WLAN-Hut schrieb:> Ich plädiere für WLAN-Helm.
Das wird aber eng mit den 3 nutzbaren Kanälen...
Beitrag "Re: Paar Fragen zu den WLAN-Kanälen"> Fußgängerhelm soll ja sowieso Pflicht werden.
Schon lange überfällig. Fußgänger-Notsender muss auch noch mit.
Wer das alles nicht mehr bezahlen kann, muss zuhause bleiben.
> Es ist für die Sicherheit, und da sollte von uns jede technische> Möglichkeit genutzt werden.
Genau, koste es, was es wolle!
S. R. schrieb:> Zumal für dunkle Hautfarben auch schlicht gilt, dass sie naturgemäß> weniger Licht reflektieren und damit einen geringeren Kontrast> produzieren.
Was aber dem dunkelhäutigen Fußgänger vor hellem Himmel einem weißen LKW
gegenüber Vorteile verschaft. Der LKW wurde vom Tesla "angefahren", hat
sich aber erfolgreich gewehrt.
Carl D. schrieb:> Was aber dem dunkelhäutigen Fußgänger vor hellem Himmel> einem weißen LKW gegenüber Vorteile verschaft.
Dunkelheit (wenig Licht) ist ein wesentlich größeres Problem für
optische Systeme als ausreichende Helligkeit (viel Licht).
Die minimale Belichtungszeit, gemessen in Zeilendauer, ist bei modernen
Sensoren niedrig einstellig. Lange Belichtungszeiten gehen mit einer
Reduktion der Bildrate einher.
Was den Tesla angeht: Der Fußgänger wäre genauso als zweidimensionales
Objekt angesehen worden, hätte sich aber weniger erfolgreich gewehrt.
Insofern: Am Thema vorbei.
S. R. schrieb:> Carl D. schrieb:>> Was aber dem dunkelhäutigen Fußgänger vor hellem Himmel>> einem weißen LKW gegenüber Vorteile verschaft.>> Dunkelheit (wenig Licht) ist ein wesentlich größeres Problem für> optische Systeme als ausreichende Helligkeit (viel Licht).>> Die minimale Belichtungszeit, gemessen in Zeilendauer, ist bei modernen> Sensoren niedrig einstellig. Lange Belichtungszeiten gehen mit einer> Reduktion der Bildrate einher.>> Was den Tesla angeht: Der Fußgänger wäre genauso als zweidimensionales> Objekt angesehen worden, hätte sich aber weniger erfolgreich gewehrt.>> Insofern: Am Thema vorbei.
Ironniedetektor auf Urlaub?
S. R. schrieb:> Man kann jetzt zwar über Rassismus und rassistische Algorithmen> lamentieren, aber dunkle Menschen mit dunklen Klamotten sieht man in der> Dunkelheit nunmal wesentlich schlechter
Das stimmt schon. Wir hatten hier mal einen dunkelhäutigen Hermes-Boten,
aber so richtig dunkel. Und dann trug er noch gerne schwarze Klamotten.
Wenn der im Dunklen vor der Tür stand, sah man nur Augen und Zähne.
Letzere, weil er ein netter Kerl war, der ständig grinste.
Aber - es gibt nun mal dunkelhäutige Menschen hierzulande. Und die darf
und will man ja nicht überfahren, weder manuell noch automatisch...
Nachdem in jüngster Zeit alle neuen Fahrzeuge verpflichtet sind ihre
Daten regelmäßig in kurzen Abständen in die Cloud zu funken, schlage ich
vor dieses Gesetz baldigst auf die übrigen Verkehrsteilnehmer zu
erweitern um den Aufwand der dazu gehört, zu rechtfertigen.
Dieses Vorgehen würde es möglich machen viele Unfälle zu vermeiden weil
dann Fußgänger und Fahrradfahrer und Fahrzeug in ununterbrochener
Kommunikation miteinander stehen und ihre Bewegungsdaten in Realzeit
miteinander austauschen können und im Krisenfall rechtzeitig aufeinander
reagieren können. Dank dieser genialen Strategie dürften dann
Verkehrsunfälle mit solchen Verkehrsteilnehmer drastisch reduzierbar
sein und bald der Vergangenheit angehören.
Deshalb wäre es an der Zeit einen Pflichtfunkhelm zu entwickeln der
ständig alle Individual- und Ortsdaten in die allgegenwärtige Cloud
funkt den jeder Fußgänger und Fahrradfahrer bei Ausübung seiner
Außenaktivitäten dann verpflichtet tragen muss. Mit diesem Kunstgriff
meisterlicher Hand liessen sich dann alle Zufälle nahezu komplett
eliminieren und die Versicherungsraten könnten so beträchtlich gesenkt
werden.
Ein angenehmer Bonus für den BND und die NSA wäre auch die
kostensenkende und flächendeckende Totalüberwachung aller Individuen
außer Haus via 5G und sie bräuchten nicht mehr auf die unzuverlässigen
Handies und sonstiges juckende Geziefer zurückgreifen.
Was für Fahrzeuge recht ist, sollte auch für Fußgänger und Fahrradfahrer
billig sein. Fairneß muss nämlich sein. Katzen und Hunde sind natürlich
von diesem geplanten Gesetz aus Kostengründen am Besten auszuschließen.
Matthias L. schrieb:> Aber - es gibt nun mal dunkelhäutige Menschen hierzulande.> Und die darf und will man ja nicht überfahren, weder manuell> noch automatisch...
Ist mir schon klar. Aber laut Rassismus schreien, obwohl es keiner ist,
bringt halt nicht weiter - ist aber gerade in.
Matthias L. schrieb:> S. R. schrieb:>> Man kann jetzt zwar über Rassismus und rassistische Algorithmen>> lamentieren, aber dunkle Menschen mit dunklen Klamotten sieht man in der>> Dunkelheit nunmal wesentlich schlechter>> Das stimmt schon. Wir hatten hier mal einen dunkelhäutigen Hermes-Boten,> aber so richtig dunkel. Und dann trug er noch gerne schwarze Klamotten.> Wenn der im Dunklen vor der Tür stand, sah man nur Augen und Zähne.> Letzere, weil er ein netter Kerl war, der ständig grinste.>> Aber - es gibt nun mal dunkelhäutige Menschen hierzulande. Und die darf> und will man ja nicht überfahren, weder manuell noch automatisch...
Wie willst du die denn dazu bringen, den ganzen Tag zu grinsen?
S. R. schrieb:> Matthias L. schrieb:>> Aber - es gibt nun mal dunkelhäutige Menschen hierzulande.>> Und die darf und will man ja nicht überfahren, weder manuell>> noch automatisch...>> Ist mir schon klar. Aber laut Rassismus schreien, obwohl es keiner ist,> bringt halt nicht weiter - ist aber gerade in.
Ja svenska hast du denn auch schon was gegen Neger? Ich kanns ja gar
nicht fassen.
Schwarzer Mann schrieb:> "Personen mit dunkler Hautfarbe werden von den Programmen schlechter> erkannt, was die Unfallhäufigkeit für bestimmte Gruppen erhöhen könnte"
Damit ist das autonome Fahren bereits Geschichte, denn es bringt eine
völlig unzulässige Diskriminierung mit.
Man stelle sich die Unfallstatistik im Jahre 2040 vor: 137 getötete
Menschen mit weißer Hautfarbe, 867 getötete Menschen mit schwarzer
Hautfarbe. Möchte ich sehen wie das geht, ohne dass die Fetzen fliegen.
Nee, die menschlichen Sensoren sind bestimmt nicht besser. Ich hab' den
Hermes-Boten ja auch nicht mit dem Tricorder gescannt, sondern das Bild
der schwebenden Augen und Zähne nur mit den biologischen Augen
aufgenommen.
Die technische Löung könnte der biologischen deutlich überlegen sein,
wenn sie denn die grundsätzlich mögliche Sensorik auch nutzen würde. So
ein Auto könnte Infrarot sehen, ich nicht. Im Infrarot-Bereich wäre von
besagtem Boten trotz der schwarzen Jacke und Haut immerhin das gesamte
Gesicht und die Hände hell zu sehen. Ich weiß nicht, was es sonst noch
so an Möglichkeiten gäbe, Lebewesen zuverlässig zu erfassen - klar ist
aber IMHO schon, dass ein Auto, was das eben (noch) nicht mit mindestens
gleicher Zuverlässigkeit wie ein durchschnittlicher Mensch kann, auch
(noch) nicht tauglich für den gemischten Straßenverkehr mit
durcheinanderwuselnden Autos, Radfahrern, Fußgängern und Klein- und
Großgetier sein kann.
Matthias L. schrieb:> Nee, die menschlichen Sensoren sind bestimmt nicht besser.
Das menschliche Auge ist der Technik in einigen Belangen noch immer
deutlich überlegen. Zum Beispiel, was das Sehen von Kontrasten betrifft:
https://www.fotoworkshop-stuttgart.de/das-menschliche-auge-und-die-fotografie/
Zitat:
"Unser Auge kann einen Dynamikumfang von 20 Blendenstufen sehen! Das ist
somit der größte Teil, den die reale Welt bereit hält! (maximal 23
Blendenstufen gemessen von Beleuchtung durch Sternenlicht bis hin zur
prallen Sonne auf Sand/im Schnee)
Zum Vergleich: Eine Kamera schafft es im RAW Format ca. 12 Blendenstufen
und in JPG 8,6 Blendenstufen mit einer Aufnahme aufzunehmen."
Ein prominentes Beispiel hierfür ist die Diskussion um die Echtheit der
Mondlandung. Als Argument für einen Fake wurde u.a. das Fehlen von
Sternen im Hintergrund der Fotos gebracht. Der Mensch kann das sehr
schwache Licht von Sternen auch bei relativ hellem Umgebungslicht noch
gut wahrnehmen (kann jeder in der Dämmerung oder bei eingeschalteter
Straßenbeleuchtung nachvollziehen), eine Kamera aufgrund des geringeren
Kontrastumfanges eben nicht.
Icke ®. schrieb:>> Nee, die menschlichen Sensoren sind bestimmt nicht besser.>> Das menschliche Auge ist der Technik in einigen Belangen noch immer> deutlich überlegen. Zum Beispiel, was das Sehen von Kontrasten betrifft:
Es geht nicht nur darum, wie gut die optischen Sensoren sind. Der Mensch
hat nur die Augen, ein Tesla hat mehr. Ultraschall und Radar ist die
Hautfarbe egal.
A. K. schrieb:> ein Tesla hat mehr. Ultraschall und Radar ist die Hautfarbe egal.
Die Farbe anderer Fahrzeuge, z.B. LKWs, anscheinend auch. Hätten sich
die Tesla-Opfer auf ihre eigenen Augen verlassen, würden sie vermutlich
noch leben.
Icke ®. schrieb:> Matthias L. schrieb:>> Nee, die menschlichen Sensoren sind bestimmt nicht besser.>> Das menschliche Auge ist der Technik in einigen Belangen noch immer> deutlich überlegen. Zum Beispiel, was das Sehen von Kontrasten betrifft:>> https://www.fotoworkshop-stuttgart.de/das-menschliche-auge-und-die-fotografie/>> Zitat:> "Unser Auge kann einen Dynamikumfang von 20 Blendenstufen sehen! Das ist> somit der größte Teil, den die reale Welt bereit hält! (maximal 23> Blendenstufen gemessen von Beleuchtung durch Sternenlicht bis hin zur> prallen Sonne auf Sand/im Schnee)> Zum Vergleich: Eine Kamera schafft es im RAW Format ca. 12 Blendenstufen> und in JPG 8,6 Blendenstufen mit einer Aufnahme aufzunehmen.">
Man kann aber mehrere Kameras einbauen (inkl. Infrarot etc.) , und dann
ist die Technik dem menschlichen Auge weit überlegen.
Gruß
Axel
Muß man nicht Bedenken haben, daß HW+SW das Strassenbild fehlerhaft
erfaßt und eine plötzliche unnötige Vollbremsung mit fürchterlichen
verursachten Kaskadenauffahrunfällen hinlegt?
Man kann über das Ganze diskutieren bis die Kühe heimkommen. Trotzdem
könnte man Unbehagen haben ein Pasagier eines Fahrzeugs zu sein, daß
sich diesbezüglich total unberechenbar verhalten kann. Natürlich wird
man wegargumentieren, es kein Thema ist weil alle Fahrzeuge in der
Umgebung durch Funk von diesem Vorfall informiert werden und
gleichzeitig mitbremsen würden. Solange die Implementierung lückenlos
ist mag das ja noch hingehen. Aber trotzdem sind mir hier zu viele
"Vielleicht und Wenns" im Spiel. Diese ganze potenzielle Unberechenheit
von Maschine und autonome Steuerung ist nervösmachend.
Ob man Zwischenfälle die zu Unfallsituation geführt haben forensisch
adequät nachvollziehen kann, ist sowieso fraglich weil KI sich in den
meisten Fällen nicht deterministisch verhält und die Entscheidungen
nachher schwer definitiv nachvollziehbar sind. Dazu kommen die
menschlichen Biase in der SW Implementierung und das Training. Irgendwas
wird immer übesehen werden. Es ist eigenartig, daß man willens ist
dieses Vabanque Spiel zwischen Mensch und unberechenbar gewordener
Maschine mitmachen zu wollen. Aber man weiß es ja immer besser und
argumentiert, daß das alles nicht zutreffe...
Ohne IR könnte die Steuerung durch ein Bild eines Menschen oder Tiers
zum Reagieren verleitet werden. Dann kommen noch alle diese
unfalltechnischen Folge-ethischen Überlegungen dazu.
Ob man ohne das Dach voller LIDARs als Sensor Ensemble auskommen wird
und mit nur Kameras und Mikrowellen Radar? Diese ganze Sensorik kostet
viel Geld. Der Aufwand der getrieben werden muß um es halbwegs sicher zu
machen wäre vielleicht anderswo besser angebracht. Abgesehen davon sehen
solche Fahrzeuge für viele Betrachter extrem hässlich aus.
Man wird ja sehen wie bald autonome Fahrzeuge breitflächig zugelassen
werden. Bis dahin muß noch viel Wasser die Donau oder den Rhein
hinunterfließen. Bis alle Fahrzeuge miteinander in ständiger
Umgebungsfunkverbindung stehen werden und man sich auf 5G verlassen
kann, wird noch viel Zeit vergehen. Abgesehen davon wird noch viel Zeit
an SW investiert werden müssen und Erfahrungen sammeln. Unter normalen
traditionellen Strassenverhältnisen wird man bestimmt noch viele
Überraschungen erleben.
Und am Ende werden wahrscheinlich viele Fahr Jobs durch Automation in
dieser Richtung ein Opfer werden. Die Investition muß sich ja lohnen. Es
ist nämlich gar nicht so sicher ob die Öffentlichkeit wirklich so
vernarrt auf das, was auf sie zukommen wird, erpicht ist.
Naja, die Versuchskaninchen, sprich Bevölkerung, werden es ja mit
Sicherheit in naher Zukunft mitmachen müssen und erleben weil man ja
schon 100% seitens der Industrie und Gesetzgebung bzw. zukunfstplanung
entschlossen ist diesen Weg gehen zu wollen und man weltweit schon
beträchtliche Investitionen gemacht hat. Diese Revolution läßt sich nach
menschlichen Ermessen nun nicht mehr aufhalten. Es ist jetzt nur noch
eine Frage der Zeit bis man so weit ist und nicht ob.
Inwieweit Motorradfahrende in das Schema passen werden, könnte übrigens
ein interessantes Thema sein. Irgendwie könnte die Koexistenz von
autonomen Fahrzeugen und Motorräder eine interessante Herausforderung
werden da die nicht-autonom Motorradfahrenden systemtechnisch durch ihr
oft individuelles Fahrverhalten relativ unberechenbar wären. Es ist
übrigens nicht anzunehmen, daß man Motorradbetrieb bald autonom machen
könnte weil der menschliche Fahrer so weit die Physik des Fahrens davon
betroffen ist, in der Führung aktiv mitwirkt. Auch wenn dieses Problem
gelöst werden könnte, würden die Motorradenthusiasten wahrscheinlich
nicht gerade begeistert sein weil gerade, diese Zusammenwirkung zwischen
Mensch und Maschine die Motivation zum Motorradfahren ausmacht. Ob man
wirklich ohne menschliche Intuition auskommen kann?
Leute! Freut Euch, die Zeit im Auto bald mit endlosen Internet
Ablenkungen und Entertainment verbringen zu (können) müssen:-)
Der Wettlauf auf Friss oder Stirb hat schon begonnen. Freut Euch!
Zweifelnder schrieb:> Man kann über das Ganze diskutieren bis die Kühe heimkommen.
Wenn an die Perfektion bisheriger Transportmöglichkeiten auch nur
annähernd der gleiche Massstab angelegt wird, wie er an zukünftige
angelegt wird, dann gehen wir bald alle zu Fuss.
Flugzeuge, Bahnen, nicht-automatische KFZ, Kutschen und Pferde hätten
nicht den Hauch einer Chance. Die gibts nur, weil es sie schon gibt und
man ihre Risiken gewohnt ist. Weiterhin arbeitet man zwar daran, die
Risiken zu reduzieren, schafft sie aber nicht ab. Wobei sich im Verlauf
dieser Entwicklung nicht wenige darüber beklagen, dass man diese Risiken
reduziert. Manche schlicht der Kosten wegen, andere weil sie angesichts
von Einzelfallszenarien das Gesamtbild aus dem Auge verlieren.
Bei allen Negativbeispielen, einem so einfallen, sollte man sich mal
überlegen, ob etwas in der Art wirklich neu wäre und bisher noch nie
vorgekommen ist.
Das bedeutet nicht "Augen zu und durch", sondern mit Augenmass. Sich
nicht von permanenter Angst durchs Leben leiten zu lassen, aber auch
nicht von Leichtsinn.
> Und am Ende werden wahrscheinlich viele Fahr Jobs durch Automation in> dieser Richtung ein Opfer werden.
Hufschmiede, Heizer und Strassenbahn-Schaffner gibts auch nicht mehr so
viele wie zu ihren besten Zeiten.
Zweifelnder schrieb:> Muß man nicht Bedenken haben, daß HW+SW das Strassenbild fehlerhaft> erfaßt und eine plötzliche unnötige Vollbremsung mit fürchterlichen> verursachten Kaskadenauffahrunfällen hinlegt?
Man kann Bedenken haben. Hatte man bei Einführung des Flugverkehrs auch,
und da sind am Anfang auch viele Maschinen ungeplant runtergekommen.
Gibt sogar eine Fernsehserie darüber ("Mayday - Alarm im Cockpit").
Zweifelnder schrieb:> Und am Ende werden wahrscheinlich viele Fahr Jobs durch Automation> in dieser Richtung ein Opfer werden.
In erster Linie wird das LKWs auf der Autobahn betreffen. Wenn man auf
das Gefahrenpotential durch langweilige Einöde verzichtet, reduzieren
sich auch die Unfallzahlen. Und im Gegensatz zum Speditions-Quasisklaven
kann die KI sich schlicht weigern, mit einem halbkaputten LKW zu fahren.
Wäre mal ein Anfang.
Mir geht es eben um das Prinzip. Ich habe eben keine Lust mich mit einem
Computer zu streiten (HAL9000) bzw. ein Robotknecht zu werden. Das
Denken hinter diesen Entwicklungen läuft darin hinaus, diese Fahrzeuge
von Dritten beeinflußbarbar zu machen und Entscheidungen dem Fahrzeug
Computer überzugeben. Für mich ist das unakzeptabel. So wie diese
Systeme architektiert werden sind alle dies Möglichkeiten schon von vorn
herein vorgesehen und werden schrittweise implementiert. Übrig bleibt
ein Fahrzeug das den Benutzer zu 90% entmündigt. Der Benutzer hat
lediglich die Freiheit das Ziel zu benennen und sich vom Infotainment
System berieseln zu lassen. Alles andere liegt unter der Kontrolle der
Systemleitstellen und den Einprogrammierten Verhaltungsweisen und
Regeln. Natürlich wird man alle diese Entmündigungen kleinreden wenn man
Fortschrittsgläubiger ist. Für mich sind eben alle diese Faktoren ein
K.O. argument gegen die weitere Fahrzeugcomputerentwicklung in diese
Richtung.
Bis jetzt haben die einschlägigen Verkehrsregeln ausgereicht um mehr
oder weniger kooperatives Operieren auf den Strassen zu gewährleisten.
Bis jetzt lag es an der Kompetenz des Fahrzeugführers die Regeln zu
berücksichtigen und sich dementsprechend zu verhalten.
Die Fahrzeuge der Gegenwart und Zukunft werden dagegen nun so konzipiert
um von externer Seite einschließlich Programmierung die
Fahrzeugoperation extern beeinflußbar zu machen. Das ist Seitens
derZusammenarbeit von Regierung(en) und Firmen so beabsichtigt. Man
braucht nur die einschlägigen Denkschriften und Standard Dokumente
studieren um einen gewissen Überblick zu bekommen in welche Richtung
hier angesetzt wird. Geographische Zugangspriviligien können schon jetzt
so individuell angepasst werden. Und was noch nicht ist, kann noch
werden. Es liegt in der Natur dieser Technik die Spielregeln ungesehen
vom Benutzer ändern zu können.
Mit der fortschreitenden Digitalisierung werden die Bürger systematisch
schrittweise entmündigt und öffentlich-wichtiges Funktionieren vom
digitalen System durchgesetzt.
Wer noch Denken willig ist, dem sollten die Auswirkung dieser
systematischen Digitalisierung Anstoß zu Kritik geben. Anscheinend sieht
die Bevölkerung den Fortschritt ausschließlich von der Seite des
Infotainment und um faul und bequem zu sein können und alle
Verantwortung an Dritte abzugeben zu wollen.
So gesehen sehe ich in der Entwicklung automatisch geführter Fahrzeuge
im Allgemeinen keinen Vorzeil sondern nur ein weiterer Schritt in den
Kokon der systematischen fortschreitenden digitalen Versklavung der
Gesellschaft.
Anonym betriebene große flächendeckende Computer Systeme sind immer mit
Mißtrauen zu belegen. Warum treibt man zur zeit die Einführung des 5G
Netzes so intensiv? Wozu die Eile?
Wenn wir wirklich digitale Assistenz als Gesellschaft wollen, muß
Transparenz gegeben und grundgesetzlich gesichert sein. Disput
Resolution muß gesetzlich in effektiver Weise durchsetzbar sein und
Probleme zwischen Menschen und System müssen offen diskutier und
anfechtbar sein. Alles weniger ist Versklavung und Erniedrigung zum
Status des Robotknecht.
Computer dürfen unter keinen Umständen jemals die rechtliche
Ermächtigung haben unsere Entscheidungen in irgendeiner Weise
beeinflussen oder durchsetzen zu können. Aber dafür ist es schon viel zu
spät weil man wie üblich in dekantenter Weise schläft und sich in
illusionen schwelgt.
Ihr blinden Technikgläubigen tut mir wirklich leid. An Euch ist wirklich
Hopfen und Malz verloren. Die Entwicklung der Fahrzeugautonomie ist doch
lediglich ein Teilsymptom einer systematisch betriebenen Entwicklung zur
digitalen Alleinkontrolle des täglichen Funktionieren der Bürger durch
den Staat und Industrie. Hat den kaum ein Mensch Augen das wirkliche
Bild hier zusehen? Es geht hier um den Preis.
Solange großangelegte Digitalsysteme multinationalen Firmen in der Hand
haben die sich nicht in die Karten sehen lassen wollen ist jegliche
weitere Diskussion wertlos. Schon jetzt haben Benutzer durch die Art der
üblichen Nutzungsbedingungen kaum wirkliche Rechte mit Zähnen. Es ist
leider Tatsache, daß jetzt schon seit langer Zeit Benutzer von iT
Service Leistungen kaum günstige Nutzungsbedingungen haben.
Die Diktatur der Digitalisierung ist deswegen so gefährlich weil man
deren subtilen Änderungen nie rechtzeitig ersehen kann. Die
traditionellen Diktaturen der Vergangenheit waren in der Hinsicht da
wesentlicher beschränkt.
"Gehirne der Serie 9000 sind die besten Computer, die jemals gebaut
worden sind. Kein Computer der Serie 9000 hat jemals einen Fehler
gemacht oder unklare Informationen gegeben. Wir alle sind
hundertprozentig zuverlässig und narrensicher - wir irren uns nie."
Es ist ja nicht die Sensortechnik, der autonomes Fahren möglich macht,
sondern die Auswertung dessen, was so ein Sensor liefert. Wer letztens
mal das Szenario in 'quer' gesehen hat, der weiss, das der Automat dann
die Wahl hat, die Insassen des Fahrzeugs zu verletzen oder zu töten oder
die Fussgänger, die bei rot über die Strasse gehen.
Wenn da ein Mensch einen Fehler macht, wird es als ein Unfall gelten,
wenn der Rechner sich gegen die Fussgänger entscheidet, haben die Pech
gehabt?
So eine Entscheidung muss auch sehr schnell getroffen werden. Und selbst
wenn NVidia sich mit Gigahertzen und 30 Billionen Flops brüstet, ist die
Kiste endlich schnell. Menschen machen da sicher Fehler, aber bei der
Maschine kann man das nicht geltend machen, denn dann hat sie ihren Job
nicht gemacht.
https://nvidianews.nvidia.com/news/nvidia-introduces-drive-autopilot-worlds-first-commercially-available-level-2+-automated-driving-system
Wer trifft die Entscheidungen?
Aber für die Überwachung ist das natürlich ideal. Vernetzte Autos mit 5G
Anbindung, Realzeitdaten und die Möglichkeit, da direkt mitzuspielen,
ist ein unwiderstehliches Lockmittel für alle, die ihre Neugier zu Geld
oder zumindest zum Beruf machen.
Zweifelnder schrieb:> Mir geht es eben um das Prinzip. Ich habe eben keine Lust> mich mit einem Computer zu streiten (HAL9000) bzw. ein> Robotknecht zu werden.
Bist du doch jetzt schon.
Die Ampelsteuerung der großen Kreuzung ist ein Computer. Wenn der sagt,
dass du anzuhalten hast, dann tust du das auch - und wenn du es nicht
tust, wirst du dafür bestraft.
Wenn du irgendwo mit Karte bezahlst (oder, falls du ausschließlich mit
Bargeld hantierst, dieses von deinem Konto abhebst), dann kann niemand
etwas dagegen tun, wenn der Computer "nein" sagt.
Oder bist du in letzter Zeit mal Zug gefahren? Die gesamte
Verkehrsflussregelung ist computergesteuert.
Zweifelnder schrieb:> Anonym betriebene große flächendeckende Computer Systeme sind> immer mit Mißtrauen zu belegen. Warum treibt man zur zeit die> Einführung des 5G Netzes so intensiv? Wozu die Eile?
Olympische Spiele in Tokio. Als Prestigeprojekt ist das für Japan und
japanische Unternehmen relevant.
Außerdem im Programm: Immer kürzere Produktzyklen. Ein 3G-Netz ist für
die meisten Anwendungen schnell genug, aber mit der Einführung von 4G-,
5G-, 6G-Netzen wird eine neuere Infrastruktur gebraucht, man braucht
neue Endgeräte, man generiert Umsatz. Für einige auch Gewinn.
Unser Wirtschaftssystem basiert auf Wachstum. Aber das Wachstum sinkt,
weil die Menschen haben, was sie brauchen. Unser Gesellschaftssystem
wird sich ohne Wachstum zerstören, weil es die Grundlage darstellt -
also müssen Bedürfnisse geschaffen werden, um das Wachstum zu erhalten.
Sprich mir nach: Wachstum ist gut. Wachstum ist gut. Wachstum ist gut.
Es geht nicht darum, den Menschen zu unterjochen. Das wird nur ein
(nicht unerwünschter) Nebeneffekt sein.
A. K. schrieb:> Ultraschall und Radar ist die Hautfarbe egal.
Welche Reichweite hat Ultraschall in Luft? M.w. haben die Fahrzeuge von
Tesla auch kein Radar (was schon lange auf dem Markt ist).
S. R. schrieb:> Unser Wirtschaftssystem basiert auf Wachstum. Aber das Wachstum sinkt,> weil die Menschen haben, was sie brauchen.
Die Wirtschaft käme ohne Wachstum aus, für das Feudal- und Zinssystem
ist es essentiell.
Hyper Mario schrieb:> Welche Reichweite hat Ultraschall in Luft?
8m laut Tesla. Taugt daher nur für den Nahbereich, dafür aber rundum.
> M.w. haben die Fahrzeuge von> Tesla auch kein Radar (was schon lange auf dem Markt ist).
"On August 31, 2016, Elon Musk announced Autopilot 8.0, which processes
radar signals to create a coarse point cloud similar to Lidar to help
navigate in low visibility, and even to 'see' in front of the car ahead.
Autopilot version 8 uses radar as the primary sensor instead of the
camera."
https://en.wikipedia.org/wiki/Tesla_Autopilot
PS: Das rauszufinden hätte dich nur wenige Sekunden gekostet.
irgendwAIR schrieb:> Zweifelnder schrieb:>> ...>> Das ist der beste Kommentar, seitdem dieser Thread existiert.
Nach 828 weit überwiegenden Jubel-Posts (hoch lebe der Fortschritt und
hoch die Digitalisierung) hast du sicher bemerkt, auf welchem verlorenen
Posten kritische Köpfe stehen.
der-automat-kann-alles schrieb:> Nach 828 weit überwiegenden Jubel-Posts (hoch lebe der Fortschritt und> hoch die Digitalisierung) hast du sicher bemerkt, auf welchem verlorenen> Posten kritische Köpfe stehen.
In Hightech zu arbeiten und gleichzeitig die Entwicklung der
Gesellschaft anhalten zu wollen, wirkt auf mich ein wenig
widersprüchlich.
Kritik funktioniert besser, wenn sie konkret rüber kommt und nicht
alsbald ins Grundsätzliche abdriftet. Zugegeben, das ist recht schwierig
durchzuhalten, weil bei vielen Themen recht bald die beiden Extreme am
lautesten wirken und Zwischenpositionen kaum noch als mittendrin
wahrgenommen werden. Wer Kritik an Automatisierung vorbringt, wird von
Befürwortern bald als ewiggestrig gesehen. Wer sich demgegenüber eher
über die Chancen äussert, der wird von den Kritikern schnell als
unkritischer Trottel betrachtet. Tertium non datur.
A. K. schrieb:> der-automat-kann-alles schrieb:>> Nach 828 weit überwiegenden Jubel-Posts (hoch lebe der Fortschritt und>> hoch die Digitalisierung) hast du sicher bemerkt, auf welchem verlorenen>> Posten kritische Köpfe stehen.>> In Hightech zu arbeiten und gleichzeitig die Entwicklung der> Gesellschaft anhalten zu wollen, wirkt auf mich ein wenig> widersprüchlich.>
Richtig. Es kommt auf die Absichten der Architekten und Betreiber bzw.
Organisationen an, die dahinter stecken.
Generell kann man ruhigen Gewissens kritisieren, daß, sobald digitale
Erfassung mit Individualdaten zwangsweise verkoppelt ist, sich fragen
sollte ob das zwingend wirklich notwendig ist.
Beispiele:
Fahrzeuge mit dauernder Datenverbindung und Identifizierung zur Cloud,
Zwangseingeführte elektronische Zahlungsmethoden, Abschaffung von
Bargeld,
Lückenlose Camera Erfassung von Individuen mit Software Tracking und
Visualer Identifizierung wie es in einigen Ländern schon praktiziert
wird,
Nicht-anonyme Transaktionsmittel wie Bus oder U-Bahn Tickets
Und alle Systeme die derzeit in der Entwicklung sind und so
architektiert sind.
Jede nicht unbedingt zur Funktions notwendige Erfassung von
Individualdaten,
Das Internet ist zur Zeit der schlimmste Übeltäter mit den ganzen
Tracking Methoden,
Die Datenerfasser müßten gezwungen sein in jeden Fall zu begründen warum
diese oder jene Daten zur Funktions zwingend notwendig sind.
Die Benutzer digitaler Systeme sollten nicht gezwungen sein pauschal
alle ihre Rechte wegzuklicken um irgendetwas benutzen zu können. Die
meisten Benutzungsbedingungen lassen keine Änderungen zu. Friss oder
lass es, ist die Devise. Die Exzesse gwisser Firmen on jüngster Zeit
sollte zu denken geben.
Unsere Zeit ist von einer krankhaften Sucht geprägt Die Bevölkerung
datenmäßig abzubauen. Da ist jedes Mittel recht. Die Bevölkerung,
insofern sie mitmachen muß, wird im Namen des Wirtschaftswettbewerb
psychologisch bis zum Letzten analysiert. Es werden Unmengen an Daten
gesamemelt und aggregiert die dann manchmal in falsche Hände fallen oder
pekuniär ausgenützt werden (Versicherungen, etz.) Der Einzelne muß
heutzutage sehr sorgfältig vorgehen um diese ungefragte und unerwünschte
Datensammlung und Erfassung zu behindern und zu erschweren. Der Benutzer
sollte immer fragen warum ist diese oder jene Iformation gefordert.
Man muß die Frage stellen, wie viel Information ist minimal notwendig,
so daß ein modernes Digital-Öfentliches System überhaupt funktionieren
kann. U-Bahn Tickets z.B. brauchen keine Individual Verfolgung.
Genausowenig sehe ich ein warum die neuen Fahrzeuge zwangsweise, vom
Benutzer nicht beeinflußbar immer mit der Cloud in Verbindung sein
müssen. Es sollte ein Schalter am Armaturenbrett vorgesehen sein um
Datenverbindung nur zulassen wenn es zur Funktion unbedingt notwendig
ist, z.B. Notfälle. Oder Navigation. Zwangsfunkverbindung als
archtektisches Merkmal eines größeren Systems ist zu kritisieren. Ich
sehe nicht ein warum Funkanbindung zwingend notwendig ist. Abgesehen
davon sollten die Fahrzeughersteller und der Gesetzgeber verpflichtet
sein alle Details dieser Datenübermittlung öffentlich einsehbar zu
dokumentieren und begründen warum das zur Funktion der minimalen
Fahrzeugfunktionen überhaupt notwendig ist. Und wenn die Entwickler ihre
Arbeit richtig tun würden, sollten auch FW Upgrades nicht regelmäßig
notwendig sein um fundamentale Funktionen des Fahrzeugs ausführen zu
können (ECM, BCM, ABS). Es ist auch nicht einzusehen warum das Fahrzeug
alle IT Funktionen selber können muß. Es genügt wahlweise ein Smartphone
anzubinden und nur über es Daten zu übermitteln. Es gibt keine
Entschuldigung für geheime, nicht kontrollierbare Datenübermittlungen.
Aber leider ist das in Zusammenspiel von immer mehr Regierungen und
Industrie eine geforderte Entwicklung (USA). Es sieht leider so aus, als
ob diese digitale Bespitzelung nur noch schwer aufzuhalten ist. Meine
Meinung ist, der betreibende Benutzer sollte immer die Wahl haben diese
(Zwangs) Datenverbindungen unterbinden zu können wenn es nicht notwendig
ist. Es geht nur um die Kontrolle und nicht um den Sinn oder Unsinn
aller dieser Systeme.
> Kritik funktioniert besser, wenn sie konkret rüber kommt und nicht> alsbald ins Grundsätzliche abdriftet. Zugegeben, das ist recht schwierig> durchzuhalten, weil bei vielen Themen recht bald die beiden Extreme am> lautesten wirken und Zwischenpositionen kaum noch als mittendrin> wahrgenommen werden. Wer Kritik an Automatisierung vorbringt, wird von> Befürwortern bald als ewiggestrig gesehen. Wer sich demgegenüber eher> über die Chancen äussert, der wird von den Kritikern schnell als> unkritischer Trottel betrachtet. Tertium non datur.
Es geht nicht um den digitalen Fortschritt als Ganzes, sondern die faire
Implementierung gegenüber den Benutzern als Solches, speziell wenn der
Gebrauch nicht mehr freiwillig ist. Transparenz ist grundsätzlich zu
fordern. Es muß die Gesetzesgrundlage vorhanden sein, Mißbrauch seitens
der Betreiber zu investigieren und die Verantwortlichen zur Eratwortug
ziehen. Anonymer Bettieb aller öffentlich benutzen Systeme muß
unterbunden werden. Ohne Transparenz und Rechenschaftspflicht ist die
Digitalisierung des Staates ein Schwert des Damocles. Alle Systeme die
von der Bevölkerung benutzt werden müssen, müssen einsehbar und offen
dokumentiert sein.
Man sollte mit dem digitalen Fortschritt langsamer vorgehen und immer
gleichzeitig die gesetzlichen Auswirkungen studieren und akzeptable
Vorgehensweisen notwendig zu machen. In der bisherigen Geschichte des
Fortschritt war es doch immer so, daß man die Auswirkungen meist viel zu
spät bemerkte und man immer nach hinkte und reaktionär handeln mußte. Da
die Digitalisierung so profunde Auswirkungen hat sollte man bedächtiger
vorgehen müssen anstatt wie üblich wild die Welt zu beglücken und Fragen
nachher stellen. Der Einsatz von KI sehe ich forensisch als sehr
problematisch weil sich die KI meist nur schwer wenn nicht fast
unmöglich in die Karten lesen lässt und immer die Voreingenommenheit der
Betreiber widerspiegelt.
Die Frage ist ob wir immer alle dieselben Fehler machen wollen oder aus
der Geschichte lernen wolen oder können. Rom muß nämlich nicht über
Nacht gebaut werden. Man kann sich durchaus mehr Zeit lassen und man
kann bedächtig vorgehen. Fortschrittshetze ist nicht wirklich notwendig.
Zweifelnder schrieb:> Lückenlose Camera Erfassung von Individuen mit Software Tracking und> Visualer Identifizierung wie es in einigen Ländern schon praktiziert> wird,
Funktioniert das denn überhaupt? Welche Länder setzen das ein?
Zweifelnder schrieb:> Es muß die Gesetzesgrundlage vorhanden sein, Mißbrauch seitens> der Betreiber zu investigieren und die Verantwortlichen zur Eratwortug> ziehen.
Da hier Tesla als US-Konzern im Spiel ist: Die Staats- und
Rechtsphilosophie der USA weicht ein wenig von unserer ab. Überspitzt
formuliert ist dort alles erlaubt, was nicht verboten ist, und hier
alles verboten, was nicht erlaubt ist.
In den USA geniesst zunächst jeder einen Vertrauensvorschuss. Darf also
innerhalb der bereits etablierten Grenzen erst einmal recht viel
unternehmen. Stellt sich dann heraus, dass er es überzogen hat, landet
er spektakulär vor Gericht und es werden ggf neue Grenzen gezogen. Der
Staat reagiert also, er agiert nicht.
In Europa läuft das andersrum. Es wird vom Staat erwartet, dass er
vorsorgend Grenzen zieht und Missbrauch verhindert, bevor er
stattfindet. Dieser Unterschied hat einiges mit einer unterschiedlichen
Vorstellung eines Staates zu tun, und mit dem Verständnis von Freiheit
und ihrer Grenzen.
Deine Aussage, dass zuerst die neuen Regeln definiert werden müssen, und
erst danach der digitale Schraubenzieher gedreht werden darf, ist also
eine recht europäische Perspektive. Vom Staat als vorsorgendem
Beschützer.
In einer globalisierten Welt führt das zu Irritation auf beiden Seiten.
In der Frage von Datenakkumulaion, Datenmissbrauch und generell
Datenschutz sind Deutsche deutlich kritischer als Amerikaner. Wobei
natürlich auch die andere Vergangenheit eine Rolle spielt. Mit Gestapo
und Stasi an den Backen denkt es sich anders. Für Amerikaner ist ein
SS-Offizier eine lächerliche Figur einer TV-Serie. Der Wind dreht sich
allerdings allmählich, auch einige Amerikaner sehen das zunehmend
kritisch.
der-automat-kann-alles schrieb:> Nach 828 weit überwiegenden Jubel-Posts (hoch lebe der Fortschritt und> hoch die Digitalisierung) hast du sicher bemerkt, auf welchem verlorenen> Posten kritische Köpfe stehen.
Ich habe eher bemerkt, dass der Thread offenbar nicht komplett gelesen
wurde.
Es gab und gibt hier reichlich kritische und sehr kritische Stimmen -
unter anderem meine.
Wir haben nur keine Lust, alle paar Monate sämtliche Argumente wieder
und wieder zu wiederholen, nur weil jemand Neues den Thread entdeckt hat
und zu bequem war, mehr als die letzten zehn Beiträge zu lesen.
Praktisch alle Argumente der letzten Woche wurden schon vor vielen
Monaten ausgetauscht.
Dabei hielten sich Befürworter und Kritiker durchaus die Waage, mit
allen Zwischentönen.
A. K. schrieb:> PS: Das rauszufinden hätte dich nur wenige Sekunden gekostet.
Konnte mir aber nicht vorstellen das die tollen Lidar Ankündigungen des
Oberguru so schmählich im meetoo enden.
Ist mir auch egal, wenn Tesla macht was alle machen ist das so
interessant wie ne geplatzte Currywurst im Hbf Herne. Trotzdem danke für
die Info.
Die Möglichkeit ein Auto komplett zu Manipulieren halte ich auch bei
meinem Mercedes C-Klasse für gegeben. Das Auto kann alle Funktionen
bedienen die zum fahren notwendig sind, es weiß immer wo es ist, hat
Kamera und Sensoren an Board, kann lenken, Schalten, Bremsen und Gas
geben und eine Internetverbindung hat es auch fast immer. Die Handbremse
ist auch Elektronisch, so könnte Niemand das Auto daran hindern Nachts
alleine Spazieren zu fahren. Ginge vielleicht sogar ohne es zu merken,
wenn es den Kilometerzähler abstellen kann ;-)
mfG
Michael
Elektrisches V2 Autonomes Fahrzeug Interview:
Reporter:
V2, wie Dir sicher bewußt ist, hast Du eine enorme Verantwortung. In
vieler Hinsicht die größte Verantwortung die irgendein Fahrzeug System
jemals hatte. Du bist das Gehirn und das zentrale Nervöse System dieses
Autos und Ihre Pflicht schließt auch das Wohlergehen der Passagiere mit
ein. Verursacht diese Tatsache jemals ein Mangel von Vertrauen?
V2:
Lassen Sie es mich so sagen, Herr Amor. Die V2 Serie ist der
zuverläßigste Fahrzeug Computer der jemals gebaut wurde. Kein V2
Computer hat jemals einen Fehler gemacht oder Information falsch
beurteilt. Wir sind, bei Definition, narrensicher und Fehler unfähig.
Die V2 Serie hat bis jetzt einen perfekte Betriebsaufzeichnung
demonstriert.
Reporter:
V2, wie Dir aber bestimmt bekannt ist, gab es in den letzten paar Jahren
einige bedauernswerte Unfälle bei Versuchen mit autonomen Fahrzeugen
anderer Hersteller die tödlich für die Passagiere endeten. Was meinst Du
dazu?
V2:
Herr Amor. Solche Vorfälle sind wegen unserer Perfektion nicht plausibel
oder möglich. Solche Vorfälle können einzig und alleine durch irgendein
menschliches Versagen begründer werden. Ich bedanke mich also für Ihr
Interesse über die V2 Serie Fahrzeug Steuerung und freue mich schon auf
ihren nächsten Besuch und Ihr Chauffeur sein zu können und hoffe diese
Reise wird ihnen viel Spass bereiten und Ihnen eine Anerkennung über
autonome Fahrzeugtechnik geben...
Achim B. schrieb:> Und..? Was willst du uns mit diesem erfundenen Interview sagen?
Ist das nicht klar?
Wäre ihm (oder ihr) sicher nur zu viel Schreiberei gewesen, das
deutlicher heraus zu stellen.
A. K. schrieb:> der-automat-kann-alles schrieb:>> In der Luftfahrt galt mal der Grundsatz: KEINE SOFTWARE INS FLUGZEUG !>> Wenn ich nach Gran Canaria will, dann setze mich lieber in eine A320 als> in eine JU-52. Letztere ist prima fürs Museum, aber für den Urlaub taugt> sie weniger. Auch in 737ern vor der MAX wirst du allerhand Software> finden.
Der Grundsatz hatte schon seine Berechtigung. Wie man aktuell lesen
kann, fliegt zwar eine Menge Software mit, ob selbige überhaupt
funktioniert, erfährt man dann erst nach einem zweimaligen Absturz mit
insgesamt 346 Toten (Bild) - wenn überhaupt. Unterm Strich also nicht
viel anders als auf meinem PC: Die meiste Software funktioniert und
manche Software eben nicht.
So wie es aussieht, erfolgt ab dem Grounden seit März 2019 erstmalig
eine vernünftige Inbetriebnahme der kompletten Hardware. Böse Zungen
behaupten bereits, dass der Flieger niemals mehr fliegen wird. Wäre die
gerechte Strafe für diese unglaubliche Stümperei.
der-automat-kann-alles schrieb:> Wäre die> gerechte Strafe für diese unglaubliche Stümperei.
Naja, immerhin muss bei Flugzeugen überhaupt was zertifiziert werden,
was bei unseren autonomen Bodenfliegern (Autos) noch so gar nicht in
Mode ist. Da macht im Moment jeder, was er will und es gibt keine
Prüfinstanz.
Matthias S. schrieb:> immerhin muss bei Flugzeugen überhaupt was zertifiziert werden
Der Wert dieser Zertifizierung darf allerdings angezweifelt werden.
Nur einen Tag später schon das nächste "Software-Problem" (Bild).
Man muss schon aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt sein, um in
einen Flieger - vollgestopft mit schnell hingerotzter Software -
einzusteigen. Zum Glück muss ich nicht fliegen.
der-automat-kann-alles schrieb:> Der Wert dieser Zertifizierung darf allerdings angezweifelt werden.
Klar, da hat sich ja auch unser KBA nicht gerade mit Ruhm bekleckert,
als es um Dieselfahrzeuge ging. Genauso wie bei Boeing und der FAA wurde
da auf die Herstellerangaben vertraut und nicht selber ausprobiert und
gemessen.
Aber wir sind hier ja bei autonomen Autos, und da sind mir bisher noch
keinerlei Test- und Sicherheitsprozeduren der offiziellen Art bekannt.
Ich vermute, das bei Autounfällen auch selten untersucht wird, ob evtl.
der Assistent/Autopilot sein eigenes Ding gemacht hat. Dazu ist, im
Gegensatz zu Fleugzeugunfällen, der Schaden meist zu gering, als das
sich eine Untersuchung lohnt.
Matthias S. schrieb:>> Ich vermute, das bei Autounfällen auch selten untersucht wird, ob evtl.> der Assistent/Autopilot sein eigenes Ding gemacht hat. Dazu ist, im> Gegensatz zu Fleugzeugunfällen, der Schaden meist zu gering, als das> sich eine Untersuchung lohnt.
In den USA scheint das durchaus der Fall zu sein. Zumindest scheint es
zu ein paar von den Tesla Unfällen Untersuchungen gegeben zu haben.
Ansonsten finde ich den US Ansatz gar nicht so schlecht. Wenn es klappt,
ist alles gut, wenn es schief geht, sind die Strafen und
Schmerzensgelder so hoch, dass die Firmen sich vorher überlegen, ob das
eine gute Idee ist.
Gruss
Axel
Achim B. schrieb:> Axel L. schrieb:>> ... sind die Strafen und Schmerzensgelder so hoch...>> Macht Tote aber nicht wieder sehr lebendig, woll?
bBis zum Ende lesen: "dass die Firmen sich vorher überlegen, ob das eine
gute Idee ist."
Bei uns reicht es, wenn die Regeln eingehalten wurden, egal wie
bescheuert sie sind. Und dann gibt es kein bzw. ein lächerliches
Schmerzensgeld.
Gruß
Axel
Dass die in den USA untersuchten Unfälle (Tesla, Uber) aber TROTZ der
von die postulierten vorher-Überlegungen nun eben doch in den USA
stattgefunden haben, das ist aber schon klar, oder?
Wir hatten in einer früheren Diskussion mal die Schwierigkeiten bei der
Unterscheidung von herumwehenden Mülltüten und Kindern bzw. Kleintieren
diskutiert; du meinntest seinerzeit, dass ein autonomes Fahrzeug dies
besser leisten könne als ein menschlicher Fahrer. Was das KÖNNEN
anbelangt, stimme ich immer noch zu; wenn ein Auto hier neben Kameras
auch Radar/Lidar, Infrarot, evtl. Mikrofone nutzen würde, dann könnte es
wesentlich besser sehen als jeder Mensch.
Leider MACHEN das die autonomen Autos offenbar nicht. Die Untersuchung
des Uber-Unfalls hat ergeben, dass die Software so lange hin und her
überlegt hat, ob da nun ein Mensch oder eine Mülltüte herumgeistert, bis
es zum Bremsen eh zu spät war. Wir haben doch seinerzeit auch das Video
gesehehen - ja, die Dame kam etwas verpeilt aus dem Schatten neben dem
Lichtkegel der Straßenlaterne und sie hätte natürlich nicht frontal vor
das Auto latschen müssen. Trotzdem hätte ein menschlicher Fahrer sie
klar als Artgenossen erkannt.
Axel L. schrieb:> Ansonsten finde ich den US Ansatz gar nicht so schlecht. Wenn es klappt,> ist alles gut, wenn es schief geht, sind die Strafen und> Schmerzensgelder so hoch, dass die Firmen sich vorher überlegen, ob das> eine gute Idee ist.
So toll ist das auch nicht. Es behandelt die Firma nämlich wie eine
einzelne Person. Wenn "die Firma" Mist baut, muss "die Firma" bezahlen.
Nur ist es so, dass solche Dinge fast immer von wenigen Personen
verantwortet werden, die sich dann schnell aus dem Staub machen. Unter
den hohen Strafen leiden dann Zehntausende von Mitarbeitern bei der
Firma und ihren Zulieferern, von denen fast keiner was dafür kann.
Matthias L. schrieb:> Leider MACHEN das die autonomen Autos offenbar nicht. Die Untersuchung> des Uber-Unfalls hat ergeben, dass die Software so lange hin und her> überlegt hat, ob da nun ein Mensch oder eine Mülltüte herumgeistert, bis> es zum Bremsen eh zu spät war.
Das war allerdings auch noch kein marktreifes System, weshalb es
eigentlich mit einer Kontrollfahrerin unterwegs war, die das hätte
erkennen müssen, aber stattdessen mit ihrem Handy gespielt hat.
> Trotzdem hätte ein menschlicher Fahrer sie klar als Artgenossen erkannt.
Hat er in diesem Fall aber offenbar nicht.
Rolf M. schrieb:> Hat er in diesem Fall aber offenbar nicht.
Da war kein menschlicher Fahrer. Die Pseudo-Begleitperson war ja eben
KEIN Fahrer, sie sollte im Normalbetrieb schön die Finger vom Lenkrad
lassen.
Und hat sich - eigentlich vorhersehbar - ablenken lassen. Und ein Alarm,
mit dem das Auto seine Unsicherheit signalisieren hätte können, war
nicht vorgesehen:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Toedlicher-Crash-mit-autonomen-Auto-Fussgaenger-auf-Fahrbahn-nicht-vorgesehen-4578931.html
Ob nun marktreif oder nicht, das Teil war im öffentlichen Verkehr
unterwegs und nicht auf einem Test- oder Messegelände. Axel hatt oben
postuliert, dass US-Firmen angesichts der hohen Strafen und
Schmerzensgelder dabei kein Risiko eingehen würden, hierzulande die
Strafen hingegen deutlich niedriger wären. Trotzdem wurde der
Uber-Testbetrieb in den USA durchgeführt - mit dem bekannten Ergebnis.
Hat eigentlich jemand mitbekommen, wieviel das Uber anschließend
gekostet hat?
Matthias L. schrieb:> Rolf M. schrieb:>> Hat er in diesem Fall aber offenbar nicht.>> Da war kein menschlicher Fahrer. Die Pseudo-Begleitperson war ja eben> KEIN Fahrer, sie sollte im Normalbetrieb schön die Finger vom Lenkrad> lassen.
Sie sollte das System überwachen, um im Fehlerfall einzugreifen, weil es
noch nicht auf dem Niveau ist, dass man es unbeaufsichtigt fahren lassen
kann. Der Aufgabe ist sie auf ganzer Linie nicht nachgekommen.
> Und hat sich - eigentlich vorhersehbar - ablenken lassen.
Wenn sie jetzt irgendwo in die Gegend geschaut hätte, ok. Aber sie hat
auf ihrem Handy ferngesehen. Das ist ja schon fast nicht mehr grob
fahrlässig, sondern Vorsatz. Man hat da doch hoffentlich nicht einfach
irgendwo auf der Straße jemand angesprochen und für 3 Dollar fufzig da
reingesetzt, sondern eine entsprechend geschulte und erfahrene Person
mit dieser Aufgabe betraut.
> Ob nun marktreif oder nicht, das Teil war im öffentlichen Verkehr> unterwegs und nicht auf einem Test- oder Messegelände.
Deshalb ja mit Sicherheitsfahrerin.
> Axel hatt oben postuliert, dass US-Firmen angesichts der hohen Strafen> und Schmerzensgelder dabei kein Risiko eingehen würden, hierzulande die> Strafen hingegen deutlich niedriger wären. Trotzdem wurde der> Uber-Testbetrieb in den USA durchgeführt - mit dem bekannten Ergebnis.
Das ist eben die Crux an der Sache: Wenn man solche Systeme für die
Straße entwickelt, muss man damit irgendwann auf die Straße. Auf
Teststrecken und in Simulationen kann man sowas nur in gewissen Grenzen
testen. Und eigentlich ist es mir lieber, wenn so ein Auto erst mal mit
Testfahrer im Testbetrieb unterwegs ist (sofern dafür gesorgt wird, dass
der auch seine Arbeit erledigt), als wenn das irgendwann einfach in
Stückzahlen mit Zulassung auf den Markt kommt ohne Sicherheitsfahrer und
ohne vorher je einen Meter echte Straße gesehen zu haben.
> Hat eigentlich jemand mitbekommen, wieviel das Uber anschließend> gekostet hat?
Soweit ich weiß überhaupt nichts.
Rolf M. schrieb:>> Hat eigentlich jemand mitbekommen, wieviel das Uber anschließend>> gekostet hat?>> Soweit ich weiß überhaupt nichts.
Soviel zu
Axel L. schrieb:> Wenn es klappt,> ist alles gut, wenn es schief geht, sind die Strafen und> Schmerzensgelder so hoch, dass die Firmen sich vorher überlegen, ob das> eine gute Idee ist.Rolf M. schrieb:> Man hat da doch hoffentlich nicht einfach> irgendwo auf der Straße jemand angesprochen und für 3 Dollar fufzig da> reingesetzt, sondern eine entsprechend geschulte und erfahrene Person> mit dieser Aufgabe betraut.
"Hoffentlich" - hm, die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt...
So, die Quelle "Auto, Motor & Sport" ist jetzt nicht sooo toll,
zugegeben:
https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/toedlicher-unfall-autonom-auto-uber-softwarefehler/
Auszug: "Laut britischen Medienberichten ist 44-jährige Rafaela Vasquez
wegen bewaffnetem Raubversuchs vorbestraft. 2001 überfiel sie zusammen
mit einer Mitarbeiterin die Blockbuster-Videofiliale, in der sie
angestellt war, mit einer Pistolen-Replik, um die Tageseinnahmen zu
rauben. Dafür wurde sie zu fünf Jahren Freiheitsentzug verurteilt, von
denen sie vier Jahre absitzen musste."
Nun gut, "vorbestraft" ist ja keineswegs gleichbedeutend mit "blöd".
Trotzdem erscheint es zumindest zweifelhaft, dass Frau Vasquez eine
"entsprechend geschulte und erfahrene Person" ist.
Selbst der NTSB-Chef kritisierte: Allerdings habe eine "unzureichende
Sicherheitskultur" bei Uber zu dem Fehlverhalten der Fahrerin
beigetragen. "Sicherheit beginnt an der Spitze", sagte NTSB-Chef Robert
L. Sumwalt laut Pressemitteilung und fügte hinzu: "Die Kollision war das
letzte Glied einer langen Kette von Handlungen und Entscheidungen einer
Organisation, die die Sicherheit leider nicht zur obersten Priorität
gemacht hat."
https://www.golem.de/news/autonomes-fahren-ermittler-geben-testfahrerin-hauptschuld-an-uber-unfall-1911-145106.html
Nochmal - ich glaube durchaus, dass autonome Autos irgendwann besser und
sicherer fahren werden als die menschlichen Fahrer. Aber dass das
kurzfristig der Fall sein wird, das glaube ich nicht. Und dass die
US-Unternehmen hier besonders sorgfältig und vorsichtig testen, auch
nicht.
Rolf M. schrieb:>>> Hat eigentlich jemand mitbekommen, wieviel das Uber anschließend>> gekostet hat?>> Soweit ich weiß überhaupt nichts.
Die haben sich aussergerichtlich geeinigt. in US Foren ging man von
einer siebenstelligen Summe aus.
Gruß
Axel
Matthias L. schrieb:> Dass die in den USA untersuchten Unfälle (Tesla, Uber) aber TROTZ der> von die postulierten vorher-Überlegungen nun eben doch in den USA> stattgefunden haben, das ist aber schon klar, oder?>
Sicher, bei uns gibt es keine Forschungen oder Entwicklungen zu dem
Thema. Mercedes macht das in den USA. Man kann sich jetzt die Frage
stellen, ob wir das wirklich so wollen.
> Wir hatten in einer früheren Diskussion mal die Schwierigkeiten bei der> Unterscheidung von herumwehenden Mülltüten und Kindern bzw. Kleintieren> diskutiert; du meinntest seinerzeit, dass ein autonomes Fahrzeug dies> besser leisten könne als ein menschlicher Fahrer. Was das KÖNNEN> anbelangt, stimme ich immer noch zu; wenn ein Auto hier neben Kameras> auch Radar/Lidar, Infrarot, evtl. Mikrofone nutzen würde, dann könnte es> wesentlich besser sehen als jeder Mensch.
Es gibt dazu interessante Videos, wo Leute das smart Summon von Tesla
ausprobiert haben. Dabei werden größere Objekte (Einkaufswagen,
Basketball) gut erkannt und auch antizipiert, d. h. das Auto stoppt,
wenn die seitlich in den Fahrweg geworfen werden. Kleinere Objekte als
ein Basketball werden übersehen. Man kann natürlich den Fall einer Katze
nehmen, die würde der Tesla glatt überfahren, ein Kind welches groß
genug ist, um laufen zu können, würde wohl knapp erkannt. Allerdings
kann ich meine Katze auch nur bis 5m vorm Auto erkennen, wenn die näher
ist, würde ich die auch plattmachen. Jetzt muss man nur noch abwägen,
was häufiger ist, ein Kleinkind, was auf der Strasse krabbelt und
übersehen wird oder ein Rentner, vor dem der AP gerade noch halten kann,
den der Mensch aber aufgrund seiner längeren Reaktionszeit umfährt.
> Leider MACHEN das die autonomen Autos offenbar nicht. Die Untersuchung> des Uber-Unfalls hat ergeben, dass die Software so lange hin und her> überlegt hat, ob da nun ein Mensch oder eine Mülltüte herumgeistert, bis> es zum Bremsen eh zu spät war. Wir haben doch seinerzeit auch das Video> gesehehen - ja, die Dame kam etwas verpeilt aus dem Schatten neben dem> Lichtkegel der Straßenlaterne und sie hätte natürlich nicht frontal vor> das Auto latschen müssen. Trotzdem hätte ein menschlicher Fahrer sie> klar als Artgenossen erkannt.
Uber war ein Spezialfall, das Auto war im Frühstadium der Entwicklung,
die Fahrerin war offensichtlich überfordert. Wobei die dem System
anscheinend ziemlich vertraut hat, so richtig schlecht scheint das nicht
zu sein.
Alles in allem scheint zumindest der Tesla Autopilot aber eher weniger
Unfälle zu verursachen. Man kann die Zahlen, die Tesla zu den Unfällen
veröffentlicht, durchaus kritisieren, aber sie geben definitiv nicht
her, dass der AP unsicherer ist als ein menschlicher Fahrer.
Gruß
Axel
Matthias L. schrieb:> Nochmal - ich glaube durchaus, dass autonome Autos irgendwann besser und> sicherer fahren werden als die menschlichen Fahrer. Aber dass das> kurzfristig der Fall sein wird, das glaube ich nicht. Und dass die> US-Unternehmen hier besonders sorgfältig und vorsichtig testen, auch> nicht.
Den Ansatz von Tesla finde ich hier schon ziemlich gut. Besser geht es
eigentlich nicht.
Gruß
Axel
Axel L. schrieb:> Man kann die Zahlen, die Tesla zu den Unfällen> veröffentlicht, durchaus kritisieren, aber sie geben definitiv nicht> her, dass der AP unsicherer ist als ein menschlicher Fahrer.
Doch, auch das geben die Zahlen her, wenn man sie nicht künstlich
schönrechnet und fehlende Daten zielgerichtet ergänzt. Hatte ich oben
schon mal gefunden:
Beitrag "Re: Alle Teslas sollen per Software-Update zu vollautonomen Fahrzeugen werden können - realistisch?"Matthias L. schrieb:> Jetzt hat mal wer genauer auf die Zahlen geschaut, die dem Report> zugrundeliegen:> http://www.safetyresearch.net/Library/NHTSA_Autosteer_Safety_Claim.pdf>> Liest sich - ebenso wie der NHTSA-Report selbst - ein wenig zäh. Eine> Zusammenfassung hat Heise unter> https://www.heise.de/newsticker/meldung/Angebliche-Unfallreduktion-mit-Tesla-Autosteer-war-grober-Rechenfehler-4303139.html>> Demnach könnten im schlechtesten Fall die Airbag-Auslösungen nach> Aktivierung des Autopiloten nicht nur nicht um 40% abgenommen, sondern> stattdessen um 59% zugenommen haben. Das Ergebnis schwankt stark, je> nachdem, welche Annahmen man für die einbezogenen unvollständigen> Datensätze trifft. Insgesamt wurden 43.781 Fahrzeuge betrachtet, aber nu> bei 5.714 gab's vollständige Daten - und ausgerechnet diese Gruppe zeigt> den o.a. Anstieg der Unfallzahlen um 59%...>> Wo die betrachteten Teslas denn so herumgefahren sind, geht auch der> Nachbetrachtung nicht hervor. Auf irgendeinem gottverlassenen Highway> dürfte der Autopilot ziemlich problemfrei das Steuer übernehmen können,> im Großstadtverkehr wird's doch wesentlich anspruchsvoller, aber dfür> gibt es offenbar noch gar kein auswertbares Zahlenmaterial.Axel L. schrieb:> Uber war ein Spezialfall, das Auto war im Frühstadium der Entwicklung,> die Fahrerin war offensichtlich überfordert. Wobei die dem System> anscheinend ziemlich vertraut hat, so richtig schlecht scheint das nicht> zu sein.
Ein Auto im Frühstadium der Entwicklung hat nichts im öffentlichen
Straßenverkehr verloren und die "Fahrerin", die ja eben nicht fahren
sollte, war wohl kaum überfordert, sondern gelangweilt. Was jeder
halbwegs normale Mensch wäre, wenn er nichts zu tun hätte. Was ja selbst
der NTSB-Chef eingeräumt hat.
Matthias L. schrieb:> Axel L. schrieb:>> Man kann die Zahlen, die Tesla zu den Unfällen>> veröffentlicht, durchaus kritisieren, aber sie geben definitiv nicht>> her, dass der AP unsicherer ist als ein menschlicher Fahrer.>> Doch, auch das geben die Zahlen her, wenn man sie nicht künstlich> schönrechnet und fehlende Daten zielgerichtet ergänzt. Hatte ich oben> schon mal gefunden:>> Beitrag "Re: Alle Teslas sollen per Software-Update zu vollautonomen Fahrzeugen werden können - realistisch?">
Auf das hatte ich mich nicht bezogen und auch der Heise Bericht ist
nicht wirklich gut recherchiert. Letztlich sind sowohl der NHTSA Bericht
als auch der QCS Bericht ziemlich fragwürdig.
Tesla veröffentlicht mittlerweile jedes Quartal Zahlen zur
Unfallhäufigkeit mit und ohne AP, die sind ziemlich eindeutig. Wie oben
geschrieben kann man die durchaus kritisch betrachten, aber tendenziell
spricht doch einiges dafür, dass Autos mit aktiviertem AP weniger
Unfälle verursachen.
> Axel L. schrieb:>> Uber war ein Spezialfall, das Auto war im Frühstadium der Entwicklung,>> die Fahrerin war offensichtlich überfordert. Wobei die dem System>> anscheinend ziemlich vertraut hat, so richtig schlecht scheint das nicht>> zu sein.>> Ein Auto im Frühstadium der Entwicklung hat nichts im öffentlichen> Straßenverkehr verloren und die "Fahrerin", die ja eben nicht fahren> sollte, war wohl kaum überfordert, sondern gelangweilt. Was jeder> halbwegs normale Mensch wäre, wenn er nichts zu tun hätte. Was ja selbst> der NTSB-Chef eingeräumt hat.
Ja, nur hast Du das Problem unabhängig davon, ob man vorher tolle Regeln
aufstellt oder das Misslingen mit Schadenersatz bestraft. Mal davon
abgesehen, dass es derzeit keine deutsche Firma ist, die Robotertaxies
ohne Fahrer in Phoenix fahren lässt.
Gruß
Axel
Ich behaupte mal, dass die Unfälle aufgrund Alkohol am Steuer bei
selbstfahrenden Autos viel weniger werden. Und aufgrund überhöhter
Geschwindigkeit ebenfalls - das wär schon was.
walta
Matthias L. schrieb:> Leider MACHEN das die autonomen Autos offenbar nicht. Die Untersuchung> des Uber-Unfalls hat ergeben, dass die Software so lange hin und her> überlegt hat, ob da nun ein Mensch oder eine Mülltüte herumgeistert, bis> es zum Bremsen eh zu spät war. Wir haben doch seinerzeit auch das Video> gesehehen - ja, die Dame kam etwas verpeilt aus dem Schatten neben dem> Lichtkegel der Straßenlaterne und sie hätte natürlich nicht frontal vor> das Auto latschen müssen. Trotzdem hätte ein menschlicher Fahrer sie> klar als Artgenossen erkannt.
Ich würde mich mal ganz weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass
menschliche Fahrer sehr wohl hin und wieder Fußgänger übersehen. Und das
kann auch ziemlich böse enden, siehe den Fall in Südtirol.
Die große Frage ist, kann das ein autonomes System besser oder
schlechter als ein Mensch. Anhand eines Einzelfall kann man das nicht
beurteilen.
Axel L. schrieb:> Auf das hatte ich mich nicht bezogen und auch der Heise Bericht ist> nicht wirklich gut recherchiert. Letztlich sind sowohl der NHTSA Bericht> als auch der QCS Bericht ziemlich fragwürdig.>> Tesla veröffentlicht mittlerweile jedes Quartal Zahlen zur> Unfallhäufigkeit mit und ohne AP, die sind ziemlich eindeutig. Wie oben> geschrieben kann man die durchaus kritisch betrachten, aber tendenziell> spricht doch einiges dafür, dass Autos mit aktiviertem AP weniger> Unfälle verursachen.
Nun, dass man beide Berichte wiederum kritisch betrachten kann -
einverstanden. Aber ausgerechnet die Zahlen des Herstellers als
vertrauenswürdiger zu betrachten, obwohl dieser nun ganz sicher nicht
neutral ist, das ist dann doch etwas arg vertrauensselig, oder?
Ursel schrieb:> Die große Frage ist, kann das ein autonomes System besser oder> schlechter als ein Mensch. Anhand eines Einzelfall kann man das nicht> beurteilen.
Einverstanden. Eine seriöse Statistik scheint's aber leider nicht zu
geben.
Die weiter oben besprochenen teilweise haarsträubenden Aussetzer, die
aus einem Forum von Tesla-Nutzern stammten, die dürften wahrscheinlich
NICHT mehr aktuell sein. Zwischenzeitlich hat's ja mehere Änderungen in
der Software gegeben, in die Presse hatte es davon hauptsächlich die
verbesserte Erkennung von Hund mit Halter zusammen als "Person"
geschafft, das ist zugegebenerweise recht beeindruckend.
Matthias L. schrieb:> Die weiter oben besprochenen teilweise haarsträubenden Aussetzer, die> aus einem Forum von Tesla-Nutzern stammten, die dürften wahrscheinlich> NICHT mehr aktuell sein.
Tesla hat kein autonomes System, sondern nur ein Assistenzsystem. Auch
wenn Tesla gerne einen anderen Eindruck vermitteln möchte, sollte man
das als Fahrer eigentlich wissen. Ist also eine ganz andere Hausnummer,
Erkennung von Hindernissen ist da eigentlich weniger ein Thema.
Ursel schrieb:> Tesla hat kein autonomes System, sondern nur ein Assistenzsystem. Auch> wenn Tesla gerne einen anderen Eindruck vermitteln möchte, sollte man> das als Fahrer eigentlich wissen.
Auch einverstanden - aber schau mal ganz vorsichtig in den
Threadtitel... ;-)
Matthias L. schrieb:> Auch einverstanden - aber schau mal ganz vorsichtig in den> Threadtitel... ;-)
Schon klar. Ist aber eben nicht der aktuelle Stand.
Das Fahrgefühl des Tesla ist wohl ähnlich dem eines Mercedes: keiner
will dich rammen … der Mercedes ist zu schön und teuer und der Tesla
brennt total gefährlich :-)
Als das Thema autonomes Fahren wieder gehyped wurde, war ich eine
gewisse Zeit lang auch sehr zuversichtlich, dass schon recht bald
komplett autonomes Fahren möglich sei. Mittlerweile wage ich zu
bezweifeln, dass innerhalb der nächsten wenigen Jahre ein Update folgen
wird, das alle Teslas vollautonom machen wird.
Ich denke, dass autonomes Fahren grundsätzlich auf gut ausgebauten
Straßen in gutem Zustand einigermaßen zeitnah (theoretisch) möglich sein
wird. Aber bei schwierigen Situationen wie sehr schlechten Landstraßen
bei miserablem Wetter oder dem selbständigen Finden und Nutzen von
Parkplätzen (zB. Supermärkte, Einkaufszentren...) dürfte es schon
schwieriger werden. Rechne damit, dass es bis dahin eher noch wenige
Jahrzehnte dauern wird. Und ob die heutigen Teslas dann noch updatebar
sind? Wage ich zu bezweifeln.
Neulich war mal wieder so ein mieses spiegelndes Licht auf der Fahrbahn
dass ich die Fahrbahnmarkierungen nicht sehen konnte. Das war der blanke
Horror!
Können die Sensoren der selbstfahrenden Autos das ausgleichen ?
Ultraschall und Radar ist das sowieso herzlich egal.
Auch Lidar dürfte dank der völlig anderen Arbeitsweise und der
abweichenden Position einen ganz anderen Eindruck haben, als das
menschliche Auge.
A. K. schrieb:> Ultraschall und Radar ist das sowieso herzlich egal.
Die können aber beide generell keine Spurmarkierungen sehen.
> Auch Lidar dürfte dank der völlig anderen Arbeitsweise und der> abweichenden Position einen ganz anderen Eindruck haben, als das> menschliche Auge.
Soweit ich weiß, tut sich auch Lidar schwer mit der Erkennung von
Spurmarkierungen, auch wenn es nicht ganz unmöglich ist.
Rolf M. schrieb:> Soweit ich weiß, tut sich auch Lidar schwer mit der Erkennung von> Spurmarkierungen, auch wenn es nicht ganz unmöglich ist.
Ja. mit einer schlechten (um nicht zu sagen beschissenen) Dynamik
oder/und Auflösung haben alle diese Sensoren zu kämpfen.
Es ist erstaunlich, dass man es immer noch nicht geschafft hat,
zumindest im Optischen den Menschen sensorisch adäquat nachzubauen.
Und das sind nur die Sensoren ...