Servus miteinander,
ich habe einen Schaltplan für ein Labornetzteil auf FET-Basis gefunden,
das ich gerne verstehen würde.
1. Wozu sind C4 und C8 gut?
2. Welchen Sinn machen die Eingangswiderstände am OPV von 10k? R3, R4,
R6, R20? Das erhöht doch nur den Offset und der Eingangsstrom am OPV
kann man ja doch vernachlässigen...
3. Wozu verwendet der den Widerstand R15?
4. Vielleicht kann mir jemand noch den Funktionsblock um IC1c erklären,
die C und Widerstandsserienschaltungen sind mir hier nicht ganz klar.
Vielen Dank für eure Hilfe...
Michael
P.S. Mir ist klar, dass die CC und CV anzeige Murks ist...
Tonne auf, Schaltung rein, Tonne zu.
C4 und C5 sollen die (Stromregelung-/Spannungsregelungs-)Schleife
kompensieren damit sie nicht scheingt, sind aber hingelogen statt
reichtig dimenioniert.
Ein OpAmp sollte auf beiden Eingängen denselben Eingangswiderstand
sehen, damit Eingangsfehlströme auf beide Seiten gleich wirken und keine
Abweichung produzieren. Hier ist das aber eher sinnfrei.
Für nichts. Vermutlich Relikt aus Stromregelungszeit do unten.
IC1c soll über den MOSFET an R16 dieselbe Spannung regeln wie an seinem
Eingang. Da der MOSFET eine zusätzliche Verstärkung bringt, muss der
OpAmp zusätzliche kompensiert werden.
Da wusste der Herr wohl nicht was er tun sollte, und hat C4 und C5
spendiert (viel bringt viel, uns wenn manncht weiss, wo man's
anschliessne sol, schliesst man beide Punkte an) und weil er nicht
wisste, ob dann was kaputt geht hat er 'zur Sicherheit' noch Widerstände
spendiert.
R14 und C6 dämpfen das gemessene Asugangssignal, damit wird die regelung
noch träger und man muss noch mhr kompensieren. Sie ist dann schon so
träge, dass er satte 10uF an den Ausgang hängt, um die langsamer
Regelung halbwegs zu kaschieren.
Tonne auf, Schaltung rein, Tonne zu.
MaWin schrieb:
> Eingang. Da der MOSFET eine zusätzliche Verstärkung bringt,
Ist N-Kanal Spannungsfolger ohne Spannungsverstärkung (allerdings etwas
leistungsarm angesteuert), was die massiv über die ganze Schaltung
geschütteten Bremskondensatoren noch weniger verständlich macht.
> Tonne auf, Schaltung rein, Tonne zu.
Yep.
Michael H. schrieb:
> P.S. Mir ist klar, dass die CC und CV anzeige Murks ist...
Vielleicht stehe ich grad auf der Leitung, aber mir scheint das der
einzige Teil zu sein, der abgesehen von R3/R4 kein Murx ist.
Okay der Schaltplan ist schon in der Tonne.
Gibt es irgendwo ein Tutorial wo man lernt, wie man solche
Rückkopplungen etc. richtig dimensioniert? Ich simulier' das immer
vorher in LT Spice. Eventuell ein Application Note?
Was heißt scheingt?
Ich würde gerne ein PMOS verwenden. Mein Prädestinierter OPV TLC272B
oder TL3472 kommt da nicht ganz ran... Gibts da einen Trick?
Achso schwingt, nun hab ichs kapiert. Ich dachte an mir wäre ein
modernes Wort vorbei gegangen...
Ich komm mit den Artikeln von Schaerers nicht so ganz klar. Eventuell
gibts ja so ein paar Praxistipps wie man so schwingen reduzieren kann,
bzw. da einen guten Artikel. Am besten wie man die R/C Kompinationen
ungefähr berechnet, bzw. die Rückkopplung richtig dimensioniert.
Hat da jemand was hilfreiches für mich?
Michael H. schrieb:
> Ich würde gerne ein PMOS verwenden.
Mit PMOS, also Sourceschaltung, ist härterer Tobak. Die meisten
Labornetzteilschaltungen bevorzugen die Drain/Kollektorschaltung, schon
um die schwingverdächtige Spannungsverstärkung der Leistungsstufe zu
vermeiden.
Notfalls indem man mit einer Hilfsspannung obenrum etwas zulegt, um den
Mindestspannungsabfall der Leistungsstufe zu reduzieren.
Michael H. schrieb:
> Hat da jemand was hilfreiches für mich?
Da wird's leider ein bischen Hardcore:
http://focus.ti.com/lit/an/slod006b/slod006b.pdf (ch5)
Und weil das "for Everyone" des TI Textes nicht ganz so wörtlich zu
nehmen ist, findet man viele Schaltungen im Netz, denen man dabei einen
"trial and error" Ansatz ansieht. Eine davon hast du hier gesehen, aber
bei ELV findet sich wohl auch so eine.
> > Was heißt scheingt?
schwingt
> Das heisst, dass er die richtige Taste nicht ganz getroffen hat.
Ja, is mir ja auch peinlich... kommt aber immer wieder vor.
> Gibt es irgendwo ein Tutorial wo man lernt, wie man solche> Rückkopplungen etc. richtig dimensioniert? Ich simulier' das immer> vorher in LT Spice
Da man maximale Reaktionsgeschwindigkeit ohne Überschwinger haben will,
hängt das etwas vom Aufbau und den Bauteilnebenwerten ab, also probiert
man das mit Testimpulsen aus.
Bei Schaltreglern wie LT1073 etc. steht auch nur "ausprobieren" dabei.
> steinalte Funkschau-Schaltung
Niemals ein Netzteil mit 470uF am Ausgang (das heisst nur, dass es
langsam regelt),
niemals eines welches die Ausgangsspannung mit einem Schalter
umschaltet, so dass im Moment des Umschaltens kein Kontakt und damit
kein Feedback herrscht und die Spannung auf Vollgas geht,
also der Hit ist das nicht.
MaWin schrieb:
> niemals eines welches die Ausgangsspannung mit einem Schalter> umschaltet,
wo siehst du da einen Umschalter für die Ausgangsspannung?
Der Schalter dient nur zur Umschaltung der Spannungs- und Stromanzeigen.
MaWin schrieb:
> Niemals ein Netzteil mit 470uF am Ausgang (das heisst nur, dass es> langsam regelt),
Weiter unten im Thead findet sich der Originalartikel. Dort sind es
100µF. Was ich nicht für extrem halte. Nur ist ein 2N3055 bekanntlich
kein Rennpferd.
@A.K.
>Dort sind es 100µF. Was ich nicht für extrem halte und wahrscheinlich>auch keine Stabilitätsbedingung ist.
Das kommt immer darauf an, was man überhaupt machen will. Ist eine
niederohmige Quellimpedanz auch im Bereich höherer Frequenzen erwünscht,
schaltet man mehr als nötig an den Ausgang. Will man dagegen im Netzteil
auch den Strom begrenzen, macht es ja wenig Sinn, wenn dann ein fetter
Elko am Ausgang sitzt, der sich wunderbar kurzschließen läßt...
Kai Klaas
A. K. schrieb:
> Nur ist ein 2N3055 bekanntlich kein Rennpferd.
Selbst bei sehr geringer Lastimpedanz von - sagen wir mal 0.1 Ohm -
würde sich mit 100uF eine Eckfrequenz von 16kHz ergeben. Ich vermute
(ohne in ein Datenblatt zu sehen), dass die Transitfrequenz des 2N3055
außerhalb des menschlichen Hörbereichs liegt. Vor allem dann, wenn er
als Emitterfolger zum Einsatz kommt. Insofern hat ein
Ausgangskondensator von 100uF einen anderen Zweck:
Entweder Stromspitzen zu liefern, die weit oberhalb des spezifizierten
Ausgangsstroms des Netztteils liegt (so ein dicker Kondensator sollte
dann aber Teil der angehängten Last sein)
Oder zur Kaschierung von Designschwächen.
Kai Klaas schrieb:
> schaltet man mehr als nötig an den Ausgang. Will man dagegen im Netzteil> auch den Strom begrenzen, macht es ja wenig Sinn, wenn dann ein fetter> Elko am Ausgang sitzt, der sich wunderbar kurzschließen läßt...
Im Originalartikel steht was dazu drin. Scheint doch was mit der
Stabilität zu tun zu haben. Wenn man den aus den erwähnten Gründen
reduzieren will, dann soll man einen Kondensator über C-B des
Leistungsteils schalten.
Was dann aber wohl sämtliche Varianten mit Source/Emitterschaltung im
Leistungsteil ausschliesst. Solche wie man sie in LDO-Reglern findet.
Denn soweit mir bekannt haben solche Regler stabilitätsbedingt immer
einen Elko am Ausgang. Wobei man solche Reglertypen, wie oben schon
erwähnt, in Labornetzteilen allerdings nicht so oft sieht.
@A.K.
>Wenn man den aus den erwähnten Gründen reduzieren will, dann soll man>einen Kondensator über C-B des Leistungsteils schalten.
Ja, die üblichen 10...100nF. In dem Artikel sind es 4,7nF.
>Was dann aber wohl sämtliche Typen mit Source/Emitterschaltung im>Leistungsteil ausschliesst, wie man sie in LDOs findet, denn soweit mir>bekannt haben solche Regler stabilitätsbedingt immer einen Elko am>Ausgang.
Ja, die üblichen LDOs spielen in einer anderen Liga. Die benötigen den
Ausgangsskondensator in der Tat zur Stabilität, weil sie intrinsisch
instabil sind. Da spielt sogar das genaue ESR dieses Kondensators eine
erhebliche Rolle. So ein kritisches Design wird man eher nicht in einem
Labornetzteil wiederfinden...
Kai Klaas
A. K. schrieb:
> Irgend jemand vom Forum hatte mal eine steinalte Funkschau-Schaltung> eines recht hübschen Labornetzteils ausgegraben. Mit MOSFET ist es anno> 1973 natürlich nicht, aber dafür hübsch erklärt.>> Beitrag "Funkschau Labornetzgeraet Nachbau aus Funkschauheft 12, 1973"
Kann man aber wenn man unbedingt will problemlos auf Leistungs-FET
Endstufe "aufbohren/pimpen" ;-))
Und bei der Gelegenheit die OPV auf einen etwas moderneren Typ.
Ist aber auch schon in der Originalform noch immer eine der problemlosen
und zuverlässigen Netzgeräteschaltungen für den Nachbau.
MaWin schrieb:> Tonne auf, Schaltung rein, Tonne zu.
Mal wieder ein Beispiel für einen im Internet kursierenden Schaltplan,
der hier im Forum sofort in der Luft zerrissen wird.
Sind die tausenden anderen INet-Nutzer, die diese Schaltpläne
unkommentiert ansehen und evtl. nachbauen so dumm oder seid ihr so viel
schlauer?
o.O
Hallo Mike B.,
Mike B. schrieb:> Mal wieder ein Beispiel für einen im Internet kursierenden Schaltplan,> der hier im Forum sofort in der Luft zerrissen wird.
ss wird ja nicht nur kritisiert, es wird ja auch eine Alternative
besprochen.
>> Sind die tausenden anderen INet-Nutzer, die diese Schaltpläne> unkommentiert ansehen und evtl. nachbauen so dumm oder seid ihr so viel> schlauer?> o.O
Ich als fortgeschrittener Anfänger, also einer der tausenden anderen
Internet-Nutzer, bin auf trennscharfe Bewertungen der Schlaueren
angewiesen, um vor Enttäuschungen bewahrt zu werden.
In diesem Sinne an MaWin und andere:
Weiter so!
Thomas schrieb:> Ich habe eine Platine dazu entworfen.
Ach Herrje, dir ist es ja noch nicht mal gelungen, den Schaltplan
unfallfrei abzuzeichnen.
R17 käme an 15V, nicht die Eingangsspannung, der BUZ22 war ein N-Kanal
MOSFET, dein IRF4905 ist ein P-Kanal, und wenn ich das richtig
interpretiere, hast du den LM324 an 15V gehängt, damit kann er aber
weder die 15V messen (von P1, P2 und R17) noch 15V+UGS ausgeben.
Niemand braucht eine Platine, die nicht funktioniert, allerdings hätte
die Originalschaltung auch nicht funktioniert. Und JPF ist nicht
fortschrittlich, sondern ebenfalls ein Fall für die Tonne
https://fileinfo.com/extension/jpf
Mike B. schrieb:> MaWin schrieb:>> Tonne auf, Schaltung rein, Tonne zu.>> Mal wieder ein Beispiel für einen im Internet kursierenden Schaltplan,> der hier im Forum sofort in der Luft zerrissen wird.
Der Schaltplan ist aber wirklich Sche**e. So kompliziert hat man das vor
30 Jahren gebaut. Heute erhält man mit 15-20 Bauteilen ein
Linearnetzteil mit besseren Daten.
Wenn ich in so ner einfachen Anwendung P-Fets sehe, weiß ich eigentlich
schon Bescheid über die Designkünste des Urhebers. LM324, gibt es sowas
noch zu kaufen, oder muss man Schrottplatinen ausschlachten? Und was ist
denn das bitte für eine Stromregelung, die über 2 OPs und noch zwei
Mosfets geht?? Wann regelt die endlich zurück, nach gefühlten 30
Millisekunden?!
Hier im Forum werden praktisch fast alle der hier vorgestellten LNGs
Designs als untauglich hingestempelt oder zerrissen. Zum Teil zurecht.
Das vorgestellte Design hier hat natürlich zu Recht die bemängelten
Probleme. Aber wo soll ein relativer Neuling und Anfänger ein
narrensiches "Modernes" Design finden? Moderne industrielle Designs sind
heutzutage unnötig kompliziert wegen der digitalen Steuerung aller
Funktionen.
Dem Anfänger ist damit sicherlich nicht gedient, ihm zu raten, entwickle
Dir was mit LTSpice am PC selber. Viel mehr, als vielleicht erstes
kompliziertes Projekt ist ihm meiner Ansicht nach mit einer
zuverläßigen, einigermaßen modernen Bauanleitung eines einfachen LNGs
mehr gedient. Beim Nachbau und Betriebsnahme kann es durchaus
Überraschungen geben durch die man lernt.
Auch wenn OPVS wie LM324A u.Ä. hoffnungslos veraltet sind, erfüllen sie
in solchem Einsatz ihren Zweck immer noch in ausreichendem Maße und sind
billig. Nebenbei sind sie auch wegen der älteren Herstellungstechnik
robust und vertragen hohe Betriebspannungen anstandslos. Moderne OPVs
sind da oft viel empfindlicher. Viele gute Eigenschaften moderner OPV
machen sich nicht einmal bedeutungsvoll bemerkbar.
Wo soll der interessierte potenzieller Nachbauer nun eine solche
Schaltung her bekommen? Da sind die üblichen Verdächtigen wie Elektor,
Funkschau und die Service Handbücher früherer Modelle von renommierten
Hersteller wie HP, RFT und andere die mir im Augenblick jetzt nicht
einfallen. Moderne LNGs auf dem Markt kommen kaum mit Service
Handbüchern und ausführlicher Dokumention im Standard vergleichbar mit
den alten Designs. Die publizierten Bauanleitungen, in früheren
Zeitschriften publiziert, sind oftmals auch nicht viel besser. Wie man
hier oft hört haben scheinbar viele Importgeräte auch ihre Probleme. Was
bleiben dann noch für welche Möglichkeiten offen?
Eigene Entwicklung?
Dazu muß man schon Erfahrung haben und einen entsprechenden
Meßgerätepark um die Qualität des Designs vergleichen und beurteilen zu
können. Simulation mit Schaltungssimulatoren hat ihre eigenen Tücken die
oft den Entwickler aufs Eis führen und zu untealistischen Ergebnissen
führen.
Nachbau publizierter Schaltungen?
Das geht natürlich. Im Internet finden sich genug Schaltungen, mehr oder
weniger gut, und manchmal sogar totaler Schrott. Dann muß man eben
experimentieren und Lehrgeld bezahlen. Viel Material und Zeit geht
natürlich drauf, aber man lernt vielleicht selber die Probleme zu
diagnostizieren oder endlich vor der Bergwand aufzugeben.
Nachbau erprobter Schaltungen?
Hier findet man viel Material. Von Service Handbüchern bis zu
Zeitschriftenartikel. Das Problem mit jenen Designs ist die oft totale
Veraltung der Komponenten und Erhältlichkeit. Hier im Forum gibt es auch
einige erprobte Bauvorschläge für LNGs.
Was ist nun am Besten für den Neuling?
Eine Möglichkeit wäre das Internet nach publizierten Designs zu
durchforschen die eine einigermaßen gute Kritik bekamen. (Z.B. Eevblog
hat eine gute Ruf)
Ein älteres HP gerät nachbauen wie z.B das einfache E3611A. Dieses
Design verwendet zumindest 1990er Generationen aktiver Bauteile die in
der Regel noch im Handel erhältlich sind, bzw. Ersatztypen wären leicht
zu identifizieren und man hat die Gewissheit ein auf Herz und Nieren
geprüftes Design zu haben. Dieses Design stützt sich auf die von HP
propagierte Methode den Nullpunkt der Regelschaltung nicht auf Masse,
sondern auf den Ausgang zu legen. Im Prinzip ändert sich nichts, nur
erlaubt diese Architektur problemlos, höhere Ausgangsspannungen zu
ermöglichen. Diese Architektur ist auch oft mit Kontroverse belastet und
wird hier oft heiß diskutiert und als nachteilig empfunden.
Nachteil im Vergleich zum Funkschau Design ist die doch größere
Komplexität des Design. Auch hat die Originalversion vom FS12/1973
Design gewisse Mängel die für den Neuling schwer zu beherrschen sind.
Auch wird man sich heutzutage vielfach an die alten OPVS stören. Das
hier vorgestellte LNG30 wurde auch wegen dem LM324 sehr kritisiert. Es
ist aber bezeichnend, daß alle diese Designs, auch wenn von Vielen als
hoffnungslos altmodisch verworfen, ihren Zweck, wenn richtig aufgebaut
und bemessen, in zuverläßiger Manier, auch erfüllen.
Inwieweit alle anderen Funkschau LNG Baubeschreibungen verläßliche
Resulte ergaben ist nicht ersichtlich. Es gab dort einige OPV basierte
Baubeschreibungs Artikel nach 1973.
Es gibt auch andere ältere Designs die nicht auf HP Architektur
bestehen. Hier hat die Regelschaltung in der Mehrzahl, Masse als
Bezugspunkt. Das hat natürlich ab bestimmten Spannungsbereichen auch
seine Nachteile.
Zum Beispiel, Grundig hatte ein nettes Design, die SN4x Serie die den
uralten LM723 als Herz haben. Ist aber als veraltet anzusehen, auch wenn
es gut funktioniert.
Philips hatte auch einige LNGs die sich möglicherweise zum Nachbau
eignen. Auch R&S hatte einige ältere Designs die nachbauwürdig wären.
Da sich die Eigenschaften eines "Papier Designs" erst nach dem Aufbau
und Testen beurteilen lassen, ist der Neuling gut beraten, ein Design zu
wählen, welches auch schon von anderen erfolgreich nachgebaut wurde. Es
gibt einige recht nachbausichere ältere HP Designs deren Service
Handbücher im Internet zugänglich sind. Auch beinhalten deren Handbücher
gute Funktionsbeschreibungen und Fehlersuchhilfen.
Auch sollte sich der potenzielle Nachbauer bewußt sein, daß gewisse
Mängel in einem Netzteil unakzeptabel sind. Zum Beispiel darf es unter
keinen Umständen vorkommen, daß beim Einschalten oder bei
Netzspannungsverlust die Ausgangsschaltung ungeregelt hochschnellt.
Manche kommerzielle Importgeräte haben scheinbar dieses Manko. Man
sollte jedes Netzteil mit einem guten Oszilloskop in dieser Hinsicht
sorgfältig untersuchen.
Oft wird auch die Größe des Ausgangskondensator bemängelt.
Industrieschaltungen haben in einem gewissen Leistungsbereich schon seit
eher um die 100 oder mehr uF am Ausgang. Das wird hier im Forum oft als
zu hoch verschriehen und gibt oft zu emotionellen Erörterungen Platz.
Dafür gibt es seitens der Hersteller gute Gründe diesen Wert serienmäßig
einzusetzen. Nun das hat natürlich auch Nachteile.
Die Hauptkritik richtet sich auf den hohen Anfangsstrom unter gewissen
Bedingen die im Ausgangs C gespeichert ist. Das kann sich katastrophal
für empfindliche Bauelemente auswirken, da die Stromreglung erst dann
anspricht wenn der Ausgangs C genügend entladen ist. Wenn z.B nun jemand
das Netzteil auf 12V einstellt und auch den Strom auf 10mA einstellt,
wird ein direkter Anschluß eines LEDs ohne Vorwiderstand zur sofortigen
Zerstörung der LED führen. Da aber ein genügend großer Ausgangs C für
die totale Stabilität des Netzteils notwendig ist, sind Werte unter
100uF von den meisten Herstellern bis auf exotische Ausnahmen, üblich.
Es genügt, daß man sich an diese Tatsache ala Betreiber des LNGs immer
bewußt ist und sich nicht darauf verläßt im am Gängelband geführt zu
werden.
Sollte eine Schaltung so empfindlich sein, daß ein übliches LNG Schaden
anrichten könnte, ist m.M.n. der Entwickler dafür verantwortlich seine
Schaltung mit integralem Schutz auszustatten und sich nicht auf das LNG
verlassen zu wollen. Die Stromreglung eines LNG ist vorgesehen einen
präzisen einstellbaren mittleren Ausgangsstrom zu liefern der von der
Last über der Schwelle unabhängig konstant bleibt und UND nicht die Last
vor kurzzeitigen Überlastungen zu beschützen die durch Fehlfunktion der
Testschaltung hervorgerufen sein könnte. In dieser Hinsicht schätzen
wahrscheinlich viele LNG Benützer den Verwendungszweck ihrer Geräte
falsch ein.
Fortsetzung folgt;-)
(vielleicht)
Scrat schrieb:> Wenn ich in so ner einfachen Anwendung P-Fets sehe, weiß ich eigentlich> schon Bescheid über die Designkünste des Urhebers. LM324, gibt es sowas> noch zu kaufen, oder muss man Schrottplatinen ausschlachten?
LM 324 wurde oft genug verwendet und den gibt es immer noch...
Scrat schrieb:> Der Schaltplan ist aber wirklich Sche**e. So kompliziert hat man das vor> 30 Jahren gebaut.
Aber ohne spezielle Bauteile...
Mani W. schrieb:> Scrat schrieb:>> Wenn ich in so ner einfachen Anwendung P-Fets sehe, weiß ich eigentlich>> schon Bescheid über die Designkünste des Urhebers. LM324, gibt es sowas>> noch zu kaufen, oder muss man Schrottplatinen ausschlachten?>> LM 324 wurde oft genug verwendet und den gibt es immer noch...>> Scrat schrieb:>> Der Schaltplan ist aber wirklich Sche**e. So kompliziert hat man das vor>> 30 Jahren gebaut.>> Aber ohne spezielle Bauteile...
Immer noch auf? Ich dachte zu der Zeit wird bei Euch noch gedachst.
Scrat schrieb:> Der Schaltplan ist aber wirklich Sche**e.
Hmm. Ja.
Und weisst Du, was echt ärgerlich ist? Dass Deine Kritik
dasselbe Niveau hat.
> So kompliziert hat man das vor 30 Jahren gebaut. [...]> LM324, gibt es sowas noch zu kaufen, oder muss man> Schrottplatinen ausschlachten?
Völlig unsinnige "Argumente". Eine Schaltung erfüllt entweder
den zugedachten Zweck, oder sie tut es nicht.
Es spielt überhaupt keine Rolle, ob das zugrundeliegende
Prinzip brandneu ist oder 100 Jahre alt.
> Und was ist denn das bitte für eine Stromregelung, die> über 2 OPs und noch zwei Mosfets geht?? Wann regelt die> endlich zurück, nach gefühlten 30 Millisekunden?!
Schon besser.
Gerhard O. schrieb:> Hier im Forum werden praktisch fast alle der hier vorgestellten LNGs> Designs als untauglich hingestempelt oder zerrissen.
Ist ja leider nötig.
Gerhard O. schrieb:> Eigene Entwicklung
Ist komplizierter als man denkt, daher ja der ganze Schrott.
Gerhard O. schrieb:> Nachbau erprobter Schaltungen
Du wolltest schreiben: Nachbau kommerzieller Geräte. Scheitert oft am
Aufwand. Nur alte.
Gerhard O. schrieb:> Nachbau publizierter Schaltungen
Auch Elektor und ELV haben Scheiss-Schaltungen gehabt, es gibt leider
viel zu wenige.
Womit man gut fährt, ist ein Festspannungs-Schaltnetzteil statt einem
Trafo. Schon ist man die 1:1.5 Eingangsspannungstoleranz los.
Gute Schaltpläne, an denen es nichts zu zerreissen gibt, sind gesucht !
(Funkschau ist zu alt, nicht uC-steuerbar).
@ Gerhard O
Mal sehr schön zusammengefasst!
Vielleicht sollte man noch hinzufügen, das der Anfänger sich Gedanken
machen sollte, für was er das Laborgerät tatsächlich braucht. Denn die
"Eierlegende Wollmilchsau" mit 0-60V und 0-10A und allen Schnittstellen
hat bei entsprechenden Daten auch einen entsprechenden Preis und wird
unter Umständen dann doch nicht gebraucht.
Ich hatte mir vor einigen Jahren mal ein Labornetzgerät vom "C" geholt
und musste später feststellen, daß zum Testen von kleinen Schaltungen
das doch nicht so gut war, weil sich der Strom nicht wirklich unter
100mA einstellen ließ, obwohl die Beschriftung mit 0,01-3A das
suggeriert. Auch ist die Kapazität am Ausgang jenseits von Gut und Böse.
Deshalb habe ich mir zum Testen von kleinen Schaltungen dann eine eigene
Versorgung gebaut und mich in der Leistung beschränkt: 2,8-16V und
20-400mA reichen mir dafür. Und die Bauteile dafür hatte ich teilweise
schon seit Jahrzehnten im Regal. Und nein, ich habe kein Problem damit
alte Standartbeauteile einzusetzen. Für den persönlichen Gebrauch dürfen
die auch mal abgeküngigt sein wenn ich noch einen Ersatz im Regal habe.
Dennoch stellt sich die Frage ob sich der Aufwand für den Einzelnen
lohnt.
Entsprechende Labornetzteile waren früher teuer, heutzutage hat man die
Alternative von billigen Labornetzteilen. Leider schlagen sich die
Nachteile der Billigen nicht in den angegebenen Daten nieder und der
Kunde kauft die Katze im Sack.
Mal eine Frage zu Deiner Schaltung, bist Du dir schon sicher, das die
Schaltung so funktioniert ?
Wie soll das mit der Strombegrenzung funktionieren, wenn Du die Spannung
nicht direkt über den Shunt 0,33 Ohm abnimmst sondern sondern vor dem
Spannungsregler. Vielleicht kannst das mal kurz erklären.
Schau mal die Schaltung im ersten Beitrag an wie da es gemacht wurde.
Kai Klaas schrieb:> Ein wirklich gutes Netzteil kommt ganz ohne Elko aus...
Unwahrscheinlich oder aber es gibt kein "wirklich gutes Netzteil".
MaWin schrieb:>> Der Schalter dient nur zur Umschaltung der Spannungs- und Stromanzeigen.>> Oh, ok. Trotzdem eine miese Schaltung.
Nur die Umschaltung oder das FS-Netzteil gesamt? Hatte beim querlesen
durch Netz den Eindruck, dass das FS-Netzteil eigentlich recht gut sein
soll.
Mani W. schrieb:> LM 324 wurde oft genug verwendet und den gibt es immer noch...
Es wird aber gern vergessen, das dessen Betriebsspannung 2V
höher als die Ausgangsspannung sein sollte.
In der zuletzt gezeigten Schaltung wird die Stromregelung nicht gut
funktionieren, wenn überhaupt.
Ein Labornetzteil ist eine scheinbar einfache Schaltung. Scheinbar,
schlecht bzw. teilweise funktionierende Schaltungen findet man zu Hauff.
Es gibt aber schon ein paar Tücken, die ein gutes Labornetzteil zu einem
schon anspruchsvollerem (aber nicht unmöglichen) unterfangen machen.
Dadurch ist es allerdings auch eines bei dem man sehr viel lernen kann.
Auch wenn es eigentlich nur DC ist, muss man für die Stabilität der
Regelschleife auch die AC Eigenschaften beachten.
Heute kann man so eine Schaltung gut vorher simulieren (z.B. TinA oder
LTSPice) und so wenigstens viele der groben Fehler vorher erkennen.
Die Kapazität am Ausgang ist vor allem ein Problem für Leute die zu viel
verlangen. Mit einer gewissen Kapazität muss man bei einem Labornetzteil
rechnen.
Harald W. schrieb:> Es wird aber gern vergessen, das dessen Betriebsspannung 2V> höher als die Ausgangsspannung sein sollte.
Das war ja in der Schaltung im ersten Beitrag gegeben. Da wurde der
LM324 aus der Rohspannung gespeist. Die "neue" Schaltung von Thomas
Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"
hat das leider verschlimmbessert.
MfG Paul
Jörg H. schrieb:> 2,8-16V und 20-400mA reichen mir
Dafür ist m.E. das L200-IC gut geeignet. Das schafft auch noch 1A
mit passendem Kühlkörper. Allerdings sollte man für die Stromein-
stellung kein Poti, sondern besser einen Stufenschalter nehmen.
OS schrieb:> Wie soll das mit der Strombegrenzung funktionieren, wenn Du die Spannung> nicht direkt über den Shunt 0,33 Ohm abnimmst sondern sondern vor dem> Spannungsregler. Vielleicht kannst das mal kurz erklären.
Er nimmt ja die Spannung über dem 0,33R ab, aber nur mit einen 100nF
Kondensator (C5). Ohne Gleichspannungskopplung muss der OPV (IC1c) immer
ein wenig schwingen, damit die Strombegrenzung funktioniert. C5 muss
entweder weg, oder zumindest mit einem Widerstand überbrückt werden.
> Aber wo soll ein relativer Neuling und Anfänger ein narrensiches "Modernes"
Design finden?
Ein Netzteil sollte man kaufen. Es gibt genuegend interessantere Dinge
zu bauen. Ich will zB kein Netz in (m)einem Gehaeuse.
Konstantin schrieb:> OS schrieb:>> Wie soll das mit der Strombegrenzung funktionieren, wenn Du die Spannung>> nicht direkt über den Shunt 0,33 Ohm abnimmst sondern sondern vor dem>> Spannungsregler. Vielleicht kannst das mal kurz erklären.>> Er nimmt ja die Spannung über dem 0,33R ab, aber nur mit einen 100nF> Kondensator (C5). Ohne Gleichspannungskopplung muss der OPV (IC1c) immer> ein wenig schwingen, damit die Strombegrenzung funktioniert. C5 muss> entweder weg, oder zumindest mit einem Widerstand überbrückt werden.
Das bringt gar nichts, der IC1C ist doch der U Regler, wo zu auch den
R15.
Der Shunt ist doch der R17 ! mit dazu gehörigen OP IC1D soll das der I
Regler sein. Nur er kann die Referenz nicht vor dem Festspannungsregler
abnehmen.
So wie der Schaltplan im ersten Beitrag so funktioniert das.
Mani W. schrieb:> Kai Klaas schrieb:>> Ein wirklich gutes Netzteil kommt ganz ohne Elko aus...>> Das ist mir neu!
Ich hatte spaßeshalber mal ein kleines LNG mit LM723 gebaut, das
überhaupt keine Kapazität am Ausgang hat; Spannung stetig regelbar von
Null bis ca. 15V, stufig in verschiedenen mA-Strombegrenzungsbereichen
dabei zusätzlich stetig regelbar.
So etwas schwingungsfrei aufzubauen ist nur möglich, wenn man den LM723
als Stromregler und nicht als Spannungsregler arbeiten läßt. So
verschaltet schwingt die Schaltung nicht - gewissenhafter Aufbau
vorausgesetzt.
Ich mußte jedoch feststellen, daß ein solches Gerät für die Praxis wenig
Sinn macht. Ich kann zwar bei z. B. voreingestellten 12V und 5mA eine
LED anschließen, die dann leuchtet ohne durchzugehen, aber es gibt kaum
weitere Anwendungen. Wenn Induktivitäten oder Kondensatoren
angeschlossen werden, funktioniert das alles nicht mehr so richtig. Dann
gibt es Schwingungen/Resonanzen. Ebenso benötigt eine
Transistorverstärkerschaltung für seine Funktion den Kondensator in der
Stromversorgung. Wenn der gänzlich fehlt, läuft die Angelegenheit nicht
mehr oder nicht mehr "rund". Für die Praxis ist das Gerät untauglich!
Ich habe es auch nur selten in Gebrauch.
Meine übrigen LNG haben alle etwa 10uF Ausgangskapazität, was meiner
Meinung nach ein guter Wert ist.
juergen schrieb:
Ich kann zwar bei z. B. voreingestellten 12V und 5mA eine
> LED anschließen, die dann leuchtet ohne durchzugehen...
... eine LED ohne Vorwiderstand.
Ein Labornetzgerät, dass mit gewissen Lasten schwingt ist eine Art der
schlechten Schaltungen, bzw. Fehlschläge. Für die Spannungsregelung ist
die kritische Last in der Regel eine Kapazität mit kleinem ESR. Für die
Stromregelung ist ein Induktivität problematisch. Die Schwierigkeit bei
der Regelung für eine gutes Labornetzteil ist es das die Regelung mit
jeder realistischen passiven (d.h. als RCL Kombination zu realisieren
bzw. nicht mehr als +-90 Grad Phase) Last klar kommen soll.
Wenn man will kann man eine Regler Schaltung so aufbauen, dass es ohne
Kapazität geht, aber dann hat man oft in der Reglerschaltung oft eine
simulierte Kapazität. D.h. auch wenn der Kondensator nicht da ist,
verhält sich die Schaltung ähnlich. Die bevorzugte Variante dafür ist
eine Ausgangsstufe mit kleiner Ausgangsimpedanz, etwa ähnlich einem
Klasse AB Audioverstärker mit BJTs als Emitterfolger und dann i.A. einem
kleinen Widerstand in Reihe. Die Stromregelung reagiert aber in der
Regel etwas verzögert und gibt so ggf. den Strompuls der eine LED
zerstören kann.
Wenn man sich anstrengt und die Regelung schnell auslegt kommt auch eine
eher konventionelle Netzteilschaltung mit 1-10 µF aus. Allerdings werden
dann auch schon so langsam parasitäre Induktivitäten kritisch. D.h. auch
wenn es in der Simulation geht, funktioniert es eher nicht mehr wenn die
Endstufe über lange lose Kabel verbunden ist, bzw. nicht mit jedem
Layout oder Shunt. Ein paar 10 nH werden dann auf einmal wichtig.
MaWin schrieb:> Auch Elektor und ELV haben Scheiss-Schaltungen gehabt
Zum Beispiel diese, aus elektor 7-8/2008, S. 106: "Mini Bench Supply":
The power supply described here is a simple unit, easily constructed
from standard components. It is only suitable for small loads but
otherwise has all the characteristics of its bigger brethren. Between 18
V and 24 V is applied to the input, for example from a laptop power
supply. This avoids the need for an expensive transformer and
accompanying smoothing. No negative supply is needed, but the output
voltage is nevertheless adjustable down to 0 V.
[...]
To generate this intermediate supply voltage we use an LM7815. Its
output passes through R17, which measures the output current, to MOSFET
T1 which is driven by the voltage regulation opamp IC1C. Here R11 and C4
determine the bandwidth of the control loop, preventing oscillation at
high frequencies. R15 ensures that capacitive loads with low effective
resistance do not make the control loop unstable. The negative feedback
of AC components of the current via R12 and C5 makes the circuit
reliable even with a large capacitor at its output, and negative
feedback of the DC component is via the low-pass filter formed by R14
and C6. This ensures that the voltage drop across R15 is correctly
compensated for. C7 at the output provides a low impedance source for
high-frequency loads, and R16 provides for the discharge of C17 when the
set voltage is reduced with no load attached.
Current regulation is carried out by IC1D. Again to ensure stability,
the bandwidth of the feedback loop is restricted by R19 and C8. If the
voltage dropped across R17 exceeds the value set by P2, the current
limit function comes into action and T2 begins to conduct. This in turn
reduces the input voltage to the voltage regulation circuit until the
desired current is reached. R7, R9 and C3 ensure that current regulation
does not lead to output voltage overshoots and that resonance does not
occur with inductive loads.
The controls of the power supply are all voltage-based. This means, for
example¸ that P1 and P2 can be replaced by digital-to-analogue
converters or digital potentiometers so that the whole unit can be
driven by a microcontroller. IC1B acts as a buffer to ensure that the
dynamic characteristics of the circuit are not affected by the setting
of P1.
[...]
A type LM324 operational amplifier is suggested as, in contrast to many
other similar devices, it operates reliably with input voltages down to
0 V. Other rail-to-rail opamps could equally well be used. The
particular n-channel MOSFET devices used are not critical: a BUZ21,
IRF540, IRF542 or 2SK1428 could be used for T1, for example, and a BS170
could be used in place of the 2N7002. The capacitors should all be rated
for a voltage of 35 V or higher, and R15 and R17 must be at least 0.5 W
types. [...]
Clemens L. schrieb:> Zum Beispiel diese, aus elektor 7-8/2008, S. 106: "Mini Bench Supply":
Ok, let's have fun.
blau Ausgangsspannung
grün Ausgangsstrom
rot Sollvorgabe Spannung, 8V von 10ms bis 90ms sonst 0V
cyan Belastung 6.66 Ohm statt 20 Ohm
magenta Stromvorgabe 0.44A bis 50ms danach 0.22A
Ausregelzeit 10ms, Millisekunden, nicht Mikrosekunden
Immerhin keine Spannungsüberschwinger
Dafür Stromüberschwinger und ganz schöne Durchhänger
juergen schrieb:> So> verschaltet schwingt die Schaltung nicht - gewissenhafter Aufbau> vorausgesetzt.
Das siehst du viel zu kurzsichtig! Bedenke mal, daß du NIEMALS weißt,
was da im Einsatzfall grad für eine Last dranhängt.
Eine Schaltung, die so funktioniert, wie du es beschreibst, ist ein
idealer Kandidat, bei Belastung zu einem Clapp-Oszillator zu werden. Und
sowas ist ja nun das Gegenteil von dem, was man von einem Labornetzteil
verlangt.
Nee, die eingangs beschriebene Schaltung ist schon voll in Ordnung, wenn
man sie für Ausgangsspannungen von 0 bis 15 Volt und Ausgangsströme von
0 bis 500 mA, höchstens aber 1 Ampere dimensioniert. Also schlichtweg
auf dem Teppich bleiben!
Von Vorschlägen, Schaltnetzteile davorzusetzen, halte ich GARNICHTS bei
einem Labornetzteil. Viel zu viele Störungen. Wenn einer ein Ladegerät
für seine Akkus baut, mag das ja OK sein, aber ein Labornetzteil soll
möglichst störungsfrei und gutmütig sein. Das schließt eben auch ein,
daß es ein bissel langsam ist und einen 22uF Kondensator oder etwas mehr
an seinem Ausgang hat.
So zu den Sachfragen: Die Vorwiderstände an den OpV-Eingängen erklären
sich dadurch, daß manche OpV's keine großen Differenzspannungen zwischen
E+ und E- ermöglichen, weil die Basis der Eingangstransistoren per Diode
geklemmt ist. Der Zweck ist ja klar: Schutz der Eingänge gegen zu hohe
Sperrspannung zwichen Basis und Emitter. Ein OpV sollte eigentlich
niemals übersteuert werden, denn er ist ja kein Komparator. Um dennoch
dem OpV ne große Spannungsdifferenz überhelfen zu können, sind die
besagten Widerstände drin, die dann den Strom begrenzen. Ziel war ja
auch, mit einem einzigen Vierfach-OpV auszukommen und dennoch den
Zustand (Strom/Spannung) anzeigen zu können.
Fazit: die besagte Schaltung ist zwar nicht das Nonplusultra, aber sie
funktioniert ordentlich genug und sie ist relativ problemlos aufzubauen.
Und sie reicht für die allermeisten Fälle völlig aus. Bei
Spannungsregelung ist sie schwingfrei, im Stromregelbereich braucht sie
etwas mehr Kompensation als angegeben, sonst schwingt sie im
Übergangsbereich.
Sie ist also durchaus NICHT für die Tonne, wenngleich es auch deutlich
aufwendigere und leistungsfähigere Schaltungen gibt. Man liest auch hier
recht oft, daß die Leute immer was Größeres suchen, als sie eigentlich
brauchen, etwa so: Uaus 0..30V, Iaus 0..2A oder noch mehr.
Man zeige mir mal ne durchschnittliche µC-Schaltung, die 30V/2A
benötigt. Es ist wirklich sehr viel weiser, für die Zwecke, wo man ein
Labornetzteil braucht, sich zu bescheiden: 0..12V reicht fast immer,
0..500mA reicht auch fast immer - und die Wahrscheinlichkeit, daß man
damit sich nen Leiterzug auf der LP zerschmort, ist sehr gering.
W.S.
Scrat schrieb:> LM324, gibt es sowas> noch zu kaufen, oder muss man Schrottplatinen ausschlachten?
In den Maschinen, die ich berufsmäßig zusammenschraube, befinden sich
10-Lagige Multilayer, auf denen sich mehrere LM358, der kleine Bruder
des LM324, befinden. Daneben noch andere "Veteranen". Diese Maschinen
sind kein Schrott, sondern High-Tech.
Es gibt Dinge, die man nicht mehr verbessern muß (oder kann).
Die gezeigte Schaltung ist bei der Stromregelung sehr langsam, schon
fast bis an die Grenze nicht mehr brauchbar als Strombegrenzung. Das
einzige was den Strom da anfangs begrenzt ist der 7815. Da hilft auch
der kleine Elko am Ausgang nicht viel. Im Zweifelsfall (Kurzschluss)
spricht die Strombegrenzung erst nach mehreren ms an. Den Teil könnte
man wenigstens etwas beschleunigen indem man R8 und ggf. auch C3 kleiner
macht: ein Faktor 10 sollte wenigstens drin sein. Gut wird die
Stromregelung so aber immer noch nicht - da ist als Problem der Gain vom
MOSFETs mit drin, nur schwer zu beheben. D.h. für eine funktionierende
Stromregelung dürfte es grundlegende Änderungen und nicht nur eine etwas
geänderte Kompensation brauchen.
Die Spannungsregelung könnte so einigermaßen gehen, wenn auch etwas
langsam für einige Anwendungen. Vor allem zu kleinen Strömen, also etwa
wenn bei 2 V die Last von 500 mA auf 0 geht könnte es einen recht
heftigen Überschwinger bei der Spannung geben (grob geschätzt etwa 3 V).
Da könnte man vermutlich das ganze auch beschleunigen, wenn man sich
andere Kondensatoren als nur 100 nF leistet.
Ganz 15 V wird man auch nicht raus bekommen, weil Spannung an den 0.33
Ohm Widerständen verloren geht. Um wenigstens die etwa 14.5 V raus zu
bekommen muss für die OPs auch schon etwa 19-21 V vorhanden sein, sonst
dürfte es mit der Gatespannung knapp werden. D.h. die drop out Spannung
ist relativ groß (Gate-Source Spannung + Dropout des OPs).
Der Ausgangs MOSFET sollte einer mit integriertem Schutz sein, oder die
Eingangsspannung (-2 V) als Gatespannung vertragen - die könnte er
nämlich bei einem Kurzschluss von 14 V aus kurzzeitig abbekommen.
der schreckliche Sven schrieb:>> LM324, gibt es sowas>> noch zu kaufen, oder muss man Schrottplatinen ausschlachten?
Na Du bist Lustig, schau doch mal bei Reichelt, Bürklin usw. die haben
so viele das sie diese Asbach Uralt OPVs verkaufen müssen.
Oder schau mal bei TI
http://www.ti.com/product/LM324/samplebuy
Was siehst Du da ? ist der auf Aktiv oder auf ab gekündigt.
Der LM 324 wird nach wie vor von mehreren Herstellern produziert.
Netzteilanfänger schrieb:> Was ist denn ein moderner Ersatz für den LM324?LM324> Auf welche Kritische Werte muss man denn da schauen?
Preis.
Wo der LM324 drinsteckt, kommt es nur auf Grundfunktion eines OpAmps an,
er ist weder besonders genau noch besonder schnell.
Aber er hält bis 36V aus, verträgt es wenn die Eingänge an Spannung
liegen obwohl der OpAmp noch keine Versorgungsspannung hat, und misst an
Masse.
Er ist der meistverkaufte OpAmp. Die OpAmps mit den grössten
Stückzahlen, in absteigender Reihenfolge:
LM358LM324LM2904
TSV324
LMV321
TSV321
MCP6001
MCP6L0x
TL074LMC7101TL084LMV358LM2902LM224FAN4174TL064LM258
LMH6645 Nanu ?
LMV324
LMC6482
BU7411
TLV271
LMV982
AD8606TL072
Danke für die Info,
für mich ist LM 324 der Type für viele Anwendungen.
Und das obwohl ich in der Firma den LM224 einsetze ist nur eine
erweiterter Temperatur Bereich, hier eine kurze übersicht.
http://www.ti.com/product/LM124
Für die meisten Dinge tut es der 324er !
Vor paar Jahren stand in der Elektor, der meist verkaufte IC der Welt
ist der NE555 ist das noch so ? Oder welcher ist es Aktuell ?
Michael B. schrieb:> Wo der LM324 drinsteckt, kommt es nur auf Grundfunktion eines OpAmps an,> er ist weder besonders genau noch besonder schnell.>> Aber er hält bis 36V aus, verträgt es wenn die Eingänge an Spannung> liegen obwohl der OpAmp noch keine Versorgungsspannung hat, und misst an> Masse.
Darum benutze ich den sehr gerne, und zusammen mit einem 4093 lässt sich
vieles verwirklichen...
Altmodisch und unverwüstbar...
Auch in vielen Bastelkisten zu finden...
Michael B. schrieb:> Er ist der meistverkaufte OpAmp. Die OpAmps mit den grössten> Stückzahlen, in absteigender Reihenfolge:
Danke für die nützliche Liste. Dann verstehe ich nur nicht warum immer
so auf diese Typen herumgehackt wird. Zum Teil sind die Werturteile im
Forum sehr widersprüchig und für manche scheinen diese alten Typen der
letzte Dreck der Erde zu sein.
Netzteilanfänger schrieb:> Zum Teil sind die Werturteile im> Forum sehr widersprüchig und für manche scheinen diese alten Typen der> letzte Dreck der Erde zu sein.
Liegt wahrscheinlich an dem, dass die Parameter in Datenblättern
von "modernen" Bauteilen perfekt erscheinen, aber für viele
Funktionen und Anwendung bedeutungslos sind...
Diejenigen, welche diese Bauteile eingesetzt haben und auch
weiterhin einsetzen werden, die wissen auch, dass 40 Jahre locker
drin sind ohne Ausfall...
W.S. schrieb:> Man zeige mir mal ne durchschnittliche µC-Schaltung, die 30V/2A> benötigt.
Das ist kein Problem: Du hast nen OPV in deiner Schaltung, der ±12 V am
Ausgang können soll und vielleicht nen Railabstand von 2 V hast...da
bist schnell dabei, dass du über 30 V glücklich bist (da kann man ±15 V
draus "zaubern").
Und die 2 A, haste ne Motorsteuerung mit 1-2 Motoren biste auch schnell
bei 2 A wenn die Motoren unter Last arbeiten müssen/sollen.
Klar, wenn man nur eine Schaltung mit einem uC und einem Display hat,
dass lediglich die Temperatur anzeigen soll, dann sind 30 V/ 2 A
oversize aber es gibt, auch im Hobbybereich, mehr als genügend Beispiele
bei denen solche Werte auch locker zu knapp sind.
es kommt einfch ganz auf die Anspüche an..
Die meisten hier waren wohl mit dem Digi35 von Conrad mehr als
zufrieden..und auch das hat einen recht großen Elko am Ausgang..
Also bau so was in der Klasse, und es wird völlig ausreichen..die
Experten hier sagen IMMER das alles Mißt ist..darauf darf man keinen
Wert legen.
Viele Softwareprojekte die jetzt seit Jahren sehr Erfolgreich laufen,
wurden hier damals als es vorgestellt wurde zerrissen..nach dem
Motto..taugt nichts..braucht niemand..gibts schon etc pp..lächerlich
Genauso lächerlich wie die ewigen Kommentare zu Rechtschreibfehlern
etc..
Selbst Einstein war grottig was Rechtschreibung angeht..hätte der hier
geschrieben hätten ihn alle gemobt wie dämlich er sei etc haha
http://www.berel-am-ries.de/WVSS/Arbeitsvorlagen/Reparaturen/Netzteil/DIGI_35_Original.JPG
M. K. schrieb:> W.S. schrieb:>> Man zeige mir mal ne durchschnittliche µC-Schaltung, die 30V/2A>> benötigt.>> Das ist kein Problem: Du hast, auch im Hobbybereich, mehr als genügend> Beispiele bei denen solche Werte auch locker zu knapp sind.
(Hab mir Kürzung erlaubt.)
Die Sache ist die: Nicht jede Schaltung braucht 3,3V/200mA, und nicht
jede 80V/45A. Dann kommt noch dazu, daß gerade im Kleinspannungs- und
-leistungsbereich oft eine recht genaue Strombegrenzung nützlich ist,
aber für das Beispiel "Motorversorgung" zumeist sogar einfache DC aus
Trafo, GR, Siebung genügte.
Das betrifft aber nicht jeden Fall - manchmal braucht man auch für die
(Test-)Versorgung von hungrigen Verbrauchern ein Current Limit. So hat
nach meiner Meinung fast jede Größe Labornetzteil seine Berechtigung,
aber meist müssen halt kräftigere Geräte gar nicht unbedingt im
Kleinbereich hochgenau einstellbar sein - denn da kann man ein genaueres
(Zweit-)Gerät haben.
Wo also liegt das Problem? Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Solange man
weiß, was man wofür benutzt (benutzen kann oder aber sollte), ist das
doch egal. :)
Die Schaltung beim Digi-35 hat laut dem Plan mit 100 µF sogar noch einen
relativ kleinen Elko am Ausgang. Die Schalung ist eine einfache
Ausführung des low drop Reglers mit fliegender Versorgung. Auch viele
heute zu kaufende einfache LNGs nutzen das Prinzip.
Die Schaltung mit nur einem Trafoabgriff ist eher etwas für kleine
Leistung.
Direkt 1:1 nachbauen würde ich es aber nicht unbedingt. Man könnte noch
relativ einfach was gegen einen möglichen Spannungspeak bei Einschalten
machen, auch die Stabilität bei ungünstiger kapazitiver Last könnte man
verbessern. Die 2 extra Trafos für die Anzeige könnte man vermutlich
einsparen und eine Anzeige aus der Spannung für den Regler mit
versorgen.
Netzteilanfänger schrieb:> Dann verstehe ich nur nicht warum immer> so auf diese Typen herumgehackt wird.
Nun, das ist leicht erklärlich: Hier treiben sich viele Leute herum, die
zu allervörderst sich brüsten wollen. Da muß er der µC mit der höchsten
Taktfrequenz sein, der OpV mit der höchsten Slewrate, das allerneueste
Bauteil und alles was darunter ist, wird als Mist niedergeschrien. Guck
einfach mal ganz weit oben in diesem Thread, was da so herumgerülpst
wurde: "Tonne auf, Schaltung rein, Tonne zu." - Meinst du, daß man aus
solchen Beiträgen auch nur die allergeringste Sachinformation entnehmen
kann? Ich nicht. Es ist eben viel Pöbelei hier vorhanden. Daran muß man
sich gewöhnen...
Nochwas zur aktuellen Schaltung und dem verwendeten OpV:
Wie du sehen kannst, ist der Leistungs-FET nur ein "Emitterfolger", er
wird also mit dem vollen Hub der gewünschten Ausgangsspannung
angesteuert, er braucht an seinem Gate dazu auch noch ein paar Volt mehr
als die Ausgangsspannung und dieser Gesamthub muß vom OpV aufgebracht
werden, das sind bei 0..15V dann eben so etwa 0..18V am Gate.
Alle modernen OpV's, die RRIO sind (Rail to Rail am Input und Output),
wären da ideal geeignet.. WENN sie denn die nötige Spannungsversorgung
aushalten würden.
Das ist aber nicht so, denn OpV's für RRIO sind fast immer nur für
relativ kleine Versorgungsspannungen gedacht.
Aber bei OpV's, die 30V oder mehr aushalten, hat man am Ausgang zumeist
2 bis 2.5V Mindestabstand zum jeweiligen Rail. Also muß man auf die 18V
noch 2..3 Volt aufschlagen und den OpV damit betreiben, sonst kommt er
am Ausgang nicht hoch genug.
Kommen wir zu den Eingängen: Die Eingänge von IC1b und IC1c müssen mit
Eingangsspannungen von 0 bis 15V zurecht kommen. Also gehen für diesen
Zweck nur OpV's, deren Eingangsspannungsbereich den negativen Rail
beinhaltet.
Bei IC1a ist das fast genau so, denn die Flußspannung der Diode ist ja
nur etwa 1/2 Volt.
Bei IC1d hingegen sind wir am anderen Ende der Fahnenstange: Der soll
den Spannungsabfall des Strom-Meß-Widerstandes abgreifen und dieser
liegt auf 15V. Auch deshalb braucht der OpV eine Versorgung, die
deutlich höher liegt als die Ausgangsspannung, denn der
Common-Input-Bereich umfaßt zwar den negativen Rail, aber NICHT den
positiven Rail.
So, ich denke mal, daß du jetzt etwas besser weißt, wie man für so eine
Schaltung die OpV's auswählen muß, damit sie funktioniert.
Ich würde (wenn nötig) die Schaltung dahingehend verändern, daß ich aus
dem Trafo neben dem üblichen Grätz per 2 Elkos und einem zweiten Grätz
eine Hilfsspannung erzeuge, die ich auf die normale Ausgangsspannung am
LM7815 aufstocke. Daraus würde ich per Widerstand und Z-Diode eine
Versorgungsspannung für die OpV's machen, die etwa 6V über der maximalen
Ausgangsspannung liegt - und damit ist sowohl gewährleistet, daß sowohl
Spannungs- als auch Stromregelung über den vollen Bereich funktionieren,
als auch daß die OpV's vor Netzüberspannung geschützt sind, als auch daß
man die Ausgangsspannung des Trafos nicht zu sehr überdimensionieren
muß, weil damit ja der 7815 bloß unnötig ins Schwitzen kommt.
M. K. schrieb:> Das ist kein Problem..
Doch. Es ist eines. Man kann zwar immer sagen, daß man mit einem
riesigen Netzteil immer auf der sicheren Seite liegt (und was ist, wenn
der Motor mal 8 Ampere bei 12 Volt braucht??), aber eine solche Denke
ist in 99% aller Fälle eben schlichtweg unangemessen.
Und auf das Problem der Unangemessenheit habe ich ja bereits
hingewiesen.
Die meisten Anwendungen für ein Labornetzteil bestehen eben NICHT aus
Motoransteuerungen für 30Volt und 4 Ampere oder so, sondern aus
Probier-Schaltungen, die mit 5V oder 3.3V und ein paar hundert mA
betrieben werden. Da ist es weitaus wichtiger, als Spannungsregler ein
Zehngangpoti zu haben, wo man die Spannung fein einstellen kann, ohne
aus Versehen die Schaltung per Überspannung zu braten. Und in den
häufigen Fällen, wo man auch mal mit Fehlfunktion der getesteten
Schaltung rechnen muß, ist eine Strombegrenzung bei 500mA besser als
eine bei 4 Ampere.
W.S.
Der LM324 hat als OP auch schon seine guten Seiten, vor allem den Preis.
In der Liste der OPs sind neben dem 324 auch noch 358 , 2904, 2902 als
praktisch identische (bzw. 2 fach) Version.
Die Netzteilschaltung vom Anfang ist allerdings schlecht. Das fängt
schon damit an den Laststrom erst einmal über den 7815 zu schicken. Die
Schaltung taugt eigentlich vor allem als schlechtes Beispiel, um aus den
Fehlern zu lernen - mit kleinen Änderungen ist es da nicht getan. Am
besten alles zwischen C1 und C7 vergessen, und selbst C1 ist eher zu
klein dimensioniert.
Die Probleme fangen schon damit an, dass von den 4 wesentlichen
Möglichkeiten für die Endstufe (Emitterfolger, Sourcefolger,
Emitterschaltung, Sourceschaltung) die ungünstigste für ein
Labornetzteil gewählt wurde. Diese Wahl macht die Stromregelung sehr
schwer, die Spannungsregelung leidlich einfach, wenn auch mit hohem
Dropout. D.h. die leidlich funktionierende Spannungsregelung ist nur der
einfache Teil. Dass die Stromregelung nicht richtig funktioniert ist
keine Überraschung und auch nicht so einfach zu beheben.
Lurchi schrieb:> Die Netzteilschaltung vom Anfang ist allerdings schlecht. Das fängt> schon damit an den Laststrom erst einmal über den 7815 zu schicken.
Ich hab den Eindruck, daß du reinweg garnichts über den Sinn dieser
Schaltung verstehen willst.
Mit dem 7815 hat man zum einen die Referenz - und die ist für diesen
Fall gut genug - und man hat auch einen Teil der bei analogen
Labornetzteilen immer auftretenden Abwärme über den 7815 abgeführt. Das
verteilt das Abwärmeproblem auf zwei Bauteile - und das ist günstig.
Apropos: der 7815 ist auch ein billiges Teil und die gesamte
Konstruktion ist dazu gedacht, eben NICHT teuer oder kompliziert zu
sein. Das gilt auch für die auf's Wesentliche reduzierten Bauteil-Werte
(1k, 10k, 100nF usw.)
Lurchi schrieb:> dass von den 4 wesentlichen> Möglichkeiten für die Endstufe (Emitterfolger, Sourcefolger,> Emitterschaltung, Sourceschaltung) die ungünstigste für ein> Labornetzteil gewählt wurde.
Hä? Wo ist deiner Meinung nach der Unterschied zwischen Emitterfolger
und Sourcefolger (wenn man mal vom Unterschied zwischen FET und NPN-Tr.
absieht)? Hier geht's nur darum, daß die Endstufe eben KEINE
Spannungsverstärkung haben soll. Das ist ganz bewußt so gewählt.
Man hätte das Ganze auch mit nem Leistungs NPN Darlington tun können und
der würde problemlos dort hineinpassen - aber billige Leistungs-FET in
TO220 gibt es heutzutage besser als billige Darlingtons in TO220.
Merkst du jetzt was? Nämlich, daß die gesamte Schaltung eben doch besser
durchdacht ist, als du es wahrhaben willst?
W.S.
Lurchi schrieb:> Die Schaltung taugt eigentlich vor allem als schlechtes Beispiel
Nicht nur. Ein Schaltungsdetail kann auch als gutes Beispiel genommen
werden:
Die Stromregelung regelt den Spannungsregler ab, wodurch der bei aktiver
Stromregelung nicht auf Vollgas geht (im Gegensatz zu der oft zu
sehenden Version mit den über Dioden veroderten Reglerausgängen, die
zudem fast immer falschrum arbeiten) und beim Wegfall des Überstromes
gibt es keine Spannungsüberhöhung am Ausgang.
W.S. schrieb:> Mit dem 7815 hat man zum einen die Referenz - und die ist für diesen> Fall gut genug - und man hat auch einen Teil der bei analogen> Labornetzteilen immer auftretenden Abwärme über den 7815 abgeführt. Das> verteilt das Abwärmeproblem auf zwei Bauteile - und das ist günstig.
Wegen des 7815 muss die Rohspannung aber sein als nötig, was zusätzliche
Verlustleistung erzeugt. Der eigentliche Grund für den Einsatz ist ein
anderer, nämlich das Erzeugen einer Spannungsdifferenz zwischen
Rohspannung (=Versorgung des LM324) und der Spannung am Stromshunt
(=Eingang des LM324). Der LM324 kann nämlich nicht an seiner positiven
Versorgung messen.
W.S. schrieb:> daß die gesamte Schaltung eben doch besser> durchdacht ist, als du es wahrhaben willst?
Nöö, finde ich nicht. Insbesondere die schon genannten Tiefpässe sind
nicht durchdacht, sondern schlecht.
ArnoR schrieb:>> Wegen des 7815 muss die Rohspannung aber höher sein als nötig
Nein, die LM324 benötigen einen ähnlichen headroom wie der 7815,
UND zusätzlich die UGS des MOSFET, sie bestimmen also die minimale
Eingangsspannung.
So schlecht ist das Konzept, aus einer schon geregelten Spannung
die Ausgangsspannung bereitzustellen, aber die Elektronik aus einer
höheren Spannung, eben der Eingangsspannung des 7815, zu versorgen
nicht.
Allerdings darf auch diese höhere Spannung nicht über 21.5V liegt,
sonst geht der MOSFET wegen UGS(max) kaputt, und nicht nur 18V
betragen, sonst reicht es nicht für UGS(th) des MOSFETs. Insofern
ist die Beschreibung der Schaltung falsch, die Eingangsspannung
sollte ziemlich genau bei 21V liegen.
Das Hauptproblem der Schaltung sind die weit überzogenen RC Glieder
und C3 und C6, die kleinere Unschönheit ist daß der Stromregler den
Eingang des Spannungsreglers manipuliert statt den Ausgang direkt, und
ob R15 für die Stabilität wirklich wichtig ist, mag ich bezweifeln.
W.S. schrieb:> Die meisten Anwendungen für ein Labornetzteil bestehen eben NICHT aus> Motoransteuerungen für 30Volt und 4 Ampere oder so, sondern aus> Probier-Schaltungen, die mit 5V oder 3.3V und ein paar hundert mA> betrieben werden.
Also deiner Meinung nach sollte ich mein 30V/3A Labornetzteil weghauen
und mir dafür 3-4 Geräte auf den Tisch stellen, die all die
unterschiedlichen Anforderungen erfüllen für den jeweiligen Bereich für
den sie gebaut sind? Yo, das macht ja auch Sinn.
dfg schrieb:> So hat> nach meiner Meinung fast jede Größe Labornetzteil seine Berechtigung,> aber meist müssen halt kräftigere Geräte gar nicht unbedingt im> Kleinbereich hochgenau einstellbar sein - denn da kann man ein genaueres> (Zweit-)Gerät haben.
Das sehe ich ähnlich, heißt aber auch nicht, dass man sich mehrere
Labornetzteile auf den Tisch stellen muss.
Beimir stehen insgesamt zwei Labornetzeile auf dem Tisch: 1
Kommerzielles und 1 Selbstbau. Der Selbstbau war nur weil ich mal eines
bauen wollte, gebraucht hab ich ein zweites noch nie.
M. K. schrieb:> Also deiner Meinung nach sollte ich mein 30V/3A Labornetzteil weghauen> und mir dafür 3-4 Geräte auf den Tisch stellen, die all die> unterschiedlichen Anforderungen erfüllen
Schreib doch keinen Quatsch. Von "weghauen" hat nie jemand etwas gesagt.
Aber im Prinzip hast du Recht: man sollte sich seine Netzteile dem
Einsatzzweck entsprechend auswählen. Wer hauptsächlich mit
Kleinspannungen zu tun hat, wie eben gerade die hier versammelten Leute
mit ihren 5V oder 3.3V Versorgungen, die benötigen eben in den
allermeisten Fällen auch nur ein Netzteil, das nicht mehr als 12 oder 15
Volt liefern kann.
Grad jetzt gibt's nen Parallel-Thread, wo jemand schreibt, daß er für
sein Netzteil für Spannung und Strom jeweils einen Grob- und Fein-Knopf
haben will. Was meinst du, was das für ein Teil wird - in der Benutzung?
Nen Grobknopf von 0..30 Volt und pro Grad Drehwinkel so etwa 0.1 Volt?
Den möchte ich mal sehen, der beim Fehlersuchen am Basteltisch die dafür
nötige Feinmotorik aufbringt, um bei den 3.3V nicht versehentlich mehr
als 3.59V einzustellen.
Wir sind hier mal wieder bei einer Variante des "wer hat den größten..."
angelangt. Gesagt ist schon alles, gelabert bereits viel zu viel, also
beste Zeit, an dieser Stelle aufzuhören.
Mahlzeit sozusagen..
W.S.
Die Widerstand R15 ist schon wichtig für die Stabilität der
Spannungsregelung. Man hat das schnelle Feedback vor dem Widerstand und
nur den eher langsamen Teil direkt vom Ausgang. Damit bekommt man in der
Ausgangsimpedanz als Funktion der Frequenz eine schöne Stufe bei etwa
dem Wert von R15 und eine gutmütigen Phasenverlauf. Der Teil mit R15 ist
sogar gut an der Schaltung.
Der Sourcefolger hat 3 Nachteile gegenüber einem Emitterfolger: Zum
einen braucht man mehr Spannung für an Ansteuerung, d.h. weniger
maximale Ausgangsspannung bei gegebener Eingangsspannung. Das 2. Problem
ist, dass die Steilheit mit mehr Strom zunimmt, dadurch besteht die
Gefahr dass der Ausgang nicht schnell genug runter geregelt wird. Bei
dieser Schaltung wird der 7815 in Serie benutzt um relativ elegant die
beiden Problem zu relativieren. Der 7815 sorgt u.A. für die Notfall
Strombegrenzung. Das 3. weniger kritische Problem ergibt sich bei
kleinen Strömen: da sind die MOSFETs dann recht langsam. Bei höherer
Leistung hätte man dann noch Schwierigkeiten 2 oder mehr MOSFETs
parallel zu nutzen - das geht mit BJTs einfacher.
Ein Labornetzteil für kleine Leistung ist nicht so verkehrt, nur die
Umsetzung.
Das runter regeln der Soll-Spannung durch die Strombegrenzung hat
einiges für sich, geht aber nur gut, wenn die Spannungsregelung schnell
ist. Abgesehen vom langsamen LM324 ist dies hier zumindest für einen
Teil der Fall. Der MOSFET ergibt aber mehr ein Abschalten als runter
regeln - dafür das der 2N7000 gegen 5 K einfach zu viel Gain.
Hallo,
> Gesagt ist schon alles, gelabert bereits viel zu viel, also> beste Zeit, an dieser Stelle aufzuhören.
Oder auch nicht. Ich verfolge seit Jahren jede Diskussion über den Bau
von "Labor"-Netzteilen.Und die laufen immer gleich ab:
- jede vorgestellte Schaltung ist Mist,
- die Schaltungen sind unnötig kompliziert, weil
a) die maximal Ausgangsspannung und / oder der maximale Ausgangsstrom zu
hoch sind
b) die seit Jahrzehnten verwendeten Bauteile sind völlig veraltet sind
und neuere Bauteile viel bessere Werte besitzen
c) die neuen verwendeten Bauteile gar nicht nötig sind, weil ihre
besseren Werte gar nicht benötigt werden und die alten Bauteile oftmals
viel gutmütiger sind
d) (große) Kondensatoren parallel zum Ausgang sind böse
e) (große) Kondensatoren parallel zum Ausgang sind gar nicht so schlimm
- ein Netzteil viel zu billig sind um es selbst zu bauen
- ein Netzteil sollte jeder Elektroniker einmal in seinem Leben gebaut
haben
- u.s.w.
Im Prinzip läuft es fast immer darauf hinaus, das jeder seinen eignen
speziellen Anwendungsfall sieht und somit alle an einander vorbei reden.
Eine Sache ist aber bei jeder dieser Diskussionen interessant: die
richtige Auslegung einer Schaltung für Labornetzteils berührt
offensichtlich grundlegende Probleme von elektronischen Regelungen.
Und genau da habe ich (wie vielleicht viel andere auch) immer die
Schwierigkeit solche Schaltungen zu verstehen und damit zu beurteilen ob
sie was taugen oder nicht.
Wie wäre es denn wenn mal einige der im Forum befindlichen Cracks zeigen
wie es denn richtig geht und mal grundsätzlich zeigen wie man ein
vernünftiges Labornetzteil aufbaut. Vielleicht so in der Art das man ein
einfache Grund(regel)schaltung aufbaut, die bezüglich Ausgangsspannung
und Strom (in vernünftigen Grenzen) erweiterbar ist.
rhf
Roland F. schrieb:> Vielleicht so in der Art das man ein einfache Grund(regel)schaltung aufbaut
So etwas gibt es halt nicht.
Zuverlässige Regelschaltungen sind nicht einfach, auch wenn Hänschen das
gerne hätte, wenige Bauteile, nix exotisches.
Man bekommt gerade noch Spannungsregler hin.
Schon mit Stromregelungen haben viele Leute Probleme, weil sie bei
1
+U +U +U
2
| | |
3
| | Last
4
Poti----|+\ |
5
| | >--+--R6---+--------|I
6
| +--|-/ | | |S
7
| | | Ci |BC547 |
8
| | | | >|--100R--+
9
| | | Rp E| |
10
| | | | | |
11
| +---(----+--Rx---(---------+
12
| | | |
13
| | | Shunt
14
| | | |
15
+------+------------+---------+--o
Ci, Rp und Rx 'vergessen' und nicht berücksichtigen, was der BC547 tut.
Man mag es lieber einfacher, auch wenn es dann schnell kaputt geht.
Hier steht so einiges zum Labornetzteil
http://www.ti.com/lit/an/snoa692/snoa692.pdf
aber die Schaltung ist vielen schon zu kompliziert und die Bauteile zu
modern.
Dieses hier ist eines der billigen (also: einfachst-möglichen)
kommerziellen
https://www.mikrocontroller.net/attachment/88079/labornetzgeraet_sk-1730-1.pdf
auch schon vielen Leute zu kompliziert.
Die http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.1
zeigt viele weitere, aber viele habe ihre Probleme.
Berühmt die ELV Netzteile mit ihren wild eingestreuten Kondensatoren
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.1
Ein klassisches Problem ist die Veroderung von Strom und Spannung: Weil
das Minimum gebildet werden soll, schnellt die Ausgangsspannung ohne
Regelung hoch, z.B. weil Poti gerade wackelt, die Versorgung zuerst
schlapp macht, oder aufgezwungene Eingangspannung (Kurzschluss am
Eingang obwohl Sollwert köher) der OpAmp unter phase reversal leidet.
W.S. schrieb:> Aber im Prinzip hast du Recht: man sollte sich seine Netzteile dem> Einsatzzweck entsprechend auswählen. Wer hauptsächlich mit> Kleinspannungen zu tun hat, wie eben gerade die hier versammelten Leute> mit ihren 5V oder 3.3V Versorgungen, die benötigen eben in den> allermeisten Fällen auch nur ein Netzteil, das nicht mehr als 12 oder 15> Volt liefern kann.
Eben, meistens brauchen die Leute hier nur 3.3V/5V für ihre
Logikschaltungen...und daneben kommt dann nicht grade selten auch noch
ein Stepper dazu und zack ist ein Netzteil, dass mindestens 2A liefern
kann gar nicht so verkehrt. Und auch nicht soo selten sind
OPV-Schaltungen wo der OPV ±12V braucht und schon sind auch die 30V gar
nicht so verkehrt.
W.S. schrieb:> Grad jetzt gibt's nen Parallel-Thread, wo jemand schreibt, daß er für> sein Netzteil für Spannung und Strom jeweils einen Grob- und Fein-Knopf> haben will. Was meinst du, was das für ein Teil wird - in der Benutzung?> Nen Grobknopf von 0..30 Volt und pro Grad Drehwinkel so etwa 0.1 Volt?> Den möchte ich mal sehen, der beim Fehlersuchen am Basteltisch die dafür> nötige Feinmotorik aufbringt, um bei den 3.3V nicht versehentlich mehr> als 3.59V einzustellen.
Von sowas hat bisher noch niemand hier geredet, wie kommste denn jetzt
auf sowas (Grob-/Feineinstellung)? Bisher stand nur die Aussage im Raum,
dass 30V/3A keiner benötigen würde und ich sehe hier sehr wohl einige
Schaltungen, bei denen die 30V Sinn machen und Schaltungen, die 3A Strom
brauchen.
Roland F. schrieb:> Wie wäre es denn wenn mal einige der im Forum befindlichen Cracks zeigen> wie es denn richtig geht und mal grundsätzlich zeigen wie man ein> vernünftiges Labornetzteil aufbaut. Vielleicht so in der Art das man ein> einfache Grund(regel)schaltung aufbaut, die bezüglich Ausgangsspannung> und Strom (in vernünftigen Grenzen) erweiterbar ist.
Gibt es im Prinzip schon: Das Netzteil aus der Funkschau von 1973. Aber
dein Anliegen kann ich gut verstehen. Ich hätte das auch gern mal, dass
so ein Krack wie MaWin und Co mal ein Design eines Labornetzteils
präsentiert mit Beschreibung wie und warum die Auslegung so aussehen
muss/sollte. Auf sowas werden wir aber vergeblich warten da diese Kracks
auch der Meinung sind, sowas muss jeder von sich aus können wenn er nur
ein wenig sein Hirn anstrengt...naja, ein wenig kann ich die Kracks auch
verstehen wenn ich hier die ein und andere Schaltung sehe.
Im Forum gibts Hinweise auf Artikel älterer Funkschaubeiträge. Da ist
auch das alte FS12/1973 daß viel heftige Kritik bekam und auch ein oder
zwei jüngere neue Versionen. Einige Hinweise auf ELV. Dann ist da noch
das LNG30 und das Anatek. Angeblich wurde es schon einmal oder mehr mit
guten Erfolg nachgebaut. Sind diese Designs wirklich so grottig
schlecht, daß sich nicht einmal ein Nachbau zwecks Erfahrungen lohnt?
Die Oszibilder zeigen ein gutes Verhalten beim Ein und Ausschalten. Da
sollten wenigsten keine empfindlichen Schaltungen kaputt gehen. Die
Schaltungen sind nicht kompliziert und verwenden leicht erhältliche
Teile. Wäre es nicht vernünftig solche Schaltungen doch mal aufzubauen
um eigene Erfahrungen zu machen? Den Mc1466L gibt es sogar noch in der
Bucht. Ein Versuch das wirkliche einfache Anatek nachzubauen ist also
nicht unmöglich. Weil die Meinungen hier so extrem auseinander gehen
gibt es nur noch diesen Ausweg weil hier noch nie ein komplettes,
nachbaufähiges Design präsentiert wurde welches die Macheten vom Forum
unbeschadet passierte. So katastroph-fürchterbar können diese
Schaltungen doch wirklich nicht alle sein. Auch sollte man meinen der
Funkschauverlag würde Wert auf einen guten Ruf gelegt haben. So
fahrläßig wird deren Redaktion bestimmt nicht gewesen sein. Man sollte
meinen man würde beim Bau und Inbetriebnahme lernen können.
Man sieht hier auch regelmäßig Berichte wo von schlechten Erfahrungen
mit billigen Import Netzgeräten gesprochen wird. Labornetzgeräte sind
offensichtlich ein Minenfeld kontroverser Erfahrungen.
M. K. schrieb:> Ich hätte das auch gern mal, dass> so ein Krack wie MaWin und Co mal ein Design eines Labornetzteils> präsentiert mit Beschreibung wie und warum die Auslegung so aussehen> muss/sollte. Auf sowas werden wir aber vergeblich warten da diese Kracks> auch der Meinung sind, sowas muss jeder von sich aus können wenn er nur> ein wenig sein Hirn anstrengt...
Nee -das wirst Du aus einem ganz anderen Grund nicht erleben: Angst, von
den wirklich kompetenten Leuten als Schwätzer und Stümper entlarvt zu
werden, dessen einziges Können darin besteht, die Schaltungen Anderer
herunterzumachen.
Heideröslein schrieb:> Nee -das wirst Du aus einem ganz anderen Grund nicht erleben: Angst, von> den wirklich kompetenten Leuten als Schwätzer und Stümper entlarvt zu> werden, dessen einziges Können darin besteht, die Schaltungen Anderer> herunterzumachen.
Ne, das würde ich nicht sagen. In der ein und anderen Situation merkt
man das schon, dass die was drauf haben. Beispiel MaWin, den hab ich ja
eh gefressen aber ich gestehe ihm auch neidlos zu: MaWin hat es fachlich
echt drauf. Didaktisch ist sein Können "für die Tonne" (um es mit seinen
Worten zu sagen) aber fachlich halte ich ihn für einen der Besten hier
im Forum.
M. K. schrieb:> fachlich halte ich ihn für einen der Besten hier im Forum.
Das ist schön, aber es gibt viele MaWin hier, die Moderatoren tun nichts
mehr, also ist nicht jeder Beitrag über dem MaWin (Gast) steht von mir.
Heideröslein schrieb:> Angst, von den wirklich kompetenten Leuten als Schwätzer und Stümper> entlarvt zu werden, dessen einziges Können darin besteht, die> Schaltungen Anderer herunterzumachen.
Ach Kindchen, ich schreibe hier viel fachliches, vor allem rechne ich
einfach mal mit Grundschulkenntnissen nach wo Schwätzer wie du nur
endlos palavern, aber ich kenne meine Grenzen. Eine bessere und auch
noch einfachere Schaltung als die kommerzieller Anbieter bekomme ich
nicht hin. Aber ich habe wenigstens das Wissen um Spreu von Weizen
trennen zu können.
Jeder sollte ein stabiles belastungsfähiges Netzteil aufbauen können mit
ein paar 7805, 7812, 7912 und LM317 Reglern, jeder sollte ein einfaches
kommerzielles Labornetzteil nachbauen können, aber die von Laien im Netz
kursierenden angeblichen Labornetzteilschaltpläne, oje, never tested, um
es mit der hier angebotenen Platine zu sagen.
MaWin schrieb:> es gibt viele MaWin hier, die Moderatoren tun nichts> mehr
Was sollen sie denn auch tun, wenn Du als Gast schreibst?
OK, vermutlich könnten die Moderatoren schon rauskriegen, ob ein Beitrag
vom echten MaWin stammt, aber das würde wohl etwas Aufwand bedeuten.
Erwartest Du wirklich von den Mods, dass sie sich kontinuierlich diesen
Aufwand machen, nur weil Du keine Lust hast, Dich anzumelden?
MaWin schrieb:> die von Laien im Netz> kursierenden angeblichen Labornetzteilschaltpläne,
Typisch sind da ja diese Schaltpläne für ein 30V/3A Netzteil,
welches mit einem 24V/3A Trafo auskommt. Das ist ja schon mit
etwas Kopfrechnen unmöglich.
Die einzige Möglichkeit die heißen Schlachten um LNG FÜR und WIDER
endgültig hier zu beenden, ist, die unter Debatte stehenden erwähnten
Designs mit objektiven Labortests zu belegen und mit den üblichen Daten
renommierter Hersteller wie HP, Agilent, Keysight, R&S zu vergleichen
weil man Geräte solcher Hersteller als den Goldstandard betrachten kann.
Importgeräte aus dem fernen Osten kann man für diese Untersuchungen
größtenteils disqualifizieren weil deren Spezifikationen und
Testbedingungen kaum oder niemals spezifiziert werden und viele Modelle
(praktisch alle) ohne vollständige technische Unterlagen geliefert
werden und nur für wenige Modelle anständige Unterlagen existieren.
Danach dürfte man genug Daten zur Verfügung haben um sich ein
realistisches Bild über die Leistungsfähigkeit von selbstgebauten LNGs
innerhalb der üblichen Rahmenbedingungen zu machen und hoffentlich die
Debatten hier ein für allemal zu beenden.
Meine eigenen selbstgebauten Geräte sind mit meinen HP Geräten durchaus
vergleichbar und infolge früherer Untersuchungen auch technisch bekannt.
Das FS12/73 LNG hat sich mit einigen kleinen Verbesserungen in über 40
Jahren ohne Ausfälle gut bewährt und arbeitet völlig zufriedenstellend.
Dasselbe gilt für das Anatek mit dem MC1466L und das neuere LNG30
welches ich hier vorgestellt hatte und ein früheres diskrete HP LNG
Nachbau mit Transistoren. Eine 30V/10A Version des FS12/73 mit MOSFETs
Leistungsstufe und automatische Trafoumschaltung habe ich auch schon 30
Jahre in Betrieb. Ein 300V HP Nachbau funktioniert auch Bestens.
Jedenfalls ist für mich das Thema abgeschlossen. Gute kommerzielle
Designvorlagen gibt es genug um jede Ansprüche befriedigen zu können.
Wer neuere HP Designs wie die E36xx Derivate nachbauen möchte findet
genug Service Unterlagen und Schaltungsdetail um eine eigene Version
abkupfern zu können. So braucht man nicht einmal das verpönte FS12/73
als Vorlage.
Ich will niemand hier auf die Zehen treten. Aber ich habe genug von der
ganzen Rederei hier. Wer wirklich das Können hat und Willens ist ein
zeitgemäßes komlettes Design hier zum Nachbau publizieren, soll das mal
tun und würde wahrscheinlich die Gemüter hier beruhigen und vielleicht
den Neulingen hier eine praktische Starthilfe geben. Neulinge brauchen
am Anfang nette Erfolge und bei einem Nachbau lernt man auch viel wenn
man die richtige Einstellung und Neugier hat. Mit Ingenieur Niveau
Theorien wird denen nicht unbedingt geholfen. Sie brauchen
verständliche, komplette Erklärungen um das Warum und Wieso zum Anfang.
Computersimulationen sind auch gefährliches Pflaster und man muß schon
sehr viel Erfahrung haben um realistische Resultate Produzieren zu
können.
Sonst bleiben nur die debattierten Designs und die Unterlagen
renommierter Hersteller. Eigenes Design mit Analyse und Verifizierung
beanspricht sehr viel Engagement und Zeit und Labormeßmittel. Da muß man
schon sehr viel Motivation und Ressourcen haben um das vollständig
durchzuziehen. Ich mußte das mal sagen.
Schöne Woche noch und Grüße,
Gerhard
W.S. schrieb:> wo jemand schreibt, daß er für> sein Netzteil für Spannung und Strom jeweils einen Grob- und Fein-Knopf> haben will. Was meinst du, was das für ein Teil wird - in der Benutzung?> Nen Grobknopf von 0..30 Volt und pro Grad Drehwinkel so etwa 0.1 Volt?
Grob von 0 auf 270 Grad Drehwinkel, Fein von 0 bis 270 Grad und mit
einer
maximalen "Reichweite" von 1,5 Volt...
Ein 10-Gang-Pot ist eine Option, allerdings lässt sich das nicht so
schnell hinunter- oder hinaufkurbeln, was bei manchen Tests unerlässlich
ist...
Gerhard O. schrieb:> vielleicht> den Neulingen hier eine praktische Starthilfe geben. Neulinge brauchen> am Anfang nette Erfolge und bei einem Nachbau lernt man auch viel wenn> man die richtige Einstellung und Neugier hat. Mit Ingenieur Niveau> Theorien wird denen nicht unbedingt geholfen. Sie brauchen> verständliche, komplette Erklärungen um das Warum und Wieso zum Anfang.
Volle Zustimmung!
Full Ack!
M. K. schrieb:> Das sehe ich ähnlich, heißt aber auch nicht, dass man sich mehrere> Labornetzteile auf den Tisch stellen muss.
Nein, heißt es nicht. Nur, daß man kann. (Ich hatte nie behauptet, daß
eines nicht reicht, wenn es alle Anforderungen erfüllt. Ganz im
Gegenteil hatte ich alle Möglichkeiten, von Einzel- über Zweit-Gerät bis
hin zu einem Park diverser Geräte - als potentiell sinnvoll
dargestellt...)
Jeder sollte sich zulegen, was er braucht - und im Idealfall freilich
nmnl. Aber dieses Ideal wird halt aus diversen Gründen teils weit
verfehlt.
Sich darüber aufzuregen - ist doch zwecklos.
Aber (siehe oben) aus stark subjektiv beeinflußten Gründen...
(In ca. Manier: "Ich brauche doch auch nur ein ... - wozu / wofür soll-
test Du mehr brauchen?" Falls daraufhin einer eine Anwendung nennt,
dann auch noch: "Sowas braucht keiner / baut man nicht selbst.")
[als ließe sich jemand anderes dadurch überzeugen, wenn er doch WILL]
...also bei so einer variablen Thematik, und den vielen möglichen
Anwen-dungen, irgendwem die max. U und V, sowie Features, oder Anzahl,
seines / seiner LNG diktieren zu wollen - ist dann doch noch viel
sinnfreier...
...als nur "für sich selbst / in sich hinein zu schimpfen".
Einen Sinn hätte nur Georgs Weg: Alle denkbaren Parameter ermitteln, von
(allen nur) möglichen Eigenbau- oder aber Kauf-Geräten, wo immer diese
unbekannt sind - und möglichst breit publizieren.
Dann kann man (zumindest, wenn man schon "so weit ist", im Hobby - oder
als Profi) noch viel flexibler passende Geräte wählen.
(Ein Teil der absoluten Anfänger wird freilich weiterhin unpassende,
unzureichende oder aber übertriebene Geräte bauen oder kaufen - damit
muß man leben. Keep Cool! ;-)
dfg schrieb:> ...also bei so einer variablen Thematik, und den vielen möglichen> Anwen-dungen, irgendwem die max. U und V, sowie Features, oder Anzahl,> seines / seiner LNG diktieren zu wollen - ist dann doch noch viel> sinnfreier...>> ...als nur "für sich selbst / in sich hinein zu schimpfen".
Knuffig.
Haette ich auch gern.
malsehen schrieb:> Haette ich auch gern.
Dann hol´s Dir. Ist ja nicht wirklich tragisch, zu versuchen,
persönliche Vorstellungen und Vorlieben (in Bezug auf LNG) anderer durch
eine ganz spezielle eigene zu ersetzen - leider halt wirklich sinnlos.
> Knuffig.
Ich fand halt (trotz meiner unübertroffenen Gutmütigkeit) die
ultra-langen Überzeugungsversuche, dann auch noch gebetsmühlenartig
wiederholt, irgendwann nervig. Und Du vermutlich meine ultra-höfliche
(und zu diesem Zweck weit auszuholen gezwungene) Art, das kundzutun...
Klick - Standardantwort 4.37 auf verwaschene Beschimpfung laden - knarz:
"Syntax Error"
Sollte ich Dich falsch verstanden haben, bitte ich um eine
Richtigstellung
bzw. Erklärung. Dazu, und folgend, empfehle ich die Bildung minimal
längerer Sätze mit deutlich aussagekräftigeren Satzteilen bzw.
Wortarten, oder die Verwendung wirklich eindeutig zuzuordnender Phrasen.
Bis die Frage,
MfG
Ach, und solltest Du gar nicht verstanden haben worauf ich anspielte
(bei so viel "Gewäsch" meinerseits möglich bis sogar wahrscheinlich):
Auf die weiter oben schon von mir eingegangene falsche Behauptung, 12V
0,5A, 9V 1A, 5V 1,5A, oder 3,3V 2A (so in dem Bereich halt) würden für
mindestens (!) 99% der Anwendungen reichen. Alles andere praktisch
Unfug.
Der User hatte sich zwar schon (länger) "deutlich verabschiedend"
zurückgezogen, aber ich konnte nicht dazu schweigen...
So, jetzt aber (mit halb geschl. Augen und wackelnd): Ab in die Falle.
:)
Gerhard O. schrieb:> Das ist ein HP6209B. 0-300V, 0-120mA> SCR vorgeregeltes Konzept.>> Hier ist der Manual Link:>> http://drco.pairserver.com/manuals/6209B.pdf>> Hier ein paar Bilder davon:>> Beitrag "Re: Zeigt her eure Kunstwerke (3)"
Hallo Gerhard,
vielen dank für die Informationen, das ist schon ein interessantes
Gerät!
Gruß Volker
Hallo Gerhard,
> Habe mich vertippt. Es ist ein HP6209B.
Jetzt muss ich doch mal interessehalber fragen: wofür setzt du das Gerät
ein? Außer für Röhrenschaltungen fällt mir da nicht ein.
rhf
Roland F. schrieb:> Hallo Gerhard,>>> Habe mich vertippt. Es ist ein HP6209B.>> Jetzt muss ich doch mal interessehalber fragen: wofür setzt du das Gerät> ein? Außer für Röhrenschaltungen fällt mir da nicht ein.>> rhf
Elektronenmikroskopie wäre auch noch ne Idee. Da hatte ich mal ein
Projekt wo der Verstärker am Ausgang ±120 VDC machen musste.
Irgendwelche Zwischenkreisgeschichten laufen, meine ich (hab davon null
Ahnung), auch mit solch hohen DC-Spannungen. Da könnte man so ein
Netzteil auch zum Testen verwenden. Wenn HP sowas von der Stange
anbietet gibts sicher noch viel mehr Anwendungsgebiete.
Roland F. schrieb:> Hallo Gerhard,>>> Habe mich vertippt. Es ist ein HP6209B.>> Jetzt muss ich doch mal interessehalber fragen: wofür setzt du das Gerät> ein? Außer für Röhrenschaltungen fällt mir da nicht ein.>> rhf
Hallo Roland,
nicht sehr oft. Es ist schon selten, dass man so ein LNG mit diesem
Spannungsbereich braucht. Ich baute es damals (um 1990) aus Interesse
an so einem Design Konzept mit SCR Vorreglung und für paar zukünftige
(Röhren) Projekte mit Nixies oder Panaflex/Beckman Displays und zum
Betrieb von Spezialteilen.
Falls Du Dich wundert wie ich es schaffe die Kontaktfinger der
Leiterplatten zuverlässig bleiben zu lassen, dann möchte ich auch dieses
Geheimnis preisgeben;-) Ich verwende zur Konservierung der versilberten
Fingeroberflächen das Spezialkontaktmittel von M.G. Chemicals mit P.P.E.
Das hat die Eigenschaft sich in die Poren des Metalls festzusetzen und
die Kontakte für Jahrzehnte vor Oxydation zu schützen. Bis jetzt hat das
LNG seit dem Bau in 1990 ohne Wackelkontakte immer zuverlässig
funktioniert.
Ich brauche es typisch nur ein paar Mal im Jahr. Das letzte Mal vor 2
Monaten beim der Inbetriebnahme einer Avionics Display Baugruppe ohne
eigenen Spannungswandler für die Beckman Displays. Es ist auf jeden Fall
nützlich so ein LNG zu haben wenn man es wirklich mal zufällig braucht.
Jetzt ist die Wahrheit offengelegt;-)
Gruesse,
Gerhard
Hier der funktionsfähige Originalschaltplan vom Labornetzgerät mit dem
LM324 von 1981.
Doppel-Netzteil-LN2
Das LN2 Liefert zwei galvanisch vollständig voneinander getrennte,
stabilisierte Ausgangsspannungen (nur eine Hälfte dargestellt), die
stufenlos von 0 bis 20 Volt einstellbar sind. Der maximal entnehmbare
Strom beträgt 2,5 Ampere. Aufgrund der getrennten Ausgänge können die
Ausgangsspannungen bei Bedarf hintereinander geschaltet werden. Der
Spannungsbereich erhöht sich dann auf 0 bis 40 Volt (Strom maximal 2,5
A). Ebenso können die Ausgänge parallel geschaltet werden, so dass ein
Höchststrom von bis zu 5 Ampere entnommen werden kann (im
Spannungsbereich 0 - 20 Volt).
Obwohl keine negative Hilfsspannung vorhanden ist, lässt sich die
Ausgangsspannung bis auf Null hinunter regeln. Die elektronische
Strombegrenzung wird durch eine rote Leuchtdiode D4 angezeigt (N2 =
Komparator). Die Schaltung liefert in diesem Fall einen konstanten
Ausgangsstrom. Das Strombegrenzungspotenziometer P1 wird als Tandempoti
ausgeführt (gemeinsame Achse, P1a und P1b). Je ein Poti für ein
Netzteil.
Die Stabilität der Ausgangsspannung liegt bei ca. 0,05%, d.h. dass
selbst bei schlagartigem Wechsel auf Volllast die Ausgangsspannung
lediglich um etwa 10mV absinkt. Netzbrummen wird nahezu vollständig
unterdrückt. Falls ein Amperemeter eingesetzt wird, sollte es zwischen
Emitter von T1 (2N3055) und Ausgang eingebaut werden, damit der
zusätzliche Spannungsabfall am Amperemeter von N4 ausgeregelt werden
kann. Für den 2N3055 muss ein Kühlkörper (max. 1,0 C°/Watt) mit
Glimmerscheibe eingesetzt werden.
Da für die Referenzdiode D1 (1N823, 825, 827 oder ZTK 6V8) ein
temperaturkompensierter Typ verwendet wird, ist auch bei wechselnden
Umgebungstemperaturen eine hohe Langzeitkonstanz gewährleistet.
Die Bauteile für zwei Netzteile außer der Netztrafo (Sekundär: 2x18V~
und 2x4A) finden auf einer Eurokarte 100mm x 160mm Platz (Layout nicht
vorhanden).
Von eine Strom- oder Spannungsüberzüchtung ist abzuraten. Bei höheren
Ausgangsspannungen, muss die Versorgungsspannung für den LM324 mit einer
Z-Diode begrenzt werden. Mehr als 25 Volt Ausgangsspannung lassen sich
dadurch nicht erreichen. Bei einer Stromerhöhung mit zwei parallel
geschalteten 2N3055 mit je einen 0,1 Ohm Emitterwiderstand, muss noch
ein zusätzlicher Treibertransistor eingefügt werden. Sowohl der
Spannungsabfall, als auch die Verlustleistung an den beiden 2R2
Widerständen werden dadurch deutlich erhöht.
Fazit: Um kleine selbstgebaute Schaltungen zu testen, ist dieses
Doppel-Netzteil optimal geeignet.
Ralf L. schrieb:> Obwohl keine negative Hilfsspannung vorhanden ist, lässt sich die> Ausgangsspannung bis auf Null hinunter regeln.
Kaum zu glauben, ein 2N3055 hat schon einen kleinen Leckstrom, wenn der
so um die 10 uA groß ist (lt. Datenblatt darf er bis zu 700 uA groß sein
wenn ich mich recht entsinne) hat man schon ne Ausgangsspannung von 50
mV im unbelasteten Zustand (Leckstrom fließt über die Last bzw. P3). Im
Alltagsgebrauch dürfte das aber in der Tat nicht stören. Schönes Gerät,
sollte in der Tat weite Teile abdecken können.
Ralf L. schrieb:> Hier der funktionsfähige Originalschaltplan vom Labornetzgerät mit dem> LM324 von 1981.
Tja, 20V raus, UBE bei 2.5A vom 2N3055 1V, UBE vom 2N1613 0.7V,
Spannungsabfall an R7 vernachlässigt, output voltage swing vom LM324 2V
unter Versorgung, macht minimal nötige Versorgung von 20+1+0.7+2 =
23.7V.
Trafo 18V nach Gleichrichtung (*1.414-2) = 23.452V, da sind die ca. 5V
Spannungsverlust pro Halbwelle durch den 4700uF Elko an 2.5A noch nicht
mal mit drin, und auch nicht daß die Netzspannung und damit
Trafoausgangsspannung auch mal 10% unter 230V liegen darf.
Das Netzteil ist also unzureichend dimensioniert. Immerhin hatte man
damals 220V und heute 230V, so daß damals die -10% Netzspannungstoleranz
kritischer waren.
(Maximalspannung im Leerlauf übrigens 18*1.1*1.414*1.1 = 30.7V und damit
knapp unter den 32V absolute maximum des LM324, mehr dürfte der Trafo
also auch nicht haben, bei 230V wird es schon kritisch).
Leider wimmelt es von solchen Geräten, die nur im Leerlauf die volle
Spannung liefern, und unter Vollast merkt man kaum wenn die Spannung
1/100-sekundenweise periodisch einbricht, denn wer guckt schon mit dem
Skope nach.
Ja, ich weiss, wieder Kritik, aber Labornetzteile sind halt schwierig.
M. K. schrieb:> Ralf L. schrieb:>> Obwohl keine negative Hilfsspannung vorhanden ist, lässt sich die>> Ausgangsspannung bis auf Null hinunter regeln.>> Kaum zu glauben, ein 2N3055 hat schon einen kleinen Leckstrom, wenn der> so um die 10 uA groß ist (lt. Datenblatt darf er bis zu 700 uA groß sein> wenn ich mich recht entsinne) hat man schon ne Ausgangsspannung von 50> mV im unbelasteten Zustand (Leckstrom fließt über die Last bzw. P3). Im> Alltagsgebrauch dürfte das aber in der Tat nicht stören. Schönes Gerät,> sollte in der Tat weite Teile abdecken können.
Die 50mV Restspannung würde mich im normalen Alltagsbetrieb auch nicht
stören obwohl ich jetzt versucht bin darauf hinzuweisen, dass HP oft
gleich nach dem Längstransistor einen 12K Widerstand nach Masse
eingebaut hatten um diesen Leckstrom unschädlich zu machen.
Der einzige Vorbehalt wäre für mich das SOA Verhalten des 2N3055 bei
2.5A. Da hätte ich wahrscheinlich zur Sicherheit doch zwei 2N3055 in
Parallel eingebaut. Aber ohne im Datenblatt nachzuschauen kann ich das
jetzt auch nicht abschätzen ob der 2N3055 da noch bei Kurzschluss sicher
ist.
Welche Zeitschrift und wann publizierte diesen LNG Bauartikel?
Michael B. schrieb:> Ja, ich weiss, wieder Kritik, aber Labornetzteile sind halt schwierig.
Deine Analysis in Ehren. Aber das merkt der Benutzer sowieso gleich wenn
bei hoher Belastung die Spannungsdifferenz nicht mehr ausreicht. Damit
muss man halt bei so einem Design leben und wenn sonst alles richtig
funktioniert ist es nicht das Ende der Welt. Für ein Selbstbaugerät
jedenfalls keine Schande.
Aus diesem Grund ist mir die HP Architektur sympathischer weil gerade
diese Probleme dort nicht direkt auftreten und es keine Obergrenze der
OPV Versorgung gibt. Das ist der Grund warum ich die HP Architektur mit
Nullbezugspunkt auf der Ausgangsspannung bevorzuge und ein klarer
Gewinner (für mich) ist, weil der Spannungsbereich in dieser Hinsicht
überhaupt keine Rolle mehr spielt. Es ist gleichgültig ob man ein 0-7V
oder ein 0-1000V LNG baut. Die CV/CC Regelschaltung ist davon nicht
direkt betroffen. Natürlich muss noch viel Aufwand getrieben werden die
Spannungsfestigkeit und Verlustleistung der restlichen Elektronik im
Griff zu haben. Aber am Prinzip ändert sich nichts.
Siehe übrigens App Note 90 von HP.
http://www.mikrocontroller.net/attachment/188853/HP5989-6288EN.pdf
Ralf L. schrieb:> Hier der funktionsfähige Originalschaltplan vom Labornetzgerät mit dem> LM324 von 1981.
Stutzig werd...
:)
Genau diese Schaltung, allerdings mit B084 (TL084) und KD503 als
Längstransistor ist auch in der Zeitung "Funkamateur" veröffentlicht
worden. Das ist seit Jahrzehnten mein Garagennetzteil, um da auch etwas
als Spannungsquelle zu haben.
So sieht man sich wieder
MfG Paul
Gerhard O. schrieb:> Die 50mV Restspannung würde mich im normalen Alltagsbetrieb auch nicht> stören obwohl ich jetzt versucht bin darauf hinzuweisen, dass HP oft> gleich nach dem Längstransistor einen 12K Widerstand nach Masse> eingebaut hatte
Genau. Das übernimmt hier automatisch der 5k Trimmer (P3).
Gerhard O. schrieb:> Der einzige Vorbehalt wäre für mich das SOA Verhalten des 2N3055 bei> 2.5A. Da hätte ich wahrscheinlich zur Sicherheit doch zwei 2N3055 in> Parallel eingebaut.
Um Angst zu vermeiden, sollte man das evtl. tatsächlich umsetzen, oder
zwei Transistoren im moderneren TO220 Gehäuse parallel einsetzen
(natürlich mit Emitterwiderstände).
Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann die Ausgangsspannung auch noch
auf 15V reduzieren. Dann reichen die 18V~ am Eingang auf jeden Fall aus.
M. K. schrieb:> Das Gerät sollte in der Tat weite Teile abdecken können.
Richtig. Und es wird keine negative Hilfsspannung benötigt.
Gerhard O. schrieb:> Welche Zeitschrift und wann publizierte diesen LNG Bauartikel?
Die Zeitschrift gab es im DIN A5 Format und hieß "ok-elektronik Bausätze
und Sortimente" Jahrgang 80/81 mit Sitz in Osnabrück.
Ralf L. schrieb:> Die Zeitschrift gab es im DIN A5 Format und hieß "ok-elektronik Bausätze> und Sortimente" Jahrgang 80/81 mit Sitz in Osnabrück.
Hallo Ralf,
könntest Du bitte die paar Seiten hier als Scan posten? Ich glaube
nicht, dass nach 36 Jahren sich noch jemand aufregen würde.
Es wäre ganz interessant die Beschreibung zu lesen um die
Designhintergründe verstehen zu können und was sich der Autor dabei
gedacht hat.
Ralf L. schrieb:> Fazit: Um kleine selbstgebaute Schaltungen zu testen, ist dieses> Doppel-Netzteil optimal geeignet.
Man vermisst in der Schaltung ja die Kondensatoren, mit denen eigentlich
in allen ähnlichen Schaltungen die Regelung stabilisiert werden.
Und richtig, es schwingt schon bei der Spannungsregelung auch, ln2a.gif.
Man mag darüber streiten, ob der LT1013 so gut den LM324 simuliert, aber
eigentlich ist er nichts als eine genauere Version davon.
Man kann das mit 2nF stabilisieren, lm2b.gif.
Kommt die Stromregelung hinzu, ist natürlich auch die instabil, ln2c.gif
Auch das bekommt man mit 220pF in den Griff, damit ist es in lm2d.gif
stabil.
Alles nur Simulationen, für die Realität muss man die Kondenstaorwertee
mit Oszilloskop und geschalteten Lasten wohl an maximale
Nachregelgeschwindigkeit bei minimalem Rumschwingen anpassen. Aber das
Ergebnis ist nicht so schlecht wenn man es aus einem 24V Schaltnetzteil
versorgt, um der oben aufgezeigten Trafoproblematik aus dem Weg zu
gehen.
Und möglichst ordentliche Bandgap-Referenzen verwenden statt 3.3V
Z-Dioden bzw. dem altertümlichen Aufwand an der 6V2.
Michael B. schrieb:> Alles nur Simulationen, für die Realität muss man die Kondenstaorwertee> mit Oszilloskop und geschalteten Lasten wohl an maximale> Nachregelgeschwindigkeit bei minimalem Rumschwingen anpassen. Aber das> Ergebnis ist nicht so schlacht.
Finde ich großartig, dass Du Dir die Arbeit mit der Simulation gemacht
hattest. Wahrscheinlich besteht auch eine gewisse Abhängigkeit des
dynamischen Verhaltens mit der Aufbauverdrahtung und muss individuell
für jeden verschiedenen Aufbau optimiert werden. In der Hinsicht sollte
man Netzteile verdrahtungsmaässig ähnlich sorgfältig planen wie
NF-Leistungsverstärker.
Beim LNG30 Design ergaben sich durch ungünstige Platzierung der
HF-Abblock Keramik Cs an den Buchsen kleine parasitäre Überschwinger die
erst durch Entfernen jener Cs von der Frontplatte eliminiert werden
konnten. Diese Überschwinger hatten eine Rise-Time von ein paar hundert
ns und rührten NICHT vom LM324 und der restlichen Schaltung her. Die
Induktivität zusammen mit den KerKos verursachten Schwingkreisresonanzen
im Mhz Bereich die durch Impuls Stromveränderungen angestoßen wurden.
Obwohl ich langjährige HF-Erfahrung hatte, "klickte" es bei mir nicht
weil diese Möglichkeit einfach nicht am Radar meiner Erfahrungen
auftauchte;-)
Es war ein reines Aufbau-Verdrahtungsproblem und zeigt deutlich, dass
man bei der Verdrahtung solche potenziellen Problemverursacher
peinlichst durch zweckmäßigere Verdrahtungstechnik tunlichst vermeiden
sollte und auch diesen Teil sorgfältig planen sollte.
Gerhard O. schrieb:> könntest Du bitte die paar Seiten hier als Scan posten?
Hier die erste Seite. Die zweite Seite ist der Schaltplan (siehe oben)
und die dritte Seite wäre die Stückliste gewesen (nicht mehr
erforderlich, weil die Werte bereits im Schaltplan eingetragen wurden).
Michael B. schrieb:> Man vermisst in der Schaltung ja die Kondensatoren
Ja, aber vielleicht ist der LM324 auch langsamer als der moderne LT1013.
Trotzdem sehr aufschlussreiche Simulationen :)
Natürlich kann man jetzt anfangen die Kiste mit modernen Bauelementen
hochzuzüchten und super Spannungsreferenzen einzubauen (braucht man das
wirklich?). Statt eine 3V3 Z-Diode würde ich höchstens noch eine 6V2
Z-Diode einsetzen, weil sie von Hause aus relativ temperaturstabil ist.
Ralf L. schrieb:> Statt eine 3V3 Z-Diode würde ich höchstens noch eine 6V2> Z-Diode einsetzen, weil sie von Hause aus relativ temperaturstabil ist.
Danke Ralph,
ich glaube nicht, dass das notwendig ist, solange man keine hohen
Anforderungen an Langzeitkonstanz des eingestellten Strom stellt.
Ansonsten sind TL431C im TO-92 Gehäuse ziemlich billige und vielseitige
"Zenerdioden" mit relative guter Stabilität.
Ich würde nichts am Design ändern.
"If it works, don't break it"
Gerhard O. schrieb:> Ich würde nichts am Design ändern.
Ich würde auch nichts mehr als Design ändern. Das Netzteil läuft zur
Zufriedenheit des Besitzers, da macht eine Änderung schlicht keinen
Sinn.
Ralf L. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> "If it works, don't break it">> Oder: Don't stop running system. Die TL431 wäre tatsächlich noch eine> sehr gute Alternative.
Im LNG30 verwende ich eine TL431C als Spannungsreferenz für U/I. Für
mich reicht die Langzeitstabilität. Im alten FS12/73 habe ich zwei
1N823A eingebaut. In 99.9% aller Anwendungen meiner LNGs ist das
ziemlich unwichtig. Es ist extrem selten, dass ich super stabile
Spannungen brauche. Und wenn dann hilft mir der Fluke 335 aus;-)
Da wäre es eigentlich nützlicher, eine Batterie betriebene einstellbare
Spannungsreferenz und Kelvin-Sensing zu bauen die dann kaum noch
Ansprüche unbefriedigt lassen. Ich beschränke mich bei meinen LNGs nur
auf das Wesentliche.
Sonst wuerde ich mir ganz gerne ein E3631A mit Bussteuerung zulegen
wollen wenn ich mal was automatisieren müsste. Mir selber ein uC
gesteuertes LNG bauen ist nicht gerade hoch auf meiner Liste. Ich
bevorzuge direkt einstellbare Kontrollen. Immer digitales Zeugs zwischen
Fingern und "ausführendes Organ" zu haben ist mir irgendwie
unsympathisch.
Die fehlenden Kondensatoren beim doppel LNG mit 2N3055 macht mich auch
stutzig. Damit es nicht gleich schwingt ist mindestens etwas
Kompensation sehr zu empfehlen. Sonst ist die Schaltung eine der
Grundlegenden Varianten: sehr einfach, aber noch mit einigen Schwächen.
Mit etwas zusätzlicher Kompensation (etwa so wie in den LTspice
Simulationen oben gezeigt) kann wenigstens sowohl die Spannungsregelung
als auch die Stromregelung stabil sein. Bei schwierigen Lasten kann es
trotzdem noch Probleme geben.
Der LT1013 ist auch nicht wesentlich schneller als der LM324, nur halt
mit weniger Übernahmeverzerrungen und deutlich präziser und teurer. Für
die Simulation ein guter Ersatz, weil das Modell schon dabei ist.
Gerhard O. schrieb:> Sonst wuerde ich mir ganz gerne ein E3631A mit Bussteuerung zulegen> wollen wenn ich mal was automatisieren müsste. Mir selber ein uC> gesteuertes LNG bauen ist nicht gerade hoch auf meiner Liste. Ich> bevorzuge direkt einstellbare Kontrollen. Immer digitales Zeugs zwischen> Fingern und "ausführendes Organ" zu haben ist mir irgendwie> unsympathisch.
Ist bei mir ähnlich aber an meinem Selbstbau-LNG hab ich auch einen uC
zwischen. Ist recht nett für Langzeittest z.B. die Lastaufnahme mit zu
loggen oder mal ne Kurve durch zu fahren (Vorgabe über RS232
übermittelt). War bei mir bisher aber auch nur mehr Spielerei statt
Notwenigkeit.
Hallo zusammen,
wollte auch noch meinen Senf dazu tun.
Die Netzteilschaltung von Franz Leschner vom 16.10.17, 15.04
sieht mir doch sehr nach dem 'ELO-Netzteil 2' aus. Die Schaltung
habe ich mal angehängt. Stammt aus ELO 03.1979 S.61 ff. Habe es nie
probiert, wird aber über den Klee gelobt; wie so üblich.
Es befand sich noch in den Tiefen meiner Akten..., kann (könnte) man
ja immer mal brauchen; auch wenn es ewig alt ist.
73
Wilhelm
PS: Ich habe es nicht geschafft, das Bild kleiner zu machen.
Als *.jpg nicht zu lesen, als *.tiff riesengross.
Ausserdem schaffe ich es nicht, über die Threadnummer zu
referenzieren.
Sorry
Hallo,
Wilhelm S. schrieb:> Die Netzteilschaltung von Franz Leschner vom 16.10.17, 15.04> sieht mir doch sehr nach dem 'ELO-Netzteil 2' aus. Die Schaltung> habe ich mal angehängt. Stammt aus ELO 03.1979 S.61 ff. Habe es nie> probiert, wird aber über den Klee gelobt; wie so üblich.
damals in meiner Jugend hatte ich diese Schaltung auf der Basis eines
schon vorhandenen 'ELO-Netzteil 1' nachgebaut. Unter Verwendung des
vorgeschlagenen Platinenlayouts.
Allerdings wurde ich damit nicht glücklich, denn das Konstrukt war mehr
Oszillator als Netzteil, ein Freund machte damals die gleichen
Erfahrungen. Etwas später gab es noch Hinweise in der ELO, wie man die
Schwingneigung abstellen könnte. Der Erfolg dieser Modifikationen
(Kondensatoren) war eher mäßig. Auf Nachfrage bei der Redaktion wurden
noch bestimmte Chargen des LM324 als "schwingfreudig" deklariert.
Mit unseren damaligen Fähigkeiten als Schüler, und ohne Oszilloskop war
das Netzteil nicht zuverlässig zum Funktionieren zu bringen.
Möglicherweise hatte die Leitungsführung zum Leistungsteil ebenfalls
einen Einfluß.
Gruß,
Bernhard
Bernhard D. schrieb:> Allerdings wurde ich damit nicht glücklich, denn das Konstrukt war mehr> Oszillator als Netzteil,
Bei einem so kleinen Ausgangs-C von 0.1uF wäre eine Oszillation nicht
unerwartet. Da müssten mindesten 22uF oder groesser vorhanden sein.
Die Schaltung von Franz Leschner vom 16.10.17, 15.04 und das ELO-2
Netzteil haben vor allem die fehlenden Kondensatoren zur Kompensation
gemeinsam. Sie sind schon ähnlich, unterscheiden sich aber bei der
Stromregelung schon deutlich. Die ELO2 Version ist nicht besonders
Präzise (Sicherung hinter der Spannungsrückkopplung, 1N4148 als
Spannungsreferenz für die Stromregelung), hat aber etwas für sich.
Die fehlende Kompensation und andere kleinere Schwächen ließen sich bei
beiden Schaltungen wohl bereinigen, um so zu einer brauchbaren Schaltung
zu kommen. Die passenden Kondensatoren für die Kompensation zu finden
kann man heute an Hand einer Simulation eigentlich relativ einfach.
Früher (in den Zeiten aus denen die Schaltungen stammen) war das schon
schon etwas schwieriger und wurde zum Teil experimentell gemacht -
probieren in der Simulation ist ähnlich, aber schneller. Man hat in der
Simulation aber auch mehr Möglichkeiten und kann so systematischer die
passenden Werte finden.
Beim ELO Netzteil 2 ist die Stromregelung halb fliegend, der Shunt und
beide Eingänge des OPs bewegen sich mit der Ausgangsspannung. Dies sorgt
dafür, dass ein Kondensator zur Kompensation der Strom Regelschleife
(Ausgang zum inv Eingang von OP D) nicht groß umgeladen werden muss wenn
sich nur die Spannung ändert. Damit kann die Stromregelung schneller
werden als in der anderen Schaltung. Allerdings wird als Nachteil eine
Fliegende Referenzspannung benötigt. Bei sehr kleiner Ausgangsspannung
kann das nicht mehr Funktionieren. Um wirklich gut zu werden wird eine
negative Versorgung benötigt, wenigstens etwa -0.5 bis -1 V.
Gerhard O. schrieb:> Bei einem so kleinen Ausgangs-C von 0.1uF wäre eine Oszillation nicht> unerwartet. Da müssten mindesten 22uF oder groesser vorhanden sein.
Weshalb? Es ist überhaupt nicht einzusehen warum das zwangsläufig so
sein muß!
Selbst der olle LM317 regelt mit, je nach Datenblatt und Schaltung 0,1
bis 1µF am Ausgang, schwingungsfrei. Und dem armen Kerl steht dabei
nicht einmal eine richtige feste Masseverbindung oder
Versorgungsspannung zur Verfügung.
Lurchi schrieb:> Die passenden Kondensatoren für die Kompensation zu finden kann man> heute an Hand einer Simulation eigentlich relativ einfach. Früher (in> den Zeiten aus denen die Schaltungen stammen) war das schon schon etwas> schwieriger und wurde zum Teil experimentell gemacht - probieren in der> Simulation ist ähnlich, aber schneller. Man hat in der Simulation aber> auch mehr Möglichkeiten und kann so systematischer die passenden Werte> finden.
Na ja, zwischen Simulation und Wirklichkeit liegt dann noch der
Realitätsschock.
Wer in Regelungstechnik aufgepasst hat, der sollte noch wissen, wie man
z.B. aus der Sprungantwort der realen Schaltung die genau passende
Kompensation aus R und C dimensioniert.
Wer an den Ausgang aber einem LC Schwingkreis anschliesst, bekommt immer
einen schönen Oszillator.
Bernhard D. schrieb:> llerdings wurde ich damit nicht glücklich, denn das Konstrukt war mehr> Oszillator als Netzteil, ein Freund machte damals die gleichen> Erfahrungen
Ja, wundert nicht bei den beiden Schaltplänen, dass dort
Komoensationskondensatoren fehlten sah man sofort.
Der LM317 arbeitet intern schon mit relativ hoher Bandbreite. Der LM324
ist dagegen eher langsam. Je schneller der Regler arbeitet, desto
kleiner darf auch der Ausgangskondensator sein.
Man muss auch zwischen stabil beim Spannungsregler und stabil beim
Labornetzteil unterscheiden. Beim Spannungsregler soll es mit einer
festen Last, d.h. i.A. sehr begrenzter externer Kapazität und keine
Induktivität bei der Strombegrenzung funktionieren. Beim Labornetzteil
soll es auch für recht verschiedene externe Lasten und verschiedene
Ströme nicht schwingen.
Wenn die Kompensation exakt eingestellt ist, geht es auch noch mit
relativ kleiner Kapazität am Ausgang. Allerdings hat man dann ggf. bei
Lastwechseln schon größere Einbrüche / Überschwinger in der Spannung.
D.h. auch wenn der Regler ohne den größeren Kondensator am Ausgang
stabil ist, kann es sinnvoll sein mehr Kapazität hinzu zu fügen.
VOA schrieb:> Selbst der olle LM317 regelt mit, je nach Datenblatt und Schaltung 0,1> bis 1µF am Ausgang, schwingungsfrei.
Jein.
Er schwingt bei 10nF, daher zumindest 100 damit man immer auf der
sicheren Seite ist, es sei denn, man schliesst Spulen an oder
1
+-----+
2
15V --|LM317|--+-----+-----+-----+
3
+-----+ |+ |+ |+ |
4
| 10u 10u 10u Glühlampe(12V)
5
| | | | |
6
+-----+-12k-+-12k-+-12k-+-- Masse
So ein LM317 ist halt für "Labor"netzteile nur bis 20V Eingangsspannung
zu gebrauchen, darüber schlägt dann der SOA Schutz zu. Will man bis 40V,
muss man den Trafo (meist 2x12V) umschaltbar machen, mit Relais abhängig
von der Ausgangsspannung.
Wilhelm S. schrieb:> Hallo zusammen,> wollte auch noch meinen Senf dazu tun.>> Die Netzteilschaltung von Franz Leschner vom 16.10.17, 15.04> sieht mir doch sehr nach dem 'ELO-Netzteil 2' aus. Die Schaltung> habe ich mal angehängt. Stammt aus ELO 03.1979 S.61 ff. Habe es nie> probiert, wird aber über den Klee gelobt; wie so üblich.> Es befand sich noch in den Tiefen meiner Akten..., kann (könnte) man> ja immer mal brauchen; auch wenn es ewig alt ist.>
auch von mir eine Portion Senf zu dem Thema, nachdem ich meine 36 Jahre
alten Unterlagen zum ELO-2 Netzgerät gefunden und hier eingescannt habe.
Mit den Modifikationen läuft es bis heute zufriedenstellend und liefert
bis zu 10A bei ca. 20V, bei geringen Strömen geht es bis 25V.
Die beiden Trafos hatten zwischen Wicklung und Joch genügend Platz, so
dass ich leicht jeweils eine Hilfswicklungen à 30 Wdg aufbringen konnte.
Damit erhielt der LM324 stets saubere 30V was ihm gut tat.
Die Stromregelung war Mist. Hier mit separaten 5V versorgt und gut.
Der Stromeinstellbereich geht von 0,2A ... 9,99A
Die zusätzlichen Kondensatoren brachten Ruhe in die Regelung.
Das 3stellige LED-Voltmeter Modul war damals teuer und wurde umschaltbar
für Spannungs- und Stromanzeige genutzt.
Und ja, bei kleiner Spannung und 10A gehen die 2N3771 hopps. Da habe ich
letztlich 2 Thermoschalter (waren glaube ich von einer Kaffeemaschine)
thermisch gut leitend an die Transistoren angebracht. Und wenn die
Thermoschalter geöffnet haben, wurde dem Regelteil die +30V entzogen.
Wird sicherlich nicht jedem gefallen. Aber seitdem kein Ausfall mehr.
Bernd K. schrieb:> Und ja, bei kl. Spg. + 10A ... 2N3771 hopps. ... Thermoschalter
Ein Labornetzteil, welches auch eine thermische Abschaltung (voller
Schutz vor Dummheiten/ Versehen) hat, gefällt mir schon. Was ich mir
vielleicht irgendwann mal bauen wollte, wäre, wenn schon nicht mit
Thyristoren, oder aber einem Trafo mit zahllosen Abgriffen zum
Umschalten,
(was eh nur schwer machbar wäre, diese Trafos scheinen rar - und die
Umschaltung auch schwieriger, als nur eine Schaltschwelle...)
dann vielleicht mit der Möglichkeit, die Trafospannung vom Leistungsteil
wegzuschalten, und über Buchsen eine niedrige DC aus einem
Schaltnetzteil einzuspeisen, um so bei niedrigen Ausgangsspannung höhere
Ströme zu ermöglichen.
Kam dieser Gedanke schon jemals jemandem in den Sinn? (Bestimmt. ;-)
Zur Klarstellung: Ausschließlich für sehr niedrige Spannungen + hohe
Ströme.
Ansonsten normaler Trafo-Betrieb. (Die kräftigen Niedervolt
Schaltnetzteile sind ja leicht zu haben.)
Nur um diese Idee z.B. vom Step-Down Vorregler völlig abzugrenzen.
Der thermische Schutz durch Bimetallschalter auf dem Kühlkörper sollte
eine Selbstverständlichkeit sein, er sollte auslösen wenn die maximale
erlaubte KK Temp (maximale junction von meist 150 - (Rjc -
RGlimmerscheibe) * maximaleWatt ) überschritten wird.
Das hilft aber nicht gegen Überschreitung der SOA Grenze, wie wenn ein
2N3771 bei 10A und vielen Volt gequält wird. Dagegen hilft nur der
Einsatz mehrerer Transistoren.
MaWin schrieb:> Der thermische Schutz durch Bimetallschalter auf dem Kühlkörper sollte> eine Selbstverständlichkeit sein, er sollte auslösen wenn die maximale> erlaubte KK Temp (maximale junction von meist 150 - (Rjc -> RGlimmerscheibe) * maximaleWatt ) überschritten wird.>> Das hilft aber nicht gegen Überschreitung der SOA Grenze, wie wenn ein> 2N3771 bei 10A und vielen Volt gequält wird. Dagegen hilft nur der> Einsatz mehrerer Transistoren.
Sind ja hier 2 Stck 2N3771 à 5A. Passt schon.
Ich finde es jedenfalls ganz nett, die alten Schaltungen hier
veröffentlicht zu sehen. Es ist ein Zeichen von Genietum mit den
einfacheren Schaltungen doch noch zufriedenstellende Ergebnisse zu
erzielen. Man muß halt die Fehlerquellen und Schwachpunkte nach
Möglichkeit auszuschalten zu versuchen. Abgesehen davon sind solche
Schaltungen, solange sie ohne große Probleme funktionieren, auch den
Neulingen oder Studenten zu empfehlen die keine große Taschen haben.
Diese Schaltung kommt jedenfalls einem "richtigen" LNG viele näher als
die Myriaden von Drei-Bein LNGs mit LM317 und Co. die man überall im
Internet sieht. Mit der richtigen Kompensation sollte auch das
dynamische Verhalten akzeptabel sein und völlig stabil arbeiten. Leider
gibt es viele publizierte Designs die wirklich grottig sind. Das
Internet ist voll davon.
Die einzige Limitation ist der Massebezogene Bezugspunkt welcher den
Spannungsbereich eine Grenze setzt. Da ist m.A.n. das HP Konzept mit
Ausgangsbezugspunkt klar überlegen weil die Steuerelektronik davon nicht
betroffen ist.
Ich würde es halt interessant finden diese Geräte durchzumessen damit
man Vergleiche mit modernen Geräten anstellen kann. Ich hatte ja mein
FS12/73 auch optimiert und es funktioniert seit Jahrzehnten für mich
wirklich gut. So oft werden Designs ohne Fakten in den Dreck gezogen
ohne es mit Meßwerten zu belegen.
Man muß vielen älteren (publizierten) Designs auch zugestehen, daß wir
nicht in allen Fällen den Denkegang des Designs vom Verfassser
nachvollziehen können. Oft wurden aus praktischen Gründen gewisse
Abstriche und Kompromisse geduldet. Heutzutage hat man eben höher
geschraubte Ansprüche und Erwartungen. Moderne Komponenten erlauben oft
auf die traditionellen Prinzipien verzichten zu können und neue Wege zu
beschreiten.
Es ist oft zu leicht unrealistische Ansprüche stellen zu wollen und
immer die Cadillac Version (Eierlegende Universalsau) zu fordern. Für
die vielen Hobbyprojekte muß es nicht unbedingt immer ein teures
professionelles LNG sein. Absolute Zuverläßigkeit ist die einzige
wirkliche Notwendigkeit und ganz wichtig, die Vermeidung von Ein-und
Ausschaltung verursachten unkontrollierten Spannungs Transienten.
Das o.g. Design könnte man durchaus mit billigen Import Digital Anzeigen
versehen. Man könnte zur Verminderung der Verlustleistung auch noch
manuelle oder automatische Trafoumschaltung vorsehen. Auch proportonale
Lüftersteuerung wäre unter Umständen eine nützliche Einrichtung.
Jetzt dürft ihr wie so oft über mich herfallen. Ich bin es ja gewöhnt:-)
Guten Abend,
Gerhard
dfg schrieb:> Bernd K. schrieb:>> Und ja, bei kl. Spg. + 10A ... 2N3771 hopps. ... Thermoschalter>> Ein Labornetzteil, welches auch eine thermische Abschaltung (voller> Schutz vor Dummheiten/ Versehen) hat, gefällt mir schon. Was ich mir> vielleicht irgendwann mal bauen wollte, wäre, wenn schon nicht mit> Thyristoren, oder aber einem Trafo mit zahllosen Abgriffen zum> Umschalten,
Ich baute mir im 1985 ein solches LNG mit sechs Wicklungen von 7V und
6A. Damit ließ sich ein 0-15V 10A und 15-30V 5A bauen. Die Umschaltung
wurde voll automatisch durch Spannungsmessung und mit drei Relais
durchgeführt. Mit dem internen Kamin und proportional gesteuerten Lüfter
wird das Gehäuse auch bei Vollast nie wärmer wie leicht handwarm. Es
wurden übrigens drei MOSFETs verwendet. Man hört den Lüfter nur bei
Vollast. Sonst läuft er kaum. Das LNG ist dauerkurzschlußfest und
braucht an sich keine thermische Abschaltung, da auch bei Vollast durch
den Lüfter der Kühlkamin nicht wärmer als handwarm wird.
Der Trafo stammt von einem Philips Ausschlacht Gerät.
Beitrag "Re: Nachbausicheres Klein Labornetzgeraet">> (was eh nur schwer machbar wäre, diese Trafos scheinen rar - und die> Umschaltung auch schwieriger, als nur eine Schaltschwelle...)>> dann vielleicht mit der Möglichkeit, die Trafospannung vom Leistungsteil> wegzuschalten, und über Buchsen eine niedrige DC aus einem> Schaltnetzteil einzuspeisen, um so bei niedrigen Ausgangsspannung höhere> Ströme zu ermöglichen.>> Kam dieser Gedanke schon jemals jemandem in den Sinn? (Bestimmt. ;-)
OS schrieb:> Der LM 324 wird nach wie vor von mehreren Herstellern produziert.
Tatsächlich?! Ihr versteht aber auch wirklich nicht mal die einfachste
Ironie. Wie kommt ihr nur durchs heutige Leben?
Wird der LM324 noch hergestellt? Klar, auch noch in 20 Jahren! Aber wird
man sowas Ungeeignetes für ein Linearnetzteil nehmen? Nein, und das
schon seit 20 Jahren nicht mehr!
Ähm, Bernd? Der TO wollte sicher eine Verbesserung seines Schaltplans,
keine drei Schritte zurück. Bitte lösch´diesen Mist, bevor der nächste
üble Schaltplan jahrzehntelang im Netz kursiert und sich etliche
Ahnungslose völlig sinnlos daran versuchen.
Schon morgen googeln 20 Leute nach "Labornetzteil" und finden DIESE
Schaltung. 19 davon lachen sich schlapp, aber täglich baut das einer
nach, gibt Zeit und Mühe dafür her und erhält reinen Müll.
Sowas ist schlicht unfair.
Scrat schrieb:> OS schrieb:>> Der LM 324 wird nach wie vor von mehreren Herstellern produziert.>> Tatsächlich?! Ihr versteht aber auch wirklich nicht mal die einfachste> Ironie. Wie kommt ihr nur durchs heutige Leben?>> Wird der LM324 noch hergestellt? Klar, auch noch in 20 Jahren! Aber wird> man sowas Ungeeignetes für ein Linearnetzteil nehmen? Nein, und das> schon seit 20 Jahren nicht mehr!>> Ähm, Bernd? Der TO wollte sicher eine Verbesserung seines Schaltplans,> keine drei Schritte zurück. Bitte lösch´diesen Mist, bevor der nächste> üble Schaltplan jahrzehntelang im Netz kursiert und sich etliche> Ahnungslose völlig sinnlos daran versuchen.> Schon morgen googeln 20 Leute nach "Labornetzteil" und finden DIESE> Schaltung. 19 davon lachen sich schlapp, aber täglich baut das einer> nach, gibt Zeit und Mühe dafür her und erhält reinen Müll.> Sowas ist schlicht unfair.
Wo sind diese modernen Designs über die sich die 19 Leute nicht
totlachen?
Es ist nicht meine Absicht Dir zu fest auf Deine Zehen zu treten und
Dich persönlich anzugreifen. Aber mir scheint, vom (Deinem) hohen Roß
aus, sieht man doch nicht immer alle Dinge von der richtigen
Perspektive. Daß sich grottige Schaltungen im Internet breit machen ist
klar. Wenn man tag-täglich mit High End High Tech Elektronik zu tun hat
(Wie Du vielleicht), ist es leicht gewohnheitsmäßig herablassend zu
sein. Und daß Deine Kritik ggf. Hand und Fuß hat, streitet Dir auch
niemand ab. Vielleicht arbeitest Du an Projekten die wirklich ein
Höchstmaß an professionellen Komponenten benötigen. Aber Du bist nicht
der Einzige auf der Welt. Die Ansprüche und Erwartungen varieren in der
real World.
Ausreichende Leistung ist aber auch mit Designs von 1970 und ihren
Komponenten zu erreichen. Woher weißt Du ob alle Forum Leser hier nach
Dem Non-Plus-Ultra krampfhaft lechzen? Viele sind vielleicht schon mit
einem zuverläßigen, einfacheren Design zufrieden oder mit den Geräten
die sie in ihrer Jugendzeit mit knappen Mitteln bauten.
Aber was macht in Deinen Augen den LM324 und ähnliche OPVs in einem LNG
so unbrauchbar? Durch richtige Kompensation ist er durchaus bezähmbar.
Und robust ist er auch, was in einem Netzgerät nicht unbedingt ein
Nachteil sein muß. Wenn ich mir die OPVs in relativ modernen HP anschaue
finde ich dort auch nur etwas modernere Wald und Wiesen OPVs. Jedenfalls
keine wirklichen Exoten. Auch HP freut sich über gesparte Kosten. Macht
sich die verbesserte Leistung der Komponenten die bevorzugst dort
wirklich so stark bemerkbar? LNGs sind in der Regel keine 6-Digit
Präzisionsschaltungen. Ich glaube etwas Perspektive ist hier durchaus
angebracht.
Die Grund Spezifikationen moderner mittelmäßiger (Application Category)
HP LNGs sind auch nicht um Größenordnungen besser. Ich spreche jetzt
nicht von wirklichen High-End Geräten. Bussteuerung ist auch nicht
jedermanns Cup of Tea. (Obwohl ich etliche Businstrumente und Pc mit
IEEE-488 Schnittstelle besitze, verwende ich Bussteuerung praktisch nur
mit dem Zähler und DVM zur protollierung von Oszillatoren. Sonst lohnt
es kaum.)
Also, wenn Dich die Mittelmäßigkeit der Ansprüche hier im Forum stört,
kannst ja Deine Augen zudrücken und tolerant bleiben.
Man hört ja so viel Kritik hier. Warum stellt nicht jemand einmal ein
vollständiges, geprüftes und nachbausicheres neues Design für die Leute
hier mal vor? Dann könnte man konkrete Vergleiche ziehen. So viele haben
hier große Töne gespuckt, die alles besser wußten, doch noch nie haben
sie eine vollständige, detaillierte, nachbauwürdige Alternative
vorgestellt. Sonst bleibt nur noch, die Service Unterlagen renommierter
Hersteller nach aufbauwürdigen Konzepten zu durhsuchen wenn man ein
durchdachtes, bewährtes Design ausprobieren möchte.
So kommt man nicht umhin sich selber was entwickeln zu müssen. Dann
kommen die endlosen Debatten über den Wert des notwendigen Ausgangs-C
dazu. In der HP App note wird das ja gut begründet warum HP keine LNG
mit 0.1uF Werten herstellt und die Werte einsetzt die man dort findet.
Sind die Ingenieure von HP auch nur Amateure? Die Stabilität ist nicht
unbedingt der einzige Grund.
Kein Wunder, daß die Leute dann das nächstbeste tun und sehen sich in
alten Zeitschriften und im Internet nach nachbauwürdigen Designs herum.
Aber oft ist es schwer sofort zu beurteilen was gut und was Mist ist.
Ältere Designs die dann auch ordnungsgemäß funktionieren, haben dann
durchaus seine Daseinsberechtigung.
Zum Beispiel, jemand würde sich gerne ein einfaches LNG selber bauen.
Gleich wird geschriehen wie hoffnungslos veraltet das Design ist und der
MC1466L schon jahrelang abgekündigt ist. Das Anatek Design mit dem
MC1466L funktioniert sogar sehr gut. Der IC ist in der Bucht für wenig
Geld erhältlich und wie ich selber vergleichen konnte, keine Fälschung
und funktioniert im Originalgerät einwandfrei. Das Alter des ICs ist
keine Show-Stopper. Für ein einmaliges Heim LNG ist auch ein solcher IC
akzeptabel, da man sich gleich 1-2 Ersatz ICs mitbestellen kann für die
Zukunft. Also, warum nicht? Für ein Hobbyprojekt gelten industrielle
Vorbehalte nicht. Die Spezifikationen im Handbuch brauchen einen
Vergleich mit HP durchaus nicht scheuen.
Abschliessend möchte ich Doch bitten mal die Dinge von einer anderen
Perspektive zu sehen. Es ist nicht immer alles schlecht was nicht von
mir kommt:-)
Gute Nacht,
Gerhard
Gerhard O. schrieb:> Man hört ja so viel Kritik hier. Warum stellt nicht jemand einmal ein> vollständiges, geprüftes und nachbausicheres neues Design für die Leute> hier mal vor? Dann könnte man konkrete Vergleiche ziehen. So viele haben> hier große Töne gespuckt, die alles besser wußten, doch noch nie haben> sie eine vollständige, detaillierte, nachbauwürdige Alternative> vorgestellt.
Genau das denke ich mir soo oft hier wenn mal wieder ein Labornetzteil
hier "zerfetzt" wird. Vielleicht stelle ich mein Netzteil hier auch mal
vor aber genau wegen dem Genannten hab ich das noch nie gemacht.
dfg schrieb:> Ein Labornetzteil, welches auch eine thermische Abschaltung (voller> Schutz vor Dummheiten/ Versehen) hat, gefällt mir schon. Was ich mir> vielleicht irgendwann mal bauen wollte, wäre, wenn schon nicht mit> Thyristoren, oder aber einem Trafo mit zahllosen Abgriffen zum> Umschalten,>> (was eh nur schwer machbar wäre, diese Trafos scheinen rar - und die> Umschaltung auch schwieriger, als nur eine Schaltschwelle...)
Das wurde oft über vorgeschaltete Stelltrafos gelöst, die die
Eingangsspg. des Reglers parallel zum Sollwert heruntergefahren haben.
Knackpunkt ist die mechanische Kopplung Stelltrafo mit Sollwertpoti.
Beispiele sind z.B. HP711 HP712 u.a.
Possetitjel schrieb:> "Eignung" liegt im Auge des Betrachters.
Nein, liegt sie nicht. Sonst könnte man solche Netzteile auch mit Röhren
oder Drahtpotis mit Motorantrieb aufbauen.
Die heute übliche Technik bzw. die angeschlossenen Verbraucher bestimmen
die Eignung. Der Rest entsteht durch Wunderlichkeit im Alter.
Gerhard, sorry, aber solch ein langer Text ist ein Witz, den habe ich
nicht zu 10% gelesen. Zumal du eh nur mit der simplen Wahrheit Probleme
zu haben scheinst, daß moderne Bauteile besser wären. Wir sind hier in
einem Elektronikforum und schreiben uns keine Liebesbriefe...
Es bleibt exakt wie bereits gesagt, das Verbreiten SOLCHER Schaltpläne
ist eine Frechheit. Und eine Schade für den Seitenbetreiber noch dazu.
Hier sollte es eigentlich um modernste Schaltungen gehen, nicht um das
Bewahren der Technik von vorvorgestern.
Wenn ihr ernsthaft Schaltungen mit Trippel-Darlington, fünf
Hilfsspannungen, Leistungswiderständen und Uralt-OPs besprechen wollt,
bitteschön...
Scrat schrieb:> Wenn ihr ernsthaft Schaltungen mit Trippel-Darlington, fünf> Hilfsspannungen, Leistungswiderständen und Uralt-OPs besprechen wollt,> bitteschön...
Und warum mischst du dich dann ein?
Scrat schrieb:>> Gerhard, sorry, aber solch ein langer Text ist ein Witz, den habe ich> nicht zu 10% gelesen. Zumal du eh nur mit der simplen Wahrheit Probleme> zu haben scheinst, daß moderne Bauteile besser wären. Wir sind hier in> einem Elektronikforum und schreiben uns keine Liebesbriefe...
Zuerst: Der Ton macht die Musik. Und da wäre es hilfreich, sich auf
Mess- und Nachvollziehbares zu beschränken.
Zu den Bauteilen: Gut, von alten Exoten würde ich auch eher die Finger
lassen. Nur, bei Operationsverstärkern: Wo liegen denn die Vorteile der
neueren Typen? Tauglichkeit für niedrige Betriebsspannungen, niedrige
Offsetspanung und -Drift, höherer Slew rate, geringere
Übernahmeverzerrungen, weniger Rauschen etc. Sind diese Eigenschaften in
einem Labornetzteil relevant? Meist nicht, und so kann man sich in
diesem(!) Anwendungsfall auf bewährte und preisgünstige Typen stützen.
> Es bleibt exakt wie bereits gesagt, das Verbreiten SOLCHER Schaltpläne> ist eine Frechheit. Und eine Schade für den Seitenbetreiber noch dazu.> Hier sollte es eigentlich um modernste Schaltungen gehen, nicht um das> Bewahren der Technik von vorvorgestern.>> Wenn ihr ernsthaft Schaltungen mit Trippel-Darlington, fünf> Hilfsspannungen, Leistungswiderständen und Uralt-OPs besprechen wollt,> bitteschön...
Bei dem ELO-Netzteil z.B. wurde doch dessen Schwächen diskutiert, der
geneigte Leser kann durchaus seine Schlüsse daraus ziehen.
Außerdem greift Moores's Law bei stabilisierten Netzteilen nicht, sie
besehen immer noch aus Spannungs- und gegebenenfalls Stromreglern.
Hallo Scrat,
Scrat schrieb:> Possetitjel schrieb:>> "Eignung" liegt im Auge des Betrachters.>> Nein, liegt sie nicht. Sonst könnte man solche Netzteile auch mit Röhren> oder Drahtpotis mit Motorantrieb aufbauen.> Die heute übliche Technik bzw. die angeschlossenen Verbraucher bestimmen> die Eignung. Der Rest entsteht durch Wunderlichkeit im Alter.>> Gerhard, sorry, aber solch ein langer Text ist ein Witz, den habe ich> nicht zu 10% gelesen. Zumal du eh nur mit der simplen Wahrheit Probleme> zu haben scheinst, daß moderne Bauteile besser wären. Wir sind hier in> einem Elektronikforum und schreiben uns keine Liebesbriefe...
Nein. Hier mißverstehst Du mich ein bischen. Ich finde nur man sollte
nicht auf der Vergangenheit herumtrampeln. Im Prinzip hat sich zumindest
bei HP nicht viel am Grundprinzip verändet. HP verwendet immer noch
dasselbe Prinzip wie in App note 90 beschrieben. Die Komponenten sind
bis auf die OPVS , wenn auch mit SMD hergestellt, immer noch die selben
Rs and Cs... OK, HP nimmt heutzutage LF442 und Co. da hat sich im Grunde
genommen nicht viel geändert. Ich bin mit der Schaltungstechnik moderner
HP LNGs durchaus eng vertraut.
>> Es bleibt exakt wie bereits gesagt, das Verbreiten SOLCHER Schaltpläne> ist eine Frechheit. Und eine Schade für den Seitenbetreiber noch dazu.> Hier sollte es eigentlich um modernste Schaltungen gehen, nicht um das> Bewahren der Technik von vorvorgestern.
Ja. Ich frage wieder, wo sind die vollständigen Unterlagen moderner
Schaltungen? Und earum schließt Du kategorisch aus, daß es nicht
möglicherweise Liebhaber älterer Sachen gibt? Von Dir auf Andere zu
schließen ist nicht unbedingt akkurat. Du kennst meinen Hintergrund auch
nicht und würdest Dich wundern mit welchen Sachen ich mich in der Arbeit
beschäftige:-)
Ein uC zur digitalen Steuerung eines LNG ist auch nicht unbedingt der
Weisheit letzter Schrei und macht nicht unbedingt ein modernes Design.
Ich spielte mal mit einem Sehr modernen Agilent LNG im Geschäft herum.
Ohne Handbuch ließ sich das Gerät nicht richtig betreiben. Für manuellen
Laborbetrieb bevorzuge ich schon direkte arbeitende
Frontplattensteuerelemente. Für Bus Kontrolle ist uC Steuerung natürlich
OK.
Wenn man nicht selber was entwickelt bleiben nur noch die Service
Handbücher der LMG Geberation bevor die Schaltbildunterlagen entfernt
wurden.
>> Wenn ihr ernsthaft Schaltungen mit Trippel-Darlington, fünf> Hilfsspannungen, Leistungswiderständen und Uralt-OPs besprechen wollt,> bitteschön...
Tut mir leid. Auch HP hat immer noch verschiedene Hilfswicklungen auf
dem Trafo. Daran hat sich bis heute nichts geändert wegen dem
Nullbezugspunkt der Steuerelektronik. Die digitale Elektronik hat ihre
eigenen Bedarf an isolierten Hilfspannungen. Aber in solchen Geräten
sprechen wir von einem System.
Die Uralt-OPV kommen nur in den alten publizierten Schaltungen oft vor.
Die LM sind für diesen Anwendungsfall ausreichend und haben durchaus
auch nützliche Eigenschaften und Robustheit. Wer sich unbedingt was
moderneres wählen möchte, kann ja. Digi-Key hat genug Auswahl. Abgesehen
davon bevorzuge ich aus anderen Gründen Einzel oder Dual OPVs.
Wie heißt es doch so schön:
"Jedem Tierchen sein Pläsierchen"
In diesem Sinne Euch allen einen
Schönen Tag noch,
Gerhard
@Scrat: Keiner hier hat bestritten, daß mit besseren (meist moderneren)
Teilen z.B. völlig andere, einfachere und mehr oder weniger auch bessere
Konzepte möglich sind.
(Da solltest Du evtl. doch mal genauer lesen - oder dem Spinner, der Dir
das Querlesen beizubringen vorgab, gewalttätig was husten...)
Auch meint keiner, Dir nahebringen zu müssen, Du sollest Sachen
bauen und verwenden, die Dir zu alt bzw. schlecht sind. Alleine Du
bringst Deine Ansichten "aufdringlich" daher:
Du propagierst (bzw. vertrittst mit Nachdruck) die absolute
Notwendigkeit, sämtliche älteren Bauteile und Schaltungskonzepte zu
"verbannen". Dazu wird es aber schlicht nicht kommen.
Und was schreibst Du nur für Sachen...? "Wunderlich werden"?
Wenn ältere Schaltungen den vorgesehenen Zweck erfüllen, die notwendigen
Specs einhalten, ist deren Bau doch auch kein Unsinn. Auch kein "langsam
wunderlich werden" über 40..., oder gar "Altersstarrsinn" über 50 Jahren
Lebensalter. Sondern einfach nur freier Wille.
Deine Qualitäts-Argumente treffen ja teilweise zu. Aber
nichts-desto-trotz hast Du es jedem Gegenüber selbst zu überlassen,
welche Standards dieser wünscht, und verwirklicht. Es steht auch jedem
frei, ob er, wenn reali-sierbar, dazu - (aus) beliebig (alten Teilen) -
alte Designs bauen möchte.
Da kannst Du die Wahrheit (ja!) über gute moderne Bauteile und
Schaltungen noch so sehr bunt gemischt mit der Wahrheit (ja!) über
ältere solche vorbeten - und noch hundert mal behaupten, man hätte Dir
dahingehend widersprochen.
Deine Motive, so weit zu gehen, Dich zum Verdrehen der Aussagen anderer,
sowie unpassenden bzw. beleidigenden Äußerungen hinreißen zu lassen, nur
weil es nicht gelingt, uns zu überzeugen - sind für mich ein kleines
Rätsel.
Richtig emotional, das... O.O
M. K. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Man hört ja so viel Kritik hier. Warum stellt nicht jemand einmal ein>> vollständiges, geprüftes und nachbausicheres neues Design für die Leute>> hier mal vor? Dann könnte man konkrete Vergleiche ziehen. So viele haben>> hier große Töne gespuckt, die alles besser wußten, doch noch nie haben>> sie eine vollständige, detaillierte, nachbauwürdige Alternative>> vorgestellt.>> Genau das denke ich mir soo oft hier wenn mal wieder ein Labornetzteil> hier "zerfetzt" wird. Vielleicht stelle ich mein Netzteil hier auch mal> vor aber genau wegen dem Genannten hab ich das noch nie gemacht.
Mit etwas Glück kommt man mit Kreuzigung davon.
Besser, man hält sich mit Alternativen zurück.
Gerhard O. schrieb:> Ein uC zur digitalen Steuerung eines LNG ist auch nicht unbedingt der> Weisheit letzter Schrei und macht nicht unbedingt ein modernes Design.> Ich spielte mal mit einem Sehr modernen Agilent LNG im Geschäft herum.> Ohne Handbuch ließ sich das Gerät nicht richtig betreiben. Für manuellen> Laborbetrieb bevorzuge ich schon direkte arbeitende> Frontplattensteuerelemente. Für Bus Kontrolle ist uC Steuerung natürlich> OK.
Du wirfst doch nicht Bedienfrontfläche mit dahinter liegender Elektronik
zusammen. Nehmen wir die gebräuchlichsten Bedienelemente eines LNGs her:
Potentiometersteuerung mit 1 Pot, Fein- Grobpot, 10Gangpot oder
Tastensteuerung usw. her. In "alter" Analogtechnik sind praktisch die
nur ersten Arten möglich. Tasteneingabe ist wohl praktisch nur mit uC
möglich. Aber auch Pots kann man an uC verwenden wenn man will und das
für sinnvoll erachtet. Scheinbar ist aber die "ideale" Eingabemethode
für z.B. Spannung noch nicht gefunden. Ich habe einmal vor ein paar
Jahrzehnten(!) einen PLL-Receiver besessen, bei dem man die
Frequenzeinstellung mittels Schwungrad verstellen konnte. Ein kräftiger
Dreh, das Rad laufen lassen bis man in der Nähe der gewünschten Frequenz
ist, abstoppen und feineinstellen. War sehr bedienungsfreundlich!
Technisch realisiert wurde das mit einer Zahnscheibe und Optokopplern.
Könnte das mir auch sehr gut für ein LNG vorstellen.
Zum Thema Uraltbauteile: Natürlich funktionieren die in den diversen
Schaltungen gut. Aber auch modernere OPVs .. funktionieren da oft
genausogut oder noch besser. Die Nachfrage hier kommt aber doch meist
von Anfängern, Bastlern, jungen Menschen, die sich mit Elektronik
beschäftigen. Wollen wir diese auf Uraltbauteile prägen? Die schauen
sich die Datenblätter an und glauben, das ist das Maß aller Dinge und
legen sich einige Muster in die Bastelstube. Dann sehen sie eine andere
Schaltung mit OPVs und merken, mit den alten OPVs gehts doch nicht. Bis
auf den Preis (und der ist bei OPVs nicht schwindelerregend) läßt sich
doch so gut wie jeder uralt OPV durch neuere leistungsfähige Typen
ersetzen. Umgekehrt geht das aber sehr selten.
In der Tat wäre es doch einmal eine Aufgabe,wie anderorts schon
angemerkt worden ist, von den versierten Elektronikern eine Schaltung
eines LNG hier im Forum zu "entwickeln", daß letztendlich auch
nachbausicher ist.
Ohne µC wäre wünschenswert, bzw. etwaig zei Versionen, einmal mit und
einmal ohne µC.
Fertige Layout/s wie Platinenfertigung in Auftrag geben, wäre das
Sahnehäupchen am Ende einer Produktentwicklung.
MfG
Eppelein
Hallo,
> Schon morgen googeln 20 Leute nach "Labornetzteil" und finden DIESE> Schaltung. 19 davon lachen sich schlapp, aber täglich baut das einer> nach, gibt Zeit und Mühe dafür her und erhält reinen Müll.> Sowas ist schlicht unfair.
Du scheinst ja Ahnung von der Materie zu haben, sei doch so gut und
zeige mal einen Schaltplan wie man heute mit aktuellen Bauteilen ein
Netzteil realisiert, das die ganzen Fehler der alten Schaltungen
vermeidet.
rhf
Volker S. schrieb:> Nachdem nun nach "Leading Edge" LNGs verlangt wird, hier 2 youtube> Filme> zum Keysight E36311-13, das dürften so ziemlich die neuesten Geräte auf> dem Markt sein. Im zweiten Film wird das Innenleben gezeigt.>> Youtube-Video "E36300 Triple Output Bench Power Supply Product Overview">> Youtube-Video "Triple Output Bench Power Supply Teardown, Keysight> E36300 Series"
Danke Volker!
das war auf alle Fälle interessant. Ist ein sehr schönes Gerät und eine
Ingenieur Team Meisterleistung.
Als Vorlage für einen Selbstbau/Entwicklungs-Versuch ist so ein Konzept
allerdings wahrscheinlich für die meisten (für mich zumindest) von uns
zu aufwendig. In meinem Alter muss ich mir schon sehr sorgfältig
überlegen wie viel Zeit ich für ein Projekt aufwenden möchte, neben
allen anderen Verpflichtungen. Der Entwicklungsaufwand ist da enorm.
Wenn man vergleichbare Software Features selber erstellen wollte,
besteht auch ein sehr signifikanter Zeitaufwand auf der Rechnung.
Allerdings braucht man als Hobbyist nicht unbedingt einen SCPI
Interpreter und TCP/IP Kommunikation. Das ginge auch einfacher. Aber
ehrlich, wollen wir wirklich so viel Zeit und Material in ein LNG
Projekt hineinstecken? Man könnte sicherlich einige der Baugruppen (TFT,
32-Bit uC irgendeiner Art Bord, Ethernet, etz. schon käuflich erwerben
um sich etwas Arbeit zu ersparen.
Die eigentliche LNG Elektronik wäre danach keine Raketenwissenschaft
mehr. Aber trotzdem lohnt es sich wirklich so ein aufwändiges Gerät zu
bauen?
Ich, für mich habe keine Lust mehr dazu. Dann kaufe ich mir so ein LNG
lieber. Durch die kompakte SMD Bauart ist auch Reparatur und Fehlersuche
nicht mehr so angenehm. Und man darf auch nicht vergessen, Keysight gibt
wie viele andere Hersteller keine detaillierten Service Unterlagen mehr
heraus. Die "Service Guide" gibt Dir bestenfalls oberflächliche Assembly
Austausch Instruktionen. Auf Jahrzehnte gesehen, wahrscheinlich nicht
unbedingt dem Eigentümer dienlich. Ich habe keinen großen Enthusiasmus
Gerate mein Eigen zu nennen die sich nicht gut warten lassen.
Trotz der sehr brauchbaren Features des vorgestellten Geräts würde ich
wahrscheinlich trotzdem ein E3631A bevorzugen, einfach weil ich
zumindest dort noch eine Service Manual mit Schaltbildern bekomme. Auch
bekommt man oft noch gute gebrauchte Geräte.
Die traurige Tatsache aller modernen Gerätschaften besteht darin, dass
Reparatur vom Hersteller nach Ablauf der Garantiezeit nicht mehr
erwünscht ist und Bestandteile nicht erhältlich sind. Auch beim E3631A
wird man eines Tages kein Austausch VFD Display und ein paar andere
Spezialteile bekommen. So werden aus ganzen Generationen von tollen
Geräten Elektroschrott.
Ist es da ein Wunder dass manche Leute lieber ältere Technik verwenden
wollen? Ich kann so ziemlich alle meine betagten Messgeräte reparieren.
Kleine Probleme alter Schaltungen lassen sich mit feinfühliger Hand
ausmerzen wenn man will.
Um Antoine de Saint-Exupery zu quotieren:
"Perfection is achieved, not when there is nothing more to add, but when
there is nothing left to take away"
Gruesse,
Gerhard
Volker S. schrieb:> Nachdem nun nach "Leading Edge" LNGs verlangt wird, hier 2 youtube Filme> zum Keysight E36311-13, das dürften so ziemlich die neuesten Geräte auf> dem Markt sein. Im zweiten Film wird das Innenleben gezeigt.
Uff, ein Gerät mit Lüfter als 'best acoustic noise on your bench' zu
bewerben, eine Kiste mit Ringkerntrafo als 'lightweight' zu beziechnen
in Zeiten wo Schaltnetzteile erfunden wurden, ein linear geregeltes
Netzteil mit Relaisumschaltung der Trafowicklungen ist eigentlich ein
Zeichen unterdimesnsionuerter Auslegung, es reagiert als Stromquelle zu
langsam, und 'very low amount of cables and interconnects to keep the
thing reliable' ist bei 3 Platinen und dutzenden Trafoleitungen doch ein
Lacher.
Da wäre doch selbst das billige chinesische (nah am oben gezeigten
OK-Elektronik/Elo-2 Design, aber wie immer bei Chinesen mit zu kleinem
Kühlkörper)
https://www.youtube.com/watch?v=GyKeNLSQvXk
besser dran, ausser dem Trafo mit Netzschalter gibt es gar keine Kabel.
Keine Frage, ich erwarte daß das Keysight qualitativ besser ist obwohl
es keine Jahrzehnte ('decades') halten wird, aber das Marketinggschwätz
ist unerträglich.
Michael B. schrieb:> Volker S. schrieb:>> Nachdem nun nach "Leading Edge" LNGs verlangt wird, hier 2 youtube Filme>> zum Keysight E36311-13, das dürften so ziemlich die neuesten Geräte auf>> dem Markt sein. Im zweiten Film wird das Innenleben gezeigt.>> Uff, ein Gerät mit Lüfter als 'best acoustic noise on your bench' zu> bewerben, eine Kiste mit Ringkerntrafo als 'lightweight' zu beziechnen> in Zeiten wo Schaltnetzteile erfunden wurden, ein linear geregeltes> Netzteil mit Relaisumschaltung der Trafowicklungen ist eigentlich ein> Zeichen unterdimesnsionuerter Auslegung, es reagiert als Stromquelle zu> langsam, und 'very low amount of cables and interconnects to keep the> thing reliable' ist bei 3 Platinen und dutzenden Trafoleitungen doch ein> Lacher.
In den E36xx LNGs wurden die Trafowicklungen elektronisch umgeschaltet.
Es wundert mich, dass HP wieder auf Relais zurück greift. Wenn der
Luefter thermisch geregelt wird, dann hat man die meiste Zeit Ruhe wenn
die Lasten klein sind. Aber in so einem kleinen Gerät geht es eben nicht
anders.
Jetzt musste ich doch ein bisschen lachen. Ich habe es ganz gern wenn
die Geräte am Tisch etwas Gewicht haben. Ich hatte mal ein Switchmode
LNG am Tisch und das rutschte weg wenn man die Tasten drücken wollte.
Ich finde es angenehmer wenn das Gerät bei der Bedienung nicht herum
rutscht oder es am Tisch festschrauben muss;-)
>> Da wäre doch selbst das billige chinesische (nah am oben gezeigten> OK-Elektronik/Elo-2 Design, aber wie immer bei Chinesen mit zu kleinem> Kühlkörper)> Youtube-Video "BitBastelei #198 - Netzteil-Bausatz 30V 3A"> besser dran, ausser dem Trafo mit Netzschalter gibt es gar keine Kabel.
Eigentlich geben nur ausführliche Labor Untersuchungen Aufschluss über
die tatsächlichen Eigenschaften. Ich kann mir persönlich nicht
vorstellen, dass die billigen Importsachen sich mit HP vergleichen
lassen. Ich befasste mich messtechnisch mit dem E3611A und da merkt man
doch wie sorgfältig das Gerät entwickelt wurde.
>> Keine Frage, ich erwarte daß das Keysight qualitativ besser ist obwohl> es keine Jahrzehnte ('decades') halten wird, aber das Marketinggschwätz> ist unerträglich.
F.A. Nach Ablauf der Garantie ist es nur mehr Glücksache weil dann KS
das Gerät verleugnen wird und es auch jetzt schon keine Ersatzteile
gibt. Nur teure Austauschbaugruppen. That's Life in the 21st Century!
Eppelein V. schrieb:> In der Tat wäre es doch einmal eine Aufgabe,wie anderorts schon> angemerkt worden ist, von den versierten Elektronikern eine Schaltung> eines LNG hier im Forum zu "entwickeln", daß letztendlich auch> nachbausicher ist.
Also! Auf geht's! Macht mal, Leute;-)
>> Ohne µC wäre wünschenswert, bzw. etwaig zei Versionen, einmal mit und> einmal ohne µC.
Guter Vorschlag. Ich hätte da auch ein paar Ideen dazu.
>> Fertige Layout/s wie Platinenfertigung in Auftrag geben, wäre das> Sahnehäupchen am Ende einer Produktentwicklung.
Sollte kein Problem sein.
>> MfG> Eppelein
Also manchmal juckt es mich schon was Modernes auf die Beine zu stellen.
Vielleicht sollten wir mal ein Forum WIKI aufstellen und sorgfältig ein
modernes ausbaufähiges, modulares Selbstbau LNG System Design
überdenken, dass sozusagen von groß auf klein realisiert werden kann.
Dann ließen sich wahrscheinlich viele Wünsche und Ansprüche erfüllen
ohne dem Einen oder Anderen zu missfallen. Da jeder andere Vorstellungen
hat, ist Konzeptflexibilität Hauptbedingung. Voraussetzung ist, die
notwendigen System Schnittstellen festzulegen so dass die notwendigen
Variationen in einer modularen Vorgehensweise machbar sind. Auch sollte
industrielle Komplexität nach Möglichkeit nicht überhand nehmen weil
eine Eierlegende Vollmilchsau ist auch nicht jedermanns Sache ist. Auch
die Leistungsbereiche sollten vernünftig abgegrenzt werden. Hybrid
Konzepte stehen natuerlich auch zur Debatte.
Oft werden starke LNG gewünscht. Für gewisse Anwendungen ist das
natuerlich Voraussetzung. Andrerseits, jemand der empfindliche Schaltung
entwickelt, möchte lieber gute Einstellbarkeit von Spannung und Strom,
niedriges Rauschen und Brumm, gute Stabilität, etz. Nicht alle diese
Eigenschaften lassen sich leicht in einem Geräte Design vereinbaren.
Ich habe übrigens die Datenblätter ein paar in Frage kommende OPVs
angesehen. Der einzige Grund einen moderneren Quad OPV als den LM324 zu
verwenden ist meiner Ansicht nach die besseren Slew Rate modernerer
Typen wie TL-074 und vergleichbaren Modellen mit 13V/us und größerer
Bandbreite. Alles andere spielt eigentlich in diesen Schaltungen keine
wirklich große Rolle. Die Unterschiede sind da eher fließend.
F.Seuhs schrieb:
> Zum Thema Uraltbauteile: Natürlich funktionieren die in den diversen> Schaltungen gut. Aber auch modernere OPVs .. funktionieren da oft> genausogut oder noch besser. Die Nachfrage hier kommt aber doch meist> von Anfängern, Bastlern, jungen Menschen, die sich mit Elektronik> beschäftigen. Wollen wir diese auf Uraltbauteile prägen? Die schauen> sich die Datenblätter an und glauben, das ist das Maß aller Dinge und> legen sich einige Muster in die Bastelstube. Dann sehen sie eine andere> Schaltung mit OPVs und merken, mit den alten OPVs gehts doch nicht. Bis> auf den Preis (und der ist bei OPVs nicht schwindelerregend) läßt sich> doch so gut wie jeder uralt OPV durch neuere leistungsfähige Typen> ersetzen. Umgekehrt geht das aber sehr selten.
Da hast Du freilich völlig recht. Zu diesem Ansinnen passen würde
ebenfalls bestens, wie auch Gerhard grade meinte, hier ein aktuelles und
lückenloses LNG-Wiki bereitzustellen.
Entweder mehrere (aus modernen BE bestehende, modern konzeptionierte)
gut designte LNG zu publizieren. Mit verschiedenen U / I -
Kombinationen, Features, Ausgängen. So auch unterschiedlichen Design-
bzw. geplanten Anwendungs-Schwerpunkten. (Oder von mir aus auch
modulares Design.)
Für jeden Anfänger wäre doch auch wichtig / nützlich, genauestens alle
Schaltungs-Funktionen zu erläutert zu bekommen. Eventuell sogar mit
einer zusätzlichen, ausführlichst gestalteten Erklärung für
"Totalanfänger".
Mit dieser und dem Wiki könnte dann der jew. Anfänger "sein" LNG aus den
vorhandenen hoch-/runter-skalieren - und auch anderweitig frei anpassen.
Das wäre ein Ding.
So ein LNG-Selbstbau böte(/forderte) Analogtechnik-Wissen en masse,
unzählige Techniken und Zusammenhänge. (Und, je nachdem, µC-Wissen auch
noch.)
Das Ergebnis wäre theoretisch ein tolles Erstgerät, dessen Bau sowohl
die Wissens- als auch Versorgungsgrundlage für alles nur mögliche
zukünftige legte. Das genaue Gegenteil von F.Seuhs Kritikpunkten also.
So ein Wiki wäre schon wirklich überragend.
Aber: Das alles kostete halt wirklich viiiel Arbeit. Und ich selbst wäre
eher interessierter Leser, denn Autor - da ich bei dieser Thematik (bis
auf wenige Punkte des Gesamten) selbst keine besondere Leuchte bin.
Grade deshalb würd´s mich sehr freuen. Doch vermutlich ist das einfach
zu viel verlangt. Wenn man an die viele Zeit denkt, bis das stünde -
außer, es wären echt viele Helfer, vielleicht.
Hier die original Schaltpläne mit Text von dem ELO-Netzteil von 1979,
damit man lesen kann, wie die Konstrukteure damals gedacht haben.
Die mangelhafte Referenzspannung mit einer 1N4148 für die Stromregelung
und ein fehlender Ausgangs-Elko ist bei dem Doppel-Netzteil-LN2 von 1981
bereits verbessert worden (siehe Beitrag vom 16.10.2017 um 15:04 Uhr).
Ralf L. schrieb:> Hier der funktionsfähige Originalschaltplan vom Labornetzgerät mit dem> LM324 von 1981.
Mit dem Doppel-Netzteil-LN2 habe ich in den ganzen 36 Jahren keine
Schwierigkeiten mit Schwingneigungen gehabt. Auch nicht bei komplexen
Lasten.
Außer einmal, als ich eine 15 Watt, 144 MHz UKW FM Endstufe im C-Betrieb
angeschlossen habe (Antenne ca. 5m vom Netzteil entfernt), da leuchtete
die rote LED obwohl die Stromgrenze noch nicht erreicht war. Vermutlich
war der LED-Treiber-Komparator durch HF-Einstrahlung gestört. Die
Spannung blieb dabei aber konstant.
Für den Kernteil eine LNGs braucht man eigentlich kleine modernen Teile.
Da kann man ohne Problem auf alte, bewährte Teile zurückgreifen. Es gibt
an der ein oder anderen Stelle ggf. modernere Alternativen - sehr groß
ist der Fortschritt in dem Bereich aber nicht. Viele Teile sind auch
relativ leicht austauschbar: wenn einem der 2N3055 nicht gefällt nimmt
man heute halt einen TIP3055 oder TIP35. Eine nachbausichere Schaltung
sollte da nicht so wählerisch sein.
Es hängt etwas von der Schaltung und den Anforderungen ab, ob der LM324
für ein LNG ausreicht. In einigen Varianten ist für den Stromregler eine
höhere Bandbreite / slew-rate hilfreich. Für die meist eher langsamen
Auslegungen reicht die Geschwindigkeit des LM324 aus. So richtig
verbreitete, moderne, günstige Alternativen für einen Single Supply OP
der auch 30-35 V als Versorgung verträgt wüsste ich jetzt auch nicht:
Der LT1013 ist recht teuer (dafür präzise und ähnlich langsam). Der
OPA2171 ist im Prinzip schön aber nicht als DIP verfügbar und auch nicht
überall zu bekommen.
Die alten Schaltungen sind nicht unbedingt so schlecht - ein Problem
sind höchstens die ersten Versuche davon ohne Kompensation, wo dann noch
behauptet wird das es auch mal funktioniert. Das ELO NT2 ist erst in der
verbesserten Variante brauchbar.
Ein Artikel im Wiki-Bereich wäre tatsächlich keine so schlechte Idee.
Für eine LNG gibt es verschiedene Schaltungs-varianten, die ihre
Berechtigung haben, je nach Anforderungen. D.h. man wird ggf. nicht mit
einer Schaltung auskommen, eher mit 2 Typen.
Eine ist die Variante mit unabhängiger Versorgung für den Reger als LDO
- hier hat man als wesentlichen Nachteil die 2. Versorgung (z.B. 2.
Trafo) und eine ggf. nicht ganz so schnelle Spannungsregelung. Dafür ist
dies Form sehr flexibel (ggf. könnte das gleiche Layout für 35 V / 3 A
oder 5 V 15 A oder 100 V 1 A genutzt werden) und gute mit digitaler
Steuerung / Anzeige zu kombinieren. Zu der Form auf Basis des Funkschau
LNGs gab es hier im Forum auch schon mal eine längere Diskussion (mit
den üblichen Abschweifungen - etwa Richtung Vorregelung) die zu einer
brauchbaren Schaltung geführt hat.
Beitrag "Labornetzteil/Funktionsgenerator"
Allerdings ist die 2. nötige Trafowicklung (bzw. oft der 2. Trafo) für
ein ganz einfaches Netzteil dann schon abschreckend, etwa wenn man mit
so etwas wie einem Notebook Netzteil startet, um von den 230 V weg zu
bleiben. Gerade für den Anfang ist das eine gute Idee. Die Schaltungen
ähnlich dem ELO Netzteil 2 oder auch der Schaltung ganz vom Anfang haben
da schon noch ihrer Berechtigung, trotz der damit verbundenen
Beschränkungen (schwer über 25-30 V, meist langsame Stromregelung).
Dafür sind sie etwas einfacher zu verstehen und in der Auslegung der
Kompensation einfacher (sofern man keine so hohen Ansprüche hat). Auch
hier könnte es sich Anbieten im Detail die Kompensation usw. zu
beschreiben, für einer der Varianten. Wegen der Einfachheit wäre das
wohl eher die Variante die Ralf Leschner am 16.10.2017 15:04 ins spiel
gebracht hat, denn die kommt noch am ehesten ohne negative Hilfsspannung
aus.
Lurchi schrieb:> Allerdings ist die 2. nötige Trafowicklung (bzw. oft der 2. Trafo) für> ein ganz einfaches Netzteil dann schon abschreckend
Ich habe für dieses Problem eine Lösung gefunden:
Bei einem 120VA Torid Netztrafo nahm ich einfach ein gewisse Länge von
Flachbandkabel mit 20 Leiter. Wickelte dieses Kabel ein paar Mal (je
nach Spannung) um den Trafo herum und brachte IDC Verbinder an, die dann
auf der Platine die Enden der "Wicklung" "richtig" in Serie verbanden
und konnte dann 24V mit Anzapfungen bei 200mA erzielen. Man berechnet
nur wie viel Wicklungen/Volt notwendig sind und multipliziert dann die
Drähte je nach Flachband Kabel. Da man feine Anzapfungen hat, lässt sich
die Spannung ziemlich fein aufteilen. Für die Versorgung von LNG
Steuerschaltungen reicht es bestimmt Dicke. Wenn man mehr Strom braucht,
lassen sich auch Drähte parallel schalten. Jedenfalls ist das eine sehr
leicht realisierbare und billige Methode eine zusätzliche Spannung
hinzuzufügen.
Lurchi schrieb:> etwa wenn man mit> so etwas wie einem Notebook Netzteil startet, um von den 230 V weg zu> bleiben
Da kann man anstatt ja auch billige DC/DC Wandler nehmen um die
unabhängigen Hilfsspannungen zu erzeugen.
Gerhard O. schrieb:> Da kann man anstatt ja auch billige DC/DC Wandler nehmen um die> unabhängigen Hilfsspannungen zu erzeugen.
Endlich mal ein wirklich kreativer Beitrag zur Modernisierung steinalter
Labornetzteilschaltungen. Jüngere OPAs sind langweilig, abgesehen davon,
dass man bei den Kompensation u.U. von vorne anfängt. Bei DC/DC muss man
nur drauf achten, dass das Zeitverhalten passt. Der DC/DC wird
vielleicht etwas anders hochkommen als die Versorgung aus einer
Hilfswicklung.
Ralf L. schrieb:> Hier die original Schaltpläne mit Text von dem ELO-Netzteil von 1979,> damit man lesen kann, wie die Konstrukteure damals gedacht haben.
Vielen Dank, Ralph,
Gerhard
A. K. schrieb:> Endlich mal ein wirklich kreativer Beitrag zur Modernisierung steinalter> Labornetzteilschaltungen. Jüngere OPAs sind langweilig, abgesehen davon,> dass man bei den Kompensation u.U. von vorne anfängt. Bei DC/DC muss man> nur drauf achten, dass das Zeitverhalten passt. Der DC/DC wird> vielleicht etwas anders hochkommen als die Versorgung aus einer> Hilfswicklung.
Man kann ja den DC/DC Konverter mit Unterspannung Lockout versehen. Man
muss sich nur sehr genau um das Ein- und Abschaltverhalten des LNG
kümmern und dort alles richtig machen, so dass die Ausgangsspannung sich
gutmütig aufbaut und verschwindet. Aber das ist ja auch nicht so
schwierig solange die Basisstromschaltung der Treiberstufe nicht vom
Hauptnetzteil versorgt wird. Das war die Achillesferse des FS12/1973
Designs das der Autor nur mit einer Krücke behob. Beim Aus-stecken
versagte dann seine Notlösung weil es mit dem Netzschalter gekoppelt
war.
Ralf L. schrieb:> Hier die original Schaltpläne mit Text von dem ELO-Netzteil von 1979,> damit man lesen kann, wie die Konstrukteure damals gedacht haben.>
zur Vollständigkeit hier noch ein Nachtrag aus der ELO 1979 Heft 10.
Das gab mir die Anregung, mein Netzteil auf 10A zu erweitern.
Gerhard O. schrieb:> Also! Auf geht's! Macht mal, Leute;-)
Nun denn.
Klopfen wir doch ein paar Eckpunkte fest. Meine Vorschläge:
a) zweikanalig, reihen- und parallelschaltbar,
b) Umax irgendwo zwischen 20V und 30V,
c) Imax 1A..2A
Begründung zu a): Reihen- bzw. Parallelschaltung vergrößert
die Reichweite des Netzteiles drastisch, weil man die Wahl
hat, doppelte Spannung, doppelten Strom oder zwei unabhängige
Spannungen zu erzeugen -- aber das muss eben beim Entwurf der
Schaltung vorgesehen werden. Später nachrüsten ist nicht.
Mein Statron 3205 kann das, und es ist super.
Darüberhinaus SEHR wünschenswert: Lastschalter.
Wünschenswert: Testknopf für Stromeinstellung ohne Last.
>> Ohne µC wäre wünschenswert, bzw. etwaig zei Versionen,>> einmal mit und einmal ohne µC.>> Guter Vorschlag.
Ja.
Ich sehe sowieso nicht, was ein µC direkt im Regelkreis verloren
hätte. Wer Userinterface (Anzeigen, Sollwertvorgaben) und Komfort-
funktionen mit µC realisieren will, kann das ja tun -- das ist
aber vom Kern des Regelkreises unabhängig.
> Ich hätte da auch ein paar Ideen dazu.
Ich bin ganz Ohr :)
> [...]> modernes ausbaufähiges, modulares Selbstbau LNG System> Design überdenken, dass sozusagen von groß auf klein> realisiert werden kann.
Die Modularität scheint mir der Knackpunkt.
Dazu folgende Vorüberlegungen:
1) Bei Komponenten, die sowieso unabhängige Funktionen haben,
ist Modularität leicht zu erreichen. Beispiele: Rohspannungs-
erzeugung, Istwert-Anzeigen, Potis für Sollwertvorgabe, Referenz-
spannungsquelle.
Kompliziert sind nur die Dinge, die funktionell wirklich
miteinander verzahnt sind. Das ist meiner Meinung nach nur
die Strom- und die Spannungsregelung.
> Da jeder andere Vorstellungen hat, ist Konzeptflexibilität> Hauptbedingung. Voraussetzung ist, die notwendigen System> Schnittstellen festzulegen so dass die notwendigen Variationen> in einer modularen Vorgehensweise machbar sind.
Genau. Also:
2) Es geht nicht (primär) um das ultimative Super-Duper-Netzteil,
sondern um die Kombination von:
- einem guten Grundkonzept,
- einem Pool von tauglichen Baugruppen und
- einigen (wenigen!) Referenzdesigns.
> Oft werden starke LNG gewünscht.
Hmmja.
Ich denke, man sollte die 80/20-Regel beachten: Mit 20% des
Aufwandes kann man meistens 80% aller denkbaren Anwendungsfälle
abdecken. Die restlichen 80% Aufwand gehen in die letzten 20%
der Anwendungsfälle :)
Soll heißen: Wenn die Kanäle parallelschaltbar sind, halte
ich deutlich mehr als 2A je Kanal für maßlose Übertreibung.
> Ich habe übrigens die Datenblätter ein paar in Frage> kommende OPVs angesehen. [...]
Die ganze Pöbelei wegen angeblich total veralteter OPVs
beruht (meiner Meinung nach) darauf, dass diese Leute das
Konzept nicht verstanden haben.
Da die Last bei der üblichen Spannungsfolger-Schaltung am
Emitter des Längstransistors angeschlossen ist, sieht die
Last den geringen dynamischen Innenwiderstand, der dort
herrscht.
Man kann bei Bipolartransistoren über den Daumen davon
ausgehen, dass eine Verzehnfachung des Kollektorstromes
mit einem Zuwachs der Basisspannung von 100mV erkauft wird.
Wenn also der Laststrom von 1mA auf 1000mA springt, dann
sackt die Emitterspannung dadurch um 300mV ab. Das entspricht
einem Innenwiderstand von 0.3 Ohm -- und zwar OHNE dass der
Regelkreis irgendwie eingegriffen hätte. Das macht der
Transistor ganz allein!
Der "große" Regelkreis muss also nur 30fach verstärken, damit
man auf 10mV Spannungsänderung (= 10 mOhm R_i) herunterkommt.
Als ein Anhang ein Blockschaltbild als Diskussionsgrundlage.
Meine Fragen dazu:
1. Gelegentlich wird Stellbarkeit der Ausgangsspannung bis
auf Null gefordert. Wie kann man das realisieren, und welche
Folgen hat das für die Spannungsversorgung -- welche Hilfs-
spannungen werden notwendig?
2. Die Strommessung kann man in der Plus-Leitung oder in der
Masse machen. Welche Vor- und Nachteile haben diese Varianten?
Possetitjel schrieb:> zweikanalig, reihen- und parallelschaltbar>>> Begründung zu a): Reihen- bzw. Parallelschaltung vergrößert> die Reichweite des Netzteiles drastisch, weil man die Wahl> hat, doppelte Spannung, doppelten Strom oder zwei unabhängige> Spannungen zu erzeugen -- aber das muss eben beim Entwurf der> Schaltung vorgesehen werden. Später nachrüsten ist nicht.
Gute Begründung, genau meine Meinung.
Possetitjel schrieb:> Gelegentlich wird Stellbarkeit der Ausgangsspannung bis> auf Null gefordert. Wie kann man das realisieren, und welche> Folgen hat das für die Spannungsversorgung -- welche Hilfs-> spannungen werden notwendig?
Möglichst ohne Hilfsspannungen oder Hilfswicklungen, selbst wenn am
Ausgang noch 50mV stehen bleiben, ist das in den meisten Fällen nicht
schlimm.
Possetitjel schrieb:> Die Strommessung kann man in der Plus-Leitung oder in der> Masse machen. Welche Vor- und Nachteile haben diese Varianten?
Bei einem geschlossenen System ist das egal (es werden ja nur die
Ausgangsbuchsen aus dem Gehäuse geführt). Die einfachere und
funktionssichere Lösung gewinnt.
Es sollten möglichst preisgünstige, immer beschaffbare und nur wenige
Bauteile sein. Ein Quad-OPV ist ein guter Ansatz (nur ein Bauteil, aber
mit viel drin).
Keine Tripple-Darlington-Schaltung.
Über HF-Einstrahlung kann man, wenn überhaupt erforderlich, später
nochmal reden.
Gerhard O. schrieb:> Also manchmal juckt es mich schon was Modernes auf die Beine zu stellen.>> Vielleicht sollten wir mal ein Forum WIKI aufstellen und sorgfältig ein> modernes ausbaufähiges, modulares Selbstbau LNG System Design> überdenken, dass sozusagen von groß auf klein realisiert werden kann.> Dann ließen sich wahrscheinlich viele Wünsche und Ansprüche erfüllen
Nee, falscher Ansatz. Immer dann, wenn man sich vornimmt, das
allumfassende, ausbaufähige, modulare usw. Gerät zu entwickeln, bleibt
dieses in den Kinderschugen stecken und es wird nie und nimmer was
draus.
Ich hätte da nen anderen Ansatz, nämlich ein kleines bis allerhöchstens
mittelprächtiges Netzteil erstmal vorzuschlagen und dann so lange über
genau DIESES so lange zu diskutieren, bis mehr als 50% der Leute dazu
meinen, daß man's benutzen kann.
Ich mach mal nen blutigen Anfang:
1. nachbaubar von fast jedermann, also keine Bauteile, die man nur als
Gewerblicher kriegt. Bauteilbezug über Ebay, TME oder Reichelt/Conrad
und ähnliche Verdächtige
2. Ausgangsdaten:
nur ein Ausgang bzw. Modul mit 0 bis 15 Volt, 0 bis 1 Ampere
3. Stromversorgung:
möglichst Print-Trafo, 15..18 VA. Notfalls Ringkern. Nur eine
Ausgangswicklung, allenfalls 2 in Reihe.
Kein Spezialtrafo mit mehreren Sekundärwicklungen.
Netzkabel zweipolig, Netzschalter im Gerät, also Netz-Seite so gut
isoliert, daß man das verantworten kann.
4. kein Schalt-Vorregler
5. Gehäuse:
billiges Plastikgehäuse voll geschlossen (sicherheitshalber).
6. Frontplatte und Benutzung:
2 Schraub-Klemmen als Ausgang, 4mm Buchsen sind zwar möglich, setzen
aber Bananenstecker voraus, also ungünstig.
Spannungs- und Stromanzeige digital über chinesisches LED-Modul
(Ebay)
Spannungseinstellung per 10 Gang Poti
Stromeinstellung über einfaches Poti
Netzschalter an der Frontplatte, alternativ weiter drinnen und
Betätigung per Plastik-Schubstange mit Knopf drauf
Anzeige U/I-aktiv per 2 LED's
7. konkrete Schaltung:
noch zu diskutieren.
So, jetzt sind alle anderen dran, ihren Senf dazu zu geben. Aber bitte
konstruktiv.
W.S.
Hallo W.S.,
wenn man Deine Anforderungsliste auf den riesigen Netzteilhaufen aus der
Elektronik-FAQ von Mawin loslässt, dann bleiben nur wenige übrig. Diese
könnte man dann bewerten und die spezifischen Schwächen kommentieren
(MaWin hat nicht alle besprochen).
In einem zweiten Schritt können dann Experten (ich nicht!) sagen, ob und
mit welchem Aufwand man offensichtliche Schwächen geheilt kriegt - ohne
andere Eigenschaften über Gebühr zu verschlechtern.
Ich fange mal an, wenn ich mich nun etwas in einer Zwickmühle versetzt
fühle, da die beiden vorherigen Ansätze auch sehr viel Hand und Fuß
haben. Leider habe ich nur ein paar Minuten Zeit (Mittagspause).
W.S. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Also manchmal juckt es mich schon was Modernes auf die Beine zu stellen.>>>> Vielleicht sollten wir mal ein Forum WIKI aufstellen und sorgfältig ein>> modernes ausbaufähiges, modulares Selbstbau LNG System Design>> überdenken, dass sozusagen von groß auf klein realisiert werden kann.>> Dann ließen sich wahrscheinlich viele Wünsche und Ansprüche erfüllen>> Nee, falscher Ansatz. Immer dann, wenn man sich vornimmt, das> allumfassende, ausbaufähige, modulare usw. Gerät zu entwickeln, bleibt> dieses in den Kinderschugen stecken und es wird nie und nimmer was> draus.>> Ich hätte da nen anderen Ansatz, nämlich ein kleines bis allerhöchstens> mittelprächtiges Netzteil erstmal vorzuschlagen und dann so lange über> genau DIESES so lange zu diskutieren, bis mehr als 50% der Leute dazu> meinen, daß man's benutzen kann.
Das hat was für sich. Gerade weil die beiden vorherigen Ansätze Deinem
etwas quer laufen;-)
>> Ich mach mal nen blutigen Anfang:>> 1. nachbaubar von fast jedermann, also keine Bauteile, die man nur als> Gewerblicher kriegt. Bauteilbezug über Ebay, TME oder Reichelt/Conrad> und ähnliche Verdächtige
F.A. Das ist für ein öffentliches Gruppenprojekt Voraussetzung.
>> 2. Ausgangsdaten:> nur ein Ausgang bzw. Modul mit 0 bis 15 Volt, 0 bis 1 Ampere
Ich würde 0-20V vorschlagen. Strom Wert ist gut.
>> 3. Stromversorgung:> möglichst Print-Trafo, 15..18 VA. Notfalls Ringkern. Nur eine> Ausgangswicklung, allenfalls 2 in Reihe.> Kein Spezialtrafo mit mehreren Sekundärwicklungen.> Netzkabel zweipolig, Netzschalter im Gerät, also Netz-Seite so gut> isoliert, daß man das verantworten kann.
F.A. Alles OK
>> 4. kein Schalt-Vorregler
Trafoumschaltung von Zweiweg auf Brücke. Hilft etwas die Verlustleistung
im Zaum zu halten. Kann wie bei HP elektronisch geschaltet werden.
>> 5. Gehäuse:> billiges Plastikgehäuse voll geschlossen (sicherheitshalber).
Naja. Metallgehäuse wäre wir mir sympathischer. Aber das lässt sich ja
noch diskutieren. Bopla Ultramas ware diesbezüglich mein Favorit.
>
Da gehen die Geister teilweise auseinander.:
> 6. Frontplatte und Benutzung:> 2 Schraub-Klemmen als Ausgang, 4mm Buchsen sind zwar möglich, setzen> aber Bananenstecker voraus, also ungünstig.
Das müssten wir noch diskutieren. Schraub Klemmen are super, aber ich
verwende oft Bananenstrippen. Vielleicht wäre als Kompromiss ein
Schraubklemmenaufsteckadapter möglich.
> Spannungs- und Stromanzeige digital über chinesisches LED-Modul> (Ebay)
Haette ich auch vorgeschlagen
> Spannungseinstellung per 10 Gang Poti
Absolutes Muss!
> Stromeinstellung über einfaches Poti
Auch beim Strom ist optional ein 10-Gang Poti sehr angenehm. Aber das
kann ja jeder selber entscheiden.
> Netzschalter an der Frontplatte, alternativ weiter drinnen und> Betätigung per Plastik-Schubstange mit Knopf drauf
Schubstange würde Netzspannung von der Frontplatte fernhalten. Ist ein
guter Gedanke.
> Anzeige U/I-aktiv per 2 LED's
Absolutes "Nice to Have";-)
>> 7. konkrete Schaltung:> noch zu diskutieren.
Wie ihr wisst, bin ich normalerweise ein Verfechter der HP Architektur.
Wenn aber der Spannungsbereich unter 20V liegt, wurde ich mit mir reden
lassen, Hi.
>> So, jetzt sind alle anderen dran, ihren Senf dazu zu geben. Aber bitte> konstruktiv.
OK. Das war dann mein Senf.
>> W.S.
Die Möglichkeit zum parallel in Reihe schalten von 2 Netzteilen, bzw.
als Doppelnetzteil ist eher nebensächlich. Auch die Doppelnetzteile im
Prinzip 2 getrennte Netzteile in einem Gehäuse, und ggf. ein paar Relais
zum Koppeln dazu. Der wesentliche Teil ist ein Netzteil. Das
zusammenschalten wäre mehr eine Fußnote oder ähnliches.
Die Skalierung auf andere Ströme ist meist relativ einfach, sofern die
Parallelschaltung von Ausgangstransistoren vorgesehen ist (d.h.
Emitter-widerstand vorhanden). Einen der Transistoren wegzulassen
schafft sogar ein echter Anfänger. Bei der Skalierung zu höheren
Spannungen wird es in der Form mit Emitterfolger schwierig, weil der
Spannungshub der üblichen OPs begrenzt ist. Für höhere Spannung wird man
meist auch die Schaltungsform mit fliegendem Regler wählen, d.h. den
Umstand um trotz Emitterfolger auf hohe Spannung zu kommen muss man
nicht haben. Das Design ist ohnehin eher 2 geteilt: einmal der
Frequenzgang - d.h. das Grundkonzept der Schaltung und Auslegung der
Kompensation und dann die Anpassung an Strom und Spannungsbereich,
insbesondere die Auswahl der Leistungstransistoren.
Ein DC/DC Wandler für den fliegenden Regler ist tatsächlich eine
Möglichkeit. Um die Einschaltreihenfolge kann man sich kümmern, dass ist
kein wirkliches Problem. Die Schaltung mit fliegendem Regler dürfte eine
der zu betrachtenden Varianten (nicht unbedingt die 1.) sein - einfach
weil sie auch für Spannungen über 40 V einfach geht, und auch in
kommerziellen Geräten oft genutzt wird. Viel von der Schaltung ist schon
hier im Forum diskutiert
(Beitrag "Labornetzteil/Funktionsgenerator").
Als 2. Type sollte man eine Variante mit Emitterfolger (oder ähnlich)
als Ausgangsstufe haben, das ist die etwas einfacher zu verstehende Form
und man kommt ggf. ohne Hilfsspannung aus. Ich wäre da für die eher
einfache Form mit Shunt an der Low side und 2 Reglern und Verknüpfung
per Dioden - nicht unbedingt die beste Performance, geht aber mit
leichter Einschränkung ohne Hilfsspannung.
Die Variante wie im ELO NT2 braucht fast zwangsweise eine Hilfsspannung
und nicht gut mit einer digitalen Anzeige/Steuerung zu kombinieren. Die
Variante wo die Stromregelung die Sollspannung des Spannungsreglers
runter zieht dürfte nur schwer ohne eine negative Hilfsspannung
auskommen - wäre sonst aber ggf. schon noch interessant.
Ganz so einfach ist dass mit dem Ausgangswiderstand bei der Schaltung
mit Emitterfolger nicht. Der Ausgangs-widerstand am Emitter hängt vom
Strom ab, und wenn der Strom runter geht, wird der Widerstand auch
deutlich größer bei 1 mA liegt man bei rund 50 Ohm. Um einen
Mindeststrom zu erreichen wird oft eine Konstantstrom-senke am Ausgang
genutzt, und die benötigt, um gut zu arbeiten eine negative
Hilfsspannung (und wenn es nur -0.5 V sind). Ohne eine negative
Hilfsspannung hat man da fast zwangsläufig Einschränkungen in der
Performance. Die Einschränkung ist leider nicht nur, dass man nicht
unter 50 mV (oder so runter kommt), sondern dass der Regler in einem
wenn auch kleinen Bereich schwingen kann, oder immer sehr langsamer sein
muss. Als Notlösung (vor allem bei kleiner Leistung) kann man den
Nullpunkt mit einer Diode verschieben.
Die Diskussion der Schaltungen sollte wohl sowieso mit der
grundsätzlichen Schaltung (incl. Kompensation) beginnen. Die Zusätze für
spezielle Fälle, etwa besserer Übergang CC-CV Modus ("Anti-Windup"),
ggf. Mindeststrom, definiertes Einschalten, Output enable usw. wären
dann ein 2. Plan.
Früher hat man teils die Spannung über ein Verstellen der Rückkopplung
gemacht. Dies ist ggf. minimal einfacher, aber sowieso keine so gute
Idee für eine schnelle Regelung. In aller Regel wird man also auch bei
analoger Spannungseinstellung eine Spannung als Sollwert zur Schaltung
geben. Damit ist dann auch die Option gegeben einen µC zur
Sollwert-vorgabe zu nutzen.
W.S. schrieb:> So, jetzt sind alle anderen dran, ihren Senf dazu zu geben. Aber bitte> konstruktiv.
Was soll ich sagen? Mein kleines Netzteil 0-15V und 0-1A benutze ich
mittlerweile am meisten. Nur wenn 24V gefordert sind, oder
OPV-Schaltungen betrieben werden müssen, wird das LNG angeworfen (kommt
in 20% der Fälle auch vor).
Ein 10-Gangpoti halte ich für übertrieben. Eine Plastikschubstange ist
zu kompliziert. Ein CPU-Lüfter ist zu laut und für 1A nicht
erforderlich. Alle anderen Punkte würde ich für den Anfang akzeptieren.
Ein Layout mit Print-Trafo finde ich gut (schön kompakt).
W.S. schrieb:> Ich mach mal nen blutigen Anfang:
Ich mach dann mal weiter:
> 1. nachbaubar von fast jedermann, also keine Bauteile, die man nur als> Gewerblicher kriegt. Bauteilbezug über Ebay, TME oder Reichelt/Conrad> und ähnliche Verdächtige
Ok!
> 2. Ausgangsdaten:> nur ein Ausgang bzw. Modul mit 0 bis 15 Volt, 0 bis 1 Ampere
Frei skalierbare Module für Reihen und Parallelschaltung-ok.
> 3. Stromversorgung:> möglichst Print-Trafo, 15..18 VA. Notfalls Ringkern. Nur eine> Ausgangswicklung, allenfalls 2 in Reihe.> Kein Spezialtrafo mit mehreren Sekundärwicklungen.> Netzkabel zweipolig, Netzschalter im Gerät, also Netz-Seite so gut> isoliert, daß man das verantworten kann.
Printtrafos ab 15 VA sind zu schwer für eine senkrechte Montage.
> 4. kein Schalt-Vorregler
Yep.
> 5. Gehäuse:> billiges Plastikgehäuse voll geschlossen (sicherheitshalber).>> 6. Frontplatte und Benutzung:> 2 Schraub-Klemmen als Ausgang, 4mm Buchsen sind zwar möglich, setzen> aber Bananenstecker voraus, also ungünstig.> Spannungs- und Stromanzeige digital über chinesisches LED-Modul> (Ebay)http://www.ebay.de/itm/NEW-LED-5-Digit-DC-0-4-3000-33-000V-Digital-Voltmeter-Voltage-Meter-Car-Panel-K9/222362829217?ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&var=521228903039&_trksid=p2057872.m2749.l2649
Erstaunlich genau für den Preis.
> Spannungseinstellung per 10 Gang Poti> Stromeinstellung über einfaches Poti> Netzschalter an der Frontplatte, alternativ weiter drinnen und> Betätigung per Plastik-Schubstange mit Knopf drauf> Anzeige U/I-aktiv per 2 LED's>> 7. konkrete Schaltung:> noch zu diskutieren.
Possetitjel schrieb:> 1. Gelegentlich wird Stellbarkeit der Ausgangsspannung bis> auf Null gefordert. Wie kann man das realisieren, und welche> Folgen hat das für die Spannungsversorgung -- welche Hilfs-> spannungen werden notwendig?
Das ist ganz einfach und braucht keinerlei Hilfsspannung:
Beitrag "Re: Elektronisch stabilisiertes Netzteil"Beitrag "Re: LM723 Regelbares Netzteil von 0-30V/0-3A"
Die Spannung an den Reglereingängen ist dabei immer einige Volt über
Masse und unabhängig von der eingestellten Ausgangsspannung.
Hallo Gerhard,
Fragen wie Gehäuse, Anschlussklemmen, Poti-Umdrehungen oder
Spannungsversorgung der Regelung (ob nun Fertigschaltnetzteil,
Printtrafo oder Ringkern) halte ich nicht für kriegsentscheidend, weil
sie noch auch viel später im Prozess auch noch von Anfängern wie mir
angepasst werden können.
Der Kern ist doch eigentlich die Spannungs- und Stromregelung, oder?
Ralf L. schrieb:> Ein 10-Gangpoti halte ich für übertrieben.
Du meinst wahrscheinlich für die Stromeinstellung. Wenn man mit einem
1-Gang Poti arbeiten will, wäre eine Bereichsumschaltung der Einstellung
zweckmäßig um kleine Ströme besser einstellen zu können. Sogar mit dem
Multi-Turn ist es recht diffizil ganz kleine Ströme einstellen zu
wollen.
1-100mA und 1A Bereich wäre gut.
Peter M. schrieb:> Hallo Gerhard,>> Fragen wie Gehäuse, Anschlussklemmen, Poti-Umdrehungen oder> Spannungsversorgung der Regelung (ob nun Fertigschaltnetzteil,> Printtrafo oder Ringkern) halte ich nicht für kriegsentscheidend, weil> sie noch auch viel später im Prozess auch noch von Anfängern wie mir> angepasst werden können.>> Der Kern ist doch eigentlich die Spannungs- und Stromregelung, oder?
Genau. Da wird wahrscheinlich noch viel Tinte verspritzt werden
müssen;-)
Naja, als PCB taugliches Gemeinschaftsprojekt müssen wir uns leider
schon um die praktische Gestaltung entscheiden solange es ein platz
ausfüllendes Ein-Platinen Design werden soll. Da ist dann für (freie)
Frontplattengestaltung etwas weniger Spielraum. Allerdings wenn eine
Handverdrahtung dieser Elemente akzeptabel wäre, dann ist das auch kein
Problem. Ich würde eher auf eine kleinere Steuer Platine hin gravitieren
anstatt einer Gehäuse spezifischen Groß-Platine mit weniger
Handverdrahtung. Das sind halt die praktischen Trade-Offs.
Tany schrieb:> Viele sprechen gegen µC, warum eigentlich?> wäre's nicht hilfreich, wenn man jeder Zeit den Blick über eingestellte> Spannung und Strom hat?
Für Spannungs- und Stromanzeige braucht es keinen µc. Beide sind
nachrüstbar, wobei man wissen muss, wo man den Stromshunt platzieren
darf.
Ein µc lediglich für diagnostische Zwecke ist wie ein späterer Aufsatz
auf eine schon vorhandene Schaltung.
Eine digitale Steuerung des Netzgeräts ist schick, reduziert aber die
Nachbauchancen.
Ich würde mich auf "Regelung, aber richtig" konzentrieren.
Tany schrieb:> Viele sprechen gegen µC, warum eigentlich?> wäre's nicht hilfreich, wenn man jeder Zeit den Blick über eingestellte> Spannung und Strom hat?
Es war ja ohnehin prinzipiell vorgesehen die Schaltung mit einer
Schnittstelle für die uC Steuerung zu planen weil man nie weiß wann so
eine Erweiterung nützlich ist. Dann hat man spaeter für nützliche
Zusatzfunktionen viel Spielraum. Deshalb war es auch mein erster
Vorschlag es als System Design zu anzugehen, so dass solche Dinge schon
von Anfang an in der Zukunft möglich sind.
Gerhard,
wenn es digital steuerbar sein soll, gibt es schon eine schaltplanoffene
Lösung, das DCG-Modul von Carsten Meyer von der c't:
https://www.heise.de/ct/artikel/Kleinkraftwerk-291224.html
Die Regelung erfolgt analog, die Vorgabe digital, aber den Analogteil
kann man vielleich übernehmen.
Auch hier gab es Überschwingerprobleme, die in mehreren Anläufen zum
Schluss mit einer kleinen Aufsatzkorrekturplatine gelöst sein sollten.
MaWin hat den Vorschlag auch gelistet.
Tany schrieb:> Na dann bin ich gespannt, wer mit der Reglung beginnt/vorschlägt, und> was viele "Experten" wie bei vielen Diskussionen über LNG für Wellen> schlagen.
Diskreter, modernisierter Nachbau des MC1466. Eine externe Steuerung
ist mit Widerständen ohne µC möglich. Als Beispiel kann man Gossen
Konstanter nehmen.
Man kann den MC1466 Nachbau als Modul ausführen und dann für LNGs
verschiedener Leistung verwenden.
Die DCG Schaltung würde ich nicht unbedingt als Vorbild nehmen. Da sind
mit der Shunt Umschaltung schon viele extras drin. Dazu kommt die extra
Verstärkungsstufe um mit der Emitterfolger Variante eine höhere Spannung
zu regeln. Bis etwa 25 (ggf. auch 30 V) geht es ohne den Umweg. Für mehr
Spannungen hätte man die Variante mit fliegendem Regler.
Bei der Schaltung ist halt die Frage, was man haben will. Besser zu
verstehen ist es einfach mit Dioden für min. der Spannung und shunt an
der low side.
Besser von der Performance bei der Stromregelung wäre es ggf. mit neg.
Hilfsspannung und ähnlich dem ELO NT2. Da wird aber die Stromanzeige
ggf. zum Problem.
Lurchi schrieb:> Die Möglichkeit zum parallel in Reihe schalten von> 2 Netzteilen, bzw. als Doppelnetzteil ist eher> nebensächlich.
Das finde ich überhaupt nicht.
Reihenschaltung geht fast immer, wenn die Spannungen
galvanisch getrennt und erdfrei sind (was fast immer
der Fall ist).
Parallelschaltung geht aber fast nie, weil das einen
Eingriff in den Regelkreis erfordert, der beim Entwurf
vorgesehen worden sein muss. Ich finde es aber extrem
praktisch, bei Bedarf den doppelten Strom zur Verfügung
zu haben.
Das dämpft den Drang zu einem viel größeren Netzteil
ganz erheblich.
> Ganz so einfach ist dass mit dem Ausgangswiderstand bei> der Schaltung mit Emitterfolger nicht.
Aber fast :)
> Der Ausgangs-widerstand am Emitter hängt vom Strom ab,> und wenn der Strom runter geht, wird der Widerstand auch> deutlich größer bei 1 mA liegt man bei rund 50 Ohm.
Sicher.
Das ändert aber nichts an meinem Kernargument, das da ist:
Die Spannungsregelung wird NICHT allein vom OPV übernommen,
sondern der Längstransistor hilft da kräftig mit.
> Um einen Mindeststrom zu erreichen wird oft eine> Konstantstrom-senke am Ausgang genutzt, [...]
Ja, in die Richtung habe ich auch schon gedacht.
> Früher hat man teils die Spannung über ein Verstellen> der Rückkopplung gemacht.
Unschön. Meiner Meinung nach.
> In aller Regel wird man also auch bei analoger> Spannungseinstellung eine Spannung als Sollwert zur Schaltung> geben. Damit ist dann auch die Option gegeben einen µC zur> Sollwert-vorgabe zu nutzen.
Genau.
Ich überlege, ob man direkt einen PWM-Eingang vorsehen sollte.
Das hätte den Vorteil, der der µC nur einen Logikpegel mit
einer gewissen Mindestfrequenz liefern muss; seine Betriebs-
spannung wäre dann (fast) egal.
Vielleicht wäre es ein guter Zeitpunkt die ganzen in Frage kommenden
Designs in einer Excel Tabelle im Detail zu katalogisieren um die nötige
Übersicht nicht zu verlieren. Dazu wäre es grundsätzlich wichtig auf
Details acht zu geben wie uC Interface Möglichkeiten. Auch wäre ein
Design Dokument/Pflichtenheft nicht schlecht, welches alle hier schon
aufgeführten Wünsche berücksichtigt.
Wie meine ich das? Z.B. Beim ELO Design ist der Strombezugspunkt an Plus
Out und der Spannungsbezugspunkt auf Masse. Das kompliziert das Leben
für diejenigen, die dirses Design. It einem uC verbinden wollen.
Bei einem anderen hier vorgestellten Design sind sowohl U und I auf
Masse und der Strommesswiderstand am Masse Eingang vom
Gleichrichterteil. Hier ist uC Interface günstiger.
Beim HP (Fliegender Regler) sind die Regelbezugspunkte auf dem Plus
Sense/Ausgang. Auch hier ist uC Steuerung und Überwachung einfach.
Da hier viele "Köche" sozusagen mitmischen ist es wichtig, daß wir es
irgendwie schaffen das gemeinsame Ziel, ein nachbauwürdiges Design, im
Fokus zu behalten und nicht der großen Versuchung verfallen nur auf
eigene Wünsche zu trachten. Ich weiß das ist verdammt schwer und macht
mir Angst, daß wir uns am Ende verzetteln.
So schwer wie mir es fällt die Frage zu stellen, wie realisieren wir
also das "Projektmanagement"? Bitte lacht jetzt nicht. Wenn wir dieses
Problem nicht lösen, erleiden wir früher oder später einen Schiffbruch,
fürchte ich.
Ich bin mir nicht ganz klar wie jeden "Klubmitglied" hier am besten
gedient ist. Wir müssen also erfolgreich zu einem Design Konzept kommen.
Da ist es wichtig, zuerst versuchen rauszufinden welches Endziel
erwünscht ist. Da wir wahrscheinlich alle der Meinung sind, alle
Komponenten müssen von den üblichen Verdächtigen im Handel erhältlich
sein, ergeben sich gewisse Einschränkungen. Also versuche ich zu
ergründen welche Varianten wir bauen könnten.
Da wäre erstens das Konzept vom Possetitjel. Also hier geht es um ein
Mehrfach Gerät in einem Gehäuse, sonst aber unabhängig ausgeführt.
Dann gibt es die Einfach Modelle mit einer Schaltung ähnlich dem ELO
Design. Hier könnte man ein Einplatinen Design konzipieren wo alle
Komponenten auf einer großen Platine sitzen und ein Standard Design,
vielleicht mit Vorkehrungen für einen Einsteck uC wie ein Arduino oder
sonst was. Der Vorteil so eines Konzepts wäre halt ein Minimum an
Handverdrahtung und ordentliches inneres Aussehen. Nachteil dieser
Lösung ist, daß es keine Komponentenengpässe und Abkündung kritischer
Teile geben darf und sehr inflexibel in Bezug auf Änderungen ist. Auch
ist der Zeitaufwand nicht unübersehbar. Hier wäre ein handelsübliche
Gehaeuse zu bevorzugen wie z.B das Ultramas von Bopla.
Eine andere Option wäre eine kleine Steuerplatine und sonst alles Hand
verdrahtet. Diese Ansatz hat viel Flexibilität und erlaubt
Verbesserungen und Modifizierungen und viel Spielraum mit der
praktischen Gestaltung und Gehaeusekonstruktion.
Die Wahl des Designs wird also nicht einfach sein.
Dann kommt noch die Wahl des PCB CAD Programms dazu. Jeder ist sein
Programm schon gewöhnt. Diese Frage wird wahrscheinlich schwierig zu
lösen zu sein.
Ich möchte betonen, daß ich nicht das "Projektmanagement" an mich
reissen will. Da gibt es bestimmt geeignetere Leute wie mich.
Ich weiß aber wie wichtig es ist diese Dinge so bald wie möglich zu
konfrontieren und in den Griff zu bekommen. Viele öffentliche
Gruppenprojekte scheitern oft weil eben die Meinungen so weit
auseinander gehen können. Auch wenn ich in der Vergangenheit immer meine
Meinung bezeugt hatte wie ein LNG verwirklicht sein sollte, habe ich
nicht die Absicht mich hier durchsetzen zu wollen.
Wie denkt ihr über meine Bedenken? Wie fassen wir das Projekt am Besten
an und kommen auf einen gemeinsammen Nenner?
Gerhard
ArnoR schrieb:> Possetitjel schrieb:>> 1. Gelegentlich wird Stellbarkeit der Ausgangsspannung bis>> auf Null gefordert. Wie kann man das realisieren, und welche>> Folgen hat das für die Spannungsversorgung -- welche Hilfs->> spannungen werden notwendig?>> Das ist ganz einfach und braucht keinerlei Hilfsspannung:>> Beitrag "Re: Elektronisch stabilisiertes Netzteil"> Beitrag "Re: LM723 Regelbares Netzteil von 0-30V/0-3A">> Die Spannung an den Reglereingängen ist dabei immer einige Volt> über Masse und unabhängig von der eingestellten Ausgangsspannung.
Vielen Dank.
Ich muss das noch etwas begrübeln, aber das Brett vor meinem Kopf
wird allmählich dünner.
Possetitjel schrieb:> Reihenschaltung geht fast immer, wenn die Spannungen> galvanisch getrennt und erdfrei sind (was fast immer der Fall ist).
Na ja, fast immer bei professionellen Netzteil, weil deren Erbauer daran
denken.
Damit ist aber Versorgung aus einer gemeinsamen Trafowicklung oder einem
Schaltnetzteil verboten, Steuerung bzw. Strom/Leistung/Spannungsanzeige
über einen einzelnen (mit Analogeingängen versehenen) Microcontroller
unmöglich, man braucht meistens dann 4 extra potentialfreie Versorgungen
für die üblichen ICL7107> Parallelschaltung geht aber fast nie, weil das einen> Eingriff in den Regelkreis erfordert, der beim Entwurf> vorgesehen worden sein muss.
Jein, wenn die Steuerung der Spannung durch uC erfolgt, kann der beide
einfach auf dieselbe Spannung einstellen. Die realen Abweichungen
sollten im Millivoltbereich liegen, gibt das spannungshöhere Netzteil
auf weil dessen Stromlbegrenzung erreicht wird, sinkt halt die Spannung
auf das niederigere Netzteil ab aber eben nur um Millivolt. Man kann
sogar Strombegrenzung auf diese Art auf beide verteilen.
Bleibt aber, siehe oben, das Problem wie man die Netzteilhälften
steuert, wenn sie nicht galvanisch verbunden sind. Man müsste externe
D/A-A/D Wandler auf jedes Netzteil setzen (was sich, weil 10 bit eher
nicht ausreichen und mehr am uC eher gestört sind, sondern man 12 bit
haben will, sowieso anbietet), und z.B. seriell mit Optokopplern
verbinden, und hat dann gleich den uC galvanisch von beiden entkoppelt,
so daß er z.B. über USB seriell anschliessbar und parametrisierbar ist,
schon hat man den Arbiträrgenerator drin.
Hier ist noch ein Beispiel eines uralten Einplatinen LNGs welches ein
von mir geklontes HP Design ist, Anno 1991. Gehäuse ist von Hammond.
Beitrag "Re: Zeigt her eure Kunstwerke (2015)"
Beim HP E3631A Dreifach LNG werden die Referenzspannungen und Strom und
Spannungsvorgaben mit einem einzigen 16-Bit Audio DAC im Sample and Hold
Verfahren erzeugt. Ein einziger DAC erzeugt also alle 8 Spannungen
dynamisch. Das hat auch den Vorteil, dass wenn die digitale Steuerung
aussetzt alle Spannungen automatisch auf Null gehen.
Anstatt von Optos gibts auch die ADUF Serie von magnetisch gekoppelten
Datenschnittstellen mit großer Isolation.
Gerhard O. schrieb:> W.S. schrieb:>> nur ein Ausgang bzw. Modul mit 0 bis 15 Volt, 0 bis>> 1 Ampere>> Ich würde 0-20V vorschlagen. Strom Wert ist gut.
0..20V finde ich nicht gut; 0..15V noch viel weniger.
Begründung: Das deckt ein LM317 fast noch ab. Der doch
erhebliche Aufwand für einen diskreten Aufbau sollte
meiner Meinung nach mit einem entsprechend großen
Gebrauchswert einhergehen. 25V oder 30V sollten es
daher schon sein.
Nur als Anmerkung -- nicht als Fehde-Handschuh.
Possetitjel schrieb:> Gerhard O. schrieb:>>> W.S. schrieb:>>> nur ein Ausgang bzw. Modul mit 0 bis 15 Volt, 0 bis>>> 1 Ampere>>>> Ich würde 0-20V vorschlagen. Strom Wert ist gut.>> 0..20V finde ich nicht gut; 0..15V noch viel weniger.>> Begründung: Das deckt ein LM317 fast noch ab. Der doch> erhebliche Aufwand für einen diskreten Aufbau sollte> meiner Meinung nach mit einem entsprechend großen> Gebrauchswert einhergehen. 25V oder 30V sollten es> daher schon sein.>> Nur als Anmerkung -- nicht als Fehde-Handschuh.
Ist schon OK:-)
Ja. Mir sind etwas höhere Spannungen auch lieber. Aber das kann jeder so
machen wie er will. Nur sind bei Massebezogenen Schaltungen niedrigere
Grenzen gesetzt.
Hier ist noch ein interessantes LNG Design mit fliegendem Regler und
Elektronischem Temperaturschutz:
https://www.element14.com/community/thread/12710/l/diy-os-psu-build?displayFullThread=true
So die Herren Gesangsverein...
Ich komme (nach dem Siebelko) auf 20 Bauteile. Das waren jetzt 5 Minuten
mit Papier und Stift. Dieses NT hat mit den hier Vorgestellten kaum was
gemein. Modern ist sicher auch noch was Anderes, aber wenigstens nicht
von vor Jahrzehnten, so wie die hier vehement verteidigten Schaltungen.
Es gibt eine Referenzspannungserzeugung mit Shuntregler, zwei Potis, die
daraus die Sollspannungen machen, die beiden Fehlerverstärker (sehr
schnelle OPs), die LEDs, den milliohm-Shunt, einen schnellen
Längstransistor und einen winzigen Ausgangs-Kerko. Sieht fast aus wie
ein symbolischer Schaltplan, und genau so einfach ist es eigentlich
auch.
Und das Ganze ist problemlos für 30V und 10A auslegbar, nicht 1A und
12V, oder was für ein Püppikram oben genannt wurde.
Das Teuerste wird je nach Leistung der Längstransistor. Würde man so ein
altmodisches Labornetzteil überhaupt benötigen, so würde man bei
aktuellen HF-Transistoren suchen, nicht nach oxydierten Darlingtons. Die
beiden OPs beginnen mit LT oder AD, zur Not auch MAX oder OPA.
Den völlig unspektakulären Schaltplan veröffentliche ich gern, sobald
hier irgendwer ernsthafte Anstalten macht, ein brauchbares NT zu bauen.
Solange hier dieser durch und durch morbide Geruch herrscht, sehe ich
nicht ein, auch nur solche Standardschaltungen zu zeigen.
Possetitjel wollt noch einen Stromeinstellungsdrucknopf der genauso wie
beim E3611A funktioniert.
Dort wird das so gemacht, daß das digitale Strominstrument mittels
Umschalter die Stromvorgabespannung vom Stromeinstell Poti mißt anstatt
des Spannungsabfall am Strommeßwiderstand.
Das finde ich sehr elegant weil man zur Stromvorgabe nicht den Ausgang
kurzschließen muß. Würde vorschlagen diese Methode zu adoptieren.
Scrat schrieb:> Solange hier dieser durch und durch morbide Geruch herrscht, sehe ich> nicht ein, auch nur solche Standardschaltungen zu zeigen.
Tut mir leid, daß Du Dir die Nase zuhalten mußt:-)
Aber es ist schön von Dir noch mitzumachen.
Du hast übrigens vergessen anzugeben ob Du einen MOSFET oder BJT Für den
Längstransistor einsetzen willst.
Michael B. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Reihenschaltung geht fast immer, wenn die Spannungen>> galvanisch getrennt und erdfrei sind (was fast immer>> der Fall ist).>> Na ja, fast immer bei professionellen Netzteil,
Das war gemeint, ja.
> weil deren Erbauer daran denken.
Logisch.
Aber wenn die das können, dann können wir das wohl auch, oder?
> Damit ist aber Versorgung aus einer gemeinsamen Trafowicklung> oder einem Schaltnetzteil verboten, Steuerung bzw.> Strom/Leistung/Spannungsanzeige über einen einzelnen (mit> Analogeingängen versehenen) Microcontroller unmöglich, man> braucht meistens dann 4 extra potentialfreie Versorgungen> für die üblichen ICL7107
Stimmt; sehr gute Einwände.
Versorgung:
* Trafos mit (zwei gleichen) Wicklungen sind üblich; alternativ
kann man auch zwei gleiche Trafos nehmen. Wer (wie ich) die
Möglichkeit zur Reihenschaltung haben will, wird den Aufwand
treiben; wer es nicht will, kann sich das Leben leichter machen
und dieselbe Rohspannung am Lade-Elko verwenden.
* Dasselbe gilt für Schaltnetzteile; wer tatsächlich nur sein
altes Laptop-NT pimpen will, wird erstmal mit einem Kanal
zufrieden sein (schätze ich). Erweiterung auf zweites SNT und
zweiten (potenzialfreien) Kanal ist ganz einfach.
--> Meine Schlussfolgerung: Man sollte den Regelkreis so
auslegen, dass er für Reihen- wie auch für Parallelschaltung
tauglich ist. Wer das nicht braucht, hat nichts verloren; wer
es aber haben will, muss mit der komplizierteren Stromversorgung
leben.
Die anderen Argumente sind auch berechtigt, führen aber nach
meiner Ansicht nicht zu Showstoppern.
>> Parallelschaltung geht aber fast nie, weil das einen>> Eingriff in den Regelkreis erfordert, der beim Entwurf>> vorgesehen worden sein muss.>> Jein, wenn die Steuerung der Spannung durch uC erfolgt,> kann der beide einfach auf dieselbe Spannung einstellen.
Naja, wie schon gesagt: Mein uraltes Statron 3205 kann es;
da wird intern irgendwas umgeschaltet. Habe den Schaltplan
noch nicht studiert, wie das funktioniert.
> Bleibt aber, siehe oben, das Problem wie man die Netzteil-> hälften steuert, wenn sie nicht galvanisch verbunden sind.
Optokoppler. Würde ich sowieso machen, wenn ich das haben
wollte, insofern ist das kein Zusatzaufwand.
> Man müsste externe D/A-A/D Wandler auf jedes Netzteil setzen
Oder je Kanal einen eigenen µC verwenden. Das sind ja nun
wirklich nicht solche Wertgegenstände, als dass man da
sparen müsste.
> (was sich, weil 10 bit eher nicht ausreichen
Wieso? 0V bis 25V, 10 bit --> 25mV je Digit. Ist doch mehr
als ausreichend.
Gerhard O. schrieb:> Vielleicht wäre es ein guter Zeitpunkt die ganzen in Frage> kommenden Designs in einer Excel Tabelle im Detail zu> katalogisieren um die nötige Übersicht nicht zu verlieren.> Dazu wäre es grundsätzlich wichtig auf Details acht zu> geben wie uC Interface Möglichkeiten. Auch wäre ein Design> Dokument/Pflichtenheft nicht schlecht, welches alle hier> schon aufgeführten Wünsche berücksichtigt.
Ja.
Im DIN-Sprech würde man wohl sagen: Wir sollten ein Lastenheft
("Wunschzettel") und ein Pflichtenheft (Lösungsideen)
zusammenschreiben.
> Wie meine ich das? [...]
Zu den technischen Details schreibe ich (hoffentlich) noch
mal extra, das wird sonst zuviel hier.
> Da hier viele "Köche" sozusagen mitmischen ist es wichtig,> daß wir es irgendwie schaffen das gemeinsame Ziel, ein> nachbauwürdiges Design, im Fokus zu behalten und nicht der> großen Versuchung verfallen nur auf eigene Wünsche zu> trachten.
Hmm.
Ich schlage vor, das Ganze etwas stärker Optimierungsprozess
zu sehen und weniger als (fast unerreichbares) Ziel, das man
vielleicht doch erreicht, wahrscheinlich aber nicht.
Leitmotiv wäre für mich die Frage: Wie müsste ein "elegantes"
Grundkonzept für ein Netzteil aussehen -- also eins, das mit
möglichst wenig Aufwand und wenig Krampf auf die hier
gewünschten Anwendungsfälle anpassbar ist?
> Ich weiß das ist verdammt schwer und macht mir Angst, daß> wir uns am Ende verzetteln.
Ich möchte für den Gedanken werben, dass sich die hier
Beteiligten gar nicht alle EINIGEN müssen. Es muss nicht
DAS EINE Gerät geben, das alle lieben.
Es ist völlig ausreichend, wenn am Ende ein solider, robuster
Kompromiss herauskommt, der die Basis für das persönliche
Wunschgerät bildet.
Ich glaube daran, dass das viel leichter zu erreichen ist.
> So schwer wie mir es fällt die Frage zu stellen, wie> realisieren wir also das "Projektmanagement"?
Wir sammeln, sortieren und strukturieren...
1. alles, was wir bis jetzt schon wissen und
2. alle offenen Fragen.
> Wir müssen also erfolgreich zu einem Design Konzept kommen.
Ja.
> Da ist es wichtig, zuerst versuchen rauszufinden welches> Endziel erwünscht ist.
Jein: Wir müssen feststellen,...
- in welchen Punkten weitgehende Einigkeit besteht,
- in welchen Punkten Varianten gewünscht werden, die
miteinander verträglich sind und
- in welchen Punkten Wünsche bestehen, die sich gegenseitig
ausschließen.
Nur bei den sich ausschließenden Wünschen sind verbindliche
Entscheidungen notwendig.
> Da wir wahrscheinlich alle der Meinung sind, alle Komponenten> müssen von den üblichen Verdächtigen im Handel erhältlich> sein,
Davon gehe ich aus, ja.
> Hier könnte man ein Einplatinen Design konzipieren wo> alle Komponenten auf einer großen Platine sitzen und ein> Standard Design, vielleicht mit Vorkehrungen für einen> Einsteck uC wie ein Arduino oder sonst was.
Die Idee ist nicht schlecht, aber mMn etwas verfrüht.
Es ist viel leichter, alles auf eine Platine zu werfen, was
ursprünglich als getrennte Module mit klaren Schnittstellen
projektiert war, als umgekehrt eine Schaltung, bei der alles
mit jedem verbunden ist, auseinanderzuposamentieren.
> Die Wahl des Designs wird also nicht einfach sein.>> Dann kommt noch die Wahl des PCB CAD Programms dazu. Jeder> ist sein Programm schon gewöhnt. Diese Frage wird> wahrscheinlich schwierig zu lösen zu sein.
Ach, das sehe ich beides nicht kritisch. Es darf doch mehrere
Varianten geben, da ist doch nix Schlimmes dran.
> Wie denkt ihr über meine Bedenken? Wie fassen wir das Projekt> am Besten an und kommen auf einen gemeinsammen Nenner?
In Anbetracht der Arbeit, die Du schon investiert und der
vielen Fragen, die Du aufgeworfen hast, möchte ich Brecht
zitieren:
"Aber rühmen wir nicht nur den Weisen
Dessen Name auf dem Buche prangt!
Denn man muß dem Weisen seine Weisheit erst entreißen.
Darum sei der Zöllner auch bedankt:
Er hat sie ihm abverlangt."
Gerhard O. schrieb:> Du hast übrigens vergessen anzugeben ob Du einen MOSFET oder BJT Für den> Längstransistor einsetzen willst.
Ist in der Schaltung quasi egal. Aber bei hohen Spannungen/kleinen
Strömen wäre ein Bipolartrans. besser, und umgekehrt würde man einen
Mosfet nehmen.
Habe übrigens mal eben gescrollt, wer den Thread überhaupt ausgegraben
hat. Es war genau so einer, der hier einen "tollen" Schaltplan gefunden
hat und gleich eine Platine gemacht hat. Und nun ein Netzteil besitzt,
das reif für den Schrott ist. Und dabei hatte er noch einen der
"moderneren" Pläne erwischt, inzwischen ist die Qualität ja noch weiter
abgerutscht. Hier sind sogar ein, zwei Pläne dabei, die versteht man
glatt erst nach 10 Minuten (und erschrickt). Sowas muss nun wirklich
nicht sein, das normale Prinzip Soll-Istspannungsvergleich mit je einem
OP genügt völlig. Das ganze Gelumpe mit regelrechten Ketten von
Verstärkern und Transistoren stammt von irgendwelchen längst
verstorbenen Bastelbuben, die wochenlang "geht - geht nicht" gemacht
haben, bis es halbwegs funktionierte.
Gerhard O. schrieb:> Du hast übrigens vergessen anzugeben ob Du einen MOSFET oder BJT Für den> Längstransistor einsetzen willst.
Spielt doch keine Rolle, seine mal eben hingekritzelten 20 Bauteile
funktionieren doch in der Praxis sowieso nicht.
MaWin schrieb:> Spielt doch keine Rolle, seine mal eben hingekritzelten 20 Bauteile> funktionieren doch in der Praxis sowieso nicht.
Was ich selber denk und tu, trau ich auch den Andren zu.
Gerhard O. schrieb:> Wir müssen also erfolgreich zu einem Design Konzept kommen.> Da ist es wichtig, zuerst versuchen rauszufinden welches> Endziel erwünscht ist.
Ich versuche mal eine Zusammenfassung dessen, was ich bisher
als Konsens herausgelesen habe:
Kerneigenschaften:
==================
1)
Ziel sind Schaltungsunterlagen für ein Labornetzteil mit
den (üblichen) Eigenschaften:
* einstellbare Ausgangsspannung
* einstellbarer Maximalstrom
* automatische Umschaltung Konstantspannungs-/Konstantstrom-
betrieb
* dauerkurzschlussfest
* stabil (= frei von Schwingneigung).
Die Wünsche für U_a_max gehen von 15V bis 30V; I_a_max soll
bei 1A liegen.
2)
Die Bauteile sollen für Privatleute leicht erhältlich sein;
es sollen nur Teile verwendet werden, die als Standardbauteile
angesehen werden können.
3)
Die Schaltung soll nachbausicher sein. (Was das im Detail
bedeutet, ist noch zu diskutieren.)
Von einzelnen Teilnehmern bzw. Teilnehmergruppen wird noch
gewünscht:
Zusätzliche Eigenschaften:
==========================
4)
Fernsteuerung durch externen Mikrocontroller sollte möglich
sein.
5)
Reihenschaltung bzw. Parallelschaltung zur Spannungs- bzw.
Stromerhöhung sollte möglich sein.
6)
Es sollten Varianten mit höherem Maximalstrom existieren.
(Habe ich irgendwas vergessen? Aussagen falsch
wiedergegeben?)
@Possetitjel
[...]
Die Zusammenfassung finde ich schon mal sehr ansprechend. Der
Stromeinstellknopf ist ein "Muss haben" - Den hattest Du vergessen:-)
Es ist wahrscheinlich zu früh die Entscheidung zwischen "fliegender"
oder Masse bezogener Regelelektronik. Bei fliegender Elektronik könnte
ein DC Wandler das übernehmen.
Der Trafo sollte elektronisch umgeschaltet werden. Das adoptieren wir
von HP. Die Verlustleistungsersparniss ist es wert. Die Schaltung ist
ganz einfach und sicher.
Zur Kühlung wäre wie schon von jemand vorgeschlagen ein CPU Lüfter
ideal.
Zur Anzeige suchen wir LCD Module. Ich habe in der Bucht einige
ansprechende Digitalanzeigen gesehen. Es gibt eine vierstellige LED
Anzeige für 0-30V. Oder wir nehmen einen uC. Pro-Mini + LCD.
Die Schnittstelle für den uC müsste zusammen mit der Analog Elektronik
durchdacht werden. Auch ist eine galvanische Trennung des uC
Communications Interface notwendig.
PWM ist vielleicht zu grob. Aber da habe ich nicht viel darüber
nachgedacht. Zulange sollten wir mit diesen Überlegungen nicht warten.
Mehr fällt mir im Augenblick nicht ein.
MaWin schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Du hast übrigens vergessen anzugeben ob Du einen MOSFET oder BJT Für den>> Längstransistor einsetzen willst.>> Spielt doch keine Rolle, seine mal eben hingekritzelten 20 Bauteile> funktionieren doch in der Praxis sowieso nicht.
Naja, neugierig bin ich schon. Wäre nicht schlecht wenn Scrat uns
vielleicht doch Einblick in die Schaltung geben würde. Mich würde es
jedenfalls interessieren.
Allerdings finde ich die erwähnten schnellen OPVs Overkill. Da könnte
man sich bei schlechten Aufbau auch Überraschungen einhandeln. Abgesehen
lege ich keinen großen Wert auf 5us Ausreglung.
Ich habe mich mal umgeschaut bei HP und die verwenden im E3611A
Regelteil TL074 und TL072 OPVs. Auch Alte Bekannte wie den LM358 findet
man dort. Im E3611A sind LF411 drin.
Der TL074 hat 13V/us Slew Rate und 3Mhz fT. Damit ist er schon eine
Klasse schneller wie der LM324. Allerdings weiß ich nicht ob der Ein-und
Ausgangsbereich für die hier vorgestellten LNGs ausreichend ist. HP
betreibt sie mit Split Versorgung wo es keine Rolle spielt.
Ich habe mir die Specs vom E36311-13 angesehen. So überwältigend sind
sie nicht. Die älteren LNGs sind da teilweise besser oder gleichwertig.
Nur der Bedienungskomfort und Schnittstelle ist halt toll.
Scrat schrieb:> Den völlig unspektakulären Schaltplan veröffentliche ich gern, sobald> hier irgendwer ernsthafte Anstalten macht, ein brauchbares NT zu bauen.> Solange hier dieser durch und durch morbide Geruch herrscht, sehe ich> nicht ein, auch nur solche Standardschaltungen zu zeigen.
Auf gut deutsch: Alles geflunkert und du hast gar keinen Schaltplan.
Schlecht gebrüllt, Löwe.
Gerhard O. schrieb:> Ich habe mich mal umgeschaut bei HP und die verwenden im E3611A> Regelteil TL074 und TL072 OPVs. Auch Alte Bekannte wie den LM358 findet> man dort.
Natürlich, das sind altbekannte Gefährten und reichen auch heute noch
mehr als aus. Kein Mensch braucht ein LNG, dass 5 us Ausregelzeit hat.
Wer für eine Schaltung so ein LNG braucht sollte seine Schaltung mal
überdenken. Ich mein, wir reden hier über LNGs, nicht über
"Frequenzgeneratoren".
Gerhard O. schrieb:> Ich habe mir die Specs vom E36311-13 angesehen. So überwältigend sind> sie nicht. Die älteren LNGs sind da teilweise besser oder gleichwertig.> Nur der Bedienungskomfort und Schnittstelle ist halt toll.
Ich find die Bedienung für ein Tischnetztel zum Entwickeln ziemlich
ungeeignet. Am Anfang muß man das Handbuch bemühen um die Kiste wieder
aus der OCP zu bekommen. Eingängig ist da nichts, ich hab da Anfangs
echt geflucht.
Die Steuerung über Serielle/GPIB ist alerdings gut, und man kann schön
Strom/Spannung mitloggen.
Hallo an alle!
Möchte hier nicht die Ambitionen miesmachen, aber ein paar Kritikpunkte
von mir seien mir erlaubt:
So wie es bis jetzt zusammengefaßt wird kommt halt doch wieder nur eine
Abwandlung von 100erten bereits gebauten LNGs zustande.
Ich möchte einen anderen Ansatz zur Diskussion stellen.
Da ich als Elektroniker zwar gerne mit Oszi und Lötkolben arbeite aber
weniger gene mit Bohrmaschine und Feile, würde ich gerne den
mechanischen Aufwand so gering als möglich halten. Auch das Thema
elektrische Sicherheit ist hier noch nicht erwähnt worden, das auch für
Anfänger erwähnt werden muß.
Daher mein Vorschlag:
Gekapseltes fertiges Laptopnetzteil getrennt vom zum entwickelden LNG
nennen wir es einmal DCLNG.
Das DCLNG sollte mit möglichst kleinem Kühlkörper auskommen und ist, da
fremdgespeist, sicherheitstechnisch unkritisch.
Da wird man ohne Vorregelstufe nicht durchkommen um nur in Summe ein
paar Watt bei jedem Betriebszustand zu verbraten.
Vielleicht gibt es ja soetwas oder ähnliches schon, dann mal her mit den
Schaltplänen. Wenn nicht wäre das ein guter Ansatz wenn sich da alle
hier anwesenden Spezialisten den Kopf über Schaltungskonzepte
zerbrechen.
Weiter oben wurde ein Printtrafo angedacht. Dabei gebe ich zu bedenken,
dass dieser eine Menge (relativ) teurer Platinenfläche verbraucht. Weil
bei den chinesischen Fertigern PCBs bis 10x10cm sehr preiswert sind,
größere Formate aber drastisch teurer werden, plädiere ich dafür, die
Platinenfläche auf 10x10cm, oder noch besser auf 10x8cm zu begrenzen.
Dafür, falls nötig, besser 2 Platinen.
Beispiel Elecrow:
10x10cm 9€
10x16cm 44€ (inkl. EUSt)
Klar gibt es für 44€ gleich 5 Platinen im Euroformat, wenn ich aber nur
ein Netzteil nachbaue, habe ich davon nicht viel.
Erwin E. schrieb:> Weiter oben wurde ein Printtrafo angedacht. Dabei gebe ich zu bedenken,> dass dieser eine Menge (relativ) teurer Platinenfläche verbraucht. Weil> bei den chinesischen Fertigern PCBs bis 10x10cm sehr preiswert sind,> größere Formate aber drastisch teurer werden, plädiere ich dafür, die> Platinenfläche auf 10x10cm, oder noch besser auf 10x8cm zu begrenzen.> Dafür, falls nötig, besser 2 Platinen.>> Beispiel Elecrow:> 10x10cm 9€> 10x16cm 44€ (inkl. EUSt)>> Klar gibt es für 44€ gleich 5 Platinen im Euroformat, wenn ich aber nur> ein Netzteil nachbaue, habe ich davon nicht viel.
Den Regelteil auf 10*8 cm zu bringen ist kein Problem. Im Anhang mal
einen Screenshot von meinem Selbstbau. Die Regelplatine ist 10*5 cm, und
da ist auch Endstufe und der Atmega samt RS232 usw. drauf.
Einen Printtrafo würde ich nur nehmen wenns um kleine Ströme geht, <
1.5A, wie bei mir (1.3 A). Meine Trafoplatine ist 10*8 cm. Wenn man bis
3 A oder noch mehr will ist IMO ein Printtrafo Quatsch.
M. K. schrieb:> 3 A oder noch mehr will ist IMO ein Printtrafo Quatsch.
Und zwar nicht so sehr, weil bei grossen Platinen mehr Geld rüberwächst,
sondern weil das Gerät sonst nach dem nächsten Schlagloch Schrott ist.
Schwere Trafos fixiert man am Gehäuse, nicht auf einer Platine.
Einen Knopf (ein-aus-Schalter) an der Frontplatte zum Zu- und Abschalten
der geregelten Ausgangsspannung fände ich ganz praktisch.
Den auch gleich noch beleuchtet, Ausgangsspannung liegt an den Klemmen
an = Knopf leuchtet.
An - und Abstöpseln oder gar An- und Abschrauben ist nicht nur lästig,
sondern auch fehlerträchtig.
Blackbird
A. K. schrieb:> M. K. schrieb:>> 3 A oder noch mehr will ist IMO ein Printtrafo Quatsch.>> Und zwar nicht so sehr, weil bei grossen Platinen mehr Geld rüberwächst,> sondern weil das Gerät sonst nach dem nächsten Schlagloch Schrott ist.> Schwere Trafos fixiert man am Gehäuse, nicht auf einer Platine.
Das, denke ich, ist ein Grund über den dabei noch niemand nachgedacht
hat. Es ist sicher auch ein guter, weiterer, Grund aber nicht der Grund.
Es macht schlicht keinen Sinn 100 Quadratzentimeter oder mehr
Platinenfläche nur für einen Trafo zu opfern. Platinen sind dazu da,
elektronische Schaltungen zu tragen, nicht zum Schleppen von Trafos. Bis
zu einer gewissen Größe kann ein Printtrafo ja Sinn machen aber irgendwo
ist die Grenze, gefühlt bei 50 VA Trafos.
Blackbird schrieb:> An - und Abstöpseln oder gar An- und Abschrauben ist nicht nur lästig,> sondern auch fehlerträchtig.
So ein Schalter ist nett, keine Frage. An- und Abstöpseln ist
fehlerträchtig, ja, aber dagegen hilft auch kein Schalter. Wenn man
falsch anstöpselt hat man ganz andere Probleme.
F.Seuhs schrieb:> Da wird man ohne Vorregelstufe nicht durchkommen um nur in Summe ein> paar Watt bei jedem Betriebszustand zu verbraten.
Laptop-Netzteile liefern meist 19V. Für mehr als ca. 15V wirst du einen
Vorregler nicht so sehr der Watt wegen einbauen wollen, sondern eher als
Booster für mögliche 30V Ausgangsspannung.
Strom sparen ist löblich. Aber bei 08/15 Labornetzteilen in
gelegentlichem Hobby-Betrieb sehe ich das nicht als wichtiges Kriterium
an. Und die mechanische Hauptarbeit eines ansprechenden Gehäuses ist
näherungsweise unabhängig von der Verlustleistung, weil Frontplatte mit
Knöpfen, Displays und Anschlüssen.
Wenn es wirklich um Watt oder Wärme geht, ist ein Linearnetzteil von
vorneherein der falsche Ansatz.
M. K. schrieb:> So ein Schalter ist nett, keine Frage. An- und Abstöpseln ist> fehlerträchtig, ja, aber dagegen hilft auch kein Schalter. Wenn man> falsch anstöpselt hat man ganz andere Probleme
Der Schalter muß nicht zwingend am Ausgang sitzen. Der kann U_soll oder
I_soll auf Null setzen, somit spart man das lästige An- und Abklemmen.
A. K. schrieb:> F.Seuhs schrieb:>> Da wird man ohne Vorregelstufe nicht durchkommen um nur in Summe ein>> paar Watt bei jedem Betriebszustand zu verbraten.>> Laptop-Netzteile liefern meist 19V. Für mehr als ca. 15V wirst du einen> Vorregler nicht so sehr der Watt wegen einbauen wollen, sondern eher als> Booster für mögliche 30V Ausgangsspannung.>
Ja Vorregler als buck oder buck-boost usw. ist ja nur mal ein
Denkansatz, kommt darauf an was man genau will.
> Strom sparen ist löblich. Aber bei 08/15 Labornetzteilen in> gelegentlichem Hobby-Betrieb sehe ich das nicht als wichtiges Kriterium> an. Und die mechanische Hauptarbeit eines ansprechenden Gehäuses ist> näherungsweise unabhängig von der Verlustleistung, weil Frontplatte mit> Knöpfen, Displays und Anschlüssen.
Ich möchte primär nicht Strom sparen, sondern Kühlkörper sowie einen
temperaturgeregelten Ventilator. Das spart schon einiges an Mechanik und
zur Bedienung ein Touchdisplay mit einem Drehregler. Ich denke eben ein
08/15 LNG neu zu erfinden macht keinen Sinn.
>> Wenn es wirklich um Watt oder Wärme geht, ist ein Linearnetzteil von> vorneherein der falsche Ansatz.
Wenn man aber CU CI Ulim Ilim einstellbar haben will gehts praktisch nur
mit Linearteil an der Ausgangsstufe.
Tany schrieb:> Der Schalter muß nicht zwingend am Ausgang sitzen. Der kann U_soll oder> I_soll auf Null setzen, somit spart man das lästige An- und Abklemmen.
Uh, DA würde ich ihn mit Sicherheit nicht installieren. Also wenn, dann
doch wirklich vor die Ausgangsklemmen.
Tany schrieb:> Regeln muss das Netzteil immer. Es ist nicht anders als wenn man mit dem> Poti die Spannung /den Strom auf NULL dreht
Du kannst das Poti so schnell drehen, dass von 0 V auf z.B. 12 V grad
mal 1 ms vergeht? Respekt. (Stichwort: Einschaltüberschwinger ;), das
Netzteil wird so erstmal Gas geben bis die Sollspannung bzw. der
Sollstrom erreicht ist)
Hallo,
> ...das Netzteil wird so erstmal Gas geben bis die Sollspannung> bzw. der Sollstrom erreicht ist)
Das fände ich auch nicht so gut. Deshalb gehört der Ein/Aus-Schalter
direkt an die Ausgangsbuchsen.
rhf
Egal was du da für Gründe findest. Du willst das nicht verstehen.
Und wer den Einschaltüberschwinger nicht im Griff bekommt, der sollte
lieber nicht von Labornetzteil reden.
Tany schrieb:> Egal was du da für Gründe findest. Du willst das nicht verstehen.> Und wer den Einschaltüberschwinger nicht im Griff bekommt, der sollte> lieber nicht von Labornetzteil reden.
Ich würde nur nicht an die Regelung/Steuerung gehen sondern direkt die
Ausgänge wegschalten. Was bitte ist daran falsch? Und
Einschaltüberschwinger hat man zwangsläufig wenn man den Schalter so
einsetzen würde wie du es vorschlägst (Sollwerte zu 0 setzen) ansonsten
hast du nicht verstanden, wie die Regelung eines Labornetzteils
funktioniert.
M. K. schrieb:> Was bitte ist daran falsch?
Habe ich etwa geschrieben, dass es falsch ist?
Tany schrieb:> Der Schalter muß nicht zwingend am Ausgang sitzen.
Guten Morgen!(für mich hier in W-Kanada)
Las gerade Eure Sachen die sich übernacht angesammelt hatten.
Ich habe ganz vergessen, dass es der Vollständigkeit halber noch diesen
Beitrag von mir gibt:
Beitrag "Nachbausicheres Klein Labornetzgeraet"
Ich habe das LNG30 schon seit damals im täglichen Betrieb. Ich bin immer
sehr damit zufrieden. Bis jetzt hat es sich als sehr zuverläßig
erwiesen. Es ist auch Dauerkurzschlussfest. Mein Muster ist für 0-30V
und 0.005-2.5A ausgelegt.
Falls jemand zum Nachbau interessiert ist, weil alle Arbeit schon getan
ist, es sind alle Design Files im Thread hinterlegt. Prinzipiell braucht
ihr Euch nur die Platine machen lassen und bestücken und verdrahten.
Funktioniert beim ersten Einschalten.
Ich weiß zumindest von einem erfolgreichen Nachbau. Sehts Euch an. Ich
glaube inmitten dieser Diskussion sollte man diese Möglichkeit in
Betracht ziehen.
Das LNG30 hat diesen DC Schalter. Funktioniert ohne Überschwinger.
Für digitale Instrumente hat die Leiterplatte schon alle Kalibrierungs
Komponenten und Poties drauf. Die HP Methode für die Stromvoreinstellung
habe ich dort auch schon vorgesehen gehabt, obwohl es im vorgestellten
Design nicht verwendet wird.
Wie die Oszi Bilder belegen, hat es keine Einschalt und
Ausschaltüberschwinger was mir sehr wichtig ist.
War das nicht sehr unverschämt von mir, so viel Reklame für das LNG30 zu
machen?:-)
Tany schrieb:> M. K. schrieb:>> Was bitte ist daran falsch?>> Habe ich etwa geschrieben, dass es falsch ist?>> Tany schrieb:>> Der Schalter muß nicht zwingend am Ausgang sitzen.
Beim LNG30 Sitzt der Schalter am Treibertransistor. Die BE Strecke wird
kurzgeschlossen. Die Regelschaltung hat damit keine Probleme ohne
Transienten die Ausgangsspannung wieder auf den Sollwert zu bringen.
Andere Möglichkeiten habe ich noch nicht untersucht.
M. K. schrieb:> Blackbird schrieb:> An - und Abstöpseln oder gar An- und Abschrauben ist nicht nur lästig,> sondern auch fehlerträchtig.>> So ein Schalter ist nett, keine Frage. An- und Abstöpseln ist> fehlerträchtig, ja, aber dagegen hilft auch kein Schalter. Wenn man> falsch anstöpselt hat man ganz andere Probleme.
Der Schalter macht Sinn während der Erprobung einer Schaltung, wenn
laufend an- und abgestöpselt wird. Nicht bei der Erstinbetriebnahme
einer Schaltung. Und auch Bananenstecker und -buchsen sind nicht immer
gleich im Durchmesser und erfordern verschiedene Steckkräfte.
Da ist ein Schalter eine große Hilfe.
Tany schrieb:> M. K. schrieb:> So ein Schalter ist nett, keine Frage. An- und Abstöpseln ist> fehlerträchtig, ja, aber dagegen hilft auch kein Schalter. Wenn man> falsch anstöpselt hat man ganz andere Probleme>> Der Schalter muß nicht zwingend am Ausgang sitzen. Der kann U_soll oder> I_soll auf Null setzen, somit spart man das lästige An- und Abklemmen.
Der Schalter muß am Ausgang sitzen, er soll die Schaltung galvanisch vom
LNG trennen. Was anderes ist das An- und Abstöpseln ja auch nicht.
Blackbird
Korrektion:
Den DC Schalter habe ich dann später zwischen Referenzspannung und
Eingang vom U-Einstellpoti gelegt weil das noch besser funktioniert
hatte.
Gerhard O. schrieb:> Abgesehen> lege ich keinen großen Wert auf 5us Ausreglung.
Darum geht's ja nicht nur. Sondern auch um den kleinstmöglichen Kondi am
Ausgang. Der Idealfall wäre, wenn man die nackte Laserdiode
zerstörungsfrei an das auf 30V hochgedrehte Netzteil klatschen kann.
Auch wird die Bedämpfung der Regelung einfacher, statt schwieriger. Es
gibt inzwischen 100x bessere OPs und 30x bessere Transistoren, als die
verstaubten Dinger oben. Damit verringert man den Ausgangs-C locker auf
1/20 und hat es immer noch mit einer total gutmütigen Regelung zu tun,
weil der Ausgangs-C für die sehr schnelle Regelung "riesig" ist. Die
Gegenkopplung besteht voraussichtlich nur je aus einem C mit 100p oder
so, mehr nicht. Keine gewaltigen Netzwerke mit Mikrofarads und hier und
da noch einem fein abgestimmtem R usw. Wenn das erst nötig wird, ist die
Schaltung reif für die Tonne bzw. völlig fehldimensioniert.
Auch von den ständigen 78xx als Referenzspannungsquelle ist Abstand zu
nehmen. Die Dinger sind selbst als Stromversorgung gedacht, werden nur
von Bastlern als Referenz missbraucht. Da gibt es bessere Lösungen, die
weder komplizierter, noch teurer sind.
Blackbird schrieb:
[...]
>> Der Schalter muß am Ausgang sitzen, er soll die Schaltung galvanisch vom> LNG trennen. Was anderes ist das An- und Abstöpseln ja auch nicht.>> Blackbird
Das hätte allerdings ohne besondere Maßnahmen den kleinen Nachteil durch
den extra Verdrahtungswiderstand die Genauigkeit der Spannungsmessung
vom Regler zu verschlechtern. Bei den meisten LNGs sind die +S und -S
Leitungen zur Vermeidung von Spannungsabfällen direkt an den Buchsen
angeschlossen.
..
Scrat schrieb:> Darum geht's ja nicht nur. Sondern auch um den kleinstmöglichen Kondi am> Ausgang...
Jetzt verstehe ich von woher Du kommst und respektiere das. Ich habe da
auch einige Erfahrung mit der Entwicklung von $5K Laserdioden
Treiberschaltungen. Ich hatte um 2000 viel damit zu tun und verstehe
Deine Einwände praxisnahe.
Trotzdem bin ich der Meinung, daß zwischen Laser-Treiber und LNGs Welten
dazwischen liegen. Die Anforderungen überschneiden sich nur geringfügig
und bei LNG sind andere Maßstäbe anzuwenden.
Muß jetzt einige Stunden weg - von mir, Funkstille von jetzt an:-)
Muß mich mit langweiligen Dingen wie Winterreifen Wechsel befassen...
Schönen Abend noch.
Gerhard O. schrieb:> den extra Verdrahtungswiderstand die Genauigkeit der Spannungsmessung> vom Regler zu verschlechtern.
...und bei hoher Spannung und Strom und insbesondere großem
Ausgangskondensator entsteht Lichtbogen, ob die Kontakte lange leben
würden?
Im Prinzip kann jeder machen wie ihm es passt, ich habe nur eine von
Möglichkeiten erwähnt, ohne die andere "schlecht" zu reden.
Gerhard O. schrieb:> Den DC Schalter habe ich dann später zwischen Referenzspannung und> Eingang vom U-Einstellpoti gelegt weil das noch besser funktioniert> hatte.
Ich habe auch nicht anders erwartet, bei mir wurde ebenfalls erfolgreich
umgesetzt. Nun sehe ich doch ein kleines Dilemma beim Netzteil ohne Info
über eingestellte Spannung und Strom im "ausgeschalteten" Zustand. Daher
war auch der Grund meiner Anregung mit µC.
Scrat schrieb:> Sondern auch um den kleinstmöglichen Kondi am> Ausgang. Der Idealfall wäre, wenn man die nackte Laserdiode> zerstörungsfrei an das auf 30V hochgedrehte Netzteil klatschen kann
Laserdiode habe ich kein. Ein normaler LED habe ich mit 36V von meinem
Netzteil "versorgt", der hat überlebt. ;-)
Die Laserdiode war nur ein extremes Beispiel. Aber in die Richtung
sollte ein modernes Linearnetzteil schon gehen, sofern man von modern
überhaupt noch reden darf.
Ich zumindest habe seit sicher zwei Jahrzehnten keine linearen Netzteile
mehr und bin froh drüber. Bei einem Funkamateur kann das anders
aussehen, aber auch fast nur bei ihm. 99% aller Verbraucher können
sowohl mit dem leichten Ripple, als auch mit den leichten Störungen von
Schaltnetzteilen sehr gut leben.
Hallo,
Sag mal, warum diskutierst du hier eigentlich mit?
Das was hier im Moment angedacht wird ist deiner Meinung nach
rückständig weil nicht neueste Bauteile verwendet werden. Mit diesen
Bauteilen ist es angeblich viel einfacher ein hochwertiges Labornetzteil
zu bauen wie du ja schon innerhalb von 10 Minuten skizziert hast.
Selbige Skizze stellst du hier aber nicht zur Diskussion weil ja erst
mal die anderen was zeigen sollen.
Und jetzt stellt sich noch raus das du eigentlich gar kein Labornetzteil
brauchst, denn
> 99% aller Verbraucher können sowohl mit dem leichten Ripple,> als auch mit den leichten Störungen von Schaltnetzteilen sehr> gut leben.
Was willst du eigentlich?
rhf
Wenn man ohne oder nur mit einem kleinen Kondensator am Ausgang
auskommen will, wird es schwierig, bzw. man macht Kompromisse bei der
Stabilität. Es geht wenn es sein muss, dann eher mit negativer
Hilfsspannung und mit viel Aufwand und auch nicht mehr so wirklich
Nachbausicher (weil sehr schnell).
Die Variante mit Emitterfolger kommt für die Spannungsregelung ggf. ohne
den Elko am Ausgang aus - braucht ihn aber ggf. für eine Stabile
Stromregelung. Das andere Problem bei der Emitterfolger Variante ist,
dass die Strombegrenzung leicht recht langsam wird und man dann ggf.
recht heftige Stromspitzen von der Regelschaltung bekommt - ggf. mehr
als von Kondensator.
Die allermeisten kommerziellen LNGs haben irgendwas zwischen etwa 100
und 1000 µF am Ausgang. Viel kleiner muss nicht.
So wie ich es sehe hat man einige Varianten zur Auswahl, jeweils mit
ihrern spezifischen schwächen:
1)Einfacher Emitterfolger mit shunt an Masse und Diode für min Spannung:
Hier ist die Stromregelung relativ langsam und die Strommessung ggf.
nicht super präzise. Dafür ist die Schaltung einfach (fast nach
Lehrbuch). Die Spannung ist mit einfachen OPs (z.B. LM358) auf etwa 25 V
begrenzt.
Mit leichten Abwandlungen kann man die Stromregelung ggf. etwas
beschleunigen - den "Strompeak kriegt man aber eher nicht ganz weg,
sondern kann ihn nur begrenzen.
2) Ähnlich dem ELO Netzteil2: d.h. mit Shunt am Emitter = pos. Ausgang.
Hier kann die Strombegrenzung etwas schneller sein, hat aber einen
fliegenden Bezugspunkt. Das macht die digitale Messung / Steuerung
kompliziert und braucht dafür ggf. eine Hilfsspannung. Zur Not tut es
eine -0,5 V Hilfsspannung über eine Diode in Reihe.
3) Als Emitterfolger und mit Stromregelung als Kaskadenregler - so
ähnlich wie in der Schaltung ganz oben gedacht, bzw. als Banggood
Bausatz, der die OPs mit viel zu viel Spannung versorgt. Das
Schaltungsprinzip dürfte eine recht langsame Stromregelung haben, dafür
aber einen sehr guten Übergang CC-CV mode. Es dürfte schwer werden ohne
negative Hilfsspannung (ggf. per Ladungspumpe).
4) Die klassische HP Schaltung (etwa wie das ELV Natzteil oben): Hier
braucht man eine 2. Spannung als Hilfsspannung. Wenn man aufpasst ist
die Stromregelung relativ schnell und der Strompeak ist kein echtes
Problem, auch weil die Spannungsregelung eher etwas langsamer ist. Man
braucht eher mehr Kapazität am Ausgang - wie viel ist aber eine Frager
der Geschwindigkeit und Auslegung. Je schneller desto kritischer und
weniger Nachbausicher - wenn es sein muss kommt man in der Simulation
auf 1 µF, real wird das auch eher schwer. Die Schaltung ist sehr
flexibel und könnte mit der gleichen Platine (nur andere Widerstände /
Leistungstransistoren) hohe oder niedrige Spannungen erlauben.
5) ggf. eine LDO Schaltung ohne Hilfssspannung. Hier haben Strom und
Spannungsteil ggf. verschiedene Bezugspunkte und die Stabilität kann es
etwas trickreich werden.
Bei den Varianten 1-3 wird man neben der eher langsamen Stromregelung
noch eine schnelle, aber nur grobe (ggf. feste) Strombegrenzung
brauchen. Auch wenn man nur einen kleinen Strom eingestellt hat, muss
man damit rechnen dass der Regler bei einem Kurzschluss kurzzeitig
etwas mehr als das volle Stromlimit liefert. Das Problem bekommt man
wenn man eine schnelle Spannungsregelung mit relative langsamer
Stromregelung zusammenbringt - um das zu vermeiden / reduzieren müsste
man wohl die Spannungsregelung verlangsamen.
Meine 2 Favoriten sind die Varianten 1) für ein eher einfaches LNG und
entsprechend eher ohne µC Steuerung (auch wenn das Möglich wäre) und 4)
für ein eher besseres LNG.
Ein Entwurf in der Simulation ist nicht so aufwändig (bzw. hätte ich
teils schon für 1,2,4). D.h man könnte den Vergleich der Varianten auch
an Hand konkreter Schaltungen in der Simulationen machen.
Tany schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> den extra Verdrahtungswiderstand die Genauigkeit der>> Spannungsmessung vom Regler zu verschlechtern.>> ...und bei hoher Spannung und Strom und insbesondere> großem Ausgangskondensator entsteht Lichtbogen, ob die> Kontakte lange leben würden?
Ja, das ist das Problem.
Ich habe nochmal nachgedacht. Ich glaube mich zu erinnern,
dass ich diese separaten Lastschalter vorwiegend bei
Netzteilen für höhere Spannungen (>100V) bzw. mäßige
Spannungen (>30V) und höhere Ströme gesehen habe.
Aufgrund der winzigen Schalterchen, die da verbaut wurden,
gehe ich davon aus, dass nur die Steuerspannung geschaltet
wurde und der Regler dann elektronisch abgeregelt hat.
Ich finde das auch recht elegant so.
> Im Prinzip kann jeder machen wie ihm es passt, ich habe> nur eine von Möglichkeiten erwähnt, ohne die andere> "schlecht" zu reden.
Ja, ich begrüße das ausdrücklich.
So lange sich die Ideen und Vorschläge technisch nicht
widersprechen, sollte man offen bleiben.
Einen Leistungsschalter, wie M. Köhler ihn wünscht, kann
man jederzeit direkt vor den Ausgang setzen; für Spannungen
kleiner 30V ist das vielleicht wirklich eine einfache und
brauchbare Lösung. Das erfordert keine Änderung am Regler.
Ich bevorzuge allerdings auch eine "elektronische" Ab-
schaltung; das muss man dann aber in das Konzept des Reglers
von vornherein einarbeiten.
> Nun sehe ich doch ein kleines Dilemma beim Netzteil> ohne Info über eingestellte Spannung und Strom im> "ausgeschalteten" Zustand.
Hmm... guter Punkt. -- Mist.
> Daher war auch der Grund meiner Anregung mit µC.
Ja.
Im ersten Moment dachte ich auch "So ein Quark -- was soll
denn ein Mikrocontroller im Labornetzteil?", aber so einfach
ist das nicht. Michael B. hat auch schon zu Recht darauf
hingewiesen, dass der ganze Anzeigenkrempel noch Potenzial
für Probleme hat.
So.
Obwohl das mit Sicherheit von vielen belächelt wird, habe
ich das Blockschaltbild von gestern etwas modifiziert und
erweitert. Ich bin ein visueller Typ; mir hilft es, das
Gesamtkonzept in Form eines solchen Schemas vor Augen zu
haben.
Erstmal der einfache Teil.
Referenzspannungsquelle und Stellmöglichkeit für die
Soll-Spannung sind mental zu einem Block zusammengefasst.
Die Gründe sind einfach die, dass wirklich jedes Labor-
netzteil über diese beiden Dinge verfügt; andererseits
ist das eine quasi natürliche Schnittstelle: Man macht
keinen Fehler, wenn man sich vorstellt, dass dort ein
Spannungssignal herauskommt, das dann als Führungsgröße
für den Spannungsregler dient.
Das könnte ein Normsignal (0-10V z.B.) sein, muss aber
nicht. Wie das Signal erzeugt wird, ist für das Gesamtkonzept
wumpe -- denkbare bzw. bereits genannte Möglichkeiten sind:
- Poti (Wendelpoti, Doppelpoti),
- Digitalpoti
- DAC
- PWM-Signal.
Es soll nicht verschwiegen werden, dass hinter den
kindischen Strichen, die mit OpenOffice gemalt wurden,
Designentscheidungen stecken: Spannungseinstellung durch
Poti auf der Ausgangsseite ist ebenso ausgeschlossen wie
ein stellbarer Widerstand irgendwo in der Schaltung, der
einen Steuerstrom erzeugt.
Falls mein Vorschlag voreilig war, bitte ich um fundierte
Kritik.
Weiter.
Es gibt in bestem DIN-Amtsdeutsch den Block "Rohspannungs-
erzeugung" mit den Komponenten "netzgespeiste Spannungs-
quelle" und "Schaltregler".
Idee dahinter: Die Mehrzahl der Diskutanten scheint ein
einfaches Konzept ohne Vorregler zu bevorzugen; allerdings
taucht die Idee, einen Schaltregler vorzusetzen, auch immer
wieder auf. (Diejenigen, die keinen Schaltregler wollen,
stellen sich an dessen Stelle bitte einen einfachen Draht
vor :-)
Der Schaltregler könnte ungesteuert als StepUp arbeiten, z.B.
um die Spannung aus einem Laptop-NT hochzusetzen; er könnte
auch gesteuert als echter Vorregler arbeiten, um die Verlust-
leistung am Längstransistor zu reduzieren.
Auch für netzgespeiste Quelle gibt es verschiedene Vorschläge:
Laptop-Netzteil, Printtrafo, Ringkerntrafo.
Bei jeder Variante gibt es sehr gute Gründe dafür wie auch
dagegen; ich schlage deshalb vor, die Rohspannungserzeugung
als Teilthema anzusehen, das ganz unabhängig von der Regler-
topologie diskutiert wird.
Im Prinzip ist ja die Rohspannung auch eine natürliche
Schnittstelle; wichtig sind nur die Höhe, die Belastbarkeit
(und ggf. die Restwelligkeit).
Sollte sich die Diskussion vom Konzept weg und auf eine
konkrete "Referenzimplementierung" hin verlagern, so gehe
ich davon aus, dass sich eine Variante herauskristallisieren
wird, die von vielen mitgetragen wird.
Soweit erstmal für den Moment.
(Zum Thema "Reglertopologie" bei Gelegenheit ein paar Gedanken.
Ich bitte wie immer um sachliche Anmerkungen zu den Vor-
schlägen.
Tany schrieb:> ...und bei hoher Spannung und Strom und insbesondere großem> Ausgangskondensator entsteht Lichtbogen, ob die Kontakte lange leben> würden?
Naja, bei den Spannungen und Strömen beim LNG wäre das schon
erschreckend wenn die das nicht lange mitmachen. Wir reden ja nicht
davon 5 kW abzuschalten, wir reden ja hier von nicht mal 100 W,
vielleicht auch 200 W aber das wars dann.
Tany schrieb:> Nun sehe ich doch ein kleines Dilemma beim Netzteil ohne Info> über eingestellte Spannung und Strom im "ausgeschalteten" Zustand.
Stichwort: Pulldown, hat man ja quasi schon drin mit dem Poti ;)
Gerhard O. schrieb:> Den DC Schalter habe ich dann später zwischen Referenzspannung und> Eingang vom U-Einstellpoti gelegt weil das noch besser funktioniert> hatte.
Geht bei dir da dein Netzteil ja auch recht gutmütig die Spannung
hoch/runter fährt. Hab im andern Thread die Oszi-Bilder gesehen. Mit
rund 50 ms ist das natürlich nicht sehr schnell (aber natürlich völlig
OK). Mein LNG macht das Abschalten in weniger als 300 us (was meiner
Meinung nach immer noch etwas lahm ist), das Einschalten wäre ähnlich
fix wenn nicht der Vorregler (LM2576) das LNG auf rund 20 ms bremsen
würde (lasse die Eingangsspannung des LNGs auf ca. 4 V über der
Ausgangsspannung des LNG vorregeln, daher reicht mir auf der Endstufe
ein SK104 KK von Fischer).
Scrat schrieb:> Darum geht's ja nicht nur. Sondern auch um den kleinstmöglichen Kondi am> Ausgang.> ...
Wir warten immer noch auf deinen Schaltungsvorschlag der ja schon seit
Gestern auf deinem Schreibtisch liegt. Ich fände den ernsthaft
interessant, stelle ihn doch mal zur Diskussion. Würde auch deine
Glaubwürdigkeit erhöhen.
M. K. schrieb:> Tany schrieb:>> ...und bei hoher Spannung und Strom und insbesondere>> großem Ausgangskondensator entsteht Lichtbogen, ob die>> Kontakte lange leben würden?>> Naja, bei den Spannungen und Strömen beim LNG wäre das> schon erschreckend wenn die das nicht lange mitmachen.> Wir reden ja nicht davon 5 kW abzuschalten, wir reden ja> hier von nicht mal 100 W, vielleicht auch 200 W aber das> wars dann.
Du unterschätzt das Problem dramatisch.
Bei Spannungen größer/gleich ca. 30V können stehende
Lichtbögen auftreten (--> Schweisstrafo).
Possetitjel schrieb:> Bei Spannungen größer/gleich ca. 30V können stehende> Lichtbögen auftreten (--> Schweisstrafo).
Sogar schon bei kleineren Spannungen. Ich habe als Kind mit den
Kohlestiften aus Flachbatterien und dem Modelleisenbahn-Stelltrafo (12V)
Bogenlampen gebaut. Später dann Schaltnetzteile für industrielle
Bogenlampen wie HBO, XBO und andere. Die haben Brennspannungen um 15V.
Die einfachere Möglichkeit den Ausgang zu trennen sollte es sein einfach
nur die Ausgangsstufe abzuschalten. Wenn man das vorsieht ist das auch
nicht so schwer. Ggf. bleibt ein eher hochohmiger Widerstand / Teiler
für das Feedback und die Messung und der Ausgangskondensator über.
Einfach nur die Ref. Spannung auf 0 zu schalten ist eher nicht
ausreichend. Man braucht so eine Abschaltung z.B. damit während des eine
/ Ausschaltens (etwa wenn die Spannung noch nicht für die OPs ausreicht)
kleine unkontrollierte Spannung raus kommen.
Auch wenn man am Ausgang tatsächlich ein Relais hat, wird man zusätzlich
die Endstufe ausschalten und kann so auch das Problem mit Lichtbögen
vermeiden.
Possetitjel schrieb:> Bei Spannungen größer/gleich ca. 30V können stehende> Lichtbögen auftreten (--> Schweisstrafo).
Und was für ein Strom fließt bei nem Schweistrafo dabei? 3 A wie beim
LNG? Oder doch eher > 30 A? Bei den Leistungen eines LNGs ist das
überhaupt kein Problem. Die meisten Schalter, die man so nachgeworfen
bekommt, sind für Ströme um 10 A ausgelegt. Wenn die also keine 3 A
trennen können gehören die in die Tonne.
M. K. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Bei Spannungen größer/gleich ca. 30V können stehende>> Lichtbögen auftreten (--> Schweisstrafo).>> Und was für ein Strom fließt bei nem Schweistrafo dabei?
Nee, Du missverstehst mich.
Der Verweis auf den Schweisstrafo steht da, weil ich
auf die typischen Spannungen aufmerksam machen wollte
(Leerlauf um die 50V; Brennspannung am Bogen ungefähr 30V.)
> 3 A wie beim LNG? Oder doch eher > 30 A?
Vom Strom hängt nur ab, welche Wärmeleistung umgesetzt wird.
> Bei den Leistungen eines LNGs ist das überhaupt kein Problem.> Die meisten Schalter, die man so nachgeworfen bekommt, sind> für Ströme um 10 A ausgelegt. Wenn die also keine 3 A trennen> können gehören die in die Tonne.
Nein, Du verstehst nicht.
Die üblichen Schalter sind für 250V/10A WECHSELSPANNUNG!
Das geht, weil dort der Stromfluss alle 10ms unterbrochen
wird und der Bogen verlischt. Du darfst KEINESFALLS auf die
Idee kommen, damit auch nur 100V/5A Gleichstrom schalten
zu wollen!
Hallo, da bin ich wieder;-)
ich habe in der Zwischenzeit noch schnell zwei Bilder von der LNG30 DC
Ein/Aus Funktion geknippst.
Die Ausschaltzeit ohne Last ist natuerlich viel laenger wie die
Einschaltzeit.
Diser Schalter trennt einfach die Verbindung des Spannungseinstell
Poties mit der 10V Referenzsapnnungsquelle.
Wie zu erwarten gibt es mit der Reglung keine Probleme weil sich ja nur
das "Einstell Poti" sehr schnell dreht;-)
Possetitjel schrieb:> Nein, Du verstehst nicht.>> Die üblichen Schalter sind für 250V/10A WECHSELSPANNUNG!
Menno, zumindest24 Volt sind ja noch normales kfz-Gedöns mit dem der
Brummifahrer allen möglichen selbstgefrickelten Scheiß von der
Weihnachtsbeleuchtung bis Kaffeemaschine und E-Heizgebläse bestromt. daß
da massenhaft die Schalter abbrennen ist mir noch nicht zu Ohren
gekommen. Ganz davon ab, hast du jetzt echt noch kein LabNg? Versuch
doch da mal bei 30V 2A nen Lichtbogen zu ziehen - da passsiert nüscht,
nüscht, janüscht aufgrund der Strombegrenzung.
Bis auf den etwas nerfigen Scart war dat hier bisher so nett interessant
zu lesen, hört doch bitte auf euch jetzt über so Banalitäten zu
streiten, bitte!
M. K. schrieb:> Naja, bei den Spannungen und Strömen beim LNG wäre das schon> erschreckend wenn die das nicht lange mitmachen. Wir reden ja nicht> davon 5 kW abzuschalten, wir reden ja hier von nicht mal 100 W,> vielleicht auch 200 W aber das wars dann
und wir reden nicht vom Dauerstrom, sondern von kurz auftretendem Strom
beim Einschalten.
Das kann im Abhängigkeit von Kapazität und Ladespannung des
Ausgangskondensators im Extremfall 3 stellige von Ampere betragen.
Possetitjel schrieb:> Das geht, weil dort der Stromfluss alle 10ms unterbrochen> wird und der Bogen verlischt. Du darfst KEINESFALLS auf die> Idee kommen, damit auch nur 100V/5A Gleichstrom schalten> zu wollen!
Dann sind die Datenblätter wohl falsch, z.B. von diesem chicken
Kippschalter:
http://de.farnell.com/apem/637h-2/kippschalter-einpolig-tast-aus/dp/1607961
oder von diesem netten Kameraden:
http://de.farnell.com/arcolectric/c3950bbaaa/schalter-dpst-16a-250vac/dp/7674295
Natürlich gibts auch Schalter, die nur für 100 mA geeignet sind, keine
Frage. Man muss dann schon den richtigen Schalter raus suchen. Aber
einen Schalter zu finden, der die 3 A DC trennen kann, ist jetzt echt
kein Kunstwerk.
Tany schrieb:> und wir reden nicht vom Dauerstrom, sondern von kurz auftretendem Strom> beim Einschalten.> Das kann im Abhängigkeit von Kapazität und Ladespannung des> Ausgangskondensators im Extremfall 3 stellige von Ampere betragen.
Das wird ja immer besser...das LNG will ich sehen, dass bei max 3 Ampere
beim Einschalten über 100 A liefert. Und nen Lichtbogenproblem beim
Einschalten dieser Leistung...also echt, jetzt wird wirklich lächerlich.
Gerhard O. schrieb:> ich habe in der Zwischenzeit noch schnell zwei Bilder von der LNG30 DC> Ein/Aus Funktion geknippst.
Dank dir nochmal dafür. Flott ists ja bei dir. Wie groß ist deine
Kapazität an den Ausgangsklemmen? Aufgrund der langen Abschaltdauer
vermute ich mal was größer 100 uF, 220 uF vielleicht?
M. K. schrieb:> jetzt wird wirklich lächerlich.
noch lächerlicher wenn man nicht weiß, das die Strombegrenzung nicht
greift, wenn der Ausgangskondensator entlädt.
M. K. schrieb:> Wie groß ist deine> Kapazität an den Ausgangsklemmen? Aufgrund der langen Abschaltdauer> vermute ich mal was größer 100 uF, 220 uF vielleicht?
100uF. Allerdings war keine Last daran. Mit Last duerfte es entsprechend
schneller gehen. Siehst Du einen speziellen Grund warum es schneller
gehen sollte? Mir war das bis jetzt nicht wichtig.
Tany schrieb:> noch lächerlicher wenn man nicht weiß, das die Strombegrenzung nicht> greift, wenn der Ausgangskondensator entlädt.
Hab ich auch nie behauptet. Dennoch bleibts dabei: Man kann auch
problemlos mit einem Schalter auch die Ausgangsklemmen zu- und
wegschalten bei den hier besprochenen LNGs. Mit dem richtigen Schalter,
der den Sollstrom des LNGs schalten kann, wird schlicht absolut nichts
passieren.
Gerhard O. schrieb:> 100uF. Allerdings war keine Last daran. Mit Last duerfte es entsprechend> schneller gehen. Siehst Du einen speziellen Grund warum es schneller> gehen sollte? Mir war das bis jetzt nicht wichtig.
Nö, ich finde auch, dass es durchaus schnell genug ist.
M. K. schrieb:> Dennoch bleibts dabei: Man kann auch> problemlos mit einem Schalter auch die Ausgangsklemmen zu- und> wegschalten bei den hier besprochenen LNGs. Mit dem richtigen Schalter,> der den Sollstrom des LNGs schalten kann, wird schlicht absolut nichts> passieren.
Und auch wie du siehst, da steht keine Oberschwingungen beim Ein- und
Ausschalten. Selbst bei meinem NT mit nur 1µF am Ausgang nicht
feststellbar.
Also wir sind uns einig: Das steht jedem frei, was der macht.
Beim Abschalten der Ausgangsspannung durch Eingriff in die Regelstrecke:
wohin entlädt sich der Ausgangselko und die vielleicht in der
Versuchsschaltung vorhandene Elkobatterie?
Also ich bevorzuge die galvanische Trennung, auch z.B. mit Relais. Und
einen möglicht kleinen Elko am Ausgang.
Blackbird
M. K. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Das geht, weil dort der Stromfluss alle 10ms unterbrochen>> wird und der Bogen verlischt. Du darfst KEINESFALLS auf die>> Idee kommen, damit auch nur 100V/5A Gleichstrom schalten>> zu wollen!>> Dann sind die Datenblätter wohl falsch, z.B. von diesem chicken> Kippschalter:>> http://de.farnell.com/apem/637h-2/kippschalter-einpolig-tast-aus/dp/1607961
???
Ich kann Dir nicht folgen. Dort steht doch genau das, was ich
die ganze Zeit behaupte:
Schaltstom: 10A
Kontaktspannung AC: 250V
Kontaktspannung DC: 24V (!!!)
Ich hab's weiter oben schonmal geschrieben (ist Dir vmtl. nicht
aufgefallen): Wer mit Ausgangsspannungen unter 30V zufrieden ist,
für den ist sicher ein Trennschalter direkt im Ausgang eine
einfache und gute Lösung.
Ich würde nur gern erreichen, dass der Regelbaustein, den wir
hier diskutieren, auch für Reihen- und Parallelschaltung geeignet
ist. Zwei mal 30V in Reihe sind aber schon 60V, und das verträgt
der Schalter nicht. Deswegen ist mir die Möglichkeit der
elektronischen Abschaltung wichtig. Wer es nicht will, lässt es weg,
das ist ja kein Thema -- aber generell unnötig oder überflüssig es
es deswegen noch lange nicht.
Blackbird schrieb:> Beim Abschalten der Ausgangsspannung durch Eingriff in die> Regelstrecke: wohin entlädt sich der Ausgangselko und die> vielleicht in der Versuchsschaltung vorhandene Elkobatterie?
Berechtigte Frage.
> Also ich bevorzuge die galvanische Trennung, auch z.B. mit> Relais. Und einen möglicht kleinen Elko am Ausgang.
Hmmja... in der Sache widerspreche ich Dir ja gar nicht.
Trennung mittels Kontakt hat was für sich.
Nur fürchte ich, es wird entweder
- Pfusch oder
- teuer oder
- monströs riesig.
Hmm. Im Moment ist ja keine Entscheidung nötig. Sollten wir
im Auge behalten und weiter bedenken.
(Scheisse.) Nachtrag:
M. K. schrieb:> oder von diesem netten Kameraden:>> http://de.farnell.com/arcolectric/c3950bbaaa/schalter-dpst-16a-250vac/dp/7674295>
Der ist besser. Der ist explizit für 72V/7A spezifiziert.
Dir wird aufgefallen sein, dass dieser Schalter WESENTLICH
größer ist als der erste. Nur als Anmerkung.
> Aber einen Schalter zu finden, der die 3 A DC trennen kann, ist> jetzt echt kein Kunstwerk.
Es geht nicht darum, dass er 3A DC trennen kann, sondern es geht
darum, dass er 3A DC BEI MEHR ALS 30V trennen kann. Das ist der
Punkt.
Und nur zur Sicherheit sei es nochmal wiederholt: Wer garantiert
unter 30V bleibt, den tangiert dieses Problem nicht.
icke mal schrieb:> Menno, zumindest24 Volt sind ja noch normales kfz-Gedöns mit dem der> Brummifahrer allen möglichen selbstgefrickelten Scheiß von der> Weihnachtsbeleuchtung bis Kaffeemaschine und E-Heizgebläse bestromt. daß> da massenhaft die Schalter abbrennen ist mir noch nicht zu Ohren> gekommen.
Klar, diese Schalter sind geeignet konstruiert (auf schnelles Öffnen
hin) und verwenden abbrandfestes Kontaktmaterial.
> Versuch> doch da mal bei 30V 2A nen Lichtbogen zu ziehen - da passsiert nüscht,> nüscht, janüscht aufgrund der Strombegrenzung.
Nimm 2 Kohlestäbe und schließe sie an 30 V an, mit 2 A Begrenzung. Dann
langsam auseinanderziehen, und es wird sehr hell, das kann ich Dir
versichern.
Lurchi schrieb:> Ein Entwurf in der Simulation ist nicht so aufwändig (bzw. hätte> ich teils schon für 1,2,4). D.h man könnte den Vergleich der> Varianten auch an Hand konkreter Schaltungen in der Simulationen> machen.
Ja, das wäre super. Mach mal, bitte.
Hallo Bernhard,
> Nimm 2 Kohlestäbe und schließe sie an 30 V an, mit 2 A Begrenzung. Dann> langsam auseinanderziehen, und es wird sehr hell, das kann ich Dir> versichern.
Ich glaube dir. Allerdings kommt auch sicherlich niemand auf die Idee
die Abschaltung des Netzteilausgangs mittels zweier Kohlestabkontakte,
die langsam auseinander gezogen werden, zu realisieren. Es wird
sicherlich Schalter oder Relais geben, die 2A bei 30V problemlos trennen
können. In sofern halte ich die momentane Diskussion bezüglich dieses
(meiner Meinung nach ziemlich belanglosen Details) für etwas
übertrieben.
rhf
Possetitjel schrieb:> Es geht nicht darum, dass er 3A DC trennen kann, sondern es geht> darum, dass er 3A DC BEI MEHR ALS 30V trennen kann. Das ist der> Punkt.
Seit wann ist es Thema dass er die 3 A bei mehr als 30 VDC trennen
können muss? Mal ganz davon ab können das beide von mir verlinkte
Beispiele.
Possetitjel schrieb:> Dir wird aufgefallen sein, dass dieser Schalter WESENTLICH> größer ist als der erste. Nur als Anmerkung.
Ins Datenblatt der Schalter hast du nicht wirklich reingeschaut, oder?
Dir muss doch sonst aufgefallen sein, dass bei gleicher Ausführung beide
Typen gleich groß sind. Du hast doch jetzt nicht ernsthaft den
einpoligen Schalter vom ersten Beispiel mit dem dreipoligen Schalter des
zweiten Beispiels verglichen?
Possetitjel schrieb:> Zwei mal 30V in Reihe sind aber schon 60V, und das verträgt> der Schalter nicht.
Ja wenn man genügend LNGs zusammen schaltet wird nicht nur für den
Schalter eng. Ich sagte oben ja schon, dass man einen passenden Schalter
auswählen muss. Wenn man jetzt als Anforderung 60 V hat dann muss man
sich auch einen raus suchen, der 60 V kann. Und wenn man 100 V hat dann
eben einen der 100 V kann. Auch sinnvoll kann es sein mit dem Schalter
ein Relais zu schalten. Ach, es gibt da so viele Möglichkeiten aber wem
erzähl ich das? Das weißt du ja selbst.
M. K. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Es geht nicht darum, dass er 3A DC trennen kann, sondern>> es geht darum, dass er 3A DC BEI MEHR ALS 30V trennen kann.>> Das ist der Punkt.>> Seit wann ist es Thema dass er die 3 A bei mehr als 30 VDC> trennen können muss? Mal ganz davon ab können das beide von> mir verlinkte Beispiele.
Der von Dir zitierte Beitrag ist ausdrücklich nur als Nachtrag
gekennzeichnet; lies meine ursprüngliche Antwort. Da steht alles;
ich habe keine Lust, alles dreimal zu tippen.
So.
Vor zwei Tagen hatte ich angekündigt, zu den technischen
Details noch mal extra etwas schreiben zu wollen. Hier
kommt es.
Gerhard O. schrieb:> Vielleicht wäre es ein guter Zeitpunkt die ganzen in Frage> kommenden Designs in einer Excel Tabelle im Detail zu> katalogisieren um die nötige Übersicht nicht zu verlieren.
Ja, auf jeden Fall. Freiwillige werden noch gesucht... :)
> Auch wäre ein Design Dokument/Pflichtenheft nicht schlecht,> welches alle hier schon aufgeführten Wünsche berücksichtigt.
Dafür gibt es ja schon einen Entwurf (den ich noch ergänzen
muss. Dank an alle für das Feedback.)
> Wie meine ich das? Z.B. Beim ELO Design ist der Strombezugs-> punkt an Plus Out und der Spannungsbezugspunkt auf Masse. Das> kompliziert das Leben für diejenigen, die dirses Design. It> einem uC verbinden wollen.>> Bei einem anderen hier vorgestellten Design sind sowohl U und> I auf Masse und der Strommesswiderstand am Masse Eingang vom> Gleichrichterteil. Hier ist uC Interface günstiger.
Wir reden, wenn ich das richtig sehe, vom ELO2 (Beitrag von
Wilhelm Schürings) im Vergleich zum LN2 (Beitrag von Ralf
Leschner).
Genauso interessant wie die Unterschiede sind ja die Gemeinsam-
keiten:
1. Der Spannungsregler arbeitet als nicht-invertierender
Verstärker mit V>1. Das hat die angenehme Folge, dass
U_a_max größer sein kann als U_ref. Man kann beides
mehr oder weniger unabhängig wählen.
2. Der Längstransistor ist ein Spannungsfolger zum OPV.
U_a_max wird durch die maximale Ausgangsspannung des OPV
beschränkt. Mehr als ca. 25V ist also nicht so einfach
drin.
3. Die Ausgangsspannung wird durch die mit einem Poti geteilte
Referenzspannung festgelegt.
4. Der Stromregler greift direkt am Längstransistor an. Das
hat die Folge, dass der Spannungsregler voll aufdreht, wenn
der Stromregler abregelt. (Führt das zu Überschwingen, wenn
die Last schlagartig kleiner wird? Vermutlich.)
Die rustikale Brückenschaltung zur Strommessung im ELO mit der
1N4148 als Spannungreferenz finde ich etwas... grobschlächtig.
Letztlich scheint es für die Stromerfassung nur die beiden
Möglichkeiten zu geben: Shunt hinter Längstransistor oder
Shunt in Masseleitung. Oder gibt es noch weitere?
Interessant wäre, ob es Unterschiede im dynamischen Verhalten
zwischen beiden Varianten gibt -- und wenn ja, warum.
> Beim HP (Fliegender Regler) sind die Regelbezugspunkte auf> dem Plus Sense/Ausgang. Auch hier ist uC Steuerung und> Überwachung einfach.
Kannst Du das mal bitte näher erläutern? Du hast das HP-Design
schon öfter erwähnt, aber ich kann mir nichts rechtes darunter
vorstellen.
Weiterführend: ArnoR hat öfter eine Topologie erwähnt, die
für den Spannungsregler einen INVERTIERENDEN Verstärker
verwendet. Ich bemühe mich noch, da durchzusteigen, aber
interessant wäre, ob das grundsätzlich neue Möglichkeiten
bietet.
Lurchi hat Topologien erwähnt, die eine Hilfsspannung erfordern,
aber auch da verlässt mich die Vorstellungskraft. Ich bin für
Erleuchtung dankbar.
> Dann kommt noch die Wahl des PCB CAD Programms dazu. Jeder> ist sein Programm schon gewöhnt. Diese Frage wird wahrscheinlich> schwierig zu lösen zu sein.
Für Variantenvergleich und Simulation müssten erstmal Schaltpläne
erfasst werden. Das könnte ich schon tun -- aber ich kann erstmal
nur geda/gschem anbieten. Kann man das irgendwie konvertieren
bzw. in KiCAD importieren? Welche Möglichkeiten gibt es noch?
Ich bitte um Feedback.
Der Shunt an der Masse und der Shunt am Ausgang sind die beiden besseren
Möglichkeiten. Es geht im Prinzip auch der Shunt am Kollektor bzw. dann
besser Drain. Dies hat aber vor allem den Nachteil, dass man das
Stromsignal noch einmal von der High side auf die low side bringen muss
- im Prinzip ja, aber es macht die Sache nur schwieriger und mit BJTs
auch noch ungenauer.
Der Shunt direkt am Emitter hat den Vorteil, dass man für die
Parallelschaltung von mehr Transistoren dort sowieso einen Widerstand
braucht.
Eine Hilfsspannung bracht die klassische LDO Regler-Schaltung, etwas das
oben verlinkte ELV Netzteil. Auch viel HP Netzteile und andere
kommerzielle sind so aufgebaut. Wenn man eine wirklich universelle
Schaltung / Platine entwickeln will, wäre das auch die beste Wahl. Im
Prinzip ginge die gleiche Platine für 5 V oder 500 V.
Die Endstufe arbeitet da als invertierender Verstärker. Die Schaltung
braucht als LDO aber einen deutliche Kapazität am Ausgang. Bei den
kommerziellen Geräten sind da einige 100 µF üblich - und kaum einer
stört sich dran.
Die Frage wäre eher, ob es nicht auch einfacher (insbesondere ohne die
Hilfsspannung) und ggf. mit weniger Kapazität am Ausgang geht. Das geht
im Prinzip mit Schaltung als Emitterfolger.
Possetitjel schrieb:> Der von Dir zitierte Beitrag ist ausdrücklich nur als Nachtrag> gekennzeichnet; lies meine ursprüngliche Antwort. Da steht alles;> ich habe keine Lust, alles dreimal zu tippen.
1. Meinen Post hättest du auch komplett lesen können
2. Kein Problem:
Possetitjel schrieb:> Ich würde nur gern erreichen, dass der Regelbaustein, den wir> hier diskutieren, auch für Reihen- und Parallelschaltung geeignet> ist. Zwei mal 30V in Reihe sind aber schon 60V, und das verträgt> der Schalter nicht. Deswegen ist mir die Möglichkeit der> elektronischen Abschaltung wichtig. Wer es nicht will, lässt es weg,> das ist ja kein Thema -- aber generell unnötig oder überflüssig es> es deswegen noch lange nicht.
Und nochmal: Seit wann ist die Reihenschaltung Thema? Also vor deinem
Post bzgl. der Schalter? Hab ich definitiv verpasst.
Und mir ist noch was gekommen: Grade die Reihenschaltung spricht gegen
die Lösung die Sollwertvorgabe auf 0 zu setzen. Grund hierfür ist recht
eindeutig: Bleiben wir bei den 60 V, jetzt will man abschalten und
drückt bei einem Netzteil den Knopf DC Off, dann wird mit eurer Lösung
nur das Netzteil auf 0 V gefahren, d.h. an der Schaltung liegen dann
immer noch 30 V an. Das "abgeschaltete" Netzteil ist dann lediglich ein
Kurzschluss, das Netzteil, dass noch an ist, kann immer noch Leistung in
die angeschlossene Schaltung pumpen.
Jetzt klar, man wird sagen man muss ja auch immer beide Netzteile
schalten: Der Mensch ist von Natur aus faul, dieser "Fehler" sollte auf
jeden Fall berücksichtigt werden.
Nichts für ungut, ich finde das toll was du hier machst. Und zur
Erinnerung, nicht dass sich noch jemand ungut fühlt: Ich sage ja nicht,
dass die Lösung des Wegschaltens durch 0 setzen der Ansteuerung blödsinn
ist, ich meine nur, dass ich mich dabei nicht wohl fühlen würde und
lieber die Ausgänge direkt wegschalten würde. Und wem ein Schalter zu
unsicher ist der nimmt ein Relais dafür.
Entschuldigung, einmal blöd gefragt:
Ich lese oft "Ausgang wegschalten".
Zu meinem Verständnis nehme ich an, daß der Ausgang direkt an den
Klemmen geschaltet wird, und das eigentliche NG noch voll an
Netzspannung hängt -
Hat dies irgendeine Bewandtnis, warum nicht die Eingangsseite im
Allgemeinen vom Netz getrennt wird?
MfG
Eppelein
Eppelein V. schrieb:> Ich lese oft "Ausgang wegschalten".> Zu meinem Verständnis nehme ich an, daß der Ausgang direkt an den> Klemmen geschaltet wird, und das eigentliche NG noch voll an> Netzspannung hängt ->> Hat dies irgendeine Bewandtnis, warum nicht die Eingangsseite im> Allgemeinen vom Netz getrennt wird?
Na das dauert ja ewig bis das Netzteil die Siebelkos lädt und die
Ausgangsspannung wieder hochregelt, zudem neigen manche primitiven
Designs (NGRU 45 und NGSM 32/10, HMC8043 von Rhode&Schwarz) dazu bei
Ein- oder Ausschalten eine Spannungsspitze zu erzeugen die die
angeschlossene Schaltung himmelt. Auch stellt man gerne bei abgeklemmtem
Ausgang den Maximalstrom ein bevor man ihn auf die Last loslässt.
Ein einfacher primitiver Schalter am Ausgang tut es, zusätzlich wäre
dabei eine Umschaltung auf Stromanzeige im Kurzschlussfall nett.
Hallo
Mal was zum wegschalten der Ausgangsspannung.
Ich dreh meine Strombegrenzung immer auf null.
Geht schnell und ich muss keine Stecker ziehen.
Beim wieder hochdrehen seh ich sofort ob die Aufnahme ok ist.
Keine Lösung für Euch?
Manfred H. schrieb:> Keine Lösung für Euch?
Es spielt doch überhaupt keine Rolle, es geht hier um ein Selbstbaugerät
das jeder so bauen kann wie er will, da musst du deinen dir
ausreichenden Workaround nicht als Alleweltheilmittel erzwingen.
Lass sie doch so bauen wie sie wollen. Daß ein Netzteil bei
schlarartigem anlegen der Last gutmütig raufregeln muss, ist Pflicht. Es
muss das auch beim Ein/Ausschalten des Netzschalters tun.
Michael B. schrieb:> Eppelein V. schrieb:>> Ich lese oft "Ausgang wegschalten".>> Zu meinem Verständnis nehme ich an, daß der Ausgang direkt an den>> Klemmen geschaltet wird, und das eigentliche NG noch voll an>> Netzspannung hängt ->>>> Hat dies irgendeine Bewandtnis, warum nicht die Eingangsseite im>> Allgemeinen vom Netz getrennt wird?>> Na das dauert ja ewig bis das Netzteil die Siebelkos lädt und die> Ausgangsspannung wieder hochregelt, zudem neigen manche primitiven> Designs (NGRU 45 und NGSM 32/10, HMC8043 von Rhode&Schwarz) dazu bei> Ein- oder Ausschalten eine Spannungsspitze zu erzeugen die die> angeschlossene Schaltung himmelt. Auch stellt man gerne bei abgeklemmtem> Ausgang den Maximalstrom ein bevor man ihn auf die Last loslässt.>> Ein einfacher primitiver Schalter am Ausgang tut es, zusätzlich wäre> dabei eine Umschaltung auf Stromanzeige im Kurzschlussfall nett.
Danke für die Erkärung.
Daß heißt dann quasi, zuerst den Ausgang freischalten und anschließend
die Netzspannung.
Noch nie bei einem NG, sei es in den Laboren, Funkern oder sonst wo
gesehen.
MfG
Eppelein
MfG
Eppelein
Possetitjel schrieb:> ArnoR hat öfter eine Topologie erwähnt, die> für den Spannungsregler einen INVERTIERENDEN Verstärker> verwendet. Ich bemühe mich noch, da durchzusteigen, aber> interessant wäre, ob das grundsätzlich neue Möglichkeiten> bietet.
Ich sehe da keine grundsätzlich neuen Möglichkeiten. Die Unterschiede
sind so wie immer bei invertierend/nichtinvertierend. Der invertierende
Verstärker hat den Vorteil der konstanten Gleichtaktspannung, das war
der Grund für die Wahl.
Wer möchte, kann die Schaltung auch nichtinvertierend betreiben. Man
muss nur Offseteingang und Steuereingang vertauschen. Man bekommt dann
aber eine ausgangsspannungsabhängige Gleichtaktaussteuerung. Der Vorteil
beider Schaltungen ist die Einstellbarkeit der Ausgangsspannung bis
praktisch 0V ohne negative Hilfsspannung und dabei die Möglichkeit eine
Schaltung oder einen OPV zu verwenden, die eingangsseitig nicht bis 0V
arbeiten können.
Sind ihr noch bei der einfachen, robusten und nachbausicheren
Linear-Netzteilschaltung mit 20V / 1A oder plant ihr hier das
weltraumtaugliche, atomwaffensichere, voll scalierbare
Super-Duper-Universalnetzteil, was alle Industriegeräte in den
tiefschwarzen Schatten stellt?
Reihenschaltung von Netzteilen ist ein Sonderfall, wer sowas braucht,
ist hier im Thread falsch. Meine Meinung.
Blackbird
Chinamann schrieb:> Für 0-20V und Max 1A kann man doch auch prima sowas hier nehmen:> https://de.aliexpress.com/item/0-30V-DC-Regulated-Power-Supply-DIY-Kit-Continuously-Adjustable-Short-Circuit-Current-Limiting-Protection-DIY/32807410415.html
Das wäre zu einfach...
Du solltest mit Vorschlägen so lange warten, bis sich die Koniferen in
diesem Thread auf eine Abschaltung der Nutzspannung geeinigt haben.
Dauert höchstens noch 24 Seiten.
Dein von dir verlinktes Netzgerät hat aber zumindest eine (gute)
Bewertung, die ich euch nicht vorenthalten möchte:
diese schaltung spannung kann von 0 v, ausgangsstrom kann ma 2-3 a
stufenlos einstellbar, den ausgangsstrom, wenn die experiment schaltung
der überschreitet strom (einschließlich kurzschluss), die schaltung
schutz sofort, nicht verursachen gefahr wie brenn gerät, es ist
elektronische herstellung der rechte hand. es ist nie angst vor der
feuerwerk! wie machen alle arten von audio schaltung freund, oft
aufgrund der unterschiedlichen betriebsspannung und schaltung haben
kopfschmerzen, diese schaltung kann auch zwei in eine dual netzteil,
können die bedürfnisse von alle arten von verwenden.
Mal ein Vorschlag:
U: 0-30V
I: 0-4A
Oft werden höhere Ströme -->2A benötigt und da macht es schon Sinn, wenn
man genügend Reserven nach oben hat.
Etwaig könnte man das NG so konzipieren, daß eine Erweiterung
schaltungstechnisch für mehr I möglich ist, jeder einzelne jedoch
selbst darüber entscheiden kann, wie er sein NG letztendlich auslegt.
Eine "Grundschaltung" wäre nicht übel zu konzipieren und darauf dann
aufbauen....
Würde hinsichtlich ja gerne anfangen, jedoch fehlt mir das nötige
Wissen!
MfG
Eppelein
Achim B. schrieb:> es ist nie angst vor der> feuerwerk!
Ich auch nie Angst vor Feuerwerk -weil: Baue ich solide Apparat mit
rechte Hand!
Audio-Schaltung-Freund
Paul
Das Aus Ali-express verlinkte Netzteil ist wohl ein verbreiteter
Bausatz. Nicht ganz schlecht, aber mit dem üblichen chinesischen
Übertreibungen. Für reduzierte Leistung (ca. 15-20 V und 2 A) ggf.
akzeptabel. Wegen der OPs darf die Versorgungsspannung bei weitem nicht
so hoch werden wie im Angebot beschrieben.
Zu der Schaltung finden sich ausführliche Diskussionen mit einiges an
kleineren Variationen. Ein Seite mit Diskussionen dazu findet sich etwa
hier:
http://electronics-lab.com/community/index.php?/topic/40835-0-30v-0-3a-latest-data/
Die Schaltung hat schon auch einige gute Punkte und wäre vom Prinzip ein
Startpunkt. Die Frage wäre dort welche der vielen Varianten. Für die
Negative Hilfsspannung per Ladungspumpe wird die Versorgung per Trafo
benötigt.
Ein Relais am Ausgang wäre ggf. hilfreich, aber wegen DC Strom ggf.
nicht ganz trivial . Für eine einfaches Netzteil ließe sich das
Funken-problem lösen, indem man zusätzlich die Endstufe ausschaltet.
Maximal hat man dann die Energie aus dem Ausgangskondensator - bei 2 in
Reihe bliebe noch die Spannung des anderen Netzteils oder man müsse da
auch einen zusätzliche Kopplung haben um beide zusammen auszuschalten.
Für nicht so hohen Strom könnte man ggf. einfach 2 Kontake in Reihe
nutzen und so auch eine etwas höhere Spannung trennen.
Dieses Netzteil ist von Siemens 1968 entwickelt worden, es enthält also
keine Germaniumtransistoren mehr :) Durch Ersetzen des
Spannungsteilers 2k und 1k2 durch ein Poti und die 4V7 durch eine 6V2
Z-Diode (weil automatisch temperaturstabil), kann man ein regelbares
Netzteil von 5 bis 30 Volt ohne OPV und nur aus diskreten Bauelementen
herstellen.
Der 0R82 Widerstand wird durch einen 1R5 ersetzt, dann kann man die
Strombegrenzung von 0,5 bis 2 Ampere einstellbar machen.
Desweiteren werden die Transistoren durch modernere Typen ersetzt (BC337
und BC327) und statt zwei einzelne Längstransistoren wird ein kompakter
Darlington ähnlich BD643 eingesetzt.
Das ist nur ein Vorschlag, bitte nicht schimpfen
(Immerhin konstruktiver als sich über Schalter zu unterhalten)
Michael M. schrieb:> Das ist nur ein Vorschlag, bitte nicht schimpfen
Doch.
> Spannungsteilers 2k und 1k2 durch ein Poti und die 4V7 durch eine 6V2> Z-Diode (weil automatisch temperaturstabil), kann man ein regelbares> Netzteil von 5 bis 30 Volt ohne OPV und nur aus diskreten Bauelementen> herstellen.
Kaum, wenn man die Z-Diode durch 6V2 ersetzt, kann man erst ab 7V
regeln.
Und auch die Z-Diode an der LED ist .... verschlimmbessernd.
Michael M. schrieb:> und statt zwei einzelne Längstransistoren wird ein kompakter> Darlington ähnlich BD643 eingesetzt.
Tunlichst nicht, weil du dann keine 2k2 anschliessen kannst, die machen
nämlich das runterregeln schneller.
Solche nur-Transistor Netzteile sind manchmal nett weil sie schneller
regeln als alte OpAmps. Aber die Stabilisierung und vor allem der
Übergang Strom/Spannungsregelung ist sehr weich, als Labornetzteil wurde
das schon damals nicht bezeichnet, sondern asl Akkulader, und so sollte
es auch bleiben.
> dann kann man die Strombegrenzung von 0,5 bis 2 Ampere einstellbar
machen.
Wenn man das 100R Poti durch 25 Ohm Festwiderstand und 75R Poti ersetzt,
sonst kann man leider höher regeln als die Transistoren aushalten.
> Desweiteren werden die Transistoren durch modernere Typen ersetzt (BC337> und BC327) und statt zwei einzelne Längstransistoren wird ein kompakter> Darlington ähnlich BD643 eingesetzt.
Erschreckend daß Siemens damals den 2N3055 empfahlen, obwohl in der
restlichen Schaltung nur proprietäre Siemens Transistoren stecken.
Konnten die etwa nichts was 2A bei 30V im SOA aushält ?
Michael B. schrieb:> Erschreckend daß Siemens damals den 2N3055 empfahlen, obwohl in der> restlichen Schaltung nur proprietäre Siemens Transistoren stecken.> Konnten die etwa nichts was 2A bei 30V im SOA aushält ?
Siemens hatte ebenfalls den 2N3055 hergestellt. Ansonsten nimmst du eben
den BD182.
Blackbird schrieb:> Reihenschaltung von Netzteilen ist ein Sonderfall, wer sowas braucht,> ist hier im Thread falsch. Meine Meinung.Michael M. schrieb:> (Immerhin konstruktiver als sich über Schalter zu unterhalten)
Da muß ich (aus meiner Sicht) widersprechen. Ich persönlich würde ein
Design, das dies zumindest ermöglicht, anstreben.
(Wegen des höheren Spannungsbereiches, und zusätzlich der Möglichkeit
einer symmetrische Versorgung mit variabler Spannung und
Strombegrenzung.)
Oben war mehrfach (!) die Rede davon, und im Gegensatz zu
M. K. schrieb:> Seit wann ist die Reihenschaltung Thema? Also vor deinem> Post bzgl. der Schalter? Hab ich definitiv verpasst.
hatte ich das Thema Reihenschaltung nicht nur nicht verpaßt, sondern bis
vor wenigen Posts noch als sicher (es wurde stark thematisiert) gesehen.
Erste Erwähnung:
Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"Lurchi schrieb:> bei 2 in> Reihe bliebe noch die Spannung des anderen Netzteils oder man müsse da> auch einen zusätzliche Kopplung haben um beide zusammen auszuschalten.
Na ja... man könnte doch diese Möglichkeit der Reihenverschaltung auf
der Platine grundsätzlich haben. Denn ein paar Sachen nicht zu bestücken
/ zu montieren, wenn man´s nicht braucht, ist nicht schwer. Umgekehrt
aber... :-(
Gerade hier ein neuer Tag für mich...
Nach Lesen der neuesten Beiträge über die DC Abschaltung und die
möglichen Probleme damit, kam mir noch ein Gedanke wie das mit mehreren
selbstgebauten LNGs problemfrei machbar wäre und zur Debatte stellen
möchte.
Ich persönlich bevorzuge die elektronische Abschaltungs Methode ähnlich
wie ich es bei mir gemacht hatte. Um so ein Prinzip gleichzeitig auf
mehrere LNGs ausdehnen zu können, müßte man einen "Abschaltbus" zur
Koordination einführen welche die LNGs in Wired OR Manier zusammen
linkt.
Wie wäre es damit:
Jedes LNG erhält auf der Rückseite zwei Buchsen die mit der internen
Trennungsschaltung in Verbindung steht und so ausgeführt ist, bei
Kurzschluß zweier Drähte die Abschaltung zu aktivieren. Diese Buchsen
erlauben dann die LNGs in Daisy Chain Topologie zusammenzuschalten.
Diese beiden Buchsen sind natürlich in Parallel geschaltet und mit den
Schaltern auf der LNG Frontplatte verbunden.
Diese Abschalt Schnittstelle muß natürlich galvanisch getrennt sein.
Sobald die Buchsen auf irgendeinen LNG kurzgeschlossen werden, schalten
alle LNGs gleichzeitig aus. Dieses Konzept gefällt mir weil jedes LNG
die Abschaltung ohne Rücksicht auf die anderen LNGs vornehmen kann. Es
gibt also keinen MASTER. Durch die galvanische Isolation ergeben sich
keine Rückwirkungen auf die Funktion der einzelnen LNGs.
Wegen der möglichen Gefahren einer Lichtbogenbildung mit Schaltkontakten
möchte ich zur Verwendung elektronischer Methoden plädieren.
Comments Invited:-) oder was denkt ihr darüber? Ist nur ein Vorschlag.
Michael B. schrieb:> Kaum, wenn man die Z-Diode durch 6V2 ersetzt, kann man erst ab 7V> regeln.
Negativ. Es kommen zwar noch die 0,7V vom BCY59 dazu, aber genauso
müssen auch wieder 1,4V (Darlington) abgezogen werden. Also 5,5V.
Michael B. schrieb:> Und auch die Z-Diode an der LED ist .... verschlimmbessernd.
Korrekt. Kann (muss) weggelassen werden!
Michael B. schrieb:> Tunlichst nicht, weil du dann keine 2k2 anschliessen kannst, die machen> nämlich das runterregeln schneller.
Lass ich gelten.
Michael B. schrieb:> Wenn man das 100R Poti durch 25 Ohm Festwiderstand und 75R Poti ersetzt,> sonst kann man leider höher regeln als die Transistoren aushalten.
Richtig. Oder besser 33R und 100R Poti
A. K. schrieb:> Siemens hatte ebenfalls den 2N3055 hergestellt. Ansonsten nimmst du eben> den BD182.
Im Urschaltplan war auch keine 1N5401 drin und vermutlich war sogar
tatsächlich der BD182 oder ein BDX-Typ drin.
dfg schrieb:> Da muß ich (aus meiner Sicht) widersprechen. Ich persönlich würde ein> Design, das dies zumindest ermöglicht, anstreben.
Ein Doppelnetzteil ist in der Tat anzustreben, weil die Monoschaltung
dann einfacher gestaltet werden kann. Durch Reihen- oder
Parallelschalten wird das Endprodukt vielseitiger einsetzbar.
Blackbird schrieb:> Reihenschaltung von Netzteilen ist ein Sonderfall...
Reihenschaltung ist kein wirkliches Thema solange jedes einzelne in
Frage kommende LNG eine Verpolungsdiode ausreichender Größe parallel zum
Ausgang hat, so daß kein LNG durch Fehlfunktion eine externe
Falschpolung erleidet. In der HP App Note 90 ist das genau beschrieben.
Michael M. schrieb:> Dieses Netzteil ist von Siemens 1968 entwickelt worden...
Ich mag diese alten nostalgischen diskret ausgeführten Schaltungen. Ein
damaliger Klassiker.
Allerdings wäre ein LM723 dafür auch gut geeignet oder ein L200.
Eppelein V. schrieb:> Oft werden höhere Ströme -->2A benötigt...
Die meisten Designs lassen sich ohne Große Probleme etwas skalieren. Man
muß halt hauptsächlich die Leistungsteile anpassen.
Possetitjel schrieb:>> Vielleicht wäre es ein guter Zeitpunkt die ganzen in Frage>> kommenden Designs in einer Excel Tabelle im Detail zu>> katalogisieren um die nötige Übersicht nicht zu verlieren.
Das ginge eigentlich als kooperatives Unterfangen nur in der Cloud oder
Dropbox, Github. Weiß eigentlich nicht wie das gruppenmäßig hier am
Besten machbar ist.
Gerhard O. schrieb:> Die meisten Designs lassen sich ohne Große Probleme etwas skalieren. Man> muß halt hauptsächlich die Leistungsteile anpassen.
Du sagst aber selbst: "hauptsächlich"...
Das meinte ich oben mit "auch für Anfänger". Der Anfänger ist sich -
trotz eventuell einfacher Lösung - oft unsicher, welche Auswirkung
welche Schaltungsveränderung mit sich bringt.
Deswegen erwähnte ich, daß verständliche Erklärungen, was man wie löst,
hilfreich wären. Was dabei wie genau funktioniert. Und folglich, welche
Änderung keine, und wenn doch, welche Auswirkungen genau mit sich
bringt.
Damit sich "der Skalierende" wirklich sicher sein kann, vermeidbare
Beeinträchtigung(en) zu vermeiden, sowie unvermeidbare auf ein Minimum
zu reduzieren. (Und deren Größenordnung einschätzen zu können.) Also
ähnlich sicher, als hätte er die Schaltung unverändert übernommen.
(Ich kenne nämlich so einige Threads in diversen Foren, in denen genau
das ellenlang diskutiert wurde. Und es werden mehr.)
Dazu ist allerdings nicht unbedingt jetzt die richtige Zeit.
Nur wollte ich den Gedanken nochmal "schriftlich festhalten".
Michael M. schrieb:> Michael B. schrieb:>> Kaum, wenn man die Z-Diode durch 6V2 ersetzt, kann man erst ab 7V>> regeln.>> Negativ. Es kommen zwar noch die 0,7V vom BCY59 dazu, aber genauso> müssen auch wieder 1,4V (Darlington) abgezogen werden. Also 5,5V.
Nein, weil ja der Darlington in der Regelschleife liegt.
Die Spannung hinter dem Darlington, am auf 0 gestellten Poti, muss die
Spannung der Zenerdiode + die UBE des Transistors übersteigen können
sonst wird nicht runtergeregelt, also 7V Miniumum einstellbar.
Für einen Bleiakkulader gerade eben nicht mehr ok weil man dann keine 6V
Akkus mehr mit 6.9V dauerladen kann, für ein Labornetzteil ein no-go,
das sollte schon ab 0 (oder zumindest wenigen Millivolt) starten können.
Heute baut man solche Regelschleifen mit einem TL431 auf, der ersetzt
den BCY und die Z-Diode.
Michael M. schrieb:> Oder besser 33R und 100R Poti
Ja, passt sicher.
Gerhard O. schrieb:> Possetitjel schrieb:>>> Vielleicht wäre es ein guter Zeitpunkt die ganzen in Frage>>> kommenden Designs in einer Excel Tabelle im Detail zu>>> katalogisieren um die nötige Übersicht nicht zu verlieren.>> Das ginge eigentlich als kooperatives Unterfangen nur in der Cloud oder> Dropbox, Github. Weiß eigentlich nicht wie das gruppenmäßig hier am> Besten machbar ist.
Wiki.
Viel universeller und viel einfacher lesbar.
Michael B. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Possetitjel schrieb:>>>> Vielleicht wäre es ein guter Zeitpunkt die ganzen in Frage>>>> kommenden Designs in einer Excel Tabelle im Detail zu>>>> katalogisieren um die nötige Übersicht nicht zu verlieren.>>>> Das ginge eigentlich als kooperatives Unterfangen nur in der Cloud oder>> Dropbox, Github. Weiß eigentlich nicht wie das gruppenmäßig hier am>> Besten machbar ist.>> Wiki.>> Viel universeller und viel einfacher lesbar.
Oh. Danke. Das kam mir überhaupt nicht in den Sinn.
dfg schrieb:> Nur wollte ich den Gedanken nochmal "schriftlich festhalten
Die Skalierung sollte idealerweise von Anfang ab in parallel zum Design
erfolgen. Auch sollte man sich Gedanken zum Verlustleistungs Management
machen.
Beim Original Anatek LNG (LM324 Version) wurde im Handbuch die ganzen
verschiedenen Komponenten Werte gelistet um den Bereich von 1A bis 10A
und 10V bis 100V abstrecken zu können. Da könnten wir genauso machen.
Für ein 1-2A LNG mit, sagen wir 0-30V, hätte ich noch ein Konzept zum
Umschalten der Trafowicklungen. Mit zwei Ringkerntrafos von jeweils 2x
22V (1A) und 2x 7V kann man mit drei Relais die Spannungen in der Folge
7, 14, 22, 29 und 36V umschalten. Da ist dann die Verlustleistung immer
unterhalb von 10W. Ein Tiny könnte die Relaissteuerung übernehmen. Mit
den Nachteilen von Relais Schalten kann man in der Praxis meist leben.
Warum diese Spannungsfolge? Weil die für oft vewendete Ausgangsspannung
minimale Verlustleistung verursacht.
Bei 5V am Ausgang ist nur die 7V Wicklung aktiv.
Bei 12V nur die 14V,
Bei 15V nur 22V
Bei 24V nur die 29V
Der Tiny uC könnte dann noch die Differenzspannung messen und notfalls
wenn es eng wird auf den nächst höheren Bereich schalten.
Irgendwie finde ich das günstig.
Gerhard O. schrieb:> Ein Tiny könnte die Relaissteuerung übernehmen.
Da würde ich lieber einen Schmitt-Trigger nehmen für. So ein Tiny kann
sich ja auch mal Aufhängen...
Gerhard O. schrieb:> Bei 5V am Ausgang ist nur die 7V Wicklung aktiv.> Bei 12V nur die 14V,> Bei 15V nur 22V> Bei 24V nur die 29V
Nur 2 V über dem, was man am Ausgang haben will...wird das nicht etwas
eng? Ich mein so ein 2N3055 braucht doch schon etwas Power über
Kollektor-Emitter damit er auch 1/2/3 Ampere liefern kann. Dann geht
noch was für den Gleichrichter ab und den Ripple der Siebung ist auch
nicht unbedingt ohne. Ich hätte da jetzt eher was um die 4 V über der
maximalen Ausgangsspannung erwartet.
M. K. schrieb:> Nur 2 V über dem, was man am Ausgang haben will...wird das nicht etwas> eng?
Oh Schreck, nach dem Lichtbogenschalter der nächste riesige
Konfrontationspunkt zwischen Theorie und Praxis.
Ick mach den Anfang: Vernünftiger Trafo und fetter Ladeelko sind
Voraussetzung, dann gibts null Problem.
M. K. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Ein Tiny könnte die Relaissteuerung übernehmen.>> Da würde ich lieber einen Schmitt-Trigger nehmen für. So ein Tiny kann> sich ja auch mal Aufhängen...>> Gerhard O. schrieb:>> Bei 5V am Ausgang ist nur die 7V Wicklung aktiv.>> Bei 12V nur die 14V,>> Bei 15V nur 22V>> Bei 24V nur die 29V>> Nur 2 V über dem, was man am Ausgang haben will...wird das nicht etwas> eng? Ich mein so ein 2N3055 braucht doch schon etwas Power über> Kollektor-Emitter damit er auch 1/2/3 Ampere liefern kann. Dann geht> noch was für den Gleichrichter ab und den Ripple der Siebung ist auch> nicht unbedingt ohne. Ich hätte da jetzt eher was um die 4 V über der> maximalen Ausgangsspannung erwartet.
Wenn ich die Trafos selber wickeln würde, dann hätte ich diese Probleme
von Haus aus nicht. 8-9V wäre da günstiger. Das ist klar. Praktisch
hatte ich hier diesbezüglich aber hier noch keine Probleme bei solch
knappen Werten. Wie Du schon sagst, Das ist der Nachteil von NPN
Emitterfolgern. Bei PNP kann man sich in der Hinsicht weit mehr
erlauben.
Ich habe mir meistens für meine LNGs die Trafo selber gewickelt oder
umgewickelt.
Übrigens, bei uns sind die Trafos meist noch für 115V ausgelegt, die
Netzspannung liegt aber um 120V. Da ist schon die Lehrlaufspannung über
8V.
2x 24V (26 wäre besser) sollte auch kein Problem sein, 2x9V müsste auch
erhältlich sein. Man müsste mal recherchieren.
Idealerweise sollten die Trafos nach Maß berechnet und gewickelt werden.
Aber wer hat schon diese Möglichkeit.
Abgesehen davon, dan müßte halt der Spannungs Diskriminator in solchen
Fällen bei ungenügender Differenzspannung eben die nächsthöhere Stufe
einschalten.
Übrigens beim LNG30 gibt es dieses Problem schon von Haus aus auch
deswegen nicht weil die spezielle Endstufenschaltung den Basisstrom des
Emitterfolgers von der höheren Versorgungs Spannung bereitstellt und der
NPN damit fast in den Sättigungsbereich getrieben werden kann. Schau Dir
mal das Anatek Manual für die LM324 Version an.
Naja, man müsste das ganze mal ausarbeiten Visavis den erhältlichen
Trafos um eine günstige Abstufung erzielen zu können.
Da ich auch ein Netzteil (0-40V) brauche mal meine Frage:
Hat jemand auch einen Plan für ein vom PC einstellbares Netzteil?
Oder wenigstens einen Tipp!
Im Grunde sowas wie das HM8142 suche ich, halt nur viel günstiger und
mit USB / Serial.
VG, Peter
icke mal schrieb:> Vernünftiger Trafo und fetter Ladeelko sind> Voraussetzung, dann gibts null Problem.
Der Trafo wurde schon genannt. Ich rechne dir mal vor am von Gerhard
geschrieben Beispiel mit den 5 V am Ausgang und der 7 V Trafo-Wicklung:
7 V AC Trafo macht ca. 7.9 V Pulsierende Gleichspannung nach dem
Gleichrichter den ich mit 2 V Flussspannung bei 3 A Nennstrom annehme.
Und hier können wir quasi schon das Rechnen einstellen: Ein 2N3055
braucht, um 1.5 A treiben zu können, eine Spannung über
Kollektor-Emitter von deutlich mehr als 1 V, aus Erfahrung kann ich
sagen dass 3 V schon knapp werden können...vorausgetzt natürlich mal
will auch nicht in die Sättigung kommen was ja bei einem LNG mit
Sicherheit der Fall ist (man will ja schnell reagieren können). Und
jetzt noch den Ripple der gleichgerichteten Spannung dazu packen und es
wird mit den 5 V am Ausgang verdammt eng mit der 7 VAC Wicklung. Und
dass das Netz auch mal 10% weniger hat haben wir auch noch nicht
berücksichtigt dabei.
Gerhard O. schrieb:> Idealerweise sollten die Trafos nach Maß berechnet und gewickelt werden.> Aber wer hat schon diese Möglichkeit.
Sehe ich ähnlich und denke auch, dass was von der Stange hier besser
wäre für das angestrebte Projekt.
M. K. schrieb:> Und nochmal: Seit wann ist die Reihenschaltung Thema?> Also vor deinem Post bzgl. der Schalter? Hab ich> definitiv verpasst.
Seit meinem ersten wirklich sachbezogenen Beitrag in diesem
Faden; das war am 18.10.
Dort schrieb ich:
"Nun denn.
Klopfen wir doch ein paar Eckpunkte fest. Meine Vorschläge:
a) zweikanalig, reihen- und parallelschaltbar,
b) Umax irgendwo zwischen 20V und 30V,
c) Imax 1A..2A
Begründung zu a): Reihen- bzw. Parallelschaltung vergrößert
die Reichweite des Netzteiles drastisch, weil man die Wahl
hat, doppelte Spannung, doppelten Strom oder zwei unabhängige
Spannungen zu erzeugen -- aber das muss eben beim Entwurf der
Schaltung vorgesehen werden. Später nachrüsten ist nicht.
Mein Statron 3205 kann das, und es ist super."
Die Eignung zur Reihenschaltung beim Entwurf vorzusehen ist
natürlich ein VORSCHLAG, kein Dogma.
Ich halte das aber für vernünftig, weil es einfacher ist, eine
Sache wegzulassen (oder zu ignorieren), die man nicht braucht,
als sie hinterher dranzupfuschen, wenn man sie doch benötigt.
> Und mir ist noch was gekommen: Grade die Reihenschaltung> spricht gegen die Lösung die Sollwertvorgabe auf 0 zu setzen.> Grund hierfür ist recht eindeutig: Bleiben wir bei den 60 V,> jetzt will man abschalten und drückt bei einem Netzteil den> Knopf DC Off, dann wird mit eurer Lösung nur das Netzteil> auf 0 V gefahren, d.h. an der Schaltung liegen dann immer> noch 30 V an.
Stimmt. Deswegen die Idee, ein Doppelnetzteil als Option
vorzusehen -- dort kann man die Steuerknöpfe passend ver-
drahten, so dass bei Reihenschaltung beide Kanäle abgeschaltet
werden.
> Nichts für ungut, ich finde das toll was du hier machst.
Danke.
> Und zur Erinnerung, nicht dass sich noch jemand ungut fühlt:> Ich sage ja nicht, dass die Lösung des Wegschaltens durch 0> setzen der Ansteuerung blödsinn ist, ich meine nur, dass ich> mich dabei nicht wohl fühlen würde und lieber die Ausgänge> direkt wegschalten würde. Und wem ein Schalter zu unsicher> ist der nimmt ein Relais dafür.
Nein... das ist schon alles in Ordnung so.
Ich kann sowieso nicht festlegen, wie andere Leute ihre
Netzteile aufbauen sollen :)
(Und ich bin mir auch noch gar nicht sicher, wie ich die
Abschaltung bei meinem eigenen Netzteil lösen würde.)
Ich versuche nur, die verschiedenen Ideen und Wünsche
zusammenzustellen und die Konsequenzen für das Gesamtkonzept
zu bedenken.
Andere können das gern anders sehen, aber für mich sind die
Grenzwerte im Datenblatt bindend.
Mit einer zum Strom passenden 2V(3V?)-Wicklung, auf die man den Rest
drauf setzt, lösbar? Würde die Gesamtverhältnisse verschieben, die
günstigen Abstufungen blieben. (Übr. auch eine Möglichkeit für geringe
neg. Hilfs-Spng.)
Nur eine Idee, 2V sind schnell gewickelt (und passen meist leicht noch
darauf) - wenn man hin kommt.
M. K. schrieb:> Sehe ich ähnlich und denke auch, dass was von der Stange hier besser> wäre für das angestrebte Projekt.
Die zusätzlichen Wicklungsanzapfungen und Relaiskontakte mit dem ganzen
Drahtverhau schreckt den unerfahrenen Selbstbauer doch nur ab. Natürlich
ist das vom Wirkungsgrad besser, aber noch besser wäre ein LNG mit zwei
Drähte rein und zwei Drähte raus mit einem fertig beschrifteten
Platinenlayout, das der Selbstbauer einfach und sicher bestücken und
nachbauen kann.
M. K. schrieb:> 7 V AC Trafo macht ca. 7.9 V Pulsierende Gleichspannung nach dem> Gleichrichter den ich mit 2 V Flussspannung bei 3 A Nennstrom annehme.
2V bei 3A sind ganz schön viel. Trotzdem, im Prinzip haste bei so
kleinen Spannungen recht. Abba bei 29 V Trafo kannste mit locker 42 Volt
am Elko rechnen, reicht für fett für 35 Volt am lng ausgang.
Michael M. schrieb:> besser wäre ein LNG mit zwei> Drähte rein und zwei Drähte raus mit einem fertig beschrifteten> Platinenlayout, das der Selbstbauer einfach und sicher bestücken und> nachbauen kann.
Find ick doof! Da kannste nen Bausatz kaufen. Hier sollte auch
verstanden werden was gelötet wird.
icke mal schrieb:> Abba bei 29 V Trafo kannste mit locker 42 Volt
Hö...also 29 * SQRT(2) gibt bei mir 41 Volt. Wenn man dann statt 230 V
nur 220 V hat, was ja durchaus zulässig ist, wirds ja selbst mit 40 V am
Siebelko eng. Aber OK, für 35 V bei Netznennspannung genügt das.
Michael M. schrieb:> Die zusätzlichen Wicklungsanzapfungen und Relaiskontakte mit dem ganzen> Drahtverhau schreckt den unerfahrenen Selbstbauer doch nur ab.
Das ist sicher richtig, daher könnte man das ja als Option vorsehen.
Soll ja was Modulares werden ;)
Possetitjel schrieb:> Seit meinem ersten wirklich sachbezogenen Beitrag in diesem> Faden; das war am 18.10.
Hab ich in der Tat überlesen.
Eppelein V. schrieb:> Daß heißt dann quasi, zuerst den Ausgang freischalten und> anschließend die Netzspannung.
Nee.
Spannung wegschalten -- Testschaltung umlöten -- Spannung
wieder einschalten.
Netzteil bleibt die ganze Zeit angeschaltet, und es wird
nicht daran herumgestellt.
Ist kein Killerfeature, aber recht bequem, wenn man es hat.
ArnoR schrieb:> Possetitjel schrieb:>> ArnoR hat öfter eine Topologie erwähnt, die>> für den Spannungsregler einen INVERTIERENDEN Verstärker>> verwendet. Ich bemühe mich noch, da durchzusteigen, aber>> interessant wäre, ob das grundsätzlich neue Möglichkeiten>> bietet.>> Ich sehe da keine grundsätzlich neuen Möglichkeiten.
Okay, vielen Dank.
Die Frage invertierender/nichtinvertierenden Spannungsregler
hat also keine tiefergreifenden Auswirkungen auf den Rest der
Schaltung.
Die Sollwertvorgabe wird natürlich im Detail anders, und man
muss dafür sorgen, dass man bei kleinen Ausgangsspannungen
den Strom durch den Rückkoppelwiderstand irgendwo loswird.
Ansonsten ändert sich nix Gravierendes.
Danke. Wollte nur sichergehen.
Possetitjel schrieb:> Eppelein V. schrieb:>>> Daß heißt dann quasi, zuerst den Ausgang freischalten und>> anschließend die Netzspannung.>> Nee.>> Spannung wegschalten -- Testschaltung umlöten -- Spannung> wieder einschalten.> Netzteil bleibt die ganze Zeit angeschaltet, und es wird> nicht daran herumgestellt.>> Ist kein Killerfeature, aber recht bequem, wenn man es hat.
Merci für die Erklärung
MfG
Eppelein
Gerhard,
anfangs wolltest Du noch ein nachbausicheres Netzteil mitbauen.
Mittlerweile bist Du schon beim Netzteil mit zwei Ringkerntrafos und vom
ATTiny gesteuerter Windungsumschaltung.
Das halte ich nicht für nachbausicher.
Du und andere Cracks schreiben viel über Nebenthemen, aber ein Beispiel
zum konkreten Aufbau des Kerns, der Spannungs- und Stromregelung
nämlich, habe ich immer noch nichts gefunden.
Ich finde es nicht schlimm, ein mittelmäßiges Netzteil zu benutzen, wenn
man mir erklärt, wo die Schwächen liegen und worauf ich achten muss.
Einen ausgangsseitigen Ein/Aus-Schalter habe ich mit einem simplen
mechanischen Schalter beim ct-Netzteil realisiert.
Ich habe jetzt gelernt, dass bei 30V und 2-3A die Schalter abbrennen.
Wie schnell, wieviele Zyklen? Ist das relevant? So einen Schalter habe
ich schnell aus- und eingelötet und kann einen defekten Schalter auch
als Anfänger diagnostizieren. Natürlich ist eine elektronische Schaltung
des Ausgangs schicker.
Ich suche nicht den Porsche Cayenne sondern den Toyota Hilux (oder so
ähnlich) für die dritte Welt. Halt mit Blattfedern und Handkurbel für
die Fensterscheibe, dafür aber simpel und hoffentlich von mir selbst
reparierbar - mit Teilen, die mir als Amateur in Afrika zugänglich sind,
also Reichelt, Conrad und alle, die von mir keinen Firmen- oder
Studinachweis verlangen.
Hier ging die Diskussion von einem einfachen Netzteil aus. Als auch für
Anfänger taugliches Projekt ist es schon gut die Leistung zu begrenzen.
Bis etwa 20 V (ggf. auch 25-30 V) kann man die Varianten mit
Ausgangsstufe als Emitterfolger (oder ähnlich) einfach nutzen und kommt
auch ohne wesentliche Hilfsspannung aus. Das macht die Schaltung
einfacher und erlaubt wohl auch einen relativ kleinen
Ausgangskondensator. Die Einschränkungen auf etwa 25 V kommt von der
Versorgung üblicher OPs. Wegen der Verlustleistung wäre ab etwa 50 W
eine Umschaltung der Rohspannung / Trafowicklung eine gute Idee. Wenn
man sich auf etwa 1-2 A beschränkt kann der Teil der Einfachheit halber
entfallen. Wer unbedingt will kann die Schaltung natürlich auch auf mehr
Leistung auslegen - braucht dann aber mehr Kühlung und ggf. spezielle
OPs für hohe Spannung.
Als wirklich flexible Schaltung gibt es die LDO variante mit fliegendem
Regler - da ist aber der Aufwand etwas größer wegen Hilfsspannung und
auch die Erklärung ist nicht mehr so ganz einfach. Der
Ausgangskondensator muss auch eher größer werden. Diese Form würde ich
erst einmal außen vor lassen.
Die Abschaltung würde ich auch eher elektronisch machen, wenn man wegen
zu hoher Spannung Angst um die Kontakte hat. Wenn man die volle Trennung
haben will halt auch beide Abschaltungen zusammen - dann sollten auch
die Kontakte kein Problem mehr sein. Ein symmetrischer Bus für die
Abschaltung wäre ggf. Aufwändig - mit definierter Richtung wird es
einfacher. Als Doppelnetzteil hätte man sowieso ein Kopplung - eine
klare Zuordnung Master und Slave macht die Sache einfacher und wird für
den parallelen Mode bzw. Symmetrisch als +- xxV sowieso benötigt.
Lurchi,
Du hast viele Beiträge kommentiert und bewertet.
Könntest Du Deine einfache Version in einen Schaltplan fassen und
veröffentlichen?
Du kannst ja dazu schreiben, was mit der einfachen Version nicht so gut
geht.
Peter M. schrieb:> Ich habe jetzt gelernt, dass bei 30V und 2-3A die Schalter abbrennen.
Kommt auf den Schalter an. Nimmst du den richtigen dann brennt der auch
nicht ab.
Peter M. schrieb:> anfangs wolltest Du noch ein nachbausicheres Netzteil mitbauen.
Das passiert so leicht. Nicht?
Ich würde auch vorschlagen, uns auf einfachere Designs zu begrenzen und
gewisse Anwendungsklassen festzulegen, so daß die entsprechenden
Schaltungen bestmöglich gewählt werden können. Einige der hier
vorgestellten Designs könnte man schon mal ins Rennen bringen.
Ein Problem ist die spätere Erweiterung auf uC Steuerung. Hier ist auf
alle Fälle ein Design angebracht wo U und I Vorgabe einen gemeinsamen
Bezugspunkt, entweder Masse oder +Ausgang haben. Das ELO Design ist da
weniger günstig weil U-Einstellung an Masse liegt und die I-Einstellung
am +Ausgang. Allerdings mit Optocoupler und PWM vielleicht doch machbar.
Dann sollte man die in Frage kommenden Design neu mit Standard
Komponenten aufbauen, nach Möglichkeit auch mit LTSpice auf Herz und
Nieren prüfen und dann nach Möglichkeit durchmessen und optimieren. Auch
verschiedene Leistungsklassen müßten getestet werden. Bei den nicht
fliegenden Schaltungen stößt man leider auf eine Spannungsgrenze.
Referenzdioden sollte man wegen der guten Erhältlichkeit mit TL431C
ersetzen. 1N823 und Co sind da wesentlich teurer heutzutage, glaube ich.
Irgendwelche neue Designs von Euch "Mitarbeitern" sollten natürlich auch
in der selben Weise behandelt werden bis sich klare Gewinner
herauskristallisieren.
Dann bleibt (Vorsicht: Eigenwerbung) die Anatek LM324 Version (und nicht
die MC1466L) und mein LNG30, daß schon fix und fertig nachbaufähig
(CAM/Gerber) vorliegt. Für es spricht, daß alle Arbeit schon getan ist.
Aber, leider vielleicht etwas zu aufwendig. Alle PCB Teile sind von
Digi-Key erhältlich und normalerweise auf Lager. Die Platine, obwohl bei
mir zweiseitig ausgeführt und gefertigt, ist als einseitige Platine
konzipiert (das obere Layer ist nicht notwendig) und läßt sich daheim
ätzen. Das LNG30 kann leicht auf uC Steuerung erweitert werden. Hatte
ich alles schon vorbereitet. Stromvoreinstellung ist auch schon mit im
Design.
Weil wir schon dabei sind: Was sind in Euren Augen die Vor- und
Nachteile des LNG30? Ich sage das nur weil wie gesagt die ganzen
Unterlagen detailliert schon vorhanden sind und viel Arbeit getan wurde
und es sich bis jetzt im Labor bewährt hat.
Dann könnte man noch das Anatek MC1466L nachbauen, welches sehr einfach
gehalten ist und ordentlich funktioniert. Nachteil ist halt, daß man den
MC1466L in der Bucht kaufen muß. Ich machte das und testete sie im
Anatek und sie funktionieren im Original Anatek genauso gut wie die
Originale. Für einen einzelnen Hobbynachbau ist dieser Weg tragbar.
Ich könnte Euch eine Leiterplatte dafür auslegen und hier
veröffentlichen. Die ließe sich billig kommerziell herstellen wenn man
eine Standardgröße nimmt.
Das FS12/73 wurde ja schon zu Genüge besprochen. Mein FS12/73 mit
einigen kleinen Verbesserungen hat sich auch Jahrzehnte bei mir gut
bewährt und ohne Ausfälle.
Die ELO Designs müßte ich sonst selber mal ausprobieren. Ich habe da
keine Geräte dieser Art Zuhause und kann nicht vergleichen.
Es wäre halt schön alle diese Design meßtechnisch unter
Standardbedingungen (wie in App Note 90 Beschrieben) zu unterziehen und
die Meßwerte gegen den "Goldstandard" zu vergleichen.
Letztlich müssen wir auch Maßnahmen für verschiedene Leistungsbereiche
dokumentieren und testen.
So. Und nun muss ich weg und werde mich wahrscheinlich erst morgen
wieder melden koennen.
Schoenes Wochenende noch,
Gerhard
Ich bin zwar nicht Gerhard, aber...
Peter M. schrieb:> anfangs wolltest Du noch ein nachbausicheres Netzteil> mitbauen.
Das ist immer noch der Plan, ja.
Der erste Schritt war, eine Zielvorstellung zusammen-
zuschreiben.
Das habe ich neulich versucht, und ich habe das Gefühl, dass
mein Vorschlag (mit einigen Ergänzungswünschen) recht allgemein
akzeptiert wird. (Aktualisierte Fassung des Textes folgt
hoffentlich bald.)
> Du und andere Cracks schreiben viel über Nebenthemen,
Jein :-)
Die Reihenfolge muss ja sein:
1. Problem benennen,
2. Lösungsvarianten finden,
3. Lösungsvarianten bewerten,
4. Entscheidung fällen.
Ich kann nicht für die anderen sprechen, aber für mich ist
das der logische zweite Schritt: Welche Wünsche an das fertige
Endprodukt könnten zu Showstoppern führen? Wo können Probleme
lauern?
Michael hat darauf hingewiesen, dass die Versorgung der
digitalen Panelmeter zu bedenken ist. Kein Drama, aber eben
zu bedenken.
Das Problem der Lastabschaltung ist mit Blick auf die
gewünschte Reihen- bzw. Parallelschaltung diskutiert worden.
Wenn die häufig verwendete Konfiguration als Spannungsfolger
verwendet wird, ist U_a_max auf ca. 25V beschränkt, weil
gängige OPVs nicht mehr können.
Schließlich wurde völlig zu Recht erwähnt, dass man vielleicht
die Speisung des Reglerbausteins aus einem Laptop-SNT vorsehen
sollte. Zumindest die vernünftigeren unter den Laien haben
nämlich keine Lust haben, mit Netzspannung herumzumachen.
Alles Punkte, die zu bedenken sind.
> aber ein Beispiel zum konkreten Aufbau des Kerns, der> Spannungs- und Stromregelung nämlich, habe ich immer noch> nichts gefunden.
Natürlich nicht -- das ist ja auch erst der fünfte Schritt :)
Der dritte - jetzt fällige, nächste -- Schritt sollte meiner
Meinung nach der sein, den Gerhard und andere vorgeschlagen
haben: die denkbaren Regler-Topologien zusammenzustellen.
(Dazu nehme ich gerade Anlauf; das kann aber noch einen Moment
dauern.)
Vierter Schritt wäre, Beispielschaltungen zu simulieren und
einen Variantenvergleich zu machen. (Hier wird das Problem
der Bauelementeauswahl und der Beschaffbarkeit wichtig.)
Als fünften Schritt würde ich mir vorstellen, eine Beispiel-
konfiguration mal komplett durchzudimensionieren.
> Ich habe jetzt gelernt, dass bei 30V und 2-3A die Schalter> abbrennen. Wie schnell, wieviele Zyklen? Ist das relevant?
Das hängt von vielen Bedingungen ab, die wir nicht wissen
können.
Das Problem muss aber erstmal FORMULIERT sein, damit man
es bedenken und Lösungsvorschläge nennen kann.
> So einen Schalter habe ich schnell aus- und eingelötet> und kann einen defekten Schalter auch als Anfänger> diagnostizieren.
Es gibt auch geeignete Schalter, sogar bei Reichelt. Man muss
aber erstmal wissen, worauf man achten muss -- von den über
80 Kippschlaltern, die Reichelt anbietet, kommen nämlich nur
eine Handvoll in Frage.
> Halt mit Blattfedern und Handkurbel für die Fensterscheibe,> dafür aber simpel und hoffentlich von mir selbst reparierbar -> mit Teilen, die mir als Amateur in Afrika zugänglich sind,> also Reichelt, Conrad und alle, die von mir keinen Firmen- oder> Studinachweis verlangen.
Ja, das ist immer noch das Ziel.
Hier mal eine minimale Version als Similationsschaltung. Die
Spannungsreferenz und Details zu den Potis sind nicht dabei - der Teil
sollte aber keine Probleme machen. Zu beachten ist hier das die beiden
Sollwerte eine verschiedene Masse haben - nicht so schön für eine µC
Steuerung, aber auch kein wirkliches Problem weil die Sollwerte sich
langsam ändern.
Die Schaltung funktioniert im wesentlichen schon nicht so schlecht - die
Stromregelung ist aber noch nicht gut, eher recht langsam.
Neben der Schaltung ist eine Simulation für Strom-Transienten 10mA - 800
mA - 10 mA. Nach der AC Simulation sollte der Regler auch mit
kapazitiver Last gut klar kommen.
So. Inzwischen seid ihr bei Stromregelungen angelangt, die von
Transistoren übernommen werden und auf deren BE-Spannung basieren. Sowie
Schaltungen, die auf Zenerdioden als "Referenz" bauen.
Weiter oben diese drei, vier kindischen Gäste hatten zufällig recht, ich
gehöre hier tatsächlich nicht her. Also dann noch alles Gute beim
schlechten Kopieren veralteter Schaltungen.
So, mal ne kleine Zusammenfassung, um wieder auf den Teppich zu kommen:
1. nachbaubar von fast jedermann, also keine Bauteile, die man nur als
Gewerblicher kriegt. Bauteilbezug über Ebay, TME oder Reichelt/Conrad
und ähnliche Verdächtige
OK, hier scheint es konsens zu geben
2. Ausgangsdaten:
nur ein Ausgang bzw. Modul mit 0 bis 15 Volt, 0 bis 1 Ampere
Ist einigen zu wenig. Nun, reden wir dann von 0 bis 20 Volt?
wobei 0 bis 1 Ampere bleibt
Thema: Frei skalierbare Module..
Also, wenn so ein Ding mechanisch klein und ausreichend billig ist,
dann kann man sich davon auch 2 oder 3 bauen und gut isses - bis auf
die Fernsteuerbarkeit des einen durch das andere. Aber das ist nix
für den kleinen Bastler.
3. Stromversorgung:
möglichst Print-Trafo, 15..18 VA. Notfalls Ringkern.
Das mit dem Printtrafo hat einen anderen Grund,
als ihn auf eine Leiterplatte zu schrauben. (Wäre ja auch
Platzverschwendung)
Nämlich:
a) Printtrafos sind normalerweise voll vergossen und haben zumeist ne
Qualifikation als VI (vollisoliert). Für alle anderen Trafos gilt das
erstmal nicht.
b) Printtrafos mit 15..18 VA kann man mit 4 Plastiktreibschrauben
problemlos kopfüber am Boden des Gehäuses festschrauben. Für Ringkern
braucht es dazu noch die Kreisbleche mit Gummizwischenlage und
Zentralbolzen und es hängen die Anschlußdrähte lose herum. Das kriegen
wir als Bastelobjekt nie und nimmer VI-gerecht.
Nur eine Ausgangswicklung, allenfalls 2 in Reihe.
Kein Spezialtrafo mit mehreren Sekundärwicklungen.
Die eine Sekundärwicklung scheint (Not-)Konsens zu sein
Netzkabel zweipolig, Netzschalter im Gerät, also Netz-Seite so gut
isoliert, daß man das verantworten kann.
Der Netzschalter IST ein Problem. Eigentlich muß er weit weg von
der Frontplatte sein, obendrein MUSS die ganze Primärseite so weit weg
von allem Kleinspannungskram sein, daß auch ein Dussel beim Nachbauen
nicht seine Großmutter erledigt. Für ein Gemeinschaftsprojekt ist das
wichtig. Deshalb die Plastik-Schubstange.
4. kein Schalt-Vorregler
Scheint so lala Konsens zu sein
5. Gehäuse:
billiges Plastikgehäuse voll geschlossen (sicherheitshalber).
Hier tun sich Probleme auf. Bopla ist mir zu teuer für das, was die
bieten.
Ein robustes und hübsches Metallgehäuse würde ich auch nett finden,
aber 2 Dinge sprechen dagegen: Preis und Isolation.
6. Frontplatte und Benutzung:
2 Schraub-Klemmen als Ausgang, 4mm Buchsen sind zwar möglich, setzen
aber Bananenstecker voraus, also ungünstig.
Also, um Mißverständnisse zu beseitigen: Ich kenne Schraubklemmen,
die in der Mitte ein 4mm Loch für die Banane haben, rote und blaue
Drehkappen und in die man seitlich nen Draht einklemmen kann. Sowas
meine ich.
Spannungs- und Stromanzeige digital über chinesisches LED-Modul
Spannungseinstellung per 10 Gang Poti
Stromeinstellung über einfaches Poti
Hier scheint es nen halben Konsens zu geben.
Die Idee mit dem umschaltbaren Strombereich ist gut. Kenne ich von
meinem Statron 3222. Dort gibt's 0..150 mA und 0..1.5 Ampere
umschaltbar.
Netzschalter an der Frontplatte, alternativ weiter drinnen und
Betätigung per Plastik-Schubstange mit Knopf drauf
siehe oben.
Anzeige U/I-aktiv per 2 LED's
Scheint auch Konsens zu sein
7. konkrete Schaltung:
noch zu diskutieren.
Hier nur so viel von mir:
Ich stelle mir durchaus eine LP vor, die quasi als Modul durchgehen
kann, also mit davon abgesetzten Buchsen, Potis, Leistungstransistoren
und Anzeigen
Was die Bauelemente betrifft, so haben wir es mit einem Grundsatzproblem
zu tun:
Wenn man die Regelung nicht auf den schwimmenden Pluspol setzt (wofür
separate Versorgung nötig ist), dann muß man die Regelung auf eine der
beiden Rails setzen und zum Betreiben der Endstufe braucht man dann den
Zugriff von diesem Rail bis zur anderen Seite. Bei alten OpV's, die
30..36 Volt abkönnen, geht sowas durchaus, bei neueren OpV's mit
geringerer "Grätsche" tut sich da ein Problem auf.
Was die viel diskutierte Abschaltung betrifft, da hab ich so lange kein
Problem damit, wie die eigentliche Regelung noch arbeitet. Das sollte
entweder so lange erfolgen, bis die Siebelkos ausreichend leer sind oder
- wie in vielen Statron-Netzteilen so gemacht - der Ausgang mit nem
zündenden Thyristor beglückt wird, sobald entweder die Ausgangsspannung
höher als ein paar Prozent über der Sollspannung kommt oder ein paar
Halbwellen der Netzspannung fehlen. Das alles ist aber für das
angepeilte Ziel OVERKILL.
8. CPU-Kühler für den/die Leistungstöppe
Ich meine, daß CPU-Kühler erstens noch am ehesten erhältich sind und
zweitens, daß man deren Leistungs - verbrat - abführ - Fähigkeiten noch
am ehesten abschätzen kann. Wer sich ne gefingerte Rückwand aus dem
Vollen fräsen kann, hat natürlich andere Vorstellungen.
Noch was Grundsätzliches:
Alle Fragen, eben auch die nach Gehäuse und Frontplatte sind durchaus
essentiell, damit möglichst kein Bastelpfusch passiert. Bloß eine
Modul-LP machen und jeder macht was Anderes draus, ginge - aber nur
unter Leuten, die so gut sind, daß sie das alles selber können - und
dann wäre so ein Projekt überflüssig.
Ich denke mal, so ein Projekt wie das von Gerhard gezeigte, ist für das
hier angedachte zu groß. sowohl elektrisch als auch vom mechanischen
Aufbau her. Ich denke da eher an was viel kleineres aus Material, das
man notfalls auch mit dem Bastel-Cuttermesser und ähnlichem
Busch-Werkzeug bearbeiten kann.
W.S.
Scrat schrieb:> So. Inzwischen seid ihr bei Stromregelungen angelangt,
Nee. "Wir" sind überhaupt nirgends "angelangt".
Wir haben bisher
1. unsere Wunschvorstellungen diskutiert und (nach meinem
Empfinden) einen weitgehenden Konsens gefunden und
2. einige potenzielle Problempunkte angerissen und Lösungs-
varianten dafür gesammelt.
Lurchi hat dankenswerterweise den nächsten Schritt in Angriff
genommen, hat sich eine einfache Prinzipschaltung als Ausgangs-
punkt gesucht und hat simuliert.
> die von Transistoren übernommen werden
Es wird Dir nicht völlig bewusst sein, aber bei vorsichtig
geschätzt 100% der modernen Elektronik sind Transistoren
beteiligt.
> Weiter oben diese drei, vier kindischen Gäste hatten zufällig> recht, ich gehöre hier tatsächlich nicht her.
Das ist Deine freie Entscheidung. So lange Du Dich auf irgend
einer Ebene konstruktiv beteiligen kannst, bist Du hier gern
gesehen.
> Also dann noch alles Gute beim schlechten Kopieren veralteter> Schaltungen.
Werden wir haben; vielen Dank.
Schönes Wochenende.
Scrat schrieb:> So. Inzwischen seid ihr bei Stromregelungen angelangt, die von> Transistoren übernommen werden und auf deren BE-Spannung basieren. Sowie> Schaltungen, die auf Zenerdioden als "Referenz" bauen.
Immerhin ein Anfang mit knapp 20 Bauelementen. :-)
ich persönlich würde mich sehr über deine Schaltung/Vorschlag freuen.
ERNST gemeint.
Die Schaltung hat 2 Stromlimits: einmal ein genaues über den OP und
zusätzlich ein schnelles, dass tatsächlich die Basis-Emitterspannung des
Transistors als Referenz nutzt. Das schnelle Limit muss aber auch nicht
genau sein - das wird nicht einmal mit der Einstellung des Stromlimits
angepasst. Die Funktion ist es nur in den ersten bis zu 100 µs den Strom
zu begrenzen - so lange bräuchte nämlich ein LM324 um von Anfangs 20-30
V runter auf nahe 0 zu kommen.
Die recht langsame Stromregelung ist auch noch der wesentliche
Schwachpunkt der Schaltung. Wenn man will kann man das schnelle
Stromlimit weglassen, muss dann aber im Kurzschlussfall mit einem noch
höheren Puls im Strom leben. Es gibt auch Schaltungsvorschläge die das
machen - sogar als Bausatz, aber da werden auch TL081 mit bis zu 45 V
gequält.
Die Schaltung ist auch nichts wirklich neues. Abgesehen vom kritierten
Transistor, einer zusätzlichen Diode, der Kompensation ist das sehr
ähnlich dem oben schon mal gezeigten alten Doppelnetzteil. So ähnlich
hätte man es etwa gebaut als der LM324 neu war.
Die reine Spannungsregelung sieht schon gut aus (auch mit langsamen OP),
den Übergang vom der Strombegrenzung zur Spannungsregelung kann man noch
besser machen (relativ einfach). Die Stromregelung in der Schaltungsform
deutlich schneller zu machen ist aber trickreich - in der Simulation hab
ich da schon eine Lösung, allerdings schon an der Grenze wo einem die
parasitären Effekte einen Strich durch die Rechnung machen können.
W.S. schrieb:> So, mal ne kleine Zusammenfassung, um wieder auf den> Teppich zu kommen:
???
> 1. nachbaubar von fast jedermann, also keine Bauteile, die> man nur als Gewerblicher kriegt. Bauteilbezug über Ebay,> TME oder Reichelt/Conrad und ähnliche Verdächtige>> OK, hier scheint es konsens zu geben
Ja, scheint so. Können wir so festhalten.
> 2. Ausgangsdaten:> nur ein Ausgang bzw. Modul mit 0 bis 15 Volt, 0 bis> 1 Ampere> Ist einigen zu wenig. Nun, reden wir dann von 0 bis 20 Volt?> wobei 0 bis 1 Ampere bleibt
Hmm. Ganz offen gestanden: Was hängt von dieser Entscheidung
ab? Warum müssen wird das hier und jetzt allgemeinverbindlich
festlegen?
Ich finde dieses Vorgehen ungeschickt.
Ungefähr bei U_a_max = 25V gibt es, wie Du selbst weiter
unten schreibst, eine objektive Grenze, weil dann die
verbreitete Konfiguration "OPV+Spannungsfolger" nicht mehr
so einfach funktioniert.
Unterhalb von 25V sehe ich solche objektiven Grenzen aber
nicht.
Es genügt doch vorläufig vollkommen, wenn wir sagen: U_a_max
ist auf jeden Fall kleiner 30V, aber zu groß für einen LM317.
Analoges gilt für den Strom. Ob das nun 1A, 1.5A oder 2.5A
sind, ändert kaum etwas am Grundkonzept. Es hat doch keinen
Sinn, willkürlich an 1A festzuhalten, wenn das Konzept 3A
problemlos hergeben würde.
> Das mit dem Printtrafo hat einen anderen Grund, als ihn auf> eine Leiterplatte zu schrauben. (Wäre ja auch> Platzverschwendung)>> Nämlich:> a) Printtrafos sind normalerweise voll vergossen und haben> zumeist ne Qualifikation als VI (vollisoliert).
Ja, das ist durchaus so angekommen. (Dazu gleich noch mehr.)
> Nur eine Ausgangswicklung, allenfalls 2 in Reihe. [...]> Netzkabel zweipolig, Netzschalter im Gerät, [...]
Du fokussierst nach meinem Empfinden stark auf die geräte-
technische Seite, weniger auf die Regelelektronik an sich.
Das ist gleichermaßen berechtigt wie verdienstvoll -- ohne
die gerätetechnische Seite gibt's halt kein fertiges Gerät.
Deine Argumente sind gut und berechtigt -- aber Dein
Ausschluss-Verfahren macht mir Bauchschmerzen:
Du sagst: "Nur eine Ausgangswicklung" -- aber warum? Trafos
mit zwei gleichen Wicklungen sind üblich und ermöglichen
die (von mir favorisierte) Variante als Doppelnetzteil mit
zwei komplett unabhängigen Kanälen. (Ich kann und darf das
auch so aufbauen --> Elektrofachkraft.)
Du sagst: "Netzschalter im Gerät" -- aber warum? Weiter
oben kam der Vorschlag, als Rohspannung ein ausrangiertes
Laptop-Netzteil (ca. 19V) zu erwägen.
Im ersten Moment dachte ich "Saublöde Idee. Was für ein
Pfusch." Gottseidank habe ich das nicht geschrieben -- denn
inzwischen finde ich diese Idee WIRKLICH gut, weil das einen
ganzen Haufen Probleme vermeidet.
> 4. kein Schalt-Vorregler> Scheint so lala Konsens zu sein
Hier geht's weiter: Für mein Empfinden ist dieses Thema noch
gar nicht ernsthaft diskutiert worden -- dabei gibt es
mindestens drei gute Gründe, das mal zu tun. Nur kann ich dazu
wenig beisteuern; Schaltregler sind nicht mein Thema. Vielleicht
lässt sich M. Köhler (sylaina) doch noch durch Schmeichelworte
dazu überreden, seine Schaltung mit Vorregler hier zu zeigen...
Für alte HP-Drucker gab's komplett gekapselte Netztrafos
(meines Wissens medizingerätetauglich); auch auf sowas könnte
man aufbauen.
Die von Gerhard und anderen diskutierte Trafo-Umschaltung ist
ja schon eine Urform eines Vorreglers.
Was ich sagen will: Ich bin im Moment auf das Thema I/U-Regelkreis
fixiert.
Falls jemand in die Themen "Rohspannungserzeugung" und
"mechanische Gestaltung) Übersicht hineinbringen will -- jede
Hilfe ist willkommen.
Denkbare Varianten gibt es viele; aus meiner Sicht sollten die
mal zusammengestellt und in ihren Vor- und Nachteilen bewertet
werden.
Ich bin aber eine sequenzielle Maschine -- ich kann nur ein Thema
zur Zeit bearbeiten :)
Michael M. schrieb:> M. K. schrieb:>> Sehe ich ähnlich und denke auch, dass was von der Stange>> hier besser wäre für das angestrebte Projekt.>> Die zusätzlichen Wicklungsanzapfungen und Relaiskontakte mit> dem ganzen Drahtverhau schreckt den unerfahrenen Selbstbauer> doch nur ab.
Ja, mag sein -- aber wir als die Entwickelnden müssen doch
den Nachbauern nicht gerade die Entscheidungen abnehmen, die
sie wirklich selbst treffen können:
Wem die Variante mit Trafo-Umschaltung zu kompliziert ist,
der baut eben eine Variante ohne Trafo-Umschaltung!
Natürlich sollten wir vorrangig EINE Variante (und zwar die
einfachste) verfolgen -- aber es besteht überhaupt kein Zwang,
andere Varianten AUSZUSCHLIESZEN -- warum denn auch?!
> Also dann noch alles Gute beim schlechten Kopieren veralteter> Schaltungen.
Tja, was soll man machen wenn solche Genies wie du uns ihre genialen
Schaltungskonstrukte vorenthalten.
rhf
Possetitjel schrieb:> wir als die Entwickelnden müssen doch...
Wat jenau hast DU bis jetz hier eigentlich entwickelt? Ausser
merkwürdigen Powerpoint geraffel und den längsten Texten des Fadens?
Nich dass du son Managerheini bist der hier Ideen abgreift und am Ende
behauptet ER hätte entwickelt und det janze noch als Bausatz verkloppt..
Mein Freund, ick sage dia..!!
Possetitjel schrieb:> Ich bin aber eine sequenzielle Maschine -- ich kann nur ein Thema> zur Zeit bearbeiten
Oh ja, jut - mach ma! Und welchet Thema jenau ist das jetze?
Bin wieder da.
Mir kam gerade ein Gedanke wie man vielleicht das Gehäuse und
Teilebeschaffungsproblem lösen könnte. Da nicht jeder Erbauer des LNG
ideale Werkstatts Resourcen sein Eigen nennt, sollte die mechanische
Arbeit nicht zu aufwendig werden.
Jetzt mache ich mal einen ketzerischen Vorschlag zur Debatte:
Warum nicht die Bucht und/oder deutsche Anbieter nach einem billigen LNG
zu durchstöbern und ein Modell finden, das die folgenden Bedingungen
erfüllt:
Gutes und ansprechend lackiertes Metallgehäuse und wünschenswerte Größe.
Da einige dieser Billigstgeräte oft recht grottig funktionieren braucht
man sich vor einem Neubau mit einigen de Teile nicht zu scheuen.
Vorteile:
Geringer Preis, vielleicht unter 50 Euro
Man hat schon ein brauchbares Gehäuse, stabil und lackiert
Netzkabel und IEC320 Netzbuchse, Sicherungshalter, Netzschalter
Netztrafo, Gleichrichter, Elko
Messinstrumente oder DVM Module
Poties, LEDs
Frontplatten Schalter und Buchsen
Nachteile
Frontplatte läßt sich möglicherweise schwer individualisieren
Man hätte dann meistens genug Platz für eigene Elektronik
Ein gutes Gehäuse kostet wahrscheinlich mehr wie das chinesische Opfer
Modell.
Manche dieser Import billig Geräte funktionieren nicht unbedingt
zufriedenstellend und könnten dann die Basis für eine Verbesserung durch
eigene Elektronik sein.
Hier ist das erst beste Beispiel:
https://www.ebay.com/itm/15V-2A-Adjustable-DC-Power-Supply-Precision-Variable-Dual-Digital-Lab-Test-110V-/182765874857?hash=item2a8db1eea9:g:S9QAAOSwZcZZuFvShttps://www.ebay.com/itm/30v-5a-power-supply-with-handle-variable-regulated-adjustable-linear-dc-lab-/222629534656?epid=2254406603&hash=item33d5c11bc0:m:mCCUAYTeyo-sDym1cjigutQ
Was meint ihr? Wert zum Diskutieren?
W.S. schrieb:> Ich denke mal, so ein Projekt wie das von Gerhard gezeigte, ist für das> hier angedachte zu groß. sowohl elektrisch als auch vom mechanischen> Aufbau her. Ich denke da eher an was viel kleineres aus Material, das> man notfalls auch mit dem Bastel-Cuttermesser und ähnlichem> Busch-Werkzeug bearbeiten kann.>> W.S.
Selbst wäre ich schon für ein größeres NG, in der Richtung Gerhard`s
NG.
Die "kleinen" Dinger könnte man dann auch fertig erwerben, was für einen
Bastler wie mich keinen Sinn wie Spaß macht.
Weiter wäre eine Überlegung, negative Spannungsgrößen mit einfließen zu
lassen, falls noch nicht angemerkt worden ist.
MfG
Epelin
icke mal schrieb:> Possetitjel schrieb:>> wir als die Entwickelnden müssen doch...>> Wat jenau hast DU bis jetz hier eigentlich entwickelt?
Ein bisher unerreichtes Maß an Geduld.
Schönes Wochenende!
Eppelein V. schrieb:> Weiter wäre eine Überlegung, negative Spannungsgrößen mit> einfließen zu lassen, falls noch nicht angemerkt worden ist.
Ist kein Problem.
Der I/U-Regler, wie er den meisten hier wohl vorschwebt, ist
(natürlich) potenzialgetrennt und erdfrei.
Man kann also problemlos "Plus" auf GND legen und am "Minus"
eine negativen Spannung abnehmen. Das funktioniert so mit
allen vernünftigen Labornetzteilen, die ich kenne.
Spannungseinstellung, Strombegrenzung usw. funktionieren
uneingeschränkt.
Eppelein V. schrieb:> Weiter wäre eine Überlegung, negative Spannungsgrößen mit einfließen zu> lassen, falls noch nicht angemerkt worden ist.
Ist einfach: du benötigst ein zweites Netzteil. Eins für die positive,
und eins für die negative Spannung. In der "Mitte" ist Masse. Oder Null.
Das dürften sogar zwei strunzen verschiedene Netzteile sein,
vorausgesetzt, sie haben kein gemeinsames "Potential", was aber
üblicherweise so gegeben ist.
Gleiches güldet auch für das hier ellenlang diskutierte "Problem" mit
der Reihenschaltung von zwei (oder mehr) Netzteilen.
Possetitjel schrieb:> Ist kein Problem.
Epperlein schrob aber was von "mit einfließen zu lassen"... Was immer er
darunter verstehen mag... Er möchte nach meinem Verständnis ein Netzteil
mit positiver Ausgangsspannung, an dem er "irgendwo" eine negative
Spannung abgreifen kann.
Könnte man machen. Wird aber schwiersam, wenn die negative Spannung
ernsthaft belastbar und sogar einstellbar sein soll, und die positive
Spannung dadurch nicht beeinflusst werden darf.
Preislich lohnt der Selbstbau eines einfachen Labornetzgerätes heute
eher nicht mehr. Auch die billigen Geräte für 30-50 EUR sind nicht so
schlecht (oft hat man etwas optimistische Angaben über den maximalen
Strom - bis 2/3 des versprochenen Stromes passt es aber oft), und dafür
kann man kaum die Einzelteile kaufen.
Ein Eigenbau ist aber immer noch ein interessantes Projekt an man
einiges lernen kann und ggf. auch alte Teile (z.B. Notebook-netzteil)
nutzen kann. Der Preis ist auch nicht alles - schließlich ist das für
viel ein Hobby, und der der Weg das Ziel. Umso wichtiger ist die
Erklärung.
Für mich ist es erschreckend wie viel hier im Forum um völlig
ungeeignete Schaltung auf Basis eines LM317 diskutiert wird um so eine
Art LNG zu erhalten. Die Schaltung sollte entsprechen einfach und leicht
verständlich sein, um solche "Konkurrenz" zurück zu drängen.
Entsprechend sehe ich Dinge wie an ein Relais / Schalter am Ausgang oder
die Vorkehrungen zur Parallelschaltung eher als nachgeordnet an - das
sind Teile die man ggf. später hinzufügen kann.
Die Möglichkeit das ganze per µC zu steuern ist nicht unbedingt nötig,
aber für einige ggf. schon ein Pluspunkt. Die Einstellung der Spannung
über die Rückkopplung, etwa so wie man es am LM317 macht ist sowieso
nicht so gut. Daher ist bei vielen Schaltungen die Vorgabe über
Spannungswerte und damit die Möglichkeit zur Steuerung per µC gegeben.
Zurück zum eigentlichen Regler:
Für eine eher einfache Schaltung sollten wir nicht versuchen damit bei
den Eigenschaften um jeden Preis schneller zu werden als die kommerziell
erhältlichen Geräte. Es ist eine Abwägung zwischen schneller Regelung
und Schwierigkeiten das ganze auch zu reproduzieren. Je kritischer man
die Auslegung wählt desto eher kommen parasitäre Kapazitäten und
Induktivitäten mit rein - in der Theorie und ggf. auch auf einigen
Platinen funktioniert es dann sehr gut, aber mit anderem Layout oder
auch nur OPs einer anderen Charge oder einem anderen Shunt hat man einen
Oszillator.
Allerdings sind nicht alle Schritte die den Regler schneller / besser
machen kritisch. Ein Problem dass man etwa bei vielen einfachen
Schaltungen hat, ist das der nicht aktive Regler weit über das Ziel
hinausschießt. In der klassischen Regelungstechnik nutzt man dort eine
Art Anti Windup - bei den meisten LNG Schaltungen scheint das noch kein
Standard zu sein, ließe sich aber zumindest näherungsweise realisieren.
Für die einfache Reglerschaltung lässt sich mit wenig Aufwand für den
Spannungsregler eine Art einfaches Anti-Windup (mehr eine Windup
Begrenzung) hinzufügen, und so der Übergang von der Strombegrenzung zu
Spannungsregelung deutlich verbessern. Als Anhang die so erweitere
Schaltung.
Wenn Q3 schon unbedingt sein muss, täte ich ihm wenigstens einen
Vorwiderstand an der Basis spendieren. So wird Q3 seinen Dienst eher
schlotternd verrichten: "Kurzschluss ja, aber nicht zu doll!"
Da nun die Schaltungsgestaltung beginnt, ist es wohl notwendig, einige
immer wiederkehrende falsche Behauptungen und „Grundsätze“ zu
korrigieren. Meine langjährige Erfahrung in diesem Forum zum Thema
Labornetzteil zeigt, dass man sich vor allem auf quasistatische Dinge
wie Stromversorgung von OPV (schwimmend, oder nicht),
Emitterfolger/Emitterschaltung, Potentialleitungen, usw. konzentriert,
die viel wichtigere dynamische Stabilität aber meist vernachlässigt bzw.
mit großem Unverständnis behandelt. So verwundert es auch nicht, dass in
praktisch allen Netzteilthreads über das (Über-) Schwingen der
Schaltungen geklagt wird.
Beispielsweise wird oft behauptet, dass ein Ausgangskondensator der
dynamischen Stabilität (also der Stabilisierung gegen
Schwingen/Überschwingen) dient, und kleine Kapazitäten (z.B. 1µF) bzw.
ganz fehlende die Stabilität der Schaltung verschlechtern. Das ist
falsch. Ein Verstärker mit kapazitiver Last erfährt in seiner
Rückkoppelschleife eine durch Ausgangswiderstand und Lastkapazität
bedingte Phasendrehung, die mit zunehmender Kapazität größer wird bzw.
bei niedrigeren Frequenzen einsetzt, die Phasenreserve des Reglers
aufbraucht und damit die Schaltung instabiler macht. Ein Verstärker ohne
bzw. mit kleiner Lastkapazität ist meist ganz „von allein“ stabil.
Entscheidend für die Stabilität ist nicht wie klein der Lastkondensator
sein darf, sondern wie groß!
In den nachfolgenden Simulationen soll anschaulich gezeigt werden, wie
sich die Stabilität in Abhängigkeit von der Lastkapazität verhält. Eine
Frequenzgangkorrektur wird hier noch nicht diskutiert, da zunächst mal
die grundsätzlichen Zusammenhänge und Problemursachen dargestellt werden
sollen.
Bild 1a
zeigt eine übliche Schaltung aus OPV mit nachfolgendem
Darlington-Emitterfolger. Der 1k-Kondensator hebt die AC-Gegenkopplung
auf, so dass die Schaltung für AC mit offerer Schleife arbeitet. Man
erkennt die Leerlaufverstärkung von etwa 100dB und den ersten internen
Pol des OPV bei etwa 10Hz.
Wenn man zunächst die Kurve mit Lastkapazität=0 betrachtet, sieht man
den gleichmäßigen Abfall der Leerlaufverstärkung des OPV mit -20dB/dec
und die zugehörige konstante Phasendrehung von -90°. Die Schaltung hat
also eine Phasenreserve (=der Abstand zu -180° Phasendrehung) von 90°
und ist daher auch mit geschlossener Schleife ohne Überschwingen stabil.
Schließt man nun eine Lastkapazität an den Ausgang an, steigt die
Phasendrehung durch den Ausgangspol
(fp=1/(2*Pi*Ausgangswiderstand*Lastkapazität)) um weitere 90° an und der
Frequenzgang fällt entsprechend mit -40dB/dec. Mit zunehmender Kapazität
nimmt die Polfrequenz proportional ab.
Die blaue waagerechte Linie zeigt die mit dem Rückkoppelteiler
eingestellte Verstärkung. Bei dieser Verstärkung muss die Phasenreserve
mindestens 60° betragen, um in der geschlossenen Schleife Überschwingen
zu vermeiden. Wie man sieht, ist das nur bei der Kurve ohne
Lastkapazität gegeben. Bei allen anderen Werte ist die Phasenreserve
praktisch 0° und daher unbrauchbar klein.
Bild 1b
zeigt nun das Verhalten bei geschlossener Schleife, also genau so, wie
die Schaltung praktisch betrieben wird. Man erkennt, was sich oben schon
abzeichnete. Bei allen kapazitiven Lasten tritt Überschwingen auf,
welches mit der Kapazität zunimmt. Einzig ohne Lastkapazität ist die
Schaltung stabil.
Bild 1c
zeigt nochmal den direkten Vergleich der offenen und der geschlossenen
Schleife. An den Stellen, an denen die Verstärkungskurven der offenen
Schleife die eingestellte Verstärkung von 3 (10dB) schneiden, ist die
Schleifenverstärkung =1. Im Falle der geschlossenen Schleife ist die
Phasenreserve zu klein und es kommt zum schwingen.
Zu beachten ist, dass das Verhalten in der Praxis vom gezeigten mehr
oder weniger stark abweicht, da der Ausgangswiderstand der Schaltung
stark von den Betriebsbedingungen (Laststrom, Lastwiderstand) abhängt.
Als Fazit ergibt sich, wie oben schon gesagt, dass nicht der Ausgangs-
oder Lastkondensator die Stabilität der Schaltung sicherstellt, sondern
diese durch andere Maßnahmen erreicht werden muss. An einem solchen
Kondensator kommt man aber nicht vorbei, weil ein Labornetzteil
Schaltungen mit großen Glättungs- oder Abblockkondensatoren versorgen
können muss.
Die üblichen Maßnahmen zur Stabilisierung solcher Schaltungen
(Integrationskondensator vom Ausgang des OPV zum – Eingang) zielen
darauf ab, die rote Kurve (CL=0) in Bild1a so weit nach links zu
verschieben, dass die Schleifenverstärkung bei kapazitiver Last unter 1
abgesunken ist, bevor die Phasenreserve zu klein ist. Man tauscht auf
diese Weise Bandbreite, also Regelgeschwindigkeit, gegen maximale
Lastkapazität ein. Wegen der sich daraus ergebenden geringen
Regelgeschwindigkeit haben viele Netzteile große Ausgangskondensatoren,
um pulsartige Laststromanforderungen bedienen zu können, zu denen der
korrigierte Regler zu langsam ist.
Nochwas zur dynamischen Stabilität.
Im vorigen Beitrag war zu sehen, dass die Lastkapazität in Verbindung
mit dem Ausgangswiderstand die Schwierigkeiten macht. Idealerweise hätte
man eine Schaltung mit Ausgangswiderstand =0, dann macht die
Lastkapazität keine Probleme mehr. Natürlich kann man das nicht
erreichen, aber man kann in die Richtung gehen und sich die
Frequenzgangkorrektur vereinfachen und gleichzeitig einen viel
schnelleren Regler bekommen. Ein deutlicher Schritt dazu wäre, den
npn-Darlington durch einen Komplementär-Darlington zu ersetzen. Der hat
nämlich unter gleichen Betriebsbedingungen einen sehr viel kleineren
Ausgangswiderstand als der nicht komplementäre.
In der Simu haben die komplementären TIP2955/3055 vollkommen identische
Modellparameter-Werte, so dass die Ergebnisse direkt vergleichbar sind.
Und nochwas.
Falls sich jemand fragen sollte wieso ich immer die Frequenzgänge zeige,
wo doch von z.B. Schwingen am Oszi (also dem Zeitbereich) die Rede ist,
dann sollte das angehängte Bild die Sache klären. Beides ist zueinander
äquivalent, und die AC-Simu ist um viele Größenordnungen schneller als
die Transientenanalyse.
Bildquelle: Tietze/Schenk, Halbleiter-Schaltungtechnik
ArnoR schrieb:> Natürlich kann man das nicht> erreichen, aber man kann in die Richtung gehen und sich die> Frequenzgangkorrektur vereinfachen und gleichzeitig einen viel> schnelleren Regler bekommen.
Leider nicht, weil Labornetzteile ja strombegrenzt sein sollen und eine
extra Stromregelschleife besitzen.
Wenn da 1000uF am Ausgang sind, wird das bei 1A Strombegrenzung eben
10ms dauern bis der auf 10V aufgeladen ist, egal wie schnell der Regler
auch ist.
Die übliche Situation ist ja auch nur, daß ein Regler bei einer
bestimmten Kapazität von..bis instabil ist, daher baut man mindestens
bis an den Ausgang, damit auch bei hinzufügen weiterer Kapazitäten
nichts ins Schwingen kommt. Es sei denn, man schliesst eine Spule an.
Bei stromversorgten Schwingkreisen hoher Güte wird es eben schwingen,
aber bei einem gut gedämpften Regler langsam abklingen.
Michael B. schrieb:> ArnoR schrieb:>> Natürlich kann man das nicht>> erreichen, aber man kann in die Richtung gehen und sich die>> Frequenzgangkorrektur vereinfachen und gleichzeitig einen viel>> schnelleren Regler bekommen.>> Leider nicht, weil Labornetzteile ja strombegrenzt sein sollen und eine> extra Stromregelschleife besitzen.>> Wenn da 1000uF am Ausgang sind, wird das bei 1A Strombegrenzung eben> 10ms dauern bis der auf 10V aufgeladen ist, egal wie schnell der Regler> auch ist.
Der Betrieb in der Strombegrenzung ist ein anderer Fall. Wenn man
unterhalb der eingestellten Stromgrenze bleibt, ist nur der
Spannungsregler aktiv und der kann dann eben schneller auf
Laständerungen reagieren.
Nachdem hier so viele Vorschläge zum Schaltungsdesign eines
Labornetzteils gemacht worden sind, möchte ich auch mal einen Vorschlag
unterbreiten. Vorweg: ich bin kein Experte für lineare Schaltungstechnik
und bin deshalb nicht in der Lage alle die Unwägbarkeiten dieses
Vorschlags zu überblicken.
Es gibt von Linear Technology einen Spannungsreglerbaustein,
LT3080/LT3081.
http://www.linear.com/product/LT3081
Die Eckdaten (aus dem Datenblatt):
- Extended Safe Operating Area
- Maximum Output Current: 1.5A
- Stable with or without Input/Output Capacitors
- Wide Input Voltage Range: 1.2V to 36V
- Single Resistor Sets Output Voltage
- Output Current Monitor: IMON = IOUT/5000
- Junction Temperature Monitor: 1μA/°C
- Output Adjustable to 0V
- 50μA SET Pin Current: 1% Initial Accuracy
- Output Voltage Noise: 27μVRMS
- Parallel Multiple Devices for Higher Current or Heat Spreading
- Programmable Current Limit
- Reverse-Battery and Reverse-Current Protection
- <1mV Load Regulation Typical Independent of VOUT
Wenn ich richtig sehe, erfüllt der Baustein den größten Teil der bisher
gestellten Forderungen. Es gibt von LT dazu eine Beispielschaltung, die
ein komplettes Labornetzteil beschreibt:
http://cds.linear.com/docs/en/lt-journal/LTJournal-V24N2-02-df-BenchSupply-Szolusha.pdf
(siehe Seite 14)
Diese Schaltung ist sicherlich zu komplex, aber man muss ja vielleicht
alle Baugruppen so aufbauen:
- wenn ich die Schaltung richtig verstanden habe ist der LT8612 nebst
Außenbeschaltung ein Schaltnetzteil, das Vout + 1,7V aus 10-40V Vin
erzeugt. Das könnte man ja auch durch einen Trafo, Gleichrichter und
Siebelkos ersetzen.
- Der LTC3632 ist offensichtlich eine Stromsenke, die wohl für eine
Mindestlast am Ausgang der Schaltung sorgen soll. Ich denke das kann man
auch einfacher realisieren (siehe auch EEVBLOG-Video weite unten)
- und mit dem LT3092 Schaltungsteil hat man auch eine
Umschaltmöglichkeit für die max. Ausgangsspannung
- Die 3A Ausgangsstrom werden durch parallel schalten zweier
LT3081-Bausteine erreicht, wenn 1,5A reichen würde sogar nur ein
Baustein reichen
Ich habe zu diesem IC folgende Informationen gefunden. Zunächst nochmal
die Unterlagen von LT selbst:
Datenblatt:
http://www.linear.com/product/LT3081
Labornetzteil:
http://cds.linear.com/docs/en/lt-journal/LTJournal-V24N2-02-df-BenchSupply-Szolusha.pdf
Applikationsschaltungen:
http://cds.linear.com/docs/en/application-note/an142f.pdf
Dave Jones hat sich ebenfalls damit beschäftigt:
https://www.youtube.com/watch?v=CIGjActDeoMhttps://www.youtube.com/watch?v=6Otr1I0OR18https://www.youtube.com/watch?v=8-qar5vgnbc
(Ich habe seine Schaltung aus Folge 3 mal abgezeichnet, siehe Anhang)
In "THE ART OF ELECTRONICS" (Ausgabe3, Seite 612) findet man ebenfalls
eine kleine Schaltung mit diesem Baustein.
Bestechend finde ich die Einfachheit einer Netzteilschaltung. Allerdings
vermag auch nicht zu erkennen wo eventuell verdeckte Schwierigkeiten
lauern, die unter Umständen nicht tragbar sind.
Nachteilig sind der Preis des Bausteins, die Tatsache das man sich auf
einen Hersteller festlegt und das durch die Integration vieler
Funktionen im IC der Erkenntnisgewinn für Laien relativ klein ist.
rhf
Roland F. schrieb:> - wenn ich die Schaltung richtig verstanden habe ist der LT8612 nebst> Außenbeschaltung ein Schaltnetzteil, das Vout + 1,7V aus 10-40V Vin> erzeugt. Das könnte man ja auch durch einen Trafo, Gleichrichter und> Siebelkos ersetzen.
Leider landet man dann bei 30V rein und wenigen Volt raus schon bei 0,4A
in der Begrenzung vom LT3081 und muss also bereits für 1A gleich 3 Stück
einplanen.
Das Teil ist deutlich aufwändiger zu kühlen, dank 125°C max (2N3055:
200°C). Die vielen Anschlüsse gepaart mit der hohen Anzahl an LTs
erwingen eine direkte Kopplung einer Ansteuerplatine mit einem grossen
Kühlkörper, will man allzu viel Kabelsalat vermeiden.
Ohne Umschaltung der Eingangsspannung ist das also unpraktisch.
A. K. schrieb:>> Leider landet man dann bei 30V rein und wenigen Volt raus schon bei 0,4A> in der Begrenzung vom LT3081 und muss also bereits für 1A gleich 3 Stück> einplanen.>
Missverständnis:
http://cds.linear.com/docs/en/lt-journal/LTJournal-V24N2-02-df-BenchSupply-Szolusha.pdf
Gemäß Figure 1 macht der Schaltregler LT8612 aus jeder Eingangsspannung
eine Spannung Vout +1,7V. Damit wird der LT3081 versorgt. Damit hat
dieser bei jeder Ausgangsspannung eine max. Verlustleistung von 1,7V *
Iout. Also max. 1,7V * 1,5A = 2,55W.
Generell kann man bei einem Längsglied mit implizitem SOA-Schutz ein
kleines Problem im Konstantstrom-Modus bekommen, wenn man eine Art
Vorregelung oder Eingansspannungsumschaltung verwendet: Bei hohem Strom
und anfänglich hoher Ausgangsspannung wird bei einem massiven
Spannungseinbruch interessant.
Bis die Eingangsspannung runter geregelt oder geschaltet hat, liegt
volle Power über dem Längsglied. Ein 2N3772 kann über 100ms das doppelte
seiner nominellen Leistung wegstecken. Da bleibt genug Zeit fürs
Runterfahren vom Input. Bei einem Längsglied mit statischem SOA-Schutz
muss das Glied bei voller Eingangsspannung noch innerhalb der SOA
liegen, sonst bricht der Strom ein.
An dieser Stelle wirds auch für 2N3055 Freunde interessant. Denn genau
das unterschiedet die heutige Version von der usprünglichen. Der 2N3055
ist bei doppelter Last schon nach 1ms platt, der 2H3055A (OnSemi) erst
nach 100ms.
Achim B. schrieb:> Eppelein V. schrieb:>> Weiter wäre eine Überlegung, negative Spannungsgrößen mit einfließen zu>> lassen, falls noch nicht angemerkt worden ist.>> Ist einfach: du benötigst ein zweites Netzteil. Eins für die positive,> und eins für die negative Spannung. In der "Mitte" ist Masse. Oder Null.> Das dürften sogar zwei strunzen verschiedene Netzteile sein,> vorausgesetzt, sie haben kein gemeinsames "Potential", was aber> üblicherweise so gegeben ist.>> Gleiches güldet auch für das hier ellenlang diskutierte "Problem" mit> der Reihenschaltung von zwei (oder mehr) Netzteilen.
Auch danke für den Hinweis.
Die ganzen Jahre einm ebensolches in Betrieb wenn gebraucht.
Könnte man etwaig in die neue Planung mit einfließen lassen, dann wäre
alles kompakt beieinander, nu mal so ein Gedanke.
MfG
Eppelein
Bin hier interessiert am Mitlesen und finde die Idee mit einem
nachbaubaren, "modernes" LNG recht gut.
Aber, das bitte nicht negativ aufnehmen, das soll konstruktiv werden,
braucht es wirklich ein weiteres 15V 1A LNG? Das packt jeder LM317.
Pro:
- Einfache Materialbeschaffung
- 230V Part ausgeklammert, durch Trafo oder SNT vorgeschaltet
- Abschaltbare Ausgänge
- Stromeinstellung ohne Kurzschließen der Ausgänge
Contra:
- Warum kein µC und nur Potis?
- Warum keine Reihen-/Parallelschaltung?
- 15V 1A ist Geschmackssache, wären mir etwas wenig und wieder, das kann
jeder lm317
Ich denke 1 µC pro Kanal und ein Weiterer zur Steuerung sind ein Muss.
Und kein ATMega/Arduino, aufgrund der fehlenden DACs. Das erlaubt dann
auch das anschließen über RS232/USB/Ethernet (falls man es braucht).
Eventuell einen PSoc, da könnte man einige features in der
Programmierbaren Hardware abbilden.
Strom und Spannung lässt sich präzise und genau über das Display
einstellen oder per Schnittstelle vom PC aus.
Ausgangsabschaltung über Relais oder Sollwerte auf 0V setzen (müsste man
Vor- und Nachteile abwägen).
Weitere Vorteile, die "einfach" in Software hinzugefügt werden können:
Ladekurven für Akkus (evtl. mit optionalem Balancing modul für LiPos),
Zyklen fahren, Zeitabschaltung, rauschen simulieren, etc.
Für die Reihen-/Parallelschaltung wären 2 Dinge notwendig, galvanische
Trennung und loadbalancing.
Eingangs seitig braucht man pro Kanal ein Netzteil um die Kanäle zu
trennen. Per Optokoppler die Daten zwischen den Kanälen austauschen und
dadurch das loadbalancing realisieren.
Was Spannung und Strom angeht, da wären meiner Meinung nach 30V 5A recht
schön, da lässt sich dann auch fast alles mit erschlagen. Von einfachen
Blinklichtern über high power LEDs bis hin zu Motorschaltungen. Sollte
es doch mal nicht ausreichen -> Reihen-/Parallelschaltung.
Wenn man das ganze "perfekt" aufbauen wollen würde, dann würde man ein
regelbares SNT+PFC vor den LNG teil setzen und das SNT 3V höher als den
LNG teil regeln. Damit hätte man dann ein effizientes und kühles
Netzteil mit (dank µC) einem Haufen Funktionen und wenn man es etwas
modular gestaltet, sogar eine erweiterbare Plattform.
Achim schrieb:> Bin hier interessiert am Mitlesen und finde die Idee mit einem> nachbaubaren, "modernes" LNG recht gut.> Aber, das bitte nicht negativ aufnehmen, das soll konstruktiv werden,> braucht es wirklich ein weiteres 15V 1A LNG? Das packt jeder LM317.
Du hast offensichtlich den Kommentar von lurchi oben nicht gelesen.
> Contra:> - Warum kein µC und nur Potis?
Wegen der Nachbausicherheit. Schau' Dir einfach das DCG im ct-lab an,
das ist nicht mehr nachbausicher.
> - Warum keine Reihen-/Parallelschaltung?
Das ist nicht ausgeschlossen.
> - 15V 1A ist Geschmackssache, wären mir etwas wenig und wieder, das kann> jeder lm317
Kommentar siehe oben
> Ich denke 1 µC pro Kanal und ein Weiterer zur Steuerung sind ein Muss.> Und kein ATMega/Arduino,> aufgrund der fehlenden DACs.> Das erlaubt dann> auch das anschließen über RS232/USB/Ethernet (falls man es braucht).
Einfach mal das ct-lab angucken, da gibt den von Dir ausgeschlossenen
AtMega und auch die von Dir gewünschte Konnektivität. Alleine der
Ethernet-Baustein kostet EUR 60,-.
> Eventuell einen PSoc, da könnte man einige features in der> Programmierbaren Hardware abbilden.> Strom und Spannung lässt sich präzise und genau über das Display> einstellen oder per Schnittstelle vom PC aus.> Ausgangsabschaltung über Relais oder Sollwerte auf 0V setzen (müsste man> Vor- und Nachteile abwägen).> Weitere Vorteile, die "einfach" in Software hinzugefügt werden können:> Ladekurven für Akkus (evtl. mit optionalem Balancing modul für LiPos),> Zyklen fahren, Zeitabschaltung, rauschen simulieren, etc.
Der Ruf nach der eierlegenden Wollmilchsau passt nicht zur
Nachbausicherheit und garantiert ein frühes Ende des Projekts.
> Für die Reihen-/Parallelschaltung wären 2 Dinge notwendig, galvanische> Trennung und loadbalancing.
Lies Dir den ct-Artikel zum DCG durch.
> Eingangs seitig braucht man pro Kanal ein Netzteil um die Kanäle zu> trennen. Per Optokoppler die Daten zwischen den Kanälen austauschen und> dadurch das loadbalancing realisieren.>> Was Spannung und Strom angeht, da wären meiner Meinung nach 30V 5A recht> schön, da lässt sich dann auch fast alles mit erschlagen. Von einfachen
Ich fände 50A noch schöner.
> Blinklichtern über high power LEDs bis hin zu Motorschaltungen. Sollte> es doch mal nicht ausreichen -> Reihen-/Parallelschaltung.>> Wenn man das ganze "perfekt" aufbauen wollen würde, dann würde man ein
Mit "man" sind offensichtlich die anderen gemeint, denn Du hast ja
keinen Schaltplan bisher vorgelegt.
> regelbares SNT+PFC vor den LNG teil setzen und das SNT 3V höher als den
Super. Zeig' mal Deinen Schaltplan. Es gibt übrigens Gründe auf den
Einsatz von Schaltnetzteilen zu verzichten. Bis jetzt ist jeder in
seiner Spannungsversorgung frei.
> LNG teil regeln. Damit hätte man dann ein effizientes und kühles> Netzteil mit (dank µC) einem Haufen Funktionen und wenn man es etwas> modular gestaltet, sogar eine erweiterbare Plattform.
Diese Plattform gibt es schon, sie heißt ct-lab.
Deine Maximalforderungen finde ich überhaupt nicht zielführend.
Alleine um die Probleme von Überschwingern beim ct-lab DCG in den Griff
zu kriegen, brauchte es mehrere Schaltplanrevisionen, das war für den
Author richtig zeitaufwendig.
"Konstruktivität" die Du ja suggerierst, geht anders!
Ich finde die posts von ArnoR zum Innenwiderstand der Endstufe sehr
interessant.
Warum ist dann der NPN Typ 3055 zum "Quasi-Standard" in vielen
Selbstbaunetzteilen geworden? Gab es z.B. früher einfach keine passenden
PNP Leistungstransistoren um komplementär Darlingtons aufzubauen oder
wurde immer nur kopiert?
Der von Roland Franz ins Spiel gebrachte LT3081 hat übrigens genau so
einen komplementär Darlington als Endstufe.
Mit meinem begrenzten regelungstechnischen Verstand meine ich zu
erkennen, dass die Phasenreserve beim Komplementärdarlington für C = 1
mikroF kleiner ist als z.B. bei 10mikroF. Lässt sich daraus z.B. ein
Kompromiss für eine mindest grösse am Ausgang des Ausgangs C erkennen.
Was sagt die Simulation z.B. für 10n oder 100n am Ausgang?
Timo S. schrieb:> meine ich zu> erkennen, dass die Phasenreserve beim Komplementärdarlington für C = 1> mikroF kleiner ist als z.B. bei 10mikroF.
Ja das ist so, weil bei den dort höheren Frequenzen weitere interne Pole
des OPV und des rel. langsamen Komplementär-Darlington zu wirken
beginnen.
> Lässt sich daraus z.B. ein> Kompromiss für eine mindest grösse am Ausgang des Ausgangs C erkennen.
Nein. In dem Bereich und ganz ohne Frequenzgangkorrektur lässt sich die
Schaltung nicht vernünftig betreiben. Die Mindestgröße ist 0. OPV oder
Verstärker schwingen mit kapazitiver Last, nicht ohne.
> Was sagt die Simulation z.B. für 10n oder 100n am Ausgang?
Irrelevant, weil in der Praxis nicht machbar, die Schaltung muss für die
maximale Kapazität korrigiert werden, so kleine Werte bewirken dann gar
nichts.
Gerhard O. schrieb:> Was meint ihr? Wert zum Diskutieren?
Die Idee ist auf den ersten Blick verführerisch. Aber bei allen
Standorten außerhalb Chinas krieg ich Bauchschmerzen:
Preis: US $78,47 (ca. EUR 66,57)
Versand: US $33,99 (ca. EUR 28,84)
Einfuhrabgaben: US $21,24 ...(EU-Zölle müßte ich nachschlagen)
kurzum, man landet in der EU bei geschätzten 120..130 Euro und dafür
kann man sich was Fertiges kaufen.
Ich mach nachher oder morgen mal ein Bild von einer
Alternativkonstruktion. Nicht zum Nachbau, sondern zum Finden einer
konsensfähigen Gehäuseversion.
W.S.
Wow, mein erster Beitrag in diesem Thread und gleich werde ich so
angegangen, weil keine Schaltung drin ist (bei grundsätzlichen
Fragen/Ideen).... wüsste ich nicht, das das hier die höfliche
Umgangsform ist, würde ich mich fragen, ob ich im falschen Film wäre.
@Peter M.: Erklär mir doch bitte mal, was du unter Nachbausicher
verstehst? Alles DIP? In diesem Zusammenhang, was spricht gegen einen
µC?
Auch schön, dass du mich immer auf das DCG vom ct-lab verweist. Aber das
schwingt nach deiner Aussage doch und genau solche Schwinger kommen doch
idr. vom Analog Teil und den wolltest du dann auch noch kopieren?
Und glaubst du wirklich, das man nicht mehrere Versionen braucht um das
ganze von der Simulation auf eine Leiterplatte zu bekommen? Alleine die
üblichen Bauteiltoleranzen werden da noch das ein oder andere
Kopfzerbrechen verursachen.
Timo S. schrieb:> Warum ist dann der NPN Typ 3055 zum "Quasi-Standard" in vielen> Selbstbaunetzteilen geworden? Gab es z.B. früher einfach keine passenden> PNP Leistungstransistoren um komplementär Darlingtons aufzubauen
So ist es. Es gab anfangs zum 2N3055 keinen vergleichbaren PNP. Und der
war dann schnell so populär, dass er zum Quasi-Standard wurde.
Die frühen Herstellungstechniken bevorzugten eine bestimmte Art. Bei
Germanium war es PNP, bei Silizium NPN.
ArnoR schrieb:> Beispielsweise wird oft behauptet, dass ein Ausgangskondensator der> dynamischen Stabilität (also der Stabilisierung gegen> Schwingen/Überschwingen) dient, und kleine Kapazitäten (z.B. 1µF) bzw.> ganz fehlende die Stabilität der Schaltung verschlechtern. Das ist> falsch.
Deine Simulationen sind ja ganz nett, aber bedenke doch bitte mal, daß
du NIE NIE NIE weißt, was im Betrieb da an den Ausgang kommt.
Ich sag's mal ganz locker: wenn der Ausgangskondensator von 100µF bis
unendlich variieren kann, dan ist das weniger und folglich besser
beherrschbar als wenn er von 100nF bis unendlich variieren könnte.
Also sollte man durchaus einen nicht grad kleinen Kondensator am Ausgang
vorsehen, quasi als kapazitive Grundlast. De Diskussion wäre dann
darüber zu führen, welche Güte dieser haben sollte. Hintergrund:
schließe mal eine Schaltung über 2 Meter (1 plus, 1 minus) Litze an, die
als allererstes nen fetten Keramikkondensator von 22..100µF mit Güte
>200 enthält. Da wird das Netzteil leicht zum Clapp-Oszillator, wenn da
keine dämpfenden Un-Güten am Ausgang mitspielen, die der Schwingneigung
entgegenwirken.
W.S.
W.S. schrieb:> Ich sag's mal ganz locker: wenn der Ausgangskondensator von 100µF bis> unendlich variieren kann, dan ist das weniger und folglich besser> beherrschbar als wenn er von 100nF bis unendlich variieren könnte.
Warum liest du nicht einfach was oben steht. Unendlich ist aber eh nicht
machbar, alles würde unendlich lange dauern. Die Schaltung interessiert
sich nur für die maximale Kapazität und muss für die maximale Kapazität
korrigiert werden, dann ist es egal, ob die minimale 100µ oder 100n ist.
Achim schrieb:> Wow, mein erster Beitrag in diesem Thread und gleich werde ich so> angegangen
Nö. du wurdest überhaupt nicht "angegangen". Wenn hier jemand mal ne
echte Standpauke abkriegt, dann liest sich das GANZ anders. Kannste mir
glauben.
Aber: Ich verstehe ja, daß wir hier in einem Mikrocontroller - Board
sind und deswegen selbiger überall hineinleuchtet - doch hier im
Speziellen geht es um eine Labornetzteil-Konstruktion, die eigentlich 3
Kriterien genügen soll:
1. schaltungstechnisch OK sein
2. bescheiden im Bauteileumfang und in der Kompliziertheit
3. nachbaubar auch vom blutigen Anfänger, der außer einem
Bastel-Lötkolben, Cuttermesser, Kneifzange und anderem Baumarktwerkzeug
aus der Grabbelkiste nix hat. Und zwar ohne daß er nen Stromschlag
kriegt oder sich oder seine Schaltung räuchert.
Achim schrieb:> braucht es wirklich ein weiteres 15V 1A LNG? Das packt jeder LM317.
Erstens ist das 15V/1A-LNG genau das, was bei Bastelanwendungen etwa
90% aller Fälle abdeckt.
Zweitens ist deine flapsige Meinung über den LM317 falsch. Ein LNG soll
eben auch mal 1 Volt bei vollem Strom (hier 1A) dauernd liefern können.
Den LM317 und seinen Kühlkörper will ich sehen, der dann die restlichen
14 Watt auf Dauer verheizen kann. Präzise gesagt, würden die 14 Watt
nicht reichen, denn man müßte den Headroom des LM317 noch dazurechnen.
Und wie kommst du beim LM317 auf 1 Volt oder darunter?
W.S.
W.S. schrieb:> Erstens ist das 15V/1A-LNG genau das, was bei Bastelanwendungen etwa> 90% aller Fälle abdeckt.
Wenn man sich auf diese 90%-Bastelfälle beschränkt, ist man mit einem
50€ Chinateil 0-15V/2A auch bedient. Mehr als Lerneffekt kommt dann bei
Selbstbau nicht raus - und beim Bau wird man merken, dass man eigentlich
schon eines braucht, um das neue in Betrieb zu nehmen.
Wenn es also um den Lerneffekt geht, dann ist ein LM317/L200 schon
deshalb sinnarm, weil man daraus kaum etwas lernt. Da lernt man mit
einem Regler in Emitterschaltung mehr, denn bis der mal in allen
Lebenslagen stabil ist...
Wenn es andererseits um Minimierung des Aufwands geht, dann tut es der
LM317. Weniger als 1,2V ist selten. Ich hatte in der Taschengeldphase
ein 7805 mit untergesetztem Poti verwendet (70er, der LM317 war wohl zu
frisch). Das war dann ziemlich lang im Einsatz. Wenn mehr Strom
gebraucht wurde, dann hatte ich eigentlich immer was für Festspannung
rumliegen, das den liefern konnte.
A. K. schrieb:> Ich hatte in der Taschengeldphase
Kenn ich, kenn ich. Mein erstes Bastelnetzteil hatte ein "geeichtes"
Lautstärkepoti aus nem alten Radio als Spannungseinstellung, ein
Dreheisen-instrument als Strommesser und die Schaltung war komplett
diskret ausgeführt, im Prinzip Differenzstufe wie beim OpV, PNP
Ausgangsvorstufe, dann NPN Leistungstransistor. Herrje, ich hatte nur
ein geschenktes 100µA-Drehspulinstrument mit Vorwiderständen als
Spannungsmesser. Aber ein solides Blechgehäuse aus 1mm verzinktem
Stahlblech...
Kopf nach vorn und die Toten ruhen lassen.
W.S.
W.S. schrieb:> Erstens ist das 15V/1A-LNG genau das, was bei Bastelanwendungen etwa> 90% aller Fälle abdeckt.
Hast Du schon mal bedacht, daß möglicherweise nicht jeder Bastler 90%
in diesem Bereich verbringen könnte - sondern z.B. meine 90% eher
innerhalb 2 x 30V / 3A lägen?
Ich hätte nichts gegen ein Gerät mit 12V/1A. Nur bräuchte ich dann noch
2x12/15/18/20/24V/3A, 48V/2A, und noch 60V/0,5A. Was dann?
W.S. schrieb:> 3. nachbaubar auch vom blutigen Anfänger, der außer einem> Bastel-Lötkolben, Cuttermesser, Kneifzange und anderem Baumarktwerkzeug> aus der Grabbelkiste nix hat. Und zwar ohne daß er nen Stromschlag> kriegt oder sich oder seine Schaltung räuchert.
Wenn ich dich da mal zitieren darf:
"3. Stromversorgung: möglichst Print-Trafo, 15..18 VA."
Du willst also einen DAU auf 230V los lassen? Dachte der soll keinen
Stromschlag bekommen.
Für einen DAU reicht auch das hier:
https://www.pollin.de/p/regelbares-labornetzgeraet-quatpower-ln-3003-0-30-v-0-3-a-351425
Nicht perfekt, ein SNT mit riesigem C am Ausgang, aber sicher und für
90% der Fälle ausreichend, ohne das man einen Schlag bekommt und seine
Schaltung räuchert, bei richtiger Bedienung.
Fürs lernen reicht, wie schon gesagt wurde, ein LM317 und den kann man
immer noch hinter das Pollin NT hängen.
W.S. schrieb:> Ein LNG soll> eben auch mal 1 Volt bei vollem Strom (hier 1A) dauernd liefern können.> Den LM317 und seinen Kühlkörper will ich sehen, der dann die restlichen> 14 Watt auf Dauer verheizen kann.
Das liegt aber in der Natur eines LNG, dass alles was vorne rein und
hinten nicht wieder raus kommt, als Hitze verbraten wird. Wird einer zu
warm, schaltet man halt mehrere parallel. Genauso wie man es bei jedem
anderen LNG auch machen muss. Oder man braucht eine gute Kühlung (CPU
Kühler wurden hier auch schon von dir angesprochen).
Scrat schrieb:> So. Inzwischen seid ihr bei Stromregelungen angelangt, die von> Transistoren übernommen werden und auf deren BE-Spannung basieren. Sowie> Schaltungen, die auf Zenerdioden als "Referenz" bauen.>> Weiter oben diese drei, vier kindischen Gäste hatten zufällig recht, ich> gehöre hier tatsächlich nicht her. Also dann noch alles Gute beim> schlechten Kopieren veralteter Schaltungen.
Was sollen wir denn machen wenn uns dein genialer Schaltungsentwurf
nicht vorliegt? Wir können halt nur dumm sterben wenn uns niemand den
richtigen Weg weist.
Zurück zum Thema: Ich hab mal alles nur grob überflogen seit gestern. Im
Anhang mal meine Schaltung bzgl. Labornetzteil mit dem LM324. Das war
mein erster Schaltungsentwurf auf dessen Basis ich ein LNG aufgebaut
hab. Nachteil ist dabei die Strommessung. Die Widerstände müssen hierbei
schon gut aufeinander abgestimmt sein sonst kann es zu vergleichsweise
großen Fehlern bis hin zum Messen eines negativen Stroms kommen. Daher
gabs in einer späteren Variante (Layout oben) die Strommessung mit einem
INA122/INA126 und der Spannungs- und Stromregler wurde durch einen LM358
ersetzt.
Das Netzteil lässt sich problemlos mit einem uC steuern und wer keinen
uC verwenden will muss sich lediglich die Poti-Beschaltung überlegen.
Das Netzteil habe ich in mehreren Varianten aufgebaut, von 12V/0.8A bis
hin zu 30V/2A, es ist also sehr leicht auch skalierbar.
Habt ihr Euch schon auf eine bestimmte Art festgelegt.
Hätte da noch ein industrielles Netzteil 0-20V, 4A mit LM723.
Layout ist fertig.
Spannung und Strom einstellbar.
M. K. schrieb:> Was sollen wir denn machen wenn uns dein genialer Schaltungsentwurf> nicht vorliegt? Wir können halt nur dumm sterben wenn uns niemand den> richtigen Weg weist.
Man fängt an, das Problem zu zerlegen und jeden Teil einzeln und logisch
zu lösen. Hier liegen folgende Teilprobleme vor, die mit zb. SCILAB oder
LTSPICE bearbeitet werden können (das Blockschaltbild ist weiter oben
entnommen worden) und auch zeigen, wie diese Probleme gelöst und die
Entscheidungen für/gegen getroffen werden.
1. Im BSB nicht enthalten: Netzfilter. Brauchen wir ein SiFi? oder ist
ein Eigenbau möglich? Wie messen wir netzgebundene Störungen? Welche
Topologie ist erforderlich? Welche Dämpfung?
2. Rohspannungserzeugung: OpenFrame Netzteile? Trafokonzepte?
Laptopnetzteile?
3. Stellglieder: IGBT/Bipolar/Mosfet? Paralellschaltung? Ansteuerung?
4. Regelung: Analog (Opamps) oder digital (AVR oder Sam? Der ARM-Arduino
hat sogar DAC, die können für eine Regelung interessant werden)
5. Kommunikation nach aussen: CAN? GPIB? USB?
6. Visualisierung: Fluoreszenz? LCD? LED7Segment? einzelne LED?
7. Spannungsüberwachung per Senseleitungen, weitere Möglichkeiten?
8. Lastabwurf?
9. Betrieb als Konstantspannungs/Stromquelle? schaltbar?
10. Symmetrisches NT? Einzelne Teile zum Zusammenschalten?
11. Thermische Überwachung des NT und der Last?
12. n.n. 2bc
Der LM317 hat eine feste Strombegrenzung und lässt sich nur schwer auf
eine kleinere erweitern. Wenn dann schon der L200, da könnte man
wenigstens per Stufenschalter den Strom in wenn auch groben Stufen
einstellen und ggf. fein per Poti trimmen. Der LM317, L200 und auch die
LT3080 sind allerdings Spannungsregler und bei der Regelung nicht
unbedingt darauf ausgelegt auch mit 100 µF oder 1000 µF am Ausgang noch
ohne große überschwinger zu regeln. Dazu kommt das die Spannung am
Ausgang des Reglers und nicht an der Buchse geregelt wird. Der
Schaltungsversuch von Dave Jones den LT3080 um eine feine Stromregelung
zu ergänzen ist genau eines der schlechten Beispiele für eine
Netzteilschaltung die nicht richtig funktioniert - je nach Variante
instabil oder extrem langsam oder beides.
Die Endstufe mit komplementär-Darlington hat gewisse Vorteile, wenn man
auf den niedrigen Ausgangswiderstand angewiesen ist. Allerdings braucht
man in der LNG Schaltung auch noch einen Shunt um den Strom zu messen
und begrenzen. Der Shunt oder ein anderer Widerstand hat auch noch einen
Vorteil für die Stabilität des Reglers. Der sorgt dafür dass der
Ausgangswiderstand der Endstufe bei höheren Frequenzen gutmütig bleibt
und nicht schon für sich instabil wird und dann ggf. schon mit 10 nF
schwingen würde. Der Widerstand mach die Sache im kHz Bereich etwas
schwieriger aber im MHz Bereich einfacher. Der Komplementär Darlington
kann auch schon für sich instabil werden, insbesondere mit Kapazitiver
Last - da wird auch schon der Reihenwiderstand quasi benötigt.
Man kann die Kompensation auch so auslegen, dass man nicht auf einen so
niedrigen Ausgangswiderstand angewiesen ist. Der Widerstand in Reihe zum
Kondensator am OP ist so eine Methode. Für ein Stellglied mit niedrigem
Ausgangswiderstand geht es ggf. ohne, aber man kann die Methode trotzdem
nutzen.
Ich benutzen der 2N3055 in der Simulation, einfach weil das einer der
wenige Leistungstransistoren ist, die bei LTSpice als Modell mit dabei
sind. Die konkrete Wahl der Transistoren ist dann ein späterer Schritt,
etwa wenn man festlegt ob man 1 A oder 3 A Ausgangsstrom erlauben will.
In der Schaltung mit Emitterfolger braucht die Spannungsregelung keine
Kapazität am Ausgang, jedenfalls keine große. Um sich nicht mehr um den
Bereich über 1 MHz groß kümmern zu müssen hilft es aber doch einen
Kondensator zu haben. Sehr hilfreich ist dabei einen Kondensator mit
etwas Serienwiderstand (aber nicht sehr viel), weil der in einem
begrenzten Bereich auch eine Resonanz dämpfen kann. Etwas vereinfacht
kann ein reiner Kondensator durch eine parallele Induktivität unwirksam
(hochohmig) werden - bei einem Kondensator mit Serienwiderstand kann das
nur begrenzt passieren. Bei der Betrachtung im Zeitbereich kümmert sich
die Kapazität für die Zeitskala wo der Reglerteil noch nicht reagieren
kann.
Die Stromregelung braucht ggf. etwas Kapazität, bzw. eine RC Kombination
am Ausgang. Zumindest in der von mir simulierten Form reicht da aber
auch wenig Kapazität (z.B. 100 nF, ggf. 1 µF wenn man es langsam macht).
Lurchi schrieb:> Der Komplementär Darlington> kann auch schon für sich instabil werden, insbesondere mit Kapazitiver> Last
Ja, man kann den in der Emitterleitung des Eingangstransistors (mit ein
paar Ohm) gegenkoppeln und stabilisieren.
Scrat schrieb:> So. Inzwischen seid ihr bei Stromregelungen angelangt, die von> Transistoren übernommen werden und auf deren BE-Spannung basieren. Sowie> Schaltungen, die auf Zenerdioden als "Referenz" bauen.>> Weiter oben diese drei, vier kindischen Gäste hatten zufällig recht, ich> gehöre hier tatsächlich nicht her. Also dann noch alles Gute beim> schlechten Kopieren veralteter Schaltungen.
Ne Du gehörst hier nicht her. Moserst nur rum, behauptest so was
Einfaches hat man in Null Komma Nix konstruiert und bleibst uns schon
seit einer gefühlten Ewigkeit die Präsentation Deiner Wunderschaltung
schuldig. Insofern kann ich mich nur einigen meiner Vorreder anschließen
- alles nur heiße Luft.
R. F. schrieb:> 2. Rohspannungserzeugung: OpenFrame Netzteile? Trafokonzepte?> Laptopnetzteile?
Sicherlich ist es schlau, eine Netzteilregelplatine so zu gestalten, daß
die Versorgung aus Eisenkerntrafo, Gleichrichter und Siebelko möglich
ist, die sind sowieso so gross daß sie mit Netzschalter, Lampe,
Sicherung und Netzbuchse ausserhalb der Platine (bzw. auf einer eigen
entworfenen zweiten Platine passend gross für die Grösse seiner
Bauteile) unterzubringen sind, dann muss man bedenken, daß die
Eingangsspannung um 1:1.5 schwankt also braucht man genügend
Spannungsfestigkeitsreserve nach oben, oder aus einem Schaltnetzteil,
das liefert dann vorgeregelt konstante aber verrauschte
Eingangsspannung, theoretisch geht dann auch ein Laptopnetzteil wenn man
mit dessen geringer Leistung auskommt.
All diese Varianten bedeuten aber, daß man mit EINER Versorgungsspannung
auskommen müsste, und damit wären alle floating Regler (von manchen hier
"HP Konzept" genannt) aussen vor. Also müsste man mindestens vorsehen,
daß neben der Hauptstromversorgung auch eine Hilfsstromversorgung
(zweiter Trafo, DC/DC Wandler) möglich ist um diese floating Regler zu
versorgen. Lösungen wie bei Ralph Berres mit 6 verschiedenen
Versorgungsspannungen sind dann aber raus, Lösungen mit Trafoumschaltung
zur Verlustleistungsreduzierung auch, Lösungen die aus einer
Trafowechselspannung die (negative) Hilfsspannungen per
Villard-Schaltung machen schwierig: Wer keine Trafoversorgung (sondern
Gleichstrom) hat müsste dann einen DC/DC Wandler spendieren.
Klingt für mich, als gibt es zwei Reglerkonzepte (Emitterfolger und "HP
Konzept") die beide nicht vereinbar sind, also müsste man beide weiter
betrachten, und sich von Trafoumschaltung oder Thyristorvorregelung
verabschieden. Jeder baut dann, was er will. Emitterfolger wird
einfacher (nur 1 Versorgungsspannung, kein Problem mit hochschnellender
Ausgangsspannung, kaum Stabilitätsprobleme, aber Ausgangsspannung stark
von Spannungsfestigkeit der OpAmps abhängig, kaum mehr als 30V bei
normalen OpAmps ereichbar) aber "HP Konzept" erlaubt unabhängigeren
Ausgangsspannungsbereich (locker 300V), dafür zumindest 2
Versorgungsspannnungen und weit kritischer in der Auslegung, ohne
Oszilloskop kaum selbst aufzubauen, zumindest nicht wenn man andere
Bauteile als schon ausprobierte nehmen will.
> 3. Stellglieder: IGBT/Bipolar/Mosfet? Paralellschaltung? Ansteuerung?
Sicher bipolare weil einfacher parallelschaltbar und schneller
und die angeblich grössre SOA eines MOSFETs auch nur Humbug ist.
Mehr als 50 Watt bekommt man linear aus einem einzelnen (TOP3)
Transistor nicht realistischb raus, für mehr braucht es also
Parallelschaltung.
> 4. Regelung: Analog (Opamps) oder digital (AVR oder Sam? Der ARM-Arduino> hat sogar DAC, die können für eine Regelung interessant werden)
Sicher analog, denn es sollte auch ohne uC funktionieren, zudem sind
alle uC zu langsam. Und der eine Doppel-OpAmp, den das kostet, der kann
nicht zu viel sein.
> 5. Kommunikation nach aussen: CAN? GPIB? USB?
Im Kern wohl seriell, leicht mit FT232R (auch fertige Chinamodule) in
USB umsetzbar, und wer will/muss kann CAN oder GPIB dann einfach selbst
dranstricken (und das Extra-Modul mit Software hier posten: :-).
> 6. Visualisierung: Fluoreszenz? LCD? LED7Segment? einzelne LED?
Jeder wie er will: Einfache 'retro' Analoginstrumente, digitale ICM7107
Anzeige, Anzeige per uC mit ADC erfassen auf LEDs oder LCD ausgeben so
wie es die fertigen Module aus China machen, und wohl kaum VFD Anzeigen.
> 7. Spannungsüberwachung per Senseleitungen
Sinnvollerweise vorzusehen, wer es nicht will, kann ja verbinden.
> 8. Lastabwurf?
?!? Meinst du damit den Ausgangsspannungsschalter ?
> 9. Betrieb als Konstantspannungs/Stromquelle?
Sicher, sonst wäre es kein Labornetzteil.
> 10. Symmetrisches NT? Einzelne Teile zum Zusammenschalten?
Eine halbwegs universelle Konstruktion würde das ermöglichen, daß man
mehrere Regelmodule als positive und negative oder parallel
zusammenschaltet.
> 11. Thermische Überwachung des NT und der Last?
Sicherlich Kühlkörper thermisch überwachen, aber das geht einfach per
Bimetall-Thermoschalter, da muss kein Sensor mit elektronischer
Auswertung dran. Ob man den Trafo auch überwacht, hängt wohl von dessen
Leistung ab. Ein ausreichend dimensionierter kann vom strombegrenzten
Labornetzteil nicht überfordert werden, es sei denn die Luftzirkulation
ist behindert. Ein Schaltnetzteil ist sowieso schon fertig, kaum jemand
wird es selber aufbauen.
All diese Fragen lassen sich also nur auf eine Art beantworten:
Jeder will was anderes.
Also kann man nur Module
- Reglermodul (in Variante Emitterfolger und Variante floating, ohne
Netzteil ohne Leistungstransistoren auf Kühlkörper denn die sind beide
stark abhängig von der gewünschten Auslegung)
- Anzeigedisplay (z.B: 2 x ICL7107 oder 1 x uC mit 8 7-Segment Anzeigen)
- uC Steuerung (Incrementaldecoder, Tastatur, Display, seriell/USB, ggf.
Arbiträrsignalerzeugung und Aufzeichnung über Zeit und
Leistungsberechnung (Watt, Wattstunden, Gesamtladung in Akku))
konzeptionieren, der eine baut Netztrafo, Gleichrichterbrücke, Siebelko
dran der anderee Schaltnetzteil, der eine baut Potis an die
Reglerplatine für manuelle Bedienung, der andere schliesst die
uC-Steuerung stattdessen an für USB Parametrisierung, der dritte baut
eine Anzegeplatine der andere kauft sich ein Chinamodul der nächste
nimmt 2 fertige Panelmeter.
Hallo Michael,
> Also müsste man mindestens vorsehen, daß neben der Hauptstrom-> versorgung auch eine Hilfsstromversorgung (zweiter Trafo, DC/DC> Wandler) möglich ist um diese floating Regler zu versorgen.
Aber was wäre daran so schlimm? Wenn ich so sehe was einige hier noch
für ganz andere Forderungen an ein LNT-Konzept haben (Regelung per MC,
Nutzung als Ladegerät per MC-Steuerung, u.s.w.), scheint mir der Aufwand
für eine zusätzliche Stromversorgung der Regeleinheit vernachlässigbar
klein. Wenn ich es richtig verstanden habe, würden sich dadurch die
Möglichkeiten aber erheblich erweitern.
rhf
Wollen wir nicht erst mal kleine Brötchen backen?
Wenn das eingangs erwähnte 20V/1A Labornetzgeräte-Modul nachbausicher
und in kleinen Grenzen skalierbar fertig ist, kann das nächste LNT-Modul
drankommen.
Einen Schritt nach dem anderen.
So wie ich das sehe, schlägt hier alle 5 Beiträge einer auf, der
dieselbe alte Leier wiederholt: "... ich will aber mehr!".
Der Konsens vom Eingang des Threads wird damit aufgegeben und dieser
Thread endet wie alle: ohne Ergebnis.
Oder geht's auch mal anders?
Blackbird
Blackbird schrieb:> Wenn das eingangs erwähnte 20V/1A Labornetzgeräte-Modul nachbausicher> und in kleinen Grenzen skalierbar fertig ist, kann das nächste LNT-Modul> drankommen
Beispiel dazu hab ich gestern gepostet ;)
Roland F. schrieb:>> Also müsste man mindestens vorsehen, daß neben der Hauptstrom->> versorgung auch eine Hilfsstromversorgung (zweiter Trafo, DC/DC>> Wandler) möglich ist um diese floating Regler zu versorgen.>> Aber was wäre daran so schlimm?
Na ja, es gibt halt viele Varianten:
Ein Trafo, zwei Wicklungen
Zwei Trafos.
Ein Schaltnetzteil, ein DC/DC Wandler.
Ein Design welches für mehrere Leute nachbaubar sein sollte, müsste in
den Varianten aufbaubar sein, also vielleicht auf der Platine Platz für
Gleichrichter und Siebelko und Spannungsregler für Trafohilfsversorgung
bereithalten, der wahlweise überbaut werden kann mit einem
DC/DC-Wandlermodul oder den Strom von einem Wandlermodul anderer Bauart
von aussen zuführen kann.
Im wesentlichen sollte man dann nur bedenken, daß die Hilfsspannung
überwacht sein muss: Ohne ausreichende Hilfsspannung keine
Ausgangsspannung.
Blackbird schrieb:> Wollen wir nicht erst mal kleine Brötchen backen?
Eben.
Trafowicklungsumschaltung oder Thyristorvorregelung wäre ein grosses
Brot, zumal es harte Anforderungen an die benötigten Bauteile stellt,
nicht jeder will sich einen Trafo wicklen lassen.
Also erst mal ein Design, welches alle überflüssige Leistung in Wärme
verbrät. D.h. maximal 50W bei einem Transistor. D.h. 30V/3A nur mit
Parallelschaltung.
Nur eine Platine ind die eine Eingangsspannung (nach Siebelko bzw. aus
Schaltnetzteil) rein geht, Anschlüsse für Leistungstransistor drauf sind
(einer will TO3, der andere Plastiktransistoren wofür sich E C B Pins am
Rand gut eignen so daß der Kühlkörper dahinter stehen kann, der nächste
4 parallel schalten) und Anschlüsse für Strom- und Spannungspoti und
Strommessinstrument und Spannungsmessinstrument drauf sind, in einer
Form, die auch von einem uC-Board bedient werden könnte, d.h. mit
vernünftigem Potentialbezug.
Michael B. schrieb:> ...> Also erst mal ein Design, welches alle überflüssige Leistung in Wärme> verbrät. D.h. maximal 50W bei einem Transistor. D.h. 30V/3A nur mit> Parallelschaltung.>> Nur eine Platine ind die eine Eingangsspannung (nach Siebelko bzw. aus> Schaltnetzteil) rein geht, Anschlüsse für Leistungstransistor drauf sind> (einer will TO3, der andere Plastiktransistoren wofür sich E C B Pins am> Rand gut eignen so daß der Kühlkörper dahinter stehen kann, der nächste> 4 parallel schalten) und Anschlüsse für Strom- und Spannungspoti und> Strommessinstrument und Spannungsmessinstrument drauf sind, in einer> Form, die auch von einem uC-Board bedient werden könnte, d.h. mit> vernünftigem Potentialbezug.
Keine Überschwinger, rückstromfest und nachbausicher. Wurde aber schon
mehrfach geschrieben.
Das wird schon schwer genug werden.
Blackbird
M. K. schrieb:> Blackbird schrieb:> Wenn das eingangs erwähnte 20V/1A Labornetzgeräte-Modul nachbausicher> und in kleinen Grenzen skalierbar fertig ist, kann das nächste LNT-Modul> drankommen>> Beispiel dazu hab ich gestern gepostet ;)
Kannst Du die Schaltungsfetzen zusammenhängend zeichnen und eine kurze
Angabe zu den Eckdaten geben? Die Mikrocontrollerschaltung ist Standard
und hier optional.
Blackbird
Hi,
das ist mir aufgefallen,
die Schaltung ähnelt sehr stark der des AF3007.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/344795/Ladegeraet_12V_mit_Strombegrenzung.jpg
Wobei die Variation der Ausgangsspannung sehr eng toleriert ist.
Daher praktisch als Labornetzteil kaum zu gebrauchen.
Nur, ich wollte noch den Trick mit der Kurzschluss-Sicherung vorstellen.
Bei sattem Kurzschluss am Ausgang über ca. 1 sec. bleibt die
Ausgangsspannung so lange nahe 0V, bis der Ladeelko nach Abschalten der
Netzspannung entladen ist und nach ca. 30 sec wieder ans Netz gehen
kann.
So wird verhindert, dass im Kurzschlussfalle das Gerät ständig auf
Maximalleistung fährt.
Man könnte sagen, das ist ein "Dreckeffekt" der Regelung. Aber geschickt
ausgenutzt hier.
Es wurde von Forumsmitgliedern mehrfach gesagt, T3 ist falsch herum
gezeichnet.
Und noch etwas, wer könnte nun die genaue Funktion von T3 einem Laien
erklären?
Bin schon gespannt auf Eure schlauen Antworten.;-)
ciao
gustav
Ich habe mal versucht alle Vorteile und Wünsche unter dem Hut der Eier
legenden Wollmilchsau unterzubringen. Grundschaltung von Ralf Leschner,
2-fach OPV von Lurchi, Nachrüstbarkeit eines µC, nur Standardbauelemente
(Widerstandsreihe E6).
Es werden insgesamt nur 18 verschiedene elektronische Bauelemente
benötigt (Widerstände mit gleichen Werten können mehrfach vorkommen).
Für ein schnelleres Regelverhalten enthält der BD643 bereits interne
Widerstände. Die 5-polige Steckerleiste (Conrad Best.-Nr. 741230 ) für
den Anschluss eines µC (sollte auf dem Layout vorhanden sein) kann im
Bedarfsfall auch einfach unbestückt bleiben, die Schaltung muss für die
Funktionsfähigkeit nicht geändert werden. Der TL431 könnte auch durch
einen 10V Festspannungsregler 78L10 ersetzt werden, das würde eine
Einsparung von 3 Widerständen bedeuten, allerdings werden dann wiederum
2 Abblockkondensatoren benötigt.
Die Schaltung ist noch nicht erprobt!
Blackbird schrieb:> Der Konsens vom Eingang des Threads wird damit aufgegeben und dieser> Thread endet wie alle: ohne Ergebnis.
Ja, das ist auch meine Befürchtung. aber eigentlich macht das nicht gar
so viel aus. Wenn so etwa 50% der Leute aus diesem Thread was an
Erkenntnis mitnehmen, dann sollte man nicht gar zu unzufrieden sein.
Ich hänge hier mal ein paar Bilder dran:
Zunächst ein kleines fertiges Bastel-Netzteil aus der 15V/1A Klasse
Dann zwei wirklich billige, aber sehr wohl verwendbare Plastikgehäuse,
die ich bei TME gekauft hab. Kostenpunkt unter 5 Euro.
Schlußendlich ein passender Printtrafo. Der läßt sich tatsächlich mit
den Pins nach oben auf die Unterseite des Gehäuses schrauben.
Kontaktierung dann per Litzen und auf die Primärseite als Quasi-Verguß
ne Ladung Heißkleber drauf. Das ist m.E. ausreichend, um auch für
unbedachte Bastler genug Sicherheit gegen Berührung und Durchschlag nach
sekundär zu geben.
Und wenn hier noch einer meckert, dann gibt's ein Bild vom Statron 3222!
Da kann man alles das sehen, was man als Bastler eben NICHT so
hinkriegt:
- Spezial-Trafos
- Kabelbäume
- viel Mechanik
und konstruktiv ist das ein Doppelnetzteil, was im Inneren aus zwei
getrennten identischen Netzteilen besteht. Sag jetzt bloß niemand mehr
was gegen die Idee, ein spottbilliges Einzelnetzteil zu konzipieren und
sich dann im Bedarfsfalle zwei Stück davon hinzustellen. Bei den obigen
Gehäusen ist das kein Kunststück.
W.S.
Michael B. schrieb:> Klingt für mich, als gibt es zwei Reglerkonzepte (Emitterfolger und "HP> Konzept") die beide nicht vereinbar sind, also müsste man beide weiter> betrachten ...
Die Unterteilung in 2 Konzepte ist schon richtig. Das eine sind die
Regler mit einer Ausgangsstufe mit niedriger Ausgangsimpedanz, so wie
der Emitterfolger. Das andere sind LDO Regler mit einer Ausgangsstufe
die den Strom vorgibt, also hoher Ausgangsimpedanz. Die Form mit dem
fliegenden Regler ist für ein LNG nach dem Prinzip LDO weit verbreitet,
aber nicht die einzige Möglichkeit. Es gäbe z.B. das Prinzip mit Shunt
an der Masse, darüber einen N-MOSFET und zwischen Drain und der
positiven Versorgung die Last. Alternativ könnte auch der Shunt an der
Positiven Seite sein. Das wäre dann ein LDO ohne fliegende Regelung.
Wenn man ohne Hilfsspannung auskommen will (wenn auch nur um es einfach
zu halten) sehr ich den LDO an der negativen Seite und den klassischen
Regler mit Emitterfolger als die beiden wesentlichen Optionen.
Von der Tendenz her ist die LDO Form bei der Stromregelung eher etwas im
Vorteil, die Form mit Emitterfolger dagegen bei der Spannungsregelung.
Um die Schaltung "nachbausicher" zu machen sollte man anders als man
sonst eher geneigt ist nicht versuchen die Kompensation möglichst
schnell zu machen, sondern eher mit der richtigen Topologie die
Kompensation nur so schnell auslegen wie es nötig ist ein brauchbares
Ergebnis zu bekommen.
Abgesehen von der relativ langsamen Stromregelung scheint mein letzter
Vorschlag schon relativ gut zu funktionieren. Der Ausgangskondensator
scheint vor allem dafür nötig zu sein den Überschwinger nach einem
heftigen
Sprung im Strom von hohem Strom zu niedrigem zu begrenzen. Für den
2N3055 und 1 A maximal wären etwa 10 µF nötig.
W.S. schrieb:> Ich hänge hier mal ein paar Bilder dran:
Sehr gut. Das graue TME-Gehäuse Nr.2 würde schon für Lurchis Vorschlag
mit 2-fach OPV passen, selbst der Trafo mit seinen 18V wäre perfekt.
Kühlkörper und Schnittstelle für µC könnte in die Rückwand eingearbeitet
werden. Wenn die Kunststoff-Dome für eine Eurokarte 160x100mm passen ist
das noch besser. Platine mit Trafo würde mit diesen Abmessungen auch in
einen 19 Zoll Einschubschacht passen. :)
Michael M. schrieb:> Ich habe mal versucht alle Vorteile und Wünsche unter dem Hut der Eier> legenden Wollmilchsau unterzubringen
Gut.
Ich halte 0-20V, 0-2A für vernünftig, weil die üblichen ICL7107
Panelmeter auch 1999 messen können, und weil die ca. 50 Watt auch bei
einem einzelnen Transistor im SOA liegen. ALLERDINGS NICHT VOM BD643 !
Der kann bei 2A maximal 23V (ein 18V Trafo bringt aber mehr, die
Schaltung braucht auch mehr und die 20V erreichen zu können) und das
auch nur bei Wasserkühlung. Ein TO220 ist für die Leistung einfach zu
klein, das kann eher nur 28 Watt.
Zumal der 18V Trafo nicht für 20V Ausgangsspannung reicht, maximal für
15V.
Eben ein typisches 70ger Jahre Netzteil: Funktioniert nur bei
Sonnenschein.
Ich halte die beiden Referenzspannungen für unsinnig. Erstens tut es
auch eine, wenn man den I-Regler umdreht, zum anderen tut es die andere
dann fest auf 2.5V per TL431 (dem billigsten). Spart haufenweise
Widerstände, und die beiden Trimmpotis 5k am Ausgang und 10k Am 6V2
sollten Festwiederstände sein. Man muss ja nicht auf dem Stand von 1969
planen, als es noch keine TL431 gab.
Michael B. schrieb:> Ich halte die beiden Referenzspannungen für unsinnig.
Ich auch, ich weiß nur nicht wie ich mit einer Referenzspannung
auskomme. 2,5V ist eine gute Idee. 18V (3A) mal 1,4 reicht definitiv
aus. Vielleicht gibt es auch stärkere Transistoren im TO218 Gehäuse?
Michael M. schrieb:> Ich habe mal versucht alle Vorteile und Wünsche unter dem Hut der Eier> legenden Wollmilchsau unterzubringen. Grundschaltung von Ralf Leschner,> 2-fach OPV von Lurchi, Nachrüstbarkeit eines µC, nur Standardbauelemente> (Widerstandsreihe E6).Lurchi schrieb:> Neben der Schaltung ist eine Simulation für Strom-Transienten 10mA - 800> mA - 10 mA. Nach der AC Simulation sollte der Regler auch mit> kapazitiver Last gut klar kommen.
Gibt es einen Grund, nach den Erläuterungen von ArnoR auf den
komplementären Darlingtontransistor im Leistungsteil zu verzichten?
Peter M. schrieb:> Gibt es einen Grund, nach den Erläuterungen von ArnoR auf den> komplementären Darlingtontransistor im Leistungsteil zu verzichten?
ArnoR hat natürlich recht, aber die erste Schaltung sollte möglichst
einfach und kompakt sein (ein einziger Endstufentransistor).
Der spätere große Bruder kann dann alle Features enthalten, die ein
bisschen aufwendiger sind. (Es läuft wahrscheinlich darauf hinaus, dass
zwei Geräte entwickelt werden müssen, um alles abdecken zu können).
Lurchi schrieb:> Die Unterteilung in 2 Konzepte ist schon richtig.
Guten Abend,
nur eine kleiner Hinweis von mir bezüglich eines attraktiven Doppel LCD
Panel Meter für die LNG Projekte.
http://www.ebay.de/itm/182313612093
Der Meßbereich ist 0-19.99V und 0-1.999A.
1mA Auflösung finde ich recht gut.
Der Stromeingang ist Masse-seitig, aber das kann man so einrichten. Die
DPM Stromversorgung (12V) ist separate, so daß man bis auf 0V herunter
messen kann.
Für ein kleines LNG finde ich gar nicht so schlecht obwohl ich eine
Aversion für blaue Hintergrundbeleuchtung habe. Aber vielleicht läßt
sich das modifizieren. Für den Preis sicherlich interessant.
Nachtrag:
Falls sich die LEDs auswechseln lassen, könnte man gleich zweifarbige
einbauen (Grün/Rot) un den CV/CC Modus farblich anzeigen. Z.B. CV=Grün,
CC=ROT oder orange.
Sollte ich diese DPM verwenden, habe ich vor den Shunt Widerstand zu
entfernen und den Stromeingang mittels invertierenden OPA anzuschließen.
Das ist notwendig um den Spannungsabfall am Shunt nicht in die
Spannungsmessung eingehen zu lassen.
Die Frage ist natürlich, sind digitale Anzeigen wirklich besser wie
Analog Meßinstrumente? Irgendwie habe ich zu Analog, wenn sie sich auch
nicht so genau ablesen lassen, etwas mehr Vertrauen. Auch mittelt der
Strom Messer besser wie DPMs. Aber wenn man wirklich genau einstellen
muß, kann man immer extern mit einem guten DMM messen.
muss schon wieder weg. Nix mit am PC sitzen heute;-)
Gerhard
Gerhard O. schrieb:> sind digitale Anzeigen wirklich besser wie Analog Meßinstrumente?
Da kann man die letzte Nachkommastelle viel besser ablesen. (Auch wenn
sie nichts mit der Realität zu tun hat ...)
Aber das ist eine Komponente, die auf den Rest der Schaltung wenig
Einfluss hat.
Der Komplementäre Darlington wäre auch möglich, neigt aber ein bisschen
mehr zu Schwingungen, etwa wenn der Aufbau nicht so gut ist. Der Vorteil
wäre vor allem eine eventuell um etwa 0.5 V höhere Ausgangsspannung.
Dafür wird der Überschwinger nach einem Kurzschluss (und wohl auch nach
elektronischem output - enable) schon unter etwa 1.2 V etwas schlechter
statt erst unter 0.8 V.
In der Simulation ging es auf Anhieb (die Stromreglung müsste ich ggf.
noch genauer testen) - den direkten Vergleich hab ich jetzt nicht, weil
ich gerade kein Modell für den 2N2955 auf dem Rechner habe, nur was
schnelleres.
Im Anhang der Plan, mit einer sehr einfachen Stromsenke dazu und auch
dem Basis-widerstand für T3. Die Spannungsspitzen nach dem reduzieren
des Stromes werden mit größerem Kondensator am Ausgang kleiner - die
gezeigten 0.4 V wären mir schon etwas viel. Der Testweise Stromverlauf
ist 1 mA - 800 mA - 1 mA - 5 A (geht durch die Diode) - 1 mA.
Abgehen von der relativ langsamen Stromregelung (halt eine Grenze vom
LM324 in der Topologie) gefällt mit die Schaltung von den Eigenschaften
schon recht gut. Der Ausgangskondensator müsste halt eher 10 µF haben -
sofern man da einen passenden Elko mit ESR Werten unter etwa 0.5 Ohm
findet, sonst ggf. auch einfach mehr um exotische Teile zu vermeiden.
Für die Größe der Überschwinger bei den schon recht extremen
Lastwechseln scheint vor allem die Geschwindigkeit des Transistors
wichtig zu sein - viel kommt einfach davon, dass der 2N3055 einfach eine
gewisse Zeit braucht um auszuschalten oder anzufangen zu leiten. In
Grenzen ist das ein gutes Zeichen: d.h. die Wahl der Kompensation am OP
ist nicht so kritisch wenn man einen langsamen Transistor wie 2N3055
(bzw. TIP3055 wenn man TO247 bevorzugt) nimmt.
Ob man jetzt 2 Referenzen oder eine Schaltung zum Übertragen der
Referenz auf den anderen Bezugspunkt nimmt sollte nicht so wesentlich
sein. Mit Potis wären 2 Referenzen wohl einfacher - die TL431 kostet
wirklich nicht viel und sollte zumindest für den Strom gut genug sein.
Für die Steuerung per µC ist ein gemeinsamer Bezugspunkt natürlich schon
nötig.
Ein Limit von knapp 20 V und 2 A macht für Anzeigen mit 3,5 Stellen
schon Sinn. Wenn es dann etwa wegen 19 V Rohspannung nur etwa 15 oder 16
V werden sehe ich das auch noch nicht als so kritisch an.
Der Elko könnte tatsächlich eine kleine Schwierigkeit werden: Auch low
ESR Elkos haben bei 10 µF eher ESR Werte im Bereich 1 Ohm als 0.2 Ohm -
0.5 Ohm, wie es die simulierte Schaltung gerne hätte. Man könnte also
gezwungen sein die Ausgangskapazität etwas größer zu wählen. Zumindest
macht es Sinn eher low ESR Typen einzuplanen.
Bis vielleicht 1-2 µF könnte man ggf. noch Folienkondensatoren +
Serienwiderstand nehmen, bei 10 µF wird dass dann schon wieder
unhandlich. Mit schnellerem Transistor (z.B. D45H11 oder SD1047) könnte
man ggf. in den Bereich kommen wo man mit 1 µF als Ausgangskondensator
auskommt - bei der Geschwindigkeit wird es aber ggf. mit dem Layout und
parasitären Induktivitäten schon nicht mehr so gut reproduzierbar.
Lurchi schrieb:> Ob man jetzt 2 Referenzen oder eine Schaltung zum Übertragen der> Referenz auf den anderen Bezugspunkt nimmt sollte nicht so wesentlich> sein. Mit Potis wären 2 Referenzen wohl einfacher - die TL431 kostet> wirklich nicht viel und sollte zumindest für den Strom gut genug sein.> Für die Steuerung per µC ist ein gemeinsamer Bezugspunkt natürlich schon> nötig.
Ich hätte da noch ein paar Fragen.
Verstanden habe ich folgendes - glaube ich:
Die Spannung wird in der Simulation mit V3 geregelt.
In der finalen µc-freien Version wird sie ersetzt durch eine
Spannungsreferenz in Verbindung mit einem hochohmigen Poti.
Die Spannungsreferenz ist jedoch nicht massebezogen, sondern
"shunt-bezogen".
Der Strombedarf der Spannungsreferenz fließt über den Shunt.
Das stört nur diejenigen, die die Spannungsreferenz mit einer
Edelreferenz ersetzen wollen, wo dann der gesamte Stromverbrauch höher
ist als bei integrierten Referenzen.
Die Spannungsregelschleife fühlt die Ausgangsspannung über R8.
Der maximale Strom wird in der Simulation mit V2 geregelt.
In der finalen µc-freien Version wird er ersetzt durch eine
Spannungsreferenz in Verbindung mit einem hochohmigen Poti.
Die Stromreferenz ist massebezogen.
Die Stromregelung U2 fühlt den Strom über den Vorwiderstand R7 an R4.
Bei zu hohem Strom am Stromshunt wird Q3 leitend und schaltet den
Steuereingang am Eingang der Endstufe Q1 ab indem er Q1 auf knapp Masse
legt.
D4 schließt bei Fehlbeschaltung eines Verbrauchers diesen kurz (z.B.
eine verpolt angeschlossene Batterie).
Fragen:
Ich verstehe nicht den Sinn von R7 und R8, die Bedeutung von D7, ferner
Q4 und R6.
Mir fällt nicht ein, ob man mit einem Trick mit nur einer Referenz
auskäme.
Blackbird schrieb:> Kannst Du die Schaltungsfetzen zusammenhängend zeichnen und eine kurze> Angabe zu den Eckdaten geben? Die Mikrocontrollerschaltung ist Standard> und hier optional.
Ich werde mal die Variante mit dem INA122/INA126 entsprechend zeichnen
(Schaltplan sieht noch wie Kraut und Rüben Salat aus) und dann hier
reinstellen. Ich hab erst die Tage nämlich damit ein "neues" LNG für
einen Freund zusammengebaut.
Wie ich oben schon sagte hat die Variante mit dem LM324 so ihre Tücken
bei der Strommessung die aber teilweise auch am LM324 liegen da der an
den Rails nicht soo dolle ist. Mit den INAs ists da wesentlich besser,
dafür treibts den Preis in die Höhe. Ich mein (Erinnerungswerte) die
Elektronik für die Regel- und uC-Platine kostet dann immerhin schon was
um die 10 Euro, mit LM324 ist man mit rund 3 Euro weniger gut dabei.
Die Beschreibung der fliegenden Referenzen passt so weit. Den Strom für
die Referenz zu Spannungseinstellung kann man konstant halten und dann
falls nötig den konstanten Fehler bei der Strommessung korrigieren.
R7 und R8 sind einfach Widerstände am negativen Eingang der als Regler
(Integrator oder ähnlich) geschalteten OPs. Sie legen zusammen mit den
Kondensatoren im Feedback die Geschwindigkeit fest.
D4 verhindert vor allem eine Fehlpolung am Ausgang, etwa wenn man 2
Netzteile in Reihe hat und das eine Gerät in die Strombegrenzung geht.
Wenn man ggf. das Gerät nutzt um Akkus zu laden, sollte man zwischen D4
und dem Ausgang noch eine Sicherung vorsehen. Die Rückkopplung der
Spannung (R8) dann aber natürlich direkt vom Ausgang.
Q4 und R6 geben zusammen eine ganz einfache Strom-senke, damit die
Ausgangsstufe nicht mit zu wenig Strom arbeiten muss. Das gibt keinen
sehr konstanten Strom, weil der Verstärkungsfaktor etwas mit der
Temperatur zunimmt und bei kleinerer Spannung abnimmt, aber als
Grundlast sollte es ausreichen. Q4 sollte entsprechend wohl etwas größer
werden, weil da ggf. 100 mW oder etwas mehr an Wärme frei werden.
Das übertragen der Sollwerte von einem Referenzpunkt auf einen anderen
ist tatsächlich nicht so ganz einfach. Ein Möglichkeit ist eine
Differenzverstärker - allerdings mit begrenzter Genauigkeit, wenn man
keinen so hohen Aufwand treibt. Leider wäre der logische weg auch das
Spannungssignal auf das Niveau über den Shunt zu heben. Ein Fehler beim
Differenzverstärker würde sich dann als entsprechenden Bruchteil vom
Shunt widerstand als Ausgangswiderstand bemerkbar machen. Wenn man also
bei der Differenzschaltung um 1 % daneben liegt, hätte man 1% des Shunt
Widerstandes als Ausgangswiderstand. Das würde recht genaue Widerstände
oder einen Abgleich erfordern. Besonders ein negativer Widerstand am
Ausgang wäre ggf. nicht gut, +1 mOhm oder so wäre ggf. nicht so
schlimm.
Genauer als ein Differenzverstärker wäre etwa eine Stromquelle, die das
Signal ausgehend von einem höheren Niveau über Strom und Widerstand auf
einen Wert relativ zum Shunt bringt. Wenn man die Spannungsverstärkung
ohne Teiler in Feedback haben will (was das Anti Windup so einfach
macht), bräuchte man auch noch eine Spannungsverstärkung hinter der
Übertragung.
Mit µC wäre auch die Übertragung eines PWM Signals oder DACs relativ zum
neg. Ausgang möglich.
Das ist alles nicht wirklich schön, aber wenigstens nur quasi DC.
Bei dem Aufwand wäre tatsächlich zu überlegen ob die Schaltung mit
fliegendem Regler trotz des ggf. nötigen DCDC converters nicht einfacher
ist, wenn per µC gesteuert werden soll.
Gerhard O. schrieb:> nur eine kleiner Hinweis von mir bezüglich eines attraktiven Doppel LCD> Panel Meter für die LNG Projekte.
US $14,50 bzw. ca. EUR 12,30
Ist ja nett von dir, aber warum kommst du immerzu nur auf die teuren
Angebote?
Das Teil im angehängten Bild kostet hier 1.93 Euro, bzw. US$ 2,28 und
zumindest in die EU kostenloser Versand.
OK, die Zusammenstellung von roter Spannung und blauem Strom ist wohl
sehr chinesisch und hier eher ungewöhnlich, aber bei dem Preis?
W.S.
Clemens L. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> sind digitale Anzeigen wirklich besser wie Analog Meßinstrumente?>> Da kann man die letzte Nachkommastelle viel besser ablesen. (Auch wenn> sie nichts mit der Realität zu tun hat ...)>> Aber das ist eine Komponente, die auf den Rest der Schaltung wenig> Einfluss hat.
Wenn man eine analoge Anzeige nutzt, muss man keine Rücksicht auf deren
Versorgung nehmen. Allerdings sind Analoge Anzeigen mittlerweile relativ
teuer, bzw. die digitalen Module ausgesprochen billig geworden.
Mit analoger Anzeige für den Strom wäre auch die Variante ähnlich dem
ELO_NT2 interessant. Der wesentlich Nachteil da ist, dass der Shunt für
die Strombegrenzung fliegend ist. Für eine relativ schnelle Stromreglung
hat die Form auch Vorteile: wenigstens bei kleiner Spannung spricht die
Strombegrenzung schneller an.
Eine Digitale Anzeige aus Basis eines 7106/7 muss auch noch den
Spannungsbezug beachten, die sind zwar differentiell, aber nicht bis an
die Versorgung. Wie die Lage Signale bei den billigen fertigen Modulen
ist, wäre ggf. auch noch von Bedeutung.
W.S. schrieb:> US $14,50 bzw. ca. EUR 12,30> Ist ja nett von dir, aber warum kommst du immerzu nur auf die teuren> Angebote?
Naja. Mir sind die roten und blauen LED Displays irgendwie zu kitschig.
Das von mir hingewiesene Instrument sieht irgendwie dezenter,
professioneller aus in meinen Augen.
Ich habe sogar einiger dieser LED DPMs und ich bin gar nicht so
begeistert.
Michael D. schrieb:> Na ja, etwas genauer könnte es schon sein, hier für 3,01€>> Ebay-Artikel Nr. 222350941614> Ich habe die selber und bin äußerst zufrieden damit!>> Wenn es eine Kombi V/A sein soll, dann wenigstens 3 Stellen nach dem> Komma für die Stromanzeige, damit man auch mal eine LED bestromen kann,> ohne die gleich zu braten.> Also das Teil hier für 5,13€:> https://www.banggood.com/0-33V-0-3A-Four-Bit-Voltage-Current-Meter-DC-Double-Digital-LED-Display-Voltmeter-Ammeter-p-1060303.html?rmmds=myorder>> Da kann man sich noch die Farbkombination aussuchen.> Mit den blauen Digits kann ich mich auch nicht so anfreunden.
Die habe ich auch und das erste mit den roten Segmenten gefällt mir
sonst noch am besten. Was mir aber an allen diesen Displays weniger
gefällt, daß die oberen und unteren Segmente praktisch den
Fensterausschnitt berühren.
LED Blau empfinde ich eigentlich eher als unangenehm.
M. K. schrieb:> Ich werde mal die Variante mit dem INA122/INA126 entsprechend zeichnen> (Schaltplan sieht noch wie Kraut und Rüben Salat aus) und dann hier> reinstellen.
So, hab mal ein wenig umgezeichnet.
Eckdaten meines LNGs (in diesem Bereich ist es genau so schon aufgebaut
worden von mir):
Ausgangsspannungen: 12 V bis 30 V
Ausgangsströme: 0.8 A bis 2.0 A (für höhere Ströme muss lediglich der
Längstransistor „erweitert“ werden, d.h. einen zweiten/dritten
„parallel“ schalten (Grundregeln zum Parallel schalten von BJTs
beachten!))
Strommessung:
Verwendbar sind verschiedene INAs, man kann statt des INA126 z.B. auch
den INA122 verwenden.
R9 muss als Shunt natürlich auch die Leistung abkönnen, ich verwende
typischer Weise hier einen 1 Watt Widerstand.
R13 und R15 sind optional, zu beachten ist hierbei, werden sie
eingesetzt, dass sie noch mal einen zusätzlichen Faktor in die
Strommessung mit rein bringen.
Mittels des Potis „Gain“ wird die Verstärkung des INA eingestellt. Ich
stelle sie stets so ein, dass 1 Volt 1 Ampere entspricht.
C25 hab ich bisher noch nie bestückt...ich weiß im Moment gar nicht
warum ich ihn überhaupt vorgesehen hatte...Designempfehlung von TI
vielleicht?
Spannungsmessung:
R23 und Q3 am Ausgang des Spannungsreglers sind optional. Sie sorgen
dafür, dass das Netzteil im (quasi) lastfreien Zustand auch auf 0 V am
Ausgang runter gefahren werden kann. Werden sie nicht bestückt kann im
lastfreien Zustand immer noch weit über 1 V anliegen. Grund hierfür ist
der Leckstrom von Q1 und dem Feedback-Netzwerk. Zum Beispiel darf ein
2N3055 bei 30 V über der CE-Strecke einen Leckstrom von bis zu 700 uA
haben, dieser Leckstrom fließt primär dann über das Feedback-Netzwerk ab
und würde hier, wäre er 700 uA groß, zu über 7 V Spannungsabfall am
Feedbacknetzwerk führen. Ich hatte hier noch nie mehr als ca. 1.5 V
(entspricht ca. 150 uA) bei der 30 V Variante.
Der Jumper FEEDBACK ermöglicht es die Spannungsmessung mit
Sens-Leitungen auszustatten, ADC0 des uC ist dann als Sens- zu benutzen
(uC entsprechend Programmieren!). Das habe ich bisher erst einmal
benutzt, den Effekt sah man aber von einem wirklichen Vorteil will ich
bei diesen Strömen, die hier zum Fließen kommen, nicht sprechen.
D3: Muss natürlich die Spannung des Netzteils verkraften und auch den
Strom der nötig ist, um F1 zur Auslösung zu bringen. Ich verwende hier
gern mal eine MBR350 oder ähnliche Schottky-Diode.
R8: Je nach Spannungsversorgung muss das ein Leistungswiderstand sein, 2
Watt Widerstände kommen hier bei mir im Falle des Falles zum Einsatz.
Q1: Groundet man den Kühlkörper (wie hier eingezeichnet) muss der
Längstransistor Isoliert auf den Kühlkörper montiert werden. Ich hab den
TIP120, BD677 und BU806 jeweils im TO220-Gehäuse bisher in den
Netzteilen eingesetzt, eine Glimmerscheibe trennte bei mir bisher stets
zuverlässig Transistor und Kühlkörper.
Temperaturmessung des Kühlkörpers erfolgt bei mir mit einem LM35DT im
TO220-Gehäuse. Der ist auf den Kühlkörper geschraubt und wird vom uC
ausgewertet. Alternativ kann man natürlich auch einen Bemetall-Schalter
mit entsprechenden Kennwerten auf den Kühlkörper montieren um bei
Überhitzung abschalten zu lassen. Irgend eine Art der thermischen
Überwachung sollte man auf jeden Fall vorsehen.
STEUER_IN und VIN können durch die selbe Quelle gespeist werden. Setzt
man einen Lüfter mit ein dann ist in diesem Fall (STEUER_IN = VIN) IC4
im TO92-Gehäuse ggf. die falsche Wahl. Kleines Beispiel: STEUER_IN = 20
V -> 8 V Dropspannung über den ersten LM317 (IC4), Lüfter ca. 100 mA,
uC, Display und Co ca. 50 mA => Verlustleistung an IC4 = 8 V * 0.15 A =
1.2 W => Viel zu viel für TO92 => IC4 im TO220 Wählen und ebenfalls auf
einen Kühlkörper packen.
Speist man STEUER_IN aus einer 12V Quelle kann IC4, C20, R17 und R18
auch entfallen, C21 würde ich auf jeden Fall drin lassen.
Das Poti CONTRAST ist natürlich nur bei einem LCD nötig. Setzt man
stattdessen ein OLED-Display ist das Poti überflüssig.
Q4 muss natürlich auch den Strom des Lüfters tragen können.
Die Reste der PWM werden selbstverständlich um den Faktor (R20+R21)/R21
verstärkt am Ausgang erscheinen, d.h. hat man ~2 mV Ripple der PWM am
Spannungsregler führt das zu ~20 mV am Ausgang des LNGs.
Gleiches gilt selbstversändlich auch für den Strom. Hat man die
Strommessung also eingestellt auf 1 V/A dann führen ~2 mV Ripple der PWM
zu ~2 mA Ripple am Ausgang des LNGs sofern der Stromregler aktiv ist.
Wer mag kann vor D1/D2 einen Widerstand samt LED gegen Masse schalten um
eine Anzeige zu haben die anzeigt, in welchem Modus das LNG grade ist
(Strombegrenzt oder Spannungsbegrenzt).
Für weitere Fragen bin ich offen.
M. K. schrieb:> R23 und Q3 am Ausgang des Spannungsreglers sind optional.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand ein Labornetzteil baut (noch
dazu ein "Gutes"), bei dem die Ausgangsspannung nicht auf Null gefahren
werden soll. Es hat schon seinen Grund, warum Du diesen Schaltungsteil
als optional einstufst, weil er nämlich hochgradig zerstörungsfährdet
ist.
Du könntest stattdessen vor dem Shunt der Strommessung einen
Entladewiderstand gegen Masse schalten. Das würde den einen oder anderen
Schaltungstechniker durchatmen lassen.
Ansonsten würde es sich auch in dieser Schaltung wieder rentieren,
Steuer- und Lastkreis separat zu versorgen und die Strommessung in den
Ground zu verlagern. Es schreit förmlich danach.
F1 ist mir ein Rätsel.
Wenn schon Sense, dann für Plus und Minus, sonst wird der Effekt nie
über 50% steigen.
Eddy C. schrieb:> Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand ein Labornetzteil baut (noch> dazu ein "Gutes"), bei dem die Ausgangsspannung nicht auf Null gefahren> werden soll. Es hat schon seinen Grund, warum Du diesen Schaltungsteil> als optional einstufst, weil er nämlich hochgradig zerstörungsfährdet> ist.
Das ist nicht richtig. Schaun wir mal, wie wird Q3 angesteuert: Der
LM358 liefert am Ausgang irgend etwas um die 10 V maximal. Die fallen
über R23 und der BE-Strecke des Q3 ab. BE wird mal mit 0.7 V angenommen,
damit bleiben 9.3 V für R23, macht also einen Basisstrom von schmalen 93
uA. Mit der Verstärkung des BC548C (max. 800) macht das keine 80 mA
Kollektorstrom. Und wann haben wir rund 10 V am Ausgang des LM358 und
damit über der R23/BE-Strecke von Q3? Nur wenn die Ausgangsspannung des
Netzteils größer als der Setpoint ist, also eigentlich nur bei extrem
kleinen Spannungswerten (Soll << 2 V). Wo da was zerstörungsgefährdet
sein soll erschließt sich mir nicht und seit > 4 Jahren ist auch noch
kein Q3 abgetaucht. Ist ja auch klar, im Worst Case muss das Ding keine
80 mA Kollektorstrom verheizen (aus Erfahrung kann ich sagen, dass es
weniger als 20 mA sind) während die Kollektor-Emitterspannung gegen 0 V
geht.
Eddy C. schrieb:> Du könntest stattdessen vor dem Shunt der Strommessung einen> Entladewiderstand gegen Masse schalten. Das würde den einen oder anderen> Schaltungstechniker durchatmen lassen.
Was aber das Problem nicht behebt. Der Entladewiderstand darf ja nicht
zu klein werden und selbst ein 1 kΩ Widerstand gegen Masse würde bei den
maximal zulässigen 700 uA eine 2N3055 (bzw. 500 uA eines TIP120) immer
noch 700 mV (bzw. 500 mV) Spannungsabfall verursachen. Nicht unbedingt
schön.
Eddy C. schrieb:> Ansonsten würde es sich auch in dieser Schaltung wieder rentieren,> Steuer- und Lastkreis separat zu versorgen und die Strommessung in den> Ground zu verlagern. Es schreit förmlich danach.
Die Strommessung wurde bewusst in die Highside gelegt damit man eben für
die Strom und Spannungsmessung (und auch für die Vorgabe) ein
gemeinsames Bezugspotential hat. Ist für den Einsatz des uCs einfach
besser.
Welchen Vorteil eine separate Versorgung hat hab ich oben ja schon
erläutert.
Eddy C. schrieb:> Wenn schon Sense, dann für Plus und Minus, sonst wird der Effekt nie> über 50% steigen.
Wenn Sense benutzt wird ist ADC0 Sens-Minus. Das Massekabel der
Laborbuchse für Minus muss dann natürlich separat geführt werden, habe
ich oben vergessen dazu zu schreiben. Für den Kenner sind manche Dinge
einfach verständlich.
Eddy C. schrieb:> F1 ist mir ein Rätsel.
Das ist wiederum mir ein Rätsel. Falls aus irgendeinem Grund die
Strombegrenzung nicht funktionieren sollte oder aber jemand eine
Batterie verpolt ans Netzteil anschließt wird F1 den Pluspol des
Netzteils trennen. Besser als das einem die Batterie um die Ohren
fliegt. Deshalb soll ja auch D3 was sein, dass ordentlich Strom fließen
lassen kann.
ArnoR schrieb:> Nochwas zur dynamischen Stabilität.>> Im vorigen Beitrag war zu sehen, dass die Lastkapazität in> Verbindung mit dem Ausgangswiderstand die Schwierigkeiten> macht. Idealerweise hätte man eine Schaltung mit> Ausgangswiderstand =0, dann macht die Lastkapazität keine> Probleme mehr. Natürlich kann man das nicht erreichen, [...]
Aus meiner Sicht gibt es zwei Teilprobleme:
1. Der Betrag des Ausgangswiderstandes soll möglichst klein sein.
2. Der Ausgangswiderstand soll möglichst rein reell sein.
Aus meiner Erfahrung mit I/U-Wandlern weiss ich, dass die
Blindanteile durch den -20dB/Dekade-Abfall im Zusammenspiel
mit der Leerlaufverstärkung hervorgerufen werden.
Ergibt sich für mich die Frage: Kann man die Blindanteile
beschränken, indem man die Leerlaufverstärkung beschränkt?
(Ein statischer Regelfehler von 100µV ist völlig irrsinnig
und übertrieben. Stabilität in allen Lebenslagen ist viel
wichtiger.)
Weiterführende Idee: Bringt ein Kaskadenregler etwas? Aus
einem Wald-und-Wiesen-Standard-OPV bekommt man (worst case)
kaum mehr als 5mA Ausgangsstrom sicher heraus. Man könnte
einen Treiberverstärker aus einem halbwegs schnellen OPV,
einem BDxxx und einer lokalen Rückkopplung machen, der
einen niedrigen Innenwiderstand hat UND schnell ist.
Das entspannt das Problem mit den Dreifach-Darlingtons.
Der über-alles-Regelkreis kommt dann mit einer sehr
beschränkten Schleifenverstärkung aus und ist entsprechend
schnell, weil der Knick für den 20dB-Abfall hoch liegt.
> Ein deutlicher Schritt dazu wäre, den npn-Darlington durch> einen Komplementär-Darlington zu ersetzen. Der hat nämlich> unter gleichen Betriebsbedingungen einen sehr viel kleineren> Ausgangswiderstand als der nicht komplementäre.
Das ist interessant -- denn das berührt eine Idee, die mir
auch schon kam.
Stellen sich für mich folgende Fragen:
- Wie schlimm ist das (In-)Stabilitätsproblem bei Sziklai-Paaren?
- Lässt sich die Konfiguration pimpen, indem man einen npn-Treiber
und mehrere pnp-Lasttransistoren verwendet? Welchen Folgen hat
das für die Stabilität?
Ich kann zur Beantwortung leider nix beitragen; habe keine
praktische Erfahrung mit Komplementär-Darlingtons.
Possetitjel schrieb:> Lässt sich die Konfiguration pimpen, indem man einen npn-Treiber> und mehrere pnp-Lasttransistoren verwendet?
Bei mehreren PNP-Lasttransistoren wird auch der gesamte Treiberstrom
größer, der nicht durch den Verbraucher fließt, sondern vom Emitter
direkt nach Vcc. Die hohen Basisströme fließen also ungenutzt nach Plus
ab. Dadurch wird der Wirkungsgrad schlechter. Ein Pimpen könnte
theoretisch aber trotzdem funktionieren.
Peter M. schrieb:> Lurchi schrieb:>> Neben der Schaltung ist eine Simulation für Strom-Transienten>> 10mA - 800 mA - 10 mA. Nach der AC Simulation sollte der Regler>> auch mit kapazitiver Last gut klar kommen.>> Gibt es einen Grund, nach den Erläuterungen von ArnoR auf den> komplementären Darlingtontransistor im Leistungsteil zu> verzichten?
Komplementär-Darlingtons (Sziklai-Paare) sind als notorische
Quelle für Instabilität (=Schwingneigung) verschrieen. (Ich
kann dazu nix sagen, da keine Erfahrungen damit.)
Ich finde die Idee äußerst verlockend, würde das aber SEHR
gründlich prüfen. Schwingneigung will man bei einem Labor-
netzteil WIRKLICH nicht haben.
M. K. schrieb:> Die Strommessung wurde bewusst in die Highside gelegt damit> man eben für die Strom und Spannungsmessung (und auch für> die Vorgabe) ein gemeinsames Bezugspotential hat. Ist für> den Einsatz des uCs einfach besser.
Spontaner Einfall: Beim Shunt in GND müsste man das Stromsignal
durch einen invertierenden Verstärker nach oben holen können.
Possetitjel schrieb:> Spontaner Einfall: Beim Shunt in GND müsste man das Stromsignal> durch einen invertierenden Verstärker nach oben holen können.
Ja, aber woher kommt die Masseversorgung für Dein OPV her? Wenn Du den
OPV vor dem Shunt betreibst, brauchst du einen eigenständigen zweiten
OPV für die Spannungsregelung mit Masseverbindung nach dem Shunt (kein
Doppel-OPV mehr möglich). Betreibst Du ihn nach dem Shunt, wird die
Eingangsspannung bei Stromfluss negativer als die Versorgungsspannung
sein, das vertragen OPVs nicht gut und sie können damit nichts anfangen.
Ralf L. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Spontaner Einfall: Beim Shunt in GND müsste man das Stromsignal>> durch einen invertierenden Verstärker nach oben holen können.>> Ja, aber woher kommt die Masseversorgung für Dein OPV her?
"Och... das Problem bearbeiten wir erst in Phase III" :)
Nein... im Ernst jetzt: Habe ich noch nicht bedacht, das Thema.
Ich wollte erstmal nur eine Lösungsidee für die Anzeigen haben,
die einigermaßen universell ist.
> Wenn Du den OPV vor dem Shunt betreibst, brauchst du einen> eigenständigen zweiten OPV für die Spannungsregelung mit> Masseverbindung nach dem Shunt (kein Doppel-OPV mehr möglich).
Hmm... das würde ich für hinnehmbar halten, wenn man damit einen
anderweitigen Vorteil erreicht.
Mit "OPV vor Shunt" geht sogar nicht-invertierender Verstärker.
Interessant.
> Betreibst Du ihn nach dem Shunt, wird die Eingangsspannung> bei Stromfluss negativer als die Versorgungsspannung sein,
Ja.
> das vertragen OPVs nicht gut und sie können damit nichts> anfangen.
Doch - das ist ja der Witz: Der invertierende Verstärker ist
gewissermaßen eine Stromwaage; die Eingangsspannung VOR dem
ersten Widerstand darf negativ werden, der Minus-Eingang am
OPV bildet eine virtuelle Masse, der zweite Widerstand geht
vom Minus-Eingang zum Ausgang mit positiver Ausgangsspannung.
Der Plus-Eingang liegt auf GND.
Gerhard O. schrieb:> Ralf L. schrieb:>> Ein 10-Gangpoti halte ich für übertrieben.>> Du meinst wahrscheinlich für die Stromeinstellung. Wenn man mit einem> 1-Gang Poti arbeiten will, wäre eine Bereichsumschaltung der Einstellung> zweckmäßig um kleine Ströme besser einstellen zu können.> ...> 1-100mA und 1A Bereich wäre gut.
Zu diesem Zweck habe ich bei meinem Voltcraft DIGI 35 das lineare Poti
durch ein logarithmisches ersetzt. Damit kann man wunderbar kleine
Ströme einstellen!
Ralf L. schrieb:> Wenn Du den> OPV vor dem Shunt betreibst, brauchst du einen eigenständigen zweiten> OPV für die Spannungsregelung
Mit dieser Aussage habe ich mich vertan. Sorry. Wenn der OPV seine
Masseversorgung vor dem Shunt bekommt ist sehr wohl noch eine
Spannungsregelung möglich, weil dafür eine eigenständige
Referenzspannung erzeugt wird. In der Schaltung vom 16.10.2017 um 15:04
und in Michael Metzers Schaltung ist das ja auch so gemacht. Mein
Denkfehler.
Dietrich L. schrieb:> Zu diesem Zweck habe ich bei meinem Voltcraft DIGI 35 das lineare Poti> durch ein logarithmisches ersetzt.
Auch eine gute Idee. :)
Dietrich L. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Ralf L. schrieb:>> ...>> 1-100mA und 1A Bereich wäre gut.>> Zu diesem Zweck habe ich bei meinem Voltcraft DIGI 35 das lineare Poti> durch ein logarithmisches ersetzt. Damit kann man wunderbar kleine> Ströme einstellen!
...wobei es nicht ganz uninteressant ist, an welchem Ende der
Widerstandsbahn sich der gestauchte Bereich befindet.
Possetitjel schrieb:> M. K. schrieb:>>> Die Strommessung wurde bewusst in die Highside gelegt damit>> man eben für die Strom und Spannungsmessung (und auch für>> die Vorgabe) ein gemeinsames Bezugspotential hat. Ist für>> den Einsatz des uCs einfach besser.>> Spontaner Einfall: Beim Shunt in GND müsste man das Stromsignal> durch einen invertierenden Verstärker nach oben holen können.
Kann man natürlich auch machen, why not? Wie gesagt, ich hab nur eine
Lösung gegeben die skalierbar ist (bis 30V/3A ist damit kein Ding) und
mit uC steuerbar (alternativ kann man auch den uC weg lassen und mit
Potis und z.B. mit den obigen Digitalanzeigen arbeiten) ist.
Der Komplementär Darlington ist so eine Art Kaskadenregler. Das kann
etwas helfen, verschiebt das Problem aber zum Teil dahin den inneren
Regelkreis stabil zu bekommen. Jedenfalls müsste man die innere Schleife
sehr schnell machen.
Die Schaltung ganz vom Anfang scheint so etwas wie einen Kaskadenregler
zu probieren. Die Stromregelung soll so funktionieren indem die
Soll-Spannung vorgeben wird. Das kann funktionieren, verlangt aber, dass
der Spannungsregler nicht nur als Regler stabil sein muss, sondern auch
als Verstärker ein vernünftiges verhalten hat. Die Auslegung des
Spannungsreglers wird also anspruchsvoller - wie gut das geht kann ich
nicht sagen. Da könnten ggf. echte Problem lauern, es könnte aber auch
gut gehen.
Der Vorteil die Spannungs- und Stromregelung als Kaskade zu kombinieren
ist, dass der Übergang von der Stromregelung zur Spannungsregelung sehr
einfach und gut geht.
Bei der Form mit Emitterfolger ist die Stromregelung von der Tendenz her
sowieso eher langsam - da macht der Umweg über den Spannungsregler ggf.
auch nicht mehr so viel aus.
Die reine Spannungsregelung auch bei kapazitiver Last stabil zu bekommen
ist nicht so schwierig. Auch bei DC noch einen nennenswerten
Restwiderstand zuzulassen kann dabei helfen, als alleinige Maßnahme
passt das aber nur, wenn der Regler eher langsam ist. Der passendere Weg
ist oben in der von mir vorgeschlagenen Lösung schon drin. Über ein Art
Stufe in der Impedanz als Funktion der Frequenz (in der Schaltung als
Widerstand in Reihe zum Kompensationskondensator) wird verhindert das
die Ausgangsimpedanz sich zu sehr einer idealen Induktivität annähert.
Die Schaltung so wie oben gezeigt kommt auch noch mit Kapazitäten bis
etwa 10000 µF klar, wenn der ESR Wert nicht sehr klein (ggf. mOhm
Bereich) ist, auch noch mehr. Das Problem mit zu viel Kapazität bleibt
im Prinzip, aber erst bei sehr großen Werten.
Man erkauft sich die Toleranz kapazitiver Tasten durch einen
zusätzlichen langsamen Anteil in der Sprungantwort, der aber nicht sehr
groß ist. Die Erholung für die ersten 80% geht recht schnell, die
restlichen 10-20% dauern dann aber ggf. irgend was im Bereich 100-500
µs. Ein Rest an Ausgangswiderstand kann ggf. helfen auch noch bei extrem
großen Kapazitäten stabil zu bleiben.
Wenn man bei der Schaltung mit der Steuerspannung relativ zum Punkt über
dem Shunt einen Differenzverstärker nutzt um ein Steuersignal mit
Massebezug dort hin zu übertragen, bekommt man je nach Fehler des
Verstärkers etwas Ausgangswiderstand. Mit etwas in der Größenordnung von
Prozente des Shunts muss man ggf. rechnen. Für einen 1 A Regler wäre man
da im Bereich 1-5 mOhms oder 0.1 mV - 5 mV an Spannungseinbruch bei
Volllast. Je nach Abgleich könnte man ggf. auch besser werden - man
sollte nur aufpassen nicht negative zu werden. Beim Weg über einen
Stromspiegel könnte man wohl besser werden beim Ausgangswiderstand, mit
ggf. etwas Fehler in der Linearität.
Possetitjel schrieb:> Man könnte> einen Treiberverstärker aus einem halbwegs schnellen OPV,> einem BDxxx und einer lokalen Rückkopplung machen, der> einen niedrigen Innenwiderstand hat UND schnell ist.> Das entspannt das Problem mit den Dreifach-Darlingtons.
Wozu ein OPV? Ein komplementärer Zweifach- oder Dreifach-Darlington hat
eine innere Verstärkung, die man durch lokale Gegenkopplung einstellen
kann. Schneller wird es mit OPV auch nicht. Oder habe ich Dich falsch
verstanden?
> - Wie schlimm ist das (In-)Stabilitätsproblem bei Sziklai-Paaren?
Wenn man 2 etwa gleich schnelle Transistoren einbaut, bekommt man
Überschwingen und einen steilen Phasengang bis etwa 180° im
Betriebsbereich. Wesentlich günstiger ist es, den Leistungstransistor
deutlich langsamer als den Treiber zu wählen (z.B. so wie in meinem
Vorschlag oben). Dann gibt es kein Überschwingen, einen gutmütigen
Phasengang mit weniger Höchstphasendrehung.
Falls dennoch Überschwingen auftritt, kann man das durch innere
Gegenkopplung (in der Emitterleitung des Treibers) dämpfen. Allerdings
steigt dabei der Innenwiderstand der Anordung, so dass man ab etwa 33R
den Vorteil des geringeren Innenwiderstands im Vergleich zum
nichtkomplementären Darlington verliert.
Der komplementäre Darlington regiert auch empfindlich auf die Last (eine
stark Kapazitive Last am Ausgang mag er z.B. nicht so) auch die Impedanz
am Eingang kann wichtig werden: wenn die hoch geht nimmt die
Schwingungsneigung auch zu.
Der Ausgangswiderstand hängt auch vom Strom ab. Wenn man keine
speziellen Vorkehrungen trifft muss die Ausgangsstufe auch mit sehr
kleinem Strom noch funktionieren. Wenn es dumm kommt hat man bei
größerer Kapazität am Ausgang Überschwinger (kaum zu vermeiden, aber an
sich noch kein Problem) und die können dazu führen das auch ein eher
kleiner Ruhestrom den mal als Grundlast vorgibt zum Entladen des
Kondensators genutzt wird und nicht mehr über die Endstufe fließen. D.h.
Zeitweise geht der Strom im ungünstigen Fall bis 0 runter, trotz
vermeintlichem Ruhestrom.
Um wirklich zuverlässig einen niedrigen Ausgangswiderstand zu erreichen,
bräuchte man schon eine Push-Pull Endstufe, etwa wie bei einem Klasse AB
Audioverstärker. Das sprengt dann aber den Rahmen eines einfachen
Reglers mit einer Versorgungsspannung.
Lurchi schrieb:> Der komplementäre Darlington regiert auch empfindlich auf die Last (eine> stark Kapazitive Last am Ausgang mag er z.B. nicht so) auch die Impedanz> am Eingang kann wichtig werden: wenn die hoch geht nimmt die> Schwingungsneigung auch zu.
Ja, das stimmt. Aber das tritt auch beim einfachen Emitterfolger auf,
allerdings nicht so stark. Im Tietze/Schenk ist das behandelt.
Lurchi schrieb:> Basic_Regler2_kompl.png
Aus meiner Sicht ähnelt Lurchis Entwurf dem Netzteil aus dem dse-faq
www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.1:
M. K. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> M. K. schrieb:>>>>> Die Strommessung wurde bewusst in die Highside gelegt damit>>> man eben für die Strom und Spannungsmessung (und auch für>>> die Vorgabe) ein gemeinsames Bezugspotential hat. Ist für>>> den Einsatz des uCs einfach besser.>>>> Spontaner Einfall: Beim Shunt in GND müsste man das Stromsignal>> durch einen invertierenden Verstärker nach oben holen können.>> Kann man natürlich auch machen, why not? Wie gesagt, ich hab> nur eine Lösung gegeben die skalierbar ist [...]
Das war überhaupt keine Kritik.
Michael B. hat (mich) schon vor ein paar Tagen darauf hingewiesen,
dass die Sache mit den Strom- und Spannungsanzeigen u.U. aufwändig
wird, wenn man ein Doppelnetzteil mit komplett getrennten Kanälen
haben will.
Erst Deine Bemerkung hat mich auf die Idee mit dem invertierenden
Verstärker gebracht; ich wollte die nur irgendwo festhalten, wo
ich sie ggf. auch wiederfinde. :)
Theoretisch könnte man kleine Doppel-Panelmeter für Strom und
Spannung mit einem eigenen µC als separate Baugruppen machen;
da wäre man völlig frei in der Gestaltung.
> (bis 30V/3A ist damit kein Ding) und mit uC steuerbar (alternativ> kann man auch den uC weg lassen und mit Potis und z.B. mit den> obigen Digitalanzeigen arbeiten) ist.
Wie schon gesagt: War keine Kritik von mir. -- Vielen Dank überhaupt
für das Vorstellen Deines Schaltplans; sicher komme ich demnächst
mal dazu, den gründlicher durchzugehen. Im Moment bin ich mental
noch ganz woanders...
Hansi schrieb:> Lurchi schrieb:>> Basic_Regler2_kompl.png>> Aus meiner Sicht ähnelt Lurchis Entwurf dem Netzteil aus dem dse-faq> www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.1:
Dieser Regler aus den elektronik-kompendium ist das Grundprinzip für den
Fliegenden Regler wie HP ihn viel nutzt.
Die Schaltung sieht auf den ersten Blick vielleicht ähnlich aus ist vom
Konzept her aber deutlich anders. Die Endstufe arbeitet quasi als
variable Stromquelle. In dem ASCII Plan fehlt auch noch wenigstens eine
Kondensator in der Kompensation.
Bei dem von mir gezeigten Schaltungsvorschlag, ist es keine so gute Idee
die Steuersignale bei der Spannungseinstellung zusammenzuführen. Dort
hat man das Problem das der Strom auch über den Shunt fließt. D.h. man
sollte an dem Punkt keine große Schaltung haben. Eine Referenz und Poti
für einen analoge Einstellung kann man noch "einfach" so aufbauen, dass
der extra Strom konstant und klein (z.B. 1 mA) ist. Für einen µC usw
wird das schon schwieriger.
Ein möglicher weg das Stellsignal für die Spannung zu übertragen wäre
der Umweg über Stromsenke und Stromspiegel. Nicht so einfach und super
genau, aber lehrreich. Die Messung der Spannung kann mit einigen der
Module, die gegen ihre negative Versorgung messen auch noch ein Problem
werden, wenn auch kein unlösbares.
Possetitjel schrieb:> Wie schon gesagt: War keine Kritik von mir. -- Vielen Dank überhaupt> für das Vorstellen Deines Schaltplans; sicher komme ich demnächst> mal dazu, den gründlicher durchzugehen. Im Moment bin ich mental> noch ganz woanders...
Dazu hab ich gestern an meinem Netzteil daheim (24 V / 1.3 A Version)
noch eine Messung gemacht, siehe Anhang. Da hat man was zum Vergleich,
live und in Farbe ;)
Kleine Erklärung dazu: Netzteil auf 12 VDC eingestellt, Strombegrenzung
auf 0.5 A eingestellt. Schließlich einen 4.7 Ω + 0.1 Ω Widerstand
(Lastwiderstand + Stunt) angeschlossen.
Mein Netzteil bekommt seine Spannung von einem Schaltregler, der die
Eingangsspannung auf ca. 3 V über der aktuellen Ausgangsspannung des
Netzteils vorregelt (oder waren 4? Weiß ich grad gar nicht mehr
genau...:o). Das ist der Grund dafür, warum der Strom "nur" bis ca. 1.5
A hoch schnellt. Mehr gibts vom TIP120 schlicht nicht wenn man Uce nicht
höher dreht in dieser Konstellation (Basisstrom ist (Uce-Ube)/R8), ist
also quasi eine eingebaute Strombegrenzung.
Hier kann man sicher noch das ein und andere optimieren, ich finds so
schon super, z.B. gibts quasi nur ein Poti für den Abgleich der
Strommessung, das liegt daran, dass ich jedweden Abgleich in Software im
uC mache (das gilt auch für den Strom). Je nachdem wie genau Vcc und
Vref vermessen und der Software vorgegeben werden komme ich auch ohne
Abgleich auf eine Genauigkeit von ±3-4 LSB. Mit Abgleich hol ich noch
mal 1-2 LSB raus.
Den oben beschriebenen Test hab ich bisher mit jedem Labornetzteil, das
mir in die Finger kam, durchgeführt und nur das B2902 von Keithley hat
mein Netzteil bisher geschlagen (was ich bei so einem Netzteil aber auch
echt erwarte, das ist ja nicht unbedingt ein Schnäppchen).
Lurchi schrieb:> In dem ASCII Plan fehlt auch noch wenigstens eine> Kondensator in der Kompensation
C1, C2
Lurchi schrieb:> Bei dem von mir gezeigten Schaltungsvorschlag, ist es keine so gute Idee> die Steuersignale bei der Spannungseinstellung zusammenzuführen. Dort> hat man das Problem das der Strom auch über den Shunt fließt.
Richtig, aber auch bei dem aus der dse-faq gibt es den Effekt, daß der
Steuerstrom zu dem Leistungstransistoren mit durch die shunts fliesst,
also mitgemessen wird, dann aber über die Verbindung x zurück in den
Steuerteil fliesst und nicht bei der Last ankommt.
Die beiden Kondensatoren C1/C2 habe ich im ASCII plan tatsächlich über
sehen - passiert halt leicht in der Form.
Einen Ruhestrom als Grundlast kann man bei der Version auch noch viel
eleganter haben, indem man die positive Versorgung des Reglers bzw, die
Ref. Spannung dort nutzt: so geht der Grundstrom dann auch bis ganz
runter zu einer Spannung von 0 V.
Das Problem mit dem Steuerstrom aus dem DSE Plan (HP ähnlicher Regler)
besteht schon, zumindest mit einem BJT als Ausgangstransistor. Bein
einem normalen BJT ist der Basistrom in etwas proportional zum
Laststrom, d.h. man hätte vor einen kleinen Skalenfehler. Beim
Darlington ist der Basisstrom schon klein und kaum noch von Bedeutung.
Wenn man es beim Strom genauer haben will, könnte man die Schaltung mit
fliegendem Regler auch gut mit einem MOSFET als Leistungsteil nutzen,
weil dort der Strom nicht so weit über das Ziel hinausschließt. Auch
verliert man Gatespannung nicht, die kommt von der Hilfsspannung.
Den ganzen µC oder ähnliches bei der Schaltung auf Emittrfolger Basis
auch über den Shunt zu versorgen ist dagegen keine so gute Idee. Einen
kleinen und eher konstanten Teil wie die Spannungsreferenz kann man ggf.
noch tolerieren.
Die Schaltung von M.Köhler hat auch ein paar Probleme: Wie man ander
gemessenen Kurve sieht braucht die Strombegrenzung recht lange um
anzusprechen. Für die ersten knapp 200 µs ist es nur der Basisstrom als
grobe Grenze und erst nach rund 400 µs passt der Strom. Trotz der
langsamen Regelung könnte die Schaltung auch noch zum schwingen neigen:
das sind mit dem Kondensator an Q2, dem Kondensator am OP und für die
Stromregelung mit C25 sind da einfach zu viele Stellen mit
Tiefpasscharakter im Spiel.
Der INA126 hat auch noch eine Gleichtaktproblem: mit Verstärkung darf
die Gleichtaktspannung nicht ganz bis 0 runter.
Man muss es dem INA auch nicht unnötig schwer machen, indem man die
ohnehin schon kleine Spannungs am Shunt als erstes um etwa den Fakor 9
runter teilt. Die Präzision des INA hilft auch nur, wenn die Widerstände
davor nicht besonders genau sind. Wenn überhaupt auf diese weise,
sollten die Widerstände etwa getauscht werden - also 10 K zum Shunt und
100 K nach Masse (z.B. besser zu einer etwa 10 V Hilfsspannung). Das
sollte reichen damit man wenigstens meistens im Gleichtaktbereich
bleibt.
Der INA126 ist auch recht langsame - ggf. eine der Ursachen für die
langsame Reaktion. Es ist zu befürchten das die Spannungsregelung auch
recht träge ist.
Lurchi schrieb:> Der INA126 ist auch recht langsame - ggf. eine der Ursachen für die> langsame Reaktion.
Aus meiner Erfahrung mit dem LM324 kann ich dir sagen: Der INA126ist
die Ursache für das 200 us Delay. Übrigens, R13/R15/C25 sind bei mir
nicht bestückt (Grund hast du ja schon erklärt). Die hatte ich einst nur
optional drin gelassen ;)
Lurchi schrieb:> Einen Ruhestrom als Grundlast kann man bei der Version auch noch viel> eleganter haben, indem man die positive Versorgung des Reglers bzw, die> Ref. Spannung dort nutzt: so geht der Grundstrom dann auch bis ganz> runter zu einer Spannung von 0
Verstehe ich nicht, du wolltest wohl sagen:
Wenn der Steuerteil eine bipolare (also positive + negative) Versorgung
hat (weil er keine single supply OpAmps einsetzt so dass die OpAmp die
native Spanung brauchen um 0V messen zu können), kann man eine Grundlast
für die Ausgangsspannung einfach haben in dem man einen Widerstand vom
Ausgang an diese negative Hilfsspannung legt. und so einen Konstanstrom
bekommt (der aber wie der Basisstrom mit den shunts mitgemessen wird und
nicht in die Last fliesst).
Lurchi schrieb:> Den ganzen µC oder ähnliches bei der Schaltung auf Emittrfolger Basis
also z.B.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/345044/Basic_Regler2_kompl.png> auch über den Shunt zu versorgen ist dagegen keine so gute Idee.
Richtig, vor allem wenn der uC noch Displays versorgen muss. Aber ein
kleiner DAC (und ADC wenn man messen will) der sowieso potentialgetrennt
angesteuert wird, wäre ok.
Kennt jemand einen 12 bit DAC ADC mit jeweils 2 Kanälen basierend auf
einer VREF der seriell ansteuerbar ist, kaskadierbar wie ein
Schieberegister mit Eingang und Ausgang (also nicht SPI oder I2C) ?
M. K. schrieb:> Aus meiner Erfahrung mit dem LM324
Guten Abend,
bei Euch tut sich ein ganze Menge. Kann zur Zeit wegen viel Arbeit nicht
richtig mitmachen.
Da hätte ich eine Bitte, wenn alles zufriedenstellend läuft, könntest Du
auch eine TL074 ausprobieren. Der hat wesentlich bessere Slew Rate und
Bandbreite als der LM324. Wenn Du den zähmen kannst, dann geht der LM324
alleweil...
Ich werde mal einen DIP14 Sockel im LNG30 einbauen, so dass ich den
TL074 dort testen kann und Euch berichten.
Allerdings weiß ich im Augenblick auch nicht ob der TL074 genug Common
Mode Bereich am Eingang hat und weit genug auf Vee am Ausgang runter
geht. Beim fliegenden Regler nach HP Art spielt das keine Rolle weil die
OPVs alle symmetrisch relativ zu Vout betrieben werden. Bei den Masse
bezogenen Schaltungen ist der Common Mode- und Ausgangsbereich wichtig.
Die Geschwindigkeit der Stromreglung scheint bei HP Schaltungen
absichtlich langsamer konzipiert zu sein weil deren FB Cs im Vergleich
zur Spannungsvergleicher Stufe viel höher gehalten sind.
muss gleich wieder weg. Die Arbeit ruft;-)
Gruss,
Gerhard
Da habe ich noch etwas vergessen. Bei den moderneren HP fliegenden
Reglern wird der Basis Strom des Längstransistors vom Netzteil des
fliegenden Reglers bezogen. Das hat den Vorteil, dass, weil die
Ladeenergie des Reglernetzteils viel schneller beim Abschalten zu Ende
geht als die Energie im Haupt Netzteil Elkos und deshalb ein
Hochschnellen der Spannung unmoeglich macht.
Beim FS12/73 und bei einigen anderen Schaltungen wird der Basisstrom
direkt vom Eingang über einen R bezogen. Ich vermute, dass es deswegen
beim Abschalten einen Überschwinger geben könnte. Deshalb modifizierte
ich vor vielen Jahren das FS12/73 um dieses Problem zu beseitigen.
Deshalb schlage ich vor, bei Dir eine
Unterspannungs-Verriegelungsschaltung vorzusehen die beim Abschalten den
Basisstrom rechtzeitig abschaltet.
Gerhard O. schrieb:> Da hätte ich eine Bitte, wenn alles zufriedenstellend läuft, könntest Du> auch eine TL074 ausprobieren.
Nein, Der ist richtig Scheisse. Braucht eine negative Versorgung weil er
nicht an Masse messen kann und bringt phase reversal wenn doch mal ein
Eingang unter 2V an die Rails kommt.
Gut geeignte und moderne OpAmps und Transistoren für ein Labornetzteil
wären TLE2141 und MJL3281A.
Schnell (27V/us), hohe Treiberleistung, präzise (typ. 200uV), nah an der
Versorgung, 44V,
und hohe Stromverstärkung, grosser SOA (20V:10A 40V:4A) gute
Wärmeableitung, 260V (Nachteil hohe VCEsat).
Aber nicht mehr in der Wühlkiste.
Gerhard O. schrieb:> Da hätte ich eine Bitte, wenn alles zufriedenstellend läuft, könntest Du> auch eine TL074 ausprobieren. Der hat wesentlich bessere Slew Rate und> Bandbreite als der LM324. Wenn Du den zähmen kannst, dann geht der LM324> alleweil...
Da muss ich das mal wieder auf dem Steckbrett aufbauen, der TL074 kann
ja nicht ans untere Rail ran, müsste es aber in meiner aktuellen
Variante. Oder, vielleicht bekomm ich ihn auch in den Sockel rein und
"modifizier" den TL074 ein wenig...muss ich mal schauen, wird aber
sicher bis zum WE dauern. Meine Werkstatt sieht aktuell aus als ob ne
Bombe eingeschlagen hätte. Da muss erstmal wieder Ordnung rein ;)
M. K. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Da hätte ich eine Bitte, wenn alles zufriedenstellend läuft, könntest Du>> auch eine TL074 ausprobieren. Der hat wesentlich bessere Slew Rate und>> Bandbreite als der LM324. Wenn Du den zähmen kannst, dann geht der LM324>> alleweil...>> Da muss ich das mal wieder auf dem Steckbrett aufbauen, der TL074 kann> ja nicht ans untere Rail ran, müsste es aber in meiner aktuellen> Variante. Oder, vielleicht bekomm ich ihn auch in den Sockel rein und> "modifizier" den TL074 ein wenig...muss ich mal schauen, wird aber> sicher bis zum WE dauern. Meine Werkstatt sieht aktuell aus als ob ne> Bombe eingeschlagen hätte. Da muss erstmal wieder Ordnung rein ;)
Das kenne ich aus eigener Erfahrung:-)
Der von Michael vorgeschlagene OPV gefällt mir. Habe mir gerade das
Datenblatt angesehen. Da er 44V aushält ist er für die massebezogenen
Designs noch besser geeignet. Allerdings wesentlich teurer wie ein
LM324. Aber dafür sind die Daten überzeugend.
Wenn Deine Schaltung massebezogen ist, dann hat der TL074 wegen der
Einwände von Michael sowieso keinen Sinn.
Für den Mindeststrom beim Fliegenden Regler kann man die Positive
Hilfsspannung nutzen. Besonders einfach wird es wenn die Spannung
bereits stabilisiert ist (etwa eine 7812 oder so) dann reicht ein
Widerstand von der positiven Spannung an den Emitter einen PNP
Tansistors, mit der Basis an GND und dem Kollektor an den Negativen
Ausgang.
So super schnell muss der OP für ein Labornetzteil auch nicht sein.
Insbesondere der OP für die Spannungsregelung kann relativ langsam sein.
Der LM324 ist so etwa an der Grenze, dass es ggf. auch ohne extra
Kondensator im Feedback geht - was aber den Nachteil hat, dass man von
den genauen Eigenschalten des OPs abhängt. Je nach Hersteller sind die
ggf. etwas unterschiedlich schnell. Bei meinem Schaltungsvorschlag ist
z.B. für die Spannungsregelung eher der 2N3055 der limitierende Faktor -
für die Stromregelung aber mehr der OP (LM324).
Wenn der OP wesentlich schneller ist, muss man ihn mit Kondensatoren
bremsen. Je nach Schaltung kann die Slew rate ggf. ein Problem werden,
aber auch da bremst ggf. die Beschaltung. D.h. um wirklich schneller zu
reagieren sollte man dafür sorgen dass der OP nicht von einer ganz
falschen Spannung startet.
In meinem Vorschlag machen dass z.B. die 1 bzw. 2 Diode am OP für die
Spannungsregelung.
Eine nachbausichere Schaltung sollte man eher langsamer auslegen, bei
höherer Geschwindigkeit geht es sonst um parasitäre Induktivitäten (für
den niederohmigen Teil) und parasitäre Kapazitäten für den hochohmigen
Teil.
Günstiger DACs wären etwa MCP4812 / MCP4912 und Verwandte. Wahlweise im
interner oder externer Referenz und als 8 10 12 Bit Variante mit 1
oder 2 Kanälen. Allerdings ist die 12 Bit Version kaum genauer als die
10 Bit - d.h. da sind die unteren 2 Bits nur eingeschränkt nutzbar. So
einen DAC mit über den Shunt zu versorgen ist in den meisten Fällen wohl
noch OK.
Lurchi schrieb:> Eine nachbausichere Schaltung sollte man eher langsamer auslegen, bei> höherer Geschwindigkeit geht es sonst um parasitäre Induktivitäten (für> den niederohmigen Teil) und parasitäre Kapazitäten für den hochohmigen> Teil.
Gut wäre es, wenn die nachbausicher Schaltung mit Bauteilen aus der
Grabbelkiste läuft, das würde die Hemmschwelle, die Schaltung
nachzubauen, deutlich herab setzen. Daher würde ich eher Richtung
LM358/LM324 gehen.
Einen DAC einzusetzen ist zwar ganz nett aber auch hier: Sowas schreckt
vielleicht eher ab, lieber mit PWM arbeiten. Ich geh hier nur von mir
aus und ich glaube kaum, dass ich mir ein Netzteil gebaut hätte wenns
nicht mit Bauteilen gegangen wäre, die ich eh in der Schublade hatte
(beachten: der INA bei mir ist praktisch das Upgrade)
M. K. schrieb:>> Gut wäre es, wenn die nachbausicher Schaltung mit Bauteilen aus der> Grabbelkiste läuft, das würde die Hemmschwelle, die Schaltung> nachzubauen, deutlich herab setzen. Daher würde ich eher Richtung> LM358/LM324 gehen.
Ich fände es wichtiger, wenn das Bauteil bei Reichelt, Conrad, Kessler
etc für den Bastler zu beschaffen ist.
Das wäre z.B. beim OPV MC3xxxx der Fall:
http://www.mouser.com/ds/2/308/MC34071-D-104927.pdf
Bitte mal betrachten...
Diverse Bauteilebeschaffung sollte nicht das Problem sein.
Für mich selbst würde es Probleme bereiten, sobald ein µC zum Einsatz
käme! Programmieren, das Dingens "brennen" kann ich nicht und somt wäre
für mich ein Nachbau uninteressant.
MfG
Eppelein
Oben war tatsächlich das falsche .ASC file angehängt für die Schaltung
mit komplementär Darlington. Hier noch einmal eine passende Variante,
allerdings mit dem Transistor zur Abschaltung oben, an der
Ausgangsstufe.
Für einen 1 - 2 A Bereich dürfte der shunt eher kleiner werden als der
"Emitterwiderstand", daher dürfte der Transistor für das schnelle Limit
dort besser aufgehoben sein.
Für die Spannungsregelung ist der LM324 in der Schaltung (und ähnlichen
) schnell genug. In der Regel sollte so eine Schaltung auch nicht so
kritisch sein, dass man unbedingt einen LM324 braucht - die Wahl eines
anderen OPs ist in vielen Schaltungen möglich.
Der MC34071 ist schon interessant. Den MC34074 hat sogar Reichelt. Der
schnellere OP braucht aber unbedingt die Bremse in Form von extra
Kompensation. Ich habe keine Problem mit einer Schaltung die mit dem
LM324 geht und für höhere Spannungen bzw. etwas mehr Tempo auch mit dem
MC34071-4 funktioniert.
Von einer höheren Geschwindigkeit würde vor allem der Stromregler
profitieren. Da kann man dem OP aber auch mit einem Transistor (in
Basisschaltung) auf die Sprünge helfen, wenn es sein muss. damit könnte
es dann auch der LM324 schaffen, dass das Stromlimit nach ca. 10 µs
statt der sonst wohl bis zu 100 µs anspricht. Der OP könnte dann auch
mit weniger Versorgung laufen, so dass einer der vielen 5 V RR OPs geht,
etwa ein MCP6001. Bei der Version nähert man sich aber ggf. dem Limit wo
nachbausicher ein Problem wird, weil nicht jeder Shunt gleich ist.
Wenn man per µC steuern will, ist wirklich die Frage PWM oder ein DAC.
Gute DACs werden recht teuer und sind schon etwas speziellere Teile, die
billigen geben eine begrenzte Auflösung und ggf. deutliches Rauschen.
Für die üblicherweise langsame Einstellung der Spannung reicht
eigentlich auch PWM mit einem passenden Filter - da sind auch 12-14 Bit
möglich und erschwinglich. Der µC Teil wäre aber sowieso ein 2. Schritt.
Das Steuer-Signal mit einem DAC auf das 2. Niveau bringen, bringt halt
auch nur begrenzte Genauigkeit - das Niveau schafft auch ein einfacher
OP als Differenzverstärker oder ein Umweg über einen Stromspiegel, wenn
auch mit anderen Schwächen.
Als Anhang ein paar Vorschläge für das Steuersignal: einmal per
Stromspiegel, per Differenzverstärker und mit fliegender Referenz.
Bernd K. schrieb:> Ich fände es wichtiger, wenn das Bauteil bei Reichelt, Conrad, Kessler> etc für den Bastler zu beschaffen ist.
Das meinte ich damit, das Teil muss beschaffbar sein für den
Hobby-Mensch, aber er sollte auch in 5-10 Jahren noch beschaffbar sein
und die Teile sollten preiswert sein und für mehr taugen als nur für ein
LNG was wohl kein Problen sein sollte.
Bernd K. schrieb:> Ich fände es wichtiger, wenn das Bauteil bei Reichelt, Conrad, Kessler> etc für den Bastler zu beschaffen ist.
Da bin ich auf Deiner Seite - nicht jeder hat dasselbe in der
Grabbelkiste. Bei mir sieht es im Vergleich zu den analog versierteren
Leuten recht mager aus mit dafür prädestinierten Transistoren. FETs
hätte ich dagegen viele... und das Ganze soll ja als Möglichkeit
nicht_nur für Leute dienen, die analog schon "sehr gut drauf sind" -
oder?
Eppelein V. schrieb:> Für mich selbst würde es Probleme bereiten, sobald ein µC zum Einsatz> käme! Programmieren, das Dingens "brennen" kann ich nicht und somt wäre> für mich ein Nachbau uninteressant.
Wenn ich Possetitjel richtig verstanden habe, ist es kein größeres
Problem, eine µC-Steuerung so zu implementieren, daß sie weggelassen
werden kann.
Und das u.U. sogar bei der "erdfreien" Variante, wenn auch
komplizierter.
Übrigens hielte ich es nicht für unwahrscheinlich, daß sich jemand
findet, der die nötigen µC für mehrere Personen schon fertig
bereitstellt (und ja, auch z.B. zusätzlichen Ersatz). Es gibt hier
nämlich außerordentlich viele µC-Freunde...
Aber auch ich könnte das nicht - Du bist nicht alleine.
Dafür hätte ich wiederum keine Probleme, mir selbst einen Trafo zu
wickeln (auch nicht damit, 38 Relais zur Umschaltung zu verbauen... ;-),
oder einen Buck(-Boost?) als Vorregler zu verbauen.
Am liebsten würde ich mir aus dieser (endlich!) gesicherten Quelle dann
gleich mehrere verschiedene Netzteile aufbauen - denn bisher habe ich
noch kaum etwas zu Hause. Im Gegensatz zu vielen anderen.
dfg schrieb:> FETs hätte ich dagegen viele...
Falsch formuliert. Soll nicht bedeuten "ich will lieber FET Endstufe" -
obwohl ich dagegen zwar nichts hätte, scheint das ja gar kein Thema.
Sollte also nur mein "wenig BJTs in Box" verstärken, die Aussage.
Michael B. schrieb:> Gut geeignete und moderne ... Transistoren für ein Labornetzteil> wären ... MJL3281A.
Daß die modernen Audio-Amp-Transistoren passen könnten,ging mir auch
schon durch den Kopf.
> hohe Stromverstärkung, grosser SOA (20V:10A 40V:4A) gute> Wärmeableitung, 260V ( Nachteil _hohe _VCEsat )
Und gerade bei diesen gibt es auch PNP-Typen mit recht ähnlichen Daten.
(Wenn ich das richtig sehe, sind diese weit "komplementärer", als dies
bei vielen früheren Paarungen der Fall war.) Für eine eventuelle Komple-
mentär-Darlington-Stufe, die weniger Innenwiderstand böte (weil ja die
VCEsat des PNP wegfiele).
Verstehe ich das richtig? Wäre das eine Möglichkeit?
Eppelein V. schrieb:> Für mich selbst würde es Probleme bereiten, sobald ein µC zum Einsatz> käme! Programmieren, das Dingens "brennen" kann ich nicht und somt wäre> für mich ein Nachbau uninteressant.
Die kleinste Variante ist ein Arduino Mini/Nano, kostet bei Chinesen
paar EUR. Ebenfalls die ADC und DAC Module.
Was man braucht ist eine Arduino Umgebung zum Programmieren /Flashen.
Softwaretechnisch sollte kein Problem sein, wir sind hier doch im
µC-Forum.
dfg schrieb:> Soll nicht bedeuten "ich will lieber FET Endstufe"
und warum nicht?
Hallo,
> Für mich selbst würde es Probleme bereiten, sobald ein µC zum Einsatz> käme! Programmieren, das Dingens "brennen" kann ich nicht und somt wäre> für mich ein Nachbau uninteressant.DAS ist ja nun gar kein Problem. Wenn da was im Bereich Arduino oder
AVR-nackt zum Einsatz kommt, würde ich mich als "Brennstation" anbieten.
rhf
Michael B. schrieb:> ... und MJL3281A.>> ... grosser SOA (20V:10A 40V:4A) gute> Wärmeableitung, 260V (Nachteil hohe VCEsat).>
Komisch, bei MJL3281A stört mich in der SOA Kennlinie, dass kein dc
angegeben ist, nur 1s. Bitte mal um Aufklärung...
https://www.onsemi.com/pub/Collateral/MJL3281A-D.PDF
Ansonsten bietet sich der 2N5885 / 2N5886 an, mit einer ähnlich
kräftigen SOA Kennlinie. (Wenn denn TO3 ok ist). Hier ist nämlich dc in
der SOA Kennlinie mit drin:
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/2N5883-D.PDF
Und bei 60V bzw. 80V ist dann VCEsat auch freundlicher
Und die PNP Pendants gibt es auch.
Und auch bei Conrad erhältlich, zumindest die NPN Varianten.
Bei Reichelt wäre ich beim 2N5886 vorsichtig. Zum einen der Preis und
zum zweiten der Hersteller 'INCHANGE'. Keine SOA Kennlinie im
Datenblatt...
Dieses Projekt verfolge ich sehr interessiert. Nach anfänglichen
Störversuchen geht es hier ja überraschenderweise richtig zielorientiert
zu. Find ich klasse! Nicht nur, weil ich von der Entwicklung als
potentieller Nachbauer profitieren würde. Es ist überhaupt schön, dass
es im µC-Forum nicht nur Gezicke und Genörgel, sondern konstruktives
Miteinander geben kann. Hut ab!
Würde mich gar nicht wundern, wenn das Projekt im Erfolgsfall eine dem
Transistortester vergleichbare Karriere vor sich hätte. China liest
bestimmt interessiert mit! Was ja gar nicht das schlechteste ist.
Bernd K. schrieb:> Komisch, bei MJL3281A stört mich in der SOA Kennlinie, dass kein dc> angegeben ist, nur 1s. Bitte mal um Aufklärung...> https://www.onsemi.com/pub/Collateral/MJL3281A-D.PDF
Naja, 1s ist ja schon fast DC ;-)
Die 200W Pmax müssen irgendwo möglich sein, d.h. die DC-Kurve muss
wenigstens an einem Punkt 200W haben, da bleibt nur noch der Bereich um
20V/10A...30V/7A. Die liegt also sicher dicht an der 1s-Kurve.
Ob man die Steuerung per µC macht, der analog per Poti ist eigentlich
kein so wesentlicher Punkt. Bei den meisten Schaltungen hat man beide
Optionen. Je nach Schaltung ist es analog deutlich einfacher, oder nur
ein bisschen.
Da die eigentliche Netzteilschaltung recht klein ist (die Schaltung
könnte mit einem LM324, etwa 2-5 kleinen Transistoren und dem
Leistungstransistor auskommen), kann man den eher kleinen Netzteil Teil
auch noch zum µC dazu tun. Im Prinzip könnte man bei der analogen
Version an Stelle der Potis Verbindungen zur µC-Platine machen, so dass
man auch nachrüsten kann. Ein kleiner Teil der Schaltung bleibt dann
ggf. ungenutzt, aber nicht viel.
Mit den Poties kann man erst einmal testen und schnell einen Erfolg
haben - der µC ist dann das 2. Projekt, bzw. die 2. Phase.
Bei der Auslegung stellt sich noch ein wenig die Frage nach dem Shunt.
Das Teil ist nicht ganz so unproblematisch. Gerade die Widerstände im
sub Ohm Bereich haben oft einen relativ hohen Temperaturkoeffizienten.
Bei 1-2 A wird der shunt ggf. auch schon warm, was ggf. eine störende
Drift des Stromes zur Folge hat. Entsprechend sollte man den shunt nicht
zu groß im Widerstand wählen, was aber wider dazu führt dass bei kleinen
Ströme die Drift und der Offset ggf. stören. Mit etwa etwa einem 0.1 Ohm
shunt entsprechen die 5 mV möglicher Offset des LM324 schon 50 mA. Da
wäre ein Abgleich schon hilfreich.
<Zwischenruf>
dfg schrieb:> Eppelein V. schrieb:>> Für mich selbst würde es Probleme bereiten, sobald ein>> µC zum Einsatz käme! Programmieren, das Dingens "brennen">> kann ich nicht und somt wäre für mich ein Nachbau>> uninteressant.>> Wenn ich Possetitjel richtig verstanden habe, ist es kein> größeres Problem, eine µC-Steuerung so zu implementieren,> daß sie weggelassen werden kann.
Ja.
Was den µC angeht, geistern mir drei Varianten im Kopf herum:
- ganz ohne µC,
- separate Anzeigemodule mit µC,
- µC-Steuerung.
Sämtliche Basisfunkionen sollten aber ganz ohne µC realisierbar
sein --> wer keinen haben will, muss keinen einbauen.
> Und das u.U. sogar bei der "erdfreien" Variante, wenn auch> komplizierter.
Ja.
Erdfrei mit Stellpoti ist einfach.
Erdfrei mit eigenem µC je Kanal ist auch einfach.
Nur erdfrei mit zentralem µC ist aufwändiger.
</Zwischenruf>
Für eine eher kleine Version, und wenn man eher langsam angeht, ist der
Transistor nicht so kompliziert. Mit 20-30 V und 1-2 A liegt man in
einem Bereich wo man ggf. sogar noch TO220 Typen nehmen kann.
Kandidaten wären da etwa TIP140 (Darlington), TIP 3055, 2N3055, TIP35,
BD245. Eine gute Schaltung sollte auch mit anderen Transistoren
auskommen - halt das, was man sowieso da hat, bzw. günstig bekommt.
Da die Spannungsregelung ggf. schon durch den Transistor begrenzt wird,
wäre ich da kein Fan der ganz langsamen alten Typen wie 2N3771-3 - schön
robust aber auch ganz schön gemächlich.
Fast kritischer als der Transistor kann der Ausgangselko werden. Meine
Schaltungsvariante für 1 A (mit 2N3055 oder ähnlich langsam) hätte z.B.
gernen einen mit etwa 10 µF und 0.1-0.5 Ohm an ESR. Die üblichen low ESR
Elkos liegen aber eher so bei 0,5 - 1 Ohm für 10 µF (30-50V).
Ich hab mal die Versucht wie es mit einem Kaskadenregler geht, also die
Stromregelung über ein absenken der Sollspannung. Fast wie erwartet wird
es schwierig wenn die Last stark Induktiv wird. Auch die Schnelle
Strombegrenzung macht Ärger. Nur der Überganng CC -CV geht wie erwartet
sehr gut.
Possetitjel schrieb:> Ja.> Was den µC angeht, geistern mir drei Varianten im Kopf herum:> - ganz ohne µC,
Ist bei lurchi und M. Köhler schon vorhanden.
> - separate Anzeigemodule mit µC,
Ist nur ein Aufsatz auf die schon vorhandenen Schaltpläne.
> - µC-Steuerung.
Ist auch schon da. Für µC-Steuerung müssen lediglich die beiden
Regeleingänge für Spannung und Strom entsprechend mit Spannung
beaufschlagt werden.
> Sämtliche Basisfunkionen sollten aber ganz ohne µC realisierbar> sein --> wer keinen haben will, muss keinen einbauen.
Hierzu müssen bei beiden nur noch ein oder zwei Referenzen mit Potis zum
Spannungsabgriff integriert werden, um die Regelungen manuell ansteuern
zu können. Dank des angeflanschten Addierers von lurchi in der Datei
*Basic_regler3b.asc* kann die Referenz zur Spannungssteuerung nun auch
massebezogen sein. Der Spannungsabfall am Stromshunt (=V(R4)) wird durch
U3 auf die Sollspannung V3 aufaddiert.
Dann liefert die Schaltung eine Spannung bezogen auf Masse von V3+V(R4),
bezogen auf das entscheidende Ausgangsminus (Anschluss von R4) genau die
gewünschte Spannung V3.
Ich würde mir noch einen Vergleich zwischen den beiden Schaltungen
wünschen.
M. Köhlers ist für mich sehr gut lesbar, scheint aber langsam
auszuregeln.
Lurchis Schaltung ist für mich schwerer lesbar, regelt vermutlich
schneller.
Manche Sachen wie lurchis "Doppeldiode" D5 und D6 erschließen sich mir
nicht.
Bezüglich DAC uC Steuerung würde ich vorschlagen das HP E3631 DAC
Steuerungskonzept als Paten zu nehmen.
Was mir an dem Konzept gefällt, ist, dass ein einzelner 16-bit DAC mit
einem Multiplexer und acht S/H Puffern alle notwendigen DAC Referenz
Werte zur Verfügung stellt.
Das Brillante daran ist nicht das Multiplexen, sondern, dass bei Ausfall
des uC alle DC Werte außer den jeweilig aktiven, automatisch auf Null
gehen und die angeschlossene Last schützen. Wenn man die S/H mittels
fliegenden C ansteuern würde, dann würde alles auf Null gehen. Es ist
sozusagen ein indirekter HW Wachhund;-) (Allerdings sollte das MUX
Steuersignal nicht gerade von einer ISR kommen)
Ein DAC könnte somit VREF+, VREF-, I-SOLL, V-SOLL erzeugen. So
kompliziert ist das Ganze ja nicht, als dass es zu abschreckend wirken
könnte.
Sollte nur als Hinweis und Erinnerung an diese Möglichkeit gedacht sein.
Lurchi schrieb:> Die üblichen low ESR> Elkos liegen aber eher so bei 0,5 - 1 Ohm für 10 µF (30-50V).
Kann man das mit 3* 3,3µF parallel heilen?
Da steht bei der 50V-Variante etwas von 1,3Ohm Impedanz bei 100kHz:
http://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A500/Al-Radial_FC.pdf
Dann läge man doch bei 0,43 Ohm ESR, oder?
Mehrere Kondensatoren parallel sind möglich um kleinere ESR Werte zu
bekommen. Solange es nicht ausartet wäre das wohl ein Weg. Sonst könnte
man wohl auch einfach etwas mehr Kapazität nehmen.
Die Dioden D5, D6 dienen dazu beim Spannungsregler das Weglaufen nach
oben zu begrenzen, wenn die Stromregelung aktiv ist. Damit kann der
Spannungsregler beim Übergang von der Stromregelung zur
Spannungsregelung schneller reagieren. Ohne die beiden Dioden bräuchte
man deutlich mehr Ausgangskapazität oder hätte einen deutlichen
Überschwinger, vor allem bei kleine Spannungen wo es stört.
Die Schaltung sollte tatsächlich recht schnell regeln. Dadurch kommt man
auch mit einem relativ kleinen Kondensator am Ausgang aus. Mit dem
2N3055 etwa 10 µF/A und mit einem schnelleren Transistor wie D44H oder
ähnlich auch mit 1-2 µF/A. Beide Werte sind keine scharfen Grenzen
sondern hängen davon ab, was man an Überschwingern / Einbrücken
tolerieren kann.
Wenn man die Spannung analog einstellt, würde ich 2 Referenzen
bevorzugen, denn der Differenzverstärker, bzw. Addierer ist nicht
perfekt.
Gerhard O. schrieb:> ein einzelner 16-bit DAC
Das halte ich für Overkill. Wie fein soll's denn werden?
Bedenke mal, daß du mit einem simplen 8 Bit DAC bereits 25 Volt auf 0.1
Volt auflösen kannst.
Ansonsten würde ich an billige "digitale Potentiometer" denken, also
DAC's, die als Ausgang ein Widerstandsnetzwerk haben. Falls ich mich
nicht täusche, gibt's sowas bis zu 10 Bit - und relativ billig.
Viel wichtigerist ne galvanische Trennung, denn der Minuspol der
Netzteilschaltung ist ja nicht automatisch auf "Labortisch-Null".
W.S.
Lurchi schrieb:> Wenn man die Spannung analog einstellt, würde ich 2 Referenzen> bevorzugen, denn der Differenzverstärker, bzw. Addierer ist nicht> perfekt.
Ich habe mal eine Ansteuerungvariante mit einer Referenz gezeichnet.
Bei 25V und 22k Vorwiderstand wird die Referenz LM285-2,5V mit etwa 1mA
betrieben.
Die 2,5V werden auf OP1 geführt, der dank des Teilers am Ausgang die
Spannung auf etwa 27,5V erhöht. Mit dem Trimmer P2 wird die maximal
einstellbare Ausgangsspannung des Netzteils bestimmt.
Diese Spannung wird mit dem Poti P1 eingestellt und auf den OP2 geführt,
der als Spannungsfolger beschaltet ist. Die Diode D1 ermöglicht auch das
Einstellen einer Spannung von 0V, wenn der Operationsverstärker nicht
auf Null herunterkommt. Von da aus geht es in den Addierer von lurchi.
OP2 dient dazu, den Addierer zu isolieren, damit am +-Eingang von U3
auch exakt 0,5* [Sollspannung+ U(R4)] steht, die dann mittels des
Teilers R11|R12 mit 2 multipliziert wird.
Für die Vorgabe der Strombegrenzung wird die Referenzspannung von 2,5V
auf maximal ein 1/11, als 0,225V geteilt, was an einem Shunt von 0,1Ohm
2,25A entspricht. Mittels des Trimmers P4 kann der Stellbereich für den
Strom noch weiter eingeschränkt werden. Diese maximal zulässige Spannung
am Shunt wird mittels OP3 gepuffert. Die Diode D2 unterstützt bei der
Ausgabe kleiner Spannungen. Mit dem Poti P3 wird dann die Stromgrenze in
Form der Ausgangsspannung am Stromshunt eingestellt.
Die beiden Trimmer für Spannung und Strom können auch durch passende
Festwiderstände ersetzt werden, wenn die Dimensionierung der
Eingangsspannungsquelle (Schaltnetzteil, Trafonetzteil) bekannt ist und
sich nicht mehr verändern soll.
Bernd K. schrieb:> Komisch, bei MJL3281A stört mich in der SOA Kennlinie, dass kein dc> angegeben ist, nur 1s. Bitte mal um Aufklärung...
Nimm den 2SC3281, derselbe Chip, nur häufiger gefälscht, aber DC SOA
angegeben
http://www.svntc.com/TPDF/2310.pdfGerhard O. schrieb:> Bezüglich DAC uC Steuerung würde ich vorschlagen das HP E3631 DAC> Steuerungskonzept als Paten zu nehmen
Find ich viel zu aufwändig und unnötig, man braucht nur Isoll und Usoll
per DAC aus einer VRef (TL431) gewinnen, und Iist und Uist messen
können.
W.S. schrieb:> Bedenke mal, daß du mit einem simplen 8 Bit DAC bereits 25 Volt auf 0.1> Volt auflösen kannst.
Na ja, 2.5A aber nur auf 10mA, reicht dem meisten nicht, und zur Anzeige
auf dem Display hat man sich an 3 1/2 Stellen gewöhnt, also 12 bit
signed. Und die sind meisten auch noch recht genau.
Die digitalen Pots sind zwar günstig, aber i.A. nur 7 oder 8 Bits. Bis
etwa 10 Bits sind die DACs noch billig (z.B. MCP4911 für rund 1,50 EUR)
ein guter 12 Bit DAC wird schon langsam teuer.
Das mit der Auflösung und den Schritten ist so eine Sache. Damit es
passt müsste man die Skalierung genau abgleichen. Das braucht einen
Extra Poti oder ggf. digitalen Poti. Ggf. braucht man auch noch einen
Null-abgleich. Je nach DAC sind die LSB Schritte auch nicht alle so
gleich - da könnte man dann bei genügend Auflöung die extra Bits mit
relativ viel DNL nutzen um die Skalierung und den Offset digital zu
machen. Etwas mehr Auflöung wäre da aber schon gut. D.h. 10-12 Bit für
0.1 V Schritte bis 20 V könnte man schon gebrauchen.
Für die galvanische Trennung gibt es einen recht offensichtlichen Weg.
Der µC wird per Optokoppler mit einer UART - USB Brücke (FT232,
MCP22xx,...) verbunden. Der USB Teil wird über den USB des PC versorgt.
Den UART -USB Teil gibt es wohl auch schon fertig als Platinchen/ Modul
günstig zu kaufen.
Bei einem einfachen Netzteil komme man mit 2 Stellwerten aus, dafür
würde ich mir den Umstand mit DAC und MUX nicht unbedingt antun, außer
man nutzt einen teuren 16 Bit DAC. Das passt aber eher nicht zu einem
einfachen Netzteil.
Eher würde ich da schon über PWM (ggf. mit ein paar extra Tricks in
Richtung SD) und Filter die Stellwerte erzeugen. Ein Filter 3. Ordnung
ist nicht so kompliziert (1 OP) und PWM ist recht gut von der
Linearität. Nur halt nicht besonders schnell. Bei 8 MHz Takt für den
Timer kriegt man selbst bei 16 Bit noch ca. 120 Hz PWM Frequenz und
hätte eine Zeitkonstante irgendwo in der Größenordnung 50 ms. D.h. nach
etwa 1/4 Sekunde kann der Wert auch stehen. Schnelle Sprünge und Muster
gehen so natürlich nicht.
W.S. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> ein einzelner 16-bit DAC>> Das halte ich für Overkill. Wie fein soll's denn werden?>> Bedenke mal, daß du mit einem simplen 8 Bit DAC bereits 25 Volt auf 0.1> Volt auflösen kannst.>> Ansonsten würde ich an billige "digitale Potentiometer" denken, also> DAC's, die als Ausgang ein Widerstandsnetzwerk haben. Falls ich mich> nicht täusche, gibt's sowas bis zu 10 Bit - und relativ billig.>> Viel wichtigerist ne galvanische Trennung, denn der Minuspol der> Netzteilschaltung ist ja nicht automatisch auf "Labortisch-Null".>> W.S.
Deine Einwände sind natürlich stichhaltig. Mein "sweet spot" wäre
höchstwahrscheinlich ein 12-bittiger DAC. Der 16-bit DAC im HP Netzteil
ist übrigens ein NF-DAC für Audio Anwendungen. Kann mich aber ohne
Nachschauen nicht mehr daran erinnern ob es ein Stereo DAC war oder ein
Mono Typ.
Bezüglich der galvanischen Trennung gibt's auch keine Einwände.
Galvanische Trennung ist für mich Selbstverständlichkeit.
Ich war mehr daran interessiert die HP Methode als möglichen Anstoß für
eigene Gedanken zu präsentieren.
Wie gesagt, zur Zeit ist es wichtiger ein gut funktionierendes rein
analoges LNG auf die Welt zu bringen ohne sich mit unnötigen Features zu
verzetteln. Natürlich ist es wichtig schon von Anfang an die uC
Schnittstellen vorzubereiten bzw. zu berücksichtigen.
Ich halte es sowieso mit Antoine De Exupéry wann ein Design optimal
geworden ist:
"A designer knows he has achieved perfection not when there is nothing
left to add, but when there is nothing left to take away."
Gerhard
Hier ist noch eine zusätzliche Möglichkeit PC Steuerung zu erzielen:
HP stellte vor vielen Jahren einen GPIB Analog Programmer her der mit
allen Modellen mit rückwärtiger Anschlußleiste kompatibel war.
Hier ein Beispiel:
https://www.ebay.com/p/keysight-agilent-hp-59501b-isolated-dac-power-supply-programmer-120v-qty-1-unit/1128852374?_trksid=p2047675.l2644
Wir könnten das ähnlich machen und rückwärtig am Eigenbau LNG eine DB15
Buchse anbringen die mit der U und I Einstellschaltung und VREF
normalerweise verbunden ist. Im reinen Analog Betrieb wird dann ein DB15
Stecker mit internen Brücken angeschraubt welcher die Geräte inneren
Steuer Elemente schaltungsgerecht verbindet. Im Fernsteuerbetrieb
wechselt man dann diesen Stecker gegen ein Steuergeät aus. Dann kann es
auch keine Unfälle zwischen Lokal und Fernsteuerbetriebs Umschaltung
geben.
Wenn man mal das LNG fernsteuern will kann das ein uC Gerät irgendeiner
Art sein, welches die notwendigen galvanisch getrennten Analog
Schnittstellen hat.
Man könnte ein solches Gerät gleich dreikanalig machen um ein Dreifach
LNG oder einzelne Geräte damit fernzusteuern. Auch digitale Spannungs-
und Strommessung und CV/CC Modus Status ließe sich mitintegrieren.
Diese Konzept hat den Vorteil, daß man sich erst später mit der uC
Steuerung befassen muß, solange man die notwendigen Verbindungen korrekt
vorausplant. Auch kostenmäßig ist dieser Ansatz attraktiv.
Gerhard
Lurchi schrieb:> Mehrere Kondensatoren parallel sind möglich um kleinere ESR Werte zu> bekommen.
Bringt normalerweise nichts.
Bei der gleichen Kapazität unterscheidet sich der ESR von z.B. 5
parallelgeschalteten 1000uF gegenüber einem 4700uF derselben Serie kaum,
geht keinesfalls auf 1/5tel.
Lurchi schrieb:> Eher würde ich da schon über PWM (ggf. mit ein paar extra Tricks in> Richtung SD) und Filter die Stellwerte erzeugen.
Da glauben die Leute immer, das wäre so einfach und so genau.
Blödsinn.
Die klassische PWM stamtm aus einem uC-Ausgang. Dessen
Versorgungsspannug ist durch die unterschiedliche Stromaufnahme des uC
schon mal massiv verschieden von Puls zu Puls, sicher 1%, manchmal 10%
falsch.
Man braucht also als erstes einen Buffer der eine Referenzspannung als
Versorgung hat, damit er genau definerte Pulse liefert.
Dann kommt der Innenwiderstand des Digitalausgangs als Störfaktor dazu.
Der macht auch leicht Fehler über 1%.
Und dann noch der Filter. Damit die Welligkeit auf unter 1% sinkt, sind
mehrstufige Filter oder aktive Filter nötig, selbst wenn man maximal
hohe PWM Frequenz nutzt.
Kurz: Eine PWM ist kaum in der Lage, selbst billige 8 bit Wandler zu
ersetzen. Für 12 bit kann man sie vergessen.
Peter M. schrieb:> Ich habe mal eine Ansteuerungvariante mit einer Referenz gezeichnet.
Ich verstehe den Sinn von D1 und D2 nicht.
Ausserdem kann man mit 2.5V gleich überall hin gehen, man muss nicht mit
hunderten Bauteilen die Spannungen erst hoch und dann runter und dann
hin und dann herwandeln.
Die Spannung am shunt sollte nicht 2.5V betragen, sondern je nach OpAmp
Ungenauigkeit (LM324->7mV->1.8V für 8 bit) TLE2141->200uV->50mV für 8
bit, 0.2V für 10 bit, ich bin sowieso für 0.2V wegen der digitalen
Panelmeter mit ICL7107 die gerne 0.2V sehen).
Wegen der notwneigen 1.8V am shunt für schwache 8 bit Genauigkeit rate
ich auch vom LM324 ab, es dsei denn, dem Erbauer ist die Genauigkeit
völlig egal. Er muss halt die Konsequenzen kennen.
Possetitjel schrieb:> Was den µC angeht, geistern mir drei Varianten im Kopf herum:> - ganz ohne µC,> - separate Anzeigemodule mit µC,> - µC-Steuerung.> Sämtliche Basisfunkionen sollten aber ganz ohne µC realisierbar> sein --> wer keinen haben will, muss keinen einbauen.
Oder:
- ganz ohne uC, Potibedienung mit Analoginstrumenten
- ganz ohne uC, Potibedienung mit Digitalpanelmeter oder
Chinaanzeigemodulen
- Potibeedienung, separate Anzeigemodule mit µC (also Chinamodule
selbstgebaut),
- separate Anzeigemodule mit µC, Bedienung über uC (Incrementalgeber)
aber ohne PC Verbindung
- µC-Steuerung, USB Anschluss zum Auslesen und Steuern, damit als
Arbiträrgenerator verwendbar, zur Steuerung und Protokollierung beim
Akkuladen für Kapazitätsmessvorgänge, Leistungsaufnahmemessungen etc.
Michael B. schrieb:> Die klassische PWM stamtm aus einem uC-Ausgang. Dessen> Versorgungsspannug ist durch die unterschiedliche Stromaufnahme des uC> schon mal massiv verschieden von Puls zu Puls, sicher 1%, manchmal 10%> falsch.
Also in diesem Fall wäre die Versorgung des uC erheblich zu schwach
ausgelegt.
Michael B. schrieb:> damit als Arbiträrgenerator verwendbar,
Ich verliere grade den Überblick... hieße das, man könnte eventuell 4
von den LNG in H-Brücke als 4-Quadranten-CC-CV-Steller gebrauchen?
Wie Ihr an dieser Frage seht, habe ich da meine Probleme.
M. K. schrieb:> Also in diesem Fall wäre die Versorgung des uC erheblich zu schwach> ausgelegt.
In solchen Fällen, wo der exakte Pegel von Bedeutung ist, kann man doch
µC mit geregelter/stabilisierter Spannung versorgen?
dfg schrieb:> Wie Ihr an dieser Frage seht, habe ich da meine Probleme.
Ich könnte mir höchstens noch vorstellen, daß die serielle Ansteuerung
(USB) in dem Fall suboptimal wäre.
dfg schrieb:> M. K. schrieb:>> Also in diesem Fall wäre die Versorgung des uC erheblich zu schwach>> ausgelegt.>> In solchen Fällen, wo der exakte Pegel von Bedeutung ist, kann man doch> µC mit geregelter/stabilisierter Spannung versorgen?
Na das würde ich definitiv sowieso machen. Man will ja auch was messen
mit dem uC, alleine deswegen sollte seine Versorgung stabil sein.
Hallo,
als Beispiel DAC 12-bit +2.7-V to +5.5-V Power Supply
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/dac7571.pdf
Ebenso gibt es einige von Microchip in 12-bit um die 1-1,50Euro pro
Stück.
Gruß Sven
Michael B. schrieb:> Peter M. schrieb:>> Ich habe mal eine Ansteuerungvariante mit einer Referenz gezeichnet.>> Ich verstehe den Sinn von D1 und D2 nicht.>> Ausserdem kann man mit 2.5V gleich überall hin gehen, man muss nicht mit> hunderten Bauteilen die Spannungen erst hoch und dann runter und dann> hin und dann herwandeln.
Das verstehe ich nicht. Wie soll ich das umsetzen?
>> Die Spannung am shunt sollte nicht 2.5V betragen, sondern je nach OpAmp> Ungenauigkeit (LM324->7mV->1.8V für 8 bit) TLE2141->200uV->50mV für 8> bit, 0.2V für 10 bit, ich bin sowieso für 0.2V wegen der digitalen> Panelmeter mit ICL7107 die gerne 0.2V sehen).
Ich habe einfach eine Potiansteuerung für die Regelung aufgezeichnet.
Wozu soll ich irgendwelche Bits zählen? Ich will doch gar keinen
Mikrocontroller anschließen.
Wenn ich mit 2,5V an den Stromsteuereingang gehe, wo maximal 0,2V bei 2A
am 0,1-Ohm-Shunt anfallen, verschenke ich doch 90% des Stellbereichs von
meinem Poti, oder?
> Wegen der notwneigen 1.8V am shunt für schwache 8 bit Genauigkeit rate> ich auch vom LM324 ab, es dsei denn, dem Erbauer ist die Genauigkeit> völlig egal. Er muss halt die Konsequenzen kennen.
Meinst Du mit "Genauigkeit" die Größe der Offsetspannung des
Operationsverstärkers?
Wenn der Offset konstant ist, wäre das für µc-Fraktion irrelvant, denn
dann kann man den Fehler in Software kompensieren.
M. K. schrieb:> dfg schrieb:> M. K. schrieb:> Also in diesem Fall wäre die Versorgung des uC erheblich zu schwach> ausgelegt.>> In solchen Fällen, wo der exakte Pegel von Bedeutung ist, kann man doch> µC mit geregelter/stabilisierter Spannung versorgen?>> Na das würde ich definitiv sowieso machen. Man will ja auch was messen> mit dem uC, alleine deswegen sollte seine Versorgung stabil sein.
Da hat Michael B. aber recht mit seiner Ablehnung bezüglich PWM.
Auch wenn die Mikrocontroller-Versorgungsspannung hochgenau ist, der
Innenwiderstand der Ausgangsstufe ist nicht konstant. Und der Pegel hat
auch Toleranzen. Siehe Datenblatt.
Mehr als 8 bit (nach Abgleich) kann man nicht erwarten.
Temperaturstabilität: nicht vorhanden.
Für LED-Ansteuerung ist PWM o.k.
Ein Mikrocontroller-gesteuertes LNG ist ja auch nicht ein Billig-Ding,
da kann der 12bit-DAC schon ein paar Euro kosten. Die fallen da nicht
ins Gewicht.
Blackbird
Blackbird schrieb:> Da hat Michael B. aber recht mit seiner Ablehnung bezüglich PWM.> Auch wenn die Mikrocontroller-Versorgungsspannung hochgenau ist, der> Innenwiderstand der Ausgangsstufe ist nicht konstant. Und der Pegel hat> auch Toleranzen. Siehe Datenblatt.
Natürlich muss da ein Puffer mit dazu, groß belasten kann man den
PWM-Pin eines uCs nicht. Aber das sollte doch klar sein.
Blackbird schrieb:> Ein Mikrocontroller-gesteuertes LNG ist ja auch nicht ein Billig-Ding,> da kann der 12bit-DAC schon ein paar Euro kosten. Die fallen da nicht> ins Gewicht.
Das sehe ich auch nicht als Problem. Was aber wieder als abschreckend
gelten könnte wäre, dass man so wieder einen "Spezialbaustein" brauchen
wird. PWM hat man im Mikrocontroller schon drin, Sallen-Key-Filter (da
kann auch ein LM324 zum Einsatz kommen) dahinter und zack hat man das
Problem der belasteten PWM aus der Welt geschafft.
Tany schrieb:
> dfg schrieb:>> Soll nicht bedeuten "ich will lieber FET Endstufe">> und warum nicht?
Hm. Wie gesagt, ist das bisher kaum ein Thema. Tany, könnte man denn
FETs äquivalent verwenden? Ich meine damit freilich nicht: "Einfach
anstatt des BJT in die gleiche Schaltung." Die grundsätzlichen
Ansteuerungsunterschiede sind mir bekannt.
Es ist zwar schon Jahrzehnte her. Doch hatte ich in irgend einer AppNote
gelesen, eine lineare FET-Endstufe sei nur schwierig, oder gar nicht,
(mit ähnlich günstigen Eigenschaften wie bei BJT-Verwendung) zu
verwirklichen.
In irgend einem weiteren Dokument wurden BJTs mit lateralen und
vertikalen FETs (allerdings in Verwendung als Audio -
Ausgangstransistoren) gegen-über-gestellt, und die Unterschiede über
ähnliche Argumente dargestellt. Ob das alles so zutrifft, kann ich nicht
sagen. Aber so weit ich mich erinnere, klang die Erklärung damals
schlüssig.
Zumindest scheint der Bipolartransistor sehr viel einfacher anzusteuern
zu sein. Es braucht halt keinen großen Spannungshub, es sind keine so
großen Kapazitäten im Spiel, und der Basiswiderstand kann eine
Basisspannung in einen Basisstrom verwandeln. Das klingt nach einem
Vorteil, rein intuitiv.
Wenn es nun rein um den geringstmöglichen Innenwiderstand ginge, könnten
FETs im Vorteil sein? Möglicherweise gäbe es ja auch (evtl. auch noch
mir gar nicht bekannte, oder von mir nicht bedachte) Vorteile bei
Verwendung von FETs.
Gegen die Erörterung jener Themen hätte ich bestimmt nichts einzuwenden.
Allerdings macht ein tieferer Abstecher dort hinein nur Sin, wenn meine
o. g. Bedenken / Gegenargumente weniger bedeutsam sind, als ich dachte.
(Obwohl ich also zugeben muß, daß mich die potentiellen Auswirkungen
sehr interessierten, hielte ich eine Thematisierung - jetzt und hier -
für wenig sinnvoll. Sonst gibt´s noch schimpfe für Störung... :)
Es gibt auch Microcontroller mit eingebautem (brauchbaren) ADC und 12bit
DAC, z.B. von ST die STM32 Serie.
Wenn zu nem Standard 8bit AVR noch HW in Form von DAC etc. dazukommt ist
das IMHO eine Überlegung wert da preislich dann auch kaum noch ein
Unterschied besteht.
Zuätzlich bietet sich noch eine einfache Möglichkeit z.B. einen
SD-Karten Anschluss zu implementieren um Daten zu loggen bzw. Spannungs
und Stromvorgaben machen zu können.
dfg schrieb:> Ob das alles so zutrifft, kann ich nicht> sagen. Aber so weit ich mich erinnere, klang die Erklärung damals> schlüssig.
So grob kann man sagen: BJTs sind eigentlich elektronische Widerstände,
FET sind eigentlich elektronische Schalter. Daher ist eigentlich ein BJT
für ein LNG besser geeignet als ein Mosfet denn ein LNG regelt ja
eigentlich nur seinen Innenwiderstand damt die
Ausgangsspannung/Ausgangsstrom konstant bleibt.
M. K. schrieb:> dfg schrieb:>> Ob das alles so zutrifft, kann ich nicht>> sagen. Aber so weit ich mich erinnere, klang die Erklärung damals>> schlüssig.>> So grob kann man sagen: BJTs sind eigentlich elektronische Widerstände,> FET sind eigentlich elektronische Schalter. Daher ist eigentlich ein BJT> für ein LNG besser geeignet als ein Mosfet denn ein LNG regelt ja> eigentlich nur seinen Innenwiderstand damt die> Ausgangsspannung/Ausgangsstrom konstant bleibt.
In meinem 30V/10A LNG nach FS12/73 verwende ich drei parallele IRF120
MOSFETS und hatte keine Regelprobleme. Das tut schon seit 1987 seinen
Dienst.
Siehe hier: Beitrag "Re: Nachbausicheres Klein Labornetzgeraet"
dfg schrieb:> könnte man denn FETs äquivalent verwenden?
Ich kann nur sagen, mein LNG ist mit FET bestückt: Treiber: BC857C.
Eine Diskussion hier möchte ich meiden und ehrlich gesagt keine Lust,
wie oft auch schon darüber diskutiert wurde, findest du hier im Forum.
Gerhard O. schrieb:> In meinem 30V/10A LNG nach FS12/73 verwende ich drei parallele IRF120> MOSFETS und hatte keine Regelprobleme. Das tut schon seit 1987 seinen> Dienst
...und mein 2x 0...36V, 0..4A LNG mit jeweils einem IRF250 ist seit
Jahren im Dienst. :-)
Hallo!
Bei meinem ersten selbstgebautem LNG fehlte mir gerade das passende Poti
für die Stromeinstellung. Da habe ich provisorisch aus vorhandenen
Widerständen und einem Stufenschalter ein rastendes "Poti"
zusammengelötet.
Die Werte 10-25-50-100-250-500-1000-1500-2000-2500 mA fand ich praktisch
und genügend hoch auflösend.
Besonders empfindliche Sachen würde ich ohne zusätzliche
Sicherheitsmaßnahmen sowieso nicht direkt am LNG betreiben
Das Provisorium lebt immer noch, und ich muss zum Einstellen nie den
Ausgang kurzschließen.
Statron hat sowas wohl auch gemacht, mit zusätzlicher Poti-Einstellung
innerhalb der Bereiche.
Eine Zehngangeinstellung für den Strom ist purer Nonsens!
<Zwischenruf>
dfg schrieb:> Tany schrieb:>> dfg schrieb:>>> Soll nicht bedeuten "ich will lieber FET Endstufe">>>> und warum nicht?>> [...] Tany, könnte man denn FETs äquivalent verwenden?
Verwenden: Im Prinzip ja.
Äquivalent: Jein.
> Zumindest scheint der Bipolartransistor sehr viel einfacher> anzusteuern zu sein. Es braucht halt keinen großen Spannungshub,
Richtig -- Erster Nachteil von FETs: Geringere Steilheit (d.h.
mehr Steuerspannungsänderung für dieselbe Laststromänderung
notwendig).
Die Regelschleife hat also mehr zu tun als beim BiPo.
> es sind keine so großen Kapazitäten im Spiel,
Richtig -- zweiter Nachteil von FETs: Größere Kapazitäten.
> Wenn es nun rein um den geringstmöglichen Innenwiderstand> ginge, könnten FETs im Vorteil sein?
Bei Schalt-Anwendungen ist das ja so, aber nicht bei Einsatz
als linearer Steller. Im Linearbetrieb ist der Widerstand
sowieso variabel und hoch.
> Möglicherweise gäbe es ja auch (evtl. auch noch mir gar> nicht bekannte, oder von mir nicht bedachte) Vorteile bei> Verwendung von FETs.
Theoretisch haben FETs die Nase vorn, weil sie keinen zweiten
Durchbruch haben (der den Einsatz von BiPos bei höheren
Spannungen und mittleren Strömen stark beschränkt.)
Praktisch sind moderne FETs auf Schalterbetrieb optimiert und
weisen einen Effekt auf, dessen Namen ich mir nicht merken
kann und der dieselbe Folge wie der zweite Durchbruch hat:
Kein Dauerbetrieb bei höheren Spannungen und nennenswerten
Strömen. (Erlaubt ist nur "völlig leitend" oder "völlig
gesperrt".)
Eine originelle Frage wäre, ob sich IGBTs als Stellglied
eignen würden, aber das müssen wir nicht UNBEDINGT
diskutieren... es soll ja mal ein greifbares Ergebnis
geben... :)
> Sonst gibt´s noch schimpfe für Störung... :)
Dies ist ein Forum, da ist "Alle quatschen durcheinander"
erklärtes Prinzip :)
</Zwischenruf>
Possetitjel schrieb:> Theoretisch haben FETs die Nase vorn, weil sie keinen zweiten> Durchbruch haben (der den Einsatz von BiPos bei höheren> Spannungen und mittleren Strömen stark beschränkt.)
Beim 2N3773 steht der immerhin erst bei 80-100V an (80V 5A für 100ms,
100V 1,5A statisch). Schnell ist er allerdings nicht.
A. K. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Theoretisch haben FETs die Nase vorn, weil sie keinen zweiten>> Durchbruch haben (der den Einsatz von BiPos bei höheren>> Spannungen und mittleren Strömen stark beschränkt.)>> Beim 2N3773 steht der immerhin erst bei 80-100V an (80V 5A> für 100ms, 100V 1,5A statisch). Schnell ist er allerdings nicht.
Unbestritten.
Wenn man lange genug sucht, findet man im Gegenzug
sicher auch FETs, die DC-SOAR-Kurven im DaBla haben :)
M. K. schrieb:> So grob kann man sagen: BJTs sind eigentlich elektronische Widerstände,> FET sind eigentlich elektronische Schalter
Nein.
Man kann sagen: BJT sind Stromverstärker, FETs sind spannungsgesteuerte
Widerstände.
Beide eignen sich um Spannungsregler aufzubauen, aber BJT sind einfacher
parallelschaltbar und FETs haben nicht unbedingt eine grössere SOA.
Dsher nimmt man schlauerweise BJT.
Ja, aktuell werden FETs vor allem für Schaltanwendungen gezüchtet,
kleine SOA und niedriger RDSon.
Possetitjel schrieb:> Wenn man lange genug sucht, findet man im Gegenzug> sicher auch FETs, die DC-SOAR-Kurven im DaBla haben :)
Und zwar auf die gleiche Art: Wenn das DaBla noch auf vergilbtem
abgegriffenem Papier ist, und das PDF im Netz bloss ein Scan davon, dann
stehen die Chancen besser. ;-)
Für den 2N3773 wird eine antike Herstellungstechnik verwendet, analog
zum ursprünglichen 2N3055. Bei MOSFETs ist das ähnlich. Die ollen BUZs
tun sich hier leichter als viele aktuellen Typen.
MaWin schrieb:> Ja, aktuell werden FETs vor allem für Schaltanwendungen gezüchtet,> kleine SOA und niedriger RDSon
Ja, genau das meinte ich damit. Ich wollte damit natürlich nicht sagen,
dass Mosfets generell nicht für ein LNG geeignet sind. Das wäre Quatsch,
es gibt genügend Gegenbeispiele dafür.
Peter M. schrieb:> Meinst Du mit "Genauigkeit" die Größe der Offsetspannung des> Operationsverstärkers?
Alle Eingangs- und Verstärkungsfehler.
> Wenn der Offset konstant ist,
Ist er nicht. Temperaturabhängig, gleichtaktabhängig, exemplarabhängig,
verstärkungsabhängig.
Man muss mit der Datenblattoleranz rechnen.
Ein LM324 ist einfach das billigste vom Billigen, seine Defizite fallen
bei jeder Messanwendung auf, ein Labornetzteil ist eine Messanwendung.
Wer Analoginstrumente nutzt (2.5% Ablesefehler) kann mit ihnen leben.
Ein 3 1/2 stelligen Panelmeter wird mit einem LM324 versaut.
A. K. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Wenn man lange genug sucht, findet man im Gegenzug>> sicher auch FETs, die DC-SOAR-Kurven im DaBla haben :)>> Und zwar auf die gleiche Art: Wenn das DaBla noch auf vergilbtem> abgegriffenem Papier ist, und das PDF im Netz bloss ein Scan davon, dann> stehen die Chancen besser. ;-)
Dann schaut euch mal diesen 2,5 Kilowatt MOSFET-Brocken an:
https://www.fairchildsemi.com/datasheets/FD/FDL100N50F.pdf
Da ist nichts mit alt (4 Jahre) oder vergilbt und er hat eine DC SOA
Kennlinie, die sich gewaschen hat: 25V:100A, 100V:25A
Fragt sich nur, ob man die Verlustleistung ohne flüssigen Stickstoff weg
gekühlt bekommt.
M. K. schrieb:> dfg schrieb:> M. K. schrieb:> Also in diesem Fall wäre die Versorgung des uC erheblich zu schwach> ausgelegt.>> In solchen Fällen, wo der exakte Pegel von Bedeutung ist, kann man doch> µC mit geregelter/stabilisierter Spannung versorgen?>> Na das würde ich definitiv sowieso machen. Man will ja auch was messen> mit dem uC, alleine deswegen sollte seine Versorgung stabil sein.
Wenn man was messen will mit einem uC, was nicht ratiometrisch von der
Versorgungsspannung abhängf, wählt man tunlichst die interne Bandgap,
die ist 1000 x stabiler als die Versorgungsspannung.
Possetitjel schrieb:> Wenn man lange genug sucht, findet man im Gegenzug> sicher auch FETs, die DC-SOAR-Kurven im DaBla haben
Oder für "Schalt-FETs" nachgereichte Kurven.
MaWin schrieb:> Wenn man was messen will mit einem uC, was nicht ratiometrisch von der> Versorgungsspannung abhängf, wählt man tunlichst die interne Bandgap,> die ist 1000 x stabiler als die Versorgungsspannung
Hab ich irgendwo behauptet mit der Versorgung zu messen? Muss mir
entfallen sein. Wenn du nicht zwischen den Zeilen lesen kannst dann sag
lieber nichts.
Wenn man die richtigen Typen nimmt kann man auch MOSFETs in einen LNG
nutzen. Nur sind sie in einer Schaltung als Sourcefolger nicht so
geeignet: man verliert zusätzliche Spannung und die mit dem Strom
ansteigende Steilheit wird leicht zum Problem. Parallelschalten ist auch
nicht so einfach. Für den fliegenden Regler sind MOSFETs durchaus eine
gute Wahl.
Es sind auch nicht alle MOSFETs geeignet. Viele neue MOSFET typen sind
wirklich nur als Schalter zu gebrauchen, alter Typen gehen ggf. auch als
analoges Stellglied.
Wenn man PWM genaue Spannungen Erzeugen will, muss man schon auf eine
Stabile Ausgangsspannung achten. Solange der µC nicht so viel zu tun
hat, und insbesondere keine größeren Lasten (z.B. LEDs) treibt kann
dafür die µC Versorgung reichen, sonst halt eine extra Treiber Stufe mit
stabiler Versorgung. Der Ausgangswiderstand ist kaum von Bedeutung (eine
minimale Verschiebung der Filterfrequenz interessiert nicht). Einen
kleinen Einfluss hat der Unterschied im Ausgangswiderstand zwischen H
und L Zustand - das kann zu etwas Nichtlinearität führen. Auch da liegt
man dann aber eher im 12-14 Bit Bereich, wenn man das Filter nicht zu
niederohmig macht. Ein aktives Filter sollte es schon sein, der Aufwand
ist trotzdem nicht so groß.
Die billigen 12 Bit DACs sind auch nicht gerade so genau, aber je nach
Anspruch kann das genügen. Wenn man damit auskommt sind die tatsächlich
ein brauchbare Alternative.
Beim µC Teil kann es aber auch jeder so machen wie er will. Der eine
will lieber hohe Auflösung, der 2. eine schnelle Einstellung und der 3.
einen niedrigen Preis. Der µC Teil sollte auch eher hinten an - ob der
DAC 0-3 V oder 0-5 V liefert macht keinen so großen Unterschied und von
der Tendenz her braucht man noch eine Anpassung auf die passenden Pegel
des analogen Teils.
Für die analoge Steuerung kann es günstiger sein dort 2 getrennte
Stellspannungen mit getrenntem Bezugspunkt zu nutzen. Die Anpassung auf
eine Bezugsebene ist nicht nur extra Aufwand, sondern verschlechtert
auch die Eigenschaften etwas. Den Teil sollte man also nur machen wenn
man ihn für die µC Steuerung auch wirklich braucht. Je nachdem wie man
den µC Teil hat kann man da auch verschiedene Wege gehen (analog oder
per DAC mit anderem Bezugspunkt).
Für die relativ kleinen Spannungen am Shunt ist der LM324 tatsächlich
nicht so gut. Teils wäre für den Stromteil auch ein etwas schnellerer OP
günstig - da sollte man ggf. einen anderen, besseren OP möglich machen
und dann lieber statt einen 4 fach OP lieber zwei 2-fach OPs einplanen.
Zumindest eine kleinen Abgleich muss man wohl einplanen, die Drift ist
beim LM324 noch nicht einmal so schlecht. Der LT1013 als genauere
Alternative ist allerdings teils recht teuer (die Ti Variante ist ggf.
erschwinglich).
So, hallo allerseits,
hier ist er wieder, der komische Managerheini mit dem
"merkwürdigen Powerpoint geraffel" und den längsten
Texten im Faden.
Im Anhang die schon vor Tagen angekündigte aktualisierte
Zusammenstellung der Entwicklungsziele.
Der Text will und soll keine abschließende Festlegung sein,
sondern soll als Grundlage für die folgenden Entwicklungs-
schritte dienen. Ich hoffe, er beantwortet die meisten
allgemeinen Fragen und entlastet so das Forum von den
immer gleichen Antworten.
Sachliche Anmerkungen zum Text sind willkommen.
Seite 1 enthält als Übersicht den Konsens, den ich aus
den bisherigen Beiträgen herausgelesen habe. Gegenüber
der 1. Fassung gibt es nur ein paar Ergänzungen, aber
keine inhaltlichen Änderungen.
Seite 2 enthält ein paar philosophische Erwägungen, die
ich unbedingt loswerden musste, aber nicht öffentlich
hier im Faden schreiben wollte :)
Auf den Seiten 3 bis 5 finden sich ein paar technische
Anmerkungen zu den Zielen von Seite 1.
+ + +
Als nächsten Schritt habe ich vor, das von allen geliebte
Blockschaltbild nochmal aufzugreifen und ein paar Worte
zur "Architektur", also zu den Teilsystemen und ihren
Schnittstelle zu sagen.
Mir ist klar, dass das weder übermäßig spannend noch
spektakulär neu ist -- aber ich halte es für nützlich, um
den Überblick zu behalten.
Das dauert aber noch ein paar Tage.
+ + +
Das war's erstmal; wieder zurück zur Technik.
Allseits gut Holz!
Möge der magische Rauch nicht zu schnell entweichen!
Lurchi schrieb:> ...Für den fliegenden Regler...
Ich weiß nicht, was du mit dem "fliegendem Regler" meinst. Ich gehe
davon aus, dass ein Regler mit zus. Hilfsspannungen gemeint ist.
Was ist praktisch Nachteil überhaupt von solchem Regler, außer man
zusätzlich ein Trafo bzw. eine Wicklung für die Hilfsspannungen braucht?
M. K. schrieb:> Hab ich irgendwo behauptet mit der Versorgung zu messen?
Ja. Und zwar in Bezug auf die Versorgung sonst wären
Stabilitätsanforderungen an sie ziemlich überflüssig.
M. K. schrieb:> Man will ja auch was messen mit dem uC, alleine deswegen sollte seine> Versorgung stabil sein.> Muss mir entfallen sein. Wenn du nicht zwischen den Zeilen lesen kannst dann sag
lieber nichts.
Schreib lieber nichts, wenn du hinterher nicht daran erinnert werden
willst.
Tany schrieb:> Lurchi schrieb:>> ...Für den fliegenden Regler...>> Ich weiß nicht, was du mit dem "fliegendem Regler" meinst. Ich gehe> davon aus, dass ein Regler mit zus. Hilfsspannungen gemeint ist.> Was ist praktisch Nachteil überhaupt von solchem Regler, außer man> zusätzlich ein Trafo bzw. eine Wicklung für die Hilfsspannungen braucht?
Das ist das von mir "immer" erwähnte "HP Prinzip", wo der Bezugspunkt
der ganzen Regelschaltung und der Hilfsspannungsversorgung der Ausgang
bzw + Sense ist. Das hat den Vorteil, dass der Ansteuerstrom der
Leistungsstufe von der Hilfsspannungsversorgung kommt und nicht von der
Hauptstromversorgung. Da in der Regel die Hilfsstromversorgung bei
Verlust der Netzspannung schneller zusammenbricht, werden in der Regel
die gefürchteten unkontrollierten Spannungserhöhungen während dieser
Phase weitgehendst vermieden. Um ganz sicher diesen Effekt verhindern zu
können baut wird oft zusätzlich noch eine Unterspannungsverrieglung
eingebaut. Dann kann eigentlich nichts mehr passieren.
HP/Harris verwendet dieses Konzept seit ihren Anfangsjahren und man kann
alles darüber in App Note 90(B) lesen. Ich vermute, dass die Ingenieure
von Harris frühzeitig die Vorteile dieses Konzepts erkannten, und dass
es gar nicht auf den Mist von HP gewachsen war, wie meist behauptet
wird. Die früheren Harris LNGs waren schon so gebaut. Das meine ich
jetzt nicht negativ.
Possetitjel schrieb:> hier ist er wieder, der komische Managerheini mit dem> "merkwürdigen Powerpoint geraffel" und den längsten> Texten im Faden.
Hut ab! Sehr schön formuliert. Ich denke es ist eine gute gemeinsame
Basis für alle Mitstreiter des Projekts und ganz im Geist von Exupéry.
MaWin schrieb:> Ja. Und zwar in Bezug auf die Versorgung sonst wären> Stabilitätsanforderungen an sie ziemlich überflüssig.
Da haste den Fadem verloren. Die Stabilitätsanforderung der Versorgung
ist für die PWM wichtig.
Ich werde mir wahrscheinlich diesen Winter eine Dreifach LNG Version
bauen mit den Import Doppel Instrumenten und gemeinsamen Nullpunkt. Ich
vermisse schon lange so ein LNG für gemischte Digital/Analogprojekte wo
man die Spannungen gleichzeitig ein und Ausschalten kann und mit
rückwärtiger Schnittstelle für die mögliche Zukunfts uC-Steuerung. Dafür
sehe ich z.B. eine DB25 Buchse vor, die normalerweise mit einen DB25
Stecker mit internen Brücken für die Sollwertvorgaben versehen ist und
nur bei Bedarf mit dem Programmiergerät verbunden wird. Dieses
Programmiergerät kann relativ handlich sein um nicht zu viel Platz
wegzunehmen.
Ich bin mit Poties für den Rest der Zeit durchaus zufrieden und wenn ich
mal wirklich Fernsteuerung brauche, schließe ich sie lieber nur bei
Bedarf an. Das ist auch kostengünstiger. Der Vorteil ist auch, dass ich
schon existierende LNGs dafür modifizieren könnte. Für höhere Stromwerte
habe ich schon einige LNGs.
Leistungsmerkmale des geplanten Geräts:
Ausgang1: 0-7.5V 0-3A
Ausgang2: 0-20V 0-1A
Ausgang1: 0-20V 0-1A
Possetitjel schrieb:> Im Anhang die schon vor Tagen angekündigte aktualisierte> Zusammenstellung der Entwicklungsziele.
Wow, meinen Dank und Anerkennung zu der Arbeit. Erstmalig wird mit
"fester Hand" die Sache geleitet. Sieht fast so aus, als würde doch mal
was Konkretes nach den tausend Anläufen zum Thema.
Leute ihr entfernt Euch schon wieder mal meilenweit vom Thema.
Eigentlich war doch das Ziel ein nachbausicheres LNG zu bauen, welches
auch einen Anfänger geeignet wäre.
Jetzt seid ihr schon wieder bei PWM und allen anderen Kram.
Die Anforderungen (Spannungs-/Strombereich) waren doch schon ganz gut
umrissen. Auch war ja mal schon so weit, das man gesagt hatte ein
einfaches Basismodul - also ohne µC - mit dem man auch eine
Dualstromversorgung aufbauen kann, wenn man möchte. Das ganze natürlich
mit einfach beschaffbaren Bauteilen.
Wäre schön wenn man wieder zum Thema zurück finden würde.
Zeno schrieb:> Leute ihr entfernt Euch schon wieder mal meilenweit vom Thema.> Eigentlich war doch das Ziel ein nachbausicheres LNG zu bauen, welches> auch einen Anfänger geeignet wäre.> Jetzt seid ihr schon wieder bei PWM und allen anderen Kram.
Das ist doch das offizielle Ziel. Das Geflüsterte von PWM, uC ist nur
Umgebungsgeräusch;-)
>> Die Anforderungen (Spannungs-/Strombereich) waren doch schon ganz gut> umrissen. Auch war ja mal schon so weit, das man gesagt hatte ein> einfaches Basismodul - also ohne µC - mit dem man auch eine> Dualstromversorgung aufbauen kann, wenn man möchte. Das ganze natürlich> mit einfach beschaffbaren Bauteilen.> Wäre schön wenn man wieder zum Thema zurück finden würde.
Da bin ich zuversichtlicher wie Du.
Dass jeder bis zu einem bestimmten Grad sein eigenes Süppchen kochen
wird muss jedem klar sein und ist auch richtig so. Am Ende kommt
bestimmt ein nettes Design raus, dass die Basis für das eigene LNG
Projekt sein kann.
Gerhard O. schrieb:> Da bin ich zuversichtlicher wie Du.
Dein Glas ist halt halb voll.
Dein geplantes Projekt finde ich gut. Die von Dir gewählten
Spannungs-/Strombereiche finde ich sehr praxisbezogen und nach meinem
Verständnis für's Hobby völlig ausreichend.
Ich habe derzeit ein Festspannungsteil das 1x5V/2A, +-12/1A und
+-12V/0,5A bereitstellt. Ist die Stromversorgung aus einem alten 3D
Messgerät. Dazu habe ich noch ein Statron 0..30V/0..5A. Ein altes
PC-Netzteil habe ich mit Schraubklemmen ausgerüstet, so das ich bei
Bedarf auch noch auf die im PC üblichen Spannungen mit etwas Schmackes
zurück greifen kann. Bisher haben diese Spannungsquellen für alle meine
Bastelprojekte bei weitem ausgereicht.
Steuerung per µC oder PC habe ich bisher auch noch nicht vermisst. Für
diverse Messreihen mag das zwar ganz sinnvoll sein, aber im Hobbybereich
tritt das, zumindest bei mir, eigentlich gar nicht auf. Das heißt ja
nicht das es der eine oder andere braucht.
Tany schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Das ganze natürlich mit einfach beschaffbaren Bauteilen.> ...und ergrenzend noch Bauform: THT oder SMD. Wenn SMD ab welcher Größe.
Das war nicht ich;-) Das stammte von Zeno.
Ob THT oder SMD spielt für dieses Projekt nur dann eine Rolle wenn hier
gemeinsame Leiterplattenentwürfe gepostet werden.
Obwohl ich in der Arbeit fast ausschließlich mit SMD arbeite, scheint
mir persönlich THT aus den folgenden Gründen vorteilhafter zu sein:
1) Meine Bastelkiste hat mehr THT Teile als SMD,
2) Kompaktheit spielt bei mir keine große Rolle da die Leistungsteile
sowieso maßgeblich die Gesamtgröße bestimmen.
3) Zuverlässigkeit meiner Hand SMD Lötungen. Wenn nicht gerade mit
einschlägigen Industriestandards und genau gesteuerten Prozessen
gearbeitet wird, ist ein gewisses Risiko von Komponenten-Beschädigungen
beim Löten nicht ausschließbar. Das könnte sich dann spaeter fatal
auswirken wenn ein wichtiger Teil durch Haarrisse ausfällt und die
Ausgangsspannung unkontrolliert hochschnellt. Deswegen scheint mir THT
hier vorteilhafter. Das ist Eure Entscheidung. Meine steht fest.
4) Ich bin schon ein etwas aelteres Semester und THT Komponenten sind
für mich leichter manipulierbar und leichter zu sehen. Früher sah ich
wie ein Luchs. Junggemüse kann Punkt 4 ignorieren;-)
5) Mir sind Leiterplatten mit THT Komponenten auch lieber weil man mit
Tastköpfen leichter herankommt und einklinken kann. Bei SMD muss man
immer andrücken wenn man nicht gerade Testpoints mit Hooks vorsieht. Als
Erinnerung bleiben dann immer die kleinen Tastkopfeindrueckpunkte auf
den Lötstellen zurück.
6) Teile lassen sich im Prototypen Stadium leichter auswechseln und man
verhunzt die Lötstellen nicht so leicht.
Das HP typische Konzept unterscheidet sich schon in einigen
Eigenschaften. Die Vorteile sind:
+ Sehr flexibel bei der Spannung (auch für 100 V wenn es sein muss)
+ Spannung und Strom Signale mit einem Bezugspunkt für die Messung und
Steuerung (je nach Variante auch getrennt, vor allem mit BJT).
+ Stromregelung von der Tendenz her schneller / besser
+ kleinerer Spannungsverlust (gut bei kleiner Spannung)
+ je nach Spannung gut für MOSFET als Leistungselement
Das Prinzip hat aber auch Nachteile:
- Spannungsregelung von der Tendenz her langsamer
- PSRR eher schlechter (ggf. relevant hinter Vorregler)
- extra Hilfsspannung (kann aber gut für µC / Display genutzt werden)
- i.A. mehr Ausgangskapazität nötig
- schwieriger zu verstehen
- Auslegung der Kompensation etwas schwieriger
Für ein größeres Netzteil mit allem Pipapo würde ich eher das HP Prinzip
bevorzugen. Für ein einfaches Netzteil kann man es aber auch einfacher
machen. Den HP ähnlichen Typ würde ich mir für später aufsparen, ggf.
irgendwann nächstes Jahr in einem 2. Thread.
Extra Sense Eingänge machen die Sache schon etwas komplizierter. U.A.
der Schutz für Fehlbedienung ist nicht trivial und mit der
Geschwindigkeit muss man auch eher Rücksicht nehmen. Man sollte aber
schon sehen, dass intern die Kabelwiderstände bis zu den Buchsen nicht
eingehen - d.h. Geräte intern schon extra Sense-Leitungen vorsehen,
allerdings ohne extra Schutz und nicht extra hochohmig.
<Einwurf>
Lurchi schrieb:> Für ein größeres Netzteil mit allem Pipapo würde ich eher> das HP Prinzip bevorzugen. Für ein einfaches Netzteil kann> man es aber auch einfacher machen. Den HP ähnlichen Typ> würde ich mir für später aufsparen, ggf. irgendwann> nächstes Jahr in einem 2. Thread.
Ja, das sehe ich im Kern genauso.
Eigentlich mag ich es nicht besonders, schon eine Vor-Entschei-
dung zu treffen, ehe man die Alternativen gründlich geprüft hat;
aber auf der anderen Seite denke ich, der einfache massebezogene
Emitterfolger deckt praktisch alles ab, was bisher so an Wünschen
formuliert wurde.
Dazu kommt: Arnos Kaskadenregler (OPV/Transistoren) hat, wenn
ich das richtig gesehen habe, eine innere Verstärkung im "inneren"
Regler (also dem Transistorverstärker). Dadurch fällt auch das
30V-Limit der OPVs.
</Einwurf>
Mir ist heute ein Prinzipschaltbild über den Weg gelaufen, das ich recht
bemerkenswert fand:
https://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/bilder/kdarl2_4.gif
Es stammt aus dem Elektronik-Kompendium von Thomas Schaerer:
https://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/kdarl2.htm
und ist als Bild 4 ganz weit unten zu finden.
Besonderheit:
Die Ausgangsspannung kann frei gewählt werden, etwa 20-60V oder mehr, da
der OpAmp nicht mehr diese Spannung abkönnen muss. Und wenn man sich
einen OpAmp für 5V aussuchen kann, hat man eine Riesenauswahl an
Präzisionstypen mit Offset im im µV Bereich und Drift im nV Bereich. Nur
mal als Beispiel:
http://www.mouser.com/ds/2/389/tsz121-957398.pdf
Und dann die komplementäre PNP-Darlingtonstufe, die hier bereits als
vorteilhaft bezüglich Regelverhalten angesprochen wurde.
Vielleicht habe ich ja etwas übersehen, was dieses Konzept ins abseits
stellt. Warten wir mal ab, was die Experten dazu sagen.
Gerhard O. schrieb:
> Siehe hier: Beitrag "Re: Nachbausicheres Klein Labornetzgeraet"
Gerhard, danke dafür. Diesen Faden hatte ich glatt verpaßt.
Tany schrieb:
> ...und mein 2x 0...36V, 0..4A LNG mit jeweils einem IRF250 ist seit> Jahren im Dienst. :-)
Findet man dieses auch irgendwo hier dokumentiert? Oder hast Du dessen
Konstruktion und Parameter gar (gezwungenermaßen) geheim gehalten?
Raus damit. Zumindest mit ein paar Fakten dazu. :)
Roland F. schrieb:
> Wenn da was im Bereich Arduino oder> AVR-nackt zum Einsatz kommt, würde ich mich als "Brennstation" anbieten.
Feiner Zug von Dir. ;-)
Possetitjel schrieb:
> Dazu kommt: Arnos Kaskadenregler (OPV/Transistoren) hat, wenn> ich das richtig gesehen habe, eine innere Verstärkung im "inneren"> Regler (also dem Transistorverstärker). Dadurch fällt auch das> 30V-Limit der OPVs.
Hieße ja auch, daß OPVs mit weit niedrigerer Versorgungsspannung (wie
viele moderne Typen sind) wieder in Frage kämen. Oder nicht?
Danke Dir übrigens für Dein "Engagem(anag)ent". Schön zusammengefaßt.
Ich denke übrigens, daß man auf die Umsetzung des HP-Prinzips nicht
lange warten muß, wenn es so weitergeht. Es geht doch gut voran, finde
ich.
Bernd K. schrieb:> Und wenn man sich> einen OpAmp für 5V aussuchen kann, hat man eine Riesenauswahl an> Präzisionstypen mit Offset im im µV Bereich und Drift im nV Bereich.
Ja, sowas ähnliches wollte ich auch "gemeint haben" grade. :)
Die Auswahl ist im niedrigeren Spannungsbereich ganz anders.
Zeno schrieb:> Steuerung per µC oder PC habe ich bisher auch noch nicht vermisst. Für> diverse Messreihen mag das zwar ganz sinnvoll sein, aber im Hobbybereich> tritt das, zumindest bei mir, eigentlich gar nicht auf. Das heißt ja> nicht das es der eine oder andere braucht.
Bis jetzt habe ich PC Steuerung noch nicht gebraucht. Allerdings kommt
der Apettit mit dem Essen. Wenn man also diese Möglichkeit hat, findet
man wahrscheinlich Projekte wo man es gut verwenden könnte.
Ich möchte den Faden hier nicht zu sehr verzetteln und man möchte es mir
bachsehen; möchte aber trotzdem bemerken wie wichtig zusätzlich zum LNG
eine gute elektronische Last ist die dynamisch eingesetzt werden kann
und verschiedene Betriebsarten wie Konstantstrom, Widerstands Modus und
Konstant-Leistung beherrscht.
Das wäre vielleicht ein dankbares Folgeprojekt. Ich habe mich da schon
vor einiger Zeit nach 300W CPU Kühlern ausreichender Leistung und
Linearen Hochleistungs MOSFETs mit ausreichendem SOA umgeschaut. So ein
Projekt will ich auf alle Fälle hochziehen. Es gibt für solche Zwecke
tolle MOSFETs mit günstiger Zweiloch Befestigung für recht hohe Ströme
im Linearbetrieb.
Die von Bernd K. ins spiel gebrachte Variante
https://www.elektronik-kompendium.de/public/schaer...
hat einige gute Punkte, etwa die Möglichkeit auch mehr als 30 V
auszugeben. Allerdings geht in der Schaltung der Transistor Teil recht
deutlich ein. D.h. je nach Wahl der Transistoren geht die Schalung mal
gut und mal schwingt es, insbesondere bei kleinen Strömen. Die
Verstärkung über Transistoren ist leider abhängig vom Strom mit dem man
arbeitet, und auch recht hoch. Mit ein paar zusätzlichen Widerständen am
Emitter ließe sich das wohl noch etwas bändigen.
Eine andere positive Eigenschaft ist, dass mit der Ausgangsspannung
recht dicht an die Versorgung kommt. Es gehen nur etwa 1-1.5 V verloren.
Die Quasikomplementäre Darlingtonschaltung wird hier allerdings als
Stomverstärker genutzt und nicht als Spannungsfolger. u.A. wird die
Basis des PNP hochohmig angesteuert. Das gibt also an deutlich anders
Verhalten. Die Endstufe hat trotz dem NPN am Ausgangs einen eher
hochohmigeren Ausgangswiderstand. Da ist man im Übergang vom klassichen
Regler zum LDO, etwa ähnlich wie in der Spannungsregern Lt1085 oder
LM1117.
Die Version wäre es sicher Wert sich die auch noch einmal zu simulieren
und um Stromregelung zu ergänzen. Vom Gefühl her würde ich sagen gute
Eigenschaften, wenn es passt, aber ggf. nicht so nachbausicher.
M. K. schrieb:> MaWin schrieb:>> Ja. Und zwar in Bezug auf die Versorgung sonst wären>> Stabilitätsanforderungen an sie ziemlich überflüssig.>> Da haste den Fadem verloren. Die Stabilitätsanforderung der Versorgung> ist für die PWM wichtig.
Du darfst gerne noch mal deinen eigenen Beitrag lesen, falls du
inzwischen vergessen haben solltest, was du gestern gesabbelt hast.
Messen heisst nicht PWM.
Lurchi schrieb:> Allerdings geht in der Schaltung der Transistor Teil recht> deutlich ein. D.h. je nach Wahl der Transistoren geht die Schalung mal> gut und mal schwingt es, insbesondere bei kleinen Strömen. Die> Verstärkung über Transistoren ist leider abhängig vom Strom mit dem man> arbeitet, und auch recht hoch. Mit ein paar zusätzlichen Widerständen am> Emitter ließe sich das wohl noch etwas bändigen.
Genau so ist das. Das Prinzip ist hier gelegentlich schon gezeigt
worden. In diesem Thread:
Beitrag "Bauplan Hochspannungsnetzteil 0 - 400V- / 0 - 1A"
sind einige Beispiele verlinkt. Die hohe Schleifenverstärkung macht
allerdings nur Ärger. In dieser Schaltung:
Beitrag "Re: Bauplan Hochspannungsnetzteil 0 - 400V- / 0 - 1A"
musste ich die Steuerspannung runtersetzen und einen großen
Sourcewiderstand einbauen, um wenigstens unter bestimmten Bedingungen
Stabilität zu bekommen, obwohl der Ausgangstransistor nur als
Sourcefolger arbeitet.
Michael B. schrieb:> M. K. schrieb:>> MaWin schrieb:>>> Ja. Und zwar in Bezug auf die Versorgung sonst wären>>> Stabilitätsanforderungen an sie ziemlich überflüssig.>>>> Da haste den Fadem verloren. Die Stabilitätsanforderung der Versorgung>> ist für die PWM wichtig.>> Du darfst gerne noch mal deinen eigenen Beitrag lesen, falls du> inzwischen vergessen haben solltest, was du gestern gesabbelt hast.>> Messen heisst nicht PWM.
Auch du darfst gerne zwischen den Zeilen lesen aber OK. Nochmal etwas
ausführlicher. Für die PWM sollte die Versorgung recht stabil sein und
nicht durch irgendwelche Zustände des uC nennenswert einbrechen. Und
wenn sie diese Anforderungen erfüllt dann kann die Versorgung auch zum
Messen genutzt werden. Der Vorteil auch die Versorgung zum Messen
benutzen zu können ermöglicht es mit der Versorgung als Referenz relativ
große Spannungen zu messen während man die idR deutlich kleiner interne
Referenzquelle (Bandgap-Quelle) die kleineren Spannungsbereiche messen
kann und dadurch im unteren Spannungsbereich (Alternativ: Strombereich)
Auflösungsmäßig besser wird. In meinem Falle messe ich mit der internen
Referenz die Ausgangsspannung meines LNGs bis 5 V und den Strom bis 1 A.
Sind die Werte größer schalte ich auf Vcc zum Messen um. Dadurch habe
ich bei Spannungen bis 5 V eine Auflösung von ca 5 mV und bei Strömen
bis 1 A eine Auflösung von ca 1 mA. Bei Spannungen über 5 V steigt meine
Auflösung auf ca. 25 mV und bei Strömen entsprechend auf 5 mA.
Natürlich kann man auch eine separate Referenz benutzen aber das muss
ich euch ja nicht erklären, oder?
M. K. schrieb:> Die Reste der PWM werden selbstverständlich um den Faktor (R20+R21)/R21> verstärkt am Ausgang erscheinen, d.h. hat man ~2 mV Ripple der PWM am> Spannungsregler führt das zu ~20 mV am Ausgang des LNGs
Sorry, so ein Netzteil möchte ich nicht haben, schon gar nicht als
LABORNETZTEIL.
Tany schrieb:> Sorry, so ein Netzteil möchte ich nicht haben, schon gar nicht als> LABORNETZTEIL
Jeder wie er mag aber schau dir lieber keine Kommerziellen LNGs genauer
an. Hinweiß: die 20 mV sind Peak-2-Peak, RMS sinds < 0.5 mV wenn ich
meinem Fluke 179 und dem Agilent U1253B glauben darf. ;)
<Zwischenruf>
Tany schrieb:> M. K. schrieb:>> Die Reste der PWM werden selbstverständlich um den Faktor>> (R20+R21)/R21 verstärkt am Ausgang erscheinen, d.h. hat>> man ~2 mV Ripple der PWM am Spannungsregler führt das zu>> ~20 mV am Ausgang des LNGs>> Sorry, so ein Netzteil möchte ich nicht haben, schon gar> nicht als LABORNETZTEIL.
Musst Du doch nicht.
So ganz verstehe ich die Kontroverse nicht: Erstens kann man
für das PWM-Steuersignal ein besseres Filter verwenden (z.B.
mit Doppel-OPV; Butterworth 5. Ordnung; 100dB/Dekade), dann
finden sich bei korrekter Auslegung weniger als 1mV PWM auf
der Ausgangsspannung wieder.
Zweitens ist man nicht gezwungen, das PWM-Signal direkt
(=analog) weiterzuverarbeiten; man kann den Tastgrad auch
vom internen µC des Netzteils messen lassen. Das hat immer
noch den Vorteil einer ungeschlagen einfachen Schnittstelle
nach außen. (Und das muss ja auch nicht die einzige Schnitt-
stelle sein. Kannst ja gerne S/PDIF vorsehen...)
</Zwischenruf>
ArnoR schrieb:> Lurchi schrieb:>> Allerdings geht in der Schaltung der Transistor Teil>> recht deutlich ein. [...]>> Genau so ist das. Das Prinzip ist hier gelegentlich> schon gezeigt worden. [...]
Naja, die ELKO-Schaltung ist doch eigentlich nur eine
vereinfachte Version von Deiner Kaskadenschaltung, oder
sehe ich das falsch?
Die lokale Rückkopplung fehlt. Oder?
Possetitjel schrieb:> Naja, die ELKO-Schaltung ist doch eigentlich nur eine> vereinfachte Version von Deiner Kaskadenschaltung, oder> sehe ich das falsch?> Die lokale Rückkopplung fehlt. Oder?
Kann man sicherlich so sehen. Wobei ich von "meiner" Kaskadenschaltung
eigentlich nicht reden möchte, auch wenn ich das schon öfter
vorgeschlagen habe, z.B. hier:
Beitrag "Re: Basisstrom berechnen und Transistor aussuchen."
Ein Labornetzteil würde ich so nicht aufbauen.
ArnoR schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Naja, die ELKO-Schaltung ist doch eigentlich nur eine>> vereinfachte Version von Deiner Kaskadenschaltung, oder>> sehe ich das falsch?>> Die lokale Rückkopplung fehlt. Oder?>> Kann man sicherlich so sehen. [...]> Ein Labornetzteil würde ich so nicht aufbauen.
Warum? Bzw. warum nicht?
Stabilität (=Abwesenheit von Schwingneigung) ist natürlich
ein großes Thema... aber sonst? Ich sehe eigentlich nur
Vorteile.
Michael B. hat weiter oben auf eine Schaltung von so einem
Leipziger Makerspace verwiesen; die setzen einen ähnlichen
Block ein.
Die Stabilität ist sehr wichtig, sozusagen notwendige Voraussetzung -
wenn man den Regler kaum stabil kriegt nützt einem das beste DC
Verhalten nichts.
Die Stabilität ist das, was so einen Netzteilentwirf schwierig macht:
man fordert halt zu recht dass der Regler für jeden Strom bis zum Limit
und jeden realistischen Kondensator nicht schwingt.
Damit die Schaltung auch sicher nach gebaut werden kann müssen auch eine
Variation der Transistorparameter und die üblichen parasitären
Induktivitäten / Kapazitäten tolerieren.
Eine Endstufe mit sehr viel Verstärkung ist da schon mal keine gute
Voraussetzung, denn das heißt in der Regel dass schon bei relativ
kleiner Frequenz die Verstärkung abnimmt und damit eine extra
Phasenverschiebung auftritt. Wenn die Verstärkung dann auch noch nur
über die Transistoren und nicht per Gegenkopplung festgelegt ist, kann
das ganze auch noch stark vom Strom abhängen.
Im Rahmen der linearen Analyse sind für den Endstufen Teil 2
Eigenschaften wichtig: einmal die Reine Ausgangsimpedanz der Endstufe.
D.h. die Ausgangsimpedanz bei festen Stellwert. Ideal sollte es eher wie
eine Ohmscher Widerstand sein, aber wenn möglich nicht mehr als 90 Grad
Phase. Hier können keine Ausreißer bei höheren Frequenzen ggf. durch
einen Kondensator (bzw. RC Glied) am Ausgang ausgeglichen werden.
Der 2. Punkt ist die Transimpedanz, d.h. die Änderung im Ausgangsstrom,
für den Betrieb gegen einen großen Kondensator bei einer AC
Steuerspannung. Hier sollte der Verlauf gutmütig sein, und auch keine zu
starken Phasenverschiebungen und Änderungen in der Phase enthalten. Je
einfacher die Kurve, desto einfacher wird es für den Reglerteil.
Possetitjel schrieb:> Sachliche Anmerkungen zum Text sind willkommen.
Hier eine oder zwei von mir:
1. zu vorgeschalteten Schaltreglern:
Ich meine, das Design der Netzteil-Elektronik soll sich an einem
gewöhnlichen Netztrafo orientieren, was bedeutet:
a) die übliche Weichheit der Rohspannung soll berücksichtigt sein, also
daß die Lerlaufspannung deutlich über der Vollast-Spannung liegt. Das
hat gewichtige Auswirkung auf die Wahl der OpV's und/oder die Gestaltung
der Endstufe.
b) die erwartbaren Über- und Unterspannungen sollen berücksichtigt sein,
denn die schlagen beim Trafo ja durch.
c) es ist natürlich jedem freigestellt, ein Notebook-NT zu nehmen, aber
eben auch auf die Gefahr hin, daß dadurch HF-Störungen durch dessen
inneres Schaltnetzteil auf die Ausgäng kommen können.
2. zur Bauelementewahl:
ich tendiere ganz klar zu SMD und zu zumindest einer
Muster-Leiterplatte, damit solche Dinge wie ausreichende Masseflächen,
gutes Layout usw. festgenagelt sind.
Grund:
Ich habe schon viel zu viele schlechte Layouts sehen müssen und weiß,
daß ein dumm gelaufenes Layout eine an sich gute Schaltung ruinieren
kann.
Allerdings meine ich, daß man hierfür ruhig 1206 nehmen sollte. Sowas
gibt's reichlich bei Ebay, auch als Sortiment (Sortiment von ca. 10000
Stück für 10 Euro).
W.S.
Bernd K. schrieb:> Vielleicht habe ich ja etwas übersehen, was dieses Konzept ins abseits> stellt.
Ja, hast du.
Der Transistor T3 am Ausgang des OpV's ist eine ganz miserable Lösung,
denn er schränkt der Ausgangshub des OpV's auf 0 .. 0.7 Volt ein. So
eine Schaltung ist ganz sicher NICHT stabil zu kriegen. Abgesehen vom
Ausgangsverhalten des OpV-Ausganges bei quasi Kurzschluß am negativen
Rail.
Weitaus besser wäre es, wenn dieser T3 einen passablen Emitterwiderstand
bekäme, so daß er bei voller Ausgangsspannung des OpV's mal gerade eben
genug Strom an den T2 liefert, so daß dieser über T1 den gewünschten
Ausgangsstom sicher liefern kann.
Wenn man dann zwischen REF und V- des OpV's noch nen Strom-Meßwiderstand
einbaut und mit einem weiteren OpV und einem weiteren Transistor am
Emitter von T3 die Stromregelung einfügt, scheint mir die Sache rund zu
werden. Müßte aber mal durchsimuliert werden.
R6 ist übrigens bei passener Dimensionierung von R4+R5 überflüssig.
W.S.
Hallo,
> 2. zur Bauelementewahl:> ich tendiere ganz klar zu SMD...
Halte ich für keine gute Idee. Das ganze Projekt ist ja auch für
Anfänger geplant und sollte möglichst nachbausicher sein. Ich könnte mir
gut vorstellen, das sich ein Anfänger beim Löten von SMD-Bauteilen sehr
schwer tut und durch mangelnde Löterfahrung Fehler einbaut, die nur
schwer zu finden sind. Da sind Layouts mit Durchsteckbauteilen doch
deutlich einfacher zu handhaben.
> ...und zu zumindest einer Muster-Leiterplatte, damit solche Dinge> wie ausreichende Masseflächen, gutes Layout usw. festgenagelt sind.
Das ist wiederum ein gute Idee und eliminiert sicher viele unnötige
Probleme durch ein schlecht gewähltes Layout.
rhf
Da gerade aufbautechnische Einzelheiten besprochen werden, möchte ich
vorschlagen einen einfach gehaltenen Leiterplattenentwurf zu
favorisieren, wo alle externe LNG Komponenten ähnlich wie beim LNG30
manuell mit den entsprechenden Leiterplatten
Schaltungsverbindungspunkten verbunden werden.
Auch wenn diese Vorgehensweise mehr Arbeit bei der Verdrahtung macht als
eine komplett Leiterplatte, hat dieses Konzept den Vorteil maximal
universell zu sein. Da hier viele potenzielle Köche am Brei
mitbeitragen, können so mehr individuelle Wünsche berücksichtigt werden.
Ein Design welches sich auf ein bestimmtes Gehäuse und
Bedienungselemente festgelegt, schränkt die Entscheidungfreiheit aller
Mitbeteiligten zu sehr ein. So habe ich auch beim LNG30 Entwurf gedacht
um die Hauptleiterplatte so universell wie möglich einsetzen zu können.
Wie schon vorher aufgeführt favorisiere ich auch THT Bauweise. Da die
externen Komponenten, Bedienungselemente, Instrumente sowieso relativ
viel Platz brauchen, spielt der Miniaturisierungsaspekt von SMD keine
große Rolle.
Auch wenn das Junggemüse jetzt damit gut zurecht kommt, bedenkt, daß so
ein LNG etliche Jahrzehnte lang hält. Wenn es dann im hohen Alter mal
Reparatur benötigt, dann sind die damaligen Adleraugen auch nicht mehr
das was sie mal waren und man ist vielleicht dann froh damals auf den
störrischen Gerhard gehört zu haben und in vernünftiger Weise THT Aufbau
gewählt zu haben. Ich spreche leider aus eigener Erfahrung. Ohne
Vergrößerungsglas und viel helles Licht ist es kein Honig lecken mehr.
Sagt dann nur nicht, ich hätte es Euch nicht gesagt:-)
Die Schaltung für so ein LNG ohne µC ist so einfach, dass sich die Frage
stellt ob man wirklich ein geätzte Platine braucht, oder nicht auch eine
Punkt / Streifen Platine reicht. Einige der Teile wie ELKOs und wohl
auch 2 Transistoren sind etwas größer (wohl TO39 oder TO126) so dass
Bedrahtet da schon passender ist.
Für so ein Bastelprojekt kann man, wenn man will auch mischen (z.B. nur
die Widerstände und ggf. Abblockkondensatoren in SMD).
Für die Steuerung per µC hat man ggf. das Problem, dass gerade neuere
günstige DACs nur als SMD und ggf. da sogar in recht kleiner Form zu
bekommen sind. Der MCP4726 wäre da z.B. so ein möglicher Kandidat (12
Bit I2C mit relativ guter Genauigkeit für ca. 1 EUR) - aber halt
SOT23-6.
Die Platine ist dann aber auch erst der 2. Schritt.
Roland F. schrieb:> Ich könnte mir> gut vorstellen, das sich ein Anfänger beim Löten von SMD-Bauteilen sehr> schwer tut und durch mangelnde Löterfahrung Fehler einbaut, die nur> schwer zu finden sind.
Was? Bei 1206 etwa? Das sind Kuchenbretter zum auflöten. Da kann man
garnix verkehrt machen.
Abgesehen davon.. Wenn wir hier ne Leiterplatte kreieren, dann sollte
die nicht unnötig groß sein, sonst geht es in's Geld. Es sollte schon
eine DKL sein, so daß die möglichst großen Lötaugen (oder verpolsichere
Steck's im 0.1 Zollmaß) beim Braten sich nicht ablösen.
W.S.
Gerhard O. schrieb:> Auch wenn diese Vorgehensweise mehr Arbeit bei der Verdrahtung macht
Ich sehe das so:
- Trafoanschlüsse (oder Notebook-NT-Anschlüsse) per Litze extern
- evtl. Grätz-Gleichrichter auch extern? für größere Ströme JA, für bis
zu 1.5 Ampere diskret mit 4 Einzeldioden auf der LP, für alles darunter
ein integrierter Grätz auf LP
- Siebelko auf der LP. Die stehenden im 15 mm RM (so etwa 2200/40) sind
normalerweise gut knuffig und elektrisch OK. Für größere Elkos:
Lötösen+Litzen zusätzlich zu dem auf der LP.
- Potis (U und I) per Litzen und dreipoligem Steck oder Lötösen jeweils.
- Ausgangsbuchsen : per Litzen
- Strommeß-Widerstand auf der LP, sonst gibt das einen zu großen
Drahtverhau
- Versorgung und Meßanschlüsse für U und I Anzeigen: jeweils als
verpolsichere Steck's im 0.1 Zoll Maß
- LED-Anschlüsse per Steck/Lötösen und Litzen
- Leistungstransistoren: per Lötösen und Litzen
Bei Schukat hatte es bislang ne billige und versatile Sorte von flachen
Steckverbindern gegeben, muß mal danach suchen. Dann sehen wir weiter
W.S.
W.S. schrieb:> Hier eine oder zwei von mir:
Es ist einfach, Wunschvorstellungen zu äussern, aber:
W.S. schrieb:> das Design der Netzteil-Elektronik soll sich an einem gewöhnlichen> Netztrafo orientieren
MACH, es, d.h. VERSUCH es, und du wirst merken, dass es nicht so einfach
ist. 30V Ausgangsspannung ist kaum hinzubekommen, weil die Bauteile
dafür 45V aushalten müssten.
Die 'einfache Emitterfolgerschaltung' kann das seriös nicht ohne
Spezialbauteile (60V OpAmps).
W.S. schrieb:> ich tendiere ganz klar zu SMD
Das ist bestimmt eine nützliche Vorarbeit wenn man den Chinesen eine
100000er Stückzahlauflage via Banggood und DX erleichtern will aber für
Bastler VÖLLIG UNSINNIG. Kein Lochraster, und wie willst du
Leistungstransistoren und Elkos und Hochlastwiderstände in SMD bekommen.
Es hat seinen Grund, warum übliche Netzteile in THT sind.
Bernd K. schrieb:> Mir ist heute ein Prinzipschaltbild über den Weg gelaufen
In welchem Kindergarten sind wir jetzt eigentlich angekommen ? Sas ist
kein Labornetzteil, das hat nicht mal eine Strombegrenzung.
Prinzipschaltungen haben auch die Angewohnheit schön einfach auszusehen,
aber nicht zu funktionieren.
Das Problem beim Labornetzteil ist nicht das Prinzip, da gibt es im
wesentlichen 2, sondern immer die Regelstabilität.
Da müssen Profis ran die in Regelungstechnik eine 1 bekommen haben.
Und wir wissen: Der floating HP Regler ist schwer stabil zu bekommen,
der Emitterfolgerregler leichter wenn er nicht in Kaskadenregelung
aufgebaut wird.
Details sind dann: Keine Überschwinger beim ein/ausschalten,
Rückspannungsfest, richtige Kühlkörper und Trafoauslegung, uC
Steuerbarkeit.
Und ob Potis und Messwerke nun mit vielen 2/3 poligen Pfostensteckern
oder einem 12 poligen damit stattdessen aucb eine uC Platine draufpasst:
das soll doch der sich aussuchen, der sich die Mühe macht eine Platine
zu zeichnen, und nicht irgendein Schwätzer der nur Wünsche an Fremde
äussert um seinen Nachmittag rumzukriegen.
Hallo,
> Was? Bei 1206 etwa? Das sind Kuchenbretter zum auflöten. Da kann man> garnix verkehrt machen.
Da isst du aber ziemlich kleine Kuchen! Mal im ernst: gegenüber einem
THT-Bauteil ist das eher Hausstaub.
rhf
Hallo
Bernd K. schrieb:> Und wenn der auserkorene DAC oder OpAmp etc nur in SMD lieferbar ist,> gibt es (fast) immer die passende Adapterplatine:
Das löst aber das Problem nicht, denn der SMD-Baustein muss ja auch
irgend wie auf die Adapterplatine.
rhf
Roland F. schrieb:> Das löst aber das Problem nicht, denn der SMD-Baustein muss ja auch> irgend wie auf die Adapterplatine
Ach nicht nötig. Die ADC/DAC bzw. µC von Chinesen sind schon in SIP/DIP
format. :-)
Wenn man in den Bereich höherer Spannungen kommt, sollte man die
Spannung für die OPs separate noch einmal begrenzen. Dann kommt man auch
ohne spezielle OPs zu etwas höheren Spannungen. Wenn es knapp wird mit
der Spannung für die OPs könnte man für die OPs auch einen extra
Filterelko vorsehen - die OPs sehen dann deutlich weniger Rippel und die
etwa 1 V an Verlust für die Spannungsbegrenzung wären damit mehr als
ausgeglichen.
Wenn man von einem Trafo ausgeht, hat man es relativ leicht eine
negative Hilfsspannung per Ladungspumpe zu erzeugen. Das erleichtert
einem die Stromquelle für den Mindestrom und man hat bei der Auswahl der
OPs etwas mehr Auswahl. Insbesondere wenn man keine Rücksicht auf die
Strommessung nimmt wird es praktikabel den Shunt am Emitter (also quasi
fliegend) zu haben. Dies erlaubt es dass die Stromregelung schneller
Anspricht und man hat bei dem Sollwert für die Spannung keine Probleme
mit extra Strom der über den Shunt fließt. Eine genaue Strommessung wird
aber etwas erschwert (aber nicht unmöglich).
Hallo,
Gerhard O. schrieb:> Auch wenn diese Vorgehensweise mehr Arbeit bei der Verdrahtung macht als> eine komplett Leiterplatte, hat dieses Konzept den Vorteil maximal> universell zu sein.
Flexibel ja, aber die Verdrahtung erzeugt wieder andere Probleme. Hier
ist immer von der möglichen Gefahr einer Schwingneigung der
Regelschaltung die Rede. Ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, das
da eine unbedachte Verdrahtung zwischen Regelung und
Leistungstransistoren nicht gerade förderlich ist. Wieder mögliche
Fehlerquelle beim Nachbau durch unerfahrene Anfänger.
Ich versuche bei meinen Basteleien immer mit so wenig Verdrahtung wie
nur irgend möglich auszukommen und möglichst alle Komponenten auf der
Platine unterzubringen.
> Da die externen Komponenten, Bedienungselemente, Instrumente sowieso> relativ viel Platz brauchen, spielt der Miniaturisierungsaspekt von> SMD keine große Rolle.
Da hast du recht.
rhf
Hallo MaWin
> Und wir wissen:...
Da muss ich bekennen, das ich leider nicht zu diesem "wir" gehöre.
>...Der floating HP Regler ist schwer stabil zu bekommen,> der Emitterfolgerregler leichter wenn er nicht in Kaskadenregelung> aufgebaut wird.
Um ganz ehrlich zu sein: ich habe bis jetzt nicht verstanden warum das
so ist und würde mich wirklich freuen wenn du oder vielleicht jemand
anders das mal für Dummies erklären würdest.
> Und ob Potis und Messwerke nun mit vielen 2/3 poligen Pfostensteckern> oder einem 12 poligen damit stattdessen aucb eine uC Platine draufpasst:> das soll doch der sich aussuchen, der sich die Mühe macht eine Platine> zu zeichnen,...
Ja, sehe ich genau so.
Und dabei hättest du es auch belassen sollen, denn:
> ...und nicht irgendein Schwätzer der nur Wünsche an Fremde> äussert um seinen Nachmittag rumzukriegen.
war doch jetzt nicht wirklich nötig, oder?
rhf
Roland F. schrieb:> Um ganz ehrlich zu sein: ich habe bis jetzt nicht verstanden warum das> so ist und würde mich wirklich freuen wenn du oder vielleicht jemand> anders das mal für Dummies erklären würdest.
Die üblichen 08/15-Operationsverstärker sind bereits so kompensiert,
dass sie nicht schwingen, so lange die Spannungsverstärkung in der
Regelschleife ausschliesslich vom OPV selbst aufgebracht wird. In einer
Spannungsfolger-Schaltung ist das der Fall.
In anderen Schaltungen kommt die Spannungsverstärkung weiterer
Transistoren mit hinzu. In diesem Fall gibt es eine Frequenz ab der die
Verzögerung in der Regelschleife (also die Phasendrehung) der halben
Periode der Frequenz entspricht. Damit wird die Gegenkopplung zur
Mitkopplung und wenn die Gesamtverstärkung dann immer noch grösser als 1
ist, erhält man einen Oszillator statt eines Reglers.
W.S. schrieb:> Ich sehe das so:
Also eine Platine mit Gleichrichter, Stecker, Stecker, Elko, Stecker,
OPV + Hühnerfutter, Shunt, Stecker, Stecker, Stecker....
@MaWin:
Das Prinzipschaltbild hat aber auch den netten Vorteil, das der OPV
nicht an die Versorgungsspannung gebunden ist. Die Spannung der OPVs ist
unabhängig von der Eingangsspannung. Ja Stromregelung fehlt, ist aber
genauso einzubinden.
Nochmal zum Konzept:
Wenn das ganze Nachbausicher sein sollte und für Anfänger geeignet. Dann
ist das A und O, eine gute Dokumentation und die einfache Beschaffung
der Bauteile (BOM). Wenn der Anfänger daraus lernen soll, dann ist
genauso die Dokumentation wichtig, damit der Anfänger weiß, was, wie und
warum gemacht wurde.
Zum Thema SMD, 0805 und größer sollte auf für einen Anfänger kaum ein
Problem sein, ist eine Schöne Lötübung. Gute Anleitungen gibt es dank
Interner mittlerweile wie Sand am Meer. Sogar in Farbe, Bunt und in
bewegten Bildern.
Was ich auch nicht verstehe, das 1.50€ China Display. Warum nicht ein
Standardteil, das es auch in 15 Jahren noch genau so gibt? Bzw einem
Standardisiertem Interface (LCD mit hd44780 oder Intel8080 kompatibel).
Und wenn ich schon wieder lese, THT hab ich mehr in meiner
Grabbelkiste... das ist mMn. nicht der Sinn eines Nachbausicheren
Netzteils. Sinn eines solchen Vorhabens, sollte es sein, eine Doku,
einen Schaltplan, ein Layout , eine Bauteilliste und den Code (falls ein
µC verwendet wird) zur Verfügung zu stellen.
Und immer noch bin ich der Meinung, das man das ganze lieber größer
Dimensionieren sollte, als zu sagen, man kann es ja größer bauen... am
Ende passen die OPVs nicht mehr zu den Spannungen, und mal eben größer
machen wird zu einer kompletten Neuentwicklung.
Im Anhang hätte ich mal eine grobe Skizze, wie man ein Modernes Netzteil
modular aufbauen könnte und sich daraus jeder den Teil schnappen kann,
den er braucht.
Hauptteil wäre das LNG, galv. getrennt von einem Bedienteil um mehrere
Kanäle mit einem Bedienteil steuern zu können. Bei 1-Kanal Geräten zwar
überdimensioniert, aber es ist Notwendig für mehrere Kanäle.
Vorschaltbar wäre ein SNT oder eine Trafoumschaltung (DC-In beim Trafo
wegdenken) um die Effizienz des LNGs zu erhöhen. Was bei einem Modernen
Design nicht falsch wäre.
Zur Bedienung gäbe es verschiedene Möglichkeiten. Von einem µC der Potis
einliest + 7-Segment, über Encoder + Display bis hin zu einer reinen
PC-Steuerung wäre alles möglich. Jeder kann das Entwickeln, was er
braucht, dafür gibt es dann die Doku und es danach zur Verfügung
Stellen.
PS: Ja ich weiß, immer noch kein Schaltplan, Schande über mein Haupt...
MaWin schrieb:> Bernd K. schrieb:>> Mir ist heute ein Prinzipschaltbild über den Weg gelaufen> In welchem Kindergarten sind wir jetzt eigentlich angekommen ?
[Nutztext]
> ..., und nicht irgendein Schwätzer der nur Wünsche an Fremde> äussert um seinen Nachmittag rumzukriegen.
Nur mal als Erklärung für Nicht-MaWin-Kenner:
Den Vorspann und Nachspann nennt der Psychologe 'Selbstbelohnung durch
Aggression'. Nicht böse gemeint, sondern einfach unvermeidlich MaWin.
Hat aber auch einen Vorteil: Man kann das Original von Nachahmern
unterscheiden. Nicht immer, aber immer öfter.
Achim schrieb:> Was ich auch nicht verstehe, das 1.50€ China Display.
Das sind Displays mit eingebauter Spannungs- und Strom-Messung.
> Warum nicht ein Standardteil, das es auch in 15 Jahren noch genau so gibt?
Das müsste man selbst programmieren.
Clemens L. schrieb:>> Warum nicht ein Standardteil, das es auch in 15 Jahren noch genau so gibt?>> Das müsste man selbst programmieren.
Was jetzt auf der anderen Seite auch nicht soo schwer ist ;)
MaWin schrieb:> W.S. schrieb:>> Hier eine oder zwei von mir:>> Es ist einfach, Wunschvorstellungen zu äussern, aber:>> W.S. schrieb:>> das Design der Netzteil-Elektronik soll sich an einem gewöhnlichen>> Netztrafo orientieren>> MACH, es, d.h. VERSUCH es, und du wirst merken, dass es nicht so einfach> ist. 30V Ausgangsspannung ist kaum hinzubekommen, weil die Bauteile> dafür 45V aushalten müssten.> Die 'einfache Emitterfolgerschaltung' kann das seriös nicht ohne> Spezialbauteile (60V OpAmps).>>> W.S. schrieb:>> ich tendiere ganz klar zu SMD>> Das ist bestimmt eine nützliche Vorarbeit wenn man den Chinesen eine> 100000er Stückzahlauflage via Banggood und DX erleichtern will aber für> Bastler VÖLLIG UNSINNIG. Kein Lochraster, und wie willst du> Leistungstransistoren und Elkos und Hochlastwiderstände in SMD bekommen.> Es hat seinen Grund, warum übliche Netzteile in THT sind.
Bzgl. 30V Ausgangangsspannung und I:3A, kann ich sagen, daß das bei
meinem ollen NG mit vier 2N3055 überhaupt keine Probleme auftreten und
das schon seit Jahrzehnten!
SMD sind wirklich etwas für Leute mit Adleraugen und einer ruhigen Hand.
Zu dieser Spezies gehöre ich, wie so viele, nicht mehr. Daher wäre es
eine Überlegung wert, Platine/n für SMD und bedrahtete Bauteile zu
konstruieren. So kann jeder nach gusto seine Wahl treffen.
Hier noch ein paar Gedanken zum Projekt:
Aus meiner Sicht gesehen habe ich Bedenken gegen Steckverbinder in
kritischen Schaltungsteilen und bevorzuge gelötete Verbindungen.
Man sollte sich bei der Verdrahtungsweise immer Gedanken machen wie sich
eine schadhafte Verbindung auf das Ausgangsspannungverhalten des LNG
auswirken würde. Deshalb sollte zumindest die Sense und
Eintellungskomponenten nicht steckbar verbunden sein.
Auch sollte bei schwer trennbaren Verbindungen der konstruktive Ansatz
Servicefreundlichkeit favorisieren. Idealerweise sollte man alle
Leiterplattenlötpunkte ohne Ablöten von Verbindungen herankommen. Das
läßt sich bei geschickten Aufbau durch Schwenkbefestigung zum
Herausklappen oder Guten Zugang zur Unterseite wie z.B. beim LNG30. Wir
sollten nicht versäumen einen kompletten externen Verdrahtungsplan des
Gesamtgerätes zu erstellen ähnlich wie ich es beim LNG30 gemacht hatte.
Das lohnt sich bestimmt.
Die Verdrahtung eines LNGs sollte zumindest so gut durchdacht und
ausgelegt wie bei einem guten NF Leistungs Verstärker sein. Man sollte
sich Gedanken machen wie kritische Verbindungen zur Regelschaltung
ausgeführt werden und Ein- und Ausgänge getrennt zu verlegen und
kapazitive Kopplungen an bestimmten Stellen wie durch Kabelbäume
manchmal verursacht zu vermeiden. Man tut gut hochverstärkende
Schaltungsteile geradlinig zu positionieren um kapazitive Kopplungen zu
vermeiden.
Zur Verringerung von netzseitig propagierten Störungen ist ein Trafo mit
getrennt aufgebrachten Primär-und Sekundärwicklungen oder zumindest mit
innerer statischen Abschirmungswicklung empfehlenswert. Auch wäre ein
handelsübliches CLC Netzfilter vorteilhaft. Sicherungen sollten von
Aussen zugänglich sein.
Sollte ein Lüfter eingebaut werden, sollte man auf alle Fälle einen
größeren leisen PC Lüfter mit thermisch gesteuerter Drehzahlreglung im
Gehäuse einbauen. Es gibt heutzutage wunderbar leise laufende Lüfter.
Wenn ein Lüfter vorhanden ist, könnte man ggf. auch mit inneren
Kühlkörpern wegkommen.
Die Sense Verbindungen an den Anschlußbuchsen sollten immer zur
Frontplattenseite hin näher sein wie die eigentlichen Leistungsdrähte.
Das minimiert minuziöse Spannungsabfälle. Bei der Verdrahtung der
Instrumente soll man sich auch über ungewünschte Spannungsabfälle
Gedanken machen.
Ferrit Sleeves helfen auch hochfrequente externe Störsignale im
Radiobereich abzuschwächen. Gerade mit Handies Ausstrahlungen kann man
hier Überraschungen erleben.
Ein Metallgehäuse ist im Prinzip einem Plastikgehäuse vorzuziehen wenn
es die Kosten erlauben. Bei Plastikgehäusen sind HF
Einstrahlungsprobleme nur durch innere Abschirmungen und besondere
Vorsichtsmaßnahmen zu beherrschen.
Zeit für Frühstück. Muß gehen:-)
Schönes Wochenende noch,
Gerhard
Eppelein V. schrieb:> Bzgl. 30V Ausgangangsspannung und I:3A, kann ich sagen, daß das bei> meinem ollen NG mit vier 2N3055 überhaupt keine Probleme auftreten und> das schon seit Jahrzehnten!>
Bei mir drei 2N3055, 30V Ausgangspannung (Rohspannung 41V), 3A.
LM723...ebenfalls, keine Probleme in irgendeiner Form!
> SMD sind wirklich etwas für Leute mit Adleraugen und einer ruhigen Hand.> Zu dieser Spezies gehöre ich, wie so viele, nicht mehr.
Wozu auch SMD bei den paar Bauteilen?
<Zwischenruf>
MaWin schrieb:> W.S. schrieb:>> das Design der Netzteil-Elektronik soll sich an einem>> gewöhnlichen Netztrafo orientieren>> MACH, es, d.h. VERSUCH es, und du wirst merken, dass es nicht> so einfach ist. 30V Ausgangsspannung ist kaum hinzubekommen,> weil die Bauteile dafür 45V aushalten müssten.
Genau DESWEGEN wollte W.S. ursprünglich nur 15V Ausgangs-
spannung (was mir und anderen wieder zu wenig ist).
Abgesehen davon: Interessant wäre, ob man eine (sekundär-
seitige) aktive PFC als Vorregler auslegen könnte. Die
Ausnutzung des Trafos würde besser, und die Rohspannung
wäre vorstablilisiert. (Separate Leiterplatte, Blechgehäuse
als Schirmung.)
Selbstverständlichkeit: Aktive Vorregler-PFC als OPTIONALE
Baugruppe. Nix für Anfänger.
> Die 'einfache Emitterfolgerschaltung' kann das seriös> nicht ohne Spezialbauteile (60V OpAmps).
U.a. deswegen die Idee mit dem Kaskadenregler (--> innere
Verstärkung im Transistorblock, z.B. zweifach).
</Zwischenruf>
<Zwischenruf>
Roland F. schrieb:> Flexibel ja, aber die Verdrahtung erzeugt wieder andere Probleme.
Ja -- aber es ist wichtig, welche Art Signale über den Draht
laufen.
> Hier ist immer von der möglichen Gefahr einer Schwingneigung> der Regelschaltung die Rede. Ich könnte mir zum Beispiel gut> vorstellen, das da eine unbedachte Verdrahtung zwischen Regelung> und Leistungstransistoren nicht gerade förderlich ist.
Richtig.
Aber die Gleichspannung, die den Sollwert der Ausgangsspannung
vorgibt, kann man aber problemlos durch das ganze Gehäuse führen,
wenn man das richtig macht.
> Ich versuche bei meinen Basteleien immer mit so wenig Verdrahtung> wie nur irgend möglich auszukommen und möglichst alle Komponenten> auf der Platine unterzubringen.
Hat Vor- und Nachteile.
Ich bin entschiedener Verfechter von "Kombi-Layouts" (=Bestückungs-
varianten). Da gibt es dann zwar eine einheitliche Leiterplatte,
aber trotzdem die Möglichkeit für individuelle Aufbauvarianten.
Das müssten aber die Layouter zu gegebener Zeit vorsehen.
</Zwischenruf>
Eine Verstärkung in der Transistorstufe ist möglich, aber nicht so
unproblematisch. Ggf. muss man dann Abstriche in der
Regelgeschwindigkeit machen. Wenn es nicht sein muss würde ich dass eher
vermeiden wollen.
Es gibt relativ gut erhältliche OPs für 40 V ( etwa Audio OPs).
Mit einer negativen Hilfsspannung von z.B. -3 V und damit bis zu +37 V
hätte man Ausgang bis etwa 34 V und könnte nach einem Darlington
Emitterfolger noch bis etwa 32 V am Ausgang bekommen. Ein Netzteil bis
30 V wäre damit also noch möglich.
Die Spannungsversorgung für die OPs muss man im Zweifelsfall halt extra
begrenzen (etwa mit Zenerdiode und Transistor). Das kann mit dem LM324
schon relativ früh relevant werden.
Bei der einfachen Schaltung muss man damit rechnen, dass die
Ausgangsspannung nur bis etwa 3 V an die Versorgung heran geht. Die
Rippelspannung kann man da für den kritischen Spannungsteil ggf.
reduzieren, so dass der Spannungsverlust nicht mehr so dramatisch ist.
Aus den 19 V vom Laptop Netzteil wären also ggf. 16 V noch drin.
Mit einem Trafo liegt das Limit bei etwa 1.1-1.2 mal AC Spannung minus
etwa 4 V:
für einen 18 V Trafo also etwa 17V
für einen 24 V Trafo also etwa 24V
So ab etwa 20 V Trafospannung sollte man beim LM324 eine Begrenzung der
Spannung einplanen.
MaWin schrieb:> MACH, es, d.h. VERSUCH es, und du wirst merken, dass es nicht so einfach> ist. 30V Ausgangsspannung ist kaum hinzubekommen, weil die Bauteile> dafür 45V aushalten müssten.
Ist dir evtl. aufgefallen, daß ich die ganze Zeit versuche, mit 15V/1A
auf dem Teppich zu bleiben? Ich gehöre nicht zu den Leuten, die immer
nur nach höher-schneller-und mehr Bässe schreien.
Abgesehen davon IST es durchaus hinzukriegen, auch 30 Volt zu machen.
Man muß sich dafür lediglich von der hier angezielten Einfachheit
verabschieden.
W.S.
MaWin schrieb:>> Mir ist heute ein Prinzipschaltbild über den Weg gelaufen>> In welchem Kindergarten sind wir jetzt eigentlich angekommen..
Ich hätte da nen Wunsch an dich: bleib doch wenigstens zeitweise mal
sachlich - und antworte sachlich.
Ich hatte auf den Hauptflaps dieser Prinzipschaltung bereits
hingewiesen. Sollte ausreichen denk ich. Allerdings halte ich es für
(ähem..) pädagogischer, selbigen sachlich zu besprechen.
W.S.
Achim schrieb:> Was ich auch nicht verstehe, das 1.50€ China Display. Warum nicht ein> Standardteil, das es auch in 15 Jahren noch genau so gibt?
Nun, Displays aller Art sind eigentlich nicht zentrale Bestandteile
einer Labornetzteil-Regelung, sie sind jedoch extrem nützlich, um
anzuzeigen wieviel Spannung resp. Strom grad aktuell ist, ohne daß man
sein Multimeter in die Leitungen einschleift.
Nun sind nette Analoginstrumente erstens relativ groß, so ab 60x60
(etwa) und sie sind relativ teuer, so ab 10 Euro (auch etwa). Da bietet
es sich durchaus an, ein billiges China-U/I-Meter oder sowas ähnliches
zu verwenden. Ob das nun 15 Jahre mitmacht oder ob es genau dieses in 15
Jahren noch gibt, kann dir (und mir) keiner sagen und das gilt auch
für alle Zeigerinstrumente, die es derzeit bei Ebay gibt.
Fazit: Die Sache mit dem China-Teil hat schlichte Kostengründe. Man muß
aber eine Stromversorgung für sowas wenigstens prinzipiell vorsehen,
wenn einer dann stattdessen sich zwei Galvanometer einbaut, braucht er
die besagte Stromversorgung dann bloß nicht zu bestücken.
W.S.
Gerhard O. schrieb:> Aus meiner Sicht gesehen habe ich Bedenken gegen Steckverbinder in> kritischen Schaltungsteilen und bevorzuge gelötete Verbindungen.
Das glaube ich dir gerne, es gibt aber einige "ABER's".
Zunächst eines: bei meinem steinalten Statron 3222 gibt es nur
einseitige LP, die Anschlüsse sind Messingniete mit je zwei Lötfahnen,
die auf die LP genietet sind. Dort sind dann Volldrähte angelötet, die
zum Kabelbaum gebunden sind. So hat man sowas in den 70er Jahren
gemacht. Und es funktioniert noch immer tadellos - allerdings haben
sowohl ich als auch meine Vorgänger jahrzehntelang dort nicht mehr
hineingeschaut. Das Einzige, was neulich gestört hat (durch Ansprechen
der Überspannungsabschaltung per Thyristor) war ein defekt gewordener
Keramik-Kondensator auf Lötleiste außerhalb der LP. Fazit: vom Profi mit
Villdraht gelötet kann jahrzehntelang halten.
Nun das Aber:
Bastler verwenden selten bis nie Volldraht und sorgfältig abgebundene
Kabelbäume. Sie benutzen stattdessen extrem gern ungeeignete Litzen, und
die werden dann eingelötet, damit sie bei dem beim Bastler häufigen ein-
und ausbauen dann kurz über der Lötung abbrechen. Ätsch sozusagen.
Da ist es mir sehr viel lieber, wenn Steckkontakte mit Einrastung
benutzt werden und die Kabelseiten wenigstens ein wenig abgefangen sind.
Vom Crimpen rede ich ja garnicht. Man muß bloß dafür sorgen, daß bei
abgezogenem Stecker ein dortiger Input dezent in die ungefährliche
Richtung gezogen wird. Beispielsweise bei einem 10k Mehrgangpoti für die
Spannung also auf der LP ein 100k Widerstand vom Schleifer gegen low.
Ach ja, hab weiter oben ja schon davon gesprochen: Steckverbinder von MP
Garry, bei Schukat als "MPE GARRY Nylon-Crimp-Steckerverbinder" in
Warengruppe F1430, haben RM 2.54. Blöderweise gibt es bei Ebay derzeit
nur deren grobschlächtigere Brüder mit RM 3.96
W.S.
Possetitjel schrieb:> <Zwischenruf>>> Ich bin entschiedener Verfechter von "Kombi-Layouts" (=Bestückungs-> varianten). Da gibt es dann zwar eine einheitliche Leiterplatte,> aber trotzdem die Möglichkeit für individuelle Aufbauvarianten.
Darum wären zwei Varianten von Platinen - für SMD und herkömmliche
Bauteile
nicht die schlechteste Wahl.
W.S. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Aus meiner Sicht gesehen habe ich Bedenken gegen>> Steckverbinder in kritischen Schaltungsteilen und>> bevorzuge gelötete Verbindungen.
Wirklich kritische Schaltungsteile sollte man ohnehin
möglichst nicht trennen.
Nicht ganz so kritische sollten gegen Kurzschlüsse und
Wackelkontakte gehärtet weden (Längswiderstand zur
Strombegrenzung; Pull-Down-Widerstand).
> Das glaube ich dir gerne, es gibt aber einige> "ABER's". [...]>> Bastler verwenden selten bis nie Volldraht und sorgfältig> abgebundene Kabelbäume. Sie benutzen stattdessen extrem> gern ungeeignete Litzen, und die werden dann eingelötet,> damit sie bei dem beim Bastler häufigen ein- und ausbauen> dann kurz über der Lötung abbrechen. Ätsch sozusagen.
Das ist leider alles richtig -- und passiert auch bei Profis.
In der alten Firma hat der Chef ÄUSSERSTEN Wert darauf gelegt,
dass UNBEDINGT alle Verbindungen im Gerät gelötet werden.
Folge: Die Geräte waran nicht mehr vernünftig zu testen und in
Betrieb zu nehmen, weil selbst bei vorsichtigem Umgang die
eingelöteten Litzen schon während der Inbetriebnahmen an den
Lötstellen abgebrochen sind.
Das war ein Riesendriss; es hat ewig gedauert, bis wird eine
Technik entwickelt hatten, mit Schrumpfschlauch und Heisskleber
den ursprünglich ja nicht vorgesehenen Knick- und Zugschutz
zu gewährleisten. Es ging dann zuverlässig, war aber eigentlich
doch Scheisse.
Fazit: Wenn möglich an den richtigen Stellen vernünftige,
hochwertige, verriegelte Steckverbinder vorsehen (z.B. die
verriegelbaren Dinger für Hosenträgerkabel).
Lötaugen für Litzen sind akzeptabel, wenn gleichzeitig
Knickschutz und Zugentlastung vorgesehen werden. (Das kann
notfalls primitiv und wirkungsvoll mit Schrumpfschlauch,
Bohrungen in der Leiterplatte und Bindfaden passieren -- aber
es muss vorgesehen sein!).
Possetitjel schrieb:> Abgesehen davon: Interessant wäre, ob man eine (sekundär-> seitige) aktive PFC als Vorregler auslegen könnte.
Selbstverständlich könnte man das - sogar ausgesprochen einfach. Z.B.
die Betriebsspannung für einen Transition Mode Controller ließe sich in
dem Fall über eine "Micro"-Diodenbrücke + Micro-ELKO erzeugen, und zwar
dauerhaft (ohne eine Zusatz-Wicklung auf der Spule).
Das würde auch bedeuten, daß - wegen der geringeren Gate-Ladung von
NV-FETs - über den Vorwiderstand noch weniger Verluste entstünden, da
der Controller für weniger Treiberstrom weniger mittleren Strom
bräuchte. Man also wirklich ohne große Verluste obiges Konzept verfolgen
könnte.
Oder aber, im Sinne höchster Effizienz, den Siebelko so dimensionieren,
daß die Spannung zwar runtergeht, aber eben nicht unter z.B. 10V. So
ließe sich ein Synchroner Boost nutzen, dessen Betriebsspannung auch
über einen Vorwiderstand von der ELKO-Spannung abgezapft.
Und dann noch (diverse bekannte Möglichkeiten) auf 10V stabilisiert. So
könnte man auch Synchrone Boost Controller mit externen FETs nutzen,
deren Betriebs-spannungs-bereich niedriger läge.
Die Ausnutzung des Trafos wäre hier zwar schlechter als mit Boost bis 0V
hinunter, doch (je nach Railspannung) trotzdem nicht "schlecht" - bei
nackter kapazitiver Siebung aber ist sie das, da hast Du schon recht...
Übrigens könnte man in beiden Fällen, wo nötig, Schottky-Dioden
verwenden. Ganz im Gegensatz zur 230V~ - PFC. Ich muß auch gestehen, daß
ich den Gedanken schon vorher mal hatte. Und hier machte das wirklich
Sinn.
Optional/nur unter bestimmten Umständen:
Nach dieser ersten Stufe könnte man nun freilich noch einen synchronen
Buck nutzen, der dafür sorgte, daß nicht nur weniger Verlustleistung
entstünde, sondern auch im sehr niedrigen Spannungsbereich (da, wo es
mich und wohl auch andere interessierte) höhere Ströme bereitstünden,
als bei höherer.
Diesen könnte man mit der PFC ins selbe Gehäuse packen.
Für die spezielle Anwendung evtl. anders auszulegen, als man das
gemeinhin macht. Beispielsweise könnte dessen Schaltgeschwindigkeit
stark vermindert werden, um die Schaltspitzen zu dämpfen (+ größerer
Snubber). [Die Schaltspitzen des Boost davor haben natürlich weniger
Einfluß, da über den Buck "geschluckt".]
Auch eventuell eher höhere Induktivität (minimaler Ripple) + extra
kleiner ELKO (siehe übernächster Absatz). Was allerdings einige Arten
der Regelung ausschlösse, die viel Ripple benötigen.
Das würde freilich die Effizienz senken, diese aber hat hier ja nicht
Priorität - und man könnte durch einen "richtigen" Kühlkörper (also auch
hier kein SMD) die entstehende Verlustleistung locker auffangen.
Der für Buck-Vorregler häufig genannte Vorbehalt, der
Linear-Endtransistor müsse - da viel dynamischer "hinunterregelnd", als
der Buck - ja trotzdem für die Verlustleistung ohne Buck ausgelegt sein,
ist zwar stichhaltig, für mich jedoch kein echtes Gegenargument.
Ein Problem hat man dabei m. M. n. vielmehr beim "hinaufregeln", da der
Endtransistor nicht aus wenig U und/oder I plötzlich mehr machen kann -
bei einer seriellen Konstruktion, zumindest... weshalb ich durchaus
schon an eine parallele Konstruktion dachte.
So wird das nämlich auch (Achtung, Gerhard... ;-) bei einigen
kommerziellen 4-Q-Stellern gemacht - der Hauptteil kommt aus der
Schaltstufe, die "Feinarbeit" erledigt die lineare solche.
Allerdings habe ich keine Ahnung davon, wie (und unter welchen
Vorbehalten - sicherlich könnte die Dynamik der Linearstufe dabei noch
stärker gefordert sein?) man so etwas exakt realisiert.
Eine denkbare Lösung wäre ja vielleicht, die serielle Konstruktion
beizubehalten, und in gerade genannter Situation über einen zusätzlichen
MOSFET die Railspannung kurz (!) direkt (ohne Spule) an den
Endtransistor zu legen. Das ginge eventuell schneller, als auf das
Hochregeln des Buck zu warten.
---Falls es aus meiner Formulierung nicht klar hervorgeht:
a.) Bis auf die Beschreibung der Möglichkeiten eines Boost-Reglers ist
der restliche Text - ähm- "spekulativ" gemeint.
b.) Die Realisierung der genauen Kombination von Schalt- und
Linearstufe,um genannte Nachteile zu minimieren oder gar zu vermeiden,
wäre mir ebenfalls noch weitestgehend unbekannt.---
Es ist klar, daß diese Thematik bei einem größeren Anteil der Leser hier
wohl kaum auf positive Resonanz stoßen dürfte - da für sie ein
Schaltwandler prinzipiell indiskutabel ist in dieser Anwendung.
Doch ich halte das - speziell hier im Forum, wo auch dafür genug
Erfahrung vorhanden ist - für durchführbar. Schon allein das, was
Possetitjel meinte, doch vielleicht ja auch (für prinzipiell
interessierte Leute / wenn man schon dabei ist...) etwas mehr.
dfg schrieb:> Eine denkbare Lösung wäre ja vielleicht, die serielle Konstruktion> beizubehalten, und in gerade genannter Situation über einen zusätzlichen> MOSFET die Railspannung kurz (!) direkt (ohne Spule) an den> Endtransistor zu legen. Das ginge eventuell schneller, als auf das> Hochregeln des Buck zu warten.
Na ja, wenn man sich diese Mühe machte, dann könnte auch gleich noch ein
zweiter FET (also resultierend wäre eine vollständige Halbbrücke, mit
deren oberem Ende an der PFC-Rail, und dem Schaltknoten am
Buck-Ausgang), dafür sorgen, daß sich der Buck-Ausgangscap beim runter
Regeln eben nicht über den Endtransistor entladen müßte.
Die Ansteuerung des Gebildes aber wäre mir noch ein Rätsel... ;-)
Wie gesagt, ich bin nur ein Hobby-Fuzzi. Vielleicht fällt den Profis was
dazu ein. Ich denke zwar darüber nach, aber... wenn ich eine Lösung
kenne, ist die normalerweise -schwupps- da. Hier tue ich mir schwer.
dfg schrieb:> Selbstverständlich könnte man das - sogar ausgesprochen einfach. Z.B.> die Betriebsspannung für einen Transition Mode Controller ließe sich in> dem Fall über eine "Micro"-Diodenbrücke + Micro-ELKO erzeugen, und zwar> dauerhaft (ohne eine Zusatz-Wicklung auf der Spule).
Noch etwas vergessen: Ich wollte freilich darauf hinaus, daß man in dem
Fall eine Standard-Spule für den Spannungsbereich verwenden könnte.
Wobei... eine solche Wicklung trotzdem nützlich sein könnte: Zum
Erzeugen einer potentialfreien Hilfsspannung (aufgesetzter
Sperrwandler).
So, daß wars aber jetzt. @Possetitjel: Vielleicht kann ja wirklich
jemand etwas mit meinen (etwas abweichenden) Gedanken anfangen. Würde
mich jedenfalls freuen.
Gerade zurück...
Ich habe mal alles durchgelesen. Naja, jeder hat von seiner Sicht aus
recht.
Anschlußtechnik:
Um dem Abbrechen von gelöteten Drähten auf Leiterplatten zu verhindern
verwende ich gerne die rechteckigen Lötaugenstifte die auch beim LNG30
ersichtlich sind. Dann versuche ich bei fest eingelöteten Leiterplatten
die Kabelverbindungen so zu orientieen, daß man auf die andere Seite der
Leiterplatte durch Schwenken dazukommt oder wenn konstruktiv möglich,
einen Bodenausschnitt auf der Befestigungsplatte vorzusehen.
Sonst habe ich Europakartenformat mit DIN41617 5mm SteckVerbindern gern.
Die sind extrem zuverlässig und immer noch erhältlich. Die DIN41612 sind
für LNG eher Overkill weil man kaum so viele Verbindungen braucht. Die
21/31 pin DIN41617 sind gerade richtig für solche Projekte. (Bin eben
1970er Generation:-) )
Bei der mechanischen Planung des Aufbaus muß man eben sehr
vorausschauend vorgehen und die Verdrahtung nicht als Nachgedanke zu
vernachläßigen.
Wenn man Import Bauteile verwenden will, kommt man meist nicht umhin
gleichzeitig noch Ersatzteile mitbestellen zu müssen. Nichts ist
ärgerlicher als später mangels passender Ersatzteile die Frontplatte
verunzieren zu müsse.
Ein Selbstbau von Instrumenten ist natürlich auch eine Möglichkeit.
Mir gefallen die DOGM EA Graphic 132x40 Pixel LCD Module sehr. Mit uC
kann man schöne simulierte Analog und digitale Kombinations Anzeigen
zusammenstricken. Ich persönlich bin auch mit guten Analoginstrumenten
zufrieden, speziell wenn Neuberger draufsteht:-)
Für wirklich genaue Messwerte nehme ich dann immer externe Meßtechnik.
Es ist mir nur wichtig, mindestens auf 100mV oder besser ablesen zu
können damit man die uC Nominalspannungsbereiche einigermaßen genau
einstellen zu können. In den meisten anderen Anwendung genügen ungefähre
Einstellungen. Ich sehe diese Materie eher locker.
Guten Abend,
Gerhard
Mir sind vorgeschaltete Schaltregler in linearen Netzteil etwas
unsympatisch.
Erstens reagieren Schaltregler auf plötzliche Laständerungen meist nicht
schnell genug und zweitens schaffen die meisten linearen Regler nicht
den Schaltripple ausreichend ohne passive Filterhilfe adäquat
abzuschwächen.
Es kommt darauf an, für was man das LNG einsetzen will. Bei PLL
Entwicklungsprojekten, VCOs aller Art ist mir rauscharme DC von größter
Wichtigkeit. In vielen anderen Projekte ist es nicht einmal relevant.
Ich persönlich bin mit Relais oder elektronischer SCR Trafoumschaltung
oder die Anatek Methode durchaus zufrieden. Bei einem Kleinleistungs LNG
ist in der Regel eine einmalige Trafoumschaltung ausreichend. Man sollte
halt die Umschaltung so einstellen, daß man bis zu der meistgebrauchten
<15V am Ausgang mit der niedrigeren Eingangsspannung arbeiten kann. Man
darf nicht vergessen, daß in vielen Laborprojekten das LNG meist mit nur
unter 20% der Nennleistung aktuell belastet wird. Es ist aelten, daß man
Höchstleistung benötigt. Mein LNG30 wird nie wärmer als leicht handwarm.
Nur bei Dauerkurzschluß bei 2.5A erhitzt sich der Kühlkörper auf 74 Grad
und das Gehäuse wird angenehm handwarm.
Zum Thema Rauscharmut und sonstige Extremanforderungen will ich noch
meine Meinung kundtun.
Ich habe mich früher sehr viel mit dem Selbstbau von AFU Funkgeräten
befaßt. Oft kam es dazu, daß ich meine Testaufbauten vom LNG versorgte,
Schaltungen wie VCOs, VFOs, Oszillatoren aller Art. Da war es
tatsächlich sehr wichtig rauscharme und stabile Schaltungen mit dem LNG
ohne Störungen versorgen zu können.
Wenn man aber schon fertige Baugruppen mit eigenen Spannungsreglern und
Rauschreduzierungsschaltungen versorgen will, sind viele Kriterien der
Qualität vom LNG nur mehr zweitrangig.
Wenn ich einen uC ohne dazugehörenden Regler versorgen will, dann ist es
mir sehr wichtig, daß man die Spannung sauber und genau einstellen kann,
daß das LNG beim Ein- und Ausschalten keine Spannungs Ungereimtheiten,
AKA, Überschwinger produziert.
Man muß halt selber wissen was wo kritisch ist und sich danach
verhalten. Für rauscharme Ausgangsspannungen braucht man meist auch nur
kleine Leistungen.
Was ich damit sagen will, ist, daß man die Ansprüche nicht unnötig
hochschrauben sollte. Oft geht es auch mit etwas bescheidenen
Randbedingungen.
Ein LNG das in etwa mit den Spezifikationen älterer HP LNGs gleichkommt,
erfüllt für viele Anwendungen ausreichend seine Zwecke.
Gerhard O. schrieb:> Mir sind vorgeschaltete Schaltregler in linearen Netzteil etwas> unsympatisch.
Das ist verständlich, vor allem im Sinne minimalsten Rauschens.
Meine Ausführungen waren (das hätte ich dazu schreiben sollen)
auch gar nicht unbedingt/hauptsächlich für die Anwendung unter
diesen Bedingungen gedacht, sondern vielmehr für eine mögliche
Skalierung hin zu höheren Spannungen und Strömen, für ganz andere
Anwendung. Auch hin zum Thema n-Q E-Last, z.B.
Ich hätte nicht einfach losschreiben sollen... nur ging mir
nach Possetitjels Vorschlag halt gleich mal einiges durch den Kopf.
Von Schaltwandlern verstehe ich einfach mehr als von LNG.
Ich wollte endlich mal etwas mehr beitragen, als nur einzelne
(zufällig manchmal sinnvolle) Einwürfe und Aussagen zu einer
Thematik, bei der ich nicht wirklich mitreden kann.
Keinesfalls will ich versuchen, alle potentiellen Baumeister
(und noch weniger: "unabhängig von der Ausgangsleistung")
von der dringlichen Verwendung eines oder mehrerer Schalt-
wandler zu überzeugen. Ich gebe zu, das könnte man mißverstehen.
Vielleicht hätte ich mir mindestens die zweite Hälfte sparen sollen.
Gerhard O. schrieb:> Mir sind vorgeschaltete Schaltregler in linearen Netzteil> etwas unsympatisch.
Mir grundsätzlich auch.
Für ein Klein-Netzteil wäre der Aufwand mMn sowieso übertrieben;
bei einem 200W-Trümmer könnte es sich aber durchaus lohnen, weil
es eben mehrere Vorteile hätte:
- bessere Trafo-Ausnutzung --> kleinerer Trafo (Gewicht!),
- vorstabilisierte Spannung,
- weniger Wärmeentwicklung.
Man müsste halt gut sieben und gut schirmen. Ist eher was
für Fortgeschrittene.
> Erstens reagieren Schaltregler auf plötzliche Laständerungen> meist nicht schnell genug
Das Problem hat Trafoumschaltung aber auch; das klappert
erbärmlich im Stromquellenbetrieb.
> und zweitens schaffen die meisten linearen Regler nicht> den Schaltripple ausreichend ohne passive Filterhilfe> adäquat abzuschwächen.
Großzügige Filter verstehen sich von selbst. Meine Meinung.
Lurchi schrieb:> Mit einer negativen Hilfsspannung von z.B. -3 V und damit bis zu +37 V> hätte man Ausgang bis etwa 34 V und könnte nach einem Darlington> Emitterfolger noch bis etwa 32 V am Ausgang bekommen.> Ein Netzteil bis 30 V wäre damit also noch möglich.
Nur wenn du mit einer vorstabilisierten Spannung aus einem
Schaltnetzteil reingehst.
Gerhard O. schrieb:> Mir sind vorgeschaltete Schaltregler in linearen Netzteil etwas> unsympatisch.
Tja.
juergen schrieb:> Bei mir drei 2N3055, 30V Ausgangspannung (Rohspannung 41V), 3A.> LM723...ebenfalls, keine Probleme in irgendeiner Form!
Tja, abgesehen davon, daß der LM723 keine 41V aushält, und schon gar
nicht die 45V bei +10% Netzspannung und absolut überhaupt nicht die 50V
im Leerlauf vom Trafo....
Wenigstens in den Grundlagen sollte ein Bauvorschlag schon mit den
Datenblattgrenzwerten übereinstimmen, und nicht nach dem Prinzip
Hoffnung dimensioniert sein, was natürlich im Einzelfall trotzdem halten
mag.
Gerhard O. schrieb:> Aus meiner Sicht gesehen habe ich Bedenken gegen Steckverbinder in> kritischen Schaltungsteilen und bevorzuge gelötete Verbindungen.
Das ist doch das schöne an Selbstbaunetzteilen,
WENN die Lötanschlüsse im 2.54mm Raster sind:
Der eine kann Drähte anlöten, der andere nimmt Steckverbinder.
Bloss wenn die Lötpunkte auf der Platine NICHT im passenden Raster sind,
ist derjenige, der gerne Stecker hätte, angeschissen.
Possetitjel schrieb:> Interessant wäre, ob man eine (sekundär-> seitige) aktive PFC als Vorregler auslegen könnte
Ach ja ... darauf gibt es sowieso noch eine einfachere Antwort (ganz
ohne die prinzipielle Bereitstellung einer DC-Rail und möglichen
Varianten):
Ja, sicher. Man kann auch einen Buck-Boost mit nur einem aktiven
Schalter (also "Minimalaufwand") mit einer PFC-Funktion (auch Boost bis
0V) verwirklichen. Wie gesagt, gäbe es dabei keine Rail / DC-Link.
Michael B. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Aus meiner Sicht gesehen habe ich Bedenken gegen Steckverbinder in>> kritischen Schaltungsteilen und bevorzuge gelötete Verbindungen.>> Das ist doch das schöne an Selbstbaunetzteilen,> WENN die Lötanschlüsse im 2.54mm Raster sind:>> Der eine kann Drähte anlöten, der andere nimmt Steckverbinder.>> Bloss wenn die Lötpunkte auf der Platine NICHT im passenden Raster sind,> ist derjenige, der gerne Stecker hätte, angeschissen.
Ihr seid ja heute anstrengend:-)
So sehe ich das auch. Falls ich ein Layout für eine Leiterplatte
anfangen sollte, würde ich durchaus die Möglichkeit von Steckverbindern
berücksichtigen. Da ich mich vorsorglich mit DIN41617 eingedeckt habe,
würde ich sie gerne hier einsetzten wollen. Natürlich kann man anstelle
der Stiftleiste direkt anlöten. Sonst nehme ich gerne die rechteckigen
Lötaugen weil diese platinenschonendes Löten ermöglichen.
Bei den Senseleitungen und Einstellpoties muß man aufpassen, daß es dort
keine Pannen geben kann. Es wäre wünschenswert wenn bei offenen
Spannungseinstell Poti die Ausgangsspannung auf Null zurück gehen würde.
Das Problem ist immer der untere Potianschluß.
Ich verwende sonst viel MTA100 im 2.54mm Raster und auch 2.54mm
Schraubklemmen. Die Wannenstecker zusammen mit den IDC Buchsen und
Kabeln sind für viele Zwecke auch recht praktisch.
Blos aus Interesse: Wie steht ihr zu DIN41617? Kommt es euch zu
altmodisch vor? Ich finde die echt attraktiv für Projekte wo hohe
Zuverläßigkeit gefragt ist und genug vorhandenen Platz.
dfg schrieb:> Ich hätte nicht einfach losschreiben sollen...
Ist schon OK. Ich arbeite selber in der Arbeit immer mit Schaltreglern
und weiß deren Qualitäten zu schätzen. Aber für rauscharme LNGs macht
man sich das Leben schwer. Man muß wirklich die Eigenschaften des
linearen Teils gut im Griff haben und mit passiven Filtern den Ripple
niedrig genug bringen, so daß der lineare Teil den Ripple wegen der
begrenzten Regelbandbreite nicht durchschleift.
Höhere Schaltfrequenzen (>500kHz) wären da besser weil die sich mit
passiven Filtern leichter filtern lassen und die Schaltregler auf
Laständerungen schneller reagieren. Unterhalb von 30W laß ich aber
lieber die Finger davon.
Versucht habe ich so ein Design noch nicht und kann auf keine
praktischen Erfahrungen zurückgreifen. Wäre auf jeden Fall mal
interessant so etwas auszuprobieren.
Mit PFC habe ich übrigens noch nichts gemacht. Das wäre sicherlich
interessantes Tätigkeitsgebiet.
Für ganz kleine Leistung kommt man ohne Vorregler oder Trafoumschaltung
aus. Neben der klassischen Umschaltung per Relais, kommt für 2 Stufen
noch eine Endstufe in Frage die einem Klasse H/G Audioverstärker ähnelt.
Es werden 2 DC Spannungen genutzt und sehr schnell zwischen den
Spannungen gewechselt. Der Aufwand hält sich ggf. dafür in Grenzen (vor
allem mehr Elkos und 2. Endstufen Transistor, der Zeitweise auch die
Verlustleistung übernimmt).
Eine etwas unkonventionelle Variante nutzt das LNG30 das Gerhard O schon
mal vorgestellt hat - da fließt der Laststrom im Fall hoher
Ausgangsspannung über die Basis des extra Ausgangstransistors.
Für eine einfache Schaltung (etwa 20 V 1 A) sollte man ohne Umschaltung
auskommen.
Ein wenig Stellt sich mir die Frage, ob man ggf. eine Version ohne
negative Hilfsspannung und eine mit unterscheiden sollte. Bei Versorgung
aus einem Trafo ist die Hilfsspannung nicht so Aufwändig per
Ladungspumpe. Mit der Hilfsspannung kann man die Ruhestromversorgung
besser machen und hat auch mehr Auswahl bei den OPs. Wer will kann auch
mit Trafo weiter die Version ohne Hilfsspannung nutzen.
Im Vergleich zur den alten HP Netzteilen hat der Regler mit
niederohmiger Endstufe ein paar andere Eigenschaften. Teils besser und
teils schlechter. Bei der Spannungsregelung kann man wohl etwas
schneller werden und wohl auch mit weniger Kapazität am Ausgang
auskommen. Irgendwas im Bereich 10-50 µF halte ich für realistisch (mit
einem 2N3055 oder ähnlich langsam) für ein 1 A Netzteil. Weniger wäre
mit schnellerem Transistor ggf. möglich, allerdings leidet dadurch die
Toleranz im Layout / Aufbau und man müsste sich bei den Teilen ggf.
schon dicht an den Plan halten. Das wäre dann eher nicht mehr Anfänger
tauglich und sollte mit Scope getestet werden.
Die Stromregelung dürfte beim HP Konzept schneller sein - was sich aber
durch den eher großen Ausgangskondensator relativiert. Ob es sich lohnt
die Stromregelung sehr Präzise zu machen müsste man sehe - da bleibt
ggf. so etwas wie der Eingangswiderstand der Spannungsmessung oder
ähnliches als Widerstand effektiv parallel zum Ausgang. Für eine eher
einfache Schaltung sehe ich das aber als nicht so kritisch an. Eine
halbwegs genau Messung des Stromes (also ohne große Fehler durch
parallele Widerstände) wäre aber schon gut. Die Frage ist da ein wenig,
wie die fertigen Module da angeschlossen werden wollen. So ganz schlau
werde ich aus den Anleitungen bis her nicht. Eine extra Stromversorgung
für die Module würde ich gerne vermeiden, wenn es geht - wenn es sein
muss für eine ICL7106 basiertes Modul eine Verstärkerstufe dazwischen.
W.S. schrieb:> Ist dir evtl. aufgefallen, daß ich die ganze Zeit versuche, mit 15V/1A> auf dem Teppich zu bleiben?
Ich verstehe ganz exakt, was Du damit sagen willst. Es ist in jeder
Hinsicht einfacher zu realisieren, und das Ergebnis auch noch potentiell
"besser", indem (für diesen Fall unnötige) Fallstricke vermieden, und
alle Vorteile herausgekitzelt werden können. Völlig klar.
> Ich gehöre nicht zu den Leuten, die immer> nur nach höher-schneller-und mehr Bässe schreien.
Dazu gehört nur ein sehr begrenzter Prozentsatz Leute - nur sind diese
auch "sehr laut", weshalb man leicht dazu neigt, ihre Anzahl zu
überschätzen...
> Abgesehen davon IST es durchaus hinzukriegen, auch 30 Volt zu machen.> Man muß sich dafür lediglich von der hier angezielten Einfachheit> verabschieden.
Einige der Leute hier arbeiten gerade daran, trotz jener Einfachheit das
Spannungs-Maximum herauszuholen. Das mag Dich im speziellen... überhaupt
nicht interessieren, aber ich garantiere Dir eines:
Die anfänglich als Zielgruppe identifizierte breitere Masse an Bastlern
jeder Art wird sich für ein 15V/1A Netzteil (Als [evtl. sogar erstes]
potentiell einziges LNG! Nicht jeder will 3 Stück.) nicht stark
interessieren. (Und ich meine damit ausdrücklich nicht die
"höha-schnella-weita"-Fraktion.)
Das kannst Du nun glauben, oder auch nicht. Aber m. M. n. sind die
Anwendungen einfach zu vielfältig, als daß die Mehrheit damit glücklich
würde.
Im Interesse dessen, einer maximalen Anzahl potentieller Nachbauer eine
verläßliche Quelle für ein vernünftiges LNG zu bieten, sollte man
vernünftigerweise versuchen, aus dem Konzept auch spannungsmäßig das
(vernünftige) Maximum herauszuholen. (Skalierung d. Ausgangsstromes ist
bekanntlich -in vernünftigen Grenzen- leicht möglich.)
Sonst schließt man versehentlich die Mehrheit aus.
Ich glaube wir sind eigentlich schon so weit einige Grund Versionen mit
Masse als Reglerbezugspunkt propagieren zu können und mit den Designs zu
beginnen. Für 1 und 2 hätten wir schon einige Grund Designs innerhalb
der dokumentierten Richtlinien von Possetitjel. Vielleicht könnte jemand
hier nun ein komplettes Design vorstellen welches die Bedingung nach
guter Nachbausicherheit und Einfachheit erfüllt. LM358/324 oder
nächstbesten moderneren Typen. Es wurden schon gute Alternativen
genannt.
1) Unter 30V/1-2A - noch machbar.
2) 15-20V/1-2A
3) Für Spannungen darüber, die fliegenden HP Reglerkonzepte
Man könnte bestimmt schon komplette Schaltbilder erstellen. Würde dann
noch vorschlagen gleich das Gesamtverdrahtungsschaltbild mit
herzustellen. Das 20V Model erscheint mir als das günstigste für
diejenigen die 19.99V DPMs verwenden wollen. Das andere LED DPM Modell
geht ja auch bis 30V. Bis zu einem bestimmten Grad bestimmt das DPM den
LNG Bereich. Auch LEDs für Modusanzeige sollten nicht fehlen. TL431C
oder LM336 als Spannungsreferenz.
Der Einfachheit halber schlage ich für jetzt vor den Trafo einfach
manuell mit einem Frontplattenschalter umzuschalten wenn eine einfache
Verlustleistungs Umdchaltung gewünscht wird. Wird beim Agilent E3611A
auch so gemacht. Später läßt sich da was nachrüsten wenn es dann
konkrete Lösungen gibt.
Kühlung jedem selber überlassen. CPU Kühler könnten interessant sein.
Passende Längstransistoren sollten fest gelegt werden als Grundlage.
Auch Deutsche Netztrafos, Gleichrichter, Gehäuse Optionen, Buchsenart,
etz.
Die Layouts sollten schon mit späterer uC Erweiterung vorbereitet
werden. Vielleicht ein Wannenstecker/Buchsenkombination mit Brücken für
"nackten" Analog Betrieb. Die uC läßt sich dann leicht nachrüsten. Auch
die Schnittstellen für die Instrumente sollten standardisiert werden.
Eine gewisse Skalierbarkeit ist gegeben.
Alternativ im Moment (Vorsicht - Eigenwerbung)
3) wegen der großen Einfachheit, die MC1466L Version vom Anatek.
Skalierbar Fabrik mäßig von 10V/6A bis 100V/0.5A. 10V, 25V, 50V und
100V. In allen Option mit 50W Leistungsbereich.
Wenn Interesse da ist, würde ich ein einseitiges Layout für dieses
Anatek Modell machen. Allerdings in PR99SE da mir keine anderen CAD
Programme zur Verfügung stehen. Ich würde alle PR99 Unterlagen und PDF
Vorlage für Eigenherstellung hier oder auf Github zur Verfügung stellen.
Die Original MC1466L gibt es in der Bucht für wenig Geld und
funktionieren wie ich selber nachprüfen konnte.
4) Für höhere Spannungsbereiche den fliegenden Regler. Da stehen im
Augenblick alle in fragend kommenden älteren HP LNG als Ansatz bereit,
das Anatek Handbuch mit LM324 als Grundlage, und (Natürlich:-) ) das
LNG30, wo Unterlagen schon komplett existieren.
Die einseitige Leiterplatte kann selber geätzt werden. Das LNG 30 läßt
sich auch wie im Original Model nach Anatek Fabrikvorgaben skalieren. So
kompliziert ist das Design eigentlich nicht. Nach anfänglichen Problemen
ist es auch in allen Betriebsbedingungen stabil. Einige von Anatek
vorgeschlagene Cs waren die Ursache damals.
5) FS12/73 mit einigen Modernisierungen. Meine Version läuft sehr
zufriedenstellend. Die Original Schwachheiten habe ich beseitigt.
Allerdings müßte ich oder jemand anders eine neue Leiterplatte
entwerfen. Anstatt der Referenzdioden TL431C. Es gibt ja schon einige
Threads zu dieser Schaltung hier.
Gerhard O. schrieb:> Ich glaube wir sind eigentlich schon so weit einige Grund> Versionen mit Masse als Reglerbezugspunkt propagieren zu> können und mit den Designs zu beginnen. Für 1 und 2 hätten> wir schon einige Grund Designs innerhalb der dokumentierten> Richtlinien von Possetitjel. Vielleicht könnte jemand hier> nun ein komplettes Design vorstellen welches die Bedingung> nach guter Nachbausicherheit und Einfachheit erfüllt.
Gern. "Hals- und Beinbruch...!" oder was soll man wünschen?
Eine Bitte nur: Es würde sehr helfen, wenn ihr euch erstmal
auf den I/U-Regler selbst (einschließlich Leistungsteil)
beschränken würdet und die Details der Spannungsversorgung
wie auch die peripheren Kleinigkeiten (Anzeigen, Potis usw.)
erstmal außen vor lassen könntet.
Setzt einfach voraus, dass eine passende Spannungsversorgung
vorhanden ist, und dass die Sollwerte in Form von Steuer-
spannungen vorgegeben werden. Zu tun bleibt ja trotzdem
genug: Überschwingen, Ausregelzeit, Stabilität, Bauelemente-
auswahl, Beschaffbarkeit, Preis, ...
Ich bin dabei, einen Vorschlag für eine Modularisierung
zusammenzuschreiben, damit dann alle Themen möglichst
parallel bearbeitet werden können, aber das braucht noch
zwei, drei Tage. Es geht wirklich nicht schneller, aber
ich will euren Elan auch nicht bremsen.
Gut Holz!
Gerhard O. schrieb:> Der Einfachheit halber schlage ich für jetzt vor den Trafo einfach> manuell mit einem Frontplattenschalter umzuschalten wenn eine einfache> Verlustleistungs Umdchaltung gewünscht wird.
Mag jetzt ne blöde Frage sein aber warum nicht automatisch mit nem
Schmitt-Trigger realisieren?
M. K. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Der Einfachheit halber schlage ich für jetzt vor den Trafo einfach>> manuell mit einem Frontplattenschalter umzuschalten wenn eine einfache>> Verlustleistungs Umdchaltung gewünscht wird.>> Mag jetzt ne blöde Frage sein aber warum nicht automatisch mit nem> Schmitt-Trigger realisieren?
Wegen der gewünschten Einfachheit dachte ich, das könnte man erst später
einführen. Beim Original FS12/73 machte ich es damals mit einer
diskreten Schmitt-Trigger Schaltung und das funktionierte über
Jahrzehnte sehr gut. Vor ein paar Jahren modifizierte ich aber die
Längstransistorschaltung nach der Anatekschaltung weil sich das
elektronisch selber je nach Ausgangsspannung selber ohne Relais
umschaltet. (Siehe LNG30 oder Anatek Handbuch)
Ich wußte gar nicht, daß es in D so viele Nachteulen gibt;-)
Gerhard O. schrieb:> 3) wegen der großen Einfachheit, die MC1466L
Wozu waren denn dann die 500 Beiträge im thread ? Ein Design auf Basis
des MC1466 ist SICHER nicht zeitgemäss.
Vorbild am Anatek-Design ist einzig die Skalierbarkeit ein und derselben
Schaltung.
Wer, weil er 1466 hat, das Anatek nachbauen will, kann ja in dessen Plan
gucken, aber den einfach als Lösung zum selbstentwickelten Netzteil zu
übernehmen wäre Faulheit hoch 3.
Eine manuelle Umschaltung der Trafospannung birgt das Risiko der
Überschreitung der SOA des Endtransistors.
MaWin schrieb:> Eine manuelle Umschaltung der Trafospannung birgt das Risiko der> Überschreitung der SOA des Endtransistors.
Biste schwer von Begriff?
Brauchst natürlich nen 2-poligen Schalter mit dem de neben der
Trafowicklung och noch n Widerstand in Reihe zus Spannungspoti schaltest
um die untere einstellbare Spannung von 0 auf zum Bleistift 10 Volts
anzuheben. Is doch logisch, sonst kannste den Schalter gleich weglassen.
icke mal schrieb:> Brauchst natürlich nen 2-poligen Schalter mit dem de neben der> Trafowicklung och noch n Widerstand in Reihe zus Spannungspoti schaltest> um die untere einstellbare Spannung von 0 auf zum Bleistift 10 Volts> anzuheben.
Aha. Wenn du das machst, schaltest du die eingestellte Sollspannung mit
um, es gibt also einen üblen Spannungssprung am Ausgang.
Gerhard O. schrieb:> 1) Unter 30V/1-2A - noch machbar.>> 2) 15-20V/1-2A>> 3) Für Spannungen darüber, die fliegenden HP Reglerkonzepte
Wenn es universal sein sollte, eindeutig Variante 3.
ArnoR schrieb:> Aha. Wenn du das machst, schaltest du die eingestellte Sollspannung mit> um, es gibt also einen üblen Spannungssprung am Ausgang.
Ja, gips.
Und wenn ick den Finger inne E27 Lampenfassung stecke wirta schwarz.
Ganz ohne Hirn gehts eben nich.
Warum soll ick denn den Bereichsumschalter hochschalten wenn ick damit
die angeschlossene Schaltung schrotte? So blöd kann man doch janich
sein.
Tany schrieb:>> 1) Unter 30V/1-2A - noch machbar.>>>> 2) 15-20V/1-2A>>>> 3) Für Spannungen darüber, die fliegenden HP Reglerkonzepte>> Wenn es universal sein sollte, eindeutig Variante 3.
Da schließe ick ma übrijens an. Variante 3 is das einzig vernünftige!
Ick hab schon einige so Dinger gebaut, die die noch laufen sind alle im
Prinzip Variante 3.
Bei HP hab ick damals nu nich gekuckt, meine basieren auf
ELV-Schaltpläne. Die benutzen det Konzept auch in mehrere Netzteile. Wie
jesagt, läuft zuverlässig och in mehrere Lochrasterasufbauten. Ick würd
nüscht andres mehr anfangen.
ArnoR schrieb:> Doch, alles was möglich ist, wird auch gemacht.
Denn is abba gerecht wenn die Strafe auf dem Fuße folgt und der Arduino
vom Labortisch hüpft.
Ick hab übigens wenn schon denn schon, imma automatische
Trafoumschaltung mit Relais gemacht. Is ja nich viel dabei, ein 324 hat:
ein Stromregler, ein Spannungsregler, ein Komparator für
Trafoumschaltung, ein Komparator für Lüfter. Damit is allet erschlagen
wat son einfachet Gerät haben muß.
icke mal schrieb:> Ick hab übigens wenn schon denn schon, imma automatische> Trafoumschaltung mit Relais gemacht. Is ja nich viel dabei, ein 324 hat:> ein Stromregler, ein Spannungsregler, ein Komparator für> Trafoumschaltung, ein Komparator für Lüfter. Damit is allet erschlagen> wat son einfachet Gerät haben muß.
Icke, haste da mal bitte ene Schaltung parat, wie Du det jelöst hattest?
Würde mich schon interessieren.
MfG
Eppelein
Die Transformator Umschaltung würde ich bei einer kleinen Leistung eher
vermeiden.
Der alte Weg mit dem Relais hat ggf. Verschleiß am Relais, weil beim
Hochschalten erst einmal die Pufferelkos geladen werden müssen.
Damit der Einbruch nicht zu groß ist, muss man entweder die Elkos recht
groß haben oder schon früh umschalten. Damit die Umschaltung etwa in der
Strombegrenzung nicht ganz so oft geschieht wird man wohl auch noch
relativ viel Hysterese vorsehen müssen. Damit ist dann die Einsparung an
Verlustleistung nicht mehr so wirklich groß, weil man die hohe Spannung
schon deutlich früher wählen muss als. Um die Spitzenströme für das
Laden des Elkos auf die höhere Spannung nicht zu groß werden zu lassen,
wäre ggf. die Umschaltung in mehr als 2 Stufen angebracht und der
Aufwand entsprechend groß. Ohne Hilfsspannung bekommt auch der Regelteil
ggf. eine schwankende Spannung und das Umschalten erzeugt ggf.
Störungen. Die Umschaltung funktioniert und man kann sich die Schaltung
etwa von einem der billigen China Netzteile abschauen: meist sind es da
4 Stufen mit 2 Relais und etwas ungewöhnlicher Teilung am Trafo.
Ich würde da eher ein elektronisches wechseln zwischen 2 Spannungen
bevorzugen, etwa so wie in Klasse H Audio Verstärkern. Der Aufwand ist
auch nicht so groß, aber dafür ist die Umschaltung leise, schnell,
verschleißfrei und man braucht nur eine kleine Reserve. Trotzdem würde
ich das lieber für einen separate größere Version lassen - vor allem
beim fliegende Regler geht das sehr einfach.
Mehmet K. schrieb:> Probleme mit dem Ausgangsstrom bei Kurzschluss:
Danke für den Hinweis. Werde mal den gleichen Test machen beim Anatek.
MaWin schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> 3) wegen der großen Einfachheit, die MC1466L>> Wozu waren denn dann die 500 Beiträge im thread ? Ein Design auf Basis> des MC1466 ist SICHER nicht zeitgemäss.
Hast recht. Es ist aber eine sehr einfache Schaltung für ein LNG.
>> Vorbild am Anatek-Design ist einzig die Skalierbarkeit ein und derselben> Schaltung.
Aber das ist doch was.
>> Wer, weil er 1466 hat, das Anatek nachbauen will, kann ja in dessen Plan> gucken, aber den einfach als Lösung zum selbstentwickelten Netzteil zu> übernehmen wäre Faulheit hoch 3.
Nicht unbedingt. Manche von uns bevorzugen manchmal ein schon bewährtes
Konzept. Es wird auch noch einige Zeit dauern bis ein Massebezogenes
Design auf den Beinen steht. Ich wollte nur diese Möglichkeit noch
einmal listen.
>> Eine manuelle Umschaltung der Trafospannung birgt das Risiko der> Überschreitung der SOA des Endtransistors.
Das muß aber nicht sein. Abgesehen davon schützt der Innenwiderstand des
Trafos die Teile etwas. Beim FS12/73 mit einem 2N3055 funktionierte die
automatische Relaisumschaltung fast vierzig Jahre ohne Ausfälle.
Eppelein V. schrieb:> icke mal schrieb:>>> Ick hab übigens wenn schon denn schon, imma automatische>> Trafoumschaltung mit Relais gemacht. Is ja nich viel dabei, ein 324 hat:>> ein Stromregler, ein Spannungsregler, ein Komparator für>> Trafoumschaltung, ein Komparator für Lüfter. Damit is allet erschlagen>> wat son einfachet Gerät haben muß.>> Icke, haste da mal bitte ene Schaltung parat, wie Du det jelöst hattest?> Würde mich schon interessieren.>> MfG> Eppelein
Schau Dir mal die FS12/73 Unterlagen im Forum an. Der FS Artikel zeigt
genau die damalage Schaltung die ich auch so lange verwendet hatte.
Lurchi schrieb:> Der alte Weg mit dem Relais hat ggf. Verschleiß am Relais, weil beim> Hochschalten erst einmal die Pufferelkos geladen werden müssen.> Damit der Einbruch nicht zu groß ist, muss man entweder die Elkos recht> groß haben oder schon früh umschalten.
Das ist möglich. Wie schon gesagt beim FS12/73 lief das vierzig Jahre
bis zum Umbau ohne irgendwelche Probleme. Der Trafoinnenwiderstand
begrenzt ja auch den Umschaltladestrom im Elko. Spannungseinbrüche oder
Überschwinger waren nicht feststellbar. Das prüfte ich. Für ein 1A LNG
ist das Konzept zuverläßig genug.
Hier ein kurzer Zwischenbericht bezüglich Strom Drift nach dem
Einschalten.
Das Anatek hat tatsächlich eine leicht absteigende Stromreglung. Nach
dem Einschalten driftet der Strom vom 420mA Anfangswert nach fünf
Minuten auf 412mA. Danach driftete der Strom innerhalb von 15 Min um
nochmals 6mA. Das ist tatsächlich nicht so gut wie alle anderen. Eine
ganz langsame Drift scheint dann immer noch vorhanden zu sein, hatte
aber jetzt keine Zeit dazu es länger zu beobachten. Für viele Zwecke
kann man das wahrscheinlich in Kauf nehmen. Schön ist es aber nicht.
Ich testete gleichzeitig noch das FS12/73, E3611A und das LNG30. Keines
der fliegenden Reglergeräte zeigt irgendeine Drift die bei 420mA 1mA
überstieg. Ist aber auch nicht ganz fair den Geräten keine
halbstündliche Einschalt/Aufwärmzeitspanne zuzugestehen.
Da wär's für jetzt.
Gerhard O. schrieb:>> Icke, haste da mal bitte ene Schaltung parat, wie Du det jelöst hattest?>> Würde mich schon interessieren.>>>> MfG>> Eppelein>> Schau Dir mal die FS12/73 Unterlagen im Forum an.
Mensch Gerhard, du hast echt Ahnung und schon ne Menge Apparate
zusammengedengelt. Echt supa! Abba wenn du den Beitrag meinst:
Beitrag "Funkschau Labornetzgeraet Nachbau aus Funkschauheft 12, 1973"
und dein ZIP da drinne,
https://www.mikrocontroller.net/attachment/34472/Labornetzgeraet_FS12_1973.zip
da muß ick mal sagen, ick komm mit die Art Schatpläne nich klar! Det ist
mir zu unübersichtlich, die Zerstückelung und Stecker da drinne, ick
sehe nicht durch wie det nu genau zusammenhängt!
Zum blind nachbauen ist so sicher ok, abba für die Übersicht is
schlecht, da brauch ick nen kompletten Plan wo alles von vorne bis
hinten die Reihe nach gezeichnet ist.
Eppelein V. schrieb:> Icke, haste da mal bitte ene Schaltung parat, wie Du det jelöst hattest?> Würde mich schon interessieren.
Ick suche da nachher mal Beispiele mit die Suchmaschine. ELV kann ick
hier nicht scannen und hochladen wegen den Kopireit.
Ick kuck mir da auch nur die Pläne an, wat mir gefällt löte ick denn auf
Lochraster mit dem Material wat rumliegt. Davon gibs kein genauen Plan
abba Foto kann ick machen.
icke mal schrieb:> Gerhard O. schrieb:>>> Icke, haste da mal bitte ene Schaltung parat, wie Du det jelöst hattest?>>> Würde mich schon interessieren.>>>>>> MfG>>> Eppelein>>>> Schau Dir mal die FS12/73 Unterlagen im Forum an.>> Mensch Gerhard, du hast echt Ahnung und schon ne Menge Apparate> zusammengedengelt. Echt supa! Abba wenn du den Beitrag meinst:> Beitrag "Funkschau Labornetzgeraet Nachbau aus Funkschauheft 12, 1973"> und dein ZIP da drinne,> https://www.mikrocontroller.net/attachment/34472/L...>> da muß ick mal sagen, ick komm mit die Art Schatpläne nich klar! Det ist> mir zu unübersichtlich, die Zerstückelung und Stecker da drinne, ick> sehe nicht durch wie det nu genau zusammenhängt!> Zum blind nachbauen ist so sicher ok, abba für die Übersicht is> schlecht, da brauch ick nen kompletten Plan wo alles von vorne bis> hinten die Reihe nach gezeichnet ist.
Ist nicht so schlimm. Zur Uebersicht siehst Du Dir am Besten den
Original FS12/73 Artikel an. Das ist ziemlich uebersichtlich
dargestellt. Dann sieh Dir meine Unterlagen an. Im Vergleich zum
Original Design gibt es bei meiner Version ein paar Verbesserungen. Die
Wichtigste ist, das Hochschnellen der Origialschaltung. Dann
modifizierte ich die Laengsstransistor Beschaltung und adoptierte dort
das Anatek Design weil sich da die Endstufe automatisch umschaltet und
kein Relais notwendig ist.
Beitrag "Fragen zu Labornetzteilbau (Nachbau Funkschau 1973)"
Uebrigens, der 470uF Ausgangskondensator im Leistungsteil gezeigt ist
nur ein 100uF/50V.
>> Eppelein V. schrieb:>> Icke, haste da mal bitte ene Schaltung parat, wie Du det jelöst hattest?>> Würde mich schon interessieren.>> Ick suche da nachher mal Beispiele mit die Suchmaschine. ELV kann ick> hier nicht scannen und hochladen wegen den Kopireit.> Ick kuck mir da auch nur die Pläne an, wat mir gefällt löte ick denn auf> Lochraster mit dem Material wat rumliegt. Davon gibs kein genauen Plan> abba Foto kann ick machen.
...
icke mal schrieb:> Gerhard O. schrieb:>>> Icke, haste da mal bitte ene Schaltung parat, wie Du det jelöst hattest?>>> Würde mich schon interessieren.>>>>>> MfG>>> Eppelein>>>> Schau Dir mal die FS12/73 Unterlagen im Forum an.>> Mensch Gerhard, du hast echt Ahnung und schon ne Menge Apparate> zusammengedengelt. Echt supa! Abba wenn du den Beitrag meinst:> Beitrag "Funkschau Labornetzgeraet Nachbau aus Funkschauheft 12, 1973"> und dein ZIP da drinne,> https://www.mikrocontroller.net/attachment/34472/Labornetzgeraet_FS12_1973.zip>> da muß ick mal sagen, ick komm mit die Art Schatpläne nich klar! Det ist> mir zu unübersichtlich, die Zerstückelung und Stecker da drinne, ick> sehe nicht durch wie det nu genau zusammenhängt!> Zum blind nachbauen ist so sicher ok, abba für die Übersicht is> schlecht, da brauch ick nen kompletten Plan wo alles von vorne bis> hinten die Reihe nach gezeichnet ist.>> Eppelein V. schrieb:>> Icke, haste da mal bitte ene Schaltung parat, wie Du det jelöst hattest?>> Würde mich schon interessieren.>> Ick suche da nachher mal Beispiele mit die Suchmaschine. ELV kann ick> hier nicht scannen und hochladen wegen den Kopireit.> Ick kuck mir da auch nur die Pläne an, wat mir gefällt löte ick denn auf> Lochraster mit dem Material wat rumliegt. Davon gibs kein genauen Plan> abba Foto kann ick machen.
Icke, merci.
Kannste eventuell das ELV-Heft nennen, kann sein, daß ich da was habe.
MfG
Eppelein
Gerhard O. schrieb:> der ... Ausgangskondensator ... ist ein 100uF/50V
Mir kam beim Stöbern gerade ein Angebot zu Augen:
http://www.oppermann-electronic.de/html/oktober_2011.html
Bei Folie könnte man den ESR selbst bestimmen (R seriell).
Wiederum ist mir klar, daß dies für die meisten nicht in Frage käme.
(Platzverbrauch, Beschaffbarkeit/ Original, Preis/ beschaffbares
Äquivalent)
Nur, weil noch nichts abschließendes dazu gesagt wurde - außer der
Möglichkeit, für geringeren ESR höheren Kapazitätswert zu verwenden.
(Wobei manche Typen auch bei höherer Spannungsfestigkeit weniger
ESR haben - entgegen der Intuition, und freilich längst nicht alle.)
Die Schaltung aus dem ELV Heft hat allerdings auch noch einig nicht so
gut Punkte. Das Prinzip ist aber brauchbar - halt der fliegende LDO
Regler mit Hilfsspannung. Die vielen eingestreuten 100 pF Kondensatoren
sind als Ersatz für Schlangenöl benutzt um die Schwingungsneigung zu
unterdrücken. Das sollte man schon besser machen.
Zurück zum Regler ohne Hilfsspannung:
Im Anhang ein Vorschlag für den einfachen Spannungsregler für eine
analoge Steuerung. Die Schalung ist nicht mehr ganz so einfach, einige
der Teile sind aber optional. Man kann es also noch ein wenig einfacher
haben, wenn auch mit etwas schlechterer Performance.
Wegen der Übersichtlichkeit fehlt noch die Anzeige ob CC oder CV mode
aktiv ist. Dies ist aber einfach, etwa ein "Komparator" (ggf. 1/4 LM324)
zwischen den Ausgängen von U1 und U2.
Die Widerstände R12 / R13 bzw. R21/R20 stehen für Poties für Spannung
bzw. Stromlimit.
Als Referenzen können etwa ein TL431 für U4 und eine Zenerdiode (z.B.
5,6 V wegen relativ nedrigem TK) oder ein LM329 (niedriger Tk niedriges
Rauschen) sein.
Eine andere Referenz, wie TL431 ist natürlich auch möglich. Die
Schaltung um U3 mit der Spannungsreferenz sorgt dafür, dass ein
konstanter Strom über Ref. Schaltung fließt. Der Widerstand R14 ist
optional und hilft vor allem der Simulation.
Ein wenig zur Erklärung:
Die Schaltung um U1 ist der Spannungsregler. C4 ist je nach
Geschwindigkeit des OPs nötig - mit dem langsamen LM324 geht es ggf.
ohne, ein wenig Kapazität dort hilft aber bei der Stabilität. D6 und Q9
sind im Prinzip Optional und helfen dabei den Übergang vom CC zum CV
mode zu verbessern. Damit wird verhindert dass die Spannung am Ausgang
des OPs zu weit ansteigt, wenn die Stromregelung aktiv ist. Der Teil mit
C9 und R24 ist ggf. auch optional, hilft aber auch beim CC -CV Übergang
und erlaubt eine schnellere Auslegung der Regelung. In Grenzen wird
damit ein niedriger Ausgangswiderstand der Endstufe weniger wichtig.
Die Schaltung um U2 ist der Stromregler. D10 und Q6 sind analog zu D6
und Q9 dafür zuständig dass der nicht aktive Regler weg läuft. Damit
kann die Stromregelung zum Teil deutlich schneller ansprechen, vor allem
bei niedrigen Spannungen. Die Widerstände R6 und R27 sind optional um
einen Offset des OPs auszugleichen. Je nach Vorzeichen wäre nur einer
der beiden nötig.
Die Stromregelung wird unterstützt von Q3 als schnelle, aber fest
eingestellte Strombegrenzung (so wie gezeigt ca. 1,5 A). Der Widerstand
R25 ist in der Simulation hilfreich für Stabilität - für die kurze Zeit
in der das schnelle Limit normal nur aktiv ist, könnte man ggf. drauf
verzichten. Über R2 und R10 kann das Stromlimit mit kleineren
Widerständen auskommen. Theoretisch könnte man über einen extra Strom
von der neg Seite das Stromlimit bei höherem Strom anheben - lohnt aber
eher nicht.
Q5,Q7,R18 und R1 sind 1Stromquelle, die den vorher dort vorhandenen
Widerstand ersetzt. Damit kommt man mit der Spannung etwas höher, ohne
dass der Strom für die OPs so hoch wird, dass es nach unten ggf. nicht
mehr ganz bis 0 V reicht. Den Widerstand R18 müsste man an Q4 anpassen,
so dass sich ein passender Ruhestrom (ca. 10 mA) einstellt. Wenn man bei
R18 einen Schalter einbaut, hätte man eine Art Schalter für den Ausgang.
Es bliebe aber ein kleiner Strom über R8 von der Spannungsregelung, d.h.
man müsste zusätzlich die Spannung auf 0 stellen.
Über die Zenerdiode in Reihe zu R18 wird verhindert das der Regeler bei
zu kleiner Spannung aktiv wird.
Die Diode D3 ist optional und hilft in einigen eher seltenen Fällen für
eine schnellere Reaktion. Die Diode D7 ist dagegen nötig, als Schutz für
die Endstufe und auch für die Stabilität bei einem Sprung auf einen
kleinen Strom mit gleichzeitig viel Kapazität am Ausgang.
Der Teil am Ausgang rechts der Diode ist nur zum testen der Schaltung,
also nicht Teil des Netzteils.
Die genaue Auslegung der Widerstände kann man noch anpassen, etwa um mit
weniger Werten auszukommen. Es gilt auch noch ein Abwägung zwischen
schneller Regelung und Toleranz gegen Variationen zu finden. Die Größe
des Elkos am Ausgang ist ein Abwägung mit der Ausschläge bei
Lastwechseln Wichtig ist dabei eine eher niedriger ESR Wert für C2.
Irgendwas um 0.2 Ohm wäre wohl ideal, 1 Ohm geht aber auch noch.
Die Dioden ohne Bezeichnung können 1N4148 oder ähnliche sein, die
Transistoren ohne Bezeichnung etwa 2N3904/6 oder BC548/BC550
Bei den OPs sollte ein LM324 ausreichend schnell sein. Man kann aber
auch schnellere OPs (z.B. OPA4171, MC34074 oder die entsprechende 1/2
fach Version) nutzen. Dann wird C4 ggf. nötig und ggf. könnte auch die
Stromregelung einen entsprechenden Kondensator vertragen. Vor allem die
Stromregelung könnte damit noch etwas schneller werden. Bei der
Spannungsregelung könnte man noch eine schnellere Auslegung der
Kompensation wählen.
Gerhard O. schrieb:> Blos aus Interesse: Wie steht ihr zu DIN41617?
Auf die Gefahr hin, dich zu verärgern: igitt. Das war mal vor gefühlten
100 Jahren.
Das, was ich seit einigen Jahren einsetze ist Micromatch, MICA/MICS,
LVDS-1.25mm, JST 1mm Baureihe. Auch noch Kragenstiftleisten: 14er, 20er,
24er bis 50er.
Und für's Grobe Wago-256, die sind erstens billig, zweitens beliebig
breit anreihbar, drittens absolut zuverlässig und sie halten Strom bis
zum Abwinken aus.
W.S.
W.S. schrieb:> Auf die Gefahr hin, dich zu verärgern: igitt. Das war mal vor gefühlten> 100 Jahren
Das ist schon OK. Ich hätte es eigentlich kommen sehen sollen:-)
Da ich in der Arbeit fast immer nur mit High Density SMD zu tun habe,
ist DIN41617 sozusagen der Gegenpol dazu. Irgendwie habe ich keine große
Liebe zu SMD Konstruktionen. Sieht zwar immer sehr beeindruckend aus
hunderte Komponenten auf kleinsten Raum unterzubringen, ist aber ein
Albtraum bezüglich Zugänglichkeit und servicefreundlichkeit. Ohne gute
Doku und Testpoints ist man aufgeschmissen.
Irgendwie liebe ich die Steckkartenaufbautechnik und Look der siebziger
Jahre in good old THT und authentischen europäisch hergestellten
Komponenten namhafter D und EU Hersteller. Das sah irgendwie sehr
technisch schön aus. Elektronik, eben zum Anfassen und voller Farbe.
Naja, lassen wir das. Ich sehe schon das Herannahen des Feuersturms wenn
ich mich weiter darüber weiter auslasse...
Ganz im Ernst, etwas nostalgische Aufbau- und Konstruktionstechnik
sollte bei einem LNG nicht unbedingt eine Sünde sein. Aber das ist ja
wahrscheinlich mein privates Privileg.
Deine erwähnten Teile werde ich mir ansehen. Danke.
Guten Abend,
Gerhard
W.S. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Blos aus Interesse: Wie steht ihr zu DIN41617?>> Auf die Gefahr hin, dich zu verärgern: igitt. Das war mal vor gefühlten> 100 Jahren.>> Das, was ich seit einigen Jahren einsetze ist Micromatch, MICA/MICS,
Ja, die sind gut. Die verwende ich auch.
> LVDS-1.25mm, JST 1mm Baureihe. Auch noch Kragenstiftleisten: 14er, 20er,> 24er bis 50er.
Aber nur in der Arbeit, hoffe ich.
>> Und für's Grobe Wago-256, die sind erstens billig, zweitens beliebig> breit anreihbar, drittens absolut zuverlässig und sie halten Strom bis> zum Abwinken aus.
Die muß ich mir mal ansehen.
>> W.S.
Nun, war es das jetzt? Traut sich keiner mal einen Entwurf zu zeichnen?
Natürlich wird jeder Entwurf hier von irgendjemanden zerrissen. Aber:
hören wir auf die Minderheit die laut schreit oder achten wir auf die
stillen Mitleser, auf die konstrukitven Kritiker? Es ist natürlich
schwer die lautstarken Stören zu überhören - wenn sie niemand beachtet,
sind sie auch wieder schnell still oder werden sogar hilfreich.
Nur Mut, oder soll ich ewig mit meinem Conrad 723er Netzteil
weitermurksen? Ich will mir endlich was ordentllches zusammenlöten!
Danke
Walta
Ich "murkse" mit meinem 723er und den ollen 741er inbegriffen,schon
Jahrzehnte herum. Bis dato noch nichts abgeraucht wie zu Manitou berufen
worden.
Durch die Feiertage, sprich verlängertes "WE", hat der ein oder andere
eine Auszeit genommen und erholt sich vom anstrengenden Alltag.
MfG
Eppelein
Walta S. schrieb:> Natürlich wird jeder Entwurf hier von irgendjemanden zerrissen
Das ist das Problem.
Es sind hier zu viel "Experten", die dessen Meinungen verbissen
verteidigen.
Walta S. schrieb:> Nun, war es das jetzt? Traut sich keiner mal einen Entwurf zu zeichnen?
Der ein und andere "Entwurf" wurde ja weiter oben schon gepostet, Vor-
und Nachteile kurz umrissen. Wenn du jetzt ein LNG brauchst nimm dir
einen dieser Entwürfe und baue dir ein LNG. Deine Erfahrungen dabei als
Laie könnten für das angestrebte Projekt hier äußerst hilfreich sein.
Ansonsten: Dies Projekt hier ist kein leichtes Unterfangen, es wird
nicht nächste Woche beendet sein. Ich will mal meinen, wenn sich alle
anstrengen und dran halten, dann wirds vielleicht noch vor Karneval was
werden, aber dieses Jahr, das denke ich, wirds damit nix.
Ich bin ein sehr geduldiger Mensch - und werd euch weiterhin liebevoll
nerven. Der Anfang ist schon mal gemacht und ein Ergebnis werden wir
auch noch zusammenkriegen.
Walta
Walta S. schrieb:> Ich bin ein sehr geduldiger Mensch - und werd euch weiterhin> liebevoll> nerven. Der Anfang ist schon mal gemacht und ein Ergebnis werden wir> auch noch zusammenkriegen.>> Walta
Wenn es schnell gehen soll; es gibt hier im Forum ja schon einige
detaillierte LNG Projekte die möglicherweise Deinen Wünschen nahe
kommen.
Da es noch einige Zeit dauern wird bis ein neues Design konzipiert und
getestet wird lohnt es vielleicht die folgenden Informationen
durchzustöbern. Das sind alle getestete, gut funktionierende Designs die
sich schon Jahrzehnte im täglichen Laborbetrieb bewährt haben. Ich bin
mir bewusst, dass mein Vorschlag im Augenblick projektmässig
kontraproduktiv ist; aber wenn es schnell gehen soll...
Wenn Du was schnell haben willst, dann sehe sie Dir trotz der
Anstrengungen die in diesem Thread gemacht werden an. Abgesehen davon
kann man nie genug Netzgeräte haben und bis dahin ist das neue Design
von hier auf Herz und Nieren getestet. Man braucht sich nicht schämen
ein bewährtes kommerzielles Design nachzubauen. Bis ein eigenes Design
dieselbe Reife erreicht bedarf großer Anstrengungen. Ist nur meine
Meinung. Manchmal erreicht man durch zu viel "Analyse-Paralyse" oft auf
lange Zeit nichts. Auch ältere Designs haben ihre Daseinsberechtigung
und stellen bewährte Design Beispiele dar.
Man hat auch beim freien Nachbau industrieller Schaltungen genug
Freiraum für eigene Anstrengungen um eigen Wünsche erfüllen zu können
und PCB Layout, etz.
Einige Beispiele die mir gerade einfallen:
FS12/73 (Mit Modifizierungen funktioniert das wirklich gut wie schon
einige hier bestätigt haben)
Funkschau Artikel neuerer Generationen (Keine eigenen Erfahrungen)
Einige Statron Designs sind gut nachbaubar
Sonstige LNG Artikel die mir gerade nicht einfallen
Grundig hat einige nette Designs sogar mit dem LM723, siehe SN41 Serie
Auch Philips hatte ein paar nette Geräte obwohl einige Modelle sehr
veraltete ICs verwenden und deshalb weniger empfehlenswert sind.
Scans einiger Designs sehen vielversprechend aus
HP Service Handbücher: E3611A u.ä. Sind alles dankbare, nachbaubare,
moderne industrietaugliche Schaltungen die wirklich funktionieren. Habe
in den 80er Jahren zwei HP LNGs nach gebaut und die funktionieren alle
sehr gut.
Mein LNG30 ("Nachbausicheres Labornetzgerät Thread") in dieser Rubrik
hat sich auch schon einige Jahre bewährt ohne irgendwelche Probleme zu
haben)
Anatek (LM324 / MC1466L, veraltet) Versionen
Hallo,
Gerhard O. schrieb:> Manchmal erreicht man durch zu viel "Analyse-Paralyse" oft auf> lange Zeit nichts. Auch ältere Designs haben ihre Daseinsberechtigung> und stellen bewährte Design Beispiele dar.
Ja, mag sein. Allerdings wäre ein von Grund auf neues Design, bei dem
man das "Entstehen" mit verfolgen kann auch aus didaktischen Gründen
interessant. Bei einem solchen Projekt sind so viele Dinge zu beachten,
das allein das Verstehen warum bestimmte Dinge wie gelöst worden sind
enorm viel Wissen über analoge Schaltungstechnik vermittelt.
> Man hat auch beim freien Nachbau industrieller Schaltungen genug> Freiraum für eigene Anstrengungen um eigen Wünsche erfüllen zu können> und PCB Layout, etz.
Das funktioniert aber nur wenn man auch weiß was man da tut.
> Grundig hat einige nette Designs sogar mit dem LM723, siehe SN41 Serie
Wo wir gerade beim Thema sind: ich lese immer wieder das die Designs mit
dem LM723 bei vielen nicht sehr beliebt sind. Warum ist das so? Was ist
das Problem mit diesem Baustein?
rhf
Roland F. schrieb:> das die Designs mit dem LM723 bei vielen nicht sehr beliebt sind. Warum> ist das so? Was ist das Problem mit diesem Baustein?
Keine Stromregelung, sondern nur eine Strombegrenzung (nicht fein
einstellbar und weicher Übergang).
Und wenn man sowieso eine Stromregelung mit OpAmp nachrüsten will, kann
man gleich einen Doppel-OpAmp nehmen und die Spannungsregelung auch von
ihm machen lassen, dann braucht man keine Klimmzüge wie beim 723 für
einen durchgängigen Bereich ab 0 zu machen.
Bleiben nur diejenigen Leute übrig die sich jeinen
Spannungsreglerentwurf zutrauen, warum die dann aber glauben dass ihr
drangestrickter Stromregler nicht das Design verhunzt, ist unklar.
Die Schaltung bei der der 723 nur die Hilfsspannung für die
eigentlichen (dort 741, besser LT1013) OpAmps stabilisiert und seine
rauscharme Z-Diode als Referenz zur Verfügung stellt, sind noch die
besten mit 723.
Walta S. schrieb:> hören wir auf die Minderheit die laut schreit oder achten wir auf die> stillen Mitleser, auf die konstrukitven Kritiker?
Das fällt schwer, denn die stillen Mitleser sind (per definitionem) eben
STILL.
Ansonsten:
ich hatte mir vorsorglich für diesn Thread beim freundlichen Chinesen
ein paar 10gang-Potis und paar von den billigen U/I-Anzeigen geordert
und grad heute kamen sie an. Die Potis (Dmr 20 x Länge 35) haben ne 4 mm
Achse und scheinen Leitplastik-Typen zu sein. Bei den UI/-Anzeigen sitzt
der I-Shunt auf der LP (ist ein zum U gebogenes fettes Stückchen
Widerstandsdraht) und er ist mit seinem Minuspol identisch zu dem
Minuspol der Versorgung. Also gehört diese Sorte von Anzeige zwischen
Minus vom Ladeelko und dem Rest der Schaltung. Die LP kann man
herausnemen und ggf. anstelle der I-Steckkontakte derbe Litzen anlöten.
So. Ansonsten kommt von mir erst ne Schaltung zum Diskutieren, wenn ich
dazu Zeit haben werde. Kann dauern, momentan ist Stress.
W.S.
Wenn man ein fertiges Anzeigemodul nutzen will, muss man halt bei der
Schaltung ein wenig Rücksicht darauf nehmen. Der Shunt an der negativen
Versorgung ist ggf. nicht so sehr das Problem. Ein Problem könnte es
werden, dass ggf. etwas zusätzlicher Strom darüber fließt. D.h. man hat
ggf. einen kleinen offset (z.B. 1 mA für die Versorgung der Referenz).
Wenn bei der Spannungsanzeige auch noch Versorgung und Messeingang
zusammenfallen fließt ggf. auch noch der Strom für die Anzeige mit über
den Shunt - das wäre ggf. ein echtes Problem !.
Die Module sind trotz des geringen Preises nicht so schlecht. Der
typische Aufbau ist ein MCP3421 18 Bit ADC mit interner Referenz (mit
Temperaturkompensation) und ein billiger 8 Bit µC (z.B. STM8...).
Der ADC hat einen Differenzeingang, könnte also gut passen und zumindest
eine kleine Spannung zwischen der neg. Versorgung und dem neg. Eingang
kompensieren.
Ein Modul für den Strom könnte ähnlich funktionieren.
Wie die Chinesen das für den Preis hinbekommen ist da schon ein wenig
die Frage. Bei entsprechender Menge und ggf. Restposten LEDs scheint es
zu passen. Bei einigen der günstigen Chinesischen Module (z.B. DDS mit
AD9850) sind die Preise halt wirklich niedrig.
Carl D. schrieb:> 5 Stellen für 5€? Es lebe der Glaube an die exakte Zahl!
4,5 Stellen für 4,46€.
Die ersten, welche ich geordert hatte, waren erstaunlich genau.
Wie genau kann ich nicht mehr sagen, aber die nächsten werde ich mal
ausmessen.
Franz B. schrieb:> Carl D. schrieb:>> 5 Stellen für 5€? Es lebe der Glaube an die exakte Zahl!>> 4,5 Stellen für 4,46€.> Die ersten, welche ich geordert hatte, waren erstaunlich genau.> Wie genau kann ich nicht mehr sagen, aber die nächsten werde ich mal> ausmessen.
Wenn man versteht, was man da abliest, dann ok. Aber es gab hier schon
genügend NT-Bastler, die damit absolute Milivolt messen würden.
2,5006V sieht schon toll aus, kosten normalerweise aber ein paar Nullen
mehr. 18Bit sind da nicht das einzige, was es braucht.
Richtig - allerdings ging es bei den ersten Modulen eher um eine
Trend-Anzeige. Auflösung ja, Präzision im Rahmen der Vorgabe dieser
Dinger.
Die neuen werde ich mal ausmessen, bin ja mal gespannt!
Zumal ich ein Amperemeter mitbestellt habe, auch mit getrenntem
Massebezug.
Carl D. schrieb:> 2,5006V sieht schon toll aus, kosten normalerweise aber ein paar Nullen> mehr. 18Bit sind da nicht das einzige, was es braucht.
Ich hab auch solche Displays im Betrieb und ignoriere die letzte Stelle
- dann sinds noch 2,500V - das ist mir genau genug ;-)
Es muss nicht schnell gehen mit dem Netzgerät. Es soll nur nicht
einschlafen. Wäre echt schade.
Walta
Walta S. schrieb:> Es muss nicht schnell gehen mit dem Netzgerät. Es soll nur nicht> einschlafen. Wäre echt schade.
Es gibt doch schon den Vorschlag von lurchi und den von M. Köhler.
Was fehlt Dir denn noch?
Tany schrieb:> Bernhard D. schrieb:>> Dann noch eine gepimpte Version des weiter oben genannten>> China-Bausatzes:>> http://www.paulvdiyblogs.net/2015/05/tuning-030v-dc-with-03a-psu-diy-kit.html
Diese Version sollte noch um ein schnelles Stromlimit ergänzt werden,
denn auch da kann es etwas dauern bis die Stromregelung anspricht. Wegen
des Prinzipbedingt (weil als Kaskade) schnelleren Spannungsreglers ist
das dort sogar besonders wichtig.
Dass das schnelle Stromlimit nur fest ist, ist nicht so schlimm wie es
scheint: Die Ladung, die in der Reaktionszeit von einigen 1-10µs fließt
entspricht etwa einem 1-50 µF Kondensator am Ausgang.
Tany schrieb:
> Peter M. schrieb:>> Was fehlt Dir denn noch?>> er erwartet zurecht eine bessere Variante als>
dann wartet mal weiter! Irgendwo sollte man mal anfangen, hier wird sich
ja ständig im Kreis gedreht und das schon 4 Seiten lang!
> Bernhard D. schrieb:>> Dann noch eine gepimpte Version des weiter oben genannten>> China-Bausatzes:>> http://www.paulvdiyblogs.net/2015/05/tuning-030v-dc-with-03a-psu-diy-kit.html>
Ich selber habe diesen Bausatz 2x als Doppel-Lab in ein Gehäuse gebaut.
Es gab ein paar Veränderungen, z.B. 2x 4700µF(Siebelko,
2x 2SD1047 mit je 0,22R am Emitter(oder 2N3055), stärkerer Gleichrichter
und noch ein paar Kleinigkeiten...
Meiner Meinung nach könnte man diesen Bausatz als Ausgangspunkt nehmen.
Die Anschaffungskosten belaufen sich auf gerade mal 4,55€ inkl. Versand
Hier der Link dazu:
https://www.banggood.com/0-30V-2mA-3A-Adjustable-DC-Regulated-Power-Supply-DIY-Kit-p-958308.html?rmmds=cart_middle_products&cur_warehouse=CN
Für das Geld, kann man nicht mal die Platine herstellen!
Ob man einige Teile gegen andere tauscht und/oder nicht, ist ja
optional.
Ergänzend eine Vorreglung oder sonstiges, was einem noch so einfällt,
ist ja wohl kein Problem, man hat aber hier schon mal ein Grundgerüst
mit Potenzial, was der Paul schon mal bewiesen hat.
Gruß Michael
@Lurchi
wars't gerade dazwischen...
Aber schön, das du schon mal den Anfang machst, denn so langsam wurde es
echt sehr langatmig.
Man sollte von diesem Projektlink ausgehen:
http://www.paulvdiyblogs.net/2015/05/tuning-030v-dc-with-03a-psu-diy-kit.html
denn da ist ja schon mal der Anfang gemacht und es kann kann weiter
ausgebaut werden!
Gruß Michael
MaWin schrieb:> Roland F. schrieb:>> das die Designs mit dem LM723 bei vielen nicht sehr beliebt sind. Warum>> ist das so? Was ist das Problem mit diesem Baustein?>> Keine Stromregelung, sondern nur eine Strombegrenzung (nicht fein> einstellbar und weicher Übergang).>
Stromregelung oder Strombegrenzung macht für mich keinen Unterschied.
Die Strombegrenzung läßt sich übrigens auch sehr schön fein einstellen
bei diesem IC 723! Das ist nur ein Sache der Beschaltung.
Man kann den Abschalttransistor im IC auch umgehen und separat die
Begrenzung einrichten. Der Zugang dafür ist am IC vorhanden.
Das ist alles mit einer sehr einfachen Schaltung zu realisieren.
Eine Hilfsspannung dürfte wohl kein Problem sein für
Spannungs-/Stromeinstellung bis auf null herunter!
Der u723 ist der beste IC-Baustein für ein LNG! Extra für eine solche
Anwendung entwickelt.
Einige stören sich an dem Preis! 50 Cent dafür ist ja vieeel zu wenig.
So was billiges wollen wir ja nicht haben! Das sollte schon etwas mehr
kosten!
Hallo,
> Dann noch eine gepimpte Version des weiter oben genannten> China-Bausatzes:> http://www.paulvdiyblogs.net/2015/05/tuning-030v-dc-with-03a-psu-diy-kit.html
Wobei bei dieser Schaltung vielleicht noch erwähnenswert ist, das ich
selbige bereits Ende der 70er Jahre als Bausatz (Firma Stache aus
Berlin) gekauft und aufgebaut habe und der Schaltplan selbst von 1974
stammt.
rhf
Gerhard O. schrieb:> Zur Verringerung von netzseitig propagierten Störungen ist ein Trafo mit> getrennt aufgebrachten Primär-und Sekundärwicklungen oder zumindest mit> innerer statischen Abschirmungswicklung empfehlenswert. Auch wäre ein> handelsübliches CLC Netzfilter vorteilhaft. Sicherungen sollten von> Aussen zugänglich sein.
Kann man hier nicht gleich ein fertiges PFC-Modul aus einem PC-Netzteil
nehmen?
Bei dem Banggood Bausatz kann man ändern von Bauteilen einiges
erreichen, aber man wird vermutlich etwas mehr ändern müssen. Mit etwas
Fantasie geht das ggf. noch frei fliegend mit der Originalen Platine.
Als offensichtliche Probleme der Originalschalung sehe ich:
- Zu hohe Spannung für die OPs
- kein schnelles Stromlimit
- relativ langsames Ansprechen der Stromregelung (kein Anti Windup)
- wohl Spike beim Einschalten ( je nach Variante)
- zu hohe Leistung für die mitgelieferten Teile
- schlechtes Verhalten bei kleinem Strom (z.B. < 10 mA)
- relativ große Kapazitive Last für Ausgangs OP ( je nach OP ggf. ein
Problem)
Vermutlich wird auch das Verhalten bei größerer Kapazität (z.B. 1000 µF)
am Ausgang nicht gut sein, vor allem bei kleinen Strom.
Ob die Stromreglung bei einer Induktiven Last wirklich stabil ist -
müsste man noch mal sehen. Je nach OPs könnte es schief gehen.
Ein paar der Probleme kann man relativ einfach beseitigen:
Passendere OPs für höhere Spannung, bzw. reduzierte Spannung für die
OPs, die kleine so hohe Spannung benötigen. Ein kleinere negative
Hilfsspannung hilft auch ein wenig. Je nach OP sollten 1-4 V ausreichen.
Die Form mit Zenerdiode passt für die Ladungspumpe schon. Ein extra
Regler muss es nicht sein.
Ein schnelles Stromlimit kann man hinzufügen. Den maximalen Strom zu
reduzieren ist relativ trivial, 2 Transistoren am Ausgang gingen auch.
Für ein besseres Verhalten bei kleinem Strom kann man einen Ruhestrom
hinzufügen. Gegen eine Überschwinger beim Einschalten - etwa weil die
neg. Hilfsspannung zu spät da ist, gibt es bereits Vorschläge. Die
Toleranz gegen Kapazitive Last sollte sich durch eine leicht angepasste
Kompensation verbessern lassen.
Ob dann 10 µF am Ausgang ausreichen wird sich zeigen - da könnte man
ggf. etwas mehr benötigen, wenn man die Auslegung nicht sehr schnell
hat. Das ist eine Abwägung zwischen nachbausicher und kleiner Kapazität.
Die beiden Ziele Widersprechen sich ein wenig: zu schnell wird weniger
sicher nachzubauen und langsam braucht mehr Kapazität am Ausgang.
Wie nötig es ist die Stromregelung schneller ansprechen zu lassen müsste
man sehen. Der erste Schritt wäre dabei die Auslegung zu überprüfen, ob
sie auch stabil ist und da nicht ggf. noch zusätzlich was gemacht werden
muss, dass ggf. die Regelung noch langsamer macht. Wenn es dann sein
soll, könnte man ein Anti Windup (jedenfalls näherungsweise, ähnlich wie
in meinem Vorschlag) für den Stromregler hinzufügen. Mit etwas Phantasie
geht das auch noch als frei fliegender Zusatz zur Platine.
Wie gut die Stromregelung als Kaskade funktioniert sollte ich wohl noch
mal in der Simulation überprüfen. Das ist der wesentliche Unterschied zu
meinem Vorschlag. Die Form als Kaskade bedingt dann auch die negative
Hilfsspannung für die OPs (der Stromregler braucht sie, um die
Sollspannung ganz bis auf 0 ziehen zu können.
juergen schrieb:> Stromregelung oder Strombegrenzung macht für mich keinen Unterschied.
Wenn man die Begriffe nicht kennt, wird das so sein.
> Die Strombegrenzung läßt sich übrigens auch sehr schön fein einstellen> bei diesem IC 723! Das ist nur ein Sache der Beschaltung.
Cool ! Du kennst sicher die nötige Beschaltung.
Das IC selbst bietet nur einen Transistor zur Strombegrenzung an.
An dem steigt mit steigendem Strom und damit Spannungsabfall am shunt
die Basis-Emitterspannung und ab einem bestimmten Wert zweigt der
Transistor vermehrt Strom aus dem Regelverstärker ab und zwingt dessen
Spannung nach unten.
Eine übliche Schaltung ist in (mit zu korrigierendem 2u2 als 2n2)
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/100000-124999/116661-as-01-de-Universal_Netzgeraet_30V_3A.pdf
deren Effekt man schon in uninetz2.gif sieht: Die Spannung (blau) bricht
schon bei 2.1A (grün) vor vollem Einsatz der Strombegrenzung
(eingestellt auf 3.05A) erkennbar ein, bei 2.8A um 1V.
Aber es kommt noch viel doller: Da die UBE mit -2mV/GradC
temperaturabhängig ist und der Chip von 25 bis 125 GradC heiss werden
kann, wird die Strombegrezung immer sensitiver: Ein heisser Chip regelt
schon bei 2/3 des Strom ab den man bei kaltem Chip eingestellt hat, also
z.B. bei 2A statt 3A. Und weil der Chip bei viel Strom warm wird, dann
den Strom begrenzt so daß es weniger Strom wird, neigt er zum
motorboating: Er regelt in thermischer Oszillation von selbst ständig
rauf und runter.
> Man kann den Abschalttransistor im IC auch umgehen und separat die> Begrenzung einrichten. Der Zugang dafür ist am IC vorhanden.> Das ist alles mit einer sehr einfachen Schaltung zu realisieren.
Sehr einfach, klar. So einfach, daß du leider keine Ahnung hast Wie.
Wenn man einen OpAmp zusätzlich spendieren will, stellt sich die Frage,
warum man den unsäglichen 723 für die Spannungsregelung braucht. Auch
das könnte man einfacher mit einem modernen single supply OpAmp aufbauen
und muss dann keine Klimmmzüge mehr mit Regelbarkeit ab 0V machen. Ich
verstehe nicht, warum für dich eine zusätzliche genaue Stromregelung
einfach ist, aber dich die Spannungsreglung vor so unüberwindbare
Hindernisse stellt so daß du den steinzeitalten 723 verwenden musst.
In der industriellen Fertigung ist der uA723 schon wegen der grossen
Bandbreite der Z-Diode von 6.8 bis 7.5V untauglich. Legt man das Gerät
z.B. auf mindestens erreichte 0-30V/0-3A aus, könnte es auch 0-33V/3.3A
liefern, und dafür reicht dann (falls sie je reichte) die interne
Versorgungsspannung nicht mehr aus, bei 33V gäbe es Einbrüche mit 100Hz
bei 3A Strom wegen drop out Unterschreitung. Auch wäre es blöd, wenn die
Instrumente nur bis 30V gehen, daß die Spannung vielleicht höher
einstellbar wäre. Also müsste man ein Trimmpoti einbauen. Das macht
heute in der Produktion möglichst niemand mehr, das ist
Hobbyistenniveau.
> Eine Hilfsspannung dürfte wohl kein Problem sein für> Spannungs-/Stromeinstellung bis auf null herunter!
Bestimmt nicht, bloss wozu dann den 723 ? Ohne ihn geht es ohne
Hilfsspannung. Ich vergass, du wolltest so teuer wie möglich bauen.
> Der u723 ist der beste IC-Baustein für ein LNG! Extra für eine solche> Anwendung entwickelt.
Genau, vor 45 Jahren.
> Einige stören sich an dem Preis! 50 Cent dafür ist ja vieeel zu wenig.> So was billiges wollen wir ja nicht haben! Das sollte schon etwas mehr> kosten!
Ich befürchte, weniger: Ein LM358 und TL431 muss heute reichen.
Gerhard O. schrieb:> ur eine kleiner Hinweis von mir bezüglich eines attraktiven Doppel LCD> Panel Meter für die LNG Projekte.
Falls von Interesse:
Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"
Ich bestellte mir so ein Panel Meter und es kam heute an und stellte
mich an es sofort zu begutachten.
Bin sehr zufrieden mit der Genauigkeit der 20V/2A Anzeigen und dem LCD
Schriftbild. Nur die blaue LED Hintergrund Beleuchtung nervt. Aber das
läßt sich vielleicht ändern. Mit den LNGs als Spannung- und Stromquellen
ist die Anzeige auch sehr stabil. Bin jedenfalls zufrieden mit dem Kauf.
Für ein LNG Projekt haben sie trotz des etwas höheren Preis mit 70mm
Breite gerade die richtige Größe und Eignung. Ungleich der gezeigten LED
Module funktionieren die Anzeigen bipolar. Allerdings ist der Minuspol
der Versorgung mit dem Shunt verbunden.
Gerhard O. schrieb:> Für ein LNG Projekt haben sie trotz des etwas höheren Preis mit 70mm> Breite gerade die richtige Größe und Eignung. Ungleich der gezeigten LED> Module funktionieren die Anzeigen bipolar. Allerdings ist der Minuspol> der Versorgung mit dem Shunt verbunden.
Hmm, schreibst du mal WIE genau ? Sind (fullrange) also auf die letzte
Stelle genau, die vorletzte, oder wie ?
Und zeichnest du mal, WELCHE Verschaltung für eine positive Anzeige
nötig ist ?
Ich denke, bei den LED-Anzeigen geht der shunt ins negative (wird aber
natürlich positiv angezeigt), für diese Verschaltung, damit der
Spannungsabfall am shunt nicht die Spannungsanzeige verhunzt.
1
o-------------+----------o
2
|
3
Versorgung Spannung Ausgang dessen Spannug und Strom
4
| gemessen werden soll
5
o----Strom----+----------o
Da hat man dann wohl das Problem, daß man entweder eine
potentialgetrennte Versogung braucht oder den Strom den die LEDs
brauchen mit dem shunt mitzählt.
Aber manche chinesischen Panelmeter sind so mies, daß bei den Anzeigen
die letzte Stelle nicht mit +1, -1 sondern mit +3, -3 wechselt, weil die
vermutlich kalibriert werden und dann irgendwelche Umrechnungsfunktionen
eben kein 1:1 Mapping der ADC Werte auf die Anzeige mehr bewirken.
Keine Ahnung, wie das bei dem ist:
Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"
Hallo Michael,
Zu Diensten:-)
Hier die ersten Resultate:
Als Referenzinstrument für Spannung dient ein calibriertes HP34401A und
für Strom ein calibriertes Fluke 87.
Spannung: FS12/73
Strom: LNG30
Vorg. Ref. DPM
0V. 0. 0
1V. 999.77mV 0.98
5V. 5.001. 4.99
10V. 10.000. 10.00
15V. 15.000. 14.99
19V. 19.901. 19.85
Umpolung: -19.82 , 19.83/2
0A. 0. 0
10mA. 0010. .009
100mA. 0100. .099
500mA. 0500. .498
1A. 1000. .998
1.5A. 1500. 1.496
1.9A. 1900. 1.891
OK. Das wär's mal für's Erste. Hoffe, es gibt Dir einen gewissen
Eindruck von der möglichen Brauchbarkeit des Instruments. Bestimmt
besser als Analog Zeigerinstrumente in Bezug auf Auflösung und
Genauigkeit.
Gerhard
Für LNG Einbau wäre vorzuschlagen, den Regler so zu konfigurieren, daß
der Serientransistor auf der negativen Seite liegt. Dann ist es möglich,
das Instrument auf Sense- und Sense+ zu beschalten und von der selben
Versorgungsspannung wie der Regler zu betreiben. Allerdings wird dann
die Stromanzeige ein Minuszeichen anzeigen. Das könnte man verhindern
indem man den internen Shunt ausbaut und die Strommessung über einen
-1OPV vornimmt. Dann könnte man auch die Strompotivorgabe zum Iset
mittels Schalter messen. Zumindest liegen dann Spannungs und
Strombezugspunkt auf gleichem Potenzial.
Ich muß die Möglichkeiten mal halt genau untersuchen. Ich habe es noch
nicht aufgemacht...
Naja, Rom wurde auch nicht an einem Tage aufgebaut.
Ich habe da DPM mal aufgemacht. Vielleicht mache ich morgen noch ein
paar Bilder vom Innenleben.
Es ist eine Einzelplatinenkonstruktion mit zwei direkt gebondeten ICs
und LCD Verbindung mittels leitender Zebrastreifen.
Zur Calibrierung sind zwei Poties vorhanden. Eines dient zur Shunt
Calibrierung und das andere für die Spannung. Ich habe der Versuchung
widerstanden, es schon jetzt zu verbessern:-)
Der Shuntwiderstant ist meiner Meinung nach unterdimensioniert. Man kann
ihn allerdings leicht auslöten wenn man so will.
Mal sehen ob sich die Hintergrund LEDs durch eine andere Farbe ersetzen
lassen. Ich mag Blaue LEDs einfach nicht.
Nachtrag:
Pech gehabt mit LEDs. Das sitzt hinter dem LCD Glas eine weiße Plastik
Scheibe mit Drähten dran. Die LEDs sind eingebettetnd ich glaube nicht,
daß man dazu kann.
: Es sieht so aus, als ob man die LED vielleicht doch entfernen kann. Es
müßte eine im 0603 Gehäuse sein. Vielleicht werde ich es doch
versuchen.
Die Regelung auf der Neg. Seite wäre möglich, aber dann gerade für die
Panel meter ein Problem, weil da eher die neg. Seite mit dem Shunt und
der Spannungsmessung verbunden sind.
Es ist auch etwas leichter Single supply OPs zu finden als welche die an
der Positiven Rail arbeiten.
Bei den Panel-Metern scheint es Verschiedene Optionen zu geben. Recht
ungünstig sind die alten ICL7105/6 basieren, weil da die Messspannung
irgendwo in der Mitte liegen muss. Da müsste man eine eigene
Verstärkerstufen zwischen schalten um sie aus der Hauptquelle zu
versorgen.
Sonst scheint es üblich zu sein das die neg. Seite teils mit der Messung
verbunden ist. Für die Spannungsmessung wäre das ein Problem, wenn der
Shunt auf der neg Seite ist. Für den Shunt wäre das wohl OK. Es wäre
vermutlich kein größeres Problem den Shunt auf dem Panelmeter auch für
die Stromregelung mit zu nutzen oder falls der zu klein ist einen 2. in
Reihe zu haben.
Wenn man den Shunt auf die High side verschiebt hat man ein Problem mit
der Strommessung. Da müsste man dann wohl das Stromsignal mit einem
Verstärker runter auf Massenniveau bringen und dann halt ein Modul für
kleine Spannungen für den Strom nutzen. Mit Trafo und damit der
Möglichkeit eine neg. Hilfsspannung zu generieren gibt es diese Variante
noch.
Gerhard O. schrieb:> Hier die ersten Resultate:
Danke, sieht so aus, als ob die letzte Stelle verzichtbar ist ...
Bleibt immer noch das Problem, wie man die Dinger einbaut.
So wie ich sie verstehe (ausser den 4 3/4 stelligen mit
Differenzeingängen), hängen bei den billigen chinesischen
Doppelpanelmetern Spannnungsteiler und shunt am 0V Punkt zusammen, also
besser so gezeichnet als wie oben.
1
o-------------+----------o
2
|
3
Versorgung Spannung Ausgang dessen Spannung und Strom
4
| gemessen werden soll
5
o------------ |
6
\|
7
o----Strom----+----------o
Damit man am Ausgang die passende Spannung misst, muss das Ding also so
verschaltet werden, mit einer Versorgungsspannung die nicht über den
shunt fliesst.
Es stellt sich die Frage, welches Vorzeichen dann die LCD anzeigt, und
woher man die Versorgungsspannung beziehen soll.
Michael B. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Hier die ersten Resultate:>> Danke, sieht so aus, als ob die letzte Stelle verzichtbar ist ...
Ja. Ich habe mir die Daten heute früh noch einmal überflogen und die
sind eigentlich fast grottenschlecht. Etwas nichtlineare ADC Umwandlung.
Die Auflösung ist zwar nützlich zum Anzeigen kleiner Unterschiede. Bei
1V ist der Fehler 2%, sonst besser als 0.25%.
>> Bleibt immer noch das Problem, wie man die Dinger einbaut.> So wie ich sie verstehe (ausser den 4 3/4 stelligen mit> Differenzeingängen), hängen bei den billigen chinesischen> Doppelpanelmetern Spannnungsteiler und shunt am 0V Punkt zusammen, also> besser so gezeichnet als wie oben.> o-------------+----------o +Out/S+> |> Versorgung Spannung Ausgang dessen Spannung und Strom> | gemessen werden soll> o------------ |> \|> o----Strom----+----------o -Out/S->> Damit man am Ausgang die passende Spannung misst, muss das Ding also so> verschaltet werden, mit einer Versorgungsspannung die nicht über den> shunt fliesst.
Das läßt sich mit der Reglerversorgung zusammen machen wenn man S- als
Bezugspunkt für DPM und Regler hat. So wie Du es gezeichnet hast, wird
der Strom vorzeichenmäßig richtig angezeigt.
>> Es stellt sich die Frage, welches Vorzeichen dann die LCD anzeigt, und> woher man die Versorgungsspannung beziehen soll.
Wenn man den Längstransistor auf der negativen Seite hat und den Regler
auf Minus Ausgang/S-, dann sind wir wieder prinzipiell beim fliegenden
HP Regler angelangt. In diesem Fall ist der Regler/DPM Bezugspunkt
S-. Da in diesem Fall +/-12V dafür zur Verfügung stehen würde es
prinzipiell ohne weitere Pegelumwandlungen möglich sein das DPM einfach
einzusetzen. Das DPM bekommt dann seine Betriebspannung einfach von der
Regler +12V Versorgung.
Das HP6236A Dreifach LNG hat eine solche Schaltungsweise für den 0-+20V
Teil und das DPM würde dort zumindest richtig funktionieren und das
Vorzeichen korrekt anzeigen.
Gerhard O. schrieb:>> 19V. 19.901. 19.85. -0.25%
Ist das so korrekt?
Hätte jetzt gedacht, entweder solle ganz links "20V" stehen.
Oder aber unter "Ref" und "DPM" 18.(XX...). Oder nicht?
Michael B. schrieb:> Bleibt immer noch das Problem, wie man die Dinger einbaut.> So wie ich sie verstehe (ausser den 4 3/4 stelligen mit> Differenzeingängen), hängen bei den billigen chinesischen> Doppelpanelmetern Spannnungsteiler und shunt am 0V Punkt zusammen, also> besser so gezeichnet als wie oben. o-------------+----------o> |> Versorgung Spannung Ausgang dessen Spannung und Strom> | gemessen werden soll> o------------ |> \|> o----Strom----+----------o
Für die Regler mit NPN Emitterfolger und Shunt an der low side sollten
die Module für Strom und Spannung so wie es aussieht passen, sofern man
den Shunt auf dem Modul auch zur Stromregelung nutzen kann. Kabel müsste
man da ggf. vermeiden oder extra Sense Leitungen anlöten.
Bei der Variante mit Shunt für die Regelung am Emitter würde es auch
gehen, sofern man den Nullpunkt angleichen kann, denn da kann ein kleine
Strom vom Regler / Referenz mit über so ein Modul an der Neg. seite
fließen.
Bei fliegenden Regler besteht bei der Üblichen Version mit NPN oder N
MOSFET die Gefahr, das die Spannung negative gemessen wird.
Gerade mit einem Reger, der an der negativen Seite sitzt klappe es nicht
so gut.
dfg schrieb:> Gerhard O. schrieb:>>> 19V. 19.901. 19.85. -0.25%>> Ist das so korrekt?>> Hätte jetzt gedacht, entweder solle ganz links "20V" stehen.> Oder aber unter "Ref" und "DPM" 18.(XX...). Oder nicht?
Ich schrieb den Vorgabewert versehentlich als 19.0V anstatt als 19.9V.
Lurchi schrieb:> Für die Regler mit NPN Emitterfolger und Shunt an der low side sollten> die Module für Strom und Spannung so wie es aussieht passen,
Hmm, macht es dir was aus, das aufzuzeichnen ?
Prosaschaltpläne sind immer missverständlich.
Also welcher Verschaltung sind die chinesischen Module,
welche Netzteiltopologie passt dazu so daß die Versorgung des Moduls aus
der Versorgung der Netzteilelektronik potentialgebunden abgeleitet
werden kann.
Und was müsste man machen bei anderen Topologien (DC/DC Wadnler sind
wohl nicht so der Hit, OpAmps wären besser, wenn sie denn die nötige
eigene Versogungsspannung beziehen können).
Im Anhang ist ein Prinzipschaltbild, welches für das DPM passen würde.
Es lehnt sich an die 0...+20V Seite des HP6236A Dreifach LNG an. Ist
aber illustrativ fürs Konzept.
In dieser Beschaltung würden beide Sektionen polaritätsgerecht anzeigen.
Der interne Shunt vom DPM könnte entfernt und der Hauptmeßwidersand vom
LNG mitverwendet werden.
Nachtrag: Es fehlt ein 15K zwischen Basis vom Treiber Transistor und
-12V und von der Basis des Längstransistor nach -12V. Siehe zweites
Bild.
MaWin schrieb:> juergen schrieb:>
diesem IC 723! Das ist nur ein Sache der Beschaltung.
>> Cool ! Du kennst sicher die nötige Beschaltung.
Ich denke schon! Wenn du dir vielleicht den Plan mal ansehen möchtest:
Beitrag "Re: Fehlersuche LNG (mit Zeigerinstrumenten):"> Das IC selbst bietet nur einen Transistor zur Strombegrenzung an.
Den nehmen wir natürlich nicht! Aus diesem und auch aus anderen Gründen
nicht. Der Basis-/Emitterstrom ist Chip-temperaturabhängig, wie du auch
schon angemerkt hast. Wir machen das extern. Der Strom ist dann zwar
auch nicht völlig temperaturunabhängig. Der Fehler ist aber
vernachlässigbar.
Wer da gesteigerten Wert drauf legt, kann die andere Schaltung (anderer
Vorschlagvon mir) aufbauen. Die arbeitet völlig temperaturunabhängig.
> An dem steigt mit steigendem Strom und damit Spannungsabfall am shunt> die Basis-Emitterspannung und ab einem bestimmten Wert zweigt der> Transistor vermehrt Strom aus dem Regelverstärker ab und zwingt dessen> Spannung nach unten.
Wenn Du das auf deine Schaltung beziehst, kann das ja wohl möglich sein.
Im Betrieb, in der Praxis, ist mir in dieser Beziehung an der von mir
vorgestellten Schaltung nichts weiter aufgefallen.
>> Eine übliche Schaltung ist in (mit zu korrigierendem 2u2 als 2n2)> http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/10...
Oh Gott, wie primitiv!
> deren Effekt man schon in uninetz2.gif sieht: Die Spannung (blau) bricht> schon bei 2.1A (grün) vor vollem Einsatz der Strombegrenzung> (eingestellt auf 3.05A) erkennbar ein, bei 2.8A um 1V.>
Zudem ist das doch alles nur Simulationsprogramm. Da gebe ich nichts
drauf!
So was gucke ich mir erst gar nicht an.
> Aber es kommt noch viel doller: Da die UBE mit -2mV/GradC> temperaturabhängig ist und der Chip von 25 bis 125 GradC heiss werden> kann, wird die Strombegrezung immer sensitiver: Ein heisser Chip regelt> schon bei 2/3 des Strom ab den man bei kaltem Chip eingestellt hat, also> z.B. bei 2A statt 3A. Und weil der Chip bei viel Strom warm wird, dann> den Strom begrenzt so daß es weniger Strom wird, neigt er zum> motorboating: Er regelt in thermischer Oszillation von selbst ständig> rauf und runter.>
Dann mach 'nen Treiber vorweg!
Habe ich schon weiter oben angemerkt.
Ja, Ja...genau so ist es!!! Das muß man aber nicht hinnehmen!
Geht auch anders.
Ich sagte doch, es kommt auf die Beschaltung an.
>> Man kann den Abschalttransistor im IC auch umgehen und separat die>> Begrenzung einrichten. Der Zugang dafür ist am IC vorhanden.>> Das ist alles mit einer sehr einfachen Schaltung zu realisieren.>> Sehr einfach, klar. So einfach, daß du leider keine Ahnung hast
Sag das nicht so dahin. Ich habe etliche Geräte für verschiedene
Einsatzzwecke gebaut und das über Jahre hinweg...war mal mein Hobby.
Ich hätte auch in meinem Thread (der link weiter oben) schöne Bilder von
dem 3A-LNG eingefügt, dann hätte ich aber Ärger mit Herrn Laberkopp
bekommen. Der will das nicht!
> Wenn man einen OpAmp zusätzlich spendieren will, stellt sich die Frage,> warum man den unsäglichen 723 für die Spannungsregelung braucht. Auch> das könnte man einfacher mit einem modernen single supply OpAmp aufbauen
Warum soll man?
> und muss dann keine Klimmmzüge mehr mit Regelbarkeit ab 0V machen.
Das sind keine Klimmzüge. Das ist ein ganz einfaches Ding.
Ich
> verstehe nicht, warum für dich eine zusätzliche genaue Stromregelung> einfach ist, aber dich die Spannungsreglung vor so unüberwindbare> Hindernisse stellt so daß du den steinzeitalten 723 verwenden musst.
Wenn ich sehe, was heutzutage an Schnickschnack angeboten wird,
was für die Praxis nur hinderlich ist, bleibe ich doch lieber bei der
Steinzeittechnik.
>> In der industriellen Fertigung ist der uA723 schon wegen der grossen> Bandbreite der Z-Diode von 6.8 bis 7.5V untauglich.
Ach...nun!
Legt man das Gerät
> z.B. auf mindestens erreichte 0-30V/0-3A aus, könnte es auch 0-33V/3.3A> liefern, und dafür reicht dann (falls sie je reichte) die interne> Versorgungsspannung nicht mehr aus, bei 33V gäbe es Einbrüche mit 100Hz> bei 3A Strom wegen drop out Unterschreitung.
Nein! Nein! Der Abschalttransistor ist das schwache Glied.
Den kann man extern aufbauen. Dann funktioniert das. Auch ist der
spannungsverstärkete Ersatztyp (teuer, teuer) überhaupt nicht
erforderlich.
Auch wäre es blöd, wenn die
> Instrumente nur bis 30V gehen, daß die Spannung vielleicht höher> einstellbar wäre.
Wo ist denn da das Problem. Kann man einrichten: Zudem: Ein
Hobbyelektroniker wie ich es bin, hat zwei Netzteile.
Also müsste man ein Trimmpoti einbauen. Das macht
> heute in der Produktion möglichst niemand mehr, das ist> Hobbyistenniveau.
Was besseres kann ich mir nicht vorstellen.
Ich bin nur Hobbyelektroniker. Darf ich deshalb nicht mitreden,
insofern hier Geräte der Firma Pollin diskutiert werden?
>>> Eine Hilfsspannung dürfte wohl kein Problem sein für>> Spannungs-/Stromeinstellung bis auf null herunter!>> Bestimmt nicht, bloss wozu dann den 723 ? Ohne ihn geht es ohne> Hilfsspannung.
Die Hilfspannung macht die Angelegenheit unendlich einfacher!
Ich vergass, du wolltest so teuer wie möglich bauen.
>>> Der u723 ist der beste IC-Baustein für ein LNG! Extra für eine solche>> Anwendung entwickelt.>> Genau, vor 45 Jahren.
Was macht das schon? Besser geht nicht. Irgendwann ist das Optimum
erreicht! Sagen wir mal ziemlich erreicht, wenn wir den
Abschalttransistor mal außen vor lassen.
>>> Einige stören sich an dem Preis! 50 Cent dafür ist ja vieeel zu wenig.>> So was billiges wollen wir ja nicht haben! Das sollte schon etwas mehr>> kosten!>> Ich befürchte, weniger: Ein LM358 und TL431 muss heute reichen.
Falls Du mein Frage-Thread (link oben) nicht kennst, dann lies es doch
spaßhalber mal durch.
Ansonsten schreibst Du ja gute Beiträge, aber hast Du schon ma ein LMG
selber gebaut?
Hier ist noch eine Möglichkeit gezeigt mittels Drucktaster den
Ausgangsstrom Einstellwert anzuzeigen. Dazu wird einfach der Shunt im
DPM ausgebaut und nur der LNG Shunt benutzt. Der Drucktaster schaltet
dann bei Gebrauch den Eingang vom Shunt zum Potischleiferkontakt. Diese
Methode verwendet übrigens auch das Agilent E3611A.
juergen schrieb:>> deren Effekt man schon in uninetz2.gif sieht: Die Spannung (blau) bricht>> schon bei 2.1A (grün) vor vollem Einsatz der Strombegrenzung>> (eingestellt auf 3.05A) erkennbar ein, bei 2.8A um 1V.>>>> Zudem ist das doch alles nur Simulationsprogramm. Da gebe ich nichts> drauf!> So was gucke ich mir erst gar nicht an.
Für die Entwicklung einen LNGs ist so eine Simulation schon sehr
hilfreich, denn damit kann man auch ohne spezielle Messgeräte schon ganz
gut abschätzen ob eine Schaltung wenigstens theoretisch funktionieren
kann. Die Simulation alleine reicht nicht aus, aber wenn eine Schaltung
schon in der Simulation versagt ist eher nicht davon auszugehen das es
real zuverlässig funktioniert.
Es ist eher anders herum: in der Simulation funktioniert es gut und dann
durch parasitäre Effekte / Abweichungen real ggf. doch nicht so gut. In
der Regel finden sich die Ursachen für das versagen und können dann auch
in der Nächsten Simulation berücksichtigt werden.
Gerade für so eine Gemeinsame Entwicklung / Diskussion ist die
Simulation deutlich praktischer und aussagekräftiger als Aussagen wie
bei mir hat es vor 10 Jahren mal funktioniert. Eine Messung sagt auch
noch nicht viel darüber aus, wie es mit einem etwas anderen Layout
ausgeht.
Bei der Simulation hat MaWin auch ein wenig getrickst um den Effekt des
Weichen Überganges zu verstärken - die effektive Ref. Spannung ist sehr
klein gewählt und damit die Verstärkung des Reglers sehr hoch gewählt.
Für ein grobes (festes) Stromlimit als Schutz für einen Spannungsregler
ist die Begrenzung mit einem Transistor OK, da Stören die -2 mV/K und
der eher langsame Übergang nicht so. Für ein per Poti einstellbares
Limit wird es aber schon zum Problem, weil die Drift sich weiter auf den
maximalen Strom bezieht. Von einem LNG verlangt man in der Regel aber
mehr. Die Umschaltung des Shunts ist ein Weg, um die Schwäche zu
Kaschieren und mit einer analogen Strommessung auch keine so schlechte
Idee.
Ich habe die DPM Leiterplatte etwas näher untersucht. Da auf der
Schachtel Versionen mit allen möglichen Spannungs und Strombereichen
aufedruckt sind, drängte sich die Frage auf ob man nicht die
Dezimalpunkte umschalten könnte um eine zukünftige Bereichsumschaltung
realisieren zu können.
Daraufhin inspezierte ich die Leiterplatte nach
Konfigurierungsmöglichkeiten. Es gibt zahlreiche Konfigurierungs Brücken
die mit APnn markiert sind. Ich werde später mit dem Oszi feststellen ob
es da einige Brücken mit LCD Rechteck gibt und dann mal versuchen ob man
dann die Dezimalstelle nach Belieben ändern könnte.
Sollte das möglich sein, ist Meßbereichsumschaltung bei der Stromanzeige
zu Gunsten besserer Genauigkeit und Ablesbarkeit bein kleinen Strömen
leicht möglich.
Z.B ein 0 bis 199.9mA Bereich und 0 bis 1.999A Bereich oder 0 bis 1999mA
Bereich. Das hätte auch den Vorteil aus dem ungenaueren Anfangsbereich
fern bleiben zu können.
Es wäre interessant zu wissen welches LSI Device hier eingestzt wurde.
Ich vermute es ist ein rein chinesisch entwickeltes Teil. 7106 ist
vollkommen auszuschließen.
Die LED läßt sich ohne Schaden der Ylichtverteilungsplatte nicht
entfernen. Allerding steht auf der Schachtel drauf, daß das Modul mit
verschiedenen Hintergrundbeleuchtungen hergestellt erhältlich sein soll.
Die Bucht Anbieter scheinen aber offensichtlich mit Haut und Haaren dem
blauen LED Kult verfallen zu sein. Blau ist ja sooo cool! Jeder Kunde
auf Blau versessen zu sein. Oder nicht? Blau ist augentechnisch aber
ohnehin eine relativ ungünstige Farbe und deshalb unergonomisch. Grün
oder Gelb wären allemal effizienter diesbezüglich und vorzuziehen. Wer
glaubt aber einem alten Fuchs?
Lurchi schrieb:> Für die Entwicklung einen LNGs ist so eine Simulation schon sehr> hilfreich, denn damit kann man auch ohne spezielle Messgeräte schon ganz...
Warum nicht mal die bewährten HP Schaltungen wie das obig gezeigte zu
simulieren? Damals mußte ja alles noch auf dem Papier durchgedacht
werden. Für den DPM Modulanschluß ist meiner Meinung nach die HP6236
Schaltung prinzipiell sehr gut geeignet.
Das einmal notwendige Hilfsnetzteil ist doch wirklich nicht ein so
großer Kostenpunkt. Und wenn man sich ein Dreifachnetzteil so wie das
HP6236 bauen möchte, ist es nur einmal notwendig und wird für alle drei
Sektionen gemeinsam verwendet. Man könnte es ja mit moderneren OPVs
simulieren. Die Daten von dem Gerät entsprechen der üblichen Norm von
HP. die Einfachheit der Schaltung wäre doch ein Pluspunkt. Alle anderen
OPV Schaltungen die ich hier bis jetzt gesehen habe, scheinen auch nicht
viel weniger Komponenten zu benötigen.
juergen schrieb:> Ich denke schon! Wenn du dir vielleicht den Plan mal ansehen möchtest:
Uff, das ist doch dieselbe Sache, Ableitung des Ansteuerstroms bei
Überschreitung der UBE, nicht als Konstantstromquelle zu gebrauchen weil
viel zu weich sondern nur als Kurzschlussschutz, nur diesmal mit
externem Transistor der seine eigene Erwärmung hat und nicht die des
uA723, aber auch er wird warm wenn er Strom abzuleiten hat, vielleicht
nicht bis 34% aber einige Prozent sinkt der Strom während der Erwärmung
auch da.
Diagramm der weichen Strombgrenzung anbei, nicht viel anders als schon
gezeigt.
juergen schrieb:> Warum soll man?
Weil der uA723 eine Menge Problem hat. In deinem LNG3A z.B. explodiert
er gleich. Weil er an 46.2V gelegt wird obwohl er laut Datenblatt nur
40V aushält (wie schön, daß manche Chips ihr Datenblatt nicht kennen,
aber als Nachbaudesign ist das unmöglich). Man müsste einen L146 aus
Unobtanium verwenden. https://www.ebay.de/itm/ST-L146CB/221585578900juergen schrieb:> Die Hilfspannung macht die Angelegenheit unendlich einfacher!
Im Gegenteil. Wenn die nicht gleichzeitig ansteigen und nicht
gleichzeitig weggehen, sind die Effekte sind munter. Trotz eingestellter
Spannung von 0V steigt die Ausgangsspannung dann auf 2.8V und liefert
Strom (hier 74mA).
Bild lng3a3.gif anbei. Das geht für ein Labornetzteil gar nicht.
juergen schrieb:> Was macht das schon? Besser geht nicht.
Es geht leicht besser als ein uA723. Deine Schaltung ist sogar so
ungeschickt, in dem sie die durchaus rauscharme Z-Diode des uA723 gar
nicht nutzt, sondern auf die Präzision eines LM337 als Spannungsreferenz
setzt. Auch den eingebauten Strombegrenzungstransistor nutzt sie
(absichtlich) nicht. Sondern nur den einen OpAmp. Das ginge einfacher
und billiger mit einen uA741 oder moderner.
Heute gibt es single supply OpAmps, die kein Problem damit haben,
Spannungen an 0V zu messen und auszugeben auch ohne zweite negative
Versorgung. Und im Gegensatz zum uA723, der Z-Diode und 1 OpAmp enthält,
gibt es welche mit Referenz und 2 OpAmps mit denen genaue
Spannungsregelung und genaue Stromregelung in 1 Chip möglich ist.
http://www.st.com/content/ccc/resource/technical/document/datasheet/4f/94/00/42/68/64/46/e4/CD00001116.pdf/files/CD00001116.pdf/jcr:content/translations/en.CD00001116.pdfLurchi schrieb:> Bei der Simulation hat MaWin auch ein wenig getrickst um den Effekt des> Weichen Überganges zu verstärken - die effektive Ref. Spannung ist sehr> klein gewählt und damit die Verstärkung des Reglers sehr hoch gewählt.
Das ist die nötige Beschaltung damit der uA723 ohne negative
Hilfsspannung von 0V an regeln kann. Viel macht das aber nicht aus,
siehe beigelegtes Diagramm in diesem Beitrag bei dem das "ab 0 Regeln"
durch eine negative Hilfsspannung gemacht wird. Leider nutzt man die
dann nicht, um den Ausgang mit einem Konstantstrom zu belasten damit
sich der Ausgangskondesator schneller entlädt.
Bei den Schaltungen mit Hilfsspannung braucht man auch schon eine
Getrennte Hilfsspannung. Sonst bekommt man eine Verbindung zwischen den
Ausgängen.
Immerhin kann man ggf. für die Hilfsspannung ggf. mit einer Windung
auskommen, und so einen Trafo mit z.B. 2 mal 12 V für 2 Hilfsspannungen
nutzen. Je nach Trafo ist aber da die Isolation nur sehr begrenzt. D.h.
im Zweifelsfall doch besser 1 Trafo je Hilfsspannung.
Die HP ähnliche Schaltung könnte man nehmen. Die Einstellung der
Spannung sollte man allerdings noch ändern. Die alte Form mit verändern
des Widerstandes ist einfach um über den Widerstand gleich einen kleinen
konstanten Ruhestrom zu erhalten, allerdings ändert sich so mit der
Spannung die Loop Verstärkung. Bei kleiner angestellter Spannung dürfte
der Regel Probleme mit Kapazitiver Last (Low ESR Elko im 1000 µF
Bereich) bekommen und bei hoher Spannung ist die Regelung unnötig träge.
Das geht deutlich besser wenn man statt dessen die "-6,2 V" Spannung,
die als Referenz genutzt wird, verstellt. Das ist dann als Nebeneffekt
auch gleich besser DAC kompatibel.
Den Ruhestrom kann man sich bequem anders erzeugen, ohne großen Aufwand.
Die eher ungewöhnliche Variante an der negativen Seite erfordert aber
einen PNP Leistungstransistor oder einen P-Kanal MOSFET.
Der Basisstrom fließt zusätzlich über den Shunt - d.h. eine super genaue
Strommessung bekommt man in der Version mit PNP so nicht. Das wäre ein
Argument dort einen MOSFET zu nutzen.
Der Nachteil des Fliegenden Reglers ist der relativ große Kondensator am
Ausgang, ohne den es in der Variante nicht geht. Der Aufbau bzw.
Abgleich der Spannungsregelung ist vermutlich etwas kritischer als bei
der Version mit Emitterfolger. Schon die Benutzung der Ferrite Bead (FB)
an der Endstufe sollte ein paar Alarmglocken klingeln lassen - die
gezeigte Auslegung ist ggf. schon vom Layout oder ähnlichem abhängig.
Kabel zum extern auf dem Kühlkörper montierten Transistor wäre ggf. ein
Problem. Mit langsamerer Auslegung könnte man ggf. mehr als die
gezeugten 180 µF benötigen.
Lurchi schrieb:> Die HP ähnliche Schaltung könnte man nehmen.
Wegen Deinen Herausgestellten Befürchtungen wäre es auf alle Fälle die
Schaltung im Simulator zu begutachten um die Grenzen der Gefahrenmomente
klar zu erkennen und mögliche Spielräume zur Optimierung zu finden.
Ich bin übrigens intuitiv der Ansicht, daß Deine erwähnten
Problemstellen wahrscheinlich in der begrenzten Bandbreite der damaligen
OVVs zu suchen ist. Modernerere schnellere OPVs werden in der
Phasenreserve der Schaltung einen merkbaren Unterschied machen. Dann ist
es bestimmt möglich die Größe des Ausgangs C in Richtung vorteilhafterer
Regionen zu bewegen. Ich bin sicher, daß einige Anstrengungen
diesbezüglich Sinn haben.
Ich bin mir jetzt nicht hundertprozentig sicher; aber ich bin der
Ansicht, daß der Endstufenbasistrom sowieso durch die Last fließen muß
und die Stromvergleichungsschleife den gewünschten Ausgangsstrom regelt
und deshalb der PNP Basisstrom nicht zur Geltung kommt.
Brauchbare PNP Leistungstransistoren mit genug SOA Reserve sollten mit
etwas Recherche identifizierbar sein.
Muß jetzt weg - Mittagessen steht vor der Tür:-)
Lurchi schrieb:> Bei den Schaltungen mit Hilfsspannung braucht man auch schon eine> Getrennte Hilfsspannung
Was kostet ein klein Trafo mit 2x 12V; 2x100mA?
Es gibt auch DC/DC Wandler bei Reichelt für paar Mäuse.
Und wenn man fit ist, baut man selber solchen Wandler.
> Der Nachteil des Fliegenden Reglers ist der relativ große Kondensator am> Ausgang, ohne den es in der Variante nicht geht...
Mein Netzteil hat nur 1µF am Ausgang, und das geht.
Gerhard O. schrieb:> Ich bin übrigens intuitiv der Ansicht, daß Deine erwähnten> Problemstellen wahrscheinlich in der begrenzten Bandbreite der damaligen> OVVs zu suchen ist.
So ist es. Mit LM324 und sogar LT1013 kommt man hier nicht weiter.
Der Basisstrom kommt aus der Hilfsspannung fließt daher nicht durch die
Last.
PNP Leistungstransistoren sind kein großes Problem mehr - ggf. etwas
langsamer als NPN, aber nicht viel. TIP36 wären z.B. Kandidaten. Bei
P-Kanal MOSFETs wird es ggf. etwas schwieriger. Allerdings haben die
P-Kanal typen weniger Steilheit und mehr R_On, so dass das Problem mit
der thermischen Instabilität dort sogar eher kleiner ist als bei den
N-Kanal Typen. Neue ungeeignete Schalttypen gibt es auch weniger.
Das Problem mit der Stabilität der Schleife liegt nicht an den alten
OPs. So schnell muss der OP auch nicht sein. So etwas wie TL072 oder
TLC272 (mit weniger Spannung) sollte schon ausreichen. Die etwas andere
Einstellung der Spannung kann schon viel verbessern und ist nicht
wirklich aufwändig.
Das Problem mit der Größe des Ausgangskondensators ist einfach eine
Frage wie schnell man die Schleife zuverlässig machen kann. In der
Simulation ist es klein Problem den nötigen Ausgangskondensator in den
Bereich 1 µF zu drücken. Das braucht dann allerdings schon einen
schnellen Leistungstransistor (etwa 2SA1943 - halt die besseren Audio
Transistoren) und parasitäre Induktivitäten (etwa beim Shunt oder den
Elkos) werden kritisch. Bei kleiner Impedanz die man am Spannungsregler
nun einmal haben will zählen dann auf einmal die nHs. Da wird dann das
Layout kritisch und der Endstufentransistor sollte fest auf der Platine
sein. Nachbausicher ist aber was anderes. Ein HF Leistungs-Verstärker
ist von Schaltplan ja auch ggf. einfach, wenn da nicht die parasitären
Effekte wären auf die es ankommt.
Weil der Leistungstransistor in Emtterschaltung genutzt wird, dürfte der
auch eher zu langsam werden als in der Schaltungsvariante mit
Emitterfolger. D.h. man hat eher mit einem zu langsamen Transistor zu
kämpfen und verliert dort an Phasenreserve. Das wäre ein kleine Argument
doch einen NPN zu bevorzugen und damit die andere, mehr übliche
Polarität.
Tany schrieb:> Lurchi schrieb:>> Bei den Schaltungen mit Hilfsspannung braucht man auch schon eine>> Getrennte Hilfsspannung>> Was kostet ein klein Trafo mit 2x 12V; 2x100mA?> Es gibt auch DC/DC Wandler bei Reichelt für paar Mäuse.> Und wenn man fit ist, baut man selber solchen Wandler.
Obwohl ein DC/DC Wandler eine Alternative ist, mache ich mir Sorgen
wegen des Wandler Ripples. Aber das läßt sich in der Regel mit
geeigneten Filtermaßnahmen reduzieren oder auf unschädliche Werte
hinunterzubringen die der CCMRR der maßgeblichen OPVs keine
Schwierigkeiten mehr machen. Aber aufpassen muß man.
>>> Der Nachteil des Fliegenden Reglers ist der relativ große Kondensator am>> Ausgang, ohne den es in der Variante nicht geht...>> Mein Netzteil hat nur 1µF am Ausgang, und das geht.>> Gerhard O. schrieb:>> Ich bin übrigens intuitiv der Ansicht, daß Deine erwähnten>> Problemstellen wahrscheinlich in der begrenzten Bandbreite der damaligen>> OVVs zu suchen ist.>> So ist es. Mit LM324 und sogar LT1013 kommt man hier nicht weiter.
Deshalb ist eine baldige Simulation von Nöten:-)
Eigentlich wollte ich die LDO Regler hier raus halten. Aber wenn es
unbedingt sein muss im Anhang eine Simulation, die ich so noch auf der
HD hatte. Entsprechend mit einem NPN als Endstufe.
So wie es aussieht geht es auch mit relativ langsamen OPs. Die Last ist
10 mA - 1 A - 10 mA. Die Sprungantwort ist nicht super gut, aber auch
nicht so schlecht. Bei der Schaltung hilft ein Schnellerer
Leistungstransistor fast mehr als ein schnellerer OP.
Gerhard O. schrieb:> Ich bin übrigens intuitiv der Ansicht, daß Deine erwähnten> Problemstellen wahrscheinlich in der begrenzten Bandbreite der damaligen> OVVs zu suchen ist
Nicht wirklich.
Tany schrieb:> Mit LM324 und sogar LT1013 kommt man hier nicht weiter.
Man käme.
Lurchi schrieb:> Das Problem mit der Stabilität der Schleife liegt nicht an den alten> OPs. So schnell muss der OP auch nicht sein.
Richtig.
Das Problem liegt in den Schaltungen. Der Emitterfolger
1
+Ub +Ub
2
| |
3
--|+\ |
4
| >--|< NPN
5
+-|-/ |E
6
| | |
7
+--(-----+
8
| |
9
| Last
10
| |
11
GND GND
ist inhärent spannungsstabil: Sinkt der Lastwiderstand braucht die Last
mehr Strom, wird dieser nach wenigen Millivolt Spannungseinbruch auch
geliefert DAZU MUSS DER OPAMP NOCH ÜBERHAUPT NICHT REAGIERT HABEN, es
ist alleine der Transistor der den erhöhten Strombedarf durch seine um
Millivolt gesteigene UBE durchlässt. Der OpAmp muss dann nur eingreifen,
um die nun wenige Millivolt geringere Spannung an der Last nachzuregeln,
dazu darf er sich Zeit lassen.
Allerdings ist die Schaltung nicht stromstabil:
| Shunt zur Strommmessung, wahlweise auch hier oder da
12
| |
13
GND GND
ändert sich hier der Lastwiderstand, wird erst mal mehr Strom fliessen,
die Spannung am shunt steigt, der OpAmp vergleicht das mit der Vorgabe,
ändert seine Ausgangsspannug, und erst dann bremst der NPN den Strom,
und das ganze muss sich einpendeln. Hier spielt die Geschwindkeit des
OpAmps eine Rolle, und er darf nicht schneller sein als der
Ausgangstransiszor gebremst durch den Ausgangskondenstaor, sonst
schiesst er übers Ziel hinaus.
Da die Leute bei der Bewertung eines Netzteils aber nur die
Spannungsstabilität sehen, sind ihnen die Stromspitzen egal, ein
Ausgangselko würde die ebenso liefern.
Daher sind die floating "HP ähnlichen" Netzteiltopologien im Nachteil:
1
+Ub +------+
2
| | |
3
+----|+\ | |
4
| | >--|< NPN |
5
--R1--(--+-|-/ |E | +
6
| | | | Ub
7
+--(--+-----+ | -
8
| | | |
9
R2 GND Last |
10
| | |
11
+--------+------+
sinkt hier der Lastwiderstand, bleibt UBE am Transistor erst mal
konstant, lediglich UC steigt, es passiert (beim idealen Transistor)
keine Stromänderung (beim realen kaum eine). Der OpAmp muss über R1/R2
erkennen, daß die Spannung an der Last nicht mehr stimmt und nachregeln,
das dauert, schon hat man Überschwinger und die Kundschaft meckert.
Man könnte nun hoffen, daß die Stromregelung besser ist, aber
Pustekuchen: Weil die Leute Wert auf Spannungsstabilität legen, ist am
Ausgang ein deutlich grösserer Elko als in der Emitterfolgerschaltung,
und der liefert erst mal mehr Strom, selbst wenn der Strom durch den
Transistor gleich bleibt. Die Stromregelschaltung besteht dann auch aus
einem OpAmp und versucht, krampfthaft wieder den Elko zu laden bis
dessen Spannung stimmt damit der Ausgangsstrom sich auf den Nennwert
einpendelt, wobei ihm zum Entladen nur die Last hilft, die ist sehr
unterschiedlich.
Hier hat man also das schlechtere aus beiden Welten.
Bleibt eine Schaltung wie
1
+Ub +Ub +Ub +Ub
2
| | | |
3
| 220R 22R |
4
| | |E |
5
| +----|< PNP |
6
--|+\ | | | T1
7
| >--|< NPN +----|< NPN
8
+-|-/ |E |E
9
| | | |
10
+--(-----)-----------+
11
| | |
12
| 1k Last
13
| | |
14
GND GND GND
die entspricht genau dem Emitterfolger von vorhin, bloss mit
stromverstärkenden Transistoren ?
Nein.
Hier wird der Ausgangstransistor T1 mit so wenig Basistrom angesteuert,
daß er verhungert, die Spannung die der PNP am Kollektor dafür hergibt
ist frei beweglich, die Basis von T1 liegt also nicht an einer festen
Spannung. Ändert sich hier die Last, gibt die Ausgangsstufe zunächst mal
nach, der OpAmp muss das erkennen und nachregeln, die Probeleme wurden
oben geschildert. Besser sieht man das, wenn man den NPN weglässt weil
der PNP schon genug Strom liefern kann:
1
+Ub +Ub +Ub
2
| | |
3
| 220R |
4
| | |E
5
| +----|< PNP TIP2955
6
--|+\ | |
7
| >--|< NPN |
8
+-|-/ |E |
9
| | | |
10
+--(-----)-----+
11
| | |
12
| 1k Last
13
| | |
14
GND GND GND
Kein Emitterfolger mehr.
Die gezeigten 1k, 220R, und 22R habe ich übrigens gezeichnet, weil das
die Stellen sind, an denen man drehen muss, um die Schaltung stabil zu
bekommen, die sind nicht unwichtig.
Eine kleine Änderung macht die Schaltung übrigens zum Emitterfolger:
1
+Ub +Ub +Ub
2
| | |
3
| 220R |
4
| | |E
5
| +----|< PNP TIP2955
6
--|+\ | |
7
| >--|< NPN |
8
+-|-/ |E |
9
| | | |
10
+--(-----+-----+
11
| |
12
| Last
13
| |
14
GND GND
Das scheint mir aktuell die versprechendste Topologie,
[da aber juergen so auf dem uA723 besteht: Er kann mit der Schaltung
nicht unter 2.8V regeln, man braucht da schon einen besseren OpAmp wenn
man ohne negative Hilfsspannung auskommen will].
MaWin schrieb:> Man käme.
Beklagt aber nicht, dass hohe Spike am Ausgang beim Lastwechseln und
insbesondere beim CV-CC Wechseln.
Lurchi schrieb:> Bei kleiner Impedanz die man am Spannungsregler> nun einmal haben will zählen dann auf einmal die nHs. Da wird dann das> Layout kritisch und der Endstufentransistor sollte fest auf der Platine> sein
Alles klar Meister, wie du vorschreibst...
MaWin schrieb:> Eine kleine Änderung macht die Schaltung übrigens zum Emitterfolger:> +Ub +Ub +Ub> | | |> | 220R |> | | |E> | +----|< PNP TIP2955> --|+\ | |> | >--|< NPN |> +-|-/ |E |> | | | |> +--(-----+-----+> | |> | Last> | |> GND GND> Das scheint mir aktuell die versprechendste Topologie,
Dies ist die Form mit Komplementät Darlington als Emitterfolger. Im
Prinzip ist die Form vielversprechend, aber auch nicht so ganz ohne. In
der Regel wird man einen Widerstand am Emitter des NPN benötigen, damit
es nicht schwingt. Auf der Steuerseite muss man auch noch etwas
aufpassen - da darf es nicht zu hochohmig werden.
Man wird in der Regel auch noch den Shunt und ggf. noch mehr Widerstand
in Reihe zur Last benötigen, denn bei ungünstiger (kapazitiver) Last
neigt der Komplementät Darlington zum schwingen. Den Shunt braucht man
aber sowieso, ist also nicht so schlimm. Nur die Verlagerung an die high
side (den Emitter des PNP) ist nicht so zu empfehlen.
Die Stromregelung benötigt den Shunt (oder einen ähnlichen Widerstand)
auf in Reihe zur Last.
Dadurch dass der große PNP Transistor in Emitterschaltung arbeitet ist
die Endstufe eher etwas langsamer als eine reiner Darlington
Emitterfolger. Einen sehr schnellen PNP müsste man ggf. Bremsen. Man
verlagert ein Teil des Problem hin zur Auslegung des Komplementär
Darlingtons.
Man kann den NPN Transistor auch als einen Teil des Reglers betrachten -
dann hat man für den erweiterten Regler incl. dem NPN fast die gleiche
Aufgabe wie im Fliegenden Regler. D.h. man hat im Prinzip eine ähnlich
schwierige Regelung zu erwarten, nur dass der NPN schon einmal eine 2.
Näherung sehr schnell erledigt.
Tany, ist das Dein IRFP250-Design?
Wie gesagt hätte ich großes Interesse daran. Du scheinst ja sehr
zufrieden zu sein. Also müßtest Du trotz der nur 1µF am Ausgang eine Dir
genehme Charakteristik bei der Spannungsregelung hinbekommen zu haben.
Ich finde einfach, das klingt vielversprechend. Außerdem hätte ich
definitiv noch diverse MOSFETs auf Halde, wie schon gesagt. Vielleicht
gibst Du ja doch noch mehr Info raus, so Stück für Stück... :)
Lurchi schrieb:> So wie es aussieht geht es auch mit relativ langsamen OPs. Die Last ist> 10 mA - 1 A - 10 mA. Die Sprungantwort ist nicht super gut, aber auch> nicht so schlecht. Bei der Schaltung hilft ein Schnellerer> Leistungstransistor fast mehr als ein schnellerer OP.
Tja, mit 1µF vewandelst du das Netzteil in einem Generator. Vonwegen
> In der Simulation ist es klein Problem den nötigen Ausgangskondensator in >den
Bereich 1 µF zu drücken.
Schnell mit MOSFET will man auch nicht.
Was bleibt uns noch übrig? Der China Bausatz?
Die gezeigte Variante mit dem LDO ist eher langsam ausgelegt - halt noch
ein 2N3055 und langsame OPs (kaum schneller als LM324). So braucht man
schon noch einiges an Ausgangskapazität. Dafür sind die Chancen gut,
dass es auch nachzubauen ist und halt nicht so empfindlich auf das
Layout ist.
Tany schrieb:> Schnell mit MOSFET will man auch nicht.> Was bleibt uns noch übrig? Der China Bausatz?
Bei der Version mit MOSFET besteht von der Tendenz die Gefahr, dass es
bei niedrigem Strom instabil wird, weil da der MOSFET dann auf einmal
eher langsam wird. Sofern man versucht den Fall mit niedrigem Strom mit
viel Ruhestrom zu bekämpfen kann man dann Problem bekommen wenn eine
größeren Kapazität am Ausgang hängt. Bei der großen Kapazität sind
kleine Überschwinger, die an sich noch nicht störend sind, kaum zu
vermeiden. Diese Überschwinger können aber den Ruhestrom für sich
beanspruchen und dann wird der Regler ggf. trotz des Ruhestroms
instabil.
Den Fall großer low ESR Elko (z.B. 1000 µF / A)) und dann ein Lastsprung
von etwa 80% auf praktisch 0 sollte man zumindest einmal testen. Das
dürft einer der kritischen Fälle sein. Bei schneller Auslegung kann auch
ein kleinerer low ESR Kondensator problematischer werden.
Lurchi schrieb:> Die gezeigte Variante mit dem LDO ist eher langsam ausgelegt - halt noch> ein 2N3055 und langsame OPs
Gut. Auf einmal eindeutig zu werden. Siehe Anhang. Der Transistor bleibt
der selbe.
> Bei der Version mit MOSFET besteht von der Tendenz die Gefahr, dass es> bei niedrigem Strom instabil wird...
Kein Problem.
Lurchi schrieb:> aber auch nicht so ganz ohne. In> der Regel wird man einen Widerstand am Emitter des NPN benötigen, damit> es nicht schwingt.
Na ja, die Stufe ist deutlich einfacher. Wenn hier was schwingen sollte
"mein Opa hat mal gesagt bei Röhren gäbe es das" dann reicht eine
Ferritperle oder eben ein Widerstand.
Es gibt noch eine Menge weiterer interssanter Topologien, z.B. Strom und
Spannungsregler getrennt, nur ein gemeinsamer Kühlkörper:
1
+Ub +Ub
2
| |
3
shunt |
4
| |
5
+---+--------+ |
6
+----|+\ | | | |
7
| | >--|< | | |
8
| +-|-/ |E | | (I)
9
| | +--|< | |
10
| | |E | |
11
| +------------+ | |
12
| | | |
13
(U) Last | |
14
| | /+|-(--+
15
| I|--< | |
16
| S| \-|-+
17
GND GND
U regelt also die Spanunng über der Last + einen gesättigten MOSFET,
während I bei Überschreiten des Strom an shunt den MOSFET aus der
Sättigung holt und den Strom begrenzen lässt. Da arbeiten zwar 2 Regler
gegeneinander, aber sie sind verschieden schnell: Ist der Stromregler in
Sättigung ist er langsam, hat er den MOSFET aus der Sättigung geholt ist
er schnell (entsprechende Treiberleistung vorausgesetzet), und der
Spannungsregler sieht überhaupt nicht ob für die Last der Strom begrenzt
wird. Leider gibt es einen Übergang, und MOSFETs lassen sich nicht gut
parallel schalten, schon gar nicht wenn man sie in den Milliohmbereich
durchsteuern will. Dafür ist die Schaltung im Spannungsregelbereich
inhärent spannungsstabil und im Stromregelbereich inhärent stromstabil.
Ähnlich kann man versuchen, den Strom vor dem Emitterfolger zu messen
<pre>
+24V ---------+--------------+-----+
| (I) |
| /+|--+ 0R6
| +--< | |
| | \-|--------+
| | |
| +--|<|-+ +---+
+-----|+\ | | |
| | >--+--3k9--+--|< |
| +--|-/ | |E |
| | | 2nF +--|<
(U) | | | |E
| +---(----+----------10k--+---
| | | |
| | 3k3 22uF
| | | |
GND --+------+----+---------------+---
</pre>
Oder die übliche Veroderung mit Dioden, bei der man lieber OpAmps mit
open collector Ausgang hätte wie die inzwischen schwer beschaffbaren
TAE2453, da könnte man mal Komparatoren ohne Hysterese wie LM393
ausprobieren.
Mal eine Frage:
Können Widerstände von 1/4Watt, außer den etwaigen Emitter-R der
Leistungstransist. verwendet werden, oder sind generell 1/2Watt
empfehlenswert?
MfG
Eppelein
Die meisten Widerstände können kleine 1/4 Watt oder 1/8 Watt typen sein.
Der Shunt und ggf. Emitterwiderststände müssen größer sein. Gerade beim
Shunt sollte die Belastbarkeit deutlich höher sein als die tatsächlich
genutzt Leistung, damit die Eigenerwärmung nicht so hoch wird. Da kann
auch schon mal ein 5 oder 10 W Typ sinnvoll sein.
Der Widerstand zum Entladen des großen Ladeelkos muss ggf. etwas größer
sein. Die Leistung die so ein Widerstand umsetzen muss kann man in der
Regel relativ leicht ausrechnen. Die Nennleistung sollte man aber nicht
ganz ausreizen, denn dabei werden die Widerstände schon unangenehm heiß
- lieber nur 50% und bei SMD ggf. auch weniger, wenn mehr Wärmequellen
zusammenkommen.
@MaWin:
Die Schaltung mit Emitterfolger braucht einen Serienwiderstand an der
Emitterseite oder eben an der Masse. Ohne einen Widerstand dort, kann
auch der einfache Emitterfolger (und besonders der Darlington oder gar
Komplementär-Darlington) ggf. anfangen zu schwingen, auch ganz ohne
extra Rückkopplung. Nur mit dem kleinen Ausgangswiderstand des
Transistors, der dazu auch noch eher induktiv ist, hat der Regler es
schwer. Bei 2 Transistoren parallel braucht man die Emitterwiderstände
sowieso.
Die Regelschaltung muss auch die beiden Fälle mit wenig und viel Strom
unter einen Hut bringen. Bei wenig Strom (z.B. 1 mA) ist der
Ausgangswiderstand des Transistors schon relativ hoch (Bereich 20 Ohm).
Da stören die vielleicht 0,5 Ohm als Emitterwiderstand nicht so sehr.
Bei 1 A hilft der extra Widerstand und der Unterschied zwischen den
beiden Grenzfällen wird kleiner. Es gibt also keinen Grund den
Widerstand im Lastkreis extra zu vermeiden - etwas Widerstand ist gut.
Spätestens die Stromreglung ist froh über den Widerstand.
MaWin schrieb:> juergen schrieb:>> Ich denke schon! Wenn du dir vielleicht den Plan mal ansehen möchtest:>> Uff, das ist doch dieselbe Sache, Ableitung des Ansteuerstroms bei> Überschreitung der UBE, nicht als Konstantstromquelle zu gebrauchen weil> viel zu weich sondern nur als Kurzschlussschutz, nur diesmal mit> externem Transistor der seine eigene Erwärmung hat und nicht die des> uA723, aber auch er wird warm wenn er Strom abzuleiten hat, vielleicht> nicht bis 34% aber einige Prozent sinkt der Strom während der Erwärmung> auch da.
Vernachlässigbar.
Wenn Du es besser haben willst, dann bau die andere Schaltung (1,3A)
auf.
Die ist auf beiden Seiten temperaturstabil. (hab' ich aber schon mal
erwähnt)
Ich meine damit: Zusammenlöten die Schaltung und dann messen mit
Oszilloskop...ja! Ich meine physisch aufbauen! Sonst können wir hier
noch lange diskutieren, wie es besser wäre...besser sein könnte.
>> Diagramm der weichen Strombgrenzung anbei, nicht viel anders als schon> gezeigt.>> juergen schrieb:>> Warum soll man?>> Weil der uA723 eine Menge Problem hat. In deinem LNG3A z.B. explodiert> er gleich. Weil er an 46.2V gelegt wird obwohl er laut Datenblatt nur> 40V aushält (wie schön, daß manche Chips ihr Datenblatt nicht kennen,> aber als Nachbaudesign ist das unmöglich). Man müsste einen L146 aus> Unobtanium verwenden. Ebay-Artikel Nr. 221585578900>
Hatte ich auch mal verbaut! Was soll das bringen? Der kostet 6 Euro,
wenn man Glück hat und den überhaupt noch bekommt. Den u723 gibt's für
50 Cent überall. Er L146 ist dann übrigens, 20 Jahre wird es her sein,
dann bei mir auch "abgepfiffen"...also was soll's?
(nicht 46,2V sondern 41V hatte ich angegeben!)
> juergen schrieb:>> Die Hilfspannung macht die Angelegenheit unendlich einfacher!>> Im Gegenteil. Wenn die nicht gleichzeitig ansteigen und nicht> gleichzeitig weggehen, sind die Effekte sind munter. Trotz eingestellter> Spannung von 0V steigt die Ausgangsspannung dann auf 2.8V und liefert> Strom (hier 74mA).
Nicht in meinen Schaltungen! Mutmaße das nicht!
Meine Schaltung ist eine Anlehnung an eine Schaltung aus den 70ern.
In dieser (berühmtesten) aller LNG-Schaltungen wird die Hilfspannung
ohne
eine zweite, von außen zugeführte Spannung erzeugt. Das habe ich
geändert.
Ob im Originalplan die Spannung hochläuft, kann ich nicht sagen...ist
mir auch egal. Im meinem Schaltplan siehst du noch ein paar Fragmente an
Bauteilen für die Hilfspannungserzeugung. Hätte ich wegmachen können,
hab' ich aber so gelassen.
> Bild lng3a3.gif anbei. Das geht für ein Labornetzteil gar nicht.>> juergen schrieb:>> Was macht das schon? Besser geht nicht.>> Es geht leicht besser als ein uA723. Deine Schaltung ist sogar so> ungeschickt, in dem sie die durchaus rauscharme Z-Diode des uA723 gar> nicht nutzt, sondern auf die Präzision eines LM337 als Spannungsreferenz> setzt.
...ist nicht ungeschickt und wenn dir der LM337 nicht zusagt, kannst du
ja einen anderen nehmen.
Bau doch erst mal selber so ein Gerät auf, bevor du so was sagst.
So kannst du deine Aussage durch nichts belegen!
Auch den eingebauten Strombegrenzungstransistor nutzt sie
> (absichtlich) nicht. Sondern nur den einen OpAmp. Das ginge einfacher> und billiger mit einen uA741 oder moderner.>
Ich weiß schon: ...modern mit 1000uF. Da bleibe ich doch lieber bei der
Steinzeittechnik
juergen schrieb:> Hatte ich auch mal verbaut! Was soll das bringen? Der kostet 6 Euro,
Jetzt wird's aber peinlich oder dreist, je nach dem wie man es aufnimmt,
dein uA723 wird mit 46.2V betrieben wenn man die 41 die dranstehen als
gegeben betrachtet, weil er auch noch -5.2V negative Hilfsspannugn
sieht, und damit weit über seinem absolute maximum rating, das ist grob
fahrlässig für ein Labornetzteil, das bei Fehlfunktion auch mal locker
teure Werte am Ausgang ruiniert.
In der Praxis ist es noch schlimmer, ein 30V~ Trafo wie vorgesehen
bringt nach Gleichrichtung 42.4V und nach Abzug von 2 * 0.7V
Gleichrichterdioden die genannten 41V, aber nur wenn die Netzspannung
auch genau 230V beträgt. Die liegt jedoch je nach Steckdose zwischen
207 V~ und 253 V~ also kommen 37 bis 45.1V an, dazu die -5.2V der
negativen Hilfsspannung.
Und das auch nur, wenn der Netztrafo mit Nennlast belastet wird. Als ca.
125VA Trafo hat er ohne Last eine Leerlaufüberhöhung von +10%, also
werden es schon 49.6 + 5.2 = 54.81V, das ist selbst für den L146 schon
knapp.
Noch besser wenn dein Netzteil alt ist und einem 220V Netztrafo hat, der
heute an 230V~ hängt und 253V~ abbekommen könnte, dann ist man schon bei
57V.
Die Auslegung ist gemeingefährlich und sicher nicht als Nachbauvorschlag
geeignet. Ein 24V~ Trafo ist das äusserte der Gefühle, dann kommt aber
der Ausgang schlechtestensfalls nur noch auf 20V wegen den zu kleinen
5150uF die bei 3A zu 6V Spannungseinbruch pro Halbwelle führen.
juergen schrieb:> Ich meine physisch aufbauen!
Ich bitte dich, man baut doch nichts bei dem man die Fehler schon sieht.
juergen schrieb:> Nicht in meinen Schaltungen! Mutmaße das nicht!
Das brauche ich nicht mutmassen, das belegt die Simulation, die du ja
ablehnst. Also mach es, probiere es aus, klemm den Ausgang des LM337 (in
deinem Schaltplan fehlerhafterweise als LM377 gekennzeichnet) auf Masse
(0V) wie das bei kurzgeschlossenem Elko passieren würde und bei jedem
Einschalten passiert wenn die Hauptspannung schneller steigt als die
Hilfsspannung, und schau dir den Ausgang an.
> Meine Schaltung ist eine Anlehnung an eine Schaltung aus den 70ern.
Ja, damals wurde viel Schrott publiziert.
Hier ist eine Grundig LM723 Schaltung mit Stromreglung fuer den Bereich
von 0-32V und bis 1A. Fuer die Stromreglung dient ein separater
Differenzverstaerker. Das Modell ist das SN42.
MaWin schrieb:>> Meine Schaltung ist eine Anlehnung an eine Schaltung aus den 70ern.>> Ja, damals wurde viel Schrott publiziert.
In der 1970er war halt noch zu einer Zeit als man die Kompensation mehr
experimentell oder nach Erfahrung / Gefühl ausgelegt hat. Ich kenne da
auch noch eine alte Anleitung wo man den Kondensator zur Kompensation
erst so lange verkleinern soll bis der Regler gerade so anfängt zu
schwingen und dann als Endgültigen Wert das etwa 3 fache (den genauen
Faktor hab ich vergessen, 3 sollte etwa passen) nehmen soll.
Ganz grob ist damit bei der Auslegung eines PI Reglers nach
Ziegler–Nichols oder ähnlichen. Das kann man auch heute noch so machen
und ist ggf. auch lehrreich, aber damit hat man dann nur einen PI Regler
und dann oft keine gute Stabilität mit kapazitiver Last.
Eine damals weit verbreitete Schwachstelle ist die Einstellung der
Spannung über einen variablen Widerstand im Feedback. Die ist auch noch
im Plan vom HP6236 mit drin, obwohl ich denen es eigentlich zugetraut
hätte es besser wissen zu sollen.
Der LM723 ist nicht für LNGs entwickelt, sondern als variabler
Spannungsregler mit Strombegrenzung, in der Regel mit externem
Leistungstransistor. Heute ggf. durch LM317, 78xx oder ähnliche ersetzt,
wenn die interne Endstufe reicht und der Strom passt. Man ggf. den
kleinen Vorteil, dass beim Verstärker der Punkt zur Kompensation
zugänglich ist - das hat ggf. einen kleinen Vorteil beim Übergang
zwischen Spannungs- und Strom- Regelung.
Lurchi schrieb:> Eine damals weit verbreitete Schwachstelle ist die Einstellung der> Spannung über einen variablen Widerstand im Feedback. Die ist auch noch> im Plan vom HP6236 mit drin, obwohl ich denen es eigentlich zugetraut> hätte es besser wissen zu sollen.
Das hat schon einen HP Geräte-spezifischen geschichtlichen Hintergrund.
Beim HP6236A ist das eigentlich nur ein Zufall. Damals als HP mit den
LNGs anfing hatten die meisten Geräte auf der Rückseite eine
Anschlussleiste mit Brücken. Diese Anschlussleiste war mit den
Steuereingängen und der Referenzschaltung verbunden. Damit konnte man
durch sinnreiche Verbindungen mit externen Komponenten und BUS
Programmiergeräten die Geräte in vieler Weise konfigurieren. Auch ließ
sich für Spezialzwecke der Cout abklemmen und läßt vermuten, daß Cout
zur Stabilität gar nicht notwendig war.
Der Grund warum HP es in den meisten Geräten so machte war die externe
Programmiermöglichkeit entweder mit externen programmierbaren
Widerstand, Poti oder mit externe Vref 0-6.2V.
Die Spannungsempfindlichkeit war dann z.B. 1KOhm/V und 100 Ohm/A für
Stromeinstellung.
Die Entwickler nahmen offensichtlich Deinen angeführten Nachteil in Kauf
und das unterstreicht, daß Vielseitigkeit oft mit gewissen Kompromissen
verbunden ist. CV/CC Netzgeräte sind praktisch immer Kompromisslösungen.
Es steht ja auch in der App Note 90B, Seite 49, daß bei einem reinen CC
Netzgerät Cout vollkommen unerwünscht ist und durch gerätetechnische
Maßnahmen ersetzt werden muß und CV- und CC Modi gegeneinander
widersprechende Bedingungen erfüllen müssen.
Lurchi schrieb:> In der 1970er war halt noch zu einer Zeit als man die Kompensation mehr> experimentell oder nach Erfahrung / Gefühl ausgelegt hat.
Vor allem war es die Zeit, in der ein 24V/3A Trafo für ein 30V/3A
Nezteil gut sein sollte, das mit 1 2N3055 auf SK01 Kühlkörper
ausgestattet war, bei 2200uF Siebelko. Na ja, ganz überwunden ist die
Zeit auch heute nicht.
> Ganz grob ist damit bei der Auslegung eines PI Reglers nach> Ziegler–Nichols oder ähnlichen. Das kann man auch heute noch so machen> und ist ggf. auch lehrreich, aber damit hat man dann nur einen PI Regler> und dann oft keine gute Stabilität mit kapazitiver Last.
Genau das ist das Problem bei den selbstentworfenen Netzeilen, keiner
beherrscht die Regelungstechnik ausreichend. Kannst ja mal zeigen wie es
geht, vielleicht an beigelegtem Beispiel.
Die Auslegung der Kompensation einmal in der Simulation im Detail
durchzugehen ist vielleicht keine so schlechte Idee.
Die Schaltung unter Float393 sollte erst einmal an ein paar
Kleinigkeiten geändert werden:
Zum einen ist beim LM393 nicht sicher dass er nicht schon mit dem
Kondensator in der Rückkoppung schwingt. Das kann ggf. bei einigen
Herstellern funktionieren, die Gefahr ist aber, dass der Komparator
schon für sich alleine schwingt. D.h. den LM393 sollte man durch
richtige OPs und Dioden ersetzen. Ein negative Hilfsspannung ist ja
sowieso schon drin.
Der 2. eher kosmetische Punkt ist der Ruhestrom über Q3 - den kann man
in der Schaltung mit Hilfsspannung viel eleganter lösen, indem man die
Hilfsspannung nutzt. Die Variante mit Transistor und minimal dosiertem
Basisstrom ist mehr eine Notlösung für den Fall dass man keine
Hilfsspannung hat.
Damit die Endstufe etwas schneller wird, hilft es für Q1 einen
Widerstand (neuer R6) von der Basis zum Emitter zu haben. Kein absolutes
muss, aber es hilft.
Beim Ausgangskondensator ist der ESR wichtig. Entsprechend wird ein
Widerstand in Reihe eingefügt, damit man den Widerstand auch sieht, und
nicht nur als versteckte Eigenschaft hat.
Die Diode D4 über den Ausgang ist später hilfreich für tests der
Stromregelung, sonst üblich als Schutz.
Wegen der Übersichtlichkeit habe ich den Stromregler nach rechts
verschoben - um den kümmert man sich weitgehend getrennt, erst später.
Die Versorgung der OPs geht auch wegen der Übersichtlichkeit über Labels
(+5 V und -3 V).
Für die Simulation ist eine Stromsenke (Quelle) am Ausgang deutlich
günstiger und aussagekräftiger als die Schaltung mit MOSFETs, die man
für den realen Test ggf. nutzen würde.
Der erste Schritt ist ein absichtlich sehr langsame Auslegung, um zu
sehen ob es DC _mäßig überhaupt geht und damit die Simulation auch einen
richtigen Arbeitspunkt findet. Mein erster Tip ist sogar schon gar nicht
so langsam. Der Stromregler ist erst einmal inaktiv.
Die zweite Simulation ist dann im AC modus, mit der Stromsenke mit AC
Amplitude 1. Wenn man sich dann die Ausgangsspannung ansieht, bekommt
man direkt den Ausgangswiderstand des Reglers. Um zu sehen, was davon
vom Regler selber kommt kann man den Ausgangskondensator temporär
deutlich reduzieren, im 4. Bild habe ich da 1 nF eingesetzt. Etwas
überraschend war die Simulation noch möglich und hat einen passende
Arbeitspunkt gefunden.
An der Ausgangsimpedanz sieht man, dass die Kompensation so noch nicht
besonders gut ist. Über einen weiten Bereich (bis ca. 1 kHz) ist der
Ausgang stark induktiv und geht dann in ein etwa Ohmsches Verhalten
über. Der Ausgangswiderstand auch auch noch unpraktisch hoch: ein Wert
von 20 dB sind immerhin 10 Ohm. Mit dem Ausgangskondensator (100 µF)
sieht man entsprechend auch schon eine Andeutung einer Resonanz - halt
die Kombination aus simulierter Induktivität und dem Kondensator am
Ausgang. Durch den Widerstand in Reihe ist die Resonanz noch nicht so
ausgeprägt, wenn man den reduziert wird es schlimmer.
Um nicht aus dem Auge zu verlieren, dass man den Abgleich auch für
verschiedene Ströme machen muss, kann man die Spice direktive
.step param .... nutzen. Damit lässt sich die Simulation für eine Reihe
von Strömen in eins laufen lassen. Im Beispiel 1 mA, 10 mA, 100 mA und 1
A.
Dabei zeigt sich für den ganz keinen Strom bereits ein erstes Problem.
Die Simulation hat schon Probleme den Arbeitspunkt zu finden. Ganz
überraschend ist das nicht, weil der Ausgangskondensator noch nicht
passt. Man könnte den Ruhestrom relativ hoch wählen, aber auch das hat
Probleme.
Die Auslegung kann jetzt als nächster Schritt schneller gemacht werden,
indem C2 und R8 kleiner gemacht werden. Bei z.B. C2 = 100 pF und R8 = 1
K erhält man bereits ein deutlich schnelleres Verhalten, allerdings bei
hohen Frequenzen um 1 MHz auch je nach Kondensator am Ausgang eine
deutlich Resonanz und deutlich zu viel Phasenverschiebung (größer 90
Grad). Den oberen Frequenzbereich kann durch einen angepassten
Kondensator (mit Serienwiderstand) am Ausgang ausbügeln.
Im Bereich um 30 kHz sieht man eine "Stufe" im Ausgangswiderstand. Dies
ist die Wirkung von C4. Durch ein vergrößern des Wertes kann man dies
zeigen. Der Sinn dieses Kondensators ist allerdings nicht so sehr die
Stufe beim Betrag des Ausgangswiderstandes, sondern die damit verbundene
Phasenverschiebung (weg von den 90 Grad. Die Breite der Stufe bzw. die
Tiefe des dips in der Phase ist durch das Verhältnis R2/R3 = 5 bereits
auf einen brauchbaren Wert festgelegt.
Wie schnell man den Regler machen kann hängt leider auch von parasitären
Effekten um den Shunt und den Endstufentransistor ab. Da machen dann
ggf. 10 nH mehr oder weniger an Induktivität am Shunt oder Emitter des
Endtransistors einen Unterschied. Auch die genauen Eigenschaften des
Ausgangskondensators werden wichtig: parasitäre Induktivität und der
genaue ESR Wert werden wichtig.
D.h. auch wenn es in der Simulation ggf. geht wird es real problematisch
wenn der Regel zu schnell gemacht wird. Das ginge nur mit einer Messung
an einer realen Platine.
Der Kondensator C4 ist mit 220 pF schon so ausgelegt gewesen, dass er
etwa in der richtigen Größe. Der Kondensator ist ein gewisser
Kompromiss: bei kleinen Werten wie den 220 pF hilf er ein wenig mit im
Übergangsbereich zwischen dem Regler und dem Ausgangskondensator. Damit
ist dann ggf. ein kleinerer Ausgangskondensator möglich. Eine ähnliche
Funktion kann man durch einen Widerstand in Reihe zu C2 erreichen - hier
vor allem für die hohen Frequenzen. Dann darf C4 größer werden.
Andererseits sollte C4 auch nicht zu klein sein, damit die Toleranz
gegenüber Kapazitiver Last nicht zu schlecht wird. Je größer C4, desto
besser könnten große Kondensatoren am Ausgang toleriert werden. Wie gut
das geht sieht man dann eher bei der Simulation im Zeitbereich.
Danke, ich hab mal ein wenig rumprobiert.
Dabei muss man bei einem AC 1 0 wohl erst mal aufpassen, daß das
Netzteil überhaupt 1A liefert und auf über 2A eingestellt ist, damit man
nicht aus Versehen Verpolschutzdioden oder Überstromansprechverhalten
testet. Also ein ziemlich hoher Strom, kleine 1mA wären besser.
Du sagt aber, bei 1A könnte man den Widerstand im Diagramm ablesen und
erwähnst, 20dB wären 10 Ohm, demnach 0dB 1 Ohm.
Verringere ich die Wechselspannung auf 0.1V, werden es 20dB weniger, bei
1mA dann 60dB weniger also -60dB für 1 Ohm.
Lurchi schrieb:> Die Schaltung unter Float393 sollte erst einmal an ein paar> Kleinigkeiten geändert werden:> Zum einen ist beim LM393
Darum geht es ja bei einer Schaltung die LM393 heisst... die negative
Spannung braucht er, weil ein Simulationsmodell nicht damit klar kommt,
wenn die Eingangsspannung unter 0V sinkt da auch im Datenblatt input
common mode range 0V steht, ich habe zwei, dem anderen (primitiveren)
Simulationsmodell macht es nichts aus, ich erwarte anch der
Innenschaltung in der Realtät daß er -0.3V schafft, dann könnte die
negative Versorgung entfallen. Daher ist ein OpAmp kene Option :-) ich
simuliere diese Schaltung mit LM393 weiter.
Lurchi schrieb:> Der 2. eher kosmetische Punkt ist der Ruhestrom über Q3
Gute Idee, habe ich umgesetzt.
Lurchi schrieb:> Damit die Endstufe etwas schneller wird, hilft es für Q1 einen
Da nehme ich mal einen MJL3281A, der ist schneller.
Lurchi schrieb:> Beim Ausgangskondensator ist der ESR wichtig. Entsprechend wird ein> Widerstand in Reihe eingefügt,
Gut, ich habe verschiedene simuliert und kann den Effekt auf die
Resonenzüberhöhung feststellen.
Also habe ich mal die modifizierte Schaltung simuliert bis ich meine
zufrieden zu sein. Ich interpretiere das Diagramm so:
Bis 1kHz kommt de Regler voll mit und bildet einen Ausgangswiderstand
von 1 MilliOhm (-57dB bei 1A)
Bis 100kHz verliert der Regler an Einfluss, die Phasendrehung steigt auf
81 Grad aber nie über 90 Grad.
Ab 100kHz regelt der Regler nicht mehr, der Ausgangskondensator bildet
mit seinem niedrigen ESR von 0.1 Ohm die -20dB Linie.
Die Phasendrehung geht bis 81 Grad. Das ist wohl noch stabil, aber man
hätte lieber 70 Grad, aber wie wichtig ist das ? Ich kommt mit 33uF auf
75 Grad, darüber bessert es sich kaum noch (1000uF mit 33p+47p macht 72
Grad).
Michael B. schrieb:> wie wichtig ist das ? Ich kommt mit 33uF auf> 75 Grad, darüber bessert es sich kaum noch
Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es in dem Fall nicht um
"absolute" Werte. Kleine Änderungen könnten einen gewaltigen Einfluß auf
Änderungsmöglichkeiten an anderer Stelle haben.
Ich reime mir das so zusammen, daß Du ja an Deiner Stelle mit einer
großen Wertänderung nicht viel zu erreichen scheinst - das könnte auch
für eine von diesem Wert ebenfalls abhängige andere Stelle (umgekehrt,
natürlich !) gelten.
Ich hoffe, ich drücke mich verständlich aus, und rede keinen Quatsch.
Die 75 Grad oder 80 Grad sind noch nicht so dramatisch. Man wird mit
einem dazugehörigen Kondensator am Ausgang etwas Nachschwingen haben,
aber nicht so viel.
Allerdings hat die gezeigt Ausführung ein anderes Problem. Mit nur einem
Transistor am Ausgang muss der LM393 gegen Recht viel Strom ankämpfen
100 Ohm an 5 V sind bereits 50 mA - das ist zu viel. Entsprechend
niedrig ist auch die Leerlaufverstärkung. Die kleine Leerlaufverstärkung
und damit eher hohe DC Ausgangswiderstand könnte schon ein Problem sein.
Stabil mit Kapazitiver Last ist der Regler in Fall wegen des merklichen
Ausgangswiderstandes - das ist die Methode aus den 1960ern, als man es
diskret und damit mit wenig Verstärkung aufgebaut hat.
Die Variante mit nur einem NPN (kein Darlington) hat auch was für sich,
weil weniger Verzögerung, und mit einem PNP zum runter ziehen (weil der
OP nicht so viel Schafft) nutzt das auch HP in vielen Varianten.
Der Wert für C4 und R2,R3 sind so niedrig, dass C4 mehr an der oberen
Grenze wirkt und nicht mehr wie ursprünglich gedacht für Kapazitive
Lasten.
C und R8 geben eine Zeitkonstante von 22 ns - die kann man sich fast
sparen. Da wirkt im wesentlichen der Ungebremste Komparator.
Mit dem LM393 hängt es am Hersteller und Glück, ob es stabil wird oder
schwingt - da kann man sich die Simulation auch fast sparen. Es kann
funktionieren, wenn die Kabel zum Transistor richtig liegen, aber es
kann genauso gut zum Leistungs-Oszillator werden.
Findest du den Ausgangswiderstand von 1 Milliohm hoch ?
Ich hab jetzt auch eine ganze Ausgangskurvenschar, stabil von 2mA bis
2A,
R1 kann auch 220 Ohm haben wenn der MJL3281 genug Verstärkung von 2A
besitzt, nach Datenblatt sollte er zumindest 70 bringen, die 100 Ohm für
50mA waren zur Sicherheit, ein LM393 hält 100mA aus.
So Leute,
um die Diskussion mal wieder aufzufrischen und nen etwas anderen
Gedanken zu formulieren, hab ich einen kleinen Entwurf angehängt. Mich
stört die ganze Zeit ein wenig die Dioden-Technik in den vorhergen
Entwürfen, wo entweder der eine OpV oder der andere OpV dem Widerstand
per Diode die Show klaut.
Also hab ich mal nen anderen Ansatz genommen und grad vorhin ins
Schematic reingehackt. Das BRD ist noch Misthaufen aus gelben Linien.
Die Schaltung ist grad aus der Feder, sie ist noch überhaupt nicht
dimensioniert und auch noch garnix simuliert. Ebenso fehlen noch
sämtliche evtl. nötigen Kompenstionen. Ich hab auch noch keinerlei
nähere Daten verglichen und vorerst nur irgendwelche Transistoren
genommen, ohne dediziert auf Spannungsfestigkeit, maximale Gatespannung
usw. zu achten.
Das ist also noch KEIN Schaltplan zum direkten Nachbauen, sondern nur
ein Beitrag, um sich daran ggf. zu echauffieren.
Kernpunkt sind zwei relativ spannungsfeste FET's, die in Reihe
geschaltet sind. Damit am Ausgang Spannung kommt, müssen beide
durchgeschaltet sein und dann bestimmt sich der Ausgangsstrom nach dem
gemeinsamen Source-Widerstand. Der muß also so ausgelegt sein, daß er
bei 9V abzüglich Ugs von beiden Fets soviel Strom liefern kann, daß
damit die Ausgangsstufe den gewünschten Maximal-Ausgangsstrom liefern
kann. Es wird also immer ein Fet mit seinem Gate auf +9V hängen und der
andere Fet wird vom grad aktiven OpV soweit hochgezerrt, daß der nötige
Ansteuerstrom erzeugt wird.
Dis beiden OpV's sind m.W. RRIO und vertragen 10 Volt. In dem Bereich
bis 10V gibt es ja derzeit eine ganze Menge von RRIO OpV's, man ist also
nicht auf genau diesen Typ angewiesen.
Ansonsten habe ich zwei separate digitale Panel-Voltmeter vorgesehen,
bei dem für die Spannungsanzeige entweder ein vierpoliges (mit E+ und
E-) oder wenn's das nicht hat, dann unter dezentem Falschgehen eines mit
nur 3 Polen. Ist nicht schön, aber die Alternative wäre ein weiterer
OpV.
Mit dieser Schaltung hat auch die Höhe der Rohspannung keinen Einfluß
mehr auf die Versorgung der OpV's. Inwieweit ein 317 die Differenz
zwischen der Rohspannung und der 9V mitmacht, ist ne andere Frage.
Einen schalter zum Umschalten des Strombereiches sollte man noch
einfügen, ich hab's aber in der Eile noch nicht gemacht.
So - und jetzt kann die Schaltung nch Belieben in der Luft zerrissen
werden...
W.S.
@ W.S.:
Den Vorschlag halte ich nicht für eine so gute Idee: Die beiden BJTs am
Ausgang sind eine Art Stromsteuerung. D.h. über den Strom durch die
beiden MOSFETs wird der Ausgangsstrom vorgegeben. Die beiden
Transistoren geben dabei mit den MOSFETs eine recht stark nichtlineare
Verstärkung.
Immerhin kann man über R13 und R16 die Verstärkung reduzieren, es bleibt
aber die Exponentielle Kurve von einer Spannungssteuerung an der Basis
von VT1. Dadurch nimmt die Verstärkung stark mit dem Strom zu. Ein
Widerstand am Emitter von VT1 würde da viel helfen. Über die MOSFETs
kommt auch noch einen ansteigende Kurve dazu. Das gute an der Endstufe
ist, dass VT1 und damit der potentiell kleinere / schnellere Transistor
in Emitterschaltung arbeitet. Mit einer etwas anderen Position für R2
(zwischen R16 und dem Emitter von VT1) könnte es ggf. gehen.
Die extra Verstärkungsstufe für das Stromsignal gibt eine unnötige
Verzögerung für die Stromregelung. Wegen den MOSFETs und Transistoren
braucht der Regelerteil für den Strom keine hohe Spannungsverstärkung -
der 2. OP (U2A) hilf also nicht sondern stört vor allem.
Der wesentlich Teil, nämlich die Kompensation fehlt noch.
Wie sich das ganze bei Transitenten bis in die Sättigung verhält ist so
schwer zu sagen. Auch da kann es noch Reinfälle geben.
W.S. schrieb:> Kernpunkt sind zwei relativ spannungsfeste FET's, die in Reihe> geschaltet sind. D
Dieselbe Idee hatte ich auch untersucht, sie funktioniert nicht, beide
FETs sind nicht gleichwertig.
Zudem misst dein Sannungs-OpAmp den Spannungsabfall am shunt mit,
und der Stromregler besteht aus 2 OpAmps in Reihe, ist also
unnötigereeise langsamer.
Aber vielleicht kriegt man so eine Anordnung doch irgendwie zum Laufen.
Im Prinzip ist es egal, ob man den klassischen Emitterfolger-Regler
(Lurchi) oder die schwimmende Variante (Michael) betrachtet, im Grunde
verhalten die sich dynamisch vergleichbar. Das Verhalten solcher
Schaltungen mit Gegenkopplung, aber ohne Frequenzgangkorrektur wurde
hier:
Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"
gezeigt. Nun noch ein paar Worte zur Frequenzgangkorrektur
("Frequenzkompensation").
Durch einen Korrekturkondensator Ck vom Ausgang zum invertierenden
Eingang wird der OPV für hohe Frequenzen (>>fg=1/(2Pi*Ck*Rgk)) voll
gegengekoppelt und arbeitet mit Vu=1, die Verstärkung der
Gesamtschaltung ist durch die Dämpfung des Emitterfolgers etwas kleiner
als 1. In dem Frequenzbereich bis zu seiner zweiten inneren Polfrequenz
trägt der OPV nicht zur Gesamtphasendrehung bei. In diesem Bereich, also
oberhalb der Grenzfrequenz fg der Korrektur und unterhalb der zweiten
Polfrequenz des OPV, ist die Ausgangsimpedanz ohmsch und bildet mit der
Lastkapazität einen TP 1.Ordung mit -20dB/dec und max. 90°
Phasendrehung.
Unterhalb der Grenzfrequenz der Korrektur ist die kapazitive
Gegenkopplung des OPV aufgehoben, seine Verstärkung steigt (bei genügend
niedrigen Frequenzen) bis auf die Leerlaufverstärkung an, die Schaltung
arbeitet wieder mit der außen eingestellten Verstärkung von 10dB, die
Ausgangsimpedanz wird induktiv und bildet mit der Lastkapazität einen TP
2.Ordnung mit -40dB/dec und bis zu 180° Phasendrehung. Das ist zuviel.
Für gutes Einschwingverhalten darf die Phasenverschiebung nicht über
120° steigen, was einer Phasenreserve von 60° entspricht. Um das
sicherzustellen, muss die Grenzfrequenz fg der Korrektur auf so niedrige
Werte verschoben werden, dass mit der maximalen Lastkapazität keine zu
große Phasendrehung auftritt.
In den Bildern 1d bis 1g sind Korrekturkondensatoren von 1nF bis 1µF bei
sonst gleicher Schaltung gezeigt. Man sieht, dass die Grenzfrequenz der
Korrektur etwa gleich der Ausgangspolfrequenz zu wählen ist. Dann ist
die Schaltung ohne Überschwingen stabil. Bei kleinen Lastkapazitäten ist
die Schaltung immer stabil. Je größer die maximale Lastkapazität ist,
umso niedriger muss die Grenzfrequenz der Korrektur angesetzt werden.
Das ergibt eine geringe Regelgeschwindigkeit. Unterhalb der festgelegten
Grenzfrequenz arbeitet der Regler mit der außen eingestellten
Verstärkung (hier 10dB) und oberhalb nur mit einer Verstärkung von etwa
1, was eine verzögerte Ausregelung auf die volle Genauigkeit bedeutet.
Allerdings zeigen die Bilder den schlechtesten Grenzfall, da der
Lastkondensator keinen ESR hat und eine nicht besonders niederohmige
Endstufe eingesetzt wurde. Mit ESR und niederohmigerer Endstufe
(Komplementär-Darlington) und in Grenzen auch mit weiteren
Pol-Nullstelle-Gliedern, lässt sich die Grenzfrequenz weiter nach oben
verschieben und so eine akzeptable Regelgeschwindigkeit erreichen.
Es gilt auch hier: die Simulation zeigt das Prinzip, die konkreten
Eigenschaften der Schaltung sind stark von den Betriebsbedingungen
(Laststrom, Lastwiderstand) abhängig.
MaWin schrieb:> Das brauche ich nicht mutmassen, das belegt die Simulation, die du ja> ablehnst. Also mach es, probiere es aus, klemm den Ausgang des LM337 (in> deinem Schaltplan fehlerhafterweise als LM377 gekennzeichnet) auf Masse> (0V) wie das bei kurzgeschlossenem Elko passieren würde und bei jedem> Einschalten passiert wenn die Hauptspannung schneller steigt als die> Hilfsspannung, und schau dir den Ausgang an.>>> Meine Schaltung ist eine Anlehnung an eine Schaltung aus den 70ern.>> Ja, damals wurde viel Schrott publiziert.
Dann bau doch was Besseres und stelle das Gerät dann hier mal vor!
...damit wir dein Können bewundern können.
Mit dem vielen Gerede beeindruckst du mich nicht. Am Ende sollte schon
was bei rauskommen.
Michael B. schrieb:> Findest du den Ausgangswiderstand von 1 Milliohm hoch ?>> Ich hab jetzt auch eine ganze Ausgangskurvenschar, stabil von 2mA bis> 2A,
Ein Wechselstrom von 1mA als Dynamik zu verkaufen ist ein bisschen zu
wenig.
Noch ein Nachtrag für "OPV-Freunde":
Oft wird gesagt, dass ein schnellerer OPV auch die Regelgeschwindigkeit
erhöhen würde oder kleinere Ausgangskapazitäten oder beides erlaubt.
Oben war zu sehen dass, allein der Lastkondensator die resultierende
Geschwindigkeit bestimmt, der OPV also gar keinen Einfluss hat.
Im Bild 1h ist im Unterschied zu Bild 1g ein idealer OPV mit unendlicher
Bandbreite, Ausgangswiderstand 0, usw. eingesetzt worden. Das
resultierende Bode-Diagramm zeigt keinen Unterschied zum wirklich
schlechten LM358 (unterhalb der ft des LM358).
MaWin schrieb:> Das brauche ich nicht mutmassen, das belegt die Simulation, die du ja> ablehnst. Also mach es, probiere es aus, klemm den Ausgang des LM337 (in> deinem Schaltplan fehlerhafterweise als LM377 gekennzeichnet)
Das stimmt! Mein Kompliment, daß du das gesehen hast!
Ich hatte den Fehler inzwischen schon selber bemerkt, konnte den Plan
aber nicht korrigieren, da ich als Gast nicht editieren kann.
Der LM377 ist übrigens zur Erzeugung der Hilfspannung ausreichend, da
auch während der Spannungsregelung immer konstant 3mA durch den Regler
fließen.
Bei der gleichförmigen Last bleibt diese Spannung überaus stabil.
Ich wüßte nicht, warum man an der Stelle ein anderes Bauteil einsetzen
sollte.
ArnoR schrieb:> Oft wird gesagt, dass ein schnellerer OPV auch die Regelgeschwindigkeit> erhöhen würde oder kleinere Ausgangskapazitäten oder beides erlaubt
Ich habe meine Schaltung simuliert.
Ausgangsspannung soll 5V, Strombegrenzung auf 4A. Ausgangkondensator
1µF. Lastwiderstand 1 Ohm.
Ich habe die OPV durch LT1014 ersetzt, das Resultat wie im Anhang.
Wie würdest du das Verhalten erklären?
juergen schrieb:> MaWin schrieb:
korrigieren, da ich als Gast nicht editieren kann.
>> Der LM377 ist übrigens zur ....
Pardon! Ich meinte natürlich 337.
Tany schrieb:> Wie würdest du das Verhalten erklären?
Gar nicht. Ich kenne deine Schaltung nicht.
Es gibt Schaltungen, die sich ganz anders verhalten als oben gezeigt.
Nur für die gezeigte Schaltung gilt meine Aussage.
Außerdem scheint bei dir außer dem Spannungsregler auch die
Stromregelung aktiv zu sein, das ist ein anderer Fall. Meine Beispiele
oben zeigen nur den nackten Spannungsregler.
ArnoR schrieb:> Es gibt Schaltungen, die sich ganz anders verhalten als oben gezeigt.> Nur für die gezeigte Schaltung gilt meine Aussage.
Ah, OK
Ich sehe auch grad, das ck=1µF, also sehr langsame Gegenkopplung.
ArnoR schrieb:> Außerdem scheint bei dir außer dem Spannungsregler auch die> Stromregelung aktiv zu sein
Es ist auch der Sinn der Sache. Man will hier immer noch das schnelle
CV-CC Wechseln oder habe ich mich geirrt?
Tany schrieb:> Es ist auch der Sinn der Sache. Man will hier immer noch das schnelle> CV-CC Wechseln oder habe ich mich geirrt?
Das ist eine der Forderungen. Natürlich soll auch der Spannungsregler
allein (also ohne das die Schaltung in die Strombegrenzung geht) schnell
sein. Man kann nicht alles auf einmal abhandeln, sonst geht die
Übersicht ganz schnell verloren.
Tany schrieb:> Ein Wechselstrom von 1mA als Dynamik zu verkaufen ist ein bisschen zu> wenig.
Das spielt keine Rolle (siehe Bild nun mit 100mA statt 1mA, bis auf die
Farben und angepasste Skalierung sind die genau gleich, keine Ahnung wie
LTSpice die Farben vergibt), 1mA ist bloss der Messtrom der AC Analyse,
nicht die Belastung des Netzteils in dem Moment, das macht der Parameter
{X} mit dem Belastungswiderstand X. Wichtig ist bloss, daß der AC
Analyse Messstrom nicht so hoch ist, daß er an die Grenzen des Netzteils
stösst, und die Strombegrenzung bzw. die Verpolschutzdiode ansprechen
lässt, dann sind nämlich die Simulationen für'n Arsch. Da bin ich, nach
dem Tip 1A wäre gut weil leicht abzulesen, auch drauf reingefallen, und
habe daher die Tabellenwerte hier gepostet wie die Skalierung bei
anderen Strömen zu interpretieren ist. 1mA ist gut weil man dann auch
das Netzteil unter 2mA Belastung messen kann (Wert 5000 für param X).
ArnoR schrieb:> Man kann nicht alles auf einmal abhandeln, sonst geht die> Übersicht ganz schnell verloren.
Ich gestehe, damit (allgemein) keine Erfahrung zu haben, wie "so etwas
abläuft" in einem Forum. Allerdings fürchte ich stark, die Übersicht
ist_schon_dabei ... langsam, doch immer schneller, verloren zu gehen.
Und zwar, weil mittlerweile schon ein recht langer Thread besteht.
Welcher ständig wächst, und daher noch länger werden wird - viel
länger.
Wobei im Moment ein "Durcheinander" aus Ideen, Gedanken, Diskussion ...
zu verschiedensten "Teilgebieten" erörtert wird, das sich immer mehr
ineinander verflicht, aber von immer weniger Leuten ÜBERSCHAUT (werden)
wird. Komplett, meine ich.
Je länger völlig unstrukturiert vorgegangen wird, desto schwieriger,
später Struktur hinein zu bekommen - oder auch nur, irgend eine einzelne
Kurz-Thematik zu einem Teil-Teilgebiet... zu extrahieren.
Nur eine Befürchtung. Wie gesagt, von einem "Ahnungslosen".
Ich als "Nicht-Multitasker" sowie "Selbst-schon-Unordnung-im-Kopf-haber"
hätte, würde ich darüber bestimmen, wohl sogar völlig übertrieben:
Zusätzlich zu diesem Thread (chronologisch beliebig versetzt, um den
Anforderungen gerecht zu werden) mehrere Threads zu einzelnen
Themengebieten
(wobei dann welche dabei wären / sein könnten, die manche eben nicht
interessieren (z.B. µC, SMPS-Vorregler, ... ---> für jenes / ein LNG,
wohlgemerkt) - diese könnten von diesen ohne Probleme "gemieden"
werden),
und noch etwas später dann ein WIKI, mit einer Haupt- und mehreren
Unterseiten. Ebenfalls wie bei Wikipedia: Dazu noch eine "Spielwiese"
pro Themengebiet/Unterseite, so daß kein "Ballast" im Wiki landet.
Allerdings nicht von einem / wenigen Moderator/en bestimmt, sondern von
der Mehrheit der jeweiligen Teil-Thread-Verfasser.
Aber das sind auch wieder "Schäume", oder? Zumindest befürchte ich
mangelndes Interesse an diesem Konzept. Bis jetzt konnte ich noch in
keinster Weise was beitragen. :(
ArnoR schrieb:> In den Bildern 1d bis 1g
OT: Arno, was für eine SW benutzt du für das erstellen der Schaltbilder
(Simulation)? Ich finde, die sehen gut aus, augenfreundlich ;)
LTSpice hingegen nicht so. Ist zwar völlig unwichtig für die Simulation
aber das Auge ißt bekanntlich ja mit ;)
Ich befürchte, daß ein hochinteressantes Thema sprichwörtlich
zerdiskutiert wird. Selbst kann ich die einzelnen Zusammenhänge in
keinster Weise irgend einen Schaltungsentwurf? zuordnen.
Es sind doch schon Schaltungen/Schaltungsentwürfe vorhanden und da
konnte man doch aufbauern, verbessern, weiterentwickeln -
Diese Forenplattform hat excellente Fachleute an Bord und da sollte es
doch möglich sein, daß man sich auf ein Grundkonzept einigt und da
weiterstrickt.
MfG
Eppelein
MaWin schrieb:> Dieselbe Idee hatte ich auch untersucht, sie funktioniert nicht, beide> FETs sind nicht gleichwertig.>> Zudem misst dein Sannungs-OpAmp den Spannungsabfall am shunt mit,>> und der Stromregler besteht aus 2 OpAmps in Reihe, ist also> unnötigereeise langsamer.
Nee, nicht ganz so.
Also das Bezugspotential für den Spannungsregler ist AGND und nicht
"MINUSRAIL".
Und die Referenz baut auch auf AGND auf. Beide Potis liefern
Steuerspannungen, die ebenfalls auf AGND aufbauen. Und beide
eigentlichen Regler (U3A für U und U3B für I) haben auch nix mit
"MINUSRAIL" zu tun. Von da her mißt der Spannungsregler den Strom nicht
mit. Laß dich von R21 und R23 nicht verwirren, die sind nur Runterzieher
und für den Fall da, daß an den Buchsen mal kein Poti dran ist.
Bei den Instrumentenanschlüssen sieht das anders aus.
Der Strom-"Anzeiger" addiert die Ausgangsspannung von U2A als auch den
Abfall über R3..5 ä aber das ist OK.
Der Spannungs-"Anzeiger" könnte exakt arbeiten, wenn er E- und E+ hat.
Dann bestückt man R31B. Bei einem billigen China-Ding mit nur 3
Eingängen bleibt einem aber - wie du ja gesehen hast - nur das
Mitanzeigen des Stromes übrig.
Tja, was die zwei hintereinandergeschalteten OpV's für den Strom
betrifft, da hab ich meine Schwierigkeit darin, bei nur einem OpV die
Sollwertvorgabe mit der von der Spannungseinstellung auf gleiche Basis
zu stellen. Hier haben ja ne Menge von Leuten gerufen, daß sie U und I
aus ihrem Arduino oder so ähnlich vorgeben wollen - und da muß dann
schon beides auf gleichem GND stehen. Das war der tiefere Grund.
Und die Sache mit der Nichtgleichwertigkeit der Fet's läuft darauf
hinaus, ob die genügend große Ugs in beiden Richtungen vertragen.
Wenn U regelt, ist der untere mit seinem Gate an +9V und damit ist er
voll durchgesteuert und stellt nur noch einen kleinen Rdson dar. Er wird
damit also vom oberen durch die Gegend geschwenkt, bleibt aber immer
durchgeschaltet.
Wenn I regelt, dann klebt der obere mit seinem Gate auf +9V und bleibt
aktiv, da der untere ihn ja nur mit variablem Sourcestrom versorgt, den
er dann zwangsweise an VT1 liefert. R16 ist nur der übliche Angsthase,
der für ein sauberes Totalabschalten von VT1 im Bedarfsfall sorgen soll.
Bei der I-Regelung sind also beide Fet's im aktiven Bereich.
Ach ja, im Prinzip können die Fet's auch getauscht werden.
Ich komme bloß derzeit nicht zum weiteren Untersuchen dieser
Schaltungsidee - keine Zeit, das Jahr endet bald und plötzlich haben
noch alle möglichen Kunden noch was zum schnellen Verbraten in ihrem
Etat.
Aber vielleicht kann da mal ein anderer nachschauen.
W.S.
ArnoR schrieb:> Im Bild 1h ist im Unterschied zu Bild 1g ein idealer OPV mit unendlicher> Bandbreite, Ausgangswiderstand 0, usw.
Jaja. ich habe rein gefühlsmäßig (ohne es simuliert zu haben) den
Eindruck, daß es es Designfehler ist, den Kondensator (1uF) vom Ausgang
direkt zum Eingang zu schalten. Setze zu diesem C doch bitte mal einen
Widerstand in Reihe, ich würde hier probehalber mal mit 47 Ohm anfangen,
und mach deine Simulation nochmal. Ich wäre auf das Ergebnis gespannt.
W.S.
@Michael Bertrandt:
Die Größe der AC Amplitude muss man in der Simulation nicht anpassen.
Das verwirrt nur. Der Parameter wird eigentlich nur wichtig, wenn man
mehr als 1 Quelle hat. Man muss auch nicht sine für die Ausgangsform
einstellen.
Die AC Simulation inventarisiert das Modell und nutzt die Amplitude nur
zur Skalierung. D.h. außer der Skalierung ändert sich nichts. Die
Wellenfrom gilt nur für die Transisenten Simulation genutzt die
AC-Simulation nutzt den Strom am Anfang für den Arbeitspunkt.
Bei der Geschwindigkeit für den OP muss man unterscheiden wie die
Endstufe des Reglers aussieht:
Die Variante mit Emitterfolger hat auch noch dann einen niedrigen
Ausgangswiderstand, wenn der OP quasi DC ausgibt. Entsprechend kann die
Auslegung des Frequenzganges recht einfach, wie von Arno erklärt
erfolgen.
Voraussetzung ist allerdings dass der Ausgangswiderstand der Endstufe
niedrig genug ist, und das auch bei kleinen Strömen. Bei wirklich hohen
Frequenzen wird allerdings der Ausgangswiderstand des Emitterfolgers
auch Induktiv und da braucht man doch einen passenden Kondensator (mit
ESR) am Ausgang, der allerdings vergleichsweise klein ausfallen darf.
Für die Größe ist eher die Geschindigkeit der Transistorstufe relevant,
ggf. aber auch der Übergang CC-CV.
Die fliegende Low Drop Variante gibt bei der Ausgangsstufe den Strom
vor. Da wird der Ausgangswiderstand hochohmig, wenn der Regler an die
Grenzen der Bandbreite kommt. Entsprechend muss in dem Fall der Regler
einiges schneller ausgelegt werden. Am oberen Ende übernimmt dann der
Ausgangskondensator mit seinem ESR. D.h. hier hängen die Geschwindigkeit
der Regelung und die Größe des Ausgangskondensators zusammen. Wenn man
es wirklich schnell und mit kleinem Kondensator haben will reicht da ein
LM358 ggf. nicht mehr. Bei nicht so hohen Ansprüchen reicht aber auch
ein eher langsamer OP noch. Bei einer schnellen Auslegung werden dann
langsam auch parasitäre (etwa die Induktivität des Shunts) Effekte
störend.
In der einfachen Form ist die Low drop Variante empfindlich auf große
low ESR Kondensatoren am Ausgang - der Ausgangswiderstand der Endstufe
als stabilisierendes Element fehlt hat, und der ESR des
Ausgangskondensators wirkt nicht sehr weit zu niedrigen Frequenzen. Um
die Toleranz gegen Kapazitäten zu verbessern kann man eine zusätzliche
Stufe einfügen (im Plan von Michael Bertrandt macht das C4). Dies führt
dann zu einer Sprungantwort mit 1 Zeitkonstanten: einem meist sehr
schnellen Teil und einem eher langsamen. Mit der extra "Stufe" wird die
Auslegung dann schon einiges komplizierter.
Bei der Auslegung des Stromregelung braucht dann ggf. die Variante mit
Emitterfolger den schnelleren OP. Die Geschwindigkeit mit der die
Spannung reduziert werden kann ist ggf. durch die slew rate begrenzt -
da wäre etwas schneller als der LM358 schon hilfreich. Es hängt aber
auch von der Art der Schaltung ab.
Tany schrieb:> ArnoR schrieb:>> Oft wird gesagt, dass ein schnellerer OPV auch die Regelgeschwindigkeit>> erhöhen würde oder kleinere Ausgangskapazitäten oder beides erlaubt>> Ich habe meine Schaltung simuliert.> Ausgangsspannung soll 5V, Strombegrenzung auf 4A. Ausgangkondensator> 1µF. Lastwiderstand 1 Ohm.> Ich habe die OPV durch LT1014 ersetzt, das Resultat wie im Anhang.>> Wie würdest du das Verhalten erklären?
Ist das Verhalten auch in der Realität zu beobachten? Dann fände ich es
recht schlecht, dass beim Abschalten der Last die Ausgangsspannung
erstmal Vollgas gibt und es einige ms braucht bis die Sollspannung
erreicht ist. Das liegt auf jeden Fall nicht am 1uF Ausgangskondensator.
Hier bräuchte man, wie Arno schon sagte, mal den gesamten Schaltplan um
das genauer bewerten zu können.
W.S. schrieb:> Jaja. ich habe rein gefühlsmäßig (ohne es simuliert zu haben) den> Eindruck, daß es es Designfehler ist
Jaja.
W.S. schrieb:> Setze zu diesem C doch bitte mal einen Widerstand in Reihe
Warum? Das ergibt natürlich ein anderes Verhalten.
Man kann die Simulation aller gezeigten Bilder (1d...1g) mit idealem OPV
wiederholen, es gibt (außer in der Nähe der ft des LM358) keinen
Unterschied zum LM358.
ArnoR schrieb:> Man kann die Simulation aller gezeigten Bilder (1d...1g) mit idealem OPV> wiederholen, es gibt (außer in der Nähe der ft des LM358) keinen> Unterschied zum LM358.
Alles andere wäre auch Erschreckend da sonst alle Annahmen über den
realen OPV nicht zutreffen würde. Da hätten wir dann aber Probleme, mein
lieber Scholli
ArnoR schrieb:> Gar nicht. Ich kenne deine Schaltung nicht.
OK, ich nehme mal eine Schaltung von Lurchi:
Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"
Die OPVs wurden nicht sehr stark gebremst, also mußten sie noch fast
volle Bandbreite haben.
mit 470nF am Ausgang und 2A Belastung sieht es wie im Anhang aus.
Lurchi schrieb:> Die Größe der AC Amplitude muss man in der Simulation nicht anpassen.
Aha, ok.
Lurchi schrieb:> Die fliegende Low Drop Variante gibt bei der Ausgangsstufe den Strom> vor. Da wird der Ausgangswiderstand hochohmig, wenn der Regler an die> Grenzen der Bandbreite kommt. Entsprechend muss in dem Fall der Regler> einiges schneller ausgelegt werden. Am oberen Ende übernimmt dann der> Ausgangskondensator mit seinem ESR.
D.h. man sollte im Bild hivolt.gif die Spitze der durchgezogenen roten
Linie möglichst weit nach unten holen, auf die Höhe mit der sie rechts
aus dem Bild läuft ? Ja, man kann da noch was machen, Bild hivolt3.gif
Die Bilder stammen von dem floating LM393 Regler mit MJL3281A diesmal
als 250V/250mA Regler. Ich finde die Daten schon ok: Anstieg von 100 auf
200V in 100us, Ausregeln von Überstrom bei 0.2A (grüne Linie) in 500us,
mit (nicht abgebildet) Überschwingern von bloss 1mA (1%).
Arnos Betrachtungen sind im AC Modus und damit für kleine Signale
gültig. Bei großen Sprüngen kann ein Teil des Reglers in die Begrenzung
kommen (z.B. Slow rate limit, Strom gegen 0) und so zusätzliche Effekte
verursachen. Auch der Übergang zwischen CC und CV modus ist so eine
nichtlineare Sache.
Ein gutes Verhalten für den Kleinsignalfall ist aber erst einmal die
Grundlage. D.h. die Reihenfolge ist oft sich erst einmal die Spannungs-
und Stromregelung getrennt anzusehen und erst dann den Übergang und
große Sprünge zu betrachten. Das geht dann ggf. nur in der Transienten
Simulation.
Für die Optimierung der Nichtlinearen Teile kommen dann ggf. Dioden dazu
oder das Feedback wandert ggf. hinter die Dioden, statt direkt am
Ausgang des OPs.
Und, weil wir gerade dabei sind, ein uA723 Regler mit Sziklai-Pair.
Der braucht einen 100 mal grösseren Ausgangselko, regelt somit nicht von
1kHz bis 1MHz sondern nur von 10Hz bis 10kHz, und kommt nicht klar mit
Ausgangselkos unter 1 Ohm ESR. Falls das jemand verbessern will sind die
DSimulationsdateien anbei.
@ Michael Bertrandt
Der Regler mit dem LM393 ist ziemliche Glückssache. Dort geht das
schlecht definierte HF verhalten des LM393 ein. Von der Tendenz ist die
Auslegung zu schnell um gut reproduzierbar zu sein. Wenn es real so
funktioniert wäre das Verhalten ggf. gut, die Wahrscheinlichkeit ist
aber mit dem LM393 klein.
In der Simulation kommt man ggf. in die Versuchung mit den Kondensatoren
die HF Eigenschaften zu sehr zu optimieren um den Regler besonders
schnell zu machen. Das geht ggf. indem man die ungewollten
Phasenverschiebungen teilweise durch genau dazu passende Werte
ausgleicht. Man sollte die Bezeichnung Kompensation nicht zu wörtlich
nehmen. So bekommt man ggf. eine Simulation die sehr gut funktioniert,
aber real dann oft nicht geht, weil zusätzliche parasitäre Effekte dazu
kommen und die realen Teile minimal anders sind.
Im wesentlichen will man dass die Ausgangsimpedanz nicht zu hoch wird,
und im Übergangsbereich zum Kondensator sollte kein Ausgeprägte Resonanz
sein. Das grobe Verhalten ist eigentlich immer gleich: sehr kleine
Impedanz bei DC, dann ein Anstieg mit der Frequenz. Bei hohen Frequenzen
bestimmen der oder die Kondensatoren am Ausgang das Verhalten. Die
kleinen Unterschiede liegen im Übergangsbereich. Gut wäre hier ein
Übergang mit einem Ohmschen Verhalten auf niedrigem Niveau (z.B. 1 Ohm
oder weniger).
Der wesentliche Teil für einen Regler ist auch nicht die Geschwindigkeit
mit der der Regler einem neuen Sollwert folgen kann, sondern wie schnell
externe Störungen (Sprünge im Strom) ausgeregelt werden können. Das
verhalten kann ähnlich sein, muss es aber im Detail nicht sein. Das
trifft auch für einige von Arno's Simulationen zu.
Für nur die Endstufe macht es schon Sinn, als erstes zu testen wie die
sich bei ändernden Stellwerten verhält.
Das sollte schon zu schaffen sein, @malsehen.
Angenommener Extremfall: Sogar ein relativ schnell regelndes
Netzteil-Design, und sogar mit Skalierungs-Möglichkeit hin zu relativ
(!) hoher U(out) und auch I(out), ließe sich recht nachbausicher
gestalten.
Wenn man durch kluge Leiterbahnführung und Platzierung des/der
Leistungs-Transistor/s/en auf der Platine - also nahe am Regler - für
möglichst kleine (und so bei jedem Nach-Bauer dieses Designs praktisch
identische ...) Parasiten sorgte, sollte das gehen.
Nur muß dann halt das erarbeitete (+ geprüfte) Layout auch von "Kandidat
X" zwingend benutzt werden (und auch die Parameter der Bauteile halbwegs
passen - nix da mit "egal - halt irgend etwas aus der Kiste"!), wenn er
denn jenes dynamische Design will.
Nachbausicher kann man ganz unterschiedlich definieren, verstehen,
meinen. (Und auch ermöglichen, indemman für potentielle Schwierigkeiten
vorsorgt, und "Umwege" bereitstellt.)
Das Ergebnis muß auch nicht automatisch schlecht(er) sein, nur weil man
es nachbausicher hinbekommen wollte. Kluge Köpfe haben kluge Ideen, und
solche sind hier durchaus am Start.
Also keine Bange, @malsehen. Deine (Vor-)Freude paßt schon. ;-)
dfg schrieb:> Sogar ein relativ schnell regelndes> Netzteil-Design, und sogar mit Skalierungs-Möglichkeit hin zu relativ> (!) hoher U(out) und auch I(out), ließe sich recht nachbausicher> gestalten.
Das ist schön, just do it.
Tany schrieb:> Was der Meister früher bemängelt hat, habe ich längst umgesetzt, fiel> mir grad ein. ;-)
Wieder so ein Netzteil, daß den Spannungsabfall am shunt bei der
Ausgangsspannung mitmisst.
Aber: Mit LM339. Der Komparator kommt mir bekannt vor.
Michael B. schrieb:>> Sogar ein relativ schnell regelndes>> Netzteil-Design, und sogar mit Skalierungs-Möglichkeit hin zu relativ>> (!) hoher U(out) und auch I(out), ließe sich recht nachbausicher>> gestalten.>> Das ist schön, just do it.
Ob, und wann genau, es dazu kommt, kann ich nicht sagen. Und das habe
ich auch nicht behauptet. Dein saloppes "just do it" soll wohl bedeuten,
das sei nahezu unmöglich. Ich glaube aber, das ist es nicht. Na, von mir
aus bin ich halt auch mal blauäugig. Ich werde weiterhin darauf hoffen.
Wenn man die Ansprüche nicht so hoch anlegt kommt man mit der Form als
Emitterfolger und einem langsamen Regler dazu auch schon sehr weit. Die
Variante ist zum einen einfach zu verstehen und dadurch auch gut zu
skalieren, bzw. an die Lastkapazität anzupassen.
Weil die Spannungsregelung allerdings langsam ist, muss man beim
Übergang zur Stromregelung allerdings etwas aufpassen, dass es dann
nicht nach einem Kurzschluss keinen massiven Überschwinger gibt. Das
sollte aber gehen.
Der LM393 oder als 4-fach Version LM339 sind Komparatoren. Für eine
zuverlässige analoge Funktion sind die nicht geeignet. Die Modelle sind
bei den vielen Herstellern auch nicht aussagekräftig - d.h. auch die
Simulation ist nichtssagend. Die Punkte wo den LM393 nutzen könnte wäre
zur Anzeige ob Strom oder Spannungsregelung aktiv ist, oder für ein
Umschalten der Trafoabgriffe.
dfg schrieb:> Ich werde weiterhin darauf hoffen.
Da scheinst du hier in reichlich Gesellschaft zu sein.
Anfangs dachte ich noch, die gezeigten Schaltungen wären ein Witz. Aber
inzwischen weiß ich, daß sie es einfach nicht besser können, offenbar
zeitlebens nur fertige Schaltpläne abgekupfert oder Module
zusammengesteckt haben.
Anders ist einfach nicht zu erklären, daß fast alle Pläne locker aus den
70er Jahren stammen könnten. Und das soll dann zuverlässig und leicht
nachbaubar sein. Das genaue Gegenteil ist der Fall.
Niemand macht auch nur den Versuch, an trippel-Darlington, uA723 und
BE-Strecken als Referenz etwas zu ändern. Dann kehrt bitte lieber wieder
zu euren LM324 zurück, das war immerhin erst in den 80ern Standard.
Und kommt bloß nicht auf die Idee, nach modernen Bauteilen Ausschau zu
halten! Sowas ist einfach nie gut, ausschließlich was für die Industrie!
Labornetzteile verlangen althergebrachter Technik, geeignete Bauteile
erkennt man leicht daran, daß es nur noch abkopierte Seiten als
Datenblätter gibt.
So, und nun einfach weitermachen... Die nächste unangenehme Kritik dann
wieder, sobald auch noch die Germanium-Schwelle unterschritten wird.
Also voraussichtlich schon nächste Woche.
Der Dreckige Dan schrieb:> So, und nun einfach weitermachen... Die nächste unangenehme Kritik dann> wieder, sobald auch noch die Germanium-Schwelle unterschritten wird.> Also voraussichtlich schon nächste Woche.
Bring uns doch mit deinem eigenen Schaltungsvorschlag auf den deiner
Meinung nach richtigen Weg. Es wäre doch so leicht für dich, uns den
Zahn mit LM324 und Co zu ziehen wenn du doch nur den Mut hättest, dich
bzw. deinen Schaltungsvorschlag unserer Kritik auszusetzen. Aber das
scheint generell das Problem der modernen Schaltungen und Bauteile zu
sein bzgl. LNG: Die sind alle anscheinend nicht kritikfähig weshalb sie
sich hier nicht blicken lassen.
Der Dreckige Dan schrieb:> Die nächste unangenehme Kritik dann> wieder, sobald auch noch die Germanium-Schwelle unterschritten wird.
Hiermit biete ich meine Vorräte an Kleinsignal-Germaniums für beliebige
Einsätze im LNG, und die AD150 etc. allen Interessierten als PNP für
eine Sziklai-Endstufe an. Sind schon einige da.
Nur, damit Du sofort zurückkommst. Ohne Dich geht gar nix.
M. K. schrieb:> unserer Kritik auszusetzen
Auf diese Art Kritik kann ich verzichten. Dazu müsstet ihr erstmal in
Ansätzen ein modernes Netzteil bauen WOLLEN und teilweise auch können.
Kann man hier wirklich nicht erkennen, das wird jeder mit nur etwas
Ahnung bestätigen.
M. K. schrieb:> Bring uns doch mit deinem eigenen Schaltungsvorschlag
Damit ihr den abkopiert und es am Ende eh besser konntet? Nein, danke,
ich bin doch keine 20 mehr...
dfg schrieb:> Dein saloppes "just do it" soll wohl bedeuten, das sei nahezu unmöglich.
Nein, es bedeutet, Reden und Fordern können viele, Machen dann aber
wenige.
Ich versteh das ganz generell nicht. Es handelt sich hier um ein Hobby.
Nehmen wir mal als Vergleichshobby: Billard. Dort wird jeder versuchen,
einer der Besten zu sein. Und das erreicht man mit Können, aber auch mit
dem besten Equipment, auf einem geeigneten Tisch usw..
Warum hier nicht? Auf das Billardspielen übertragen wehrt ihr euch
vehement gegen moderne Queues, spielt auf hundert Jahre alten Tischen
und lasst nicht von total abegnuddelten Kugeln ab. Können kann so auch
gar nicht erst entstehen, weil selbst bei absolut gleichem Stoß jede
Kugel woandershin rollt...
Kurioserweise spielt diesmal nicht mal das Geld eine Rolle, denn die
drei modernen Teile bekommt man nun wirklich noch im einstelligen
Bereich.
Der Dreckige Dan schrieb:> Damit ihr den abkopiert und es am Ende eh besser konntet? Nein, danke,> ich bin doch keine 20 mehr...
Da ist ja eigentlich kaum notwendig. Seit den 70er Jahren hat sich in
der Architektur der linearen LNGs außer einigen moderneren Halbleitern
nicht mehr viel im Prinzip geändert. Nur die Art der Bedienung durch uC
hat sich total gewandelt. Auch Keysight und Co. hält an ihren
etablierten Grund Konzepten ihrer Regler fest. Auch bei den Anderen
europäischen Herstellern ist das der Fall. Die etablierten Architekturen
funktionieren und sind billig und zuverlässig.
Als Hobbyist ist es keine Schande Bewährtes von der Industrie zu
adoptieren. Wer selber was Neues von Grund auf entwickeln will muss dann
eben den entsprechenden Aufwand treiben.
Interessanterweise ist mir im Augenblick kein Hersteller bekannt, der
z.B. ein LNG auf DSP Basis verkauft. Man sieht zwar Ansätze in den App
Notes einiger Halbleiterhersteller. Kommerziell hat sich aber dieser Weg
scheinbar noch nicht gelohnt. Abgesehen davon zahlt sich wahrscheinlich
deren Entwicklung wegen des großen Zeitaufwands für ein Einzelstück
nicht wirklich aus, es sei denn man hat technisches Interesse und
Motivation an der Materie.
Ganz im Ernst, es wäre edukativ trotz Deiner Einstellung Näheres von
Deinem Ansatz zu hören. Zumindest eine kurze Erläuterung des Konzeptes
wäre nett.
Der Dreckige Dan schrieb:> Auf diese Art Kritik kann ich verzichten. Dazu müsstet ihr erstmal in> Ansätzen ein modernes Netzteil bauen WOLLEN und teilweise auch können.> Kann man hier wirklich nicht erkennen, das wird jeder mit nur etwas> Ahnung bestätigen.
Wir würden ja gerne was besseres bauen wollen, das beste, was uns bisher
eingafllen ist, wurde bereits vorgestellt. Jetzt kommen aber User wie du
die meinen unsere Konzepte seien doch von Vorgestern (was ja auch so
ist) und das könne man viel besser machen. Auf die Nachfrage jedoch, wie
es besser geht, kommt schlicht und ergreifend leider nichts mehr. Daher
drängt sich der Verdacht auf, dass User wie du gar kein besseres Konzept
habt. Was ihr auf jeden Fall nicht habt: Verständnis wie ein Forum wie
dieses hier funktioniert. Denn das ist nicht dazu da, Wissen geheim
zuhalten sondern es zu teilen, ganz göeich wie gut oder schlecht es ist.
Im Idealfall profitieren ja alle Forennutzer davon. Von einem geheim
gehaltenen Wissen profitiert niemand: Wir werden weiterhin über die
veralteten Konzepte diskutieren und Nutzer wie du werden sich weiterhin
über die veralteten Konzepte aufregen.
Der Dreckige Dan schrieb:> arum hier nicht? Auf das Billardspielen übertragen wehrt ihr euch> vehement gegen moderne Queues, spielt auf hundert Jahre alten Tischen> und lasst nicht von total abegnuddelten Kugeln ab. Können kann so auch> gar nicht erst entstehen, weil selbst bei absolut gleichem Stoß jede> Kugel woandershin rollt...
Naja, die modernen Queues und Tische hält auch niemand geheim, ganz im
Gegensatz zu den modernen LNG Konzepten ;)
MaWin schrieb:> juergen schrieb:>> Hatte ich auch mal verbaut! Was soll das bringen? Der kostet 6 Euro,>> Jetzt wird's aber peinlich oder dreist...
Was sind denn das für Umgangsformen???
> In der Praxis ist es noch schlimmer, ein 30V~ Trafo wie vorgesehen> Die Auslegung ist gemeingefährlich und sicher nicht als Nachbauvorschlag> geeignet...
Was soll man da noch sagen? Die Schaltung muß runtergemacht werden, mit
allen Mitteln!!!
>> Das brauche ich nicht mutmassen, das belegt die Simulation, die du ja> ablehnst. Also mach es, probiere es aus, klemm den Ausgang des LM337 (in> deinem Schaltplan fehlerhafterweise als LM377 gekennzeichnet) auf Masse> (0V) wie das bei kurzgeschlossenem Elko passieren würde und bei jedem> Einschalten passiert wenn die Hauptspannung schneller steigt als die> Hilfsspannung, und schau dir den Ausgang an.>
Die Spannung läuft nicht hoch, nicht am LNG 3A!
Weder bei 0V noch bei höherer Spannungsvoreinstellung läuft die Spannung
hoch.
Der Zeiger bleibt beim Ausschalten bei Null wie festgenagelt stehen.
Evtl. kann durch Induktionsspannung vom Netztrafo ein winziger piek
(0,1V) durchkommen.
Ich zitiere den Autor der originalen Schaltung "Neues vom alten 723" von
1985:
"Nach dem Abschalten der Netzspannung sinkt die negative Hilfsspannung
langsamer als die positive Ausgangsspannung, so daß letztere nicht
"hochlaufen" kann."
Was ist daran so schwer zu verstehen? Selbst wenn die Spannung
hochliefe, ließe sich das leicht durch entsprechende Außenbeschaltung
verhindern.
Aber darauf kommt es dir ja gar nicht an. Dir geht es nur darum, die
Schaltung niedermachen.
Du hast zu viel simuliert! Deine Interpretationen sind fehlerhaft.
Greif besser mal zum Lötkolben! Frag Gerhard! Der wird dir helfen.
Gerhard O. schrieb:> Da ist ja eigentlich kaum notwendig. Seit den 70er Jahren hat sich in> der Architektur der linearen LNGs außer einigen moderneren Halbleitern> nicht mehr viel im Prinzip geändert.
Daher entwirft man auch keine Audioverstärker mehr (ein Audioverstärker
ist genau dasselbe wie ein Spannungsregler, nur dass bei ihm die
Spannung von der Eingangsspannung abhängt statt von einer Referenz),
sondern nutzt die Geräte aus den 1970gern... oh Mann, wirf Hirn.
Dabei ist die Liste lang, was selbst bei Labornetzteilen von
Markennamenherstellern schief läuft, z.B. Spannungsspitzen beim ein- und
ausschalten.
Aktuell sind prozessorfernbedienbare Netzteile selbst im Billigsegment
angekommen, per LabView als Arbiträrgenerator verwendbar, per USB zur
Protokollierung z.B. des Akkuladeverlaufs, und Schaltnetzteile werden
beherrscht. Leistungen gehen in den Kilowattbereich.
Aber klar muss man seit den 70gern nichts mehr tun... wenn man komplett
verwesen will. Die Chinesen werden schon nachdenken, für die haben die
70ger unter Mao stattgefunden, die stecken nicht im Altertum fest.
juergen schrieb:> Die Spannung läuft nicht hoch> Ich zitiere> "Nach dem Abschalten der Netzspannung sinkt die negative Hilfsspannung> langsamer als die positive Ausgangsspannung, so daß letztere nicht> "hochlaufen" kann."
Jeder Laie sieht an dem Satz, daß die Spannung hochlaufen wird, wenn die
negative Hilfsspannung fehlt. Welche Spannung beispielsweise beim
Einschalten als erste hochläuft, ist nicht definiert, hängt von der
Weichheit des Trafos ab, und du hast ja auf 2 Trafos umgestellt.
> Was ist daran so schwer zu verstehen? Selbst wenn die Spannung> hochliefe, ließe sich das leicht durch entsprechende Außenbeschaltung> verhindern.
Na dann ist ja gut, willst du das bei jedem anstöpseln einer eventuell
empfindlichen Schaltung (rPi..) auch dranbauen ?
> Aber darauf kommt es dir ja gar nicht an. Dir geht es nur darum, die> Schaltung niedermachen.
Bei ICs, die als Datenblatt maximum rating 40V haben, aber mit 46.5 bis
57V bombardiert werden, ist das nötig. Dein Problem ist, daß du die
Defizite nicht erkennst und Fanboy bist. Gehirn ausgeschaltet.
Hättest du dein Gehirn eingschaltet würdest du erkennen, daß als Trafo
nicht 30V sondern nur 20V möglich sind, daß damit die Ausgangsspannung
nur noch bis 15V reicht, daß man einen Schutz einbaut der bei noch nicht
anliegender negativer Hilfsspannung den Regler runterzwingt, und
allgemein: Dass ein uA723 nicht mehr zeitgemäss ist weil er nie als
Labornetzteilschaltkreis gedacht war, sondern nur als aufwändiger
LM317/LM7805 mit fester nicht genau definierter Strombegrenzung.
Michael B. schrieb:> juergen schrieb:>> Die Spannung läuft nicht hoch>> Ich zitiere>> "Nach dem Abschalten der Netzspannung sinkt die negative Hilfsspannung>> langsamer als die positive Ausgangsspannung, so daß letztere nicht>> "hochlaufen" kann.">> Jeder Laie sieht an dem Satz, daß die Spannung hochlaufen wird, wenn die> negative Hilfsspannung fehlt. Welche Spannung beispielsweise beim> Einschalten als erste hochläuft, ist nicht definiert, hängt von der> Weichheit des Trafos ab, und du hast ja auf 2 Trafos umgestellt.
Du und MaVin seid dicke Freunde? Für mich ist hier jetzt Schluß.
Hallo,
Michael B. schrieb:> Daher entwirft man auch keine Audioverstärker mehr (ein Audioverstärker> ist genau dasselbe wie ein Spannungsregler, nur dass bei ihm die> Spannung von der Eingangsspannung abhängt statt von einer Referenz),> sondern nutzt die Geräte aus den 1970gern... oh Mann, wirf Hirn.
Naja, stimmt ja auch. Das was in den letzten Jahren im Bereich der
Audioverstärker neu entwickelt wurde sind digitale Endstufen und die
sind ja dann eher mit den von Gerhard angesprochenen LNGs auf DSP Basis
vergleichbar.
Vergleicht man dann noch digitale und analoge Konzepte in Bezug auf ihre
Nachbausicherheit und Nachbaumachbarkeit (den das war ja eines der
erklärten Ziele zu Anfang dieser Diskussion), bleibt eigentlich für ein
LNG (oder einen Analogverstärker) nur die analoge Variante übrig.
> Aktuell sind prozessorfernbedienbare Netzteile selbst im Billigsegment> angekommen, per LabView als Arbiträrgenerator verwendbar, per USB zur> Protokollierung z.B. des Akkuladeverlaufs, und Schaltnetzteile werden> beherrscht. Leistungen gehen in den Kilowattbereich.
Und was hat jetzt die Bedienlogik/Bedienoberfläche des LNGs mit dem
Reglerkonzept des LNGs zu tun?
> Aber klar muss man seit den 70gern nichts mehr tun... wenn man komplett> verwesen will.
Und wo sind jetzt die ultramodernen Konzepte, die uns zeigen wie man
LNGs in den 2010er-Jahren baut?
rhf
Roland F. schrieb:> Und wo sind jetzt die ultramodernen Konzepte, die uns zeigen wie man> LNGs in den 2010er-Jahren baut?
Bisher nicht vorhanden. Zumindest was die linear geregelten LNGs
betrifft um die es hier geht. Klar, man kann natürlich auch LNGs auf
Schaltreglerbasis aufbauen, das ist sicher auch recht interessant aber
die Nachbausicherheit wird dann schon etwas leiden.
Und zum Vergleich Audioendstufe: Ja, da haben sich die Konzepte im
Prinzip auch schon seit Jahren nicht mehr geändert. Geändert hat sich
lediglich die Qualität der Bauteile aber die Grundkonzepte sind doch
auch hier nix neues mehr.
Soweit ich es verstanden habe gibt es neue LNGs wo die Regelung von
einen FPGA unterstützt wird. Das ist aber für den Eigenbau reichlich
anspruchsvoll. Das ist dann auch eine ganz andere Preisklasse als die
meisten hier planen. Von Hand löten ist bei BGAs auch nicht so spaßig.
Bei den linearen Schaltungen LNG Schaltungen hat sich nicht so viel
getan. So wie es Aussieht nutzen viele der kommerziellen Geräte den
fliegende LDO Regler. Der hat für die Steuerung und Anzeige per µC auch
gewisse Vorteile. Für ein einfaches Netzteil ist es aber etwas Störend,
dass man die 2. getrennte Versorgung braucht. D.h. in der Regel einen 2.
Trafo oder ersatzweise einen DC/DC Konverter. Die einfachen LNGs nutzen
z.B. Korad3005 usw. nutzen dabei zum Teil die ganze primitive Schaltung
ohne extra Maßnahmen für Spezialfälle wie das einschalten. Da könnte man
tatsächlich eine bessere Schaltung hinbekommen - darf sich dann aber
nicht beschweren wenn man 3 kleine Transistoren oder Dioden mehr
benötigt als die Chinesen.
Insbesondere das Problem mit einem Hochlaufen, weil die Hilfsspannung
noch nicht da ist, ist vermeidbar.
Für ein LNG mit kleinerer Spannung (bis etwa 25 V) kann man aber auch
das andere Konzept mit Endstufe als Emitterfolger und ohne fliegende
Hilfsspannung nutzen. Die Schaltung ist etwas einfacher und vor allem
die Auslegung ist weniger kritisch. Da darf man dann vermutlich auch den
Transistor mit 1 m losem Kabel anschließen und man hat trotzdem eine
gute Performance. Bei der Spannungsregelung gut und bei der
Stromregelung ggf. etwas langsam, aber dafür auch mit kleinem
Kondensator am Ausgang. Die langsame Stromregelung ist in Grenzen mit
einem extra Kondensator am Ausgang vergleichbar. In der Summe ist man
dabei immer noch gut.
Man sollte von einem einfachen Netzteil auch nicht erwarten, dass es
wesentlich besser ist als die kommerziell erhältlichen. Die groben
Macken kann man aber vermeiden. Vielfach werden hier einfach
übertriebene Forderungen (z.B. extrem kleiner Kondensator am Ausgang)
gestellt.
Eine Eigenbauschaltung, die zufällig noch nicht beim Schwingen erwischt
wurde ist dabei auch kein Maßstab - das kann für ein Einzelstück gut
gehen, ist aber bei hoher Regelgeschwindigkeit nicht unbedingt zu
reproduzieren. Ich hätte da schon die Anforderung, dass es in der
Simulation funktioniert und auch nicht so empfindlich auf Toleranzen ist
und auch real nach zu bauen ist.
juergen schrieb:> Du und MaVin seid dicke Freunde? Für mich ist hier jetzt Schluß.
Jetzt beruhig Dich wieder - das ist doch unerheblich.
Und bestimmt kein Grund, sich aufzuregen. Ungesund.
juergen schrieb:> Michael B. schrieb:>> juergen schrieb:>>> Die Spannung läuft nicht hoch>>> Ich zitiere>>> "Nach dem Abschalten der Netzspannung sinkt die negative Hilfsspannung>>> langsamer als die positive Ausgangsspannung, so daß letztere nicht>>> "hochlaufen" kann.">>>> Jeder Laie sieht an dem Satz, daß die Spannung hochlaufen wird, wenn die>> negative Hilfsspannung fehlt. Welche Spannung beispielsweise beim>> Einschalten als erste hochläuft, ist nicht definiert, hängt von der>> Weichheit des Trafos ab, und du hast ja auf 2 Trafos umgestellt.
Bis hier hin kein unlösbares Problem, wenn man dafür sorgt, daß beim
Einschalten die Hilfsspannung zuerst "da ist" (z.B. Softstart des
Haupt-Trafos), und beim Ausschalten eben zuletzt "runtergeht". Kann man
doch auf untersch. Weise für alles sorgen, oder nicht?
Nichtsdestotrotz würde ich (persönlich) mehr wollen, als ein µA723-LNG.
Das muß aber jeder selbst wissen. Genau so wie beim Thema "Alt-LNG".
Ich kann nur noch einmal bekräftigen: Wenn das "alte" Design die
jeweiligen Anforderungen des Einzelnen erfüllt - gibt es für diese
Person kaum schlagkräftige Gegenargumente.
(Auch, wenn es hiernicht speziell darum geht, Dan.)
Ich kann mal den Schnabel wieder nicht halten;-)
Ich bin für den Einsatz einer Unterspannungsblockierung des Ausgangs.
Sobald die Versorgungsspannung der Reglung absackt sollte die
Ansteuerung der Endstufe blockiert werden. Dann erspart man sich schon
von Haus aus die Unsicherheit darüber wie sich die OPVs während dieser
Phase verhalten.
Kostenpunktmässig ist dieser zusätzliche Aufwand bestimmt
vernachlässigbar.. Fertig! Aus! Das wäre am Ende doch zuverlässiger wenn
man nichts dem Zufall überlässt.
Hallo
Ich habe das ELO-Netzteil 2 mit ca. 16 Jahren vor mehr als 25 Jahren
aufgebaut und zwar genau nach dem Schaltplan welcher hier von Hr.
Wilhelm Schürings gepostet wurde.
Ich hab es modifiziert mit 2 Längstransistoren und ich habe es doppelt
aufgebaut. Es gibt/gab : 2x 0-20V 0-10A, zumindest habe ich die Front so
beschriftet. ;-)
Was ich noch in Erinnerung habe:
Gute Eigenschaft war, dass die Ausgangsspannung von 0V aufwärts regelbar
war.
Die Zener-Diode ist mal abgebrannt.
Die Ausgangsspannung hatte den 50Hz-Brumm.
Beim Einschalten hat der Trafo immer einen "Rumps" gemacht.
Es lief aber soweit ganz gut.
Jetzt, es lebt immer noch, sind die Elkos trocken geworden, die Potis
machen schlechten Kontakt,... verwende ich es nicht mehr.
Ich habe mir später einfach ein Netzgerät gekauft weil ich in die Jahre
gekommen bin und lieber was "moderneres" bauen möchte.
Das soll aber nicht heißen, dass Netzteilbau aus der Mode gekommen ist.
In der Firma entwickle ich eher Netzteile mit Schaltreglern.
z.B. Auf einer 2x2cm PCB: 12V_in->5V_out mit 20A!
Liebe Grüße
Mike
mike schrieb:> Auf einer 2x2cm PCB: 12V_in->5V_out mit 20A!
Hut ab!
5V 20A macht 100W. Bei einem Wirkungsgrad von 95% bleibt immerhin 5W auf
2x 2cm hängen.
Das Ding muss also mindestens 97..98% Wirkungsgrad haben.
Ich lache mir einen Ast. Wie im Märchen: "...und wenn sie nicht durch
Trolle wie MaWin, Laberkopp und den dreckigen Dan zum Wahnsinn getrieben
werden, diskutieren sie die Netzfrequenz unter 40 Hz"
Zirkus.
mike schrieb:> Die Ausgangsspannung hatte den 50Hz-Brumm.
Wenn ein LNG im CC Modus ist, ist es übrigens normal die
Ausgangsspannung mit 2f verbrummt zu sehen da ja nur der
Stromvergleicher die Kontrolle über den Ausgang hat. Das ist kein Fehler
und muss so sein. Alle LNGs die mir bis jetzt untergekommen sind, machen
das.
Motorrad-Didakt schrieb:> Ich lache mir einen Ast. Wie im Märchen: "...und wenn sie nicht> durch> Trolle wie MaWin, Laberkopp und den dreckigen Dan zum Wahnsinn getrieben> werden, diskutieren sie die Netzfrequenz unter 40 Hz">> Zirkus.
Ich weiß nicht, wer du bist aber ich ahne was...
Die Herren sind manchmal oder öfter nicht in gleicher Meinung wie
anderen, manchmal auch frech. All das ist aber keine Grund zur
Beleidigung.
Tany schrieb:
mike schrieb:
> Auf einer 2x2cm PCB: 12V_in->5V_out mit 20A!
Hut ab!
5V 20A macht 100W. Bei einem Wirkungsgrad von 95% bleibt immerhin 5W auf
2x 2cm hängen.
Das Ding muss also mindestens 97..98% Wirkungsgrad haben.
Ja, der Wirkungsgrad war bei 97-98%. 2-3W an Verlustleistung.
Wir haben auch die 2 Transistoren mit Wärmematte und Kühlkörper
versehen.
Bei einem Wirkungsgrad von 95% also 5W Verlustleistung hätten wir es
schwer gehabt bei so einer kleinen LP die Wärme wegzubringen.
mfg
Mike
mike schrieb:> Ja, der Wirkungsgrad war bei 97-98%. 2-3W an Verlustleistung.> Wir haben auch die 2 Transistoren mit Wärmematte und Kühlkörper> versehen.
Hallo Mike,
ich nehme an Du verwendest einen synchronen Buck Converter mit MOSFET
Commutation. Welche Taktfrequenz? Ist das L selber gewickelt oder COTS?
Falls selber gewickelt; Toroid mit HF-Litze?
Darfst Du hier mehr darüber sagen oder ist es ein streng gehütetes
Firmengeheimnis?
Ich habe früher mal mit LT Synchronen Buck Convertern bis 10A
(9-30V->5V)gearbeitet. Da war der Wirkungsgrad auch super. Allerdings
war es nicht so klein (30mm Toroid).
Gruesse,
Gerhard
Hallo Gerhard
Es wurde der LM27402SQ/NOPB mit 2 BSC0902NS-Transistoren und
die 744355182 Würth Spule verbaut. Eingangsseitig 6x22µF, Ausgangsseitig
6x47µF. 300kHz ist die Switching frequency.
mfg
Mike
mike schrieb:> Hallo Gerhard>> Es wurde der LM27402SQ/NOPB mit 2 BSC0902NS-Transistoren und> die 744355182 Würth Spule verbaut. Eingangsseitig 6x22µF, Ausgangsseitig> 6x47µF. 300kHz ist die Switching frequency.>> mfg> Mike
Hallo Mike,
danke für die Informationen. Ich war nur neugierig. Ich hatte schon fast
gedacht die SF wäre höher bei der Größe Deiner Bord. Den LM27402SQ kenne
ich noch nicht. Bei mir war das der LTC1149. Allerdings nur 95% WG.
Gruesse,
Gerhard
mike schrieb:> Auf einer 2x2cm PCB: 12V_in->5V_out mit 20A!
Die Leistungsdichte ist wirklich sehr beeindruckend. In dem extremen
Bereich habe ich noch nichts gemacht. Auch, wenn es hier nur um 2,4:1
geht (und alles vielleicht im Luftstrom der Fans liegt), ist das eine
beachtliche Leistung, einen Buck so dermaßen "kleinzukriegen". O.O
mike schrieb:> ... die Transistoren mit Wärmematte und Kühlkörper versehen.
Wie macht man das? Meinst Du auf die Oberseite der sehr flachen PG-TDSON
Gehäuse? Oder hattet ihr "was darunter" - und wenn, dann was genau?
(Sollten die Fragen zu weit gehen, tut es mir leid. Aber diesen Punkt
finde ich nun mal sehr interessant, die Gehäuse sind mir fremd. Daß Du
aber nicht einfach so alles verraten kannst, dürfte klar sein. :-)
Hallo
Diese Wärmematte (Wärmeleitpad) zuschneiden und auf die Oberseite
des Transistors legen. Darauf ein Alu-Kühlkörper(dieser wurde speziell
gefertigt). Es würde ja mit Wärmeleitpaste auch gehen, nur der Vorteil
bei dem Wärmeleitpad ist jener, dass man mechanisch
"Trans.-zerstörungsfreier" den Kühlkörper befestigen kann, weil das
Wärmeleitpad gestaucht werden kann.
Zusatz:
Es gibt DCDC-Module z.B. PTH08T220W um 20€ bis 16A.
mfg
Mike
Mike, danke dafür. Ja klar, ohne Pad(s) werden solche Abweichungen auch
ausgeglichen. Mittlerweile soll es da auch recht "leitfähige" geben.
Die Mini-Module von TI sind auch recht nett. Wurden schon vor über 10
Jahren entwickelt, kaum zu fassen... ;-) Schade, daß man keine Infos
zum "Turbo"
(oder gesamte Innenschaltung) findet. Aber danke für den Tip.
Michael B. schrieb:> Labornetzteilthreads kommen hier immer wieder dran:
Freilich wurden schon viele LNG diskutiert. Aber der Thread hier hat aus
mehreren Gründen einen Sinn. Es soll ein Konzept, bzw. sollen mehrere
Konzepte, entstehen, welche mehrere Voraussetzungen (siehe Possetitjels
pdf oder im gesamten Thread) erfüllen.
(Und was noch überhaupt nicht vorhanden ist, sind erwähnte, für JEDEN
nachvollziehbare, Informationen zur exakten Funktion solcher (am besten
verschiedener) Regler. Darum bat ich schon vor "Äonen", und ein Teil der
Infos kam auch - wenn auch (noch) durcheinander. Mal sehen...)
Mir selbst ist dabei ehrlich noch etwas wichtig:
Daß das Regelkonzept [mit allen "Eigenheiten"] des (bzw. der)
entstehenden LNG(-e) von der Mehrheit der Leute, die hiervon wirklich
etwas verstehen, als GUT befunden wird.
(Das ginge theoretisch auch bei einem beliebigen -ausreichen guten
-schon bestehenden Konzept, sofern komplett, allerdings findet man wohl
eher keinen Thread, in dem ein Gerät mit allen Parametern glaubhaft
eröffnet, von der gesamten "Analogen µC-Mehrheit": (für die weniger
wissenden Leute) verständlich beurteilt, und allgemein als GUT
befunden ist/wird.)
Nenn mich "unselbstständig", aber diese allg. Bewertung wäre mir
wichtig.
Und wenn jene Mehrheit gemeinsam entwickelt... ist das inhärent.
Das aber war jetzt nur mein "egoistischer" Zusatz-Nutzen des Threads.
Ich finde wir haben bis jetzt versäumt realistische LNG
Leistungsvorgaben zu formulieren die für ein Selbstbauprojekt Sinn haben
um Vergleiche zwischen den einzelnen Designs zu ermöglichen.
Man könnte sich natürlich ungefähr an die die Spezifikationen üblicher
kommerzieller LNGs halten und einige Standard Testmethoden zu erstellen
die dem Hobbyist möglich sind.
Wie ich in eigenen Untersuchungen selber erleben mußte, ist eine
einwandfreie funktionierende elektronische Lastumschaltung zwischen
0.5/1.0P gar nicht so einfach wegen der Fehlströme zwischen LNG und PE
der Meßgeräte. Ich habe da schon Einiges erlebt.
Für die Durchführung der LNG Beurteilung sollte man sich nach
Möglichkeit an die HP APP NOTE 90 halten um eine Standardisierung der
Tests zu gewährleisten.
Welche Tests sollten wir als Minimalanforderung durchführen?
Regelstabilität im CV und CC Betrieb gegen Laständerungen
Temperaturgang der LNG Reglung im CV/CC Berrieb und der Anzeigen
Genauigkeit und Auflösung der Instrumente
Transientenausreglung nach HP Kriterien (50us/15mV) zwischen 0.5 Last
und Vollast.
Brumm und Rauschen
Impedanz von DC bis 1MHz (Wahrscheinlich nicht jedem möglich)
Innenwiderstand DC
Ein-und Ausschaltverhalten - Keine Überschwinger sollten toleriert
werden
Kurzschlußverhalten (Wärme, SOA)
(Dauerkurzschluß sollte nach Möglichkeit angestrebt werden, oder
zumindest ein thermischer Überlastschutz für Trafo und
Längsstransistoren sollte vorhanden sein um das Schlimmste zu verhüten)
Unter- und Überspannungstoleranz (Elkos, OPVs)
Wenn ich was vergessen haben sollte, bitte berichtigen.
Jedenfalls wäre es nett wenn wir uns hier irgendwie lose einigen könnten
welche Faktoren uns wichtig sind.
Gerhard O. schrieb:> Welche Tests sollten wir als Minimalanforderung durchführen?
Schon vor dem Aufbau, in der Theorie:
Ob das Netzteil die Bauteile innerhalb der Datenblattspezifikation
betreibt, also Spannungsfestigkeit auch bei +/-10% Netztoleranz und
Trafo-Leerlaufüberhöhung, Wattwerte der Widerstände auch bei Vollast,
SOA der Transistoren.
Welches die maximale Kühlkörpertemperatur sein darf, damit die Tj der
Leistungstransistoren noch im zulässigen Bereich bleibt.
Und in Simulationen:
Aktuell verwende ich in Spice eine Stimuli-Datei, die Transient
Belastung in 3 Stufen (gering mittel viel) X
Reaktion auf Belastungsverdopplung bei 10ms
Reaktion auf Belastunghalbierung bei 20ms
Reaktion auf Verdopplung Sollvorgabe VU Spannung bei 30ms
Reaktion auf Halbierung Sollvorgabe VU Spannung bei 40ms
Reaktion auf Verdopplung Sollvorgabe VI Strom bei 50ms
Reaktion auf Halbierung Sollvorgabe VI Strom bei 60ms
Reaktion auf Wegfall der Hauptspannungs bei 70ms
Reaktion auf Wegfall der Hilfsspannung bei 80ms
Reaktion auf Hochfahren der Hauptspannung bei 90ms
Reaktion auf Hochfahren der Hilfsspannung bei 100ms
wobei die letzteren natürlich davon abhängen welche Art von Netzteil es
ist, manche haben nur eine Hauptspannung.
und AC Analysis von 0.01Hz bis 100KHz mit 1A macht.
Dabei sollten die 3 Belastungsstufen so ausgewählt werden, daß bei der
kleinen nie die Strombegrenzung, bei der mittleren die Strombegrenzung
nur bei Verdopplung der Belastung, der Spannung oder des Stromes, und
bei der hohen die Strombegrenzung dauernd aktiv ist.
Es fehlt ggf. ein Test auf Welligkeit der Spennnungsversorgung mit
100Hz.
Bei der Stabilität der Regelung wäre wichtig für welche Lasten das
gelten soll. Bei der Spannungsregelung ist eine Kapazität Ausgang der
kritische Fall. Oft muss man da bei der Auslegung einen Kompromiss
machen zwischen Geschwindigkeit und Toleranz gegen ungünstige Kapazität.
Die Grenze ist auch nicht unbedingt scharf - ab einer gewissen Kapazität
bekommt man (wohl mehr oder weniger zwangsweise) Überschwinger, die dann
aber einem gewissen Maß nicht mehr zu tolerieren sind. Je nach Schaltung
könnte es ggf. auch dauerhafte Schwingungen geben - nicht schön, aber
ggf. zu tolerieren wenn dass erst bei extremen Teilen (z.B. > 10 mF mit
ESR < 1 mOhm) passiert.
Die Stromregelung hat im Prinzip ein ähnliches Problem / limit bei
großen Induktivitäten. Allerdings dürfte das der weniger kritische Falls
ein, weil der Ausgangskondensator dort viel überdecken kann. D.h. gar
nicht so selten sieht man im wesentlichen die Impedanz des
Ausgangskondensators.
Ich würde von einem LNG erwarten, dass es bis etwa 1000 µF noch gut klar
kommt, d.h. noch kein zu starkes nachschwingen bei einem Lastwechsel.
Bis 10 mF sollte es auch noch nicht instabil werden, ideal auch noch
einiges weiter.
Je nach Schaltung wird dies vor allem bei kleinen Strömen ein Problem -
da sollte man schon deutlich unter 10% gehen, ggf. 1 % der Nennlast oder
gar auch Transienten ganz auf 0.
Bei den Tests sollte man zwischen Simulation und realen Tests
unterscheiden. In der Simulation hat man kaum Grenzen - es sollte nur
Einheitlich sein um es besser zu vergleichen. Die Frage ist da eher, was
ist für einen schneller Vergleich Aussagekräftig. Ich würde hier etwa
auf die Ausgangsimpedanz im Konstantspannungsmodus bei kleinem und
großen Strom schauen, etwa als Kurvenschar für 1 mA 10 mA 100 mA / 1
A.
Ein Testmuster wäre etwa eine Stromfolge von 1 A - 10 mA - 1 A - 10 A -
1 A, bei einem Eingestellten Stromlimit von 1,5 A und Anstiegszeit von
z.B. 1 µs. Die 10 A gehen dann größtenteils in die Schutzdiode, als eine
Art quasi Kurzschluss. Es lohnt sich dabei ggf. den Fall ohne und mit
zusätzlicher Kapazität an Ausgang anzusehen.
Reale Tests sind nicht so ganz einfach, da dürften vor allem die
Transitenten runter zu einem kleinen Strom gut reproduzierbar sein. Also
etwa ein Last schnell ganz abschalten - der Einfachheit halber ggf. auf
0.
Beim Wechsel auf einen hohen Strom ist leider wohl nur ein Widerstand
als Last einfach zu realisieren - da dürften vermutlich 10%-50% des
Nennstromes ausreichen und bevorzugt bei eher hoher Spannung (da hilft
der Widerstand der Regelung eher weniger). Der 2. wichtige Test wäre der
Übergang CC-CV und zurück. Beim Übergang CC-> CV kann es einen
unterschied machen, ob die Strombegrenzung länger aktiv war, oder ggf.
nur kurz, etwa wenn ein entladener Kondensator angeschlossen wird. Den
Test sollte man bei niedriger Spannung (etwa 3 V) und ggf. bei eher
hoher Spannung machen. Wie noch der Strom dabei ist, kann einen
Unterschied machen muss es aber nicht.
Der Test mit 50% - 100% Nennstrom ist nicht so einfach umzusetzen und
auch noch eher günstig für einige Netzteile. Auch der Einbruch deutlich
stärke wird, wären mit da eher 0% - 50% - 0% wichtiger. Die
Spannungsabweichung nach 50 µs bzw. die Zeit um zurück auf 10 oder 20 mV
Abweichung zu kommen wären gute Zahlenwerte für einen Vergleich.
Kleine Überschwinger (beim Einschalten / CC -CV Wechsel) sind je nach
Last ggf. kaum zu vermeiden - solange sie nicht deutlich größer als etwa
die von den Üblichen Lastsprüngen sind sollten die aber auch nicht so
sehr stören.
Lurchi schrieb:> Bei der Stabilität der Regelung wäre wichtig für welche Lasten das> gelten soll
Und, was sagst du zu diesem Modell, das die Herzen unserer Altertümer
erfreuen dürfte:
Die Schaltung mit dem LM723 sieht nicht so wirklich gut aus: Der DC
Ausgangswiderstand ist eher hoch, die Ausgangsimpedanz bei 1 kHz ist
auch eher hoch, und die Strombegrenzung ist eher rudimentär. Das liegt
zum Teil an der Ausgangsstufe und der sehr einfachen Kompensation. Das
die Regelung stabil ist, liegt zum Teil am relativ großen
Ausgangskondensator und ggf. auch dem Widerstand der in der Simulation
als Grundlast genutzt wird.
Auch der hohe DC Widerstand hilft bei der Stabilisierung bei Kapazitiver
Last. Damit ist man dann bald bei Techniken aus den 1950ern.
Das ist mehr eine Schaltung, wenn man Fehler sucht um daraus zu lernen.
Es ist halt ein Versuch dem 723 auch für höhere Spannungen zu nutzen -
wenn man das nicht haben muss, würde ich den Umweg bei der Ausgangsstufe
eher vermeiden.
Lurchi schrieb:> Das ist mehr eine Schaltung, wenn man Fehler sucht um daraus zu lernen.
Ja, würde ich gerne.
Nach dem du meinen floating LM393 Regler als zu kritisch eingestuft hast
(dessen Regelverhalten übrigens gleich bleibt wenn man statt der
Komparatoren einen sauschnellen OpAmp einsetzt wie den LT1886) habe ich
versucht, dem 723 zum gutmütigeren Regler auszulegen.
> Damit ist man dann bald bei Techniken aus den 1950ern.> die Strombegrenzung ist eher rudimentär.> Es ist halt ein Versuch dem 723 auch für höhere Spannungen zu nutzen -> wenn man das nicht haben muss, würde ich den Umweg bei der Ausgangsstufe> eher vermeiden.
Normal wäre beim 723 ja eine Emitterfolgerausgangsstufe, aussen zwei
Transistoren in Darlington-Schaltung, mit den beiden internen
Transistoren dann ein Quadlington. Die gilt als harmlos, an der kann man
aber auch nicht viel machen, man muss beispielsweise mit der Verstärkung
leben die der 723 mitbringt.
Daher habe ich mich für die Sziklai-Stufe als Übrungsobjekt entschieden.
Nehmen wir den 723 mit Sziklai also in dieser Betrachtung mal als
gegeben hin, auch die 1950ger Jahre UBE Strombegrenzung. Ich will also
versuchen, diese Grundlage zu verstehen. Daß da nichts besseres
rauskommt, als 1960, ist mir klar.
Ich denke, daß die Kaskode mit Q5 das Regelverhalten nicht
verschlechtert sondern sogar leicht verbessert: Anbei die AC Simulation
derselben Schaltung ohne Kaskode, der Ausgangswiderstand bei niedrigen
Frequenzen ist leicht höher. Nicht umwerfend, aber zumindest nicht
schlechter für den Benefit ein Netzteil für nahezu beliebige Spannungen
zu bekommen.
Der Ausgangswiderstand selbst ist wohl abhängig von der Verstärkung des
Reglers, fixiert durch den LM723, aber während man beim Emitterfolger
nichts mehr dran drehen kann, ist hier eine zusätzliche Verstärkung über
R1 und R4 anpassbar. Ich habe bemerkt, daß damit die Auslegung
kritischer wird. Ich weiss nur nicht, wie weit ich dort gehen soll,
bevor du wieder meckerst, im Moment ist es konservativ ausgelegt. Ich
habe versucht, eine glatte Kurve in AC hinzubekommen, ohne relevante
Überhöhung bei 10kHz, auch auf das Risiko hin alles um 1 Dekade nach
links zu verscheiben. Nun wird wieder gemeckert :-)
> Das die Regelung stabil ist, liegt zum Teil am relativ großen
Ausgangskondensator
Der Regler zeigt auch ein schönes Transient-Diagramm mit 4u7, aber dann
ist der Kompensationskondensator bloss 4p7. Ich ahne, daß du sagst zu
klein, zu kritisch (man könnte natürlich die Widerstände 10teln um in
bessere Regionen zu kommen), und die Überhöhung bei AC Analysis geht bis
15dB, das sieht sogar für mich nicht gut aus. Kein Wunder, daß
723-Regler klassischerweise grosse Ausgangselkos hatten.
> und der sehr einfachen Kompensation
Hast du Vorschläge, wie es besser geht ? Ich kenne nur den C2 an Comp.
Mit einem feedforward-C parallel zu R6 bekomme ich bei dem Regler keine
Verbesserungen. Bei C's an den Ausgangstransistoren kenne ich mich nicht
aus, was ich damit positiv oder negativ beeinflussen könnte.
Macht man C2 viel zu gross, wird irgendwann die Stromregelung instabil.
Dann kann man den Q4 vom BC547C zum BC547A degradieren und bekommt ein
Verhalten wie mit dem internen Strombgrenzungstransistor. Macht man C2
dann noch grösser, schwingt auch der. Eventuell kann man da mit ganz
anderer Schaltung, z.B. Ableitung des Stroms nach VCC- (GND) statt V1-,
was dran ändern, aber icxh glaube das wäre eher kontraproduktiv.
Was wären also deine Vorschläge, um die Schaltung zu verbessern ? Dir
gefiel der Ausgangswiderstand nicht. netz5mehrverstärkung.gif zeigt was
passiert wenn ich mit R1 und R4 die Verstärkung etwas mehr anhebe als
ich als verträglich ansehe (was nicht heisst, daß man das ncht woanders
wieder in den Griff bekommen könnte, die Restschaltung ist zu
Vergleichzwecken unmodifiziert).
Mit schnelleren Transistoren, wie MJL3821, war sie wesentlich
instabiler, zumindest bekam ich sie nicht so schön hin wie mit dem
MJ15024, mit langsameren wie 2N3055 merkt man die Verschlechterungen.
Den lm723 halte ich für einen guten Spannungsregler, aber für ein
Labornetzteil eher nicht so geeignet: zum einen fehlt der Teil für eine
gute Stromregelung und zum anderen braucht es Verrenkungen um die
Spannung bis 0 runter regeln zu können. Das eher schöne am dem Chip ist
die Referenz - je nach Hersteller soll die recht rauscharm sein. Mehr
als eine Referenz und einen leidlich guten Differenzverstärker hat der
Chip nicht zu bieten.
Die Stromverstärkung ist weniger das Problem, eher die Begrenzte
Verstärkung für die Spannung am Eingang. Die üblichen OPs haben da eine
zusätzliche Verstärkerstufe drin. Mit einem 100 K Widerstand in der
Rückkopplung verringert man die Verstärkung zusätzlich und kriegt so den
schlechten DC Widerstand.
Die Sziklai-Stufe macht vor allem Sinn als NPN mit dem Emitter zum
Ausgang und dann einen PNP Leistungstransistor. Beim 723 kann man den
NPN im Chip nutzen, und dann nur einen PNP Leistungstransistor dazu. Das
reicht allerdings nur für eher kleine Ströme bis etwa 2 A. Damit hat man
eine Ausgangsstufe mit kleine Ausgangswiderstand, der helfen kann den
Kondensator am Ausgang klein zu halten. Außerdem hält sich damit die
Dropout-Spannung in Grenzen.
Die Schwierigkeit verlagert sich aber ein wenig dahin die die
Sziklai-Stufe stabil zu bekommen, denn auch die kann für sich schwingen.
Bei der Sziklai-Stufe ist es hilfreich, wenn der Leistungstransistor
langsamer ist als der am Eingang.
Im Zweifelsfall lohnt es sich erst einmal nur die Ausgangsstufe
anzusehen, wie die sich verhält. Die beiden Eigenschalten auf die es
ankommt sind dabei der Ausgangswiderstand, und die Änderung des
Ausgangsstromes als Funktion des Eingangs, wenn die Stufe gegen einen
quasi Kurzschluss (großer Kondensator in der Simulation) arbeitet. Wenn
die beiden Punkte nicht so gutmütig sind, hat die Regelung davor es
schwer.
Je nach Ausgangsstufe gibt es im wesentlichen 2 Möglichkeiten für die
Auslegung des Reglers. Dies entspricht etwa der Aufteilung in klassische
Spannungsregler und LDO Spannungsregler.
1) mit einer niederohmigen Ausgangsstufe (etwa Darlington emitterfolger
oder Sziklai-Stufe), kann man die einfache Regelung nutzen so wie Arno
sie angedeutet hat. Bei hohen Frequenzen hat man den Ausgangswiderstand
der Ausgangsstufe und der Regler hält quasi still. Erst bei relativ
niedrigen Frequenzen bringt der Reglerteil zusätzliche Verstärkung.
Entspechend darf der Reglerteil dort auch langsam sein. Man muss den
Übergang sogar relativ niedrig legen, damit große Kapazitäten am Ausgang
Toleriert werden können.
Diese Verfahren gibt mit wenig Aufwand und gut reproduzierbar eine
halbwegs gute Regelung und geht auch mit wenig oder fast ohne Kapazität
am Ausgang.
Die Auslegung des Kondensators zur Kompensation ist vor allem eine
Abwägung zwischen schneller Reaktion und der Toleranz gegenüber großen
Kapazitäten am Ausgang. Der schnelle Teil der Sprungantwort wird von der
Ausgangsstufe begrenzt. Die kleine Schwierigkeit dabei ist es einen
kleinen Ausgangswiderstand auch für kleine Ströme zu erreichen, da
braucht man ggf. genügend Ruhestrom oder gar eine Push-Pull Endstufe.
2) Der 2. Fall ist eine Ausgangsstufe, die nicht so niederohmig ist.
Dies ist z.B. bei den fliegenden Reglern mit Hilfsspannung der Fall. In
dem Fall ist die Endstufe i.A. auf eine gute Steuerung des Stromes
ausgelegt, ohne viel Rücksicht auf den Ausgangswiderstand. So lange der
hoch ist stört er nicht, und um wirklich zu helfen müsste er schon
wirklich niedrig sein.
In dem 2. Fall muss der Regler auch den mittleren Bereich übernehmen,
bevor der Ausgangskondensator übernimmt. Für den Regler geht es darum,
dass im Bereich vor dem Übergang zum Ausgangskondensator das Verhalten
eher wie bei einem Widerstand ist, und nicht induktiv, wie man es mit
einfach nur einem Kondensator im Feedback erhält. In der Einfachen Form
hat man einen Widerstand in Reihe zum Kondensator am OP. Die begrenzte
Bandbreite des OPs und vor allem der Endstufe legen fest, ab wo der
Ausgangskondensator übernehmen muss. In der Regel benötigt man hier
einen größeren Kondensator am Ausgang, und es kann helfen, wenn der
Kondensator am Ausgang einen definierten ESR hat. Die Auslegung ist hier
schon einiges Komplizierter, und man kommt mit reinem Probieren nicht
mehr unbedingt zum Ziel. Wenn alles gut passt und die Endstufe schnell
ist, kann man so besser werden also die einfache Auslegung mit
niederohmiger Endstufe, aber man kann auch deutlich mehr falsch machen.
Für beide Fälle gibt es noch die Möglichkeit die Toleranz gegen über
großen Kondensatoren am Ausgang zu verbessern, indem im Teiler für die
Rückkopplung noch ein Widerstand oder RC Glied eingefügt wird. Die
Restliche Regelung kann dann etwas schneller werden und nur ein eher
kleiner Teil der Reaktion ist langsam. In der Sprungantwort sieht man
das Verhalten dann in Form von 2 Anteilen, einem schnellen und einem
kleineren langsamen. Wichtiger ist dieser Schritt vor allem beim 2.
Fall. Der extra Kondensator am Teiler kann auch helfen, um beim Übergang
CC-CV überschwinger zu reduzieren / vermeiden.
Lurchi schrieb:> Im Zweifelsfall lohnt es sich erst einmal nur die Ausgangsstufe> anzusehen, wie die sich verhält. Die beiden Eigenschalten auf die es> ankommt sind dabei der Ausgangswiderstand, und die Änderung des> Ausgangsstromes als Funktion des Eingangs, wenn die Stufe gegen einen> quasi Kurzschluss (großer Kondensator in der Simulation) arbeitet. Wenn> die beiden Punkte nicht so gutmütig sind, hat die Regelung davor es> schwer.
Gerne, aber wie prüfe ich das ?
Die Endstufe ist stromgesteuert, sollte also ohne Gegenkopplung in den
linearen Arbeitspunkten einen hohen Ausgangswiderstand haben.
Und die Linearität kann ich ja gegen unterschiedliche Belastungen
testen.
Doch nun habe ich beide Bilder 723netz5endstufe und 723netz5endstufeac
[Nachtrag: Merke gerade, daß dieses Bild nichts aussagt weil der
Ansteuerrstom bei der Simulation 0 gewesen sein wird] und weiss aus
ihnen keine Aussagen zu ziehen. Wenn der Ausgangselko noch drin bleibt,
sind die Ergebnisse jedenfalls krude.
Möchte man die gebogene Kurve rechts gerader bekommen ? Vergössere ich
R18, wird die Kurve nur kürzer, endet also in der Höhe bei geringem
Strom. R2 ändert auch nichts. Was tun ?
Lurchi schrieb:> 1) mit einer niederohmigen Ausgangsstufe (etwa Darlington emitterfolger> oder Sziklai-Stufe), kann man die einfache Regelung nutzen so wie Arno> sie angedeutet hat.
Ja, die verschiedenen Topologien sind nun wiederholt durchgekaut,
bleiben wir mal bei der gegebenen, der schwierigeren 2. Fall.
Lurchi schrieb:> Für den Regler geht es darum,> dass im Bereich vor dem Übergang zum Ausgangskondensator das Verhalten> eher wie bei einem Widerstand ist, und nicht induktiv,
Also die Impedanzspitze im AC Diagramm ?
> wie man es mit einfach nur einem Kondensator im Feedback erhält.
Also bei mir.
> In der Einfachen Form hat man einen Widerstand in Reihe zum> Kondensator am OP.
Also soll ich in Reihe zu C2 noch einen Widerstand legen ? Das ändert
erst was bei 10k, also abstrus hohem Wert, und ändert nichts zum Guten.
Kein Wunder eigentlich, ist doch COMP ein hochohmiger Eingang.
> Die begrenzte> Bandbreite des OPs und vor allem der Endstufe legen fest, ab wo der> Ausgangskondensator übernehmen muss.
Ja, würde ich gerne ermitteln.
> In der Regel benötigt man hier> einen größeren Kondensator am Ausgang, und es kann helfen, wenn der> Kondensator am Ausgang einen definierten ESR hat.
Daher habe ich nach deinen Tips einen eingebaut. Und da kleiner ESR
kritisch sein soll, mich runtergearbeitet bis zum Low ESR Kondensator.
> Die Auslegung ist hier schon einiges Komplizierter, und man kommt> mit reinem Probieren nicht mehr unbedingt zum Ziel.
Nun, ich sehe, daß ich den Ausgangswiderstand bei niedrigen Frequnzen
beeinflussen kann, und die Frequenz ab der der Regler nachlässt
verschieben kann, aber der schnellere Regler auch zu mehr 'induktivem
Verhalten/höherer Impedanzsspitze' neigt.
Die Frage ist, was ist gut, was ist tolerabel, was ist schlecht. Wie
steht
https://www.mikrocontroller.net/attachment/346973/723netz5kaskode.gif
im Vergleich zu
https://www.mikrocontroller.net/attachment/347009/netz5mehrverstaerkung.gif
denn da ? Deutlich kleinere Ausgangswiderstand, deutlich aggressivere
Regelung und damit höhere Frequenz, aber auch deutliche Überhöhung bei
100kHz.
> Wenn alles gut passt und die Endstufe schnell> ist, kann man so besser werden also die einfache Auslegung mit> niederohmiger Endstufe,
Das würde ich gerne lernen. In dieser Schaltung bekomme ich mit
langsamer 2N3055 Endstufe auch langsame Ergebnisse, mit MJ15024 fand ich
akzeptable aber kann es nicht wirklich bewerten, und mit MJL3481 eine
sehr schnelle Endstufe mit kritischem Verhalten, das man in der
Simulation noch in den Griff kriegen würde, aber:
> aber man kann auch deutlich mehr falsch machen.
Leider weiss ich nicht, wie man es richtig macht. Wenn ich auf hohe
Geschwindigkeit und niedrige Impedanz ziele wie in
https://www.mikrocontroller.net/attachment/346331/float393amjl3281better.gif
war dir das Ergebnis zu angeschärft und du befürchtest Probleme bei der
Umsetzung in die Realität. Wo also aufhören, wo also besser werden ?
Lurchi schrieb:> Mehr als eine Referenz und einen leidlich guten Differenzverstärker> hat der Chip nicht zu bieten.
Daher die Schaltung in der genau die Teile verwendet werden...
Michael B. schrieb:> Die Frage ist, was ist gut, was ist tolerabel, was ist schlecht. Wie> steht> https://www.mikrocontroller.net/attachment/346973/723netz5kaskode.gif> im Vergleich zu> https://www.mikrocontroller.net/attachment/347009/netz5mehrverstaerkung.gif> denn da ? Deutlich kleinere Ausgangswiderstand, deutlich aggressivere> Regelung und damit höhere Frequenz, aber auch deutliche Überhöhung bei> 100kHz.
Die Regler sind beide nicht gut, weil der DC Widerstand zu hoch ist (im
Bereich 5 mOhm). Das liegt vermutlich an den recht hohen 100 K in der
Rückkopplung. Der DC Widerstand hilft allerdings bei der Stabilität und
verdeckt damit ggf. andere Schwächen. Die schnellere Form wird bei den
beiden höheren Strömen und ungünstiger Last (geschätzt 100 µF mit low
ESR) instabil, weil die Phasenverschiebung größer als 90 Grad wird
(relativ zum DC Fall). Wohl wegen dem hohen DC Widerstand dürfte die
langsamere Version wenigstens stabil sein. Der Ausgangskondensator ist
gut für einen sauberen Übergang in der Ausgangsimpedanz angepasst.
Für die Endstufe kommt es auf die Linearität nicht primär an, helfen tut
die aber schon etwas, weil dann die anderen Kurven in der Regel nicht so
sehr vom Strom abhängen.
Die Idee mit der Ausgangsimpedanz sieht schon gut aus, und es macht auch
Sinn den Ausgangskondensator erst einmal weg zu lassen. Den HF teil der
Ausgangsimpedanz kann man mit einem Kondensator bzw. RC Kombination
bereinigen. Das wäre einer erster Schritt für eine erste Näherung des
Ausgangskondensators. Die Ausgangsimpedanz bei den ganz hohen Frequenzen
ist entsprechend auch nicht so wichtig.
Der 2. Teil ist der Strom bei einer AC Spannung (bzw. AC Strom als
Steuersignal) und einer sehr großen Kapazität (gegen unendlich) am
Ausgang. Dort will man möglichst lange einen konstanten Verlauf und dann
zu hohen Frequenzen einen eher einfachen Abfall, der auch nicht so sehr
vom Strom abhängen sollte. Als Anhang habe ich eine Simulation für
verschiedene Endstufen angehängt. Man sieht im Vergleich einen kleinen
Vorteil für die Kompound Darlington stufe weil die Kurven weniger von
Strom abhängen, dafür ist die Grenzfrequenz etwas niedriger, aber nicht
viel. Bereits ab etwa 50 kHz nimmt die Wirkung auf den Ausgang ab, und
der Regler darf dort nicht mehr viel Phasenverschiebung hinzufügen. Für
einen wirklich schnellen Regler kommt man entsprechend kaum um einen
schnelleren Transistor als den 2N3055 herum.
Die Ausgangsimpedanz der Endstufe liegt effektiv parallel zum
Ausgangskondensator. D.h. mit einer niedrigen Ausgangsimpedanz der
Endstufe kann man mit einem kleineren Kondensator am Ausgang auskommen.
Andererseits hilf eine niederohmige Endstufe auch nur wenn die wirklich
niederohmig ist, d.h. ob man jetzt 100 Ohm oder 10 KOhm hat macht keinen
wirklichen Unterschied mehr.
Den Bereich wo die Ausgangsstufe dann hochohmiger wird, muss in der
Regel der Ausgangskondensator ausgleichen. Der Regler selber hat es da
in der Regel schwer, weil sich auch der Strom ab einer ähnlichen
Frequenz nicht mehr so gut steuern lässt. Der Wesentliche Teil für die
Auslegung des Reglers ist auch eher der Ausgangsstrom.
Hier
http://www.designinganalogchips.com/
gibt es ein (kostenloses Buch als) PDF in dem (unter anderem)
beschrieben wird, wie integrierte Spannungsregler aufgebaut sind,
und welche Spice-Eigenschaften sie erfüllen, beispielsweise die
Forderungen an (low) drop, Rippleunterdrückung, Verstärkung und
wodurch sie bestimmt wird, Ausgangsstufenstrom, und
den Ausgangskondensator.
Michael B. schrieb:> Im Zuge dieses Threads habe ich ein chinesisches Voltmeter/Amperemeter> bestellt.>> Es ist schlechter als befürchtet.
Frage: Ist der Steckverbinder, der die dicke rote Ader und auch die
dicke schwarze Ader enthält, tatsächlich nur zweipolig?
Ich habe hier mindestens 4 von den Dingern verbaut und bei ALLEN ist
dieser Steckverbinder DREIPOLIG. Die dritte Ader ist bei manchen Gelb,
bei den Anderen blau und hat den gleichen Querschnitt wie schwarz und
rot.
Das ist die Ader, die NACH dem internen Shunt kommt und zur Last führen
MUSS.
Dann sind die Panelmeter auch genau. Mir scheint, es ist nur falsch
angeschlossen.
MfG Paul
Michael B. schrieb:> Im Zuge dieses Threads habe ich ein chinesisches Voltmeter/Amperemeter> bestellt.>> Es ist schlechter als befürchtet.>
Selbst habe ich etliche von diesen Dingern im Einsatz und auch bei
"Fremdgeräten" verbaut.
Deine Erfahrung kann ich nicht teilen!
MfG
Eppelein
Schliesst man es 'falsch' an, misst es seine eigene 10-20mA mit
oder zieht die bis zu 75mV von der Spannung ab (was mangels
Auflösung höchstens die letzte Stelle beeinflusst).
Michael B. schrieb:> Nein, es ist nach Plan angeschlossen.
Das glaube ich nicht. Kannst Du meine Frage beantworten, die da war:
Paul B. schrieb:> Frage: Ist der Steckverbinder, der die dicke rote Ader und auch die> dicke schwarze Ader enthält, tatsächlich nur zweipolig?
MfG Paul
Paul B. schrieb:> Das glaube ich nicht. Kannst Du meine Frage beantworten, die da war:>> Paul B. schrieb:>> Frage: Ist der Steckverbinder, der die dicke rote Ader und auch die>> dicke schwarze Ader enthält, tatsächlich nur zweipolig?
Natürlich, siehst du doch.
Der 3-polige hat schwarz/gelb/rot in dünn.
Die anderen abgebildeten Modelle haben tweilweise deine dicken 3-poligen
Kabel. Es wurde ja schon gesagt, daß es offenkundig unterschiedliche
Modelle gibt.
Michael B. schrieb:> Natürlich, siehst du doch.
Wenn das zu sehen gewesen wäre, hätte ich Dich nicht behelligt, großer
Meister.
Ich bin dann mal wieder weg -diese Expertise hier will ich nicht weiter
stören.
MfG Paul
Nun denn...
Der 3-polige hat schwarz/ gelb/ rot in dünn.
Belegung: GND Mess VCC
Der 2-Polige hat schwarz/ rot/
Belegung: GND LOAD (hier wird aber gegen GND gemessen!)
Bekommt das Modul seine eigene Spannungsversorgung(min5-8V, also GND u.
VCC, darf zur Spannungsmessung der GND(schwarz-dünn) nicht noch
zusätzlich am (-)angeschlossen werden, da dieser dasselbe Potenzial wie
GND(schwarz-dick)
besitzt! Dann wird also Mess (dünn-gelb)quasi nur an (+) angeschlossen.
@Michael Bertrandt
Ich habe seit Jahren diese Module in fast allen Variationen im Einsatz
und keines von denen, weicht dermaßen vom Messbereich ab, wie es bei dir
der Fall ist.
Es sei denn, das war ein extremer Griff ins Klo, scheint mir aber sehr
unwahrscheinlich...
Anbei mal ein paar Pics von den Verkäufern, mal so auf die Schnelle ;-)
Im Übrigen, kann man diese Module mit beliebig großen oder kleinen 7Seg.
Diplays umbauen, ohne emensen Aufwand zu betreiben. Diese Teile sind
immer noch genauer, als so manch anderes, was für viel Geld verkauft
wird.
Bei Interesse, kann ich ja mal ein paar "Umbauten" zeigen.
Gruß Michael
hier 2 Umgebaute(bzw. 4 )Chinamodule in meinem Doppelnetzteil
(übrigens sind das die 2 Bausätze von Banggood, die ich weiter oben
verlinkte, allerdings mit 10Gang Potis für V und A).
Versorgt werden die mit einem Stepdown(LM2574, der vertägt
eingangsseitig über 40V! Die HV-Version über 60V )
nach dem Gleichrichter.
Das 2.Pic zeigt das Sandwich mit der Adapterplatine. Allerdings wurde
hier von 0.56 auf 0.39 4Digit verkleinert. Dann fällt natürlich der
Einbaurahmen weg, macht aber nichts, man ist ja kreativ ;-)
Für weitere Optionen, bzw. der umgekehrte Umbau, von 0.28 auf 0.39 oder
0.56 der Doppel-Module, würde ich gerne einen separaten Thread
aufmachen, sonst verliert man ja hier komplett den Überblick.
Mein Fazit(für mich), diese kleinen Chinateile sind es wert, in
Verbindung mit dem Bastelspass, umgebaut zu werden.
Bei den Volt-Amperemetern, würde ich aber trotzdem die 4Digit für 5€
bevorzugen PIC3(noch im Rohbau).
Die 3Digit-Module sind doch da eher was für's Grobbe. Jeder will ja mal
eine LED bestromen, ohne die gleich zu braten...
Gruß Michael
Michael D. schrieb:> Bekommt das Modul seine eigene Spannungsversorgung(min5-8V, also GND u.> VCC, darf zur Spannungsmessung der GND(schwarz-dünn) nicht noch> zusätzlich am (-)angeschlossen werden, da dieser dasselbe Potenzial wie> GND(schwarz-dick)> besitzt!
Nein. GND(schwarz-dünn) ist nicht verbunden mit GND(schwarz-dick), siehe
meinen Schaltplan, sondern mit rot-dick.
Echt jetzt? Ich muß zugeben, daß die Beschaltungsvorlagen der Verkäufer
etwas verwirren.
Dein Schaltplan mit den Hieroglyphen,
strengt mich zu sehr an ( bitte nicht persönlich nehmen ).
Damit das mal anständig nachvollziehbar für alle wird, setz ich mich
morgen abend mal hin und fix das, mit einem richtigen Schaltplan. Wenn
da Interesse besteht...
Gruß Michael
Hier ein kleiner Update von mir. Ich bestellte mir vor kurzer Zeit
(heimlich:-) ) eines dieser billigen LNG Kits das Mike hier erwähnt
hatte. Das kam heute an und ich baute es mal gleich zum Testen auf. Es
funktionierte einwandfrei gleich nach dem Ersten Einschalten. Es war mir
wichtig die Schaltung im Originalzustand zu testen ohne irgendwelche
Modifizierungen.
Die Offset des Spannungsvergleicher läßt sich mit dem Trimmpoti
einwandfrei nullen und die Ausgangsspannung geht bis auf Null herunter.
Trotz der Wald und Wiesen Zener Diode der Spannungsreferenzschaltung ist
mir die thermische Spannungsdrift nicht negativ aufgefallen. Muß es
allerdings später noch qualifizieren. (Es gibt genug integrierte
Spannungsreferenzen die man hier anstatt verwenden könnte.)
Dann untersuchte ich das Regelverhalten zwischen 0.5A bis 1A. Von 0.5A
auf 1A gibt es einen 200mV Spannungseinbruch welcher allerdings
innerhalb von 10-20us ausgeregelt wird. Umgekehrt steigt die Spannung
momentan auf 800mV an um innerhalb von 10-20us wieder ausgeregelt zu
werden. Es gibt zwei ganz kleine Überschwinger im 10mV Bereich innerhalb
der 20us Zeitspanne die auf eine ganz geringe Unterdämpfung der
Regelschleife schließen lassen.
Die statische Lastausreglung an der Schraubenleiste gemessen ist um die
5-8mV. Das könnte aber an der nicht perfekten Spannungsmessung auf der
Leiterplatte hervorgerufen werden. Mich stört das weiter nicht, da das
in der Praxis meist bedeutungslos ist.
Stabilität war bis jetzt gut. Allerdings werde ich hier noch einige
Tests mit kapazitiven Lasten machen.
30V Ausgangsspannung sind meiner Ansicht nach riskant und würde es nur
bis maximal 25V empfehlen. Da die OPVs eine negative Hilfsspannung von
-4.5V erhalten und die OPVs direkt ohne Begrenzung von der
Eingangsspanung gespeist werden muß man hier aufpassen um nicht die OPVs
zu zerstören oder stressen. Zumindest sollte man die Vcc der OPVs mit
einer passenden 30V Zenerdiode begrenzen um Da kein Risiko einzugehen.
Es ist klar, dass dieses LNG nicht wie beschrieben als 0-30V Gerät
brauchbar ist. Aber das macht nichts. Man begrenzt dann den
Einstellbereich auf einen geringeren Wert und stellt durch einen
entsprechenden Netztrafo sicher, daß die OPVs spannungsmäßig nicht
überlastet werden.
Eine automatische oder manuellle Trafoumschaltung wäre natürlich sehr
vorteilhaft. Allerdings sollte dann die OPV Versorgungsspannung getrennt
bereit gestellt werden.
Ob es beim Ein- und Ausschalten ungewollte Spannungsausreisser gibt,
habe ich noch nicht untersucht.
Ich werde Euch in den nächsten paar Tagen ein paar Bilder machen. Möchte
allerdings zuerst den Messaufbau etwas in Ordnung bringen. Ich
beabsichtige die Messungen strikt nach HP Vorgaben durchzuführen um
reproduzierbare Meßergebnisse zu ermöglichen. Als Vergleich wird das
HP3611A dienen.
Als ersten Eindruck finde ich das LNG ganz brauchbar.
Nicht so gut sind die Einstellpotis. Erstens sind sie für die meisten
Einbauzwecke zu nahe an einander und die Einstellpräzision ist nicht
befriedigend. Ein gutes 10-Gang Poti ist hier zu empfehlen.
Um chinesische Anzeigeinstrumente verwenden tu können wird es notwendig
sein die Leiterplatte so zu modifizieren dass die -Sense nach dem DPM
Shuntwiderstand angeschlossen wird und so nahe wie möglich an den
Ausgangsbuchsen angeschlossen wird. Dasselbe gilt für die +Sense
Leitung. Dann sollten jene einwandfrei funktionieren.
Wenn man bedenkt wie billig diese LNG Anordnung ist, lohnt es sich
durchaus durch sachgerechte Verbesserungen einige der kleinen Probleme
zu eliminieren.
Vielleicht sollten wir unsere Anstrengungen hier darauf beschränken,
dieses Design behutsam zu optimieren und als Anfangsgerät anständig zu
dokumentieren. Für 99% der anfallenden Laborarbeiten in der Praxis wird
sich die Schaltung durchaus bewähren. Wenn dann das Endresultat
befriedigend ist, könnte man ein Wiki darüber anlegen.
Ein LNG auf dieser Basis benötigt dann hauptsächlich nur:
Chinesisches LNG Kit
Digitale Doppel Anzeige für U/I ( Die von mir getesteten sind mit 1%
Genauigkeit für mich durchaus genau genug)
10-Gang Poties für U/I um bessere Einstellgenauigkeit zu bekommen
Netztrafo, Gehäuse und mechanische Kleinteile und was man halt so
braucht.
Das wär's von mir. Schönes Wochenende noch,
Gerhard
Das billige LNG Kit wäre ein möglicher Anfang. Ein Problem ist
allerdings die Versorgung des OPs und wenn man da was grundlegend ändert
ist fraglich ob man die Platine noch nutzen kann.
Unter EEVBlog.com gibt es da auch einige Vorschläge zu Änderungen zu.
Der Abfall der Spannung könnte auch vom nicht so guten Layout kommen. Da
wird u.A. ein Verstärkung einer Leiterbahn empfohlen.
Das Prinzip der Schaltung ist ein Spannungsregler mit Emitterfolger als
Ausgangsstufe und dann ein Absenken der Sollspannung für die
Stromregelung. Das Prinzip ist nicht unbedingt so schlecht, weil man so
ein Überschwingen der Spannung nach einem Kurzschluss weitgehend im
Griff hat.
Die sinnvollen / nötigen Änderungen wären wohl:
1) Begrenzung der Spannung für die OPs. Nur der Letzte OPs braucht eine
wirklich hohen Spannung, die andern beiden könnte auch mit 12 V oder so
laufen. Neben der Begrenzung könnte eine extra Filterung helfen die
Einbrücke Beim Rippel zu überbrücken.
2) Wohl ein Layout-problem bei Spannungs FB.
3) Ein zusätzliches schnelles Stromlimit wäre zu empfehlen (nicht so
schwer, ggf. nur einen Diode)
4) Wohl mehr Filterkapazität nötig.
5) Die Stromregelung könnte ggf. ein Anti-Windup vertragen, damit sie
schneller Ansprechen kann. Der Teil wäre schon etwas komplizierter.
6) Die Kompensation gibt recht viel Kapazitive Last auf den OP - das
sollte sich eigentlich noch etwas besser lösen (eher kleinere
Änderungen)
Für den Fall 0.5 A - 1A und zurück funktioniert so eine Regelung gut.
Das Problem bei der Schaltung könnte der Fall mit kleinem Strom und mit
etwas low ESR Kapazität am Ausgang sein.
Anbei ein paar Oszi Bilder.
Sie zeigen das Ein- und Ausschaltverhalten und das Load Transient
Verhalten nach HP Vorgaben gemessen zwischen 0.5A und 1A und zurück. Die
schnellen Schwingungen rühren von der Induktivität der Widerstände her
und nicht vom Regelverhalten der OPV Schaltung. Leider habe ich zur Zeit
keine induktionsfreien Leistungswiderstände oder eine elektronische
Last.
Das Ein- und Ausschalten zeigt keine Überschwinger und scheint Last
Sicher zu sein. Die gezeigten Bilder wurden mit 51 Ihm Last gemacht.
Ohne Last dauert das Ausschalten nur wesentlich länger ohne
Überschwinger zu produzieren.
Die Spannungsdrift gleich nach dem Einschalten bis 5min ist +9.6mV und
nach 10 Minuten noch 2.5mV mit HP34401A gemessen. Von 10 bis 20 Minuten
war die Drift nur noch unter 1mV.
Wahrscheinlich muesste die Schaltung noch eine Zeitlang laufen um stabil
zu werden. Diese Drift ließe sich durch Metallfilmwiderstände, eine
bessere Referenzdiode und OPVs bestimmt noch verkleinern. Mir persönlich
ist es ausreichend stabil.
Statische Lastausreglung von 0 auf 1.5A ist 1mV, parallel zur 1N4004
Ausgangsdiode gemessen, also vor den Schraubklemmen. Um diesbezügliche
Spannungsabfälle auszuschließen.
Brumm und Rauschen mit einem HP3400A True RMS Breitbandvoltmeter ( bis
10Mhz) gemessen ist unter 100uV bei 0 und 1.5A Lasstrom.
OK. Das wäre es mal für jetzt und man kann sich ein gewisses Bild vom
Verhalten dieses Bausteins machen.
Schönes Wochenende noch,
Gerhard
Für einen Test des Netzgerätes sollte man keine Induktionsarme
Widerstände benötigen. Induktivität der Lastwiderstände wird die
Stromänderung verlangsamen und damit die Transienten Antwort etwas
besser aussehen, als mit besseren Widerständen. Groß sollte der
Unterschied aber nicht sein, insbesondere beim runter schalten per
Relais. So schlecht sind die meisten Widerstände im 10 Ohm Bereich in
der Regel aus nicht.
Die Überschwinger würde ich nicht als Artefakte ansehen. Da der Test
wohl noch ohne zusätzliche Kapazität am Ausgang ist, könnte das schon
auf ein nicht so gutes Regelverhalten hindeuten. Insbesondere das
Verhalten mit viel zusätzlicher Kapazität könnte schlecht werden.
Der bei 0,5 A immer noch vorhandene Lastwiderstand Widerstand hilft dem
Netzteil auch noch bei der Regelung. Für einen Härtetest würde man eher
noch extra eine Induktivität in Reihe zum Widerstand schalten, der in
der unteren Stufe noch aktiv ist.
Auch wenn der Test nicht bei HP Standard ist, wäre ein echter Härtetest
eher ein Schritt runter auf Strom 0 und in Verbindung mit einem low ESR
Elko / Kondensator am Ausgang. Also etwa 1 A -> 0 A mit z.B. 100 µF/1000
µF low ESR Elko am Ausgang. Die Antwort wird nicht so schön aussehen,
muss es aber auch nicht.
Ein anderer einfacher Test wäre es das zuschalten einen leeren low ESR
Elkos an den Eingang zu testen. Das sollte ausreichen um kurzzeitig die
Strombegrenzung aktivieren.
Ich machte ein paar C Tests. Siehe Bilder.
CC200mA_4700uF ladet einen 4.7mF C mit 200mA CC auf.
CVmaxCC_10V_4700uF ist ein Closup des Sprunges. Der gesammte Ladevorgang
dauert natuerlich viel laenger. CC=MAX=3A
CVmaxCC_10V_47uF
CVmaxCC_10V_220uF
CVmaxCC_10V_3300uF
CC10mA10V_LED zeigt das verhalten mit LED bei hoher Zeitaufloesung. Das
LED scheint nicht (lange) ueberlastet zu werden. Die CC Stufe ist schon
etwas langsam.
Nachtrag:
100uF_CC10mA zeigt das Verhalten bei Anschluss eines 100uF Cs
1000uF_CC10mA.
Anbei noch zwei Oszi Bilder. Der Oszi ist mit der x10 Probe direkt am
Strommeßwiderstand angeschlossen und hat eine Empfindlichkeit von ca.
-0.5A/Div. (0R47). Die Oszi-Masse ist auf den -Ausgang bezogen. Deshalb
ist die Stromkurve negativ.
Das erste zeigt den Ausgangs C Entladestrom bei einen Kurzschluß mit CC
auf 10mA eingestellt. Die Leerlaufspannung ist 10V.
Das zweite Bild zeigt eine LED bei CC=10mA. Man sieht die LED bekommt
für 20us einen ziemlich starken Überlastungs Stromstoß ab bis die CC
Stufe das in den Griff bekommt und das C auf die neue Spannung umgeladen
ist. Man sieht auch eine Tendenz für irgendeine Instabilität, obwohl es
möglich ist, daß die LED dafür verantwortlich ist. Das müßte man noch
näher unter die Lupe nehmen.
Ich habe die Schaltung aus dem Chinesischen Kit mal simuliert. Die
Spannungsregelung funktioniert überraschend gut. Nur bei kleinem Strom
und großer Lastkapazität gibt es schon deutliches nachschwingen.
Hier wäre es wohl angebracht einen zusätzlichen Ruhestrom hinzu zu
fügen.
Die Stromregelung ist allerdings sehr langsam und im Fall eines
Kurzschluss kann der Spitzenstrom sehr hoch (bis > 10 A) werden. Da kann
es ggf. schon mal 50 µs dauern bis die Stromregelung wirklich anspricht.
Mit einem schnellen Limit wird es mit der Reaktionszeit sogar noch
schlechter. Da sollte man also wirklich noch was dran verbessern.
Im Anhang ein Vorschlag für Änderungen an der Strombegrenzung. Damit
hält sich der Spitzenstrom in Grenzen und auch die Reaktion der
Strombegrenzung ist einigermaßen schnell.
Lurchi schrieb:> Ich habe die Schaltung aus dem Chinesischen Kit mal simuliert.
Hallo,
danke für Deine Arbeit mit der Simulation. Ich werde mir das genauer
ansehen und ausprobieren.
In der Simulation sind andere Transistoren wie im Mustergerät. Ich nehme
an es ist schwierig die korrekten Modelle für die Simulation zu
erstellen.
Bei mir sind ein 2SD1047 (Endstufe) und 2SD882 (Darlington Eingang)
eingebaut.
So schwierig wäre es wohl nicht passende Modelle für de Transistoren zu
finden. Bei einem Kit aus China ist ggf. die Frage ob der SD1047 auch
wirkliche echt ist und nicht nur ein TIP3055.
Einiges an Unsicherheit liegt noch beim verhalten des OPs bei
kapazitiver Last.
Eine andere Unsicherheit sind Parameter wie ESL der Elkos und
Widerstände.
Lurchi schrieb:> Die Überschwinger würde ich nicht als Artefakte ansehen. Da der Test> wohl noch ohne zusätzliche Kapazität am Ausgang ist, könnte das schon> auf ein nicht so gutes Regelverhalten hindeuten. Insbesondere das> Verhalten mit viel zusätzlicher Kapazität könnte schlecht werden.
So ganz glaube ich Dir noch nicht. Die Periode der Schwingungen ist um
2.5us herum. Mit 100pF in der Rückkopplung kann ich mir das
gefühlsmäßig so gar nicht recht vorstellen. Was sagt die Simulation
diesbezüglich? Wie interpretierst Du die relevanten Oszi Bilder?
Übrigens ist auf der LP kein 0.1uF wie in Deiner Simulation vorgesehen.
Lurchi schrieb:> So schwierig wäre es wohl nicht passende Modelle für de> Transistoren zu> finden. Bei einem Kit aus China ist ggf. die Frage ob der SD1047 auch> wirkliche echt ist und nicht nur ein TIP3055.
Ich habe mir den SD1047 angesehen. Der stammt auf keinem Fall von ST. Da
ist ein K darauf.
>> Einiges an Unsicherheit liegt noch beim verhalten des OPs bei> kapazitiver Last.
Hast Du diesbezueglich schon simuliert?
>> Eine andere Unsicherheit sind Parameter wie ESL der Elkos und> Widerstände.
Das stimmt. Man sollte eigentlich fuer die Messungen nur bekannte Teile
von Digi-Key besorgen und aufbauen. Ma weiss ja wirklich nicht was einem
mit diesen Kits einem so untergejubelt wird.
Was hältst Du eigentlich von den Oszillationen beim Stromrückgang der
LED?
Beim Kurzschluß sieht man nichts. Das sieht beinahe wie zeitweiser
negativer Widerstand bei Stromrückgang des LED Stroms.
Lurchi schrieb:> Im Anhang ein Vorschlag für Änderungen an der Strombegrenzung. Damit> hält sich der Spitzenstrom in Grenzen und auch die Reaktion der> Strombegrenzung ist einigermaßen schnell.
Ich werde mal die von Dir vorgeschlagene direkte
Strombegrenzungsschaltung mit Q3 provisorisch dranhängen und dann
berichten. Das könnte tatsächlich den möglichen Spitzenstrom begrenzen.
Allerdings gegen die Energie die im Ausgangs C gespeichert ist, hilft
diese Maßnahme natürlich nicht.
Die schnellen Überschwinger beim Lastwechsel sind schwer zuzuordnen. Das
könnte einfach der TL081 mit 100 pF Last am Ausgang sein, der die
Darlingtonstufe mit den 10 µF, oder ESL des Elkos (100 nH wären dafür
nötig).
Beim hohen Strom peak sehe ich in der Simulation gelegentlich auch
schnelle Schwingungen. Je nach Wahl der Transistoren mal mehr oder
weniger. In der Phase dürfte es vor allem die Darligtonstufe sein, die
aktiv ist. Die LED dürfte da eher weniger dran beteiligt sein. Bei einem
0.47 Ohm Widestand hätte man eine Skalierung von ca. 2 A / div. D.h. der
Strom durch die LED kann schon sehr hoch (ca. 8 A) werden.
Da lohnt es sich den Strom zu begrenzen, selbst wenn das Limit fest ist.
Beim Kit wäre da eine Diode vom Ausgang zum kleinen Transistor gegen
Störungen beim Einschalten eine Möglichkeit. Man kann so den
Spitzenstrom begrenzen - macht den Peak aber erst einmal auch länger.
Lurchi schrieb:> Da kann> es ggf. schon mal 50 µs dauern bis die Stromregelung wirklich anspricht.
Hm, ich denke das muss man mal relativ betrachten. Mir scheint der
China-Kit nicht soo schlecht zu sein. So manches kommerzielles LNG, das
mir hier über den Weg gelaufen ist, ist diesbezüglich locker um den
Faktor 10, wenn nicht gar 100, lahmer unterwegs.
M. K. schrieb:> Lurchi schrieb:>> Da kann>> es ggf. schon mal 50 µs dauern bis die Stromregelung wirklich anspricht.>> Hm, ich denke das muss man mal relativ betrachten. Mir scheint der> China-Kit nicht soo schlecht zu sein. So manches kommerzielles LNG, das> mir hier über den Weg gelaufen ist, ist diesbezüglich locker um den> Faktor 10, wenn nicht gar 100, lahmer unterwegs.
Die Ansprechzeit von 50 µs an sich wäre noch nicht so schlimm, ein
Problem ist das aber, wenn in der Zeit der Strom sehr weit hoch gehen
kann. In der Messung von Gerhard sind es rund 8 A bei der LED und ca. 15
A für den Kurzschluss. Für einen angenommenen Einbruch der Spannung von
10 V wären 10 A für 10 µs etwa die selbe Ladung wie im 10 µF
Ausgangskondensator. Für weniger Spannungshub aber auch mehr.
So wie die Schaltung ist wird eine gewisse Menge an extra Strom mal Zeit
benötigt um den Kondensator am OP für die Stromregelung zu laden.
Entsprechend wird die Ansprechzeit auch länger, wenn man einfach nur den
Strom begrenzt. Statt 10 A für 10 µs sind es Wahlweise (z.B. wenn die
Last es so will) ggf. auch 100 mA für 1 ms. Bis zum ansprechen der
Strombegrenzung fließt leicht vereinfacht einfach noch eine gewisse
extra Ladung (hier ca. 100 µAs).
Viele der kommerziellen LNGs nutzen das LDO Prinzip mit fliegendem
Regler. Dort kann man ohne großen Aufwand die Verzögerung kleiner
machen. Allerdings hat man dort in aller Regel einen deutlich größeren
Kondensator am Ausgang. Da hilft es dann auch nicht mehr wenn die
Strombegrenzung schneller anspricht. Mit etwas mehr Aufwand kann man
aber auch bei der Schaltung aus dem Kit das Ansprechen der
Strombegrenzung schneller machen, und den Spitzenstrom begrenzen. Der
Aufwand muss nicht groß sein: ein Diode parallel zu R21 könnte z.B. das
Ansprechen beschleunigen, sofern der Strom mehr als 1 A über dem
Sollwert liegt. Statt 10 µs bei 10 A wären es dann ggf. nur etwa 3 µs.
Wenn die Strombegrenzung sehr schnell anspricht ist das auch nicht immer
gewünscht, denn für ein schnelles ausregeln von Sprüngen im Strom hat
man intern beim Strom schon auch ein paar Spitzen. D.h. wenn die
Strombegrenzung zu schnell anspricht bekommt man auch schon unter dem
Stromlimit eine schlechtere Sprungantwort für Lastsprünge.
@Lurchi:
Nimm bitte nicht die NPN- und PNP-Typen von LTSpice, wenn die Simulation
von den Transistorwerten abhängig sein könnte. Diese Modelle haben
Eigenschaften, die KEIN realer Transistor in Summe hat. Somit sind dann
alle Deine Simulationen daneben und Deine Schlußfolgerungen - naja-
nicht richtig.
Blackbird.
Die beiden oben noch benutzten LTSpice default Transistoren sind relativ
unkritisch (für den Ruhestrom und Anti-Windup für die Stromregelung).
Ein erster ganz einfacher Schritt um beidem China Kit eine schnellerer
(ca. 2-3 mal) Reaktion der Stromregelung zu erreichen, wäre es schon
wenn man den OP für die Stromregelung mit weniger Spannung (z.B. ca. 10
V) zu versorgen. Mehr als etwa 2-3 V über der Referenzspannung braucht
man nicht. Das vereinfacht auch die Wahl der OPs, wenn man wirklich bis
30 V will.
Nur ganz kurz von mir. Es ist eigentlich kein Wunder, daß die Schaltung
im CC Modus unbefriedigend reagiert. Im CC Modus sind die zwei OPVs
sozusagen (zeitlich) in Serie geschaltet und ich sehe das als schwer
wiegenden Nachteil. Die Slew Rate und Regelgeschwindigkeit vom Spannungs
OPV geht in die Reaktion der Stromregelstife mit ein. Da ist das OR
Verknüpfung beider Stufen herkömmlicher (HP) LNGs schon günstiger.
In diesem Fall ist die von Lurchi vorgeschlagene Transistorstufe zum
Schnellen Reagieren eine mögliche Lösung. Bei den letzten beiden Bilder
von mir übrigens, ist das Ausgangs C nicht beteiligt und man sieht die
reine Reaktionszeit der CC Reglung.
Ich hoffe, daß ich heute später dazu komme die Transistor "Abwürgstufe"
als "Instant" Strombegrenzung hinzuzufügen.
Gerhard
Die default Transistoren und OPVs sind nicht zum Simulieren sondern um
eigene Modelle zu erstellen da.
Eine Simulation mit diesen default BEs kann, muss aber nicht
funktionieren oder die richtigen Werte ergeben.
Ist es so schwer, dort richtige Modelle einzusetzen?
Blackbird
So schlecht ist die Stromreglung eigentlich gar nicht bei der Schaltung.
Die Endstufe mit Emitterfolger zeigt halt prinzipbedingt die Tendenz zu
einem recht heftigen Peak im Strom für den Fall eines Kurzschluss. Für
den Kurzschlussfall muss der Regler die Spannung sehr schnell runter
bringen, und das braucht eine gewisse Zeit. Vor allem der Stromregler
bekommt ja auch kein sehr großes Signal am Eingang. Dazu kommt, dass
Anfangs der Stromregler noch etwas weg ist vom aktiven Bereich. D.h.
Anfangs Steuert der Spannungsregler noch der sinkenden Spannung
entgegen.
Der hohe Spitzenstrom sieht nicht gut aus, der Strom ist aber auch nicht
wesentlich mehr als die Ladung aus dem Ausgangskondensator. D.h. die
Schaltung ist auch ohne extra Limit noch schonender zur LED als ein
Netzteil mit 100µF Elko am Ausgang.
Dass beide OPs in Reihe sind hat auch eine positive Seite: der OP für
die Spannungsregelung hat eine Verstärkung von etwa 3 und der OP für die
Stromregelung muss entsprechend keine so hohe Verstärkung haben.
Man sollte aber wenn möglich die Versorgung für den OP der Stromregelung
nicht unnötig hoch haben, damit er nicht von der vollen Spannung (um 30
V) kommen muss. Auch etwa 10 V sollten für den OP ausreichen. Damit kann
die Stromregelung dann schon fast 3 mal schneller Ansprechen. Noch einen
Schritt weiter geht die Begrenzung der Ausgangsspannung des OPs für die
Stromregelung auf einen wert nur wenig höher als der Sollwert für die
Spannung, so wie oben mit dem extra Transistor im Plan schon gezeigt.
Ein andere mögliche Verbesserung wäre ein Diode parallel zu R21 (der
übliche Plan vom Kit) - auch das macht die Reaktion etwas schneller,
wenn der Strom wirklich hoch ist (es hilft aber nicht wenn der Strom nur
etwas zu hoch ist).
Ich baute den Strombegrenzungstransistor ein wie von Lurchi
vorgeschlagen.
Im Prinzip funktioniert es, obgleich dann die Endstufe zeitweise mit
325kHz schwingt. Die Schwingung hört auf sobald die OPVs die Schaltung
wieder unter Kontrolle haben.
Im Anhang einige Bilder mit Strombegrenzungstransistor:
Bild1: zeigt den Ausgangsstrom mit 2A/div wo die Schwingungen deutlich
sichtbar sind
Bild2: Zeigt den Ausgangsstrom und CC-OPV Ausgang
Bild3: Zeigt den Ausgangsstrom und CV-OPV Ausgang
Jetzt ohne Transistor:
Bild4: Zeigt den Ausgangsstrom und CC-OPV Ausgang
Bild5: Zeigt den Ausgangsstrom und CV-OPV Ausgang
Die zeitweise Schwingung wenn der Transistor aktiv ist, zeigt auch die
Simulation. Es hilf ein Widerstand (ca. 5 Ohm) am Emitter.
Auch das Verhalten mit dem Limit entspricht dem erwarteten: der
Strompeak wird begrenzt, aber auch deutlich länger. In guter Näherung
ist die Ladung konstant.
Um die Ladung zu reduzieren wäre eine Diode (ggf. Schottky) parallel zu
R21 ggf. eine Alternative. Der Spitzenstrom wäre weiter hoch, würde aber
nicht so lange anliegen. In der Simulation geht das recht gut. Wenn das
schnelle Limit nicht so niedrig ist, ließe es sich auch damit
kombinieren. Es hilft auch nicht immer, aber immerhin in vielen Fällen.
Ein anderer Punkt wäre es ggf. die Versorgung von U3 zu reduzieren.
Lurchi schrieb:> Die zeitweise Schwingung wenn der Transistor aktiv ist, zeigt auch> die> Simulation. Es hilf ein Widerstand (ca. 5 Ohm) am Emitter.
Interessant. Welche Frequenz ergab die Simulation? An den
Emitterwiderstand als Abhilfe hatte ich auch schon gedacht.
>> Auch das Verhalten mit dem Limit entspricht dem erwarteten: der> Strompeak wird begrenzt, aber auch deutlich länger. In guter Näherung> ist die Ladung konstant.>> Um die Ladung zu reduzieren wäre eine Diode (ggf. Schottky) parallel zu> R21 ggf. eine Alternative. Der Spitzenstrom wäre weiter hoch, würde aber> nicht so lange anliegen. In der Simulation geht das recht gut.
Das muß ich mir erst mal ansehen. Es wird Zeit bessere Schaltpläne zu
schaffen wo die Referenz Bezeichnungen leichter ersichtlich sind.
> Wenn das> schnelle Limit nicht so niedrig ist, ließe es sich auch damit> kombinieren. Es hilft auch nicht immer, aber immerhin in vielen Fällen.>> Ein anderer Punkt wäre es ggf. die Versorgung von U3 zu reduzieren.
Das werde ich vielleicht machen. Bedeutet aber Leiterbahnen zu trennen.
Ist kein Problem. Ich muß mir nur die Details überlegen. Wahrscheinlich
12V Zenerdiode für REF UND CC OPV und Vorwiderstand. Dreibeinregler wie
78L12 wäre hier Overkill.
Ich werde mal weitermachen. Wenn die Schwingung eliminiert werden kann,
lohnt sich diese erste Änderung schon mal. Wie lange gedenkst Du noch
aufzubleiben um Dir berichten zu können?
@Gerhard
Für die Spannungsbegrenzung von U3 könntest du ja vorübergehend die
vorhandenen "Landeplätze" für die angedachte Lüfter Regelung,
missbrauchen. Statt dem 7824 einen 7812/15 einsetzen. Der Ausgang des
Reglers ist ja frei belegbar !
Gruß Michael
Ein Emitterwiderstand alleine hilft noch nicht. Mit einem 1K Basis
Widerstand in Serie und 100pF zwischen C auf B, hört die Schwingung auf.
Sehe beiliegendes Oszi Bild. Kanal 2 zeigt den Ausgang des CC-OPVs.
Einstellungen: CC=10mA, 10V Ohne Last, Kurzschluß am Ausgang
Die beiden weiteren Bilder zeigen Kurzschluss Lastsprung von 0 auf 1.5A
und umgekehrt wieder auf Leerlauf.
Michael D. schrieb:> @Gerhard> Für die Spannungsbegrenzung von U3 könntest du ja vorübergehend die> vorhandenen "Landeplätze" für die angedachte Lüfter Regelung,> missbrauchen. Statt dem 7824 einen 7812/15 einsetzen. Der Ausgang des> Reglers ist ja frei belegbar !>> Gruß Michael
Hallo Michael,
Oh ja! Das ist ein guter Gedanke. Danke. Werde ich so machen. Weil wir
dabei sind, was hältst Du von diesen Unternehmungen und versuchten
"Verbesserungen" hier? Ich glaube, die von Lurchi vorgeschlagene
zusätzliche Transistorstrombegrenzung ist definitiv nützlich. Die
Schottky Diode zum CC Eingang hin über R21 werde ich auch noch
hinzufügen. Muß aber erst eine solche Diode suchen;-)
Gruss,
Gerhard
Anbei ein Vergleich mit HP Schottky Diode 5200-2900 parallel zu R21.
Cathode zum OPV Eingang hin.
Den Oszi hatte ich auf Doppelspeicherung umgeschaltet um den Effekt der
Diode direkt vergleichen zu können.
Wie Lurchi schon mit der Simulation vorausgesagt hatte, verkürzt diese
Modifikation die Ansprechzeit um satte 80% auf wenig mehr als 10us. Auch
der CC-OPV reagiert deutlich schneller.
Mit diesen Modifikationen hat sich das Problem des momentanen Überstroms
beträchtlich reduziert und verdient permanent installiert zu werden.
Mein Hut ab. Lurchi!
Gerhard O. schrieb:> Ich baute den Strombegrenzungstransistor ein wie von Lurchi vorgeschlagen.
Super. Wie praktisch, wenn man das Netzteil schon vorliegen hat.
Gerhard O. schrieb:> verkürzt diese Modifikation die Ansprechzeit um satte 80% auf wenig mehr als
10us
Super Ergebnis.
Man sollte jedes Netzteil überprüfen...
Gerhard O. schrieb:> Bei mir sind ein 2SD1047 (Endstufe) und 2SD882 (Darlington Eingang)> eingebaut
Wäre halt noch gut, brauchbare Spice Modelle für die zu finden.
Michael B. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Ich baute den Strombegrenzungstransistor ein wie von Lurchi vorgeschlagen.>> Super. Wie praktisch, wenn man das Netzteil schon vorliegen hat.
Zur Zeit ist es noch die Leiterplatte mit fliegenden Drähten herum auf
den Labortisch.
>> Gerhard O. schrieb:>> verkürzt diese Modifikation die Ansprechzeit um satte 80% auf wenig mehr als> 10us>> Super Ergebnis.>> Man sollte jedes Netzteil überprüfen...
Das wäre schon interessant.
>> Gerhard O. schrieb:>> Bei mir sind ein 2SD1047 (Endstufe) und 2SD882 (Darlington Eingang)>> eingebaut>> Wäre halt noch gut, brauchbare Spice Modelle für die zu finden.
Da man nicht weiß ob die beigegebenen Transistoren wirklich das der
Aufschrift nach sind, möchte ich die Originaltransistoren von DK zum
Vergleich bestellen. Die sind dort alle erhältlich.
Ich könnte dann die Transistoren am Curve Tracer vergleichen. Vielleicht
erkennt man doch signifikante Unterschiede.
Um den Unterschied zwischen SD1047 und einem verkappten TP3055 zu
erkennen, könnte man eine 10MHz Klasse C HF Endstufe aufbauen. Da müsste
sich der Unterschied sofort erkennen lassen weil der 3055 Die im
Vergleich sehr "müde" ist.
Man könnte ggf. untersuchen ob eine mit einer Diode überbrückten 1-5uH
Induktivität am Eingang der Endstufe den Spitzenstrom dynamisch
begrenzen würde um der Elektronik mehr Zeit zu geben mit dem plötzlichen
Kurzschlussstromanstieg fertig zu werden. Was meint ihr? Die Diode soll
nur gespeicherte Energie auffangen damit keine Spannungsspitzen durch
das L entstehen.
Eine Induktivität an der Kollektorseite ist eher keine gute Idee. Die
stört auch schon bei der normalen Benutzung.
Schon so sollte in den meisten Fällen (es hängt davon ab wie sehr die
Spannung runter geht) die extra Ladung bis die Strombegrenzung anspricht
kleiner sein als die aus dem 10 µF Ausgangskondensator.
Ein kleines Problem habe ich noch mit der Stromregelung gefunden. Wenn
die Spannung bei Überlast / Kurzschluss sehr schnell zusammenbricht,
kann es zu einer Überreaktion kommen. Der Strom geht nach dem schnellen
Peak am Anfang für einige Zeit ganz auf 0 zurück. Unschön wird das vor
allem, wenn das eingestellte Stromlimit niedrig ist.
Schön ist das nicht, aber auch nicht so schlimm.
Lurchi schrieb:> Eine Induktivität an der Kollektorseite ist eher keine gute Idee.> Die> stört auch schon bei der normalen Benutzung.
Meinst Du, es ist nicht einmal ein Versuch wert? Viel kann ja mit der
Diode übers L eigentlich nicht passieren. Es ist klar, daß das L nur so
groß wie unbedingt nötig sein darf. Die erste 1-2us ist halt ein Bereich
wo die Steuerung im Augenblick machtlos ist. Man müsste auch überlegen
ob man den CV OPV etwas schneller tum teagieren bringen kann. Allerdings
ist danach die Ladung des 10uF Cs der begrenzende Faktor.
>> Schon so sollte in den meisten Fällen (es hängt davon ab wie sehr die> Spannung runter geht) die extra Ladung bis die Strombegrenzung anspricht> kleiner sein als die aus dem 10 µF Ausgangskondensator.
Das stimmt. Ich denke, die beiden Modifizierungen haben das Problem der
überhohen Stromspitze praktisch fast gelöst. Der Ausgangselko trägt ja
immer noch zu einem Strom Peak bei.
>> Ein kleines Problem habe ich noch mit der Stromregelung gefunden. Wenn> die Spannung bei Überlast / Kurzschluss sehr schnell zusammenbricht,> kann es zu einer Überreaktion kommen. Der Strom geht nach dem schnellen> Peak am Anfang für einige Zeit ganz auf 0 zurück. Unschön wird das vor> allem, wenn das eingestellte Stromlimit niedrig ist.> Schön ist das nicht, aber auch nicht so schlimm.
Ja, das ist mir messtechnisch auch aufgefallen.
Brauchbar als Einsteiger LNG ist das Banggood Produkt auf alle Fälle.
Ich wiederholte die zwei Kurzschluß Beobachtungen mit dem CV-OPV
gleichzeitig sichtbar bei 10mA und 1A Kurzschluß.
CH1: 2A/DIV
CH2: CC-OPV (Trigger Source)
CH3: CV-OPV
Der CV-OPV läßt sich vergleichsweise sehr viel mehr Zeit um die Endstufe
runter zusteuern.
> @Lurchi:> ... Wenn die Spannung bei Überlast / Kurzschluss sehr schnell> zusammenbricht, kann es zu einer Überreaktion kommen. Der Strom geht nach> dem schnellen Peak am Anfang für einige Zeit ganz auf 0 zurück.
Das zweigte Bild zeigt das Verhalten mit 1A CC Einstellung. Ein paar us
wird der Strom auf Null gewürgt und dann erst ist der Ausgangsstrom
geregelt.
Hi, nach 5 Seiten wird's jetzt endlich mal interessant!
R21(10k) ist dann wohl von U3 invertierender Eingang nach (-) Output und
diesem wird eine Schottky parallel geschaltet. Hab ich das so richtig
verstanden, das dadurch die Strombegrenzung um 80% schneller reagiert?
Ich habe vor ca. einem Jahr einen Schaltplan in Eagle erstellt, den
würde ich dann gerne mit den Mods ergänzen und hir zur Verfügung stellen
!
Leider kann ich nicht versprechen, wann das sein wird, weil mich seit
einer Woche eine widerliche Grippe blockiert und ich nur auf dem Tablet
beschränkt bin.
Was die Endstufe betrifft, sind die 2SD Typen für den niederfrequenten
Bereich angedacht.
Evtl sollte man die mal gegen 2SC Typen tauschen, wie z.B. 2SC3280/81
oder 2SC5100
Michael D. schrieb:> Hab ich das so richtig> verstanden, das dadurch die Strombegrenzung um 80% schneller reagiert?
Hallo Michael,
Ja. Die Diode muß mit der Kathode zum CC OPV schauen damit C8 schneller
entladen wird. Das hat einen dramatischen Effekt bei Kurzschluß. Siehe
beiliegende Handskizze.
Die zusätzliche "Abwürgeschaltung" verhindert die 15A Stromspitze bei
Kurzschluß und begrenzt den maximalen Strom dann auf rund 1.4A bis die
CC Schaltung dann endlich hinterher hinkt.
Bezüglich der Transistoren habe ich mir noch nicht zu viele Gedanken
gemacht. Wichtig ist auch das genügend SOA Spielraum vorhanden ist.
Diesbezüglich ist der SD1047 eigentlich gar nicht so schlecht.
Ein ausführliches und komplettes CAD Schaltbild wäre sicherlich sehr
nützlich. Ich hatte vor meine eigenen mit PR99 zu machen. Eagle ist aber
weit gebräuchlicher und zugänglicher.
Wünsche Dir noch gute und baldige Besserung!!!
Gruss,
Gerhard
Schlafstörungen kommen auch noch hinzu, ich mach bestimmt nicht mehr
lange...:-)
Sooo Gerhard, ich mußte eh mal an die Luft, da konnte ich es nicht
lassen.
Anbei mal der gemoddete Plan (NetzteilBanggood-MOD 2.0)
Der war schon vom April 2016, daher hab ich auch 8x Gleichrichterdioden
1N5408 verbaut und 2x 4700µF (einer davon fand auf der Unterseite der
Platine seinen Platz).
Statt dem LM7824/12 wurde, wie schon erwähnt, der LM2574 für die
Instrumente verwendet. Den SteUp deswegen, weil mir die Linearegler zu
heiss wurden!
Was für eine Bewandtnis der C15/10µF hatte, weiß ich gar nicht mehr...
Wie man die originale Platine für den Mod umgestaltet, mach ich mir mal
Gedanken, damit das hinterher nicht ganz so verranzt aussieht.
Und übrigens hattest du Recht, der 2SD1047/140V/12A/100W/20MHz ist ganz
gut geeignet. Gegenüber dem Lahmar... 2N3055 mit gerade 2,5MHz.
Übrigens meinte ich da oben den 2SC5200/230V/15A/150W/30MHz, nicht den
2SC5100
Den 2SD882 sollte man evtl. gegen einen Spannungsfesteren Typen
tauschen.
V/CBO=40V und V/CEO=30V laut Datenblatt, könnte eng werden...
Gruß Michael
Anbei mal die originale Platine(ober u. Unterseite)
1.Pic im originalen Zustand
2.Pic schon mal ein wenig gemoddet. Die Pads für die Endstufen, habe ich
auf 4xLöcher erweitert, da passen die blauen Schraubklemmen hervorragend
drauf.
EDIT: Statt 2x4700µF hatte ich wohl einen 10mF Elko verwendet, sehe ich
gerade.
Michael D. schrieb:> Schlafstörungen kommen auch noch hinzu, ich mach bestimmt nicht mehr> lange...:-)
Hallo Michael,
Nach allen Deinen Aktivitäten dachte ich mir nun schon, es ginge Dir
besser. Wie man sich manchmal täuschen kann;-)
Es ist schon mal gut das Schaltbild auf den neuesten Stand zu bringen.
Danke für die Arbeit mit den Unterlagen. Meine Leiterplatte ist in
einigen kleinen Details übrigens etwas anders. Der 7824 sitzt bei mir
direkt an der Rückseite und hat keine Provisionen für Kondensatoren.
Da ich beabsichtige nur bis 2A hinauf zugehen, ist die Verdopplung des
Gleichrichters vielleicht noch nicht notwendig. Sonst würde ich eher
einen der flachen viereckigen Typen für Einlochmontage bevorzugen weil
sich der dann gleich am Chassis kühlen lässt. Auch wäre eine
automatische oder manuelle Trafoumschaltung zur Verringerung der
Kurzschlussverlustleistung zu erwägen. Die früher bekannten B(40)80C5000
gibt es wahrscheinlich nicht mehr im modernen Lieferprogramm.
Ich hatte mir schon gedacht die "Abwürge" Begrenzungsschaltung direkt am
SD1047 arbeiten zu lassen und einfach einen Serienwiderstand am Emitter
einzufügen und den Messtransistor dort dran zu machen. Das ist
leiterplattenmäßig leichter durchzuführen oder auch nur rein extern.
Bezüglich der Transistoren gebe ich Dir recht. Der SD882 ist eng. Ich
möchte immer mindestens 50% Reserve haben.
Prinzipiell wäre auf lange Sicht gesehen eine neue LP wünschenswert um
alle Erweiterungen miteinbeziehen zu können.
Für verbesserte Spannungsstabilität würde ich auch vorschlagen die
messtechnisch kritischen Widerstände durch stabilere 1%
Metallfilmwiderstände zu ersetzen. Die Referenzdiode könnte man auch
durch was Besseres auswechseln. Für den Stromzweig gilt das Gleiche. Der
0R47 könnte man später zur Verringerung des Temperaturgangs
belastungsmäßig gegen einen wesentlich leistungsstärkeren stabilen
Widerstand auswechseln. (Bei 3A werden dort 4.5W verbraten)
Nachtrag: Die -Vee Spannung sollte für maximalen Spannungsbereich des
LNGs nur so groß wie unbedingt notwendig sein. -5V ist zu großzügig weil
es die Versorgungsspannung der OPVs unnötig vergrößert. 1.5V sollten für
einige der in Frage kommenden OPVs ausreichen
Bis dann,
Gerhard
Bei der negativen Versorgung muss man schon genügend Reserve haben. Das
hängt auch von den OP Typen ab. Der TL081 könnte ggf. Probleme machen
wenn man an Eingang den Common-mode Bereich verlässt. Der OP für die
Spannungsregelung muss eigentlich nur bis etwa 0 V runter. Der OP für
die Strombegrenzung muss bis etwa -1 V am Ausgang können, um die
Sollspannung sicher bis etwas unter 0 zu bringen. Je nach OPs sind die
-5 V nicht so falsch für den TL081.
Die hohe Positive Spannung braucht eigentlich nur der OP für die
Spannungsregelung. Dort sollte man ggf. einen extra Begrenzung (=
einfache Regelung mit NPN als Emitterfolger und ca. 30 V Zener)
vorsehen. Es könnte sich auch lohnen für diese Spannung einen extra
Filterkondensator vorzusehen, damit man die Rippel Einbrüche nicht so
hat. Wenn man da 2 extra Dioden für die Gleichrichtung spendiert
verliert man auch keine extra Spannung.
Die anderen beiden OPs sollten mit etwa 12 V Versorgung auskommen. Vor
allem für die Stromregelung hilft es wenn die Spannung da nicht zu hoch
werden kann. Als Minimallösung eine Zenerdiode in Reihe.
An den OPs sollten lokale Kondensatoren für die Entkopplung der
Versorgung sein.
Die neg. Seite der Versorgung des OPs für die Referenz sollte besser an
GND sein, und nicht am neg. Ausgang. So wird der Ruhestrom des OPs nicht
mitgemessen.
p.s. Schaltpläne von Eagle oder ähnlichen besser als .PNG file. Das ist
in der Regel kleiner und besser lesbar als .JPG.
Bei den Widerständen für die Spannungseinstellung wäre der Poti vor
allem das Limit. Von daher muss man es für R5,R6 und R33, R12 nicht
übertreiben.
Für das schnelle Abwürgen von Strompeaks könnte man ggf. auch den schon
vorhandenen Q1 nutzen, mit einer Diode vom Ausgang zur Basis und dann
ggf. R und C dazu für die Stabilität. Das Stromlimit wäre dann etwas
höher (ca. 2,8 A - für eine 2 A Version des LNG etwa passend). Die Frage
wäre aber ob man nicht statt dessen die 0.47 Ohm etwas verkleinert und
das Limit weiter bei etwa 0.6 V am shunt hat. Mit 2 A über die 0.5 Ohm
hätte man bereits 2 W am Shunt und damit ggf. schnell Drift von der
Eigenerwärmung. Die Relativ hohe Spannung kommt aber natürlich der
Regelung entgegen.
Zu klären wäre auch noch wie man die Strommessung mit einbindet. Die
fertigen Module dürften für einen deutlich kleineren Shunt gemacht sein.
Um die Überreaktion bei der Strombegrenzung etwas zu reduzieren könnte
man parallel zu R33 noch eine Diode (etwa 1N4148, keine Schottky wegen
Leckstrom) haben, mit der Kathode am Eingang des OPs. Nach einem
schnellen Einbruch der Ausgangsspannung (etwa einem Kurzschluss) wird
der Eingang des OPs ggf. negativ und kommt so der Stromregelung in die
Quere. Je nach OP könnte das schon gut sein, um zu verhindern das im
schlimmsten Fall die Spannung zu negative wird. In der Simulation wird
damit die Aus-phase in der Stromregelung nach einen Kurzschluss etwas
kürzer - keine 100% Lösung aber einfach. Mehr als Nebeneffekt wird auch
das Ansprechen der Strom-Regelung in manchen Fällen noch minimal
schneller.
@Lurchi,
habe gerade Deine Gedanken dazu gelesen und denke man sollte Deine
vorgeschlagenen Versuche weiterführen. Danke.
Bald werden wir eine neue LP brauchen um Platz für alle Änderungen zu
haben:-)
Werde mich voraussichtlich heute Abend oder morgen damit befassen.
Gerhard
Die Änderungen halten sich eigentlich noch in Grenzen, zumindest für die
ersten Tests.
Später wird man ein neues Layout brauchen, vor allem für so etwas wie
Spannungsbegrenzung und extra Filter / Gleichrichter für den OP.
Das Layout hat auch eine leichte Schwäche, wie die Spannung angegriffen
wird. Wenigstens bis zur Buchse sollte man zwischen den Leitungen für
Strom und Spannung unterscheiden. Für den positiven Pol fehlen da ein
paar cm.
Der Abgriff für den Shunt an der neg. Seite ist auch schlecht - so hat
man einiges an Ripple beim Strom zu erwarten. R17 (zum Poti für den
Strom) solle direkt vom Shunt kommen, nicht erst über den Elko.
Immerhin hat das Layout von Kit schon eine recht kleine Fläche für den
Haupt-Stromfluss vom Elko zum Ausgang. Die thermische Kopplung der
Dioden passt auch.
Dieses Kit scheint ja sehr interessant zu sein. Trozdem werde ich mir
jetzt, auch weil ich hier ständig mitgelesen habe, dieses Funkschau
Netzgerät bauen. Am besten zwei mal und dann bei Bedarf koppeln (seriell
und parallel) - soll ja funktionieren.
Mein Problem ist nur aus den unzähligen Anleitungen und Schaltbildern
hier im Forum den herauszufinden, der auch fehlerfrei ist.
Eine nette Endstufe (4x2N3055) mit großem Kühlkörper und einen schönen
Trafo (ca. 2x30V/3A - muss ich noch ausmessen) hab ich schon. Und das
meiste Kleinzeug liegt ohnedies rum.
Walter
Na ja, 2 komplette Kits inkl. Potis mit Anschlussverl., 1%
Metallwiderstände etc. für knappe 10€ ? Ich wüsste jetzt nicht, was
dagegen spricht!?
Die Kits gehen auch bis 5A, wenn nötig. Für Leiterbahnverstärkung kloppe
ich immer 1,6er Kupferdraht mit dem Hammer(dängeln) platt (siehe Pic).
Beide in Serie schalten, ist ebenfalls kein Problem! Beim Seriellen
Betrieb, wäre vielleicht noch eine Trackingschaltung von Vorteil.
Wie auch immer, warum neue Platinen ätzen, Löcher bohren etc, wenn es
schon "fast" alles fertig angeboten wird? Aber das muß ja jeder selber
wissen.
Gruß Michael
Warum? - weil bei diesem China Kit Umbau nichts weitergeht - und zum
selber entwickeln reicht mein Elektronik Wissen einfach nicht :-(
Und weil, soweit ich es verstanden habe, die Tracking Funktion beim
Funkschau Netzteil bereits eingebaut ist.
walta
Das China Kit (Regler mit Endstufe als Emiterfolger) und das Funkschau
Netzteil (LDO, so wie oft von HP genutzt) sind 2 verschiedene LNG
Konzepte. Beide haben ihre eigenen Vor/ Nachteile:
Die LDO Variante ist flexibler in der Spannung und lässt sich gut mit
digitaler Anzeige / Steuerung kombinieren. Dafür ist die
Spannungsregelung i.A. langsamer und braucht in der Regel einen größeren
Ausgangskondensator. Durch den relativ großen Ausgangskondensator hilft
es auch nichts dass die Stromregelung an sich schnell sein kann. Die
Umschaltung von Trafowicklungen ist auch eher etwas einfacher. Man
braucht zusätzlich die Trafowicklung für die Hilfsspannung. Während die
LDO Variante auch relativ gut mit MOSFETs geht (sofern man die FBSOA
beachtet und keine MOSFETs parallel schalten muss), lässt sich das
Prinzip mit Emitterfolger nicht gut auf MOSEFTs übertragen.
Bei der alten Funkschau Schaltung sind zum Teil auch noch kleinere
Schwächen mit drin (etwa keine so gute Stabilität bei großer Kapazität,
ggf. Art der Spannungseinstellung).
Mit den eigentlich sinnvollen Änderungen ist die Frage ob die Platine
aus dem Kit noch zu nutzen ist. Ein paar Unterbrechungen und fliegende
Drähte würde es schon brauchen. Im Originalzustand passt das Kit auch
nicht für 30 V und 3 A wie angepriesen, sondern für maximal etwa 15 V (
wenn man den TL081 nicht mit zu viel Spannung quälen will) und besser
auch nur 2 A. Von daher macht es schon Sinn wenigstens für eine etwas
höhere Spannung ein wenig zu tun. Mit Änderungen könnte man mit den
TL081 OPs immerhin bis auf etwa 25-27 V kommen.
Michael D. schrieb:> Na ja, 2 komplette Kits inkl. Potis mit Anschlussverl., 1%> Metallwiderstände etc. für knappe 10€ ? Ich wüsste jetzt nicht, was> dagegen spricht!?
Nun ja, ich hab's mal simuliert, inclusive Trafo. banggood.asc mit den
Bauteilnamen und Werten aus
https://img.banggood.com/file/products/201505080459530-30Vinstall.pdf
Läuft nicht.
Weil die OpAmp je 22mA ziehen, braucht es aus der negativen Versorgung
66mA und dafür reicht die Villard-Schaltung nicht.
Man muss die Kondensatoren vergrössern und die Widerstände verkleinern,
wie ich das in banggood_good.asc gemacht habe (C2=C3=470uF,
D5=D6=1N4004, R2=22R R3=47R).
Es kann zwar sein, daß die TL081 Simulations-Files zu viel Strom
simulieren, aber sie sind immerhin von TI. Mich wundert also, warum noch
kein Nachbauer damit Probleme hatte.
Und dann zerplatzt es, weil bei einem 30~ Trafo wie vorgeschlagen die
Betriebspannung für die OpAmps einfach viel zu hoch ist, man darf
höchstens einen 24V~ Trafo verwenden wie schon gesagt wurde. Da die
Schaltung das Netzteil mitsimuliert, kann man den Spannungseinbruch bei
Last sehen. Das geht bei 3A schon mal unter 24V und schafft damit keine
20V Ausgangsspannung.
Dann ist die Reaktion des Netzteils auf Lastwechsel nicht so besonders,
schaut selbst und simuliert selbst.
Stabil ist es auch nur mit den gewählten Transistormodellen. Die
Originale gibt es leider nicht. Nimmt man andere (z.B. BD179 statt
2N3019), schwingt es schon mal.
Wenn jemand Lust hat und sich damit auskennt, kann er ja mal die
Reglerstabilität prüfen und bewerten.
Michael,
Bei mir werden bei 25V Betriebsspannung gerade 8.5mA von den drei OPVs
gezogen. Irgendwas stimmt da nicht in der Analyse. Zwischen 0-1.5A
ändert sich der Stromverbrauch kaum. Auch fühlen sich alle drei OPVs
kalt an. Es sind TL081.
Gruß,
Gerhard
Nachtrag: Bei minimalen CC ist die Stromaufnahme 8.5mA
Im CV Modus sinkt der Strom auf 7.3mA die OPV Stromaufnahme reagiert auf
den Laststrom nur minimal um +/- 1mA.
Michael B. schrieb:> Michael D. schrieb:>> Na ja, 2 komplette Kits inkl. Potis mit Anschlussverl., 1%>> Metallwiderstände etc. für knappe 10€ ? Ich wüsste jetzt nicht, was>> dagegen spricht!?>> Nun ja, ich hab's mal simuliert, inclusive Trafo. banggood.asc mit den> Bauteilnamen und Werten aus> https://img.banggood.com/file/products/20150508045...>> Läuft nicht.>> Weil die OpAmp je 22mA ziehen, braucht es aus der negativen Versorgung> 66mA und dafür reicht die Villard-Schaltung nicht.> Man muss die Kondensatoren vergrössern und die Widerstände verkleinern,> wie ich das in banggood_good.asc gemacht habe (C2=C3=470uF,> D5=D6=1N4004, R2=22R R3=47R).>> Es kann zwar sein, daß die TL081 Simulations-Files zu viel Strom> simulieren, aber sie sind immerhin von TI. Mich wundert also, warum noch> kein Nachbauer damit Probleme hatte.
Siehe meinen vorherigen Post. Das kann ich nicht bestätigen.
>> Und dann zerplatzt es, weil bei einem 30~ Trafo wie vorgeschlagen die> Betriebspannung für die OpAmps einfach viel zu hoch ist, man darf> höchstens einen 24V~ Trafo verwenden wie schon gesagt wurde. Da die> Schaltung das Netzteil mitsimuliert, kann man den Spannungseinbruch bei> Last sehen. Das geht bei 3A schon mal unter 24V und schafft damit keine> 20V Ausgangsspannung.
Dagegen läßt sich wie schon von Lurchi vorgeschlagen was unternehmen.
Abgesehen davon ist ein 20V LNG auch nicht gerade unbrauchbar. 25-27V
sollten aber auf alle Fälle machbar sein.
>> Dann ist die Reaktion des Netzteils auf Lastwechsel nicht so besonders,> schaut selbst und simuliert selbst.
So schlecht ist es doch nicht. Statisch ist die Regulierung 1mV zwischen
0 und 1.5A Laststromwechsel. Auch dynamisch ist die Reaktion auf
Lastwechsel nicht so schlecht und durchaus mit allen anderen LNGs
vergleichbar. Es regelt sogar innerhalb von 5uS einen 50 auf 100%
Lastwechsel aus.
>> Stabil ist es auch nur mit den gewählten Transistormodellen. Die> Originale gibt es leider nicht. Nimmt man andere (z.B. BD179 statt> 2N3019), schwingt es schon mal.
Konnte ich absolut nicht beobachten. Ich habe alle möglichen Lasten
angeschlossen und absolut keine Tendenz zu Schwingungen fesstellen
können. Ich habe bis zu 4700uF getestet.
>> Wenn jemand Lust hat und sich damit auskennt, kann er ja mal die> Reglerstabilität prüfen und bewerten.
Einige Oszi Bilder belegen ja schon die Eigenschaften etwas.
.
Das passiert beispielsweise, wenn man das Originalneztzteil (mit
aufgebohrter Negativversorgung) mit einem 24V~ Trafo versorgt (0.5 Ohm
Quellwiderstand realistisch bei 5A Trafo, also 26.5~ Leerlauf und
37.5Vpeak im Leerlauf), und dem Netzteil 30V/3A(300mA/30mA) abverlangt,
oder von Sekunde 0.3 bis 0.4 24V/2.4A(240mA/24mA).
Es kommen gerade mal 18V raus.
Dennoch müssen die OpAmps schon 40V aushalten, das wird bei +/-10%
Netzspannung nicht besser sondern 44V überschreiten. Eigentlich verträgt
es also nur einen 20V~ Trafo.
Gerhard O. schrieb:> Bei mir werden bei 25V Betriebsspannung gerade 8.5mA von den drei OPVs> gezogen. Irgendwas stimmt da nicht in der Analyse.
Das ist eine gute Auskunft, daher schafft die Originalschaltung wohl die
Negativversorgung. Das Datenblatt
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/tl081.pdf sagt auch 1.4mA typ und 2.8mA
maximal. Ich weiss nicht, warum die Simulation 20mA aus plus und 20mA
aus minus pro OpAmp zieht, am Ausgangsstrom liegt's jedenfalls nicht,
der liegt eher bei 2.8mA.
Gerhard O. schrieb:> Es regelt sogar innerhalb von 5uS einen 50 auf 100% Lastwechsel aus.
Ja, Spannung regelt es schnell, dank kleinem Ausgangskondenstaor. Anbei
1.6A auf 3.2A / 160mA auf 320mA, 16mA auf 32mA bei ca. 16V.
Mal mein Senf dazu...
es wird sich zu arg an dem Trafo mit 30V AC Spannung orientiert. Das ist
für meine Begriffe zu hoch gegriffen (wir wissen doch, das die
Chinamänner gerne übertreiben). Ich selber habe 2x 18V AC / 3,15A
verbaut, in meinen Augen vollkommen ausreichend.
Da ein Labornetzgerät immer 2 voneinander unabhängige Spannungsquellen
haben sollte, bietet es sich ja an, diese Kits in 2facher Ausführung
einzubauen. Dann würden auch die Bauteile nicht bis auf Limit gestresst
und bei höherem Spannungsbedarf , fährt man eben in Serie. Das
funktioniert bei mir ohne Probleme
Die OPVs könnten mittels 30-33V Zenerdiode und Vorwiderstand geschützt
werden. Das schließt unerwartete Schäden durch zu hohe Netzspannungen
aus. Besser wären natürlich noch 44V OPVs. Sonst empfiehlt sich besser
ein HP fliehenden Regler LNG Konzept.
Daß Deine Simulation so hohe Ströme voraussagt ist möglicherweise einem
Fehler im Modell zugrunde zu legen. Das Datenblatt des TL081 bestätigt
ja aich meine Vergleichs Messungen.
Ich habe allerdings vor dieses Design als Doppel LNG nur für 0-20V, auch
wegen der 0-20V LCD Doppel Instrumente die ich hier schon vorstellte,
auszulegen. Da dürften die OPVs im sicheren Spannungsbereich sein. Das
zweite LNG wird dann im Tracking Modus betrieben wo das positive LNG der
Master ist und das negative ein Sklave mit einstellbaren Tracking
Verhältnis ähnlich wie beim HP6237A.
Michael D. schrieb:> Mal mein Senf dazu...> es wird sich zu arg an dem Trafo mit 30V AC Spannung orientiert. Das ist> für meine Begriffe zu hoch gegriffen (wir wissen doch, das die> Chinamänner gerne übertreiben). Ich selber habe 2x 18V AC / 3,15A> verbaut, in meinen Augen vollkommen ausreichend.> Da ein Labornetzgerät immer 2 voneinander unabhängige Spannungsquellen> haben sollte, bietet es sich ja an, diese Kits in 2facher Ausführung> einzubauen. Dann würden auch die Bauteile nicht bis auf Limit gestresst> und bei höherem Spannungsbedarf , fährt man eben in Serie. Das> funktioniert bei mir ohne Probleme
Ja. Ich sehe das ähnlich. Für höhere Spannungen ist das HP Konzept
einfach besser geeignet.
Mike, wieder im Bereich der Lebenden?
.
Michael B. schrieb:>> Bei mir werden bei 25V Betriebsspannung gerade 8.5mA von den drei OPVs>> gezogen. Irgendwas stimmt da nicht in der Analyse.>> Das ist eine gute Auskunft, daher schafft die Originalschaltung wohl die> Negativversorgung. Das Datenblatt> http://www.ti.com/lit/ds/symlink/tl081.pdf sagt auch 1.4mA typ und 2.8mA> maximal. Ich weiss nicht, warum die Simulation 20mA aus plus und 20mA> aus minus pro OpAmp zieht, am Ausgangsstrom liegt's jedenfalls nicht,> der liegt eher bei 2.8mA.
Hmm, habe jetzt TL071 Modell von TI benutzt, auch 20mA, und TL081 Modell
von 1992 von ST, da steigt dann die Versorgungsspannung auf 100V... Ich
musste das Modell auch in der Parameterliste anpassen, damit es zum
OpAmp2 von LTSpice passt. Irgendwas im Modellkern wird aber für LTSpice
offenbar unpassend sein. Schade, der hätte 4.8mA gezogen. Mit LT1057
hingegen geht es, auch mit der Originalbestückung in der
Negativversorgung.
Michael D. schrieb:> es wird sich zu arg an dem Trafo mit 30V AC Spannung orientiert.
Na ja, das ist, zusammen mit 30V/3A, halt die Angabe des Anbieters.
Michael D. schrieb:> Ich selber habe 2x 18V AC / 3,15A> verbaut, in meinen Augen vollkommen ausreichend.
Was kannst du denn damit aus dem Netzteilkanal ziehen ?
Nach Simulation werden schohn 15V bei 2A damit knapp.
Die originale Kit Schaltung hat mit der zu hohen Spannung ein Problem,
das ist bekannt. Ein 18 V Trafo ist schon passender als die
vorgeschlagenen 24 V. 15 V und 2 A können damit schon knapp werden. Ein
etwas größerer Filterkondensator wäre da schon nötig für 2 A.
Die versprochenen 30 V wird man mit der Schaltung und dem TL081 kaum
hinbekommen - da wird es mit maximal 36 V Versorgung zu knapp, auch wenn
man die neg. Versorgung noch etwas reduziert (ca. -4 V sollten es
mindestens sein, damit es mit dem input common mode hinkommt).
Um viel Leistung trotz des eingeschränkten TL081 zu bekommen sollte man:
1) die Spannung für den OP per Widerstand und Zener und ggf. Transistor
begrenzen.
2) die Spannung für den Ausgangs OP separat filtern, damit man dort die
Einbrücke der Spannung nicht so stark hat.
3) für mehr Strom auch den Filterkondensator vergrößern. Für 2 A eher
4700 µF , für 3 A auch schon mal 6800 µF.
4) für einen hohen Strom den 0.47 Ohm Widerstand verkleinern (bzw. einen
2. parallel). Die 0.47 Ohm sind eher passend für etwa 1-2 A.
Es dürfte sich lohnen die Spannung für den OP extra zu filtern (2 extra
Dioden als Gleichrichtung), weil die maximale Ausgangsspannung bei etwa
3-4 V unter der Versorgung des OPs liegt. Die Spannung für den
Hauptstrom vom Transistor darf niedriger sein - da reicht etwa 1-1.5 V
an Reserve.
Der OP für die Ref. Spannung muss nicht über die negative Spannung
versorgt werden. Da reicht die normale Masse. Im original Plan wird da
sogar der Punkt hinter dem Shunt gewählt - besser wäre aber wohl vor den
shunt.
Blackbird schrieb:> Versuche es mal damit:
Danke, ändert leider nichts, es bleibt bei knapp 20mA Stromaufnahme.
Am besten funktioniert derzeit der LT1057 als Ersatz für den TL071, dann
kann die negative Versorgung so bleiben wie bei Banggood.
banggood_LT1057.asc
Die aufwändige Z-Dioden Schaltung (die bei banggood sinnlos ist weil sie
eine schlechte 5V1 Z-Diode verwendet und keine 1N829 bei der die
Stromversorgung der Z-Diode abgeleitet aus der Z-Dioden Spannung
vielleicht noch Sinn machen würde) kann man gut durch einen TL431
ersetzen.
banggood_TL431.asc (benutzt TL431.asy, TL431A.mod)
Die langsame Stromregelung ist auf C4 zurückzuführen, mit 1nF statt
100nF wird das schon viel angenehmer, sogar 1pF funktioniert bei mir
bisher ohne Schwingungen, ich denke mal, der Kondenstaor ist da einfach
unsinnig und falsch vom Konzept her.
banggood_LT1057_TL431_1n.asc
Michael B. schrieb:> Die langsame Stromregelung ist auf C4 zurückzuführen, mit 1nF statt> 100nF wird das schon viel angenehmer, sogar 1pF funktioniert bei mir> bisher ohne Schwingungen, [..].
In der realen Schaltung oder in der Simulation?
Erwin E. schrieb:> In der realen Schaltung oder in der Simulation?
Ich habe den Bausatz nicht, nur die Simulation. Aber ich beginne mich in
ihr zurechtzufinden. Realistischer wird es mit realen Kondensatoren
(ESR). Aber so lange keine Modelle für 2SD882/2SD1047 vorliegen....
Der Kondensator C4 hat 2 Funktionen: einmal sorgt er für ein absichtlich
langsames Erholen der Spannung nach einem Ansprechen der
Strombegrenzung. Wie langsam das sein soll ist sicher Geschmackssache.
Die 100nF halte ich auch eher für groß.
Der 2. Punkt ist es dafür zu sorgen dass die Soll-spannung auch für hohe
Frequenzen auf die richtige Masse bezogen ist. Eine nicht so gute
Gleichtaktunterdrückung beim OP für die Referenz könnte sonst zu
Problemen, bis hin zum schwingen führen. Wie wichtig das ist, hängt
davon ab wie der OP versorgt wird. Mit der Versorgung über den Shunt ist
es eigentlich kein Problem. Es wird aber ggf. ein Problem, wenn der OP
an der Masse davor hängt.
Die Schaltung mit dem OP für die Referenz hat schon ihren Sinn: sie
sorgt dafür, dass der Strom, der von der Referenz mit über den Shunt
fließt konstant ist. Die Variante mit dem TL431 würde eine wenig Rippel
bei der Stromregelung erzeugen, weil der Strom von der Rohspannung
abhängt. Zusätzliche Filterung wäre da das mindeste. Je nach Art der
Zenerdiode ist eine 5.1 V Zenerdiode ich nicht so schlecht, die TL431
Referenz ist nicht unbedingt besser. Eine bessere, aber auch etwas
teurere Lösung wäre ein LM329 Ref. Chip mit ca. 7 V.
Michael B. schrieb:
, sogar 1pF funktioniert bei mir
> bisher ohne Schwingungen, ich denke mal, der Kondenstaor ist da einfach> unsinnig und falsch vom Konzept her.
Also, wenn ich so was lese, kann ich mich auch beim besten Willen nicht
mehr zurückhalten!
1pF. Ja sag' mal, weißt du wie viel das ist?
Das ist zehn hoch minus 12!!!
Überhaupt, dieses ganze Simulationsgedaddele, was soll das bringen?
Ich wette, Du hast noch nie ein LNG oder dergleichen selber gebaut.
...und du erwartest tatsächlich von deinem Simulationsprogramm eine
Reaktion auf 1 pikofarad?
Ich wundere mich nur, daß von den anderen keinerlei Einwände kommen
zu deinen "Expertisen".
Die Simulationsprogramme sind schon recht gut. Die haben auch keine
Probleme mit fF und aV, wenn es sein soll. In der Schaltung macht 1 pF
für C4 nicht unbedingt Sinn, da sind parasitäre Kapazitäten eher größer.
Beim LNG macht es schon Sinn, das vorher in der Simulation einmal zu
überprüfen. Man muss aber auch beachten, dass einige Teil nicht
unbedingt ideal sind. Hier sind es vor allem parasitäre Induktivitäten
im Niederohmigen Teil und ggf. parasitären Kapazitäten in Hochohmigen
teilen (beim LNG eher nicht so relevant). Die Schaltung sollte in der
Simulation schon funktionieren - real testen muss man es trotzdem noch
einmal. Wenn es aber in der Simulation schon nicht geht, brauch man kaum
hoffen, dass es real sicher Nachbaubar wird.
C4 hat noch eine weitere Nebenrolle: Er filtered die Poti
Einstellspannung von Poti-Stellgeräuschen oder Unregelmäßigkeiten beim
Bewegen des Potis die sonst Unregelmäßigkeiten der Spannungseinstellung
bewirken können.
Wenn ich dieses Wochenende dazu komme werde ich noch ein paar der
diskutierten Vorschläge in die Praxis umsetzen.
Mit den zwei Hauptmodifizierungen (Schottkydiode und Transistor
Abwürgeschaltung gegen den Spitzenstrom) funktioniert diese Bord
eigentlich sowieso schon recht ordentlich und dürfte normalen
Ansprüchen genügen.
Die Spannungsversorgung der OPVs könnte man noch wie vorgeschlagen
umändern.
1N823A sind s.v.w.i.w. noch im Handel erhältlich. Aber es gibt genügend
andere integrierte gute Spannungsreferenzen. Wenn man das machen will
sollten auch abhängige Widerstände durch stabilere Typen ausgewechselt
werden.
Auch ist die thermische Original Spannungs Stabilität wenn auch nicht
gut, trotzdem für die meisten Zwecke ausreichend. Das kann jeder so
ändern wie ihm beliebt.
Was ist nun das Fazit vom "China" Experiment? :-)
Lurchi schrieb:> Die Simulationsprogramme sind schon recht gut. Die haben auch> keine> Probleme mit fF und aV, wenn es sein soll. In der Schaltung macht 1 pF> für C4 nicht unbedingt Sinn, da sind parasitäre Kapazitäten eher größer.> ...
Ja! Das müßte ihm doch klar sein, so wie er sich hier gibt.
Da erwartet er doch tatsächlich eine Reaktion von seinem Daddelprogramm!
Ich hatte vergessen zu erwähnen, daß ich die Abwürgeschaltung aus
praktischen Gründen auf die High-Side umändern möchte.
Anstatt dem Masse shunt möchte ich am Emitter vom SD1047 einen 0R47 Ohm
reinfügen und mit einem NPN den Spannungsabfall messen und den Collector
auf die Basis des SD882 legen. Falls das ausreichend schnell
funktioniert erspart man soch die Bord Modifizierungen und kann diesen
Teil "Outboard" realisieren.
juergen schrieb:> Also, wenn ich so was lese, kann ich mich auch beim besten Willen nicht> mehr zurückhalten!
Besser wäre es, wenn du vorher denkst, und dich dann zurückhältst.
1pF heisst: Er ist praktisch nicht mehr vorhanden.
(und trotzdem funktioniert es).
Daher kam ich auf die Vermutung, daß er dort für die Regelungsstabilität
überflüssig und eher kontraproduktiv ist.
(Lurchi und Gerhards Bemerkungen habe ich inzwischen gelesen, wenn aber
das Ansteigen der Spannung von der Regelung gut abgefangen wird, reicht
es wohl, und wenn er das Poti beruhigen soll, kommt er besser vor R8).
Dazu muss ich in der Simulation einen Kondensator gar nicht wegmachen,
sondern ich tippe einfach so einen kleinen Wert ein.
Da du von Simulationsprogrammen keinerlei Ahnung hast, kannst du das
natürlich nicht wissen.
Trotzdem solltest du dich zurückhalten. Denn dein Beitrag ist eher
peinlich. Aber es ist Freitag.
Du kriegst am Ausgang kein 30V.
Die Eingangsspannung sackt bei 3A Belastung schon unter 30V (nur noch
ca. 26V).
Setze mal V5 auf 42V (entpricht 30V AC Trafo) und C1 auf 10000µF, schon
funktioniert tadellos.
Oder muss du runter mit der Ausgangsspannung.
Tany schrieb:> Setze mal V5 auf 42V (entpricht 30V AC Trafo)
Sorry ich habe übersehen. Bei hoher Spannung funktioniert die Simulation
nicht, nur mit niedriger Ausgangsspannung
Tany schrieb:> ...Bei hoher Spannung funktioniert die Simulation nicht
Mit paar Änderungen klapp's jetzt.
Ich habe TL081 durch NE5532 ersetzt, der verträgt max. 44V
Gerhard O. schrieb:> Ich hatte vergessen zu erwähnen, daß ich die Abwürgeschaltung aus> praktischen Gründen auf die High-Side umändern möchte.
Also, ich lese hier ja schon ne Weile mit, kriege aber in zunehmendem
Maße Bedenken bei alldem, was hier gepostet wird.
mein Kritikpunkt ist die meiner Meinung nach ungesunde
Schnellabschalterei bei zu hohem Strom. Jeser weiß doch, daß eine
Schaltung, die am Labornetzteil hängt, auch mal für kurze Zeit einen
deftigen Strom ziehen darf, ohne daß das Netzteil sogleich zickig wird
und den Regler herunter reißt.
Deswegen ja auch der 22µ .. 47µ Elko über den Ausgangsklemmen. Eben
damit das Netzteil sich bei pulsförmiger Belastung als ausreichend
steife Spanniungsquelle benimmt.
Lediglich bei längerfristigem Überstrom soll das Netzteil in den I-Modus
gehen. Und über die Zeitkonstante kann man diskutieren. ich bin allemal
für eine eher gemütliche Zeitkonstante, so ab 10..30 ms und keinesfalls
wesentlich schneller. Sonst wird aus dem Labornetzteil nämlich eine
Zicke, wo man zwecks Benutzbarkeit dann außen an die Klemmen noch nen
1000 µF Elko dranklemmt.
W.S.
Das schnelle Stromlimit sollte auch deutlich oberhalb der normalen
Strombegrenzung liegen. Ohne diese zusätzliche Begrenzung wird der Strom
Teilweise wirklich hoch (ggf. auch schon mal über 20 A). Mit dem relativ
schnellen SD1047 ist das ggf. noch nicht so schlimm, aber eine eher
langsamer Transistor wie der 2N3055 braucht dann auch noch mal eine
ganze Zeit bis der Strom wieder runter geht. Da kann dann ggf. zu
unschönen Überschwingern führen - halt nicht nur entsprechend dem
50%-100 % Sprung, sondern ggf. 20 mal mehr entsprechend einem 50%-1000%
Sprung.
Wenn man das extra Limit nicht so niedrig haben muss, reicht ggf. auch
einfach ein etwas größerer Widerstand zwischen dem OP und der
Ausgangsstufe. Bei der Variante mit Dioden vor der Endstufe kann die
Stromquelle die grobe Begrenzung übernehmen.
Je nach Anwendung will man eine schnelle Regelung des Stromes ohne große
Überschwinger oder auch nur ein langsames Limit im ms Bereich. Weder das
eine noch das andere Verhalten passt immer. Ein Umschaltung wie schnell
die Strombegrenzung reagieren soll wäre ggf. eine gute Idee. Gerade wenn
die Stromregelung aber wirklich langsam wird (bis in den ms Bereich)
braucht man das zusätzliche harte Limit, ggf. sogar schon um die
Schaltung zu schützen.
W.S. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Ich hatte vergessen zu erwähnen, daß ich die Abwürgeschaltung aus>> praktischen Gründen auf die High-Side umändern möchte.>> Also, ich lese hier ja schon ne Weile mit, kriege aber in zunehmendem> Maße Bedenken bei alldem, was hier gepostet wird.>> mein Kritikpunkt ist die meiner Meinung nach ungesunde> Schnellabschalterei bei zu hohem Strom. Jeser weiß doch, daß eine> Schaltung, die am Labornetzteil hängt, auch mal für kurze Zeit einen> deftigen Strom ziehen darf, ohne daß das Netzteil sogleich zickig wird> und den Regler herunter reißt.
Im Prinzip stimme ich Dir bei und sehe das eher als eine Option die
nicht unbedingt notwendig ist. Ich werde sie vorerst bei mir auch nicht
permanent einbauen. Ich wollte nur wissen ob es moeglich ist, die 15A
Stromspitze zu begrenzen. Fuer 20us macht (mir) die eigentlich nicht zu
viel aus. Ich moechte erst einmal mit dieser Schaltung so arbeiten um
praktische Erfahrngen zu sammeln und auch mit den HP LNGs vergleichen zu
koennen.
>> Deswegen ja auch der 22µ .. 47µ Elko über den Ausgangsklemmen. Eben> damit das Netzteil sich bei pulsförmiger Belastung als ausreichend> steife Spanniungsquelle benimmt.
Richtig. Ich koennte auch mit 100uF leben.
>> Lediglich bei längerfristigem Überstrom soll das Netzteil in den I-Modus> gehen. Und über die Zeitkonstante kann man diskutieren. ich bin allemal> für eine eher gemütliche Zeitkonstante, so ab 10..30 ms und keinesfalls> wesentlich schneller. Sonst wird aus dem Labornetzteil nämlich eine> Zicke, wo man zwecks Benutzbarkeit dann außen an die Klemmen noch nen> 1000 µF Elko dranklemmt.
Das stimmt auch. Abgesehen davon sind diese Stromspitzen wie ich ja
gemessen hatte nur im 20-50us Bereich bis halt die CC Kontrolle
anspricht. Das sit sowieso ziemlich schnell. Diese Abwuergeschaltung war
lediglich als Abhilfe gedacht, sollte jemand es brauchen. Bei mir baue
ich wahrscheinlich nur die Schottky Diode permanent rein. Jeder muss
hier selber entscheiden.
>> W.S.
.
Anbei ist ein erstes Verdrahtungsschema des Banggood Netzteils. Es
beansprucht nicht perfekt zu sein und ist nur als vorläufige
Arbeitsunterlage für eine mögliche Ausführung gedacht.
Das eingezeichnete DPM ist das schon von mir vorgestellte, aber als zu
teuer empfundenes LCD Doppelinstrument für den Bereich 0-19.99V und
0-1.999A mit spezifizierter 1% Genauigkeit, eingezeichnet. Das muß dann
für die jeweilig zutreffenden Individualwünsche umgezeichnet werden. Da
die Stromversorgung etwas umständlich ist, wären auch analoge
Instrumente nicht zu schlecht. Leider würde der interne DPM
Stromverbrauch bei Stromversorgung vom LNG mit angezeigt werden.
Diese Probleme beweisen wie unpassend diese chinesischen Instrumente für
solche Anwendungen eigentlich sind. Die Spannung- und Stromeingänge
dürfen galvanisch nicht direkt verbunden sein. Das ist leider bei den
mir bekannten Import DPMs allgemein der Fall. Die gezeichnete Schaltung
von mir ist lediglich der beste Kompromiß der mir zur Zeit eingefallen
ist. In dieser Hinsicht sind die alten ICL7106/7 Designs doch besser
weil der Common-Mode Bereich in Grenzen flexibel ist.
W.S. schrieb:> wo man zwecks Benutzbarkeit dann außen an die Klemmen noch nen> 1000 µF Elko dranklemmt.
Als Info für dich:
Ich betreibe meine 3 Steppers (4,2A) mit meinem LNG (max. 4A) und ich
habe garantiert kein 1000 µF am Ausgang hängen.
Das das beste Beispiel für s.g. pulsförmiger Belastung.
@Gerhard
Was mir hier sehr gut gefällt, sind die Sense Ausgänge, sollte jedes LAB
haben! Das sollte auf jeden Fall umgesetzt werden.
Evtl. könnte man diese auch dafür(über Buchsen) nach außen führen, um
direkt am Verbraucher mit anschließen zu können, sollte der
Leitungswiderstand der Kabelage eine Rolle spielen.
Da für die Anzeige-Instrumente sowieso eine bzw. zwei separate
Spannungen(extra Wicklung beim Ringekern oder 2. Kleintrafo)von nöten
sind, sollten auch die Chinateile einsetzbar sein. Ich meine, ich hätte
das schon mal Umgesetzt, muß da mal nachsehen.
Gruß Michael
EDIT: Man könnte natürlich auch 2x DC-DC Konverter dafür verwenden, dann
bräuchte man nur einen StepDown von der Sekundärseite einbauen und
beide DC-DC Wandler damit speisen, also kein separater Trafo, oder
Wicklung.
Tany schrieb:
>> ...Bei hoher Spannung funktioniert die Simulation nicht>> Mit paar Änderungen klapp's jetzt.> Ich habe TL081 durch NE5532 ersetzt, der verträgt max. 44V
Öhm, der NE5532 ist ein DualAmp! Der NE5534 wäre der SingleAmp ;-)
Wird sehr oft verwechselt...
Tany schrieb:> Mit paar Änderungen klapp's jetzt.> Ich habe TL081 durch NE5532 ersetzt, der verträgt max. 44V
Schön.
Du hast also eine NE5532 Simulation gefunden, die mit geringerren
Betriebsstrom auskommt, welche denn ?
Übrigens verträgt auch der LT1057 die 44V, er ist ein genauerer
TL081-Clon von LinearTech.
Der abgeklemmte Q1 soll verhindern, daß die Ausgangsspannung hochläuft,
wenn die negtaive Versorgungsspannung noch nicht vorhanden ist, klemmt
aber brutal den Ausgang von U2 in die Strombegrenzung.
Gerhard O. schrieb:> Anbei ist ein erstes Verdrahtungsschema des Banggood Netzteils.
Super Ansatz, über ein herausgeführtes sense den Spannungsabfall am
shunt des Messgeräts zu kompensieren.
Gerhard O. schrieb:> Diese Probleme beweisen wie unpassend diese chinesischen Instrumente für> solche Anwendungen eigentlich sind.
Tja, meine Rede, man muss alles selber machen wenn es ordentlich sein
soll.
Lurchi schrieb:> Das schnelle Stromlimit sollte auch deutlich oberhalb der normalen> Strombegrenzung liegen.
Und zwar da, wo sonst der Ausgangstransistor beschädigt wird (SOA <
1ms). Denn lieber den Strom begrenzen, als ein durchlegierter
Ausgangstransistor der die volle Trafospannung auf den verbraucher gibt.
Wenn man den Shunt aus dem Anzeigemodul statt dem 0.47 Ohm Widerstand
nutzt, könnte man die Schaltung auch mit so einem billigen Anzeigemodul
kombinieren. Durch den kleineren Shunt wäre die Stromregelung allerdings
weniger genau und ggf. weniger schnell. Wenn nötig könnte ein präziserer
OP für die Stromregelung vieles davon ausgleichen. Für die Stabilität
wäre ggf. ein kleiner Widerstand am Emitter des Transistors hilfreich,
um den kleineren Shunt zu ergänzen.
Die eigentlich wesentliche Änderung für das Kit dürfte es sein die
Spannung für die OPs zu begrenzen. Dazu wäre eine extra Filterung für
die OPs hilfreich, um mehr Spannung raus zu bekommen (könnte bei
gegebenem Trafo etwa 2 V mehr bringen).
Habe inzwischen einen blöden Fehler in meinem Schaltbild gefunden und
eine Revision auf R1.1 gemacht. Die 2SD1047 B/C waren vertauscht
eingezeichnet.
Zusätzlich ist der Punkt eingezeichnet um die Versorgungsspannung des CC
und VR OPVs von V+ zu trennen und mit der geregelten Spannung vom 7812
zu verbinden. Natürlich müssen noch die üblichen Cs fuer den VR mit
eingebaut werden. Die hatte man im Layout vergessen.
Der CV OPV sollte zwischen Vcc und Vee eine 1W 33V Zener Diode verpaßt
bekommen und die Leiterbahn von V+ zu Vcc muß aufgetrennt werden und
einen geeigneter Begrenzungswiderstand eingefügt werden. Frei nach
Schnauze ohne Berechnung je nach Spannungsdifferenz, ein Wert zwischen
330 Ohm - 1K dürfte passen.
Mit den Teilen vom Original-Plan wären 12 V recht knapp für die
Versorgung, weil die Ref. Spannung bei 10.2 V (nominal) liegt. Ein 15 V
Regler wäre vermutlich passender, oder man müsste die Ref. Spannung
etwas kleiner machen indem man einen Widerstand anpasst.
Getrennte Sense-leitungen im Gerät sind eine gute Idee, weil auch noch
relativ einfach. Echte Sense Eingänge sind dagegen deutlich aufwändiger:
man braucht einen Schutz gegen Fehlbedienung, eine eher langsamere
Regelung wegen möglicher externer Induktivitäten und darf nicht so viel
Strom über die Sense Leitung schicken.
Mit der Spannungsbegrenzung für den OP wäre ein Kondensator zur lokalen
Entkopplung zu empfehlen. Ggf. auch ein Elko um Rippel zu reduzieren wo
er am meisten stört.
Lurchi schrieb:> Wenn man den Shunt aus dem Anzeigemodul statt dem 0.47 Ohm Widerstand> nutzt, könnte man die Schaltung auch mit so einem billigen Anzeigemodul> kombinieren.
Ja. Das hatte ich mir auch schon überlegt. Nur habe ich auch dort eine
leichte Temperaturdrift bei Nominalstrom Durchfluß feststellen müssen.
Für wirklich stabile Messungen kommt man um einen adäquaten stabilen
Meßwiderstand nicht herum.
Die Versorgungsspannung für den CC und VR OPV kann man ja leicht durch
den 7812 liefern lassen. Wie von Dir vorgeschlagen dann noch den Vee des
VR OPV auf Masse legen.
Lurchi schrieb:> Mit den Teilen vom Original-Plan wären 12 V recht knapp für die> Versorgung, weil die Ref. Spannung bei 10.2 V (nominal) liegt. Ein 15 V> Regler wäre vermutlich passender, oder man müsste die Ref. Spannung> etwas kleiner machen indem man einen Widerstand anpasst.
Ja. Das kann man dann beim Endaufbau noch spezifisch behandeln. Es ist
klar ,daß man hier aufpassen muß.
>> Getrennte Sense-leitungen im Gerät sind eine gute Idee, weil auch noch> relativ einfach. Echte Sense Eingänge sind dagegen deutlich aufwändiger:> man braucht einen Schutz gegen Fehlbedienung, eine eher langsamere> Regelung wegen möglicher externer Induktivitäten und darf nicht so viel> Strom über die Sense Leitung schicken.
Das stimmt. Meist werden die Sense Leitungen zur Sicherheit mit einem
100 Ohm bis 1K zu den Ausgängen permanent verbunden damit der Regler nie
offene Rückführungen hat.
Bei diesem Netzteil sind allerdings die Sense Leitungen nicht extern
vorgesehen und nur zur Verbesserung der Anschluß Buchsen Regulierung
gedacht.
>> Mit der Spannungsbegrenzung für den OP wäre ein Kondensator zur lokalen> Entkopplung zu empfehlen. Ggf. auch ein Elko um Rippel zu reduzieren wo> er am meisten stört.
Wegen der Platine sind die Möglichkeiten für zu viele Modifizierungen
auf einmal doch etwas begrenzt. Aber ein C dort ist auf alle Fälle zu
empfehlen.
Ein neues Layout ist auf alle Fälle anzuraten. Man könnte einige
Probleme eleganter lösen.
Ja. Ich werde das alles bald zusammenfassend dokumentieren. Dann haben
wir fürs Erste einen akzeptablen Bauplan mit vernünftigen kleinen
Verbesserungen an die sich alle halten können mit funktionierendem
Endergebnis.
Nur die Meßinstrumente machen mir Sorgen. Am besten wäre man entweder
mit Analoginstrumenten oder chinesischen Einzel DPMs dran. Die
Doppelinstrumente sind unbequem wegen ihrer internen Verbindung zwischen
U und I Eingang.
Michael B. schrieb:> Ich habe ein bischen geforscht.>> Das Banggoood Netzteil ist wohl die chinesische Kopie von diesem Bausatz> http://www.smartkit.gr/stabilised-power-supply-0-3...> hier ist er ausführlicher erklärt, inclusive dem bekannten Schaltplan> http://www.electronics-lab.com/project/0-30-vdc-st...> Ob die genannten 2N2219A und 2N3055 im Original vorgesehen waren ist> unklar, jedenfalls verwendete es einen TO39 statt TO128 Transistor.> Das schwingt aber> https://www.eevblog.com/forum/beginners/30v-3a-pow...> die Probleme sind also alt.
Also, zumindest mein Testaufbau neigt absolut nicht zum Schwingen.
Vielleicht sind die dort bekannt gemachten Probleme mit den aktuellen
Bauteilen doch nicht so aktuell.
>> Hier habe ich ein Spice Modell des 2SD882>> .MODEL 2SD882 NPN(Is=282f Xti=3 Eg=1.11 Vaf=100 Bf=200.7 Ise=288.7f> Ne=1.368 Ikf=20 Nk=1.235 Xtb=1.5 Var=100 Br=52.37 Isc=8.515p Nc=1.527> Ikr=.2617 Rc=15.88m Cjc=166.3p Mjc=.4069 Vjc=.3905 Fc=.5 Cje=291.8p> Mje=.3606 Vje=.75 Tr=10n Tf=1.551n Itf=1 Xtf=0 Vtf=10)>
Das ist doch schon etwas. Toll!
> Der 2SD1047 kommt wohl ursprünglich von Sanyo> http://skory.gylcomp.hu/alkatresz/2SB817.pdf> soll äquivalent sein zu 2SC3263 oder BD745F aber zu allen finde ich> keine Spice Modelle.
Vielleicht findet sich irgendwann doch ein Modell das man hinbiegen
könnte.
Hallo,
Michael B. schrieb:> Ich habe ein bischen geforscht.>> Das Banggoood Netzteil ist wohl die chinesische Kopie von diesem Bausatz> http://www.smartkit.gr/stabilised-power-supply-0-30v-3a-m.html
Und selbiges Kit ist offensichtlich von einem Bausatz der Firma Stache
aus Berlin aus dem Jahr 1974 (!) abgekupfert und läuft bei mir seit
jetzt beinah 40 Jahren immer noch. Ich habe mal den Orginalschaltplan
abgezeichnet (siehe Anhang).
rhf
Roland F. schrieb:> Und selbiges Kit ist offensichtlich von einem Bausatz der Firma Stache> aus Berlin aus dem Jahr 1974 (!) abgekupfert
Interessant. Originalplan wäre noch informativer, z.B. Trafoauslegung.
Ob dem Mann nach 13 Jahren geholfen werden kann ?
http://db0fhn.efi.fh-nuernberg.de:8080/cmd?cmd=READ+FLOHMARK+24407
Damals noch 30V/2.2A mit 2N3055 und uA741 und lauter europäischen
Transistoren und sinnvoller 6.2V Z-Diode.
Dann irgendwann zu 3A mutiert mit weit schlechterer 5V1.
Aber: Die 39k vom Strompoti zum Minuspol, der stimmt wohl nicht.
Und was macht in deiner Schaltung der 1000uF am Ausgang ?
4u7 wären dann witzlos. Sieht aus wie drangebastelt.
Roland F. schrieb:> Hallo,>> Michael B. schrieb:>> Ich habe ein bischen geforscht.>>>> Das Banggoood Netzteil ist wohl die chinesische Kopie von diesem Bausatz>> http://www.smartkit.gr/stabilised-power-supply-0-3...
Ist aber schwer zu lesen;-)
>> Und selbiges Kit ist offensichtlich von einem Bausatz der Firma Stache> aus Berlin aus dem Jahr 1974 (!) abgekupfert und läuft bei mir seit> jetzt beinah 40 Jahren immer noch. Ich habe mal den Orginalschaltplan> abgezeichnet (siehe Anhang).>> rhf
Hallo Roland,
Die Ähnlichkeit ist jetzt (nicht) verblüffend:-) Man hat, sagen wir mal,
wohl sehr nachempfunden...
Es wäre trotzdem nett ein paar Bilder von Deinem Mustergerät sehen zu
können. Gibt es da noch irgendwelche Unterlagen? Historisch gesehen wäre
es gut wenn die Unterlagen zugreifbar wären.
Gerhard
Michael B. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Vielleicht findet sich irgendwann doch ein Modell das man hinbiegen>> könnte.>> Gefunden mit Bing statt Google>> http://datasheet.datasheetarchive.com/originals/li...>> Spice Modell für 2SD1047 Original von Sanyo>> .MODEL 2SD1047 NPN (IS=5.000p NF=1 IKF=5.3 NE=2 NR=1 IKR=1.5 NC=2> IRB=240.0m RE=48.50m XTB=0 XTI=3 VJE=680.0m TF=9n VTF=10 PTF=0> VJC=550.0m XCJC=1 FC=500.0m AF=1 BF=125 VAF=150 ISE=765.0p BR=10 VAR=150> ISC=8.500n RB=715.0m RBM=339.5m RC=10.50m EG=1.11 CJE=2.610n MJE=360.0m> XTF=6 ITF=21 CJC=695.0p MJC=393.0m TR=1.000n KF=0)>> Das vom 2SD882 kam von> http://www.diyaudio.com/forums/software-tools/2349...
Wirklich toll, wie Du diese Sachen findest! Danke für die Nachricht.
.
Mit dem Modell vom 2SD882 würde ich vorsichtig sein. Die
Eingangskennlinie Ic=f(Ube) stimmt bei größeren Strömen nicht und
dynamisch habe ich damit auch Probleme gehabt. Die
Transienten-Simulation eines Verstärkers läuft sich auf der Stelle tot,
mit anderen Transistoren im gleichen AP geht's problemlos.
So ganz viele Möglichkeiten für ein einfaches Netzteil gibt es nicht. So
ist es nicht so verwunderlich, dass es die Schaltung in viele Varianten
gibt und die Chinesen nicht die ersten sind. Das da mal ein anderer OP
für höhere Spannungen drin war, war auch zu vermuten.
Zumindest bei mir waren in der Simulation die Transistoren in der
Endstufe nicht so kritisch. D.h. es hat sowohl mit einem 2N3055 als auch
schnellen (wenn auch von der Leistung unpassenden) Transistoren wie
ZTX1048A funktioniert, nur halt langsamer mit dem 2N3055. Von daher
scheint sich die Schaltung gutmütig zu verhalten und die exakten Modelle
für die Transistoren sind nicht so wichtig.
Ein Problem wird es, wenn die beiden Transistoren in der Darlingtonstufe
ähnlich schnell sind. Das ist auch ein wenig zu erwarten, weil da die
Phasenverschiebungen der beiden Transistoren sich addieren, ohne dass
der langsamere Transistor bereits die Verstärkung deutlich reduziert
hat. Es ist bekannt, dass beim Darlington besser der größere Transistor
langsamer sein sollte - meist ergibt sich da von alleine. Schließlich
kann bei stark kapazitiver Last schon der Emitterfolger für sich
instabil werden.
Noch einmal zurück zur Verzögerung der Stromregelung:
Die Stromregelung entspricht über einen weiten Bereich einer simulierten
Kapazität von etwa 2,2 µF. Dies kann man noch relativ einfach
Ausrechnen, aus dem Strom der Nötig ist um eine gegebene Slew rate zu
erreichen. Da erhält man C_eff = C8*R21/R7* R8/(R8+R12). Das ist immer
noch klein gegen die 10 µF die schon am Ausgang sind. Der OP für die
Stromregung startet allerdings bei voller Spannung. Wegen der
Verstärkung der Spannungsreglerstufe von etwa 3 entspricht dies dass
dann effektiv der etwa 3 fachen Spannung für die simulierte Ladung. Die
Verzögerung bis die Stromregelung einsetzt ergibt sich vor allem daraus
bis der simulierte Kondensator auf die tatsächliche Spannung entladen
ist. Danach kommt dann ggf. noch ein kleiner Teil davon wenn die
Spannung selber runter geht - da ist dann aber der 10 µF Kondensator am
Ausgang schon der wesentlichere Teil.
Man kann die Verzögerung über die Startspannung oder die Kapazität
verstellen. Allerdings muss man dabei berücksichtigen, dass man keine
feste Verzögerung hat, sondern eine extra Ladung, die erst einmal fließt
bevor die Stromregelung anspricht. Je kleiner der Strom, desto länger
dauert es auch bis die Stromregelung anspricht. Das kann für hohe Ströme
ggf. zu schnell sein und für kleine Ströme ggf. auch schon zu langsam.
Einfach fest die Stromregelung zu verlangsamen ist da nicht so sinnvoll
- wenn schon dann als Umschaltung, um etwa die 10 fache Verzögerung zu
erhalten. So kann man das wenn nötig bei hohen Strömen nutzen, bei
kleinen Strömen ist es auch so schon langsam, da will man mehr
Verzögerung eher nicht.
Roland F. schrieb:> Und selbiges Kit ist offensichtlich von einem Bausatz der Firma Stache> aus Berlin aus dem Jahr 1974 (!) abgekupfert und läuft bei mir seit> jetzt beinah 40 Jahren immer noch. Ich habe mal den Orginalschaltplan> abgezeichnet (siehe Anhang).
Ich habe ihn mal in Spice gehämmert.
Allerdings sind die Werte bei der Stromregelung wohl falsch. Entweder
keine 0.22R oder kein 4k7 Poti. Und den 1000uF Ausgangselko habe ich
weggelassen, den 39k auf 39R veringert.
Obwohl das uA741 Modell von TI besser ist als der TL071, zieht U3 aus
plus -40mA, und ich brauche auch hier eine stabilere negative
Versorgung.
Kann jemand das so umbauen, daß man Verstärkung/Phase bei der
Spannungsregelung sehen kann, wo dann die Verstärkung unter 1 fällt wenn
die Phase 180 erreicht ? Und Stromregelung, Und Ausgangsimpedanz...
Lurchi schrieb:> Noch einmal zurück zur Verzögerung der Stromregelung:> Die Stromregelung entspricht über einen weiten Bereich einer simulierten> Kapazität von etwa 2,2 µF.
Na ja, da sie erheblich schneller wrid, wenn der 100nF C4 verringert
wird, ist dessen Wert nicht so unerheblich. Daß die Stromregelung nicht
schneller sein kann als der 10uF(4u7) Ausgangselko, ist klar. Aber sie
ist noch weit davon entfernt. Der peak-Strom-Schutz ist so ode so aber
sinnvoll und sollte zur SOA des Ausgangstransistors passen (wenn also
z.B. die Stromregelung erst in 1ms eingreift, muss de Maximalstrom so
begrenzt werden daß er innerhalb der 1ms SOA Kurve liegt).
Gerhard O. schrieb:> Im Prinzip stimme ich Dir bei und sehe das eher als eine Option die> nicht unbedingt notwendig ist. Ich werde sie vorerst bei mir auch nicht> permanent einbauen. Ich wollte nur wissen ob es moeglich ist, die 15A> Stromspitze zu begrenzen.
Das ist vielleicht (erneut) einer der Fälle, den man auf einer neuen
Leiterplatte als Option vorsehen, und bei fehlendem Bedarf weglassen
könnte. Für mich z.B. könnte es eventuell nützlich sein. Ich überlege
sogar, diese Funktion zuschaltbar zu machen - so daß halt beides möglich
ist.
(Ich hätte gerne zu früheren Deiner Beiträge schon geschrieben, habe
aber Verbindungsproble, also mangelhaftes "Inter-Netz". Jetzt ist´s zu
spät, alles zu kommentieren... ;-)
Was ich noch gerne kurz erwähnt hätte:
Es ist natürlich allgemein von Vorteil, eine Schaltung so unkompliziert
wie möglich zu machen. Sie wird (von Usern im "Wissens-Grenzgebiet")
leichter verstanden, ist leichter, sowie auch (durch kleinere BOM)
preisgünstiger nachzubauen.
Und mehr Teile = mehr potentielle Fehlerquellen. (*)
Ich kann, wie gesagt, die technischen wie auch kaufmännischen Argumente
für "so kompliziert wie nötig, aber so einfach wie nur möglich"
teilweise schon nachvollziehen... aber bei (*) stehen einige Argumente
für "Qualität" (also siehe unten).
Es gibt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine relativ große Menge
potentieller Nachbauer. Der allergrößte Teil davon wird relativ wenig
bis gar keine Ahnung haben, und das evtl. auch gar nicht wollen.
Allerdings denke ich, die gewollte Nachbausicherheit ist dann später mit
einem fertigen, gut durchdachten Layout (und dazu sollte es doch kommen)
doch praktisch schon gegeben. (Vom ursprünglichen "Banggood als Basis"
ist man zum Teil ja eh schon abgekommen - ich bin auch nicht böse
darüber.)
Lurchis Vorschlag mit der Optimierung d. Layouts bezüglich parasitärer
Effekte, sowie Gerhards Einwurf mit dem dedizierten Meßshunt kann ich
aus meiner Sicht nur unterstützen.
Und wie ich oben schon erwähnte, traue ich dem Forum [nicht mir, Michael
:) ] locker zu, die allgemeine Leiterbahnführung, sowie auch die (wohl
Außen-) Positionierung des Leistungsteiles bestens zu planen.
Ist also erst mal eine sauber entwickelte z.B. 30V / 3A Vorlage
vorhanden, dann glaube ich schon, daß eine Ausführung des LNG mit 5A
ohne nennenswerte Probleme möglich ist, ohne dadurch völlig in die
Bredouille zu geraten.
(Wenn sich jemand aber tatsächlich noch mehr Strom wünscht, geht das
wohl mit der identischen (gerade "im Traum" genannten) Schaltung dann
schon auch - dürfte aber je nach angestrebter Erhöhung auch Nachteile
mit sich bringen.
Und zwar, weil ich vermute (!), daß sich die Charakteristik der Regelung
nur durch eine Verlangsamung daran anpassen läßt. Auch, weil an ein
Netzteil, auf dem statt "3A" halt "10A" steht, proportional 10/3
problematischere Lasten gehangen werden könnten - so meine Überlegung,
leider ohne echte "Ahnung".
So daß man vielleicht Glück hat, wenn man alleine mit der
Wert-Veränderung oder aber Beifügung von ein oder zwei R und/ oder C an
den OPVs, und folgenden Abstrichen bei der Regelgeschwindigkeit,
"davonkommt". (Und vielleicht der Verstärkung der Leiterbahn an
entscheidenden Stellen. Ich mache sowas ja gerne mit Kupferstreifen aus
alten Relais - hat auch nicht jeder... :)
Jedoch denke ich, daß ganz bestimmt einige diesen höheren Strom haben
wollen werden/ würden, und zwar gerade auch bei diesem Konzept (das
erwähnte ich ja schon - ich kenne zahllose Fäden, in denen diskutiert
wurde und noch wird, ob und wie man den maximalen Strom höher ansetzen
könnte, als das dort jeweils vorgestellte LNG im Original bot).
[ (*): Jedoch gibt es bei meiner Ansicht Ausnahmen, wie z.B. die
Erzeugung von Hilfsspannungen. Ich sehe einfach die Mehrheit der
"Bauwilligen" in der Position, daß ihnen eine zweite Trafo-Wicklung bzw.
kleiner Hilfstrafo, oder zwei Dioden und ein Spannungsregler mehr...
einfach nicht "schwer im Magen läge".
Nicht einmal mir erschließt allgemein ein Problem darin, 2€ mehr für
ein (tatsächlich) besser passendes Teil auszugeben - wenn es denn
wirklich einen entscheidenden Unterschied macht. Und ich muß echt
überall sparen.
Versteht mich also nicht falsch - ich habe genaugenommen keinen Cent zu
verschenken. Aber (- und eben, weil ich zur (zahlenmäßig eh geringeren)
finanziell ziemlich schwachen Abteilung gehöre, solltet Ihr mir das
vielleicht glauben - wenn ich selbst ein Netzteil baue, dann sollte es
(bei vertretbarem Aufwand, selbstverständlich) schon in jeglicher
Beziehung "was taugen".
Bei also z.B. 25% Mehrkosten für ein parametrisch 3fach, 5fach besseres
Gerät... wäre meine Entscheidung völlig klar. Trotz heftigem Sparzwanges
- und ganz ernsthaft.
Weshalb ich fest damit rechne, daß min. 50% der "etwas ärmeren" Bastler
dies wohl ganz genau so sehen. Und was das vermutlich für genannte
"breitere Masse" an Nachbauern bedeuten könnte, überlasse ich Eurer
Vorstellung.]
Viel Text mit wenig nutzbarem Inhalt, ich weiß... sorry. Zum
aktuell(st)en Thema kann ich leider nur wenig sagen - und wirklich
helfen schon gar nicht. Aber wegen meiner zeitweiligen (erzwungenen)
"µC.net-Abstinenz" wollte ich endlich mal wieder etwas Senf dazu geben.
Der Kondensator C4 kommt erst beim Übergang von CC zum CV mode ins
spiel. Für das Ansprechen der Strombegrenzung ist der Kondensator zu
vernachlässigen. Mit C4 wird erreicht, dass es dort ein definiertes
langsame annähern an die Sollspannung gibt.
Die Stromregelung greift schon schnell - in aller Regel deutlich
schneller als nach 1 ms. Es sollten maximal etwa 60 V mal 2,2 µF, also
ca. 130 µAs sein, die als extra Ladung abfließe können. Wie schnell das
geht hängt auch von der Last und der ggf. zusätzlich verbauten schnellen
Begrenzung ab.
Durch die Slew rate des OPs gibt es noch eine Mindestzeit, die mit dem
relativ schnellen TL081 (ca. 16 V/µs -> knapp 2 µs als Limit) aber eher
nicht erreicht wird.
Wenn etwa 2 A über den eingestellten Strom fließen, sollte die
Strombegrenzung nach etwa 65 µs ansprechen. Wenn es aber nur 2 mA mehr
sind als eingestellt sind es schon 65 ms. Für den 2N3055 würde man da
vermutlich noch ohne eine extra Begrenzung auskommen. Mit so etwas wie
10 A für 13 µs oder 20 A für 7 µs sollte ein 2N3055 / SD1047 eigentlich
klar kommen - 20 A werden wegen zurück gehender Verstärkung wohl auch
kaum noch erreicht.
Mit einer reduzierten Spannung für den OP der die Strombegrenzung macht,
würde sich die extra Ladung auch noch reduzieren (z.B. halbieren), weil
die Spannung wo man startet geringer werden würde.
Einen Schutz für den Transistor würde man wohl erst brauchen, wenn man
die Stromregelung noch zusätzlich verlangsamen würde, etwa indem man C8
vergrößert.
Die etwas grobschlächtige Art mit dem Transistor ist da ggf. nicht der
beste Weg. Die Begrenzung mit dem Transistor hat den Nachteil, dass der
Spannungsregler dagegen arbeitet und so ggf. ein deutlicher
Überschwinger in der Spannung entstehen kann, wenn der zu hohe Laststrom
aufhört bevor der OP für die Strombegrenzung anspricht. Für eine extra
verlangsamte Strombegrenzung dürfte der Fall kritischer werden.
Möglich wäre etwa ein 2. OP ganz analog zum Stromregler. Damit könnte
man z.B. den Strom schnell (so wie jetzt, ggf. etwas schneller wegen
kleinerer Spannung) auf z.B. den 2 oder 3 fachen Wert begrenzen und dann
zusätzlich auf den eingestellten Wert mit einer größeren Verzögerung. Es
bliebe aber der Effekt, dass es keine feste Verzögerung ist, sondern ein
strom-abhängiger Wert. D.h. bei kleinen Strömen wäre die Verzögerung
länger. Das würde sich erst ändern wenn man für kleine Ströme den Shunt
umschalten würde.
Das Problem mit einer Hilfsspannung über einen 2. Trafo sehe ich darin,
dass man mit dem 2. Trafo die Verkabelung im 230 V Teil annähernd
verdoppelt.
Als zusätzliche Wicklung bei Ringkerntrafo geht es ggf. noch.
So groß sind die Vorteile mit der Hilfsspannung auch nicht - das geht
vor allem in Richtung mehr Flexibilität zu höheren Spannungen. Bis etwa
25 V funktioniert das Schaltungsprinzip wie der Bausatz schon ganz gut.
30 V sind schon knapp mit einem OP wie dem TL081 - auch um 25 V sicher
zu erreichen braucht man eine Begrenzung der Spannung für den OP. Sonst
ist ein Ausfall des TL081 vorprogrammiert.
Entsprechend dürfte die Auslegung auch eher für 20 oder 25 V sein, und
je nach den Transistoren bis vielleicht 2-3 A mit einem
Leistungstransistor. Für mehr wäre dann ein 2. Leistungstransistor
nötig. Bei wenig Strom ginge es ggf. auch noch ohne Lüfter.
Mit dem TL081 und SD1047 ist der Regler auch schon relativ schnell. Ob
es da noch zuverlässig mit einem Leistungstransistor über Kabel an einem
externen Kühlkörper klappt ist schwer zu sagen. Die Gefahr ist
jedenfalls da, dass es Probleme gibt wenn die Kabel zum externen
Transistor zu lang / ungeordnet werden. Von daher ist der
Leistungstransistor auf der Platine schon auch ein Vorteil, auch wenn es
damit mechanisch ggf. schwieriger wird.
Lurchi schrieb:> Durch die Slew rate des OPs gibt es noch eine Mindestzeit, die mit dem> relativ schnellen TL081 (ca. 16 V/µs -> knapp 2 µs als Limit) aber eher> nicht erreicht wird.
Wie wäre es denn, wenn der Strombegrenzungs-OpAmp U2 nicht über die
Diode die Sollvorgabe für den Spannungsregler-OpAmp U3 runterzieht (bis
auf 0V) sondern den Gegenkopplungseingang hochzieht ? Da ist durch den
Spannungsteiler 10V erforderlich, man könnte also einen grosszügigen
Widerstand in Reihe mit der Diode hängen (z.B. 47k) so daß der
Stromregler auch was zu regeln hat.
Hallo,
Michael B. schrieb:> Interessant. Originalplan wäre noch informativer, z.B. Trafoauslegung.
Aber gerne, siehe Anhang.
> Und was macht in deiner Schaltung...
Das ist _*nicht*_ meine Schaltung. Das Ganze war ein Bausatz, den ich
als Jugendlicher gekauft und aufgebaut habe.
> ...der 1000uF am Ausgang ? 4u7 wären dann witzlos. Sieht aus wie> drangebastelt.
Ja, das habe ich mich auch immer gefragt, ich weiß es nicht.
Noch eine Anmerkung: auf der Platine sind schon Gleichrichter und
Siebung für Spannungs- und Strommessgeräte vorhanden.
rhf
Hallo,
Michael B. schrieb:> Allerdings sind die Werte bei der Stromregelung wohl falsch. Entweder> keine 0.22R oder kein 4k7 Poti.
Ja, da fehlt noch was: der 0.22R wird nur dann verwendet, wenn das im
Strommesspunkt angeschlossene Messinstrument einen Innenwiderstand von
0.1R aufweist. Fehlt das Instrument, wird ein 0.33R eingesetzt.
> ...den 39k auf 39R veringert.
Ich entschuldige mich, das ist ein Fehler im meinem nachgezeichneten
Schaltplan, 39R ist der richtige Wert (siehe auch die
Orginal-Bauanleitung in meinem anderen Beitrag).
rhf.
Lurchi schrieb:> So groß sind die Vorteile mit der Hilfsspannung auch nicht
Du wirst nicht müde sowas zu behaupten.
Allein wegen große Auswahl an OPVs und Transistoren, flexible
Ausgangspannung, µC Schnittstelle etc. ist eine Investition von 2-5 Euro
sehr sinnvoll.
Wenn ein MOSFET herangezogen wird, kann man noch mehr Vorteile haben:
- schnell
- verträgt mehr Verlustleistung
- Drop-Spannung unter 1V möglich
....
Das meist hier erwähntes Problem bei der Parallelschaltung ist zwar
berechtig aber nicht relevant. Bei einer Verlustleistung von bis zu 80W
braucht man nur ein FET. Ordentliche Kühlung sowieso wie auch bei BJT.
Auch wenn das sein muß, es geht viel einfacher als man denkt.
Und bitte nicht wieder mit MOSFET ist nicht für linearen Regler
geeignet, der Typ XY hat keine DC-Linie..., denn das haben wir schon in
etlicher Diskussionen schon.
Roland F. schrieb:> Aber gerne, siehe Anhang.
Hey, super, d.h. auf der Platine war schon Platz für 2 x 4700uF und für
1000uF.
Sieht so aus, als ob Herr Stache den Plan auch von irgendwo her hat
(Siemens Datenbücher?) und dann, weil es Schwingneigung gab, mit 1000uF
Holzhammermethode abgeblockt hat.
Aber die Schaltung ist mit ihren Besonderheiten, wie Q1 und C1,
unverkennbar dieselbe die bei Banggood und dem SmartKit.
Hallo,
Michael B. schrieb:> Hey, super, d.h. auf der Platine war schon Platz für 2 x 4700uF und für> 1000uF.
Wenn Bedarf besteht kann ich gerne mal ein Foto der Platine anfertigen.
rh
Bin gerade aufgewacht. Hat sich seit gestern Nacht viel getan.
Beim Ansehen der Stache Sachen (Danke, Roland) ist mir was aufgefallen,
daß bei meinem FS73/12 NT auch sehr praktisch war, nämlich die
Nullungsmöglichkeit des CC OPVs. Damit kann ich beim FS73/12 definiert
und bequem den Minimalstrom bei zugedrehten Strompoti kalibrieren. Beim
LNG30 mußte ich einen extra Widerstand unten auf der Platine anlöten um
den Minimalstrom auf 5mA zu bringen. Die Möglichkeit eines Trimpoties
ist bei einem neuen Layout schon empfehlenswert..
Bezüglich C4 finde ich den dadurch etwas langsamen Spennungsanstieg nach
Übergang CC/CV als eher günstig. Für mich wäre das ein Vorteil.
Wahrscheinlich kommen wir dem Abschluß des "theoretischen" Teils immer
näher. Wie schon versprochen, werde ich in den nächsten paar Tagen alle
Änderungen dokumentarisch zusammenfassen um potenziellen Nachbauern eine
Starthilfe zu geben an die man sich halten kann.
Sollten weitere Verbesserungen bekannt gemacht werden, können wir diese
in einem Nachtrag dokumentieren.
Bezüglich der Instrumente würde ich raten getrennte DPMs mit dedizierten
Hilfsspannungsquellen zu verwenden. Die Doppelinstrumente sind für
diesen Zweck fundamental "flawed" und konzeptionell wegen dem
gemeinsamen Nullpunkt eine Integrations Landplage in einem LNG wenn man
den Spannungsabfall und das Vorzeichen des Meßwiderstands negieren
möchte.
Man könnte allerdings einen invertierenden OPV vorsehen und den
eingebauten Shunt entfernen und dem Strommesseingang nur die 0-200mV x
(-1) zuführen. Ich muß mir die weitere Vorgehensweise noch gründlich
überlegen.
Schönen Tag noch. Ich muß mich jetzt um nicht Hobby Sachen kümmern:-)
.
Michael B. schrieb:> Sieht so aus, als ob Herr Stache den Plan auch von irgendwo her hat> (Siemens Datenbücher?) und dann, weil es Schwingneigung gab, mit 1000uF> Holzhammermethode abgeblockt hat.
Sein LTspice war wohl defekt...
Es ist aber noch nicht gesagt daß ein Retortenprodukt aus dem Simulator
besser funktioniert. Dem fehlen nämlich mindestens 20 bis 100
Kondensatoren in der Größenordnung 1pF bis 10pF, die in der Praxis an
allen möglichen Stellen der Schaltung auftreten.
Aber diesbezügliche Kritik ist ja bereits weiter oben vollständig
abgeprallt, also spiel ruhig weiter. Zum Glück ist Gerhard noch hier und
mit Lötkolben unterwegs...
Bei Thema kleine Kondensatoren fällt mir ein, früher war es üblich den
Dioden eines Brückengleichrichters kleine Cs parallel zu schalten? Ist
das jetzt nicht mehr "State of the Art", oder was sagt der Simulator
dazu?
Die kleinen Kondensatoren am Gleichrichter hat man gemacht, um eventuell
auftretenden Störungen im höherfrequenten Bereich zu vermeiden. Wenn die
Netzspannung schon etwas in Richtung Rechteck verformt ist, kann es
passieren, dass der Strom sehr schnell die Richtung wechselt und so in
eher seltenen Fällen ggf. Reverse Recoverry Ströme austreten können, die
stören. Real mit großen Elkos und ohne große parasitäre oder
absichtliche Induktivitäten ist das eher kein Problem, mehr ein
Vorsichtsmaßnahme im Audio Bereich, die selten einen Unterschied macht.
Das mit den parasitären Kapazitäten in den Simulationen stimmt schon,
wenn auch mit der Einschränkung, dass an den meisten Stellen ein paar pf
mehr keinen wesentlichen Unterschied machen, weil die Schaltung relativ
niederohmig ist. Das Problem sind eher parasitäre Induktivitäten - d.h.
ein paar 10 nH oder so die sich beim Shunt und den Leitungen zum
Leistungstransistor verstecken und dort mehr anrichten können als ein
paar 10 pF extra. Auch so etwas wie einen nicht perfekte
Gleichtakt-Unterdrückung der OPs kann ggf. für Überraschungen sorgen.
Bei anderen Schaltungen sind auch in der Simulation perfekt passende
Widerstandspaare so ein Problem, das einem dann in der Realität einholt.
Der Stache Plan ist eindeutig mit dem Kit verwandt. Das kann auch ein
gemeinsames Vorbild sein. Die 1000 µF parallel zum Ausgang machen nicht
so viel Sinn. Von 4.7 µF auf 100 µF zu gehen wäre ggf. noch OK - vor
allem weil damals die Elkos noch relativ viel ESR hatten.
Die Idee die Stromregelung nicht über den Vorgabewert, sondern über das
Signal am FB Eingang des Spannungsreglers zu machen dürfte eher nicht so
gut sein. Dort ist die Kompensation für die Spannungsregelung stärker
aktiv und man wird es schwer sein eine etwas langsamere Stromregelung so
zu kombinieren.
Die wesentlichen nötigen Änderungen dürften die Spannungsversorgung der
OPs betreffen. Die Auslegung mit 0.47 Ohm als shunt passt auch mehr zu
1-1,5 A. Dann kommen auch die 3300 µF etwa hin.
Die Anpassung der maximalen Stromwerte und ggf. Aenderung geschieht über
R18.
Rechnet man dies nach stösst man auf ein weiteres Relikt des Stache
Plans.
R18 ist nämlich mit 56k unverändert im Chinabausatz übernommen worden,
obwohl Uref, Strompoti und Shuntwiderstand geändert wurden.
Beim Banggood Bausatz führt R18 mit 56k dann zu einem einstellbaren
Maximalstrom von 3,9A und liegt damit noch deutlich über den ohnehin
übertriebenen chinesischen Angaben.
Hier mal die Formel zur Berechnung von R18:
Beim Banggood Netzteil kommt man damit für Imax=2A auf einen Wert für
R18 von ca 110kOhm.
Die Anpassung von R18 wird auch ausführlich in
http://www.paulvdiyblogs.net/2015/05/tuning-030v-dc-with-03a-psu-diy-kit.html
besprochen.
Der Autor des oben genannten Blogs schlägt auch einige Aenderungen vor,
die sich zum Teil mit den bisher in diesem Thread gemachten Vorschlägen
decken z.B. die Begrenzung der Versorgungsspannung der Opamps.
Interessant sind auch die Vorschläge zur Aenderung der Opamps (TLE2141)
und auf eine Zenerdiode mit 5,6V. In Verbindung mit der Aenderung der
Opamps stabilisiert er auch die negative Hilfsspannung mit einem LM337.
Starkes Augenmerk liegt in obigem Blog ausserdem auf dem Verhalten bei
Ein- und Ausschalten der Netzspannung, dies wurde bisher hier noch nicht
in diesem Ausmass betrachtet. Vielleicht kann Gerhard hier noch
Messungen machen.
Die 5.1 V Zenerdiode ist keine so schlechte Wahl. Bei ca. 5-5.3 V ist
der der Temperaturkoeffizient von Zenerdioden minimal. Eine Schwäche der
5.1 V Zenerdioden ist allerdings der relativ hohe differentielle
Widerstand. Mit der Schaltung, die für einen gut konstanten Strom sorgt
ist dies aber kein so großes Problem.
Für die negative Spannung ist die Stabilisierung per Zenerdiode
ausreichend. Das gilt insbesondere wenn man den Strom mehr über den
Kondensator einstellt und weniger über einen Widerstand: also C2 und R2
eher kleiner (etwa 22 Ohm und 22 µF) und dafür C3 etwas größer (z.B. 100
µF). Das sorgt für weniger Leistungsverlust und der Strom fließt mit
einer Phasenverschiebung so dass auch die Belastung für den
Transformator kleiner wird.
Timo S. schrieb:> bei> Ein- und Ausschalten der Netzspannung, dies wurde bisher hier noch nicht> in diesem Ausmass betrachtet. Vielleicht kann Gerhard hier noch> Messungen machen.
Habe ich schon vor einer Woche gleich am Anfang gemacht. Sieh mal hier:
Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"
Sieht doch ganz ordentlich aus.
Lurchi schrieb:> Die 5.1 V Zenerdiode ist keine so schlechte Wahl. Bei ca. 5-5.3 V> ist> der der Temperaturkoeffizient von Zenerdioden minimal. Eine Schwäche der> 5.1 V Zenerdioden ist allerdings der relativ hohe differentielle> Widerstand. Mit der Schaltung, die für einen gut konstanten Strom sorgt> ist dies aber kein so großes Problem.>> Für die negative Spannung ist die Stabilisierung per Zenerdiode> ausreichend. Das gilt insbesondere wenn man den Strom mehr über den> Kondensator einstellt und weniger über einen Widerstand: also C2 und R2> eher kleiner (etwa 22 Ohm und 22 µF) und dafür C3 etwas größer (z.B. 100> µF). Das sorgt für weniger Leistungsverlust und der Strom fließt mit> einer Phasenverschiebung so dass auch die Belastung für den> Transformator kleiner wird.
Temperaturdrft ist schon vorhanden. Ich hatte das schon hier beschrieben
:
Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"
...Die Spannungsdrift gleich nach dem Einschalten bis 5min ist +9.6mV
und
nach 10 Minuten noch 2.5mV mit HP34401A gemessen. Von 10 bis 20 Minuten
war die Drift nur noch unter 1mV....
Ist aber (fuer mich) nicht so tragisch.
Gerhard O. schrieb:> Habe ich schon vor einer Woche gleich am Anfang gemacht. Sieh mal hier:>> Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan">> Sieht doch ganz ordentlich aus.
Danke für den Hinweis Gerhard, das hatte ich wohl überlesen. Naja der
Thread geht ja auch steil auf 1000 Beiträge zu.....
Deine Messungen stehen in der Tat ordentlich aus, während der Blogger
den ein oder anderen Spike beim Einschalten provozieren konnte(If you
try it 10 times, you may see this effect once or twice.).
Die Zenerdiode für die Ref Spannung wird in dieser Entwicklung
wahrscheinlich einer TL431 oder anderen Ref Quelle weichen.
MaWin schrieb:> Lurchi schrieb:>> Die 5.1 V Zenerdiode ist keine so schlechte Wahl. Bei ca. 5-5.3 V ist>> der der Temperaturkoeffizient von Zenerdioden minimal>> Nein, bei 6.2V bis 6.8V, daher 1N829.> https://www.microsemi.com/existing-parts/parts/16122
Wenn schon denn schon:
http://de.farnell.com/linear-technology/lt1634acs8-2-5-pbf/spannungsreferenz-shunt-2-5v-nsoic/dp/2295492
Der LT1634A spielt mit typ. 4 (max 10) ppm/°C in der selben Klasse
Die Nennspannung ist wesentlich enger toleriert (0,05%)
Er kommt mit 10µA aus und braucht nicht 'beheizt' werden (1N829=7,5mA)
Er kostet nur rd. die Hälfte einer 1N829 vom Microsemi
Ich denke, es macht Sinn, hier etwas Geld auszugeben. Bei meinem LNG
ELO-2 von 1981 ist übrigens eine ZTK6,8 drin. Wenn das Gerät
eingeschaltet wird, wandert die eingestellte Spannung im Laufe der Zeit
um ca. 0,1V weg. Das muss dann bei einem Voltmeter mit 2
Nachkommastellen ziemlich blöd aussehen.
Sicherlich spielen die Widerstände rund um die Referenz mit rein. Hier
sollte man dann bei Bedarf Widerstände mit TK 5ppm vorsehen. Kosten
allerdings um die 2 EUR.
Tany schrieb:> Lurchi schrieb:>> So groß sind die Vorteile mit der Hilfsspannung auch nicht>> Du wirst nicht müde sowas zu behaupten.> Allein wegen große Auswahl an OPVs und Transistoren, flexible> Ausgangspannung, µC Schnittstelle etc. ist eine Investition von 2-5 Euro> sehr sinnvoll.
Er hat aber recht vor dem Hintergrund, was für ein LNG hier entstehen
soll.
Tany schrieb:> Wenn ein MOSFET herangezogen wird, kann man noch mehr Vorteile haben:> - schnell> - verträgt mehr Verlustleistung> - Drop-Spannung unter 1V möglich
Naja, wirklich einen Vorteil sehe ich hier nicht denn die Eigenschaften,
die man für das hier geplante LNG benötigt, kann von einem Mosfet und
einem Bjt gleich gut erfüllt werden.
Als Referenz gibt es einige Möglichkeiten, je nachdem was einem wichtig
ist, als Auswahl etwa:
TL431 ist günstig
Zenerdiode 6.2 V mit Diode in Reihe zur Kompensation des TC
Zenerdiode mit ca. 5.1-5.6 V mit passende Strom für kleinen TC.
Ref. Dioden für ca. 6.8-7 V (schwer zu bekommen)
LM329 (7 V, low noise)
andere Ref. Chip mit kleinem TC.
Eine LT1634 Referenz wäre mir zu teuer und mit zu viel Rauschen - super
Stromsparend muss es ja nicht sein.
Für ein Netzteil muss man es nicht übertreiben. Reichelt hat z.B.
relativ erschwingliche 25 ppm/K Metallfilm Widerstände, die ausreichen
sollten. Meist sollten auch schon die normalen 100 ppm/K Dickschicht
Widerstände ausreichen. Das schwächste Glied in der Kette dürfte sowieso
der Poti sein.
Problematischer ist da schon der Shunt Widerstand. Dort kommt zur
normalen Temperaturdrift die Eigenerwärmung dazu. Schon wegen der
Leistung sollte man den 0.47 Ohm Widerstand da eher kleiner machen, wenn
man mehr als 1 A haben will. Gerade die kleinen Widerstandswerte haben
oft einen hohen TC. Bei den gängigen Vitrohm Drahtwiderständen im
Keramikgehäuse wären da ggf. 2 kleinere Typen parallel nötig.
Gerade aufgewacht.
Meine Meinung zur thermischen Spannungskonstanz ist, daß man es leicht
übertreiben kann. Ich würde lediglich vorschlagen die Zenerdiode gegen
eine vergleichbare integrierte (TL431C auf 5V eingestellt mit gleichem
Spannungsteiler) oder Referenzdiode auszuwechseln und bessere
Widerstände im Spannungsteiler zu verwenden. Der OPV ist wahrscheinlich
temperaturmäßig ausreichend. Das 10-Gang Poti muß man sowieso
akzeptieren so wie es ist.
Wie meine ersten Meßergebnise diesbezüglich zeigten ist die
Einschalt-Erwärmungs Drift nicht zu schlimm. Innerhalb von 30min ist die
Konstanz ziemlich gut. Nur gleich nach dem Einschalten innerhalb von 5
min ist die Drift mit rund 10mV am stärksten.
Bezüglich des Messwiderstandes hält man sich am Besten an Lurchis
Empfehlungen und achon kann man beide Punkte abhaken.
Das Ein- und Ausschalten ist konsistent. Es gab keine Abweichungen; ich
probierte das etliche Male aus. Diesbezüglich braucht ihr keine Angst
haben. Natürlich ist das nur ein Beispiel. Ob alle Bords sich gleich
benehmen kann ich natürlich auch nicht erfassen.
Wenn man das mit den Sense Leitungen richtig macht, ist auch die
statische Ausreglung mit 1mV recht gut.
Ich persönlich kann mit den erreichten Ergebnissen durchaus zufrieden
sein und bin zuversichtlich, daß sich dieses LNG in der normalen Praxis
bewähren wird. Laßt uns es also nicht zu sehr übertreiben, Hi.
Ich werde bald eine Zusammenfassung mit allen Modifizierungen erstellen
die dann Konsistenz beim Nachbau ermöglichen sollte. Ich nehme an, daß
man mir hier zustimmt.
Zeit für Frühstück. Heute ist Schneetag bei uns und richtiges
Bastelwetter:-)
Bis dann,
Gerhard
Hallo,
Gerhard O. schrieb:> Roland F. schrieb:>> Wenn Bedarf besteht kann ich gerne mal ein Foto der Platine anfertigen.>> "Ich auch". Bitte. Würde mich schon interessieren.
Bitte schön. Ich finde den Erkenntnisgewinn aber eher "überschaubar".
Für eine Neukonstruktion ist das Layout sicherlich eher kein Vorbild.
rhf
Lurchi schrieb:> Zenerdiode 6.2 V mit Diode in Reihe zur Kompensation des TC
Korrekterweise eien 5.6V Z-Diode mit eine Siliziumdiode in Reihe -- so
sind die 1N82x Dioden vom Prinzip aufgebaut. Grund: , da sich da der
kleine positive TC der eine mit dme nahezuglich großen negativne der
anderne rauskürzt.
> Zenerdiode mit ca. 5.1-5.6 V mit passende Strom für kleinen TC.
Ja, kann man prinzipiell so selektieren, ist aber zeitaufwändig.
> Ref. Dioden für ca. 6.8-7 V (schwer zu bekommen)
Nun, 1N82x gibt es als Lagerware. Also ohne viel Aufwand erhältlich.
Es gibt aber in dieser Preisklasse inzwischen deutlich mehr Auswahl als
vor 30 Jahren, und deshalb tendiere ich zu zu AD5xx oder REF01/REF02
für den kleinen Mehrpreis. more bang for the buck.
Bernd K. schrieb:> MaWin schrieb:>> Lurchi schrieb:>>> Die 5.1 V Zenerdiode ist keine so schlechte Wahl. Bei ca. 5-5.3 V ist>>> der der Temperaturkoeffizient von Zenerdioden minimal>> Nein, bei 6.2V bis 6.8V, daher 1N829.>> https://www.microsemi.com/existing-parts/parts/16122>> Wenn schon denn schon:> http://de.farnell.com/linear-technology/lt1634acs8-2-5-pbf/spannungsreferenz-shunt-2-5v-nsoic/dp/2295492
Die LT1634 ist als 4.096V Bandgap nun kein Gegenbeispiel für die
Feststellung dass 5V1 Z-Dioden schlechter sind als 6V2, aber egal: Jeder
kann bei Selbstbauprojekten als Referenz einbauen was er will, der Rest
wie die Genauigkeit der OpAmps und die Regelabweichungsverstärkung
sollte halt dazu passen. Die billigste angemessene Lösung wird jedoch
eine TL431 sein.
MaWin schrieb:> Die billigste angemessene Lösung wird jedoch> eine TL431 sein.
Beim LNG30 habe ich den TL431C (5V) in einer ähnlichen Schaltung
eingebaut. Die Spannungsstabilität ist beim LNG30 mit weit unter
100uV/Stunde Drift mehr als ausreichend und sollte bei diesem LNG
vergleichbar sein.
Beim LT1634 (5V) schlage ich vor den Referenz (Dioden) Vorstrom durch
Erhöhung des Vorwiderstands von 4.7K auf 10K für beste
Spannungs-Stabilität auf unter 1mA reduzieren. Es gibt auch eine leicht
einzubauende TO-92 Ausführung des LT1634.
Übrigens empfehle ich auch den 10K Spannungsteiler in der
Referenzschaltung mit gleichen (ausgesuchten) 1% Widerständen der selben
Serie und Toleranz auszuführen um durch möglich gleichen Tc die
Temperaturabhängigkeit der Widerstände zu minimieren. Es ist hier
wichtig einen 1:1 Spannungsteiler zu haben und die Ausgangsspannung nur
mit der 5V Referenzdiode zu bestimmen. Sobald das Widerstandsverhältnis
von 1:1 abweicht gehen die Tcs der Widerstände viel mehr auf die
Stabilität ein. Übrigens haben Widerstandsnetzwerke oft sehr aneinander
gleichende Tcs die bei 1:1 Spannungsteilern vorteilhaft ausgenützt
werden können. Der Temperaturbeiwert des TL081 fällt mit 18uV/DegC in
Anbetracht der Gesamtschaltung nicht sehr auf.
Hallo zusammen,
erstmal danke für diese fruchtbare Diskussion. Am meisten hat mich
ja der MC1466 begeistert.
Ich habe mir dieses Hiland-Teil auch besorgt und möchte meine
Erfahrungen hier mitteilen.
Aufbau problemlos, funktionierte sofort.
Dann die Tests, bei div. Ausgangsspannungen jeweils mit diversen
Glühlämpchen. 0,5 bis ca. 1,5 A.
Zuerst mit 13V-Trafo, nichts zu meckern.
Dann mit 24V-Trafo, 750mA, nichts zu meckern.
Jetzt alles!
Trafo gewechselt -> 24V, 3,3A, nichts zu meckern.
1.Manko:
der 3300uF wird (lau)warm.. ?
2. Manko:
die 2 Widerstände und 2 Dioden links oberhalb des
Strom-Potis werden ziemlich warm. 1/4 Watt wohl zu wenig.
3. Manko:
Der Vorwiderstand für die Strombegrenzungs-LED.
Laut Bestückungsplan ein 3k9, bei mir wurde ein 2k2 2Watt geliefert.
Wird sehr warm. Bei rund 35V und 2k2 ergibt das ca. 13mA, bei
3k9 ergibt es ca. 7mA für die LED . High-Power-LEDs verblenden
einem schon bei 1mA die Augen...? Der Widerstand könnte wohl
noch grösser sein. Ist wohl fehldimensioniert.
Dann geht es weiter:
Da fand ich 2*2N3055 auf entsprechenden Kühlkörpern in den
Tiefen meiner Schatullen.
1. Umbau 2SD1047 -> 2N3055(1), NoName der 2SD882-Treiber wurde warm.
2. Umbau 2SD1047 -> 2N3055(2), anderer NoName, dem 2SD882-Treiber
war es selbst bei 2,5A egal.
Qualitätsware von TI oder Motorola wird wohl nie Probleme machen.
In die vorgesehenen Löcher für den 2SD1047 passen 1.3mm Lötstifte
von Reichelt o.ä..
Die Anmerkung bzgl. des Ls der Zuleitungen zum 2N3055 kann
ich nicht bestägigen; Alles freischwebend auf dem Tisch, Drähte
zum 2N3055 ca. 20cm. Kein Ärger.
In der Zeit, in der ich diesen Beitrag geschrieben habe, hat die
Schaltung die ganze Zeit bei 12V und 2A an einer elektronischen
Last verbracht..., alles okay.
Betriebspannungen an den TL081 bei Leerlauf ca. 35V; bei entspr.
Belastung ging es bis 30V.
Ob es zu langsam, nicht schnell genug oder was auch immer ist,
kann ich nicht messen. Ich habe kein DSO. Auch gefährliche Peaks
bei abrupten Spannungs- und Stromänderungen habe ich nicht
feststellen können.
Für das Geld kann man es selber nicht preiswerter machen.
Obwohl Trafo, Gehäuse, Kühlköper, Anzeige und der ganzen
Kleinkram in letzter Konsequenz viel teurer sind, als wenn man sich
irgend etwas Fertiges kauft.
Grosse Überschrift: 'Wir bauen ein Labornetzteil'
Das war es doch.
Ich danke Gerhard O., Lurchi und den vielen anderen für ihre Beitäge.
Habe viel gelernt; endlich habe ich die Beiträge aus der HP AN90
verstanden.
73
Wilhelm
Wilhelm S. schrieb:> 1. Umbau 2SD1047 -> 2N3055(1), NoName der 2SD882-Treiber wurde warm.> 2. Umbau 2SD1047 -> 2N3055(2), anderer NoName, dem 2SD882-Treiber
Erklärung dessen was Du berichtest:
2N3055(1) hat wohl einen deutlich niedrigere Verstärkung (der "beta"
Wert, hfe21) als 2N3055(2).
Ist aber nicht ungewöhnlich, da 2N3055 sehr große Streubreite haben
darf. Schau Dir bitte mal im Datenblatt die Min/Typ/Max Werte an.
Hallow Andrew,
das ist mir schon klar, danke für deinen Hinweis.
Erstaunlich finde ich ja immer noch, dass es eine solche
Streubreite, nicht nur bei hfe, gibt. Die Jungs sollten den
Prozess doch mittlerweile im Griff haben.
Wenn man überlegt, wie lange es den 3055 schon gibt.
Vor mehr als 40 Jahren wurde er als 'Arbeitspferd der
Elektronik' angepriesen.
73
Wilhelm
Mit dem eher langsamen 2N3055 dürfte der Aufbau mit losen Kabeln noch
nicht so kritisch sein. Ein Problem wird es eventuell mit schnellen
Transistoren wie 2SD1047 oder 2SC5200.
Für mehr Strom ist der 3300µF Elko auch zu klein. Eigentlich sollten es
eher 2200-3300 µF je Ampere sein. So wirklich warm sollte der Elko
eigentlich nicht werden - das wäre dann eine sehr schlechte Qualität. Es
könnte sich lohnen für die Versorgung der OPs einen extra Filter Elko
(und 2 extra Diode) vorzusehen, denn die Spannung am OP muss etwa 3-4 V
über der Ausgangsspannung liegen, die an den Leistungstransistoren nur
etwa 1-2 V. D.h. man könnte so mit einem kleineren Elko für den
Hauptstrom auskommen oder mit gegebenen Trafo / Elkos bis etwa 2 V mehr
an Ausgangsspannung bekommen.
Bei der Referenzschaltung könnte man noch auf die Idee kommen statt
einem TL431 und 2 guten Widerständen einfach 3 oder 4 der TL431 (statt
R6 und D8) zu nehmen: das wird besser und ggf. noch günstiger. Für den
OP, der die Ref. Spannung erzeugt kann man auch den langsameren aber
präziseren OP07 nehmen - mittlerweile ist der nicht einmal unbedingt
teurer als der TL081 (bei Reichelt ggf. wohl sogar 1 cent billiger).
Auch ein 741 wäre beim Ref. Teil wohl noch besser als der TL081.
Die LT1634 dürften mit mehr Strom auch nicht unbedingt besser werden
beim Rauschen, und den Mehrpreis für genau 4.096 V oder genau 5 V muss
man auch nicht haben.
@ Lurchi
> So wirklich warm sollte der Elko eigentlich nicht werden
So wirklich warm ist ja subjektiv. Ich habe mal den Thermofühler
meines Multimeters draufgehalten -> ca. 37 Grad.
Das bei 50Hz? Schon seltsam.
In meinem über 50jährigen Bastelleben habe ich mir über diesen Punkt
nie Gedanken gemacht, machen müssen.
Dass die 3300uF zuwenig sind, ist schon klar. Ich habe neue
Bausätze bestellt; dann werde ich es mal mit besseren Bauteilen
versuchen.
73
Wilhelm
Wilhelm S. schrieb:> Am meisten hat mich ja der MC1466 begeistert.> Ich habe mir dieses Hiland-Teil auch besorgt
Irgendwioe hat mich das ketzt verwirrt, Ich habe erst spät gemerkt, daß
du eben NICHT den 1466 gekauft hast.
Wilhelm S. schrieb:> Ob es zu langsam, nicht schnell genug oder was auch immer ist,> kann ich nicht messen. Ich habe kein DSO.
Braucht man auch nicht.
Nim einen NE555, lass den einen MOSFET schalten, und belaste das
Netzteil mit einem Dauerwiderstand und eben diesem geschalteten
Widerstand, dann kannst du es dir auf einem ganz normalen Scope
angucken.
Lurchi schrieb:> Bei der Referenzschaltung könnte man noch auf die Idee kommen statt> einem TL431 und 2 guten Widerständen einfach 3 oder 4 der TL431 (statt> R6 und D8) zu nehmen:
Man könnte auch auf die Idee kommen, einfach 2.5V als Referenz zu
nehmen, mit einem TL431 ganz ohne Widerstände.
R11+R12 sind sowieso immer dabei.
@Wilhelm: Zuallererst mal möchte ich festhalten, daß ich selbst über die
Menge an Informationen zum 3055 verwundert war, als ich die Seite vor
einiger Zeit mal entdeckt hatte.
Allerdings kenne ich gerade wegen des 2N3055 seit einer gewissen Zeit
eine weitere Stufe - ich nenne sie jetzt mal "Über-Staun-Verwundung".
(*)
Was man im Internet teils völlig unvermittelt auffindet, läßt ja manches
mal sogar absoluten Profis, hartgesottenen Zynikern, ja vielleicht sogar
"Allsehenden Augen", mit lähmendem Er-Staunen er-starren.
(Dein Erstaunometer schlug hier sicher in "positive" Richtung aus,
kann dem aufmerksamen Leser auch frappierendes ins Auge st...AUA!)
>> {Folgendes Zitat ist verfälscht, und sollte eigentlich auch durch Smilies
ergänzt oder gekennzeichnet sein - ich fand aber nicht den einen, angemessen
zutreffenden, adäquat ausreichenden, ... (O.O) ...eh egal. Los:}
Wilhelm S. schrieb:> Wenn man überlegt, wie lange es den 3055 schon gibt.> Vor mehr als 40 Jahren wurde er als 'Arbeitspferd der> Elektronik' angepriesen. [ACK, "nicht vollständig unbegründet"]Wilhelm S. schrieb:> erstaunlich, was man hier zum 3055 liest [ACK! Bis hierhin...]:http://forum.mosfetkiller.de/viewtopic.php?f=11&t=17762&start=90#p182229
[...und eventuell, falls man noch kann... die 2 Beiträge danach...
Ein weiteres Highlight ist übrigens der eigentliche_Zweck jenes
Threads (welchen ich damals anfänglich gar nicht beachtet hatte) ...
unter diesen Voraussetzungen gelesen, traf jener Beitrag den
unvorbereiteten Leser wohl so heftig wie eine Klatsche vom "Schweren
Gustav".
Einfach hart, das... ich konnt´s einfach nicht für mich behalten. Und
ein einzelner "hochgradig unpassender Post" wird diesen gut besuchten,
und fleißig bearbeiteten Thread wohl nicht auch nicht ernsthaft
beeinträchtigen oder gar stoppen. Oder?!
((*) Ich hatte diesen Faden vor einigen Jahren entdeckt, als ich
irgendwas suchte... und muß wirklich regelmäßig bei Erwähnung von "3055
Arbeitspferd"
erneut daran denken. Wohl krankhaft ...)
Seht es mir also bitte nach, diesen OT konnte ich nicht verhindern...
(Wenn das aber schlicht nicht gefällt - ebenso schlicht "buh".)
dfg wollte im Beitrag #5225538 schreiben:
> ja vielleicht sogar ---Leuten mit--- "Allsehenden Augen",> ---eben dieselben--- mit lähmendem Er-Staunen er-starren.
dfg wollte im Beitrag #5225538 schreiben:
> (Wenn das aber ---wem--- schlicht nicht gefällt -> ebenso schlicht "buh".)
Letzteres klänge sonst danach, als würde ich den Usern "allgemein" keine
Wahl lassen wollen - "sonst buh". Ist natürlich Quark.
Vielmehr denke ich, es gefällt schon vielen / den meisten - und sollte
jemand den 3055 selbst heimlich als Kleins... dann halt ein
(entrüstetes) "buh". (Aus der Ecke der 3055 Fans - von mir persönlich -
gerufen.)
Wenn man die Widerstände R11 / R12 deutlich anders wählt verändert sich
das Regelverhalten: bei deutlich mehr Verstärkung wird der Kondensator
C6 wichtiger und auch das Verhalten der Stromregelung ändert sich. Als
ein Punkt verlängert sich die Ansprechzeit - das kann gut, aber auch
schlecht sein.
Eine etwas kleinerer Wert für R11 wäre wohl noch OK und hätte ggf. auch
einen kleinen Vorteil, aber zu viel sollte es eher nicht sein.
Der extra OP für die Referenzschaltung hat auch nicht nur die Funktion
für eine höhere Ref. Spannung (im original 2 mal 5.1 V = 10.2 V) zu
sorgen, sondern sie sorgt auch für einen konstanten Strom, der sich noch
relativ leicht bei der Strommessung kompensieren lässt. Man kann in der
Schaltung R6 ebenfalls durch einen TL431 ersetzen und so eine stabile 5
V Referenz (Summe der beiden TL431) erzeugen, die fast nicht mehr von
den Widerständen abhängt.
Lurchi schrieb:> Der extra OP für die Referenzschaltung hat auch nicht nur die Funktion> für eine höhere Ref. Spannung (im original 2 mal 5.1 V = 10.2 V) zu> sorgen, sondern sie sorgt auch für einen konstanten Strom, der sich noch> relativ leicht bei der Strommessung kompensieren lässt.
Na ja, er sorgt für einen konstanten Strom durch die Z-Diode, dazu muss
der OpAmp selbst aber die unterschiedliche Spannung am Netzteileingang
ausregeln, was im Endeffekt dann wieder zu schwankendem Strom über den
Strommesshunt führt. Damit ist also gegenüber dem normalen Vorwiderstand
nicht viel gewonnen.
Immerhin fliesst bei dieser Netzteilschaltung (Emitterfolger) der
Ansteuerstrom der Leistungstransistoren auch durch die Last und wird am
shunt mitgemessen, und es lässt sich eine Stromsenke implementieren die
um den shunt drumrum geht, im Gegensatz zur low drop/HP-Style/floating
Regler wären also diese beiden Stromanteile nicht verfälschend, da kann
der dritte, Referenzspannungserzeugung, schon mal als Fehler einfliessen
(und i.A. wegkalibriert werden).
Selbst wenn der OP für die Referenz an der negativen Versorgung (so wie
in einigen der Pläne) mit über den Shunt geht, ist der Strom der da
fließt nur der weitgehend konstante Ruhestrom des OPs. Man kann aber den
OP auch von vor dem Shunt versorgen, d.h. der Fehler muss nicht sein.
Der Strom über die Referenz(en) ist konstant, auch wenn die Versorgung
schwankt. Weil der Referenzstrom konstant ist (z.B. 2 mal 1 mA) kann man
den Fehler in der Regel raus rechnen.
Mit nur einer Referenz und Versorgung per Vorwiderstand würde Rippel am
Ladeelko mit auf den Strom durch den Shunt wirken. Der Fehler ist nicht
groß (je nach Referenz und so Spannung würde man wohl mit 10-20 K
auskommen), aber vermeidbar. Die Unterdrückung von Rippel wäre mit TL431
und Widerstand schon recht gut (ca. U/2,5 V * 0.22 Ohm / 20 K). Mit bis
zu etwa 0.5 mV an Rippel müsste man trotzdem rechnen. Wenn man für den
OP eine extra gefilterte und ggf. sogar geregelte Spannung hat, wäre die
Referenz per TL431 und Widerstand tatsächlich ein Möglichkeit.
Dass der Basisstrom bei dieser Schaltung nicht zu einem Fehler bei der
Strommessung führt sollte nicht als Entschuldigung dafür dienen, den
Fehler bei der Referenz zu machen. Eher andersherum sollte es ein
Anspruch sein keinen extra Fehler zu machen.
Den Ruhstrom kann man auch beim LDO am Shunt vorbei fließen lassen.
Nochmal mein Senf zum 3055-Thema:
Ich mag das TO-3 Gehäuse schon seit langen Jahren überhaupt nicht mehr,
es macht nur Probleme. Beim Bohren, beim Isolieren, beim Abdecken, beim
Kontaktieren des Kollektors.
Jetzt hab ich mal neugierig mich bei Kessler-Elektronik umgeschaut und
dort so einiges gesehen, was mir deutlich besser gefällt:
2SC2837, NPN, 70 MHz. Dazu passend 2SA1186, PNP.
und
2SC2921, NPN, 60 MHz. Dazu passend 2SA1215, PNP.
Die Gehäuse dieser Transistoren sind weitaus bastlerfreundlich als der
olle Blechtopf. Also!
W.S.
Habe bestimmt schon annähernd 350 von diesen 3055er Blechnäpfen in all
den Jahren verbaut, noch nie Probleme z. Bspl. mit der Verarbeitung
gehabt.
Für mich war das immer ein Genuß, denn da hat man noch etwas in der Hand
-
Die von Dir bevorzugten Typen sind natürlich anwenderfreundlicher, keine
Frage.
MfG
Eppelein
Lurchi schrieb:> Mit nur einer Referenz und Versorgung per Vorwiderstand würde Rippel am> Ladeelko mit auf den Strom durch den Shunt wirken.
Mit etwas Glück bekommt man den Ripple im Strombegrenzungsmodus auf den
Pixelübergang.
Aber es sind nur 120uA von 1A.
Dafür sieht die Schaltung sauber aktuell aus.
Trotz Überstromschutztransistor.
Eine negative Hilfsspannung braucht es nur noch für eine
Konstantstromsenke (die man auch weglassen könnte).
Die Variante von Michael ohne negative Hilfsspannung könnte bei der
Stromregelung problematisch werden. Der Weg über den Invertierenden
Eingang gibt zusätzliche Verzögerungen und damit potentiell
Instabilität.
Wie zu erwarten zeigt die Simulation (ohne den Gleichrichter etc.) im AC
Mode auch Probleme bei der Strombegrenzung. Mit einem Widerstand als
Last könnte es ggf. noch gehen, aber nicht mehr mit eher problematischer
Last.
Bei mit benimmt sich das Modell des MC34072 auch noch etwas komisch, da
scheint irgendwas noch nicht so richtig zu sein.
Wenn man unbedingt ohne negative Hilfsspannung auskommen muss, müsste
man R11 zu einer kleinen Hilfsspannung von z.B. 1-2 V höher schicken und
den Stellbereich des Poties anpassen. Die Hilfsspannung könnte man z.B.
über einen extra Widerstand zur 5 V Referenz erzeugen.
Lurchi schrieb:> Der Weg über den Invertierenden Eingang gibt zusätzliche Verzögerungen> und damit potentiell Instabilität.
Hmm, wo soll die zusätzliche Verzögerung herkommen, ob am
Nichtinvertierenden Eingang oder am Invertierenden, in beiden Fällen
liegen 2 OpAmps in Reihe vor dem Endtransistor.
Und wenn das von den 220pF kommen soll die über 47k umgeladen werden,
dann kann man ja entsprechend Banggood/Stache zwischen C9/R11 und
R25/OpAmpEingang noch einen Widerstand spendieren.
Michael B. schrieb:> Eine negative Hilfsspannung braucht es nur noch für eine> Konstantstromsenke (die man auch weglassen könnte).
Eigentlich möchte ich praktisch davon abraten die negative Hilfsspannung
ohne Ersatz abzuschaffen;-)
Im Original Design dient sie ja nicht nur zur Versorgung der OPVs
sondern auch um die Endstufe beim Ein- und Ausschalten zu entsperren
oder zu sperren. Gerade durch diese Schaltung erklärt sich das
exemplarische Ein- und Ausschaltverhalten der Schaltung weil das eben so
nicht dem Zufall überlassen ist. Wenn das geändert werden sollte, dann
bitte nicht diesen wichtigen Punkt zu übersehen.
Gerhard O. schrieb:> Im Original Design dient sie ja nicht nur zur Versorgung der OPVs> sondern auch um die Endstufe beim Ein- und Ausschalten zu entsperren> oder zu sperren. Gerade durch diese Schaltung erklärt sich das> exemplarische Ein- und Ausschaltverhalten der Schaltung weil das eben so> nicht dem Zufall überlassen ist. Wenn das geändert werden sollte, dann> bitte nicht diesen wichtigen Punkt zu übersehen.
Wenn man nur noch 1 Versorgung hat, braucht man sich keine Sorgen um die
Sequenz zu machen und keine Schaltungsteile dazuerfinden.
Michael B. schrieb:> Wenn man nur noch 1 Versorgung hat, braucht man sich keine Sorgen um die> Sequenz zu machen und keine Schaltungsteile dazuerfinden.
Da muss ich Dir entschieden widersprechen. Während des Auf- und Abbaus
der Betriebsspannung kann man sich auf das Verhalten der OPVs und ihrer
Eingangsspannungen nicht verlassen und gut vorhersagen. Auch hat die
Referenzspannungserzeugung ihr eigenes Verhalten. Das lässt sich alles
nicht realistisch simulieren. Abgesehen davon können sich OPVs
verschiedener Hersteller in gewissen Regionen unterschiedlich benehmen.
Eine Ent- und Verieglungsschaltung ist in solchen Fällen kein Luxus.
Tu's nicht.
Genau wie beim Programmieren möchte ich auch bei der Hardware nichts dem
Zufall überlassen. Vielleicht bin ich zu konservativ, aber für mich ist
das ähnlich wie mit dem Feuer zu spielen.
Beim uC hat man ja auch nicht ohne triftigen Grund eine Brownout
Verrieglung um das Durchgehen des uC oder Korruption des EEPROMs während
ungenügender Betriebsspannung zu verhindern.
Gerhard O. schrieb:> Während des Auf- und Abbaus> der Betriebsspannung kann man sich auf das Verhalten der OPVs und ihrer> Eingangsspannungen nicht verlassen
Im wesentichen schon. Über 3V funktioniert er laut Datenblatt.
Unter 3V kann er gerade noch 2V am Ausgang liegfern, so wenig Spannung
daß der Ausgangsdarlington höchstes noch 0.6V an den Ausgang legen
könnte.
Bleiben Effekte wie 5V, daß die Referzspannung so hoch wie die OpAmp
Spannung ist, so daß der Eingang des OpAmp ausserhalb des common mode
ist. Aber nur wenn die Ausgangsspannung auf Maximum steht. In der Praxis
bricht die Ausgangsspannung schon weit füher ein. Beim 7805 machst du
dir auch keine so weit hergeholten Gedanken.
Michael B. schrieb:> Im wesentichen schon. Über 3V funktioniert er laut Datenblatt.
Naja, dann geht Probieren über Studieren. Wenn es tatsächlich keine
diesbezüglichen Überraschungen gibt, dann lasse ich es gelten.
Was mich halt stört, ist, dass Hersteller A nicht gleich Hersteller B
ist und man möglicherweise eine tickende ZB. (Ich weiß, man macht das
heute anders; elektronisch mit schön großem LED Display:-) ) zur Hand
hat.
@Michael Bertrandt
>> Ja, nun, wenn man nur nach der Faulheit geht, sind die modernen>> Plastikgehäuse besser.>> Aber TO3 hat 2 Schraublöcher, und damit nicht das Problem des>> wegbiegens.
Das Problem mit dem wegbiegen löst man darin, in dem man das obere Loch
nicht zu fest anzieht, dann rechts u. links neben der Gehäusemitte, je
ein 3er Loch bohrt, M3 Gewinde rein schneidet, einen dicken Blechbügel
drüber legt und diesen dann abwechselnd mit den 3er Schrauben fest
zieht. Das ist die einzige Möglichkeit, das der Transistor plan aufliegt
und den optimalen Wärmeleit-Effekt zum Kühlblech hat.
Gruß Michael
Michael D. schrieb:> Das Problem mit dem wegbiegen löst man darin, in dem man das obere Loch> nicht zu fest anzieht, dann rechts u. links neben der Gehäusemitte, je> ein 3er Loch bohrt, M3 Gewinde rein schneidet, einen dicken Blechbügel> drüber legt und diesen dann abwechselnd mit den 3er Schrauben fest> zieht. Das ist die einzige Möglichkeit, das der Transistor plan aufliegt> und den optimalen Wärmeleit-Effekt zum Kühlblech hat.
Uff.
Das Problem löst man wohl besser, in dem man ihn mit einer Federklemme
auf einen Kühlköper clipst.
http://www.farnell.com/datasheets/67092.pdf?_ga=2.244663493.1584735222.1511915618-1451779394.1482501845
Gerhard O. schrieb:> Meine Meinung zur thermischen Spannungskonstanz ist, daß man es leicht> übertreiben kann.
Hmm.
Gerald R. schrieb:> Das Netzteil nutze ich nicht mehr, da die Spannung bei> Dauerlast immer weg gedriftet ist.
Das ist natürlich auch möglich. Dafür müssen aber auch die Löcher dafür
vorhanden sein, also kommst um die bohrerei nicht rum. Als nächstes muß
man diese Bügel auch da haben.
Ein Stück dickes Blech, liegt überall rum u d wartet nur darauf,
mißbraucht zu werden ; -)
Michael B. schrieb:> TO3 sieht also ekelig aus, ist aber gut wenn man Leistung wegschaffen> muss.
Aber diese ungeliebten TO-3 Gehäuse sehen doch so schön nostalgisch und
majestätisch auf den Kühlkörpern aus:-)
Auch hatte der 2N3055 einen kleinen Bruder, nämlich die petite
Ausführung von TO-3 im TO-66 Gehäuse, den 2N3054. Da brauchte man auch
nach dem 2N3053 nicht weit zu suchen.
Es gab früher auch mal Fassungen und Isolierkappen und machten einen
praktisch nie notwendigen Austausch zum Kinderspiel. Nicht einmal ein
Lötkolben war notwendig.
Where only is the world coming to?
Angesichts dieser Blasphemie liege ich jetzt völlig zerschmettert am
Boden und verstehe die Welt nicht mehr. Die Zeit ist an mir spurlos
vorbeigegangen...
P.S. Bitte nicht unbedingt ernst nehmen:-)
Gerhard O. schrieb:> Es gab früher auch mal Fassungen und Isolierkappen und machten einen> praktisch nie notwendigen Austausch zum Kinderspiel. Nicht einmal ein> Lötkolben war notwendig.
Diese Dinge gibt es auch heute noch, aber genau wie früher kosten sie
Geld.
Und auch das bohren der 4 Löcher für ein TO-3 Gehäuse kostet Zeit und
somit indirekt Geld.
Das will aber kaum jemand ausgeben, und so werden dann jede Menge
Murkslösungen gewählt und genannt (Siehe z.B. Beitrag zum Blech etwas
weiter oberhalb).
Gerhard O. schrieb:> Aber diese ungeliebten TO-3 Gehäuse sehen doch so schön nostalgisch und> majestätisch auf den Kühlkörpern aus:-)
Ja, ja.
Aber man braucht die gestanzte Glimmerscheibe, die zwei Plastik-Nippel,
die Lötöse, die genau auf den Nippel paßt (M3 ist zu klein, M4 zu groß),
dann noch dort, wo der Kühlkörper außen liegt, die Plastik-Haube über
den ganzen Transistor.
W.S.
Ich sehe gerade mit Bestürzung, was ich da gestern früh fabriziert
hatte.
Was müßt Ihr nur von mir denken...
Zukünftig werd ich wohl nicht mehr nach einem meiner seltenen
Kneipenbesuche online gehen. Und schon gar nicht werde ich, dabei neben
einem genau so kaputten Freund sitzend, herumblödeln, und auch noch
jeden besch... Müll, der uns dabei einfällt, vor lauter "lustig" in
sogenannte "Beitrage" setzen. Könnte das nicht bitte jemand löschen
lassen? B-i-t-t-e...
Im Moment kann ich grade nicht viel lustiges daran erkennen.
Verwunderlich finde ich ja, daß mir dieser uralte Unsinn überhaupt
einfiel. Erst recht, daß es tatsächlich noch zur erfolgreichen Recherche
kam - was für ein einmaliges "Glück". Hat man garantiert nur einmal im
Leben - so viel ist wohl sicher.
Ich bitte um Verzeihung.
dfg schrieb:> Ich sehe gerade mit Bestürzung...
Was mich betrifft, habe ich nur technisch relevante Beiträge in diesem
Thread in Erinnerung. Also, ich habe nichts Ungewöhnliches bemerkt.
Vielleicht war es nur ein böser Traum...
W.S. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Aber diese ungeliebten TO-3 Gehäuse sehen doch so schön nostalgisch und>> majestätisch auf den Kühlkörpern aus:-)>> Ja, ja.>> Aber man braucht die gestanzte Glimmerscheibe, die zwei Plastik-Nippel,> die Lötöse, die genau auf den Nippel paßt (M3 ist zu klein, M4 zu groß),> dann noch dort, wo der Kühlkörper außen liegt, die Plastik-Haube über> den ganzen Transistor.>> W.S.
Der gediegene Praktiker hat doch alles dieses Kleinzeug in der
Bastelkiste...
Die Vorteile der Metallgehäuse sind unbestreitbar. Auch ich habe einiges
an FETs, und auch (wenige) BJTs, in Metal Cans zu Hause.
Wilhelm S. schrieb:> Die Anmerkung bzgl. des Ls der Zuleitungen zum 2N3055 kann> ich nicht bestägigen; Alles freischwebend auf dem Tisch, Drähte> zum 2N3055 ca. 20cm. Kein Ärger.
Na ja, das kann man aber schon auch vermeiden, oder zuallermindest stark
verbessern - mit etwas Aufwand allerdings. Ich habe ein ganz
bestimmtes solches mehr als nur einmal gesehen, und auf Nachfrage
konnte ich so einiges dazu erfahren...
Also: Vor ca. 2 Jahrzehnten hat ein guter Kollege (etwas älter als ich,
leider verstorben) ein CC/CV, +/- 0-40V, +/- 0-5A LNG geplant und gebaut
(anders konstruiert auch noch eines für 0-15V / 0-20A).
(Ob diese/-s noch existier-en/-t, weiß ich leider nicht, also auch
nicht, ob "war" oder "ist" besser paßt - ich benutze einfach mal beides
für eine Zusammenfassung des gesehenen.)
Dabei gelang es ihm bei beiden, die TO-3 wirklich niederinduktiv
anzubinden. Beim erstgenannten sogar beinahe direkt an der Regelung.
(Dort hatte ich damals übrigens - verwundert - OPVs aus Metall entdeckt.
Auf Nachfrage, ob sehr alte Typen, meinte er: "Nein, gibt auch moderne.
Nur nicht so viel Auswahl. Aber die Gehäuse passen hier so gut, ist
schöner." - Ich gebe zu, es sah alles sehr, sehr gut aus. ;-)
Das Layout war darauf zugeschnitten, die Leistungs-Transistoren ganz
nach außen zu stellen - doch zwischen den TO-3 wurde dabei natürlich
"Platinen-Oberfläche verschenkt". (Bei den richtig großen, schweren
Teilen kam es aber doch IMHO eh nie auf Miniaturisierung an, oder?)
Der wichtigste "Trick", Hand in Hand mit genanntem Layout, war die
Verwendung von 4 oder 5mm starken, säuberlich vorgebohrten
Aluwinkel-Stücken. Es war gerade so dick, daß die Beinchen noch schön
durch die Platine reichten. Fixierung über Distanzschrauben.
Auf diese wurden jeweils die BJTs geschraubt, parallel geschaltete auf
je ein Stück, und 90° verdreht dazu kamen 8mm Aluplatten identischer
Länge drauf. Zwischen Winkelstücken und Plattenstücken nur WL-Paste.
Also erst zwischen den Platten und dem "eigentlichen" KK die (mir aber
unbekannte Art von, nicht gefragt damals) Isolation.
Mit dieser Konstruktion war sowohl günstige Positionierung , als auch
beste Kühlung möglich. Vielleicht also ist das auch noch heutzutage
nicht all zu abwegig, so vorzugehen, wenn man TO-3 benutzen will.
Sein 2tes Gerät war sogar noch schwerer. Bei diesem konnte auch die nur
gesiebte DC benutzt werden, mit mehr als nur 20A - genau weiß ich´s
nicht mehr. Der 0-15V/20A Ausgang war "nur" spannungs-geregelt, kein CC.
Allerdings war die Strombegrenzung schon einstellbar.
Laut seiner Aussagen war das 2te Gerät (von mir nie benutzt) nur "fürs
Gröbere", und auch nur gröber einstellbar. Das erste in 10mV und 1 mA
Schritten. Beide hatten passende Lüfter, die aber scheinbar thermisch
geregelt wurden. Denn da drehte sich am Anfang nichts.
Ach ja: Das erste Gerät war auch sowohl für Reihen- als auch
Parallel-schaltung gut. Wie aber die Funktionen (z.B. Tracking) alle
realisiert worden waren - das kann ich überhaupt nicht sagen.
Damals hatte ich sogar noch weniger Ahnung von allem, als heute - so
hätte ich seine Ausführungen dazu eh nicht verstanden, oder könnte mich
nicht daran erinnern. Habe auch gar nicht näher danach gefragt, da ich
die nötigen Fragen zum Großteil noch gar nicht gekannt hätte...
Also schmeißt die Metall-Transis nicht weg, baut damit was! :)
(Oder verkauft sie denen, die das wollen.)
Gerhard O. schrieb:> Vielleicht war es nur ein böser Traum...
Der hat sich selbst jetzt ausgeträumt. --- Danke, Gerhard. :)
Gerhard O. schrieb:> Der gediegene Praktiker hat doch alles dieses Kleinzeug in der> Bastelkiste...
Schön wär´s. Vor einiger Zeit erlebte ich nach einem WE auf Achse
eine böse Überraschung - eine verblüffend große Menge an diversen
Kleinigkeiten war vom Hasi für sonstwas gehalten worden...
...angeblich. ;-)
MaWin schrieb:> 36V/4A liegt ausserhalb der SOA des IRF250,
Es ist ein IRFP250.
Tany schrieb:> sorry, ich meine IRFP250MaWin schrieb:> Bei 144 Watt ist zwar von Trafoumschaltung oder Vorregelung auszugehen
ist es auch.
MaWin schrieb:> Na ja, so lange du nur deine Sachen dran anschliesst.
wenn du mir sagst, was ich anschließen soll, tue ich gerne.
Worstcase wäre Kurzschluß am Ausgang bei hoher Spannung. Da muß der
Mosfet für kurze Zeit 4x42=168W vertragen. Das tut der auch ganz brav.
Ansonsten ist wie im Anhang eine von "meiner Sachen".
Scrat schrieb:> Wenn ihr ernsthaft Schaltungen mit Trippel-Darlington, fünf> Hilfsspannungen, Leistungswiderständen und Uralt-OPs besprechen wollt,> bitteschön...
Vielleicht stellst Du hier (d)ein hightech Labornetzteil vor? Würde mich
sehr interessieren wie das heute gemacht wird; 0-15V, 0-10A wären
gefragt.
Konstruktive Grüsse
X.
Xilinx schrieb:> wie das heute gemacht wird; 0-15V, 0-10A wären> gefragt.
Ja sag mal!!
Wo sind wir denn inzwischen hier gelandet?
Der Startpunkt war ein kleines und bescheidenes Netzteil 15V/1A mit
Zeugs drin, was man bei den einschlägigen Verdächtigen bekommt, also
Pollin, TME, Reichelt, Kessler, Ebay und so.
Sind wir jetzt bei den Rumms-Wummen angekommen? Ist das noch ein
realistischer Thread?
W.S.
Hallo zusammen,
nachdem das Hilard-Teil ja nicht so schlecht weg gekommen ist,
möchte ich nochmal eine andere Sache in den Ring werfen.
Wie sieht es denn mit der HF-Verträglichkeit aus?
Diesbezüglich kann ich zum Hilard-Teil nichts sagen. Ich habe es
bis jetzt nur auch dem Tisch.
Mein China AFX9660SB findet HF überhaupt nicht lustig; zum Ausgangselko
befinden sich zwar noch 10nF über den Buchsen, HF mag es troztdem
nicht. Ansonsten prima.
Ich besitze noch ein FUG-NTN140-35 Netzteil; dem macht HF
überhaupt nichts. 30W HF in der Bude.., macht nix.
An welchen Stellen kann man denn noch etwas für die HF-Verträglichkeit
tun?.
73
Wilhelm
Unverändert dürfte das Chinesische / Hilard Kit wohl auf auf HF
störungen reagieren. Eine erste Gegenmaßnahmen wäre ein zusätzlicher
Kondensator im 10 nF-100 nF Bereich direkt an der Buchse. Ein 2. Schritt
wäre ein Widerstand im kOhm Bereich in Reihe zu C6. Der Widerstand würde
es dann auch erlauben C6 größer zu machen, falls man mehr Toleranz
gegenüber großen Kondensatoren am Ausgang benötigt.
Abblockkondensatoren bei der Versorgung der OPs könnte auch nicht
schaden - unabhängig von möglichen HF Störungen. Ggf. wäre eine
Gleichtakdrossen (Ferritering mit 2 oder 3 Windungen) zwischen dem
Reglerteil und den Buchsen oder vor dem Gleichrichter auch hilfreich.
Viel hängt auch vom Layout / Aufbau ab.
Wilhelm S. schrieb:> Hallo zusammen,>> An welchen Stellen kann man denn noch etwas für die HF-Verträglichkeit> tun?.
Da bei mir ähnliche Anforderungen bestimmend sind, baue ich als
Mindestlösung einige keramische Scheibenkondensatoren (4n7, 0u1) mit
kurzen Anschlüssen gleich hinter der Metallfrontplatte zwischen Plus und
Minus und zwischen Frontplatten Masse (PE) und Plus und zu Minus ein. In
besonders hartnäckigen Fällen helfen manchmal noch aufklappbare Ferrite
Sleeves entsprechender Formulierung. Das hilft in 90% aller Fälle.
Modifizierung an der Schaltung sind wegen der Nebeneffekte weniger zu
empfehlen. Ein COTS Common Mode Filter geeigneter Konstruktion kann auch
behilflich sein. Gute mechanische metallene Gehäusekonstruktion mit
guter elektrischer Verbindung der Teile ist kein Luxus.
Es ist wichtig keine "Löcher" zu übersehen durch welche vagabundierende
HF die "Schwierigstellen" überlisten könnte. Man muß das ähnlich wie bei
Wasser sehen. Je nach Frequenz darf kein Wasser aus dem HG Gehäuse
auslaufen dürfen. Das gilt auch für die Zuleitungen externer Kühlkörper.
Es empfielt sich auf die Basisanschlüsse exponierter Transistoren
Ferritperlen aufzustecken. Philips stellte früher die Breitband 6-Loch
Ferroxcube Zylinder her die sich für Breitbandanwendungen vorzüglich
eigneten. Sie werden immer noch von einigen anderen Hestellern
produziert. Jeder unnötige cm Anschlußlänge dieser Komponenten muß
vermieden werden.
Auch sollte die Netzspannung durch eine Filterbuchse/Filter geführt
werden. Das geht allerdings ins Geld und bringt gewisse
komponententechnische Gefahren mit sich. Auch sollte der Trafo mit Cs
geeigneter Eigenschaften abgeblockt und verdrosselt werden.
Konsequente HF Abblockung hat seinen Preis. Man braucht sich nur die
Konstruktion von Meßsendern ansehen. R&S betrieb da beträchtlichen
Aufwand mit gut durch konstruierten CLC..LC Filtern und konsequente
Abschirmungen. Das ist natürlich bei LNGs übertrieben, ist aber
edukativ.
Wirksamer HF Schutz kann nur durch systematisches, allumfassendes
Verständnis relevanter Schwachstellen realisiert werden. Korrekt
gewählte Komponenten mit guten und bekannten HF Eigenschaften sind
Voraussetzung. Man hüte sich übrigens vor gewickelten Cs mit langen
Anschlußbeinen. Leider ist die Auswahl zum Zeil an geeigneten
Komponenten im Vergleich zu früheren Jahrzehnten nicht mehr so
reichhaltig. Allerdings hat sich Leiterplatten mäßig speziell im SMD
Bereich natürlich seitdem viel getan. Das hilft natürlich beim Design
bezüglich der EMV von Leiterplatten.
Wer mir nicht glaubt und es sich meinerseits auch extrem arrogant
anhört, dem soll gesagt sein, daß ich in der Firma bis jetzt in 20
Jahren 100% alle Geräte Designs beim ersten Mal HF tauglich zertifiziert
bekam und das auch im militärischen Bereich. Ich weiß von was ich
spreche.
Gruß,
Gerhard
W.S. schrieb:> Sind wir jetzt bei den Rumms-Wummen angekommen?> Ist das noch ein realistischer Thread?
Dem guten @Xilinx war dabei scheinbar mehreres nicht bewußt.
Erstmal geht es hier nicht um LNG mit so viel Strom. Er mag bei den
bisherigen Beiträgen nur die Diskussionen bzgl. der Spannung entdeckt /
wahrgenommen haben, aber so ist es.
Ich versuche, zusammenzufassen (1. Absatz wg. d. Mißverständnisses):
Hier geht es (als erstes Projekt des Threads) um ein LNG mit GND-Bezug
(nicht "fliegender Regler"). Die Entscheidung, zuallererst dieses
Konzept zu wählen, wurde ausführlich begründet.
Des weiteren wird versucht, trotz jenes Konzeptes die V(out) nicht nur
auf 15V zu beschränken (mehrere Ansätze ausgearbeitet).
Punkt I.: Beim "Überfliegen" mag der Laie den Eindruck gewinnen, hier
wäre vielleicht sogar "alleine DAS" der beschränkende Faktor.
Punkt II.: Daß aber 10A Ausgangsstrom (vernünftig umgesetzt) eine von
z.B. 3A oder auch noch 5A schon ziemlich abweichende Konstruktion, und
damit auch Eingriffe ins Grundkonzept, erfordern würden, ist vielleicht
nicht jedem klar.
(Größerer Strom = Höherer Spannungsfall, daher über die Verluste höhere
Erwärmung - potentieller Einfluß auf nötige Änderungen sowohl der
Geometrie, als auch der Messung und Auswertung, wenn man dieselbe
Performance und Genauigkeit anstrebt. Und man will doch nicht mit
irgendwelchem Vollpfusch dastehen am Schluß???)
Punkt III.: Da aber von @Scrat so oder so nichts konstruktives kam (auch
sicherlich nicht zu erwarten ist), und auch deshalb jene Bitte/ Frage
ins absolut Nichts läuft, hätte man vielleicht schon erkennen können/
sollen, beim Durchlesen - ob nun Laie oder nicht.
@Xilinx:
Hier soll gerade eine bestimmte Art von LNG entwickelt werden. Und zwar
(im Moment ganz sicher) keines für 10A.
Eine "Hochskalierung" des Stromes ist möglich, aber nur in engen
Grenzen, ohne dabei vieles abändern zu müssen (oder das ganze Konzept
umzuwerfen).
Von @Scrat wird zu 99% gar nichts, und wenn, zu 99,999(Periode)% nichts
Verwertbares kommen. Wenn Du ein solches LNG willst, mußt Du anders
ansetzen.
Überlege genau, wie viel Maximalstrom Du brauchst (nicht "willst") -
dann suche nach tauglichen Konzepten.
Überprüfe (oder simuliere) deren Parameter (Regeleigenschaften,
Regelgeschwindigkeit, Features...) und stelle fest, ob Du damit
glücklich wirst.
Wenn nicht, weitersuchen, alles noch mal.
dfg schrieb:> Überprüfe (oder simuliere)
Ersteres bezog sich auf mögliche Fertiggeräte (*),
nur zweiteres auf Eigenbauten. Dabei ist selbstverständlich
die Simulation selbst anzufertigen (LTSpice).
((*) Es gibt sehr günstige Fertiggeräte, auch für so hohe Ströme.
Freilich sind deren Genauigkeit und auch Regeleigenschaften kaum mit
einem von mehreren Experten sauber entwickelten (hier das Ziel) LNG
vergleichbar.
[DAS aber... jene Parameter... sind, wie von mir mehrfach angedeutet,
für stromhungrige Lasten oft kaum von Bedeutung. Was willst Du
versorgen?]
Daß man Schwierigkeiten bekommt, eine derartige Vorlage für ein
Hochstrom-LNG zu finden, ist also kein Wunder.
Sollte man wirklich bei rund 18A o.ä. höchste Genauigkeit und eine
schnelle wie auch von Überschwingern freie Regelung brauchen, kostet das
entweder Geld, oder Mühe (oder beides).
So etwas ist nur schwerlich auf einem Silbertablett zu finden.)
Hallo zusammen,
danke an euch beide für eure Tips.
@ Lurchi
Deine Tips werde ich mal im Auge behalten.
@ Gerhard
> Breitband 6-Loch Ferroxcube
Bei mehr als 50 Jahren des Sammelns und Hortens befindet sich so
etwas 'selbstverständlich' in den Tiefen meiner Schatullen.
Ja, es reichen wohl nicht nur die üblichen Angst-Cs.
Angst-C = 'mal hier und da prophylaktisch einen dran geklebt'. ;-)
Auf diese Idee mit den 'Schweineschnauzen' muss man erstmal kommen.
Dass Induktivitaet u.U auch hilft?
Bzgl. R&S:
Das hat sich nicht nur im Preis niedergeschlagen sondern auch
im Gewicht. ;-), Nix zu Meckern; R&S, das sind meistens nur
tolle Teile.
73
Wilhelm
Wenn es sein muss, könnte man ggf. die hier diskutierte Schaltung noch
bis etwa 10 A hoch skalieren. Wenn die Transistoren genügend Gain haben
reicht das gerade noch mit OP und Darlington. Allerdings wird man bei 10
A und damit gut 200 W an maximaler Verlustleistung schon versuchen die
Verlustleistung klein zu halten. Auch wenn es wohl möglich wäre, würde
ich bei so hohem Strom eher ein andere Schaltung bevorzugen.
Auch die Verluste am Shunt werden zum Problem - das ist schon jetzt mit
nur etwa 1-2 A schon eher ein Problem. Mit 3 A (wie versprochen) und
0.47 Ohm shunt ist man schon in einem unpraktischen Leistungsbereich.
4,5 W an Leistung sind eine Menge, wenn man den Shunt gerne für die 10
fache Leistung auslegen will, damit die Eigenerwärmung nicht zu arg
wird. In Grenzen ließe sich der 0.47 Ohm Widerstand aufteilen in einen
für die Stromregelung und Emitterwiderstände (bzw. nur einer) an den
Ausgangstransistoren. Die 0.47 ohm an sich sind wohl eher was für etwa
0,5-1 A.
Ein kleinerer Shunt reduziert die Anforderungen (Leistung) an den
Widerstand, erhöht aber die Anforderungen an den OP. Je nach Auslegung
und Anforderungen an die Geschwindigkeit könnte man für den
Spannungsregler ggf. noch mit einem OP07 auskommen - der hätte deutlich
bessere DC Eigenschaften als der TL081. Auch ein 741 wäre DC mäßig wohl
schon eine Verbesserung, solange man den Offset nicht falsch abgleicht.
Ich vermute, daß viele der Argumente hier dadurch entstehen weil jeder
Einzelne seine eigene Vorstellung hat was das LNG können soll und sein
muß.
Ich kann nur von mir selber sprechen. Mir kommt es darauf an für die
Entwicklung von Analog Schaltungen stabile und rauscharme
Spannungsquelle unter 1A zur Verfügung zu haben.
Da solche Einzelschaltungen meist noch keine "Real World"
Spannungsversorgung mitintegriert haben ist man auf die guten
Eigenschaften des vorhandenen LNG ganz angewiesen. Auch die Versorgung
kleinerer digitalen Projekte ist dann kein Problem.
Bei der Versorgung fertiger Geräte sind die Ansprüche anders. Wenn ich
12V mit einigen A z.B. für ein Funkgerät brauche, dann bewährt sich ein
leicht umgebautes XBOX360 SMNT mit 15A Stromausbeute als ideale
Versorgung.
LEDs betreibe ich kaum und wenn schon, dann vergewissere ich mich eine
ordentliche LED versorgungsschaltung zu verwenden wo dann wiederum die
LNG Eigenschaften von sekundärer Natur sind.
Aber viele sehe das hier in einem ganz anderen Licht. Das Hiland hat für
den Labortisch durchaus Potenzial. Mit den hier vorgeschlagenen kleinen
Verbesserungen hat man wirklich was Brauchbares am Tisch stehen. Es ist
sicherlich kein HP, aber dann auch nicht so weit entfernt, daß es oft
Probleme gibt. Ich erwarte halt von einem LNG nicht, Stromspitzen in us
perfekt ausregeln zu müssen. Wenn das wie bei einem teuren Laser
erforderlich ist, dann ist da eine korrekt konzipierte Laser
Treiberschaltung vorhanden und das LNG versorgt eben diese. Für die
täglichen Weltprobleme bewähren sich vergleichbare LNGs auf jeden Fall.
Wenn man wirklich absolut zuverläßige Schnellabschaltung braucht, dann
muß so eine "elektronische" Sicherung eben nachgeschaltet werden die
ohne Überschreitung sofort in us reagiert. Der immer vorhandene geladene
Ausgangs Kondensator würde hier auf jeden Fall sonst einen Strich durch
die Rechnung machen.
Deshalb wiederhole ich immer wieder, seht die Ansprüche an LNG
realistisch und vergleichbar mit typischen traditionellen
professionellen Produkten wie von HP und Co. Eierlegende Wollmilchsäue
braucht man wirklich nur extrem selten.
Gerhard O. schrieb:> Mit den hier vorgeschlagenen kleinen Verbesserungen hat man wirklich was> Brauchbares am Tisch stehen
Hallo Gerhard,
wie siehst du denn die Qualität deiner Schaltung hier
Beitrag "Nachbausicheres Klein Labornetzgeraet"
im Vergleich zum Hiland mit den Modifikationen?
Ich bin ein wenig irritiert, dass hier noch eine Schaltung ausgetüftelt
wird. Ist die Schaltung im eben zitierten Thread nicht "gut genug"?
Also hat das Hiland einen Vorteil dem anderen gegenüber?
Dass soll keine Beschwerde sein :) Ich wundere mich nur.
900ss D. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Mit den hier vorgeschlagenen kleinen Verbesserungen hat man wirklich was>> Brauchbares am Tisch stehen>> Hallo Gerhard,>> wie siehst du denn die Qualität deiner Schaltung hier> Beitrag "Nachbausicheres Klein Labornetzgeraet">> im Vergleich zum Hiland mit den Modifikationen?>> Ich bin ein wenig irritiert, dass hier noch eine Schaltung ausgetüftelt> wird. Ist die Schaltung im eben zitierten Thread nicht "gut genug"?> Also hat das Hiland einen Vorteil dem anderen gegenüber?>> Dass soll keine Beschwerde sein :) Ich wundere mich nur.
Hallo Joachim,
Long time, no see:-)
Das ist wirklich eine äusserst unfaire Frage. Wie könnte ich dazu auch
ein objektives Urteil darüber abgeben?
Im Vergleich mit dem HP3611A schneidet es in den meisten Aspekten gut ab
und ich verwende es schon seit Jahren im täglichen Laborbetrieb und, wie
könnte es auch anders sein, bin sehr zufrieden damit:-) Das LNG30 ist
halt ein HP ähnliches fliegendes Design während das Hiland Masse bezogen
ist.
Nachtrag: ich glaube das LNG30 schreckt wegen der mechanischen
Baukomplexität und Aufwand ab. Es ist mir aber zumindest ein
erfolgreicher Nachbau in D bekannt. Siehe das Ende des Threads dort.
Wie meine eigenen Messungen beim Hiland zeigten hat es gutes Potenzial.
Mit einigen kleineren angebrachten Verbesserungen dürfte es sich
innerhalb des Spannungsbereiches unterhalb von 30V durchaus bewähren.
Die HP fliegenden Regler Designs sind diesbezüglich flexibler.
Ich habe vor mir ein Dreifach LNG mit den Hiland Leiterplatten zu bauen.
Habe aber im Augenblick wenig Zeit dazu und bin mir außerdem noch nicht
im Klaren bezüglich der äußeren Gestaltung und Meßinstrumenten.
Ich hoffe, das hilft Dir etwas weiter.
Gruß,
Gerhard
Mein Senf:
Zusammenfassend ist das Banggood-Kit zwischen 2-3,5A maximal vollkommen
ausreichend und für die meisten elektronischen Schaltungen geeignet!
Die kleinen aber effektiven Modifizierungen sind schon mal ein großer
Schritt, aus diesem Kit ein brauchbares universales Netzteil zu bauen.
Wer mehr Bums will, so ab 5A und aufwärts, sollte sich nach effektiveren
Alternativen umschauen.
Mit effektiv, meine ich Schaltnetzteile (z.B. PC-SNT's) mit einem
weitaus höheren Wirkungsgrad!
Ich selber habe da mehrere PC-SNT's regelbar gemacht. Allerdings ist da
der Regelbereich begrenzt von 2,6V-25V. Ströme von 5-15A sind da locker
möglich, ohnre das da was dampft!
Zu beachten ist natürlich, das man es hier mit der vollen Netzspannung
und höher zutun hat! Leihen sollten die Finger davon lassen!!!
Gruß Michael
900ss D. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Mit den hier vorgeschlagenen kleinen Verbesserungen hat man wirklich was>> Brauchbares am Tisch stehen>> Hallo Gerhard,>> wie siehst du denn die Qualität deiner Schaltung hier> Beitrag "Nachbausicheres Klein Labornetzgeraet">> im Vergleich zum Hiland mit den Modifikationen?>> Ich bin ein wenig irritiert, dass hier noch eine Schaltung ausgetüftelt> wird. Ist die Schaltung im eben zitierten Thread nicht "gut genug"?> Also hat das Hiland einen Vorteil dem anderen gegenüber?>> Dass soll keine Beschwerde sein :) Ich wundere mich nur.
Das andere Netzteil von Gerhard (LDO mit fliegendem Regler ähnlich FS
Netzteil) hat zusätzlichen Aufwand für die Hilfsspannung (2. Windung).
Auch dürfte dort die Spannungsregelung eher etwas langsamer sein und der
Ausgangskondensator ist größer. Dafür ist schon eine Nutzung der halben
Trafospannung mit drin und die Skalierung zu höheren Spannungen ist
einfacher beim LDO. Die Von Gerhard im andern Thread gezeigte Variante
des LDOs ist ggf. auch noch beim Nachbau etwas kritisch: die
Komplementärdarlington Stufe reagiert empfindlicher auf andere
Transistortypen. Es ist auch eher eine Schaltung für höhere Leistung.
Das Hiland / Banggood Kit ist eher etwas bis etwa 1, vielleicht 2 A und
in der originalen Version auch nur etwa 15 V, mit Änderungen und dem
TL081 vielleicht 25-28 V. Ganz bis 30 V dürfte knapp werden mit dem
TL081, weil man nach oben ca. 4 V (Darliongton +Shunt + OP Ausgang)
verliert und auch unten noch 3-4 V Reserve haben sollte, um in Common
mode Bereich des TL081 zu bleiben.
Michael D. schrieb:> Mein Senf:
Man hat den Eindruck, du hast die letzten 1000 Beiträge nicht gelesen.
Das Hiline/Banggood/Stache Netzteil regelt den Strom so furchtbar
langsam zurück, dass es eine Schaltungserweiterung um einen Transistor
braucht um nicht abzuleben.
Es ist weder für 30V~ noch für 24V~ Trafos zu gebrauchen weil sonst die
OpAmps an zu hoher Spannung betrieben werden, sondern verträgt nur 18V~
Trafos und kommt dann realistisch nicht über 16V saubere
Ausgangsspannung.
Der 2SD1047 ist den dann anliegenden unter 30V (eher so 25V) bis Strömen
von 2.5A gewachsen, er wäre es aber niemals für die bei beworbenen
30V/3A nötigen bis 40V (35V).
Die Spannungsstabilität ist laut
Gerald R. schrieb:> Das Netzteil nutze ich nicht mehr, da die Spannung bei Dauerlast immer> weg gedriftet ist.
zu schlecht, was an der eher temperaturinstabilen 5V1 Z-Diode liegen
dürfte, die man besser gegen eine 6V2 wie 1N829 auswechselt, mit
entsprechend angepassten Widerständen damit immer noch 10.2 V
rauskommen, was aber:
Gerhard O. schrieb:> Übrigens empfehle ich auch den 10K Spannungsteiler in der> Referenzschaltung mit gleichen (ausgesuchten) 1% Widerständen der selben> Serie und Toleranz auszuführen um durch möglich gleichen Tc die> Temperaturabhängigkeit der Widerstände zu minimieren. Es ist hier> wichtig einen 1:1 Spannungsteiler zu haben und die Ausgangsspannung nur> mit der 5V Referenzdiode zu bestimmen. Sobald das Widerstandsverhältnis> von 1:1 abweicht gehen die Tcs der Widerstände viel mehr auf die> Stabilität ein.
Gerhard nicht so gefällt. Also hätte man 12.4V dort und müsste man R11
und R18 anpassen.
Zudem befürchtet Wilhelm Probleme mit HF Einstrahlungen bei der grissen
und eher EMV empfindlichen Platine
Wilhelm S. schrieb:> Wie sieht es denn mit der HF-Verträglichkeit aus?
Bis man aus dem Hiline/Banggood/Stache ein taugliches Labornetzteil
gemacht hat ist der Weg also wohl noch weit(ere 1000 Beiträge entfernt).
> Man hat den Eindruck, du hast die letzten 1000 Beiträge nicht gelesen.
bevor du dein geistiges Ejakulat hier ablässt, lies mal meine Beiträge
weiter oben dazu!!!
Dann wirst du darauf kommen, das ich nie etwas anderes behauptet habe!
Zu faul zum anmelden und das Maul aufreißen bis über beide Ohren!
Also, selber erstmal richtig lesen, dann abpöpeln!
Benni schrieb:> Ich will anfangen mit bauen...
"Mein teurer Freund, ich rat Euch drum
zuerst Collegium Logicum.
Da wird der Geist Euch wohl dressiert,
in spanische Stiefeln eingeschnürt,
daß er bedächtiger so fortan
hinschleiche die Gedankenbahn
und nicht etwa, die Kreuz und Quer,
irrlichteliere hin und her."
Nee, stammt nicht von mir sondern von Mephisto, der sich nen Studenten
vorgeknöpft hat.
Im Klartext:
Es sind schon eine ganze Reihe recht passabler Schaltungen hier
vorgesellt worden (aber auch Zinnober, der nix taugt) und wir sind immer
noch in allen Dingen beim Durchkauen all dieser Varianten, Versionen und
Versiönchen.
Noch viel klarer und etwas gröber:
Erwarte nicht, bereits jetzt das Lätzchen umgebunden zu bekommen und den
vorgekauten Brei bloß noch schlucken zu müssen. In dieser Sache zu einem
halbwegs einvernehmlichen Schluß-Akkord zu kommen, ist nämlich schwierig
- also entweder GEDULD HABEN oder aktiv mitmachen. Oder beides.
Von den Schaltungen, die was taugen, kannst du bereits jetzt dir eine
vornehmen und bauen - aber lies auch, was dazu geschrieben worden ist
und kümere dich selbst um die Simulation und eventuelle Nchbesserungen.
Es ist nämlich keine einzige davon die alleinseligmachende eierlegende
Wollmilchsau.
Und eine derartige Sau wird es auch nicht geben - dazu sind die
Vorstellungen, Interessen und Nöte zu unterschiedlich.
Ich für meinen Teil habe mir bereits eine dezent modifizierte Schaltung
aus dem Eröffnungspost vorgenommen, habe so lala abgeschätzt, was da
wohl an Bauteilen, Gehäuse usw. nötig wäre und werde die Zeit bis
Weihnachten ein wenig dran herumsimulieren (soweit ich die Zeit dafür
habe). Mal sehen, was dabei herauskommt. Auf alle Fälle wird das keine
"Rumms-Wumme" werden, sondern ein eher kleines, bescheidenes und
hoffentlich preisgünstig bastelbares Netzteil. Ich bin auch nicht scharf
drauf, daß es hyper-super-schnell abschaltet und den Strom bis auf
nullkommanix genau ausregelt, sondern daß es sozusagen ein braves
kleines Arbeits-Eselchen wird.
Einige der bislang ins Auge gefaßten Zutaten hab ich ja schon gepostet.
Ich denke, so einiges kann man getrost hier schon mal festpinnen:
- chinesische Zehngang-Potis (4mm Achse) per Ebay.
https://www.ebay.de/itm/1PC-WXD3-13-2W-10K-Ohm-Multi-Turn-Wirewound-Potentiometer-10K-Ohm/381761242578?hash=item58e2be45d2:g:WI4AAOSw4shX4knL
- Knöpfe dazu auch per Ebay. Beispiel dazu:
https://www.ebay.de/itm/10Stk-Ribbed-Grip-19mm-Top-4mm-Split-Shaft-Potentiometer-Drehschalter-Drehknopf/391455404406?hash=item5b248f7176:g:GhIAAOSwai1Z5qa4
- wenn digitale Anzeigen, dann keine kombinierte U/I-Anzeigen (die
machen schaltungstechnische Probleme), sondern einzelne
Digital-Anzeigen. U-Anzeigen kann man zumeist direkt so verwenden, wie
sie kommen, für I-Anzeigen muß man sich ein wenig mit dem
Eingangs-Spannungsteiler einer U-Anzeige befassen oder gar einen OpV
vorschalten. Mal sehen.
- Trafos (vorzugsweise, Begründungen dazu von mir: siehe viel weiter
oben), z.B.
https://www.ebay.de/itm/myrra-45049-Trafo-2x115V-Flachtrafo-18VA-2x6V-2x1500mA-Flachtransformator-855305/311714773477?hash=item4893a5f9e5:g:lnAAAOSw0HVWCPkR
oder
https://www.ebay.de/itm/myrra-45063-Trafo-2x115V-Flachtrafo-30VA-2x12V-2x1-25A-Flachtransformator-855408/362160727377?epid=1326825076&hash=item5452762551:g:vFgAAOSw9r1WCRoy
- als Händler zum Beispiel Ebay, Pollin, Reichelt, Kessler-Electronic,
TME, Ebay. Wer noch sinnvolle Alternativen hat, posten.
W.S.
W.S. schrieb:> und wir sind immer noch in allen Dingen beim Durchkauen all dieser Varianten
Na dann ich habe mal rumprobiert. Leider kann ich die Gain- und
Phasendigramme bezüglich der Reglerstabilität nicht bewerten, daher hier
zur Diskussion. Es geht um die Hiland/Banggood/Stache Schaltung, die als
Emitterfolger eher stabil ist, aber mit modernen Bauelementen, wobei man
allerdings merkt, daß die Bauelementewahl nicht so kritisch ist.
Gruppiert nach Varianten.
MC33072_stability.gif und 10u_impedance.gif zeigt die Grundschaltung mit
MC33072 als OpAmp, MJL3281 als Leistungstransistor und einem 10u/1R
Ausgangselko gegen die ich hier vergleiche, bei 12.5V und 500mA, 50mA,
5mA Belastung.
Wie man aus 2N3055_stability.gif und 2N3055_impedance.gif sieht, sind
die Änderungen durch den langsameren Transistor nicht weltbewegend. Und
auch der langsamer uA741 als OpAmp in uA741_stability.gif finde ich
nicht unbrauchbar. Vielleicht findet aber auch jemand meine Einschätzung
falsch, dann soll er das sagen.
Weiter im Text. Ändert man an der Grundschaltung mit MC34072/MJL3281 den
Ausgangskondensator von 10nF bis 100uF immer mit 1 Ohm Impedanz kommen
folgende Bilder, stability ist Gain/Phase bei Sollwertänderung,
impedance ist Reaktion auf Störgrösse am Ausgang. mit gefällt 1u und 10u
am Besten, 100nF udn 100u gehen auch noch irgendwie. Wenn jemand das
anders sieht, soll er das sagen.
Weiter mit dem Stromregler. Bei 1.317A so belastet, daß die
Ausgangsspannung bei 19.75, 13.2 oder 2.65V liegt, zeigt current.gif das
Verhalten der Standardschaltung bei Belastungsänderung am Ausgang mit
Gain/Phase.
0R1_current.gif das Verhalten bei 10uF mit 0.1 Ohm ESR am Ausgang
(kritisch, finde ich). 1u_current.gif und 100u_current.gif das Verhalten
bei 1 bzw. 100uF mit 1 Ohm ESR.
Ändert man den Kondensator am Stromregler-OpAmp, kann man das Verhalten
deutlich beeinflussen. Normal sind 220pF in current.gif. Hier auch
100p_current.gif und 1n_current.gif die Reaktion auf
Vorgabewertänderung, und 100p_stromstab.gif und 1nGND_stromstab.gif die
Reaktion auf Belastungsänderung, wobei GND sagt, daß der OpAmp it GND
verbunden was statt mit der negativen Versorgung, was offenkundig auch
ausreicht.
Der Stromregel-OpAmp beeinflusst den Feedback-Eingang des
Spannungsregler-OpAmps und das kann er mit unterschiedlicher Ankopplung
tun. Über 1k oder 10k, oder 4k7 oder 2 mal 4k7 oder 1k und 1k
> Lern erst mal ricjtig schreiben, bevor du beleidigst
"DAS" ist eine Beleidigung mir gegenüber!!!
Und jetzt schmeißt du mit Steinen im Glashaus "ricjtig schreiben..."!
Ich lach mich weg! Nimm deine naturgegebenen "Glötzer" und glotz bevor
du was abschickst, wie peinlich ist das denn? Und nein, ich verstecke
mich nicht hinter dem Inkognito des World Wide Web! Wir können das
persönlich regeln, wenn du Eier in deiner Hose hast, geb dir gerne meine
Adresse, schick dir auch gerne ein Foto von mir, dann werde ich dir
deine arrogantes Getue auf eine andere Weise zähmen! Solche Typen wie
dich, hab ich gefressen!
EDIT: wärs't du angemeldet, würde ich dir eine PN Schicken, mein Freund!
Bleibt wie dr Stromregler auf die Ausgangselkoimpedanz reagiert
10uF mit 1R gegenüber 10u mit 0.1R. Völlig unterschiedliches Verhalten,
0.1 Ohm sind wie beim Spannungsregler zu wenig, was kein Wunder ist,
denn dem Stromregler ist ja der Spannungsregler nachgeschaltet.
Ich finde die Grundauslegung mit 220p und 4k7 angemessen, aber wenn
jemand aus den Diagrammen anders liest, kann er das gern kund tun. Anbei
noch die ASC.
Die gezeigten Kurven der Ausgangsimpedanz zeigen, dass die
Spannungsregelung die Michael Bertrandt (laberkopp) gezeigt hat, bei
bestimmter Last instabil wird. Bei dem höheren Strom gibt es bei der
Phase bei Frequenzen um 100 kHz eine Phase von weniger als 90 Grad, bzw.
eine Verschiebung vom mehr als 90 Grad im Vergleich zum Ohmschen
Widerstand (180 Grad für die Kurzen). Mit "passender" Kapazität am
Ausgang kann der Regler dort schwingen. Mit dem 3055 als Transistor
tritt das Problem auch schon mit dem mittleren Strom auf. Die Kurven
sind auch schon mit eine Widerstand als Last simuliert - der Widerstand
wirkt bereits etwas stabilisierend, d.h mit einer Stromsenke als Last
wäre das Verhalten ggf. noch etwas ungünstiger.
Die Stabilitätskurven (sollte wohl loop gain sein, kommt mir aber
komisch vor) sind auch noch von der Last abhängig - vor allem da ist der
Widerstand als Last der eher günstigste Fall. Der eigentlich kritische
Fall (low ESR Kondensator für die Spannungsregelung) fehlt da noch.
Bei den Kurven zur Stromregelung verstehe ich nicht was genau
dargestellt ist. Da gibt es eigentlich 2 Fälle die interessant wären:
1. Loop Gain, mit einer Induktivität als Last (z.B. 10 µH oder 100 µH)
2. Die Admittanz am Ausgang: d.h. eine Spannungsquelle am Ausgang, und
dann der Strom als auf Grund einer überlagerten AC Spannung.
Eine Simulation in Zeitbereich ist ggf. einfacher zu verstehen, und für
die Erkennung von verborgenen Moden ggf. auch so zusätzlich sinnvoll.
Ein Teil des Problems dürften die recht großen eingefügten
Induktivitäten sein. Der sehr kleine Wert für R12 macht den Reglerteil
auch recht schnell und damit empfindlich auf Instabilität - im Gegenzug
müsste man C9 um z.B. den Faktor 5 vergrößern und nicht noch
verkleinern. Auch der sehr kleine Wert für C6 könnte ein Ursache sein.
Ohne C6 wird die Strom-regelung einfacher, aber ein Problem mit großer
Kapazitiver last (z.B. 1000 µF) ist vorprogrammiert.
Die Spannungsregelung ist durch die Änderungen schlecht geworden, die
Stromregelung schwingt bei mir in der Simulation. Da hilft es auch nicht
den Transistor für das schnelle Limit zu deaktivieren. Eine einfache
Lösung wie man mit der andern Version die Stromregelung stabil bekommt
habe ich auch nicht. Das Problem ist einfach wie die Stromregelung
angreift - die geht wie das Feedback der Spannung ein und damit voll
durch den Regler für die Spannung. So wird es einfach sehr schwer.
Eine Version ohne neg. Hilfsspannung hätte schon einen kleinen Vorteil.
Da würde ich es dann aber nicht mehr als Kaskade machen, sondern eher
klassisch mit Dioden, um hinter den OPs Strom und Spannungsregler zu
kombinieren.
Wenn man bei der Kaskade bleibt, kann man die "Masse" für den Regler
anheben und so auch ohne die neg. Spannung auskommen. Der Nachteil ist,
dass man den Nullpunkt für den Poti abgleichen müsste und um wirklich
auf 0 zu kommen braucht man den Ruhestrom - d.h. ohne neg. Hilfsspannung
(für den Ruhestrom) geht es dann nur bis vielleicht 30 mV runter.
Um einen praktischen Vergleich gegen die Simulationen durchführen zu
können und um festzustellen ob das LNG normalen Ansprüchen entspricht
bitte ich um Vorschläge für diverse Standard Testbedingungen im CV und
CC Modus.
Bis jetzt habe ich nur mit diversen kleinen und großen Cs
verschiedenster Bauart (Normal, Low ESR, lange oder kurze Zuleitungen,
Induktivitäten) am Ausgang und konnte bis jetzt noch bei keinen meiner
LNGs (getestet: HP3611A, HP6283A, FS12/83 und LNG30, Hiland) eine
Unstabilität damit verursachen.
Hast Du praktische Erfahrungen welche Lastbedingungen und Komponenten
LNGs besonders zum Schwingen reizen? Auch welche Einstellungen wären da
zweckmäßig? Gibt es da von Eich diesbezügliche Laborerfahrungen? Ich bin
nämlich am Ende mit meiner Weisheit.
Auch die HP App Note schweigt sich da ziemlich aus über dieses Thema.
Es ist wirklich wichtig festzustellen inwieweit die Simulationen in der
Praxis dupliziert werden können. Sonst hat die Simulation eher einen
richtungsweisenden Wert, wertvoll um Regionen der Schaltungsbemessung zu
erkennen, von denen man fernbleiben sollte um genügend Spielraum und
Alterungssicherheit zu haben. Alterungseffekte von Elkos können
eventuell eine Rolle spielen.
Das Hiland mit den zwei Modifikationen hat sich bis jetzt im offenen
Aufbau auf dem Labortisch soweit als einwandfrei stabil erwiesen. Nur
als ich die Strombegrenzungsschaltung einfügte gab es damals anfänglich
Schwingprobleme während der Ansprechzeit durch die Ausgangsstufe. Die
OPVs waren dafür erwiesenermaßen nicht dafür verantwortlich. Erst nach
überbrücken der eingefügten Abwürge-Transistorstufe mit 300pF zwischen
BE verschwand die kurzzeitige Oszillation. (Siehe meine Oszibilder).
Was tun?
Ich möchte mich im Augenblick nur auf das Hiland Design konzentrieren
und dafür genaue Bauunterlagen herzustellen um die erwünschten
Modifizierungen durchführen zu können. Das dürfte einigen von Euch
nützlich sein. Das das Hiland Kit auch relativ günstig zu erstehen ist,
ist es für die Basis einrs Selbstbaugerätes interessant. Komplette neue
Designs sind ein anderes Thema. Dieser Vorgeschlagene Ansatz vermindert
die Gefahr uns weiterhin zu sehr zu verzetteln. Persönlich habe ich vor
mir ein kleines Dreifachgerät (+/-0...20V, 1A und 0-6V und 2A) zu bauen
um bequemer mit gemischten Analog/Digital Designs arbeiten zu können.
Als Instrumente möchte ich die gezeigten Doppelinstrumente einsetzen
sobald ich mir über deren Modifizierungen im Klaren bin.
Der angenommene Leistungsbereich für den Abschluß hier soll bis zu 30V
oder weniger betragen und 2A nicht übersteigen. Manuelle oder
automatische Trafoumschaltung zur Erniedrigung der
Kurzschlußverlustleistung ist erwünscht.
Die folgenden Modifizierungen wurden bis jetzt besprochen:
1) Schottky Diode in parallel mit 10K Widerstand (R21) am Meßeingang des
CC OPV um die Snsprechzeit um 80% zu verbessern.
2) wie von Lurchi vorgeschlagen, Abtrennen der U1, U2 Vcc Versorgung
durch eine niedrigere Spannung die vom Dreibein Regler mit 15V erzeugt
wird. Eventuell den Vee Punkt des U2 (VR) auf Masse legen. Vcc/Vee mit
0.1uF Kerko überbrücken.
Alternativ könnte man auch beim CC OPV eine Zenerdiode zwischen Ausgang
und -Input legen, so daß er beim Einsatz kürzere Slew Rate Zeit bekommt.
3) U3 CV Vcc abtrennen und zwischen Vcc und Vee eine 33V Zenerdiode und
Kerko einfügen. Eventuell die Versorgungsspannung über getrennten
Gleichrichter und Vorwiderstand bereitstellen. Vielleicht hier auch
einen 44V OPV einsetzen.
4) Die +Sense und -Sense herausführen wie in meinen Vedrahtungsplan
schon eingezeichnet um Spannungabfälle in der Verdrahtung kompensieren
zu können und Doppeldigital Instrumente verwenden zu können.
5) Abwürgeschaltung wie beschrieben und getestet einfügen wenn die 20us
Stromspitze nicht so stark sein soll.
6) Ersatz der 5.1V Zenerdiode mit einer verbesserten Type wie 1N82X oder
gängige integrierte Typen wir TL431C mit 5V Einstellung. Ersatz
wichtiger Widerstände mit Typen besseren Temperaturgangs. 25ppm wäre
hier mehr als ausreichend.
Mehr fällt mir im Augenblick nicht mehr ein. Sobald ich dazu komme werde
ich noch ein paar zusätzliche Dokus reinstellen. Das wärs für heute. Muß
jetzt weg...
Gruß,
Gerhard
Die kritische Last für eine Spannungsregelung ist eine low ESR Kapazität
in Kombination mit einer Stromsenke. Das kommt einfach daher, dass der
Regler sich in der Regel induktiv verhält. Je nach Regler sind
unterschiedliche Kapazitäten das Problem - oft eher so 1000-10000 µF
oder sonst ggf. eher kleine von ein paar µF, etwa als Folienkondensator.
Hier kommt es ggf. auf wirklich kleine Verluste / ESR an. Schon 10 mOhm
können einen deutlichen Unterschied machen.
Die Stromsenke könnte man wohl als Induktivität ( > 10 µH, für den
kleinen Strom auch mehr) + Widerstand realisieren.
In der Simulation sind eher die kleinen Ströme (z.B. 0.1 oder 1 % des
max.) bei der großen Kapazität und die eher großen Ströme bei der
kleinen Kapazität das Problem. Sofern das Netzteil einen Ruhestrom hat,
könnte man für den Fall große Kapazität und kleiner Strom ggf. auch
einfach einen leeren (oder etwas entladenen) 1000 µF Kondensator
zuschalten - das gibt des Ladestrom als Transienten. Die Überschwinger
können dabei durchaus langsam ( > 10 ms sein) und klein in der Amplitude
sein. Der externe DC Strom wäre dann einfach 0. Auch einfach das Trennen
eines Lastwiderstandes wäre ein einfach zu realisierender Fall.
Gute Netzteile sollten mit den Lasten aber auch noch klar kommen. Ganz
bis zum Schwingen wird man es eher nicht schaffen, aber schon deutliches
Nachwingen wäre ggf. ein erstes Anzeichen für Schwächen.
Ganz analog sind ist für die Stromregelung der Fall einer Induktiven
Last der kritische. Für die Schaltung hier wären etwa 100-1000µH (mit
geringer Dämpfung - d.h. je nach Strom schon eine relativ große Bauform
!) relativ ungünstig. Ein ggf. 2. kritischer Fall wäre der Kurzschuss -
nur lässt sich da nicht mehr viel messen. Ähnlich wie bei der Spannung
kann es sowohl bei ganz kleinen als auch großen Strömen eher kritisch
werden.
Ein anderer Punkt den man ggf. testen sollte ist der Übergang zwischen
CC und CV mode. Ein spezielle Fall ist dabei ggf. ein kurzer
Überstrom-puls, so dass nur die schnelle Begrenzung anspricht. Das gibt
ggf. maximale Überschwinger.
Für den Vergleich mit der Simulation wäre es wichtig dass man den
Testfall auch gut realisieren kann. Wirklich gut sehe ich das vor allem
beim Wegschalten eines Lastwiderstandes. In Grenzen kann man die Reale
Testlast mit simulieren.
Bei den möglichen Änderungen wgibt es noch ein paar Punkte:
Eine Diode parallel zu R11 (27 K an CV OP) reduziert in der Simulation
die Überreaktion der Stromregelung. D.h. nach dem Überschwinger beim
Strom wird die Aus-phase kürzer. Vor allem mit langsamen Transistor
(2N3055) kann die Stromregelung in der Simulation ggf. sogar schwingen
ohne die Diode.
Für eine vermutlich bessere HF Festigkeit wäre ein 10-100 nF Kondensator
am Ausgang gut. Auch ein Widerstand von ca. 1 K in Reihe zu C6 dürfte
helfen und sonst wenig an der Regelung ändern - eher noch verbessern.
Die Regelung bei sehr kleinen Strömen (< 10 mA) ist in der Simulation
nicht so gut. Es könnte helfen einen Ruhestrom (z.B. 5-10 mA)
hinzuzufügen.
Eine zenerdiode im FB am CC Regler könnte Probleme mit der Präzision
machen. Das dürfte eher keine so gute Idee sein. Da schon besser die
Versorgung reduzieren. Wenn man es extra Schnell haben will könnte man
eine art Anti Windup mit PNP Transistor und Diode probieren - in der
Simulation funktioniert es, wenn der Basiswiderstand groß genug ist. Den
Transistor hatte ich in älteren Vorschlägen schon drin.
Wenn man eine bessere Präzision bei der Referenz haben will, gibt es
verschiedene Alternativen zur 5.1 V Zenderdiode:
TL431, ggf. 2 in Reihe um auf 5 V zu kommen. Ggf. könnte auch R6 durch 2
der TL431 ersetzt werden - R5 wäre dann unkritisch (ggf. sogar günsiger
als gute Widerstände). Es bleibt der TC des Poties - d.h. so super
Präzise wird es eher so oder so nicht.
Wenn man nicht mit dem Bausatz anfängt würde ich den Shunt kleiner
wählen. Etwa 0.39 Ohm je ampere und dann ggf. mehr der Widerstände
parallel und am Transistor ggf. einen Emitterwiderstand dazu.
Michael D. schrieb:> EDIT: wärs't du angemeldet, würde ich dir eine PN Schicken, mein Freund!
Du bist neu hier im Forum. Ruhig Blut, kleiner. Das ist ein typischer
MaWin wobei der in den letzten Jahren echt ruhig geworden ist. Den
hättest du mal vor 5-10 Jahren erleben müssen, dagegen ist das heute nix
mehr.
Fachlich hat MaWin echt was drauf, didaktisch ist er, ich sag mal, nicht
grad ne Leuchte. Nimms einfach hin, aufregen lohnt sich nicht. ;)
M. K. schrieb:> Fachlich hat MaWin echt was drauf,
Nein, der schreibt auch viel Unsinn. Aber da der Name ohne Anmeldung von
jedem genutzt werden kann, hat er immer eine gute Ausrede: Der Unsinn
stammt grundsätzlich von einem "anderen" mawin... :-))
Ralf L. schrieb:> Hier die original Schaltpläne mit Text von dem ELO-Netzteil von 1979,> damit man lesen kann, wie die Konstrukteure damals gedacht haben.
Hallo Zusammen
Auf der dritten eingescannten Seite schreibt der Autor, die 2N3771
Transistoren zu verwenden und nicht die 2N3055.
Die Transistoren sind ja verschieden aber was ist das entscheidende
Unterschied der Wahl?
Grüsse Xilinx
Im Anhang sind ein paar neue Dokus.
4415-0054 ist das von mir aufbereitete Original Schaltbild der BG/HIL
Leiterplatte ohne irgendwelche Änderungen eingezeichnet zu haben
4415-0057 ist das modifizierte Schaltbild mit allen neuen Teilen und
Änderungen eingezeichnet und soll als Basis für eine vorläufige
nachbaufähige Version dienen. Die V1 zeigt alle neue Teil mit roten
Kreisen die veränderte oder neue Teile kennzeichnen. V1B ist dasselbe
ohne die roten Kreise.
Bemerkungen:
Zusätzlich zeichnete ich die vorgesehenen +/-Sense Leitungen ein.
Zwischen Ausgang und jeweiligen Sense Eingang ist ein 470 Ohm Widerstand
eingefügt der bewirken soll, daß bei schadhafter oder fehlender
Verbindung der Sense Leitungen mit der Last die Steuerung nicht versagt.
D7 sollte genau soviel Strom aushalten wie der Nennstrom des LNG. Die
Original 1N4004 erscheint mir hier zu schwach
Ein 10n soll etwaige HF Energie abschwächen.
Die OPVs U1 und U3 werden vom LM7815 mit versorgt. Ob das funktionieren
wird weiß ich noch nicht. Der Spannungsregler muß noch Cs verpaßt
bekommen. Die fehlen auf der Originalplatine. U2 wird mit einer 33V
Zener Diode und Vorwiderstand abgesichert. Das wird sich vielleicht in
der Zukunft ändern. Es ist möglich, daß ein getrennter Gleichrichter die
Versorgungsspannung bereitstellen wird. Für ein 30V LNG sollte man einen
44V OPV finden. Es macht mich nervös ein Halbleiterbauelement so nahe an
der Hersteller erlaubten Spannungsgrenze zu betreiben.
Die Referenz Diode ist nun ein TL431C Shunt Regler im TO-92 Gehäuse. Die
Spannungs- Einstellungswiderstände sollen gepaarte 1% Typen sein. Die
TCs sind bei gleichen Werten und Widerstands Patch Herstellung für
solche Zwecke mehr als ausreichend gleich im Tc Verhalten.
Ich habe einige Widerstände auf 1% Typen geändert. Der
Ausgangsspannungsteiler mit R12/R11 muß für andere Spannungsbereiche neu
berechnet werden.
Mit diesen Änderungen sollte das LNG mehr als ausreichend stabil sein.
Dazu kommt auch noch der TC des Einstellpoties und es empfiehlt sich ein
Draht-gewickeltes 10 Gang Potentiometer zu verwenden. Die
Metallschichtversionen sind vielleicht auch gut genug, muesste ich aber
erst recherchieren.
Der R7 Meßwiderstand sollte wie Lurchi vorschlägt für 0.39 Ohm/A
dimensioniert werden und mindestens 10W haben und eine möglichst stabile
Ausführung sein weil davon die Stromstabilität direkt abhängt. Der
Spannungsteiler mit R17 und R18 muß dann entsprechend des maximalen
Ausgangsstrom neu berechnet werden. Sollten DMMs verwendet werden würde
es viel Sinn haben R7 dafür mitzuverwenden und das DMM nur als mV Meter
zu verwenden bzw. zu modifizieren.
Die von Lurchi vorgeschlagene Speed-up Schaltung mit PNP habe ich noch
nicht berücksichtigt weil ich erst damit Versuche anstellen werde.
Da ich Zugang zu einen HP4236A RLC Meßgerät habe, möchte ich auch noch
ein kleines Sortiment an diverse ELKOS mit bekannten ESR Daten erstellen
um später die vorgeschlagenen Stabilitätsversuche anzustellen.
4415-0055 zeigt den Verdrahtungsplan mit Analog Instrumenten und den EMV
Abblock Cs.
4415-0056 zeigt noch die leicht veränderte Verdrahtung mit DPM. Ist aber
vorläufig inoffiziell da es bestimmt noch einige Probleme geben wird
bezüglich der Nullpunkteinstellung.
Das wäre es für jetzt. Schöne Woche noch.
Gerhard
Xilinx schrieb:> der dritten eingescannten Seite schreibt der Autor, die 2N3771> Transistoren zu verwenden und nicht die 2N3055. Die Transistoren sind ja> verschieden aber was ist das entscheidende Unterschied der Wahl?
Der 2N3771 hält bei 40V 3.75A durch, der 2N3055 nur 2.87A,
zudem ist der Wärmewiderstand
des 2N3771 obwohl in demselben TO3 Gehäuse mit 1.17 statt 1.52
K/W kleiner, er lässt sich also besser kühlen. Dafür ist die
Stromverstärkung und Geschwindigkeit kleiner.
Heute erreicht ein 2SC3281 0.623 K/W, auch 3.75A bei 40V und viel höhere
Stromverstärkung und Geschwindigkeit, ist also in allen Belangen besser.
Roland F. schrieb:> Hallo,>> Gerhard O. schrieb:>> Für ein 30V LNG sollte man einen 44V OPV finden.>> TI OPA604, 48V, Reichelt 2,99 EUR>> als DIP-Gehäusevariante verfügbar.>> rhf
Hallo Roland,
Danke für den Tip. Mit 48V ist das schon auf alle Fälle sicherer bei
einem 30V LNG Bereich. Die beiden anderen können dann normale Typen
bleiben. Vorsorglich hatte ich meinen Testaufbau schon mit IC Fassungen
ausgerüstet um leichter mit verschiedenen OPVs arbeiten zu können.
Gerhard
MaWin schrieb:> Xilinx schrieb:>> der dritten eingescannten Seite schreibt der Autor, die 2N3771>> Transistoren zu verwenden und nicht die 2N3055. Die Transistoren sind ja>> verschieden aber was ist das entscheidende Unterschied der Wahl?>> Der 2N3771 hält bei 40V 3.75A durch, der 2N3055 nur 2.87A,> zudem ist der Wärmewiderstand> des 2N3771 obwohl in demselben TO3 Gehäuse mit 1.17 statt 1.52> K/W kleiner, er lässt sich also besser kühlen. Dafür ist die> Stromverstärkung und Geschwindigkeit kleiner.>> Heute erreicht ein 2SC3281 0.623 K/W, auch 3.75A bei 40V und viel höhere> Stromverstärkung und Geschwindigkeit, ist also in allen Belangen besser.
Da hätten wir ja schon einige brauchbare, modernere
Leistungstransistoren. Der 2SC3281 hat gute Eigenschaften. Danke. Auch
der 2SD1047 ist nicht schlecht. Hauptsache ist adäquates SOA für die in
Frage kommenden Leistungsbereiche unter Extrembedingungen. Mechanisch
gefallen die mir auch besser wie TO-220 und sind in gewissen Fällen
leichter als TO-3 zu montieren. Der 2N3771 scheint nicht mehr so wichtig
wie früher zu sein.
An sich würde mir ein superleiser, proportional gesteuerter PC Lüfter
gefallen und interner Kühlkörper. Damit könnte man geräuschmäßig leben.
Allerdings wäre Trafoumschaltung immer noch zu erwägen. Beim früheren
FS73/12 hatte ich eine Schmitt-Trigger gesteuerte Relaisumschaltung und
das funktionierte zuverläßig. Es gab auch keine Umschalt Transienten.
Die Befürchtungen diesbezüglich halte ich für übertrieben.
Beim HP3611A muß man es sogar manuell umschalten und das ist keine große
Unbequemlichkeit weil man die meiste Zeit mit kleineren Lasten mit der
hohen Einstellung arbeiten kann. Nur bei großen Strömen muß man dann
halt umschalten. Allerdings wird auch der CC Maximalwert mit
umgeschaltet um das LNG nicht zu überlasten.
Gerhard O. schrieb:> ... hatte ich eine Schmitt-Trigger gesteuerte Relaisumschaltung und> das funktionierte zuverläßig. Es gab auch keine Umschalt Transienten.> Die Befürchtungen diesbezüglich halte ich für übertrieben.
Hallo Gerhard,
das kann ic hebenfalls positiv bestätigen. Es läuft, für meine Belange,
vollkommen zufriedenstellend und störungsfrei. Und ist einfach zu bauen.
Noch ein paar Kommentare:
Nicht alle Komponenten Werte lassen sich ohne weiteres übernehmen da das
von den jeweiligen Gegebenheiten abhängt wie Trafo Spannung zum
Beispiel.
R51: In erster Linie, der Wert von R51 hängt direkt von der erhältlichen
V+ Spannung ab. Der mittlere Strom sollte gerade groß genug sein um
immer ein paar mA mehr fließen lass wie U2 eigentlich benötigt. Ein Wert
von 330-1K sollte ein guter Anfangswert sein.
Im Schaltbild von eevblog Ist -Vee von U2 auf Masse gelegt und scheint
bei seinem LNG zu funktionieren. Das wäre günstig um bei einem 30V LNGs
die Betriebsspannung an U2 so niedrig wie möglich zu halten.
Lurchi erwähnte auch einen eigene Gleichrichterschaltung zur Versorgung
von U2 vorzusehen. Das werde ich später noch berücksichtigen.
R58/R59 Schutzwiderstände. Ich fügte, wie schon erwähnt, diese
Widerstände ein um eine Fehlfunktion vom LNG ohne korrekt
funktionierende Sense Leitungen zu verhindern. Bei offenen Sense
Leitungen funktioniert die Reglung immer noch, obwohl sich die Spannung
möglicherweise erhöhen dürfte.
Ich habe gestern noch den Messwiderstand beim DPM abgeloetet und
Versuche mit externen Messwiderstand gemacht. Da beim BG/HIL LNG der
Spannungsabfall von R7 relative zum Ausgangsbezugspunkt negativ ist,
habe ich wahrscheinlich vor einen invertierenden (-1) OPV einzufügen um
eine Negativ Stromanzeige zu unterbinden. Wen das nicht stört, kann den
OPV weglassen. Das Einstellpoti im Stromzweig des DPMs hat einen
ausreichend großen Einstellbereich. Bei mir werde ich jedenfalls R7 für
das DPM verwenden.
Prinzipiell sind Doppelinstrumente so wie dieses wegen des gemeinsamen
Nullbezugspunkt für U und I ein Entwickler "Pain in the Ass" weil es zu
allen möglichen Kompromissen zwingt. Getrennte Instrument sind deshalb
vorzuziehen.
Nachtrag: eine automatische Trafoumschaltung werde ich spaeter
irgendwann noch einzeichnen.
Bei 2A werden die Brückengleichrichter Dioden wie erwartet unangenehm
warm. Ein externer Chassis montierter Gl ausreichender Belastbarkeit ist
empfehlenswert. Auch ein externer größerer Elko (6.8-10mF) für C1 wäre
für 2A oder gar noch mehr notwendig.
Der Schutztransistor Q4 im 4415-0055/56 bezieht sich nur auf die
Originalschaltung. Die modifizierte Schaltung hat das schon eingebaut.
Gerhard
Speziell @Gerhard, aber auch an die anderen Aktiven: Vielen Dank für
euer Engagement rund um das Netzteil!
Ich werde das LNG nachbauen, Bausatz ist bestellt. Eine neue Platine
wäre nicht verkehrt, schon deshalb weil ein größerer Siebelko auf der
Bangoodplatine kaum Platz finden wird. Ein Gehäuse ist schon da, nur mit
den lagernden Trafos bin ich nicht glücklich.
Bei Ebay Kleinanzeigen verkauft jemand interessante Trafos:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/ringtrafo-trafo-transformator/764233556-168-7900
Diese Herstellerinfo dürfte auch zu den angebotenen passen:
http://www.bsab-elektronik.de/index.php/ringkerntrafos/offene-ausfuehrung/18-ringkerntransformatoren-offene-ausfhrung-industrieprogramm
Der Trafo ist mit 144VA natürlich etwas überdimensioniert, aber viel
hilft viel... Was meint ihr, passt der Trafo, wenn das LNG für 24V/2A
ausgelegt wird? Die 12V/2A Wicklung kann als Versorgung für das Display
oder was auch immer genutzt werden, die 18V/3A vielleicht mal um das LNG
zum Doppel-Netzgerät zu erweitern. Dürfte momentan aber leider mit
meinem Gehäuse nicht gehen, weil zu wenig Platz.
Erwin E. schrieb:> Was meint ihr, passt der Trafo, wenn das LNG für 24V/2A ausgelegt wird
Nein.
Die 18V/4A Wicklung wäre für 2A gut, reicht aber nur bis 16V
Ausgangsspannung, und die 24V/2A Wicklung geht mit der Originalschaltung
nicht, der TL081 würde platzen, und bringt selbst bei spannungsfesteren
Bauteilen nur 1.2A Ausgangsstrom.
Icb halte den Trafo für ziemlich ungeeignet, welbst wenn man bei einer
2A Wicklung einfach mal 3A zieht, weil die anderen Wicklungen unbelastet
sind. Der Trafo wäre gerade mal halb genutzt. Das gäbe es sicher
billiger (z.B. 24V/2.5A Schaltnetzteil für 2.95 von Pollin).
MaWin schrieb:
> Der Trafo wäre gerade mal halb genutzt. Das gäbe es sicher> billiger (z.B. 24V/2.5A Schaltnetzteil für 2.95 von Pollin).
Billiger ja, aber geeignet für die "Banggood-Schaltung"?
Wie soll damit die negative Hilfsspannung erzeugt werden?
Mit ein paar Abänderungen wie schon von mir gezeigt, lässt sich ein 24V
Trafo durchaus verwenden. Die Original Leiterplatte muss leicht
modifiziert werden. Ich habe demnächst vor bei mir zu testen und werde
es dann dokumentieren.
Hier ein paar Hinweise für etwas höhere Spannungen:
1) Baut den 7815 Regler wie gezeigt in 4415-0057ein. Der Wert von R57
sollte anfangs höher gewählt werden um sicher zu stellen, dass er nicht
zu viel Spannung bekommt. Dieser Punkt und Wahl müsste noch untersucht
werden. Da der 7815 nur 35V aushält schlage ich fuer jetzt vor zwischen
Eingang und Masse eine 30V Zener Diode, 1W einzubauen. R57 330 Ohm, 1W.
(Ausprobieren) Die Spannung an V+ darf bis zur Dropout Spannung
absinken.
2) Trennt die Leiterbahnen von V+ zu den OPVs U1/U3 und baut die
einzeichneten Widerstände ein und verbindet die Versorgung von U1 und U3
mit dem Ausgang vom 7815. Die Cs nicht vergessen. Siehe 4415-0057
Schaltbild.
3) Trennt die V+ Versorgung zu U2 OPV und baut die Teile wie gezeigt in
4415-0057 ein. Das begrenzt die Spannung schon mal. In eevblog wird
vorgeschlagen -Vee von U2 auf Masse zu legen. Wenn das funktioniert
braucht der OPV nur 33V aushalten. Besser zur Sicherheit wäre ein 44V
oder 48V Typ wie der von Roland vorgeschlagene OPA604. Müsste allerdings
simuliert/getestet werden. U1/U3 können TL081 bleiben.
Wenn man das alles macht sollte der 24V Trafo verwendbar sein.
GHH schrieb:> MaWin schrieb:>>> Der Trafo wäre gerade mal halb genutzt. Das gäbe es sicher>> billiger (z.B. 24V/2.5A Schaltnetzteil für 2.95 von Pollin).>> Billiger ja, aber geeignet für die "Banggood-Schaltung"?>> Wie soll damit die negative Hilfsspannung erzeugt werden?
Sollte nichts ausmachen. Eventuell den Wert von R etwas erhöhen.
Gerhard O. schrieb:> Im Anhang sind ein paar neue Dokus.
Nach den 1033 posts hier sieht so langsam keiner mehr durch.
Ist der von Gerhard gepostete Schaltplan jetzt mittlerweile der, der für
den Konsens aller Meinungen einen Zwischenstand darstellt?
Oder redet ihr immer noch über mehrere verschiedene Ansätze?
Vielleicht mag das mal einer nach 10xx posts kurz für alle
zusammenfassen.
Mike B. schrieb:> Ist der von Gerhard gepostete Schaltplan jetzt mittlerweile der, der für> den Konsens aller Meinungen einen Zwischenstand darstellt?
Genau, wird die Endstufe als normaler Darlington ausgelegt, wie bei dem
Vorschlag von Ralf Leschner bzw. dem ELO-Netzteil, oder als
Komplementärdarlington so wie ArnoR es seiner Zeit vorgeschlagen hat?
Ist die µC-Ansteuerbarkeit noch wichtig?
Kann man bei Belastung mit einem gewissen Ein- und Ausschwingverhalten
leben?
Ich werde diesen interessanten Thread weiter beobachten. :)
@GHH
> Billiger ja, aber geeignet für die "Banggood-Schaltung"?> Wie soll damit die negative Hilfsspannung erzeugt werden?
Das Geht mit fast jedem StepDown-Regler, siehe Foto
Gruß Michael
EDIT:
Der OP07 kann +-22V
Der NE5534 kann +-22V
Der LM741 kann +-22V
Bei den angegeben Typen gilt dann "Try&Error" von den Verhaltensweisen.
Das sind alles gängige OPAmps man muß nicht einen OPA604 für über 2€
ordern
Der von Gerhard gezeigte Plan ist schon so ziemlich der Konsens hier -
zumindest, wenn man die Platine aus dem Kit weiter nutzen will.
Die Begrenzung der Spannung per 30 V Zenerdiode und Widerstand (R55) ist
ein Kompromiss - ggf. sollte die Zenerdiode von der Leistung etwas
größer werden. Spannung die an R55 verloren geht stört schon, weil damit
die maximale Ausgangsspannung kleiner wird. Auf der alten Platine wird
es schwer, aber wenn man eine neue Platine macht sollte man einen extra
Gleichrichter (2 Dioden) und Filterelko einplanen, damit U2 den Rippel
nicht voll mitbekommt. Das erlaubt mehr Ausgangsspannung mit relativ
wenig Aufwand. Auf einer Extra Platine könnte man dann auch einen
zusätzlichen Transistor für die Regelung nutzen und so mit weniger Strom
auskommen.
Beim Anpassen von R11 und R12 sollte man vorsichtig sein. Wenn man da
mehr verändert, ändert das auch die Kompensation. Für den Fall, dass man
einen deutlich kleineren Spannungsbereich haben will (etwa nur 15 V
Trafo und damit 12 V max. am Ausgang) sollte man eher die Refspannung
anpassen. Für den Feinabgleich sollte R11 OK sein.
Die gezeigte Variante ist eine Möglichkeit für die Referenz. Da gibt es
mehr interessante Varianten, etwa 2 mal TL431 je als 2,5 V Ref. in
Reihe, oder eine LM329 (7 V) Referenz, wenn geringes Rauschen wichtig
ist.
Beim harten Stromlimit sind die 200 pF schon eine deutliche Belastung
auch für den normalen Spannungsregler. Ich würde da C51 kleiner und R53
entsprechend größer machen (etwa ein Faktor 2-5).
Der Kondensator C5 (220 nF) könnte einer der Gründe sein, wieso die
schnelle Stromregelung den Kondensator C51 braucht. Man könnte ggf. C5
kleiner (ggf. ganz weg) machen und dafür einen Kondensator parallel zu
C1 (Filter Elko) vorsehen.
Auch mit den extra 470 Ohm Widerständen sind die Sense Leitungen noch
nicht als externe Buchsen geeignet. Das ist mehr etwas für die
Verkabelung im Gerät. Für externe Sense Buchsen fehlt noch mehr Schutz
und der Strom über die negative Sense Leitung ist recht groß und für
externe Senseleitungen nicht praktikabel. Der hohe Strom macht auch
einen Schutz schwer.
Beim OPA604 als OP für bis zu 48 V muss man ggf. die Kompensation noch
etwas ergänzen, weil der auch deutlich schneller ist. Vermutlich wäre
ein Widerstand (ca. 470 Ohm-1K) in Reihe zu C6 dann angebracht.
Für U1 und wohl auch U3 sollte auch ein µA741 Ok sein und von den DC
Eigenschaften auch eher besser.
Mit dem LM7815 muss man ggf. auch mit der Eingangsspannung aufpassen. In
dem mir vorliegenden Datenblatt ist als Maximum input voltage 35V
angegeben.
Ein mögliche Alternative wäre z.b. ein LM317HV mit 60V maximum input
voltage.
Grüsse
Timo
Einen Punkt hab ich noch vergessen: das Netzteil könnte ganz gut einen
Ruhestrom, so in der Größenordnung 5-10 mA vertragen. Wenn man den Strom
aus der negativen Versorgung ziehen will, sollte C3 ggf. etwas größer
werden, eventuell auch noch R2 etwas kleiner (C2 dürfte ausreichen).
Bei der Endstufe ist der konventionelle Darlington gutmütiger (also
sicherer im Nachbau). Die Performance ist mit der Komplementärstufe ggf.
etwas besser, wenn der Abgleich stimmt. Nicht gut abgestimmt wird es
aber auch langsamer (schlechter) oder instabil. Ich würde da klar den
klassischen Darlingto bevorzugen. Das kann ggf. auch ein fertiger
Darlington-transistor wie TIP142 sein.
2 kleine Punkte gibt es ggf. noch um die Stromregelung etwas zu
verbessern: Nach einem sehr schnellen Anstieg des Stromes, so dass auch
der Transistor anspricht gibt es ggf. eine gewisse Überreaktion des
Stromreglers. Wenn er dann anspricht geht der Strom für eine kurze Zeit
ggf. ganz auf 0 und schwingt dann erst auf den eingestellten Wert ein.
Diesen Effekt kann man reduzieren bzw. die Zeit verkürzen mit: einer
Diode (z.B. 1 N4148) parallel zu R11 und 2 Dioden vom Ausgang des
Stromregler OPs nach Massen. Die erste Diode sorgt dafür, dass sich C6
schneller entlädt, wenn die Spannung sehr schnell runter geht. Die
Dioden am OP Ausgang verhindern, dass der Ausgang deutlich zu weit ins
negative geht. Mit der ersten Diode sollten -1.2 V am Ausgang des
Stromreglers ausreichen, auch für den Fall einen Kurzschluss. Der Effekt
ist nicht besonders groß, aber der Aufwand auch nicht.
> Nach den 1033 posts hier sieht so langsam keiner mehr durch.
Macht nix, ist nicht das primäre Ziel eines Fosumsdiskussionsfaden.
Ich finde dieser Fred nimmt immer mehr die Züge eines Labortagebuchs an,
welches "Allerlei" Gedanken dieser LNG-Konzeption annimmt und ich mit
Wonne & Geduld mitverfolge. Bloss halt in Mehrbenutzerausführung und mit
gelegentlichen forumstypischen Schlenkern (der intelligente Leser
schafft es diese ohne Schaden zu übergehen).
Ich hab kein Verständnisproblem hiermit: es liest sich genug Angenehm.
> Ist der von Gerhard gepostete Schaltplan jetzt mittlerweile der, der für> den Konsens aller Meinungen einen Zwischenstand darstellt?
Identifiziere ich so ja. Zumindest ist bisher kein "Konkurrenzvorschlag"
gepostet worden, der eine Abspaltung zwecks Vertiefung in einem anderen
Thread gerechtfertigt hätte (SW-speak: kein fork )
> Oder redet ihr immer noch über mehrere verschiedene Ansätze?
Ich verstehe dass andere Ansätze als "Gegenbeispiel" immer wieder her
halten; davon wird vllt. später[TM] einer vertieft, was Zeitrahmenmässig
jedoch noch über dem Radarhorizont liegt.
tl;dr: nein.
> Vielleicht mag das mal einer nach 10xx posts kurz für alle> zusammenfassen.
Betrachte des Mounties Work in progress als noch zu roh dafür. Ausser
Du trägst Schlips und deckst die Unkosten des Vorhabens: dann hast Du
natürlich ein Anrecht auf ein Executive Summary in Vollfarbendruck auf
Hochglanzpapier.
Es geht meinem Verständnis nach immernoch um die Ausarbeitungsphase von
Versuche mit /Verbesserungen des via Banggood billigst erhältlichen
Bausatzes. Erst wenn diese Ergebnisse konsolidiert sind kommt die Phase
wo dies "Zuschauerkonform" dokumentarisch zusammengefasst wird und ev.
als Eigenbauprojekt aufgelegt wird.
GHH schrieb:> Wie soll damit die negative Hilfsspannung erzeugt werden
Nun, einerseits kann man bei geeigneter Schaltung mit single supply
OpAmps darauf verzichten, andererseits kann man wenn man eun fertiges
SNT verwendet auch ein fertiges 5V (USB) Netzteil dazu montieren.
Moin,
mal so als Tipp am Rande ...
meiner Meinung nach gut für Anfänger als Einstieg in den Bau von
Netzteilen geeignet.
http://www.joretronik.de/Web_NT_Buch/Vorwort/Vorwort.html
Gruss
Kurti
PS: nach meiner Meinung reichen 1,xx bis 24 Volt, 0 bis 2 Ampere nahezu
für alles, was im täglichen Gebrauch eines Netzteiles anfällt
MaWin schrieb:> GHH schrieb:> Wie soll damit die negative Hilfsspannung erzeugt werden>> Nun, einerseits kann man bei geeigneter Schaltung mit single supply> OpAmps darauf verzichten, andererseits kann man wenn man eun fertiges> SNT verwendet auch ein fertiges 5V (USB) Netzteil dazu montieren.
Und wie wird da die Aus- und Einschaltreihenfolge der beiden
Eingangangsspannungen sichergestellt und überwacht?
Wenn die 5V ausfallen, was macht da der Regler?
Verwendet auch jeder Nachbauer immer die gleichen SNTs mit dem gleichen
On/Off-Verhalten?
Blackbird
Blackbird schrieb:> Und wie wird da die Aus- und Einschaltreihenfolge der beiden> Eingangangsspannungen sichergestellt und überwacht?> Wenn die 5V ausfallen, was macht da der Regler?
Genau wie bei Banggood: Q1 sperrt die Ausgangsstufe so lange.
Hast du die letzten 500 Beiträge nicht aufgeoasst, aber immer ein paar
Bedenken zu tragen ?
MaWin schrieb:> GHH schrieb:>> Wie soll damit die negative Hilfsspannung erzeugt werden>>> Nun, einerseits kann man bei geeigneter Schaltung mit single supply OpAmps
darauf verzichten,
Auf genau diese Schaltung warte sicher nicht nur ich seit zwei Monaten
und habe dazu über 1000 Beiträge verfolgt. Als geeignetstes Design hat
sich das Banggood herauskristallisiert. Billig ist es noch dazu.
Nach Gerhards Messungen genügt mir ganz sicher bereits der
Originalbausatz. 12mV Spannungsdrift in 20 Minuten, furchtbar! Eines
meiner beiden Netzteile, Chinamodell, driftet in 15 Minuten gut 100mV.
Und ich konnte bisher damit leben. Ich brauche kein High-End Netzteil,
sondern ein gutmütiges Teil, das problemlos und zuverlässig
funktioniert.
Andererseits, Gerhards Sense-Leitungen lohnen sich bestimmt. Und wenn
man schon ändert, kann man ja auch gleich die anderen beschriebenen
Verbesserungen mit einbauen. Mal abwarten, was sich im praktischen
Aufbau bewährt.
>> andererseits kann man wenn man eun fertiges> SNT verwendet auch ein fertiges 5V (USB) Netzteil dazu montieren.
Das Banggood hat doch gerade den Vorteil der Einfachheit, eine Platine
plus Trafo. Mit Schaltnetzteilen hat man schon mal mindestens eine
Baugruppe mehr zu verkabeln. Dass der Trafo schwerer ist im Vergleich zu
SNT gibt dem Netzteil Standfestigkeit. Bei dem günstigen Bausatz darf
der Trafo gerne 10€ mehr kosten als ein SNT.
Andererseits bräuchte man bei einem SNT als Versorgung auch keine so
großen Siebelkos mehr. Vielleicht ein SNT mit mehreren Spannungen? Dann
wäre auch das Einschaltverhalten definiert.
Da wir kollektiv schon soviel Mühe und Zeit in die mögliche Verbesserung
des BG/HIL LNG hingesteckt haben wäre es bestimmt vernünftig das Projekt
zu einem annehmbaren Ende zu führen ohne zu weit über den Zaun zu sehen
wollen. Viele hier sind mit einem nachbausicheren Konzept wahrscheinlich
sowieso besser bedient. Danach kann man ja weiter sehen. Wir waren uns
ja einig keine eierlegende Wollmichsau ins Leben rufen zu wollen:-)
Gerade weil die Einsteigerkosten sehr günstig sind, hat es Sinn uns
gerade jetzt uns in diesem Stadium nicht mehr zu verzetteln wie
unbedingt notwendig ist.
Auch ist es so, daß die vielen Vorschläge, Versuche und Simulationen
viel Nützliches, praktisch Brauchbares ergaben auf die sich diese
Version zu Recht stützen kann. Die Meßergebnise zeigen klar auf was man
von dieser Schaltung prinzipiell erwarten kann.
Sobald ich kann werde ich die jüngsten vorgebrachten Informationen in
der Dokumentation berücksichtigen um das Design näher an eine stabile
Version zu bringen. Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten auszuarbeiten.
Bezüglich der (externen) Sense Anschlüsse könnte man auf beiden Seiten
antiparallelle Dioden ausreichender Stromfestigkeit einzufügen damit es
im Fehlerfall keine Katastrophen gibt. Dann würde auch bei Laststrom
über die Senseanschlüße keinen Schaden anrichten.
Allerdings möche ich noch betonen, daß ursprünglich die Sense Leitungen
von mir nur für die innere Verdrahtung beabsichtigt waren. Bei einem
1-2A Netzgerät sind externe Sense Leitungen bei sachgemäßer Vedrahtung
Luxus.
Bezüglich der Spannungsfestigkeit der OPVs wurden schon genug Vorschläge
gemacht.
Ich schlage vor uns auf einen Bereich von 0-30V oder weniger und maximal
2-4A zu beschränken und entsprechende Dimensionierungsvorschläge dafür
zu dokumentieren. Für 4A ist die BG Leiterplatte aus verschiedenen
Gründen sowieso ziemlich ungeeignet. Zumindest sollten Gleichrichter,
Elkos und Messwiderstand R7 externalisiert werden und die Leiterplatte
nur für die Steuerfunktionen zu verwenden. Alle Leistungsverdrahtung
sollte manuell verdrahtet werden.
Um alle Änderungen besser unterzubringen sollten wir auch das Layout
einer neuen Leiterplatte in Erwägung ziehen, da die vielen Änderungen
auf der BG/Hil Leiterplatte eigentlich schon etwas unbequem sind.
Vielleicht mache ich das auch irgendwann.
Das wären jedenfalls meine Betrachtungen.
Ein paar neue Testergebnisse. Ich baute heute Abend eine TL431C auf 5V
eingestellt ein. (2x 10.0K, 1% als Einstellteiler). VR = 10.000V.
U2=LM741
Mit einem HP34401A gemessen war die Einschalt Drift bei 10.04V über
einen Zeitraum von mehr als einer halben Stunde wie folgend:
0m -> 0.0mV
1m -> -0.6mV
2m -> -1.0mV
3m -> -1.1mV
4m -> -1.2mV
5m -> -1.3mV
10m -> -1.6mV
15m -> -2.0mV
20m -> -2.2mV
25m -> -2.3mV
30m -> -2.3mV
35m -> -2.0mV
40m -> -2.2mV
Innerhalb dieses Zeitraums änderte sich die Raumtemperatur um ein paar
Grad.
Ich testete auch das DPM Modul mit R7 als Meßwiderstand und die Anzeige
funktioniert über den ganzen Bereich ausreichend genau. Verglichen mit
einem Fluke87 stimmt die I-Anzeige über den ganzen Bereich innerhalb 1-3
LSB überein. Die Spannungsgenauigkeit ist ähnlich. Der Bezugspunkt für
das DPM ist im Augenblick der negative Schraubanschluß. Morgen werde ich
die Sense Leitungen frei machen und dann zwei Buchsen über 20cm Draht
anlöten. Die Sense Leitungen mit eingeschlossen. Dann wird sich
herausstellen inwieweit das DPM mit dem LNG integriert brauchbar ist.
Ohne Last bleibt die Stromanzeige über den ganzen Spannungsbereich auf
-0.03A stehen. Das muß man mit einem konstanten Gegenstrom kompensieren.
Da die I-Anzeige natürlich negativ ist, würde sich mit einem
invertierenden OPV Abhilfe schaffen lassen und könnte so eine genaue
Nullpunkteinstellung ermöglichen.
Zusätzlich läßt sich dann mit einem Umschalter eine "I-Set" Funktion
schaffen mit der man ohne Kurzschließen des Ausgangs den gewünschten
Grenzstrom am DPM ablesen und einstellen kann. (Siehe HP3611A)
An den Schraubklemmen ist die statische Regelabweichung 0/1A nur 1mV.
Mit den externen Sense Leitungen dürfte sich das auch an der Frontplatte
nicht merklich verschlechtert haben. Wir werden sehen wenn es so weit
ist.
Ich habe mir überlegt wie man ein Doppelnetzteil mit einem Poti steuern
kann. Genau wie beim HP6237A besteht die Möglichkeit die negative Seite
vom positiven Einsteller mitzusteuern. Das positive Netzteil ist dann
der Master. Aus dem Original Einstellpoti wird dann das "RATIO" Poti.
Das bewirkt, daß man dann die negative Spannung dann als festes
Verhältnis zwischen beiden Netzteilen einstellen kann. Z.B. wenn das
zweite Poti auf 0.5 gestellt ist, dann würde man bei positiver
Einstellung von +20V am negativen Ausgang -10V bekommen und so weiter
(+10/-5V. +30/-15). Wenn das Poti voll aufgedreht ist (1) dann sind die
Spannungen möglichst genau gleich (+20V/-20V, +/- Toleranz der
Schaltung).
Die Tracking Funktion läßt sich leicht erweitern indem man auf der
negativen Seite die 10V Spannungsreferenz vom Spannungseinstellpoti der
negativen Seit abklemmt und mit einem Vorwiderstand an den positiven
Ausgang hängt. Zum Beispiel wenn das negative Einstellpoti 10K hat,
müßte man für einen +/-0...20V Einstellbereich einen 30K Widerstand in
Serie schalten. (Das bedeutet, daß bei Maximum Ausgangsspannung des
positiven Netzteils dann wiederum 10V am Einstellpoti abfallen. Für
andere Spannungsbereiche muß das dann angepaßt werden. (0-30V RV=40K,
0-20V RV = 30K, 0-10V RV =20K, usw.)
Wenn ich beide Bords am Laufen habe werde ich die Theorie in die Praxis
umsetzen. Man kann dann noch einen Umschalter vorsehen um zwischen
festen Verhältnis und einstellbaren Verhältnis umschalten zu können.
Getrennte Einstellung ist natürlich sonst auch noch möglich. Ich kann
mir vorstellen daß Tracking Mode recht nützlich ist. Ich werde wenn es
soweit ist mehr darüber berichten.
Gerhard
Gerhard O. schrieb:> Ich schlage vor uns auf einen Bereich von 0-30V oder weniger und maximal> 2-4A zu beschränken und entsprechende Dimensionierungsvorschläge dafür> zu dokumentieren. Für 4A ist die BG Leiterplatte aus verschiedenen> Gründen sowieso ziemlich ungeeignet. Zumindest sollten Gleichrichter,> Elkos und Messwiderstand R7 externalisiert werden und die Leiterplatte> nur für die Steuerfunktionen zu verwenden. Alle Leistungsverdrahtung> sollte manuell verdrahtet werden.>> Um alle Änderungen besser unterzubringen sollten wir auch das Layout> einer neuen Leiterplatte in Erwägung ziehen, da die vielen Änderungen> auf der BG/Hil Leiterplatte eigentlich schon etwas unbequem sind.> Vielleicht mache ich das auch irgendwann.>> Das wären jedenfalls meine Betrachtungen.
Servus Gerhard,
das wäre wünschenswert.
MfG
Eppelein
Lurchi schrieb:> Einen Punkt hab ich noch vergessen: das Netzteil könnte ganz gut einen> Ruhestrom, so in der Größenordnung 5-10 mA vertragen. Wenn man den Strom> aus der negativen Versorgung ziehen will, sollte C3 ggf. etwas größer
Eine KSQ in einfacher Ausführung (ein Transistor, Widerstand) würde dann
dafür sorgen das unabhängig von der Höhe der Ausgangsspannung die 5mA
fließen und man unabhängig wird von den Restströmen der Endstufe.
Ebenso kann man die rote LED-Strombegrezunganzeige schön erweitern mit
einer zweiten LED, grün, für die Anzeige U/I Regelung. Dank der
unterschiedlichen Uf der verschiedenen Dioden ist nicht mal ein
weiterer Transistor nötig.
Erhöht den Praxisnutzen, kostest nahezu nix .-)
Der falsche MaWin schrieb:> Ist die µC-Ansteuerbarkeit noch wichtig
Sie ist zumindest beim Hiline/Banggood/Stache-Design leicht möglich in
dem die I und U Potis durch einen dual DAC ersetzt werden (notfalls
Arduino mit gefiltertem PWM). Das einzige Problem dabei ist, dass der
Strom der das versorgt auch über den shunt mitgemessen wwird, es sollte
also besser wenig Strom verbrauchen, so im Rahmen der 5mA die auch
derzeit aus der Z-Dioden-Referenz dort fliessen.
Da am shunt nie mehr als 0.7V abfallen (Überstrom-Schutztransistor)
könnte man den DAC sogar direkt aus einem uC kontrollieren der vor dem
shunt angeschlossen ist damit sein Strombedarf nicht mitgemessen wird,
die 0.7V Versatz stören nicht, schon gar nicht einen CMOS-DAC der eine
Schaltschwelle erst bei VCC/2 hat.
Ich denke, diese Option sollte man nicht leichtfertig aufgeben,
schliesslich wollen Bastler was zum Umbauen und anpassen an ihre Wünsche
haben. Der uC könnte sogar realen Strom am shunt messen, und der DAC die
reale Ausgangsspannung.
MaWin schrieb:> Ich denke, diese Option sollte man nicht leichtfertig aufgeben,> schliesslich wollen Bastler was zum Umbauen und anpassen an ihre Wünsche> haben. Der uC könnte sogar realen Strom am shunt messen, und der DAC die> reale Ausgangsspannung> Das einzige Problem dabei ist, dass der> Strom der das versorgt auch über den shunt mitgemessen wwird, es sollte> also besser wenig Strom verbrauchen, so im Rahmen der 5mA die auch> derzeit aus der Z-Dioden-Referenz dort fliessen
Mit dem µC zieht man einfach per Software weg. Auch das Problem mit
Spannungsdriften lässt sich leicht lösen, ohne teuere Referenz.
Lurchi schrieb:> Einen Punkt hab ich noch vergessen:
Lurchi,
ich habe mal Deine Vorschläge vorerst aufs Papier gebracht. (Siehe
Anhang 4415-0057_V1_1b.pdf)
Bezüglich des -Sense Ruhestroms habe ich im Augenblick keine andere
Lösung als einen Unity Gain Buffer parat (nicht eingezeichnet) welcher
den -SENSE Strom isoliert. Vielleicht gibt es noch andere mögliche
Lösungen. Um die Sense Eingänge vorerst besser zu schützen habe ich
Dioden hinzugefügt die den Lastrom im Fehlerfall aufnehmen können.
Diese Version vom LNG braucht dringend ein neues Layout.
Gerhard
Hallo zusammen,
erst mal danke an Gerhard für seine Schaltpläne und besonders
für die Zusammenstellung der nötigen (wünschenswerten) Änderungen.
Man kann sich nicht den ganzen Thread immer wieder reinziehen, bevor
man den richtigen Punkt wiedergefunden hat.
Ich habe nochmal ein paar Tests gemacht. Alles an einer
elektronischen Last mit Scope aum Ausgang.
2200uF dazuschalten ändert nichts. Die TL081 habe ich gegen
741er ausgetauscht, keine Änderung, selbst das Null-Poti musste
ich nicht neu einstellen. Thema Überspannung erledigt?
Etwas anderes ist mir aufgefallen:
Poti Strombegrenzung ein -> ein deutlicher Spannungseinbruch,
wohl nicht schlimm.
Poti Strombegrenzung aus -> ein deutlicher! Spannungs-Peak..??
So wie ich es messen kann, sind das dann schon mehrere Volt.
Vielleicht wurde dieses Thema ja schon mal behandelt.., ich
habe es nicht gefunden.
Nachdem man sich ja hier auf das Hiland-PS eingeschossen hat,
wäre es vielleicht ja auch sinnvoll, einen neuen Thread mit
dem Titel 'Hiland Power-Supply, Verbesserungen' - oder was auch
immer - zu eröffnen. Dann müsste man ja nicht immer den ganzen Thread
durchlesen.
Danke, ich habe viel gelernt.
73
Wilhelm
Beim Ruhestrom könnte man auf die LED als "referenz verzichten - die 5 V
Zenerdiode reicht als Referenz. Mit dem extra Ref. Strom müsste C3 ggf.
etwas größer werden, der ist ohnehin schon nicht so groß. Der OP für die
Ref. Spannung braucht die neg. Versorgung nicht. Da reicht die normal
Masse.
Externe Sense Leitungen sind bei dem recht schnellen Regler ggf. ein
Problem. Da müsste man ggf. noch dafür sorgen, dass das schnelle
Feedback direkt von den Leistungsausgängen kommt und nicht über die
Sense Leitung. Das wäre etwa C6 nicht über die Sense Leitung, sondern
vom Ausgang. Ein Puffer für Sense - wäre wohl OK, ggf. mit C4 direkt zu
out-. Für ein einfaches Netzteil kommt man eigentlich ohne externe Sense
Leitungen aus, gerade bei eher kleinem Strom.
Wenn man auf der Platine auch eine Steuerung per µC vorsehen will,
könnte man den OP U1 für die Referenz auch per Bestückungsoption zum
Differenzverstärker machen: Die Referenz wird durch einen 4,7 K
Widerstand (= R4) ersetzt und das Eingangssignal für die Spannung kommt
an das obere Ende von R5.
Wilhelm S. schrieb:> Etwas anderes ist mir aufgefallen:> Poti Strombegrenzung ein -> ein deutlicher Spannungseinbruch,> wohl nicht schlimm.> Poti Strombegrenzung aus -> ein deutlicher! Spannungs-Peak..??> So wie ich es messen kann, sind das dann schon mehrere Volt.> Vielleicht wurde dieses Thema ja schon mal behandelt.., ich> habe es nicht gefunden.
Das werden die unleidlichen 100nF von C4 sein, angesprochen wurde das
schon, hat nur niemanden interessiert.
Hallo Mike,
weder das 1. noch das 2.
Das 1. hat noch LCD-Anzeige dabei.
Über die Anzeige, sowohl Spannung als auch Strom, wurde hier
auch schon diskutiert; dein Gefundenes wurde nicht besprochen.
Es wurden separate Module für Strom und Spannung vorgezogen.
Das 2. ist es, aber die Quelle, die du gefunden hast, ist zu teuer.
Meins habe ich für 6,..EU erstanden, gibt es aber noch billiger.
Such mal weiter.. Bang Good...
73
Wilhelm
> Das werden die unleidlichen 100nF von C4 sein, angesprochen wurde das> schon, hat nur niemanden interessiert.
Danke MaWin,
das werde ich testen.
73
Wilhelm
Der Kondensator C4 sorgt eigentlich dafür dass nach einer Phase mit
Strombegrenzung die Spannung nur recht langsam wieder auf den Sollwert
hoch geht. Mögliche Überschwinger beim Übergang CC -> CV sollten davon
Überdeckt werden. Das verzögerte Erholen ist aber auch nicht jedermanns
Ding.
Eigentlich sollte es aber auch ohne C4 keinen großen Überschwinger
geben. Mit etwas in der Größe wie beim Lastwechsel muss man ggf.
rechnen, das sollten aber weniger als 1 V sein.
Der ungünstigste Fall sollten kurze Spitzen beim Strom sein, so dass nur
der Transistor für das schnelle Limit anspricht, aber nicht die
eigentliche Stromregelung. Dass kann dann deutliche Überschwinger geben,
weil erst beide Regler gegeneinander Arbeiten. Das Stromlimit sollte
ggf. besser direkt am Ausgang des OPs angreifen, so wie Q1 auch schon.
Das sollte mögliche Überschwinger reduzieren.
Wilhelm S. schrieb:> Poti Strombegrenzung aus -> ein deutlicher! Spannungs-Peak..??> So wie ich es messen kann, sind das dann schon mehrere Volt.> Vielleicht wurde dieses Thema ja schon mal behandelt.., ich> habe es nicht gefunden.
Ursache wie oben erwähnt der C um den OPV der Spannungsregelung. Also da
nochmals drübergehen, und anpassen. Wie oben erwähnt.
Lurchi schrieb:> Beim Ruhestrom könnte man auf die LED als "referenz verzichten...
Ich habe mal Deine neuesten Gedanken ins Schaltbild gebracht um als
weitere Diskussionsunterlage zu dienen. Dein Vorschlag mit C6 war
notwendig da sonst R59 mit C6 HF-mässig in Serie liegt. Dasselbe ist für
C4 der Fall. Damals ist mir das nicht selber aufgefallen. Gut, dass
jemand für mich mitdenkt:-)
Deine anderen Punkte vom letzten Beitrag habe ich nicht berücksichtigt
weil das schaltungsmäßig viel zu Eingreifend ist.
Das Zeitverhalten bezüglich des C4 Einflusses ist meiner Meinung nach
eher Geschmacksache. Man könnte das später mal untersuchen ob C4 nicht
viel kleiner gemacht werden kann oder auch die Größe von R9.
Im Augenblick habe ich wegen viel Arbeit nicht viel Zeit für LNG
Engagement. Am Wochenende werde ich voraussichtlich folgendes
untersuchen:
Umschaltverhalten zwischen CV/CC und zurück wie von Wilhelm bemerkt
Externe Sense Leitungen und CC und Q51 Stromsenke.
Gerhard
Dass R59 in Reihe zu C6 wäre, wäre noch kein Problem, sondern eher gut.
Der Widerstand würde zusätzlich die Bandbreite begrenzen und wäre ggf.
nötig wenn man einen schnelleren OP (NE5534, OPA604) nutzen will. Der
Widerstand könnte auch etwas gegen HF Störungen helfen - d.h. ein extra
Widerstand ist eher gewünscht. Das Problem mit derm FB über eine externe
Sense Leitung ist, dass hier eine zusätzliche externe Induktivität
vorhanden sein kann, und die kann Probleme machen. In der Regel wird
nichts passieren, aber vor allem wenn nicht wie empfohlen die Out+ und
Sense + Leitung dicht zusammen liegen, kann es ggf. Probleme geben.
C4 kann wahrscheinlich kleiner werden - ganz ohne hätte man ggf. ein
ähnliches Problem mit der Sense Leitung und ggf. noch zusätzlich vom
nicht ganz perfekten OP und dem ggf. vorhandenen Pufferverstärker.
Lurchi schrieb:> Dass R59 in Reihe zu C6 wäre, wäre noch kein Problem, sondern eher> gut.> Der Widerstand würde zusätzlich die Bandbreite begrenzen und wäre ggf.> nötig wenn man einen schnelleren OP (NE5534, OPA604) nutzen will. Der> Widerstand könnte auch etwas gegen HF Störungen helfen - d.h. ein extra> Widerstand ist eher gewünscht. Das Problem mit derm FB über eine externe> Sense Leitung ist, dass hier eine zusätzliche externe Induktivität> vorhanden sein kann, und die kann Probleme machen. In der Regel wird> nichts passieren, aber vor allem wenn nicht wie empfohlen die Out+ und> Sense + Leitung dicht zusammen liegen, kann es ggf. Probleme geben.
Wenn man es so betrachtet hat das Sinn. Naja, das werden wir dann am
besten praktisch testen müssen. Es wäre günstig vom losen Tischaufbau
weg zukommen und ein
provisorisches komplettes LNG zu verdrahten da auch hier einige
Überlegungen nützlich wären. Mal sehen was das Wochenende bringt...
>> C4 kann wahrscheinlich kleiner werden - ganz ohne hätte man ggf. ein> ähnliches Problem mit der Sense Leitung und ggf. noch zusätzlich vom> nicht ganz perfekten OP und dem ggf. vorhandenen Pufferverstärker.
Auch hier ist etwas Ausprobieren wahrscheinlich der beste Ansatz.
Gerhard O. schrieb:> Ich habe mal Deine neuesten Gedanken ins Schaltbild gebracht...
Gerhard, je länger ich auf diese Schaltung sehe, desto ungemütlicher
wird mir. Mir kommen Zweifel der prinzipiellen Art.
Aber der Reihe nach:
Also, es hat sich ja mittlerweile herausgebildet, daß die Endstufe als
Emitterfolger gemacht werden soll, also mit Spannungsverstärkung kleiner
als 1.
Das bedeutet, daß der "Haupt-" OpV an seinem Ausgang etwas mehr als den
vollen Hub der Ausgangsspannung darstellen können muß. Wir sind
mittlerweile bei einem 30 Volt Netzteil angekommen und ich veranschlage
deshalb hier mal 33 Volt Hub. Die 3 Volt sind für Ube's und Shunt's etc.
Nun sind OpV's der Klasse, die mehr als 30 Volt Ausgangshub können, so
gut wie nie Rail to Rail am Ausgang. Beim OPA604 hat es (soweit ich mich
erinnere) nen Rest von etwa 3 Volt bis zu jedem Rail.
Das macht dann insgesamt 30+3+2*3 Volt, also fast 40 Volt
Betriebsspannung für den OpV - und das ist die erforderliche
Mindest-Betriebsspannung. (nebenbei reichen die 33V von ZD51 deshalb
nicht aus, um 30 V Ausgang zu erzielen, da sie von -5.1V ausgehen)
Entweder versorgt man den OpV jetzt mit pingelig genau bemessenen und
geregelten Versorgungsspannungen (-3V und +36V) oder man benötigt einen
OpV, der deutlich mehr an Spannung aushält. Da wird die Luft aber
ziemlich dünn, denn das Thema Überspannung im Stromnetz hatten wir ja
noch gar nicht wirklich berührt. Deswegen ist wenigstens eine Art
Überspannungsbremse nötig, um den OpV nicht zu braten.
Die ganze Schaltung ist also - die Versorgung des OpV und dessen
Output-Bereich betreffend - ziemlich auf Kante genäht. Sie hat da gar
keine Reserve und in der vorliegenden Form dürfte sie nicht einmal die
30V am Ausgang sicher erreichen.
Genau DAS ist es, was mir so ungemütlich ist. Der Spagat, um den
großen Ausgangs-Hub zu erreichen, ist schwierig und zugleich auch nicht
gutmütig und die Auswahl der dafür nötigen Bauteile ist eng begrenzt.
Und warum das alles?
Nun, es folgt ganz logisch aus der Wahl der Endstufe.
Hätten wir dort eine Endstufe mit einer Spannungsverstärkung größer als
1, dann könnten wir andere OpV's nehmen, vorzugsweise RRIO, würden dann
auch keine negative Spannung brauchen, ebenso keine positive Spannung,
die größer ist als das, was aus dem Grätz kommt.
Konsequent zu Ende gedacht, würde das eine Komplementär-Endstufe oder
gar einen simplen diskret aufgebauten OpV hinter dem eigentlichen OpV
bedeuten. Eben solcherart, daß die eigentliche Regelschaltung eben
nicht die volle Rohspannung oder gar noch mehr aushalten muß und
stattdessen mit geregelten 9 Volt oder so betrieben werden kann.
So, das war mein momentaner Senf zum Thema.
Ich hab bereits meine Pläne für's nächste Wochenende umgeworfen und
werde wohl besser an eine alternative Gestaltung dieses Teilproblems
denken. Mal sehen, ob und was da herauskommt.
W.S.
W.S. schrieb:> Gerhard, je länger ich auf diese Schaltung sehe, desto ungemütlicher> wird mir. Mir kommen Zweifel der prinzipiellen Art.
Danke für Deine Einwände. Ich kann mich aber jetzt wegen Arbeit nicht
dazu äußern. Möchte Dich nicht ignorieren, aber das würde mich jetzt zu
sehr ablenken:-)
W.S. schrieb:> Wir sind> mittlerweile bei einem 30 Volt Netzteil angekommen
Eigentlich war die Rede von 'max. 30V oder niedriger'. Wenn das Design
vergewaltigt werden muss, um diese 30V zu erreichen, bin ich für eine
Beschränkung auf 'oder niedriger'. Weniger ist manchmal mehr!
Prämisse war ein einfach aufzubauendes, nachbausicheres, preiswertes
Netzteil. Dass die Banggood Schaltung mit 0..30V beworben wird, heiß ja
nicht, dass sie wirklich 30V können muss. Mein Auto braucht auch 20%
mehr als der Hersteller angibt.
Was ich mir wünsche (Weihnachten!) und was ja auch schon vor Wochen mal
diskutiert wurde, ist die Deaktivierung des Ausgangs. Ein Schalter wäre
für mich dabei nicht das Ideale, ich steh' mehr auf Taster, weil
schneller und ohne Kraftaufwand zu bedienen. Mein 'großes' Netzteil hat
diese Funktion, seitdem ich dieses habe ärgere ich mich immer über mein
Chinanetzteil das den Taster nicht hat. Ist der Ausgang deaktiviert,
zeigt das Voltmeter des NT eine extern anliegende Spannung an. Genial!
Nicht nur zum Akkuladen.
Wie das im TDK umgesetzt ist weiß ich nicht, ein Relais scheint aber
nicht verbaut zu sein, jedenfalls hört man kein Klacken.
W.S. schrieb:
[viel]
> Entweder...
...oder DIESE Schaltung erreicht halt nicht ganz Uout<30V.
Bleibt sie halt bei, ich werfe mal vom Schiff aus 25..26V Uout.max in
die Runde.
Na und? Kuenstlerpech, nicht mehr.
Bisher wird DIESE Schaltung als erstes praktisches Evaluationsopfer
dermassen durchleuchtet, dass sehr gruendliches Verstaendnis fuer dieses
Schaltungskonzept und die dazu praktisch erhaeltlichen Bauteile
aufgearbeitet wird.
Das "Produkt" wird halt ein wenig "underspec" sein, aber dessen Grenzen
& Verhalten in allen Lebenslagen bekannt inkl. wo in der Schaltung zu
drehen ist um diese zu beeinflussen.
Auch Deine dargelegten Ueberlegungen tragen dazu bei und ich bin 100%
damit einverstanden.
Moeglicherweise bleibt es dann halt dabei dass fuer DIESE Schaltung
"nur" eine Anleitung zur Optimierung & Aufbautips ausgearbeitet wird,
jedoch ev. keine "Produktreife" (oder ueberhaupt keine) PCB.
In der naechsten Phase koennen dann genau solche Uberlegungen wie Deine
herangezogen werden: naemlich um abzuwaegen wo ev. DIESES
Schaltungskonzept zu Ergaenzen/Ersetzen [1] ist oder auf "bessere"
Bauteile [2] umzusatteln ist. Genau um die eigentlichen Specs (oder
erweiterte) zu erreichen.
M.M.n. ist es nicht noetig mit DIESER Schaltung abzubrechen.
(Auch mein Senf darf verkostet werden ;-)
[1] eine externe, Diskrete Ausgangsstufe fuer d. OpAmp um die
eigentliche Darlingtonstufe mit mehr Spannungshub zu treiben?
[2] ein schlechter erhaeltlicher (u. verm. teurerer) HV-OpAmp? Der dann
ev. abermals separate "hohe" Versorgung benoetigt?
hier mal das BG/HIL im Original (1.Pic) mit EaglCad
Dann das von Gerhard gepimmte (2.Pic) mit EaglCad
das da heißt Banggood-Mod.2.3
Ich hänge noch das EaglCad-File dazu, wer Fehler findet, möchte die
korrigieren und bescheid geben.
Im 2.Plan ist eine History die sich hoffentlich von selbst erklärt.
Der Eagl-Plan ist gedacht, für ein späteres Platinen-Layout, wenn sich
da jemand berufen fühlt.
Jetzt ist wieder die Rede von 30V. dachte wir hätten uns auf max. 20V
geeinigt? Wenn das so ein Aufriss ist mit den 30V Output...
Gruß Michael
@Erwin E.
> Was ich mir wünsche (Weihnachten!) und was ja auch schon vor Wochen mal> diskutiert wurde, ist die Deaktivierung des Ausgangs. Ein Schalter wäre> für mich dabei nicht das Ideale, ich steh' mehr auf Taster, weil> schneller und ohne Kraftaufwand zu bedienen.
Es gibt ein etwas älteres Netzteil, das das so kann!
Es gibt da 2 Zustände der Stromregelung, die auch per LED angezeigt
werden.
Einmal die übliche Strombegrenzung, die eingestellt wurde und der 2.
Zustand schaltet die Ausgangsspannung komplett ab, wenn der eingestellte
Strom überschritten wird. Um diese wieder einzuschalten, ist ein
Schalter als Reset zu betätigen.
Bei Interesse, kann ich diese Schaltung, die völlig analog aufgebaut
ist, hier posten
Gruß Michael
Das hier diskutierte Schaltungskonzept wo der OP einen Emitterfolger
oder ähnliches treibt ist halt in der Ausgangsspannung begrenzt. Für den
TL081 und ähnliche sind da halt nur etwa 25 V drin. Mit der
Einschränkung kann man aber leben. Wer mehr Spannung braucht, könnte
ggf. OPs für einen etwas höhere Spannung nutzen - die gibt es, sind aber
meist teurer, bzw. der NE5534 und ähnliche BJT basierte OPs brauchen
kleinere Widerstände wegen des Bias Stromes.
Eine gängige Transformatorspannung sind 24 V. Mit einem 24 V
Transformator wird man einerseits ohne Begrenzung der Spannung für die
OPs zu hoch kommen. D.h. man wird bereits die Begrenzung der Spannung
benötigen. Ob die Variante mit Widerstand und Zenerdiode ausreicht
müsste man sehen. Andererseits hat man unter ungünstigen Bedingungen
(-10% bei der Netzsspannung und unter Last) nur etwa 29 V als Spannung
zur Verfügung. Für den Hauptteil muss man dann noch ggf. 3-4 V Rippel
vorsehen müssen. Damit wäre man dann bei eher 24 V als maximale Spannung
unter Last. Aus einem 24 V Trafo ist per Linearregler einfach kaum mehr
drin. D.h. mit dem Spannungslimit passt die Schaltung (mit
spannungslimit für den OP) nicht so schlecht zu einem 24 V Trafo - nur
halt nicht für 30 V als Ausgangsspannung sondern eher etwas um 24 V.
W.S. schrieb:> Genau DAS ist es, was mir so ungemütlich ist. Der Spagat, um den großen> Ausgangs-Hub zu erreichen, ist schwierig und zugleich auch nicht> gutmütig und die Auswahl der dafür nötigen Bauteile ist eng begrenzt.>> Und warum das alles?> Nun, es folgt ganz logisch aus der Wahl der Endstufe.> Hätten wir dort eine Endstufe mit einer Spannungsverstärkung größer als> 1,
Nun, die beiden unterschiedlichen Labornetzteilkonzepte hatten wir am
Anfang, mit der Bemerkung, dass Emitterfolger intrinsisch stabil sind
und damit erfolgreicher nachzubauen sind ( auch mit abweichenden
Bauteilen) als das floating HP Konzept, man sich aber die
Maximalspannungsproblematik einhandelt. OpAmps für 60V und 80V sind aber
zu bekomnen.
Wenn dir eine stabile Schaltung ohne Emitterfolger bekannt ist - her
damit. Den uA723 mit Kaskode und komplementär-Paar fand man ja ebenso zu
instabil wie den LM393 Vorschlag.
Lurchi schrieb:> Eine gängige Transformatorspannung sind 24 V. Mit einem 24 V> Transformator wird man einerseits ohne Begrenzung der Spannung für die> OPs zu hoch kommen.
Na ja, 40V OpAmps würden reichen, wenn man nicht ungeschickterweise noch
-5.1V für eine negative Rail verbrät.
D.h. man wird bereits die Begrenzung der Spannung
> benötigen. Ob die Variante mit Widerstand und Zenerdiode ausreicht> müsste man sehen. Andererseits hat man unter ungünstigen Bedingungen> (-10% bei der Netzsspannung und unter Last) nur etwa 29 V als Spannung> zur Verfügung. Für den Hauptteil muss man dann noch ggf. 3-4 V Rippel> vorsehen müssen. Damit wäre man dann bei eher 24 V als maximale Spannung> unter Last. Aus einem 24 V Trafo ist per Linearregler einfach kaum mehr> drin.
Ja, es sei denn man verwendet eine bereits stabilisierte Spannung aus
einem Schaltregler als Quelle, dann sind sogar 40V mit 44V single supply
OpAmps möglich.
Lurchi schrieb:> Damit wäre man dann bei eher 24 V als maximale Spannung unter Last.
Hmmm... Ich lese hier ja nur mit (allerdings schon mit Interesse). Zum
Design kann ich wenig bis nichts beitragen. Aber mal Hand auf's Herz.
Wieviele Leute sind hier, die mehr als 24V aus so einem Netzteil
brauchen? Ehrlich, 24V sind doch für mind. 90% der Fälle völlig
ausreichend. Als doppelt oder auch dreifach Netzteil, aber dann ist gut.
Es ist vielleicht schön, wenn man in Dornkaat baden kann, aber man muss
es ja nicht unbedingt tun ;)
Hallo,
900ss D. schrieb:> Aber mal Hand auf's Herz. Wieviele Leute sind hier, die mehr als 24V> aus so einem Netzteil brauchen?
Bei Geräten, die an einer 24V-Batteriestromversorgung betrieben werden,
liegen bei voll geladenen Akkus ~28V an. Die würde ich gerne am Netzteil
einstellen können. Mir jedenfalls sind maximal 24V für ein Netzteil zu
wenig.
rhf
900ss D. schrieb:> Aber mal Hand auf's Herz.> Wieviele Leute sind hier, die mehr als 24V aus so einem Netzteil> brauchen? Ehrlich, 24V sind doch für mind. 90% der Fälle völlig> ausreichend.
Ja, mehr als 24 V braucht man eher weniger aber es gibt durchaus
Situationen, wo das sinnvoll ist. Es soll ja ein recht allgemeines
Netzteil werden dass nach Möglichkeit 100% abdeckt und nicht nur 90%.
Und erstmal zwei Ausgänge ggf zusammen zu schalten kann auch wieder
abschrecken wo es doch auch so viele Beispiele für 30 V Netzteile gibt.
Roland F. schrieb:> Mir jedenfalls sind maximal 24V für ein Netzteil zu wenig.
Sehe ich als potentieller Nachbauer auch so. 30V/3A sollten es schon
sein. Vielleicht als Schaltungsvariante, wenn die Unterschiede nicht zu
groß sind. Aber jetzt unnötigerweise runterschrauben fände ich nicht
gut.
Also bitte keine Panik aufkommen lassen, meine Herren:-)
30V/3A sind mit ein paar kleinen Änderungen sicher möglich.
Im neuesten Schaltplan von Mike und mir sind diese Änderungen schon
eingezeichnet. Nur würde ich einen OPV mit 44V verwenden wollen, weil
ich sonst selber zu nervös werde. Es ist wichtig, wie schon
eingezeichnet, die Betriebspannung von U2 auf einen sicheren Wert zu
begrenzen. Dann kann man durchaus einen Netztrafo um 30V oder etwas
höher verwenden und es macht der Steuerung nichts aus wenn die
Leerlaufspannung auf 50V ansteigt.
Wenn man einen Trafo mit zwei in Serien geschalteten Wicklung zur
Verfügung hat kann man die Hilfspannungsversorgung von der halben
Trafowicklung im Vollweg Modus abgreifen so daß man keinen Hochvoltigen
Regler braucht. Es gibt auch noch andere Methoden um dieses Problem
anzugehen.
Nur würde dann eine (automatische) Trafoumschaltung zur Verringerung der
Extremfallverlustleisting z.B. bei Kurzschluß empfehlen.
Vollweggleichrichtung mit Brücke bei 30V und die halbe Spannung kann man
an der Mittenabapfung bei Vollweggleichrichtung mit der halben Brücke
abgreifen.
Bei 3A sollte man einen externen auf dem Chassis montierten
Brückengleichrichter verwenden und externe Elkos. Die 1N5804 werden
schon bei 1A unangenehm warm. Ich würde auch, wie Mike schon
eingezeichnet hat, den Längstransistor bei höheren Strömen verdoppeln um
den SOA Bereich bei Kurzschluß nicht zu übersteigen.
Gerhard
Na ja, Panik ist gut...die Platinen sind so äusserst günstig, das man
wirklich 2 davon verbauen könnte um auf die gewünschte maximal (und
mehr...) Spannung zu kommen! Morgen mach ich mal ein Pic von der
doppelten Konstellation, wenn ich dazu komme...
Warum seid ihr alle so verbissen auf die 30V ???
Mal ganz ehrlich, wann braucht man "weit" über 12V??? ja genau, nicht so
oft, oder? Dann bleibt eben die Option für eine 2. Platine, die bei
Bedarf(ich wiederhole...), ihren Platz findet! Warum? Ganz einfach:
Jedes Mal, wenn man/Mann, was testen will, ob mit- oder ohne µC, fehlt
einem sowieso eine 2.-wenn nicht, sogar eine 3.Spannungsquelle, so what?
Also, das LAB hat sowieso schon sehr wenig Ripple und ist, für
Versuchsaufbauten, schon jetzt, absolut ausreichend stabil! die
eierlegendende Wollmilchsau wird es nicht werden, wozu auch? Schneller,
höher, weida... hmm
Für mich selber ist der "Sweet Spot" ein Dreifach LNG für Mixed Signal
Projekte. Also Analog und Digital zusammen, gemeinsame DC Ein-und
Ausschaltung. Dafür sind diese BG/HIL Kits gut geeignet.
Tracking ist auch sehr simpel machbar. 2x 0-20V/0-(1)2A mit variabler
oder fest eingestellten Tracking und 0-6V/2A.
Meine bisherigen Mesungen haben die Brauchbarkeit dieses Kits klar
bestätigt. Es ist auf alle Fälle "gut genug" für normale Laboransprüche.
Mehr kann ich dazu nicht sagen. Die vorgeschlagenen Änderungen runden
das ohnehin brauchbare Konzept lediglich ab.
Um dem Forum Trend so vieler aufgegebener Projekt entgegen zu arbeiten
möchte ich dieses eine Konzept zu einem guten Ende bringen um den
nachbauenden Interessenten den Pfad etwas zu ebnen.
30V ist noch kein (wirkliches) Problem wenn man die diskutierten
Änderungen realisiert.
Gerhard
Michael D. schrieb:> Na ja, Panik ist gut...die Platinen sind so äusserst günstig, das man> wirklich 2 davon verbauen könnte um auf die gewünschte maximal (und> mehr...) Spannung zu kommen! Morgen mach ich mal ein Pic von der> doppelten Konstellation, wenn ich dazu komme...> Warum seid ihr alle so verbissen auf die 30V ???> Mal ganz ehrlich, wann braucht man "weit" über 12V??? ja genau, nicht so> oft, oder? Dann bleibt eben die Option für eine 2. Platine, die bei> Bedarf(ich wiederhole...), ihren Platz findet! Warum? Ganz einfach:> Jedes Mal, wenn man/Mann, was testen will, ob mit- oder ohne µC, fehlt> einem sowieso eine 2.-wenn nicht, sogar eine 3.Spannungsquelle, so what?> Also, das LAB hat sowieso schon sehr wenig Ripple und ist, für> Versuchsaufbauten, schon jetzt, absolut ausreichend stabil! die> eierlegendende Wollmilchsau wird es nicht werden, wozu auch? Schneller,> höher, weida... hmm
Moin Michael,
24V und etwaig höher benötigt man z. Bspl. für Minibohrmaschinen......
die auch ein bisschen mehr Strom ziehen.
Habe vor, mir ein 3-fach LNG zu bauen und freue mich schon auf
"serienreife" Schaltpläne wie Platinen.
MfG
Eppelein
Moin,
eventuell sollte man als erstes klären, was benötigt wird:
- ein Labornetzgerät mit extrem glatter Ausgangsspannung, schneller
Reglung und auf mV und mA einstellbaren Ausgangswerten
oder
- eine universelle Spannungsversorgung für diverse Geräte mit der
Möglichkeit die Spannung auch mal zu variieren und den Strom zu
begrenzen
Ich bin der Meinung, dass zwei Geräte die bessere Lösung sind.
Labornetzgerät: 0 bis 24 Volt 0 bis 2 Ampere oder sogar weniger
Spannungsversorgung: 2,xx bis 30 Volt, 0,0x bis 3 Ampere oder sogar mehr
wären meine Vorschläge dazu.
Gruss
Kurti
Interessehalber habe ich gestern Abend mit dem Layout einer Platine nach
Michaels Plan begonnen.
Diese Platine sollte meiner Meinung nach nicht größer als 100x100mm
sein, weil die Chinesen bis zu dieser Größe sehr billig fertigen,
darüber wird es dann überproportional teuer. Die 80cm² der Eagle Free
Version sind eine weitere Grenze, auch wenn das das kleinere Problem
ist.
Dabei kristallisierte sich schnell heraus, dass es sehr, sehr eng wird,
will man auf 100cm² die Bauteile für eine 3A-Version unterbringen, also
mit zwei Sätzen Gleichrichterdioden und zwei Leistungstransistoren.
Siehe Bild. Dabei habe ich bei diesem Versuch schon den zusätzlichen
Satz Gleichrichterdioden weggelassen.
Meine unmaßgebliche Einschätzung: Eine Version des LNG mit 3A ist als
Einplatinenlösung auf 100x100mm nicht sinnvoll umsetzbar. Wer mehr
braucht, müsste zumindest die Transistoren und den Gleichrichter
getrennt von der Platine montieren, wobei letzterer auf einem separaten
Kühlkörper sowieso besser aufgehoben ist.
Eine Regelung für den oder die Lüfter sowie die Trafoumschaltung sind
momentan ja noch gar nicht berücksichtigt und brauchen auch noch
Platinenfläche, genauso wie die Stromversorgung und die Steckverbinder
für die Displays. Wenn bei einer 3A-Version alle Bauteile auf eine
Platine sollen, wird man das wohl in SMD machen müssen.
Für mich ist insgesamt betrachtet eine Version des LNG mit 2A und 24V
ausreichend, weil es sowieso unmöglich ist, ein LNG zu bauen, das alle
denkbaren Anforderungen abdecken kann. Zum Beispiel habe ich kürzlich
für eine LED-Leuchte einen Konstantstrom von 800mA bei 120V benötigt.
Muss nun ein LNG zwingend sowohl 6A fürs Akkuladen können und
gleichzeitig auch 120V für meine Leuchte? Das geht schnell ins Uferlose!
Für extremere Anforderungen, die ein einzelnes LNG nicht erfüllt nimmt
man halt ein zweites oder drittes dazu, statt ein Gerät zu fordern, das
alles und noch mehr leistet, dabei dann zwingend riesengroß und teuer
wird und als Selbstbauprojekt sowieso niemals vollendet werden wird.
Mein LNG soll das Gehäuse eines alten KVM-Umschalters bewohnen. Das
Gehäuse ist aus ziemlich mssivem Stahlblech. Wenn das Gerät (irgendwann,
hoffentlich) fertig ist, soll es ungefähr so aussehen wie auf dem Bild.
Kurti K. schrieb:> Moin,> eventuell sollte man als erstes klären, was benötigt wird:>> - ein Labornetzgerät mit extrem glatter Ausgangsspannung, schneller> Reglung und auf mV und mA einstellbaren Ausgangswerten> oder> - eine universelle Spannungsversorgung für diverse Geräte mit der> Möglichkeit die Spannung auch mal zu variieren und den Strom zu> begrenzen>> Ich bin der Meinung, dass zwei Geräte die bessere Lösung sind.>> Labornetzgerät: 0 bis 24 Volt 0 bis 2 Ampere oder sogar weniger>> Spannungsversorgung: 2,xx bis 30 Volt, 0,0x bis 3 Ampere oder sogar mehr>> wären meine Vorschläge dazu.>> Gruss> Kurti
So würde ich mir das auch mit getrennten Platinen vorstellen.
MfG
Eppelein
Kurti K. schrieb:> Ich bin der Meinung, dass zwei Geräte die bessere Lösung sind.
Der Meinung bin ich auch aber deine Aufteilung sehe ich nicht als sinnig
an. Ob man nun 0-24 V/0-2 A hat oder 0-30 V/0-3 A ist ziemlich Wumpe.
Die 0-24V/0-2 A sind ja noch OK, das zweite Netzteil sollte dann aber
mindestens Regionen von 0-40 V/0-5 A bewohnen, das 30er Netzteil wäre
einfach zu dicht am 24er dran.
Erwin E. schrieb:> Interessehalber habe ich gestern Abend mit dem Layout einer Platine nach> Michaels Plan begonnen.> Diese Platine sollte meiner Meinung nach nicht größer als 100x100mm> sein, weil die Chinesen bis zu dieser Größe sehr billig fertigen,> darüber wird es dann überproportional teuer. Die 80cm² der Eagle Free> Version sind eine weitere Grenze, auch wenn das das kleinere Problem> ist.>> Dabei kristallisierte sich schnell heraus, dass es sehr, sehr eng wird,> will man auf 100cm² die Bauteile für eine 3A-Version unterbringen, also> mit zwei Sätzen Gleichrichterdioden und zwei Leistungstransistoren.> Siehe Bild. Dabei habe ich bei diesem Versuch schon den zusätzlichen> Satz Gleichrichterdioden weggelassen.> Meine unmaßgebliche Einschätzung: Eine Version des LNG mit 3A ist als> Einplatinenlösung auf 100x100mm nicht sinnvoll umsetzbar. Wer mehr> braucht, müsste zumindest die Transistoren und den Gleichrichter> getrennt von der Platine montieren, wobei letzterer auf einem separaten> Kühlkörper sowieso besser aufgehoben ist.> Eine Regelung für den oder die Lüfter sowie die Trafoumschaltung sind> momentan ja noch gar nicht berücksichtigt und brauchen auch noch> Platinenfläche, genauso wie die Stromversorgung und die Steckverbinder> für die Displays. Wenn bei einer 3A-Version alle Bauteile auf eine> Platine sollen, wird man das wohl in SMD machen müssen.>> Für mich ist insgesamt betrachtet eine Version des LNG mit 2A und 24V> ausreichend, weil es sowieso unmöglich ist, ein LNG zu bauen, das alle> denkbaren Anforderungen abdecken kann. Zum Beispiel habe ich kürzlich> für eine LED-Leuchte einen Konstantstrom von 800mA bei 120V benötigt.> Muss nun ein LNG zwingend sowohl 6A fürs Akkuladen können und> gleichzeitig auch 120V für meine Leuchte? Das geht schnell ins Uferlose!> Für extremere Anforderungen, die ein einzelnes LNG nicht erfüllt nimmt> man halt ein zweites oder drittes dazu, statt ein Gerät zu fordern, das> alles und noch mehr leistet, dabei dann zwingend riesengroß und teuer> wird und als Selbstbauprojekt sowieso niemals vollendet werden wird.
Meine bisherigen NG`s sind auf einer Euro-Platine untergebracht. Daher
würde es schon Sinn machen, nicht alles klein auf klein zusammen zu
packen.
Ein Interesierter gibt gerne ein paar Märker für eine Platine aus und
hat somit eine übersichtliche Platine in Händen, wo im Bedarfsfall
reparaturfreundlicher erscheint -
Transen mit höherem Leistungsbedarf bekommen in jedem Fall einen Platz
auf einen externen KK, sind somit nicht auf der Platine.
Von SMD-Bauteilen halte ich pers. nicht das geringste! Altersbedingt
nicht mein Fall, werde mir das auch nicht antun.
Mit SMD-Technik wäre mein Interesse passè.
MfG
Eppelein
Erwin E. schrieb:> Mein LNG soll das Gehäuse eines alten KVM-Umschalters bewohnen. Das> Gehäuse ist aus ziemlich mssivem Stahlblech. Wenn das Gerät (irgendwann,> hoffentlich) fertig ist, soll es ungefähr so aussehen wie auf dem Bild.
Für rechtshänder ist eine Anzeige links und die U/I-Regler entweder
unterhalb oder rechts daneben angeordnet sinnvoller.
Man greift über den "Onkel" und versperrt die Sicht mit dem Arm auf die
Anzeigen - meine Sicht.
MfG
Eppelein
Eppelein V. schrieb:> Für rechtshänder ist eine Anzeige links
Auch das ist doch das schöne an einem Selbstbaunetzteil: Erwin kann sich
sein Linkshändernetzteil bauen, andere bauen sich eins für Rechtshänder.
Erwin E. schrieb:> Dabei kristallisierte sich schnell heraus, dass es sehr, sehr eng wird,
Ja klar. Das sieht man.
Also, meine Ansicht hierüber:
Wenn es ein kleines bescheidenes LNG bis so etwa 1 Ampere sein soll,
dann paßt alles bis auf den Trafo auf eine Leiterplatte - sowohl
mechanisch als auch elektrisch, mit Ausnahme der Potis, der U/I-Anzeigen
und der Ausgangsbuchsen.
Für alles darüber hinaus müssen
- Trafo
- Grätz
- Ladeelko
- alle Leistungstransistoren
- ggf. der Strommeß-Shunt
runter von der LP und direkt auf's Chassis oder auf Kühlkörper.
Und nochwas: Schimpft nicht immerzu auf SMD. Wenn wir uns hier auf 1206
einigen, dann läßt sich das Ganze noch immer sehr gut löten (auch wenn
man selber steinalt ist), die LP Maße werden deutlich kleiner und man
hat bei 2-seitigen LP auch bessere Verhältnisse zum Entflechten.
W.S.
M. K. schrieb:> Kurti K. schrieb:>> Ich bin der Meinung, dass zwei Geräte die bessere Lösung sind.>> Der Meinung bin ich auch aber deine Aufteilung sehe ich nicht als sinnig> an. Ob man nun 0-24 V/0-2 A hat oder 0-30 V/0-3 A ist ziemlich Wumpe.> Die 0-24V/0-2 A sind ja noch OK, das zweite Netzteil sollte dann aber> mindestens Regionen von 0-40 V/0-5 A bewohnen, das 30er Netzteil wäre> einfach zu dicht am 24er dran.
Moin,
ich bastel seit 45 Jahren.
Ich habe noch nie eine Spannung zwischen 30 und 40 Volt benötigt.
Und wenn es mehr als 30 Volt werden, schalte ich zwei Netzteile in
Reihe.
( z.B 60 V )
Daher mein Vorschlag! von 30 Volt.
Wenn Du mehr Unterschied zwischen den Netzteilen möchtest:
Vorschlag Labornetzteil 0-15 Volt, 0-2 Ampere. :-)
Die 24 Volt waren eh' nur für die Inbetriebnahme von Industrieprodukten
gedacht. Da reicht auch ein Schaltnetzteil.
Gruss
Kurti
Eppelein V. schrieb:> Von SMD-Bauteilen halte ich pers. nicht das geringste! Altersbedingt> nicht mein Fall, werde mir das auch nicht antun.> Mit SMD-Technik wäre mein Interesse passè.>
Wie alt bist Du denn? Ich löte mit 62 Jahren noch SMD.
Vielleicht hilft Dir dieser Beitrag, das mal mit anderen Augen zu sehen:
https://www.dl6gl.de/platinenherstellung-und-smd-bestueckung/smd-bestueckung
Ich halte es für durchaus sinnig und konsequent gedacht, wenn man schon
ein LNG nach modernem Standard aufbauen will: Das dort auch die moderne
SMD -Technik zum Einsatz kommt.
Ihr ersetzt wo irgend sinnvoll die Transistoren durch moderne Typen
(Stichwort 2N3055 --> 2SC1047), die Referenz durch etwas modernes (1N82x
durch TL431), ...etc.
Da ist es doch nur folgerichtig, auch beim Layout modernen Bauteile
einzusetzen. SOIC8 etc, 603 bzw. 1206, .. ist alles keinen Hexenwerk
das zu löten.
Insbesondere, da ja geplant ist die Platinen durch Profis fertigen zu
lassen. Da ist das maßhaltig für SMD.
Andrew T. schrieb:> Eppelein V. schrieb:>>> Von SMD-Bauteilen halte ich pers. nicht das geringste! Altersbedingt>> nicht mein Fall, werde mir das auch nicht antun.>> Mit SMD-Technik wäre mein Interesse passè.>>>>> Wie alt bist Du denn? Ich löte mit 62 Jahren noch SMD.>> Vielleicht hilft Dir dieser Beitrag, das mal mit anderen Augen zu sehen:>> https://www.dl6gl.de/platinenherstellung-und-smd-bestueckung/smd-bestueckung>>
Eine ruhige Hand ist bei SMD unabdingbar, wie ich meine und da fängt es
bei mir an ....
Hinzu kommt noch, daß Unmengen an "herkömmlichen" Bauteilen auf Halde
liegen, die auch verbaut werden wollen.
MfG
Eppelein
Andrew T. schrieb:> Ich halte es für durchaus sinnig und konsequent gedacht, wenn man schon> ein LNG nach modernem Standard aufbauen will: Das dort auch die moderne> SMD -Technik zum Einsatz kommt
Es handelt sich hier aber um ein LNG aus dem Jahr 1974, also nicht
unbedingt "modern".
Ich bin aber völlig in deiner Meinung. Ich bastele zunehmend nur noch
mit SMD.
Eppelein V. schrieb:> Für rechtshänder ist eine Anzeige links und die U/I-Regler entweder> unterhalb oder rechts daneben angeordnet sinnvoller.
Da hast du natürlich vollkommen recht... Ich habe die Bedienelemente
bewusst so angeordnet, um bestehende Ausbrüche der Frontplatte nutzen zu
können bzw. solche, die im Weg sind, auszuschneiden. Die Front habe ich
ausgedruckt und aufs Gehäuse geklebt um die Bedienbarkeit vorab zu
prüfen. Aufgrund der Abstände verdeckt 'der Onkel', zumindest bei meinen
Händen, nicht die Displays.
Die beiden Mehrgangpotis sind leider recht voluminös, was die Gestaltung
der Front stark einschränkt, aber ich habe sie schon und meine, dass sie
von ziemlich guter Qualität sind. Bis das LNG in einigen Monaten fertig
sein wird, kann sich da aber noch manches ändern.
Es ist aber noch eine andere Überlegung dabei. Die günstig verfügbaren
Displays sehe ich allesamt eher als Notlösung. Zusätzlich zu U/I hätte
ich nämlich gerne eine permanente Anzeige für I-Preset, im CC-Modus ist
auch der U-Preset nützlich. Beides ermöglicht diese Schaltung ja recht
einfach. Außerdem wäre noch die Anzeige der Leistung nett. Deshalb habe
ich darüber nachgedacht, irgendwann [TM] die beiden Displays durch ein
farbiges Grafikdisplay passender Größe zu Ersetzen. Dieses könnte dann
den Raum der beiden Anzeigen nutzen, ohne die ganze Frontplatte neu zu
machen oder die Positionierung des Innenlebens groß zu verändern.
Moin Erwin,
das Problem mit Blenden, die bereits Ausschnitte, Bohrungen vorweisen,
kenne ich zur Genüge.
Auf die Schnelle mal passendes Material herbekommen ist nicht drin und
da wird mit dem gewerkelt was man so hat.
Mit einer Leistungsanzeige, neben I und U, liebäugele ich auch.
In meiner großen Anlage habe ich besagte Instrumente im Großformat noch
aus den Fuffzigern.
Laß` mir da noch etwas durch den Kopf gehen.
MfG
Eppelein
Kurti K. schrieb:> Ich habe noch nie eine Spannung zwischen 30 und 40 Volt benötigt.
Ich schon: 36 V für Motoren. Aber du hast natürlich recht, das ist schon
eher selten.
Kurti K. schrieb:> Vorschlag Labornetzteil 0-15 Volt, 0-2 Ampere. :-)
So ähnlich sieht es bei mir aus: Ich hab ein 0-40 V/ 0-10 A Netzteil
fürs Grobe (mein erstes, kommerziell gekaufte, LNG). Dann wollte ich was
Feineres und dachte mir, ich kann mir auch selbst mal ein Netzteil bauen
und noch was lernen (das war so 2013 rum). So entstand mein oben
gepostetes Netzteil. Das habe ich in verschiedenen Varianten (nicht nur
für mich) von 0-12 V bis 0-30 V und 0-0.8 A bis 0-3 A aufgebaut. Ich
selbst habe es als 0-24 V und 0-1.3 A Netzteil bei mir auf der Werkbank
stehen und mein 0-40 V Netzteil kommt nur noch bei den entsprechenden
Motor-Projekten zum Einsatz, dieses Jahr habe ich es noch gar nicht
gebraucht.
@Erwin E.
> Interessehalber habe ich gestern Abend mit dem Layout einer Platine nach> Michaels Plan begonnen.> Diese Platine sollte meiner Meinung nach nicht größer als 100x100mm> sein...
Also mit 100x100mm könnte man schon hinkommen, wenn:
R23/R24/0,12R ausgelagert werden und je nach dem, für welche
Gehäuse(Endstufe) man sich entscheidet ob: TO-247, TO218, TO-264 oder
TO-3P.
Bei diesen Gehäuseformen würde sich eine extra (kleine)Platine anbieten,
die dann die beiden Leistungswiderstände sowohl auch die Transistoren
beinhaltet und dann auf das Kühlblech schraubt! Ein chices Beispiel hat
Gerhard mal umgesetzt 1.PIC
Für die TO-3 Fans, wäre dann die Variante im 2.PIC zu bevorzugen.
Dann benötigt man auch nur noch 2x A300 Schraubklemmen, da die
Kollektoranschlüsse und je die Emitteranschlüsse (Ausgänge R23/24/0.12R)
zusammengefasst sind.
Des weiteren, kann man die 8x 1N5408 auf beide Platinenseiten
platzsparend unterbringen ohne, das das schei.. aussieht. 3.PIC
Mit R7/R24/0,47R könnte man genauso verfahren, wie mit den Dioden.
Das spart eine Menge Platz, würde ich mal behaupten.
Gruß Michael
Anbei noch der verwendete Ringkerntrafo RKT-12018 (2x18V/2x 3,33A) mit
2x zusätzlichen Wicklungen (2x9V) für die 2x StepUp, die dann die
Anzeige-Instrumente versorgen sollen.
Für die zusätzlichen Wicklungen, habe ich ca. 1Std. investiert inkl. das
anbringen der Isolations-Folie. Der Trafo hat dann statt ursprünglich
100mm dann eben 120mm Durchmesser.
Gruß Michael
EDIT:
Kleiner Fehler...
> Mit R7/R24/0,47R könnte man genauso verfahren, wie mit den Dioden.
soll da heißen: R7/R25/0,47R ;-)
M. K. schrieb:> So ähnlich sieht es bei mir aus: Ich hab ein 0-40 V/ 0-10 A Netzteil> fürs Grobe (mein erstes, kommerziell gekaufte, LNG). Dann wollte ich was> Feineres und dachte mir, ich kann mir auch selbst mal ein Netzteil bauen> und noch was lernen (das war so 2013 rum). So entstand mein oben> gepostetes Netzteil. Das habe ich in verschiedenen Varianten (nicht nur> für mich) von 0-12 V bis 0-30 V und 0-0.8 A bis 0-3 A aufgebaut. Ich> selbst habe es als 0-24 V und 0-1.3 A Netzteil bei mir auf der Werkbank> stehen und mein 0-40 V Netzteil kommt nur noch bei den entsprechenden> Motor-Projekten zum Einsatz, dieses Jahr habe ich es noch gar nicht> gebraucht.
dann sind wir ja von den Grundgedanken nicht weit auseinander.
Wenn man dann noch an die Anfänger denkt und deren Geldbeutel...
Bauteile für weniger Leistung sind halt deutlich günstiger.
Als Spannungsquelle, gerade für Einsteiger mit geringen elektrischen
Kenntnissen im Bereich Netzspannung, könnte ich mir gut einen
herkömmlichen Halogen-Trafo mit fester Netzspannungszuleitung und
integrierter Sicherung vorstellen.
Gruss
Kurti
PS: mein erstes 'Labornetzteil' war ein Carrerabahn-Trafo mit 8 - 10 -
12 Volt Ausgangsspannung - Vorteil: günstig und nicht kaputt zu kriegen
Hallo,
Kurti K. schrieb:> Wenn man dann noch an die Anfänger denkt und deren Geldbeutel...> Bauteile für weniger Leistung sind halt deutlich günstiger.
Unter diesem Aspekt betrachtet würde ich auf die bisher besprochene
Variante völlig verzichten und einfach den Banggood-Bausatz empfehlen.
Billiger geht es nicht.
rhf
Roland F. schrieb:> Unter diesem Aspekt betrachtet würde ich auf die bisher besprochene> Variante völlig verzichten und einfach den Banggood-Bausatz empfehlen.
Absolut!
Die bisherige gern verkaufte "Besserung" ist nicht Wert für neuen PCB.
@Michael
Danke füe die Fotos und Anregungen. Durch das Auslagern der beiden
Längstransistoren nebst Emitterwiderständen sieht es platzmäßig
natürlich gleich viel besser aus. Als Gleichrichter würde ich dann aber
einen Blockgleichrichter nehmen, der mit dem KK verschraubt werden kann.
Das Netzteil ist dadurch, dass Gleichrichter und Leistungstransistoren
sowie evtl auch die Shuntwiderstände ausgelagert werden, halt nicht mehr
ganz so einfach und kompakt aufzubauen wie mit der Originalplatine, auf
der schon alle Komponenten drauf sind. Hilft aber wohl nichts, wenn man
wirklich 90W Ausgangsleistung will oder braucht.
Warum brauchst du eigentlich die StepUp-Wandler? Den meisten
Chinadisplays genügen doch 5V Betriebsspannung.
Michael D. schrieb:> Es gibt ein etwas älteres Netzteil, das das so kann!> Es gibt da 2 Zustände der Stromregelung, die auch per LED angezeigt> werden.> Einmal die übliche Strombegrenzung, die eingestellt wurde und der 2.> Zustand schaltet die Ausgangsspannung komplett ab, wenn der eingestellte> Strom überschritten wird. Um diese wieder einzuschalten, ist ein> Schalter als Reset zu betätigen.
Das ist nicht genau das, was ich meine. Ich möchte keine Sicherung die
bei Überstrom auslöst, sondern eine manuelle Zu/Abschaltung des Ausgangs
per Taster. Die Spannungsanzeige soll nach dem Abschalten des Ausgangs
weiterhin mit diesem verbunden sein, so dass man weiterhin ablesen kann,
ob und welche (externe) Spannung an den Klemmen anliegt. Das hatte ich
nie vermisst, bis ich das TDK bekam, das diese Funktion hat. Ein Relais
würde dafür eigentlich genügen.
Kurti K. schrieb:> Wenn man dann noch an die Anfänger denkt und deren Geldbeutel...> Bauteile für weniger Leistung sind halt deutlich günstiger.
Unter diesem Aspekt sollte man gar kein LNG selber bauen sondern ein
fertiges LNG kaufen. Die Elektronik-Bauteile sind, selbst bei teuren
Bauteilen, bei weitem das Preiswerteste.
Tany schrieb:> Roland F. schrieb:>> Unter diesem Aspekt betrachtet würde ich auf die bisher besprochene>> Variante völlig verzichten und einfach den Banggood-Bausatz empfehlen.> Absolut!> Die bisherige gern verkaufte "Besserung" ist nicht Wert für neuen PCB.
Unverändert ist der Bausatz nicht gut, für einen 24 V Trafo absolut
nicht zu empfehlen. Wenn es zufällig nicht gleich Rauchzeichen gibt ist
die Gefahr groß, das der Ausfall nicht lange auf sich warten lässt.
Die wesentliche Änderung ist, dass man die maximale Spannung der OPs
beachtet. D.h. ohne Änderungen an der Platine sollte man einen Trafo mit
maximal 18 V AC nutzen. Damit kommt man dann bis etwa 10-15 V je nach
Strom. Zusätzlich wäre es gut wenn man den maximalen Strom reduziert,
etwa in dem R18 auf 100 K ändert. Den Einstellbereich für die Spannung
könnte man etwa mit einer 2,5 V referenz (TL431) statt der 5 V
zenerdiode auf die etwa 15 V anpassen. Ein Lokaler Abblockkondensator am
OP für die Spannungsregelung wäre wohl gut - das geht frei fliegend von
der Lötseite.
Ohne das extra schnelle Stromlimit per Transistor wäre die Diode
parallel zu R21 eine gute Idee, um das Stromlimit schneller zu machen,
wenn der eingestellte Strom deutlich überschritten wird.
Die Platine aus dem Bausatz und nachträgliche Änderungen sind möglich,
aber doch etwas begrenzt. So ist das Layout nicht überall gut. Das
angefangene Layout von Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei)
(kuehlschrankheizer)
Datum: 07.12.2017 10:03, macht dagegen schon Fehler wo die Platine aus
dem Kit gut ist.
Ein Begrenzung der Spannung der OPs erfordert schon das Auftrennen von
ein paar Leiterbahnen. Mit allen Änderungen hält sich der Wert der
Platine in Grenzen - da wird es dann schon eng, mit vielen fliegenden
Teilen und Drähten. Für mehr Strom passen dann auch der Elko, Shunt und
die Dioden nicht mehr. Da macht dann ein neues Platinenlayout schon
Sinn.
Lurchi schrieb:> Das> angefangene Layout von Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei)> (kuehlschrankheizer)> Datum: 07.12.2017 10:03,
...diente der Abschätzung der Platzverhältnisse. Wie es weitergeht,
hängt von den Rückmeldungen von Gerhard ab, der die bisher
vorgeschlagenen Änderungen praktisch testen wollte. Vorher macht es
keinen Sinn, ernsthaft ein Layout anzugehen, vor allem dann, wenn 2A bei
max. 24V das Ziel sind.
Michael D. schrieb:> hier mal das BG/HIL im Original (1.Pic) mit EaglCad> Dann das von Gerhard gepimmte (2.Pic) mit EaglCad> das da heißt Banggood-Mod.2.3
Wollt ihr nich für die D1..D4A lieber Schottkys nehmen?
MBR-745 oder ähnliches
Ich würde, wenn ich was vorschlagen darf, auch eher ein Dual-Ausgang mit
2x 0..24V 2x0..4A bevorzugen, also das obige Design in der Spannung
begrenzen und dafür "die Ampere schön hoch skillen" :-D
Mike B. schrieb:> Ich würde, wenn ich was vorschlagen darf, auch eher ein Dual-Ausgang mit> 2x 0..24V 2x0..4A bevorzugen, also das obige Design in der Spannung> begrenzen und dafür "die Ampere schön hoch skillen" :-D
Natürlich gibt es Wünsche. Wenn DU einen Schaltplanb ablieferst, der das
kann und funktioniert (d.h. Spannugsfestigkeit und SOA der Teile nicht
überschritten, zumindest in Spice-Simulation stabil), gerne, her damit.
@Lurchi:
Da du mein angefangenes Layout kritisierst, würde mich interessieren was
dir konkret nicht gefällt. Dass die V+IN Leitung so nicht richtig ist
weiß ich, die Versorgungsleiterbahnen dürfen auch breiter werden. Aber
sonst? So arg viel ist ja noch gar nicht passiert. Ich lerne gerne dazu!
Lurchi schrieb:> Die wesentliche Änderung...
- OPVs.
- Strombereich Reduzierung mit R18
- Referenz (TL431) statt der 5 V zenerdiode auf die etwa 15 V anpassen.
- die Diode parallel zu R21
erfordern keine Änderung an vorhandene Platine.
Die Änderung mit Diode parallel zu R21 kann man streichen, wenn man R21
reduziert.
Lurchi schrieb:> Das angefangene Layout von Autor: Erwin E. (Firma: Imkerei)> (kuehlschrankheizer)> Datum: 07.12.2017 10:03, macht dagegen schon Fehler wo die Platine aus> dem Kit gut ist.
Leider hältst du dich immer mit Konkretem zurück.
Hallo,
Lurchi schrieb:> Unverändert ist der Bausatz nicht gut, für einen 24 V Trafo absolut> nicht zu empfehlen. Wenn es zufällig nicht gleich Rauchzeichen gibt ist> die Gefahr groß, das der Ausfall nicht lange auf sich warten lässt.
Das ist sicherlich richtig, aber da die Anforderungen ja gerade immer
weiter heruntergeschraubt werden, ist doch zu überlegen ob man sich
wirklich die Arbeit machen sollte ein neues Netzteil zu entwickeln.
Wenn das so weiter geht sind wir bald in Bereichen wo es auch ein Design
mit einem LM317 (kann man zwar den Strom nicht regeln, aber wenn man
dann noch an die Anfänger denkt und deren Geldbeutel...).
Oder was auf Basis des L200 (siehe SGS-Datenblatt, Seite 8, Figure 23).
Mit nur 11 externen Bauteilen (einschließlich Trafo, Gleichrichter und
Ladekondensator) bekommt man 2,85-26V (wer braucht schon weniger als
2,85V) und 35mA-1,5A.
> Die wesentliche Änderung ist, dass man die maximale Spannung der OPs> beachtet.
Ich traue mich kaum es zu sagen, aber in meiner "Stache"-Schaltung
laufen seit bald 40 Jahren die µ741-OPs mit 49 b.z.w. 54V
Betriebsspannung (ohne Last am Ausgang). Ist jetzt sicherlich nicht für
eine Neukonstruktion empfehlenswert, aber doch erstaunlich was für
Reserven in den "völlig veralteten" Bausteinen stecken.
> Da macht dann ein neues Platinenlayout schon Sinn.
Aber wenn man dann noch an die Anfänger denkt und deren Geldbeutel...
(na gut, ich höre jetzt auf)
rhf
M. K. schrieb:> Mike B. schrieb:>> Wollt ihr nich für die D1..D4A lieber Schottkys nehmen?>> MBR-745 oder ähnliches>> Zu welchem Zweck?
Weil die bei hoher Temperatur eine höheren Leckstrom haben?
Weil bei niedrigen Temperaturen deren Flußspannung geringer ist?
Weil die gerade in seiner Bastelkiste liegen?
Weil es schick ist?
Such Dir was aus .-)
Roland F. schrieb:> (na gut, ich höre jetzt auf)>> rhf
Moin,
warum denn ... :-) solange es Argumente sind
Das Problem ist doch, dass hier mindestens 5 Geräte diskutiert werden
- Netzteil für Anfänger (Trafo, Messgeräte und Gehäuse nicht vergessen)
- Batterieladegerät
- Netzteil für Fortgeschrittene
- Netzteil mit mehr Ausgangsspannung ( 40 Volt, 50 Volt ... )und mehr
Ausgangsstrom ( 5 Ampere, 10 Ampere ... )
- hochgenaues Labornetzteil für Schaltungsentwickler
...
Ein universelles Gerät wird sich meiner Meinung nach nicht realisieren
lassen.
Gruss
Kurti
Roland F. schrieb:> Ich traue mich kaum es zu sagen, aber in meiner "Stache"-Schaltung> laufen seit bald 40 Jahren die µ741-OPs mit 49 b.z.w. 54V> Betriebsspannung (ohne Last am Ausgang). Ist jetzt sicherlich nicht für> eine Neukonstruktion empfehlenswert, aber doch erstaunlich was für> Reserven in den "völlig veralteten" Bausteinen stecken.
Nein, nicht erstaunlich, sondern Exemplarsteuungen. Wenn ein Hersteller
GARANTIEREN muss daß (z.B. bei 40V) seine Bauteile nicht aufgeben,
heisst das, daß KEIN EINZIGER bei 40V durchschlagen darf. Leider
beherrscht er die Produktionstechnik nicht so, daß die bei 41V aufgeben,
sondern muss wohl 80V als Designziel angeben, damit selbst Ausreisser
immer noch über 40V liegen werden. Klar, dass dein Einzelstück nicht
unbedingt das sein muss mit der Tolearnz der Fertigung nach unten.
Aber diese Designs, die über die abolute maximum ratings der Bauteile
gehen, sind ABSOLUT nicht als Bauvorschlag geeignet. Ist es nur eine
Schaltung, geht die halt kaputt. Ist es ein labornetzteil,. geht ggf.
auch das angeschlossene 1000 EUR Protytypenboard kaputt. Also GERADE
beim Netzteil ist die Überschreitung der absolute maximum ratings bzw.
der SOA der Transistorn ein absolutes no-go.
Bloss weil du seit 40 Jahre auch bei rot über ein Fussgängerampoel
gehst, kann das keinesfalls ein Handlungsvorschlag für Andere Leute
sein.
Kurti K. schrieb:> Wenn man dann noch an die Anfänger denkt und deren Geldbeutel...> Bauteile für weniger Leistung sind halt deutlich günstiger.
Nein.
Das stimmt so einfach nicht. Ich hatte weiter oben schon mal ein paar BE
gepostet. 2SC2837, 2SC2921, 2SC3907 und so. Alle erhältlich per Ebay,
alle so im Bereich bis 2 Euro, alle mit riesiger Verlustleistung, hoher
Uce, hohem Kollektorstrom, einfach montierbar. Auch fertige
Grätz-Brücken gibt es billig und sowas ist fertig zum Aufschrauben auf
das Chassis oder die Rückwand oder ne Kühlrippe.
Das Problem ist ein mechanisches.
Für die zu erwartende Verlustleistung braucht es ausreichend große
Kühlkörper und dafür dann auch ein ausreichend großes und stabiles
Gehäuse. Und sowas kostet richtig Geld, wenn man nicht auf dem
Wertstoffhof oder so ein altes Gehäuse bekommt, was sich zweckentfremden
läßt. Trotzdem bleibt ein mechanischer Aufwand übrig, denn die meisten
haben eben keine Fräse, Drehbank, Abkantbank, Schlagschere,
Punktschweiße und so weiter. Der anzunehmende Werkzeugbestand ist wohl
eher ein Akkuschrauber, Bügelsäge, Feile, eventuell sogar ein kleiner
Schraubstock.
W.S.
Die Trafospannung ist beim Banggood LNG ein entscheidendes Element, wie
man der bisherigen Diskusion entnehmen kann.
Hier ist noch in kleiner Ringkerntrafo aufgetaucht, leider ohne
erhellende Beschriftung. Diesen habe ich mit Gleichrichter und 4700µ
Ladekondensator an eine elektronische Last gehängt, um zu prüfen, wie er
sich in in der Realität verhält.
Der Trafo hat einen Durchmesser von 70mm bei 35mm Höhe. Wenn ich die
Reichelt Ringkerntrafos mit diesen Abmessungen vergleiche, wird meiner
so um die 40VA haben. Leerlaufspannung AC: 21,4V Es könnte also ein 19V
oder 20V Trafo sein mit ca. 2A.
Gemessen habe ich folgende Werte:
I DC | U AC(0h) | U AC(2h) UDC(0h) UDC(2h) PDC(0h) PDC(2h)
0,0A | 21,4V | 21,2V 29,1V 29,0V 0W 0W
0,5A | 20,7V | 20,5V 26,4V 25,1V 13W 13W
1,0A | 20,2V | 19,8V 24,8V 20,9V 25W 24W
2,0A | 19,2V | 18,5V 22,2V 21,0V 44W 42W
2,5A | 18,5V | 17,9V 20,8V 19,7V 52W 49W
Die Messungen habe ich einmal gleich nach dem Einschalten am noch kalten
Tafo gemacht und sie dann nach 2h Belastung mit konstant 2A wiederholt.
Die Spannungen waren aufgrund der Erwärmung des Trafos (?) etwas
niedriger.
Bei 2A DC wird der Trafo mit der Zeit gut warm, geschätzt ca. 50°C nach
2h (noch dauerhaft anfassbar). 40W DC-Leistung überlastet den kleinen
Ringkern also nicht wesentlich. Somit ist das bei mir bereits ein
Anwärter für das Netzteil. Nach Abzug der Spannungsanfälle an Shunt und
Transistor (je 1V?) sollten damit eigentlich annähernd 19V
Ausgangsspannung bei 2A möglich sein.
Falls diese Ergebnisse sich auf einen Trafo mit 24V AC übertragen
lassen, sollte müsste dieser durchaus ein Netzteil mit 24V DC
ermöglichen, falls man dem TL081 42V zumuten will (Leerlauf) oder eben
741 o.ä. mit höherer Spannungsfestigkeit einsetzt.
Ja, ich habe die verschiedenen Überlegungen zu Trafos weiter oben
gelesen. Warum sich mein Trafo in der Realität anders verhält als er
theoretisch sollte, weiß ich leider nicht. Klar ist auch, dass sich
nicht jeder Trafo so verhalten muss.
Sobald ich einen 24V Trafo in die Finger bekomme, werde ich die Messung
damit wiederholen.
Bei der Messung am Trafo muss man berücksichtigen, dass man auch einiges
an Rippel hat. Die Spannung bricht also Zeitweise ein. Der Einbruch der
Nutzbaren Spannung ist damit höher als die einfache Messung per
Voltmeter zeigt. Bei 2 A Last kann man daher eher mit 17 V statt 21 V
rechnen.
Bei der Messung kann auch die Netzspannung schwanken und so einiger der
Unterschiede erklären.
Ein 40 VA, 20 V Trafo sollte für etwa 1.2 - 1,4 A DC gut sein. Das
ergibt sich aus dem Leistungsfaktor, der wegen der Pulsförmigen Ströme
nicht so gut ist.
Die Spannungsverluste die man einrechnen muss sind etwa: 0.5-1 V für den
Shunt und Emitterwiderstand zusammen, ca. 1 V für die Transistoren (C-E
von der Endtransistors bzw. C-E vom Treiber+B-E des Endtransistors) und
dann noch einmal ca. 2,5-3 V für den OP und die BE Spannung vom
Treibertransistor. Den Spannungsverlust durch den OP kann man etwas
abmildern, indem man für die Versorgung eine extra Gleichrichtung und
Filterung vorsieht. Diese Spannung sieht dann deutlich weniger
Spannungseinbrüche durch Rippel. Die zeitweisen Einbrüche können
durchaus in den Bereich 3-5 V kommen - d.h.mit der extra Filterung
könnte man die extra 3 V Verlust am OP ausgleichen.
Ohne extra Filterung könnte man mit dem 20 V Trafo wohl etwa mit 12 V
rechne, mit extra Filterung etwa 15 V. Bei verträglicheren 1.4 A könnten
es 1-2 V mehr werden.
Hallöchen aus Kanada:-)
Obwohl ich im Augenblick wnig Zeit für Hobbysachen habe, möchte ich ein
paar Meilensteine abgrasen.
Vorerst scheint es mir wichtig die Spannungsfestigkeit des BG Designs im
Zuge der schon vorgeschlagenen Maßnahmen zu verbessern.
Deshalb möchte ich die Versorgung derr OPVs dahingehend modifizieren, so
daß die Eingangsspannung der Bord keine Rolle mehr spielt und
Eingangsspannungen höhere Eingangsspannungen sicher möglich sind. Das
ist eminent wichtig um hohe Zuverläßigkeit auch bei
Netzspannungsschwankungen zu gewährleisten. Ein 44V oder höher OPV ist
bei 30V Ausgangsspannung unvermeidbar. Die negative Versorgungsspannung
sollte so weit wie möglich erniedrigt werden. eevblog hatte anstatt der
5.1V ZD nur zwei Dioden in Flußrichtung für 1.4V eingebaut.
Zusammenfassend werden meine Anstrengungen dahingehen ein 28-30V und 2A
Leistungsberich mit der BG LP sicher zu ermöglichen. Für mich selber
genügen 0-20V/1 oder 2A als Doppel Netzgerät. Mit 2A ausgelegt hätte man
auch hier die Möglichkeit 0-40V bei 2A zu liefern wenn man das mal
wirklich braucht.
Einige von Euch betreiben ab und zu auch Motoren. Um vom Thema
abzuschweifen: Ich kaufte mir für diesen Zweck von China für eine auf DC
Motor umgebaute Unimat Drehbank ein 24V 15A SMPS mit Speed Control und
das funktioniert viel besser als irgendein LNG für den Betrieb von
leistungsstarken DC Motoren. die SL200 Unimat ist mit dem
Originalzustand nicht mehr zu vergleichen. Viele Vibrationsprobleme und
Schwachheiten sind einfach weg und man kann ziemlich gute Schnitte
machen. Der Original Universal Wechselspannungsmotor ist im Vergleich
lachhaft (nicht bös gemeint).
Für mich ist ein LNG hauptsächlich für die Entwicklung von Schaltungen
gedacht wo saubere Versorgung wünschenswert ist weil die normalen
Versorgungsschaltungen des Designs meist noch nicht existieren. Und
natürlich ab und zu Akkus laden.
Wie gesagt ich finde wir sollten die schon gemachten Anstrengungen mit
dem BG Design zu einen guten Ende bringen. Dann haben wir einen Plan der
zmindest einigen von Euch nützlich sein sollte:-) Ich werde von mir
hören lassen sobald es Neues zu berichten gibt.
Ein zwei Mal 0-20V 2A Doppelnetzteil mit Tracking könnte möglicherweise
als Konzept viele Wünsche erfüllen. Da hat man ohne Risiko den
gewünschten höheren Spannnungsbereich und Strom und +/- Spannungen für
Analogexperimente.
Ich werde mir erstens überlegen wie man die Änderungen auf der Platine
so fachgerecht wie möglich realisieren kann ohne den Aufbau zu sehr zu
verhunzen. Es wäre schade die Bord zu sehr zu verschandeln.
Übrigens, die alten Hasen wisssen, daß man früher zur besseren
Spannungsregulierung oft LC Filter anstatt von C Filtern verwendet hat.
Natürlich erhöht das das Gewicht und möchte es für hier auch nicht
vorschlagen.
Jedenfalls schönes Wochenende Euch,
Gerhard
Mit weniger negativer Spannung muss man beim TL081 vorsichtig sein. Der
will wenigstens ca. 3 V (worst case wohl 4 V) für den common mode range.
Wenn man da drunter kommt gibt es auch noch phase reversal, d.h. der
Ausgang kann ganz falsch reagieren. Auch mit den 2 Dioden am Ausgang des
Stromreglers kann die Spannung am Eingang es Spannungsreglers auf ca.
-0.8 V gehen. D.h. -3.8 sollte man schon mindestens haben. Mit nur einer
Diode reichen ggf. auch -3 V, dann reicht es aber nicht mehr den Strom
zu begrenzen, wenn die Spannung am Ausgang leicht negativ wird (etwa
weil eine 2. Quelle in Reihe ist).
Eine Reduktion der Negativen Spannung auf ca. -4 V könnte wohl gehen.
Die -1.4 V könnten passen, wenn man den OP auf einen single supply Typen
ändert.
Lurchi schrieb:> Mit weniger negativer Spannung muss man beim TL081 vorsichtig> sein. Der> will wenigstens ca. 3 V (worst case wohl 4 V) für den common mode range.> Wenn man da drunter kommt gibt es auch noch phase reversal, d.h. der> Ausgang kann ganz falsch reagieren. Auch mit den 2 Dioden am Ausgang des> Stromreglers kann die Spannung am Eingang es Spannungsreglers auf ca.> -0.8 V gehen. D.h. -3.8 sollte man schon mindestens haben. Mit nur einer> Diode reichen ggf. auch -3 V, dann reicht es aber nicht mehr den Strom> zu begrenzen, wenn die Spannung am Ausgang leicht negativ wird (etwa> weil eine 2. Quelle in Reihe ist).>> Eine Reduktion der Negativen Spannung auf ca. -4 V könnte wohl gehen.> Die -1.4 V könnten passen, wenn man den OP auf einen single supply Typen> ändert.
Hi Lurchi,
Danke nochmals für die Hinweise. Ja, es ist mir schon klar, daß man hier
genau aufpassen muß. Das Hauptziel ist ja die Arbeitbedingungen so zu
kontrollieren, daß keine Überschreitung irgendwelcher Grenzwerte unter
den zu erwarteten Rahmenbedingungen vorkommt. Wer wirklich 30V will der
muß eben einen 44/48 OPV für U2 verwenden dessen Betriebsspannung mit
39V ZD auf 39V begrenzt ist. Dann hat man gerade genug Aussteuerspannung
für die Endstufe. U1/U3 können separat mit einer niedrigeren Spannung
versorgt werden. Ich werde das jedenfalls praktisch erforschen damit
dieses leidige Thema endlich abgehakt werden kann.
Ich sehe folgend BG Bord Kombinationen:
<=30V 1A. Für mehr Strom reicht der Elko und die Gleichrichter nicht
richtig aus. R7 sollte auf 0.2Ohm reduziert werden.
20-24V 2A eventuell als Tracking Doppelnetzteil. Allerdings solte man
auch hier den Gleichrichter und Elko vergrößern und R7 auf unter 0.2Ohm
ändern.
Für mehr als 40W sehe ich dieses Design nicht als wirklich geeignet.
Für alle anderen Spanungen darunter nur die kleinen Verbesserungen.
Wie gesagt, ich möchte endlich einen praktischen Aufbau fertig kriegen
damit alle weiteren Verbesserungen und Messungen unter realistischen
Bedingungen ausgeführt werden können.
Gerhard
Lurchi schrieb:> Eine Reduktion der Negativen Spannung auf ca. -4 V könnte wohl gehen.> Die -1.4 V könnten passen, wenn man den OP auf einen single supply Typen> ändert.
Der Eevblog Typ hat das scheinbar so gemacht. Der verwendet so einen
OPV. Damit könnte man auch einen Versuch machen.
Erwin E. schrieb:> könnte also ein 19V oder 20V Trafo sein mit ca. 2A.
Nun, da du die 2A nach Gleichrichter und Siebelko gezogen hast,
wäre der Trafo für eine höhere rms Strombelastbarkeit, so 3.2A/19V.
Die 14% Leerlaufüberhöhung passen auch zu einem 60VA Trafo.
Leider bewirken 4700uF(-20%) bei 2A einen Spannungsripple von 4V,
bei nur 24V Spitzenspannung also auf 20V, und dann kommt noch die
Schaltung mit OpAmp (TL081 bring maximal 3V weniger als Versorgung),
Darlington (kostet nochmal 2V), und Strommesshunt (kostet nochmal
0.5V), so daß der Trafo nur für 14.7V stabile Ausgangsspannug reicht,
wenn die Netzspannung 230V beträgt, bei 230V-10% wären es nur noch
13.2V.
Da sieht man das Problem dieser Schaltung, Man muss mit dem Trafo
knapp an die obere zulässige Spannung gehen, und bekommt dennoch
eine unbefriedigend niedrige Ausgangsspannung.
Ich würde also zumindest 10000uF vorschlaqen (der Trafo sollte die
Reserve haben, dann wird er halt 70 statt 50 GracC warm), und einen
OpAmp der näher an VCC kommt als der steinzeitalte TL081, z.B.
MC34071, wenn schon so ein Trfao eingesetzt wird.
Hallo zusammen,
an dem Problem mit C4 habe ich noch nicht weiter geforscht.
Zustand immer noch mit 3*741! Sonst nichts geändert.
Aber eine andere Feststellung habe ich gemacht:
Bis jetzt habe ich immer eine elektr. Last genutzt, bei der es ja
die weiter oben geschilderten Spannungs-Peaks bei CC -> CV gab.
Das wollte ich doch mit einem Zeigerinstrument (Röhrenvoltmeter)
verifizieren. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich der Strom zwar
entspr. der Einstellung des I-Potis einstellen lässt, aber die
Spannung regelrecht einbricht, weniger als 1-2V. ??
Dann habe ich als Last eine Glühlampe (12V/18W) genommen. Und
siehe da, alles verhält sich so, wie es sein soll.
Strombegrenzung kleiner -> Spannung kleiner und umgekehrt.
Der Spannungs-Peaks bei CC -> CV nur noch ca. 1V.
Verstehen tue ich es nicht. Hatte natürlich die elektr. Last in
Verdacht; ein paar Tests mit dem Scope, alles ruhig, nichts schwingt.
Morgen werde ich mal wieder den Originalzustand mit den TL081
herstellen und mich C4 widmen.
73
Wilhelm
@Erwin E.
> @Michael> Danke füe die Fotos und Anregungen. Durch das Auslagern der beiden> Längstransistoren nebst Emitterwiderständen sieht es platzmäßig> natürlich gleich viel besser aus. Als Gleichrichter würde ich dann aber> einen Blockgleichrichter nehmen, der mit dem KK verschraubt werden kann.
Da gebe ich dir Recht. Das kann man ja auf dem neuen Layout
berücksichtigen
Es gibt da sehr kompakte Varianten aber leistungsfähig, für kleines
Geld:
https://www.ebay.de/itm/10PCS-KBU808-SIP-4-KBU-808-8A-800V-Bridge-Rectifier-/351745129973?hash=item51e5a4bdf5&autorefresh=true> Das Netzteil ist dadurch, dass Gleichrichter und Leistungstransistoren> sowie evtl auch die Shuntwiderstände ausgelagert werden, halt nicht mehr> ganz so einfach und kompakt aufzubauen wie mit der Originalplatine, auf> der schon alle Komponenten drauf sind. Hilft aber wohl nichts, wenn man> wirklich 90W Ausgangsleistung will oder braucht.
Tja, das hat halt seinen Preis. Wenn man trotzdem alles auf eine Platine
mit der angestrebten Leistung unterbringen will(was ja möglich ist),
dann wird die Platine um einiges grösser werden, oder man baut das mit
mehreren Platinen, modular auf.
> Warum brauchst du eigentlich die StepUp-Wandler? Den meisten> Chinadisplays genügen doch 5V Betriebsspannung.
Da habe ich mich verschrieben! Das sind natürlich StepDown-Module!
Die werden mit 2 separaten Trafo-Wicklungen gespeist. Jede Wicklung gibt
netto 14V AC ( nicht 9V AC, das war gelogen) aus und sind galvanisch
getrennt für jedes Modul.
Damit werden je 1 Voltmeter und Amperemeter pro Netzteil mit 10V DC
versorgt. Auf diesen V/A-Modulen sind z.T. 5V u. 3,3V Regler verbaut.
Die stehen nun mal auf 10V. Evtl. könnte man noch bis auf 6-7,5V
runtergehen, dann hätten die Analog-Regler weniger Verlustleistung
Michael D. schrieb:
>> Es gibt ein etwas älteres Netzteil, das das so kann!>> Es gibt da 2 Zustände der Stromregelung, die auch per LED angezeigt>> werden.>> Einmal die übliche Strombegrenzung, die eingestellt wurde und der 2.>> Zustand schaltet die Ausgangsspannung komplett ab, wenn der eingestellte>> Strom überschritten wird. Um diese wieder einzuschalten, ist ein>> Schalter als Reset zu betätigen.> Das ist nicht genau das, was ich meine. Ich möchte keine Sicherung die> bei Überstrom auslöst,...
Ich finde das aber sehr praktisch! Ich habe sogar noch die bestückte
Platine von dem Teil. Diese Funktion, der kompletten Abschaltung, hat
schon so manche Schaltung überleben lassen!
> ...sondern eine manuelle Zu/Abschaltung des Ausgangs> per Taster. Die Spannungsanzeige soll nach dem Abschalten des Ausgangs> weiterhin mit diesem verbunden sein, so dass man weiterhin ablesen kann,> ob und welche (externe) Spannung an den Klemmen anliegt. Das hatte ich> nie vermisst, bis ich das TDK bekam, das diese Funktion hat. Ein Relais> würde dafür eigentlich genügen.
Dann schraub doch mal dein TDK auf, dann siehst du doch, wie die das
realisiert haben. Wenn ich elektronische Geräte in meine Hände bekomme,
wird das Ding sowieso erstmal aufgemacht, bin von Natur aus, sehr
neugierig, was das betrifft ;-)
Gruß Michael
Kurti K. schrieb:> Das Problem ist doch, dass hier mindestens 5 Geräte diskutiert> werden. (...) Ein universelles Gerät wird sich meiner Meinung> nach nicht realisieren lassen.
Es ist wahr, daß es leicht abweichende Bedürfnisse gibt. Und daß man
nicht alles "unter einen Hut bringen" kann. Aber ganz so stimmt Deine
Einteilung nicht, bzw. halte ich das teils für übertrieben.
- Netzteil für Anfänger (Trafo, Messgeräte und Gehäuse nicht vergessen)
Ja, eines der Hauptziele ist Nachbausicherheit für nahezu "jeden". Dazu
wird es aber auch kommen, da an zumindest einem weitestgehend
vollständigen Konzept gearbeitet wird.
Inwieweit auch diverse Realisierungen mit OPVs mit höherer
Spannungs-festigkeit, und die dazu nötigen Anpassungen, irgendwann in
die Dokumentation aufgenommen werden könnten, ist unklar.
(Obwohl erstrebenswert, da es sicherlich potentielle Nachbauer geben
könnte, welche sogar - wie von MaWin erwähnt - OPVs mit hoher (50V) bis
sogar sehr hoher (100V) Spannungsfestigkeit dafür in Betracht ziehen
würden.)
Also braucht man doch nicht ständig wiederholt zu bemerken, daß für
einen selbst "nur XX V schon reichen", denn das Pferd wird sowieso von
dieser Seite her aufgezäumt (es ist ja prinzipiell beim
Emitterfolger-Konzept auch ganz logisch so).
Es wird zu keiner Vorlage kommen, welche nicht für niedrige(re)
Ausgangsspannung taugt - keine Sorge! ;-)
- Batterieladegerät
Nun, Du meinst sicher die Rückstromfestigkeit. Man kann doch aber
einfach eine Diode in Reihe schalten (und deren Vf einkalkulieren), wenn
das fertige Konzept an sich das nicht "hergibt". Kein
Ausschlußkriterium.
> - Netzteil für Fortgeschrittene
;-) Die Ansprüche zum Nachbau? Sicherlich nicht der Fall.
> - Netzteil mit mehr Ausgangsspannung ( 40 Volt, 50 Volt ... )und mehr
Ausgangsstrom ( 5 Ampere, 10 Ampere ... )
a.) Strom: 5A sind noch kein Problem. Bis zu bestimmten Grenzen ist ein
"hochskillen" sicherlich auch möglich (es wird ja an Verbesserungen
gearbeitet, die sich auch dahingehend auswirken).
Wie weit genau, wird man sehen, wenn man es versucht. Vielleicht
entsteht ja später noch eine gesonderte Dokumentation für weitere
Steigerung - aber es ist nicht Teil der derzeitigen "Hauptlinie", IMHO.
b.) Spannung: Beim "Hauptkonzept" spricht niemand von mehr als 30 Volt.
Mehr ist halt nur, wie oben gerade angegeben, mit (schon teureren) OPVs
für höhere Spannung drin.
Auch hier verstehe ich also nicht die ständigen (besorgten) Einwürfe.
Repeat: "Das Pferd wird doch eh von dieser Seite her aufgezäumt".
Ein Entwurf für höhere Ströme (als vielleicht, wie gesagt, 5-6A abs.
max.) ist doch gar nicht das primäre Ziel, wird also, wenn - falls
überhaupt genug Interesse - erst später mal realisiert.
Und auch z.B. die Kombination Emitterfolger + (sehr) hohe Spannung wird
nicht viel Interesse wecken (und zwar trotz der intrinsisch besseren
Stabilität vs. LDO-Kzpt.) - alleine schon wegen der quadratisch
ansteigenden Preise für OPVs höherer Spannungen.
> - hochgenaues Labornetzteil für Schaltungsentwickler
Ich gebe zu, ich hätte auch an so etwas Interesse (und halte hier
freilich auch den Emitterfolger, bei max. 1A und max. 15-20V Vout, für
viel-ver-sprech-end ((!) innerhalb meiner begrenzten Kenntnisse)), aber
was, bitte, verstehst Du unter hochgenau? Auch das... wird doch hier
überhaupt (und zwar ganz offensichtlich bei weitem) nicht angestrebt.
> ...
Ganz ehrlich: Ich bin völlig dafür, aus dem Konzept das Maximum an
Möglichkeiten herauszuholen. Mein Bedarf ist zum Teil ähnlich wie der
Gerhards, aber doch mit "kleinen" Ergänzungen. Z.B. wäre ich über ein
Konzept, welches bis zu 2 x 36V erlaubte, nicht ganz unglücklich.
Das wird die meisten nicht interessieren, schon klar. Jedenfalls ist es
IMHO trotzdem sinnvoll, den möglichen Nutzungsbereich weitestmöglich
auszudehnen, solange man sich damit keine Schwierigkeiten einhandelt. (!
An diesem Punkt wäre dann natürlich nachzudenken. Ich sehe aber noch
keine. !)
Und das ist doch Ulrich und Gerhard und W.S. und Mike und ... allen
Beteiligten zusammen halt, nach den bisherigen Vorgängen zu urteilen,
leicht und locker zuzutrauen, diese Verwirklichung. Oder nicht?
Die Einwürfe, und deren Gründe (wie von mir weiter oben schon erwähnt,
kann ich sie teils nachvollziehen), in allen Ehren - aber laßt sie doch
die gute Arbeit weiterführen. Mir gefällt es gut, was bisher geschieht.
Moin,
ich bin sehr dafür, dass dieser Thread weitergeht.
Allerdings passen die immer wieder genannten Anforderungen imho nicht in
ein Gerät.
Und z.B. 2*36 Volt halte ich für Anfänger ungeeignet.
Das fängt schon mit der elektrischen Sicherheit an.
Aber: überrascht mich, ich wäre begeistert
Gruss
Kurti
Wieder zurück...
Da andauernd Bedarf an höheren Spannungen geäussert wird werfe ich die
(unverschämte:-) ) Frage auf: Was hat man eigentlich wirklich gegen das
LNG30 oder alle HP Schaltungen? Die funktionieren doch erwiesenermaßen
und lassen sich noch leicht skalieren. In meinem anderen Thread hatte
ich ja alle Unterlagen vom LNG30 zur Verfügung gestellt. Die LP läßt
soch sogar einseitig ätzen und wurde so ausgelegt. Wem der mechanische
Aufbau zu anstrengend ist, kann es ja auch einfacher machen, digitale
Instrumente einbauen und so.
Jedenfalls habe ich mein LNG30 für 0-31V und bis 2.5A schon seit einigen
Jahren in Betrieb und bin sehr zufrieden damit.
Ströme bis 10A lassen sich bei zweckmäßiger Vergrößerung der
Leistungsteile designmäßig auch leicht erzielen. Spannungen bis 100V
wegen LDO Prinzip ist auch kein Problem.
Schwing-Stabilität und Konstanz sind bei mir sehr gut. Nach ein paar
Minuten Aufwärmzeit ist die Stabilität unter 1mV/Stunde. Verzeiht wenn
ich auf meine eigene Sachen "Werbung" mache. Ich habe zwar das Design
nicht bis zum Letzten optimiert, aber im praktischen Betrieb läßt es
wirklich keine Wünsche offen. Der Eine, der es in D nachgebaut hatte,
ist angeblich auch sehr zufrieden damit. Was ich damit hier sagen will,
warum es nicht einmal mit dem LNG30 Design versuchen? So groß scheint
das Risiko ja nicht zu sein und Skalierung Spannungs- und Strommäßig ist
ja überhaupt kein Problem.
Auch hat das LNG30 eine automatische, elektronische Art der Umschaltung
der Trafowicklung. Es hält stundenlangen Kurzschluß bei Maximalstrom
ohne zu Mucken aus. Auch hat es stundenkangen dynamischen Kurzschluß bei
verschiedenen Frequenzen mit MOSFET Schalter ohne Schaden überstanden.
Es kann doch nicht der LM324 sein von dem ihr Euch fürchtet:-) Den
könnte man ja durch irgendwas anderes auswechseln wenn man sich die
Arbeit machen will.
Ich dachte damals wirklich, hier im Forum was Brauchbares, wenn auch
nicht theoretisch perfekt, beigetragen zu haben. Naja, ist nur meine
Meinung. Wie versprochen möchte ich die BG Sache zu einem guten Ende
bringen. Als Einsteiger Projekt mit gewissen Abstrichen an Leistung ist
es durchaus attraktiv.
Gerhard
dfg schrieb:> aber> was, bitte, verstehst Du unter hochgenau? Auch das... wird doch hier> überhaupt (und zwar ganz offensichtlich bei weitem) nicht angestrebt.
Ein kleines Wort zur Realität:
Wenn wir ein 10 Gang Poti für die Spannung nehmen, dann haben wir 10x
360 Grad, macht 3600 Grad Drehwinkel.
Jetzt soll mal jeder sich irgendwas Rundes nehmen (Bleistift, Zigarre,
Schnapsglas.. oder sonstwas) und mal abschätzen, wie genau er mit zwei
Fingern selbiges Ding auf 1 Grad genau drehen kann.
Ich sag's: keiner kann das, jedenfalls nicht ohne zu wackeln.
Also sollten wir mal davon ausgehen, daß man vielleicht auf 20 Grad
(oder mit sich Mühe geben auf 10 Grad) genau das Poti drehen kann.
Früher gab's mal Aufsteck-Zählwerke mit Bremse und Feststeller für
sowas.
Also gehen wir mal davon aus, daß wir die o.g. 3600 Grad durch 20 teilen
können, macht 180, ich runde mal großzügig auf 200 auf. Nun teilen wir
unsere angezielte Endspannung von 30 Volt durch diese 200 und wir sehen,
daß wir bei 150 mV landen. Mit ruhiger Hand und "sich Mühe geben" landen
wir bei 100 mV.
Das ist also so ungefähr das Maß an "Hochgenauigkeit", was wir für
unsere manuellen Kurbeleien am Netzgerät veranschlagen können.
Eine ähnliche Milchmädchenrechnung können wir für unsere Laborstrippen
und die Ausgangsbuchsen anstellen. Wer hat schon mal bei seinem
billigen Pollin-DMM im 200 Ohm Bereich tatsächlich 0 (NULL) Ohm im
Display gesehen? Auch keiner. Selbst bei den teuren DMM's sieht man da
die Kontaktwiderstände und die Litze einen angrinsen - nur dort kann man
sie herauskalibrieren.
Also: Wesentlich niedriger als die erwarteten Widerstände der
Laborstrippen nebst Stecker braucht der tatsächliche Innenwiderstand des
LNG auch bloß nicht zu sein.
Ach ja, bei der Gelegenheit: Ich hatte bei dem viel weiter oben
geposteten kleinen LNG zwei bunte isolierte Bananenbuchsen verbaut. Das
war eine saublöde Idee meinerseits, da extrem unpraktisch. Weitaus
besser sind die Schraubklemmen, wo man seitwärts einen Draht einklemmen
und festschrauben kann und mittig nen Bananenstecker hineinkriegt. Diese
Schraubklemmen haben allerdings den Nachteil, daß man mangels eines
passenden Stanzwerkzeuges kein wirklich verdrehsicheres Loch in die
Frontplatte kriegt.
Ich bin übrigens strikt dagegen, bei einem Feld-Wald-Wiesen-LNG
irgendwelche Sense-Leitungen auf die Frontplatte zu bringen. Wie soll
man sowas kontaktieren? mit einer jeweils zweiten Laborstrippe etwa?
Sowas gehört allenfalls in die innere Verdrahtung oder bei Bedarf auf
eine rückseitige fette Schraubklemm-Leiste, die normalerweise unter
einer abnehmbaren Klappe schlummert - damit man dort bei wirklichem
Bedarf (und NUR da) mit fetter Litze und M5 Kabelschuh seine Last
anschrauben kann.
W.S.
W.S. schrieb:> Das ist also so ungefähr das Maß an "Hochgenauigkeit", was wir für> unsere manuellen Kurbeleien am Netzgerät veranschlagen können.
Naja, ganz so schlimm ist es in der Praxis nicht. Bei meinen 30V LNGs
mit 10 Gang Poti schaffe ich es meist mit viel Fingerspitzengefühl auf
5-10mV genau einzustellen. Darüber hinaus empfiehlt sich ein
Zusätzliches Feineinstellpoti oder ein entsprechender DAC.
Gerhard O. schrieb:> Frage auf: Was hat man eigentlich wirklich gegen das> LNG30 oder alle HP Schaltungen?
Niemand hat etwas dagegen. Soweit ich weiß, arbeiten eigentlich alle
wirklich professionellen LNG nach diesem Prinzip. Aber zähle dazu bitte
nicht all die Ebay- Pollin- oder Reichelt- Angebote für unter 100 Euro.
Aber schau mal zurück:
Am blutigen Anfang stand ein LNG, das möglichst einfach und vom Bastler
aufbaubar ist und deshalb war eine Prämisse, daß es nur eine einzige
Sekundärwicklung haben sollte. Wenn zwei, dann in Reihe oder parallel,
aber jedenfalls nicht zwei völlig unterschiedliche Wicklungen, denn das
würde einen angefertigten Trafo bedingen.
Also nochmal die Prämissen nacheinander:
1. Nur eine Eingangs-Wechselspannung für die gesamte Elektronik.
Grund dafür: Man kann fertige Standard-Trafos für sowas kaufen. Braucht
man galvanisch getrennte Hilfsspannungen, dann ist entweder ein
Hilfs-Trafo oder ein speziell gefertigter Trafo nötig.
2. Endstufe als Emitterfolger.
Grund dafür: Stabilitäts-Betrachtungen.
Ziehen wir also erstmal die Sache durch, die sich hier
herauskristallisiert hat und kommen zu den höheren Weihen dann danach.
W.S.
Für ein mehrfach Netzgerät läuft es auf getrennte Teile hinaus, mit
einer Zusatzschaltung (Irgend was in Richtung gesteuerte Stromquelle für
den Master) für die Kopplung, wenn man eine synchrone Einstellung haben
will.
Der Spannungsverlust durch den OP ist nicht so schlimm, wenn man mit
einem Transformator anfängt: mit extra Filter Kondensator/Gleichrichter
kann der sozusagen im Rippel verschwinden. In der einfachen Form gehen
Diode und Elko.
Mit Rippel in der Größe von etwa 3-4 V muss man sowieso rechnen, wenn
man den Elko nicht extra groß machen will.
Etwas anderes ist es, wenn man mit so etwas wie einem Schaltnetzteil
oder Akku anfängt, dann stören 2-3 V die man verschenkt. Da fehlt einem
aber auch die negative Spannung und man müsste so oder so was ändern:
etwa singel supply OP und Verschiebung des Sollsignals etwas nach oben
(d.h. R11 geht nicht mehr nach 0V sondern z.B. nach 2 V).
Für die Versorgung des TL081 müsste man etwa 2 mA rechnen (2,5 mA max).
Dazu kommt ggf. ca. 1 mA als Basisstrom für die Endstufe. Wenn man am
Serienwiderstand maximal 1 V verlieren will, wäre man bei etwa 330 Ohm.
Eine 30 V Zenerdiode für 1 W kann bis etwa 30 mA vertragen und damit bis
10 V am 330 Ohm Widerstand. Das wäre wohl OK für einen Trafo bis ca. 27
V. Für einen 24 V Trafo dürfte der Vorwiderstand auch noch etwas kleiner
werden. Mit einer kleinen 400 mW Zenerdiode wird man eher nicht weit
kommen.
Wenn man für den OP am Ausgang einen NE5534 (ein günstiger OP für 44 V)
nutzen will, sollte man R8 (an der Spannungseinstellung) anpassen (ca.
15K), damit der Biasstrom keinen so großen Fehler macht. Auf den Rest
sollte die Änderung unkritisch sein. Die Dioden zwischen den Eingängen
beim NE5534 sollten eher positiv sein. Der Stromverbrauch beim NE5534
ist aber auch recht hoch, d.h. C3 müsste ggf. etwas größer und R2,R3
kleiner werden.
Das verstehe ich schon. Aber eine Hilfswicklung läßt sich wie Mike
beschrieben hatte leicht auf einem Ringkerntrafo anbringen und so teuer
wäre ein zweiter kleinerer Trafo doch auch nicht. Ein DC2DC Konverter
wäre auch eine andere Möglichkeit.
Stabilität ist kein überschweres Problem zu bewältigen. Beim LNG30 hatte
ich anfänglich auch damit ein Problem. Es stellte sich dann heraus das
einzig und alleine der kleine 10pF in parallel mit dem
Ausgangsspannungsteiler dafür verantwortlich war. Ich ersetzte dann
dieses C mit einem Trimer-C und konnte dann das Einschwingverhalten
ähnlich wie beim Oszilloskop Verstärker genauestens einstellen. Ich
entschied mich aber dieses C überhaupt wegzulassen weil das LNG so das
beste dynamische Verhalten hatte.
Was mich etwas irritiert ist, das so oft nach 30-50 oder mehr Volt
Spannungsbereich gefragt wird. Das ist aber natürlich beim Emitterfolger
immer so ein Problem mit der Spannungsfestigkeit der OPVs. Beim HP
Konzept ist es aber eine "Non-Issue". Ich könnte das LNG30 mit
Leichtigkeit für 100V oder irgendeinen anderen Leistungsbereich
modifizieren. Ist die Schaltung wirklich so aufwendig im Vergleich zum
BG Design? Die Leiterplatte sieht komplizierter aus wie sie in Wahrheit
wirklich ist. Ein paar extra Komponenten sind drauf für Spezialzwecke,
müssen aber nicht bestückt werden.
Für Spannungen unter 30V funktioniert das Emitterfolger Prinzip wirklich
gut. Aber darüber hinaus hat dieses Konzept einen großen PIA(*) Faktor.
(*) Pain in the A.s.:-)
Mit der Hilfe aller hier, die an der Verbesserung des BG Konzepts mit
gearbeitet haben, ist das BG praktisch schon nachbaufertig.
Lurchi schrieb:> Für ein mehrfach Netzgerät läuft es auf getrennte Teile hinaus, mit> einer Zusatzschaltung (Irgend was in Richtung gesteuerte Stromquelle für> den Master) für die Kopplung, wenn man eine synchrone Einstellung haben> will.
Das ist beim BG Konzept ganz einfach machbar. Es braucht nur die
Spannungsreferenz vom negativen NG vom Poti abklemmt werden und das Poti
anstatt über einen entsprechend berechneten R mit dem positiven Ausgang
vom Master verbunden werden und, Voila, man hat ein Tracking Doppel-LNG
mit Variablen Tracking Verhältnis oder festes Tracking.
Also, jegliche Art von Bereitstellung einer (oder auch mehrerer)
Hilfsspannung(en) scheue ich (für meinen Teil) überhaupt nicht.
Das aber ist - in dieser Extremität - durch unzählige Erfahrungen mit
DC-DC-Wandlern (galv. getrennt oder auch nicht), und auch vielen
Modifikationen, oder gar vollständigen Umwickeleien, zuvor schon
bestehender Trafos begründet.
Mir fällt es also leicht, aber auch beim Versuch, das Ganze aus anderer
Richtung zu betrachten, muß ich Gerhard zustimmen: Ich halte keine der
Erzeugungs-Möglichkeiten für kompliziert, oder gar (ZU!) schwierig.
Gerhard, bitte nicht falsch verstehen: Ich wäre nicht unglücklich, mit
einem z.B. NE5532 bis auf 36V zu kommen - und halte das auch nicht für
unmöglich (ob sich noch PIA entwickelt - da bin ich unsicher... :-).
Aber dennoch möchte ich - dafür - beim Emitterfolger bleiben.
Später mal kommt ein symmetrisches HV-NT an die Reihe, bei wenig
Strombedarf, und dann noch später ein "Mittelding", Spannung und Strom
höher als hier, beide CV/CC (bei letzterem ist CC nur nötig, weil ich es
auch in diesem Modus parallelgeschaltet für etwas ganz spezielles
brauche).
Für die beiden möchte ich definitiv das HP-Prinzip verwenden, evtl. auch
mit MOSFETs. Dabei könnte mir Deine Vorarbeit äußerst nützlich sein.
Überhaupt... sei Dir nicht zu sicher, daß Dein Gerät wirklich nur 1x
nachgebaut wurde - manche Leute bauen so etwas (erst recht, wenn
vollständige Doku vorh.) nach, ohne es jemals im Forum zu erwähnen (oder
dort überhaupt jemals zu posten)...
dfg schrieb:> Aber dennoch möchte ich - dafür - beim Emitterfolger bleiben.
Das möchte ich beim BG auch. Mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen
wird ein <= 30V NG gerade noch (zuverläßig) möglich sein. Begrenzung der
U2 Versorgungsspannung mittels einer ZD ist ein Muß da man sich nicht
auf die Einhaltung der Netzspannung und Vorhandensein eines exakt
berechneten NT verlassen kann. Darauf arbeite ich auch hin um die
praktischen Probleme im Griff zu haben und es zu dokumentieren.
Wie gesagt, für mich selber bin ich ja mit weniger Ausgangsspannung als
Doppel NG zufrieden und es ist kein Thema für mich.
Eigentlich bin ich der Meinung, daß für die BG/HIL Option das
Dopelnetzteil mit Tracking das optimale Konzept ist weil man dann für
Analog Arbeiten bis zu 2x 20V/2A hat und in Serie die gewünschten
0-40V/2A. Obendrein erspart man sich das leidige Befassen mit den
Versorgungsgrenzdaten bzgl. der OPVs.
Aber das haben wir ja schon alles vielfach durchgekaut und ich habe mich
mittlerweile schon ganz schön wiederholt.
Jedenfalls werden die nächsten paar Tage hoffentlich weitere
Erkenntnisse bringen und das Thema kann bezüglich BG zu den Akten gelegt
werden.
Gerhard
Kurti K. schrieb:> Allerdings passen die immer wieder genannten Anforderungen imho nicht in> ein Gerät.
Na ja, in ein und dasselbe Gerät vielleicht nicht...
> Und z.B. 2*36 Volt halte ich für Anfänger ungeeignet.> Das fängt schon mit der elektrischen Sicherheit an.
Da hast Du evtl. nicht unrecht, aber ich wollte gar nicht 2 x 36V "für
alle". (Die Mehrheit scheint dafür auch gar keinen Bedarf zu haben.) Nur
für mich, das hat so ein, zwei Gründe (hoher Spannungsbedarf in
bestimmter CC Anwendung, und noch weiteres). Notfalls auch anders zu
machen, 72VDC ergäben sich auch aus 3 x 24VDC. In dem Fall müßte man 2
Slaves machen.
Hallo,
Gerhard O. schrieb:> ...und so teuer wäre ein zweiter kleinerer Trafo doch auch nicht
Bei Reichelt 2,65 : Printtrafo, 1,5 VA, 2x 15 V, 2x 50 mA.
rhf
Die folgenden Bilder zeigen den Einsatz der Stromreglung von No-Load auf
verschiedene CC Einstellungen bei 10V Leerlaufspannung am Ausgang und
direkt U1/U2 Ausgänge. Ein weiteres Bild zeigt den Netzspannungs-Ripple
bei 0.5A am Ausgang. Trafospannung ist 18V. So ein Ripple ist normal im
CC Modus weil nur der Strom geregelt wird und nicht die Spannung.
Man kann gut sehen wie U1 die U2 Stellspannung beim CC Einsatz
runterzieht.
(Der erste Trace im Bild "CC_0_U1OUT_500mA_Output.jpg
" zeigt die Ausgangsspannung)
Der Oszi zeigt den Übergang in beiden Richtungen im Multi-Speicher
Modus.
Die Rippel Werte bei der Stromregelung könnte man ggf. noch verbessern.
Das Layout hat da eine Schwachstelle: der 33 Ohm Widerstand für die
untere Grenze des Stromes greift an einer falsche Stelle an. Da wird
viel Rippel eingekoppelt. Die Wellenform für den Rippel sieht fast genau
so aus, wie man es wegen des schlechten Layouts erwarten kann.
@DFG:
Den NE5532 würde ich eher vermeiden, wegen dem hohen Stromverbrauch. Für
eine Variante bis ca. 36 V wäre die einfach Version NE5534 wohl OK. Für
die Stromregelung (und Referenz) kann man die Versorgungsspannung
reduzieren. Das ginge mit kleineren Änderungen (im wesentlichen so wie
bei Gerhard) wohl auch noch auf der Platine vom Kit. Wegen dem hohen
Stromverbrauchs wird die Begrenzung der Versorgungsspannung des OPs aber
etwas ungünstiger, d.h. eher hohe Verlustleistung an der Zenerdiode oder
ggf. ein extra Transistor. Bei einer hohen Spannung muss man dann auch
eher zu einem 2. Transistor greifen wegen der SOA.
Die Schaltung aus dem BG Kit hat schon auch ein paar Vorteile gegenüber
der LDO Schaltung: kleine Ausgangskapazität, schnelle Regelung ohne
kritischen Aufbau und nur eine Trafospannung. Die LDO Schaltung hätte
Vorteile vor allem bei höheren Spannung und ggf. mehr Leistung (wegen
einfacher Umschaltung von Trafoabgriffen).
Lurchi schrieb:> Die Rippel Werte bei der Stromregelung könnte man ggf. noch verbessern.> Das Layout hat da eine Schwachstelle: der 33 Ohm Widerstand für die> untere Grenze des Stromes greift an einer falsche Stelle an. Da wird> viel Rippel eingekoppelt. Die Wellenform für den Rippel sieht fast genau> so aus, wie man es wegen des schlechten Layouts erwarten kann.
Lurchi,
langsam wirst Du mir unheimlich:-) Da hast die Ursache wieder mal klar
erkannt. Meinen nicht vorhandenen Hut ab!
Ich lötete das eine Ende vom 33 Ohm Widerstand ab das über die
Leiterplatte zu R7 führt und verband den 33 Ohm mit einem kurzen Stück
Draht direkt an R7. Der Ripple war sofort weg.
Im Vergleich mit dem HP-E3611A unter denselben Bedingungen schneidet das
BG gar nicht so schlecht ab.
Anbei ein Bilder von vor und Nachher und Vergleiche mit den anderen
LNGs.
Alle Messungen bei 500mA und CC Modus. Der Vollstaendigkeit halber auch
C1 und -Vee sind hier abgebildet.
Es besteht durchaus Hoffnung, daß aus dem BG-Kit ein anständiges kleines
LNG wird.
Gerhard
Gut - ihr habt mich überzeugt. Hab mir heute bei ebay um 4,19 den
Bausatz gekauft. Bei mir liegt noch ein netter 19V 4A Trafo rum, ein
2n3770 auf einem extragrossen Kühlkörper und auch das restliche
Hühnerfutter. Da sollte sich ein 15v 2A Netzteil ausgehen.
Und wenn das mit der Master slave Schaltung funktioniert: ein 2x24V
Trafo und ein paar 2n3055er mit Kühlkörper liegen auch noch rum - dann
hab ich alle Spannungen die man so braucht ;-)
Walta
Ein 2N3770 wird nicht gehen - das soll ein kleiner PNP Germanium typ
sein.
Ein 2N3771/2/3 wäre ausgesprochen langsam. Die Schaltung könnte damit
gehen, aber doch eher langsame. Viel besser geht es mit einer Schnecke
aber nicht. Im Set ist ein Transistor dabei, der geht schon.
Hallo Gerhard O., Lurchi und alle anderen Mitleser,
Ich habe das Netzteil BG auch mit den mitgelieferten Bauteilen aufgebaut
und einige Änderungen schon vorgenommen:
ext. Steckernetzteil Trafo 12V~ 12VA
* max. Stromeinstellung auf 1,5A: R8 (56k) -> 180k/1% geändert
* 4x 100nF parallel zu den Dioden D1 - D4 1N5408, HF (AM) auf der
Netzleitung.
EMV - Gleich- und Gegentakt Drosseln habe ich noch nicht verbaut.
* 100nF parallel zu C1 3.300µF
* Elko 10µF/50V am Knotenpunkt R8 27K / P1 10K nach Masse
* R17 33R von Leiterbahn zu R7 aufgetrennt und direkt ein 0,14mm² Litze
an die Anschlüsse der Widerstände gelötet
* zu R21 10k parallel D51 1N5711 auf die BS gelötet.
* zu R11 27k parallel D58 1N4148 auf die BS gelötet.
Anm.: Anode und Kathode ergeben sich aus dem Schaltplan
4415-0057_LNG_V1_2b.pdf hier im Forum.
Testaufbau:
2x 8,5R 20Watt = 17R Widerstände als Lastwiderstand.
Spannung 8,5V ==> 0,5A Strom
Rigol DS1102E mit Testtec Tastkopf CAT1 x10
CV und CC Messungen:
8,5V Überwachung der Spannung am Lastwiderstand mit einem DMM.
Das Messgerät ist ein Rigol DS1102E und ich sollte die selben
Einstellungen, wie bei Dir gemacht haben. :-)
Das Rigol DS1102E gibt diese aus:
-----------------------------
nalog Ch State Scale Position Coupling BW Limit Invert
CH1 On 20.0mV/ 0.00uV AC On Off
Analog Ch Impedance Probe
CH1 1M Ohm 10X
Time Time Ref Main Scale Delay
Main Center 5.000us/ 0.000000s
Trigger Source Slope Mode Coupling Level Holdoff
Edge CH1 Rising Auto DC 0.00uV 500ns
Acquisition Sampling Averages Memory Depth Sample Rate
Average Realtime 8 Normal 50.00MSa
-----------------------------
Lurchi schrieb:> Ein 2N3770 wird nicht gehen - das soll ein kleiner PNP Germanium typ> sein.>> Ein 2N3771/2/3 wäre ausgesprochen langsam. Die Schaltung könnte damit> gehen, aber doch eher langsame. Viel besser geht es mit einer Schnecke> aber nicht. Im Set ist ein Transistor dabei, der geht schon.
War ein Tippfehler. Wurscht. Wichtig ist der Kühlkörper auf dem das Ding
montiert ist. Der Transistor ist schnell getauscht.
Walta
Uwe S. schrieb:> bei meiner Platine liegt IC1 TL081 Pin 4 direkt an Masse (-OUT),> nicht wie in den Schaltplänen angedeutet, an ca. -5V.
Für die OPs für die Spannungs und Stromregelung sollte das nicht
funktionieren. Die brauchen beide einen Eingangbereich bis Masse oder
ggf. auch leicht darunter. Dafür sollten es mindestens etwa -3 V bzw. -4
V sein.
Der OP für die Referenz kann mit der neg. Seite auf Masse oder an Out-
liegen. Für beides gibt es Argumente, beides sollte auch gehen.
Hallo Lurchi,
Lurchi schrieb:> Uwe S. schrieb:>> bei meiner Platine liegt IC1 TL081 Pin 4 direkt an Masse (-OUT),>> nicht wie in den Schaltplänen angedeutet, an ca. -5V.>>> Für die OPs für die Spannungs und Stromregelung sollte das nicht> funktionieren. Die brauchen beide einen Eingangbereich bis Masse oder> ggf. auch leicht darunter. Dafür sollten es mindestens etwa -3 V bzw. -4> V sein.>> Der OP für die Referenz kann mit der neg. Seite auf Masse oder an Out-> liegen. Für beides gibt es Argumente, beides sollte auch gehen.
Genau so ist es "von Hause aus" beschaltet.
IC1 (U1) ist der OP für die Spannungsreferenz +10,16V
Uwe S. schrieb:> Noch eine Anmerkung,>> bei meiner Platine liegt IC1 TL081 Pin 4 direkt an Masse (-OUT),> nicht wie in den Schaltplänen angedeutet, an ca. -5V.
Danke! Ich sah erst nach als ich Deinen Hinweis gelesen hatte. Ja, U1
ist auf der BG LP mit Masse verbunden. Danke auch für die übrigen
Informationen.
Rauschen und Brumm Messung mit einem HP3400A True-RMS (10Hz bis 10Mhz)
Breitbandvoltmeter ergab bei mir um 100uV. Ob der Oszi bei so niedrigen
Pegel noch realistische Meßergebnisse bringt kann ich im Augenblick
nicht beurteilen. Wahrscheinlich sind Deine wahren Ergebnisse weit unter
800uV wenn man meinen Messungen Glauben schenken darf.
Nach all den bisherigen Untersuchungen finde ich das Teil auf jeden Fall
sehr brauchbar und in einigen Aspekten sogar etwas besser wie das LNG30
und FS73/12 Gerät. Beim HP E3611A merkt man beim Messen den Stammbaum:-)
Im CC Modus liefert es einen sehr sauberen Ausgangsstrom. Das LNG30 ist
da deutlich schlechter. Nicht daß das in der normalen Praxis stört.
Trotzdem möchte ich irgendwann herausfinden was ich bei mir falsch
gemacht habe.
Als Basis für weitere Änderungen habe ich die Schaltung nach Michaels
weiter oben gepostetem Plan (weitgehend) entsprechend dem Originallayout
geroutet.
Geändert habe ich:
* T1-T3 wurden durch Typen ersetzt, die hier so rumliegen.
* Statt der Schraubklemmen habe ich JST-VH Stecker genommen.
* Statt LED und den beiden Potis Reichelt PSK-Stecker
* Den Problemwiderstand R17 habe ich anders angeordnet und geroutet.
Lurchi, ist das so besser?
* Den 7824 habe ich erstmal weggelassen.
Himmel Herrgott, so schnell kann ja keiner mitlesen wie ihr schreibt!
Alle Achtung für die rege Beteiligung!
Zum Thema andere Leistungsdaten:
Vielleicht kann man ja, wenn ihr dann hier mit diesen Spezifikationen
fertig seit, die Werte von einzelnen Bauteilen für andere
Leistungseckdaten zusammenfassen, swoeit im rahmen des Machbaren.
Also nicht 0..30V sondern nur 0..15V oder 0..5A statt 0..3A.
Nur mal so für später vermerkt.
Lurchi schrieb:> Für die OPs für die Spannungs und Stromregelung sollte das nicht> funktionieren. Die brauchen beide einen Eingangbereich bis Masse oder> ggf. auch leicht darunter. Dafür sollten es mindestens etwa -3 V bzw. -4> V sein.
Wenn man bei Versorgung des Labornetzteils mit Gleichspannung eine
benötigte negative Spannung über einen nachgeschalteten Schaltregler als
Inverter erzeugt, ist das für die Qualität der Ausgangsspannung
schädlich?
Für einen Anfänger, der sein Labornetzteil sowieso aus einem billigen
Schaltnetzteil speist, vermute ich keine Verschlechterung, da die
Versorgung aus dem Schaltneztteil ja sowieso "schmutzig" ist.
Wird bei einem Labornetzteil, das aus einem Trafo mit nachgeschaltetem
Gleichrichter und Kondensatoren versorgt wird, durch den Inverter für
die negative Versorgung der Operationsverstärker wieder eine
"Schmutzquelle" eingebaut, oder dringt der "Schmutz" nicht an den
Ausgang des Labornetzteils durch?
Erwin E. schrieb:
> Geändert habe ich:
...
...
* Die Verbindung Kathode D11/Pluspol C7 weggelassen
* Den Spannungsregel-OPV-Ausgang nicht mit dem Kollektor von Q1
verbunden
Peter M.
> Wenn man bei Versorgung des Labornetzteils mit Gleichspannung eine> benötigte negative Spannung über einen nachgeschalteten Schaltregler als> Inverter erzeugt, ist das für die Qualität der Ausgangsspannung> schädlich?
Das sehe ich nicht so. Schaltregler leben ja vom schwingen. Wenn da was
"schmutzig" sein sollte, ergänzt man den Ausgang eben mit einem
LC-Filter.
Der meiste Schmutz kommt eh aus der Steckdose...
Gruß Michael
Peter M. schrieb:> Wenn man bei Versorgung des Labornetzteils mit Gleichspannung eine> benötigte negative Spannung über einen nachgeschalteten Schaltregler als> Inverter erzeugt, ist das für die Qualität der Ausgangsspannung> schädlich?
Eher nicht.
Das Problem bei primär getakteten Netzteilen ist zum einen der ja recht
hohe Spannungspegel, der da geschaltet wird und zum anderen die
Kapazität zwischen Primär- und Sekundärwicklung des Übertragers. Ich
habe schon SNT's gesehen, wo zum Abmildern der dadurch auf den Ausgang
gekoppelten HF einfach zwei in Reihe geschaltete 4n7 Kondensatoren von
Ausgangs-GND auf Netz-Phase angeordnet waren. So nach dem Prinzip
"hochohmige 50 Hz sind weniger ärgerlich auf der Sekundärseite als etwas
niederohmigere 250 kHz".
Bei Netztrafo und sekundärseitigem Schaltregler für ne negative
Hilfsspannung sieht das viel entspannter aus. Aber ich sehe da keine Not
sowas zu tun. Wenn es wirklich nur eine Hilfsspannung ist, die nur
einige mA liefern muß, wäre eine Schaltung aus Elkos, Dioden,
Vorwiderstand und Z-Diode genauso gut, noch störärmer und simpler in der
Realisierung.
W.S.
Ein paar Gedanken zur Auslegung auf andere Ströme:
Der SD1047 ist bis etwa 50 V im FBSOA Diagramm bis zur vollen Leistung
angegeben. D.h. man braucht bis 50 V nur auf die Leistung achten. Von
den angegebenen 100 W als Maxinalwert dürften etwa 60 W nutzbar sein.
D.h bei 30 V Rohspannung (d.h. etwa 24 V Trafo) könnte man 2 A nutzen,
bei 20 V wären es etwa 3 A, sofern die Kühlung gut ist. Für mehr Strom
sollte man 2 Transistoren parallel nutzen mit Emitterwiderständen. Wenn
man den Shunt deutlich kleiner macht (s.u.), wäre ggf. auch bei einem
Transistor ein Emitterwiderstand nicht so verkehrt.
Damit der Shunt nicht zu heiß wird, wäre es gut den Shunt kleiner zu
machen. Um keine so große Widestandsänderung durch die Eigenerwärmung zu
bekommen sollte man nicht die Nennleistung nutzen, sondern nur deutlich
weniger Verlustleistung vorsehen - maximal etwa 1/10 der Nennlast. Für
einen 5 W Widerstand also etwa 0.5 W. Für 1 A gingen die 0.47 Ohm aus
dem Plan gerade noch. Für 1.5 A wäre man bei etwa 0.22 Ohm.
Bei der Vitrohm KH208 Serie sollte man beachten, dass unter 0.33 Ohm der
TK deutlich schlechter wird. d.h. für kleinere Werte wäre es besser 2
Widerstände parallel zu schalten. Da wären dann etwa ein 0.39 Ohm
Widerstand je Ampere an Ausgangsstrom passend - wenn dicht zusammen,
lieber der kleinere Wert. Die größeren Bauformen werden noch ungünstiger
- da schon eher die noch kleinere Bauform (206) und etwas kleinere
Widerstandswerte.
Bei 0.39 Ohm wäre der Spitzenstrom, bei dem das schnelle Stromlimit per
Transistor anschlägt bei etwa 1.5 A - passt also grob zu 1 A, ggf. noch
etwas weniger. Mit Diode zu Q1 wäre das Stromlimit beim etwa doppelten
Wert - immer noch im Bereich den der Transistor kurzzeitig verträgt.
Der Emitterwiderstand kann von der Bauform auch klein sein. Ein
positiver TK ist da auch eher gut als störend. Da muss man den
Widerstand nicht so sehr über dimensionieren wie für den Shunt. Wenn der
Platz knapp wird, könnten Emitterwiderstände auch mit an externe
Leistungstransistoren, sofern man die braucht.
Die Darlington-Schaltung gibt gut 1000 fache Verstärkung. D.h. auch bei
5 A schafft das der OP noch. Der Basiswiderstand kann man ggf. etwas
kleiner machen.
Der 3300 µF Elko passt etwa für 1 A. Bei 1 A hätte man etwa 3 V an
Rippel zu erwarten. Eine extra Filterung am OP für die Spannungsregelung
(mit extra Gleichrichtung oder wenigstens einer Diode) könnte die 3 V
mehr für den OP gut gebrauchen. D.h. es lohnt eher nicht den Elko viel
größer zu machen ,um die Rippelspannung sehr weit runter zu bringen. Bis
3 V reicht es wenn der OP eine extra Filterung bekommt - da würden etwa
100 µF und 2 Dioden reichen. Für höhere Ströme sollte der Elko größer
werden, bzw. ein 2. Elko dazu.
Die 1N5403 reichen nominal bis 3 A - bei mehr als etwa 2 A wäre aber
gute Kühlung oder gleich ein extra Gleichrichter mit Kühlkörper zu
empfehlen.
Für ein neues Layout sollte man nicht nur die das Kit duplizieren.
Immerhin liegt R17 jetzt schon viel besser. D.h. der Rippel sollte OK
sein. Es macht schon Sinn da die Ergänzungen/ Änderungen mit
einzuplanen, selbst wenn man ggf. nicht alle bestückt.
Hallo,
Gerhard O. schrieb:> Lurchi schrieb:>> Die Rippel Werte bei der Stromregelung könnte man ggf. noch verbessern.>> Das Layout hat da eine Schwachstelle:...> ...> Lurchi,>> langsam wirst Du mir unheimlich:-) Da hast die Ursache wieder mal klar> erkannt. Meinen nicht vorhandenen Hut ab!
Gerhard, wäre es möglich das du in deinem Schaltplan zusätzlich zu den
Bauteil- und Schaltungsänderungen auch entsprechende Hinweise vermerkst
wo bestimmte Layoutvorgaben notwendig sind?
rhf
Roland F. schrieb:> Hallo,>> Gerhard O. schrieb:>> Lurchi schrieb:>>> Die Rippel Werte bei der Stromregelung könnte man ggf. noch verbessern.>>> Das Layout hat da eine Schwachstelle:...>> ...>> Lurchi,>>>> langsam wirst Du mir unheimlich:-) Da hast die Ursache wieder mal klar>> erkannt. Meinen nicht vorhandenen Hut ab!>> Gerhard, wäre es möglich das du in deinem Schaltplan zusätzlich zu den> Bauteil- und Schaltungsänderungen auch entsprechende Hinweise vermerkst> wo bestimmte Layoutvorgaben notwendig sind?>> rhf
Das ist ein guter Gedanke. In meinem Schaltplan hatte ich allerdings die
Messleitungen zu R7 schon so eingezeichnet um diese Notwendigkeit
herauszustellen. Aber geschriebene Hinweise sind halt doch besser. (Wenn
ich damals schon gewußt hätte, daß gerade das BG Layout damit ein
Problem hat, hätte ich schon eine Bemerkung gemacht.)
.
Hinsichtlich des Rippels bei der Stromregelung ist das andere Layout
auch nicht viel besser (es gibt ggf. nur einen Puls je 20 ms Periode).
Es richtig zu machen wäre bei dem Layout etwas einfacher, aber das nutzt
nichts. So schlimm ist der eine lose Draht auch nicht.
Der Platz für eine Begrenzung der Spannung ist eher ungünstiger bei dem
Layout.
Der eigentlich einzige grobe Schnitzer im Layout ist die Verbindung des
33 Ohm Widerstandes, die zu Rippel bei der Stromregelung führt.
Ansonsten ist das Layout schon OK. Das Problem ist da mehr die Schaltung
mit ggf. zu viel Spannung für die OPs.
Timo S. schrieb:> Bei Ebay gibt es das Netzteil auch mit einem anderen Layout:> Ebay-Artikel Nr. 232503438805>> Ob das Layout besser ist und ggf. diese Version empfohlen wird sollten> die Experten beurteilen.>> Zumindest der Bestückungsaufdruck macht einen besseren Eindruck> (Bezeichnung + Wert), vielleicht ist es den Aufpreis ja wert...
Ich habe mir das Layout in den Bildern angesehen und keine der hier
diskutierten Modifizierungen ist vorhanden. Ich würde wirklich
vorschlagen das Layout von Mike so lange zu "kritisieren" bis wir damit
"glücklich" sind. Das hat viel mehr Sinn als ein "totes Pferd" zu
schlagen.
Edit:
Die BG Platinen sind eben so wie sie sind. Da LP heutzutage so billig
herstellbar sind, steht einer Neubestellung nichts im Weg. Wenn die
Befestigungslöcher passen, dann ist die neue LP auch in einem
existierenden Gerät mit der Original BG LP austauschbar.
Timo S. schrieb:> Bei Ebay gibt es das Netzteil auch mit einem anderen Layout:> Ebay-Artikel Nr. 232503438805
Ist der abgebildete Kühlblock bei diesem Angebot tatsächlich dabei?
Auf den Bildern mit den Einzelteilen nicht, in der Tabelle jedoch ist
ein
40 TO-220 Dissipate heat Q2
erfasst, soll das der Block sein?
Hallo Mike B.,
nein der ist nur für den "kleinen" Treibertransistor 2SD882, siehe
Schaltpläne im Forum.
Den Kühlkörper für den Leistungstransistor 2SD1047, oder weitere
externe, muss man sich noch selbst besorgen.
Der erste Schritt für ein gutes Layout ist, dass der Schaltplan passt.
Es macht nicht so viel Sinn viel in das Layout zu investieren, wenn
dann noch etwas an der Schaltung zu ändern ist. Das Layout oben von
Erwin ist noch die originale Schaltung. Im wesentlichen ist der Rippel
bei der Stromregelung damit beseitigt.
Bei den Änderungen ist halt zu überlegen was man braucht.
Eher kleinere Änderungen mit wenig Aufwand wären:
Für die Stabilität der Stromregelung wäre es ggf. gut den 220 nF
Kondensator zu verschieben (parallel zum Filter Elko). Statt der 5.1 V
Zenerdiode wäre wohl ein TL431 besser, ggf. auch 2 in Reihe, je nach
Spannung. Die Alternative LM329 passt auch ins gleiche Layout und wenn
man will kriegt man auch eine 5 V oder 6 V Zenerdiode rein. Für eine
bessere DC Regelung wäre es gut die Leitungen für den Strom und
Spannungsabgriffe bis zur Buche, oder wenigstens den Schraubanschlüssen
auf der Platine getrennt zu haben - externe Sense Buchsen sind eher
nicht passend und bei wenig Strom nicht nötig.
Für mehr als etwa 20 V AC von Trafo, sollte man eine Begrenzung der
Spannung für die OPs haben, oder alternativ andere OPs. Alternative OPs
für bis zu 44 V Versorgung wären etwa: NE5534 (+Kondensator zu
Kompensation) für die Spannung, OP07 / µA741 für die Referenz und ggf.
der µA741 für die Stromregelung. Wer SMD mag könnte auch mit einem
MC34071/2 gut fahren - da wäre auch weniger negative Spannung
ausreichend. Für den NE5534 bräuchte man ggf. mehr Strom bei der neg.
Versorgung, d.h. ggf. einen größeren C3 und weniger R2.
Wenn man die TL081 bei mehr als 20 V vom Trafo behalten will, sollte man
die Spannung der OPs unbedingt reduzieren / begrenzen: Für den
Spannungsregler geht das mit Widerstand und Zenerdiode (z.B. 270 Ohm und
30 V, zener - ggf. 1 W). Für die Referenz und den Stromregler geht eine
kleinere Spannung, etwa per Vorwiderstand oder Zener in Reihe oder
Linearregler. Für den Spannungsregler OP kann es attraktiv sein eine
extra Filterung zu haben - damit wären etwa 2-3 V mehr am Ausgang
möglich, weil der OP die Rippel-Einbrüche nicht so sieht.
Ein anderer Punkt ist ein extra Transistor für ein schnelles Stromlimit,
ein langsames Stromlimit reicht bei einem Kurzschluss ggf. nicht als
Schutz. Ggf. Reicht hier eine Diode zu Q1. Wenn die Stromreglung
genügend schnell ist (extra Dioden und reduzierte Spannung), kommt man
ggf. auch ohne den extra Transistor aus.
Von der Bauform könnte es günstiger sein den Shunt je nach Strom durch 2
oder gar 3 in parallel zu ersetzen (ggf. etwas kleinere Bauform als im
Kit). Zumindest bei Reichelt wäre das wohl die passende Wahl - ein
großer Widerstand hätte deutlich höheren TK.
Es gibt also schon eine ganz Menge Änderungen, die sinnvoll wären. Nur
für die bessere Stromregelung braucht man noch keine neue Platine. Das
wird erst interessant wenn sich so viel ändert, dass es auf der
originalen Platine unschön wird.
@Gerhard
> Die BG Platinen sind eben so wie sie sind. Da LP heutzutage so billig> herstellbar sind, steht einer Neubestellung nichts im Weg. Wenn die> Befestigungslöcher passen, dann ist die neue LP auch in einem> existierenden Gerät mit der Original BG LP austauschbar.
Na ja, der Lurchi (übrigens, Hut ab! Was du hier leistest!!! )
ist ja auch der Meinung, das die originale BG-Platine nicht ganz so
schlecht ist. Im Ganzen gesehen, sind es gar nicht soo viele
Leiterbahnen, die man da durchtrennen muß! Es sieht heißer aus, als es
ist.
Den TL431 kann man mit seinen 3 Beinen noch moderat montieren, indem man
anstelle der 5,1V Zehner, noch ein Loch 08er in die Mitte Bohrt. Die
Beiden 10K Widerstände könnte man sch in 805er SMD unter die Platte
zwischen dem TL431 löten, dann sieht das noch nach was aus.
Das Trennen der Leiterbahnen, ist jetzt auch nicht so wild. Bei den
vielen Komponenten, müssen ja nur die Werte getauscht werden.
Was einen etwas längeren Weg über die Platte macht, ist der 33R (R17)
zum Shunt 0,47R (R7).
27k (R10) von V-OUT nach V-5V, ist jetzt auch nicht so spektakulär. Den
Rest, gerade mit der Sense-Geschichte, muß man mal sehen...
Ich lade noch mal die MOD.2.4. hoch. Da sollte alles nach Lurchi u.
Gerhard umgesetzt sein.
Der Plan hat mich eine Menge Zeit gekostet,
vielleicht nimmt sich mal jemand die BG-Platinen vor?
Also, wo, wie, was durchtrennt, ersetzt, ergänzt werden muß, so optimal,
wie es eben geht. Das da wenigstens mal ein Anfang gemacht wird.
Die Platinen sind ja sauber abgescannt und stehen weiter oben zur
Verfügung.
Gruß Michael
Michael D. schrieb:> Also, wo, wie, was durchtrennt, ersetzt, ergänzt werden muß, so optimal,> wie es eben geht. Das da wenigstens mal ein Anfang gemacht wird.
Hallo Mike, alte Nachteule!
Danke für die neuesten Infos und die Muehe einen ordentlichen Schaltplan
zu erstellen.
Ich habe vor bald mit der eigentlichen Modifizierung meiner BG Platine
anzufangen. Da alles ordentlich funktioniert kann man damit anfangen.
Ich stimme Dir zu, daß sich die meisten Änderungen einigermaßen leicht
und nicht zu häßlich durchführen lassen und werde dann ein paar Bilder
von meinem "Machwerk" hochladen.
Ich will auch so bald wie möglich die zweite LP bestücken, so daß ich
das Tracking ausprobieren kann. Prinzipiell, in der Theorie, sollte es
funktionieren. Die Praxis kann natürlich Überraschungen bieten.
Bezüglich der TL431C Referenz hatte ich noch nicht viel nachgedacht wie
ich das sauber anstellen will. Ich hatte daran gedacht zwei SMD
Widerstände direkt unterhalb des Körpers anzubringen und dann das ganze
mit Schrumpfschlauch zu beschützen. Dein Vorschlag mit den 0805 Teilen
ist natürlich auch gut.
Gerhard
Michael D. schrieb:> hier noch mal der Link, zu den abgescannten BG-Leiterplatten:>> Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"
OK. Danke. Das ist nuetzlich bei der Planung. Man muesste sich das mal
ausdrucken um auf Papier die besten Moeglichkeiten zu finden.
Gerhard O. schrieb :
> Michael D. schrieb :>> Also, wo, wie, was durchtrennt, ersetzt, ergänzt werden muß, so optimal,>> wie es eben geht. Das da wenigstens mal ein Anfang gemacht wird.>> Hallo Mike, alte Nachteule!
man, bin ich erschrocken, dachte ich wäre alleine...
Und ja, wollte schon längst ins Bett! Du bist ja noch ein paar Stunden
zurück ;-)
> Danke für die neuesten Infos und die Muehe einen ordentlichen Schaltplan> zu erstellen.
Nun ja, das Meiste hatte ich ja schon vor einiger Zeit gebaut. Es sind
auch nur ein paar Kleinigkeiten gefixt, für den besseren Überblick.
> Ich habe vor bald mit der eigentlichen Modifizierung meiner BG Platine> anzufangen. Da alles ordentlich funktioniert kann man damit anfangen.
Au ja, da bin parallel dabei! Ich habe ja mein LAB fast komplett zerlegt
dafür und will die Verbesserungen gleich mit umsetzen, wenn der Krempel
schon mal draußen ist.
> Ich stimme Dir zu, daß sich die meisten Änderungen einigermaßen leicht> und nicht zu häßlich durchführen lassen und werde dann ein paar Bilder> von meinem "Machwerk" hochladen.
Fein! Da bin ich schon ganz gespannt! Deine Grafiken/Darstellungen,
finde ich immer sehr gelungen u. übersichtlich.
>> Ich will auch so bald wie möglich die zweite LP bestücken, so daß ich> das Tracking ausprobieren kann. Prinzipiell, in der Theorie, sollte es> funktionieren. Die Praxis kann natürlich Überraschungen bieten.
Mal man nicht den Teufel an die Wand, ich bin da sehr optimistisch, was
das betrifft!
> Bezüglich der TL431C Referenz hatte ich noch nicht viel nachgedacht wie> ich das sauber anstellen will. Ich hatte daran gedacht zwei SMD> Widerstände direkt unterhalb des Körpers anzubringen und dann das ganze> mit Schrumpfschlauch zu beschützen. Dein Vorschlag mit den 0805 Teilen> ist natürlich auch gut.
Morgen sollte ich wieder fit für die Arbeit sein(hoffe ich), am Abend
werde ich schon mal den TL431 inkl. den beiden 10K (in 805) auf die
Platte löten, so wie ich mir das vorgestellt habe. Dann mach ich gleich
ein Pic davon.
>>> Gerhard
Gruß Michael
@☺ Gerhard
> OK. Danke. Das ist nuetzlich bei der Planung. Man muesste sich das mal> ausdrucken um auf Papier die besten Moeglichkeiten zu finden.
Wenn dir die Auflösung nicht reicht, kann ich dir per PN noch eine
höhere zukommen lassen, wenn du möchtest.
Bei dem oben angegebenen Link, habe ich eine Seite (glaube ich)
gespiegelt...
Michael D. schrieb:> @☺ Gerhard>> OK. Danke. Das ist nuetzlich bei der Planung. Man muesste sich das mal>> ausdrucken um auf Papier die besten Moeglichkeiten zu finden.> Wenn dir die Auflösung nicht reicht, kann ich dir per PN noch eine> höhere zukommen lassen, wenn du möchtest.> Bei dem oben angegebenen Link, habe ich eine Seite (glaube ich)> gespiegelt...
Hallo Mike,
jetzt habe ich nicht aufgepasst. War gerade am SW Fehlersuchen und habe
auf die Zeit vergessen.
Ja, wenn Du das nochmals scannen koenntest.
Dann wuensche ich Dir (hoffentlich noch rechtzeitig) eine gute neue
Woche.
Gruss,
Gerhard
Im Anhang ein abgeänderter Schaltplan für die "leichten" Modifizierungen
der Original BG Leiterplatte.
Es sind nur solche Änderungen eingezeichnet die sich direkt auswirken
und die Leistung des Gerätes im positiven Sinn beeinflussen.
Es folgen spaeter noch Detailbilder von den eingezeichneten Stellen.
Alles was in rot gezeichnet ist, betrifft die Änderungen.
An ein paar Stellen müssen Leiterbahnen aufgetrennt werden und
Einzelteile wie im Schaltbild angegeben dazwischen gelötet werden.
Das betrifft:
LM7815 Regler mit Komponenten
Versorgungsänderung U1,U3 und U2
R17 Verdrahtung für Rippel Verbesserung an R7
Eigene Sense Leitungen zu den Frontplatten Anschlüssen. Ist nicht für
völlig getrennte Sense gedacht da das bei der BG LP nicht sehr leicht
möglich ist die notwendigen Schutzmaßnahmen und Entkopplung
hinzuzufügen.
Mit Frontplatten Sense sollten 1mV Lastausreglung an den Terminals
möglich sein.
TL431C Referenz Verbesserung.
Die von Lurchi vorgeschlagenen extra Gleichrichterentkopplung für die
Versorgung von U2 habe ich nicht eingezeichnet weil sie schwer auf der
LP unterzubringen sind.
Die schnelle Strom "Abwürgeschaltung mit dem extra Transistor habe ich
vorläufig auch weggelassen weil sie schlecht unterzubringen ist.
Das wärs mal,
Gerhard
Gerhard O. schrieb:> Im Anhang ein abgeänderter Schaltplan für die "leichten"> Modifizierungen> der Original BG Leiterplatte.>> Es sind nur solche Änderungen eingezeichnet die sich direkt auswirken> und die Leistung des Gerätes im positiven Sinn beeinflussen.
Danke Gerhard, ich habe schon etwas gesucht, konnte leider nichts zu D59
und D60 (1N4148) finden.
Wo im Thread wurden sie beschrieben und warum sind sie dort?
Die beiden Dioden begrenzen die maximale negative Spannung des OPV U3
auf ~1,3?
So ganz ohne "Vorwiderstand"?
Hallo, Gerhard
> Es sind nur solche Änderungen eingezeichnet die sich direkt auswirken> und die Leistung des Gerätes im positiven Sinn beeinflussen.
und
> Die von Lurchi vorgeschlagenen extra Gleichrichterentkopplung für die> Versorgung von U2 habe ich nicht eingezeichnet weil sie schwer auf der> LP unterzubringen sind.
und
> Die schnelle Strom "Abwürgeschaltung mit dem extra Transistor habe ich> vorläufig auch weggelassen weil sie schlecht unterzubringen ist.
Entschuldigt, aber das ist doch nichts Halbes und nichts Ganzes. Wenn
sich wichtige Änderungen nicht vernünftig auf der Orginalplatine
unterbringen lassen, muss ein neues Layout her.
rhf
Uwe S. schrieb:> konnte leider nichts zu D59 und D60 (1N4148) finden.> Wo im Thread wurden sie beschrieben und warum sind sie dort?>> Die beiden Dioden begrenzen die maximale negative Spannung des OPV U3> auf ~1,3? So ganz ohne "Vorwiderstand"?
Die Dioden klemmen die Ausgangsspannung des OPV auf -1,4V, damit der bei
aktiver Stromregelung nicht an den negativen Anschlag läuft und "ewig"
braucht um da wieder raus zu kommen. Eine Strombegrenzung mittels
Vorwiderstand ist nicht nötig, weil der Ausgangsstrom des OPV intern
begrenzt wird.
Die 2 Dioden sind wegen D9 erforderlich. Wenn man D9 durch eine 1N4150
ersetzt, braucht man evtl. nur eine Klemmdiode.
ArnoR schrieb:> Die Dioden klemmen die Ausgangsspannung des OPV auf -1,4V, damit der bei> aktiver Stromregelung nicht an den negativen Anschlag läuft und "ewig"> braucht um da wieder raus zu kommen.
Und natürlich, um den Eingang des Spannungsregel-OPV nicht unnötig weit
ins Negative zu ziehen, was auch Erholzeit kostet (Übergang
Stromregelung->Spanungsregelung).
Danke ArnoR,
da liege ich mit meiner kurzen Betrachtung des Schaltplans, bzgl. der
Diode D50, D60 nicht so weit weg von Bedeutung.
Mal sehen, ob ich das mit dem Oszi sehen kann, denn ich habe schon
einige der Änderungen schon durchgeführt,
Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan".
Gestern wurde noch die 3x 100nF unter die OPV U1-U3 gelötet und U1 TL081
gegen einen OP97F getauscht.
Uwe S. schrieb:> Hallo Gerhard O., Lurchi und alle anderen Mitleser,>> Ich habe das Netzteil BG auch mit den mitgelieferten Bauteilen aufgebaut> und einige Änderungen schon vorgenommen:
Ich frage mich gerade, warum das eine Bild
(BG_CC_500mA_Rippel_after_fix.png) in diesem Beitrag von jemand externen
gelöscht wurde?
Ja es sind zwei unterschiedliche Aufnahmen.
Roland F. schrieb:>> Entschuldigt, aber das ist doch nichts Halbes und nichts Ganzes. Wenn> sich wichtige Änderungen nicht vernünftig auf der Orginalplatine> unterbringen lassen, muss ein neues Layout her.>> rhf
Ein komplettes neues Layout, sprich Platine, mit allen
Änderungen/Erweiterungen,... für eine serienreife, wäre quasi
unabdingbar.
War von Anbeginn diese Prokjekts mein Begehren -
An bereits bestehenden Layouts Bauteile einzuflicken ist nicht das
Wahre, wie von Roland schon angemerkt.
Mir ist es echt wurscht, wenn ein neues Layout ein paar Märker mehr
kostet. Man kann auch eine tolle Sache totsparen.
MfG
Eppelein
Eppelein V. schrieb:> Ein komplettes neues Layout, sprich Platine, mit allen> Änderungen/Erweiterungen,... für eine serienreife, wäre quasi> unabdingbar.> War von Anbeginn diese Prokjekts mein Begehren -
Genau so sehe ich das auch.
Roland F. schrieb:> Wenn> sich wichtige Änderungen nicht vernünftig auf der Orginalplatine> unterbringen lassen, muss ein neues Layout her.
@Roland,
Im Prinzip hast Du recht. Da ich aber selber nicht mit Eagle arbeite ist
es besser wenn das einer macht der mit Eagle schon auf Du und Du
steht:-) Aber das wird noch einige Zeit dauern und dann steht noch
Weihnachten vor der Tür.
Die anderen Schaltpläne von mir beziehen sich auf ein neues Layout durch
irgendwen.
Abgesehen davon sind die von mir zusammenfassten Änderungen noch ohne
die Bord maßgeblich zu verhunzen möglich. Ich hoffte es würde nützlich
sein die beiden zu beschreitenden möglichen Wege jetzt einmal zu
trennen.
Gerhard
Also ich werd bei der jetzt bestellten Platine nur die schnellen
Änderungen machen. Wenns was wird mit dem Doppelnetzteil dann freu ich
mich auch auf eine neue Platine.
Walta
Mit den Beschleunigungen für die Stromregelung (Diode über 10 K und
kleinere Versorgungsspannung) könnte man ggf. auf den Transistor zum
Abwürgen verzichten. Statt dem extra Transistor könnte man ggf. einen
ähnlichen Effekt auch mit einer Diode zur Basis von Q1 erreichen (das
wäre dann eine kleinere Änderung) - nur beim etwa doppelten Strom.
Bei der negativen Versorgung sollte es ausreichen C3 größer zu machen
und R2 kleiner zu machen, wenn man etwas mehr Strom braucht. Ein nicht
zu großer Wert für C2 hilft den Strom zu begrenzen, ohne dass R2 heiß
werden muss. Je nach Spannung und Strom verbraucht sollte man R2 und C2
anpassen - die beiden geben den Strom vor sollten also passen und C2
nicht einfach so vergrößert werden.
Die 3 OPs durch OP97 zu ersetzen halte ich nicht für eine gute Idee. Der
ist recht langsam, was sich bei der Strom und Spannungsregelung
bemerkbar machen kann. Bei der Stromregelung wäre vor allem die slew
rate ggf. ein Problem - mit extra Stromlimit ggf. noch Ok. Für den
Referenz OP wäre der OK, aber ein OP07 (ist mittlerweile oft schon
günstig zu bekommen - kaum mehr als der TL081) sollte auch ausreichen.
Wenn man den OP für die Spannungsregelung ändert muss man ggf. den
Offset-Trimmer auch anpassen.
So lange die Versorgung des Ref. OPs noch über den Shunt geht, ist die
Stromregelung sowieso nicht so super präzise. Auch der Shunt müsste ggf.
auch besser werden, um beim Strom wirklich präzise zu werden.
Hallo,
ich habe meine bisherigen Änderungen, die noch nicht komplett diesem
Schaltplan
Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"
entsprechen in die Platinenscans von Michael D. eingetragen,
nochmals danke dafür.
@Lurchi der OP97F ist nur ein "besserer" OP07 und wird nur in der
Spannungsreferenz verwendet :-).
Sonst hätte ich noch LT1637 da, wie ist deine Einschätzung zu diesen OPV
bzgl. dem Netzteil.
http://cds.linear.com/docs/en/datasheet/1637fd.pdf
Diese stammen noch eine einem Projekt der "Over-The-Top" Strommessung
mit einem PBV 1mOhm 4-Leitershunt. Handvermessen max 1µOhm Abweichgung
aus der Produktion.
http://cds.linear.com/docs/en/application-note/an105fa.pdf
Hallo Erwin
Ich hatte dein Layout völlig übersehen. (hattest du ja nach deinem
Geschmack geroutet)
Ich habe mir das Layout um 18.00Uhr geschnappt und daraus die 1:1
originale BG-Platine geroutet, sodass jetzt jeder nach belieben,
"vergewaltigen" kann!
Parallel dazu, könnte man das ja gemeinsam optimieren, damit das noch
was aussieht.
Gerhard wird damit wohl wieder eine chice Anleitung mit Grafik bauen,
denke ich...
Jetzt kann ja jeder für sich selbst entscheiden, ob neue Platine oder
die Originale.
Anbei Originaler Schaltplan und das Double-Layer-Board in PDF u. EaglCad
viel Spaß damit
Gruß Michael
EDIT:
Der Uwe :-))) Der Scann war schon ganz schön aufgeblasen, gelle?
Achso, der soweit geänderte Schaltplan laut Gerhard u. Lurchi, gibt es
hier:
Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"
Michael D. schrieb:> EDIT:> Der Uwe :-))) Der Scann war schon ganz schön aufgeblasen, gelle?
Nee Michael, perfekt mein Linux mit 16GByte hatte damit kein Problem !
Darin macht malen mit GIMP richtig Spaß.
PS die Rückseite der Platine habe ich wieder gespiegelt, so das sie der
Realität entspricht. :-)
Michael D. schrieb:> Ich hatte dein Layout völlig übersehen. (hattest du ja nach deinem> Geschmack geroutet)
Das war nun aber böse! ;) Ich habe absichtlich das Layout möglichst 1:1
abgenommen. Bei der Gelegenheit, diesem großzügigen THT Analoglayout,
wollte ich die Rundungen im aktuellen Eagle mal konsequent testen. Im
Prinzip soll diese Form des Layouts ja Vorteile haben, ob das bei einm
LNG eine Rolle spielt, glaube ich aber nicht wirklich.
Das war für mich der Augangspunkt. Mir geht es gar nicht nur um die
Optimierung der Schaltung, auch wenn ich die gerne nachvollziehe,
sondern um das Komplettgerät Labornetzteil. Von den Anzeigen bis zum
Gehäuse.
Also können die Instrumente direkt über Platinenstecker mit dem LNG
verbunden werden und auch ihre Stromversorgung über die LNG-Platine
bekommen. Außerdem kommt entweder eine Trafoumschaltung oder eine
Lüterregelung mit drauf. Und auf jeden Fall mein Standby-Taster. Auf der
Platine brauche ich 12V für einen Lüfter und für die Instrumente. Diese
könnten aus der unteren Wicklung eines 2x12V Trafos kommen, dessen
Wicklungen in Reihe geschaltet sind oder von einer separaten Wicklung.
Ein DC/DC-Wandler würde zu viel Platz brauchen, wenn er mit auf der
Platine sitzen soll. Zumindest in THT.
Der Gleichrichter wird als Block am Kühlkörper angeschraubt und via
Platinenstecker mit dem LNG verbunden, der (die?) Leistungstransistor
auch.
Ich lasse Platz für 2 Shuntwiderstände á 5W. Als Elko habe ich an diese
gedacht:
https://www.reichelt.de/Becher-Elkos/2/index.html?ACTION=2&LA=2&GROUPID=3146;SID=96WUGTFqwQATUAAHcfEAw8654d77cd8d66d425cf173941325b833
Die Platine soll mit 24V AC versorgt werden. Wenn 'hinten' 20V
rauskommen, reicht das. Zumindest vorerst. Die kleinen LED-Anzeigen
gefallen mir nämlich alle nicht wirklich, am besten ist noch das
Kombi-LCD, das Gerhard (viel) weiter oben verlinkt hat. Und das kann nun
mal nur 20V.
Auf (ganz) lange Sicht denke ich an eine eigene Anzeige mit
Grafikdisplay. Dann darf die Ausgangsspannung gerne ein paar Volt höher
sein.
Hallo Gerhard,
> Abgesehen davon sind die von mir zusammenfassten Änderungen noch ohne> die Bord maßgeblich zu verhunzen möglich.
Ihr verzettelt euch. Es ist meiner Meinung nach nicht besonders sinnvoll
ein vorhandenes Schaltungdesign einerseits zu verbessern, und
andererseits nur Teile dieser Verbesserungen umzusetzen, damit eine
schon vorhandene Platine nicht "verhunzt" wird.
Viel wichtiger wäre es nach meiner Auffassung, eine reale Schaltung
aufzubauen, die alle bisherigen Änderungen berücksichtigt. Dann könnte
man mal grundsätzlich sehen ob das denn auch so wie erwartet
funktioniert. Dafür könnte man ja eine der Orginalplatinen "verhunzen".
rhf
Roland F. schrieb:> Hallo Gerhard,>>> Abgesehen davon sind die von mir zusammenfassten Änderungen noch ohne>> die Bord maßgeblich zu verhunzen möglich.>> Ihr verzettelt euch. Es ist meiner Meinung nach nicht besonders sinnvoll> ein vorhandenes Schaltungdesign einerseits zu verbessern, und> andererseits nur Teile dieser Verbesserungen umzusetzen, damit eine> schon vorhandene Platine nicht "verhunzt" wird.> Viel wichtiger wäre es nach meiner Auffassung, eine reale Schaltung> aufzubauen, die alle bisherigen Änderungen berücksichtigt. Dann könnte> man mal grundsätzlich sehen ob das denn auch so wie erwartet> funktioniert. Dafür könnte man ja eine der Orginalplatinen "verhunzen".>> rhf
Hallo Roland,
Obwohl ich Dir prinzipiell zustimme, kann man eben nicht alles gleich
unter einen Hut bringen. Ein neues Bord Design das alle bisherigen
Erkenntnisse umsetzt wurde ja schon von einigen "Mitarbeitern" hier im
Forum angegangen und bald wird das hier auch im Eagle Format angeboten
werden.
Naja, die letzten vorgeschlagenen Änderungen hätten sich schon leicht in
die Praxis umsetzen lassen und sind so die Grenze bevor ein neues Bord
Design notwendig ist.
Ich wollte vorläufig ein Layout zurückstellen weil ich nur mit Pr99se
arbeiten kann, was nicht zu vielen hilft. Zu Eagle habe ich weder Zugang
noch Erfahrung. Und mit CAD Formaten die nur wenige nützen können ist
niemandem gedient.
Dann gibt es auch Leute hier die nur einige Änderungen in die Praxis
umsetzen wollen. So ist es bestimmt nicht schlecht beide Ziele zu
unterstützen. Es wird halt noch eine kleine Zeitlang bis die neuen
Layouts ausgebügelt sein werden. Am Anfang gibt es oft kleine
"Übersehnisse" die korrigiert werden wollen.
Mit etwas Geduld wird es bald neue kompatible Layouts hier geben. Dieses
Mal ist genug Schwung da:-)
Gerhard
Ich fand zufällig ein paar LM336Z-5.0 im TO-92 Gehäuse von DK und
wechselte den TL431C gegen ihn aus. Obwohl ich nur die ersten 15 min
beobachtete, war die Einschaltdrift mit 700uV deutlich geringer als mit
dem TL431C. Vorteilhaft ist auch der Wegfall der beiden Widerstände.
Wenn ich kann werde ich die Drift länger beobachten und vielleicht mal
die Bord mit einer 75W Glühlampe bestrahlen.
Ich habe die Möglichkeit das fertige Gerät in einem Klimaschrank in der
Firma zu testen und noch weitere thermische Beobachtungen zu machen.
Hallo,
ich habe weitere Änderungen am Platinenlayout vorgenommen.
Historie
ext. Steckernetzteil Trafo 12V~ 12VA (vorläufig)
* max. Stromeinstellung auf 1,5A: R8 (56k) -> 180k/1% geändert
* 4x 100nF parallel zu den Dioden D1 - D4 1N5408, HF (AM) auf der
Netzleitung.
EMV - Gleich- und Gegentakt Drosseln habe ich noch nicht verbaut.
* 100nF parallel zu C1 3.300µF
* Elko 10µF/50V am Knotenpunkt R8 27K / P1 10K nach Masse
* R17 33R von Leiterbahn zu R7 aufgetrennt und direkt ein 0,14mm² Litze
an die Anschlüsse der Widerstände gelötet
* zu R21 10k parallel D51 1N5711 auf die BS gelötet.
* zu R11 27k parallel D58 1N4148 auf die BS gelötet.
Anm.: Anode und Kathode ergeben sich aus dem Schaltplan
4415-0057_LNG_V1_2b.pdf hier im Forum.
* U1 TL081 gewechselt zu OP97F
* C52, C53 und C54 je 100nF an zu Pin 4+7 von OP1, OP2 und OP3
* R55 100R (SMD 1206) zwischen V+ und Vcc (Pin 7) von U2 TL081
* R56 100R (SMD 1206) zwischen V+ und Vcc (Pin 7) von U1 OP97F, U3 TL081
* C57 10nF parallel zu C7 10µF
* diverse Drähte ø2,5mm auf der Platinenunterseite:
a) V+ zum Transistor Q4,
b) vom Transistor zur Q4 Ausgangsbuchse +Out und
c) Masseverbindung R7 zur Ausgangsbuchse -Out.
Schaltplan siehe 4415-0054_LNG_V1_2_Original.pdf im Forum.
Die extra Widerstände in der Versorgung der OPs machen bei kleiner
Spannung (12 V Trafo keinen Sinn) da will man vor allem für U2 eine
möglichst hohe Versorgung (aber noch unter 30 V). Zu überlegen wäre da
ggf. eine Schottkydiode statt R55 und ein 100 µF Filtereleko dazu. Das
könnte bei hohem Strom etwa 2 V mehr Ausgangsspannung erlauben.
Bei nur 12 V AC sollte ggf. auch C3 auf z.B. 100 µF vergrößert werden -
die negative Versorgung könnte bei der kleinen Spannung ggf. zu früh
einbrechen. Ein etwas kleinerer Wert für R2 wäre ggf. auch hilfreich.
Für hohe Spannungen wie ein 24 V Trafo sollte der Widerstand eher größer
werden und eine Zenerdiode für U2 dazu um die Spannung wirklich zu
begrenzen.
Von den verstärkten Leitungen wäre wohl vor allem die kurze vom +
Ausgang zum Transistor helfen. Die anderen dürften eher wenig Effekt
habe.
Für ein Lineares Netzteil braucht man in der Regel keine extra
EMV-drossel (Serien Drossel ?) oder Gleichtakt Drossel. Es könnte es
etwas helfen, wenn das Netz starke Störungen hat, ist aber sonst eher
die Ausnahmen, ggf. ein extra Zwischenstecker auf der Netz-Seite.
Danke Lurchi,
Lurchi schrieb:> Die extra Widerstände in der Versorgung der OPs machen bei kleiner> Spannung (12 V Trafo keinen Sinn) da will man vor allem für U2 eine> möglichst hohe Versorgung (aber noch unter 30 V). Zu überlegen wäre da> ggf. eine Schottkydiode statt R55 und ein 100 µF Filtereleko dazu. Das> könnte bei hohem Strom etwa 2 V mehr Ausgangsspannung erlauben.> Bei nur 12 V AC sollte ggf. auch C3 auf z.B. 100 µF vergrößert werden -> die negative Versorgung könnte bei der kleinen Spannung ggf. zu früh> einbrechen. Ein etwas kleinerer Wert für R2 wäre ggf. auch hilfreich.
Ja die Auslegung der beiden Widerständen R55, R56 nebst 100nF
Kondensatoren ist mir klar. Die AC 12V Powerinput sind nur eine
Übergangslösung beim Testen der Modifikationen.
Ein 120VA Trafo 2x 18V (3.3A) ist noch in der Post, so dass ich bei max.
20V und max. 1.5A-2A die Strombegrenzung auslegen werde.
Ggfs. wird noch ein weitere 2SD1047, nebst Emitterwiderständen,
beschaltet.
> Zu überlegen wäre da ggf. eine Schottkydiode statt R55 und ein 100 µF> Filtereleko dazu. Das könnte bei hohem Strom etwa 2 V> mehr Ausgangsspannung erlauben.
Die Idee ist sehr trickreich, danke !
Ich hatte auch die Ströme über den Widerständen im Leerlauf und unter
Last bestimmt.
Wie geschrieben den Trafo mit AC=12V ist ein Test, da ich keinen Trafo
mit AC=24V anschließen wollte.
Leerlauf
V+ = 19,5V
V- = -4,94V
Ampere-Regler = max.
Vout=8,50V
R55 U=0,220V
R56 U=0,557V
*I=0,5A*
V+ = 15,0V
V- = -4,99V
Ampere-Regler = max.
Vout=8,50V
R55=100R, U=0,217V
R56=100R, U=0,500V
*I=0,59A*
V+ = 14,3V
V- = -4,98V
Ampere-Regler = max.
Vout=10,00V ; bei einer höheren Spannung, liegt die Regelspannung unter
4V.
R55=100R, U=0,215V
R56=100R, U=0,489V
Ralf L. schrieb:> Hier die original Schaltpläne mit Text von dem ELO-Netzteil von 1979,> damit man lesen kann, wie die Konstrukteure damals gedacht haben.>> Die mangelhafte Referenzspannung mit einer 1N4148 für die Stromregelung> und ein fehlender Ausgangs-Elko ist bei dem Doppel-Netzteil-LN2 von 1981> bereits verbessert worden (siehe Beitrag vom 16.10.2017 um 15:04 Uhr).
Habe mal die Schaltung vom ELO2 simuliert. Dabei die Schaltung um diese
Stromstärkenlimitierung durch R15 angepasst da beide Vorschläge von
diesen Beiträgen nicht funktioniert haben. Bei meiner Anpassung/Variante
finde ich den Umschaltpunkt z.B. für den Lastwiderstand R20 mit 0.5 Ohm
und Spannungsteiler R13(10k) mit R23(4.1k) Nur leider funktioniert die
Schaltung in die falsche Richtung, mit sinkendem R20 sollte die
Schaltung den Strom via Q1, Q2 und Q3 und Q4 unterbrechen, sie
unterbricht den Stromfluss jedoch bei steigendem Widerstand an R20 was
nicht gewünscht ist.
Leider komme ich nicht auf die Lösung trotz intensiver Suche und
Umsetzung der verschiedenen Möglichkeiten der Strommessung mit einem
OpAmp und Shunt R.
Um Tipps die mich da weiter bringen bin ich sehr Dankbar?
Gruss Xilinx
Die Schaltung kann so nicht funktionieren die Signale vom Widerstand zur
Strommessung gehen an die falschen OP Eingänge. Der obere Abgriff müsste
in Richtung invertierender Eingang, der untere zum nicht invertierenden.
Das 2. Problem ist, dass der Sollstrom über den Strom durch R13
eingestellt wird, und der hängt so wie gezeigt von der Spannung ab. d.h.
so wie gezeigt hat man einen heftigen Foldback Charakter. Für ein
konstantes Stromlimit müsste man R13 durch eine Stromquelle (bzw. Senke)
ersetzen. Einstellen könnte man über den Strom oder R23 (dann mit extra
Widerstand zum OP hin).
Der LT1013 dürfte wegen der eher geringen Slew rate nicht unbedingt die
beste Wahl sein.
Lurchi schrieb:> Der LT1013 dürfte wegen der eher geringen Slew rate nicht unbedingt die> beste Wahl sein.
Die schlechteste ist er aber auch nicht, ist ja quasi nur ein genauerer
LM324 wenn ich mich recht entsinne.
Das Problem mit der Slew rate ist die Strombegrenzung im Kurzschlussfall
von einer hohen Spannung ausgehend. Bis da dann die Strombegrenzung
greift sind es ca. 30 V / 0.3 V/µs, also 100 µs in denen der Strom in
die Höhe schnellen kann. Mit 3 fach Darlington kann das zu viel für die
Transistoren werden.
Sofern der OP eine genügende Slew rate hat, und mit einer extra
Zenerdiode im Feedback am Stromregler (mehr als etwa 3 V über
Ausgangsspannung muss der OP nicht liefern) kann der Stromregler im
Prinzip sehr schnell werden. Das ist einer der Vorteile des halb
schwebenden Stromreglers.
Lurchi schrieb:> Das Problem mit der Slew rate ist die Strombegrenzung im Kurzschlussfall> von einer hohen Spannung ausgehend. Bis da dann die Strombegrenzung> greift sind es ca. 30 V / 0.3 V/µs, also 100 µs in denen der Strom in> die Höhe schnellen kann. Mit 3 fach Darlington kann das zu viel für die> Transistoren werden.
Naja, also das ist nun auch eher unwahrscheinlich. Was wollen wir denn
hier bauen? Ein 30V/3A LNG. Entsprechend wird auch der Trafo ausgelegt
sein. Der müsste hier doch den Pulsstrom ordentlich wegdämpfen. Ich
mein, der Trafo wird ja vielleicht mit seinen Nenndaten bei 5A liegen,
oder? Bei Xilinx sinds zwei 2N3055, die können doch zusammen 30A, da
wird ein 5A Trafo den Hahn aber ganz schnell (unterstützend) zudrehen.
Aber natürlich hast du recht, ein schnellerer OPV verringert das Risiko,
keine Frage.
Mike B. schrieb:> Zum Thema andere Leistungsdaten:> Vielleicht kann man ja, wenn ihr dann hier mit diesen Spezifikationen> fertig seit, die Werte von einzelnen Bauteilen für andere> Leistungseckdaten zusammenfassen, swoeit im rahmen des Machbaren.> Also nicht 0..30V sondern nur 0..15V oder 0..5A statt 0..3A.
Also ich persönlich werde definitiv ein Doppelnetzteil mit 2 x 36V / 2A,
plus, ähnlich wie bei Gerhard, mit einer zusätzlichen niedrigen V(out),
bauen. Und zwar, da ich diverse andere, und u. A. auch exakt die nötigen
2 gleichen RKTs (2 x 18V~ mit je 120VA), schon vorrätig habe.
Die ersten beiden OPVs werden von einem separaten kleinen Gleichrichter
+ Siebung von einer Wicklung gespeist, vielleicht kann ich auch noch
zwei 7818 auftreiben. Wegen der Kaskaden-Regelung sollte ja die Speisung
von U1 und U2 auch mit weit niedrigerer Spannung als jener von U3 (der
ist ja "in Reihe" dazu) möglich sein, IIRC. (Auch LM336 wären mir sehr
lieb - habe ich aber ebenfalls nicht "in Stock".)
Jedenfalls käme bei mir der Großteil von GR + Siebung (vor allem des
Leistungs-teiles...) nicht auf die LNG-Steuer-Platine. Sowohl GR als
auch ELKOs sind en masse vorhanden, da muß ich nirgends sparen.
Es wäre wohl klug, für niedrigere Ausgangsspannungen nur eine Wicklung
zu nutzen, oder gar eine Parallelschaltung zu machen Relais aller Art
sind zur Genüge auf Vorrat, und die vorhandenen Gehäuse eigentlich eh
etwas zu groß. Das ermöglichte eventuell ja auch höheren Ausgangsstrom
bei niedrigerer V(out), ohne SOA-Bedenken haben zu müssen.
[Auch für den 3. OPV sollte ich wohl einen kompletten Brücken-GR + ELKO
spendieren - denn eine Versorgung (z.B. via Spannungsverdoppler) dessen
mit >36VDC hat ja bei niedriger V(out) wenig Sinn, vielleicht sogar
Nachteile?]
Allerdings erforderte das (gerade genannte) auch eine
Bereichsumschaltung des Stromes. Und ich bin unsicher, wie das am besten
zu lösen wäre, sowie über die Auswirkungen.
Mir ginge es hier prinzipiell nicht unbedingt um den höchst erzielbaren
Strom (obwohl auch nicht "unerwünscht"), sondern eher darum, diesen bei
< als ca. 1A möglichst genau einstellen zu können. (Was wäre hier denn
überhaupt die genaue Grenze?)
Doch bis jetzt habe ich ja noch nicht einmal ein Panel-Meter gefunden,
welches 36V zuließe, und trotzdem auf 10mV genau anzeigt. Vielleicht muß
ich mich dann tatsächlich von 36V verabschieden - auch wenn mir das in
mehrfacher Hinsicht mißfällt (einen der Gründe nannte ich ja).
Aber zurück zum Einwurf von Mike B.:
Zum Teil wurde das ja schon gemacht, allerdings nicht komplett - für
beliebige Eckdaten wäre ja vielleicht eine "Formel" nicht schlecht...
Möglicherweise gehen die Wünsche von einigen Lesern sogar noch mehr ins
Extrem. Bedenkt man die Popularität dieses Threads, ist eine breite
Streuung der gewünschten Parameter die statistisch logische Folge der
hohen Anzahl von "Begeisterten". Immerhin hat das modifizierte Gerät
Daten, die so einige käufliche Lösungen "in den Schatten stellen" - da
wunderte mich nichts.
Z.B. könnte bei Entwurf eines neuen Layouts auch noch an jene User
gedacht werden, welche sich evtl. eher für niedrigere Spannung, aber
recht hohe Ströme interessierten. Für diesen Fall wären nämlich die
weiter oben diskutierten (teils gar gemachten) Modifikationen bzgl.
veränderter Leiterbahn-Führung und auch Sense-Leitungen schon
interessant.
(Sogar Lurchi sprach ja von der Brauchbarkeit des Konzeptes bis zu 15A -
wobei dann allerdings auch der Treiber-Transistor "schwächeln" dürfte,
mit seinen 3A DC. Ich fürchte halt, dafür müßte ein Typ mit minimal
besseren Leistungsdaten her, um so viele/ große Endtransistoren sauber
zu steuern.
Oder doch nicht?)
Allerdings: Unsere fleißigen "Macher" haben jetzt schon mehrere Optionen
berücksichtigt, unzählige Details ausgearbeitet, Tests gemacht, gemessen
..., weshalb sich potentielle Nachbauer vielleicht gar nicht (mehr)
"trauen" - trauen, weiterhin völlig offen nach weiterem/ zusätzlichem
freiwilligen Arbeitsaufwand zu fragen. Einfach, um nicht "frech noch
mehr zu verlangen".
Und der Gedanke ist ja auch wirklich legitim. Geleistet wurde viel.
An dieser Stelle möchte ich mal meinen Dank ausdrücken.
>>> "Merci" an die fleißigen Entwickler!
(- P.S.: Meine obigen Ausführungen bzgl. weiterer Modifikationen/
Optionen sind übrigens nicht als "hier präsentiere ich noch mehr
potentielle Arbeit" zu verstehen. Sind nur Gedanken dazu.
Mir scheint es - das hatte ich auch anfänglich schon vermutet - durchaus
Leute zu geben, welche auch an höheren Ausgangsströmen Interesse haben.
[Z.B. käme dieses Konzept ja durchaus auch für eine relativ potente
12V-Quelle in Frage.]
Zumindest vermute ich das erneut, einmal wegen des zitierten Beitrages
von Mike B., und auch des von Xilinx geposteten ELO-NT-Beitrages. Da
momentan kein eigener PC (deshalb auch dieser Roman jetzt... ;-), kann
ich LTSpice nicht downloaden, und .asc nicht betrachten. Das ELO-NT war
doch 10A mit 2x2N3773, oder?
Jedenfalls werde ich in nächster Zeit eine neue HDD mit neuem BS für
meinen eigenen Laptop bekommen, und mich dann, falls nichts dazwischen
kommt, mal ans Thema Layout für höhere Ströme [+Sense] setzen.
Oder aber an bis dahin erfolgten Arbeiten in diese Richtung teilnehmen.
Denn eine potente 12V-Quelle (die auch CC fähig ist) würde mich
ebenfalls interessieren, wenn auch erst nach dem derzeitigen
LNG-Projekt.
Dafür könnte man dann auch eine Leiterplatte mit schon etwas dickerer
Kupferschicht in Betracht ziehen. Es gäbe sogar wirklich dick
beschichtete Platten günstig in der E-Bucht. Nur habe ich damit noch
keine Erfahrung -
nur mal gelesen, daß sich dicke Schichten gerne stärker "hinterätzen".
Vielleicht kann man sowas nur mit Fräse sinnvoll bearbeiten - ich weiß
es nicht. Egal, das wäre eh ein Sonderfall, da für 10A, vielleicht sogar
für 15A, auch breite 70µm oder 140µm noch funktionieren sollten/
könnten. Und diese Stärken kann man ja sowohl vernünftig ätzen als auch
fertig bestellen. -)
(- P.P.S.:
Zum Thema Netzfilter / CMC etc. hat Lurchi schon recht, denke ich. Die
einzig sinnvolle Anwendung einer "fertigen" Netzfilter-Schaltung wäre
wohl die Minimallösung mit einem Zwischenstecker.
Häufig befinden sich in solchen Zwischensteckern zwar nur einfache,
einstufige Filter - zwei X-Kondensatoren mit einer CMC dazwischen.
Grundsätzlich also nur ein CM- und kein DM-Filter...
Aber: Die Streuinduktivität der CMCs wird schon bei der Konstruktion/
Entwicklung häufig hoch genug dimensioniert, um zusätzliche
Differential- (also Gegentakt-) Drosseln (DMC) nach Möglichkeit
einsparen zu können.
Heißt, jene einfache Schaltung könnte (!) auch gegen "Differential Mode
Noise" - mehr oder weniger - etwas helfen. Wieder mal steht genaueres
nur im jeweiligen Datenblatt.
Vom LNG in Richtung Netz würde mit den KerKos über den Dioden - und
durch den Trafo, wohlgemerkt - schon mal nicht sehr viel kommen können.
Umgekehrt vom Netz ins LNG dürfte es von der Netzqualität abhängen, ob
über den identischen Pfad was kommen kann.
Es kommt halt nicht überall / bei allen, und auch nicht einmal am
gleichen Platz zu jeder Zeit, das gleiche aus der Steckdose. Gedanken
dazu sind schon berechtigt.)
So, das war´s jetzt aber... bis die Tage, allen Entwicklern und
Baumeistern viel Freude und Erfolg!!!
dfg schrieb:> persönlich werde definitiv ein Doppelnetzteil mit 2 x 36V / 2A
Mit dem Bausatz von BG dürfte's schwierig werden.
Bis ca. 24V Ausgangsspannung ist der Bausatz akzeptabel, darüber hinaus
erfordert eine sorg fällige Auswahl von OPVs und deren Stromversorgung.
Diese Auswahl ist leider nicht sehr groß.
> Mir ginge es hier prinzipiell nicht unbedingt um den höchst erzielbaren> Strom (obwohl auch nicht "unerwünscht"), sondern eher darum, diesen bei> < als ca. 1A möglichst genau einstellen zu können. (Was wäre hier denn> überhaupt die genaue Grenze?)
Es bleibt alles nur ungefähr, auch wenn die Leute meinen, mit xGang Poti
sehr genau einstellen können. Bei großem Strom ist es jedoch kein
Problem und reicht völlig aus.
Für die Versorgung des OPs für die Spannungsregelung braucht man keinen
extra kompletten Brückengleichrichter. Für eine getrennte Filterung
reichen 2 Dioden für die positive Seite. Die 2 Diode für die negative
Seite wären parallel zum anderen Gleichrichter für den Hauptstrom. Da
noch kleine Dioden parallel zu haben kann man sich sparen, bzw. es kann
ggf. sogar Probleme machen, wenn die die kleinere Flussspannung haben.
Bei der Umschaltung des Trafoabgriffs sollte es ausreichen das nur für
den Hauptstrom (also nicht für die OPs) zu machen. Beim Umschalten per
mechanischem Schalter muss man ggf. aufpassen ober der Schalter /bzw.
das Relais auch so viel Gleichstrom verträgt - als gepulster Gleichstrom
sollte es aber eigentlich noch gehen. Man könnte also ggf. zwischen der
positiven Seite des Brückengleichrichters und dem Mittelabgriff des
Trafos umschalten.
Wenn wegen der Umschaltung die Spannung nicht ausreicht, gibt es am
Ausgang Einbrüche der Ausgangsspannung und ggf. leichte Überschwinger
wenn die Spannung wegen Rippel wieder kommt. Weiter sollte es der
Schaltung nichts ausmachen.
Die 2N3773 und ähnliche sind ausgesprochen langsame Transistoren. Damit
wird die Regelung schon merklich langsamer, vermutlich sollte dann der
Ausgangskondensator auch größer werden (z.B. 470 µF) und die Auslegung
der Regelung ggf auch etwas anders. Langsamer als 2N3055 / TIP35 würde
ich nicht ohne Not gehen.
Bei deutlich höherem Strom sollte man überlegen den shunt noch einiges
kleiner zu machen und auch die Regelung dann an die geringere Spannung
am Shunt anzupassen. Die Leistung am Shunt wird sonst unhandlich groß.
Hallo,
ich habe weitere Änderungen am Platinenlayout vorgenommen.
Historie
/07.12.2017/
ext. Steckernetzteil Trafo 12V~ 12VA (vorläufig)
* max. Stromeinstellung auf 1,5A: R18 (56k) -> 180k/1% geändert
* 4x 100nF parallel zu den Dioden D1 - D4 1N5408, HF (AM) auf der
Netzleitung.
EMV - Gleich- und Gegentakt Drosseln habe ich noch nicht verbaut.
* 100nF parallel zu C1 3.300µF
* Elko 10µF/50V am Knotenpunkt R8 27K / P1 10K nach Masse
* R17 33R von Leiterbahn zu R7 aufgetrennt und direkt ein 0,14mm² Litze
an die Anschlüsse der Widerstände gelötet
* zu R21 10k parallel D51 1N5711 auf die BS gelötet.
* zu R11 27k parallel D58 1N4148 auf die BS gelötet.
Anm.: Anode und Kathode ergeben sich aus dem Schaltplan.
/10.12.2017/
* U1 TL081 gewechselt zu OP97F
* C52, C53 und C54 je 100nF an zu Pin 4+7 von OP1, OP2 und OP3
/12.12.2017/
* R55 100R (SMD 1206) zwischen V+ und Vcc (Pin 7) von U2 TL081
* R56 100R (SMD 1206) zwischen V+ und Vcc (Pin 7) von U1 OP97F, U3 TL081
* C57 10nF parallel zu C7 10µF
* diverse Drähte ø2,5mm auf der Platinenunterseite:
a) V+ zum Transistor Q4,
b) vom Transistor zur Q4 Ausgangsbuchse +Out und
c) Masseverbindung R7 zur Ausgangsbuchse -Out.
/14.12.2017/
* D8 ZD5,1V gegen LM336Z5.0 (Fairshild) gewechselt.
Diser LM336Z5.0 hat bei Iq ~1mA Uq=4,93V
Schaltplan siehe 4415-0054_LNG_V1_2_Original.pdf im Forum.
Hallo,
ich stelle noch eine weitere Anpassung der Schaltung für eine max.
Spannung von 20V- bei 18V~ Eingangsspannung zur Diskussion.
Im Augenblick liefert die Konstantspannungsquelle 10,2V,
mit der Änderung von D8 (ZD5,1V) zu LM336Z5.0, habe ich 9,83V an U1
Pin6.
Über U2 (TL081) wird diese noch um den Faktor a=3 verstärkt.
original Bauteile
R11=27k
R12=56k
a = 1 + (R12 /R11) = 1 + (56k /27k) = 3,07
=> U_max = 10,2V * 3,07 = 31,3V
Anpassung Bauteile
R11=27k
R12=33k
a = 1 + (R12 /R11) = 1 + (33k /27k) = 2,22
=> U_max = 9,83V * 2,22 = *21,8V*
@Uwe,
sehr schön dokumentiert! Thumbs up!!!
Mal eine Frage in die Runde geworfen: Die Schottky 1N5711 scheint mir
etwas speziell. Die Werte sind jetzt nicht so außergewöhnlich, als bei
anderen Schottky's zu sein, ausser die Recovery Time von 1ns!
Das ist natürlich sauschnell, aber unbedingt relevant?
Was käme denn so als Alternative in Frage?
Gruß Michael
Anfang der Woche habe ich mein bestelltes Kit bekommen und aufgebaut.
Als Trafo habe ich momentan einen angeschlossen, der laut Aufkleber
22,2V bei 4A hat. Funktioniert auch, nur ist dieser Trafo sehr weich. Im
Leerlauf messe ich 27,6V AC, erst bei Belastung sinkt die Spannung dann
ab. Bei 2A Ausgangsstrom (DC) ist die Trafospannung noch immer 23,5V.
An den OPs liegen ohne Belastung sportliche 41V an. OP2 habe ich
testweise gegen einen 741 getauscht. Funktioniert. Aber auch die
originalen TL081 haben die 41V bisher gut überstanden... Soll nicht
heißen, dass ich das auf Dauer so lassen werde, während der ersten
Versuche ist es aber ok. Stirbt ein OP, wird er eben ersetzt. Bevor die
Originalplatine tatsächlich in ein Gehäuse kommt und für echten Betrieb
eingesetzt wird, kommen sicherheitshalber neue OPs rein.
An der Platine habe ich bisher außer dem getauschten OP keine
Vorgenommen, lediglich R17 geht per Drahtverbindung direkt an den Shunt.
In meiner Konfiguration wird R2 recht heiß, gemessen 76°C. Kann aber
aufgrund der thermisch schlechten Kontaktierung des Temperatursensors in
Wirklichkeit durchaus noch höher sein. Lurchi hat weiter oben ja schon
was zum Thema geschrieben, hier werde ich wohl was ändern, also
kleineres C/größerer R. Gemessen habe ich die 76°C übrigens bei 24V AC.
Ein günstiges Panelmeter
https://de.aliexpress.com/item/Red-DC-0-100V-10A-Ammeter-Voltmeter-Gauge-Amperemeter-Volt-Meter-Car-LED-Tester-Digital-Current/872757928.html?spm=a2g0s.9042311.0.0.KOXHLr
wurde gemäß dem anhängenden Schaltplanausschnitt angeschlossen. Das
Instrument versorge ich momentan mit einem DC/DC-Wander. Die Genauigkeit
des Instruments habe ich noch nicht überprüft, scheint aber nicht ganz
schlecht zu sein.
Für die Negative Versorgung macht es ggf. Sinn die Werte anzupassen. Für
meinen Geschmack sind R2 und C2 zu groß und C3 dafür zu kleine. Für 24
V AC sollte je nach OP etwa 10 µF für C2, 47 Ohm für R2 und 100-220 µF
für C3 besser passen. Es macht mehr Sinn den Strom Verlustlos über C2 zu
begrenzen als durch R2. R2 sollte mehr dazu dienen den Spitzenstrom zu
begrenzen. Wenn C3 etwas größer ist kommt man mit etwas weniger Strom
aus - die 47 µF vom originalen Plan sind sehr knapp kalkuliert, ggf. mit
dem Hintergedanken dass die Abschaltung mit Q1 nur sehr kurz im linearen
Bereich ist.
Bei kleinerer Spannung, oder wenn die OPs mehr Strom benötigen muss C2
etwas größer werden. Bei 12 V AC eher etwa 33-47 µF und ggf. R2 noch
kleiner.
Franz B. schrieb:> Bei der Auswahl darauf geachtet, das die Panelmeter> potentialfrei versorgt werden, daher die 2 Stecker mit getrennten> Massen.
Potentialfrei werden sie bestimmt nicht versorgt, die beiden Massen sind
vermutlich intern gebrückt. Das ist zumindest bei meinen 3stelligen so.
Wenn U und I-Meter separat sind, ist das aber sowieso ziemlich egal.
Wie schnell fühlen sich deine Anzeigen an? Meine sind langsam. Zu
langsam. Die Anzeige wird zu selten aktualisiert, läuft irgendwie
hinterher, wenn man am Poti stellt.
Auszug Datenblatt:
NOTE: Header need independent power supply. Power supply range is 3.5-30
V dc. when black wire and red wire are switched to with the power supply
,header will display 0.0000 (when the measuring line is dangling ,the
header will display one or two base) . Red VIN + and black line VIN -
will be switched to the measurment circuit. the measured voltage range
is 0-33.000 V dc.
Gefühlte 3 Messungen /sec sind das wohl.
Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"
Lurchi, vielen Dank für Deine Stellungnahme dazu. Ich habe natürlich
nichts dagegen, zwei Dioden einsparen zu können (Verschwendung kann ja
niemals Sinn der Sache sein.)
Ich denke da auch an die mehrfach genannte Ergänzung der Trafos mit
einigen Windungen isolierten Leiters, um an der ein oder anderen Stelle
etwas zu gewinnen.
Du würdest also OPV Nro. 3 auch bei unter 18VDC am Ausgang von den in
Serie geschalteten Wicklungen speisen? Aber wie wäre das überhaupt
möglich, wenn diese doch auf parallel umgeschaltet würden? Da fehlt mir
noch der Durchblick - aber den werde ich schon noch gewinnen mit der
Zeit. Habe es nicht eilig.
Erwin E. schrieb:> Falls dir 33V auch schon helfen, wären diese Panelmeter vielleicht> interessant:> https://de.aliexpress.com/item/5-Digit-0-36-DC-0-33-000V-high-accuracy-Digital-Voltmeter-Volt-Voltage-Panel-Meter/32319856050.html?spm=a2g0x.12010108.1000013.1.ca88908MThZU6&traffic_analysisId=recommend_2088_1_90158_iswistore&scm=1007.13339.90158.0&pvid=b0ea0107-3bba-4390-9ecc-4699c09aded9&tpp=1
Hihi... :) Also, wenn ich dann noch die (ebenfalls getrackte)
Kleinspannung (im selben Gehäuse evtl. 6-7,5VDC mit evtl. 5-6A) auch
noch in Serie schalte, dann bin ich doch tatsächlich sogar über
72VDC... nein, ohne Witz: Vielen Dank dafür.
Ich bin mir noch unsicher, mangels Online-Zeit habe ich ja noch nicht
einmal "richtig intensiv" gesucht. Ein Bekannter meinte sogar, er habe
noch so einige 7-Segment-Anzeigen untersch. Größe irgendwo auf Lager -
und würde mir eine mehr als ausreichende Menge zur Verfügung stellen.
Michael D. schrieb:> Mal eine Frage in die Runde geworfen: Die Schottky 1N5711 scheint mir> etwas speziell. Die Werte sind jetzt nicht so außergewöhnlich, als bei> anderen Schottky's zu sein, ausser die Recovery Time von 1ns!> Das ist natürlich sauschnell, aber unbedingt relevant?> Was käme denn so als Alternative in Frage?
Ich habe beim Überfliegen des DB den Eindruck, als sei sie - wie Du
schon sagtest - sauschnell, und habe auch zusätzlich zur äußerst
niedrigen V(f) auch noch einen relativ geringen Rückwärts-Strom /
Sperrstrom.
Das mag an der "PN-Ring"-Modifikation liegen. Die Auswirkungen "in
circuit" genau kennen, und einen Ersatz aus dem Ärmel schütteln, könnte
ich aber mangels breiterer Erfahrungen leider nicht. Ich wußte noch
nicht mal von dieser Art Modifikation, und hätte wohl außer 1N914 und
1N4XX8 nichts anzubieten.