Günter Lenz schrieb:> Kann ich mir nicht vorstellen, der liegt üblicherweise> meistens im kOhm bereich. Oder meinst du 50kOhm?
Durch die Resonanzüberhöhung kommt man auf den errechneten Impedanzwert
multipliziert mit der Güte. Wenn ich 54.4Ω ausrechne und schreibe, meine
ich das normalerweise. Multipliziert mit einer Güte von 200 bekäme man
10880Ω, bei einer Güte von 400 das doppelte, 21760Ω - jetzt bitte nicht
wieder die Leier (um zenos Wortwahl aufzugreifen) dass 3 oder 4 gültige
Stellen usw., also sagen wir 11 oder 22 kΩ...
Dann würde man bei der Resonanz um 11.7MHz 3dB-Bandbreiten von 59 bzw.
29 kΩ messen. Die Spannungsüberhöhung kommt in diesem Fall dadurch
zustande, dass Spule und Kondensator um die Resonanzfrequenz herum einen
Serienwiderstand von 1/200 bzw. 1/400 der Resonanz-Impedanz von 54.4Ω,
also nur 0.272 bzw. 0.136Ω aufweisen. Serienwiderstand geht mit Kehrwert
ein (Leitwert).
Bedämpft man den Schwingkreis auf jeder Seite mit 560Ω + 50Ω, bedeutet
das eine Bedämpfung der 11 bzw. 22 kΩ mit 305Ω, oder wenn wir es genauer
nehmen, der 10880 bzw. 21760Ω mit 305Ω, was in 297 bzw. 301Ω resultiert.
Die Güte reduziert sich daher von 200 bzw. 400 auf 297/54.4=5.46 bzw.
301/54.4=5.53 - so genau kann man die 3dB-Bandbreite nicht messen, um
jetzt 5.60 von 5.53 unterscheiden zu können.
Zeno schrieb:> Ich habe es gewußt, jetzt geht die Leier wieder los.> Passt wohl nicht wirklich in Dein Konzept?
Dir scheinen meine Messungen und Daten ja auch nicht ins Konzept zu
passen, da du sie beharrlich übergehst, obwohl sie extra nur für dich
gemacht sind!
Und was deine Oszillogramme angeht - die könnte man mit gutem Grund nach
deenen Kriterien auch als "nicht vernünftig" bezeichnen. Sie tragen
jedenfalls nichts Wesentliches bei.
von Josef L. schrieb:
>die genaue Impedanz ist>Z = 1 / (2 π 11.7 MHz * 250 pF) = 54.4Ω
Ich habe einen Resonanzwiderstand von 8.8 kOhm berechnet.
>und damit sollte die Güte sein Q = 305Ω / 54.4Ω = 5.6
Ich habe eine Güte von 172 berechnet.
Deine Berechnungen solltest du noch mal überdenken.
Josef L. schrieb:> Welch ein Zufall!
Also Josef, das meine ich nicht böse, aber manchmal rechnest Du Dich um
Kopf und Kragen. Und gelegentlich denke ich auch, daß Du Dir die
Ergebnisse 'zurechtbiegst'. Und verteidigst das dann auf Biegen und
Brechen. Ist schon eine gewisse Sturheit.
Zum Tiefpass im Detektor: kann man bestimmt berechnen, aber ich würde da
ganz pragmatisch einen TP hinsetzen und ein wenig probieren bzw. dann
ausmessen. Auf jeden Fall ist das nichts, was man auch nur mit einer
kHz-Stelle berechnen kann, dafür sind da zu viele Unsicherheiten.
Inzwischen bin ich ja auch ein großer Fan von LTSpice. Aber gerade da
muß man die Grenzen der Simulation kennen, vor allem im HF-Bereich.
Detektorbau, Empfängerbau allgemein, ist weniger ein Fall für die
Berechnung oder die Simulation als mehr eine Sache von Augenmaß und
Erfahrung.
Josef L. schrieb:> Mohandes H. schrieb:>>> Den sehe ich bei all den parasitären Kapazitäten>> und Induktivitäten die so ein real aufgebauter Empfänger hat.>> Das muss nicht zwangsläufig ein Tiefpass sein.
Tendenziell aber eher als ein Hochpass.
Günter Lenz schrieb:> von Josef L. schrieb:>>die genaue Impedanz ist>>Z = 1 / (2 π 11.7 MHz * 250 pF) = 54.4Ω>> Ich habe einen Resonanzwiderstand von 8.8 kOhm berechnet.>>>und damit sollte die Güte sein Q = 305Ω / 54.4Ω = 5.6
Also erstens habe ich die klassische Formel dabei und kann das Ergebnis
nachvollziehen, deines nicht.
Nochmal: Z = 1/ (2*pi*f*C) oder Z = 2*pi*f*L
In Zahlen: Zc = 1 / (2 * 3.14 * 11.7*10⁶ * 250*10‾¹²) = 54.4
bzw. Zl = 2 * 3.14 * 11.7*10⁶ * 741*10‾⁹ = 54.4
Ich rechne mich hier nicht um Kopf und Kragen!
Günter Lenz schrieb:> Der Resonanzwiderstand ist XL oder XC * Güte
jaaaa - natürlich mal Güte, aber wenn ich 304 Ohm parallel schalte, habe
ich halt 9k // 305 Ohm sind ungefähr 300 Ohm. Ob ich jetzt Qneu = Qo *
R/9k rechne oder Qneu = R/54.4 kommt aufs gleiche raus, weil die
verbindende Formel Q=9k/54.4 ist.
Ich schau halt von unten rauf, du von oben runter.
OMG schrieb:> brauche wohl doch mehr Popcorn wird sicher ein langer Abend hier.
ich kann 3 Pizzen und 1l Maple-Walnut-Eis und 2 Flaschen Merlot
beisteuern...
Für den reinen Schwingkreis aus 0,7 uH, 0,3 Ohm und 250 pF komme ich
auf:
Z = L/(CxR) = 0,7E-6/(250E-12x0,3)V/A = 8800 Ohm, also 8k8
fo = 12,0 MHz
Für heute melde ich mich ab, nach dem Regen kommt die Abendsonne heraus.
Ich hatte immer von einem Garten geträumt, seit zwei Jahren habe ich
einen. Wenn ich in meinem Garten bin, geht es mir gut. Oder: wenn es mir
mal nicht so gut geht, dann gehe ich in den Garten. Ist auch ein gutes
Mittel wenn der Kopf raucht %-)
Josef L. schrieb:> ich kann 3 Pizzen und 1l Maple-Walnut-Eis und 2 Flaschen Merlot> beisteuern...
(OT) Luftline ca. 500km . ob das Eis so lange hält. Sollte ungefähr zum
Urlauber auch so weit sein. (OT)
Walter schrieb:> Josef L. schrieb:>> ... und 2 Flaschen Merlot>> Bei diesen Randbedingungen ... . Na dann. Auf die egsagte wisenschaft> und die bräsise dechnig. Prost!
Und dann?
Kommt dann die Erleuchtung was AM wirklich ist?
Kurt
Josef L. schrieb:> Und im Lehrbuch haben sie extra schlechte Güte verwendet, damit man was> sieht. Die dort benutzten Gütefaktoren sind ja wohl 10, 5 und 2 - wie> sollte ich bei einer "gescheiten" Spule wohl so was messen? Mit extra> Bedämpfung, damit es lehrbuchmäßig aussieht? Auch das ist möglich. Bei> einer Bedämpfung von Güte 200 runter auf 10 misst man dann halt zu 95%> den Lastwiderstand. Ob das Sinn der Sache ist?
Josef, in welchem Lehrbuch steht sowas ?
Warum sollte man in einem Lehrbuch eine Spule mit "extra schlechter
Güte" verwenden/ beschreiben ??? Schon in der Anfangszeit wußte man um
die Eigenschaften von Spulen, dahr die vielen Konstruktionen von Spulen,
teils mit besten Materialien und hochwertigen Litzen !
Die Durchlaßkurven in Lehrbüchern entsprechen ja genau dem, was ich auch
messen kann- geeigneter Meßaufbau vorausgesetzt.
Edi M. schrieb:> Josef, in welchem Lehrbuch steht sowas ?> Warum sollte man in einem Lehrbuch eine Spule mit "extra schlechter> Güte" verwenden/ beschreiben ??? Schon in der Anfangszeit wußte man um> die Eigenschaften von Spulen, dahr die vielen Konstruktionen von Spulen,> teils mit besten Materialien und hochwertigen Litzen !>> Die Durchlaßkurven in Lehrbüchern entsprechen ja genau dem, was ich auch> messen kann- geeigneter Meßaufbau vorausgesetzt.
Da hatte er gerade mal gute Laune und wollte ein ausgeben und nun muss
er das verdauen.
Aber hier hat Edi recht es wäre völlig unsinnig.
Hier wird von "Notch- Filtern" geschrieben... schreibt dochj einfach den
deutschen Begriff- oder ist das wieder "Deutschtümelei von Edi" ?
Nee, dat isses nich.
Das sind alte Fachbegriffe, und die waren -zumindest noch zu meiner
Lehrzeit in den 70ern- eindeutig:
- Sperrkreis: LC- Parallelkreis in der Antennenzuleitung, der Kreis
sperrt den Störsender, so daß die Senderenergie gar nicht erst zum
Hauptschwingkreis gelangt. Habe ich in einigen meiner Radios drin, gute
Ausführungen können einen Störsender tatsächlich sehr effektiv sperren,
da ist kaum noch was vom störenden Sender zu hören !
Sperrkreise gab es industriell für viele Radios zum nachträglichen
Einbau, Festeinbau oder aufsteckgeräte, bekannt sind z.B. die "Membra-
Sperrkreis"- Geräte für den Volksempfänger.
https://www.welt-der-alten-radios.de/h--p-membra-katalog-140.html
- Leitkreis: LC Reihenkreis zwischen Antennen- und Erdbuchse, der Kreis
leitet die Störsender- Energie gleich nach Erde ab.
In der Werbung für Radios manchmal auch "Wellenfalle" genannt.
https://picclick.de/Heliogen-leitkreis-no-1931-kein-sperrkreis-f%C3%BCr-202913545649.html#&gid=1&pid=1
Mohandes H. schrieb:> Für den reinen Schwingkreis aus 0,7 uH, 0,3 Ohm und 250 pF komme ich> auf:
Willkommen zurück aus dem Garten! Die 0,3 Ohm stammen doch von mir, weil
ich mal geschätzt habe, dass die Spule etwa eine Güte von 160-180 hat.
Und die 0,7µH, weil sie das in irgeneinem Schwingkreis mal zeigte. Etwas
zusammengedrückt sind es jetzt 0.74µH. Egal - was ich ausrechne, sind
die beiden Impedanzen von L und C, die ergeben jeweils etwas über 50
Ohm, aber die Phasen sind +90° und -90°, sie heben sich also gegenseitig
auf. Übrig bleibt im Kreis die reelle Komponente also ohm'scher
Widerstand + Skineffekt (genauer: Eindringtiefe des elektromagnetischen
Feldes) und bei Kernspulen noch die Ummagnetisierungsverluste durch die
Hysterese. Bei der angenommenen Güte komme ich daher auf Z/Q, also ca.
0.3 Ohm und damit kommst du wegen der Spannungsüberhöhung um Faktor Q
auf einen Resonanzwiderstand von Z * Q.
Ich glaub fast, wir drehen uns im Kreis, setz mal den Blinker!
Josef L. schrieb:> Ich glaub fast, wir drehen uns im Kreis,
Sehe ich auch so. Das ist ermüdend, und deshalb verabschiede ich mich an
dieser Stelle.
Abschliessend möchte ich aber noch erwähnen, dass die Altvorderen ein
hohes L/C-Verhältnis als den Schlüssel zu Schwingkreisen hoher Güte
kannten. Die Thomsonsche Formel ist eben nur die halbe Miete.
Josef L. schrieb:> Und im Lehrbuch haben sie extra schlechte Güte verwendet
Nö im Lehrbuch machen die einfach kein Geschiß drum, die wollen einfach
nur was zeigen bzw. die PHysik erklären.
Josef L. schrieb:> zB in dem von dir verlinkten PDF, also die Kurve> die ich oben rauskopiert habe: Wie ist das gemessen?
Das wird gar nicht gemessen sein, das ist reine theorethische Physik,
die einfach nur das Grundverständnis vermitteln soll. Ich finde der
erklärt sehr schön das mit der Güte.
Und ja man strebt natürlich danach sich möglichst dem Ideal zu nähern,
also dem was theoretisch bei so etwas heraus kommt. Wir wissen aber
alle, das das nicht funktioniert. Auch wenn Du es nicht glauben willst,
sogar ich weis das. Das mein Schwingkreis beim kleinen Detektor sogut
ist hatte ich ja auch nicht erwartet. Um es mal mit Worten aus der
Metrologie zu sagen -speziell der Koordinatenmeßtechnik- : "Zufällig die
0 getroffen".
Josef L. schrieb:> Und was deine Oszillogramme angeht - die könnte man mit gutem Grund nach> deenen Kriterien auch als "nicht vernünftig" bezeichnen. Sie tragen> jedenfalls nichts Wesentliches bei.
Eben! Damit wollte ich ja auch zeigen das es schon Sinn macht einen
vernünftigen Bereich für seine Messungen zu wählen.
Meine Messungen zeigen das ich keine Nebenresonanzen habe nicht mehr und
nicht weniger das wolltest Du doch sehen oder?
Mohandes H. schrieb:> Inzwischen bin ich ja auch ein großer Fan von LTSpice. Aber gerade da> muß man die Grenzen der Simulation kennen, vor allem im HF-Bereich.> Detektorbau, Empfängerbau allgemein, ist weniger ein Fall für die> Berechnung oder die Simulation als mehr eine Sache von Augenmaß und> Erfahrung.
Mohandes, wie wohltuend - viele wahre Worte nur in diesem kleinen
Absatz.
Zeno schrieb:> Mohandes H. schrieb:>> Detektorbau, Empfängerbau allgemein, ist weniger ein Fall für die>> Berechnung oder die Simulation als mehr eine Sache von Augenmaß und>> Erfahrung.> Mohandes, wie wohltuend - viele wahre Worte nur in diesem kleinen> Absatz.
Genau das.
Hervorragende Detektorempfänger wurden gebaut, als es VNA's und
Simulatoren noch gar nicht gab, und die Techniker von damals wußten sehr
genau, wie man Empfänger mit guten Eigenschaften baut, was man gegen
Störungen unternehmen kann- und es funktionierte.
Das ist kein Hexenwerk, und es sind nicht weder teure Meßtechnik, noch
Simulatoren oder komplizierte Berechnungen nötig gewesen.
ich schrieb neulich:
"...meinen nicht fertiggestellten Frequenzgenerator scharf angeschaut
und
festgestellt, dass er ja einen NF-Teil hat der bis 450kHz geht, dass man
den wobbeln kann mit Sägezahn, und habe einen Schwingkreis für 75 kHz
gebaut und erstmal mit dem nano vermessen."
Das wollte noch jemand sehen. Ich habe die Spule jetzt nicht mehr
gefunden, stattdessen die vor Urzeiten getestete kleine Kreuzwickelspule
verwendet, die etwa 700µH hat, und einen 4n7-Kerko (20%!) drangelötet.
An den Frequenzgenerator über 220pF angekoppelt, und mit dem 1:1
Tastkopf (100k) ans Oszi (Hameg, 2x60MHz) gehängt. Also nicht
gleichgerichtet!
Anbei das Bildschirmfoto. Frequenz geht von rechts (12.5kHz) nach links
(143 kHz). Die Hauptresonanz ist bei 88 kHz, während zu den niedrigeren
Frequenzen rechts Spitzen bei 44, 30 und 22 kHz (1/2, 1/3 und 1/4) der
Resonanzfrequenz zu sehen sind, weil die Kurvenform nicht ganz exakt
sinusförmig ist. Immerhin siht man auch, dass wegen dem
220pF-Kondensator die Spannung bei niedrigen Frequenzen sehr niedrig ist
und auf der höheren Seite nicht null wird. Einzeln ausgemessen habe ich
in der Resonanz 7Vss, bei 143kHz noch o.21Vss, das wären 3% oder -30dB.
Dass ich mit dem Messaufbau nicht vernünftig messen kann sollte klar
sein. Außerdem wäre der höchste Frequenzbereich gerade mal 40-450kHz.
Kurt schrieb:> Walter schrieb:>> Josef L. schrieb:>>> ... und 2 Flaschen Merlot>>>> Bei diesen Randbedingungen ... . Na dann. Auf die egsagte wisenschaft>> und die bräsise dechnig. Prost!>> Und dann?> Kommt dann die Erleuchtung was AM wirklich ist?>> Kurt
Bei ausreichender Menge von Alkohol meinen manche, jede beliebige
Erleuchtung zu erlangen. Sie sind dann illuminiert.
Hier als Nachtrag zum Oszillogramm mit der NF-Wobbelkurve: Die nebendran
gezeigte Meßkurve vom nanoVNA, als S2P-datei abgespeichert nach Excel
übertragen, S21 auf 5 (Einheiten vom Oszi) normiert und linear aber von
rechts nach links wie im Oszillogramm aufgetragen.
Mehrmals wurde angeregt, Ein- und Auskopplung am Schwingkreis induktiv
vorzunehmen. Ich habe meine bekannte Luftspule mit 62 Windungen, auf die
ich unten schon 5 Windungen aufgebracht hatte, jetzt um eine weitere
Wicklung mit 2 Windungen ergänzt. Gemessen mit dem nanoVNA, Einkopplung
an der kleinen, Auskopplung an der größeren Wicklung. Nach dem
Excel-Sheet haben die 2 Windungen 0.7µH, die 5 haben 3.5µH, und die
Hauptspule 192µH.
Anbei die Schaltung, wobei fürs erste natürlich L25, L27, R37 und
eigentlich auch R41-43 entfallen könnten. Es ist aber nicht verkehrt,
R41-43 etwa auf den angegebenen Werten, also 6 Ohm bei 192, die anderen
prozentual, zu belassen. Den Koppelfaktor habe ich für beide
Koppelspulen gleich gesetzt (variable K01) und kann die Messkurve mit
etwa K = 0.4 erklären, aber nicht genau.
Das ist das Problem: Wenn man den reinen Schwingkreis und seine Daten
messen will, ist die Ein- und Auskopplung über ohmsche Widerstände am
einfachsten, weil es genau bekannte Werte sind, die zudem praktisch
keine Frequenzabhängigkeit zeigen. Koppelt man über Kondesnatoren an,
zeigen diese eine starke Frequenzabhängigkeit, die aber beherrschbar
ist. Kondensatoren haben aber größere Toleranzen als Widerstäbde, ihre
Werte müssen in der Simulation angepasst werden. Ankopplung über
Kopplespulen ist deswegen am schwierigsten in den Griff zu bekommen,
weil man 4 Parameter anpassen muss. Weder weiß man den Wert der
Induktivität noch des Koppelfaktors ausreichend genau.
Andererseits scheint es, als ob man über genau diese 4 Werte die
Anpassung viel besser in den Griff bekommt als über Koppelkapazitäten
oder Anzapfungen oder eine Kombination von beidem.
von Josef L. schrieb:
>Ich habe meine bekannte Luftspule mit 62 Windungen, auf die>ich unten schon 5 Windungen aufgebracht hatte, jetzt um eine weitere von >Wicklung mit 2 Windungen ergänzt.
Betrachte das doch einfach als Trafo. Du berechnest den
Resonanzwiderstand vom Schwingkreis L22 C2.
Das Widerstandsübersetzungsverhältnis von L22 und L24
ist (62 / 5)² = 154. Deine Quelle sieht dann eine Impedanz von
Resonanzwiderstand durch 154.
Kurt schrieb:> Nein, da passt etwas nicht zusammen.> Es fehlt die Schwebung die hier durch die wechselnde Kopplung gegeben> ist.> So kann ein "Bandfilter" nicht funktionieren.>> Kurt
Die Kopplung ändert sich nicht, weil fest eingestellt.
Die Schwebung resultiert trotzdem.
Schau dir die verlinkte Demo auf Wikipedia an, und wenn du es dann noch
nicht glaubst, bau dir das physikalische Modell aus Bindfaden und
Eisendraht nach und schau selbst hin.
> So kann ein "Bandfilter" nicht funktionieren.>> Kurt
Na dann eben nicht, damit müssen wir wohl leben.
Funktioniert in der Realität aber genau so, und man konnte das früher
schon und sogar heute noch voraus berechnen.
Günter Lenz schrieb:> (62 / 5)² = 154
(n1)²/(n2)² oder L1/L2 ??
Es ist nicht so einfach! Vor allem nicht folgendes: Man kann nicht
einfach die "ideale" Resonanzkurve nehmen und dann ein
Übertragungsverhältnis ausrechnen und die Kurve damit multiplizieren.
Dein "Trafo" funktioniert auch nur deswegen fast ideal, weil mit
Eisenkern der Kopplungsfaktor nahe 1 ist. Da stimmt recht genau L ~ n².
Hier haben wir aber Luftspulen, und die haben zwischen Teilwicklungen
einer Spule offenbar Kopplungsfaktoren von knapp unter 0.4, zwischen der
Hauptspule und aufgebrachten Kopplungswicklungen etwas höher, und
zwischen den Koppelwicklungen selber, wenn die weiter auseinanderliegen,
nur um 0.1-0.2. aber eben weder 0 noch 1. Die Induktivitäten verhalten
sich nur noch angenähert wie n², es geht das Verhältnis
Durchmesser:Länge der Spule, also die Verteilung des Feldes mit ein.
Und jetzt Eisenkerne zu empfehlen bringt diesen Teilpunkt nicht voran.
Das ist ein anderes Thema! Natürlich kann ich Sudokus lösen, wenn mir
bei Kreuzworträtseln nichts mehr einfällt. Hilft aber nicht gegen
Wortfindungsprobleme.
Hp M. schrieb:> Kurt schrieb:>> Nein, da passt etwas nicht zusammen.>> Es fehlt die Schwebung die hier durch die wechselnde Kopplung gegeben>> ist.>> So kann ein "Bandfilter" nicht funktionieren.>>>> Kurt>> Die Kopplung ändert sich nicht, weil fest eingestellt.> Die Schwebung resultiert trotzdem.> Schau dir die verlinkte Demo auf Wikipedia an, und wenn du es dann noch> nicht glaubst, bau dir das physikalische Modell aus Bindfaden und> Eisendraht nach und schau selbst hin.>>> So kann ein "Bandfilter" nicht funktionieren.>>>> Kurt>> Na dann eben nicht, damit müssen wir wohl leben.> Funktioniert in der Realität aber genau so, und man konnte das früher> schon und sogar heute noch voraus berechnen.
Meine Aussage bezog sich auf das "Bindfadenmodell".
Ein Bandfilter hat damit nichts zu tun, es besteht weder eine solche
Kopplung, noch sich ändernde Amplituden, noch gibt es eine Beatfrequenz.
Solch ein Vergleich ist absolut ungeeignet und geht am "Bandfilter"
absolut vorbei.
Kurt
Hp M. schrieb:> Schau dir die verlinkte Demo auf Wikipedia an, und wenn du es dann noch> nicht glaubst
Josef das wird nicht funktionieren - Kurt lebt in seiner eigenen Welt.
Die ERkenntnisse aus Naturwissenschaft- und Technik sind alle falsch,
das Wissen wurde Dir nur eingeimpft.
Bezüglich induktiver Ein-/Auskopplung habe ich heute nacht noch eine
schnelle Simulation laufen lassen. In der Messkurve ist ja zu sehen,
dass es vor der resonanz zu niedrigeren Frequenzen total schnell und
tief abfällt, danach aber wie bei der kapazitiven Kopplung recht schnell
auf ein Plateau einpegelt. Das ist mit 10-20dB unter der Resonanz
natürlich viel zu wenig Dämpfung.
Die Simulation zeigt sehr schön, dass mit sinkenden Kopplungsfaktoren
0.4 und kleiner die Dämpfung steigt und die Bandbreite abnimmt, dann
aber auch recht schnell die Durchlassdämpfung zunimmt. Es wird also wie
üblich auf einen Kompromiss hinauslaufen. Dabei ist jetzt aber weder
eine der Koppelinduktivitäten verändert worden noch die Koppelfaktoren
einzeln. In Wirklichkeit sind alle 4 Parameter anzupassen, und dann ist
noch nicht mal klar, was denn die optimale Schwingkreisbemessung
(L/C-Verhältnis) ist. Und selbst die Belastungen (Antenne, Diode) sind
in Grenzen wählbar (Antennenlänge, Diodentyp).
War sicher schwer früher, das alles zu optimieren. Wobei hier einige
meinen, allein das Gefühl würde funktionieren, die anderen meinen die
Formeln:
https://docplayer.org/docs-images/72/68001954/images/12-0.jpg
Hallo zusammen.
> ich kann 3 Pizzen und 1l Maple-Walnut-Eis und 2 Flaschen Merlot> beisteuern...
Steht doch schon in der Bibel: '..was ist das für so viele?..'
.. oder willst du Wunder vollbringen? ;-)
Zum Thema Q und Messung mal einen anderen Beitrag.
Als Elektro- und HF-technischer Laie habe ich im Laufe meines
Amateurlebens sehr viel aus amerikanischer Amateurfunkliteratur gelernt,
besonders 'Ham Radio Magazine' und 'QST'. Darum als Anhang einen Beitrag
von Wes Hayward, W7ZOI. Diese Messmethode ist so bestechend einfach und
klappt super. Seine Messmethode wurde oft angezweifelt, bis mal jemand
(Ami, das weiss ich noch) hingegeangen ist und hat es mathematisch
bewiesen. Den Beitrag finde ich leider nicht mehr. Vielleicht ist das
mal eine andere Herangehensweise. Aber leider? wieder das Problem? mit
den Serien Cs.
73
Wilhelm
@Wilhelm
PDF ist abgespeichert, aber bevor ichs lesen hier die Messung zur
(bisher nicht gezeigten) Simulation von heute nacht mit verschiedenen
Koppelfaktoren.
Gemessen an der Spule mit 64mm Durchmesser und 62 Windungen. Die zuletzt
aufgebrachten 2 Windungen zur Auskopplung, für die Einkopplung einfach
eine Schlaufe drumrum, also 1 Windung, die ich so zurechtgebogen habe,
dass sie mal recht eng (Abstand 2mm), und dann in 6 bzw. 10mm Abstand um
die Spule herum lief, etwa 1/3 von oben. Zum Schluss diesen Ring um etwa
45° nach oben weggebogen in der Art wie die alten Schwenkspulen.
Gezeigt ist nur der MW-Bereich und ein paar kHz drumrum. Das Verhalten
ist offenbar ähnlich dem von Anzapfungen an der Schwingkreisspule
selber. Nur wird hier jetzt die Koppelinduktivität kaum, der
Koppelfaktor stark variiert, während es bei den Anzapfungen umgekehrt
ist.
Wilhelm S. schrieb:> Beitrag von Wes Hayward, W7ZOI.
Gutes Dokument. Dort beschreibt er ja auch die Messung mit jeweils 50
Ohm am Ein- und Ausgang.
Was ich besonders interessant finde, sind seine Meßergebnisse zur Güte
von Spulen und Kondensatoren. Überraschung: während ein normaler
Drehkondensator ein Q von 2500 ... 3000 hat, liegt das Q eines
'Quetschers' unter 500. Soweit ich weiß liegt eine Kapazitätsdiode noch
mal darunter.
Das bedeutet aber auch, daß bei einem solchen Schwingkreis die Güte der
Spule maßgeblich die Kreisgüte bestimmt (keine Überraschung).
Ich habe in der Vergangenheit ziemliche Fehler bei der Messung der Güte
gemacht. Die Tendenz stimmte, aber alle Kreise waren zu stark gedämpft.
(Ich messe immer, indem ich den Kreis anrege und dann die abklingende
Schwingung am Oszi beobachte). In Zukunft werde ich also den Kreis
kapazitiv oder induktiv locker ankoppeln.
@Josef
Das sieht doch super aus. Die eine Windung begeistert mich; das ist doch
ein toller Ausgangspunkt für ein induktiv gekoppeltes Bandfilter. Sollst
du nicht bauen, aber in diese Richtung würde es wohl gehen. Kopplung
über Verschiebung des Fusspunkts. Leider etwas sehr (über)dimensional
für die heutige Zeit mit SMD 0603 und noch vviieell kleiner.
73
Wilhelm
Mohandes H. schrieb:> Gutes Dokument. Dort beschreibt er ja auch die Messung mit jeweils 50> Ohm am Ein- und Ausgang.
Danke für den Link, die Ausführungen dort zeigen exakt was ich die ganze
Zeit mache.
Aber komisch, komisch. Habe ich hier alles bereits vorgestellt. Messung
mit LC-Schwingkreis zwischen zwei gleichen Kondensatoren, Messung als
LC-Serienkreis usw., auch die Formel 1/Q = 1/QL + 1/QR usw., aber immer
wieder kommen Einwände ich würde mich verrechnen, die Messungen seien
Mist - natürlich gibt es Rauschen, vor allem wenn der Spannungsteiler so
gewählt werden soll, dass die Dämpfung mindestens 30dB beträgt! Wenn
dann die Messkurve bis -95dB runtergeht, aber man den verlauf trotzdem
noch sieht - in linearer Darstellung hat die Kurve, normiert auf das
Maximum bei -30dB, überhaupt keine Zacken und Runzeln, das ist alleine
durch die logarithmische Darstellung erzeugt.
Wilhelm S. schrieb:> Aber leider? wieder das Problem? mit> den Serien Cs.
Hallo Wilhelm, wieso ist das mit den Serien C's ein Problem? Edi und
auch ich messen so und es funktioniert prima. Selbst Josef hat es in
einem der Beträge eingeräumt das es mit den C's gut funktioniert.
Deinen verlinkten Beitrag habe ich mal kurz überflogen (muß ja nebenher
noch ein paar Brötchen verdienen), ist interessant - habe ich mir gleich
abgespeichert, man lernt eben niemals aus.
Josef L. schrieb:> Gemessen an der Spule mit 64mm Durchmesser und 62 Windungen. Die zuletzt> aufgebrachten 2 Windungen zur Auskopplung ...
Interessant, ich schau's mit heut Abend noch mal genauer an.
Zeno schrieb:> Josef L. schrieb:>> Gemessen an der Spule mit 64mm Durchmesser und 62 Windungen. Die zuletzt>> aufgebrachten 2 Windungen zur Auskopplung ...> Interessant, ich schau's mit heut Abend noch mal genauer an.
Dann kannst du gleich die (Verzeih, Edi) quick&dirty (also: uff de
Schnelle) Simulation begutachten: vorne Einkopplung über 0.20µH (sagt
http://www.elektronik-labor.de/OnlineRechner/Schleife.html bei 70mm
Schleifendurchmesser 0.7 CuL), Einkopplungsfaktor K von 0.01 (grün) bis
0.4 variiert, Auskopplung 0.7µH mit Koppelfaktor 0.4, dazwischen der
Schwingkreis - wie im Schaltbild weiter oben. Sieht alles den Messungen
recht ähnlich, aber man kann halt leider sowohl für die Induktivitäten
als auch für die Koppelfaktoren nur grobe Schätzwerte angeben. Genauere
Werte bekommt man durch Anpassen der Werte innerhalb realistischer
Grenzen in der Simulation, wenn damit die Messkurven zur Deckung
gebracht werden können. Wenn nicht, erfasst die Simulation eben
wesentliche Teile des Aufbaus noch nicht.
@ Zeno
> wieso ist das mit den Serien C's ein Problem?
Für mich nie, es wird doch nur gemessen; das ist doch nie die endgültige
Schaltung, in die die Teile eingebaut werden; aber hier wurden für die
Gleichmässigkeit der Kopplung (Messung) Widerstände vorgezogen.
Aber..., siehe Günter Lenz vom 30.06.2021 15:45; Die Rs viel zu klein.
Bevor ich mir Gedanken über die richtige Dimension der Rs mache, haue
ich doch in meinen Messaufbau lieber ein paar Cs; ob zu gross oder zu
klein sehe ich sofort -> ändern, fertig. Ein bisschen was zu messen,
muss man schon haben.
Sri, wie oben beschrieben, ich bin von den Amis angehaucht.
Nachfrage für dich:
Was hast du da für ein geheimnisvolles Gerät für die Wobbelanzeige?
'Gerät zur Untersuchung von AFK X1-48'
Beitrag vom 30.06.2021 14:38
Ich bin gespannt.
73
Wilhelm
Wilhelm S. schrieb:> siehe Günter Lenz vom 30.06.2021 15:45; Die Rs viel zu klein.
Das ist ja das Dilemma: Wenn man sie so groß macht, dass sie den
Schwingkreis kaum mehr bedämpfen, sprich: berechenbar wenig bedämpfen,
ist der Spannungsteilfaktor so hoch, dass die Einfügedämpfung mehr als
40-50dB beträgt und die Messkurven etwas verrauscht aussehen, natürlich
vor allem nach unten.
Ohne Mittelung über mehrere Messungen liegt die Rauschgrenze des nanoVNA
bei etwa -88dB, bei Mittelung über 2x schon besser als -90dB, und wenn
man etwas Zeit hat kommt man auch auf -100dB. Deswegen messe ich ja
nicht nur 100 Frequenzpunkte, sondern meist 751-1001 je nach Intervall,
um eine schöne geglättete Kurve durchlegen zu können, zumindest
gedanklich.
Der Vorteil der Anpassung mit Koppelkondensatoren ist halt, dass sie den
Kreis nur mit ihrem Gütefaktor zusätzlich bedämpfen, allerdings tragen
sie zur Schwingkreiskapazität bei.
Fast per Zufall habe ich eine Lösung des Anzapfungsproblems gefunden -
schaut euch die Simulationskurven an. Daten wie im letzten Beitrag, aber
Koppelfaktor nur zwischen 0.16 und 0.21 variiert. Zu sehen ist, dass bei
K = 0.17 die Dämpfungswerte absinken und ab 4 MHz tiefer als -55dB, also
50dB unter dem Resonanzmaximum bleiben, offenbar bis weit über 100 MHz
hinaus. Da hab ich mal hinter den Vorhang geschaut und sehe, das ist
kein Dämpfungspol den man da sieht, es geht ab dem Nebenmaximum um 30
MHz stets bergab, das ist nämlich das verhalten der (Koppel)Spule(n) -
die wirkt da als Tiefpass, wegen der geringen Induktivität halt erst ab
30 MHz.
Spaßeshalber dasselbe doch nochmal bis 1 GHz, K zwischen 0.16 und 0.18,
Schrittweite 0.002, siehe da: die lilane (pinke) Kurve ist K = 0.168 -
so ideal möchte man es gerne haben! Mal sehen, was das nanoVNA sagt, ob
sich die reale Spule so hinbiegen lässt!
Noch ein Tip zum messen der Schwingkreisgüte.
Der Resonanzwiderstand ist ja XL * Q = Rres.
Dann ist ja Q = Rres / XL
Den Resonanzwiderstand kann man ja leicht Messen
und XL oder XC leicht berechnen.
Man regt den Schwingkreis über einen einstellbaren
Koppelwiderstand auf seiner Resonanz an.
Nun vergrößert man den Koppelwiderstand so lange
bis die Schwingkreisspannung halb so groß ist
wie die Generatorleerlaufspannung.
Innenwiderstand des Generators + Koppelwiderstand
ist nun genauso groß wie der Resonanzwiderstand
des Schwingkreises. Q = Rres / XL
Man hat nun die Leerlaufgüte des Schwingkreises.
Aber die Betriebsgüte, also wenn der Schwingkreis
irgendwo in eine Schaltung eingebaut wird, ist immer
kleiner als die Leerlaufgüte. Zum Beispiel wenn der
Schwingkreis in einen selektiven Verstärker mit
Leistungsanpassung eingebaut wird verringert sich
die Güte um die Hälfte.
Günter Lenz schrieb:> Noch ein Tip zum messen der Schwingkreisgüte.
Klar, kann man mit Oszilloskop oder Voltmeter mit vorgeschaltetem
HF-Gleichrichter machen, und da kommt es dann auch nicht drauf an ob
effektiv oder Scheitelwert, nur aufs Verhältnis.
Mit dem nanoVNA messe ich halt Resonanzfrequenz und 3dB-Bandbreite und
habe direkt Q mit der Belastung durch R, kann XC ausrechnen und damit
XC*Q und damit dann den Anteil von R an Q rausrechnen.
Mit einem Kondensator in der Zuleitung messe ich Q viel näher am
tatsächlichen Wert, dafür weiß ich normalerweise die Güte des
Kondensators nicht. Wenn es reichen würde, den Kondensator alleine
zwischen die beiden Ports zu klemmen und zu schauen (nach vorheriger
exakter Kalibration) wie weit die Phase bei der für den Schwingkreis
nötigen Frequenz von 90° weg ist (tan δ) dann würde ich das mal
probieren.
Rückrufaktion: Die Sache mit dem Koppelfaktor hat einen Haken: Was ich
verändert habe ist nicht der Koppelfaktoer zwischen der 1 Windung als
Einkoppelspule zur Schwingkreisspule, der war immer 0.4, sondern
zwischen Ein- und Auskoppelwindungen! Dafür hatte ich auch noch eine
Variable eingeführt, und die blieb im Eingabefenster stehen. Ob das
sinnvoll und realisierbar ist, wird sich zeigen.
Wilhelm S. schrieb:> Nachfrage für dich:> Was hast du da für ein geheimnisvolles Gerät für die Wobbelanzeige?> 'Gerät zur Untersuchung von AFK X1-48'> Beitrag vom 30.06.2021 14:38> Ich bin gespannt.
Hallo Wilhelm, das AFK heißt ausgeschrieben
"Aplituden-Frequenz-Kennlinien". Ich hatte das Gerät hier
Beitrag "Re: Kann man einen Parallelschwingkreis mit einem nanoVNA ausmessen und die Ergebnisse nachvollziehe" mal für
Mohandes etwas genauer dargestellt. Ich hoffe es ist nich allzu
vermessen, wenn ich einfach auf den Beitrag verlinke.
Dass sowas wie ich messe auch andere messen, findet man u.a. auch in
https://www.wolfgang-wippermann.de/bandpassfilter.pdf
...wenn nämlich die schönen mit RFSim99 konzipierten (160m) Filter nach
dem Zusammenbauen unschöne Resonanzen im KW-Bereich aufweisen (siehe
Bild). Auch in diesem Fall wurde offenbar eine angezapfte Spule benutzt.
Ich muss das mal genauer durcharbeiten, es sind auch Abhilfemaßnahmen
besprochen bzw. anders dimensionierte Filter, die den effekt nicht
zeigen (dafür andere Nachteile).
Auch auf dieser Wumpus-Seite ist einiges erwähnt
https://www.welt-der-alten-radios.de/detektor-hcoils-203.html
Auf der Seite von Wumpus gibt er auch Tipps zur Messung der Güte von
Schwingkreisen:
https://www.welt-der-alten-radios.de/detektor-kreisguete-213.html
Zwar macht auch er den Fehler seine Meßfehler zu beschönigen (nachdem er
vorher über Reproduzierbarkeit schreibt): für eine Zylinderspule gibt er
als Ergebnis Q=146,34 an. Das ist natürlich Quark. Die Amplitude mit dem
Oszi gemessen, könnte er sagen Q=140 oder 150, das wäre aussagekräftig
genug und reproduzierbar. Vielleicht mißt er auch mit einem HF-mV-Meter,
dann sollte er aber auch die Nachkommastellen weglassen, Q=145, 146,
147.
Aber seine Tipps zu Messung sind super: Entweder eine kapazitive
Ankopplung, er empfiehlt 0,5..1pF, also weit weniger als 5p. Oder eine
induktive Ankopplung, er nimmt hier nicht eine Windung sondern einige,
allerdings in 10 cm Entfernung.
Der Tastkopf sollte das Meßobjekt nicht berühren sondern nur in der Nähe
liegen. Also absolut lose Ankopplung in jeder Hinsicht!
Josef L. schrieb:> Auch auf dieser Wumpus-Seite ist einiges erwähnt> https://www.welt-der-alten-radios.de/detektor-hcoils-203.html
Da werden Zylinder- Korbspulen erwähnt... Da fällt mir ein, so eine habe
ich noch, ziemlich großes Bauteil, die könnte auch gut zum
Kristalldetektor passen, werde ich al testen.
Josef L. schrieb:> Spaßeshalber dasselbe doch nochmal bis 1 GHz, K zwischen 0.16 und 0.18,> Schrittweite 0.002, siehe da: die lilane (pinke) Kurve ist K = 0.168 -> so ideal möchte man es gerne haben!
Gratuliere- Sie haben also die ideale Detektorspule simuliert.
120 Jahre nach der Erfindung des Detektors.
Wenn das real funktioniert, haben Sie für Ihre SPule ein
Alleinstellungsmerkmal: "Bis 1 Ghz getestet"- Wow.
Wie soll die Spule aussehen ?
Mohandes H. schrieb:> Aber seine Tipps zu Messung sind super: Entweder eine kapazitive> Ankopplung, er empfiehlt 0,5..1pF, also weit weniger als 5p. Oder eine> induktive Ankopplung, er nimmt hier nicht eine Windung sondern einige,> allerdings in 10 cm Entfernung.>> Der Tastkopf sollte das Meßobjekt nicht berühren sondern nur in der Nähe> liegen. Also absolut lose Ankopplung in jeder Hinsicht!
Sowas habe ich ja vor vielen, vielen Beiträgen schon vorgeschlagen.
Den Schwingkreis- Meßadapter verwende ich schon seit den 70ern zum
Feststellen der Resonanz unbekannter Schwingkreise und Filter, mit 2 x
2pF ist er ausreichend für die üblichen AM/ FM-ZF- Filter und AM-
Spulensätze und Bandfilter.
Bei empfindlichen meßgeräten gehen auch kleinere Kapazitäten.
Gaht mit Wobbler, aber auch mit HF- Generator und Oszillograph, oder HF-
Generator und HF- Voltmeter (empfindliches Voltmeter mit HF- Taskopf).
Ist bei mir Zubehör zum Wobbler (60 Ohm Eingang/ Ausgang, wenn
eingestellt).
Dürfte auch mit dem NanoVNA funktionieren.
Ob das nun in der Praxis relevant ist oder nicht, schöne Graphik von
Josef: 'Eine kleine Schwäche ...'. Die zweite Resonanz liegt bei 28 MHz
und fast 30 dB unterhalb der eigentlichen von 2,5 MHz.
Wie schon erwähnt, eine solche zweite Resonanz würde man über einen
Tiefpass (bzw. die Schaltung selber bildet einen solchen) wegfiltern,
sehe ich nur mit intellektuellem Interessen.
Hochachtung vor den Entwicklern unserer Ahnen. Ohne das messen zu
können, sind sie durch Probieren und Nachdenken zu solch raffinierten
Spulen wie Waben, Honig-, Korbspulen usw. gekommen. Wickeltechniken wie
Kreuzwickel. Oder auch zu HF-Litze, die wiederum nur in bestimmten
Wellenbereichen Sinn macht.
Edi M. schrieb:> Wobbler, aber auch mit HF- Generator und Oszillograph, oder HF-> Generator und HF- Voltmeter (empfindliches Voltmeter mit HF- Taskopf).
So einen HF-Tastkopf werde ich mir mal basteln. Ist genauer und präziser
als das Oszilloskop. Muß ich noch ein wenig nachlesen, Ge- oder
Schottky-Dioden habe ich da und bis ein paar MHz würden mir reichen.
Insgesamt behauptete ich mal: Josefs Experiment mit dem Nano VNA ist
geglückt. Und (ich habe) wieder einiges gelernt dabei.
Mohandes H. schrieb:> für eine Zylinderspule gibt er> als Ergebnis Q=146,34 an. Das ist natürlich Quark.
Ich kann euch sogar ein Foto zeigen von dem Mann zeigen, der auf dem
Schein unterschrieben hat:
https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=1920x400:format=jpg/path/s2e426320ed963d0b/image/i6481469a64ee1878/version/1550478195/image.jpg
Ich mache auch gerne Fehlertoleranzen an meine Messwerte ran, wenn es
der Wahrheitsfindung dient :-)
> Aber seine Tipps zu Messung sind super:
Ja, wenn du ein hochohmiges Messgerät hast! Ich hab es euch doch
gezeigt, und es sollte jedem klar sein, je kleiner die
Ankoppelkapazität, umso größer die Impedanz des Kondensatorrs, und
solange die nicht wesentlich über der Eingangsimpedanz deines
Messgerätes liegt, kannst du sie vernachlässigen. Ich muss aber mit 50
Ohm messen, und da bedeuten
500pF -20dB,
50pF -40dB,
5pF -60dB
0.5pF -80dB
und dann werden mir "unsaubere Kurven" vorgeworfen, weil Rauschen zu
sehen ist... Das ist eine andere Messmethode, man muss anders messen!
Jackie Measurer schrieb:> Meinst du diese ...
Ja, die meinte ich: Zwischenablage01.gif. Ich hatte nur auf die Grafik
geschaut und übersehen, das sie von DG0SA SK (RIP) ist.
Jackie Measurer schrieb:> WOLFGANG hat solche Fehler, wie er sie mit der Grafik darstellt,> konsequent und erfolgreich beseitigt.
Josef hat ja hier schon einiges an Kritik für seine Messungen einstecken
müssen, zum Teil zurecht. Wie ich schon geschrieben hatte: Josef macht
schöne Messungen, verliert sich dabei aber gelegentlich.
Ich mache weniger Messungen, aber ich gehe dann sehr ins Detail (und
verliere mich dabei dann auch gelegentlich). Kürzlich hatte ich im
Parallelthread (KW-Endstufe) eine Kennlinienschar zur 12AX7/ECC83
gepostet. Da habe ich für einen bestimmten Arbeitspunkt alle Parameter
aus diesem einen Diagramm bestimmt: Ruhestrom - und Spannung,
Verstärkung im Leerlauf und unter Last, Leerlaufverstärkung, Steilheit,
Innenwiderstand, Headroom, Verzerrungen bei verschiedenen Aussteueungen,
usw/usf. Und ich bin immer noch dabei (und das ist erst die Vorstufe -
die Push-Pull-Endstufe wird noch interessanter).
Das soll keine Wertung sein, zeigt eben nur zwei verschiedene
Herangehensweisen.
Edi M. schrieb:> Gratuliere- Sie haben also die ideale Detektorspule simuliert.> 120 Jahre nach der Erfindung des Detektors.> Wenn das real funktioniert, haben Sie für Ihre SPule ein> Alleinstellungsmerkmal: "Bis 1 Ghz getestet"- Wow.> Wie soll die Spule aussehen ?
Unsinn! Rechnen kann man viel! Wer meine Messungen mit den Simulationen
vergleicht sieht sofort, dass die verwendeten Modelle nur bis etwa 10
MHz, also das 10- bis maximal 20-fache der Resonanzfrequenz, das
Verhalten erst exakt und dann sehr genau wiedergeben, dass dann aber
Resonanzen auftauchen, von denen das Modell praktisch nichts mehr
erklären kann. Wenn's hoch kommt eine im Bereich bis 100 MHz, die durch
die Zuleitungsinduktivitäten gegeben ist.
Niemand will die Spule bei 1 GHz einsetzen, aber es ist doch schön zu
wissen, wie sich eine ideale Spule mit realen Anschlussdrähten am realen
Messgerät verhalten sollte und es dann mit der Messung zu vergleichen.
Wie es hier jemand schon geschrieben hat: Ich gebe ein Durchlassschema
vor! Ich gebe vor, dass 100 und mehr kHz vor der Resonanz die
Weitabdämpfung mindestens 40 dB betragen soll, die Durchlassdämpfung in
der Resoananz weniger als 5 dB, und ab 100 kHz über der Resonanz bis zum
Doppelten der Resonanzfrequenz mindestens 40 dB, darüber bis 30 MHz
mindestens 50 dB. Ansonsten: unbrauchbar!
Haha ... solche Bescheinigungen oder Diplome kann ich auch vorweisen.
Auch aus den 70ern und 80ern. Wie gesagt: Nachrichtentechnik und Physik
und eines ohne, das andere mit Abschluß. Aber was ist das heute wert? Da
zählt doch das Wissen und die Erfahrung der Jahre danach viel mehr.
Und mit dem Wissen was ich heute habe würde ich beide Fächer locker
machen.
Und Josef, Du schreibst immer 'wird mir vorgeworfen'. Darum geht es
nicht. Berechtigte, konstruktive Kritik bringt einen doch weiter.
Mohandes H. schrieb:> Berechtigte, konstruktive Kritik bringt einen doch weiter.
Danke, auch meine Meinung. Den Schein habe ich auch nur so schnell
gefunden weil ich vor 2 Jahren alles wegen der Rente gebraucht habe.
Aber was man bei Przybylski gelernt hat vergisst man nicht. Auch
Rechenschieber und so.
Und in dieser (und auch der Detektor-)Beitragsfolge lerne ich viel,
natürlich. Dazu hunderte MB an PDFs, Lesestoff für kalte Winterabende.
Hier nochmal die Kurven vom 10mm-ZF-Filter mit Vor- und Nachteilen der
Anzapfungen (blau 75% / grün 25%): Je größer das ü-Verhältnis ist, umso
steiler ist der Dämpfungsverlauf, aber auch umso schmäler. Wie hoch dann
die Nebenresonanz - in dem Fall bei etwa 100*fres - ausfällt, hängt wohl
vom Kopplungsfaktor ab, außer von ü, wobei das bei ü und (1 - ü)
offensichtlich gleich ist.
Die Form der Kurve, obwohl kein Bandpass wie bei DG0SA†, ähnelt seiner
Messkurve des Filters mit den 2 Anzapfungen schon ziemlich.
Abgesehen davon, dass er die Simulation auch bei einem Filter fürs
160m-Band bis 60 MHz zeigt. Natürlich ist erstmal die Nahselektion
wichtig, aber beim TX wohl auch wegen der Oberwellen, beim RX wegen der
Mehrfachempfangsstellen ist es nicht verkehrt, mal auf die
Weitabselektion zu schielen.
Josef L. schrieb:> beim RX wegen der> Mehrfachempfangsstellen ist es nicht verkehrt, mal auf die> Weitabselektion zu schielen.
Josef, schauen SIe doch mal, wie ich empfahl, nach dem Begriff
"Weitabselektion" !
Josef L. schrieb:> Hier nochmal die Kurven vom 10mm-ZF-Filter ...> Wie hoch dann> die Nebenresonanz - in dem Fall bei etwa 100*fres - ausfällt,>> Abgesehen davon, dass er die Simulation auch bei einem Filter fürs> 160m-Band bis 60 MHz zeigt.
...
> Natürlich ist erstmal die Nahselektion> wichtig, aber beim TX wohl auch wegen der Oberwellen, beim RX wegen der> Mehrfachempfangsstellen ist es nicht verkehrt, mal auf die> Weitabselektion zu schielen.
Ja man kann alles simulieren, und der NanoVNA, und sogar meine Oldie,
Zeno's ebenfalls können hunderte von MHz bis einige GHz in einen
Schwingkreis oder Filter reinjagen.
Es ist jedoch vollkommenener Blödsinn !
Überlegen Sie, was eine "Nebenresonanz - in dem Fall bei etwa 100*fres"
(wenn sie überhaupt existiert, und nicht durch schlechten Meßaufbau eine
Pseudoanzeige ist !!!) überhaupt bewirken könnte !
Josef, ich kann's Ihnen immer nur wiederholen: Sie haben sich verrannt.
Sie haben eine Teststrecke für Formel1- Boliden, im Falla NanoVNA sogar
für Raketengetriebene Landfahrzeuge, und testen einen "Trabant".
Dem könnte eine Messung natürlich Unstabilitäten im Bereich um 300 Km/h
und 800 Km/h unterstellen.
Eine Simulation könnte diese Annahme unterstützen.
Was nützt diese Information, wenn sie denn meßtechnisch überhaupt
korrekt ist ?
So wie ein Empfängereingang ja bereits eine anzahl Selektionsmittel
besitzt, die Fremdsingnale normaler stärke bereits "vor- aussortieren",
wird es wohl kaum jemand ernsthaft genannte Blödsinns- Messungen und
Berechnungen anzustellen- denn würde man auch "vor- aussortieren".
Sie haben ja nun eine Bescheinigung im Bereich Meßtechnik von Dr.
Przybylski, den ich sogar namentlich aus meiner Ausbildung kenne...
Gratuliere !
Ich nehme an, das waren andere Meßtechnik- Themen, aber hoffentlich doch
im Bereich Elektronik.
Sie sind also der -echte- Experte. Das ist jetzt nicht mal ironisch
gemeint... Ich habe leider kein solches Papier einer Koryphäe in Funk-
oder Meßtechnik.
Nun eigen Sie, daß Sie "Auswertung von Messungen und Fehlerrechnung"
beherrschen.
Fakten (Sorry, wenn ich jemand mit Ergebnissen vergesse...):
- Josef hat eine Zylinderspule MIT Anzapfung an seiner Behelfsantenne,
bekommt KW- Durchschläge.
- Edi hat eine Zylinderspule OHNE Anzapfung an großer LAngdrahtantenne,
keine Durchschläge.
- Edi nimmt angezapfte Spule an großer Langdrahtantenne- deutlich
bessere Trennschärfe, keine KW- Durchschläge.
- Zeno hat ebenfalls keine KW Durchschläge.
- Josef mißt einen extrem hohen Bereich (0- 36 und 0-100 MHz über rein
ohmsche Widerstände, meßtechnisch unüblich, und sieht "Nebenresonanzen"
im KW- Bereich, und einen "Dämpfungspol" in hohen Bereichen.
- Josef erstellt Simulationen, die ähnliche Ergebnisse bringen.
- Edi mißt in einem normelen Bereich (0-50 MHz) mit einer
Antennennachbildung einer Langdrahtantenne (OEC- Empfehlung, also
meßtechnisch eine korrekte Sache, die auch der Realität bei Edis Antenne
entspricht) KEINE "Nebenresonanzen" und keinen "Dämpfungspol"
- Zeno wobbelt ebenfalls, und findet keine solcher "Nebenresonanzen".
- Edi verwendet seinen Detektor im Feldversuch mit einer Behelfsantenne,
25m lang, 1- 2 m hoch, sowie angezapfter Spule,und bekommt am Standort
keinen MW- Empfang, aber KW- Durchschläge erheblicher Stärke, die extrem
breitbandig und nicht abstimmbar sind. Die Sender im 49- und 41- m-
Band, 5,9 - 7,5 MHz.
- Edi versucht es mit der nichtangezapften Spule- dasselbe Ergebnis, der
Pegel ist nur geringer.
- Edi nimmt einen Großsuper mit der Behelfsantenne am Ort des
Feldversuchs, mit der gleichen behelfsantenne als Vergleich- auch der
empfängt auf MW fast nichts, aber die Behelfsantenne liefert tatsächlich
sehr hohe Feldstärken der im Detektor einbrechenden KW- Sender, die auch
zu den gleichen Zeiten im 49 und 41m- Band zu hören sind.
- Josef zeigt eine Frequenzkurve einer 25m langen Antenne, die Spitzen
in den KW- Bändern um 6- 7 MHz zeigt.
Beitrag "Ostern- Vielleicht mal wieder Detektorempfänger ?"
Beitrag vom 30.06.2021 21:17
Lassen wir mal fremde Berechnungen und Simulationen außen vor- und
Messungen am Empfänger haben ja nur die 3 genannten Mitschreiber mit
geeignetem Equipment ausgeführt.
Was schließen Sie aus den Fakten ?
Mohandes H. schrieb:> Das soll keine Wertung sein, zeigt eben nur zwei verschiedene> Herangehensweisen.
Mir gefällt vor allem die Herangehensweise von Wolfgang. Und das IST
eine Wertung, ich habe schon einige hervorragende Publikationen von ihm
gelesen und aus ihnen gelernt. Er war ein guter Didaktiker, auch wenn er
nicht im Stil des Lehrens geschrieben hat.
Edi M. schrieb:> Was schließen Sie aus den Fakten ?
Ich denke, die Ursache für den Empfang der KW Sender ist Josef schon
längst klar. Sie aus seinen eigenen Beschreibungen jedenfalls eindeutig
erkennbar.
Josef verfolgt doch zwei andere Ziele. Er interessiert sich für die
weitabselektiven Eigenschaften des von ihm aufgebauten Frontends. Und er
erforscht die Reaktion des Vector Analyzers auf unkonventionelle
Beschaltung.
So hat eben jeder seine speziellen Interessen, für die er gerne Zeit
aufwendet.
Edi M. schrieb:> Was schließen Sie aus den Fakten ?
Ich schließe aus den Fakten daß Josef ein aufgeschlossener Mensch ist
und sein geistiger Horizont über 30 MHz hinaus geht.
Seine viel kritisierten Messungen sind natürlich für einen MW-Empfänger
unerheblich. Trotzdem interessant was bei so einem Schwingkreis so im
höherfrequenten Bereich passiert. Und auch den Nano finde ich
interessant.
Ein Trabant der 800 Sachen fährt - das möchte wohl keiner sehen %-)
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.
Für mich bleibt eine Frage: wieso hat Josef einen KW-Durchschlag bei
seinem Detektor mit angezapfter Spule und Edi nicht? (Vielleicht sollte
ich doch mal wieder im Detektor-Thread nachlesen).
Mohandes H. schrieb:> So einen HF-Tastkopf werde ich mir mal basteln
Bei Interesse könnte ich Dir mal die Schaltung von meinem Tastkopf für
den Wobbler zeigen. Könnte sein das ich da auch noch das PCB-Layout habe
oder sogar noch ne unbestückte Leiterplatte. Wenn Du Interesse hast
schaue ich mal nach.
Mohandes H. schrieb:> Und auch den Nano finde ich> interessant.
Daß ich Josefs Messungen voll und ganz nachvollziehen kann, habe ich ja
schon geschrieben und wenn es um die Frage aus dem Topic geht, das haben
schon viele andere ausprobiert und nachvollzogen.
Ichselbst benutze für solche Messungen ein Testboard welches explizit
für den Nano erstellt wurde, habsch aber auch schonmal in diesem Thread
geschrieben.
https://groups.io/g/nanovna-users/topic/nanovna_testboard_kit_vna/73104745?p=,,,20,0,0,0::recentpostdate%2Fsticky,,,20,2,20,73104745
Zu diesem Testboard gibt es auch ein sehr schönes Tutorial wo
beschrieben wird, wie man damit unter anderem auch Bandfilter-Plots
erstellt.
Siehe Anhang, die letzten Seiten.
Natürlich nicht so umfänglich und explizit wie Josefs Messungen, welchen
ich große Bedeutung beimesse.
Ich bin sicher der Älteste hier in diesem Thread, aber nicht so
versteinert wie so mancher andere Poster hier.
Meine alten Messgeräte habe ich leider schon versenkt, das "leider"
nicht wegen der Messmöglichkeiten, sondern aus Nostalgiegründen.
Daß Leute an ihrem alten Kram hängen, ist durchaus zu verstehen, mache
ich ja auch, aber wenn es um Erkenntnisgewinne in der modernen
Elektronik geht, da habe ich schon lange umgeschwenkt auf ebenso moderne
Messmittel.
Dieser Thread ist für mich hochinteressant, denn er (Josef) bestätigt
einfach nur das, was ich in all den Jahren an praktischer Erfahrung
gesammelt habe.
Ich rufe mal dazu auf, das Herumreiten auf alten oder neuen Meßequipment
sein zu lassen- bei vernünftiger Verwendung werden alle Geräte in
gleichen Bereichen das Gleiche anzeigen, meine Kisten und die Polyskop"-
Geräte aus den 60ern, Zenos Geräte aus den 70ern oder 80ern, und auch
der NanoVNA -
Wenn die Messung mit korrektem Meßaufbau und Einstellungen erfolgt.
Das ist ja hier nun bewiesen worden.
Zumal etliche Mitschreiber keines von den Geräten besitzen oder damit
umgehen können.
Und- ob man NanoVNA als hochwertiges Meßequipment bezeichnen kann, ist
auch noch die Frage- es gibt für den gleichen Zweck ja nun
spezialisierte Geräte, sowohl Zenos und meine, oder modernere, etwa
Spektrumanalysatoren von Rohde & Schwarz, alle Geräte mit umfangreichen
Zubehörteilen, Einstellmöglichkeiten und Meßaufbau- Empfehlungen... ich
denke, da ist viel Luft zwischen diesen Geräten und dem Nano.
Als gutes Amateurgerät leistet der Nano sicher beste Dienste.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß der Nano im professionellen Bereich
die spezialisierten Geräte ablöst.
Mohandes H. schrieb:> Ich schließe aus den Fakten daß Josef ein aufgeschlossener Mensch ist> und sein geistiger Horizont über 30 MHz hinaus geht.
Aha- dann sind Zeno und Edi "nicht aufgeschlossene Menschen, deren
geistiger Horizont nicht über 30 MHz hinausgeht" ???
Was soll das ? WESSEN Horizont ist hier beschränkt ?
Ich habe die Mehrzahl an Radios mit UKW, und auch (terrestrisches)
Fernsehen war/ ist mein Gebiet. Meine Meßequipment kann diese
Frequenzen. Mein Uralt- Wobbler war bis 1990 bei RFT im Einsatz, für die
Regenerierung von VHF- und UHF- Tuener- Baugruppen, also bis 800 MHz.
Die Wobbelkurven, die ich einstellte, gehen bis 50 MHz.
Was auch schon weit über die Erfordernis hinaus geht.
Mohandes H. schrieb:> Für mich bleibt eine Frage: wieso hat Josef einen KW-Durchschlag bei> seinem Detektor mit angezapfter Spule und Edi nicht? (Vielleicht sollte> ich doch mal wieder im Detektor-Thread nachlesen).
ICH (Edi) habe doch auch einen KW- Durchschlag, sowohl mit angezapfter
Spule, als auch mit nichttangezapfter Spule, und sogar mit der Uralt-
Original Spule "Do X" !
(Stimmt, die meisten Sachen stehen im Detektor- beitragsfolge).
Phasenschieber S. schrieb:> Ich bin sicher der Älteste hier in diesem Thread, aber nicht so> versteinert wie so mancher andere Poster hier.
Ich denke, die, die mit die "Versteinerten" gemeint sind, haben aber die
Erfahrung, und daß man von korrekten Meßmethoden nicht abgeht, weil sie
korrekte Ergebnisse liefern,
> Meine alten Messgeräte habe ich leider schon versenkt, das "leider"> nicht wegen der Messmöglichkeiten, sondern aus Nostalgiegründen.>> Daß Leute an ihrem alten Kram hängen, ist durchaus zu verstehen, mache> ich ja auch, aber wenn es um Erkenntnisgewinne in der modernen> Elektronik geht, da habe ich schon lange umgeschwenkt auf ebenso moderne> Messmittel.
Für moderne Anwendungen -hohe Frequenzen über den kallsischen Rundfunk-
und Fernsehbereichen- ist moderne3s Equipment natürlich Mittel der Wahl-
das ist absolut logisch.
Aber Messen mit historischen Geräten, die einwandfrei funktionieren,
bedeutet nicht "an altem Kram hängen".
Und moderne Gerätschaften, die weit höhere Frequenzen verwenden, sollte
man beherrschen, richtig anwenden, und deren Ergebnisse richtig
interpretieren.
Ein KW- Durchschlag unter bestimmten Bedingungen hat seinen Grund, die
muß man in den vorliegenden Berichten, aus den Fakten, erkennen, und
dementsprechend Meßaufbauten -meinetwegen auch Simulationen- erstellen.
> Dieser Thread ist für mich hochinteressant, denn er (Josef) bestätigt> einfach nur das, was ich in all den Jahren an praktischer Erfahrung> gesammelt habe.
Welche ???
Und: Haben Sie auch einen Detektor- Aufbau ?
Hier sind ja nun schon 4 Geräte "im Rennen", 3 mit recht umfangreichen
Messungen.
Die gezeigten "Nebenresonanzen" und "Dämpfungspole" kann ich nicht
können 2 Mitschreiber nicht bestätigen, jedenfalls nicht in sinnvollen
Meßbereichen.
Die Verwendung noch höherer Frequenzgrenzen ist für mich.... Blödsinn,
weil sie noch zusätlich "Probleme" aufzeigt, die es... gar nicht gibt.
Ich denke, die generelle Behauptung betreffs "Nebenresonanzen" kann man
ad acta legen.
Daß bestimmte Bedingungen und Aufbauten solche zeigen, ist MEINE
Erfahrung.
Lesen Sie nochmal die Faktenliste- und ziehen Sie eine Schlußfolgerung-
natürlich ist das eine Vermutung, klar- ob sie richtig ist, kann man in
weiteren Messungen klären.
Edi M. schrieb:> Aha- dann sind Zeno und Edi "nicht aufgeschlossene Menschen, deren> geistiger Horizont nicht über 30 MHz hinausgeht" ???
So kann man das nicht sehen.
ich meine, dass der Horizont eher so bei 5 MHz endet.
Sonst hätte man ja nicht stolz wie Bolle über den Empfang von Ö1 auf dem
Mittelwelle Detektorempfänger berichtet, der "wie Dampflok" reinkam. Und
das obwohl in Österreich kein Mittelwellensender mehr in Betrieb ist und
ohne zu raffen, dass man mangels Weitabselektion einen KW-Sender auf
6MHz empfängt.
Edi M. schrieb:> ie Verwendung noch höherer Frequenzgrenzen ist für mich.... Blödsinn,> weil sie noch zusätlich "Probleme" aufzeigt, die es... gar nicht gibt.
Wenn man halt nur einen Hammer kennt, sieht der Rest der Welt wie ein
Nagel aus.
Edi M. schrieb:> Ich rufe mal dazu auf, das Herumreiten auf alten oder neuen Meßequipment> sein zu lassen- bei vernünftiger Verwendung werden alle Geräte in> gleichen Bereichen das Gleiche anzeigen,
Tolle Idee
Edi M. schrieb:> Und- ob man NanoVNA als hochwertiges Meßequipment bezeichnen kann, ist> auch noch die Frage- es gibt für den gleichen Zweck ja nun>spezialisierte Geräte, sowohl Zenos und meine
Ähhhm, ja was jetzt?
Schon vergessen zu was im Satz vorher aufgerufen wurde?
...und ich dachte, es geht hier um die Interpretation von Meßergebnissen
des NanoVNA, siehe Topic: "Kann man einen Parallelschwingkreis mit einem
nanoVNA ausmessen und die Ergebnisse nachvollziehen?"
Edi M. schrieb:> Und: Haben Sie auch einen Detektor- Aufbau ?> Hier sind ja nun schon 4 Geräte "im Rennen", 3 mit recht umfangreichen> Messungen.
Daß Edi jetzt auch wieder eine zweite Bühne für seinen Detektor-Auftritt
hijackt, zeugt davon, daß er sich für das Zentrum der Milchstraße hält.
Der Focus dieses Threads liegt dem Topic nach auf "Meßergebnisse des
NanoVNA" und nicht auf Detektorempfänger á la Edi.
Edi M. schrieb:> Ich denke, die, die mit die "Versteinerten" gemeint sind, haben aber die> Erfahrung, und daß man von korrekten Meßmethoden nicht abgeht, weil sie> korrekte Ergebnisse liefern,
Du lebst scheinbar von den Erfahrungen die du schon sehr lange Zeit
nichtmehr aufgefrischt hast, bist scheinbar mit deinen Geräten alt
geworden und unterstellst, daß andere diese Erfahrungen garnicht haben,
die hat nur Edi.
Laß dir gesagt sein, ich habe längere Erfahrung als du und habe selbige
der modernen Entwicklung angepasst, immerwieder, das hört nie
auf.....und was die Professionalität dieser NanoVNAs angeht, da kannst
du dein ganzes Eqipment dahinter verstecken und weil das so ist, habe
ich meinen alten Kram verschenkt.
Nur weil der Nano kleines Geld kostet, unterstellst du dem Ding
Untauglichkeit.....und kennst es nochnichteinmal.
Damit ist für mich die Diskussion mit Edi beendet.
Edi M. schrieb:> Zumal etliche Mitschreiber keines von den Geräten besitzen oder damit> umgehen können.
Dafür finde ich zumindest die Messungen sehr Interessant. Okay mir
persönlich gefällt auch die alte Technik besser aber das ist meine
persönliche Meinung.
Was mich aber auch noch Interessieren würde wären ein paar Messungen
eines mechanisches Filters. Falls dazu einer von euch was zeigen könnte
wäre das sehr nett.
Zeno schrieb:> Mohandes H. schrieb:>> So einen HF-Tastkopf werde ich mir mal basteln>> Bei Interesse könnte ich Dir mal die Schaltung von meinem Tastkopf für> den Wobbler zeigen. Könnte sein das ich da auch noch das PCB-Layout habe> oder sogar noch ne unbestückte Leiterplatte. Wenn Du Interesse hast> schaue ich mal nach.
Hallo Zeno,
ich weiß da Angebot war zwar nicht für mich aber daran wäre ich auch
Interessiert. Edi hatte dazu ja auch schon mal eine aussagen und
Anregungen in einem Anderen Thread gemacht. War auch sehr Interessant.
Gruß Detektorempfänger
Phasenschieber S. schrieb:> Laß dir gesagt sein, ich habe längere Erfahrung als du
Ganz sicher.
Im Stören, Trollen, usw.
Sieht man ja immer wieder- keine Beiträge von besonderer Relevanz
("Ausnahmen bestätigen die Regel"), kein Gerät, vielleicht auch nichts
von dem, was wir hier machen- nur substanzloses Geseire.
Hebdo schrieb:> Edi M. schrieb:>> Aha- dann sind Zeno und Edi ...> .... wie Statler und Waldorf aus der Muppet Show
Schon taucht der zweite Störer/ Troll aus, wie nicht anders zu erwarten.
Wenn nicht sogar eine Person, dann mit ziemlicher Sicherheit die
Sockenpuppe(n) von unter anderem Aliasen bekannten "Experten".
Und wenn diese dann auch noch in höherem Alter sind... traurig.
@Phasenschieber hat ja angeblich "längere Erfahrungen" als ich, da meine
nun schon sehr lange zurückliegen, liegt die Vermutung einer
Alterskrankheit nahe.
@Phasenschieber, @Hebdo sind für mich ein Fall für betreutes Wohnen und
einen guten Neuropsychiater, bitte ohne Internet.
Edi M. schrieb:> Aha- dann sind Zeno und Edi "nicht aufgeschlossene Menschen, deren> geistiger Horizont nicht über 30 MHz hinausgeht" ???> Was soll das ? WESSEN Horizont ist hier beschränkt ?
Nein Edi, da habe ich niemanden speziellen gemeint! Auch nicht Edi.
Natürlich war das eine kleine Spitze, auf alle, die ihren geistiger
Horizont unnötigerweise etwas flach halten. Wenn sich jemand
angesprochen fühlt, nun ja. Und sogar Edi hat ja inzwischen eingeräumt,
daß der Nano VNA so schlecht nicht ist.
Ich selber stehe ja auch auf alte Geräte. Mein 40 Jahre altes analoges
20MHz-Hameg würde ich nicht hergeben wollen.
Und generell: das tut dem (eigentlich schönen) Thread nicht gut, wenn
ständig dieselben Argumente wiederholt werden. Damit meine ich sowohl
diejenigen, die permanent auf ihrer Oldtimer-Technik herumreiten, als
auch diejenigen, die z.B. Zeno und Edi dauernd Rückständigkeit
vorwerfen. Ist alles gesagt, muß man nicht leierkastenmäßig wiederholen.
Oder, wie Josef treffend sagte: "der Blinker ist gesetzt" ... willkommen
in der Endlosschleife.
Man kann ja einfach mal eine abweichende Meinung so stehen lassen, wie
absurd sie auch erscheinen mag.
Detektorempfänger schrieb:> Hallo Zeno,> ich weiß da Angebot war zwar nicht für mich aber daran wäre ich auch> Interessiert.
Zeno, an deinem Tastkopf bin ich natürlich auch interessiert. Zwar gibt
es im Netz genügend Pläne aber das von jemandem zu hören der damit
selber Erfahrungen hat ist natürlich besser.
Ich suche einen (möglichst einfach aufgebauten) Tastkopf, passiv oder
aktiv (evtl. mit JFET).
Edi M. schrieb:> ein Fall für betreutes Wohnen und einen guten Neuropsychiater ...
Aber Edi - das ist aber auch weit unter Niveau! Wer so austeilt, der muß
sich nicht wundern und auch selber einiges einstecken können.
Wäre doch schade, wenn der Thread der so schön begonnen hat plötzlich
ins uferlose abdriftet.
Phasenschieber S. schrieb:> Nur weil der Nano kleines Geld kostet, unterstellst du dem Ding> Untauglichkeit.....und kennst es nochnichteinmal.
Hat er eigentlich nicht so direkt gesagt. Im ersten Absatz hat er ja
geschrieben, das es mit allen Geräten, inkl. Nano, möglich ist solche
Messungen zu machen. Natürlich unter der Voraussetzung eines geeigneten
Messaufbaus und einer sinnvollen Einstellung der Messparameter. Dies
trifft allerdings auf jegliches Equipment zu, egal ob alt oder neu.
Allerdings denke ich auch das der Nano für den Amateurbereich durchaus
ein gutes und universelles Messgerät ist, aber eben nur dort. Im
professionellen Umfeld wird er wohl eher selten zum Einsatz kommen, da
haben wohl R&S, HP oder was es sonst so noch gibt die Nase wohl deutlich
weiter vorn. Den Preis den man für solche Geräte dann zahlen muß spielt
im professionellen Umfeld wohl eher eine untergeordnete Rolle.
Phasenschieber S. schrieb:> Laß dir gesagt sein, ich habe längere Erfahrung als du und habe selbige> der modernen Entwicklung angepasst
Schön für Dich, wenn die Weisheit des Alters so zum Tragen kommt.
Allerdings verwundert mich dann dieser Satz:
Phasenschieber S. schrieb:> und was die Professionalität dieser NanoVNAs angeht, da kannst> du dein ganzes Eqipment dahinter verstecken und weil das so ist, habe> ich meinen alten Kram verschenkt.
Die Weisheit des Alters sollte Dir sagen das man diesen Satz so
eigentlich nicht stehen lassen kann.
Der Nano ist kein Profigerät. Der ist nach wie vor immer noch ein sehr
gutes Amateurgerät, mit dem man wahrscheinlich, vernünftige Bedienung
vorausgesetzt, deutlich mehr machen kann als Edi mit seinem BWS1 oder
ich mit meinem alten Gerät. Dennoch ist die Frage ob man mit Kanonen auf
Spatzen schießen muß, wenn ein Karabiner vorhanden ist. Natürlich wird
sich heutzutage sehr wahrscheinlich keiner mehr so ein Gerät wie den
BWS1 oder meinen X1-48 kaufen. Für den X1-48 werden heutzutage ja immer
noch um die 400€ verlangt, also schon deutlich mehr als für einen Nano.
Nun ist der aufgerufene Preis natürlich kein Qualitätskriterium und ich
bin auch der Meinung das dies der X1-48 auch nicht mehr wert ist. Ich
würde mir sehr wahrscheinlich heute auch einen Nano kaufen, wenn ich
Bedarf an solchen Messungen hätte und mir kein geeignetes Messgerät zur
Verfügung stehen würde. Im Gegensatz zu Dir würde ich aber auch nicht
vorhandenes Equipment, was bei mir noch zudem äußerst selten zum Einsatz
kommt, weggeben und mir was Modernes kaufen, nur damit ich sagen kann,
ich bin mit meinem Gerätepark auf der Höhe der Zeit. Solange ich mit den
vorhandenen Geräten meine Messaufgaben erfüllen kann, wefrde ich die
definitiv nicht entsorgen. Die Geräte haben auch noch den Charme, das
man diese meist mit wenig Aufwand reparieren kann. Für den Nano oder
auch meinen Rigol sehe ich da eher schwarz, da bleibt wohl bei einem
Defekt nur die Entsorgung.
Die Verwendung betagten Equipments bedeutet auch nicht gleichzeitig das
man sich modernen Technologien verschließt. Es ist oftmals auch eine
Frage der Finanzen und in diesem Sinne wird wohl im Amateurbereich noch
lange Zeit eine Symbiose aus Alt und Neu vorherrschen.
Detektorempfänger schrieb:> Hallo Zeno,> ich weiß da Angebot war zwar nicht für mich aber daran wäre ich auch> Interessiert. Edi hatte dazu ja auch schon mal eine aussagen und> Anregungen in einem Anderen Thread gemacht. War auch sehr Interessant.
Ich schau nachher gleich mal nach und werde alles posten was ich dazu
habe.
Zeno schrieb:> Ich schau nachher gleich mal nach und werde alles posten was ich dazu> habe.
Danke Dir schon mal.
Mohandes H. schrieb:> Zwar gibt> es im Netz genügend Pläne aber das von jemandem zu hören der damit> selber Erfahrungen hat ist natürlich besser.
Ja das ist auch meine Meinung dazu.
Mohandes H. schrieb:> Ich selber stehe ja auch auf alte Geräte. Mein 40 Jahre altes analoges> 20MHz-Hameg würde ich nicht hergeben wollen.
Das schöne an solchen Geräte ist auch das man dafür alle Unterlagen
bekommt.
Meist sogar mit Schaltplänen, Stücklisten und Lehrbuchmäßigen Diagrammen
dazu.
Edi M. schrieb:> Und- ob man NanoVNA als hochwertiges Meßequipment bezeichnen kann, ist> auch noch die Frage- es gibt für den gleichen Zweck ja nun> spezialisierte Geräte, sowohl Zenos und meine, oder modernere, etwa> Spektrumanalysatoren von Rohde & Schwarz, alle Geräte mit umfangreichen> Zubehörteilen, Einstellmöglichkeiten und Meßaufbau- Empfehlungen... ich> denke, da ist viel Luft zwischen diesen Geräten und dem Nano.> Als gutes Amateurgerät leistet der Nano sicher beste Dienste.
Gerade weil der NanoVNA so eine taschengeldfreundliche Alternative ist,
ist es interessant zu sehen wie er sich im Vergleich zu einem HP 8753
oder R&S ZNA schlägt. Oder im skalaren Bereich im Vergleich zu
Spektrumanalyzer und Trackinggenerator oder Wobbler.
> Ich kann mir nicht vorstellen, daß der Nano im professionellen Bereich> die spezialisierten Geräte ablöst.
Einen Teil des Marktes wird er erobern, nicht jeder braucht
Spitzen-Messtechnik. Heutzutage sieht man auch Oszilloskope von Rigol,
Sigilent und ähnlichen Billigheimern in Industrielaboren, wo früher
Tektronix und Agilent die einzigen Alternativen waren. Für den
Softwerker, der nur STOP drückt und dann reinzoomt tun es die Chinesen
genauso gut. Da braucht man keine teuren Trigger-FPGAs.
Bzgl. des Schwingkreises: natürlich interessiert für die Primärfunktion
eines Mittelwellenempfängers der Frequenzbereich oberhalb einiger MHz
niemanden. Nun ist es aber so, dass unser Frequenzspektrum heutzutage
deutlich voller ist als in den '50ern. Damit werden auch parasitäre
Effekte interessant, und die liegen oft meilenweit außerhalb des
Nutzbandes. So kann ein in '50er Jahr Drahtigeltechnik aufgebautes Radio
durchaus Resonanzstellen im Bereich um 900 MHz haben. Wenn dann ein
Mobiltelefon auf dem Radio liegt, führt das zu hörbaren Störungen
("Brrz, br-t-t-t, brrz"), obwohl die Sendefrequenzen des Handys komplett
außerhalb des MW-Bereiches liegen. Eine VNA-Messung bis 1 GHz zeigt
warum verschiedene Radios unterschiedlich störfest sind, obwohl sie sich
am MW-Wobbler gleich verhalten.
EMV-Messungen, wie sie zur Marktzulassung einiger Gerätekategorien
vorgeschrieben sind, gehen heutzutage bis 6 GHz. Bei Automotive prüfen
wir mit Störfeldstärken bis 150 V/m in einem Meter Abstand. Um da
ausreichende Robustheit sicherzustellen muss man bei analogen
Schaltungsteilen auch die Funktion weit außerhalb des Betriebsbandes
betrachten.
Hallo Mohandes, Hallo Detektorempfänger;
hier erst mal der Schaltplan zu meinem Tastkopf. Schaltungstechnisch
nichts spektakuläres, rein passiv, aber er funktioniert bestens. Man kan
diesen Tastkopf natürlich noch mit einer Verstärkerstufe erweitern, aber
ich habe es bisher nicht gebraucht. Aber was nicht ist kann ja noch
werden.
Habe mal noch ein paar Fotos vom fertigen Tastkopf mit angehangen. Der
TK hat einen Außendurchmesser von 12mm. Die Spitze selbst ist eine
Stiftschraube (M3) mit einer einpreßten Hartmetallspitze, die federnd
gelagert in einer Messinghülse sitzt und so immer für guten Kontakt
sorgt. Die Schrabe mit der federnden Spitze habe ich so geschenkt
bekommen. Die in Schraube eingepresste Prüfspitze könnte so etwas
https://www.conrad.de/de/p/ptr-1015-b-0-7n-au-0-75-praezisionspruefstift-737124.html
sein.
Ich habe mir dann noch einen Zusatzadapter aus Messing gedreh, so daß
ich an Stelle der Spitze auch ein Laborkabel anstecken könnte. Ein
Bananenstecker mit M3 Gewinde wäre auch noch eine Idee, dann kann man
verschiedene Prüfklemmen aufstecken - werde nachher gleich mal in die
Werkstatt gehen und mir so einen Bananenstecker herstellen (ich
berichte). Fotos vom fertigen TK habe ich auch mal angehangen.
Das Bild vom Innenleben ist leider sehr unscharf, da habe ich irgenwie
gepennt. Bis auf die Dioden habe ich ausschließlich SMD-Bauelemte
genommen, da es so von der Leiterplatte so vorgesehen war und diese
zudem noch bessere HF-Eigenschaften haben. Bei den Dioden wollte ich
unbedingt Germaniumdioden verwenden, die ich natürlich nicht als SMD
habe. Man erkennt sie recht gut - die 2 Glasgehäuse zuoberst.
Ein Foto von einer Messung mit dem TK habe ich auch noch mit dran
gehangen. Da wird ein 10,7MHz Keramikfilter vermessen - die rechte große
Marke ist 11MHz. Das die 10,7 nicht ganz so genau getroffen sind wird
wohl daran liegen das das gemessene Filter seinerzeit als Bastlerware
verkauft wurde.
Zeno schrieb:> Phasenschieber S. schrieb:>> Nur weil der Nano kleines Geld kostet, unterstellst du dem Ding>> Untauglichkeit.....und kennst es noch nicht einmal.> Hat er eigentlich nicht so direkt gesagt.
Nicht eigentlich- ich habe es dem Nano überhaupt keien Untauglichkeit
unterstellt !
Ich habe jedoch angezweifelt, ob genau die hier besprochenen Messungen
korrekt ausgeführt werden können- da ich das Gerät nicht kenne. Und auch
im Internet ist wenig über diesese Meßanwendung zu finden.
Mohandes H. schrieb:> Und sogar Edi hat ja inzwischen eingeräumt,> daß der Nano VNA so schlecht nicht ist.
Ich meine nicht, daß NanoVNA "nicht schlecht2 oder "gut" ist- die
Be3urteilung steht mir nicht zu.
EIn Mitschreiber hat bewiesen, daß man eine SWchwingkreismessung
durchführen kann, und die zu erwartenden Diagramme bekommt- Resonanz-
Messungen von Schwingkreisen gehen also damit.
Bemerkung dazu: Mit dem richtigen Meßaufbau und Einstellungen- wie bei
JEDEM Meßgerät.
Mohandes H. schrieb:> Edi M. schrieb:>> ein Fall für betreutes Wohnen und einen guten Neuropsychiater ...>> Aber Edi - das ist aber auch weit unter Niveau! Wer so austeilt, der muß> sich nicht wundern und auch selber einiges einstecken können.
Kann ich- und gebe das Echo zurück.
Nicht vergessen- das sind Mitschreiber, die nichts Relevantes beitragen,
außer Unwahrheiten und Geseire, welches ich dann so beantworte.
Vernünftige Schreiber steuern etwas bei, untersuchen selbst, bauen
selbst, solche Schlaumeier, auch wenn sie Kenntnisse haben, sind so
nötig wie ein Tumor.
Soul E. schrieb:> Bzgl. des Schwingkreises: natürlich interessiert für die Primärfunktion> eines Mittelwellenempfängers der Frequenzbereich oberhalb einiger MHz> niemanden. Nun ist es aber so, dass unser Frequenzspektrum heutzutage> deutlich voller ist als in den '50ern. Damit werden auch parasitäre> Effekte interessant, und die liegen oft meilenweit außerhalb des> Nutzbandes. So kann ein in '50er Jahr Drahtigeltechnik aufgebautes Radio> durchaus Resonanzstellen im Bereich um 900 MHz haben. Wenn dann ein> Mobiltelefon auf dem Radio liegt, führt das zu hörbaren Störungen> ("Brrz, br-t-t-t, brrz"), obwohl die Sendefrequenzen des Handys komplett> außerhalb des MW-Bereiches liegen. Eine VNA-Messung bis 1 GHz zeigt> warum verschiedene Radios unterschiedlich störfest sind, obwohl sie sich> am MW-Wobbler gleich verhalten.>> EMV-Messungen, wie sie zur Marktzulassung einiger Gerätekategorien> vorgeschrieben sind, gehen heutzutage bis 6 GHz.
Ich denke, die Messung solcher Extremparameter ging hier an
Notwendigkeiten vorbei. Es ging Josef um die Klärung des KURZWELLEN-
EINSCHLAGS.
Daß ein historisches Röhrenradio auf Mobiltelefon- Störungen reagiert,
wenn man dieses neben oder auf dem Radio plaziert- ist nicht neu.
Das tun aber auch die meisten modernen Radios und Fernseher im
Nahbereich.
Selbst mein alter Großsuper reagiert nicht auf Mobiltelefone ab etlichen
Metern Entfernung !
Das ist auch schon reine Physik, Abnahme der Leistung pro
Entfernungseinheit, und dann hat ein Superhet ja nun etliche
Selektionsmittel- es wäre blödsinnig, "heutzutage bis 6 GHz" zu messen,
wenn das nicht nötig ist !
Geräte, die das aufgrund heutiger Vorschriften nötig haben, müssen das
eben tun.
Und übrigens kann ich bis fast 1 GHz messen- das gibt mein historischer
Wobbler sogar her (geeicht und Frequenzmarken bis 800 MHz)
Mohandes H. schrieb:> Ich suche einen (möglichst einfach aufgebauten) Tastkopf, passiv oder> aktiv (evtl. mit JFET).
Wenn Sie sowas suchen- ich habe etliche, und brauche nur wenige.
In der Beitragsfolge über Tastköpfe hat ein Mitleser einen Tastkopf
nachgebaut.
Zeno schrieb:> Fotos vom fertigen TK habe ich auch mal angehangen.
Sieht gut aus falls Du damit mal eine klein Serie machst würde ich auch
ein oder zwei abnehmen. Schon mal wegen der Gehäuse von Dir, das wäre
nicht so mein Ding die herzustellen.Da fehlt mir auch das nötige
Werkzeug zu.
Schön zu sehen dass es manche Annäherungen gibt. Mit Sicherheit ist das
nanoVNA keine Spitzentechnik, sber die braucht man als Amateur
eigentlich nicht. Die Messgenauigkeit ist geringer, die Stabilität, der
Dynamikbereich, der Frequenzumfang ist nach unten und oben durch Tricks
vergrößert, usw. - aber im Preis niedriger als ein gebrauchtes defektes
Profigerät.
Detektorempfänger schrieb:> Mohandes H. schrieb:>> Ich selber stehe ja auch auf alte Geräte. Mein 40 Jahre altes analoges>> 20MHz-Hameg würde ich nicht hergeben wollen.
Stimme ich voll zu! Solange mein ebenso altes Zweikanal-60MHz von Hameg
läuft, kaufe ich kein digitales. 60MHz reichen mir allemal. Neulich war
ein Elko geplatzt, da wurde mit hier bei µC auch geholfen.
Detektorempfänger schrieb:> Was mich aber auch noch Interessieren würde wären ein paar Messungen> eines mechanisches Filters.
Ich habe leider keine mechanischen Filter - wären auch Keramik- oder
Quarzfilter für dich von Interesse?
Und:
Ich habe heute bei meiner 13m-Langdrahtantenne den Blumendraht durch
eine Ader Lautsprecherkabel getauscht, sieht jetzt aus wie
Plastikwäscheleine. Ich werde sie nochmal vermessen und das in die
Detektor-Beitragsfolge reinstellen. Für die Modellierung der Antenne
verfolge ich eine neue Idee - leider lässt sie sich nicht nachbauen. Ich
habe ein Element der Ersatzschaltung durch das ersetzt, was es
eigentlich ist: eine Leitung! Damit bekommt man die Resonanzen hin
(Lambda/x), allerdings nur mit Daten, wie sie keines der abgespeicherten
Koaxkabelmodelle aufweist. Was klar ist, denn bei einem einfachen Stück
Draht ist ja die Erde die 2. Elektrode außenrum, also nicht 50/60/75
Ohm. Leider sind es 7 Parameter die anzupassen sind, das ist zu Fuß
nicht so einfach.
Um zum Thema zu kommen: Josef hat ja den KW- Durchschlag bemängelt, was
ja die Meß- und Simulationsorgien auslöste. Und diese Beitragsfolge, das
schreibt Josef ja auch selbst.
Josef hat eine angezapfte Spule in Verwendung, eine Antenne, die als
Behelfsantenne bezeichnet werden kann, und ich denke, sie ist zu kurz,
und resonant auf den KW- Rundfunkbändern.
Dazu liefert er auch ein Meßdiagramm einer Antenne dieser Länge, welches
diese Resonanzen zeigt.
Den KW- Einschlag habe ich mit dem selben Gerät an einem Standort mit
passender Antenne 5m + 40 m Länge, 5m Höhe und bester Erde, nicht.
An einem anderem Standort, mit Behelfsantenne 25m, 1-2 m Höhe, die
ebenfalls zu kurz ist, und nach Gegenprüfung mit einem Großsuper
offensichtliech ebenfalls auf den KW- Bändern resonant ist, sowie
lagebedingt sehr schlechtem Mittelwellenempfang, habe ich die KW-
Durchschläge ebenfalls.
Und zwar MIT und OHNE Anzapfung der Spule.
Ich nehme an, daß die BEDINGUNGEN UM DAS EMPFANGSGERÄT diesen Störeffekt
verursachen.
Keine MW, nur ein Schwingkreis, der zwar resonant auf z. B. 1 MHz ist,
aber sonst eine flache Linie zeigt, und dann KW- Durchschläge im 2-
stelligen mV- Bereich (muß ich noch verifizieren), da erscheint es mir
nicht unlogisch, daß dann KW- Sender zu hören sind- ein einzelner
Schwingkreis
reicht einfach nicht aus.
Zudem können natürlich auch die geschaltete Umgebing (Antenne, Erde),
sowie Beschaltungsmaßnahmen am Schwingkreis zu parasitären Kapazitäten
führen, die dann auch noch eine relevante Resonanz auf KW ergeben.
Ich werde mal einen anderen Test machen, eigentlich macht man das so
nicht- aber ich denke, es ist interessant :
1. Detektor MIT guter Antenne und Erde, und
2. MIT Behelfsantenne und schlechter Erde.
Und zwar mit dem Wobbler, im Bereich bis 30 MHz.
- Damit sind die Antennen selbst -nicht eine Ersatzschaltung- dabei.
Allerdings wird es Störeffekte geben, da die Antennen ja auch etwas
empfangen, da werde ich eine empfangsmäßig "ruhige Stunde" nutzen.
Außerdem strahle ich selbst ab, da ich die Antennen nicht in einem totem
Raum unterbringen kann- aber ich werde das kurz tun, und mit
geringstmöglichem Pegel.
Ich erwarte günstigstenfalls eine Durchlaßkurve, die die KW-
Durchschläge erklärt.
Weitere Vorschläge willkommen.
Josef L. schrieb:> Und:> Ich habe heute bei meiner 13m-Langdrahtantenne den Blumendraht durch> eine Ader Lautsprecherkabel getauscht, sieht jetzt aus wie> Plastikwäscheleine. Ich werde sie nochmal vermessen und das in die> Detektor-Beitragsfolge reinstellen.
Bitte die alte und die neue Version als Skizze, ich versuche sie im
Berechnungsprogramm 4NEC2 zu berechnen.
Zeno schrieb:> Allerdings denke ich auch das der Nano für den Amateurbereich durchaus> ein gutes und universelles Messgerät ist, aber eben nur dort. Im> professionellen Umfeld wird er wohl eher selten zum Einsatz kommen, da> haben wohl R&S, HP oder was es sonst so noch gibt die Nase wohl deutlich> weiter vorn. Den Preis den man für solche Geräte dann zahlen muß spielt> im professionellen Umfeld wohl eher eine untergeordnete Rolle.
Das sehe ich eben ganz anders.
Zu meiner Ausbildungszeit hatte man stationär einen umfangreichen
Meßgerätepark. Selbiger war ungeheuer schwer, jedes einzelne Gerät wog
soviel, daß man es kaum bewegen konnte. Deshalb mussten alle Prüflinge
ins Labor geschafft werden.
Mit heutiger Messtechnik bist du mobil, kannst du vor Ort deine
Messungen anstellen, musst nicht den Prüfling ins Labor schleppen.
Das betrifft nichtnur den Nano.
Natürlich haben solche Boliden wie R&S auch heute noch ihre Berechtigung
und sind nichtnur im Preis weit oberhalb des Nano angesiedelt.
Für jedes Gerät gibt es eben ein eigenes Einsatzgebiet.
Sie konkurrieren deshalb auch nicht miteinander.
Wenn ich jedoch ein Uraltgerät mit dem Nano vergleiche, dann kannst du
das Uralt-Gerät am besten gleich wieder wegpacken.
Nebenbei: Der von dir gezeigte Tastkopf liegt bei mir noch rum, seit
geschätzten 50Jahren.
Ich habe den hautsächlich zur Abstimmung meiner Senderstufen benutzt,
Multimeter dran zur Maximumanzeige. Dazu braucht man nochnichteinmal die
Masse anzuschliessen.
Josef L. schrieb:> Ich habe leider keine mechanischen Filter - wären auch Keramik- oder> Quarzfilter für dich von Interesse?
Ja auf jeden Fall würde mich auch noch Messungen mit Quarzfiltern
Interessieren. Schön wäre da dann auch natürlich wenn auch noch andere
dies tun könnten. Damit man da auch den Vergleich dann hätte.
Edi M. schrieb:> Weitere Vorschläge willkommen.
Wenn ich meine Meßanordnung auf deine Geräte umstelle, wäre das so: Du
verbindest Frequenzgenerator mit Sichtgerät, je nach Wunsch über einen
kleinen Kondensator oder großen Widerstand (wenn der Generator
niederohmig ist), erdest das Meßgerät mit dem für den Empfänger
verwendeten Erdanschluss und hängst die Antenne direkt an den
Meßeingang. Ich denke das nennt man "Fußpunktspeisung". Auf die Weise
kann man zumindest die Resonanzfrequenzen bekommen, durch Umrechnen auch
die Impedanzkurve.
Günter Lenz schrieb:> Die Funktionieren nur richtig wenn sie an Ein- und Ausgang> mit der richtigen Impedanz abgeschlossen sind, so wie es> der Hersteller im Datenblatt geschrieben hat.
Danke für die Links zu dem Thema.
Hast zufällig auch was zum MF 200 - 0190 ist in dem Datenblatt leider
nicht mit bei.
Edi M. schrieb:> Bitte die alte und die neue Version als Skizze
Da hat sich nichts geändert, nur der Draht (alt: 0,5mm Blumendraht, also
Eisen verzinkt, mit Plastikumhüllung 1mm Durchmesser) ist jetzt 1 Ader
Lautsprecherkabel, PVC-Umhüllung 2.1 mm Durchmesser, innen Kupferlitze
mit 1.5mm² Querschnittsfläche, also auch etwa 1.4-1.5 mm Durchmesser.
Länge ca. 13 m und etwa 1.5 m Zuleitung am Fenster / innen.
In der Skizze die gelbe Linie: Vom Ende der Garage in 2.5 m Höhe zum
Fenster in 3.5 m Höhe, mittlere Höhe etwa 2.7 m, Hauswand bis in ca 9 m
Höhe, Garage rechtwinklig dazu, Kabel beginnt an Oberkante (isoliert
natürlich).
Geplant, aber noch nicht realisiert die grüne Linie, 10 m Länge,
zusätzlich aber rechtwinklig zur bisherigen, fängt auch in 2.5 m Höhe
an, aber es ist ein Strauch dazwischen an dieser Garage.
Detektorempfänger schrieb:> Sieht gut aus falls Du damit mal eine klein Serie machst würde ich auch> ein oder zwei abnehmen. Schon mal wegen der Gehäuse von Dir, das wäre> nicht so mein Ding die herzustellen.Da fehlt mir auch das nötige> Werkzeug zu.
Das Gehäuse habe ich auch nicht selbst gemacht, das wurde mir auch
geschenkt. Das ist eigentlich nur ein Stück 12'er Alurohr aus dem
Baumarkt. Lediglich die Plastestopfen sind gedreht, aber diesmal nicht
von mir. Die könnte ich Dir aber bei Bedarf gegen aufgerundetes Porto
drehen. Material hätte ich da.
Nach der Leiterplatte habe ich noch mal geschaut da habe ich leider nix
mehr da. Die war ebenfalls fertig. Wenn es nicht heute sein muß könnte
ich aber eine entwerfen und Dir zu kommen lassen. Die Gerberdaten würde
ich mit beilegen, dann kannst Du die z.B. bei JLCPCB fertigen lassen -
kostet nicht die Welt. Ich würde es wahrscheilich freitragen
zusammenlöten, das geht auch mit SMD Bauelementen. Ich meine es gab dazu
sogar mal hier einen Thread.
Zeno schrieb:> Lediglich die Plastestopfen sind gedreht, aber diesmal nicht> von mir. Die könnte ich Dir aber bei Bedarf gegen aufgerundetes Porto> drehen. Material hätte ich da.
Das wäre nett von Dir da komme ich sicher auf Dich zurück, hat auch noch
viel Zeit habe Anfang September erst wieder Urlaub. Dann auch erst Zeit
dafür.
Josef L. schrieb:>Josef L. schrieb:> Wenn ich meine Meßanordnung auf deine Geräte umstelle, wäre das so: Du> verbindest Frequenzgenerator mit Sichtgerät, je nach Wunsch über einen> kleinen Kondensator oder großen Widerstand (wenn der Generator> niederohmig ist), erdest das Meßgerät mit dem für den Empfänger> verwendeten Erdanschluss und hängst die Antenne direkt an den> Meßeingang. Ich denke das nennt man "Fußpunktspeisung".
Nicht ganz.
So etwa: Antenne + Generator (über KLEINSTMÖGLICHEN Kondensator !) an
den Prüflingseingang (Detektorempfänger), Detektorempfänger- Ausgang an
Oszi oder Sichtgerät- Eingang.
Ich mache eine Skizze.
Das sollte dann eine Durchlaßkurve über den Frequenzbereich zeigen, der
die Antennen- Induktivitäten und -Kapazitäten mit einbezieht.
Schöne Kurven werden das nicht sein, vermute ich.
Könnten aber etwas Klarheit in die Sache bringen.
> Auf die Weise kann man zumindest die Resonanzfrequenzen bekommen,> durch Umrechnen auch die Impedanzkurve.
Mal sehen, wie es aussieht.
Alle Einflüsse kann man nicht nachvollziehen, die Umgebung der Antenne,
EInföüsse auf die elektrischen Eigenschaften, deren
Empfangseigenschaften infolge Abschattung durch den Hügel und Refexionen
der Wolkenschichten, die vllt. die KW- Sender wie mit einem Spiegel
genau auf den Empfangsort projizieren, u. v. m.
Ich erwarte aber auch keine extrem hohen Resonanzen auf KW- die
störenden Sender kommen auf dem Großsuper gegenüber allen anderen
Sendern auf KW sehr stark hier an- ich schätze (ich werde es noch
versuchen, zu bewerten) im 2- stelligen mV- Bereich an.
Ein Detektorempfänger an einer Antenne, deren Lämge gute KW-
Eigenschaften erwarten läßt, Sender mit hohen Feldstärken, der Empfänger
nur 1 Schwingkreis, ohne weitere Selektionshilfen... ist da einfach
überfordert.
Da muß nicht mal die Spule eine KW- Resonanz durch parasitäre
Kapazitäten haben- es ist einfach zuviel Pegel- es ist ja auch keine
Abstimmung der einschlagenden Sender möglich, wenn mehrere gleichzeitig
zu hören sind.
Wie geschrieben, so sehe ICH das, mal sehen, was die Messungen ergeben.
Phasenschieber S. schrieb:> Mit heutiger Messtechnik bist du mobil, kannst du vor Ort deine> Messungen anstellen, musst nicht den Prüfling ins Labor schleppen.> Das betrifft nichtnur den Nano.
Ich bin i.d.R immer in meinem "Labor" und da ist es kein Problem auf
installierte stationäre Technik zurück zu greifen.
Ich muß weder einen Schwingkreis noch ein Bandfilter mobil messen, das
mache ich alles an meinem Bastelplatz.
Das einzige was ich mir vorstellen könnte in dieser Hinsicht mobil
messen zu müssen ist vielleicht eine Antenne bei irgendwelchen Contesten
in der freien Natur, aber da ich kein FA bin entfällt auch das. In
diesem Sinne bin ich mit meinem alten Wobbler bestens bedient. Wenn ich
mal mobil was zu messen habe, dann kann ich das in aller Regel mit dem
Handmultimeter erledigen.
Ich habe sogar noch so einen Nachgebauten Wobbler, wie er seinerzeit mal
im FA vorgestellt wurde. Das Ding ist ja auch mit einem µC ausgestattet
und kann auch mehr als mein Wobbler. Wirklich eingesetzt habe ich das
Teil noch nie. Bis ich da alles verstöpselt und den PC (ja den brauch
ich bei dem Teil, es halt selbst keinen Bildschirm und wird auch mit
dder PC Software gesteuert) hochgefahen habe, mich wieder in die
PC-Software eingefuchst habe, ist die Messung mit X1-48 schon lange
fertig.
Wer so einen Nano oder ganz allgemein VNA braucht meinetwegen, ich
benötige so etwas eher nicht. Ich bin weder FA noch mache ich
ausgesprochen viel in Rundfunk-Fernsehtechnik. Ich habe andere Aufgaben
gebiete mit denen ich mich vorzugsweise beschäftige.
Phasenschieber S. schrieb:> Nebenbei: Der von dir gezeigte Tastkopf liegt bei mir noch rum, seit> geschätzten 50Jahren.
Na wenn Du den nicht brauchst, der Detektorempfänger würde sich
wahrscheinlich drüber freuen.
Detektorempfänger schrieb:> Hast zufällig auch was zum MF 200 - 0190 ist in dem Datenblatt leider> nicht mit bei.
Laß mir mal 1-2 Tage Zeit, ich meine das mal was in alten FA oder rfe
beschrieben war. Da muß ich mal mein Zeitschriftenarchiv durchwühlen.
Edi M. schrieb:> Wolkenschichten, die vllt. die KW- Sender wie mit einem Spiegel> genau auf den Empfangsort projizieren, u. v. m.
Der Pseudo-Experte und sein Antennen VooDoo in voller Fahrt.
Edi M. schrieb:> So etwa: Antenne + Generator (über KLEINSTMÖGLICHEN Kondensator !) an> den Prüflingseingang (Detektorempfänger), Detektorempfänger- Ausgang an> Oszi oder Sichtgerät- Eingang.
Das wäre der 2. Schritt bei mir. Ich bin ein gebranntes Kind und messe
erstmal die Dinge einzeln. Erst Antenne, dann Schwingkreis einzeln, dann
beides zusammen, dann mit Detektor dahinter. Sonst weiß man ja gar
nicht, von welchem Bauteil irgendwelche negativen Einflüsse kommen. Die
ANtenne kannst du wirklich einzeln messen, denn was an der von außen
zusätzlich ankommt, ist sicher 100x niedriger als was dein
Frequenzgenerator reinpumpt.
Zeno schrieb:> Detektorempfänger schrieb:>> Hast zufällig auch was zum MF 200 - 0190 ist in dem Datenblatt leider>> nicht mit bei.> Laß mir mal 1-2 Tage Zeit, ich meine das mal was in alten FA oder rfe> beschrieben war. Da muß ich mal mein Zeitschriftenarchiv durchwühlen.
Und wieder einmal Danke , falls Du von dem Typ ein oder zwei gebrauchen
kannst musst bescheid sagen. Sind noch nicht verbaut gewesen.
@von Josef L.
Wie Lang sind eigendlich die Meßkabel von deinem
nano bis zum Prüfling? Bei hohen Frequenzen werden
die dann selbst zum Schwingkreis wenn sie nicht
an beiden Enden mit 50 Ohm abgeschlossen sind.
Das erklärt vielleicht, daß du bei ganz hohen
Frequenzen Resonanzen siehst.
Noch ein Tip, man kann die parasitäre kapazitive
Kopplung von Koppelwicklung und Schwingkreis auch
unterbinden, indem man eine Schirmfolie zwischen
legt und die dann auf Masse legt. Die Folie
darf aber keine Kurzschlußwindung bilden, also
einmal rum und isolieren. Ein- und Auskopplung
trennen. Zum Beispiel Einkopplung an Anzapfung
und Auskopplung mit Koppelwiklung und Schirmfolie.
Dann gibt es noch die Möglichkeit die Ein- und
Auskopplung mit Kapazitive Spannungsteiler zu
machen. Am besten Ein- und Auskopplung mit je
einen Spannungsteiler. Damit kann man auch
Anpassen und Transformieren. Damit läst sich eine
niederohmige Quelle an den hohen Resonanzwiderstand
des Schwingkreises anpassen.
Danke Zeno für den Tipp mit dem Hf-Tastkopf. Eine Platine finde ich
unnötig bei den paar Bauteilen, das löte ich so zusammen (mit SMD wäre
eine Platine sinnvoll). Ich habe noch ein paar defekte Oszi-Tastköpfe,
das müßte da rein passen. Andere Ge-Dioden sollten auch gehen. Mal
schauen was die Bastelkiste so hergibt.
Noch mal zu Ein- und Auskopplung, man kann zum Beispiel
auch die Einkopplung mit kapazitiven Spannungsteiler
machen und die Auskopplung mit Koppelwicklung, oder
auch umgekehrt. Alle diese Beispiele findet man wenn
man sich mal Schaltpläne von Kurzwellenempfängern
anschaut. Einfach mal ausprobieren was den größten
Erfolg hat.
Mohandes H. schrieb:> mit SMD wäre> eine Platine sinnvoll
Selbst die kann man ohne Platine prima zusammenlöten. R1 auf neflache
Unterlage legen und C2 direkt oben drauf legen, dann einseitig verlöten.
Dann R2 an der anderen Seite stumpf anstoßen lassen und alles 3
miteinander verlöten. So hast Du schon mal kompakten Block.
Man muß ja dazu nicht die allerkleinste SMD-Bauform nehmen. Das Ganze
auf einem Schnipsel Lochrasterplatte fixieren und den Rest dazu löten.
Zeno schrieb:> Ich bin i.d.R immer in meinem "Labor".....
Mit Verlaub, Zeno, dein ganzer Post stützt sich nur auf dich und deine
Bedürfnisse.
Was du nicht brauchst, sollen auch andere nicht benötigen.
Was für DICH wichtig ist, interessiert hier aber niemanden, ist nicht
Gegenstand der Diskussion hier.
Genau das ist der Punkt wo der Hund das Wasser lässt; das haben wir
schon immer so gemacht und war gut und wird deshalb auch für alle Zeit
gut sein.
Aaaaber, "Besser" ist der Feind des "Guten".
Ich habe deshalb alle meine Hebekranbeschwerer verschenkt, an jemanden
der damit seinen Einstieg in die Grundlagen der Elektronik begonnen hat,
das war eine gute Entscheidung.
Mittlerweile sieht mein Meßplatz ganz anders aus, DDS-Signalgeneratoren,
Digital-Speicher-Oszi, NanoVNA und anderes...
Aber das willst du ganz sicher nicht wahrhaben, passt nicht in dein
Weltbild.
Viele Grüße von einem "alten Mann".
Phasenschieber S. schrieb:> Mittlerweile sieht mein Meßplatz ganz anders aus, DDS-Signalgeneratoren,> Digital-Speicher-Oszi, NanoVNA und anderes...
Das anschaffen, und damit umgehen zu können, sind doch recht
verschiedene Sachen. Ich sehen nur eine große Kla..e
Phasenschieber S. schrieb:> Mit Verlaub, Zeno, dein ganzer Post stützt sich nur auf dich und deine> Bedürfnisse.> Was du nicht brauchst, sollen auch andere nicht benötigen.>> Was für DICH wichtig ist, interessiert hier aber niemanden, ist nicht> Gegenstand der Diskussion hier.
Phasenschieber schiebt nicht nur Phasen, sondern stört mit seinem
Gehabe, er hat viel mehr Erfahrung, usw.
Richtig relevante Beiträge, die hier etwas klären, kriegt er nicht auf
die Reihe, aber andere Schreiber hier anmachen, da ist er voll dabei.
Phasenschieber S. schrieb:> Viele Grüße von einem "alten Mann".
Ja, ab zum Onkel Doktor auf die Couch, und Tschüs.
Günter Lenz schrieb:> Noch mal zu Ein- und Auskopplung, man kann zum Beispiel> auch die Einkopplung mit kapazitiven Spannungsteiler> machen und die Auskopplung mit Koppelwicklung, oder> auch umgekehrt. Alle diese Beispiele findet man wenn> man sich mal Schaltpläne von Kurzwellenempfängern> anschaut. Einfach mal ausprobieren was den größten> Erfolg hat.
Guter Hinweis von einem Schreiber, der nicht so viel hier schreibt.
Kapazitive Spannungsteiler gab es auch in einem Meßgerät, der dafür
speziell gebaute Spannugsteiler- Drehkondensator wurde hier besprochen.
Solche Bauteile sind selten.
Übliche Spannungsteiler sind in der Regel R/C- Kombinationen- etwa
frequenzkompensierte Spannungsteiler im Oszillographen-Eingängen,
Generatoren haben afwendige Spannungsteiler, um die Impedanz in jedem
Frequenzbereich einzuhalten.
Phasenschieber S. schrieb:> Mit Verlaub, Zeno, dein ganzer Post stützt sich nur auf dich und deine> Bedürfnisse.
Deine Post's sind nicht viel besser. Du haust halt alle Alte weg weil es
halt das modernste sein muß und außerdem mußt Du ja auch noch mobil
sein, was natürlicvh mit 30kg nicht geht sehe ich doch ein.
Phasenschieber S. schrieb:> Was du nicht brauchst, sollen auch andere nicht benötigen.
Wo habe ich das bitteschön geschrieben. Ich missgönne doch niemanden
hier sein Equipment egal ob hornbeinalt oder supermodern - jeder sollte
für sich entscheiden was er benötigt. Du hast halt einen Nano, weil er
modern und zudem mobil ist - schön für Dich, Josef hat einen Nano weil
es eine kostengünstige Alternative zu teurem Profiequipment ist und er
ganz offensichtlich viele seiner Messbedürfnisse abdeckt - auch gut. Ich
brauche so was normalerweise nicht, da ich dort wo üblicherweise der
Nano/VNA zum Einsatz kommen nicht unterwegs bin. Für das was ich an
Durchlaßkurven, Resonanzkurven etc. etc. zu messen habe ist mein X1-48
bei weitem ausreichend und ich hätte noch nicht einmal dieses Gerät,
wenn es nicht irgendwann mal vor meiner Tür gestanden hätte. Wenn ich es
nicht genommen hätte wäre es auf dem Schrott gelandet. Das ich mich
dafür irgendwann mal gegenüber solchen Typen wie Du einer zu sein
scheinst mal noch rechtfertigen muß, hätte ich mir da nicht träumen
lassen. Und auch wenn Du es gebetsmühlenartig immer wiederhohlst, ich
werde mein altes Equipment nicht entsorgen und durch modernes Zeugs
ersetzen noch werde ich mir einen Nano zu legen, jetzt zumindest nicht,
da ich keine Verwendung dafür habe. Ich hänge auch nicht an dem alten
Zeug es ist einfach da und erfüllt seinen Zweck und deckt derzeit alle
meine Messbedürfnisse mehr als ab.
Phasenschieber S. schrieb:> Genau das ist der Punkt wo der Hund das Wasser lässt; das haben wir> schon immer so gemacht und war gut und wird deshalb auch für alle Zeit> gut sein.
Das ist genauso ein Käse und das weist Du auch. Ich halte es für
unsinnig funktionierende Sache zu ersetzen nur weil sie alt sind, es
gibt auch noch andere schöne Dinge für die man sein Geld ausgeben kann.
Es ist übrigens nicht der Hund der das Wasser läßt, sondern der Elefant
- das nur mal so am Rande.
Phasenschieber S. schrieb:> Ich habe deshalb alle meine Hebekranbeschwerer verschenkt, an jemanden> der damit seinen Einstieg in die Grundlagen der Elektronik begonnen hat,> das war eine gute Entscheidung.
Na ist doch gut wenn Du damit glücklich bist. Ich gönne es Dir.
Phasenschieber S. schrieb:> Mittlerweile sieht mein Meßplatz ganz anders aus, DDS-Signalgeneratoren,> Digital-Speicher-Oszi, NanoVNA und anderes...
Auch schön für Dich. Das einzige aus dieser Reihe was ich habe ist ein
digitaler Speicheroszi. Ja der kann unheimlich viel und zur
Signalanalyse nehme ich den auch ganz gern, aber das Tagesgeschäft
erledige ich meist mit einem alten DDR Oszi EO213. Klar der kann nur
10MHz, ist im Audiobereich aber völlig ausreichend. Selbst für viele
digitale Sachen, also so etwas wo es darauf ankommt nur zu wissen ob da
überhaupt was ist oder nicht, reicht der völlig. Wenn's mal deutlicher
über die 10MHz gehen soll dann nehme ich meinen C1-70 der kann bis
100MHz. Mit beiden Geräten habe ich die Messung schon erledigt, da habe
ich das DSO noch nicht mal für die Messaufgabe ordentlich eingestellt.
Wenn ich wissen will was über eine RS323 oder SPI Schnittstelle geht,
dann muß halt der DSO ran. Was ist an dieser Vorgehensweise so falsch?
Ich versuche für jede Messaufgabe das geeignete Messmittel zu benutzen,
wobei es völlig wurscht ist ob alt oder neu.
Phasenschieber S. schrieb:> Aber das willst du ganz sicher nicht wahrhaben, passt nicht in dein> Weltbild.
Du kannst gar nicht beurteilen was so alles in mein Weltbild passt.
Kleiner Nachtrag zu diesem Post
Beitrag "Re: Kann man einen Parallelschwingkreis mit einem nanoVNA ausmessen und die Ergebnisse nachvollziehe" von
mir. Habe noch von einem Büschelstecker den Steckkontakt gefunden, der
perfekt für einen Einschaubstecker für meinen Tastkopf geeignet ist.
Habe das Ding hinten abgedreht und ein 3'er Gewinde drauf geschnitten.
So hat der Stecker noch eine nützliche Verwendung und ich bin mir ganz
sicher das der noch viele Jahre bei mir seinen Dienst erfüllen wird,
auch wenn er heut schon mehr als 40 Jahre auf dem Buckel hat.
Bild habe ich mal für diejenigen die es interessiert mit anggehangen,
alle anderen mögen die Griffel still halten.
PS: @Edi, Sie sollten den Stecker kennen, den habe ich schon auf Ihren
Fotos gesehen - dort natürlich vollständig
Günter Lenz schrieb:> Wie Lang sind eigendlich die Meßkabel von deinem> nano bis zum Prüfling?
Also erstmal sind es in meinem Fall N-Stecker. Die sind selber gaz schön
voluminös. Dazwischen sind es 45 cm Kabel RG142 (5.3mm
Außendurchmesser), Gesamtlänge wohl gut 51 cm, je Kabel. Die Kalibration
erfolgt mit Kabel, gemessen wird dann alles zwischen den Kabelenden
inklusiver einer Verbindungsmuffe, die (von der Länge her) in etwa den
zwei von mir verwendeten Buchsen entspricht. Die EInflüsse bis zu den
Buchenanschlüssen sind daher rauskalibriert, was ich messe ist allein
das, was ich zwischen die 2 Buchsenenden schalte, und wenn das ein
Drahtstück ist, messe ich nichts anderes als dessen (vorhersehbare)
Indiktivität.
Zeno schrieb:> Es ist übrigens nicht der Hund der das Wasser läßt, sondern der Elefant> - das nur mal so am Rande.
Yep, endlich mal etwas dem ich zustimmen kann ;-)
....denn der Ertrag ist deutlich größer 😂
Günter Lenz schrieb:> man kann die parasitäre kapazitive> Kopplung von Koppelwicklung und Schwingkreis auch> unterbinden, indem man eine Schirmfolie zwischen> legt und die dann auf Masse legt.
Danke für den Tipp, das werde ich mal probiere
> Ein- und Auskopplung mit Kapazitive Spannungsteiler zu machen
Das wäre zumindest berechenbarer als Koppelspule mit x Windungen und ??
Induktivität sowie ??? Koppelfaktor zu Schwingsktreis- und ???? zu
anderer Koppelspule! Selbst wenn es auf dieselben Probleme hinausliefe:
Ich habe lieber 2 Parameter mit 10% Toleranz als 4 Parameter mit 50%
Toleranz!
So. Ers die Messungen der neu aufgespannten Antenne mit neuem Draht,
dann 2 1/2 Stunden Biergarten, und jetzt parallel zum Spiel
Ukraine:England die Schnellauswertung der MEssungen. Ich zeige einmal
den Frequenzbereich 0.1-5.5 MHz, und dann bis 36.1 MHz, und zwar einmal
mit der Antenne zwischen kapazitivem Spannungsteiler 2x 2.2pF, die
andere Messung zwischen 2x 10kΩ ohm'schem Spannungsteiler - allerdings
nur Kohleschichtwiderstände mit messbarer Induktivität. Aber wenn
kapazitiv gut ist, kann induktiv ja nicht per se schlecht sein, oder?
Dazu ist zu sagen, dass 2x 2.2pF (in Serie also 1.1pF) bei
0.1 MHz -89 dB
1.9 MHz -64 dB
5.5 MHz -54 dB
36.1 MHz -38 dB
haben, während 2x 10 kΩ konstant etwa 52 dB sein sollten. Da die 50:50
Spannungsteilung ausgehebelt ist, messen wir etwa 6 dB mehr, beim
10k-Spannungsteiler also -46 dB für alle Frequenzen, beim kapazitiven im
Breich 0.1-5,5 MHz einen Anstieg von -83 auf -48, bis 36 MHz auf -32 dB.
Egal welcher Spannungsteiler - die Kurven drunter ähneln sich, sind aber
nicht identisch! Warum? Weil bis etwa 14.5 MHz die Impedanz des
kapazitiven Spannungsteilers größer ist als 10 kΩ und zu niedrigeren
Frequenzen die Antennenimpedanz immer weniger belastet, darüber aber
kleiner ist als 10kΩ. Aus beiden lässt sich die tatsächliche
Antennenimpedanz aber gut berechnen, das werde ich morgen machen, und
dazu die Messungen wiederholen und als Datendateien abspeichern.
Die Messungen habe ich auch noch in einem höheren Frequenzbereich
weitergeführt - nur zu dem Zweck, um den Frequenzabstand der Maxima
genauer angeben zu können. Bis 350 MHz lassen sich tatsächlich 36 Minima
und Maxima zählen, bevor sie verflachen - aber niemand will eine
Langdrahtantenne für 350 MHz einsetzen. Aber vielleicht kann man damit
ihre Länge messen?
Zur Erläuterung nochmal - hab's leider vorher abgeschickt: in rot S21
der Messung mit Antenne und Erde, in türkisblau die Messung S21 ohne,
also nur mit Spannungsteiler zwischen Port 1+2.
Wer es nachmachen will und einen hochohmigen Messeingang (10k oder mehr)
hat, braucht keinen Spannungsteiler, sondern schließt den
Frequenzgenerator über einen "kleinen" Kondensator oder einen
10k-oder-mehr-Widerstand an den Meßeingang, und Antenne und Erde direkt
an den Meßeingang bzw. dessen Erdanschluss. In echt! So geht das!
Wie Marco gezeigt hat geht es auch komplett niederohmig mit
50-Ohm-Ein-und Ausgang, nur bleibt von zB 100kΩ dann nur noch -0.025Ω
übrig - klar, 50Ω sind 1/2000 von 100kΩ. Da kommt jetzt wirklich die
Genauigkeit des A/D-Wandlers ins Spiel, die Ausgabe ist bis 99999,
sprich wenn 50Ω 99999 (oder 100000) sind, dann sind 49.975 eben 99950,
also 50 weniger. Das sind die beiden Messwerte bei 50Ω-Messung. Messe
ich mit unendlichem Lastwiderstand, messe ich 1/2000 - das sind
100000/2000 = 50 Einheiten. Wenn beide Messarten dieselbe Toleranz haben
im A/D-Wandler-Ergebnis, hat Marco recht, und alle Messungen sind
gleichwertig, bzw. aus allen lässt sich dasselbe mit derselben
Genauigkeit ableiten, auch wenn die Messkurven völlig unterschiedlich
aussehen! Ob sich allerdings der Unterschied von 99950 zu 100000 genauso
leicht und genau messen lässt wie der von 0 zu 50, das könnte
entscheiden, welche Methode zu bevorzugen ist, auch wenn unendlicher
Lastwiderstand nicht erreichbar ist, und man mit "möglichst großem"
Lastwiderstand leben muss. Aber wir leben ja auch mit "kleinen"
Kapazitätswerten, und das nicht schlecht!
Danke, Josef, für die Antennenmessungen und die Skizze.
Urlaub ist zu Ende, gestern und heute nochmal schönstes Wetter. An
unserem Platz haben wir bei schönem Wetter jeden Abend traumhafte
Sonnenuntergänge. Sowas, und die Enkel... das lädt die Akkus für die
Arbeit wieder auf.
Ich bin gerade wieder nach Hause gekommen, und werde morgen noch schnell
einige Messungen machen.
Ich habe noch einen Stein mit Kristallen gefunden.... ich werde ihn mal
mit Elektroden am Schwingkreis testen, vielleicht ist er "Radio- aktiv".
Josef L. schrieb:> Aber wenn> kapazitiv gut ist, kann induktiv ja nicht per se schlecht sein, oder?
Außer das sich der Phasenwinkel ändert. Also bei Induktivitäten dann
halt ein positiver Winkel, bei Kapazitäten ein negativer Winkel. Ich
könnte mir vorstellen das das bei einem vektoriellen Messgerät durchaus
eine Rolle spielt. Evtl. sollte man das beim Kalibrieren
rauskalibrieren, d.h. man läßt erst mal den Prüfling weg und kalibriert
nur mit dem Spannungsteiler, sofern das so möglich ist. Das weist Du
aber besser als ich, denn Du bist hier der Nanospezialist. Und dann ist
da noch das frequenzabhängige Verhalten von Induktivitäten anders als
das von Kapazitäten. Bei Induktivitäten erhöht sich die Impedanz mit der
Frequenz linear, bei Kapazitäten sinkt sie allerdings nicht linear da
ist eine Hyperbel, die ab einem bestimmten Punkt (Frequenz) eine
Steigung nahe Null hat, d.h ab einer bestimmten Frequenz bleibt die
Impedanz annähern konstant.
Edi M. schrieb:> Ich habe noch einen Stein mit Kristallen gefunden.... ich werde ihn mal> mit Elektroden am Schwingkreis testen, vielleicht ist er "Radio- aktiv".
War der Stein in der daneben liegenden Kirsche? :-)
Edi M. schrieb:> Ich habe noch einen Stein mit Kristallen gefunden....
Edi, euer Platz ist wirklich traumhaft - schade für dich, dass es schon
wieder zu Ende ist. Ein sehr schöner Sonnenuntergang!
Mit dem Stein wirst du wohl kein Glück haben, leider, ich habe ähnliche
aus Rerik (bei Kühlungsborn), von vor 20 Jahren - siehe Bild, wir waren
dreimal da oben. Was da so schön glänzt ist Glimmer, die Steine sind
wohl Granit. Was aussieht wie Bernstein sind Feuersteine, das einzig
"echte" sind die "Hühnergötter" mit Loch - gibt's an den Seen auch
solche?
Noch mehr OT: Wir waren damals mit unserer Tochter (da war sie wohl 9)
im Freilichtmuseum Groß Raden - sehenswert! Da gab's auch einen Elch im
Wald...
Josef L. schrieb:> Mit dem Stein wirst du wohl kein Glück haben, leider, ich habe ähnliche> aus Rerik (bei Kühlungsborn), von vor 20 Jahren - siehe Bild, wir waren> dreimal da oben. Was da so schön glänzt ist Glimmer, die Steine sind> wohl Granit.
Ja, ist Granit, mit roten Kristallen drin. Ich denke auch, da wird
nichts passieren... aber vielleicht doch...
Einen Hühnergott habe ich auch gefunden.
Zeno schrieb:> Edi M. schrieb:>> Ich habe noch einen Stein mit Kristallen gefunden.... ich werde ihn mal>> mit Elektroden am Schwingkreis testen, vielleicht ist er "Radio- aktiv".> War der Stein in der daneben liegenden Kirsche? :-)
Das ist keine Kirsche, sondern eine... Schnecke.
Moin,
Ich habe eine totale O.T. Frage:
Gibt es bei Euch in der Gegend noch historische Trafohäuschen/Türme? Die
wären definitiv wert photographiert zu werden. Ich fand sie damals als
Kind immer so imposant und so zur ländlichen Landschaft gehörend. Da sie
schon lange nicht mehr benutzt werden hat man immer weniger Gelegenheit
zum bewundern. Es müßte ein Trafohäuschen-Buch geben um dieses
technische Kulturgut auf diese Weise zu erhalten. Ich hätte immer gerne
gewußt wie sie auch innen ausgestattet wurden und Design, Kühlung...
Haltet mich für sentimental, aber irgendwie vermisse ich sie. Beim
letzten Besuch in D/Ö in 2016 sah ich nur noch ein einziges. Wie war das
eigentlich übrigens damals in der DDR?
Bei uns sind es die ikonischen Getreidesilos die immer weniger werden.
Grüße,
Gerhard
Gerhard O. schrieb:> Bei uns sind es die ikonischen Getreidesilos die immer weniger werden.
Gerhard - auch wenn OT - ich mag das! In unserem Nachbar-Nachbarort
Prosselsheim gibt es noch ein weithin sichtbares Baywa-Getreidesilo (
https://de.wikipedia.org/wiki/BayWa ), siehe Google-Earth-Bild (49.8639N
10.1237E), bei uns in Würzburg ist das wohl im Hafen.
Bei uns im Ort steht auch noch ein Trafohäuschen am Ende des
Neubaugebietes "Triebweg" - wir haben hier nur 3D-Simulation von Google
Earth, ich kann aber mal hinfahren und selber fotografieren!
Josef L. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Bei uns sind es die ikonischen Getreidesilos die immer weniger werden.>> Gerhard - auch wenn OT - ich mag das! In unserem Nachbar-Nachbarort> Prosselsheim gibt es noch ein weithin sichtbares Baywa-Getreidesilo (> https://de.wikipedia.org/wiki/BayWa ), siehe Google-Earth-Bild (49.8639N> 10.1237E), bei uns in Würzburg ist das wohl im Hafen.
Interessanter Link. Danke.
>> Bei uns im Ort steht auch noch ein Trafohäuschen am Ende des> Neubaugebietes "Triebweg" - wir haben hier nur 3D-Simulation von Google> Earth, ich kann aber mal hinfahren und selber fotografieren!
Ja, das wäre nett. Danke. Es gibt schon noch Einiges über Google zu
finden. Wie ich jetzt mittlerweile gelesen habe, werden manche dieser
aufgegebenen Türme für den Tier Artenschutz "re-purposed" und erhalten.
In meinem Ort gibt es eins, modernerer Trafo, aber das Trafohaus uralt.
Bei uns gibt es noch jede Menge, manchmal sind noch die russsischen
Sprüche der Besatzungszeit drauf.
Edi M. schrieb:> In meinem Ort gibt es eins, modernerer Trafo, aber das Trafohaus> uralt.> Bei uns gibt es noch jede Menge, manchmal sind noch die russsischen> Sprüche der Besatzungszeit drauf.
Toll! Darf ich bei Gelegenheit um ein paar Bildchen betteln?
Für mich haben diese einen echten Charme.
Gerhard O. schrieb:> für den Tier Artenschutz "re-purposed" und erhalten.
Ich glaube wir machen morgen mal einen Spaziergang, ich habe noch einige
Trafohäuschen bei uns im Ort entdeckt. Das muss ich aber noch etwas
optimieren, sonst wären wir 8 km unterwegs, das grenzt schon am
Wanderung!
Josef L. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> für den Tier Artenschutz "re-purposed" und erhalten.>> Ich glaube wir machen morgen mal einen Spaziergang, ich habe noch einige> Trafohäuschen bei uns im Ort entdeckt. Das muss ich aber noch etwas> optimieren, sonst wären wir 8 km unterwegs, das grenzt schon am> Wanderung!
Ojeh, was habe ich da angefangen;-)
Aber interessieren würde es mich schon. Es sind halt diese Dinge die der
ländlichen Landschaft ihren Charakter aufdrücken. Genauso wie die alten
Pegelhäuschen. Das alles passt so schön in die Gegend.
Nachtrag:
Zwei interessante Bilder vom gestrigen Abendgewitter.
Mohandes H. schrieb:> So einen HF-Tastkopf werde ich mir mal basteln. Ist genauer und präziser> als das Oszilloskop. Muß ich noch ein wenig nachlesen, Ge- oder> Schottky-Dioden habe ich da und bis ein paar MHz würden mir reichen.
Bau dir lieber einen Aktivtastkopf mit einem JFET in der Eingangsstufe.
Schaltpläne gibts im Netz.
Damit kann man Eingangskapazitäten < 1pF und Widerstände von 10MOhm oder
mehr realisieren.
Wenn ihr mit Kreiskapazitäten von 150pF bei 1MHz rumspielt (X=1kOhm),
und Q=100, hat der Schwingkreis im Resonanzfall eine Impedanz von
100kOhm, und selbst durch den 1M Eingangswiderstand des Scopes ohne
Kabel wird die Güte um 10% reduziert.
Bei Diodentastköpfen ist die Belastung durch die Diode noch viel
grösser, und das Ding ist weder linear noch empfindlich. So etwas
braucht(e) man eher für das Voltmeter oder für Frequenzen, wo der Oszi
nicht mehr hinlangt.
Gerhard O. schrieb:> Toll! Darf ich bei Gelegenheit um ein paar Bildchen betteln?> Für mich haben diese einen echten Charme.
Ich habe die noch nicht auf Foto... werde welche machen, erinnern Sie
mich bitte, damit ich es nicht vom Radar verliere:
edi-mv(at)web(punkt)de
Edit: Ich bin eben mal raus, und habe unser Trafohäuschen geknipst, eine
Fotoserie,das Bild hier ist runterskaliert, die Original- Bilder sind
alle hochaufgelöst.
Das Trafohäuschen ist noch an den originalen Einspeiseungen der
Überlandleitungen, die Isolatoren sind auf der Rückseite. Vorn war die
Ausspeisung, die wurde entfernt, sowie auch die EInspeisungen an den
Häusern, von denen auch nur noch einer erhalten ist- wir haben Erdkabel
bekommen.
Das zweite Haus (Flagge davor) ist das Gemeindehaus, unten Kindergarten.
EIne Einspeisung in einem der ältesten Häuser, ein sehr sachönes Haus
mit einem teils verwilderten Garten, heute privat vermietetes
Ferienhaus, diese waren bis vor 14 Jahren noch in Betrieb
Die Antennenmessungen und Messungen von Gerät mit Antenne muß ich
verschieben, das schaffe ich heute nicht mehr, ich muß was an den
Fahrzeugen machen, damit ich weiter zur Arbeit fahren kann, das ist erst
mal wichtiger.
Hier für weitere Untersuchungen eine Korbspule, die auch schon seit 1968
bei mir herumoxydiert.
Die muß ich etwas aufarbeiten- die Bindfäden, welche die Korbwicklungen
fixieren, sind lose oder gerissen, die Textilumspinnung ist auch an
manchen Stellen beschädigt, ist aber kein Beinbruch- es ist
Kupferlackdraht drunter.
Das dürfte eine der Spulen mit geringer Wicklungskapazität sein.
Josef, das was Du da hast ist natürlich kein Bernstein - Bernstein ist
fast immer durchscheinend, sehr leicht, oft honigfarben. Und dann gibt
es ja noch den Test mit der elektrostatischen Anziehung. Oder leicht an
die Zähne klopfen, Bernstein ist weich. Ich habe eine ganze Handvoll,
alle gesammelt in meiner Jugend auf Laesø/Dänemark.
Zu den Trafohäuschen kann ich nichts beitragen. Aber bei Gerhards Worten
ist mir wieder aufgefallen, wie viele Dinge verschwunden sind. Die Welt
ändert sich. Bei uns z.B. gab es früher Unmengen an Zechen, die letzte
hat vor 2 Jahren dicht gemacht. Überhaupt ist der Ruhrpott sehr im
Wandel, früher war hier alles grau und die Luft war verpestet. Wandel
hat immer zwei Gesichter. Das Ruhrgebiet ist auch sehr grün geworden.
Die schönen Dampfloks, für mich einer der Höhepunkte des mechanischen
Zeitalters, sind auch lange verschwunden (gab noch einige als
Zechenbahnen).
Hp M. schrieb:> Aktivtastkopf mit einem JFET in der Eingangsstufe.
Hatte ich eh vor. Ich habe hier noch J111/112/113 von ONSemi und ein
paar BFxxx JFETs rumliegen. Die hatte ich letztes Jahr bestellt,
ursprünglich als Analogschalter für Gitarrenverstärker.
Deine Rechnung müßte man übrigens etwas korrigieren: natürlich nimmt man
für solche Messungen deinen 1:10-Tastkopf. Aber klar, ein JFET ist noch
viel hochohmiger und sehr kapazitätsarm im Eingang.
Oben hatte jemand geschrieben (oder verlinkt), daß Ein- & Auskopplung,
ob nun mit 5p oder 0,5p symmetrisch sein sollten. Gibt es dafür eine
Begründung?
Bei einem Nano VNA mit jeweils 50 Ohm geht das natürlich. Aber so wie
ich messe, Einkopplung 50 Ohm Frequenzgenerator und Auskopplung an
hochohmiges Oszilloskop, das ist ja von Haus aus unsymmetrisch.
Im Radiomuseum gibt es einen Betrag zum 'Exciter'. Das ist ein ganz
simpler emittergekoppelter Oszillator als Testbox, an den der
Schwingkreis und das Oszi angekoppelt werden. Der Schwingkreis übrigens
direkt, ohne Koppelelemente. Der Ausgang ein 3. Transistor als
Emitterfolger.
Mit dem emittergekoppelten Oszillator (auch unter 'Peltz-Oszillator'
bekannt), habe ich einige Experimente und Simulationen gemacht. Wichtig
ist, daß der Emitterwiderstand so hochohmig wie möglich gemacht wird um
Verzerrungen=Oberwellen zu vermeiden.
Ich muß das noch mal durchrechnen: kleinsignalmäßiger
Eingangswiderstand. Ein Transistor ist in Kollektorschaltung, der andere
in Basisschaltung.
Die Bilder sind klasse! Da ich mich nebenher auch so ein bischen mit
Wetter befasse und auch eine kleine private Wetterstation betreibe
könnte ich ob der schönen Bilder schon etwas neidisch werden.
Mohandes H. schrieb:> Die schönen Dampfloks, für mich einer der Höhepunkte des mechanischen> Zeitalters, sind auch lange verschwunden (gab noch einige als> Zechenbahnen).
Dann komm mal in den Harz, das Erzgebirge, Insel Rügen oder ins Zittauer
Gebirge da fahren noch Dampflokomotiven, teilweise sogar noch im
Regelfahrplan (Harzer Querbahn). Um Dresden (Lössnitzgrund) fahren auch
noch Dampfloks und in Dresden selbst die Weiße Flotte auf der Elbe, die
haben noch zwei Raddampfer mit Dampf - da kann man durch ein Glasdach in
den Maschinenraum sehen und die Maschine bei der Arbeit beobachten -
fand ich als Bub immer faszinierend.
Zeno, die Brockenbahn kenne ich. Absolut klasse! Schon alleine dafür
lohnt sich ein Besuch. Aber der Harz ist sowieso einer meiner liebsten
Orte in D.
Das sind ja 'nur' kleinere Loks. Als ich jung war, da fuhren schwere
Dampfloks, z.B. die Schnellzug-Lok Baureihe 01 mit weit über 100 to. und
über 2000 PS. Oder bei uns fuhr mehrmals am Tag die Kalkbahn vorbei. Bis
in die 70er mit schweren Dampfloks Baureihe 050-053. Ca. 1500 PS. Und
dann bei schweren Zügen zwei hintereinander, gelegentlich sogar eine
dritte am Ende.
Auf dem Rhein fahren auch noch Raddampfer. Einer der ältesten, die
'Goethe' fuhr auch noch unter Dampf. Bis dann irgendwelche Hornochsen
mit dem Rotstift ankamen und einen Dieselmotor einbauten. Die
Dampfmaschine steht jetzt im Museum, für mich eine tote Maschine.
Bei Dampfmaschinen versteht man die Technik dahinter alleine durch pures
Anschauen.
Sorry für off-topic ...
Mohandes H. schrieb:> Das sind ja 'nur' kleinere Loks.
Naja so klein sind die auch nicht. Im Personennahverkehr sind die früher
auch auf Normalspur gefahren - kann ich mich noch dran erinnern. Aber Du
hast schon recht so eine schwere Dampflok das war schon was.
Falls es Dich interessiert habe ich hier mal einen Link
(https://www.bahnnostalgie-deutschland.de/taegliche_fahrten/)raus
gesucht. Klick dort mal auf "Museumsbahnen". In Sachsen ist da
diesbezüglich noch allerhand los und da gibt es auch immer wieder mal
Fahrten auf Normalspur. Im Reichsbahnausbesserungswerk Meiningen gab es
ja lange Zeit noch eine 01 die 160Km/h geschafft hat, die wurde als die
schnellste noch betriebsfähige Dampflok beworben und wurde u.a. zur
Testung von neuen Wagen eingesetzt.
Hier mal ein schönes Video von einer Fahrt der 01
https://www.youtube.com/watch?v=yOE8Ul5bhlk. Ebenfalls in Meiningen
wurde die 18201 gebaut die sogar 180km/h schnell gewesen sein soll
(https://de.wikipedia.org/wiki/DR_18_201). Mit der Lok es definitiv noch
bis über das Jahr 2000 Fahrten.
Sehr schön finde ich auch dieses Video
https://www.youtube.com/watch?v=yOE8Ul5bhlk mit einer 58, die den Berg
hoch keucht.
War schon eine beindruckende Technik, die immer wieder schön anzusehen
ist.
Ja ich weis alles mehr als OT aber trotzdem schön und man kann ja auch
zwischendurch zur Entspannung über den Elektroniktellerrand hinaus
schauen.
Moin,
Gerade reingeschaut. Danke für Eurer "Engagement" und die schönen Bilder
(Edi) Dampfmaschinen haben auch ihre Faszination. Ich habe vor mir
irgendwann ein kleine Modelldampfmaschine zu bauen. Pläne und
Guß-Schwungradrohling habe ich. Als Kind sah ich in den sechzigern auch
in Ö noch Dampfloks in Betrieb. Wir haben in Alberta auch einige
Museumslinien für eihen Sonntagsausflug. War sehr schön, da mal
mitzufahren. Früher gab es in B.C. An der Westküste eine Dampflinie von
Vancouver/Squamish nach Whistler. Wurde leider in den 90ern eingestellt.
Habe ich leider versäumt. Die Sicht zum Pazifik hin und die Inseln ist
einfach traumhaft.
https://www.wcra.org/http://railroadglorydays.com/RoyalHudson/
Wieder zum Thema. Wenn ich sie wieder finde möchte ich ein Bild von
einer uralten Einsteckluftspule machen. Ich habe allerdings leider keine
Informationen darüber und man müsste ein paar Messungen machen.
Grüsse,
Gerhard
P.S. Zeit für Frühstück;-)
Gerhard O. schrieb:> Zwei interessante Bilder vom gestrigen Abendgewitter.
danke, sehr imposant. Bei uns war vor 2 Stunden auch Gewitter mit
Starkregen, aber kein Wasser im Keller; Antenne geerdet, zuvor habe ich
die Messungen nochmal wiederholt und als .s2p-Dateien abgespeichert.
Trafohäuschen habe ich daher auch nicht fotografiert, ich habe per
Google Earth unseren Ort nochmal inspiziert und bis jetzt 6 gefunden,
auf 1,5 Quadratkilometern.
@Mohandes:
> Oben hatte jemand geschrieben (oder verlinkt), daß Ein- & Auskopplung,> ob nun mit 5p oder 0,5p symmetrisch sein sollten.
Bei 2x 50 Ohm empfiehlt sich das, wenn hochohmige Meßobjekte gemessen
werden sollen. Wobei es sich vermutlich empfiehlt, den Frequenzbereich
einzuengen und nicht wie ich teils über 2 oder mehr Dekaden zu messen,
weil dann auch die Impedanz ebensoviele Dekaden überstreicht.
Wenn ein niederohmiger Generator, aber ein hochohmiger Meßeingang
vorhanden ist, braucht man auf der hochohmigen Seite keinen
Koppelkondensator.
Allerdings ist das alles - wie von einigen bereits bemerkt - immer noch
die "Denke" vom skalaren Meßgerät her, wo man nur die "Wobbelkurve" hat,
also den Betrag von S21. S11 dagegen, die Reflexion, kann man nicht
genau messen, weil man ja nur einen winzigen Teil der Generatorleistung
verwendet, den ganzen Rest wieder zurückschickt, und das eigentlich zu
messende S21 dadurch um den Faktor des Spannungsteilers verringert wird,
nur als Winzuge Abschwächung der 100% sichtbar wird.
Ich messe auch die Antenne nochmal ganz ohne Koppelglieder; die
Messungen heute waren mit 2x 10kΩ 5% Kohleschicht und auch mit 2x 562Ω
1% Metallfilm.
von Josef L. schrieb:
>Ich messe auch die Antenne nochmal ganz ohne Koppelglieder; die>Messungen heute waren mit 2x 10kΩ 5% Kohleschicht und auch mit 2x 562Ω>1% Metallfilm.
Wie sieht denn die Antenne aus, wie ist die aufgebaut?
Und was sind die Ergebnisse der Messung?
Antennenmessung:
https://www.youtube.com/watch?v=Mi2VsyzX56o
Hier ein Beispiel zu Filtermessung:
https://www.youtube.com/watch?v=BLVtIMTp1Uw&t=109s
Das ist ein Filter mit einer Impedanz von 50 Ohm
an Ein- und Ausgang. Ich würde mal sagen, ein
Filter mit anderen Impedanzen kannst du so ohne
Anpassmaßnahmen nicht messen. Da würden unsinnige
Ergebnisse bei rauskommen. Der NanoVNA will
50 Ohm an seinen Anschlüssen sehen.
Günter Lenz schrieb:> ein Filter mit anderen Impedanzen kannst du so ohne> Anpassmaßnahmen nicht messen. Da würden unsinnige> Ergebnisse bei rauskommen.
Zunächst ja - allerdings könnte man die S-Parameter auf andere
Impedanzen umrechnen.
Also z.B. ausrechnen, wie der Frequenzgang bei anderer Quellen- und
Lastimpedanz aussieht.
Die Frage ist ob der NanoVNA bei einem Filter das 2kOhm sehen will genau
genug misst, um am Ende nach der Umrechnung noch sinnvolle Ergebnisse zu
liefern.
Mohandes H. schrieb:> Ich muß das noch mal durchrechnen: kleinsignalmäßiger> Eingangswiderstand. Ein Transistor ist in Kollektorschaltung, der andere> in Basisschaltung.
Also praktisch die gleichen Verhältnisse, wie sie in der Eingansgstufe
eines Opamp herrschen.
Mohandes H. schrieb:> Bei Dampfmaschinen versteht man die Technik dahinter alleine durch pures> Anschauen.
Die Seifenfabrik Luhns in Wuppertal hatte in den 50ern auch noch zwei
schöne alte Dampfmaschinen, die Generatoren antrieben. Strom braucht man
ja immer, und die Abwärme werden sie zum Seife kochen genutzt haben.
Die Maschinen konnte man von der Straße einigermaßen gut sehen.
Als ich vor vllt 20 Jahren nochmal durch ein Fenster in den
Maschinenraum geschaut habe, war ein Maschinensatz demontiert, ich
glaube er ging an ein Museum, und die andere Maschine war schändlich
dreckig und mit Mörtelstaub bedeckt, und überall in der Halle lagen
Steinbrocken herum. Ich hatte den Eindruck, dass man das Gebäude
abreissen wollte.
Ich weiss derzeit nicht, was geworden ist. Vllt hat dabei auch der
Denkmalschutz noch ein Wörtchen mitzureden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Luhns
>> ... kleinsignalmäßiger Eingangswiderstand.>> Ein Transistor ist in Kollektorschaltung, der andere>> in Basisschaltung.>Hp M. schrieb:> Also praktisch die gleichen Verhältnisse, wie sie in der Eingansgstufe> eines Opamp herrschen.
Ah, ok. Also sehr hochohmig. Das erklärt auch, wieso sie mit so einem
'Exciter' die Güte von Bandfiltern messen. Die Berechnung des
Eingangswiderstandes werde ich trotzdem mal machen.
Der 'Exciter' ist zugleich auch ein Receiver, im Radiomuseum schwer zu
finden. Hier der link:
https://www.radiomuseum.org/forum/aufbau_und_resonanzverhalten_frueher_zf_filter.html
Ist auch ein interessanter und einfacher Weg um Schwingkreise anzuregen,
werde ich demnächst mal ausprobieren. Wie gesagt, mit dem
emittergekoppelten Oszillator habe ich schon einige Experimente gemacht.
Hier im Ruhrpott gab es übrigens auch viele Dampfmaschinen, zur
Förderung. Einige waren bis vor ein paar Jahren noch im Einsatz, Kohle
gab es genug und Dampf brauchte man auch.
Bei mir im Ort sind 3 stillgelegte Zechen. Ich laufe gerne durch die
alten Anlagen. Alle 3 hatten Dampfmaschinen und man sieht sie noch wenn
man in die Maschinenhäuser schaut. Dampffördermaschinen waren sehr
beliebt wegen der Charakteristik der Maschinen: Sie laufen aus dem Stand
mit vollem Drehmoment an. Das sind langsamlaufende
Zwillingsdampfmaschinen mit 4-stelligen PS-Zahlen. Die meisten stammen
aus den 1910er bis 30er Jahren, sie wurden bis Ende der 50er gebaut.
Hebdo schrieb:> Und viele Dampfplauderer
Ja Hebdo, Deine konstruktiven Beiträge zum Thema lassen sich ja an einem
Finger 'abzählen' ...
Wird ja keiner gezwungen alles zu lesen - gibt die Scroll-Taste. Und was
manche als Plauderei bezeichnen, ist für andere ein
über-den-Tellerrand-hinausschauen bei Menschen mit ähnlichen technischen
Interessen.
Ich weiß nicht ob es hierher passt. Schon seit meiner Jugend war ich
immer sehr an der UKW/UHF Technik Amateurfunkmässig interessiert. Da
gibt es auch jede Menge beim Schwingkreisbau zu beachten. Meine
Meßmöglichkeiten beschränken sich immer noch auf den Skalarbetrieb mit
S.A. Und Mitlaufgenerator bis > 1GHz (HP141T+Eigenbau-HP8444A).
Letzten Winter mußte ich das Spektrum bei der ADF4351 PLL säubern und
konstruierte dafür ein zweikreisiges Bandpassfilter für 144MHz. Da war
es interessant welchen Aufwand man treiben musste um bis zu 1Ghz alles
abzuschwächen.
Das ist mir nur mit induktiver Ein- und Auskopplung gelungen mit
induktiver Drossel-Kopplung der Kreise. Bei Kopplung mittels Anzapfungen
waren die Ergebnisse wesentlich schlechter. Alle anderen Methoden hatten
wesentlich stärkeres Übersprechen zur Folge.
Da stellte sich heraus, daß ein gewisses Übersprechen im UHF Bereich
über die Meßkabelmantel erfolgte und für Einbrüche sorgte. Das liess
sich nur mit abgeschirmten und sauberen Aufbau einigermaßen verhindern
und mit Ferrithülsen in bestimmten Abstand von den BNC Buchsen des
Filters. Trotzdem war ich etwas überrascht was ein zweikreisiges Filter
mit primitivem Aufbau für 150MHz zu leisten vermag. Die Weitabselektion
ist eigentlich ganz ordentlich. Im eigentlichen UKW-Sender mit
geschirmten Kammern waren die Wobbelergebnisse noch wesentlich besser
und der ADF4351 lieferte dann für einen Sender ein sauberes
Excitersignal. In dem Frequenzbereich sollte man eigentlich unbedingt
mit Doppel-geschirmten oder Semi-Rigid Coaxialverbindern operieren wenn
man so weite Frequenzbereiche abarbeiten will.
Siehe auch hier:
Beitrag "Re: ADF4350/1 Mangelhafte Referenzfrequenzübersprechdämpfung am HF-Ausgang"
Deshalb ist es ja auch interessant welche Probleme man bei niedrigen
Frequenzen und den großen Schwingkreisen haben kann.
Bin schon sehr neugierig was ich dann mit dem noch auf der Reise
befindenden NanoVNA anrichten kann. Ich freue mich schon darauf.
Günter Lenz schrieb:> Der NanoVNA will> 50 Ohm an seinen Anschlüssen sehen.
Nein! Dem nano ist egal was du dazwischenhängst, die S-Parameter werden
ermittelt und definieren das was dazwischen ist! Wie oft muss das hier
noch wiederholt werden?
Wie iss'n jetzt?
Eigentlich wurde ja nun alles gesagt, zum Thema. Das man solch einen
Schwingkreis erstmal lose mitn paar PikoFarad ankoppelt, hat mein Vater
mir schon gaanz zeitig beigebracht. dann stellt man die Resonanzfrequenz
ein und kann anhand der Bandbreite die Leerlaufgüte in etwa abschätzen.
Dann kann man schon mal überlegen, ob es sich lohnt, ne neue Spule zu
wickeln und oder das LC-Verhältnis insgesamt zu ändern. Dann kommt die
Antenne und der Ohrhörer mit dazu. Wer mag, kann die Messmimik mit den
kleinen Cs drannlassen und sich ansehen, wie die Leerlaufgüte einbricht.
Da der Langdraht zwar hochohmig ist, aber bei weitem nicht so hochohmig,
wie der Parallelschwingkreis, transformiert man die
Antennenspannung/Strom/Leistung in diesen hinein. ( (Koppelspule oder
Anzapfung)
Ich weiß mal gar nicht, was hier so viel rumdiskutiert wird. Ich lese ja
nun schon ne Weile mit.
der Nano-VNA geht doch prima hierfür, sich den Spaß anzusehen. Gerade
mit der geballten Rechenpower im Hintergrund...
Apropos:
hat jemand einen Verlässlichen link auf die 4" Version des nano-VNA mit
N-Buchsen?
Ansonsten, falls es mittlerweile um etwas ganz anderes ging, bitte ich
um Nachsicht.
Einen Link auf einen aktuellen Nano-VNA wäre schön.
Vielen Dank
Axel
DG1RTO
Günter Lenz schrieb:> Antennenmessung:> https://www.youtube.com/watch?v=Mi2VsyzX56o
Hab ich mir angeschaut, ist OK, aber er misst ja nur das SWR, will seine
Antenne wohl als Sendeantenne einsetzen. Die Argumentation mit "45m
Koaxkabel rausrechnen wollen" verstehe ich nicht - das was er misst, ist
Antenne plus Kabel, also das SWR dieser Kombination, und an der Stelle
schließt er ja auch den TX an und der sieht auch genau das gemessene
SWR. Statt rauszurechnen könnte er aufs Dach klettern, das Kabel
abklemmen und dort messen, dann hätte er das SWR der Antenne direkt, und
könnte dort seinen TX direkt anklemmen. Aber mit 45m Kabel dazwischen
sieh der TX nicht nur die Antenne, sondern auch das Kabel.
Ich will aber nicht nur das SWR, sondern auch wissen, was an Port 2
ankommt, also die Antenne nicht nur als 1-Pol, nur S11 messen, sondern
auch S21. Vielleicht kann man das in dem Fall ineinander umrechnen, weiß
ich nicht.
Axel R. schrieb:> Apropos:> hat jemand einen Verlässlichen link auf die 4" Version des nano-VNA mit> N-Buchsen?
Welche Art von Link? Anbieter, Daten, Handbuch, Firmware?
Hier zum Subthema "Messen eines Keramiktilters":
Gemessen wurde ein Murata SFE 10.7 MS, allerdings eines mit 10.75 MHz
Mittenfrequenz (hat oben links einen orangenen Punkt, ich habe 6 Stück
davon). Im Datenblatt ist ein Vorschlag für eine Messchaltung angegeben,
an die habe ich mich weitgehend gehalten. Als Ein-/Ausgangsimpedanz sind
330Ω angegeben, aber es sind auch Messkurven mit größeren und kleineren
Abschlusswiderständen gezeigt. Dem Ausgang ist eine kleine Kapazität
parallel zu schalten, mit der die Kurvenform optimiert werden kann.
Vorgeschlagen werden 10pF.
Ich hatte nur Metallfilmwiderstände mit 266Ω zur Verfügung. Zwischen
Port 1 und dem Filter liegt also ein Widerstand 266Ω, die
Eingangsimpedanz ist daher 316Ω. Der Mittelanschluss des Filters ist auf
Masse gelegt. Der Filterausgang soll gleich belastet werden wie der
Eingang, also geht von dem ebenfalls ein 266Ω-Widerstand zu Port2.
Außerdem ist vom Filterausgang ein 12pF-Kerko auf Masse gelegt.
Wegen dem Spannungsteiler 50Ω:316Ω im Ausgang, entsprechend -16dB, und
einer im Datenblatt angegebenen Einfügungsdämpfung von 6dB erwarte ich
einen Maximalpegel bei etwa -22dB.
Gemessen wurde (unkalibriert) mit 600kHz und 4 MHz um die Mittenfrequenz
sowie kalibriert von 2 bis 65 MHz. "Unkalibriert" bedeutet hier, dass
das nanoVNA sich mit abgespeicherten Werten behilft und diese
interpoliert. Es ist also nicht ganz so genau, die Absolutwerte können
um 1dB abweichen (aber nur auf die Gesamtmessung bezogen, nicht von
Messpunkt zu Messpunkt.
Die Messung bis 65 MHz zeigt, dass man wegen der starken Nebenresonanzen
etwas unternehmen muss, zB ein LC-Bandfilter vorschalten, oder ein
zweites Filter anderen Typs (anders gelegenen Nebenresonanzen)
dahinterschalten. Es ist ja n ur ein primitives 2-pol-Filter. Ab 25 MHz
hat man nur noch den typischen Verlauf eines Hochpasses, in dem Fall mit
C=12pF und L=20nH, also wieder etwa die Verdrahtungslängen rechts/links
vom Filter. Hier wäre natürlich eine passende Platine, die man
mitkalibrieren könnte, zum Messen hilfreich gewesen.
Bernhard S. schrieb:> Die Frage ist ob der NanoVNA bei einem Filter das 2kOhm sehen will genau> genug misst, um am Ende nach der Umrechnung noch sinnvolle Ergebnisse zu> liefern.
Das lässt sich ja abschätzen. Messaufbau siehe im Murata-PDF im letzten
Post/Beitrag! Der Spannungsteiler 50Ω:(2kΩ+50Ω) dämpft das
Ausgangssignal um 32.3 dB. Im Bereich unter 140MHz ist der Rauschflur
des nanoVNA bei Mittelung von 2 Messungen bei etwa -90dB, bei Mittelung
über 20 Messungen dann -100dB. Wenn man dann auch noch 1000
Frequenzpunkte messen lässt, bekommt man eine so dicht besetzte
Messkurve, dass man den Kurvenverlauf wirklich gut genug erkennen kann,
es sind auf jeden fall noch 40 bzw. 50 dB Dynamik drin.
ich denke ich habe hier genügend Messkurven vorgestellt, bei denen man
das Anwachsen des Rauschens zu niedrigeren Pegeln hin gut erkennen kann
und auch abschätzen kann, wo Kaffesatzleserei anfängt.
von Josef L. schrieb:
>Nein! Dem nano ist egal was du dazwischenhängst,
Aber dem Filter nicht. Wenn zum Beispiel der Hersteller sagt,
dieser Filter will mit 2 kOhm am Eingang abgeschlossen sein,
aber die Signalquelle, also der NanoVNA mit seinen 50 Ohm
da nun drann hängt, verhält sich das Filter völlig anders.
Oder kann der NanoVNA seinen Innenwiderstand ändern?
Ich glaube der ist immer 50 Ohm. Ein Quarzfilter wird
im Durchlaßbereich wellig wenn es an Ein- und Ausgang
nicht richtig abgeschlossen ist. Und das ist auch bei
den Magnetomechanischen Filtern so.
Günter Lenz schrieb:> Aber dem Filter nicht.
Deswegen messe ich die Filter ja mit den empfohlenen
Abschlusswiderständen. Nur dass halt der Eingang vom nano nicht 100k
oder köher ist, sondern nur 50Ω, und dann eben diese zusammen mit dem
Abschlusswiderstand als Spannungsteiler wirken. Bei 100kΩ und
geforderten 330Ω schließt man natürlich einen 330Ω parallel zum
Meßeingang und hat 100% der Ausgangsspannung des Filters. Bei 50Ω muss
ich 280Ω in Serie zum Meßeingang schalten und bekomme nur 50/330=15%
bzw. -16.4dB, es geht nicht anders, ist aber alles korrekt.
Wäre der geforderte Abschlusswiderstand 50kΩ, müsste man zum
100kΩ-Eingang 68kΩ parallel schalten, hätte immer noch 100%, während
50kΩ in Serie zu 50Ω eine Dämpfung um 60dB brächten, da bleibt wenig
Rest-Dynamik übrig. Braucht man aber einen Abschluß von 1MΩ, müsste man
auch beim 100k-Eingang noch 900k in Serie schalten, hätte da nur 10%
(siehe 1:10 HF-Tsatkopf).
Günter Lenz schrieb:> von Josef L. schrieb:>>Nein! Dem nano ist egal was du dazwischenhängst,>> Aber dem Filter nicht. Wenn zum Beispiel der Hersteller> sagt, dieser Filter will mit 2 kOhm am Eingang> abgeschlossen sein, aber die Signalquelle, also der> NanoVNA mit seinen 50 Ohm da nun drann hängt, verhält> sich das Filter völlig anders.
Richtig.
"Völlig anders" bedeutet aber nicht "beliebig" oder
"akausal".
Der Trick an der Vierpoltheorie ist nämlich, dass man
an einem linearen passiven Vierpol nur einige wenige
(maximal vier) Frequenzgänge tatsächlich MESSEN muss,
weil man alle anderen Betriebszustände daraus
interpolieren (=umrechnen) kann.
> Oder kann der NanoVNA seinen Innenwiderstand ändern?
Muss er nicht.
> Ich glaube der ist immer 50 Ohm. Ein Quarzfilter wird> im Durchlaßbereich wellig wenn es an Ein- und Ausgang> nicht richtig abgeschlossen ist. Und das ist auch bei> den Magnetomechanischen Filtern so.
Richtig.
Diese Welligkeit betrifft aber das Verhalten am
Eingang, am Ausgang und die Transferkennlinie auf
analoge Weise, so dass man aus drei zusammengehörigen
(=unter identischen Bedingungen bestimmten) Messreihen
alle anderen Betriebszustände rechnerisch ableiten
kann.
Natürlich muss die real erzielte Messgenauigkeit diese
Umrechnung auch hergeben; das gehört dann allmählich
zu Fehlerrechnung, Numerik, Statistik. Hier sind bessere
(=teurere, genauere, höher auflösende) Geräte natur-
gemäß im Vorteil.
Hier noch die Messungen der 13m-Langdrahtantenne von vorhin.
Grafik 1: Wegen dem Video auch mal nur Port 1 angeschlossen und SWR
gemessen. So richtig sinnvoll ist das aber nicht, da es ja keine
50Ω-Antenne ist, sondern eine Langdraht-Antenne für Mittelwelle. Am SWR
sieht man zwei Resonanzen bei etwa 37 und 51 MHz, entsprechend
Wellenlängen von 8 und knapp 6 Metern. Das nanoVNA begrenzt die Ausgabe
bei SWR auf den Bereich 1-11. Die Messung geht bis 65MHz, weil vorher
nichts zu sehen ist.
Zweite Grafik ist dann die Messung der Antenne mit direkt verbundenen
Port1 und 2, Antenne und Masse entsprechend an Port 2; man sieht dass
der dB-Bereich von S21 wegen der 2x 50Ω Belastung stark geschrumpft ist,
entsprechend ist S11 angewachsen (S21 rot, S11 blau)
Die dritte Grafik mit Antenne zwischen Spannungsteiler 2x 562Ω
Metallfilm, nur S21 (rot), und die Messkurve für den Spannungsteiler
alleine (türkis).
Das könnt ihr mit den Grafiken vom 03.07.2021 22:40 vergleichen.
Falls jemand mit Simulationen experimentieren will, hier das
allereinfachste Antennenmodell: ein Stück Draht...
Die Modelldaten sind etwa an die Messungen meiner Antenne angepasst,
aber man kann das noch besser machen, und mit einer Spule davor, einer
parallel, evtl. einem Kondensator kann man die Nebenresonanzen
simulieren. Man muss halt die Phase mitberücksichtigen. Der
1G-Widerstand ist wohl in LTSpice nicht nötig, in PSpice dürfen keine
Anschlüsse offen bleiben.
Josef L. schrieb:> alls jemand mit Simulationen experimentieren will, hier das> allereinfachste Antennenmodell: ein Stück Draht...
Das "Modell" hat leider wenig mit der Realität gemein. Ein elektrisch
kurzer Draht ( l < Lambda ) wird im Ersatzschaltbildals ein kleiner
reeller Srahlungswiderstand in Serie zu einem großen Xc, also einem
kleinen Kondensator modelliert
Landstorfer / Meinke
"Ersatzschaltbild kurzer Strahler" (pdf):
http://cq-cq.eu/lan73de.pdf
von Josef L. schrieb:
>Hier noch die Messungen der 13m-Langdrahtantenne von vorhin.
Also ein 13m langer endgespeister Draht. Und die Verbindung
bis zum Einspeisepunkt ist ein Koaxialkabel?
Und am Einspeisepunkt muß ja noch das Gegengewicht mit den
Schirm des Koaxialkabels verbunden sein. Und das Gegengewicht
ist dann Blitzableiter, oder Radiale auf den Erdboden ausgelegt,
oder Stange in die Erde geschlagen, oder Wasserleitung, oder
noch anders?
Josef L. schrieb:> Marc Oni schrieb:>> Das "Modell" hat leider wenig mit der Realität gemein>> Wer meint hier was mit den Gänsefüßchen? Was soll diese> Behauptung?
???
Antennen sind klassische Beispiele für Systeme mit
verteilten Parametern -- das bedeutet: Die geometrischen
Abmessungen des Systems liegen in der Größenordnung der
Betriebswellenlänge, und die Laufzeiten (und auch die
räumliche Feldverteilung) haben entscheidenden Einfluss
auf die Funktionsweise.
SPICE ist ein Programm zur Simulation von (nichtlinearen)
Systemen mit konzentrierten Parametern.
Luftspulen müsste man ab einer gewissen Länge eigentlich
auch als Systeme mit verteilten Parametern behandeln;
dort hat man aber den Kunstgriff des Kopplungsfaktors, um
diese Grenze noch etwas hinauszuschieben.
Antennen mit SPICE simulieren zu wollen überschreitet aber
die Grenze zum Unseriösen.
von Josef L. schrieb:
>Am SWR sieht man zwei Resonanzen bei etwa 37 und 51 MHz,
Da mußt du beim Messen etwas grundfalsch gemacht haben.
Etwa bei 5,7 MHz und ungradzahlige Vielfache davon muß
es Resonanzstellen geben.
Weil von Josef L. schrieb:
>der 13m-Langdrahtantenne
Und wie sieht es bei Mittelwelle aus?
Da wirkt sie wie eine Reihenschaltun aus Strahlungswiderstand
und Kondensator, so wie "von Marc Oni" schon geschrieben hat,
weil sie da viel zu kurz ist. Eine zu kurze Antenne hat
einen kapazitiven Blindanteil, eine zu lange Antenne hat
einen induktiven Blindanteil.
Ob der NanoVNA den Blindanteil der Antenne messen kann
weiß ich nicht.
Josef L. schrieb:> ich denke ich habe hier genügend Messkurven vorgestellt, bei denen man> das Anwachsen des Rauschens zu niedrigeren Pegeln hin gut erkennen kann> und auch abschätzen kann, wo Kaffesatzleserei anfängt.
Das mit dem Rauschen/Dynamik ist richtig - was anderes sind so Sachen
wie Phasen-Mess-Genauigkeit. Ich denke dass der VNA Probleme bekommt
z.B. (12-j*34)Ohm von (12+j*34)Ohm zu unterscheiden, wenn 2kOhm in
Reihe liegen. Zwischen beiden Werten liegen für die Phase von S11 nur
0.00008° dazwischen, und das würde mich sehr wundern wenn das messbar
wäre.
Wäre (1234+j*5678)Ohm von (1234-j*5678)Ohm zu unterscheiden dann würde
es besser aussehen.
Ich denke einfach dass man Unsicherheiten im Bereich kleiner Impedanzen
hat wenn man in der Messung 2k in Reihe geschaltet hat.
Günter Lenz schrieb:> Und die Verbindung bis zum Einspeisepunkt ist ein Koaxialkabel?
Nein! Das sind 13 m Draht mit 1.5mm² Querschnitt, PVC-isoliert, in etwa
2.5 - 3.5 m Höhe über dem Boden (sowas fotografiert sich schlecht), oben
am Fenster außen um 90° etwa 1.4 m senkrecht nach unten, dort mit - weil
es grad vorhanden war - BNC-Buchse / Stecker mit Bananebnbuchse - ins
Zimmer und dort nach ca. 60 cm ans Meßgerät geführt. Nirgendwo ein
Koaxkabel.
Und: Ein Modell ist ein Modell! Ein elektrisches Modell! Es soll die
elektrischen Eigenschaften wiedergeben, nicht die geometrischen! Z.B.
ist ein 10-Euro-Schein ein Modell für fünf 2-Euro-Münzen! Er gibt die
wesentliche Eigenschaft, nämlich den Wert W = 10 € der Münzen wieder!
Ebenso gibt das Modell "Verlustbehaftete Leitung" schon in etwa die
Eigenschaften der Antenne wieder, nämlich die ungefähre Lage der
Resonanzstellen. Und da ich die Messungen als abgespeicherte S11- und
S21-Werte (Absolutwert + Phase bzw. Real- und Imaginärteil) habe,
bejomme ich das mit +j und -j auch noch hin.
Bernhard S. schrieb:> Ich denke einfach dass man Unsicherheiten im Bereich kleiner Impedanzen> hat wenn man in der Messung 2k in Reihe geschaltet hat.
Daher habe ich mehrere Messungen gemacht, mit etwa 10k, 2k, 500 Ohm und
0 Ohm, sowie 2x 2.2pF - damit ist jeder Bereich mindestens einmal mit
einem geringen und einem großen Widerstand erfasst...
Josef L. schrieb:> Z.B. ist ein 10-Euro-Schein ein Modell für fünf 2-Euro-Münzen.> Er gibt die wesentlichen Eigenschaften ...
Gewagtes Modell. Aber an diesem 'Modell' siehst Du schon die Schwächen:
es ist eindimensional in einer vieldimensionalen Welt. Der Wert wird
gespiegelt, andere Parameter wie das Material, die Geometrie, das Motiv,
usw. fehlen völlig. Das Modell ist also nur in einer Dimension
aussagekräftig.
Egon hat es gut auf den Punkt gebracht.
Mohandes H. schrieb:> andere Parameter wie das Material, die Geometrie, das Motiv,> usw. fehlen völlig. Das Modell ist also nur in einer Dimension> aussagekräftig.
Die Geometrie soll ja nicht simuliert werden, nur die elektrischen
Eigenschaften. Und ich gebe Egon in seinem Schlusswort nicht recht:
> Antennen mit SPICE simulieren zu wollen überschreitet aber> die Grenze zum Unseriösen.
Wenn dem so wäre, dürfte es in SPICE keine Modelle für Leitungen geben!
Die gibt es aber, folglich ist seine Aussage FALSCH.
Josef L. schrieb:> Axel R. schrieb:>> Apropos:>> hat jemand einen Verlässlichen link auf die 4" Version des nano-VNA mit>> N-Buchsen?>> Welche Art von Link? Anbieter, Daten, Handbuch, Firmware?
Anbieter. Würde gern einen kaufen...
Josef L. schrieb:>> Antennen mit SPICE simulieren zu wollen überschreitet aber>> die Grenze zum Unseriösen.
Wohl wahr.
> Wenn dem so wäre, dürfte es in SPICE keine Modelle für Leitungen geben!
Das hat in diesem Zusammenhang nichts miteinander zu tun.
> Die gibt es aber, folglich ist seine Aussage FALSCH.
Verrenn dich bitte nicht schon wieder in eine Sackgasse der
Rechthaberei. Es ist zu befürchten, das tut dir nicht gut. Und wie zu
sehen ist, bringt es dich nicht gut weiter. Sei froh, dass es hier Leute
gibt, die über Fachwissen verfügen.
Leider verfügst du nicht über das physikalische Wissen wie es einem
Physiker oder Ingenieur mit abgeschlossener Ausbildung entspricht. Das
ist keine Schande. Viele hier sind keine ausgebildeten
Naturwissenschaftler und keine Ingenieure. Aber auf dieser Grundlage
sich fortwährend aus Besserwisserei in Sackgassen zu begeben, hat schon
etwas Tragisches. Klar bist du nicht der einzige, der das tut, aber das
macht es nicht besser.
von Josef L. schrieb:
>dort mit - weil>es grad vorhanden war - BNC-Buchse / Stecker mit Bananebnbuchse - ins>Zimmer und dort nach ca. 60 cm ans Meßgerät geführt. Nirgendwo ein>Koaxkabel.
Also beginnt die Antenne direkt am NanoVNA und hat eine
Länge von 15m. Und was hast du als Gegenpol benutzt,
so kann ja die Antenne noch nicht funktionieren?
Du mußt die Abschirmung der Buchse vom NanoVNA noch
irgendwie erden. Zum Beispiel Verbindung zum Heizungsrohr,
oder Wasserleitung, oder Schutzleiter der Elektroinstallation,
oder vielleicht geht an dein Fenster ein Blitzableiter vorbei.
Und dann mach die Messung noch mal. Theoretisch ist die
erste Resonanzstelle dann bei 5MHz. Praktisch kann es davon
abweichen weil es einen Einfluß der Umgebung gibt, so wie
Leitungen, Bäume, Dachrinnen aus Blech oder sonstwas.
Josef L. schrieb:> Ich habe das Gerät noch bei folgenden Anbietern gefunden:> (...)
Das Problem ist nur, es gibt nicht "das Gerät". Es gibt eine Menge
Händler, die mehr oder weniger gut voneinander abkupfern und das mit
mehr oder weniger Sachverstand. Der Entwickler des NanoVNA V2 verkauft
seine Geräte auf tindie, Aliexpress und taobao. Er hat die HW explizit
zum Nachbau freigegeben, d.h. die anderen Angebote sind keineswegs
illegal. Ihre Qualität garantiert Dir aber keiner.
Ob Du Dein iPhone bei Saturn oder bei Mediamarkt kaufst ist egal, Du
bekommst das gleiche Gerät vom gleichen Hersteller in der gleichen
Qualität. Beim Chinesen kann jedes Fertigunglos aus einem anderen
Kopierbetrieb stammen und mit anderen Komponenten bestückt sein. Andere
Leiterplatte mit anderem Stackup, Kondensatoren aus anderen Materialien,
ICs von einem anderen "Refurbisher" -- all das kann bei HF eine Menge
ausmachen, zwischen "läuft 1a" und völlig unbrauchbar.
@von Josef L.
Wenn du die Antennenmessung nochmal gemacht hast,
kannst du ja mal folgendes Experiment machen,
schalte ein Kondensator mit der Antenne in Reihe,
die Resonanzstelle verschiebt sich dann nach oben.
Schalte eine Spule mit der Antenne in Reihe, die
Resonanzstelle verschiebt sich dann nach unten zu
niedrigen Frequenzen.
Egon D. schrieb:> Antennen sind klassische Beispiele für Systeme mit> verteilten Parametern
Sehr guter Beitrag!
Josef, du hast nur den Drahtteil der Antenne modelliert, den Boden hast
du vergessen - der hat keine Null Ohm (So wie du es durch beidseitiges
Erden festgelegt hast). Das R=33 als Parameter kann so also nicht
stehenbleiben.
Da muß also noch eine weitere LTRA hin. Eventuell sogar noch eine
dritte, bin mir nicht sicher. Mike Engelhardt hat mal irgendwo für
LTspice ein Modell gezeigt. Ich erinnere mich leider nicht mehr an die
Details.
Da ich diesbezüglich auch mathematisch struggle, würde ich einfach
rumprobieren, bis Simulation und Messung ausreichend Deckung haben. Und
googlen...
Josef L. schrieb:> Mohandes H. schrieb:>> andere Parameter wie das Material, die Geometrie, das>> Motiv, usw. fehlen völlig. Das Modell ist also nur in>> einer Dimension aussagekräftig.>> Die Geometrie soll ja nicht simuliert werden, nur die> elektrischen Eigenschaften.
Das geht aber nicht, denn eine Antenne ist ein Wandler,
der die von der Leitung geführte Welle an den freien
Raum anpasst. Die genaue räumliche Gestalt der Antenne
ist Quelle und Ursache ihrer Funktionsweise.
>> Antennen mit SPICE simulieren zu wollen überschreitet>> aber die Grenze zum Unseriösen.>> Wenn dem so wäre, dürfte es in SPICE keine Modelle für> Leitungen geben!
Doch, natürlich:
Die Dinger heißen " TRANSMISSION lines", d.h. sie
übertragen die Energie von Punkt A zu Punkt B -- aber
sie STRAHLEN nicht.
Antennen tun aber letzteres.
> Die gibt es aber, folglich ist seine Aussage FALSCH.
Nein, leider nicht.
Der sogenannte Strahlungswiderstand ist die Kopplung an das externe Feld
der Antenne: Die Verlustleistung in diesem Widerstand ist die Summe aus
abgestrahlter Sendeleistung und inneren Verlusten. Die inneren Verluste
werden dabei in Wärme umgesetzt. Für den Empfang gilt es entsprechend
reziprok.
Soul E. schrieb:> Josef L. schrieb:>>> Ich habe das Gerät noch bei folgenden Anbietern gefunden:>> (...)>> ... Der Entwickler des NanoVNA V2 verkauft> seine Geräte auf tindie, Aliexpress und taobao.> ...
Dann schau ich lieber beim Entwickler selbst. Danke!
Daher meine Frage nach einem "verlässlichen Link".
Weitermachen...
LG Äxl
Josef L. schrieb:> Wenn dem so wäre, dürfte es in SPICE keine Modelle für Leitungen geben!
Eine Antenne ist eine ganz andere Baustelle als eine homogene Leitung.
Das Verhalten einer Leitung lässt sich durch die Telegraphengleichung
exakt beschreiben. Die ist in Spice implementiert.
Die Komplexität einer Antenne mit dem Einfluss der Erde ist ein viel
komplexeres verteilttes System. Simulatoren wie NEC teilen einen Draht
in einzelne Segmente auf, berechnen die aus den STrömen die Feldvektoren
und setzen das Gesamtsystem aus den Vektoren der einzelnen Segmenten
zusammen.
Beim Entwickler nicht verfügbar :(
kann man hiervon ruhigen Gewissens was kaufen? Sind ja immer die
gleichen Produktfotos.
https://www.amazon.de/s?k=saa-2n+nanovna+v2+3ghz+2.2
Ich finde die Thematik wirklich spannend...
Abdul K. schrieb:> Der sogenannte Strahlungswiderstand ist die Kopplung an das externe Feld> der Antenne: Die Verlustleistung in diesem Widerstand ist die Summe aus> abgestrahlter Sendeleistung und inneren Verlusten.
Nur Ersteres ist richtig. Der Strahlungswiderstand ist nur der Anteil am
Fußpunktwiderstand einer Antenne, der durch die Abstrahlung
elektromagnetischer Energie verursacht. Er ist verlustlos.
Die Verluste in einer Antenne werden durch den Verlustwiderstand
modelliert, er dissipiert Energie in Wärme.
Axel R. schrieb:> Beim Entwickler nicht verfügbar :(
Richtig, leider schon länger ausverkauft.
> kann man hiervon ruhigen Gewissens was kaufen? Sind ja immer die> gleichen Produktfotos.> https://www.amazon.de/s?k=saa-2n+nanovna+v2+3ghz+2.2
Glückssache. Wenn ein Chinese merkt, dass man mit solchen Dingern Geld
verdienen kann, dann kauft er sich bei seinem Kollegen eins, schickt das
einem Elektronikdienstleister und lässt sich 2000 Stück nachfertigen.
Was er dann bekommt hängt von der beauftragten Firma und ihrer Sorgfalt
und Erfahrung ab. Die Produktfotos und die Beschreibung kopiert er aus
einem anderen Angebot, und wenn Du sein restliches Portfolio
durchstöberst wirst Du oft feststellen, dass er bis vor kurzem noch
Schmuck oder Kleidung verkauft hat. Daher laufen auch technische Fragen
bei diesen Händlern meist ins Leere.
https://nanorfe.com/nanovna-v2-faq.html
Ich hatte meinen Nano unter anderem vor einiger Zeit bei diesem Chinesen
gekauft:
https://www.ebay.de/itm/392989407949?hash=item5b7ffe7acd:g:du8AAOSwh-dfkq5-
Bei einem der gekauften Geräte gab es ein Problem, welches sehr souverän
von dem Händler gehandhabt wurde.
Ich kann diesen Händler vollumfänglich empfehlen.
Phasenschieber S. schrieb:> Ich hatte meinen Nano unter anderem vor einiger Zeit bei diesem> Chinesen gekauft:> https://www.ebay.de/itm/392989407949?hash=item5b7ffe7acd:g:du8AAOSwh-dfkq5-> Bei einem der gekauften Geräte gab es ein Problem, welches sehr souverän> von dem Händler gehandhabt wurde.> Ich kann diesen Händler vollumfänglich empfehlen.Phasenschieber S. schrieb:> Ich hatte meinen Nano unter anderem vor einiger Zeit bei diesem> Chinesen gekauft:> https://www.ebay.de/itm/392989407949?hash=item5b7ffe7acd:g:du8AAOSwh-dfkq5-> Bei einem der gekauften Geräte gab es ein Problem, welches sehr souverän> von dem Händler gehandhabt wurde.> Ich kann diesen Händler vollumfänglich empfehlen.
Das ist allerdings nicht das neue Modell mit Analog Devices Mischern.
Der Nano in dem vorstehenden Link ist das alte Modell mit SA612 Mischern
das mit Oberwellenmischung betrieben wird. Dieser F2 hat lediglich ein
größeres Display und ein besseres Gehäuse als der Ur-Nano.
Der Nano mit der neuen Hardware nennt sich NanoVna-V2 plus4. Mit 4 Inch
Display und Metallgehäuse.
Den gibt's nur vom Hersteller über Tindie für 147 Euro und man muss sich
auf Warteliste setzen lassen, da derzeit ausverkauft.
Die alten SA 612 Nanos sind billiger.
Heiner schrieb:> Die alten SA 612 Nanos sind billiger.
Die messen aber nur bis 300 MHz. Und dann auf der ersten Oberwelle bis
600 und auf der zweiten bis 900, jeweils mit reduzierter Dynamik.
Der V2 misst bis 1,5 GHz in einem Rutsch, und dann bis 3 GHz auf der
ersten Oberwelle. Daher lohnt sich die Warteliste, oder man riskiert's
halt mit einem Clone.