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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Projekt: DDS basierter Funktionsgenerator mit AD5930


Autor: branadic (Gast)
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Guten Abend,

immer wieder ist die Frage nach Funktionsgeneratoren für den 
Hobbybereich im Gespräch.
Es gibt einige DDS-Boards, mit denen war ich aber nie wirklich 
zufrieden.

Als ich angefangen habe mich mit DDS zu beschäftigen habe ich zudem 
wieder einmal feststellen müssen, dass man nur mühselig sämtliche 
wichtige Informationen zusammengetragen bekommt. Eben wie immer :)

Zudem kann ich selbst einen Funktionsgenerator gut gebrauchen. Es 
scheitert nicht daran mir einen fertigen zu kaufen, vielmehr reizt es 
mich einen solchen selbst einmal zu entwickeln und aufzubauen. Daher 
habe ich das folgende Projekt ins Leben gerufen.
Das Herzstück des Funktionsgenerators soll der AD5930 sein. Die Gründe 
für die Auswahl habe ich in der Projektbeschreibung festgehalten.
Es sollen möglichst viele Informationen auch für den Einsteiger in DDS 
festgehalten werden, sodass es andere einmal deutlich leichter haben.

Jeder der mag ist aufgerufen sich daran zu beteiligen. Und hier ist der 
entsprechende Artikel zum Projekt:

http://www.mikrocontroller.net/wikisoftware/index....

Einen schönen Sonntag,
branadic

Autor: branadic (Gast)
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Hallo,

um die Diskussion vielleicht ein wenig anzuregen hier mal ein erster 
Schaltplan, mit dem ich derzeit experimentiere (siehe Bild).

Das Filter ist ein elliptisches 15MHz Filter 7. Ordnung von Coilcraft 
mit 50R Eingangs- und Ausgangsimpedanz. Deswegen befindet sich an dessen 
Eingang ein Differenzverstärker, der zum Einen das differentielle 
Ausgangssignal des AD5930 verstärkt und zum anderen die Impedanzen 
anpasst.

In Bild2 ist das Ausgangssignal bei Abschluss mit 50R in der Simulation 
zu erkennen.

Die Verstärkung ist so gewählt, dass am Ausgang des Filters bei 
Abschluss um die 1Vpp zu messen sind.

Das ist der aktuelle Ansatz. Ursprünglich war ein Übertrager statt des 
OpAmps angedacht, jedoch verschiebt sich dann die minimale 
Ausgangsfrequenz hin zu höheren Frequenzen.
Es hätte ein 1:1 Übertrager gewählt werden müssen, der aus dem 
symmetrischen Signal ein unsymmetrisches macht und damit ein 
Rekonstruktionsfilter mit einer Eingangsimpedanz von 400R erfordert.
Wählt man einen 4:1 Übertrager, der die Anpassung an 50R vornimmt, so 
ergibt sich eine weitere Verschiebung der minimalen Ausgangsfrequenz zu 
höheren Frequenzen.
Als Grundlage für diese Aussagen wurden die Datenblätter der 
Breitbandübertrager WP3010 (1:1 Übertrager 0.005 - 100MHz) und WP3040 
(4:1 Übertrager 0.2 - 300MHz) der Firma Coilcraft gesichtet.

Im Bereich der Eigenbau-Netzwerkanalysatoren kommen zum Teil 
selbstgewickelte Übertrager zum Einsatz, bspw. aus dem Material N30, 
allerdings sind die minimalen Ausgangsfrequenzen deutlich höher (ab 
100kHz) und die Übertrager dämpfen in den unteren Frequenzbereichen das 
Ausgangssignal sehr stark.

Daher fiel die Wahl auf den OpAmp.

Für Diskussionspartner wäre ich sehr dankbar, nur Mut :)

branadic

Autor: Guido (Gast)
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Hallo branadic,

ich weiß noch nicht, ob ich mich an diesem Projekt beteilige, da es
mir langsam zuviel wird.

Zwei Anmerkungen:

Die max, Ausgangsfrequenz ist sehr ehrgeizig gewählt, was das Filter
betrifft. Aller Erfahrung nach wird es damit nicht gelingen das
Alias-Signal fosc-fout ausreichend zu bedämpfen.

Den FTDI-Chip würde ich weglassen. Lieber gleich einen µC einplanen,
wenn auch zunächst mit eingeschränkter Funktionalität. Sonst wird
der Kreis der Mitentwickler ev. schnell auf ein bestimmtes
Betriebssystem o.ä. beschränkt.

Viel Erfolg, Guido

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Guido,

schön dich hier zu lesen. An der maximalen Ausgangsfrequenz habe ich 
just während deines Posts gearbeitet und die Angaben leicht modifiziert 
:)
Der grauen Theorie dahinter bin ich mir durchaus bewusst, finde jedoch 
immer wieder Bauberichte, die den Übergangsbereich durch eine 
Nachregelung der Amplitude (Amplitudenkorrekturwert am FSAdjust) auch 
noch mit nutzen. Die 25MHz waren sicherlich etwas zu optimistisch 
gewählt, aber 20MHz sollten durchaus drin sein.

Da ich selbst mit µCs und deren Programmierung nicht viel am Hut habe, 
behelfe ich mir lieber mit einfachen Mitteln, wie zum Beispiel dem 
FTDI-Chip. Es gibt genug Jungs da draußen, für die die Programmierung 
eines µC ein Kinderspiel ist und für die ein solches Projekt keine 
besondere Herausforderung mehr darstellt.
Das Projekt richtet sich daher eher an die Analogiker, die mit möglichst 
wenig µC-Aufwand an einem solchen Projekt teilnehmen wollen.

branadic

Autor: branadic (Gast)
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Eventuell sollte ich das hier kurz noch richtig stellen:

Programmierer sind natürlich auch herzlich mit eingeladen. Allerdings 
wird, zumindest wenn man PWM-Signale im Frequenzbereich bis ebenfalls 
20MHz mit realisieren möchte, der AVR auch wieder etwas uninteressant. 
Es sei denn man schraubt die Anforderungen an die PWM-Signale deutlich 
nach unten.
Grundsätzlich ist die SPI-Schnittstelle leicht nach außen geführt, 
sodass jeder mit einem µC den AD5930 bedienen kann.

Darüber hinaus ist auch eine Software für die direkte Programmierung des 
AD5930 via FT232 vom PC aus eine Aufgabe für sich, also das Erstellen 
einer Softwareoberfläche und das Bit Banging des FT232.

Für den Anfang behelfe ich mir wie gesagt mit dem Tool. Wenn sich 
allerdings jemand dazu berufen fühlt, so ist er herzlich eingeladen.

Gruß, branadic

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Zital aus dem Artikel:
> Als Beispiel soll gezeigt werden, wie ein 1MHz Sinussignal schnell per
> Hand mit diesem Tool programmiert werden kann:
>
>    * 06db - setzt die notwendigen Einstellungen in ControlRegister
>    * d051 - MSB der Startfrequenz für 1MHz
>    * ceb8 - LSB der Startfrequenz für 1MHz
>    * 3000 - MSB des Frequenzinkrements
>    * 2000 - LSB des Frequenzinkrements
>    * 1002 - minimalste Anzahl der Frequenzinkremente
>
> Die Programmierung ist kinderleicht und kann bequem als PC-Software
> ausgeführt werden, sodass hierfür kein Mikrocontroller zum Einsatz
> kommen muss.

Na, das ist ja praktisch und Analogiker werden sich wie zuhause fühlen 
...



Gruß

Jobst

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Jobst,

ich höre Ironie in deinen Worten?
Das diese Art der Programmierung nicht optimal ist steht außer Frage, 
aber immer noch bequemer als erst einen µC programmieren zu müssen, um 
den DDS-IC ansprechen zu können.
Vielmehr sollte damit gezeigt werden, dass es Mittel und Wege gibt um 
eine Programmierung herum zu kommen man sich dennoch behelfen kann und 
dass der Funktionsgenerator als PC-Gerät nicht zwingend über einen µC 
verfügen muss.

Gruß, branadic

Autor: Michael D. (mike0815)
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Hallo branadic, (immer noch Gast??? )

und ja, die Frage eines FG's besteht auf jeden Fall!
Verfolge wohl auch das 200MHz  Projekt, ist mir aber im Moment etwas zu 
komplex. Da sind dann doch eher die 'Hochfrequenzspezialisten' in ihrem 
Element.
Dein Projekt ist da für mich etwas mehr in Praxisnähe, da ich ja mit 
Stefan schon im November damit begonnen hatte.
es geht wohl etwas schleppend vorwärts, da er ja mitten im 
Studiumsstress ist, da lass ich ihn erstmal in ruhe seine Sachen machen.

Die Teile sind schon fast alle vorhanden, ausser die Samples, die hat 
der Stefan noch.

In deinem Schaltplan habe ich den OPA656 geortet mit einer BW von 500MHz 
und einer Slewrate von 170V/µs.
Wir planten den LT1227( da auch gerade vorhanden bzw. schon bestellt 
war) mit einer BW von 140 MHz und einer SR von 1100V/µs als Verstärker, 
würde der ausreichen ohne das Signal zu versauen?
Dann würde ich vorschlagen mit dem FT232 erst mal, wie in deiner 
Schaltung implentiert ist, den AD5930 zu bedienen, was wohl im Moment 
etwas komfortabler erscheint!
Wenn das Projekt fortgeschrittener ist, kann man ja immer noch einen µC 
einsetzen.

Gruß Michael

Autor: Michael D. (mike0815)
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na toll, die letzten beiden Sätze hätte ich mir sparen können, stehen ja 
wohl schon auf der Projektseite...grummmel!

Autor: branadic (Gast)
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@ Michael,

ich kenne euer Konzept für einen Funktionsgenerator nicht, aber soweit 
ich weiß setzt ihr auf den AD5932?

Die Gründe, die mich veranlassen den AD5930 einzustetzen, findet man im 
Artikel.

Da der LT1227, im Übrigen ein Current Feedback OPV, BW=140MHz hat, kommt 
ihr auf eine maximale Verstärkung von 7 am OP, wenn man mal unterstellt 
das ihr den AD5932 bis 20MHz ausnutzen wollt.
Ich unterstelle weiterhin einfach mal, dass der Ausgang des OPV 50Ω 
betrage.
Das heißt also, dass die 580mVpp an 200Ω des AD5932 am Ausgang des OPV 
mit 50Ω abgeschlossen nur noch 2.03mVpp sind. Zugegeben, ich spekuliere 
jetzt nur und ich weiß nicht wie eure Schaltung tatsächlich geplant ist, 
ich sehe jetzt aber ehrlich gesagt noch keine Vorteile.
Aber dafür ist ja diese Diskussionrunde hier gedacht. Vielleicht 
stelltst du einfach mal euer Konzept vor, damit man mehr dazu sagen 
kann.

Gruß, branadic (nicht immer noch, einfach nur nicht eingeloggt)

Autor: A. B. (branadic)
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Guten Abend,

auch wenn es hier im Moment noch recht ruhig zugeht, so will ich dennoch 
weiter machen, vielleicht finden sich ja doch noch Mitstreiter?

Heute soll es um das Rekonstruktionsfilter gehen, das als elliptisches 
Filter ausgeführt ist. Der OPV am Ausgang sorgt für eine 
Impedanzanpassung auf 50Ω, sodass nicht nur fertig erhältliche Filter 
eingesetzt werden können, sondern auch selbst dimensionierte.
Um beim Beispiel des Coilcraftfilters (auf Keramiksubstrat aufgebaut) zu 
bleiben, so kann man bei einer Simulation feststellen, dass dieses als 
ideal modelliertes Filter (Spule und Kondensator verlustfrei, keine 
parasitären Effekte) einen Passbandripple von 10mdB aufweist. Falls 
Fragen aufkommen, ich bin mir des Wertes 10mdB durchaus bewusst.

Also orientiere ich mich einmal an diesem Filter und habe mir einmal 
zwei  mit AADE Filter Design bemessen lassen. Das erste Filter ist eines 
7. Ordnung, dass zweite eines 9. Ordnung.
Die Filterparameter waren bei beiden wie folgt:

fmax = 20MHz
fstop = 30MHz (entsprechend fclk - fmax = 50MHz - 20MHz)
Apass = 10,m
Zin = 50Ω
Zout = 50Ω

FG-AD5930-3.png zeigt die Bauteilbemessung des Filters 7. Ordnung und 
FG-AD5930-4.png die entsprechende Filterkurve. Es lässt sich ein Wert 
von etwa -69.5dB @ 30MHz ablesen. Für Frequenzen >30MHz wird ein Wert 
von -68.11dB nicht überschritten. Die Dämpfung der Frequenzen >30MHz 
liegt, gegenüber unserem Ausgangssignal, bei > -60dBr.

FG-AD5930-5 zeigt die Bauteilbemessung des Filters 9. Ordnung und 
FG-AD5930-6 die entsprechende Filterkurve. Hier kann man einen Wert von 
ca. -99dB @ 30MHz ablesen. Für Frequenzen >30MHz wird ein Wert von 
-96.3dB nicht weiter überschritten, entsprechend einer Dämpfung vom 
-90dBr gegenüber dem Ausgangssignal mit -6.02dB.

Der nächste Schritt ist nun beide Filter in reale Bauteilbemessungen zu 
überführen und sich in einer Simulation diese reale Bauteilbemessung 
anzuschauen.

Ist das Filter dann immer noch mit "gut" zu bewerten erfolgt der Aufbau 
und das Durchmessen dieses Filters. Hier kommt uns wieder zugute, dass 
das Filter mit 50Ω Eingangs- und Ausgangsimpedanz ausgelegt worden ist 
und die "Impedanzanpassung" vom OPV durchgeführt wird. Das erleichtert 
das Ausmessen des real aufgebauten Filters an einem Spektrumanalysator 
oder einem Netzwerktester.

Soweit für den Moment. Für Reaktionen bin ich nach wie vor dankbar.

branadic

Autor: A. B. (branadic)
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Ich führe meinen Monolog einmal weiter...

In der Zwischenzeit habe ich das letztere Filter, also das elliptische 
Filter 9. Ordnung, in reale Bauteilwerte überführt. (Blick bei den 
Distributoren hilft bei der Bauteilbemessung).
Nachfolgend ist die Bauteildimensionierung zu sehen und die simulierte 
Filterkurve. Nach wie vor immer noch verlustfrei betrachtet.

Die Simulation zeigt einen Ripple von 43mdB, -96.78dB @ 30MHz und 
mindestens -95.45dB > 30MHz. Schaut insgesamt doch gut aus oder?

Man könnte nun noch hergehen und versuchen, mehr Informationen aus den 
Datenblättern der Bauelemente zu ziehen, um die Simulation der Realität 
weiter anzunähern oder das Filter einfach einmal aufbauen und messen.
Letzteres wird der nächste Schritt sein, schließlich soll man nur soviel 
wie nötig und nicht soviel wie möglich simulieren.

Genug für heute.
Grüße, branadic

Autor: branadic (Gast)
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Guten Abend,

entgegen meinem letzten Post habe ich das Filter nun doch einmal weiter 
simuliert.
Die erste Kurve (grün) zeigt das Filter mit den errechneten 
Bauteilwerten, die zweite Kurve (blau) das Filter mit realen 
Bauteilwerten für Kapazität und Induktivität.
In der dritten Kurve (rot) sind zusätzlich noch die parasitären 
Parameter anhand von bei Fastron erhältlichen Induktivitäten in 0805 und 
in der letzten Kurve von Induktivitäten in 0603 berücksichtigt.
Man erkennt, dass das 0603-Package ungeeigneter scheint, da die ohmschen 
Beiträge hier größer sind.

Gruß, branadic

Autor: Guido (Gast)
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Nabend branadic,

jetzt kannst du noch 1 pF pro Anschluss (mit GND-Polygon) zu GND
und ca.10 nH für die Verbindung bei deiner Reihenschaltung von
Ls dazunehmen und solltest damit fast schon ein
Worst-Case-Szenario haben.

Abhängig vom Aufbau dürfte die max. Dämpfung bei ca -60 dB
liegen, mehr ist auch mit Abschirmblechen kaum zu schaffen.

Gruß, Guido

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Guido,

schön wenigstens ab und zu mal einen Kommentar zu bekommen. Dank dir ;)

Was das Filter anbelangt, so gehe ich doch mit etwas mehr Optimismus an 
die Sache.
Zum Einen habe ich keine durchgehende Massefläche unter den 
Filterkomponenten vorgesehen um parasitäre Kapazitäten zu reduzieren, 
zum Anderen werden die Spulen geometrisch um 90° verdreht zueinander 
angeordnet, aber dennoch die Leitungswege sehr kurz gehalten. Eine 
Schirmung hatte ich aber dennoch angedacht.

Ich bin aktuell noch dabei meine Simulation etwas zu erweitern, da ich 
eh nicht daheim bin und Bauteile bestellen kann. So habe ich 
mittlerweile die komplett verfügbare Produktserie von Fastron 
eingebunden, als auch die von Coilcraft. MuRata wird noch folgen, sodass 
man zumindest zwischen einigen Herstellern die verschiedenen 
Produktserien nach dem Optimum analysieren kann.
Wenn man es korrekt machen möchte, dann müsste man eigentlich auch eine 
kombinatorische Simulation zwischen den Herstellern durchführen, um das 
"Best off all"-Ergebnis zu erzielen, aber das wäre dann doch zuviel 
Aufwand.

Zumindest kristallisieren sich so geeignete Produktserien heraus, mit 
denen ich das Filter aufbauen werde.

Gruß, branadic

Autor: branadic (Gast)
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Nabend,

nach dem Filter kommt logischerweise der Part Verstärker bzw. die 
Pegelkorrektur als Rückkopplung zum DDS-IC.
An dieser Stelle muss man die Randbedingungen festklopfen, was die 
Ausgangsamplitude des Funktionsgenerators betrifft.
Nach dem Filter stehen etwa 1Vss zur Verfügung, mit 20Vss entspricht das 
Gain=20 und das bis 20MHz. Das ist natürlich schon eine kleine 
Herausforderung. Man könnte die Herausforderung für den Anfang aber erst 
einmal reduzieren auf 10Vss mit Offsetverschiebung ±5V.

Hat jemand zufällig eine schnuckelige Schaltung in Petto, die man als 
(Diskussions-)Grundlage verwenden kann?

Ich bin noch schwer am Überlegen, wie wohl der richtige Ansatz ist:

1. Verstärker + schaltbares Dämpfungsglied (wie es bei Signalgeneratoren 
gemacht wird) + anschließender Verstärkerstufe fester Verstärkung mit 
Offsetverschiebung

2. variabler Verstärker mit anschließender Verstärkerstufe fester 
Verstärkung und Offsetverschiebung

3. programmierbarer Verstärker mit anschließender Verstärkerstufe fester 
Verstärkung und Offsetverschiebung


Alles hat seine Vor- und Nachteile, die Frage ist, was sinnvoll für den 
Heimbereich ist.

Gibt es vielleicht noch einen anderen Ansatz den ich jetzt nicht genannt 
habe? Ich bin offen für eine nette Diskussion zu diesem Thema.

Gruß, branadic

Autor: Martin Ernst (mrtnernst)
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Hi,

ich weiß nicht ob ich das in diesen Teil den Forums schreiben sollte. 
Ich bin gerade dabei auch so einen Generator mit dem verwandeten 
Baustein AD5932 und einem Atmega88 zu bauen. Ich habe momentan rießige 
Probleme eine richtige frequenz aus dem Baustein zu bekommen. Ich muss 
ihn mehrmals programmieren bis ein sauberes Signal heraus kommt, aber 
die Frequenz ist nicht die von mir gewünschte. Ich möchte z.B. 50 Hz am 
Vour als Sin bzw. Dreieck. Ich hänge mal den Schaltplan und meinen 
C-Code an. Bei der Schaltung arbeite ich noch ohne die Ausgangsendstufe 
mit dem OP und dem Poti. Es muss ja erst was vernünftiges am AD5932 
selbst raus kommen. Vielleicht fällt euch ja was auf. Im anderen Forum 
bekam ich bis jetzt noch keine Antwort deshalb mal hier.

Ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen.

Mar

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Martin,

ich denke nicht, dass es an deiner Schaltung liegt, sondern vielmehr der 
AD5932 nicht richtig programmiert wird.
Die Programmierung des AD5930/5932 ist eigentlich ganz leicht. Ich mach 
das mal anhand des Beispieles für einen Sinus von 1MHz fest:

06db - setzt die notwendigen Einstellungen in ControlRegister
d051 - MSB der Startfrequenz für 1MHz
ceb8 - LSB der Startfrequenz für 1MHz
3000 - MSB des Frequenzinkrements
2000 - LSB des Frequenzinkrements
1002 - minimalste Anzahl der Frequenzinkremente

Der CTRL-Pin ist dabei die ganze Zeit auf low. Wenn du jetzt einen Puls 
am CTRL-Pin auslöst, also einen Wechsel von low --> high sollte die 
richtige Frequenz herauskommen. Ich empfehle die Application Note 
AN-1044 von Analog.

Den Schaltungsteil hab ich mir jetzt im Detail nicht angeschaut, aber 
hast du dein Filter mal vermessen?
Wie sind deine Anforderungen an die Schaltung?

Soweit für den Moment.

Beste Grüße, branadic

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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@Martin Ernst:
Schmeiß das Dallas-Epoti aus der Schaltung. Das macht dir das Signal 
kaputt. Die Dinger taugen maximal für NF.

Autor: Martin Ernst (mrtnernst)
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Hallo  Michael X.,

wie sollte ich denn deiner Meinung nach eine Amplitudenregelung usw. 
realisieren? Ich möchte das ganze ja über Taster steuern(Frequenz 
erhhöhen bzw. erniedrigen) und später eventuell eine Schnittstelle für 
einen PC vorsehen, von dem auch alle notwendigen Parameter für die 
Einstellungen geschickt werden können. Ich dachte mir das geht mit 
digital Potis ganz gut.

Soll ich ein anderes Poti nehmen?


Martin

Autor: stephan (Gast)
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Du könntest das dig. Poti benutzen um die Verstärkung eines OPv zu 
regeln.
So mache ich das beim Akkulader.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Zu dem Poti kann ich nix sagen. Vermutlich stimmt es aber mit der 
HF-Untauglichkeit.

Wie wäre es mit einem PIN-Dioden Abschwächer?

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Martin,

das Poti wird dir eh nicht viel nützen, wenn du die Wobbelfunktion 
nutzt. Dann stimmt die Amplitude vielleicht für die Startfrequenz, nicht 
aber mehr für die Stopfrequenz. Der Grund ist hauptsächlich das Filter. 
Ich weiß nicht wieviel Wert du darauf legst, aber genau das ist der 
Grund, warum ich den AD5930 verwende. Dieser verfügt über eine 
Möglichkeit die Amplitude zu korrigieren, was dem AD5932 fehlt.

Gruß, branadic

Autor: Stefan E. (stefan_e)
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Hallo zusammen.

Habe gerade davon erfahren, dass ihr hier einen Frequenzgenerator 
zusammen schustert. (War schon lange nicht mehr im anderen Thread ...)
Ganz gelesen hab ich es noch nicht. Werde ich aber noch machen.

Wie hab ihr euch das mit dem Rechteck-Signal gedacht? Muss das auch über 
den Filter oder gibt es da einen Bypass?

Habt ihr schon Erfahrungen mit dem Bit-Bang-Modus vom FTDI? Oder sogar 
schon ein Programm angefangen?

Gruß,
Stefan

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Stefan,

der AD5930 verfügt zwar über einen Ausgang der sich MSBOUT nennt, wo die 
Frequenz als Rechtecksignal anliegt, allerdings weiß ich aus eigener 
Erfahrung und Auskünften vom Analog Support, dass dieser Ausgang für 
Rechtecksignale ungeeignet ist und Analog schlägt selbst vor, das 
Sinussignal über ein Filter zu geben und anschließend einen Komparator 
zu verwenden.
Der Grund hierfür ist der doch recht erhebliche Jitter am MSBOUT.
Das soll auch hier gemacht werden. Ein Bypass ist also nicht vorgesehen.

Ja, mit dem Bit Bang-Modus am FTDI hab ich schon Erfahrung, wenn du das 
so nennen willst. Ich hab damit schon einen programmierbaren Verstärker 
(VGA) konfiguriert. Klappt ganz hervorragend.
In der Projektübersicht findest du auch den Link mit dem Tool und soweit 
ich weiß den Sourcen.
Nähere Informationen zu Bit Bang-Modus finden sich wohl auch im 
Datenblatt des FT232R.

Ich bin derzeit noch am Konzeptionieren des Verstärkung und der 
Pegelregelung. Da nebenbei noch ein paar andere Projekte anliegen, werd 
ich immer mal wieder hier dran arbeiten.

Bisher ist das Interesse an diesem Projekt noch nicht wie ursprünglich 
gedacht, deswegen halte ich mich im Moment da auch etwas bedeckter.

Beste Grüße, branadic

Autor: Michael D. (mike0815)
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Hallo branadic,
wie ich bereits erwähnte, wollte ich den Stefan erstmal in Ruhe seine 
Klausuren machen lassen, nur gestern war es endlich mal an der Zeit im 
mal bescheid zu geben, das dein Projekt genau unser Ding ist!!!

Ich verfolge sehr wohl mit großem Interesse deine Sache, möchte nur 
nicht irgentwelche unqualifizierten Kommentare abgeben und sammele 
derzeit soviel Informationen wie ich kann!
Zwischendurch muß ich halt auch noch ein paar Brötchen verdiehnen.

Vielleicht meint der Eine oder Andere das 20MHz, die ja schon in den 
HF-Bereich fallen, pillepalle sind!
Meiner Meinung nach weit gefehlt, denn die 20MHz müssen ja erstmal 
sauber erzeugt werden, was schon eine Kunst für sich ist!!!
Fängt schon bei der Strom-bzw. einer eiwandfreien Spannungsversorgung 
ohne Ripple an bis hin zur Verstärkung mit einem OPAmp (der das Signal 
ja auch versauen kann) und hört mit dem Layout der Platine, zu langen 
Leitungswegen,  Abschirmung auf...
Also das alles aufeinander abzustimmen bedarf wissen u. jede Menge know 
how, lieg ich da richtig?
Das war jetzt aber ein langer Senf.

Gruß Michael

Autor: Michael D. (mike0815)
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Hallo branadic,

Habe heute den AD5930 und den AD5932 erhalten. Der FT232 ist ebenfalls 
vorhanden.
Als Verstärker steht leider nur, wie schon erwähnt, der LT1227 zur 
Verfügung.
Was noch fehlt, sind die SMD-Filter, hast du noch dies bezüglich 
experimentiert?
Ich und auch der Stefan, würden jetzt gerne etwas mit mischen wenn es 
Recht ist, da wir ja schon seit Oktober letzten Jahres bei den 
Vorbereitungen sind.
Sollte es jetzt mal ein bißchen vorwärts gehen!

Mich würde mal interessieren, wie du denn deinen Testaufbau gestaltet 
hast!
Die Chips sind ja jetzt nicht gerade handlich und bei 
Schaltungsveränderungen, eben mal schnell aus und wieder einlöten, ist 
nicht.
Ich habe dafür eine kleine Adapterplatine im Kopf, die man, solange das 
ganze noch in der Testphase ist, als Huckepackversion besser handeln 
könnte

Pulsgenerator, an welchen der 74-Reihe dachtest du da? Hatte gerade 
einen CMOS-PLL 74HC-Reihe in der Hand, der geht bis 19MHz, was ich so 
überflogen habe.

Gruß Michael

Autor: Martin Ernst (mrtnernst)
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Hallo zusammen,

ich weiß ich bin hier nicht ganz an der richtigen Stlle aber dennoch 
meine Frage. Ich kann das POTI DS1867 nicht für die Woppelfunktion 
richtig nutzen, aber, wenn ich es sowieso erstmal ohne bauen möchte und 
die Wobbelfunktion später in einer nuen Version einplane. Jetzt mein 
Problem, wie steuer ich das Poti mit dem ATMega88 über die SPI an. Ich 
verstehe nicht wie ich die Bits der Reihe nach übertragen muss weil es 
17 bits sind und im Datenblatt steht sie müssten immer komplett gesendet 
werden. Vielleicht hat jemand schoneinmal den DS1867 mit einem ATMega 
angesteuert und kann mir mal den C-Code dazu zeigen odr mir sagen wie 
ich es versuchen könnte?

Martin

Autor: Stefan E. (stefan_e)
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Hi branadic,

-im Artikel steht:

>6.32dB oder 483mV, bei 0,5dB sind es 0,472mV und

Entweder 472mV oder 0,472V

-Legst du f_stop auf 30 Mhz, weil durch Intermodulation der 50Mhz und 
der Ausgangsfrequenz f<=20Mhz Frequenzen >=30Mhz entstehen? Sehe ich das 
richtig?

- weiter oben schreibst du
>am Ausgang des OPV mit 50Ω abgeschlossen nur noch 2.03mVpp

Meinst du da nicht 2,03Vpp?

Gruß,
Stefan

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Stefan,

Stefan E. schrieb:
> -im Artikel steht:
>
>>6.32dB oder 483mV, bei 0,5dB sind es 0,472mV und
>
> Entweder 472mV oder 0,472V

danke für den Hinweis. Wenn du solche Fehler entdeckst, dann entferne 
sie einfach, hat ja jeder Zugriff auf den Text. Manchmal sind die Finger 
einfach schneller.

Stefan E. schrieb:
> -Legst du f_stop auf 30 Mhz, weil durch Intermodulation der 50Mhz und
> der Ausgangsfrequenz f<=20Mhz Frequenzen >=30Mhz entstehen? Sehe ich das
> richtig?

Richtig, es entstehen Intermodulationsprodukte, aber nicht nur mit der 
Samplefrequenz fs und der ausgegebenen Frequenz, sondern auch Vielfachen 
von fs. Das Spektrum zeigt Frequenzen von f=k*fs±fo.

Stefan E. schrieb:
> - weiter oben schreibst du
>>am Ausgang des OPV mit 50Ω abgeschlossen nur noch 2.03mVpp

Stimmt, hat sich doch ein "m" eingeschlichen. Passiert, geht auf's Haus.
>
> Meinst du da nicht 2,03Vpp?

Michael D. schrieb:
> Was noch fehlt, sind die SMD-Filter, hast du noch dies bezüglich
> experimentiert?

Nein, das Filter habe ich noch nicht aufgebaut.

Michael D. schrieb:
> Mich würde mal interessieren, wie du denn deinen Testaufbau gestaltet
> hast!
> Die Chips sind ja jetzt nicht gerade handlich und bei
> Schaltungsveränderungen, eben mal schnell aus und wieder einlöten, ist
> nicht.

Geplant ist da eine Prototypenleiterplatte fertigen zu lassen oder 
selbst zu fertigen, je nach Gusto und Wetterlage. Der Umgang mit den 
Packages ist keine neue Herausforderung für mich, Adapterplatinen fallen 
in meinem Fall also komplett aus.

Gruß, branadic

Autor: Michael D. (mike0815)
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Hallo branadic,

hast den Martin vergessen...

und den CMOS für den Pulsgenerator! Die Frage war, welcher Typ dir da 
vorschwebt? Ich nehme mal an, das dieser ein Rechtecksignal erzeugen 
soll...


Also mit den Packages habe ich jetzt auch kein Problem...
Existiert schon ein Grund-Layout der Platine? Einseitig oder 
Doppelseitiges Layout?
Wenn Doppelseitig dann würde ich bei der nächsten Bestellung welche 
ordern!
Ich würde diese gerne selber herstellen, kommen ja dann nur die 
Photobeschichteten in Frage, den Film mache ich dann mit dem Laser...

Gruß Michael

Autor: branadic (Gast)
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@ Michael,

den Martin hab ich nicht vergessen, ich werde mich nur nicht seinem 
Problem annehmen, wie er sein Poti zu programmieren hat.

Deiner Frage nach dem Pulsgenerator kann ich nicht folgen, ich weiß 
nicht was du da genau mit meinst und was du da mit einem PLL-Baustein 
willst.

Ein erstes Layout aus einem anderen Projekt mit dem AD5930 von mir 
existiert bereits, zumindest kommt ein Teil davon bei mir wieder zum 
Einsatz. Ist ein doppelseitiges Layout. Es orientiert sich am Layout vom 
Evalboard. Da es aber momentan noch nicht vollständig ist, sprich der 
Verstärker nicht mit im Schaltplan ist, macht es momentan keinen Sinn es 
zur Verfügung zu stellen. Sowieso ist der Schaltplan konzeptionell noch 
nicht vollständig.

Gruß, branadic

Autor: Michael D. (mike0815)
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Stimmt, habe da jetzt was durcheinander gewürfelt!
Der 74er selbst sollte das Signal ja garnicht erzeugen...

Hier der Originaltext:

------Implus-Signale-------
Für die Ausgabe von Impulsen kann die Burst-Funktion des AD5930 
verwendet werden. Die minimale Impulslänge wird dann durch die maximale 
Ausgangsfrequenz des AD5930 bestimmt. Dazu kann das Signal durch einen 
schnellen Baustein der----- 74er Reihe ---geschickt werden, sodass 
Impulse von 20ns vorstellbar sind.

Den Teil, meinte ich

Gruß Michael

Autor: branadic (Gast)
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@ Michael

Das ist ganz einfach zu verstehen. Der AD5930 kann einen Burst, also 
eine vorgegebene Anzahl an Signalperioden, ausgeben.
Koppelt man das Signal jetzt bspw. über einen Kondensator aus und 
verwendet man jetzt noch einen Komparator, dessen Schaltschwelle minimal 
über 0V liegt, dann bekommt man am Ausgang des Komparators einen Puls 
mit der länge der halben ausgegebenen Signalfrequenz, d.h. die 
Pulsbreite wird, in erster Näherung, nur über die Frequenz festgelegt.
Statt des Komparators könnte man auch einen schnellen Baustein der 
74-Serie verwenden, da hier die Anstiegszeiten ebenfalls mit in die 
Pulsbreite einfließen.

branadic

Autor: branadic (Gast)
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Nabend zusammen,

Filterplatine ist entworfen und gelayoutet. Sobald die Leiterplatte da 
ist, werd ich das Filter aufbauen und vermessen. Es wird also 
weitergehen.
Über Reaktionen würd ich mich nach wie vor freuen.

Gruß, branadic

Autor: Guido (Gast)
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Tsstsstss,

so ein Beitrag, während in Old-Trafford dramatische Dinge passieren?

Wir warten alle gespannt auf die Messergebnisse am Filter. ;-)

Gruß, Guido

Autor: Michael D. (mike0815)
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...deswegen darf das Leben nicht still stehen!

Guido schrieb
> Wir warten alle gespannt auf die Messergebnisse am Filter. ;-)

...allerdings, und ich erst! Habe die meisten Bröckchen schon auf Lager.

Ein Foto von der Platine?
Vielleicht mal das Layout hier rein setzen???

Schon mal ein Lob für dein Werk!

Gruß Michael

PS. ist der Stefan mit dem Projekt auch noch zu Gange?

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Guido schrieb:
> so ein Beitrag, während in Old-Trafford dramatische Dinge passieren?

Musste eben erst mal googlen, was denn da schon wieder passiert ist. 
Flugzeugunglück? Atomunfall? Terroranschlag? ... nein - Fussball.
Wie man sich dafür begeistern kann, wird mir immer ein Rätsel bleiben.

branadic schrieb:
> gelayoutet

Auch schön :-)


Hast Du nur eine Filterplatine gemacht oder gleich mit dem AD und FT 
drauf?


Ich überlege schon die ganze Zeit, ob ich mir nicht auch so ein Teil 
bauen sollte. Dann allerdings als eigenständiges Gerät mit uC drauf.
Ich würde dafür den AT89S52-24JU einsetzen (8051er PLCC).
Wenn jemand mitzieht, setze ich mich dran und mache Software.
(SW mache ich auch so, aber dann mache ich vermutlich auch mein eigenes 
Board)
Drin sollte sein: LCD, RS232 (mit einem Adapter für 10€ macht man USB 
davon), Drehgeber ... - weitere Vorschläge?


Gruß

Jobst

Autor: Michael D. (mike0815)
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Jobst M.
> Ich überlege schon die ganze Zeit, ob ich mir nicht auch so ein Teil
>
> bauen sollte. Dann allerdings als eigenständiges Gerät mit uC drauf.
>
> Ich würde dafür den AT89S52-24JU einsetzen (8051er PLCC).
>

...ist doch geplant! Mir wäre da ein Atmega8 oder 16 lieber, da die, 
glaube ich, jeder hier vorrätig hat?!?

> Wenn jemand mitzieht, setze ich mich dran und mache Software.

auf alle Fälle!

>
> (SW mache ich auch so, aber dann mache ich vermutlich auch mein eigenes
>
> Board)

hmm, wäre schick, wenn das Projekt hier benutzt würde.

>
> Drin sollte sein: LCD, RS232 (mit einem Adapter für 10€ macht man USB
>
> davon), Drehgeber ... - weitere Vorschläge?

LCD ist klar und auch für später angedacht, siehe  branadic's 
Projektseite!

...mit dem FT232 wird doch USB zu RS232 realisiert!?! Der Chip ist doch 
gemacht dafür...

Jobst M. schrieb:
> Flugzeugunglück? Atomunfall? Terroranschlag? ... nein - Fussball.
>
> Wie man sich dafür begeistern kann, wird mir immer ein Rätsel bleiben.

...wird mir auch immer ein Rätsel bleiben, obwohl ich selber mal 
gespielt habe, nur dieser übertriebene Fanatismus, hat auch schon 
Menschenleben und kaputte Ehen gekostet!!!

Gruß Michael

Autor: Bernd N (Gast)
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>> Ich würde dafür den AT89S52-24JU einsetzen (8051er PLCC).
>> Wenn jemand mitzieht, setze ich mich dran und mache Software.

Mitziehen würde ich auch aber dann lieber ne vernünftige Tastatur statt 
einem Drehgeber. Da dreht man sich nen Wolf bei der Eingabe.

MC kann auch gern ein 8x51 Typ sein aber dann lieber nen ED2. 
Graphisches Display sollte auch mit drauf sein.

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Michael D. schrieb:
> ...ist doch geplant! Mir wäre da ein Atmega8 oder 16 lieber, da die,
> glaube ich, jeder hier vorrätig hat?!?

Hmmm, also ich habe hier stangenweise 8051er Derivate rumliegen.
Gut, auch mal 20 ATmega48 oder sowas. Aber der ist schon wieder 
outdated.
(Die aktuelle Version trägt ein P dahinter)


> hmm, wäre schick, wenn das Projekt hier benutzt würde.

Mit AVR wäre ich aber raus ... könnte dann bitte ein Steckverbinder für 
die Konfiguration des AD5930 mit auf dem Board sein?


> ...mit dem FT232 wird doch USB zu RS232 realisiert!?! Der Chip ist doch
> gemacht dafür...

Dann muss man aber beides auf dem Board vorsehen: RS232 / USB alternativ 
oder kombiniert bestücken zu können.


Bernd N schrieb:
>>> Ich würde dafür den AT89S52-24JU einsetzen (8051er PLCC).
>>> Wenn jemand mitzieht, setze ich mich dran und mache Software.
>
> Mitziehen würde ich auch aber dann lieber ne vernünftige Tastatur statt
> einem Drehgeber. Da dreht man sich nen Wolf bei der Eingabe.

Also eine richtige alphanumerische Tastatur - okay, ja, sehe ich ein.
Man kann ja beides - in Kombination oder alternativ - machen.

> MC kann auch gern ein 8x51 Typ sein aber dann lieber nen ED2.
> Graphisches Display sollte auch mit drauf sein.

Die ED Teile sind mir zu teuer.
Man könnte auf dem Board 3 Varianten vorsehen:
1. AT89S52 mit ISP-Connector
2. -ED2 Variante mit den beiden Tastern - RS232 ist ja vorhanden, Tasten 
auch.
3. AT89S52 und noch ein AT89S52, welcher den ersten per ISP und RS232 
flasht. (Ist immer noch günstiger als ein ED2)
Dann könnte jeder seine Variante bestücken.

Wozu ein grafisches Display?
Ich dachte ehr an so ein standard Dotmatrix-LCD-Textdisplay HD44780-Typ 
...



Gruß

Jobst

Autor: Bernd N (Gast)
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Hallo Jobst,

ich habe, basierend auf einem AD9833, einen Frequenzgenerator gebaut. 
Ist schon 4 Jahre her aber alle deine Wünsche waren darin enthalten 
(USB, LCD etc.etc.). Ich kann heute abend mal Photos reinstellen wenn 
gewünscht.

Meine Erfahrung ist, ein 4 Zeilen a 16 Zeichen Display ist je nach 
Menuführung schon etwas knapp. Ein graphisches LCD ist größer und kann 
mit entsprechenden Font's bis zu 8 Zeilen darstellen, ebenso Symbole.

Der AT89c51ED2 kostet 5,55 Euro bei Reichelt... das sollte doch gehen 
:-)

Warum überhaupt einen größeren ? Ich würde gerne die USB Schnittstelle 
gegen eine Ethernet Schnittstelle austauschen. Am liebsten wäre mir der 
ATMEGA 644p aber es kann auch gerne ein 8x51 Typ sein.

Vielleicht machen wir erst einmal eine Wunschliste und einigen uns dann 
auf die Hardware.

Gehäuse mit Folientastatur war folgende:

http://www.bopla.de/de/produktkatalog/gehaeusetech...

Wie gesagt, kann gerne Bilder hereinstellen.

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Bernd N schrieb:
> Meine Erfahrung ist, ein 4 Zeilen a 16 Zeichen Display ist je nach
> Menuführung schon etwas knapp. Ein graphisches LCD ist größer und kann
> mit entsprechenden Font's bis zu 8 Zeilen darstellen, ebenso Symbole.

Hmmm. Magst Du mir Deine Menustruktur mal zeigen?


> Der AT89c51ED2 kostet 5,55 Euro bei Reichelt... das sollte doch gehen
> :-)

Der AT89S52 kostet 1,10 - auch bei Reichelt. Und er liegt hier 
stangenweise herum ;-)


> Warum überhaupt einen größeren ? Ich würde gerne die USB Schnittstelle
> gegen eine Ethernet Schnittstelle austauschen. Am liebsten wäre mir der
> ATMEGA 644p aber es kann auch gerne ein 8x51 Typ sein.

TCP finde ich aber dann doch schon etwas oversized ... ist das nötig?
Also doch nur RS232 und jeder dockt dort an, was er benötigt ;-)


> Vielleicht machen wir erst einmal eine Wunschliste und einigen uns dann
> auf die Hardware.

Gut.


> Gehäuse mit Folientastatur war folgende:
>
> http://www.bopla.de/de/produktkatalog/gehaeusetech...

Ich dachte ehr an ein Tischgerät.


> Wie gesagt, kann gerne Bilder hereinstellen.

Mach mal!


Gruß

Jobst

Autor: branadic (Gast)
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Hallo die Herren,

@ Guido,

ich setze heute noch das Nutzen für die Leiterplatten und dann muss ich 
warten bis die ankommen. Sobald das Filter aber aufgebaut und vermessen 
ist lasse ich Bilder/Ergebnisse sprechen.
Ging leider alles nicht früher, du kennst ja eine der anderen 
Baustellen.
Im Übrigen interessiert mich der Sack Reis in China doch mehr als das 
Geschehen in Old-Trafford :)

@ all,

ich denke ich werde das Board so modular wie möglich halten, deswegen 
werden die Spannungsversorgung und die SPI-Schnittstelle(n) an dem 
ansonsten gekapselten Modul zur Verfügung stehen. Was als Ansteuermodul 
verwendet wird ist dann jedem selbst überlassen, ebenso welcher µC die 
Ansteuerung übernimmt.
Wenn ihr da aber etwas gescheites beisteuern könnt, dann immer her 
damit.

Nebenbei baue ich mir gerade den SYN200 auf. Der ist ebenfalls modular 
aufgebaut und verfügt über eine USB-Schnittstelle. Herzstück ist hier 
übrigens ein ATMega128. Als Standalone-Gerät ist ein 6,4" VGA TFT samt 
Pico ITX-PC vorgesehen, alles in einem schicken Gehäuse. Also ein 
richtig schnuckliges Gerät. Wird aber noch eine Weile brauchen, bis der 
soweit ist. Momentan warte ich auch hier auf Bauteile.

Gruß, branadic

Autor: branadic (Gast)
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@ Michael

> Ein Foto von der Platine?

Geht nicht, hab die Leiterplatte ja noch nicht.

> Vielleicht mal das Layout hier rein setzen???

Im aktuellen Stand macht das noch keinen Sinn, zumal ich mit mir 
schaltungstechnisch noch über einige Dinge übereinkommen muss.

@ Jobst

Ich hab erst einmal nur das Filter gelayouted, um das zu vermessen. 
Immer eine Baustelle nach der anderen. Das Filter kann ich außerdem 
direkt an eine ohnehin schon vorhandene Leiterplatte anklemmen.

Sobald ich mit mir über die nachfolgende Verstärkerschaltung samt 
Offsetverschiebung und Pegelkorrektur einig geworden bin kann ich die 
Eagle-Dateien zur Verfügung stellen.

Gruß, branadic

Autor: Bernd N (Gast)
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Ich habe die Bilder mal angehangen, somit bekommst du eine Idee wie ich 
mir das Ganze vorstelle. Meine Schaltung ist, wie gesagt, schon ein paar 
Jahre alt aber funktioniert soweit.

>> Sobald ich mit mir über die nachfolgende Verstärkerschaltung samt
>> Offsetverschiebung und Pegelkorrektur einig geworden bin kann ich die
>> Eagle-Dateien zur Verfügung stellen.

Genau das interessiert mich. Ich habe seinerzeit noch bedrahtete 
Bauelemente verwendet und für den AD-9833 eine Adapterplatine gebaut. 
Bezüglich der Ausgangsschaltung war ich nicht so erfolgreich (bin 
sicherlich kein Kenner von hochfrequenten Verstärkerschaltungen). Ab ca. 
7 MHz bekomme ich schon Probleme, Fmax. ist bei mir allerdings 10 MHz.

Meine Vorstellung geht in folgende Richtung:

- graphisches Display (Gründe, siehe oben)
- Tastatur statt Drehgeber zwecks einfache Bedienung
- Ethernet statt USB

Einiges an Code kann ich sicher übernehmen, respektive existiert 
bereits. Auf den originalen Code werde ich nicht mehr zurückgreifen (War 
in ASM geschrieben). Ich kann den Code übrigens immer noch lesen :-) 
aber die Netzwerkgeschichten sind fertig und sind in C geschrieben.

Wenn wir uns auf eine gemeinsame Hardware verständigen können dann wäre 
ich sehr daran interessiert. Ansonsten kann ich auch unabhängig daran 
arbeiten.

@ branadic

Bin sehr gespannt auf den Ausgang deiner Testschaltung und verfolge den 
Thread weiter. Gibt es, was die Funktionen / Software betrifft bereits 
konkrete Vorstellungen deinerseits ?

>> Als Standalone-Gerät ist ein 6,4" VGA TFT samt
>> Pico ITX-PC vorgesehen, alles in einem schicken Gehäuse.

Macht es Sinn überhaupt über eine gemeinsame Hardware nachzudenken ?

@ Jobst, du möchtest ein Tischgerät ? naja, schau dir mal die Bilder an, 
ich tendiere zu einem Handgehäuse welches noch kleiner ausfallen soll.

Autor: Michael D. (mike0815)
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Hallo Bernd,

Sehr interessantes Gerät!

Wäre ja wohl kein Problem, wenn es Jemand möchte, dieses auch in ein 
anderes Gehäuse zu stecken.

Soweit wie ich das sehen konnte, hast du als Spannungsregler 
Stepdownwandler benutzt. Sehr ökonomisch, nur gibt es da keine Probleme 
mit den vorhandenen Schwingungen in den LM2576?
Wie hoch sind denn die restlichen Ripplspannungen?



Gruß Michael

Autor: Bernd N (Gast)
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Hallo Michael,

die Stepdown Regler sind kein Problem.

Betreffend Gehäuse kann natürlich jeder machen was er will, ich wollte 
nur zeigen wo ich hin will :-) Ich denke man kann es soweit "schrumpfen" 
das es noch kleiner wird.

Das Gerät habe ich, wie gesagt, vor Jahren gebaut und war mein erster 
Versuch mit DDS Bausteinen. Die Datenblätter sind recht optimistisch bei 
den Specs., ich habs nicht hinbekommen wirklich bis 10 MHz sauber 
herauszukommen. Das Signal ist aber auch schon dirket am Ausgang des DDS 
Chips nicht mehr ordentlich.

Ich bin wirklich gespannt darauf was sich aus diesem Projekt ergibt. 
Jedenfalls habe ich wieder Lust mich mit dem Thema zu beschäftigen :-)

Ich denke wir sollten mal Ideen sammeln und sehen wo wir dabei 
herauskommen. Ich habe noch kein völlig festgefahrenes Konzept und laß 
mich überraschen.

Autor: branadic (Gast)
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@ Bernd

> Gibt es, was die Funktionen / Software betrifft bereits konkrete
> Vorstellungen deinerseits ?

Die Funktionen die ich mir vorstelle findet du allesamt im Artikel 
dokumentiert. Was die Software angeht, so hoffe ich immer noch ein Stück 
weit, dass mein Kollege meine Vorstellungen umsetzt. Als Grundlage für 
die Softwareoberfläche hatte ich den AFG3022B hergenommen und etwas 
modifiziert. Mein Kollege wollte das auch angehen, wann er aber welchen 
Stand erreicht, keine Ahnung.

> Macht es Sinn überhaupt über eine gemeinsame Hardware nachzudenken ?

Du hast mich scheinbar falsch verstanden, der SYN200 ist ein anderes 
Projekt von mir, an dem ich gerade dran bin und der hat mit dem 
Funktionsgenerator nichts zu tun.
Allerdings ist ein solcher Aufbau natürlich inspirierend für andere 
Projekte. Kannst ja mal nach SYN200 im Netz suchen.

Bedrahtete Bauelemente sind bei mir im besten Fall Pinheads oder 
vielleicht noch Anschlüsse für die Spannungsversorgung, der Rest ist SMD 
:)
Das Package 0805 sollte für jeden handlebar sein, denke ich.

Gruß, branadic

Autor: Bernd N (Gast)
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>> Bedrahtete Bauelemente sind bei mir im besten Fall Pinheads oder
>> vielleicht noch Anschlüsse für die Spannungsversorgung, der Rest ist SMD

So solls sein :-) deswegen auch eine Neuauflage.

Ich schau mir den Artikel nochmal an, hatte aber im Gedächtnis das du 
zunächst ja ohne Controller arbeitest.

Autor: branadic (Gast)
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Hier mal die Platine für das Filter.
Falls Fragen aufkommen sollten warum das gerade so ausschaut, die 
Induktivitäten sind jeweils aus zwei verschiedenen Werten (siehe weiter 
oben) zusammengesetzt. Um die gegenseitige Beinflussung zu reduzieren 
sind die Induktivitäten im 90° Winkel zueinander angeordnet.
Ansonsten ist derzeit nicht sehr viel drauf, außer noch zwei 
SMB-Anschlüssen.

SMB ist bei mir hier zum Standard geworden, weil es die Buchsen etc. 
vergleichsweise günstig bei Reichelt gibt (im Vergleich zu anderen 
Distributoren meine ich) und weil sich die Lötbuchsen und Lötstecker 
(für RG174) als deutlich besser verarbeitbar herausgestellt haben als 
SMA. Die Investition in eine Crimpzange lohnt sich für mich nicht, daher 
eben die Wahl auf SMB.

Gruß, branadic

Autor: Franz Ringel (Gast)
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Hallo Bernd,

in Deiner Vorstellung "graphisches Display" muß ich Dir beipflichten,
da meistens bei den dargestellten Infos die Frequenz schwer ablesbar 
ist.
Wichtig wäre die Frequenzanzeige in dezimal darzustellen.
Ich erwähne das nur, weil bei einigen Bauprojekten im Web die 
Frequenzanzeige
in HEX erfolgt (Vielleicht Gehirntraining für den Programmierer).

Zu der Menüführung tentiere ich mehr zu einer Tasten/encoder Version 
evtl.
mit Tasten die Frequenzstelle (einer, Zehner,usw.)markieren und mit dem 
Encoder den Wert verändern.Geht vielleicht schneller wenn man nur einen 
Stellenwert verändern möchte.

Schnittstelle ?? egal.

MC ??  egal.

Viele Grüße

Franz

Autor: Michael D. (mike0815)
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Bernd N schrieb
> die Stepdown Regler sind kein Problem.

Dann würde mich interessieren, wie du die Reglerschaltung gestaltet 
hast, da ich diese in kürze einsetzen möchte, schon allein wegen der 
Wärmeentwicklung gegenüber Linear-Reglern!
>
>
>
> Betreffend Gehäuse kann natürlich jeder machen was er will, ich wollte
> nur zeigen wo ich hin will :-) Ich denke man kann es soweit "schrumpfen"
> das es noch kleiner wird.

...kann ja dann durch SMD - Technik realisiert werden, wie branadic 
schon erwähnt hat!
0805er Gehäuse sind da kein Problem.
>
>
>
> Das Gerät habe ich, wie gesagt, vor Jahren gebaut und war mein erster
> Versuch mit DDS Bausteinen. Die Datenblätter sind recht optimistisch bei
> den Specs., ich habs nicht hinbekommen wirklich bis 10 MHz sauber
> herauszukommen. Das Signal ist aber auch schon dirket am Ausgang des DDS
> Chips nicht mehr ordentlich.

Das finde ich jetzt sehr ärgerlich, wenn da schon am direkten Ausgang 
was nicht stimmt...
...man bräuchte einen Vergleich um festzustellen, ob es am Chip selbst 
liegt oder an der Beschaltung, denke ich!
Vielleicht setzt du mal den Schaltplan hier rein?

Eine Adapterplatine für den AD5930 hatte ich auch schon mal in Erwägung 
gezogen...existiert da ein Layout?


Hallo branadic,
ich bin beeindruckt, das Layout sieht gelungen aus! Wie bist du auf die 
90 Grad gekommen?

Mit den SMB-Buchsen muß ich dir beipflichten, diese sind absolut 
HF-tauglich und die Stecker sind schnell aufgesteckt und bleiben auch 
dort, wo sie sind!

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Bernd N schrieb:
> - graphisches Display (Gründe, siehe oben)

Franz Ringel schrieb:
> da meistens bei den dargestellten Infos die Frequenz schwer ablesbar
> ist.

Was wollt Ihr denn alles darauf darstellen?



> Wichtig wäre die Frequenzanzeige in dezimal darzustellen.

Hmmm, ich dachte ehr an ein 11er oder 7er System ... +kopfschüttel+


Gruß

Jobst

Autor: Bernd N (Gast)
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@ Franz, auf die Idee eine HEX Schreibweise für die Frequenz zu 
verwenden bin ich noch nicht gekommen :-) klar wirds dezimal sein.

@ Michael, ich habe mal einen Auszug für die Stepdown Wandler 
angehangen. Eigentlich habe ich da garnicht viel herumprobiert. Der 
Aufbau sollte den Datenblättern entsprechen.

@ Jobst, ich hatte seinerzeit diverse Menus. Du kannst ja sehen das die 
Tastatur über F Tasten (F1-F5) verfügt.

Bei F1 war ein einfaches Frequenzmenu wo du die Frequenz in Hz eingibst 
und mit Enter bestätigst und gut ist. Neben der Frequenz wurde auch der 
Signaltyp (Rechteck  Dreieck  Sinus) angegeben.

F2 war identisch aber mit eingeschränktem Bereich da die 
Ausgangsfrequenz nun im Puls/Pausenverhältnis zu verändern war (0-100%) 
PWM Mode.

F3 konnte Frequenzbereiche mit 3 Stellen hinter dem Komma (Rechteck über 
Teilerkette).

F4 Setup der Signalformen.

F5 USB Betrieb über PC.

Da kommt also schon was zusammen und ich brauche Platz auf dem Display 
:-)

>> ich bin beeindruckt, das Layout sieht gelungen aus! Wie bist du auf die
>> 90 Grad gekommen?

Das frag ich mich auch :-) HF ist schon eine andere Welt. Bin auch immer 
wieder beeindruckt wenn es um solche Details geht.

Autor: Bernd N (Gast)
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Achso, bei einem graphischen Display könnte man die F-Tasten zu Softkeys 
werden lassen und die ganze Menuführung wäre erheblich besser.

Autor: Franz Ringel (Gast)
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Jobst M. schrieb:

> Was wollt Ihr denn alles darauf darstellen?

Na mindestens die Frequenz, die Signalform und evtl den
Ausgangspegel.

> +kopfschüttel+

Richtig!

Gruß

Franz

Autor: branadic (Gast)
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Hallo,

die Anordnung der Induktivitäten im 90°-Winkel ist nichts besonderes 
oder neues. Das hat man schon zu Röhrenzeiten mit Trafos so gemacht und 
ich verwende diese Anordnung eben bei dem Filter.

Gruß, branadic

Autor: Guido (Gast)
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Die Anordnung der Induktivitäten im 90 ° Winkel vermindert
die magnetische Kopplung der Spulen. Damit wird das Übersprechen
reduziert und eine Vergrößerung der Gesamtinduktivität
vermieden.

Gruß, Guido

Autor: Michael D. (mike0815)
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Guido schrieb im Beitrag:
> die Anordnung der Induktivitäten im 90°-Winkel ist nichts besonderes
> oder neues. Das hat man schon zu Röhrenzeiten mit Trafos so gemacht
>
....und ich Blödel habe die wieder gerade gerückt!


branadic, hast du inzwischen mal einen Testaufbau mit dem AD5930 
gemacht?

Mich überascht ein wenig die Aussage, das an Bernd's Chip das Signal 
nicht ok war!

Ich spiele gerade mit einem XR2206 herum und habe den Krüppel mit einem 
TL081 auf über 4MHz gebracht, siehe Foto

Gruß Michael

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Guido,

danke, man hätte es natürlich auch so einfach erklären können wie du. 
Fällt einem manchmal aber einfach schwer.

Grüße

Autor: Wenzel H. (Gast)
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Jobst M. schrieb:

>Hmmm, also ich habe hier stangenweise 8051er Derivate rumliegen.
 Hoffendlich hat nicht noch jemand ne Kiste alter Röhren.... "SORRY"

>Wozu ein grafisches Display?
>Ich dachte ehr an so ein standard Dotmatrix-LCD-Textdisplay HD44780-Typ
 Richtig, bei einer gut durchdachten Menüführung sollte ein 20x2 Display
 genügen.

>TCP finde ich aber dann doch schon etwas oversized ... ist das nötig?
>Also doch nur RS232 und jeder dockt dort an, was er benötigt ;-)
 Richtig!


 Gruss

 Wenzel

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Wenzel H. schrieb:
>>Hmmm, also ich habe hier stangenweise 8051er Derivate rumliegen.
>  Hoffendlich hat nicht noch jemand ne Kiste alter Röhren.... "SORRY"

Ich denke 8051er sind beständiger als ATmegas.


Gruß

Jobst

Autor: branadic (Gast)
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Hallo und guten Tag,

damit der Thread hier nicht zu sehr versackt oder irgend jemand davon 
ausgeht es würde nichts mehr passieren, die Leiterplatten sind bestellt. 
Allerdings werde ich aus beruflichen und privaten Gründen in den 
nächsten Wochen sehr viel unterwegs sein, sodass ich davon ausgehen 
muss, dass erst im Juni das Filter aufgebaut und vermessen werden kann.
Nichts desto trotz werde ich mich in der Zwischenzeit mit meiner 
Schaltungstopologie beschäftigen und versuchen die einzelnen Stufen 
auszulegen.
Wie bereits erwähnt werden die Schnittstellen an Pfostenwannen o.ä. zur 
Verfügung stehen, sodass die Controllerplattformen individuell 
entwickelt werden können, eine allgemeine Basislösung wäre aber nicht 
schlecht.

Mein Kollege hat darüber hinaus mit einer PC-GUI begonnen, die über 
einen µC die Generatorplatine ansteuern können soll.

Gruß, branadic

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Ich erstelle gerade ein Layout für den AD5932 (von denen ich hier nun 
auch welche habe) um darauf dann die SW zu entwickeln. Lediglich die 
Burst-Geschichte kann der nicht - aber das kann man ja schon mal 
vorbereiten.

Ich überlege im übrigen, den MCLK für den Chip umschaltbar oder 
dynamisch (PLL) zu gestalten, da im unteren Bereich die Auflösung zu 
wünschen übrig lässt.

Also: Auch hier geht es voran!


Gruß

Jobst

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Jobst,

keine ganz schlechte Idee. Man könnte dann bspw. einen 10MHz 
Quarzoszillator verwenden und dann zwischen den 50MHz und den 10MHz 
umschalten. Damit ergäbe sich eine untere Frequenz von ca. 0,5Hz.
Ich für meinen Teil hatte sowieso XO91-Oszillatoren (SMD-Package) 
vorgesehen, da käme es auf einen zweiten mit nem 2 auf 1 
Multiplexer/Demultiplexer auf der Leiterplatte auch nicht mehr drauf an.
Einen geeigneten Typen habe ich übrigens schon im Einsatz.

In den nächsten Tagen will ich mal noch den Test machen und am 
SpekAnalyser messen wie stark sich die Versorgungsspannung auf das 
ungefilterte Ausgangssignal auswirkt. Unter Umständen kann es sinnvoll 
sein den AD5930 nur mit 3,3V zu betreiben anstatt mit 5V, um die 
Störungen am Ausgang des DAC zu reduzieren. Etwas ähnliches hatte ich in 
einem anderen Projekt einmal gelesen.

Ein einfaches Layout für den AD5932 habe ich bereits. Es orientiert sich 
an den Vorgaben des Evalboards zum AD5930/AD5932 und ist eine stark 
reduzierte Version davon, also ohne den Cypress-Chip.

Beste Grüße, branadic

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Ich denke gerade über den Einsatz des CDCE913 von TI nach.
Das ist ein (VC)XO-PLL-Teiler-Baustein bis 160MHz.
Der bekommt einen 12,288MHz Quarz, damit lassen sich alle nötigen 
Frequenzen erzeugen.


Gruß

Jobst

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Jobst,

einziges Problem wäre bei der Geschichte, dass man ein zweites 
Rekonstruktionsfilter für die zweite Taktquelle bräuchte, sprich ein 
Filter für 50MHz Taktfrequenz am DDS und eines meinetwegen für 10MHz 
oder kleiner.

Daher ist eine variable Taktfrequenz nicht empfehlenswert.

Mit dem umgeschalteteten Takt müsste man dann auch das 
Rekonstruktionsfilter umschalten.

Wenn wir da klar die Grenzen abstecken, also mit welcher Taktfrequenz 
welcher Frequenzbereich abgedeckt werden soll, dann könnte man die 
Schaltungstopologie besser auslegen.

Der Gedanke ist aber grundsätzlich interessant. Für den Frequenzbereich 
0,2 - 20MHz könnte man bspw. einen Breitbandübertrager wie den WB3040 
von Coilcraft einsetzen, mit dem man die Impedanzanpassung von 200 Ω 
symmetrisch auf 50 Ω unsymmetrisch vornimmt und im Bereich unterhalb der 
200 kHz würde man dann einen Impedanzwandler vorsehen unter Verwendung 
eines rauscharmen OPV mit geringerem GBW.

Ich lasse mir den Ansatz mal durch den Kopf gehen.

Beste Grüße, branadic

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Hallo Branadic,

daß das Filter dann nicht mehr passt, ist mir klar gewesen, hatte dies 
für mein Probeboard aber für nicht so wichtig gehalten. Sollte dieses 
Feature in dieses Projekt einfliessen, muss sich hierüber natürlich 
Gedanken gemacht werden.

Dabei habe ich mir gerade nochmal Deine Ausgangsschaltung angesehen und 
habe hier ein paar Einwände:
- Die Ausgänge am AD5930 sind Stromausgänge. Wieso arbeitet der 
nachfolgende OP nicht als I/V-Wandler?
- Derzeit werden die Ausgänge unterschiedlich stark belastet. Somit 
liegen auch unterschiedlich große Spannungen an ihnen.

Ich hätte die Idee, an beide Stromausgänge jeweils einen OP als 
I/V-Wandler anzuschliessen, dem einen folgt Dein Rekonstruktionsfilter, 
dem anderen ein einfacher Tiefpass (24dB/Okt) ab z.B. 10MHz (oder was 
immer der Erbauer des jeweiligen Gerätes dort einsetzen möchte - evtl. 
auch umschaltbar).
Beide Ausgänge werden herausgeführt.
Sollte sich der Erbauer für eine der beiden Varianten entscheiden, legt 
er den anderen Ausgang des AD5930 auf Masse und bestückt den Rest 
dahinter einfach nicht.

Des weiteren würde ich den AD5930 gerne leicht 'übertakten' und mit
50331648 Hz anstelle von 50000000 Hz betreiben. Grund: Es ist einfach 
eleganter mit einer Frequenz im 1,5Hz Raster, als im 1,49011...Hz Raster 
zu arbeiten.


Gruß

Jobst

Autor: Berichter (Gast)
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Hallo Jobst,

>Dabei habe ich mir gerade nochmal Deine Ausgangsschaltung angesehen und
>habe hier ein paar Einwände:
>- Die Ausgänge am AD5930 sind Stromausgänge. Wieso arbeitet der
>nachfolgende OP nicht als I/V-Wandler?
>- Derzeit werden die Ausgänge unterschiedlich stark belastet. Somit
>liegen auch unterschiedlich große Spannungen an ihnen.

Ich habe mich hier am Datenblatt des AD5930 orientiert und das sagt:

19 IOUT
Current Output. This is a high impedance current source output. A load 
resistor of nominally 200 Ω should be connected between IOUT and AGND. A 
20 pF capacitor to AGND is also recommended to act as a low-pass filter 
and to reduce clock feedthrough. In conjunction with IOUTB, a 
differential signal is available.

20 IOUTB
Current Output. IOUTB is the compliment of IOUT. This pin should 
preferably be tied through an external load resistor of 200 Ω to AGND, 
but can be tied directly to AGND. A 20 pF capacitor to AGND is also 
recommended as a low-pass filter to reduce clock feedthrough. In 
conjunction with IOUT, a differential signal is available.

Wie du sicherlich gesehen hast, habe ich den OPA656 als Impedanzwandler 
im Einsatz und der besitzt einen FET-Eingang und damit eine hohe 
Eingangsimpedanz, gegenüber den 200 Ω an den beiden IOUT.
Das das auch funktioniert habe ich hier in einem Testaufbau auch schon 
bewiesen ;)

>Ich hätte die Idee, an beide Stromausgänge jeweils einen OP als
>I/V-Wandler anzuschliessen, dem einen folgt Dein Rekonstruktionsfilter,
>dem anderen ein einfacher Tiefpass (24dB/Okt) ab z.B. 10MHz (oder was
>immer der Erbauer des jeweiligen Gerätes dort einsetzen möchte - evtl.
>auch umschaltbar).
>Beide Ausgänge werden herausgeführt.
>Sollte sich der Erbauer für eine der beiden Varianten entscheiden, legt
>er den anderen Ausgang des AD5930 auf Masse und bestückt den Rest
>dahinter einfach nicht.

Diese Idee finde ich nicht so toll, denn der AD5930 verfügt nun mal über 
einen differentiellen Ausgang und dessen Vorteile sollte man auch 
nutzen.

Es ist nicht so, dass ich imun gegenüber anderen Ideen bin, allerdings 
verfolge ich da eine klare Strategie, daher habe ich heute mal Samples 
von dem Coilcraft-Übertrager bestellt, ist eine Sache die man sich mal 
anschauen sollte. Die Idee hatte ich früher bereits einmal, hatte sie 
dann aber wieder verworfen.

>Des weiteren würde ich den AD5930 gerne leicht 'übertakten' und mit
>50331648 Hz anstelle von 50000000 Hz betreiben. Grund: Es ist einfach
>eleganter mit einer Frequenz im 1,5Hz Raster, als im 1,49011...Hz Raster
>zu arbeiten.

Das macht die PLL und einen entsprechenden (programmierbaren?) 
Frequenzteiler dann aber zwingend notwendig, aber du meinst 3Hz Raster 
oder?

50,331648 MHz / 2^24 = 3 Hz

Beste Grüße, branadic

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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*Bevor wir nun aneinander vorbei reden: Ich spreche von dieser Schaltung
Beitrag "Re: Projekt: DDS basierter Funktionsgenerator mit AD5930"
... eine neuere Version habe ich auch jetzt nicht gefunden ...*




Berichter schrieb:
> Ich habe mich hier am Datenblatt des AD5930 orientiert und das sagt:
[schnipp-schnapp]

Ja, die Zeilen habe ich auch gelesen. Aber ich habe die Erfahrung 
gemacht, daß Stromausgänge von DACs die beste Performance bringen, wenn 
sie bei einer konstanten Spannung betrieben werden.

> Wie du sicherlich gesehen hast, habe ich den OPA656 als Impedanzwandler
> im Einsatz

Nein, hast Du nicht. Das ist ein (einfacher) Differenzverstärker.

> und der besitzt einen FET-Eingang und damit eine hohe

Selbst ein Eingangswiderstand von 20kΩ wäre in Deiner Schaltung 
vernachlässigbar.

> Eingangsimpedanz, gegenüber den 200 Ω an den beiden IOUT.

Am positiven Eingang hängen parallel zu den 200Ω noch 182Ω und 665Ω in 
Reihe - ingesamt belastet dies den AD5930 mit 162Ω

Am negativen Eingang des OPs hast Du durch die Gegenkopplung die selbe 
Spannung wie am positiven Eingang des OPs. Dadurch fliesst durch R2 ein 
größerer Strom als durch R4. Ich habe einen effektiven Widerstand (incl. 
der 200Ω) von 67Ω ausgerechnet.

> Das das auch funktioniert habe ich hier in einem Testaufbau auch schon
> bewiesen ;)

Sicherlich wird dort etwas heraus kommen. Aber symetrisch belastet ist 
der AD5930 nicht.

>>Ich hätte die Idee, an beide Stromausgänge jeweils einen OP als
>>I/V-Wandler anzuschliessen [...]
>
> Diese Idee finde ich nicht so toll, denn der AD5930 verfügt nun mal über
> einen differentiellen Ausgang und dessen Vorteile sollte man auch
> nutzen.

Lt. Datenblatt ist es ein komplementärer Ausgang, welchen man dann 
natürlich auch differenziell benutzen kann, aber nicht muss.
Und mit dem OP machst Du im Moment zuallererst ein asymetrisches Signal 
davon.

Im übrigen denke ich, daß es dem Signal zuträglich ist, wenn ich nicht 
über einen kleinen Widerstand eine kleine Spannung erzeuge und diese 
dann mit einem OP verstärke, wenn ich diesen Strom direkt als den Strom 
durch die Gegenkopplung nutzen kann.

Evtl. wäre ein voll symetrischer OP wie 
http://focus.ti.com/docs/prod/folders/print/ths4503.html eine Lösung ...

> [...], allerdings verfolge ich da eine klare Strategie [...]

Mag sein, daß sich da die Interessen momentan etwas beissen, aber 
vielleicht finden wir ja doch eine gemeinsame Lösung.


>>Des weiteren würde ich den AD5930 gerne leicht 'übertakten' und mit
>>50331648 Hz anstelle von 50000000 Hz betreiben. Grund: Es ist einfach
>>eleganter mit einer Frequenz im 1,5Hz Raster, als im 1,49011...Hz Raster
>>zu arbeiten.
>
> Das macht die PLL und einen entsprechenden (programmierbaren?)
> Frequenzteiler dann aber zwingend notwendig,

Jain.
Derjenige, der den CDCE913 einsetzt, könnte das Filter mit den Werten 
für 50,331648 MHz bestücken, die anderen mit Werten für 50MHz.

> aber du meinst 3Hz Raster
> oder?
>
> 50,331648 MHz / 2^24 = 3 Hz

Den Chip kann man mit seinen 24 Bit aber vermutlich nur bis 25Mhz 
einstellen, daher

25,165824 MHz / 2^24 = 1,5 Hz

Ich denke nicht, daß der gespiegelte Bereich oberhalb der maximal 
nutzbaren Ausgangsfrequenz, in der oberen Hälfte der Werte verfügbar 
ist.
Das Datenblatt lässt sich darüber aber nicht aus.



Gruß

Jobst

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Jobst,

>Nein, hast Du nicht. Das ist ein (einfacher) Differenzverstärker.

Gute, dann hab ich mich vielleicht nicht ganz korrekt ausgedrückt, der 
Differenzverstärker dient zugleich als Impedanzwandler und transformiert 
die vierfach höhere Eingangsimpedanz herunter, indem er 50Ω an seinem 
Ausgang erwartet.
Mit dem Differenzverstärker war ein erster Versuch, man könnte genauso 
gut einen Instrumentationsverstärker hernehmen.

>Evtl. wäre ein voll symetrischer OP wie
>http://focus.ti.com/docs/prod/folders/print/ths4503.html eine Lösung ...

Ich kenne den OPV. An irgendeiner Stelle der Schaltung muss man wieder 
unsymmetrisch werden, also warum nicht am Ausgang des OPVs?
Kennst du zufällig den Artikel zum SYN500 aus der Zeitschrift 
Funkamateuer? Ähnlich wird dort auch mit einem AD995x verfahren. Die 
beiden (in diesem Fall 50Ω-) Ausgänge werden als differentielle Ausgänge 
an einen Übertrager 1:1 geklemmt, der aus dem symmetrischen Signal ein 
unsymmetrisches auf der Sekundärseite macht, danach folgt das Filter und 
eine Verstärkerstufe.

>Lt. Datenblatt ist es ein komplementärer Ausgang, welchen man dann
>natürlich auch differenziell benutzen kann, aber nicht muss.
>Und mit dem OP machst Du im Moment zuallererst ein asymetrisches Signal
>davon.

Ja, schon recht, allerdings erwarte ich dadurch ein geringeres 
Störspektrum bereits vor dem Filter, was sich auch positiv auf das 
Signal am Ausgang des Filters auswirken wird.

>Den Chip kann man mit seinen 24 Bit aber vermutlich nur bis 25Mhz
>einstellen, daher

>25,165824 MHz / 2^24 = 1,5 Hz

Du interpretierst die Formel falsch, der korrekte Ausdruck ist:

M = f(out) x 2^n / f(MCLK)

f(MCLK) sind deine 50,331648MHz Taktfrequenz, mit der der AD593x 
betrieben wird, nicht die maximal mögliche auszugebende Frequenz

n sind die 24bit Auflösung des AD593x

f(out) ist die auszugebende Frequenz

M ist das zu schreibende Frequenzwort

Stellt man diese Formel um, so ergibt sich für das Frequenzwort M=000001 
eine Ausgangsfrequenz von f(out)=3Hz.

Gruß, branadic

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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branadic schrieb:
> Hallo Jobst,
>
>>Nein, hast Du nicht. Das ist ein (einfacher) Differenzverstärker.
>
> Gute, dann hab ich mich vielleicht nicht ganz korrekt ausgedrückt, der
> Differenzverstärker dient zugleich als Impedanzwandler und transformiert
> die vierfach höhere Eingangsimpedanz herunter, indem er 50Ω an seinem
> Ausgang erwartet.

Er hat aber gar keine (2x) 200Ω Eingangsimpedanz.
Wobei der AD5930 ja auch keine Ausgangsimpedanz von 200Ω hat.
Wenn Du schon an den beiden 200R gegen Masse festhalten möchtest, würde 
ich zumindest die Beschaltung des OPVs etwas hochohmiger wählen. (Faktor 
100) Der 49.9 bleibt natürlich so.


> Mit dem Differenzverstärker war ein erster Versuch, man könnte genauso
> gut einen Instrumentationsverstärker hernehmen.
>
>>Evtl. wäre ein voll symetrischer OP wie
>>http://focus.ti.com/docs/prod/folders/print/ths4503.html eine Lösung ...
>
> Ich kenne den OPV. An irgendeiner Stelle der Schaltung muss man wieder
> unsymmetrisch werden, also warum nicht am Ausgang des OPVs?

Warum nicht am Ausgang eines symetrischen OPVs als IU-Wandler?
(Und schon hätte man den zweiten Ausgang wieder) :-)


> Ja, schon recht, allerdings erwarte ich dadurch ein geringeres
> Störspektrum bereits vor dem Filter, was sich auch positiv auf das
> Signal am Ausgang des Filters auswirken wird.

Das ist ein Argument.

>>25,165824 MHz / 2^24 = 1,5 Hz
>
> Du interpretierst die Formel falsch, der korrekte Ausdruck ist:
>
> M = f(out) x 2^n / f(MCLK)

Woher hast Du die Formel?
Im Datenblatt habe ich sie auch nach längerem suchen nicht gefunden.
Und ich habe schonmal danach gesucht.

Aber grundsätzlich bleibt das Problem das gleiche.


Gruß

Jobst

Autor: branadic (Gast)
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Guten Morgen,

symmetrischer I-U-Wandler könnte man machen, keine Frage.

Zwecks der Formel, schau mal bei Analog auf der Seite unter dem AD5930. 
Dort findest du dann eine Application Note die da irgendwie heißt 
"Programming the AD5930" oder so und in der findest du die Formel dann.

Gruß, branadic

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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branadic schrieb:
> Guten Morgen,

dito.

> Zwecks der Formel, schau mal bei Analog auf der Seite unter dem AD5930.
> Dort findest du dann eine Application Note die da irgendwie heißt
> "Programming the AD5930" oder so und in der findest du die Formel dann.

Und ich habe es wirklich im Datenblatt erwartet. :-P


Gruß

Jobst

Autor: branadic (Gast)
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Ja, würde man da eigentlich erwarten, aber wir wurden eines Besseren 
belehrt.
;)

Gruß, branadic

Autor: Franz Ringel (Gast)
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Da es jetzt hier so ruhig geworden ist nun mal eine Anregung für das
Display-Menü.
Das im Anhang dargestellte 4 zeilige Display stellt allerdings die
Frequenz in "hex" dar.

Grüße

Franz

Autor: branadic (Gast)
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Hallo,

es ist ruhig geworden, da ich die letzten Tage auf der Hannovermesse war 
und nun eine Woche Urlaub in der Heimat mache. Außerdem warte ich auf 
die Leiterplatten. Es wird aber weiter gehen, keine Frage.

Gruß, branadic

Autor: Josef Klein (Gast)
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Franz Ringel schrieb:
> Das im Anhang dargestellte 4 zeilige Display stellt allerdings die
> Frequenz in "hex" dar.

Hmmmm,
ich kenne da eine andere Version.

Im Menü (4.Displayzeile) können 3 Untermenü durch drehen des Encoder
aufgerufen werden:
1. SIG-FORM
   Durch drücken der Encoder-Taste können die Signalformen "Sinus,
   Rechteck,Dreieck und Sägezahn eingestellt werden.
2. Pegel:
   Verändern des Ausgangpegel mittels Encoder
3. Frequenz:
   Einstellen der Frequenzschritte 0,1Hz 1Hz 10Hz 100Hz 1Khz 10kHz und
   Verändern mittels Encoder.
Meiner Meinung nach ist die Menüführung einfach und die Darstellung auf
dem Display 20x4 übersichtlich.

Viele Grüße

Josef

Autor: Michael D. (mike0815)
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Hallo Josef,

das Display vom Franz wurde laut Readme von Atmel's:
Main_Control.aps  Firmware für atMEGA8515 (Steuerung)
MiniDDS.aps       Firmware für atTINY2313 (Generator)

...angesteuert

Welcher Prozessor steuert denn dein Display?

Gruß Michael

Autor: Josef Klein (Gast)
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Michael D. (Firma: Auto-Design) schrieb:
>Welcher Prozessor steuert denn dein Display?

Hallo Michael,

die Displaysteuerung und die Signalerzeugung erfolgt durch einen
atMEGA32 und DAC0808, also kein DDS Chip.
Funktioniert auch nur bis 2MHz.

Die Menüführung habe ich nur als Beispiel hier dargestellt.

Gruß

Josef

Autor: Bernd_Stein (Gast)
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Hallo zusammen,

vielleicht nützlich.

http://www.heise.de/ct/artikel/Schwingungsformer-291122.html


Bis demnächst
Bernd_Stein

Autor: Holger.S (Gast)
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Hallo

wollte mal höflich nachfragen ob noch jemand an dem Projekt aktiv ist,
oder das Ganze schon gestorben ist.

Mfg.


Holger

Autor: Kurt Bohnen (kurt)
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branadic ist noch im Urlaub.

Autor: Werner.B (Gast)
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Hallo

Kurt Bohnen schrieb:
>branadic ist noch im Urlaub
Anscheinend ist von den Entwicklern nur noch einer übrig.
Schade dass sich die anfängliche Begeisterung und der Tatendrang
so schnell gelegt haben.

Mfg.

Werner

Autor: branadic (Gast)
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Hallo zusammen,

ich bin mittlerweile aus meinem Urlaub zurück. In Spanien (bis runter 
zur Costa del sol) war doch etwas besseres Wetter als hier in 
Deutschland, sodass man sich mit dem Sonnenentzug erst etwas anfreunden 
muss.

Jedenfalls lagen nach meinem Urlaub auch die Filterplatinen im 
Postkasten. Ab nächster Woche wird es da dann auch weiter gehen, dann 
werde ich das Filter mal aufbauen und vermessen. Es ist also nichts 
eingestampft oder so.

Gruß, branadic

Autor: branadic (Gast)
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Tag auch,

Filter ist mal auf die Schnelle zusammengelötet (siehe Bild) und kurz 
vermessen worden. Hier die dazugehörigen Bilder des Filters am 
SpecAnalyser, mit dem Marker an verschiedenen Positionen.
Das Filter wird noch mal ganz genau vermessen und die Werte bei 
verschiedenen Frequenzen aufgenommen.
Was man jetzt schon sehen kann ist, dass die Grenzfrequenz von 20MHz 
nicht ganz getroffen wurde, was auf parasitäre Kapazitäten zurückgeführt 
werden kann, dennoch sollte man mit der Amlitudenkorrektur des AD5930 in 
der Lage sein dies zu kompensieren.

Soweit an dieser Stelle, branadic

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Gibts irgendwo noch mehr Informationen zu deinem Filter?

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Simon,

wenn du diesen Thread, der ja noch nicht wirklich lang ist, vom Anfang 
bis zu Ende komplett durchschaust, findest du alle Infos zum Filter.

Indutivitäten sind von Fastron aus der AS-Serie in 0805, ansonsten sind 
noch 0805-Keramikkondensatoren verbaut.

Hier das Bild zum Schaltplan/Bauteilplan:

http://www.mikrocontroller.net/attachment/70886/FG...

ansonsten gibt es auch im zugehörigen Artikel weitere Informationen:

http://www.mikrocontroller.net/articles/DDS_basier...

Im Artikel findet man auch, wie die Kondensatoren zusammengesetzt worden 
sind. Die 43pF und 30pF wurden gestapelt, alle anderen Kondensatoren 
nebeneinander angeordnet (siehe Foto und Layout).

Gruß, branadic

Autor: branadic (Gast)
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Vielleicht noch ein kurzes Wort zu der ersten Messung. Es wurde der 
interne Tracking Generator des SpecAnalysers verwendet. Morgen werden 
ausführlichere Messungen durchgeführt und die Filterkennlinie mit der 
simulierten verglichen.

Gruß, branadic

Autor: branadic (Gast)
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Tag zusammen,

mittlerweile ist das Signal des Signalgenerators (Amplitude=1Veff bzw. 
13dBm) mit den Messleitungen und einer SMB-Kupplung anstelle des Filters 
und anschließend mit Filter vermessen worden, um daraus die 
Übertragungsfunktion Ua/Ue in dB bilden zu können.
Diese ist zusammen mit der in LTSpice simulierten Übertragungsfunktion 
des realen Filters in einem Diagramm festgehalten worden.

Es zeigt sich, dass das Filter gar nicht so schlecht gelungen ist, wie 
auf den ersten Blick am SpecAnalyser vermutet, aber schaut selbst.

Damit ist, zumindest aus meiner Sicht, die Baustelle 
Rekonstrukionsfilter abgeschlossen und die Bauteilwerte können so in die 
weitere Planung einfließen.

Gruß, branadic

Autor: A. B. (branadic)
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Hallo und guten Abend,

ich hoffe ihr habt das sonnige Wochenende gut überstanden.

Da das Rekonstruktionsfilter abgeschlossen ist, ist der nächste logische 
Schritt die Pegelregelung und daran anschließend die Verstärkerstufe.

Da ergeben sich folgende Fragestellungen:

a) Wer ist noch mit am Projekt beteiligt?

b) Welche Anforderungen an die Endstufe habt ihr?

c) ...

Um mal Beispiele zu formulieren:

Ich habe auf Arbeit ein AFG3022B von Tektronix, an diesem lässt sich die 
Spannung von 10mVpp bis 10Vpp in 0,1mV Schritten einstellen. Zugegeben, 
ist ein arbiträrer Funktionsgenerator, wo man die Last sogar von 10Ω bis 
High Z einstellen kann, aber das soll nicht zur Diskussion stehen.

Weiterhin habe ich noch ein Cleverscope mit Funktionsgenerator, der sich 
von 100mVpp bis 10Vpp in 100mV Schritten einstellen lassen soll, 
effektiv geht es aber erst ungefähr ab 600mVpp, natürlich an 50Ω.

Aus meiner Sicht wären 10mVpp bis 10Vpp in 1mV-Schritten für den 
Hobbybereich eine echte Bereicherung.

Da sich aus diesen Anforderungen heraus das Konzept der Endstufe 
formuliert wäre eure Meinung wichtig. Ich hatte zwar bereits weiter oben 
mal eine Anforderung gestellt, jedoch stand das nie zur allgemeinen 
Diskussion. Jetzt wäre die Möglichkeit noch Einfluss auf das Projekt zu 
nehmen.

Schönen Abend erst einmal, branadic

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Wir sind ja bei DC-20MHz, richtig? Da wäre ein Verstärker bis 10Vp-p 
durchaus möglich. Gibts da was nettes integriertes? Oder Oldskool mit 
Gegentaktendstufe?

Autor: branadic (Gast)
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@ Michael,

ist so ohne weiteres nicht einfach zu beantworten. Kommt eben auf die 
Spannungsauflösung drauf an. Daher war ja die Frage in die Runde, wer 
welche Anforderungen hat.

@ all:

Solange dies noch zur Diskussion steht, habe ich mal Jobst's Idee mit 
dem CDCE913 aufgegriffen, weil sie mir nach reichlicher Überlegung sehr 
gut gefallen hat und habe einen entsprechenden Abschnitt im Artikel dazu 
verfasst:

http://www.mikrocontroller.net/articles/DDS_basier...

Kommentare sind wie immer herzlich willkommen, denn leider hab ich im 
Moment irgendwie wieder das Gefühl Einzelentwickler zu sein.

Gruß, branadic

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Der CDCE913 sieht ja nett aus. Und ist einigermaßen erhältlich.
Was hälst du vom AD603 als VCA und anschließend einen Strombuffer?

Autor: branadic (Gast)
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Ist ein erster Vorschlag. Der AD603 hat ein ziemlich heftiges Peaking, 
wäre zu prüfen, ob das Schwierigkeiten macht.
Nichts desto trotz sind die Anforderungen an die Endstufe noch nicht 
formuliert. Sollen wir die 10mVss bis 10Vss in 0,1mV oder 0,2mV 
Schritten angehen? Wie stark soll die DC-Offsetverschiebung ausfallen?

Das sollten wir zunächst festnageln, damit man auch in die richtige 
Richtung entwickelt.

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Gut, also als Vorschlag 0,1mV Auflösung. Offsetverschiebung 2,5V, dann 
hat man TTL-Signale zur Verfügung. Ein durchaus nützliches Feature für 
diverses Digitalzeugs. Mehr würde ich nicht brauchen.

Autor: branadic (Gast)
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Hallo,

ich habe jetzt bewusst mal eine Weile gewartet, ob es irgendwelche 
Rückmeldungen gibt. Dem ist aber nicht so. Daraus folgere ich, dass 
quasi kein Interesse vorhanden bzw. die Leute an einer Hand abzählbar 
sind.

Das ist ziemlich schade und deswegen werde ich die nächste Zeit im 
stillen Kämmerlei weiter werkeln.

branadic

Autor: Klaus Bauer (Gast)
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Hallo

branadic schrieb:
>Daraus folgere ich, dass
>quasi kein Interesse vorhanden bzw. die Leute an einer Hand abzählbar
>sind.
Interesse ist nach wie vor vorhanden, doch werden die meisten 
Interessenten
wenig für die Softwareentwicklung beitragen können.

Von den anfänglich superwichtigen Beiträgen (Jobst M. und Bernd N)ist
weniger als lauwarme Luft übrig geblieben.
Wenn es drauf ankommt, dann langen die Programmierkentnisse gerade noch
für LED blinken (ist bei mir auch so).

Aber lasse Dich davon nicht entmutigen und mach weiter so.

Viele Grüße
Klaus

Autor: Steve (Gast)
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Hi.

Klaus Bauer schrieb:
> Interesse ist nach wie vor vorhanden, doch werden die meisten
> Interessenten
> wenig für die Softwareentwicklung beitragen können.

Vollkommen verständlich, dass sich branadic zurück zieht. Was nützen die 
10 besten Programmierer, wenn nur ein einzelner an der analogen Hardware 
arbeitet und keiner sich überhaupt zu den Anforderungen äußert? Ich 
glaube die Softwareentwicklung dürfte hier das kleinste Problem sein. 
Ohne Hardware ist jede Software überflüssig, daher hat er mein vollstes 
Verständnis.

Ich habe leider einen alten HAMEG-Funktionsgenerator, daher ist das 
Projekt für mich von geringerem Interesse.

Grüßle, Steve

Autor: Commtel @msn (commtel)
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Hallo branadic,

lass dich auf keinen Fall entmutigen. Ich selber versuche mich auch 
gerade
in der DDS Technik aber auf FPGA basis.

Was ich beitragen könnte wäre ein paar schaltpläne diverser Endstufen 
aber alle mit Transitoren aufgebaut.

Ich hoffe das dieser Thread trotzdem weitergeht.

c.u
Commtel

Autor: Michael D. (mike0815)
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Commtel @msn schrieb

> Hallo branadic,
>
> lass dich auf keinen Fall entmutigen. Ich selber versuche mich auch
> gerade
> in der DDS Technik aber auf FPGA basis.
>
> Was ich beitragen könnte wäre ein paar schaltpläne diverser Endstufen
> aber alle mit Transitoren aufgebaut.

...die Endverstärkung, soweit wie ich das hier verfolgt habe, ist mit 
Amps wohl doch ein größeres Problem. Die Frequenzgänge, Rauschen, 
Peaking, Jitter, etc.
Was spricht da gegen einen diskreten Aufbau mit Komplentärendstufen?
Habe selbst einen kleinen FG bis 1MHz (sauberes Rechteck bis 2MHz, Sinus 
geht bis 4MHz)und mußte feststellen, das die Transistortechnik doch 
überlegener war, kommt natürlich auf den Typ an.
Alternativ könnten noch MosFet's in Frage kommen, oder?

...nur mal so nebenbei bemerkt:
Da wäre noch ein unkomplizierter Chip mit Namen 'ICL511', ist quasi ein 
Frequenzverdoppler bzw. 8 fach.
Wäre vielleicht zu Testzwecken an den AD5930 nachzuschalten
>
> Ich hoffe das dieser Thread trotzdem weitergeht.
>
...das hoffe ich auch, wäre schade, wenn das hier auch im Sand verlaufen 
würde!

> c.u
> Commtel

Gruß Michael

Autor: TrippleX (Gast)
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An Branadic:

Ich habe keine Ahnung von Signalprozesorik oder der gleichen, vorallen 
bei diesen hohen Freqeunzen, aber ich lese von Anfang an hier mit weil 
mich dieses Thema doch irgenwdie reizt und es schön mitzulesen ist was 
für Fortschritte passieren.

Ich habe schon seid vielen Monaten ein Projekt selber am laufen und 
komme nur langsam vorran und somit weiß ich ganz genau wie es dir geht, 
aber lass den Kopf nicht hängen. Du machst deine Arbeit echt gut.

Obwohl mein Projekt komplex ist, ist meins im Vergleichzu deins nur
ein feuchter Pups. Deswegen ziehe ich meinen Hut vor dir symbolisch

Autor: Michael J. (jogibaer)
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Hallo,

schau mal in den Anhang, besonders Bild 101/104.

Eine solche Endstufe wäre auch eine gute Wahl.

Bei höheren Spannungen und 50 Ohm würde ich keine OPVs mehr verwenden.
Besonders nicht bei 20 Mhz.
Da gab es mal mehrere Diskussionen auf de.sci.electronics zu dem Thema.
Das Hauptproblem scheint zu sein, daß die hochgezüchteten OPVs einfach
abbrennen z.b. THS3xxx.
Dazu kommen noch Stabilitätsprobleme.

Ergebnis der ganzen Diskussion -> Bilder 101/104.


Jogibär

PS: Commtel, könntest Du mal Deine Schaltungen zeigen ?

Autor: Commtel @msn (commtel)
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Also ich bin am Wochenende wieder zuhause und werd mal posten was ich 
auf meiner Plate finde zum Thema Endstufe mit Transitoren.

Was ich aber feststellen muste das die meisten Transitoren schwer 
beschaffbar sind oder nicht mehr hergestellt werden.
D.h wir müsten uns selbst was zusammenschrauben hätten aber 
anhaltspunkte.
Alle Endstufen waren Gegentakt,Widerstände Metalfilm und ein OP Amp vor 
der Endstufe also Standart Konfigeration.
Alternative war bei ELV eine die ich auf eine Lochrasterplatine
gelötet habe.
Getestet bis 100khz. Ja richtig 100khz weil weiter geht mein 
Testgenerator nicht.
Ich werd in nächster Zeit bei digikey paar D/A wandler bestellen für 
mein FPGA um die 100khz hinter mir zu lassen.

Autor: Commtel @msn (commtel)
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Hallo Jogibär

ich hatte gerade das gleiche gelesen wie du mit dem THS3xxx.
Schau mal hier:
http://cp.literature.agilent.com/litweb/pdf/33220-90012.pdf
seite 175

Autor: Michael J. (jogibaer)
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Hallo,

interessant,die haben gleich 4 Stk. parallelgeschaltet.

Jogibär

Autor: Klaus Bauer (Gast)
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Hallo,

Steve schrieb:
>Was nützen die 10 besten Programmierer, wenn nur ein einzelner an
>der analogen Hardware arbeitet.

Das Problem zur Hardwareentwicklung stellt sich folgendermaßen:

Um z. B. Endstufen und Pegelreglung zu testen würde man dazu ja einen
Funktionsgenerator benötigen.
Diejenigen welche so einen besitzen haben wenig Interesse an dem
Projekt.

Mein Vorschlag:

Software für die DDS entwickeln, dann kann jeder das mal prov. aufbauen
und die Komponenten testen.
Dazu müssten sich eben Softwareentwickler melden, welche Ihre
Fähigkeiten und Möglichkeiten hier bekanntgeben.

Über Änderungen an der Menüführung kann man später immer noch 
diskutieren.

Grüße

Klaus

Autor: Steve (Gast)
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Hallo,

Klaus Bauer schrieb:
> Um z. B. Endstufen und Pegelreglung zu testen würde man dazu ja einen
> Funktionsgenerator benötigen.
> Diejenigen welche so einen besitzen haben wenig Interesse an dem
> Projekt.
>
> Mein Vorschlag:
>
> Software für die DDS entwickeln, dann kann jeder das mal prov. aufbauen
> und die Komponenten testen.
> Dazu müssten sich eben Softwareentwickler melden, welche Ihre
> Fähigkeiten und Möglichkeiten hier bekanntgeben.

das sehe ich leider komplett anders. Der Amplitudengang des 
Gesamtsystems sollte möglichst von unten bis oben konstant sein, also 
muss das Gesamtsystem Funktionsgenerator vermessen werden und nicht die 
Endstufe allein.
Daher braucht es auch keinen Funktionsgenerator zum Testen, sondern ein 
Oszi, noch besser aber ein Spektrumanalysator.
Daher bleibe ich bei der Meinung, Software macht ohne Hardware keinen 
Sinn.

Das verstehen die meisten Programmierer aber einfach nicht oder wollen 
es nicht verstehen, das darfst du dir selbst aussuchen.
Immerhin hat branadic am Anfang des Projektes gezeigt, dass man den 
AD5930 auch ohne einen einzigen Programmierer parametrisieren kann. Der 
Schwerpunkt sollte also primär auf der Hardware liegen, so wie es der 
Initiator zu Anfang des Projektes auch formuliert hat und nicht auf der 
Software.
Wahrscheinlich liegt aber genau hier das Problem, keiner der hier 
anwesenden kann wirklich zur analogen Hardware beitragen, sondern weiß 
nur wie man Hühnerfutter/µCs programmiert und das ist unterm Strich 
wenig bis gar nicht hilfreich.

Wie schon erwähnt habe ich einen Funktionsgenerator. Ich vertrete 
dennoch die Meinung, dass eine Endstufe mit Abschwächer, anschließendem 
programmierbarem OPV (VGA) und darauf folgendem Treiber/Buffer mit 
festem Verstärkungsfaktor sicherlich ein guter Ansatz wäre.

Vielleicht sollte man sich auch im Bereich Amateurfunk umschauen. Ich 
denke da an breitbandige QRP-Linearendstufen:

Bausatz für eine Linearendstufe - Hinweise zur Montage der QRP-PA

http://www.box73.de/catalog/pdf/4901.pdf?osCsid=98...

Breitbandige QRP-Linearendstufe mit HF-Leistungs-MOSFET

http://www.box73.de/catalog/pdf/PLB-15.pdf

Grüßle, Steve

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Steve schrieb:

> Wahrscheinlich liegt aber genau hier das Problem, keiner der hier
> anwesenden kann wirklich zur analogen Hardware beitragen, sondern weiß
> nur wie man Hühnerfutter/µCs programmiert und das ist unterm Strich
> wenig bis gar nicht hilfreich.

Naja, das blöde an diesen Gemeinschaftsprojekten ist daß in der 
Engeneering-Phase viel heiße Luft kommt und anschließend ein Vakuum. 
Siehe Autoradio...
Was einen Funktionsgenerator betrifft: Ich werde mir einen 5930/5932 
Generator bauen. Die Abschwächung geht dann per AD603, die 
Stromverstärkung mit Transistoren. Angesteuert wird das ganze von eine 
LPC mit integriertem DA-Wandler. Mehr brauch ich nicht.

Autor: Commtel @msn (commtel)
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Also was auffällt das die "grobe" Dämpfung meist nach den Endstufen 
gemacht wird.Vermute Signal Rauschabstand.

Siehe
http://cp.literature.agilent.com/litweb/pdf/33250-90011.pdf

c.u
Commtel

Autor: Commtel @msn (commtel)
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so ich fang mal an

15 MHz Endstufe

kommt noch mehr
Bitte etwas geduld

Autor: Commtel @msn (commtel)
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ELV nachgebaute Endstufe
kann aber nicht den kompletten Frequenzbereich testen

Autor: Commtel @msn (commtel)
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8112A 50 MHz Programmable Pulse Generator

Autor: Commtel @msn (commtel)
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nächste

Autor: Commtel @msn (commtel)
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gleich kommt was vom wavetek

Autor: Commtel @msn (commtel)
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hab noch ein paar

Autor: Commtel @msn (commtel)
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noch eine hab ich

Autor: Commtel @msn (commtel)
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letzte

Autor: branadic (Gast)
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Hallo zusammen,

@ Commtel,

schön das du hier so viele Skripte verlinkst, allerdings habe ich im 
Moment nicht die Zeit alle durchzuackern.

@ all,

ich bin beruflich momentan etwas eingespannt, dennoch ist geplant einen 
Aufbau mit AD5932 und aktivem Filter als Rekostruktionsfilter für den 
unteren Frequenzbereich bis 1 MHz aufzubauen und zu testen.

Damit wäre dann der "fein" aufgelöste Frequenzbereich (Taktfrequenz des 
DDS fclk=3,3554432 MHz) von 0 Hz .. 1 MHz mit 0,2 Hz/Inkr. durch das 
aktive  und der "grobe" Frequenzbereich (Taktfrequenz des DDS 
fclk=50,331648 MHz) von   0 Hz .. 20 MHz mit 3 Hz/Inkr. durch das 
passive Rekonstruktionsfilter (siehe Projektartikel) abgedeckt.

Je nach Frequenzbereich wird zwischen den Filtern umgeschalten.

Gruß, branadic

Autor: Commtel @msn (commtel)
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Hallo,

ich wollt mal wissen ob meine postings (endstufen) was gebracht haben?

c.u
commtel

Autor: Klaus Bauer (Gast)
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Hallo,

wollte hier mal nachfragen ob  Bernd N. oder Jobst M. noch an dem 
Project
arbeiten, oder sich das Ganze schon in Luft aufgelöst hat.

Grüße

Klaus

Autor: Bernd N (Gast)
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>> wollte hier mal nachfragen ob  Bernd N. oder Jobst M. noch an dem Project
>> arbeiten...

Ich lese immer noch mit aber wie ich bereits ganz am Anfang gesagt habe, 
ich bin nicht der Analogspezialist. Meine Ergebnisse zu DDS waren eher 
bescheiden.

Ich kenne den derzeitigen Stand des Projektes nicht... gibt es schon 
einen Endstufenentwurf ? Wie sieht es mit einem Gesamtlayout aus ? etc. 
etc.

Was das Programmieren angeht so steht mein Angebot noch und ich würde an 
dem Projekt mitarbieten. Derzeit bin ich aber eher stiller leser :-)

Autor: branadic (Gast)
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Hallo,

ich mache im Stillen noch weiter.
Momentan kommt eine modifizierte Variante meiner Schaltung jedoch mit 
AD5932 und geringerer maximaler Ausgangsfrequenz und entsprechend 
angepasstem Filter in einer Auftragsarbeit als Signalreferenz zum 
Einsatz. Dabei teste ich auch die Geschichte mit der programmierbaren 
PLL als Taktquelle, um die Frequenzauflösung beeinflussen zu können.
Eine Endstufe bin ich aber noch nicht angegangen, weil ich momentan noch 
an anderen Projekten, die deutlich Vorrang haben, arbeite.

Außerdem war die Resonanz auf das gesamte Projekt mehr als mau, weswegen 
es für mich jetzt nicht den höchsten Stellenwert eingenommen hat. Ich 
denke das ist verständlich.

branadic

Autor: Bernd N (Gast)
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Hallo Branadic,

ist nachvollziehbar das es nicht deine höchste Priorität hat. Es würde 
mich aber sehr freuen wenn du die Schaltung, respektive Dein Projekt 
weiterhin hier hereinstellst. Sobald eine Prototypenplatine da ist würde 
ich mit einsteigen wollen... sofern Interesse besteht.

Wie gesagt, ich kann mich "nur" an die Software heranmachen aber hierzu 
habe ich durchaus ein paar Ideen.

Autor: TX (Gast)
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Hallo Branadic,

mehr als ein halbes Jahr ist seit dem letzten aktiven Post vergangen. 
Ich hoffe, du hast das Projekt nicht ad acta gelegt! Hast du 
mittlerweile an dem FG weitergearbeitet? Gibt es schon erste 
Testmessungen vom fertigen FG :)?

Viele Grüße

TX

Autor: branadic (Gast)
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Das DDS-Board mit Spannungsversorgung, Taktquelle und 
Rekonstruktionsfilter mit 50R-Ausgang ist in einer modifizierten 
Variante in einer aktuellen Entwicklung im Einsatz.
Ich habe die Idee mit dem CDCE913 umgesetzt, um eine Schrittweite von 
2,5Hz einstellen zu können. Damit sinkt jedoch die maximale 
Ausgabefrequenz auf 20MHz. Das spielt bei meiner Anwendung jedoch keine 
Rolle.
Gespeist wird der CDCE913 derzeit noch aus einem einfach Quarz, jedoch 
ist es problemlos möglich diesen noch durch einen kostengünstigen TCXO 
zu ersetzen, um die Taktfrequenz noch stabiler hinzubekommen.
Layout und Schaltplan kann ich jedoch nicht zur Verfügung stellen, da es 
sich dabei nicht um ein Privatprojekt handelt.

branadic

Autor: Uwe S. (de0508)
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Hallo branadic,

ich habe deinen Thread auch verfolgt, wie auch viele andere,
und weiss, dass Du hilfst, wenn man dich nett anspricht !

Danke für die vielen Infos.

Leider finde ich die Kommentare von einigen Leuten auch zu 'spitz' und 
nicht HAM Spirit like.

Deshalb schreibe und veröffentliche ich viel im QRPForum und finde die 
Reaktion der anderen OM immer nett und hilfsbereit.
So können auch neue Ideen wachsen und führen schließlich zum Erfolg.

Vorschlag, komm doch auch in's QRPForum.

Uwe

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Branadic,

wieso reagierst Du auf so einen Trollo noch? Das ist bestimmt der selbe 
Suppenkasper, der mich damals blöd angemacht hat.
Hat einfach zur Konsequenz, daß man seine Projekte hier nicht mehr 
veröffentlicht. Evtl. ist das ja auch sein Ziel.
Das soetwas möglich ist, daran ist uC.net mit seiner offenen Struktur 
nicht ganz unschuldig.


Gruß nur an registrierte Benutzer

Jobst

(Dieser Beitrag für jemanden, der sonst keine Beachtung findet)

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

>immer wieder ist die Frage nach Funktionsgeneratoren für den
>Hobbybereich im Gespräch.

Wiki. Von dir geschrieben?
>Schaltpläne und Layoutdaten
>Alle Schaltpläne und Layoutdaten sollen hier für jeden zugänglich gemacht 
>werden. Es bietet sich daher an Eagle in der Light Version oder KiCAD zu 
>verwenden.

>Layout und Schaltplan kann ich jedoch nicht zur Verfügung stellen, da es
>sich dabei nicht um ein Privatprojekt handelt.

Vielleicht solltest du das einfach mal aufklären. Ansonsten hat das hier 
schon einen schalen Beigeschmack.

MfG Spess

Autor: branadic (Gast)
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Wenn du lesen kannst, ich habe bereits geschrieben das ich eine 
modifizierte Variante im Einsatz habe, die mit dem Projekt hier nichts 
zu tun hat, weil ich dort völlig andere Anforderungen habe.
Als Abfallprodukt der Entwicklung sollte jedoch der Funktionsgenerator 
entstehen. Da ich aber mehr oder weniger allein daran gearbeitet habe, 
das Interesse lesender Personen offensichtlich groß, der Teil aktiv 
Mitwirkender jedoch klein war habe ich im Stillen an Änderungen 
gearbeitet.
Was ich davon veröffentliche und was nicht überlässt man bitte schön mir 
und dafür lege ich auch keine Rechenschafft ab!
Wenn ihr so fleißig im Finger heben seid, dann seid ihr wahrscheinlich 
genauso fleißig selbst mal was auf die Beine zu stellen.
Damit ihr aber Ruhe gebt überlasse ich euch den Schaltplan, der hier 
auch schon gezeigt wurde. Es steht euch frei daran Änderungen 
vorzunehmen oder ein Layout dafür zu erstellen.

branadic

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

>Was ich davon veröffentliche und was nicht überlässt man bitte schön mir
>und dafür lege ich auch keine Rechenschafft ab!

Ich habe dich zu keiner Veröffentlichung gedrängt.

Wenn ich aber kurz vorm Ende das lese:

>Außerdem war die Resonanz auf das gesamte Projekt mehr als mau, weswegen
>es für mich jetzt nicht den höchsten Stellenwert eingenommen hat. Ich
>denke das ist verständlich.

ist für mich einiges verständlich. Damit hat sich das für mich erledigt

Und Tschüss

MfG Spess

Autor: Klaus Bauer (Gast)
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Endlich hat der Admin mal zugeschlagen und dem Zickenkrieg ein Ende 
gesetzt.
Danke.

> Bernd.N schrieb:
> Was das Programmieren angeht so steht mein Angebot noch und ich würde an
> dem Projekt mitarbieten.

Nachdem branadic netterweise seinen Schaltplan zur verfügung gestellt 
hat,
könntest du ja mal deine Vorstellungen über eine MC-Kontrolle hier 
vorstellen.

Mfg.

Klaus

Autor: Roland (Gast)
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Kann man das SCH auch als GIF einstellen? Kann das hier nicht lesen.

Wie genau ist der DDS beim 20MHz?
(Schwebung, DC, THD)

Ich habe mal mit dem AD9910 bis 150 MHz gearbeitet.

Autor: Klaus Bauer (Gast)
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> Roland (Gast):
> kann man das SCH auch als GIF einstellen?


Natürlich

Autor: branadic (Gast)
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In den letzten Tagen habe ich am DDS-Generator ein wenig weiter gemacht 
und diverse Ansätze umgesetzt. Ich favorisiere nun eine durchgehende 
Modulbauweise, sodass das DDS-Modul selbst auch universeller einsetzbar 
ist.
Am Ausgang des AD5930 befindet sich nun ein AD8130, dem das 
Rekonstruktionsfilter folgt. Die gesamte Leiterplatte ist 80x50mm groß 
und wird mit ±5V versorgt. Alle weiteren notwendigen Spannungen werden 
mit Spannungsreglern (LOD) intern erzeugt.
Es gibt nun drei möglichen Bestückungsvarianten der Leiterplatte für die 
Erzeugung des Taktsignals des DDS-IC

- Variante 1 (für den schmalen Geldbeutel und geringerem Anspruch):
50MHz-Quarzoszillator, 7mm x 5mm, z.B. Euroquartz

- Variante 2: 16,384MHz oder 24,576MHz Quarz, 7mm x 5mm, 
programmierbarer PLL-Chip CDCE913, Taktfrequenz auch zur Laufzeit 
veränderlich, durch Überschreiben der im EEPROM hinterlegten 
Registerwerte

Variante 3: 16,384MHz TCVCXO, 7mm x 5mm, programmierbarer PLL-Chip 
CDCE913, Taktfrequenz auch zur Laufzeit veränderlich, durch 
Überschreiben der im EEPROM hinterlegten Registerwerte

Der Einheitlichkeit ist die 10pol Pfostenwanne immer gleich belegt, 
sodass mit ein und derselben µC-Hardware alle Module angesprochen werden 
könnten. Bei der Variante mit Quarzoszillator besteht zusätzlich die 
Möglichkeit das Enable/Disable-Signal nach außen zu führen.

Am Ausgang des Module steht das Signal an 50Ω zur Verfügung, 
Ausgangsamplitude mit Trimmer fest einstellbar.

Ich bin derzeit dabei Prototypenleiterplatten herzustellen und 
aufzubauen. Sollte noch Interesse am Projekt bestehen und sich Leute 
finden, die ernsthaft erwägen etwas beisteuern  zu wollen (sei es in 
µC-Hardware, Schaltungsvorschlägen für die nächsten Modulstufen oder 
PC-Software), dann würde ich die Layoutdaten hier zur Verfügung stellen.

@ Michael Jogwich

Die AN47 ist mir wohlbekannt, auch wenn man immer wieder etwas neues 
entdecken kann, weil man es übersehen hat. Die dort gezeigte Schaltung 
ist aber, so wie sie da abgebildet ist, für diesen Einsatzzweck hier 
nicht geeignet.

@ commtel

Ich habe die von dir geposteten Schaltpläne gesichtet und werde im 
nächsten Schritt mal das ein oder andere konzeptionieren und simulieren. 
Insbesondere habe ich mir auch die Endstufen der 
Hameg-Funktionsgeneratoren angeschaut. Allen weitestgehend gemein ist, 
dass sie zwei 20dB-Dämpfungsglieder (10V/1V/100mV) am Ausgang besitzen, 
alles weitere an Amplitudeneinstellung findet vor der Endstufe statt.
Ich erwäge den Einsatz eines digital programmierbaren PGAs/VGAs. Diverse 
Typen habe ich in meinem Fundus vorrätig, werd aber noch was geeignetes 
heraussuchen müssen.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass ich dieses Projekt 
aus Spaß an der Freude und als Hobby betreibe, nicht hauptberuflich, 
sodass jederzeit auch mal andere Projekte eine höhere Priorität bei mir 
einnehmen können. Das sollte eventuelle Mitstreiter jedoch nicht davon 
abhalten an dem beschrittenen Weg fest zu halten, ich lese immer gern 
mit und trage gern was bei.
Ich habe in einem anderen, beruflichen Projekt ein DDS-Modul auf Basis 
des AD5932 aufgebaut und im Einsatz, jedoch sind dort die Ansprüche 
völlig anders, sodass die zusätzlichen Funktionen, die der AD5930 zur 
Verfügung stellt, nicht gebraucht werden. Jedoch lassen sich die 
gesammelten Erfahrung nutzen und so sollte dieses Projekt hier als 
"Abfallprodukt" davon in Form des DDS-Moduls mit AD5930 profitieren.
Das DDS-Modul ist fertig gestellt und daran anknüpfend kann nun 
weiterentwickelt werden. Lasst euch also nicht davon abhalten euch zu 
Wort zu melden.
Mitstreiter willkommen.

branadic

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Hallo,

schön zu hören daß Du das Projekt nicht wegen ein paar Trollen hier im 
Forum aufgegeben hast.

Ist schon ne Weile her daß ich den gesamten Thread gelesen hab. Wenn ich 
Dich richtig verstehe, ist der DDS-Teil und der Filter fast fertig, eine 
Endstufe für höhere Amplitude (z.B. +-10V) fehlt noch.

Wie sieht es denn mit der Ansteuerung des DDS-Chips aus? Was hast Du da, 
worauf könnte man aufbauen? Controller mit USB-Anschluss und 
Kommandozeile oder nur das Interface des DDS-Chips selbst?

Ich habe mit Analogtechnik nicht genug Erfahrung als daß ich mir zutraue 
an der Endstufe mit zu entwickeln. Aber wenn Du Mitstreiter suchst würde 
ich vorschlagen, daß Du die verschiedenen Bereiche mal grob beschreibst. 
Verschiedene Varianten der einzelnen Komponenten (wie z.B. Steuerung 
über eigenes Display+Tasten oder USB) kann man dann immer noch 
diskutieren.

Was die Takt-Platinen angeht: lohnt es sich da 3 Varianten zu 
entwickeln? In was für nem Preisrahmen bewegt sich denn da grob die 
Differenz zwischen 1 und 3? Wegen 20 oder 30 EUR Differenz würde ich da 
kein Modulkonzept entwickeln, sondern die Zeit lieber in die Endstufe 
stecken.

Gruß,

Gerd

Autor: branadic (Gast)
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Gerd E. schrieb:
> Hallo,
>
> schön zu hören daß Du das Projekt nicht wegen ein paar Trollen hier im
> Forum aufgegeben hast.

Hallo Gerd,

von aufgeben war nie die Rede, aber offenbar war der ein oder andere der 
Meinung ich würde meine Zeit nur für dieses Projekt opfern und hätte den 
ganzen Tag nichts besseres zu tun. Eagl, schwamm drüber.

> Ist schon ne Weile her daß ich den gesamten Thread gelesen hab. Wenn ich
> Dich richtig verstehe, ist der DDS-Teil und der Filter fast fertig, eine
> Endstufe für höhere Amplitude (z.B. +-10V) fehlt noch.

Richtig, das DDS-Modul ist quasi fertig, es muss nur noch aufgebaut 
werden und soll am Ausgang 1Vpp bis max. 2Vpp an 50Ω liefern können. 
Alles weitere an Verstärkung, Rechteckformung und dergleichen muss in 
den nächsten Stufen folgen. Ich erinner dazu kurz daran, dass das MSBOUT 
aufgrund des enormen Jitters nicht zu gebrauchen ist.

> Wie sieht es denn mit der Ansteuerung des DDS-Chips aus? Was hast Du da,
> worauf könnte man aufbauen? Controller mit USB-Anschluss und
> Kommandozeile oder nur das Interface des DDS-Chips selbst?

Nun, ich hätte einige Tiny2313 und ATMEGA16 samt AVRDragon und 
MSF430F2003 und MSP430F2013 hier, alles noch ohne Außenbeschaltung. 
Momentan behelfe ich mir wie gesagt noch mit einem FT232 im Bitbanging 
Mode, um den DDS zu programmieren. Ich möchte die Plattform aber nicht 
unbedingt vorgeben, sondern würde mir auch eine 
Development-Kit/Evalboard zulegen, nur sollte ein Stück weit Einigkeit 
darüber bestehen welche Plattform zum Einsatz kommt.
Ich habe vor einiger Zeit bspw. ein Eval-Kit mit ARM7? bei meinem Admin 
gesehen, dass schon ein 320x240 großes TFT mit an Board hatte, das sah 
wirklich schick aus und wäre wahrscheinlich genau das Richtige.

> Ich habe mit Analogtechnik nicht genug Erfahrung als daß ich mir zutraue
> an der Endstufe mit zu entwickeln. Aber wenn Du Mitstreiter suchst würde
> ich vorschlagen, daß Du die verschiedenen Bereiche mal grob beschreibst.
> Verschiedene Varianten der einzelnen Komponenten (wie z.B. Steuerung
> über eigenes Display+Tasten oder USB) kann man dann immer noch
> diskutieren.

Nun, zum einen wäre die µC-Hardware samt Visualisierung und Eingabe 
anzugehen.

- Möglichkeit 1: der µC dient als Schnittstelle zwischen DDS und PC, die 
gesamte Darstellung, Steuerung und Eingabe erfolgt am PC

- Möglichkeit 2: der µC verfügt über irgendein Display 
(TFT/LCD-Grafikdisplay, Punktmatrix LCD, DOG-LCD) und 
Eingabemöglichkeiten (Button, Taster, Encoder, Zahlentastatur

- Möglichkeit 3: der µC hat eine Schnittstelle für extern Grafikanzeigen 
(VGA, DVI etc.) und Eingabemöglichkeiten

Letzteres erwähne ich, da ich noch ein 6,4" inkl. VGA-Kontroller habe.

Dann wäre da die Endstufe samt variabel einstellbarem Vorverstärker, 
Controller gesteuerter Offset-Verschiebung (DAC), Controller gesteuerten 
Dämpfungsgliedern am Ausgang (2x je 20dB für die Bereichsumschaltung), 
diverse Schutzbeschaltung, Controller gesteuerter Ausgang (Ein/AUS, 
evetuell verschieden einstellbare Lastimpedanzen) und dergleichen. Hier 
kann man sich beliebig verkünsteln.

> Was die Takt-Platinen angeht: lohnt es sich da 3 Varianten zu
> entwickeln? In was für nem Preisrahmen bewegt sich denn da grob die
> Differenz zwischen 1 und 3? Wegen 20 oder 30 EUR Differenz würde ich da
> kein Modulkonzept entwickeln, sondern die Zeit lieber in die Endstufe
> stecken.

Das hast du falsch verstanden, es ist keine separate Platine, sondern 
die Taktquelle befindet sich mit auf dem DDS-Board. Der Aufwand jeweils 
eine andere Taktquelle vorzusehen hielt sich sehr in Grenzen, sodass es 
kein Umstand war. Sinn und Zweck der Aktion habe ich ja bereits erklärt. 
Die Baustelle ist also auch abgeschlossen.
Als ersten Eindruck im Anhang mal ein CAD-Bild des DDS-Moduls mit 
Quarzoszillator.
Mein Modul werde ich, wie eingezeichnet, in einem Alu-Gehäuse 
unterbringen. Die Spannungsversorgung erfolgt über 
Durchführungskondensatoren, das Ausgangssignal steht an einer 
SMA/SMB/SMC-Einbaubuchse zur Verfügung. Die digitalen Schnittstellen 
werden über die Pfostenwanne und von dort über einen DSUB-9 EMV nach 
außen geführt. Die Leiterplatte ist als 0,8mm dick vorgesehen.
Damit habe ich deine Fragen hoffentlich alle beantwortet?

> Gruß,
>
> Gerd

branadic

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Hallo,

> Nun, zum einen wäre die µC-Hardware samt Visualisierung und Eingabe
> anzugehen.
>
> - Möglichkeit 1: der µC dient als Schnittstelle zwischen DDS und PC, die
> gesamte Darstellung, Steuerung und Eingabe erfolgt am PC
>
> - Möglichkeit 2: der µC verfügt über irgendein Display
> (TFT/LCD-Grafikdisplay, Punktmatrix LCD, DOG-LCD) und
> Eingabemöglichkeiten (Button, Taster, Encoder, Zahlentastatur
>
> - Möglichkeit 3: der µC hat eine Schnittstelle für extern Grafikanzeigen
> (VGA, DVI etc.) und Eingabemöglichkeiten

Um schnell zu Ergebnissen zu kommen und die Entwicklung der 
verschiedenen Teile zu entkoppeln (-> Projekt mit mehreren unabhängigen 
Entwicklern) würde ich ein Modulkonzept vorschlagen:

- auf dem DDS-Board oder einem kleinen Steuerboard ist ein simpler, 
gängiger µC drauf (z.B. nen Atmega oder so)

- der erkennt was für Module angeschlossen sind und programmiert den 
DDS-Chip, die PLLs, die PGAs in der Endstufe,...

- der µC stellt eine Kommandozeile auf einer seriellen Schnittstelle 
bereit. Steuerung dann über Befehle wie "set freq 100khz", "set wform 
sine" oder so ähnlich.

- an den µC könnte man erst mal nen FT232R dranhängen um das ganze 
schnell und einfach an den PC zu bekommen

- auf dem PC kann man das erst mal per Terminal bedienen. Die 
Entwicklung einer GUI auf Basis des seriellen Protokolls kann dann 
unabhängig von der Hardware gemacht werden

- wenn man dann ein separates Display, Tasten, Touchscreen,... haben 
will, nimmt man dafür einen separaten µC (z.B. nen ARM mit integriertem 
TFT-Controller). Auch der steuert dann über das serielle Protokoll den 
µC auf dem DDS-Board.

- Wenn man das serielle Protokoll von Anfang an dafür auslegt, könnte 
man auch 2 Steuersysteme gleichzeitig anschließen. Also z.B. 
Onboard-Display und PC-Software. Dann muß man halt einen Atmega nehmen 
der 2 UARTs hat.

Was hälst Du davon?

Ich hab mir das Datenblatt des AD5930 noch nicht wirklich intensiv 
angeschaut. Kann man da komplett eigene Wellenmuster reinladen? Wie groß 
ist der Speicherbedarf für sowas maximal? Wenn die Muster vollständig 
ins RAM des µC passen wäre das vermutlich einfacher zu entwickeln.

Gruß,

Gerd

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Gerd,

die Modulbauweise favorisiere ich, wie weiter oben erwähnt, ebenfalls.
Da das DDS-Board fertig gelayoutet ist und ich niemanden auf eine 
µC-Plattform festnageln will, würde ich die Ansteuerung der DDS als 
separates Modul vorsehen wollen. Dann kann jeder in seiner gewohnten 
Umgebung entwickeln. Bisher ist und das kenne ich leider mittlerweile 
nur zu gut, die Resonanz gleich null.

Man sollte im Hinterkopf behalten unter Umständen auch noch ein zweites 
DDS-Modul ansteuern zu können, für Zweikanalbetrieb.
Dabei fällt mir ein, dass man die Taktquelle eventuell auch noch nach 
außen führen sollte, mit der man den zweiten DDS versorgt, sodass man 
Phasengleichheit beider Kanäle erreichen kann. Könnte aber auch in einer 
fortgeschrittenen, vierten Version umgesetzt werden.

Die Funktionen die der AD5930 zur Verfügung stellt habe ich im Artikel 
weitestgehend zusammengefasst, vielleicht schaust du dir das kurz an:

http://www.mikrocontroller.net/wikisoftware/index....

Was die µC-Umgebung angeht bin ich vollkommen flexibel, da das nicht 
mein Gebiet ist, dass überlasse ich den Leuten die mehr davon verstehen.
Was die grundsätzliche Bedienung angeht, so finde ich die Front der AFG 
3xxx von Tektronix wirklich sehr gut gelungen und mehr als intuitiv. 
Vielleicht kann man sich ja daran orientieren?
Darstellungen auf 16x2 Displays finde ich persönlich für solche Aufgaben 
weniger gut geeignet, weil man mit zusätzlichen Anzeigen (LEDs) arbeiten 
muss, um die aktiven Funktionen darzustellen (Beispiel HAMEG HM8130). Da 
ist die gesamte Anzeige über die komplette Front verteilt.
Bei den AFG dagegen wird das Ausgangssignal graphisch dargestellt. Diese 
Oberfläche könnte man nicht nur in einer GUI sondern auch in Hardware 
realisieren, sodass beide näherungsweise identisch sind.
Das aber ist sicherlich Geschmachssache und sieht jeder anders.

branadic

Autor: A. B. (branadic)
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Hallo Gerd,

ich noch einmal. Ich hab mich mal etwas umgeschaut und bspw. das hier 
gefunden 200606118466 (Suche in der Bucht). Ich finde 31,-€ sind nicht 
viel und es scheint vieles an Board zu sein inkl. 3,2"-Display. 
Eigentlich mehr als überdimensioniert für die anstehende Aufgabe, aber 
hey, man will sich bei dem Preis ja nicht beklagen oder?
Um noch mal die Darstellung bei den AFGs (Tektronix) und den Aufbau der 
Front zu erwähnen, man könnte sich hier durchaus inspirieren lassen:

https://www.testequipmentconnection.com/images/pro...

branadic

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Hallo,

> Man sollte im Hinterkopf behalten unter Umständen auch noch ein zweites
> DDS-Modul ansteuern zu können, für Zweikanalbetrieb.
> Dabei fällt mir ein, dass man die Taktquelle eventuell auch noch nach
> außen führen sollte, mit der man den zweiten DDS versorgt, sodass man
> Phasengleichheit beider Kanäle erreichen kann.

Das wäre nicht schlecht, also Takt Eingang und Ausgang, so daß man 2 
oder mehr von den DDS-Modulen zusammen auf einen Takt synchronisieren 
kann.

> Die Funktionen die der AD5930 zur Verfügung stellt habe ich im Artikel
> weitestgehend zusammengefasst, vielleicht schaust du dir das kurz an:
>
> 
http://www.mikrocontroller.net/wikisoftware/index....

Danke, das hast Du übersichtlich zusammengefasst.

> Was die grundsätzliche Bedienung angeht, so finde ich die Front der AFG
> 3xxx von Tektronix wirklich sehr gut gelungen und mehr als intuitiv.
> Vielleicht kann man sich ja daran orientieren?
> Darstellungen auf 16x2 Displays finde ich persönlich für solche Aufgaben
> weniger gut geeignet, weil man mit zusätzlichen Anzeigen (LEDs) arbeiten
> muss, um die aktiven Funktionen darzustellen (Beispiel HAMEG HM8130). Da
> ist die gesamte Anzeige über die komplette Front verteilt.

Ich merke schon was Du gerne hättest :-)

Ein gutes User Interface zu entwickeln ist nicht ohne. Bei Tek legen die 
bei Entwicklungsbeginn den Funktionsumfang des Geräts fest und haben 
dann sicher nen extra Team was sich um nix anderes kümmert. Da kommen 
dann hinterher recht brauchbare Geräte bei raus.

UI-Entwicklung ist auf einem µC (z.B. Cortex-M3) deutlich aufwendiger 
als auf einem Embedded Linux oder gar PC. Dort kannst du nämlich 
Bibliotheken wie z.B. Qt verwenden mit denen Du wesentlich schneller zum 
Ziel kommst. Nicht umsonst ist auf den meisten modernen Oszilloskopen 
(und wahrscheinlich auch auf dem Tek AFG den Du verlinkt hast) nen 
ausgewachsenes Embedded-OS wie Linux oder Windows CE als Basis im 
Einsatz.

Bei nem Hobby-Projekt kommt noch hinzu daß man keinen vorher genau 
festgelegten Funktionsumfang hat und daher das UI mit dem Projekt 
mitwachsen können sollte.

Ich würde daher vorschlagen, die gesamte Bedienung erstmal rein in 
Software umzusetzen. Damit kommt man schneller zum Ziel und kann auch 
leichter Änderungen vornehmen bis das Ganze gefällt.

Dann gibt es vielleicht wieder nen Angebot wie die Seagate Dockstar, da 
hängen wir dann über USB nen Display mit Touchscreen oder separaten 
Tasten dran und fertig ist die vom PC unabhängige Bedieneinheit.

Mit nem TFT-Modul wie Du es verlinkt hast sowas hinzubekommen ist sicher 
möglich. Wobei ich das spezielle nicht für optimal halte, da da glaube 
ich nicht genug RAM für den kompletten Bildschirminhalt vorhanden ist. 
Vielleicht ist aber noch ein separater Displaycontroller mit RAM im 
Display mit drin, so genau habe ich mir es nicht angeschaut.

Aber der Ansatz ist nicht ohne und da müsste sich schon ein größeres 
Team von kompetenten Mitstreitern zusammenfinden bevor das als 
Hobby-Projekt realistisch wird.

Ich würde wie schon geschrieben die Schnittstelle PC <-> DDS mit nem µC 
vereinfachen über ein serielles Protokoll und galvanisch Trennen gegen 
Störungen vom PC. PWM sollte im Konzept schon möglich sein, ob da nen 
Atmega ausreicht müsste man nochmal genau durchdenken/-rechnen.

Der nächste Schritt wäre dann gut bedienbare PC-Software. Ich würde hier 
Qt bevorzugen, damit kommt man gut voran und es ist plattformunabhängig.

Wie sieht das denn bei Dir mit den DDS-Platinen aus? Hast Du da schon 
welche bestellt? Wenn ich (oder vielleicht auch andere?) da mitmachen 
können sollen, wäre es natürlich sehr praktisch so ein DDS-Modul zur 
Hand zu haben...

Gruß,

Gerd

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Gerd,

schade das es  wieder mal nicht mehr als nur ein Dialog statt einer 
Diskussion ist.
Das GUI an sich ist in QT relativ schnell zusammengeklickt, ich hatte 
das auch schon mal gemacht und mal zu schauen was da möglich ist, leider 
müssen alls Knöpfe, Regler und Anzeigen auch mit Leben gefüllt werden.

Der Funktionsumfang ist ja auch hier durch den Baustein mehr oder 
weniger vorgegeben und kaum noch beeinflussbar. Allein es ist möglich 
einen zweiten Kanal vorzusehen.

Gerd E. schrieb:
> Ich würde daher vorschlagen, die gesamte Bedienung erstmal rein in
> Software umzusetzen. Damit kommt man schneller zum Ziel und kann auch
> leichter Änderungen vornehmen bis das Ganze gefällt.

Würde ich grundsätzlich nichts gegen sagen.

Gerd E. schrieb:
> Dann gibt es vielleicht wieder nen Angebot wie die Seagate Dockstar, da
> hängen wir dann über USB nen Display mit Touchscreen oder separaten
> Tasten dran und fertig ist die vom PC unabhängige Bedieneinheit.

Das wiederum halte ich für den falschen Ansatz. Das von mir verlinkte 
und in der Bucht angebotene Board kostet 31,-€. Ich bin mir ziemlich 
sicher, das du dafür kein nachträgliches Display bekommst. Wieso also 
nicht gleich auf eine solche Hardware setzen?
Ich weiß, hier kann man sich drüber tot diskutieren, ohne das auch nur 
ein Schnipsel Code geschrieben worden ist.

Gerd E. schrieb:
> Wie sieht das denn bei Dir mit den DDS-Platinen aus? Hast Du da schon
> welche bestellt? Wenn ich (oder vielleicht auch andere?) da mitmachen
> können sollen, wäre es natürlich sehr praktisch so ein DDS-Modul zur
> Hand zu haben..

Ich habe die aktuellen drei Varianten (Quarzoszillator, Quarz-PLL, 
TCXO-PLL) als Nutzen auf eine Eurokarte gesetzt und werde diese am 
Wochenende im Heimlabor ätzen. Der erste Versuch ging leider wegen eines 
Fehlers der Maske schief.
Bestellt habe ich keine. Wenn du die Möglichkeit hast selbst zu ätzen, 
dann kannst du dir die Layouten im Anhang rauslassen. Alternativ kann 
ich dir anbieten dir eine (leere) Leiterplatte von mir zu kommen zu 
lassen, wobei dann noch die Frage wäre, welche Variante du gern hättest.

branadic

Autor: W.S. (Gast)
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Gerd E. schrieb:
> UI-Entwicklung ist auf einem µC (z.B. Cortex-M3) deutlich aufwendiger
> als auf einem Embedded Linux oder gar PC.

hallo Gerd,
ich sehe das ganz anders. Auf einem uC braucht man sich nicht um all die 
Befindlichkeiten zu kümmern, die bei einem PC-Betriebssystem zusätzlich 
zum Grafischen noch zu beachten sind.

Das wirkliche Problem ist die Anzeige als solche: Was für eine Anzeige 
hätte man gern, was kann man stattdessen bekommen, wieviel kostet es und 
wie sind die Einbaubedingungen. z.B. bei den bezahlbaren grafischen 
LCD's von Pollin hat man zumeist ein simples Glas mit Folienlappen dran, 
um die Montage muß man sich selbst kümmern und wenn man Beleuchtung 
will, dann geht das Gebastel erst richtig los. Ich denke mal, DAS sind 
die eigentlichen Probleme.

Dagegen sind Fragen wie ein kleines GDI (ein paar Fonts, Zeichen 
schreiben, Flächen füllen, Linien und Punkte malen) und ein sparsames 
Menüsystem (Buttons, Edits, Icons..) kein wirkliches Problem. Ich hab 
sowas alles für Chips wie den LPC2103 und Konsorten mir selber 
geschrieben. Wenn man nicht wirklich viele Fonts braucht, dann ist das 
auch recht platzsparend.

Aber mal ne andere Frage zum Grundsätzlichen: Mit einem DDS kann man 
eigentlich NUR einen Sinusgenerator aufbauen, denn man braucht am 
Ausgang immer einen Tiefpaß, damit gerade dann, wenn die 
Ausgangsfrequenz in Bereiche größer als 0.05 * F(dds) kommt,kein 
Gekrakel sondern eine Kurve am Ausgang sieht. Deshalb ist ja auch der 
AD9833 bei 25 MHz Takt für Sägezahn nur bis so etwa 1 MHz brauchbar, 
drüber hinaus wird es unästhetisch. Also: was soll dieses Projekt 
werden? Ein Sinusgenerator oder ein Funktionsgenerator?

W.S.

Autor: branadic (Gast)
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@ W.S.

Du hast es vollkommen richtig erkannt, Dreieck/Sägezahn ist nur mit 
einer reduzierten Ausgangsfrequenz möglich, wie bei nahezu jedem 
Funktionsgenerator, der mir bisher über den Weg gelaufen ist.
Im Unterschied zu allen anderen DDS-Bausteinen, an der Stelle wiederhole 
ich mich, verfügt der AD5930 bereits intern über Sweep/Wobbel und Burst, 
ohne das der µC zwischendurch auch nur eine einzige neue Frequenz setzen 
muss.

Die Sweep/Wobbel-Funktion (up, down, up/down) unterscheidet ihn 
maßgeblich von allen anderen Bausteinen von AD, bei denen jeweil die 
nächste Frequenz gesetzt/programmiert werden muss. Dabei geht der 
Ausgang während der Neuprogrammierung kurz auf low, um danach auf 
Midscale zu wandern und erst dann das Signal auszugeben. Wer sich mal 
das Sweepen auf einem der ELV-Boards (DDS10/20/30) angeschaut hat weiß 
wovon ich spreche und wird die Lücken zwischen den einzelnen 
Frequenzinkremtenen kennen.
Das kann beim AD5930 nicht passieren, weil er vorab konfiguriert die 
komplette Sweep-Funktion selbst übernimmt, entweder intern getriggert 
oder extern.

Weiterhin lassen sich definierte Anzahlen an Perioden für eine 
Festfrequenz ausgeben (Burst). Ebenfalls eine sehr hilfreiche Funktion, 
wie ich finde. Die Meinung musst du aber nicht teilen.

Aus Sinus wird nach dem Rekonstruktionsfilter noch Rechteck generiert. 
Diesen Weg empfiehlt AD übrigens für alle seine Bausteine, da das MSBOUT 
oder wie es auch immer heißen mag, extrem Jitter behaftet ist.

Damit stehen also Sinus, Dreieck, als kontinuierlich, Burst oder Sweep 
direkt zur Verfügung. Rechteck wird aus Sinus erzeugt. Man darf also 
behaupten, dass es ein Funktionsgenerator wird.

branadic

Autor: branadic (Gast)
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Gerd E. schrieb:
> Das wäre nicht schlecht, also Takt Eingang und Ausgang, so daß man 2
> oder mehr von den DDS-Modulen zusammen auf einen Takt synchronisieren
> kann.

Gerd,

ich habe mir noch mal die Situation angeschaut und bin zu folgender Idee 
gekommen:
Das nach Außen führen des Taktsignals macht nur bei der Variante mit 
PLL-Chip Sinn. Der PLL-Chip verfügt über 3 Ausgänge (Y1, Y2, Y3). 
Derzeit wird der AD5930 von Y1 gespeist.
Man könnte Y2 und Y3 nach außen führen, um damit zwei weitere Module 
speisen zu können. Es käme dann also noch ein DDS-Board in einer vierten 
Variante daher, bei dem die Taktquelle von außen zugeführt wird.
Das würde ich jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt einpflegen wollen, 
wenn überhaupt erst einmal eine Ansteuerung existiert, da sie an der 
grundsätzlichen Funktion nichts ändert.

branadic

Autor: Em (Gast)
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A. B. schrieb:
> ich noch einmal. Ich hab mich mal etwas umgeschaut und bspw. das hier
> gefunden 200606118466 (Suche in der Bucht). Ich finde 31,-€ sind nicht
> viel und es scheint vieles an Board zu sein inkl. 3,2"-Display.
> Eigentlich mehr als überdimensioniert für die anstehende Aufgabe, aber
> hey, man will sich bei dem Preis ja nicht beklagen oder?

Der Controller des Displays hat genug Speicher, der lässt sich aber nur 
indirekt adressieren, d.h. Rendern einer aufwendigen Gui wird zum 
Geduldsspiel, da sehr oft erst Adresse dann Inhalt eines Pixels 
übertragen werden kann. Aber so lange sich nicht viel im Bild ändert, 
mag das gehen. Das sollte man bei der Planung vielleicht noch beachten. 
Im gleichen Shop gibt es übrigens auch noch Displays mit Touch Screen 
;-)

Grüße

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Mach drei Kanäle möglich. So kann man Drehstrom realisieren für Motoren 
usw.
Ich würde das als Einkanal-Steckmodule auf einem Motherboard 
realisieren. Wer mehr Kanäle brauch, steckt einfach weitere hinzu.

Jetzt haste einen Trialog ;-)

Autor: Commtel @msn (commtel)
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Autor: branadic (Gast)
Datum: 17.08.2011 21:59

freut mich das ich etwas helfen konnte und das es immer noch leben in 
diesem Thread gibt.

Grüße an alle

Autor: branadic (Gast)
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@ Abdul

Du wirst lachen, genau diese Idee habe ich heute mit einem Freund auch 
diskutiert :)

branadic

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Bedenke auch, wie lange der Chinese die Überproduktion noch verhökern 
wird...
Ethernet, RS232 ist besser.

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Hallo W.S,

> Dagegen sind Fragen wie ein kleines GDI (ein paar Fonts, Zeichen
> schreiben, Flächen füllen, Linien und Punkte malen) und ein sparsames
> Menüsystem (Buttons, Edits, Icons..) kein wirkliches Problem. Ich hab
> sowas alles für Chips wie den LPC2103 und Konsorten mir selber
> geschrieben. Wenn man nicht wirklich viele Fonts braucht, dann ist das
> auch recht platzsparend.

Die Anzahl der Fonts ist für ne gut durchdachte Bedienung egal, da 
reicht einer. Spannend sind die Bedienelemente und was die für 
Möglichkeiten bieten.

Hast Du bei Deiner Lib richtige Widgets?
Also so etwa in der Form:
- Listcontrol-Objekt, mit Scrollbar
- bekommt Events von Drehencoder und Enter-Taste
- Inhalt ist nen Array/Liste von Objekten mit Darstellmethode
- Ruft bei Enter ne Methode beim aktiven Objekt auf
- Andere Widgets können Änderungs-Events von dem Listcontrol anfordern
- Redraw-Konzept für dynamische Änderungen im Inhalt

Mir gehts nicht um die einzelnen Features, sondern eher um das 
Abstraktionsniveau. Wenn Du nur mit Rechtecken und Zeichen arbeiten 
musst, wird das ein steiniger Weg bis zur brauchbaren GUI.

Um an der Stelle schneller voran zu kommen würde ich das erst in 
Software machen. Es dann ausprobieren und solange verbessern, bis alles 
nötige drin ist und die Bedienung sich "rund" anfühlt.

Schau Dir viele von den China-Teilen an: die durchdenken das nicht 
richtig, fangen mal an, merken bei 90% der Entwicklung das irgendwas 
fehlt oder nicht mehr hinpasst und verstecken das dann in irgendeinem 
Menü wo grad noch Platz ist.

Wenn Du es in Software machst bist Du da viel flexibler. Dann kann man 
sich immer noch überlegen ob man eine Steuer-Hardware mit einem µC und 
TFT oder nem Embedded Linux und der bestehenden Software baut.

Gruß,

Gerd

Autor: Gerd E. (robberknight)
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> Das nach Außen führen des Taktsignals macht nur bei der Variante mit
> PLL-Chip Sinn.

Ack.

> Der PLL-Chip verfügt über 3 Ausgänge (Y1, Y2, Y3).
> Derzeit wird der AD5930 von Y1 gespeist.
> Man könnte Y2 und Y3 nach außen führen, um damit zwei weitere Module
> speisen zu können. Es käme dann also noch ein DDS-Board in einer vierten
> Variante daher, bei dem die Taktquelle von außen zugeführt wird.

Könnte man die Taktquelle schaltbar machen? Also Taktquelle onboard oder 
extern, und nen Analogschalter oder was weiß ich schaltet dann zwischen 
den beiden um? Oder wird es aufwendig daß das Taktsignal darunter nicht 
leidet?

Würde halt die Variantenvielfalt reduzieren und wäre im Einsatz 
flexibler - vielleicht brauche ich ja gerade hohe und niedrige 
Frequenzen zusammen und muß daher die PLLs in verschiedenen Modi fahren. 
Dann brauche ich 2 vollwerteige DDS-Module mit eigenem Takt. Im anderen 
Szenario dann 2 zusammengeschaltete Module mit einer Taktquelle. Wenn 
die selben Module das könnten, wäre das ein Gewinn.

Autor: Gerd E. (robberknight)
Datum:

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Hallo,

> Bestellt habe ich keine. Wenn du die Möglichkeit hast selbst zu ätzen,
> dann kannst du dir die Layouten im Anhang rauslassen.

So, ich habe eben mal wieder Eagle installiert und mir die Boards 
angeschaut. Ätzen kann ich selber. Kommt es auf die 0,8mm 
Leiterplattendicke an, also impedanzkontrollierte Leitungen etc.? Ich 
hab nur 1,5er Basismaterial da.

Könntest Du noch den Schaltplan online stellen? Dann ist das einfacher 
nachzuvollziehen wie das funktioniert. Auch sollte ich dann einfacher an 
eine Bauteilliste kommen. Hast Du bei kritischen Bauteilen die nötigen 
Toleranzen hinterlegt?

Dann würde ich mal meine Einkaufsliste anpassen...

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Gerd,

im Prinzip hast du jederzeit die Möglichkeit auf Y1, Y2 und Y3 zur 
Laufzeit einzuwirken, indem du den Ausgangsteiler veränderst, das heißt 
es braucht nur ein Modul mit dem PLL-Chip, da dieser über drei 
Taktausgänge (Y1, Y2 und Y3) verfügt.

Noch mal zum Verständnis, angedacht ist ein Takt von 41,94304 MHz für 
den DDS. Dieser wird aus dem 16,384MHz bzw. 24,576MHz Quarz/TCXO samt 
PLL-Chip erzeugt. Damit ergibt sich das theoretische, kleinste 
auszugebende Frequenzinkrement des DDS von 2,5Hz (41,94304MHz / 2^24).
Ein Umprogrammieren des PLL-Chips macht nur Sinn, wenn man noch kleinere 
Frequenzen ausgeben möchte.

Die Taktausgänge des PLL-Chip kann man ebenfalls an- und abschalten, ein 
zusätzliches Schaltelement ist also gar nicht notwendig.

Vielleicht schaust du dir das Datenblatt des CDCE913 einmal an und 
riskierst vielleicht auch mal einen ersten Blick in jenes des AD5930. 
Dann hätte man zumindest eine gemeinsame Diskussionsbasis.

Der Spannungspegel für SPI (DDS) und I2C (PLL) sind im übrigen 3,3V.

branadic

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Hallo,

ich nochmal ;-)

Du schreibst auf Deiner Wiki-Seite daß man für PWM-Signale ständig neue 
Frequenzen setzen muß und daher nen µC oder nen schnellen 74xx-IC 
braucht.

Wie hast Du Dir das mit den PWM-Signalen genau gedacht?

Mir fällt nach dem Lesen des Datenblatts das hier dazu ein:

Wenn man das PWM-Signal vom AD5930 nicht über den vollen 
Spannungsbereich ausgeben lässt, sondern nur über die eine Hälfte, 
könnte man doch den Bust-Modus für das PWM-Signal verwenden. Die 
Bust-Zeit ist die An-Zeit, die Frequenz so gewählt daß das nur eine 
Halbwelle ist. Nach der Halbwelle ist Schluss und der geht auf Midscale 
für den Rest der Intervall-Zeit. Das entspricht dann der Aus-Zeit. 
Danach fängt er wieder von vorne an. Es ist keine Aktion mit jeder Welle 
nötig.

Die andere Variante mit vollem Spannungsbereich: Ich definieren einen 
Sweep mit 2 Frequenzen. Die eine ist der An-Teil, der andere der 
Aus-Teil. Der Sprung von der einen zur anderen Frequenz wird über das 
CTRL-Pin gemacht. Jetzt muß ich das CTRL-Pin immer im Nulldurchgang des 
Signals ansteuern. Das könnte z.B. ein schneller 74xx übernehmen.

Würde das so funktionieren oder habe ich was übersehen?

Gruß,

Gerd

Autor: branadic (Gast)
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Gerd E. schrieb:
> So, ich habe eben mal wieder Eagle installiert und mir die Boards
> angeschaut. Ätzen kann ich selber. Kommt es auf die 0,8mm
> Leiterplattendicke an, also impedanzkontrollierte Leitungen etc.? Ich
> hab nur 1,5er Basismaterial da.

Nein, so kritisch ist das nicht, da die Leitungslängen elektrisch sehr 
kurz sind. Für mich ist es jedoch wichtig, da meine Leiterplatte in ein 
gefrästes Modulgehäuse wandern soll und da ist die Position der 
SMB-Einbaubuchse wichtig. Das Gehäuse ist bereits fertig konstruiert.
Ich habe übrigens eben belichtet und entwickelt, geätzt wird morgen mit 
frischer Ätzlösung.
Toleranzen habe ich nicht hinterlegt, da bei mir in aller Regel 
hochwertige Bauteile zum Einsatz kommen, an der Ecke spare ich nicht. 
Die Widerstände sollten halt 1% aufweisen, bei den Kondensatoren kommen 
bei mir NP0 zum Einsatz, die Induktivitäten sind 0805AS bzw. 1008AS von 
Fastron, je nachdem was man bekommt.
Schaltplan suche ich morgen raus.

branadic

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Hallo,

> im Prinzip hast du jederzeit die Möglichkeit auf Y1, Y2 und Y3 zur
> Laufzeit einzuwirken, indem du den Ausgangsteiler veränderst, das heißt
> es braucht nur ein Modul mit dem PLL-Chip, da dieser über drei
> Taktausgänge (Y1, Y2 und Y3) verfügt.

Ok. Das passt natürlich gut zu der Steckmodul-Idee von Abdul mit den 3 
Kanälen.

> Die Taktausgänge des PLL-Chip kann man ebenfalls an- und abschalten, ein
> zusätzliches Schaltelement ist also gar nicht notwendig.

Ok, aber wenn ich sowieso 3 verschiedene Frequenzen aus einer PLL 
bekommen kann, braucht man wie Du geschrieben hast nur ein Takt-Modul.

Gruß,

Gerd

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Gerd,

das mit der PWM muss man sich noch mal genau überlegen, wobei en die 
Frage ist, ob das wirklich eine notwendige Funktion an einem 
Funktionsgenerator ist.
Ich hatte seinerzeit zwar schon einen Lösungsansatz dafür angedacht, 
kann heute aber nicht mehr sagen wie ich mir das genau vorgestellt habe.

Meine Leiterplatten sind soeben aus dem Ätzbad gekommen. Jetzt kann es 
ans Bohren und Löten gehen.
Anbei noch die aktuelle Stand des Layouts samt Schaltplan, wobei das 
Modul so einfach aufgebaut ist, dass sich die Funktion auch ohne 
Schaltplan erschließen sollte.

branadic

Autor: W.S. (Gast)
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branadic schrieb:
> Anbei noch die aktuelle Stand des Layouts samt Schaltplan

Du hast ne seltsame Art drauf, Schaltungen zu machen.

Sind all die Verrenkungen beim Taktgenerator nur darauf abgezielt, einen 
"glatten" Wert für das Frequenzincrement zu bekommen?

Und warum setzt du nicht vor den OpV zwei identische (einfachere) 
Tiefpässe und machst dann z.B. mit nen AD8000 einen klassischen 
Differenzverstärker? Schau mal beim "Funkamateur" nach der Schaltung des 
"Netzwerktesters". Dort haben die HF-Spezis eigentlich alles bereits 
vorgeturnt - und das funktioniert recht gut.

W.S.

Autor: branadic (Gast)
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@ W.S.

komisch nur, dass trotz meiner "seltsamen Art Schaltungen zu machen" 
meine Schaltungen immer genau das machen, was sie sollen.

Ich seh das mit dem CDCE913 auch nicht als "Verrenkung", wie du das so 
nett formulierst, aber ja auf ein gerade Frequenzinkrement läuft es 
hinaus und darauf das man im LF-Bereich noch tiefer kommt als das 
vorgegebene Frequenzinkrement. Es zwingt dich doch niemand meine 
Schaltungen nachzubauen, also was soll die Aufregung?

Wenn du den zum Thread zugehörigen Artikel gelesen hättest, dann würdest 
du auch den Sinn des Filter verstehen und warum ich nicht auf fertige 
Lösungen zurückgreife, denn mich interessiert mehr als nur Sinus >1kHz.
Ich kann dir versichern, dass ich mir die Schaltungen der "HF-Spezis" 
durchaus zu Gemüte geführt habe und Abos auf diverse HF-Zeitschriften 
habe. Für die von mir angestrebte Lösung gibt es aber eben noch nichts 
"vorgeturntes", denn das soll kein Signalgenerator sondern ein (Ein- 
Zwei- oder 3-Kanal) Funktionsgenerator werden. Den Unterschied muss ich 
dir sicherlich nicht erklären.

An den Rest:

Ich habe die letzten Stunden genutzt und die Leiterplatten gebohrt, 
vereinzelt und chem. verzinnt. Ich habe jetzt also von allen drei 
Varianten je ein Leiterplatte. Sollten sich ernsthafte Mitstreiter 
finden, die jedoch nicht über die Möglichkeit verfügen sich die 
Leiterplatte selbst zu fertigen, so würde ich die Variante mit 
Quarzoszillator bzw. die Variante mit Quarz + PLL-Chip auch abgeben.
Ich werde morgen mit dem Aufbau der dritten Variante beginnen.

branadic

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Hallo,

danke für die Schemas, ich hab mir daraus die BOM mal angeschaut und die 
fehlenden Teile in meine Einkaufsliste gepackt.

Nur die Fastron-Induktivitäten gibts nicht bei den Distris wo ich 
regelmäßig bestelle. Würden es auch diese hier tun:
http://de.rs-online.com/web/p/induktivitaeten-smd/0136055/
Jetzt mal beispielhaft für 270n, der Rest halt entsprechend aus dieser 
Serie. Bis auf den maximalen Strom sahen mir die recht ähnlich wie die 
von Dir genannten Fastrons aus. Aber durch den Filter sollten ja wohl 
keine hunderte von mA fließen.

Ich würde die Variante Quarz+PLL aufbauen. Was mich da etwas wundert ist 
die Wahl von C19 und C20. Überall sonst hast Du für 10µF Tantals 
verwendet, nur dort 0603er Kerkos. Da das 5V sind, würde ich keine 
6,3V-Typen mehr nehmen. 0603er in 10V oder 16V sind dann aber nicht mehr 
wirklich gängig. Was spricht hier gegen Tantals?

Zum Layout:

Warum setzt Du die Via-Bohrungen am Quarz direkt an die Pads und lässt 
nicht etwas Abstand? Bei selbstgemachten Vias mit Draht oder Nieten wird 
der Quarz wahrscheinlich nicht mehr glatt aufsitzen. Bei Reflow wird es 
dir durch die Löcher die Paste rausziehen.

An den Punkten 1, 2 und 3 ziehst Du die Versorgungsspannung über Drähte, 
korrekt? Setzt Du da keine Bohrungen um die Anzuschließen?

> das mit der PWM muss man sich noch mal genau überlegen, wobei en die
> Frage ist, ob das wirklich eine notwendige Funktion an einem
> Funktionsgenerator ist.

Ich hätte sowas durchaus schon ein paar mal gebrauchen können. Wenn der 
FG fertig ist, soll er ja auch einstellbare Spannungspegel und Offset 
haben, auch in den negativen Bereich. Auch auf ein sauberes Signal 
sollte man sich dann verlassen können.

Das ist schon praktisch wenn man beim Experimentieren nur noch am 
Rädchen drehen und nicht mehr Widerstände umlöten etc. muß. Ich hab mir 
schon überlegt nen extra PWM-Generator für zu bauen weil mich das das 
letzte mal genervt hat.

Gruß,

Gerd

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Gerd,

ja die Induktivitäten sollten es genauso tun. Fastron wird bspw. von 
Reichelt geführt. Ich habe insbesondere die AS-Serie gewählt, weil ich 
damit auch die Simulationen ganz zu Anfang durchgeführt habe.

Bei C19 und C20 habe ich mich an die Empfehlungen im Datenblatt 
gehalten. Du kannst ohne schlechtes Gewissen 6,3V-Typen verwenden. Wenn 
das noch zu entwickelnde Netzteil für die 5V um 20% schwankt, dann 
stimmt was mit dem Entwurf nicht. ;)

Was die Vias am Quarz angeht so stellen die nach meiner Erfahrung kein 
Problem dar. Bei einer professionell gefertigten Leiterplatte mit 
Lötstopplack sind die Vias eh mit Lötstopplack bedeckt, zumindest bei 
mir. Also kein Problem bei Reflow.
Auch bei selbstgefertigten Leiterplatten mit Drähten als DKs stellen die 
Vias an der Stelle kein Problem dar, weil der Quarz kleiner als das 
Footprint ist. Also auch kein Problem.

Das mit den Pads (Spannungsversorgung 1,2,3) ist so eine Angewohnheit 
von mir die vor allem dann zum Einsatz kommt wenn die Leiterplatte in 
einem Gehäuse mit der Masse aufliegen soll, da stört dieser 
Anschlusspunkt dann und muss zusätzlich im Gehäuse ausgeklinkt werden. 
Da es nur eine überschaubare Anzahl an Drähten ist lohnt es nicht 
zusätzliche Layer zu spendieren.

Wenn du das Layout genau betrachtest siehst du eine strickte Trennung 
zwischen analoger und digitaler Masse, die wie empfohlen unter dem 
AD5930 an einem Punkt miteinander verbunden sind. Die analoge Masse 
liegt im Gehäuse vollständig auf dem Boden auf, der Bereich Filter und 
digitale Masse ist im Gehäuse freigestellt. Das das so gut funktioniert 
hat sich bereits in einem Aufbau erwiesen.

Ich habe bereits die DKs mit Kupferdraht bestückt, morgen wird gelötet.

========================================================================

Das Layout trägt meine Handschrift, es sind meine Erfahrungen des 
Layoutens eingeflossen und die haben sich zumindest bisher auch gut 
bewährt, auch im Heim-Ätzprozess.
Es ist nicht in meinem Sinn irgendwelche Schaltungsteile einfach nur zu 
kopieren weil sie schon mal jemand anderes irgendwo veröffentlicht hat, 
sondern ich bin durchaus in der Lage Schaltungen selbst zu entwerfen. 
Was veröffentlicht worden ist muss nicht zwangsläufig der Weisheit 
letzter Schuss sein.
Nur weil ich kein Rufzeichen habe heißt das nicht, dass ich null Ahnung 
von HF habe. Im Umkehrschluss heißt es aber auch noch lange nicht, wenn 
jemand ein Rufzeichen hat und im FA veröffentlicht, dass es sich um ein 
HF-Spezi handelt.
Das wollte ich gern noch mal in aller Deutlichkeit loswerden.

branadic

Autor: branadic (Gast)
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Hallo zusammen,

während man sich die Sonne im Freien auf den Bauch scheinen lässt kann 
man sich ja trotzdem schon mal Gedanken bzgl. der Endstufe machen.
Commtel hat eine ganze Reihe von Datenblättern gepostet.

Halten wir mal die Möglichkeiten für eine Endstufe fest:

- klassischer Bipolarverstärker in Gegentakt-AB-Anordnung

Wie sowas ausschauen kann zeigen bspw. die Manuals von Hameg:

www.victronics.cl/inf_tecnica/Hammeg/USER_MAN/...2/8130_2.PDF Seite 38 
und viele andere.

- Operationsverstärker, ggf. mehrere parallel geschaltet

Weiter oben haben wir ja schon das Beispiel von Agilent:

Beitrag "Re: Projekt: DDS basierter Funktionsgenerator mit AD5930"

Seite 175 gesehen, mit vier parallel geschalteten THS3001. Da es sich in 
diesem Beispiel um einen 20MHz arbiträren Funktionsgenerator handelt 
dürfte die Endstufe dem was wir hier brauchen gerecht werden.

Amplitude
Into 50 Ω: 10 mVpp to 10 Vpp
Into open circuit: 20 mVpp to 20 Vpp

DC Offset
Range (peak AC + DC): ± 5 V into 50 Ω
±10 V into open circuit

Es sollte also die Frage geklärt werden, welchen Ansatz wir verfolgen 
wollen. Ich bin für Vorschläge offen.

branadic

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Hallo,

ich hab noch eine Frage zur Signalqualität von DDS-basierten FGs. Hab 
mir dieses Video hier angeschaut:
Youtube-Video "Tektronix 2225 Analog Oscilloscope - EEVblog #196"
Etwa bei 13:30min zeigt er den Anfang einer Sinus-Welle, erzeugt mit dem 
integrierten DDS-FG eines der neuen Agilent-Scopes, Screenshot anbei.

Sollte nicht eigentlich der Rekonstruktionsfilter im FG genau das 
verhindern und einen sauberen Sinus ohne solche Treppchen erzeugen?

Gruß,

Gerd

Autor: Frank (Gast)
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Hängt von der Frequenz ab. Das Rekonst-Filter hat ja eine endliche 
Bandbreite. Wer langsamer ansteuert, hat Treppen. Für diese Probleme 
gibt es aber das dithering/noise shapping

Autor: Gerd E. (robberknight)
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> Hängt von der Frequenz ab. Das Rekonst-Filter hat ja eine endliche
> Bandbreite.

Hast Recht.

> Wer langsamer ansteuert, hat Treppen. Für diese Probleme
> gibt es aber das dithering/noise shapping

Wie muß man sich das vorstellen? Ist das ein weiterer analoger Filter 
oder addiert man da zum Output-Signal ein weiteres Signal was die 
Treppen ausgleicht?

@branadic
Noch eine Frage zu den Bauteilen:

Was für nen Wert sollte der Trimmer am Feedback des Opamps grob haben?

Bist Du Dir mit den 200nH für die L4 sicher? Die gibt es kaum, auch bei 
Fastron nicht. 180nH oder 220nH?

Gruß,

Gerd

Autor: Jörg H. (idc-dragon)
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Das mit den Treppen entsteht, wenn "klassische" DDS verwendet wird, nur 
stumpf die Tabellenwerte ausgegeben werden.
Viel besser wird es mit einer Interpolation dazwischen. Eine lineare 
Interpolation ist quasi billig zu machen und verbessert den Klirrfaktor 
enorm. (Nicht nur bei extremer Überabtastung der Tabelle.) Das habe ich 
mal simuliert und wegen des großen Erfolges dann implementiert.

Die Zutaten dafür sind schon da: man kann den weggeschnittenen Teil des 
Phasenakkus, also der Teil der nicht mehr der Tabellenadressierung 
dient, als Nachkommateil der Position betrachten. Damit kann man die 
benachbarten Tabellenwerte skalieren, einmal direkt mit dem 
Nachkommateil, einmal mit 1-Nachkommateil. Die Summe ist der 
interpolierte Wert. Man braucht also pro Sample noch zwei 
Multiplikationen, sowie eine Invertierung und eine Addition.

Ich hoffe, der Chip macht so was in der Art...

Mit einem FPGA könnte man sowas auch gut aufbauen. Weil die Schrittweite 
bekannt ist kann man die Rechnerei parallelisieren, n Einheiten um einen 
Takt versetzt rechnen lassen. Dann muß man den Algorithmus nicht 
abwarten lassen bevor man das nächste Sample beginnt.

Jörg

Autor: branadic (Gast)
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Hallo,

ich würde auch behaupten, dass der Takt des DDS unterhalb der 
Grenzfrequenz des Rekonstruktionsfilters liegt und somit die 
DAC-Schritte im Ausgangssignal wieder sichtbar werden.
Bei korrekter Dimensionierung des Filters und solange der DDS oberhalb 
der Grenzfrequenz des Filters betrieben wird sollten solche Effekte 
nicht auftauchen.
Wundert mich jedoch, das aus einem Agilent Gerät ein solches Signal 
kommen soll, zeigen sie doch im Schaltplan des Agilent 33220A 20 MHz 
Function / Arbitrary Waveform Generator den Commtel verlinkt hatte wie 
man es macht. Elliptisches Filter 9. Ordnung, sogar noch gefolgt von 
einer Sinx/x-Korrektur und für arbiträre Signal ein Lineares 
Phasenfilter.


Der Trimmer sollte 500R haben und ja, mit den 200nH bin ich mir sicher. 
Die gibt es von Fastron in 0805 auch, hab ich selbst hier zu liegen 
(0805AS-R20J-01). Wenn du 220nH nimmst ist das auch nicht so dramatisch, 
dann verschiebt sich die Filtergrenze etwas oder der Amplitudengang ist 
minimal welliger.

branadic

Autor: H. G. (Gast)
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> Mit einem DDS kann man eigentlich NUR einen Sinusgenerator aufbauen
Du kannst doch auch andere Signalformen in die Tabelle schreiben

Autor: Helmut S. (helmuts)
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> Sollte nicht eigentlich der Rekonstruktionsfilter im FG
> genau das verhindern und einen sauberen Sinus ohne solche
> Treppchen erzeugen?

Das Sinus-Signal hatte doch nur eine Frequenz von 10kHz. Da werden, 
bedingt durch die endliche Auflösung des DACs, die gleichen Werte 
mehrfach hintereinander ausgegeben. Deshalb "rundet" da das Filter 
scheinbar nicht. An der Treppenhöhe kann man direkt die DAC-Auflösung 
sehen.

Autor: branadic (Gast)
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Helmut S. schrieb:
> Das Sinus-Signal hatte doch nur eine Frequenz von 10kHz. Da werden,
> bedingt durch die endliche Auflösung des DACs, die gleichen Werte
> mehrfach hintereinander ausgegeben. Deshalb "rundet" da das Filter
> scheinbar nicht. An der Treppenhöhe kann man direkt die DAC-Auflösung
> sehen.

Hallo Helmut,

das gilt aber nur, wenn man sich direkt das DAC-Signal anschaut. Nach 
dem Rekonstruktionsfilter und ggf. noch nach dem inversen Sinc-Filter 
sollten keine Treppen mehr zu sehen sein.
Treppen sollten mit Rekonstruktionsfilter nur dann wieder auftauchen, 
wenn das Taktsignal der DDS weniger oder gleich der doppelten 
Grenzfrequenz des Filter entspricht.

branadic

Autor: Unbekannter (Gast)
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branadic , das ist genau das was Helmut sagt :-)

Autor: Helmut S. (helmuts)
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Der DAC hat z.B. 10bit. Selbst im Bereich maximaler Steigung gibt es da 
Werte die mehrfach gleich sind.

f=1kHz, Fclock=50MHz -> 50000 Werte je Periode

DAC geht von 0V bis 1V.

Amplitudenschritt: 1/1000 = 0,001
Phasenschritt: 1/50000
Amplitudenschritt vom Sinus: 0,5*sin(2*pi/50000) = 0.000063

0,001/0,000063 = 16

Das bedeutet, dass 16 mal der gleiche Wert beim DAC ausgegeben wird.

Sowas bügelt der Tiefpass nicht weg, weil der 20Mhz Grenzfrequenz hat 
was gerade mal 2,5 Takte der DDS-clock sind.

Autor: j. c. (jesuschristus)
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Ich kenne das Problem von National Instruments Karten. Da sieht es auch 
so aus. Was tut man denn dagegen?

Autor: Helmut S. (helmuts)
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DAC mit höherer Auflösung nehmen, z. B. 16bit DAC.

Autor: j. c. (jesuschristus)
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Hilft nix. Wenn das Signal langsam genug ist, siehst Du es auch da.

Autor: Helmut S. (helmuts)
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Bei 16bit hat man dann die Chance, dass es wegen Rauschen und 
DAC-Nichtlinearität größer 1LSB nicht mehr so arg auffällt. Natürlich 
ist das "Problem" damit nicht wirklich behoben.

Lösung:
Man müsste gezielt für tiefe Frequenzen einen Tiefpass im kHz Bereich 
nachschalten.

Autor: j. c. (jesuschristus)
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Eigentlich müsste man das immer tun! Ein variabler Tiefpass, der direkt 
hinter der Grundfrequenz absägt. Geht sowas?

Autor: Helmut S. (helmuts)
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Man müsste sich dann eine Box bauen die 4 umschaltbare Filter und einen 
Direktpfad hat.

Beispiel: Filter mit fg 2Mhz, 200kHz, 20kHz und 2kHz
Leider musst du dann dafür auch eine Endstufe einbauen.

Autor: Jörg H. (idc-dragon)
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Helmut S. schrieb:
> Der DAC hat z.B. 10bit. Selbst im Bereich maximaler Steigung gibt es da
> Werte die mehrfach gleich sind.
>
> f=1kHz, Fclock=50MHz -> 50000 Werte je Periode
>
> DAC geht von 0V bis 1V.
>
> Amplitudenschritt: 1/1000 = 0,001
> Phasenschritt: 1/50000
> Amplitudenschritt vom Sinus: 0,5*sin(2*pi/50000) = 0.000063
>
> 0,001/0,000063 = 16
>
> Das bedeutet, dass 16 mal der gleiche Wert beim DAC ausgegeben wird.
>
> Sowas bügelt der Tiefpass nicht weg, weil der 20Mhz Grenzfrequenz hat
> was gerade mal 2,5 Takte der DDS-clock sind.

Ich möchte noch mal auf mein Posting zum Thema Interpolation verweisen:
Beitrag "Re: Projekt: DDS basierter Funktionsgenerator mit AD5930"
(Hat das jemand gelesen, oder war es zu unverständlich?)

Damit gäbe es außer der DAC-Auflösung keine Treppen.

Jörg

Autor: branadic (Gast)
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> Ich möchte noch mal auf mein Posting zum Thema Interpolation verweisen:
> Beitrag "Re: Projekt: DDS basierter Funktionsgenerator mit AD5930"
> (Hat das jemand gelesen, oder war es zu unverständlich?)

Da hier ein monolithisches DDS-IC von Analog Devices zum Einsazt kommt, 
ist jegliche Frage nach einer Interpolation hinfällig.
Lasst uns doch bitte zum eigentlichen Thema zurückkommen und nicht 
wieder daran vorbei reden, das Thema aktuell ist Endstufe.

Witzigerweise haben einige Leute sich die Board-Files zum DDS-Modul ja 
heruntergeladen, äußern tut sich jedoch kaum jemand zum Thema, es sei 
denn es driftet mal wieder ab.

branadic

Autor: Jörg H. (idc-dragon)
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branadic schrieb:
> Da hier ein monolithisches DDS-IC von Analog Devices zum Einsazt kommt,
> ist jegliche Frage nach einer Interpolation hinfällig.

Meine versteckte Frage war ob der Chip eine Interpolation macht. Ich 
deute deine Antwort mal als ein "nein".  ;-)
Ich hatte das Datenblatt nur flüchtig gelesen, bei erster Durchsicht 
keine Details zur Sinuserzeugung gefunden. Steht da ferner irgendwo, wie 
groß die Tabelle ist, so er denn mit einer arbeitet?
Zumindest die Dreiecke könnte der Chip ja mit DAC-Auflösung generieren?

> Lasst uns doch bitte zum eigentlichen Thema zurückkommen und nicht
> wieder daran vorbei reden, das Thema aktuell ist Endstufe.

Entschuldigung, das wußte ich nicht.

Jörg

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Und die Alternative? Ein SRAM und ein DAC. Dann kannst du reinladen was 
dir gefällt. z.B. auch direkt ein PWL-File aus deiner 
LTspice-Simulation.


Was hast du dir denn als Endstufe gewünscht? Ich vermute 50 Ohm und ein 
Watt?
Die Suche beginnt beim buf634 und hört dann nur noch preislich und vom 
Aufwand her irgendwann auf...

Autor: H. G. (Gast)
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Jörg H. schrieb:
> Damit gäbe es außer der DAC-Auflösung keine Treppen.
Genau um die DAC-Auflösung ging es ja :-)

Es gibt keine Möglichkeit, diese zu "unterwinden".

Autor: Jürgen Schuhmacher (engineer) Benutzerseite
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>> Du hast es vollkommen richtig erkannt, Dreieck/Sägezahn ist nur
>> mit einer reduzierten Ausgangsfrequenz möglich, wie bei nahezu
>> jedem Funktionsgenerator
>andere Wellenform reinprogrammieren

Also selbst wenn die DDS in der Signalform programmierbar ist, wie z.B. 
ein FPGA-FG, dann besteht immer noch das Problem, dass die Spitze von 
Rampe und Dreieick nicht sauber durchlaufen werden, und das im Gegensatz 
zu einem Sinus nicht durch ein Filter rekonstruiert werden kann.

Bei einem Funktionsbaustein wie den AD hat man aber doch einen 
Zählerausgang, meine ich, oder? Das MSB wäre dann doch schon das 
Rechteck?

Normalerweise wird ein Rechtteck aus einem Sinus üblicherweise mit einem 
Trigger/Komparator erzeugt, welcher den Nulldurchgang detektiert. 
Allerdings krankt dieses System an eventuellen Schwebungen, die der 
Sinus einspeist. Das Resultat ist Phasenrauschen/ schwankender duty 
cycle. Wenn das nichts ausmacht oder gewollt ist, bzw die Schwebungen 
gering sind, weil der Sinus sehr präzise ist, lässt sich das mit einem 
schnellen OP nachschalten. Durch die Offsetverschiebung des OP aus dem 
Nullpunkt stellt man dann wie gewohnt den d.c. ein.

Hat man dann ein 50%:50% Rechteck, braucht es nur noch eine genaue, 
lineare Integrator-Kippstufe mit BIAS-Korrektur, um das Dreieick zu 
gewinnen, sowie eine Steuerung der Steilheit i.A. der Frequenz, weil 
sonst die Amplitude bei geringen Frequenzen über alle Grenzen wächst. 
Die BIAS-Korrektur ist i.d.R. nötigt, weil man nie exakt 50:50 
hinbekommt und das Dreieick wegläuft. Analog aufgebaut ist das durch die 
Verluste schon gut realisiert, ansonsten einen schwachen AC-Kurzschluss 
gegen Masse bauen. Die Rampe wie üblich über die halbe Rechteckfrequenz 
mit Reset des Integrators bei steigender Flanke - gfs ebenfalls mit 
BIAS-Korrektur oder Verschiebung in den Ursprung.

Ich habe das Ganze schon in VHDL nachgebaut, um Analogtechnik zu 
simulieren. Ein weiterer Vorteil ist der, dass Wobbel-Funktionen, 
FM-Modulationen und die Wirkung von über einen Mischer 
fremdeingespeisten Frequenzen direkt auf Rechteck, Dreieck und Rampe 
übertragen werden können.

Solche Funktionen lassen sich in VHDL natürlich direkt(er) und 
mathematisch sauberer beschreiben, sodass man auch keine 
umprogrammierbare Tabelle braucht. In VHDL kommt man mit einem billigen 
FPGA auch zu einigen 10MHz sehr hoher Qualität.

Autor: Jürgen Schuhmacher (engineer) Benutzerseite
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> Genau um die DAC-Auflösung ging es ja :-)
> Es gibt keine Möglichkeit, diese zu "unterwinden".
Doch, gibt es. Nennt sich Dithering / Noise shaping. Man kann das letzte 
Bit wie eine PWM ansehen und durch geeignetes tooglen die Auflösung 
verbessern. Durch das *hochfrequente!!* Rauschen, das hierbei erzeugt 
wird, reagiert das Rekonstruktionsfilter auch bei hoher Grenzfrequenz 
und stellt einen Mittelwert ein. Es ist daher nicht unbedingt nötig, 
umschaltbare Filter zu verwenden. Bei CD-Aufnahmen / Mastering wird das 
eingesetzt, um die 16 Bit-Granularität zu vermeiden. Diese digitalen 
Rundungsfehler bilden nämlich dummerweise niederfrequente Anteile, die 
durchaus hörbar werden, wenn gerade sehr leise Passagen vorliegen.

Mit dem Dithern fallen die Stufen dann nicht mehr auf, sondern bleiben 
im Filter kleben. Das Problem ist nur ein leicht erhöhtes 
Phasenrauschen. Optimal ist es natürlich, wenn man mit der DDS stark 
überabtastet, also wie im Beispiel eine sehr geringe Frequenz erzeugt 
und dann in der Tat Filter mit geringerer Bandbreite einsetzt. Dies kann 
man aber auch digital nachbilden, bevor man auf den Dither-Algo geht. 
Vielleicht ist das noch eine Verbesserungsmöglichkeit für Dein Projekt - 
bzw Nachbauer mit FPGAs (s.u.)

>erfolgreiche Methode
Deine "erfolgreiche" Methode, die Du gefunden hast, ist der Standard - 
nennt sich "lineare" Interpolation. Bringt aber nur etwas, wenn die 
Sinustabelle wirklich arg grob ist gegenüber dem DAC, was ja nicht 
unbedingt sinnvoll ist. Die Ecken, die über bleiben, hängen auch dann 
wieder in den Filtern und werden gerundet.

> Ich hoffe, der Chip macht so das in der Art...
Das muss er nicht, weil die Tabelle hoch genug aufgelöst ist, um den 
integrierten DAC anzusteuern. Sowohl was Phase, als auch Amplitude 
angeht.

Grobe Tabellen sind nur was für Billiglösungen. Sauberer wird es 
übrigens, wenn man mit splines oder kubischen Filtern rundet. Die Frage 
ist eben, ob man den Wert direkt ausgeben will, und / oder welche 
Phasenverzögerung man sich durch ein Rekonstruktionsfilter erlauben 
will/kann, denn ein gutes Rekonstruktionsfilter bildet die Zwischenwerte 
ja auch ab. Die Chips, die ihr nutzt, geben das so erzeugte Signal nicht 
ohne Grund direkt aus. Man ist dann bei der Wahl des Filters offen.

> Mit einem FPGA könnte man sowas auch gut aufbauen.
Kann man, ja: :-) Man bekommt sogar 24Bit Audio-Digitalqualität, wenn 
man es sehr ordentlich macht! Mit einem FPGA hat man überdies die 
Möglichkeit, das Rekonstruktionsfilter, wie oben angedeutet, der 
Frequenz anzupassen, damit der Dither-Algo nicht verrauschte Stufen 
abbildet, sondern einen gleitenden 25Bit-Digitalwert sieht, den er zu 
einer 23Bit + 1 "PWM" verwurstet. Dieses Filter bekommt dann aus einer 
16 bit genauen Tabelle mit u.U. Phasen- und Amplituden- Überabtastung 
seine Werte, die es "quasi analog" glätten darf.

Ich habe von meinem eigenen DDS-Projekt noch einige Grafiken rumliegen, 
die das auch veranschaulichen. Muss ich mal suchen ...

Autor: Commtel @msn (commtel)
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@ Juergen Schuhmacher

ich wäre sehr interesiert an deinen Unterlagen da ich auch schon
mit dem Gedanken gespielt hab das Dithering Verfahren zu nutzen.

"Optimal ist es natürlich, wenn man mit der DDS stark
überabtastet, also wie im Beispiel eine sehr geringe Frequenz erzeugt
und dann in der Tat Filter mit geringerer Bandbreite einsetzt. Dies kann
man aber auch digital nachbilden, bevor man auf den Dither-Algo geht." 
<-- ist mir neu diese Technik mit dem schmalbandigen Filter. Gefällt mir 
aber

Mfg
Commtel

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ja, nur ist mit Überabtastung bei 50MHz nicht mehr viel real machbar! Da 
würden die erreichten realen Werte mal interessieren.

Autor: branadic (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Was hast du dir denn als Endstufe gewünscht? Ich vermute 50 Ohm und ein
> Watt?

Wir waren schon bei 10Vpp mit ±5V Offset an 50 Ohm angekommen.

Juergen Schuhmacher schrieb:
> Also selbst wenn die DDS in der Signalform programmierbar ist, wie z.B.
> ein FPGA-FG, dann besteht immer noch das Problem, dass die Spitze von
> Rampe und Dreieick nicht sauber durchlaufen werden, und das im Gegensatz
> zu einem Sinus nicht durch ein Filter rekonstruiert werden kann.

Im Manual des Agilent 33220A wird für Rampe und Dreieck nicht das 
elliptische Rekonstruktionsfilter, sondern ein Linear Phase Filter 
zugeschaltet. Die Grenzfrequenzen der Filter sind ebenfalls mit 
angegeben. Das momentan ein elliptisches Rekonstruktionsfilter eingebaut 
ist heißt ja nicht, dass man auch umschaltbare Filter realisieren kann.

Juergen Schuhmacher schrieb:
> Bei einem Funktionsbaustein wie den AD hat man aber doch einen
> Zählerausgang, meine ich, oder? Das MSB wäre dann doch schon das
> Rechteck?

Es gibt einen solchen Ausgang (MSBout), jedoch ist er, wie ich schon 
erwähnt habe, stark Jitter behaftet. Selbst Analog empfiehlt für die 
Erzeugung von Rechtecksignalen den Sinus über ein Rekonstruktionsfilter 
zu geben und dann mittels Komparator o.ä. wieder Rechteck zu erzeugen.

Die ganzen HDL-Projekte mögen ja wirklich interessant sein, vor allem 
weil sie auch die Möglichkeit arbiträrer Signale bieten, allerdings gibt 
es kein Projekt das vollständig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht 
worden ist, inkl. Hardware, Sourcen und dergleichen. Daher der Ansatz 
mit dem AD5930, weil er unter allen DDS-ICs die meiste Funktionalität 
mit auf den Weg bekommen hat und jedem zugänglich ist.

@ Jörg,

ging nicht explizit an dich, aber es ist die ganze Zeit mehr oder minder 
still hier, wenn der Thread aber offtopic wird sammelt sich die Masse.

branadic

Autor: W.S. (Gast)
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branadic schrieb:
> Es zwingt dich doch niemand meine
> Schaltungen nachzubauen, also was soll die Aufregung?

Das war mir schon beim Schreiben klar. Ich fragte mich nur, welches der 
dahinter stehende Sinn der Übung ist. Mir ist danach, zu verstehen, 
WARUM du es genau SO und nicht anders anpackst. Immerhin ist der 
verwendete  AD5930 ja nur ein 50 MHz Teil mit nur 24 Bit Akku und nur 10 
Bit DAC - allerdings mit Dreieck-Ausgabe, was die 'größeren' DDS nicht 
haben. Wenn man nur Sinus haben wollte, dann wäre diese Chip glatt 
daneben, aber wenn man auch Dreieck und Rechteck haben will, dann sieht 
das ganz anders aus.

Allerdings verstehe ich deine Taktaufbereitung in diesem Licht nicht. Du 
willst keinen Sinus- sondern eine Funktionsgenerator bauen, weswegen du 
das Ausgangssignal nur sehr schwach filtern kannst, du hast nur 50 MHz 
und 10 Bit und willst dennoch mit einstellbarem Phasenincrement 
arbeiten.

Ich würde an deiner Stelle den  AD5930 auf ein ganz bestimmtes 
Phasenincrement programmieren, so daß es bei der höchsten auszugebenden 
Frequenz eine möglichst gute Kurve ergibt und von Welle zu Welle keinen 
Versatz in den Stützstellen gibt. Und die ganze Sweeperei würde ich 
gründlich stillegen. Zum Einstellen der Frequenz würde ich einen zweiten 
DDS als Taktfrequenzgeber für den  AD5930 benutzen, der 50 MHz Sinus an 
seinem Ausgang erzeugen kann, also z.B. AD9851 o.ä. Damit hätte man 
relativ zum getriebenen Aufwand das Maximum an Signalqualität am Ausgang 
erreicht.

Programmiert man jedoch bei fester Taktfrequenz die gewünschte 
Ausgangsfrequenz mit dem  AD5930, dann bekommt man häßliches Jittern und 
schlechte Signalqualität, weil man ja nicht das Signal mit einem 
scharfen Filter glatt machen kann.

W.S.

Autor: branadic (Gast)
Datum:

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@ W.S.

Okay, der Reihe nach...

W.S. schrieb:
> Immerhin ist der
> verwendete  AD5930 ja nur ein 50 MHz Teil mit nur 24 Bit Akku und nur 10
> Bit DAC - allerdings mit Dreieck-Ausgabe, was die 'größeren' DDS nicht
> haben.

Genau aus diesem Grund ist die Taktquelle mit dem CDCE913 und Quarz/TCXO 
vorgesehen worden. Damit ist man in der Lage nicht nur 50MHz als Takt 
auszugeben, sondern auch jede andere Taktfrequenz, sodass man im unteren 
Frequenzbereich mehr Reserven hat.
Momentan ist nur EIN Rekonstruktionsfilter vorgesehen, später kann 
dieses jedoch auch umschaltbar für verschiedene Ausgangsfrequenzbereiche 
gestaltet werden.

W.S. schrieb:
> Wenn man nur Sinus haben wollte, dann wäre diese Chip glatt
> daneben, aber wenn man auch Dreieck und Rechteck haben will, dann sieht
> das ganz anders aus.

Neben Dreieck und Sinus gibt es noch Sweep, Burst etc., siehe 
Datenblatt.

W.S. schrieb:
> Du
> willst keinen Sinus- sondern eine Funktionsgenerator bauen, weswegen du
> das Ausgangssignal nur sehr schwach filtern kannst, du hast nur 50 MHz
> und 10 Bit und willst dennoch mit einstellbarem Phasenincrement
> arbeiten.

Von einem verstellbaren Phaseninkrement war nie die Rede, keine Ahnung 
was dich auf diese Idee gebracht hat. Kannst du vielleicht erklären was 
du damit genau meinst?

W.S. schrieb:
> Und die ganze Sweeperei würde ich
> gründlich stillegen.

Auch hier scheinst du etwas gründlich missverstanden zu haben. Der 
AD5930 selbst beinhaltet bereits die vollständige Sweepfunktion. Man 
gibt ihm nur noch Startfrequenz, Inkrementanzahl und Frequenzinkrement 
(Endfrequenz errechnet sich damit ja selbst) vor und natürlich ein 
Startsignal.

Um eine gemeinsame Diskussionsbasis zu haben empfiehlt sich ein Blick 
ins Datenblatt des AD5930.

branadic

Autor: W.S. (Gast)
Datum:

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branadic schrieb:
> Auch hier scheinst du etwas gründlich missverstanden zu haben. Der
> AD5930 selbst beinhaltet bereits die vollständige Sweepfunktion.

Ja, eben. Das alles würde ich kompletissimo stillegen und NICHT 
benutzen. Stattdessen würde ich die Taktfrequenz variabel gestalten. 
Vielleicht hilft es dir mehr, meine Wort zu verstehen, als mir 
vorzuschlagen, die Doku zu lesen. Du hast es nicht gerafft - bislang. 
Also lies es nochmal.

> Von einem verstellbaren Phaseninkrement war nie die Rede, keine Ahnung
> was dich auf diese Idee gebracht hat. Kannst du vielleicht erklären was
> du damit genau meinst?

O je. Wie funktioniert ein DDS? Nun, indem ein Phaseninkrement in einem 
Akku aufaddiert wird. Das isses. Ist das Phaseninkrement ein glatter 
Teil der Periode, dann gibt es keinen Versatz und demzufolge auch kein 
Jitter, demzufolge auch nicht die daraus folgenden Störungen. Nur die, 
die aus der 10 Bit Auflösung und der diskreten Zeitquantelung entstehen.

W.S.

Autor: branadic (Gast)
Datum:

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W.S. schrieb:
> Stattdessen würde ich die Taktfrequenz variabel gestalten.


Halte ich persönlich für den falschen Ansatz, der alles nur zusätzlich 
verkompliziert. Zumindest werde ich diesen Ansatz nicht verfolgen.

W.S. schrieb:
> Du hast es nicht gerafft - bislang.
> Also lies es nochmal.

Die Wahl der Worte macht die Musik. Man kann Dinge einfach ausdrücken 
oder unnötig verkomplizieren, was dazu führt, das man nicht verstanden 
wird. Genau das war hier wohl der Fall. Jetzt hab ich verstanden was du 
eigentlich willst.
Es steht dir frei diesen Weg zu verfolgen, ich sehe darin keinen echten 
Vorteil, eher Nachteile bei der maximal auszugebenden Frequenz.

W.S. schrieb:
> Wie funktioniert ein DDS?

Wie ein DDS funktioniert ist mir durchaus klar. Aber auch hier greift 
das bereits gesagte, ich sehe keinen echten Vorteil in deinem Ansatz.

branadic

Autor: spess53 (Gast)
Datum:

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Hi

@Autor: branadic (Gast)

Autor: W.S. (Gast) miemt gern mal so den Obermacker:

Beitrag "Re: Frequenzzähler 1Hz - 40MHz"

MfG Spess

Autor: Gerd E. (robberknight)
Datum:

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Hallo W.S,

> Zum Einstellen der Frequenz würde ich einen zweiten
> DDS als Taktfrequenzgeber für den  AD5930 benutzen, der 50 MHz Sinus an
> seinem Ausgang erzeugen kann, also z.B. AD9851 o.ä. Damit hätte man
> relativ zum getriebenen Aufwand das Maximum an Signalqualität am Ausgang
> erreicht.
>
> Programmiert man jedoch bei fester Taktfrequenz die gewünschte
> Ausgangsfrequenz mit dem  AD5930, dann bekommt man häßliches Jittern und
> schlechte Signalqualität, weil man ja nicht das Signal mit einem
> scharfen Filter glatt machen kann.

Das verstehe ich noch nicht so ganz. Ob Du die Frequenz nun im AD5930 
explizit programmierst oder ihm eine feste Frequenz einprogrammierst und 
dann sein Taktsignal veränderst - beidesmal kommt am Ende die von Dir 
gewünschte Endfrequenz raus.

Und wie scharf ich am Schluss die Filter machen kann, hängt doch von der 
Bandbreite der gewünschten Endfrequenzen und Signalformen ab die ich 
meinem Generator entlocken können will.

Oder hab ich da was falsch verstanden?

Gruß,

Gerd

Autor: Jürgen Schuhmacher (engineer) Benutzerseite
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@W.S.  Wenn ich es richtig verstehe, bemängelst Du mit der 
Jitter-Argumentation den "kleinen" Phasenakku. Grundsätzlich ist das 
richtig, aber bei der Amplitudenauflösung dieser DDS und den 
angestrebten Frequenzen ist das weniger problematisch.

> Programmiert man jedoch bei fester Taktfrequenz die gewünschte
> Ausgangsfrequenz mit dem  AD5930, dann bekommt man häßliches Jittern
> und schlechte Signalqualität,
Das ist eben die Eigenheit der einstufigen DDS. Was Du vorschlägst, 
landet bei einer 2-stufigen Schaltung, wobei es auch nur was bringt, 
wenn die taktgebende DDS höher aufgelöst ist.

Dann würde ich aber gleich zu einem besseren Chip raten. AD hat z.B. den 
AD 9912 im Programm mit dem es bis zu 1GHz geht. Man darf nicht 
vergessen, dass bei 2 Chips auch 2 PLLn in Reihe laufen, mit 
zusätzlichem Phasenrauschen gegenüber einem. Wenn man so (2-stufig) 
arbeitet, könnte man zudem auch gleich per DDS einen FPGA treiben und in 
den dann eine programmierbare Tabelle ablegen. Das hätte den Vorteil, 
dass die Wellenform jederzeit komplett durchlaufen wird.

Kätzerische Frage: Sind derart verkoppelte DDS überhaupt noch *d*irect 
*d*igital *s*ynthesis? Die zweite wird ja genau genommen aus einem 
Analogzweig getaktet :-)

Autor: Jürgen Schuhmacher (engineer) Benutzerseite
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> Ob Du die Frequenz nun im AD5930 explizit programmierst oder
> sein Taktsignal veränderst - beidesmal kommt am Ende die von Dir
> gewünschte Endfrequenz raus.

Da die Wellenform des ersten zunächst ein geglätteter Sinus ist, der als 
Rechteck einen Takteingang treibt, kommt man in der Phasenbetrachtung 
weit unterhalb der Auflösung des Taktes. Ich habe mit einer solchen 
Anordnung (andere Applikation) einstellbare Phasenpunkte von <20ps 
bekommen, bei 50ps Jitter aus dem FPGA. Mit einer DDS geht das sicher 
noch mal genauer. Dieser Takt wäre sehr fein einstellbar und die zweite 
Tabelle, die durchlaufen wird, ist nicht durch die Akku-Auflösung 
begrenzt - weder, was die Genauigkeit der einstellbaren Frequenz angeht, 
noch den Jitter, der beim Akku-runden entsteht.

Wer es aber so genau braucht, ist mit DDS vielleicht nicht gut bedient, 
sondern sollte lieber zu einer analogen PLL greifen. Die generiert einen 
supersauberen Sinus.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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branadic wird sicherlich bei seinem Konzept bleiben - das hat er 
überdeutlich dargestellt. @branadic! Das ist keine Zusammenarbeit, das 
ist ein Monolog!


Für die anderen Interessierten hier mal meine Gedankengänge, die heute 
im Mittagsschlaf entstanden. Ich versuche es systematisch vorzustellen:
1. 4 Steckkarten mit D-Sub oder VG-Leisten (schön stabil, sodaß keine 
Steckkartenhalter notwendig sind) in ein Mainboard. 3 Karten davon als 
Drehstrom-Option (wovon nur eine Karte mindestens vorhanden sein muß) 
und zusätzlich eine Karte für ein synchrones Triggersignal.
2. Auf jeder Karte ein schnelles SRAM, in dem die Kurve gespeichert 
wird. Sagen wir mal 64Kx16 10ns schnell. Wobei ich sagen muß, das ich 
mich mit RAMs das letzte Mal vor ca. 10 Jahren beschäftigte. Vielleicht 
gibts da besseres. (Cypress stellt sowas her. MOBL-RAM gabs da auch 
noch.)
3. Von den 16Bit werden 12Bit für einen passiven DA-Wandler benutzt, aka 
Widerstandsnetzwerk. Gibts für 12Bit von Bourns. Selbermachen eher 
unmöglich wegen Abgleich.
4. 3Bit steuern einen PGA mit Verstärkungsselektion 1,2,4,...,128. Gibts 
von LTC. (Sind die schnell genug?)
5. 1Bit steuert das Vorzeichen über einen Polaritätsschalter in der 
Signalkette.
6. Punkte 3,4 und 5 ergeben also Fließkommadarstellung mit hoher 
Auflösung im 'Nahbereich'.
7. Ein zentraler Taktgeber auf Mainboard mit Si570 oder einer seiner 
nahen Verwandten. 38Bit Frequenzauflösung ersparen viele Mühen. 
Phasenrauschen nahe einem Quarzgenerator!
8. Binärer Nachteiler hinter Si570 mit ca. 8 Stufen. Der Si570 kann 
keine Frequenzen unter 10MHz erzeugen. Parallel zum Teiler ein 
Multiplexer und der ist auch gleich die Treiberstufe für die 4 Kanäle.
9. Rekonstruktionsfilter auf den 4 Karten schaltbar parallel zu den 8 
Teilerstufen. Hier muß man über den sinnvollen Aufwand noch nachdenken!!
10. BUF634 Ausgangsstufe oder eben was noch besseres, aber der ist 
schonmal super geeignet. Am Ausgang als Schutz dicke Dioden nach GND und 
VCC, in Reihe eine ordinäre Schmelzsicherung im 5x20 Glasstab. Parallel 
zu dieser eine AC-LED mit Vorwiderstand, die Durchbrennen anzeigt.
11. Die SRAMs werden über schnöde reloadable Zähler angesteuert, die vom 
Taktteiler kommend, ihren Takt bekommen.
12. Alternativ kann der zentrale Prozessor diese Teiler vorladen und so 
das SRAM beschreiben.
13. Alles über i2c und SPI gesteuert, damit wenige Verbindungen 
notwendig sind. Die SRAMs werden mit 25MHz SPI-Takt beschrieben. Das ist 
schnell genug um in einer Sekunde alles auf den neuesten Stand zu 
bringen.
14. Alle 4 Ausgänge reine 50 Ohm über BNC-Buchsen. Über den Buchsen 
jeweils die passende AC-LED.
15. Eine Erdungsbuchse Banane. Gerätemasse ansonsten floatend!
16. Laptop-Schaltnetzteil 19V/3A extern. Linearregler an diversen 
Stellen intern nachgeschaltet. Wenn das Netzteil sekundärseitig PE 
dranhängt, müßte man einen Vor-Schaltregler noch einbauen, damit die 
galvanische Trennung möglich ist.
17. 2x16 schnödes einfaches Display mit wichtigsten Infos und ca. 4 
Drehgeber drunter. Damit kann man die Standardfunktionen wählen.
18. Die gesamte restliche Bedienung erfolgt über Ethernet oder RS232 
(Wobei hier ein USB-serial TTL Wandler eine Option wäre). 
Schaltungsteile trennen galvanisch von PC!
19. Ein Prozessor der Klasse MEGA32, ARM, etc. Linux drauf, dann hat man 
TCP/IP erschlagen. Das Board stellt einen FTP-Server dar, auf den die 
Dateien einfach draufgeschoben werden. Z.B. ein Foxboard oder was 
ähnliches. Es braucht dafür schon etwas Speicher!!
20. Das Standardfile ist eine WAVE-Datei (eventuell mit ZIP kombiniert, 
wenn das was bringen sollte). In der kann Samplingrate, Kanalanzahl, 
Auflösung und Integer/Float als 'Industriestandard' benutzt werden. 
WAVE-Dateien lassen sich einfach am PC erzeugen, u.a. mit MathLab und 
LTspice oder notfalls dem Audio-Editor. Die Datei wird per FTP an das 
Board geschickt und der Controller rechnet den Kram a bisserl um und 
schiebt dann die Daten in die SRAMs und die paar Control-Funktionen wie 
Si570 usw.
21. Gehäuse nach eigenem Gutdünken. Bin da offen.
22. Gesamtkosten weniger als 1000 Euronen inkl. Fehlschläge, 
Reparaturen, ohne Arbeitszeit.
23. In MathLab und LTspice kann man dann zur Kurvenerzeugung ganz aus 
dem mathematischem Fundus schöpfen! Ist sehr einfach und effektiv. 
Selbst komplexe Zahlen sind möglich. Oder eben reale Samples laden.
24. Die Option einer spezialisierten PC-Software bleibt bestehen. Man 
kann z.B. spezielle Konfig-Dateien per FTP rüberschieben.
25. Da es meist an der Fertigstellung komplexerer Software-Projekte 
scheitert, ist dieses Projekt ganz danach ausgerichtet, gezielt dies zu 
verhindern! Es wird keine übermäßig komplexe Software benötigt! 
Nirgends!

Was denkt ihr darüber?

Autor: Alex H. (hoal) Benutzerseite
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Abdul K. schrieb:
> Was denkt ihr darüber?

Dass es ein völlig anderes Projekt ist als ein "DDS basierter 
Funktionsgenerator mit AD5930". Letzteres ist der Thread-Titel.


@branadic:
Anbei meine Gedanken zum Layout aus 
http://www.mikrocontroller.net/topic/goto_post/2312938:

- Was spricht gegen eine AGND-Plane auf dem Top-Layer?
Ich habe versucht eine so einzufügen, GND möglichst niedrigimpedant 
angebunden ist. Einige Leiterbahnen scheinst du als Microstrip 
ausgeführt zu haben. In den betreffenden Bereichen hat die Plane einen 
größeren Abstand.

- Gibt es einen Grund, wieso AGND auf dem Bottom Layer bis unter Pins 9 
und 10 des AD5930 reichen soll?

- Wie hast du vor, GND der Spannungsversorgung reinzubringen? Durch die 
Ausgangsbuchse über das Gehäuse wird's wohl kaum sein. Ich sehe aber 
ansonsten nur einen GND-Anschluss im Pfostenstecker.

- Eine Entkopplung der ICs mit 1uF in 0603 X7R 16V (7 Cent bei Reichelt) 
sollte einen Tantal direkt an den ICs überflüssig machen. Dadurch wird 
eine wesentlich kompaktere Entkopplung möglich. Die großen Tantals am 
Spannungseingang sollten genug sein. Die könnte man aber auch durch 
bessere 10u Kerkos 1206 X7R 16V ersetzen. Kosten zumindest bei Reichelt 
sogar weniger.

- Der 10u X5R-Kerko am Eingang des LDO ist mit 6,3V sehr knapp, da seine 
effektive Kapazität bei 5V wahrscheinlich irgendwo unter 3uF liegt. 
Daten dazu findet man beispielsweise im TDK Component
Viewer unter http://www.tdk-components.de/en/design-tools/ccv/index.php 
für den C1608X5R0J106K oder C1608X5R1A106K.
Wegen Platzüberfluss schlage ich einen 1206 vor. 0805 könnte bei X5R 
auch schon knapp werden. Ansonsten an der Stelle einen Tantal 
spendieren.

- Durch vertauschen der +5V und -5V Eingänge wird die 
Spannungsversorgung im Analogteil aufgeräumter. Direkt am AD8130 ist so 
eine bessere Entkopplung der -5V möglich.

- Ich habe bei sämtlichen Polygonen WIDTH auf 0,2mm bzw. 0,4mm bei den 
beiden großen geändert. Dadurch gehen keine wesentlichen Details 
verloren. Andernfalls füllt Eagle die Polygone mit den zuvor superdünn 
eingestellten Wires, was einfach ewig lange dauert.


Eine Anmerkung noch: Ich finde den Schaltplan tatsächlich schwierig zu 
lesen, was die Spannugsversorgung angeht. Entkopplungskondensatoren 
musste immer per SHOW im Layout hervorheben, um sie dann im Schaltplan 
zu finden.

Autor: branadic (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> branadic wird sicherlich bei seinem Konzept bleiben - das hat er
> überdeutlich dargestellt. @branadic! Das ist keine Zusammenarbeit, das
> ist ein Monolog!

Da ich bereits am Aufbau des Moduls bin, wäre es eher rückschrittlich 
noch einmal in die Konzeptphase zurück zu gehen, das hat mit Monolog 
nichts zu tun!
Ewig hat sich niemand gemeldet, jetzt wo ein erstes Modul in der 
Entstehungsphase ist wird am Konzept herumkritisiert, von FPGA ist die 
Rede also was soll das? Macht doch für einen FPGA-gestützten 
Funktionsgenerator einfach einen eigenen Thread auf und macht diesen 
hier nicht mit einer solchen Argumentation kaputt!

Alex H. schrieb:
> Dass es ein völlig anderes Projekt ist als ein "DDS basierter
> Funktionsgenerator mit AD5930". Letzteres ist der Thread-Titel.

Danke, genauso sehe ich das auch, aber das mag man offenbar einfach 
nicht verstehen.

Alex H. schrieb:
> Was spricht gegen eine AGND-Plane auf dem Top-Layer?

Ich sehe darin weder eine Notwendigkeit, noch einen Mehrgewinn, daher 
kann man sie genauso gut weglassen. Beim Selbstätzen mag man weniger 
Kupfer entfernen, aber das ist auch alles. Die Anbindung an den 
Bottomlayer wird dadurch auch nicht besser.

Alex H. schrieb:
> Gibt es einen Grund, wieso AGND auf dem Bottom Layer bis unter Pins 9
> und 10 des AD5930 reichen soll?

Ich habe mich am Referenzlayout des Evalboards gehalten und da ist das 
genau so vorgeschlagen worden. Allerdings hab ich auch nicht ganz 
verstanden, wieso MSBOUT und SYNOUT auf AGND referenziert werden, aber 
genauso wird es vorgeschlagen (Datenblatt S.26).

Alex H. schrieb:
> Wie hast du vor, GND der Spannungsversorgung reinzubringen? Durch die
> Ausgangsbuchse über das Gehäuse wird's wohl kaum sein. Ich sehe aber
> ansonsten nur einen GND-Anschluss im Pfostenstecker.

GND wird einfach am Gehäuse via Gewindebohrung realisiert, die 
symmetrische Spannung kommt über die Durchführungskondensatoren rein.

Alex H. schrieb:
> Eine Entkopplung der ICs mit 1uF in 0603 X7R 16V (7 Cent bei Reichelt)
> sollte einen Tantal direkt an den ICs überflüssig machen. Dadurch wird
> eine wesentlich kompaktere Entkopplung möglich. Die großen Tantals am
> Spannungseingang sollten genug sein. Die könnte man aber auch durch
> bessere 10u Kerkos 1206 X7R 16V ersetzen. Kosten zumindest bei Reichelt
> sogar weniger.

Hier habe ich mich ebenfalls streng nach Datenblattempfehlungen 
gehalten, außerdem sind Tantal ja breitbandiger als 
Keramikkondensatoren. Einfach nur einen großen Keramikkondensator 
missfällt mir an der Stelle gewaltig, zumal man sich auf die 
Datenblätter von Reichelt nicht verlassen kann.  Meist stimmen 
Hersteller und Datenblatt nicht überein. Daher vertraue ich auch der 
Angabe der Resonanzfrequenz nicht.
Der Tantal tut mir zudem auch nicht im Geldbeutel weh, dafür brauche ich 
mir an der Stelle auch keine Sorgen zu machen.

Alex H. schrieb:
> Der 10u X5R-Kerko am Eingang des LDO ist mit 6,3V sehr knapp, da seine
> effektive Kapazität bei 5V wahrscheinlich irgendwo unter 3uF liegt.
> Daten dazu findet man beispielsweise im TDK Component

Hab damit bisher keine Probleme am realen Aufbau gehabt, aber kann man 
natürlich machen, Gerd hatte die Stelle auch schon im Auge.

Alex H. schrieb:
> Durch vertauschen der +5V und -5V Eingänge wird die
> Spannungsversorgung im Analogteil aufgeräumter.

Hat historisch bedingte Gründe, weil die Belegung bei mir hier eine 
eindeutige Zuordnung hat, aber ja, kann man natürlich machen.

Alex H. schrieb:
> Ich habe bei sämtlichen Polygonen WIDTH auf 0,2mm bzw. 0,4mm bei den
> beiden großen geändert.

Kann man auch machen, meinem PC tut das nicht weh und ewig warten muss 
ich darauf auch nicht. Dafür nimmt die Eckenverrundung natürlich auch 
zu.

Alex H. schrieb:
> Ich finde den Schaltplan tatsächlich schwierig zu
> lesen, was die Spannugsversorgung angeht.

Als Verbrecher des Schaltplanes kenne ich ihn in- und auswendig, darüber 
hinaus ist es ja eine übersichtliche Anzahl an Bauteilen, von daher kann 
ich das nicht nachvollziehen.
Ich bin kein Freund von langen Spannungsversorgungspfaden im Schaltplan, 
deswegen diese für mich deutlich übersichtlichere Anordnung.

Schaltplan und Board tragen eben meine ganz persönliche Note. ;)

branadic

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Hallo,

> Für die anderen Interessierten hier mal meine Gedankengänge, die heute
> im Mittagsschlaf entstanden. Ich versuche es systematisch vorzustellen:
[...]

Das erscheint mir vom Ansatz her doch um einiges aufwendiger als 
branadics Ansatz. Dafür kann Dein Konzept beliebige Wellenformen 
ausgeben. Wobei ich nicht weiß ob da nicht für manche Sachen (wie z.B. 
schnelle Rechtecke) noch extra analoge Stufen dazu müssen.

Die Frage ist jetzt ob man das wirklich braucht. Ich z.B. eher nicht, 
ich komme mit den Standardformen zurecht.

Außerdem gefällt mir branadics modularer Ansatz. Wenn man es wirklich 
braucht, könnte man das AD5930-Modul später durch nen FPGA, RAM und DAC 
ersetzen und hat dann die frei einstellbaren Wellenformen. Die Stufen 
dahinter wie Offsetkorrektur, Endstufe sollten weiterverwendet werden 
können.

Meiner Erfahrung nach gehen Projekte viel leichter schief wenn man zu 
große Sprünge auf einmal macht. Lieber ein, zwei Schritte und 
Iterationen mehr machen, dafür aber kleinere Entwicklungsschritte mit 
klaren und bereits nutzbaren Ergebnissen.

Gruß,

Gerd

Autor: H. G. (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> branadic wird sicherlich bei seinem Konzept bleiben - das hat er
> überdeutlich dargestellt. @branadic! Das ist keine Zusammenarbeit,
> das ist ein Monolog!
Ehrlich gesagt, hätte ich auch keine Lust, mir von allen Leuten in meine 
Projekte reinreden zu lassen, weil jeder glaubt, es besser zu wissen und 
am Ende ein Projekt nur in seine eigene Niesche ziehen will. Was dabei 
rauskommt sehen wir doch an anderen Projekten dieser Art und an open 
source: Ein Mischmasch / fauler Kompromiss! Wenn es ernst wird, rennen 
eh alle weg und lassen den Macher alleine. Das wirst Du sehen, wenn Du 
versuchst, DEIN Projekt anzuleihern. Kannst ja mal einen thread dazu 
aufmachen.

@branadic: Baue du das mal so, wie Du das für richtig hälst. Dann lernst 
Du am meisten. Die anderen können ja ihre Konzepte separat verfolgen. So 
hätte man dann mehrere Lösungsansätze aus denen sich Interessierte was 
rauspicken können.

Ich finde z.B. Jürgens Lösungsansatz mit dem FPGA als zweite INstanz 
ganz gut. Damit hätte man echt frei programmierbare Wellenformen.

Juergen Schuhmacher schrieb:
>> Es gibt keine Möglichkeit, diese zu "unterwinden".
> Doch, gibt es. Nennt sich Dithering / Noise shaping.
Das Konzept ist mir klar, aber das eine Bit wird es wohl kaum 
machen,oder?

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Naja, den Titel hatte ich gar nicht mehr beachtet. Das schränkt 
natürlich doch sehr ein.
Ich muß euch enttäuschen! Ich fand branadics Idee ansich gut, aber ich 
brauche weder einen Generator nach seinem Konzept, noch nach meinem 
Vorschlag! Gut, wenn man das Teil dastehen hat, ist es schön. Aber wie 
gesagt: Ich habe dringenden Bedarf an echt anderen Dingen. Mir reicht 
eine gute Soundkarte und SpectrumLab völlig aus für das Thema 
Funktionsgenerator.

Auc sehe ich bei beiden Konzepten ein Riesenproblem in der 
Digitaliserung im Sinne von Wobbelfähigkeit! Da ist ein schnöder alter 
analoger Wavetek viel eleganter, sei es nun ein XR2206 oder MAX038.

Also mach einfach weiter und viel Spaß!

Autor: Alex H. (hoal) Benutzerseite
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branadic schrieb:
>> Was spricht gegen eine AGND-Plane auf dem Top-Layer?
>
> Ich sehe darin weder eine Notwendigkeit, noch einen Mehrgewinn, daher
> kann man sie genauso gut weglassen. Beim Selbstätzen mag man weniger
> Kupfer entfernen, aber das ist auch alles. Die Anbindung an den
> Bottomlayer wird dadurch auch nicht besser.

Eine Notwendigkeit will ich nicht unterstellen. Ein Mehrgewinn ist 
aber nicht von der Hand zu weisen. Da wären z.B. die wesentlich bessere 
Anbindung der -5V Entkopplung den Verstärker, Umgehung der sonst 
Notwendigen Vias auf dem Weg zu AGND in der Filterung der 
DDS-Stromausgänge, induktionsärmere Kopplung der GND-Anschlüsse des 
Filters usw. Ist denn das kein Mehrgewinn?

>> Gibt es einen Grund, wieso AGND auf dem Bottom Layer bis unter Pins 9
>> und 10 des AD5930 reichen soll?
>
> Ich habe mich am Referenzlayout des Evalboards gehalten und da ist das
> genau so vorgeschlagen worden. Allerdings hab ich auch nicht ganz
> verstanden, wieso MSBOUT und SYNOUT auf AGND referenziert werden, aber
> genauso wird es vorgeschlagen (Datenblatt S.26).

Stimmt, das ist der Schaltplan des Evaluation Boards. Jedenfalls steht 
es im direkten Widerspruch zu klaren Aussagen im Datenblatt: "Digital 
Output" in der Pinbeschreibung auf S.9 und vor allem der Spannungshub 
von 0 bis DVdd auf S.4 für SYNCOUT und MSBOUT.

Ich muss zugeben, gar nicht nach der Beschaltung dieser beiden Ausgänge 
geschaut zu haben, weil es allzu selbstverständlich schien, dass es 
ordinäre Digitalausgänge sind. Wäre ja nicht das erste mal, dass ein 
Evalboard einen knackigen Schitzer enthält. Von dem eigenen gutgemeinten 
Hinweis "To achieve the best from the decoupling capacitors, they should 
be placed as close as possible to the device, ideally right up against 
the device." nimmt das Datenblatt mit C15 und C16 ja auch großen 
Abstand...

Vielleicht lohnt sich hier eine Anfrage an den Support. Ich habe eben 
eine abgeschickt.


> Alex H. schrieb:
>> Wie hast du vor, GND der Spannungsversorgung reinzubringen? Durch die
>> Ausgangsbuchse über das Gehäuse wird's wohl kaum sein. Ich sehe aber
>> ansonsten nur einen GND-Anschluss im Pfostenstecker.
>
> GND wird einfach am Gehäuse via Gewindebohrung realisiert, die
> symmetrische Spannung kommt über die Durchführungskondensatoren rein.

Okay. GND geht dann also direkt auf AGND der Platine, oder? Aber das tut 
es ja sowieso, da sowohl die Durchführungskondensatoren als auch der 
Ausgang GND-seitig fest mit dem Gehäuse verbunden sind.

Ich hoffe nur, dass der Aufwand mit den Durchführungskondensatoren nicht 
vergebens ist, wenn 3cm weiter bereits eine nach außen geführte 
Pfostenbuchse sitzt.


>> Eine Entkopplung der ICs mit 1uF in 0603 X7R 16V (7 Cent bei Reichelt)
>> sollte einen Tantal direkt an den ICs überflüssig machen. Dadurch wird
>> eine wesentlich kompaktere Entkopplung möglich. Die großen Tantals am
>> Spannungseingang sollten genug sein. Die könnte man aber auch durch
>> bessere 10u Kerkos 1206 X7R 16V ersetzen. Kosten zumindest bei Reichelt
>> sogar weniger.
>
> Hier habe ich mich ebenfalls streng nach Datenblattempfehlungen
> gehalten, außerdem sind Tantal ja breitbandiger als
> Keramikkondensatoren.

Kannst du da noch ein paar Worte zu verlieren? In wie fern sind Tantals 
breitbandiger als X7R-Keramik?

Der [1uF in 0603 X7R 16V] hat im gesamten Bereich von 1MHz bis 100MHz 
eine niedrigere Gesamtimpedanz als ein guter Tantal im B-Gehäuse allein 
schon an ESR (0,5Ω) mitbringt. (C1608X7R1C105K vs. Vishay 
TR3B106K016C0500). Dabei wird der Tantal bereits weit vor den 100MHz 
induktiv.

Bei dieser Zahlen wird mir die Breitbandigkeit der Tantals im Vergleich 
zu einem Hochkapazitätskerko nicht klar. Wenn ich da eine Bildungslücke 
habe, wäre eine kleine Belehrung sehr nett.


> Einfach nur einen großen Keramikkondensator
> missfällt mir an der Stelle gewaltig,

Wieso? Trotz der obigen Zahlen? Leider sind die Links nicht direkt 
verlinkbar, bei Bedarf sind die Daten im erwähnten TDK Component Viewer 
und im Datenblatt zum TR3B106K016C0500 zu finden.

> zumal man sich auf die
> Datenblätter von Reichelt nicht verlassen kann.  Meist stimmen
> Hersteller und Datenblatt nicht überein. Daher vertraue ich auch der
> Angabe der Resonanzfrequenz nicht.

Und dem Datenblatt von Reichelts Tantals vertraust du? ;)
Gerade mit den HighCap Kerkos von Reichelt habe ich trotz der 
erstaunlich niedrigen Preises gute Erfahrungen gemacht.

Wie dem auch sei. Irgendeinem Händler muss man ja vertrauen. Bei Mouser 
ist der oben genannte TDK Kerko auch für unter 8 Cent zu haben.


> Der Tantal tut mir zudem auch nicht im Geldbeutel weh, dafür brauche ich
> mir an der Stelle auch keine Sorgen zu machen.

Ein guter Tantal kostet hingegen etwa einen ganzen Euro und macht mir 
wegen seiner Elko-mäßigen Eigenschaften Sorgen. Die günstigen von 
Reichelt sind mit ihren über 2Ω ESR eher für ganz andere Anwendungen 
geeignet.


>> Ich habe bei sämtlichen Polygonen WIDTH auf 0,2mm bzw. 0,4mm bei den
>> beiden großen geändert.
>
> Kann man auch machen, meinem PC tut das nicht weh und ewig warten muss
> ich darauf auch nicht. Dafür nimmt die Eckenverrundung natürlich auch
> zu.

Klar, ganz spitz werden die Ecken nicht mehr. Ich sehe bei den gewählten 
Breiten aber keinen funktionnellen Unterschied. Ich habe mir aber 
angewöhnt, immer wieder Ratsnest zu benutzen. Da wird die langsame 
Berechnung richtig auffällig. Zudem wird der Leiterplattenfertiger sich 
freuen, wenn die Abertausende von 0,01mm Linien in den Gerberdaten 
wegfallen.

Mir ist jedoch eben aufgefallen, dass der eigentlich Datenklotz dei 
nLogo ist. Mit Logo dauert der CAM-Job auf meinem Notebook etwa drei 
Minuten und die Gerberdatei für den Toplayer hat 360kB. Ohne das Logo 
ist es eine Sache von vielleicht 5 Sekunden und die Datei schrumpft auf 
70kB. Ratsnest ist um einen ähnlichen Faktor schneller. Wenn dir mal 
danach ist, besteht da noch Optimierungspotenzial.


> Alex H. schrieb:
>> Ich finde den Schaltplan tatsächlich schwierig zu
>> lesen, was die Spannugsversorgung angeht.
>
> Als Verbrecher des Schaltplanes kenne ich ihn in- und auswendig, darüber
> hinaus ist es ja eine übersichtliche Anzahl an Bauteilen, von daher kann
> ich das nicht nachvollziehen.

Deshalb auch mein Hinweis ;) Ich guck da ja nicht aus der Erschaffer- 
sondern aus der Nachvollzieher-Perspektive. Daher kann ich das ganz gut 
nachvollziehen. Je nach Anordnung können auch wenige Bauteile 
übersichtlich oder eben weniger übersichtlich sein.

> Ich bin kein Freund von langen Spannungsversorgungspfaden im Schaltplan,
> deswegen diese für mich deutlich übersichtlichere Anordnung.
> Schaltplan und Board tragen eben meine ganz persönliche Note. ;)

Akzeptierst du wohlwollende Mitarbeit, auch wenn eine andere Note 
hinzukommt? Wie findest du die im Anhang, wenn du dir zwei Minuten zum 
dran gewöhnen gegönnt hast? :)

Autor: Alex H. (hoal) Benutzerseite
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Könnte ein Moderator sie passend umbenennen und dafür diesen Beitrag 
löschen?

Autor: H. G. (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Mir reicht eine gute Soundkarte
Du bist der absolute Fürst!

Erst baust Du alles auf super stabil und genau und dann kommst Du mit 
einer Soundkarte. Weisst du eigentlich, was die für einen Jitter haben? 
Und mehr als 20kHz kriegst du da nicht raus.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Gerald He. schrieb:
> Abdul K. schrieb:
>> Mir reicht eine gute Soundkarte
> Du bist der absolute Fürst!
>
> Erst baust Du alles auf super stabil und genau und dann kommst Du mit
> einer Soundkarte. Weisst du eigentlich, was die für einen Jitter haben?
> Und mehr als 20kHz kriegst du da nicht raus.

Öh ja. Es gehört nun nicht mehr in diesen Thread, ich will es aber gerne 
beantworten:
Eine EMU0202 schafft eingangsmäßig bei 60KHz noch die volle erreichbare 
Dynamik von ca. 115dB. Die fällt dann bis zur nutzbaren Grenzfrequenz 
von ca. 90KHz auf 60dB linear ab. Der Wandler läuft dabei mit 
192KHz/24Bit. Stereo natürlich, was Vektormeßverfahren ermöglicht, z.B. 
für Impedanzmessung an Wandlern, bspw. Lautsprechern.
Die EMU020 besteht aus drei Quarzgeneratoren, einem FPGA, einem 
USB-Controller und natürlich den AD/DA-Wandlern. Als Besonderheit ist 
sie nicht wie die meisten Soundkarten an den USB-Takt synchron 
gekoppelt. Folgt also nicht dem Jitter des verseuchten PCs. Das alles 
für weniger als 100 Euro!
Die Software SpectrumLab bietet eine Unmenge an Funktionen. Einfach mal 
ansehen. Gibt auch super Support.

Meine Schaltungen sind genau für diesen Meßbereich ausgelegt, wann immer 
es geht. Z.B. liegt meine ZF immer sehr tief.


Nebenher plane ich eine Soundkarte im MHZ-Bereich. Das ist aber ein sehr 
unwichtiges Projekt, was momentan nur aus funktionierendem Controller 
und TCP/IP-Stack besteht, und einer großen Liste von Eigenschaften 
passender Wandler.
Das würde dann den Bereich 100KHz bis ein paar MHz abdecken. Oberhalb 
dessen brauch man dann eh spezialisierte Hardware.


Wenn wir schon von Jitter sprechen, dann kann man den CDC913 getrost in 
die Tonne werfen. Ich hatte bereits den Si570 vorgeschlagen.


Bei einem Meßgerät achte ich nicht auf den Euro und das Gerät soll in 10 
Jahren problemlos reparierbar sein und nein, ich wollte zu Lebzeiten 
dieses Gerät auch nicht mehr ersetzen durch was ähnliches.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Alex H. schrieb:
> Könnte ein Moderator sie passend umbenennen und dafür diesen Beitrag
> löschen?

Nö, wir können existierende Dateien nur löschen, aber nicht umbenennen.
Lass es einfach so.

Autor: W.S. (Gast)
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Gerd E. schrieb:
> Das verstehe ich noch nicht so ganz.

Wenn man einen Sinusgenerator bauen will, dann kommt man mit DDS-IC's 
gut aus, weil man das Ausgangssignal gut filtern kann. Wenn man jedoch 
einen Funktionsgenerator bauen will, dann geht das nicht. Filtern bei 
Rechteck oder Sägezahn wird nix.
Stattdessen muß man sorgfältig drauf achten, daß die Samplingpunkte 
nicht über die Kurve laufen, sondern immer an der gleichen Stelle 
stehen, denn sonst gibt's einen unschönen Jitter. Deshalb mein Ansatz 
mit der Trennung zwischen Frequenzeinstellung und 
Kurvenform-Einstellung. Wenn man den AD5930 auf einer festen glatten 
Anzahl von Stützstellen pro Periode stehen läßt, (z.B. die Schrittweite 
auf 1/32 der Periode, womit man bis ca. 1.5MHz kommt oder 1/64, 1/128 
usw.), dann jittert das Ausgangssignal bei Sägezahn und Rechteck nicht 
und es können daraus auch keine Subharmonischen entstehen. Aber damit 
kriegt man nur eine feste Frequenz heraus, wenn man mit einem festen 
DDS-Takt arbeitet. Also verstellt man den DDS-Takt zum Einstellen der 
Frequenz und läßt den AD5930 in Ruhe. Die Stufigkeit durch die diskrete 
Zeitauflösung und die diskrete Amplitudenauflösung kriegt man natürlich 
mit garnix weg.

Wenn man die Frequenz direkt am AD5930 programmiert, dann ergibt sich in 
den meisten Fällen, daß man nach einer Periode eben nicht mehr auf den 
selben Punkt kommt wie vor dieser Periode (Ausnahmen s.o.). Für ne 
stetige Funktion wie den Sinus ist das wurscht, aber wenn beim Rechteck 
die Flanke eben mal 1 Schritt früher und dann wieder 1 Schritt später 
kommt, ist das recht unschön, ähnliches gilt für die Rückflanze beim 
Sägezahn. Irgendwann nach x Runden kommt man mit der Stützstelle wieder 
am Anfang an und das ergibt dann die Frequenz der Subharmonischen.


W.S.

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Alex,

nur ganz kurz, weil ich noch auf Arbeit bin.
Versteh mich nicht falsch, es liegt hier kein Fall von 
Beratungsresistenz vor, sondern schlichtweg, dass ich bereits im Aufbau 
bin und deswegen keine Änderungen am derzeitigen Layout vornehmen werde.
Ein Redesign zu einem späteren Zeitpunkt ist aber nicht ausgeschlossen, 
sondern wahrscheinlich.
Ich erwehre mich ein wenig zum derzeitigen Stand zig Änderungen am 
ersten Modul vorzunehmen und damit zig individuelle Änderungen, ohne das 
bisher auch nur ein Teil vollständig aufgebaut und in Betrieb genommen 
wurde.
Das ganze artet dann schließlich darin aus, dass jeder seinen eigenen 
Kram macht. Dabei kann man dann schlichtweg die Lust verlieren und macht 
lieber selbst vor sich hin. Jetzt können wir ewig am ersten Layout 
herummachen, jeder hat dazu seine eigene Meinung und will sie mit 
einbringen und letztlich kommt man zu keinem gemeinsamen Konsenz.
Da ist es mir fast lieber mit einem zweiten Entwickler in aller 
Abgeschiedenheit zu entwickeln.

branadic

Autor: H. G. (Gast)
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branadic schrieb:
> Das ganze artet dann schließlich darin aus, dass jeder seinen eigenen
> Kram macht.

Sag' ich doch. Mich würde auch erstmal interessieren, was hier 
rauskommt. Werde das auf jeden Fall weiter verfolgen.

Vielleicht sollte man für die Alternativen eigene threads machen?

Ich fange mal damit an:
Beitrag "Universell programmierbarer DDS-Funktionsgenerator"

Autor: Wilfried K. (wiku)
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branadic schrieb:
> Da ist es mir fast lieber mit einem zweiten Entwickler in aller
> Abgeschiedenheit zu entwickeln.

Dafür habe ich volles Verständnis.

Für so manchen Beitrags-Autor wäre richtig:
Thema verfehlt, 6, setzen.
Man sollte doch die Projektvorlage beachten.

http://www.mikrocontroller.net/wikisoftware/index....

Es wurden in der Vergangenheit schon zielgenauere Vorschläge erstellt,
leider wurden diese Leute durch Pöpeleien vergrault.

Deshalb branadic nicht entmutigen lassen und das gesteckte Ziel 
weiterverfolgen.

Grüße

Wilfried

Autor: Jürgen Schuhmacher (engineer) Benutzerseite
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Ich wollte gerade noch einiges zu den Zwischenrufen oben schreiben, vor 
allem zu der "Soundkarten"-Lösung, aber ich will den thread nicht 
zuspammen, daher antworte ich in einem eigenen Thema.

Zu der Thematik Sinus-Rechteck-Dreieick und ähnlichen typischen 
Funktionen eines FG: Man sollte das definitiv mit zusätzlicher 
Analogtechnik machen, die am (gut gefilterten) Sinus dranhängt.

Commtel @msn schrieb:
> @ Juergen Schuhmacher
> ich wäre sehr interesiert an deinen Unterlagen da ich auch schon
> mit dem Gedanken gespielt hab das Dithering Verfahren zu nutzen.
Ich mache mal einen Artikel dazu.
http://www.mikrocontroller.net/articles/Dithering

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Hallo W.S.,

>> Das verstehe ich noch nicht so ganz.
>
> Wenn man einen Sinusgenerator bauen will, dann kommt man mit DDS-IC's
[...]

Vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Jetzt hab ich verstanden 
worauf Du hinaus willst.

Die Frage ist natürlich in wie weit das Phänomen mit dem AD5930 und der 
CDC913-PLL wirklich auftritt. Branadic hat ja schon angefangen die erste 
Platine aufzubauen. Ich denke das beste wäre zu schauen was sein 
Prototyp in real für Jitter produziert und sich dann zu überlegen ob das 
noch tolerabel ist oder ob man das noch verbessern sollte.

Gruß,

Gerd

Autor: Guido (Gast)
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Juergen Schuhmacher schrieb:
> Zu der Thematik Sinus-Rechteck-Dreieick und ähnlichen typischen
> Funktionen eines FG: Man sollte das definitiv mit zusätzlicher
> Analogtechnik machen, die am (gut gefilterten) Sinus dranhängt.

Die ist aber immer frequenzselektiv, d.h. für jede Dekade eine
Stufe. Das macht doch den AD5930 so interessant, dass man darauf
verzichten kann.

Autor: branadic (Gast)
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Ich habe gestern den Aufbau des Moduls fertig gestellt. Vielleicht noch 
einige Hinweise:

Der Pulldown R13 ist im Schaltplan mit einem Wert von 0R angegeben, das 
ist für den Fall dass man nicht vor hat den Zustand extern zu steuern. 
Besser ist die Verwendung von 10k.

Bei der Verwendung der Fastron 0805AS-Induktivitäten ist darauf zu 
achten sie nicht durcheinander zu bringen, denn leider findet sich 
keinerlei Farbcodierung auf den Induktivitäten.

Am FSAdjust wird vorerst nur der 6,8k bestückt, der Rest bleibt momentan 
unbestückt.

Alex H. schrieb:
> Vielleicht lohnt sich hier eine Anfrage an den Support. Ich habe eben
> eine abgeschickt.

Hat der Support schon etwas von sich hören lassen?

Alex H. schrieb:
> Okay. GND geht dann also direkt auf AGND der Platine, oder? Aber das tut
> es ja sowieso, da sowohl die Durchführungskondensatoren als auch der
> Ausgang GND-seitig fest mit dem Gehäuse verbunden sind.
> Ich hoffe nur, dass der Aufwand mit den Durchführungskondensatoren nicht
> vergebens ist, wenn 3cm weiter bereits eine nach außen geführte
> Pfostenbuchse sitzt.

Korrekterweise muss ich anmerken, dass GND von der Versorgung 
ürsprünglich über den Sub-D mit mehrfacher Pinbelegung vorgesehen war, 
aber aufgrund der vielen Funktionen bis auf einen Pin reduziert werden 
musste. Jetzt könnte man natürlich auf den nächst größeren Sub-D gehen, 
aber das ist eine Option für ein Redesign, wenn es sich als 
problematisch erweisen sollte.
Die Sub-D ist übrigens eine mit Ferritplatte. Noch mal, ich habe ein 
ähnliches Modul mit AD5932 bereits im Einsatz und da gibt es keinerlei 
Probleme, die du hier ansprichst.

Ein paar Worte zum Bypassing, das ist schon immer ein Streitpunkt 
gewesen und wird wahrscheinlich auch in Zukunft ein Streitpunkt bleiben, 
auch wenn Leute wie J.W. LTC versucht haben Aufklärungsarbeit zu 
leisten.
Mag sein das man mit den HighCaps ziemlich gut fährt, aber dass kann ich 
von der Kombination Tantal + Keramik auch behaupten. Ich bin damit 
bisher immer gut gefahren und hatte damit zumindest bis zum heutigen 
Zeitpunkt keine Schwierigkeiten.
HighCaps werden sicherlich auch eine Schwäche haben, die nur noch nicht 
dokumentiert woren ist, denn die Erfahrung zeigt, dass sich alle 
positiven Eigenschaften in der Regel nicht mit einem einzigen Bauteil 
erschlagen lassen.

"...The capacitors must have low inductance and low equivalent series 
resistance (ESR). Tantalum 10μF surface mount devices are good if they 
are used in conjunction with 0.1μF ceramics. Even better are the new 
surface mount ceramic capacitors (e.g., Murata, 1210 sized, 10μF/16V 
units), which can be used alone. They come in values of 10μF or more and 
have ESR values
as low as 20m..." AN71, "The Care and Feeding of High Performance ADCs:
Get All the Bits You Paid For" William C. Rempfer

Alex H. schrieb:
> Akzeptierst du wohlwollende Mitarbeit, auch wenn eine andere Note
> hinzukommt?

Das tue ich, aber du hast hoffentlich auch verstanden, dass das 
DDS-Modul nach derzeitigem Stand nicht die Baustelle darstellt. Mein 
Layout funktioniert und ich muss nicht an Stellen optimieren, die keiner 
Optimierung bedürfen, nur um Änderungen vorzunehmen.
Optimieren um des Optimierens wegen führt nur zu Stillstand (die Politik 
lebt genau diesen Stillstand vor), konzentrieren wir uns doch lieber auf 
die nächsten Module und Baugruppen. Die Thematik Endstufe ist derweil 
weit untergegenagen.
Ein Redesign wird auf kurz oder lang eh notwendig werden, weil man an 
anderer Stelle feststellt, dass man zusätzliche Funktionalität benötigt, 
bspw. umschaltbare Filter o.ä., aber das ist dann im Sinne eines 
Iterationsprozesses und akzeptabel.

Alex H. schrieb:
> Wie findest du die im Anhang, wenn du dir zwei Minuten zum
> dran gewöhnen gegönnt hast?

Offen gestanden nicht besser, aus dem einfachen Grund, ich ordne die 
Bypasskondensatoren etc. im Schaltplan mglichst ihrem Pin zu, so behalte 
ich den Überblick wer wie geblockt ist. Wenn du mit deiner Variante 
besser klar kommst, bitte, sei dir gegönnt.

branadic

Autor: branadic (Gast)
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Alex H. schrieb:
> Der [1uF in 0603 X7R 16V] hat im gesamten Bereich von 1MHz bis 100MHz
> eine niedrigere Gesamtimpedanz als ein guter Tantal im B-Gehäuse allein
> schon an ESR (0,5Ω) mitbringt. (C1608X7R1C105K vs. Vishay
> TR3B106K016C0500). Dabei wird der Tantal bereits weit vor den 100MHz
> induktiv.

Jetzt war ich doch mal neugierig und habe mal genauer nachgeschaut. Die 
HighCaps von Reichelt sind ja angeblich ausschließlich von Murata. Also 
mal bei Murata auf der Website nachgeschaut und dein Beispiel 
hergenommen:

0603, X7R, 1µF/16V, ±10% (GRM188R71C105KA12D)
0603, X7R, 1µF/16V, ±20% (GRM188R71C105MA12D)

http://www.murata.co.jp/cgi-spara/freq.pl?file=grm...


Das schaut mir doch sehr nach einer Resonanzstelle bei ca. 9MHz aus, 
darüber wirkt er induktiv.
Das zeigt wieder, dass nur eine Kombination mit weiteren Kondensatoren 
zielführend ist.
Auch das ein guter Tantal 1,-€ kosten soll stimmt so nicht. (Angeblich 
sind die Tantals bei Reichelt ja von AVX, wobei ich das anzweifeln 
möchte.)

Wie gesagt, das Thema ist ein richtiger Streitpunkt, ohne Frage, bei dem 
jeder andere Erfahrungen gemacht hat und es besser zu wissen scheint. 
Letztlich wird man das ausprobieren müssen, um festzustellen ob die 
Kombination auch gut funktioniert, denn es kann auch durchaus zum 
Klingeln und dergleichen kommen. Einmal eine gute Kombination gefunden 
wird man auch bei dieser bleiben wollen und in meinem Fall ist das eine 
Kombination aus 4,7µ-10µ Tantal mit 10-100nF Kerko, manchmal auch 
gestaffelt.
In der AN72 Seite 19 (LTC) wird das Thema auch kurz behandelt, lesens- 
und empfehlenswert.

branadic

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Hallo branadic,

> Ich habe gestern den Aufbau des Moduls fertig gestellt.

Jetzt bin ich aber gespannt: wie funktioniert es denn so?

Hier wurde ja behauptet, der CDCE913 würde starkes Jitter produzieren, 
es wäre besser das ganze mit 2 DDS-Chips aufzubauen etc.

Hast Du zufällig Zugriff auf einen Spektrum Analyzer um den Jitter zu 
vermessen?

Wie sieht es mit dem Rekonstruktionsfilter aus, passt der in der Praxis 
so wie Du ihn berechnet hast?

Gibt es bei niedrigen Frequenzen die Treppchen wie in meinem Post oben 
gezeigt oder macht der AD5930 da intern was gegen (z.B. Dithering)?

Gruß,

Gerd

Autor: Schröckel (Gast)
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branadic schrieb:
> ich ordne die Bypasskondensatoren etc. im Schaltplan mglichst ihrem
> Pin zu
Das ist auch der vernüftige Weg.

Abdul K. schrieb:
> Eine EMU0202 schafft eingangsmäßig bei 60KHz noch die volle erreichbare
> Dynamik von ca. 115dB. Die fällt dann bis zur nutzbaren Grenzfrequenz
> von ca. 90KHz auf 60dB linear ab.
Seit wann brauchen Soundkarten 90kHz Bandbreite?
Bei Messkarten wird das auch nicht gemacht.

W.S. schrieb:
> Die Stufigkeit durch die diskrete Zeitauflösung und die
> diskrete Amplitudenauflösung kriegt man natürlich mit garnix weg
Das kann man doch Filtern! Jeder DAC braucht einen Filter und die 
DDS-Chips die ich kenne, haben sowas immer nachgeschaltet bekommen. Den 
Phasenjitter bekommt man damit auch etwas geglättet.

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Gerd,

bisher habe ich die Schaltung noch nicht in Betrieb genommen. Zunächst 
will noch der CDCE913 programmiert werden.
Die Programmierung des AD5930 mit dem FT232 per Hand ist natürlich auch 
nicht schön und macht die Geschichte natürlich umständlicher.
Grundsätzlich habe ich Zugriff aus einen Spektrumanalysator, ja. Sind 
also durchaus Messungen die sich noch durchführen lassen.
Das Rekonstruktionsfilter wurde von mir ja bereits an dieser Stelle 
hier:

Beitrag "Re: Projekt: DDS basierter Funktionsgenerator mit AD5930"

vermessen und der Simulation gegenüber gestellt. Es ist das gleiche 
Filter, das im Artikel vorgerechnet wurde und auch hier zum Einsatz kam. 
Daher auch der Hinweis auf die Fastron 0805AS-Serie.

branadic

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Hallo branadic,

> bisher habe ich die Schaltung noch nicht in Betrieb genommen. Zunächst
> will noch der CDCE913 programmiert werden.
> Die Programmierung des AD5930 mit dem FT232 per Hand ist natürlich auch
> nicht schön und macht die Geschichte natürlich umständlicher.

Hast Du vielleicht nen BusPirate (http://dangerousprototypes.com) zur 
Hand? Der CDCE913 ist I²C, damit kriegst Du da sehr schnell und einfach 
Werte eingestellt. Ich nehm den gerne um mal schnell was mit I²C, SPI 
etc. auszuprobieren.

> Das Rekonstruktionsfilter wurde von mir ja bereits an dieser Stelle
> hier:
>
> Beitrag "Re: Projekt: DDS basierter Funktionsgenerator mit AD5930"
>
> vermessen und der Simulation gegenüber gestellt.

Danke, ich sollte wohl doch nochmal den ganzen Thread von Anfang an 
lesen...

Mir ist gerade mein einer Monitor gestorben, da ist jetzt wohl erst mal 
Kondensatoren tauschen / bestellen angesagt - grrr.

Gruß,

Gerd

Autor: branadic (Gast)
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Hallo Gerd,

Gerd E. schrieb:
> Hast Du vielleicht nen BusPirate (http://dangerousprototypes.com) zur
> Hand?

nein, habe ich nicht zur Hand, denn Programmierung ist einfach nicht 
mein Metier. Einzig einen FT232 hab ich hier und damit habe ich mir 
bisher immer mit Umstand helfen müssen.

Gerd E. schrieb:
> Danke, ich sollte wohl doch nochmal den ganzen Thread von Anfang an
> lesen...

Den Artikel nicht zu vergessen, denn da steht im Wesentlichen drin was 
angedacht ist.

Eine Bemerkung zu selbst geätzten Leiterplatten möchte ich noch machen, 
insbesondere bei der Verwendung eines TCXOs. Bei diesen sind zusätzliche 
Anschlüsse nach außen geführt, es ist also notwendig etwas 
selbstklebende Polyimidfolie (Kapton) o.ä. an dieser Stelle auf die 
Leiterplatte zu kleben, da eine Leitung unter dem TCXO geroutet worden 
ist und es so andernfalls zum Kurzschluss kommen wird.
Da ich weder Laminiergerät noch Lötstoplaminate hier habe und mir damit 
auch die Erfahrung fehlt ist dies eine einfache Lösung diesen 
Kurzschluss zu vermeiden.

Bei der Verwendung von Quarz bzw. Quarzoszillator ist dies nicht 
notwendig.

branadic

Autor: Gerd E. (robberknight)
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>> Hast Du vielleicht nen BusPirate (http://dangerousprototypes.com) zur
>> Hand?
>
> nein, habe ich nicht zur Hand, denn Programmierung ist einfach nicht
> mein Metier.

Gerade dann kann ich den nur empfehlen. Du kannst da einfach von jedem 
beliebigen Terminalprogramm auf dem PC Deine I²C-Befehle absetzen. Gibt 
mittlerweile sogar nen GUI für. Schau Dir den mal an, die Befehle etc. 
sind im Wiki zu finden. Ist um Welten bequemer als das alles über 
Bitbang zusammenzuhacken.

Gruß,

Gerd

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Schröckel schrieb:
> Abdul K. schrieb:
>> Eine EMU0202 schafft eingangsmäßig bei 60KHz noch die volle erreichbare
>> Dynamik von ca. 115dB. Die fällt dann bis zur nutzbaren Grenzfrequenz
>> von ca. 90KHz auf 60dB linear ab.
> Seit wann brauchen Soundkarten 90kHz Bandbreite?
> Bei Messkarten wird das auch nicht gemacht.

Tja, frag den Hersteller. Ich würde mal tippen, er wollte kostensparende 
Filter. Die sind als Sigma-Delta Wandler 5. Ordnung billiger als externe 
teure Analogbauelemente.
Deswegen benutzen viele ja genau diese oder eine der anderen wenigen 
ähnlichen Karten für Meßzwecke.

Autor: branadic (Gast)
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Gerd E. schrieb:
> Ist um Welten bequemer als das alles über
> Bitbang zusammenzuhacken.

Letztlich werde ich mich auch da mit irgendwelchen kryptischen Befehlen 
herumschlagen müssen.
Für den FT232 und Bitbanging auf I2C oder SPI gibt es auch allerlei 
Software, dass nimmt sich unterm Strich also beides nichts.

Mittlerweile ist es mir zumindest gelungen den CDCE913 mal zu 
konfigurieren. Er läuft jetzt mit dem TCXO zusammen, Y2 und Y3 sind erst 
einmal abgeschlatet und liefert derzeit einen Ausgangstakt von 
41,942794MHz. Ein Ziehen der Frequenz mittels der programmierbaren 
Lastkapazität bringt keine Änderung der Taktfrequenz. Okay, wird man 
also über die Teiler noch etwas dahin bringen können, wo man ihn 
hinhaben will.
Die Einstellerei war mal wieder recht zeitraubend. Als nächstes werde 
ich mal versuchen den AD5930 zu einem Ausgangssignal zu überreden, 
natürlich wieder mit der Hand am langen Arm.

Falls sich jemand berufen fühlen sollte, ich habe ATtiny15L, ATtiny2313, 
ATMega16, MSP430H2003 und MSP430F2103 hier zu liegen. Ein Board mit 
Peripherie könnte ich kurzfristig herstellen und in Betrieb nehmen.

branadic

Autor: branadic (Gast)
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Es ist wieder ziemlich ruhig geworden, wie erwartet.
Ich baue gerade ein zweites Board für einen Mitstreiter auf und habe 
darüber hinaus mal ein paar STM32-Board mit LCD aus der Bucht geordert, 
mit denen ich das DDS-Modul gern betreiben würde.
Ich bin erst Mitte nächster Woche wieder am Projekt zu Gange, aber doch 
mal gespannt, ob sich noch weitere Mitstreiter finden werden.

branadic

Autor: Gerd E. (robberknight)
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> Ich bin erst Mitte nächster Woche wieder am Projekt zu Gange, aber doch
> mal gespannt, ob sich noch weitere Mitstreiter finden werden.

wie schon geschrieben bin ich auch dabei. Die ersten Bauteile sind die 
Tage gekommen. Aber ich werde erst im Oktober loslegen weil ich vorher 
noch was anderes fertig machen möchte.

Autor: branadic (Gast)
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Das Projekt lebt noch!

Nachdem ich in den letzten Tagen ein Board mit Quarz und PLL-Baustein 
für einen Mitentwickler aufgebaut habe, konnte ich gestern das Meine mit 
Unterstützung von Kurt in Betrieb nehmen.
Kurt arbeitet derzeit an einer PC-Software, mit deren Hilfe man die 
notwendigen Einstellungen (Sinus/Dreieck, Frequenz etc.) des DDS via 
FT232RL per Mausklick vornehmen kann. So entfällt der Krampf die 
Register per Hand zu schreiben.
Das hilft mir zugleich auch die Hardware unabhängig von einer 
µC-Software/Umgebung weiter zu entwickeln.
Weiterhin sind in der Zwischenzeit ein paar Bauteile für die potentielle 
Endstufe bei mir eingetroffen.

branadic

Autor: branadic (Gast)
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Nach ein paar anfänglichen Stolpersteinen kann die Software mittlerweile 
Festfrequenzen sauber einstellen und erleichtert die Entwicklung damit 
erheblich.
Etwas enttäuscht bin ich derzeit noch vom Rekonstruktionsfilter, die 
3dB-Grenze scheint bei ca. 13MHz zu liegen, ich muss das aber noch mal 
genau prüfen.
In den nächsten Tagen wird die PC-Software um die Sweepfunktion 
erweitert, sodass sich am Spektrumanalysator genauere Aussagen zum 
Filter treffen lassen werden.
Ich hatte eh vor das Filter noch einmal zu überarbeiten und um 
umschaltbare Filterstufen zu erweitern. Das soll zum Einen das 
Ausgangssignal Dreieck verbessern (Lineares Phasenfilter), hier wurde ja 
schon die maximale mögliche Ausgangsfrequenz eines Dreiecksignals durch 
ein elliptisches Filter angesprochen, zum anderen wird die PC-Software 
für den FT232 noch um die I2C-Schnittstelle erweitert, um die 
Taktfrequenz des DDS über den CDCE913 einstellbar zu machen. Damit 
erhält man im unteren Frequenzbereich mehr Reserven, was jedoch ein 
weiteres Rekonstruktionsfilter für den niedrigen Frequenzbereich 
notwendig macht.

Die Stufen, wie beim gezeigten Agilent-Funktionsgenerator, konnte ich in 
der Form bisher jedoch noch nicht beobachten. Es erhärtet sich daher der 
Verdacht, dass bei gezeigtem Beispiel auf ein Rekonstruktionsfilter 
komplett verzichtet worden ist.

branadic

Autor: branadic (Gast)
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Es mag so scheinen als ob das Projekt schläft, dem ist aber nicht so, 
ganz im Gegenteil.
Ich arbeite zusammen mit Kurt an der PC-Software, zur Steuerung des 
Moduls via FT232. Genau genommen heißt das, dass Kurt und ich abendliche 
Videokonferenzen abhalten und wir seine Software an meinem Aufbau 
testen, optimieren und erweitern.
Derzeit sind folgende Punkte möglich:

- Signal: Aus, Sinus, Dreieck
- Modus: Kontinuierlich, Sweep
- Burst in Kombination mit Festfrequenz, aber auch im Sweep-Modus, durch 
Angabe einer Periodenanzahl oder durch Angabe einer Burstdauer
- Trigger: nach einen Frequenzinkrement oder nach einem Sweep
- Sweep: Sägezahn (up oder down), Dreieck --> automatisch oder manuell

Es funktioniert noch nicht alles zu 100% aber die Software ist auf einem 
guten Weg.

Darüber hinaus wurde ich zwischenzeitlich von einem netten Forenkollegen 
mit einer selbst entworfenen Endstufe versorgt. Auch diese habe ich 
ersten Tests unterzogen, allerdings muss hier noch etwas optimiert 
werden. Da bin ich ebenfalls dran.

Hat denn irgendwer derweil das Modul mal aufgebaut? Dann würde ich mich 
über eine kurze Rückmeldung freuen und eine Diskussion zu Verbesserungen 
anregen wollen. Mir sind nämlich einige Dinge aufgefallen die geändert 
werden müssen.

branadic

Autor: Commtel @msn (commtel)
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Und wie sieht die Endstufe aus?
Schaltplan?

Autor: branadic (Gast)
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Commtel @msn schrieb:
> Und wie sieht die Endstufe aus?
> Schaltplan?

Aussehen tut sie nett ;)
Den Schaltplan werde ich nicht veröffentlichen, das obligt dem 
Forenmitglied der sie entwickelt hat. Soviel darf jedoch, denke ich 
zumindest, gesagt werden, sie besteht aus eine AD812 und einem AD815. 
Wir bleiben also weitestgehend (den CDCE913 mal ausgenommen) bei Analog 
Devices.

branadic

Autor: Commtel @msn (commtel)
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Vielen Dank für die Infos

c.u
Commtel

Autor: Kurt Bohnen (kurt)
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Hallo Leute!
Ich möchte Euch die erste offizielle Version der Software für den AD5930 
vorstellen.

Zur Bedienung:
Als erstes nach dem Start muss man einen Comport auswählen. Beim öffnen 
der Dropdownbox werden alle infrage kommenden Ports aufgelistet. Das 
bedeutet, es werden nur freie Ports gelistet, die zu einem FT232 
gehören. Werden bei euch keine Ports gelistet, fehlt vieleicht ein 
Treiber oder euer FT232 ist nicht richtig fürs Bitbanging konfiguriert.
Die anschlussbelegung für den FT232 ist im Info Menü, rechtsklick auf 
kleine Icon.

Als nächstes kann eine neu Systemfrequenz eingestellt werden, oder man 
behällt die Standardfrequenz.

Dann sollte der Modus gewählt werden. Die Namen sind hoffentlich 
selbsterklärend. Optionen die im aktuellen Modus keinen Sinn machen 
werden automatisch deaktiviert.

Wichtig ist noch die Signalform für den Ausgang zu wählen. Das Programm 
startet nämlich mit abgeschaltetem Ausgang.

Sobald irgendwas geändert wurde werden die neuen Einstellungen direkt 
zum AD5930 geschickt. Nur bei den Eingabefeldern muss mit Enter 
bestätigt werden.
Zur Zeit werden nur ganze, positive Zahlen als Eingabe aktzeptiert. Es 
werden zwar schon Falscheingaben angefangen, aber noch nicht alle.

Bei Fragen zur Bedienung bitte einen Blick ins Datenblatt vom AD5930 
werfen. Wenn dass nicht hilft, hier die Frage stellen.
Die Software ist noch nicht endgültig fertig, es folgen noch 
Fehlerkorrekturen und ein paar neue Funktionen. Quelltexte (C++ für 
Visual Studio 6) werde später auch veröffentlicht.

Bekannte Bugs:
Im Burst Modus bei fester Frequenz funktioniert die Einstellung für 25µs 
Ein und 25µs Aus nicht. Der DDS erzeugt dann ein kontinuierliches 
Signal. 24µs Ein und 24µs aus funktionieren hingegen. Auch deutlich 
größere Werte als 25+25µs funktionieren wieder. Es ist unklar ob der 
Fehler in der Software liegt, oder der DDS die Probleme macht.

Mfg,
Kurt