www.mikrocontroller.net

Forum: Offtopic Der nächste Dreckskonzern

Autor: der Empörte (Gast)
Datum: 15.01.2008 19:01

... schließt seine Pforten um fortan in Rumänien für Hungerlöhne
produzieren zu lassen und heißt Nokia

"MASSENENTLASSUNGEN IN BOCHUM"

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,528713,00.html

Erst BenQ jetzt Nokia! Die Mitarbeiter fielen heute aus allen Wolken und
konnten das erst gar nicht glauben. Nokia hat übrigens massiv
Steuersubventionen kassiert!

Ab jetzt kommen mir keine Nokia Produkte mehr auf den Schreibtisch!
Schweinebande!
Autor: Manuel (Gast)
Datum: 15.01.2008 19:03

Was kann man denn jetzt für ein Handy kaufen? Nokia hol ich mir ganz
sicher keines mehr...
Autor: Linux-Hasser (Gast)
Datum: 15.01.2008 19:05

Also ich würde auch nichts in D-Land produzieren. Egal was man tut, die
Leute sind immer unzufrieden und der Staat kassiert richtig ab und
legt einem per Bürokratie & Gesetze Steine in den Weg wo es nur geht.
Autor: Linux-Hasser (Gast)
Datum: 15.01.2008 19:07

Was bleibt einem da anderes übrig als dicht zu machen und woanders zu
produzieren?

Ausserdem passt das genau zur Deutschen Mentalität:

-Geiz ist geil
&
-Wir hassen teuer!

Aus diesem Grund wird halt nicht mehr in D-Land produziert. Egal was man
tut oder was es kostet - es ist abzocke!
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 19:23

>... schließt seine Pforten um fortan in Rumänien für Hungerlöhne
>produzieren zu lassen und heißt Nokia

wenn erstmal die "hunger-lohn" länder voll sind mit solchen firmen,
wollen die leute auch mehr geld haben (china fängt schon an)

dann ->

>Egal was man tut, die Leute sind immer unzufrieden.

DANN auch in China, Rumänien usw.

und was machen die firmen dann ? nächstes niedrig-lohn-land.
das wird dann deutschland sein, weil deutschland wirtschaftlich total
kaputt-ge-out-sourced wird das hier die wirtschaft total den bach runter
geht und wir uns "dienstleistungs" beflissen wie wir uns haben einreden
lassen alle gegenseitig die haare schneiden.

-> niedrig-lohn in deutschland, hoch-lohn-land in china usw ...

dann müssen wir in china studieren gehen um an den neuesten
entwicklungen teilhaben zu können. know-how wird dann wieder aus china
nach d-land exportiert und das spiel beginnt von vorne ...

so oder so ähnlich. wenn die wirtschaft (global gesehen) das denn
mitmacht, und das glaube ich nicht.

irgendwann wirds solchen drecks-konzernen ebenfalls an den kragen gehen.
unbegrenztes, zügelloses wachstum geht eben nicht -> (das wäre krebs,
und was der anstellt wissen wir).

anders gesagt : unbegrenztes wachstum auf begrenztem raum funktioniert
eben nicht. (aber das ist eben die lern-barriere die konzernchefs alle
haben)
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 19:26

>Ausserdem passt das genau zur Deutschen Mentalität:

>-Geiz ist geil
>&
>-Wir hassen teuer!

nur deutschland ?! glaube kaum. jede wohlstandsgesellschaft
hat/entwickelt eine solche mentalität. hat was mit dem wesen des
menschen zu tun. gehts einem erstmal gut (warmer ar.. und voller bauch)
und hat man die "brot-und-spiele-vorm-fernseher" stufe erreicht kanns
nur noch nach unten gehen ....  -> siehe römisches reich. ist heute nix
anderes, nur mit anderen technischen rafinessen und anderer dialektik
Autor: Friedhelm Margraf (Gast)
Datum: 15.01.2008 19:30

Was ein Glück, das ich schon Rentner bin und mit dieser Scheiß
Arbeitswelt nix mehr zu tun hab.
Ihr jungen Leute hier im Land könnt einem leid tun.
Wenn Ihr net anfangt, Euch zu wehren, sieht's schlecht aus.
Aber durch die Uneinigkeit in der Bevölkerung, (es gönnt ja einem dem
anderen nix) haben die's ja leicht machen.
Grüße
Friedhelm Margraf
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 19:35

>Aber durch die Uneinigkeit in der Bevölkerung, (es gönnt ja einem dem
>anderen nix) haben die's ja leicht machen.

ich zitier mal einen kabarettisten :

dividende et impera ...

teile und sahne ab.
Autor: der Empörte (Gast)
Datum: 15.01.2008 19:36

Ob die Schließung was mit "Geiz-is-geil" zu tun hatte muss sich erst
noch zeigen. Nach dem was ich heute an Kommentaren gehört habe war das
Werk nicht derart defizitär. Man vergleiche das mal mit AMD und seinen
roten Zahlen! Sieht hier eher so aus als ob die Gewinnmarche mal wieder
einer Konzernleitung zu niedrig war und womöglich das Werk auch zu
klein. Wenn man Kunden den Hang zu "billig kaufen" vorwirft, dann kann
man Firmen genauso den Hang zu "billig produzieren" vorwerfen. Es ist
gewissermaßen ein Krebsgeschwür das sich hier weltweit unter unseren
Augen ausbreitet. Wenn dann Rumänien irgendwann es nicht mehr
lohntechnisch tut, wohin dann?

Wie wäre es dann mit Nordkorea, Zentralafrika, oder die Molukken?
Autor: Tobias Plüss (hubertus)
Datum: 15.01.2008 19:40

@Linuxhasser:
> -Geiz ist geil
> &
> -Wir hassen teuer!

Leider hast du recht. Umso mehr werden dann die Leute verarscht, die
NICHT finden, dass Geiz geil ist. Wenn das Zeug teuer ist, hat das wohl
keiner gerne, aber wenn man Dinge von guter Qualität kaufen will, kommt
man wohl nicht um teure Sachen herum. Und es gibt einfach Dinge, bei
denen ich es überhaupt nicht begrüssen würde, wenn sie jetzt in China
für einen Bruchteil davon, was es hier kostet, produziert werden.
Autor: Daniel D. (bademeister)
Datum: 15.01.2008 19:45

Na,ist doch klar. Nach den Molukken sind wir wieder dran, denn bis dahin
ist hier alles soweit zusammengebrochen,dass jeder für 1ct die Stunde
arbeiten geht...während man dort knappe 4ct zahlen muss.

Ich möchte aber einmal drauf hinweisen, dass Nokia nicht bloß Handys
herstellt. Von denen gibts auch Fernseher, Sat-Empfänger und son Zeug.
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 19:49

@empörte

>Wenn dann Rumänien irgendwann es nicht mehr
>lohntechnisch tut, wohin dann?

ist ja genau was ich meinte.

konzernchefs denken nicht weiter als ein schwein sch... kann. warum auch
? die machen keinen finger krum, kümmern sich nur um kurzfristige
gewinnmaximierung und wenn die luft raus ist lassen die sich fürstlich
belohnen und sind weg.
das 1000'de dabei auf der strecke bleiben ist erstmal scheiß-egal.


übrigens :

ist deutschland wirklich so "geiz-ist-geil" ? ich glaube nicht, denn die
leute haben einfach weniger geld in der tasche, und das dann so ein
"geiz-ist-geil"-dreck aufkommt ist doch nur konsequentes ausnutzen einer
marktnische (indem man computer zu 1000'den einkauft und entsprechend
gewinn dran machen kann !)
wieviele % abzüge eines normal arbeitenden menschen haben wir
mittlerweile ? ist "geiz-ist-geil" dann verwunderlich oder zwangsläufig
?
wie hoch war die steuerliche belastung vor 20,30,40 jahren ?!
Autor: Wolfgang Birner (logox2)
Datum: 15.01.2008 19:56

Naja, wenn die Löhne in D zu teuer waren, dann werden wohl die Preise
für Nokia-Handys fallen sobald sie in Rumänien produzieren, oder seh ich
das falsch?

Firmen gehen ins Ausland, um dort Förderungen zu bekommen. Irgendwann
merken die Arbeitnehmer dort, sie können streiken und noch mehr Lohn
rausholen. Nur sind die Gesetze diesbezüglich in diesen Ländern nicht so
klar wie bei uns, d.h. die Streiken vielleicht unbefristet, und das
ständig.

Dann merken Sie, die Firmen, die Arbeit dort funktioniert nur
unzuverlässig und sehnen sich auf Good-old-germany zurück. Nur leider
kommen Sie nicht mehr zurück, weil Sie es aufgrund der schlechten
Qualität im Niedrig-Lohn-Land nicht schaffen ein Lager aufzubauen um die
Produktion wieder auf Deutschland zu verlagern.

Ein Prof. an meiner FH hat mir eben diese Geschichte in der Vorlesung
Qualität erzählt. Er kennt einige Firmen, denen es so geht.

So etwas hoch technisiertes wie Handys und Konsorten kann man Qualitativ
gut in einem billig Land halt nicht produzieren.

Die Firmen sollten immer Lohn, Qualitätskosten, Materialkosten,
Maschinenkosten abwägen, nur leider machen Sie das nicht, sondern sehen
immer nur die Lohnkosten.

Naja, was reg ich mich auf ... es ist doch immer wieder das selbe.
Autor: Hollipolli (Gast)
Datum: 15.01.2008 20:02

Zum 4. Beitrag: Jemandem, der sich Linuxhasser nennt, nehme ich kein
Wort ab.
Autor: istauchegal (Gast)
Datum: 15.01.2008 20:06

>Erst BenQ jetzt Nokia!
Schön wärs.

Die Liste ist wesentlich länger.
Die Massenmedien bringen es bloß nicht so richtig rüber.
Sonst könnten sie gleich zum Aufstand rufen.

Achtung: Verschwörung! (von mir)
Der DGB (und ihre Mitgliedsgewerkschaften) haben sich soweit
mit den Arbeitgeberverbänden (heimlich) geeinigt, dass nur begrenzte
Aktionen (der Gewerkschaften) zugelassen sind.
Also keine Massenprotestveranstaltungen.
Weil sonst ... s.o.


Wie wirds bei Nokia laufen?
Erst viel Getöse der IGM.
(intern, bei den Beschäftigten den dicken machen)
Dann Schwa.. einziehen und die Sache als Erfolg verkaufen.
Weil ja alle Kollegen in die Auffanggesellschaft geparkt worden sind...
Prima.
Autor: yalu (Gast)
Datum: 15.01.2008 20:11

Wieso? Es ist doch das gute Recht der BSD-Freaks, Linux zu hassen.
Solange sie nicht M$ unterstützen und dieser Firma dadurch die
Möglichkeit geben, meine Steuergelder anzugraben, ist das für mich ok.
Autor: yalu (Gast)
Datum: 15.01.2008 20:13

Mein Kommentar bezog sich übrigens auf das Post von Hollipolli, hab
nur etwas zu lange mit dem Abschicken gewartet.
Autor: der Empörte (Gast)
Datum: 15.01.2008 20:14

Kommentar ARD: "Das Handywerk galt als profitabel"

Kommentar Nokia-Sprecher: "Handys in Deutschland zu bauen ist 10x zu
teuer"

Sorry, aber das glaube ich den Herren von Nokia nicht. Da die Lohnkosten
immer nur einen Bruchteil der eigentlichen Produktionskosten sind wäre
das dann selbst mit Halbierung oder Viertelung der Löhne nicht wett zu
machen!
Autor: The one (Gast)
Datum: 15.01.2008 20:18

Genau, wie Friedhelm schon bemerkte war früher alles viel besser.
Arbeitslosigkeit in dem Maße kannte man ja gar nicht.

Ein Story von meinem Vater: Hat mal Anfang der 70iger bei Hoesch für 800
DM gearbeitet, dann einen Anruf getätigt und die nächste Stelle am
nächsten Tag für 300 DM mehr angetreten. Er brauchte mehr Kohle, da er
ein Haus finanzieren musste. Die Unternehmen haben die Leute von der Uni
abgegrast so in der Art: "Was, Sie sind Ingenieur, dann machen Sie sich
mal um die nächsten 30 Jahre keine Gedanken mehr!".

Eins muss ich noch bemerken: Wenn das jetzt die guten Zeiten sind (2007
war ja konjukturell gesehen der Hammer), wie sehen dann die schlechten
Zeiten aus. Au Weia! Der Staat rühmt sich seit 1969 wieder einen
ausgeglichenen Haushalt zu haben. Ausgeglichen heißt für mich +/- 0 und
das heißt die haben es nicht gebacken gekriegt einen Cent von den
Altschulden abzutragen. Das heißt also, dass die uns in den nächsten
Jahren noch mehr auslutschen werden. Fast 50 Prozent von meinem Gehalt
kassieren diese Prestupniks ohne mit der Wimper zu zucken. Das ist ganz
schön dreist. Das muss ich mir nicht gfallen lassen.

Nun egal, die alten Zeiten sind leider vorbei und wir mussen uns auf das
Jetzt konzentrieren.
Autor: Wolfgang Birner (logox2)
Datum: 15.01.2008 20:18

der Empörte wrote:
> Da die Lohnkosten
> immer nur einen Bruchteil der eigentlichen Produktionskosten sind wäre
> das dann selbst mit Halbierung oder Viertelung der Löhne nicht wett zu
> machen!

Stimmt genau, nur leider sind die viele Deutsche, inkl. der Politiker
anscheinend nicht die hellsten im Kopf und glauben immer noch den Sch...
der Manager.
Autor: Aufreger (Gast)
Datum: 15.01.2008 20:29

>Was kann man denn jetzt für ein Handy kaufen? Nokia hol ich mir ganz
>sicher keines mehr...

Ich hole mir das Mobiltelefon, welches alle von mir benötigten
Funktionen enthält. Ob von Nokia oder sonstwas, ist mir völlig egal.

Der Kauf eines Mobiltelefons hat nun mal nichts mit der Schließung einer
Produktionsstätte zu tun.

Deutschland ist kein attraktiver Standort, da wird sich auch in
absehbarer Zeit nichts daran ändern.
Autor: Condi (Gast)
Datum: 15.01.2008 20:36

Naja, der Lohn ist wohl vernachlässigbar bzw. wird da nicht viel weniger
sein. Denen geht es wohl eher um die Kosten für Lagerung von
Chemikalien, Vorschriften für jeden Scheiß, Nachweise, TÜV,
Umweltschutz,... Solange es das  anderswo nicht gibt, ....
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 20:40

>Solange es das anderswo nicht gibt, ....

solltest besser sagen : Solange es das anderswo (noch) nicht gibt, ....

haben sich schwellenländer erstmal hochgearbeitet nimmt auch dort die
bürokratie gewisse formen an die den firmen nicht in den kram passen,
also droht man mit abwanderung.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 15.01.2008 20:50

Jetzt wird wieder so getan, als ob Nokia eine deutsche Firma wäre. Die
hatten hier lediglich eine Zweigstelle, eine Auslandsproduktion. Mehr
nicht.

Massenproduktionen von Ich-will-Billig-Geräten ist nun mal hier nicht
profitabel. Der Kunde sieht nur 1 EUR-Handys und bekommt eine feuchte
Hose. Für einen reellen Preis von 150-200 EUR würde sich doch keiner der
Geizgeilos ein Handy kaufen.
Autor: Condi (Gast)
Datum: 15.01.2008 20:52

Nee, ich glaube nicht das wir solange durchhalten. Auch wenn hier in
Dtl. vielleicht einiges suboptimal ist, so hat vieles seine
Berechtigung. Wenn ich sehe wie in einigen Ländern hier ringsum Müll
entsorgt wird, Gute Nacht. Und dann machen wir uns ja gegenseitig
fertig. Es gibt ja Leute die am Tag mehr verdienen als manch einer ihrer
Angestellten im Jahr und dann noch meinen das ist zuviel. Global wollen
und klein sein...
Autor: Thomas (Gast)
Datum: 15.01.2008 20:55

@der Empörte:

Typisch, wirklich typisch deutsch.
Wir sind hier nicht beim Sozialamt. Wenn ein Unternehmer rechnet und
herausfindet das er woanders mehr verdienen kann, dann soll er das halt
machen.

Du wechselst auch deinen Job wenn Du woanders mehr bekommst"
Autor: istauchegal (Gast)
Datum: 15.01.2008 21:11

>Für einen reellen Preis von 150-200 EUR würde sich doch keiner der
>Geizgeilos ein Handy kaufen.
Dank Automatisation und sehr hoher Stückzahl/Minute ist ein deutsches
Handy gar nicht so teuer.

Man kann aber im Ausland mehr Gewinn machen.
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 21:13

>Typisch, wirklich typisch deutsch.
>Wir sind hier nicht beim Sozialamt. Wenn ein Unternehmer rechnet und
>herausfindet das er woanders mehr verdienen kann, dann soll er das halt
>machen.

warum gibt es denn dann noch unternehmen in deutschland ?

ist doch viel besser wenn man im ausland billiger und rücksichtsloser
produzieren kann, den ganzen müll dort einfach liegen lässt, die
arbeiter ausbeutet und sich selbst dann mit lohnzuwächsen im 3 stelligen
prozent-bereich belohnt. ist ja auch nur logisch, konsequent,
wirtschaftlich sinnvoll, ääh zwingend und (das wichtigste :) völlig
unsozial, aber hey hand aufs herz, in der wirtschaft darf man nicht
sozial sein, sonst geht man unter, oder ?

"überleben" um jeden preis. das einzige was überlebt ist die
lohn-steigerung der manager. der rest interessiert nicht. hauptsache man
kann dem großaktionär bis zu den mandeln in den ar... krabbeln.
Autor: der Empörte (Gast)
Datum: 15.01.2008 21:27

>Typisch, wirklich typisch deutsch.
>Wir sind hier nicht beim Sozialamt. Wenn ein Unternehmer rechnet und
>herausfindet das er woanders mehr verdienen kann, dann soll er das halt
>machen.

>Du wechselst auch deinen Job wenn Du woanders mehr bekommst"

Ich glaube du hast das Prinzip der sozialen Verantwortung für
Mitarbeiter noch nicht verstanden!

Es gibt keinen Nachteil für die Solidargemeinschaft, wenn Leute sich
weiterbilden, um höhere Positionen zu erreichen. Wenn ein Konzern jedoch
einen Standort aufgibt, ohne dass es wirtschaftlich gesehen eine
wirkliche Notwendigkeit dafür gibt, dann ist solch ein Verhalten der
Solidargemeinschaft gegenüber asozial!

Falls du diesen Unterschied nicht verstehst, dann kann ich dir auch
nicht weiterhelfen. Ich denke aber die allermeisten Menschen wissen was
hier abläuft und wenn du mal 10 Jahre älter bist, dann weist du das
(vielleicht) auch.
Autor: Herbert von Caravan (Gast)
Datum: 15.01.2008 21:31

Na fein. Nach dem man sich hier die Taschen noch mit sogenannten
Subventionen gefüllt hat, (woher kamen die, waren das nicht
Steuergelder?)
kann man sicher noch ein paar Scheinchen dafür kassieren, daß man in
Ungarn
und Rumänien Arbeitsplätze schafft?!

Nein, Freunde: Erst mal wieder her mit den Subventionen, dann könnt ihr
verschwinden!! SO müßte reagiert werden. Aber nein, der Minister XY
reagiert empört. Na, da werden sich die Manager aber ärgern....

Diesmal nicht hochachtungsvoll sondern kotzübel

Herbert von Caravan
Autor: Wasser (Gast)
Datum: 15.01.2008 21:32

@der Empörte

Und was macht man nun dagegen ? ? ? Andere Partei wählen ??? Auch D
verlassen ? Die Firmen werden argumentieren das man ja mit kann.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 15.01.2008 21:33

>Typisch, wirklich typisch deutsch.

Typisch deutsch ist es, dem Konzern Profitgier vorzuwerfen. Da tun
manche ja so, als ob sie selber auf Lohnerhöhungen verzichten und immer
nur das geringste Gehalt haben möchten.

>Dank Automatisation und sehr hoher Stückzahl/Minute ist ein deutsches
>Handy gar nicht so teuer.

Da diese Handys für den deutschen Markt produziert wurden, war die
Stückzahl gar nicht so hoch.

>"überleben" um jeden preis. das einzige was überlebt ist die
>lohn-steigerung der manager.

Als ob die Manager die ganzen Gewinne einbehalten würden. Schon mal was
von Anteilseigner gehört? Kaufe Aktien von Nokia und du kannst an den
Gewinnen teilhaben. Denn das ist die einzige Gruppe, denen Nokia
verpflichtet ist. Nicht die Manager wollen immer mehr, sondern die
Aktionäre.

Wenn du dein Geld anlegst, wirst du wohl kaum in das sozialste
Unternehmen investieren sondern in das, was den höchsten Gewinn abwirft.
Und da wird es dich auch nicht interessieren, wie dieses Unternehmen
wirtschaftet. Hauptsache, die Kasse klingelt.

Mein nächstes Handy wird wieder ein Nokia sein.
Autor: The one (Gast)
Datum: 15.01.2008 21:34

Ich sags ja immer Subventionen sind wirtschaftlich gesehen Unsinn, damit
meine ich aber auch die Subventionen die der Normalbürger erhält.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 15.01.2008 21:37

>Ich glaube du hast das Prinzip der sozialen Verantwortung für
>Mitarbeiter noch nicht verstanden!

Wird man dazu verpflichtet?

>ohne dass es wirtschaftlich gesehen eine
>wirkliche Notwendigkeit dafür gibt

Woher weißt du das? Bist du Nokias Unternehmensberater oder stand es nur
in der BILD? Die wahren Hintergründe bleiben oftmals verborgen.

>dann ist solch ein Verhalten der
>Solidargemeinschaft gegenüber asozial!

Nichts ist daran asozial. Sie gehen dorthin, wo die meisten Gewinne
erwirtschaftetet werden. Ein ganz normaler Vorgang in der
Marktwirtschaft. Und da Nokia auch nur ein ausländisches Unternehmen
war, besteht kein grund, sich aufzuregen. Einziger Aufhänger wären die
Subventionen.
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 21:42

muß nochmal eben nachlegen ...

Manager verdienen viel, da sie viel verantwortung haben.

Welche ?

1. Soziale Verantwortung ?
2. Verantwortung das die Firma gut läuft ?
3. Verantwortung den Investoren/Aktionären gegenüber ?
4. Oder doch nur ihrem eigenen Portmonnaie gegenüber ?

Ich glaube bei Antwort 1 und 2 lachen die meisten Großverdiener nur.
Nur bei 3 und 4 verstehen die keinen Spaß mehr.

Ist es gerecht das jemand soviel verdient wie ein normaler arbeiter in
10 jahren nicht verdienen kann ?!
Ist es gerecht das dieser jemand noch belohnt wird wenn er die Rendite
um x % steigert indem er hunderte leute entlässt um zu "sparen", oder
gar die Firma in den Ruin treibt ?
Ist es gerecht wenn dieser jemand noch ne fette Abfindung kassiert in
dem er den Leuten öffentlich ins Gesicht "tritt" ?
Ist das alles Ausdruck für "verhältnismäßigkeit" ?

Wenn es zum guten "Ton" gehört und nur "logisch" ist alle diese Fragen
mit JA zu beantworten, dann frage ich mich wie lange es noch dauert bis
die Wirtschaft zusammenbricht (sie muß dann zusammenbrechen, es können
nicht alle gewinner sein, und schnelles geld will jeder manager machen
!) ...

Die Geiz-Ist-Geil-Mentalität wird NUR von solchen Leuten
gemacht/geprägt. Und wir schlucken den Scheiß, und glauben auch noch das
: "Das ist gut so !"

PS. Ich bin nicht generell gegen Best/Top-Verdiener, aber es gibt heute
(!) leider nur moch ganz wenige die die soziale Komponente nicht
vergessen haben.
New Economy Greets
Autor: Thilo M. (power)
Datum: 15.01.2008 21:42

>Einziger Aufhänger wären die Subventionen.

Mächtig blauäugig von der Regierung, hier irgend ein Entgegenkommen
seitens der Firma zu erwarten. Wer so subventioniert schmeißt das Geld
mit beiden Händen 'raus! :(
Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
Datum: 15.01.2008 21:47

>Nicht die Manager wollen immer mehr, sondern die Aktionäre.

Ja, es heutzutage leider nur noch um den shareholder value...
Autor: Condi (Gast)
Datum: 15.01.2008 21:48

Tun die das nicht immer?
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 21:49

heutzutage um so mehr.
wachstum muß exponentiell sein.

wer gibt sich denn noch mit linearen dingen zufrieden ....
Autor: Herbert von Caravan (Gast)
Datum: 15.01.2008 21:52

Der Finanzkanister, äh -minister könnte sich durch die Besteuerung von
Aktiengewinnen die Scheinchen holen, welche die "bösen und faulen
Arbeitslosen", die durch so etwas "freigesetzt" werden dann notgedrungen
brauchen. Ach was, Michel ist ja da, der zahlt's schon.

Herbert
Autor: der Empörte (Gast)
Datum: 15.01.2008 21:52

@Wasser

>Und was macht man nun dagegen ? ? ?

zuerst einmal nicht gleichgültig demgegenüber sein

>Andere Partei wählen ???

sagen wir so, zumindest um die Partei einen großen Bogen machen die
immer wieder wellenartig ;) behauptet, das beste sei sich einfach aus
der Wirtschaft heraus zu halten und den Parteien mal kritisch begegnen
die glauben, Arbeitsplätze schafft man am einfachsten mit genügend
Subventionen

Wobei ich nicht pauschal gegen Subventionen argumentieren möchte, nur
muss man es so ausgestalten, dass die eingesetzte Kohle dann auch dort
bleibt wo sie zugesagt wurde und nicht wie bei BenQ dann mit nach Taiwan
"ausreist".

>Auch D
>verlassen ?

keinesfalls!

>Die Firmen werden argumentieren das man ja mit kann.

Derartiges hat man bei BenQ aber nicht vernommen.
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 21:58

>Derartiges hat man bei BenQ aber nicht vernommen.

Nokia hat auch noch kein "Umzugsangebot" vorgelegt.
Aber so sozial wie die Manager sich gegenüber der "faulen" Belegschaft,
die ja immer nur mehr geld und weniger Arbeitszeit leisten wollte,
verhalten werden sie bestimmt noch "Ausreise-Angebote" vorlegen.

Ganz bestimmt !
Das sind doch keine unmenschen oder ?!
Autor: Zardoz (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:05

Na da hat der Kindergarten hier aber wieder echt schlechte Laune ...

Wie sagte ein Trainer mal: Ich könnte die beste Mannschaft der Welt
haben, wenn ich die Jungs nur dazu bekäme, ihre Bierflaschen abzustellen
und von der Tribüne herunterzukommen.

Nice week,
Zardoz
Autor: der Empörte (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:08

>Wird man dazu verpflichtet?

Selten dämlicher und unpassender Spruch!

>Woher weißt du das? Bist du Nokias Unternehmensberater oder stand es nur
>in der BILD? Die wahren Hintergründe bleiben oftmals verborgen.

Quatsch mit Soße! Bei BenQ sind die waren Hintergründe alle bekannt!

Wenn du meine Postings aufmerksam gelesen hättest, dann hättest du auch
mitbekommen, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch nicht die
vollen Gründe kenne, aber es gibt eben auch eine Kommentierung (übrigens
auch außerhalb der Bild-Zeitung) und die besagt, dass das Werk
profitabel arbeitete. Eine Werksschließung aufgrund schlechter
Umsatzzahlen kündigt sich oftmals im eigenen Unternehmen an und die
Leute die dort arbeiten wissen meistens Monate vorher, dass es um sie
(ihre Auftragslage) schlecht bestellt ist. Hier bietet sich ein völlig
anderes Bild. Bis gestern wusste nach eigenen Bekunden einiger
Mitarbeiter NIEMAND, dass sein Arbeitsplatz zu Disposition steht.

Und nebenbei bemerkt, wenn es der Konzernleitung um höhere Erträge geht,
dann werden sie das wohl kaum offen zugeben und lieber den Standort
Deutschland dafür schlechtreden.

>Nichts ist daran asozial. Sie gehen dorthin, wo die meisten Gewinne
>erwirtschaftetet werden. Ein ganz normaler Vorgang in der
>Marktwirtschaft. ..

Du tust mir einfach nur leid! Das Krebsgeschwür der ungehemmten
Globalisierung, bei dem Belegschaften beliebig austauschbar sind und
keinen Wert mehr für ein Unternehmen darstellen, hat dich bereits
gepackt.

Armer Tropf!
Autor: John (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:08

Nur am Rande:


Überlegt euch mal: vor 60 Jahren waren die Leute froh, wenn Sie was zu
essen hatten  -  heute klagen wir Deutschen auf einem hohen Niveau, dass
es ganz scheppert -  vielleicht auch zu hoch....

Warum ist die Arbeit des Arbeiters aus China weniger Wert als des
deutschen, auch wenn er das gleiche macht?

Gleiches Gehalt auch da ?  --- dann geht es vorallem uns schlechter  -
weil Geld nur einen monitären Vergleich zwischen Realgütern darstellt  -
das vergessen viele immer wieder !
Autor: Condi (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:12

Tja schlechter Trainer wenn er das nicht schafft....

Wenn alle das gleiche bekommen für die gleiche Arbeit, wieso geht es da
jemanden schlechter?

Leider ist die Globalisierung nicht ungehemt sonst gäbe es solche
Probleme nicht.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:13

>Mächtig blauäugig von der Regierung,

Vor allem braucht man sich über sowas nicht zu wundern, wenn Firmen
durch Subventionen ins Land gelockt werden. ich sag nur Chipfabrik in
FF.

>Der Finanzkanister, äh -minister könnte sich durch die Besteuerung von
>Aktiengewinnen die Scheinchen holen

Unwissenheit oder Dummheit. genau das wird getan, Und ab 2009 sogar
generell.

>Aber so sozial wie die Manager sich gegenüber der "faulen" Belegschaft,

Was meinst du, wird passieren, wenn die Anteilseigner feststellen, dass
Nokia durch soziales Verhalten die Gewinne zurückfährt? Da kannst du
noch so sehr auf dein Hassbild Manager kotzen, die Aktionäre ziehen
einfach das Geld aus dem Unternehmen ab und investieren es in
profitablere Firmen. Dann kannst du dir ja mal überlegen, welche
Möglichkeiten die Firma dann hat, wenn ihr das Geld ausgeht.
Autor: John (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:13

"Wenn alle das gleiche bekommen für die gleiche Arbeit, wieso geht es da
jemanden schlechter?"

Du bekommst dann das gleiche wie ein Mensch aus der dritten Welt  -
also nicht mal Wasser  -  also vorallem kein Handy etc.
Autor: Condi (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:17

Dann kann sich auch keiner eines kaufen, also brauch man die auch
nich....
Autor: Gast (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:17

>Leider ist die Globalisierung nicht ungehemt sonst gäbe es solche
>Probleme nicht.

Möchtest du den armen Rumänen etwa den Job vorenthalten? 40% leben
unterhalb der Armutsgrenze. Warum verhalten sich die Deutschen so
asozial anderen Menschen gegenüber? Die Rumänen werden sehr dankbar
sein.
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:21

vor 60 Jahren ...

war in d-land fast alles zerbombt (1948). in china war nicht alles
zerbombt. china hat sich dem kommunismus angeschlossen.
china hatte vor 60 jahren bessere vorraussetzungen als wir damals,
richtig ?

warum ist china heute kein hoch-lohn-land ?
warum hat d-land sich so gut hochgearbeitet ? (ok wir hatten glück das
ami-land damals so eine paranoia vorm kommunismus gehabt hat, und d-land
im fall des falles halt den kopf hätte hinhalten müssen).

es muß doch irgendwo herkommen wenn deutsche im ausland als fleißig,
strebsam und sorgfältig gelten oder ?
frag doch mal in anderen ländern nach was diese leute mit deutschland
verbindet ?
sicherlich keine nörgler die ewig immer nur mehr haben wollen.
es wird gejammert, ja. aber das niveau ist nur deshalb so hoch weil wir
uns es erarbeitet haben. und jetzt sollen wir uns auf einmal dem
dumping-lohn von ländern anpassen die ihre gelegenheit zum
wirtschaftlichen aufstieg DAMALS verpasst haben und heute nachziehen ?!
Autor: der Empörte (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:23

>Möchtest du den armen Rumänen etwa den Job vorenthalten? 40% leben
>unterhalb der Armutsgrenze. Warum verhalten sich die Deutschen so
>asozial anderen Menschen gegenüber? Die Rumänen werden sehr dankbar
>sein.

Das ist ganz billige Polemik die du hier vom Zaun brichst. Glaubst du um
einer Gruppe ein "Wohltat" zukommen zu lassen hat man ein Berechtigung
eine andere Gruppe derart hinten runter fallen zu lassen? Was meinst du
was die Rumänen für ein Gesicht machen, wenn der Konzern ihnen nach 2
Jahren sagt, er verlagere jetzt nach Nord-Korea?!
Autor: Rümanenbetreuer (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:24

Da gbe ich Dir zwar Recht, aber sozial würde ich es nicht nennen, wenn
die VDO (bei der ich z.B. war) alles nach Rümanien schiebt. Dort ist es
nämlich auch nur deshlab billiger, weil die dort zu Hungerlöhnen
arbeiten. Selbst Ingenieure kriegen da nicht viel.

Bei Nokia ist es nicht anders: Die Finnen wirtschaften ineffizient und
wollen andere für sich arbeiten lassen. Da die Siemensianer das nicht
wollen, werden sie abgebaut.

Mehr zum Thema Stellenabbau bei Siemens Nokia :

Beitrag "Fachkräftemangel fachmännisch erzeugt"
Autor: Gast (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:25

>ja. aber das niveau ist nur deshalb so hoch weil wir
>uns es erarbeitet haben.

Wir haben uns gar nichts erarbeitet. Das haben unsere Vorfahren gemacht.
Und zwar nicht in 35h-Wochen bei 5000 EUR brutto sondern für oftmals
Hungerlöhne bei 48h-Wochen und kaum Urlaub. Wenn wir so hart arbeiten
würden, wären wir ungefähr so eine Wirtschaftsmacht, wie Japan.
Autor: Condi (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:25

Von mir aus können die hingehen wo die wollen, spielt keine Rolle. Wenn
die da die Firma aufbauen, brauchen die brauchen die ja Bauarbeiter usw.
das kurbelt da alles kräftig an. Die werden aber nicht für alles
Fachkräfte haben und irgendwoher brauchen. Also holen die
Brandschutzmeister, Elektrotechniker, usw. aus anderen Gegenden. Wenn
ich einen Spezialisten brauche, hole ich mir ja auch einen bzw. geh
dahin wo ich gebraucht werde.
Hm, ach nee, Da muss ja kein Feuerlöscher alle x Meter stehen der
jährlich geprüft wird. Und auch die Maschinen brauchen ja die Normen
A72990 bis z87733 nicht erfüllen......Dann brauch ich ja die Leute auch
nicht, heh da kann man ja ne Menge Geld sparen...
Autor: Gast (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:29

>Glaubst du um
>einer Gruppe ein "Wohltat" zukommen zu lassen hat man ein Berechtigung
>eine andere Gruppe derart hinten runter fallen zu lassen?

Warum nicht. Wenn es allen gleich gut gehen soll, denn dafür wird ja
ständig plädiert, müssen eben die Deutschen mal zurückstecken. Die armen
Rumänen wollen auch konsumieren und ihre Kinder zur Schule schicken. Man
sollte sich einfach mehr sozial und weniger egoistisch verhalten.

Schon lustig, jeder soll sich sozial verhalten, aber wenn man es selber
machen muss, hört der Spaß auf. Der eigene Arsch ist wohl doch näher.
Autor: Zardoz (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:29

> china hatte vor 60 jahren bessere vorraussetzungen als wir damals, richtig ?

Nicht wirklich. Für die Entwicklung eines Landes von einer Agrar- zu
einer Industriegesellschaft rechnet man gut 150 Jahre. Und auch ein
zerbombtes Deutschland startete damals von einem wesentlich höheren
Niveau aus.

Nice week,
Zardoz
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:29

>Das haben unsere Vorfahren gemacht

wir reden hier aber immer noch von 60 jahren oder ?!
außerdem gab es damals genug arbeit.
wenn dir 1964 die nase deines chefs nicht gepasst hat, hast du es ihm
morgens gesagt und mittags hattest du eine neue stelle.

>sondern für oftmals
>Hungerlöhne bei 48h-Wochen und kaum Urlaub

die chinesen arbeiten (jetzt) noch härter.
aber die fangen ja auch JETZT erst an wirtschaftlich aufzuholen. und
warum nicht damals ?!

die deutschen haben ihre chance genutzt. jetzt sind die chinesen dran.
aber irgendwann werden auch die auf hohem niveau jammern.
hundertprozentig !!
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:31

>Für die Entwicklung eines Landes von einer Agrar- zu
>einer Industriegesellschaft rechnet man gut 150 Jahre

FALSCH !!!

siehe Stalin. Ok war ein bischen verrückt der massenmörder, aber der
hats noch schneller geschafft (keine 20 jahre).
Autor: Zardoz (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:35

> siehe Stalin. Ok war ein bischen verrückt der massenmörder, aber der
hats noch schneller geschafft (keine 20 jahre).

Es hat rund 30 Jahre gedauert und Millionen Tote gekostet.

Nice week,
Zardoz
Autor: der Empörte (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:37

>Was meinst du, wird passieren, wenn die Anteilseigner feststellen, dass
>Nokia durch soziales Verhalten die Gewinne zurückfährt? Da kannst du
>noch so sehr auf dein Hassbild Manager kotzen, die Aktionäre ziehen
>einfach das Geld aus dem Unternehmen ab und investieren es in
>profitablere Firmen. Dann kannst du dir ja mal überlegen, welche
>Möglichkeiten die Firma dann hat, wenn ihr das Geld ausgeht.

Wie wäre es mal zur Abwechselung mit einer anderen Denke! Den Aktionären
sollte man klarmachen, dass es besser ist langfristig gute Gewinne zu
machen, als kurzfristige Gewinn-Maximierung!

Oder wie wäre es mal langsam auch einem Unternehmen einen höheren
sozialen Status einzuräumen, wenn es sich seinen Mitarbeitern gegenüber
verpflichtet fühlt?! Mitarbeiter, die nicht wissen ob, ihre
Konzernleitung ihnen auch in 3 Jahren noch den ihren Arbeitsplatz
sichert, werden sich nie mit ihrem Unternehmen identifizieren. Sie
werden nie ein Höchstmaß an Produktivität erreichen und somit wird auch
das Unternehmen immer unter eigenem Wert bleiben.

Mich würde mal interessieren, welchen realen Preis in Form von nicht
getätigten Produktkäufen BenQ für ihre desaströse Firmenpolitik zahlt?

Dir mag das egal sein, aber es gibt glücklicherweise noch Leute mit
Gedächtnis und Anstand (ja, dieses altmodische Wort sollte man mal
wieder reaktivieren) hier in unserem Land.
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:42

sarkasmus an

ich weiß. deswegen wäre stalin wahrscheinlich auch der beste manager
heutzutage. soziale kälte, eiskalte berechnende profitgier ....
eine firma (russland) vom maroden unternehmen zum global player zu
machen, da müssen einige leute eben federn lassen ...
ist in wirtschaftskreisen eben so üblich (ok es müssen nicht direkt
millionen sterben, aber es reicht wenn man standorte die zu teuer sind,
egal wie angesehen sie sein mögen, einfach vor die tür in die kälte
setzt). um wirtschaftlich konkurrenzfähig zu sein müssen eben "opfer"
gebracht werden.

sarkasmus aus

nette (böse) parallelen oder ?!

die eigentliche ironie ist nur das sich das unternehmen russland letzten
endes mit seinen "visionen" übernommen hat.
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:43

>Wie wäre es mal zur Abwechselung mit einer anderen Denke! Den Aktionären
>sollte man klarmachen, dass es besser ist langfristig gute Gewinne zu
>machen, als kurzfristige Gewinn-Maximierung!

das wäre so als würde man den stein der weisen gefunden haben.
diese leute kennen eben nur ihre profit-gier.
langfristigkeit ? fehlanzeige.
und die manager-marionetten machen einfach schön mit.
sind eben nur schauspieler. (genau wie unsere politiker, deswegen
verstehen die sich ja auch so gut, gelle ?!
Autor: Rümanenbetreuer (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:45

Was hat denn bitte Stalin in 20 Jahren geschafft?
Im hinteren Russland und vor allem den nichtrussischen Gebieten der
ehemaligen UDSSR herrschen heute noch die ärmlichsten Verhältnisse,
keine Bildung, nur Agrar und Selbstversorgung, lokale Patriarchen
regieren und unterdrücken die Bauern. Da kommt nur keine raus.

Die neureichen Moskowiter können wohl kaum als Beispeil dienen ...
Autor: Zardoz (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:47

> Wie wäre es mal zur Abwechselung mit einer anderen Denke! Den Aktionären
> sollte man klarmachen, dass es besser ist langfristig gute Gewinne zu
> machen, als kurzfristige Gewinn-Maximierung!

Du hast aber schon mal Firmenanteile besessen, oder? Aktionäre sind
selten so dumm, für kurzfristig höhere Dividenden den wesentlich höheren
Wert ihrer Anteile zu riskieren.

Nice week,
Zardoz
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:51

ich fahr mal wieder nen gang runter ....

>Mitarbeiter, die nicht wissen ob, ihre
>Konzernleitung ihnen auch in 3 Jahren noch den ihren Arbeitsplatz
>sichert, werden sich nie mit ihrem Unternehmen identifizieren


das problem liegt darin das wir seit nunmmehr 60 jahren mehr oder
weniger ungebremstes wachstum haben.
nichts gegen wachstum, aber dadurch das es exponentiell verläuft sind
die wirtschaftlichen elemente ebenfalls gezwunden sich exponentiell zu
entwickeln.
vor 40-50 jahren ist die wachstumsRATE zwar in etwa diesselbe gewesen,
ABER die wachstumsMASSE (wenn man so will) ist heute um einen
exponentiellen faktor größer.
das kann keine firma/unternehmen/staat/mensch auf dauer mitmachen.
man wirtschaftet sich selbst kaputt (durch übertriebenen wachstumszwang,
der ja exponentiell erzwungen wird [man bedenke das nur STEIGERUNGSRATEN
für investoren gelten, und nicht absolute gewinne])
durch diese nichtlinearität wird dieses system (in späten stadien) sehr
instabil. und in dieser instabile phase befinden wir uns seit einigen
jahren.
wir haben einfach das pech den wachstumsraten nachzurennen, was in
dieser phase (ich denke es wird danach einen zusammenbruch geben, da
kein wirtschaftliches organ vom einfachen arbeiter bis zum manager dies
mehr mitmachen kann) schier unmöglich ist ...
diese zustände die wir haben die sind vorausberechenbar und leider
zwangsläufig bei dem system welches wir immer so glorifizieren ...
es muß einfach so kommen. folge -> totalzusammenbruch ...
krebs wächst auch nur so lange bis er sich selbst verzehrt ...
Autor: Zardoz (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:51

> Was hat denn bitte Stalin in 20 Jahren geschafft?

Aus einem rückständigen Agrarland eine Weltmacht gemacht.

Nice week,
Zardoz
Autor: Gast (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:56

>Den Aktionären
>sollte man klarmachen, dass es besser ist langfristig gute Gewinne zu
>machen, als kurzfristige Gewinn-Maximierung!

Zum einen wissen das die Aktionäre, zum anderen kannst du nicht
Millionen deinen Willen aufzwingen. Das sind selbstständig denkende
Menschen. Und auch bei langfristigen Gewinnen ist eine Maximierung das
Ziel und wenn die Anleger glauben, dass das mit Rumänien besser geht,
dann ist das eben so.

>einen höheren sozialen Status einzuräumen

Was hat das Unternehmen davon? Einziges Ziel ist die Maximierung der
Gewinne.

>Mitarbeiter, die nicht wissen ob, ihre
>Konzernleitung ihnen auch in 3 Jahren noch den ihren Arbeitsplatz
>sichert, werden sich nie mit ihrem Unternehmen identifizieren.

Das werden sie auch sonst nicht. Sehr leicht zu erkennen, wie immer auf
"die da oben" gemeckert wird. Den meisten ist doch nur eine
Gehaltsmaximierung bei gleichzeitiger Minimierung der Arbeitszeit
interessant. Warum ist es verwer4flich, wenn die Unternehmen genauso
denken?

>Dir mag das egal sein, aber es gibt glücklicherweise noch Leute mit
>Gedächtnis und Anstand (ja, dieses altmodische Wort sollte man mal
>wieder reaktivieren) hier in unserem Land.

Das ich nicht lache. Das sind also diejenigen, die Geiz ist geil
brüllen, die billigste Waren kaufen, in China am liebsten einkaufen
gehen würden und sich um den Standort Deutschland nur dann Sorgen
machen, wenn sie ihn durch ihre Konsumpolitik zerstört haben.

Das ist so ein Anstand, als wenn sich ein SUV-Fahrer um die Umwelt
sorgt.
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 22:57

>Die neureichen Moskowiter können wohl kaum als Beispeil dienen

die wollte ich auch nicht als beispiel nehmen.

war auch ein etwas krasses beispiel.
aber es zeigt gewisse parallelen die einfach passen und sich gut
projezieren lassen.
es geht im endeffekt (bei den großen) immer nur um geld und macht oder
?!
sozial ist man nur dann wenn die gewinne auf dauer größer sind als die
investitionen. das ist heute leider nicht mehr der fall, da wir alle zu
austauschbar geworden sind.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:03

>es geht im endeffekt (bei den großen) immer nur um geld

Ach, und bei den Kleinen nie?
Autor: Zardoz (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:06

> es geht im endeffekt (bei den großen) immer
> nur um geld und macht oder?!

Nicht nur bei den Großen. Auch bei jedem Einzelnen.

> sozial ist man nur dann wenn die gewinne auf dauer größer
> sind als die investitionen.

Sozial ist man immer nur innerhalb einer Gruppe (z. B. eines Staates),
um dieser Gruppe Vorteile gegenüber anderen Gruppen zu verschaffen.

Wie ja übrigens auch in diesem Thread sehr schön zu sehen ist ...

Nice week,
Zardoz
Autor: Condi (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:07

Ach iwo, wir können weiterwachsen, noch ne ganze Weile. Nur muss man das
gesund tun. Ist wie mit der DDR. Es war ein großer Markt, man hätte viel
tun können. Leider wurden viele Mittel schnell verballert. Die die sich
auskannten haben abgesahnt und die anderen zahlen. Genauso ist das da.
Man kann kurz absahnen und weiter gehts zum nächsten.
Wären alle austauschbar, wäre es ja egal wo man ist. Man hat ja
nirgendwo Vorteile bzw. Nachteile.
Autor: Der Dude (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:09

Jungs, ihr habt das System des Kapitalismus noch nicht geblickt.

Die Aufgabe des Managers ist es nicht, sozial zu handeln, Arbeitsplätze
zu sichern oder gar neue zu schaffen.

Nein, seine Aufgabe ist es einzig und allein, die maximale Kohle
rauszuholen.

Solange er gesetzlich nicht in gewisse Schranken verwiesen wird, gibt er
da auch schon mal die Drecksau. Das macht dem gar nichts aus.

Merke also: Der Böse ist nicht der Manager, sondern die Regierung, die
es zulässt, dass unser Land immer mehr in die Schieflage gerät.

Wenn dann das Schiff Deutschland nicht mehr manövrierfähig vor sich
hintrudelt, um schliesslich vollends abzusaufen, fühlen sie sich ja
nicht verantwortlich. Deren Pfründe sind gesichert.

Habt ihr soeben Frontal 21 und danach PlusMinus gesehen? Ja? Dann wisst
ihr, was los ist, Jungs, das ist kein Spass mehr. Die Scheisse schwappt
jetzt schon hinten und vorne über, und es ist keinerlei Hoffnung in
Sicht, dass sich irgendwas ändert. Es muss einem Angst und Bange
werden.
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:13

>> es geht im endeffekt (bei den großen) immer
>> nur um geld und macht oder?!

>Nicht nur bei den Großen. Auch bei jedem Einzelnen.

ok, habt ja recht.

aber die mittel um an geld und macht zu kommen und diese zu
halten/festigen sind bei großen doch ganz andere oder ?!


>Nur muss man das gesund tun.

das ist das problem. ist wie mit dem fast-food. die menge machts (und
wirtschaftlich gesehen auch die zeit in der etwas konsumiert wird).
und da haben wir das problem, immer mehr in immer kürzerer zeit.
das gibt auf dauer probleme. und diese werden wir bald sehen ...
Autor: na sowas (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:13

zardoz und gast

ihr seid brüder im geiste, nicht wahr (oder die gleichen personen)

nice day
Autor: Zardoz (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:14

> Habt ihr soeben Frontal 21 und danach PlusMinus gesehen?

Nicht alles glauben, gell.

> Jungs, das ist kein Spass mehr. Die Scheisse schwappt
> jetzt schon hinten und vorne über, und es ist keinerlei
> Hoffnung in Sicht, dass sich irgendwas ändert. Es muss
> einem Angst und Bange werden.

Ok, ich kaufe einen Wachturm ...

Nice week,
Zardoz
Autor: Der Dude (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:17

>Nicht alles glauben, gell.

Ach ja? Aber Deinem Gefasel soll ich glauben, oder wie?

Schwätzerle.
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:19

>Solange er gesetzlich nicht in gewisse Schranken verwiesen wird, gibt er
>da auch schon mal die Drecksau. Das macht dem gar nichts aus.

aber gerade dann hauen diese leute doch ab.
wenn man gesagt bekommt : "so nicht" und der gegenüber sagt "dann halt
woanders" worauf hin der staat "mmh, na gut hast gewonnen"
wie oft haben große firmen gewonnen wenns darum ging großkonzernen
vergünstigungen zukommen zu lassen nur damit die nicht abwandern ?!

>Merke also: Der Böse ist nicht der Manager, sondern die Regierung, die
>es zulässt, dass unser Land immer mehr in die Schieflage gerät.

die regierung ist doch ebenso abhängig von diesen firmen (steuergelder,
oder das was die firmen dem staat davon übriglassen wollen)
Autor: Dolittle (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:21

Hallo Leute,
jetzt jammert doch nicht so, das nützt gar nicht.
Der Kapitalismus verliert seine Schrecken, wenn ihr eure wenigen Rechte
wahrnemhmt umd selbst Aktionäre werdet.
Ihr solltet statt statt Riesterrente und irgendwelche dummen
Fondsparpläne zu machen pö a pö Aktien von Unternehmen eurer Region
kaufen und so Einfluß nehmen.
Im Alter seid ihr dann vermögende Aktionäre und lebt von den
Kapitaleinkünften.
Autor: Zardoz (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:21

> aber die mittel um an geld und macht zu kommen und diese zu
> halten/festigen sind bei großen doch ganz andere oder ?!

Na ja, wer kennt schon noch die Fugger? Oder welchen Einfluß haben Thurn
und Taxis heute?

Nice week,
Zardoz
Autor: Zardoz (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:24

> Ach ja? Aber Deinem Gefasel soll ich glauben, oder wie?

Jawoll, ich könnte mich als Führrerr anbieten ...

Nice week,
Zardoz
Autor: Der Dude (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:27

>die regierung ist doch ebenso abhängig von diesen firmen (steuergelder,
>oder das was die firmen dem staat davon übriglassen wollen)

Die Firmen wollen doch hier ihr Gelumpe verkaufen, oder? Da ist doch die
Regierung nicht abhängig von denen. Umgekehrt muss es sein. Wenn die
hier ihre Werke schliessen, gibt's halt Sanktionen, wenn sie ihr
Geraffel importieren wollen.

Sollen - und wollen - wir uns versklaven lassen von der Grossindustrie?
Der Grossteil der Deutschen verdient sein Geld in mittelständischen und
kleinen Unternehmen.

Aber versuch Du mal heutzutage, eine Schaltung zu produzieren und zu
verkaufen. Jeder weiss das, was uns die Regierung da wieder eingebrockt
hat. Palladine der Grossindustrie eben. Das sind die wirklich Üblen -
sie vertreten nicht die Interessen derer, die sie gewählt haben.

Es wird Zeit, dass wir uns endlich wehren.
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:27

>Im Alter seid ihr dann vermögende Aktionäre und lebt von den
>Kapitaleinkünften.

glaubst du daran ?
ich glaube das sich das system in einigen jahren von selbst zerlegt hat.
ende mit riester, fondssparplänen, aktien, lebensversicherungen und der
gesetzlichen rente die ja immer sicher war (höhöhöhö)

wohlstand für alle ohne etwas (oder wenig) zu tun funktioniert leider
nicht.
Autor: Zardoz (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:31

> Aber versuch Du mal heutzutage, eine Schaltung zu produzieren und zu
> verkaufen. Jeder weiss das, was uns die Regierung da wieder eingebrockt
> hat. Palladine der Grossindustrie eben. Das sind die wirklich Üblen -
> sie vertreten nicht die Interessen derer, die sie gewählt haben.

Da hast Du recht. Allerdings hat das Elektroschrottgesetz der "gute"
Trittin verbrochen - und der soll die Interessen der Grossindustrie
vertreten? Kann ich garnicht glauben ...

Nice week,
Zardoz
Autor: Der Dude (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:32

Das hat sich nicht der Trittin alleine ausgedacht.
Autor: TheMason (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:33

>Die Firmen wollen doch hier ihr Gelumpe verkaufen, oder?

wenn nicht hier dann woanders ... müssen eben kosten und
sicherheitsstandards gesenkt werden damit man es chinesen günstig
anbieten kann.

>Wenn die hier ihre Werke schliessen, gibt's halt Sanktionen

sollte es geben, aber warum kommt bis auf ein paar süße wohlwollend
warme warnende bis leicht mahnende worte von unseren verwählten
volkstretern nichts ?
weil die auch nur ihre pründe sichern wollen. wirtschaftliches denken in
reinstform.

>in mittelständischen und kleinen Unternehmen

die durch den staat immer mehr in bedrängnis geraten und nach und nach
verschwinden.
die säule unseres landes (mittelstand) bröckelt doch kontinuierlich
unter neuen schwachsinnsgesetzen weiter weg ....

>Aber versuch Du mal heutzutage, eine Schaltung zu produzieren und zu
>verkaufen. Jeder weiss das, was uns die Regierung da wieder eingebrockt

eben ...
Autor: Zardoz (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:34

> Das hat sich nicht der Trittin alleine ausgedacht.

Wer noch? Erzähl er ...

Nice week,
Zardoz
Autor: Der Dude (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:35

>die säule unseres landes (mittelstand) bröckelt doch kontinuierlich
>unter neuen schwachsinnsgesetzen weiter weg ....

sag ich doch...
Autor: Dolittle (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:36

 wohlstand für alle ohne etwas (oder wenig) zu tun funktioniert leider
nicht.
klar geht das ; ist ja gerade das kapitalistische Prinzip.
Mit Geld, Geld verdienen. Geld ist eigentlich zu schade als das man es
ausgibt.
Autor: Zardoz (Gast)
Datum: 15.01.2008 23:38

> Die Firmen wollen doch hier ihr Gelumpe verkaufen, oder?
> Da ist doch die Regierung nicht abhängig von denen.
> Umgekehrt muss es sein. Wenn die hier ihre Werke schliessen,
> gibt's halt Sanktionen, wenn sie ihr Geraffel importieren wollen.

Und wieso sollten die Heimatländer dieser sanktionierten Unternehmen
dann unsere Produkte noch ungehindert ins Land lassen?

Nice week,
Zardoz