Habe ich etwas übersehen oder sind hier derzeit gar keine Audionbauer
unterwegs?
;-)
Was mich mal interessieren würde:
Gibt es eigentlich so etwas wie die "perfekte Audionschaltung"?
(natürlich auf einen definierten Frequenzbereich bezogen)
KLS schrieb:> "perfekte Audionschaltung"
Ja, auf dem Papier. Sobald sie angeschlossen und in Betrieb genommen
wird, ist sie nicht mehr perfekt.
Definiere doch mal "perfekt"!
KLS schrieb:> Gibt es eigentlich so etwas wie die "perfekte Audionschaltung"?
Klar, beliebt war das Audion mit einer EL12spez. An einer
ordentlichen Antenne betrieben, kann man damit quer durch Europa
senden. :-))
Mewa schrieb:> Definiere doch mal "perfekt"!
In Bezug aufs Audion:
-weiche, gut dosierbare und hysteresefreie Rückkopplung
-keine Rückwirkung auf die Empfangsantenne (es wird beim Überdrehen der
RK keine Sendeleistung abgestrahlt)
-Frequenzstabilität bei Näherung, Temperaturänderung usw.
-Verzerrungsfreier Empfang
-Schmalbandigkeit (Breite zum Teil über RK einstellbar)
-hohe Empfindlichkeit
Jörg Wunsch schrieb:> Sowas gibt's. Nennt sich Superhet. :-)
Dann schon lieber das Audion mit einer EL12spez., das hört man immerhin
in ganz Europa ;-)
Spass beiseite:
Warum ist ein Superhet eigentlich empfindlicher als ein Audion?
KLS schrieb:> Warum ist ein Superhet eigentlich empfindlicher als ein Audion?
Weil man ein paar Stufen mehr hat. Weil man besser filtern kann
(indem man auf ZF-Ebene filtert), damit kommt weniger Rauschen
durch.
Ein 1-V-1 wäre natürlich auch empfindlicher als ein 0-V-1, allerdings
müsste man dann den Vorkreis mit abstimmen, damit das Sinn hat. Ist
eben trotzdem noch viel breitbandiger im Filter, als wenn man auf
eine (niedrigere) ZF geht.
>Warum ist ein Superhet empfindlicher als ein Audion?
Weil man keine Leisungsanpassung der Antenne/Vorstufe an das Audion
machen kann, was mehr Rauschen bedeutet. Eine Leisungsanpassung würde
den Schwingkreis bedämpfen. Und zu viel Verstärkung in der Vorstufe
führt schnell zu Übersteuerung des Audions, die Dynamik ist
eingeschränkt.
Um schmalbandig zu werden, muss sich die Rückkopplung in der Nähe des
Schwingungseinsatzes befinden. Dann hat das Audion eine Verstärkung von
~50dB. Das optimale Eingangssignal sollte zwischen 50 und 500µV liegen,
was einen HF-Regler notwendig macht.
Am Ende könnte man mit dem selben Aufwand einen Superhet bauen.
Hier ist noch ein Audionbauer...
Ist mir wohl bisher entgangen, dass ein Audion unempfindlicher ist als
ein Superhet.
Ich habe eigentlich nicht diesen Eindruck.
Gemessen habe ich es aber noch nicht.
Sender die beim Superhet verrauscht ankommen, höre ich mit dem Audion
leise aber nahezu "rauschfrei", denn im Audion fehlen ja konzeptbedingt
die internen Eigenrauschquellen.
Man darf nur nicht den Fehler machen, das Audion an der gleichen Antenne
wie den Superhet zu betreiben.
Ja das hört man immer wieder das Superhets toller sind als Audione. Mit
entsprechender Antenne und BEDIENUNG stimmt das nur bedingt. Superhets
sind halt Hausfrauengeeignet :-)
Ich baue grad an einem modularen Empfängersystem, also
Verstärker/Klangregler- Platine, Empfängerplatine etc alles getrennt.
Das ganze wird so 4x6cm, alles SMD, in der Mitte ist eine 9V Batterie
die von den Platinenbolzen gehalten wird. - Mal gucken ob ichs bis zum
Winter fertig bekomme...
>Audion unempfindlicher ist als ein Superhet.
Ein LNA mit 40 dB Verstärkung davor, lose an den Schwingkreis gekoppelt,
dann kommt das Audion wohl auch auf besser 1µV. Ohne Maßnahmen geschätzt
10µV bei einer Rückkopplungseinstellung, mit der man noch AM empfangen
kann. Das reicht ja auch vollkommen aus für die unteren
Kurzwellenbereiche. Durch die fehlende Weitabselektion kommen auch mehr
Störungen durch.
Ich halte ein minimalistisches Audion für ein schönes Projekt, bei dem
man mit nicht zu viel Aufwand schönen Erfolgserlebnisse erreichen kann.
Es ist die einzige Vorrichtung die ich kenne, welche AM, CW und SSB
demoduliert.
B e r n d W. schrieb:> Am Ende könnte man mit dem selben Aufwand einen Superhet bauen.
Wegen dem HF-Regler-Aufwand?
Wobei die Frage ist, ob ein Einfachsuper wirklich viel besser ist als
ein sauber eingestelltes Audion.
Basti schrieb:> Ja das hört man immer wieder das Superhets toller sind als Audione. Mit> entsprechender Antenne und BEDIENUNG stimmt das nur bedingt. Superhets> sind halt Hausfrauengeeignet :-)
;-)))
> Ich baue grad an einem modularen Empfängersystem, also> Verstärker/Klangregler- Platine, Empfängerplatine etc alles getrennt.
Was baust du denn grade, ein Audion oder Super? Wenn Audion, was für
eins (mit FET, Bipo-T, Röhre, ... ?)?
B e r n d W. schrieb:> Es ist die einzige Vorrichtung die ich kenne, welche AM, CW und SSB> demoduliert.
Ein Direktmischer müsste das auch können, wobei er wohl einen eher
unschönen AM-Klanggenuss liefern dürfte.
Der Wisch schrieb:> Man darf nur nicht den Fehler machen, das Audion an der gleichen Antenne> wie den Superhet zu betreiben.
Wie meinst du das? Welche Antenne wäre für ein Audion gut und welche
nicht?
KLS schrieb:> -keine Rückwirkung auf die Empfangsantenne (es wird beim Überdrehen der> RK keine Sendeleistung abgestrahlt)
Dann könnte man doch mit einen Dualgate-Mos-Fet wie dem BF981 und einem
frequenzselektiven "Drain-Widerstand" ( = LC-Kreis ;)) eine
frequenzselektive HF-Vorstufe bauen. Wenn mich nicht alles täuscht, gibt
es bei diesem Fet-Typ (fast) keine Rückwirkung auf den Eingang, das wäre
doch optimal!
B e r n d W. schrieb:> Durch die fehlende Weitabselektion kommen auch mehr> Störungen durch.
Kann man die Weitabselektion für ein Audion verbessern? Wenn ja, wie?
Der Wisch schrieb:
> Man darf nur nicht den Fehler machen, das Audion an der gleichen Antenne> wie den Superhet zu betreiben.
Wie meinst du das? Welche Antenne wäre für ein Audion gut und welche
nicht?
Antwort:
Mein Vergleichsempfänger ( Sangean ATS 909 ) an einer 10m Drahtantenne
3m über Grund.
Ok, das ist nicht das die allerbeste Antennenanlage für die KW Bänder.
Aber zum hören reicht es allemal.
Ich benutze beim Audion meist nur eine kleine Rahmenantenne ( als Teil
des Audionschwingkreises ). Weitere Vorkreise o.ä. sind NICHT vorhanden.
Die Rahmenspule hat ca. 20cm Durchmesser.
Und damit höre ich alles, was der Sangean auch hört.
Audiontypisch sogar mit weitaus besserem Klang ( mit Kopfhörer
Beyerdynamic DT 990 ).
Wenn ich die Drahtantenne vorsichtig lose induktiv ankoppele, dann wird
alles nur lauter, es kommen aber kaum neue Sender dazu!
Meine standard "Bake" für KW Tests ist der misteriöse UVB-76 ( the
Buzzer ) aus Russland.
Aus diesen Ergebnissen schliesse ich, das mein Audion eigentlich sogar
empfindlicher ist, als mein Superhet "Radio".
Da ich als Funkamateur sonst nur in UKW Bändern aktiv bin, verfüge ich
über kein besseres KW Equipment.
( Bitte nicht schlagen, aber wie bekommt man hier im Forum ein kopiertes
Zitat von einem anderen posting so schön in grüner Schrift reinkopiert?
---Bin wohl kein Profi in diesen Dingen :---(
@Der Wisch...
Ich höre sehr viel SSB mit meinem Doppelsuper und habe auch mit Audions
angefangen. Subjektiv gibt es da beim Rauschen keinen Unterschied.
Warum? Ganz einfach das meiste Rauschen zumindest bei SW kommt von der
Antenne. Dieses Rauschen liegt über dem Empfängereigenrauschen.
Ich habe eine magLoop an meinem Empfänger und habe, wenn ich diese etwas
verstimme (wg. dem üblen QRM hier) fast kein Rauschen beim Superhet im
80m-Band. Ganz schwache SSB-Stationen, die eh im Rauschen (QRM)
verschwinden würden sind auch weg (es geht bei SW nur um die
Lesbarkeit). Im 40m-Band brauche ich die Loop nicht einmal leicht zu
verstimmen, das Band ist fast rauschfrei.
Ein einfacher Draht am Superhet fängt allen möglichen Müll (QRM bzw.
Rauschen) ein.
Der Wisch schrieb:> Wenn ich die Drahtantenne vorsichtig lose induktiv ankoppele, dann wird> alles nur lauter, es kommen aber kaum neue Sender dazu!
Naja, die Kilowatt-Brummer von Rundfunksender sollten nicht dein
Kriterium sein. Warum hörst du nichtmal in den CW-Bereich des
20-m-Bandes als Vergleich?
> ( Bitte nicht schlagen, aber wie bekommt man hier im Forum ein kopiertes> Zitat von einem anderen posting so schön in grüner Schrift reinkopiert?
Indem man Zitatzeichen (">") voranstellt. Wenn du dich anmeldest,
bekommst du noch "Antwort mit Zitat" und "Markierten Text zitieren"
als automagische Funktionen dafür zur Verfügung gestellt.
Appaloosa schrieb:> Ganz einfach das meiste Rauschen zumindest bei SW kommt von der> Antenne. Dieses Rauschen liegt über dem Empfängereigenrauschen.
Nur auf den niederfrequenten Bändern. Wir bekommen ja endlich wieder
Sonnenaktivität, damit werden die hochfrequenten Bänder wieder
interessant.
>>Kann man die Weitabselektion für ein Audion verbessern?>durch abstimmbaren Vorkreis, der aber Gleichlauf>braucht und Empfindlichkeit kostet.
Der selektive Vorkreis könnte ja ebenfalls als Q-Multiplier aufgebaut
sein und getrennt abgestimmt werden, denn ein Gleichlauf ist dann kaum
mehr möglich. Zusammen beträgt die Weitabdämpfung dann ca. 80dB. Der
Formfaktor ist trotzdem noch bescheiden.
Ich hatte das vor kurzem aufgebaut:
www.mikrocontroller.net/topic/242707#2486483
Später wurde der Mischer durch einen NE612 ersetzt und ein Keramikfilter
nebst Buffer vor dem Audion eingefügt. Damit hatte die Schaltung auch
eine gute Weitabselektion.
>Deshalb dann eine Verstärkerstufe.
Auf keinen Fall darf ein weiterer Schwingkreis gleicher Frequenz mit dem
Audion koppeln. Durch die hohe Güte des Audions entsteht sofort ein
extrem überkritisch gekoppeltes Filter mit 2 großen Höckern. Deshalb
sollte man eine Pufferstufe mit guter Rückwärtsdämpfung dazwischen
schalten.
Der/die/das??? Torn.E.b hatte ja sogar 2 Vorstufen. Diese wurden aber
imho eingebaut, um ein Anpeilen zu vermeiden und erst in zweiter Linie
wegen der Selektivität. Die Superhets zu dieser Zeit benutzten auch
schon Quarzfilter für CW und die Empfindlichkeit betrug typisch 1µV.
Diese Geräte sind jetzt 70 Jahre alt und funktionieren noch.
B e r n d W. schrieb:> Der selektive Vorkreis könnte ja ebenfalls als Q-Multiplier aufgebaut> sein und getrennt abgestimmt werden, denn ein Gleichlauf ist dann kaum> mehr möglich. Zusammen beträgt die Weitabdämpfung dann ca. 80dB. Der> Formfaktor ist trotzdem noch bescheiden.
Zwei Audions hintereinander klingt nach viel Abstimmarbeit. Auf der
anderen Seite, wer will schon einen Hausfrauensuperhet ;O)
Was versteht man (hier) unter "Formfaktor"?
> Ich hatte das vor kurzem aufgebaut:> www.mikrocontroller.net/topic/242707#2486483> Später wurde der Mischer durch einen NE612 ersetzt und ein Keramikfilter> nebst Buffer vor dem Audion eingefügt. Damit hatte die Schaltung auch> eine gute Weitabselektion.
Interessantes Konzept!!! Warum wurde der Mischer durch NE6x2 ersetzt?
> Auf keinen Fall darf ein weiterer Schwingkreis gleicher Frequenz mit dem> Audion koppeln. Durch die hohe Güte des Audions entsteht sofort ein> extrem überkritisch gekoppeltes Filter mit 2 großen Höckern. Deshalb> sollte man eine Pufferstufe mit guter Rückwärtsdämpfung dazwischen> schalten.
Die Pufferstufe bringt wahrscheinlich zusätzliches Rauschen. Wie würdest
du denn die beiden oben genannten Audione entkoppeln?
> Der/die/das??? Torn.E.b hatte ja sogar 2 Vorstufen. Diese wurden aber> imho eingebaut, um ein Anpeilen zu vermeiden und erst in zweiter Linie> wegen der Selektivität.
Was ist Torn.E.b und was ist mit Anpeilen gemeint, geht es um die
Unterdrückung von Rückkopplungsabstrahlung?
KLS schrieb:> Was versteht man (hier) unter "Formfaktor"?
Die Filterkurve: Bandbreite, Welligkeit, Flankensteilheit.
> Was ist Torn.E.b und was ist mit Anpeilen gemeint,
Ich würde mal auf "Tornister-Empfänger Berta" der Wehrmacht tippen.
> geht es um die> Unterdrückung von Rückkopplungsabstrahlung?
Ja.
Jörg Wunsch schrieb:>> Was versteht man (hier) unter "Formfaktor"?>> Die Filterkurve: Bandbreite, Welligkeit, Flankensteilheit.
Und warum sollen zwei Audions hintereinander keinen guten Formfaktor
haben?
Jörg Wunsch schrieb:>> Was ist Torn.E.b und was ist mit Anpeilen gemeint,>> Ich würde mal auf "Tornister-Empfänger Berta" der Wehrmacht tippen.
Gibt es noch andere historische Audionschaltungen, bei denen sich
eventuell ein Nachbau lohnen könnte?
(die Frage ist natürlich sehr allgemein!)
theo schrieb:>> Die Filterkurve: Bandbreite, Welligkeit, Flankensteilheit.>> Und warum sollen zwei Audions hintereinander keinen guten Formfaktor> haben?
Weil's trotzdem eine "Beule" bleibt. Ideal wäre jedoch rechteckig.
Glaub' mir, wenn Audions die Seligkeit der Empfänger gewesen wären,
würde man sie heute noch benutzen. Es hat einen Grund, dass sie
heute eher wenig gebräuchlich sind.
> Gibt es noch andere historische Audionschaltungen, bei denen sich> eventuell ein Nachbau lohnen könnte?
Die Schaltungen lassen sich doch allesamt auf drei, vier Grundschal-
tungen reduzieren. So viel Varianz gab's da nicht.
theo schrieb:> Und warum sollen zwei Audions hintereinander keinen guten Formfaktor> haben?
Die Abstimmung könnte auf Dauer etwas mühsam werden?
>Gibt es noch andere historische Audionschaltungen,
Mit Röhren hattest Du jedenfalls den Vorteil, daß der Schwingkreis
relativ hochohmig belastet wurde, was die Schwingkeisgüte weniger
verschlechterte als die ersten Transistorschaltungen. Mein alter
Pysikleher empfing mit einer EF12 in Königsberg noch den deutschen
Rundfunk.
>Was versteht man (hier) unter "Formfaktor"?
Ein Filter soll oben flach sein mit wenig Welligkeit und außerhalb des
Durchlassbereiches steil abfallen.
Formfaktor = (Bandbreite bei -50dB) / (Bandbreite bei -6dB)
Gute Filtern haben einen Formfaktor < 2
>andere historische Audionschaltungenhttp://www.bignick.net/simple_x/simplex.htm
Da gibt es auch den Schaltplan als pdf.
Jörg Wunsch schrieb:> Weil's trotzdem eine "Beule" bleibt. Ideal wäre jedoch rechteckig.
Hätte eher auf Nadelspitze getippt.
oszi40 schrieb:> Mit Röhren hattest Du jedenfalls den Vorteil, daß der Schwingkreis> relativ hochohmig belastet wurde, was die Schwingkeisgüte weniger> verschlechterte als die ersten Transistorschaltungen.
Ein FET kann das natürlich auch. Davon abgesehen gibt es ja bei Pollin
allerlei russische Röhren, die man sicher gut verwenden könnte.
B e r n d W. schrieb:>>Was versteht man (hier) unter "Formfaktor"?> Ein Filter soll oben flach sein mit wenig Welligkeit und außerhalb des> Durchlassbereiches steil abfallen.>> Formfaktor = (Bandbreite bei -50dB) / (Bandbreite bei -6dB)> Gute Filtern haben einen Formfaktor < 2
Danke!
>>andere historische Audionschaltungen> http://www.bignick.net/simple_x/simplex.htm> Da gibt es auch den Schaltplan als pdf.
Ein Crystal Filter Superheterodyne Audion???
Hi Jules,
Jules schrieb:> Lustig wäre ja mal eine Audionschaltung mit einem (schnellen)> Operationsverstärker!>> :-)
in irgendeinem alten Band von Günter Wahl, Minispione 3 oder 4 ,
gab es so etwas tatsächlich mal.
Als OP wurde dort der LM318 verwendet.. glaube ich.
Gruss Ingo
Ingo DH1AAD schrieb:>> Lustig wäre ja mal eine Audionschaltung mit einem (schnellen)>> Operationsverstärker!>>>> :-)>> in irgendeinem alten Band von Günter Wahl, Minispione 3 oder 4 ,> gab es so etwas tatsächlich mal.> Als OP wurde dort der LM318 verwendet.. glaube ich.>> Gruss Ingo
Würde ja gerne mal den Schaltplan sehen!
Habe leider nur die Teile
>Günter Wahl, Minispione 1, 2, und 5
... habe mich da vertan :-(
Die Schaltung mit dem LM318 die ich noch irgendwie im Hinterkopf hatte,
war ein Sender für 3,5MHz.
Es gab in demBand 3 aber einen ALL (AmplitudeLockedLoop Receiver) mit
LM375
und LM733 als Verstärker. Dieses Konzept finde ich aber nicht
überzeugend.
Leider hab ich keinen Scanner sonst würd ich Dir die Seite mal
einscannen.
Gruss Ingo
Ingo DH1AAD schrieb:> Als OP wurde dort der LM318 verwendet.. glaube ich.
Wie würde man denn mit einem OP LM318 ein Kurzwellenaudion aufbauen und
mit welcher oberen Frequenzgrenze müsste man in etwa rechnen?
Habe ein Schaltprinzip ausgedacht (Bild), bin aber nicht sicher, ob es
funktionieren würde.
(Der Demodulator ist zur Vereinfachung nicht eingezeichnet!)
Das wird so nicht funktionieren, da es keine richtige Rückkopplung gibt.
Im analogen Betrieb bleibt die Spannungsdifferenz zwischen den beiden
Eingängen Null. Daraus folgt, dass das Poti max. bis zur Verstärkung 1
aufgedreht werden kann, dabei hat der Schwingkreis noch Verluste. Evtl.
könnte man das Poti und den Widerstand tauschen, um höher zu kommen.
Man kann auch vom Ausgang einen Widerstand (z.B. 47k) zum pos. Eingang
schalten und mit den Gegenkopplungswiderständen die Verstärkung
einstellen.
Ein Problem wird sein, daß die Verstärkung bis zum Erreichen der
Begrenzung gleich bleibt und dann die Schwingung einsetzt bis zum
Vollausschlag. Der Übergang zwischen Kleinsignal- und
Großsignalverhalten geschieht nicht weich, wie bei einem Transistor,
sondern aprupt. Dies könnte man evtl. durch Zuschalten von 2
antiparallelen Dioden zwischen neg. Eingang des OPs und dem Ausgang
beheben. Dabei reduziert sich die Verstärkung mit ansteigender
Amplitude, welche dadurch auch auf max. 0,7Volt bzw 0,4Volt bei
Schottkys begrenzt wird.
Danke an Bernd für die ausführliche Erklärung!!!
:-)))
mitleser schrieb:> ... wobei eine Rückkopplung für einen "Audion" nicht zwingend ist.> Audion bedeutet ja erst mal nur HF- und NF Verstärker in einem Bauteil.
Ja, das stimmt, präzise müsste man hier immer von "rückgekoppeltem
Audion" sprechen.
B e r n d W. schrieb:> Ein Problem wird sein, daß die Verstärkung bis zum Erreichen der> Begrenzung gleich bleibt und dann die Schwingung einsetzt bis zum> Vollausschlag. Der Übergang zwischen Kleinsignal- und> Großsignalverhalten geschieht nicht weich, wie bei einem Transistor,> sondern aprupt.
Was meinst du hier mit "bis zum Erreichen der Begrenzung "? Der OP
soll natürlich nicht übersteuert werden!
>Der OP soll natürlich nicht übersteuert werden!
Die Leerlaufverstärkung eines OPs beträgt 100 - 120dB. Die Verstärkung
wird einzig und alleine durch die Gegenkopplung bestimmt, ob das Signal
jetzt 1mV oder 1Volt beträgt.
Entweder man bleibt mit der Rückkopplung kanpp unter dem
Schwingungseinsatz, was für AM funktioniert, oder es schwingt bis zum
Anschlag, also Vosc=(Vcc-2Volt) je nach verwendetem OP. Für SSB muss es
aber ganz schwach oszillieren, das Empfangssignal soll ja nicht
überfahren werden.
Sobald ein Transistor richtig arbeiten muß, nimmt mit zunehmender
Amplitude die Verstärkung ab. Die Amplitude regelt sich automatisch auf
einen Wert ein, bei dem die Schaltung eine Schleifenverstärkung von 1
hat. Nimmt man die Rückkopplung etwas zurück, verringert sich die
Amplitude, bis wieder ein stabiler Zustand eintritt. Die Rückkopplung
setzt durch dieses Verhalten weich ein.
>wobei eine Rückkopplung für einen "Audion" nicht zwingend ist
Da gibt es aber auch Unterschiede im Sprachgebrauch. In den USA wird
eher der Begriff "regenerative receiver" verwendet und "audion" sagen
die zu einem Röhren-AM-Demodulator. Bei uns hat sich imho schon der
Begriff Audion = Empfänger mit Rückkopplung etabliert.
Ich habe nicht selber gebaut sondern etwas modifiziert.
Den Radiomann-Baukasten von 2004 mit einer ECC82:
http://www.oldradioworld.de/radiomd6.htm
Mit Modifikation für SSB-Amateurfunk und DRM + Änderung des
Gitterableitwiderstandes von 100k auf 330k. DRM ist aber Glücksache, da
ziemlich handempfindlich. Am Besten sich keinen Millimeter bewegen:-)
Gracian schrieb:> Den Radiomann-Baukasten von 2004 mit einer ECC82:> http://www.oldradioworld.de/radiomd6.htm
Interessante Schaltung und toller Link!
Wie funktioniert denn die Rückkopplung? Ich sehe nur einen Poti zur
Einstellung des Arbeitspunktes über den Anodenwiderstand.
(anders gefragt, wo ist der "Oszillator" für SSB-Empfang?)
flo schrieb:> Gracian schrieb:>> Den Radiomann-Baukasten von 2004 mit einer ECC82:>> http://www.oldradioworld.de/radiomd6.htm>> Interessante Schaltung und toller Link!>>> Wie funktioniert denn die Rückkopplung? Ich sehe nur einen Poti zur> Einstellung des Arbeitspunktes über den Anodenwiderstand.>> (anders gefragt, wo ist der "Oszillator" für SSB-Empfang?)
Schaltung wird hier erklärt:
http://www.b-kainka.de/kosmos/AudionECC81.pdf
...
Auch Empfänger für einzelne Amateurfunkbänder sind möglich. Mit
angezogener Rückkopplung lassen sich CW- und SSB-Signale empfangen, was
mit einem Superhet nur dann möglich ist, wenn er über einen
Überlagerungsoszillator (BFO) verfügt. Ein SSB-Sender überträgt keinen
Träger und nur das untere oder das das obere Seitenband....Der Empfänger
muss nun den Träger an genau der richtigen Frequenz zusetzen... Im 80-
und
im 40-m-Band wird das untere Seitenband verwendet. Das Audion muss also
etwas oberhalb der Empfangsfrequenz abgestimmt werden. Erste Erfolge
erzielt man meist im 40-m-Band oberhalb etwa 7050 kHz...
SSB-Empfang geht aber nur über sehr gute Antenne. Ich habe das selber
noch nicht ausprobiert. Aber es geht, wenn man will:
Hier ein Klangbeispiel: http://www.b-kainka.de/kosmos/radiomannsound.htm
>Der Empfänger muss den Träger an der richtigen Frequenz zusetzen
Das ist gleichzeitig auch ein Problem, denn dann befindet sich das
Maximum der Resonanz nicht beim Empfangssignal.
Für CW habe habe ich bei meinen Versuchen eine Filterbreite von 40Hz bei
-6dB gemessen. In einem selbstschwingenden Audion läßt sich diese
Trennschärfe leider nicht nutzen, da der Träger mit einem Abstand von
+/- 700Hz von der Empfangsfrequenz schwingen muß und damit immer zwei
Seitenbänder erfasst werden.
>SSB-Empfang geht aber nur über sehr gute Antenne
Oder mit Vorverstärker.
Gracian schrieb:> Schaltung wird hier erklärt:> http://www.b-kainka.de/kosmos/AudionECC81.pdf
Da steht zwar was, wie die Rückkopplung eingestellt wird, aber nicht,
wie das ganze funktioniert.
Damit etwas schwingen (oder wenigstens entdämpft werden) kann, muss ja
ein verstärktes Signal (gleichphasig)auf den Eingang zurückgeführt
werden.
Hier wird mit dem Poti ja nur der Arbeitspunkt eingestellt.
Vermutlich koppelt dabei im Inneren der Röhre etwas über parasitäre
kapazitive Effekte rück!??
=> es entsteht vermutlich eine Art Colpitts-Oszilator
B e r n d W. schrieb:>>SSB-Empfang geht aber nur über sehr gute Antenne> Oder mit Vorverstärker.
Oder mit Loop, z.T. kann ich mit einem einfachen Audion und einer
"Kartonloop" mit vier Windungen + Drehko allerlei SSB- und CW-Sendungen
auf 80m und 40m empfangen. Gegen Abend sogar fast mehr, als mir manchmal
lieb sind ;-)
flo schrieb:> Gracian schrieb:>> Schaltung wird hier erklärt:>> http://www.b-kainka.de/kosmos/AudionECC81.pdf>> Da steht zwar was, wie die Rückkopplung eingestellt wird, aber nicht,> wie das ganze funktioniert.>> Damit etwas schwingen (oder wenigstens entdämpft werden) kann, muss ja> ein verstärktes Signal (gleichphasig)auf den Eingang zurückgeführt> werden.>> Hier wird mit dem Poti ja nur der Arbeitspunkt eingestellt.>> Vermutlich koppelt dabei im Inneren der Röhre etwas über parasitäre> kapazitive Effekte rück!??>> => es entsteht vermutlich eine Art Colpitts-Oszilator
Ja, könnte stimmen:
https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Dreipunktschaltung
>es entsteht vermutlich eine Art Colpitts-Oszilator
Da die Kathode zur Spulenanzapfung geht, sollte es sich um einen
Hartley-Oszillator handeln.
>Hier wird mit dem Poti ja nur der Arbeitspunkt eingestellt.
Das Poti variiert die Anodenspannung der ersten Röhre zwischen 0 und
30Volt und damit ändert sich auch die Verstärkung.
B e r n d W. schrieb:>>es entsteht vermutlich eine Art Colpitts-Oszilator> Da die Kathode zur Spulenanzapfung geht, sollte es sich um einen> Hartley-Oszillator handeln.
Ja habe auf Wikipedia nochmal nachgelesen. 1915 von Hartley zum Patent
angemeldet. Hatten wir im Studium nicht aber die Colpitts-Schaltung.
Weiß gar nicht ob so was noch in Nachrichtentechnik gelehrt wird.
>>>Hier wird mit dem Poti ja nur der Arbeitspunkt eingestellt.> Das Poti variiert die Anodenspannung der ersten Röhre zwischen 0 und> 30Volt und damit ändert sich auch die Verstärkung.
Ist eine Doppeltriode: Audion mit Rückkopplung+Verstärkung schön kompakt
und wahrscheinlich auch Gewitter- & EMP-fest, wenn nicht gerade die
Antenne eingestöpselt ist;-)
nun ja audion .
hatte damals (1983) nen mw geradeaus empfänger ohne entdämpfung gebaut .
nur eingangskreis aus ner ferritantene + einfachdrehko, hf verstärker +
dem. und nf verstärker.
ging super und radio luxemburg kam abends gut rein.
wenig später fielen mir einige 455khz spulen und pizo zf filter und
einige a244d in die hände.
aus mit geradeaus .
super war angesagt.
hab aus purer neugier so einen super vor n paar tagen noch mal gebaut .
und was sich auf 1440khz heutzutage so alles rum treibt.....
irgend wer wollte mich da sogar zum christentum bekehren ...
mich alten heiden...
ist schon komisch ...
damals nen doppeldrehko und ne ferritantenne auftzutreiben war schon
fast n abenteuer.
ist heutzutage fast wieder so.
aber dem örtlichen wertstoffhof sei dank.
und die messmittel die man heute so hat ...
von sowas konnte man damals nur träumen.
mfg
B e r n d W. schrieb:>>es entsteht vermutlich eine Art Colpitts-Oszilator> Da die Kathode zur Spulenanzapfung geht, sollte es sich um einen> Hartley-Oszillator handeln.
Selbstverständlich, Danke!
Die Spulenanzapfung hatte ich völlig übersehen...
So etwas müsste sich ja eigentlich auch gut mit einem FET (z.B. BF245)
aufbauen lassen (HF-seitig).
B e r n d W. schrieb:> Das ist gleichzeitig auch ein Problem, denn dann befindet sich das>> Maximum der Resonanz nicht beim Empfangssignal.
Es ist ja nicht empfehlenswert das Audion schwingend als BFO zu
benutzen.
Dazu eignet sich ein frequensstabiler Oszillator (Messender, zum
probieren meinetwegen ein Griddipmeter) besser. Das Audion entdämpft
dann mit seiner Mitkopplung die Empfangsfrequenz und demoduliert als
"Direktmischer".
"Rückkopplungsempfänger" mit Vorstufe verlieren ihre wichtigste
Eigenschaft. Ohne Vorstufe können sie die Antennenanlage und ihre
Zuleitung entdämpfen. Das ist ein klarer Pluspunkt auf den man nicht
verzichten sollte.
Ich hatte zu meiner aktiven Afu-Zeit einen FSH-Doppelsuper mit
indirekter Zwischenfrequenzrückmischung und Überlagerung in der Antenne
selbst. (Über den Reflektor bei der Y23RD Yagi im 2m-Band.) Siehe dazu
auch Patent Nr.: 37 18 448
LG DD3ET
oldeurope schrieb:> Es ist ja nicht empfehlenswert das Audion schwingend als BFO zu> benutzen.> Dazu eignet sich ein frequensstabiler Oszillator (Messender, zum> probieren meinetwegen ein Griddipmeter) besser.
Das kann ich bestätigen! Der Aufwand ist zwar höher, die Ergebnisse aber
auch besser.
oldeurope schrieb:> "Rückkopplungsempfänger" mit Vorstufe verlieren ihre wichtigste> Eigenschaft. Ohne Vorstufe können sie die Antennenanlage und ihre> Zuleitung entdämpfen. Das ist ein klarer Pluspunkt auf den man nicht> verzichten sollte.
Das ist aber auch zweischneidig... Wenn man eine resonante Antenne hat
und die Rückkopplung überdreht ist, kann man je nach Audion unfreiwillig
schon ziemlich "auf Sendung gehen".
Außerdem verstimmt sich die Audionfrequenz schnell durch kapazitive
Änderungen in der Antennenumgebung.
Schlussendlich sollte ein Audionempfänger für AFU auch einen RF-Regler
haben, um starke Nachbarsender "ausregeln" zu können.
In der Praxis kommt man um eine HF-Vorstufe kaum herum...
Ich selber benutze eine abstimmbare 70-cm-Loop mit Batterie, RF-Regler
und einem BF981 als universal einsetzbare KW-Vorstufe. Primitiv,
praktisch ;O) und für Bastelexperimente bestens geeignet.
@Gerald
>Wenn man eine resonante Antenne hat und die Rückkopplung überdreht
Verhindert eine resonante Antenne nicht eher den Schwingungseinsatz, da
sie zu viel Energie entzieht?
Außerdem verhindert die PGC (Phase Gain Control) das Aufschwingen.
>um starke Nachbarsender "ausregeln" zu können
Falls jetzt aber die störenden Nachbarsender schon an der an der
Antennenbuchse rausgefiltert werden? Eigentlich geht es beim Patent um
einen Superhet, der durch eine kontrollierte Rückkopplung das
Empfangssignal schon vor der ersten Verstärkung selektiert und andere
nicht, phasengleiche Signale, abschwächt.
@Darius
>meinetwegen ein Griddipmeter
Meins driftet zu sehr
Interessante "Vorrichtung". Wie positiv wirkt sich die Rückkopplung auf
den Rauschabstand aus? Wurde das gemessen?
>Über den Reflektor bei der Y23RD Yagi im 2m-Band
Dann braucht man 2 Kooaxkabel?
Gruß, Bernd
Hallo Bernd
B e r n d W. schrieb:> @Darius>>>meinetwegen ein Griddipmeter>> Meins driftet zu sehr>
Aber sicher weniger als ein schwingendes audion ohne Vorstufe an der
Antenne. ;-)
>> Interessante "Vorrichtung". Wie positiv wirkt sich die Rückkopplung auf>> den Rauschabstand aus? Wurde das gemessen?>
In Haßlinghausen hatte ein OM damals eine Funkwerkstatt aufgemacht. Der
hat den Empfänger dann an einem R+S Messplatz durchgemessen.
Ich erinnere mich, dass die Pegelanhebung des Nutzsignals 12dB war. Wie
sich das auf s/n auswirkt, keine Ahnung.
Ich glaube nicht sonderlich, da ja auch das Empfängerrauschen
mitgekoppelt wird.
>>>Über den Reflektor bei der Y23RD Yagi im 2m-Band>> Dann braucht man 2 Kooaxkabel?>
Ja klar braucht man zwei Koaxkabel.
Und ich denke, dass der s/n Verlust des Koaxkabels vermindert wird, weil
ja der Pegel am Eingang der Vorstufe dann grösser wird.
Auch die Eigenschaften der Antenne selbst dürften sich in ähnlicher
Weise verbessern.
Experimente dahingehend ob es einen Unterschied macht in den Reflektor
oder in einen Direktor einzuspeisen, habe ich nicht gemacht. Das würde
mich sehr sehr interessieren. Ich war froh, dass ich die ganze Sache mit
meinen beschränkten Mitteln damals überhaupt beherrschen konnte. Sollen
sich Institute mit befassen.
>>
LG Darius
B e r n d W. schrieb:> @Gerald>>Wenn man eine resonante Antenne hat und die Rückkopplung überdreht> Verhindert eine resonante Antenne nicht eher den Schwingungseinsatz, da> sie zu viel Energie entzieht?
Ja, genau, da liegt ja auch der Hund begraben, was macht denn die
resonante Antenne mit der entzogenen Energie?
;O)
Und was macht der RK-Poti-Bediener, wenn der Schwingungseinsatz noch
nicht erreicht ist?
Jepp, noch mehr Energie in den Schwingkreis und damit in die Antenne
regeln.
Das sind dann die Audionbauer, die man buchstäblich in ganz Europa hören
kann, quietsch-pfeif-zisch...
;-)))
Hallo zusammen.
@ KLS
Versuche damit mal dein Glück:
http://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Michael-Kammerer-0V2/0V2.htm
Das war Anfang der 70er Jahre mein erster RX. Mit ein paar Metern
Draht in der Bude auf 7 Mhz.
Nach meinem damaligen Empfinden sehr empfindlich, feinfühlige
Rückkopplung, wenig Handempfindlichkeit.
Wenn ich mich recht erinnere, wurde das Teil damals als Bausatz vom
Technikversand Bremen im Zusammenhang mit dem AFU-Kursus der
Fernschule Bremen vertrieben.
Bei der Odysse durchs Leben leider verloren gegangen. Ich würde
ihn heute gerne mal mit einem DC-RX vergleichen.
73 Wilhelm
>Es ist ein Lecheraudion
Ich schau mir immer zuerst die Bilder an. Hä, das sieht aus wie eine
Lecherleitung. Dann im Text: "Lecheraudion".
Was kann man damit bis 200 MHz hören? Immerhin liegt der UKW-Rundfunk
und das 2m-Band im Bereich. Flugfunk wäre auch AM (Anfängermodulation).
Bedeutet Audion, daß die LD2 gleich demoduliert?
Ja, lauter blöde Fragen heute. Wie macht man eine amplitudenabhängige
Phasenverschiebung? Ein Schwingkreis schlechter Güte parallel dazu eine
Kapazitätsdiode mit AGC-Schaltung? Dann das Ganze zurückmischen und zum
Eingangssignal dazuaddieren?
B e r n d W. schrieb:> Was kann man damit bis 200 MHz hören? Immerhin liegt der UKW-Rundfunk
Oder als Prüfgerät für die Funkstation.
> und das 2m-Band im Bereich. Flugfunk wäre auch AM (Anfängermodulation).
SSB für Fortgeschrittene und FM für die Quatschköppe, hi hi.
> Bedeutet Audion, daß die LD2 gleich demoduliert?>
Ja. Audion bedeutet Gitterdemodulation, (alter Begriff dafür ist
Gittergleichrichtung). Der "Gegenspieler" des Gitterdemodulators ist der
Anodendemodulator (Anodengleichrichter). Beide erlauben eine
HF-Rückkopplung. Der Empfänger hier ist ein "rückgekoppeltes Audion".
>> Ja, lauter blöde Fragen heute.
Ich denke die folgende Frage bezieht sich auf FSH:
> Wie macht man eine amplitudenabhängige>> Phasenverschiebung? Ein Schwingkreis schlechter Güte parallel dazu eine>> Kapazitätsdiode mit AGC-Schaltung? Dann das Ganze zurückmischen und zum>> Eingangssignal dazuaddieren?
Du hast Dir ja schon selbst eine Antwort darauf gegeben.
Übrigens: Kleine Phasenverschiebungen auf niedriger ZF-Ebebe bewirken
große Phasenverschiebungen HF-Seitig.
Anbei das Blockschaltbild des Empfängers nach der letzten Änderung von
1991. (Das war dann auch so auf den OSL-Karten.)
LG Darius
oldeurope schrieb:> Es ist ein Lecheraudion
Cooles Teil!
> http://de.wikipedia.org/wiki/Lecher-Leitung
Wie, und die Lecherleitung bildet zusammen mit einem Kurzschlusschieber
den abstimmbaren Audionschwingkreis?
(endgeiles Teil, der Lautsprecher!)
flo schrieb:>> Es ist ein Lecheraudion>>>> Cooles Teil!>
Danke. :-)
>>>>> http://de.wikipedia.org/wiki/Lecher-Leitung>>>> Wie, und die Lecherleitung bildet zusammen mit einem Kurzschlusschieber>> den abstimmbaren Audionschwingkreis?>
Ein Kurzschlussschieber ist schwierig zu realisieren wenn man wirklich
sicheren Kontakt im Strommaximum haben will. Das ist wichtig für eine
hohe Güte.
Ich habe da eine Schraubklemmung. Darüber befindet sich die
Koppelschleife für das Eingangssignal. So habe ich grob den
Frequemzbereich eingestellt.
Die Feinabstimmung macht ein Schmetterlingsdrehko rechts neben der LD2.
Der "Schieber" da bringt zusätzliche Kapazität um weiter in den
FM-Rundfunkbereich zu kommen, unter 90MHz, zum Radiohören.
>>>> (endgeiles Teil, der Lautsprecher!)
Ja, habe ich vom Flohmarkt. Ist kein DKE-Lautsprecher. Dieser hier ist
viel kleiner. :-)
Hallo Darius
Danke für das Blockschaltbild.
>Kleine Phasenverschiebungen auf niedriger ZF-Ebebe>bewirken große Phasenverschiebungen HF-Seitig.
Nach meinem Verständnis sollte die Phasendrehung beim Hochmischen gleich
bleiben, denn das Oszillatorsignal bleibt ja konstant. Bei
Frequenzvervielefachung und z.B. bei harmonischen Mischern vervielfacht
sich auch der Phasenwinkel.
Bei ditalen Betriebsarten mit dem FSH-Empfänger:
Die Einschwingzeit der Rückkopplung wird vermutlich das 5-10fache der
Bandbreite/Laufzeit des Quarzfilters betragen. Würde das Probleme
machen?
Wie Du siehst, interessiere ich mich eher für den FSH-Empfänger, bei
Gelegenheit werde ich den mal mit LT-Spice simulieren. Dabei kann man
mehr über die Arbeitsweise und Ursachen eigenartigen Verhaltens
erfahren, als beim realen Aufbau.
Gruß, Bernd
B e r n d W. schrieb:>>Kleine Phasenverschiebungen auf niedriger ZF-Ebebe>>>bewirken große Phasenverschiebungen HF-Seitig.>> Nach meinem Verständnis sollte die Phasendrehung beim Hochmischen gleich>> bleiben, denn das Oszillatorsignal bleibt ja konstant.
Hallo Bernd
Die Phasenverschiebung geht ja über die Laufzeit. Deshalb bleibt sie
nicht konstant.
> Bei ditalen Betriebsarten mit dem FSH-Empfänger:>> Die Einschwingzeit der Rückkopplung wird vermutlich das 5-10fache der
Keine Ahnung. Die Stufen zum hochmischen sind wesentlich Breitbandiger
als das Filter.
> Bandbreite/Laufzeit des Quarzfilters betragen. Würde das Probleme>> machen?
Ich sehe aus oben genanntem Grund da keine Probleme. Habe viel RTTY und
SSTV damit gearbeitet. Probleme sind mir keine aufgefallen.
>> Wie Du siehst, interessiere ich mich eher für den FSH-Empfänger, bei>> Gelegenheit werde ich den mal mit LT-Spice simulieren. Dabei kann man>> mehr über die Arbeitsweise und Ursachen eigenartigen Verhaltens>> erfahren, als beim realen Aufbau.
Keine Ahnung von. Aus anderen Bereichen der Elektronik wurden mir viele
unwahre Vorwürfe auf Grund von Simulationen gemacht. Das kommt von
Idealisierungen die gerade bei der simulierten Anwendung unzulässig
sind. Diese Idealisierungen kennt der Anwender in der Regel nicht. Ich
muss dann in zähen Diskussionen den Bug finden. Teilweise auch richtige
Fehler, z.B. kein Gitterstrom beim Steuern in den positiven Bereich. Der
wird immer wieder gerne gemacht. Läuft gerade wieder in der RB so etwas.
Aufklärung führt sehr oft zu Schreibverbot.
http://www.jogis-roehrenbude.de/forum/forum/board_entry.php?id=87153
Einfach Köstlich! Auch wenn man da nicht schreiben kann.
LG Darius
@Darius
>Die Phasenverschiebung geht ja über die Laufzeit.
Danke für den Hinweis. Die Ansprechzeit der AGC hatte ich vergessen.
Zum Röhrentread:
Ich hab ein Modell für die ECC88 gefunden, welches am Gitter
gleichrichtet und die Anodenspannung sich amplitudenabhängig nach oben
verschiebt. Dann sind tatsächlich 30Vss möglich. In der Praxis streuen
auch die BF245 (und ich meine nicht zwischen A, B und C) ziemlich stark
im Gegensatz zum J310.
>die negative Vorspannung über den Gitteranlaufstrom
Im Datenblatt (Philips) gibt es leider keinen Hinweis darauf, welcher
Gitterstrom bei 0Volt Gitterspannung fließt. Im Modell geschieht dies
erst bei positiven Werten, vermutlich ist das noch nicht ganz korrekt.
Simulation allgemein
Man darf halt nicht den Fehler machen, die Simulation als die einzige
Wahrheit darzustellen. Die Realität sieht meist doch noch etwas anders
aus. Oft stimmen die Modelle nicht richtig, dann muß man halt den Fehler
suchen und nicht die Anderen niedermachen. Je nach Drahtstärke hat ein
Drahtstück mit 1cm Länge schon eine Induktivität von 5-10nH. Schon dies
kann den Unterschied ausmachen.
Ich hab mir angewöhnt, fast alles vorher zu simulieren und das
erfolgversprechendste dann auch aufzubauen. Dazu gehören auch komplette
KW-Receiver. Auch sowas wie den FSH-Empfänger würde ich erst aufbauen,
wenn er virtuell funktioniert, denn das bedeutet, daß ich das
grundsätzliche Verhalten verstanden habe.
Gruß, Bernd
Hallo Bernd
B e r n d W. schrieb:>>>> Zum Röhrentread:>> Ich hab ein Modell für die ECC88 gefunden, welches am Gitter>> gleichrichtet und die Anodenspannung sich amplitudenabhängig nach oben>> verschiebt. Dann sind tatsächlich 30Vss möglich.
Genau so betreibe ich meinen Telefunken T9A. (Natürlich hat man dann
etwas Gitterstrom wie beim audion auch.)
> In der Praxis streuen>> auch die BF245 (und ich meine nicht zwischen A, B und C) ziemlich stark>> im Gegensatz zum J310.
Nun, dafür hat er ja einen einstellbaren Source Widerstand.
Ich denke ein PNP BJT ist an dieser Stelle überlegen. Aber diese
Hybriden gefallen mir nicht. Lieber einen entsprechend hochohmigen
Widerstand und dafür mehr Betriebsspannung.
>>>>die negative Vorspannung über den Gitteranlaufstrom>> Im Datenblatt (Philips) gibt es leider keinen Hinweis darauf, welcher>> Gitterstrom bei 0Volt Gitterspannung fließt.
Hängt von der Emission der Röhre ab. So kannst Du Dir ein ganz einfaches
Röhrenprüfgerät bauen.
> Im Modell geschieht dies>> erst bei positiven Werten, vermutlich ist das noch nicht ganz korrekt.>
Aber immerhin, das ist ja schon ein Fortschritt.
>>>> Ich hab mir angewöhnt, fast alles vorher zu simulieren und das>> erfolgversprechendste dann auch aufzubauen.
Könnte sein, dass Dir dann einiges entgeht.
>> wenn er virtuell funktioniert, denn das bedeutet, daß ich das>> grundsätzliche Verhalten verstanden habe.>>>> Gruß, Bernd
Da kann ich nicht mitreden. Ich baue etwas wenn ich meine dass es
funktionieren könnte. Dann wird es gebaut, daran gefeilt, einiges wird
dabei verworfen und anderes führt zum Erfolg.
LG Darius
>Könnte sein, dass Dir dann einiges entgeht.
Z.B. hab ich gerade das 3. Tiefpassfilter aufgebaut, mit bescheidenem
Erfolg. Das Problem sind zu große Welligkeiten im Durchlassbereich,
Einbrüche bis 20dB. Da kommen meine Messmittel an ihre Grenzen,
möglicherweise liegt es aber auch am Meßsender.
Filter:
0-400MHz oder falls möglich 440MHz
>50dB Dampfung bei 491MHz (Notch für ZF)>60dB Dampfung bis 1GHz>einiges wird dabei verworfen und anderes führt zum Erfolg.
Das ist bei mir genauso. Bei der Simulation bekommt man halt auch noch
in Situationen ein Ergebnis, bei denen die Meßstelle nicht zugänglich
ist oder jede Berührung den Prüfling außer Betrieb setzen würde.
Gruß, Bernd
Wie auch immer man zum Ziel kommt ...
Gestern Abend habe ich nach sehr sehr langer Zeit das Lecheraudion
eingeschaltet.
Das Teil macht richtig Spaß. Jede Menge UKW-Sender störungsfrei hörbar.
Man muss sorgfältig die Antennenkopplung und Rückkopplung einstellen,
dann ist der Empfang glasklar.
Wenn man das richtig gemacht hat, ist nur noch der Freischwinger die
Klangbremse.
Andere Funkdienste probiere ich bei Gelegenheit mal auf dem Dachboden zu
empfangen. :-)
Ich hätte die Lecherleitung ruhig noch etwas länger ausführen können ...
LG Darius
Gracian schrieb:> Den Radiomann-Baukasten von 2004 mit einer ECC82:>> http://www.oldradioworld.de/radiomd6.htm>>>> Mit Modifikation für SSB-Amateurfunk und DRM + Änderung des>> Gitterableitwiderstandes von 100k auf 330k. DRM ist aber Glücksache, da>> ziemlich handempfindlich. Am Besten sich keinen Millimeter bewegen:-)
Naja auch wenn ich mir nun Feinde mache ...
Mir gefällt Hartley da nicht. Grund man nutzt den Vorteil der Triode im
Audion nicht aus.
Ich möchte nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Deshalb gebe ich
Euch mal einen Hinweis:
Der Gegenspieler zur Gittergleichrichtung ist die Anodengleichrichtung.
(Um es in der Sprache unserer Altvorderen auszudrücken.)
Im nächsten Beitrag kommt mehr dazu, wenn ich dann noch schreiben darf.
;-)
>Ich möchte nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen.
Hab zwar schon vor ewigen Zeiten ein Röhrenaudion gebaut, mein Wissen
über Röhren ist doch etws eingestaubt. Aus nostalgischen Gründen hab ich
2-3 Röhrengeräte rumstehen, aber belasse es mit dem Erhalten.
Also leg los!
Hallo Bernd
Gracian hat es ja schon anklingen lassen. Ist der Widerstand zu
niederohmig wird die hier unerwünschte Anodengleichrichtung stärker und
löscht das durch Gittergleichrichtung demodulierte Signal mehr aus.
Üblich sind für Röhren 1Meg bis 2Meg Ohm und ca. 100pF. Aber dazu später
mehr.
=====
Das gilt nun aber für alle Audione. Beim Triodenaudion im Speziellen hat
man eine zusätzliche Möglichkeit die Anodendemodulation
(Anodengleichrichtung, Richtverstärkung)zu unterbinden.
Das ist dann vollständig der Fall, wenn die HF nicht mehr in der Lage
ist den Anodenstrom zu ändern. Bei einer Triode ist das aufgrund ihrer
besonderen Eigneschaften im Gegensatz zu z.B. Halbleitern tatsächlich
machbar.
Das ist der Grund weshalb Triodenaudione unter Kennern einen besonders
guten Ruf haben. Das sind keine Gerüchte.
Was muss man dazu tun? Ganz einfach:
Die HF muss an der Anode abfallen können!
Nun untersucht mal diverse Audionschaltungen darauf.
Nix da HF-Blockkondensator an der Audionanode oder am g2 einer Pentode.
Das ist contraproduktiv.
LG Darius
http://www.mikrocontroller.net/articles/Formatierung_im_Forum ???
oldeurope schrieb:> Das ist der Grund weshalb Triodenaudione unter Kennern einen besonders> guten Ruf haben. Das sind keine Gerüchte.> Was muss man dazu tun? Ganz einfach:>> Die HF muss an der Anode abfallen können!>> Nun untersucht mal diverse Audionschaltungen darauf.> Nix da HF-Blockkondensator an der Audionanode oder am g2 einer Pentode.> Das ist contraproduktiv.
Hallo,
das hört sich interessant an!
So richtig verstehe ich das noch nicht:
> Das gilt nun aber für alle Audione. Beim Triodenaudion im Speziellen hat> man eine zusätzliche Möglichkeit die Anodendemodulation> (Anodengleichrichtung, Richtverstärkung)zu unterbinden.>> Das ist dann vollständig der Fall, wenn die HF nicht mehr in der Lage> ist den Anodenstrom zu ändern. Bei einer Triode ist das aufgrund ihrer> besonderen Eigneschaften im Gegensatz zu z.B. Halbleitern tatsächlich> machbar.
Wie macht man es in der Praxis?
Gibt es einen Schaltplan dazu?
KLS schrieb:> Wie macht man es in der Praxis?>
Hallo KLS
Eine "Oszillatorschaltung" wählen, bei der viel HF* Zwischen Anode und
Katode abfällt.
>> Gibt es einen Schaltplan dazu?
In meinen Schaltungen findest Du das, aber die Zählen ja bekanntlich
nicht.
Also Blätter mal herum.
LG Darius
* Im Idealfall natürlich mü-fach, aber das geht nicht ganz. ;-)
oldeurope schrieb:> Eine "Oszillatorschaltung" wählen, bei der viel HF* Zwischen Anode und> Katode abfällt.
Das heißt konkret?
>> Gibt es einen Schaltplan dazu?>> In meinen Schaltungen findest Du das, aber die Zählen ja bekanntlich> nicht.> Also Blätter mal herum.
Nicht so bescheiden!
Habe grade noch mal die Links oben überflogen, welcher von denen führt
denn zu deinen Schaltungen?
Hallo KLS,
schau Dir das Lecheraudion an:
http://www.mikrocontroller.net/attachment/140614/vhf-audion_dd3et0003.JPG
Der dicke schwarze Drahtwiderstand da arbeitet als HF-Drossel.
Eigenresonanzen werden durch den Widerstandsdraht zerdämpft.
Er ist so gewickelt, dass die Wicklungsabstände zum kalten Ende hin
kleiner werden.
Jetzt lege ich nochmal nach. Barkhausen:
"Sehr zu beachten ist, daß bei der Gittergleichrichtung stets auch
ungewollt eine Anodengleichrichtung entsteht, die der
Gittergleichrichtung entgegen arbeitet ... Die Gittergleichrichtung
verkleinert den Anodenstrom, die Anodengleichrichtung vergrößert ihn
wieder."
Und nochmal Barkhausen:
"Bei der Anodengleichrichtung mache man den Wechselstromwiderstand des
Anodenkreises möglichst klein (überbrückungskondensator). - Umgekehrt
kann man die Anodengleichrichtung durch großes za (Drosselspule)
unterdrücken."
So! Mal sehen ob ich nun Schreibverbot bekomme. Soweit wie hier wäre das
im RMorg oder bei Wumpus gar nicht erst gekommen. Das muß sofort
gelöscht werden. ;-)
LG Darius
oldeurope dd3et schrieb:> Der dicke schwarze Drahtwiderstand da arbeitet als HF-Drossel.> Eigenresonanzen werden durch den Widerstandsdraht zerdämpft.> Er ist so gewickelt, dass die Wicklungsabstände zum kalten Ende hin> kleiner werden.
Sowas habe ich ja noch nie gehört, interessantes Konzept!
Was würdest du dann für ein KW-Audion zwischen 3MHz und 8MHz mit Triode
empfehlen, statt R(a) eine Anodendrossel oder auch hier solch ein
Spezialwiderstand?
Ich würde das gerne mal in der Praxis ausprobieren.
> So! Mal sehen ob ich nun Schreibverbot bekomme.
Hier sind die Technik-Gedanken noch halbwegs frei, Schreibverbot an
dieser Stelle eher nicht zu befürchten ;O)
>eine Anodengleichrichtung entsteht, die der>Gittergleichrichtung entgegen arbeitet
Also eine Stromquelle an der Anode oder eine genügend große
Induktivität, deren Strom sich innerhalb einer Schwingung nicht ändert.
Was ist mit der Eigenresonanz oder oberhalb, wenn das Verhalten
kapazitiv wird? Hilft da nur dämpfen. Dort könnte man eine
Bjt-Stromquelle ausprobieren. Wurde das schon versucht?
B e r n d W. schrieb:> Was ist mit der Eigenresonanz oder oberhalb, wenn das Verhalten>> kapazitiv wird? Hilft da nur dämpfen. Dort könnte man eine>> Bjt-Stromquelle ausprobieren. Wurde das schon versucht?
Welche Eigenresonanz ist gemeint?
> Bjt-Stromquelle ausprobieren. Wurde das schon versucht?
Ich erkenne den Sinn nicht. Technisch ist eine RFC oder der Kreis selbst
am geeignetsten.
Kannst ja mal eine bauen die kapazitätsarm und hochohmig genug ist.
In der Simulation wird das sicher funktionieren. Praktisch wohl kaum.
Da wird es wohl eher eine undefiniert kapazitive und rauschbehaftete
Reaktanz werden. Will man das?
B e r n d W. schrieb:> Also eine Stromquelle an der Anode oder eine genügend große> Induktivität, deren Strom sich innerhalb einer Schwingung nicht ändert.
ähnliche Audionschaltungen mit Drain-Induktivität bzw.
Kollektor-Induktivität gibt es ja schon, warum soll das bei einer Triode
besser funktionieren?
(dies ist keine rethorische Frage!)
(an der Stelle muss ich leider ganz deutlich sagen, dass mir die
Begriffe Anodengleichrichtung und Gittergleichrichtung hier in dem
Zusammenhang bisher nicht wirklich verständlich sind)
KLS schrieb:> B e r n d W. schrieb:>>> Also eine Stromquelle an der Anode oder eine genügend große>>> Induktivität, deren Strom sich innerhalb einer Schwingung nicht ändert.>>>> ähnliche Audionschaltungen mit Drain-Induktivität bzw.>> Kollektor-Induktivität gibt es ja schon, warum soll das bei einer Triode>> besser funktionieren?>> (dies ist keine rethorische Frage!)>
Schau Dir mal das Ausgangskennlinienfeld einer Triode bei negativer
Gittervorspannung an. Fällt Dir etwas auf? Aha!
Deshalb funktioniert das mit der Unterdrückung der Anodengleichrichtung
so nur mit Triode.
>>>> (an der Stelle muss ich leider ganz deutlich sagen, dass mir die>> Begriffe Anodengleichrichtung und Gittergleichrichtung hier in dem>> Zusammenhang bisher nicht wirklich verständlich sind)
Warum nicht? Das ist natürlich elementar. Erklärungen dazu findest Du
doch reichlich im Netz. (Wobei die zum Anodengleichrichter nicht
unbedingt richtig sein müssen.)
>Welche Eigenresonanz ist gemeint?
Die Eigenresonanz der Anodendrossel. Deshalb ist Deine ja mit kleiner
werdendem Abstand gewickelt, um keine ausgeprägte Resonanz zu bekommen.
Dann noch bedämpft, ein Parallelwiderstand wäre von Nachteil. Eine
normale Drossel läßt sich sehr gut simulieren, diese hier (mit kleiner
werdendem Abstand) müßte man evtl. aus 3 Teilen zusammenstückeln, wobei
ja die einzelnen Teile noch gekoppelt sind.
>rauschbehaftete?
Schon möglich.
B e r n d W. schrieb:> Deine ja mit kleiner>> werdendem Abstand gewickelt, um keine ausgeprägte Resonanz zu bekommen.
Nein, das macht sie besondes Kapazitätsarm für hohe zu drosselnde
Frequenzen. Sie soll den Lecherkreis möglichst wenig verstimmen.
LG Darius
Ups
Entschuldigung, irgendwie habe ich Deinen Beitrag erst jetzt gesehen.
KLS schrieb:> oldeurope dd3et schrieb:>>> Der dicke schwarze Drahtwiderstand da arbeitet als HF-Drossel.>>> Eigenresonanzen werden durch den Widerstandsdraht zerdämpft.>>> Er ist so gewickelt, dass die Wicklungsabstände zum kalten Ende hin>>> kleiner werden.>>>> Sowas habe ich ja noch nie gehört, interessantes Konzept!>>>> Was würdest du dann für ein KW-Audion zwischen 3MHz und 8MHz mit Triode>> empfehlen, statt R(a) eine Anodendrossel oder auch hier solch ein>> Spezialwiderstand?>
Du kannst ja eine Audionschaltung mit Serienspeisung verwenden. Oder
eine Ferritinduktivität. Die Wicklung wie beschrieben aufzubringen hat
sich bewährt. Zur Not tun es auch zwei Widerstände. Liegt kein Kreis
oder nur eine Rückkopplungsspule parallel, würde ich eine
Resonanzdrossel empfehlen. Dazu bringt man so viele Windungen auf, dass
man ohne zusätzliche Kapazität in Deinem Fall auf 6...7MHz kommt. (In
der Schaltung dippen.)
>>> So! Mal sehen ob ich nun Schreibverbot bekomme.>>>> Hier sind die Technik-Gedanken noch halbwegs frei, Schreibverbot an>> dieser Stelle eher nicht zu befürchten ;O)
Ich bin ja selbst überrascht. Normalerweise bekommen meine Beiträge
mächtig Trollfeuer. Mal sehen was noch so kommt. ;-)
LG Darius
KLS schrieb:> ähnliche Audionschaltungen mit Drain-Induktivität bzw.> Kollektor-Induktivität gibt es ja schon, warum soll das bei einer Triode> besser funktionieren?oldeurope schrieb:> Schau Dir mal das Ausgangskennlinienfeld einer Triode bei negativer> Gittervorspannung an. Fällt Dir etwas auf? Aha!> Deshalb funktioniert das mit der Unterdrückung der Anodengleichrichtung> so nur mit Triode.
Wo liegt denn nach Meinung von Oldeurope der prinzipielle Unterschied
zwischen
-dem Ausgangskennlinienfeld einer Triode bei negativer Gittervorspannung
und
-dem Ausgangskennlinienfeld eines n-JFETs bei negativer Gatespannung
???
Die Rückwirkung von Drain zum Gate dürfte beim JFet wesentlich größer
sein. Beim J310 können sogar Source und Drain vertauscht werden, der
Unterschied ist minimal.
Bei Halbleitern prinzipiell ändern sich bei Arbeitspunkverschiebungen
die Sperrschichtkapazitäten daraus folgt: Frequenzdrift, Rückkopplung
ändert sich.
Verhindern kann man das (fast), indem man einen Arbeitspunkt wählt, bei
dem das Audion nicht demoduliert, dann ist es aber kein Audion mehr.
Also Trennung in Q-Multiplier und Demodulator.
B e r n d W. schrieb:> Verhindern kann man das (fast), indem man einen Arbeitspunkt wählt, bei> dem das Audion nicht demoduliert, dann ist es aber kein Audion mehr.> Also Trennung in Q-Multiplier und Demodulator.
FET-Audion dann lieber mit 18V statt mit 9V betreiben??!
Was ändert das an der Gate-Source-Spannung und damit an der
GS-Kapazität?
Man könnte das Gate auf GND und Source auf 2V legen (3 Dioden, LED).
Dann wird die Kapazität auf einen geringeren, konstanten Wert reduziert.
Und den Drain auch über eine Drossel oder Schwingkreis arbeiten lassen.
Graff schrieb:> Wo liegt denn nach Meinung von Oldeurope der prinzipielle Unterschied>> zwischen> -dem Ausgangskennlinienfeld einer Triode bei negativer Gittervorspannung> und> -dem Ausgangskennlinienfeld eines n-JFETs bei negativer Gatespannung> ???
Schau mal was Rumgucker dazu schreibt:
http://d-amp.org/GuckisPranger/thread.php?board=2&thema=20
[quote]Ich hab das Thema schon im D-Amp anklingen lassen: ich halte die
Röhrentriode für ein ziemlich einzigartiges Bauteil. ... Denn sie haben
eine ganz andere Ia/Ua-Kennlinienschar als die Halbleiter oder Pentoden.
So hat ein BF245 einen "Pentodencharakter" und keinen Triodencharakter.
[/quote]
Also Trioden kann man als Spannungsquellen betreiben,
Transistoren nur als Stromquellen.
LG
oldeurope schrieb:> Schau mal was Rumgucker dazu schreibt:>> http://d-amp.org/GuckisPranger/thread.php?board=2&...>> [quote]Ich hab das Thema schon im D-Amp anklingen lassen: ich halte die> Röhrentriode für ein ziemlich einzigartiges Bauteil. ... Denn sie haben> eine ganz andere Ia/Ua-Kennlinienschar als die Halbleiter oder Pentoden.> So hat ein BF245 einen "Pentodencharakter" und keinen Triodencharakter.>> [/quote]>> Also Trioden kann man als Spannungsquellen betreiben,> Transistoren nur als Stromquellen.>> LG
Wie sieht es denn mit Pentoden aus, die man als Triode verschaltet hat?
Sind das deiner Meinung nach auch echte Trioden im o.g. Sinn?
Grüße
> der Katodenstrom ist eine Funktion der Anodenspannung> multipliziert mit einer Funktion der Gitterspannung
Nehmen wir mal an, die Triode multipliziert. Welche Triode macht das am
Besten?
Würde dann die angehängte Schaltung als DC-Receiver funktionieren?
Für manche bedeuten Röhren sowas wie Esoterik oder Religion. Sowas wie
sauerstoffreie Lautsprecherkabel oder abgeschirmte Kaltgeräte-Netzkabel.
Diese Leute sind dann für logische Argumente auch nicht mehr zugänglich.
Da kann man nur passen.
In manchen Bereichen haben Röhren durchaus noch ihre Berechtigung. Eine
Röhre bekommt mal "rote Backen", ist dann aber nicht gleich kaputt. Ich
hab schon Röhren gesehen, da hat das Vakuum Beulen ins rot glühende Glas
gezogen, so heiß war die, das ist kein Röhrenlatein. Und sie
funktionierte noch.
Unsere Vorfahren haben schon, dem damaligen Stand der Technik
entsprechend, das Maximum rausgeholt. Leider geht dieses Wissen so
langsam wieder verloren.
Gruß, Bernd
KLS schrieb:>>> Gibt es einen Schaltplan dazu?>>>>>> In meinen Schaltungen findest Du das, aber die Zählen ja bekanntlich>>> nicht.>>> Also Blätter mal herum.>>>> Nicht so bescheiden!
Na gut, dieses habe ich aus alten Radioteilen zusammengebaut.
Ich habe die Schaltung von der RW abfotografiert.
Bitte beachtet die Spule vor dem g2 der Audionröhre (roter Pfeil). Sie
verhindert Anodengleichrichtung.
Es ist eine Ferritdrossel mit mehreren Kammern.
LG Darius
B e r n d W. schrieb:>> der Katodenstrom ist eine Funktion der Anodenspannung>>> multipliziert mit einer Funktion der Gitterspannung>> Nehmen wir mal an, die Triode multipliziert. Welche Triode macht das am>> Besten?>> http://www.mikrocontroller.net/attachment/141106/Multiplizierer.gif>> Würde dann die angehängte Schaltung als DC-Receiver funktionieren?
Nicht schön, denn der Gittergleichrichter ist der Gegenspieler des
Anodengleichrichters. C1 überbrücken und R1 weg helfen die
Gittergleichrichtung zu unterbinden. Also hier ist das genaue Gegenteil
von dem gefragt was in diesem Thread beim Audion passieren soll.
Schau mal in die Röhrenbude:
http://www.jogis-roehrenbude.de/forum/forum/board_entry.php?id=87811
Da ist ein solcher Ultradyne-Mischer. Und ja, auch Deiner würde ohne die
80VDC funktionieren (wenn V2 (VFO) genügend Spannung bringt).
http://image.n0t.de/f-2f18be98922f90eb87e304b4d981252f.jpg
Bei der Schaltung in der RB fehlt die Neutralisation (Störabstrahlung)
und ohne Gittervorspannung wird wird der Antennenkreis unnötig bedämpft.
So lässt sich die Resonanzüberhöhung zur Empfindlichkeitssteigerung
nicht ausnutzen. Sehr schade. Also negative Gittervorspannung einsetzen
und ggf. entsprechende Verschiebespannung auf die Anode bringen.
Letztendlich ist es ein unnötig vergeutetes Triodensystem. Der
Oszillator selbt taugt als Mischer genauso! Gutes Beispiel dafür sind
die UKW Mischstufen mit Triode.
Ich musste erstmal peilen was ein DC-Empfänger sein soll. Inzwischen ist
bei mir der Groschen gefallen: Ah - Direktmischer. Mit Röhren habe ich
da keine guten Erfahrungen gemacht. Die Niederfrequenzverstärkung
dahinter ist hoch und Transistoren sind in Sachen Mikrofonie deutlich
überlegen.
Ich hatte mir vor langer Zeit mal einen 2m ssb Transciever so gebaut.
Wenn Diskussionsbedarf zum Thema besteht, neuer Thread?
LG
>C1 und R1 weg helfen die Gittergleichrichtung zu unterbinden
Da hast Du wohl Recht.
Mir ging es nur darum: Multiplizierer = idealer Mischer. Eigentlich
müßte dann auch der Ausgang gegen das Eingangs- und OSC-Signal isoliert
sein. Bei vielen aktiven Mischern wird das Eingangssignal sogar
verstärkt.
Zu R2 wollte ich noch einen C parallel schalten, damit nur die NF
abfällt oder die NF gleich an der Anode über einen Tiefpass auskoppeln.
Aber dann wirkt die NF schon wieder auf den Multiplizierer zurück. Dann
war aber das Editieren meines Beitrags schon gesperrt. Da das
Ausgangssignal als Strom Vorliegt, hatte ich die Idee, an die Kathode
mit der Basis eines NPN-Transistors zu verbinden. Und siehe da, jemand
hatte die Idee schon vor mir.
Direktmischer, 2m ssb Transciever so gebaut.
> Wenn Diskussionsbedarf zum Thema besteht, neuer Thread?
Momentan nicht, zu viele Baustellen
> Ultradyne
Mir gefällt das Konzept des Simple-X recht gut.
http://www.youtube.com/watch?v=JcMQp5-jvmY
Das ist jetzt wieder näher am Thread-Thema, zum Spielen würde ich sowas
modifiziert aufbauen. Mit ECH81, die Triode am Eingang mit Rückkopplung,
denn das Original hat noch Spiegelfrequenz-Probleme. Dann einen
selbstschwingenden Mischer mit der Heptode. Dann ein Latice-Filter,
nicht diese Halbbrücke. Demodulator und NF-Stufe mit irgendeiner ECL.
Und dann eine Röhre einsparen durch Reflexprinzip. Mal sehen, eventuell
für nächsten Winter.
Gruß, Bernd
Wolfgang schreibt dort:
http://www.jogis-roehrenbude.de/forum/forum/board_entry.php?id=87811> Es ist bekannt, dass das Audion einen rel. kleinen> Aussteuerungsbereich besitzt, wo die Verzerrungen> noch ertragbar sind. Vor allem bei den heutigen hohen> Modulationsgraden (bis an die 100%) tritt das in Erscheinung.> Damals waren die viel, viel geringer![/quote]
Kann mir jemand mal bitte erklären wie man zu dieser Auffassung kommt?
Da bin ich anderer Meinung und ich konnte diese Erfahrung nicht machen.
LG oldeurope
> rel. kleinen Aussteuerungsbereich> bei den heutigen hohen Modulationsgraden (bis an die 100%)
Das Gegenteil ist der Fall. Die spitze Filterform durch die Rückkopplung
bewirkt, daß im Schwingkreis der Träger stärker angehoben wird, als die
Seitenbänder. Dadurch verringert sich der Modulationsgrad und die
Demodulation wird einfacher.
Manchmal hab ich das Gefühl, ein Audion hat bezüglich der Dynamik ein
logaithmisches Verhalten. Über mehrere Größenordnungen ändert sich die
Amplitude der demodulierten NF wenig. Jedoch kann man es übersteuern und
es gibt eine Schwelle, unterhalb der nicht mehr demoduliert wird. Dies
bezieht sich auf meine bisherigen Halbleiterschaltungen, bei Röhren
fehlt mir der Vergleich.
Zur Empfindlichkeit / Ansprechschwelle
Ich meine, auf www.jogis-roehrenbude.de, kann den vollen Link gerade
nicht finden, gibt es eine Angabe zur Empfindlichkeit der
Volksempfänger, welche sich zwischen 0,5mV und 1,5mV bewegt. Über das
Meßverfahren ist vermutlich nichts bekannt. Es gibt möglicherweise
Schaltungen, welche diese "Ansprechschwelle" so nicht besitzen.
Meine Halbleiterschaltungen ware empfindlicher. Mangels Messtechnik kann
ich das nur schätzen:
Für AM ~50µV, für CW ~10µV
Gruß, Bernd
B e r n d W. schrieb:>> rel. kleinen Aussteuerungsbereich>>> bei den heutigen hohen Modulationsgraden (bis an die 100%)>> Das Gegenteil ist der Fall. Die spitze Filterform durch die Rückkopplung>> bewirkt, daß im Schwingkreis der Träger stärker angehoben wird, als die>> Seitenbänder. Dadurch verringert sich der Modulationsgrad und die>> Demodulation wird einfacher.
Hut ab! Das ist ein richtig gutes Gegenargument. Da hab ich noch gar
nicht drüber nachgedacht.
Aber Modulationsgrade bis 100% sind auch ohne Gegenkopplung kein
Problem. Das wird dann ein Problem wenn die Zeitkonstante R x C am
Gitter falsch ausgelegt ist oder man dort z.B. eine Regelspannung
abgreift.
LG
So, jetzt kann ich meinen Beitrag zu Ende bringen.
Ich muss mich für ein paar Schreibfehler und den falschen Link
entschuldigen, die Empfindlichkeitsangaben befindet sich auf Old Radio
World:
http://www.oldradioworld.de/volksd.htm
Eine Empfindlichkeit von 0,5mV und 1,5mV ist natürlich nicht so
berauschend, wobei die Messmethode nicht genannt wird. Möglicherweise
bezieht sich der Wert das auf das notwendige Eingangssignal für
Zimmerlautstärke. Später wurde ein HF-Vorverstärker als Vorschaltgerät
angeboten, um diese Schwäche auszugleichen.
Bezüglich der AM-Demodulation ist mir noch eine Eigenart aufgefallen. Je
stärker die Rückkopplung angezogen wird, um so genauer muss die Resonanz
des Audions auf den Träger abgestimmt werden sonst verformt sich die
demodulierte NF und es treten Verzerrungen auf. Ein Sinus sieht
sägezahnähnlich aus, es entsteht die erste Harmonische. Im Extremfall
kann das Audion den Ton eines Seitenbandes als Träger verwenden. Das
Seitenband mischt sich mit dem richtigen Träger und mit dem eigenen
Doppelgänger auf dem anderen Seitenband, wodurch die doppelte Frequenz
entsteht.
Dann zum Schluß noch eine Frage
Warum rasten manche Schaltungen/Varianten auf das Empfangssignal ein wie
eine PLL und andere nicht. Für AM wäre in Einrasten vorteilhat, für SSB
und CW jedoch schädlich. Also falls jemand eine Möglichkeit kennt ...
Gruß, Bernd
B e r n d W. schrieb:> Warum rasten manche Schaltungen/Varianten auf das Empfangssignal ein wie>> eine PLL und andere nicht.
Jeder Oszillator lässt sich synchronisieren. Wie gut das geht, hängt von
der Kopplung und der Stärke der Synchronisationsfrequenz und der
Festigkeit der Rückkopplung ab.
Die synchronisatiosfahigkeit des Audions steigt mit der Kopplung und
Signalstärke und fällt bei stärkerem Anziehen der Rückkopplung.
LG
> der Kopplung und der Stärke der Synchronisationsfrequenz> und der Festigkeit der Rückkopplung ab.
Dann ist es also der selbe Effekt wie beim Dip-Meter. Bei fester
Kopplung läßt sich der andere Schwingkreis mitziehen. Oder bei einem
Bandfilter mit überkritischer Kopplung zwischen den 2 Polen.
Möglicherweise wäre der Effekt für AM in einer Schaltung mit
umschaltbarer Kopplung nutzbar.
B e r n d W. schrieb:> Bei fester>> Kopplung läßt sich der andere Schwingkreis mitziehen. Oder bei einem>> Bandfilter mit überkritischer Kopplung zwischen den 2 Polen.
Das ist IMO ein völlig anderer Effekt!
Hallo Bernd
ich möchte gern noch auf einen älteren Beitrag von Dir antworten.
B e r n d W. schrieb:> Manchmal hab ich das Gefühl, ein Audion hat bezüglich der Dynamik ein>> logaithmisches Verhalten.
Dieses Gefühl habe ich nicht.
> Über mehrere Größenordnungen ändert sich die>> Amplitude der demodulierten NF wenig. Jedoch kann man es übersteuern
Mag sein, dass die immer stärker ausgeprägte "Anodengleichrichtung"
diesen Effekt bewirkt. Das könnte auch Dein Dynamikgefühl erklären.
Bei meinen Audionen gibt es solche Effekte logischerweise nicht.
> und>> es gibt eine Schwelle, unterhalb der nicht mehr demoduliert wird.
Das könnte auf eine Sperrspannung für die Diodenstrecke hindeuten. Soll
eigentlich nicht sein.
> Dies>> bezieht sich auf meine bisherigen Halbleiterschaltungen, bei Röhren>> fehlt mir der Vergleich.
Bei mir ist das umgekehrt. Mir ist sehr wichtig ein Audion so zu bauen,
dass Anodendemodulation bestmöglich unterdrückt wird. Die gängigen
Schaltungen kommen bei mir daher auch kaum zum Zug. Bei Halbleitern sehe
ich gar keine Möglichkeit Anodendemodulation zu unterdrücken. Deshalb
würde ich mir damit kein Audion bauen wollen.
Was für Halbleiter spricht, ist die Mikrofonieunempfindlichkeit. Da kann
man sich mehr NF-Verstärkung leisten. So kann man vermeiden in den
Bereich störender Anodendemodulation zu kommen.
LG oldeurope
Hallo Audionbauer,
hier das Schaltbild für einen einfachen Ozsillator mit einem "verpolten"
NPN-Transistor und einem Kondensator.
Ich frage mich, ob es möglich ist, mit dieser Schaltung ein Audion
aufzubauen --->
-C durch einen LC-Parallelkreis ersetzen (L muß über großen C
gleichstrommäßig entkoppelt werden)
-Rückkopplungseinstellung über die Höhe der positive Betriebsspannung
Was meint Ihr???
Ottober schrieb:> hier das Schaltbild für einen einfachen Ozsillator mit einem "verpolten"> NPN-Transistor und einem Kondensator.
Ich weiß nicht, ob es funktionieren würde, aber so, wie ich es verstehe,
wäre es kein Audion, sondern ein Q-Multiplier (weil der
Demodulator-Effekt fehlt).
Wie schnell kann denn so ein umgedrehter Transistoroszillator schwingen?
Ottober schrieb:> hier das Schaltbild für einen einfachen Ozsillator mit einem "verpolten"> NPN-Transistor und einem Kondensator.B e r n d W. schrieb:> Falls die andere Schaltung schwingt, könnte die so ähnlich verschaltet> werden.
Habe die Schaltung von Ottober gestern mit einem BC548C aufs steckbrett
gepflanzt, geschwungen ist nichts.
die schaltung kommt mir aber sehr bekannt vor (aus irgendeinem büchlein
von elektor)
früher hat man wohl auf diese weise sägezahngeneratoren mit C und
glimmlampe aufgebaut.
wenn der C über den R so weit aufgeladen war, dass die glimmlampe
gezündet hat, wurde der C wieder entladen und das ganze ging von vorne
los.
die Audion-tauglichkeit der schaltung (wenn sie wirklich funktioniert)
würde mich auch mal interessieren...
Bei mir schwingt die Schaltung mit ca. 20 kHz.
Die Bauteilwerte sind:
T = BC337
R = 2.7k
C = 22nF
Wie immer, den Blockkondensator nicht vergessen! Je nach Vorwiderstand
schwingt es ab 10 - 20 Volt.
Ich hab mal einen Schwingkreis für DCF77 drangehängt. Es kommen immer
eine positive und eine negative Halbwelle und eine Gedenkpause, als
wolle sich der Transistor erholen. Das werde ich heute noch weiter
untersuchen.
B e r n d W. schrieb:> Wie immer, den Blockkondensator nicht vergessen! Je nach Vorwiderstand> schwingt es ab 10 - 20 Volt.
Mein aufbau war ähnlich wie deiner, allerdings nur mit 9V-Block,
wahrscheinlich deshalb keine Schwingung.
> Das werde ich heute noch weiter> untersuchen.
Gibt es schon Ergebnisse?
Winfried J. schrieb:> http://de.wikipedia.org/wiki/Lawinendurchbruch> http://de.wikipedia.org/wiki/Tunneldiode
Interessant!
Dann müsste es mit "verpolten" LEDs eigentlich auch gehen!?
B e r n d W. schrieb:> Ich hab mal einen Schwingkreis für DCF77 drangehängt. Es kommen immer> eine positive und eine negative Halbwelle und eine Gedenkpause, als> wolle sich der Transistor erholen. Das werde ich heute noch weiter> untersuchen.
Tuneldioden brauchen diese Gedenkpause/Erholungsphase anscheinend nicht,
wenn sie bis in den GHz-Bereich funktionieren.
Zweipole mit negativem Differentiellen Widerstand könne auf zwei
Effekten beruhen.
beim verpolten Transistor bewirkt der Avalancheffekt dieses
http://de.wikipedia.org/wiki/Lawinendurchbruch
es geht aber auch mit einer Tunneldiode
http://de.wikipedia.org/wiki/Tunneldiodehttp://www.falstad.com/circuit/e-tdrelax.html
Kippschaltungen sind dabei einfacher zu realisiseren. es lasses sich
aber auch Sinusoszillatoren realisieren. Wichtig ist den Arbeitspunkt
der Schaltung auf den monoton fallenden Teil(neg.diff. widerst.)der
Kennlinie zu bringen. Diese sind stark vom jewieligen Bauteeil abhängig
da nicht außer bei Tunneldioden und speziellen Avalanchetransistoren
nicht typisert.dit
Bisher kein Erfolg. Im Notfall interagiert der Transistor mit dem
Blockkondensator, auch mit 2200µF. Der Schwingkreis mag nicht schwingen,
und wenn, wäre noch nicht sicher, wie.
>und eine Gedenkpause
Während der Emitter mit Blockkondensator und Widerstand einen Sägezahn
generiert hat, machte der Schwingkreis zwischen Collektor und GND
einfach eine Schwingung mit Gedenkpause. Der Transistor hat den
Schwingkreis schlicht ignoriert.
Jedenfalls, wenn ich das Netzteil hochregle, geht bis 9.5 Volt der
Emitter mit und ab da wieder runter. Nach dem Umkehrpunkt ist der Abfall
ziemlich linear, nicht dieses geschwungene S wie bei der Tunneldiode.
Also ein schöner negativer Widerstand ist jedenfalls vorhanden.
Falls jemand die durchbrechende Idee/Schaltungsvorschlag hat, nur zu.
Ansonsten probier ich morgen mal die Lambda-Schaltung aus.
Damit seid Ihr dann keine Audionbauer mehr. Danach fragt der
Themenstarter.
Ihr habt so Q-Multipler und Detektor - die Niederfrequenzverstärkung als
Audionkriterium fehlt gänzlich.
LG
oldeurope schrieb:> Damit seid Ihr dann keine Audionbauer mehr. Danach fragt der> Themenstarter.> Ihr habt so Q-Multipler und Detektor - die Niederfrequenzverstärkung als> Audionkriterium fehlt gänzlich.
Hallo Oldeurope!
Streng genommen stimmt das. Mittlerweile gehören in der Umgangssprache
auch Q-Multiplier mit Demodulatoren zu den Audionschaltungen (wie ein
Blick in die zahlreiche Literatur beweist, s. Sichla, Kainka, etc.).
Hier eine interessante MW-Audion-Schaltung mit Lambda-Diode aus FET und
BiPo.
(Anhang)
PS: @Oldeurope
Du kannst hier gerne über die Röhrenschaltungen weiterschreiben! Das
Thema Unterdrückung der Anodengleichrichtung finde ich sehr interessant!
B e r n d W. schrieb:> Falls jemand die durchbrechende Idee/Schaltungsvorschlag hat, nur zu.> Ansonsten probier ich morgen mal die Lambda-Schaltung aus.
Was für eine Art Lambda-Schaltung?
KLS schrieb:> Streng genommen stimmt das. Mittlerweile gehören in der Umgangssprache>> auch Q-Multiplier mit Demodulatoren zu den Audionschaltungen (wie ein>> Blick in die zahlreiche Literatur beweist, s. Sichla, Kainka, etc.).>
Was für ein Beweis!
Weil dank dieser Buchautoren technische Begriffe falsch angewendet
werden, muss ich das nicht auch noch tun. Ich finde das sehr
bedauerlich. Diese Büchergläubigkeit.
(Kainka --> Röhrenbude; Sichla keine Ahnung wo man den findet.)
Jedenfalls sind das ganz gewöhnliche Menschen wie Du und ich.
>>> Hier eine interessante MW-Audion-Schaltung mit Lambda-Diode aus FET und>> BiPo.>> (Anhang)
Für mich ist das ein Detektor mit Entdämpfung. Definitiv kein Audion.
Interessant ist die Schaltung ohne Zweifel. Ich hatte sie schon in dem
interessanten Link oben gesehen.
LG oldeurope
@oldeurope
Ich verstehe das!
Auf der anderen Seite ist es so, dass Sprache sich mit der Zeit
verändert, Begriffe neue oder andere Inhalte erfahren und meistens
merken wir es gar nicht.
Im Englischen spricht man vom Regenerative Receiver. Das lässt immerhin
einen gewissen Deutungsspielraum im Bezug auf den Schaltungsaufbau zu.
Rückkopplungsempfänger wäre natürlich der bessere Begriff für das, was
landläufig als "Audion" bezeichnet wird und schaltungstechnisch ein
Q-Multiplier mit anschließendem Detektor ist.
Kommen wie doch noch mal zu deinem Konzept mit der Gitter- und
Anodengleichrichtung:
Wie würdest Du in diesem Zusammenhang einen Trioden-Q-Multiplier mit
anschließendem Detektor aufbauen?
@KLS
Die selbe wie Deine aus diesem schon zuvor genannten Link.
@oldeurope
KLS ist der Thread-Starter und die Überschrift spricht die Audionbauer
ganz allgemein an. Ich finde, das passt alles zum Thema. Er hat damit
eine interessante Diskussion losgetreten.
>Definitiv kein Audion. Interessant ist die Schaltung ohne Zweifel.
Wenns denn funktioniert? Der Zweck heiligt die Mittel. Mich interessiert
das Verhalten im Vergleich, was sind die Stärken und Schwächen dieser
Schaltung.
Dazu fehlt dann am Ende auch noch ein Röhrenaudion in meiner Sammlung,
das letzte Mal hab ich mich vor 20 Jahren damit beschäftigt.
Audion mit JFet:
Es wäre einen Versuch Wert, einen JFet mit einem sehr kleinen Ruhestrom
auszuwählen und dann die Gatediode auf ca. +0,45 Volt bringen in den
Anfangsbereich des Durchlaßbereiches. Durch Anreicherung fließen dann
doch schon ein paar mA am Drain. Möglicherweise könnte man doch eine
Gategleichrichtung erreichen mit anschließender Verstärkung.
Gruß, Bernd
KLS schrieb:> Ich verstehe das!>>>> Auf der anderen Seite ist es so, dass Sprache sich mit der Zeit>> verändert, Begriffe neue oder andere Inhalte erfahren und meistens>> merken wir es gar nicht.>
Ein Detektor wird aber kein Audion. Die Begriffe haben nach wie vor ihre
Bedeutung und Inhalte behalten.
>> Im Englischen spricht man vom Regenerative Receiver. Das lässt immerhin>> einen gewissen Deutungsspielraum im Bezug auf den Schaltungsaufbau zu.>>
Soso.
> Rückkopplungsempfänger wäre natürlich der bessere Begriff für das, was>> landläufig als "Audion"
Hallo? Was liest Du für Bücher! Du kannst ein Audion rückkoppelen. Das
ist dann ein rückgekoppeltes Audion und gehört zu der Gruppe der
Rückkopplungsempfänger.
Auch ein Richtverstärker (z.B. Anodengleichrichter) kann zusätzlich
rückgekoppelt werden. Und auch ein Super kann rückgekoppelt werden,
siehe Patent oben. Muß aber nicht!
> bezeichnet wird und schaltungstechnisch ein>> Q-Multiplier mit anschließendem Detektor ist.
Nein ein Audion ist Detektor und NF-Verstärker in einem Element.
Rückkopplung ist kein Audionmerkmal.
Beim Richtverstärker entfällt dieser Detektor. Er wird mit einer
Vorspannung deaktiviert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Anodengleichrichtung>>>> Kommen wie doch noch mal zu deinem Konzept mit der Gitter- und>> Anodengleichrichtung:
Ich habe kein Konzept mit Gitter- und Anodengleichrichtung.
Mach Dir mal mit Hilfe des Wikipediaartikels die Funktionsweisen klar.
>>> Wie würdest Du in diesem Zusammenhang
Ich sehe da keinen Zusammenhang.
> einen Trioden-Q-Multiplier mit>> anschließendem Detektor aufbauen?
Ja, genau so.
LG
@flo
>> oldeurope schrieb: Du kannst ein Audion rückkoppeln.>> Muß aber nicht!> wobei ein audion nicht zwangsläufig rückgekoppelt sein muss.
Und ewig grüßt das Murmeltier.
@oldeurope
Mich würde interessieren, welche Art der Rückkopplung am Besten
funktioniert. Hartley, Colpitts oder Rückkoppelspule? Mit welchem
Stellelement erreicht man bei einer Röhre den weichsten Einsatz?
Besonders bei den hohen Frequenzen muß das doch auch mechanisch ziemlich
stabil sein?
Hallöchen,
ich habe eine Audionschaltung (0-V-0) ohne Rückkopplung gefunden. Ist
aber nur für Ortssender ausgelegt. Verwendet wird dabei eine Röhre
(2E32, direkt geheizte Pentode), müsste aber auch mit einer anderen
vergleichbaren Pentode funktionieren.
http://www.jogis-roehrenbude.de/Bastelschule/1StdRadio.htm
gruß
Thyranistor
B e r n d W. schrieb:> Mich würde interessieren, welche Art der Rückkopplung am Besten>> funktioniert. Hartley, Colpitts oder Rückkoppelspule? Mit welchem>> Stellelement erreicht man bei einer Röhre den weichsten Einsatz?
Das kann ich Dir nicht sagen. IMO kann man da keine allgemeine Aussage
zu treffen.
>> Besonders bei den hohen Frequenzen muß das doch auch mechanisch ziemlich>> stabil sein?
Bei so einem Lechersystem mit 6mm Messingstangen ist das schon stabil
genug. Die Abschirmung lässt sich verbessern und eine grobe
Frequenzanzeige ist auch hilfreich. Werde ich mal machen, inzwischen
habe ich die Messgeräte dazu. :-)
Tobias M. schrieb:> Hallöchen,>>>> ich habe eine Audionschaltung (0-V-0) ohne Rückkopplung gefunden.
Ja normal. Wenn ein Buchautor den Begriff Audion mit Rückkopplung
verbindet, Feuerwehr rufen. ;-)
http://filmforno.com/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/fahrenheit-451d.jpg
Barkhausen gut verstecken.
> Ist>> aber nur für Ortssender ausgelegt. Verwendet wird dabei eine Röhre>> (2E32, direkt geheizte Pentode), müsste aber auch mit einer anderen>> vergleichbaren Pentode funktionieren.>> http://www.jogis-roehrenbude.de/Bastelschule/1StdRadio.htm>>>> gruß>>>> Thyranistor
Gefallen tut mir die Schaltung nicht. Anodengleichrichtung verzerrt u.U.
das Signal, g2 HF-mässig verblockt :-( und der Eingangskreis wird
zerdämpft (was ja auch bemängelt wird.) Direkte Heizung ist ganz
ungünstig für ein Audion.
Wer schlau ist, macht aus der Not eine Tugend!
LG oldeurope
B e r n d W. schrieb:> Mich würde interessieren, welche Art der Rückkopplung am Besten> funktioniert.
Ja, die Suche nach dem "Heiligen Audiongral"!
Würde mich aber auch interessieren, wo technisch gesehen das Optimum
liegt!
Die beiden besten SW-AM-Audions, die ich kenne/gebaut habe, sind das
altbekannte Kainka-Doppeltransistor-Audion, hier zu sehen:
http://www.b-kainka.de/bastel3.htm
und ein Eigenentwurf:
LC-Kreis(=Empfangskreis)
->
nJFET als Impedanzwandler (Drainschaltung)
->
HF-BiPo in Emitterschaltung, Kollektor-R als Rückkoppelpoti (über
kleinen C aus LC-Kreis zurück).
->
HF-BiPo als Impedanzwandler
->
Gleichrichtung mit Ge-Diode
Die RK war wirklich butterweich! Nachteilig war, dass der Wirkungsgrad
der RK zu höheren Frequenzen hin schlechter wurde.
Wichtig war, über die Basis-Anschlüsse der BiPos kleine Ferritperlen zu
ziehen (ansonsten wilde Schwingungen).
@Bernd
Was war bisher deine erfolgreichste KW-Audionschaltung?
KLS schrieb:> Die beiden besten SW-AM-Audions, die ich kenne/gebaut habe, sind das>> altbekannte Kainka-Doppeltransistor-Audion, hier zu sehen:>>>> http://www.b-kainka.de/bastel3.htm
Da ist aber kein Audion.
Eine Entdämpfungsschaltung und einen Richtverstärker erkenne ich da.
Wobei man die beiden Q-Multipler Transistoren durch eine Rückkopplung im
Richtverstärker selbst ersetzen könnte (für AM/FM).
LG
>Richtverstärker
Demodulator
Der Oszillator könnte selbst auch demodulieren. Aber bei vielen
Schaltungen macht ein getrennter Demodulator Sinn, weil man damit einen
niedrigeren Klirrfaktor erreicht.
>Was war bisher deine erfolgreichste KW-Audionschaltung?Beitrag "Re: brauche Hilfe, Audionnachbau Ten-Tec 1253 geht nicht"
Die Schaltung hat sich nach und nach aus dem TenTec-1253 entwickelt.
Mein Ziel war, die einzelnen Funktionen auf getrennte Stufen zu
verteilen, um die Eigenschaften einzeln einstellen zu können, was dann
auch sehr gut gelang.
In der Schaltung läßt sich mit R3 die Ansprechschwelle der Rückkopplung
in gewissem Rahmen kompensieren.
@oldeurope
Mir ist klar, das ist ungefähr das Gegenteil Deiner Philosophie
darstellt. Man kann auch versuchen, all diese Eigenschaften in einer
Stufe zu vereinen. Mein Verdacht ist, daß das mit Röhren wesentlich
besser gelingt.
Später melde ich mich nochmal zu der Lambda-Schaltung. Ich empfang schon
was, der Aufbau ist aber noch zu labil. Und das Ausgangssignal ist recht
leise. Die Schaltung scheint leicht "Einzurasten" und neigt nicht zum
Quietschen.
B e r n d W. schrieb:> Mein Verdacht ist, daß das mit Röhren wesentlich> besser gelingt.
Hier im HF-Forum hat mal jemand eine Audionschaltung mit einer
russischen Pentode von Pollin vorgestellt (Bezeichnung 12SH1 oder
ähnlich). Dabei wurden I(H) und U(A) aus der selben 12V-Quelle gespeist.
Der Empfang ging so und die RK war etwas krächzig.
Jemand kam dann auf die Idee, die Anodenspannung zu erhöhen und damit
funktionierte es exzellent (habe es selber ausprobiert mit vier
9V-Blöcken in Reihe für die U(A)und kann es bestätigen).
B e r n d W. schrieb:>>Was war bisher deine erfolgreichste KW-Audionschaltung?> Beitrag "Re: brauche Hilfe, Audionnachbau Ten-Tec 1253 geht nicht"
Hier wird mit J1 eine HF-Vorstufe in Gainschaltung benutzt. Damit wird
das Audion von der (frequenzabhängigen) Belastung durch eine Antenne
entkoppelt. Möglicherweise lassen sich damit auch andere
Audionschaltungen aufwerten!?!
hewlett schrieb:> das wohl einfachste und wirklich gut funktionierende Audion.
Das ist ein infinite impedance detector. Schwingen tut er bei Dir über
die nicht eingezeichnete Basis-Emitter Kapazität.
Guckst Du z.B. da:
http://sound.westhost.com/articles/am-radio.htm
Bei uns laufen die unter der Bezeichung "linearer Anodengleichrichter"
usw.
Mal sehen ob hier vielleicht doch nochmal ein Audion kommt. ;-)
Ich habe den Eindruck, kaum einer hier weiss was er da baut und alles
was nicht "Superhet" ist, wird als "Audion" bezeichnet. Diverse Bücher
und Bastelseiten forcieren das leider.
LG oldeurope
B e r n d W. schrieb:> @oldeurope>> Mir ist klar, das ist ungefähr das Gegenteil Deiner Philosophie>> darstellt. Man kann auch versuchen, all diese Eigenschaften in einer>> Stufe zu vereinen. Mein Verdacht ist, daß das mit Röhren wesentlich>> besser gelingt.
Watt für ne Philosophie soll ich haben?
Warum soll man versuchen alles in einer Stufe zu machen? Weshalb hast Du
den Verdacht, dass das mit Röhren besser gelingt?
@oldeurope
>Watt für ne Philosophie soll ich haben?
Die Gittergleichrichtung (und Abgriff an der Anode) beinhaltet doch
Oszillator, Demodulation und NF-Verstärkung in einer Stufe. Natürlich
kann man auch mit Röhren alles einzeln aufbauen.
>Weshalb hast Du den Verdacht, dass das mit Röhren besser gelingt?
Weil sie keine Sperrschichten haben. Jeder PN-Übergang ist im Prinzip
auch eine Varicap. Bei der Demodulation ändert sich auch je nach
Feldstärke der Arbeitspunkt eines Transistors, damit die ganzen
Kapazitäten und damit die Empfangsfrequenz.
Z.B. Hewletts Schaltung würde IMHO mit einem HF-Transistor und externem
BE-Kondensator angenehmer funktionieren mit weniger Rückwirkung des
Empfangssignals und der Rückkopplungseinstellung auf die
Empfangsfrequenz. Ein Transistor, welcher von Haus aus schon sehr
geringe parasitäre Kapazitäten beinhaltet, kann da nicht groß
rückwirken.
Eine Röhre ändert erstmal ihre Kapazitäten nicht. Die Platten stehen
sich gegenüber, Fläche, Abstand und Vakuum als Dielektrikum bewirken die
Kapazitäten. Geringe Einflüsse sind höchstens über Effekte wie in einer
Reaktanzstufe möglich. Es gibt Anoden- bzw. Schirmgitterkapazitäten zur
umgebenden Schaltung und gegen GND, diese wirken zurück auf das Gitter.
Falls sich jetzt die Rückwirkung durch einen anderen Arbeitspunkt
ändert, ist doch ein Einfluß da.
Gruß, Bernd
oldeurope schrieb:> hewlett schrieb:>> das wohl einfachste und wirklich gut funktionierende Audion.>> Das ist ein infinite impedance detector. Schwingen tut er bei Dir über> die nicht eingezeichnete Basis-Emitter Kapazität.> Guckst Du z.B. da:>> http://sound.westhost.com/articles/am-radio.htm
Nebenbei gefragt:
Um was für eine Art Schaltung handelt es sich bei den beiden FET?
scheint ein NF-Verstärker zu sein, aber wie funktioniert er?
B e r n d W. schrieb:> Die Gittergleichrichtung (und Abgriff an der Anode) beinhaltet doch>> Oszillator, Demodulation und NF-Verstärkung in einer Stufe.
Falsch.
B e r n d W. schrieb:> Eine Röhre ändert erstmal ihre Kapazitäten nicht. Die Platten stehen>> sich gegenüber, Fläche, Abstand und Vakuum als Dielektrikum bewirken die>> Kapazitäten.
Wenn Du die Röhre nicht heizt ist das so.
oldeurope schrieb:> flo schrieb:>> Um was für eine Art Schaltung handelt es sich bei den beiden FET?>> Q3 Stromquelle für Sourcefolger Q2.
Kombiniere, kombiniere: es handelt sich um eine Kascode-Schaltung!
Ist das nicht eher etwas für HighEnd als für das Hörbarmachen von
Detektorrauschen?
@oldeurope
Dann hat die Röhre doch auch ähnliche Probleme.
@flo
>es handelt sich um eine Kascode-Schaltung!
Nein, es ist einfach eine Stromquelle (eigentlich Stromsenke). Diese hat
einen unendlich großen Innenwiderstand und dadurch wird die Verstärkung
einer Stufe höher. Hier, bei einem Gate-Source-Folger kann einfach nur
eine Spannungsverstärkung von 1 erreicht werden. Dann hätte ich die
Stromquelle schon in den Drain-Zweig reingebaut. Damit könnte man eine
gute Verstärkung erreichen.
Bei einer Kaskode... ist der zweite Verstärker in Basis bzw.
Gateschaltung ausgeführt.
Wenn schon die D3 vorgespannt wird, um die Schwellspannung zu
reduzieren, hatte R3 auch deutlich höher dimensioniert werden können
(>=100k), R4 hat ja auch 1 Megohm.
oldeurope schrieb:
> flo schrieb:>> Um was für eine Art Schaltung handelt es sich bei den beiden FET?>> Q3 Stromquelle für Sourcefolger Q2.
Das ist das Schaltungsprinzip wie die DDR-Endstofen, welche nur mit drei
Ge-PNP (GD160) bestückt waren. Etwa im TRANSSTEREO.
Eine Notlösung, da es keine komplementären Transis gab.
http://www.radiotechnik-web.de/page1.php?view=preview&category=15&image=10717
>Das ist das Schaltungsprinzip wie die DDR-Endstofen
Bei den Endstufen werden aber beide Endstufentransistoren 180°
phasenverdreht angesteuert, das ist ein anderes Funktionsprinzip.
Zur Lambda-Diode
Wird Eine Betriebsspannung von 8 Volt gewählt, kann mit dem Poti (0.5
bis 2.5k) sehr schön der negative Widerstand eingestellt werden. Das
funktioniert so auch in der Realität, mit dem Empfang bin ich aber nicht
zufrieden. Das werde ich heute Nacht nochmal probieren, mach mir aber
keine goßen Hoffnungen. Das Ausgangssignal ist leise, das Poti raschelt
beim Drehen, weil Gleichstrom drüberläuft, die Basis vom Q1 ist
hochohmig und brummempfindlich. Eventuell sollte ich die Widerstände
niederohmiger auslegen.
B e r n d W. schrieb:> @oldeurope>> Dann hat die Röhre doch auch ähnliche Probleme.>
Ja selbstverständlich.
>> @flo>>>es handelt sich um eine Kascode-Schaltung!>> Nein, es ist einfach eine Stromquelle (eigentlich Stromsenke).
Q3 danke.
> Dann hätte ich die>> Stromquelle schon in den Drain-Zweig reingebaut. Damit könnte man eine>> gute Verstärkung erreichen.>
Das geht nicht. Du kannst keine zwei Stromquellen in Reihe schalten.
Stromquelle und Widerstand oder Stromquelle und Spannungsquelle. Das
geht.
>
Michael_ schrieb:>> Q3 Stromquelle für Sourcefolger Q2.>>>> Das ist das Schaltungsprinzip wie die DDR-Endstofen, welche nur mit drei>> Ge-PNP (GD160) bestückt waren. Etwa im TRANSSTEREO.>> Eine Notlösung, da es keine komplementären Transis gab.>> http://www.radiotechnik-web.de/page1.php?view=prev...
Das ist ein anderes Schaltungprinzip.
T953 Emitterschaltung und T952 Emiterfolger.
B e r n d W. schrieb:> Zur Lambda-Diode> Wird Eine Betriebsspannung von 8 Volt gewählt, kann mit dem Poti (0.5> bis 2.5k) sehr schön der negative Widerstand eingestellt werden. Das> funktioniert so auch in der Realität, mit dem Empfang bin ich aber nicht> zufrieden. Das werde ich heute Nacht nochmal probieren, mach mir aber> keine goßen Hoffnungen. Das Ausgangssignal ist leise, das Poti raschelt> beim Drehen, weil Gleichstrom drüberläuft, die Basis vom Q1 ist> hochohmig und brummempfindlich. Eventuell sollte ich die Widerstände> niederohmiger auslegen.
In welchem Frequenzbereicht hast du die Lambda-Diode getestet?
Vielleicht ist es besser, das Poti mit einem Kondensator zu überbrücken
und das Signal (hochohmig) am Kollektor auszukoppeln?! Wäre für die
Lautstärke wohl besser.
Wenn die Schaltung später abgeschirmt wird, ist die Brummempfindlichkeit
von der Basis wahrscheinlich nicht so tragisch.
Wird die Rückkopplung härter oder weicher, wenn man den 10k-R, der
parallel zum Schwingkreis liegt, vergrößert?
GB schrieb:> Hier im HF-Forum hat mal jemand eine Audionschaltung mit einer> russischen Pentode von Pollin vorgestellt (Bezeichnung 12SH1 oder> ähnlich). Dabei wurden I(H) und U(A) aus der selben 12V-Quelle gespeist.> Der Empfang ging so und die RK war etwas krächzig.
Oldeurope,
kannst du mal einen konkreten Schaltvorschlag für ein KW-Audion (echtes
Audion!!!) mit 12SH1L unterbreiten, so, wie du meinst, dass es sein
müsste?
Es würde mich sehr interessieren!
@KLS
> In welchem Frequenzbereicht hast du die Lambda-Diode getestet?
Von 4 bis 12 MHz bisher. Vielleicht teste ich zum Schluss noch bei 100
MHz, aber vorher möchte ich es nochmal bei guten Bedingungen probiert
haben.
> und das Signal (hochohmig) am Kollektor auszukoppeln?!
Meinst Du mit separatem Demodulator?
> Wird die Rückkopplung härter oder weicher, wenn man den> 10k-R, der parallel zum Schwingkreis liegt, vergrößert?
Bisher ist ein 24k eingebaut, aber ich kann das mal testen. Der
Parallelwiderstand bringt die Schwingkreisgüte in einen Bereich, der von
der Lamdadiode gut aufgehoben werden kann. Anhand der Kurven sieht man,
daß sich der negative Widerstand schon einstellen läßt. Das sanfte
Ansprechen kommt vermutlich davon. Es spricht weich an und zeigt keine
Hysterese.
>kann mit dem Poti (0.5 bis 2.5k)
Ab einem Vorwiderstand von >3.5kOhm funktioniert die Lamda-Diode nicht
mehr richtig. Der Schwingungseinsatz reagiert aprupt, dieses Verhalten
tritt auch in der Simulation auf.
@oldeurope
Die Stromquelle am Drain hatte ich mir so gedacht (siehe Bild). Das
Verhalten der JFets entspricht nicht einer idealen Stromquelle und hängt
nicht nur von der GS-Spannung ab, sondern auch von der GD-Spannung ab.
Das stabilisiert sich und verstärkt trotzdem schön. Die J310 sind sogar
symetrisch aufgebaut, d.h. der JFet funktioniert auch mit getauschtem
S<->D.
>Optimal! :O)
Vorteile:
Weiches Ansprechen, keine Hysterese, einrasten auf AM-Sender
Nachteile:
Die Schaltung ist vom Prinzip her betriebsspannungsabhängig, demoduliert
erst ab einer Mindestschwelle und ich muß mir die voll aufgedrehten
Computer-Aktivlautsprecher ans Ohr halten, um überhaupt was zu hören. Es
scheint auch nicht so selektiv zu sein wie die modifizierte Ten-Tec
Schaltung. CW und SSB kann man nur erahnen.
Der Schwingungseinsatz geht auch noch mit >100 MHz und es gab auch
irgendein Gezischel, es ist aber nicht mal sicher, ob das FM-Sender
waren. Es ist nicht zu identifizieren.
B e r n d W. schrieb:>> und das Signal (hochohmig) am Kollektor auszukoppeln?!> Meinst Du mit separatem Demodulator?
Ja, genau, z.B. mit einem BF199 wie in deinem Ten-Tec-Audionentwurf!
Man könnte auch an einer Spulenanzapfung auskoppeln. Wenn die
Signalstärke so schwach ist, möglicherweise mit einem FET als
(HF-)Vorverstärker.
Deinen Ten-Tec-Audionentwurf/Umbau finde ich übrigens vom Anschauen sehr
gelungen!
Ich überlege, ihn vielleicht nachzubauen.
Kannst du hier mal ein Foto von deiner Platine einstellen? Der
mechanische Aufbau würde mich interessieren.
> Der Schwingungseinsatz geht auch noch mit >100 MHz und es gab auch> irgendein Gezischel, es ist aber nicht mal sicher, ob das FM-Sender> waren.
Die hohe mögliche Frequenz ist erstaunlich! Könnte ein Audion denn auch
problemlos FM demodulieren?
Hallo zusammen,
ich verfolge diesen Thread schon eine ganze Zeit.
Hätte noch Folgendes beizutragen:
http://sound.westhost.com/articles/am-radio.htm
Bild Nr. 5 ist zwar kein Audion (Rückkopplung, Schwingeinsatz - ich
weiss - ) aber als AM-Empfänger einfach nur prima.
Diese Schaltung findet man seit vielen Jahren im
ARRL Handbook.
Habe es nachgebaut:
1: mit FET und einem OP als NF-Verstärker. Man hört zwar auch
ohne Verstärkung etwas aber 'mit' ist einfach 'einfacher'. Ich
wollte keinen Preis gewinnen...
2: Mit Röhren. Getestet mit EF80 und EC88 mit verminderter
Anodenspannung. Zwischen 12V und 24V war ein deutlicher Unterschied
festzustellen. Mit jeweils mehreren Akkus hintereinander
habe ich das Spiel bis 60V Ua getrieben. Kaum noch ein
Unterschied.
Wenn man mal überlegt: EF80 300mA Heizstrom, Anodenstrom im
µA-Bereich; ich denke, die Verhältnisse pasen nicht.
Das FET-Teil ist sehr empfindlich, für nur einen Kreis erstaunlich
trennscharf. Die HF habe ich über ein kleines Koppel-C
an den Hochpunkt des Kreises angeschlossen. Als Antenne
diente mein KW Multibanddipol.
Nr. 6 habe ich nicht gebaut, war mir 'nur zu Testen' zu
aufwändig.
73 Wilhelm
Hallo KLS
> Die hohe mögliche Frequenz ist erstaunlich!
Der BF256 hat eine Transitfrequenz von 1GHz und der BF324 450 MHz.
>>> und das Signal (hochohmig) am Kollektor auszukoppeln?!>> Meinst Du mit separatem Demodulator?> Ja, genau, z.B. mit einem BF199
Kein Erfolg, ich geb die Lambda-Diode auf.
> Deinen Ten-Tec-Audionentwurf, kannst du hier mal ein> Foto von deiner Platine einstellen?
Den Schaltplan zum modifizierten Ten-Tec Nachbau hab ich nochmal
überarbeitet und er entspricht dem aktuellen Aufbau.
Es gibt noch Raum für Verbesserungen:
Links fehlt eine NF-Endstufe. Und weil der Frequenzbereich von 3,4 bis
9,5 MHz geht, eine Frequenz-Feineinstellung. SSB klingt schön klar.
Und dann in ein Gehäuse.
Gruß, Bernd
B e r n d W. schrieb:> @oldeurope>> Die Stromquelle am Drain hatte ich mir so gedacht (siehe Bild). Das>> Verhalten der JFets entspricht nicht einer idealen Stromquelle und hängt>> nicht nur von der GS-Spannung ab, sondern auch von der GD-Spannung ab.>> Das stabilisiert sich und verstärkt trotzdem schön.
In der Simu geht das, weil beide FETs da auch genau gleich sind.
In der Realität wird Darin J1 wohl kaum auf der halben Betriebsspannung
liegen (und dort bleiben).
@Wilhelm
Für Detektorempfänger gibt es eine eigene Szene mit Wettbewerben. Dann
ist aber eine Stromversorgung bä!
Die Detektor-Anhänger sagen: Bei guten Bedingungen alle 5kHz ein Sender.
Schon der Kopfhörer ist was besonderes, die Hörschwelle wird bei 1 fWatt
erreicht. Mit meiner Konstellation (Hörer und Ohren) bin ich bei 0,5
pWatt.
Mit so einem Kopfhörervorverstärker mit JFets kann man dann locker zu
der hohen Empfindlichkeit aufschließen und die Belastung des
Schwingkreises wird noch weiter reduziert. Einmal hatte ich einen
Detektor-Reflexempfänger nachgebaut, welcher die Antennenenergie als
Stromquelle für den Verstärker benutzte. Auch das hat funktioniert.
Gruß, Bernd
flo schrieb:> Oldeurope,>>>> kannst du mal einen konkreten Schaltvorschlag für ein KW-Audion (echtes>> Audion!!!) mit 12SH1L unterbreiten, so, wie du meinst, dass es sein>> müsste?
Kann ich so leider nicht. Ich gehöre zu denen die erst bauen müssen und
dann aus dem gebauten Gerät die Schaltung herauszeichnen. Letzteres tue
ich dann mit langen Zähnen.
Ich bewundere die Leute, die das umgekehrt schaffen.
B e r n d W. schrieb:> Den Schaltplan zum modifizierten Ten-Tec Nachbau hab ich nochmal> überarbeitet und er entspricht dem aktuellen Aufbau.>> Es gibt noch Raum für Verbesserungen:> Links fehlt eine NF-Endstufe. Und weil der Frequenzbereich von 3,4 bis> 9,5 MHz geht, eine Frequenz-Feineinstellung. SSB klingt schön klar.> Und dann in ein Gehäuse.
Respekt, ganz ohne Lötstützpunkte!
Sind manche von den Bauteilen aufgeklebt?
Das Poti unten rechts ist das Antennensignalstärke-Poti oder? Wenn ja,
warum hat es 10k (im Schaltplan sind es 1k)?
Der Drehko sieht nach Pollin aus!
Auf jeden Fall cooler Aufbau!
Sollte das RK-Poti besser ein Mehr-Gang-Teil sein?
@oldeurope
>Letzteres tue ich dann mit langen Zähnen.
"Mit langen Zähnen essen" = Gegen seinen Willen
HaHa, das mußte ich erst nachschlagen!
oldeurope schrieb:> In der Simu geht das, weil beide FETs da auch genau gleich sind.> In der Realität wird Darin J1 wohl kaum auf der halben Betriebsspannung> liegen (und dort bleiben).
Bei 8Volt Betriebsspannung messe ich in der Mitte 4,4 Volt. Belastet mit
820 Ohm gegen GND gehts auf 3,5 Volt runter, es muß also einen
Mechanismus geben, der gegensteuert. Mit den verwendeten J310
funktioniert das eher, weil sie relativ geringe Toleranzen aufweisen.
Bei Interesse könnte ich das auch noch mit BF245C und BF256B probieren.
Allerdings sind die auch alle aus einer Charge.
Gruß, Bernd
>Respekt, ganz ohne Lötstützpunkte!
Es gibt immer ein paar Bauteile, die eh auf GND gelötet werden. Mit
Blockkondensatoren sollte man nicht sparen.
>Das Poti unten rechts ist das Antennensignalstärke-Poti
Ja, das ist der HF-Regler
>Wenn ja, warum hat es 10k (im Schaltplan sind es 1k)?
Ups, das hate ich noch nicht bemerkt. Aber in vielen Schaltungen sieht
man alles von 500 Ohm bis 10k. In Mittelstellung ist vermutlich die
Anpassung egal.
>Der Drehko sieht nach Pollin aus!
Das sind unbenutzte RFT Teile. Die gibts überall, auch in der Bucht.
>Sollte das RK-Poti besser ein Mehr-Gang-Teil sein?
Das wäre nicht unbedingt notwendig, macht es aber bequemer.
B e r n d W. schrieb:>> Deinen Ten-Tec-Audionentwurf, kannst du hier mal ein>> Foto von deiner Platine einstellen?> Den Schaltplan zum modifizierten Ten-Tec Nachbau hab ich nochmal> überarbeitet und er entspricht dem aktuellen Aufbau.
Danke für den Schaltplan! :-)))
Die Freiluftverdrahtung sieht wirklich gekonnt aus! Besonders gut finde
ich die Idee, Abblock-Kondensatoren als Lötstützpunkte zu verwenden!
Ich persönlich bin Anhänger der "Ein-Leisten-Technologie" ;-)
Man klebt einen ca. 1 cm breiten und viele cm langen Streifen Platine,
bei dem ca. alle 8mm eine Unterbrechung ins Kupfer eingesägt ist, auf
die Kupferseite einer größeren Platine.
Diese "rechteckigen Lötaugen" kann man dann gut als Lötstützpunkte
nehmen.
An- und für sich ziemlich aufwandslos :-)
>>Der Drehko sieht nach Pollin aus!> Das sind unbenutzte RFT Teile. Die gibts überall, auch in der Bucht.
Bei Pollin sind diese Drehkos aber mit einem UKW-Unterbau kombiniert,
wenn ich mich richtig entsinne.
>Abblock-Kondensatoren als Lötstützpunkte zu verwenden!
Wenn dann ein SO8 Ic dabei ist, werden auch auch schon mal Leiterbahnen
mit dem Messer geschnitzt. Aber das muß man sich vorher gut überlegen,
sonst sind die ab!
>>> Der Drehko sieht nach Pollin aus!>> Das sind unbenutzte RFT Teile. Die gibts überall, auch in der Bucht.> Drehkos aber mit einem UKW-Unterbau
Man lernt ja nie aus, bei Pollin mit UKW-Tuner und in der Bucht mit
Ferritantenne und ähnlich günstig.
Bei Pollin gesehen:
Drehkondensator AFT-B319
Der könnte für die Feinabstimmung interesant sein.
B e r n d W. schrieb:> Bei 8Volt Betriebsspannung messe ich in der Mitte 4,4 Volt.
Hallo Bernd,
jetzt habe ich mir al das Ausgangs-Kennlinienfeld angesehen. Bei <4V
betreibst Du sie ja schon im "Knie-Bereich" des
Ausgangskennlinienfeldes.
Also so wie einen BJT bei <0,5V. Oder eine Pentode bei Stromübernahme.
Das erklärt mir dann dieses Verhalten.
B e r n d W. schrieb:> Wenn dann ein SO8 Ic dabei ist, werden auch auch schon mal Leiterbahnen> mit dem Messer geschnitzt.
SO8 ist eine SMD-Bauform?
Für DIL-ICs nehme ich manchmal umgedrehte Stücke von
Streifenrasterplatinen.
> Bei Pollin gesehen:> Drehkondensator AFT-B319> Der könnte für die Feinabstimmung interesant sein.
Sieht gut aus! Wird bei der nächsten Pollinbestellung geordert.
Für die Grobabstimmung nehme ich einen MW/UKW-Quetschko aus einem
defekten Radio-Rekorder, die Feinabstimmung soll über eine
"Kapazitätsdiode" geregelt werden.
Die Anführungszeichen deshalb, weil ich wahrscheinlich zwei antiserielle
LEDs benutze.
Alternativ wäre noch eine BB204 im Diodenfach vorhanden.
Denke aber, dass hier die LEDs genau so gut ihren Dienst verrichten.
Allerdings ist bis jetzt noch die Frage ungeklärt, wie/wo die
antiseriellen LEDs eingebaut werden können, die Spule liegt ja auf dem
"+"-Pol.
KLS schrieb:> Allerdings ist bis jetzt noch die Frage ungeklärt, wie/wo die> antiseriellen LEDs eingebaut werden können, die Spule liegt ja auf dem> "+"-Pol.
Oder ich nehme nur eine LED mit einem seriellen Kondensator, von Masse
zum heißen LC-Kreis-Ende geschalten müsste das ja auch gehen.
Hallo KLS
Du mußt einfach die Kapazitätsdioden in Sperrrichtung schalten. In
Kombination mit einem Quetscher sollte das gut funktionieren. Das
Abstimmpoti besteht aus R15 und R16. Die BB204 driftet vermutlich
weniger.
Gruß, Bernd
Hallo Bernd,
Danke für den Schaltungsvorschlag!
Die BB204 ist eine dreibeinige Doppel-Diode, interne Verschaltung siehe
hier:
http://www.didactronic.de/Halbleiter%2BDioden/abstimmschaltung.gif> Du mußt einfach die Kapazitätsdioden in Sperrrichtung schalten.
Ohne Zersägen wird das wohl nichts ;-)
Zwischen 2 und 6 Volt ändert sich die Kapazität von 40 -> 30 pF. Wenn Du
zwei davon hast, dann beide in einem Gehäuse parallel schalten. Dadurch
bleibt die Gesamtkapazität mit 30-40 pF erhalten.
B e r n d W. schrieb:> Dann noch was Verrücktes:> Jetzt lassen wir mal das Glas weg und schauen, was passiert.
Das hier ist zwar mit Glas, dafür aber ohne Anodenspannung:
http://www.b-kainka.de/bastel87.htm
Könnte also im Prinzip auch mit Gasbeheizung betrieben werden ;-)
Hallo Bernd,
ich habe noch eine Frage zum NF-Ausgang von deinem verbesserten
Tentec-Nachbau.
Der Emitter-Widerstand vom BF199 beträgt 47k .
Das NF-Verstärker-IC, das ich benutzen wollte ist das TDA7052A.
Im Datenblatt wird ein Widerstand von 5K vor dem Eingang angegeben
(Rs).
Mir kommt es so vor, als wäre der NF-Ausgang des Audions mit dem relativ
großen Emitterwiderstand doch sehr hochohmig, während der IC-Eingang
über den 5k-Widerstand im Vergleich dazu sehr niederohmig ist.
Passt das so überhaupt zusammen oder wird noch eine Pufferstufe
benötigt?
(die Feinregelung für die Frequenz wird erst ganz zum Schluss eingebaut,
von da her lasse ich diesen Punkt erst mal noch offen)
Noch eine möglicherweise etwas blöde Frage:
Die Spule vom LC-Kreis (L4) ist bei mir als Luftspule auf einem
14mm-Spulenkörper (D) ausgeführt (Länge ca. 22mm).
In der Nähe der Spule (am Rand parallel zu ihr) befinde sich ca. 6mm
entfernt ein Schalter mit einem magnetischen Blechgehäuse. Außerdem ist
die Spule ungefähr 5mm über der Kupferschicht der Trägerplatine
montiert. Könnte das die Güte der Spule nachhaltig stören oder zu
anderen unerwünschten Effekten führen?
(kenne mich mit solchen Dingen in der Praxis leider nicht aus)
Vorrangig handelst du dir parasitäre Kapazitäten und Induktivetäten ein,
mit derartigen Konstrutionen. Das heißt die obere und untere
Grenzfrequenz sinken.
Danke für die schnelle Antwort!
Winfried J. schrieb:> Vorrangig handelst du dir parasitäre Kapazitäten und Induktivetäten ein,> mit derartigen Konstrutionen. Das heißt die obere und untere> Grenzfrequenz sinken.
Wird der Effekt voraussichtlich gravierend sein und wie könnte man es
verhindern?
(vermute mal, z.B. durch eine Spule mit Kern)
>Vorrangig handelst du dir parasitäre Kapazitäten...
Spule lieber 10mm (statt 5mm) über der Trägerplatine fixieren?
Wenn du zu hohen Frequenzen willst brauchst du geringe L und C, also
keinen Kern und große Abstände von allen leitenden Flächen.
Je tiefer die Frequenz desto geringer der Einfluss parasitärer L und C
Namaste
Winfried J. schrieb:> Wenn du zu hohen Frequenzen willst brauchst du geringe L und C, also> keinen Kern
;-)
Spule mit Kern hat im Vergleich zu Luftspule gleicher Induktivität
weniger parasitäre Kapazität war die Idee dahinter.
Ansonsten Danke für die Antwort!
>Beim TDA7052A wird ein Widerstand von 5K vor dem Eingang angegeben
Der TDA7052A hat laut Datenblatt einen Eingangswiderstand von Typ. 20k.
Trotz des Arbeitswiderstandes von 47k beträgt der Ausgangswiderstand des
Demodulators geschätzte 10 kOhm. Der 5k-Widerstand symbolisiert
vermutlich den Ausgangswiderstand der vorherigen Stufe.
>wird noch eine Pufferstufe benötigt?
Eher nicht. Schalte den NF Ausgang ohne Poti einfach mit 0,47 oder 1µF
an den Eingang des TDA und regle die Lautstärke über Pin4: Volume
control.
>Könnte das die Güte der Spule nachhaltig stören
Um die richtige Güte/Entdämpfung zu erreichen, ist der Q-Multiplier
zuständig. Die Güte des Schwingkreises darf sich lediglich nicht ändern.
Der Unterschied zwischen einer Güte von 50 und 300 ist vermutlich nicht
hörbar, denn der Q-Multiplier entdämpft den Kreis auf den selben Wert.
Der Schwingkreis sollte mechanisch stabil sein und der Abstand zu den
benachbarten Teilen sollte sich nicht ändern. Ein direktes Berühren des
Schalters oder der Kupferfläche würde sich störend auswirken.
Bezüglich des Eingangsübertragers, besorgst Du Dir einen Kern BN43-2402
oder probierst Du was anderes?
>Spule mit Kern hat im Vergleich zu Luftspule
Nimmt man einen ungeeigneten Kern, welcher für zu niedrige Frequenzen
ausgelegt ist, steigen die Eisenverluste durch Ummagnetisierung
überproportional zur Frequenz. Die Güte der Spule läßt mit steigender
Frequenz stark nach. Eine Luftspule zeigt diesen Effekt im Vergleich
kaum. Diese frequenzabhängigen Güteänderungen wirken sich sehr störend
auf die Rückkopplungseinstellung aus.
Winfried J. schrieb:> oldeurope schrieb:>>> Mal sehen ob hier vielleicht doch nochmal ein Audion kommt. ;-)>>>> mal sehen ob der hier deinem anspruch genügt ;-)>>>> http://www.nisch-aufzuege.at/audion/audion.pdf
Hallo Winfried
es ist ein Audion. Wenn Du unter "Anspruch" die Vermeidung von
Anodengleichrichtung verstehst, erfüllt es den "Anspruch" natürlich
nicht. Wer verstanden hat wie Audion und Richtverstärker arbeiten, macht
das ganz von sich aus. Wer keine Ahnung davon hat, macht das nicht. Das
C8 die HF verblockt und damit Anodengleichrichtung begünstigt ist klar.
Das Anodengleichrichtung der Gittergleichrichtung entgegenwirkt, sollte
bekannt sein.
Frage an Dich: Warum erkennst Du das trotz der vorangegangenen
Erklärungen nicht selbst?
Sind die Zusammenhänge wirklich so schwer zu begreifen? ???
LG
B e r n d W. schrieb:>>Könnte das die Güte der Spule nachhaltig stören> Um die richtige Güte/Entdämpfung zu erreichen, ist der Q-Multiplier> zuständig. Die Güte des Schwingkreises darf sich lediglich nicht ändern.> Der Unterschied zwischen einer Güte von 50 und 300 ist vermutlich nicht> hörbar, denn der Q-Multiplier entdämpft den Kreis auf den selben Wert.
würde bei einer luftspule aus zu dünnem draht die güte des
schwingkreises zu den hohen frequenzen hin stakr nachlassen?
(diese erfahrung habe ich jedenfalls in der praxis gemacht: bei einer
spule aus dünnem cu-draht reichte die rückkopplung nur bis ca. 10MHz.
bei spule mit selber induktivität aus dickerem cu-draht kam ich bei
sonst gleicher beschaltung auf über 15MHz)
oldeurope schrieb:> Bitte sehr.
sehr schön, vielen dank!!!!
. .
C
\___/
ob man den hf-teil mit einer 12SH1L nachbauen könnte? die ist ja dank
pollin sehr verbreitet, benötigt wenig heizspannung und kommt mit
anodenspannungen ab 24V bestens zurecht. ausserdem ist sie in einem
abschirmenden alu-gehäuse untergebracht.
oldeurope schrieb:>> es ist ein Audion.
;-)
> Wenn Du unter "Anspruch" die Vermeidung von> Anodengleichrichtung verstehst, erfüllt es den "Anspruch" natürlich> nicht.
;-(
> Wer verstanden hat wie Audion und Richtverstärker arbeiten, macht> das ganz von sich aus. Wer keine Ahnung davon hat, macht das nicht. Das> C8 die HF verblockt und damit Anodengleichrichtung begünstigt ist klar.> Das Anodengleichrichtung der Gittergleichrichtung entgegenwirkt, sollte> bekannt sein. Frage an Dich: Warum erkennst Du das trotz der> vorangegangenen Erklärungen nicht selbst?
Ich bin beruflich im Moment im Streß und wollte nur mal ein echtes
Audion zeigen welches ich in einem alten Bastelbuch wusste. Ich hätte
auch welche mit bipolaren Transistoren
> Sind die Zusammenhänge wirklich so schwer zu begreifen? ???
Nö aber ich hatte das gerade bei der Hand, nächstes mal werde ich
natürlich gründlicher recherschieren ;-)
Namaste
B e r n d W. schrieb:>>Beim TDA7052A wird ein Widerstand von 5K vor dem Eingang angegeben> Der TDA7052A hat laut Datenblatt einen Eingangswiderstand von Typ. 20k.> Trotz des Arbeitswiderstandes von 47k beträgt der Ausgangswiderstand des> Demodulators geschätzte 10 kOhm. Der 5k-Widerstand symbolisiert> vermutlich den Ausgangswiderstand der vorherigen Stufe.>>>wird noch eine Pufferstufe benötigt?> Eher nicht. Schalte den NF Ausgang ohne Poti einfach mit 0,47 oder 1µF> an den Eingang des TDA und regle die Lautstärke über Pin4: Volume> control.
Hallo Bernd,
ich glaube, wir haben uns vertan, der TDA7052 hat keine Volume Control.
Habe aber zur Sicherheit hier noch einen Beitrag dazu eröffnet, weil ich
nicht viele andere Alternativen zu dem IC habe.
Beitrag "Hat der TDA7052 eine Volume Control ?"
Ansonsten hoffe ich, dass das Audion morgen fertig wird, bin gespannt,
wie es funktioniert.
Das einzige Problem, das jetzt noch besteht, ist die Montage eines
Drehknopfs auf dem UKW-MW-Quetschko. Er hat nur eine ganz kurze
Messingachse mit einem M3-Gewinde in der Mitte, rechts und links ist
etwas weggeflext. Habe schon überlegt, einen Messingstab aufzulöten,
dann schmilzt aber wahrscheinlich das Innere des Drehkos...
Ideen?
Hallo KLS
> die Montage eines Drehknopfs
Auflöten geht nicht. Ich hab mal mein Dipmeter mit so einem Drehko
repariert. Die Achse hat doch 2 abgeflachte Seiten. Dazu habe ich eine
Distanzhülse/Röhrchen mit D=6mm so gabelförmig ausgefeilt, daß sich die
Gabel mit auf die flachen Seiten stecken ließ. Durch die Hülse passt
eine lange 3er Schraube. Auf die 6mm Hülse passt jetzt ein 6mm Knopf.
> TDA7052A schon!
Ich hatte das A schon gesehen!
Ich hab mir jetzt auch eine Feineinstellung mit 2 BB122 (3-13pF)
eingebaut. Die Einstellung ist noch zu grob. Es sieht so aus, als ob
2-3pF Kapazitätsänderung reichen. Morgen kommt in die Plusseite des
Potis noch ein 10k Vorwiderstand, dann wird der Spannungshub nochmal
halbiert. Den C11 konnte ich weglassen. Schön wär jetzt noch eine
Bereichsumschaltung.
Gruß, Bernd
Winfried J. schrieb:>> Wenn Du unter "Anspruch" die Vermeidung von>>> Anodengleichrichtung verstehst, erfüllt es den "Anspruch" natürlich>>> nicht.>>>> ;-(>>>>> Wer verstanden hat wie Audion und Richtverstärker arbeiten, macht>>> das ganz von sich aus. Wer keine Ahnung davon hat, macht das nicht. Das>>> C8 die HF verblockt und damit Anodengleichrichtung begünstigt ist klar.>>> Das Anodengleichrichtung der Gittergleichrichtung entgegenwirkt, sollte>>> bekannt sein. Frage an Dich: Warum erkennst Du das trotz der>>> vorangegangenen Erklärungen nicht selbst?>>>> Ich bin beruflich im Moment im Streß und wollte nur mal ein echtes>> Audion zeigen welches ich in einem alten Bastelbuch wusste. Ich hätte>> auch welche mit bipolaren Transistoren>>>>> Sind die Zusammenhänge wirklich so schwer zu begreifen? ???>> Nö aber ich hatte das gerade bei der Hand, nächstes mal werde ich>> natürlich gründlicher recherschieren ;-)
Na dann überrasche mich mal!
Ich bin da nicht ganz so optimistisch. Den Konstrukteuren fehlt(e)
meines Erachtens das nötige Grundlagenwissen um ein Pentodenaudion
korrekt zu bauen.
Die mir bekannten Schaltungen sprechen da eine sehr deutliche Sprache.
Speziell bei Trioden ist es aufgrund der Oszillatorschaltung durchaus
möglich es mal richtig zu machen.
Daher kommt sicher auch die Folgerung, dass manche
Oszillatorgrundschaltungen besser für Audione geeignet sein können.
LG oldeurope
Hallo Leute,
falls noch nicht gesehen, habe eben einen neunen
Beitrag "verbessertes Ten-Tec Audion"
eröffnet, um die weiteren Fragen zum Tentec-Audionnachbau dort
weiterzuführen, damit es hier nicht wie Kraut und Rüben weitergeht.
@Bernd:
Deine Antwort von Datum: 26.04.2012 01:49 habe ich in den o.g. Link
rübergezogen.
Harry schrieb:> Oldeurope dürfte auch auf seine Kosten kommen :O)
Hallo Harry,
ich habe mir mal die Schaltungen bei Wumpus angesehen und einige
Beiträge gelesen. Auf meine Kosten komme ich da leider nicht.
Das was uns Barkhausen erklärt hat, hat dort leider niemand umgesetzt.
:-(
In dem Forum da habe ich natürlich Schreibverbot.
LG oldeurope
Momentan ist das dort auch kein "echtes" Audion.
@oldeurope
Ist es tatsächlich so schwierig, mit Röhren ein Audion nach dem
Colpitts-Prinzip zum laufen zu bekommen? Ein
Colpitts-Rückkoppelempfänger mit Halbleitern ist kein Problem.
Wer ist Barkhausen?
http://www.youtube.com/watch?v=8-0UytwADgohttp://de.wikipedia.org/wiki/Barkhausen-Kurz-Schwingung
Kann man seine Theorien über Röhren irgendwo nachlesen?
>> Wer ist Barkhausen?> Das meinst du doch sicher nicht im Ernst!
Im Pinzip ja. Allerdings sollte man in einem Forum keine blöden Fragen
stellen, ohne sich vorher selber bemüht zu haben. Ich hab wahrscheinlich
den Namen vor ewigen Zeiten gehört und wieder vergessen. Das Phänomen
der kippenden Elementarmagnete zumindest kenn ich schon lange.
PS.
Viele Barkhausen-Treffer in diesem Forum gibt es nicht, und dann
beziehen sie sich auf den magnetischen Effekt.
Das habe ich in dem anderen Link gefunden:
<Fast alle mir bekannten Röhren KW Audion für ernsthafte Zwecke sind als
<ECO Schaltung aufgebaut.
<Die Röhre sollte eine möglichst hohe Steilheit haben eine Pentode EF80,
<EF184 oder ähnliche.
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronengekoppelter_Oszillator
Wo soll da der Unterschied zum "normalen" Hartley sein?
Ob dieser ECO als KW-Audion wirklich "wahre Wunder" vollbringt?
> Viele Barkhausen-Treffer in diesem Forum gibt es nicht, und dann> beziehen sie sich auf den magnetischen Effekt.http://de.wikipedia.org/wiki/Barkhausensche_R%C3%B6hrenformel
Ich kannte bis jetzt auch nur den Barkhausen-Effekt, obwohl ich
(NF-mäßig) schon relativ lange mit Röhren bastle.
Zitat aus dem Link:
"Die Barkhausensche Röhrenformel, benannt nach dem deutschen Physiker
Heinrich Georg Barkhausen, fasst die drei charakteristischen Größen
einer Elektronenröhre
Steilheit S
Durchgriff D
Innenwiderstand Ri
in der Beziehung
S x D x Ri = 1
zusammen."
...aha, von Barkhausen also.
B e r n d W. schrieb:> Momentan ist das dort auch kein "echtes" Audion.>
Ich habe dort nur echte Audione gesehen. Ist mir ein Schaltbild
entgangen?
Bitte link dazu setzen.
>>>>> Kann man seine Theorien über Röhren irgendwo nachlesen?
Guter Witz! hi hi Ja klar doch. Hier im Thread.
12.04.2012 11:02
Kann man im Thread leicht übersehen ... Wenn ich Lust und Zeit habe,
packe ich das mal in einen Blog. :-)
LG oldeurope
KLS schrieb:> http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronengekoppelter...>>>> Wo soll da der Unterschied zum "normalen" Hartley sein?
Hmm ECO habe ich, dem Namen ECO entsprechend, gaaanz anders gelernt. Es
geht da um die (Aus-)Kopplung. Während man bei anderen Oszillatoren
immer irgendwie unmittelbar vom Kreis koppelt und diesen damit
verstimmt, nutzt man bei der Elektronenkopplung den Elektronenstrom zur
Anode einer Schirmgitterröhre, der sich bekanntlich nicht anodenseitig
beeinflussen lässt. ( --> Horizontale Kennlinien, Abschirmung der Anode
durch das Schirmgitter! )
Daher sein Name "Elektronengekoppelter Oszillator".
So bleibt die Verstimmung des Oszillators, der mit den Elektroden Katode
und Steuergitter aufgebaut wird, ausserordentlich gering.
Würde man in der Wikipediaschaltung in die Drainleitung einen
Arbeitswiderstand packen und dort auskoppeln, so würde ich das auch noch
sehr zähneknirschend als ECO durchgehen lassen. Tatsächlich ist es kein
ECO. Die Kapazitive Schirmung fehlt nämlich im Gegensatz zur
Schirmgitterröhre.
Die ECO-Schaltung ist eine Schaltung für Schirmgitterröhren.
Mit Transistoren müsste man dann schon eine Cascode bauen.
Den zusätzlichen Transistor kann man oft besser in einen aperiodischen
Puffer investieren.
LG oldeurope
@oldeurope
> Hier im Thread. 12.04.2012 11:02
Ach so, das sind diese zwei Ausschnitte.
> Ich habe dort nur echte Audione gesehen.
Durchweg zeigen alle Schaltbilder von der Anode gegen GND einen C,
verhindern also die HF. Es findet also eine Anodengleichrichtung statt.
Audion=Gittergleichrichtung.
>> Kann man seine Theorien über Röhren irgendwo nachlesen?> Guter Witz! hi hi Ja klar doch. Hier im Thread.
Ich hätte das gern ungefiltert. Ansonsten entgehen mir Sprüche wie:
"Elektronen Verdampfen". In der Bucht wird eines seiner Bücher für 100€
angeboten, bei Amazon für ungefähr die Hälfte. Das ist mir doch etwas zu
heftig.
Hallo
oldeurope schrieb:> Würde man in der Wikipediaschaltung in die Drainleitung einen> Arbeitswiderstand packen und dort auskoppeln, so würde ich das auch noch> sehr zähneknirschend als ECO durchgehen lassen. Tatsächlich ist es kein> ECO. Die Kapazitive Schirmung fehlt nämlich im Gegensatz zur> Schirmgitterröhre.> Die ECO-Schaltung ist eine Schaltung für Schirmgitterröhren.> Mit Transistoren müsste man dann schon eine Cascode bauen.> Den zusätzlichen Transistor kann man oft besser in einen aperiodischen> Puffer investieren.
oder eine dualgatetyp verwenden
man könnte natürlich auch ein trigate... allerdings ist mir das noch
nicht begegnet. Multi-Emitter gab es in TTL Eingängen
Zum alten Leiden Gittergleichrichtung vs Anodengleichrichtung an
Pantoden bin ich zu dem Schluß gekommen, daß dies wohl in sofern obsolet
war, da erstens mit der Pentode eine Herstellungkostensenkung für den
normalen Radioempfang erreicht werden sollte, aber keine Steigerung der
Empfindlichkeit angestrebt wurde. Deshalb wurde auch eher auf
Grossignalfestigkeit wert gelegt, womit das Steilaudion den Vorzug
erhielt.
Zweitens war das Audion in sofern in eine Sackgasse gekommen, als der
Supeheterodyn bereits weltweit mit Ausnahme des Dt.Reiches auf dem
Vormarsch war. Die Weiterentwicklung der Audione blieb also in den
politischen Entwiklungen ihrer Zeit hängen, welche der Propaganda mehr
verpflichtet waren als der technischen Finesse.
eventuel ein Thema für ein Renaissanceprojekt
übrigens mein erster Radioneuaufbau war etwa um 1973 soetwas
http://www.rolaa.de/radios/ddr/1u11/front.htm
allerdings mit anderem Gehäuse.
An die Schaltung erinnere ich mich hingegen sehr gut.
Sie entstammte dem Boden eines Sperrmüllgerätes welches ich säuberlich
zerlegte reinigte und aus den selben Bauteilen wieder zusammensetzte,
mit Erfolg.
Namaste
p.S. habe hier noch SMY 52 mit separatem bulK daraus solte sich eine
penthodenäquivalente Feldeffektschaltung bauen lassen.