotto)


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Hallo,

Anja schrieb:

>
> Manfred L. schrieb:
>> Die BNC-Leitung ist etwa 1 m RG 58C/U, 50 Ohm: Am Oszi-Ende ist ein
>> BNC-T-Stück.
>
> Ich hätte ja geschätzt daß ein T-Stück an der Stelle bei 2ns
> Anstiegszeit nichts ausmacht. (So messe ich auch immer an meinem Oszi
> allerdings mit maximal 20 MHz Sinus). Aber offensichtlich ist eher der
> Abschluß das Problem:
>
> Spaßeshalber habe ich mal die (billigen) 50 Ohm BNC Terminatoren am
> NanoVNA2 ausgemessen. Mit erschreckenden Unterschieden. Der SMA Abschluß
> ist als "Referenz" für die Kalibrierung verwendet worden. (daher ist er
> so "gut").
> Frecherweise ist auf dem Terminator "1" auch noch 50 Ohm eingraviert.
>
> Ein zugeschaltetes T-Stück hat nur einen geringen Einfluß.
>
> Gruß Anja

ich hab meinen Abschlußwiderstand ohne und mit T-Stück auch mal 
vermessen.
Da ich noch ein zweites Paar rumliegen hatte, hab ich das auch vermessen 
und es schaut besser aus. Beide sind mal günstig bei Reichelt gekauft 
worden.

MfG
egonotto

: Bearbeitet durch User
von Olaf (Gast)


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> Da ich noch ein zweites Paar rumliegen hatte, hab ich das auch vermessen
> und es schaut besser aus. Beide sind mal günstig bei Reichelt gekauft
> worden.

Das Problem von Reichelt ist wohl das man deren Mechanik bei allem ueber
100Mhz nicht mehr so recht vertrauen kann. Ich verwende deren SMA
Verbinder privat auch, aber mit dem edlen Zeug das wir in der Firma
haben kann das nicht mithalten. Huber+Suhner ist nicht nur viel teurer,
fuehlt sich gleich ganz anders an, sondern macht wohl auch messtechnisch
was her. .-)
Soll heissen, die mechanische Genauigkeit wird bei Reichelt deutlich 
schwanken und damit dann auch die Qualitaet bei HF-Sachen. Man kann da 
Glueck haben, aber auch Pech.
Was vielleicht auch interessant ware, wiederholt eure Messung doch 5x, 
aber
baut dazwischen Kabel, T-Stueck und abschluss auseinander und wieder 
zusammen.

Olaf

von Manfred L. (egonotto)


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Hallo,

Olaf schrieb:

> Was vielleicht auch interessant ware, wiederholt eure Messung doch 5x,
> aber
> baut dazwischen Kabel, T-Stueck und abschluss auseinander und wieder
> zusammen.
>
> Olaf

ich hatte teilweise die Messungen wiederholt.
Also 1'tes gemessen dann 2'tes gemessen dann nochmal 1'tes gemessen dann 
nochmal 2'tes teilweise gemessen.

Anbei die Ergebnisse des zweiten Durchgangs. Die Ergebnisse sind nicht 
identisch aber doch ähnlich. Man kann also die Abschlusswiderstände mit 
dem NanoVNA auseinanderhalten.

MfG
egonotto

von Knut E. (knulli)


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@ egonotto/Anja: Habt Ihr beide den NanoVNA?

von Anja (Gast)



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Knut E. schrieb:
> @ egonotto/Anja: Habt Ihr beide den NanoVNA?

offensichtlich beide den NanoVNA V2 (bis 3 GHz).
Der normale schafft nur 900 MHz.

Meiner ist der hier:
https://www.amazon.de/gp/product/B08B8VBRLT

Wenn jemand wirklich bis 350 MHz messen will ist das ein nützliches 
Gerät.

Etwas Zubehör ist auch ganz nützlich:
https://www.amazon.de/gp/product/B089YBBNTR

Olaf schrieb:
> Was vielleicht auch interessant ware, wiederholt eure Messung doch 5x,
> aber
> baut dazwischen Kabel, T-Stueck und abschluss auseinander und wieder
> zusammen.
Da ändert sich nicht wirklich viel. Wobei ich kein Kabel verwendet habe 
(eine Fehlerquelle weniger) sondern nur Adapter von SMA Stecker auf 
BNC-Buchse und für die Kalibrierung mittels SMA-Terminator wieder zurück 
von BNC Stecker auf SMA Buchse.

Inzwischen habe ich noch den 4. Terminator gefunden den ich mir mal 
besorgt hatte. War noch original Verpackt daher weiß ich daß Terminator 
#4 ein Amphenol B1004A1-ND3G-50R-0.01-1W ist. (von Conrad).
Er ist von der Messung her fast identisch mit Terminator #3.
-> die beiden anderen #1 und #2 müssen also die Reichelt Terminatoren 
UG88-50 sein.

Gruß Anja

von Knut E. (knulli)


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Anja schrieb:
> Wenn jemand wirklich bis 350 MHz messen will ist das ein nützliches
> Gerät.

Hab ich mir mal bestellt, muß wieder (?) mein "HF-Gefühl" entwickeln.

von Manfred L. (egonotto)


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Hallo,

Knut E. schrieb:
> @ egonotto/Anja: Habt Ihr beide den NanoVNA?

ja, ich hab einen ähnlichen wie Anja. Bei meinen war noch eine "Tasche" 
und ein Beutelchen mit "Unterlegscheiben" dabei. Für was die gut sind - 
keine Ahnung.

Er geht bis 4400 MHz mit immer schlechteren Daten. Glaub bei 4GHz hat er 
nur noch 20 dB Dynamik.

Ich empfehle die Youtube Video von w2aew.

Zum Handbuch für den NanoVNA würd ich das Handbuch vom PicoVNA 
dazunehmen. Die erklären darin sehr gut.

MfG
egonotto

PS.: Bei 50 Ohm Eingängen muss man aufpassen, dass man sie nicht 
überlastet.
Daher sind Abschwächer wichtig.

: Bearbeitet durch User
von A. (Gast)


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Vlt. den Thread umbenennen in „Korrekten Abschluss am Scope mit NanoVNA 
ermitteln“? Schade, dass es nicht mehr/kaum noch um den Vergleich der 
Geräte geht.

von Knut E. (knulli)



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A. schrieb:
> Vlt. den Thread umbenennen in „Korrekten Abschluss am Scope mit NanoVNA
> ermitteln“? Schade, dass es nicht mehr/kaum noch um den Vergleich der
> Geräte geht.

Ich mache bald weiter :-)

Fummel noch an einem Generator mit "gutem" Rechteck > 50 MHz.

Aus einem STM32-MCO kam das hier raus. Ob sich das zum Vergleich der 
Oszis eignet bleibt anzuzweifeln. Außerdem bekomme ich direkt aus nem 
STM32 nur 25 MHz raus, mehr geht nur über PLL. Zum Vergleich 
STM32-Generator nochmal der Hameg-Generator.

Ihr könnt mir gerne Tipps geben was/wie mit den Oszis noch sinnvolles zu 
testen wäre...

Ich wollte mit den Rechtecksignalen sehen, ab wann die Oszis / 
Messspitzen an ihre grenzen kommen.

Letztendlich will ich entscheiden: Welcher von beiden...

von Anja (Gast)



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Knut E. schrieb:
> Ihr könnt mir gerne Tipps geben was/wie mit den Oszis noch sinnvolles zu
> testen wäre...

Noise floor bei 50 Ohm Abschluß mit FFT. (Rauschen -> "Rechteckfenster")
Die Frage ist auch ob sich mehrere FFT Ergebnisse mitteln lassen.
(Achtung: es ist eine Mittelung nach der FFT im Frequenzbereich gemeint. 
Eine Mittelung im Zeitbereich "HiRes-Modus" bewirkt ein Tiefpaßfilter 
und sollte deaktiviert sein.)

Als "Referenz" mal ein 200 MHz Oszi.

Was auch immer gerne genommen wird ist eine 2-Ton FFT für die 
Frequenzauflösung.
Hier mal 10 MHz + 10.1 MHz.
Alternativ eine AM-Modulation. 5MHz mit 1kHz moduliert.

Gruß Anja

von Olaf (Gast)


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> Aus einem STM32-MCO kam das hier raus.

Bist du da sicher? Hast du den Tastkopf vernuenftig angeschlossen? Wenn 
ich die Ueberschwinger sehe kommen mir da Zweifel. Naja, oder du machst 
alles richtig und Ossis haben dir gerade offenbart das dein 
Platinenlayout grottig ist. :-D

Und wieso nimmst du nicht einfach irgendeinen Quarzoszillator wie ich es 
dir schonmal empfohlen habe? Sowas hat man doch wohl immer irgendwo. 
Notfalls auf irgendeiner Platine messen. Hat dann sogar den Vorteil das 
da bereits die dringend notwendigen Cs mit drauf sind.

Olaf

von Knut E. (knulli)


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Olaf schrieb:
>> Aus einem STM32-MCO kam das hier raus.
>
> Bist du da sicher? Hast du den Tastkopf vernuenftig angeschlossen? Wenn
> ich die Ueberschwinger sehe kommen mir da Zweifel. Naja, oder du machst
> alles richtig und Ossis haben dir gerade offenbart das dein
> Platinenlayout grottig ist. :-D

Ist ein STM32F769NIH6 Discovery Board. Bin an MCO1 (TP2) rangegangen. Ob 
ich den Tastkopf richtig angeschlossen habe? Gute Frage, ich hab dem 
mitgelieferten Tastkopf per BNC am Oszi angeschlossen, auf 1:10 
gestellt, eine Masse in der Nähe gesucht und die Spitze vom Tastkopf an 
den TP2 gehalten.
Sowohl mit R&S oder mit Siglent. Aber eben über den zugehörigen 
Tastkopf. Hab aber gesehen, dass der beim R&S ein 60 EUR "Objekt" ist. 
Morgen bringe ich mir einen PP009 von LeCroy mit (bin im HomeOffice) , 
mal sehen ob der deutlich anders ist. Wenn sich rausstellt, dass die 
RT-ZP03 minderwertig sind, und ich mir für 1200 EUR erst noch einen 
richtigen Satz Tastköpfe besorgen muß, wäre das natürlich ein dickes 
Minus. Aber ich suche wie stets erstmal den Fehler bei mir (oder dem 
Generator).

> Und wieso nimmst du nicht einfach irgendeinen Quarzoszillator wie ich es
> dir schonmal empfohlen habe? Sowas hat man doch wohl immer irgendwo.
> Notfalls auf irgendeiner Platine messen. Hat dann sogar den Vorteil das
> da bereits die dringend notwendigen Cs mit drauf sind.
Hab nur "Zweibeiner"-Quarze gefunden, Quarz-Oszillatoren sind aber schon 
bei Reichelt bestellt. Warte auf Päckchen. Sollen lt. Datenblatt 6ns 
Anstiegszeit haben. Mal sehen...
Freue mich auf weitere Unterstützung. Kann ja nicht der erste auf dieser 
Welt sein, der mal an einem Prozessor rummessen will...

von Thomas (Gast)


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Knut E. schrieb:
> Olaf schrieb:
>> Bist du da sicher? Hast du den Tastkopf vernuenftig angeschlossen? Wenn
>> ich die Ueberschwinger sehe kommen mir da Zweifel. Naja, oder du machst
>> alles richtig und Ossis haben dir gerade offenbart das dein
>> Platinenlayout grottig ist. :-D
>
> eine Masse in der Nähe gesucht und die Spitze vom Tastkopf an
> den TP2 gehalten.

Hast du eine Massefeder verwendet? (sind beim RTB dabei)


Wenn du momentan viel mit dem Einstellungen herumspielst könnte die 
"Quick Access" Funktion vom RTB evtl. praktisch sein: Ein Menü vom Rand 
in die Bildfläche ziehen. Dann kann man den Parameter direkt dort 
ändern, statt immer wieder durch das Menü zu navigieren. Mir war die 
Funktion beim ersten Lesen der Anleitung nicht aufgefallen, aber 
manchmal kann sie tatsächlich praktisch sein. Zweite Erkenntnis: 
Anleitung lesen hilft (aber nur die Englische, die Deutsche Übersetzung 
ist mittlerweile recht alt und beinhaltet nicht den gesamten 
Funktionsumfang).

von Thomas (Gast)


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Thomas schrieb:
> Knut E. schrieb:
>> eine Masse in der Nähe gesucht und die Spitze vom Tastkopf an
>> den TP2 gehalten.
>
> Hast du eine Massefeder verwendet? (sind beim RTB dabei)

In meiner Screenshotsammlung habe ich eine Aufnahme einer Messung eines 
16 MHz TCXO mit CMOS Ausgängen gefunden, die ich damals mit Massefeder 
gemacht habe. Die Massefeder war zwingend notwendig, sonst kamen so 
Bilder ähnlich zu deinen raus. Den Frequenzzähler habe ich 
fälschlicherweise auf den Trigger gestellt. Geht auch, aber besser wäre 
der Analogkanal gewesen. Nicht ganz dein Setup und Frequenzen, aber 
vielleicht ähnlich.

von Olaf (Gast)


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> gestellt, eine Masse in der Nähe gesucht und die Spitze vom Tastkopf an
> den TP2 gehalten.

Ohne vernueftigen Masseanschluss stellt du deinen ganzen Tests in Frage.

Du testest damit letztlich nur noch das look&feel der Drehknoepfe am 
Oszi.

Olaf

von Harald (Gast)


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Olaf schrieb:
> Du testest damit letztlich nur noch das look&feel der Drehknoepfe am
> Oszi.

Ob der TE tatsächlich das Equipment und die Erfahrung hat, die Scopes 
auf dieser Ebene messtechnisch korrekt zu beurteilen darf ja zumindest 
bezweifelt werden.
Von daher würde ich es schon begrüßen, wenn die Scopes tatsächlich von 
der praktischen Handhabbarkeit geprüft werden würden. Was ist z.B. mit 
den Protokolldecodern, lassen die sich praktisch nutzen oder sind die 
nur „vorhanden“. Was ist mit dem Speicher und dem Suchen von Sequenzen? 
Lässt sich das Scope hier tatsächlich nutzen? Am besten sogar ohne 
Bedienungsanleitung?

von Olaf (Gast)


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> Ob der TE tatsächlich das Equipment und die Erfahrung hat, die Scopes
> auf dieser Ebene messtechnisch korrekt zu beurteilen darf ja zumindest
> bezweifelt werden.

Der Gedanke kam mir zwar auch, aber ich wollte ihn nicht aussprechen. 
:-)

> Was ist z.B. mit den Protokolldecodern, lassen die sich praktisch
> nutzen oder sind die nur „vorhanden“. Was ist mit dem Speicher
> und dem Suchen von Sequenzen?

Ja, wollte ich auch schon anregen. Einfach mal irgendein Bastelboard das 
man kennt auf eine Datenleitung gehen und schauen das man auf ein 
bestimmtes Kommando triggern kann. Also auf EINEN Befehl auf dem I2C-Bus 
bus z.B

Man nimmt dann manchmal auch Details war an die man vorher garnicht 
denkt. Zum Beispiel wieviel Platz die Darstellung der Datenwoerter in 
Hex brauchen, wie weit kann man rauszoomen bevor der Oszi es nicht mehr 
darstellen kann. Wieviel Platz nehmen Bildschirmmenues ein? Lassen sie 
sich wegschalten?

> Am besten sogar ohne Bedienungsanleitung?

Das kannst du nicht verlangen. Dafuer sind die Teile mittlerweile zu 
komplex. Erst recht wenn du da zwei von auf dem Tisch hast.

Olaf

von Harald (Gast)


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Olaf schrieb:
> Das kannst du nicht verlangen. Dafuer sind die Teile mittlerweile zu
> komplex. Erst recht wenn du da zwei von auf dem Tisch hast.

Das hast Du schon Recht. Allerdings ist das eben genau eine persönliche 
Erfahrung von mir bzgl. Rigol DS2072 und RTB2004. Letzteres kann man 
meiner Meinung nach weitgehend ohne Manual bedienen. Versuche mal mit 
dem Speicher eines DS2072 klarzukommen. Das ist selbst MIT Manual kaum 
nachvollziehbar.

von Thomas (Gast)


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Harald schrieb:
> Olaf schrieb:
>> Du testest damit letztlich nur noch das look&feel der Drehknoepfe am
>> Oszi.
>
> Ob der TE tatsächlich das Equipment und die Erfahrung hat, die Scopes
> auf dieser Ebene messtechnisch korrekt zu beurteilen darf ja zumindest
> bezweifelt werden.

Naja, über die Sache mit der nicht genutzten Massefeder stolpert man ein 
Mal und dann hat man es gelernt :-)

@TO: Tipp: Den Tastkopfabgleich für die hohen Frequenzen mit Massefeder 
wiederholen.

von Knut E. (knulli)


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Thomas schrieb:
> Hast du eine Massefeder verwendet? (sind beim RTB dabei)
Nein, wird gleich nachgeholt. Kannte ich vom alten HMO3524 auch nicht. 
Hab aber auch nie die Originalverpackungen bekommen. Hätte deren Einsatz 
auch erst bei höheren Frequenzen erwartet. Man lernt nie aus :-)

> Wenn du momentan viel mit dem Einstellungen herumspielst könnte die
> "Quick Access" Funktion vom RTB evtl. praktisch sein

Gut zu wissen

von Knut E. (knulli)


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Olaf schrieb:
> Ohne vernueftigen Masseanschluss stellt du deinen ganzen Tests in Frage.

Irgendsowas in der Art habe ich auch vermutet. Messungen mit Feder 
kommen gleich.

von Knut E. (knulli)


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Harald schrieb:
> Von daher würde ich es schon begrüßen, wenn die Scopes tatsächlich von
> der praktischen Handhabbarkeit geprüft werden würden. Was ist z.B. mit
> den Protokolldecodern, lassen die sich praktisch nutzen oder sind die
> nur „vorhanden“. Was ist mit dem Speicher und dem Suchen von Sequenzen?
> Lässt sich das Scope hier tatsächlich nutzen? Am besten sogar ohne
> Bedienungsanleitung?

Will ich auch noch machen. Aber wenns schon an solchen Dingen wie 
Massefeder hapert, könnten diese Tests auch schief gehen. Also erstmal 
das Grundsätzliche in Ordnung bringen / halten.

Da der RTB keine zuschaltbar eingebauten 50Ohm hat, habe ich mir die 
auch erstmal besorgt, ohne zu wissen, ob ich RTB oder SDS behalten 
werde. Will besser vergleichen können.

Bedienungsanleitung habe ich im Übrigen bisher versucht zu vermeiden. 
Gut gemachte Firmware ist selbsterklärend :-).

Dennoch brauchte ich sie mal, und da ist mir bei Siglent aufgefallen, 
dass die Suche nach Begriffen in der PDF irgendie komisch ist. Ein 
ReaderDC liefert z.B. beim Suchen nach "Probe" keinen Treffer, der 
Reader 7.0 (alte Version) findet Stellen, aber auch z.T. Seitennummern 
anstelle von dem Wort "Probe". Ubersetzungsprobleme? Die gibts in der 
PDF von R&S nicht.

von Jochen F. (jamesy)


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Beim Kauf von einem 50-Ohm Durchgangsabschluß bitte beachten: Als der 
HZ22 entwickelt wurde, waren 100 MHz die maximale Bandbreite eines 
Hameg-Scopes. Das Design ist seitdem nicht verändert worden (ask me how 
I know...). Bei 100 MHz war keine nennenswerte Veränderung am 
angezeigten Signal im Vergleich zu einem intern angebrachten 50 
Ohm-Widerstand zu sehen. Am TDR allerdings konnte man deutlich die 
Strecke bis hin zur Eingangsbuchse feststellen, und auch die 
Eingangskapazität. Also eher Tek oder HP anschaffen, auch wenn teurer.

von Knut E. (knulli)



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So, hier die Messungen im Vergleich mit und ohne Massefeder, mal am STM 
mit 25 MHz (MCO) und mal per Koax-Kabel vom Hameg-Funktionsgenerator 
(max. 12,5 MHz) jeweils ohne / mit Durchgangsabschluß bzw. beim Siglent 
auch noch der Vergleich mit dem intern zuschaltbaren Abschluß.

von Knut E. (knulli)


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Jochen F. schrieb:
> Beim Kauf von einem 50-Ohm Durchgangsabschluß bitte beachten: Als der
> HZ22 entwickelt wurde, waren 100 MHz die maximale Bandbreite eines
> Hameg-Scopes. Das Design ist seitdem nicht verändert worden (ask me how
> I know...). Bei 100 MHz war keine nennenswerte Veränderung am
> angezeigten Signal im Vergleich zu einem intern angebrachten 50
> Ohm-Widerstand zu sehen. Am TDR allerdings konnte man deutlich die
> Strecke bis hin zur Eingangsbuchse feststellen, und auch die
> Eingangskapazität. Also eher Tek oder HP anschaffen, auch wenn teurer.

Das Gefühl habe ich auch gerade bekommen, ohne zu wissen warum:
Bei den Bildern mit Durchgansabschluß scheint das "Dach" ein paar ns 
extra zu brauchen. Im Vergleich Siglent mit internem 50Ohm zu RTB mit 
Durchgangsabschluß (HZ22) sieht der Siglent besser aus.

von Jochen F. (jamesy)


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Besteht eventuell die Möglichkeit, die Signalflanken deutlich zu 
beschleunigen, eventuell mit einem 74F132 oder einem 10H116? In diesem 
Fall werden die Aberrationen erheblich deutlicher.

von Knut E. (knulli)


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Thomas schrieb:
> @TO: Tipp: Den Tastkopfabgleich für die hohen Frequenzen mit Massefeder
> wiederholen.

War kein Unterschied feststellbar. Mit Massefeder oder mit Clip, der 
Zeiger war beide Male im Grünen.

von Knut E. (knulli)


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Jochen F. schrieb:
> Besteht eventuell die Möglichkeit, die Signalflanken deutlich zu
> beschleunigen, eventuell mit einem 74F132 oder einem 10H116? In diesem
> Fall werden die Aberrationen erheblich deutlicher.

Da gefällt mit der 10H116 etwas besser von den Zeiten. Mal sehen, wo ich 
den bekommen kann...

von Harald (Gast)


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Thomas schrieb:
> Naja, über die Sache mit der nicht genutzten Massefeder stolpert man ein
> Mal und dann hat man es gelernt :-)

Das meinte ich nicht, das ist eine andere Geschichte. Ich denke Du hast 
einfach die nötigen Generatoren und anderes Zeug nicht, um das Scope am 
Limit zu testen. Das dürften auch nur die wenigsten Leute haben. Ich 
würde mich an deiner Stelle echt auf die Stärken der Geräte bei deinen 
täglichen Aufgaben beschränken, das ist doch der wahre Vergleich. Auch 
wenn die Anwendungen evtl. eher simpel sind, macht nix.

von Knut E. (knulli)


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Harald schrieb:
> Thomas schrieb:
>> Naja, über die Sache mit der nicht genutzten Massefeder stolpert man ein
>> Mal und dann hat man es gelernt :-)
>
> Das meinte ich nicht, das ist eine andere Geschichte. Ich denke Du hast
> einfach die nötigen Generatoren und anderes Zeug nicht, um das Scope am
> Limit zu testen. Das dürften auch nur die wenigsten Leute haben. Ich
> würde mich an deiner Stelle echt auf die Stärken der Geräte bei deinen
> täglichen Aufgaben beschränken, das ist doch der wahre Vergleich. Auch
> wenn die Anwendungen evtl. eher simpel sind, macht nix.

Jupp, morgen gehts weiter ...

von Thomas (Gast)


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Knut E. schrieb:
> So, hier die Messungen im Vergleich mit und ohne Massefeder, mal am STM
> mit 25 MHz (MCO) und mal per Koax-Kabel vom Hameg-Funktionsgenerator
> (max. 12,5 MHz) jeweils ohne / mit Durchgangsabschluß bzw. beim Siglent
> auch noch der Vergleich mit dem intern zuschaltbaren Abschluß.

Ist es Absicht, dass du das RTB im Mittelwertsmodus fährst (vergessen 
die Einstellung zurückzusetzen)? Das Siglent hast du soweit ich das sehe 
nicht so eingestellt.

von Jochen F. (jamesy)


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Knut E. schrieb:
> Jochen F. schrieb:
>> Besteht eventuell die Möglichkeit, die Signalflanken deutlich zu
>> beschleunigen, eventuell mit einem 74F132 oder einem 10H116? In diesem
>> Fall werden die Aberrationen erheblich deutlicher.
>
> Da gefällt mit der 10H116 etwas besser von den Zeiten. Mal sehen, wo ich
> den bekommen kann...
Den 10H116 hätte ich da, den 74F132 auch. Aber es tut auch ein 10H131 
oder ein popeliger 74F00, bei geeignetem Eingangssignal. Wichtig ist 
nur, Fast-Logik zu nehmen, und keine CMOS wie AC, HC und so. Diue machen 
erheblich mehr Störungen auf dem Signal.
Wer es "so richtig" hart haben will, könnte auch einen 2N3904 mit ca. 
103 Volt betreiben, mit einem Koaxkabel definierter Länge am Kollektor, 
und dann mit einer nicht allzu hohen Frequenz die Basis durchsteuern. 
Ein hoher Ladewiderstand am Kollektor ist genügend. Das Ausgangssignal 
muß man erheblich abschwächen, sonst hat man die 103 Volt am 
50-Ohm-Eingang vom Scope. Der Vorteil: 200 psec Anstiegszeit. Es ist ein 
simpler Avalanche-Generator. Die Länge des Koaxkabels legt die 
Impulslänge fest. Das Signal ist sehr sauber!
(Gemessen mit einem analogen 1 GHz Scope (Tek 7104)).

von Knut E. (knulli)



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Thomas schrieb:
> Ist es Absicht, dass du das RTB im Mittelwertsmodus fährst (vergessen
> die Einstellung zurückzusetzen)? Das Siglent hast du soweit ich das sehe
> nicht so eingestellt.
Ja und nein.
Ja, Absicht, weil im Mittelwert-Modus die Kurve weniger verwaschen 
aussieht als im Einzelmodus (Bilder Mittelwert vs. Einzel-Auto). Hab 
dann auf die geringsmögliche Anzahl 2 gestellt.

Hab aber dabei nicht daran gedacht, dass beim Einzelwert, wenn man auf 
single Trigger drückt, erst der Bildschirm gelöscht wird und dann 
nochmal getriggert wird und diese Kurve dann der Einzelwert ist (Bild 
Einzelwert Single).

Unter der Voraussetzung ist es natürlich ein: Nein, war nicht Absicht.

Das sind alles Dinge, die ich von bisherigen Geräten nicht kannte.

PS: Bilder wurden ohne Tastkopf gemacht (BNC-Kabel, Abschluss fehlte, 
schnell, schnell).

: Bearbeitet durch User
von Knut E. (knulli)



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Anja schrieb:
> Noise floor bei 50 Ohm Abschluß mit FFT. (Rauschen -> "Rechteckfenster")
> Die Frage ist auch ob sich mehrere FFT Ergebnisse mitteln lassen.
> (Achtung: es ist eine Mittelung nach der FFT im Frequenzbereich gemeint.
> Eine Mittelung im Zeitbereich "HiRes-Modus" bewirkt ein Tiefpaßfilter
> und sollte deaktiviert sein.)
Das Mitteln im Frequenzbereich scheint nur beim Siglent zu klappen.
Beim R&S werden die Frequenzamplituden immer kleiner, je mehr man 
mittelt, aber das Rauschen des Spektrums wird nicht wirklich weniger. 
Hier scheint das R&S im Zeitbereich zu mitteln. Wenn jemand weiß, wie 
ich das dem R&S entlocke, bitte um Info.

Anders beim Siglent. Je mehr sich der Puffer füllt, umso "glatter" wird 
das Spektrum.

siehe Bilder

von Knut E. (knulli)



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Anja schrieb:
> Was auch immer gerne genommen wird ist eine 2-Ton FFT für die
> Frequenzauflösung.
> Hier mal 10 MHz + 10.1 MHz.
> Alternativ eine AM-Modulation. 5MHz mit 1kHz moduliert.

siehe Bilder, hab der Symmetrie wegen 9,9 und 10,1 MHz genommen :-)

Mir fällt auf, dass beim R&S als kleinste Frequenzintervall größer ist 
als beim Siglent. Das hängt zwar von den gemachteEinstellungen abkleiner 
als 1,74 kHz ging aber nicht, beim Siglent waren es 238 Hz.

Wenn jemand weiß, woran es liegt, bitte auch hier um Info.

: Bearbeitet durch User
von Knut E. (knulli)



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Hab doch noch nen 33MHz Quarzoszillator gefunden...

1. direkt an die BNC-Buchse gegangen (Siglent auf 1MOhm gestellt)
2. Über Durchgangsabschluß HZ22 (bzw. Siglent auch noch mit 
InterneAbschluß)
3. über das mitgelieferte Kabel

Bei 50 Ohm ist der Qszillator zwar in die Knie gegangen, mir wurde aber 
ein Leitungstreiber (10H116 von Jochen) in Aussicht gestellt :-)

Ich mache jetzt digital weiter (serielle Busse).
evtl. kommt nächste Woche ja auch die 16 Bit Digi-Probe für den Siglent 
von Batronix, dann kann ich auch was Paralleles präsentieren.

von Anja (Gast)


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Knut E. schrieb:
> Hier scheint das R&S im Zeitbereich zu mitteln

nicht nur das. auch bei der 200 MHz Einzelmessung scheint ein 20 MHz 
Tiefpaß aktiv zu sein. (obwohl nichts dergleichen am Bildschirm 
angezeigt wird).

BTW. die Noise-Floor Messung hätte ich im empfindlichsten Meßbereich 
erwartet.
Trotzdem ist das Rauschen relativ hoch. Ich habe im ähnlichen 
Messbereich +/-2V (0.4 V / div) nur ca 30 mVpp Rauschen bei 200 MHz 
Bandbreite mit 50 Ohm Abschluß am Eingang.
Oder ist das jetzt das Rauschen des noch angeschlossenen 
Frequenzgenerators?

25.53 us Messfenster für die FFT bei 625 MS/s ergibt ca nur eine 16 
k-Punkte FFT. Da geht sicher noch etwas (über RBW oder Messfenster). Das 
RS Scope sollte eine 128K FFT schaffen.

Knut E. schrieb:
> Das hängt zwar von den gemachteEinstellungen abkleiner
> als 1,74 kHz ging aber nicht, beim Siglent waren es 238 Hz.
>
> Wenn jemand weiß, woran es liegt, bitte auch hier um Info.

Das liegt an der FFT-Auflösung.
Siglent bei 500 MS/s Abtastung und 2 MPunkte FFT = 238 Hz 
Frequenzabstand.
Das RS hat nur eine 128 kPunkte FFT also im besten Fall bei gleicher 
Abtastrate Faktor 8 schlechtere Frequenzauflösung.

Leider sind die Noise-floor Messungen nicht vergleichbar.
(einmal mit 100 mV/div das andere mal mit 500 mV/div).

Gruß Anja

von Thomas (Gast)



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Knut E. schrieb:
> Das Mitteln im Frequenzbereich scheint nur beim Siglent zu klappen.
> Beim R&S werden die Frequenzamplituden immer kleiner, je mehr man
> mittelt, aber das Rauschen des Spektrums wird nicht wirklich weniger.
> Hier scheint das R&S im Zeitbereich zu mitteln. Wenn jemand weiß, wie
> ich das dem R&S entlocke, bitte um Info.

Wenn ich mich nicht täusche, dann hast du genau das eingestellt: Der 
Aquisition mode steht auf "Mittel 100", also im Zeitbereich 100 
Aufnahmen mitteln.

Du kannst im FFT Menü (untere Leiste bei den Kanälen) aber auch 
"Mittelwert" auswählen.

von Knut E. (knulli)


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Anja schrieb:
> BTW. die Noise-Floor Messung hätte ich im empfindlichsten Meßbereich
> erwartet.
> Trotzdem ist das Rauschen relativ hoch.

Ich glaube, ich hätte vorher fragen sollen:
Noise-Floor == ohne Generator bzw. außer 50 Ohm Abschluß am Oszi nix 
dran...???
Wie peinlich :) Ich habe Noise 1V eingestellt

von Anja (Gast)


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Knut E. schrieb:
> Noise-Floor == ohne Generator bzw. außer 50 Ohm Abschluß am Oszi nix
> dran...???

So war das gemeint.
Ich will das Eigenrauschen des Verstärkers im Oszi sehen.
(Das natürlich auch von der Eingangsimpedanz, der Verstärkung und der 
Bandbreite des Oszis abhängt).

Gruß Anja

von Thomas (Gast)



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Anja schrieb:
> Knut E. schrieb:
>> Noise-Floor == ohne Generator bzw. außer 50 Ohm Abschluß am Oszi nix
>> dran...???
>
> So war das gemeint.
> Ich will das Eigenrauschen des Verstärkers im Oszi sehen.
> (Das natürlich auch von der Eingangsimpedanz, der Verstärkung und der
> Bandbreite des Oszis abhängt).

Bin nicht der TO, habe aber mal was gemessen:
  * Leerer Eingang (kein Tastkopf, kein Durchgangsabschluss, kein 
Siggen), kleinster vertikaler Wertebereich.
  * FFT wie eingestellt, mit Mittelwert (violett) und Max (blau)

von Thomas (Gast)



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Thomas schrieb:
> Knut E. schrieb:
>> Das Mitteln im Frequenzbereich scheint nur beim Siglent zu klappen.
>> Beim R&S werden die Frequenzamplituden immer kleiner, je mehr man
>> mittelt, aber das Rauschen des Spektrums wird nicht wirklich weniger.
>> Hier scheint das R&S im Zeitbereich zu mitteln. Wenn jemand weiß, wie
>> ich das dem R&S entlocke, bitte um Info.
>
> Wenn ich mich nicht täusche, dann hast du genau das eingestellt: Der
> Aquisition mode steht auf "Mittel 100", also im Zeitbereich 100
> Aufnahmen mitteln.
>
> Du kannst im FFT Menü (untere Leiste bei den Kanälen) aber auch
> "Mittelwert" auswählen.

Anbei eine besser eingestellte Mittelung im Frequenzbereich.
Die erste Messung entstand kurz nachdem ich "Rücksetzen" gedrückt habe. 
Die Zweite ein paar Sekunden später.

von Thomas (Gast)



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Knut E. schrieb:
> Anja schrieb:
>> Was auch immer gerne genommen wird ist eine 2-Ton FFT für die
>> Frequenzauflösung.
>> Hier mal 10 MHz + 10.1 MHz.
>> Alternativ eine AM-Modulation. 5MHz mit 1kHz moduliert.
>
> siehe Bilder, hab der Symmetrie wegen 9,9 und 10,1 MHz genommen :-)

Ich habe ebenso 9,9 und 10,1 MHz gemessen, allerdings mit 
Blackman-Fenster (mir ist allerdings nicht 100% klar, wann welche 
genutzt werden sollte, obwohl dazu was in der Anleitung erklärt wird). 
Auch weiß ich nicht, welches du an deinem RTB (vermutlich Flat Top?) und 
Siglent eingestellt hattest.
Der eingebaute SigGen auf 9,9 MHz und FSK auf 10,1 MHz, mit 100 Hz 
Wechseln.

von Anja (Gast)


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Thomas schrieb:
> Bin nicht der TO, habe aber mal was gemessen:
>   * Leerer Eingang (kein Tastkopf, kein Durchgangsabschluss, kein
> Siggen), kleinster vertikaler Wertebereich.

Also mit 1 Meg-Ohm Eingangswiderstand als Rauschquelle.

>   * FFT wie eingestellt, mit Mittelwert (violett) und Max (blau)
Also geht doch. (130 k-Punkte FFT und Mittelwert nach FFT).

Thomas schrieb:
> Ich habe ebenso 9,9 und 10,1 MHz gemessen, allerdings mit
> Blackman-Fenster (mir ist allerdings nicht 100% klar, wann welche
> genutzt werden sollte
Bei reinem Rauschen würde ich ein "Rechteck-Fenster" verwenden.
Für Signal to Noise Ratio mit einer Sinus-Quelle ist Blackman ok.
Flat-Top ist eigentlich nur für die Kalibrierung des Oszis.

Eine übersichtliche Erklärung steht im Rigol 1054 Handbuch.

Gruß Anja

von Marc (Gast)


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Wie sieht es denn beim Siglent mit dem Intensity-Grading aus? Bei 
EEVblog hat der Dave gemeckert, weil er das bei den 5000ern deutlich 
schlechter umgesetzt sieht als z.B. bei den 1000x-e.

Das ist nicht relevant für die Messeigenschaften, aber ich achte da 
trotzdem drauf. Ich finde das kann bei der subjektiven Gefälligkeit viel 
ausmachen und auch den Rauscheindruck ziemlich beinflussen. Das Gleiche 
gilt auch für die Updaterate des Bildes. Da bin ich irgendwie 
komisch.... :-(

Kannst du da was zu sagen?

von Knut E. (knulli)



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Thomas schrieb:
> Bin nicht der TO, habe aber mal was gemessen:
>   * Leerer Eingang (kein Tastkopf, kein Durchgangsabschluss, kein
> Siggen), kleinster vertikaler Wertebereich.
>   * FFT wie eingestellt, mit Mittelwert (violett) und Max (blau)

und bei mir sieht es mit dem R&S und mit 50 Ohm Durchgangsabschluß so 
aus...

Zum Vergleich auch mal das selbe mit dem Siglent.
Hier ist mir unklar, ob man Einzelwert und Mittelwert auch in einem 
Diagramm darstellen kann.

Daher einmal Einzelwert und (mal ein paar) Mittelwerte (5, 10, 20, 50, 
100). Danach habe ich abgebrochen, bis 1024 wie beim R&S hätte 20 min 
gedauert (Mittelwertbildung beim Siglent ca. 1.2s) und bringt m.E. auch 
nicht mehr viel.

von Knut E. (knulli)



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Thomas schrieb:
> Anbei eine besser eingestellte Mittelung im Frequenzbereich.
> Die erste Messung entstand kurz nachdem ich "Rücksetzen" gedrückt habe.
> Die Zweite ein paar Sekunden später.

Ja, in der Tat, damit (Mittelung über 1024) kann man dann schon gut 
leben. Die Mittelwertbildung geht auch deutlich schneller als beim 
Siglent, was vermutlich auch daran liegt, dass ich beim Siglent auf 2M 
gestellt habe um bestmögliche Grafiken zu erreichen.

Verringert man das (2M --> 128K), geht es schneller, aber zum Teil 
verstellen sich andere Settings dabei (0-600MHz wird zu 0-250MHz und die 
FFT geht auch nur noch bis zur Hälfte 125 MHz).

von Experte (Gast)


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Hmm...

Messgeräte die Werte kleiner -174 dbm anzeigen, sind mir suspekt...

von Knut E. (knulli)



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Thomas schrieb:
> Ich habe ebenso 9,9 und 10,1 MHz gemessen, allerdings mit
> Blackman-Fenster (mir ist allerdings nicht 100% klar, wann welche
> genutzt werden sollte, obwohl dazu was in der Anleitung erklärt wird).
> Auch weiß ich nicht, welches du an deinem RTB (vermutlich Flat Top?) und
> Siglent eingestellt hattest.
> Der eingebaute SigGen auf 9,9 MHz und FSK auf 10,1 MHz, mit 100 Hz
> Wechseln.

Ich hatte die ganze Zeit Rechteck, was bei Rauschsignalen sicher egal 
bzw. sogar richtiger ist, bei Sinus eher nicht. Gibt unschöne 
Artefakte...Also nochmal mit Blackman...

Ich bekomme aber dennoch nicht so ne "schwungvolle" Mittelwertkurve hin.
Liegt das evtl. an deiner FSK? Wie shiftet die denn? Ich habe 
tatsächlich zwei Frequenzen 9,9MHz und 10,1 MHz addiert.

von Anja (Gast)


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Knut E. schrieb:
> Zum Vergleich auch mal das selbe mit dem Siglent.
Nicht ganz. Beim R&S sind wieder nur 16 KPunkte in der FFT.
(mit höherer Punktezahl müßte auch der Mittelwert in der FFT noch 8dB 
kleiner werden).

Beim Siglent scheint die Bandbreite (Rauschen) schon ab 100 MHz 
abzunehmen.
(Ist die Bandbreite im empfindlichsten Bereich geringer?)

Und ich frage mich bei beiden: wenn die Bandbreite nur ca 300/350 MHz 
beträgt, ist es dann sinnvoll die FFT bis 600 MHz anzuzeigen?

Knut E. schrieb:
> (0-600MHz wird zu 0-250MHz und die
> FFT geht auch nur noch bis zur Hälfte 125 MHz).
Naja die Abtastrate ist ja auch nur 250 MS/s alles oberhalb 125 MHz wäre 
ja dann nur ein alias (gespiegelt). Da müßte man schon die Zeitbasis 
reduzieren um eine höhere Abtastrate zu erhalten.

Ansonsten: bei beiden Oszis ca 700 uVpp rauschen im empfindlichsten 
Bereich. Nicht schlecht für die Bandbreite.

Gruß Anja

von Gustl B. (-gb-)


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Anja schrieb:
> Und ich frage mich bei beiden: wenn die Bandbreite nur ca 300/350 MHz
> beträgt, ist es dann sinnvoll die FFT bis 600 MHz anzuzeigen?

Ja ist es. Man kann Signale auch dann noch in der FFT erkennen wenn man 
sie im Signalverlauf nicht mehr sehen kann. Und das kann nützlich sein.

Als ich meine ersten Gehversuche mit einem Si570 gemacht habe, da wollte 
ich wissen ob der wirklich die eingestellte Frequenz ausgibt. Bei > 1 
GHz ginge das mit einem SA, habe ich aber nicht. Also aus ein paar 
Drahtwicklungen eine Sonde mit SMA Anschluss gebaut, ans Oszi 
angeschlossen und in die FFT geguckt. Da war das wunderbar sichtbar als 
einzelner Ton. Weil die FFT auch schnell genug ist war auch sichtbar, 
dass der Takt nach der Programmierung neuer Werte kurz weg geht und dann 
mit neuer Frequenz auftaucht.

von Knut E. (knulli)



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Anja schrieb:
> Beim Siglent scheint die Bandbreite (Rauschen) schon ab 100 MHz
> abzunehmen.
> (Ist die Bandbreite im empfindlichsten Bereich geringer?)
Sieht danach aus, hab daher mal unterschiedliche 
Eingangsspannungsbereiche ausgewählt:

Siglent 0.5mV, 5mV, 20mV

R&S: 1mV, 5mV, 20mV

Bilder leider etwas in der falschen Reihenfolge eingefügt, sorry. Kann 
man nicht mehr ändern nach dem Bild einfügen...

> Und ich frage mich bei beiden: wenn die Bandbreite nur ca 300/350 MHz
> beträgt, ist es dann sinnvoll die FFT bis 600 MHz anzuzeigen?
Nee, wollte aber auch nicht bei 300/350 aufhören. Habs nur noch bis 400 
gemacht. Siglent kann je nach eingestellter Zeitbasis max. (im 
5GSa-Bereich) sogar FFT bis 2,5GHz rechnen ;-), R&S geht generell nur 
bis 600MHz und stellt bei FFT auch immer auf 1,25GSa/s, egal welche 
Zeitbasis zuvor eingestellt war.

> Naja die Abtastrate ist ja auch nur 250 MS/s alles oberhalb 125 MHz wäre
> ja dann nur ein alias (gespiegelt). Da müßte man schon die Zeitbasis
> reduzieren um eine höhere Abtastrate zu erhalten.
Ah, das wurde mit "verstellt" 2.5GSa --> 250 MSa.

> Ansonsten: bei beiden Oszis ca 700 uVpp rauschen im empfindlichsten
> Bereich. Nicht schlecht für die Bandbreite.
Warum wird das Rauschen eigentlich mehr in den unempfindlicheren 
Bereichen?

von Knut E. (knulli)


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Gustl B. schrieb:
> Anja schrieb:
>> Und ich frage mich bei beiden: wenn die Bandbreite nur ca 300/350 MHz
>> beträgt, ist es dann sinnvoll die FFT bis 600 MHz anzuzeigen?
>
> Ja ist es. Man kann Signale auch dann noch in der FFT erkennen wenn man
> sie im Signalverlauf nicht mehr sehen kann. Und das kann nützlich sein.
>
> Als ich meine ersten Gehversuche mit einem Si570 gemacht habe, da wollte
> ich wissen ob der wirklich die eingestellte Frequenz ausgibt. Bei > 1
> GHz ginge das mit einem SA, habe ich aber nicht. Also aus ein paar
> Drahtwicklungen eine Sonde mit SMA Anschluss gebaut, ans Oszi
> angeschlossen und in die FFT geguckt. Da war das wunderbar sichtbar als
> einzelner Ton. Weil die FFT auch schnell genug ist war auch sichtbar,
> dass der Takt nach der Programmierung neuer Werte kurz weg geht und dann
> mit neuer Frequenz auftaucht.

Interessant. Hätte ich nicht geglaubt. Sollte das mit 600MHz UHF 
Generator und meinen (OK, noch nicht meine), einem 300/350 MHz Oszi 
reproduzierbar sein, oder scheitert das schon am BNC-Anschluss von Oszi? 
Beschreib mal die Sonde und wie eingespeist wurde.

: Bearbeitet durch User
von Gustl B. (-gb-)


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Gute Frage. Welche Analogbandbreite hat das Oszi denn in Wirklichkeit?

Wenn du nach "hf sonde selber bauen" suchst findest du viele hilfreiche 
Bilder und Anleitungen.

Ich habe das aber auch mal ohne Sonde direkt mit dem Tastkopf gemessen. 
Das war LVPECL direkt an der Terminierung. Bei meinem MSO5000 waren die 
1 GHz bei grob -50 dB. Also schon deutlich jenseits der Grenzfrequenz 
aber eben in der FFT noch sehr schön sichtbar.

von MJF (Gast)


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> Warum wird das Rauschen eigentlich mehr in den unempfindlicheren
> Bereichen?

Wenn der ADC die dominate Rauschquelle ist (was in unempfindlicheren 
Bereichen der Fall ist), ist das Rauschen relativ zur Vollaussteuerung 
des ADC konstant, d. h. es steigt an bei unempfindlichen Bereichen. Bei 
den empfindlichen Bereichen ist das Rauschen des ersten Verstärkers 
dominant, d. h. bleibt konstant bei Änderung der Empfindlichkeit.

von Anja (Gast)


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Knut E. schrieb:
>> (Ist die Bandbreite im empfindlichsten Bereich geringer?)
> Sieht danach aus, hab daher mal unterschiedliche
> Eingangsspannungsbereiche ausgewählt:

Ok steht ja so ähnlich auch im Datenblatt des Siglent:
* Below 1 mV/div (included) the bandwidth is limited to 200 MHz

Wobei das in meinen Augen schon bei 100 MHz anfängt abzufallen. Also ist 
vermutlich dann bei 200 MHz tatsächlich der -3dB Punkt damit das 
Rauschen in den empfindlichen Bereichen nicht so auffällt.

Mhm, auf der anderen Seite: beim RTB ist laut Datenblatt der maximale 
Messbereich 5V/div also +/- 25V bzw. +/- 250V peak  bei 1:10 Tastkopf. 
Also wenn man mal kurz die Netzspannung mit 650Vpp messen will braucht 
man einen speziellen Tastkopf.

Gruß Anja

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