Eagle FAQ

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Einleitung

Dieser Artikel muss für Version 6.2.0 überarbeitet werden und ist teilweise ungültig

Da immer wieder Fragen zur Benutzung von Eagle auftauchen, soll hier eine kleine FAQ Sammlung entstehen. Schreibt Eure Erfahrungen und Tipps auf. Auch wenn Ihr Antworten im Forum gebt, ergänzt sie bitte hier.

In der eagle-Installation gibt es ein Verzeichnis 'doc', in dem ein Handbuch (manual) und ein Tutorial in Deutsch und Englisch zur Verfügung stehen. Die Lektüre lohnt sich wirklich - auch für Quereinsteiger! Für Elektrixer gibt es noch eine spezielle Anleitung: elektro-tutorial.pdf

Schaltplan Editor

Fehlende Spannungsversorgungsanschlüsse

Problem: Der Opamp/Logikgatter hat keine Anschlüsse für die Spannungsversorgung!

Lösung: Mit 'Invoke' auf das Bauteil klicken!

Baugruppen zwischen Schaltplänen kopieren

  • Erst den Quell-Schaltplan öffnen. Alle gewünschten Bauteile markieren (GROUP).
  • Dann mit CUT kopieren (mit rechter Maustaste klicken um alle zu kopieren).
  • Jetzt den Ziel-Schaltplan im gleichen Eagle öffnen! Dann PASTE benutzen und die Baugruppe an der gewünschten Position ablegen.


Geroutete Baugruppen kopieren

Hinweis: die folgende Anleitung ist für ältere Versionen. Zumindest ab v7.2 können komplette SCH/BRD-Blöcke eingefügt werden. v7.2 manual.de.pdf 6.1 -> Mehrkanal-Layouts

  • Der zu kopierende Schaltungsteil muss sicher im Schaltplan und im Board zu grupieren sein, so dass man nur Elemente gruppiert, die sowohl im Schaltplan als auch im Board vorhanden sind, aber auch tatsächlich alle Elemente. Will man also nur einen Teil eines Boards kopieren, so speichert man am besten Schaltplan und Board unter neuen Namen und löscht im kopierten Schaltplan alle unnötigen Elemente.
  • Nun den gesamten zu kopierenden Schaltplan markieren und ausscheiden.
  • Die Zielschaltung öffnen und das Zielboard schliessen (wichtig!)
  • Die zu kopierende Schaltung einfügen
  • Das zu kopierende Board öffnen, alles markieren und ausschneiden
  • In das Zielboard einfügen
  • Im Zielschaltplan Datei-> Exportieren -> NetScript ausführen und Dateinamen angeben unter dem gespeichert werden soll (z.B."netzliste.scr")
  • Im Zielboard das Netscript ausführen (SCRIPT) und gerade gespeicherte Datei laden. Alle Frageboxen beantworten.
  • Den ERC aufrufen. Zielschaltplan und Zielboard sollten jetzt konsistent sein(wichtig!).
  • Durch das Kopieren haben alle Netze ohne Label einen neuen Namen erhalten, der durch Anhängen der kleinstmöglichen Zahl ab Eins aus dem alten Namen so gebildet wurde, dass der neue Name eindeutig ist. Also wird z. B. aus AUSGANG -> AUSGANG1 und aus SUPPLY_3V3 -> SUPPLY_3V1, falls noch kein SUPPLY_3V1 vorhanden war. Netze mit Label behalten ihren Namen. Kopiert man also ein CPU mit D0 bis D7 zu einer vorhandenen CPU mit D0 bis D7 so sind dieses beiden Datenbusse jetzt verbunden, wenn D0...D7 als Label sichtbar ist. Ohne Label wird aus D0...D7 im kopierten Schaltungsteil D8..D15 und die Netze sind noch nicht verbunden
  • Im nun wieder konsistenten Projekt im Schaltplan Leitungen nun richtig benennen, die durch die Namensbildung einen ungewünschten Namen oder eine fehlende/falsche Verbindung haben. Eagle fragt dabei ab, ob nur das Segment, alle Segmente der aktuellen Seite oder alle Segmente aller Seiten umbenannt wird. Die Antwort bitte gut überlegen!
  • Zwischen den mit wichtig! gekennzeichneten Schritten arbeitet man ohne Konsistenz. Löscht man dann z. B. ein Bauteil im Schaltplan, ist es trotzdem noch im Board vorhanden, der ERC wird einen entsprechenden Fehler melden und ohne manuellen Eingriff (hier dem Löschen des entsprechenden Bauteiles im Board) bleibt die Konsistenz verloren.

Bus anlegen

In eagle ist ein Bus 'nur' eine Zeichenhilfe und hat keinerlei Auswirkung auf die Schaltung. Deshalb haben die Leitungen auch keine Verbindung zum Bus, d.h. wenn ein Bus verschoben wird, bleiben die Leitungen am alten Platz (über Markieren und als Gruppe verschieben lassen sich Bus und Leitungen verschieben).

Ein Bus funktioniert nur in Zusammenspiel mit dem Net-Befehl. Wer seine Leitungen mit dem Wire-Befehl malt, erhält keinen Nutzen aus dem Bus! Mit dem Net-Befehl poppt auf Klick auf den Bus ein Menü auf, aus dem man die Signalart auswählen kann (deshalb muss der Bus im Namen alle Signale aufgeführt erhalten).

Ein Bus fasst mehrere Signale unter einem Element zusammen. Hierdurch kann man Zusammenhänge deutlicher erkennen (z. B. UART -> RX+TX+GND). Um einen neuen Bus zu definieren gibt man in der Befehlszeile BUS, optional den Namen und danach die Leitungen ein:

Beispiele:

  • BUS UART:RX,TX,GND
  • BUS PortA[0..7],GND

Ein Mausschubser würde den Toolbar-Knopf 'Bus' drücken, die Linie für den Bus zeichnen und anschließend dem Bus einen 'Name'n verpassen, bei dem alle Signale aufgeführt werden (durch Komma getrennt).

Bus verwenden

Wenn man den Bus eingegeben hat, kann man Ihn direkt danach einmal zeichen, er hängt quasi schon am Mauszeiger. Danach kopiert man ihn am einfachsten mit COPY.

Es ist möglich den Bus an verschiedenen Stellen im Schaltplan zu benutzen, ohne das er direkt verbunden ist, denn er ist ja nur ein Hilfmittel für den Schaltplan. Die Verbindung der Signale erfolgt über deren Namen (das funktioniert auch ohne gezeichneten Bus, ist mit Bus aber leichter lesbar).

Will man ein Signal aus dem Bus mit den Pins verbinden, benutzt man den NET Befehl, das Icon rechts neben dem Bus Icon (dünner Strich). Wenn man eine Leitung vom Pin eines Symbols zum Bus führt, bei dem der Pin anders heißt, als die Signale im Bus, kann es zu einer Fehlermeldung kommen, dass z. B. Signal P$4 nicht im Bus enthalten ist. Abhilfe schafft hier, die Leitung vom Bus zum Symbol zu ziehen.

Wenn man mehrere Signale (z. B. beim 'gemultiplexten Adress-/Datenbus eines mega) im Bus hat, kann man schnell mal bei der Signalauswahl verrutschen, deshalb ist es wichtig, den Signalleitungen, die zum Bus führen, einen Bezeichner (Label) zu verpassen. Dann sieht man schnell, ob alle Signale richtig verbunden sind.

Hilfreiche Tasten-Kombinationen

Beim Zeichnen von Linien (also wenn ein Ende der Linie am Mauszeiger hängt) kann man mit der rechten Maustaste die Knickarten durchschalten. Drückt man dazu die Strg-Taste, wird jeweils zwischen entgegengesetzten Arten eines Winkelpärchens umgeschaltet. Drückt man dazu die Umschalt-Taste, schaltet man in umgekehrter Reihenfolge die Knickarten durch.

Mit F3/F4 kann man in allen Editoren hinein- und hinauszoomen. F5 zentriert die aktuelle Ansicht auf die Position des Mauszeigers. Alt+F2 passt die gesamte Zeichnung ins Fenster ein.

Die wichtigsten Bibliotheken für den Einstieg

Als Anfänger hat man das Problem, bei Eagle mit den sehr vielen Bauteilbibliotheken den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen. Die Suche nach einfachen Bauteilen kann da bisweilen sehr frustierend sein. Darum sind hier die Top 26 der Bibliotheken aufgezählt. Ein kurze Beschreibung findet man auch im Control Panel, wenn man den Zweig Libraries aufklappt.

TOP 26 der Eagle Bibliotheken
Name Inhalt
40xx.lbr Logik-ICs der 4000er Reihe
74xx-eu.lbr Logik-ICs der 74xx Reihe
battery.lbr Batterien
con-coax.lbr Koaxialsteckverbinder
con-lsta.lbr Buchsenleisten
con-lstb.lbr Stiftleisten
con-subd.lbr DSUB Steckverbinder
crystal.lbr Quarze und Oszillatoren
diode.lbr Dioden
frames.lbr Zeichnungsrahmen
holes.lbr Befestigungslöcher
led.lbr LEDs
optocoupler.lbr Optokoppler
pot.lbr Potentiometer
rcl.lbr Widerstände, Kondensatoren, Spulen
rectifier.lbr Gleichrichter
relay.lbr Relais
supply1.lbr Symbole für Stromversorgung, VCC, GND, etc.
switch.lbr Taster und Schalter
testpad.lbr Testpunkte
trafo.lbr Trafos
transistor-power.lbr Leistungstransistoren
transistor-small-signal.lbr Kleinsignaltransistoren
triac.lbr TRIACs
uln-udn.lbr Treiber
v-reg.lbr Spannungsregler à la LM317, 78xx etc.

Wenn man nach einem Bauteil suchen will, muss man im Fenster nach dem Befehl ADD den zu suchenden Begriff ganz unten in die Textzeile schreiben. Dabei sollte man den Begriff in * setzen, damit keine exakte Übereinstimmung für ein Finden nötig ist, z.B. *7805*, *393*, *ATmega*.

Board Editor

Ein Bauteil am Raster ausrichten

Wenn nötig mit dem Befehl/Icon MOVE das Bauteil aktivieren. Wenn man dann während des Plazierens die Strg Taste hält, wird das Bauteil am Hauptraster ausgerichtet. Mit Alt wird es am alternativen Raster ausgerichtet. Um das Bauteil dann auch so zu positionieren, ist es notwendig, die Umschalttaste zusätzlich zu drücken.

Alle Bauteile am Raster ausrichten

Alle vorhanden Bauteile am Raster ausrichten geht mit CMD-SNAP-BOARD.ULP.

Bauteile genau positionieren

Beim Erstellen kann man direkt die Position in die Kommandozeile eingegeben:

  • VIA 'GND' (34.5 25.7);
  • HOLE 3.2 (23.8 6.4);

Um Bauteile nachträglich an eine andere Absolutposition zu verschieben kann dem MOVE Befehl die Position übergeben werden:

  • MOVE R1 (4.3 7.9);

Mit der Maus geht es, wenn man nach aktivieren des MOVE Befehls (Icon) beim Anklicken des Bauteils die Strg Taste hält. Danach kann man in der Kommandozeile die neuen Koordinaten eingeben:

  • (4.3 7.9)

Wenn man eine Gruppe ausgewählt hat, kann man sie mit diesem Kommando relativ verschieben:

  • MOVE (> 0 0) (offsetx offsety)

Polygonflächen

füllen/leeren

Mit dem Kommando RATSNEST werden die Polygonflächen berechnet und dargestellt. Dieses Verhalten kann man in den Einstellungen (Optionen->Einstellungen->Verschiedenes) über den Eintrag "Ratsnest berechnet Polygone" oder mit dem Befehl "set polygon_ratsnest off" ändern. Der Befehl RATSNEST berechnet ursprünblich die kürzeste Luftlinie zwischen Signalen, die noch nicht verbunden sind.

Wenn RATSNEST auch Polygone berechnet, kann man die Füllung der Polygone in Eagle ab Version 5 über den Befehl 'Ripup @;' wieder aufheben. Wer mag, kann sich beide Befehle auch auf Funktionstasten legen. Das geht über Optionen->Tastenbelegung. Wichtig ist der Strichpunkt nach dem Klammeraffen - ohne tut sich garnix.

Größe

Polygone dürfen größer als das Board gezeichnet werden, können also ausserhalb des 'Dimension'-Rechtecks liegen. Die Größe der berechneten Polygonfläche hängt vom Signal und von der DRC-Einstellung 'Distance' und dem Wert 'Copper/Dimension' ab. Ist dieser Wert 0, oder hat das Polygon ein Signal (einen Namen), der im Schaltplan nicht vorkommt, wird das Polygon so groß berechnet wie gezeichnet, d.h. das 'Dimension'-Rechteck wird nicht beachtet. Jeder Wert > 0 gilt als Abstand vom 'Dimension'-Rechteck nach innen.

Einzelflächen

Die einzelnen Teilflächen eines Polygons hängen nicht an den Leitungsbahnen, sondern an deren Enden, was ein Pad, ein DuKo oder auch ein frei hängendes Leitungsteil sein kann. Wenn es also einen Bereich gibt, der nicht gefüllt wird, obwohl dort eine Leitung mit dem Signal des Polygons durchführt, hilft es, einen kurzen Stummel von der Leitung abzuzweigen.

Um Flächen auf gegenüberliegenden Seiten zu verbinden, kann man ein DuKo (Via) zu Fuß einfügen. Anschließend muss dem DuKo noch der Name des Polygons verpasst werden, damit auch elektrisch eine Verbindung entsteht.

Texte im Kupfer

Texte kann man auf mehrere Weise in die Kupferebene TOP/Bottom einbringen

  • Direkt als Schriftzug im Kupfer, einfach per Befehl TEXT
  • Als Negativschrift in einem Polygon
  • Als "gefräste" Positivschrift in einem Polygon

Das Ganze funktioniert so

  • Im Layer tRestrict (für Oberseite) oder bRestrict (für Unterseite) den Text schreiben, wenn der Text negativ sein soll
  • Im Layer top (für Oberseite) oder bottom (für Unterseite) den Text schreiben, wenn der Text "gefräst" sein soll
  • Font auf Vector umstellen (CHANGE -> FONT -> Vector)
  • ein zweites Polygon um den Text auf TOP oder BOTTOM erstellen, Isolate =0, "Orphans" ON (CHANGE -> ORPHANS ON)
  • das Polygon umbenennen wie umgebendes Polygon (meist GND) mit NAME

Das Ganze sieht dann so aus wie hier.

Text im Bestückungsdruck

Objektwahl

Liegen mehrere Objekte (Leitungen, Luftlinien oder auch Elemente) im Fangradius, wird ein Objekt hell gezeichnet, reagiert aber noch nicht auf die Mausbewegung. Jetzt kann mit der rechten Maustaste zwischen allen Objekten innerhalb des Fangradiusses umgeschaltet werden. Der nächste Druck auf die linke Maustaste startet dann die eigentliche Aktion.

Luftlinien

über das Kontextmenü lassen sich die Luftlinien eines Signales ausblenden. Die Airwires kann man mit dem Befehl

RATSNEST *

wieder einblenden. Allerdings blendet dies alle verstecken Luftlinien wieder ein!

statt dem Platzhalter ' * ' kann auch der Signalname verwendet werden. Allerdings Funktioniert dies nicht immer (Aufgetreten in Eagle 5.11.0).

Möglicherweise liegt das an Sonderzeichen im Namen. Der Signalname gehört in einfache Anführungszeichen, z.B. '+5V'.

Händisches Leitungsziehen

oder auch neudeutsch: manuelles Routing

Mit aktiviertem 'Route'-Befehl genügt ein Klick auf eine Luftlinie, um das Verlegen einer Leitung zu starten.

hilfreiche Tasten-Kombinationen

  • rechte Maustaste (während der Leitungsführung): Schaltet die Knickvarianten durch. Wird Strg zusätzlich gedrückt, wird zwischen gegensätzlichen Variante eines Knickpärchens umgeschaltet.
  • mittlere Maustaste: Schaltet zwischen BOTTOM- und TOP- Layer um. Wird während des Verlegens umgeschaltet, entsteht beim letzten verankerten Knick automatisch ein DuKo (Via).
  • Umschalttaste zum Starten des Verlegens: die Leiterbahnbreite wird automatisch der Breite der existierenden Leiterbahn (des gleichen Signals) angepasst.
  • Strg+Links zum Starten des Verleges: Das Verlegen startet an der nächst-möglichen Rasterposition, unabhängig davon, ob hier eine Luftlinie vorhanden ist oder nicht.

Wichtige ULPs

ULPs sind Unterprogramme die bestimmte Ausgaben erfüllen. Man startet sie im Menu Datei über "ULP ausführen" oder das entsprechende Icon in der oberen Befehlsleiste.

Bauteile ausrichten

Beim Auswählen des Bauteils STRG gedrückt halten, dann wird es auf das aktuelle Raster gesetzt.

CMD-SNAP_BOARD.ULP

Grafik importieren

Grafiken im BMP-Format kann man mit dem ULP import-bmp.ulp in Eagle einbinden. Das geht schnell und einfach, hat aber ggf. einen kleinen Haken. Will man ein Bild mit guter Auflösung darstellen, braucht man sehr viele Punkte. Die einzelnen Punkte werden von Eagle aber als Polygon bzw. Rechteck gehandhabt. So kann ein recht gut aufgelöstes Bild bisweilen sehr viele Polygone enthalten, welche

  • viel Zeit zum Bildaufbau brauchen
  • viel Platz in der Eagledatei belegen
  • von einigen Belichtern nicht gern gesehen werden.

Bei Logos kann man einen Trick anwenden. Man importiert das Bild mit grosser Auflösung auf einem beliebigen Layer. Dann zeichnet man per Hand das Logo auf dem TOP oder BOTTOM-Layer nach. Natürlich nicht Punkt für Punkt, sondern in den wesentlichen Zügen. Damit kann man ein Logo, welche mehrere tausende Polygone als importiertes BMP hat, mit ein paar Dutzend Polygonen "durchpausen" (photokopieren).

Forumsbeitrag: Logo in Eagle Schaltplan importieren?

Bohrungen zentrieren

drill-aid.ulp

Hiermit werden Kreisringe in die Bohrlöcher eingezeichtet, um den Innendurchmesser zu verkleinern. Damit kann man beim Bohren von Hand die Bohrung besser zentrieren, insbesondere bei großen Bohrdurchmessern. Die Kreisringe lassen sich nur durch die Drucken-Funktion mit ausgeben. Benutzt man stattdessen den CAM-Prozessor (z.B. um eine Postscript-Datei zu erzeugen), werden sie trotz gewähltem Drill-Aid-Layer nicht ausgegeben.

Leiterbahnlängen ermitteln/vergleichen

Um bpsw. die Längen der Signale Signal1, Signal2 und Signal3 zu vergleichen, einfach

run length.ulp Signal*;

ausführen. Oder alternativ:

run length.ulp Signal1 Signal2 Signal3;

Alle Bauteile mit gleichem Wert anzeigen

Bei der Bestückung von Platinen ist dieses ULP recht hilfreich.

Forumsbeitrag: Bei Eagle alle gleichen Werte anzeigen

Fräsungen

Wer mehr als nur seine Platine nach der Außenkontur gefräst haben möchte, muss Fräswege selbst einzeichnen. Das gilt also für Durchbrüche, Nutzenstege, Isolationsfräsungen, usw... Die gewünschte Fräskontur wird im Layer Dimensions mit dem Tool WIRE anlegt. Die Strichstärke entspricht dabei dem Durchmesser des Fräsers. Eine Fräszugbreite von 2mm kostet bei keinem Hersteller Aufpreis. Gegen Aufpreis sind Fräswerkzeugdurchmesser bis unter 1mm möglich. Bei größeren Ausfräsungen (Polygone) kann man auch mit Strichstärke 0 die Aussenlinie zeichnen, dann berechnet der Hersteller den genauen Fräsweg und berücksichtigt dabei auch den Fräserdurchmesser. Die Innenecken haben dabei aber immer den Radius des Fräsers. Fräsungen ohne Durchkontaktierung (kein Kupfer in der Fräsung) gehören in den Layer 20 - Dimension, Fräsungen mit Durchkontaktierung (Kupfer in der Fräsung) in den Layer 46 - Milling.

Pad-Abstand/Restring

Problem: Hilfe, die Pads sind größer als bei der Bibliothekerstellung angegeben.

Lösung: Die in der Bibliothek angegebene Pad-Größe ist nur ein Minimalwert. Ist im DRC ein größerer Restring-Wert eingestellt, so gilt dieser. Die einzig mögliche Abhilfe ist das Verkleinern der Restring-Größe im DRC, was leider auch die Pads der anderen Bauteile beeinflusst.

Bibliothekseditor

Bauteile einfach anlegen und ändern

Forumsbeitrag: LM 317 SO-8 bei eagle

Bauteile mit mehreren gleichnamigen Pins

Problem: Manchmal möchte man mehrere Pins im Schaltplansymbol mit dem gleichen Namen versehen, z.B. vier Ground-Pins, die alle "GND" heißen sollen.

Lösung: Man benenne im Symbol-Editor die GND-Pins mit "GND@0" bis "GND@3". Eagle wird im Schaltplan das angehängte "@" und die Nummer nicht anzeigen. In der Bibliothek sieht man das @x immer.

Achtung! Das geht nur bei den Pins im Symbol. Im Package muss jedes Pad einen eigenen Namen haben.

Mehrere Pads auf ein Pin legen

Das geht nicht direkt mit Eagle vor Version 6. Aber es gibt einen brauchbaren Workaround. Dabei legt man ein Pin normal im Symbol an, die anderen, welche den anderen auch verbundenden Pads zugeordnet werden sollen, als Punkte (CHANGE -> LENGTH -> POINT) und legt sie genau übereinander. Dann noch den Namen und Padnummer dieser Pins ausblenden (CHANGE -> VISIBLE NONE) und gut. Im Device werden ganz einfach die Pins und Pads verbunden. Beim Einfügen des Bauteils in den Schaltplan muss man beim Anschließen der Leitung an das (Mehrfach)Pin manuell einen Kreuzungspunkt setzen, sonst sind nicht alle Pins angeschlossen.

Seit Version 6.2 können mit dem CONNECT Befehl im Library Editor mehrere Pads vom Gehäuse auf ein Pin des Symbols gelegt werden. Es muss zuerst ein Pin herkömmlich mit Connect verbunden werden. Klickt man anschließend auf Append wird der letzte Pin mit dem ausgewähltem Pad verbunden.

Bauteile mit Langlöchern anlegen

Man setzt im Package je ein längliches SMD-Pad auf Top und Bottom, ggf. mit der Eigenschaft Roundness 100% und zeichnet im Layer 46 - Milling (durchkontaktiere Fräsungen) das Langloch mit der Strichbreite, die dem Werkzeugdurchmesser (Fräser) entspricht. Man benutzt NICHT den Layer 20 - Dimensions dafür, weil das außer zu DRC-Fehlern nur zu Rückfragen der Hersteller und Unklarheiten führt. In den Layer 20 - Dimensions gehören nur nicht durchkontaktierte Fräsungen und natürlich die Außenkontur. Liefert man beim Bestellen Eagle-Files ab, teilt man dem Hersteller mit, dass die Ebene Milling für durchkontaktierte Langlöcher zu beachten ist. Wer Gerber-Daten anliefert, muss für durchkontaktierte Langlöcher extra eine Datei ausgeben lassen und diese eindeutig beschreiben. Ab Eagle 6.x kann man die beiden Pads auf Top und Bottom auch einem Pin im Symbol zuordnen und so einen fehlerfreien DRC durchführen, ohne irgendwelche Tricks anwenden zu müssen.

Bauteile aus Schaltplan in eine Bibliothek exportieren

Gelegentlich hat man .sch und .brd, in dem ein Bauteil vorkommt, zu dem man keine Library hat. Mit dem ULP exp-project-lbr.ulp von der Cadsoft-Download-Seite können die Bauteile aus .sch und .brd in eine Library exportiert werden. Um die Library nicht mit ggf. auch verwendeten Standardbauteilen zuzumüllen, empfiehlt es sich, vor dem Ausführen des ULPs alle nicht interessierenden Bauteile aus dem Schaltplan zu löschen.

Gerber Tools

Eagle kann Gerberdaten in unterschiedlicher Form erzeugen. Es ist sehr sinnvoll, diese vor dem Herausgeben zur Produktion mit externen Gerberviewern zu kontrollieren. Näheres zu Gerberviewern findet sich unter Gerber-Tools.

Verbesserungsvorschläge für Eagle

bitte in die Eagle-Wishlist eintragen.

Userbibliotheken

User, welche Bauteile erstellt haben und diese anderen zur Verfügung stellen möchen, können diese unter Eagle-Bibliotheken verlinken und um Durchsicht bitten.

Troubleshooting

Unter Linux kann es zu Problemen mit der Grafikausgabe in Zusammenhang mit ATI-Grafikkarten kommen.
Das macht sich zB. dadurch bemerkbar, dass der Schaltplan oder die Platine zerstückelt angezeigt werden. In diesem Fall könnte folgendes helfen: In der Console
sudo aticonfig --ovt=opengl
ausführen und danach (wichtig) den Rechner neu starten. Sollte aticonfig eine Fehlermeldung der Art melden, dass eine Section nicht gefunden wurde, dann kann dies mit
sudo aticonfig --initial
behoben werden. Dabei werden Standardwerte für die Grafigkarte initialisiert. Danach ist noch einmal sudo aticonfig --ovt=opengl auszuführen und der Rechner neu zu starten. Sollte es Probleme nach der Manipulation geben, kann die Grafikkarte mit sudo aticonfig --initial auf Standardwerte rückgesetzt werden (Rechnerneustart nicht vergessen). [Quelle]