Hallo,
ich habe mal eine Frage zu meinen zukünftigen Berufsschanchen.
Ich studiere Elektro- und Informationstechnik (Bachelor) mit dem
Schwerpunkt Automatisierungstechnik an einer FH.
Zurzeit bin ich im 5. Semester (7. Fachsemester) von insgesamt 7
Semestern. Mein Notendurchschnitt ist mit 3,0 leider nicht so das Gelbe
vom Ei.
Ich habe ein Semester länger gebraucht, da ich eine Klausur nicht
bestanden habe, die für das Eintreten ins Hauptstudium nötig war. Die
Durchfallquote lag dort bei 87%. Das andere Semester habe ich dazu
genutzt, die bisher nicht bestandenen Prüfungen zu bestehen.
Nun ist meine Frage: Wenn ich das Studium mit 9 Semestern (7 Semester
sind Regelstudienzeit) und einer Abschlussnote von ca 2.7 beende, wie
sind dann überhaupt meine Chancen, dass ich einen Job finde?
MfG
peter schrieb:> Wenn ich das Studium mit 9 Semestern (7 Semester sind Regelstudienzeit)> und einer Abschlussnote von ca 2.7 beende, wie sind dann überhaupt meine> Chancen, dass ich einen Job finde?
Gut, du bist immernoch besser ausgebildet als der Großteil der
Menschheit und die sind auch nicht alle arbeitslos.
Nur darfst du natürlich keinen Traumjob mit 6-stelligem Einstiegsgehalt
erwarten, E-Ings gibts nunmal wie Sand am Meer.
peter schrieb:> PS: Ich sollte noch erwähnen, dass ich mein Studium mit einem Nebenjob> finanzieren muss.
Was tut das zur Sache? So arbeitsintensiv ist ein E-Technik Studium nun
auch nicht, zumindest, wenn man nicht auf 1,0 hinarbeitet
Typ schrieb:> Nur darfst du natürlich keinen Traumjob mit 6-stelligem Einstiegsgehalt
Das ist mir bewusst, mir kommt es auch eher auf eine gute
Arbeitsatmosphäre an als auf viel Geld. Vielen Dank für deine
Einschätzung :)
Hi Peter,
Heute ist es leider so:
Wer heute ein Studium nur bestehen will, kann das Studium auch gleich
sein lassen. Wegen der Masse an Studenten sind Noten heute sehr wichtig.
Habe ich oft gesehen. Wer heute gute Noten automatisch mit einem guten
Student gleichsetzt, dem kann man nicht mehr helfen.
MfG
Massstäbchen schrieb im Beitrag #5162198:
> Wer nur Noten hat, wird auch nur an den Noten gemessen.
Das habe ich auch mal geglaubt. Ist aber ein Irrglaube. Es ist
unglaublich, was einige sich drauf einbilden.
Ich habe Beispielsweise schon 2 dreimonatige Praktika, da ich diese fürs
Studium brauchte, wobei ich sehr gute Zeugnisse bekommen habe. Das
letzte Semester ist auch ein Praxissemester in einer Firma. Außerdem
mache ich in meiner Freizeit viel mit Arduino
> Der landet beim Dienstleister
Die sind ja auch heillos überlaufen . ohne adequate Beziehungen läuft da
nichts , würde es mal ganz vorsichtig behaupten ...
peter schrieb:> Außerdem mache ich in meiner Freizeit viel mit Arduino
Guter Ratschlag: Hör damit lieber sofort auf. Das ist sinnlose
Zeitverschwendung. Lerne lieber Datenblätter lesen und
Bitmanipulationen. Hast du das verstanden, dann kannst du fast alle
Microcontroller programmieren. Das schwierigste ist nicht die C
Programmierung, sondern wie man ein Datenblatt richtig liest.
MfG
@ungenervt: Ich habe keine Einzige bisher geschrieben.
Ich kann mal meine Sicht schildern. Ich habe das Studium selbst
finanziert. Bin aufgrund guter Auftragslage in meiner Selbstständigkeit
mit einem großen plus auf dem Konto fertig gewesen, aber habe dabei auch
17 Semester auf dem Bachelor gehangen und auch nur mit nem 2,7er Schnitt
abgeschlossen. Ich erinnere mich noch gut an die Hiobsbotschaften meiner
Professoren und Kommilitonen von wegen ich würde nie einen Job finden
etc.
Mein Resümé bisher: Ich hatte einen Job bevor ich meine Abschlussarbeit
fertig hatte. Und ich erlebe es so dass ich mir aktuell die Jobs
aussuchen kann. Ich gebe das Gehalt vor (im realen Rahmen) und möchte
meine Selbstständigkeit nebenher halten - kein Problem. Man sollte sich
verinnerlichen dass der Markt gerade vollkommen leergefegt ist.
Absolventen können je nach Region im Einstieg selbst beim DL mit 55k
einsteigen.
Kontakte helfen wenn nur für Jobs bei OEMs oder Lieferanten. Für
Dienstleister braucht man i.d.R. keine Kontakte. Sagen wir für die
interessanten Jobs vielleicht, aber als simple ANÜs eher nicht.
@TE: Schau dass du deine Abschlussarbeit in einem Unternehmen machst,
danach läuft das eigentlich wie von selbst. Fang erst mal beim DL an
mach da 2-3 Jahre was interessantes und dann schau dich nach nem Job
beim OEM um.
Wenn du E-Technik, Informatik oder Mathematik studiert hast wirst du in
deinem Leben eigentlich nie Jobprobleme haben.
@Dipl Ing: Ja/Nein. Es gibt keine Einstellungen ohne VG. Aber es gibt
durchaus Einladungen zum VG ohne Anschreiben. Ich finde da das
amerikanische Prinzip deutlich fortschrittlicher. Manchmal finde ich
deine Beiträge hier echt gut aber bei vielen liest sich deine
Frustration bzgl. Arbeitsmarkt/Jobs heraus. Ich würde das alle nicht so
schwarz sehen. Der Artikel ist ansonsten schon stimmig wir haben aktuell
definitiv einen enormen Mangel zumindest im Automotivebereich.
Dieses Forum ist so fürn Arsch. Immer wenn irgendjemand eine Frage aus
der Kategorie Jobaussicht, Einstiegsgehalt etc. stellt kommen die
übelsten Trolle raus. Die erzählen dann dass ein E-Technik Studium
soviel Wert ist wie ne Ausbildung zur Putzfrau.
Dipl Ing (FH ) ist der Allerschlimmste. Was der von sich gibt kannst du
keinem erzählen. Ich finde es eigentlich echt ne Frechheit dass der
pausenlos das Forum mit seinem Schwachsinn vollmüllen darf.
@Topic.
Schau dass du deine Abschlussarbeit in einem Unternehmen machst. Setz
dich auf deinen Arsch und schreib bessere Note. Dann gibt es kein
Problem, ganz einfach.
In meinem Abschlussjahrgang (noch nicht so lange her) haben alle aus
meinem Freundeskreis (ca. 10 Leute) auf anhieb einen Job gefunden.
Trotzdem, streng dich an und verbessere deinen Schnitt, dann läuft das
schon ;)
Noten sind bei manchen Firmen Schall und Rauch.
Weil es Leute mit 1,x gab und die haben es nicht drauf, doch gute Noten
schreiben! Logo!
Aber im Projekt brauch man nicht nur Wissenswiedergabe...
Suche Dir eine Firma und mach dich dort beliebt.
Wer möchte solche arroganten Überflieger?
Zu gute Noten sorgen auch dafür, dass der Typ Mensch vielleicht alles
besser kann und weiß...
Und nenne niemals das Wort mit A... lieber Atmel ...
Datenblätter sind super wichtig!
Vielen Dank für die vielen und ehrlichen Antworten! Ich muss meine
Bachelorarbeit sowieso nach einer 3 monatigen Berufspraktischen Phase
schreiben, die in der Industrie absolviert werden muss. Ich muss mehr
Zeit in das Studium investieren, das ist mir klar geworden. Bisher lief
das eher nach dem minimalprinzip...
Ist atmel nicht viel teurer als arduino?
Dipl Ing (FH ) schrieb
> Problem ist nur das die Jobcenter voll mit derartigen Leuten sind> Tatsache ...
Seltsam, ich kenn keinen einzigen Mitstudenten oder Ing.-kollegen der
jemals Kunde des Jobcenters war.
Dipl Ing (FH ) schrieb:> Mit Beziehungen : EXCELLENT>> Ohne Beziehungen : Besch........n>> PS -->> Würde mal schon die Hartz 4 Fragebögen studieren ...
Selbst der groesste Volllappen bei uns im Jahrgang hat nach dem Bachelor
was gefunden (gelernter Elektriker, der Widerstand mit ie schrieb bis
der Prof ihm das ausgetrieben hat xD ). Fuer den war das Studium eine
Art Teamleistung, ohne Kommilitonen und Altklausuren haette er das nie
geschafft.
Zum Thema Arduino: Nur OK falls du "normalen" C programmierst, also mit
Bitmanipulationen und NICHT ueber durch Arduino bereitgestellten
Funktionen. Generell wuerde ich heutzutage aber eher eine STM32
discovery board mit einem ARM empfehlen, da es haeufiger in der
Industrie zum Einsatz kommt.
Um mal wieder etwas gehaltvolles hier beizutragen:
Mir ist kein ET-Absolvent bekannt der nach seinem Abschluss fachfremd
arbeiten musste oder garnichts fand.
Weder aus meinem Jahrgang noch aus den Komilitonenkreisen der
Praktikanten/Bacheloranden/Masteranden die bei uns seither aufschlugen.
Ich unterhalte mich gerne mit denen über die aktuellen Zuständen an den
Unis/Hochschulen.
Das Wichtigste sind einfach Praktika und Abschlussarbeiten in Firmen zu
machen.
Wer sich nicht komplett dämlich anstellt kriegt von uns so gut wie immer
eine Festanstellung angeboten.
Hauptsache menschlich passts. Das Fachliche ist selten das Problem.
Ganz ohne Bewerbungsprozedere. Naja manchmal ist das pro forma nötig, je
nach Tageslaune der Personaler.
Wer wirklich bei uns versagt kriegt meist sogar nen Job am HIL
angeboten.
Die brauchen ständig Nachschub.
peter schrieb:> Die Durchfallquote lag dort bei 87%peter schrieb:> Ich sollte noch erwähnen, dass ich mein Studium mit einem Nebenjob> finanzieren muss.
Ein Tipp: du solltest nicht immer irgendwelche Ausreden suchen, sondern
an der Ursache arbeiten...
Und noch eine Anmerkung an die Anderen: nur 1 Name pro Thread. Das steht
so in den Nutzungsbedingungen
Udn beim Thema bleiben. Es ist hier völlig uninteressant wieviel
Trinkgeld die Klofrau bekommt.
Gandon schrieb:> Selbst der groesste Volllappen bei uns im Jahrgang hat nach dem Bachelor> was gefunden (gelernter Elektriker, der Widerstand mit ie schrieb bis> der Prof ihm das ausgetrieben hat xD ).
Was macht er denn genau und zu welchen Konditionen?
Sieh es einfach mal so: ein Studium ist einfach eine Ausbildung (dauert
ja auch nicht länger). Und wer da nichts lernt, der kann nichts und kann
deshalb auch nicht erwarten, viel dafür zu bekommen.
Aber er bekommt wenigstens einen bequemen Stuhl in einem warmen Büro und
darf unbeschwert Akten abheften. Wenn er diese Ausbildung (aka. Studium)
nicht gemacht hätte, dann wäre das schon schwieriger.
Merke: Nicht jeder Ingenieur ist automatisch ein guter Ingenieur.
Diese ständige Schwarzmalerei ist echt zum kotzen.
Ich habe für meinen Bachelor in Technischer Informatik 11 anstatt 7
Semester gebraucht. 3 Semester waren bei mir quasi für die Katz, da ein
Todesfall in der Familie mich dermaßen aus der Bahn geworfen hatte, dass
ich einfach nichts gebacken bekam.
Ende des Liedes: Ich habe c.a. 5 Bewerbungen geschrieben. 3 Einladungen
und 2 direkt Jobangebote mit durchschnittlichem Gehalt (42k, 44k)
Lass dich einfach nicht verunsichern. Häng dich rein, zieh dein Studium
durch. Bewerben und notfalls packst den Master hintendran. Ob du nun 40
Jahre oder 35 Jahre arbeitest, macht die Rente nun auch nicht wirklich
besser.
2 Bekannte die ET und NT studiert haben, haben jeweils 10+ Semester
gebraucht und sind relativ schnell als Entwickler (Java und C++)
untergekommen.
Lothar M. schrieb:> Aber er bekommt wenigstens einen bequemen Stuhl in einem warmen Büro und> darf unbeschwert Akten abheften. Wenn er diese Ausbildung (aka. Studium)> nicht gemacht hätte, dann wäre das schon schwieriger.
Welche Firma kann sich sowas noch leisten? Da stöhnen die selbst noch,
wenn sie nur Mindestlohn zahlen müssten.
Lothar M. schrieb:> Merke: Nicht jeder Ingenieur ist automatisch ein guter Ingenieur.
Spielst wahrscheinlich auf die fachliche Komponente an, da gibts
natürlich viele, die sich schwer tun und nicht mit besten
Mathematikgenen gesegnet sind, sprich man kann nie den "richtigen"
Ingenieuren folgen, wenn die mal richtig loslegen. Dann bleibt nur
Projektmanagement, Service oder Vertrieb. Da brauchts dann aber andere
zwingende Begabungen, und selbst da muss man sich gegen Mitkonkurrenten
durchsetzen. Vor dem Studium sollte man in sich gehen und fragen, zu
welchem Teil man gehört. Gehört man zu keinem, also zwischen den
Stühlen, dann ist ne Nummer tiefer, also Ausbildung um Welten besser für
die spätere Karriere.
Im Prinzip wird das alles mehr oder weniger vererbt, man muss in die
Verwandtschaft gucken, dann weiß man, wohin man gehört.
Akademiker ja oder nein, GeWi/BWLer oder Naturwissenschaftler.
Gab früher natürlich auch wegen Finanzen verhinderte Ingenieure, aber
dann spätestens beim Hobby ist das Talent durchgekommen.
Typ schrieb:> Gut, du bist immernoch besser ausgebildet als der Großteil der> Menschheit und die sind auch nicht alle arbeitslos.
Stopp! Diese Argumentation ist nur vordergründig richtig, denn er hat
das Problem, dass er auch mehr verdienen muss, um die Zeit wieder
reinzuholen.
Das! wird man ihm unterstellen, dass er das auch will und daher wird man
davon ausgehen, dass er jeden billigen Job sofort wieder kündigt, wenn
er was Besseres bekommt. Daher kriegt er erst gar keinen, auch wenn er
bescheiden ist.
Denkfehler!
Ingenieur schrieb:> denn er hat das Problem, dass er auch mehr verdienen muss, um die Zeit> wieder reinzuholen.
Das sind doch gerade mal um die 30T€ in 3 Jahren. Und in der
vorlesungsfreien Zeit könnte der Studi ja auch noch was verdienen. Ein
Lehrling hat auch nur 6 Wochen Urlaub.
> denn er hat das Problem, dass er auch mehr verdienen muss, um die Zeit> wieder reinzuholen.
Wer es schafft, dass sich ein Studium bei anschließend gleichem
Arbeitsaufwand nicht lohnt, der hätte besser gleich eine Lehre
gemacht.
> denn er hat das Problem, dass er auch mehr verdienen muss, um die Zeit> wieder reinzuholen.
Er hat aber den unheimlichen Vorteil, das in seinem bequemen Sessel
machen zu können, statt bei -3° draußen im Nieselregen mit klammen
Fingern sein Geld verdienen zu müssen.
> wird man ihm unterstellen, dass er das auch will und daher wird man> davon ausgehen, dass er jeden billigen Job sofort wieder kündigt
Wenn der Chef da ein wenig weiter denkt, dann könnte er drauf kommen,
dass in diesem Fall wenigstens ein wenig frischer Wind in die Bude
gekommen wäre.
> Daher kriegt er erst gar keinen, auch wenn er bescheiden ist.
Man muss sich (bzw. seine Arbeitskraft) natürlich auch verkaufen können.
Absolvent schrieb:> Ich habe für meinen Bachelor in Technischer Informatik 11 anstatt 7> Semester gebraucht. 3 Semester waren bei mir quasi für die Katz, da ein> Todesfall in der Familie mich dermaßen aus der Bahn geworfen hatte, dass> ich einfach nichts gebacken bekam.
Welche Abschlussnote hattest du wenn ich fragen darf?
Hallo Lothar.
Lothar M. schrieb:>> Ich sollte noch erwähnen, dass ich mein Studium mit einem Nebenjob>> finanzieren muss.> Ein Tipp: du solltest nicht immer irgendwelche Ausreden suchen, sondern> an der Ursache arbeiten...
Du schwurbelst mal wieder! Werd mal konkret was Du meinst.
Wer Geld braucht, muss halt arbeiten, wenn er nicht eine Quelle hat wo
es von selber wächst. Wieso soll es da Ausreden geben?
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Hi,
Die Arbeitslosenquote bei Akademikern liegt bei ~2,5%, das ist nahezu
Vollbeschäftigung. Bei der momentanen Wirtschaftssituation wird man da
immer was finden. 2 Semester über Regelstudienzeit interessieren auch
niemanden. Was einen halt mit schlechteren Noten erwartet, sind
niedrigere Einstiegsgehälter.
qwertz schrieb:> Die Arbeitslosenquote bei Akademikern liegt bei ~2,5%, das ist nahezu> Vollbeschäftigung.
- Weil die Langzeitarbeitslosen nicht mitgezählt werden, sonst wären es
6,5% , siehe Statistik im Erwerbslosenforum
- Viele fachfremd arbeiten, um überhaupt etwas zu haben. Viele
Akademiker im sozialen Bereich arbeiten komplett was anderes, auch MINT
sind nur zu 85% im MINT Bereich angesellt
- Weil von den älteren Ingenieuren > 40J viele unterbezahlt in der
Zeitarbeit hängen
- Weil Ingenieure sich letztlich umorientieren, um überhaupt Arbeit zu
haben
Irgendwas findet sich ganz sicher.
40% der Ingenieursabgänger landen heute in der Zeitarbeit.
Wo kommen deine ganzen Zahlen her?
Frei erfunden? Gewürfelt? Im Kaffeesatz gelesen?
Ich kann sie nicht glauben, sie widersprechen meinem Empfinden und das
meiner sämtlichen Bekannten. Kannst du die Quelle bitte nennen?
Mit einem FH Studium wird es sehr hart auf dem Arbeitsmarkt. Ein
Arbeitgeber der einen FH Absolventen einstellt muss schon sehr
verzweifelt sein. Ich habe nie einen Job gefunden und bereue das Studium
jeden Tag. Allerdings hat meine Situation auch Vorteile. Ich werde
regelmäßig von der dominanten Sachbearbeiterin im Jobcenter gedemütigt
und muss sogar Sklavenarbeit für sie erledigen! Das möchte ich nicht
mehr vermissen!
Hallo Ingenieur.
Ingenieur schrieb:> - Weil Ingenieure sich letztlich umorientieren, um überhaupt Arbeit zu> haben
Gut, wenn man vorher eine Lehre gemacht hat. Da ist man dann zwar auch
lange raus, aber nach ein paar Fehlversuchen besteht durchaus dort eine
Chance, wieder eine Stelle als Facharbeiter zu bekommen.
Speziell auf Absolventen bezogen: Es war für Absolventen vermutlich noch
nie einfach, eine Stelle zu finden.
1899 erschien von Max Eyth das deutlich autobiographisch geprägte Werk
"hinter Pflug und Schraubstock". Darin beschreibt er auch seine eigene
(und auch die einiger Kollegen) beschwerliche Suche nach einer
Arbeitsstelle um 1862 (Erinnerung: Der amerikanische Bürgerkrieg ist in
vollem Gange, und Bismark wird preußischer Ministerpräsident)
Ich weiss, das ist kein Trost, und in der nun etwas schnellebigeren Zeit
eher eine größere Katastrophe, die einen ziemlich weit
hinauskatapultieren kann.
Aber es ist alles halt kein neues Problem.
Aber vieleicht mal interessant zu lesen, wie ähnlich vieles vor 150
Jahren war:
http://gutenberg.spiegel.de/buch/hinter-pflug-und-...
Runterscrollen, das Gedicht ist dem damaligen Zeitgeist geschuldet.
Viel Spass beim lesen.
>> Irgendwas findet sich ganz sicher.>> 40% der Ingenieursabgänger landen heute in der Zeitarbeit.
Über 50 wird das erfahrungsgemäß aber auch sehr schwer.
Damit ein Studium sinnvoll ist, muss man schon mindestens zum besten
Drittel gehören. Und zwei Drittel sind das halt nicht. Ich habe das ja
auch nicht hinbekommen. Darum bereue ich mein Studium mittlerweile.
Diese ganzen Kämpfe um die Klausuren zu bestehen. Monatelanges pauken.
Alles vergeblich.
Im übrigen machten sich auch 2008 schon Leute einen Kopf darum:
http://www.deutschlandfunk.de/mehr-akademiker-aber-nicht-mehr-jobs.680.de.html?dram:article_id=37194
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Hallo Lothar.
Lothar M. schrieb:> Aber er bekommt wenigstens einen bequemen Stuhl in einem warmen Büro und> darf unbeschwert Akten abheften. Wenn er diese Ausbildung (aka. Studium)> nicht gemacht hätte, dann wäre das schon schwieriger.
Nein. Du hast anschliessend selbst mit einer vorherigen
Facharbeiterausbildung ein Problem, wieder eine Facharbeiterstelle zu
bekommen.
Leichter geht es, wenn du verschweigst, dass Du ein abgeschlossenes
Studium hast. Ist auch sonst von Vorteil das zu verschweigen, weil Du
sonst ohne Ende gemobt wirst, und Du alle Scheissaufgaben aufs Auge
gedrückt bekommst nach dem Motto: Du hast ja studiert, Du musst das ja
können.
Alles Blödsinn. auch mit Studium bin ich ein normaler Mensch mit
begrenzten Fähigkeiten und habe keinen blauen Strampelanzug mit einem
"S" auf der Brust und ein rotes Cape. ;O)
>> Merke: Nicht jeder Ingenieur ist automatisch ein guter Ingenieur.
Richtig. Und das einzige, was ein Studium vermitteln kann, ist Wissen.
Und selbst wenn Du das gut drauf hast, fehlt Dir (möglicherweise) noch
jede Menge anderes. Wenn du Pech hast, sind das Kompetenzen, für die
das Lernfenster aus Altersgründen nach Abschluss eines Studiums schon zu
ist.
Das heist nicht, dass man das nicht mehr "lernen" kann, aber die
Anwendung wird dann immer sehr unbeholfen sein oder mit
unverhältnismäßig großen Anstrengungen verbunden sein.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Und die Mehrheit der Leute mit "nur" einer Ausbildung bereuen, dass sie
sich nicht weiter gebildet haben.
Wenn ein Ingenieur 50k nach 10 Jahren im Beruf verdient, klagt er, dass
er unterbezahlt sei. Wenn ich dann sehe, dass ein Handwerker 15k pro
Jahr weniger verdient, merkt man, dass sich das Studium doch gelohnt
hat.
Genießt euer Studium einfach. Es gibt keine Zeit im Leben, wo man so
viele Erfahrungen machen und so viele neue Leute kennen lernen kann, wie
im Studium. So viele Kommilitonen von mir haben schon Angst vor einem
schlechten Job bevor sie die erste Bewerbung geschrieben haben. Jammern
kann man auch noch, wenn man wirklich keinen guten Job findet.
Und das 40% der Absolventen bei Dienstleistern landen erscheint mir doch
etwas viel. Ich kenne einige, die gerade ins Berufsleben gestartet sind
und keiner davon ist bei einem Dienstleister gelandet und dass trotz
durschnittlicher Noten an einer durchschnittlichen FH.
Hallo qwertz.
qwertz schrieb:> Und die Mehrheit der Leute mit "nur" einer Ausbildung bereuen, dass sie> sich nicht weiter gebildet haben.> Wenn ein Ingenieur 50k nach 10 Jahren im Beruf verdient, klagt er, dass> er unterbezahlt sei. Wenn ich dann sehe, dass ein Handwerker 15k pro> Jahr weniger verdient, merkt man, dass sich das Studium doch gelohnt> hat.
Wenn ich nach Studium und Abschluss und etlichen Jahren Beruf eine
Facharbeiterstelle habe, und ein Facharbeitergehalt beziehe und froh
bin, überhaupt eine Facharbeiterstelle zu haben und weiss, dass mich
eine Ingenieursstelle auf Dauer überfordern würde, merke ich, dass das
Studium eine blöde Idee war.
> Genießt euer Studium einfach. Es gibt keine Zeit im Leben, wo man so> viele Erfahrungen machen und so viele neue Leute kennen lernen kann, wie> im Studium.
Das hat aber nichts mit dem Studium zu tun. Die meisten Leute sind dann
halt in einem Alter, wo es leicht fällt, mit Leuten in Kontakt zu
treten.
Wenn sie denn im Kampf um das Bestehen von Klausuren Zeit dazu haben.
Der Kampf und Stress führten bei mir zu Symptomen, die stark an eine
Soziopathie erinnerten. Kontakte waren also eher nicht.
Ok, mag vieleicht auch daran liegen, dass ich schon relativ alt war, als
ich überhaupt mit dem Studium angefangen habe, wegen der Lehre vorher.
In dem Alter zählt halt jeder Monat.
> So viele Kommilitonen von mir haben schon Angst vor einem> schlechten Job bevor sie die erste Bewerbung geschrieben haben. Jammern> kann man auch noch, wenn man wirklich keinen guten Job findet.
Während des Studiums habe ich mir auch noch keinen großen Kopf darum
gemacht. Es war immer das Bestehen des nächsten Scheins und der nächsten
Klausur wichtig, und irgendwann dann die Diplomarbeit.
Ich habe mich selber immer vertröstet: Wenn Du mal mit dem Diplom fertig
bist, wird alles besser. War aber halt ein Trugschluss.
Es war schon schwerer, überhaupt eine Arbeitsstelle als Facharbeiter zu
bekommen als vorher einen Studentenjob.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
qwertz schrieb:> Wenn ein Ingenieur 50k nach 10 Jahren im Beruf verdient, klagt er, dass> er unterbezahlt sei. Wenn ich dann sehe, dass ein Handwerker 15k pro> Jahr weniger verdient, merkt man, dass sich das Studium doch gelohnt> hat.
Wobei das Pendant zum Ingenieur der nach 10 Jahren 50k verdient, eher
der Handwerker mit 25k wäre.
Bernd W. schrieb:> Wenn ich nach Studium und Abschluss und etlichen Jahren Beruf eine> Facharbeiterstelle habe, und ein Facharbeitergehalt beziehe und froh> bin, überhaupt eine Facharbeiterstelle zu haben und weiss, dass mich> eine Ingenieursstelle auf Dauer überfordern würde, merke ich, dass das> Studium eine blöde Idee war.
.. für Dich war Dein Studium an Deiner Uni mit Deinem Sozialen
Umfeld und Deinen geistigen Fähigkeiten eine blöde Idee.
...
> Wenn sie denn im Kampf um das Bestehen von Klausuren Zeit dazu haben.> Der Kampf und Stress führten bei mir zu Symptomen, die stark an eine> Soziopathie erinnerten. Kontakte waren also eher nicht.>> Ok, mag vieleicht auch daran liegen, dass ich schon relativ alt war, als> ich überhaupt mit dem Studium angefangen habe, wegen der Lehre vorher.> In dem Alter zählt halt jeder Monat.
...
> Ich habe mich selber immer vertröstet: Wenn Du mal mit dem Diplom fertig> bist, wird alles besser. War aber halt ein Trugschluss.> Es war schon schwerer, überhaupt eine Arbeitsstelle als Facharbeiter zu> bekommen als vorher einen Studentenjob.
Ja, für dich der durch permanante geistige Überforderung, retardierte
Berufsausbildung nach eigenen Worten zum Soziopath wurde. Das ist sicher
nicht auf den Durchschnitt der heutigen Studenten übertragbar.
Ingenieur schrieb:
> denn er hat das Problem, dass er auch mehr verdienen muss, um die Zeit> wieder reinzuholen.
moderator schrieb
> Das sind doch gerade mal um die 30T€ in 3 Jahren. Und in der> vorlesungsfreien Zeit könnte der Studi ja auch noch was verdienen. Ein> Lehrling hat auch nur 6 Wochen Urlaub.
Wie kommt man auf 30T€? Wenn ich als Facharbeiter mal angenommen
ca.1500€ Netto im Monat habe ergibt das im Jahr 18T€ also in 3 Jahren
54T€. Studium dauert aber meist 4 Jahre also 72T€. Und das rausholen
innerhalb der selben Firma wenn man als Ing. nur ca. 30% mehr verdient
ist hart.
B'ler schrieb:> Dieses Rumgeheule ist ja unglaublich.
Ja, aber noch unglaublicher sind die Zahlen die sich einige hier ständig
ausn Arsch ziehen:
Dipl Ing ( FH ) schrieb im Beitrag #5163472:
> Du gehörst zu der Mehrheit ( 70 - 80 % )Bernd W. schrieb:> muss man schon mindestens zum besten> Drittel gehören.Ingenieur schrieb:> auch MINT> sind nur zu 85% im MINT Bereich angesellt> ...> ...> 40% der Ingenieursabgänger landen heute in der Zeitarbeit.
Natürlich kommt auch auf Nachfrage kein Link zur Quelle. Wie denn auch?
Hauptsache sich gegenseitig beweihräuchern wie scheiße doch alles ist
und ja nicht auf sachliche Beiträge antworten.
Als Ing kannst du mit 60 Jahren deinen Job körperlich noch machen, als
Handwerker weniger.
Ingenieur schrieb:> 40% der Ingenieursabgänger landen heute in der Zeitarbeit.
Ich schätze, das sind mehr!
@Le X.: Ich muss hier voll zustimmen, jedoch finde ich deine Aussage
bzgl. HiL-Testingenieuren äußerst vermessen, aber diese Arroganz hier
ist mir bereits aufgefallen.
@Ich: Ist da wieder der Dipl. Ing. unter anderem Namen unterwegs? Man
bedenke DL != Zeitarbeit. In dem Sinne bezweifele ich stark, dass mehr
als 40% in Zeitarbeit landen. Ich würde sogar behaupten dass die Zahl
niedriger als 1% ist.
peter schrieb:> Hallo,>> ich habe mal eine Frage zu meinen zukünftigen Berufsschanchen.>> Ich studiere Elektro- und Informationstechnik (Bachelor) mit dem> Schwerpunkt Automatisierungstechnik an einer FH.
Gute Entscheidung, hab ich auch gemacht. Also genau die Fachrichtung ;-)
Naja, bei mir noch klassisch mit Diplom.
> Zurzeit bin ich im 5. Semester (7. Fachsemester) von insgesamt 7> Semestern. Mein Notendurchschnitt ist mit 3,0 leider nicht so das Gelbe> vom Ei.> Ich habe ein Semester länger gebraucht, da ich eine Klausur nicht> bestanden habe, die für das Eintreten ins Hauptstudium nötig war. Die> Durchfallquote lag dort bei 87%. Das andere Semester habe ich dazu> genutzt, die bisher nicht bestandenen Prüfungen zu bestehen.
Kein Problem, habe ich auch gemacht. Bei hat ein Durchfaller in
technischer Mechanik das Vordiplom verhindert -> 2 Semester extra. Blöd
halt, wenn man nicht zu allen Prüfungen antritt...
> Nun ist meine Frage: Wenn ich das Studium mit 9 Semestern (7 Semester> sind Regelstudienzeit) und einer Abschlussnote von ca 2.7 beende, wie> sind dann überhaupt meine Chancen, dass ich einen Job finde?>> MfG
Bei mir waren 5 weitere Rundendreher dabei, und alle haben innerhalb
weniger Wochen einen Job außerhalb der Diensleisterbranche gefunden.
Aber das hängt vom Bundesland und der FH ab. Bei mir war das Südbayern.
Es ist 10 Jahre her. Ich denke aber, viel hat sich hier nicht geändert.
Was den Schnitt angeht, kommt es auf den Ruf der FH an. Meine war eher
sparsam mit guten Noten, und das wissen die Arbeitgeber auch. Dann ist
ein 2er Schnitt dann auch kein Hindernis.
Bernd W. schrieb:>> Ein Tipp: du solltest nicht immer irgendwelche Ausreden suchen, sondern>> an der Ursache arbeiten...> Du schwurbelst mal wieder! Werd mal konkret was Du meinst.
Lies mal das, was ich zitiert habe: da hat einer ein nicht ganz so gutes
Studium hingelegt und jetzt ist das Wetter und die Freundin oder der
Busfahrer oder "das System" oder "die Durchfallqoute" oder
sonstweroderwas schuld. Aber sicher nicht er selber, weil er sich
entweder bei der Berufwahl verschätzt oder einfach nicht genug gelernt
hat.
peter schrieb:> Ich habe ein Semester länger gebraucht, da ich eine Klausur nicht> bestanden habe, die für das Eintreten ins Hauptstudium nötig war. Die> Durchfallquote lag dort bei 87%.
Ich habe dank Faulheit auch fast mein Studium schon im ersten Semester
per Mathe beendet. Dann sind die Sommerferien (neben der zum
Geldverdienen nötigen Arbeit) eben flachgefallen, die Nachklausur mit
1,5 bestanden und ich wusste fürderhin, dass Lernen nötig ist.
Sochin schrieb:> moderator schrieb>> Das sind doch gerade mal um die 30T€ in 3 Jahren. Und in der>> vorlesungsfreien Zeit könnte der Studi ja auch noch was verdienen.>> Ein Lehrling hat auch nur 6 Wochen Urlaub.> Wie kommt man auf 30T€? Wenn ich als Facharbeiter mal angenommen> ca.1500€ Netto im Monat habe
Hast du aber in diesen Jahren nicht, weil du in dieser Zeit grade die
Ausbildung zum Facharbeiter durchläufst. Und was du da bekommst, das
kannst du leicht googeln: eher weniger als etwa 1k€/Monat.
https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/ausbildungsverguetung-was-azubis-verdienen/150/22563/283723
Und jetzt rechne mal nach, und zwar unter Einbeziehung des Geldes, das
ein Student als beliebige Hilfskraft (beim Trafowickler oder im
Käsewerk) verdient, wenn er wie der Azubi nur 6 Wochen Urlaub pro Jahr
macht.
Auch das habe ich geschrieben und du hast es sogar zitiert.
Fazit: von persönlichen Einzeschicksalen abgesehen zahlt sich ein
Studium langfristig sicher aus.
peter schrieb:> Absolvent schrieb:>> Ich habe für meinen Bachelor in Technischer Informatik 11 anstatt 7>> Semester gebraucht. 3 Semester waren bei mir quasi für die Katz, da ein>> Todesfall in der Familie mich dermaßen aus der Bahn geworfen hatte, dass>> ich einfach nichts gebacken bekam.>> Welche Abschlussnote hattest du wenn ich fragen darf?
2.3
Ich hatte gestern in einer meiner alten FB Gruppen eine Umfrage unter
meinen ehemaligen Kommilitonen gestartet.
Leider haben nur 11 Leute abgestimmt, der Rest wird warscheinlich nicht
mehr aktiv auf FB sein oder nur sporadisch rein gucken.
Von den 11 (alle Technische Informatik) haben alle einen Job nach dem
Bachelor gefunden in unter 3 Monaten.
2 Personen die abgestimmt haben, kenne ich noch ganz gut und weiß, dass
die ihr Studium gerade so gepackt haben mit mehrere Ehrenrunden. Gelogen
hat denke ich keiner, warum auch?
Deshalb, hört doch bitte auf immer alle zu verunsichern und und und.
Keiner der wirklich was im Kopf hat, sein Studium in einer halbwegs
angenehmen Zeit abschließt und nicht auf den Mund gefallen ist, wird
einen Job finden.
Lothar M. schrieb:> Sochin schrieb:>> moderator schrieb>>> Das sind doch gerade mal um die 30T€ in 3 Jahren. Und in der>>> vorlesungsfreien Zeit könnte der Studi ja auch noch was verdienen.>>> Ein Lehrling hat auch nur 6 Wochen Urlaub.>> Wie kommt man auf 30T€? Wenn ich als Facharbeiter mal angenommen>> ca.1500€ Netto im Monat habe> Hast du aber in diesen Jahren nicht, weil du in dieser Zeit grade die> Ausbildung zum Facharbeiter durchläufst. Und was du da bekommst, das> kannst du leicht googeln: eher weniger als etwa 1k€/Monat.> https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/ausbildungsverguetung-was-azubis-verdienen/150/22563/283723> Und jetzt rechne mal nach, und zwar unter Einbeziehung des Geldes, das> ein Student als beliebige Hilfskraft (beim Trafowickler oder im> Käsewerk) verdient, wenn er wie der Azubi nur 6 Wochen Urlaub pro Jahr> macht.> Auch das habe ich geschrieben und du hast es sogar zitiert.>> Fazit: von persönlichen Einzeschicksalen abgesehen zahlt sich ein> Studium langfristig sicher aus.
Diese Rechnung verstehe ich trotzdem nicht. Wenn ich einen Beruf lerne
gehe ich 10 Jahre Schulzeit + 3,5 Jahre Ausbildung und dann fertig.
Studium über Abitur , also 12 Jahre Schulzeit + ca. 4 Jahr studium sind
in der Summe schon 2,5Jahre mehr Ausbildungzeit.
Studium nach Ausbildung mit Erlangung der Fachhochschulreife macht schon
4 bis 5 Jahre Mehraufwand
Meine Meinung ob sich ein Studium langfristig auszahlt ist nicht so
wichtig, entscheidend ist es in den ersten Jahren finanziell voran zu
kommen.
Noch was zum allgemeinen Gejammer hier: Es schaffen nun mal nicht so
viele in guten Konzernjobs oder Instituten unter zu kommen. Die Realität
in kleineren Firmen ist oft ein höheres Arbeitspensum als bei
Facharbeiterstellen mit nur mäßig besserer Bezahlung und mangelnden
fachlichen Entwicklungsmöglichkeiten.
Berufsrevolutionär schrieb:>>> Das ist sicher> nicht auf den Durchschnitt der heutigen Studenten übertragbar.
Bei dem weichgespülten Abi und der stetig wachsenden
Ingenieurabsolventenzahl, wäre ich mir da nicht so sicher. Wenn da viele
keine Weichspül- und Dummschwätzerjobs im Anschluss finden, gibts
zerissene Hosen.
Arno N. schrieb:> @Ich: Ist da wieder der Dipl. Ing. unter anderem Namen unterwegs? Man> bedenke DL != Zeitarbeit. In dem Sinne bezweifele ich stark, dass mehr> als 40% in Zeitarbeit landen. Ich würde sogar behaupten dass die Zahl> niedriger als 1% ist.
ICH poste tagsüber meistens unter ICH
40%+ ist Bauchgefühl
DL=! Zeitarbeit - richtig.
zB.: Bertrandt ist nicht zwingend Zeitarbeit, aber als Werksvertragler
nicht unbedingt besser dran.
In den Firmen in denen ich den letzten Jahren unterwegs war, waren ca.
10% Externe, meist alles Zeitarbeiter.
Spitzenreiter war mal eine Daimlertochter mit 50% Leih-Ings im Bereich
EEE (Entwicklung Elektrik Elektronik), ist aber schon etwas her.
Im privaten Umfeld sind mehr als 1% im Ingenieurbereich in der
Zeitarbeit, wenn auch weniger als 40%
In Ba-Wü oder Bayern sieht das sicher anders aus, als in NRW oder gar
weiter im Norden.
Wenn ich mir die Stellenangebote bei Monster, Xing, ... anschaue
KÖNNTE(!) man auch auf 70%+ Zeitarbeit kommen.
Soweit zu den Aussichten!
Automatisierungstechnik ist eine gute Wahl. Mit dem Wissen ist man
interessant für den Maschinenbau-Sektor. Da gibt es auch noch
mittelständische Betriebe. Steuerungstechnik oder elektr. Antriebe sind
irgendwo in jeder Maschine oder Anlage verbaut.
Bei anderen Fachrichtungen, wie Informationstechnik, Analog, HF oder
auch Digitalelektronik kann man eigentlich nur empfehlen, bereitmachen
zum Freelancer-Job oder halt Zeitarbeit...
Zu den Noten bzw. FH/TH/Uni Abschluss. Spielt nur am Anfang im
Berufsleben eine Rolle.
Den grössten Fehler, den man in dem Job machen kann, ist zu glauben:
"Ich habe nur einen FH-Abschluss oder eine schlechte Gesamtnote und die
anderen einen Doktortitel an einer Elite-Uni. Da habe ich keine
Chance..."
Das ist definitiv nicht richtig! Das einzige, was stimmt, ist das
TH/Uni-Abschluss und Doktortitel ein höheres Einstiegsgehalt mit sich
bringt.
Im Berufsleben werden (wenn man sich nicht dumm anstellt) die Karten neu
gemischt.
Die wichtigen Dinge sind:
- Bereitschaft immer weiter zu lernen und jede möglichkeit für
Weiterbildung nutzen
- Wenn man merkt, dass man mit seinem Fachwissen nicht mehr weiter
kommt, weil die Nachfrage weggebrochen ist oder der Markt, dann muss man
sich umorientieren und neues Fachwissen erarbeiten
- Ganz wichtig ist sich selbst zu präsentieren und Kommunikation. Oft
muss man das erst lernen. An der Hochschule kommt man immer irgendwie
drum herum.
- Mit fliessend Englisch als Fremdsprache steht einem wirklich jede Tür
offen. Da interessiert auch niemand mehr ob FH-Abschluss oder schlechte
Note. Das lernt man aber nur bei einem längeren Auslands-Aufenthalt.
> Autor: peter (Gast)> Datum: 02.10.2017 16:01> Mein Notendurchschnitt ist mit 3,0 leider nicht so das Gelbe vom Ei.
Ich kenne einen der war mit 3,0 Jahrgangsbester, hat noch promoviert und
ist heute Professor für theoretische Elektrotechnik.
Für Perschau und Frunel reicht es allemal.
qwertz schrieb:> Wenn ich dann sehe, dass ein Handwerker 15k pro> Jahr weniger verdient,
LOL, was!? Arbeitet der Handwerker 10h pro Woche und hat 100d Urlaub,
oder was? Du erzählst ja hier Geschichten. Ein durchschnittlicher
Handwerker verdient nach 10 Jahren mit allem was er unter der Hand macht
deutlich mehr, als ein Ing mit seinen erbärmlichen 50k. Und nicht zu
vergessen, der Handwerker hat nach der Ausbildung schon mit 19 Geld
verdient. Ganz schlechter Vergleich qwertz, da lügst du dir gnadenlos in
die eigene Tasche.
Henry G. schrieb:> Ein durchschnittlicher> Handwerker verdient nach 10 Jahren mit allem was er unter der Hand macht> deutlich mehr, als ein Ing mit seinen erbärmlichen 50k. Und nicht zu> vergessen, der Handwerker hat nach der Ausbildung schon mit 19 Geld> verdient. Ganz schlechter Vergleich qwertz, da lügst du dir gnadenlos in> die eigene Tasche.
Haben die Jammerer hier jetzt schon sogar so wenig Selbstachtung dass
sie den Handwerkern nichtmehr die Brutter auf dem Brot gönnen?
Henry G. schrieb:> LOL, was!? Arbeitet der Handwerker 10h pro Woche und hat 100d Urlaub,> oder was? Du erzählst ja hier Geschichten. Ein durchschnittlicher> Handwerker verdient nach 10 Jahren mit allem was er unter der Hand macht> deutlich mehr, als ein Ing mit seinen erbärmlichen 50k. Und nicht zu> vergessen, der Handwerker hat nach der Ausbildung schon mit 19 Geld> verdient. Ganz schlechter Vergleich qwertz, da lügst du dir gnadenlos in> die eigene Tasche
Ich werde jetzt dein Weltbild zerstören.
Bin bei einem IGM Unternehmen mit 52k eingestiegen.
Ich glaube kaum dass da ein armer Facharbeiter mithalten kann.
Henry G. schrieb:> Ein durchschnittlicher> Handwerker verdient nach 10 Jahren mit allem was er unter der Hand macht> deutlich mehr, als ein Ing mit seinen erbärmlichen 50k.
Vergleichen wir hier jetzt tatsächlich die Bruttoeinkommen von
Selbständigen mit denen von Angestellten?
Sogar für unseren Henry ist das ein erschreckend tiefes Niveau.
Henry G. schrieb:> qwertz schrieb:>> Wenn ich dann sehe, dass ein Handwerker 15k pro>> Jahr weniger verdient,>> LOL, was!? Arbeitet der Handwerker 10h pro Woche und hat 100d Urlaub,> oder was? Du erzählst ja hier Geschichten. Ein durchschnittlicher> Handwerker verdient nach 10 Jahren mit allem was er unter der Hand macht> deutlich mehr, als ein Ing mit seinen erbärmlichen 50k. Und nicht zu> vergessen, der Handwerker hat nach der Ausbildung schon mit 19 Geld> verdient. Ganz schlechter Vergleich qwertz, da lügst du dir gnadenlos in> die eigene Tasche.
15k€/a ist realistisch (IGM), schwarz nebenbei zählt nicht!
Das aber auch, wenn etwas Beaufsichtigung von anderen dazu kommt.
Ja, er verdient schon mit 19 Kohle.
Ob er das mit 60 noch machen kann - fraglich.
Als Ingenieur kann man das eher und hat dann eher einen Schreibtischjob.
Ein Studium garantiert keinen gut bezahlten, planbaren Job.
Man muss sehr flexibel sein und es auch bleiben.
Ein Studium anfangen, nur weil der VDI Ingenieurmangel schreit - lass es
- mache eine Lehre!
Cyblord -. schrieb:> Vergleichen wir hier jetzt tatsächlich die Bruttoeinkommen von> Selbständigen mit denen von Angestellten?> Sogar für unseren Henry ist das ein erschreckend tiefes Niveau.
Die Gehälter im Handwerk sind halt so verschiedenen wie die Höhenlagen
vom Toten Meer zum Kilimandscharo.
Da mag die Frisöse, die das Haupthaar mit ihren geschickten Händen in
die passende Wallung bringt und noch einiges an Werkzeuge/Ausstattung
inverstieren muß deutlich weniger Holz vor der Hütte aufgerichtet
bekommen, als die Masseuse, die auch ohne technische Mittel andere
Körperbereiche durch das richtige Handwerk in Wallung versetzt.
Le X. schrieb:> Henry G. schrieb:>> Ein durchschnittlicher>> Handwerker verdient nach 10 Jahren mit allem was er unter der Hand macht>> deutlich mehr, als ein Ing mit seinen erbärmlichen 50k. Und nicht zu>> vergessen, der Handwerker hat nach der Ausbildung schon mit 19 Geld>> verdient. Ganz schlechter Vergleich qwertz, da lügst du dir gnadenlos in>> die eigene Tasche.>> Haben die Jammerer hier jetzt schon sogar so wenig Selbstachtung dass> sie den Handwerkern nichtmehr die Brutter auf dem Brot gönnen?
Haben Leute wie die so wenig Selbstachtung, dass sie Handwerker als
minderwertig ansehen. Erbärmlich! Ich rede ja hier nicht von
alkoholisierten Trocken- und Gerüstbauern. Weißt du überhaupt was
Handwerk alles ist? Wie alt bist du eigentlich?
MeineZweiCent schrieb:> Henry G. schrieb:>> LOL, was!? Arbeitet der Handwerker 10h pro Woche und hat 100d Urlaub,>> oder was? Du erzählst ja hier Geschichten. Ein durchschnittlicher>> Handwerker verdient nach 10 Jahren mit allem was er unter der Hand macht>> deutlich mehr, als ein Ing mit seinen erbärmlichen 50k. Und nicht zu>> vergessen, der Handwerker hat nach der Ausbildung schon mit 19 Geld>> verdient. Ganz schlechter Vergleich qwertz, da lügst du dir gnadenlos in>> die eigene Tasche>> Ich werde jetzt dein Weltbild zerstören.>> Bin bei einem IGM Unternehmen mit 52k eingestiegen.> Ich glaube kaum dass da ein armer Facharbeiter mithalten kann.
HANDWERKER!!!! Erst lesen, dann sabbeln!
Cyblord -. schrieb:> Henry G. schrieb:>> Ein durchschnittlicher>> Handwerker verdient nach 10 Jahren mit allem was er unter der Hand macht>> deutlich mehr, als ein Ing mit seinen erbärmlichen 50k.>> Vergleichen wir hier jetzt tatsächlich die Bruttoeinkommen von> Selbständigen mit denen von Angestellten?> Sogar für unseren Henry ist das ein erschreckend tiefes Niveau.
Nein, das hast du gerade dazu fantasiert. Es sei denn, qwerzt hat mit
netto-Gehältern um sich geschmissen. Das tiefe Niveau liegt bei dir. Wie
ein Affe im Zoo, schön mit Dreck schmeißen und "Uuh, Uh" brüllen, viel
mehr kommt ja von dir nie.
Henry G. schrieb:> MeineZweiCent schrieb:>> Henry G. schrieb:>>> LOL, was!? Arbeitet der Handwerker 10h pro Woche und hat 100d Urlaub,>>> oder was? Du erzählst ja hier Geschichten. Ein durchschnittlicher>>> Handwerker verdient nach 10 Jahren mit allem was er unter der Hand macht>>> deutlich mehr, als ein Ing mit seinen erbärmlichen 50k. Und nicht zu>>> vergessen, der Handwerker hat nach der Ausbildung schon mit 19 Geld>>> verdient. Ganz schlechter Vergleich qwertz, da lügst du dir gnadenlos in>>> die eigene Tasche>>>> Ich werde jetzt dein Weltbild zerstören.>>>> Bin bei einem IGM Unternehmen mit 52k eingestiegen.>> Ich glaube kaum dass da ein armer Facharbeiter mithalten kann.>> HANDWERKER!!!! Erst lesen, dann sabbeln!
Vielleicht erzählst du erst mal wen du jetzt eigentlich mit
HANDWERKER!!!! (sic.) meinst und wen nicht.
Ist der Geselle der für den Mindestlohn Fassaden anmalt nun ein
Handwerker oder nicht?
Oder redest du ausschließlich vom selbständigen Handwerksmeister?
Man weiß es nicht.
> Nein, das hast du gerade dazu fantasiert.
Also sind die 50k keine Bruttoeinkommen oder vergleichen wir keine
Selbständigen mit Angestellten (wobei wir bei obiger Fragestellung
wären). Wo habe ich genau Fantasiert?
Rick M. schrieb:> 15k€/a ist realistisch (IGM),
Da muss man aber schon ein ganz schön unfähiger und unselbstständiger
Sepp sein.
> schwarz nebenbei zählt nicht!
Das ist doch kein spiel oder Wettbewerb. Und wie das zählt.
> Ja, er verdient schon mit 19 Kohle.> Ob er das mit 60 noch machen kann - fraglich.> Als Ingenieur kann man das eher und hat dann eher einen Schreibtischjob.
Die meisten Ings ab 50 werden knallhart aussortiert. Das ist nicht mehr
wie früher. Die Arbeitsplätze können outgesourced werden. Handwerk lässt
sich nur schwer outsourcen.
Mit 50 muss ein guter Handwerker kaum noch arbeiten, es sei denn er ist
spielsüchtig oder hat sein Geld in Riester verbrannt.
> Ein Studium garantiert keinen gut bezahlten, planbaren Job.> Man muss sehr flexibel sein und es auch bleiben.
Joar, das ist Heute überall so. Als Handwerke hat man aber flexiblere
Job-Möglichkeiten.
> Ein Studium anfangen, nur weil der VDI Ingenieurmangel schreit - lass es> - mache eine Lehre!
?
Meingott dann geh halt ins Handwerk wenns da so toll ist.
Ehrlich, was sülzt du hier ständig herum wenn das Land wo Honig fliest
direkt vor der Tür liegt?
Mach auf Elektriker, arbeite nebenbei etwas schwarz und, wie du selbst
sagst, mit 50 musst keinen Finger mehr krumm machen.
Wennst mal Hunger hast fliegen dir die gebratenen Wachteln ganz von
selbst ins Maul.
Alles ganz einfach. Worauf wartest du?
Oder glaubst am Ende nicht mal du dein Geschwätz vom goldenen Handwerk?
Ist dieser Henry ein Troll?
Ein User der seit 2012 angemeldet ist, anscheinend als Ingenieur
arbeitet, heult in jedem Thread rum, dass sein Studium scheiße war, dass
sein Leben scheiße ist und dass seine Zukunft scheiße sein wird.
Handwerker verdienen von Anfang an mehr als Ingenieure.
Handwerker haben die leichtere Arbeit als Ingenieure.
Handwerker gehen früher in Rente als Ingenieure.
Ich kenne diesen Vogel nicht, aber eins davon muss auf diesen
Jammerlappen zutreffen:
1) Henry kommt aus dem Osten, ist in der DDR hängengeblieben und lässt
sich richtig hart ausbeuten ohne es zu merken.
2) Henry ist ein FH-Versager, versteht nichts von ETIT und ist somit ein
Scheiningenieur und lässt sich richtig hart ausbeuten ohne es zu merken.
3) Henry lässt sich richtig hart ausbeuten ohne es zu merken.
Ich würde aufpassen, am Ende wird dir ein Handwerker noch Frau und
Familie stehlen.
Das Beispiel mit dem Handwerker ist schwachsinn.
Ich habe mit 19 mein Studium begonnen, ab dem 1. Semester als
Werkstudent gearbeitet(1200 brutto anfangs verdient). Wie viel kriegt
ein Handwerkerlehrling? 400 euro für 40h? Ich hatte das dreifache mit
20h!
Nach Studium 52k Einstieg(ok München, aber trotzdem).
Fazit: Studium > Ausbildung. Nur viele Studenten sind zu faul, neben dem
Studium zu arbeiten und wundern sich dann, Probleme beim Einstieg zu
haben.
Es gibt genug Werkstudentenstellen für ET-Studenten, müssen halt
bisschen was aufm Kasten haben, dann kriegt man da schon einen Job. Nach
dem Studium wird der Job dann nachgeworfen, ohne sich bei nem
Dienstleister bewerben zu müssen.
Le X. schrieb:> Seine widersprüchlichen Thesen und Kraftausdrücke sorgen hier doch für> Kurzweil.> Und um das gehts hier doch.
Neee, hier gehts um sachliche Information und realistische Ratschläge.
Man fragt sich schon lange, warum das Forum diese Stakatto-Beleidigungen
und Verleumdungen ertragen muss. Mehr Klicks gibbet das nicht, es
vertreibt eher die User als das es sie anzieht.
Henry G. schrieb im Beitrag #5164698:
> Und der anonyme Mehrfachtroll> Ordner/Berufsrevolutionär/EMV-Versager-Zelle springt im Dreieck und kann> nur mit Dreck werfen.
Naja ich kann nur für mich sprechen und das einzige womit ich hier
"werfe" sind Links auf deine Beiträge - wenn Du das als Dreck
bezeichnest dann sind wir ja mal eine Meinung.
@Mods: Warum müßen wir uns diese H. G. Beleidigungen anhören? Warum wird
das nicht zeitnah gelöscht und eine dauerhafte Benutzersperre erwögen?!
Hallo Lothar.
Lothar M. schrieb:> Bernd W. schrieb:>>> Ein Tipp: du solltest nicht immer irgendwelche Ausreden suchen, sondern>>> an der Ursache arbeiten...>> Du schwurbelst mal wieder! Werd mal konkret was Du meinst.> Lies mal das, was ich zitiert habe: da hat einer ein nicht ganz so gutes> Studium hingelegt und jetzt ist das Wetter und die Freundin oder der> Busfahrer oder "das System" oder "die Durchfallqoute" oder> sonstweroderwas schuld. Aber sicher nicht er selber, weil er sich> entweder bei der Berufwahl verschätzt oder einfach nicht genug gelernt> hat.
Du schwurbelst immer noch....
Nun zieh das mal nicht so ins Lächerliche. Er hat geschrieben dass er
sein "Studium mit einem Nebenjob finanzieren muss". Das ist ein echter
Grund.
Diverse andere Schicksalsschläge auch.
Aber wenn Deine eigentliche Aussage sein sollte, dass wenn jemand nicht
in der Lage ist, sein Studium durchzuziehen, weil er seinen
Lebensunterhalt nebenher verdienen muss (oder von irgendwelchen
Schicksalsschlägen getroffen wurde), er eigentlich nicht für ein Studium
geeignet ist, dann wäre das eine Aussage, die ich als nicht geschwurbelt
bezeichnen würde.
Aber war das nun Deine gewollte Aussage?
Wenn ja, warum hast Du das nicht explizit hingeschrieben?
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Hallo Berufsrevolutionär.
Berufsrevolutionär schrieb:> .. für Dich war Dein Studium an Deiner Uni mit Deinem Sozialen> Umfeld und Deinen geistigen Fähigkeiten eine blöde Idee.
Richtig. Und wenn ich mir die Zahlen von Studienabbrechern ansehe, dann
stehe ich nicht alleine da. Ich war nur doof genug, das bis zum Ende
auszufechten und nicht die Brocken rechtzeitig hinzuschmeissen.
Merke: Wer kämpfen muss hat schon verloren.
Aber die ganzen Motivationsfreaks hier sehen das irgendwie nicht ein.
;O)
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd W. schrieb:> Ich war nur doof genug, das bis zum Ende> auszufechten und nicht die Brocken rechtzeitig hinzuschmeissen.
Du bist nicht gescheitert... du bist immer noch am scheitern.
Hallo genervt.
genervt schrieb:>> Ich war nur doof genug, das bis zum Ende>> auszufechten und nicht die Brocken rechtzeitig hinzuschmeissen.>> Du bist nicht gescheitert... du bist immer noch am scheitern.
Und? Nachträglich rechtzeitig die Brocken hinschmeissen geht ja nicht.
;O)
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd W. schrieb:> Merke: Wer kämpfen muss hat schon verloren.
Sorry, aber sowas dummes habe ich noch nie gehört. Kämpfen stärkt den
Charakter und lässt dich besser werden. Es sei denn, der IQ macht nicht
mit.
MfG
Bernd W. schrieb:> Nun zieh das mal nicht so ins Lächerliche. Er hat geschrieben dass er> sein "Studium mit einem Nebenjob finanzieren muss". Das ist ein echter> Grund.
Sehr viele Studenten müssen das. Wer Informatik oder Elektrotechnik
studiert, kann das oft sogar mit studienbezogenen Jobs, was später bei
Bewerbungen hilfreich ist. Nicht selten verdient ein Werkstudent pro
Stunde ganz ähnlich wie ein Geselle in einer KMU.
Bernd W. schrieb:> Merke: Wer kämpfen muss hat schon verloren.
Wenn alle Menschen so denken würden, versänken wir im Elend. Es gibt nur
wenige, denen alles im Leben einfach so zufliegt. Manchmal muss man aber
auch erkennen, wenn man ein totes Pferd reitet und lieber absteigen
sollte. Man sollte danach nicht aufgeben, sondern weiter laufen und sich
ein neues Pferd suchen.
Funker schrieb:> Bernd W. schrieb:>> Nun zieh das mal nicht so ins Lächerliche. Er hat geschrieben dass er>> sein "Studium mit einem Nebenjob finanzieren muss". Das ist ein echter>> Grund.>> Sehr viele Studenten müssen das.
Alle Studenten müssen das, es sei denn:
- Sie haben sich vorher etwas angespart (da kenn ich in meinem Semester
keinen, auch nicht von den vorher berufstätigen)
- Man lässt sich von Mama und Papa finanzieren
- Man traut sich per BaföG/Studienkredit gern mal 5-stellige Schulden
anzuhäufen
Auch wenn es mich (pardon) aufs Übelste ankotzt, dass man als Student
von einigen grundsätzlich als fauler, dauerblauer Schmarotzer
hingestellt wird:
Es ist wirklich keine Kunst zumindest außerhalb der Prüfungszeiten Zeit
zum arbeiten zu finden und damit auch übers Jahr zu kommen.
von und zu schrieb:> Man traut sich per BaföG/Studienkredit gern mal 5-stellige Schulden> anzuhäufen
Also ich habe es getan mit dem Bafög. Nebenbei auch ab und zu
gearbeitet. Das Bafög hat auch den Vorteil, dass du mehr Zeit in die
eigene Einarbeitung von wichtigen Sachen hast. Ich hatte mehr Zeit mich
in die Mikrocontroller zu vertiefen. In Mathe und digitaler
Signalverarbeitung war es genau so. Bafög bekommen ist ja nicht was
schlechtes.
LG
µC@sockel schrieb:> Bafög bekommen ist ja nicht was> schlechtes.
Nein, das wollte ich damit auch nicht sagen.
Nur sollte man eben im Hinterkopf behalten, dass sich über 7 Semester
einiges ansammeln kann.
Ich beziehe selbst BaföG (sogar Höchstsatz d.h. 649€, davon bleibt die
Hälfte unterm Kopfkissen) arbeite aber dennoch nebenbei auf 450€ Basis.
Somit habe ich im Monat ~650€ zur Verfügung, für Notfälle ein gutes
Polster und kann am Ende alles auf einen Schlag zurückzahlen, wenn ich
will.
µC@sockel schrieb:> Bernd W. schrieb:>> Merke: Wer kämpfen muss hat schon verloren.>> Sorry, aber sowas dummes habe ich noch nie gehört. Kämpfen stärkt den> Charakter und lässt dich besser werden. Es sei denn, der IQ macht nicht> mit.>> MfG
Wenn man in den meisten Fächern im Studium zuviel kämpfen muss, weil der
Groschen nur schwer fällt, in den Vorlesungen fast nie gedanklich
mitkommt, gerade bei den Grundlagen, da ist dann Durchkämpfen mit vier
gewinnt oder sich über ne 3 freuen, nach wochenlangem "Nachvollziehen"
und Angucken von zig Altklausuren, definitiv ein Grund vorzeitig die
Reißleine ziehen. Andernfalls gibts ein Fiasko beim Bewerben oder sollte
man wider Erwarten die heutigen strenger gewordenen Abklopfprozedere der
Unternehmen überleben, dann ein Rausschmiss in der Probezeit. Man kann
heute nicht mehr abseits von Schaumschlägerpositionen in der Industrie
bestehen, wenn einem nicht wirklich ein Teil des Studiumfaches liegt,
also ne 2 abseits von Auswendiglernfächern.
Spirit schrieb:> Wenn man in den meisten Fächern im Studium zuviel kämpfen muss, weil der> Groschen nur schwer fällt, in den Vorlesungen fast nie gedanklich> mitkommt, gerade bei den Grundlagen, da ist dann Durchkämpfen mit vier> gewinnt oder sich über ne 3 freuen, nach wochenlangem "Nachvollziehen"> und Angucken von zig Altklausuren, definitiv ein Grund vorzeitig die> Reißleine ziehen. Andernfalls gibts ein Fiasko beim Bewerben oder sollte> man wider Erwarten die heutigen strenger gewordenen Abklopfprozedere der> Unternehmen überleben, dann ein Rausschmiss in der Probezeit. Man kann> heute nicht mehr abseits von Schaumschlägerpositionen in der Industrie> bestehen, wenn einem nicht wirklich ein Teil des Studiumfaches liegt,> also ne 2 abseits von Auswendiglernfächern.
Dann redest du über etwa 95% der Studenten. Bei uns gibt es Fächer, wo
du mit einer 3 zu den besten zählst. Und diese Leute sind richtig gut.
Würdest du sie kennen, dann würdest du anders denken. Bei uns bringen
Altklausuren gar nichts. Bestens Beispiel -> Quantenmechanik.
Diejenigen, die verdammt gut sind und sehr gute Noten schreiben, sind
bei uns auch die Leute, die einen an der Klatsche haben.
LG
Bernd W. schrieb:> Berufsrevolutionär schrieb:>>> .. für Dich war Dein Studium an Deiner Uni mit Deinem Sozialen>> Umfeld und Deinen geistigen Fähigkeiten eine blöde Idee.>> Richtig. Und wenn ich mir die Zahlen von Studienabbrechern ansehe, dann> stehe ich nicht alleine da.
?das klingt aber reichlich unlogisch, die Probleme die ein einzelnes
Individium nach einem erfolgreichen Abschluss des Diplomlehrganges ET
hat mit nichtgenannten Zahlen von Studienabbrechern, also Personen die
vor schwierigen Problemen während des Studiums stehen, zu begründen?
> Ich war nur doof genug, das bis zum Ende> auszufechten und nicht die Brocken rechtzeitig hinzuschmeissen.
Als wenn ich nocmal drüber nachdenk, glaube ich, da bin ich im vorigen
Post einem Denkfehler auf dem Leim gegangen.
Nicht das Studium ist hier der Fehler im Lebenslauf, sondern das
?völlige? Fehlen von Ingenieurspraxis. Warum arbeitet man mit
Ingenbieursabschluß jahrelang als Facharbeiter? Auch das die geänderten
Lebensumstände (Beruf nach Studium) nichts an der Lebenskrise änderten
deutet m.E. daraufhin das die Ursachen für die Antriebslosigkeit nicht
in der Hochschulzeit zu suchen sind.
genervt schrieb:
> Du bist nicht gescheitert... du bist immer noch am scheitern.
Für mich klingt das weniger nach andauernden Scheitern (weil das den
gestalterischen Willen zur Lebensplanung voraussetzt) als nach
Karriereverweigerung.
Ich hab mal das Internet durchforstet: Ein Ingenieur verdient im Schnitt
65-70k brutto pro Jahr. Als Handwerker verdient man man Brutto bei
40h/Woche ohne irgendwelche Fortbildung nicht mehr als 35k pro Jahr.
Über den Ingenieuren stehen vom Gehalt nur noch Juristen und Mediziner.
Es gibt zwar immer mehr Ingenieure die in schlechter bezahlten Jobs
landen, aber es gibt wohl nur sehr wenige Ingenieure die am Ende ihres
Lebens weniger verdient haben als ein Handwerker. Die 4-5 Jahre
Gehaltsverlust holt man in der Regel schnell wieder auf. Außerdem gibts
viele Handwerker die bei Wind und Wetter draußen arbeiten müssen oder
sich durch Knochenarbeit die Gesundheit kaputt machen (müssen). Besser
siehts da bei Facharbeiter in der Industrie aus, allerdings werden
gerade diese Jobs immer häufiger ins Ausland verschoben. Außerdem ist
Schichtarbeit auch nicht grade angenehm.
qwertz schrieb:> Als Handwerker verdient man man Brutto bei> 40h/Woche ohne irgendwelche Fortbildung nicht mehr als 35k pro Jahr.
Ja nun, aber es geht dem Henry wohl um sehr sehr spezielle Handwerker,
denn bisher hat noch niemand rausfinden können wen oder was er damit
meint.
Cyblord -. schrieb:> Ja nun, aber es geht dem Henry wohl um sehr sehr spezielle Handwerker,> denn bisher hat noch niemand rausfinden können wen oder was er damit> meint.
Immerhin wissen wir mittlerweile dass ein "Elektriker" nicht als
Handwerker zählt, auch wenn Wikipedia das anders sieht.
Er ist schon ein Spaßvogel, unser Henry.
Bernd W. schrieb:> Du schwurbelst immer noch....
Aber wenigstens hast du das aus dem Geschwurbel herausgefiltert, was ich
im konkreten Fall hier gemeint habe. Ich habe keineswegs eine
pauschale Aussage getroffen, die für alle Studenten weltweit gilt.
Auch wenn du diese Aussage offenbar auf dich persönlich beziehst, geht
es hier vorrangig um das, was der TO in seinem Thread gefragt hat.
Bernd W. schrieb:> Aber wenn Deine eigentliche Aussage sein sollte, dass wenn jemand nicht> in der Lage ist, sein Studium durchzuziehen, weil er seinen> Lebensunterhalt nebenher verdienen muss, er eigentlich nicht für ein> Studium geeignet ist, dann wäre das eine Aussage, die ich als nicht> geschwurbelt bezeichnen würde.> Aber war das nun Deine gewollte Aussage?
Im Grunde ja.
So wie viele Fünftklässler Gymnasiasten, die von ihren Eltern entgegen
der Grundschulempfehlung aufs Gymnasium geschickt werden. Viele davon
wären auf einer "einfacheren" Schule glücklicher und erfolgreicher.
Und wenn einer das Studium wegen einer Arbeitsstelle nebenher nicht
packt oder schlecht abschließt, dann hätte er tatsächlich nicht
studieren sollen, weil auch die anschließende Arbeit herausfordernd sein
wird. Herausfordernder auf jeden Fall, als das, was ein Facharbeiter zu
tun hat. Wer schon im Studium andauernd mit dem Stoff "kämpfen muss",
für den wird der Rest des Ingenieurlebens ebenfalls ein Kampf. Denn im
Studium lernt man gerade mal die Grundlagen für die spätere Arbeit.
> Nun zieh das mal nicht so ins Lächerliche.
Ich habe nichts ins Lächerliche gezogen. Ich habe mich und peter nur
gefragt, ob er öfter mal die Ursache für Probleme woanders sucht. Nur
nicht bei sich.
> Er hat geschrieben dass er sein "Studium mit einem Nebenjob finanzieren> muss". Das ist ein echter Grund.
Ein Grund für was?
Arbeiten zum Leben musste ich auch und ich kenne viele Andere, die es
auch mussten und nicht in die "Nachspielzeit" kamen. Die Arbeit hat mir
beim Studium sogar geholfen(!!). Das kann man steuern.
> Diverse andere Schicksalsschläge auch.
Welche Schicksalsschläge siehst du hier konkret?
Ich sehe nur die Arbeit und eine nicht bestandene Klausur.
Bernd W. schrieb:> Und? Nachträglich rechtzeitig die Brocken hinschmeissen geht ja nicht.
Doch, sogar das geht. Zwei aus meiner nahen Bekanntschaft haben A
studiert und machen erfolgreich B. Wobei A und B keinerlei Schnittmenge
bilden.
Berufsrevolutionär schrieb:> @Mods: Warum müßen wir uns diese H. G. Beleidigungen anhören? Warum wird> das nicht zeitnah gelöscht
Weil es keiner meldet...
schlafwagenschaffner schrieb im Beitrag #5165036:
> Wenn er Ingenieurskarriere mit Handwerkerkarriere vergleicht meint er> höchstwahrscheinlich Handwerker mit Meistertitel und eigenem Betrieb
Ja nun, aber dann vergleicht er einen Angestellten mit einem
Unternehmer. Es macht keinen Sinn hier Gehälter direkt zu vergleichen.
Ein Unternehmer hat ganz andere Ausgaben und Risiken und muss
dementsprechend ein ganz anderes Brutto einfahren. Ein Angestellter
nimmt sein Geld und hat sonst keine Sorgen und KK und Rente sind auch
gleich bezahlt.
> muss man das hier noch ernsthaft erklären?
Kann man, glaube ich, so zurückgeben.
schlafwagenschaffner schrieb im Beitrag #5165036:
> Wenn er Ingenieurskarriere mit Handwerkerkarriere vergleicht meint er> höchstwahrscheinlich Handwerker mit Meistertitel und eigenem Betrieb und> nicht als angestellter Schlitzklopfer, muss man das hier noch ernsthaft> erklären? So ein Handwerker (nochmal für alle Doofen hier: einer Meister> ist gemeint) deklassiert jeden IGM-Ingenieur um Längen.
Ein gescheiterter Ingenieur in einer Klitsche darf sich aber nicht mit
einem erfolgreichen Handwerksmeister mit eigenem Betrieb, vollem
Auftragsbuch und 20 Angestellten vergleichen.
Bei diesem Vergleich ist klar dass das Handwerk das Studium mit 1:0
schlägt.
Fairerweise muss sich unser gescheiterter Ingenieur aber mit einem
ebenso gescheiterten Handwerksgesellen vergleichen. Viel Arbeit in einer
kleinen Bude, schlechtes Ansehen beim Chef, miese Bezahlung etc. pp.
Dann sieht das Ergebnis gleich anders aus.
Im Handwerk gibts schon ne Menge Geld zu holen. Aber auch nicht für
jeden, sondern nur für die Macher. Im Handwerk ist der Erfolg noch viel
mehr von Sozialkompetenz, Macher-Mentalität und teilweise auch
Rücksichtslosigkeit abhängig.
Der verpickelte, introvertierte Entwicklernerd ders in seiner Klitsche
zu nichts bringt wird auch im Handwerk nicht reich werden.
Wenn hier jetzt Besitzer eines eigenen Betriebes mit einem Angestellten
vergleicht, kann man auch auf die Vorstandsmitglieder einiger
Dax-Konzerne verweisen. Die verdienen Millionen pro Jahr und haben oft
auch ein Ingenieursstudium hinter sich. Das Geld verdient auch kein
Handwerksmeister mit ner kleinen Klitsche.
Ein Ingenieursstudium ist bestimmt kein Garant für einen guten
Arbeitsplatz, aber die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist für
Uniabsolventen mit Sicherheit nicht schlechter als für Handwerker und
Facharbeiter.
Le X. schrieb:> Der verpickelte, introvertierte Entwicklernerd ders in seiner Klitsche> zu nichts bringt wird auch im Handwerk nicht reich werden.
Richtig!
Le X. schrieb:> Im Handwerk gibts schon ne Menge Geld zu holen. Aber auch nicht für> jeden, sondern nur für die Macher. Im Handwerk ist der Erfolg noch viel> mehr von Sozialkompetenz, Macher-Mentalität und teilweise auch> Rücksichtslosigkeit abhängig.
Handwerker habe zur Zeit volle Auftragsbücher, es wird gebaut ohne Ende,
renoviert, dank günstigem Baugeld.
Wie das bei steigenden Zinsen aussieht, bleibt abzuwarten.
Man darf aber auch den Stundensatz eines Handwerkers mit dem Bruttolohn
eines Angestellten (zB.: verpickelt, introvertiert) vergleichen.
Le X. schrieb:> Der verpickelte, introvertierte Entwicklernerd
Was sind das denn schon wieder für üble Klischees?
Und der Handwerker ist dumm wie Brot und ständig besoffen oder wie?
Macht doch mal halblang, Entwickler haben nach meiner Erfahrung meistens
sogar eine sehr gute Sozialkompetenz.
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Mit einem FH Studium wird es sehr hart auf dem Arbeitsmarkt. Ein> Arbeitgeber der einen FH Absolventen einstellt muss schon sehr> verzweifelt sein.
Komisch, ich bin noch nichtmal mit meinem FH-Bachelor fertig und habe
schon ein Angebot für fast 50k... Nein, kein DL und meine Noten sind
auch nicht überragend.
> Ich habe nie einen Job gefunden und bereue das Studium> jeden Tag.
Das erklärt wohl deine Stänkereien hier im Forum. Neid hilft dir hier
nicht weiter ;)
Also liegts wohl an dir, dass du nix findest!
Zum Thema:
Wenn du E-Technik studiert hast und kein völliger Idiot bist, der sich
durchgemogelt hat, findest du sicher was.
Btw: Wenn du im Großraum Stuttgart etwas suchst, schreib mir mal ne PN.
qwertz schrieb:> Wenn hier jetzt Besitzer eines eigenen Betriebes mit einem> Angestellten> vergleicht, kann man auch auf die Vorstandsmitglieder einiger> Dax-Konzerne verweisen.
Bullshit. In den Vorstand kommen nur wenige, allein schon die Anzahl der
'offenen Stellen' sind begrenzt, dort landet man nicht gezielt.
Einen Handwerksbetrieb aufmachen wird auch jemand schaffen der ein
Ingenieursstudium packt, die meisten von denen sind Haupt/Realschüler
und schaffen das auch, wenn sie das Ziel haben.
Nur kann heute kaum mehr ein Ing nen eigenen Laden betreiben (Ingbüro)
als Handwerker ne Bude aufzumachen ist viel einfach und es fliest am
Ende mehr Geld, als Ing. hockst du als Angestellter wenns gut läuft im
Konzern aber das Gehalt ist deutlich unter dem des Inhabers des
Handwerksbetriebs.
> Die verdienen Millionen pro Jahr und haben oft> auch ein Ingenieursstudium hinter sich. Das Geld verdient auch kein> Handwerksmeister mit ner kleinen Klitsche.
Sach blos! Deshalb stellt man auch Leute ein und bildet aus. Örtlicher
Elektrobetrieb: über 30 Angestellte. Die werden finanziell kurz
gehalten, der Chef gewinnt. So geht Unternehmertum. Aber das kapieren
Ingenieure nicht, die träumen alle von der "Konzernkarriere", weil sie
gar nicht die Wahl haben sich selbstständig zu machen (Freelancer zähle
ich nicht dazu, das geht ein paar Jahre, die meisten krebsen nur herum),
da hat der Handwerksmeister ganz andere Möglichkeiten. Und die Kammern
sorgen dafür dass die Gewinne ihrer Mitglieder hoch bleiben, da ist nix
mit Billigkonkurrenz, trotz Freizügigkeitsregeleung seit ein paar
Jahren. Der angestellte Ing. freut sich seit Jahren über immer mehr
ausufernde Dienstleister, deren beschissenen Konditionen und träumt wie
naives Kind davon übernommen zu werden, im Konzern, in dessen
ausgegliederte Tochter wo wieder Sondertarife gelten, da ist doch
Hopfen und Malz verloren.
> Ein Ingenieursstudium ist bestimmt kein Garant für einen guten> Arbeitsplatz, aber die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist für> Uniabsolventen mit Sicherheit nicht schlechter als für Handwerker und> Facharbeiter.
Eben nicht. Der Aufwand bis zum Meister ist mit einem Studium
vergleichbar. Wer erfolgreich studieren kann, schafft auch nen Meister,
umgekehrt vielleicht weniger aber das ist ein anderes Thema.
Also das jeder mal eben so nen Handwerksbetrieb aufmachen kann ist
Schwachsinn. Ersten kostet eine Firmengründung sehr viel Geld. Zweitens
ist es momentan echt schwer gutes Personal zu finden. Momentan gibt es
zwar einen Bauboom, aber die Zeiten werden sich mittelfristig wieder
ändern und dann machen einige Betriebe schnell wieder zu. Also wenn man
die Firma nicht von den Eltern übernimmt, wird man in der Regel vor dem
40. Lebensjahr auch nicht besonders viel verdienen. Um einen Betrieb zu
eröffnen braucht man einiges an Berufserfahrung, dann muss man noch
einen Meister machen und Firmen wachsen nur langsam. Also wenn man nicht
eine Marktlücke erwischt, dauert es, bis man mit der Selbstständigkeit
viel Geld erwirtschaftet. Außerdem trägt man ein hohes Risiko und eine
70h-Woche ist wahrscheinlicher als eine 40h-Woche. Und was bringt einem
das Geld, wenn man kaum noch Zeit hat es wieder auszugeben.
qwertz schrieb:> Um einen Betrieb zu> eröffnen braucht man einiges an Berufserfahrung, dann muss man noch> einen Meister machen und Firmen wachsen nur langsam. Also wenn man nicht> eine Marktlücke erwischt, dauert es, bis man mit der Selbstständigkeit> viel Geld erwirtschaftet. Außerdem trägt man ein hohes Risiko und eine> 70h-Woche ist wahrscheinlicher als eine 40h-Woche. Und was bringt einem> das Geld, wenn man kaum noch Zeit hat es wieder auszugeben.
Ach komm, gib ihm halt einfach recht damit er glücklich ist.
Einigen wir uns doch drauf: jeder Hans-Dampf kann von Null auf gleich
einen Meisterbetrieb eröffnen, kann sich vor Kunden kaum retten und muss
keinen Finger mehr rühren, die Millionen kommen praktisch von selber.
Ein Prosit aufs Handwerk!
Henry G. schrieb:> qwertz schrieb:> Ich hab mal das Internet durchforstet: ...>> alles klar...
Ich weiß, dass im Internet viel Mist steht, aber ich denke, dass die
Zahlen aus Berichten der Zeit oder dem Spiegel glaubhafter sind als
manche ausgedachte Aussagen hier. Nur weil man selber keinen gut
bezahlten Job hat, heißt das nicht, dass es keine für Ingenieur gibt.
MeineZweiCent schrieb:> Bin bei einem IGM Unternehmen mit 52k eingestiegen.> Ich glaube kaum dass da ein armer Facharbeiter mithalten kann.
Ein etwa gleichaltriger FA verdient bei durchschnittlicher Leistung rund
50k € (ohne Zulagen).
52>50 --> du hast recht, du bekommst ZweiCent, ähh, 2k€ mehr. ;)
Ich war damals bei meinem Berufsstart - lang ist es her - auch sehr
überrascht (verärgert), daß ich nicht mehr als ein gleichaltriger
Elektroniker verdient habe.
Jo S. schrieb:> MeineZweiCent schrieb:>> Bin bei einem IGM Unternehmen mit 52k eingestiegen.>> Ich glaube kaum dass da ein armer Facharbeiter mithalten kann.>> Ein etwa gleichaltriger FA verdient bei durchschnittlicher Leistung rund> 50k € (ohne Zulagen).
Unbelegte Privatmeinung. Welcher ANGESTELLTE Handwerker oder neuerdings
großkotzig "Facharbeiter" verdient denn bitte so viel und dann
GRUNDGEHALT. Lächerlich.
Abgesehen davon sind die Arbeitsbedingungen deutlich übler. Auch im
Conti-Schichtbetrieb verdient man >60k bei Bosch oder Daimler ohne
Berufsausbildung. Na und?
Ich hab schon in nen Großunternehmen gearbeitet: Man fäng mit Era 8 an
und steigert sich dann mit der Zeit auf Era 10. Durch Schichtzuschlagen
und Leistungsboni kann man auf 50k im Jahr kommen. Leider arbeitet man
dann meist im Conti-Schichtbetrieb, heißt 2 Tage Früh-, 2 Tage Spät-, 2
Tage Nachtschicht und dann 4 Tage frei. Dadurch wird die aktive
Mitgliedschaft in Sportvereinen und Co. schon schwer. Dann kommt dazu,
dass man oft arbeiten muss, wenn die Kollegen frei haben. Und nicht zu
vergessen: 95% der Aufgaben als Facharbeiter in der Industrie sind
sterbens langweilig. Ich kenn da so viele, die ihren Job hassen, weil es
einfach jeden Tag das selbe ist.
Dr. Meinheimer schrieb im Beitrag #5165974:
> Handwerker (ja die mit eigenen Betrieb das ist für mich das> Äquivalent und nicht der angestellte Handwerker via Zeitarbeit)
Warum vergleichst du angestellte Ingenieure mit selbständigen
Handwerkern, das ist eben gerade nicht äquivalent, sondern Äpfel mit
Birnen.
> Wer ein IGM Gehalt für die Krönung hält der hat doch die letzen 25 Jahre> verpennt. Wo hat sich die Dienstleister und Zeitarbeitsbranche am> breitesten gemacht? Bei den Ingenieuren
Gerade mit dieser Argumentation ist ein IG Metall Tarifgehalt eben doch
die Krönung, danach kommt nur noch ÜT (FK oder OFK). Darüber zu jammern
ist dann aber schon ein sehr hohes Niveau.
> Ing. sind in der überwiegenden Mehrheit einfach extremst strunzedoof was> Karriere und Geld verdienen angeht, is leider so. Ja, ich höre euch> schon, braucht alles nicht, viel Geld wollt ihr nicht, lieber an der> Technik arbeiten, für nen Hungerlohn, das reicht euch - LOL.
Es ist eben nicht strunzedoof, wenn man beruflich genau das ausübt,
worin man eine Erfüllung findet. Karriere ist im Vergleich gar nicht so
wichtig im Leben und das große Geld ebenfalls nicht, höchstens für
oberflächliche Menschen und Angeber.
Deshalb muss man aber als Ingenieur auch nicht mit einem "Hungerlohn"
nach Hause gehen, beispielsweise ist ERA 12 in Bayern doch mehr als
auskömmlich, wenn man nicht gerade in München lebt.
> Jetzt holt euch einen auf euren ERA-Vertrag einen runter, ihr habt ja> nix anderes, nicht mal ne Frau bekommt ihr ab.
Frustriert? Wenn ich mich im Kollegenkreis so umsehe, sind die meisten
Ingenieure komischerweise verheiratet. Wie kommst du also auf sowas?
Hallo Lothar.
Lothar M. schrieb:> Bernd W. schrieb:>> Du schwurbelst immer noch....> Aber wenigstens hast du das aus dem Geschwurbel herausgefiltert, was ich> im konkreten Fall hier gemeint habe.
Gut. Und warum eierst Du so damit rum und schreibst es nicht direkt
explizit hin?
> Ich habe keineswegs eine> pauschale Aussage getroffen, die für alle Studenten weltweit gilt.> Auch wenn du diese Aussage offenbar auf dich persönlich beziehst, geht> es hier vorrangig um das, was der TO in seinem Thread gefragt hat.
Es klang aber so.
Dann kennst Du entweder den TO oder ruderst jetzt zurück. :O)
Ohne das rumeiern wäre das auch klarer.
> So wie viele Fünftklässler Gymnasiasten, die von ihren Eltern entgegen> der Grundschulempfehlung aufs Gymnasium geschickt werden. Viele davon> wären auf einer "einfacheren" Schule glücklicher und erfolgreicher.
Glücklicher vieleicht, erfolgreicher auch nicht. Solche Leute werden
kaum noch gebraucht, und demzufolge gibt es wenig Arbeitsstellen dafür.
>> Er hat geschrieben dass er sein "Studium mit einem Nebenjob finanzieren>> muss". Das ist ein echter Grund.> Ein Grund für was?> Arbeiten zum Leben musste ich auch und ich kenne viele Andere, die es> auch mussten und nicht in die "Nachspielzeit" kamen. Die Arbeit hat mir> beim Studium sogar geholfen(!!). Das kann man steuern.
"Das kann man steuern" ist wieder geschwurbelt. :O)
Konkretes Beispiel was ich noch aus den 80ern, 90ern kenne: Stellen
müssen ja auch mit dem Stundenplan harmonieren. In Duisburg war das
damals so, das Tagsüber kein Spielraum für 4h am Stück plus An- und
Abfahrt war. Es blieben nur extreme Spät- und Nachtschichten. Und in der
Vorlesungsfreien Zeit waren die Klausuren, da war wegen des Übens ein
Nebenjob nicht angesagt.
Wenn eine Arbeit beim Studium helfen soll, sollte sie schon relativ
fachspezifisch sein. Ein Beispiel: In Duisburg waren aber damals schon
als Facharbeiter keine regulären Facharbeiterstellen zu bekommen. Es
blieben halt nur Handlangertätigkeiten. Ich habe z.B. in Nachtschichten
den Schlamm aus Galvanikbädern geschaufelt, bis ich eine geschwollene
Leber hatte und es sein liess. Das ich wegen der Nachtschichten tagsüber
nicht besonders wach war, dürfte klar sein. Entlohnung war damals 20DM
pro Nachtschicht. Natürlich schwarz. An reguläre Jobs zu kommen war für
mich damals fast unmöglich.
So viel zur Praxis mit studentischen Nebentätigkeiten wie ich sie selber
kenne.
Wenn Du jetzt damit sagen wolltest, dass wenn man nicht die
"Sozialkompetenz" hat, sich passende Stellen zu organisieren, dann solte
mann ein Studium lassen, dann würde ich auch wieder als Aussage erstmal
so stehen lassen.
Frage ist wieder: Wolltest Du das sagen?
Und wenn ja, warum sagst Du das nicht direkt?
Die Beantwortung der letzten Frage würde ich hier wie auch weiter oben
als sehr interessant empfinden, weil ich den Eindruck habe, Du versucht
dabei mir und anderen Leuten irgendwas unter die Jacke zu jubeln. ;O)
>> Und? Nachträglich rechtzeitig die Brocken hinschmeissen geht ja nicht.> Doch, sogar das geht. Zwei aus meiner nahen Bekanntschaft haben A> studiert und machen erfolgreich B. Wobei A und B keinerlei Schnittmenge> bilden.
Auf mich bezogen:
Ich bin Realist, kein Träumer. Und als solcher kann mir nicht
vorstellen, etwas so gut zu können, dass ich damit "erfolgreich" bin.
Und ich werde extrem misstrauisch, wenn ich den Eindruck habe, dass mir
versucht wird, dass einzureden. Andere Leute zu zu optimistischen
Annahmen zu verleiten ist das Hauptwerkzeug von Trickbetrügern.
> Berufsrevolutionär schrieb:>> @Mods: Warum müßen wir uns diese H. G. Beleidigungen anhören? Warum wird>> das nicht zeitnah gelöscht> Weil es keiner meldet...
Ich sehe Beschimpfungen und Beleidigungen lediglich eine Meinung, nur
sehr extrem Ausgedrückt. Was ist also der Unterschied zwischen einer
Beleidigung, die geahndet werden soll, und z.B. "Ich mag Dich nicht und
verachte Dich", was ich als Aussage einfach mal so aktzeptieren würde?
Wenn ich mich über das, was ich real Life immer um die Ohren gehauen
bekomme aufregen würde, würde ich nur noch beim Anwalt sitzen.
Effizienter ist aber ein dickes Fell. Und hier im Forum ist es ja
sowieso bis auf einige wenige Vandalen auch eher gemütlich.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd W. schrieb:> Und als solcher kann mir nicht vorstellen, etwas so gut zu können, dass> ich damit "erfolgreich" bin. Und ich werde extrem misstrauisch, wenn ich> den Eindruck habe, dass mir versucht wird, dass einzureden.
Genau das ist dein Problem. In den Großunternehmen ist es wichtiger von
sich überzeugt zu sein als wirklich was zu können?
Bernd W. schrieb:> "Das kann man steuern" ist wieder geschwurbelt. :O)
Was hast du denn immer mit deinem "geschwurbelt"?
Ich verstehe nicht was an den Kommentaren vom Lothar nicht eindeutig
sein soll.
Bernd W. schrieb:> Und ich werde extrem misstrauisch, wenn ich den Eindruck habe, dass mir> versucht wird, dass einzureden.
Der Satz ist nicht gut geworden. Der ist auf so vielen Ebenen falsch.
Ich finde du solltest dir an die eigene Nase fassen. Im Gegensatz zu
Lothars Kommentaren versteht man deine nämlich absolut nicht. Das liegt
nicht nur am konfusen Inhalt, sondern auch an deiner Rechtschreibung.
Sorry.
@Bernd: Eine Stichprobe mit n gleich 1 ist nicht repräsentativ. Ich habe
sowohl bei einem IGM-Konzern als auch bei Verleihbuden wie IAV oder
Bertrandt oft mit Leuten gearbeitet, die weder von der Rechtschreibung
noch bei dem was du fachlich von dir gibst mithalten könnten. Mir
scheint, dass du leider meist zur falschen Zeit am falschen Ort warst.
Es ist nicht richtig, dass jeder Ingenieur es fachlich drauf haben muss.
Gerade darum gibt es ja soviele Normen und Tools, damit eben nicht jeder
ein super smarter Allrounder sein muss (was wohl geschätzt nur ungefähr
3% der Bevölkerung könnten).
Wir haben bei uns geniale Programmierer, die aber mit dem Emailprogramm,
Dokumentation oder dem Kalender überfordert sind. Denen stellt man einen
anderen Ingenieur zur Organisation an die Seite, der sich um die
Terminschiene, direkte Kundenkommunikation, aber auch z.B. sagt "zum
Kunden bitte mit langen Hosen und geschlossenen Schuhen"...
pulbalb schrieb:> Wir haben bei uns geniale Programmierer, die aber mit dem Emailprogramm,> Dokumentation oder dem Kalender überfordert sind. Denen stellt man einen> anderen Ingenieur zur Organisation an die Seite, der sich um die> Terminschiene, direkte Kundenkommunikation, aber auch z.B. sagt "zum> Kunden bitte mit langen Hosen und geschlossenen Schuhen"...
Deshalb hat der Mittelstand auch den stärksten bekundeteten
Fachkräftemangel. Der kann sich so ne Aufgabenteilung finanziell nicht
leisten, der braucht Allrounder und die zu Konditionen deutlich unter
IGM.
Das Wort "Fachkräftemangel" kann ich langsam nicht mehr hören. Einen
Mangel an Fächkräften haben meist nur Betriebe die gut ausgebildete und
fähige Leute zum Niedriglohn/schlechte Arbeitsbedingungen anstellen
wollen. Und nur in wenigen Fällen kann der höhere Lohn nicht bezahlt
werden. In der Regel kommt der niedrige Lohn dadurch zu Stande, dass die
Firmeneigentümer möglichst viel Geld aus ihrer Firma quetschen wollen.
qwertz schrieb:> In der Regel kommt der niedrige Lohn dadurch zu Stande, dass die> Firmeneigentümer möglichst viel Geld aus ihrer Firma quetschen wollen.
Ja und nein. Manche quetschen, vor allem wenn Nachkömmlinge übernommen
haben, für ihren eigenen Vorteil aus, viele sind in ner preislich
geknüppelten Situation und andere Mittelständler versuchen Kapital
anzuhäufen, um Konkurrenten ähnlicher Größe aufzukaufen oder ihre
Zulieferer wegen Zuverlässigkeit/Know-how-Sicherung ins eigene Haus zu
holen. Letztendlich ist gerade die Wirtschaft in der EU nur noch
Verdrängung, da wächst nix mehr und nur mit ner bestimmten Größe ist man
langfristig überlebensfähig. Da nützt aller Fleiß und Intelligenz der
Belegschaft nix.
Jetzt wird alles klar schrieb:> Letztendlich ist gerade die Wirtschaft in der EU nur noch Verdrängung,> da wächst nix mehr und nur mit ner bestimmten Größe ist man langfristig> überlebensfähig. Da nützt aller Fleiß und Intelligenz der Belegschaft> nix.
Richtig. Am Ende jeder Ära wird immer konsolidiert, am Ende gibt es noch
zwei, drei Riesenkonglomerate. Aber immer schön das Beste geben.
Puter schrieb:> Am Ende jeder Ära wird immer konsolidiert ...
... dann kollabiert ;)
Es sind schon viele (unsinkbare) "Riesenkonglomerate" abgesoffen.
Und es gibt immer wieder neue Firmen, die mit hohem Tempo wachsen und
die Etablierten angreifen.
Jo S. schrieb:> Es sind schon viele (unsinkbare) "Riesenkonglomerate" abgesoffen.
Die etablierten kaufen ja auch gerne die Angreifer weg, bevor sie
gefährlich werden.
Je pompöser und aufgeblasener der Aussenauftritt (wie auch die
Gebäudearchitektur von z.B. Hauptsitzen), desto höher die Ablenkung vom
tatsächlichen inneren Zerfall.
John Gall in "The Systems Bible": "Perfection of planning is a symptom
of decay."
Puter schrieb:> John Gall in "The Systems Bible": "Perfection of planning is a symptom> of decay."
Sicher das du nix verwechselst? Des Zitat stammt vom C. Northcote
Parkinson - einen britischen Professor für Geschichte der Schiffahrt,
aber nicht von dem Systemtheoretiker Gall. Und es bezieht sich auf
Architektur, nicht auf modernes Wirtschaften.
http://www.azquotes.com/quote/614669
Berufsrevolutionär schrieb:> Und es bezieht sich auf> Architektur, nicht auf modernes Wirtschaften.
Gall hat in seinem Buch Parkinson zitiert, der das Zitat seinerseits aus
systemtheoretischen Erkenntnissen auf die Architektur übertragen hat.
Cyblord -. schrieb:> Jo S. schrieb:>> MeineZweiCent schrieb:>>> Bin bei einem IGM Unternehmen mit 52k eingestiegen.>>> Ich glaube kaum dass da ein armer Facharbeiter mithalten kann.>>>> Ein etwa gleichaltriger FA verdient bei durchschnittlicher Leistung rund>> 50k € (ohne Zulagen).>> Unbelegte Privatmeinung. Welcher ANGESTELLTE Handwerker oder neuerdings> großkotzig "Facharbeiter" verdient denn bitte so viel und dann> GRUNDGEHALT. Lächerlich.>> Abgesehen davon sind die Arbeitsbedingungen deutlich übler. Auch im> Conti-Schichtbetrieb verdient man >60k bei Bosch oder Daimler ohne> Berufsausbildung. Na und?
Schichtbetrieb kann man schon mal rausrechnen, der macht Dich platt (und
heute kannst Du dann nicht mehr so leicht ab 54 ALG-I-II bis 65
abzocken.
Und dass ein Facharbeiter, der dann ggf. schon 6 (oder 9) Jahre im Beruf
ist gegenüber einem Greenhorn-Ing. (zum Einstieg) fast gleich viel
verdient dürfte nicht so sehr überraschen.
Beim Facharbeiter tut sich dann bis er 60 ist auch nicht mehr so viel im
Gehalt. Das kann dann zumind. beim Ingenieur besser aussehen.