Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik neuer Speicher


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von J. V. (janvi)


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Flash Nachfolger, gabs früher auch schon mal

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Gerade noch rechtzeitig gepostet. ;-)

von H. H. (Gast)


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War urspünglich kein Aprilscherz.

von Lu (oszi45)


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Writeonly wird heute gern als Backup benutzt und später erst stellt man 
fest, dasss man es wirklich nicht lesen kann!

von Peter D. (peda)


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Ich glaube, bei uns hatten sie mal 5 Jahre lang fleißig Bänder 
archiviert und dann kam der Moment, wo jemand wichtige Daten gelöscht 
hat und sie wiederhaben wollte. Es war wohl ein Defekt im Streamer, d.h. 
auf keinem Band war was brauchbares.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Kenne auch unter dem Kürzel 'WORN'.
Write Once Read Never.

von Motopick (motopick)


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Alte Aprilscherze werden beim jahrelangen Wiederholen nicht besser.

Dier Verfallszeit bei Aprilscherzen liegt bei 365.25 Tagen.

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Motopick schrieb:
> Dier Verfallszeit bei Aprilscherzen liegt bei 365.25 Tagen.

Dieses Jahr ist Schaltjahr.

von Motopick (motopick)


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Markus M. schrieb:
> Motopick schrieb:
>> Dier Verfallszeit bei Aprilscherzen liegt bei 365.25 Tagen.
>
> Dieses Jahr ist Schaltjahr.

Ja, kein Problem. Ich korrigiere:
Die Verfallszeit bei Aprilscherzen liegt bei 364 Tagen.

von Purzel H. (hacky)


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> Ich glaube, bei uns hatten sie mal 5 Jahre lang fleißig Bänder
archiviert und dann kam der Moment, wo jemand wichtige Daten gelöscht
hat und sie wiederhaben wollte.

Es gab mal ein Bandgeraet, welches tatsaechlich nicht lesen konnte. Ich 
machte vor dem Einsatz ein paar Tests und es ging nicht. Ich hab's dann 
zurueckgeschickt auf - Nichteinhalten der Spezifikationen .. und nach 
einer Woche rief der Lieferant dann an, das Geraet koenne tatsaechlich 
nicht lesen, keins von ihren Geraeten koenne lesen, und sie haetten 
schon Hunderte ausgeliefert ... damals gabs noch keinen Firmware Update 
beim Kunden.

: Bearbeitet durch User
von Motopick (motopick)


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Purzel H. schrieb:
> Es gab mal ein Bandgeraet, welches tatsaechlich nicht lesen konnte.

Das ist in guter Gesellschaft. Bei manchen steht es sogar im Namen.

Z.B.
Ein Flugschreiber heisst Flugschreiber, weil er nur schreiben kann.

Allerdings duerfte magnetisierter Rost, heute dafuer wohl nicht mehr
verwendet werden.

Edith:

Die Bandgeraete, die die Stasi zum Schnueffeln benutzt hat,
konnten sicher auch nur schreiben. Bei der Stueckzahl ein echter
Einspareffekt.

: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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Vergessene Passwörter, Zahlenkombinationen für Safes oder Kontennamen 
sind sicher auch kein Einzelfall.
Ebenfalls nicht schlecht ist Speichern (möglichst viel) und hinterher 
nichts mehr (oder auf jeden fall nicht schnell) wiederfinden.

von Motopick (motopick)


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Rbx schrieb:

> Ebenfalls nicht schlecht ist Speichern (möglichst viel) und hinterher
> nichts mehr (oder auf jeden fall nicht schnell) wiederfinden.

Oder einen Parallelport-Streamer (ja sowas gab es mal). hinter den
ebenfalls parallelen DATEV-Dongle anzuschliessen.

Gesichert wurde fleissig und regelmaessig.

Aber:
Auf den Baedern, so stellte sich heraus, war "Nichts".

Edith:
Heute wuerde man wohl vermuten, dass der Dongle die Daten
nach "Hause" gefunkt hat. :)

: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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Motopick schrieb:
> Heute wuerde man wohl vermuten, dass der Dongle die Daten
> nach "Hause" gefunkt hat. :)
Beim Rom-Port vom Atari ST, der viele Kontakte hatte, die schnell 
verrosten wurden die Dongles selbst mit Kontaktspray unbenutzbar.

von Harald K. (kirnbichler)


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Motopick schrieb:
> Oder einen Parallelport-Streamer (ja sowas gab es mal)

Die Zeit der PC-Streamer war gefüllt mit lauter gut gemeinten, aber 
katastrophal schlecht umgesetzten Geräten.

Der beliebte "Floppy-Streamer" gehörte auch dazu.

Was halbwegs robust war, war ein QIC-Streamer für DC6525 an einem 
SCSI-Controller (z.B. der Klassiker von Wangtek, 5525ES), was jedoch 
durch die Bank lausig war, war die Software ...

Die allerwenigste Backupsoftware sah eine Verifikation des gerade erst 
geschriebenen vor, was bei Floppy- oder Frickelportgeräten natürlich 
auch an der unterirdischen Datenrate lag, die eine Verifikation effektiv 
halbiert hätte (zuzüglich Spulzeiten).

von Martin S. (sirnails)


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H. H. schrieb:
> War urspünglich kein Aprilscherz.

https://en.wikipedia.org/wiki/Write-only_memory_(joke)

Was dann?

von Motopick (motopick)


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Harald K. schrieb:

> Was halbwegs robust war, war ein QIC-Streamer für DC6525 an einem
> SCSI-Controller (z.B. der Klassiker von Wangtek, 5525ES), was jedoch
> durch die Bank lausig war, war die Software ...

Der echte Klassiker von Wangtek, war der viel aeltere mit 60 MB
auf den grossen Cartridges und einem noch propritaeren Adapter.
Und obwohl propretaer, funktionierte er auch unter SCO Unix®
und unter QNX. DOS natuerlich sowieso.

Aber von den 5525ES habe ich auch zwei betrieben. Allerdings spaeter™.
Ein ordentlicher Rechner hatte ja 2 Floppylaufwerke.
Sehr nuetzlich: Ein Parallelport SCSI-Adapter. Damit war die
Imagesicherung eines Notebooks auf ein Tape aufwandsarm und
nervenschonend.

Und nicht alle DOS-Backup-Software war schlecht.
Die Software eines Irwin-Floppy-Streamers hatte intelligenterweise
ihren Katalog ganz am Bandanfang. Daraus etwas auszuwaehlen und
zurueckzusichern, ging wie das bekannte Brezelbacken:
Schnell & Zuegig.


> Die allerwenigste Backupsoftware sah eine Verifikation des gerade erst
> geschriebenen vor, was bei Floppy- oder Frickelportgeräten natürlich
> auch an der unterirdischen Datenrate lag, die eine Verifikation effektiv
> halbiert hätte (zuzüglich Spulzeiten).

Ein Verify haette die Sicherungszeiten ja verdoppelt.
Wer macht denn sowas? :)

Bei den Wangtekstreamern habe ich selbst auch nie Fehler in den
Backups bemerkt. Z.B. durch fehlerhafte Pruefsummen in Archiven...

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Purzel H. schrieb:
> Es gab mal ein Bandgeraet, welches tatsaechlich nicht lesen konnte.

Damals(tm), als wir ein Betriessystemupgrade auf einer DEC MicroVAX II 
von VMS 4.x auf 5.x durchführen wollten, sicherte ein Kollege alle Daten 
brav auf Magnetbändern. Beim Zurücklesen nach erfolgter Neuinstallation 
stellte sich heraus, dass nur Datenmüll auf die Bänder geschrieben 
wurde. DEC schaute sich die Angelegenheit an und musste einen Fehler im 
Gerätetreiber von VMS 4.x einräumen, der sich in genau unserer 
Kombination aus Rechner, Controller und Laufwerkstyp zeigte. Besonders 
ärgerlich ist dabei, dass wir die Datensicherung genauso gut auf dem 
ebenfalls integrierten TK50-Laufwerk hätten durchführen können, dem 
Standardbandlaufwerk auf MicroVAXes.

In VMS 5.x soll der Fehler aber behoben gewesen sein, was uns aber 
nichts nützte.

von (prx) A. K. (prx)


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Harald K. schrieb:
> was jedoch durch die Bank lausig war, war die Software ...

Selbst ist der Mann. :)

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Motopick schrieb:
> Ein Flugschreiber heisst Flugschreiber, weil er nur schreiben kann.

Falsch. Ein Flugschreiber heißt so, weil er während des Fluges nur zur 
Aufzeichnung verwendet wird. Zu Wartungszwecken und natürlich auch bei 
einfachen Vorkommnissen können die aufgezeichneten Inhalte natürlich 
ausgelesen werden, ohne das Aufzeichnungsmedium entnehmen zu müssen.

Nur im Falle eines Absturzes o.ä., bei dem eine mechanische Beschädigung 
erfolgt, wird der Flugschreiber zerlegt und die Inhalte ggf. in einem 
separaten Gerät rekonstruiert.

> Allerdings duerfte magnetisierter Rost, heute dafuer wohl nicht mehr
> verwendet werden.

Bei den ewig langen Produktzyklen im FLugzeugbereich werden mit 
Sicherheit auch heute noch etliche Flugschreiber auf Magnetbandbasis im 
Einsatz sein und gewartet werden. Moderne Geräte basieren aber in der 
Tat auf Halbleiterspeichern. Bei aktuellen Flugzeugtypen dürften sie 
auch eingesetzt werden. Ein großer Vorteil besteht natürlich darin, dass 
sie keine beweglichen Teile enthalten und damit auch nicht zu 
Wartungszwecken komplett geöffnet werden müssen. Die Leiterplatten sind 
sogar in irgendeinem feuerhemmenden Pulver eingebettet.

von (prx) A. K. (prx)


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Motopick schrieb:
> Die allerwenigste Backupsoftware sah eine Verifikation des gerade erst
> geschriebenen vor,

Wobei die Hardware vieler Bandgeräte mit Hinterbandkontrolle arbeitet, 
und die pingeliger ausfällt, als der normale Lesevorgang. Das reduziert 
die Wahrscheinlichkeit von Lesefehlern deutlich, denn die meisten 
Bandfehler werden bereits beim Schreiben erkannt.

Manche Backup-Verfahren sorgen auch dafür, dass alle wesentlichen Daten 
auf mindestens zwei Medien liegen. Das dient zwar in erster Linie dazu, 
Medien an einen sicheren Ort auslagern zu können, sichert aber natürlich 
auch gegen Datenfehler ab.

Verifikation mit aktivem Vergleich von Datenquelle und Backup dient dann 
hauptsächlich der Sicherstellung eines funktionsfähigen Verfahrens.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Motopick schrieb:
> Ein Flugschreiber heisst Flugschreiber, weil er nur schreiben kann.

Ich kann meine eigene Handschrift auch nicht mehr lesen. :)

von H. H. (Gast)


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Martin S. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> War urspünglich kein Aprilscherz.
>
> https://en.wikipedia.org/wiki/Write-only_memory_(joke)
>
> Was dann?

Ein gelungener Scherz. Erst im Jahr darauf machte Signetics dann einen 
Aprilscherz daraus.

von Klar P. (Firma: Reinigungsmittel) (klar_putz)


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Jörg W. schrieb:
> Gerade noch rechtzeitig gepostet. ;-)

Nee, 20 Jahre zu spät.
* Beitrag "WOM (Write-Only-Memory)"

Und immer mal wieder aufgewärmt ... Echt, gibt es nur Einfaltspinsel 
hier?

Beitrag "Cooler Baustein"
Beitrag "1.April Bauteilkunde Offtopic"
https://www.mikrocontroller.net/articles/Speicher#WOM
Beitrag "Re: Der nächste Vergleich"
Beitrag "WOM-Ram"

ist halt Digitaltechnik, da brauchts nicht viel Hirn wie Robert Widlar 
schon wusste ... siehe Anhang.

: Bearbeitet durch User
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