Blackbird schrieb:> Der Konsens vom Eingang des Threads wird damit aufgegeben und dieser> Thread endet wie alle: ohne Ergebnis.
Ja, das ist auch meine Befürchtung. aber eigentlich macht das nicht gar
so viel aus. Wenn so etwa 50% der Leute aus diesem Thread was an
Erkenntnis mitnehmen, dann sollte man nicht gar zu unzufrieden sein.
Ich hänge hier mal ein paar Bilder dran:
Zunächst ein kleines fertiges Bastel-Netzteil aus der 15V/1A Klasse
Dann zwei wirklich billige, aber sehr wohl verwendbare Plastikgehäuse,
die ich bei TME gekauft hab. Kostenpunkt unter 5 Euro.
Schlußendlich ein passender Printtrafo. Der läßt sich tatsächlich mit
den Pins nach oben auf die Unterseite des Gehäuses schrauben.
Kontaktierung dann per Litzen und auf die Primärseite als Quasi-Verguß
ne Ladung Heißkleber drauf. Das ist m.E. ausreichend, um auch für
unbedachte Bastler genug Sicherheit gegen Berührung und Durchschlag nach
sekundär zu geben.
Und wenn hier noch einer meckert, dann gibt's ein Bild vom Statron 3222!
Da kann man alles das sehen, was man als Bastler eben NICHT so
hinkriegt:
- Spezial-Trafos
- Kabelbäume
- viel Mechanik
und konstruktiv ist das ein Doppelnetzteil, was im Inneren aus zwei
getrennten identischen Netzteilen besteht. Sag jetzt bloß niemand mehr
was gegen die Idee, ein spottbilliges Einzelnetzteil zu konzipieren und
sich dann im Bedarfsfalle zwei Stück davon hinzustellen. Bei den obigen
Gehäusen ist das kein Kunststück.
W.S.
Michael B. schrieb:> Klingt für mich, als gibt es zwei Reglerkonzepte (Emitterfolger und "HP> Konzept") die beide nicht vereinbar sind, also müsste man beide weiter> betrachten ...
Die Unterteilung in 2 Konzepte ist schon richtig. Das eine sind die
Regler mit einer Ausgangsstufe mit niedriger Ausgangsimpedanz, so wie
der Emitterfolger. Das andere sind LDO Regler mit einer Ausgangsstufe
die den Strom vorgibt, also hoher Ausgangsimpedanz. Die Form mit dem
fliegenden Regler ist für ein LNG nach dem Prinzip LDO weit verbreitet,
aber nicht die einzige Möglichkeit. Es gäbe z.B. das Prinzip mit Shunt
an der Masse, darüber einen N-MOSFET und zwischen Drain und der
positiven Versorgung die Last. Alternativ könnte auch der Shunt an der
Positiven Seite sein. Das wäre dann ein LDO ohne fliegende Regelung.
Wenn man ohne Hilfsspannung auskommen will (wenn auch nur um es einfach
zu halten) sehr ich den LDO an der negativen Seite und den klassischen
Regler mit Emitterfolger als die beiden wesentlichen Optionen.
Von der Tendenz her ist die LDO Form bei der Stromregelung eher etwas im
Vorteil, die Form mit Emitterfolger dagegen bei der Spannungsregelung.
Um die Schaltung "nachbausicher" zu machen sollte man anders als man
sonst eher geneigt ist nicht versuchen die Kompensation möglichst
schnell zu machen, sondern eher mit der richtigen Topologie die
Kompensation nur so schnell auslegen wie es nötig ist ein brauchbares
Ergebnis zu bekommen.
Abgesehen von der relativ langsamen Stromregelung scheint mein letzter
Vorschlag schon relativ gut zu funktionieren. Der Ausgangskondensator
scheint vor allem dafür nötig zu sein den Überschwinger nach einem
heftigen
Sprung im Strom von hohem Strom zu niedrigem zu begrenzen. Für den
2N3055 und 1 A maximal wären etwa 10 µF nötig.
W.S. schrieb:> Ich hänge hier mal ein paar Bilder dran:
Sehr gut. Das graue TME-Gehäuse Nr.2 würde schon für Lurchis Vorschlag
mit 2-fach OPV passen, selbst der Trafo mit seinen 18V wäre perfekt.
Kühlkörper und Schnittstelle für µC könnte in die Rückwand eingearbeitet
werden. Wenn die Kunststoff-Dome für eine Eurokarte 160x100mm passen ist
das noch besser. Platine mit Trafo würde mit diesen Abmessungen auch in
einen 19 Zoll Einschubschacht passen. :)
Michael M. schrieb:> Ich habe mal versucht alle Vorteile und Wünsche unter dem Hut der Eier> legenden Wollmilchsau unterzubringen
Gut.
Ich halte 0-20V, 0-2A für vernünftig, weil die üblichen ICL7107
Panelmeter auch 1999 messen können, und weil die ca. 50 Watt auch bei
einem einzelnen Transistor im SOA liegen. ALLERDINGS NICHT VOM BD643 !
Der kann bei 2A maximal 23V (ein 18V Trafo bringt aber mehr, die
Schaltung braucht auch mehr und die 20V erreichen zu können) und das
auch nur bei Wasserkühlung. Ein TO220 ist für die Leistung einfach zu
klein, das kann eher nur 28 Watt.
Zumal der 18V Trafo nicht für 20V Ausgangsspannung reicht, maximal für
15V.
Eben ein typisches 70ger Jahre Netzteil: Funktioniert nur bei
Sonnenschein.
Ich halte die beiden Referenzspannungen für unsinnig. Erstens tut es
auch eine, wenn man den I-Regler umdreht, zum anderen tut es die andere
dann fest auf 2.5V per TL431 (dem billigsten). Spart haufenweise
Widerstände, und die beiden Trimmpotis 5k am Ausgang und 10k Am 6V2
sollten Festwiederstände sein. Man muss ja nicht auf dem Stand von 1969
planen, als es noch keine TL431 gab.
Michael B. schrieb:> Ich halte die beiden Referenzspannungen für unsinnig.
Ich auch, ich weiß nur nicht wie ich mit einer Referenzspannung
auskomme. 2,5V ist eine gute Idee. 18V (3A) mal 1,4 reicht definitiv
aus. Vielleicht gibt es auch stärkere Transistoren im TO218 Gehäuse?
Michael M. schrieb:> Ich habe mal versucht alle Vorteile und Wünsche unter dem Hut der Eier> legenden Wollmilchsau unterzubringen. Grundschaltung von Ralf Leschner,> 2-fach OPV von Lurchi, Nachrüstbarkeit eines µC, nur Standardbauelemente> (Widerstandsreihe E6).Lurchi schrieb:> Neben der Schaltung ist eine Simulation für Strom-Transienten 10mA - 800> mA - 10 mA. Nach der AC Simulation sollte der Regler auch mit> kapazitiver Last gut klar kommen.
Gibt es einen Grund, nach den Erläuterungen von ArnoR auf den
komplementären Darlingtontransistor im Leistungsteil zu verzichten?
Peter M. schrieb:> Gibt es einen Grund, nach den Erläuterungen von ArnoR auf den> komplementären Darlingtontransistor im Leistungsteil zu verzichten?
ArnoR hat natürlich recht, aber die erste Schaltung sollte möglichst
einfach und kompakt sein (ein einziger Endstufentransistor).
Der spätere große Bruder kann dann alle Features enthalten, die ein
bisschen aufwendiger sind. (Es läuft wahrscheinlich darauf hinaus, dass
zwei Geräte entwickelt werden müssen, um alles abdecken zu können).
Lurchi schrieb:> Die Unterteilung in 2 Konzepte ist schon richtig.
Guten Abend,
nur eine kleiner Hinweis von mir bezüglich eines attraktiven Doppel LCD
Panel Meter für die LNG Projekte.
http://www.ebay.de/itm/182313612093
Der Meßbereich ist 0-19.99V und 0-1.999A.
1mA Auflösung finde ich recht gut.
Der Stromeingang ist Masse-seitig, aber das kann man so einrichten. Die
DPM Stromversorgung (12V) ist separate, so daß man bis auf 0V herunter
messen kann.
Für ein kleines LNG finde ich gar nicht so schlecht obwohl ich eine
Aversion für blaue Hintergrundbeleuchtung habe. Aber vielleicht läßt
sich das modifizieren. Für den Preis sicherlich interessant.
Nachtrag:
Falls sich die LEDs auswechseln lassen, könnte man gleich zweifarbige
einbauen (Grün/Rot) un den CV/CC Modus farblich anzeigen. Z.B. CV=Grün,
CC=ROT oder orange.
Sollte ich diese DPM verwenden, habe ich vor den Shunt Widerstand zu
entfernen und den Stromeingang mittels invertierenden OPA anzuschließen.
Das ist notwendig um den Spannungsabfall am Shunt nicht in die
Spannungsmessung eingehen zu lassen.
Die Frage ist natürlich, sind digitale Anzeigen wirklich besser wie
Analog Meßinstrumente? Irgendwie habe ich zu Analog, wenn sie sich auch
nicht so genau ablesen lassen, etwas mehr Vertrauen. Auch mittelt der
Strom Messer besser wie DPMs. Aber wenn man wirklich genau einstellen
muß, kann man immer extern mit einem guten DMM messen.
muss schon wieder weg. Nix mit am PC sitzen heute;-)
Gerhard
Gerhard O. schrieb:> sind digitale Anzeigen wirklich besser wie Analog Meßinstrumente?
Da kann man die letzte Nachkommastelle viel besser ablesen. (Auch wenn
sie nichts mit der Realität zu tun hat ...)
Aber das ist eine Komponente, die auf den Rest der Schaltung wenig
Einfluss hat.
Der Komplementäre Darlington wäre auch möglich, neigt aber ein bisschen
mehr zu Schwingungen, etwa wenn der Aufbau nicht so gut ist. Der Vorteil
wäre vor allem eine eventuell um etwa 0.5 V höhere Ausgangsspannung.
Dafür wird der Überschwinger nach einem Kurzschluss (und wohl auch nach
elektronischem output - enable) schon unter etwa 1.2 V etwas schlechter
statt erst unter 0.8 V.
In der Simulation ging es auf Anhieb (die Stromreglung müsste ich ggf.
noch genauer testen) - den direkten Vergleich hab ich jetzt nicht, weil
ich gerade kein Modell für den 2N2955 auf dem Rechner habe, nur was
schnelleres.
Im Anhang der Plan, mit einer sehr einfachen Stromsenke dazu und auch
dem Basis-widerstand für T3. Die Spannungsspitzen nach dem reduzieren
des Stromes werden mit größerem Kondensator am Ausgang kleiner - die
gezeigten 0.4 V wären mir schon etwas viel. Der Testweise Stromverlauf
ist 1 mA - 800 mA - 1 mA - 5 A (geht durch die Diode) - 1 mA.
Abgehen von der relativ langsamen Stromregelung (halt eine Grenze vom
LM324 in der Topologie) gefällt mit die Schaltung von den Eigenschaften
schon recht gut. Der Ausgangskondensator müsste halt eher 10 µF haben -
sofern man da einen passenden Elko mit ESR Werten unter etwa 0.5 Ohm
findet, sonst ggf. auch einfach mehr um exotische Teile zu vermeiden.
Für die Größe der Überschwinger bei den schon recht extremen
Lastwechseln scheint vor allem die Geschwindigkeit des Transistors
wichtig zu sein - viel kommt einfach davon, dass der 2N3055 einfach eine
gewisse Zeit braucht um auszuschalten oder anzufangen zu leiten. In
Grenzen ist das ein gutes Zeichen: d.h. die Wahl der Kompensation am OP
ist nicht so kritisch wenn man einen langsamen Transistor wie 2N3055
(bzw. TIP3055 wenn man TO247 bevorzugt) nimmt.
Ob man jetzt 2 Referenzen oder eine Schaltung zum Übertragen der
Referenz auf den anderen Bezugspunkt nimmt sollte nicht so wesentlich
sein. Mit Potis wären 2 Referenzen wohl einfacher - die TL431 kostet
wirklich nicht viel und sollte zumindest für den Strom gut genug sein.
Für die Steuerung per µC ist ein gemeinsamer Bezugspunkt natürlich schon
nötig.
Ein Limit von knapp 20 V und 2 A macht für Anzeigen mit 3,5 Stellen
schon Sinn. Wenn es dann etwa wegen 19 V Rohspannung nur etwa 15 oder 16
V werden sehe ich das auch noch nicht als so kritisch an.
Der Elko könnte tatsächlich eine kleine Schwierigkeit werden: Auch low
ESR Elkos haben bei 10 µF eher ESR Werte im Bereich 1 Ohm als 0.2 Ohm -
0.5 Ohm, wie es die simulierte Schaltung gerne hätte. Man könnte also
gezwungen sein die Ausgangskapazität etwas größer zu wählen. Zumindest
macht es Sinn eher low ESR Typen einzuplanen.
Bis vielleicht 1-2 µF könnte man ggf. noch Folienkondensatoren +
Serienwiderstand nehmen, bei 10 µF wird dass dann schon wieder
unhandlich. Mit schnellerem Transistor (z.B. D45H11 oder SD1047) könnte
man ggf. in den Bereich kommen wo man mit 1 µF als Ausgangskondensator
auskommt - bei der Geschwindigkeit wird es aber ggf. mit dem Layout und
parasitären Induktivitäten schon nicht mehr so gut reproduzierbar.
Lurchi schrieb:> Ob man jetzt 2 Referenzen oder eine Schaltung zum Übertragen der> Referenz auf den anderen Bezugspunkt nimmt sollte nicht so wesentlich> sein. Mit Potis wären 2 Referenzen wohl einfacher - die TL431 kostet> wirklich nicht viel und sollte zumindest für den Strom gut genug sein.> Für die Steuerung per µC ist ein gemeinsamer Bezugspunkt natürlich schon> nötig.
Ich hätte da noch ein paar Fragen.
Verstanden habe ich folgendes - glaube ich:
Die Spannung wird in der Simulation mit V3 geregelt.
In der finalen µc-freien Version wird sie ersetzt durch eine
Spannungsreferenz in Verbindung mit einem hochohmigen Poti.
Die Spannungsreferenz ist jedoch nicht massebezogen, sondern
"shunt-bezogen".
Der Strombedarf der Spannungsreferenz fließt über den Shunt.
Das stört nur diejenigen, die die Spannungsreferenz mit einer
Edelreferenz ersetzen wollen, wo dann der gesamte Stromverbrauch höher
ist als bei integrierten Referenzen.
Die Spannungsregelschleife fühlt die Ausgangsspannung über R8.
Der maximale Strom wird in der Simulation mit V2 geregelt.
In der finalen µc-freien Version wird er ersetzt durch eine
Spannungsreferenz in Verbindung mit einem hochohmigen Poti.
Die Stromreferenz ist massebezogen.
Die Stromregelung U2 fühlt den Strom über den Vorwiderstand R7 an R4.
Bei zu hohem Strom am Stromshunt wird Q3 leitend und schaltet den
Steuereingang am Eingang der Endstufe Q1 ab indem er Q1 auf knapp Masse
legt.
D4 schließt bei Fehlbeschaltung eines Verbrauchers diesen kurz (z.B.
eine verpolt angeschlossene Batterie).
Fragen:
Ich verstehe nicht den Sinn von R7 und R8, die Bedeutung von D7, ferner
Q4 und R6.
Mir fällt nicht ein, ob man mit einem Trick mit nur einer Referenz
auskäme.
Blackbird schrieb:> Kannst Du die Schaltungsfetzen zusammenhängend zeichnen und eine kurze> Angabe zu den Eckdaten geben? Die Mikrocontrollerschaltung ist Standard> und hier optional.
Ich werde mal die Variante mit dem INA122/INA126 entsprechend zeichnen
(Schaltplan sieht noch wie Kraut und Rüben Salat aus) und dann hier
reinstellen. Ich hab erst die Tage nämlich damit ein "neues" LNG für
einen Freund zusammengebaut.
Wie ich oben schon sagte hat die Variante mit dem LM324 so ihre Tücken
bei der Strommessung die aber teilweise auch am LM324 liegen da der an
den Rails nicht soo dolle ist. Mit den INAs ists da wesentlich besser,
dafür treibts den Preis in die Höhe. Ich mein (Erinnerungswerte) die
Elektronik für die Regel- und uC-Platine kostet dann immerhin schon was
um die 10 Euro, mit LM324 ist man mit rund 3 Euro weniger gut dabei.
Die Beschreibung der fliegenden Referenzen passt so weit. Den Strom für
die Referenz zu Spannungseinstellung kann man konstant halten und dann
falls nötig den konstanten Fehler bei der Strommessung korrigieren.
R7 und R8 sind einfach Widerstände am negativen Eingang der als Regler
(Integrator oder ähnlich) geschalteten OPs. Sie legen zusammen mit den
Kondensatoren im Feedback die Geschwindigkeit fest.
D4 verhindert vor allem eine Fehlpolung am Ausgang, etwa wenn man 2
Netzteile in Reihe hat und das eine Gerät in die Strombegrenzung geht.
Wenn man ggf. das Gerät nutzt um Akkus zu laden, sollte man zwischen D4
und dem Ausgang noch eine Sicherung vorsehen. Die Rückkopplung der
Spannung (R8) dann aber natürlich direkt vom Ausgang.
Q4 und R6 geben zusammen eine ganz einfache Strom-senke, damit die
Ausgangsstufe nicht mit zu wenig Strom arbeiten muss. Das gibt keinen
sehr konstanten Strom, weil der Verstärkungsfaktor etwas mit der
Temperatur zunimmt und bei kleinerer Spannung abnimmt, aber als
Grundlast sollte es ausreichen. Q4 sollte entsprechend wohl etwas größer
werden, weil da ggf. 100 mW oder etwas mehr an Wärme frei werden.
Das übertragen der Sollwerte von einem Referenzpunkt auf einen anderen
ist tatsächlich nicht so ganz einfach. Ein Möglichkeit ist eine
Differenzverstärker - allerdings mit begrenzter Genauigkeit, wenn man
keinen so hohen Aufwand treibt. Leider wäre der logische weg auch das
Spannungssignal auf das Niveau über den Shunt zu heben. Ein Fehler beim
Differenzverstärker würde sich dann als entsprechenden Bruchteil vom
Shunt widerstand als Ausgangswiderstand bemerkbar machen. Wenn man also
bei der Differenzschaltung um 1 % daneben liegt, hätte man 1% des Shunt
Widerstandes als Ausgangswiderstand. Das würde recht genaue Widerstände
oder einen Abgleich erfordern. Besonders ein negativer Widerstand am
Ausgang wäre ggf. nicht gut, +1 mOhm oder so wäre ggf. nicht so
schlimm.
Genauer als ein Differenzverstärker wäre etwa eine Stromquelle, die das
Signal ausgehend von einem höheren Niveau über Strom und Widerstand auf
einen Wert relativ zum Shunt bringt. Wenn man die Spannungsverstärkung
ohne Teiler in Feedback haben will (was das Anti Windup so einfach
macht), bräuchte man auch noch eine Spannungsverstärkung hinter der
Übertragung.
Mit µC wäre auch die Übertragung eines PWM Signals oder DACs relativ zum
neg. Ausgang möglich.
Das ist alles nicht wirklich schön, aber wenigstens nur quasi DC.
Bei dem Aufwand wäre tatsächlich zu überlegen ob die Schaltung mit
fliegendem Regler trotz des ggf. nötigen DCDC converters nicht einfacher
ist, wenn per µC gesteuert werden soll.
Gerhard O. schrieb:> nur eine kleiner Hinweis von mir bezüglich eines attraktiven Doppel LCD> Panel Meter für die LNG Projekte.
US $14,50 bzw. ca. EUR 12,30
Ist ja nett von dir, aber warum kommst du immerzu nur auf die teuren
Angebote?
Das Teil im angehängten Bild kostet hier 1.93 Euro, bzw. US$ 2,28 und
zumindest in die EU kostenloser Versand.
OK, die Zusammenstellung von roter Spannung und blauem Strom ist wohl
sehr chinesisch und hier eher ungewöhnlich, aber bei dem Preis?
W.S.
Clemens L. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> sind digitale Anzeigen wirklich besser wie Analog Meßinstrumente?>> Da kann man die letzte Nachkommastelle viel besser ablesen. (Auch wenn> sie nichts mit der Realität zu tun hat ...)>> Aber das ist eine Komponente, die auf den Rest der Schaltung wenig> Einfluss hat.
Wenn man eine analoge Anzeige nutzt, muss man keine Rücksicht auf deren
Versorgung nehmen. Allerdings sind Analoge Anzeigen mittlerweile relativ
teuer, bzw. die digitalen Module ausgesprochen billig geworden.
Mit analoger Anzeige für den Strom wäre auch die Variante ähnlich dem
ELO_NT2 interessant. Der wesentlich Nachteil da ist, dass der Shunt für
die Strombegrenzung fliegend ist. Für eine relativ schnelle Stromreglung
hat die Form auch Vorteile: wenigstens bei kleiner Spannung spricht die
Strombegrenzung schneller an.
Eine Digitale Anzeige aus Basis eines 7106/7 muss auch noch den
Spannungsbezug beachten, die sind zwar differentiell, aber nicht bis an
die Versorgung. Wie die Lage Signale bei den billigen fertigen Modulen
ist, wäre ggf. auch noch von Bedeutung.
W.S. schrieb:> US $14,50 bzw. ca. EUR 12,30> Ist ja nett von dir, aber warum kommst du immerzu nur auf die teuren> Angebote?
Naja. Mir sind die roten und blauen LED Displays irgendwie zu kitschig.
Das von mir hingewiesene Instrument sieht irgendwie dezenter,
professioneller aus in meinen Augen.
Ich habe sogar einiger dieser LED DPMs und ich bin gar nicht so
begeistert.
Michael D. schrieb:> Na ja, etwas genauer könnte es schon sein, hier für 3,01€>> Ebay-Artikel Nr. 222350941614> Ich habe die selber und bin äußerst zufrieden damit!>> Wenn es eine Kombi V/A sein soll, dann wenigstens 3 Stellen nach dem> Komma für die Stromanzeige, damit man auch mal eine LED bestromen kann,> ohne die gleich zu braten.> Also das Teil hier für 5,13€:> https://www.banggood.com/0-33V-0-3A-Four-Bit-Voltage-Current-Meter-DC-Double-Digital-LED-Display-Voltmeter-Ammeter-p-1060303.html?rmmds=myorder>> Da kann man sich noch die Farbkombination aussuchen.> Mit den blauen Digits kann ich mich auch nicht so anfreunden.
Die habe ich auch und das erste mit den roten Segmenten gefällt mir
sonst noch am besten. Was mir aber an allen diesen Displays weniger
gefällt, daß die oberen und unteren Segmente praktisch den
Fensterausschnitt berühren.
LED Blau empfinde ich eigentlich eher als unangenehm.
M. K. schrieb:> Ich werde mal die Variante mit dem INA122/INA126 entsprechend zeichnen> (Schaltplan sieht noch wie Kraut und Rüben Salat aus) und dann hier> reinstellen.
So, hab mal ein wenig umgezeichnet.
Eckdaten meines LNGs (in diesem Bereich ist es genau so schon aufgebaut
worden von mir):
Ausgangsspannungen: 12 V bis 30 V
Ausgangsströme: 0.8 A bis 2.0 A (für höhere Ströme muss lediglich der
Längstransistor „erweitert“ werden, d.h. einen zweiten/dritten
„parallel“ schalten (Grundregeln zum Parallel schalten von BJTs
beachten!))
Strommessung:
Verwendbar sind verschiedene INAs, man kann statt des INA126 z.B. auch
den INA122 verwenden.
R9 muss als Shunt natürlich auch die Leistung abkönnen, ich verwende
typischer Weise hier einen 1 Watt Widerstand.
R13 und R15 sind optional, zu beachten ist hierbei, werden sie
eingesetzt, dass sie noch mal einen zusätzlichen Faktor in die
Strommessung mit rein bringen.
Mittels des Potis „Gain“ wird die Verstärkung des INA eingestellt. Ich
stelle sie stets so ein, dass 1 Volt 1 Ampere entspricht.
C25 hab ich bisher noch nie bestückt...ich weiß im Moment gar nicht
warum ich ihn überhaupt vorgesehen hatte...Designempfehlung von TI
vielleicht?
Spannungsmessung:
R23 und Q3 am Ausgang des Spannungsreglers sind optional. Sie sorgen
dafür, dass das Netzteil im (quasi) lastfreien Zustand auch auf 0 V am
Ausgang runter gefahren werden kann. Werden sie nicht bestückt kann im
lastfreien Zustand immer noch weit über 1 V anliegen. Grund hierfür ist
der Leckstrom von Q1 und dem Feedback-Netzwerk. Zum Beispiel darf ein
2N3055 bei 30 V über der CE-Strecke einen Leckstrom von bis zu 700 uA
haben, dieser Leckstrom fließt primär dann über das Feedback-Netzwerk ab
und würde hier, wäre er 700 uA groß, zu über 7 V Spannungsabfall am
Feedbacknetzwerk führen. Ich hatte hier noch nie mehr als ca. 1.5 V
(entspricht ca. 150 uA) bei der 30 V Variante.
Der Jumper FEEDBACK ermöglicht es die Spannungsmessung mit
Sens-Leitungen auszustatten, ADC0 des uC ist dann als Sens- zu benutzen
(uC entsprechend Programmieren!). Das habe ich bisher erst einmal
benutzt, den Effekt sah man aber von einem wirklichen Vorteil will ich
bei diesen Strömen, die hier zum Fließen kommen, nicht sprechen.
D3: Muss natürlich die Spannung des Netzteils verkraften und auch den
Strom der nötig ist, um F1 zur Auslösung zu bringen. Ich verwende hier
gern mal eine MBR350 oder ähnliche Schottky-Diode.
R8: Je nach Spannungsversorgung muss das ein Leistungswiderstand sein, 2
Watt Widerstände kommen hier bei mir im Falle des Falles zum Einsatz.
Q1: Groundet man den Kühlkörper (wie hier eingezeichnet) muss der
Längstransistor Isoliert auf den Kühlkörper montiert werden. Ich hab den
TIP120, BD677 und BU806 jeweils im TO220-Gehäuse bisher in den
Netzteilen eingesetzt, eine Glimmerscheibe trennte bei mir bisher stets
zuverlässig Transistor und Kühlkörper.
Temperaturmessung des Kühlkörpers erfolgt bei mir mit einem LM35DT im
TO220-Gehäuse. Der ist auf den Kühlkörper geschraubt und wird vom uC
ausgewertet. Alternativ kann man natürlich auch einen Bemetall-Schalter
mit entsprechenden Kennwerten auf den Kühlkörper montieren um bei
Überhitzung abschalten zu lassen. Irgend eine Art der thermischen
Überwachung sollte man auf jeden Fall vorsehen.
STEUER_IN und VIN können durch die selbe Quelle gespeist werden. Setzt
man einen Lüfter mit ein dann ist in diesem Fall (STEUER_IN = VIN) IC4
im TO92-Gehäuse ggf. die falsche Wahl. Kleines Beispiel: STEUER_IN = 20
V -> 8 V Dropspannung über den ersten LM317 (IC4), Lüfter ca. 100 mA,
uC, Display und Co ca. 50 mA => Verlustleistung an IC4 = 8 V * 0.15 A =
1.2 W => Viel zu viel für TO92 => IC4 im TO220 Wählen und ebenfalls auf
einen Kühlkörper packen.
Speist man STEUER_IN aus einer 12V Quelle kann IC4, C20, R17 und R18
auch entfallen, C21 würde ich auf jeden Fall drin lassen.
Das Poti CONTRAST ist natürlich nur bei einem LCD nötig. Setzt man
stattdessen ein OLED-Display ist das Poti überflüssig.
Q4 muss natürlich auch den Strom des Lüfters tragen können.
Die Reste der PWM werden selbstverständlich um den Faktor (R20+R21)/R21
verstärkt am Ausgang erscheinen, d.h. hat man ~2 mV Ripple der PWM am
Spannungsregler führt das zu ~20 mV am Ausgang des LNGs.
Gleiches gilt selbstversändlich auch für den Strom. Hat man die
Strommessung also eingestellt auf 1 V/A dann führen ~2 mV Ripple der PWM
zu ~2 mA Ripple am Ausgang des LNGs sofern der Stromregler aktiv ist.
Wer mag kann vor D1/D2 einen Widerstand samt LED gegen Masse schalten um
eine Anzeige zu haben die anzeigt, in welchem Modus das LNG grade ist
(Strombegrenzt oder Spannungsbegrenzt).
Für weitere Fragen bin ich offen.
M. K. schrieb:> R23 und Q3 am Ausgang des Spannungsreglers sind optional.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand ein Labornetzteil baut (noch
dazu ein "Gutes"), bei dem die Ausgangsspannung nicht auf Null gefahren
werden soll. Es hat schon seinen Grund, warum Du diesen Schaltungsteil
als optional einstufst, weil er nämlich hochgradig zerstörungsfährdet
ist.
Du könntest stattdessen vor dem Shunt der Strommessung einen
Entladewiderstand gegen Masse schalten. Das würde den einen oder anderen
Schaltungstechniker durchatmen lassen.
Ansonsten würde es sich auch in dieser Schaltung wieder rentieren,
Steuer- und Lastkreis separat zu versorgen und die Strommessung in den
Ground zu verlagern. Es schreit förmlich danach.
F1 ist mir ein Rätsel.
Wenn schon Sense, dann für Plus und Minus, sonst wird der Effekt nie
über 50% steigen.
Eddy C. schrieb:> Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand ein Labornetzteil baut (noch> dazu ein "Gutes"), bei dem die Ausgangsspannung nicht auf Null gefahren> werden soll. Es hat schon seinen Grund, warum Du diesen Schaltungsteil> als optional einstufst, weil er nämlich hochgradig zerstörungsfährdet> ist.
Das ist nicht richtig. Schaun wir mal, wie wird Q3 angesteuert: Der
LM358 liefert am Ausgang irgend etwas um die 10 V maximal. Die fallen
über R23 und der BE-Strecke des Q3 ab. BE wird mal mit 0.7 V angenommen,
damit bleiben 9.3 V für R23, macht also einen Basisstrom von schmalen 93
uA. Mit der Verstärkung des BC548C (max. 800) macht das keine 80 mA
Kollektorstrom. Und wann haben wir rund 10 V am Ausgang des LM358 und
damit über der R23/BE-Strecke von Q3? Nur wenn die Ausgangsspannung des
Netzteils größer als der Setpoint ist, also eigentlich nur bei extrem
kleinen Spannungswerten (Soll << 2 V). Wo da was zerstörungsgefährdet
sein soll erschließt sich mir nicht und seit > 4 Jahren ist auch noch
kein Q3 abgetaucht. Ist ja auch klar, im Worst Case muss das Ding keine
80 mA Kollektorstrom verheizen (aus Erfahrung kann ich sagen, dass es
weniger als 20 mA sind) während die Kollektor-Emitterspannung gegen 0 V
geht.
Eddy C. schrieb:> Du könntest stattdessen vor dem Shunt der Strommessung einen> Entladewiderstand gegen Masse schalten. Das würde den einen oder anderen> Schaltungstechniker durchatmen lassen.
Was aber das Problem nicht behebt. Der Entladewiderstand darf ja nicht
zu klein werden und selbst ein 1 kΩ Widerstand gegen Masse würde bei den
maximal zulässigen 700 uA eine 2N3055 (bzw. 500 uA eines TIP120) immer
noch 700 mV (bzw. 500 mV) Spannungsabfall verursachen. Nicht unbedingt
schön.
Eddy C. schrieb:> Ansonsten würde es sich auch in dieser Schaltung wieder rentieren,> Steuer- und Lastkreis separat zu versorgen und die Strommessung in den> Ground zu verlagern. Es schreit förmlich danach.
Die Strommessung wurde bewusst in die Highside gelegt damit man eben für
die Strom und Spannungsmessung (und auch für die Vorgabe) ein
gemeinsames Bezugspotential hat. Ist für den Einsatz des uCs einfach
besser.
Welchen Vorteil eine separate Versorgung hat hab ich oben ja schon
erläutert.
Eddy C. schrieb:> Wenn schon Sense, dann für Plus und Minus, sonst wird der Effekt nie> über 50% steigen.
Wenn Sense benutzt wird ist ADC0 Sens-Minus. Das Massekabel der
Laborbuchse für Minus muss dann natürlich separat geführt werden, habe
ich oben vergessen dazu zu schreiben. Für den Kenner sind manche Dinge
einfach verständlich.
Eddy C. schrieb:> F1 ist mir ein Rätsel.
Das ist wiederum mir ein Rätsel. Falls aus irgendeinem Grund die
Strombegrenzung nicht funktionieren sollte oder aber jemand eine
Batterie verpolt ans Netzteil anschließt wird F1 den Pluspol des
Netzteils trennen. Besser als das einem die Batterie um die Ohren
fliegt. Deshalb soll ja auch D3 was sein, dass ordentlich Strom fließen
lassen kann.
ArnoR schrieb:> Nochwas zur dynamischen Stabilität.>> Im vorigen Beitrag war zu sehen, dass die Lastkapazität in> Verbindung mit dem Ausgangswiderstand die Schwierigkeiten> macht. Idealerweise hätte man eine Schaltung mit> Ausgangswiderstand =0, dann macht die Lastkapazität keine> Probleme mehr. Natürlich kann man das nicht erreichen, [...]
Aus meiner Sicht gibt es zwei Teilprobleme:
1. Der Betrag des Ausgangswiderstandes soll möglichst klein sein.
2. Der Ausgangswiderstand soll möglichst rein reell sein.
Aus meiner Erfahrung mit I/U-Wandlern weiss ich, dass die
Blindanteile durch den -20dB/Dekade-Abfall im Zusammenspiel
mit der Leerlaufverstärkung hervorgerufen werden.
Ergibt sich für mich die Frage: Kann man die Blindanteile
beschränken, indem man die Leerlaufverstärkung beschränkt?
(Ein statischer Regelfehler von 100µV ist völlig irrsinnig
und übertrieben. Stabilität in allen Lebenslagen ist viel
wichtiger.)
Weiterführende Idee: Bringt ein Kaskadenregler etwas? Aus
einem Wald-und-Wiesen-Standard-OPV bekommt man (worst case)
kaum mehr als 5mA Ausgangsstrom sicher heraus. Man könnte
einen Treiberverstärker aus einem halbwegs schnellen OPV,
einem BDxxx und einer lokalen Rückkopplung machen, der
einen niedrigen Innenwiderstand hat UND schnell ist.
Das entspannt das Problem mit den Dreifach-Darlingtons.
Der über-alles-Regelkreis kommt dann mit einer sehr
beschränkten Schleifenverstärkung aus und ist entsprechend
schnell, weil der Knick für den 20dB-Abfall hoch liegt.
> Ein deutlicher Schritt dazu wäre, den npn-Darlington durch> einen Komplementär-Darlington zu ersetzen. Der hat nämlich> unter gleichen Betriebsbedingungen einen sehr viel kleineren> Ausgangswiderstand als der nicht komplementäre.
Das ist interessant -- denn das berührt eine Idee, die mir
auch schon kam.
Stellen sich für mich folgende Fragen:
- Wie schlimm ist das (In-)Stabilitätsproblem bei Sziklai-Paaren?
- Lässt sich die Konfiguration pimpen, indem man einen npn-Treiber
und mehrere pnp-Lasttransistoren verwendet? Welchen Folgen hat
das für die Stabilität?
Ich kann zur Beantwortung leider nix beitragen; habe keine
praktische Erfahrung mit Komplementär-Darlingtons.
Possetitjel schrieb:> Lässt sich die Konfiguration pimpen, indem man einen npn-Treiber> und mehrere pnp-Lasttransistoren verwendet?
Bei mehreren PNP-Lasttransistoren wird auch der gesamte Treiberstrom
größer, der nicht durch den Verbraucher fließt, sondern vom Emitter
direkt nach Vcc. Die hohen Basisströme fließen also ungenutzt nach Plus
ab. Dadurch wird der Wirkungsgrad schlechter. Ein Pimpen könnte
theoretisch aber trotzdem funktionieren.
Peter M. schrieb:> Lurchi schrieb:>> Neben der Schaltung ist eine Simulation für Strom-Transienten>> 10mA - 800 mA - 10 mA. Nach der AC Simulation sollte der Regler>> auch mit kapazitiver Last gut klar kommen.>> Gibt es einen Grund, nach den Erläuterungen von ArnoR auf den> komplementären Darlingtontransistor im Leistungsteil zu> verzichten?
Komplementär-Darlingtons (Sziklai-Paare) sind als notorische
Quelle für Instabilität (=Schwingneigung) verschrieen. (Ich
kann dazu nix sagen, da keine Erfahrungen damit.)
Ich finde die Idee äußerst verlockend, würde das aber SEHR
gründlich prüfen. Schwingneigung will man bei einem Labor-
netzteil WIRKLICH nicht haben.
M. K. schrieb:> Die Strommessung wurde bewusst in die Highside gelegt damit> man eben für die Strom und Spannungsmessung (und auch für> die Vorgabe) ein gemeinsames Bezugspotential hat. Ist für> den Einsatz des uCs einfach besser.
Spontaner Einfall: Beim Shunt in GND müsste man das Stromsignal
durch einen invertierenden Verstärker nach oben holen können.
Possetitjel schrieb:> Spontaner Einfall: Beim Shunt in GND müsste man das Stromsignal> durch einen invertierenden Verstärker nach oben holen können.
Ja, aber woher kommt die Masseversorgung für Dein OPV her? Wenn Du den
OPV vor dem Shunt betreibst, brauchst du einen eigenständigen zweiten
OPV für die Spannungsregelung mit Masseverbindung nach dem Shunt (kein
Doppel-OPV mehr möglich). Betreibst Du ihn nach dem Shunt, wird die
Eingangsspannung bei Stromfluss negativer als die Versorgungsspannung
sein, das vertragen OPVs nicht gut und sie können damit nichts anfangen.
Ralf L. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Spontaner Einfall: Beim Shunt in GND müsste man das Stromsignal>> durch einen invertierenden Verstärker nach oben holen können.>> Ja, aber woher kommt die Masseversorgung für Dein OPV her?
"Och... das Problem bearbeiten wir erst in Phase III" :)
Nein... im Ernst jetzt: Habe ich noch nicht bedacht, das Thema.
Ich wollte erstmal nur eine Lösungsidee für die Anzeigen haben,
die einigermaßen universell ist.
> Wenn Du den OPV vor dem Shunt betreibst, brauchst du einen> eigenständigen zweiten OPV für die Spannungsregelung mit> Masseverbindung nach dem Shunt (kein Doppel-OPV mehr möglich).
Hmm... das würde ich für hinnehmbar halten, wenn man damit einen
anderweitigen Vorteil erreicht.
Mit "OPV vor Shunt" geht sogar nicht-invertierender Verstärker.
Interessant.
> Betreibst Du ihn nach dem Shunt, wird die Eingangsspannung> bei Stromfluss negativer als die Versorgungsspannung sein,
Ja.
> das vertragen OPVs nicht gut und sie können damit nichts> anfangen.
Doch - das ist ja der Witz: Der invertierende Verstärker ist
gewissermaßen eine Stromwaage; die Eingangsspannung VOR dem
ersten Widerstand darf negativ werden, der Minus-Eingang am
OPV bildet eine virtuelle Masse, der zweite Widerstand geht
vom Minus-Eingang zum Ausgang mit positiver Ausgangsspannung.
Der Plus-Eingang liegt auf GND.
Gerhard O. schrieb:> Ralf L. schrieb:>> Ein 10-Gangpoti halte ich für übertrieben.>> Du meinst wahrscheinlich für die Stromeinstellung. Wenn man mit einem> 1-Gang Poti arbeiten will, wäre eine Bereichsumschaltung der Einstellung> zweckmäßig um kleine Ströme besser einstellen zu können.> ...> 1-100mA und 1A Bereich wäre gut.
Zu diesem Zweck habe ich bei meinem Voltcraft DIGI 35 das lineare Poti
durch ein logarithmisches ersetzt. Damit kann man wunderbar kleine
Ströme einstellen!
Ralf L. schrieb:> Wenn Du den> OPV vor dem Shunt betreibst, brauchst du einen eigenständigen zweiten> OPV für die Spannungsregelung
Mit dieser Aussage habe ich mich vertan. Sorry. Wenn der OPV seine
Masseversorgung vor dem Shunt bekommt ist sehr wohl noch eine
Spannungsregelung möglich, weil dafür eine eigenständige
Referenzspannung erzeugt wird. In der Schaltung vom 16.10.2017 um 15:04
und in Michael Metzers Schaltung ist das ja auch so gemacht. Mein
Denkfehler.
Dietrich L. schrieb:> Zu diesem Zweck habe ich bei meinem Voltcraft DIGI 35 das lineare Poti> durch ein logarithmisches ersetzt.
Auch eine gute Idee. :)
Dietrich L. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Ralf L. schrieb:>> ...>> 1-100mA und 1A Bereich wäre gut.>> Zu diesem Zweck habe ich bei meinem Voltcraft DIGI 35 das lineare Poti> durch ein logarithmisches ersetzt. Damit kann man wunderbar kleine> Ströme einstellen!
...wobei es nicht ganz uninteressant ist, an welchem Ende der
Widerstandsbahn sich der gestauchte Bereich befindet.
Possetitjel schrieb:> M. K. schrieb:>>> Die Strommessung wurde bewusst in die Highside gelegt damit>> man eben für die Strom und Spannungsmessung (und auch für>> die Vorgabe) ein gemeinsames Bezugspotential hat. Ist für>> den Einsatz des uCs einfach besser.>> Spontaner Einfall: Beim Shunt in GND müsste man das Stromsignal> durch einen invertierenden Verstärker nach oben holen können.
Kann man natürlich auch machen, why not? Wie gesagt, ich hab nur eine
Lösung gegeben die skalierbar ist (bis 30V/3A ist damit kein Ding) und
mit uC steuerbar (alternativ kann man auch den uC weg lassen und mit
Potis und z.B. mit den obigen Digitalanzeigen arbeiten) ist.
Der Komplementär Darlington ist so eine Art Kaskadenregler. Das kann
etwas helfen, verschiebt das Problem aber zum Teil dahin den inneren
Regelkreis stabil zu bekommen. Jedenfalls müsste man die innere Schleife
sehr schnell machen.
Die Schaltung ganz vom Anfang scheint so etwas wie einen Kaskadenregler
zu probieren. Die Stromregelung soll so funktionieren indem die
Soll-Spannung vorgeben wird. Das kann funktionieren, verlangt aber, dass
der Spannungsregler nicht nur als Regler stabil sein muss, sondern auch
als Verstärker ein vernünftiges verhalten hat. Die Auslegung des
Spannungsreglers wird also anspruchsvoller - wie gut das geht kann ich
nicht sagen. Da könnten ggf. echte Problem lauern, es könnte aber auch
gut gehen.
Der Vorteil die Spannungs- und Stromregelung als Kaskade zu kombinieren
ist, dass der Übergang von der Stromregelung zur Spannungsregelung sehr
einfach und gut geht.
Bei der Form mit Emitterfolger ist die Stromregelung von der Tendenz her
sowieso eher langsam - da macht der Umweg über den Spannungsregler ggf.
auch nicht mehr so viel aus.
Die reine Spannungsregelung auch bei kapazitiver Last stabil zu bekommen
ist nicht so schwierig. Auch bei DC noch einen nennenswerten
Restwiderstand zuzulassen kann dabei helfen, als alleinige Maßnahme
passt das aber nur, wenn der Regler eher langsam ist. Der passendere Weg
ist oben in der von mir vorgeschlagenen Lösung schon drin. Über ein Art
Stufe in der Impedanz als Funktion der Frequenz (in der Schaltung als
Widerstand in Reihe zum Kompensationskondensator) wird verhindert das
die Ausgangsimpedanz sich zu sehr einer idealen Induktivität annähert.
Die Schaltung so wie oben gezeigt kommt auch noch mit Kapazitäten bis
etwa 10000 µF klar, wenn der ESR Wert nicht sehr klein (ggf. mOhm
Bereich) ist, auch noch mehr. Das Problem mit zu viel Kapazität bleibt
im Prinzip, aber erst bei sehr großen Werten.
Man erkauft sich die Toleranz kapazitiver Tasten durch einen
zusätzlichen langsamen Anteil in der Sprungantwort, der aber nicht sehr
groß ist. Die Erholung für die ersten 80% geht recht schnell, die
restlichen 10-20% dauern dann aber ggf. irgend was im Bereich 100-500
µs. Ein Rest an Ausgangswiderstand kann ggf. helfen auch noch bei extrem
großen Kapazitäten stabil zu bleiben.
Wenn man bei der Schaltung mit der Steuerspannung relativ zum Punkt über
dem Shunt einen Differenzverstärker nutzt um ein Steuersignal mit
Massebezug dort hin zu übertragen, bekommt man je nach Fehler des
Verstärkers etwas Ausgangswiderstand. Mit etwas in der Größenordnung von
Prozente des Shunts muss man ggf. rechnen. Für einen 1 A Regler wäre man
da im Bereich 1-5 mOhms oder 0.1 mV - 5 mV an Spannungseinbruch bei
Volllast. Je nach Abgleich könnte man ggf. auch besser werden - man
sollte nur aufpassen nicht negative zu werden. Beim Weg über einen
Stromspiegel könnte man wohl besser werden beim Ausgangswiderstand, mit
ggf. etwas Fehler in der Linearität.
Possetitjel schrieb:> Man könnte> einen Treiberverstärker aus einem halbwegs schnellen OPV,> einem BDxxx und einer lokalen Rückkopplung machen, der> einen niedrigen Innenwiderstand hat UND schnell ist.> Das entspannt das Problem mit den Dreifach-Darlingtons.
Wozu ein OPV? Ein komplementärer Zweifach- oder Dreifach-Darlington hat
eine innere Verstärkung, die man durch lokale Gegenkopplung einstellen
kann. Schneller wird es mit OPV auch nicht. Oder habe ich Dich falsch
verstanden?
> - Wie schlimm ist das (In-)Stabilitätsproblem bei Sziklai-Paaren?
Wenn man 2 etwa gleich schnelle Transistoren einbaut, bekommt man
Überschwingen und einen steilen Phasengang bis etwa 180° im
Betriebsbereich. Wesentlich günstiger ist es, den Leistungstransistor
deutlich langsamer als den Treiber zu wählen (z.B. so wie in meinem
Vorschlag oben). Dann gibt es kein Überschwingen, einen gutmütigen
Phasengang mit weniger Höchstphasendrehung.
Falls dennoch Überschwingen auftritt, kann man das durch innere
Gegenkopplung (in der Emitterleitung des Treibers) dämpfen. Allerdings
steigt dabei der Innenwiderstand der Anordung, so dass man ab etwa 33R
den Vorteil des geringeren Innenwiderstands im Vergleich zum
nichtkomplementären Darlington verliert.
Der komplementäre Darlington regiert auch empfindlich auf die Last (eine
stark Kapazitive Last am Ausgang mag er z.B. nicht so) auch die Impedanz
am Eingang kann wichtig werden: wenn die hoch geht nimmt die
Schwingungsneigung auch zu.
Der Ausgangswiderstand hängt auch vom Strom ab. Wenn man keine
speziellen Vorkehrungen trifft muss die Ausgangsstufe auch mit sehr
kleinem Strom noch funktionieren. Wenn es dumm kommt hat man bei
größerer Kapazität am Ausgang Überschwinger (kaum zu vermeiden, aber an
sich noch kein Problem) und die können dazu führen das auch ein eher
kleiner Ruhestrom den mal als Grundlast vorgibt zum Entladen des
Kondensators genutzt wird und nicht mehr über die Endstufe fließen. D.h.
Zeitweise geht der Strom im ungünstigen Fall bis 0 runter, trotz
vermeintlichem Ruhestrom.
Um wirklich zuverlässig einen niedrigen Ausgangswiderstand zu erreichen,
bräuchte man schon eine Push-Pull Endstufe, etwa wie bei einem Klasse AB
Audioverstärker. Das sprengt dann aber den Rahmen eines einfachen
Reglers mit einer Versorgungsspannung.
Lurchi schrieb:> Der komplementäre Darlington regiert auch empfindlich auf die Last (eine> stark Kapazitive Last am Ausgang mag er z.B. nicht so) auch die Impedanz> am Eingang kann wichtig werden: wenn die hoch geht nimmt die> Schwingungsneigung auch zu.
Ja, das stimmt. Aber das tritt auch beim einfachen Emitterfolger auf,
allerdings nicht so stark. Im Tietze/Schenk ist das behandelt.
Lurchi schrieb:> Basic_Regler2_kompl.png
Aus meiner Sicht ähnelt Lurchis Entwurf dem Netzteil aus dem dse-faq
www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.1:
M. K. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> M. K. schrieb:>>>>> Die Strommessung wurde bewusst in die Highside gelegt damit>>> man eben für die Strom und Spannungsmessung (und auch für>>> die Vorgabe) ein gemeinsames Bezugspotential hat. Ist für>>> den Einsatz des uCs einfach besser.>>>> Spontaner Einfall: Beim Shunt in GND müsste man das Stromsignal>> durch einen invertierenden Verstärker nach oben holen können.>> Kann man natürlich auch machen, why not? Wie gesagt, ich hab> nur eine Lösung gegeben die skalierbar ist [...]
Das war überhaupt keine Kritik.
Michael B. hat (mich) schon vor ein paar Tagen darauf hingewiesen,
dass die Sache mit den Strom- und Spannungsanzeigen u.U. aufwändig
wird, wenn man ein Doppelnetzteil mit komplett getrennten Kanälen
haben will.
Erst Deine Bemerkung hat mich auf die Idee mit dem invertierenden
Verstärker gebracht; ich wollte die nur irgendwo festhalten, wo
ich sie ggf. auch wiederfinde. :)
Theoretisch könnte man kleine Doppel-Panelmeter für Strom und
Spannung mit einem eigenen µC als separate Baugruppen machen;
da wäre man völlig frei in der Gestaltung.
> (bis 30V/3A ist damit kein Ding) und mit uC steuerbar (alternativ> kann man auch den uC weg lassen und mit Potis und z.B. mit den> obigen Digitalanzeigen arbeiten) ist.
Wie schon gesagt: War keine Kritik von mir. -- Vielen Dank überhaupt
für das Vorstellen Deines Schaltplans; sicher komme ich demnächst
mal dazu, den gründlicher durchzugehen. Im Moment bin ich mental
noch ganz woanders...
Hansi schrieb:> Lurchi schrieb:>> Basic_Regler2_kompl.png>> Aus meiner Sicht ähnelt Lurchis Entwurf dem Netzteil aus dem dse-faq> www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.1:
Dieser Regler aus den elektronik-kompendium ist das Grundprinzip für den
Fliegenden Regler wie HP ihn viel nutzt.
Die Schaltung sieht auf den ersten Blick vielleicht ähnlich aus ist vom
Konzept her aber deutlich anders. Die Endstufe arbeitet quasi als
variable Stromquelle. In dem ASCII Plan fehlt auch noch wenigstens eine
Kondensator in der Kompensation.
Bei dem von mir gezeigten Schaltungsvorschlag, ist es keine so gute Idee
die Steuersignale bei der Spannungseinstellung zusammenzuführen. Dort
hat man das Problem das der Strom auch über den Shunt fließt. D.h. man
sollte an dem Punkt keine große Schaltung haben. Eine Referenz und Poti
für einen analoge Einstellung kann man noch "einfach" so aufbauen, dass
der extra Strom konstant und klein (z.B. 1 mA) ist. Für einen µC usw
wird das schon schwieriger.
Ein möglicher weg das Stellsignal für die Spannung zu übertragen wäre
der Umweg über Stromsenke und Stromspiegel. Nicht so einfach und super
genau, aber lehrreich. Die Messung der Spannung kann mit einigen der
Module, die gegen ihre negative Versorgung messen auch noch ein Problem
werden, wenn auch kein unlösbares.
Possetitjel schrieb:> Wie schon gesagt: War keine Kritik von mir. -- Vielen Dank überhaupt> für das Vorstellen Deines Schaltplans; sicher komme ich demnächst> mal dazu, den gründlicher durchzugehen. Im Moment bin ich mental> noch ganz woanders...
Dazu hab ich gestern an meinem Netzteil daheim (24 V / 1.3 A Version)
noch eine Messung gemacht, siehe Anhang. Da hat man was zum Vergleich,
live und in Farbe ;)
Kleine Erklärung dazu: Netzteil auf 12 VDC eingestellt, Strombegrenzung
auf 0.5 A eingestellt. Schließlich einen 4.7 Ω + 0.1 Ω Widerstand
(Lastwiderstand + Stunt) angeschlossen.
Mein Netzteil bekommt seine Spannung von einem Schaltregler, der die
Eingangsspannung auf ca. 3 V über der aktuellen Ausgangsspannung des
Netzteils vorregelt (oder waren 4? Weiß ich grad gar nicht mehr
genau...:o). Das ist der Grund dafür, warum der Strom "nur" bis ca. 1.5
A hoch schnellt. Mehr gibts vom TIP120 schlicht nicht wenn man Uce nicht
höher dreht in dieser Konstellation (Basisstrom ist (Uce-Ube)/R8), ist
also quasi eine eingebaute Strombegrenzung.
Hier kann man sicher noch das ein und andere optimieren, ich finds so
schon super, z.B. gibts quasi nur ein Poti für den Abgleich der
Strommessung, das liegt daran, dass ich jedweden Abgleich in Software im
uC mache (das gilt auch für den Strom). Je nachdem wie genau Vcc und
Vref vermessen und der Software vorgegeben werden komme ich auch ohne
Abgleich auf eine Genauigkeit von ±3-4 LSB. Mit Abgleich hol ich noch
mal 1-2 LSB raus.
Den oben beschriebenen Test hab ich bisher mit jedem Labornetzteil, das
mir in die Finger kam, durchgeführt und nur das B2902 von Keithley hat
mein Netzteil bisher geschlagen (was ich bei so einem Netzteil aber auch
echt erwarte, das ist ja nicht unbedingt ein Schnäppchen).
Lurchi schrieb:> In dem ASCII Plan fehlt auch noch wenigstens eine> Kondensator in der Kompensation
C1, C2
Lurchi schrieb:> Bei dem von mir gezeigten Schaltungsvorschlag, ist es keine so gute Idee> die Steuersignale bei der Spannungseinstellung zusammenzuführen. Dort> hat man das Problem das der Strom auch über den Shunt fließt.
Richtig, aber auch bei dem aus der dse-faq gibt es den Effekt, daß der
Steuerstrom zu dem Leistungstransistoren mit durch die shunts fliesst,
also mitgemessen wird, dann aber über die Verbindung x zurück in den
Steuerteil fliesst und nicht bei der Last ankommt.
Die beiden Kondensatoren C1/C2 habe ich im ASCII plan tatsächlich über
sehen - passiert halt leicht in der Form.
Einen Ruhestrom als Grundlast kann man bei der Version auch noch viel
eleganter haben, indem man die positive Versorgung des Reglers bzw, die
Ref. Spannung dort nutzt: so geht der Grundstrom dann auch bis ganz
runter zu einer Spannung von 0 V.
Das Problem mit dem Steuerstrom aus dem DSE Plan (HP ähnlicher Regler)
besteht schon, zumindest mit einem BJT als Ausgangstransistor. Bein
einem normalen BJT ist der Basistrom in etwas proportional zum
Laststrom, d.h. man hätte vor einen kleinen Skalenfehler. Beim
Darlington ist der Basisstrom schon klein und kaum noch von Bedeutung.
Wenn man es beim Strom genauer haben will, könnte man die Schaltung mit
fliegendem Regler auch gut mit einem MOSFET als Leistungsteil nutzen,
weil dort der Strom nicht so weit über das Ziel hinausschließt. Auch
verliert man Gatespannung nicht, die kommt von der Hilfsspannung.
Den ganzen µC oder ähnliches bei der Schaltung auf Emittrfolger Basis
auch über den Shunt zu versorgen ist dagegen keine so gute Idee. Einen
kleinen und eher konstanten Teil wie die Spannungsreferenz kann man ggf.
noch tolerieren.
Die Schaltung von M.Köhler hat auch ein paar Probleme: Wie man ander
gemessenen Kurve sieht braucht die Strombegrenzung recht lange um
anzusprechen. Für die ersten knapp 200 µs ist es nur der Basisstrom als
grobe Grenze und erst nach rund 400 µs passt der Strom. Trotz der
langsamen Regelung könnte die Schaltung auch noch zum schwingen neigen:
das sind mit dem Kondensator an Q2, dem Kondensator am OP und für die
Stromregelung mit C25 sind da einfach zu viele Stellen mit
Tiefpasscharakter im Spiel.
Der INA126 hat auch noch eine Gleichtaktproblem: mit Verstärkung darf
die Gleichtaktspannung nicht ganz bis 0 runter.
Man muss es dem INA auch nicht unnötig schwer machen, indem man die
ohnehin schon kleine Spannungs am Shunt als erstes um etwa den Fakor 9
runter teilt. Die Präzision des INA hilft auch nur, wenn die Widerstände
davor nicht besonders genau sind. Wenn überhaupt auf diese weise,
sollten die Widerstände etwa getauscht werden - also 10 K zum Shunt und
100 K nach Masse (z.B. besser zu einer etwa 10 V Hilfsspannung). Das
sollte reichen damit man wenigstens meistens im Gleichtaktbereich
bleibt.
Der INA126 ist auch recht langsame - ggf. eine der Ursachen für die
langsame Reaktion. Es ist zu befürchten das die Spannungsregelung auch
recht träge ist.
Lurchi schrieb:> Der INA126 ist auch recht langsame - ggf. eine der Ursachen für die> langsame Reaktion.
Aus meiner Erfahrung mit dem LM324 kann ich dir sagen: Der INA126ist
die Ursache für das 200 us Delay. Übrigens, R13/R15/C25 sind bei mir
nicht bestückt (Grund hast du ja schon erklärt). Die hatte ich einst nur
optional drin gelassen ;)
Lurchi schrieb:> Einen Ruhestrom als Grundlast kann man bei der Version auch noch viel> eleganter haben, indem man die positive Versorgung des Reglers bzw, die> Ref. Spannung dort nutzt: so geht der Grundstrom dann auch bis ganz> runter zu einer Spannung von 0
Verstehe ich nicht, du wolltest wohl sagen:
Wenn der Steuerteil eine bipolare (also positive + negative) Versorgung
hat (weil er keine single supply OpAmps einsetzt so dass die OpAmp die
native Spanung brauchen um 0V messen zu können), kann man eine Grundlast
für die Ausgangsspannung einfach haben in dem man einen Widerstand vom
Ausgang an diese negative Hilfsspannung legt. und so einen Konstanstrom
bekommt (der aber wie der Basisstrom mit den shunts mitgemessen wird und
nicht in die Last fliesst).
Lurchi schrieb:> Den ganzen µC oder ähnliches bei der Schaltung auf Emittrfolger Basis
also z.B.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/345044/Basic_Regler2_kompl.png> auch über den Shunt zu versorgen ist dagegen keine so gute Idee.
Richtig, vor allem wenn der uC noch Displays versorgen muss. Aber ein
kleiner DAC (und ADC wenn man messen will) der sowieso potentialgetrennt
angesteuert wird, wäre ok.
Kennt jemand einen 12 bit DAC ADC mit jeweils 2 Kanälen basierend auf
einer VREF der seriell ansteuerbar ist, kaskadierbar wie ein
Schieberegister mit Eingang und Ausgang (also nicht SPI oder I2C) ?
M. K. schrieb:> Aus meiner Erfahrung mit dem LM324
Guten Abend,
bei Euch tut sich ein ganze Menge. Kann zur Zeit wegen viel Arbeit nicht
richtig mitmachen.
Da hätte ich eine Bitte, wenn alles zufriedenstellend läuft, könntest Du
auch eine TL074 ausprobieren. Der hat wesentlich bessere Slew Rate und
Bandbreite als der LM324. Wenn Du den zähmen kannst, dann geht der LM324
alleweil...
Ich werde mal einen DIP14 Sockel im LNG30 einbauen, so dass ich den
TL074 dort testen kann und Euch berichten.
Allerdings weiß ich im Augenblick auch nicht ob der TL074 genug Common
Mode Bereich am Eingang hat und weit genug auf Vee am Ausgang runter
geht. Beim fliegenden Regler nach HP Art spielt das keine Rolle weil die
OPVs alle symmetrisch relativ zu Vout betrieben werden. Bei den Masse
bezogenen Schaltungen ist der Common Mode- und Ausgangsbereich wichtig.
Die Geschwindigkeit der Stromreglung scheint bei HP Schaltungen
absichtlich langsamer konzipiert zu sein weil deren FB Cs im Vergleich
zur Spannungsvergleicher Stufe viel höher gehalten sind.
muss gleich wieder weg. Die Arbeit ruft;-)
Gruss,
Gerhard
Da habe ich noch etwas vergessen. Bei den moderneren HP fliegenden
Reglern wird der Basis Strom des Längstransistors vom Netzteil des
fliegenden Reglers bezogen. Das hat den Vorteil, dass, weil die
Ladeenergie des Reglernetzteils viel schneller beim Abschalten zu Ende
geht als die Energie im Haupt Netzteil Elkos und deshalb ein
Hochschnellen der Spannung unmoeglich macht.
Beim FS12/73 und bei einigen anderen Schaltungen wird der Basisstrom
direkt vom Eingang über einen R bezogen. Ich vermute, dass es deswegen
beim Abschalten einen Überschwinger geben könnte. Deshalb modifizierte
ich vor vielen Jahren das FS12/73 um dieses Problem zu beseitigen.
Deshalb schlage ich vor, bei Dir eine
Unterspannungs-Verriegelungsschaltung vorzusehen die beim Abschalten den
Basisstrom rechtzeitig abschaltet.
Gerhard O. schrieb:> Da hätte ich eine Bitte, wenn alles zufriedenstellend läuft, könntest Du> auch eine TL074 ausprobieren.
Nein, Der ist richtig Scheisse. Braucht eine negative Versorgung weil er
nicht an Masse messen kann und bringt phase reversal wenn doch mal ein
Eingang unter 2V an die Rails kommt.
Gut geeignte und moderne OpAmps und Transistoren für ein Labornetzteil
wären TLE2141 und MJL3281A.
Schnell (27V/us), hohe Treiberleistung, präzise (typ. 200uV), nah an der
Versorgung, 44V,
und hohe Stromverstärkung, grosser SOA (20V:10A 40V:4A) gute
Wärmeableitung, 260V (Nachteil hohe VCEsat).
Aber nicht mehr in der Wühlkiste.
Gerhard O. schrieb:> Da hätte ich eine Bitte, wenn alles zufriedenstellend läuft, könntest Du> auch eine TL074 ausprobieren. Der hat wesentlich bessere Slew Rate und> Bandbreite als der LM324. Wenn Du den zähmen kannst, dann geht der LM324> alleweil...
Da muss ich das mal wieder auf dem Steckbrett aufbauen, der TL074 kann
ja nicht ans untere Rail ran, müsste es aber in meiner aktuellen
Variante. Oder, vielleicht bekomm ich ihn auch in den Sockel rein und
"modifizier" den TL074 ein wenig...muss ich mal schauen, wird aber
sicher bis zum WE dauern. Meine Werkstatt sieht aktuell aus als ob ne
Bombe eingeschlagen hätte. Da muss erstmal wieder Ordnung rein ;)
M. K. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Da hätte ich eine Bitte, wenn alles zufriedenstellend läuft, könntest Du>> auch eine TL074 ausprobieren. Der hat wesentlich bessere Slew Rate und>> Bandbreite als der LM324. Wenn Du den zähmen kannst, dann geht der LM324>> alleweil...>> Da muss ich das mal wieder auf dem Steckbrett aufbauen, der TL074 kann> ja nicht ans untere Rail ran, müsste es aber in meiner aktuellen> Variante. Oder, vielleicht bekomm ich ihn auch in den Sockel rein und> "modifizier" den TL074 ein wenig...muss ich mal schauen, wird aber> sicher bis zum WE dauern. Meine Werkstatt sieht aktuell aus als ob ne> Bombe eingeschlagen hätte. Da muss erstmal wieder Ordnung rein ;)
Das kenne ich aus eigener Erfahrung:-)
Der von Michael vorgeschlagene OPV gefällt mir. Habe mir gerade das
Datenblatt angesehen. Da er 44V aushält ist er für die massebezogenen
Designs noch besser geeignet. Allerdings wesentlich teurer wie ein
LM324. Aber dafür sind die Daten überzeugend.
Wenn Deine Schaltung massebezogen ist, dann hat der TL074 wegen der
Einwände von Michael sowieso keinen Sinn.
Für den Mindeststrom beim Fliegenden Regler kann man die Positive
Hilfsspannung nutzen. Besonders einfach wird es wenn die Spannung
bereits stabilisiert ist (etwa eine 7812 oder so) dann reicht ein
Widerstand von der positiven Spannung an den Emitter einen PNP
Tansistors, mit der Basis an GND und dem Kollektor an den Negativen
Ausgang.
So super schnell muss der OP für ein Labornetzteil auch nicht sein.
Insbesondere der OP für die Spannungsregelung kann relativ langsam sein.
Der LM324 ist so etwa an der Grenze, dass es ggf. auch ohne extra
Kondensator im Feedback geht - was aber den Nachteil hat, dass man von
den genauen Eigenschalten des OPs abhängt. Je nach Hersteller sind die
ggf. etwas unterschiedlich schnell. Bei meinem Schaltungsvorschlag ist
z.B. für die Spannungsregelung eher der 2N3055 der limitierende Faktor -
für die Stromregelung aber mehr der OP (LM324).
Wenn der OP wesentlich schneller ist, muss man ihn mit Kondensatoren
bremsen. Je nach Schaltung kann die Slew rate ggf. ein Problem werden,
aber auch da bremst ggf. die Beschaltung. D.h. um wirklich schneller zu
reagieren sollte man dafür sorgen dass der OP nicht von einer ganz
falschen Spannung startet.
In meinem Vorschlag machen dass z.B. die 1 bzw. 2 Diode am OP für die
Spannungsregelung.
Eine nachbausichere Schaltung sollte man eher langsamer auslegen, bei
höherer Geschwindigkeit geht es sonst um parasitäre Induktivitäten (für
den niederohmigen Teil) und parasitäre Kapazitäten für den hochohmigen
Teil.
Günstiger DACs wären etwa MCP4812 / MCP4912 und Verwandte. Wahlweise im
interner oder externer Referenz und als 8 10 12 Bit Variante mit 1
oder 2 Kanälen. Allerdings ist die 12 Bit Version kaum genauer als die
10 Bit - d.h. da sind die unteren 2 Bits nur eingeschränkt nutzbar. So
einen DAC mit über den Shunt zu versorgen ist in den meisten Fällen wohl
noch OK.
Lurchi schrieb:> Eine nachbausichere Schaltung sollte man eher langsamer auslegen, bei> höherer Geschwindigkeit geht es sonst um parasitäre Induktivitäten (für> den niederohmigen Teil) und parasitäre Kapazitäten für den hochohmigen> Teil.
Gut wäre es, wenn die nachbausicher Schaltung mit Bauteilen aus der
Grabbelkiste läuft, das würde die Hemmschwelle, die Schaltung
nachzubauen, deutlich herab setzen. Daher würde ich eher Richtung
LM358/LM324 gehen.
Einen DAC einzusetzen ist zwar ganz nett aber auch hier: Sowas schreckt
vielleicht eher ab, lieber mit PWM arbeiten. Ich geh hier nur von mir
aus und ich glaube kaum, dass ich mir ein Netzteil gebaut hätte wenns
nicht mit Bauteilen gegangen wäre, die ich eh in der Schublade hatte
(beachten: der INA bei mir ist praktisch das Upgrade)
M. K. schrieb:>> Gut wäre es, wenn die nachbausicher Schaltung mit Bauteilen aus der> Grabbelkiste läuft, das würde die Hemmschwelle, die Schaltung> nachzubauen, deutlich herab setzen. Daher würde ich eher Richtung> LM358/LM324 gehen.
Ich fände es wichtiger, wenn das Bauteil bei Reichelt, Conrad, Kessler
etc für den Bastler zu beschaffen ist.
Das wäre z.B. beim OPV MC3xxxx der Fall:
http://www.mouser.com/ds/2/308/MC34071-D-104927.pdf
Bitte mal betrachten...
Diverse Bauteilebeschaffung sollte nicht das Problem sein.
Für mich selbst würde es Probleme bereiten, sobald ein µC zum Einsatz
käme! Programmieren, das Dingens "brennen" kann ich nicht und somt wäre
für mich ein Nachbau uninteressant.
MfG
Eppelein
Oben war tatsächlich das falsche .ASC file angehängt für die Schaltung
mit komplementär Darlington. Hier noch einmal eine passende Variante,
allerdings mit dem Transistor zur Abschaltung oben, an der
Ausgangsstufe.
Für einen 1 - 2 A Bereich dürfte der shunt eher kleiner werden als der
"Emitterwiderstand", daher dürfte der Transistor für das schnelle Limit
dort besser aufgehoben sein.
Für die Spannungsregelung ist der LM324 in der Schaltung (und ähnlichen
) schnell genug. In der Regel sollte so eine Schaltung auch nicht so
kritisch sein, dass man unbedingt einen LM324 braucht - die Wahl eines
anderen OPs ist in vielen Schaltungen möglich.
Der MC34071 ist schon interessant. Den MC34074 hat sogar Reichelt. Der
schnellere OP braucht aber unbedingt die Bremse in Form von extra
Kompensation. Ich habe keine Problem mit einer Schaltung die mit dem
LM324 geht und für höhere Spannungen bzw. etwas mehr Tempo auch mit dem
MC34071-4 funktioniert.
Von einer höheren Geschwindigkeit würde vor allem der Stromregler
profitieren. Da kann man dem OP aber auch mit einem Transistor (in
Basisschaltung) auf die Sprünge helfen, wenn es sein muss. damit könnte
es dann auch der LM324 schaffen, dass das Stromlimit nach ca. 10 µs
statt der sonst wohl bis zu 100 µs anspricht. Der OP könnte dann auch
mit weniger Versorgung laufen, so dass einer der vielen 5 V RR OPs geht,
etwa ein MCP6001. Bei der Version nähert man sich aber ggf. dem Limit wo
nachbausicher ein Problem wird, weil nicht jeder Shunt gleich ist.
Wenn man per µC steuern will, ist wirklich die Frage PWM oder ein DAC.
Gute DACs werden recht teuer und sind schon etwas speziellere Teile, die
billigen geben eine begrenzte Auflösung und ggf. deutliches Rauschen.
Für die üblicherweise langsame Einstellung der Spannung reicht
eigentlich auch PWM mit einem passenden Filter - da sind auch 12-14 Bit
möglich und erschwinglich. Der µC Teil wäre aber sowieso ein 2. Schritt.
Das Steuer-Signal mit einem DAC auf das 2. Niveau bringen, bringt halt
auch nur begrenzte Genauigkeit - das Niveau schafft auch ein einfacher
OP als Differenzverstärker oder ein Umweg über einen Stromspiegel, wenn
auch mit anderen Schwächen.
Als Anhang ein paar Vorschläge für das Steuersignal: einmal per
Stromspiegel, per Differenzverstärker und mit fliegender Referenz.
Bernd K. schrieb:> Ich fände es wichtiger, wenn das Bauteil bei Reichelt, Conrad, Kessler> etc für den Bastler zu beschaffen ist.
Das meinte ich damit, das Teil muss beschaffbar sein für den
Hobby-Mensch, aber er sollte auch in 5-10 Jahren noch beschaffbar sein
und die Teile sollten preiswert sein und für mehr taugen als nur für ein
LNG was wohl kein Problen sein sollte.
Bernd K. schrieb:> Ich fände es wichtiger, wenn das Bauteil bei Reichelt, Conrad, Kessler> etc für den Bastler zu beschaffen ist.
Da bin ich auf Deiner Seite - nicht jeder hat dasselbe in der
Grabbelkiste. Bei mir sieht es im Vergleich zu den analog versierteren
Leuten recht mager aus mit dafür prädestinierten Transistoren. FETs
hätte ich dagegen viele... und das Ganze soll ja als Möglichkeit
nicht_nur für Leute dienen, die analog schon "sehr gut drauf sind" -
oder?
Eppelein V. schrieb:> Für mich selbst würde es Probleme bereiten, sobald ein µC zum Einsatz> käme! Programmieren, das Dingens "brennen" kann ich nicht und somt wäre> für mich ein Nachbau uninteressant.
Wenn ich Possetitjel richtig verstanden habe, ist es kein größeres
Problem, eine µC-Steuerung so zu implementieren, daß sie weggelassen
werden kann.
Und das u.U. sogar bei der "erdfreien" Variante, wenn auch
komplizierter.
Übrigens hielte ich es nicht für unwahrscheinlich, daß sich jemand
findet, der die nötigen µC für mehrere Personen schon fertig
bereitstellt (und ja, auch z.B. zusätzlichen Ersatz). Es gibt hier
nämlich außerordentlich viele µC-Freunde...
Aber auch ich könnte das nicht - Du bist nicht alleine.
Dafür hätte ich wiederum keine Probleme, mir selbst einen Trafo zu
wickeln (auch nicht damit, 38 Relais zur Umschaltung zu verbauen... ;-),
oder einen Buck(-Boost?) als Vorregler zu verbauen.
Am liebsten würde ich mir aus dieser (endlich!) gesicherten Quelle dann
gleich mehrere verschiedene Netzteile aufbauen - denn bisher habe ich
noch kaum etwas zu Hause. Im Gegensatz zu vielen anderen.
dfg schrieb:> FETs hätte ich dagegen viele...
Falsch formuliert. Soll nicht bedeuten "ich will lieber FET Endstufe" -
obwohl ich dagegen zwar nichts hätte, scheint das ja gar kein Thema.
Sollte also nur mein "wenig BJTs in Box" verstärken, die Aussage.
Michael B. schrieb:> Gut geeignete und moderne ... Transistoren für ein Labornetzteil> wären ... MJL3281A.
Daß die modernen Audio-Amp-Transistoren passen könnten,ging mir auch
schon durch den Kopf.
> hohe Stromverstärkung, grosser SOA (20V:10A 40V:4A) gute> Wärmeableitung, 260V ( Nachteil _hohe _VCEsat )
Und gerade bei diesen gibt es auch PNP-Typen mit recht ähnlichen Daten.
(Wenn ich das richtig sehe, sind diese weit "komplementärer", als dies
bei vielen früheren Paarungen der Fall war.) Für eine eventuelle Komple-
mentär-Darlington-Stufe, die weniger Innenwiderstand böte (weil ja die
VCEsat des PNP wegfiele).
Verstehe ich das richtig? Wäre das eine Möglichkeit?
Eppelein V. schrieb:> Für mich selbst würde es Probleme bereiten, sobald ein µC zum Einsatz> käme! Programmieren, das Dingens "brennen" kann ich nicht und somt wäre> für mich ein Nachbau uninteressant.
Die kleinste Variante ist ein Arduino Mini/Nano, kostet bei Chinesen
paar EUR. Ebenfalls die ADC und DAC Module.
Was man braucht ist eine Arduino Umgebung zum Programmieren /Flashen.
Softwaretechnisch sollte kein Problem sein, wir sind hier doch im
µC-Forum.
dfg schrieb:> Soll nicht bedeuten "ich will lieber FET Endstufe"
und warum nicht?
Hallo,
> Für mich selbst würde es Probleme bereiten, sobald ein µC zum Einsatz> käme! Programmieren, das Dingens "brennen" kann ich nicht und somt wäre> für mich ein Nachbau uninteressant.DAS ist ja nun gar kein Problem. Wenn da was im Bereich Arduino oder
AVR-nackt zum Einsatz kommt, würde ich mich als "Brennstation" anbieten.
rhf
Michael B. schrieb:> ... und MJL3281A.>> ... grosser SOA (20V:10A 40V:4A) gute> Wärmeableitung, 260V (Nachteil hohe VCEsat).>
Komisch, bei MJL3281A stört mich in der SOA Kennlinie, dass kein dc
angegeben ist, nur 1s. Bitte mal um Aufklärung...
https://www.onsemi.com/pub/Collateral/MJL3281A-D.PDF
Ansonsten bietet sich der 2N5885 / 2N5886 an, mit einer ähnlich
kräftigen SOA Kennlinie. (Wenn denn TO3 ok ist). Hier ist nämlich dc in
der SOA Kennlinie mit drin:
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/2N5883-D.PDF
Und bei 60V bzw. 80V ist dann VCEsat auch freundlicher
Und die PNP Pendants gibt es auch.
Und auch bei Conrad erhältlich, zumindest die NPN Varianten.
Bei Reichelt wäre ich beim 2N5886 vorsichtig. Zum einen der Preis und
zum zweiten der Hersteller 'INCHANGE'. Keine SOA Kennlinie im
Datenblatt...
Dieses Projekt verfolge ich sehr interessiert. Nach anfänglichen
Störversuchen geht es hier ja überraschenderweise richtig zielorientiert
zu. Find ich klasse! Nicht nur, weil ich von der Entwicklung als
potentieller Nachbauer profitieren würde. Es ist überhaupt schön, dass
es im µC-Forum nicht nur Gezicke und Genörgel, sondern konstruktives
Miteinander geben kann. Hut ab!
Würde mich gar nicht wundern, wenn das Projekt im Erfolgsfall eine dem
Transistortester vergleichbare Karriere vor sich hätte. China liest
bestimmt interessiert mit! Was ja gar nicht das schlechteste ist.
Bernd K. schrieb:> Komisch, bei MJL3281A stört mich in der SOA Kennlinie, dass kein dc> angegeben ist, nur 1s. Bitte mal um Aufklärung...> https://www.onsemi.com/pub/Collateral/MJL3281A-D.PDF
Naja, 1s ist ja schon fast DC ;-)
Die 200W Pmax müssen irgendwo möglich sein, d.h. die DC-Kurve muss
wenigstens an einem Punkt 200W haben, da bleibt nur noch der Bereich um
20V/10A...30V/7A. Die liegt also sicher dicht an der 1s-Kurve.
Ob man die Steuerung per µC macht, der analog per Poti ist eigentlich
kein so wesentlicher Punkt. Bei den meisten Schaltungen hat man beide
Optionen. Je nach Schaltung ist es analog deutlich einfacher, oder nur
ein bisschen.
Da die eigentliche Netzteilschaltung recht klein ist (die Schaltung
könnte mit einem LM324, etwa 2-5 kleinen Transistoren und dem
Leistungstransistor auskommen), kann man den eher kleinen Netzteil Teil
auch noch zum µC dazu tun. Im Prinzip könnte man bei der analogen
Version an Stelle der Potis Verbindungen zur µC-Platine machen, so dass
man auch nachrüsten kann. Ein kleiner Teil der Schaltung bleibt dann
ggf. ungenutzt, aber nicht viel.
Mit den Poties kann man erst einmal testen und schnell einen Erfolg
haben - der µC ist dann das 2. Projekt, bzw. die 2. Phase.
Bei der Auslegung stellt sich noch ein wenig die Frage nach dem Shunt.
Das Teil ist nicht ganz so unproblematisch. Gerade die Widerstände im
sub Ohm Bereich haben oft einen relativ hohen Temperaturkoeffizienten.
Bei 1-2 A wird der shunt ggf. auch schon warm, was ggf. eine störende
Drift des Stromes zur Folge hat. Entsprechend sollte man den shunt nicht
zu groß im Widerstand wählen, was aber wider dazu führt dass bei kleinen
Ströme die Drift und der Offset ggf. stören. Mit etwa etwa einem 0.1 Ohm
shunt entsprechen die 5 mV möglicher Offset des LM324 schon 50 mA. Da
wäre ein Abgleich schon hilfreich.
<Zwischenruf>
dfg schrieb:> Eppelein V. schrieb:>> Für mich selbst würde es Probleme bereiten, sobald ein>> µC zum Einsatz käme! Programmieren, das Dingens "brennen">> kann ich nicht und somt wäre für mich ein Nachbau>> uninteressant.>> Wenn ich Possetitjel richtig verstanden habe, ist es kein> größeres Problem, eine µC-Steuerung so zu implementieren,> daß sie weggelassen werden kann.
Ja.
Was den µC angeht, geistern mir drei Varianten im Kopf herum:
- ganz ohne µC,
- separate Anzeigemodule mit µC,
- µC-Steuerung.
Sämtliche Basisfunkionen sollten aber ganz ohne µC realisierbar
sein --> wer keinen haben will, muss keinen einbauen.
> Und das u.U. sogar bei der "erdfreien" Variante, wenn auch> komplizierter.
Ja.
Erdfrei mit Stellpoti ist einfach.
Erdfrei mit eigenem µC je Kanal ist auch einfach.
Nur erdfrei mit zentralem µC ist aufwändiger.
</Zwischenruf>
Für eine eher kleine Version, und wenn man eher langsam angeht, ist der
Transistor nicht so kompliziert. Mit 20-30 V und 1-2 A liegt man in
einem Bereich wo man ggf. sogar noch TO220 Typen nehmen kann.
Kandidaten wären da etwa TIP140 (Darlington), TIP 3055, 2N3055, TIP35,
BD245. Eine gute Schaltung sollte auch mit anderen Transistoren
auskommen - halt das, was man sowieso da hat, bzw. günstig bekommt.
Da die Spannungsregelung ggf. schon durch den Transistor begrenzt wird,
wäre ich da kein Fan der ganz langsamen alten Typen wie 2N3771-3 - schön
robust aber auch ganz schön gemächlich.
Fast kritischer als der Transistor kann der Ausgangselko werden. Meine
Schaltungsvariante für 1 A (mit 2N3055 oder ähnlich langsam) hätte z.B.
gernen einen mit etwa 10 µF und 0.1-0.5 Ohm an ESR. Die üblichen low ESR
Elkos liegen aber eher so bei 0,5 - 1 Ohm für 10 µF (30-50V).
Ich hab mal die Versucht wie es mit einem Kaskadenregler geht, also die
Stromregelung über ein absenken der Sollspannung. Fast wie erwartet wird
es schwierig wenn die Last stark Induktiv wird. Auch die Schnelle
Strombegrenzung macht Ärger. Nur der Überganng CC -CV geht wie erwartet
sehr gut.
Possetitjel schrieb:> Ja.> Was den µC angeht, geistern mir drei Varianten im Kopf herum:> - ganz ohne µC,
Ist bei lurchi und M. Köhler schon vorhanden.
> - separate Anzeigemodule mit µC,
Ist nur ein Aufsatz auf die schon vorhandenen Schaltpläne.
> - µC-Steuerung.
Ist auch schon da. Für µC-Steuerung müssen lediglich die beiden
Regeleingänge für Spannung und Strom entsprechend mit Spannung
beaufschlagt werden.
> Sämtliche Basisfunkionen sollten aber ganz ohne µC realisierbar> sein --> wer keinen haben will, muss keinen einbauen.
Hierzu müssen bei beiden nur noch ein oder zwei Referenzen mit Potis zum
Spannungsabgriff integriert werden, um die Regelungen manuell ansteuern
zu können. Dank des angeflanschten Addierers von lurchi in der Datei
*Basic_regler3b.asc* kann die Referenz zur Spannungssteuerung nun auch
massebezogen sein. Der Spannungsabfall am Stromshunt (=V(R4)) wird durch
U3 auf die Sollspannung V3 aufaddiert.
Dann liefert die Schaltung eine Spannung bezogen auf Masse von V3+V(R4),
bezogen auf das entscheidende Ausgangsminus (Anschluss von R4) genau die
gewünschte Spannung V3.
Ich würde mir noch einen Vergleich zwischen den beiden Schaltungen
wünschen.
M. Köhlers ist für mich sehr gut lesbar, scheint aber langsam
auszuregeln.
Lurchis Schaltung ist für mich schwerer lesbar, regelt vermutlich
schneller.
Manche Sachen wie lurchis "Doppeldiode" D5 und D6 erschließen sich mir
nicht.
Bezüglich DAC uC Steuerung würde ich vorschlagen das HP E3631 DAC
Steuerungskonzept als Paten zu nehmen.
Was mir an dem Konzept gefällt, ist, dass ein einzelner 16-bit DAC mit
einem Multiplexer und acht S/H Puffern alle notwendigen DAC Referenz
Werte zur Verfügung stellt.
Das Brillante daran ist nicht das Multiplexen, sondern, dass bei Ausfall
des uC alle DC Werte außer den jeweilig aktiven, automatisch auf Null
gehen und die angeschlossene Last schützen. Wenn man die S/H mittels
fliegenden C ansteuern würde, dann würde alles auf Null gehen. Es ist
sozusagen ein indirekter HW Wachhund;-) (Allerdings sollte das MUX
Steuersignal nicht gerade von einer ISR kommen)
Ein DAC könnte somit VREF+, VREF-, I-SOLL, V-SOLL erzeugen. So
kompliziert ist das Ganze ja nicht, als dass es zu abschreckend wirken
könnte.
Sollte nur als Hinweis und Erinnerung an diese Möglichkeit gedacht sein.
Lurchi schrieb:> Die üblichen low ESR> Elkos liegen aber eher so bei 0,5 - 1 Ohm für 10 µF (30-50V).
Kann man das mit 3* 3,3µF parallel heilen?
Da steht bei der 50V-Variante etwas von 1,3Ohm Impedanz bei 100kHz:
http://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A500/Al-Radial_FC.pdf
Dann läge man doch bei 0,43 Ohm ESR, oder?
Mehrere Kondensatoren parallel sind möglich um kleinere ESR Werte zu
bekommen. Solange es nicht ausartet wäre das wohl ein Weg. Sonst könnte
man wohl auch einfach etwas mehr Kapazität nehmen.
Die Dioden D5, D6 dienen dazu beim Spannungsregler das Weglaufen nach
oben zu begrenzen, wenn die Stromregelung aktiv ist. Damit kann der
Spannungsregler beim Übergang von der Stromregelung zur
Spannungsregelung schneller reagieren. Ohne die beiden Dioden bräuchte
man deutlich mehr Ausgangskapazität oder hätte einen deutlichen
Überschwinger, vor allem bei kleine Spannungen wo es stört.
Die Schaltung sollte tatsächlich recht schnell regeln. Dadurch kommt man
auch mit einem relativ kleinen Kondensator am Ausgang aus. Mit dem
2N3055 etwa 10 µF/A und mit einem schnelleren Transistor wie D44H oder
ähnlich auch mit 1-2 µF/A. Beide Werte sind keine scharfen Grenzen
sondern hängen davon ab, was man an Überschwingern / Einbrücken
tolerieren kann.
Wenn man die Spannung analog einstellt, würde ich 2 Referenzen
bevorzugen, denn der Differenzverstärker, bzw. Addierer ist nicht
perfekt.
Gerhard O. schrieb:> ein einzelner 16-bit DAC
Das halte ich für Overkill. Wie fein soll's denn werden?
Bedenke mal, daß du mit einem simplen 8 Bit DAC bereits 25 Volt auf 0.1
Volt auflösen kannst.
Ansonsten würde ich an billige "digitale Potentiometer" denken, also
DAC's, die als Ausgang ein Widerstandsnetzwerk haben. Falls ich mich
nicht täusche, gibt's sowas bis zu 10 Bit - und relativ billig.
Viel wichtigerist ne galvanische Trennung, denn der Minuspol der
Netzteilschaltung ist ja nicht automatisch auf "Labortisch-Null".
W.S.
Lurchi schrieb:> Wenn man die Spannung analog einstellt, würde ich 2 Referenzen> bevorzugen, denn der Differenzverstärker, bzw. Addierer ist nicht> perfekt.
Ich habe mal eine Ansteuerungvariante mit einer Referenz gezeichnet.
Bei 25V und 22k Vorwiderstand wird die Referenz LM285-2,5V mit etwa 1mA
betrieben.
Die 2,5V werden auf OP1 geführt, der dank des Teilers am Ausgang die
Spannung auf etwa 27,5V erhöht. Mit dem Trimmer P2 wird die maximal
einstellbare Ausgangsspannung des Netzteils bestimmt.
Diese Spannung wird mit dem Poti P1 eingestellt und auf den OP2 geführt,
der als Spannungsfolger beschaltet ist. Die Diode D1 ermöglicht auch das
Einstellen einer Spannung von 0V, wenn der Operationsverstärker nicht
auf Null herunterkommt. Von da aus geht es in den Addierer von lurchi.
OP2 dient dazu, den Addierer zu isolieren, damit am +-Eingang von U3
auch exakt 0,5* [Sollspannung+ U(R4)] steht, die dann mittels des
Teilers R11|R12 mit 2 multipliziert wird.
Für die Vorgabe der Strombegrenzung wird die Referenzspannung von 2,5V
auf maximal ein 1/11, als 0,225V geteilt, was an einem Shunt von 0,1Ohm
2,25A entspricht. Mittels des Trimmers P4 kann der Stellbereich für den
Strom noch weiter eingeschränkt werden. Diese maximal zulässige Spannung
am Shunt wird mittels OP3 gepuffert. Die Diode D2 unterstützt bei der
Ausgabe kleiner Spannungen. Mit dem Poti P3 wird dann die Stromgrenze in
Form der Ausgangsspannung am Stromshunt eingestellt.
Die beiden Trimmer für Spannung und Strom können auch durch passende
Festwiderstände ersetzt werden, wenn die Dimensionierung der
Eingangsspannungsquelle (Schaltnetzteil, Trafonetzteil) bekannt ist und
sich nicht mehr verändern soll.
Bernd K. schrieb:> Komisch, bei MJL3281A stört mich in der SOA Kennlinie, dass kein dc> angegeben ist, nur 1s. Bitte mal um Aufklärung...
Nimm den 2SC3281, derselbe Chip, nur häufiger gefälscht, aber DC SOA
angegeben
http://www.svntc.com/TPDF/2310.pdfGerhard O. schrieb:> Bezüglich DAC uC Steuerung würde ich vorschlagen das HP E3631 DAC> Steuerungskonzept als Paten zu nehmen
Find ich viel zu aufwändig und unnötig, man braucht nur Isoll und Usoll
per DAC aus einer VRef (TL431) gewinnen, und Iist und Uist messen
können.
W.S. schrieb:> Bedenke mal, daß du mit einem simplen 8 Bit DAC bereits 25 Volt auf 0.1> Volt auflösen kannst.
Na ja, 2.5A aber nur auf 10mA, reicht dem meisten nicht, und zur Anzeige
auf dem Display hat man sich an 3 1/2 Stellen gewöhnt, also 12 bit
signed. Und die sind meisten auch noch recht genau.
Die digitalen Pots sind zwar günstig, aber i.A. nur 7 oder 8 Bits. Bis
etwa 10 Bits sind die DACs noch billig (z.B. MCP4911 für rund 1,50 EUR)
ein guter 12 Bit DAC wird schon langsam teuer.
Das mit der Auflösung und den Schritten ist so eine Sache. Damit es
passt müsste man die Skalierung genau abgleichen. Das braucht einen
Extra Poti oder ggf. digitalen Poti. Ggf. braucht man auch noch einen
Null-abgleich. Je nach DAC sind die LSB Schritte auch nicht alle so
gleich - da könnte man dann bei genügend Auflöung die extra Bits mit
relativ viel DNL nutzen um die Skalierung und den Offset digital zu
machen. Etwas mehr Auflöung wäre da aber schon gut. D.h. 10-12 Bit für
0.1 V Schritte bis 20 V könnte man schon gebrauchen.
Für die galvanische Trennung gibt es einen recht offensichtlichen Weg.
Der µC wird per Optokoppler mit einer UART - USB Brücke (FT232,
MCP22xx,...) verbunden. Der USB Teil wird über den USB des PC versorgt.
Den UART -USB Teil gibt es wohl auch schon fertig als Platinchen/ Modul
günstig zu kaufen.
Bei einem einfachen Netzteil komme man mit 2 Stellwerten aus, dafür
würde ich mir den Umstand mit DAC und MUX nicht unbedingt antun, außer
man nutzt einen teuren 16 Bit DAC. Das passt aber eher nicht zu einem
einfachen Netzteil.
Eher würde ich da schon über PWM (ggf. mit ein paar extra Tricks in
Richtung SD) und Filter die Stellwerte erzeugen. Ein Filter 3. Ordnung
ist nicht so kompliziert (1 OP) und PWM ist recht gut von der
Linearität. Nur halt nicht besonders schnell. Bei 8 MHz Takt für den
Timer kriegt man selbst bei 16 Bit noch ca. 120 Hz PWM Frequenz und
hätte eine Zeitkonstante irgendwo in der Größenordnung 50 ms. D.h. nach
etwa 1/4 Sekunde kann der Wert auch stehen. Schnelle Sprünge und Muster
gehen so natürlich nicht.
W.S. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> ein einzelner 16-bit DAC>> Das halte ich für Overkill. Wie fein soll's denn werden?>> Bedenke mal, daß du mit einem simplen 8 Bit DAC bereits 25 Volt auf 0.1> Volt auflösen kannst.>> Ansonsten würde ich an billige "digitale Potentiometer" denken, also> DAC's, die als Ausgang ein Widerstandsnetzwerk haben. Falls ich mich> nicht täusche, gibt's sowas bis zu 10 Bit - und relativ billig.>> Viel wichtigerist ne galvanische Trennung, denn der Minuspol der> Netzteilschaltung ist ja nicht automatisch auf "Labortisch-Null".>> W.S.
Deine Einwände sind natürlich stichhaltig. Mein "sweet spot" wäre
höchstwahrscheinlich ein 12-bittiger DAC. Der 16-bit DAC im HP Netzteil
ist übrigens ein NF-DAC für Audio Anwendungen. Kann mich aber ohne
Nachschauen nicht mehr daran erinnern ob es ein Stereo DAC war oder ein
Mono Typ.
Bezüglich der galvanischen Trennung gibt's auch keine Einwände.
Galvanische Trennung ist für mich Selbstverständlichkeit.
Ich war mehr daran interessiert die HP Methode als möglichen Anstoß für
eigene Gedanken zu präsentieren.
Wie gesagt, zur Zeit ist es wichtiger ein gut funktionierendes rein
analoges LNG auf die Welt zu bringen ohne sich mit unnötigen Features zu
verzetteln. Natürlich ist es wichtig schon von Anfang an die uC
Schnittstellen vorzubereiten bzw. zu berücksichtigen.
Ich halte es sowieso mit Antoine De Exupéry wann ein Design optimal
geworden ist:
"A designer knows he has achieved perfection not when there is nothing
left to add, but when there is nothing left to take away."
Gerhard
Hier ist noch eine zusätzliche Möglichkeit PC Steuerung zu erzielen:
HP stellte vor vielen Jahren einen GPIB Analog Programmer her der mit
allen Modellen mit rückwärtiger Anschlußleiste kompatibel war.
Hier ein Beispiel:
https://www.ebay.com/p/keysight-agilent-hp-59501b-isolated-dac-power-supply-programmer-120v-qty-1-unit/1128852374?_trksid=p2047675.l2644
Wir könnten das ähnlich machen und rückwärtig am Eigenbau LNG eine DB15
Buchse anbringen die mit der U und I Einstellschaltung und VREF
normalerweise verbunden ist. Im reinen Analog Betrieb wird dann ein DB15
Stecker mit internen Brücken angeschraubt welcher die Geräte inneren
Steuer Elemente schaltungsgerecht verbindet. Im Fernsteuerbetrieb
wechselt man dann diesen Stecker gegen ein Steuergeät aus. Dann kann es
auch keine Unfälle zwischen Lokal und Fernsteuerbetriebs Umschaltung
geben.
Wenn man mal das LNG fernsteuern will kann das ein uC Gerät irgendeiner
Art sein, welches die notwendigen galvanisch getrennten Analog
Schnittstellen hat.
Man könnte ein solches Gerät gleich dreikanalig machen um ein Dreifach
LNG oder einzelne Geräte damit fernzusteuern. Auch digitale Spannungs-
und Strommessung und CV/CC Modus Status ließe sich mitintegrieren.
Diese Konzept hat den Vorteil, daß man sich erst später mit der uC
Steuerung befassen muß, solange man die notwendigen Verbindungen korrekt
vorausplant. Auch kostenmäßig ist dieser Ansatz attraktiv.
Gerhard
Lurchi schrieb:> Mehrere Kondensatoren parallel sind möglich um kleinere ESR Werte zu> bekommen.
Bringt normalerweise nichts.
Bei der gleichen Kapazität unterscheidet sich der ESR von z.B. 5
parallelgeschalteten 1000uF gegenüber einem 4700uF derselben Serie kaum,
geht keinesfalls auf 1/5tel.
Lurchi schrieb:> Eher würde ich da schon über PWM (ggf. mit ein paar extra Tricks in> Richtung SD) und Filter die Stellwerte erzeugen.
Da glauben die Leute immer, das wäre so einfach und so genau.
Blödsinn.
Die klassische PWM stamtm aus einem uC-Ausgang. Dessen
Versorgungsspannug ist durch die unterschiedliche Stromaufnahme des uC
schon mal massiv verschieden von Puls zu Puls, sicher 1%, manchmal 10%
falsch.
Man braucht also als erstes einen Buffer der eine Referenzspannung als
Versorgung hat, damit er genau definerte Pulse liefert.
Dann kommt der Innenwiderstand des Digitalausgangs als Störfaktor dazu.
Der macht auch leicht Fehler über 1%.
Und dann noch der Filter. Damit die Welligkeit auf unter 1% sinkt, sind
mehrstufige Filter oder aktive Filter nötig, selbst wenn man maximal
hohe PWM Frequenz nutzt.
Kurz: Eine PWM ist kaum in der Lage, selbst billige 8 bit Wandler zu
ersetzen. Für 12 bit kann man sie vergessen.
Peter M. schrieb:> Ich habe mal eine Ansteuerungvariante mit einer Referenz gezeichnet.
Ich verstehe den Sinn von D1 und D2 nicht.
Ausserdem kann man mit 2.5V gleich überall hin gehen, man muss nicht mit
hunderten Bauteilen die Spannungen erst hoch und dann runter und dann
hin und dann herwandeln.
Die Spannung am shunt sollte nicht 2.5V betragen, sondern je nach OpAmp
Ungenauigkeit (LM324->7mV->1.8V für 8 bit) TLE2141->200uV->50mV für 8
bit, 0.2V für 10 bit, ich bin sowieso für 0.2V wegen der digitalen
Panelmeter mit ICL7107 die gerne 0.2V sehen).
Wegen der notwneigen 1.8V am shunt für schwache 8 bit Genauigkeit rate
ich auch vom LM324 ab, es dsei denn, dem Erbauer ist die Genauigkeit
völlig egal. Er muss halt die Konsequenzen kennen.
Possetitjel schrieb:> Was den µC angeht, geistern mir drei Varianten im Kopf herum:> - ganz ohne µC,> - separate Anzeigemodule mit µC,> - µC-Steuerung.> Sämtliche Basisfunkionen sollten aber ganz ohne µC realisierbar> sein --> wer keinen haben will, muss keinen einbauen.
Oder:
- ganz ohne uC, Potibedienung mit Analoginstrumenten
- ganz ohne uC, Potibedienung mit Digitalpanelmeter oder
Chinaanzeigemodulen
- Potibeedienung, separate Anzeigemodule mit µC (also Chinamodule
selbstgebaut),
- separate Anzeigemodule mit µC, Bedienung über uC (Incrementalgeber)
aber ohne PC Verbindung
- µC-Steuerung, USB Anschluss zum Auslesen und Steuern, damit als
Arbiträrgenerator verwendbar, zur Steuerung und Protokollierung beim
Akkuladen für Kapazitätsmessvorgänge, Leistungsaufnahmemessungen etc.
Michael B. schrieb:> Die klassische PWM stamtm aus einem uC-Ausgang. Dessen> Versorgungsspannug ist durch die unterschiedliche Stromaufnahme des uC> schon mal massiv verschieden von Puls zu Puls, sicher 1%, manchmal 10%> falsch.
Also in diesem Fall wäre die Versorgung des uC erheblich zu schwach
ausgelegt.
Michael B. schrieb:> damit als Arbiträrgenerator verwendbar,
Ich verliere grade den Überblick... hieße das, man könnte eventuell 4
von den LNG in H-Brücke als 4-Quadranten-CC-CV-Steller gebrauchen?
Wie Ihr an dieser Frage seht, habe ich da meine Probleme.
M. K. schrieb:> Also in diesem Fall wäre die Versorgung des uC erheblich zu schwach> ausgelegt.
In solchen Fällen, wo der exakte Pegel von Bedeutung ist, kann man doch
µC mit geregelter/stabilisierter Spannung versorgen?
dfg schrieb:> Wie Ihr an dieser Frage seht, habe ich da meine Probleme.
Ich könnte mir höchstens noch vorstellen, daß die serielle Ansteuerung
(USB) in dem Fall suboptimal wäre.
dfg schrieb:> M. K. schrieb:>> Also in diesem Fall wäre die Versorgung des uC erheblich zu schwach>> ausgelegt.>> In solchen Fällen, wo der exakte Pegel von Bedeutung ist, kann man doch> µC mit geregelter/stabilisierter Spannung versorgen?
Na das würde ich definitiv sowieso machen. Man will ja auch was messen
mit dem uC, alleine deswegen sollte seine Versorgung stabil sein.
Hallo,
als Beispiel DAC 12-bit +2.7-V to +5.5-V Power Supply
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/dac7571.pdf
Ebenso gibt es einige von Microchip in 12-bit um die 1-1,50Euro pro
Stück.
Gruß Sven
Michael B. schrieb:> Peter M. schrieb:>> Ich habe mal eine Ansteuerungvariante mit einer Referenz gezeichnet.>> Ich verstehe den Sinn von D1 und D2 nicht.>> Ausserdem kann man mit 2.5V gleich überall hin gehen, man muss nicht mit> hunderten Bauteilen die Spannungen erst hoch und dann runter und dann> hin und dann herwandeln.
Das verstehe ich nicht. Wie soll ich das umsetzen?
>> Die Spannung am shunt sollte nicht 2.5V betragen, sondern je nach OpAmp> Ungenauigkeit (LM324->7mV->1.8V für 8 bit) TLE2141->200uV->50mV für 8> bit, 0.2V für 10 bit, ich bin sowieso für 0.2V wegen der digitalen> Panelmeter mit ICL7107 die gerne 0.2V sehen).
Ich habe einfach eine Potiansteuerung für die Regelung aufgezeichnet.
Wozu soll ich irgendwelche Bits zählen? Ich will doch gar keinen
Mikrocontroller anschließen.
Wenn ich mit 2,5V an den Stromsteuereingang gehe, wo maximal 0,2V bei 2A
am 0,1-Ohm-Shunt anfallen, verschenke ich doch 90% des Stellbereichs von
meinem Poti, oder?
> Wegen der notwneigen 1.8V am shunt für schwache 8 bit Genauigkeit rate> ich auch vom LM324 ab, es dsei denn, dem Erbauer ist die Genauigkeit> völlig egal. Er muss halt die Konsequenzen kennen.
Meinst Du mit "Genauigkeit" die Größe der Offsetspannung des
Operationsverstärkers?
Wenn der Offset konstant ist, wäre das für µc-Fraktion irrelvant, denn
dann kann man den Fehler in Software kompensieren.
M. K. schrieb:> dfg schrieb:> M. K. schrieb:> Also in diesem Fall wäre die Versorgung des uC erheblich zu schwach> ausgelegt.>> In solchen Fällen, wo der exakte Pegel von Bedeutung ist, kann man doch> µC mit geregelter/stabilisierter Spannung versorgen?>> Na das würde ich definitiv sowieso machen. Man will ja auch was messen> mit dem uC, alleine deswegen sollte seine Versorgung stabil sein.
Da hat Michael B. aber recht mit seiner Ablehnung bezüglich PWM.
Auch wenn die Mikrocontroller-Versorgungsspannung hochgenau ist, der
Innenwiderstand der Ausgangsstufe ist nicht konstant. Und der Pegel hat
auch Toleranzen. Siehe Datenblatt.
Mehr als 8 bit (nach Abgleich) kann man nicht erwarten.
Temperaturstabilität: nicht vorhanden.
Für LED-Ansteuerung ist PWM o.k.
Ein Mikrocontroller-gesteuertes LNG ist ja auch nicht ein Billig-Ding,
da kann der 12bit-DAC schon ein paar Euro kosten. Die fallen da nicht
ins Gewicht.
Blackbird
Blackbird schrieb:> Da hat Michael B. aber recht mit seiner Ablehnung bezüglich PWM.> Auch wenn die Mikrocontroller-Versorgungsspannung hochgenau ist, der> Innenwiderstand der Ausgangsstufe ist nicht konstant. Und der Pegel hat> auch Toleranzen. Siehe Datenblatt.
Natürlich muss da ein Puffer mit dazu, groß belasten kann man den
PWM-Pin eines uCs nicht. Aber das sollte doch klar sein.
Blackbird schrieb:> Ein Mikrocontroller-gesteuertes LNG ist ja auch nicht ein Billig-Ding,> da kann der 12bit-DAC schon ein paar Euro kosten. Die fallen da nicht> ins Gewicht.
Das sehe ich auch nicht als Problem. Was aber wieder als abschreckend
gelten könnte wäre, dass man so wieder einen "Spezialbaustein" brauchen
wird. PWM hat man im Mikrocontroller schon drin, Sallen-Key-Filter (da
kann auch ein LM324 zum Einsatz kommen) dahinter und zack hat man das
Problem der belasteten PWM aus der Welt geschafft.
Tany schrieb:
> dfg schrieb:>> Soll nicht bedeuten "ich will lieber FET Endstufe">> und warum nicht?
Hm. Wie gesagt, ist das bisher kaum ein Thema. Tany, könnte man denn
FETs äquivalent verwenden? Ich meine damit freilich nicht: "Einfach
anstatt des BJT in die gleiche Schaltung." Die grundsätzlichen
Ansteuerungsunterschiede sind mir bekannt.
Es ist zwar schon Jahrzehnte her. Doch hatte ich in irgend einer AppNote
gelesen, eine lineare FET-Endstufe sei nur schwierig, oder gar nicht,
(mit ähnlich günstigen Eigenschaften wie bei BJT-Verwendung) zu
verwirklichen.
In irgend einem weiteren Dokument wurden BJTs mit lateralen und
vertikalen FETs (allerdings in Verwendung als Audio -
Ausgangstransistoren) gegen-über-gestellt, und die Unterschiede über
ähnliche Argumente dargestellt. Ob das alles so zutrifft, kann ich nicht
sagen. Aber so weit ich mich erinnere, klang die Erklärung damals
schlüssig.
Zumindest scheint der Bipolartransistor sehr viel einfacher anzusteuern
zu sein. Es braucht halt keinen großen Spannungshub, es sind keine so
großen Kapazitäten im Spiel, und der Basiswiderstand kann eine
Basisspannung in einen Basisstrom verwandeln. Das klingt nach einem
Vorteil, rein intuitiv.
Wenn es nun rein um den geringstmöglichen Innenwiderstand ginge, könnten
FETs im Vorteil sein? Möglicherweise gäbe es ja auch (evtl. auch noch
mir gar nicht bekannte, oder von mir nicht bedachte) Vorteile bei
Verwendung von FETs.
Gegen die Erörterung jener Themen hätte ich bestimmt nichts einzuwenden.
Allerdings macht ein tieferer Abstecher dort hinein nur Sin, wenn meine
o. g. Bedenken / Gegenargumente weniger bedeutsam sind, als ich dachte.
(Obwohl ich also zugeben muß, daß mich die potentiellen Auswirkungen
sehr interessierten, hielte ich eine Thematisierung - jetzt und hier -
für wenig sinnvoll. Sonst gibt´s noch schimpfe für Störung... :)
Es gibt auch Microcontroller mit eingebautem (brauchbaren) ADC und 12bit
DAC, z.B. von ST die STM32 Serie.
Wenn zu nem Standard 8bit AVR noch HW in Form von DAC etc. dazukommt ist
das IMHO eine Überlegung wert da preislich dann auch kaum noch ein
Unterschied besteht.
Zuätzlich bietet sich noch eine einfache Möglichkeit z.B. einen
SD-Karten Anschluss zu implementieren um Daten zu loggen bzw. Spannungs
und Stromvorgaben machen zu können.
dfg schrieb:> Ob das alles so zutrifft, kann ich nicht> sagen. Aber so weit ich mich erinnere, klang die Erklärung damals> schlüssig.
So grob kann man sagen: BJTs sind eigentlich elektronische Widerstände,
FET sind eigentlich elektronische Schalter. Daher ist eigentlich ein BJT
für ein LNG besser geeignet als ein Mosfet denn ein LNG regelt ja
eigentlich nur seinen Innenwiderstand damt die
Ausgangsspannung/Ausgangsstrom konstant bleibt.
M. K. schrieb:> dfg schrieb:>> Ob das alles so zutrifft, kann ich nicht>> sagen. Aber so weit ich mich erinnere, klang die Erklärung damals>> schlüssig.>> So grob kann man sagen: BJTs sind eigentlich elektronische Widerstände,> FET sind eigentlich elektronische Schalter. Daher ist eigentlich ein BJT> für ein LNG besser geeignet als ein Mosfet denn ein LNG regelt ja> eigentlich nur seinen Innenwiderstand damt die> Ausgangsspannung/Ausgangsstrom konstant bleibt.
In meinem 30V/10A LNG nach FS12/73 verwende ich drei parallele IRF120
MOSFETS und hatte keine Regelprobleme. Das tut schon seit 1987 seinen
Dienst.
Siehe hier: Beitrag "Re: Nachbausicheres Klein Labornetzgeraet"
dfg schrieb:> könnte man denn FETs äquivalent verwenden?
Ich kann nur sagen, mein LNG ist mit FET bestückt: Treiber: BC857C.
Eine Diskussion hier möchte ich meiden und ehrlich gesagt keine Lust,
wie oft auch schon darüber diskutiert wurde, findest du hier im Forum.
Gerhard O. schrieb:> In meinem 30V/10A LNG nach FS12/73 verwende ich drei parallele IRF120> MOSFETS und hatte keine Regelprobleme. Das tut schon seit 1987 seinen> Dienst
...und mein 2x 0...36V, 0..4A LNG mit jeweils einem IRF250 ist seit
Jahren im Dienst. :-)
Hallo!
Bei meinem ersten selbstgebautem LNG fehlte mir gerade das passende Poti
für die Stromeinstellung. Da habe ich provisorisch aus vorhandenen
Widerständen und einem Stufenschalter ein rastendes "Poti"
zusammengelötet.
Die Werte 10-25-50-100-250-500-1000-1500-2000-2500 mA fand ich praktisch
und genügend hoch auflösend.
Besonders empfindliche Sachen würde ich ohne zusätzliche
Sicherheitsmaßnahmen sowieso nicht direkt am LNG betreiben
Das Provisorium lebt immer noch, und ich muss zum Einstellen nie den
Ausgang kurzschließen.
Statron hat sowas wohl auch gemacht, mit zusätzlicher Poti-Einstellung
innerhalb der Bereiche.
Eine Zehngangeinstellung für den Strom ist purer Nonsens!
<Zwischenruf>
dfg schrieb:> Tany schrieb:>> dfg schrieb:>>> Soll nicht bedeuten "ich will lieber FET Endstufe">>>> und warum nicht?>> [...] Tany, könnte man denn FETs äquivalent verwenden?
Verwenden: Im Prinzip ja.
Äquivalent: Jein.
> Zumindest scheint der Bipolartransistor sehr viel einfacher> anzusteuern zu sein. Es braucht halt keinen großen Spannungshub,
Richtig -- Erster Nachteil von FETs: Geringere Steilheit (d.h.
mehr Steuerspannungsänderung für dieselbe Laststromänderung
notwendig).
Die Regelschleife hat also mehr zu tun als beim BiPo.
> es sind keine so großen Kapazitäten im Spiel,
Richtig -- zweiter Nachteil von FETs: Größere Kapazitäten.
> Wenn es nun rein um den geringstmöglichen Innenwiderstand> ginge, könnten FETs im Vorteil sein?
Bei Schalt-Anwendungen ist das ja so, aber nicht bei Einsatz
als linearer Steller. Im Linearbetrieb ist der Widerstand
sowieso variabel und hoch.
> Möglicherweise gäbe es ja auch (evtl. auch noch mir gar> nicht bekannte, oder von mir nicht bedachte) Vorteile bei> Verwendung von FETs.
Theoretisch haben FETs die Nase vorn, weil sie keinen zweiten
Durchbruch haben (der den Einsatz von BiPos bei höheren
Spannungen und mittleren Strömen stark beschränkt.)
Praktisch sind moderne FETs auf Schalterbetrieb optimiert und
weisen einen Effekt auf, dessen Namen ich mir nicht merken
kann und der dieselbe Folge wie der zweite Durchbruch hat:
Kein Dauerbetrieb bei höheren Spannungen und nennenswerten
Strömen. (Erlaubt ist nur "völlig leitend" oder "völlig
gesperrt".)
Eine originelle Frage wäre, ob sich IGBTs als Stellglied
eignen würden, aber das müssen wir nicht UNBEDINGT
diskutieren... es soll ja mal ein greifbares Ergebnis
geben... :)
> Sonst gibt´s noch schimpfe für Störung... :)
Dies ist ein Forum, da ist "Alle quatschen durcheinander"
erklärtes Prinzip :)
</Zwischenruf>
Possetitjel schrieb:> Theoretisch haben FETs die Nase vorn, weil sie keinen zweiten> Durchbruch haben (der den Einsatz von BiPos bei höheren> Spannungen und mittleren Strömen stark beschränkt.)
Beim 2N3773 steht der immerhin erst bei 80-100V an (80V 5A für 100ms,
100V 1,5A statisch). Schnell ist er allerdings nicht.
A. K. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Theoretisch haben FETs die Nase vorn, weil sie keinen zweiten>> Durchbruch haben (der den Einsatz von BiPos bei höheren>> Spannungen und mittleren Strömen stark beschränkt.)>> Beim 2N3773 steht der immerhin erst bei 80-100V an (80V 5A> für 100ms, 100V 1,5A statisch). Schnell ist er allerdings nicht.
Unbestritten.
Wenn man lange genug sucht, findet man im Gegenzug
sicher auch FETs, die DC-SOAR-Kurven im DaBla haben :)
M. K. schrieb:> So grob kann man sagen: BJTs sind eigentlich elektronische Widerstände,> FET sind eigentlich elektronische Schalter
Nein.
Man kann sagen: BJT sind Stromverstärker, FETs sind spannungsgesteuerte
Widerstände.
Beide eignen sich um Spannungsregler aufzubauen, aber BJT sind einfacher
parallelschaltbar und FETs haben nicht unbedingt eine grössere SOA.
Dsher nimmt man schlauerweise BJT.
Ja, aktuell werden FETs vor allem für Schaltanwendungen gezüchtet,
kleine SOA und niedriger RDSon.
Possetitjel schrieb:> Wenn man lange genug sucht, findet man im Gegenzug> sicher auch FETs, die DC-SOAR-Kurven im DaBla haben :)
Und zwar auf die gleiche Art: Wenn das DaBla noch auf vergilbtem
abgegriffenem Papier ist, und das PDF im Netz bloss ein Scan davon, dann
stehen die Chancen besser. ;-)
Für den 2N3773 wird eine antike Herstellungstechnik verwendet, analog
zum ursprünglichen 2N3055. Bei MOSFETs ist das ähnlich. Die ollen BUZs
tun sich hier leichter als viele aktuellen Typen.
MaWin schrieb:> Ja, aktuell werden FETs vor allem für Schaltanwendungen gezüchtet,> kleine SOA und niedriger RDSon
Ja, genau das meinte ich damit. Ich wollte damit natürlich nicht sagen,
dass Mosfets generell nicht für ein LNG geeignet sind. Das wäre Quatsch,
es gibt genügend Gegenbeispiele dafür.
Peter M. schrieb:> Meinst Du mit "Genauigkeit" die Größe der Offsetspannung des> Operationsverstärkers?
Alle Eingangs- und Verstärkungsfehler.
> Wenn der Offset konstant ist,
Ist er nicht. Temperaturabhängig, gleichtaktabhängig, exemplarabhängig,
verstärkungsabhängig.
Man muss mit der Datenblattoleranz rechnen.
Ein LM324 ist einfach das billigste vom Billigen, seine Defizite fallen
bei jeder Messanwendung auf, ein Labornetzteil ist eine Messanwendung.
Wer Analoginstrumente nutzt (2.5% Ablesefehler) kann mit ihnen leben.
Ein 3 1/2 stelligen Panelmeter wird mit einem LM324 versaut.
A. K. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Wenn man lange genug sucht, findet man im Gegenzug>> sicher auch FETs, die DC-SOAR-Kurven im DaBla haben :)>> Und zwar auf die gleiche Art: Wenn das DaBla noch auf vergilbtem> abgegriffenem Papier ist, und das PDF im Netz bloss ein Scan davon, dann> stehen die Chancen besser. ;-)
Dann schaut euch mal diesen 2,5 Kilowatt MOSFET-Brocken an:
https://www.fairchildsemi.com/datasheets/FD/FDL100N50F.pdf
Da ist nichts mit alt (4 Jahre) oder vergilbt und er hat eine DC SOA
Kennlinie, die sich gewaschen hat: 25V:100A, 100V:25A
Fragt sich nur, ob man die Verlustleistung ohne flüssigen Stickstoff weg
gekühlt bekommt.
M. K. schrieb:> dfg schrieb:> M. K. schrieb:> Also in diesem Fall wäre die Versorgung des uC erheblich zu schwach> ausgelegt.>> In solchen Fällen, wo der exakte Pegel von Bedeutung ist, kann man doch> µC mit geregelter/stabilisierter Spannung versorgen?>> Na das würde ich definitiv sowieso machen. Man will ja auch was messen> mit dem uC, alleine deswegen sollte seine Versorgung stabil sein.
Wenn man was messen will mit einem uC, was nicht ratiometrisch von der
Versorgungsspannung abhängf, wählt man tunlichst die interne Bandgap,
die ist 1000 x stabiler als die Versorgungsspannung.
Possetitjel schrieb:> Wenn man lange genug sucht, findet man im Gegenzug> sicher auch FETs, die DC-SOAR-Kurven im DaBla haben
Oder für "Schalt-FETs" nachgereichte Kurven.
MaWin schrieb:> Wenn man was messen will mit einem uC, was nicht ratiometrisch von der> Versorgungsspannung abhängf, wählt man tunlichst die interne Bandgap,> die ist 1000 x stabiler als die Versorgungsspannung
Hab ich irgendwo behauptet mit der Versorgung zu messen? Muss mir
entfallen sein. Wenn du nicht zwischen den Zeilen lesen kannst dann sag
lieber nichts.
Wenn man die richtigen Typen nimmt kann man auch MOSFETs in einen LNG
nutzen. Nur sind sie in einer Schaltung als Sourcefolger nicht so
geeignet: man verliert zusätzliche Spannung und die mit dem Strom
ansteigende Steilheit wird leicht zum Problem. Parallelschalten ist auch
nicht so einfach. Für den fliegenden Regler sind MOSFETs durchaus eine
gute Wahl.
Es sind auch nicht alle MOSFETs geeignet. Viele neue MOSFET typen sind
wirklich nur als Schalter zu gebrauchen, alter Typen gehen ggf. auch als
analoges Stellglied.
Wenn man PWM genaue Spannungen Erzeugen will, muss man schon auf eine
Stabile Ausgangsspannung achten. Solange der µC nicht so viel zu tun
hat, und insbesondere keine größeren Lasten (z.B. LEDs) treibt kann
dafür die µC Versorgung reichen, sonst halt eine extra Treiber Stufe mit
stabiler Versorgung. Der Ausgangswiderstand ist kaum von Bedeutung (eine
minimale Verschiebung der Filterfrequenz interessiert nicht). Einen
kleinen Einfluss hat der Unterschied im Ausgangswiderstand zwischen H
und L Zustand - das kann zu etwas Nichtlinearität führen. Auch da liegt
man dann aber eher im 12-14 Bit Bereich, wenn man das Filter nicht zu
niederohmig macht. Ein aktives Filter sollte es schon sein, der Aufwand
ist trotzdem nicht so groß.
Die billigen 12 Bit DACs sind auch nicht gerade so genau, aber je nach
Anspruch kann das genügen. Wenn man damit auskommt sind die tatsächlich
ein brauchbare Alternative.
Beim µC Teil kann es aber auch jeder so machen wie er will. Der eine
will lieber hohe Auflösung, der 2. eine schnelle Einstellung und der 3.
einen niedrigen Preis. Der µC Teil sollte auch eher hinten an - ob der
DAC 0-3 V oder 0-5 V liefert macht keinen so großen Unterschied und von
der Tendenz her braucht man noch eine Anpassung auf die passenden Pegel
des analogen Teils.
Für die analoge Steuerung kann es günstiger sein dort 2 getrennte
Stellspannungen mit getrenntem Bezugspunkt zu nutzen. Die Anpassung auf
eine Bezugsebene ist nicht nur extra Aufwand, sondern verschlechtert
auch die Eigenschaften etwas. Den Teil sollte man also nur machen wenn
man ihn für die µC Steuerung auch wirklich braucht. Je nachdem wie man
den µC Teil hat kann man da auch verschiedene Wege gehen (analog oder
per DAC mit anderem Bezugspunkt).
Für die relativ kleinen Spannungen am Shunt ist der LM324 tatsächlich
nicht so gut. Teils wäre für den Stromteil auch ein etwas schnellerer OP
günstig - da sollte man ggf. einen anderen, besseren OP möglich machen
und dann lieber statt einen 4 fach OP lieber zwei 2-fach OPs einplanen.
Zumindest eine kleinen Abgleich muss man wohl einplanen, die Drift ist
beim LM324 noch nicht einmal so schlecht. Der LT1013 als genauere
Alternative ist allerdings teils recht teuer (die Ti Variante ist ggf.
erschwinglich).
So, hallo allerseits,
hier ist er wieder, der komische Managerheini mit dem
"merkwürdigen Powerpoint geraffel" und den längsten
Texten im Faden.
Im Anhang die schon vor Tagen angekündigte aktualisierte
Zusammenstellung der Entwicklungsziele.
Der Text will und soll keine abschließende Festlegung sein,
sondern soll als Grundlage für die folgenden Entwicklungs-
schritte dienen. Ich hoffe, er beantwortet die meisten
allgemeinen Fragen und entlastet so das Forum von den
immer gleichen Antworten.
Sachliche Anmerkungen zum Text sind willkommen.
Seite 1 enthält als Übersicht den Konsens, den ich aus
den bisherigen Beiträgen herausgelesen habe. Gegenüber
der 1. Fassung gibt es nur ein paar Ergänzungen, aber
keine inhaltlichen Änderungen.
Seite 2 enthält ein paar philosophische Erwägungen, die
ich unbedingt loswerden musste, aber nicht öffentlich
hier im Faden schreiben wollte :)
Auf den Seiten 3 bis 5 finden sich ein paar technische
Anmerkungen zu den Zielen von Seite 1.
+ + +
Als nächsten Schritt habe ich vor, das von allen geliebte
Blockschaltbild nochmal aufzugreifen und ein paar Worte
zur "Architektur", also zu den Teilsystemen und ihren
Schnittstelle zu sagen.
Mir ist klar, dass das weder übermäßig spannend noch
spektakulär neu ist -- aber ich halte es für nützlich, um
den Überblick zu behalten.
Das dauert aber noch ein paar Tage.
+ + +
Das war's erstmal; wieder zurück zur Technik.
Allseits gut Holz!
Möge der magische Rauch nicht zu schnell entweichen!
Lurchi schrieb:> ...Für den fliegenden Regler...
Ich weiß nicht, was du mit dem "fliegendem Regler" meinst. Ich gehe
davon aus, dass ein Regler mit zus. Hilfsspannungen gemeint ist.
Was ist praktisch Nachteil überhaupt von solchem Regler, außer man
zusätzlich ein Trafo bzw. eine Wicklung für die Hilfsspannungen braucht?
M. K. schrieb:> Hab ich irgendwo behauptet mit der Versorgung zu messen?
Ja. Und zwar in Bezug auf die Versorgung sonst wären
Stabilitätsanforderungen an sie ziemlich überflüssig.
M. K. schrieb:> Man will ja auch was messen mit dem uC, alleine deswegen sollte seine> Versorgung stabil sein.> Muss mir entfallen sein. Wenn du nicht zwischen den Zeilen lesen kannst dann sag
lieber nichts.
Schreib lieber nichts, wenn du hinterher nicht daran erinnert werden
willst.
Tany schrieb:> Lurchi schrieb:>> ...Für den fliegenden Regler...>> Ich weiß nicht, was du mit dem "fliegendem Regler" meinst. Ich gehe> davon aus, dass ein Regler mit zus. Hilfsspannungen gemeint ist.> Was ist praktisch Nachteil überhaupt von solchem Regler, außer man> zusätzlich ein Trafo bzw. eine Wicklung für die Hilfsspannungen braucht?
Das ist das von mir "immer" erwähnte "HP Prinzip", wo der Bezugspunkt
der ganzen Regelschaltung und der Hilfsspannungsversorgung der Ausgang
bzw + Sense ist. Das hat den Vorteil, dass der Ansteuerstrom der
Leistungsstufe von der Hilfsspannungsversorgung kommt und nicht von der
Hauptstromversorgung. Da in der Regel die Hilfsstromversorgung bei
Verlust der Netzspannung schneller zusammenbricht, werden in der Regel
die gefürchteten unkontrollierten Spannungserhöhungen während dieser
Phase weitgehendst vermieden. Um ganz sicher diesen Effekt verhindern zu
können baut wird oft zusätzlich noch eine Unterspannungsverrieglung
eingebaut. Dann kann eigentlich nichts mehr passieren.
HP/Harris verwendet dieses Konzept seit ihren Anfangsjahren und man kann
alles darüber in App Note 90(B) lesen. Ich vermute, dass die Ingenieure
von Harris frühzeitig die Vorteile dieses Konzepts erkannten, und dass
es gar nicht auf den Mist von HP gewachsen war, wie meist behauptet
wird. Die früheren Harris LNGs waren schon so gebaut. Das meine ich
jetzt nicht negativ.
Possetitjel schrieb:> hier ist er wieder, der komische Managerheini mit dem> "merkwürdigen Powerpoint geraffel" und den längsten> Texten im Faden.
Hut ab! Sehr schön formuliert. Ich denke es ist eine gute gemeinsame
Basis für alle Mitstreiter des Projekts und ganz im Geist von Exupéry.
MaWin schrieb:> Ja. Und zwar in Bezug auf die Versorgung sonst wären> Stabilitätsanforderungen an sie ziemlich überflüssig.
Da haste den Fadem verloren. Die Stabilitätsanforderung der Versorgung
ist für die PWM wichtig.
Ich werde mir wahrscheinlich diesen Winter eine Dreifach LNG Version
bauen mit den Import Doppel Instrumenten und gemeinsamen Nullpunkt. Ich
vermisse schon lange so ein LNG für gemischte Digital/Analogprojekte wo
man die Spannungen gleichzeitig ein und Ausschalten kann und mit
rückwärtiger Schnittstelle für die mögliche Zukunfts uC-Steuerung. Dafür
sehe ich z.B. eine DB25 Buchse vor, die normalerweise mit einen DB25
Stecker mit internen Brücken für die Sollwertvorgaben versehen ist und
nur bei Bedarf mit dem Programmiergerät verbunden wird. Dieses
Programmiergerät kann relativ handlich sein um nicht zu viel Platz
wegzunehmen.
Ich bin mit Poties für den Rest der Zeit durchaus zufrieden und wenn ich
mal wirklich Fernsteuerung brauche, schließe ich sie lieber nur bei
Bedarf an. Das ist auch kostengünstiger. Der Vorteil ist auch, dass ich
schon existierende LNGs dafür modifizieren könnte. Für höhere Stromwerte
habe ich schon einige LNGs.
Leistungsmerkmale des geplanten Geräts:
Ausgang1: 0-7.5V 0-3A
Ausgang2: 0-20V 0-1A
Ausgang1: 0-20V 0-1A
Possetitjel schrieb:> Im Anhang die schon vor Tagen angekündigte aktualisierte> Zusammenstellung der Entwicklungsziele.
Wow, meinen Dank und Anerkennung zu der Arbeit. Erstmalig wird mit
"fester Hand" die Sache geleitet. Sieht fast so aus, als würde doch mal
was Konkretes nach den tausend Anläufen zum Thema.
Leute ihr entfernt Euch schon wieder mal meilenweit vom Thema.
Eigentlich war doch das Ziel ein nachbausicheres LNG zu bauen, welches
auch einen Anfänger geeignet wäre.
Jetzt seid ihr schon wieder bei PWM und allen anderen Kram.
Die Anforderungen (Spannungs-/Strombereich) waren doch schon ganz gut
umrissen. Auch war ja mal schon so weit, das man gesagt hatte ein
einfaches Basismodul - also ohne µC - mit dem man auch eine
Dualstromversorgung aufbauen kann, wenn man möchte. Das ganze natürlich
mit einfach beschaffbaren Bauteilen.
Wäre schön wenn man wieder zum Thema zurück finden würde.
Zeno schrieb:> Leute ihr entfernt Euch schon wieder mal meilenweit vom Thema.> Eigentlich war doch das Ziel ein nachbausicheres LNG zu bauen, welches> auch einen Anfänger geeignet wäre.> Jetzt seid ihr schon wieder bei PWM und allen anderen Kram.
Das ist doch das offizielle Ziel. Das Geflüsterte von PWM, uC ist nur
Umgebungsgeräusch;-)
>> Die Anforderungen (Spannungs-/Strombereich) waren doch schon ganz gut> umrissen. Auch war ja mal schon so weit, das man gesagt hatte ein> einfaches Basismodul - also ohne µC - mit dem man auch eine> Dualstromversorgung aufbauen kann, wenn man möchte. Das ganze natürlich> mit einfach beschaffbaren Bauteilen.> Wäre schön wenn man wieder zum Thema zurück finden würde.
Da bin ich zuversichtlicher wie Du.
Dass jeder bis zu einem bestimmten Grad sein eigenes Süppchen kochen
wird muss jedem klar sein und ist auch richtig so. Am Ende kommt
bestimmt ein nettes Design raus, dass die Basis für das eigene LNG
Projekt sein kann.
Gerhard O. schrieb:> Da bin ich zuversichtlicher wie Du.
Dein Glas ist halt halb voll.
Dein geplantes Projekt finde ich gut. Die von Dir gewählten
Spannungs-/Strombereiche finde ich sehr praxisbezogen und nach meinem
Verständnis für's Hobby völlig ausreichend.
Ich habe derzeit ein Festspannungsteil das 1x5V/2A, +-12/1A und
+-12V/0,5A bereitstellt. Ist die Stromversorgung aus einem alten 3D
Messgerät. Dazu habe ich noch ein Statron 0..30V/0..5A. Ein altes
PC-Netzteil habe ich mit Schraubklemmen ausgerüstet, so das ich bei
Bedarf auch noch auf die im PC üblichen Spannungen mit etwas Schmackes
zurück greifen kann. Bisher haben diese Spannungsquellen für alle meine
Bastelprojekte bei weitem ausgereicht.
Steuerung per µC oder PC habe ich bisher auch noch nicht vermisst. Für
diverse Messreihen mag das zwar ganz sinnvoll sein, aber im Hobbybereich
tritt das, zumindest bei mir, eigentlich gar nicht auf. Das heißt ja
nicht das es der eine oder andere braucht.
Tany schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Das ganze natürlich mit einfach beschaffbaren Bauteilen.> ...und ergrenzend noch Bauform: THT oder SMD. Wenn SMD ab welcher Größe.
Das war nicht ich;-) Das stammte von Zeno.
Ob THT oder SMD spielt für dieses Projekt nur dann eine Rolle wenn hier
gemeinsame Leiterplattenentwürfe gepostet werden.
Obwohl ich in der Arbeit fast ausschließlich mit SMD arbeite, scheint
mir persönlich THT aus den folgenden Gründen vorteilhafter zu sein:
1) Meine Bastelkiste hat mehr THT Teile als SMD,
2) Kompaktheit spielt bei mir keine große Rolle da die Leistungsteile
sowieso maßgeblich die Gesamtgröße bestimmen.
3) Zuverlässigkeit meiner Hand SMD Lötungen. Wenn nicht gerade mit
einschlägigen Industriestandards und genau gesteuerten Prozessen
gearbeitet wird, ist ein gewisses Risiko von Komponenten-Beschädigungen
beim Löten nicht ausschließbar. Das könnte sich dann spaeter fatal
auswirken wenn ein wichtiger Teil durch Haarrisse ausfällt und die
Ausgangsspannung unkontrolliert hochschnellt. Deswegen scheint mir THT
hier vorteilhafter. Das ist Eure Entscheidung. Meine steht fest.
4) Ich bin schon ein etwas aelteres Semester und THT Komponenten sind
für mich leichter manipulierbar und leichter zu sehen. Früher sah ich
wie ein Luchs. Junggemüse kann Punkt 4 ignorieren;-)
5) Mir sind Leiterplatten mit THT Komponenten auch lieber weil man mit
Tastköpfen leichter herankommt und einklinken kann. Bei SMD muss man
immer andrücken wenn man nicht gerade Testpoints mit Hooks vorsieht. Als
Erinnerung bleiben dann immer die kleinen Tastkopfeindrueckpunkte auf
den Lötstellen zurück.
6) Teile lassen sich im Prototypen Stadium leichter auswechseln und man
verhunzt die Lötstellen nicht so leicht.
Das HP typische Konzept unterscheidet sich schon in einigen
Eigenschaften. Die Vorteile sind:
+ Sehr flexibel bei der Spannung (auch für 100 V wenn es sein muss)
+ Spannung und Strom Signale mit einem Bezugspunkt für die Messung und
Steuerung (je nach Variante auch getrennt, vor allem mit BJT).
+ Stromregelung von der Tendenz her schneller / besser
+ kleinerer Spannungsverlust (gut bei kleiner Spannung)
+ je nach Spannung gut für MOSFET als Leistungselement
Das Prinzip hat aber auch Nachteile:
- Spannungsregelung von der Tendenz her langsamer
- PSRR eher schlechter (ggf. relevant hinter Vorregler)
- extra Hilfsspannung (kann aber gut für µC / Display genutzt werden)
- i.A. mehr Ausgangskapazität nötig
- schwieriger zu verstehen
- Auslegung der Kompensation etwas schwieriger
Für ein größeres Netzteil mit allem Pipapo würde ich eher das HP Prinzip
bevorzugen. Für ein einfaches Netzteil kann man es aber auch einfacher
machen. Den HP ähnlichen Typ würde ich mir für später aufsparen, ggf.
irgendwann nächstes Jahr in einem 2. Thread.
Extra Sense Eingänge machen die Sache schon etwas komplizierter. U.A.
der Schutz für Fehlbedienung ist nicht trivial und mit der
Geschwindigkeit muss man auch eher Rücksicht nehmen. Man sollte aber
schon sehen, dass intern die Kabelwiderstände bis zu den Buchsen nicht
eingehen - d.h. Geräte intern schon extra Sense-Leitungen vorsehen,
allerdings ohne extra Schutz und nicht extra hochohmig.
<Einwurf>
Lurchi schrieb:> Für ein größeres Netzteil mit allem Pipapo würde ich eher> das HP Prinzip bevorzugen. Für ein einfaches Netzteil kann> man es aber auch einfacher machen. Den HP ähnlichen Typ> würde ich mir für später aufsparen, ggf. irgendwann> nächstes Jahr in einem 2. Thread.
Ja, das sehe ich im Kern genauso.
Eigentlich mag ich es nicht besonders, schon eine Vor-Entschei-
dung zu treffen, ehe man die Alternativen gründlich geprüft hat;
aber auf der anderen Seite denke ich, der einfache massebezogene
Emitterfolger deckt praktisch alles ab, was bisher so an Wünschen
formuliert wurde.
Dazu kommt: Arnos Kaskadenregler (OPV/Transistoren) hat, wenn
ich das richtig gesehen habe, eine innere Verstärkung im "inneren"
Regler (also dem Transistorverstärker). Dadurch fällt auch das
30V-Limit der OPVs.
</Einwurf>
Mir ist heute ein Prinzipschaltbild über den Weg gelaufen, das ich recht
bemerkenswert fand:
https://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/bilder/kdarl2_4.gif
Es stammt aus dem Elektronik-Kompendium von Thomas Schaerer:
https://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/kdarl2.htm
und ist als Bild 4 ganz weit unten zu finden.
Besonderheit:
Die Ausgangsspannung kann frei gewählt werden, etwa 20-60V oder mehr, da
der OpAmp nicht mehr diese Spannung abkönnen muss. Und wenn man sich
einen OpAmp für 5V aussuchen kann, hat man eine Riesenauswahl an
Präzisionstypen mit Offset im im µV Bereich und Drift im nV Bereich. Nur
mal als Beispiel:
http://www.mouser.com/ds/2/389/tsz121-957398.pdf
Und dann die komplementäre PNP-Darlingtonstufe, die hier bereits als
vorteilhaft bezüglich Regelverhalten angesprochen wurde.
Vielleicht habe ich ja etwas übersehen, was dieses Konzept ins abseits
stellt. Warten wir mal ab, was die Experten dazu sagen.
Gerhard O. schrieb:
> Siehe hier: Beitrag "Re: Nachbausicheres Klein Labornetzgeraet"
Gerhard, danke dafür. Diesen Faden hatte ich glatt verpaßt.
Tany schrieb:
> ...und mein 2x 0...36V, 0..4A LNG mit jeweils einem IRF250 ist seit> Jahren im Dienst. :-)
Findet man dieses auch irgendwo hier dokumentiert? Oder hast Du dessen
Konstruktion und Parameter gar (gezwungenermaßen) geheim gehalten?
Raus damit. Zumindest mit ein paar Fakten dazu. :)
Roland F. schrieb:
> Wenn da was im Bereich Arduino oder> AVR-nackt zum Einsatz kommt, würde ich mich als "Brennstation" anbieten.
Feiner Zug von Dir. ;-)
Possetitjel schrieb:
> Dazu kommt: Arnos Kaskadenregler (OPV/Transistoren) hat, wenn> ich das richtig gesehen habe, eine innere Verstärkung im "inneren"> Regler (also dem Transistorverstärker). Dadurch fällt auch das> 30V-Limit der OPVs.
Hieße ja auch, daß OPVs mit weit niedrigerer Versorgungsspannung (wie
viele moderne Typen sind) wieder in Frage kämen. Oder nicht?
Danke Dir übrigens für Dein "Engagem(anag)ent". Schön zusammengefaßt.
Ich denke übrigens, daß man auf die Umsetzung des HP-Prinzips nicht
lange warten muß, wenn es so weitergeht. Es geht doch gut voran, finde
ich.
Bernd K. schrieb:> Und wenn man sich> einen OpAmp für 5V aussuchen kann, hat man eine Riesenauswahl an> Präzisionstypen mit Offset im im µV Bereich und Drift im nV Bereich.
Ja, sowas ähnliches wollte ich auch "gemeint haben" grade. :)
Die Auswahl ist im niedrigeren Spannungsbereich ganz anders.
Zeno schrieb:> Steuerung per µC oder PC habe ich bisher auch noch nicht vermisst. Für> diverse Messreihen mag das zwar ganz sinnvoll sein, aber im Hobbybereich> tritt das, zumindest bei mir, eigentlich gar nicht auf. Das heißt ja> nicht das es der eine oder andere braucht.
Bis jetzt habe ich PC Steuerung noch nicht gebraucht. Allerdings kommt
der Apettit mit dem Essen. Wenn man also diese Möglichkeit hat, findet
man wahrscheinlich Projekte wo man es gut verwenden könnte.
Ich möchte den Faden hier nicht zu sehr verzetteln und man möchte es mir
bachsehen; möchte aber trotzdem bemerken wie wichtig zusätzlich zum LNG
eine gute elektronische Last ist die dynamisch eingesetzt werden kann
und verschiedene Betriebsarten wie Konstantstrom, Widerstands Modus und
Konstant-Leistung beherrscht.
Das wäre vielleicht ein dankbares Folgeprojekt. Ich habe mich da schon
vor einiger Zeit nach 300W CPU Kühlern ausreichender Leistung und
Linearen Hochleistungs MOSFETs mit ausreichendem SOA umgeschaut. So ein
Projekt will ich auf alle Fälle hochziehen. Es gibt für solche Zwecke
tolle MOSFETs mit günstiger Zweiloch Befestigung für recht hohe Ströme
im Linearbetrieb.
Die von Bernd K. ins spiel gebrachte Variante
https://www.elektronik-kompendium.de/public/schaer...
hat einige gute Punkte, etwa die Möglichkeit auch mehr als 30 V
auszugeben. Allerdings geht in der Schaltung der Transistor Teil recht
deutlich ein. D.h. je nach Wahl der Transistoren geht die Schalung mal
gut und mal schwingt es, insbesondere bei kleinen Strömen. Die
Verstärkung über Transistoren ist leider abhängig vom Strom mit dem man
arbeitet, und auch recht hoch. Mit ein paar zusätzlichen Widerständen am
Emitter ließe sich das wohl noch etwas bändigen.
Eine andere positive Eigenschaft ist, dass mit der Ausgangsspannung
recht dicht an die Versorgung kommt. Es gehen nur etwa 1-1.5 V verloren.
Die Quasikomplementäre Darlingtonschaltung wird hier allerdings als
Stomverstärker genutzt und nicht als Spannungsfolger. u.A. wird die
Basis des PNP hochohmig angesteuert. Das gibt also an deutlich anders
Verhalten. Die Endstufe hat trotz dem NPN am Ausgangs einen eher
hochohmigeren Ausgangswiderstand. Da ist man im Übergang vom klassichen
Regler zum LDO, etwa ähnlich wie in der Spannungsregern Lt1085 oder
LM1117.
Die Version wäre es sicher Wert sich die auch noch einmal zu simulieren
und um Stromregelung zu ergänzen. Vom Gefühl her würde ich sagen gute
Eigenschaften, wenn es passt, aber ggf. nicht so nachbausicher.
M. K. schrieb:> MaWin schrieb:>> Ja. Und zwar in Bezug auf die Versorgung sonst wären>> Stabilitätsanforderungen an sie ziemlich überflüssig.>> Da haste den Fadem verloren. Die Stabilitätsanforderung der Versorgung> ist für die PWM wichtig.
Du darfst gerne noch mal deinen eigenen Beitrag lesen, falls du
inzwischen vergessen haben solltest, was du gestern gesabbelt hast.
Messen heisst nicht PWM.
Lurchi schrieb:> Allerdings geht in der Schaltung der Transistor Teil recht> deutlich ein. D.h. je nach Wahl der Transistoren geht die Schalung mal> gut und mal schwingt es, insbesondere bei kleinen Strömen. Die> Verstärkung über Transistoren ist leider abhängig vom Strom mit dem man> arbeitet, und auch recht hoch. Mit ein paar zusätzlichen Widerständen am> Emitter ließe sich das wohl noch etwas bändigen.
Genau so ist das. Das Prinzip ist hier gelegentlich schon gezeigt
worden. In diesem Thread:
Beitrag "Bauplan Hochspannungsnetzteil 0 - 400V- / 0 - 1A"
sind einige Beispiele verlinkt. Die hohe Schleifenverstärkung macht
allerdings nur Ärger. In dieser Schaltung:
Beitrag "Re: Bauplan Hochspannungsnetzteil 0 - 400V- / 0 - 1A"
musste ich die Steuerspannung runtersetzen und einen großen
Sourcewiderstand einbauen, um wenigstens unter bestimmten Bedingungen
Stabilität zu bekommen, obwohl der Ausgangstransistor nur als
Sourcefolger arbeitet.
Michael B. schrieb:> M. K. schrieb:>> MaWin schrieb:>>> Ja. Und zwar in Bezug auf die Versorgung sonst wären>>> Stabilitätsanforderungen an sie ziemlich überflüssig.>>>> Da haste den Fadem verloren. Die Stabilitätsanforderung der Versorgung>> ist für die PWM wichtig.>> Du darfst gerne noch mal deinen eigenen Beitrag lesen, falls du> inzwischen vergessen haben solltest, was du gestern gesabbelt hast.>> Messen heisst nicht PWM.
Auch du darfst gerne zwischen den Zeilen lesen aber OK. Nochmal etwas
ausführlicher. Für die PWM sollte die Versorgung recht stabil sein und
nicht durch irgendwelche Zustände des uC nennenswert einbrechen. Und
wenn sie diese Anforderungen erfüllt dann kann die Versorgung auch zum
Messen genutzt werden. Der Vorteil auch die Versorgung zum Messen
benutzen zu können ermöglicht es mit der Versorgung als Referenz relativ
große Spannungen zu messen während man die idR deutlich kleiner interne
Referenzquelle (Bandgap-Quelle) die kleineren Spannungsbereiche messen
kann und dadurch im unteren Spannungsbereich (Alternativ: Strombereich)
Auflösungsmäßig besser wird. In meinem Falle messe ich mit der internen
Referenz die Ausgangsspannung meines LNGs bis 5 V und den Strom bis 1 A.
Sind die Werte größer schalte ich auf Vcc zum Messen um. Dadurch habe
ich bei Spannungen bis 5 V eine Auflösung von ca 5 mV und bei Strömen
bis 1 A eine Auflösung von ca 1 mA. Bei Spannungen über 5 V steigt meine
Auflösung auf ca. 25 mV und bei Strömen entsprechend auf 5 mA.
Natürlich kann man auch eine separate Referenz benutzen aber das muss
ich euch ja nicht erklären, oder?
M. K. schrieb:> Die Reste der PWM werden selbstverständlich um den Faktor (R20+R21)/R21> verstärkt am Ausgang erscheinen, d.h. hat man ~2 mV Ripple der PWM am> Spannungsregler führt das zu ~20 mV am Ausgang des LNGs
Sorry, so ein Netzteil möchte ich nicht haben, schon gar nicht als
LABORNETZTEIL.
Tany schrieb:> Sorry, so ein Netzteil möchte ich nicht haben, schon gar nicht als> LABORNETZTEIL
Jeder wie er mag aber schau dir lieber keine Kommerziellen LNGs genauer
an. Hinweiß: die 20 mV sind Peak-2-Peak, RMS sinds < 0.5 mV wenn ich
meinem Fluke 179 und dem Agilent U1253B glauben darf. ;)
<Zwischenruf>
Tany schrieb:> M. K. schrieb:>> Die Reste der PWM werden selbstverständlich um den Faktor>> (R20+R21)/R21 verstärkt am Ausgang erscheinen, d.h. hat>> man ~2 mV Ripple der PWM am Spannungsregler führt das zu>> ~20 mV am Ausgang des LNGs>> Sorry, so ein Netzteil möchte ich nicht haben, schon gar> nicht als LABORNETZTEIL.
Musst Du doch nicht.
So ganz verstehe ich die Kontroverse nicht: Erstens kann man
für das PWM-Steuersignal ein besseres Filter verwenden (z.B.
mit Doppel-OPV; Butterworth 5. Ordnung; 100dB/Dekade), dann
finden sich bei korrekter Auslegung weniger als 1mV PWM auf
der Ausgangsspannung wieder.
Zweitens ist man nicht gezwungen, das PWM-Signal direkt
(=analog) weiterzuverarbeiten; man kann den Tastgrad auch
vom internen µC des Netzteils messen lassen. Das hat immer
noch den Vorteil einer ungeschlagen einfachen Schnittstelle
nach außen. (Und das muss ja auch nicht die einzige Schnitt-
stelle sein. Kannst ja gerne S/PDIF vorsehen...)
</Zwischenruf>
ArnoR schrieb:> Lurchi schrieb:>> Allerdings geht in der Schaltung der Transistor Teil>> recht deutlich ein. [...]>> Genau so ist das. Das Prinzip ist hier gelegentlich> schon gezeigt worden. [...]
Naja, die ELKO-Schaltung ist doch eigentlich nur eine
vereinfachte Version von Deiner Kaskadenschaltung, oder
sehe ich das falsch?
Die lokale Rückkopplung fehlt. Oder?
Possetitjel schrieb:> Naja, die ELKO-Schaltung ist doch eigentlich nur eine> vereinfachte Version von Deiner Kaskadenschaltung, oder> sehe ich das falsch?> Die lokale Rückkopplung fehlt. Oder?
Kann man sicherlich so sehen. Wobei ich von "meiner" Kaskadenschaltung
eigentlich nicht reden möchte, auch wenn ich das schon öfter
vorgeschlagen habe, z.B. hier:
Beitrag "Re: Basisstrom berechnen und Transistor aussuchen."
Ein Labornetzteil würde ich so nicht aufbauen.
ArnoR schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Naja, die ELKO-Schaltung ist doch eigentlich nur eine>> vereinfachte Version von Deiner Kaskadenschaltung, oder>> sehe ich das falsch?>> Die lokale Rückkopplung fehlt. Oder?>> Kann man sicherlich so sehen. [...]> Ein Labornetzteil würde ich so nicht aufbauen.
Warum? Bzw. warum nicht?
Stabilität (=Abwesenheit von Schwingneigung) ist natürlich
ein großes Thema... aber sonst? Ich sehe eigentlich nur
Vorteile.
Michael B. hat weiter oben auf eine Schaltung von so einem
Leipziger Makerspace verwiesen; die setzen einen ähnlichen
Block ein.
Die Stabilität ist sehr wichtig, sozusagen notwendige Voraussetzung -
wenn man den Regler kaum stabil kriegt nützt einem das beste DC
Verhalten nichts.
Die Stabilität ist das, was so einen Netzteilentwirf schwierig macht:
man fordert halt zu recht dass der Regler für jeden Strom bis zum Limit
und jeden realistischen Kondensator nicht schwingt.
Damit die Schaltung auch sicher nach gebaut werden kann müssen auch eine
Variation der Transistorparameter und die üblichen parasitären
Induktivitäten / Kapazitäten tolerieren.
Eine Endstufe mit sehr viel Verstärkung ist da schon mal keine gute
Voraussetzung, denn das heißt in der Regel dass schon bei relativ
kleiner Frequenz die Verstärkung abnimmt und damit eine extra
Phasenverschiebung auftritt. Wenn die Verstärkung dann auch noch nur
über die Transistoren und nicht per Gegenkopplung festgelegt ist, kann
das ganze auch noch stark vom Strom abhängen.
Im Rahmen der linearen Analyse sind für den Endstufen Teil 2
Eigenschaften wichtig: einmal die Reine Ausgangsimpedanz der Endstufe.
D.h. die Ausgangsimpedanz bei festen Stellwert. Ideal sollte es eher wie
eine Ohmscher Widerstand sein, aber wenn möglich nicht mehr als 90 Grad
Phase. Hier können keine Ausreißer bei höheren Frequenzen ggf. durch
einen Kondensator (bzw. RC Glied) am Ausgang ausgeglichen werden.
Der 2. Punkt ist die Transimpedanz, d.h. die Änderung im Ausgangsstrom,
für den Betrieb gegen einen großen Kondensator bei einer AC
Steuerspannung. Hier sollte der Verlauf gutmütig sein, und auch keine zu
starken Phasenverschiebungen und Änderungen in der Phase enthalten. Je
einfacher die Kurve, desto einfacher wird es für den Reglerteil.
Possetitjel schrieb:> Sachliche Anmerkungen zum Text sind willkommen.
Hier eine oder zwei von mir:
1. zu vorgeschalteten Schaltreglern:
Ich meine, das Design der Netzteil-Elektronik soll sich an einem
gewöhnlichen Netztrafo orientieren, was bedeutet:
a) die übliche Weichheit der Rohspannung soll berücksichtigt sein, also
daß die Lerlaufspannung deutlich über der Vollast-Spannung liegt. Das
hat gewichtige Auswirkung auf die Wahl der OpV's und/oder die Gestaltung
der Endstufe.
b) die erwartbaren Über- und Unterspannungen sollen berücksichtigt sein,
denn die schlagen beim Trafo ja durch.
c) es ist natürlich jedem freigestellt, ein Notebook-NT zu nehmen, aber
eben auch auf die Gefahr hin, daß dadurch HF-Störungen durch dessen
inneres Schaltnetzteil auf die Ausgäng kommen können.
2. zur Bauelementewahl:
ich tendiere ganz klar zu SMD und zu zumindest einer
Muster-Leiterplatte, damit solche Dinge wie ausreichende Masseflächen,
gutes Layout usw. festgenagelt sind.
Grund:
Ich habe schon viel zu viele schlechte Layouts sehen müssen und weiß,
daß ein dumm gelaufenes Layout eine an sich gute Schaltung ruinieren
kann.
Allerdings meine ich, daß man hierfür ruhig 1206 nehmen sollte. Sowas
gibt's reichlich bei Ebay, auch als Sortiment (Sortiment von ca. 10000
Stück für 10 Euro).
W.S.
Bernd K. schrieb:> Vielleicht habe ich ja etwas übersehen, was dieses Konzept ins abseits> stellt.
Ja, hast du.
Der Transistor T3 am Ausgang des OpV's ist eine ganz miserable Lösung,
denn er schränkt der Ausgangshub des OpV's auf 0 .. 0.7 Volt ein. So
eine Schaltung ist ganz sicher NICHT stabil zu kriegen. Abgesehen vom
Ausgangsverhalten des OpV-Ausganges bei quasi Kurzschluß am negativen
Rail.
Weitaus besser wäre es, wenn dieser T3 einen passablen Emitterwiderstand
bekäme, so daß er bei voller Ausgangsspannung des OpV's mal gerade eben
genug Strom an den T2 liefert, so daß dieser über T1 den gewünschten
Ausgangsstom sicher liefern kann.
Wenn man dann zwischen REF und V- des OpV's noch nen Strom-Meßwiderstand
einbaut und mit einem weiteren OpV und einem weiteren Transistor am
Emitter von T3 die Stromregelung einfügt, scheint mir die Sache rund zu
werden. Müßte aber mal durchsimuliert werden.
R6 ist übrigens bei passener Dimensionierung von R4+R5 überflüssig.
W.S.
Hallo,
> 2. zur Bauelementewahl:> ich tendiere ganz klar zu SMD...
Halte ich für keine gute Idee. Das ganze Projekt ist ja auch für
Anfänger geplant und sollte möglichst nachbausicher sein. Ich könnte mir
gut vorstellen, das sich ein Anfänger beim Löten von SMD-Bauteilen sehr
schwer tut und durch mangelnde Löterfahrung Fehler einbaut, die nur
schwer zu finden sind. Da sind Layouts mit Durchsteckbauteilen doch
deutlich einfacher zu handhaben.
> ...und zu zumindest einer Muster-Leiterplatte, damit solche Dinge> wie ausreichende Masseflächen, gutes Layout usw. festgenagelt sind.
Das ist wiederum ein gute Idee und eliminiert sicher viele unnötige
Probleme durch ein schlecht gewähltes Layout.
rhf
Da gerade aufbautechnische Einzelheiten besprochen werden, möchte ich
vorschlagen einen einfach gehaltenen Leiterplattenentwurf zu
favorisieren, wo alle externe LNG Komponenten ähnlich wie beim LNG30
manuell mit den entsprechenden Leiterplatten
Schaltungsverbindungspunkten verbunden werden.
Auch wenn diese Vorgehensweise mehr Arbeit bei der Verdrahtung macht als
eine komplett Leiterplatte, hat dieses Konzept den Vorteil maximal
universell zu sein. Da hier viele potenzielle Köche am Brei
mitbeitragen, können so mehr individuelle Wünsche berücksichtigt werden.
Ein Design welches sich auf ein bestimmtes Gehäuse und
Bedienungselemente festgelegt, schränkt die Entscheidungfreiheit aller
Mitbeteiligten zu sehr ein. So habe ich auch beim LNG30 Entwurf gedacht
um die Hauptleiterplatte so universell wie möglich einsetzen zu können.
Wie schon vorher aufgeführt favorisiere ich auch THT Bauweise. Da die
externen Komponenten, Bedienungselemente, Instrumente sowieso relativ
viel Platz brauchen, spielt der Miniaturisierungsaspekt von SMD keine
große Rolle.
Auch wenn das Junggemüse jetzt damit gut zurecht kommt, bedenkt, daß so
ein LNG etliche Jahrzehnte lang hält. Wenn es dann im hohen Alter mal
Reparatur benötigt, dann sind die damaligen Adleraugen auch nicht mehr
das was sie mal waren und man ist vielleicht dann froh damals auf den
störrischen Gerhard gehört zu haben und in vernünftiger Weise THT Aufbau
gewählt zu haben. Ich spreche leider aus eigener Erfahrung. Ohne
Vergrößerungsglas und viel helles Licht ist es kein Honig lecken mehr.
Sagt dann nur nicht, ich hätte es Euch nicht gesagt:-)
Die Schaltung für so ein LNG ohne µC ist so einfach, dass sich die Frage
stellt ob man wirklich ein geätzte Platine braucht, oder nicht auch eine
Punkt / Streifen Platine reicht. Einige der Teile wie ELKOs und wohl
auch 2 Transistoren sind etwas größer (wohl TO39 oder TO126) so dass
Bedrahtet da schon passender ist.
Für so ein Bastelprojekt kann man, wenn man will auch mischen (z.B. nur
die Widerstände und ggf. Abblockkondensatoren in SMD).
Für die Steuerung per µC hat man ggf. das Problem, dass gerade neuere
günstige DACs nur als SMD und ggf. da sogar in recht kleiner Form zu
bekommen sind. Der MCP4726 wäre da z.B. so ein möglicher Kandidat (12
Bit I2C mit relativ guter Genauigkeit für ca. 1 EUR) - aber halt
SOT23-6.
Die Platine ist dann aber auch erst der 2. Schritt.
Roland F. schrieb:> Ich könnte mir> gut vorstellen, das sich ein Anfänger beim Löten von SMD-Bauteilen sehr> schwer tut und durch mangelnde Löterfahrung Fehler einbaut, die nur> schwer zu finden sind.
Was? Bei 1206 etwa? Das sind Kuchenbretter zum auflöten. Da kann man
garnix verkehrt machen.
Abgesehen davon.. Wenn wir hier ne Leiterplatte kreieren, dann sollte
die nicht unnötig groß sein, sonst geht es in's Geld. Es sollte schon
eine DKL sein, so daß die möglichst großen Lötaugen (oder verpolsichere
Steck's im 0.1 Zollmaß) beim Braten sich nicht ablösen.
W.S.
Gerhard O. schrieb:> Auch wenn diese Vorgehensweise mehr Arbeit bei der Verdrahtung macht
Ich sehe das so:
- Trafoanschlüsse (oder Notebook-NT-Anschlüsse) per Litze extern
- evtl. Grätz-Gleichrichter auch extern? für größere Ströme JA, für bis
zu 1.5 Ampere diskret mit 4 Einzeldioden auf der LP, für alles darunter
ein integrierter Grätz auf LP
- Siebelko auf der LP. Die stehenden im 15 mm RM (so etwa 2200/40) sind
normalerweise gut knuffig und elektrisch OK. Für größere Elkos:
Lötösen+Litzen zusätzlich zu dem auf der LP.
- Potis (U und I) per Litzen und dreipoligem Steck oder Lötösen jeweils.
- Ausgangsbuchsen : per Litzen
- Strommeß-Widerstand auf der LP, sonst gibt das einen zu großen
Drahtverhau
- Versorgung und Meßanschlüsse für U und I Anzeigen: jeweils als
verpolsichere Steck's im 0.1 Zoll Maß
- LED-Anschlüsse per Steck/Lötösen und Litzen
- Leistungstransistoren: per Lötösen und Litzen
Bei Schukat hatte es bislang ne billige und versatile Sorte von flachen
Steckverbindern gegeben, muß mal danach suchen. Dann sehen wir weiter
W.S.
W.S. schrieb:> Hier eine oder zwei von mir:
Es ist einfach, Wunschvorstellungen zu äussern, aber:
W.S. schrieb:> das Design der Netzteil-Elektronik soll sich an einem gewöhnlichen> Netztrafo orientieren
MACH, es, d.h. VERSUCH es, und du wirst merken, dass es nicht so einfach
ist. 30V Ausgangsspannung ist kaum hinzubekommen, weil die Bauteile
dafür 45V aushalten müssten.
Die 'einfache Emitterfolgerschaltung' kann das seriös nicht ohne
Spezialbauteile (60V OpAmps).
W.S. schrieb:> ich tendiere ganz klar zu SMD
Das ist bestimmt eine nützliche Vorarbeit wenn man den Chinesen eine
100000er Stückzahlauflage via Banggood und DX erleichtern will aber für
Bastler VÖLLIG UNSINNIG. Kein Lochraster, und wie willst du
Leistungstransistoren und Elkos und Hochlastwiderstände in SMD bekommen.
Es hat seinen Grund, warum übliche Netzteile in THT sind.
Bernd K. schrieb:> Mir ist heute ein Prinzipschaltbild über den Weg gelaufen
In welchem Kindergarten sind wir jetzt eigentlich angekommen ? Sas ist
kein Labornetzteil, das hat nicht mal eine Strombegrenzung.
Prinzipschaltungen haben auch die Angewohnheit schön einfach auszusehen,
aber nicht zu funktionieren.
Das Problem beim Labornetzteil ist nicht das Prinzip, da gibt es im
wesentlichen 2, sondern immer die Regelstabilität.
Da müssen Profis ran die in Regelungstechnik eine 1 bekommen haben.
Und wir wissen: Der floating HP Regler ist schwer stabil zu bekommen,
der Emitterfolgerregler leichter wenn er nicht in Kaskadenregelung
aufgebaut wird.
Details sind dann: Keine Überschwinger beim ein/ausschalten,
Rückspannungsfest, richtige Kühlkörper und Trafoauslegung, uC
Steuerbarkeit.
Und ob Potis und Messwerke nun mit vielen 2/3 poligen Pfostensteckern
oder einem 12 poligen damit stattdessen aucb eine uC Platine draufpasst:
das soll doch der sich aussuchen, der sich die Mühe macht eine Platine
zu zeichnen, und nicht irgendein Schwätzer der nur Wünsche an Fremde
äussert um seinen Nachmittag rumzukriegen.
Hallo,
> Was? Bei 1206 etwa? Das sind Kuchenbretter zum auflöten. Da kann man> garnix verkehrt machen.
Da isst du aber ziemlich kleine Kuchen! Mal im ernst: gegenüber einem
THT-Bauteil ist das eher Hausstaub.
rhf
Hallo
Bernd K. schrieb:> Und wenn der auserkorene DAC oder OpAmp etc nur in SMD lieferbar ist,> gibt es (fast) immer die passende Adapterplatine:
Das löst aber das Problem nicht, denn der SMD-Baustein muss ja auch
irgend wie auf die Adapterplatine.
rhf
Roland F. schrieb:> Das löst aber das Problem nicht, denn der SMD-Baustein muss ja auch> irgend wie auf die Adapterplatine
Ach nicht nötig. Die ADC/DAC bzw. µC von Chinesen sind schon in SIP/DIP
format. :-)
Wenn man in den Bereich höherer Spannungen kommt, sollte man die
Spannung für die OPs separate noch einmal begrenzen. Dann kommt man auch
ohne spezielle OPs zu etwas höheren Spannungen. Wenn es knapp wird mit
der Spannung für die OPs könnte man für die OPs auch einen extra
Filterelko vorsehen - die OPs sehen dann deutlich weniger Rippel und die
etwa 1 V an Verlust für die Spannungsbegrenzung wären damit mehr als
ausgeglichen.
Wenn man von einem Trafo ausgeht, hat man es relativ leicht eine
negative Hilfsspannung per Ladungspumpe zu erzeugen. Das erleichtert
einem die Stromquelle für den Mindestrom und man hat bei der Auswahl der
OPs etwas mehr Auswahl. Insbesondere wenn man keine Rücksicht auf die
Strommessung nimmt wird es praktikabel den Shunt am Emitter (also quasi
fliegend) zu haben. Dies erlaubt es dass die Stromregelung schneller
Anspricht und man hat bei dem Sollwert für die Spannung keine Probleme
mit extra Strom der über den Shunt fließt. Eine genaue Strommessung wird
aber etwas erschwert (aber nicht unmöglich).
Hallo,
Gerhard O. schrieb:> Auch wenn diese Vorgehensweise mehr Arbeit bei der Verdrahtung macht als> eine komplett Leiterplatte, hat dieses Konzept den Vorteil maximal> universell zu sein.
Flexibel ja, aber die Verdrahtung erzeugt wieder andere Probleme. Hier
ist immer von der möglichen Gefahr einer Schwingneigung der
Regelschaltung die Rede. Ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, das
da eine unbedachte Verdrahtung zwischen Regelung und
Leistungstransistoren nicht gerade förderlich ist. Wieder mögliche
Fehlerquelle beim Nachbau durch unerfahrene Anfänger.
Ich versuche bei meinen Basteleien immer mit so wenig Verdrahtung wie
nur irgend möglich auszukommen und möglichst alle Komponenten auf der
Platine unterzubringen.
> Da die externen Komponenten, Bedienungselemente, Instrumente sowieso> relativ viel Platz brauchen, spielt der Miniaturisierungsaspekt von> SMD keine große Rolle.
Da hast du recht.
rhf
Hallo MaWin
> Und wir wissen:...
Da muss ich bekennen, das ich leider nicht zu diesem "wir" gehöre.
>...Der floating HP Regler ist schwer stabil zu bekommen,> der Emitterfolgerregler leichter wenn er nicht in Kaskadenregelung> aufgebaut wird.
Um ganz ehrlich zu sein: ich habe bis jetzt nicht verstanden warum das
so ist und würde mich wirklich freuen wenn du oder vielleicht jemand
anders das mal für Dummies erklären würdest.
> Und ob Potis und Messwerke nun mit vielen 2/3 poligen Pfostensteckern> oder einem 12 poligen damit stattdessen aucb eine uC Platine draufpasst:> das soll doch der sich aussuchen, der sich die Mühe macht eine Platine> zu zeichnen,...
Ja, sehe ich genau so.
Und dabei hättest du es auch belassen sollen, denn:
> ...und nicht irgendein Schwätzer der nur Wünsche an Fremde> äussert um seinen Nachmittag rumzukriegen.
war doch jetzt nicht wirklich nötig, oder?
rhf
Roland F. schrieb:> Um ganz ehrlich zu sein: ich habe bis jetzt nicht verstanden warum das> so ist und würde mich wirklich freuen wenn du oder vielleicht jemand> anders das mal für Dummies erklären würdest.
Die üblichen 08/15-Operationsverstärker sind bereits so kompensiert,
dass sie nicht schwingen, so lange die Spannungsverstärkung in der
Regelschleife ausschliesslich vom OPV selbst aufgebracht wird. In einer
Spannungsfolger-Schaltung ist das der Fall.
In anderen Schaltungen kommt die Spannungsverstärkung weiterer
Transistoren mit hinzu. In diesem Fall gibt es eine Frequenz ab der die
Verzögerung in der Regelschleife (also die Phasendrehung) der halben
Periode der Frequenz entspricht. Damit wird die Gegenkopplung zur
Mitkopplung und wenn die Gesamtverstärkung dann immer noch grösser als 1
ist, erhält man einen Oszillator statt eines Reglers.
W.S. schrieb:> Ich sehe das so:
Also eine Platine mit Gleichrichter, Stecker, Stecker, Elko, Stecker,
OPV + Hühnerfutter, Shunt, Stecker, Stecker, Stecker....
@MaWin:
Das Prinzipschaltbild hat aber auch den netten Vorteil, das der OPV
nicht an die Versorgungsspannung gebunden ist. Die Spannung der OPVs ist
unabhängig von der Eingangsspannung. Ja Stromregelung fehlt, ist aber
genauso einzubinden.
Nochmal zum Konzept:
Wenn das ganze Nachbausicher sein sollte und für Anfänger geeignet. Dann
ist das A und O, eine gute Dokumentation und die einfache Beschaffung
der Bauteile (BOM). Wenn der Anfänger daraus lernen soll, dann ist
genauso die Dokumentation wichtig, damit der Anfänger weiß, was, wie und
warum gemacht wurde.
Zum Thema SMD, 0805 und größer sollte auf für einen Anfänger kaum ein
Problem sein, ist eine Schöne Lötübung. Gute Anleitungen gibt es dank
Interner mittlerweile wie Sand am Meer. Sogar in Farbe, Bunt und in
bewegten Bildern.
Was ich auch nicht verstehe, das 1.50€ China Display. Warum nicht ein
Standardteil, das es auch in 15 Jahren noch genau so gibt? Bzw einem
Standardisiertem Interface (LCD mit hd44780 oder Intel8080 kompatibel).
Und wenn ich schon wieder lese, THT hab ich mehr in meiner
Grabbelkiste... das ist mMn. nicht der Sinn eines Nachbausicheren
Netzteils. Sinn eines solchen Vorhabens, sollte es sein, eine Doku,
einen Schaltplan, ein Layout , eine Bauteilliste und den Code (falls ein
µC verwendet wird) zur Verfügung zu stellen.
Und immer noch bin ich der Meinung, das man das ganze lieber größer
Dimensionieren sollte, als zu sagen, man kann es ja größer bauen... am
Ende passen die OPVs nicht mehr zu den Spannungen, und mal eben größer
machen wird zu einer kompletten Neuentwicklung.
Im Anhang hätte ich mal eine grobe Skizze, wie man ein Modernes Netzteil
modular aufbauen könnte und sich daraus jeder den Teil schnappen kann,
den er braucht.
Hauptteil wäre das LNG, galv. getrennt von einem Bedienteil um mehrere
Kanäle mit einem Bedienteil steuern zu können. Bei 1-Kanal Geräten zwar
überdimensioniert, aber es ist Notwendig für mehrere Kanäle.
Vorschaltbar wäre ein SNT oder eine Trafoumschaltung (DC-In beim Trafo
wegdenken) um die Effizienz des LNGs zu erhöhen. Was bei einem Modernen
Design nicht falsch wäre.
Zur Bedienung gäbe es verschiedene Möglichkeiten. Von einem µC der Potis
einliest + 7-Segment, über Encoder + Display bis hin zu einer reinen
PC-Steuerung wäre alles möglich. Jeder kann das Entwickeln, was er
braucht, dafür gibt es dann die Doku und es danach zur Verfügung
Stellen.
PS: Ja ich weiß, immer noch kein Schaltplan, Schande über mein Haupt...
MaWin schrieb:> Bernd K. schrieb:>> Mir ist heute ein Prinzipschaltbild über den Weg gelaufen> In welchem Kindergarten sind wir jetzt eigentlich angekommen ?
[Nutztext]
> ..., und nicht irgendein Schwätzer der nur Wünsche an Fremde> äussert um seinen Nachmittag rumzukriegen.
Nur mal als Erklärung für Nicht-MaWin-Kenner:
Den Vorspann und Nachspann nennt der Psychologe 'Selbstbelohnung durch
Aggression'. Nicht böse gemeint, sondern einfach unvermeidlich MaWin.
Hat aber auch einen Vorteil: Man kann das Original von Nachahmern
unterscheiden. Nicht immer, aber immer öfter.
Achim schrieb:> Was ich auch nicht verstehe, das 1.50€ China Display.
Das sind Displays mit eingebauter Spannungs- und Strom-Messung.
> Warum nicht ein Standardteil, das es auch in 15 Jahren noch genau so gibt?
Das müsste man selbst programmieren.
Clemens L. schrieb:>> Warum nicht ein Standardteil, das es auch in 15 Jahren noch genau so gibt?>> Das müsste man selbst programmieren.
Was jetzt auf der anderen Seite auch nicht soo schwer ist ;)
MaWin schrieb:> W.S. schrieb:>> Hier eine oder zwei von mir:>> Es ist einfach, Wunschvorstellungen zu äussern, aber:>> W.S. schrieb:>> das Design der Netzteil-Elektronik soll sich an einem gewöhnlichen>> Netztrafo orientieren>> MACH, es, d.h. VERSUCH es, und du wirst merken, dass es nicht so einfach> ist. 30V Ausgangsspannung ist kaum hinzubekommen, weil die Bauteile> dafür 45V aushalten müssten.> Die 'einfache Emitterfolgerschaltung' kann das seriös nicht ohne> Spezialbauteile (60V OpAmps).>>> W.S. schrieb:>> ich tendiere ganz klar zu SMD>> Das ist bestimmt eine nützliche Vorarbeit wenn man den Chinesen eine> 100000er Stückzahlauflage via Banggood und DX erleichtern will aber für> Bastler VÖLLIG UNSINNIG. Kein Lochraster, und wie willst du> Leistungstransistoren und Elkos und Hochlastwiderstände in SMD bekommen.> Es hat seinen Grund, warum übliche Netzteile in THT sind.
Bzgl. 30V Ausgangangsspannung und I:3A, kann ich sagen, daß das bei
meinem ollen NG mit vier 2N3055 überhaupt keine Probleme auftreten und
das schon seit Jahrzehnten!
SMD sind wirklich etwas für Leute mit Adleraugen und einer ruhigen Hand.
Zu dieser Spezies gehöre ich, wie so viele, nicht mehr. Daher wäre es
eine Überlegung wert, Platine/n für SMD und bedrahtete Bauteile zu
konstruieren. So kann jeder nach gusto seine Wahl treffen.
Hier noch ein paar Gedanken zum Projekt:
Aus meiner Sicht gesehen habe ich Bedenken gegen Steckverbinder in
kritischen Schaltungsteilen und bevorzuge gelötete Verbindungen.
Man sollte sich bei der Verdrahtungsweise immer Gedanken machen wie sich
eine schadhafte Verbindung auf das Ausgangsspannungverhalten des LNG
auswirken würde. Deshalb sollte zumindest die Sense und
Eintellungskomponenten nicht steckbar verbunden sein.
Auch sollte bei schwer trennbaren Verbindungen der konstruktive Ansatz
Servicefreundlichkeit favorisieren. Idealerweise sollte man alle
Leiterplattenlötpunkte ohne Ablöten von Verbindungen herankommen. Das
läßt sich bei geschickten Aufbau durch Schwenkbefestigung zum
Herausklappen oder Guten Zugang zur Unterseite wie z.B. beim LNG30. Wir
sollten nicht versäumen einen kompletten externen Verdrahtungsplan des
Gesamtgerätes zu erstellen ähnlich wie ich es beim LNG30 gemacht hatte.
Das lohnt sich bestimmt.
Die Verdrahtung eines LNGs sollte zumindest so gut durchdacht und
ausgelegt wie bei einem guten NF Leistungs Verstärker sein. Man sollte
sich Gedanken machen wie kritische Verbindungen zur Regelschaltung
ausgeführt werden und Ein- und Ausgänge getrennt zu verlegen und
kapazitive Kopplungen an bestimmten Stellen wie durch Kabelbäume
manchmal verursacht zu vermeiden. Man tut gut hochverstärkende
Schaltungsteile geradlinig zu positionieren um kapazitive Kopplungen zu
vermeiden.
Zur Verringerung von netzseitig propagierten Störungen ist ein Trafo mit
getrennt aufgebrachten Primär-und Sekundärwicklungen oder zumindest mit
innerer statischen Abschirmungswicklung empfehlenswert. Auch wäre ein
handelsübliches CLC Netzfilter vorteilhaft. Sicherungen sollten von
Aussen zugänglich sein.
Sollte ein Lüfter eingebaut werden, sollte man auf alle Fälle einen
größeren leisen PC Lüfter mit thermisch gesteuerter Drehzahlreglung im
Gehäuse einbauen. Es gibt heutzutage wunderbar leise laufende Lüfter.
Wenn ein Lüfter vorhanden ist, könnte man ggf. auch mit inneren
Kühlkörpern wegkommen.
Die Sense Verbindungen an den Anschlußbuchsen sollten immer zur
Frontplattenseite hin näher sein wie die eigentlichen Leistungsdrähte.
Das minimiert minuziöse Spannungsabfälle. Bei der Verdrahtung der
Instrumente soll man sich auch über ungewünschte Spannungsabfälle
Gedanken machen.
Ferrit Sleeves helfen auch hochfrequente externe Störsignale im
Radiobereich abzuschwächen. Gerade mit Handies Ausstrahlungen kann man
hier Überraschungen erleben.
Ein Metallgehäuse ist im Prinzip einem Plastikgehäuse vorzuziehen wenn
es die Kosten erlauben. Bei Plastikgehäusen sind HF
Einstrahlungsprobleme nur durch innere Abschirmungen und besondere
Vorsichtsmaßnahmen zu beherrschen.
Zeit für Frühstück. Muß gehen:-)
Schönes Wochenende noch,
Gerhard
Eppelein V. schrieb:> Bzgl. 30V Ausgangangsspannung und I:3A, kann ich sagen, daß das bei> meinem ollen NG mit vier 2N3055 überhaupt keine Probleme auftreten und> das schon seit Jahrzehnten!>
Bei mir drei 2N3055, 30V Ausgangspannung (Rohspannung 41V), 3A.
LM723...ebenfalls, keine Probleme in irgendeiner Form!
> SMD sind wirklich etwas für Leute mit Adleraugen und einer ruhigen Hand.> Zu dieser Spezies gehöre ich, wie so viele, nicht mehr.
Wozu auch SMD bei den paar Bauteilen?
<Zwischenruf>
MaWin schrieb:> W.S. schrieb:>> das Design der Netzteil-Elektronik soll sich an einem>> gewöhnlichen Netztrafo orientieren>> MACH, es, d.h. VERSUCH es, und du wirst merken, dass es nicht> so einfach ist. 30V Ausgangsspannung ist kaum hinzubekommen,> weil die Bauteile dafür 45V aushalten müssten.
Genau DESWEGEN wollte W.S. ursprünglich nur 15V Ausgangs-
spannung (was mir und anderen wieder zu wenig ist).
Abgesehen davon: Interessant wäre, ob man eine (sekundär-
seitige) aktive PFC als Vorregler auslegen könnte. Die
Ausnutzung des Trafos würde besser, und die Rohspannung
wäre vorstablilisiert. (Separate Leiterplatte, Blechgehäuse
als Schirmung.)
Selbstverständlichkeit: Aktive Vorregler-PFC als OPTIONALE
Baugruppe. Nix für Anfänger.
> Die 'einfache Emitterfolgerschaltung' kann das seriös> nicht ohne Spezialbauteile (60V OpAmps).
U.a. deswegen die Idee mit dem Kaskadenregler (--> innere
Verstärkung im Transistorblock, z.B. zweifach).
</Zwischenruf>
<Zwischenruf>
Roland F. schrieb:> Flexibel ja, aber die Verdrahtung erzeugt wieder andere Probleme.
Ja -- aber es ist wichtig, welche Art Signale über den Draht
laufen.
> Hier ist immer von der möglichen Gefahr einer Schwingneigung> der Regelschaltung die Rede. Ich könnte mir zum Beispiel gut> vorstellen, das da eine unbedachte Verdrahtung zwischen Regelung> und Leistungstransistoren nicht gerade förderlich ist.
Richtig.
Aber die Gleichspannung, die den Sollwert der Ausgangsspannung
vorgibt, kann man aber problemlos durch das ganze Gehäuse führen,
wenn man das richtig macht.
> Ich versuche bei meinen Basteleien immer mit so wenig Verdrahtung> wie nur irgend möglich auszukommen und möglichst alle Komponenten> auf der Platine unterzubringen.
Hat Vor- und Nachteile.
Ich bin entschiedener Verfechter von "Kombi-Layouts" (=Bestückungs-
varianten). Da gibt es dann zwar eine einheitliche Leiterplatte,
aber trotzdem die Möglichkeit für individuelle Aufbauvarianten.
Das müssten aber die Layouter zu gegebener Zeit vorsehen.
</Zwischenruf>
Eine Verstärkung in der Transistorstufe ist möglich, aber nicht so
unproblematisch. Ggf. muss man dann Abstriche in der
Regelgeschwindigkeit machen. Wenn es nicht sein muss würde ich dass eher
vermeiden wollen.
Es gibt relativ gut erhältliche OPs für 40 V ( etwa Audio OPs).
Mit einer negativen Hilfsspannung von z.B. -3 V und damit bis zu +37 V
hätte man Ausgang bis etwa 34 V und könnte nach einem Darlington
Emitterfolger noch bis etwa 32 V am Ausgang bekommen. Ein Netzteil bis
30 V wäre damit also noch möglich.
Die Spannungsversorgung für die OPs muss man im Zweifelsfall halt extra
begrenzen (etwa mit Zenerdiode und Transistor). Das kann mit dem LM324
schon relativ früh relevant werden.
Bei der einfachen Schaltung muss man damit rechnen, dass die
Ausgangsspannung nur bis etwa 3 V an die Versorgung heran geht. Die
Rippelspannung kann man da für den kritischen Spannungsteil ggf.
reduzieren, so dass der Spannungsverlust nicht mehr so dramatisch ist.
Aus den 19 V vom Laptop Netzteil wären also ggf. 16 V noch drin.
Mit einem Trafo liegt das Limit bei etwa 1.1-1.2 mal AC Spannung minus
etwa 4 V:
für einen 18 V Trafo also etwa 17V
für einen 24 V Trafo also etwa 24V
So ab etwa 20 V Trafospannung sollte man beim LM324 eine Begrenzung der
Spannung einplanen.
MaWin schrieb:> MACH, es, d.h. VERSUCH es, und du wirst merken, dass es nicht so einfach> ist. 30V Ausgangsspannung ist kaum hinzubekommen, weil die Bauteile> dafür 45V aushalten müssten.
Ist dir evtl. aufgefallen, daß ich die ganze Zeit versuche, mit 15V/1A
auf dem Teppich zu bleiben? Ich gehöre nicht zu den Leuten, die immer
nur nach höher-schneller-und mehr Bässe schreien.
Abgesehen davon IST es durchaus hinzukriegen, auch 30 Volt zu machen.
Man muß sich dafür lediglich von der hier angezielten Einfachheit
verabschieden.
W.S.
MaWin schrieb:>> Mir ist heute ein Prinzipschaltbild über den Weg gelaufen>> In welchem Kindergarten sind wir jetzt eigentlich angekommen..
Ich hätte da nen Wunsch an dich: bleib doch wenigstens zeitweise mal
sachlich - und antworte sachlich.
Ich hatte auf den Hauptflaps dieser Prinzipschaltung bereits
hingewiesen. Sollte ausreichen denk ich. Allerdings halte ich es für
(ähem..) pädagogischer, selbigen sachlich zu besprechen.
W.S.
Achim schrieb:> Was ich auch nicht verstehe, das 1.50€ China Display. Warum nicht ein> Standardteil, das es auch in 15 Jahren noch genau so gibt?
Nun, Displays aller Art sind eigentlich nicht zentrale Bestandteile
einer Labornetzteil-Regelung, sie sind jedoch extrem nützlich, um
anzuzeigen wieviel Spannung resp. Strom grad aktuell ist, ohne daß man
sein Multimeter in die Leitungen einschleift.
Nun sind nette Analoginstrumente erstens relativ groß, so ab 60x60
(etwa) und sie sind relativ teuer, so ab 10 Euro (auch etwa). Da bietet
es sich durchaus an, ein billiges China-U/I-Meter oder sowas ähnliches
zu verwenden. Ob das nun 15 Jahre mitmacht oder ob es genau dieses in 15
Jahren noch gibt, kann dir (und mir) keiner sagen und das gilt auch
für alle Zeigerinstrumente, die es derzeit bei Ebay gibt.
Fazit: Die Sache mit dem China-Teil hat schlichte Kostengründe. Man muß
aber eine Stromversorgung für sowas wenigstens prinzipiell vorsehen,
wenn einer dann stattdessen sich zwei Galvanometer einbaut, braucht er
die besagte Stromversorgung dann bloß nicht zu bestücken.
W.S.
Gerhard O. schrieb:> Aus meiner Sicht gesehen habe ich Bedenken gegen Steckverbinder in> kritischen Schaltungsteilen und bevorzuge gelötete Verbindungen.
Das glaube ich dir gerne, es gibt aber einige "ABER's".
Zunächst eines: bei meinem steinalten Statron 3222 gibt es nur
einseitige LP, die Anschlüsse sind Messingniete mit je zwei Lötfahnen,
die auf die LP genietet sind. Dort sind dann Volldrähte angelötet, die
zum Kabelbaum gebunden sind. So hat man sowas in den 70er Jahren
gemacht. Und es funktioniert noch immer tadellos - allerdings haben
sowohl ich als auch meine Vorgänger jahrzehntelang dort nicht mehr
hineingeschaut. Das Einzige, was neulich gestört hat (durch Ansprechen
der Überspannungsabschaltung per Thyristor) war ein defekt gewordener
Keramik-Kondensator auf Lötleiste außerhalb der LP. Fazit: vom Profi mit
Villdraht gelötet kann jahrzehntelang halten.
Nun das Aber:
Bastler verwenden selten bis nie Volldraht und sorgfältig abgebundene
Kabelbäume. Sie benutzen stattdessen extrem gern ungeeignete Litzen, und
die werden dann eingelötet, damit sie bei dem beim Bastler häufigen ein-
und ausbauen dann kurz über der Lötung abbrechen. Ätsch sozusagen.
Da ist es mir sehr viel lieber, wenn Steckkontakte mit Einrastung
benutzt werden und die Kabelseiten wenigstens ein wenig abgefangen sind.
Vom Crimpen rede ich ja garnicht. Man muß bloß dafür sorgen, daß bei
abgezogenem Stecker ein dortiger Input dezent in die ungefährliche
Richtung gezogen wird. Beispielsweise bei einem 10k Mehrgangpoti für die
Spannung also auf der LP ein 100k Widerstand vom Schleifer gegen low.
Ach ja, hab weiter oben ja schon davon gesprochen: Steckverbinder von MP
Garry, bei Schukat als "MPE GARRY Nylon-Crimp-Steckerverbinder" in
Warengruppe F1430, haben RM 2.54. Blöderweise gibt es bei Ebay derzeit
nur deren grobschlächtigere Brüder mit RM 3.96
W.S.
Possetitjel schrieb:> <Zwischenruf>>> Ich bin entschiedener Verfechter von "Kombi-Layouts" (=Bestückungs-> varianten). Da gibt es dann zwar eine einheitliche Leiterplatte,> aber trotzdem die Möglichkeit für individuelle Aufbauvarianten.
Darum wären zwei Varianten von Platinen - für SMD und herkömmliche
Bauteile
nicht die schlechteste Wahl.
W.S. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Aus meiner Sicht gesehen habe ich Bedenken gegen>> Steckverbinder in kritischen Schaltungsteilen und>> bevorzuge gelötete Verbindungen.
Wirklich kritische Schaltungsteile sollte man ohnehin
möglichst nicht trennen.
Nicht ganz so kritische sollten gegen Kurzschlüsse und
Wackelkontakte gehärtet weden (Längswiderstand zur
Strombegrenzung; Pull-Down-Widerstand).
> Das glaube ich dir gerne, es gibt aber einige> "ABER's". [...]>> Bastler verwenden selten bis nie Volldraht und sorgfältig> abgebundene Kabelbäume. Sie benutzen stattdessen extrem> gern ungeeignete Litzen, und die werden dann eingelötet,> damit sie bei dem beim Bastler häufigen ein- und ausbauen> dann kurz über der Lötung abbrechen. Ätsch sozusagen.
Das ist leider alles richtig -- und passiert auch bei Profis.
In der alten Firma hat der Chef ÄUSSERSTEN Wert darauf gelegt,
dass UNBEDINGT alle Verbindungen im Gerät gelötet werden.
Folge: Die Geräte waran nicht mehr vernünftig zu testen und in
Betrieb zu nehmen, weil selbst bei vorsichtigem Umgang die
eingelöteten Litzen schon während der Inbetriebnahmen an den
Lötstellen abgebrochen sind.
Das war ein Riesendriss; es hat ewig gedauert, bis wird eine
Technik entwickelt hatten, mit Schrumpfschlauch und Heisskleber
den ursprünglich ja nicht vorgesehenen Knick- und Zugschutz
zu gewährleisten. Es ging dann zuverlässig, war aber eigentlich
doch Scheisse.
Fazit: Wenn möglich an den richtigen Stellen vernünftige,
hochwertige, verriegelte Steckverbinder vorsehen (z.B. die
verriegelbaren Dinger für Hosenträgerkabel).
Lötaugen für Litzen sind akzeptabel, wenn gleichzeitig
Knickschutz und Zugentlastung vorgesehen werden. (Das kann
notfalls primitiv und wirkungsvoll mit Schrumpfschlauch,
Bohrungen in der Leiterplatte und Bindfaden passieren -- aber
es muss vorgesehen sein!).
Possetitjel schrieb:> Abgesehen davon: Interessant wäre, ob man eine (sekundär-> seitige) aktive PFC als Vorregler auslegen könnte.
Selbstverständlich könnte man das - sogar ausgesprochen einfach. Z.B.
die Betriebsspannung für einen Transition Mode Controller ließe sich in
dem Fall über eine "Micro"-Diodenbrücke + Micro-ELKO erzeugen, und zwar
dauerhaft (ohne eine Zusatz-Wicklung auf der Spule).
Das würde auch bedeuten, daß - wegen der geringeren Gate-Ladung von
NV-FETs - über den Vorwiderstand noch weniger Verluste entstünden, da
der Controller für weniger Treiberstrom weniger mittleren Strom
bräuchte. Man also wirklich ohne große Verluste obiges Konzept verfolgen
könnte.
Oder aber, im Sinne höchster Effizienz, den Siebelko so dimensionieren,
daß die Spannung zwar runtergeht, aber eben nicht unter z.B. 10V. So
ließe sich ein Synchroner Boost nutzen, dessen Betriebsspannung auch
über einen Vorwiderstand von der ELKO-Spannung abgezapft.
Und dann noch (diverse bekannte Möglichkeiten) auf 10V stabilisiert. So
könnte man auch Synchrone Boost Controller mit externen FETs nutzen,
deren Betriebs-spannungs-bereich niedriger läge.
Die Ausnutzung des Trafos wäre hier zwar schlechter als mit Boost bis 0V
hinunter, doch (je nach Railspannung) trotzdem nicht "schlecht" - bei
nackter kapazitiver Siebung aber ist sie das, da hast Du schon recht...
Übrigens könnte man in beiden Fällen, wo nötig, Schottky-Dioden
verwenden. Ganz im Gegensatz zur 230V~ - PFC. Ich muß auch gestehen, daß
ich den Gedanken schon vorher mal hatte. Und hier machte das wirklich
Sinn.
Optional/nur unter bestimmten Umständen:
Nach dieser ersten Stufe könnte man nun freilich noch einen synchronen
Buck nutzen, der dafür sorgte, daß nicht nur weniger Verlustleistung
entstünde, sondern auch im sehr niedrigen Spannungsbereich (da, wo es
mich und wohl auch andere interessierte) höhere Ströme bereitstünden,
als bei höherer.
Diesen könnte man mit der PFC ins selbe Gehäuse packen.
Für die spezielle Anwendung evtl. anders auszulegen, als man das
gemeinhin macht. Beispielsweise könnte dessen Schaltgeschwindigkeit
stark vermindert werden, um die Schaltspitzen zu dämpfen (+ größerer
Snubber). [Die Schaltspitzen des Boost davor haben natürlich weniger
Einfluß, da über den Buck "geschluckt".]
Auch eventuell eher höhere Induktivität (minimaler Ripple) + extra
kleiner ELKO (siehe übernächster Absatz). Was allerdings einige Arten
der Regelung ausschlösse, die viel Ripple benötigen.
Das würde freilich die Effizienz senken, diese aber hat hier ja nicht
Priorität - und man könnte durch einen "richtigen" Kühlkörper (also auch
hier kein SMD) die entstehende Verlustleistung locker auffangen.
Der für Buck-Vorregler häufig genannte Vorbehalt, der
Linear-Endtransistor müsse - da viel dynamischer "hinunterregelnd", als
der Buck - ja trotzdem für die Verlustleistung ohne Buck ausgelegt sein,
ist zwar stichhaltig, für mich jedoch kein echtes Gegenargument.
Ein Problem hat man dabei m. M. n. vielmehr beim "hinaufregeln", da der
Endtransistor nicht aus wenig U und/oder I plötzlich mehr machen kann -
bei einer seriellen Konstruktion, zumindest... weshalb ich durchaus
schon an eine parallele Konstruktion dachte.
So wird das nämlich auch (Achtung, Gerhard... ;-) bei einigen
kommerziellen 4-Q-Stellern gemacht - der Hauptteil kommt aus der
Schaltstufe, die "Feinarbeit" erledigt die lineare solche.
Allerdings habe ich keine Ahnung davon, wie (und unter welchen
Vorbehalten - sicherlich könnte die Dynamik der Linearstufe dabei noch
stärker gefordert sein?) man so etwas exakt realisiert.
Eine denkbare Lösung wäre ja vielleicht, die serielle Konstruktion
beizubehalten, und in gerade genannter Situation über einen zusätzlichen
MOSFET die Railspannung kurz (!) direkt (ohne Spule) an den
Endtransistor zu legen. Das ginge eventuell schneller, als auf das
Hochregeln des Buck zu warten.
---Falls es aus meiner Formulierung nicht klar hervorgeht:
a.) Bis auf die Beschreibung der Möglichkeiten eines Boost-Reglers ist
der restliche Text - ähm- "spekulativ" gemeint.
b.) Die Realisierung der genauen Kombination von Schalt- und
Linearstufe,um genannte Nachteile zu minimieren oder gar zu vermeiden,
wäre mir ebenfalls noch weitestgehend unbekannt.---
Es ist klar, daß diese Thematik bei einem größeren Anteil der Leser hier
wohl kaum auf positive Resonanz stoßen dürfte - da für sie ein
Schaltwandler prinzipiell indiskutabel ist in dieser Anwendung.
Doch ich halte das - speziell hier im Forum, wo auch dafür genug
Erfahrung vorhanden ist - für durchführbar. Schon allein das, was
Possetitjel meinte, doch vielleicht ja auch (für prinzipiell
interessierte Leute / wenn man schon dabei ist...) etwas mehr.
dfg schrieb:> Eine denkbare Lösung wäre ja vielleicht, die serielle Konstruktion> beizubehalten, und in gerade genannter Situation über einen zusätzlichen> MOSFET die Railspannung kurz (!) direkt (ohne Spule) an den> Endtransistor zu legen. Das ginge eventuell schneller, als auf das> Hochregeln des Buck zu warten.
Na ja, wenn man sich diese Mühe machte, dann könnte auch gleich noch ein
zweiter FET (also resultierend wäre eine vollständige Halbbrücke, mit
deren oberem Ende an der PFC-Rail, und dem Schaltknoten am
Buck-Ausgang), dafür sorgen, daß sich der Buck-Ausgangscap beim runter
Regeln eben nicht über den Endtransistor entladen müßte.
Die Ansteuerung des Gebildes aber wäre mir noch ein Rätsel... ;-)
Wie gesagt, ich bin nur ein Hobby-Fuzzi. Vielleicht fällt den Profis was
dazu ein. Ich denke zwar darüber nach, aber... wenn ich eine Lösung
kenne, ist die normalerweise -schwupps- da. Hier tue ich mir schwer.
dfg schrieb:> Selbstverständlich könnte man das - sogar ausgesprochen einfach. Z.B.> die Betriebsspannung für einen Transition Mode Controller ließe sich in> dem Fall über eine "Micro"-Diodenbrücke + Micro-ELKO erzeugen, und zwar> dauerhaft (ohne eine Zusatz-Wicklung auf der Spule).
Noch etwas vergessen: Ich wollte freilich darauf hinaus, daß man in dem
Fall eine Standard-Spule für den Spannungsbereich verwenden könnte.
Wobei... eine solche Wicklung trotzdem nützlich sein könnte: Zum
Erzeugen einer potentialfreien Hilfsspannung (aufgesetzter
Sperrwandler).
So, daß wars aber jetzt. @Possetitjel: Vielleicht kann ja wirklich
jemand etwas mit meinen (etwas abweichenden) Gedanken anfangen. Würde
mich jedenfalls freuen.
Gerade zurück...
Ich habe mal alles durchgelesen. Naja, jeder hat von seiner Sicht aus
recht.
Anschlußtechnik:
Um dem Abbrechen von gelöteten Drähten auf Leiterplatten zu verhindern
verwende ich gerne die rechteckigen Lötaugenstifte die auch beim LNG30
ersichtlich sind. Dann versuche ich bei fest eingelöteten Leiterplatten
die Kabelverbindungen so zu orientieen, daß man auf die andere Seite der
Leiterplatte durch Schwenken dazukommt oder wenn konstruktiv möglich,
einen Bodenausschnitt auf der Befestigungsplatte vorzusehen.
Sonst habe ich Europakartenformat mit DIN41617 5mm SteckVerbindern gern.
Die sind extrem zuverlässig und immer noch erhältlich. Die DIN41612 sind
für LNG eher Overkill weil man kaum so viele Verbindungen braucht. Die
21/31 pin DIN41617 sind gerade richtig für solche Projekte. (Bin eben
1970er Generation:-) )
Bei der mechanischen Planung des Aufbaus muß man eben sehr
vorausschauend vorgehen und die Verdrahtung nicht als Nachgedanke zu
vernachläßigen.
Wenn man Import Bauteile verwenden will, kommt man meist nicht umhin
gleichzeitig noch Ersatzteile mitbestellen zu müssen. Nichts ist
ärgerlicher als später mangels passender Ersatzteile die Frontplatte
verunzieren zu müsse.
Ein Selbstbau von Instrumenten ist natürlich auch eine Möglichkeit.
Mir gefallen die DOGM EA Graphic 132x40 Pixel LCD Module sehr. Mit uC
kann man schöne simulierte Analog und digitale Kombinations Anzeigen
zusammenstricken. Ich persönlich bin auch mit guten Analoginstrumenten
zufrieden, speziell wenn Neuberger draufsteht:-)
Für wirklich genaue Messwerte nehme ich dann immer externe Meßtechnik.
Es ist mir nur wichtig, mindestens auf 100mV oder besser ablesen zu
können damit man die uC Nominalspannungsbereiche einigermaßen genau
einstellen zu können. In den meisten anderen Anwendung genügen ungefähre
Einstellungen. Ich sehe diese Materie eher locker.
Guten Abend,
Gerhard
Mir sind vorgeschaltete Schaltregler in linearen Netzteil etwas
unsympatisch.
Erstens reagieren Schaltregler auf plötzliche Laständerungen meist nicht
schnell genug und zweitens schaffen die meisten linearen Regler nicht
den Schaltripple ausreichend ohne passive Filterhilfe adäquat
abzuschwächen.
Es kommt darauf an, für was man das LNG einsetzen will. Bei PLL
Entwicklungsprojekten, VCOs aller Art ist mir rauscharme DC von größter
Wichtigkeit. In vielen anderen Projekte ist es nicht einmal relevant.
Ich persönlich bin mit Relais oder elektronischer SCR Trafoumschaltung
oder die Anatek Methode durchaus zufrieden. Bei einem Kleinleistungs LNG
ist in der Regel eine einmalige Trafoumschaltung ausreichend. Man sollte
halt die Umschaltung so einstellen, daß man bis zu der meistgebrauchten
<15V am Ausgang mit der niedrigeren Eingangsspannung arbeiten kann. Man
darf nicht vergessen, daß in vielen Laborprojekten das LNG meist mit nur
unter 20% der Nennleistung aktuell belastet wird. Es ist aelten, daß man
Höchstleistung benötigt. Mein LNG30 wird nie wärmer als leicht handwarm.
Nur bei Dauerkurzschluß bei 2.5A erhitzt sich der Kühlkörper auf 74 Grad
und das Gehäuse wird angenehm handwarm.
Zum Thema Rauscharmut und sonstige Extremanforderungen will ich noch
meine Meinung kundtun.
Ich habe mich früher sehr viel mit dem Selbstbau von AFU Funkgeräten
befaßt. Oft kam es dazu, daß ich meine Testaufbauten vom LNG versorgte,
Schaltungen wie VCOs, VFOs, Oszillatoren aller Art. Da war es
tatsächlich sehr wichtig rauscharme und stabile Schaltungen mit dem LNG
ohne Störungen versorgen zu können.
Wenn man aber schon fertige Baugruppen mit eigenen Spannungsreglern und
Rauschreduzierungsschaltungen versorgen will, sind viele Kriterien der
Qualität vom LNG nur mehr zweitrangig.
Wenn ich einen uC ohne dazugehörenden Regler versorgen will, dann ist es
mir sehr wichtig, daß man die Spannung sauber und genau einstellen kann,
daß das LNG beim Ein- und Ausschalten keine Spannungs Ungereimtheiten,
AKA, Überschwinger produziert.
Man muß halt selber wissen was wo kritisch ist und sich danach
verhalten. Für rauscharme Ausgangsspannungen braucht man meist auch nur
kleine Leistungen.
Was ich damit sagen will, ist, daß man die Ansprüche nicht unnötig
hochschrauben sollte. Oft geht es auch mit etwas bescheidenen
Randbedingungen.
Ein LNG das in etwa mit den Spezifikationen älterer HP LNGs gleichkommt,
erfüllt für viele Anwendungen ausreichend seine Zwecke.
Gerhard O. schrieb:> Mir sind vorgeschaltete Schaltregler in linearen Netzteil etwas> unsympatisch.
Das ist verständlich, vor allem im Sinne minimalsten Rauschens.
Meine Ausführungen waren (das hätte ich dazu schreiben sollen)
auch gar nicht unbedingt/hauptsächlich für die Anwendung unter
diesen Bedingungen gedacht, sondern vielmehr für eine mögliche
Skalierung hin zu höheren Spannungen und Strömen, für ganz andere
Anwendung. Auch hin zum Thema n-Q E-Last, z.B.
Ich hätte nicht einfach losschreiben sollen... nur ging mir
nach Possetitjels Vorschlag halt gleich mal einiges durch den Kopf.
Von Schaltwandlern verstehe ich einfach mehr als von LNG.
Ich wollte endlich mal etwas mehr beitragen, als nur einzelne
(zufällig manchmal sinnvolle) Einwürfe und Aussagen zu einer
Thematik, bei der ich nicht wirklich mitreden kann.
Keinesfalls will ich versuchen, alle potentiellen Baumeister
(und noch weniger: "unabhängig von der Ausgangsleistung")
von der dringlichen Verwendung eines oder mehrerer Schalt-
wandler zu überzeugen. Ich gebe zu, das könnte man mißverstehen.
Vielleicht hätte ich mir mindestens die zweite Hälfte sparen sollen.
Gerhard O. schrieb:> Mir sind vorgeschaltete Schaltregler in linearen Netzteil> etwas unsympatisch.
Mir grundsätzlich auch.
Für ein Klein-Netzteil wäre der Aufwand mMn sowieso übertrieben;
bei einem 200W-Trümmer könnte es sich aber durchaus lohnen, weil
es eben mehrere Vorteile hätte:
- bessere Trafo-Ausnutzung --> kleinerer Trafo (Gewicht!),
- vorstabilisierte Spannung,
- weniger Wärmeentwicklung.
Man müsste halt gut sieben und gut schirmen. Ist eher was
für Fortgeschrittene.
> Erstens reagieren Schaltregler auf plötzliche Laständerungen> meist nicht schnell genug
Das Problem hat Trafoumschaltung aber auch; das klappert
erbärmlich im Stromquellenbetrieb.
> und zweitens schaffen die meisten linearen Regler nicht> den Schaltripple ausreichend ohne passive Filterhilfe> adäquat abzuschwächen.
Großzügige Filter verstehen sich von selbst. Meine Meinung.
Lurchi schrieb:> Mit einer negativen Hilfsspannung von z.B. -3 V und damit bis zu +37 V> hätte man Ausgang bis etwa 34 V und könnte nach einem Darlington> Emitterfolger noch bis etwa 32 V am Ausgang bekommen.> Ein Netzteil bis 30 V wäre damit also noch möglich.
Nur wenn du mit einer vorstabilisierten Spannung aus einem
Schaltnetzteil reingehst.
Gerhard O. schrieb:> Mir sind vorgeschaltete Schaltregler in linearen Netzteil etwas> unsympatisch.
Tja.
juergen schrieb:> Bei mir drei 2N3055, 30V Ausgangspannung (Rohspannung 41V), 3A.> LM723...ebenfalls, keine Probleme in irgendeiner Form!
Tja, abgesehen davon, daß der LM723 keine 41V aushält, und schon gar
nicht die 45V bei +10% Netzspannung und absolut überhaupt nicht die 50V
im Leerlauf vom Trafo....
Wenigstens in den Grundlagen sollte ein Bauvorschlag schon mit den
Datenblattgrenzwerten übereinstimmen, und nicht nach dem Prinzip
Hoffnung dimensioniert sein, was natürlich im Einzelfall trotzdem halten
mag.
Gerhard O. schrieb:> Aus meiner Sicht gesehen habe ich Bedenken gegen Steckverbinder in> kritischen Schaltungsteilen und bevorzuge gelötete Verbindungen.
Das ist doch das schöne an Selbstbaunetzteilen,
WENN die Lötanschlüsse im 2.54mm Raster sind:
Der eine kann Drähte anlöten, der andere nimmt Steckverbinder.
Bloss wenn die Lötpunkte auf der Platine NICHT im passenden Raster sind,
ist derjenige, der gerne Stecker hätte, angeschissen.
Possetitjel schrieb:> Interessant wäre, ob man eine (sekundär-> seitige) aktive PFC als Vorregler auslegen könnte
Ach ja ... darauf gibt es sowieso noch eine einfachere Antwort (ganz
ohne die prinzipielle Bereitstellung einer DC-Rail und möglichen
Varianten):
Ja, sicher. Man kann auch einen Buck-Boost mit nur einem aktiven
Schalter (also "Minimalaufwand") mit einer PFC-Funktion (auch Boost bis
0V) verwirklichen. Wie gesagt, gäbe es dabei keine Rail / DC-Link.
Michael B. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Aus meiner Sicht gesehen habe ich Bedenken gegen Steckverbinder in>> kritischen Schaltungsteilen und bevorzuge gelötete Verbindungen.>> Das ist doch das schöne an Selbstbaunetzteilen,> WENN die Lötanschlüsse im 2.54mm Raster sind:>> Der eine kann Drähte anlöten, der andere nimmt Steckverbinder.>> Bloss wenn die Lötpunkte auf der Platine NICHT im passenden Raster sind,> ist derjenige, der gerne Stecker hätte, angeschissen.
Ihr seid ja heute anstrengend:-)
So sehe ich das auch. Falls ich ein Layout für eine Leiterplatte
anfangen sollte, würde ich durchaus die Möglichkeit von Steckverbindern
berücksichtigen. Da ich mich vorsorglich mit DIN41617 eingedeckt habe,
würde ich sie gerne hier einsetzten wollen. Natürlich kann man anstelle
der Stiftleiste direkt anlöten. Sonst nehme ich gerne die rechteckigen
Lötaugen weil diese platinenschonendes Löten ermöglichen.
Bei den Senseleitungen und Einstellpoties muß man aufpassen, daß es dort
keine Pannen geben kann. Es wäre wünschenswert wenn bei offenen
Spannungseinstell Poti die Ausgangsspannung auf Null zurück gehen würde.
Das Problem ist immer der untere Potianschluß.
Ich verwende sonst viel MTA100 im 2.54mm Raster und auch 2.54mm
Schraubklemmen. Die Wannenstecker zusammen mit den IDC Buchsen und
Kabeln sind für viele Zwecke auch recht praktisch.
Blos aus Interesse: Wie steht ihr zu DIN41617? Kommt es euch zu
altmodisch vor? Ich finde die echt attraktiv für Projekte wo hohe
Zuverläßigkeit gefragt ist und genug vorhandenen Platz.
dfg schrieb:> Ich hätte nicht einfach losschreiben sollen...
Ist schon OK. Ich arbeite selber in der Arbeit immer mit Schaltreglern
und weiß deren Qualitäten zu schätzen. Aber für rauscharme LNGs macht
man sich das Leben schwer. Man muß wirklich die Eigenschaften des
linearen Teils gut im Griff haben und mit passiven Filtern den Ripple
niedrig genug bringen, so daß der lineare Teil den Ripple wegen der
begrenzten Regelbandbreite nicht durchschleift.
Höhere Schaltfrequenzen (>500kHz) wären da besser weil die sich mit
passiven Filtern leichter filtern lassen und die Schaltregler auf
Laständerungen schneller reagieren. Unterhalb von 30W laß ich aber
lieber die Finger davon.
Versucht habe ich so ein Design noch nicht und kann auf keine
praktischen Erfahrungen zurückgreifen. Wäre auf jeden Fall mal
interessant so etwas auszuprobieren.
Mit PFC habe ich übrigens noch nichts gemacht. Das wäre sicherlich
interessantes Tätigkeitsgebiet.
Für ganz kleine Leistung kommt man ohne Vorregler oder Trafoumschaltung
aus. Neben der klassischen Umschaltung per Relais, kommt für 2 Stufen
noch eine Endstufe in Frage die einem Klasse H/G Audioverstärker ähnelt.
Es werden 2 DC Spannungen genutzt und sehr schnell zwischen den
Spannungen gewechselt. Der Aufwand hält sich ggf. dafür in Grenzen (vor
allem mehr Elkos und 2. Endstufen Transistor, der Zeitweise auch die
Verlustleistung übernimmt).
Eine etwas unkonventionelle Variante nutzt das LNG30 das Gerhard O schon
mal vorgestellt hat - da fließt der Laststrom im Fall hoher
Ausgangsspannung über die Basis des extra Ausgangstransistors.
Für eine einfache Schaltung (etwa 20 V 1 A) sollte man ohne Umschaltung
auskommen.
Ein wenig Stellt sich mir die Frage, ob man ggf. eine Version ohne
negative Hilfsspannung und eine mit unterscheiden sollte. Bei Versorgung
aus einem Trafo ist die Hilfsspannung nicht so Aufwändig per
Ladungspumpe. Mit der Hilfsspannung kann man die Ruhestromversorgung
besser machen und hat auch mehr Auswahl bei den OPs. Wer will kann auch
mit Trafo weiter die Version ohne Hilfsspannung nutzen.
Im Vergleich zur den alten HP Netzteilen hat der Regler mit
niederohmiger Endstufe ein paar andere Eigenschaften. Teils besser und
teils schlechter. Bei der Spannungsregelung kann man wohl etwas
schneller werden und wohl auch mit weniger Kapazität am Ausgang
auskommen. Irgendwas im Bereich 10-50 µF halte ich für realistisch (mit
einem 2N3055 oder ähnlich langsam) für ein 1 A Netzteil. Weniger wäre
mit schnellerem Transistor ggf. möglich, allerdings leidet dadurch die
Toleranz im Layout / Aufbau und man müsste sich bei den Teilen ggf.
schon dicht an den Plan halten. Das wäre dann eher nicht mehr Anfänger
tauglich und sollte mit Scope getestet werden.
Die Stromregelung dürfte beim HP Konzept schneller sein - was sich aber
durch den eher großen Ausgangskondensator relativiert. Ob es sich lohnt
die Stromregelung sehr Präzise zu machen müsste man sehe - da bleibt
ggf. so etwas wie der Eingangswiderstand der Spannungsmessung oder
ähnliches als Widerstand effektiv parallel zum Ausgang. Für eine eher
einfache Schaltung sehe ich das aber als nicht so kritisch an. Eine
halbwegs genau Messung des Stromes (also ohne große Fehler durch
parallele Widerstände) wäre aber schon gut. Die Frage ist da ein wenig,
wie die fertigen Module da angeschlossen werden wollen. So ganz schlau
werde ich aus den Anleitungen bis her nicht. Eine extra Stromversorgung
für die Module würde ich gerne vermeiden, wenn es geht - wenn es sein
muss für eine ICL7106 basiertes Modul eine Verstärkerstufe dazwischen.
W.S. schrieb:> Ist dir evtl. aufgefallen, daß ich die ganze Zeit versuche, mit 15V/1A> auf dem Teppich zu bleiben?
Ich verstehe ganz exakt, was Du damit sagen willst. Es ist in jeder
Hinsicht einfacher zu realisieren, und das Ergebnis auch noch potentiell
"besser", indem (für diesen Fall unnötige) Fallstricke vermieden, und
alle Vorteile herausgekitzelt werden können. Völlig klar.
> Ich gehöre nicht zu den Leuten, die immer> nur nach höher-schneller-und mehr Bässe schreien.
Dazu gehört nur ein sehr begrenzter Prozentsatz Leute - nur sind diese
auch "sehr laut", weshalb man leicht dazu neigt, ihre Anzahl zu
überschätzen...
> Abgesehen davon IST es durchaus hinzukriegen, auch 30 Volt zu machen.> Man muß sich dafür lediglich von der hier angezielten Einfachheit> verabschieden.
Einige der Leute hier arbeiten gerade daran, trotz jener Einfachheit das
Spannungs-Maximum herauszuholen. Das mag Dich im speziellen... überhaupt
nicht interessieren, aber ich garantiere Dir eines:
Die anfänglich als Zielgruppe identifizierte breitere Masse an Bastlern
jeder Art wird sich für ein 15V/1A Netzteil (Als [evtl. sogar erstes]
potentiell einziges LNG! Nicht jeder will 3 Stück.) nicht stark
interessieren. (Und ich meine damit ausdrücklich nicht die
"höha-schnella-weita"-Fraktion.)
Das kannst Du nun glauben, oder auch nicht. Aber m. M. n. sind die
Anwendungen einfach zu vielfältig, als daß die Mehrheit damit glücklich
würde.
Im Interesse dessen, einer maximalen Anzahl potentieller Nachbauer eine
verläßliche Quelle für ein vernünftiges LNG zu bieten, sollte man
vernünftigerweise versuchen, aus dem Konzept auch spannungsmäßig das
(vernünftige) Maximum herauszuholen. (Skalierung d. Ausgangsstromes ist
bekanntlich -in vernünftigen Grenzen- leicht möglich.)
Sonst schließt man versehentlich die Mehrheit aus.
Ich glaube wir sind eigentlich schon so weit einige Grund Versionen mit
Masse als Reglerbezugspunkt propagieren zu können und mit den Designs zu
beginnen. Für 1 und 2 hätten wir schon einige Grund Designs innerhalb
der dokumentierten Richtlinien von Possetitjel. Vielleicht könnte jemand
hier nun ein komplettes Design vorstellen welches die Bedingung nach
guter Nachbausicherheit und Einfachheit erfüllt. LM358/324 oder
nächstbesten moderneren Typen. Es wurden schon gute Alternativen
genannt.
1) Unter 30V/1-2A - noch machbar.
2) 15-20V/1-2A
3) Für Spannungen darüber, die fliegenden HP Reglerkonzepte
Man könnte bestimmt schon komplette Schaltbilder erstellen. Würde dann
noch vorschlagen gleich das Gesamtverdrahtungsschaltbild mit
herzustellen. Das 20V Model erscheint mir als das günstigste für
diejenigen die 19.99V DPMs verwenden wollen. Das andere LED DPM Modell
geht ja auch bis 30V. Bis zu einem bestimmten Grad bestimmt das DPM den
LNG Bereich. Auch LEDs für Modusanzeige sollten nicht fehlen. TL431C
oder LM336 als Spannungsreferenz.
Der Einfachheit halber schlage ich für jetzt vor den Trafo einfach
manuell mit einem Frontplattenschalter umzuschalten wenn eine einfache
Verlustleistungs Umdchaltung gewünscht wird. Wird beim Agilent E3611A
auch so gemacht. Später läßt sich da was nachrüsten wenn es dann
konkrete Lösungen gibt.
Kühlung jedem selber überlassen. CPU Kühler könnten interessant sein.
Passende Längstransistoren sollten fest gelegt werden als Grundlage.
Auch Deutsche Netztrafos, Gleichrichter, Gehäuse Optionen, Buchsenart,
etz.
Die Layouts sollten schon mit späterer uC Erweiterung vorbereitet
werden. Vielleicht ein Wannenstecker/Buchsenkombination mit Brücken für
"nackten" Analog Betrieb. Die uC läßt sich dann leicht nachrüsten. Auch
die Schnittstellen für die Instrumente sollten standardisiert werden.
Eine gewisse Skalierbarkeit ist gegeben.
Alternativ im Moment (Vorsicht - Eigenwerbung)
3) wegen der großen Einfachheit, die MC1466L Version vom Anatek.
Skalierbar Fabrik mäßig von 10V/6A bis 100V/0.5A. 10V, 25V, 50V und
100V. In allen Option mit 50W Leistungsbereich.
Wenn Interesse da ist, würde ich ein einseitiges Layout für dieses
Anatek Modell machen. Allerdings in PR99SE da mir keine anderen CAD
Programme zur Verfügung stehen. Ich würde alle PR99 Unterlagen und PDF
Vorlage für Eigenherstellung hier oder auf Github zur Verfügung stellen.
Die Original MC1466L gibt es in der Bucht für wenig Geld und
funktionieren wie ich selber nachprüfen konnte.
4) Für höhere Spannungsbereiche den fliegenden Regler. Da stehen im
Augenblick alle in fragend kommenden älteren HP LNG als Ansatz bereit,
das Anatek Handbuch mit LM324 als Grundlage, und (Natürlich:-) ) das
LNG30, wo Unterlagen schon komplett existieren.
Die einseitige Leiterplatte kann selber geätzt werden. Das LNG 30 läßt
sich auch wie im Original Model nach Anatek Fabrikvorgaben skalieren. So
kompliziert ist das Design eigentlich nicht. Nach anfänglichen Problemen
ist es auch in allen Betriebsbedingungen stabil. Einige von Anatek
vorgeschlagene Cs waren die Ursache damals.
5) FS12/73 mit einigen Modernisierungen. Meine Version läuft sehr
zufriedenstellend. Die Original Schwachheiten habe ich beseitigt.
Allerdings müßte ich oder jemand anders eine neue Leiterplatte
entwerfen. Anstatt der Referenzdioden TL431C. Es gibt ja schon einige
Threads zu dieser Schaltung hier.