Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan


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von Gerhard O. (gerhard_)


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W.S. schrieb:
> Ich hätte da noch nen kleinen Einwurf:
>
> ein Gehäuse 17 x 13 x 8cm, was ich bei Ebay entdeckt habe.
> Ebay-Artikel Nr. 222835432111
>
> Das ist eher ein etwas zierlicheres Gehäuse, wo man schon schauen muß,
> wie man die LP und den Trafo dezent reinkriegt. Aber es sieht m.E.
> richtig hübsch aus.
>
> W.S.

Hallo W.S.,

Guck mal hier:

Beitrag "Re: Zeigt her eure Kunstwerke (2020)"

Gruß und alles Beste an Alle!
Gerhard

von Gerhard O. (gerhard_)


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Für die Netzteilbauer:

Mich interessierte kürzlich ob ein Unterschied in der elektrischen 
Qualität zwischen Hirschmann hergestellten 4mm Sicherheitsbuchsen und 
den billigen Versionen aus China und vergoldeten Pomona Polklemmen 
besteht.

Ich verwendete als Meßanordnung die Kelvin Vierdrahtmethode um Strom- 
und Meßzweig voneinander zu trennen. Der Meßstrom betrug 1A vom LNG30/2.

Um die Meßanordnung reproduzierbar zu gestalten ging ich sorgfältig vor. 
Ein Meßdraht wurde am Stecker intern mittels einer axialen Längsbohrung 
so angelötet daß die Spannung so weit vorne am Stecker wie möglich 
gemessen wurde und der Laststrom nicht mehr Fehler Spannungsabfall 
verursachen konnte als unvermeidbar ist. Am hinteren Ende der Buchse 
brachte ich einen Meßdraht direkt an der Wurzel der herausstehenden 
Lötfahne an. Der Strom wurde am extremen Ende eingespeist. Buchsen mit 
Gewinde und Scheiben/Muttern stehen mir im Augenblick zum Vergleich 
nicht zur Verfügung.

Der Spannungsabfall ergab sich also bei 1A Meßstrom wie folgend:

2.4mV - Hirschmann
4.6mV - Chinesische Version
1.7mV - Pomona Polklemme mit Spannungsmeßpunkt an der Klemme

Bei 2A Lastsrommuß man bei den Hirschmann Buchsen also mit fast 10mV 
totalen Spannungsverlust rechnen und doppelt soviel bei den Chinesischen 
Buchsen. Diesen Spannungsverlust sollte man bei der Beurteilung der 
Lastreglungsqualität eines LNG berücksichtigen oder Sense Eingänge 
verwenden um diesen unvermeidlichen Spannungsabfall kompensieren zu 
können. Die Polklemmen sind ansonsten elektrisch immer noch die 
günstigste Wahl.

Um die weit überstehende Polklemmen beim LNG302 zu vermeiden fiel die 
Wahl diesesmal auf die heute modischen 4mm Sicherheitsbuchsen, obwohl 
sie bei 30V noch nicht wirklich viel Sinn haben und elektrisch weniger 
günstig sind.

Fazit: Wer Wert auf minimalen Spannungsabfall an den Anschlüssen legt, 
sollte das LNG auf externe Sense Eingänge umrüsten.

Beim LNG302 habe ich die Sense-Eingänge durch Modifikation der BG LP 
zumindestens an die hinteren Buchsenenden Lötstellen herausgeführt um 
wenigstens den Spannungsverlust der internen Verdrahtung kompensieren zu 
können. Externe Sense Eingänge erschienen mir ansonsten als Overkill für 
diese LNG Klasse.

von M. K. (sylaina)


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Gerhard O. schrieb:
> Externe Sense Eingänge erschienen mir ansonsten als Overkill für
> diese LNG Klasse.

Ich finde generell ist die Notwenigkeit von Sense-Eingängen in dieser 
LNG-Klasse doch sehr überschaubar.
Aber dein Bericht war spannend zu lesen. ;)

von Andrew T. (marsufant)


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Gerhard O. schrieb:
> Der Spannungsabfall ergab sich also bei 1A Meßstrom wie folgend:
>
> 2.4mV - Hirschmann
> 4.6mV - Chinesische Version
> 1.7mV - Pomona Polklemme mit Spannungsmeßpunkt an der Klemme
>
> Bei 2A Lastsrommuß man bei den Hirschmann Buchsen also mit fast 10mV
> totalen Spannungsverlust rechnen und doppelt soviel bei den Chinesischen
> Buchsen.

Evtl. Rechenfehler bei Dir?

knapp 5 mV bei Hirschmann, (4.8mV)

knapp 10mV bei CN.

Pomona  dann 3,4mV



Bei Hin- und Rückweg natürlich das Doppelte.
Daher ggfs. Deine 10mV bei Hirschmann ?

Nebenbei:
Wenn es auf besser als 2mV @ 2A ankommt,
nimmt der Profi eh 4-wire Verdrahtung (a.k.a. sensing)

In so einem Fall ist dann aber CN gleichauf mit Pomona .-)

von W.S. (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Fazit: Wer Wert auf minimalen Spannungsabfall an den Anschlüssen legt,
> sollte das LNG auf externe Sense Eingänge umrüsten.

Ich denke mal, daß derartiger Aufwand für all die kleineren LNG, also 
bis etwa 2..3 Ampere einigermaßen übertrieben ist.

Immerhin soll ein LNG ja nur als Versorgung dienen für ein Stück 
Elektronik, was grad "auf Kiel" liegt. Da ist es durchaus in Ordnung, 
wenn das LNG bei Belastung auch ein paar Millivolt in die Knie geht.

Ebenso finde ich es in Ordnung, wenn die Stromregelung nicht gar zu 
steil ist, das vermeidet Komplikationen bei nicht ganz ohmschen Lasten 
am LNG. Ich hatte mal eines, das mit seiner 
Überstrom-(Foldback)-Erkennung derart zickig war, daß man dort garnichts 
unter Spannung anschließen konnte, was einen Kondensator am 
Versorgungseingang hatte.

Externe Kelvin-Klemmen sehe ich erst bei spezielleren Netzteilen als 
sinnvoll an. Etwa sowas wie 13.8V/25A oder so ähnlich.

W.S.

von M. K. (sylaina)


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W.S. schrieb:
> Ich denke mal, daß derartiger Aufwand für all die kleineren LNG, also
> bis etwa 2..3 Ampere einigermaßen übertrieben ist.

Würde ich so nicht sagen, es kommt auf die geforderte Genauigkeit an. 
Ich hab ein B2962A LNG von Keithley (3A Continuous) und bin um die 
Sense-Anschlüsse nicht traurig. Aber richtig, das ist natürlich eine 
ganz andere Klasse als die hier besprochenen LNGs, bei diesen ist IMO so 
ein Sense-Anschluss auch nicht zwingend erforderlich.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Hallo Corona Mitleidender;-)


Andrew T. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Der Spannungsabfall ergab sich also bei 1A Meßstrom wie folgend:
>>
>> 2.4mV - Hirschmann
>> 4.6mV - Chinesische Version
>> 1.7mV - Pomona Polklemme mit Spannungsmeßpunkt an der Klemme
>>
>> Bei 2A Lastsrommuß man bei den Hirschmann Buchsen also mit fast 10mV
>> totalen Spannungsverlust rechnen und doppelt soviel bei den Chinesischen
>> Buchsen.
>
> Evtl. Rechenfehler bei Dir?
>
> knapp 5 mV bei Hirschmann, (4.8mV)
>
> knapp 10mV bei CN.
>
> Pomona  dann 3,4mV
Die angegebenen Spannungsabfälle im Totalen waren für 2A Laststrom und 
LNG302 quotiert. Also doch knapp 10mV bei den Hirschmann Buchsen.
>
> Bei Hin- und Rückweg natürlich das Doppelte.
> Daher ggfs. Deine 10mV bei Hirschmann ?
>
> Nebenbei:
> Wenn es auf besser als 2mV @ 2A ankommt,
> nimmt der Profi eh 4-wire Verdrahtung (a.k.a. sensing)
>
> In so einem Fall ist dann aber CN gleichauf mit Pomona .-)

Beim LNG302 sind externe Sense Anschlüsse aus Platzgründen nicht so 
tolle. Aber ich kann damit leben. Wollte nur wissen woran man mit diesen 
Buchsen ist.

Bei den Pomona Polklemmen könnte man auf der Drehbank von hinten ein 
Loch bohren und erst vorne isoliert einen Draht intern anlöten, dann hat 
man vorne eine Referenz Zone ohne Spannungabfall und aus der Polklemme 
wird ein Kelvin Typ. Aber ist ja alles Mega Overkill;-)

Meist kommt es ja nicht darauf an. Hohe Spannungskonstanz braucht man in 
der Praxis oft auch nur bei kleineren Strömen. Bei 100mA ist dann der 
Spannungsabfall unter 1mV.

Wie gesagt verleitete mich nur mein Wissensdurst zu diesen Experiment.

Im Kontext des Banggood Designs sind durch die Qualität des Designs und 
vom Layout her ohnehin klare Grenzen gesetzt. Im Augenblick heißt es mit 
dem neuen NT Erfahrungen zu sammeln.


Grüße,
Gerhard

Nachtrag:

Eventuell könnte ich Sense Eingänge hinten an der Rückplatte 
anbringen...

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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W.S. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Fazit: Wer Wert auf minimalen Spannungsabfall an den Anschlüssen legt,
>> sollte das LNG auf externe Sense Eingänge umrüsten.
>
> Ich denke mal, daß derartiger Aufwand für all die kleineren LNG, also
> bis etwa 2..3 Ampere einigermaßen übertrieben ist.
>
> Immerhin soll ein LNG ja nur als Versorgung dienen für ein Stück
> Elektronik, was grad "auf Kiel" liegt. Da ist es durchaus in Ordnung,
> wenn das LNG bei Belastung auch ein paar Millivolt in die Knie geht.
>
> Ebenso finde ich es in Ordnung, wenn die Stromregelung nicht gar zu
> steil ist, das vermeidet Komplikationen bei nicht ganz ohmschen Lasten
> am LNG. Ich hatte mal eines, das mit seiner
> Überstrom-(Foldback)-Erkennung derart zickig war, daß man dort garnichts
> unter Spannung anschließen konnte, was einen Kondensator am
> Versorgungseingang hatte.
>
> Externe Kelvin-Klemmen sehe ich erst bei spezielleren Netzteilen als
> sinnvoll an. Etwa sowas wie 13.8V/25A oder so ähnlich.
>
> W.S.

Ja, sehe ich auch aus einer ähnlichen Perspektive. Man muß nicht immer 
alles auf die Spitze treiben. Beim LNG302 genügt mir vorerst Kelvin 
Sensing bei den Buchsenanschlußpunkten.

...

von Gerhard O. (gerhard_)


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M. K. schrieb:
> W.S. schrieb:
>> Ich denke mal, daß derartiger Aufwand für all die kleineren LNG, also
>> bis etwa 2..3 Ampere einigermaßen übertrieben ist.
>
> Würde ich so nicht sagen, es kommt auf die geforderte Genauigkeit an.
> Ich hab ein B2962A LNG von Keithley (3A Continuous) und bin um die
> Sense-Anschlüsse nicht traurig. Aber richtig, das ist natürlich eine
> ganz andere Klasse als die hier besprochenen LNGs, bei diesen ist IMO so
> ein Sense-Anschluss auch nicht zwingend erforderlich.

Ich kenne zwar dieses Model nicht, aber stelle mir vor ein 
Edelklassengerät a la HP zu sein.

Eigentlich brauchte ich bis jetzt in meiner bisherigen Praxis noch nie 
lokale Spannungsausreglung. Meistens genügte mir meine "einstellbare" 
Batterie;-)

Ich baute mir nur vor vier Jahrzehnten in der Firma eine präzise MV 
Spannungsquelle als Thermoelementersatz und die stattete ich mit 
Kelvinanschlüssen aus. Aber da ging es mir um uV an Zuverläßigkeit der 
Spannungsgenauigkeit. Baute mir da auch Kelvin Alligatorklemmen wo jedes 
Maulstück voneinander isoliert war.

von Gerhard O. (gerhard_)


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M. K. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Externe Sense Eingänge erschienen mir ansonsten als Overkill für
>> diese LNG Klasse.
>
> Ich finde generell ist die Notwenigkeit von Sense-Eingängen in dieser
> LNG-Klasse doch sehr überschaubar.
> Aber dein Bericht war spannend zu lesen. ;)

Danke;-)

von Gerhard O. (gerhard_)


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Ich habe da ein kleines Problem...

Beim LNG302 verwende ich einen kleinen CPU Kühler aus der Bucht. Das 
funktioniert auch so wie gewollt thermisch sehr befriedigend. Mich stört 
aber, daß der Lüfter in der Originalkonfiguration die Aussenluft von 
hinten an der Rückplatte ansaugt und innen durch die Kühlrippen forciert 
und durch die Seitenschalousien auf beiden Seiten abgibt. Mir wäre es 
aber lieber die Luft an den Seitenschalousien des Gehäuses anzusaugen 
und durch die Kühlrippen zu ziehen und nach hinten mit dem Lüfter 
abzuführen um auch die erwärmenden Innenteile wie den Trafo und 
Gleichrichter, Siebelko zu kühlen, anstatt erwärmte Luft durch das 
Gehäuse zu jagen.

Naja, dachte ich, das ist alles kein Problem, ich werde den Lüfter 
einfach verkehrt herum einbauen. Problem gelöst. Wie gedacht, so getan. 
Große Überraschung: der Lüfter saugt immer noch an. Also weit gefehlt! 
Wenn der Lüfter aber abmontiert wird, dann stimmt die umgekehrte 
Luftrichtung wieder. Da ist guter Rat teuer. Ich versuchte es dann mit 
einem total anderen, stärkeren Lüfter, und wieder die gleiche 
Bescherung. Das flache interne Mittelteil des Kühlkörpers, nur 15mm vom 
Lüfterrotorblättern entfernt, mit der Aussparung für den Original Lüfter 
scheint also die Luftdynamik des Lüfters sehr zu stören. Sobald ich den 
Lüfter langsam vom Kühlkörper entferne, dreht sich die 
Luftströmungsrichtumg plötzlich um und beide Lüfter blasen für sich 
selber schön wie sie sollen in die vorgeschriebene Richtung. Das 
Experiment ging also offensichtlich gründlich in die Hose.

Es sieht also tatsächlich so aus als ob die Entwickler genau wußten was 
sie taten und der CPU Kühlkörper das Resultat ernster Ingenieurarbeit 
mit engen Rahmenbedingungen ist und auf frevelnde Designveränderungen 
mit schmähvollem Verhalten reagiert. Ob gleich dieser respektlosen 
Mockierung ist nun Nachdenken vonnöten...

Bei maximaler Verlustleistung ist die Kühlkörperablufttemperatur 
übrigens um 36 Grad. Kühlkörpertemperatur ist dann 46 Grad (bei 40W).

Die Frage ist nun, kann man durch irgendwelche sinnreiche aerodynamische 
Trickerie den Lüfter richtig zu motivieren Luft in die ihm 
vorgeschriebene Richtung zu fördern? Mit Lüfteraerodynamik kenne ich 
mich leider nicht wirklich aus. Ist euch so etwas in anderen Anwendungen 
auch schon mal passiert?

: Bearbeitet durch User
von M. K. (sylaina)


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Gerhard O. schrieb:
> Ich kenne zwar dieses Model nicht, aber stelle mir vor ein
> Edelklassengerät a la HP zu sein.

Ist es und auch recht teuer (fast 5-stellig vorm Komma). Ich brauche es 
nur alle zwei Jahre als Stromquelle zur Überprüfung einer 
Messeinrichtung von 0.1 uA bis 100 mA, sonst hätte ich das Teil wohl 
auch nicht.

In ~99,9% aller Fälle brauch ich ein LNG auch "nur" als:

Gerhard O. schrieb:
> "einstellbare"
> Batterie

;)

von Andrew T. (marsufant)


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Gerhard O. schrieb:
> Ob gleich dieser respektlosen
> Mockierung ist nun Nachdenken vonnöten...

Hallo Gerhard,

versuche es mal statt mit einem  BLDC Motor betriebenen Lüfter mit einem 
Asynchronmotor anzublasen.

Wenn Du a bisserl länger nach Lüftern suchst, wirst Du einen BLDC Lüfter 
finden , der das von Dir beschriebenen Verhalten nicht zeigt.
Ursache: wird der interne Aufbau (Drehrichtungs/Winkel-Erkennung über 
Wicklungsinduktion oder (teuerer) Sensor) sein.

von W.S. (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Die Frage ist nun, kann man durch irgendwelche sinnreiche aerodynamische
> Trickerie den Lüfter richtig zu motivieren Luft in die ihm
> vorgeschriebene Richtung zu fördern?

Ach - Aerodynamik ist ein hakeliges Thema. Ich würde davon lieber 
Abstand nehmen.

Und ich würde als Rückseite des Gerätes ein passend gefrästes Stück 
Rippenkühlkörper nehmen, den Lüfter direkt auf dessen Innenseite 
montieren und außen eine Prallplatte über das Lüfter-Loch setzen (zum 
einen um nicht mit den Fingern in den Lüfter zu kommen, zum anderen um 
den Luftstrom entlang der Rippen zu lenken) und den Leistungstransistor 
innen auf diese "Rückwand" montieren.

Ein paar Zentimeter an Kabel zum Transistor ist leichter zu machen als 
eine ausgeklügelte Luftstrom-Führung im Gehäuse.

W.S.

von Bernd K. (bmk)


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Ein CPU-Lüfter ist nicht dafür konzipiert, Druck aufzubauen. Den braucht 
es aber, um Luft durch das Gehäuse zu treiben. Kommt etwas Gegendruck, 
kehren sich die Strömungsverhältnisse um.

Hinkender Vergleich:
Hält man bei einem Staubsauger den Ansaugschlauch zu, müsste die 
Motordrehzahl in die Knie gehen, weil die Last stark ansteigt. 
Stattdessen erhöht sich die Drehzahl, weil keine Luft mehr bewegt wird 
und der Motor Richtung Leerlauf agiert.

Anders z.B. bei einem Roots Gebläse: Das verhält sich eher wie ein 
Kompressor und fördert konstant Luft bei jedem Gegendruck.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Vielen Dank für Eure Gedanken und Vorschläge. Muß leider weitere 
Beschäftigung damit wegen anstrengenden Arbeitstag auf heute Abend 
verschieben. Bin zur Zeit furchtbar eingespannt.

Schönen Tag noch,
Gerhard

von W.S. (Gast)


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Bernd K. schrieb:
> Hinkender Vergleich:
> Hält man bei einem Staubsauger den Ansaugschlauch zu, müsste die
> Motordrehzahl in die Knie gehen, weil die Last stark ansteigt.

Ja. er hinkt. Die Denke dahinter ist nämlich falsch. Die Last fällt 
stark ab, wenn man ihn zuhält. Eben weil Last = verrichtete Arbeit pro 
Zeit ist. Und je weiniger Luft der Staubsauger tatsächlich 
transportiert, desto weniger Last ist das. Vollast heißt für den 
Staubsauger, wenn man ihn ohne Bürste und Stiel am Schlauch einfach so 
in die Luft hält.

W.S.

von Veit D. (devil-elec)


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Bernd K. schrieb:
> Ein CPU-Lüfter ist nicht dafür konzipiert, Druck aufzubauen. Den braucht
> es aber, um Luft durch das Gehäuse zu treiben. Kommt etwas Gegendruck,
> kehren sich die Strömungsverhältnisse um.

Hast du etwas verwechselt? Ein CPU Lüfter muss schon einen gewissen 
Druck aufbauen können um die Luft durch die Kühlrippen zu drücken. Reine 
PC Gehäuselüfter haben wenig Druckaufbau damit sie leise arbeiten.

Es kommt immer darauf wie leicht bzw. schwer hat es der Lüfter die 
benötigte Luft anzusaugen und welchen Gegendruck erwartet ihn auf der 
Ausblasseite. Ein PC Gehäuselüfter kann in der Regel frei ansaugen und 
frei ausblasen. Ein CPU Lüfter kann in der Regel frei ansaugen und muss 
das mit gewissen Druck ausblasen.

Für Gerhard befürchte ich das der passende Lüfter am Ende lauter ist.

Vielleicht kann man das gesamte Konzept ändern. Die Öffnungen seitlich 
vergrößern, weniger Luftwiderstand, optimal so groß wie der Lüfter mit 
Fingerschutz davor. Das an beiden Seiten mit leisen Gehäuselüfter. Einer 
saugt ein der andere bläst raus. Je nachdem wo es kühler bzw. wärmer 
sein darf. Die Luft vom angesprochenen Kühlkörper wird dabei auch mit 
rausbefördert. Die Drehzahlen der Lüfter kann man steuern, wir sind 
schließlich im µC Forum.  :-)

von Gerhard O. (gerhard_)


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Wieder vielen Dank für Eure konstruktiven Vorschläge. Der Vorschlag mit 
seitlichen Lüfter ist zwar verlockend, aber wegen der Gehäusegröße und 
aktuellen Aufbau im Augenblick nicht machbar. Vielleicht werde ich etwas 
in der Richtung beim zweiten Gerät unternehmen. Der Vorschlag von WS ist 
auch erfolgversprechend, aber wegen der Fräserei doch mit viel Arbeit 
verbunden.

Funktionieren tut alles so wie es ist. Bei Vollast ist die Gehäuseabluft 
um 33-36 Grad. Kühlkörper um 45. Der Trafo erhitzt sich bei einstündiger 
Vollast auf der Wickeloberfläche auf 58 Grad.

Obwohl alles gut funktioniert bin ich mit dem ganzen Design baumäßig 
doch nicht übermäßig glücklich. Das kleine Gehäuse zwingt leider zu 
allen möglichen Kompromissen. Die Prämise ein kleines LNG nur mit 
Bauteilen aus der Bucht zu bauen, war zwar verlockend, aber ist halt 
doch keine Ideallösung. So viel Nachdenken beim Bau mußte ich schon 
lange nicht mehr;-)

An und für sich funktioniert die modifizierte BG Kit LP recht 
ordentlich. Das Last Ein- und Ausschwingverhalten ist sehr manierlich. 
Wegen der Notwendigkeit eine höhere Betriebsspannung verwenden zu müssen 
als für einen TL081 zulässig wäre, wechselte ich den Spannungs TL081 
gegen einen edlen OPA604 aus, der aber eigentlich dafür wiederrum viel 
zu schade ist, aber wenigsten 48V aushält um 0-30V Ausgangsspannung 
möglich zu machen. Trotz Kelvin Spannungsmessung auf der LP zur 
Frontplatte sackt die Spannung bei Vollast (2A) um 4mV ab. Das muß ich 
erst untersuchen. An mangelndem Verstärkungsfaktor des OPA604 kann es 
eigentlich nicht liegen. Die Moral von der Geschicht ist, daß LNG mit 
schwimmendem Regler doch viele elektrische Vorteile haben. Das wiegt die 
Notwendigkeit einer Hilfswicklung vielfach auf.

Der Versorgungs Headroom ist beim BG Design bezüglich 
Versorgungsspannung sehr ungünstig. Der Längstransistor Darlington 
braucht rund 1.5V, beim OPV Ausgang ist unter 3-4V Abstand von Vcc 
Schluß, dann kommt bei Vollast der Spannungsabfall am Strommeßwiderstand 
dazu. Kurz und gut, bei 30V sind mindestens 6-7V Vcc Headroom notwendig. 
40V+ und -5V sind da für die Versorgung des OPA604 kein Luxus. Bei der 
schwimmenden Regerelektronik hat man keine dieser unbequemen Probleme 
und man kann mit viel kleineren OPV Versorgungsspannungen auskommen.

Leider bin ich zur Zeit in der Firma mit Projektarbeit so eingespannt, 
daß ich deswegen oft wenig Motivation zum weitermachen habe.

I will be back.

Gruß,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Kleiner Zwischenbericht:

Ich bestellte mir vor einigen Wochen einige der LCD Anzeigen mit grauem 
Rahmen von AliExpress. Kamen vor zwei Wochen an. Beim Ausprobieren fiel 
mir sofort auf, daß sämtliche Anzeigen keine Stromanzeige hatten. Also, 
die untere Hälfte war komplett tot. Beim Inspizieren fiel mir auf, daß 
jemand bei sämtlichen Instrumenten den Unterteil des Strommess IC 
abgeschmirgelt hatten. Der Die war also sichtbar. Normalerweise ist da 
schützendes Epoxidharz darüber.

Ich verfasste einen Beanstandungsbericht an AliExpress und innerhalb von 
drei Tagen wurde mir die Kaufsumme ohne irgendwelche weitere Rückfragen 
zurückerstattet. Man kann sich also nicht beklagen. Zurückschicken mußte 
ich die Ware auch nicht. Jedenfalls habe ich die gewünschten grauen 
Rahmengehäuse. Schwarz gefällt mir beim LNG302 weniger.

In der Zwischenzeit machte ich ein paar thermische Messungen mit dem 
Datenlogger unter Höchstbelastung ( fast maximale Verlustleistung bei 1V 
und 2A) und zeichnete das Kühlerverhalten auf. Umter 10W läuft der 
Lüfter zyklisch (45/36) und darüber im Dauerbetrieb.

Bei Maximalverlustleistung steigt die Temperatur des Kühlkörpers von 18 
Grad auf ca. 49 Grad und hält. Da dürtfte es zulässig sein, das 
Netzgerät bis zu einer Umgebungstemperatur von 35-40 Grad zu betreiben. 
Allerdings würde dann die Abschaltung bei über 70 Grad 
Kühlkörpertemperatur sowieso zuschlagen.

Ich mußte auch bemerken, daß die Gehäuseoberfläche bei Vollast leicht 
vibriert. Kann man mit den Fingerspitzen aehr schön fühlen. Ein RK Trafo 
wäre deswegen hinsichtlich etwas günstiger.

Die Primärwicklung des Trafo erhitzt sich bei 30V und 2A DC Ausgangstrom 
auf knapp 50 Grad. Ist also trotz der kleinen Trafogröße noch im 
zulässigen Bereich. Ich habe in die Wicklung noch einen 70 Grad 
Thermoschalter eingebaut.

Die Erwärmungsdrift der Ausgangsspannung ist mit <5mV bei Kaltstart noch 
etwas größer als damals vor ein paar Jahren. Das muß ich erst ergründen. 
Ist aber für die meisten Zwecke allerdings belanglos.

0.2A auf 2A periodischer Lastsprung verursacht 50mV Transienten und 
regelt für 50% innerhalb von 50us aus. Mit Kikusui PLZ-150 elektronische 
Last und FG.

Breitbandrauschen und Brummen(10Hz-10Mhz), mit HP3400/400A im 
geschlossenen Gehäuse an den Ausgangsbuchsen ist unter 500uV.

Mit einem HP34401A zeigt sich ein langsames +/- 10uV Herumspringen. Das 
ist aber auch beim HPE3611 und beim LNG30/2 allerings um die Hälfte 
weniger der Fall. Komischerweise hat das alte FS12/73 die beste 
Kurzzeitstabilität. Beim FS Netzteil is die Spannung auf ein paar uV 
stabil. Also 10fach besser. Da steckt anstatt des 741er ein TL271C drin.

Trotz Kelvin Spannungsmessung sind an den Lötstellen hinten an den 
Buchsen <5mV Spannungsabfall zu beobachten. Kann ich mir noch nicht 
erklären. Ich habe die VREF auf 7.5V reduzieren müssen weil ich bei 
Vollast nicht genug Headroom wegen dem 1V Spannungsabfall am 
Strommesswiderstand hatte der die 12V Betriebsspannung auf knapp unter 
11V reduzierte. Demzufolge mußte ich den Ausgangsspannungsteiler von 3:1 
auf 4:1 modifizieren. Beim U2 stelle ich ein paar hundert uV 
Spannungsdifferenz zwischen In- und In+ zwischen Leerlauf und Vollast 
fest. Jedenfalls möchte ich mich noch damit befassen.

Vorne an den Buchsen ist der meßbare Spannungsabfall zwischen Leerlauf 
und 2A 9mV.

So, das wärs zum WE Anfang

Gruß,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Im Anhang sind einige Aufzeichnungen. Das erste zeigt die Einschaltdrift 
über 40 Minuten. Nicht zu schlecht, aber ich bin trotzdem damit noch 
nicht ganz zufrieden.

Nachtrag: Ich habe jetzt den U1A TL081 gegen einen OP07C ausgewechselt 
und nun ist die Stabilität viel besser. Messwerte folgen sobald ich die 
neue Messreihe fertig habe. Die Eigenschaften des BG TL081 sind nicht so 
gut...

Die beiden anderen Anhänge zeigt das Temperaturverhalten des Kühlkörpers 
bei 10W und Maximalverlustleistung. Bei unter 10W läuft der Lüfter 
zyklisch. Darüber dauernd. Der Lüfter wird durch einen 40 Grad Bi-Metall 
Schalter betätigt.

Als Instrumente dienen ein HP34401A und Fluke TK80 Thermometer. 
Aufzeichnungen via IEEE-488 Bus.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Ich habe jetzt den Drift Plot mit den Daten vom OP07C erweitert. Der 
einzige Unterschied zwischen den Messreihen ist der Ersatz des U1 TL081 
gegen einen OP07C aus der Bastelkiste. Wie man sieht ist die 
Einschaltdrift des OP07C im Vergleich zum TL081 vernachlässigbar. Es 
wurde die LNG302 Ausgangsspannung gemessen. Logging Intervall ist 
übrigens 10s.

Ich werde fairerweise versuchen einen TL081 mit bekannten Stammbaum zu 
finden um zu sehen ob die Drift Typ abhängig ist oder das Resultat von 
schlechter chinesische Qualität oder Ausschussware. Der besagte TL081 
stammt vom Banggood NT Kit. Dem Datenblatt nach kann ein normaler TL081 
aus westlicher Produktion nicht so schlecht sein. Muss allerdings erst 
danach suchen.

: Bearbeitet durch User
von M. K. (sylaina)


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Da hast du dir aber ordentlich Mühe gegeben, Respekt Gerhard.

von Gerhard O. (gerhard_)


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M. K. schrieb:
> Da hast du dir aber ordentlich Mühe gegeben, Respekt Gerhard.

Danke!

Zeit für heute Schluss zu machen...

Ich musste allerdings dem LNG302 heute noch einen Zahn ziehen. Das ließ 
sich nicht vermeiden. Ich war nämlich etwas verwundert warum alle meine 
anderen Netzteile Brummspannungen unter der Messgrenze vom HP3400A/400A 
hatten. Auch war da eine gewisse Instabilität im Bereich von +/- 20uV 
messbar die meine anderen Netzteile nicht demonstrierten. Das LNG302 
hatte ohne Belastung aber schon an die 600-700uV und war noch durch 
keine Maßnahmen in irgendeiner Weise zu beeindrucken. Bei Belastung ging 
der Brumm interessanterweise auf etwas unter 500uV zurück. Untersuchung 
der Referenz ergab keine Probleme. Also Beschwören half nichts. Da 
musste größeres Kaliber aufgefahren werden;-)

Dann klingelte es lautstark und der Groschen fiel;-) Ich erinnerte mich 
nämlich wieder,  dass die -5V Hilfsspannung immer schon etwas 
Netz-Ripple hatte. Der Spannungs-OPV hat aber dort ein Nullungs-Poti 
eingebaut welches über die -5V Versorgung und 270KOhm den Bezugspunkt 
erhält. Und durch diesen Umweg fand der 120 Hz Ripple den Weg in die OPV 
Vorstufe. So einfach war die Erklärung. Man muss sich mal das Schaltbild 
des OPA604 ansehen um das zu erkennen. Ich überbrückte den 47uF mit 
einem 220uF Elko und der Brumm ging sofort auf unter 100uV zurück. Dann 
lötete ich das Poti aus und aller Spuk war schlagartig weg. Jetzt ist 
der Brumm nicht mehr mit dem HP400A Voltmeter messbar.

Auch beruhigte sich obendrein die HP34401A Anzeige. Die Unstetigkeit 
zwischen den Messzyklen ist nun ähnlich wie bei allen anderen Netzteilen 
im einzelnen uV Bereich. Ohne das Poti ist zur Zeit die Minimalspannung 
um die 6mV. Vorher konnte ich es richtig nullen. Aber damit könnte man 
leben. Oder ich lasse mir noch etwas einfallen. Man könnte auch die -5V 
durch einen Spannungsregler IC stabilisieren. Aber ich glaube es ist gar 
nicht notwendig. Ist vielleicht schon Overkill.

Der Ripple im CC Modus ist übrigens niedriger als beim HP E3611.

Durch diese Maßnahme verbesserte sich unerwarteter Weise auch der 
Stabilisierungsfaktor. Jetzt ist zwischen Leerlauf und Vollast nur noch 
1mV Unterschied an den Sense Leitungen festzustellen. Vorne an den 
Sicherheitsbuchsen fallen natürlich trotzdem noch zusammen 8mV ab wie 
ich schon früher ermittelt hatte.

Leider habe ich im Augenblick keinen fabrikneuen TL081 zuhause. 
Massenhaft TL082 und andere edle OPVs. So kann ich den China TL081 noch 
nicht seines Vergehens überführen. Bei der nächsten DK Bestellung hole 
ich es aber nach.

Der LF356 hatte übrigens eine ziemlich bemerkenswerte Einschaltdrift als 
Referenz. Der TL071 funktionierte auch recht gut.

Es sieht also so aus als ob aus dem BG KIT doch noch ein ordentliches 
Netzteil werden wird. Der OPA604 benimmt sich dynamisch sehr ordentlich. 
Bei Lastsprüngen ist innerhalb von 100us Ruhe; 50us auf die 50% Werte 
wie von HP normalerweise gemessen. Es gibt keinerlei gedämpfte 
Schwingungen. Ihr werdet es ja später sehen.

An sich wäre es langfristig besser eine neue LP zu entwerfen um die 
ganzen Modifizierungen zu integrieren. Allerdings finde ich, dass das 
schwimmende Konzept der Reglung doch in vieler Weise günstiger wäre. Die 
Extra Trafowicklung ist nicht das Ende der Welt. Die ganzen Klimmzüge 
die man treffen musste um 30V ohne Risiko zu erreichen wäre einer 
besseren Sache Wert gewesen. Unter 24V ist es natürlich OK. Der OPA604 
tut mir fast leid so eine anspruchslose Aufgabe erfüllen zu müssen. Der 
wurde für noblere Anwendungen gezüchtet. Aber es hilft nichts; bei 30V 
brauche ich einfach den Headroom. Aber ich wollte halt sehen wie gut man 
mit dem BG Kit ein einfaches, aber gut funktionierendes Netzteil 
konstruieren kann.

Ich werde in den nächsten paar Tagen hier noch einige Messwerte 
veröffentlichen und eine Zusammenfassung der Änderungen so wie sie beim 
LNG302 notwendig waren sobald ich der Meinung bin alle Arbeit wäre 
getan;-)

Prinzipiell ist die augenblickliche Version des LNG302 in fast jeder 
Beziehung mit dem E3611A vergleichbar und dürfte die meisten Leute 
zufrieden stellen. Mit nur 10uF am Ausgang ist auch der Entladestrom des 
Ausgangselko relativ bescheiden. Schwingstabilität möchte ich auch noch 
etwas erforschen. Bis jetzt konnte ich es nicht zum schwingen bringen es 
sei denn man vergrößert C6, 100pF. Der OPA604 benimmt sich sonst sehr 
gutmütig.

Man könnte ja bei Gelegenheit die schon vorhandenen LTSpice Modelle der 
BG Schaltung auf den neuesten Stand bringen um die Stabilitätskriterien 
auf diese Weise zu ergründen.

: Bearbeitet durch User
von TomA (Gast)


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Hallo Gerhard.

Mich stören die getrennten Trafowicklungen der Hilfsspannungen beim 
schwimmenden Regler auch. Deshalb arbeite ich derzeit daran ohne sie 
auszukommen.

Dazu benutze ich für jede der Spannungen eine 
Greinacher-Vollwellenschaltung. Die Eine als Verdoppler, die Andere als 
Inverter. Ihr Bezugspunkt ist die positive Ausgangsspannung. Als Quelle 
dient die Wicklung der Hauptspannung, somit entfallen die 
Hilfswicklungen bzw. der Hilfstrafo. In der Simulation funktioniert es 
schon ganz gut. Bin gerade dabei einen realen Prototypen aufzubauen.

Die Schaltung im Bild zeigt das Prinzip. Die aktuelle Schaltung ist 
einen Schritt weiter und vermeidet Probleme der Prinzipschaltung. Ist 
aber weder ausgereift noch gründlich geprüft.

Zu sehen ist die Ausgangsspannung +Ua (grün). Die positive Hilfsspannung 
+Aux (rot) und die negative Hilfsspannung -Aux (blau).

Gruss. Tom

von TomA (Gast)


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Sorry, da war noch ein Fehler im Schaltbild.

Der Lastwiderstand der positiven Hilfsspannung R4 war an -Ua 
angeschlossen, jetzt ist er auch an +Ua.

von TomA (Gast)


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Bild vergessen :(

von Gerhard O. (gerhard_)


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Hallo Tom,

Da bist Du mir schon zuvorgekommen. Ich hatte mir auch so etwas in 
dieser Richting überlegt. Hast Du vor das bald aufzubauen? Das dürfte 
auf jeden Fall funktionieren. Es wäre gut damit Erfahrungen zu sammeln. 
Jedenfalls freue ich mich über die Resonanz.

Bei mir ist es nun Mitte der Geisterstunde und ab ins Bett für mich;-)
Gruß,
Gerhard

von W.S. (Gast)


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TomA schrieb:
> Mich stören die getrennten Trafowicklungen der Hilfsspannungen beim
> schwimmenden Regler auch. Deshalb arbeite ich derzeit daran ohne sie
> auszukommen.

Das funktioniert aus Prinzip nicht wirklich - es sei denn, du arbeitest 
mit hohen Hilfsspannungen und OpV's, die das vertragen und du darfst 
dich mit den Spannungs-Aufstockungen nicht auf den Ausgang beziehen, 
sondern auf den Fußpunkt des Haupt-Traktes. Das ist eben sowas Ähnliches 
wie Radio Eriwan (im Prinzip ja, aber...).

Das Prinzip, weswegen es nicht wirklich funktioniert ist, daß du bedingt 
durch die diversen Koppel-Kondensatoren (über die ja dein Betriebsstrom 
fließt) immer einen deftigen Einfluß auf den Ausgang des LNG hast.

Das Prinzip mit dem U/I-Regler schwimmend auf der Ausgangsspannung 
bedingt eben eine zweite Wicklung auf dem Trafo, die dann nur ein paar 
pF gegenüber der Hauptwicklung hat.

W.S.

von TomA (Gast)


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Hallo W.S.

Das Problem sehe ich so nicht. Die Gleichrichter laufen alle 
Frequenzsynchron auf 100Hz. Über die Bauteile der Steuerelektronik sind 
die Spannungen auch bei getrennten Wicklungen miteinander gekoppelt.

Hatte für ein kleines Experimentiernetzteil (16V/500mA) eine ähnliche 
Schaltung aufgebaut, wobei es keine Probleme zwischen den Spannungen 
gab. Dabei war allerdings GND der gemeinsame Bezugspunkt und nicht +Ua. 
Von dieser Schaltung stammen auch die Bilder der Simulation. Habe diese 
Art Hilfsspannungen dann aber aus anderen Gründen wieder verworfen 
(geschalteter Vorregler aus Chinamodul mit folgendem LM317).

Was tatsächlich sein wird zeigt eine aufgebaute Schaltung - Versuch 
macht kluch!

Berichte wenn das Netzteil aufgebaut ist. Allerdings zeige ich keine 
Details dazu, da es sich um ein anderes Netzteil als die hier 
Besprochenen handelt. Habe ein altes, durchgebranntes Netzteil, fürs 
Grobe ausgegraben. Es hat nur 18Volt bei 5Ampere und diente der 
Versorgung von Maschinen (Minidrill, Tischkreissäge, ..), konnte auch 
12V-Bleiakkus laden. Gehäuse, Trafo, Analoganzeigen und Leistungsteil 
sind noch in Ordnung, nur die Steuerplatine mit LM723 hat sich 
verabschiedet. Kann es also gut zum ausprobieren verschiedener 
Elektroniken benutzen.

Gruß. Tom

von Erwin E. (kuehlschrankheizer)


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Gerhard O. schrieb:
> Im Anhang sind einige Aufzeichnungen. Das erste zeigt die Einschaltdrift
> über 40 Minuten. Nicht zu schlecht, aber ich bin trotzdem damit noch
> nicht ganz zufrieden.

Hallo Gerhard,
ich habe bei meinem LNG 
(https://www.mikrocontroller.net/attachment/363459/2018-03-31_21.44.07.jpg) 
ebenfalls die Spannungsdrift überprüft. Zugegeben nicht ganz so 
sorgfältig wie du, aber die Ergebnisse sind gut reproduzierbar.

Im Gegensatz zu deinem Gerät, wo die Ausgangsspannung um 8mV ansteigt, 
sinkt sie bei meinem LNG:

Kalt eingeschaltet: 24,004V
t +  2h = 23,999V
t +  4h = 23,998V
t + 15h = 23,997V
Den Test habe ich zwei mal über mehrere Tage mit den gleichen 
Ergebnissen wiederholt.

Messtechnik: das eingebaute Panelmeter. Leider habe ich nichts 
genaueres. Es geht hier immerhin um 150ppm Abweichung - wenn ich richtig 
gerechnet habe.

Dann habe ich den Test wiederholt, diesmal mit kurzgeschlossenem 
Ausgang. Die Spannung habe ich nicht verändert:
I = 2,4A
t0  = 24,004V
t + 0,5 h = 23,988V  Kurzschluss getrennt
t +    1h = 23,994V  Kühlkörper heiß 50°C?
t +    2h = 23,996V  Kühlkörper sehr heiß, Stahlblechgehäuse ziemlich 
warm

Weiterer Kurzschlusstest, 3,3A Uk = 0,25V (Messkabel)
t0 = 24,004V
t + 0,5h = 23,986V

Mit diesem Ergebnissen kann sich das Banggood LNG wahrlich sehen lassen. 
Selbst wenn ein sündhaft teurer OPA604 für 2,50€ in meinem steckt.
Mein Gerät hatte übrigens letzte Woche seinen 2. Geburtstag.

Beitrag #6245762 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #6245897 wurde vom Autor gelöscht.
von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Habe heute ein paar TL081 von Digikey bekommen und den Einschalttest mit 
ein paar zusätzlichen OPVs wiederholt. Die Graphik zeigt die 
aufgezeichnete LNG302 Ausgangsspannung bei rund 10V ohne Last und wurde 
auf mV Skalierung normalisiert.

Der TL081 von Digikey ist dem Banggood geliefertem was Einschaltdrift 
belangt ziemlich ähnlich. Der TL081 ist also für ein stabiles Netzteil 
etwas ungünstig. Die "OPxx" Familie ist sichtlich eine eigene Klasse für 
sich selbst.

Das zweite Bild zeigt die erste Beobachtung der CC Stabilität bei 500mA 
Ausgangsstrom. Wie man sieht besteht eine gewisse Empfindlichkeit auf 
die Einschaltphasen des Lüfters. Das muss ich erst noch untersuchen und 
beheben. Den U3 TL081 werde ich zum Vergleich gegen einen OP07 
auswechseln.

Das dritte Bild zeigt CC Stabilität mit U3=OP07C. Der Lüfter wurde 
permanent eingeschaltet. Auch hier ist noch etwas Arbeit nötig.

Fortsetzung folgt...

Gruß,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Das vierte Bild zeigt den Stromverlauf normalisiert relativ zum 
Anfangswert mit über 100facher Auflösung mit der mA Skala auf der 
rechten Seite.

Ich vermute, dass die beobachtete Drift in den ersten Minuten 
wahrscheinlich hauptsächlich von der Temperaturstabilität des R7 
herrührt. Der U3 OPV (OP07C) ist erwiesenermaßen dafür nicht 
verantwortlich.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6245979 wurde vom Autor gelöscht.
von Gerhard O. (gerhard_)


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Das Bild im Anhang zeigt einen Vergleich der Stromstabilität vom LNG302 
und HP E3611A mit Kurzschlussstrommessung bei 500mA im CC-Modus.

Die rechte Skala zeigt den normalisierten, expandierten Stromverlauf in 
höherer Auflösung. Wie man sieht ist das E3611A im CC-Modus auch nicht 
perfekt. Die beiden unteren Kurven sind der linken Skala zugeordnet und 
die beiden oberen Kurven der rechten Skala.

von Lurchi (Gast)


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Die Stabilität in den Strombereichen dürfte bei höheren Strömen vor 
allem von der Erwärmung des Shunts kommen. Das ist schon in DMMs nicht 
so einfach. Im LNG kommt noch dazu dass oft ein relativ großer 
Strombereich mit einem Widerstand abgedeckt werden soll und damit die 
Bürden-spannung eher etwas höher ist. Der ähnliche Verlauf könnte ggf. 
auch ein Problem mit dem DMM sein.

Bei kleinen eingestellten Strömen dürfte der OP in der Stromregelung 
ggf. begrenzend werden, einfach weil die Spannung über den Shunt sehr 
klein ist, da fallen dann ein paar µV mehr oder weniger schon auf. Ein 
langsame OP wie der OP07 in der Stromregelung kann die Zeit bis die 
Stromregelung anspricht deutlich vergrößern. Dem könnte man mit 
reduzierter Versorgung für den OP entgegen steuern. Schon ein 741 ist 
i.A. besser als der TL081 bei der Präzision.

Die Platine vom BG Bausatz hat hinsichtlich Ripple beim CC mode ein 
Problem: das Layout koppelt Rippel vom Filtereleko mit ein. Bei bedarf 
lässt sich das reduzieren.

von M. K. (sylaina)


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Wieder sehr interessant zu lesen, Gerhard aber ein Frage habe ich bei 
deinen Diagrammen schon, insbesondere wenn mehr als zwei Kurven drin 
sind: Ist deine Farbskala begrenzt? Es fällt mir nämlich ein wenig auf, 
dass du häufig ähnliche Farben benutzt in einem Diagramm und dann wird 
das Trennen der Kurve schon etwas, ich sag mal, komplexer. Nimm doch ein 
paar kontrastreichere Farben, dann wären die Diagramme einfacher lesbar 
;)

Wie genau sah denn der Prüfaufbau dazu aus? Ich überlege grade mal, mein 
LNG diesbezüglich auch mal gegegen zu messen. ;)

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Habe ich Dich endlich hervorgelockt;-)


Lurchi schrieb:
> Die Stabilität in den Strombereichen dürfte bei höheren Strömen
> vor
> allem von der Erwärmung des Shunts kommen. Das ist schon in DMMs nicht
> so einfach. Im LNG kommt noch dazu dass oft ein relativ großer
> Strombereich mit einem Widerstand abgedeckt werden soll und damit die
> Bürden-spannung eher etwas höher ist. Der ähnliche Verlauf könnte ggf.
> auch ein Problem mit dem DMM sein.
Inwieweit das HP34401A da in die Drift eingeht, müßte man noch 
untersuchen. Ich könnte den Test mit dem aufgewärmten Kikusui PLZ-150 
wiederholen um zu sehen ob das HP34401A mit dazu beiträgt. Obwohl ich 
das fast nicht annehme. Auch ein Blick ins HP34401A DaBla. wäre 
vonnöten.
>
> Bei kleinen eingestellten Strömen dürfte der OP in der Stromregelung
> ggf. begrenzend werden, einfach weil die Spannung über den Shunt sehr
> klein ist, da fallen dann ein paar µV mehr oder weniger schon auf.
Ja. Zur Zeit ist R7 der Originalwert von 0R47. Ich habe vor hinsichtlich 
des 2A Strombereichs des LNG302 den Wert auf 0R22 Ohm zu erniedrigen und 
gegen einen DALE Chassis montierbaren Typ auszutauschen und Kelvin 
andchlüssen. Ist aber schon Overkill weil die beobachteten Drifts sich 
ja nur im Bereich von einigen hundert uA abspielen. Die beobachtete 
Drift ist immerhin nur um 0.05%.
> Ein
> langsame OP wie der OP07 in der Stromregelung kann die Zeit bis die
> Stromregelung anspricht deutlich vergrößern. Dem könnte man mit
> reduzierter Versorgung für den OP entgegen steuern. Schon ein 741 ist
> i.A. besser als der TL081 bei der Präzision.
Ja. Die Geschwindigkeit des OP07 habe ich noch gar nicht berücksichtigt 
weil es mir hier um die Beobachtung der Langzeitstabilität ging und ich 
OPV Drift hier ausschließen wollte.
>
> Die Platine vom BG Bausatz hat hinsichtlich Ripple beim CC mode ein
> Problem: das Layout koppelt Rippel vom Filtereleko mit ein. Bei bedarf
> lässt sich das reduzieren.
Dank Dir vor ein paar Jahren habe ich dieses Problem bei der BG LP mit 
einer Mod gelöst. (Damals hattest Du in diesem Thread dieses Problem und 
seine Lösung angesprochen.)

Ich muß jetzt bald zum Sommerreifen wechseln und andere Botengänge weg 
und werde mich später wenn es wieder Neuigkeiten gibt, melden.

Jedenfalls freue ich mich über Euer Interesse an dem bescheidenen BG 
LNG302 Projekt. Ich finde vernünftige Optimierungen hier irgendwie nett. 
Jetzt schon ist das LNG302 ein recht brauchbares Gerät.

Auf Wiedersehen!

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von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

M. K. schrieb:
> Wieder sehr interessant zu lesen, Gerhard aber ein Frage habe ich
> bei
> deinen Diagrammen schon, insbesondere wenn mehr als zwei Kurven drin
> sind: Ist deine Farbskala begrenzt? Es fällt mir nämlich ein wenig auf,
> dass du häufig ähnliche Farben benutzt in einem Diagramm und dann wird
> das Trennen der Kurve schon etwas, ich sag mal, komplexer. Nimm doch ein
> paar kontrastreichere Farben, dann wären die Diagramme einfacher lesbar
> ;)
Naja, ich arbeite mit Excel 2003 wo die Farbenauswahl etwas begrenzt 
ist. Viele Farben haben gegen weißem Hintergrund schlechten Kontrast. 
Muß mal sehen ob ich da komplette Farbwahl habe. War zu ungeduldig das 
aufs Forum zu kriegen.

Farbenmäßig, was würdest Du da vorschlagen? Irgendwie ist das in Excel 
gar nicht so leicht. Vielleicht wäre ein nicht-weißer Hintergrund 
möglicherweise günstiger.
>
> Wie genau sah denn der Prüfaufbau dazu aus? Ich überlege grade mal, mein
> LNG diesbezüglich auch mal gegegen zu messen. ;)
Eigentlich nur das IEEE-488 angeschlossene HP34401A im V/A Betrieb. Als 
PC verwende ich einen Dolch PAC 586-60 mit einer N.I. 488-2 ISA Buskarte 
und ein 20 Jahre altes selbstgeschriebenes, kompiliertes QB45 Logging 
Programm. Die geloggten Daten extrahiere ich mit Sneakernet und Floppy 
um dann alles weitere am modernen PC zu machen.

Dieses Programm schrieb ich übrigens vor mehr als 20 Jahren in meiner 
Firma um einige Meßinstrumente und einen Klimaschrank zu betreiben. Auch 
eine DAS-8 und DIO Buskarte wurde mit betrieben. Wenn ich etwas 
zusätzliches brauche, ändere ich einfach das Programm entsprechend und 
rekompiliere es. Parametrisierung und Konfigurierung  ist mit 
Kommandozeile und Skriptdatei für das Klimaschrank Temperaturprofil. 
Damals betrieb ich diese Anordnung auf einen gepimpten Compac Portable 
II mit 386SX Mutterplatine und EGA Monitor Umbau. War eine schöne Zeit 
damals mit MSDOS und QB45 bzw TurboC/Pascal zu arbeiten. QB45 war für 
IEEE-488 Projekte recht praktisch.

Mit LabVIEW habe ich das noch nicht modernisiert weil mir diese alte 
Bustechnik und Dolch Kiste Spaß macht und der Dolch ein schöner 
nostalgischer PC ist und alles fertig zum Gebrauch da ist. Hat ja 
immerhin Farb LCD und in MSDOS läuft der auch in relativer Hinsicht so 
achön schnell wie ein moderner PC. Kompilieren geht in 3s. 
Netzwerkanschluß zu moderner IT vermisse ich allerdings etwas. Deshalb 
SneakerNet;-)

In der Firma verwenden wir einen modernen Klimaschrank und LabVIEW. 
Funktioniert natürlich auch super und ich kann alles übers Netzwerk fern 
überwachen. Ja. Heutzutage kann man so viel mehr machen. Aber für den 
Heimgebrauch ist mein altes Zeug immer noch recht nützlich.

Sorry für die Abschweifungen;-)

Wie schon gesagt muß ich jetzt für einige Stunden weg um mich um andere 
Sachen zu kümmern. Heute Abend wird es dann wieder einen Schritt 
weitergehen. Bin z.Zt. in der Arbeit sehr eingespannt und habe nicht 
immer Lust dann noch am Abend weiterzumachen. Irgendwo muß man da eine 
Grenze ziehen und Abwechslung finden.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Habe vergessen zu bemerken, daß U3 mit 12V/-5V betrieben wird. Der U2 
OPA604 ist über einen Widerstand und Zenerdiode auf +36 und -5V 
begrenzt. U1 Referenz OPV kriegt nur +12V. Ist auf 7.5V Ausgangsspannung 
modifiziert.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Wieder zurück.

Ich habe eine Frage an euch IT Gurus;-)

Wie könnte man einen alten MSDOS PC zur Kommunikation an Erhernet mit 
Windows betreiben? Eine ISA Ethernet Karte habe ich vielleicht noch. 
Gibt es ein Remote Program mit dem man Zugriff von Windows übers 
Netzwerk haben kann ( vll. Putty?) und z.B. von Putty aus Dateien 
übertragen oder lokal am MSDOS PC öffnen bzw. übertragen/kopieren kann?

Welche praktischen Möglichkeiten gibt es?

Ich verwende z.B. Linkmaven um Daten von meiner MSDOS 386SX Laptop 
Wetterstation auf den Windows PC zu bringen. Das funktioniert mit einem 
Drucker Crossover Kabel. Auf dem Wetterstation DOS PC starte ich über 
ein Shell Kommando ein kleines Server Program mit dem ich dann auf dem 
Windows PC mittels LinkMaven komplette Kontrolle bekomme und so Zugriff 
alle logging Dateien habe. Gibt es das auch fürs Netzwerk mit dem jemand 
Erfahrung hat? Oder bin ich das einzige IT-Fossil der noch ab und zu 
alte Technik einsetzt? Floppy Sneakernet finde sogar ich nicht mehr so 
tolle. Mein PC hat nicht einmal mehr eine Floppy Schnittstelle und es 
geht nur noch über USB-Floppy Drive.

Kann mich jemand in die richtige Ecke schubsen?

Freue mich über alle konstruktiven Vorschläge und Lösungsansätze.

von Mike B. (mike_b97) Benutzerseite


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Bist du dir sicher, im richtigen thread und in der richtigen Forums-Ecke 
zu sein?
https://klsys.com/unkategorisiert/netzwerk-unter-ms-dos/

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Mike B. schrieb:
> Bist du dir sicher, im richtigen thread und in der richtigen
> Forums-Ecke
> zu sein?
> https://klsys.com/unkategorisiert/netzwerk-unter-ms-dos/

Nur insofern es meinen vorherigen Beitrag betraf wo ich für M.K. 
beschrieb wie ich mit meinen Instrumenten kommuniziere. Trotzdem, Danke 
für Deinen Link. Das sieht dort sehr erfolgversprechend aus solange man 
die nötige Geduld und akribisches Folgen der Instruktionen durchhält;-)


Gruß,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
von M. K. (sylaina)


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Gerhard O. schrieb:
> Naja, ich arbeite mit Excel 2003 wo die Farbenauswahl etwas begrenzt
> ist. Viele Farben haben gegen weißem Hintergrund schlechten Kontrast.

Das stimmt wohl, die Standard-Farbwahl bei Excel war damals teilweise, 
ich sag mal, interessant.

Gerhard O. schrieb:
> Farbenmäßig, was würdest Du da vorschlagen?

Rot (ff0000), Blau (0000ff), Grün (00ff00), Gelb (Richtung 
Lufthansa-Gelb (ffbf00), kein Neon-Gelb (ffff00) oder ähnliches), Orange 
(ff8000)

Damit bekommt man eigentlich schon recht brauchbare Kontraste hin und 
das ist auch auf weißem Hintergrund (wobei ich sagen muss: leichter 
grauton ist gar nicht so verkehrt als Hintergrund statt weiß ;)) gut zu 
erkennen ;)

Gerhard O. schrieb:
> Eigentlich nur das IEEE-488 angeschlossene HP34401A im V/A Betrieb. Als
> PC verwende ich einen Dolch PAC 586-60 mit einer N.I. 488-2 ISA Buskarte
> und ein 20 Jahre altes selbstgeschriebenes, kompiliertes QB45 Logging
> Programm. Die geloggten Daten extrahiere ich mit Sneakernet und Floppy

Interessant. Ich überlege grade, ob ich bei meinen Tests nicht mal über 
die serielle Schnittstelle meines LNGs mit loggen sollte. Muss hierzu 
eigentlich nur mal ein Progrämmchen für den PC schreiben, dass dann 
regelmäßig das LNG fragt wie aktuelle Spannung und Strom ausschauen.
Ein 34401A hab ich hier nicht aber was ähnliches, das könnte ich 
natürlich auch nutzen.


> um dann alles weitere am modernen PC zu machen.

Gerhard O. schrieb:
> In der Firma verwenden wir einen modernen Klimaschrank und LabVIEW.
> Funktioniert natürlich auch super und ich kann alles übers Netzwerk fern
> überwachen. Ja. Heutzutage kann man so viel mehr machen. Aber für den
> Heimgebrauch ist mein altes Zeug immer noch recht nützlich.

Ja, mit dem alten Kram kann man auch immer noch tolle Sachen machen. 
Finde ich auch klasse. Auf der Arbeit werde ich z.B. immer wieder 
belächelt wenn ich meinen Rechenschieber auspacke, auf der anderen Seite 
werde ich aber auch bestaunt wie genau meine Berechnungen damit sind.

Gerhard O. schrieb:
> Sorry für die Abschweifungen;-)

Nicht dafür, ich hab ja danach gefragt und ich finde das mega spannend 
;)

: Bearbeitet durch User
von Mike B. (mike_b97) Benutzerseite


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M. K. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Naja, ich arbeite mit Excel 2003 wo die Farbenauswahl etwas begrenzt
>> ist. Viele Farben haben gegen weißem Hintergrund schlechten Kontrast.
> Das stimmt wohl, die Standard-Farbwahl bei Excel war damals teilweise,
> ich sag mal, interessant.

die seit Office 2007 (evtl. 2003 mit alter GUI) eingeführte Farbauswahl 
entspringt offensichtlich der Feder einer weiblichen Designabteilung

kein reines rot, kein gelb kein blau kein vernünftiges grün
nur Pastelltöne lila und rose, lindgrün, bräunlich, ocker, 4 Spalten 
unterschiedlicher Grautöne und ein grelles Rot

Ja, da hat Microsoft konkret ins Klo gegriffen, zumindest für den Part 
der männliche Excel-Nutzer betrifft :D

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