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Forum: Platinen Platine selbst ätzen


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Autor: Timbo3 (Gast)
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Hallo Forum,
ich würde gerne selbst einmal eine Platine ätzen, weiß allerdings nicht 
wie man da am besten anfangen sollte und welche Dinge man dazu kaufen 
muss. Hat vllt. jemand eine gute Anleitung dazu?

Gruße Tim

:
Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Autor: Timbo3 (Gast)
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Danke für die Artikel.
Welche Chemikalien und Platinen würdest du mir empfehlen?

Autor: MaWin (Gast)
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Timbo3 schrieb:
> Hat vllt. jemand eine gute Anleitung dazu?

Viele, aber Achtung:

Viele Anleitungen sind alt, als Laserdrucker noch millimeterdick Toner 
aufbrachten und Tintenstrahler Graphiken nicht in lasierendem 
Photoschwarz sondern pigmentierten opaken Schwarz druckten.

Mit heutiger Billigware sind die Ergebnisse viel schlechter, und es 
funktioniert ggf. nicht mehr.

Achte also drauf, GENAU den Drucker und die Folie genannt zu bekommen 
und zu nutzen.

Autor: herbert (Gast)
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Toner-Methode für Anfänger ... nur was für Masochisten. Mein HP Laserjet 
P1005 war nicht so teuer und ist mit dem Original -Toner gut zu 
gebrauchen.Folie Zweckform 3491. Zum belichten eine Ultra Vitalux 300 40 
cm Abstand und am besten Bungard Platinen. Allerdings lohnt sich die 
Anschaffung aller Utensilien nur dann wenn du das öfter machen 
willst.Für die Vorlagen Erstellung habe ich mit Sprint-Layout gute 
Erfahrungen gemacht.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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herbert schrieb:
> Toner-Methode für Anfänger ... nur was für Masochisten.

Darüber gehen die Meinungen außerordentlich stark auseinander. Es gibt 
zumindest lange Threads hier im Forum (=> Suchfunktion benutzen), die 
über gute Erfolge damit berichtet haben, insofern würde ich das (auch, 
wenn ich es selbst nie gemacht habe) nicht sofort ad acta legen.

Autor: herbert (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Darüber gehen die Meinungen außerordentlich stark auseinander. Es gibt
> zumindest lange Threads hier im Forum (=> Suchfunktion benutzen), die
> über gute Erfolge damit berichtet haben, insofern würde ich das (auch,
> wenn ich es selbst nie gemacht habe) nicht sofort ad acta legen.

Ich habe mir vor vielen Jahren mal auf der HAM-Radio entsprechende 
hitzefeste Folien  mitgenommen zur Verwendung im Kopierer den private 
Laser-Drucker gab es damals noch nicht. Wirklich zurecht gekommen bin 
ich damit aber nicht. Da ich aber die Phototransfer Methode schon 
beherrschte ich aber von den teuren und kurzlebigen Nitraphot Lampen weg 
wollte dachte ich mir, das wäre einen Versuch Wert. Ich stehe auf 
Qualität ,auf Leiterplatten ohne Fehlstellen ,Löcher oder ähnliches. 
Kurz danach habe ich mir die Vitalux 300 gekauft und das hat sich 
wirklich gelohnt. Ich will gute Leiterplatten machen und nicht jedesmal 
beten und hoffen müssen das es klappt.
Meine Meinung :Für einen Anfänger ist das nix weil er mit der 
Foto-Methode wenn er alles richtig macht ...so mit Belichtungsreihe und 
so...schneller ein Erfolgserlebnis haben wird.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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herbert schrieb:
> Meine Meinung :Für einen Anfänger ist das nix weil er mit der
> Foto-Methode wenn er alles richtig macht ...so mit Belichtungsreihe und
> so...schneller ein Erfolgserlebnis haben wird.

Das ist aber lediglich deine Erfahrung.

Andere haben da offensichtlich andere Erfahrungen gemacht, siehe 
beispielsweise:

Beitrag "Tonertransfer - so geht es!"
Beitrag "Toner-Transfer vs. Belichtung - zeigt her die Platinen :)"

Wie gesagt, ich habe das selbst bislang nie probiert, aber so übel 
sieht das, was in diesen Threads präsentiert worden ist, nun auch nicht 
aus, als dass man es für einen Anfänger von vornherein ausschließen 
sollte. Vorausseetzung ist natürlich, dass es schon einen Laserdrucker 
gibt (extra dafür kaufen wird sich den kaum jemand), aber dafür spart 
man halt die Belichtung.

Autor: Tilo R. (joey5337) Benutzerseite
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Wenn es nur darum geht, mal eine eigene Platine geätzt zu haben, kann 
man immer noch die Edding-Methode verwenden.

Dabei kann man das Layout auch elektronisch erstellen. Dann auf Papier 
ausdrucken, mit Tesa aufs Rohmaterial kleben und alle THT-Anschlüsse mit 
einem Körner übertragen.
Danach muss man alle Leiterbahnen, Pads und Vias von Hand mit einem 
wasserfesten Stift abmalen, der dann als Ätzresist fungiert.

Ja, das ist steinalte Technik aus dem vorigen Jahrtausend, mühsam und 
nur für relativ einfache Platinen überhaupt praktikabel.

Es hat aber den Charme, dass man praktisch nichts anschaffen muss.

Ganz pragmatisch muss man leider sagen, dass das Selberätzen von 
Platinen nur noch in wenigen Spezialfällen lohnt. Es gibt inzwischen 
viele gute, auch relativ preiswerte, Alternativen. Wenn du nicht dabei 
bleiben solltest wäre es schade, wenn du nur deswegen viel Geld in einen 
Drucker, ein Laminiergerät o.ä. investiert hättest.

Beitrag #5971737 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5971742 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5971744 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5971746 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5971748 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Tilo R. (joey5337) Benutzerseite
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OK, da habe ich wohl was losgetreten.
Ich habe die gelöschten Beiträge nicht gesehen, kann mir aber denken, 
worum es ging.

Zur Erklärung: keineswegs finde ich das Selberätzen von Platinen unnötig 
oder schlecht. Dafür gibt es gute Gründe (auch wenn ich es selbst /nicht 
mehr/ mache). Ich mache micht auch nicht über die lustig, die das noch 
tun.

Ich bin auch nicht für/gegen Tonertransfer oder die 
Photo-Positiv-Methode. Ich habe selbst mit einer davon etliche Jahre 
gearbeitet.

Ich wollte nur auf eine preiswerte Mehtode hinweisen, mit der man mal 
was ausprobieren kann ohne gleich groß Geld ausgeben zu müssen.

Autor: Hugo H. (hugohurtig1)
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Tilo R. schrieb:
> kann mir aber denken,
> worum es ging

Nein - mache Dir keinen Stress.

Tilo R. schrieb:
> Ich habe selbst mit einer davon etliche Jahre
> gearbeitet.

Das ist vollkommen O.K. - verrätst Du uns auch, welche?

Hier ging es darum (soweit ich sehen konnte), dass Jörg (nach eigenem 
Bekunden bar jeder Kenntnis)

Jörg W. schrieb:
> Beitrag "Tonertransfer - so geht es!"
> Beitrag "Toner-Transfer vs. Belichtung - zeigt her die Platinen :)"
>
> Wie gesagt, ich habe das selbst bislang nie probiert, aber so übel
> sieht das, was in diesen Threads präsentiert worden ist, nun auch nicht
> aus, als dass man es für einen Anfänger von vornherein ausschließen
> sollte.

Threads empfohlen hat, welche nicht unbedingt Anfänger-Kenntnisse 
berühren.
Interessant ist, das Jörg offensichtlich den Thread ab einer Kritik 
daran für Gäste gesperrt hat.

Der Rest sind die ewigen MaWin mit unterschiedlichen Identitäten.

Für Anfänger finde ich persönlich die Belichtungs-Methode einfacher 
(nach Belichtungs-Reihen). Die Toner-Transfer-Methode ist (wenn man es 
kann) deutlich günstiger.

Autor: Johannes S. (jojos)
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Hier ist noch eine Sammlung von Materialien: 
https://www.mikrocontroller.net/articles/Drucker_und_Material_für_Platinenlayouts
Wie man anfängt hängt sicher auch davon ab was schon vorhanden ist.
Bei Tintenstrahldruckern habe ich auch die Erfahrung gemacht je älter 
desto besser. Früher gab es noch den Anwendungsfall Folie für 
Overheadprojektor, das ist Geschichte und die Tinten sind heute anders. 
Also ein paar billige Folien bestellen und testen was geht. UV Belichter 
gibts billig bei eBay unter Höhensonne oder Gesichtsbräuner. NaOH zum 
Entwickeln und NaPS gibts bei Reichelt oder Conrad. Hoffentlich noch, so 
Chemikalien werden wegen dual use leider auch immer schwerer zu 
beschaffen.
Zum ätzen idealerweise eine küvette (kann man aus Plexiglas günstig 
selber kleben), aber für den Anfang reicht auch eine Schüssel und 
manuelles schwenken.

Autor: Hugo H. (hugohurtig1)
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Johannes S. schrieb:
> Zum ätzen idealerweise eine küvette (kann man aus Plexiglas günstig
> selber kleben), aber für den Anfang reicht auch eine Schüssel und
> manuelles schwenken.

Das ist ein weites Feld. Eine Küvette braucht man nicht unbedingt - 
Eisen-III-Chlorid und eine flache Schale genügen. Hier gibt es auch 
Ansätze mit Schwämmen, die nicht uninteressant sind. Auch Salzsäure mit 
ein wenig Wasserstoffperoxid funktioniert prima. Geschmackssache - und 
was man am Baustoffhof halt als Restprodukt los wird.

Autor: Johannes S. (jojos)
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Ich kenne die ellenlangen Threads hier mit den Streitereien über das 
beste Ätzmittel. NaPS ist einfach und sauber, braucht aber ca 40 Grad. 
Mit FeCl3 habe ich früher auch angefangen, da gab es das noch billigst 
als Kaugummi große Kugeln. Bis sich meine Mutter über die Löcher in den 
T-Shirts beschwert hatte.
Kommt auch auf die Räumlichkeiten an die zur Verfügung stehen.

Autor: Hugo H. (hugohurtig1)
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Johannes S. schrieb:
> Kommt auch auf die Räumlichkeiten an die zur Verfügung stehen.

Ja - Salzsäure kann man (und habe ich persönlich) nur "im Freien" 
verwen(det)en. NaPS verwende ich gerne - wegen der "Transparenz". 
Eisen-III-Chlorid meide ich persönlich - ohne jeden vernünftigen Grund 
:-/.

: Bearbeitet durch User
Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Hugo H. schrieb:
> Eisen-III-Chlorid meide ich persönlich - ohne jeden vernünftigen Grund
> :-/.

Es gibt aber durchaus vernünftige Gründe, es zu meiden: abgesehen von 
den fiesen Flecken, die es ganz schnell überall hinterlässt (*), dünstet 
es HCl aus, welches über kurz oder lang alle Eisenteile der Umgebung mit 
einem netten feinkörnigen braunen Zierüberzug bedeckt.  BTDT.

(*) Gut, NaPS bleicht dafür alles aus, was sich ihm in den Weg stellt.

Wirklich vorteilhaft an FeCl3 ist halt, dass man es nicht unbedingt warm 
machen muss, während die Persulfalte kalt so langsam sind, dass es 
völlig unpraktikabel ist.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Jörg W. schrieb:
> Es gibt aber durchaus vernünftige Gründe, es zu meiden: abgesehen von
> den fiesen Flecken, die es ganz schnell überall hinterlässt (*), dünstet
> es HCl aus, welches über kurz oder lang alle Eisenteile der Umgebung mit
> einem netten feinkörnigen braunen Zierüberzug bedeckt.

Hm - ich hab' da eine Laborflasche mit Eisen3Chlorid, die steht in einem 
Ikea-Schrank in meiner Lötecke und wird zum winterlichen Ätzen in der 
Küche hervorgeholt. Da ist einiges Metallisches in der Nähe, angefangen 
mit den Schubladenführungen des Ikea-Schrankes - und da korrodiert nix.

Im Gegensatz zu der Flasche Zementschleier-Entferner, die im Keller im 
(Stahl-)Farbregal herumstand und im Umkreis von einem Meter alles zum 
Rosten animiert hat.

Kann es sein, dass du deine Eisen3-Lösung seinerzeit mit einem Schuss 
Salzsäure angereichert hattest, um die Schlammbildung zu vermeiden?

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Matthias L. schrieb:
> Kann es sein, dass du deine Eisen3-Lösung seinerzeit mit einem Schuss
> Salzsäure angereichert hattest, um die Schlammbildung zu vermeiden?

Nö. Die Cl- Ionen bilden auch so schon mit den H+ Ionen des Wassers ein 
Gleichgewicht mit gasförmigem HCl. (Daher gibt es ja Salzsäure auch nur 
bis zu 39 % Konzentration.)

Wenn der Verschluss des Gefäßes dicht ist, dringt da natürlich wenig 
durch, allerdings riskiert man dann einen Überdruck, falls da 
versehentlich irgendwas anfängt, in der Flasche zu gasen.

Ich wollte ja auch nur zumindest einen Grund nennen, warum FeCl3 eben 
nicht gerade zu den angenehmsten Stoffen gehört, die man so haben kann. 
Gut, es gibt unangenehmere, um HF mach' ich im Heimlabor einen riesigen 
Bogen :), aber die Persulfate sind insgesamt noch ein wenig gutmütiger.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Jörg W. schrieb:
> Wenn der Verschluss des Gefäßes dicht ist, dringt da natürlich wenig
> durch, allerdings riskiert man dann einen Überdruck, falls da
> versehentlich irgendwas anfängt, in der Flasche zu gasen.

Bei mir wird die Flasche geringfügig dünner, wenn ich da längere Zeit 
nicht dran war, was ja eigentlich dafür spricht, dass sich irgendwas aus 
der Flasche in die Umgebung verdünnisiert. Trotzdem korrodiert da 
glücklicherweise nix. Deshalb finde ich persönlich EisenIII ziemlich 
gutmütig (von den möglichen Flecken mal abgesehen - und in der 
Edelstahl-Spüle sollte man auch keine Tropfen davon einwirken lassen). 
Vielleicht habe ich da bisher auch einfach nur Glück gehabt.

Es ätzt halt ziemlich schnell. Noch etwas flinker finde ich HCL/CuCl, 
aber das gast deutlich korrosiv aus und verteilt auch beim Ätzen 
ordentlich Schwimmbad-Aroma in der Nähe; das fasse ich deshalb nur im 
Freien an.

Autor: Timbo3 (Gast)
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An Druckern stehen ein Canon iP7250
und ein Brother dcp385c zur Verfügung. Gehen die für sowas und welche 
Chemikalien und so weiter sind zu empfehlen?

Autor: Route 6. (route_66)
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Hallo!
Die optische Methode über Filme hat für den gelegentlichen 
Selbstfertiger entscheidende Nachteile:
1) die fotobeschichteten Leiterplatten halten nicht ewig, wenn man 
schnell mal eine braucht ist sie unbekannt alt
2) dann muss unbedingt eine Testserie gemacht werden, das bringt teuren 
Verlust
3)das finden des richtigen Belichtungsmaterials (Folie+Tinte, 
Folie+Laser, Profi-Film) kostet am Anfang viel Zeit und Material
4) nach einer "scharfen" Belichtung kann es immer noch Fehler bei der 
Entwicklung geben
5) selbst wenn jetzt die Entwicklung super aussieht, kann es für das 
Ätzen nicht ausreichend sein (Kantenschärfe, Unterätzung...)
5) man kann den Vorgang spätestens in Punkt 4 nicht wiederholen

Für eine gelegentliche Platinenfertigung enthält das Verfahren zu viele 
"Variable", die mit Ausschuss verbunden sind.

Beim Tonertransfer kann man bei missglücktem Transfer das Basismaterial 
einfach abwischen und neu versuchen; z.B. mit einem anderen 
Transfermedium, einem anderen Laserdrucker oder dessen Einstellungen, 
anderen Vor- oder Nachbehandlungen, anderen Transfermethoden 
heiß/feucht.
Das entspricht den Versuchsserien unter 3) bei der Fotomethode, die 
Punkte 1)und 2) sind hier aber nicht nötig.
Bei der Fotomethode fast jedes Mal.
Wenn man beim Transfer den richtigen Weg für sich gefunden hat, ist das 
aber eine "Konstante"!

Wenn man sehr selten eigene Leiterplatten haben will: selbst entwerfen 
und dann fertigen lassen!
Für einfache Sachen: mit ätzfesten Tinten/Tuschen/Lacken direkt aufs 
Kupfer zeichnen.

Autor: Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)
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Hallo zusammen, hallo Timbo3.

Versuche doch mal dein Glück mit Transparentpapier.
70/75gr ist das üblich zu kaufende, 80er wäre schöner. Es geht nur 
darum,
dass der Drucker es frisst. Ein Block ist nicht teuer.
Den Drucker dann auf max. DPI, meiner kann 1200.

Meine Geschichte geht über viele Jahre(nden)
Folien diverser Hersteller getestet sowohl für Tinte als auch Laser.
No-Name und Average.
Auch Tintenfolie im Laser; war z.T. sogar besser

1. Drucker HP 510 Tinte
Mit Folie ging so, mit Transparent prima
2. Drucker HP1100 Laser
Mit Folie ok so; dann mal mit Transparent probiert, prima, war viel
preiswerter.
Unter Tränen hat mein HP1100 den Geist aufgegeben. Also musste etwas 
Neues
her. An sich ja nicht schwierig, aber ich brauche wegen einer anderen
Anwendung einen Drucker mit LPT.
Auf Empfehlung aus diesem Forum kam es zum
3. Drucker OKI B431 Laser
Folie ging, Transparent ist einfacher. Der Toner ist mehr als
ausreichend schwarz. Qualitativ so gut, dass er sich vom Tonerverdichter
nichts annimmt.

Ich arbeite mit einem Isel 2-Röhren Belichter, Bungard ca. 4Min,
ätze mit NaPS in einem emaillebeschichteten Kochtopf auf dem
Küchenherd. Meine Methode habe ich hier schon einige Male
erläutert und bin deswegen immer angefeindet worden. :-)
Lass den Mist mit Eisen(III) und HCL+H2O2 sein. Du ersparst dir
viel Ärger nicht nur mit der 'besten aller Ehefrauen'.

73
Wilhelm

Autor: Johannes S. (jojos)
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Timbo3 schrieb:
> An Druckern stehen ein Canon iP7250
> und ein Brother dcp385c zur Verfügung

wenn ich das richtig sehe wird das Papier/Folie da bei beiden um 180° 
gewendet beim Drucken, das ist nicht ideal. Aber testen kann man damit 
trotzdem.
Folie gibts in Staples Märkten, von Avery (früher Zweckform). Ich habe 
zuletzt Folien bei eBay bestellt, deutlich billiger und auch ok.
Hast du sowas wie einen Makerspace in der Nähe? Die haben auch oft die 
nötige Ausrüstung. Du könntest eine Folie bedrucken und da 
begutachten/testen lassen bevor du den Rest kaufst.
Für den ersten Test wie hier schon vorgeschlagen NaPS zum Ätzen und NaOH 
zum Entwickeln. Gibts beides bei Reichelt und Conrad.
https://www.reichelt.de/entwickler-natriumhydroxid-10-gr-entwickler-10g-p7400.html?r=1
https://www.reichelt.de/aetzmittel-natriumpersulfat-400-g-nur-fuer-etchant-400g-p23423.html?r=1
Dazu fotobeschichtete Platinen von Bungard. Die haben einen grossen 
Belichtungsspielraum und um Haltbarkeit braucht man sich auch keine 
Gedanken machen, >10 Jahre sind kein Problem.
Für den Entwickler noch eine Kunststoffschale und Kunststoffpinzette. 
Mit dieser aber nicht über die Oberfläche der Fotoschicht kratzer, das 
gibt sofort Haarrisse in den Leiterbahnen.

Autor: Timbo3 (Gast)
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Ist so ein Set zu empfehlen:
https://www.reichelt.de/einsteigerset-zum-platinen-entwickeln-entwicklungsset-p44573.html?PROVID=2788&gclid=Cj0KCQjwn_LrBRD4ARIsAFEQFKu66jFi7q-Pr7_b_mAisFEFcp98o_-Z6Uavl6nIIVRDOkbYekQjIAIaAlOlEALw_wcB&&r=1

Oder ist es sinnvoller das einzeln zu kaufen?
Und braucht man unbedingt ein Gerät zu Belichten oder reicht die Sonne 
auch aus?

Autor: Hugo H. (hugohurtig1)
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Timbo3 schrieb:
> oder reicht die Sonne
> auch aus?

Klar, wenn Du die bei Bedarf einschalten kannst :-)

Je nach Jahreszeit und Bedeckung / Smog musst Du dann halt neue 
Belichtungsreihen aufbauen / aufzeichnen und verwenden.

Die Bungard-Platinen sind einigermassen unempfindlich gegen 
Überbelichtung - falls die Belichtungs-Maske wirklich Lichtdicht ist. 
Darauf würde ich bei selbsterstellten Folien/Trasnparentpapieren aber 
nicht vertrauen. Dann eher ein Bauriedel (oder ähnlich) Film verwenden.

Du kannst auch mit einem normalen Halogen-Baustrahler belichten - 
Nitraphot-Lampen sind üblicher. Viele bauen sich Röhren-Belichter aus 
alten Scannern oder nutzen "Tussi-Belichter" (Nagellack-Härte-Geräte) 
dafür. Die Suchfunktion hier im Forum hilft da schon ...

Autor: Johannes S. (jojos)
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Timbo3 schrieb:
> Ist so ein Set zu empfehlen:

nicht wirklich. Nur eine Fotobeschichtete Platine, irgendein billig 
Zeug. Wenn du die richtige Belichtung raus hast ist die verbraucht und 
wenn du anderes Material kaufst ist die Belichtungszeit wieder anders. 
Also lieber ein paar Bungard Platinenen nehmen.
Ätzmittel ist auch nur für 0,5 L, das ist Verbrauchsmaterial und die 
Menge daher sehr wenig.
Die Kunststoffschale ist schön, aber dafür zu teuer. Leider hat Reichelt 
die nicht einzeln im Programm, habe ich jedenfalls da nicht gefunden.
UV Lampe:
Ebay-Artikel Nr. 113885363366
oder ähnlich.

: Bearbeitet durch User
Autor: Hugo H. (hugohurtig1)
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Zum Ausprobieren (Belichtungsreihe) reicht eine von denen:

https://www.reichelt.de/fotoplatine-einseitig-160x100mm-0-8mm-35-bel-160x100-1-8-p32773.html?&trstct=pol_2

Die kannst Du mit einer kräftigen Schere in beliebige Streifen 
schneiden. Gibt es auch in 0,5 mm Stärke (noch einfacher zu schneiden).

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Route 6. schrieb:

> 1) die fotobeschichteten Leiterplatten halten nicht ewig, wenn man
> schnell mal eine braucht ist sie unbekannt alt

Davon abgesehen, dass das Verfallsdatum auf den Packungen draufsteht 
(die muss man ja nicht wegwerfen): das wird völlig überbewertet. Ich 
benutze hier welche, die schon 10 Jahre über dem Verfallsdatum sind, 
wenn ich gelegentlich mal eine Platine selbst mache.

Die Empfindlichkeit sinkt mit der Zeit, aber nicht dramatisch. Kann man 
nach Nase ein bisschen verlängern dann.

> 2) dann muss unbedingt eine Testserie gemacht werden, das bringt teuren
> Verlust

So teuer sind die paar Streifen als Verlust nicht, und Testserien muss 
man bei anderen Verfahren auch machen.

> 3)das finden des richtigen Belichtungsmaterials (Folie+Tinte,
> Folie+Laser, Profi-Film) kostet am Anfang viel Zeit und Material

Gerade das wird bei Tonertransfer nicht weniger – nur, dass man das 
Material nochmal nehmen kann.

> 4) nach einer "scharfen" Belichtung kann es immer noch Fehler bei der
> Entwicklung geben

Das Entwickeln ist der unproblematischste Schritt. NaOH ist so billig, 
dass man den Entwickler auch jedesmal neu ansetzen kann, wenn man sich 
nicht zutraut, dessen Verschleißgrenze zu erkennen.

> 5) selbst wenn jetzt die Entwicklung super aussieht, kann es für das
> Ätzen nicht ausreichend sein (Kantenschärfe, Unterätzung...)

Unterätzung hat nichts mit der Methode zu tun, den Resist auf die 
Platine zu bekommen. Sie entsteht vor allem dann, wenn man 
außerordentlich lange ätzen muss.

Was in der Tat ein Punkt bei der Belichtungsmethode ist: man braucht 
irgendeine Form von Belichtungsrahmen, der die Vorlage ordentlich 
andrückt.  Wenn man den hat, ist die Kantenschärfe kein Problem. Ich 
habe da lange Zeit eine Plexiglasscheibe genutzt und eine Aluplatte als 
Untergrund. Festgeklemmt wurde das mit vier Stahlklammern aus alten 
Wäscheklammern.

Es muss also nicht immer das x-hundert-Euro-Fertiggerät sein.

> Für eine gelegentliche Platinenfertigung enthält das Verfahren zu viele
> "Variable", die mit Ausschuss verbunden sind.

Gerade das ist bei Tonertransfer kaum anders, auch da muss man erstmal 
das passende Papier finden, die passenden Einstellungen für den Drucker, 
die passende Technologie, den Toner sicher und verzerrungsfrei auf die 
Platine zu bekommen.

Wenn die Technologie einmal „sitzt“, ist sie bei beiden Verfahren gut 
genug reproduzierbar, insbesondere, wenn man im anfängerüblichen Rahmen 
bleibt (also SMD bis vielleicht minimal 0,65 mm Raster herunter).

> Punkte 1)und 2) sind hier aber nicht nötig.
> Bei der Fotomethode fast jedes Mal.

Du übertreibst entweder maßlos oder hast das selbst nie richtig gemacht.

> Wenn man sehr selten eigene Leiterplatten haben will: selbst entwerfen
> und dann fertigen lassen!

Insbesondere, wenn man es nicht so sehr eilig hat, sodass auch längere 
Lieferzeiten nicht weiter stören. Dann kann man rein nach den 
preiswertesten Anbietern sehen.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: MaWin (Gast)
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Hugo H. schrieb:
> Du kannst auch mit einem normalen Halogen-Baustrahler belichten

Immer diese Tips von Rentnern aus der vorherigen Jahrtausend die vom 
Krieg erzählen und seit dem nie mehr was angefasst haben.

Heute haben alle Halogenlampen einen UV Stop und taugen nicht mehr.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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MaWin schrieb:
> Hugo H. schrieb:
>> Du kannst auch mit einem normalen Halogen-Baustrahler belichten
>
> Immer diese Tips von Rentnern aus der vorherigen Jahrtausend die vom
> Krieg erzählen und seit dem nie mehr was angefasst haben.
>
> Heute haben alle Halogenlampen einen UV Stop und taugen nicht mehr.

Ich mache das noch viel eleganter:-)

Belichter im Hosentaschenformat:

https://www.philips.ca/c-p/HF3332_60/golite-blu-energy-light

Schön portables UV Licht sogar mit eingebauten Timer. Was will man mehr? 
Funktioniert zum Belichten ausgezeichnet.

Beitrag #5972970 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Balduwan (Gast)
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Hallo

"Geschmackssache - und was man am Baustoffhof halt als Restprodukt los 
wird."

Leider ein Punkt der immer kritischer und schlimmer wird.
Weniger bis gar nichts was die Entwicklerlösung angeht, da ist jede 
Rohrfreimischung streng genommen problematischer... ;-) und sogar der 
einfache Weg offiziell erlaubt.

Aber die gebrauchte Ätzlösung, welche logischer Weise gelöstes Kupfer 
beinhaltet (und so was hat wirklich nichts im Abfluss und später in der 
Kläranlage zu suchen) war schon vor mehr als zehn Jahren je nach 
Gemeinde und anwesenden "Fachpersonal" (was ja meist nur kurz angelernt 
ist, echte Chemiker werden dort wohl kaum vor Ort sein...) problematisch 
bis unmöglich.
In einer eher großzügigen Gemeinde (besonders bezogen was heute so 
abläuft) wurde meine mit "Gebrauchte Ätzlösung" bezeichnete verbrauchte 
Lösung und mündliche Erklärung um was es sich handelte nach "tief 
gehender" Prüfung (dürfte sich nur um den pH Wert gehandelt haben) nicht 
angenommen.
Zum Glück musste ich auch ganz andere Sachen entsorgen und der Container 
wo die Schadstoffe abgegeben wurden war nicht andauernd besetzt und auch 
insgesamt das Personal gut ausgelastet, also Augen auf und zum 
geeigneten Zeitpunkt schnell einen "Besuch" am Container gemacht und 
zufällig etwas vergessen...
Das ist aber schon viele Jahre her, und wie gesagt bei einer (ehemals? 
Schon lange nicht mehr dort Wohnhaft) sehr großzügigen Gemeinde.
Leider hat sich das alles deutlich zum Negativen (und eventuell teuren 
und manchmal sogar logistischen) Problem entwickelt.
Dauerlagerung zu Hause ist leider keine wirkliche Lösung des Problems, 
und regenerieren  doch mehr eine Sache für Profis oder Hobbychemiker.

Danke an die mittlerweile teilweise 20% Partei und deren weltfremden 
Wählern....

Autor: Thomas F. (igel)
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Gerhard O. schrieb:
> Belichter im Hosentaschenformat:
>
> https://www.philips.ca/c-p/HF3332_60/golite-blu-energy-light

Spezification: Safety - UV-free   No UV or near UV radiation

Was soll man also damit?

Autor: Framulestigo (Gast)
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Balduwan schrieb:
> Zum Glück musste ich auch ganz andere Sachen entsorgen und der Container
> wo die Schadstoffe abgegeben wurden war nicht andauernd besetzt und auch
> insgesamt das Personal gut ausgelastet, also Augen auf und zum
> geeigneten Zeitpunkt schnell einen "Besuch" am Container gemacht und
> zufällig etwas vergessen...
So schlimm?
Hatte ich nie Probleme mit.

Wobei ich mich frage: Entwickler kann man recht einfach an der Luft 
austrocknen lassen. Geht das mit Natriumpersulfat+Kupfer nicht?

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Thomas F. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Belichter im Hosentaschenformat:
>>
>> https://www.philips.ca/c-p/HF3332_60/golite-blu-energy-light
>
> Spezification: Safety - UV-free   No UV or near UV radiation
>
> Was soll man also damit?

Ich weiß, ich weiß. Funktioniert aber trotzdem einwandfrei mit einer 
photobeschichteten LP und mit 8min Belichtungszeit.

Aber ganz seriös darf man das trotzdem nicht nehmen. War von mir doch 
nur zum Spaß gepostet.

Autor: Flip B. (frickelfreak)
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Direktbelichten ist heute das zauberwort, wenn man nicht zu knapp bei 
kasse ist.

Youtube-Video "Using DLP 3D printer for PCB etch - surprising results"

In diesem Prozess kann der fotolack/ folie auch durch das gewöhnliche 
uv-resin, verteilt per fep folie ersetzt werden. Bohren lassen kann man 
einen stabileren klassischen fdm - drucker mit dremel.
Für beidseitige lp druckt man sich zuerst eine halterung zum exakten 
positionieren aus.
Uv-lötstopplack gibt es sowieso

Einzige einschränkung: relativ kleiner arbeitsbereich.

auflösung ~ 50um und damit recht gut

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Autor: Arno K. (Firma: advanced microsystems) (radiosonde)
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Mei
Wofür das ganze herumgerede?

Ein UV Belichter kostet auf Ebay um die 100 Euro.
Dann noch eine Küvette und Laserfolien, so bekommt man einseitige und 
zweiseitige Platinen einfach gefertigt.

Wenn man die Zeit bedenkt, die durch dann doch nicht so tolle 
Pfuschlösungen verschwendet wurde.....

So stellt man seit Jahrenzehnten Leiterplatten her, früher halt mit 
Film.

Autor: Maxim B. (max182)
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Route 6. schrieb:
> Beim Tonertransfer kann man bei missglücktem Transfer das Basismaterial
> einfach abwischen und neu versuchen; z.B. mit einem anderen
> Transfermedium, einem anderen Laserdrucker oder dessen Einstellungen,
> anderen Vor- oder Nachbehandlungen, anderen Transfermethoden
> heiß/feucht.

Wenn ich über Tonertransfer denke, ist für mich immer noch unklar: wie 
bringt man beide Seiten der Platine zusammen? Mit UV-Belichter muß ich 
sehr aufmerksam arbeiten, um eine brauchbare Platine zu machen. Wie 
schafft man das mit Tonertransfer?

Route 6. schrieb:
> 2) dann muss unbedingt eine Testserie gemacht werden, das bringt teuren
> Verlust

Ja, das ist sehr teuer, kostet satte 2,5 €! :)

Das ist Preis für eine Fotoplatine 160x100, die man mit verschiedenen 
Zeiten exponiert. Z.B. 6 Teile, 40-50-60-70-80-100 Sekunden.  Das 
reicht.

Ich habe etwas mit UV-LED experimentiert. Vieles ist von LED abhängig. 
Beste Ergebnis habe ich mit UV-LED mit Abstrahlwinkel 30° und 
Wellenlänge 395-400 nm bekommen. Mit LED mit 140° 390 mn und mit SMD-LED 
habe ich weniger Glück. Mit guten LED bekommt man brauchbare Ergebnis 
mit Expositionsverhältnis 1:2 oder gar 1:3, z.B. von 50 bis 120 Sek. Das 
eliminiert mögliche Lichtempfindlichkeitsschwankungen von Material.

Macht man beidseitige Belichter, so ist es gut, wenn man LED-Stromstärke 
abstimmen kann. Einmal habe ich Belichter gemacht, wo alle LEDs genau 15 
mA bekamen (es ist ja nicht empfehlenswert, Halbleiter aller Art mit 
Grenzwerten zu belasten, das kenne ich noch aus 70-en. Deshalb keine 20 
bzw. 25 mA). Erstaunlich war Exposition von unten etwa 10% stärker als 
von oben, obwohl gleiche Stromstärke und gleiche Entfernung. Dazu noch 
LEDs mit breitem Winkel und 390 nm, die sehr genaue Exposition 
brauchen... Nach mehreren Versuchen habe ich die LED-Platinen für 
Belichter neu gemacht, diesmal mit Möglichkeit für Stromeinstellung und 
mit besseren LEDs. Nun beschränkt die Genauigkeit nur Drucker.

Balduwan schrieb:
> Aber die gebrauchte Ätzlösung

Dabei interessant: Eisenchlorid macht man nicht für Elektronik-Amateure. 
Eisenchlorid wird produziert, um TRINKWASSER SAUBER ZU MACHEN!

: Bearbeitet durch User
Autor: herbert (Gast)
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Maxim B. schrieb:
> Macht man beidseitige Belichter, so ist es gut, wenn man LED-Stromstärke
> abstimmen kann. Einmal habe ich Belichter gemacht, wo alle LEDs genau 15
> mA bekamen (es ist ja nicht empfehlenswert, Halbleiter aller Art mit
> Grenzwerten zu belasten, das kenne ich noch aus 70-en. Deshalb keine 20
> bzw. 25 mA). Erstaunlich war Exposition von unten etwa 10% stärker als
> von oben, obwohl gleiche Stromstärke und gleiche Entfernung. Dazu noch
> LEDs mit breitem Winkel und 390 nm, die sehr genaue Exposition
> brauchen... Nach mehreren Versuchen habe ich die LED-Platinen für
> Belichter neu gemacht, diesmal mit Möglichkeit für Stromeinstellung und
> mit besseren LEDs. Nun beschränkt die Genauigkeit nur Drucker.

Da kann man sich auch tot experimentieren. Aus meiner Sicht der Dinge 
und aus eigener Erfahrung ist die Osram Vitalux 300 die beste und 
billigste Lösung um Leiterplatten zu belichten. Hängelampe-Methode , alt 
aber gut. Mit 40 Euro plus Anschluss mit Keramik-Fassung (wegen der 
Hitze) plus Holz Galgen für 40cm Abstand ist man dabei, und glaube mir 
man vermisst nichts. Auch die teuren Experimente mit Dioden nicht. Der 
TE kann ja im Augenblick gar keine Platinen für die Dioden machen.Was 
kommt ist Frust vergeudete  Zeit und Kosten,und nach kurzer Zeit 
verliert man ohne Erfolgserlebnisse die Lust Einsteiger mal erste 
Versuche mit einem Edding-Layout machen,dann kennt man schon mal das 
"ätzen".
Der einstieg In die Leiterplatten Fertigung ist ja nicht billig.
Du brauchst: Belichter, Chemie, Laserdrucker, Folien,und danach die 
Möglichkeit die Leiterplatten auch zu bohren...wenn man nicht komplett 
SMD machen will.Gänzlich ohne bohren kommt man aber nicht rum...

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