So die Herren Gesangsverein...
Ich komme (nach dem Siebelko) auf 20 Bauteile. Das waren jetzt 5 Minuten
mit Papier und Stift. Dieses NT hat mit den hier Vorgestellten kaum was
gemein. Modern ist sicher auch noch was Anderes, aber wenigstens nicht
von vor Jahrzehnten, so wie die hier vehement verteidigten Schaltungen.
Es gibt eine Referenzspannungserzeugung mit Shuntregler, zwei Potis, die
daraus die Sollspannungen machen, die beiden Fehlerverstärker (sehr
schnelle OPs), die LEDs, den milliohm-Shunt, einen schnellen
Längstransistor und einen winzigen Ausgangs-Kerko. Sieht fast aus wie
ein symbolischer Schaltplan, und genau so einfach ist es eigentlich
auch.
Und das Ganze ist problemlos für 30V und 10A auslegbar, nicht 1A und
12V, oder was für ein Püppikram oben genannt wurde.
Das Teuerste wird je nach Leistung der Längstransistor. Würde man so ein
altmodisches Labornetzteil überhaupt benötigen, so würde man bei
aktuellen HF-Transistoren suchen, nicht nach oxydierten Darlingtons. Die
beiden OPs beginnen mit LT oder AD, zur Not auch MAX oder OPA.
Den völlig unspektakulären Schaltplan veröffentliche ich gern, sobald
hier irgendwer ernsthafte Anstalten macht, ein brauchbares NT zu bauen.
Solange hier dieser durch und durch morbide Geruch herrscht, sehe ich
nicht ein, auch nur solche Standardschaltungen zu zeigen.
Possetitjel wollt noch einen Stromeinstellungsdrucknopf der genauso wie
beim E3611A funktioniert.
Dort wird das so gemacht, daß das digitale Strominstrument mittels
Umschalter die Stromvorgabespannung vom Stromeinstell Poti mißt anstatt
des Spannungsabfall am Strommeßwiderstand.
Das finde ich sehr elegant weil man zur Stromvorgabe nicht den Ausgang
kurzschließen muß. Würde vorschlagen diese Methode zu adoptieren.
Scrat schrieb:> Solange hier dieser durch und durch morbide Geruch herrscht, sehe ich> nicht ein, auch nur solche Standardschaltungen zu zeigen.
Tut mir leid, daß Du Dir die Nase zuhalten mußt:-)
Aber es ist schön von Dir noch mitzumachen.
Du hast übrigens vergessen anzugeben ob Du einen MOSFET oder BJT Für den
Längstransistor einsetzen willst.
Michael B. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Reihenschaltung geht fast immer, wenn die Spannungen>> galvanisch getrennt und erdfrei sind (was fast immer>> der Fall ist).>> Na ja, fast immer bei professionellen Netzteil,
Das war gemeint, ja.
> weil deren Erbauer daran denken.
Logisch.
Aber wenn die das können, dann können wir das wohl auch, oder?
> Damit ist aber Versorgung aus einer gemeinsamen Trafowicklung> oder einem Schaltnetzteil verboten, Steuerung bzw.> Strom/Leistung/Spannungsanzeige über einen einzelnen (mit> Analogeingängen versehenen) Microcontroller unmöglich, man> braucht meistens dann 4 extra potentialfreie Versorgungen> für die üblichen ICL7107
Stimmt; sehr gute Einwände.
Versorgung:
* Trafos mit (zwei gleichen) Wicklungen sind üblich; alternativ
kann man auch zwei gleiche Trafos nehmen. Wer (wie ich) die
Möglichkeit zur Reihenschaltung haben will, wird den Aufwand
treiben; wer es nicht will, kann sich das Leben leichter machen
und dieselbe Rohspannung am Lade-Elko verwenden.
* Dasselbe gilt für Schaltnetzteile; wer tatsächlich nur sein
altes Laptop-NT pimpen will, wird erstmal mit einem Kanal
zufrieden sein (schätze ich). Erweiterung auf zweites SNT und
zweiten (potenzialfreien) Kanal ist ganz einfach.
--> Meine Schlussfolgerung: Man sollte den Regelkreis so
auslegen, dass er für Reihen- wie auch für Parallelschaltung
tauglich ist. Wer das nicht braucht, hat nichts verloren; wer
es aber haben will, muss mit der komplizierteren Stromversorgung
leben.
Die anderen Argumente sind auch berechtigt, führen aber nach
meiner Ansicht nicht zu Showstoppern.
>> Parallelschaltung geht aber fast nie, weil das einen>> Eingriff in den Regelkreis erfordert, der beim Entwurf>> vorgesehen worden sein muss.>> Jein, wenn die Steuerung der Spannung durch uC erfolgt,> kann der beide einfach auf dieselbe Spannung einstellen.
Naja, wie schon gesagt: Mein uraltes Statron 3205 kann es;
da wird intern irgendwas umgeschaltet. Habe den Schaltplan
noch nicht studiert, wie das funktioniert.
> Bleibt aber, siehe oben, das Problem wie man die Netzteil-> hälften steuert, wenn sie nicht galvanisch verbunden sind.
Optokoppler. Würde ich sowieso machen, wenn ich das haben
wollte, insofern ist das kein Zusatzaufwand.
> Man müsste externe D/A-A/D Wandler auf jedes Netzteil setzen
Oder je Kanal einen eigenen µC verwenden. Das sind ja nun
wirklich nicht solche Wertgegenstände, als dass man da
sparen müsste.
> (was sich, weil 10 bit eher nicht ausreichen
Wieso? 0V bis 25V, 10 bit --> 25mV je Digit. Ist doch mehr
als ausreichend.
Gerhard O. schrieb:> Vielleicht wäre es ein guter Zeitpunkt die ganzen in Frage> kommenden Designs in einer Excel Tabelle im Detail zu> katalogisieren um die nötige Übersicht nicht zu verlieren.> Dazu wäre es grundsätzlich wichtig auf Details acht zu> geben wie uC Interface Möglichkeiten. Auch wäre ein Design> Dokument/Pflichtenheft nicht schlecht, welches alle hier> schon aufgeführten Wünsche berücksichtigt.
Ja.
Im DIN-Sprech würde man wohl sagen: Wir sollten ein Lastenheft
("Wunschzettel") und ein Pflichtenheft (Lösungsideen)
zusammenschreiben.
> Wie meine ich das? [...]
Zu den technischen Details schreibe ich (hoffentlich) noch
mal extra, das wird sonst zuviel hier.
> Da hier viele "Köche" sozusagen mitmischen ist es wichtig,> daß wir es irgendwie schaffen das gemeinsame Ziel, ein> nachbauwürdiges Design, im Fokus zu behalten und nicht der> großen Versuchung verfallen nur auf eigene Wünsche zu> trachten.
Hmm.
Ich schlage vor, das Ganze etwas stärker Optimierungsprozess
zu sehen und weniger als (fast unerreichbares) Ziel, das man
vielleicht doch erreicht, wahrscheinlich aber nicht.
Leitmotiv wäre für mich die Frage: Wie müsste ein "elegantes"
Grundkonzept für ein Netzteil aussehen -- also eins, das mit
möglichst wenig Aufwand und wenig Krampf auf die hier
gewünschten Anwendungsfälle anpassbar ist?
> Ich weiß das ist verdammt schwer und macht mir Angst, daß> wir uns am Ende verzetteln.
Ich möchte für den Gedanken werben, dass sich die hier
Beteiligten gar nicht alle EINIGEN müssen. Es muss nicht
DAS EINE Gerät geben, das alle lieben.
Es ist völlig ausreichend, wenn am Ende ein solider, robuster
Kompromiss herauskommt, der die Basis für das persönliche
Wunschgerät bildet.
Ich glaube daran, dass das viel leichter zu erreichen ist.
> So schwer wie mir es fällt die Frage zu stellen, wie> realisieren wir also das "Projektmanagement"?
Wir sammeln, sortieren und strukturieren...
1. alles, was wir bis jetzt schon wissen und
2. alle offenen Fragen.
> Wir müssen also erfolgreich zu einem Design Konzept kommen.
Ja.
> Da ist es wichtig, zuerst versuchen rauszufinden welches> Endziel erwünscht ist.
Jein: Wir müssen feststellen,...
- in welchen Punkten weitgehende Einigkeit besteht,
- in welchen Punkten Varianten gewünscht werden, die
miteinander verträglich sind und
- in welchen Punkten Wünsche bestehen, die sich gegenseitig
ausschließen.
Nur bei den sich ausschließenden Wünschen sind verbindliche
Entscheidungen notwendig.
> Da wir wahrscheinlich alle der Meinung sind, alle Komponenten> müssen von den üblichen Verdächtigen im Handel erhältlich> sein,
Davon gehe ich aus, ja.
> Hier könnte man ein Einplatinen Design konzipieren wo> alle Komponenten auf einer großen Platine sitzen und ein> Standard Design, vielleicht mit Vorkehrungen für einen> Einsteck uC wie ein Arduino oder sonst was.
Die Idee ist nicht schlecht, aber mMn etwas verfrüht.
Es ist viel leichter, alles auf eine Platine zu werfen, was
ursprünglich als getrennte Module mit klaren Schnittstellen
projektiert war, als umgekehrt eine Schaltung, bei der alles
mit jedem verbunden ist, auseinanderzuposamentieren.
> Die Wahl des Designs wird also nicht einfach sein.>> Dann kommt noch die Wahl des PCB CAD Programms dazu. Jeder> ist sein Programm schon gewöhnt. Diese Frage wird> wahrscheinlich schwierig zu lösen zu sein.
Ach, das sehe ich beides nicht kritisch. Es darf doch mehrere
Varianten geben, da ist doch nix Schlimmes dran.
> Wie denkt ihr über meine Bedenken? Wie fassen wir das Projekt> am Besten an und kommen auf einen gemeinsammen Nenner?
In Anbetracht der Arbeit, die Du schon investiert und der
vielen Fragen, die Du aufgeworfen hast, möchte ich Brecht
zitieren:
"Aber rühmen wir nicht nur den Weisen
Dessen Name auf dem Buche prangt!
Denn man muß dem Weisen seine Weisheit erst entreißen.
Darum sei der Zöllner auch bedankt:
Er hat sie ihm abverlangt."
Gerhard O. schrieb:> Du hast übrigens vergessen anzugeben ob Du einen MOSFET oder BJT Für den> Längstransistor einsetzen willst.
Ist in der Schaltung quasi egal. Aber bei hohen Spannungen/kleinen
Strömen wäre ein Bipolartrans. besser, und umgekehrt würde man einen
Mosfet nehmen.
Habe übrigens mal eben gescrollt, wer den Thread überhaupt ausgegraben
hat. Es war genau so einer, der hier einen "tollen" Schaltplan gefunden
hat und gleich eine Platine gemacht hat. Und nun ein Netzteil besitzt,
das reif für den Schrott ist. Und dabei hatte er noch einen der
"moderneren" Pläne erwischt, inzwischen ist die Qualität ja noch weiter
abgerutscht. Hier sind sogar ein, zwei Pläne dabei, die versteht man
glatt erst nach 10 Minuten (und erschrickt). Sowas muss nun wirklich
nicht sein, das normale Prinzip Soll-Istspannungsvergleich mit je einem
OP genügt völlig. Das ganze Gelumpe mit regelrechten Ketten von
Verstärkern und Transistoren stammt von irgendwelchen längst
verstorbenen Bastelbuben, die wochenlang "geht - geht nicht" gemacht
haben, bis es halbwegs funktionierte.
Gerhard O. schrieb:> Du hast übrigens vergessen anzugeben ob Du einen MOSFET oder BJT Für den> Längstransistor einsetzen willst.
Spielt doch keine Rolle, seine mal eben hingekritzelten 20 Bauteile
funktionieren doch in der Praxis sowieso nicht.
MaWin schrieb:> Spielt doch keine Rolle, seine mal eben hingekritzelten 20 Bauteile> funktionieren doch in der Praxis sowieso nicht.
Was ich selber denk und tu, trau ich auch den Andren zu.
Gerhard O. schrieb:> Wir müssen also erfolgreich zu einem Design Konzept kommen.> Da ist es wichtig, zuerst versuchen rauszufinden welches> Endziel erwünscht ist.
Ich versuche mal eine Zusammenfassung dessen, was ich bisher
als Konsens herausgelesen habe:
Kerneigenschaften:
==================
1)
Ziel sind Schaltungsunterlagen für ein Labornetzteil mit
den (üblichen) Eigenschaften:
* einstellbare Ausgangsspannung
* einstellbarer Maximalstrom
* automatische Umschaltung Konstantspannungs-/Konstantstrom-
betrieb
* dauerkurzschlussfest
* stabil (= frei von Schwingneigung).
Die Wünsche für U_a_max gehen von 15V bis 30V; I_a_max soll
bei 1A liegen.
2)
Die Bauteile sollen für Privatleute leicht erhältlich sein;
es sollen nur Teile verwendet werden, die als Standardbauteile
angesehen werden können.
3)
Die Schaltung soll nachbausicher sein. (Was das im Detail
bedeutet, ist noch zu diskutieren.)
Von einzelnen Teilnehmern bzw. Teilnehmergruppen wird noch
gewünscht:
Zusätzliche Eigenschaften:
==========================
4)
Fernsteuerung durch externen Mikrocontroller sollte möglich
sein.
5)
Reihenschaltung bzw. Parallelschaltung zur Spannungs- bzw.
Stromerhöhung sollte möglich sein.
6)
Es sollten Varianten mit höherem Maximalstrom existieren.
(Habe ich irgendwas vergessen? Aussagen falsch
wiedergegeben?)
@Possetitjel
[...]
Die Zusammenfassung finde ich schon mal sehr ansprechend. Der
Stromeinstellknopf ist ein "Muss haben" - Den hattest Du vergessen:-)
Es ist wahrscheinlich zu früh die Entscheidung zwischen "fliegender"
oder Masse bezogener Regelelektronik. Bei fliegender Elektronik könnte
ein DC Wandler das übernehmen.
Der Trafo sollte elektronisch umgeschaltet werden. Das adoptieren wir
von HP. Die Verlustleistungsersparniss ist es wert. Die Schaltung ist
ganz einfach und sicher.
Zur Kühlung wäre wie schon von jemand vorgeschlagen ein CPU Lüfter
ideal.
Zur Anzeige suchen wir LCD Module. Ich habe in der Bucht einige
ansprechende Digitalanzeigen gesehen. Es gibt eine vierstellige LED
Anzeige für 0-30V. Oder wir nehmen einen uC. Pro-Mini + LCD.
Die Schnittstelle für den uC müsste zusammen mit der Analog Elektronik
durchdacht werden. Auch ist eine galvanische Trennung des uC
Communications Interface notwendig.
PWM ist vielleicht zu grob. Aber da habe ich nicht viel darüber
nachgedacht. Zulange sollten wir mit diesen Überlegungen nicht warten.
Mehr fällt mir im Augenblick nicht ein.
MaWin schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Du hast übrigens vergessen anzugeben ob Du einen MOSFET oder BJT Für den>> Längstransistor einsetzen willst.>> Spielt doch keine Rolle, seine mal eben hingekritzelten 20 Bauteile> funktionieren doch in der Praxis sowieso nicht.
Naja, neugierig bin ich schon. Wäre nicht schlecht wenn Scrat uns
vielleicht doch Einblick in die Schaltung geben würde. Mich würde es
jedenfalls interessieren.
Allerdings finde ich die erwähnten schnellen OPVs Overkill. Da könnte
man sich bei schlechten Aufbau auch Überraschungen einhandeln. Abgesehen
lege ich keinen großen Wert auf 5us Ausreglung.
Ich habe mich mal umgeschaut bei HP und die verwenden im E3611A
Regelteil TL074 und TL072 OPVs. Auch Alte Bekannte wie den LM358 findet
man dort. Im E3611A sind LF411 drin.
Der TL074 hat 13V/us Slew Rate und 3Mhz fT. Damit ist er schon eine
Klasse schneller wie der LM324. Allerdings weiß ich nicht ob der Ein-und
Ausgangsbereich für die hier vorgestellten LNGs ausreichend ist. HP
betreibt sie mit Split Versorgung wo es keine Rolle spielt.
Ich habe mir die Specs vom E36311-13 angesehen. So überwältigend sind
sie nicht. Die älteren LNGs sind da teilweise besser oder gleichwertig.
Nur der Bedienungskomfort und Schnittstelle ist halt toll.
Scrat schrieb:> Den völlig unspektakulären Schaltplan veröffentliche ich gern, sobald> hier irgendwer ernsthafte Anstalten macht, ein brauchbares NT zu bauen.> Solange hier dieser durch und durch morbide Geruch herrscht, sehe ich> nicht ein, auch nur solche Standardschaltungen zu zeigen.
Auf gut deutsch: Alles geflunkert und du hast gar keinen Schaltplan.
Schlecht gebrüllt, Löwe.
Gerhard O. schrieb:> Ich habe mich mal umgeschaut bei HP und die verwenden im E3611A> Regelteil TL074 und TL072 OPVs. Auch Alte Bekannte wie den LM358 findet> man dort.
Natürlich, das sind altbekannte Gefährten und reichen auch heute noch
mehr als aus. Kein Mensch braucht ein LNG, dass 5 us Ausregelzeit hat.
Wer für eine Schaltung so ein LNG braucht sollte seine Schaltung mal
überdenken. Ich mein, wir reden hier über LNGs, nicht über
"Frequenzgeneratoren".
Gerhard O. schrieb:> Ich habe mir die Specs vom E36311-13 angesehen. So überwältigend sind> sie nicht. Die älteren LNGs sind da teilweise besser oder gleichwertig.> Nur der Bedienungskomfort und Schnittstelle ist halt toll.
Ich find die Bedienung für ein Tischnetztel zum Entwickeln ziemlich
ungeeignet. Am Anfang muß man das Handbuch bemühen um die Kiste wieder
aus der OCP zu bekommen. Eingängig ist da nichts, ich hab da Anfangs
echt geflucht.
Die Steuerung über Serielle/GPIB ist alerdings gut, und man kann schön
Strom/Spannung mitloggen.
Hallo an alle!
Möchte hier nicht die Ambitionen miesmachen, aber ein paar Kritikpunkte
von mir seien mir erlaubt:
So wie es bis jetzt zusammengefaßt wird kommt halt doch wieder nur eine
Abwandlung von 100erten bereits gebauten LNGs zustande.
Ich möchte einen anderen Ansatz zur Diskussion stellen.
Da ich als Elektroniker zwar gerne mit Oszi und Lötkolben arbeite aber
weniger gene mit Bohrmaschine und Feile, würde ich gerne den
mechanischen Aufwand so gering als möglich halten. Auch das Thema
elektrische Sicherheit ist hier noch nicht erwähnt worden, das auch für
Anfänger erwähnt werden muß.
Daher mein Vorschlag:
Gekapseltes fertiges Laptopnetzteil getrennt vom zum entwickelden LNG
nennen wir es einmal DCLNG.
Das DCLNG sollte mit möglichst kleinem Kühlkörper auskommen und ist, da
fremdgespeist, sicherheitstechnisch unkritisch.
Da wird man ohne Vorregelstufe nicht durchkommen um nur in Summe ein
paar Watt bei jedem Betriebszustand zu verbraten.
Vielleicht gibt es ja soetwas oder ähnliches schon, dann mal her mit den
Schaltplänen. Wenn nicht wäre das ein guter Ansatz wenn sich da alle
hier anwesenden Spezialisten den Kopf über Schaltungskonzepte
zerbrechen.
Weiter oben wurde ein Printtrafo angedacht. Dabei gebe ich zu bedenken,
dass dieser eine Menge (relativ) teurer Platinenfläche verbraucht. Weil
bei den chinesischen Fertigern PCBs bis 10x10cm sehr preiswert sind,
größere Formate aber drastisch teurer werden, plädiere ich dafür, die
Platinenfläche auf 10x10cm, oder noch besser auf 10x8cm zu begrenzen.
Dafür, falls nötig, besser 2 Platinen.
Beispiel Elecrow:
10x10cm 9€
10x16cm 44€ (inkl. EUSt)
Klar gibt es für 44€ gleich 5 Platinen im Euroformat, wenn ich aber nur
ein Netzteil nachbaue, habe ich davon nicht viel.
Erwin E. schrieb:> Weiter oben wurde ein Printtrafo angedacht. Dabei gebe ich zu bedenken,> dass dieser eine Menge (relativ) teurer Platinenfläche verbraucht. Weil> bei den chinesischen Fertigern PCBs bis 10x10cm sehr preiswert sind,> größere Formate aber drastisch teurer werden, plädiere ich dafür, die> Platinenfläche auf 10x10cm, oder noch besser auf 10x8cm zu begrenzen.> Dafür, falls nötig, besser 2 Platinen.>> Beispiel Elecrow:> 10x10cm 9€> 10x16cm 44€ (inkl. EUSt)>> Klar gibt es für 44€ gleich 5 Platinen im Euroformat, wenn ich aber nur> ein Netzteil nachbaue, habe ich davon nicht viel.
Den Regelteil auf 10*8 cm zu bringen ist kein Problem. Im Anhang mal
einen Screenshot von meinem Selbstbau. Die Regelplatine ist 10*5 cm, und
da ist auch Endstufe und der Atmega samt RS232 usw. drauf.
Einen Printtrafo würde ich nur nehmen wenns um kleine Ströme geht, <
1.5A, wie bei mir (1.3 A). Meine Trafoplatine ist 10*8 cm. Wenn man bis
3 A oder noch mehr will ist IMO ein Printtrafo Quatsch.
M. K. schrieb:> 3 A oder noch mehr will ist IMO ein Printtrafo Quatsch.
Und zwar nicht so sehr, weil bei grossen Platinen mehr Geld rüberwächst,
sondern weil das Gerät sonst nach dem nächsten Schlagloch Schrott ist.
Schwere Trafos fixiert man am Gehäuse, nicht auf einer Platine.
Einen Knopf (ein-aus-Schalter) an der Frontplatte zum Zu- und Abschalten
der geregelten Ausgangsspannung fände ich ganz praktisch.
Den auch gleich noch beleuchtet, Ausgangsspannung liegt an den Klemmen
an = Knopf leuchtet.
An - und Abstöpseln oder gar An- und Abschrauben ist nicht nur lästig,
sondern auch fehlerträchtig.
Blackbird
A. K. schrieb:> M. K. schrieb:>> 3 A oder noch mehr will ist IMO ein Printtrafo Quatsch.>> Und zwar nicht so sehr, weil bei grossen Platinen mehr Geld rüberwächst,> sondern weil das Gerät sonst nach dem nächsten Schlagloch Schrott ist.> Schwere Trafos fixiert man am Gehäuse, nicht auf einer Platine.
Das, denke ich, ist ein Grund über den dabei noch niemand nachgedacht
hat. Es ist sicher auch ein guter, weiterer, Grund aber nicht der Grund.
Es macht schlicht keinen Sinn 100 Quadratzentimeter oder mehr
Platinenfläche nur für einen Trafo zu opfern. Platinen sind dazu da,
elektronische Schaltungen zu tragen, nicht zum Schleppen von Trafos. Bis
zu einer gewissen Größe kann ein Printtrafo ja Sinn machen aber irgendwo
ist die Grenze, gefühlt bei 50 VA Trafos.
Blackbird schrieb:> An - und Abstöpseln oder gar An- und Abschrauben ist nicht nur lästig,> sondern auch fehlerträchtig.
So ein Schalter ist nett, keine Frage. An- und Abstöpseln ist
fehlerträchtig, ja, aber dagegen hilft auch kein Schalter. Wenn man
falsch anstöpselt hat man ganz andere Probleme.
F.Seuhs schrieb:> Da wird man ohne Vorregelstufe nicht durchkommen um nur in Summe ein> paar Watt bei jedem Betriebszustand zu verbraten.
Laptop-Netzteile liefern meist 19V. Für mehr als ca. 15V wirst du einen
Vorregler nicht so sehr der Watt wegen einbauen wollen, sondern eher als
Booster für mögliche 30V Ausgangsspannung.
Strom sparen ist löblich. Aber bei 08/15 Labornetzteilen in
gelegentlichem Hobby-Betrieb sehe ich das nicht als wichtiges Kriterium
an. Und die mechanische Hauptarbeit eines ansprechenden Gehäuses ist
näherungsweise unabhängig von der Verlustleistung, weil Frontplatte mit
Knöpfen, Displays und Anschlüssen.
Wenn es wirklich um Watt oder Wärme geht, ist ein Linearnetzteil von
vorneherein der falsche Ansatz.
M. K. schrieb:> So ein Schalter ist nett, keine Frage. An- und Abstöpseln ist> fehlerträchtig, ja, aber dagegen hilft auch kein Schalter. Wenn man> falsch anstöpselt hat man ganz andere Probleme
Der Schalter muß nicht zwingend am Ausgang sitzen. Der kann U_soll oder
I_soll auf Null setzen, somit spart man das lästige An- und Abklemmen.
A. K. schrieb:> F.Seuhs schrieb:>> Da wird man ohne Vorregelstufe nicht durchkommen um nur in Summe ein>> paar Watt bei jedem Betriebszustand zu verbraten.>> Laptop-Netzteile liefern meist 19V. Für mehr als ca. 15V wirst du einen> Vorregler nicht so sehr der Watt wegen einbauen wollen, sondern eher als> Booster für mögliche 30V Ausgangsspannung.>
Ja Vorregler als buck oder buck-boost usw. ist ja nur mal ein
Denkansatz, kommt darauf an was man genau will.
> Strom sparen ist löblich. Aber bei 08/15 Labornetzteilen in> gelegentlichem Hobby-Betrieb sehe ich das nicht als wichtiges Kriterium> an. Und die mechanische Hauptarbeit eines ansprechenden Gehäuses ist> näherungsweise unabhängig von der Verlustleistung, weil Frontplatte mit> Knöpfen, Displays und Anschlüssen.
Ich möchte primär nicht Strom sparen, sondern Kühlkörper sowie einen
temperaturgeregelten Ventilator. Das spart schon einiges an Mechanik und
zur Bedienung ein Touchdisplay mit einem Drehregler. Ich denke eben ein
08/15 LNG neu zu erfinden macht keinen Sinn.
>> Wenn es wirklich um Watt oder Wärme geht, ist ein Linearnetzteil von> vorneherein der falsche Ansatz.
Wenn man aber CU CI Ulim Ilim einstellbar haben will gehts praktisch nur
mit Linearteil an der Ausgangsstufe.
Tany schrieb:> Der Schalter muß nicht zwingend am Ausgang sitzen. Der kann U_soll oder> I_soll auf Null setzen, somit spart man das lästige An- und Abklemmen.
Uh, DA würde ich ihn mit Sicherheit nicht installieren. Also wenn, dann
doch wirklich vor die Ausgangsklemmen.
Tany schrieb:> Regeln muss das Netzteil immer. Es ist nicht anders als wenn man mit dem> Poti die Spannung /den Strom auf NULL dreht
Du kannst das Poti so schnell drehen, dass von 0 V auf z.B. 12 V grad
mal 1 ms vergeht? Respekt. (Stichwort: Einschaltüberschwinger ;), das
Netzteil wird so erstmal Gas geben bis die Sollspannung bzw. der
Sollstrom erreicht ist)
Hallo,
> ...das Netzteil wird so erstmal Gas geben bis die Sollspannung> bzw. der Sollstrom erreicht ist)
Das fände ich auch nicht so gut. Deshalb gehört der Ein/Aus-Schalter
direkt an die Ausgangsbuchsen.
rhf
Egal was du da für Gründe findest. Du willst das nicht verstehen.
Und wer den Einschaltüberschwinger nicht im Griff bekommt, der sollte
lieber nicht von Labornetzteil reden.
Tany schrieb:> Egal was du da für Gründe findest. Du willst das nicht verstehen.> Und wer den Einschaltüberschwinger nicht im Griff bekommt, der sollte> lieber nicht von Labornetzteil reden.
Ich würde nur nicht an die Regelung/Steuerung gehen sondern direkt die
Ausgänge wegschalten. Was bitte ist daran falsch? Und
Einschaltüberschwinger hat man zwangsläufig wenn man den Schalter so
einsetzen würde wie du es vorschlägst (Sollwerte zu 0 setzen) ansonsten
hast du nicht verstanden, wie die Regelung eines Labornetzteils
funktioniert.
M. K. schrieb:> Was bitte ist daran falsch?
Habe ich etwa geschrieben, dass es falsch ist?
Tany schrieb:> Der Schalter muß nicht zwingend am Ausgang sitzen.
Guten Morgen!(für mich hier in W-Kanada)
Las gerade Eure Sachen die sich übernacht angesammelt hatten.
Ich habe ganz vergessen, dass es der Vollständigkeit halber noch diesen
Beitrag von mir gibt:
Beitrag "Nachbausicheres Klein Labornetzgeraet"
Ich habe das LNG30 schon seit damals im täglichen Betrieb. Ich bin immer
sehr damit zufrieden. Bis jetzt hat es sich als sehr zuverläßig
erwiesen. Es ist auch Dauerkurzschlussfest. Mein Muster ist für 0-30V
und 0.005-2.5A ausgelegt.
Falls jemand zum Nachbau interessiert ist, weil alle Arbeit schon getan
ist, es sind alle Design Files im Thread hinterlegt. Prinzipiell braucht
ihr Euch nur die Platine machen lassen und bestücken und verdrahten.
Funktioniert beim ersten Einschalten.
Ich weiß zumindest von einem erfolgreichen Nachbau. Sehts Euch an. Ich
glaube inmitten dieser Diskussion sollte man diese Möglichkeit in
Betracht ziehen.
Das LNG30 hat diesen DC Schalter. Funktioniert ohne Überschwinger.
Für digitale Instrumente hat die Leiterplatte schon alle Kalibrierungs
Komponenten und Poties drauf. Die HP Methode für die Stromvoreinstellung
habe ich dort auch schon vorgesehen gehabt, obwohl es im vorgestellten
Design nicht verwendet wird.
Wie die Oszi Bilder belegen, hat es keine Einschalt und
Ausschaltüberschwinger was mir sehr wichtig ist.
War das nicht sehr unverschämt von mir, so viel Reklame für das LNG30 zu
machen?:-)
Tany schrieb:> M. K. schrieb:>> Was bitte ist daran falsch?>> Habe ich etwa geschrieben, dass es falsch ist?>> Tany schrieb:>> Der Schalter muß nicht zwingend am Ausgang sitzen.
Beim LNG30 Sitzt der Schalter am Treibertransistor. Die BE Strecke wird
kurzgeschlossen. Die Regelschaltung hat damit keine Probleme ohne
Transienten die Ausgangsspannung wieder auf den Sollwert zu bringen.
Andere Möglichkeiten habe ich noch nicht untersucht.
M. K. schrieb:> Blackbird schrieb:> An - und Abstöpseln oder gar An- und Abschrauben ist nicht nur lästig,> sondern auch fehlerträchtig.>> So ein Schalter ist nett, keine Frage. An- und Abstöpseln ist> fehlerträchtig, ja, aber dagegen hilft auch kein Schalter. Wenn man> falsch anstöpselt hat man ganz andere Probleme.
Der Schalter macht Sinn während der Erprobung einer Schaltung, wenn
laufend an- und abgestöpselt wird. Nicht bei der Erstinbetriebnahme
einer Schaltung. Und auch Bananenstecker und -buchsen sind nicht immer
gleich im Durchmesser und erfordern verschiedene Steckkräfte.
Da ist ein Schalter eine große Hilfe.
Tany schrieb:> M. K. schrieb:> So ein Schalter ist nett, keine Frage. An- und Abstöpseln ist> fehlerträchtig, ja, aber dagegen hilft auch kein Schalter. Wenn man> falsch anstöpselt hat man ganz andere Probleme>> Der Schalter muß nicht zwingend am Ausgang sitzen. Der kann U_soll oder> I_soll auf Null setzen, somit spart man das lästige An- und Abklemmen.
Der Schalter muß am Ausgang sitzen, er soll die Schaltung galvanisch vom
LNG trennen. Was anderes ist das An- und Abstöpseln ja auch nicht.
Blackbird
Korrektion:
Den DC Schalter habe ich dann später zwischen Referenzspannung und
Eingang vom U-Einstellpoti gelegt weil das noch besser funktioniert
hatte.
Gerhard O. schrieb:> Abgesehen> lege ich keinen großen Wert auf 5us Ausreglung.
Darum geht's ja nicht nur. Sondern auch um den kleinstmöglichen Kondi am
Ausgang. Der Idealfall wäre, wenn man die nackte Laserdiode
zerstörungsfrei an das auf 30V hochgedrehte Netzteil klatschen kann.
Auch wird die Bedämpfung der Regelung einfacher, statt schwieriger. Es
gibt inzwischen 100x bessere OPs und 30x bessere Transistoren, als die
verstaubten Dinger oben. Damit verringert man den Ausgangs-C locker auf
1/20 und hat es immer noch mit einer total gutmütigen Regelung zu tun,
weil der Ausgangs-C für die sehr schnelle Regelung "riesig" ist. Die
Gegenkopplung besteht voraussichtlich nur je aus einem C mit 100p oder
so, mehr nicht. Keine gewaltigen Netzwerke mit Mikrofarads und hier und
da noch einem fein abgestimmtem R usw. Wenn das erst nötig wird, ist die
Schaltung reif für die Tonne bzw. völlig fehldimensioniert.
Auch von den ständigen 78xx als Referenzspannungsquelle ist Abstand zu
nehmen. Die Dinger sind selbst als Stromversorgung gedacht, werden nur
von Bastlern als Referenz missbraucht. Da gibt es bessere Lösungen, die
weder komplizierter, noch teurer sind.
Blackbird schrieb:
[...]
>> Der Schalter muß am Ausgang sitzen, er soll die Schaltung galvanisch vom> LNG trennen. Was anderes ist das An- und Abstöpseln ja auch nicht.>> Blackbird
Das hätte allerdings ohne besondere Maßnahmen den kleinen Nachteil durch
den extra Verdrahtungswiderstand die Genauigkeit der Spannungsmessung
vom Regler zu verschlechtern. Bei den meisten LNGs sind die +S und -S
Leitungen zur Vermeidung von Spannungsabfällen direkt an den Buchsen
angeschlossen.
..
Scrat schrieb:> Darum geht's ja nicht nur. Sondern auch um den kleinstmöglichen Kondi am> Ausgang...
Jetzt verstehe ich von woher Du kommst und respektiere das. Ich habe da
auch einige Erfahrung mit der Entwicklung von $5K Laserdioden
Treiberschaltungen. Ich hatte um 2000 viel damit zu tun und verstehe
Deine Einwände praxisnahe.
Trotzdem bin ich der Meinung, daß zwischen Laser-Treiber und LNGs Welten
dazwischen liegen. Die Anforderungen überschneiden sich nur geringfügig
und bei LNG sind andere Maßstäbe anzuwenden.
Muß jetzt einige Stunden weg - von mir, Funkstille von jetzt an:-)
Muß mich mit langweiligen Dingen wie Winterreifen Wechsel befassen...
Schönen Abend noch.
Gerhard O. schrieb:> den extra Verdrahtungswiderstand die Genauigkeit der Spannungsmessung> vom Regler zu verschlechtern.
...und bei hoher Spannung und Strom und insbesondere großem
Ausgangskondensator entsteht Lichtbogen, ob die Kontakte lange leben
würden?
Im Prinzip kann jeder machen wie ihm es passt, ich habe nur eine von
Möglichkeiten erwähnt, ohne die andere "schlecht" zu reden.
Gerhard O. schrieb:> Den DC Schalter habe ich dann später zwischen Referenzspannung und> Eingang vom U-Einstellpoti gelegt weil das noch besser funktioniert> hatte.
Ich habe auch nicht anders erwartet, bei mir wurde ebenfalls erfolgreich
umgesetzt. Nun sehe ich doch ein kleines Dilemma beim Netzteil ohne Info
über eingestellte Spannung und Strom im "ausgeschalteten" Zustand. Daher
war auch der Grund meiner Anregung mit µC.
Scrat schrieb:> Sondern auch um den kleinstmöglichen Kondi am> Ausgang. Der Idealfall wäre, wenn man die nackte Laserdiode> zerstörungsfrei an das auf 30V hochgedrehte Netzteil klatschen kann
Laserdiode habe ich kein. Ein normaler LED habe ich mit 36V von meinem
Netzteil "versorgt", der hat überlebt. ;-)
Die Laserdiode war nur ein extremes Beispiel. Aber in die Richtung
sollte ein modernes Linearnetzteil schon gehen, sofern man von modern
überhaupt noch reden darf.
Ich zumindest habe seit sicher zwei Jahrzehnten keine linearen Netzteile
mehr und bin froh drüber. Bei einem Funkamateur kann das anders
aussehen, aber auch fast nur bei ihm. 99% aller Verbraucher können
sowohl mit dem leichten Ripple, als auch mit den leichten Störungen von
Schaltnetzteilen sehr gut leben.
Hallo,
Sag mal, warum diskutierst du hier eigentlich mit?
Das was hier im Moment angedacht wird ist deiner Meinung nach
rückständig weil nicht neueste Bauteile verwendet werden. Mit diesen
Bauteilen ist es angeblich viel einfacher ein hochwertiges Labornetzteil
zu bauen wie du ja schon innerhalb von 10 Minuten skizziert hast.
Selbige Skizze stellst du hier aber nicht zur Diskussion weil ja erst
mal die anderen was zeigen sollen.
Und jetzt stellt sich noch raus das du eigentlich gar kein Labornetzteil
brauchst, denn
> 99% aller Verbraucher können sowohl mit dem leichten Ripple,> als auch mit den leichten Störungen von Schaltnetzteilen sehr> gut leben.
Was willst du eigentlich?
rhf
Wenn man ohne oder nur mit einem kleinen Kondensator am Ausgang
auskommen will, wird es schwierig, bzw. man macht Kompromisse bei der
Stabilität. Es geht wenn es sein muss, dann eher mit negativer
Hilfsspannung und mit viel Aufwand und auch nicht mehr so wirklich
Nachbausicher (weil sehr schnell).
Die Variante mit Emitterfolger kommt für die Spannungsregelung ggf. ohne
den Elko am Ausgang aus - braucht ihn aber ggf. für eine Stabile
Stromregelung. Das andere Problem bei der Emitterfolger Variante ist,
dass die Strombegrenzung leicht recht langsam wird und man dann ggf.
recht heftige Stromspitzen von der Regelschaltung bekommt - ggf. mehr
als von Kondensator.
Die allermeisten kommerziellen LNGs haben irgendwas zwischen etwa 100
und 1000 µF am Ausgang. Viel kleiner muss nicht.
So wie ich es sehe hat man einige Varianten zur Auswahl, jeweils mit
ihrern spezifischen schwächen:
1)Einfacher Emitterfolger mit shunt an Masse und Diode für min Spannung:
Hier ist die Stromregelung relativ langsam und die Strommessung ggf.
nicht super präzise. Dafür ist die Schaltung einfach (fast nach
Lehrbuch). Die Spannung ist mit einfachen OPs (z.B. LM358) auf etwa 25 V
begrenzt.
Mit leichten Abwandlungen kann man die Stromregelung ggf. etwas
beschleunigen - den "Strompeak kriegt man aber eher nicht ganz weg,
sondern kann ihn nur begrenzen.
2) Ähnlich dem ELO Netzteil2: d.h. mit Shunt am Emitter = pos. Ausgang.
Hier kann die Strombegrenzung etwas schneller sein, hat aber einen
fliegenden Bezugspunkt. Das macht die digitale Messung / Steuerung
kompliziert und braucht dafür ggf. eine Hilfsspannung. Zur Not tut es
eine -0,5 V Hilfsspannung über eine Diode in Reihe.
3) Als Emitterfolger und mit Stromregelung als Kaskadenregler - so
ähnlich wie in der Schaltung ganz oben gedacht, bzw. als Banggood
Bausatz, der die OPs mit viel zu viel Spannung versorgt. Das
Schaltungsprinzip dürfte eine recht langsame Stromregelung haben, dafür
aber einen sehr guten Übergang CC-CV mode. Es dürfte schwer werden ohne
negative Hilfsspannung (ggf. per Ladungspumpe).
4) Die klassische HP Schaltung (etwa wie das ELV Natzteil oben): Hier
braucht man eine 2. Spannung als Hilfsspannung. Wenn man aufpasst ist
die Stromregelung relativ schnell und der Strompeak ist kein echtes
Problem, auch weil die Spannungsregelung eher etwas langsamer ist. Man
braucht eher mehr Kapazität am Ausgang - wie viel ist aber eine Frager
der Geschwindigkeit und Auslegung. Je schneller desto kritischer und
weniger Nachbausicher - wenn es sein muss kommt man in der Simulation
auf 1 µF, real wird das auch eher schwer. Die Schaltung ist sehr
flexibel und könnte mit der gleichen Platine (nur andere Widerstände /
Leistungstransistoren) hohe oder niedrige Spannungen erlauben.
5) ggf. eine LDO Schaltung ohne Hilfssspannung. Hier haben Strom und
Spannungsteil ggf. verschiedene Bezugspunkte und die Stabilität kann es
etwas trickreich werden.
Bei den Varianten 1-3 wird man neben der eher langsamen Stromregelung
noch eine schnelle, aber nur grobe (ggf. feste) Strombegrenzung
brauchen. Auch wenn man nur einen kleinen Strom eingestellt hat, muss
man damit rechnen dass der Regler bei einem Kurzschluss kurzzeitig
etwas mehr als das volle Stromlimit liefert. Das Problem bekommt man
wenn man eine schnelle Spannungsregelung mit relative langsamer
Stromregelung zusammenbringt - um das zu vermeiden / reduzieren müsste
man wohl die Spannungsregelung verlangsamen.
Meine 2 Favoriten sind die Varianten 1) für ein eher einfaches LNG und
entsprechend eher ohne µC Steuerung (auch wenn das Möglich wäre) und 4)
für ein eher besseres LNG.
Ein Entwurf in der Simulation ist nicht so aufwändig (bzw. hätte ich
teils schon für 1,2,4). D.h man könnte den Vergleich der Varianten auch
an Hand konkreter Schaltungen in der Simulationen machen.
Tany schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> den extra Verdrahtungswiderstand die Genauigkeit der>> Spannungsmessung vom Regler zu verschlechtern.>> ...und bei hoher Spannung und Strom und insbesondere> großem Ausgangskondensator entsteht Lichtbogen, ob die> Kontakte lange leben würden?
Ja, das ist das Problem.
Ich habe nochmal nachgedacht. Ich glaube mich zu erinnern,
dass ich diese separaten Lastschalter vorwiegend bei
Netzteilen für höhere Spannungen (>100V) bzw. mäßige
Spannungen (>30V) und höhere Ströme gesehen habe.
Aufgrund der winzigen Schalterchen, die da verbaut wurden,
gehe ich davon aus, dass nur die Steuerspannung geschaltet
wurde und der Regler dann elektronisch abgeregelt hat.
Ich finde das auch recht elegant so.
> Im Prinzip kann jeder machen wie ihm es passt, ich habe> nur eine von Möglichkeiten erwähnt, ohne die andere> "schlecht" zu reden.
Ja, ich begrüße das ausdrücklich.
So lange sich die Ideen und Vorschläge technisch nicht
widersprechen, sollte man offen bleiben.
Einen Leistungsschalter, wie M. Köhler ihn wünscht, kann
man jederzeit direkt vor den Ausgang setzen; für Spannungen
kleiner 30V ist das vielleicht wirklich eine einfache und
brauchbare Lösung. Das erfordert keine Änderung am Regler.
Ich bevorzuge allerdings auch eine "elektronische" Ab-
schaltung; das muss man dann aber in das Konzept des Reglers
von vornherein einarbeiten.
> Nun sehe ich doch ein kleines Dilemma beim Netzteil> ohne Info über eingestellte Spannung und Strom im> "ausgeschalteten" Zustand.
Hmm... guter Punkt. -- Mist.
> Daher war auch der Grund meiner Anregung mit µC.
Ja.
Im ersten Moment dachte ich auch "So ein Quark -- was soll
denn ein Mikrocontroller im Labornetzteil?", aber so einfach
ist das nicht. Michael B. hat auch schon zu Recht darauf
hingewiesen, dass der ganze Anzeigenkrempel noch Potenzial
für Probleme hat.
So.
Obwohl das mit Sicherheit von vielen belächelt wird, habe
ich das Blockschaltbild von gestern etwas modifiziert und
erweitert. Ich bin ein visueller Typ; mir hilft es, das
Gesamtkonzept in Form eines solchen Schemas vor Augen zu
haben.
Erstmal der einfache Teil.
Referenzspannungsquelle und Stellmöglichkeit für die
Soll-Spannung sind mental zu einem Block zusammengefasst.
Die Gründe sind einfach die, dass wirklich jedes Labor-
netzteil über diese beiden Dinge verfügt; andererseits
ist das eine quasi natürliche Schnittstelle: Man macht
keinen Fehler, wenn man sich vorstellt, dass dort ein
Spannungssignal herauskommt, das dann als Führungsgröße
für den Spannungsregler dient.
Das könnte ein Normsignal (0-10V z.B.) sein, muss aber
nicht. Wie das Signal erzeugt wird, ist für das Gesamtkonzept
wumpe -- denkbare bzw. bereits genannte Möglichkeiten sind:
- Poti (Wendelpoti, Doppelpoti),
- Digitalpoti
- DAC
- PWM-Signal.
Es soll nicht verschwiegen werden, dass hinter den
kindischen Strichen, die mit OpenOffice gemalt wurden,
Designentscheidungen stecken: Spannungseinstellung durch
Poti auf der Ausgangsseite ist ebenso ausgeschlossen wie
ein stellbarer Widerstand irgendwo in der Schaltung, der
einen Steuerstrom erzeugt.
Falls mein Vorschlag voreilig war, bitte ich um fundierte
Kritik.
Weiter.
Es gibt in bestem DIN-Amtsdeutsch den Block "Rohspannungs-
erzeugung" mit den Komponenten "netzgespeiste Spannungs-
quelle" und "Schaltregler".
Idee dahinter: Die Mehrzahl der Diskutanten scheint ein
einfaches Konzept ohne Vorregler zu bevorzugen; allerdings
taucht die Idee, einen Schaltregler vorzusetzen, auch immer
wieder auf. (Diejenigen, die keinen Schaltregler wollen,
stellen sich an dessen Stelle bitte einen einfachen Draht
vor :-)
Der Schaltregler könnte ungesteuert als StepUp arbeiten, z.B.
um die Spannung aus einem Laptop-NT hochzusetzen; er könnte
auch gesteuert als echter Vorregler arbeiten, um die Verlust-
leistung am Längstransistor zu reduzieren.
Auch für netzgespeiste Quelle gibt es verschiedene Vorschläge:
Laptop-Netzteil, Printtrafo, Ringkerntrafo.
Bei jeder Variante gibt es sehr gute Gründe dafür wie auch
dagegen; ich schlage deshalb vor, die Rohspannungserzeugung
als Teilthema anzusehen, das ganz unabhängig von der Regler-
topologie diskutiert wird.
Im Prinzip ist ja die Rohspannung auch eine natürliche
Schnittstelle; wichtig sind nur die Höhe, die Belastbarkeit
(und ggf. die Restwelligkeit).
Sollte sich die Diskussion vom Konzept weg und auf eine
konkrete "Referenzimplementierung" hin verlagern, so gehe
ich davon aus, dass sich eine Variante herauskristallisieren
wird, die von vielen mitgetragen wird.
Soweit erstmal für den Moment.
(Zum Thema "Reglertopologie" bei Gelegenheit ein paar Gedanken.
Ich bitte wie immer um sachliche Anmerkungen zu den Vor-
schlägen.
Tany schrieb:> ...und bei hoher Spannung und Strom und insbesondere großem> Ausgangskondensator entsteht Lichtbogen, ob die Kontakte lange leben> würden?
Naja, bei den Spannungen und Strömen beim LNG wäre das schon
erschreckend wenn die das nicht lange mitmachen. Wir reden ja nicht
davon 5 kW abzuschalten, wir reden ja hier von nicht mal 100 W,
vielleicht auch 200 W aber das wars dann.
Tany schrieb:> Nun sehe ich doch ein kleines Dilemma beim Netzteil ohne Info> über eingestellte Spannung und Strom im "ausgeschalteten" Zustand.
Stichwort: Pulldown, hat man ja quasi schon drin mit dem Poti ;)
Gerhard O. schrieb:> Den DC Schalter habe ich dann später zwischen Referenzspannung und> Eingang vom U-Einstellpoti gelegt weil das noch besser funktioniert> hatte.
Geht bei dir da dein Netzteil ja auch recht gutmütig die Spannung
hoch/runter fährt. Hab im andern Thread die Oszi-Bilder gesehen. Mit
rund 50 ms ist das natürlich nicht sehr schnell (aber natürlich völlig
OK). Mein LNG macht das Abschalten in weniger als 300 us (was meiner
Meinung nach immer noch etwas lahm ist), das Einschalten wäre ähnlich
fix wenn nicht der Vorregler (LM2576) das LNG auf rund 20 ms bremsen
würde (lasse die Eingangsspannung des LNGs auf ca. 4 V über der
Ausgangsspannung des LNG vorregeln, daher reicht mir auf der Endstufe
ein SK104 KK von Fischer).
Scrat schrieb:> Darum geht's ja nicht nur. Sondern auch um den kleinstmöglichen Kondi am> Ausgang.> ...
Wir warten immer noch auf deinen Schaltungsvorschlag der ja schon seit
Gestern auf deinem Schreibtisch liegt. Ich fände den ernsthaft
interessant, stelle ihn doch mal zur Diskussion. Würde auch deine
Glaubwürdigkeit erhöhen.
M. K. schrieb:> Tany schrieb:>> ...und bei hoher Spannung und Strom und insbesondere>> großem Ausgangskondensator entsteht Lichtbogen, ob die>> Kontakte lange leben würden?>> Naja, bei den Spannungen und Strömen beim LNG wäre das> schon erschreckend wenn die das nicht lange mitmachen.> Wir reden ja nicht davon 5 kW abzuschalten, wir reden ja> hier von nicht mal 100 W, vielleicht auch 200 W aber das> wars dann.
Du unterschätzt das Problem dramatisch.
Bei Spannungen größer/gleich ca. 30V können stehende
Lichtbögen auftreten (--> Schweisstrafo).
Possetitjel schrieb:> Bei Spannungen größer/gleich ca. 30V können stehende> Lichtbögen auftreten (--> Schweisstrafo).
Sogar schon bei kleineren Spannungen. Ich habe als Kind mit den
Kohlestiften aus Flachbatterien und dem Modelleisenbahn-Stelltrafo (12V)
Bogenlampen gebaut. Später dann Schaltnetzteile für industrielle
Bogenlampen wie HBO, XBO und andere. Die haben Brennspannungen um 15V.
Die einfachere Möglichkeit den Ausgang zu trennen sollte es sein einfach
nur die Ausgangsstufe abzuschalten. Wenn man das vorsieht ist das auch
nicht so schwer. Ggf. bleibt ein eher hochohmiger Widerstand / Teiler
für das Feedback und die Messung und der Ausgangskondensator über.
Einfach nur die Ref. Spannung auf 0 zu schalten ist eher nicht
ausreichend. Man braucht so eine Abschaltung z.B. damit während des eine
/ Ausschaltens (etwa wenn die Spannung noch nicht für die OPs ausreicht)
kleine unkontrollierte Spannung raus kommen.
Auch wenn man am Ausgang tatsächlich ein Relais hat, wird man zusätzlich
die Endstufe ausschalten und kann so auch das Problem mit Lichtbögen
vermeiden.
Possetitjel schrieb:> Bei Spannungen größer/gleich ca. 30V können stehende> Lichtbögen auftreten (--> Schweisstrafo).
Und was für ein Strom fließt bei nem Schweistrafo dabei? 3 A wie beim
LNG? Oder doch eher > 30 A? Bei den Leistungen eines LNGs ist das
überhaupt kein Problem. Die meisten Schalter, die man so nachgeworfen
bekommt, sind für Ströme um 10 A ausgelegt. Wenn die also keine 3 A
trennen können gehören die in die Tonne.
M. K. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Bei Spannungen größer/gleich ca. 30V können stehende>> Lichtbögen auftreten (--> Schweisstrafo).>> Und was für ein Strom fließt bei nem Schweistrafo dabei?
Nee, Du missverstehst mich.
Der Verweis auf den Schweisstrafo steht da, weil ich
auf die typischen Spannungen aufmerksam machen wollte
(Leerlauf um die 50V; Brennspannung am Bogen ungefähr 30V.)
> 3 A wie beim LNG? Oder doch eher > 30 A?
Vom Strom hängt nur ab, welche Wärmeleistung umgesetzt wird.
> Bei den Leistungen eines LNGs ist das überhaupt kein Problem.> Die meisten Schalter, die man so nachgeworfen bekommt, sind> für Ströme um 10 A ausgelegt. Wenn die also keine 3 A trennen> können gehören die in die Tonne.
Nein, Du verstehst nicht.
Die üblichen Schalter sind für 250V/10A WECHSELSPANNUNG!
Das geht, weil dort der Stromfluss alle 10ms unterbrochen
wird und der Bogen verlischt. Du darfst KEINESFALLS auf die
Idee kommen, damit auch nur 100V/5A Gleichstrom schalten
zu wollen!
Hallo, da bin ich wieder;-)
ich habe in der Zwischenzeit noch schnell zwei Bilder von der LNG30 DC
Ein/Aus Funktion geknippst.
Die Ausschaltzeit ohne Last ist natuerlich viel laenger wie die
Einschaltzeit.
Diser Schalter trennt einfach die Verbindung des Spannungseinstell
Poties mit der 10V Referenzsapnnungsquelle.
Wie zu erwarten gibt es mit der Reglung keine Probleme weil sich ja nur
das "Einstell Poti" sehr schnell dreht;-)
Possetitjel schrieb:> Nein, Du verstehst nicht.>> Die üblichen Schalter sind für 250V/10A WECHSELSPANNUNG!
Menno, zumindest24 Volt sind ja noch normales kfz-Gedöns mit dem der
Brummifahrer allen möglichen selbstgefrickelten Scheiß von der
Weihnachtsbeleuchtung bis Kaffeemaschine und E-Heizgebläse bestromt. daß
da massenhaft die Schalter abbrennen ist mir noch nicht zu Ohren
gekommen. Ganz davon ab, hast du jetzt echt noch kein LabNg? Versuch
doch da mal bei 30V 2A nen Lichtbogen zu ziehen - da passsiert nüscht,
nüscht, janüscht aufgrund der Strombegrenzung.
Bis auf den etwas nerfigen Scart war dat hier bisher so nett interessant
zu lesen, hört doch bitte auf euch jetzt über so Banalitäten zu
streiten, bitte!
M. K. schrieb:> Naja, bei den Spannungen und Strömen beim LNG wäre das schon> erschreckend wenn die das nicht lange mitmachen. Wir reden ja nicht> davon 5 kW abzuschalten, wir reden ja hier von nicht mal 100 W,> vielleicht auch 200 W aber das wars dann
und wir reden nicht vom Dauerstrom, sondern von kurz auftretendem Strom
beim Einschalten.
Das kann im Abhängigkeit von Kapazität und Ladespannung des
Ausgangskondensators im Extremfall 3 stellige von Ampere betragen.
Possetitjel schrieb:> Das geht, weil dort der Stromfluss alle 10ms unterbrochen> wird und der Bogen verlischt. Du darfst KEINESFALLS auf die> Idee kommen, damit auch nur 100V/5A Gleichstrom schalten> zu wollen!
Dann sind die Datenblätter wohl falsch, z.B. von diesem chicken
Kippschalter:
http://de.farnell.com/apem/637h-2/kippschalter-einpolig-tast-aus/dp/1607961
oder von diesem netten Kameraden:
http://de.farnell.com/arcolectric/c3950bbaaa/schalter-dpst-16a-250vac/dp/7674295
Natürlich gibts auch Schalter, die nur für 100 mA geeignet sind, keine
Frage. Man muss dann schon den richtigen Schalter raus suchen. Aber
einen Schalter zu finden, der die 3 A DC trennen kann, ist jetzt echt
kein Kunstwerk.
Tany schrieb:> und wir reden nicht vom Dauerstrom, sondern von kurz auftretendem Strom> beim Einschalten.> Das kann im Abhängigkeit von Kapazität und Ladespannung des> Ausgangskondensators im Extremfall 3 stellige von Ampere betragen.
Das wird ja immer besser...das LNG will ich sehen, dass bei max 3 Ampere
beim Einschalten über 100 A liefert. Und nen Lichtbogenproblem beim
Einschalten dieser Leistung...also echt, jetzt wird wirklich lächerlich.
Gerhard O. schrieb:> ich habe in der Zwischenzeit noch schnell zwei Bilder von der LNG30 DC> Ein/Aus Funktion geknippst.
Dank dir nochmal dafür. Flott ists ja bei dir. Wie groß ist deine
Kapazität an den Ausgangsklemmen? Aufgrund der langen Abschaltdauer
vermute ich mal was größer 100 uF, 220 uF vielleicht?
M. K. schrieb:> jetzt wird wirklich lächerlich.
noch lächerlicher wenn man nicht weiß, das die Strombegrenzung nicht
greift, wenn der Ausgangskondensator entlädt.
M. K. schrieb:> Wie groß ist deine> Kapazität an den Ausgangsklemmen? Aufgrund der langen Abschaltdauer> vermute ich mal was größer 100 uF, 220 uF vielleicht?
100uF. Allerdings war keine Last daran. Mit Last duerfte es entsprechend
schneller gehen. Siehst Du einen speziellen Grund warum es schneller
gehen sollte? Mir war das bis jetzt nicht wichtig.
Tany schrieb:> noch lächerlicher wenn man nicht weiß, das die Strombegrenzung nicht> greift, wenn der Ausgangskondensator entlädt.
Hab ich auch nie behauptet. Dennoch bleibts dabei: Man kann auch
problemlos mit einem Schalter auch die Ausgangsklemmen zu- und
wegschalten bei den hier besprochenen LNGs. Mit dem richtigen Schalter,
der den Sollstrom des LNGs schalten kann, wird schlicht absolut nichts
passieren.
Gerhard O. schrieb:> 100uF. Allerdings war keine Last daran. Mit Last duerfte es entsprechend> schneller gehen. Siehst Du einen speziellen Grund warum es schneller> gehen sollte? Mir war das bis jetzt nicht wichtig.
Nö, ich finde auch, dass es durchaus schnell genug ist.
M. K. schrieb:> Dennoch bleibts dabei: Man kann auch> problemlos mit einem Schalter auch die Ausgangsklemmen zu- und> wegschalten bei den hier besprochenen LNGs. Mit dem richtigen Schalter,> der den Sollstrom des LNGs schalten kann, wird schlicht absolut nichts> passieren.
Und auch wie du siehst, da steht keine Oberschwingungen beim Ein- und
Ausschalten. Selbst bei meinem NT mit nur 1µF am Ausgang nicht
feststellbar.
Also wir sind uns einig: Das steht jedem frei, was der macht.
Beim Abschalten der Ausgangsspannung durch Eingriff in die Regelstrecke:
wohin entlädt sich der Ausgangselko und die vielleicht in der
Versuchsschaltung vorhandene Elkobatterie?
Also ich bevorzuge die galvanische Trennung, auch z.B. mit Relais. Und
einen möglicht kleinen Elko am Ausgang.
Blackbird
M. K. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Das geht, weil dort der Stromfluss alle 10ms unterbrochen>> wird und der Bogen verlischt. Du darfst KEINESFALLS auf die>> Idee kommen, damit auch nur 100V/5A Gleichstrom schalten>> zu wollen!>> Dann sind die Datenblätter wohl falsch, z.B. von diesem chicken> Kippschalter:>> http://de.farnell.com/apem/637h-2/kippschalter-einpolig-tast-aus/dp/1607961
???
Ich kann Dir nicht folgen. Dort steht doch genau das, was ich
die ganze Zeit behaupte:
Schaltstom: 10A
Kontaktspannung AC: 250V
Kontaktspannung DC: 24V (!!!)
Ich hab's weiter oben schonmal geschrieben (ist Dir vmtl. nicht
aufgefallen): Wer mit Ausgangsspannungen unter 30V zufrieden ist,
für den ist sicher ein Trennschalter direkt im Ausgang eine
einfache und gute Lösung.
Ich würde nur gern erreichen, dass der Regelbaustein, den wir
hier diskutieren, auch für Reihen- und Parallelschaltung geeignet
ist. Zwei mal 30V in Reihe sind aber schon 60V, und das verträgt
der Schalter nicht. Deswegen ist mir die Möglichkeit der
elektronischen Abschaltung wichtig. Wer es nicht will, lässt es weg,
das ist ja kein Thema -- aber generell unnötig oder überflüssig es
es deswegen noch lange nicht.
Blackbird schrieb:> Beim Abschalten der Ausgangsspannung durch Eingriff in die> Regelstrecke: wohin entlädt sich der Ausgangselko und die> vielleicht in der Versuchsschaltung vorhandene Elkobatterie?
Berechtigte Frage.
> Also ich bevorzuge die galvanische Trennung, auch z.B. mit> Relais. Und einen möglicht kleinen Elko am Ausgang.
Hmmja... in der Sache widerspreche ich Dir ja gar nicht.
Trennung mittels Kontakt hat was für sich.
Nur fürchte ich, es wird entweder
- Pfusch oder
- teuer oder
- monströs riesig.
Hmm. Im Moment ist ja keine Entscheidung nötig. Sollten wir
im Auge behalten und weiter bedenken.
(Scheisse.) Nachtrag:
M. K. schrieb:> oder von diesem netten Kameraden:>> http://de.farnell.com/arcolectric/c3950bbaaa/schalter-dpst-16a-250vac/dp/7674295>
Der ist besser. Der ist explizit für 72V/7A spezifiziert.
Dir wird aufgefallen sein, dass dieser Schalter WESENTLICH
größer ist als der erste. Nur als Anmerkung.
> Aber einen Schalter zu finden, der die 3 A DC trennen kann, ist> jetzt echt kein Kunstwerk.
Es geht nicht darum, dass er 3A DC trennen kann, sondern es geht
darum, dass er 3A DC BEI MEHR ALS 30V trennen kann. Das ist der
Punkt.
Und nur zur Sicherheit sei es nochmal wiederholt: Wer garantiert
unter 30V bleibt, den tangiert dieses Problem nicht.
icke mal schrieb:> Menno, zumindest24 Volt sind ja noch normales kfz-Gedöns mit dem der> Brummifahrer allen möglichen selbstgefrickelten Scheiß von der> Weihnachtsbeleuchtung bis Kaffeemaschine und E-Heizgebläse bestromt. daß> da massenhaft die Schalter abbrennen ist mir noch nicht zu Ohren> gekommen.
Klar, diese Schalter sind geeignet konstruiert (auf schnelles Öffnen
hin) und verwenden abbrandfestes Kontaktmaterial.
> Versuch> doch da mal bei 30V 2A nen Lichtbogen zu ziehen - da passsiert nüscht,> nüscht, janüscht aufgrund der Strombegrenzung.
Nimm 2 Kohlestäbe und schließe sie an 30 V an, mit 2 A Begrenzung. Dann
langsam auseinanderziehen, und es wird sehr hell, das kann ich Dir
versichern.
Lurchi schrieb:> Ein Entwurf in der Simulation ist nicht so aufwändig (bzw. hätte> ich teils schon für 1,2,4). D.h man könnte den Vergleich der> Varianten auch an Hand konkreter Schaltungen in der Simulationen> machen.
Ja, das wäre super. Mach mal, bitte.
Hallo Bernhard,
> Nimm 2 Kohlestäbe und schließe sie an 30 V an, mit 2 A Begrenzung. Dann> langsam auseinanderziehen, und es wird sehr hell, das kann ich Dir> versichern.
Ich glaube dir. Allerdings kommt auch sicherlich niemand auf die Idee
die Abschaltung des Netzteilausgangs mittels zweier Kohlestabkontakte,
die langsam auseinander gezogen werden, zu realisieren. Es wird
sicherlich Schalter oder Relais geben, die 2A bei 30V problemlos trennen
können. In sofern halte ich die momentane Diskussion bezüglich dieses
(meiner Meinung nach ziemlich belanglosen Details) für etwas
übertrieben.
rhf
Possetitjel schrieb:> Es geht nicht darum, dass er 3A DC trennen kann, sondern es geht> darum, dass er 3A DC BEI MEHR ALS 30V trennen kann. Das ist der> Punkt.
Seit wann ist es Thema dass er die 3 A bei mehr als 30 VDC trennen
können muss? Mal ganz davon ab können das beide von mir verlinkte
Beispiele.
Possetitjel schrieb:> Dir wird aufgefallen sein, dass dieser Schalter WESENTLICH> größer ist als der erste. Nur als Anmerkung.
Ins Datenblatt der Schalter hast du nicht wirklich reingeschaut, oder?
Dir muss doch sonst aufgefallen sein, dass bei gleicher Ausführung beide
Typen gleich groß sind. Du hast doch jetzt nicht ernsthaft den
einpoligen Schalter vom ersten Beispiel mit dem dreipoligen Schalter des
zweiten Beispiels verglichen?
Possetitjel schrieb:> Zwei mal 30V in Reihe sind aber schon 60V, und das verträgt> der Schalter nicht.
Ja wenn man genügend LNGs zusammen schaltet wird nicht nur für den
Schalter eng. Ich sagte oben ja schon, dass man einen passenden Schalter
auswählen muss. Wenn man jetzt als Anforderung 60 V hat dann muss man
sich auch einen raus suchen, der 60 V kann. Und wenn man 100 V hat dann
eben einen der 100 V kann. Auch sinnvoll kann es sein mit dem Schalter
ein Relais zu schalten. Ach, es gibt da so viele Möglichkeiten aber wem
erzähl ich das? Das weißt du ja selbst.
M. K. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Es geht nicht darum, dass er 3A DC trennen kann, sondern>> es geht darum, dass er 3A DC BEI MEHR ALS 30V trennen kann.>> Das ist der Punkt.>> Seit wann ist es Thema dass er die 3 A bei mehr als 30 VDC> trennen können muss? Mal ganz davon ab können das beide von> mir verlinkte Beispiele.
Der von Dir zitierte Beitrag ist ausdrücklich nur als Nachtrag
gekennzeichnet; lies meine ursprüngliche Antwort. Da steht alles;
ich habe keine Lust, alles dreimal zu tippen.
So.
Vor zwei Tagen hatte ich angekündigt, zu den technischen
Details noch mal extra etwas schreiben zu wollen. Hier
kommt es.
Gerhard O. schrieb:> Vielleicht wäre es ein guter Zeitpunkt die ganzen in Frage> kommenden Designs in einer Excel Tabelle im Detail zu> katalogisieren um die nötige Übersicht nicht zu verlieren.
Ja, auf jeden Fall. Freiwillige werden noch gesucht... :)
> Auch wäre ein Design Dokument/Pflichtenheft nicht schlecht,> welches alle hier schon aufgeführten Wünsche berücksichtigt.
Dafür gibt es ja schon einen Entwurf (den ich noch ergänzen
muss. Dank an alle für das Feedback.)
> Wie meine ich das? Z.B. Beim ELO Design ist der Strombezugs-> punkt an Plus Out und der Spannungsbezugspunkt auf Masse. Das> kompliziert das Leben für diejenigen, die dirses Design. It> einem uC verbinden wollen.>> Bei einem anderen hier vorgestellten Design sind sowohl U und> I auf Masse und der Strommesswiderstand am Masse Eingang vom> Gleichrichterteil. Hier ist uC Interface günstiger.
Wir reden, wenn ich das richtig sehe, vom ELO2 (Beitrag von
Wilhelm Schürings) im Vergleich zum LN2 (Beitrag von Ralf
Leschner).
Genauso interessant wie die Unterschiede sind ja die Gemeinsam-
keiten:
1. Der Spannungsregler arbeitet als nicht-invertierender
Verstärker mit V>1. Das hat die angenehme Folge, dass
U_a_max größer sein kann als U_ref. Man kann beides
mehr oder weniger unabhängig wählen.
2. Der Längstransistor ist ein Spannungsfolger zum OPV.
U_a_max wird durch die maximale Ausgangsspannung des OPV
beschränkt. Mehr als ca. 25V ist also nicht so einfach
drin.
3. Die Ausgangsspannung wird durch die mit einem Poti geteilte
Referenzspannung festgelegt.
4. Der Stromregler greift direkt am Längstransistor an. Das
hat die Folge, dass der Spannungsregler voll aufdreht, wenn
der Stromregler abregelt. (Führt das zu Überschwingen, wenn
die Last schlagartig kleiner wird? Vermutlich.)
Die rustikale Brückenschaltung zur Strommessung im ELO mit der
1N4148 als Spannungreferenz finde ich etwas... grobschlächtig.
Letztlich scheint es für die Stromerfassung nur die beiden
Möglichkeiten zu geben: Shunt hinter Längstransistor oder
Shunt in Masseleitung. Oder gibt es noch weitere?
Interessant wäre, ob es Unterschiede im dynamischen Verhalten
zwischen beiden Varianten gibt -- und wenn ja, warum.
> Beim HP (Fliegender Regler) sind die Regelbezugspunkte auf> dem Plus Sense/Ausgang. Auch hier ist uC Steuerung und> Überwachung einfach.
Kannst Du das mal bitte näher erläutern? Du hast das HP-Design
schon öfter erwähnt, aber ich kann mir nichts rechtes darunter
vorstellen.
Weiterführend: ArnoR hat öfter eine Topologie erwähnt, die
für den Spannungsregler einen INVERTIERENDEN Verstärker
verwendet. Ich bemühe mich noch, da durchzusteigen, aber
interessant wäre, ob das grundsätzlich neue Möglichkeiten
bietet.
Lurchi hat Topologien erwähnt, die eine Hilfsspannung erfordern,
aber auch da verlässt mich die Vorstellungskraft. Ich bin für
Erleuchtung dankbar.
> Dann kommt noch die Wahl des PCB CAD Programms dazu. Jeder> ist sein Programm schon gewöhnt. Diese Frage wird wahrscheinlich> schwierig zu lösen zu sein.
Für Variantenvergleich und Simulation müssten erstmal Schaltpläne
erfasst werden. Das könnte ich schon tun -- aber ich kann erstmal
nur geda/gschem anbieten. Kann man das irgendwie konvertieren
bzw. in KiCAD importieren? Welche Möglichkeiten gibt es noch?
Ich bitte um Feedback.
Der Shunt an der Masse und der Shunt am Ausgang sind die beiden besseren
Möglichkeiten. Es geht im Prinzip auch der Shunt am Kollektor bzw. dann
besser Drain. Dies hat aber vor allem den Nachteil, dass man das
Stromsignal noch einmal von der High side auf die low side bringen muss
- im Prinzip ja, aber es macht die Sache nur schwieriger und mit BJTs
auch noch ungenauer.
Der Shunt direkt am Emitter hat den Vorteil, dass man für die
Parallelschaltung von mehr Transistoren dort sowieso einen Widerstand
braucht.
Eine Hilfsspannung bracht die klassische LDO Regler-Schaltung, etwas das
oben verlinkte ELV Netzteil. Auch viel HP Netzteile und andere
kommerzielle sind so aufgebaut. Wenn man eine wirklich universelle
Schaltung / Platine entwickeln will, wäre das auch die beste Wahl. Im
Prinzip ginge die gleiche Platine für 5 V oder 500 V.
Die Endstufe arbeitet da als invertierender Verstärker. Die Schaltung
braucht als LDO aber einen deutliche Kapazität am Ausgang. Bei den
kommerziellen Geräten sind da einige 100 µF üblich - und kaum einer
stört sich dran.
Die Frage wäre eher, ob es nicht auch einfacher (insbesondere ohne die
Hilfsspannung) und ggf. mit weniger Kapazität am Ausgang geht. Das geht
im Prinzip mit Schaltung als Emitterfolger.
Possetitjel schrieb:> Der von Dir zitierte Beitrag ist ausdrücklich nur als Nachtrag> gekennzeichnet; lies meine ursprüngliche Antwort. Da steht alles;> ich habe keine Lust, alles dreimal zu tippen.
1. Meinen Post hättest du auch komplett lesen können
2. Kein Problem:
Possetitjel schrieb:> Ich würde nur gern erreichen, dass der Regelbaustein, den wir> hier diskutieren, auch für Reihen- und Parallelschaltung geeignet> ist. Zwei mal 30V in Reihe sind aber schon 60V, und das verträgt> der Schalter nicht. Deswegen ist mir die Möglichkeit der> elektronischen Abschaltung wichtig. Wer es nicht will, lässt es weg,> das ist ja kein Thema -- aber generell unnötig oder überflüssig es> es deswegen noch lange nicht.
Und nochmal: Seit wann ist die Reihenschaltung Thema? Also vor deinem
Post bzgl. der Schalter? Hab ich definitiv verpasst.
Und mir ist noch was gekommen: Grade die Reihenschaltung spricht gegen
die Lösung die Sollwertvorgabe auf 0 zu setzen. Grund hierfür ist recht
eindeutig: Bleiben wir bei den 60 V, jetzt will man abschalten und
drückt bei einem Netzteil den Knopf DC Off, dann wird mit eurer Lösung
nur das Netzteil auf 0 V gefahren, d.h. an der Schaltung liegen dann
immer noch 30 V an. Das "abgeschaltete" Netzteil ist dann lediglich ein
Kurzschluss, das Netzteil, dass noch an ist, kann immer noch Leistung in
die angeschlossene Schaltung pumpen.
Jetzt klar, man wird sagen man muss ja auch immer beide Netzteile
schalten: Der Mensch ist von Natur aus faul, dieser "Fehler" sollte auf
jeden Fall berücksichtigt werden.
Nichts für ungut, ich finde das toll was du hier machst. Und zur
Erinnerung, nicht dass sich noch jemand ungut fühlt: Ich sage ja nicht,
dass die Lösung des Wegschaltens durch 0 setzen der Ansteuerung blödsinn
ist, ich meine nur, dass ich mich dabei nicht wohl fühlen würde und
lieber die Ausgänge direkt wegschalten würde. Und wem ein Schalter zu
unsicher ist der nimmt ein Relais dafür.
Entschuldigung, einmal blöd gefragt:
Ich lese oft "Ausgang wegschalten".
Zu meinem Verständnis nehme ich an, daß der Ausgang direkt an den
Klemmen geschaltet wird, und das eigentliche NG noch voll an
Netzspannung hängt -
Hat dies irgendeine Bewandtnis, warum nicht die Eingangsseite im
Allgemeinen vom Netz getrennt wird?
MfG
Eppelein
Eppelein V. schrieb:> Ich lese oft "Ausgang wegschalten".> Zu meinem Verständnis nehme ich an, daß der Ausgang direkt an den> Klemmen geschaltet wird, und das eigentliche NG noch voll an> Netzspannung hängt ->> Hat dies irgendeine Bewandtnis, warum nicht die Eingangsseite im> Allgemeinen vom Netz getrennt wird?
Na das dauert ja ewig bis das Netzteil die Siebelkos lädt und die
Ausgangsspannung wieder hochregelt, zudem neigen manche primitiven
Designs (NGRU 45 und NGSM 32/10, HMC8043 von Rhode&Schwarz) dazu bei
Ein- oder Ausschalten eine Spannungsspitze zu erzeugen die die
angeschlossene Schaltung himmelt. Auch stellt man gerne bei abgeklemmtem
Ausgang den Maximalstrom ein bevor man ihn auf die Last loslässt.
Ein einfacher primitiver Schalter am Ausgang tut es, zusätzlich wäre
dabei eine Umschaltung auf Stromanzeige im Kurzschlussfall nett.
Hallo
Mal was zum wegschalten der Ausgangsspannung.
Ich dreh meine Strombegrenzung immer auf null.
Geht schnell und ich muss keine Stecker ziehen.
Beim wieder hochdrehen seh ich sofort ob die Aufnahme ok ist.
Keine Lösung für Euch?
Manfred H. schrieb:> Keine Lösung für Euch?
Es spielt doch überhaupt keine Rolle, es geht hier um ein Selbstbaugerät
das jeder so bauen kann wie er will, da musst du deinen dir
ausreichenden Workaround nicht als Alleweltheilmittel erzwingen.
Lass sie doch so bauen wie sie wollen. Daß ein Netzteil bei
schlarartigem anlegen der Last gutmütig raufregeln muss, ist Pflicht. Es
muss das auch beim Ein/Ausschalten des Netzschalters tun.
Michael B. schrieb:> Eppelein V. schrieb:>> Ich lese oft "Ausgang wegschalten".>> Zu meinem Verständnis nehme ich an, daß der Ausgang direkt an den>> Klemmen geschaltet wird, und das eigentliche NG noch voll an>> Netzspannung hängt ->>>> Hat dies irgendeine Bewandtnis, warum nicht die Eingangsseite im>> Allgemeinen vom Netz getrennt wird?>> Na das dauert ja ewig bis das Netzteil die Siebelkos lädt und die> Ausgangsspannung wieder hochregelt, zudem neigen manche primitiven> Designs (NGRU 45 und NGSM 32/10, HMC8043 von Rhode&Schwarz) dazu bei> Ein- oder Ausschalten eine Spannungsspitze zu erzeugen die die> angeschlossene Schaltung himmelt. Auch stellt man gerne bei abgeklemmtem> Ausgang den Maximalstrom ein bevor man ihn auf die Last loslässt.>> Ein einfacher primitiver Schalter am Ausgang tut es, zusätzlich wäre> dabei eine Umschaltung auf Stromanzeige im Kurzschlussfall nett.
Danke für die Erkärung.
Daß heißt dann quasi, zuerst den Ausgang freischalten und anschließend
die Netzspannung.
Noch nie bei einem NG, sei es in den Laboren, Funkern oder sonst wo
gesehen.
MfG
Eppelein
MfG
Eppelein
Possetitjel schrieb:> ArnoR hat öfter eine Topologie erwähnt, die> für den Spannungsregler einen INVERTIERENDEN Verstärker> verwendet. Ich bemühe mich noch, da durchzusteigen, aber> interessant wäre, ob das grundsätzlich neue Möglichkeiten> bietet.
Ich sehe da keine grundsätzlich neuen Möglichkeiten. Die Unterschiede
sind so wie immer bei invertierend/nichtinvertierend. Der invertierende
Verstärker hat den Vorteil der konstanten Gleichtaktspannung, das war
der Grund für die Wahl.
Wer möchte, kann die Schaltung auch nichtinvertierend betreiben. Man
muss nur Offseteingang und Steuereingang vertauschen. Man bekommt dann
aber eine ausgangsspannungsabhängige Gleichtaktaussteuerung. Der Vorteil
beider Schaltungen ist die Einstellbarkeit der Ausgangsspannung bis
praktisch 0V ohne negative Hilfsspannung und dabei die Möglichkeit eine
Schaltung oder einen OPV zu verwenden, die eingangsseitig nicht bis 0V
arbeiten können.
Sind ihr noch bei der einfachen, robusten und nachbausicheren
Linear-Netzteilschaltung mit 20V / 1A oder plant ihr hier das
weltraumtaugliche, atomwaffensichere, voll scalierbare
Super-Duper-Universalnetzteil, was alle Industriegeräte in den
tiefschwarzen Schatten stellt?
Reihenschaltung von Netzteilen ist ein Sonderfall, wer sowas braucht,
ist hier im Thread falsch. Meine Meinung.
Blackbird
Chinamann schrieb:> Für 0-20V und Max 1A kann man doch auch prima sowas hier nehmen:> https://de.aliexpress.com/item/0-30V-DC-Regulated-Power-Supply-DIY-Kit-Continuously-Adjustable-Short-Circuit-Current-Limiting-Protection-DIY/32807410415.html
Das wäre zu einfach...
Du solltest mit Vorschlägen so lange warten, bis sich die Koniferen in
diesem Thread auf eine Abschaltung der Nutzspannung geeinigt haben.
Dauert höchstens noch 24 Seiten.
Dein von dir verlinktes Netzgerät hat aber zumindest eine (gute)
Bewertung, die ich euch nicht vorenthalten möchte:
diese schaltung spannung kann von 0 v, ausgangsstrom kann ma 2-3 a
stufenlos einstellbar, den ausgangsstrom, wenn die experiment schaltung
der überschreitet strom (einschließlich kurzschluss), die schaltung
schutz sofort, nicht verursachen gefahr wie brenn gerät, es ist
elektronische herstellung der rechte hand. es ist nie angst vor der
feuerwerk! wie machen alle arten von audio schaltung freund, oft
aufgrund der unterschiedlichen betriebsspannung und schaltung haben
kopfschmerzen, diese schaltung kann auch zwei in eine dual netzteil,
können die bedürfnisse von alle arten von verwenden.
Mal ein Vorschlag:
U: 0-30V
I: 0-4A
Oft werden höhere Ströme -->2A benötigt und da macht es schon Sinn, wenn
man genügend Reserven nach oben hat.
Etwaig könnte man das NG so konzipieren, daß eine Erweiterung
schaltungstechnisch für mehr I möglich ist, jeder einzelne jedoch
selbst darüber entscheiden kann, wie er sein NG letztendlich auslegt.
Eine "Grundschaltung" wäre nicht übel zu konzipieren und darauf dann
aufbauen....
Würde hinsichtlich ja gerne anfangen, jedoch fehlt mir das nötige
Wissen!
MfG
Eppelein
Achim B. schrieb:> es ist nie angst vor der> feuerwerk!
Ich auch nie Angst vor Feuerwerk -weil: Baue ich solide Apparat mit
rechte Hand!
Audio-Schaltung-Freund
Paul
Das Aus Ali-express verlinkte Netzteil ist wohl ein verbreiteter
Bausatz. Nicht ganz schlecht, aber mit dem üblichen chinesischen
Übertreibungen. Für reduzierte Leistung (ca. 15-20 V und 2 A) ggf.
akzeptabel. Wegen der OPs darf die Versorgungsspannung bei weitem nicht
so hoch werden wie im Angebot beschrieben.
Zu der Schaltung finden sich ausführliche Diskussionen mit einiges an
kleineren Variationen. Ein Seite mit Diskussionen dazu findet sich etwa
hier:
http://electronics-lab.com/community/index.php?/topic/40835-0-30v-0-3a-latest-data/
Die Schaltung hat schon auch einige gute Punkte und wäre vom Prinzip ein
Startpunkt. Die Frage wäre dort welche der vielen Varianten. Für die
Negative Hilfsspannung per Ladungspumpe wird die Versorgung per Trafo
benötigt.
Ein Relais am Ausgang wäre ggf. hilfreich, aber wegen DC Strom ggf.
nicht ganz trivial . Für eine einfaches Netzteil ließe sich das
Funken-problem lösen, indem man zusätzlich die Endstufe ausschaltet.
Maximal hat man dann die Energie aus dem Ausgangskondensator - bei 2 in
Reihe bliebe noch die Spannung des anderen Netzteils oder man müsse da
auch einen zusätzliche Kopplung haben um beide zusammen auszuschalten.
Für nicht so hohen Strom könnte man ggf. einfach 2 Kontake in Reihe
nutzen und so auch eine etwas höhere Spannung trennen.
Dieses Netzteil ist von Siemens 1968 entwickelt worden, es enthält also
keine Germaniumtransistoren mehr :) Durch Ersetzen des
Spannungsteilers 2k und 1k2 durch ein Poti und die 4V7 durch eine 6V2
Z-Diode (weil automatisch temperaturstabil), kann man ein regelbares
Netzteil von 5 bis 30 Volt ohne OPV und nur aus diskreten Bauelementen
herstellen.
Der 0R82 Widerstand wird durch einen 1R5 ersetzt, dann kann man die
Strombegrenzung von 0,5 bis 2 Ampere einstellbar machen.
Desweiteren werden die Transistoren durch modernere Typen ersetzt (BC337
und BC327) und statt zwei einzelne Längstransistoren wird ein kompakter
Darlington ähnlich BD643 eingesetzt.
Das ist nur ein Vorschlag, bitte nicht schimpfen
(Immerhin konstruktiver als sich über Schalter zu unterhalten)
Michael M. schrieb:> Das ist nur ein Vorschlag, bitte nicht schimpfen
Doch.
> Spannungsteilers 2k und 1k2 durch ein Poti und die 4V7 durch eine 6V2> Z-Diode (weil automatisch temperaturstabil), kann man ein regelbares> Netzteil von 5 bis 30 Volt ohne OPV und nur aus diskreten Bauelementen> herstellen.
Kaum, wenn man die Z-Diode durch 6V2 ersetzt, kann man erst ab 7V
regeln.
Und auch die Z-Diode an der LED ist .... verschlimmbessernd.
Michael M. schrieb:> und statt zwei einzelne Längstransistoren wird ein kompakter> Darlington ähnlich BD643 eingesetzt.
Tunlichst nicht, weil du dann keine 2k2 anschliessen kannst, die machen
nämlich das runterregeln schneller.
Solche nur-Transistor Netzteile sind manchmal nett weil sie schneller
regeln als alte OpAmps. Aber die Stabilisierung und vor allem der
Übergang Strom/Spannungsregelung ist sehr weich, als Labornetzteil wurde
das schon damals nicht bezeichnet, sondern asl Akkulader, und so sollte
es auch bleiben.
> dann kann man die Strombegrenzung von 0,5 bis 2 Ampere einstellbar
machen.
Wenn man das 100R Poti durch 25 Ohm Festwiderstand und 75R Poti ersetzt,
sonst kann man leider höher regeln als die Transistoren aushalten.
> Desweiteren werden die Transistoren durch modernere Typen ersetzt (BC337> und BC327) und statt zwei einzelne Längstransistoren wird ein kompakter> Darlington ähnlich BD643 eingesetzt.
Erschreckend daß Siemens damals den 2N3055 empfahlen, obwohl in der
restlichen Schaltung nur proprietäre Siemens Transistoren stecken.
Konnten die etwa nichts was 2A bei 30V im SOA aushält ?
Michael B. schrieb:> Erschreckend daß Siemens damals den 2N3055 empfahlen, obwohl in der> restlichen Schaltung nur proprietäre Siemens Transistoren stecken.> Konnten die etwa nichts was 2A bei 30V im SOA aushält ?
Siemens hatte ebenfalls den 2N3055 hergestellt. Ansonsten nimmst du eben
den BD182.
Blackbird schrieb:> Reihenschaltung von Netzteilen ist ein Sonderfall, wer sowas braucht,> ist hier im Thread falsch. Meine Meinung.Michael M. schrieb:> (Immerhin konstruktiver als sich über Schalter zu unterhalten)
Da muß ich (aus meiner Sicht) widersprechen. Ich persönlich würde ein
Design, das dies zumindest ermöglicht, anstreben.
(Wegen des höheren Spannungsbereiches, und zusätzlich der Möglichkeit
einer symmetrische Versorgung mit variabler Spannung und
Strombegrenzung.)
Oben war mehrfach (!) die Rede davon, und im Gegensatz zu
M. K. schrieb:> Seit wann ist die Reihenschaltung Thema? Also vor deinem> Post bzgl. der Schalter? Hab ich definitiv verpasst.
hatte ich das Thema Reihenschaltung nicht nur nicht verpaßt, sondern bis
vor wenigen Posts noch als sicher (es wurde stark thematisiert) gesehen.
Erste Erwähnung:
Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"Lurchi schrieb:> bei 2 in> Reihe bliebe noch die Spannung des anderen Netzteils oder man müsse da> auch einen zusätzliche Kopplung haben um beide zusammen auszuschalten.
Na ja... man könnte doch diese Möglichkeit der Reihenverschaltung auf
der Platine grundsätzlich haben. Denn ein paar Sachen nicht zu bestücken
/ zu montieren, wenn man´s nicht braucht, ist nicht schwer. Umgekehrt
aber... :-(
Gerade hier ein neuer Tag für mich...
Nach Lesen der neuesten Beiträge über die DC Abschaltung und die
möglichen Probleme damit, kam mir noch ein Gedanke wie das mit mehreren
selbstgebauten LNGs problemfrei machbar wäre und zur Debatte stellen
möchte.
Ich persönlich bevorzuge die elektronische Abschaltungs Methode ähnlich
wie ich es bei mir gemacht hatte. Um so ein Prinzip gleichzeitig auf
mehrere LNGs ausdehnen zu können, müßte man einen "Abschaltbus" zur
Koordination einführen welche die LNGs in Wired OR Manier zusammen
linkt.
Wie wäre es damit:
Jedes LNG erhält auf der Rückseite zwei Buchsen die mit der internen
Trennungsschaltung in Verbindung steht und so ausgeführt ist, bei
Kurzschluß zweier Drähte die Abschaltung zu aktivieren. Diese Buchsen
erlauben dann die LNGs in Daisy Chain Topologie zusammenzuschalten.
Diese beiden Buchsen sind natürlich in Parallel geschaltet und mit den
Schaltern auf der LNG Frontplatte verbunden.
Diese Abschalt Schnittstelle muß natürlich galvanisch getrennt sein.
Sobald die Buchsen auf irgendeinen LNG kurzgeschlossen werden, schalten
alle LNGs gleichzeitig aus. Dieses Konzept gefällt mir weil jedes LNG
die Abschaltung ohne Rücksicht auf die anderen LNGs vornehmen kann. Es
gibt also keinen MASTER. Durch die galvanische Isolation ergeben sich
keine Rückwirkungen auf die Funktion der einzelnen LNGs.
Wegen der möglichen Gefahren einer Lichtbogenbildung mit Schaltkontakten
möchte ich zur Verwendung elektronischer Methoden plädieren.
Comments Invited:-) oder was denkt ihr darüber? Ist nur ein Vorschlag.
Michael B. schrieb:> Kaum, wenn man die Z-Diode durch 6V2 ersetzt, kann man erst ab 7V> regeln.
Negativ. Es kommen zwar noch die 0,7V vom BCY59 dazu, aber genauso
müssen auch wieder 1,4V (Darlington) abgezogen werden. Also 5,5V.
Michael B. schrieb:> Und auch die Z-Diode an der LED ist .... verschlimmbessernd.
Korrekt. Kann (muss) weggelassen werden!
Michael B. schrieb:> Tunlichst nicht, weil du dann keine 2k2 anschliessen kannst, die machen> nämlich das runterregeln schneller.
Lass ich gelten.
Michael B. schrieb:> Wenn man das 100R Poti durch 25 Ohm Festwiderstand und 75R Poti ersetzt,> sonst kann man leider höher regeln als die Transistoren aushalten.
Richtig. Oder besser 33R und 100R Poti
A. K. schrieb:> Siemens hatte ebenfalls den 2N3055 hergestellt. Ansonsten nimmst du eben> den BD182.
Im Urschaltplan war auch keine 1N5401 drin und vermutlich war sogar
tatsächlich der BD182 oder ein BDX-Typ drin.
dfg schrieb:> Da muß ich (aus meiner Sicht) widersprechen. Ich persönlich würde ein> Design, das dies zumindest ermöglicht, anstreben.
Ein Doppelnetzteil ist in der Tat anzustreben, weil die Monoschaltung
dann einfacher gestaltet werden kann. Durch Reihen- oder
Parallelschalten wird das Endprodukt vielseitiger einsetzbar.
Blackbird schrieb:> Reihenschaltung von Netzteilen ist ein Sonderfall...
Reihenschaltung ist kein wirkliches Thema solange jedes einzelne in
Frage kommende LNG eine Verpolungsdiode ausreichender Größe parallel zum
Ausgang hat, so daß kein LNG durch Fehlfunktion eine externe
Falschpolung erleidet. In der HP App Note 90 ist das genau beschrieben.
Michael M. schrieb:> Dieses Netzteil ist von Siemens 1968 entwickelt worden...
Ich mag diese alten nostalgischen diskret ausgeführten Schaltungen. Ein
damaliger Klassiker.
Allerdings wäre ein LM723 dafür auch gut geeignet oder ein L200.
Eppelein V. schrieb:> Oft werden höhere Ströme -->2A benötigt...
Die meisten Designs lassen sich ohne Große Probleme etwas skalieren. Man
muß halt hauptsächlich die Leistungsteile anpassen.
Possetitjel schrieb:>> Vielleicht wäre es ein guter Zeitpunkt die ganzen in Frage>> kommenden Designs in einer Excel Tabelle im Detail zu>> katalogisieren um die nötige Übersicht nicht zu verlieren.
Das ginge eigentlich als kooperatives Unterfangen nur in der Cloud oder
Dropbox, Github. Weiß eigentlich nicht wie das gruppenmäßig hier am
Besten machbar ist.
Gerhard O. schrieb:> Die meisten Designs lassen sich ohne Große Probleme etwas skalieren. Man> muß halt hauptsächlich die Leistungsteile anpassen.
Du sagst aber selbst: "hauptsächlich"...
Das meinte ich oben mit "auch für Anfänger". Der Anfänger ist sich -
trotz eventuell einfacher Lösung - oft unsicher, welche Auswirkung
welche Schaltungsveränderung mit sich bringt.
Deswegen erwähnte ich, daß verständliche Erklärungen, was man wie löst,
hilfreich wären. Was dabei wie genau funktioniert. Und folglich, welche
Änderung keine, und wenn doch, welche Auswirkungen genau mit sich
bringt.
Damit sich "der Skalierende" wirklich sicher sein kann, vermeidbare
Beeinträchtigung(en) zu vermeiden, sowie unvermeidbare auf ein Minimum
zu reduzieren. (Und deren Größenordnung einschätzen zu können.) Also
ähnlich sicher, als hätte er die Schaltung unverändert übernommen.
(Ich kenne nämlich so einige Threads in diversen Foren, in denen genau
das ellenlang diskutiert wurde. Und es werden mehr.)
Dazu ist allerdings nicht unbedingt jetzt die richtige Zeit.
Nur wollte ich den Gedanken nochmal "schriftlich festhalten".
Michael M. schrieb:> Michael B. schrieb:>> Kaum, wenn man die Z-Diode durch 6V2 ersetzt, kann man erst ab 7V>> regeln.>> Negativ. Es kommen zwar noch die 0,7V vom BCY59 dazu, aber genauso> müssen auch wieder 1,4V (Darlington) abgezogen werden. Also 5,5V.
Nein, weil ja der Darlington in der Regelschleife liegt.
Die Spannung hinter dem Darlington, am auf 0 gestellten Poti, muss die
Spannung der Zenerdiode + die UBE des Transistors übersteigen können
sonst wird nicht runtergeregelt, also 7V Miniumum einstellbar.
Für einen Bleiakkulader gerade eben nicht mehr ok weil man dann keine 6V
Akkus mehr mit 6.9V dauerladen kann, für ein Labornetzteil ein no-go,
das sollte schon ab 0 (oder zumindest wenigen Millivolt) starten können.
Heute baut man solche Regelschleifen mit einem TL431 auf, der ersetzt
den BCY und die Z-Diode.
Michael M. schrieb:> Oder besser 33R und 100R Poti
Ja, passt sicher.
Gerhard O. schrieb:> Possetitjel schrieb:>>> Vielleicht wäre es ein guter Zeitpunkt die ganzen in Frage>>> kommenden Designs in einer Excel Tabelle im Detail zu>>> katalogisieren um die nötige Übersicht nicht zu verlieren.>> Das ginge eigentlich als kooperatives Unterfangen nur in der Cloud oder> Dropbox, Github. Weiß eigentlich nicht wie das gruppenmäßig hier am> Besten machbar ist.
Wiki.
Viel universeller und viel einfacher lesbar.
Michael B. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Possetitjel schrieb:>>>> Vielleicht wäre es ein guter Zeitpunkt die ganzen in Frage>>>> kommenden Designs in einer Excel Tabelle im Detail zu>>>> katalogisieren um die nötige Übersicht nicht zu verlieren.>>>> Das ginge eigentlich als kooperatives Unterfangen nur in der Cloud oder>> Dropbox, Github. Weiß eigentlich nicht wie das gruppenmäßig hier am>> Besten machbar ist.>> Wiki.>> Viel universeller und viel einfacher lesbar.
Oh. Danke. Das kam mir überhaupt nicht in den Sinn.
dfg schrieb:> Nur wollte ich den Gedanken nochmal "schriftlich festhalten
Die Skalierung sollte idealerweise von Anfang ab in parallel zum Design
erfolgen. Auch sollte man sich Gedanken zum Verlustleistungs Management
machen.
Beim Original Anatek LNG (LM324 Version) wurde im Handbuch die ganzen
verschiedenen Komponenten Werte gelistet um den Bereich von 1A bis 10A
und 10V bis 100V abstrecken zu können. Da könnten wir genauso machen.
Für ein 1-2A LNG mit, sagen wir 0-30V, hätte ich noch ein Konzept zum
Umschalten der Trafowicklungen. Mit zwei Ringkerntrafos von jeweils 2x
22V (1A) und 2x 7V kann man mit drei Relais die Spannungen in der Folge
7, 14, 22, 29 und 36V umschalten. Da ist dann die Verlustleistung immer
unterhalb von 10W. Ein Tiny könnte die Relaissteuerung übernehmen. Mit
den Nachteilen von Relais Schalten kann man in der Praxis meist leben.
Warum diese Spannungsfolge? Weil die für oft vewendete Ausgangsspannung
minimale Verlustleistung verursacht.
Bei 5V am Ausgang ist nur die 7V Wicklung aktiv.
Bei 12V nur die 14V,
Bei 15V nur 22V
Bei 24V nur die 29V
Der Tiny uC könnte dann noch die Differenzspannung messen und notfalls
wenn es eng wird auf den nächst höheren Bereich schalten.
Irgendwie finde ich das günstig.
Gerhard O. schrieb:> Ein Tiny könnte die Relaissteuerung übernehmen.
Da würde ich lieber einen Schmitt-Trigger nehmen für. So ein Tiny kann
sich ja auch mal Aufhängen...
Gerhard O. schrieb:> Bei 5V am Ausgang ist nur die 7V Wicklung aktiv.> Bei 12V nur die 14V,> Bei 15V nur 22V> Bei 24V nur die 29V
Nur 2 V über dem, was man am Ausgang haben will...wird das nicht etwas
eng? Ich mein so ein 2N3055 braucht doch schon etwas Power über
Kollektor-Emitter damit er auch 1/2/3 Ampere liefern kann. Dann geht
noch was für den Gleichrichter ab und den Ripple der Siebung ist auch
nicht unbedingt ohne. Ich hätte da jetzt eher was um die 4 V über der
maximalen Ausgangsspannung erwartet.
M. K. schrieb:> Nur 2 V über dem, was man am Ausgang haben will...wird das nicht etwas> eng?
Oh Schreck, nach dem Lichtbogenschalter der nächste riesige
Konfrontationspunkt zwischen Theorie und Praxis.
Ick mach den Anfang: Vernünftiger Trafo und fetter Ladeelko sind
Voraussetzung, dann gibts null Problem.
M. K. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Ein Tiny könnte die Relaissteuerung übernehmen.>> Da würde ich lieber einen Schmitt-Trigger nehmen für. So ein Tiny kann> sich ja auch mal Aufhängen...>> Gerhard O. schrieb:>> Bei 5V am Ausgang ist nur die 7V Wicklung aktiv.>> Bei 12V nur die 14V,>> Bei 15V nur 22V>> Bei 24V nur die 29V>> Nur 2 V über dem, was man am Ausgang haben will...wird das nicht etwas> eng? Ich mein so ein 2N3055 braucht doch schon etwas Power über> Kollektor-Emitter damit er auch 1/2/3 Ampere liefern kann. Dann geht> noch was für den Gleichrichter ab und den Ripple der Siebung ist auch> nicht unbedingt ohne. Ich hätte da jetzt eher was um die 4 V über der> maximalen Ausgangsspannung erwartet.
Wenn ich die Trafos selber wickeln würde, dann hätte ich diese Probleme
von Haus aus nicht. 8-9V wäre da günstiger. Das ist klar. Praktisch
hatte ich hier diesbezüglich aber hier noch keine Probleme bei solch
knappen Werten. Wie Du schon sagst, Das ist der Nachteil von NPN
Emitterfolgern. Bei PNP kann man sich in der Hinsicht weit mehr
erlauben.
Ich habe mir meistens für meine LNGs die Trafo selber gewickelt oder
umgewickelt.
Übrigens, bei uns sind die Trafos meist noch für 115V ausgelegt, die
Netzspannung liegt aber um 120V. Da ist schon die Lehrlaufspannung über
8V.
2x 24V (26 wäre besser) sollte auch kein Problem sein, 2x9V müsste auch
erhältlich sein. Man müsste mal recherchieren.
Idealerweise sollten die Trafos nach Maß berechnet und gewickelt werden.
Aber wer hat schon diese Möglichkeit.
Abgesehen davon, dan müßte halt der Spannungs Diskriminator in solchen
Fällen bei ungenügender Differenzspannung eben die nächsthöhere Stufe
einschalten.
Übrigens beim LNG30 gibt es dieses Problem schon von Haus aus auch
deswegen nicht weil die spezielle Endstufenschaltung den Basisstrom des
Emitterfolgers von der höheren Versorgungs Spannung bereitstellt und der
NPN damit fast in den Sättigungsbereich getrieben werden kann. Schau Dir
mal das Anatek Manual für die LM324 Version an.
Naja, man müsste das ganze mal ausarbeiten Visavis den erhältlichen
Trafos um eine günstige Abstufung erzielen zu können.
Da ich auch ein Netzteil (0-40V) brauche mal meine Frage:
Hat jemand auch einen Plan für ein vom PC einstellbares Netzteil?
Oder wenigstens einen Tipp!
Im Grunde sowas wie das HM8142 suche ich, halt nur viel günstiger und
mit USB / Serial.
VG, Peter
icke mal schrieb:> Vernünftiger Trafo und fetter Ladeelko sind> Voraussetzung, dann gibts null Problem.
Der Trafo wurde schon genannt. Ich rechne dir mal vor am von Gerhard
geschrieben Beispiel mit den 5 V am Ausgang und der 7 V Trafo-Wicklung:
7 V AC Trafo macht ca. 7.9 V Pulsierende Gleichspannung nach dem
Gleichrichter den ich mit 2 V Flussspannung bei 3 A Nennstrom annehme.
Und hier können wir quasi schon das Rechnen einstellen: Ein 2N3055
braucht, um 1.5 A treiben zu können, eine Spannung über
Kollektor-Emitter von deutlich mehr als 1 V, aus Erfahrung kann ich
sagen dass 3 V schon knapp werden können...vorausgetzt natürlich mal
will auch nicht in die Sättigung kommen was ja bei einem LNG mit
Sicherheit der Fall ist (man will ja schnell reagieren können). Und
jetzt noch den Ripple der gleichgerichteten Spannung dazu packen und es
wird mit den 5 V am Ausgang verdammt eng mit der 7 VAC Wicklung. Und
dass das Netz auch mal 10% weniger hat haben wir auch noch nicht
berücksichtigt dabei.
Gerhard O. schrieb:> Idealerweise sollten die Trafos nach Maß berechnet und gewickelt werden.> Aber wer hat schon diese Möglichkeit.
Sehe ich ähnlich und denke auch, dass was von der Stange hier besser
wäre für das angestrebte Projekt.
M. K. schrieb:> Und nochmal: Seit wann ist die Reihenschaltung Thema?> Also vor deinem Post bzgl. der Schalter? Hab ich> definitiv verpasst.
Seit meinem ersten wirklich sachbezogenen Beitrag in diesem
Faden; das war am 18.10.
Dort schrieb ich:
"Nun denn.
Klopfen wir doch ein paar Eckpunkte fest. Meine Vorschläge:
a) zweikanalig, reihen- und parallelschaltbar,
b) Umax irgendwo zwischen 20V und 30V,
c) Imax 1A..2A
Begründung zu a): Reihen- bzw. Parallelschaltung vergrößert
die Reichweite des Netzteiles drastisch, weil man die Wahl
hat, doppelte Spannung, doppelten Strom oder zwei unabhängige
Spannungen zu erzeugen -- aber das muss eben beim Entwurf der
Schaltung vorgesehen werden. Später nachrüsten ist nicht.
Mein Statron 3205 kann das, und es ist super."
Die Eignung zur Reihenschaltung beim Entwurf vorzusehen ist
natürlich ein VORSCHLAG, kein Dogma.
Ich halte das aber für vernünftig, weil es einfacher ist, eine
Sache wegzulassen (oder zu ignorieren), die man nicht braucht,
als sie hinterher dranzupfuschen, wenn man sie doch benötigt.
> Und mir ist noch was gekommen: Grade die Reihenschaltung> spricht gegen die Lösung die Sollwertvorgabe auf 0 zu setzen.> Grund hierfür ist recht eindeutig: Bleiben wir bei den 60 V,> jetzt will man abschalten und drückt bei einem Netzteil den> Knopf DC Off, dann wird mit eurer Lösung nur das Netzteil> auf 0 V gefahren, d.h. an der Schaltung liegen dann immer> noch 30 V an.
Stimmt. Deswegen die Idee, ein Doppelnetzteil als Option
vorzusehen -- dort kann man die Steuerknöpfe passend ver-
drahten, so dass bei Reihenschaltung beide Kanäle abgeschaltet
werden.
> Nichts für ungut, ich finde das toll was du hier machst.
Danke.
> Und zur Erinnerung, nicht dass sich noch jemand ungut fühlt:> Ich sage ja nicht, dass die Lösung des Wegschaltens durch 0> setzen der Ansteuerung blödsinn ist, ich meine nur, dass ich> mich dabei nicht wohl fühlen würde und lieber die Ausgänge> direkt wegschalten würde. Und wem ein Schalter zu unsicher> ist der nimmt ein Relais dafür.
Nein... das ist schon alles in Ordnung so.
Ich kann sowieso nicht festlegen, wie andere Leute ihre
Netzteile aufbauen sollen :)
(Und ich bin mir auch noch gar nicht sicher, wie ich die
Abschaltung bei meinem eigenen Netzteil lösen würde.)
Ich versuche nur, die verschiedenen Ideen und Wünsche
zusammenzustellen und die Konsequenzen für das Gesamtkonzept
zu bedenken.
Andere können das gern anders sehen, aber für mich sind die
Grenzwerte im Datenblatt bindend.
Mit einer zum Strom passenden 2V(3V?)-Wicklung, auf die man den Rest
drauf setzt, lösbar? Würde die Gesamtverhältnisse verschieben, die
günstigen Abstufungen blieben. (Übr. auch eine Möglichkeit für geringe
neg. Hilfs-Spng.)
Nur eine Idee, 2V sind schnell gewickelt (und passen meist leicht noch
darauf) - wenn man hin kommt.
M. K. schrieb:> Sehe ich ähnlich und denke auch, dass was von der Stange hier besser> wäre für das angestrebte Projekt.
Die zusätzlichen Wicklungsanzapfungen und Relaiskontakte mit dem ganzen
Drahtverhau schreckt den unerfahrenen Selbstbauer doch nur ab. Natürlich
ist das vom Wirkungsgrad besser, aber noch besser wäre ein LNG mit zwei
Drähte rein und zwei Drähte raus mit einem fertig beschrifteten
Platinenlayout, das der Selbstbauer einfach und sicher bestücken und
nachbauen kann.
M. K. schrieb:> 7 V AC Trafo macht ca. 7.9 V Pulsierende Gleichspannung nach dem> Gleichrichter den ich mit 2 V Flussspannung bei 3 A Nennstrom annehme.
2V bei 3A sind ganz schön viel. Trotzdem, im Prinzip haste bei so
kleinen Spannungen recht. Abba bei 29 V Trafo kannste mit locker 42 Volt
am Elko rechnen, reicht für fett für 35 Volt am lng ausgang.
Michael M. schrieb:> besser wäre ein LNG mit zwei> Drähte rein und zwei Drähte raus mit einem fertig beschrifteten> Platinenlayout, das der Selbstbauer einfach und sicher bestücken und> nachbauen kann.
Find ick doof! Da kannste nen Bausatz kaufen. Hier sollte auch
verstanden werden was gelötet wird.
icke mal schrieb:> Abba bei 29 V Trafo kannste mit locker 42 Volt
Hö...also 29 * SQRT(2) gibt bei mir 41 Volt. Wenn man dann statt 230 V
nur 220 V hat, was ja durchaus zulässig ist, wirds ja selbst mit 40 V am
Siebelko eng. Aber OK, für 35 V bei Netznennspannung genügt das.
Michael M. schrieb:> Die zusätzlichen Wicklungsanzapfungen und Relaiskontakte mit dem ganzen> Drahtverhau schreckt den unerfahrenen Selbstbauer doch nur ab.
Das ist sicher richtig, daher könnte man das ja als Option vorsehen.
Soll ja was Modulares werden ;)
Possetitjel schrieb:> Seit meinem ersten wirklich sachbezogenen Beitrag in diesem> Faden; das war am 18.10.
Hab ich in der Tat überlesen.
Eppelein V. schrieb:> Daß heißt dann quasi, zuerst den Ausgang freischalten und> anschließend die Netzspannung.
Nee.
Spannung wegschalten -- Testschaltung umlöten -- Spannung
wieder einschalten.
Netzteil bleibt die ganze Zeit angeschaltet, und es wird
nicht daran herumgestellt.
Ist kein Killerfeature, aber recht bequem, wenn man es hat.
ArnoR schrieb:> Possetitjel schrieb:>> ArnoR hat öfter eine Topologie erwähnt, die>> für den Spannungsregler einen INVERTIERENDEN Verstärker>> verwendet. Ich bemühe mich noch, da durchzusteigen, aber>> interessant wäre, ob das grundsätzlich neue Möglichkeiten>> bietet.>> Ich sehe da keine grundsätzlich neuen Möglichkeiten.
Okay, vielen Dank.
Die Frage invertierender/nichtinvertierenden Spannungsregler
hat also keine tiefergreifenden Auswirkungen auf den Rest der
Schaltung.
Die Sollwertvorgabe wird natürlich im Detail anders, und man
muss dafür sorgen, dass man bei kleinen Ausgangsspannungen
den Strom durch den Rückkoppelwiderstand irgendwo loswird.
Ansonsten ändert sich nix Gravierendes.
Danke. Wollte nur sichergehen.
Possetitjel schrieb:> Eppelein V. schrieb:>>> Daß heißt dann quasi, zuerst den Ausgang freischalten und>> anschließend die Netzspannung.>> Nee.>> Spannung wegschalten -- Testschaltung umlöten -- Spannung> wieder einschalten.> Netzteil bleibt die ganze Zeit angeschaltet, und es wird> nicht daran herumgestellt.>> Ist kein Killerfeature, aber recht bequem, wenn man es hat.
Merci für die Erklärung
MfG
Eppelein
Gerhard,
anfangs wolltest Du noch ein nachbausicheres Netzteil mitbauen.
Mittlerweile bist Du schon beim Netzteil mit zwei Ringkerntrafos und vom
ATTiny gesteuerter Windungsumschaltung.
Das halte ich nicht für nachbausicher.
Du und andere Cracks schreiben viel über Nebenthemen, aber ein Beispiel
zum konkreten Aufbau des Kerns, der Spannungs- und Stromregelung
nämlich, habe ich immer noch nichts gefunden.
Ich finde es nicht schlimm, ein mittelmäßiges Netzteil zu benutzen, wenn
man mir erklärt, wo die Schwächen liegen und worauf ich achten muss.
Einen ausgangsseitigen Ein/Aus-Schalter habe ich mit einem simplen
mechanischen Schalter beim ct-Netzteil realisiert.
Ich habe jetzt gelernt, dass bei 30V und 2-3A die Schalter abbrennen.
Wie schnell, wieviele Zyklen? Ist das relevant? So einen Schalter habe
ich schnell aus- und eingelötet und kann einen defekten Schalter auch
als Anfänger diagnostizieren. Natürlich ist eine elektronische Schaltung
des Ausgangs schicker.
Ich suche nicht den Porsche Cayenne sondern den Toyota Hilux (oder so
ähnlich) für die dritte Welt. Halt mit Blattfedern und Handkurbel für
die Fensterscheibe, dafür aber simpel und hoffentlich von mir selbst
reparierbar - mit Teilen, die mir als Amateur in Afrika zugänglich sind,
also Reichelt, Conrad und alle, die von mir keinen Firmen- oder
Studinachweis verlangen.
Hier ging die Diskussion von einem einfachen Netzteil aus. Als auch für
Anfänger taugliches Projekt ist es schon gut die Leistung zu begrenzen.
Bis etwa 20 V (ggf. auch 25-30 V) kann man die Varianten mit
Ausgangsstufe als Emitterfolger (oder ähnlich) einfach nutzen und kommt
auch ohne wesentliche Hilfsspannung aus. Das macht die Schaltung
einfacher und erlaubt wohl auch einen relativ kleinen
Ausgangskondensator. Die Einschränkungen auf etwa 25 V kommt von der
Versorgung üblicher OPs. Wegen der Verlustleistung wäre ab etwa 50 W
eine Umschaltung der Rohspannung / Trafowicklung eine gute Idee. Wenn
man sich auf etwa 1-2 A beschränkt kann der Teil der Einfachheit halber
entfallen. Wer unbedingt will kann die Schaltung natürlich auch auf mehr
Leistung auslegen - braucht dann aber mehr Kühlung und ggf. spezielle
OPs für hohe Spannung.
Als wirklich flexible Schaltung gibt es die LDO variante mit fliegendem
Regler - da ist aber der Aufwand etwas größer wegen Hilfsspannung und
auch die Erklärung ist nicht mehr so ganz einfach. Der
Ausgangskondensator muss auch eher größer werden. Diese Form würde ich
erst einmal außen vor lassen.
Die Abschaltung würde ich auch eher elektronisch machen, wenn man wegen
zu hoher Spannung Angst um die Kontakte hat. Wenn man die volle Trennung
haben will halt auch beide Abschaltungen zusammen - dann sollten auch
die Kontakte kein Problem mehr sein. Ein symmetrischer Bus für die
Abschaltung wäre ggf. Aufwändig - mit definierter Richtung wird es
einfacher. Als Doppelnetzteil hätte man sowieso ein Kopplung - eine
klare Zuordnung Master und Slave macht die Sache einfacher und wird für
den parallelen Mode bzw. Symmetrisch als +- xxV sowieso benötigt.
Lurchi,
Du hast viele Beiträge kommentiert und bewertet.
Könntest Du Deine einfache Version in einen Schaltplan fassen und
veröffentlichen?
Du kannst ja dazu schreiben, was mit der einfachen Version nicht so gut
geht.
Peter M. schrieb:> Ich habe jetzt gelernt, dass bei 30V und 2-3A die Schalter abbrennen.
Kommt auf den Schalter an. Nimmst du den richtigen dann brennt der auch
nicht ab.
Peter M. schrieb:> anfangs wolltest Du noch ein nachbausicheres Netzteil mitbauen.
Das passiert so leicht. Nicht?
Ich würde auch vorschlagen, uns auf einfachere Designs zu begrenzen und
gewisse Anwendungsklassen festzulegen, so daß die entsprechenden
Schaltungen bestmöglich gewählt werden können. Einige der hier
vorgestellten Designs könnte man schon mal ins Rennen bringen.
Ein Problem ist die spätere Erweiterung auf uC Steuerung. Hier ist auf
alle Fälle ein Design angebracht wo U und I Vorgabe einen gemeinsamen
Bezugspunkt, entweder Masse oder +Ausgang haben. Das ELO Design ist da
weniger günstig weil U-Einstellung an Masse liegt und die I-Einstellung
am +Ausgang. Allerdings mit Optocoupler und PWM vielleicht doch machbar.
Dann sollte man die in Frage kommenden Design neu mit Standard
Komponenten aufbauen, nach Möglichkeit auch mit LTSpice auf Herz und
Nieren prüfen und dann nach Möglichkeit durchmessen und optimieren. Auch
verschiedene Leistungsklassen müßten getestet werden. Bei den nicht
fliegenden Schaltungen stößt man leider auf eine Spannungsgrenze.
Referenzdioden sollte man wegen der guten Erhältlichkeit mit TL431C
ersetzen. 1N823 und Co sind da wesentlich teurer heutzutage, glaube ich.
Irgendwelche neue Designs von Euch "Mitarbeitern" sollten natürlich auch
in der selben Weise behandelt werden bis sich klare Gewinner
herauskristallisieren.
Dann bleibt (Vorsicht: Eigenwerbung) die Anatek LM324 Version (und nicht
die MC1466L) und mein LNG30, daß schon fix und fertig nachbaufähig
(CAM/Gerber) vorliegt. Für es spricht, daß alle Arbeit schon getan ist.
Aber, leider vielleicht etwas zu aufwendig. Alle PCB Teile sind von
Digi-Key erhältlich und normalerweise auf Lager. Die Platine, obwohl bei
mir zweiseitig ausgeführt und gefertigt, ist als einseitige Platine
konzipiert (das obere Layer ist nicht notwendig) und läßt sich daheim
ätzen. Das LNG30 kann leicht auf uC Steuerung erweitert werden. Hatte
ich alles schon vorbereitet. Stromvoreinstellung ist auch schon mit im
Design.
Weil wir schon dabei sind: Was sind in Euren Augen die Vor- und
Nachteile des LNG30? Ich sage das nur weil wie gesagt die ganzen
Unterlagen detailliert schon vorhanden sind und viel Arbeit getan wurde
und es sich bis jetzt im Labor bewährt hat.
Dann könnte man noch das Anatek MC1466L nachbauen, welches sehr einfach
gehalten ist und ordentlich funktioniert. Nachteil ist halt, daß man den
MC1466L in der Bucht kaufen muß. Ich machte das und testete sie im
Anatek und sie funktionieren im Original Anatek genauso gut wie die
Originale. Für einen einzelnen Hobbynachbau ist dieser Weg tragbar.
Ich könnte Euch eine Leiterplatte dafür auslegen und hier
veröffentlichen. Die ließe sich billig kommerziell herstellen wenn man
eine Standardgröße nimmt.
Das FS12/73 wurde ja schon zu Genüge besprochen. Mein FS12/73 mit
einigen kleinen Verbesserungen hat sich auch Jahrzehnte bei mir gut
bewährt und ohne Ausfälle.
Die ELO Designs müßte ich sonst selber mal ausprobieren. Ich habe da
keine Geräte dieser Art Zuhause und kann nicht vergleichen.
Es wäre halt schön alle diese Design meßtechnisch unter
Standardbedingungen (wie in App Note 90 Beschrieben) zu unterziehen und
die Meßwerte gegen den "Goldstandard" zu vergleichen.
Letztlich müssen wir auch Maßnahmen für verschiedene Leistungsbereiche
dokumentieren und testen.
So. Und nun muss ich weg und werde mich wahrscheinlich erst morgen
wieder melden koennen.
Schoenes Wochenende noch,
Gerhard
Ich bin zwar nicht Gerhard, aber...
Peter M. schrieb:> anfangs wolltest Du noch ein nachbausicheres Netzteil> mitbauen.
Das ist immer noch der Plan, ja.
Der erste Schritt war, eine Zielvorstellung zusammen-
zuschreiben.
Das habe ich neulich versucht, und ich habe das Gefühl, dass
mein Vorschlag (mit einigen Ergänzungswünschen) recht allgemein
akzeptiert wird. (Aktualisierte Fassung des Textes folgt
hoffentlich bald.)
> Du und andere Cracks schreiben viel über Nebenthemen,
Jein :-)
Die Reihenfolge muss ja sein:
1. Problem benennen,
2. Lösungsvarianten finden,
3. Lösungsvarianten bewerten,
4. Entscheidung fällen.
Ich kann nicht für die anderen sprechen, aber für mich ist
das der logische zweite Schritt: Welche Wünsche an das fertige
Endprodukt könnten zu Showstoppern führen? Wo können Probleme
lauern?
Michael hat darauf hingewiesen, dass die Versorgung der
digitalen Panelmeter zu bedenken ist. Kein Drama, aber eben
zu bedenken.
Das Problem der Lastabschaltung ist mit Blick auf die
gewünschte Reihen- bzw. Parallelschaltung diskutiert worden.
Wenn die häufig verwendete Konfiguration als Spannungsfolger
verwendet wird, ist U_a_max auf ca. 25V beschränkt, weil
gängige OPVs nicht mehr können.
Schließlich wurde völlig zu Recht erwähnt, dass man vielleicht
die Speisung des Reglerbausteins aus einem Laptop-SNT vorsehen
sollte. Zumindest die vernünftigeren unter den Laien haben
nämlich keine Lust haben, mit Netzspannung herumzumachen.
Alles Punkte, die zu bedenken sind.
> aber ein Beispiel zum konkreten Aufbau des Kerns, der> Spannungs- und Stromregelung nämlich, habe ich immer noch> nichts gefunden.
Natürlich nicht -- das ist ja auch erst der fünfte Schritt :)
Der dritte - jetzt fällige, nächste -- Schritt sollte meiner
Meinung nach der sein, den Gerhard und andere vorgeschlagen
haben: die denkbaren Regler-Topologien zusammenzustellen.
(Dazu nehme ich gerade Anlauf; das kann aber noch einen Moment
dauern.)
Vierter Schritt wäre, Beispielschaltungen zu simulieren und
einen Variantenvergleich zu machen. (Hier wird das Problem
der Bauelementeauswahl und der Beschaffbarkeit wichtig.)
Als fünften Schritt würde ich mir vorstellen, eine Beispiel-
konfiguration mal komplett durchzudimensionieren.
> Ich habe jetzt gelernt, dass bei 30V und 2-3A die Schalter> abbrennen. Wie schnell, wieviele Zyklen? Ist das relevant?
Das hängt von vielen Bedingungen ab, die wir nicht wissen
können.
Das Problem muss aber erstmal FORMULIERT sein, damit man
es bedenken und Lösungsvorschläge nennen kann.
> So einen Schalter habe ich schnell aus- und eingelötet> und kann einen defekten Schalter auch als Anfänger> diagnostizieren.
Es gibt auch geeignete Schalter, sogar bei Reichelt. Man muss
aber erstmal wissen, worauf man achten muss -- von den über
80 Kippschlaltern, die Reichelt anbietet, kommen nämlich nur
eine Handvoll in Frage.
> Halt mit Blattfedern und Handkurbel für die Fensterscheibe,> dafür aber simpel und hoffentlich von mir selbst reparierbar -> mit Teilen, die mir als Amateur in Afrika zugänglich sind,> also Reichelt, Conrad und alle, die von mir keinen Firmen- oder> Studinachweis verlangen.
Ja, das ist immer noch das Ziel.
Hier mal eine minimale Version als Similationsschaltung. Die
Spannungsreferenz und Details zu den Potis sind nicht dabei - der Teil
sollte aber keine Probleme machen. Zu beachten ist hier das die beiden
Sollwerte eine verschiedene Masse haben - nicht so schön für eine µC
Steuerung, aber auch kein wirkliches Problem weil die Sollwerte sich
langsam ändern.
Die Schaltung funktioniert im wesentlichen schon nicht so schlecht - die
Stromregelung ist aber noch nicht gut, eher recht langsam.
Neben der Schaltung ist eine Simulation für Strom-Transienten 10mA - 800
mA - 10 mA. Nach der AC Simulation sollte der Regler auch mit
kapazitiver Last gut klar kommen.
So. Inzwischen seid ihr bei Stromregelungen angelangt, die von
Transistoren übernommen werden und auf deren BE-Spannung basieren. Sowie
Schaltungen, die auf Zenerdioden als "Referenz" bauen.
Weiter oben diese drei, vier kindischen Gäste hatten zufällig recht, ich
gehöre hier tatsächlich nicht her. Also dann noch alles Gute beim
schlechten Kopieren veralteter Schaltungen.
So, mal ne kleine Zusammenfassung, um wieder auf den Teppich zu kommen:
1. nachbaubar von fast jedermann, also keine Bauteile, die man nur als
Gewerblicher kriegt. Bauteilbezug über Ebay, TME oder Reichelt/Conrad
und ähnliche Verdächtige
OK, hier scheint es konsens zu geben
2. Ausgangsdaten:
nur ein Ausgang bzw. Modul mit 0 bis 15 Volt, 0 bis 1 Ampere
Ist einigen zu wenig. Nun, reden wir dann von 0 bis 20 Volt?
wobei 0 bis 1 Ampere bleibt
Thema: Frei skalierbare Module..
Also, wenn so ein Ding mechanisch klein und ausreichend billig ist,
dann kann man sich davon auch 2 oder 3 bauen und gut isses - bis auf
die Fernsteuerbarkeit des einen durch das andere. Aber das ist nix
für den kleinen Bastler.
3. Stromversorgung:
möglichst Print-Trafo, 15..18 VA. Notfalls Ringkern.
Das mit dem Printtrafo hat einen anderen Grund,
als ihn auf eine Leiterplatte zu schrauben. (Wäre ja auch
Platzverschwendung)
Nämlich:
a) Printtrafos sind normalerweise voll vergossen und haben zumeist ne
Qualifikation als VI (vollisoliert). Für alle anderen Trafos gilt das
erstmal nicht.
b) Printtrafos mit 15..18 VA kann man mit 4 Plastiktreibschrauben
problemlos kopfüber am Boden des Gehäuses festschrauben. Für Ringkern
braucht es dazu noch die Kreisbleche mit Gummizwischenlage und
Zentralbolzen und es hängen die Anschlußdrähte lose herum. Das kriegen
wir als Bastelobjekt nie und nimmer VI-gerecht.
Nur eine Ausgangswicklung, allenfalls 2 in Reihe.
Kein Spezialtrafo mit mehreren Sekundärwicklungen.
Die eine Sekundärwicklung scheint (Not-)Konsens zu sein
Netzkabel zweipolig, Netzschalter im Gerät, also Netz-Seite so gut
isoliert, daß man das verantworten kann.
Der Netzschalter IST ein Problem. Eigentlich muß er weit weg von
der Frontplatte sein, obendrein MUSS die ganze Primärseite so weit weg
von allem Kleinspannungskram sein, daß auch ein Dussel beim Nachbauen
nicht seine Großmutter erledigt. Für ein Gemeinschaftsprojekt ist das
wichtig. Deshalb die Plastik-Schubstange.
4. kein Schalt-Vorregler
Scheint so lala Konsens zu sein
5. Gehäuse:
billiges Plastikgehäuse voll geschlossen (sicherheitshalber).
Hier tun sich Probleme auf. Bopla ist mir zu teuer für das, was die
bieten.
Ein robustes und hübsches Metallgehäuse würde ich auch nett finden,
aber 2 Dinge sprechen dagegen: Preis und Isolation.
6. Frontplatte und Benutzung:
2 Schraub-Klemmen als Ausgang, 4mm Buchsen sind zwar möglich, setzen
aber Bananenstecker voraus, also ungünstig.
Also, um Mißverständnisse zu beseitigen: Ich kenne Schraubklemmen,
die in der Mitte ein 4mm Loch für die Banane haben, rote und blaue
Drehkappen und in die man seitlich nen Draht einklemmen kann. Sowas
meine ich.
Spannungs- und Stromanzeige digital über chinesisches LED-Modul
Spannungseinstellung per 10 Gang Poti
Stromeinstellung über einfaches Poti
Hier scheint es nen halben Konsens zu geben.
Die Idee mit dem umschaltbaren Strombereich ist gut. Kenne ich von
meinem Statron 3222. Dort gibt's 0..150 mA und 0..1.5 Ampere
umschaltbar.
Netzschalter an der Frontplatte, alternativ weiter drinnen und
Betätigung per Plastik-Schubstange mit Knopf drauf
siehe oben.
Anzeige U/I-aktiv per 2 LED's
Scheint auch Konsens zu sein
7. konkrete Schaltung:
noch zu diskutieren.
Hier nur so viel von mir:
Ich stelle mir durchaus eine LP vor, die quasi als Modul durchgehen
kann, also mit davon abgesetzten Buchsen, Potis, Leistungstransistoren
und Anzeigen
Was die Bauelemente betrifft, so haben wir es mit einem Grundsatzproblem
zu tun:
Wenn man die Regelung nicht auf den schwimmenden Pluspol setzt (wofür
separate Versorgung nötig ist), dann muß man die Regelung auf eine der
beiden Rails setzen und zum Betreiben der Endstufe braucht man dann den
Zugriff von diesem Rail bis zur anderen Seite. Bei alten OpV's, die
30..36 Volt abkönnen, geht sowas durchaus, bei neueren OpV's mit
geringerer "Grätsche" tut sich da ein Problem auf.
Was die viel diskutierte Abschaltung betrifft, da hab ich so lange kein
Problem damit, wie die eigentliche Regelung noch arbeitet. Das sollte
entweder so lange erfolgen, bis die Siebelkos ausreichend leer sind oder
- wie in vielen Statron-Netzteilen so gemacht - der Ausgang mit nem
zündenden Thyristor beglückt wird, sobald entweder die Ausgangsspannung
höher als ein paar Prozent über der Sollspannung kommt oder ein paar
Halbwellen der Netzspannung fehlen. Das alles ist aber für das
angepeilte Ziel OVERKILL.
8. CPU-Kühler für den/die Leistungstöppe
Ich meine, daß CPU-Kühler erstens noch am ehesten erhältich sind und
zweitens, daß man deren Leistungs - verbrat - abführ - Fähigkeiten noch
am ehesten abschätzen kann. Wer sich ne gefingerte Rückwand aus dem
Vollen fräsen kann, hat natürlich andere Vorstellungen.
Noch was Grundsätzliches:
Alle Fragen, eben auch die nach Gehäuse und Frontplatte sind durchaus
essentiell, damit möglichst kein Bastelpfusch passiert. Bloß eine
Modul-LP machen und jeder macht was Anderes draus, ginge - aber nur
unter Leuten, die so gut sind, daß sie das alles selber können - und
dann wäre so ein Projekt überflüssig.
Ich denke mal, so ein Projekt wie das von Gerhard gezeigte, ist für das
hier angedachte zu groß. sowohl elektrisch als auch vom mechanischen
Aufbau her. Ich denke da eher an was viel kleineres aus Material, das
man notfalls auch mit dem Bastel-Cuttermesser und ähnlichem
Busch-Werkzeug bearbeiten kann.
W.S.
Scrat schrieb:> So. Inzwischen seid ihr bei Stromregelungen angelangt,
Nee. "Wir" sind überhaupt nirgends "angelangt".
Wir haben bisher
1. unsere Wunschvorstellungen diskutiert und (nach meinem
Empfinden) einen weitgehenden Konsens gefunden und
2. einige potenzielle Problempunkte angerissen und Lösungs-
varianten dafür gesammelt.
Lurchi hat dankenswerterweise den nächsten Schritt in Angriff
genommen, hat sich eine einfache Prinzipschaltung als Ausgangs-
punkt gesucht und hat simuliert.
> die von Transistoren übernommen werden
Es wird Dir nicht völlig bewusst sein, aber bei vorsichtig
geschätzt 100% der modernen Elektronik sind Transistoren
beteiligt.
> Weiter oben diese drei, vier kindischen Gäste hatten zufällig> recht, ich gehöre hier tatsächlich nicht her.
Das ist Deine freie Entscheidung. So lange Du Dich auf irgend
einer Ebene konstruktiv beteiligen kannst, bist Du hier gern
gesehen.
> Also dann noch alles Gute beim schlechten Kopieren veralteter> Schaltungen.
Werden wir haben; vielen Dank.
Schönes Wochenende.
Scrat schrieb:> So. Inzwischen seid ihr bei Stromregelungen angelangt, die von> Transistoren übernommen werden und auf deren BE-Spannung basieren. Sowie> Schaltungen, die auf Zenerdioden als "Referenz" bauen.
Immerhin ein Anfang mit knapp 20 Bauelementen. :-)
ich persönlich würde mich sehr über deine Schaltung/Vorschlag freuen.
ERNST gemeint.
Die Schaltung hat 2 Stromlimits: einmal ein genaues über den OP und
zusätzlich ein schnelles, dass tatsächlich die Basis-Emitterspannung des
Transistors als Referenz nutzt. Das schnelle Limit muss aber auch nicht
genau sein - das wird nicht einmal mit der Einstellung des Stromlimits
angepasst. Die Funktion ist es nur in den ersten bis zu 100 µs den Strom
zu begrenzen - so lange bräuchte nämlich ein LM324 um von Anfangs 20-30
V runter auf nahe 0 zu kommen.
Die recht langsame Stromregelung ist auch noch der wesentliche
Schwachpunkt der Schaltung. Wenn man will kann man das schnelle
Stromlimit weglassen, muss dann aber im Kurzschlussfall mit einem noch
höheren Puls im Strom leben. Es gibt auch Schaltungsvorschläge die das
machen - sogar als Bausatz, aber da werden auch TL081 mit bis zu 45 V
gequält.
Die Schaltung ist auch nichts wirklich neues. Abgesehen vom kritierten
Transistor, einer zusätzlichen Diode, der Kompensation ist das sehr
ähnlich dem oben schon mal gezeigten alten Doppelnetzteil. So ähnlich
hätte man es etwa gebaut als der LM324 neu war.
Die reine Spannungsregelung sieht schon gut aus (auch mit langsamen OP),
den Übergang vom der Strombegrenzung zur Spannungsregelung kann man noch
besser machen (relativ einfach). Die Stromregelung in der Schaltungsform
deutlich schneller zu machen ist aber trickreich - in der Simulation hab
ich da schon eine Lösung, allerdings schon an der Grenze wo einem die
parasitären Effekte einen Strich durch die Rechnung machen können.
W.S. schrieb:> So, mal ne kleine Zusammenfassung, um wieder auf den> Teppich zu kommen:
???
> 1. nachbaubar von fast jedermann, also keine Bauteile, die> man nur als Gewerblicher kriegt. Bauteilbezug über Ebay,> TME oder Reichelt/Conrad und ähnliche Verdächtige>> OK, hier scheint es konsens zu geben
Ja, scheint so. Können wir so festhalten.
> 2. Ausgangsdaten:> nur ein Ausgang bzw. Modul mit 0 bis 15 Volt, 0 bis> 1 Ampere> Ist einigen zu wenig. Nun, reden wir dann von 0 bis 20 Volt?> wobei 0 bis 1 Ampere bleibt
Hmm. Ganz offen gestanden: Was hängt von dieser Entscheidung
ab? Warum müssen wird das hier und jetzt allgemeinverbindlich
festlegen?
Ich finde dieses Vorgehen ungeschickt.
Ungefähr bei U_a_max = 25V gibt es, wie Du selbst weiter
unten schreibst, eine objektive Grenze, weil dann die
verbreitete Konfiguration "OPV+Spannungsfolger" nicht mehr
so einfach funktioniert.
Unterhalb von 25V sehe ich solche objektiven Grenzen aber
nicht.
Es genügt doch vorläufig vollkommen, wenn wir sagen: U_a_max
ist auf jeden Fall kleiner 30V, aber zu groß für einen LM317.
Analoges gilt für den Strom. Ob das nun 1A, 1.5A oder 2.5A
sind, ändert kaum etwas am Grundkonzept. Es hat doch keinen
Sinn, willkürlich an 1A festzuhalten, wenn das Konzept 3A
problemlos hergeben würde.
> Das mit dem Printtrafo hat einen anderen Grund, als ihn auf> eine Leiterplatte zu schrauben. (Wäre ja auch> Platzverschwendung)>> Nämlich:> a) Printtrafos sind normalerweise voll vergossen und haben> zumeist ne Qualifikation als VI (vollisoliert).
Ja, das ist durchaus so angekommen. (Dazu gleich noch mehr.)
> Nur eine Ausgangswicklung, allenfalls 2 in Reihe. [...]> Netzkabel zweipolig, Netzschalter im Gerät, [...]
Du fokussierst nach meinem Empfinden stark auf die geräte-
technische Seite, weniger auf die Regelelektronik an sich.
Das ist gleichermaßen berechtigt wie verdienstvoll -- ohne
die gerätetechnische Seite gibt's halt kein fertiges Gerät.
Deine Argumente sind gut und berechtigt -- aber Dein
Ausschluss-Verfahren macht mir Bauchschmerzen:
Du sagst: "Nur eine Ausgangswicklung" -- aber warum? Trafos
mit zwei gleichen Wicklungen sind üblich und ermöglichen
die (von mir favorisierte) Variante als Doppelnetzteil mit
zwei komplett unabhängigen Kanälen. (Ich kann und darf das
auch so aufbauen --> Elektrofachkraft.)
Du sagst: "Netzschalter im Gerät" -- aber warum? Weiter
oben kam der Vorschlag, als Rohspannung ein ausrangiertes
Laptop-Netzteil (ca. 19V) zu erwägen.
Im ersten Moment dachte ich "Saublöde Idee. Was für ein
Pfusch." Gottseidank habe ich das nicht geschrieben -- denn
inzwischen finde ich diese Idee WIRKLICH gut, weil das einen
ganzen Haufen Probleme vermeidet.
> 4. kein Schalt-Vorregler> Scheint so lala Konsens zu sein
Hier geht's weiter: Für mein Empfinden ist dieses Thema noch
gar nicht ernsthaft diskutiert worden -- dabei gibt es
mindestens drei gute Gründe, das mal zu tun. Nur kann ich dazu
wenig beisteuern; Schaltregler sind nicht mein Thema. Vielleicht
lässt sich M. Köhler (sylaina) doch noch durch Schmeichelworte
dazu überreden, seine Schaltung mit Vorregler hier zu zeigen...
Für alte HP-Drucker gab's komplett gekapselte Netztrafos
(meines Wissens medizingerätetauglich); auch auf sowas könnte
man aufbauen.
Die von Gerhard und anderen diskutierte Trafo-Umschaltung ist
ja schon eine Urform eines Vorreglers.
Was ich sagen will: Ich bin im Moment auf das Thema I/U-Regelkreis
fixiert.
Falls jemand in die Themen "Rohspannungserzeugung" und
"mechanische Gestaltung) Übersicht hineinbringen will -- jede
Hilfe ist willkommen.
Denkbare Varianten gibt es viele; aus meiner Sicht sollten die
mal zusammengestellt und in ihren Vor- und Nachteilen bewertet
werden.
Ich bin aber eine sequenzielle Maschine -- ich kann nur ein Thema
zur Zeit bearbeiten :)
Michael M. schrieb:> M. K. schrieb:>> Sehe ich ähnlich und denke auch, dass was von der Stange>> hier besser wäre für das angestrebte Projekt.>> Die zusätzlichen Wicklungsanzapfungen und Relaiskontakte mit> dem ganzen Drahtverhau schreckt den unerfahrenen Selbstbauer> doch nur ab.
Ja, mag sein -- aber wir als die Entwickelnden müssen doch
den Nachbauern nicht gerade die Entscheidungen abnehmen, die
sie wirklich selbst treffen können:
Wem die Variante mit Trafo-Umschaltung zu kompliziert ist,
der baut eben eine Variante ohne Trafo-Umschaltung!
Natürlich sollten wir vorrangig EINE Variante (und zwar die
einfachste) verfolgen -- aber es besteht überhaupt kein Zwang,
andere Varianten AUSZUSCHLIESZEN -- warum denn auch?!
> Also dann noch alles Gute beim schlechten Kopieren veralteter> Schaltungen.
Tja, was soll man machen wenn solche Genies wie du uns ihre genialen
Schaltungskonstrukte vorenthalten.
rhf
Possetitjel schrieb:> wir als die Entwickelnden müssen doch...
Wat jenau hast DU bis jetz hier eigentlich entwickelt? Ausser
merkwürdigen Powerpoint geraffel und den längsten Texten des Fadens?
Nich dass du son Managerheini bist der hier Ideen abgreift und am Ende
behauptet ER hätte entwickelt und det janze noch als Bausatz verkloppt..
Mein Freund, ick sage dia..!!
Possetitjel schrieb:> Ich bin aber eine sequenzielle Maschine -- ich kann nur ein Thema> zur Zeit bearbeiten
Oh ja, jut - mach ma! Und welchet Thema jenau ist das jetze?
Bin wieder da.
Mir kam gerade ein Gedanke wie man vielleicht das Gehäuse und
Teilebeschaffungsproblem lösen könnte. Da nicht jeder Erbauer des LNG
ideale Werkstatts Resourcen sein Eigen nennt, sollte die mechanische
Arbeit nicht zu aufwendig werden.
Jetzt mache ich mal einen ketzerischen Vorschlag zur Debatte:
Warum nicht die Bucht und/oder deutsche Anbieter nach einem billigen LNG
zu durchstöbern und ein Modell finden, das die folgenden Bedingungen
erfüllt:
Gutes und ansprechend lackiertes Metallgehäuse und wünschenswerte Größe.
Da einige dieser Billigstgeräte oft recht grottig funktionieren braucht
man sich vor einem Neubau mit einigen de Teile nicht zu scheuen.
Vorteile:
Geringer Preis, vielleicht unter 50 Euro
Man hat schon ein brauchbares Gehäuse, stabil und lackiert
Netzkabel und IEC320 Netzbuchse, Sicherungshalter, Netzschalter
Netztrafo, Gleichrichter, Elko
Messinstrumente oder DVM Module
Poties, LEDs
Frontplatten Schalter und Buchsen
Nachteile
Frontplatte läßt sich möglicherweise schwer individualisieren
Man hätte dann meistens genug Platz für eigene Elektronik
Ein gutes Gehäuse kostet wahrscheinlich mehr wie das chinesische Opfer
Modell.
Manche dieser Import billig Geräte funktionieren nicht unbedingt
zufriedenstellend und könnten dann die Basis für eine Verbesserung durch
eigene Elektronik sein.
Hier ist das erst beste Beispiel:
https://www.ebay.com/itm/15V-2A-Adjustable-DC-Power-Supply-Precision-Variable-Dual-Digital-Lab-Test-110V-/182765874857?hash=item2a8db1eea9:g:S9QAAOSwZcZZuFvShttps://www.ebay.com/itm/30v-5a-power-supply-with-handle-variable-regulated-adjustable-linear-dc-lab-/222629534656?epid=2254406603&hash=item33d5c11bc0:m:mCCUAYTeyo-sDym1cjigutQ
Was meint ihr? Wert zum Diskutieren?
W.S. schrieb:> Ich denke mal, so ein Projekt wie das von Gerhard gezeigte, ist für das> hier angedachte zu groß. sowohl elektrisch als auch vom mechanischen> Aufbau her. Ich denke da eher an was viel kleineres aus Material, das> man notfalls auch mit dem Bastel-Cuttermesser und ähnlichem> Busch-Werkzeug bearbeiten kann.>> W.S.
Selbst wäre ich schon für ein größeres NG, in der Richtung Gerhard`s
NG.
Die "kleinen" Dinger könnte man dann auch fertig erwerben, was für einen
Bastler wie mich keinen Sinn wie Spaß macht.
Weiter wäre eine Überlegung, negative Spannungsgrößen mit einfließen zu
lassen, falls noch nicht angemerkt worden ist.
MfG
Epelin
icke mal schrieb:> Possetitjel schrieb:>> wir als die Entwickelnden müssen doch...>> Wat jenau hast DU bis jetz hier eigentlich entwickelt?
Ein bisher unerreichtes Maß an Geduld.
Schönes Wochenende!
Eppelein V. schrieb:> Weiter wäre eine Überlegung, negative Spannungsgrößen mit> einfließen zu lassen, falls noch nicht angemerkt worden ist.
Ist kein Problem.
Der I/U-Regler, wie er den meisten hier wohl vorschwebt, ist
(natürlich) potenzialgetrennt und erdfrei.
Man kann also problemlos "Plus" auf GND legen und am "Minus"
eine negativen Spannung abnehmen. Das funktioniert so mit
allen vernünftigen Labornetzteilen, die ich kenne.
Spannungseinstellung, Strombegrenzung usw. funktionieren
uneingeschränkt.
Eppelein V. schrieb:> Weiter wäre eine Überlegung, negative Spannungsgrößen mit einfließen zu> lassen, falls noch nicht angemerkt worden ist.
Ist einfach: du benötigst ein zweites Netzteil. Eins für die positive,
und eins für die negative Spannung. In der "Mitte" ist Masse. Oder Null.
Das dürften sogar zwei strunzen verschiedene Netzteile sein,
vorausgesetzt, sie haben kein gemeinsames "Potential", was aber
üblicherweise so gegeben ist.
Gleiches güldet auch für das hier ellenlang diskutierte "Problem" mit
der Reihenschaltung von zwei (oder mehr) Netzteilen.
Possetitjel schrieb:> Ist kein Problem.
Epperlein schrob aber was von "mit einfließen zu lassen"... Was immer er
darunter verstehen mag... Er möchte nach meinem Verständnis ein Netzteil
mit positiver Ausgangsspannung, an dem er "irgendwo" eine negative
Spannung abgreifen kann.
Könnte man machen. Wird aber schwiersam, wenn die negative Spannung
ernsthaft belastbar und sogar einstellbar sein soll, und die positive
Spannung dadurch nicht beeinflusst werden darf.
Preislich lohnt der Selbstbau eines einfachen Labornetzgerätes heute
eher nicht mehr. Auch die billigen Geräte für 30-50 EUR sind nicht so
schlecht (oft hat man etwas optimistische Angaben über den maximalen
Strom - bis 2/3 des versprochenen Stromes passt es aber oft), und dafür
kann man kaum die Einzelteile kaufen.
Ein Eigenbau ist aber immer noch ein interessantes Projekt an man
einiges lernen kann und ggf. auch alte Teile (z.B. Notebook-netzteil)
nutzen kann. Der Preis ist auch nicht alles - schließlich ist das für
viel ein Hobby, und der der Weg das Ziel. Umso wichtiger ist die
Erklärung.
Für mich ist es erschreckend wie viel hier im Forum um völlig
ungeeignete Schaltung auf Basis eines LM317 diskutiert wird um so eine
Art LNG zu erhalten. Die Schaltung sollte entsprechen einfach und leicht
verständlich sein, um solche "Konkurrenz" zurück zu drängen.
Entsprechend sehe ich Dinge wie an ein Relais / Schalter am Ausgang oder
die Vorkehrungen zur Parallelschaltung eher als nachgeordnet an - das
sind Teile die man ggf. später hinzufügen kann.
Die Möglichkeit das ganze per µC zu steuern ist nicht unbedingt nötig,
aber für einige ggf. schon ein Pluspunkt. Die Einstellung der Spannung
über die Rückkopplung, etwa so wie man es am LM317 macht ist sowieso
nicht so gut. Daher ist bei vielen Schaltungen die Vorgabe über
Spannungswerte und damit die Möglichkeit zur Steuerung per µC gegeben.
Zurück zum eigentlichen Regler:
Für eine eher einfache Schaltung sollten wir nicht versuchen damit bei
den Eigenschaften um jeden Preis schneller zu werden als die kommerziell
erhältlichen Geräte. Es ist eine Abwägung zwischen schneller Regelung
und Schwierigkeiten das ganze auch zu reproduzieren. Je kritischer man
die Auslegung wählt desto eher kommen parasitäre Kapazitäten und
Induktivitäten mit rein - in der Theorie und ggf. auch auf einigen
Platinen funktioniert es dann sehr gut, aber mit anderem Layout oder
auch nur OPs einer anderen Charge oder einem anderen Shunt hat man einen
Oszillator.
Allerdings sind nicht alle Schritte die den Regler schneller / besser
machen kritisch. Ein Problem dass man etwa bei vielen einfachen
Schaltungen hat, ist das der nicht aktive Regler weit über das Ziel
hinausschießt. In der klassischen Regelungstechnik nutzt man dort eine
Art Anti Windup - bei den meisten LNG Schaltungen scheint das noch kein
Standard zu sein, ließe sich aber zumindest näherungsweise realisieren.
Für die einfache Reglerschaltung lässt sich mit wenig Aufwand für den
Spannungsregler eine Art einfaches Anti-Windup (mehr eine Windup
Begrenzung) hinzufügen, und so der Übergang von der Strombegrenzung zu
Spannungsregelung deutlich verbessern. Als Anhang die so erweitere
Schaltung.
Wenn Q3 schon unbedingt sein muss, täte ich ihm wenigstens einen
Vorwiderstand an der Basis spendieren. So wird Q3 seinen Dienst eher
schlotternd verrichten: "Kurzschluss ja, aber nicht zu doll!"
Da nun die Schaltungsgestaltung beginnt, ist es wohl notwendig, einige
immer wiederkehrende falsche Behauptungen und „Grundsätze“ zu
korrigieren. Meine langjährige Erfahrung in diesem Forum zum Thema
Labornetzteil zeigt, dass man sich vor allem auf quasistatische Dinge
wie Stromversorgung von OPV (schwimmend, oder nicht),
Emitterfolger/Emitterschaltung, Potentialleitungen, usw. konzentriert,
die viel wichtigere dynamische Stabilität aber meist vernachlässigt bzw.
mit großem Unverständnis behandelt. So verwundert es auch nicht, dass in
praktisch allen Netzteilthreads über das (Über-) Schwingen der
Schaltungen geklagt wird.
Beispielsweise wird oft behauptet, dass ein Ausgangskondensator der
dynamischen Stabilität (also der Stabilisierung gegen
Schwingen/Überschwingen) dient, und kleine Kapazitäten (z.B. 1µF) bzw.
ganz fehlende die Stabilität der Schaltung verschlechtern. Das ist
falsch. Ein Verstärker mit kapazitiver Last erfährt in seiner
Rückkoppelschleife eine durch Ausgangswiderstand und Lastkapazität
bedingte Phasendrehung, die mit zunehmender Kapazität größer wird bzw.
bei niedrigeren Frequenzen einsetzt, die Phasenreserve des Reglers
aufbraucht und damit die Schaltung instabiler macht. Ein Verstärker ohne
bzw. mit kleiner Lastkapazität ist meist ganz „von allein“ stabil.
Entscheidend für die Stabilität ist nicht wie klein der Lastkondensator
sein darf, sondern wie groß!
In den nachfolgenden Simulationen soll anschaulich gezeigt werden, wie
sich die Stabilität in Abhängigkeit von der Lastkapazität verhält. Eine
Frequenzgangkorrektur wird hier noch nicht diskutiert, da zunächst mal
die grundsätzlichen Zusammenhänge und Problemursachen dargestellt werden
sollen.
Bild 1a
zeigt eine übliche Schaltung aus OPV mit nachfolgendem
Darlington-Emitterfolger. Der 1k-Kondensator hebt die AC-Gegenkopplung
auf, so dass die Schaltung für AC mit offerer Schleife arbeitet. Man
erkennt die Leerlaufverstärkung von etwa 100dB und den ersten internen
Pol des OPV bei etwa 10Hz.
Wenn man zunächst die Kurve mit Lastkapazität=0 betrachtet, sieht man
den gleichmäßigen Abfall der Leerlaufverstärkung des OPV mit -20dB/dec
und die zugehörige konstante Phasendrehung von -90°. Die Schaltung hat
also eine Phasenreserve (=der Abstand zu -180° Phasendrehung) von 90°
und ist daher auch mit geschlossener Schleife ohne Überschwingen stabil.
Schließt man nun eine Lastkapazität an den Ausgang an, steigt die
Phasendrehung durch den Ausgangspol
(fp=1/(2*Pi*Ausgangswiderstand*Lastkapazität)) um weitere 90° an und der
Frequenzgang fällt entsprechend mit -40dB/dec. Mit zunehmender Kapazität
nimmt die Polfrequenz proportional ab.
Die blaue waagerechte Linie zeigt die mit dem Rückkoppelteiler
eingestellte Verstärkung. Bei dieser Verstärkung muss die Phasenreserve
mindestens 60° betragen, um in der geschlossenen Schleife Überschwingen
zu vermeiden. Wie man sieht, ist das nur bei der Kurve ohne
Lastkapazität gegeben. Bei allen anderen Werte ist die Phasenreserve
praktisch 0° und daher unbrauchbar klein.
Bild 1b
zeigt nun das Verhalten bei geschlossener Schleife, also genau so, wie
die Schaltung praktisch betrieben wird. Man erkennt, was sich oben schon
abzeichnete. Bei allen kapazitiven Lasten tritt Überschwingen auf,
welches mit der Kapazität zunimmt. Einzig ohne Lastkapazität ist die
Schaltung stabil.
Bild 1c
zeigt nochmal den direkten Vergleich der offenen und der geschlossenen
Schleife. An den Stellen, an denen die Verstärkungskurven der offenen
Schleife die eingestellte Verstärkung von 3 (10dB) schneiden, ist die
Schleifenverstärkung =1. Im Falle der geschlossenen Schleife ist die
Phasenreserve zu klein und es kommt zum schwingen.
Zu beachten ist, dass das Verhalten in der Praxis vom gezeigten mehr
oder weniger stark abweicht, da der Ausgangswiderstand der Schaltung
stark von den Betriebsbedingungen (Laststrom, Lastwiderstand) abhängt.
Als Fazit ergibt sich, wie oben schon gesagt, dass nicht der Ausgangs-
oder Lastkondensator die Stabilität der Schaltung sicherstellt, sondern
diese durch andere Maßnahmen erreicht werden muss. An einem solchen
Kondensator kommt man aber nicht vorbei, weil ein Labornetzteil
Schaltungen mit großen Glättungs- oder Abblockkondensatoren versorgen
können muss.
Die üblichen Maßnahmen zur Stabilisierung solcher Schaltungen
(Integrationskondensator vom Ausgang des OPV zum – Eingang) zielen
darauf ab, die rote Kurve (CL=0) in Bild1a so weit nach links zu
verschieben, dass die Schleifenverstärkung bei kapazitiver Last unter 1
abgesunken ist, bevor die Phasenreserve zu klein ist. Man tauscht auf
diese Weise Bandbreite, also Regelgeschwindigkeit, gegen maximale
Lastkapazität ein. Wegen der sich daraus ergebenden geringen
Regelgeschwindigkeit haben viele Netzteile große Ausgangskondensatoren,
um pulsartige Laststromanforderungen bedienen zu können, zu denen der
korrigierte Regler zu langsam ist.
Nochwas zur dynamischen Stabilität.
Im vorigen Beitrag war zu sehen, dass die Lastkapazität in Verbindung
mit dem Ausgangswiderstand die Schwierigkeiten macht. Idealerweise hätte
man eine Schaltung mit Ausgangswiderstand =0, dann macht die
Lastkapazität keine Probleme mehr. Natürlich kann man das nicht
erreichen, aber man kann in die Richtung gehen und sich die
Frequenzgangkorrektur vereinfachen und gleichzeitig einen viel
schnelleren Regler bekommen. Ein deutlicher Schritt dazu wäre, den
npn-Darlington durch einen Komplementär-Darlington zu ersetzen. Der hat
nämlich unter gleichen Betriebsbedingungen einen sehr viel kleineren
Ausgangswiderstand als der nicht komplementäre.
In der Simu haben die komplementären TIP2955/3055 vollkommen identische
Modellparameter-Werte, so dass die Ergebnisse direkt vergleichbar sind.
Und nochwas.
Falls sich jemand fragen sollte wieso ich immer die Frequenzgänge zeige,
wo doch von z.B. Schwingen am Oszi (also dem Zeitbereich) die Rede ist,
dann sollte das angehängte Bild die Sache klären. Beides ist zueinander
äquivalent, und die AC-Simu ist um viele Größenordnungen schneller als
die Transientenanalyse.
Bildquelle: Tietze/Schenk, Halbleiter-Schaltungtechnik
ArnoR schrieb:> Natürlich kann man das nicht> erreichen, aber man kann in die Richtung gehen und sich die> Frequenzgangkorrektur vereinfachen und gleichzeitig einen viel> schnelleren Regler bekommen.
Leider nicht, weil Labornetzteile ja strombegrenzt sein sollen und eine
extra Stromregelschleife besitzen.
Wenn da 1000uF am Ausgang sind, wird das bei 1A Strombegrenzung eben
10ms dauern bis der auf 10V aufgeladen ist, egal wie schnell der Regler
auch ist.
Die übliche Situation ist ja auch nur, daß ein Regler bei einer
bestimmten Kapazität von..bis instabil ist, daher baut man mindestens
bis an den Ausgang, damit auch bei hinzufügen weiterer Kapazitäten
nichts ins Schwingen kommt. Es sei denn, man schliesst eine Spule an.
Bei stromversorgten Schwingkreisen hoher Güte wird es eben schwingen,
aber bei einem gut gedämpften Regler langsam abklingen.
Michael B. schrieb:> ArnoR schrieb:>> Natürlich kann man das nicht>> erreichen, aber man kann in die Richtung gehen und sich die>> Frequenzgangkorrektur vereinfachen und gleichzeitig einen viel>> schnelleren Regler bekommen.>> Leider nicht, weil Labornetzteile ja strombegrenzt sein sollen und eine> extra Stromregelschleife besitzen.>> Wenn da 1000uF am Ausgang sind, wird das bei 1A Strombegrenzung eben> 10ms dauern bis der auf 10V aufgeladen ist, egal wie schnell der Regler> auch ist.
Der Betrieb in der Strombegrenzung ist ein anderer Fall. Wenn man
unterhalb der eingestellten Stromgrenze bleibt, ist nur der
Spannungsregler aktiv und der kann dann eben schneller auf
Laständerungen reagieren.
Nachdem hier so viele Vorschläge zum Schaltungsdesign eines
Labornetzteils gemacht worden sind, möchte ich auch mal einen Vorschlag
unterbreiten. Vorweg: ich bin kein Experte für lineare Schaltungstechnik
und bin deshalb nicht in der Lage alle die Unwägbarkeiten dieses
Vorschlags zu überblicken.
Es gibt von Linear Technology einen Spannungsreglerbaustein,
LT3080/LT3081.
http://www.linear.com/product/LT3081
Die Eckdaten (aus dem Datenblatt):
- Extended Safe Operating Area
- Maximum Output Current: 1.5A
- Stable with or without Input/Output Capacitors
- Wide Input Voltage Range: 1.2V to 36V
- Single Resistor Sets Output Voltage
- Output Current Monitor: IMON = IOUT/5000
- Junction Temperature Monitor: 1μA/°C
- Output Adjustable to 0V
- 50μA SET Pin Current: 1% Initial Accuracy
- Output Voltage Noise: 27μVRMS
- Parallel Multiple Devices for Higher Current or Heat Spreading
- Programmable Current Limit
- Reverse-Battery and Reverse-Current Protection
- <1mV Load Regulation Typical Independent of VOUT
Wenn ich richtig sehe, erfüllt der Baustein den größten Teil der bisher
gestellten Forderungen. Es gibt von LT dazu eine Beispielschaltung, die
ein komplettes Labornetzteil beschreibt:
http://cds.linear.com/docs/en/lt-journal/LTJournal-V24N2-02-df-BenchSupply-Szolusha.pdf
(siehe Seite 14)
Diese Schaltung ist sicherlich zu komplex, aber man muss ja vielleicht
alle Baugruppen so aufbauen:
- wenn ich die Schaltung richtig verstanden habe ist der LT8612 nebst
Außenbeschaltung ein Schaltnetzteil, das Vout + 1,7V aus 10-40V Vin
erzeugt. Das könnte man ja auch durch einen Trafo, Gleichrichter und
Siebelkos ersetzen.
- Der LTC3632 ist offensichtlich eine Stromsenke, die wohl für eine
Mindestlast am Ausgang der Schaltung sorgen soll. Ich denke das kann man
auch einfacher realisieren (siehe auch EEVBLOG-Video weite unten)
- und mit dem LT3092 Schaltungsteil hat man auch eine
Umschaltmöglichkeit für die max. Ausgangsspannung
- Die 3A Ausgangsstrom werden durch parallel schalten zweier
LT3081-Bausteine erreicht, wenn 1,5A reichen würde sogar nur ein
Baustein reichen
Ich habe zu diesem IC folgende Informationen gefunden. Zunächst nochmal
die Unterlagen von LT selbst:
Datenblatt:
http://www.linear.com/product/LT3081
Labornetzteil:
http://cds.linear.com/docs/en/lt-journal/LTJournal-V24N2-02-df-BenchSupply-Szolusha.pdf
Applikationsschaltungen:
http://cds.linear.com/docs/en/application-note/an142f.pdf
Dave Jones hat sich ebenfalls damit beschäftigt:
https://www.youtube.com/watch?v=CIGjActDeoMhttps://www.youtube.com/watch?v=6Otr1I0OR18https://www.youtube.com/watch?v=8-qar5vgnbc
(Ich habe seine Schaltung aus Folge 3 mal abgezeichnet, siehe Anhang)
In "THE ART OF ELECTRONICS" (Ausgabe3, Seite 612) findet man ebenfalls
eine kleine Schaltung mit diesem Baustein.
Bestechend finde ich die Einfachheit einer Netzteilschaltung. Allerdings
vermag auch nicht zu erkennen wo eventuell verdeckte Schwierigkeiten
lauern, die unter Umständen nicht tragbar sind.
Nachteilig sind der Preis des Bausteins, die Tatsache das man sich auf
einen Hersteller festlegt und das durch die Integration vieler
Funktionen im IC der Erkenntnisgewinn für Laien relativ klein ist.
rhf
Roland F. schrieb:> - wenn ich die Schaltung richtig verstanden habe ist der LT8612 nebst> Außenbeschaltung ein Schaltnetzteil, das Vout + 1,7V aus 10-40V Vin> erzeugt. Das könnte man ja auch durch einen Trafo, Gleichrichter und> Siebelkos ersetzen.
Leider landet man dann bei 30V rein und wenigen Volt raus schon bei 0,4A
in der Begrenzung vom LT3081 und muss also bereits für 1A gleich 3 Stück
einplanen.
Das Teil ist deutlich aufwändiger zu kühlen, dank 125°C max (2N3055:
200°C). Die vielen Anschlüsse gepaart mit der hohen Anzahl an LTs
erwingen eine direkte Kopplung einer Ansteuerplatine mit einem grossen
Kühlkörper, will man allzu viel Kabelsalat vermeiden.
Ohne Umschaltung der Eingangsspannung ist das also unpraktisch.
A. K. schrieb:>> Leider landet man dann bei 30V rein und wenigen Volt raus schon bei 0,4A> in der Begrenzung vom LT3081 und muss also bereits für 1A gleich 3 Stück> einplanen.>
Missverständnis:
http://cds.linear.com/docs/en/lt-journal/LTJournal-V24N2-02-df-BenchSupply-Szolusha.pdf
Gemäß Figure 1 macht der Schaltregler LT8612 aus jeder Eingangsspannung
eine Spannung Vout +1,7V. Damit wird der LT3081 versorgt. Damit hat
dieser bei jeder Ausgangsspannung eine max. Verlustleistung von 1,7V *
Iout. Also max. 1,7V * 1,5A = 2,55W.
Generell kann man bei einem Längsglied mit implizitem SOA-Schutz ein
kleines Problem im Konstantstrom-Modus bekommen, wenn man eine Art
Vorregelung oder Eingansspannungsumschaltung verwendet: Bei hohem Strom
und anfänglich hoher Ausgangsspannung wird bei einem massiven
Spannungseinbruch interessant.
Bis die Eingangsspannung runter geregelt oder geschaltet hat, liegt
volle Power über dem Längsglied. Ein 2N3772 kann über 100ms das doppelte
seiner nominellen Leistung wegstecken. Da bleibt genug Zeit fürs
Runterfahren vom Input. Bei einem Längsglied mit statischem SOA-Schutz
muss das Glied bei voller Eingangsspannung noch innerhalb der SOA
liegen, sonst bricht der Strom ein.
An dieser Stelle wirds auch für 2N3055 Freunde interessant. Denn genau
das unterschiedet die heutige Version von der usprünglichen. Der 2N3055
ist bei doppelter Last schon nach 1ms platt, der 2H3055A (OnSemi) erst
nach 100ms.
Achim B. schrieb:> Eppelein V. schrieb:>> Weiter wäre eine Überlegung, negative Spannungsgrößen mit einfließen zu>> lassen, falls noch nicht angemerkt worden ist.>> Ist einfach: du benötigst ein zweites Netzteil. Eins für die positive,> und eins für die negative Spannung. In der "Mitte" ist Masse. Oder Null.> Das dürften sogar zwei strunzen verschiedene Netzteile sein,> vorausgesetzt, sie haben kein gemeinsames "Potential", was aber> üblicherweise so gegeben ist.>> Gleiches güldet auch für das hier ellenlang diskutierte "Problem" mit> der Reihenschaltung von zwei (oder mehr) Netzteilen.
Auch danke für den Hinweis.
Die ganzen Jahre einm ebensolches in Betrieb wenn gebraucht.
Könnte man etwaig in die neue Planung mit einfließen lassen, dann wäre
alles kompakt beieinander, nu mal so ein Gedanke.
MfG
Eppelein
Bin hier interessiert am Mitlesen und finde die Idee mit einem
nachbaubaren, "modernes" LNG recht gut.
Aber, das bitte nicht negativ aufnehmen, das soll konstruktiv werden,
braucht es wirklich ein weiteres 15V 1A LNG? Das packt jeder LM317.
Pro:
- Einfache Materialbeschaffung
- 230V Part ausgeklammert, durch Trafo oder SNT vorgeschaltet
- Abschaltbare Ausgänge
- Stromeinstellung ohne Kurzschließen der Ausgänge
Contra:
- Warum kein µC und nur Potis?
- Warum keine Reihen-/Parallelschaltung?
- 15V 1A ist Geschmackssache, wären mir etwas wenig und wieder, das kann
jeder lm317
Ich denke 1 µC pro Kanal und ein Weiterer zur Steuerung sind ein Muss.
Und kein ATMega/Arduino, aufgrund der fehlenden DACs. Das erlaubt dann
auch das anschließen über RS232/USB/Ethernet (falls man es braucht).
Eventuell einen PSoc, da könnte man einige features in der
Programmierbaren Hardware abbilden.
Strom und Spannung lässt sich präzise und genau über das Display
einstellen oder per Schnittstelle vom PC aus.
Ausgangsabschaltung über Relais oder Sollwerte auf 0V setzen (müsste man
Vor- und Nachteile abwägen).
Weitere Vorteile, die "einfach" in Software hinzugefügt werden können:
Ladekurven für Akkus (evtl. mit optionalem Balancing modul für LiPos),
Zyklen fahren, Zeitabschaltung, rauschen simulieren, etc.
Für die Reihen-/Parallelschaltung wären 2 Dinge notwendig, galvanische
Trennung und loadbalancing.
Eingangs seitig braucht man pro Kanal ein Netzteil um die Kanäle zu
trennen. Per Optokoppler die Daten zwischen den Kanälen austauschen und
dadurch das loadbalancing realisieren.
Was Spannung und Strom angeht, da wären meiner Meinung nach 30V 5A recht
schön, da lässt sich dann auch fast alles mit erschlagen. Von einfachen
Blinklichtern über high power LEDs bis hin zu Motorschaltungen. Sollte
es doch mal nicht ausreichen -> Reihen-/Parallelschaltung.
Wenn man das ganze "perfekt" aufbauen wollen würde, dann würde man ein
regelbares SNT+PFC vor den LNG teil setzen und das SNT 3V höher als den
LNG teil regeln. Damit hätte man dann ein effizientes und kühles
Netzteil mit (dank µC) einem Haufen Funktionen und wenn man es etwas
modular gestaltet, sogar eine erweiterbare Plattform.
Achim schrieb:> Bin hier interessiert am Mitlesen und finde die Idee mit einem> nachbaubaren, "modernes" LNG recht gut.> Aber, das bitte nicht negativ aufnehmen, das soll konstruktiv werden,> braucht es wirklich ein weiteres 15V 1A LNG? Das packt jeder LM317.
Du hast offensichtlich den Kommentar von lurchi oben nicht gelesen.
> Contra:> - Warum kein µC und nur Potis?
Wegen der Nachbausicherheit. Schau' Dir einfach das DCG im ct-lab an,
das ist nicht mehr nachbausicher.
> - Warum keine Reihen-/Parallelschaltung?
Das ist nicht ausgeschlossen.
> - 15V 1A ist Geschmackssache, wären mir etwas wenig und wieder, das kann> jeder lm317
Kommentar siehe oben
> Ich denke 1 µC pro Kanal und ein Weiterer zur Steuerung sind ein Muss.> Und kein ATMega/Arduino,> aufgrund der fehlenden DACs.> Das erlaubt dann> auch das anschließen über RS232/USB/Ethernet (falls man es braucht).
Einfach mal das ct-lab angucken, da gibt den von Dir ausgeschlossenen
AtMega und auch die von Dir gewünschte Konnektivität. Alleine der
Ethernet-Baustein kostet EUR 60,-.
> Eventuell einen PSoc, da könnte man einige features in der> Programmierbaren Hardware abbilden.> Strom und Spannung lässt sich präzise und genau über das Display> einstellen oder per Schnittstelle vom PC aus.> Ausgangsabschaltung über Relais oder Sollwerte auf 0V setzen (müsste man> Vor- und Nachteile abwägen).> Weitere Vorteile, die "einfach" in Software hinzugefügt werden können:> Ladekurven für Akkus (evtl. mit optionalem Balancing modul für LiPos),> Zyklen fahren, Zeitabschaltung, rauschen simulieren, etc.
Der Ruf nach der eierlegenden Wollmilchsau passt nicht zur
Nachbausicherheit und garantiert ein frühes Ende des Projekts.
> Für die Reihen-/Parallelschaltung wären 2 Dinge notwendig, galvanische> Trennung und loadbalancing.
Lies Dir den ct-Artikel zum DCG durch.
> Eingangs seitig braucht man pro Kanal ein Netzteil um die Kanäle zu> trennen. Per Optokoppler die Daten zwischen den Kanälen austauschen und> dadurch das loadbalancing realisieren.>> Was Spannung und Strom angeht, da wären meiner Meinung nach 30V 5A recht> schön, da lässt sich dann auch fast alles mit erschlagen. Von einfachen
Ich fände 50A noch schöner.
> Blinklichtern über high power LEDs bis hin zu Motorschaltungen. Sollte> es doch mal nicht ausreichen -> Reihen-/Parallelschaltung.>> Wenn man das ganze "perfekt" aufbauen wollen würde, dann würde man ein
Mit "man" sind offensichtlich die anderen gemeint, denn Du hast ja
keinen Schaltplan bisher vorgelegt.
> regelbares SNT+PFC vor den LNG teil setzen und das SNT 3V höher als den
Super. Zeig' mal Deinen Schaltplan. Es gibt übrigens Gründe auf den
Einsatz von Schaltnetzteilen zu verzichten. Bis jetzt ist jeder in
seiner Spannungsversorgung frei.
> LNG teil regeln. Damit hätte man dann ein effizientes und kühles> Netzteil mit (dank µC) einem Haufen Funktionen und wenn man es etwas> modular gestaltet, sogar eine erweiterbare Plattform.
Diese Plattform gibt es schon, sie heißt ct-lab.
Deine Maximalforderungen finde ich überhaupt nicht zielführend.
Alleine um die Probleme von Überschwingern beim ct-lab DCG in den Griff
zu kriegen, brauchte es mehrere Schaltplanrevisionen, das war für den
Author richtig zeitaufwendig.
"Konstruktivität" die Du ja suggerierst, geht anders!
Ich finde die posts von ArnoR zum Innenwiderstand der Endstufe sehr
interessant.
Warum ist dann der NPN Typ 3055 zum "Quasi-Standard" in vielen
Selbstbaunetzteilen geworden? Gab es z.B. früher einfach keine passenden
PNP Leistungstransistoren um komplementär Darlingtons aufzubauen oder
wurde immer nur kopiert?
Der von Roland Franz ins Spiel gebrachte LT3081 hat übrigens genau so
einen komplementär Darlington als Endstufe.
Mit meinem begrenzten regelungstechnischen Verstand meine ich zu
erkennen, dass die Phasenreserve beim Komplementärdarlington für C = 1
mikroF kleiner ist als z.B. bei 10mikroF. Lässt sich daraus z.B. ein
Kompromiss für eine mindest grösse am Ausgang des Ausgangs C erkennen.
Was sagt die Simulation z.B. für 10n oder 100n am Ausgang?
Timo S. schrieb:> meine ich zu> erkennen, dass die Phasenreserve beim Komplementärdarlington für C = 1> mikroF kleiner ist als z.B. bei 10mikroF.
Ja das ist so, weil bei den dort höheren Frequenzen weitere interne Pole
des OPV und des rel. langsamen Komplementär-Darlington zu wirken
beginnen.
> Lässt sich daraus z.B. ein> Kompromiss für eine mindest grösse am Ausgang des Ausgangs C erkennen.
Nein. In dem Bereich und ganz ohne Frequenzgangkorrektur lässt sich die
Schaltung nicht vernünftig betreiben. Die Mindestgröße ist 0. OPV oder
Verstärker schwingen mit kapazitiver Last, nicht ohne.
> Was sagt die Simulation z.B. für 10n oder 100n am Ausgang?
Irrelevant, weil in der Praxis nicht machbar, die Schaltung muss für die
maximale Kapazität korrigiert werden, so kleine Werte bewirken dann gar
nichts.
Gerhard O. schrieb:> Was meint ihr? Wert zum Diskutieren?
Die Idee ist auf den ersten Blick verführerisch. Aber bei allen
Standorten außerhalb Chinas krieg ich Bauchschmerzen:
Preis: US $78,47 (ca. EUR 66,57)
Versand: US $33,99 (ca. EUR 28,84)
Einfuhrabgaben: US $21,24 ...(EU-Zölle müßte ich nachschlagen)
kurzum, man landet in der EU bei geschätzten 120..130 Euro und dafür
kann man sich was Fertiges kaufen.
Ich mach nachher oder morgen mal ein Bild von einer
Alternativkonstruktion. Nicht zum Nachbau, sondern zum Finden einer
konsensfähigen Gehäuseversion.
W.S.
Wow, mein erster Beitrag in diesem Thread und gleich werde ich so
angegangen, weil keine Schaltung drin ist (bei grundsätzlichen
Fragen/Ideen).... wüsste ich nicht, das das hier die höfliche
Umgangsform ist, würde ich mich fragen, ob ich im falschen Film wäre.
@Peter M.: Erklär mir doch bitte mal, was du unter Nachbausicher
verstehst? Alles DIP? In diesem Zusammenhang, was spricht gegen einen
µC?
Auch schön, dass du mich immer auf das DCG vom ct-lab verweist. Aber das
schwingt nach deiner Aussage doch und genau solche Schwinger kommen doch
idr. vom Analog Teil und den wolltest du dann auch noch kopieren?
Und glaubst du wirklich, das man nicht mehrere Versionen braucht um das
ganze von der Simulation auf eine Leiterplatte zu bekommen? Alleine die
üblichen Bauteiltoleranzen werden da noch das ein oder andere
Kopfzerbrechen verursachen.
Timo S. schrieb:> Warum ist dann der NPN Typ 3055 zum "Quasi-Standard" in vielen> Selbstbaunetzteilen geworden? Gab es z.B. früher einfach keine passenden> PNP Leistungstransistoren um komplementär Darlingtons aufzubauen
So ist es. Es gab anfangs zum 2N3055 keinen vergleichbaren PNP. Und der
war dann schnell so populär, dass er zum Quasi-Standard wurde.
Die frühen Herstellungstechniken bevorzugten eine bestimmte Art. Bei
Germanium war es PNP, bei Silizium NPN.
ArnoR schrieb:> Beispielsweise wird oft behauptet, dass ein Ausgangskondensator der> dynamischen Stabilität (also der Stabilisierung gegen> Schwingen/Überschwingen) dient, und kleine Kapazitäten (z.B. 1µF) bzw.> ganz fehlende die Stabilität der Schaltung verschlechtern. Das ist> falsch.
Deine Simulationen sind ja ganz nett, aber bedenke doch bitte mal, daß
du NIE NIE NIE weißt, was im Betrieb da an den Ausgang kommt.
Ich sag's mal ganz locker: wenn der Ausgangskondensator von 100µF bis
unendlich variieren kann, dan ist das weniger und folglich besser
beherrschbar als wenn er von 100nF bis unendlich variieren könnte.
Also sollte man durchaus einen nicht grad kleinen Kondensator am Ausgang
vorsehen, quasi als kapazitive Grundlast. De Diskussion wäre dann
darüber zu führen, welche Güte dieser haben sollte. Hintergrund:
schließe mal eine Schaltung über 2 Meter (1 plus, 1 minus) Litze an, die
als allererstes nen fetten Keramikkondensator von 22..100µF mit Güte
>200 enthält. Da wird das Netzteil leicht zum Clapp-Oszillator, wenn da
keine dämpfenden Un-Güten am Ausgang mitspielen, die der Schwingneigung
entgegenwirken.
W.S.
W.S. schrieb:> Ich sag's mal ganz locker: wenn der Ausgangskondensator von 100µF bis> unendlich variieren kann, dan ist das weniger und folglich besser> beherrschbar als wenn er von 100nF bis unendlich variieren könnte.
Warum liest du nicht einfach was oben steht. Unendlich ist aber eh nicht
machbar, alles würde unendlich lange dauern. Die Schaltung interessiert
sich nur für die maximale Kapazität und muss für die maximale Kapazität
korrigiert werden, dann ist es egal, ob die minimale 100µ oder 100n ist.
Achim schrieb:> Wow, mein erster Beitrag in diesem Thread und gleich werde ich so> angegangen
Nö. du wurdest überhaupt nicht "angegangen". Wenn hier jemand mal ne
echte Standpauke abkriegt, dann liest sich das GANZ anders. Kannste mir
glauben.
Aber: Ich verstehe ja, daß wir hier in einem Mikrocontroller - Board
sind und deswegen selbiger überall hineinleuchtet - doch hier im
Speziellen geht es um eine Labornetzteil-Konstruktion, die eigentlich 3
Kriterien genügen soll:
1. schaltungstechnisch OK sein
2. bescheiden im Bauteileumfang und in der Kompliziertheit
3. nachbaubar auch vom blutigen Anfänger, der außer einem
Bastel-Lötkolben, Cuttermesser, Kneifzange und anderem Baumarktwerkzeug
aus der Grabbelkiste nix hat. Und zwar ohne daß er nen Stromschlag
kriegt oder sich oder seine Schaltung räuchert.
Achim schrieb:> braucht es wirklich ein weiteres 15V 1A LNG? Das packt jeder LM317.
Erstens ist das 15V/1A-LNG genau das, was bei Bastelanwendungen etwa
90% aller Fälle abdeckt.
Zweitens ist deine flapsige Meinung über den LM317 falsch. Ein LNG soll
eben auch mal 1 Volt bei vollem Strom (hier 1A) dauernd liefern können.
Den LM317 und seinen Kühlkörper will ich sehen, der dann die restlichen
14 Watt auf Dauer verheizen kann. Präzise gesagt, würden die 14 Watt
nicht reichen, denn man müßte den Headroom des LM317 noch dazurechnen.
Und wie kommst du beim LM317 auf 1 Volt oder darunter?
W.S.
W.S. schrieb:> Erstens ist das 15V/1A-LNG genau das, was bei Bastelanwendungen etwa> 90% aller Fälle abdeckt.
Wenn man sich auf diese 90%-Bastelfälle beschränkt, ist man mit einem
50€ Chinateil 0-15V/2A auch bedient. Mehr als Lerneffekt kommt dann bei
Selbstbau nicht raus - und beim Bau wird man merken, dass man eigentlich
schon eines braucht, um das neue in Betrieb zu nehmen.
Wenn es also um den Lerneffekt geht, dann ist ein LM317/L200 schon
deshalb sinnarm, weil man daraus kaum etwas lernt. Da lernt man mit
einem Regler in Emitterschaltung mehr, denn bis der mal in allen
Lebenslagen stabil ist...
Wenn es andererseits um Minimierung des Aufwands geht, dann tut es der
LM317. Weniger als 1,2V ist selten. Ich hatte in der Taschengeldphase
ein 7805 mit untergesetztem Poti verwendet (70er, der LM317 war wohl zu
frisch). Das war dann ziemlich lang im Einsatz. Wenn mehr Strom
gebraucht wurde, dann hatte ich eigentlich immer was für Festspannung
rumliegen, das den liefern konnte.
A. K. schrieb:> Ich hatte in der Taschengeldphase
Kenn ich, kenn ich. Mein erstes Bastelnetzteil hatte ein "geeichtes"
Lautstärkepoti aus nem alten Radio als Spannungseinstellung, ein
Dreheisen-instrument als Strommesser und die Schaltung war komplett
diskret ausgeführt, im Prinzip Differenzstufe wie beim OpV, PNP
Ausgangsvorstufe, dann NPN Leistungstransistor. Herrje, ich hatte nur
ein geschenktes 100µA-Drehspulinstrument mit Vorwiderständen als
Spannungsmesser. Aber ein solides Blechgehäuse aus 1mm verzinktem
Stahlblech...
Kopf nach vorn und die Toten ruhen lassen.
W.S.
W.S. schrieb:> Erstens ist das 15V/1A-LNG genau das, was bei Bastelanwendungen etwa> 90% aller Fälle abdeckt.
Hast Du schon mal bedacht, daß möglicherweise nicht jeder Bastler 90%
in diesem Bereich verbringen könnte - sondern z.B. meine 90% eher
innerhalb 2 x 30V / 3A lägen?
Ich hätte nichts gegen ein Gerät mit 12V/1A. Nur bräuchte ich dann noch
2x12/15/18/20/24V/3A, 48V/2A, und noch 60V/0,5A. Was dann?
W.S. schrieb:> 3. nachbaubar auch vom blutigen Anfänger, der außer einem> Bastel-Lötkolben, Cuttermesser, Kneifzange und anderem Baumarktwerkzeug> aus der Grabbelkiste nix hat. Und zwar ohne daß er nen Stromschlag> kriegt oder sich oder seine Schaltung räuchert.
Wenn ich dich da mal zitieren darf:
"3. Stromversorgung: möglichst Print-Trafo, 15..18 VA."
Du willst also einen DAU auf 230V los lassen? Dachte der soll keinen
Stromschlag bekommen.
Für einen DAU reicht auch das hier:
https://www.pollin.de/p/regelbares-labornetzgeraet-quatpower-ln-3003-0-30-v-0-3-a-351425
Nicht perfekt, ein SNT mit riesigem C am Ausgang, aber sicher und für
90% der Fälle ausreichend, ohne das man einen Schlag bekommt und seine
Schaltung räuchert, bei richtiger Bedienung.
Fürs lernen reicht, wie schon gesagt wurde, ein LM317 und den kann man
immer noch hinter das Pollin NT hängen.
W.S. schrieb:> Ein LNG soll> eben auch mal 1 Volt bei vollem Strom (hier 1A) dauernd liefern können.> Den LM317 und seinen Kühlkörper will ich sehen, der dann die restlichen> 14 Watt auf Dauer verheizen kann.
Das liegt aber in der Natur eines LNG, dass alles was vorne rein und
hinten nicht wieder raus kommt, als Hitze verbraten wird. Wird einer zu
warm, schaltet man halt mehrere parallel. Genauso wie man es bei jedem
anderen LNG auch machen muss. Oder man braucht eine gute Kühlung (CPU
Kühler wurden hier auch schon von dir angesprochen).
Scrat schrieb:> So. Inzwischen seid ihr bei Stromregelungen angelangt, die von> Transistoren übernommen werden und auf deren BE-Spannung basieren. Sowie> Schaltungen, die auf Zenerdioden als "Referenz" bauen.>> Weiter oben diese drei, vier kindischen Gäste hatten zufällig recht, ich> gehöre hier tatsächlich nicht her. Also dann noch alles Gute beim> schlechten Kopieren veralteter Schaltungen.
Was sollen wir denn machen wenn uns dein genialer Schaltungsentwurf
nicht vorliegt? Wir können halt nur dumm sterben wenn uns niemand den
richtigen Weg weist.
Zurück zum Thema: Ich hab mal alles nur grob überflogen seit gestern. Im
Anhang mal meine Schaltung bzgl. Labornetzteil mit dem LM324. Das war
mein erster Schaltungsentwurf auf dessen Basis ich ein LNG aufgebaut
hab. Nachteil ist dabei die Strommessung. Die Widerstände müssen hierbei
schon gut aufeinander abgestimmt sein sonst kann es zu vergleichsweise
großen Fehlern bis hin zum Messen eines negativen Stroms kommen. Daher
gabs in einer späteren Variante (Layout oben) die Strommessung mit einem
INA122/INA126 und der Spannungs- und Stromregler wurde durch einen LM358
ersetzt.
Das Netzteil lässt sich problemlos mit einem uC steuern und wer keinen
uC verwenden will muss sich lediglich die Poti-Beschaltung überlegen.
Das Netzteil habe ich in mehreren Varianten aufgebaut, von 12V/0.8A bis
hin zu 30V/2A, es ist also sehr leicht auch skalierbar.
Habt ihr Euch schon auf eine bestimmte Art festgelegt.
Hätte da noch ein industrielles Netzteil 0-20V, 4A mit LM723.
Layout ist fertig.
Spannung und Strom einstellbar.
M. K. schrieb:> Was sollen wir denn machen wenn uns dein genialer Schaltungsentwurf> nicht vorliegt? Wir können halt nur dumm sterben wenn uns niemand den> richtigen Weg weist.
Man fängt an, das Problem zu zerlegen und jeden Teil einzeln und logisch
zu lösen. Hier liegen folgende Teilprobleme vor, die mit zb. SCILAB oder
LTSPICE bearbeitet werden können (das Blockschaltbild ist weiter oben
entnommen worden) und auch zeigen, wie diese Probleme gelöst und die
Entscheidungen für/gegen getroffen werden.
1. Im BSB nicht enthalten: Netzfilter. Brauchen wir ein SiFi? oder ist
ein Eigenbau möglich? Wie messen wir netzgebundene Störungen? Welche
Topologie ist erforderlich? Welche Dämpfung?
2. Rohspannungserzeugung: OpenFrame Netzteile? Trafokonzepte?
Laptopnetzteile?
3. Stellglieder: IGBT/Bipolar/Mosfet? Paralellschaltung? Ansteuerung?
4. Regelung: Analog (Opamps) oder digital (AVR oder Sam? Der ARM-Arduino
hat sogar DAC, die können für eine Regelung interessant werden)
5. Kommunikation nach aussen: CAN? GPIB? USB?
6. Visualisierung: Fluoreszenz? LCD? LED7Segment? einzelne LED?
7. Spannungsüberwachung per Senseleitungen, weitere Möglichkeiten?
8. Lastabwurf?
9. Betrieb als Konstantspannungs/Stromquelle? schaltbar?
10. Symmetrisches NT? Einzelne Teile zum Zusammenschalten?
11. Thermische Überwachung des NT und der Last?
12. n.n. 2bc
Der LM317 hat eine feste Strombegrenzung und lässt sich nur schwer auf
eine kleinere erweitern. Wenn dann schon der L200, da könnte man
wenigstens per Stufenschalter den Strom in wenn auch groben Stufen
einstellen und ggf. fein per Poti trimmen. Der LM317, L200 und auch die
LT3080 sind allerdings Spannungsregler und bei der Regelung nicht
unbedingt darauf ausgelegt auch mit 100 µF oder 1000 µF am Ausgang noch
ohne große überschwinger zu regeln. Dazu kommt das die Spannung am
Ausgang des Reglers und nicht an der Buchse geregelt wird. Der
Schaltungsversuch von Dave Jones den LT3080 um eine feine Stromregelung
zu ergänzen ist genau eines der schlechten Beispiele für eine
Netzteilschaltung die nicht richtig funktioniert - je nach Variante
instabil oder extrem langsam oder beides.
Die Endstufe mit komplementär-Darlington hat gewisse Vorteile, wenn man
auf den niedrigen Ausgangswiderstand angewiesen ist. Allerdings braucht
man in der LNG Schaltung auch noch einen Shunt um den Strom zu messen
und begrenzen. Der Shunt oder ein anderer Widerstand hat auch noch einen
Vorteil für die Stabilität des Reglers. Der sorgt dafür dass der
Ausgangswiderstand der Endstufe bei höheren Frequenzen gutmütig bleibt
und nicht schon für sich instabil wird und dann ggf. schon mit 10 nF
schwingen würde. Der Widerstand mach die Sache im kHz Bereich etwas
schwieriger aber im MHz Bereich einfacher. Der Komplementär Darlington
kann auch schon für sich instabil werden, insbesondere mit Kapazitiver
Last - da wird auch schon der Reihenwiderstand quasi benötigt.
Man kann die Kompensation auch so auslegen, dass man nicht auf einen so
niedrigen Ausgangswiderstand angewiesen ist. Der Widerstand in Reihe zum
Kondensator am OP ist so eine Methode. Für ein Stellglied mit niedrigem
Ausgangswiderstand geht es ggf. ohne, aber man kann die Methode trotzdem
nutzen.
Ich benutzen der 2N3055 in der Simulation, einfach weil das einer der
wenige Leistungstransistoren ist, die bei LTSpice als Modell mit dabei
sind. Die konkrete Wahl der Transistoren ist dann ein späterer Schritt,
etwa wenn man festlegt ob man 1 A oder 3 A Ausgangsstrom erlauben will.
In der Schaltung mit Emitterfolger braucht die Spannungsregelung keine
Kapazität am Ausgang, jedenfalls keine große. Um sich nicht mehr um den
Bereich über 1 MHz groß kümmern zu müssen hilft es aber doch einen
Kondensator zu haben. Sehr hilfreich ist dabei einen Kondensator mit
etwas Serienwiderstand (aber nicht sehr viel), weil der in einem
begrenzten Bereich auch eine Resonanz dämpfen kann. Etwas vereinfacht
kann ein reiner Kondensator durch eine parallele Induktivität unwirksam
(hochohmig) werden - bei einem Kondensator mit Serienwiderstand kann das
nur begrenzt passieren. Bei der Betrachtung im Zeitbereich kümmert sich
die Kapazität für die Zeitskala wo der Reglerteil noch nicht reagieren
kann.
Die Stromregelung braucht ggf. etwas Kapazität, bzw. eine RC Kombination
am Ausgang. Zumindest in der von mir simulierten Form reicht da aber
auch wenig Kapazität (z.B. 100 nF, ggf. 1 µF wenn man es langsam macht).
Lurchi schrieb:> Der Komplementär Darlington> kann auch schon für sich instabil werden, insbesondere mit Kapazitiver> Last
Ja, man kann den in der Emitterleitung des Eingangstransistors (mit ein
paar Ohm) gegenkoppeln und stabilisieren.
Scrat schrieb:> So. Inzwischen seid ihr bei Stromregelungen angelangt, die von> Transistoren übernommen werden und auf deren BE-Spannung basieren. Sowie> Schaltungen, die auf Zenerdioden als "Referenz" bauen.>> Weiter oben diese drei, vier kindischen Gäste hatten zufällig recht, ich> gehöre hier tatsächlich nicht her. Also dann noch alles Gute beim> schlechten Kopieren veralteter Schaltungen.
Ne Du gehörst hier nicht her. Moserst nur rum, behauptest so was
Einfaches hat man in Null Komma Nix konstruiert und bleibst uns schon
seit einer gefühlten Ewigkeit die Präsentation Deiner Wunderschaltung
schuldig. Insofern kann ich mich nur einigen meiner Vorreder anschließen
- alles nur heiße Luft.
R. F. schrieb:> 2. Rohspannungserzeugung: OpenFrame Netzteile? Trafokonzepte?> Laptopnetzteile?
Sicherlich ist es schlau, eine Netzteilregelplatine so zu gestalten, daß
die Versorgung aus Eisenkerntrafo, Gleichrichter und Siebelko möglich
ist, die sind sowieso so gross daß sie mit Netzschalter, Lampe,
Sicherung und Netzbuchse ausserhalb der Platine (bzw. auf einer eigen
entworfenen zweiten Platine passend gross für die Grösse seiner
Bauteile) unterzubringen sind, dann muss man bedenken, daß die
Eingangsspannung um 1:1.5 schwankt also braucht man genügend
Spannungsfestigkeitsreserve nach oben, oder aus einem Schaltnetzteil,
das liefert dann vorgeregelt konstante aber verrauschte
Eingangsspannung, theoretisch geht dann auch ein Laptopnetzteil wenn man
mit dessen geringer Leistung auskommt.
All diese Varianten bedeuten aber, daß man mit EINER Versorgungsspannung
auskommen müsste, und damit wären alle floating Regler (von manchen hier
"HP Konzept" genannt) aussen vor. Also müsste man mindestens vorsehen,
daß neben der Hauptstromversorgung auch eine Hilfsstromversorgung
(zweiter Trafo, DC/DC Wandler) möglich ist um diese floating Regler zu
versorgen. Lösungen wie bei Ralph Berres mit 6 verschiedenen
Versorgungsspannungen sind dann aber raus, Lösungen mit Trafoumschaltung
zur Verlustleistungsreduzierung auch, Lösungen die aus einer
Trafowechselspannung die (negative) Hilfsspannungen per
Villard-Schaltung machen schwierig: Wer keine Trafoversorgung (sondern
Gleichstrom) hat müsste dann einen DC/DC Wandler spendieren.
Klingt für mich, als gibt es zwei Reglerkonzepte (Emitterfolger und "HP
Konzept") die beide nicht vereinbar sind, also müsste man beide weiter
betrachten, und sich von Trafoumschaltung oder Thyristorvorregelung
verabschieden. Jeder baut dann, was er will. Emitterfolger wird
einfacher (nur 1 Versorgungsspannung, kein Problem mit hochschnellender
Ausgangsspannung, kaum Stabilitätsprobleme, aber Ausgangsspannung stark
von Spannungsfestigkeit der OpAmps abhängig, kaum mehr als 30V bei
normalen OpAmps ereichbar) aber "HP Konzept" erlaubt unabhängigeren
Ausgangsspannungsbereich (locker 300V), dafür zumindest 2
Versorgungsspannnungen und weit kritischer in der Auslegung, ohne
Oszilloskop kaum selbst aufzubauen, zumindest nicht wenn man andere
Bauteile als schon ausprobierte nehmen will.
> 3. Stellglieder: IGBT/Bipolar/Mosfet? Paralellschaltung? Ansteuerung?
Sicher bipolare weil einfacher parallelschaltbar und schneller
und die angeblich grössre SOA eines MOSFETs auch nur Humbug ist.
Mehr als 50 Watt bekommt man linear aus einem einzelnen (TOP3)
Transistor nicht realistischb raus, für mehr braucht es also
Parallelschaltung.
> 4. Regelung: Analog (Opamps) oder digital (AVR oder Sam? Der ARM-Arduino> hat sogar DAC, die können für eine Regelung interessant werden)
Sicher analog, denn es sollte auch ohne uC funktionieren, zudem sind
alle uC zu langsam. Und der eine Doppel-OpAmp, den das kostet, der kann
nicht zu viel sein.
> 5. Kommunikation nach aussen: CAN? GPIB? USB?
Im Kern wohl seriell, leicht mit FT232R (auch fertige Chinamodule) in
USB umsetzbar, und wer will/muss kann CAN oder GPIB dann einfach selbst
dranstricken (und das Extra-Modul mit Software hier posten: :-).
> 6. Visualisierung: Fluoreszenz? LCD? LED7Segment? einzelne LED?
Jeder wie er will: Einfache 'retro' Analoginstrumente, digitale ICM7107
Anzeige, Anzeige per uC mit ADC erfassen auf LEDs oder LCD ausgeben so
wie es die fertigen Module aus China machen, und wohl kaum VFD Anzeigen.
> 7. Spannungsüberwachung per Senseleitungen
Sinnvollerweise vorzusehen, wer es nicht will, kann ja verbinden.
> 8. Lastabwurf?
?!? Meinst du damit den Ausgangsspannungsschalter ?
> 9. Betrieb als Konstantspannungs/Stromquelle?
Sicher, sonst wäre es kein Labornetzteil.
> 10. Symmetrisches NT? Einzelne Teile zum Zusammenschalten?
Eine halbwegs universelle Konstruktion würde das ermöglichen, daß man
mehrere Regelmodule als positive und negative oder parallel
zusammenschaltet.
> 11. Thermische Überwachung des NT und der Last?
Sicherlich Kühlkörper thermisch überwachen, aber das geht einfach per
Bimetall-Thermoschalter, da muss kein Sensor mit elektronischer
Auswertung dran. Ob man den Trafo auch überwacht, hängt wohl von dessen
Leistung ab. Ein ausreichend dimensionierter kann vom strombegrenzten
Labornetzteil nicht überfordert werden, es sei denn die Luftzirkulation
ist behindert. Ein Schaltnetzteil ist sowieso schon fertig, kaum jemand
wird es selber aufbauen.
All diese Fragen lassen sich also nur auf eine Art beantworten:
Jeder will was anderes.
Also kann man nur Module
- Reglermodul (in Variante Emitterfolger und Variante floating, ohne
Netzteil ohne Leistungstransistoren auf Kühlkörper denn die sind beide
stark abhängig von der gewünschten Auslegung)
- Anzeigedisplay (z.B: 2 x ICL7107 oder 1 x uC mit 8 7-Segment Anzeigen)
- uC Steuerung (Incrementaldecoder, Tastatur, Display, seriell/USB, ggf.
Arbiträrsignalerzeugung und Aufzeichnung über Zeit und
Leistungsberechnung (Watt, Wattstunden, Gesamtladung in Akku))
konzeptionieren, der eine baut Netztrafo, Gleichrichterbrücke, Siebelko
dran der anderee Schaltnetzteil, der eine baut Potis an die
Reglerplatine für manuelle Bedienung, der andere schliesst die
uC-Steuerung stattdessen an für USB Parametrisierung, der dritte baut
eine Anzegeplatine der andere kauft sich ein Chinamodul der nächste
nimmt 2 fertige Panelmeter.
Hallo Michael,
> Also müsste man mindestens vorsehen, daß neben der Hauptstrom-> versorgung auch eine Hilfsstromversorgung (zweiter Trafo, DC/DC> Wandler) möglich ist um diese floating Regler zu versorgen.
Aber was wäre daran so schlimm? Wenn ich so sehe was einige hier noch
für ganz andere Forderungen an ein LNT-Konzept haben (Regelung per MC,
Nutzung als Ladegerät per MC-Steuerung, u.s.w.), scheint mir der Aufwand
für eine zusätzliche Stromversorgung der Regeleinheit vernachlässigbar
klein. Wenn ich es richtig verstanden habe, würden sich dadurch die
Möglichkeiten aber erheblich erweitern.
rhf
Wollen wir nicht erst mal kleine Brötchen backen?
Wenn das eingangs erwähnte 20V/1A Labornetzgeräte-Modul nachbausicher
und in kleinen Grenzen skalierbar fertig ist, kann das nächste LNT-Modul
drankommen.
Einen Schritt nach dem anderen.
So wie ich das sehe, schlägt hier alle 5 Beiträge einer auf, der
dieselbe alte Leier wiederholt: "... ich will aber mehr!".
Der Konsens vom Eingang des Threads wird damit aufgegeben und dieser
Thread endet wie alle: ohne Ergebnis.
Oder geht's auch mal anders?
Blackbird
Blackbird schrieb:> Wenn das eingangs erwähnte 20V/1A Labornetzgeräte-Modul nachbausicher> und in kleinen Grenzen skalierbar fertig ist, kann das nächste LNT-Modul> drankommen
Beispiel dazu hab ich gestern gepostet ;)
Roland F. schrieb:>> Also müsste man mindestens vorsehen, daß neben der Hauptstrom->> versorgung auch eine Hilfsstromversorgung (zweiter Trafo, DC/DC>> Wandler) möglich ist um diese floating Regler zu versorgen.>> Aber was wäre daran so schlimm?
Na ja, es gibt halt viele Varianten:
Ein Trafo, zwei Wicklungen
Zwei Trafos.
Ein Schaltnetzteil, ein DC/DC Wandler.
Ein Design welches für mehrere Leute nachbaubar sein sollte, müsste in
den Varianten aufbaubar sein, also vielleicht auf der Platine Platz für
Gleichrichter und Siebelko und Spannungsregler für Trafohilfsversorgung
bereithalten, der wahlweise überbaut werden kann mit einem
DC/DC-Wandlermodul oder den Strom von einem Wandlermodul anderer Bauart
von aussen zuführen kann.
Im wesentlichen sollte man dann nur bedenken, daß die Hilfsspannung
überwacht sein muss: Ohne ausreichende Hilfsspannung keine
Ausgangsspannung.
Blackbird schrieb:> Wollen wir nicht erst mal kleine Brötchen backen?
Eben.
Trafowicklungsumschaltung oder Thyristorvorregelung wäre ein grosses
Brot, zumal es harte Anforderungen an die benötigten Bauteile stellt,
nicht jeder will sich einen Trafo wicklen lassen.
Also erst mal ein Design, welches alle überflüssige Leistung in Wärme
verbrät. D.h. maximal 50W bei einem Transistor. D.h. 30V/3A nur mit
Parallelschaltung.
Nur eine Platine ind die eine Eingangsspannung (nach Siebelko bzw. aus
Schaltnetzteil) rein geht, Anschlüsse für Leistungstransistor drauf sind
(einer will TO3, der andere Plastiktransistoren wofür sich E C B Pins am
Rand gut eignen so daß der Kühlkörper dahinter stehen kann, der nächste
4 parallel schalten) und Anschlüsse für Strom- und Spannungspoti und
Strommessinstrument und Spannungsmessinstrument drauf sind, in einer
Form, die auch von einem uC-Board bedient werden könnte, d.h. mit
vernünftigem Potentialbezug.
Michael B. schrieb:> ...> Also erst mal ein Design, welches alle überflüssige Leistung in Wärme> verbrät. D.h. maximal 50W bei einem Transistor. D.h. 30V/3A nur mit> Parallelschaltung.>> Nur eine Platine ind die eine Eingangsspannung (nach Siebelko bzw. aus> Schaltnetzteil) rein geht, Anschlüsse für Leistungstransistor drauf sind> (einer will TO3, der andere Plastiktransistoren wofür sich E C B Pins am> Rand gut eignen so daß der Kühlkörper dahinter stehen kann, der nächste> 4 parallel schalten) und Anschlüsse für Strom- und Spannungspoti und> Strommessinstrument und Spannungsmessinstrument drauf sind, in einer> Form, die auch von einem uC-Board bedient werden könnte, d.h. mit> vernünftigem Potentialbezug.
Keine Überschwinger, rückstromfest und nachbausicher. Wurde aber schon
mehrfach geschrieben.
Das wird schon schwer genug werden.
Blackbird
M. K. schrieb:> Blackbird schrieb:> Wenn das eingangs erwähnte 20V/1A Labornetzgeräte-Modul nachbausicher> und in kleinen Grenzen skalierbar fertig ist, kann das nächste LNT-Modul> drankommen>> Beispiel dazu hab ich gestern gepostet ;)
Kannst Du die Schaltungsfetzen zusammenhängend zeichnen und eine kurze
Angabe zu den Eckdaten geben? Die Mikrocontrollerschaltung ist Standard
und hier optional.
Blackbird
Hi,
das ist mir aufgefallen,
die Schaltung ähnelt sehr stark der des AF3007.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/344795/Ladegeraet_12V_mit_Strombegrenzung.jpg
Wobei die Variation der Ausgangsspannung sehr eng toleriert ist.
Daher praktisch als Labornetzteil kaum zu gebrauchen.
Nur, ich wollte noch den Trick mit der Kurzschluss-Sicherung vorstellen.
Bei sattem Kurzschluss am Ausgang über ca. 1 sec. bleibt die
Ausgangsspannung so lange nahe 0V, bis der Ladeelko nach Abschalten der
Netzspannung entladen ist und nach ca. 30 sec wieder ans Netz gehen
kann.
So wird verhindert, dass im Kurzschlussfalle das Gerät ständig auf
Maximalleistung fährt.
Man könnte sagen, das ist ein "Dreckeffekt" der Regelung. Aber geschickt
ausgenutzt hier.
Es wurde von Forumsmitgliedern mehrfach gesagt, T3 ist falsch herum
gezeichnet.
Und noch etwas, wer könnte nun die genaue Funktion von T3 einem Laien
erklären?
Bin schon gespannt auf Eure schlauen Antworten.;-)
ciao
gustav
Ich habe mal versucht alle Vorteile und Wünsche unter dem Hut der Eier
legenden Wollmilchsau unterzubringen. Grundschaltung von Ralf Leschner,
2-fach OPV von Lurchi, Nachrüstbarkeit eines µC, nur Standardbauelemente
(Widerstandsreihe E6).
Es werden insgesamt nur 18 verschiedene elektronische Bauelemente
benötigt (Widerstände mit gleichen Werten können mehrfach vorkommen).
Für ein schnelleres Regelverhalten enthält der BD643 bereits interne
Widerstände. Die 5-polige Steckerleiste (Conrad Best.-Nr. 741230 ) für
den Anschluss eines µC (sollte auf dem Layout vorhanden sein) kann im
Bedarfsfall auch einfach unbestückt bleiben, die Schaltung muss für die
Funktionsfähigkeit nicht geändert werden. Der TL431 könnte auch durch
einen 10V Festspannungsregler 78L10 ersetzt werden, das würde eine
Einsparung von 3 Widerständen bedeuten, allerdings werden dann wiederum
2 Abblockkondensatoren benötigt.
Die Schaltung ist noch nicht erprobt!