NoName-DCF-77 Funkuhren (Abbildungen im Anhang). Ich habe 3 Solcher Funkuhren, die rein technisch tadellos funktionieren, wenn da nicht die schlechten Empfangsverhältnisse wären. Die Stahlbetonbauweise sowie grossflächige Wärmedämmverglasungen tragen erfolgreich zur Abschirmung der LW-Funksignale bei. Beruflich komme ich u. a. aus der drahtlosen Nachrichtentechnik (Analog- u. Digitalfunk, Richtfunk, etc.). Ich kenne mich mit prof. Funkpeilungen-Peilungen gut aus und kann daher sicherstellen, dass die Ferritantennen in den Uhren exakt 90° zur Richtung Mainflingen ausgerichtet sind und die Ferritstäbe somit magnetisch optimal durchflutet werden. Die Entfernung meines Wohnorts zum DCF77- Sender in Mainflingen (Hessen) beträgt Luftlinie nur 279Km. Da die Langwellenausbreitung hauptsächlich über die Bodenwelle stattfindet (Raumwelle zu instabil) und wir bei 77,5KHz von einer Wellenlänge Lambda = von 3'893,71 Metern sprechen, können wir das Thema Reflexionen ausklammern. Trotz meiner Bemühungen bleibt die automatische Umstellung der Sommer- wie auch der Winterzeit vollständig aus. Erst wenn ich die Uhren auf den Balkon (Freiraum) stelle und die Sync-Taste betätige, empfangen alle drei Uhren das Langwellen-Signal und zeigen innert weniger Sekunden die korrekte Zeit an. Stelle ich die Uhren wieder an ihren gewohnten Platz in der Wohnung, dann zeigen diese nach einigen Tagen wieder falsche Zeiten an (ohne Funksignal schlechte Ganggenauigkeit). Für mich ein klartes Indiz für mangelhafte Feldstärke. Mögliche Lösungsansätze: Nun habe ich hier im Forum mehrfach gelesen, dass es unterschiedliche Qualität bei den Empfangsmodulen gibt. Ich habe allerdings aber auch vernommen, dass auf diesem Markt allerlei untaugliches Material herumschwirrt. Völlig ungeachtet des Preises suche ein professionelles Modul von höchster Qualität, Güte und Zuverlässigkeit mit Hilfe dessen ich die 3 Uhren erfolgreich umrüsten könnte. Kompatibilität: Keinerlei Schaltpläne vorhanden! Wie den Fotos zu entnehmen ist, geht von der DCF77-Platine ein 4-adriges, graues Flachkabel zur Steuerplatine. Ich habe noch nichts gemessen (Oszilloskop defekt), gehe jedoch davon aus, dass davon mindestens 2 Leitungen der Stromversorgung dienen. So bleiben also noch 2 Leitungen für die Signalübertragung Richtung Steuerplatine übrig. Fragen: • Mit welchem Modul hab Ihr die besten Empfangs-Erfahrungen gemacht? • Was muss ich in Bezug auf die Signal-Adaptierung zwischen DCF77-Empänger und der Steuerungsplatine beachten (Kompatibilität)? • Was gibt es sonst noch zu beachten? Ich bin gespannt auf Eure qualifizierten und hilfreichen Antworten. Vielen Dank und eine guten Empfang wünscht Euch - Rolf
Schaltnetzteile können prima DCF Jammer sein, insbesondere wenn die Elkos am austrocknen sind.
H. H. schrieb: > Schaltnetzteile können prima DCF Jammer sein, insbesondere wenn die > Elkos am austrocknen sind. Und Schaltnetzteile sind heute fast überall, in LED-Lampen, Steckernetzteilen, Heimelektronik usw. Bei mir hat eine lange Led-Leiste DCF77 völlig zunichte gemacht. Old-Papa
Wenn es denn ein Modul sein darf: https://www.ebay.de/itm/266540343843 Die sind zwar teurer - allerdings auch um Welten besser als der Kram vom großen C, P..lin, Alibaba und Co. Man kann da auch einige Kommentare finden, wenn man nach DFC77-Empfänger googelt...
Und dabei muss die Störung nicht um 77,5 kHz sein. Oft sind die Module 'international', können sich also auch auf andere Zeitsender abstimmen. Ist ein stärkerer Störer in der nähe dieser Frequenzen könnte das Modul versuchen darauf zu syncen... oder der Eingangskreis wird einfach in die Übersteuerung gedrückt. Ferritantenne mit TIA (also Breitbandig, ggf mit Bandpass 30k-96k) an Soundkarte und mit Spekrumlab mal nachschauen? Oder einen Spekki mit Antenne vom AG ausleihen? Einfachster Test: Da die Uhren meist mit Batterie arbeiten, Haussicherung raus, an Uhren kurz die Bat raus , und schauen ob sie dann Empfangen. Wenn der alte Apple-Plasma-Bildschirm an ist, hat bei mir auch keine Uhr im Raum mehr sync.
https://github.com/villamvadasz/DCF77_CH341_decoder Ich habe Spaßweise mit einer USB Adapter den DCF77 gelesen. Und dann am PC dekodiert. Ohne MeteoTime, das darf man ja nicht :) Wobei ehrlich gesagt man kann ja den Code fast überall finden.
Andras H. schrieb: > Ohne MeteoTime, das darf man ja nicht Wo steht das? zutreffend ist: die gewerbliche Nutzung von Meteo-Time Daten in Produkten ist lizensierten industriellen Unternehmen vorbehalten.
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Al schrieb: > Wo steht das? Das weiss ich nicht mehr. Aber so wie ich das Forum hier damals gelesen habe, darf man den Code nicht Posten. Ich meine (bin nicht sicher habe nie konkret nachgeguckt nur hier irgendwo gelesen), dass MeteoTime zahlungspflichtig ist. Man darf MeteoTime nicht entschlüsseln, auch wenn man weiss, welcher Algorithmus genommen wird und, dass die Zeit als Schlüssel genommen wird. Damals konnte man auch im Netz darüber sehr wenig finden. Nur eine C# Implementierung was offensichtlich aus einer C Code umgeschrieben wurde. Vielleicht hat sich das seit dem geändert? Oder weißt du hier etwas konkretes?
Es gibt für den Arduino und ESP32 eine Software die aus dem NTP aus dem Internet ein DFC77 Signal erzeugt das man in die Antenne einspeisen kann. https://github.com/SensorsIot/DCF77-Transmitter-for-ESP32
Andras H. schrieb: > Aber so wie ich das Forum hier damals gelesen habe, darf man den Code > nicht Posten. Fremden Code ohne ausdrückliche Erlaubnis zu posten ist immer problematisch, das sollte man lassen. Verlinken auf eine öffentliche und legale Seite darf man.
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Al schrieb: > Andras H. schrieb: >> Ohne MeteoTime, das darf man ja nicht > > Wo steht das? Falls die Daten verschlüsselt sind, egal wie primitv diese Verschlüsselung auch ist, dann ist das Umgehen der Verschlüsselung strafbar. Es gilt § 202a StGB. Aber: Amtsgericht Jülich, Az.: 17 Cs – 230 Js 99/21 – 55/23 "Die Strafbarkeit wegen Ausspähens von Daten wird ausgeschlossen, wenn der Zugang zu den Daten durch allgemein verfügbare Hilfsmittel ermöglicht wird."
Rüdiger B. schrieb: > Es gibt für den Arduino und ESP32 eine Software die aus dem NTP > aus dem > Internet ein DFC77 Signal erzeugt das man in die Antenne einspeisen > kann. > https://github.com/SensorsIot/DCF77-Transmitter-for-ESP32 YMMD ;) Das ist mal eine für 2026 passende Lösung ;) Oliver
Der Zeitdienst Bürk Mobatime für 170,- Euro hat Schwundregelung und funktioniert noch im Abstand von 2m vom alten Röhrenfernseher, dessen Zeilenfrequenzoberwellen knapp an der 77,5 kHz vorbeischrammen. http://www.zeitdienst-shop.de/DCF-77-Funkempfaenger-AD-450 Allerdings braucht der eine spezielle Ansteuerung, Stichwort "Stromschnittstelle". ciao gustav BTW: Afaik hatte den die Deutsche Bahn noch für ihre Hauptuhrensteuerung.
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Rolf G. schrieb: > Erst wenn ich die Uhren auf den > Balkon (Freiraum) stelle und die Sync-Taste betätige, empfangen alle > drei Uhren das Langwellen-Signal Dann würde ich mir gern mal das Signal z.B. am Ferritstab abgreifen und mit dem Oszi ansehen, ob wirklich der schlechte Empfang oder STörungen die Ursache sind? Bei uns waren in Rechnernähe so viel Störungen, dass der Empfänger nur auf dem Fensterbrett ausreichend zuverlässig funktionierte. Andererseits zeigt mein beiliegendes DCF-Bild noch weitere LW Sender.
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