Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Fehler zum nachbauen :-)


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Manfred P. schrieb:
> Viel einfacher: Von dem Zeug habe ich mehrere Flaschen geerbt und es
> gibt hier niemanden, der es trinken mag. Anstatt den Korn ins Klo zu
> kippen, hat er so noch eine halbwegs sinnvolle Verwendung.

Für den Betrieb unserer Speiseeismaschine benötigt man auch 20 ml 
Alkohol, und zwar zur Verbesserung des Wärmetransports zwischen der 
Kühlvorrichtung und dem Eisgefäß. Dafür verwenden wir dann auch immer 
den billigsten ungesüßten(!) Schnaps, der irgendwo herumsteht, d.h. auch 
Korn oder Wodka. Man könnte natürlich auch Spiritus verwenden, aber 
dessen Geruch finde ich eher lästig.

> Das hat eine prinzipielle Komponente, ob ich nach einem solchen Vorfall
> das Ding verschrotte oder eben eine Stunde an den Basteltisch gehe.

Exakt. Für manche Reparaturen betreibe ich auch einen Aufwand, der 
kaufmännisch gegenüber einem Neukauf nicht zu rechtfertigen wäre.

> Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob ich einen gleichwertigen
> Nachfolger finde, das Ding ist von 1997 und praxisgerecht simpel
> bedienbar.

Vor allem funktioniert solch ein Wecker auch dann, wenn gerade keine 
WLAN- oder Mobilfunkverbindung besteht. Und man muss auch nicht aus 
Sicherheitsgründen alle drei Wochen die allerneueste und leicht 
inkompatible Version irgendeines Web-Frameworks installieren.

Aber wie konnte die Menschheit bloß mit solch primitiven Geräten 
überleben?

von Percy N. (vox_bovi)


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Baku M. schrieb:
> Ja, aber das ist auch hässlich... Ich denke, das Saftabweiserprofil wäre
> schon eine gute Lösung :-)

Wenn Du ohnehin schon am Basteln bist, könntest Du die Rollen unter 
Deinem Stuhl austauschen. Wenn ich das Foto richtig interpretiere, dann 
hast Du zur Zeit harte Rollen (für weichen Bodenbelag) montiert.
Alternativ käme eine Bodenschutzmatte in Frage.

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Baku M. schrieb:
> solide Knürr-Steckdosenleiste

Davon habe ich mehrere in Betrieb, auf den Steckdoseneinsätzen findet 
sich noch das Loge "SS" für Siemens-Schuckert. Genaues Alter unbekannt, 
70er oder früher.

In der Firma wurde sowas generell mit 90°-Winkeln auf den Tisch 
geschraubt, die Stecker also waagerecht eingesteckt, damit nichts in die 
Dosen fallen kann.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Andreas S. schrieb:
>> Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob ich einen gleichwertigen
>> Nachfolger finde, das Ding ist von 1997 und praxisgerecht simpel
>> bedienbar.
>
> Vor allem funktioniert solch ein Wecker auch dann, wenn gerade keine
> WLAN- oder Mobilfunkverbindung besteht.

Das ist zwar etwas überzeichnet, aber trifft leider den Kern, alles wird 
bunter, aber nicht besser bedienbar.

Leider doch nicht ganz gut ausgegangen: Das Ding piept nur noch sehr 
leise bei zu hoher Frequenz. Der Piezo-Pieper ist passiv, hat nur zwei 
Anschlüsse. Es gibt im Inneren des Timers eine Spule und zwei 
Transistoren, die Spule mit Wachs oder Schmelzkleber, ich habe beinahe 
den Verdacht, dass es der im Backofen zu warm war.

von Baku M. (baku)


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Percy N. schrieb:
> Wenn Du ohnehin schon am Basteln bist, könntest Du die Rollen unter
> Deinem Stuhl austauschen. Wenn ich das Foto richtig interpretiere, dann
> hast Du zur Zeit harte Rollen (für weichen Bodenbelag) montiert.
> Alternativ käme eine Bodenschutzmatte in Frage.

Gut beobachtet...
Das ist auch so ein Thema. Mein 'Ministerium für Wahrheit und Schönheit' 
hat seinerzeit einen Läufer/Teppich vor dem Schreibtisch aus 
ästhetischen Gründen abgelehnt. Und aus reiner Bockigkeit demonstriere 
ich jetzt, warum das echt besser gewesen wäre. Also MIR macht das nichts 
aus :-)

IdS,
Baku

von Magnus M. (magnetus) Benutzerseite


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Baku M. schrieb:
> 'Ministerium für Wahrheit und Schönheit'

Dankeschön - DEN Titel kannte ich noch nicht  :D

von Michael D. (sirs)


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Wieder ein Fehler aus dem "bitte nicht nachmachen"-Bereich:
Kalibrierung/Nullstellung falsch machen und sich dann über unsinnige 
Messergebnisse wundern.
-> Stecker im HF-Bereich immer schön festschrauben beim Kalibrieren und 
richtiges Calkit einstellen statt sich beim Rechnen über falsche 
Kabelfaktoren zu wundern.
-> bei der Küchenwaage die Schüssel mit dem Mehl wiegen, aber die 
schwere Schüssel dann nicht abziehen
-> irgendwas mit "zweimal messen einmal sägen"...

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Dezimaltrennzeichen sind auch so ein Klassiker. Ich gebe 
Dreizehnkommafünf Volt ein und die Maschine versucht 13 500 V 
einzustellen. Sie kommt zwar nur bis 65,535 V, aber für die damaligen 
Steuergeräte hat das auch gereicht.

Heutzutage nutzen zwar die meisten Programme die Ländereinstellungen von 
Windows, aber leider nicht alle.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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und dann kommen Sonderzeichen...

-Musst ja schon froh sein,
wenn Dein Name mit 'nem Sonderzeichen im Ausweis richtig ist

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Soul E. schrieb:
> Heutzutage nutzen zwar die meisten Programme die Ländereinstellungen von
> Windows, aber leider nicht alle.

Damals(tm) während des Studiums arbeitete ein Kommilitone als 
Systemverwalter in einem Institut mit vielen AIX-Rechnern. Irgendwenn 
konnte kaum noch jemand auf den Postscript-Netzwerkdruckern drucken. 
Auch die Darstellung vieler Postscript-Dokumente mit 
Betrachtungsprogrammen wie z.B. Ghostscript funktionierte nicht mehr. 
Nach langer, langer Fehlersuche, an der etliche Leute beteiligt waren, 
gab es dann eine Erkllärung: IBM hatte tatsächlich bei einem 
Softwareupdate eine Bibliothek installiert, die die Spracheinstellung 
des Betriebssystems so knallhart übernahm, dass auch die Generierung von 
Postscript davon betroffen war, d.h. mit Dezimalkommata statt 
Dezimalpunkten. Es hätte damals wohl sogar einen IBM-Drucker im Angebot 
gegeben, den man auch auf Dezimalkomma hätte einstellen können, aber der 
wäre damit natürlich komplett inkompatibel zu allen anderen Systemen 
geworden. Stattdessen bestand die einzige brauchbare Lösung darin, alle 
AIX-Systeme auf US-englische Lokalisierung umzustellen.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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● Des I. schrieb:
> -Musst ja schon froh sein,
> wenn Dein Name mit 'nem Sonderzeichen im Ausweis richtig ist

In einem Zweig meiner Verwandschaft gibt es tatsächlich zwei 
verschiedene Schreibweisen des Nachnamens. Die Hebamme hatte einen 
Rechtschreibfehler in der Geburtsbestätigung begangen, der dann vom 
Standesamt übernommen wurde. Es gab damals keine Möglichkeit, diesen 
Fehler korrigieren zu lassen.

Als meine Mutter ihren neuen Personalausweis abholte (ca. 1995), befand 
sich auch ein Rechtschreibfehler in ihrem Vornamen, den sie sofort 
reklamierte. Der Sachbearbeiter: "Dann heißen Sie eben ab jetzt so!". 
Den interessierte das nicht die Bohne, womit er rein 
verwaltungsrechtlich sogar richtig lag. Meine Mutter rannte damals mit 
dem neuen Ausweis sofort zum Direkter des Lübecker Ordnungsamtes, was zu 
ziemlichem Geschrei seiner Vorzimmerdame führte. Der Direktor ordnete 
natürlich die Ausstellung eines korrekt geschriebenen Ausweises an. 
Besondern übel ist dabei, dass meine Mutter keinen Rechtsanspruch auf 
Korrektur besaß. Die Meldebehörden haben das letzte Wort bei der 
Schreibweise von Namen, selbst wenn hierbei offensichtliche Fehler 
begangen werden. Wenn man also dem Sachbearbeiter im Bauamt auf die Füße 
tritt, kann der seinen Saufkumpel oder Parteifreund im Ordnungsamt 
anrufen, und daraufhin heißt man plötzlich Kurt-Kevin Ziegenficker.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Thomas.

Thomas O. schrieb:
> kleiner Tip: da Wasser die Angewohnheit hat immer nach unten zu laufen,
> solltest du deine Steckdosenleiste etwas höher als die Schreibtischkante
> positionieren, dann braucht es keine weiteres Gebastel.

Aber auch das ist nicht "failproof", weil Flüssigkeiten die Möglichkeit 
des Hochschwappens oder Spritzens haben. ;O)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Steffen W. (derwarze)


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Andreas S. schrieb:
> Die Meldebehörden haben das letzte Wort bei der
> Schreibweise von Namen, selbst wenn hierbei offensichtliche Fehler
> begangen werden.

 So was kenn ich auch. Anfang der 90er kam mal ein Beamter auf die Idee 
in den neuen Ausweis meinen 2. normalerweise nicht verwendeten Vornamen 
als Rufname einzutragen, Ändern ging nicht. Im Pass stand es aber 
richtig drin. Mit dem Effekt das manche Behördenpost nicht mehr ankam 
die sich die Anschrift aus dem Melderegister holte. Und da ich damals 
viel nach Osteuropa unterwegs war musste ich höllisch aufpassen wo ich 
welches Dokument vorzeigte.

von Gerald B. (gerald_b)


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Steffen W. schrieb:
> ...musste ich höllisch aufpassen wo ich
> welches Dokument vorzeigte.

Ich habe ein "ö" im Nachnamen, die Kreditkarte hat aber internationale 
Schreibweise mit  "oe". Ich habe mir mal den Wolf gesucht, weil bei 
einer Onlinebestellung mal ein Shop meine Kreditkarte mit dem Hinweis 
"Besteller und zahler sind unterschiedliche Personen" ablehnte.
Ich habe mir angewöhnt, bei internationalen Bestellungen mich generell 
nur mit "oe" anzumelden um der lei Hickhack und Hiroglyphen bei Adresse 
aus dem Wege zu gehen.
Das wiederum wäre mir fast auf die Füße gefallen, als ich mal ein 
unzustellbares Paket aus dem UPS Depot abholen mußte :D

von Percy N. (vox_bovi)


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Andreas S. schrieb:
> Besondern übel ist dabei, dass meine Mutter keinen Rechtsanspruch auf
> Korrektur besaß.
Ja, das ging vielen so, dass sie plötzlich "Sarah" oder "Israel" hießen. 
Das ist aber schon ein paar Jahre her.
> Die Meldebehörden haben das letzte Wort bei der
> Schreibweise von Namen, selbst wenn hierbei offensichtliche Fehler
> begangen werden. Wenn man also dem Sachbearbeiter im Bauamt auf die Füße
> tritt, kann der seinen Saufkumpel oder Parteifreund im Ordnungsamt
> anrufen, und daraufhin heißt man plötzlich Kurt-Kevin Ziegenficker.
Da irrst Du Dich. Siehe § 3 NamÄndG.
Aber mal wieder eine schön wilde Story ...

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Gerald.

Gerald B. schrieb:

> Ich habe ein "ö" im Nachnamen, die Kreditkarte hat aber internationale
> Schreibweise mit  "oe".

Ich habe die letzten Rechtschreibreformen immer vergeblich darauf 
gehofft, dass die Umlaute und das ß aus dem offiziellen Buchstabenkanon 
gestrichen werden.

Ich kann schlecht anderen Vorhalten, an ihrem archaischen imperialen 
Maßen zu klammern, wenn ich mich selber mit so legacy-Kram abplage.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Gerald B. schrieb:
> um der lei Hickhack und Hiroglyphen bei Adresse
> aus dem Wege zu gehen.

wie ergeht das eigentlich milliarden von Menschen,
die überhaupt gar keine lateinischen Buchstaben nutzen?

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Percy N. schrieb:
> Da irrst Du Dich. Siehe § 3 NamÄndG.
> Aber mal wieder eine schön wilde Story ...

Beim Namensänderungsgesetz geht es um Änderungsansprüche und die 
Beantragungen durch den Namensträger bzw. dessen Vertreter. 
Namensänderungen "von Amts wegen" sind dabei nicht erfasst. Insbesondere 
der von Dir angeführte §3 enthält ja ausdrücklich nicht eine 
Formulierung wie "auf Antrag des Betroffenen", sondern nur den wichtigen 
Grund. Und solch ein wichtiger Grund kann eben auch "hat meinem Kumpel 
ans Bein gepisst" sein.

Ebenso sind keine Namensänderungen auf Grund von Formfehlern oder 
sonstigen Schlampigkeiten von Behörden bzw. ein Rechtsanspruch auf 
Rückgängigmachung aufgeführt. Und selbst wenn jemand erfolgreich gegen 
einen widerrechtlich durchgeführten Verwaltungsamt geklagt haben sollte, 
kann ggf. das Urteil nicht der Behörde zugestellt werden. Die meisten 
Behörden haben nämlich einen Amtsvorsteher, der nur im Innenverhältnis 
entscheidungsbefugt ist, aber keinen Vertreter im Außenverhältnis 
darstellt. Dann läuft sich ggf. der Gerichtsvollzieher die Füße wund, 
bis ein Behördenvertreter die Zustellung des Urteils vornimmt. Es gibt 
zahlreiche rechtskräftige Gerichtsurteile gegen Behörden, die das Papier 
nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Letztendlich basiert die 
Akzeptanz eben nur auf dem guten Willen oder der parteipolischen 
Opportunität des Amtsvorstehers.

: Bearbeitet durch User
von Thomas O. (kosmos)


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wieso bezahlt ihr eigentlich einen Perso oder Reisepass wenn er falsch 
ist oder einen Mangel hat?

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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● Des I. schrieb:
> wie ergeht das eigentlich milliarden von Menschen,
> die überhaupt gar keine lateinischen Buchstaben nutzen?

Solche Menschen legen sich, sofern sie internationale Kontakte haben, 
dann irgendwelche meist englischsprachige Phantasienamen zu und passen 
ggf. auch die Reihenfolge von Vor- und Nachname an. Oder dachtest Du 
wirklich, dass der Sachbearbeiter bei irgendeinem chinesischen 
Versandhändler wirklich James Wu oder Lilly Chen heißt?

Wer nach Deutschland einwandert und einen nicht den persönlichen 
Präferenzen des Sachbearbeiters genehmen Namen hat, bekommt ggf. auch 
einen neuen Namen verpasst. Insbesondere viele Russlanddeutsche usw. 
können davon ein Lied singen. Mit Glück entspricht der Name weitgehend 
der Übersetzung, mit Pech ist er völlig frei gewählt. Aus Piotr 
Kemenatov wird dann nicht unbedingt Peter Zimmer, sondern vielleicht 
auch Hans Wurst. Es gibt zahlreiche Gerichtsverfahren über kreative 
Namensanpassungen, bei denen i.A. der Einwanderer der Kürzeren zieht. 
Interessant war die Klage eines Einwanderers, der den in seinem 
Heimatland gebräuchlichen Vornmanen Hitla trug. Das war ein jahrelanges 
juristisches Kräfteziehen, über das auch immer wieder in der Presse 
berichtet wurde. Dem Einwanderer wurde nämlich von irgendeiner Behörde 
vorgeworfen, dass die bloße Verwendung seines echten Vornamen Hitla 
bereits den Straftatbestand der Verwendung verfassungsfeindlicher 
Symbole darstelle. Deswegen hatte die Behörde ihm auch einfach einen 
neuen Vornamen verpasst.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Thomas O. schrieb:
> wieso bezahlt ihr eigentlich einen Perso oder Reisepass wenn er falsch
> ist oder einen Mangel hat?

Ein Personalausweis oder Reisepass muss per Vorkasse bei der 
Antragstellung bezahlt werden.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Steffen W. schrieb:
>  So was kenn ich auch. Anfang der 90er kam mal ein Beamter auf die Idee
> in den neuen Ausweis meinen 2. normalerweise nicht verwendeten Vornamen
> als Rufname einzutragen, Ändern ging nicht. Im Pass stand es aber
> richtig drin. Mit dem Effekt das manche Behördenpost nicht mehr ankam
> die sich die Anschrift aus dem Melderegister holte. Und da ich damals
> viel nach Osteuropa unterwegs war musste ich höllisch aufpassen wo ich
> welches Dokument vorzeigte.

Das wirklich Schlimme ist dabei, dass ggf. Du Dich durch die bloße 
Existenz dieser unterschiedlich geschriebenen Dokumente schon strafbar 
machst bzw. sämtliche Rechtsnachteile tragen musst. Die Behörde trifft 
natürlich keine Schuld. Schließlich ist es ja alleine Deine Schuld, dass 
dort Schnarchnasen arbeiten, die auf dem regulären Arbeitsmarkt keinen 
Blumentopf gewinnen würden.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Andreas S. schrieb:
> ● Des I. schrieb:
>> wie ergeht das eigentlich milliarden von Menschen,
>> die überhaupt gar keine lateinischen Buchstaben nutzen?
>
> Solche Menschen legen sich, sofern sie internationale Kontakte haben,
> dann irgendwelche meist englischsprachige Phantasienamen zu und passen
> ggf. auch die Reihenfolge von Vor- und Nachname an. Oder dachtest Du
> wirklich, dass der Sachbearbeiter bei irgendeinem chinesischen
> Versandhändler wirklich James Wu oder Lilly Chen heißt?

wie arbeitet die Software in deren Heimatländern mit bisweilen
tausenden einheimischen Schriftzeichen und warum klappt das so oft mit
unseren nicht?

wird z.B. ein Ausweis meinetwegen in Luang Prabang
auch in lateinischen Buchstaben ausgestellt?

: Bearbeitet durch User
von Thomas O. (kosmos)


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wenn man hier Ausweisdokumente bestellt, bekommt man nen Wisch zur 
Kontrolle den man unterschreibt, also spätestens hier sollte man 
reagieren nicht erst wenn die Dokumente da sind.

Ich kenne auch den Fall in der EU das die Frau den Nachnamen des Mannes 
als besitzanzeigend abgeändert wird.

Da heiratet also Herr Müller die Frau Margarete Meier, und diese hat 
dann in den Papieren den Namen, Margarete "Müllers" stehen, also des 
Herrn Müllers Frau Margarete. Auch komisch Herr Müller und Frau Müllers.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Thomas O. schrieb:

> Da heiratet also Herr Müller die Frau Margarete Meier, und diese hat
> dann in den Papieren den Namen, Margarete "Müllers" stehen, also des
> Herrn Müllers Frau Margarete. Auch komisch Herr Müller und Frau Müllers.

Es gab mal einen SciFi-Roman von Margaret Atwood, da wurden in einem 
politisch fragwürdigen Staat die Frauen nach ihrem Eigentümer benannt. 
Die vom Fred hiess dann "ofFred".

von Klaus R. (klaus2)


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● Des I. schrieb:
> wie ergeht das eigentlich milliarden von Menschen, die überhaupt gar
> keine lateinischen Buchstaben nutzen?

Schonmal Georgisch oder Thai gesehen? Dagg ist sz sachlich nüchtern.

Kann ein Mod hier mal aufräumen???

Klaus.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Steffen W. schrieb:
> So was kenn ich auch. Anfang der 90er kam mal ein Beamter auf die Idee
> in den neuen Ausweis meinen 2. normalerweise nicht verwendeten Vornamen
> als Rufname einzutragen, Ändern ging nicht.

Das entsprach einer mittlerweile behobenen Kapriole des Gesetzgebers. 
Damals waren für wenige Jahre die Vornamen alphabetisch anzuordnen; der 
erste wurde automatisch zum Rufnamen.
Gerüchten zufolge soll das dem damaligen Ernst Karl Thomas de Maiziere, 
der eigentlich seit Geburt Karl Ernst  Thomas hieß, nicht sonderlich 
gefallen haben ...

Mitunter hilft es, wenn Politiker von blödsinnigen politischen 
Entscheidungen selbst betroffen sind.

Siehe auch § 3 I Nr 3 BMeldeG.

: Bearbeitet durch User
von DAVID B. (bastler-david)


Angehängte Dateien:

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Ist zwar kein Fehler aber man braucht doch immer das, was man grade 
nicht da hat glaube kennen wir alle....
Keine UF Diode als 5A Version da? na kein Problem nehmen wir halt 5 
kleine UF4007 :-)

von Carl D. (jcw2)


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DAVID B. schrieb:
> Ist zwar kein Fehler aber man braucht doch immer das, was man grade
> nicht da hat glaube kennen wir alle....
> Keine UF Diode als 5A Version da? na kein Problem nehmen wir halt 5
> kleine UF4007 :-)

Die sind aber so schnell, daß man nicht sieht in welcher Reihenfolge sie 
durchbrennen. Also vielleicht doch der richtige Thread.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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DAVID B. schrieb:
> Ist zwar kein Fehler

Doch. Die fünf parallelgeschalteten Dioden haben nur eine unwesentlich 
höhere Strombelastbarkeit als als eine einzelne UF4007.

von DAVID B. (bastler-david)


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Andreas S. schrieb:
> Doch. Die fünf parallelgeschalteten Dioden haben nur eine unwesentlich
> höhere Strombelastbarkeit als als eine einzelne UF4007.

Weil ?
Die teilen sich den Strom doch so halbwegs gleich auf oder nicht?
klar Streuung und so ...

Es muss nur eine weile halten bis ich Ersatz habe :-) und das tut es.
Habe die Temperaturen gemessen sind bei 35-40 grad unter last also ok.

wenn über ALLE Dioden paare zusammen ein Strom von ca. 4-5 A dauerlast 
liegt ist das schon echt viel für den kleinen Fernseher.
auch wenn ich bis jetzt nicht weis wieso die Originalen dioden kaputt 
gegangen sind.

von Volker B. (Firma: L-E-A) (vobs)


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DAVID B. schrieb:

> Weil ?

Negativer Temperaturkoeffizient der Schleusenspannung.

Grüßle
Volker

von Martin S. (sirnails)


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DAVID B. schrieb:
> Die teilen sich den Strom doch so halbwegs gleich auf oder nicht?

Nö. Das ist ja das Problem.

Stell es Dir vor, wie zwei parallele Z-Dioden mit unterschiedlicher 
Z-Spannung. 2A Strom, aber nur je eine Z-Diode mit 1A. Man würde nicht 
erwarten, dass eine 5,7V || 6,3V für die 5,7V Z-Diode sonderlich gut 
ausgeht. Bei der Z-Diode steigt mit der Temperatur der Spannungsabfall - 
das System kompensiert sich. Bei der Diode ist es umgekehrt (-2mV/K bei 
Si). Die eh schon höher belastete Diode wird wärmer, ihre Sperrspannung 
sinkt, sie wird noch wärmer. Sie treibt sich selbst in den Hitzetod.

von DAVID B. (bastler-david)


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AHH ok danke wieder was gelernt.

von Klaus R. (klaus2)


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...wie auch zB parallele Leistungstransistoren, Leistungsdioden, 
Leistungs...alles. Wie immer gilt: Arbeit landet da, wo sie gemacht wird 
- bis zum burn out ;)

Klaus.

von Holger P. (scrat382)


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Schrumpfschlauch-Klassiker (mal wieder).

Mehrere Adern sollten verbunden werden.
Schrumpfschlauch zugeschnitten und auf die Adern gefädelt.
Adern verlötet.
Ersten Schrumpfschlauch über die Verbindung geschoben und geschrumpft

...und dabei den auf der benachbarten Ader gleich mit geschrumpft.

Nächstes Mal schiebe ich erst alle Schrumpfschläuche an die richtige 
Stelle, bevor der erste geschrumpft wird.

: Bearbeitet durch User
von Sebastian R. (sebastian_r569)


Angehängte Dateien:

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Nicht wirklich zum Nachbauen, aber irgendwie doch.

Aus Versehen Kondensatoren in 01005 bestellt. Im Vergleich ein 0402-C 
und ein 0603-R.

Ganz schön klein, das löte ich eventuell nicht mehr von Hand... :D

von Teo D. (teoderix)


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Maske tragen nich vergessen! :D

von 100Ω W. (tr0ll) Benutzerseite


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Teo D. schrieb:
> Maske tragen nich vergessen! :D

Damit man die Bateile nicht einatmet?
SCNR

: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Ja, bis 0402 spricht man noch von Vogelfutter, aber Bauteile in 01005 
gelten schon als Feinstaub. :-)

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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100Ω W. schrieb:
> Teo D. schrieb:
>> Maske tragen nich vergessen! :D
>
> Damit man die Bauteile nicht einatmet?
> SCNR

die unterliegen der Feinstaubverordnung!

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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● Des I. schrieb:
> 100Ω W. schrieb:
>> Teo D. schrieb:
>>> Maske tragen nich vergessen! :D
>>
>> Damit man die Bauteile nicht einatmet?
>> SCNR
>
> die unterliegen der Feinstaubverordnung!

...und müssten damit sofort verboten werden!!!

von Martin S. (sirnails)


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Sebastian R. schrieb:
> Aus Versehen Kondensatoren in 01005 bestellt.

Da muss man bei Mouser & Co ohnehin aufpassen, wie ein Schießhund. Ich 
hab 0201 Bauteile bestellt, weil ich bei den Filtereinstellungen nicht 
gesehen habe, dass ich "Metrisch 0603" ausgewählt hatte.

Der blöde Blick war wohl köstlich für meine Kollegen :-/

von Rolf K. (spiky)


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Mark S. schrieb:
> Einer der Klassiker war das mühevolle Anlöten eines 4-poligen
> abgeschirmten Kabels auf diesen elendig fiddeligen 5 poligen
> DIN-Stecker, am besten mit einem völlig überdimensionierten
> 80W-Lötkolben. Nachdem der Schweiss von der Stirn gewischt ist, fällt
> auf, dass man die Abdeckkappe des Steckers vergessen hat VORHER über das
> Kabel zu ziehen...
>

Solange einem das mit dem "vorher Kappe aufziehen vergessen" nicht bei 
der Vertiefung zwischenmenschlicher Kontakte passiert, ist das eine 
verzeihliche Panne. ;)

von 100Ω W. (tr0ll) Benutzerseite


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Ich habe durch Zufall einen Vorfahren zu diesem Thread gefunden:
Beitrag "Euer neuster FAIL / Gebratenes"

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Teo D. schrieb:
> Maske tragen nich vergessen! :D

Und die eiserne Regel: Wenns runterfällt, nicht bücken und suchen!

von Holger P. (scrat382)


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Noch einer aus der Ausbildung:
1. Jahr (1996)

Wir hatten da diese schönen Labortische, mit den hochfahrbaren Segmenten 
und fest verbauten Geräten. Darunter auch ein Netzteil mit einem LCD für 
Volt und Ampere (umschaltbar per Kippschalter). Es gab keine Anzeige, ob 
gerade der Volt- oder Ampere-Bereich geschaltet ist. Einziger Indikator 
war die Stellung des Kippschalters. Max 30 X, 2,5 A.
Der Drehknopf war natürlich ein Zehngangpoti.

Ihr könnt Euch sicher denken, was jetzt kommt.

Schaltung mit 5V Betriebsspannung, einige Elkos.
Mit-Azubi dreht am Knopf...."Warum bringt dieses Mistding hier nur 2,7 
Volt?"

BUMM

Es regnete Papierfitzel. Alle Elkos hatten sich zerlegt.

Nach Betätigung des Kippschalters zeigte das Display 30V an.

Lange her.....

von Daniel A. (daniel-a)


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Raid 1 zu Raid 5 konvertieren. Schnell im Internet gesucht, erstes 
Tutorial genommen: https ://dev 
.to/csgeek/converting-raid-1-to-raid-5-on-linux-file-systems-k73

Zusammengefasst: "mdadm --create" ist der falsche weg. Habe es 
abgebrochen, als ich gemerkt habe, dass auf /dev/mdX nur noch Datensalat 
ist. Jetzt ist mein Videoportal erst mal für ein paar Wochen/Monate 
down. Eventuell etwas weniger, falls ich da noch was wiederhergestellt 
bekomme...

von Luca E. (derlucae98)


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Hast doch bestimmt ein Backup...

von Daniel A. (daniel-a)


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Luca E. schrieb:
> Hast doch bestimmt ein Backup...

Das ist das "Backup" meiner Filmsammlung. Muss ich jetzt hat alle wieder 
zurück kopieren, Bluray für Bluray...

von Heute V. (Firma: diverse Abhängikeiten) (it_depends)


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Andreas S. schrieb:
> Soul E. schrieb:
>> Heutzutage nutzen zwar die meisten Programme die Ländereinstellungen von
>> Windows, aber leider nicht alle.
>
> Damals(tm) während des Studiums arbeitete ein Kommilitone als
> Systemverwalter in einem Institut mit vielen AIX-Rechnern. Irgendwenn
> konnte kaum noch jemand auf den Postscript-Netzwerkdruckern drucken.
> Auch die Darstellung vieler Postscript-Dokumente mit
> Betrachtungsprogrammen wie z.B. Ghostscript funktionierte nicht mehr.
> Nach langer, langer Fehlersuche, an der etliche Leute beteiligt waren,
> gab es dann eine Erkllärung: IBM hatte tatsächlich bei einem
> Softwareupdate eine Bibliothek installiert, die die Spracheinstellung
> des Betriebssystems so knallhart übernahm, dass auch die Generierung von
> Postscript davon betroffen war, d.h. mit Dezimalkommata statt
> Dezimalpunkten. Es hätte damals wohl sogar einen IBM-Drucker im Angebot
> gegeben, den man auch auf Dezimalkomma hätte einstellen können, aber der
> wäre damit natürlich komplett inkompatibel zu allen anderen Systemen
> geworden. Stattdessen bestand die einzige brauchbare Lösung darin, alle
> AIX-Systeme auf US-englische Lokalisierung umzustellen.

..glaube ich Dir aufs Wort, ich war mal ein "Systemverwalter in einem 
Institut mit vielen AIX-Rechnern" ..aber auch Silicon Graphics, HP, DEC 
usw..

Auf AIX Mühlen konnte man quasi keines der üblichen "public Domain" X11 
Programme ohne Nacharbeit fehlerfrei übersetzen, da IBM auch die 
X11-Farbtabelle "nationalisiert" hatte und zwar ein einer Form das 
sowohl black als auch white unbekannte Farben waren. Dafür wundere ich 
mich heute noch wie "mittelgoldrutengelb" wohl aussehen könnte...

"I'm a BM, You are a BM, we all BM's for IBM.."

it_depends

von P. W. (deneriel)


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Oh, die Großrechner Sonderlocken ;-)

Anno 2003 um den Dreh wurde ich von den Vermessungsingenieuren mal 
gefragt ob ich eine alte Datenlieferung irgendeines 
Gebietsrechenzentrums von $langeher neu einlesen könnte.
Naja, sollte ja nicht das Problem sein...

1. Das war eine 5,25" Diskette. Gut, das ging noch - im Keller in der 
"Museumskiste" fand sich noch ein Laufwerk dazu und Floppycontroller 
waren zu der Zeit auch noch üblich.
2. Irgendwie sahen die Textdaten da drin komisch aus.
Man hatte kurzerhand "unnötige Sondderzeichen" wie [\] ersetzt um dort 
noch ein paar Speicherplätze für deutsche Umlaute rein zu quetschen. Die 
wurden gebraucht weil u.A. in den Daten auch Straßennahmen enthalten 
waren.

Gut, hätte schlimmer sein können. Immerhin wars grundlegend schonmal 
ASCII und nicht EBCDIC.
Vermutlich wurde das beim Export schonmal umcodiert und die Umlaute 
waren dann ein Überbleibsel.
Und wenn man hier mal schaut: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Extended_Binary_Coded_Decimal_Interchange_Code#EBCDIC-Variante_EBCDIC.DF.03-DRV_(CCSN:EDF03DRV) 
findet sich diese Anordnung der Umlaute sogar wieder.
BS2000 als Datenquelle wäre in deutschen Gebietsrechenzentren nicht 
ungewöhnlich gewesen. Bevor das an Fujitsu gefallen ist, stand ja mal 
Siemens drauf.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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P. W. schrieb:

> Man hatte kurzerhand "unnötige Sondderzeichen" wie [\] ersetzt um dort
> noch ein paar Speicherplätze für deutsche Umlaute rein zu quetschen. Die
> wurden gebraucht weil u.A. in den Daten auch Straßennahmen enthalten
> waren.
>
> Gut, hätte schlimmer sein können. Immerhin wars grundlegend schonmal
> ASCII und nicht EBCDIC.

ASCII ist ein 7bit-Code. Damals war es üblich, nationale Sonderzeichen 
mit 0x5B - 5D und 0x7B - 7D zu codieren und dafür [ \ ] und { | } 
entfallen zu lassen. Drucker hatten üblicherweise einen Schalterblock, 
mit dem man die passende Belegung auswählen konnte. Und der "APPLE ][" 
meldete sich nach Umschalten auf Deutsch mit "APPLE ÜÄ".

Die Zeichen jenseits der 0x7F kamen erst mit dem IBM PC, und selbst da 
gab es dann noch dutzende lokaler "Codepages". Windows hatte dann 
ANSI-850 "MS-DOS Latin 1" als Standard, und schließlich kam Unicode.

von Percy N. (vox_bovi)


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P. W. schrieb:
> Irgendwie sahen die Textdaten da drin komisch aus.
> Man hatte kurzerhand "unnötige Sondderzeichen" wie [] ersetzt um dort
> noch ein paar Speicherplätze für deutsche Umlaute rein zu quetschen. Die
> wurden gebraucht weil u.A. in den Daten auch Straßennahmen enthalten
> waren.
>
> Gut, hätte schlimmer sein können. Immerhin wars grundlegend schonmal
> ASCII und nicht EBCDIC.
> Vermutlich wurde das beim Export schonmal umcodiert und die Umlaute
> waren dann ein Überbleibsel.

Nö, das war schlicht ASCII,  allerdings mit der US-Codepage. Vor 1990 
war das Standard, insbesondere in der 8-bit-Welt; danach wurde mit DOS 
5.0  von ANSI CP 437 auf ANSI CP 850 umgestellt, was für die nächste 
Verwirrung sorgte.

Das Problem hatte darin bestanden, den kompletten alphanumerischen 
Zeichensatz in 7 bit zu quetschen. Wer damals einen Drucker kaufte, 
durfte ihn zunächst auf den gewünschten nationalen Zeichensatz 
einstellen, gern über Mäuseklavier. Bessere Matrixdrucker ließen sich 
durch Befehlscode umstellen.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Kam der Klassiker mit den zu kurz abgeschnittenen Kabeln schon? Ist mir 
in frühester Jugend mit einer Antennenleitung passiert, das muss mich 
derart traumatisiert haben, dass seither Drähte und Kabel in Gehäusen, 
Unterputzdosen etc. übermäßig lang gelassen werden.

Mein befreundeter Elektriker gab dazu den Standardspruch zum Besten: 
"Dreimal abgeschnitten und immer noch zu kurz." Das Problem ist also 
bekannt...


Percy N. schrieb:
> Steffen W. schrieb:
>> So was kenn ich auch. Anfang der 90er kam mal ein Beamter auf die Idee
>> in den neuen Ausweis meinen 2. normalerweise nicht verwendeten Vornamen
>> als Rufname einzutragen, Ändern ging nicht.
>
> Das entsprach einer mittlerweile behobenen Kapriole des Gesetzgebers.
> Damals waren für wenige Jahre die Vornamen alphabetisch anzuordnen; der
> erste wurde automatisch zum Rufnamen.

Wie blöd ist das denn?? Irre. Und aus einem doppelten Vornamen wie 
Klaus-Dieter wurde dann Dieter-Klaus?

> Mitunter hilft es, wenn Politiker von blödsinnigen politischen
> Entscheidungen selbst betroffen sind.

Ist wohl so. Was Politiker ihren lieben ganzen Tag so machen außer 
Spendengelder einzutreiben, Millionen-Provisonen für vermittelte 
Maskengeschäfte einzustreichen und anderen privaten Geschäften 
nachzugehen?

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Und aus einem doppelten Vornamen wie Klaus-Dieter wurde dann
> Dieter-Klaus?

Das ist noch nicht einmal erforderlich, um für Unfrieden zu sorgen. 
Peter Harry Carstensen zB soll ausgesprochen gereizt reagieren, wenn ihn 
(mal wieder) jemand Harry Peter Carstensen nennt.

Spannend wird's aber bei Xaver Maria Oberlechner ...

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Percy N. schrieb:
> Spannend wird's aber bei Xaver Maria Oberlechner ...

Stimmt!! Köstlich. Wie lächerlich nehmen sich dagegen meine Probleme mit 
Dieter-Klaus aus.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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P. W. schrieb:
> Bevor das an Fujitsu gefallen ist, stand ja mal Siemens drauf.

Fujitsu war schon immer eine Joint Venture von Furukawa Tsushinki und 
Siemens. Siemens wird auf japanisch nämlich wie "Jimens" ausgesprochen. 
Das 1935 gegründete Gemeinschaftsunternehmen hieß daher Fuji Electric, 
später wurde das Tsushinki ebenfalls Namensbestandteil, so dass die 
Umbenennung in Fujitsu erfolgte.

Anfangs sah as Logo auch ziemlich "siemenstypisch" für die damalige Zeit 
aus, siehe Siemens & Halske.

von Jan K. (keksstein)


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Heute Abend passiert:

ich möchte von meiner alten PC Festplatte Daten auf den neuen Rechner 
übertragen, leider ist das beiliegende 12V Schaltnetzteil zur Versorgung 
des SATA -> USB3.0 Adapters nicht in der Verpackung. Schöner Mist, einen 
passenden Stecker habe ich nicht sodass ich den Adapter nicht an mein 
Labornetzteil anschließen kann. Aber mein Nixi-Uhren Bausatz (Deutscher 
Shop) läuft an 12V, da war ein passendes Schaltnetzteil dabei. Das 
Netzteil lief an der Uhr 2 Jahre im Dauerbetrieb. 1A könnte ein wenig 
knapp sein aber die Teile sind ja Kurzschlussfest, den Versuch kann man 
wagen. Denkste

Wie sich herausstellte zieht so eine HDD kurzzeitig einiges an Strom, 
das Originale Netzteil konnte 1.9A liefern. Mein Labornetzteil (2A) geht 
kurz in die Strombegrenzung.

Das wäre ja nicht schlimm gewesen, nur ist das Netzteil ein heftiger 
Chinesischer Billigmist und dürfte hier so nicht auf den Markt kommen, 
der Vertreiber der Bausätze bezieht die Teile sicher direkt aus China.
Mit dem Knall eines kleinen Feuerwerkkörpers und einer schönen warmen 
Hand saß ich im Dunkeln. Netzteil aus der Dose gezogen, dabei hatte ich 
auf einmal eine Hälfte in der Hand, Leitungsschutzschalter und FI haben 
ausgelöst. Die halbe Wohnung ist Dunkel, jede Phase hat einen FI. Meine 
Frau fand das nicht so super. Im Licht die Überreste Untersucht:

Die Primärseite scheint mit 2 Halbleitern auszukommen, da war wohl kein 
Platz für den Kurzschlussschutz. Der Eingang geht über eine "F1" zum 
Gleichrichter, keine richtige Funkentstörung. Wer jetzt denkt "F1" ist 
eine Sicherung, nein. "F1" Ist eine Axiale Funkentstördrossel die 
explodiert ist. Und zwar so heftig das das Gehäuse an dieser Stelle 
aufgebrochen ist. Alles ließ sich ohne Werkzeug zerlegen.
Die Anschlussleitungen haben zusätzlich die Funktion einer Sicherung 
übernommen, Teamwork vom feinsten. Das Lot ist explodiert, Beide 
Leitungen ließen sich einfach aus der Platine ziehen. Im Gehäuse 
Verdampftes Lot udnd Kupfer von der Leiterbahn. Viele kalte Lötstellen 
im Ganzen Gerät unterstreichen die ...besondere... 
Verarbeitungsqualität. Das einzige Gute: Ich habe ein Kabel mit dem ich 
ans Labornetzteil komme :-)

Morgen wird seziert und geschaut was passiert ist, bin ziemlich sicher 
das einfach der Schalttransistor durchlegiert ist. Den Vertreiber der 
Uhren Bausätze werde ich darauf hinweisen.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Jan K. schrieb:
> Den Vertreiber der Uhren Bausätze werde ich darauf hinweisen.

da backt der sich'n Ei drauf

von Dietrich L. (dietrichl)


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Jan K. schrieb:
> Morgen wird seziert und geschaut was passiert ist

Aber deine Festplatte hat das überlebt? Das wäre ja schon mal was...

von Jan K. (keksstein)


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>da backt der sich'n Ei drauf

Denke ich auch, mal sehen.

>Aber deine Festplatte hat das überlebt? Das wäre ja schon mal was...

Ja, die lebt zum glück noch.

Mal 2 Bilder im Anhang vom "Kunstwerk" :-)

von Percy N. (vox_bovi)


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Jan K. schrieb:
> Mal 2 Bilder im Anhang vom "Kunstwerk" :-)

Lecker! Das kokelt und müffelt ja noch auf dem Bildschirm.

von Teo D. (teoderix)


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Jan K. schrieb:
>>da backt der sich'n Ei drauf
>
> Denke ich auch, mal sehen.

Gib Ihm ne miese Bewertung!
Das ist so effektiv, das Er dir evtl. ein Bestechungsgeld anbietet 
(Preisnachlass etc). Ist Quasi Gang und Gäbe. Hat die Begehrlichkeit 
scheinbar gefälschte Bewertungen, dann gib ne schlechte ab und du 
bekommst das Zeug fast umsonst. -> Kund bescheißt Kunde!

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Jan K. schrieb:
> "F1" Ist eine Axiale Funkentstördrossel die explodiert ist.

Das war dann schon die Luxus Ausstattung. Andere haben an der Stelle 
einfach eine durchgehende Leiterbahn die F1 genannt wird.

: Bearbeitet durch User
von Matthias L. (limbachnet)


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Teo D. schrieb:
> Gib Ihm ne miese Bewertung!

Nach über zwei Jahren???

Jan K. schrieb:
> Das
> Netzteil lief an der Uhr 2 Jahre im Dauerbetrieb.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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● Des I. schrieb:
> Jan K. schrieb:
>> Den Vertreiber der Uhren Bausätze werde ich darauf hinweisen.
>
> da backt der sich'n Ei drauf

Da gibt es doch so eine Beschwerdestelle bzgl CE und Gerätesicherheit. 
RAPEX oder so? Schick denen die Fotos, die mögen sowas. Und die Adresse 
von dem Händler natürlich auch.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Jan K. schrieb:
> Mal 2 Bilder im Anhang vom "Kunstwerk" :-)

Das finde ich gar nicht mal so schlimm, da der Hersteller offenbar sogar 
auf eine ordentliche Trennung zwischen der Primär- und der Sekundärseite 
geachtet hat. Ansonsten verzichten viele "Chinesen" mittlerweile auf 
solche Abstände, d.h. die Leiterbahnen beider Seiten sind dann nur 0,x 
mm voneinander getrennt.

von Teo D. (teoderix)


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Eigentlich ist mir vor zwei Tagen "ähnliches" passiert.
USB3-HD, China Wandwarze, Pollin 2A, knapp aber tut seit ~6-7J.
Alles gut, nur als ich das NT aus der Dose ziehen wollte, hatte ich den 
Deckel in der Hand und die Fingerspitzen im Gehäuse. Nix passiert aber 
lustig is das nich.
Evtl. Klebereste, bin ich immer noch am suchen.... ?-{


PS: Ganz vergessen: Das war am Basteltisch und die Dose zuvor getrennt.
Fiel mir grad erst ein.... Der Schreck war wohl größer als ich dachte. 
#-0

: Bearbeitet durch User
von DAVID B. (bastler-david)


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Hat zwar nichts mit Bau Fehler meiner Seite Zutun aber auch lustig/nicht 
lustig.
Habe mir eine China Platine gekauft diese kam gestern auch darauf waren 
5 Sicherungen a 5A mt 20x5 so weit ok nur brauchte ich 8A.
also andere Sicherung verbaut.

Dabei fiel mir der dicke Draht in der alten 5A Sicherung auf und ich 
wollte wissen, ob die auch wirklich bei 5A trennen.

Habe sie an ein 12V DC Netzteil angeschlossen und jetzt wird es lustig.
Bei 5A bleibt die Sicherung kalt denkste ok.
Bei 8A auch wieder 1 Minute last Sicherung wird sie leicht warm brennt 
aber NICHT durch.
bei 15A fängt sie an zu "LEUCHTEN" und wird heiß brennt aber immer noch 
nicht durch.

Bei 12v/18A leuchtet sie ganz ordentlich und wird recht heiß aber mehr 
Strom habe ich grade nicht "Auflager".

Frage ich mich ob das nicht eine umgebaute Glühbirne sein sollte.

Naja auch geil zumindest stehe ich bei der Sicherung ganz sicher NICHT 
im Dunkeln.

von Teo D. (teoderix)


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Kruzifix sgelzement no a moi. Lernst du Depp des den niea.
Ned a moi beim Pfuschen, koonst aufbassen. Du Depp du depperter, Depp 
du... (https://youtu.be/IASVKgZ5T8o)

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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was sehen wir da denn genau?

von (prx) A. K. (prx)


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Nichts, und das ist das Problem. Eigentlich sollte man den 
Schrumpfschlauch aus der Kiste oben sehen. ;-)

: Bearbeitet durch User
von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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siessu - ich bin genauso blöd :-]

von Korax K. (korax)


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Mach halt die Knete drum. Hat Werner Siemens seinerzeit auch gemacht.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Guttapercha#Anwendungen

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