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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan


Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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W.S. schrieb:
> und wir sind immer noch in allen Dingen beim Durchkauen all dieser Varianten

Na dann ich habe mal rumprobiert. Leider kann ich die Gain- und 
Phasendigramme bezüglich der Reglerstabilität nicht bewerten, daher hier 
zur Diskussion. Es geht um die Hiland/Banggood/Stache Schaltung, die als 
Emitterfolger eher stabil ist, aber mit modernen Bauelementen, wobei man 
allerdings merkt, daß die Bauelementewahl nicht so kritisch ist.
Gruppiert nach Varianten.

MC33072_stability.gif und 10u_impedance.gif zeigt die Grundschaltung mit 
MC33072 als OpAmp, MJL3281 als Leistungstransistor und einem 10u/1R 
Ausgangselko gegen die ich hier vergleiche, bei 12.5V und 500mA, 50mA, 
5mA Belastung.

Wie man aus 2N3055_stability.gif und 2N3055_impedance.gif sieht, sind 
die Änderungen durch den langsameren Transistor nicht weltbewegend. Und 
auch der langsamer uA741 als OpAmp in uA741_stability.gif finde ich 
nicht unbrauchbar. Vielleicht findet aber auch jemand meine Einschätzung 
falsch, dann soll er das sagen.

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Weiter im Text. Ändert man an der Grundschaltung mit MC34072/MJL3281 den 
Ausgangskondensator von 10nF bis 100uF immer mit 1 Ohm Impedanz kommen 
folgende Bilder, stability ist Gain/Phase bei Sollwertänderung, 
impedance ist Reaktion auf Störgrösse am Ausgang. mit gefällt 1u und 10u 
am Besten, 100nF udn 100u gehen auch noch irgendwie. Wenn jemand das 
anders sieht, soll er das sagen.

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Weiter. Wenn man beim Ausgangskondensator den ESR auf 0.1 Ohm 
verringert, für die Werte 10uF und 100uF, wird es bei 10uF langsam 
kritisch, finde ich.

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Weiter mit dem Stromregler. Bei 1.317A so belastet, daß die 
Ausgangsspannung bei 19.75, 13.2 oder 2.65V liegt, zeigt current.gif das 
Verhalten der Standardschaltung bei Belastungsänderung am Ausgang mit 
Gain/Phase.
0R1_current.gif das Verhalten bei 10uF mit 0.1 Ohm ESR am Ausgang 
(kritisch, finde ich). 1u_current.gif und 100u_current.gif das Verhalten 
bei 1 bzw. 100uF mit 1 Ohm ESR.

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Ändert man den Kondensator am Stromregler-OpAmp, kann man das Verhalten 
deutlich beeinflussen. Normal sind 220pF in current.gif. Hier auch 
100p_current.gif und 1n_current.gif die Reaktion auf 
Vorgabewertänderung, und 100p_stromstab.gif und 1nGND_stromstab.gif die 
Reaktion auf Belastungsänderung, wobei GND sagt, daß der OpAmp it GND 
verbunden was statt mit der negativen Versorgung, was offenkundig auch 
ausreicht.

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Der Stromregel-OpAmp beeinflusst den Feedback-Eingang des 
Spannungsregler-OpAmps und das kann er mit unterschiedlicher Ankopplung 
tun. Über 1k oder 10k, oder 4k7 oder 2 mal 4k7 oder 1k und 1k

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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4k4 und 4k7 mit 220pF verglichen mit 4k7 und 4k7 mit 100pF vergleichen 
mit 1k und 1k mit 220pF, 1k alleine mit 220pF und 1k mit 1nF

Autor: Michael D. (mike0815)
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> Lern erst mal ricjtig schreiben, bevor du beleidigst
"DAS" ist eine Beleidigung mir gegenüber!!!
Und jetzt schmeißt du mit Steinen im Glashaus "ricjtig schreiben..."!
Ich lach mich weg! Nimm deine naturgegebenen "Glötzer" und glotz bevor 
du was abschickst, wie peinlich ist das denn? Und nein, ich verstecke 
mich nicht hinter dem Inkognito des World Wide Web! Wir können das 
persönlich regeln, wenn du Eier in deiner Hose hast, geb dir gerne meine 
Adresse, schick dir auch gerne ein Foto von mir, dann werde ich dir 
deine arrogantes Getue auf eine andere Weise zähmen! Solche Typen wie 
dich, hab ich gefressen!

EDIT: wärs't du angemeldet, würde ich dir eine PN Schicken, mein Freund!

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Bleibt wie dr Stromregler auf die Ausgangselkoimpedanz reagiert
10uF mit 1R gegenüber 10u mit 0.1R. Völlig unterschiedliches Verhalten, 
0.1 Ohm sind wie beim Spannungsregler zu wenig, was kein Wunder ist, 
denn dem Stromregler ist ja der Spannungsregler nachgeschaltet.

Ich finde die Grundauslegung mit 220p und 4k7 angemessen, aber wenn 
jemand aus den Diagrammen anders liest, kann er das gern kund tun. Anbei 
noch die ASC.

Autor: Lurchi (Gast)
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Die gezeigten Kurven der Ausgangsimpedanz zeigen, dass die 
Spannungsregelung die  Michael Bertrandt (laberkopp)  gezeigt hat, bei 
bestimmter Last instabil wird. Bei dem höheren Strom gibt es bei der 
Phase bei Frequenzen um 100 kHz eine Phase von weniger als 90 Grad, bzw. 
eine Verschiebung vom mehr als 90 Grad im Vergleich zum Ohmschen 
Widerstand (180 Grad für die Kurzen). Mit "passender" Kapazität am 
Ausgang kann der Regler dort schwingen. Mit dem 3055 als Transistor 
tritt das Problem auch schon mit dem mittleren Strom auf. Die Kurven 
sind auch schon mit eine Widerstand als Last simuliert - der Widerstand 
wirkt bereits etwas stabilisierend, d.h  mit einer Stromsenke als Last 
wäre das Verhalten ggf. noch etwas ungünstiger.

Die Stabilitätskurven (sollte wohl loop gain sein, kommt mir aber 
komisch vor) sind auch noch von der Last abhängig - vor allem da ist der 
Widerstand als Last der eher günstigste Fall. Der eigentlich kritische 
Fall (low ESR Kondensator für die Spannungsregelung) fehlt da noch.

Bei den Kurven zur Stromregelung verstehe ich nicht was genau 
dargestellt ist. Da gibt es eigentlich 2 Fälle die interessant wären:
1. Loop Gain, mit einer Induktivität als Last (z.B. 10 µH oder 100 µH)
2. Die Admittanz am Ausgang: d.h. eine Spannungsquelle am Ausgang, und 
dann der Strom als auf Grund einer überlagerten AC Spannung.

Eine Simulation in Zeitbereich ist ggf. einfacher zu verstehen, und für 
die Erkennung von verborgenen Moden ggf. auch so zusätzlich sinnvoll.

Ein Teil des Problems dürften die recht großen eingefügten 
Induktivitäten sein. Der sehr kleine Wert für R12 macht den Reglerteil 
auch recht schnell und damit empfindlich auf Instabilität - im Gegenzug 
müsste man C9 um z.B. den Faktor 5 vergrößern und nicht noch 
verkleinern. Auch der sehr kleine Wert für C6 könnte ein Ursache sein. 
Ohne C6 wird die Strom-regelung einfacher, aber ein Problem mit großer 
Kapazitiver last (z.B. 1000 µF) ist vorprogrammiert.

Autor: Lurchi (Gast)
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Die Spannungsregelung ist durch die Änderungen schlecht geworden, die 
Stromregelung schwingt bei mir in der Simulation. Da hilft es auch nicht 
den Transistor für das schnelle Limit zu deaktivieren. Eine einfache 
Lösung wie man mit der andern Version die Stromregelung stabil bekommt 
habe ich auch nicht. Das Problem ist einfach wie die Stromregelung 
angreift - die geht wie das Feedback der Spannung ein und damit voll 
durch den Regler für die Spannung. So wird es einfach sehr schwer.

Eine Version ohne neg. Hilfsspannung hätte schon einen kleinen Vorteil. 
Da würde ich es dann aber nicht mehr als Kaskade machen, sondern eher 
klassisch mit Dioden, um hinter den OPs Strom und Spannungsregler zu 
kombinieren.
Wenn man bei der Kaskade bleibt, kann man die "Masse" für den Regler 
anheben und so auch ohne die neg. Spannung auskommen. Der Nachteil ist, 
dass man den Nullpunkt für den Poti abgleichen müsste und um wirklich 
auf 0 zu kommen braucht man den Ruhestrom - d.h. ohne neg. Hilfsspannung 
(für den Ruhestrom) geht es dann nur bis vielleicht 30 mV runter.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Um einen praktischen Vergleich gegen die Simulationen durchführen zu 
können und um festzustellen ob das LNG normalen Ansprüchen entspricht 
bitte ich um Vorschläge für diverse Standard Testbedingungen im CV und 
CC Modus.

Bis jetzt habe ich nur mit diversen kleinen und großen Cs 
verschiedenster Bauart (Normal, Low ESR, lange oder kurze Zuleitungen, 
Induktivitäten) am Ausgang und konnte bis jetzt noch bei keinen meiner 
LNGs (getestet: HP3611A, HP6283A, FS12/83 und LNG30, Hiland) eine 
Unstabilität damit verursachen.

Hast Du praktische Erfahrungen welche Lastbedingungen und Komponenten 
LNGs besonders zum Schwingen reizen? Auch welche Einstellungen wären da 
zweckmäßig? Gibt es da von Eich diesbezügliche Laborerfahrungen? Ich bin 
nämlich am Ende mit meiner Weisheit.

Auch die HP App Note schweigt sich da ziemlich aus über dieses Thema.

Es ist wirklich wichtig festzustellen inwieweit die Simulationen in der 
Praxis dupliziert werden können. Sonst hat die Simulation eher einen 
richtungsweisenden Wert, wertvoll um Regionen der Schaltungsbemessung zu 
erkennen, von denen man fernbleiben sollte um genügend Spielraum und 
Alterungssicherheit zu haben. Alterungseffekte von Elkos können 
eventuell eine Rolle spielen.

Das Hiland mit den zwei Modifikationen hat sich bis jetzt im offenen 
Aufbau auf dem Labortisch soweit als einwandfrei stabil erwiesen. Nur 
als ich die Strombegrenzungsschaltung einfügte gab es damals anfänglich 
Schwingprobleme während der Ansprechzeit durch die Ausgangsstufe. Die 
OPVs waren dafür erwiesenermaßen nicht dafür verantwortlich. Erst nach 
überbrücken der eingefügten Abwürge-Transistorstufe mit 300pF zwischen 
BE verschwand die kurzzeitige Oszillation. (Siehe meine Oszibilder).

Was tun?

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Ich möchte mich im Augenblick nur auf das Hiland Design konzentrieren 
und dafür genaue Bauunterlagen herzustellen um die erwünschten 
Modifizierungen durchführen zu können. Das dürfte einigen von Euch 
nützlich sein. Das das Hiland Kit auch relativ günstig zu erstehen ist, 
ist es für die Basis einrs Selbstbaugerätes interessant. Komplette neue 
Designs sind ein anderes Thema. Dieser Vorgeschlagene Ansatz vermindert 
die Gefahr uns weiterhin zu sehr zu verzetteln. Persönlich habe ich vor 
mir ein kleines Dreifachgerät (+/-0...20V, 1A und  0-6V und 2A) zu bauen 
um bequemer mit gemischten Analog/Digital Designs arbeiten zu können. 
Als Instrumente möchte ich die gezeigten Doppelinstrumente einsetzen 
sobald ich mir über deren Modifizierungen im Klaren bin.

Der angenommene Leistungsbereich für den Abschluß hier soll bis zu 30V 
oder weniger betragen und 2A nicht übersteigen. Manuelle oder 
automatische Trafoumschaltung zur Erniedrigung der 
Kurzschlußverlustleistung ist erwünscht.

Die folgenden Modifizierungen wurden bis jetzt besprochen:

1) Schottky Diode in parallel mit 10K Widerstand (R21) am Meßeingang des 
CC OPV um die Snsprechzeit um 80% zu verbessern.
2) wie von Lurchi vorgeschlagen, Abtrennen der U1, U2 Vcc Versorgung 
durch eine niedrigere Spannung die vom Dreibein Regler mit 15V erzeugt 
wird. Eventuell den Vee Punkt des U2 (VR) auf Masse legen. Vcc/Vee mit 
0.1uF Kerko überbrücken.
Alternativ könnte man auch beim CC OPV eine Zenerdiode zwischen Ausgang 
und -Input legen, so daß er beim Einsatz kürzere Slew Rate Zeit bekommt.
3) U3 CV Vcc abtrennen und zwischen Vcc und Vee eine 33V Zenerdiode und 
Kerko einfügen. Eventuell die Versorgungsspannung über getrennten 
Gleichrichter und Vorwiderstand bereitstellen. Vielleicht hier auch 
einen 44V OPV einsetzen.
4) Die +Sense und -Sense herausführen wie in meinen Vedrahtungsplan 
schon eingezeichnet um Spannungabfälle in der Verdrahtung kompensieren 
zu können und Doppeldigital Instrumente verwenden zu können.
5) Abwürgeschaltung wie beschrieben und getestet einfügen wenn die 20us 
Stromspitze nicht so stark sein soll.
6) Ersatz der 5.1V Zenerdiode mit einer verbesserten Type wie 1N82X oder 
gängige integrierte Typen wir TL431C mit 5V Einstellung. Ersatz 
wichtiger Widerstände mit Typen besseren Temperaturgangs. 25ppm wäre 
hier mehr als ausreichend.

Mehr fällt mir im Augenblick nicht mehr ein. Sobald ich dazu komme werde 
ich noch ein paar zusätzliche Dokus reinstellen. Das wärs für heute. Muß 
jetzt weg...


Gruß,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
Autor: Lurchi (Gast)
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Die kritische Last für eine Spannungsregelung ist eine low ESR Kapazität 
in Kombination mit einer Stromsenke. Das kommt einfach daher, dass der 
Regler sich in der Regel induktiv verhält. Je nach Regler sind 
unterschiedliche Kapazitäten das Problem - oft eher so 1000-10000 µF 
oder sonst ggf. eher kleine von ein paar µF, etwa als Folienkondensator. 
Hier kommt es ggf. auf wirklich kleine Verluste / ESR an. Schon 10 mOhm 
können einen deutlichen Unterschied machen.

Die Stromsenke könnte man wohl als Induktivität ( > 10 µH, für den 
kleinen Strom auch mehr) + Widerstand realisieren.

In der Simulation sind eher die kleinen Ströme (z.B. 0.1 oder 1 % des 
max.) bei der großen Kapazität und die eher großen Ströme bei der 
kleinen Kapazität das Problem. Sofern das Netzteil einen Ruhestrom hat, 
könnte man für den Fall große Kapazität und kleiner Strom ggf. auch 
einfach einen leeren (oder etwas entladenen) 1000 µF Kondensator 
zuschalten - das gibt des Ladestrom als Transienten. Die Überschwinger 
können dabei durchaus langsam ( > 10 ms sein) und klein in der Amplitude 
sein. Der externe DC Strom wäre dann einfach 0. Auch einfach das Trennen 
eines Lastwiderstandes wäre ein einfach zu realisierender Fall.

Gute Netzteile sollten mit den Lasten aber auch noch klar kommen. Ganz 
bis zum Schwingen wird man es eher nicht schaffen, aber schon deutliches 
Nachwingen wäre ggf. ein erstes Anzeichen für Schwächen.

Ganz analog sind ist für die Stromregelung der Fall einer Induktiven 
Last der kritische. Für die Schaltung hier wären etwa 100-1000µH (mit 
geringer Dämpfung - d.h. je nach Strom schon eine relativ große Bauform 
!) relativ ungünstig. Ein ggf. 2. kritischer Fall wäre der Kurzschuss - 
nur lässt sich da nicht mehr viel messen. Ähnlich wie bei der Spannung 
kann es sowohl bei ganz kleinen als auch großen Strömen eher kritisch 
werden.

Ein anderer Punkt den man ggf. testen sollte ist der Übergang zwischen 
CC und CV mode. Ein spezielle Fall ist dabei ggf. ein kurzer 
Überstrom-puls, so dass nur die schnelle Begrenzung anspricht. Das gibt 
ggf. maximale Überschwinger.

Für den Vergleich mit der Simulation wäre es wichtig dass man den 
Testfall auch gut realisieren kann. Wirklich gut sehe ich das vor allem 
beim Wegschalten eines Lastwiderstandes. In Grenzen kann man die Reale 
Testlast mit simulieren.

Autor: Lurchi (Gast)
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Bei den möglichen Änderungen wgibt es noch ein paar Punkte:
Eine Diode parallel zu R11 (27 K an CV OP) reduziert in der Simulation 
die Überreaktion der Stromregelung. D.h. nach dem Überschwinger beim 
Strom wird die Aus-phase kürzer. Vor allem mit langsamen Transistor 
(2N3055) kann die Stromregelung in der Simulation ggf. sogar schwingen 
ohne die Diode.

Für eine vermutlich bessere HF Festigkeit wäre ein 10-100 nF Kondensator 
am Ausgang gut. Auch ein Widerstand von ca. 1 K in Reihe zu C6 dürfte 
helfen und sonst wenig an der Regelung ändern - eher noch verbessern.

Die Regelung bei sehr kleinen Strömen (< 10 mA) ist in der Simulation 
nicht so gut. Es könnte helfen einen Ruhestrom (z.B. 5-10 mA) 
hinzuzufügen.

Eine zenerdiode im FB am CC Regler könnte Probleme mit der Präzision 
machen. Das dürfte eher keine so gute Idee sein. Da schon besser die 
Versorgung reduzieren. Wenn man es extra Schnell haben will könnte man 
eine art Anti Windup mit PNP Transistor und Diode probieren - in der 
Simulation funktioniert es, wenn der Basiswiderstand groß genug ist. Den 
Transistor hatte ich in älteren Vorschlägen schon drin.

Wenn man eine bessere Präzision bei der Referenz haben will, gibt es 
verschiedene Alternativen zur 5.1 V Zenderdiode:
TL431, ggf. 2 in Reihe um auf 5 V zu kommen. Ggf. könnte auch R6 durch 2 
der TL431 ersetzt werden - R5 wäre dann unkritisch (ggf. sogar günsiger 
als gute Widerstände). Es bleibt der TC des Poties - d.h. so super 
Präzise wird es eher so oder so nicht.

Wenn man nicht mit dem Bausatz anfängt würde ich den Shunt kleiner 
wählen. Etwa 0.39 Ohm je ampere und dann ggf. mehr der Widerstände 
parallel und am Transistor ggf. einen Emitterwiderstand dazu.

Autor: M. Köhler (sylaina)
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Michael D. schrieb:
> EDIT: wärs't du angemeldet, würde ich dir eine PN Schicken, mein Freund!

Du bist neu hier im Forum. Ruhig Blut, kleiner. Das ist ein typischer 
MaWin wobei der in den letzten Jahren echt ruhig geworden ist. Den 
hättest du mal vor 5-10 Jahren erleben müssen, dagegen ist das heute nix 
mehr.
Fachlich hat MaWin echt was drauf, didaktisch ist er, ich sag mal, nicht 
grad ne Leuchte. Nimms einfach hin, aufregen lohnt sich nicht. ;)

: Bearbeitet durch User
Autor: praktika (Gast)
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M. K. schrieb:
> Fachlich hat MaWin echt was drauf,

Nein, der schreibt auch viel Unsinn. Aber da der Name ohne Anmeldung von 
jedem genutzt werden kann, hat er immer eine gute Ausrede: Der Unsinn 
stammt grundsätzlich von einem "anderen" mawin... :-))

Autor: Xilinx (Gast)
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Ralf L. schrieb:
> Hier die original Schaltpläne mit Text von dem ELO-Netzteil von 1979,
> damit man lesen kann, wie die Konstrukteure damals gedacht haben.

Hallo Zusammen

Auf der dritten eingescannten Seite schreibt der Autor, die 2N3771 
Transistoren zu verwenden und nicht die 2N3055.
Die Transistoren sind ja verschieden aber was ist das entscheidende 
Unterschied der Wahl?

Grüsse Xilinx

Beitrag #5231986 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #5231993 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #5231994 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #5231997 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Im Anhang sind ein paar neue Dokus.

4415-0054 ist das von mir aufbereitete Original Schaltbild der BG/HIL
Leiterplatte ohne irgendwelche Änderungen eingezeichnet zu haben

4415-0057 ist das modifizierte Schaltbild mit allen neuen Teilen und
Änderungen eingezeichnet und soll als Basis für eine vorläufige
nachbaufähige Version dienen. Die V1 zeigt alle neue Teil mit roten
Kreisen die veränderte oder neue Teile kennzeichnen. V1B ist dasselbe
ohne die roten Kreise.

Bemerkungen:

Zusätzlich zeichnete ich die vorgesehenen +/-Sense Leitungen ein.
Zwischen Ausgang und jeweiligen Sense Eingang ist ein 470 Ohm Widerstand
eingefügt der bewirken soll, daß bei schadhafter oder fehlender
Verbindung der Sense Leitungen mit der Last die Steuerung nicht versagt.

D7 sollte genau soviel Strom aushalten wie der Nennstrom des LNG. Die
Original 1N4004 erscheint mir hier zu schwach

Ein 10n soll etwaige HF Energie abschwächen.

Die OPVs U1 und U3 werden vom LM7815 mit versorgt. Ob das funktionieren
wird weiß ich noch nicht. Der Spannungsregler muß noch Cs verpaßt
bekommen. Die fehlen auf der Originalplatine. U2 wird mit einer 33V
Zener Diode und Vorwiderstand abgesichert. Das wird sich vielleicht in
der Zukunft ändern. Es ist möglich, daß ein getrennter Gleichrichter die
Versorgungsspannung bereitstellen wird. Für ein 30V LNG sollte man einen
44V OPV finden. Es macht mich nervös ein Halbleiterbauelement so nahe an
der Hersteller erlaubten Spannungsgrenze zu betreiben.

Die Referenz Diode ist nun ein TL431C Shunt Regler im TO-92 Gehäuse. Die
Spannungs- Einstellungswiderstände sollen gepaarte 1% Typen sein. Die
TCs sind bei gleichen Werten und Widerstands Patch Herstellung für
solche Zwecke mehr als ausreichend gleich im Tc Verhalten.

Ich habe einige Widerstände auf 1% Typen geändert. Der
Ausgangsspannungsteiler mit R12/R11 muß für andere Spannungsbereiche neu
berechnet werden.

Mit diesen Änderungen sollte das LNG mehr als ausreichend stabil sein.
Dazu kommt auch noch der TC des Einstellpoties und es empfiehlt sich ein
Draht-gewickeltes 10 Gang Potentiometer zu verwenden. Die
Metallschichtversionen sind vielleicht auch gut genug, muesste ich aber
erst recherchieren.

Der R7 Meßwiderstand sollte wie Lurchi vorschlägt für 0.39 Ohm/A
dimensioniert werden und mindestens 10W haben und eine möglichst stabile
Ausführung sein weil davon die Stromstabilität direkt abhängt. Der
Spannungsteiler mit R17 und R18 muß dann entsprechend des maximalen
Ausgangsstrom neu berechnet werden. Sollten DMMs verwendet werden würde
es viel Sinn haben R7 dafür mitzuverwenden und das DMM nur als mV Meter
zu verwenden bzw. zu modifizieren.

Die von Lurchi vorgeschlagene Speed-up Schaltung mit PNP habe ich noch
nicht berücksichtigt weil ich erst damit Versuche anstellen werde.

Da ich Zugang zu einen HP4236A RLC Meßgerät habe, möchte ich auch noch
ein kleines Sortiment an diverse ELKOS mit bekannten ESR Daten erstellen
um später die vorgeschlagenen Stabilitätsversuche anzustellen.

4415-0055 zeigt den Verdrahtungsplan mit Analog Instrumenten und den EMV
Abblock Cs.

4415-0056 zeigt noch die leicht veränderte Verdrahtung mit DPM. Ist aber
vorläufig inoffiziell da es bestimmt noch einige Probleme geben wird
bezüglich der Nullpunkteinstellung.

Das wäre es für jetzt. Schöne Woche noch.

Gerhard

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Autor: Roland Franz (rhf)
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Hallo,

Gerhard O. schrieb:
> Für ein 30V LNG sollte man einen 44V OPV finden.

TI OPA604, 48V, Reichelt 2,99 EUR

als DIP-Gehäusevariante verfügbar.

rhf

Autor: MaWin (Gast)
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Xilinx schrieb:
> der dritten eingescannten Seite schreibt der Autor, die 2N3771
> Transistoren zu verwenden und nicht die 2N3055. Die Transistoren sind ja
> verschieden aber was ist das entscheidende Unterschied der Wahl?

Der 2N3771 hält bei 40V 3.75A durch, der 2N3055 nur 2.87A,
zudem ist der Wärmewiderstand
des 2N3771 obwohl in demselben TO3 Gehäuse mit 1.17 statt 1.52
K/W kleiner, er lässt sich also besser kühlen. Dafür ist die 
Stromverstärkung und Geschwindigkeit kleiner.

Heute erreicht ein 2SC3281 0.623 K/W, auch 3.75A bei 40V und viel höhere 
Stromverstärkung und Geschwindigkeit, ist also in allen Belangen besser.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Roland F. schrieb:
> Hallo,
>
> Gerhard O. schrieb:
>> Für ein 30V LNG sollte man einen 44V OPV finden.
>
> TI OPA604, 48V, Reichelt 2,99 EUR
>
> als DIP-Gehäusevariante verfügbar.
>
> rhf

Hallo Roland,

Danke für den Tip. Mit 48V ist das schon auf alle Fälle sicherer bei 
einem 30V LNG Bereich. Die beiden anderen können dann normale Typen 
bleiben. Vorsorglich hatte ich meinen Testaufbau schon mit IC Fassungen 
ausgerüstet um leichter mit verschiedenen OPVs arbeiten zu können.

Gerhard

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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MaWin schrieb:
> Xilinx schrieb:
>> der dritten eingescannten Seite schreibt der Autor, die 2N3771
>> Transistoren zu verwenden und nicht die 2N3055. Die Transistoren sind ja
>> verschieden aber was ist das entscheidende Unterschied der Wahl?
>
> Der 2N3771 hält bei 40V 3.75A durch, der 2N3055 nur 2.87A,
> zudem ist der Wärmewiderstand
> des 2N3771 obwohl in demselben TO3 Gehäuse mit 1.17 statt 1.52
> K/W kleiner, er lässt sich also besser kühlen. Dafür ist die
> Stromverstärkung und Geschwindigkeit kleiner.
>
> Heute erreicht ein 2SC3281 0.623 K/W, auch 3.75A bei 40V und viel höhere
> Stromverstärkung und Geschwindigkeit, ist also in allen Belangen besser.

Da hätten wir ja schon einige brauchbare, modernere 
Leistungstransistoren. Der 2SC3281 hat gute Eigenschaften. Danke. Auch 
der 2SD1047 ist nicht schlecht. Hauptsache ist adäquates SOA für die in 
Frage kommenden Leistungsbereiche unter Extrembedingungen. Mechanisch 
gefallen die mir auch besser wie TO-220 und sind in gewissen Fällen 
leichter als TO-3 zu montieren. Der 2N3771 scheint nicht mehr so wichtig 
wie früher zu sein.

An sich würde mir ein superleiser, proportional gesteuerter PC Lüfter 
gefallen und interner Kühlkörper. Damit könnte man geräuschmäßig leben. 
Allerdings wäre Trafoumschaltung immer noch zu erwägen. Beim früheren 
FS73/12 hatte ich eine Schmitt-Trigger gesteuerte Relaisumschaltung und 
das funktionierte zuverläßig. Es gab auch keine Umschalt Transienten. 
Die Befürchtungen diesbezüglich halte ich für übertrieben.

Beim HP3611A muß man es sogar manuell umschalten und das ist keine große 
Unbequemlichkeit weil man die meiste Zeit mit kleineren Lasten mit der 
hohen Einstellung arbeiten kann. Nur bei großen Strömen muß man dann 
halt umschalten. Allerdings wird auch der CC Maximalwert mit 
umgeschaltet um das LNG nicht zu überlasten.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Gerhard O. schrieb:

> ... hatte ich eine Schmitt-Trigger gesteuerte Relaisumschaltung und
> das funktionierte zuverläßig. Es gab auch keine Umschalt Transienten.
> Die Befürchtungen diesbezüglich halte ich für übertrieben.

Hallo Gerhard,
das kann ic hebenfalls positiv bestätigen. Es läuft, für meine Belange, 
vollkommen zufriedenstellend und störungsfrei. Und ist einfach zu bauen.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Noch ein paar Kommentare:

Nicht alle Komponenten Werte lassen sich ohne weiteres übernehmen da das 
von den jeweiligen Gegebenheiten abhängt wie Trafo Spannung zum 
Beispiel.

R51: In erster Linie, der Wert von R51 hängt direkt von der erhältlichen 
V+ Spannung ab. Der mittlere Strom sollte gerade groß genug sein um 
immer ein paar mA mehr fließen lass wie U2 eigentlich benötigt. Ein Wert 
von 330-1K sollte ein guter Anfangswert sein.

Im Schaltbild von eevblog Ist -Vee von U2 auf Masse gelegt und scheint 
bei seinem LNG zu funktionieren. Das wäre günstig um bei einem 30V LNGs 
die Betriebsspannung an U2 so niedrig wie möglich zu halten.

Lurchi erwähnte auch einen eigene Gleichrichterschaltung zur Versorgung 
von U2 vorzusehen. Das werde ich später noch berücksichtigen.

R58/R59 Schutzwiderstände. Ich fügte, wie schon erwähnt, diese 
Widerstände ein um eine Fehlfunktion vom LNG ohne korrekt 
funktionierende Sense Leitungen zu verhindern. Bei offenen Sense 
Leitungen funktioniert die Reglung immer noch, obwohl sich die Spannung 
möglicherweise erhöhen dürfte.

Ich habe gestern noch den Messwiderstand beim DPM abgeloetet und 
Versuche mit externen Messwiderstand gemacht. Da beim BG/HIL LNG der 
Spannungsabfall von R7 relative zum Ausgangsbezugspunkt negativ ist, 
habe ich wahrscheinlich vor einen invertierenden (-1) OPV einzufügen um 
eine Negativ Stromanzeige zu unterbinden. Wen das nicht stört, kann den 
OPV weglassen. Das Einstellpoti im Stromzweig des DPMs hat einen 
ausreichend großen Einstellbereich. Bei mir werde ich jedenfalls R7 für 
das DPM verwenden.
Prinzipiell sind Doppelinstrumente so wie dieses wegen des gemeinsamen 
Nullbezugspunkt für U und I ein Entwickler "Pain in the Ass" weil es zu 
allen möglichen Kompromissen zwingt. Getrennte Instrument sind deshalb 
vorzuziehen.

Nachtrag: eine automatische Trafoumschaltung werde ich spaeter 
irgendwann noch einzeichnen.

Bei 2A werden die Brückengleichrichter Dioden wie erwartet unangenehm 
warm. Ein externer Chassis montierter Gl ausreichender Belastbarkeit ist 
empfehlenswert. Auch ein externer größerer Elko (6.8-10mF) für C1 wäre 
für 2A oder gar noch mehr notwendig.

Der Schutztransistor Q4 im 4415-0055/56 bezieht sich nur auf die 
Originalschaltung. Die modifizierte Schaltung hat das schon eingebaut.

Gerhard

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Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) (kuehlschrankheizer)
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Speziell @Gerhard, aber auch an die anderen Aktiven: Vielen Dank für 
euer Engagement rund um das Netzteil!

Ich werde das LNG nachbauen, Bausatz ist bestellt. Eine neue Platine 
wäre nicht verkehrt, schon deshalb weil ein größerer Siebelko auf der 
Bangoodplatine kaum Platz finden wird. Ein Gehäuse ist schon da, nur mit 
den lagernden Trafos bin ich nicht glücklich.
Bei Ebay Kleinanzeigen verkauft jemand interessante Trafos: 
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/ringtr...
Diese Herstellerinfo dürfte auch zu den angebotenen passen: 
http://www.bsab-elektronik.de/index.php/ringkerntr...

Der Trafo ist mit 144VA natürlich etwas überdimensioniert, aber viel 
hilft viel... Was meint ihr, passt der Trafo, wenn das LNG für 24V/2A 
ausgelegt wird? Die 12V/2A Wicklung kann als Versorgung für das Display 
oder was auch immer genutzt werden, die 18V/3A vielleicht mal um das LNG 
zum Doppel-Netzgerät zu erweitern. Dürfte momentan aber leider mit 
meinem Gehäuse nicht gehen, weil zu wenig Platz.

Autor: MaWin (Gast)
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Erwin E. schrieb:
> Was meint ihr, passt der Trafo, wenn das LNG für 24V/2A ausgelegt wird

Nein.

Die 18V/4A Wicklung wäre für 2A gut, reicht aber nur bis 16V 
Ausgangsspannung, und die 24V/2A Wicklung geht mit der Originalschaltung 
nicht, der TL081 würde platzen, und bringt selbst bei spannungsfesteren 
Bauteilen nur 1.2A Ausgangsstrom.

Icb halte den Trafo für ziemlich ungeeignet, welbst wenn man bei einer 
2A Wicklung einfach mal 3A zieht, weil die anderen Wicklungen unbelastet 
sind. Der Trafo wäre gerade mal halb genutzt. Das gäbe es sicher 
billiger (z.B. 24V/2.5A Schaltnetzteil für 2.95 von Pollin).

Autor: GHH (Gast)
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MaWin schrieb:

> Der Trafo wäre gerade mal halb genutzt. Das gäbe es sicher
> billiger (z.B. 24V/2.5A Schaltnetzteil für 2.95 von Pollin).

Billiger ja, aber geeignet für die "Banggood-Schaltung"?

Wie soll damit die negative Hilfsspannung erzeugt werden?

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Mit ein paar Abänderungen wie schon von mir gezeigt, lässt sich ein 24V 
Trafo durchaus verwenden. Die Original Leiterplatte muss leicht 
modifiziert werden. Ich habe demnächst vor bei mir zu testen und werde 
es dann dokumentieren.

Hier ein paar Hinweise für etwas höhere Spannungen:

1) Baut den 7815 Regler wie gezeigt in 4415-0057ein. Der Wert von R57 
sollte anfangs höher gewählt werden um sicher zu stellen, dass er nicht 
zu viel Spannung bekommt. Dieser Punkt und Wahl müsste noch untersucht 
werden. Da der 7815 nur 35V aushält schlage ich fuer jetzt vor zwischen 
Eingang und Masse eine 30V Zener Diode, 1W einzubauen. R57 330 Ohm, 1W. 
(Ausprobieren) Die Spannung an V+ darf bis zur Dropout Spannung 
absinken.

2) Trennt die Leiterbahnen von V+ zu den OPVs U1/U3 und baut die 
einzeichneten Widerstände ein und verbindet die Versorgung von U1 und U3 
mit dem Ausgang vom 7815. Die Cs nicht vergessen. Siehe 4415-0057 
Schaltbild.

3) Trennt die V+ Versorgung zu U2 OPV und baut die Teile wie gezeigt in 
4415-0057 ein. Das begrenzt die Spannung schon mal. In eevblog wird 
vorgeschlagen -Vee von U2 auf Masse zu legen. Wenn das funktioniert 
braucht der OPV nur 33V aushalten. Besser zur Sicherheit wäre ein 44V 
oder 48V Typ wie der von Roland vorgeschlagene OPA604. Müsste allerdings 
simuliert/getestet werden. U1/U3 können TL081 bleiben.

Wenn man das alles macht sollte der 24V Trafo verwendbar sein.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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GHH schrieb:
> MaWin schrieb:
>
>> Der Trafo wäre gerade mal halb genutzt. Das gäbe es sicher
>> billiger (z.B. 24V/2.5A Schaltnetzteil für 2.95 von Pollin).
>
> Billiger ja, aber geeignet für die "Banggood-Schaltung"?
>
> Wie soll damit die negative Hilfsspannung erzeugt werden?

Sollte nichts ausmachen. Eventuell den Wert von R etwas erhöhen.

Autor: Mike B. (Firma: Buchhaltung+Controlling) (mike_b97) Benutzerseite
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Gerhard O. schrieb:
> Im Anhang sind ein paar neue Dokus.

Nach den 1033 posts hier sieht so langsam keiner mehr durch.
Ist der von Gerhard gepostete Schaltplan jetzt mittlerweile der, der für 
den Konsens aller Meinungen einen Zwischenstand darstellt?

Oder redet ihr immer noch über mehrere verschiedene Ansätze?

Vielleicht mag das mal einer nach 10xx posts kurz für alle 
zusammenfassen.

Autor: Der falsche MaWin (Gast)
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Mike B. schrieb:
> Ist der von Gerhard gepostete Schaltplan jetzt mittlerweile der, der für
> den Konsens aller Meinungen einen Zwischenstand darstellt?

Genau, wird die Endstufe als normaler Darlington ausgelegt, wie bei dem 
Vorschlag von Ralf Leschner bzw. dem ELO-Netzteil, oder als 
Komplementärdarlington so wie ArnoR es seiner Zeit vorgeschlagen hat?

Ist die µC-Ansteuerbarkeit noch wichtig?

Kann man bei Belastung mit einem gewissen Ein- und Ausschwingverhalten 
leben?

Ich werde diesen interessanten Thread weiter beobachten.  :)

Autor: Michael D. (mike0815)
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@GHH
> Billiger ja, aber geeignet für die "Banggood-Schaltung"?

> Wie soll damit die negative Hilfsspannung erzeugt werden?
Das Geht mit fast jedem StepDown-Regler, siehe Foto

Gruß Michael

EDIT:
Der OP07   kann +-22V
Der NE5534 kann +-22V
Der LM741  kann +-22V
Bei den angegeben Typen gilt dann "Try&Error" von den Verhaltensweisen.
Das sind alles gängige OPAmps man muß nicht einen OPA604 für über 2€ 
ordern

Autor: Lurchi (Gast)
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Der von Gerhard gezeigte Plan ist schon so ziemlich der Konsens hier - 
zumindest, wenn man die Platine aus dem Kit weiter nutzen will.

Die Begrenzung der Spannung per 30 V Zenerdiode und Widerstand (R55) ist 
ein Kompromiss - ggf. sollte die Zenerdiode von der Leistung etwas 
größer werden. Spannung die an R55 verloren geht stört schon, weil damit 
die maximale Ausgangsspannung kleiner wird. Auf der alten Platine wird 
es schwer, aber wenn man eine neue Platine macht sollte man einen extra 
Gleichrichter (2 Dioden) und Filterelko einplanen, damit U2 den Rippel 
nicht voll mitbekommt. Das erlaubt mehr Ausgangsspannung mit relativ 
wenig Aufwand. Auf einer Extra Platine könnte man dann auch einen 
zusätzlichen Transistor für die Regelung nutzen und so mit weniger Strom 
auskommen.

Beim Anpassen von R11 und R12 sollte man vorsichtig sein. Wenn man da 
mehr verändert, ändert das auch die Kompensation. Für den Fall, dass man 
einen deutlich kleineren Spannungsbereich haben will (etwa nur 15 V 
Trafo und damit 12 V max. am Ausgang) sollte man eher die Refspannung 
anpassen. Für den Feinabgleich sollte R11 OK sein.

Die gezeigte Variante ist eine Möglichkeit für die Referenz. Da gibt es 
mehr interessante Varianten, etwa 2 mal TL431 je als 2,5 V Ref. in 
Reihe, oder eine LM329 (7 V) Referenz, wenn geringes Rauschen wichtig 
ist.

Beim harten Stromlimit sind die 200 pF schon eine deutliche Belastung 
auch für den normalen Spannungsregler. Ich würde da C51 kleiner und R53 
entsprechend größer machen (etwa ein Faktor 2-5).

Der Kondensator C5 (220 nF) könnte einer der Gründe sein, wieso die 
schnelle  Stromregelung den Kondensator C51 braucht. Man könnte ggf. C5 
kleiner (ggf. ganz weg) machen und dafür einen Kondensator parallel zu 
C1 (Filter Elko) vorsehen.

Auch mit den extra 470 Ohm Widerständen sind die Sense Leitungen noch 
nicht als externe Buchsen geeignet. Das ist mehr etwas für die 
Verkabelung im Gerät. Für externe Sense Buchsen fehlt noch mehr Schutz 
und der Strom über die negative Sense Leitung ist recht groß und für 
externe Senseleitungen nicht praktikabel. Der hohe Strom macht auch 
einen Schutz schwer.

Beim OPA604 als OP für bis zu 48 V muss man ggf. die Kompensation noch 
etwas ergänzen, weil der auch deutlich schneller ist. Vermutlich wäre 
ein Widerstand (ca. 470 Ohm-1K) in Reihe zu C6 dann angebracht.
Für U1 und wohl auch U3 sollte auch ein µA741 Ok sein und von den DC 
Eigenschaften auch eher besser.

Autor: Timo S. (kaffeetas)
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Mit dem LM7815 muss man ggf. auch mit der Eingangsspannung aufpassen. In 
dem mir vorliegenden Datenblatt ist als Maximum input voltage 35V 
angegeben.
Ein mögliche Alternative wäre z.b. ein LM317HV mit 60V maximum input 
voltage.

Grüsse
Timo

: Bearbeitet durch User
Autor: Lurchi (Gast)
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Einen Punkt hab ich noch vergessen: das Netzteil könnte ganz gut einen 
Ruhestrom, so in der Größenordnung 5-10 mA vertragen. Wenn man den Strom 
aus der negativen Versorgung ziehen will, sollte C3 ggf. etwas größer 
werden, eventuell auch noch R2 etwas kleiner (C2 dürfte ausreichen).

Bei der Endstufe ist der konventionelle Darlington gutmütiger (also 
sicherer im Nachbau). Die Performance ist mit der Komplementärstufe ggf. 
etwas besser, wenn der Abgleich stimmt. Nicht gut abgestimmt wird es 
aber auch langsamer (schlechter) oder instabil. Ich würde da klar den 
klassischen Darlingto bevorzugen. Das kann ggf. auch ein fertiger 
Darlington-transistor wie TIP142 sein.

2 kleine Punkte gibt es ggf. noch um die Stromregelung etwas zu 
verbessern: Nach einem sehr schnellen Anstieg des Stromes, so dass auch 
der Transistor anspricht gibt es ggf. eine gewisse Überreaktion des 
Stromreglers. Wenn er dann anspricht geht der Strom für eine kurze Zeit 
ggf. ganz auf 0 und schwingt dann erst auf den eingestellten Wert ein. 
Diesen Effekt kann man reduzieren bzw. die Zeit verkürzen mit: einer 
Diode (z.B. 1 N4148) parallel zu R11 und 2 Dioden vom Ausgang des 
Stromregler OPs nach Massen. Die erste Diode sorgt dafür, dass sich C6 
schneller entlädt, wenn die Spannung sehr schnell runter geht. Die 
Dioden am OP Ausgang verhindern, dass der Ausgang deutlich zu weit ins 
negative geht. Mit der ersten Diode sollten -1.2 V am Ausgang des 
Stromreglers ausreichen, auch für den Fall einen Kurzschluss. Der Effekt 
ist nicht besonders groß, aber der Aufwand auch nicht.

Autor: der Linearbeobachter (Gast)
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> Nach den 1033 posts hier sieht so langsam keiner mehr durch.

Macht nix, ist nicht das primäre Ziel eines Fosumsdiskussionsfaden.
Ich finde dieser Fred nimmt immer mehr die Züge eines Labortagebuchs an, 
welches "Allerlei" Gedanken dieser LNG-Konzeption annimmt und ich mit 
Wonne & Geduld mitverfolge. Bloss halt in Mehrbenutzerausführung und mit 
gelegentlichen forumstypischen Schlenkern (der intelligente Leser 
schafft es diese ohne Schaden zu übergehen).
Ich hab kein Verständnisproblem hiermit: es liest sich genug Angenehm.

> Ist der von Gerhard gepostete Schaltplan jetzt mittlerweile der, der für
> den Konsens aller Meinungen einen Zwischenstand darstellt?

Identifiziere ich so ja. Zumindest ist bisher kein "Konkurrenzvorschlag" 
gepostet worden, der eine Abspaltung zwecks Vertiefung in einem anderen 
Thread gerechtfertigt hätte (SW-speak: kein fork )

> Oder redet ihr immer noch über mehrere verschiedene Ansätze?
Ich verstehe dass andere Ansätze als "Gegenbeispiel" immer wieder her 
halten; davon wird vllt. später[TM] einer vertieft, was Zeitrahmenmässig 
jedoch noch über dem Radarhorizont liegt.
tl;dr: nein.

> Vielleicht mag das mal einer nach 10xx posts kurz für alle
> zusammenfassen.
Betrachte des Mounties Work in progress als noch zu roh dafür. Ausser 
Du trägst Schlips und deckst die Unkosten des Vorhabens: dann hast Du 
natürlich ein Anrecht auf ein Executive Summary in Vollfarbendruck auf 
Hochglanzpapier.
Es geht meinem Verständnis nach immernoch um die Ausarbeitungsphase von 
Versuche mit /Verbesserungen des via Banggood billigst erhältlichen 
Bausatzes. Erst wenn diese Ergebnisse konsolidiert sind kommt die Phase 
wo dies "Zuschauerkonform" dokumentarisch zusammengefasst wird und ev. 
als Eigenbauprojekt aufgelegt wird.

Autor: MaWin (Gast)
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GHH schrieb:
> Wie soll damit die negative Hilfsspannung erzeugt werden

Nun, einerseits kann man bei geeigneter Schaltung mit single supply 
OpAmps darauf verzichten, andererseits kann man wenn man eun fertiges 
SNT verwendet auch ein fertiges 5V (USB) Netzteil dazu montieren.

Autor: Kurti Kurti (kurti_kurti)
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Moin,
mal so als Tipp am Rande ...
meiner Meinung nach gut für Anfänger als Einstieg in den Bau von 
Netzteilen geeignet.

http://www.joretronik.de/Web_NT_Buch/Vorwort/Vorwort.html

Gruss
Kurti

PS: nach meiner Meinung reichen 1,xx bis 24 Volt, 0 bis 2 Ampere nahezu 
für alles, was im täglichen Gebrauch eines Netzteiles anfällt

Autor: Blackbird (Gast)
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MaWin schrieb:
> GHH schrieb:
> Wie soll damit die negative Hilfsspannung erzeugt werden
>
> Nun, einerseits kann man bei geeigneter Schaltung mit single supply
> OpAmps darauf verzichten, andererseits kann man wenn man eun fertiges
> SNT verwendet auch ein fertiges 5V (USB) Netzteil dazu montieren.

Und wie wird da die Aus- und Einschaltreihenfolge der beiden 
Eingangangsspannungen sichergestellt und überwacht?
Wenn die 5V ausfallen, was macht da der Regler?
Verwendet auch jeder Nachbauer immer die gleichen SNTs mit dem gleichen 
On/Off-Verhalten?


Blackbird

Autor: MaWin (Gast)
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Blackbird schrieb:
> Und wie wird da die Aus- und Einschaltreihenfolge der beiden
> Eingangangsspannungen sichergestellt und überwacht?
> Wenn die 5V ausfallen, was macht da der Regler?

Genau wie bei Banggood: Q1 sperrt die Ausgangsstufe so lange.

Hast du die letzten 500 Beiträge nicht aufgeoasst, aber immer ein paar 
Bedenken zu tragen ?

Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) (kuehlschrankheizer)
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MaWin schrieb:
> GHH schrieb:
>> Wie soll damit die negative Hilfsspannung erzeugt werden

>
>
> Nun, einerseits kann man bei geeigneter Schaltung mit single supply OpAmps 
darauf verzichten,

Auf genau diese Schaltung warte sicher nicht nur ich seit zwei Monaten 
und habe dazu über 1000 Beiträge verfolgt. Als geeignetstes Design hat 
sich das Banggood herauskristallisiert. Billig ist es noch dazu.
Nach Gerhards Messungen genügt mir ganz sicher bereits der 
Originalbausatz. 12mV Spannungsdrift in 20 Minuten, furchtbar! Eines 
meiner beiden Netzteile, Chinamodell, driftet in 15 Minuten gut 100mV. 
Und ich konnte bisher damit leben. Ich brauche kein High-End Netzteil, 
sondern ein gutmütiges Teil, das problemlos und zuverlässig 
funktioniert.
Andererseits, Gerhards Sense-Leitungen lohnen sich bestimmt. Und wenn 
man schon ändert, kann man ja auch gleich die anderen beschriebenen 
Verbesserungen mit einbauen. Mal abwarten, was sich im praktischen 
Aufbau bewährt.
>

> andererseits kann man wenn man eun fertiges
> SNT verwendet auch ein fertiges 5V (USB) Netzteil dazu montieren.
Das Banggood hat doch gerade den Vorteil der Einfachheit, eine Platine 
plus Trafo. Mit Schaltnetzteilen hat man schon mal mindestens eine 
Baugruppe mehr zu verkabeln. Dass der Trafo schwerer ist im Vergleich zu 
SNT gibt dem Netzteil Standfestigkeit. Bei dem günstigen Bausatz darf 
der Trafo gerne 10€ mehr kosten als ein SNT.
Andererseits bräuchte man bei einem SNT als Versorgung auch keine so 
großen Siebelkos mehr. Vielleicht ein SNT mit mehreren Spannungen? Dann 
wäre auch das Einschaltverhalten definiert.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Da wir kollektiv schon soviel Mühe und Zeit in die mögliche Verbesserung 
des BG/HIL LNG hingesteckt haben wäre es bestimmt vernünftig das Projekt 
zu einem annehmbaren Ende zu führen ohne zu weit über den Zaun zu sehen 
wollen. Viele hier sind mit einem nachbausicheren Konzept wahrscheinlich 
sowieso besser bedient. Danach kann man ja weiter sehen. Wir waren uns 
ja einig keine eierlegende Wollmichsau ins Leben rufen zu wollen:-)

Gerade weil die Einsteigerkosten sehr günstig sind, hat es Sinn uns 
gerade jetzt uns in diesem Stadium nicht mehr zu verzetteln wie 
unbedingt notwendig ist.

Auch ist es so, daß die vielen Vorschläge, Versuche und Simulationen 
viel Nützliches, praktisch Brauchbares ergaben auf die sich diese 
Version zu Recht stützen  kann. Die Meßergebnise zeigen klar auf was man 
von dieser Schaltung prinzipiell erwarten kann.

Sobald ich kann werde ich die jüngsten vorgebrachten Informationen  in 
der Dokumentation berücksichtigen um das Design näher an eine stabile 
Version zu bringen. Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten auszuarbeiten.

Bezüglich der (externen) Sense Anschlüsse könnte man auf beiden Seiten 
antiparallelle Dioden ausreichender Stromfestigkeit einzufügen damit es 
im Fehlerfall keine Katastrophen gibt. Dann würde auch bei Laststrom 
über die Senseanschlüße keinen Schaden anrichten.

Allerdings möche ich noch betonen, daß ursprünglich die Sense Leitungen 
von mir nur für die innere Verdrahtung beabsichtigt waren. Bei einem 
1-2A Netzgerät sind externe Sense Leitungen bei sachgemäßer Vedrahtung 
Luxus.

Bezüglich der Spannungsfestigkeit der OPVs wurden schon genug Vorschläge 
gemacht.

Ich schlage vor uns auf einen Bereich von 0-30V oder weniger und maximal 
2-4A zu beschränken und entsprechende Dimensionierungsvorschläge dafür 
zu dokumentieren. Für 4A ist die BG Leiterplatte aus verschiedenen 
Gründen sowieso ziemlich ungeeignet. Zumindest sollten Gleichrichter, 
Elkos und Messwiderstand R7 externalisiert werden und die Leiterplatte 
nur für die Steuerfunktionen zu verwenden. Alle Leistungsverdrahtung 
sollte manuell verdrahtet werden.

Um alle Änderungen besser unterzubringen sollten wir auch das Layout 
einer neuen Leiterplatte in Erwägung ziehen, da die vielen Änderungen 
auf der BG/Hil Leiterplatte eigentlich schon etwas unbequem sind. 
Vielleicht mache ich das auch irgendwann.

Das wären jedenfalls meine Betrachtungen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Ein paar neue Testergebnisse. Ich baute heute Abend eine TL431C auf 5V 
eingestellt ein. (2x 10.0K, 1% als Einstellteiler). VR = 10.000V. 
U2=LM741

Mit einem HP34401A gemessen war die Einschalt Drift bei 10.04V über 
einen Zeitraum von mehr als einer halben Stunde wie folgend:

0m ->   0.0mV
1m ->  -0.6mV
2m ->  -1.0mV
3m ->  -1.1mV
4m ->  -1.2mV
5m ->  -1.3mV
10m -> -1.6mV
15m -> -2.0mV
20m -> -2.2mV
25m -> -2.3mV
30m -> -2.3mV
35m -> -2.0mV
40m -> -2.2mV

Innerhalb dieses Zeitraums änderte sich die Raumtemperatur um ein paar 
Grad.

Ich testete auch das DPM Modul mit R7 als Meßwiderstand und die Anzeige 
funktioniert über den ganzen Bereich ausreichend genau. Verglichen mit 
einem Fluke87 stimmt die I-Anzeige über den ganzen Bereich innerhalb 1-3 
LSB überein. Die Spannungsgenauigkeit ist ähnlich. Der Bezugspunkt für 
das DPM ist im Augenblick der negative Schraubanschluß. Morgen werde ich 
die Sense Leitungen frei machen und dann zwei Buchsen über 20cm Draht 
anlöten. Die Sense Leitungen mit eingeschlossen. Dann wird sich 
herausstellen inwieweit das DPM mit dem LNG integriert brauchbar ist. 
Ohne Last bleibt die Stromanzeige über den ganzen Spannungsbereich auf 
-0.03A stehen. Das muß man mit einem konstanten Gegenstrom kompensieren. 
Da die I-Anzeige natürlich negativ ist, würde sich mit einem 
invertierenden OPV Abhilfe schaffen lassen und könnte so eine genaue 
Nullpunkteinstellung ermöglichen.

Zusätzlich läßt sich dann mit einem Umschalter eine "I-Set" Funktion 
schaffen mit der man ohne Kurzschließen des Ausgangs den gewünschten 
Grenzstrom am DPM ablesen und einstellen kann. (Siehe HP3611A)

An den Schraubklemmen ist die statische Regelabweichung 0/1A nur 1mV. 
Mit den externen Sense Leitungen dürfte sich das auch an der Frontplatte 
nicht merklich verschlechtert haben. Wir werden sehen wenn es so weit 
ist.

Ich habe mir überlegt wie man ein  Doppelnetzteil mit einem Poti steuern 
kann. Genau wie beim HP6237A besteht die Möglichkeit die negative Seite 
vom positiven Einsteller mitzusteuern. Das positive Netzteil ist dann 
der Master. Aus dem Original Einstellpoti wird dann das "RATIO" Poti. 
Das bewirkt, daß man dann die negative Spannung dann als festes 
Verhältnis zwischen beiden Netzteilen einstellen kann. Z.B. wenn das 
zweite Poti auf 0.5 gestellt ist, dann würde man bei positiver 
Einstellung von +20V am negativen Ausgang -10V bekommen und so weiter 
(+10/-5V. +30/-15). Wenn das Poti voll aufgedreht ist (1) dann sind die 
Spannungen möglichst genau gleich (+20V/-20V, +/- Toleranz der 
Schaltung).

Die Tracking Funktion läßt sich leicht erweitern indem man auf der 
negativen Seite die 10V Spannungsreferenz vom Spannungseinstellpoti der 
negativen Seit abklemmt und mit einem Vorwiderstand an den positiven 
Ausgang hängt. Zum Beispiel wenn das negative Einstellpoti 10K hat, 
müßte man für einen +/-0...20V Einstellbereich einen 30K Widerstand in 
Serie schalten. (Das bedeutet, daß bei Maximum Ausgangsspannung des 
positiven Netzteils dann wiederum 10V am Einstellpoti abfallen. Für 
andere Spannungsbereiche muß das dann angepaßt werden. (0-30V RV=40K, 
0-20V RV = 30K, 0-10V RV =20K, usw.)

Wenn ich beide Bords am Laufen habe werde ich die Theorie in die Praxis 
umsetzen. Man kann dann noch einen Umschalter vorsehen um zwischen 
festen Verhältnis und einstellbaren Verhältnis umschalten zu können. 
Getrennte Einstellung ist natürlich sonst auch noch möglich. Ich kann 
mir vorstellen daß Tracking Mode recht nützlich ist. Ich werde wenn es 
soweit ist mehr darüber berichten.



Gerhard

: Bearbeitet durch User
Autor: Eppelein Von Gailingen (eppelein)
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Gerhard O. schrieb:

> Ich schlage vor uns auf einen Bereich von 0-30V oder weniger und maximal
> 2-4A zu beschränken und entsprechende Dimensionierungsvorschläge dafür
> zu dokumentieren. Für 4A ist die BG Leiterplatte aus verschiedenen
> Gründen sowieso ziemlich ungeeignet. Zumindest sollten Gleichrichter,
> Elkos und Messwiderstand R7 externalisiert werden und die Leiterplatte
> nur für die Steuerfunktionen zu verwenden. Alle Leistungsverdrahtung
> sollte manuell verdrahtet werden.
>
> Um alle Änderungen besser unterzubringen sollten wir auch das Layout
> einer neuen Leiterplatte in Erwägung ziehen, da die vielen Änderungen
> auf der BG/Hil Leiterplatte eigentlich schon etwas unbequem sind.
> Vielleicht mache ich das auch irgendwann.
>
> Das wären jedenfalls meine Betrachtungen.

Servus Gerhard,

das wäre wünschenswert.

MfG
Eppelein

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Lurchi schrieb:
> Einen Punkt hab ich noch vergessen: das Netzteil könnte ganz gut einen
> Ruhestrom, so in der Größenordnung 5-10 mA vertragen. Wenn man den Strom
> aus der negativen Versorgung ziehen will, sollte C3 ggf. etwas größer

Eine KSQ in einfacher Ausführung (ein Transistor, Widerstand) würde dann 
dafür sorgen das unabhängig von der Höhe der Ausgangsspannung die 5mA 
fließen und man unabhängig wird von den Restströmen der Endstufe.

Ebenso kann man die rote LED-Strombegrezunganzeige schön erweitern mit 
einer zweiten LED, grün, für die Anzeige U/I Regelung. Dank der 
unterschiedlichen Uf  der verschiedenen Dioden ist nicht mal ein 
weiterer Transistor nötig.
Erhöht den Praxisnutzen, kostest nahezu nix .-)

Autor: MaWin (Gast)
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Der falsche MaWin schrieb:
> Ist die µC-Ansteuerbarkeit noch wichtig

Sie ist zumindest beim Hiline/Banggood/Stache-Design leicht möglich in 
dem die I und U Potis durch einen dual DAC ersetzt werden (notfalls 
Arduino mit gefiltertem PWM). Das einzige Problem dabei ist, dass der 
Strom der das versorgt auch über den shunt mitgemessen wwird, es sollte 
also besser wenig Strom verbrauchen, so im Rahmen der 5mA die auch 
derzeit aus der Z-Dioden-Referenz dort fliessen.

Da am shunt nie mehr als 0.7V abfallen (Überstrom-Schutztransistor) 
könnte man den DAC sogar direkt aus einem uC kontrollieren der vor dem 
shunt angeschlossen ist damit sein Strombedarf nicht mitgemessen wird, 
die 0.7V Versatz stören nicht, schon gar nicht einen CMOS-DAC der eine 
Schaltschwelle erst bei VCC/2 hat.

Ich denke, diese Option sollte man nicht leichtfertig aufgeben, 
schliesslich wollen Bastler was zum Umbauen und anpassen an ihre Wünsche 
haben. Der uC könnte sogar realen Strom am shunt messen, und der DAC die 
reale Ausgangsspannung.

Autor: Tany (Gast)
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MaWin schrieb:
> Ich denke, diese Option sollte man nicht leichtfertig aufgeben,
> schliesslich wollen Bastler was zum Umbauen und anpassen an ihre Wünsche
> haben. Der uC könnte sogar realen Strom am shunt messen, und der DAC die
> reale Ausgangsspannung

> Das einzige Problem dabei ist, dass der
> Strom der das versorgt auch über den shunt mitgemessen wwird, es sollte
> also besser wenig Strom verbrauchen, so im Rahmen der 5mA die auch
> derzeit aus der Z-Dioden-Referenz dort fliessen

Mit dem µC zieht man einfach per Software weg. Auch das Problem mit 
Spannungsdriften lässt sich leicht lösen, ohne teuere Referenz.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Lurchi schrieb:
> Einen Punkt hab ich noch vergessen:

Lurchi,

ich habe mal Deine Vorschläge vorerst aufs Papier gebracht. (Siehe 
Anhang 4415-0057_V1_1b.pdf)

Bezüglich des -Sense Ruhestroms habe ich im Augenblick keine andere 
Lösung als einen Unity Gain Buffer parat (nicht eingezeichnet) welcher 
den -SENSE Strom isoliert. Vielleicht gibt es noch andere mögliche 
Lösungen. Um die Sense Eingänge vorerst besser zu schützen habe ich 
Dioden hinzugefügt die den Lastrom im Fehlerfall aufnehmen können.

Diese Version vom LNG braucht dringend ein neues Layout.

Gerhard

Autor: Wilhelm Schürings (wilhelmdk4tj)
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Hallo zusammen,
erst mal danke an Gerhard für seine Schaltpläne und besonders
für die Zusammenstellung der nötigen (wünschenswerten) Änderungen.
Man kann sich nicht den ganzen Thread immer wieder reinziehen, bevor
man den richtigen Punkt wiedergefunden hat.

Ich habe nochmal ein paar Tests gemacht. Alles an einer
elektronischen Last mit Scope aum Ausgang.
2200uF dazuschalten ändert nichts. Die TL081 habe ich gegen
741er ausgetauscht, keine Änderung, selbst das Null-Poti musste
ich nicht neu einstellen. Thema Überspannung erledigt?
Etwas anderes ist mir aufgefallen:
Poti Strombegrenzung ein -> ein deutlicher Spannungseinbruch,
wohl nicht schlimm.
Poti Strombegrenzung aus -> ein deutlicher! Spannungs-Peak..??
So wie ich es messen kann, sind das dann schon mehrere Volt.
Vielleicht wurde dieses Thema ja schon mal behandelt.., ich
habe es nicht gefunden.

Nachdem man sich ja hier auf das Hiland-PS eingeschossen hat,
wäre es vielleicht ja auch sinnvoll, einen neuen Thread mit
dem Titel 'Hiland Power-Supply, Verbesserungen' - oder was auch
immer - zu eröffnen. Dann müsste man ja nicht immer den ganzen Thread
durchlesen.

Danke, ich habe viel gelernt.

73
Wilhelm

Autor: Mike B. (Firma: Buchhaltung+Controlling) (mike_b97) Benutzerseite
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Wilhelm S. schrieb:

> Nachdem man sich ja hier auf das Hiland-PS eingeschossen hat,

Der Vollständigkeit halber sei gefragt, ob es sich um dieses 
Ebay-Artikel Nr. 282739618864
Hiland Power Supply handelt.
Wobei ich hier ne Platine mit 'nem Platz für einen Atmega sehe aber 
keine IC selbst im Sortiment.

Oder meint ihr dieses 
Ebay-Artikel Nr. 282290080053 
?

: Bearbeitet durch User
Autor: Lurchi (Gast)
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Beim Ruhestrom könnte man auf die LED als "referenz verzichten - die 5 V 
Zenerdiode reicht als Referenz. Mit dem extra Ref. Strom müsste C3 ggf. 
etwas größer werden, der ist ohnehin schon nicht so groß. Der OP für die 
Ref. Spannung braucht die neg. Versorgung nicht. Da reicht die normal 
Masse.

Externe Sense Leitungen sind bei dem recht schnellen Regler ggf. ein 
Problem. Da müsste man ggf. noch dafür sorgen, dass das schnelle 
Feedback direkt von den Leistungsausgängen kommt und nicht über die 
Sense Leitung. Das wäre etwa C6 nicht über die Sense Leitung, sondern 
vom Ausgang. Ein Puffer für Sense - wäre wohl OK, ggf. mit C4 direkt zu 
out-. Für ein einfaches Netzteil kommt man eigentlich ohne externe Sense 
Leitungen aus, gerade bei eher kleinem Strom.

Wenn man auf der Platine auch eine Steuerung per µC vorsehen will, 
könnte man den OP U1 für die Referenz auch per Bestückungsoption zum 
Differenzverstärker machen: Die Referenz wird durch einen 4,7 K 
Widerstand (= R4) ersetzt und das Eingangssignal für die Spannung kommt 
an das obere Ende von R5.

Autor: MaWin (Gast)
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Wilhelm S. schrieb:
> Etwas anderes ist mir aufgefallen:
> Poti Strombegrenzung ein -> ein deutlicher Spannungseinbruch,
> wohl nicht schlimm.
> Poti Strombegrenzung aus -> ein deutlicher! Spannungs-Peak..??
> So wie ich es messen kann, sind das dann schon mehrere Volt.
> Vielleicht wurde dieses Thema ja schon mal behandelt.., ich
> habe es nicht gefunden.

Das werden die unleidlichen 100nF von C4 sein, angesprochen wurde das 
schon, hat nur niemanden interessiert.

Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) (kuehlschrankheizer)
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Mike B. schrieb:
> Oder meint ihr dieses
> Ebay-Artikel Nr. 282290080053

Das ist das richtige. Nur der Preis ist wesentlich zu hoch, meines hab 
ich über Aliexpress für 3,84€ bestellt:
https://de.aliexpress.com/item/0-30V-2mA-3A-Adjust...

Autor: Wilhelm Schürings (wilhelmdk4tj)
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Hallo Mike,

weder das 1. noch das 2.
Das 1. hat noch LCD-Anzeige dabei.
Über die Anzeige, sowohl Spannung als auch Strom, wurde hier
auch schon diskutiert; dein Gefundenes wurde nicht besprochen.
Es wurden separate Module für Strom und Spannung vorgezogen.

Das 2. ist es, aber die Quelle, die du gefunden hast, ist zu teuer.
Meins habe ich für 6,..EU erstanden, gibt es aber noch billiger.
Such mal weiter.. Bang Good...

73
Wilhelm

Autor: Wilhelm Schürings (wilhelmdk4tj)
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> Das werden die unleidlichen 100nF von C4 sein, angesprochen wurde das
> schon, hat nur niemanden interessiert.

Danke MaWin,
das werde ich testen.

73
Wilhelm

Autor: Lurchi (Gast)
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Der Kondensator C4 sorgt eigentlich dafür dass nach einer Phase mit 
Strombegrenzung die Spannung nur recht langsam wieder auf den Sollwert 
hoch geht. Mögliche Überschwinger beim Übergang CC -> CV sollten davon 
Überdeckt werden. Das verzögerte Erholen ist aber auch nicht jedermanns 
Ding.

Eigentlich sollte es aber auch ohne C4 keinen großen Überschwinger 
geben. Mit etwas in der Größe wie beim Lastwechsel muss man ggf. 
rechnen, das sollten aber weniger als 1 V sein.
Der ungünstigste Fall sollten kurze Spitzen beim Strom sein, so dass nur 
der Transistor für das schnelle Limit anspricht, aber nicht die 
eigentliche Stromregelung. Dass kann dann deutliche Überschwinger geben, 
weil erst beide Regler gegeneinander Arbeiten. Das Stromlimit sollte 
ggf. besser direkt am Ausgang des OPs angreifen, so wie Q1 auch schon. 
Das sollte mögliche Überschwinger reduzieren.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Wilhelm S. schrieb:
> Poti Strombegrenzung aus -> ein deutlicher! Spannungs-Peak..??
> So wie ich es messen kann, sind das dann schon mehrere Volt.
> Vielleicht wurde dieses Thema ja schon mal behandelt.., ich
> habe es nicht gefunden.

Ursache wie oben erwähnt der C um den OPV der Spannungsregelung. Also da 
nochmals drübergehen, und anpassen. Wie oben erwähnt.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Lurchi schrieb:
> Beim Ruhestrom könnte man auf die LED als "referenz verzichten...

Ich habe mal Deine neuesten Gedanken ins Schaltbild gebracht um als 
weitere Diskussionsunterlage zu dienen. Dein Vorschlag mit C6 war 
notwendig da sonst R59 mit C6 HF-mässig in Serie liegt. Dasselbe ist für 
C4 der Fall. Damals ist mir das nicht selber aufgefallen. Gut, dass 
jemand für mich mitdenkt:-)

Deine anderen Punkte vom letzten Beitrag habe ich nicht berücksichtigt 
weil das schaltungsmäßig viel zu Eingreifend ist.

Das Zeitverhalten bezüglich des C4 Einflusses ist meiner Meinung nach 
eher Geschmacksache. Man könnte das später mal untersuchen ob C4 nicht 
viel kleiner gemacht werden kann oder auch die Größe von R9.

Im Augenblick habe ich wegen viel Arbeit nicht viel Zeit für LNG 
Engagement. Am Wochenende werde ich voraussichtlich folgendes 
untersuchen:

Umschaltverhalten zwischen CV/CC und zurück wie von Wilhelm bemerkt

Externe Sense Leitungen und CC und Q51 Stromsenke.

Gerhard

Autor: Lurchi (Gast)
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Dass R59 in Reihe zu C6 wäre, wäre noch kein Problem, sondern eher gut. 
Der Widerstand würde zusätzlich die Bandbreite begrenzen und wäre ggf. 
nötig wenn man einen schnelleren OP (NE5534, OPA604) nutzen will. Der 
Widerstand könnte auch etwas gegen HF Störungen helfen - d.h. ein extra 
Widerstand ist eher gewünscht. Das Problem mit derm FB über eine externe 
Sense Leitung ist, dass hier eine zusätzliche externe Induktivität 
vorhanden sein kann, und die kann Probleme machen. In der Regel wird 
nichts passieren, aber vor allem wenn nicht wie empfohlen die Out+ und 
Sense + Leitung dicht zusammen liegen, kann es ggf. Probleme geben.

C4 kann wahrscheinlich kleiner werden - ganz ohne hätte man ggf. ein 
ähnliches Problem mit der Sense Leitung und ggf. noch zusätzlich vom 
nicht ganz perfekten OP und dem ggf. vorhandenen Pufferverstärker.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Lurchi schrieb:
> Dass R59 in Reihe zu C6 wäre, wäre noch kein Problem, sondern eher
> gut.
> Der Widerstand würde zusätzlich die Bandbreite begrenzen und wäre ggf.
> nötig wenn man einen schnelleren OP (NE5534, OPA604) nutzen will. Der
> Widerstand könnte auch etwas gegen HF Störungen helfen - d.h. ein extra
> Widerstand ist eher gewünscht. Das Problem mit derm FB über eine externe
> Sense Leitung ist, dass hier eine zusätzliche externe Induktivität
> vorhanden sein kann, und die kann Probleme machen. In der Regel wird
> nichts passieren, aber vor allem wenn nicht wie empfohlen die Out+ und
> Sense + Leitung dicht zusammen liegen, kann es ggf. Probleme geben.
Wenn man es so betrachtet hat das Sinn. Naja, das werden wir dann am 
besten praktisch testen müssen. Es wäre günstig vom losen Tischaufbau 
weg zukommen und ein
provisorisches komplettes LNG zu verdrahten da auch hier einige 
Überlegungen nützlich wären. Mal sehen was das Wochenende bringt...
>
> C4 kann wahrscheinlich kleiner werden - ganz ohne hätte man ggf. ein
> ähnliches Problem mit der Sense Leitung und ggf. noch zusätzlich vom
> nicht ganz perfekten OP und dem ggf. vorhandenen Pufferverstärker.
Auch hier ist etwas Ausprobieren wahrscheinlich der beste Ansatz.

Autor: W.S. (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Ich habe mal Deine neuesten Gedanken ins Schaltbild gebracht...

Gerhard, je länger ich auf diese Schaltung sehe, desto ungemütlicher 
wird mir. Mir kommen Zweifel der prinzipiellen Art.

Aber der Reihe nach:

Also, es hat sich ja mittlerweile herausgebildet, daß die Endstufe als 
Emitterfolger gemacht werden soll, also mit Spannungsverstärkung kleiner 
als 1.

Das bedeutet, daß der "Haupt-" OpV an seinem Ausgang etwas mehr als den 
vollen Hub der Ausgangsspannung darstellen können muß. Wir sind 
mittlerweile bei einem 30 Volt Netzteil angekommen und ich veranschlage 
deshalb hier mal 33 Volt Hub. Die 3 Volt sind für Ube's und Shunt's etc.

Nun sind OpV's der Klasse, die mehr als 30 Volt Ausgangshub können, so 
gut wie nie Rail to Rail am Ausgang. Beim OPA604 hat es (soweit ich mich 
erinnere) nen Rest von etwa 3 Volt bis zu jedem Rail.

Das macht dann insgesamt 30+3+2*3 Volt, also fast 40 Volt 
Betriebsspannung für den OpV - und das ist die erforderliche 
Mindest-Betriebsspannung. (nebenbei reichen die 33V von ZD51 deshalb 
nicht aus, um 30 V Ausgang zu erzielen, da sie von -5.1V ausgehen)

Entweder versorgt man den OpV jetzt mit pingelig genau bemessenen und 
geregelten Versorgungsspannungen (-3V und +36V) oder man benötigt einen 
OpV, der deutlich mehr an Spannung aushält. Da wird die Luft aber 
ziemlich dünn, denn das Thema Überspannung im Stromnetz hatten wir ja 
noch gar nicht wirklich berührt. Deswegen ist wenigstens eine Art 
Überspannungsbremse nötig, um den OpV nicht zu braten.

Die ganze Schaltung ist also - die Versorgung des OpV und dessen 
Output-Bereich betreffend - ziemlich auf Kante genäht. Sie hat da gar 
keine Reserve und in der vorliegenden Form dürfte sie nicht einmal die 
30V am Ausgang sicher erreichen.

Genau DAS ist es, was mir so ungemütlich ist. Der Spagat, um den 
großen Ausgangs-Hub zu erreichen, ist schwierig und zugleich auch nicht 
gutmütig und die Auswahl der dafür nötigen Bauteile ist eng begrenzt.

Und warum das alles?

Nun, es folgt ganz logisch aus der Wahl der Endstufe.

Hätten wir dort eine Endstufe mit einer Spannungsverstärkung größer als 
1, dann könnten wir andere OpV's nehmen, vorzugsweise RRIO, würden dann 
auch keine negative Spannung brauchen, ebenso keine positive Spannung, 
die größer ist als das, was aus dem Grätz kommt.

Konsequent zu Ende gedacht, würde das eine Komplementär-Endstufe oder 
gar einen simplen diskret aufgebauten OpV hinter dem eigentlichen OpV 
bedeuten. Eben solcherart, daß die eigentliche Regelschaltung eben 
nicht die volle Rohspannung oder gar noch mehr aushalten muß und 
stattdessen mit geregelten 9 Volt oder so betrieben werden kann.

So, das war mein momentaner Senf zum Thema.

Ich hab bereits meine Pläne für's nächste Wochenende umgeworfen und 
werde wohl besser an eine alternative Gestaltung dieses Teilproblems 
denken. Mal sehen, ob und was da herauskommt.

W.S.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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W.S. schrieb:
> Gerhard, je länger ich auf diese Schaltung sehe, desto ungemütlicher
> wird mir. Mir kommen Zweifel der prinzipiellen Art.

Danke für Deine Einwände. Ich kann mich aber jetzt wegen Arbeit nicht 
dazu äußern. Möchte Dich nicht ignorieren, aber das würde mich jetzt zu 
sehr ablenken:-)

Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) (kuehlschrankheizer)
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W.S. schrieb:
> Wir sind
> mittlerweile bei einem 30 Volt Netzteil angekommen

Eigentlich war die Rede von 'max. 30V oder niedriger'. Wenn das Design 
vergewaltigt werden muss, um diese 30V zu erreichen, bin ich für eine 
Beschränkung auf 'oder niedriger'. Weniger ist manchmal mehr!
Prämisse war ein einfach aufzubauendes, nachbausicheres, preiswertes 
Netzteil. Dass die Banggood Schaltung mit 0..30V beworben wird, heiß ja 
nicht, dass sie wirklich 30V können muss. Mein Auto braucht auch 20% 
mehr als der Hersteller angibt.

Was ich mir wünsche (Weihnachten!) und was ja auch schon vor Wochen mal 
diskutiert wurde, ist die Deaktivierung des Ausgangs. Ein Schalter wäre 
für mich dabei nicht das Ideale, ich steh' mehr auf Taster, weil 
schneller und ohne Kraftaufwand zu bedienen. Mein 'großes' Netzteil hat 
diese Funktion, seitdem ich dieses habe ärgere ich mich immer über mein 
Chinanetzteil das den Taster nicht hat. Ist der Ausgang deaktiviert, 
zeigt das Voltmeter des NT eine extern anliegende Spannung an. Genial! 
Nicht nur zum Akkuladen.
Wie das im TDK umgesetzt ist weiß ich nicht, ein Relais scheint aber 
nicht verbaut zu sein, jedenfalls hört man kein Klacken.

Autor: M. Köhler (sylaina)
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Erwin E. schrieb:
> Mein Auto braucht auch 20%
> mehr als der Hersteller angibt.

Wir müssen ja die Autoindustrie nicht nachmachen ;)

Autor: Linearbeobachter (Gast)
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W.S. schrieb:
[viel]

> Entweder...

...oder DIESE Schaltung erreicht halt nicht ganz Uout<30V.
Bleibt sie halt bei, ich werfe mal vom Schiff aus 25..26V Uout.max in 
die Runde.
Na und? Kuenstlerpech, nicht mehr.

Bisher wird DIESE Schaltung als erstes praktisches Evaluationsopfer 
dermassen durchleuchtet, dass sehr gruendliches Verstaendnis fuer dieses 
Schaltungskonzept und die dazu praktisch erhaeltlichen Bauteile 
aufgearbeitet wird.
Das "Produkt" wird halt ein wenig "underspec" sein, aber dessen Grenzen 
& Verhalten in allen Lebenslagen bekannt inkl. wo in der Schaltung zu 
drehen ist um diese zu beeinflussen.

Auch Deine dargelegten Ueberlegungen tragen dazu bei und ich bin 100% 
damit einverstanden.

Moeglicherweise bleibt es dann halt dabei dass fuer DIESE Schaltung 
"nur" eine Anleitung zur Optimierung & Aufbautips ausgearbeitet wird, 
jedoch ev. keine "Produktreife" (oder ueberhaupt keine) PCB.

In der naechsten Phase koennen dann genau solche Uberlegungen wie Deine 
herangezogen werden: naemlich um abzuwaegen wo ev. DIESES 
Schaltungskonzept zu Ergaenzen/Ersetzen [1] ist oder auf "bessere" 
Bauteile [2] umzusatteln ist. Genau um die eigentlichen Specs (oder 
erweiterte) zu erreichen.

M.M.n. ist es nicht noetig mit DIESER Schaltung abzubrechen.

(Auch mein Senf darf verkostet werden  ;-)


[1] eine externe, Diskrete Ausgangsstufe fuer d. OpAmp um die 
eigentliche Darlingtonstufe mit mehr Spannungshub zu treiben?
[2] ein schlechter erhaeltlicher (u. verm. teurerer) HV-OpAmp? Der dann 
ev. abermals separate "hohe" Versorgung benoetigt?

Autor: Michael D. (mike0815)
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hier mal das BG/HIL im Original (1.Pic) mit EaglCad
Dann das von Gerhard gepimmte   (2.Pic) mit EaglCad
das da heißt Banggood-Mod.2.3

Ich hänge noch das EaglCad-File dazu, wer Fehler findet, möchte die 
korrigieren und bescheid geben.
Im 2.Plan ist eine History die sich hoffentlich von selbst erklärt.
Der Eagl-Plan ist gedacht, für ein späteres Platinen-Layout, wenn sich 
da jemand berufen fühlt.

Jetzt ist wieder die Rede von 30V. dachte wir hätten uns auf max. 20V 
geeinigt? Wenn das so ein Aufriss ist mit den 30V Output...

Gruß Michael

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael D. (mike0815)
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@Erwin E.
> Was ich mir wünsche (Weihnachten!) und was ja auch schon vor Wochen mal
> diskutiert wurde, ist die Deaktivierung des Ausgangs. Ein Schalter wäre
> für mich dabei nicht das Ideale, ich steh' mehr auf Taster, weil
> schneller und ohne Kraftaufwand zu bedienen.
Es gibt ein etwas älteres Netzteil, das das so kann!
Es gibt da 2 Zustände der Stromregelung, die auch per LED angezeigt 
werden.
Einmal die übliche Strombegrenzung, die eingestellt wurde und der 2. 
Zustand schaltet die Ausgangsspannung komplett ab, wenn der eingestellte 
Strom überschritten wird. Um diese wieder einzuschalten, ist ein 
Schalter als Reset zu betätigen.

Bei Interesse, kann ich diese Schaltung, die völlig analog aufgebaut 
ist, hier posten

Gruß Michael

: Bearbeitet durch User
Autor: Lurchi (Gast)
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Das hier diskutierte Schaltungskonzept wo der OP einen Emitterfolger 
oder ähnliches treibt ist halt in der Ausgangsspannung begrenzt. Für den 
TL081 und ähnliche sind da halt nur etwa 25 V drin. Mit der 
Einschränkung kann man aber leben. Wer mehr Spannung braucht, könnte 
ggf. OPs für einen etwas höhere Spannung nutzen - die gibt es, sind aber 
meist teurer, bzw. der NE5534 und ähnliche BJT basierte OPs brauchen 
kleinere Widerstände wegen des Bias Stromes.

Eine gängige Transformatorspannung sind 24 V. Mit einem 24 V 
Transformator wird man einerseits ohne Begrenzung der Spannung für die 
OPs zu hoch kommen. D.h. man wird bereits die Begrenzung der Spannung 
benötigen. Ob die Variante mit Widerstand und Zenerdiode ausreicht 
müsste man sehen. Andererseits hat man unter ungünstigen Bedingungen 
(-10% bei der Netzsspannung und unter Last) nur etwa 29 V als Spannung 
zur Verfügung. Für den Hauptteil muss man dann noch ggf. 3-4 V Rippel 
vorsehen müssen. Damit wäre man dann bei eher 24 V als maximale Spannung 
unter Last. Aus einem 24 V Trafo ist per Linearregler einfach kaum mehr 
drin. D.h. mit dem Spannungslimit passt die Schaltung (mit 
spannungslimit für den OP) nicht so schlecht zu einem 24 V Trafo - nur 
halt nicht für 30 V als Ausgangsspannung sondern eher etwas um 24 V.

Autor: MaWin (Gast)
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W.S. schrieb:
> Genau DAS ist es, was mir so ungemütlich ist. Der Spagat, um den großen
> Ausgangs-Hub zu erreichen, ist schwierig und zugleich auch nicht
> gutmütig und die Auswahl der dafür nötigen Bauteile ist eng begrenzt.
>
> Und warum das alles?
> Nun, es folgt ganz logisch aus der Wahl der Endstufe.
> Hätten wir dort eine Endstufe mit einer Spannungsverstärkung größer als
> 1,

Nun, die beiden unterschiedlichen Labornetzteilkonzepte hatten wir am 
Anfang, mit der Bemerkung, dass Emitterfolger intrinsisch stabil sind 
und damit erfolgreicher nachzubauen sind ( auch mit abweichenden 
Bauteilen)  als das floating HP Konzept, man sich aber die 
Maximalspannungsproblematik einhandelt. OpAmps für 60V und 80V sind aber 
zu bekomnen.

Wenn dir eine stabile Schaltung ohne Emitterfolger bekannt ist - her 
damit. Den uA723 mit Kaskode und komplementär-Paar fand man ja ebenso zu 
instabil wie den LM393 Vorschlag.

Autor: MaWin (Gast)
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Lurchi schrieb:
> Eine gängige Transformatorspannung sind 24 V. Mit einem 24 V
> Transformator wird man einerseits ohne Begrenzung der Spannung für die
> OPs zu hoch kommen.

Na ja, 40V OpAmps würden reichen, wenn man nicht ungeschickterweise noch 
-5.1V für eine negative Rail verbrät.

D.h. man wird bereits die Begrenzung der Spannung
> benötigen. Ob die Variante mit Widerstand und Zenerdiode ausreicht
> müsste man sehen. Andererseits hat man unter ungünstigen Bedingungen
> (-10% bei der Netzsspannung und unter Last) nur etwa 29 V als Spannung
> zur Verfügung. Für den Hauptteil muss man dann noch ggf. 3-4 V Rippel
> vorsehen müssen. Damit wäre man dann bei eher 24 V als maximale Spannung
> unter Last. Aus einem 24 V Trafo ist per Linearregler einfach kaum mehr
> drin.

Ja, es sei denn man verwendet eine bereits stabilisierte Spannung aus 
einem Schaltregler als Quelle, dann sind sogar 40V mit 44V single supply 
OpAmps möglich.

Autor: 900ss D. (900ss)
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Lurchi schrieb:
> Damit wäre man dann bei eher 24 V als maximale Spannung unter Last.

Hmmm...   Ich lese hier ja nur mit (allerdings schon mit Interesse). Zum 
Design kann ich wenig bis nichts beitragen. Aber mal Hand auf's Herz. 
Wieviele Leute sind hier, die mehr als 24V aus so einem Netzteil 
brauchen? Ehrlich, 24V sind doch für mind. 90% der Fälle völlig 
ausreichend. Als doppelt oder auch dreifach Netzteil, aber dann ist gut.

Es ist vielleicht schön, wenn man in Dornkaat baden kann, aber man muss 
es ja nicht unbedingt tun ;)

Autor: Roland Franz (rhf)
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Hallo,

900ss D. schrieb:
> Aber mal Hand auf's Herz. Wieviele Leute sind hier, die mehr als 24V
> aus so einem Netzteil brauchen?

Bei Geräten, die an einer 24V-Batteriestromversorgung betrieben werden, 
liegen bei voll geladenen Akkus ~28V an. Die würde ich gerne am Netzteil 
einstellen können. Mir jedenfalls sind maximal 24V für ein Netzteil zu 
wenig.

rhf

Autor: M. Köhler (sylaina)
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900ss D. schrieb:
> Aber mal Hand auf's Herz.
> Wieviele Leute sind hier, die mehr als 24V aus so einem Netzteil
> brauchen? Ehrlich, 24V sind doch für mind. 90% der Fälle völlig
> ausreichend.

Ja, mehr als 24 V braucht man eher weniger aber es gibt durchaus 
Situationen, wo das sinnvoll ist. Es soll ja ein recht allgemeines 
Netzteil werden dass nach Möglichkeit 100% abdeckt und nicht nur 90%. 
Und erstmal zwei Ausgänge ggf zusammen zu schalten kann auch wieder 
abschrecken wo es doch auch so viele Beispiele für 30 V Netzteile gibt.

Autor: Johnny B. Goode (Gast)
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Roland F. schrieb:
> Mir jedenfalls sind maximal 24V für ein Netzteil zu wenig.

Sehe ich als potentieller Nachbauer auch so. 30V/3A sollten es schon 
sein. Vielleicht als Schaltungsvariante, wenn die Unterschiede nicht zu 
groß sind. Aber jetzt unnötigerweise runterschrauben fände ich nicht 
gut.

Autor: Michael D. (mike0815)
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> Aber jetzt unnötigerweise runterschrauben fände ich nicht
> gut.
das glaub ich jetzt nicht, oder? Bin ich blöd?

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Also bitte keine Panik aufkommen lassen, meine Herren:-)

30V/3A sind mit ein paar kleinen Änderungen sicher möglich.

Im neuesten Schaltplan von Mike und mir sind diese Änderungen schon 
eingezeichnet. Nur würde ich einen OPV mit 44V verwenden wollen, weil 
ich sonst selber zu nervös werde. Es ist wichtig, wie schon 
eingezeichnet, die Betriebspannung von U2 auf einen sicheren Wert zu 
begrenzen. Dann kann man durchaus einen Netztrafo um 30V oder etwas 
höher verwenden und es macht der Steuerung nichts aus wenn die 
Leerlaufspannung auf 50V ansteigt.

Wenn man einen Trafo mit zwei in Serien geschalteten Wicklung zur 
Verfügung hat kann man die Hilfspannungsversorgung von der halben 
Trafowicklung im Vollweg Modus abgreifen so daß man keinen Hochvoltigen 
Regler braucht. Es gibt auch noch andere Methoden um dieses Problem 
anzugehen.

Nur würde dann eine (automatische) Trafoumschaltung zur Verringerung der 
Extremfallverlustleisting z.B. bei Kurzschluß empfehlen. 
Vollweggleichrichtung mit Brücke bei 30V und die halbe Spannung kann man 
an der Mittenabapfung bei Vollweggleichrichtung mit der halben Brücke 
abgreifen.

Bei 3A sollte man einen externen auf dem Chassis montierten 
Brückengleichrichter verwenden und externe Elkos. Die 1N5804 werden 
schon bei 1A unangenehm warm. Ich würde auch, wie Mike schon 
eingezeichnet hat, den Längstransistor bei höheren Strömen verdoppeln um 
den SOA Bereich bei Kurzschluß nicht zu übersteigen.

Gerhard

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael D. (mike0815)
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Na ja, Panik ist gut...die Platinen sind so äusserst günstig, das man 
wirklich 2 davon verbauen könnte um auf die gewünschte maximal (und 
mehr...) Spannung zu kommen! Morgen mach ich mal ein Pic von der 
doppelten Konstellation, wenn ich dazu komme...
Warum seid ihr alle so verbissen auf die 30V ???
Mal ganz ehrlich, wann braucht man "weit" über 12V??? ja genau, nicht so 
oft, oder? Dann bleibt eben die Option für eine 2. Platine, die bei 
Bedarf(ich wiederhole...), ihren Platz findet! Warum? Ganz einfach: 
Jedes Mal, wenn man/Mann, was testen will, ob mit- oder ohne µC, fehlt 
einem sowieso eine 2.-wenn nicht, sogar eine 3.Spannungsquelle, so what?
Also, das LAB hat sowieso schon  sehr wenig Ripple und ist, für 
Versuchsaufbauten, schon jetzt, absolut ausreichend stabil! die 
eierlegendende Wollmilchsau wird es nicht werden, wozu auch? Schneller, 
höher, weida... hmm

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Für mich selber ist der "Sweet Spot" ein Dreifach LNG für Mixed Signal 
Projekte. Also Analog und Digital zusammen, gemeinsame DC Ein-und 
Ausschaltung. Dafür sind diese BG/HIL Kits gut geeignet.
Tracking ist auch sehr simpel machbar. 2x 0-20V/0-(1)2A mit variabler 
oder fest eingestellten Tracking und 0-6V/2A.

Meine bisherigen Mesungen haben die Brauchbarkeit dieses Kits klar 
bestätigt. Es ist auf alle Fälle "gut genug" für normale Laboransprüche. 
Mehr kann ich dazu nicht sagen. Die vorgeschlagenen Änderungen runden 
das ohnehin brauchbare Konzept lediglich ab.

Um dem Forum Trend so vieler aufgegebener Projekt entgegen zu arbeiten 
möchte ich dieses eine Konzept zu einem guten Ende bringen um den 
nachbauenden Interessenten den Pfad etwas zu ebnen.

30V ist noch kein (wirkliches) Problem wenn man die diskutierten 
Änderungen realisiert.

Gerhard

Autor: Eppelein Von Gailingen (eppelein)
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Michael D. schrieb:
> Na ja, Panik ist gut...die Platinen sind so äusserst günstig, das man
> wirklich 2 davon verbauen könnte um auf die gewünschte maximal (und
> mehr...) Spannung zu kommen! Morgen mach ich mal ein Pic von der
> doppelten Konstellation, wenn ich dazu komme...
> Warum seid ihr alle so verbissen auf die 30V ???
> Mal ganz ehrlich, wann braucht man "weit" über 12V??? ja genau, nicht so
> oft, oder? Dann bleibt eben die Option für eine 2. Platine, die bei
> Bedarf(ich wiederhole...), ihren Platz findet! Warum? Ganz einfach:
> Jedes Mal, wenn man/Mann, was testen will, ob mit- oder ohne µC, fehlt
> einem sowieso eine 2.-wenn nicht, sogar eine 3.Spannungsquelle, so what?
> Also, das LAB hat sowieso schon  sehr wenig Ripple und ist, für
> Versuchsaufbauten, schon jetzt, absolut ausreichend stabil! die
> eierlegendende Wollmilchsau wird es nicht werden, wozu auch? Schneller,
> höher, weida... hmm

Moin Michael,

24V und etwaig höher benötigt man z. Bspl. für Minibohrmaschinen...... 
die auch ein bisschen mehr Strom ziehen.

Habe vor, mir ein 3-fach LNG zu bauen und freue mich schon auf 
"serienreife" Schaltpläne wie Platinen.

MfG
Eppelein

Autor: Kurti Kurti (kurti_kurti)
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Moin,
eventuell sollte man als erstes klären, was benötigt wird:

- ein Labornetzgerät mit extrem glatter Ausgangsspannung, schneller 
Reglung und auf mV und mA einstellbaren Ausgangswerten
oder
- eine universelle Spannungsversorgung für diverse Geräte mit der 
Möglichkeit die Spannung auch mal zu variieren und den Strom zu 
begrenzen

Ich bin der Meinung, dass zwei Geräte die bessere Lösung sind.

Labornetzgerät: 0 bis 24 Volt 0 bis 2 Ampere oder sogar weniger

Spannungsversorgung: 2,xx bis 30 Volt, 0,0x bis 3 Ampere oder sogar mehr

wären meine Vorschläge dazu.

Gruss
Kurti

Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) (kuehlschrankheizer)
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Interessehalber habe ich gestern Abend mit dem Layout einer Platine nach 
Michaels Plan begonnen.
Diese Platine sollte meiner Meinung nach nicht größer als 100x100mm 
sein, weil die Chinesen bis zu dieser Größe sehr billig fertigen, 
darüber wird es dann überproportional teuer. Die 80cm² der Eagle Free 
Version sind eine weitere Grenze, auch wenn das das kleinere Problem 
ist.

Dabei kristallisierte sich schnell heraus, dass es sehr, sehr eng wird, 
will man auf 100cm² die Bauteile für eine 3A-Version unterbringen, also 
mit zwei Sätzen Gleichrichterdioden und zwei Leistungstransistoren. 
Siehe Bild. Dabei habe ich bei diesem Versuch schon den zusätzlichen 
Satz Gleichrichterdioden weggelassen.
Meine unmaßgebliche Einschätzung: Eine Version des LNG mit 3A ist als 
Einplatinenlösung auf 100x100mm nicht sinnvoll umsetzbar. Wer mehr 
braucht, müsste zumindest die Transistoren und den Gleichrichter 
getrennt von der Platine montieren, wobei letzterer auf einem separaten 
Kühlkörper sowieso besser aufgehoben ist.
Eine Regelung für den oder die Lüfter sowie die Trafoumschaltung sind 
momentan ja noch gar nicht berücksichtigt und brauchen auch noch 
Platinenfläche, genauso wie die Stromversorgung und die Steckverbinder 
für die Displays. Wenn bei einer 3A-Version alle Bauteile auf eine 
Platine sollen, wird man das wohl in SMD machen müssen.

Für mich ist insgesamt betrachtet eine Version des LNG mit 2A und 24V 
ausreichend, weil es sowieso unmöglich ist, ein LNG zu bauen, das alle 
denkbaren Anforderungen abdecken kann. Zum Beispiel habe ich kürzlich 
für eine LED-Leuchte einen Konstantstrom von 800mA bei 120V benötigt. 
Muss nun ein LNG zwingend sowohl 6A fürs Akkuladen können und 
gleichzeitig auch 120V für meine Leuchte? Das geht schnell ins Uferlose! 
Für extremere Anforderungen, die ein einzelnes LNG nicht erfüllt nimmt 
man halt ein zweites oder drittes dazu, statt ein Gerät zu fordern, das 
alles und noch mehr leistet, dabei dann zwingend riesengroß und teuer 
wird und als Selbstbauprojekt sowieso niemals vollendet werden wird.

: Bearbeitet durch User
Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) (kuehlschrankheizer)
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Mein LNG soll das Gehäuse eines alten KVM-Umschalters bewohnen. Das 
Gehäuse ist aus ziemlich mssivem Stahlblech. Wenn das Gerät (irgendwann, 
hoffentlich) fertig ist, soll es ungefähr so aussehen wie auf dem Bild.

Autor: Eppelein Von Gailingen (eppelein)
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Kurti K. schrieb:
> Moin,
> eventuell sollte man als erstes klären, was benötigt wird:
>
> - ein Labornetzgerät mit extrem glatter Ausgangsspannung, schneller
> Reglung und auf mV und mA einstellbaren Ausgangswerten
> oder
> - eine universelle Spannungsversorgung für diverse Geräte mit der
> Möglichkeit die Spannung auch mal zu variieren und den Strom zu
> begrenzen
>
> Ich bin der Meinung, dass zwei Geräte die bessere Lösung sind.
>
> Labornetzgerät: 0 bis 24 Volt 0 bis 2 Ampere oder sogar weniger
>
> Spannungsversorgung: 2,xx bis 30 Volt, 0,0x bis 3 Ampere oder sogar mehr
>
> wären meine Vorschläge dazu.
>
> Gruss
> Kurti

So würde ich mir das auch mit getrennten Platinen vorstellen.

MfG
Eppelein

Autor: M. Köhler (sylaina)
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Kurti K. schrieb:
> Ich bin der Meinung, dass zwei Geräte die bessere Lösung sind.

Der Meinung bin ich auch aber deine Aufteilung sehe ich nicht als sinnig 
an. Ob man nun 0-24 V/0-2 A hat oder 0-30 V/0-3 A ist ziemlich Wumpe. 
Die 0-24V/0-2 A sind ja noch OK, das zweite Netzteil sollte dann aber 
mindestens Regionen von 0-40 V/0-5 A bewohnen, das 30er Netzteil wäre 
einfach zu dicht am 24er dran.

Autor: Eppelein Von Gailingen (eppelein)
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Erwin E. schrieb:
> Interessehalber habe ich gestern Abend mit dem Layout einer Platine nach
> Michaels Plan begonnen.
> Diese Platine sollte meiner Meinung nach nicht größer als 100x100mm
> sein, weil die Chinesen bis zu dieser Größe sehr billig fertigen,
> darüber wird es dann überproportional teuer. Die 80cm² der Eagle Free
> Version sind eine weitere Grenze, auch wenn das das kleinere Problem
> ist.
>
> Dabei kristallisierte sich schnell heraus, dass es sehr, sehr eng wird,
> will man auf 100cm² die Bauteile für eine 3A-Version unterbringen, also
> mit zwei Sätzen Gleichrichterdioden und zwei Leistungstransistoren.
> Siehe Bild. Dabei habe ich bei diesem Versuch schon den zusätzlichen
> Satz Gleichrichterdioden weggelassen.
> Meine unmaßgebliche Einschätzung: Eine Version des LNG mit 3A ist als
> Einplatinenlösung auf 100x100mm nicht sinnvoll umsetzbar. Wer mehr
> braucht, müsste zumindest die Transistoren und den Gleichrichter
> getrennt von der Platine montieren, wobei letzterer auf einem separaten
> Kühlkörper sowieso besser aufgehoben ist.
> Eine Regelung für den oder die Lüfter sowie die Trafoumschaltung sind
> momentan ja noch gar nicht berücksichtigt und brauchen auch noch
> Platinenfläche, genauso wie die Stromversorgung und die Steckverbinder
> für die Displays. Wenn bei einer 3A-Version alle Bauteile auf eine
> Platine sollen, wird man das wohl in SMD machen müssen.
>
> Für mich ist insgesamt betrachtet eine Version des LNG mit 2A und 24V
> ausreichend, weil es sowieso unmöglich ist, ein LNG zu bauen, das alle
> denkbaren Anforderungen abdecken kann. Zum Beispiel habe ich kürzlich
> für eine LED-Leuchte einen Konstantstrom von 800mA bei 120V benötigt.
> Muss nun ein LNG zwingend sowohl 6A fürs Akkuladen können und
> gleichzeitig auch 120V für meine Leuchte? Das geht schnell ins Uferlose!
> Für extremere Anforderungen, die ein einzelnes LNG nicht erfüllt nimmt
> man halt ein zweites oder drittes dazu, statt ein Gerät zu fordern, das
> alles und noch mehr leistet, dabei dann zwingend riesengroß und teuer
> wird und als Selbstbauprojekt sowieso niemals vollendet werden wird.

Meine bisherigen NG`s  sind auf einer Euro-Platine untergebracht. Daher 
würde es schon Sinn machen, nicht alles klein auf klein zusammen zu 
packen.

Ein Interesierter gibt gerne ein paar Märker für eine Platine aus und 
hat somit eine übersichtliche Platine in Händen, wo im Bedarfsfall 
reparaturfreundlicher erscheint -

Transen mit höherem Leistungsbedarf bekommen in jedem Fall einen Platz 
auf einen externen KK, sind somit nicht auf der Platine.

Von SMD-Bauteilen halte ich pers. nicht das geringste! Altersbedingt 
nicht mein Fall, werde mir das auch nicht antun.
Mit SMD-Technik wäre mein Interesse passè.

MfG
Eppelein

Autor: Eppelein Von Gailingen (eppelein)
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Erwin E. schrieb:
> Mein LNG soll das Gehäuse eines alten KVM-Umschalters bewohnen. Das
> Gehäuse ist aus ziemlich mssivem Stahlblech. Wenn das Gerät (irgendwann,
> hoffentlich) fertig ist, soll es ungefähr so aussehen wie auf dem Bild.

Für rechtshänder ist eine Anzeige links und die U/I-Regler entweder 
unterhalb oder rechts daneben angeordnet sinnvoller.

Man greift über den "Onkel" und versperrt die Sicht mit dem Arm auf die 
Anzeigen - meine Sicht.

MfG
Eppelein

Autor: MaWin (Gast)
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Eppelein V. schrieb:
> Für rechtshänder ist eine Anzeige links

Auch das ist doch das schöne an einem Selbstbaunetzteil: Erwin kann sich 
sein Linkshändernetzteil bauen, andere bauen sich eins für Rechtshänder.

Autor: W.S. (Gast)
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Erwin E. schrieb:
> Dabei kristallisierte sich schnell heraus, dass es sehr, sehr eng wird,

Ja klar. Das sieht man.

Also, meine Ansicht hierüber:

Wenn es ein kleines bescheidenes LNG bis so etwa 1 Ampere sein soll, 
dann paßt alles bis auf den Trafo auf eine Leiterplatte - sowohl 
mechanisch als auch elektrisch, mit Ausnahme der Potis, der U/I-Anzeigen 
und der Ausgangsbuchsen.

Für alles darüber hinaus müssen
- Trafo
- Grätz
- Ladeelko
- alle Leistungstransistoren
- ggf. der Strommeß-Shunt

runter von der LP und direkt auf's Chassis oder auf Kühlkörper.

Und nochwas: Schimpft nicht immerzu auf SMD. Wenn wir uns hier auf 1206 
einigen, dann läßt sich das Ganze noch immer sehr gut löten (auch wenn 
man selber steinalt ist), die LP Maße werden deutlich kleiner und man 
hat bei 2-seitigen LP auch bessere Verhältnisse zum Entflechten.

W.S.

Autor: Kurti Kurti (kurti_kurti)
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M. K. schrieb:
> Kurti K. schrieb:
>> Ich bin der Meinung, dass zwei Geräte die bessere Lösung sind.
>
> Der Meinung bin ich auch aber deine Aufteilung sehe ich nicht als sinnig
> an. Ob man nun 0-24 V/0-2 A hat oder 0-30 V/0-3 A ist ziemlich Wumpe.
> Die 0-24V/0-2 A sind ja noch OK, das zweite Netzteil sollte dann aber
> mindestens Regionen von 0-40 V/0-5 A bewohnen, das 30er Netzteil wäre
> einfach zu dicht am 24er dran.

Moin,
ich bastel seit 45 Jahren.
Ich habe noch nie eine Spannung zwischen 30 und 40 Volt benötigt.
Und wenn es mehr als 30 Volt werden, schalte ich zwei Netzteile in 
Reihe.
( z.B 60 V )

Daher mein Vorschlag! von 30 Volt.

Wenn Du mehr Unterschied zwischen den Netzteilen möchtest:
Vorschlag Labornetzteil 0-15 Volt, 0-2 Ampere. :-)
Die 24 Volt waren eh' nur für die Inbetriebnahme von Industrieprodukten 
gedacht. Da reicht auch ein Schaltnetzteil.

Gruss
Kurti

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Eppelein V. schrieb:

> Von SMD-Bauteilen halte ich pers. nicht das geringste! Altersbedingt
> nicht mein Fall, werde mir das auch nicht antun.
> Mit SMD-Technik wäre mein Interesse passè.
>


Wie alt bist Du denn? Ich löte mit 62 Jahren noch SMD.

Vielleicht hilft Dir dieser Beitrag, das mal mit anderen Augen zu sehen:

https://www.dl6gl.de/platinenherstellung-und-smd-b...


Ich halte es für durchaus sinnig und konsequent gedacht, wenn man schon 
ein LNG nach modernem Standard aufbauen will: Das dort auch die moderne 
SMD -Technik zum Einsatz kommt.

Ihr ersetzt wo irgend sinnvoll die Transistoren durch moderne Typen 
(Stichwort 2N3055 --> 2SC1047), die Referenz durch etwas modernes (1N82x 
durch TL431), ...etc.
Da ist es doch nur folgerichtig, auch beim Layout modernen Bauteile 
einzusetzen. SOIC8  etc, 603 bzw. 1206, .. ist alles keinen Hexenwerk 
das zu löten.
Insbesondere, da ja geplant ist die Platinen durch Profis fertigen zu 
lassen. Da ist das maßhaltig für SMD.

Autor: Eppelein Von Gailingen (eppelein)
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Andrew T. schrieb:
> Eppelein V. schrieb:
>
>> Von SMD-Bauteilen halte ich pers. nicht das geringste! Altersbedingt
>> nicht mein Fall, werde mir das auch nicht antun.
>> Mit SMD-Technik wäre mein Interesse passè.
>>
>
>
> Wie alt bist Du denn? Ich löte mit 62 Jahren noch SMD.
>
> Vielleicht hilft Dir dieser Beitrag, das mal mit anderen Augen zu sehen:
>
> https://www.dl6gl.de/platinenherstellung-und-smd-b...
>
>

Eine ruhige Hand ist bei SMD unabdingbar, wie ich meine und da fängt es 
bei mir an ....
Hinzu kommt noch, daß Unmengen an "herkömmlichen" Bauteilen auf Halde 
liegen, die auch verbaut werden wollen.


MfG
Eppelein

Autor: Paul Ahner (wandkletterer)
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Ist ein Foreneigenes Labornetzteil geplant?

: Bearbeitet durch User
Autor: Tany (Gast)
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Andrew T. schrieb:
> Ich halte es für durchaus sinnig und konsequent gedacht, wenn man schon
> ein LNG nach modernem Standard aufbauen will: Das dort auch die moderne
> SMD -Technik zum Einsatz kommt

Es handelt sich hier aber um ein LNG aus dem Jahr 1974, also nicht 
unbedingt "modern".

Ich bin aber völlig in deiner Meinung. Ich bastele  zunehmend nur noch 
mit SMD.

Autor: Benni (Gast)
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Eventuell eine spezielle Ü60-THT Version auflegen.

Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) (kuehlschrankheizer)
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Eppelein V. schrieb:
> Für rechtshänder ist eine Anzeige links und die U/I-Regler entweder
> unterhalb oder rechts daneben angeordnet sinnvoller.

Da hast du natürlich vollkommen recht... Ich habe die Bedienelemente 
bewusst so angeordnet, um bestehende Ausbrüche der Frontplatte nutzen zu 
können bzw. solche, die im Weg sind, auszuschneiden. Die Front habe ich 
ausgedruckt und aufs Gehäuse geklebt um die Bedienbarkeit vorab zu 
prüfen. Aufgrund der Abstände verdeckt 'der Onkel', zumindest bei meinen 
Händen, nicht die Displays.
Die beiden Mehrgangpotis sind leider recht voluminös, was die Gestaltung 
der Front stark einschränkt, aber ich habe sie schon und meine, dass sie 
von ziemlich guter Qualität sind. Bis das LNG in einigen Monaten fertig 
sein wird, kann sich da aber noch manches ändern.

Es ist aber noch eine andere Überlegung dabei. Die günstig verfügbaren 
Displays sehe ich allesamt eher als Notlösung. Zusätzlich zu U/I hätte 
ich nämlich gerne eine permanente Anzeige für I-Preset, im CC-Modus ist 
auch der U-Preset nützlich. Beides ermöglicht diese Schaltung ja recht 
einfach. Außerdem wäre noch die Anzeige der Leistung nett. Deshalb habe 
ich darüber nachgedacht, irgendwann [TM] die beiden Displays durch ein 
farbiges Grafikdisplay passender Größe zu Ersetzen. Dieses könnte dann 
den Raum der beiden Anzeigen nutzen, ohne die ganze Frontplatte neu zu 
machen oder die Positionierung des Innenlebens groß zu verändern.

Autor: Eppelein Von Gailingen (eppelein)
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Moin Erwin,

das Problem mit Blenden, die bereits Ausschnitte, Bohrungen vorweisen, 
kenne ich zur Genüge.
Auf die Schnelle mal passendes Material herbekommen ist nicht drin und 
da wird mit dem gewerkelt was man so hat.

Mit einer Leistungsanzeige, neben I und U, liebäugele ich auch.
In meiner großen Anlage habe ich besagte Instrumente im Großformat noch 
aus den Fuffzigern.

Laß` mir da noch etwas durch den Kopf gehen.

MfG
Eppelein

Autor: M. Köhler (sylaina)
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Kurti K. schrieb:
> Ich habe noch nie eine Spannung zwischen 30 und 40 Volt benötigt.

Ich schon: 36 V für Motoren. Aber du hast natürlich recht, das ist schon 
eher selten.

Kurti K. schrieb:
> Vorschlag Labornetzteil 0-15 Volt, 0-2 Ampere. :-)

So ähnlich sieht es bei mir aus: Ich hab ein 0-40 V/ 0-10 A Netzteil 
fürs Grobe (mein erstes, kommerziell gekaufte, LNG). Dann wollte ich was 
Feineres und dachte mir, ich kann mir auch selbst mal ein Netzteil bauen 
und noch was lernen (das war so 2013 rum). So entstand mein oben 
gepostetes Netzteil. Das habe ich in verschiedenen Varianten (nicht nur 
für mich) von 0-12 V bis 0-30 V und 0-0.8 A bis 0-3 A aufgebaut. Ich 
selbst habe es als 0-24 V und 0-1.3 A Netzteil bei mir auf der Werkbank 
stehen und mein 0-40 V Netzteil kommt nur noch bei den entsprechenden 
Motor-Projekten zum Einsatz, dieses Jahr habe ich es noch gar nicht 
gebraucht.

Autor: Michael D. (mike0815)
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@Erwin E.

> Interessehalber habe ich gestern Abend mit dem Layout einer Platine nach
> Michaels Plan begonnen.
> Diese Platine sollte meiner Meinung nach nicht größer als 100x100mm
> sein...
Also mit 100x100mm könnte man schon hinkommen, wenn:
R23/R24/0,12R ausgelagert werden und je nach dem, für welche 
Gehäuse(Endstufe) man sich entscheidet ob: TO-247, TO218, TO-264 oder 
TO-3P.
Bei diesen Gehäuseformen würde sich eine extra (kleine)Platine anbieten, 
die dann die beiden Leistungswiderstände sowohl auch die Transistoren 
beinhaltet und dann auf das Kühlblech schraubt! Ein chices Beispiel hat 
Gerhard mal umgesetzt 1.PIC

Für die TO-3 Fans, wäre dann die Variante im 2.PIC zu bevorzugen.
Dann benötigt man auch nur noch 2x A300 Schraubklemmen, da die 
Kollektoranschlüsse und je die Emitteranschlüsse (Ausgänge R23/24/0.12R) 
zusammengefasst sind.

Des weiteren, kann man die 8x 1N5408 auf beide Platinenseiten 
platzsparend unterbringen ohne, das das schei.. aussieht. 3.PIC

Mit R7/R24/0,47R könnte man genauso verfahren, wie mit den Dioden.

Das spart eine Menge Platz, würde ich mal behaupten.

Gruß Michael

Autor: Michael D. (mike0815)
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Anbei noch der verwendete Ringkerntrafo RKT-12018 (2x18V/2x 3,33A) mit 
2x zusätzlichen Wicklungen (2x9V) für die 2x StepUp, die dann die 
Anzeige-Instrumente versorgen sollen.
Für die zusätzlichen Wicklungen, habe ich ca. 1Std. investiert inkl. das 
anbringen der Isolations-Folie. Der Trafo hat dann statt ursprünglich 
100mm dann eben 120mm Durchmesser.

Gruß Michael

EDIT:

Kleiner Fehler...
> Mit R7/R24/0,47R könnte man genauso verfahren, wie mit den Dioden.

soll da heißen: R7/R25/0,47R  ;-)

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Autor: Kurti Kurti (kurti_kurti)
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M. K. schrieb:

> So ähnlich sieht es bei mir aus: Ich hab ein 0-40 V/ 0-10 A Netzteil
> fürs Grobe (mein erstes, kommerziell gekaufte, LNG). Dann wollte ich was
> Feineres und dachte mir, ich kann mir auch selbst mal ein Netzteil bauen
> und noch was lernen (das war so 2013 rum). So entstand mein oben
> gepostetes Netzteil. Das habe ich in verschiedenen Varianten (nicht nur
> für mich) von 0-12 V bis 0-30 V und 0-0.8 A bis 0-3 A aufgebaut. Ich
> selbst habe es als 0-24 V und 0-1.3 A Netzteil bei mir auf der Werkbank
> stehen und mein 0-40 V Netzteil kommt nur noch bei den entsprechenden
> Motor-Projekten zum Einsatz, dieses Jahr habe ich es noch gar nicht
> gebraucht.

dann sind wir ja von den Grundgedanken nicht weit auseinander.

Wenn man dann noch an die Anfänger denkt und deren Geldbeutel...
Bauteile für weniger Leistung sind halt deutlich günstiger.

Als Spannungsquelle, gerade für Einsteiger mit geringen elektrischen 
Kenntnissen im Bereich Netzspannung, könnte ich mir gut einen 
herkömmlichen Halogen-Trafo mit fester Netzspannungszuleitung und 
integrierter Sicherung vorstellen.

Gruss
Kurti
PS: mein erstes 'Labornetzteil' war ein Carrerabahn-Trafo mit 8 - 10 - 
12 Volt Ausgangsspannung - Vorteil: günstig und nicht kaputt zu kriegen

Autor: Roland Franz (rhf)
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Hallo,

Kurti K. schrieb:
> Wenn man dann noch an die Anfänger denkt und deren Geldbeutel...
> Bauteile für weniger Leistung sind halt deutlich günstiger.

Unter diesem Aspekt betrachtet würde ich auf die bisher besprochene 
Variante völlig verzichten und einfach den Banggood-Bausatz empfehlen. 
Billiger geht es nicht.

rhf

Autor: Tany (Gast)
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Roland F. schrieb:
> Unter diesem Aspekt betrachtet würde ich auf die bisher besprochene
> Variante völlig verzichten und einfach den Banggood-Bausatz empfehlen.
Absolut!
Die bisherige gern verkaufte "Besserung" ist nicht Wert für neuen PCB.

Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) (kuehlschrankheizer)
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@Michael
Danke füe die Fotos und Anregungen. Durch das Auslagern der beiden 
Längstransistoren nebst Emitterwiderständen sieht es platzmäßig 
natürlich gleich viel besser aus. Als Gleichrichter würde ich dann aber 
einen Blockgleichrichter nehmen, der mit dem KK verschraubt werden kann.
Das Netzteil ist dadurch, dass Gleichrichter und Leistungstransistoren 
sowie evtl auch die Shuntwiderstände ausgelagert werden, halt nicht mehr 
ganz so einfach und kompakt aufzubauen wie mit der Originalplatine, auf 
der schon alle Komponenten drauf sind. Hilft aber wohl nichts, wenn man 
wirklich 90W Ausgangsleistung will oder braucht.

Warum brauchst du eigentlich die StepUp-Wandler? Den meisten 
Chinadisplays genügen doch 5V Betriebsspannung.

Michael D. schrieb:
> Es gibt ein etwas älteres Netzteil, das das so kann!
> Es gibt da 2 Zustände der Stromregelung, die auch per LED angezeigt
> werden.
> Einmal die übliche Strombegrenzung, die eingestellt wurde und der 2.
> Zustand schaltet die Ausgangsspannung komplett ab, wenn der eingestellte
> Strom überschritten wird. Um diese wieder einzuschalten, ist ein
> Schalter als Reset zu betätigen.

Das ist nicht genau das, was ich meine. Ich möchte keine Sicherung die 
bei Überstrom auslöst, sondern eine manuelle Zu/Abschaltung des Ausgangs 
per Taster. Die Spannungsanzeige soll nach dem Abschalten des Ausgangs 
weiterhin mit diesem verbunden sein, so dass man weiterhin ablesen kann, 
ob und welche (externe) Spannung an den Klemmen anliegt. Das hatte ich 
nie vermisst, bis ich das TDK bekam, das diese Funktion hat. Ein Relais 
würde dafür eigentlich genügen.

Autor: M. Köhler (sylaina)
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Kurti K. schrieb:
> Wenn man dann noch an die Anfänger denkt und deren Geldbeutel...
> Bauteile für weniger Leistung sind halt deutlich günstiger.

Unter diesem Aspekt sollte man gar kein LNG selber bauen sondern ein 
fertiges LNG kaufen. Die Elektronik-Bauteile sind, selbst bei teuren 
Bauteilen, bei weitem das Preiswerteste.

Autor: Lurchi (Gast)
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Tany schrieb:
> Roland F. schrieb:
>> Unter diesem Aspekt betrachtet würde ich auf die bisher besprochene
>> Variante völlig verzichten und einfach den Banggood-Bausatz empfehlen.
> Absolut!
> Die bisherige gern verkaufte "Besserung" ist nicht Wert für neuen PCB.

Unverändert ist der Bausatz nicht gut, für einen 24 V Trafo absolut 
nicht zu empfehlen. Wenn es zufällig nicht gleich Rauchzeichen gibt ist 
die Gefahr groß, das der Ausfall nicht lange auf sich warten lässt.

Die wesentliche Änderung ist, dass man die maximale Spannung der OPs 
beachtet. D.h. ohne Änderungen an der Platine sollte man einen Trafo mit 
maximal 18 V AC nutzen. Damit kommt man dann bis etwa 10-15 V je nach 
Strom. Zusätzlich wäre es gut wenn man den maximalen Strom reduziert, 
etwa in dem R18 auf 100 K ändert. Den Einstellbereich für die Spannung 
könnte man etwa mit einer 2,5 V referenz (TL431) statt der 5 V 
zenerdiode auf die etwa 15 V anpassen. Ein Lokaler Abblockkondensator am 
OP für die Spannungsregelung wäre wohl gut - das geht frei fliegend von 
der Lötseite.
Ohne das extra schnelle Stromlimit per Transistor wäre die Diode 
parallel zu R21 eine gute Idee, um das Stromlimit schneller zu machen, 
wenn der eingestellte Strom deutlich überschritten wird.

Die Platine aus dem Bausatz und nachträgliche Änderungen sind möglich, 
aber doch etwas begrenzt. So ist das Layout nicht überall gut. Das 
angefangene Layout von Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) 
(kuehlschrankheizer)
Datum: 07.12.2017 10:03, macht dagegen schon Fehler wo die Platine aus 
dem Kit gut ist.

Ein Begrenzung der Spannung der OPs erfordert schon das Auftrennen von 
ein paar Leiterbahnen. Mit allen Änderungen hält sich der Wert der 
Platine in Grenzen - da wird es dann schon eng, mit vielen fliegenden 
Teilen und Drähten. Für mehr Strom passen dann auch der Elko, Shunt und 
die Dioden nicht mehr. Da macht dann ein neues Platinenlayout schon 
Sinn.

Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) (kuehlschrankheizer)
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Lurchi schrieb:
> Das
> angefangene Layout von Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei)
> (kuehlschrankheizer)
> Datum: 07.12.2017 10:03,

...diente der Abschätzung der Platzverhältnisse. Wie es weitergeht, 
hängt von den Rückmeldungen von Gerhard ab, der die bisher 
vorgeschlagenen Änderungen praktisch testen wollte. Vorher macht es 
keinen Sinn, ernsthaft ein Layout anzugehen, vor allem dann, wenn 2A bei 
max. 24V das Ziel sind.

Autor: Mike B. (Firma: Buchhaltung+Controlling) (mike_b97) Benutzerseite
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Michael D. schrieb:
> hier mal das BG/HIL im Original (1.Pic) mit EaglCad
> Dann das von Gerhard gepimmte   (2.Pic) mit EaglCad
> das da heißt Banggood-Mod.2.3

Wollt ihr nich für die D1..D4A lieber Schottkys nehmen?
MBR-745 oder ähnliches

Ich würde, wenn ich was vorschlagen darf, auch eher ein Dual-Ausgang mit 
2x 0..24V 2x0..4A bevorzugen, also das obige Design in der Spannung 
begrenzen und dafür "die Ampere schön hoch skillen" :-D

: Bearbeitet durch User
Autor: M. Köhler (sylaina)
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Mike B. schrieb:
> Wollt ihr nich für die D1..D4A lieber Schottkys nehmen?
> MBR-745 oder ähnliches

Zu welchem Zweck?

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Mike B. schrieb:
> Ich würde, wenn ich was vorschlagen darf, auch eher ein Dual-Ausgang mit
> 2x 0..24V 2x0..4A bevorzugen, also das obige Design in der Spannung
> begrenzen und dafür "die Ampere schön hoch skillen" :-D

Natürlich gibt es Wünsche. Wenn DU einen Schaltplanb ablieferst, der das 
kann und funktioniert (d.h. Spannugsfestigkeit und SOA der Teile nicht 
überschritten, zumindest in Spice-Simulation stabil), gerne, her damit.

Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) (kuehlschrankheizer)
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@Lurchi:
Da du mein angefangenes Layout kritisierst, würde mich interessieren was 
dir konkret nicht gefällt. Dass die V+IN Leitung so nicht richtig ist 
weiß ich, die Versorgungsleiterbahnen dürfen auch breiter werden. Aber 
sonst? So arg viel ist ja noch gar nicht passiert. Ich lerne gerne dazu!

Autor: Tany (Gast)
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Lurchi schrieb:
> Die wesentliche Änderung...
- OPVs.
- Strombereich Reduzierung mit R18
- Referenz (TL431) statt der 5 V zenerdiode auf die etwa 15 V anpassen.
- die Diode parallel zu R21
erfordern keine Änderung an vorhandene Platine.
Die Änderung mit Diode parallel zu R21 kann man streichen, wenn man R21 
reduziert.

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Lurchi schrieb:
> Das angefangene Layout von Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei)
> (kuehlschrankheizer)
> Datum: 07.12.2017 10:03, macht dagegen schon Fehler wo die Platine aus
> dem Kit gut ist.

Leider hältst du dich immer mit Konkretem zurück.

Autor: Roland Franz (rhf)
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Hallo,

Lurchi schrieb:
> Unverändert ist der Bausatz nicht gut, für einen 24 V Trafo absolut
> nicht zu empfehlen. Wenn es zufällig nicht gleich Rauchzeichen gibt ist
> die Gefahr groß, das der Ausfall nicht lange auf sich warten lässt.

Das ist sicherlich richtig, aber da die Anforderungen ja gerade immer 
weiter heruntergeschraubt werden, ist doch zu überlegen ob man sich 
wirklich die Arbeit machen sollte ein neues Netzteil zu entwickeln.

Wenn das so weiter geht sind wir bald in Bereichen wo es auch ein Design 
mit einem LM317  (kann man zwar den Strom nicht regeln, aber wenn man 
dann noch an die Anfänger denkt und deren Geldbeutel...).

Oder was auf Basis des L200 (siehe SGS-Datenblatt, Seite 8, Figure 23). 
Mit nur 11 externen Bauteilen (einschließlich Trafo, Gleichrichter und 
Ladekondensator) bekommt man 2,85-26V (wer braucht schon weniger als 
2,85V) und 35mA-1,5A.

> Die wesentliche Änderung ist, dass man die maximale Spannung der OPs
> beachtet.

Ich traue mich kaum es zu sagen, aber in meiner "Stache"-Schaltung 
laufen seit bald 40 Jahren die µ741-OPs mit 49 b.z.w. 54V 
Betriebsspannung (ohne Last am Ausgang). Ist jetzt sicherlich nicht für 
eine Neukonstruktion empfehlenswert, aber doch erstaunlich was für 
Reserven in den "völlig veralteten" Bausteinen stecken.

> Da macht dann ein neues Platinenlayout schon Sinn.

Aber wenn man dann noch an die Anfänger denkt und deren Geldbeutel...
(na gut, ich höre jetzt auf)

rhf

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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M. K. schrieb:
> Mike B. schrieb:
>> Wollt ihr nich für die D1..D4A lieber Schottkys nehmen?
>> MBR-745 oder ähnliches
>
> Zu welchem Zweck?

Weil die bei hoher Temperatur eine höheren Leckstrom haben?
Weil bei niedrigen Temperaturen deren Flußspannung geringer ist?
Weil die gerade in seiner Bastelkiste liegen?
Weil es schick ist?


Such Dir was aus .-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Kurti Kurti (kurti_kurti)
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Roland F. schrieb:


> (na gut, ich höre jetzt auf)
>
> rhf

Moin,
warum denn ... :-) solange es Argumente sind

Das Problem ist doch, dass hier mindestens 5 Geräte diskutiert werden

- Netzteil für Anfänger (Trafo, Messgeräte und Gehäuse nicht vergessen)
- Batterieladegerät
- Netzteil für Fortgeschrittene
- Netzteil mit mehr Ausgangsspannung ( 40 Volt, 50 Volt ... )und mehr 
Ausgangsstrom ( 5 Ampere, 10 Ampere ... )
- hochgenaues Labornetzteil für Schaltungsentwickler
...

Ein universelles Gerät wird sich meiner Meinung nach nicht realisieren 
lassen.

Gruss
Kurti

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Roland F. schrieb:
> Ich traue mich kaum es zu sagen, aber in meiner "Stache"-Schaltung
> laufen seit bald 40 Jahren die µ741-OPs mit 49 b.z.w. 54V
> Betriebsspannung (ohne Last am Ausgang). Ist jetzt sicherlich nicht für
> eine Neukonstruktion empfehlenswert, aber doch erstaunlich was für
> Reserven in den "völlig veralteten" Bausteinen stecken.

Nein, nicht erstaunlich, sondern Exemplarsteuungen. Wenn ein Hersteller 
GARANTIEREN muss daß (z.B. bei 40V) seine Bauteile nicht aufgeben, 
heisst das, daß KEIN EINZIGER bei 40V durchschlagen darf. Leider 
beherrscht er die Produktionstechnik nicht so, daß die bei 41V aufgeben, 
sondern muss wohl 80V als Designziel angeben, damit selbst Ausreisser 
immer noch über 40V liegen werden. Klar, dass dein Einzelstück nicht 
unbedingt das sein muss mit der Tolearnz der Fertigung nach unten.

Aber diese Designs, die über die abolute maximum ratings der Bauteile 
gehen, sind ABSOLUT nicht als Bauvorschlag geeignet. Ist es nur eine 
Schaltung, geht die halt kaputt. Ist es ein labornetzteil,. geht ggf. 
auch das angeschlossene 1000 EUR Protytypenboard kaputt. Also GERADE 
beim Netzteil ist die Überschreitung der absolute maximum ratings bzw. 
der SOA der Transistorn ein absolutes no-go.

Bloss weil du seit 40 Jahre auch bei rot über ein Fussgängerampoel 
gehst, kann das keinesfalls ein Handlungsvorschlag für Andere Leute 
sein.

Autor: W.S. (Gast)
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Kurti K. schrieb:
> Wenn man dann noch an die Anfänger denkt und deren Geldbeutel...
> Bauteile für weniger Leistung sind halt deutlich günstiger.

Nein.

Das stimmt so einfach nicht. Ich hatte weiter oben schon mal ein paar BE 
gepostet. 2SC2837, 2SC2921, 2SC3907 und so. Alle erhältlich per Ebay, 
alle so im Bereich bis 2 Euro, alle mit riesiger Verlustleistung, hoher 
Uce, hohem Kollektorstrom, einfach montierbar. Auch fertige 
Grätz-Brücken gibt es billig und sowas ist fertig zum Aufschrauben auf 
das Chassis oder die Rückwand oder ne Kühlrippe.

Das Problem ist ein mechanisches.

Für die zu erwartende Verlustleistung braucht es ausreichend große 
Kühlkörper und dafür dann auch ein ausreichend großes und stabiles 
Gehäuse. Und sowas kostet richtig Geld, wenn man nicht auf dem 
Wertstoffhof oder so ein altes Gehäuse bekommt, was sich zweckentfremden 
läßt. Trotzdem bleibt ein mechanischer Aufwand übrig, denn die meisten 
haben eben keine Fräse, Drehbank, Abkantbank, Schlagschere, 
Punktschweiße und so weiter. Der anzunehmende Werkzeugbestand ist wohl 
eher ein Akkuschrauber, Bügelsäge, Feile, eventuell sogar ein kleiner 
Schraubstock.

W.S.

Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) (kuehlschrankheizer)
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Die Trafospannung ist beim Banggood LNG ein entscheidendes Element, wie 
man der bisherigen Diskusion entnehmen kann.
Hier ist noch in kleiner Ringkerntrafo aufgetaucht, leider ohne 
erhellende Beschriftung. Diesen habe ich mit Gleichrichter und 4700µ 
Ladekondensator an eine elektronische Last gehängt, um zu prüfen, wie er 
sich in in der Realität verhält.

Der Trafo hat einen Durchmesser von 70mm bei 35mm Höhe. Wenn ich die 
Reichelt Ringkerntrafos mit diesen Abmessungen vergleiche, wird meiner 
so um die 40VA haben. Leerlaufspannung AC: 21,4V Es könnte also ein 19V 
oder 20V Trafo sein mit ca. 2A.

Gemessen habe ich folgende Werte:

I DC | U AC(0h) |  U AC(2h)  UDC(0h)  UDC(2h)  PDC(0h)  PDC(2h)
0,0A |  21,4V   |   21,2V     29,1V     29,0V     0W       0W
0,5A |  20,7V   |   20,5V     26,4V     25,1V    13W      13W
1,0A |  20,2V   |   19,8V     24,8V     20,9V    25W      24W
2,0A |  19,2V   |   18,5V     22,2V     21,0V    44W      42W
2,5A |  18,5V   |   17,9V     20,8V     19,7V    52W      49W

Die Messungen habe ich einmal gleich nach dem Einschalten am noch kalten 
Tafo gemacht und sie dann nach 2h Belastung mit konstant 2A wiederholt. 
Die Spannungen waren aufgrund der Erwärmung des Trafos (?) etwas 
niedriger.

Bei 2A DC wird der Trafo mit der Zeit gut warm, geschätzt ca. 50°C nach 
2h (noch dauerhaft anfassbar). 40W DC-Leistung überlastet den kleinen 
Ringkern also nicht wesentlich. Somit ist das bei mir bereits ein 
Anwärter für das Netzteil. Nach Abzug der Spannungsanfälle an Shunt und 
Transistor (je 1V?) sollten damit eigentlich annähernd 19V 
Ausgangsspannung bei 2A möglich sein.

Falls diese Ergebnisse sich auf einen Trafo mit 24V AC übertragen 
lassen, sollte müsste dieser durchaus ein Netzteil mit 24V DC 
ermöglichen, falls man dem TL081 42V zumuten will (Leerlauf) oder eben 
741 o.ä. mit höherer Spannungsfestigkeit einsetzt.
Ja, ich habe die verschiedenen Überlegungen zu Trafos weiter oben 
gelesen. Warum sich mein Trafo in der Realität anders verhält als er 
theoretisch sollte, weiß ich leider nicht. Klar ist auch, dass sich 
nicht jeder Trafo so verhalten muss.
Sobald ich einen 24V Trafo in die Finger bekomme, werde ich die Messung 
damit wiederholen.

Autor: Lurchi (Gast)
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Bei der Messung am Trafo muss man berücksichtigen, dass man auch einiges 
an Rippel hat. Die Spannung bricht also Zeitweise ein. Der Einbruch der 
Nutzbaren Spannung ist damit höher als die einfache Messung per 
Voltmeter zeigt. Bei 2 A Last kann man daher eher mit 17 V statt 21 V 
rechnen.

Bei der Messung kann auch die Netzspannung schwanken und so einiger der 
Unterschiede erklären.

Ein 40 VA, 20 V Trafo sollte für etwa 1.2 - 1,4 A DC gut sein. Das 
ergibt sich aus dem Leistungsfaktor, der wegen der Pulsförmigen Ströme 
nicht so gut ist.

Die Spannungsverluste die man einrechnen muss sind etwa: 0.5-1 V für den 
Shunt und Emitterwiderstand zusammen, ca. 1 V für die Transistoren (C-E 
von der Endtransistors bzw. C-E vom Treiber+B-E des Endtransistors) und 
dann noch einmal ca. 2,5-3 V für den OP und die BE Spannung vom 
Treibertransistor. Den Spannungsverlust durch den OP kann man etwas 
abmildern, indem man für die Versorgung eine extra Gleichrichtung und 
Filterung vorsieht. Diese Spannung sieht dann deutlich weniger 
Spannungseinbrüche durch Rippel. Die zeitweisen Einbrüche können 
durchaus in den Bereich 3-5 V kommen - d.h.mit der extra Filterung 
könnte man die extra 3 V Verlust am OP ausgleichen.

Ohne extra Filterung könnte man mit dem 20 V Trafo wohl etwa mit 12 V 
rechne, mit extra Filterung etwa 15 V. Bei verträglicheren 1.4 A könnten 
es 1-2 V mehr werden.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Hallöchen aus Kanada:-)

Obwohl ich im Augenblick wnig Zeit für Hobbysachen habe, möchte ich ein 
paar Meilensteine abgrasen.

Vorerst scheint es mir wichtig die Spannungsfestigkeit des BG Designs im 
Zuge der schon vorgeschlagenen Maßnahmen zu verbessern.

Deshalb möchte ich die Versorgung derr OPVs dahingehend modifizieren, so 
daß die Eingangsspannung der Bord keine Rolle mehr spielt und 
Eingangsspannungen höhere Eingangsspannungen sicher möglich sind. Das 
ist eminent wichtig um hohe Zuverläßigkeit auch bei 
Netzspannungsschwankungen zu gewährleisten. Ein 44V oder höher OPV ist 
bei 30V Ausgangsspannung unvermeidbar. Die negative Versorgungsspannung 
sollte so weit wie möglich erniedrigt werden. eevblog hatte anstatt der 
5.1V ZD nur zwei Dioden in Flußrichtung für 1.4V eingebaut.

Zusammenfassend werden meine Anstrengungen dahingehen ein 28-30V und 2A 
Leistungsberich mit der BG LP sicher zu ermöglichen. Für mich selber 
genügen 0-20V/1 oder 2A als Doppel Netzgerät. Mit 2A ausgelegt hätte man 
auch hier die Möglichkeit 0-40V bei 2A zu liefern wenn man das mal 
wirklich braucht.

Einige von Euch betreiben ab und zu auch Motoren. Um vom Thema 
abzuschweifen: Ich kaufte mir für diesen Zweck von China für eine auf DC 
Motor umgebaute Unimat Drehbank ein 24V 15A SMPS mit Speed Control und 
das funktioniert viel besser als irgendein LNG für den Betrieb von 
leistungsstarken DC Motoren. die SL200 Unimat ist mit dem 
Originalzustand nicht mehr zu vergleichen. Viele Vibrationsprobleme und 
Schwachheiten sind einfach weg und man kann ziemlich gute Schnitte 
machen. Der Original Universal Wechselspannungsmotor ist im Vergleich 
lachhaft (nicht bös gemeint).

Für mich ist ein LNG hauptsächlich für die Entwicklung von Schaltungen 
gedacht wo saubere Versorgung wünschenswert ist weil die normalen 
Versorgungsschaltungen des Designs meist noch nicht existieren. Und 
natürlich ab und zu Akkus laden.

Wie gesagt ich finde wir sollten die schon gemachten Anstrengungen mit 
dem BG Design zu einen guten Ende bringen. Dann haben wir einen Plan der 
zmindest einigen von Euch nützlich sein sollte:-) Ich werde von mir 
hören lassen sobald es Neues zu berichten gibt.

Ein zwei Mal 0-20V 2A Doppelnetzteil mit Tracking könnte möglicherweise 
als Konzept viele Wünsche erfüllen. Da hat man ohne Risiko den 
gewünschten höheren Spannnungsbereich und Strom und +/- Spannungen für 
Analogexperimente.

Ich werde mir erstens überlegen wie man die Änderungen auf der Platine 
so fachgerecht wie möglich realisieren kann ohne den Aufbau zu sehr zu 
verhunzen. Es wäre schade die Bord zu sehr zu verschandeln.

Übrigens, die alten Hasen wisssen, daß man früher zur besseren 
Spannungsregulierung oft LC Filter anstatt von C Filtern verwendet hat. 
Natürlich erhöht das das Gewicht und möchte es für hier auch nicht 
vorschlagen.


Jedenfalls schönes Wochenende Euch,
Gerhard

Autor: Lurchi (Gast)
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Mit weniger negativer Spannung muss man beim TL081 vorsichtig sein. Der 
will wenigstens ca. 3 V (worst case wohl 4 V) für den common mode range. 
Wenn man da drunter kommt gibt es auch noch phase reversal, d.h. der 
Ausgang kann ganz falsch reagieren. Auch mit den 2 Dioden am Ausgang des 
Stromreglers kann die Spannung am Eingang es Spannungsreglers auf ca. 
-0.8 V gehen. D.h. -3.8 sollte man schon mindestens haben. Mit nur einer 
Diode reichen ggf. auch -3 V, dann reicht es aber nicht mehr den Strom 
zu begrenzen, wenn die Spannung am Ausgang leicht negativ wird (etwa 
weil eine 2. Quelle in Reihe ist).

Eine Reduktion der Negativen Spannung auf ca. -4 V könnte wohl gehen. 
Die -1.4 V könnten passen, wenn man den OP auf einen single supply Typen 
ändert.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Lurchi schrieb:
> Mit weniger negativer Spannung muss man beim TL081 vorsichtig
> sein. Der
> will wenigstens ca. 3 V (worst case wohl 4 V) für den common mode range.
> Wenn man da drunter kommt gibt es auch noch phase reversal, d.h. der
> Ausgang kann ganz falsch reagieren. Auch mit den 2 Dioden am Ausgang des
> Stromreglers kann die Spannung am Eingang es Spannungsreglers auf ca.
> -0.8 V gehen. D.h. -3.8 sollte man schon mindestens haben. Mit nur einer
> Diode reichen ggf. auch -3 V, dann reicht es aber nicht mehr den Strom
> zu begrenzen, wenn die Spannung am Ausgang leicht negativ wird (etwa
> weil eine 2. Quelle in Reihe ist).
>
> Eine Reduktion der Negativen Spannung auf ca. -4 V könnte wohl gehen.
> Die -1.4 V könnten passen, wenn man den OP auf einen single supply Typen
> ändert.

Hi Lurchi,

Danke nochmals für die Hinweise. Ja, es ist mir schon klar, daß man hier 
genau aufpassen muß. Das Hauptziel ist ja die Arbeitbedingungen so zu 
kontrollieren, daß keine Überschreitung irgendwelcher Grenzwerte unter 
den zu erwarteten Rahmenbedingungen vorkommt. Wer wirklich 30V will der 
muß eben einen 44/48 OPV für U2 verwenden dessen Betriebsspannung mit 
39V ZD auf 39V begrenzt ist. Dann hat man gerade genug Aussteuerspannung 
für die Endstufe. U1/U3 können separat mit einer niedrigeren Spannung 
versorgt werden. Ich werde das jedenfalls praktisch erforschen damit 
dieses leidige Thema endlich abgehakt werden kann.

Ich sehe folgend BG Bord Kombinationen:

<=30V 1A. Für mehr Strom reicht der Elko und die Gleichrichter nicht 
richtig aus. R7 sollte auf 0.2Ohm reduziert werden.

20-24V 2A eventuell als Tracking Doppelnetzteil. Allerdings solte man 
auch hier den Gleichrichter und Elko vergrößern und R7 auf unter 0.2Ohm 
ändern.

Für mehr als 40W sehe ich dieses Design nicht als wirklich geeignet.

Für alle anderen Spanungen darunter nur die kleinen Verbesserungen.

Wie gesagt, ich möchte endlich einen praktischen Aufbau fertig kriegen 
damit alle weiteren Verbesserungen und Messungen unter realistischen 
Bedingungen ausgeführt werden können.


Gerhard

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Lurchi schrieb:
> Eine Reduktion der Negativen Spannung auf ca. -4 V könnte wohl gehen.
> Die -1.4 V könnten passen, wenn man den OP auf einen single supply Typen
> ändert.

Der Eevblog Typ hat das scheinbar so gemacht. Der verwendet so einen 
OPV. Damit könnte man auch einen Versuch machen.

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Erwin E. schrieb:
> könnte also ein 19V oder 20V Trafo sein mit ca. 2A.

Nun, da du die 2A nach Gleichrichter und Siebelko gezogen hast,
wäre der Trafo für eine höhere rms Strombelastbarkeit, so 3.2A/19V.

Die 14% Leerlaufüberhöhung passen auch zu einem 60VA Trafo.

Leider bewirken 4700uF(-20%) bei 2A einen Spannungsripple von 4V,
bei nur 24V Spitzenspannung also auf 20V, und dann kommt noch die
Schaltung mit OpAmp (TL081 bring maximal 3V weniger als Versorgung), 
Darlington (kostet nochmal 2V), und Strommesshunt (kostet nochmal
0.5V), so daß der Trafo nur für 14.7V stabile Ausgangsspannug reicht,
wenn die Netzspannung 230V beträgt, bei 230V-10% wären es nur noch
13.2V.

Da sieht man das Problem dieser Schaltung, Man muss mit dem Trafo
knapp an die obere zulässige Spannung gehen, und bekommt dennoch
eine unbefriedigend niedrige Ausgangsspannung.

Ich würde also zumindest 10000uF vorschlaqen (der Trafo sollte die
Reserve haben, dann wird er halt 70 statt 50 GracC warm), und einen
OpAmp der näher an VCC kommt als der steinzeitalte TL081, z.B.
MC34071, wenn schon so ein Trfao eingesetzt wird.

Autor: Wilhelm Schürings (wilhelmdk4tj)
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Hallo zusammen,

an dem Problem mit C4 habe ich noch nicht weiter geforscht.
Zustand immer noch mit 3*741! Sonst nichts geändert.
Aber eine andere Feststellung habe ich gemacht:
Bis jetzt habe ich immer eine elektr. Last genutzt, bei der es ja
die weiter oben geschilderten Spannungs-Peaks bei CC -> CV gab.
Das wollte ich doch mit einem Zeigerinstrument (Röhrenvoltmeter) 
verifizieren. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich der Strom zwar
entspr. der Einstellung des I-Potis einstellen lässt, aber die
Spannung regelrecht einbricht, weniger als 1-2V. ??
Dann habe ich als Last eine Glühlampe (12V/18W) genommen. Und
siehe da, alles verhält sich so, wie es sein soll.
Strombegrenzung kleiner -> Spannung kleiner und umgekehrt.
Der Spannungs-Peaks bei CC -> CV nur noch ca. 1V.
Verstehen tue ich es nicht. Hatte natürlich die elektr. Last in
Verdacht; ein paar Tests mit dem Scope, alles ruhig, nichts schwingt.

Morgen werde ich mal wieder den Originalzustand mit den TL081
herstellen und mich C4 widmen.

73
Wilhelm

Autor: Michael D. (mike0815)
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@Erwin E.
> @Michael
> Danke füe die Fotos und Anregungen. Durch das Auslagern der beiden
> Längstransistoren nebst Emitterwiderständen sieht es platzmäßig
> natürlich gleich viel besser aus. Als Gleichrichter würde ich dann aber
> einen Blockgleichrichter nehmen, der mit dem KK verschraubt werden kann.
Da gebe ich dir Recht. Das kann man ja auf dem neuen Layout 
berücksichtigen
Es gibt da sehr kompakte Varianten aber leistungsfähig, für kleines 
Geld:
Ebay-Artikel Nr. 351745129973

> Das Netzteil ist dadurch, dass Gleichrichter und Leistungstransistoren
> sowie evtl auch die Shuntwiderstände ausgelagert werden, halt nicht mehr
> ganz so einfach und kompakt aufzubauen wie mit der Originalplatine, auf
> der schon alle Komponenten drauf sind. Hilft aber wohl nichts, wenn man
> wirklich 90W Ausgangsleistung will oder braucht.
Tja, das hat halt seinen Preis. Wenn man trotzdem alles auf eine Platine 
mit der angestrebten Leistung unterbringen will(was ja möglich ist), 
dann wird die Platine um einiges grösser werden, oder man baut das mit 
mehreren Platinen, modular auf.

> Warum brauchst du eigentlich die StepUp-Wandler? Den meisten
> Chinadisplays genügen doch 5V Betriebsspannung.
Da habe ich mich verschrieben! Das sind natürlich StepDown-Module!
Die werden mit 2 separaten Trafo-Wicklungen gespeist. Jede Wicklung gibt 
netto 14V AC ( nicht 9V AC, das war gelogen) aus und sind galvanisch 
getrennt für jedes Modul.
Damit werden je 1 Voltmeter und Amperemeter pro Netzteil mit 10V DC 
versorgt. Auf diesen V/A-Modulen sind z.T. 5V u. 3,3V Regler verbaut.
Die stehen nun mal auf 10V. Evtl. könnte man noch bis auf 6-7,5V 
runtergehen, dann hätten die Analog-Regler weniger Verlustleistung

Michael D. schrieb:
>> Es gibt ein etwas älteres Netzteil, das das so kann!
>> Es gibt da 2 Zustände der Stromregelung, die auch per LED angezeigt
>> werden.
>> Einmal die übliche Strombegrenzung, die eingestellt wurde und der 2.
>> Zustand schaltet die Ausgangsspannung komplett ab, wenn der eingestellte
>> Strom überschritten wird. Um diese wieder einzuschalten, ist ein
>> Schalter als Reset zu betätigen.

> Das ist nicht genau das, was ich meine. Ich möchte keine Sicherung die
> bei Überstrom auslöst,...
Ich finde das aber sehr praktisch! Ich habe sogar noch die bestückte 
Platine von dem Teil. Diese Funktion, der kompletten Abschaltung, hat 
schon so manche Schaltung überleben lassen!

> ...sondern eine manuelle Zu/Abschaltung des Ausgangs
> per Taster. Die Spannungsanzeige soll nach dem Abschalten des Ausgangs
> weiterhin mit diesem verbunden sein, so dass man weiterhin ablesen kann,
> ob und welche (externe) Spannung an den Klemmen anliegt. Das hatte ich
> nie vermisst, bis ich das TDK bekam, das diese Funktion hat. Ein Relais
> würde dafür eigentlich genügen.
Dann schraub doch mal dein TDK auf, dann siehst du doch, wie die das 
realisiert haben. Wenn ich elektronische Geräte in meine Hände bekomme, 
wird das Ding sowieso erstmal aufgemacht, bin von Natur aus, sehr 
neugierig, was das betrifft ;-)

Gruß Michael

Autor: dfg (Gast)
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Kurti K. schrieb:
> Das Problem ist doch, dass hier mindestens 5 Geräte diskutiert
> werden. (...) Ein universelles Gerät wird sich meiner Meinung
> nach nicht realisieren lassen.

Es ist wahr, daß es leicht abweichende Bedürfnisse gibt. Und daß man 
nicht alles "unter einen Hut bringen" kann. Aber ganz so stimmt Deine 
Einteilung nicht, bzw. halte ich das teils für übertrieben.

- Netzteil für Anfänger (Trafo, Messgeräte und Gehäuse nicht vergessen)

Ja, eines der Hauptziele ist Nachbausicherheit für nahezu "jeden". Dazu 
wird es aber auch kommen, da an zumindest einem weitestgehend 
vollständigen Konzept gearbeitet wird.

Inwieweit auch diverse Realisierungen mit OPVs mit höherer 
Spannungs-festigkeit, und die dazu nötigen Anpassungen, irgendwann in 
die Dokumentation aufgenommen werden könnten, ist unklar.

(Obwohl erstrebenswert, da es sicherlich potentielle Nachbauer geben 
könnte, welche sogar - wie von MaWin erwähnt - OPVs mit hoher (50V) bis 
sogar sehr hoher (100V) Spannungsfestigkeit dafür in Betracht ziehen 
würden.)

Also braucht man doch nicht ständig wiederholt zu bemerken, daß für 
einen selbst "nur XX V schon reichen", denn das Pferd wird sowieso von 
dieser Seite her aufgezäumt (es ist ja prinzipiell beim 
Emitterfolger-Konzept auch ganz logisch so).

Es wird zu keiner Vorlage kommen, welche nicht für niedrige(re) 
Ausgangsspannung taugt - keine Sorge! ;-)

- Batterieladegerät

Nun, Du meinst sicher die Rückstromfestigkeit. Man kann doch aber 
einfach eine Diode in Reihe schalten (und deren Vf einkalkulieren), wenn 
das fertige Konzept an sich das nicht "hergibt". Kein 
Ausschlußkriterium.

> - Netzteil für Fortgeschrittene

;-) Die Ansprüche zum Nachbau? Sicherlich nicht der Fall.

> - Netzteil mit mehr Ausgangsspannung ( 40 Volt, 50 Volt ... )und mehr
Ausgangsstrom ( 5 Ampere, 10 Ampere ... )

a.) Strom: 5A sind noch kein Problem. Bis zu bestimmten Grenzen ist ein 
"hochskillen" sicherlich auch möglich (es wird ja an Verbesserungen 
gearbeitet, die sich auch dahingehend auswirken).

Wie weit genau, wird man sehen, wenn man es versucht. Vielleicht 
entsteht ja später noch eine gesonderte Dokumentation für weitere 
Steigerung - aber es ist nicht Teil der derzeitigen "Hauptlinie", IMHO.

b.) Spannung: Beim "Hauptkonzept" spricht niemand von mehr als 30 Volt. 
Mehr ist halt nur, wie oben gerade angegeben, mit (schon teureren) OPVs 
für höhere Spannung drin.

Auch hier verstehe ich also nicht die ständigen (besorgten) Einwürfe. 
Repeat: "Das Pferd wird doch eh von dieser Seite her aufgezäumt".

Ein Entwurf für höhere Ströme (als vielleicht, wie gesagt, 5-6A abs. 
max.) ist doch gar nicht das primäre Ziel, wird also, wenn - falls 
überhaupt genug Interesse - erst später mal realisiert.

Und auch z.B. die Kombination Emitterfolger + (sehr) hohe Spannung wird 
nicht viel Interesse wecken (und zwar trotz der intrinsisch besseren 
Stabilität vs. LDO-Kzpt.) - alleine schon wegen der quadratisch 
ansteigenden Preise für OPVs höherer Spannungen.

> - hochgenaues Labornetzteil für Schaltungsentwickler

Ich gebe zu, ich hätte auch an so etwas Interesse (und halte hier 
freilich auch den Emitterfolger, bei max. 1A und max. 15-20V Vout, für 
viel-ver-sprech-end ((!) innerhalb meiner begrenzten Kenntnisse)), aber 
was, bitte, verstehst Du unter hochgenau? Auch das... wird doch hier 
überhaupt (und zwar ganz offensichtlich bei weitem) nicht angestrebt.

> ...

Ganz ehrlich: Ich bin völlig dafür, aus dem Konzept das Maximum an 
Möglichkeiten herauszuholen. Mein Bedarf ist zum Teil ähnlich wie der 
Gerhards, aber doch mit "kleinen" Ergänzungen. Z.B. wäre ich über ein 
Konzept, welches bis zu 2 x 36V erlaubte, nicht ganz unglücklich.

Das wird die meisten nicht interessieren, schon klar. Jedenfalls ist es 
IMHO trotzdem sinnvoll, den möglichen Nutzungsbereich weitestmöglich 
auszudehnen, solange man sich damit keine Schwierigkeiten einhandelt. (! 
An diesem Punkt wäre dann natürlich nachzudenken. Ich sehe aber noch 
keine. !)

Und das ist doch Ulrich und Gerhard und W.S. und Mike und ... allen 
Beteiligten zusammen halt, nach den bisherigen Vorgängen zu urteilen, 
leicht und locker zuzutrauen, diese Verwirklichung. Oder nicht?

Die Einwürfe, und deren Gründe (wie von mir weiter oben schon erwähnt, 
kann ich sie teils nachvollziehen), in allen Ehren - aber laßt sie doch 
die gute Arbeit weiterführen. Mir gefällt es gut, was bisher geschieht.

Autor: Kurti Kurti (kurti_kurti)
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Moin,
ich bin sehr dafür, dass dieser Thread weitergeht.

Allerdings passen die immer wieder genannten Anforderungen imho nicht in 
ein Gerät.

Und z.B. 2*36 Volt halte ich für Anfänger ungeeignet.
Das fängt schon mit der elektrischen Sicherheit an.

Aber: überrascht mich, ich wäre begeistert

Gruss
Kurti

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Wieder zurück...

Da andauernd Bedarf an höheren Spannungen geäussert wird werfe ich die 
(unverschämte:-) ) Frage auf: Was hat man eigentlich wirklich gegen das 
LNG30 oder alle HP Schaltungen? Die funktionieren doch erwiesenermaßen 
und lassen sich noch leicht skalieren. In meinem anderen Thread hatte 
ich ja alle Unterlagen vom LNG30 zur Verfügung gestellt. Die LP läßt 
soch sogar einseitig ätzen und wurde so ausgelegt. Wem der mechanische 
Aufbau zu anstrengend ist, kann es ja auch einfacher machen, digitale 
Instrumente einbauen und so.

Jedenfalls habe ich mein LNG30 für 0-31V und bis 2.5A schon seit einigen 
Jahren in Betrieb und bin sehr zufrieden damit.

Ströme bis 10A lassen sich bei zweckmäßiger Vergrößerung der 
Leistungsteile designmäßig auch leicht erzielen. Spannungen bis 100V 
wegen LDO Prinzip ist auch kein Problem.

Schwing-Stabilität und Konstanz sind bei mir sehr gut. Nach ein paar 
Minuten Aufwärmzeit ist die Stabilität unter 1mV/Stunde. Verzeiht wenn 
ich auf meine eigene Sachen "Werbung" mache. Ich habe zwar das Design 
nicht bis zum Letzten optimiert, aber im praktischen Betrieb läßt es 
wirklich keine Wünsche offen. Der Eine, der es in D nachgebaut hatte, 
ist angeblich auch sehr zufrieden damit. Was ich damit hier sagen will, 
warum es nicht einmal mit dem LNG30 Design versuchen? So groß scheint 
das Risiko ja nicht zu sein und Skalierung Spannungs- und Strommäßig ist 
ja überhaupt kein Problem.

Auch hat das LNG30 eine automatische, elektronische Art der Umschaltung 
der Trafowicklung. Es hält stundenlangen Kurzschluß bei Maximalstrom 
ohne zu Mucken aus. Auch hat es stundenkangen dynamischen Kurzschluß bei 
verschiedenen Frequenzen mit MOSFET Schalter ohne Schaden überstanden. 
Es kann doch nicht der LM324 sein von dem ihr Euch fürchtet:-) Den 
könnte man ja durch irgendwas anderes auswechseln wenn man sich die 
Arbeit machen will.

Ich dachte damals wirklich, hier im Forum was Brauchbares, wenn auch 
nicht theoretisch perfekt, beigetragen zu haben. Naja, ist nur meine 
Meinung. Wie versprochen möchte ich die BG Sache zu einem guten Ende 
bringen. Als Einsteiger Projekt mit gewissen Abstrichen an Leistung ist 
es durchaus attraktiv.

Gerhard

Autor: W.S. (Gast)
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dfg schrieb:
> aber
> was, bitte, verstehst Du unter hochgenau? Auch das... wird doch hier
> überhaupt (und zwar ganz offensichtlich bei weitem) nicht angestrebt.

Ein kleines Wort zur Realität:
Wenn wir ein 10 Gang Poti für die Spannung nehmen, dann haben wir 10x 
360 Grad, macht 3600 Grad Drehwinkel.

Jetzt soll mal jeder sich irgendwas Rundes nehmen (Bleistift, Zigarre, 
Schnapsglas.. oder sonstwas) und mal abschätzen, wie genau er mit zwei 
Fingern selbiges Ding auf 1 Grad genau drehen kann.

Ich sag's: keiner kann das, jedenfalls nicht ohne zu wackeln.

Also sollten wir mal davon ausgehen, daß man vielleicht auf 20 Grad 
(oder mit sich Mühe geben auf 10 Grad) genau das Poti drehen kann. 
Früher gab's mal Aufsteck-Zählwerke mit Bremse und Feststeller für 
sowas.

Also gehen wir mal davon aus, daß wir die o.g. 3600 Grad durch 20 teilen 
können, macht 180, ich runde mal großzügig auf 200 auf. Nun teilen wir 
unsere angezielte Endspannung von 30 Volt durch diese 200 und wir sehen, 
daß wir bei 150 mV landen. Mit ruhiger Hand und "sich Mühe geben" landen 
wir bei 100 mV.

Das ist also so ungefähr das Maß an "Hochgenauigkeit", was wir für 
unsere manuellen Kurbeleien am Netzgerät veranschlagen können.

Eine ähnliche Milchmädchenrechnung können wir für unsere Laborstrippen 
und  die Ausgangsbuchsen anstellen. Wer hat schon mal bei seinem 
billigen Pollin-DMM im 200 Ohm Bereich tatsächlich 0 (NULL) Ohm im 
Display gesehen? Auch keiner. Selbst bei den teuren DMM's sieht man da 
die Kontaktwiderstände und die Litze einen angrinsen - nur dort kann man 
sie herauskalibrieren.

Also: Wesentlich niedriger als die erwarteten Widerstände der 
Laborstrippen nebst Stecker braucht der tatsächliche Innenwiderstand des 
LNG auch bloß nicht zu sein.

Ach ja, bei der Gelegenheit: Ich hatte bei dem viel weiter oben 
geposteten kleinen LNG zwei bunte isolierte Bananenbuchsen verbaut. Das 
war eine saublöde Idee meinerseits, da extrem unpraktisch. Weitaus 
besser sind die Schraubklemmen, wo man seitwärts einen Draht einklemmen 
und festschrauben kann und mittig nen Bananenstecker hineinkriegt. Diese 
Schraubklemmen haben allerdings den Nachteil, daß man mangels eines 
passenden Stanzwerkzeuges kein wirklich verdrehsicheres Loch in die 
Frontplatte kriegt.

Ich bin übrigens strikt dagegen, bei einem Feld-Wald-Wiesen-LNG 
irgendwelche Sense-Leitungen auf die Frontplatte zu bringen. Wie soll 
man sowas kontaktieren? mit einer jeweils zweiten Laborstrippe etwa?

Sowas gehört allenfalls in die innere Verdrahtung oder bei Bedarf auf 
eine rückseitige fette Schraubklemm-Leiste, die normalerweise unter 
einer abnehmbaren Klappe schlummert - damit man dort bei wirklichem 
Bedarf (und NUR da) mit fetter Litze und M5 Kabelschuh seine Last 
anschrauben kann.

W.S.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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W.S. schrieb:
> Das ist also so ungefähr das Maß an "Hochgenauigkeit", was wir für
> unsere manuellen Kurbeleien am Netzgerät veranschlagen können.

Naja, ganz so schlimm ist es in der Praxis nicht. Bei meinen 30V LNGs 
mit 10 Gang Poti schaffe ich es meist mit viel Fingerspitzengefühl auf 
5-10mV genau einzustellen. Darüber hinaus empfiehlt sich ein 
Zusätzliches Feineinstellpoti oder ein entsprechender DAC.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Obwohl einiger meiner LNGs für höhere Ströme Sense Leitungen haben, 
brauchte ich das in meiner Praxis bis jetzt nur zwei Mal.

Autor: W.S. (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Frage auf: Was hat man eigentlich wirklich gegen das
> LNG30 oder alle HP Schaltungen?

Niemand hat etwas dagegen. Soweit ich weiß, arbeiten eigentlich alle 
wirklich professionellen LNG nach diesem Prinzip. Aber zähle dazu bitte 
nicht all die Ebay- Pollin- oder Reichelt- Angebote für unter 100 Euro.

Aber schau mal zurück:
Am blutigen Anfang stand ein LNG, das möglichst einfach und vom Bastler 
aufbaubar ist und deshalb war eine Prämisse, daß es nur eine einzige 
Sekundärwicklung haben sollte. Wenn zwei, dann in Reihe oder parallel, 
aber jedenfalls nicht zwei völlig unterschiedliche Wicklungen, denn das 
würde einen angefertigten Trafo bedingen.

Also nochmal die Prämissen nacheinander:

1. Nur eine Eingangs-Wechselspannung für die gesamte Elektronik.
Grund dafür: Man kann fertige Standard-Trafos für sowas kaufen. Braucht 
man galvanisch getrennte Hilfsspannungen, dann ist entweder ein 
Hilfs-Trafo oder ein speziell gefertigter Trafo nötig.

2. Endstufe als Emitterfolger.
Grund dafür: Stabilitäts-Betrachtungen.

Ziehen wir also erstmal die Sache durch, die sich hier 
herauskristallisiert hat und kommen zu den höheren Weihen dann danach.

W.S.

Autor: Lurchi (Gast)
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Für ein mehrfach Netzgerät läuft es auf getrennte Teile hinaus, mit 
einer Zusatzschaltung (Irgend was in Richtung gesteuerte Stromquelle für 
den Master) für die Kopplung, wenn man eine synchrone Einstellung haben 
will.

Der Spannungsverlust durch den OP ist nicht so schlimm, wenn man mit 
einem Transformator anfängt: mit extra Filter Kondensator/Gleichrichter 
kann der sozusagen im Rippel verschwinden. In der einfachen Form gehen 
Diode und Elko.
Mit Rippel in der Größe von etwa 3-4 V muss man sowieso rechnen, wenn 
man den Elko nicht extra groß machen will.

Etwas anderes ist es, wenn man mit so etwas wie einem Schaltnetzteil 
oder Akku anfängt, dann stören 2-3 V die man verschenkt. Da fehlt einem 
aber auch die negative Spannung und man müsste so oder so was ändern: 
etwa singel supply OP und Verschiebung des Sollsignals etwas nach oben 
(d.h. R11 geht nicht mehr nach 0V sondern z.B. nach 2 V).

Für die Versorgung des TL081 müsste man etwa 2 mA rechnen (2,5 mA max). 
Dazu kommt ggf. ca. 1 mA als Basisstrom für die Endstufe. Wenn man am 
Serienwiderstand maximal 1 V verlieren will, wäre man bei etwa 330 Ohm. 
Eine 30 V Zenerdiode für 1 W kann bis etwa 30 mA vertragen und damit bis 
10 V am 330 Ohm Widerstand. Das wäre wohl OK für einen Trafo bis ca. 27 
V. Für einen 24 V Trafo dürfte der Vorwiderstand auch noch etwas kleiner 
werden. Mit einer kleinen 400 mW Zenerdiode wird man eher nicht weit 
kommen.

Wenn man für den OP am Ausgang einen NE5534 (ein günstiger OP für 44 V) 
nutzen will, sollte man R8 (an der Spannungseinstellung) anpassen (ca. 
15K), damit der Biasstrom keinen so großen Fehler macht. Auf den Rest 
sollte die Änderung unkritisch sein. Die Dioden zwischen den Eingängen 
beim NE5534 sollten eher positiv sein. Der Stromverbrauch beim NE5534 
ist aber auch recht hoch, d.h. C3 müsste ggf. etwas größer und R2,R3 
kleiner werden.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Das verstehe ich schon. Aber eine Hilfswicklung läßt sich wie Mike 
beschrieben hatte leicht auf einem Ringkerntrafo anbringen und so teuer 
wäre ein zweiter kleinerer Trafo doch auch nicht. Ein DC2DC Konverter 
wäre auch eine andere Möglichkeit.

Stabilität ist kein überschweres Problem zu bewältigen. Beim LNG30 hatte 
ich anfänglich auch damit ein Problem. Es stellte sich dann heraus das 
einzig und alleine der kleine 10pF in parallel mit dem 
Ausgangsspannungsteiler dafür verantwortlich war. Ich ersetzte dann 
dieses C mit einem Trimer-C und konnte dann das Einschwingverhalten 
ähnlich wie beim Oszilloskop Verstärker genauestens einstellen. Ich 
entschied mich aber dieses C überhaupt wegzulassen weil das LNG so das 
beste dynamische Verhalten hatte.

Was mich etwas irritiert ist, das so oft nach 30-50 oder mehr Volt 
Spannungsbereich gefragt wird. Das ist aber natürlich beim Emitterfolger 
immer so ein Problem mit der Spannungsfestigkeit der OPVs. Beim HP 
Konzept ist es aber eine "Non-Issue". Ich könnte das LNG30 mit 
Leichtigkeit für 100V oder irgendeinen anderen Leistungsbereich 
modifizieren. Ist die Schaltung wirklich so aufwendig im Vergleich zum 
BG Design? Die Leiterplatte sieht komplizierter aus wie sie in Wahrheit 
wirklich ist. Ein paar extra Komponenten sind drauf für Spezialzwecke, 
müssen aber nicht bestückt werden.

Für Spannungen unter 30V funktioniert das Emitterfolger Prinzip wirklich 
gut. Aber darüber hinaus hat dieses Konzept einen großen PIA(*) Faktor.

(*) Pain in the A.s.:-)

Mit der Hilfe aller hier, die an der Verbesserung des BG Konzepts mit 
gearbeitet haben, ist das BG praktisch schon nachbaufertig.

: Bearbeitet durch User
Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Lurchi schrieb:
> Für ein mehrfach Netzgerät läuft es auf getrennte Teile hinaus, mit
> einer Zusatzschaltung (Irgend was in Richtung gesteuerte Stromquelle für
> den Master) für die Kopplung, wenn man eine synchrone Einstellung haben
> will.

Das ist beim BG Konzept ganz einfach machbar. Es braucht nur die 
Spannungsreferenz vom negativen NG vom Poti abklemmt werden und das Poti 
anstatt über einen entsprechend berechneten R mit dem positiven Ausgang 
vom Master verbunden werden und, Voila, man hat ein Tracking Doppel-LNG 
mit Variablen Tracking Verhältnis oder festes Tracking.

: Bearbeitet durch User
Autor: dfg (Gast)
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Also, jegliche Art von Bereitstellung einer (oder auch mehrerer) 
Hilfsspannung(en) scheue ich (für meinen Teil) überhaupt nicht.

Das aber ist - in dieser Extremität - durch unzählige Erfahrungen mit 
DC-DC-Wandlern (galv. getrennt oder auch nicht), und auch vielen 
Modifikationen, oder gar vollständigen Umwickeleien, zuvor schon 
bestehender Trafos begründet.

Mir fällt es also leicht, aber auch beim Versuch, das Ganze aus anderer 
Richtung zu betrachten, muß ich Gerhard zustimmen: Ich halte keine der 
Erzeugungs-Möglichkeiten für kompliziert, oder gar (ZU!) schwierig.

Gerhard, bitte nicht falsch verstehen: Ich wäre nicht unglücklich, mit 
einem z.B. NE5532 bis auf 36V zu kommen - und halte das auch nicht für 
unmöglich (ob sich noch PIA entwickelt - da bin ich unsicher... :-). 
Aber dennoch möchte ich - dafür - beim Emitterfolger bleiben.

Später mal kommt ein symmetrisches HV-NT an die Reihe, bei wenig 
Strombedarf, und dann noch später ein "Mittelding", Spannung und Strom 
höher als hier, beide CV/CC (bei letzterem ist CC nur nötig, weil ich es 
auch in diesem Modus parallelgeschaltet für etwas ganz spezielles 
brauche).

Für die beiden möchte ich definitiv das HP-Prinzip verwenden, evtl. auch 
mit MOSFETs. Dabei könnte mir Deine Vorarbeit äußerst nützlich sein. 
Überhaupt... sei Dir nicht zu sicher, daß Dein Gerät wirklich nur 1x 
nachgebaut wurde - manche Leute bauen so etwas (erst recht, wenn 
vollständige Doku vorh.) nach, ohne es jemals im Forum zu erwähnen (oder 
dort überhaupt jemals zu posten)...

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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dfg schrieb:
> Aber dennoch möchte ich - dafür - beim Emitterfolger bleiben.

Das möchte ich beim BG auch. Mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen 
wird ein <= 30V NG gerade noch (zuverläßig) möglich sein. Begrenzung der 
U2 Versorgungsspannung mittels einer ZD ist ein Muß da man sich nicht 
auf die Einhaltung der Netzspannung und Vorhandensein eines exakt 
berechneten NT verlassen kann. Darauf arbeite ich auch hin um die 
praktischen Probleme im Griff zu haben und es zu dokumentieren.

Wie gesagt, für mich selber bin ich ja mit weniger Ausgangsspannung als 
Doppel NG zufrieden und es ist kein Thema für mich.

Eigentlich bin ich der Meinung, daß für die BG/HIL Option das 
Dopelnetzteil mit Tracking das optimale Konzept ist weil man dann für 
Analog Arbeiten bis zu 2x 20V/2A hat und in Serie die gewünschten 
0-40V/2A. Obendrein erspart man sich das leidige Befassen mit den 
Versorgungsgrenzdaten bzgl. der OPVs.

Aber das haben wir ja schon alles vielfach durchgekaut und ich habe mich 
mittlerweile schon ganz schön wiederholt.

Jedenfalls werden die nächsten paar Tage hoffentlich weitere 
Erkenntnisse bringen und das Thema kann bezüglich BG zu den Akten gelegt 
werden.

Gerhard

Autor: dfg (Gast)
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Kurti K. schrieb:
> Allerdings passen die immer wieder genannten Anforderungen imho nicht in
> ein Gerät.

Na ja, in ein und dasselbe Gerät vielleicht nicht...

> Und z.B. 2*36 Volt halte ich für Anfänger ungeeignet.
> Das fängt schon mit der elektrischen Sicherheit an.

Da hast Du evtl. nicht unrecht, aber ich wollte gar nicht 2 x 36V "für 
alle". (Die Mehrheit scheint dafür auch gar keinen Bedarf zu haben.) Nur 
für mich, das hat so ein, zwei Gründe (hoher Spannungsbedarf in 
bestimmter CC Anwendung, und noch weiteres). Notfalls auch anders zu 
machen, 72VDC ergäben sich auch aus 3 x 24VDC. In dem Fall müßte man 2 
Slaves machen.

Autor: Roland Franz (rhf)
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Hallo,

Gerhard O. schrieb:
> ...und so teuer wäre ein zweiter kleinerer Trafo doch auch nicht

Bei Reichelt 2,65 : Printtrafo, 1,5 VA, 2x 15 V, 2x 50 mA.

rhf

Beitrag #5237258 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Die folgenden Bilder zeigen den Einsatz der Stromreglung von No-Load auf
verschiedene CC Einstellungen bei 10V Leerlaufspannung am Ausgang und
direkt U1/U2 Ausgänge. Ein weiteres Bild zeigt den Netzspannungs-Ripple
bei 0.5A am Ausgang. Trafospannung ist 18V. So ein Ripple ist normal im 
CC Modus weil nur der Strom geregelt wird und nicht die Spannung.

Man kann gut sehen wie U1 die U2 Stellspannung beim CC Einsatz 
runterzieht.
(Der erste Trace im Bild "CC_0_U1OUT_500mA_Output.jpg
" zeigt die Ausgangsspannung)

Der Oszi zeigt den Übergang in beiden Richtungen im Multi-Speicher 
Modus.

: Bearbeitet durch User
Autor: Lurchi (Gast)
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Die Rippel Werte bei der Stromregelung könnte man ggf. noch verbessern. 
Das Layout hat da eine Schwachstelle: der 33 Ohm Widerstand für die 
untere Grenze des Stromes greift an einer falsche Stelle an. Da wird 
viel Rippel eingekoppelt. Die Wellenform für den Rippel sieht fast genau 
so aus, wie man es wegen des schlechten Layouts erwarten kann.

@DFG:
Den NE5532 würde ich eher vermeiden, wegen dem hohen Stromverbrauch. Für 
eine Variante bis ca. 36 V wäre die einfach Version NE5534 wohl OK. Für 
die Stromregelung (und Referenz) kann man die Versorgungsspannung 
reduzieren. Das ginge mit kleineren Änderungen (im wesentlichen so wie 
bei Gerhard) wohl auch noch auf der Platine vom Kit. Wegen dem hohen 
Stromverbrauchs wird die Begrenzung der Versorgungsspannung des OPs aber 
etwas ungünstiger, d.h. eher hohe Verlustleistung an der Zenerdiode oder 
ggf. ein extra Transistor. Bei einer hohen Spannung muss man dann auch 
eher zu einem 2. Transistor greifen wegen der SOA.

Die Schaltung aus dem BG Kit hat schon auch ein paar Vorteile gegenüber 
der LDO Schaltung:  kleine Ausgangskapazität, schnelle Regelung ohne 
kritischen Aufbau und nur eine Trafospannung. Die LDO Schaltung hätte 
Vorteile vor allem bei höheren Spannung und ggf. mehr Leistung (wegen 
einfacher Umschaltung von Trafoabgriffen).

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Lurchi schrieb:
> Die Rippel Werte bei der Stromregelung könnte man ggf. noch verbessern.
> Das Layout hat da eine Schwachstelle: der 33 Ohm Widerstand für die
> untere Grenze des Stromes greift an einer falsche Stelle an. Da wird
> viel Rippel eingekoppelt. Die Wellenform für den Rippel sieht fast genau
> so aus, wie man es wegen des schlechten Layouts erwarten kann.

Lurchi,

langsam wirst Du mir unheimlich:-) Da hast die Ursache wieder mal klar 
erkannt. Meinen nicht vorhandenen Hut ab!

Ich lötete das eine Ende vom 33 Ohm Widerstand ab das über die 
Leiterplatte zu R7 führt und verband den 33 Ohm mit einem kurzen Stück 
Draht direkt an R7. Der Ripple war sofort weg.

Im Vergleich mit dem HP-E3611A unter denselben Bedingungen schneidet das 
BG gar nicht so schlecht ab.

Anbei ein Bilder von vor und Nachher und Vergleiche mit den anderen 
LNGs.
Alle Messungen bei 500mA und CC Modus. Der Vollstaendigkeit halber auch 
C1 und -Vee sind hier abgebildet.

Es besteht durchaus Hoffnung, daß aus dem BG-Kit ein anständiges kleines 
LNG wird.

Gerhard

: Bearbeitet durch User
Autor: Walta Sonnie (walta)
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Gut - ihr habt mich überzeugt. Hab mir heute bei ebay um 4,19 den 
Bausatz gekauft. Bei mir liegt noch ein netter 19V 4A Trafo rum, ein 
2n3770 auf einem extragrossen Kühlkörper und auch das restliche 
Hühnerfutter. Da sollte sich ein 15v 2A Netzteil ausgehen.

Und wenn das mit der Master slave Schaltung funktioniert: ein 2x24V 
Trafo und ein paar 2n3055er mit Kühlkörper liegen auch noch rum - dann 
hab ich alle Spannungen die man so braucht ;-)

Walta

Autor: Lurchi (Gast)
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Ein 2N3770 wird nicht gehen - das soll ein kleiner PNP Germanium typ 
sein.

Ein 2N3771/2/3 wäre ausgesprochen langsam. Die Schaltung könnte damit 
gehen, aber doch eher langsame. Viel besser geht es mit einer Schnecke 
aber nicht. Im Set ist ein Transistor dabei, der geht schon.

Autor: Uwe S. (de0508)
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Hallo Gerhard O., Lurchi und alle anderen Mitleser,

Ich habe das Netzteil BG auch mit den mitgelieferten Bauteilen aufgebaut 
und einige Änderungen schon vorgenommen:

ext. Steckernetzteil Trafo 12V~ 12VA

* max. Stromeinstellung auf 1,5A: R8 (56k) -> 180k/1% geändert

* 4x 100nF parallel zu den Dioden D1 - D4 1N5408, HF (AM) auf der 
Netzleitung.
EMV - Gleich- und Gegentakt Drosseln habe ich noch nicht verbaut.

* 100nF parallel zu C1 3.300µF

* Elko 10µF/50V am Knotenpunkt R8 27K / P1 10K nach Masse

* R17 33R von Leiterbahn zu R7 aufgetrennt und direkt ein 0,14mm² Litze 
an die Anschlüsse der Widerstände gelötet

* zu R21 10k parallel D51 1N5711 auf die BS gelötet.
* zu R11 27k parallel D58 1N4148 auf die BS gelötet.

Anm.: Anode und Kathode ergeben sich aus dem Schaltplan 
4415-0057_LNG_V1_2b.pdf hier im Forum.

Testaufbau:
2x 8,5R 20Watt = 17R Widerstände als Lastwiderstand.
Spannung 8,5V ==> 0,5A Strom
Rigol DS1102E mit Testtec Tastkopf CAT1 x10

CV und CC Messungen:
8,5V Überwachung der Spannung am Lastwiderstand mit einem DMM.

Das Messgerät ist ein Rigol DS1102E und ich sollte die selben 
Einstellungen, wie bei Dir gemacht haben. :-)

Das Rigol DS1102E gibt diese aus:
-----------------------------
nalog Ch  State   Scale    Position   Coupling  BW Limit  Invert
CH1        On     20.0mV/   0.00uV     AC        On        Off

Analog Ch  Impedance   Probe
CH1        1M Ohm      10X

Time    Time Ref    Main Scale    Delay
Main    Center      5.000us/      0.000000s

Trigger  Source      Slope    Mode      Coupling     Level    Holdoff
Edge     CH1         Rising   Auto      DC           0.00uV   500ns

Acquisition    Sampling    Averages    Memory Depth    Sample Rate
Average        Realtime    8           Normal          50.00MSa
-----------------------------

Autor: Uwe S. (de0508)
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Noch eine Anmerkung,

bei meiner Platine liegt IC1 TL081 Pin 4 direkt an Masse (-OUT),
nicht wie in den Schaltplänen angedeutet, an ca. -5V.

Autor: Walta Sonnie (walta)
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Lurchi schrieb:
> Ein 2N3770 wird nicht gehen - das soll ein kleiner PNP Germanium typ
> sein.
>
> Ein 2N3771/2/3 wäre ausgesprochen langsam. Die Schaltung könnte damit
> gehen, aber doch eher langsame. Viel besser geht es mit einer Schnecke
> aber nicht. Im Set ist ein Transistor dabei, der geht schon.

War ein Tippfehler. Wurscht. Wichtig ist der Kühlkörper auf dem das Ding 
montiert ist. Der Transistor ist schnell getauscht.

Walta

Autor: Lurchi (Gast)
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Uwe S. schrieb:
> bei meiner Platine liegt IC1 TL081 Pin 4 direkt an Masse (-OUT),
> nicht wie in den Schaltplänen angedeutet, an ca. -5V.


Für die OPs für die Spannungs und Stromregelung sollte das nicht 
funktionieren. Die brauchen beide einen Eingangbereich bis Masse oder 
ggf. auch leicht darunter. Dafür sollten es mindestens etwa -3 V bzw. -4 
V sein.

Der OP für die Referenz kann mit der neg. Seite auf Masse oder an Out- 
liegen. Für beides gibt es Argumente, beides sollte auch gehen.

Autor: Uwe S. (de0508)
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Hallo Lurchi,

Lurchi schrieb:
> Uwe S. schrieb:
>> bei meiner Platine liegt IC1 TL081 Pin 4 direkt an Masse (-OUT),
>> nicht wie in den Schaltplänen angedeutet, an ca. -5V.
>
>
> Für die OPs für die Spannungs und Stromregelung sollte das nicht
> funktionieren. Die brauchen beide einen Eingangbereich bis Masse oder
> ggf. auch leicht darunter. Dafür sollten es mindestens etwa -3 V bzw. -4
> V sein.
>
> Der OP für die Referenz kann mit der neg. Seite auf Masse oder an Out-
> liegen. Für beides gibt es Argumente, beides sollte auch gehen.

Genau so ist es "von Hause aus" beschaltet.
IC1 (U1) ist der OP für die Spannungsreferenz +10,16V

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Uwe S. schrieb:
> Noch eine Anmerkung,
>
> bei meiner Platine liegt IC1 TL081 Pin 4 direkt an Masse (-OUT),
> nicht wie in den Schaltplänen angedeutet, an ca. -5V.

Danke! Ich sah erst nach als ich Deinen Hinweis gelesen hatte. Ja, U1 
ist auf der BG LP mit Masse verbunden. Danke auch für die übrigen 
Informationen.

Rauschen und Brumm Messung mit einem HP3400A True-RMS (10Hz bis 10Mhz) 
Breitbandvoltmeter ergab bei mir um 100uV. Ob der Oszi bei so niedrigen 
Pegel noch realistische Meßergebnisse bringt kann ich im Augenblick 
nicht beurteilen. Wahrscheinlich sind Deine wahren Ergebnisse weit unter 
800uV wenn man meinen Messungen Glauben schenken darf.

Nach all den bisherigen Untersuchungen finde ich das Teil auf jeden Fall 
sehr brauchbar und in einigen Aspekten sogar etwas besser wie das LNG30 
und FS73/12 Gerät. Beim HP E3611A merkt man beim Messen den Stammbaum:-) 
Im CC Modus liefert es einen sehr sauberen Ausgangsstrom. Das LNG30 ist 
da deutlich schlechter. Nicht daß das in der normalen Praxis stört. 
Trotzdem möchte ich irgendwann herausfinden was ich bei mir falsch 
gemacht habe.

Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) (kuehlschrankheizer)
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Als Basis für weitere Änderungen habe ich die Schaltung nach Michaels 
weiter oben gepostetem Plan (weitgehend) entsprechend dem Originallayout 
geroutet.

Geändert habe ich:
* T1-T3 wurden durch Typen ersetzt, die hier so rumliegen.
* Statt der Schraubklemmen habe ich JST-VH Stecker genommen.
* Statt LED und den beiden Potis Reichelt PSK-Stecker
* Den Problemwiderstand R17 habe ich anders angeordnet und geroutet. 
Lurchi, ist das so besser?
* Den 7824 habe ich erstmal weggelassen.

Autor: ArnoR (Gast)
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Erwin E. schrieb:
> Geändert habe ich:

...
...
* Die Verbindung Kathode D11/Pluspol C7 weggelassen

Autor: Mike B. (Firma: Buchhaltung+Controlling) (mike_b97) Benutzerseite
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Himmel Herrgott, so schnell kann ja keiner mitlesen wie ihr schreibt!
Alle Achtung für die rege Beteiligung!

Zum Thema andere Leistungsdaten:
Vielleicht kann man ja, wenn ihr dann hier mit diesen Spezifikationen 
fertig seit, die Werte von einzelnen Bauteilen für andere 
Leistungseckdaten zusammenfassen, swoeit im rahmen des Machbaren.
Also nicht 0..30V sondern nur 0..15V oder 0..5A statt 0..3A.

Nur mal so für später vermerkt.

Autor: Peter M. (r2d3)
Datum:

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Lurchi schrieb:
> Für die OPs für die Spannungs und Stromregelung sollte das nicht
> funktionieren. Die brauchen beide einen Eingangbereich bis Masse oder
> ggf. auch leicht darunter. Dafür sollten es mindestens etwa -3 V bzw. -4
> V sein.

Wenn man bei Versorgung des Labornetzteils mit Gleichspannung eine 
benötigte negative Spannung über einen nachgeschalteten Schaltregler als 
Inverter erzeugt, ist das für die Qualität der Ausgangsspannung 
schädlich?

Für einen Anfänger, der sein Labornetzteil sowieso aus einem billigen 
Schaltnetzteil speist, vermute ich keine Verschlechterung, da die 
Versorgung aus dem Schaltneztteil ja sowieso "schmutzig" ist.

Wird bei einem Labornetzteil, das aus einem Trafo mit nachgeschaltetem 
Gleichrichter und Kondensatoren versorgt wird, durch den Inverter für 
die negative Versorgung der Operationsverstärker wieder eine 
"Schmutzquelle" eingebaut, oder dringt der "Schmutz" nicht an den 
Ausgang des Labornetzteils durch?

: Bearbeitet durch User
Autor: ArnoR (Gast)
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Erwin E. schrieb:
> Geändert habe ich:

...
...
* Die Verbindung Kathode D11/Pluspol C7 weggelassen
* Den Spannungsregel-OPV-Ausgang nicht mit dem Kollektor von Q1 
verbunden

Autor: Michael D. (mike0815)
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Peter M.
> Wenn man bei Versorgung des Labornetzteils mit Gleichspannung eine
> benötigte negative Spannung über einen nachgeschalteten Schaltregler als
> Inverter erzeugt, ist das für die Qualität der Ausgangsspannung
> schädlich?
Das sehe ich nicht so. Schaltregler leben ja vom schwingen. Wenn da was 
"schmutzig" sein sollte, ergänzt man den Ausgang eben mit einem 
LC-Filter.
Der meiste Schmutz kommt eh aus der Steckdose...

Gruß Michael

: Bearbeitet durch User
Autor: W.S. (Gast)
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Peter M. schrieb:
> Wenn man bei Versorgung des Labornetzteils mit Gleichspannung eine
> benötigte negative Spannung über einen nachgeschalteten Schaltregler als
> Inverter erzeugt, ist das für die Qualität der Ausgangsspannung
> schädlich?

Eher nicht.

Das Problem bei primär getakteten Netzteilen ist zum einen der ja recht 
hohe Spannungspegel, der da geschaltet wird und zum anderen die 
Kapazität zwischen Primär- und Sekundärwicklung des Übertragers. Ich 
habe schon SNT's gesehen, wo zum Abmildern der dadurch auf den Ausgang 
gekoppelten HF einfach zwei in Reihe geschaltete 4n7 Kondensatoren von 
Ausgangs-GND auf Netz-Phase angeordnet waren. So nach dem Prinzip 
"hochohmige 50 Hz sind weniger ärgerlich auf der Sekundärseite als etwas 
niederohmigere 250 kHz".

Bei Netztrafo und sekundärseitigem Schaltregler für ne negative 
Hilfsspannung sieht das viel entspannter aus. Aber ich sehe da keine Not 
sowas zu tun. Wenn es wirklich nur eine Hilfsspannung ist, die nur 
einige mA liefern muß, wäre eine Schaltung aus Elkos, Dioden, 
Vorwiderstand und Z-Diode genauso gut, noch störärmer und simpler in der 
Realisierung.

W.S.

Autor: Lurchi (Gast)
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Ein paar Gedanken zur Auslegung auf andere Ströme:
Der SD1047 ist bis etwa 50 V im FBSOA Diagramm bis zur vollen Leistung 
angegeben. D.h. man braucht bis 50 V nur auf die Leistung achten. Von 
den angegebenen 100 W als Maxinalwert dürften etwa 60 W nutzbar sein. 
D.h bei 30 V Rohspannung (d.h. etwa 24 V Trafo) könnte man 2 A nutzen, 
bei 20 V wären es etwa 3 A, sofern die Kühlung gut ist. Für mehr Strom 
sollte man 2 Transistoren parallel nutzen mit Emitterwiderständen. Wenn 
man den Shunt deutlich kleiner macht (s.u.), wäre ggf. auch bei einem 
Transistor ein Emitterwiderstand nicht so verkehrt.

Damit der Shunt nicht zu heiß wird, wäre es gut den Shunt kleiner zu 
machen. Um keine so große Widestandsänderung durch die Eigenerwärmung zu 
bekommen sollte man nicht die Nennleistung nutzen, sondern nur deutlich 
weniger Verlustleistung vorsehen - maximal etwa 1/10 der Nennlast. Für 
einen 5 W Widerstand also etwa 0.5 W. Für 1 A gingen die 0.47 Ohm aus 
dem Plan gerade noch. Für 1.5 A wäre man bei etwa 0.22 Ohm.

Bei der Vitrohm KH208 Serie sollte man beachten, dass unter 0.33 Ohm der 
TK deutlich schlechter wird. d.h. für kleinere Werte wäre es besser 2 
Widerstände parallel zu schalten. Da wären dann etwa ein 0.39 Ohm 
Widerstand je Ampere an Ausgangsstrom passend - wenn dicht zusammen, 
lieber der kleinere Wert. Die größeren Bauformen werden noch ungünstiger 
- da schon eher die noch kleinere Bauform (206) und etwas kleinere 
Widerstandswerte.
Bei 0.39 Ohm wäre der Spitzenstrom, bei dem das schnelle Stromlimit per 
Transistor anschlägt bei etwa 1.5 A - passt also grob zu 1 A, ggf. noch 
etwas weniger. Mit Diode zu Q1 wäre das Stromlimit beim etwa doppelten 
Wert - immer noch im Bereich den der Transistor kurzzeitig verträgt.

Der Emitterwiderstand kann von der Bauform auch klein sein. Ein 
positiver TK ist da auch eher gut als störend. Da muss man den 
Widerstand nicht so sehr über dimensionieren wie für den Shunt. Wenn der 
Platz knapp wird, könnten Emitterwiderstände auch mit an externe 
Leistungstransistoren, sofern man die braucht.

Die Darlington-Schaltung gibt gut 1000 fache Verstärkung. D.h. auch bei 
5 A schafft das der OP noch. Der Basiswiderstand kann man ggf. etwas 
kleiner machen.

Der 3300 µF Elko passt etwa für 1 A. Bei 1 A hätte man etwa 3 V an 
Rippel zu erwarten. Eine extra Filterung am OP für die Spannungsregelung 
(mit extra Gleichrichtung oder wenigstens einer Diode) könnte die 3 V 
mehr für den OP gut gebrauchen. D.h. es lohnt eher nicht den Elko viel 
größer zu machen ,um die Rippelspannung sehr weit runter zu bringen. Bis 
3 V reicht es wenn der OP eine extra Filterung bekommt - da würden etwa 
100 µF und 2 Dioden reichen. Für höhere Ströme sollte der Elko größer 
werden, bzw. ein 2. Elko dazu.

Die 1N5403 reichen nominal bis 3 A - bei mehr als etwa 2 A wäre aber 
gute Kühlung oder gleich ein extra Gleichrichter mit Kühlkörper zu 
empfehlen.

Für ein neues Layout sollte man nicht nur die das Kit duplizieren. 
Immerhin liegt R17 jetzt schon viel besser. D.h. der Rippel sollte OK 
sein. Es macht schon Sinn da die Ergänzungen/ Änderungen mit 
einzuplanen, selbst wenn man ggf. nicht alle bestückt.

Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) (kuehlschrankheizer)
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@ArnoR
Vielen Dank!

Anbei die korriguierten Eagle Dateien.

Autor: Roland Franz (rhf)
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Hallo,

Gerhard O. schrieb:
> Lurchi schrieb:
>> Die Rippel Werte bei der Stromregelung könnte man ggf. noch verbessern.
>> Das Layout hat da eine Schwachstelle:...
> ...
> Lurchi,
>
> langsam wirst Du mir unheimlich:-) Da hast die Ursache wieder mal klar
> erkannt. Meinen nicht vorhandenen Hut ab!

Gerhard, wäre es möglich das du in deinem Schaltplan zusätzlich zu den 
Bauteil- und Schaltungsänderungen auch entsprechende Hinweise vermerkst 
wo bestimmte Layoutvorgaben notwendig sind?

rhf

Autor: Timo S. (kaffeetas)
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Bei Ebay gibt es das Netzteil auch mit einem anderen Layout:
Ebay-Artikel Nr. 232503438805

Ob das Layout besser ist und ggf. diese Version empfohlen wird sollten 
die Experten beurteilen.

Zumindest der Bestückungsaufdruck macht einen besseren Eindruck 
(Bezeichnung + Wert), vielleicht ist es den Aufpreis ja wert...

Autor: Michael D. (mike0815)
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Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Roland F. schrieb:
> Hallo,
>
> Gerhard O. schrieb:
>> Lurchi schrieb:
>>> Die Rippel Werte bei der Stromregelung könnte man ggf. noch verbessern.
>>> Das Layout hat da eine Schwachstelle:...
>> ...
>> Lurchi,
>>
>> langsam wirst Du mir unheimlich:-) Da hast die Ursache wieder mal klar
>> erkannt. Meinen nicht vorhandenen Hut ab!
>
> Gerhard, wäre es möglich das du in deinem Schaltplan zusätzlich zu den
> Bauteil- und Schaltungsänderungen auch entsprechende Hinweise vermerkst
> wo bestimmte Layoutvorgaben notwendig sind?
>
> rhf

Das ist ein guter Gedanke. In meinem Schaltplan hatte ich allerdings die 
Messleitungen zu R7 schon so eingezeichnet um diese Notwendigkeit 
herauszustellen. Aber geschriebene Hinweise sind halt doch besser. (Wenn 
ich damals schon gewußt hätte, daß gerade das BG Layout damit ein 
Problem hat, hätte ich schon eine Bemerkung gemacht.)

.

Autor: Lurchi (Gast)
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Hinsichtlich des Rippels bei der Stromregelung ist das andere Layout 
auch nicht viel besser (es gibt ggf. nur einen Puls je 20 ms Periode). 
Es richtig zu machen wäre bei dem Layout etwas einfacher, aber das nutzt 
nichts. So schlimm ist der eine lose Draht auch nicht.

Der Platz für eine Begrenzung der Spannung ist eher ungünstiger bei dem 
Layout.

Der eigentlich einzige grobe Schnitzer im Layout ist die Verbindung des 
33 Ohm Widerstandes, die zu Rippel bei der Stromregelung führt. 
Ansonsten ist das Layout schon OK. Das Problem ist da mehr die Schaltung 
mit ggf. zu viel Spannung für die OPs.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Timo S. schrieb:
> Bei Ebay gibt es das Netzteil auch mit einem anderen Layout:
> Ebay-Artikel Nr. 232503438805
>
> Ob das Layout besser ist und ggf. diese Version empfohlen wird sollten
> die Experten beurteilen.
>
> Zumindest der Bestückungsaufdruck macht einen besseren Eindruck
> (Bezeichnung + Wert), vielleicht ist es den Aufpreis ja wert...

Ich habe mir das Layout in den Bildern angesehen und keine der hier 
diskutierten Modifizierungen ist vorhanden. Ich würde wirklich 
vorschlagen das Layout von Mike so lange zu "kritisieren" bis wir damit 
"glücklich" sind. Das hat viel mehr Sinn als ein "totes Pferd" zu 
schlagen.
Edit:
Die BG Platinen sind eben so wie sie sind. Da LP heutzutage so billig 
herstellbar sind, steht einer Neubestellung nichts im Weg. Wenn die 
Befestigungslöcher passen, dann ist die neue LP auch in einem 
existierenden Gerät mit der Original BG LP austauschbar.

: Bearbeitet durch User
Autor: Mike B. (Firma: Buchhaltung+Controlling) (mike_b97) Benutzerseite
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Timo S. schrieb:
> Bei Ebay gibt es das Netzteil auch mit einem anderen Layout:
> Ebay-Artikel Nr. 232503438805

Ist der abgebildete Kühlblock bei diesem Angebot tatsächlich dabei?
Auf den Bildern mit den Einzelteilen nicht, in der Tabelle jedoch ist 
ein
40   TO-220 Dissipate heat   Q2
erfasst, soll das der Block sein?

Autor: Uwe S. (de0508)
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Hallo Mike B.,

nein der ist nur für den "kleinen" Treibertransistor 2SD882, siehe 
Schaltpläne im Forum.

Den Kühlkörper für den Leistungstransistor 2SD1047, oder weitere 
externe, muss man sich noch selbst besorgen.

Autor: Lurchi (Gast)
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Der erste Schritt für ein gutes Layout ist, dass der Schaltplan passt. 
Es macht nicht so viel Sinn  viel in das Layout zu investieren, wenn 
dann noch etwas an der Schaltung zu ändern ist. Das Layout oben von 
Erwin ist noch die originale Schaltung. Im wesentlichen ist der Rippel 
bei der Stromregelung damit beseitigt.

Bei den Änderungen ist halt zu überlegen was man braucht.

Eher kleinere Änderungen mit wenig Aufwand wären:
Für die Stabilität der Stromregelung wäre es ggf. gut den 220 nF 
Kondensator zu verschieben (parallel zum Filter Elko). Statt der 5.1 V 
Zenerdiode wäre wohl ein TL431 besser, ggf. auch 2 in Reihe, je nach 
Spannung. Die Alternative LM329 passt auch ins gleiche Layout und wenn 
man will kriegt man auch eine 5 V oder 6 V Zenerdiode rein. Für eine 
bessere DC Regelung wäre es gut die Leitungen für den Strom und 
Spannungsabgriffe bis zur Buche, oder wenigstens den Schraubanschlüssen 
auf der Platine getrennt zu haben - externe Sense Buchsen sind eher 
nicht passend und bei wenig Strom nicht nötig.

Für mehr als etwa 20 V AC von Trafo, sollte man eine Begrenzung der 
Spannung für die OPs haben, oder alternativ andere OPs. Alternative OPs 
für bis zu 44 V Versorgung wären etwa: NE5534 (+Kondensator zu 
Kompensation) für die Spannung, OP07 / µA741 für die Referenz und ggf. 
der µA741 für die Stromregelung. Wer SMD mag könnte auch mit einem 
MC34071/2 gut fahren - da wäre auch weniger negative Spannung 
ausreichend. Für den NE5534 bräuchte man ggf. mehr Strom bei der neg. 
Versorgung, d.h. ggf. einen größeren C3 und weniger R2.

Wenn man die TL081 bei mehr als 20 V vom Trafo behalten will, sollte man 
die Spannung der OPs unbedingt reduzieren / begrenzen: Für den 
Spannungsregler geht das mit Widerstand und Zenerdiode (z.B. 270 Ohm und 
30 V, zener - ggf. 1 W). Für die Referenz und den Stromregler geht eine 
kleinere Spannung, etwa per Vorwiderstand oder Zener in Reihe oder 
Linearregler. Für den Spannungsregler OP kann es attraktiv sein eine 
extra Filterung zu haben - damit wären etwa 2-3 V mehr am Ausgang 
möglich, weil der OP die Rippel-Einbrüche nicht so sieht.

Ein anderer Punkt ist ein extra Transistor für ein schnelles Stromlimit, 
ein langsames Stromlimit reicht bei einem Kurzschluss ggf. nicht als 
Schutz. Ggf. Reicht hier eine Diode zu Q1. Wenn die Stromreglung 
genügend schnell ist (extra Dioden und reduzierte Spannung), kommt man 
ggf. auch ohne den extra Transistor aus.

Von der Bauform könnte es günstiger sein den Shunt je nach Strom durch 2 
oder gar 3 in parallel zu ersetzen (ggf. etwas kleinere Bauform als im 
Kit). Zumindest bei Reichelt wäre das wohl die passende Wahl - ein 
großer Widerstand hätte deutlich höheren TK.

Es gibt also schon eine ganz Menge Änderungen, die sinnvoll wären. Nur 
für die bessere Stromregelung braucht man noch keine neue Platine. Das 
wird erst interessant wenn sich so viel ändert, dass es auf der 
originalen Platine unschön wird.

Autor: Michael D. (mike0815)
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@Gerhard

> Die BG Platinen sind eben so wie sie sind. Da LP heutzutage so billig
> herstellbar sind, steht einer Neubestellung nichts im Weg. Wenn die
> Befestigungslöcher passen, dann ist die neue LP auch in einem
> existierenden Gerät mit der Original BG LP austauschbar.
Na ja, der Lurchi (übrigens, Hut ab! Was du hier leistest!!! )
ist ja auch der Meinung, das die originale BG-Platine nicht ganz so 
schlecht ist. Im Ganzen gesehen, sind es gar nicht soo viele 
Leiterbahnen, die man da durchtrennen muß! Es sieht heißer aus, als es 
ist.
Den TL431 kann man mit seinen 3 Beinen noch moderat montieren, indem man 
anstelle der 5,1V Zehner, noch ein Loch 08er in die Mitte Bohrt. Die 
Beiden 10K Widerstände könnte man sch in 805er SMD unter die Platte 
zwischen dem TL431 löten, dann sieht das noch nach was aus.
Das Trennen der Leiterbahnen, ist jetzt auch nicht so wild. Bei den 
vielen Komponenten, müssen ja nur die Werte getauscht werden.
Was einen etwas längeren Weg über die Platte macht, ist der 33R (R17) 
zum Shunt 0,47R (R7).
27k (R10) von V-OUT nach V-5V, ist jetzt auch nicht so spektakulär. Den 
Rest, gerade mit der Sense-Geschichte, muß man mal sehen...
Ich lade noch mal die MOD.2.4. hoch. Da sollte alles nach Lurchi u. 
Gerhard umgesetzt sein.
Der Plan hat mich eine Menge Zeit gekostet,
vielleicht nimmt sich mal jemand die BG-Platinen vor?
Also, wo, wie, was durchtrennt, ersetzt, ergänzt werden muß, so optimal, 
wie es eben geht.  Das da wenigstens mal ein Anfang gemacht wird.

Die Platinen sind ja sauber abgescannt und stehen weiter oben zur 
Verfügung.

Gruß Michael

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Michael D. schrieb:
> Also, wo, wie, was durchtrennt, ersetzt, ergänzt werden muß, so optimal,
> wie es eben geht.  Das da wenigstens mal ein Anfang gemacht wird.

Hallo Mike, alte Nachteule!

Danke für die neuesten Infos und die Muehe einen ordentlichen Schaltplan 
zu erstellen.

Ich habe vor bald mit der eigentlichen Modifizierung meiner BG Platine 
anzufangen. Da alles ordentlich funktioniert kann man damit anfangen. 
Ich stimme Dir zu, daß sich die meisten Änderungen einigermaßen leicht 
und nicht zu häßlich durchführen lassen und werde dann ein paar Bilder 
von meinem "Machwerk" hochladen.

Ich will auch so bald wie möglich die zweite LP bestücken, so daß ich 
das Tracking ausprobieren kann. Prinzipiell, in der Theorie, sollte es 
funktionieren. Die Praxis kann natürlich Überraschungen bieten.

Bezüglich der TL431C Referenz hatte ich noch nicht viel nachgedacht wie 
ich das sauber anstellen will. Ich hatte daran gedacht zwei SMD 
Widerstände direkt unterhalb des Körpers anzubringen und dann das ganze 
mit Schrumpfschlauch zu beschützen. Dein Vorschlag mit den 0805 Teilen 
ist natürlich auch gut.


Gerhard

Autor: Michael D. (mike0815)
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hier noch mal der Link, zu den abgescannten BG-Leiterplatten:

Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Michael D. schrieb:
> hier noch mal der Link, zu den abgescannten BG-Leiterplatten:
>
> Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"

OK. Danke. Das ist nuetzlich bei der Planung. Man muesste sich das mal 
ausdrucken um auf Papier die besten Moeglichkeiten zu finden.

Autor: Michael D. (mike0815)
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Gerhard O. schrieb :
> Michael D. schrieb :
>> Also, wo, wie, was durchtrennt, ersetzt, ergänzt werden muß, so optimal,
>> wie es eben geht.  Das da wenigstens mal ein Anfang gemacht wird.
>
> Hallo Mike, alte Nachteule!
man, bin ich erschrocken, dachte ich wäre alleine...
Und ja, wollte schon längst ins Bett! Du bist ja noch ein paar Stunden 
zurück ;-)

> Danke für die neuesten Infos und die Muehe einen ordentlichen Schaltplan
> zu erstellen.
Nun ja, das Meiste hatte ich ja schon vor einiger Zeit gebaut. Es sind 
auch nur ein paar Kleinigkeiten gefixt, für den besseren Überblick.

> Ich habe vor bald mit der eigentlichen Modifizierung meiner BG Platine
> anzufangen. Da alles ordentlich funktioniert kann man damit anfangen.
Au ja, da bin parallel dabei! Ich habe ja mein LAB fast komplett zerlegt 
dafür und will die Verbesserungen gleich mit umsetzen, wenn der Krempel 
schon mal draußen ist.

> Ich stimme Dir zu, daß sich die meisten Änderungen einigermaßen leicht
> und nicht zu häßlich durchführen lassen und werde dann ein paar Bilder
> von meinem "Machwerk" hochladen.
Fein! Da bin ich schon ganz gespannt! Deine Grafiken/Darstellungen, 
finde ich immer sehr gelungen u. übersichtlich.
>
> Ich will auch so bald wie möglich die zweite LP bestücken, so daß ich
> das Tracking ausprobieren kann. Prinzipiell, in der Theorie, sollte es
> funktionieren. Die Praxis kann natürlich Überraschungen bieten.
Mal man nicht den Teufel an die Wand, ich bin da sehr optimistisch, was 
das betrifft!

> Bezüglich der TL431C Referenz hatte ich noch nicht viel nachgedacht wie
> ich das sauber anstellen will. Ich hatte daran gedacht zwei SMD
> Widerstände direkt unterhalb des Körpers anzubringen und dann das ganze
> mit Schrumpfschlauch zu beschützen. Dein Vorschlag mit den 0805 Teilen
> ist natürlich auch gut.
Morgen sollte ich wieder fit für die Arbeit sein(hoffe ich), am Abend 
werde ich schon mal den TL431 inkl. den beiden 10K (in 805) auf die 
Platte löten, so wie ich mir das vorgestellt habe. Dann mach ich gleich 
ein Pic davon.
>
>
> Gerhard
Gruß Michael

Autor: Michael D. (mike0815)
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@☺  Gerhard
> OK. Danke. Das ist nuetzlich bei der Planung. Man muesste sich das mal
> ausdrucken um auf Papier die besten Moeglichkeiten zu finden.
Wenn dir die Auflösung nicht reicht, kann ich dir per PN noch eine 
höhere zukommen lassen, wenn du möchtest.
Bei dem oben angegebenen Link, habe ich eine Seite (glaube ich) 
gespiegelt...

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Michael D. schrieb:
> @☺  Gerhard
>> OK. Danke. Das ist nuetzlich bei der Planung. Man muesste sich das mal
>> ausdrucken um auf Papier die besten Moeglichkeiten zu finden.
> Wenn dir die Auflösung nicht reicht, kann ich dir per PN noch eine
> höhere zukommen lassen, wenn du möchtest.
> Bei dem oben angegebenen Link, habe ich eine Seite (glaube ich)
> gespiegelt...

Hallo Mike,

jetzt habe ich nicht aufgepasst. War gerade am SW Fehlersuchen und habe 
auf die Zeit vergessen.

Ja, wenn Du das nochmals scannen koenntest.

Dann wuensche ich Dir (hoffentlich noch rechtzeitig) eine gute neue 
Woche.

Gruss,
Gerhard

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Im Anhang ein abgeänderter Schaltplan für die "leichten" Modifizierungen 
der Original BG Leiterplatte.

Es sind nur solche Änderungen eingezeichnet die sich direkt auswirken 
und die Leistung des Gerätes im positiven Sinn beeinflussen.

Es folgen spaeter noch Detailbilder von den eingezeichneten Stellen. 
Alles was in rot gezeichnet ist, betrifft die Änderungen.

An ein paar Stellen müssen Leiterbahnen aufgetrennt werden und 
Einzelteile wie im Schaltbild angegeben dazwischen gelötet werden.

Das betrifft:

LM7815 Regler mit Komponenten
Versorgungsänderung U1,U3 und U2
R17 Verdrahtung für Rippel Verbesserung an R7
Eigene Sense Leitungen zu den Frontplatten Anschlüssen. Ist nicht für 
völlig getrennte Sense gedacht da das bei der BG LP nicht sehr leicht 
möglich ist die notwendigen Schutzmaßnahmen und Entkopplung 
hinzuzufügen.
Mit Frontplatten Sense sollten 1mV Lastausreglung an den Terminals 
möglich sein.
TL431C Referenz Verbesserung.

Die von Lurchi vorgeschlagenen extra Gleichrichterentkopplung für die 
Versorgung von U2 habe ich nicht eingezeichnet weil sie schwer auf der 
LP unterzubringen sind.

Die schnelle Strom "Abwürgeschaltung mit dem extra Transistor habe ich 
vorläufig auch weggelassen weil sie schlecht unterzubringen ist.

Das wärs mal,
Gerhard

Autor: Uwe S. (de0508)
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Gerhard O. schrieb:
> Im Anhang ein abgeänderter Schaltplan für die "leichten"
> Modifizierungen
> der Original BG Leiterplatte.
>
> Es sind nur solche Änderungen eingezeichnet die sich direkt auswirken
> und die Leistung des Gerätes im positiven Sinn beeinflussen.


Danke Gerhard, ich habe schon etwas gesucht, konnte leider nichts zu D59 
und D60 (1N4148) finden.
Wo im Thread wurden sie beschrieben und warum sind sie dort?

Die beiden Dioden begrenzen die maximale negative Spannung des OPV U3 
auf ~1,3?
So ganz ohne "Vorwiderstand"?

Autor: Roland Franz (rhf)
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Hallo, Gerhard

> Es sind nur solche Änderungen eingezeichnet die sich direkt auswirken
> und die Leistung des Gerätes im positiven Sinn beeinflussen.

und

> Die von Lurchi vorgeschlagenen extra Gleichrichterentkopplung für die
> Versorgung von U2 habe ich nicht eingezeichnet weil sie schwer auf der
> LP unterzubringen sind.

und

> Die schnelle Strom "Abwürgeschaltung mit dem extra Transistor habe ich
> vorläufig auch weggelassen weil sie schlecht unterzubringen ist.

Entschuldigt, aber das ist doch nichts Halbes und nichts Ganzes. Wenn 
sich wichtige Änderungen nicht vernünftig auf der Orginalplatine 
unterbringen lassen, muss ein neues Layout her.

rhf

Autor: ArnoR (Gast)
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Uwe S. schrieb:
> konnte leider nichts zu D59 und D60 (1N4148) finden.
> Wo im Thread wurden sie beschrieben und warum sind sie dort?
>
> Die beiden Dioden begrenzen die maximale negative Spannung des OPV U3
> auf ~1,3? So ganz ohne "Vorwiderstand"?

Die Dioden klemmen die Ausgangsspannung des OPV auf -1,4V, damit der bei 
aktiver Stromregelung nicht an den negativen Anschlag läuft und "ewig" 
braucht um da wieder raus zu kommen. Eine Strombegrenzung mittels 
Vorwiderstand ist nicht nötig, weil der Ausgangsstrom des OPV intern 
begrenzt wird.

Die 2 Dioden sind wegen D9 erforderlich. Wenn man D9 durch eine 1N4150 
ersetzt, braucht man evtl. nur eine Klemmdiode.

Autor: ArnoR (Gast)
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ArnoR schrieb:
> Die Dioden klemmen die Ausgangsspannung des OPV auf -1,4V, damit der bei
> aktiver Stromregelung nicht an den negativen Anschlag läuft und "ewig"
> braucht um da wieder raus zu kommen.

Und natürlich, um den Eingang des Spannungsregel-OPV nicht unnötig weit 
ins Negative zu ziehen, was auch Erholzeit kostet (Übergang 
Stromregelung->Spanungsregelung).

Autor: Karl M. (Gast)
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Danke ArnoR,
da liege ich mit meiner kurzen Betrachtung des Schaltplans, bzgl. der 
Diode D50, D60 nicht so weit weg von Bedeutung.

Mal sehen, ob ich das mit dem Oszi sehen kann, denn ich habe schon 
einige der Änderungen schon durchgeführt, 
Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan".

Gestern wurde noch die 3x 100nF unter die OPV U1-U3 gelötet und U1 TL081 
gegen einen OP97F getauscht.

Autor: Uwe S. (de0508)
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Uwe S. schrieb:
> Hallo Gerhard O., Lurchi und alle anderen Mitleser,
>
> Ich habe das Netzteil BG auch mit den mitgelieferten Bauteilen aufgebaut
> und einige Änderungen schon vorgenommen:

Ich frage mich gerade, warum das eine Bild 
(BG_CC_500mA_Rippel_after_fix.png) in diesem Beitrag von jemand externen 
gelöscht wurde?

Ja es sind zwei unterschiedliche Aufnahmen.

Autor: Eppelein Von Gailingen (eppelein)
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Roland F. schrieb:

>
> Entschuldigt, aber das ist doch nichts Halbes und nichts Ganzes. Wenn
> sich wichtige Änderungen nicht vernünftig auf der Orginalplatine
> unterbringen lassen, muss ein neues Layout her.
>
> rhf


Ein komplettes neues Layout, sprich Platine, mit allen 
Änderungen/Erweiterungen,... für eine serienreife, wäre quasi 
unabdingbar.
War von Anbeginn diese Prokjekts mein Begehren -

An bereits bestehenden Layouts Bauteile einzuflicken ist nicht das 
Wahre, wie von Roland schon angemerkt.

Mir ist es echt wurscht, wenn ein neues Layout ein paar Märker mehr 
kostet. Man kann auch eine tolle Sache totsparen.


MfG
Eppelein

Autor: Der falsche MaWin (Gast)
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Eppelein V. schrieb:
> Ein komplettes neues Layout, sprich Platine, mit allen
> Änderungen/Erweiterungen,... für eine serienreife, wäre quasi
> unabdingbar.
> War von Anbeginn diese Prokjekts mein Begehren -

Genau so sehe ich das auch.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Roland F. schrieb:
> Wenn
> sich wichtige Änderungen nicht vernünftig auf der Orginalplatine
> unterbringen lassen, muss ein neues Layout her.

@Roland,

Im Prinzip hast Du recht. Da ich aber selber nicht mit Eagle arbeite ist 
es besser wenn das einer macht der mit Eagle schon auf Du und Du 
steht:-) Aber das wird noch einige Zeit dauern und dann steht noch 
Weihnachten vor der Tür.

Die anderen Schaltpläne von mir beziehen sich auf ein neues Layout durch 
irgendwen.

Abgesehen davon sind die von mir zusammenfassten Änderungen noch ohne 
die Bord maßgeblich zu verhunzen möglich. Ich hoffte es würde nützlich 
sein die beiden zu beschreitenden möglichen Wege jetzt einmal zu 
trennen.


Gerhard

Autor: Walta Sonnie (walta)
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Also ich werd bei der jetzt bestellten Platine nur die schnellen 
Änderungen machen. Wenns was wird mit dem Doppelnetzteil dann freu ich 
mich auch auf eine neue Platine.

Walta

Autor: Lurchi (Gast)
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Mit den Beschleunigungen für die Stromregelung (Diode über 10 K und 
kleinere Versorgungsspannung) könnte man ggf. auf den Transistor zum 
Abwürgen verzichten. Statt dem extra Transistor könnte man ggf. einen 
ähnlichen Effekt auch mit einer Diode zur Basis von Q1 erreichen (das 
wäre dann eine kleinere Änderung) - nur beim etwa doppelten Strom.

Bei der negativen Versorgung sollte es ausreichen C3 größer zu machen 
und R2 kleiner zu machen, wenn man etwas mehr Strom braucht. Ein nicht 
zu großer Wert für C2 hilft den Strom zu begrenzen, ohne dass R2 heiß 
werden muss. Je nach Spannung und Strom verbraucht sollte man R2 und C2 
anpassen - die beiden geben den Strom vor sollten also passen und C2 
nicht einfach so vergrößert werden.

Die 3 OPs durch OP97 zu ersetzen halte ich nicht für eine gute Idee. Der 
ist recht langsam, was sich bei der Strom und Spannungsregelung 
bemerkbar machen kann. Bei der Stromregelung wäre vor allem die slew 
rate ggf. ein Problem - mit extra Stromlimit ggf. noch Ok. Für den 
Referenz OP wäre der OK, aber ein OP07 (ist mittlerweile oft schon 
günstig zu bekommen - kaum mehr als der TL081) sollte auch ausreichen.
Wenn man den OP für die Spannungsregelung ändert muss man ggf. den 
Offset-Trimmer auch anpassen.

So lange die Versorgung des Ref. OPs noch über den Shunt geht, ist die 
Stromregelung sowieso nicht so super präzise. Auch der Shunt müsste ggf. 
auch besser werden, um beim Strom wirklich präzise zu werden.

Autor: Uwe S. (de0508)
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Hallo,

ich habe meine bisherigen Änderungen, die noch nicht komplett diesem 
Schaltplan 
Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan" 
entsprechen in die Platinenscans von Michael D. eingetragen,
nochmals danke dafür.

@Lurchi der OP97F ist nur ein "besserer" OP07 und wird nur in der 
Spannungsreferenz verwendet :-).

Sonst hätte ich noch LT1637 da, wie ist deine Einschätzung zu diesen OPV 
bzgl. dem Netzteil.

http://cds.linear.com/docs/en/datasheet/1637fd.pdf

Diese stammen noch eine einem Projekt der "Over-The-Top" Strommessung 
mit einem PBV 1mOhm 4-Leitershunt. Handvermessen max 1µOhm Abweichgung 
aus der Produktion.
http://cds.linear.com/docs/en/application-note/an105fa.pdf

Autor: Uwe S. (de0508)
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Hallo,

hier ist das Bild noch.

Es hatte 5,6MByte und wurde automatisch verkleinert.

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael D. (mike0815)
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Hallo Erwin
Ich hatte dein Layout völlig übersehen. (hattest du ja nach deinem 
Geschmack geroutet)
Ich habe mir das Layout um 18.00Uhr geschnappt und daraus die 1:1 
originale BG-Platine geroutet, sodass jetzt jeder nach belieben, 
"vergewaltigen" kann!

Parallel dazu, könnte man das ja gemeinsam optimieren, damit das noch 
was aussieht.
Gerhard wird damit wohl wieder eine chice Anleitung mit Grafik bauen, 
denke ich...

Jetzt kann ja jeder für sich selbst entscheiden, ob neue Platine oder 
die Originale.
Anbei Originaler Schaltplan und das Double-Layer-Board in PDF u. EaglCad
viel Spaß damit

Gruß Michael

EDIT:
Der Uwe :-)))  Der Scann war schon ganz schön aufgeblasen, gelle?

Achso, der soweit geänderte Schaltplan laut Gerhard u. Lurchi, gibt es 
hier:

Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"

: Bearbeitet durch User
Autor: Uwe S. (de0508)
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Michael D. schrieb:
> EDIT:
> Der Uwe :-)))  Der Scann war schon ganz schön aufgeblasen, gelle?

Nee Michael, perfekt mein Linux mit 16GByte hatte damit kein Problem !
Darin macht malen mit GIMP richtig Spaß.

PS die Rückseite der Platine habe ich wieder gespiegelt, so das sie der 
Realität entspricht. :-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) (kuehlschrankheizer)
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Michael D. schrieb:
> Ich hatte dein Layout völlig übersehen. (hattest du ja nach deinem
> Geschmack geroutet)

Das war nun aber böse! ;) Ich habe absichtlich das Layout möglichst 1:1 
abgenommen. Bei der Gelegenheit, diesem großzügigen THT Analoglayout, 
wollte ich die Rundungen im aktuellen Eagle mal konsequent testen. Im 
Prinzip soll diese Form des Layouts ja Vorteile haben, ob das bei einm 
LNG eine Rolle spielt, glaube ich aber nicht wirklich.

Das war für mich der Augangspunkt. Mir geht es gar nicht nur um die 
Optimierung der Schaltung, auch wenn ich die gerne nachvollziehe, 
sondern um das Komplettgerät Labornetzteil. Von den Anzeigen bis zum 
Gehäuse.
Also können die Instrumente direkt über Platinenstecker mit dem LNG 
verbunden werden und auch ihre Stromversorgung über die LNG-Platine 
bekommen. Außerdem kommt entweder eine Trafoumschaltung oder eine 
Lüterregelung mit drauf. Und auf jeden Fall mein Standby-Taster. Auf der 
Platine brauche ich 12V für einen Lüfter und für die Instrumente. Diese 
könnten aus der unteren Wicklung eines 2x12V Trafos kommen, dessen 
Wicklungen in Reihe geschaltet sind oder von einer separaten Wicklung. 
Ein DC/DC-Wandler würde zu viel Platz brauchen, wenn er mit auf der 
Platine sitzen soll. Zumindest in THT.
Der Gleichrichter wird als Block am Kühlkörper angeschraubt und via 
Platinenstecker mit dem LNG verbunden, der (die?) Leistungstransistor 
auch.
Ich lasse Platz für 2 Shuntwiderstände á 5W. Als Elko habe ich an diese 
gedacht: 
https://www.reichelt.de/Becher-Elkos/2/index.html?...

Die Platine soll mit 24V AC versorgt werden. Wenn 'hinten' 20V 
rauskommen, reicht das. Zumindest vorerst. Die kleinen LED-Anzeigen 
gefallen mir nämlich alle nicht wirklich, am besten ist noch das 
Kombi-LCD, das Gerhard (viel) weiter oben verlinkt hat. Und das kann nun 
mal nur 20V.
Auf (ganz) lange Sicht denke ich an eine eigene Anzeige mit 
Grafikdisplay. Dann darf die Ausgangsspannung gerne ein paar Volt höher 
sein.

Autor: Roland Franz (rhf)
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Hallo Gerhard,

> Abgesehen davon sind die von mir zusammenfassten Änderungen noch ohne
> die Bord maßgeblich zu verhunzen möglich.

Ihr verzettelt euch. Es ist meiner Meinung nach nicht besonders sinnvoll 
ein vorhandenes Schaltungdesign einerseits zu verbessern, und 
andererseits nur Teile dieser Verbesserungen umzusetzen, damit eine 
schon vorhandene Platine nicht "verhunzt" wird.
Viel wichtiger wäre es nach meiner Auffassung, eine reale Schaltung 
aufzubauen, die alle bisherigen Änderungen berücksichtigt. Dann könnte 
man mal grundsätzlich sehen ob das denn auch so wie erwartet 
funktioniert. Dafür könnte man ja eine der Orginalplatinen "verhunzen".

rhf

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Roland F. schrieb:
> Hallo Gerhard,
>
>> Abgesehen davon sind die von mir zusammenfassten Änderungen noch ohne
>> die Bord maßgeblich zu verhunzen möglich.
>
> Ihr verzettelt euch. Es ist meiner Meinung nach nicht besonders sinnvoll
> ein vorhandenes Schaltungdesign einerseits zu verbessern, und
> andererseits nur Teile dieser Verbesserungen umzusetzen, damit eine
> schon vorhandene Platine nicht "verhunzt" wird.
> Viel wichtiger wäre es nach meiner Auffassung, eine reale Schaltung
> aufzubauen, die alle bisherigen Änderungen berücksichtigt. Dann könnte
> man mal grundsätzlich sehen ob das denn auch so wie erwartet
> funktioniert. Dafür könnte man ja eine der Orginalplatinen "verhunzen".
>
> rhf

Hallo Roland,

Obwohl ich Dir prinzipiell zustimme, kann man eben nicht alles gleich 
unter einen Hut bringen. Ein neues Bord Design das alle bisherigen 
Erkenntnisse umsetzt wurde ja schon von einigen "Mitarbeitern" hier im 
Forum angegangen und bald wird das hier auch im Eagle Format angeboten 
werden.

Naja, die letzten vorgeschlagenen Änderungen hätten sich schon leicht in 
die Praxis umsetzen lassen und sind so die Grenze bevor ein neues Bord 
Design notwendig ist.

Ich wollte vorläufig ein Layout zurückstellen weil ich nur mit Pr99se 
arbeiten kann, was nicht zu vielen hilft. Zu Eagle habe ich weder Zugang 
noch Erfahrung. Und mit CAD Formaten die nur wenige nützen können ist 
niemandem gedient.

Dann gibt es auch Leute hier die nur einige Änderungen in die Praxis 
umsetzen wollen. So ist es bestimmt nicht schlecht beide Ziele zu 
unterstützen. Es wird halt noch eine kleine Zeitlang bis die neuen 
Layouts ausgebügelt sein werden. Am Anfang gibt es oft kleine 
"Übersehnisse" die korrigiert werden wollen.

Mit etwas Geduld wird es bald neue kompatible Layouts hier geben. Dieses 
Mal ist genug Schwung da:-)


Gerhard

: Bearbeitet durch User
Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Ich fand zufällig ein paar LM336Z-5.0 im TO-92 Gehäuse von DK und 
wechselte den TL431C gegen ihn aus. Obwohl ich nur die ersten 15 min 
beobachtete, war die Einschaltdrift mit 700uV deutlich geringer als mit 
dem TL431C. Vorteilhaft ist auch der Wegfall der beiden Widerstände.

Wenn ich kann werde ich die Drift länger beobachten und vielleicht mal 
die Bord mit einer 75W Glühlampe bestrahlen.

Ich habe die Möglichkeit das fertige Gerät in einem Klimaschrank in der 
Firma zu testen und noch weitere thermische Beobachtungen zu machen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Uwe S. (de0508)
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Hallo,

ich habe weitere Änderungen am Platinenlayout vorgenommen.

Historie
ext. Steckernetzteil Trafo 12V~ 12VA (vorläufig)

* max. Stromeinstellung auf 1,5A: R8 (56k) -> 180k/1% geändert

* 4x 100nF parallel zu den Dioden D1 - D4 1N5408, HF (AM) auf der
Netzleitung.
EMV - Gleich- und Gegentakt Drosseln habe ich noch nicht verbaut.

* 100nF parallel zu C1 3.300µF

* Elko 10µF/50V am Knotenpunkt R8 27K / P1 10K nach Masse

* R17 33R von Leiterbahn zu R7 aufgetrennt und direkt ein 0,14mm² Litze
an die Anschlüsse der Widerstände gelötet

* zu R21 10k parallel D51 1N5711 auf die BS gelötet.
* zu R11 27k parallel D58 1N4148 auf die BS gelötet.

Anm.: Anode und Kathode ergeben sich aus dem Schaltplan
4415-0057_LNG_V1_2b.pdf hier im Forum.

* U1 TL081 gewechselt zu OP97F

* C52, C53 und C54 je 100nF an zu Pin 4+7 von OP1, OP2 und OP3

* R55 100R (SMD 1206) zwischen V+ und Vcc (Pin 7) von U2 TL081

* R56 100R (SMD 1206) zwischen V+ und Vcc (Pin 7) von U1 OP97F, U3 TL081

* C57 10nF parallel zu C7 10µF

* diverse Drähte ø2,5mm auf der Platinenunterseite:
a) V+ zum Transistor Q4,
b) vom Transistor zur Q4 Ausgangsbuchse +Out und
c) Masseverbindung R7 zur Ausgangsbuchse -Out.

Schaltplan siehe 4415-0054_LNG_V1_2_Original.pdf im Forum.

Autor: Lurchi (Gast)
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Die extra Widerstände in der Versorgung der OPs machen bei kleiner 
Spannung (12 V Trafo keinen Sinn) da will man vor allem für U2 eine 
möglichst hohe Versorgung (aber noch unter 30 V). Zu überlegen wäre da 
ggf. eine Schottkydiode statt R55 und ein 100 µF Filtereleko dazu. Das 
könnte bei hohem Strom etwa 2 V mehr Ausgangsspannung erlauben.
Bei nur 12 V AC sollte ggf. auch C3 auf z.B. 100 µF vergrößert werden - 
die negative Versorgung könnte bei der kleinen Spannung ggf. zu früh 
einbrechen. Ein etwas kleinerer Wert für R2 wäre ggf. auch hilfreich.

Für hohe Spannungen wie ein 24 V Trafo sollte der Widerstand eher größer 
werden und eine Zenerdiode für U2 dazu um die Spannung wirklich zu 
begrenzen.

Von den verstärkten Leitungen wäre wohl vor allem die kurze vom + 
Ausgang zum Transistor helfen. Die anderen dürften eher wenig Effekt 
habe.

Für ein Lineares Netzteil braucht man in der Regel keine extra 
EMV-drossel (Serien Drossel ?) oder Gleichtakt Drossel. Es könnte es 
etwas helfen, wenn das Netz starke Störungen hat, ist aber sonst eher 
die Ausnahmen, ggf. ein extra Zwischenstecker auf der Netz-Seite.

Autor: Uwe S. (de0508)
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Danke Lurchi,

Lurchi schrieb:
> Die extra Widerstände in der Versorgung der OPs machen bei kleiner
> Spannung (12 V Trafo keinen Sinn) da will man vor allem für U2 eine
> möglichst hohe Versorgung (aber noch unter 30 V). Zu überlegen wäre da
> ggf. eine Schottkydiode statt R55 und ein 100 µF Filtereleko dazu. Das
> könnte bei hohem Strom etwa 2 V mehr Ausgangsspannung erlauben.
> Bei nur 12 V AC sollte ggf. auch C3 auf z.B. 100 µF vergrößert werden -
> die negative Versorgung könnte bei der kleinen Spannung ggf. zu früh
> einbrechen. Ein etwas kleinerer Wert für R2 wäre ggf. auch hilfreich.

Ja die Auslegung der beiden Widerständen R55, R56 nebst 100nF 
Kondensatoren ist mir klar. Die AC 12V Powerinput sind nur eine 
Übergangslösung beim Testen der Modifikationen.

Ein 120VA Trafo 2x 18V (3.3A) ist noch in der Post, so dass ich bei max. 
20V und max. 1.5A-2A die Strombegrenzung auslegen werde.
Ggfs. wird noch ein weitere 2SD1047, nebst Emitterwiderständen, 
beschaltet.

> Zu überlegen wäre da ggf. eine Schottkydiode statt R55 und ein 100 µF
> Filtereleko dazu. Das könnte bei hohem Strom etwa 2 V
> mehr Ausgangsspannung erlauben.

Die Idee ist sehr trickreich, danke !

Ich hatte auch die Ströme über den Widerständen im Leerlauf und unter 
Last bestimmt.
Wie geschrieben den Trafo mit AC=12V ist ein Test, da ich keinen Trafo 
mit AC=24V anschließen wollte.

Leerlauf
V+ = 19,5V
V- = -4,94V

Ampere-Regler = max.
Vout=8,50V

R55 U=0,220V
R56 U=0,557V

*I=0,5A*
V+ = 15,0V
V- = -4,99V

Ampere-Regler = max.
Vout=8,50V

R55=100R, U=0,217V
R56=100R, U=0,500V

*I=0,59A*
V+ = 14,3V
V- = -4,98V

Ampere-Regler = max.
Vout=10,00V ; bei einer höheren Spannung, liegt die Regelspannung unter 
4V.

R55=100R, U=0,215V
R56=100R, U=0,489V

: Bearbeitet durch User
Autor: Xilinx (Gast)
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Ralf L. schrieb:
> Hier die original Schaltpläne mit Text von dem ELO-Netzteil von 1979,
> damit man lesen kann, wie die Konstrukteure damals gedacht haben.
>
> Die mangelhafte Referenzspannung mit einer 1N4148 für die Stromregelung
> und ein fehlender Ausgangs-Elko ist bei dem Doppel-Netzteil-LN2 von 1981
> bereits verbessert worden (siehe Beitrag vom 16.10.2017 um 15:04 Uhr).

Habe mal die Schaltung vom ELO2 simuliert. Dabei die Schaltung um diese 
Stromstärkenlimitierung durch R15 angepasst da beide Vorschläge von 
diesen Beiträgen nicht funktioniert haben. Bei meiner Anpassung/Variante 
finde ich den Umschaltpunkt z.B. für den Lastwiderstand R20 mit 0.5 Ohm 
und Spannungsteiler R13(10k) mit R23(4.1k) Nur leider funktioniert die 
Schaltung in die falsche Richtung, mit sinkendem R20 sollte die 
Schaltung den Strom via Q1, Q2 und Q3 und Q4 unterbrechen, sie 
unterbricht den Stromfluss jedoch bei steigendem Widerstand an R20 was 
nicht gewünscht ist.
Leider komme ich nicht auf die Lösung trotz intensiver Suche und 
Umsetzung der verschiedenen Möglichkeiten der Strommessung mit einem 
OpAmp und Shunt R.

Um Tipps die mich da weiter bringen bin ich sehr Dankbar?

Gruss Xilinx

Autor: Lurchi (Gast)
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Die Schaltung kann so nicht funktionieren die Signale vom Widerstand zur 
Strommessung gehen an die falschen OP Eingänge. Der obere Abgriff müsste 
in Richtung invertierender Eingang, der untere zum nicht invertierenden.

Das 2. Problem ist, dass der Sollstrom über den Strom durch R13 
eingestellt wird, und der hängt so wie gezeigt von der Spannung ab. d.h. 
so wie gezeigt hat man einen heftigen Foldback Charakter. Für ein 
konstantes Stromlimit müsste man R13 durch eine Stromquelle (bzw. Senke) 
ersetzen. Einstellen könnte man über den Strom oder R23 (dann mit extra 
Widerstand zum OP hin).

Der LT1013 dürfte wegen der eher geringen Slew rate nicht unbedingt die 
beste Wahl sein.

Autor: M. Köhler (sylaina)
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Lurchi schrieb:
> Der LT1013 dürfte wegen der eher geringen Slew rate nicht unbedingt die
> beste Wahl sein.

Die schlechteste ist er aber auch nicht, ist ja quasi nur ein genauerer 
LM324 wenn ich mich recht entsinne.

Autor: Lurchi (Gast)
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Das Problem mit der Slew rate ist die Strombegrenzung im Kurzschlussfall 
von einer hohen Spannung ausgehend. Bis da dann die Strombegrenzung 
greift sind es ca. 30 V / 0.3 V/µs, also 100 µs in denen der Strom in 
die Höhe schnellen kann. Mit 3 fach Darlington kann das zu viel für die 
Transistoren werden.

Sofern der OP eine genügende Slew rate hat, und mit einer extra 
Zenerdiode im Feedback am Stromregler (mehr als etwa 3 V über 
Ausgangsspannung muss der OP nicht liefern) kann der Stromregler im 
Prinzip sehr schnell werden. Das ist einer der Vorteile des halb 
schwebenden Stromreglers.

Autor: M. Köhler (sylaina)
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Lurchi schrieb:
> Das Problem mit der Slew rate ist die Strombegrenzung im Kurzschlussfall
> von einer hohen Spannung ausgehend. Bis da dann die Strombegrenzung
> greift sind es ca. 30 V / 0.3 V/µs, also 100 µs in denen der Strom in
> die Höhe schnellen kann. Mit 3 fach Darlington kann das zu viel für die
> Transistoren werden.

Naja, also das ist nun auch eher unwahrscheinlich. Was wollen wir denn 
hier bauen? Ein 30V/3A LNG. Entsprechend wird auch der Trafo ausgelegt 
sein. Der müsste hier doch den Pulsstrom ordentlich wegdämpfen. Ich 
mein, der Trafo wird ja vielleicht mit seinen Nenndaten bei 5A liegen, 
oder? Bei Xilinx sinds zwei 2N3055, die können doch zusammen 30A, da 
wird ein 5A Trafo den Hahn aber ganz schnell (unterstützend) zudrehen.
Aber natürlich hast du recht, ein schnellerer OPV verringert das Risiko, 
keine Frage.

Autor: Tany (Gast)
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Ein 4700 µF Siebelko liefert im ms Bereich locker paar Ampere mehr.

Autor: M. Köhler (sylaina)
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Tany schrieb:
> Ein 4700 µF Siebelko liefert im ms Bereich locker paar Ampere mehr.

Stimmt, den hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm...

Autor: dfg (Gast)
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Mike B. schrieb:
> Zum Thema andere Leistungsdaten:
> Vielleicht kann man ja, wenn ihr dann hier mit diesen Spezifikationen
> fertig seit, die Werte von einzelnen Bauteilen für andere
> Leistungseckdaten zusammenfassen, swoeit im rahmen des Machbaren.
> Also nicht 0..30V sondern nur 0..15V oder 0..5A statt 0..3A.

Also ich persönlich werde definitiv ein Doppelnetzteil mit 2 x 36V / 2A, 
plus, ähnlich wie bei Gerhard, mit einer zusätzlichen niedrigen V(out), 
bauen. Und zwar, da ich diverse andere, und u. A. auch exakt die nötigen 
2 gleichen RKTs (2 x 18V~ mit je 120VA), schon vorrätig habe.

Die ersten beiden OPVs werden von einem separaten kleinen Gleichrichter 
+ Siebung von einer Wicklung gespeist, vielleicht kann ich auch noch 
zwei 7818 auftreiben. Wegen der Kaskaden-Regelung sollte ja die Speisung 
von U1 und U2 auch mit weit niedrigerer Spannung als jener von U3 (der 
ist ja "in Reihe" dazu) möglich sein, IIRC. (Auch LM336 wären mir sehr 
lieb - habe ich aber ebenfalls nicht "in Stock".)

Jedenfalls käme bei mir der Großteil von GR + Siebung (vor allem des 
Leistungs-teiles...) nicht auf die LNG-Steuer-Platine. Sowohl GR als 
auch ELKOs sind en masse vorhanden, da muß ich nirgends sparen.

Es wäre wohl klug, für niedrigere Ausgangsspannungen nur eine Wicklung 
zu nutzen, oder gar eine Parallelschaltung zu machen Relais aller Art 
sind zur Genüge auf Vorrat, und die vorhandenen Gehäuse eigentlich eh 
etwas zu groß. Das ermöglichte eventuell ja auch höheren Ausgangsstrom 
bei niedrigerer V(out), ohne SOA-Bedenken haben zu müssen.

[Auch für den 3. OPV sollte ich wohl einen kompletten Brücken-GR + ELKO 
spendieren - denn eine Versorgung (z.B. via Spannungsverdoppler) dessen 
mit >36VDC hat ja bei niedriger V(out) wenig Sinn, vielleicht sogar 
Nachteile?]

Allerdings erforderte das (gerade genannte) auch eine 
Bereichsumschaltung des Stromes. Und ich bin unsicher, wie das am besten 
zu lösen wäre, sowie über die Auswirkungen.

Mir ginge es hier prinzipiell nicht unbedingt um den höchst erzielbaren 
Strom (obwohl auch nicht "unerwünscht"), sondern eher darum, diesen bei 
< als ca. 1A möglichst genau einstellen zu können. (Was wäre hier denn 
überhaupt die genaue Grenze?)

Doch bis jetzt habe ich ja noch nicht einmal ein Panel-Meter gefunden, 
welches 36V zuließe, und trotzdem auf 10mV genau anzeigt. Vielleicht muß 
ich mich dann tatsächlich von 36V verabschieden - auch wenn mir das in 
mehrfacher Hinsicht mißfällt (einen der Gründe nannte ich ja).

Aber zurück zum Einwurf von Mike B.:

Zum Teil wurde das ja schon gemacht, allerdings nicht komplett - für 
beliebige Eckdaten wäre ja vielleicht eine "Formel" nicht schlecht...

Möglicherweise gehen die Wünsche von einigen Lesern sogar noch mehr ins 
Extrem. Bedenkt man die Popularität dieses Threads, ist eine breite 
Streuung der gewünschten Parameter die statistisch logische Folge der 
hohen Anzahl von "Begeisterten". Immerhin hat das modifizierte Gerät 
Daten, die so einige käufliche Lösungen "in den Schatten stellen" - da 
wunderte mich nichts.

Z.B. könnte bei Entwurf eines neuen Layouts auch noch an jene User 
gedacht werden, welche sich evtl. eher für niedrigere Spannung, aber 
recht hohe Ströme interessierten. Für diesen Fall wären nämlich die 
weiter oben diskutierten (teils gar gemachten) Modifikationen bzgl. 
veränderter Leiterbahn-Führung und auch Sense-Leitungen schon 
interessant.

(Sogar Lurchi sprach ja von der Brauchbarkeit des Konzeptes bis zu 15A - 
wobei dann allerdings auch der Treiber-Transistor "schwächeln" dürfte, 
mit seinen 3A DC. Ich fürchte halt, dafür müßte ein Typ mit minimal 
besseren Leistungsdaten her, um so viele/ große Endtransistoren sauber 
zu steuern.
Oder doch nicht?)

Allerdings: Unsere fleißigen "Macher" haben jetzt schon mehrere Optionen 
berücksichtigt, unzählige Details ausgearbeitet, Tests gemacht, gemessen 
..., weshalb sich potentielle Nachbauer vielleicht gar nicht (mehr) 
"trauen" - trauen, weiterhin völlig offen nach weiterem/ zusätzlichem 
freiwilligen Arbeitsaufwand zu fragen. Einfach, um nicht "frech noch 
mehr zu verlangen".

Und der Gedanke ist ja auch wirklich legitim. Geleistet wurde viel.
An dieser Stelle möchte ich mal meinen Dank ausdrücken.

>>> "Merci" an die fleißigen Entwickler!

(- P.S.: Meine obigen Ausführungen bzgl. weiterer Modifikationen/ 
Optionen sind übrigens nicht als "hier präsentiere ich noch mehr 
potentielle Arbeit" zu verstehen. Sind nur Gedanken dazu.

Mir scheint es - das hatte ich auch anfänglich schon vermutet - durchaus 
Leute zu geben, welche auch an höheren Ausgangsströmen Interesse haben.
[Z.B. käme dieses Konzept ja durchaus auch für eine relativ potente 
12V-Quelle in Frage.]

Zumindest vermute ich das erneut, einmal wegen des zitierten Beitrages 
von Mike B., und auch des von Xilinx geposteten ELO-NT-Beitrages. Da 
momentan kein eigener PC (deshalb auch dieser Roman jetzt... ;-), kann 
ich LTSpice nicht downloaden, und .asc nicht betrachten. Das ELO-NT war 
doch 10A mit 2x2N3773, oder?

Jedenfalls werde ich in nächster Zeit eine neue HDD mit neuem BS für 
meinen eigenen Laptop bekommen, und mich dann, falls nichts dazwischen 
kommt, mal ans Thema Layout für höhere Ströme [+Sense] setzen.

Oder aber an bis dahin erfolgten Arbeiten in diese Richtung teilnehmen. 
Denn eine potente 12V-Quelle (die auch CC fähig ist) würde mich 
ebenfalls interessieren, wenn auch erst nach dem derzeitigen 
LNG-Projekt.

Dafür könnte man dann auch eine Leiterplatte mit schon etwas dickerer 
Kupferschicht in Betracht ziehen. Es gäbe sogar wirklich dick 
beschichtete Platten günstig in der E-Bucht. Nur habe ich damit noch 
keine Erfahrung -
nur mal gelesen, daß sich dicke Schichten gerne stärker "hinterätzen".

Vielleicht kann man sowas nur mit Fräse sinnvoll bearbeiten - ich weiß 
es nicht. Egal, das wäre eh ein Sonderfall, da für 10A, vielleicht sogar 
für 15A, auch breite 70µm oder 140µm noch funktionieren sollten/ 
könnten. Und diese Stärken kann man ja sowohl vernünftig ätzen als auch 
fertig bestellen. -)

(- P.P.S.:

Zum Thema Netzfilter / CMC etc. hat Lurchi schon recht, denke ich. Die 
einzig sinnvolle Anwendung einer "fertigen" Netzfilter-Schaltung wäre 
wohl die Minimallösung mit einem Zwischenstecker.

Häufig befinden sich in solchen Zwischensteckern zwar nur einfache, 
einstufige Filter - zwei X-Kondensatoren mit einer CMC dazwischen. 
Grundsätzlich also nur ein CM- und kein DM-Filter...

Aber: Die Streuinduktivität der CMCs wird schon bei der Konstruktion/ 
Entwicklung häufig hoch genug dimensioniert, um zusätzliche 
Differential- (also Gegentakt-) Drosseln (DMC) nach Möglichkeit 
einsparen zu können.

Heißt, jene einfache Schaltung könnte (!) auch gegen "Differential Mode 
Noise" - mehr oder weniger - etwas helfen. Wieder mal steht genaueres 
nur im jeweiligen Datenblatt.

Vom LNG in Richtung Netz würde mit den KerKos über den Dioden - und 
durch den Trafo, wohlgemerkt - schon mal nicht sehr viel kommen können. 
Umgekehrt vom Netz ins LNG dürfte es von der Netzqualität abhängen, ob 
über den identischen Pfad was kommen kann.

Es kommt halt nicht überall / bei allen, und auch nicht einmal am 
gleichen Platz zu jeder Zeit, das gleiche aus der Steckdose. Gedanken 
dazu sind schon berechtigt.)

So, das war´s jetzt aber... bis die Tage, allen Entwicklern und 
Baumeistern viel Freude und Erfolg!!!

Autor: dfg (Gast)
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Ich meinte beide Male "0-12V Quelle". Kein 12V-Festspannungs-NT. Sorry.

Autor: Tany (Gast)
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dfg schrieb:
> persönlich werde definitiv ein Doppelnetzteil mit 2 x 36V / 2A
Mit dem Bausatz von BG dürfte's schwierig werden.
Bis ca. 24V Ausgangsspannung ist der Bausatz akzeptabel, darüber hinaus 
erfordert eine  sorg fällige Auswahl von OPVs und deren Stromversorgung. 
Diese Auswahl ist leider nicht sehr groß.

> Mir ginge es hier prinzipiell nicht unbedingt um den höchst erzielbaren
> Strom (obwohl auch nicht "unerwünscht"), sondern eher darum, diesen bei
> < als ca. 1A möglichst genau einstellen zu können. (Was wäre hier denn
> überhaupt die genaue Grenze?)
Es bleibt alles nur ungefähr, auch wenn die Leute meinen, mit xGang Poti 
sehr genau einstellen können. Bei großem Strom ist es jedoch kein 
Problem und reicht völlig aus.

Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) (kuehlschrankheizer)
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dfg schrieb:
> Doch bis jetzt habe ich ja noch nicht einmal ein Panel-Meter gefunden,
> welches 36V zuließe, und trotzdem auf 10mV genau anzeigt.

Falls dir 33V auch schon helfen, wären diese Panelmeter vielleicht 
interessant:
https://de.aliexpress.com/item/5-Digit-0-36-DC-0-3...

Dieses und das dazu passende Amperemeter habe ich für mich in die engere 
Wahl gezogen. Nicht wegen der Auflösung, sondern weil die Anzeigen mit 
0,36" wenigstens etwas größer sind als die in den meisten 
LED-Kombiinstrumenten verbauten winzigen 0,28" LED-Anzeigen.

Das von Gerhard gezeigte LCD-Kombiinstrument ist allerdings noch 
'schöner' bei passablen Abmessungen, kann allerdings nur 20V.

Autor: Lurchi (Gast)
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Für die Versorgung des OPs für die Spannungsregelung braucht man keinen 
extra kompletten Brückengleichrichter. Für eine getrennte Filterung 
reichen 2 Dioden für die positive Seite. Die 2 Diode für die negative 
Seite wären parallel zum anderen Gleichrichter für den Hauptstrom. Da 
noch kleine Dioden parallel zu haben kann man sich sparen, bzw. es kann 
ggf. sogar Probleme machen, wenn die die kleinere Flussspannung haben.

Bei der Umschaltung des Trafoabgriffs sollte es ausreichen das nur für 
den Hauptstrom (also nicht für die OPs) zu machen. Beim Umschalten per 
mechanischem Schalter muss man ggf. aufpassen ober der Schalter /bzw. 
das Relais auch so viel Gleichstrom verträgt - als gepulster Gleichstrom 
sollte es aber eigentlich noch gehen. Man könnte also ggf. zwischen der 
positiven Seite des Brückengleichrichters und dem Mittelabgriff des 
Trafos umschalten.

Wenn wegen der Umschaltung die Spannung nicht ausreicht, gibt es am 
Ausgang Einbrüche der Ausgangsspannung und ggf. leichte Überschwinger 
wenn die Spannung wegen Rippel wieder kommt. Weiter sollte es der 
Schaltung nichts ausmachen.

Die 2N3773 und ähnliche sind ausgesprochen langsame Transistoren. Damit 
wird die Regelung schon merklich langsamer, vermutlich sollte dann der 
Ausgangskondensator auch größer werden (z.B. 470 µF) und die Auslegung 
der Regelung ggf auch etwas anders. Langsamer als 2N3055 / TIP35 würde 
ich nicht ohne Not gehen.

Bei deutlich höherem Strom sollte man überlegen den shunt noch einiges 
kleiner zu machen und auch die Regelung dann an die geringere Spannung 
am Shunt anzupassen. Die Leistung am Shunt wird sonst unhandlich groß.

Autor: Uwe S. (de0508)
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Hallo,

ich habe weitere Änderungen am Platinenlayout vorgenommen.

Historie
/07.12.2017/
ext. Steckernetzteil Trafo 12V~ 12VA (vorläufig)

* max. Stromeinstellung auf 1,5A: R18 (56k) -> 180k/1% geändert

* 4x 100nF parallel zu den Dioden D1 - D4 1N5408, HF (AM) auf der
Netzleitung.
EMV - Gleich- und Gegentakt Drosseln habe ich noch nicht verbaut.

* 100nF parallel zu C1 3.300µF

* Elko 10µF/50V am Knotenpunkt R8 27K / P1 10K nach Masse

* R17 33R von Leiterbahn zu R7 aufgetrennt und direkt ein 0,14mm² Litze
an die Anschlüsse der Widerstände gelötet

* zu R21 10k parallel D51 1N5711 auf die BS gelötet.
* zu R11 27k parallel D58 1N4148 auf die BS gelötet.

Anm.: Anode und Kathode ergeben sich aus dem Schaltplan.

/10.12.2017/
* U1 TL081 gewechselt zu OP97F

* C52, C53 und C54 je 100nF an zu Pin 4+7 von OP1, OP2 und OP3

/12.12.2017/
* R55 100R (SMD 1206) zwischen V+ und Vcc (Pin 7) von U2 TL081

* R56 100R (SMD 1206) zwischen V+ und Vcc (Pin 7) von U1 OP97F, U3 TL081

* C57 10nF parallel zu C7 10µF

* diverse Drähte ø2,5mm auf der Platinenunterseite:
a) V+ zum Transistor Q4,
b) vom Transistor zur Q4 Ausgangsbuchse +Out und
c) Masseverbindung R7 zur Ausgangsbuchse -Out.

/14.12.2017/
* D8 ZD5,1V gegen LM336Z5.0 (Fairshild) gewechselt.
Diser LM336Z5.0 hat bei Iq ~1mA Uq=4,93V

Schaltplan siehe 4415-0054_LNG_V1_2_Original.pdf im Forum.

Autor: Uwe S. (de0508)
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Hallo,

ich stelle noch eine weitere Anpassung der Schaltung für eine max. 
Spannung von 20V- bei 18V~ Eingangsspannung zur Diskussion.

Im Augenblick liefert die Konstantspannungsquelle 10,2V,
mit der Änderung von D8 (ZD5,1V) zu LM336Z5.0, habe ich 9,83V an U1 
Pin6.
Über U2 (TL081) wird diese noch um den Faktor a=3 verstärkt.

original Bauteile
R11=27k
R12=56k

a = 1 + (R12 /R11) = 1 + (56k /27k) = 3,07

=> U_max = 10,2V * 3,07 = 31,3V

Anpassung Bauteile
R11=27k
R12=33k

a = 1 + (R12 /R11) = 1 + (33k /27k) = 2,22

=> U_max = 9,83V * 2,22 = *21,8V*

Autor: Michael D. (mike0815)
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@Uwe,
sehr schön dokumentiert! Thumbs up!!!

Mal eine Frage in die Runde geworfen: Die Schottky 1N5711 scheint mir 
etwas speziell. Die Werte sind jetzt nicht so außergewöhnlich, als bei 
anderen Schottky's zu sein, ausser die Recovery Time von 1ns!
Das ist natürlich sauschnell, aber unbedingt relevant?
Was käme denn so als Alternative in Frage?

Gruß Michael

Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei) (kuehlschrankheizer)
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Anfang der Woche habe ich mein bestelltes Kit bekommen und aufgebaut.
Als Trafo habe ich momentan einen angeschlossen, der laut Aufkleber 
22,2V bei 4A hat. Funktioniert auch, nur ist dieser Trafo sehr weich. Im 
Leerlauf messe ich 27,6V AC, erst bei Belastung sinkt die Spannung dann 
ab. Bei 2A Ausgangsstrom (DC) ist die Trafospannung noch immer 23,5V.
An den OPs liegen ohne Belastung sportliche 41V an. OP2 habe ich 
testweise gegen einen 741 getauscht. Funktioniert. Aber auch die 
originalen TL081 haben die 41V bisher gut überstanden... Soll nicht 
heißen, dass ich das auf Dauer so lassen werde, während der ersten 
Versuche ist es aber ok. Stirbt ein OP, wird er eben ersetzt. Bevor die 
Originalplatine tatsächlich in ein Gehäuse kommt und für echten Betrieb 
eingesetzt wird, kommen sicherheitshalber neue OPs rein.
An der Platine habe ich bisher außer dem getauschten OP keine 
Vorgenommen, lediglich R17 geht per Drahtverbindung direkt an den Shunt.

In meiner Konfiguration wird R2 recht heiß, gemessen 76°C. Kann aber 
aufgrund der thermisch schlechten Kontaktierung des Temperatursensors in 
Wirklichkeit durchaus noch höher sein. Lurchi hat weiter oben ja schon 
was zum Thema geschrieben, hier werde ich wohl was ändern, also 
kleineres C/größerer R. Gemessen habe ich die 76°C übrigens bei 24V AC.

Ein günstiges Panelmeter 
https://de.aliexpress.com/item/Red-DC-0-100V-10A-A... 
wurde gemäß dem anhängenden Schaltplanausschnitt angeschlossen. Das 
Instrument versorge ich momentan mit einem DC/DC-Wander. Die Genauigkeit 
des Instruments habe ich noch nicht überprüft, scheint aber nicht ganz 
schlecht zu sein.

Autor: Lurchi (Gast)
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Für die Negative Versorgung macht es ggf. Sinn die Werte anzupassen. Für 
meinen Geschmack sind R2 und C2 zu groß und C3 dafür zu kleine.  Für 24 
V AC sollte je nach OP etwa 10 µF für C2, 47 Ohm für R2 und 100-220 µF 
für C3 besser passen. Es macht mehr Sinn den Strom Verlustlos über C2 zu 
begrenzen als durch R2. R2 sollte mehr dazu dienen den Spitzenstrom zu 
begrenzen. Wenn C3 etwas größer ist kommt man mit etwas weniger Strom 
aus - die 47 µF vom originalen Plan sind sehr knapp kalkuliert, ggf. mit 
dem Hintergedanken dass die Abschaltung mit Q1 nur sehr kurz im linearen 
Bereich ist.

Bei kleinerer Spannung, oder wenn die OPs mehr Strom benötigen muss C2 
etwas größer werden. Bei 12 V AC eher etwa 33-47 µF und ggf. R2 noch 
kleiner.

Autor: Franz Behlon (rcs)
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