Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Frage zu Labornetzteil Schaltplan


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von Capacitor_05 (Gast)


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Hallo Forum,

ich habe vor ein doppel Labornetzteil zu bauen, das mit einer PWM 
Schaltung von ELV arbeiten sollte. Diese Schaltung hat bei mir im 
Nachbau leider nicht funtkioniert, sodass ich jetzt auf der Suche nach 
einer vergleichbaren, bzw. konventionellen Schaltung bin. Das Netzteil 
soll 0-50V und 0-3A liefern.
Dazu habe ich einen Schaltplan gefunden, von welchem ich nicht weiß, was 
ich halten soll.

Deshalb die Frage an euch, was haltet ihr davon?

https://www.gadgetronicx.com/wp-content/uploads/2018/01/bench-top-power-supply.png

Was ich mir auch noch überlegt hatte, wäre ein Netzteil mit einem LM723. 
Dieser ist zwar schon etliche Jahre auf dem Markt, soll aber seinen Job 
ganz gut machen. Eine Problem ergibt sich aber daraus. Dieser IC geht 
leider nur bis 40V. Wenn ich die Spannung über eine längsregelung 
heruntersetze, um den IC zu betreiben, sollte es doch gehen? Dazu habe 
ich diese Schaltung gefunden:

http://www.schulheft-ottakring.eu/vane/Schule/Bauteile/Bauteile_2/Spannungsregler/LM723/Die%20Elektronik%20Hobby%20-%20Bastelecke.htm

Ich hoffe ihr könnt mir etwas helfen.

Vielen Dank im Voraus für eure Antworten!

von Capacitor_05 (Gast)


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Was ich auch noch gefunden habe ist das hier:

https://www.eleccircuit.com/wp-content/uploads/2014/06/The-circuit-diagram-of-0-50V-3A-Variable-DC-power-supply.jpg

Aber leider ohne Stromregelung...

von M. K. (sylaina)


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Ich zeige dir hier mal eine Alternative, die ist für bis zu 30V/5A, 
müsste entsprechend umdimensioniert werden wenns bis zu 50V gehen soll 
aber:

1. Warum bis 50V? Das ist IMO doch sehr ungewöhnlich für ein LNG
2. Warum willst du das selbst bauen?
3. Wie sind deine Vorkenntnisse bzgl. Elektronik allgemein?

Anhand der von dir ausgewählten Schaltungen kann ich dir den Selbstbau 
nicht empfehlen. Mit entsprechender Recherche hätte dir auffallen 
müssen, dass diese Schaltungen eher weniger geeignet sind für dein 
Vorhaben.

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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Statt nachzubauen, hättest besser den Bausatz genommen.

Als erstes solltest Du uns verraten was für ein Trafo vorhanden ist. 
Insbesondere die Daten betreffend Leistung, Ausgangsspannungen, ggf. 
sind mehrere vorhanden.

von Capacitor_05 (Gast)


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Danke für die Antworten. Eben das wollte ich nicht. Ich will es selber 
bauen. Erfahrung habe ich übrigens schon über 10 Jahre in der 
Elektronik...

Das sind die Daten meines Ringkerntrafos:


Primär: 230V 50/60HZ

Sekundär: 33V/3,6A (120VA)

Wenn wir die Leerlaufspannung mit gegebenen Werten nach der 
Gleichrichtung und Siebung berechnen kommen wir auf ungefähr 46V.
Natürlich hat der Trafo eine höhere Leerlaufspannung, etc.

Dafür sind die meisten Schaltungen nicht ausgelegt. Ein anderer Trafo 
kommt leider nicht in Frage, da die Trafos schon in das Gehäuse 
eingebaut sind.

von ArnoR (Gast)


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Capacitor_05 schrieb:
> Erfahrung habe ich übrigens schon über 10 Jahre in der Elektronik...

Reicht aber offensichtlich noch nicht, denn:

> Das Netzteil soll 0-50V und 0-3A liefern.

> Das sind die Daten meines Ringkerntrafos:
> Sekundär: 33V/3,6A (120VA)
> Ein anderer Trafo kommt leider nicht in Frage

Kein 120VA-Trafo kann in einem Netzteil 150W liefern. Du brauchst einen 
250VA-Trafo oder geringere Ansprüche.

von Capacitor_05 (Gast)


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Gut, da hätte ich natürlich nachrechnen können.
Mir geht es hauptsächlich darum, den Ringkerntrafo vollständig 
auszureizen

von Dieter (Gast)


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Was mit dem Trafo geht, waeren 0-30V 3A und Umschaltung auf 0-60V 1,5A.

von Dieter (Gast)


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Und vielleicht wäre das auch etwas für Dein Vorhaben:
Beitrag "Re: Netzteil eigenbau (Erbstück) defekt"

Um die Verlustleistungen zu drücken gab es in der Vergangenheit eine 
kleine primitve Schaltung mit einen Leistungstransistor zwischen 
Gleichrichter und Elko, der dann den
darüber hinaus gehenden Teil der Halbwellen jeweils sperrte. Das fand 
ich besser als die Bereichsumschaltung mit Relais oder mit Thyristor auf 
der Primärseite.

von Bernd B. Betonmischer (Gast)


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Dieter schrieb:
> Was mit dem Trafo geht, waeren 0-30V 3A und Umschaltung auf 0-60V 1,5A.

Unsinn. Nach Gleichrichtung ist der Faktor der max. Stromentnahme rund 
0,6
bis 0,7 des (für ohmsche/AC-Last bemessenen) angegebenen Nennstroms.

Somit gingen evtl. gut 2A raus, aber wohl keine 2,5 (und 3A ganz sicher 
nicht, außer man würde mit einer geschalteten Zwischenstufe (Buck) 
arbeiten,
dann könnten bei - sagen wir mal - unter 25V auch 3A rauskommen).

von Capacitor_05 (Gast)


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Dann müsste ich aber Wicklungen umschalten, was hier nicht geht

von Capacitor_05 (Gast)


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Das was Dieter gepostet hat, hatte ich mir auch schon angeguckt

von M. K. (sylaina)


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Capacitor_05 schrieb:
> Sekundär: 33V/3,6A (120VA)

Und wie willst du daraus 150W zaubern? Soviel zu deinen 10 Jahren 
Erfahrung. Nimm was Fertiges, du bist noch lange nicht soweit dir selber 
ein LNG von Grund auf zusammen zu bauen. Ein Bausatz dürfte das maximale 
sein, den solltest du dann auf deine 50V/3A erweitern.

von Michael B. (laberkopp)


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Capacitor_05 schrieb:
> was haltet ihr davon?

Erfordert einen Kühlkörper von 0.15 K/W pro Transistor, also 
Wasserkühlung.

Zwar könnte die Schaltung im Prinzip funktionieren, aber es finden sich 
einige 330pF Kondensatoren die wohl nötig waren um es stabil zu 
bekommen, und die sind je nach Aufbau verschieden.

50V/5A ist einfach eine übertriebene Leistung für ein Linearnetzteil, 
die mehr Ärger als Sinn macht.

Etwas geringer, so 30V und 3A mit den 2 MJ15004 könnte handlebar sein.


Capacitor_05 schrieb:
> mit einem LM723.

Sehr schlechte Stromregelung, setzt langsam ein und begrenzt dann 
temperaturabhängig.

Capacitor_05 schrieb:
> Dazu habe ich diese Schaltung gefunden:

Fake-Schaltung.

35V bei 3.5A mit einem einzelnen 2N3055 ist nicht mal Wunschdenken, 
sondern völlig hirnrissig.

Ein 24V~ Trafo passt zum uA732, liefert zuverlässig aber kaum mehr als 
25V.

Mit einem 2N3055 kommt man damit auf 2A, wenn man einen 3.5A~ Trafo 
spendiert.

Capacitor_05 schrieb:
> Wenn ich die Spannung über eine längsregelung
> heruntersetze, um den IC zu betreiben, sollte es doch gehen?

Dabei verändert man die stabile Emitterfolger-Regelung des LM723 zu 
einer schwer stabil zu bekommenden Sziklai oder Emitterschaltung. 
Funktioniert also eher nicht.

Siehe:
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.1

von Bernd B. Betonmischer (Gast)


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Nein, Dieter meinte die gleichzeitige Nutzung von Graetz-Brücke
(Brückengleichrichter) und Delon-Spannungsverdoppler - das kann
man z.B. mittels Relais umschaltbar gestalten. (Aus 1 Wicklung.)

Eventuell aber suchst Du eh gar nicht nach dem, was Du brauchst.
Sag' doch erst mal, worum genau es Dir geht:

Capacitor_05 schrieb:
> hauptsächlich ... Ringkerntrafo vollständig auszureizen

Was willst Du: Maximale Leistungsentnahme - oder ein Labornetzteil?
(Ein klassisches LNG baut man sicher nicht an den Leistungsgrenzen
der Bauteile - darum geht es dabei ja auch gar nicht.)

Für maximale Leistungsentnahme könnte man einen Schaltregler nutzen.
(Nur müßte man - Problemvermeidung, Schaltspitzen weg - filtern, und
das eventuell nicht zu knapp, vor dem Linearregler, für ein richtiges 
Labornetzteil.)

Wenn Du gar kein lineares Netzteil mit geringem Störpegel am Ausgang
suchst, sondern auf max. Leistung aus dem RKT scharf bist, wüßte ich
ein, zwei Lösungen, die am Schluß schon mit Einstellung und Anzeige
daherkommen würden - jeweils ein bißchen Zusatzaufwand zum einfachen
fertigen Kaufteil, und man holt noch mehr Leistung raus.

Ich rede aber nicht davon, Schaltregler umzubauen - nur nebenbei.
Was ich im Auge habe, ist recht simpel machbar.

von Capacitor_05 (Gast)


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M. K. schrieb:
> Nimm was Fertiges, du bist noch lange nicht soweit dir selber ein LNG
> von Grund auf zusammen zu bauen.

Das kannst du jetzt aus ein paar Zeilen Text lesen...
Bist du Wahrsager?

von Dieter (Gast)


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Die Angaben der Strombelastung bei mir sind keine Dauerwerte für den 
Trafo. Aber Verbraucher können damit kurzzeitig versorgt werden.

Umschalten geht zwischen Brückengleichrichter und 
Spannungsverdopplerschaltung relativ einfach.

von M. K. (sylaina)


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Capacitor_05 schrieb:
> M. K. schrieb:
>> Nimm was Fertiges, du bist noch lange nicht soweit dir selber ein LNG
>> von Grund auf zusammen zu bauen.
>
> Das kannst du jetzt aus ein paar Zeilen Text lesen...
> Bist du Wahrsager?

Wahrsager bin ich nicht, wer aber schon beim Trafo so dermaßen 
verkackt...also sorry, bei nem LNG ist der Trafo, bzw. dessen Auslegung, 
noch das Einfachste. Und du hast Hoffnung den Strom- und Spannungsregler 
ordentlich hinzubekommen? In 5 Jahren vielleicht.

von Dieter (Gast)


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Siehe den Schalter mit 115 beschriftet auf dem Schaltplan:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:PC-PowerSupply-Principle-Circuit.svg

von michael_ (Gast)


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Capacitor_05 schrieb:
> ich habe vor ein doppel Labornetzteil zu bauen, das mit einer PWM
> Schaltung von ELV arbeiten sollte. Diese Schaltung hat bei mir im
> Nachbau leider nicht funtkioniert, sodass ich jetzt auf der Suche nach
> einer vergleichbaren, bzw. konventionellen Schaltung bin. Das Netzteil
> soll 0-50V und 0-3A liefern.

Dann hast du den Fehler bei dir zu suchen.
Die ELV NT funktionieren. Was ist das für ein Bausatz mit 50V/3A?

Und analog 50V und 3A zu realisieren ist sehr sportlich.

von M. K. (sylaina)


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michael_ schrieb:
> Dann hast du den Fehler bei dir zu suchen.
> Die ELV NT funktionieren. Was ist das für ein Bausatz mit 50V/3A?

Und auch deshalb denke ich, dass das keine gute Idee ist, dass er sich 
selbst ein LNG baut. ;)

michael_ schrieb:
> Und analog 50V und 3A zu realisieren ist sehr sportlich.

Eigentlich nicht, 50V/3A ist ziemlich gleich schwer zu realisieren wie 
30V/3A. Sehr Sportlich wirds wenn man in den dreistelligen Voltbereich 
vorstößt.

von Andrew T. (marsufant)


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M. K. schrieb:
> Eigentlich nicht, 50V/3A ist ziemlich gleich schwer zu realisieren wie
> 30V/3A.

Da irrst Du leider völlig.

Auch wenn es in beiden Fällen 150W LNG sind,
ein 50V 3A ist deutlich schwerer zu realisieren wenn man das Thema nicht 
grundlegend + im Detail verstanden hat...

Unter anderem deshalb findest Du reichlich Applikationen 30/5,
aber relativ selten 50/3.

Für erhellende Details:

https://www.electronicdesign.com/power/what-s-all-power-supply-design-stuff-anyway

im unteren Drittel des Artikels.

von Tany (Gast)


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Capacitor_05 schrieb:
> ich habe vor ein doppel Labornetzteil zu bauen, das mit einer PWM
> Schaltung von ELV arbeiten sollte

Ist dieser Bausatz?
https://de.elv.com/pwm-schaltnetzteil-platine-komplettbausatz-ohne-netztrafo-gehaeuse-panelmeter-024019?fs=4290895586&c=256

von M. K. (sylaina)


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Andrew T. schrieb:
> Auch wenn es in beiden Fällen 150W LNG sind,
> ein 50V 3A ist deutlich schwerer zu realisieren wenn man das Thema nicht
> grundlegend + im Detail verstanden hat...
>
> Unter anderem deshalb findest Du reichlich Applikationen 30/5,
> aber relativ selten 50/3.

Ha, und ich dachte 50/3 findet man seltener weil man das generell 
seltener braucht. 60/3 ist nämlich auch öfters zu finden als 50/3, ist 
jetzt also 60/3 einfacher als 50/3? ;)

Andrew T. schrieb:
> Für erhellende Details:
>
> 
https://www.electronicdesign.com/power/what-s-all-power-supply-design-stuff-anyway
>
> im unteren Drittel des Artikels.

Aber das spricht eigentlich genau die gleichen Probleme an, die ich auch 
meine: Grundsätzlich ändert sich an der Schaltung nicht, man muss nur 
Bauteile raussuchen, die dann für die 60V/3A geeignet sind (Stichworte: 
Spannungsfestigkeit, Verlustleistung, SOAs) aber an der grundsätzlichen 
Schaltung ändert sich nichts. Da werden z.B. so Dinge angesprochen wie 
hier auch schon: Für ein 3A LNG muss der Transformator schon für mehr 
als 3A geeignet sein, der muss eher so 5A dann können.
OK, das Heraussuchen der passenden Bauteile kann dann in der Tat eine 
Herausforderung werden. ;)

von O. M. (electrolux)


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von Harald W. (wilhelms)


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Capacitor_05 schrieb:

> Sekundär: 33V/3,6A (120VA)

Damit kannst Du bestenfalls ein 30V/2,5A-Netzteil bauen. Wenn Du
schon diese Grundlagen nicht beherschst, wäre es wohl besser, als
erstes ein deutlich kleineres Netzteil mit z.B. 20V/1,5A zu bauen.
Das könntest Du z.B. mit einem L200-IC machen.

von L. N. (derneumann)


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M. K. schrieb:
> Ich zeige dir hier mal eine Alternative, die ist für bis zu
> 30V/5A, müsste entsprechend umdimensioniert werden wenns bis zu 50V
> gehen soll aber:
>
> 1. Warum bis 50V? Das ist IMO doch sehr ungewöhnlich für ein LNG
> 2. Warum willst du das selbst bauen?
> 3. Wie sind deine Vorkenntnisse bzgl. Elektronik allgemein?
>
> Anhand der von dir ausgewählten Schaltungen kann ich dir den Selbstbau
> nicht empfehlen. Mit entsprechender Recherche hätte dir auffallen
> müssen, dass diese Schaltungen eher weniger geeignet sind für dein
> Vorhaben.

Was ist denn das für eine nette Schaltung?
Für welchen Transistor ist die ausgelegt (Kompensation des 
Regelkreises)?

von M. K. (sylaina)


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L. N. schrieb:
> Was ist denn das für eine nette Schaltung?

Ich weis nicht ob sie einen speziellen Namen hat.

L. N. schrieb:
> Für welchen Transistor ist die ausgelegt (Kompensation des
> Regelkreises)?

Ich habe sie in verschiedenen Varianten aufgebaut, entweder mit 
diskreter Darligton-Beschaltung (BC547+1N3055) oder mit nem 
TIP120/121/122 oder mit nem BU0506 und einmal sogar mit nem IRFZ44N. Ja, 
ist nen MOSFET, eigentlich warens 4 FETs parallel für ne 3A-Variante, 
rund 40V am Eingang, SOA beachten und so. Ein Transitor hab ich 
eigentlich nur in den Netzteilen drin, die noch ne Vorreglung haben 
sodass die Eingangsspannung rund 3 Volt über der Ausgangsspannung 
liegen. Das spart große KK und Transistoren ;)

von Joe J. (neutrino)


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Hallo!

So wie ich das verstanden habe, will Capacitor_05 kein professionelles 
LNG mit 50 V und 3 A bauen, sondern einfach nur den vorhandenen Trafo 
für ein "Bastel-LNG" verwenden. Da dieser Trafo nach Gleichrichter und 
Elko weit mehr als 40 V liefert, können viele Standardteile 
(beispielsweise der 723) nicht verwendet werden.

Mein Vorschlag: der L146 ist pinkompatibel zum 723, verträgt jedoch bis 
zu 80 V. Allerdings ist dieser nur noch schwer zu bekommen und auch 
nicht so billig.
Alternativ könnte man - wie bereits erwähnt wurde - mit einem 
Buck-Regler erst mal die Spannung reduzieren, und dann irgend einen 
beliebigen Schaltplan aus dem Netz verwenden.

Gruß, Joe

von Martin M. (wellenkino)


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für den Trafo würde mir L296 mit nachgesetztem Transistor am besten 
gefallen.
lG Martin

von O. M. (electrolux)


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Aber leider geht der nicht auf 0v runter

von O. M. (electrolux)


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Joe J. schrieb:
> mit einem Buck-Regler erst mal die Spannung reduzieren, und dann irgend
> einen beliebigen Schaltplan aus dem Netz verwenden.

Ja, das denke mache ich. Hatte ich mir schon Mal überlegt. Ist 
wahrscheinlich die einfachste Lösung...

von Harald W. (wilhelms)


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Capacitor_05 schrieb:
>
>> Nimm was Fertiges, du bist noch lange nicht soweit dir selber ein LNG
>> von Grund auf zusammen zu bauen.
>
> Das kannst du jetzt aus ein paar Zeilen Text lesen...
> Bist du Wahrsager?

Das erkennt man aus Deinen Antworten. Sie zeigen ein recht
geringes Grundlagenwissen.

von O. M. (electrolux)


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Ich habe hier eigentlich die Frage gestellt, um fachliche Antworten zu 
erhalten, und nicht um mein Wissen zu kritisieren

von Harald W. (wilhelms)


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O. M. schrieb:

> Ich habe hier eigentlich die Frage gestellt, um fachliche Antworten zu
> erhalten, und nicht um mein Wissen zu kritisieren

Bist Du der TE? Hast Du eine gespaltene Persönlichkeit mit zwei
verschiedenen Namen? Es sind in diesem Thread viele fachliche
Vorschläge gekommen. Nur bezweifele ich, ob Du in der Lage bist,
diese auch umzusetzen.

von Michael B. (laberkopp)


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O. M. schrieb:
> Ich habe hier eigentlich die Frage gestellt, um fachliche
> Antworten zu erhalten, und nicht um mein Wissen zu kritisieren

Und alle 5 Minuten einen neuen Namen anzunehmen...

von L. N. (derneumann)


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M. K. schrieb:
> L. N. schrieb:
>> Was ist denn das für eine nette Schaltung?
>
> Ich weis nicht ob sie einen speziellen Namen hat.
na dann wirds aber zeit, oder? ;-)

> L. N. schrieb:
>> Für welchen Transistor ist die ausgelegt (Kompensation des
>> Regelkreises)?
>
> Ich habe sie in verschiedenen Varianten aufgebaut, entweder mit
> diskreter Darligton-Beschaltung (BC547+1N3055) oder mit nem
> TIP120/121/122 oder mit nem BU0506 und einmal sogar mit nem IRFZ44N. Ja,
> ist nen MOSFET, eigentlich warens 4 FETs parallel für ne 3A-Variante,
> rund 40V am Eingang, SOA beachten und so. Ein Transitor hab ich
> eigentlich nur in den Netzteilen drin, die noch ne Vorreglung haben
> sodass die Eingangsspannung rund 3 Volt über der Ausgangsspannung
> liegen. Das spart große KK und Transistoren ;)

und das ging alles ohne änderungen an der kompensation im regelkreis? 
für mich als laie erstaunlich.. hatte da wie du vielleicht noch weißt, 
ziemlich hässliche erfahrungen :-)

von F. F. (foldi)


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Capacitor_05 schrieb:
> Diese Schaltung hat bei mir im Nachbau leider nicht funtkioniert, sodass
> ich jetzt auf der Suche nach einer vergleichbaren, bzw. konventionellen
> Schaltung bin.

Davon ausgehend, dass die Schaltung grundsätzlich funktioniert und das 
immer noch deinen Wünschen entspricht, wieso versuchst du nicht erst 
dieses zum Laufen zu bringen? Nötigenfalls mit Hilfe von Forum.
Das bringt einen meistens weiter, als immer was neues anzufangen.

von M. K. (sylaina)


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O. M. schrieb:
> Ich habe hier eigentlich die Frage gestellt, um fachliche Antworten zu
> erhalten, und nicht um mein Wissen zu kritisieren

Jemand, der keine Ahnung/Erfahrung um Umgang mit Sprengstoff hat, 
empfiehlt man halt nicht mit TNT zu spielen sondern sich erstmal das 
Grundlagenwissen anzueignen.
Bei Elektrotechnik sieht es da ähnlich aus ;)

L. N. schrieb:
> und das ging alles ohne änderungen an der kompensation im regelkreis?
> für mich als laie erstaunlich.. hatte da wie du vielleicht noch weißt,
> ziemlich hässliche erfahrungen :-)

Ja, das ging alles problemlos ohne Anpassung am Regler. Das liegt aber 
auch u.a. daran, dass die Bauteile sehr ähnlich zueinander sind.

von L. N. (derneumann)


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> L. N. schrieb:
>> und das ging alles ohne änderungen an der kompensation im regelkreis?
>> für mich als laie erstaunlich.. hatte da wie du vielleicht noch weißt,
>> ziemlich hässliche erfahrungen :-)
>
> Ja, das ging alles problemlos ohne Anpassung am Regler. Das liegt aber
> auch u.a. daran, dass die Bauteile sehr ähnlich zueinander sind.

Coole Sache :-) Erlaubnis zum Nachbau? Werde das bei Gelegenheit zuerst 
mal simulieren, um die Funktionsweise richtig verstehen zu können. PNP 
Action will einfach nicht in meinen in-brain Simulator rein :-D Verstehe 
auch noch nicht ganz wie die Spannungseinstellung funktioniert. Das 
werde ich mit LTSpice aber schon rausfinden.

Konntest du irgendwelche Phänomene/Eigenheiten beobachten oder läuft die 
Schaltung problemlos?

von M. K. (sylaina)


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L. N. schrieb:
> Coole Sache :-) Erlaubnis zum Nachbau?

Natürlich, warum nicht? ;)

L. N. schrieb:
> Werde das bei Gelegenheit zuerst
> mal simulieren, um die Funktionsweise richtig verstehen zu können. PNP
> Action will einfach nicht in meinen in-brain Simulator rein :-D Verstehe
> auch noch nicht ganz wie die Spannungseinstellung funktioniert. Das
> werde ich mit LTSpice aber schon rausfinden.

Damit ist man immer gut beraten, hab mal was angehangen ;)

L. N. schrieb:
> Konntest du irgendwelche Phänomene/Eigenheiten beobachten oder läuft die
> Schaltung problemlos?

Definiere "Phänomene". Die Schaltung tut was sie soll. ;)

EDIT: Mist, Anhang vergessen. Ist ein LTSpice Schaltplan

: Bearbeitet durch User
von L. N. (derneumann)


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Vielen Dank, da spar ich mir ja sogar das Nachzeichnen im LTSpice :-D

Phänomene: Irgendwelche Oszillationen unter bestimmten Umständen, 
langsamer CC Modus (wobei mir das so gar nicht danach aussieht als wär 
die Schaltung langsam), Probleme mit induktiven oder kapazitiven Lasten, 
... was halt so schiefgehen kann bei einem LNG :-)

von M. K. (sylaina)


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L. N. schrieb:
> Phänomene: Irgendwelche Oszillationen unter bestimmten Umständen,
> langsamer CC Modus

Da ist mir bisher nichts negativ aufgefallen.

L. N. schrieb:
> wobei mir das so gar nicht danach aussieht als wär
> die Schaltung langsam


Naja, gibt hier im Forum Personen, die haben schon schnellere LNGs 
aufgebaut.

: Bearbeitet durch User
von L. N. (derneumann)


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M. K. schrieb:
> Da ist mir bisher nichts negativ aufgefallen.

Das freut mich sehr :-) Mein Layout oszilliert nämlich leicht beim 
Wechsel zwischen CC und CV Modus. Ansonsten bin ich ziemlich glücklich 
damit.

M. K. schrieb:
> Naja, gibt hier im Forum Personen, die haben schon schnellere LNGs
> aufgebaut.

Und auch welche (mich), die viel langsamere gebaut/abgeschaut haben :-)

von Dieter (Gast)


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So eine Ergaenzung koennte man verwenden um fuer niedrige Spannungen 
jeweils einen Teil der Halbwellen oben abzuschneiden.

von Dieter (Gast)


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Um sowohl stabilisierte und unstabilisierte Spannungen zur Verfügung zu 
haben, wickelte ich mir einen Trafo mit 3 Wicklungen im 1,5V Abstand und 
5 Wicklungen im 6V Abstand. Natürlich sind Stufenschalter für höhere 
Ströme nicht so leicht zu bekommen. Daher würden diese herausgeschleift 
und über kurze Kabelbrücken kann die Spannung in diesen feinen Schritten 
ausgewählt werden. Für einen analogen Regler ist das natürlich ideal, 
wenn die Eingangsspannung so fein vorgewählt werden kann.

von Dieter (Gast)


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Falls Hilfsspannungen geringer Leistung benoetigt wuerden ...

von agathepower (Gast)


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Dieter schrieb:
> So eine Ergaenzung koennte man verwenden um fuer niedrige Spannungen
> jeweils einen Teil der Halbwellen oben abzuschneiden.

Wie jetzt, erklär mal.

Ich dachte das vorregelt man, wenn man zu viele Transistors besitzt, so 
wie hier im Anhang.
Da verwurstet VT7 die Spannungsdifferenz über dem (nicht dargestellten) 
Längsregler zum Steuerkriterium für den wundersammen Schaltvorregler.

Aber bei deiner Schaltung, hääää??

von agathepower (Gast)


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Capacitor_05 schrieb:

> Deshalb die Frage an euch, was haltet ihr davon?
>
> 
https://www.gadgetronicx.com/wp-content/uploads/2018/01/bench-top-power-supply.png

Da stehste unter Strom, wenn der Netzstecker falschrum in der Dose 
steckt.

2 MJ15004 sind zu wenig um Ausgangskurzschluss bei vollem Ladeelko zu 
überleben, out of SOA.
Wenn das schon so anfägt ist im allgemeinen das ganze restliche Design 
auch schlampig und bugy.

von foobar (Gast)


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> 2 MJ15004 sind zu wenig um Ausgangskurzschluss bei vollem Ladeelko zu
> überleben,

Na ja, bei 510Ω Vorwiderstand ...

von Dieter (Gast)


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agathepower schrieb:
> Aber bei deiner Schaltung, hääää??

Ist doch leicht zu durchschauen, was die machen soll.

von MaWin (Gast)


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agathepower schrieb:
> 2 MJ15004 sind zu wenig um Ausgangskurzschluss bei vollem Ladeelko zu
> überleben

Immerhin 5A bei 50V und ca. 3.5A bei 70V, und davon 2 parallel, das 
reicht für die beworbenen 5A, ein Labornetzteil begrenzt ja den Strom 
und Übersttom kommt nichzmal 1ms lang vor. Die Kühlung wird interessant 
und die SOA ist nur für 1 Sekunde, aber ich habe schon schlechteres 
gesehen.

von M. K. (sylaina)


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foobar schrieb:
> Na ja, bei 510Ω Vorwiderstand ...

Das ist sicher ein Schreibfehler und gemeint sind R510, nicht 510R ;)

von Michael B. (laberkopp)


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agathepower schrieb:
> Ich dachte das vorregelt man, wenn man zu viele Transistors besitzt, so
> wie hier im Anhang.

Ach du Scheisse, was für ein Aufwand.

Winfield Hill aus s.e.d. bot folgende Lösung:.
     rectified
      ac in                     p-channel   
                                Q1  FET               +38V
     --|>|---+----+-------+---+-- s   d ----+----+---o  4A
             |    |       | \_|_    g       |    |
     --|>|---+    |      R2  /_\    | IRF9Z |    | C2
             |    |       |   | D2  |  34N  |   ===
          C1 |    |       +---+-----'       |    |
            ===   R1      |        ,--------+   gnd
             |    |       |       |         |
             |    |    Q2 |    Q3 |         R5   R1  12k
            gnd   | 5V    c       c         |    R2  12k
                  +---- b           b ------+    R3  4.7k
                \_|_      e --+-- e         |    R4  2.49k
              D1 /_\          |             R4   R5  16.2k
                  | LM336-    R3            |    C1  100uF
                  |  5.0      |            gnd   C2  10,000uF
                 gnd         gnd                 

: Bearbeitet durch User
von Peter M. (r2d3)


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MaWin schrieb:
> Immerhin 5A bei 50V und ca. 3.5A bei 70V, und davon 2 parallel, das

Bei 70V sehe ich nur 2,3A in der 1s-Kurve.

MaWin, bist Du's wirklich?

von M. K. (sylaina)


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Peter M. schrieb:
> MaWin, bist Du's wirklich?

Alter Mann, hat sich vielleicht verzählt und dachte er sei schon bei 3, 
;)

von Dieter (Gast)


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Das Wichtigste am Labornetzteil ist der Kurzschlussschutz, wenn damit 
experimentiert wird. Und das ist nicht nur im Schulbetrieb so.

von Thomas B. (thombde)


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Ich habe oben (Bild)  mal die Technischen Daten eines ganz einfachen
LNG reingestellt.
Ist diskret aufgebaut. (ohne OP,s)
Hat allerdings 3 verschiedene Versorgungsspannungen.
Mit extra Trafowicklungen.
Wie würdet Ihr die Daten einschätzen.
Von 1 bis 6. (Schulnote)

Gruß
Thomas.

von M. K. (sylaina)


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Thomas B. schrieb:
> Von 1 bis 6. (Schulnote)

Für heutige Verhältnisse: 4

von MaWin (Gast)


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Thomas B. schrieb:
> Wie würdet Ihr die Daten einschätzen

100us Ausregelzeit ist schon sehr lang.
Der Rest ok, 1mV und 20uA erscheint mir sogar zu gut.

von Harald W. (wilhelms)


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Thomas B. schrieb:

> Hat allerdings 3 verschiedene Versorgungsspannungen.

Der Wert der Hauptversorgungsspannung mit 31V AC erscheint mir
etwas knapp für 30V DC. Typisch sollte ie AC-Spannung 3V über
der DC-Spannung liegen.

von Peter M. (r2d3)


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Hallo Thomas,

ohne zusätzliche Maßnahmen zur Verlustleistungsreduzierung muss Dein 
Kühlköprer mit 2,5K/W schlimmstenfalls 30V * 1A = 30W abführen.

Das macht dann eine Temperaturänderung von 2,5K/W * 30W = 75K aus.
Bei 30°C Geräteinnentemperatur landest Du dann schnell bei 105°C.

Da stellt sich auch die Frage, ob der Kühlkörper an der Geräteaußenseite 
sitzt oder im Geräteinneren wie beim Korad KA3005.

von Thomas B. (thombde)


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Ich weiß nicht ob das in den Technischen Daten Druckfehler sind,
oder die Schaltung doch einige Vorteile hat.

Ich stelle den Schaltplan mal rein.
Wahrscheinlich werde ich gleich zerrissen :)
Ist eine ganz einfache Schaltung.
Was mir gleich auffällt, ist der kleine Ausgangskondensator, und
die Emitterwiderstände mit 1 Ohm an den Leistungstransistoren.
Und sehr wenige kleine  Kondensatoren.
Da muss dann wohl auch das Layout 100% passen.
Kann das so sein sein?

Gruß
Thomas

von MaWin (Gast)


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Thomas B. schrieb:
> Wahrscheinlich werde ich gleich zerrissen :)
> Ist eine ganz einfache Schaltung.

Na ja, für 30V/1A viele Bauteile.
Schon 2 parallele 2N3055 halte ich bei der geringen Leistung für 
übertrieben.


> Was mir gleich auffällt, ist der kleine Ausgangskondensator, und
> die Emitterwiderstände mit 1 Ohm an den Leistungstransistoren.

Erhöhen den Ausgangswiderstand um 0.5 Ohm in der Zeit, die die Regelung 
noch nicht nachregelt.


> Und sehr wenige kleine  Kondensatoren

C6 ist nicht klein.

Ich befürchte bei den 2 Hilfsspannungen muntere Effekte bei Einschalten 
und ausschalten der Versorgungsspannung.

von MaWin (Gast)


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Nicht unter 5V einstellbar und welchen Wert hat D2 ?

von Thomas B. (thombde)


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Die Emitterwiderstände können doch nur Druckfehler sein.
Das geht so nicht.
Eher 0,1 Ohm 5W

PS:
Wollte ich eben noch nachtragen.
Aber Ihr wart zu schnell :)

: Bearbeitet durch User
von ArnoR (Gast)


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MaWin schrieb:
> Nicht unter 5V einstellbar

Doch, wenn R16 am oberen Anschlag ist.

> und welchen Wert hat D2 ?

Ist doch unkritisch, z.B. 12V, zweistufige Spannungsstabilisierung für 
die Stromquellenfunktion mit R15 am Spannungs-Diff.

von ArnoR (Gast)


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Thomas B. schrieb:
> Die Emitterwiderstände können doch nur Druckfehler sein.
> Das geht so nicht.

Wieso nicht? 0,5A durch 1R sind 0,25W, 0,5W passt also.

> Eher 0,1 Ohm 5W

Nee, die thermische Stabilität ist dann nicht gegeben. 5W sind total 
überdimensioniert.

von Thomas B. (thombde)


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MaWin schrieb:
> Nicht unter 5V einstellbar und welchen Wert hat D2 ?

Ist doch egal, hinter D2 komm doch D5.
Oder fehlt da ein Knoten?

PS:
Meinte D1 und nicht D5
Sorry

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6031292 wurde vom Autor gelöscht.
von ArnoR (Gast)


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Man kann die Schaltung vereinfachen, indem man die obere Hilfsspannung 
(n2) weglässt, die Hauptspannung um ~3V erhöht und R1, R2 und D3 durch 
eine JFET-Stromquelle ersetzt (nur 1 Bauelement). Die untere 
Hilfsspannung (n4) kann man durch eine Ladungspumpe (2xDiode, 2xC) aus 
der Wicklung n3 erzeugen.

Thomas B. schrieb:
> Was mir gleich auffällt, ist der kleine Ausgangskondensator

Das sagt gar nichts aus. Maßgebend ist nicht die minimale, sondern die 
maximale Lastkapazität bis zum Schwingeinsatz.

von juergen (Gast)


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Capacitor_05 schrieb:
> Hallo Forum,

> ...
> Was ich mir auch noch überlegt hatte, wäre ein Netzteil mit einem LM723.
> Dieser ist zwar schon etliche Jahre auf dem Markt, soll aber seinen Job
> ganz gut machen. Eine Problem ergibt sich aber daraus. Dieser IC geht
> leider nur bis 40V...

Es gibt nichts besseres als den LM723 als Herzstück für so ein 
Bastelbudenprojekt. Es wurde Speziell fürs LNGs entwickelt. Kostet nur 
1Euro.

Ein geschickt aufgebautes LNG kann sogar mehr als 40 V liefern, wenn man 
bei entsprechender Verschaltung.
So ein LNG ist mit einem Minimum an Bauteilen zu machen. Die 
Strombegrenzung ist absolut präzise und temperaturunabhängig.

Die Schaltung hatte ich schon mal vorgestellt. Sie ist aber nicht leicht 
zu verstehen. Deshalb wurde sie im Forum auch gar nicht groß besprochen.
...so einfach wie sie ist.

von ArnoR (Gast)


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juergen schrieb:
> Es gibt nichts besseres als den LM723 als Herzstück für so ein
> Bastelbudenprojekt. Es wurde Speziell fürs LNGs entwickelt.

Nee, der wurde für einfache Spannungsregelschaltungen entwickelt, hat 
keine präzise Stromregelung, nur eine einfache Strombegrenzung.

juergen schrieb:
> So ein LNG ist mit einem Minimum an Bauteilen zu machen. Die
> Strombegrenzung ist absolut präzise und temperaturunabhängig.

Aber nicht mit dem LM723 allein. Da muss schon noch was dazu...

juergen schrieb:
> Die Schaltung hatte ich schon mal vorgestellt. Sie ist aber nicht leicht
> zu verstehen. Deshalb wurde sie im Forum auch gar nicht groß besprochen.
> ...so einfach wie sie ist.

Aha.

Link zum Beitrag?

von Gerhard O. (gerhard_)


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Wenn es unbedingt ein LNG mit LM723 und zusätzlicher Stromreglung sein 
muß, ist hier ein kommerzielles Schaltbeispiel:

http://www.rainers-elektronikpage.de/GRUNDIG-Techn_-Informationen/GRUNDIG_SN40-45_-_PDF.pdf

Innerhalb gewisser Randbedingungen ist das sogenannte "Banggood" 
preisgünstige Labornetzgerät Kit ein gutes Bastelprojekt solange die 
Einwände in diesem Thread beachtet werden:

Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"

Das erwähnte Gerät wurde damals im Detail durchgearbeitet, verbessert 
und einige Mal erfolgreich aufgebaut. Es lohnt sich große Teile dieses 
Threads zu studieren. Mit den Kleinen Verbesserungen funktioniert das BG 
Design vergleichbar mit den meisten LNGs derselben Leistungs und 
Spannungsklasse und ist ein dankbares Einsteigerprojekt.

Ohne OPV Versorgungs Modifikation muß man nur mit der Trafospannung 
aufpassen damit die OPVs keinen Schaden nehmen. Aber das wurde ja alles 
ausführlich dort behandelt. Mit den Modifikationen sind 0-30V und 0-2A 
möglich.

Hier ist noch ein einfaches LNG mit dem uralten MC1466 der aber in der 
Bucht noch leicht erhältlich ist. Ich habe so ein LNG bei mir im Betrieb 
und hat in 45 Jahren niemals die geringsten Mucken gemacht.
Beitrag "Re: "Moderne" Spannungsregler?"
Beitrag "Nachbausicheres Klein Labornetzgeraet"

Ich glaube es ist nicht mehr notwendig das Rad immer neu zu erfinden. Es 
gibt viele erprobte Hobby und kommerzielle Entwicklungen an die man sich 
halten kann und vernünftige Erwartungen durchaus erfüllen.

: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


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juergen schrieb:


> Es gibt nichts besseres als den LM723 als Herzstück für so ein
> Bastelbudenprojekt.

Besser als die rein diskrete Schaltung des TEs ist sie allemal.
Aber man darf durchaus auch bessere Schaltungen mit OPV verwenden.
Vor allen für die Stromreglung sollte in OPV verwendet werden.

von Tany (Gast)


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juergen schrieb:
> Es gibt nichts besseres als den LM723 als Herzstück für so ein
> Bastelbudenprojekt. Es wurde Speziell fürs LNGs entwickelt. Kostet nur
> 1Euro

Weil du mit stolz schon mal 723er zum laufen bekommen hast, musst du 
nicht gleich Fanatiker werden. Na klar, es gibt schon viel besseres.

juergen schrieb:
> Die Schaltung hatte ich schon mal vorgestellt. Sie ist aber nicht leicht
> zu verstehen. Deshalb wurde sie im Forum auch gar nicht groß besprochen.
> ...so einfach wie sie ist.

Deine Schaltung hab ich mal gesehen und schnell, was ist daran schwer zu 
verstehen?

von Tany (Gast)


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Tany schrieb:
> und schnell
...überblättern

von Tany (Gast)


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von Thomas B. (thombde)


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Man muss den 723 ja nicht unbedingt für ein LNG verwenden.
Man kann den auch in anderen Schaltungen verwenden.
Referenzspannung mit Temperaturkompensation ist eine feine Sache.
Der 723 ist nicht wirklich schnell, erfüllt aber seinen Zweck.
Er ist etwas langsam, aber dafür Anwenderfreundlich.

Ich habe mir noch 10 Stück auf Vorrat bestellt.
Bald gibt’s ihn nicht mehr.

PS;
Welchen Ersatz könnte man für BCYxx verwenden?
Stromverstärkung um 600, ft150Mhz
Ich will Das Ding nachbauen.

PS2:
Und dann schließe ich mal eine 20 mA LED an.
Und mal schauen ob die bei dem 0,5µF Ausgangskondensator abbrennt.

: Bearbeitet durch User
von MaWin (Gast)


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juergen schrieb:
> Es gibt nichts besseres als den LM723 als Herzstück für so ein
> Bastelbudenprojekt. Es wurde Speziell fürs LNGs entwickelt

Das Geschwätz wird nicht wahrer, wenn man es mantraartig wiederholt.
Du stellst nur jedesmal deine Ahnungslosigkeit zur Schau.

Der 723 wurde NIE als Labornetzteil-Regler konzipiert (er kann überhaupt 
keine Stromquellenregelung) sondern als Festspannungsregler mit fold 
back Strombegrenzung, in einer Zeit vor 7805&Co.
Das Datenblatt redet gar nur von Reglern über 7V und Reglern unter 7V, 
wie man ihn zur kontinuierlichen Spannungseinstellung nutzt, war am 
Anfang gar nicht bekannt.

Der TSM103 u.ä. wurde für CCCV Netzteile entwickelt und beworben, also 
auch als Labofnetzteil.

von A. K. (Gast)


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MaWin schrieb:
> Das Geschwätz wird nicht wahrer, wenn man es mantraartig wiederholt.
> Du stellst nur jedesmal deine Ahnungslosigkeit zur Schau.

Ach was, das war ja sicherlich nicht ironisch gemeint, nein niemals.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Wer sich für die Anatomie des LM723 interessiert, wird diese Publikation 
zu schätzen wissen:

https://electronicprojectsforfun.files.wordpress.com/2018/08/ua723_application_note.pdf

Der Scan ist übrigens von mir.

: Bearbeitet durch User
von Günter Lenz (Gast)


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Thomas B. schrieb:
>Ich weiß nicht ob das in den Technischen Daten Druckfehler sind,
>oder die Schaltung doch einige Vorteile hat.

Die Schaltung "LNG_30V1A_linear.png" enthält Fehler.
T7 und T9 können so überhaupt nicht Arbeiten, weil
sie als Diode geschaltet sind, Kollektor Basis sind
ja verbunden. Die Hilfsspannung die n2 liefert ist
ist schon richtig, würde ich auch so machen.

>und
>die Emitterwiderstände mit 1 Ohm an den Leistungstransistoren.

Ist auch in Ordnung, sie sorgen dafür, daß sich die Last
auf beide Transistoren gleichmäßig verteilt.

von ArnoR (Gast)


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Günter Lenz schrieb:
> Die Schaltung "LNG_30V1A_linear.png" enthält Fehler.
> T7 und T9 können so überhaupt nicht Arbeiten, weil
> sie als Diode geschaltet sind, Kollektor Basis sind
> ja verbunden.

Trotzdem funktionieren T7 und T9 wie vorgesehen. Beide Transistoren 
arbeiten ungesättigt und sind in der Lage, den Strom durch R12 bzw. R15 
zwischen sich selbst und den Diff-Partnern T8 bzw. T10 aufzuteilen.

von Andrew T. (marsufant)


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Thomas B. schrieb:
> ch stelle den Schaltplan mal rein.
> Wahrscheinlich werde ich gleich zerrissen :)

Nun, er stammt aus Siemens Schaltbeipiele, so um die 80er Jahre .-)

> Ist eine ganz einfache Schaltung.
> Was mir gleich auffällt, ist der kleine Ausgangskondensator, und
> die Emitterwiderstände mit 1 Ohm an den Leistungstransistoren.
> Und sehr wenige kleine  Kondensatoren.

Richtig.

> Da muss dann wohl auch das Layout 100% passen.

Ist vom Layout sehr gutmütig, und stabil.

> Kann das so sein sein?

Ja, ist zuverlässig funktionsfähig.
Ob es für dich paßt, mußt Du letztlich selber entscheiden.

von ArnoR (Gast)


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Thomas B. schrieb:
> Welchen Ersatz könnte man für BCYxx verwenden?
> Stromverstärkung um 600, ft150Mhz

Die BCYxx gibt´s in verschiedenen Stromverstärkungsgruppen. Der Wert von 
600 liegt am oberen Ende. Vergleichbar sind die BC54x-Typen, aber auch 
die BCY5xx gibt's noch bei Reichelt:

https://www.reichelt.de/bipolartransistor-npn-45v-0-2a-0-345w-to-18-bcy-59-10-p5050.html?PROVID=2788&gclid=EAIaIQobChMIyNe3tODh5QIVS8jeCh39igE0EAQYAiABEgKrY_D_BwE&&r=1

> Ich will Das Ding nachbauen.

So wie die Schaltung ist, würde ich die nicht nachbauen. Ein paar 
Vereinfachungen hatte ich oben schon genannt. Die ändern allerdings 
nichts an dem Schaltungsprinzip das mir nicht gefällt.

> Und dann schließe ich mal eine 20 mA LED an.
> Und mal schauen ob die bei dem 0,5µF Ausgangskondensator abbrennt.

Der Strom in die LED hängt nicht nur vom Ausgangskondensator ab. Wenn an 
das Netzteil ohne Last mit hoher Ausgangsspannung eine LED angeklemmt 
wird, muss ja auch der Stromregler aus dem Tiefschlaf erwachen und den 
Spannungsregler abregeln. Das dauert eben, und daraus kann auch deutlich 
mehr Strom*Zeit resultieren, als aus dem kleinen Ausgangskondensator.

von Marten Morten (Gast)


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juergen schrieb:
> Es gibt nichts besseres als den LM723 als Herzstück für so ein
> Bastelbudenprojekt. Es wurde Speziell fürs LNGs entwickelt. Kostet nur
> 1Euro.

Na ja, ich mag den LM723 auch, so aus nostalgischen Gründen. Man bekommt 
für 20 Cent (nicht 1 Euro) eine nach 50 Jahren noch brauchbare 
Referenzspannungsquelle und einen Operationsverstärker auf dem Niveau 
eines LM709, vorverschaltet mit ein bisschen Transistorzeugs.

Damit kann man eine lineare Spannungsregelung aufbauen. Mit seit 
Jahrzehnten bekannten Tricks auch regelbar und wenn man noch mehr 
trickst bis 0V runter.

> Ein geschickt aufgebautes LNG kann sogar mehr als 40 V liefern, wenn man
> bei entsprechender Verschaltung.

40V? Was wollen die Leute heutzutage alle noch mit so viel Bumms? 
Mikrocontroller gehen Richtung 1,8V Betriebsspannung und drunter. 
Bastler bevorzugen meist noch 5V.

> So ein LNG ist mit einem Minimum an Bauteilen zu machen. Die
> Strombegrenzung ist absolut präzise und temperaturunabhängig.

Das stimmt beides nicht. Die Strombegrenzung im LM723 ist sehr 
unpräzise. Sie beruht auf dem Verhalten eines Transistors, mit in der 
Fertigung stark schwankenden Parametern. Der Transistor ist zudem noch 
temperaturabhängig.

> Die Schaltung hatte ich schon mal vorgestellt. Sie ist aber nicht leicht
> zu verstehen. Deshalb wurde sie im Forum auch gar nicht groß besprochen.
> ...so einfach wie sie ist.

Ach komm. LM723-Wunderschaltungen gibt es zuhauf. Die meisten sind dann 
doch nur Kopien 20, 30 Jahre alter Schaltungen, bei denen der LM723 
schon mal außerhalb der Spezifikation betrieben wird. Was er meist 
ziemlich klaglos ab kann.

Es ist nichts dagegen einzuwenden, sich mit einem LM723 ein Netzteil zu 
bauen. Habe ich auch, mehrfach. Ich finde es nur störend wenn dem LM723 
oder speziellen LM723-Schaltungen als Wundermittel dargestellt werden.

von Harald W. (wilhelms)


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Marten Morten schrieb:

> Es ist nichts dagegen einzuwenden, sich mit einem LM723 ein Netzteil zu
> bauen. Habe ich auch, mehrfach. Ich finde es nur störend wenn dem LM723
> oder speziellen LM723-Schaltungen als Wundermittel dargestellt werden.

Das sehe ich auch so. Noch schlimmer finde ich es allerdings, wenn
man glaubt, das man mit Einzeltransistoren bessere Netzteile als
mit Operationsverstärkern bauen kann.

von ArnoR (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Noch schlimmer finde ich es allerdings, wenn
> man glaubt, das man mit Einzeltransistoren bessere Netzteile als
> mit Operationsverstärkern bauen kann.

Das ist die typische quasistatische Betrachtungsweise, die übertriebene 
µV-Ausregelung für wichtiger als Geschwindigkeit und dynamische 
Stabilität ansieht.

von M. K. (sylaina)


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Marten Morten schrieb:
> 40V? Was wollen die Leute heutzutage alle noch mit so viel Bumms?
> Mikrocontroller gehen Richtung 1,8V Betriebsspannung und drunter.
> Bastler bevorzugen meist noch 5V.

Gibt immer noch Motoren, die mit 36V laufen ;)

Marten Morten schrieb:
> Es ist nichts dagegen einzuwenden, sich mit einem LM723 ein Netzteil zu
> bauen. Habe ich auch, mehrfach. Ich finde es nur störend wenn dem LM723
> oder speziellen LM723-Schaltungen als Wundermittel dargestellt werden.

Dem kann ich nur zustimmen.

von juergen (Gast)


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Tany schrieb:
> ArnoR schrieb:
>> Link zum Beitrag?
> Beitrag "Fehlersuche LNG (mit Zeigerinstrumenten):"

>
> juergen schrieb:

> Deine Schaltung hab ich mal gesehen und schnell, was ist daran schwer zu
> verstehen?

Die zuerst beschriebene Schaltung ist einfach und leicht zu verstehen.
Der beste Schaltungsvorschlag für ein LNG, den ich kenne.
Der Schwierigkeitsgrad für einen Nachbau ist gering.
Die zweite Schaltung erfordert schon sehr viel mehr Überlegung. 
Insbesondere die Dimensionierung der Bauteile für die gewünschten 
Spannungs- und Strombereiche ist nicht einfach. Man muß die Funktion 
schon gut verstanden haben. Ich weiß das, da ich mir die zweite 
Schaltung selber ausgedacht habe.

Bei der ersten Schaltung wurde der Übeltäter: Abschalttransistor 
ausgelagert. Das ist in mehrfacher Hinsicht zu empfehlen
(schon wegen Temperaturgang).

In der zweiten Schaltung wurde er dann ganz ersetzt durch einen OPV, was 
noch weitere Vorteile gebracht hat.

Welche der beiden Schaltung die bessere ist, läßt sich von vorneherein 
nicht sagen. Es kommt drauf an, was man vorhat.

Tany schrieb:
> juergen schrieb:
>> Es gibt nichts besseres als den LM723 als Herzstück für so ein
>> Bastelbudenprojekt. Es wurde Speziell fürs LNGs entwickelt. Kostet nur
>> 1Euro
>
> Weil du mit stolz schon mal 723er zum laufen bekommen hast, musst du
> nicht gleich Fanatiker werden.

Schau doch mal den Aufwand. Diese kleine Platine...die wenigen Bauteile 
und dann das gute Ergebnis. Das LNG macht das, was es soll. Das ist auch 
nur mit LM723 zu machen. Die beiden vorgestellten Schaltungen
z. B. erfüllen ziemlich alle Anforderungen an ein Bastler-LNG. Natürlich 
nicht für ein Forschungslabor. Ein derartiges Gerät kostet dann aber 
auch ein paar Tausender. Mit unseren Aktivitäten hier erreichen wir nie 
gleichwertiges. Wird ja wohl auch keiner versuchen? Deshalb, finde ich, 
sind die Hinweise auf immer bessere ICs und Schaltungen für ein LNG 
überflüssig - bringt nix. So wie vorgestellt ist doch gut? Da kann man 
sich doch mit zufrieden geben? Was heißt "Schnelligkeit"? Da sitzt ein 
10uF am Ausgang! ...und ohne dem geht's nicht.

Des weiteren ist das Thema inzwischen ausgelutscht. Was kann man noch an 
weiteren Erkenntnissen zum Bau eines LNG erwarten? Es ist doch alles 
gesagt? Forschung zum Magnetismus hat man auch eingestellt, weil keine 
weiteren Erkenntnisse zu erwarten sind. Bestenfalls könnte man hier noch 
Fragen stellen, wenn was nicht funktioniert.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Wenn man sich die Schaltung der Grundig SN-4x Netzgeräte ansieht, 
ersieht man, daß die Komplexität dieser (Industrie) Geräte 
vergleichsweise sehr hoch ist und das Banggood Kit mit OPVs 
vergleichsweise viel einfacher ist und trotzdem mit einigen kleinen 
Verbesserungen gute Ergebnisse bringen kann. Speziell mit Zehngang Potis 
zur genauen Einstellung bekommt man gute Einstellgenauigkeit.

Mit moderneren OPVs wäre auch das uralte 12/73 Funkschau LNG immer noch 
ein dankbares Selbstbau Design für angehende Hobbyelektroniker auch wenn 
manche hier die Nase über ein so altes Design rümpfen bzw. zuhalten 
wollen:-)

Meines ist nun seit 1973 im Betrieb und hat mir noch nie Probleme 
gemacht. Im täglichen Betrieb hat es sich bei mir im Heimlabor 
jahrzehntelang sehr bewährt und war nie zum kaputt kriegen. Habe nur 
einen der OPVs modernisiert. Der Grund, gerade dieses Design wieder zu 
besuchen ist, daß man mit kleinen Einschränkungen und behutsamen 
Modernisierungen ein wirklich einfaches gut funktionierendes 
zuverlässiges LNG bekommt. (Es gab ja einen Thread hier wie man das 
FS12/73 modernisiert bzw. verbessert.)

Das einzige wirkliche Problem der Original FS12/73 Schaltung ist das 
Hochfahren des Ausgangs bei Netzspannungsverlust. Das läßt sich aber 
durch eine Modifizierung leicht völlig verhindern. Mit der von mir 
gezeigten elektronischen Längstransistorumschaltungsmethode braucht man 
auch kein Relais zum Umschalten der Trafowicklungen. Auch einige der 
bekannten HP LNG Schaltungen mit OPVs (und sogar diskret) eignen sich 
gut zum Nachbau. Wer sich die LP selber ätzen will, hat sogar die dort 
die Vorlage dazu. Ich habe übrigens mal so ein FS12/73 LNG für einen 
Bekannten gebaut und der hatte es auch jahrzehntelang bis zu seinem Tod 
in Betrieb.

Die Schaltung des HP E3611A eignet sich besonders gut zum Nachbau. Das 
ist immerhin ein 1990er Design und sehr Nachbau freundlich. 
Schaltbildunterlagen lassen sich finden. Es muss ja nicht unbedingt in 
SMD gebaut werden wenn einem das nicht gefällt. Reparaturmässig ist ein 
THT Design angenehmer.

Auch wenn manche heutzutage Drucktasten Bedienung und digitale Anzeigen 
bevorzugen, sind die in der Bedienung einfacheren älteren Designs im 
täglichen Laborbetrieb oft auch nicht so schlecht im Vergleich. Man 
macht viel weniger Fehler. Gerade die digital gesteuerten Multi-Ausgang 
LNGs mit Menu- Bedienung sind da unter Umständen sehr 
bedienungsfehlerträchtig.

Es gibt also genug nachbauwürdige Konzepte. Wer aber was Bewährtes 
nachbauen will dann ist es Empfehlungswert sich an die bekannt/bewährten 
und diskutierten Vorschläge in der Literatur und im Forum halten.

von Thomas B. (thombde)


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ArnoR schrieb:
> So wie die Schaltung ist, würde ich die nicht nachbauen. Ein paar
> Vereinfachungen hatte ich oben schon genannt. Die ändern allerdings
> nichts an dem Schaltungsprinzip das mir nicht gefällt.

Na ja, ein 50V 1A  LNG wäre mir lieber.
Das fehlt mir noch in der Sammlung.
50V bei 5A braucht eigentlich niemand.

Aber die alte Siemensschaltung hat mich schon fasziniert.
Für das 40 Jahre alte Gerät sind die Daten ja recht ordentlich.

30V LNG habe ich ja schon mehrere Geräte.
 Digi35, MCVoice  und das PPS-3502 Voltcraft.
Das MCVoice nehme ich nur zum Akkus laden.
Eigentlich benutze ich nur das PPS-3502.
Aber das Ding stinkt nach Chemie und macht zu viel Lärm.
Irgendwo habe ich das mal hier im Forum gepostet.
Fotos waren auch dabei, finde leider den Thread nicht mehr.

Ein vernünftiges 50V-LNG wäre Optimal.
Könnte auch gerne 10V mehr sein :)
1A reicht vollkommen.
Thermisch dürfte das ja kein Problem sein.

Gruß
Thomas

von Gerhard O. (gerhard_)


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Thomas B. schrieb:
> Ein vernünftiges 50V-LNG wäre Optimal.
> Könnte auch gerne 10V mehr sein :)
> 1A reicht vollkommen.
> Thermisch dürfte das ja kein Problem sein.

Guck mal hier:
Beitrag "Re: "Moderne" Spannungsregler?"
Beitrag "Re: "Moderne" Spannungsregler?"
Beitrag "Re: Nachbausicheres Klein Labornetzgeraet" (Handbuch)
(Den MC1466L  gibt’s noch in der Bucht)
Anatek LNG: 50V/1A

Nachtrag: Ich hatte mir drei MC1466L in der Bucht für Ersatzzwecke 
bestellt und alle getestet. Sie funktionierten alle einwandfrei. Für ein 
einzelnes Hobby Nachbau Gerät spielt kommerzielle Verfügbarkeit und 
Alter des Control-ICs keine große Rolle. Meines läuft schon über 45 
Jahre ohne irgendeinen Ausfall. Die Regelgeschwindigkeit und andere 
wichtige Kenndaten sind durchaus vergleichbar mit anderen LNGs derselben 
Leistungsklasse. Auch ist die Endstufe elektronisch zur Verminderung der 
Verlustleistung automatisch umschaltbar.

Wenn man also ein wirklich einfaches nachbaufähiges erprobtes Design mit 
CV/CC Fähigkeit sucht, ist diese (alte) Designlösung nicht wirklich zu 
unterbieten. Auch die Kenndaten können sich sehen lassen.

Warum tut man das so oft als schlecht ab? Der Haupt-IC ist kein 
wirkliches Argument - Den kriegt man noch.

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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Harald W. schrieb:
> man mit Einzeltransistoren bessere Netzteile als
> mit Operationsverstärkern

Das geht durchaus besser diskret mit Transistoren, wenn bestimmte 
dynamische Anforderungen die erfordern.


Marten Morten schrieb:
> 40V? Was wollen die Leute heutzutage alle noch mit so viel Bumms?
> Mikrocontroller gehen Richtung 1,8V

Eher 50V, und das wird mehr wegen der Pedelecs, E-Roller usw. Dh nicht 
nur wie einer meinte, dass es noch 36V Motoren gebe...

von M. K. (sylaina)


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Dieter schrieb:
> Eher 50V, und das wird mehr wegen der Pedelecs, E-Roller usw. Dh nicht
> nur wie einer meinte, dass es noch 36V Motoren gebe...

Das sollte nur ein Beispiel sein, warum 40V Netzteile durchaus Sinn 
machen ;)
Dein Beispiel zeigt auch, dass auch 50V Netzteile Sinn machen ;)

von Tany (Gast)


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Dieter schrieb:
> Eher 50V, und das wird mehr wegen der Pedelecs, E-Roller usw. Dh nicht
> nur wie einer meinte, dass es noch 36V Motoren gebe...

...und bitte 2x50V.
Hab 2 Motors, die brauchen 140VDC. :-)

von juergen (Gast)


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Gerhard O. schrieb:

> Es gibt also genug nachbauwürdige Konzepte. Wer aber was Bewährtes
> nachbauen will dann ist es Empfehlungswert sich an die bekannt/bewährten
> und diskutierten Vorschläge in der Literatur und im Forum halten.

Für ein weiteres nachbauwürdiges Konzept halte ich noch die Schaltung 
von
Elektor, Dezember 1982:  "Solide, robust und durch nichts zu 
erschüttern".
Die Schaltung wurde hier schon ausgiebig diskutiert. Die 
Überstromanzeige könnte ein Kriterium sein, sich dafür zu entscheiden. 
Der LM723 wird noch von zwei OPV unterstützt, wobei nicht alle 
Funktionen des LM-ICs genutzt werden.

Ich meine, der einfachste Weg zu einem guten LNG zu kommen ist, wie
gesagt, sich eine bewährte Schaltung auszusuchen und diese zu 
modifizieren. Wobei meiner Meinung nach der LM723 nicht fehlen sollte.


LG  Jürgen

von Achim B. (bobdylan)


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juergen schrieb:
> Die Schaltung wurde hier schon ausgiebig diskutiert.

Wo zu finden?

von asdf (Gast)


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> Der LM723 wird noch von zwei OPV unterstützt, wobei nicht alle
> Funktionen des LM-ICs genutzt werden.
Der wird in der Schaltung nur zur Erzeugung der Referenzspannung 
genutzt, was heute leichter mit TL431 o.ä. geht.

Ansonsten ist die Schaltung aber empfehlenswert und hier im Forum gibt 
es dazu auch einen ausgiebigen Thread: 
Beitrag "Elektor 12/82 Netzteil Layout"

von Harald W. (wilhelms)


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asdf schrieb:

> Der wird in der Schaltung nur zur Erzeugung der Referenzspannung
> genutzt, was heute leichter mit TL431 o.ä. geht.

Der TL431 ist nicht unbedingt besser als ein 723, aber vermutlich
einfacher erhältlich.

von juergen (Gast)


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asdf schrieb:
>> Der LM723 wird noch von zwei OPV unterstützt, wobei nicht alle
>> Funktionen des LM-ICs genutzt werden.
> Der wird in der Schaltung nur zur Erzeugung der Referenzspannung
> genutzt...

Das stimmt nicht ganz.

>
> Ansonsten ist die Schaltung aber empfehlenswert und hier im Forum gibt
> es dazu auch einen ausgiebigen Thread:
> Beitrag "Elektor 12/82 Netzteil Layout"

Ein jüngeres Thread vor ca. 1-2 Jahren befaßt sich mit Fehlersuche 
innerhalb der Schaltung. Da ist auch eine ausführliche Beschreibung von 
Elektor als PDF zu finden. Eine kleine Stolperstelle gibt es in dem 
Plan.
Wenn man das Ding bauen will, sollte man die kennen.

von Asdf (Gast)


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Jürgen, dann erläuterte bitte, wo das nicht stimmt und verlinke den 
Thread.

von Thomas B. (thombde)


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Ich grabble schon seit 2 Stunden in alte Pappkisten auf dem Dachboden,
und war fest überzeugt, dass ich das Heft 12/1982 von Elektor hatte.
Ich finde es (noch) nicht.

Ach ja.
Was man bei einem Eigenbau aber auch beachten sollte ist das Drumherum.
Bloß keine 50 Cent-China-Poti von Amazon.
Piher geht noch, am besten ALPS
Und ein (oder 2) gute DVM-Module.
Mein Favorit ist eines mit dem 3161/3162
Geht wohl auch nur selber bauen.

PS:
Wo ist der TO eigentlich verblieben?

: Bearbeitet durch User
von Ein Schildbürger (Gast)


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Thomas B. schrieb:
> PS:
> Wo ist der TO eigentlich verblieben?

Weg gescheucht!

Beitrag #6036285 wurde vom Autor gelöscht.
von M. K. (sylaina)


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Tany schrieb:
> ...und bitte 2x50V.
> Hab 2 Motors, die brauchen 140VDC. :-)

Nimm doch 2*30V und quadrier die... :D

von M. K. (sylaina)


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Asdf schrieb:
> Jürgen, dann erläuterte bitte, wo das nicht stimmt und verlinke den
> Thread.

Fände ich auch gut....ich muss aber sagen, dass ich mich an so etwas 
erinnern kann, wo also ein LNG ausführlich beschrieben ist, es aber im 
gezeigte Schaltplan dazu einen Fehler gibt. Ich weis aber auch nicht 
mehr wo genau das war.

von asdf (Gast)


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IIRC gab es da einige Diskussionen wegen der Sense Widerstände, aber was 
Juergen genau meint bleibt ja bis jetzt sein Geheimnis (inkl. was der 
723 außer URef bereit stellen, sonst noch macht).

von Harald W. (wilhelms)


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Marten Morten schrieb:

> 40V? Was wollen die Leute heutzutage alle noch mit so viel Bumms?
> Mikrocontroller gehen Richtung 1,8V Betriebsspannung und drunter.
> Bastler bevorzugen meist noch 5V.

Ich denke auch, das man mit einem 30V-Netzteil 95% aller Anwendungen
erschlagen kann. Wenn man wirklich mal einen 50V-Verbraucher testen
will, kann man auch einfach ein passendes Festnetzteil in Reihe
schalten (19V-Netzteile hat fast jeder zu Hause rumliegen).

von juergen (Gast)


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M. K. schrieb:
> Asdf schrieb:
>> Jürgen, dann erläuterte bitte, wo das nicht stimmt und verlinke den
>> Thread.
>
> Fände ich auch gut....ich muss aber sagen, dass ich mich an so etwas
> erinnern kann, wo also ein LNG ausführlich beschrieben ist, es aber im
> gezeigte Schaltplan dazu einen Fehler gibt. Ich weis aber auch nicht
> mehr wo genau das war.

Ich werde versuchen den Thread zu finden. Aber als Gast steht mir nur 
eine eingeschränkte Suche zur Verfügung.

von Gerhard O. (gerhard_)


Angehängte Dateien:

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Im Anhang ist das MC1466L Datenblatt. Mit dem Käfer kann man allerhand 
anfangen. Die haben sich beim Design schon etwas dabei gedacht. Als 
"Single Chip" Labornetzteil ist es recht vielseitig konzipierbar und im 
Aufwand nicht zu unterbieten. Auch hat es nicht die Spannungsbedingten 
Probleme des Banggood Designs und ist gut skalierbar. Dort werden 
Vorschläge von Netzteilversionen bis zu 10A und 200V gemacht. Da der 
Käfer in der Bucht für wenig Geld immer noch leicht erhältlich ist, 
steht dem Hobby Selbstbau eines einfachen LNG auf dieser Basis nicht 
wirklich viel im Weg. Da die Schaltung den Ausgang als Bezugspunkt hat, 
ist da keine obere Spannungsgrenze was den MC1466L selber betrifft und 
hat da viel Flexibilität. Mit 20us Ausregelzeit (Nach Anatek Angaben) 
braucht er sich diesbezüglich überhaupt nicht zu verstecken. Auch läßt 
sich die ganze Schaltung gut mit einem einseitigen, selbst geätzten 
Platinen Layout verwirklichen. Sicher, wer Haare in der Suppe finden 
will, findet immer welche.

Für den, der also etwas wirklich Einfaches mit CV/CC Betrieb will und 
keine hochgeschraubten Ansprüche stellen will, ist mit dem MC1466L immer 
noch ganz gut gedient. Wie schon früher erwähnt funktioniert mein 50V/1A 
Anatek seit über 45 Jahren tadellos und hat mir niemals Probleme 
gemacht. Im praktischen Betrieb gibt es einfach keine Beanstandungen. 
Damit habe ich praktische, nicht weg diskutierbare Erfahrungen und man 
braucht trotz des betagten Designs nicht die Nase rümpfen:-). Wenn man 
die Kenndaten des Anateks mit dem HP E3611 vergleicht, gibt es keine 
wirklichen wesentlichen Leistungsunterschiede.

Ich werde vielleicht diesen Winter etwas Neues mit dem 1466L auf die 
Beine stellen (Platinen Layout) wenn ich dazu kommen sollte und dann 
meßtechnisch dokumentieren und berichten.

: Bearbeitet durch User
von Andrew T. (marsufant)


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Gerhard O. schrieb:
> Da der
> Käfer in der Bucht für wenig Geld immer noch leicht erhältlich ist,
> steht dem Hobby Selbstbau eines einfachen LNG auf dieser Basis nicht
> wirklich viel im Weg.

Und sollte der 1466 doch mal nicht (mehr) erhältlich sein,
hier der Selbstbau:

http://tubetime.us/index.php/2014/09/28/a-miniaturized-discrete-mc1466/

von Gerhard O. (gerhard_)


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Andrew T. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Da der
>> Käfer in der Bucht für wenig Geld immer noch leicht erhältlich ist,
>> steht dem Hobby Selbstbau eines einfachen LNG auf dieser Basis nicht
>> wirklich viel im Weg.
>
> Und sollte der 1466 doch mal nicht (mehr) erhältlich sein,
> hier der Selbstbau:
>
> http://tubetime.us/index.php/2014/09/28/a-miniaturized-discrete-mc1466/

Faszinierend! :-)

Danke!

von Thomas B. (thombde)


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Ehrlich gesagt kannte ich den MC1466 noch gar nicht
Oder habe ich da was verpennt?
Der müsste doch aus den späten 70ér sein.
Habe gerade 2  +Punkte vergeben.
Danke an Gerhard u. Andrew.

Habe ich doch wieder was dazu gelernt :-)


Zu dem Thema Elektor:
Ist das diese LNG-Schaltung von Elektor 12/1982?
Die mit dem 741?
https://electronics.stackexchange.com/questions/290326/precision-power-supply-elektor-december-1982

http://www.retro.co.za/zs1ke/projects/PrecisionPowerSupply/PrecisionPSU-Elektor-Dec-1982.pdf

Gruß
Thomas

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6037815 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #6037817 wurde vom Autor gelöscht.
von Trailing Edge Electronics (Gast)


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von Peter M. (r2d3)


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Hallo Trailing Edge Electronics,

vielen Dank für den interessanten Link!

von Andrew T. (marsufant)


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Thomas B. schrieb:
> Ehrlich gesagt kannte ich den MC1466 noch gar nicht
> Oder habe ich da was verpennt?
> Der müsste doch aus den späten 70ér sein.

Das ist richtig, dieser Baustein ist schon mehr als 4 Jahrzehnte alt .-)
Und ja, kann man verwenden -
aber es gibt soviele sehr gute und günstige Referenzen & OPV z.b. von 
LT/analog Devices, Texas Instruments etc. --

deshalb empfehle ich doch mal einen Blick auf z.B. LT6658 oder ähnliches 
zu werfen.
Das macht mit wenig Aufwand (= schnell gelötet...) sehr gute und solide 
(= stabile) Netzteilschaltungen, die
sehr nachbausicher sind.


> Danke an Gerhard u. Andrew.

Gern geschehen, hoffe es hilft weiter.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Das Grundig-Netzteil ist das einzige Labornetzteil mit Schieberegler, 
das ich je gesehen habe. Gab es überhaupt andere? Ich beziehe mich auf 
das Modell SN 43, schon das SN 43 A hat normale Potis.

Die Feineinstellung scheint durch einen drehbaren Schiebeknopf erreicht 
zu werden, also wohl gar kein eigenes Potentiometer, sondern eine 
mechanische Justierung des Schiebers.

Fast erwartet man eine Schlauchklemme auf dem Kabel zur Regulierung des 
Stromflusses. :)

Zur Diskussion des "besten" Spannungsbereichs: Mir hat neulich mein 
600V/1A-Labornetzteil gute Dienste geleistet zum Formieren eines 
Frequenzumrichters. Da müßte man sonst ganz schön viele 30V-Modelle in 
Reihe schalten.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Wollvieh W. schrieb:
> Das Grundig-Netzteil ist das einzige Labornetzteil mit
> Schieberegler,
> das ich je gesehen habe. Gab es überhaupt andere? Ich beziehe mich auf
> das Modell SN 43, schon das SN 43 A hat normale Potis.
>
> Die Feineinstellung scheint durch einen drehbaren Schiebeknopf erreicht
> zu werden, also wohl gar kein eigenes Potentiometer, sondern eine
> mechanische Justierung des Schiebers.
>
> Fast erwartet man eine Schlauchklemme auf dem Kabel zur Regulierung des
> Stromflusses. :)
>
> Zur Diskussion des "besten" Spannungsbereichs: Mir hat neulich mein
> 600V/1A-Labornetzteil gute Dienste geleistet zum Formieren eines
> Frequenzumrichters. Da müßte man sonst ganz schön viele 30V-Modelle in
> Reihe schalten.

Grundig gab später die Schieberegler auf und ersetzte sie mit normalen 
Poties. Such mal im Internet nach Bildern und da sieht man es.

...

von Gerhard O. (gerhard_)


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Andrew T. schrieb:
> Thomas B. schrieb:
>> Ehrlich gesagt kannte ich den MC1466 noch gar nicht
>> Oder habe ich da was verpennt?
>> Der müsste doch aus den späten 70ér sein.
>
> Das ist richtig, dieser Baustein ist schon mehr als 4 Jahrzehnte alt .-)
> Und ja, kann man verwenden -
> aber es gibt soviele sehr gute und günstige Referenzen & OPV z.b. von
> LT/analog Devices, Texas Instruments etc. --
>
> deshalb empfehle ich doch mal einen Blick auf z.B. LT6658 oder ähnliches
> zu werfen.
> Das macht mit wenig Aufwand (= schnell gelötet...) sehr gute und solide
> (= stabile) Netzteilschaltungen, die
> sehr nachbausicher sind.
>
>> Danke an Gerhard u. Andrew.
>
> Gern geschehen, hoffe es hilft weiter.

Deine Einwände sind alle richtig. Andrerseits ist der MC1466L sehr 
leicht in der Bucht zu erhalten und ist billig und erlaubte eine sehr 
einfache Konstruktion. Als auf den Ausgang bezogen ist dieses Konzept 
besser skalierbarer als das Banggood Konzept was Bauteilemäßig zwar 
günstiger wäre, aber allerhand Klimmzüge zum Skalieren nach höheren 
Spannungen zu benötigt.

OPV LNGs mit den bekannten Schaltungen und hochwertigen 
Spannungsreferenzen funktionieren tatsächlich noch besser. Darüber sind 
wir uns alle bestimmt einig.

Mein Vorschlag zugunsten des MC1466L ist lediglich in der Einfachheit 
des Konzepts begründet. Als Single Chip CV/CC Netzgerät Steuerung hat es 
keine Äquivalente Konkurrenz. Bestenfalls einen Quad OPV.

Auch wäre das LNG30/2 kein schlechtes Selbstbaugerät. Komplette 
Unterlagen habe ich ja im (Nachbausicheres...) Thread damals publiziert. 
Die LP Kann man sich billig machen lassen; CAM Gerber Daten sind ja 
dort. Meins ist nun seit einigen Jahren im täglichen Betrieb. (Verzeiht 
wenn ich für mein LNG30 Reklame mache). Ich wollte damals ein einfaches 
Design zur Verfügung zu stellen, daß sich die Leute leicht nachbauen 
könnten. Alle Teile waren von Digikey erhältlich. Keine Exoten. Es ist 
ja auch in den Daten leicht skalierbar. 50V und 5A oder 100V und 1-2A 
oder 2V 10A wäre auch kein Problem solange die Leistungsteile angepaßt 
werden und man SOA beachtet. Und wer über den LM324 wirklich so die Nase 
rümpft - es gibt ja moderne Alternativen. Mit der automatischen 
Endstufenumschaltung erspart man sich die Relais. Zumindest eine Person 
in D hat es sich übrigens mit guten Erfolg nachgebaut wie er mir 
berichtet hatte.

Ich kaufte mir letztes Jahr drei Exemplare vom 1466L zum Testen (Anatek 
hat IC Sockel) und fand keine Unterschiede im Betrieb. Alles 
funktionierte genauso gut wie mit dem Original alten 1466er.

Mir war es gelegen auf einfache Designs zu achten. Übrigens, das Grundig 
SN41 mit dem LM723 dürfte ja ganz gut funktionieren, aber zum Nachbau 
ist es doch sehr aufwendig und da wäre noch die Elektor LM723/OPV 
Version noch günstiger.

Abschliessend möchte ich noch bemerken, dass auch dies älteren Design 
auch heute noch dankbare Bauprojekte sein können. Es muß nicht alles uC 
gesteuert und TFT LCDs und Touchscreens haben. Wenn es um LNGs geht ist 
bescheidenere Gediegenheit nicht unbedingt ein Nachteil. Leider jagen 
wir nur allzuoft gedankenlos der Eierlegenden Wollmilchsau nach...

Ohne Grund kosten die wirklich aufwendigen LNGS von Keysight oder RS 
nicht so viel. Alleine die SCPI Software Fernsteuerung würde für uns 
Hobbyisten viele Stunden Programmieren kosten. Ob sich das lohnt so 
einen Aufwand zu treiben, nur um Modernes haben zu wollen?

von M. K. (sylaina)


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Gerhard O. schrieb:
> Und wer über den LM324 wirklich so die Nase
> rümpft - es gibt ja moderne Alternativen.

Ich finde den auch gar nicht schlecht. Hab mal, mehr zum Spass denn aus 
Zwang, für mein LNG statt den 324 sein Präzissionsäquivalent in der 
Bucht geschossen für kleines Geld, den LT1014, aber so wirklich einen 
Unterschied bemerke ich eigentlich nicht.

von Maxim B. (max182)


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Capacitor_05 schrieb:
> Sekundär: 33V/3,6A (120VA)

Hallo,
du könntest wohl 50 V 5 A haben (aber nicht gleichzeitig!), wenn du 
zuerst die Spannung mit einem Wandler bis Vout + ~3-4 V reduzierst und 
danach mit einem linearen Regler gewünschte Vout machst. Da ein Wandler 
wie ein Gleichstrom-Transformator arbeitet, ist hier möglich, Iout höher 
zu haben als Iin.

von Andrew T. (marsufant)


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M. K. schrieb:
> mehr zum Spass denn aus
> Zwang, für mein LNG statt den 324 sein Präzissionsäquivalent in der
> Bucht geschossen für kleines Geld, den LT1014, aber so wirklich einen
> Unterschied bemerke ich eigentlich nicht.

War ja auch nicht zu erwarten wenn man die Specs vergleicht - das Teil 
ist von der Slewrate ähnlich langsam wie der 324,
die Verstärkung und ide Offsetwerte sind besser - somit der 
vergleichbare Effekt als wenn Du Super 95 oder Super 98 in den Tank 
Deiens Autos füllst.

A bisserl mehr denken muß man halt schon, wenn man die Bauteil am 
Netzteil wechselt.

von M. K. (sylaina)


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Andrew T. schrieb:
> A bisserl mehr denken muß man halt schon, wenn man die Bauteil am
> Netzteil wechselt.

Das gilt auch für das Erstellen eines Posts ;)

von L. N. (derneumann)


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M. K. schrieb:
> Damit ist man immer gut beraten, hab mal was angehangen ;)

Hatte endlich mal ein bisschen Zeit, mir die Simulation näher 
anzuschauen.
Bei der Formel für V2 gehören 22k rein, statt 20k - kann das sein?

Denn irgendwie stimmt die eingestellte Ausgangsspannung von 12V nicht. 
Bei 20k in der Formel sind es 12,9V statt 12V und bei 22k sind es dann 
nur 11,8V. Stimmt dann aber mit dem Schaltplan überein und ist immerhin 
näher an den 12V dran.

Der ganze Teil mit den beiden OPVs zur Spannungs- und Stromeinstellung 
und wie die beiden verbunden sind bzw. was da R21, R10 und R8 machen ist 
mir leider zu hoch.

Die Versorgungsspannung für die OPV scheint mir in der Simulation nicht 
sehr sauber zu sein, stört das im Betrieb dann nicht? Dafür scheint die 
negative Hilfsspannung sehr schön zu sein. Ich bezweifle, dass das ein 
TC7660 (den ich dafür genommen hätte) so sauber hinbekommen würde...

Statt dem LT1014 würde ich mir jetzt nur noch den OPAx197 wünschen :-) 
(OPA197, OPA2197, OPA4197)
Der ist billiger und scheint noch präziser und schneller zu sein, auf 
den ersten Blick. Außerdem hab ich einige davon da.

von M. K. (sylaina)


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L. N. schrieb:
> Bei der Formel für V2 gehören 22k rein, statt 20k - kann das sein?

Stimmt, da hab ich einen Vertipper drin. War mir noch gar nicht 
aufgefallen. Kommt wohl daher, da ich bei R2 gerne auch mal 10k 
einsetze.

L. N. schrieb:
> Denn irgendwie stimmt die eingestellte Ausgangsspannung von 12V nicht.
> Bei 20k in der Formel sind es 12,9V statt 12V und bei 22k sind es dann
> nur 11,8V. Stimmt dann aber mit dem Schaltplan überein und ist immerhin
> näher an den 12V dran.

Die Formel ist nicht 100% korrekt denn die Spannungsvorgabe wird durch 
die Widerstände von R8, R10, R11 und R12 beeinflusst, die müsste man 
noch berücksichtigen. Das macht die Gleichung dann aber ziemlich 
unübersichtlich, deshalb hatte ich nur mit dieser Näherung gerechnet 
(für rund 1.5% wollte ichs nicht so komplex machen).

L. N. schrieb:
> Der ganze Teil mit den beiden OPVs zur Spannungs- und Stromeinstellung
> und wie die beiden verbunden sind bzw. was da R21, R10 und R8 machen ist
> mir leider zu hoch.

R21 könnte man sich auch schenken, ist mehr ein Angstwiderstand um die 
Quelle der Stromvorgabe etwas abzukoppeln.
R10 und R8 dienen dazu, den gemessenen Strom der Spannungsvorgabe zu 
überlagern. Damit wird also der Spannungsabfall über den Shunt 
kompensiert.

L. N. schrieb:
> Die Versorgungsspannung für die OPV scheint mir in der Simulation nicht
> sehr sauber zu sein, stört das im Betrieb dann nicht?

Was verstehst du unter "nicht sehr sauber"? Wie du ja an der Simulation 
siehst stört sie nicht. Real hab ich sie ebenfalls nie gemessen. Ich 
denke in der Simulation hab ich da auch keinen Kondensator vorgesehen, 
real ist parallel zum R24 eine 100 nF Kerko und auch der OPV hat einen 
eigenen 100 nF Kerko, das kann gut filtern.

L. N. schrieb:
> Dafür scheint die
> negative Hilfsspannung sehr schön zu sein. Ich bezweifle, dass das ein
> TC7660 (den ich dafür genommen hätte) so sauber hinbekommen würde...

Ich wollte damals eigentlich nur schaun, ob das so hinhaut. Wäre auch in 
meiner realen Schaltung nicht nötig gewesen da ich ne serielle 
Schnittstelle hab und somit sowieso schon ne negative Spannung. Ich habs 
in der Simulation drin gelassen und auch in der realen Schaltung weil 
man so nicht zwingend auf den MAX232 angewiesen ist ;)

L. N. schrieb:
> Statt dem LT1014 würde ich mir jetzt nur noch den OPAx197 wünschen :-)
> (OPA197, OPA2197, OPA4197)

Probiers aus. Eigentlich geht in der Schaltung auch ein LM324 (oder 
irgendein anderer OPV), der LT1014 hab ich hier in nur einem Netzteil 
drin und das war auch mehr ein Spass um mir mal anzuschauen welchen 
konkreten Vorteil so ein präziserer OPV wirklich hat. Der Vorteil ist 
zumindest in der Schaltung recht, ich sag mal, überschaubar ;)
Geschwindigkeit des OPVs ist übrigens völlig irrelevant da in dieser 
Schaltung nicht der OPV das bestimmende Element bzgl. Geschwindigkeit 
ist. Dafür musst du dir eher C2/Q1 anschauen, das ist der Klotz am Bein. 
;)

von L. N. (derneumann)


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M. K. schrieb:
> Stimmt, da hab ich einen Vertipper drin. War mir noch gar nicht
> aufgefallen. Kommt wohl daher, da ich bei R2 gerne auch mal 10k
> einsetze.

Alles klar

M. K. schrieb:
> Die Formel ist nicht 100% korrekt

Bin auf
{((voltage/(22k+1.5k)*1.5k)*(1.5k+111.5k))/111.5k}

gekommen, damit scheinen die Werte zu passen. In der Tat etwas sperrig.

M. K. schrieb:
> R21 könnte man sich auch schenken, ist mehr ein Angstwiderstand um die
> Quelle der Stromvorgabe etwas abzukoppeln.
> R10 und R8 dienen dazu, den gemessenen Strom der Spannungsvorgabe zu
> überlagern. Damit wird also der Spannungsabfall über den Shunt
> kompensiert.

Ähm, ja... Mir leider noch immer zu hoch :-) Hab keine Ahnung, wie man 
das berechnet - oder würfelt man so was eher? Kompensiert das die 0,1 
Ohm präzise? Was würdest du btw. von differenzieller Messung des Shunts 
halten?
Kostet ja nicht viel...

M. K. schrieb:
> Was verstehst du unter "nicht sehr sauber"? Wie du ja an der Simulation
> siehst stört sie nicht. Real hab ich sie ebenfalls nie gemessen. Ich
> denke in der Simulation hab ich da auch keinen Kondensator vorgesehen,
> real ist parallel zum R24 eine 100 nF Kerko und auch der OPV hat einen
> eigenen 100 nF Kerko, das kann gut filtern.

Verstehe - naja es rumpelt halt in der Spannung :-D Sprich, sie ist 
nicht schnurgerade. Aber ja, stört nicht. Ist mir bloß aufgefallen.

M. K. schrieb:
> Ich wollte damals eigentlich nur schaun, ob das so hinhaut. Wäre auch in
> meiner realen Schaltung nicht nötig gewesen da ich ne serielle
> Schnittstelle hab und somit sowieso schon ne negative Spannung. Ich habs
> in der Simulation drin gelassen und auch in der realen Schaltung weil
> man so nicht zwingend auf den MAX232 angewiesen ist ;)

Alles klar - ich werde das glaub ich erst mal mit einem TC7660 
versuchen.. Weniger Bauteilintensiv :-D

M. K. schrieb:
> Probiers aus.

Mache ich. In der Simulation hat es mal ganz gut ausgesehen, mit einem 
schnelleren LT OPV.

M. K. schrieb:
> Dafür musst du dir eher C2/Q1 anschauen, das ist der Klotz am Bein.
> ;)

Deine Schaltung ist noch immer um Welten schneller als meine 
(abgekupferte), die ohne 100µ am Ausgang nicht stabil ist:
https://github.com/mamama1/LabPSU_Darlington/raw/master/schematics.pdf

von M. K. (sylaina)


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L. N. schrieb:
> Bin auf
> {((voltage/(22k+1.5k)*1.5k)*(1.5k+111.5k))/111.5k}
> gekommen, damit scheinen die Werte zu passen. In der Tat etwas sperrig.

Sieht richtig aus. V2 muss um den Faktor

größer sein.

L. N. schrieb:
> Ähm, ja... Mir leider noch immer zu hoch :-) Hab keine Ahnung, wie man
> das berechnet - oder würfelt man so was eher?

Stichwort: Superpositionsprinzip ;)
Durch den Strom durch den Shunt und den OPV wird an R11/R12 ein 
"zusätzlicher" Stromfluss bewirkt.
Gehen wir mal davon aus, dass U4 ein idealer OPV wäre und man keinen 
Strom fließen hat. Dann wäre folglich die Spannung über R12 0V und somit 
auch die Spannung über R11 0V.
Nun nehmen wir an, wir hätten über den Shunt einen Stromfluss, dann 
fiele über R12 die Spannung R13*I_out ab. U4 müsste dafür eine Spannung 
von
erzeugen. Das wiederum bedeutet, dass der Stromfluss durch R8 und R10 
sinkt
V2 ist aber konstant, das bedeutet also, dass das Potential, ich nenne 
es mal V_R8,R10, zwischen R8 und R10 steigen muss. Man kann dieses 
Potential berechnen zu:
Man kann es aber auch berechnen zu
Mit ein bisschen Sortieren kommt man auf
Und um nun den Spannungsfall bei R13, also den Shunt, zu kompensieren 
muss gelten:

Wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe müsste R8 so Richtung 
910Ω...1kΩ gehen aber auch mit 1.5 kΩ erziele ich recht gute Ergebnisse, 
bei 1A Strom sinkt die Ausgangsspannung nur um so 20-30mV am realen LNG 
was einen recht geringen Innenwiderstand des LNGs bedeutet. Und ja, ich 
hatte dabei mehr geschätzt denn wirklich berechnet als ich das in meiner 
Schaltung mal ausgelegt hatte.
Parasitäre Widerstände spielen hier halt auch eine Rolle, z.B. der 
Widerstand der Polklemmen des LNGs, die sind ja z.B. nicht 
berücksichtigt ;)

: Bearbeitet durch User
von L. N. (derneumann)


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Jesusmaria, danke für die Erklärung und die Rechenbeispiele. Da werde 
ich meine Birne mal qualmen lassen, in einer ruhigen Minu..ääh...Stunde.

Bin gespannt wann ich mich endlich dazu aufraffen kann, eine "Eval" 
Platine für die Schaltung zu layouten. Lasse die dann direkt in China 
fertigen. Die niedrigen Preise dort haben schon dazu geführt, dass ich 
lieber direkt eine (möglicherweise fehlerhafte) Platine fertigen lasse, 
als etwas auf einem Steckbrett oder auf Lochraster aufzubauen was aus 
mehr als einer Handvoll Teile besteht. Schlimm ist das...

von Thomas B. (thombde)


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Wenn man jetzt die Schaltung von dem 1466 kennt,
 könnte man das Ganze doch auch komplett diskret aufbauen.
Muss ja nicht SMD sein
Oder sehe ich das falsch?
Ok, die thermische Kopplung müsste man berücksichtigen.
Auf Ebay gibt es das Ding leider auch nicht mehr.

Gruß
Thomas

PS:
Ich meinte ein 50V–LNG mit diskret 1466

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Thomas B. schrieb:
> Wenn man jetzt die Schaltung von dem 1466 kennt,
>  könnte man das Ganze doch auch komplett diskret aufbauen.
> Muss ja nicht SMD sein
> Oder sehe ich das falsch?
> Ok, die thermische Kopplung müsste man berücksichtigen.
> Auf Ebay gibt es das Ding leider auch nicht mehr.
>
> Gruß
> Thomas
>
> PS:
> Ich meinte ein 50V–LNG mit diskret 1466

Meinst Du diesen Beitrag?

http://tubetime.us/index.php/2014/09/28/a-miniaturized-discrete-mc1466/

von Thomas B. (thombde)


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Gerhard O. schrieb:
> Thomas B. schrieb:
>> Wenn man jetzt die Schaltung von dem 1466 kennt,
>>  könnte man das Ganze doch auch komplett diskret aufbauen.
>> Muss ja nicht SMD sein
>> Oder sehe ich das falsch?
>> Ok, die thermische Kopplung müsste man berücksichtigen.
>> Auf Ebay gibt es das Ding leider auch nicht mehr.
>>
>> Gruß
>> Thomas
>>
>> PS:
>> Ich meinte ein 50V–LNG mit diskret 1466
>
> Meinst Du diesen Beitrag?
>
> http://tubetime.us/index.php/2014/09/28/a-miniaturized-discrete-mc1466/

Ja :-)

Ich habe wirklich Interesse an einem 50V  LNG.
Notfalls kaufe ich auch was.
Aber linear geregelt gibt es da leider nicht viel Auswahl.
Oder zu teuer.

Gruß
Thomas

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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Sowas gab es um die 60 Euronen als Black Friday Deal bei Pollin und 
Reichelt mit 50V 3A.

von Lurchi (Gast)


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Bei den LNG-schaltungen gibt es vor allem 2 Grundtypen:
Einmal die Reger mit OP und Emitterfolger (i.A. Darlington oder 
ähnlich). Die sind etwas einfacher, aber in der Spannung begrenzt durch 
den Spannungsbereich des OPs (oder ggf. Differenzverstärkerschaltung).
Dadurch ist dieser Typ eher nur für Spannungen bis etwa 30 V 
interessant.

Der andere Typ nutzt eine extra Hilfsspannung für den Regler und hat das 
Leistungselement als steuerbare Stromquelle geschaltet. Der 
Leistungstransistor liefert dadurch bei bedarf Spannungsverstärkung. Die 
Schaltung ist etwas aufwändiger (u.A: durch den meist benötigten 2. 
Trafo) und schwieriger zu verstehen. Dafür ist diese Art sehr flexibel 
und kann für kleiner oder große Spannungen genutzt werden.

Für ein 50 V LNG wählt man eher den 2. Typ mit einer Endstufe die den 
Strom vorgibt.

von Thomas B. (thombde)


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Also kann ich den 1466 ohne SMD einfach nachbauen.
Platine wird etwas größer, ist mir aber egal.

Schönes WE

Gruß
Thomas

von leorob (Gast)


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Thomas B. schrieb:
> Auf Ebay gibt es das Ding leider auch nicht mehr.

Eigentlich doch - wenn auch nicht bei "----.de".
Und scheinbar noch bei diversen anderen Quellen:

https://www.google.com/search?q=mc1466&oq=mc1466&aqs=chrome..69i57j0l7.5600j0j4&sourceid=chrome&ie=UTF-8

Lurchi schrieb:
> Für ein 50 V LNG wählt man eher den 2. Typ

Oder man besorgt OPVs mit ausreichend Spannungsfestigkeit
(50VDC + neg. aux. (+ Marge)). Ein paar geeignete gibt es.

(Falls z.B. auch bei höherer Spannung viel Wert auf (auch bei
stark schwankender Stromaufnahme) einen möglichst stabilen
Spannungswert gelegt wird, geht das mit dem sog. Emitterfolger
doch einfacher, oder?)

von Gerhard O. (gerhard_)


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Die MC1466L aus China kann man ohne Gefahr kaufen. Ich bestellte einige 
und alle haben sie in meinem ANATEK LNG anstandslos funktioniert. 
Selbstbau des MC1466 diskret lohnt sich nicht, ausser man will es zum 
Spass machen.

https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=m570.l1313&_nkw=MC1466L&_sacat=0

Ebay-Artikel Nr. 323452201625


Ich rate ab ein gebrauchtes ANATAEK zu kaufen weil der Netztrafo nicht 
umschaltbar ist und es nur fuer den NA Markt produziert wurde.

Toronto Surplus hat einige Anateks:

https://www.torontosurplus.com/power-supplies/dc-laboratory/as-50v-1a-anatek-50-1s-switch-mode-laboratory-power-supply-0-50vdcat-1a-in-stock.html

https://www.ebay.com/c/682342607

Die gab es in zwei Ausfuehrungen. Die ersten hatten den MC1466L drin und 
spaeter produzierte man sie mit dem LM324.

Es gab verschiedene Spannungsbereiche:

50V@1A
25V@2A
100V@0.5A
5,5V@5A

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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Wenn es ganz einfach werden soll, nimmt man einen LR8 als einstellbare 
ZD von 1,5 bis 300V. Ein Emitterfolger als Darlington macht den Rest.
Damit es nicht schwingt gar keine Rueckkopplung, weil Genauigkeit 
unwichtig ist, oder eine schwache, die nur gering den Teiler am LR8 
beinflusst, und diese koennen mit 5 oder 12V arbeiten.

von Harald W. (wilhelms)


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Thomas B. schrieb:

> Wenn man jetzt die Schaltung von dem 1466 kennt,
>  könnte man das Ganze doch auch komplett diskret aufbauen.
> Muss ja nicht SMD sein
> Oder sehe ich das falsch?

Theoretisch kann man das schon. Allerdings wird ein diskreter Auf-
bau immer schlechter sein als ein integrierter. Ausserdem ist der
1466 ja nun wirklich nichts besoderes, sodas man Labornetzteile
auch anders aufbauen kann. Es hat schon einen Grund, das man seit
mindestens 40 Jahren keine diskreten Labornetzteile mehr baut,
da welche mit OPV einfach bessere Daten haben.

von Maxim B. (max182)


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Thomas B. schrieb:
> Also kann ich den 1466 ohne SMD einfach nachbauen.
> Platine wird etwas größer, ist mir aber egal.

Wenn man will, kann man alles viel einfacher machen. Trafo + 
Gleichrichter + 317 und 337. Und noch zusätzlich 7805 für digitale 
Schaltungen. Ohne Platine, einfach auf dem Kühler zusammen gelötet. So 
etwas habe ich früher lange Zeit benutzt.

Man kann alles machen. Einfacher oder komplizierter - es gibt viele 
Wege.

von MaWin (Gast)


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Maxim B. schrieb:
> Thomas B. schrieb:
> Also kann ich den 1466 ohne SMD einfach nachbauen.
> Platine wird etwas größer, ist mir aber egal.
>
> Wenn man will, kann man alles viel einfacher machen. Trafo +
> Gleichrichter + 317 und 337. Und noch zusätzlich 7805 für digitale
> Schaltungen. Ohne Platine, einfach auf dem Kühler zusammen gelötet. So
> etwas habe ich früher lange Zeit benutzt.
>
> Man kann alles machen. Einfacher oder komplizierter - es gibt viele
> Wege.

Dumme und Kluge.

Ein LM317 ist jedenfalls kein Labornetzteil, und liefert nicht 1.5A über 
einen Bereich von 1.5 bis 30V.

Und Nein, ihn per OpAmp um eine Stromregelung zu ergänzen ist nicht 
klug. Wer einen OpAmp hat bsut mit dem gleich ein ganzes Labornetzteil 
auf und spart sich ddn LM317.

Dass ein 7805/317/337 Netzteil im Labor nützlich sein kann: keine Frage.

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