Forum: Offtopic Sicherheit von AKWs bei Erdbeben


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von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Jens Martin schrieb:
> A. K. schrieb:
>> Aber Merkwürdigkeiten
>
> Es sind einfach zu viele. Hast du schon mal mit Gasanlagenbauern
> gearbeitet? Das sind die totalen Oberpingel eine Behörde ist nichts
> dagegen. Dann noch Japaner, überperfektionisten und das in einem
> sicherheitskritischen Bereich in erbebengefärdetem Gebiet.
>

Das passierte nicht trotz dessen sondern eventuell deshalb?



> Da sitzen Profis, es gibt institutionalisierte Prozesse die seit
> Jahrzehnten etabliert und laufend angepasst werden. Das ganze noch
> international und mit Genehmigungsbehörden gegen die das deutsche
> Eisenbahnzentralamt wie "Bruder Leichtsinn" wirkt.

Genau darin liegt im allgemeinen das Problem. Es nennt sich 
Betriebsblindheit und ist überall dort anzufinden wo langjährige 
Erfahrung in Schlendrian und Lachsheit umschlägt. Oder wie ma in Kölle 
secht. "Et wär no imma jutjejange."


> Das alles soll mir nichts dir nichts durch eine Kette "unglücklicher
> Umstände" ausgehebelt worden sein? Möglich ist alles aber für mich
> stinkt da was.

Nichts "Mir nix dir nichts", konsequent pö a pö. und wiederholt 
ignoriert. Irgendwann reißt die Sicherheitsleine und hält den kleinen 
"Big Beng" nicht mehr auf. Dann fällt eine Dominostein nach dem Anderen, 
wie erlebt.

Das Problem war die mangelnde Eigensicherheit des Reaktors in 
Kombination mit den übrigen Nachlässigkeiten, insbesondere angefangen 
bei der Risikoabschätzung und den daraus resultierenden Fehlern in den 
Sicherheitskriteterien welche sich dann in den mangelhaften vorbeugenden 
Sicherheitsmaßnahmen niederschlug. Da es keine keine Instanz über dieser 
für die Sicherheit zuständigen Behörde gab und diese zustark mit den 
Interessen der zu überwachenden Firmen verquickt ist konnten die Mängel 
nicht aufgedeckt werden und die Gefahr nicht abgewendet.

Das ist imho Europa nicht anders. Auch wenn es konkurierende 
Aufsichtsinstitute gibt, so sind diese doch von ihren Auftraggebern 
abhängig und die Stromkonzerne können auch hier genug wirtschaftliche 
Macht über TÜV und Co. ausüben. Das mag dir als Kleinkunden nicht 
auffallen und die Gashanseln dich Nerven aber ein Stromkonzern 
beauaftragt einfach ein anderes Prüfinstitut. Schlieslich haben die 
keine Monopolstellung mehr und sind marktabhängig.

so what

Namaste

von Uhu U. (uhu)


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Läubi .. schrieb:
> Der gelangweilten Klasse erfährt nach anfänglichem Desinteresse ein
> gehöriger Schreck wenn Wasserstoff und Sauerstoff im richtigem
> Verhältnis vorliegen durch die fortschreitende Verbrennung und die Dose
> mit lautem Knall gen Decke geschleudert wird.

Aha, daher weht der Wind.

Mein Chemielehrer war da etwas durchtriebener: Weil etliche meiner 
Kollegen immer erst mit gehöriger Verspätung in der Chemiestunde 
erschienen, löste er eines Tages mal etwas weißen Phosphor in 
Schwefelkohlenstoff und goß die Lösung in ein Schälchen mit etwas 
Kalimperchlorat und stellte es in die Sonne, die seitlich auf den Tisch 
schien.

Als der letzte Nachzügler eingetroffen war - mit dem Unterricht hatte er 
längst begonnen - gab es "plötzlich" einen ordentlichen Schlag und ein 
nettes kleines Wölkchen...

von Uhu U. (uhu)


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A. K. schrieb:
> Der Satz "da stinkt was" ist die Basis der meisten
> Verschwörungstheorien. Niemand kann dich daran hindern, hinter allem was
> schief läuft finstere Mächte zu sehen.

Das ist eigentlich ganz einfach: Ein Entscheidungsbaum sieht von der 
Wurzel her meistens ziemlich unübersichtlich aus. Wenn man aber auf 
einem Blatt sitzt, dann ist der Weg zur Wurzel ziemlich eindeutig...

von (prx) A. K. (prx)


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Jens Martin schrieb:

> Das alles soll mir nichts dir nichts durch eine Kette "unglücklicher
> Umstände" ausgehebelt worden sein? Möglich ist alles aber für mich
> stinkt da was.

Wenn man sich solche Sicherheitsstufen ausdenkt, dann ist man dabei nie 
perfekt. Interessant wird es, wenn man das später feststellt. Was tut 
man dann? Jede Änderung verursacht Kosten. Schlimmstenfalls stellt man 
fest, dass die Sicherheitsstufen tatsächlich in bestimmten Situationen 
nur Papier sind. Und Nachrüstung unmöglich oder prohibitiv teuer ist.

Man müsste dann eigentlich abschalten und abbauen. Tut man aber nicht, 
weil zu viel Geld drin steckt und das Ding doch eine gültige Genehmigung 
hat - man würde es nie wieder neu genehmigt kriegen, aber die alte 
Genehmigung gilt noch.

Es gibt im Sicherheitssystem zwischen Block 1 und den Blöcken 2 und 3 
einen wesentlichen Unterschied im Verfahren der Notkühlung (Block 1: IC 
= Isolation Condenser, 2+3: RCIC = Reactor Core Isolation Cooling).

Dem Unfallbericht zufolge ist der IC bereits mit dem Tsunami ausgefallen 
und infolgedessen schmolz der Reaktorkern von #1 binnen weniger Stunden. 
Entsprechend früh flog das Dach weg. Der RCIC von #2 und #3 hielt sehr 
viel länger durch und scheiterte erst an Druck und/oder Batteriestrom, 
was die viel späteren Explosionen in #2 (im Torus) und in #3 erklärt.

Vielleicht stellt sich ja irgendwann heraus, oder es ist bereits längst 
bekannt, dass der IC von #1 schon seit Jahrzehnten als unsicher gilt. 
Aber man nichts tat, weil man sowas u.U. nicht oder nicht mit 
erträglichem Aufwand nachträglich umbauen kann.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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hies es nicht, der sollte aus Altersgründen eh Ende März abgeschaltet 
werden? Der Tsunamie kam da wohl ein paar Tage zu früh, oder gerade noch 
rechtzeitig. Wie man es sehen will.

Namaste

von Silvia A. (silvia)


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Winfried J. schrieb:
> hies es nicht, der sollte aus Altersgründen eh Ende März abgeschaltet
> werden?

Nein, der Block 1 erhielt erst im Januar eine Laufzeitverlängerung bis 
2021

Winfried J. schrieb:
> Das ist imho Europa nicht anders. Auch wenn es konkurierende
> Aufsichtsinstitute gibt, so sind diese doch von ihren Auftraggebern
> abhängig und die Stromkonzerne können auch hier genug wirtschaftliche
> Macht über TÜV und Co. ausüben.

Das ist seit Jahren bekannt:
http://www.youtube.com/watch?v=6KniumsmSMs

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Silvia A. schrieb:
> Winfried J. schrieb:
>> hies es nicht, der sollte aus Altersgründen eh Ende März abgeschaltet
>> werden?
>
> Nein, der Block 1 erhielt erst im Januar eine Laufzeitverlängerung bis
> 2021
>
Ich denke das wird sich erledigt haben.

> Winfried J. schrieb:
>> Das ist imho Europa nicht anders. Auch wenn es konkurierende
>> Aufsichtsinstitute gibt, so sind diese doch von ihren Auftraggebern
>> abhängig und die Stromkonzerne können auch hier genug wirtschaftliche
>> Macht über TÜV und Co. ausüben.
>
> Das ist seit Jahren bekannt:
> http://www.youtube.com/watch?v=6KniumsmSMs

Nun das hingegen wird wohl problematisch bleiben und zeigt das unsere 
Kellerleichen nicht geringer sein dürften als die japanischen.

von Peter L. (Gast)


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in DE gibt es einige gute Cross Flow Filter Hersteller,
könnte man gleich mit der Betonpumpe kombinieren :-)

von Silvia A. (silvia)


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Ich hab gerade im Radio gehört, das ein unbemanntes Fluggerät auf den 
Reaktor 2 gestürzt ist.

von (prx) A. K. (prx)


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Silvia A. schrieb:

> Ich hab gerade im Radio gehört, das ein unbemanntes Fluggerät auf den
> Reaktor 2 gestürzt ist.

Genauer: Eine Drohne, wie sie seit Monaten dort eingesetzt werden, ist 
den Berichten zufolge notgelandet. Kein Drama, der Block 2 hat sein Dach 
noch und die leichte Drohne wird daran nichts ändern.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Ja die Minidrohne, welche zum fotografieren eigesetzt wurde erlitt einen 
Kontrollverlust aber schon seid gestern bekannt. Das ist nun wirklich 
nur ein Kiesel mehr in der Platte.

Namaste

von Silvia A. (silvia)


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ja, das teil wiegt lediglich 7,7 Kilo.

von Silvia A. (silvia)


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Hier wird ein Riss im Berliner Reaktor erwähnt:
http://www.youtube.com/watch?v=6Orwk_RC2d0&feature=feedu

von M. n. (mneuer)


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naja kontraste , das brauch ich mir garnicht weiter ankucken.Bei denen 
wird nen Trafobrand wie in Krümmel, der ja bekanntlich INES 0 war, 
schnell mal zu nem ernsten Störfall Kategorie INES 3 hochstilisiert.

Steht auf einer Stufe mit dem grün linken Hysterikerformat Monitor ....

von Johannes S. (demofreak)


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http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,770593,00.html

"Die neuen Kraftwerke hätten für mehr Stabilität in den Netzen sorgen 
sollen. Noch ist unklar, ob nun das Szenario für den Atomausstieg 
überarbeitet werden muss."

Soso, aus dieser Ecke kommt es also. Ich hatte mich schon gefragt, wie 
sie es diesmal anstellen wollen...

von (prx) A. K. (prx)


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von M. n. (mneuer)


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ist das der Werkstoff der 300bar Frischdampf ermöglichen soll?

von (prx) A. K. (prx)


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von Vlad T. (vlad_tepesch)


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A. K. schrieb:
> Zur Abwechslung mal Positives:
> http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/kuehlen_und...



> Stahltanks mit einer Kapazität von 100 bis 120
> Tonnen werden für die Lagerung von radioaktivem
> Wasser bereitgestellt.
[...]
> Tepco schätzt die Menge des verseuchten Wassers
> in der Atomruine auf rund 110'000 Tonnen.

d.h man braucht 1000 dieser riesen Tanks.

von Silvia A. (silvia)


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In USA ist ein AKW überflutet:
http://www.heise.de/tp/artikel/35/35007/1.html
Sollte der Wasserstand noch weiter steigen, könnten die Notstromdiesel 
ausfallen.
Hier gibt es ein Bild:
http://www.contratom.de/2011/06/27/dammbruch-in-hochwasserbedrohtem-us-akw/
Ausserdem gibt es Gerüchte über ein Feuer und angeblich eine 
Nachrichtensperre.

EDIT:
http://www.contratom.de/wp-content/uploads/2011/06/bilde.jpg

von Silvia A. (silvia)


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Hier gibt es noch mehr Bilder:
http://cryptome.org/eyeball/ne-npp-flood/ne-npp-flood.htm

Geschützt wird der Komplex von mehreren "Aqau Damm" das sind mit Wasser 
gefüllte Schläuche. Einer davon ist gestern gebrochen.

von Vlad T. (vlad_tepesch)


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Silvia A. schrieb:
> http://www.contratom.de/2011/06/27/dammbruch-in-ho...
> Ausserdem gibt es Gerüchte über ein Feuer und angeblich eine
> Nachrichtensperre.

gestern bei SPON gsehen.
Los Alamo wird von Waldbränden bedroht, die gestern nur noch 1.5km 
entfernt waren.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,770867,00.html

Silvia A. schrieb:
> In USA ist ein AKW überflutet:
> http://www.heise.de/tp/artikel/35/35007/1.html
> Sollte der Wasserstand noch weiter steigen, könnten die Notstromdiesel
> ausfallen.
zwei AKW.
Scheint ja aber nicht erst seit gestern, sondern seit April so zu sein, 
dass die bedroht sind.
Entsprechend weit sind hoffentlich auch die Sicherheitsvorkehrungen

von (prx) A. K. (prx)


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Vlad Tepesch schrieb:

> Entsprechend weit sind hoffentlich auch die Sicherheitsvorkehrungen

Jau. In Form von Sandsäcken und überdimensionierten Fahrradschläuchen. 
Calhoun ist auch seit April unten - Cooper läuft indes seelenruhig 
weiter. Kühlwasser haben sie nun ja genug, und das auch noch Süsswasser, 
was kann da schon schief laufen.

Ach ja, vor ein paar Tagen ebendort: "A strong storm front, containing 
several reported tornadoes, caused extensive damage to Nebraska Public 
Power District’s transmission system and several outages to customers in 
its retail communities".

Immerhin: Cooper ist extra hochgelegt. Da hatte man wohl ausnahmsweise 
wirklich mal nachgedacht, bevor man das dort hinstellte.

von Silvia A. (silvia)


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A. K. schrieb:
> Jau. In Form von Sandsäcken und überdimensionierten Fahrradschläuchen.
2,40 Meter hoch war dieser "Fahrradschlauch", bis er kollabierte.

von Silvia A. (silvia)


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von (prx) A. K. (prx)


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Trafobrand bei ohnehin bereits abgeschaltetem Reaktor. Und?

von Uhu U. (uhu)


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Seht euch Tricastin mal auf GoogleMaps als Satellitenbild an...

44.335483,4.720981

von (prx) A. K. (prx)


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Uhu Uhuhu schrieb:

> Seht euch Tricastin mal auf GoogleMaps als Satellitenbild an...

Und? Schön scharf, das Bild.

von Εrnst B. (ernst)


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A. K. schrieb:
> Und?

Mitten in der Stadt, und von Naturschutzgebieten umgeben?

So kann man wenigstens vernünftig Fernwärme nutzen...

von Uhu U. (uhu)


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A. K. schrieb:
> Schön scharf, das Bild.

Also ich seh nur Klötzchen. Zumindest wenn man es ranzoomt.

von (prx) A. K. (prx)


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Uhu Uhuhu schrieb:

> Also ich seh nur Klötzchen. Zumindest wenn man es ranzoomt.

Dann guck halt an die richtige Stelle.

Das KKW mit den 4 zylindrischen Reaktorgebäuden ist scharf. Die Anlage 
daneben ist vorsätzlich verpixelt - das dürfte die in Wikipedia erwähnte 
Urananreicherungsanlage sein.

von (prx) A. K. (prx)


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Εrnst B✶ schrieb:

> Mitten in der Stadt, und von Naturschutzgebieten umgeben?

Da sind ein paar Dörfer um die Gesamtanlage herum, aber keine Stadt.

von Uhu U. (uhu)


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A. K. schrieb:
> Die Anlage daneben ist vorsätzlich verpixelt

Das ganze Ding wird als die größte Nuklearanlage der Welt geführt. Es 
ist jedenfalls die einzige Industrieanlage, die ich bisher verpixelt auf 
GM gefunden habe.

Bisher war mir das Phänomen nur einmal Anfang der 90er auf 1:5000 
Luftaufnahmen aufgefallen, auf denen sich Waldbereiche aus der Umgebung 
dort wiederholten, wo in Wirklichkeit US-Kasernen standen.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Es ist jedenfalls die einzige Industrieanlage, die ich bisher
> verpixelt auf GM gefunden habe.

Vor ein paar Wochen habe ich ein anderes Kernkraftwerk gesehen, das
ebenfalls verpixelt war (in diesem Fall der Bereich, wo die Reaktor-
gebäude stehen), kann es aber nicht mehr finden. Ich bin mir aber fast
sicher, dass es Fessenheim war. Gibt es für Google Maps vielleicht eine
Art Wayback-Machine, wo man die Zeit ein paar Wochen zurückdrehen kann?

von Εrnst B. (ernst)


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A. K. schrieb:
> Da sind ein paar Dörfer um die Gesamtanlage herum, aber keine Stadt.

Also doch keine Fernwärme-Nutzung, stattdessen den Fluß (oder ist das 
eher ein Bach) auf Badetemperatur bringen?

von Uhu U. (uhu)


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Yalu X. schrieb:
> Gibt es für Google Maps vielleicht eine
> Art Wayback-Machine, wo man die Zeit ein paar Wochen zurückdrehen kann?

GoogleEarth kann das - alte Bilder von Tricastin scheinen sogar 
unmanipuliert zu sein. So sonderlich enst scheint man das mit der 
Verpixelung ja nicht zu nehmen...

> Ich bin mir aber fast sicher, dass es Fessenheim war.

Das AKW Fessenheim ist völlig scharf zu sehen.

von Silvia A. (silvia)


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http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,773018,00.html
Funken und abgeschaltete Kühlung ? Das liest sich doch recht Mysteriös. 
Weiss jemand mehr ?

von (prx) A. K. (prx)


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TEPCO Seite:

Fukushima I (die Ruine):

At 8:20 am on July 8, we stopped the Alternative Cooling System of the 
spent fuel pool of Unit 3 due to replace the electronic cable in the 
site.

Fukushima II:

At 2:05 pm on July 7, we received a report as follows: "Workers from our 
subcontractor were checking the power board for the High Pressure Core 
Spray System located at B1, auxiliary building to R/B, Unit 1. They 
found sparks from a circuit breaker in that power board." At 2:30 pm on 
the  same day, TEPCO employees checked the power board.

At 5:37 pm on the same day, we stopped the Residual Heat Removal System
Pump (B) due to check the power board. From 5:44 pm to 8:46 pm on the
same day, we finished check of the power board. At 9:15 pm on the same
day, we restarted the Residual Heat Removal System Pump (B)

von Jo O. (brause1)


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http://www.tagesschau.de/ausland/fukushima532.html

...
Japans Premierminister Naoto Kan: "Es wird voraussichtlich drei, fünf, 
zehn Jahre, wenn nicht sogar mehrere Jahrzehnte dauern, bis die atomare 
Katastrophe endgültig abgeschlossen ist." Es sei daher dringend nötig, 
erneut eine Diskussion innerhalb der japanischen Bevölkerung anzustoßen, 
wie es mit der Atom- und Energiepolitik des Landes weitergehen soll.
...

von Platinenschwenker .. (platinenschwenker)


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Jo O. (brause1) schrieb:

> http://www.tagesschau.de/ausland/fukushima532.html

> ...
> Japans Premierminister Naoto Kan: "Es wird voraussichtlich drei, fünf,
> zehn Jahre, wenn nicht sogar mehrere Jahrzehnte dauern, bis die atomare
> Katastrophe endgültig abgeschlossen ist." ..

Vor allem faszinierend, wie eine Nation massgeblich auf Kernenergie 
setzt und dann bei einer großen Havarie plötzlich offenkundig wird

Zitat

"Japan hat kein Endlager"

"Dabei ist die Frage, wohin mit all dem radioaktiven Schutt, den 
gebrauchten Brennstäben und vor allem den geschmolzenen Kernen nicht 
gelöst. Es gibt in Japan bisher kein zugelassenes Endlager."

".. das Mitte September mit Plastikplanen abgedeckt werden kann. Auf 
diese Weise soll verhindert werden, dass radioaktive Teilchen, die zum 
Beispiel mit dem Wasserdampf austreten, weiterhin in die Umwelt 
gelangen. "

Also kann man wohl davon ausgehen, dass weiterhin Strahlung verschleppt 
werden kann und wohl auch wird, durch Umwelteinflüssen wie Wind etc.

Wenn eine hochentwickelte Industrienation wie Japan schon kein 
brauchbares Endlager für den Dreck hat, dann möchte ich gar nicht 
wissen, wie es um solche Fragen steht in weniger entwickelten 
Gesellschaften.

Schade übrigens, dass kaum mehr in den Medien über Fukushima berichtet 
wird und auch mal umfassender, kontinuierlich als Dokumentation. Es ist 
doch sehr ruhig geworden um das Thema und auch um die vom Erdbeben 
betroffenen Menschen.

von Markus M. (mmvisual)


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Die USA haben ein Endlager für ihren radioaktiven Schrott. Die geben das 
in ihre Waffenindustrie und die fertigt daraus Uran-Munition die 
weltweit durch deren Armee verschossen wird.
Das gleiche könnte Japan auch machen.

von Anja Zoe C. (zoe)


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Markus Müller schrieb:
> Die USA haben ein Endlager für ihren radioaktiven Schrott. Die geben das
> in ihre Waffenindustrie und die fertigt daraus Uran-Munition die
> weltweit durch deren Armee verschossen wird.
> Das gleiche könnte Japan auch machen.

Ohweh. Wenn man schon so nen Stuß verzapft sollte man sich vorher schlau 
machen.

Zoe

von (prx) A. K. (prx)


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Ganz so falsch ist es nicht, wenngleich arg polemisiert. Es handelt sich 
um abgereichertes Uran, also i.W. U-238. Das ist ein leicht radioaktiver 
Rest aus der Produktion von Brennstäben - und den kann man zur Not auch 
als "Schrott" bezeichnen. Das Zeug landet in der Panzermunition. Solange 
es dort bleibt ist das auch kein Problem.

von Uhu U. (uhu)


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A. K. schrieb:
> Solange es dort bleibt ist das auch kein Problem.

Nur ändert sich das kurz nach dem Abschuß: dann wird das Zeug zum großen 
Teil in lungengängiges Format pulverisiert und hat nicht nur schwere 
Schäden bei denen zur Folge, die was davon einatmen, sondern führt auch 
zu schweren Mißbildungen bei deren Nachkommen.

Betroffen davon sind viele Länder, in denen es seit Mitte der 1970er 
Jahre zu kriegerischschen Auseinandersetzungen kam.

Zitiat http://de.wikipedia.org/wiki/Uranmunition
1
In jüngster Zeit wurden mehrere tausend Tonnen Uranmunition überwiegend
2
im indisch-pakistanischen Grenzkonflikten, in Tschetschenien, während der
3
sowjetischen Intervention in Afghanistan, im Bosnien-Krieg, im Kosovo-Krieg,
4
im Zweiten Golfkrieg und im Irakkrieg eingesetzt. Alleine während eines
5
dreiwöchigen Einsatzes im Irakkrieg 2003 wurden von der Koalition der
6
Willigen zwischen 1000 und 2000 Tonnen Uranmunition eingesetzt.

Für die Bevölkerung der betroffenen Gegenden ist das eine Katastrophe, 
deren ganzes Ausmaß sich erst ein Jahrzehnt nach dem Waffeneinsatz zeigt 
- wenn die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit längst ganz wo anders 
ist.

von Vlad T. (vlad_tepesch)


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in meinen Augen ganz klar ein Kriegsverbrechen.

von Markus M. (mmvisual)


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>in meinen Augen ganz klar ein Kriegsverbrechen.

Und Deutschland unterstützt das.
Richtig wäre ein Handelsverbot mit USA und eine See/Luftblockade so wie 
die es willkürlich mit anderen Ländern treiben.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Um dann den nächsten Krieg zu provozieren. Das wäre möglich, wenn D. 
1945 als Sieger vom Platz gegangen wäre. Moral müsste mann sich leisten 
können.
Aber klar auf Distanz zu gehen, setzte auf Deutschlands Seite andere 
Interessen vorraus als jene, welche D. derzeit verfolgt.

Politik ist ah Huren

Namaste

von Peter L. (Gast)


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cool,
http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13484690/Zerstoertes-Atomkraftwerk-Fukushima-war-tiefer-gelegt.html

eigentlich ist die benötigte Pumpenleistung nicht so viel höher,
wenn ich was 25m raufpumpe und das Wasser im geschlossenen Kreislauf 
danach wieder 25m nach unten fließt, oder?

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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in einem druckfreiem System spielt die nach dem Füllen lediglich die 
Förderhöhe eine Rolle aber wahrscheinlich war das der Punkt.

Man wollte die Becken tiefer anlegen.

von Jo O. (brause1)


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"Schmiergeldzahlungen an Wissenschaftler, Beamte und Politiker, 
Großanzeigen in den Medien: Jahrzehntelang konnte Japans Atomlobby 
Politik und Gesellschaft korrumpieren
...
In Japan ist es kein Geheimnis mehr, dass die Atomlobby Wissenschaftler, 
Beamte, Politiker und Medien gekauft hat, um die Zustimmung der 
Bevölkerung zur Kernkraft zu gewinnen. Doch jüngst sind noch mehr von 
ihren schmutzigen Tricks enthüllt worden:
..."

Hier gehts weiter:
http://www.sueddeutsche.de/politik/japan-fukushima-und-die-atomlobby-schmieren-luegen-tricksen-1.1124577

von Michael K. (charles_b)


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Anja zoe Christen schrieb:
>
> Ohweh. Wenn man schon so nen Stuß verzapft sollte man sich vorher schlau
> machen.
>
> Zoe

Es würde schon genügen, wenn man sich nachher schlau macht!

von Franz B. (byte)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Zitiat http://de.wikipedia.org/wiki/UranmunitionI
> Für die Bevölkerung der betroffenen Gegenden ist das eine Katastrophe,
> deren ganzes Ausmaß sich erst ein Jahrzehnt nach dem Waffeneinsatz zeigt
> - wenn die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit längst ganz wo anders

Hehe.. da hat unsere Regierung bzw. die Ermittlungsbehörden vor ein paar 
Jahren nen riesen Bock geschossen. Ein Deutscher Arzt der in den 
Krisengebieten (Irak) unterwegs war hat irgendwann bemerkt das es im 
machen Bereichen ungewöhnlich viele Missbildungen, Leukemie und 
ähnliches gab. Irgendwann ist im aufgefallen das es meistens Gebiete 
betraf in denen von US-Truppen größere Irakische Panzerverbände zerstört 
wurden. (Panzerleichen an jeder Ecke) Er hat Messungen gemacht und 
festgestellt das die Projektile wohl radioaktiv sind. Damals wurde von 
der US-Regierung noch bestritten das die sowas einsetzten bzw. das die 
Munition gefährlich währe. Der liebe Arzt hat dann so ein Projektil 
mitgenommen und wollte es an einer Uni in Deutschland analysieren 
lassen. Bei den ersten beiden ist er rausgeflogen ("spinnst du, das 
strahlt doch voll"), bei der 3ten hats geheißen "komm Montag nochmal". 
Dann war auf einmal BKA und BND vor der Tür gestanden und hat den armen 
Kerl wegen Verdacht auf Einführung von gefährlichen Waffenfähigen 
Radioaktiven Stoffen festgekommen. Sorgfältig wie die Deutschen sind 
habens das Zeug gleich 2 mal offiziell Untersuchen und als 
hochgefährlich einstufen lassen. Blöd nur das sich am Ende 
herausgestellt hat das es sich um die angeblich nicht existierende 
Munition einen Verbündeten handelt. FAIL!!!! Offizell bestätigt mit 
alles Sigeln und CO. Muahahaaaa

Ach... hab den Typ gefunden.. das müste er sein => 
http://de.wikipedia.org/wiki/Siegwart_Horst_G%C3%BCnther

von (prx) A. K. (prx)


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Franz B. schrieb:

> Er hat Messungen gemacht und
> festgestellt das die Projektile wohl radioaktiv sind.

Ich nehme an, dass die Projektile in ihrem ursprünglichen Zustand nicht 
allzu gefährlich sind. Abgereichertes Uran ist ein nicht sonderlich 
eindrucksvoller Alphastrahler, ein bisschen Hülle drum herum oder etwas 
Lack drauf und die ist abgeschirmt. Ändern tut sich das allerdings im 
Ziel, wenn das Zeug verdampft, durch die Gegend wabert, sich irgendwo 
ablagert und vom Körper aufgenommen wird.

Inwieweit bereits beim Abschuss ein gewisses Gefahrenspotential für die 
Besatzung besteht weiss ich nicht. Militärs denken da aber anders, denn 
wenn jemand mit so etwas um sich schiesst, dann ist er meist ohnehin 
schon aus anderem Grund gefährdet, und Munition mit einer gewissen 
Eigengefahr kann in der Gesamtbilanz im Krieg trotzdem sinnvoll sein. 
Zumindest für die Generäle.

Wäre eher die Frage, ob das wirklich sein muss. Es gibt Alternativen, 
anderswo verwendet man gern Wolfram. Möglicherweise nicht exakt gleich 
effektiv und teurer.

> zw. das die Munition gefährlich währe.

Wäre militärische Munition nicht gefährlich, dann wäre sie einigermassen 
sinnlos. Kommt immer drauf an für wen und wie sich das auswirkt. Hier 
ist es die anschliessende Gefahr, die sich in der Umgebung der Ziele 
entwickelt und weder oft bekannt ist, noch sichtbar.

von Uhu U. (uhu)


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Franz B. schrieb:
> da hat unsere Regierung bzw. die Ermittlungsbehörden vor ein paar
> Jahren nen riesen Bock geschossen. Ein Deutscher Arzt der in den
> Krisengebieten (Irak) unterwegs war hat irgendwann bemerkt das es im
> machen Bereichen ungewöhnlich viele Missbildungen, Leukemie und
> ähnliches gab.

Das war kein "riesen Bock", sondern bösartiger Vorsatz. Es ging um 
Vertuschung der US-Kriegsverbrechen im Irak (vor Bush!). Wie du richtig 
vermutest, war es Prof. Siegwart-Horst Günther.

Der Fall ist dokumentiert in:
"Uran-Geschosse:
Schwergeschädigte Soldaten, mißgebildete Neugeborene, sterbende Kinder"
ISBN: 978-3-89484-805-7

A. K. schrieb:
> Ich nehme an, dass die Projektile in ihrem ursprünglichen Zustand nicht
> allzu gefährlich sind. Abgereichertes Uran ist ein nicht sonderlich
> eindrucksvoller Alphastrahler, ein bisschen Hülle drum herum oder etwas
> Lack drauf und die ist abgeschirmt.

Was die BRD-Behörden aber nicht davon abhielt, den Mann in Haft zu 
nehmen und wirklich übel zu behandeln. Das DU war der willkommene 
Vorwand, ihn zu inhaftieren, vor Gericht zu zerren und damit zumindest 
fürs erste mundtot zu machen.

von Franz B. (byte)


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A. K. schrieb:
> Ich nehme an, dass die Projektile in ihrem ursprünglichen Zustand nicht
> allzu gefährlich sind.

Genau so ist es. In der kompakten Form wird wird sogut wie keine 
Strahlung und praktisch keine Gifte freigesetzt. Ander siehts aus 
wenn...

> Ändern tut sich das allerdings im
> Ziel, wenn das Zeug verdampft, durch die Gegend wabert, sich irgendwo
> ablagert und vom Körper aufgenommen wird.

... und dann wirds ziemlich Übel. Da es ja giftig ist UND sich als 
Schwermetall im Körper einlagert. Und dann sind die Alpastrahler wieder 
richtig böse.

Und bei den Amis laufen solche Kriege ja eh immer auf 
Sondermüllentsorgung hinaus. Is halt schon verdächtig wenn völlig freie 
Ebenen großflächig bombadiert werden obwohl nicht mal ein Baum steht 
geschweige den ein Feindlicher Kämfper. Es wurde teilweise das 10-100 
fache an Material abgeworfen was für das erreichen eines Militärischen 
Zieles notwendig war. Komischerweise nicht das Top neue Zeug, sondern 
alle Bestände die ganz zufällig kurz vor der Ausmusterung standen. Eine 
riesen Sauerei ist das.

> Das war kein "riesen Bock", sondern bösartiger Vorsatz. Es ging um
> Vertuschung der US-Kriegsverbrechen im Irak (vor Bush!). Wie du richtig
> vermutest, war es Prof. Siegwart-Horst Günther.

Das war auch eher sarkastisch gedacht. Riesen Bock aus Sicht der 
Bundesregierung. Die Deutschen Behörden haben ja absolut wasserfest und 
unwiederlegbar bewiesen das die Amis ziemlich gefährlichen Dreck 
verballern. Denke das war nicht so geplant... hrhrhrhrhr

> Was die BRD-Behörden aber nicht davon abhielt, den Mann in Haft zu
> nehmen und wirklich übel zu behandeln. Das DU war der willkommene
> Vorwand, ihn zu inhaftieren, vor Gericht zu zerren und damit zumindest
> fürs erste mundtot zu machen.

Das war doch perfekt... und ich vermute das hat er auch so geplant. 
Hätte ja nur die 3000 Euro Strafe zahlen müssen, dann währ er nicht in 
den Bau gegangen. Aber so war das ein riesen Brimborium... "ja spinnen 
die.. so einen renomierten Wissenschafler einzusperren nur weil er 
Kinder helfen will..." Tiefsten Respekt vor dem Doc. Da gehört ein Satz 
Stahleier und ne Menge Grips dazu die Aktion so durchzuziehen. Sowas 
diabolische fällt sonst nur mir ein. Er hat ja zuerst die Regierung 
reingelegt und das ganze dann maximal Publik gemacht. Und damals war das 
noch so das Leute schon mal verschwunden sind wenns um die "Nationale 
Sicherheit" gegangen ist. Insofern hat er tatkisch das beste 
herausgeholt... und überlebt.

von Uhu U. (uhu)


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Franz B. schrieb:
> Sowas
> diabolische fällt sonst nur mir ein. Er hat ja zuerst die Regierung
> reingelegt und das ganze dann maximal Publik gemacht.

Das ist doch eine etwas eigenartige Sicht des Falles. Es ging ihm 
defintiv nicht darum, irgend jemanden "reinzulegen", sondern darum die 
medizinischen Probleme aufzuklären, die in den Gebieten mit Einsatz 
dieser Waffen zu beobachten waren.

Es war ein ziemlich brutaler Versuch, im Dienst des Weltherrschers zu 
vertuschen, was der im Irak verbrochen hatte, mit dem Günther schlicht 
nicht gerechnet hatte.

Und leider hat es auch ziemlich gut funktioniert: von den Medien wurde 
der Fall weitgehend totgeschwiegen und daß die BRD, dieser Hort von 
Demokratie, Recht und Ordnung Günther wegen angeblich unrechtmäßigen 
Tragens seines irakischen Professorentitels nochmal extra vor Gericht 
zerrte, zeigt nur, mit welcher Entschlossenheit man sein Engagement zu 
diskreditieren versuchte.

Entsprechend krähte hier auch kein Hahn danach, als die Nato auch bei 
ihrem Überfall auf Jugoslawien ungehindert mit DU-Munition um sich schoß 
- es galt ja, ein "neues Auschwitz" zu verhindern...

von Markus M. (mmvisual)


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Es gibt auch ein Film darüber, einfach mal googeln nach
"Deadly Dust - Todesstaub"

von Vlad T. (vlad_tepesch)


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Franz B. schrieb:
> Es wurde teilweise das 10-100
> fache an Material abgeworfen was für das erreichen eines Militärischen
> Zieles notwendig war. Komischerweise nicht das Top neue Zeug, sondern
> alle Bestände die ganz zufällig kurz vor der Ausmusterung standen. Eine
> riesen Sauerei ist das.

gibt es dafür Belege?

von Uhu U. (uhu)


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Markus Müller schrieb:
> Es gibt auch ein Film darüber, einfach mal googeln nach
> "Deadly Dust - Todesstaub"

Der Film ist wirklich höchst sehenswert: 
http://www.youtube.com/watch?v=VkKveJFdUjM

Vlad Tepesch schrieb:
> Franz B. schrieb:
>> Es wurde teilweise das 10-100
>> fache an Material abgeworfen was für das erreichen eines Militärischen
>> Zieles notwendig war.
>
> gibt es dafür Belege?

Als würde durch "angemessene Dosierung" dieses Dreckszeugs das 
Verbrechen auch nur ein winziges Bischen kleiner...

von Vlad T. (vlad_tepesch)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Als würde durch "angemessene Dosierung" dieses Dreckszeugs das
> Verbrechen auch nur ein winziges Bischen kleiner...

naja . bei Bombenmaterial handelt es sich ja eher um konventionelles 
Material.
Die werden doch hoffentlich keine "schmutzigen" Bomben haben. -Das traue 
ich nicht mal den Amis zu.

von Clemens S. (zoggl)


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Vlad Tepesch schrieb:
> Die werden doch hoffentlich keine "schmutzigen" Bomben haben. -Das traue
> ich nicht mal den Amis zu.

nein, dort heißt so etwas "Robust Nuclear Earth-Penetrator"
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,249562,00.html
wie ging das eigentlich weiter? haben die das aufgegeben
sorry, wegen ot

von Jo O. (brause1)


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"Rekord-Radioaktivität im Atomkraftwerk Fukushima

Auf dem Gelände des schwer beschädigten japanischen Atomkraftwerks 
Fukushima ist nach Angaben der Betreibergesellschaft Tepco die höchste 
Radioaktivität seit der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vom 11. März 
gemessen worden. In der Nähe der radioaktiv verseuchten Abfälle aus den 
Reaktoren 1 und 2 liege die Strahlung bei mindestens zehn Sievert pro 
Stunde, teilte das Energieunternehmen Tepco mit. Die Ursache dafür sei 
noch nicht bekannt. - In Sievert wird die biologische Schädlichkeit von 
radioaktiver Strahlung gemessen. Akute Schäden treten auf, wenn ein 
Mensch in kurzer Zeit einer Strahlung von einem Sievert ausgesetzt ist."

Quelle:
http://www.dw-world.de/dw/function/0,,83389_cid_15286702,00.html

von Markus M. (mmvisual)


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Fukushima-Strahlung sprengt Skala des Messgerätes

Erst Monate nach dem Reaktorunglück wird das wahre Ausmaß der 
Verstrahlung an der Atomruine des Kraftwerks Fukushima deutlich. Die 
Radioaktivität in einem Strahlungsnest wäre für Menschen nach wenigen 
Sekunden tödlich.

http://www.ftd.de/politik/international/:akw-katastrophe-in-japan-fukushima-strahlung-sprengt-skala-des-messgeraetes/60086548.html

von M. n. (mneuer)


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von Icke ®. (49636b65)


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Nach Erdbeben und Tsunami nun ein Wirbelsturm. Fukushima kommt nicht zur 
Ruhe:

http://wetter.t-online.de/taifun-roke-die-angst-vor-dem-radioaktiven-sturm/id_49969092/index

Ich frag mich, welchen Sinn Abdeckplanen bei einem Taifun machen 
sollen...

von (prx) A. K. (prx)


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Icke ®. schrieb:

> Ich frag mich, welchen Sinn Abdeckplanen bei einem Taifun machen
> sollen...

Solange das Gerüst dafür stehenbleibt sind sie besser als nichts, denn 
darauf neue Planen zu platzieren geht relativ schnell.

Wesentliches Ziel davon dürfte nicht darin bestehen, die Reaktoren 
komplett und dauerhaft abzuschirmen, sondern auf dem Gelände besser 
arbeiten zu können. Also die Kontaminierung des Personals auf Gelände 
während der Aufräum- und Installationsarbeiten erheblich zu reduzieren 
und damit nicht jeder Regen radioaktive Substanzen rausspült. 
Freisetzung während eines Taifuns läuft dann unter "höhere Gewalt".

Ausserdem kriegt man das leicht wieder weg, wenn man ernsthafter an den 
Abbau des Inhalts geht. Bei einer Betonhülle wäre das erheblich 
schwieriger. Unsicher ist evtl. auch, ob der Untergrund eine massive 
grosse Betonumhüllung verkraften würde.

http://www.tepco.co.jp/en/news/110311/images/110917_02.jpg

von Markus M. (mmvisual)


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Wieso bauen denn die Deppen nicht einfach eine große Pyramide, massiv 
aufgeschüttet?
Die aktuellen Beispiele in Ägypten stehen auch schon seit mindesten 
10000 Jahren.

Diese Volltrottel.

PS: Ich habe jetzt das Copyright auf diese Idee und verlange dafür 100Kg 
Gold.

von Uhu U. (uhu)


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Markus Müller schrieb:
> Die aktuellen Beispiele in Ägypten stehen auch schon seit mindesten
> 10000 Jahren.

Die Hälfte ist eher realistisch...

von (prx) A. K. (prx)


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Markus Müller schrieb:

> Wieso bauen denn die Deppen nicht einfach eine große Pyramide, massiv
> aufgeschüttet?

Weil der Dreck dann recht bald unten rauskommt. Und die halbe Pyramide 
unter die Reaktoren zu bauen ist nicht grad einfach.

Eine simple Pyramide ist keine effiziente Kühleinrichtung. Eher das 
Gegenteil. Denk dran, dass das Zeug sich ohne Kühlung nach unten 
durchschmilzt und bei Kontakt mit Wasser Dampf bildet. Der Pharao nicht.

von Markus M. (mmvisual)


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Es gibt archäologische Funde die scheinbar belegen, dass zum Teil 
Pyramiden schon über 10000 Jahre alt sind. Aber sei es drum, wenn man 
die alle 3000 "Runderneuern" müsste ist das auch nicht tragisch.
Viel schlimmer ist es wenn nach 3000 Jahren jemand dort Ausgrabungen 
machen will ;-)

Irgend welche Rohre usw. dort einbauen dass das ganze gekühlt wird kann 
ja auch nicht das Problem sein. Dazu noch eine 4m dicke Bitumenschicht 
damit ja kein Wasser eindringt. Die geht natürlich rund herum, bis auch 
unter die Erde, Mindestens 100m entfernt vom Reaktor.
Ja, das gibt ein größeres Bauwerk mit einem Durchmesser von mindestens 
400..600m und einer Höhe von 200m. Stein, Zement und andere Materialien.

Hört sich zwar gigantisch an, aber das sind nur die Minimalmaße. 
Schließlich soll das ein Endlager werden!

Oder sollte man doch lieber eine zweite Schicht Plane nur zur Sicherheit 
drüber spannen?
Helden am Arbeitsplatz >> ich würde alle zum Reaktor als Auffüllmaterial 
schicken.

von Uhu U. (uhu)


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Man hätte die AKWs gleich auf ein Pyramidenfundamet bauen müssen...

von (prx) A. K. (prx)


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Markus Müller schrieb:

> Irgend welche Rohre usw. dort einbauen dass das ganze gekühlt wird kann
> ja auch nicht das Problem sein.

Und wenn dann was kaputt geht? Umfangreiche Wartungsarbeiten sind mitten 
in der Pyramide äusserst unpraktisch. Denk an Tschernobyl. Die 
Betonhülle ist marode und es muss eine zweite riesige Hülle darum herum 
gebaut werden, um die erste wieder abbauen zu können.

Natürlich ist so ein Ansatz diskutiert wurden, und er ist als letzte 
Möglichkeit auch auf der Rechnung. Aber es ist auch das Eingeständnis 
des ultimativen Scheiterns und überlasst das Problem nachfolgenden 
Generationen.

Apropos Pyramiden: In unseren Breiten sähen die nicht mehr so schön aus. 
Ägypten hat den unschätzbaren Vorteil, dass es dort so trocken ist. In 
Japan nicht. Gefrierendes Wasser ist Presslufthammer und Dynamit in 
extremer Zeitlupe.

von Markus M. (mmvisual)


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A. K. schrieb:
> Apropos Pyramiden: In unseren Breiten sähen die nicht mehr so schön aus.
> Ägypten hat den unschätzbaren Vorteil, dass es dort so trocken ist. In
> Japan nicht. Gefrierendes Wasser ist Presslufthammer und Dynamit in
> extremer Zeitlupe.

Na dann schau mal hier:
http://schnittpunkt2012.blogspot.com/2011/06/sommerreisetipp-die-bosnischen.html

Das sieht ziemlich nach Pyramide aus und gut erhalten.

von (prx) A. K. (prx)


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... und wenn wir tief drin buddeln, dann finden wir ein verrecktes KKW 
der Atlanter. Kleine Bitte: Sowas nicht in diesem Thread, mach dazu 
einen eigenen auf.

von Icke ®. (49636b65)


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A. K. schrieb:
> Icke ®. schrieb:
>
>> Ich frag mich, welchen Sinn Abdeckplanen bei einem Taifun machen
>> sollen...

> Wesentliches Ziel davon dürfte nicht darin bestehen, die Reaktoren
> komplett und dauerhaft abzuschirmen, sondern auf dem Gelände besser
> arbeiten zu können.

Schon klar. Nur, wie lange werden die wohl Windstärken von 10-12 
widerstehen?

von Michael K. (charles_b)


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Markus Müller schrieb:
> Wieso bauen denn die Deppen nicht einfach eine große Pyramide, massiv
> aufgeschüttet?
> Die aktuellen Beispiele in Ägypten stehen auch schon seit mindesten
> 10000 Jahren.

Womöglich hatten die Ägypter auch KKW und entsprechende Unfälle und die 
Dinger sind keine Gräber sondern Atom-Schutzhauben? Werde gleich mal ne 
Email an Erich D. schicken....

von Timm T. (Gast)


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http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,792580,00.html

Mal grob überschlagen kostet das bei 34 Mrd über die produzierte 
Strommenge verteilt den Staat  Steuerzahler 4 ct  kWh zusätzlich. 
Wieviel kostet üblicherweise die kWh Atomstrom?

von Thilo M. (Gast)


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Timm Thaler schrieb:
> Wieviel kostet üblicherweise die kWh Atomstrom?

50..60€ / MWh = 5..6 €Ct / kWh

von Timm T. (Gast)


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Thilo M. schrieb:
> 50..60€ / MWh = 5..6 €Ct / kWh

Das geht aber auch billiger für Großkunden, oder? Ich kann mich 
erinnern, dass bei den Diskussionen um EE-Umlage von 3-4 ct / kWh 
Strompreis für energieintensive Unternehmen geredet wurde, und da ist ja 
nicht nur Atomstrom dabei.

von Thilo M. (Gast)


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Timm Thaler schrieb:
> Das geht aber auch billiger für Großkunden, oder?

Das ist der Preis, den das EVU an der Börse für die Erzeugung bekommt.
Mittlerweile (seit dem Ausstieg) schwanken die Preise extremer.

Die 3-4 cent/kWh sind wohl eher der Anteil der EEG-Umlage am Strompreis. 
Ging jedenfalls so in der Presse 'rum.

von Markus M. (mmvisual)


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von Michael K. (charles_b)


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Markus Müller schrieb:
> Die Kettenreaktion geht weiter.
>
> 
http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13693161/Tepco-kaempft-gegen-neue-Kernspaltung-in-Fukushima.html
>
> http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,795348,00.html

...Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister,
Werd ich nun nicht los...

Technikfolgenabschätzung wurde also schon zu Goethes Zeiten betrieben!

von jo d. (jo_d)


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nett , nen Reaktor der wieder kritisch ist unter freiem Himmel !

von Icke ®. (49636b65)


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jo d. schrieb:
> nett , nen Reaktor der wieder kritisch ist unter freiem Himmel !

Die Lage war seit März nie unkritisch. Nur hat keiner mehr davon 
geredet. Ich will gar nicht wissen, wieviel radioaktives Material 
inzwischen in die Umwelt entwichen ist...

von (prx) A. K. (prx)


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Icke ®. schrieb:

> Die Lage war seit März nie unkritisch.

"kritisch" hat in dem Zusammenhang zwei Bedeutungen. Bei jo wars die 
kerntechnische, d.h. die festgestellten Xenon Isotope signalisieren eine 
sehr zeitnahe Kettenreaktion. Und das ist neu.

Dass die Lage seither nie unkritisch war stimmt zwar auch, hat aber 
damit wenig zu tun. Aber von einer kerntechnischen Kritikalität wurde 
zwischenzeitlich nicht berichtet.

von Icke ®. (49636b65)


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A. K. schrieb:

> "kritisch" hat in dem Zusammenhang zwei Bedeutungen. Bei jo wars wohl
> die kerntechnische. Bei dir auch?

Schon klar und nö. Ich meine eher, die haben es bis heute nicht im Griff 
und in absehbarer Zukunft wohl auch nicht...

von U. B. (pasewalker)


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Im Radio hiess es sinnigerweise, Xe133 und Xe135 seien aufgetreten ( 
beide Isotope sind ß--Strahler mit kurzer Halbwertszeit ), aber die 
Radioaktivität sei "unverändert" ...

von (prx) A. K. (prx)


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Das ist kein Widerspruch. Muss ja nicht tonnenweise Xenon gewesen sein.

Wobei sich bei solchen Radionuklidanalysen die Tepco anfangs 
gelegentlich bös in die Nesseln setzte, indem sie Ergebnisse brachte, 
die schlichtweg nicht stimmen konnten.

von Daniel -. (root)


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1
In der bisher umfangreichsten Studie, die sich mit der Strahlenkonzentration
2
 nach dem Fuskushima-GAU beschäftigt, geht hervor, dass  sich der Super-GAU 
3
bereits vor dem Hereinbrechen des Tsunamis ereignete. In der am 21. Oktober 
4
veröffentlichten Studie beteiligten sich Forscher aus Norwegen, Österreich, 
5
Spanien und den USA.
6
7
8
Das Forscherteam errechnete eine Freisetzung von 16700 Peta-Becquerel 
9
Xenon-133 in den Tagen vom 11. bis zum 15. März. Stimmen diese Zahlen, dann 
10
wäre dies die größte zivile Freisetzung in der Geschichte der Menschheit. In
11
 der Studie wurden Daten herangezogen, welche sich auf über 1000 Messungen 
12
zur Konzentration von Radioaktivität in Japan, Europa und den USA beziehen.


http://diefreiheitsliebe.de/allgemein/fukushima-super-gau-bereits-vor-tsunami

.. kam übrigens auch so heute im Radio
konnte ich zunächst gar nicht glauben

von Daniel -. (root)


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Die Studie:
http://www.atmos-chem-phys-discuss.net/11/28319/2011/acpd-11-28319-2011.pdf

vielleicht noch ein Zitat, das es auf den Punkt bringt
1
    Das Studienergebnis ist somit ein weiterer Beleg dafür, dass die 
2
Darstellung der Atomindustrie, der japanischen Regierung, aber auch der 
3
deutschen Reaktorsicherheitskommission, wonach das Erdbeben alleine – ohne 
4
den dadurch ausgelösten Tsunami – nicht zum Super-GAU geführt hätte, falsch
5
 sein dürfte
6
7
    Der Versuch der Atomlobby, die weltweit massive Erdbebengefährdung von 
8
Atomkraftwerken herunterspielen zu wollen, ist mit der neuen Studie wohl 
9
endgültig gescheitert. Es ist schon erstaunlich, wie die 
10
Reaktorsicherheitskommission und andere deutsche Regierungsstellen unbeirrt
11
 an der kaum noch haltbaren Tsunami-Theorie festhalten – vermutlich um 
12
erdbebengefährdete Anlagen wie Philippsburg-2 und Neckarwestheim-2 aus der 
13
politischen Schusslinie zu bringen.

von Markus M. (mmvisual)


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Und? Was willst du?
Abschalten?
Im dunkeln sitzen?

Ja, es ist unverantwortlich ein Energieform zu nutzen, die man maximal 
50 Jahre nutzen kann und dann muss das Kraftwerk still gelegt werden und 
dann ist das ganze auch noch über mehrere 10000 Jahre verstrahlt.

Die Alternative:
Es ist schon zu spät dafür. Die geldgierige Wirtschaft (+ POLITIKER!) 
hat uns schon ein Atom-Ei gelegt.

Die nächsten 1000 Generationen werden daran noch ihren Spaß haben 
dürfen.

von (prx) A. K. (prx)


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von Michael K. (charles_b)


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Daniel -------- schrieb:

> vielleicht noch ein Zitat, das es auf den Punkt bringt
>
1
>     Das Studienergebnis ist somit ein weiterer Beleg dafür, dass die
2
> Darstellung der Atomindustrie, der japanischen Regierung, aber auch der
3
> deutschen Reaktorsicherheitskommission, wonach das Erdbeben alleine –
4
> ohne
5
> den dadurch ausgelösten Tsunami – nicht zum Super-GAU geführt hätte,
6
7
>

Leider ist bei dem Zitat keine Quelle angegeben. Bitte nachreichen!

von Thilo M. (Gast)


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Allein die Wortwahl "Super-GAU" (was soll das sein?) disqualifiziert den 
Verfasser zum reisserischen Presse-Schreiberling. ;-)

von Florian *. (haribohunter)


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Im Gegensatz zum 'Normal Gau'

(Der passiert so etwa alle 30 Jahre.
Dann fallen alle Bäume um und alle Häuser und alle Kühe und die Menschen 
müssen ganz schnell ganz weit weg vom Unglücksort, wir sind den ja 
inzwischen gewöhnt, da schreibt keine Zeitung mehr drüber...)

Ist der Super-Gau sehr viel krasser und eine Stufe vorm Mega-Gau. ;)

Weitere mögliche Steigerungsformen sind:
Giga-Gau,
Acker-Gau (Typ L),
Ultra-Gau,
Hyper-Gau,
ultimate Power Gau und
Overkill-Gau.

So Long,

von Michael K. (charles_b)


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Und fällt im KKW mal ne Kaffeetasse um: Milli-Gau
Im KKW auf die Klopille gebrinkelt: Mikro-Gau
Am Kontrolpult Wein getrunken: Rhein-Gau

von Florian *. (haribohunter)


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Wie heisst der Verantwortliche, welcher die Sauerei bekaempft?

Gauleiter.

von Daniel -. (root)


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Michael K-punkt schrieb:
> Leider ist bei dem Zitat keine Quelle angegeben. Bitte nachreichen!

http://diefreiheitsliebe.de/allgemein/fukushima-super-gau-bereits-vor-tsunami

von (prx) A. K. (prx)


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Daniel -------- schrieb:

>     Das Studienergebnis ist somit ein weiterer Beleg dafür, dass die
> Darstellung der Atomindustrie, der japanischen Regierung, aber auch der
> deutschen Reaktorsicherheitskommission, wonach das Erdbeben alleine –
> ohne den dadurch ausgelösten Tsunami – nicht zum Super-GAU geführt hätte,
> falsch sein dürfte

Einen Zusammenhang zwischen dieser Aussage und der Studie kann ich nicht 
wirklich erkennen. Einzig der Satz "There is strong evidence that the 
first strong 133 Xe release started very early, possibly immediately 
after the earthquake and the emergency shutdown on 11 March at 
06:00UTC." im Abstract (Hervorhebung von mir) und ein entsprechender 
Satz weiter hinten geht vage auf diesen Aspekt des Zeitablaufs ein und 
lässt schlicht offen ob wesentliche Emissionen vor oder nabhängig vom 
dem Tsunami erfolgten.

Näher ausgeführt wird dieser Aspekt soweit ich das beim Querlesen 
erkennen konnte nicht. Da sich die Studie auf eine Kombination von 
überwiegend entfernten Messungen und Simulationsmodellen stützt wäre 
eine zeitliche Auflösung im Minutenbereich wohl auch etwas gewagt.

Ich will damit die in der Studie skizzierte massive Freisetzung von 
Radioaktivität nicht herunterspielen und auch nicht suggerieren, dass es 
vor dem Tsunami keine Emissionen gegeben haben kann. Aber als Beleg für 
massive Freisetzung vor oder unabhängig vom Tsunami taugt sie m.E. 
nicht. Das ist auch nicht die Intention der Studie.

von Timm T. (Gast)


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Florian *.* schrieb:
> Super-Gau

Muss man in einem Technik-Forum wirklich erklären, was Super-Gau 
bedeutet?

Ein GAU - größter anzunehmender Unfall - ist der Zustand, für den die 
Anlage ausgelegt sein muss, um nach außen noch sicher zu sein. Eine 
Kernschmelze, bei der der Kern im Containment aufgefangen wird, ist ein 
GAU.

Ein Super-GAU ist der Zustand, für den die Anlage nicht mehr ausgelegt 
ist, weil er ja nur alle 100000 oder so Jahre vorkommt. Zum Beispiel 
wenn der Deckel wegfliegt - Tschernobyl - oder wenn der schmelzende Kern 
durchs Containment in den Erdboden und ins Grundwasser wandert, oder 
anderweitig unkontrolliert radioaktive Substanzen austreten - Fukushima.

Jetzt klar, warum das Wort seine Berechtigung hat?

von Michael K. (charles_b)


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Timm Thaler schrieb:

> Jetzt klar, warum das Wort seine Berechtigung hat?

Trotz dieses Sprachgebrauchs: Das Wort ist dennoch ein schwachsinniges 
Unwort.

"Größter" kann man nicht steigern - es ist schon der Superlativ.
"anzunehmender" zu steigern würde ja bedeuten, dass man beim Betrieb 
eines KKW nicht mit dem Schlimmsten rechnet - es wird ja schon gutgehen 
muss da die Devise sein.

Für die Normalbevölkerung dürfte "anzunehmender" gleichgesetzt werden 
mit "vorstellbarer".

Klar, wenn ich annehme, dass das größte anzunehmende Unglück ein Sprung 
im Frühstücksei ist, dann wird das Ausbleiben der Tageszeitung zum 
Super-Gau.

von Michael K. (charles_b)


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Daniel -------- schrieb:
> Michael K-punkt schrieb:
>> Leider ist bei dem Zitat keine Quelle angegeben. Bitte nachreichen!
>
> http://diefreiheitsliebe.de/allgemein/fukushima-super-gau-bereits-vor-tsunami

Wie schon von A.K. geschrieben hat der deutsche Text NICHTS mit der 
Studie zu tun. Und eine englische Version des Textes ist in der Studie 
auch NICHT zu finden.

Daher: bitte Quellenangabe.

Der Text bei "freiheitsliebe" ist reine Demagogie ohne fachlichen 
Hintergrund - hier sollte man nichts ungeprüft übernehmen oder 
nachplappern.

von (prx) A. K. (prx)


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Michael K-punkt schrieb:

> Daher: bitte Quellenangabe.

Da wird wohl nichts kommen.

Ich vermute, dass da jemand nur das Abstract der Studie gelesen und in 
das "possibly immediately" mehr hineininterpretiert hat als es hergibt.

Es gehört zum Risiko von hoch emotionell besetzten Themen, dass man 
leicht in Versuchung gerät, alle Materialien nur darauf abzuklopfen, ob 
sie für die eigene Argumentation etwas hergeben. Wenn das Material dann 
schön wissenschaftlich und entsprechend ermüdend zu lesen ist, umso 
besser.

von Icke ®. (49636b65)


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Michael K-punkt schrieb:

> Trotz dieses Sprachgebrauchs: Das Wort ist dennoch ein schwachsinniges
> Unwort.

Na und? Im allgemeinen Sprachgebrauch wimmelt es nur so von Unwörtern. 
Schraubenzieher, Pferdestärke, Zollstock, Glühbirne etc...
Trotzdem weiß jeder, was gemeint ist und darauf kommt es an.

von Timm T. (Gast)


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Michael K-punkt schrieb:
> "Größter" kann man nicht steigern - es ist schon der Superlativ.

"Super" ist auch keine Steigerung, es heisst einfach "über". Also über 
das Anzunehmnde hinaus.

Eine Superheterodyn ist ja auch kein gesteigerter Empfänger, sondern ein 
"Über"lagerungsempfänger.

Wenn die Werbetexter das anders sehen, ist das deren Problem.

> "anzunehmender" zu steigern würde ja bedeuten, dass man beim Betrieb
> eines KKW nicht mit dem Schlimmsten rechnet - es wird ja schon gutgehen

Macht man ja auch nicht. Sonst wären AKW ja sicher gegen 
Flugzeugabstürze, Meteoriteneinschläge, Terrierangriffe... und 
ausreichend versichert.

> Für die Normalbevölkerung dürfte "anzunehmender" gleichgesetzt werden
> mit "vorstellbarer".

Dann hat die Normalbevölkerung da eben eine falsche Vorstellung. Wäre 
nicht der einzige Fall bei einem technischen Vorgang.

Nochmal: "Anzunehmender" heisst "für die Dimensionierung der Anlage 
anzunehmender Unfall". Da hat man halt die Kernschmelze definiert, die 
brav im Containment bleibt, welches dichtbleibt, wobei der Rest der 
Anlage betriebsbereit ist und die Anlage überwacht werden kann.

Für mehr war einfach kein Geld da...

von Thilo M. (Gast)


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Hat eigentlich ausser n.TV noch ein Sender darüber berichtet, dass die 
Sperrzone um die havarierten Blöcke wieder aufgehoben wurde und die 
Einwohner zurück dürfen?

Solche Meldungen werden geflissentlich unterdrückt.

von Uhu U. (uhu)


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Icke ®. schrieb:
> Im allgemeinen Sprachgebrauch wimmelt es nur so von Unwörtern.
> Schraubenzieher, Pferdestärke, Zollstock, Glühbirne etc...
> Trotzdem weiß jeder, was gemeint ist und darauf kommt es an.

Tja, Namen sind Schall und Rauch...

von Michael K. (charles_b)


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Icke ®. schrieb:
> Michael K-punkt schrieb:
>
>> Trotz dieses Sprachgebrauchs: Das Wort ist dennoch ein schwachsinniges
>> Unwort.
>
> Na und? Im allgemeinen Sprachgebrauch wimmelt es nur so von Unwörtern.
> Schraubenzieher, Pferdestärke, Zollstock, Glühbirne etc...
> Trotzdem weiß jeder, was gemeint ist und darauf kommt es an.

Man kann natürlich jedem Schwachsinn hinterherlaufen nach dem Motto 
"Fresst Sch.... - 10 Milliarden Fliegen können sich nicht irren."

Und dann den Begriff inflationär gebrauchen: Fingernagel abgebrochen = 
Super-GAU. Schlechtes Essen in der Kantine = extremer Super-GAU.

Über die Wortbedeutung wird gar nicht mehr nachgedacht sondern nur noch 
geschaut ob das Wort positive oder (wie hier) negativ besetzt ist.

In die andere Richtung etablieren sich dann Worte wie "geil" auch für 
gänzlich der Geilheit entbehrende Sachverhalte.

von jo d. (jo_d)


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Fukushima: Kernschmelze schlimmer als bisher zugegeben

Neue Tepco-Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass im Reaktor 1 der 
geschmolzene Kern aus dem Druckbehälter geflossen ist

Was kritische Beobachter von Anfang an befürchtet haben, scheint jetzt 
bestätigt. In drei der vier havarierten Reaktoren in Fukushima Daiichi 
sind nach dem schweren Erdbeben und nachfolgendem Tsunami vom 11. März 
dieses Jahres die Kerne zumindest teilweise geschmolzen. Das ist das 
Ergebnis einer neuen Analyse  der Betreiberfirma Tepco, die am 30. 
November veröffentlicht wurde. Sie  basiert im wesentlichen auf den 
Messwerten freigesetzter Stoffe, den  eingesetzten Kühlwassermengen und 
Modellberechnungen. Direkte  Beobachtungen und Messungen in 
Druckbehältern und Containments scheinen  noch immer unmöglich.


Von den Reaktoren 2 und 3 nimmt Tepco weiter an, dass die bereits im 
Mai ermittelten Annahmen zutreffen. Demnach sind dort die Brennstäbe 
teilweise aufgeschmolzen und auf den Boden des Druckbehälters getropft. 
Ein kleinerer Teil dieser aufgeschmolzenen Masse sei durch Löcher im 
Druckbehälter auf den Boden des Containments gelangt.


Noch schlimmer sieht es im Reaktor 1 aus, der am härtesten getroffen 
wurde. Dort seien die Brennstäbe nahezu vollständig geschmolzen. Die 
Schmelze, die sich zunächst auf dem Boden des Druckbehälters gesammelt 
haben muss, habe diesen durchbrochen und sei auf den Boden des 
Containments geflossen. Dort habe sie sich 70 Zentimeter in den Beton 
gefressen. Der Betonboden sei insgesamt 10,2 Meter dick, heißt es in dem 
oben verlinkten Bericht der World Nuclear News, auf den sich  diese 
Meldung stützt. Der Beitrag äußert sich nicht zu der Frage, ob in  der 
Schmelze die Kettenreaktion abgebrochen ist oder weiter anhält.....

http://www.heise.de/tp/blogs/2/150949

von jo d. (jo_d)


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auf arte läuft gerade eine sehr interessante doku zu fukushima. Unter 
anderem war man damals angesichts der Tatsache das 200t Brennelemente 
unter freiem himmel in reaktor 4 kurz vor der Selbstentzündung standen 
davor die gesamte nördliche Insel nach Süden zu evakuieren !

von Peter F. (toto)


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Peter Funke schrieb:
> Nukleare Explosion in Block 3?
> http://www.youtube.com/watch?v=1Q3ljfLvHww

Schau ich mir auch gerade an, so falsch lag ich anscheinend nicht mit 
meiner Vermutung einer Kettenreaktion am Block 3.

MfG

von (prx) A. K. (prx)


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Wenn man den Bericht eines sogenannten unabhängigen Kommittees nicht für 
die grosse Wahrheit hält, sondern ihm mit Skepsis begegnet, dann ist das 
nur vernünftig. Erst recht ist Skepsis abgebracht gegenüber dem, was die 
TEPCO schreibt. Allerdings sollte man anderen Berichten gegenüber mit 
der gleichen Grundhaltung begegnen, denn jemand wird nicht allein 
dadurch zur Quelle der Weisheit, dass er offiziellen Quellen 
widerspricht.

Ich würde daher empfehlen, sich neben TV-Berichten mit ihren Gundersens 
dennoch einen Blick in den offiziellen Interim-Report vom Dezember zu 
gönnen. Mindestens der Fairness halber: http://icanps.go.jp/eng

Wobei man diesem Kommittee zubilligen kann, dass es mit den an der 
Krisenbewältigung beteiligten Personen und Gremien - sowohl TEPCO wie 
Regierung - durchaus nicht zimperlich umgeht, jedenfalls für japanische 
Verhältnisse. Auch wenn der Report, nicht zuletzt weil vorläufig, auf 
süffige medienkompatible Ohrfeigen verzichtet.

von (prx) A. K. (prx)


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Peter Funke schrieb:

> Schau ich mir auch gerade an, so falsch lag ich anscheinend nicht mit
> meiner Vermutung einer Kettenreaktion am Block 3.

Inwiefern? Es ist auf den Detailbildern der Gebäude deutlich zu 
erkennen, dass sie im obersten Stockwerk recht unterschiedlich gebaut 
waren. Ein unterschiedliches Explosionsbild kann ebensogut darauf 
zurückzuführen sein. Diese Diskussion ist also schon fast ein Jahr alt, 
und das Youtube-Video ist es auch. Sie allein auf Basis des TV-Bildes 
wiederaufzuwärmen, ohne die zwischenzeitlichen Erkenntnisse mit 
aufzunehmen, halte ich für sinnlos.

Zudem muss man dazu annehmen, dass viele vorhandenen Daten und Berichte 
beteiligter Personen falsch sind, entweder weil falsch erfasst oder weil 
gelogen. Denn die legen nahe, dass das Containment auch nach der 
Explosion von Block 3 noch im Wesentlichen intakt war (der Druckbehälter 
indes nicht), wenn auch nicht dicht. Mit einer nuklearen Explosion ist 
der weitere Verlauf von Block 3 nicht vereinbar.

Offiziell ist aber beispielsweise mittlerweile, dass es in Block 1 schon 
wenige Stunden nach dem Tsunami zu einer Kernschmelze gekommen war. Zu 
einem Zeitpunkt, zu dem die TEPCO noch von einer vorhandenen Notkühlung 
ausging. Es aber hätte bereits zu diesem Zeitpunkt besser wissen können. 
Sie wussten schlicht nicht wie das Notkühlsystem en detail 
funktionierte, weder vor Ort noch an anderer Stelle - vor Ort ist das 
übrigens einigermassen nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass sie mit 
Taschenlampenbeleuchtung die Wälzer durchackern mussten, statt im 
(stromlosen) PC suchen zu können.

von (prx) A. K. (prx)


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Ebenso darf angenommen werden, dass nach ca. 11h der Druckbehälter von 
Block 1 durch die Schmelze beschädigt wurde. Bei den Blöcken 2 und 3 
fand das aufgrund der zeitweise noch funktionsfähigen Notkühlung erst 
ein paar Tage später statt.

Wobei man noch Tage und Wochen lang über den Zustand der Druckbehälter 
spekulierte, Block 1 inklusive.

von Peter F. (toto)


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A. K. schrieb:
> Inwiefern? Es ist auf den Detailbildern der Gebäude deutlich zu
> erkennen, dass sie im obersten Stockwerk recht unterschiedlich gebaut
> waren. Ein unterschiedliches Explosionsbild kann ebensogut darauf
> zurückzuführen sein. Diese Diskussion ist also schon fast ein Jahr alt,
> und das Youtube-Video ist es auch. Sie allein auf Basis des TV-Bildes
> wiederaufzuwärmen, ohne die zwischenzeitlichen Erkenntnisse mit
> aufzunehmen, halte ich für sinnlos.

In Bezug auf die ARTE Dokumentation.
http://videos.arte.tv/de/videos/fukushima_die_wahrheit_hinter_dem_super_gau-6439122.html

Den Interrims-Report habe ich zwar nur überflogen. Mehr kann ich zur 
Ursache der Explosion in Block 3 da nicht finden.

Der Superintendent "decided"....auch ein bißchen schwach. Ich weiß nicht 
wodurch die Explosion nun wirklich ausgelöst wurde, es gibt aber 
Indizien die auf eine nukleare Kettenreaktion hindeuten.

> Therefore Site Superintendent Yoshida decided that the explosion in the
> Unit 3 R/B
> did not occur inside the RPV or PCV but was caused by hydrogen gas which
> had leaked
> from the RPV and PCV and built up in the R/B as was the case with the
> explosion in the
> Unit 1 R/B.

Gruß

Edit: Es geht ums Abklingbecken, nicht den Druckbehälter

von (prx) A. K. (prx)


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Peter Funke schrieb:

> Den Interrims-Report habe ich zwar nur überflogen. Mehr kann ich zur
> Ursache der Explosion in Block 3 da nicht finden.

Das Szenario war in den Blöcken 1 und 3 recht ähnlich. In beiden Fällen 
besteht ein deutlicher zeitlicher Zusammenhang zwischen dem Ausfall der 
Notkühlung, der Druckentwicklung im Containment und der Explosion.

Daraus ergibt sich für beide Blöcke das gleiche Szenario: Innerhalb von 
Stunden nach dem Ausfall der Kühlung wird der Kern sukzessive freigelegt 
und produziert Wasserstoff. Der entweicht aus dem Containment ins 
Gebäude, egal ob nun aufgrund vorsätzlicher Druckentlastung oder von 
selbst (das scheint nicht gänzlich klar) und sammelt sich dort aufgrund 
der nicht funktionsfähigen Absaugung. Modellrechnungen (TEPCO) ergaben 
abhängig von angenommenen Randbedingungen sowas um eine halbe Tonne 
Wasserstoff. Bald darauf rummste es.

Block 2 hatte das Glück, dass die Explosion von Block 1 einen Teil der 
Seitenwand des obersten Stocks öffnete (blowout panel, eine 
Sollbruchstelle) und der Wasserstoff dadurch abziehen konnte. 
Überlegungen, auch Block 3 zu öffnen, kam die Explosion zuvor.

von (prx) A. K. (prx)


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Peter Funke schrieb:

> In Bezug auf die ARTE Dokumentation.

Keine Sorge, die habe ich auf Disk. Nur noch nicht gesehen, bzw. ein 
paar Ausschnitte, kommt noch. Die Ausschnitte brachten allerdings nur 
teilweise bereits bekannte Meinungen der üblichen Verdächtigen. Nix 
gegen solche TV-Berichte, aber mit Papierkram kann ich weit mehr 
anfangen als mit Videos.

von Peter F. (toto)


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A. K. schrieb:
> Peter Funke schrieb:
>
>> In Bezug auf die ARTE Dokumentation.
>
> Keine Sorge, die habe ich auf Disk. Nur noch nicht gesehen, bzw. ein
> paar Ausschnitte, kommt noch. Die Ausschnitte brachten allerdings nur
> teilweise bereit bekannte Meinungen der üblichen Verdächtigen. Nix gegen
> solche TV-Berichte, aber mit Papierkram kann ich in solchen Fragen weit
> mehr anfangen als mit Videos.

Einigen wir uns darauf, das Mangels objektiver Daten, wir wohl niemals 
nachvollziehen können was dort wirklich passiert ist. Ich halte es nur 
für theoretisch möglich das in Block 3 eine Kettenreaktion stattgefunden 
hat. Dort waren, im Unterschied zu den anderen Blöcken, MOX Brennstäbe 
im Einsatz.
Plutonium benötigt zur Kettenreaktion ja gerade keinen Moderator.....

Good Night

von (prx) A. K. (prx)


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Peter Funke schrieb:

> Plutonium benötigt zur Kettenreaktion ja gerade keinen Moderator.....

Uran benötigt ihn auch nicht, Hiroshima lässt grüssen.

MOX-Brennelemente unterscheiden sich zwar etwas in ihrem Verhalten von 
Uran-Brennelementen, aber beide enthalten weit überwiegend U238. Bei den 
Uran-Brennelementen von Natur aus, bei den MOX-Brennelementen mit 
Absicht. Man will ja ein möglichst ähnliches Verhalten erzielen.

Es läuft also auf das gleiche Grundprinzip raus: Unterhalb eines 
gewissen Anteils spaltbarem U235/Pu im Brennelement kann sich keine 
unmoderierte Kettenreaktion entwickeln. Damit MOX-Brennstoff ohne 
Moderator reagieren kann müsste also der Grenzwert unterhalb des Anteils 
von Pu im Brennstab liegen. Hast du dazu Daten? Zum Uran fand ich 
welche, demgemäss ist eine unmoderierte Kettenreaktion mit den dort 
verwendeten Brennstäben unmöglich.

von (prx) A. K. (prx)


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Peter Funke schrieb:

> Einigen wir uns darauf, das Mangels objektiver Daten, wir wohl niemals
> nachvollziehen können was dort wirklich passiert ist.

Soweit ich weiss sind die Dinger nicht verdampft oder von Gott entsorgt 
worden, sondern stehen dort noch in der Landschaft. Es ist also nur eine 
Frage der Zeit, bis man immer tiefer dort hinein kommt und immer mehr 
Erkenntnisse gewinnt.

Die Reports jedenfalls geben sich keine Mühe, andere Szenarien zu 
entwickeln als Wasserstoffeplosionen. Was für einen Teil der Menschheit 
auf eine entsprechende Wahrscheinlichkeit hindeutet, und für einen 
anderen Teil ein Beweis dafür ist, dass sie etwas zu verbergen haben.

von Markus M. (mmvisual)


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Da gibt es nichts zu verbergen.

Die Teile wurden für Erdbeben von 8,xxx gebaut und es war eines mit 
9,xxx da ist doch wohl klar, dass alles auseinanderfallen darf. Rein von 
der Definition her schon.

Und das kann überall auf der Welt jederzeit passieren, auch in 
Deutschland.

Genau das gleiche bei den alljährlich wiederholenden Hochwasserschäden. 
Ich kann nur mit dem Kopf schütteln wie die Menschen nur so dumm sein 
können und direkt neben einem Fluss ein Haus hin zu setzen. Ich grinse 
dann nur und denke: selbst schuld.

So wie Einstein schon sagte:
Die menschliche Dummheit und das Universum sind unendlich. Nur beim 
Universum bin ich mir nicht ganz sicher.

Hier ein Link über die aktuellen Erdbeben:
http://www.emsc-csem.org/Earthquake/
Es ist schon erstaunlich, wie viel die Erde jeden Tag bebt.

von (prx) A. K. (prx)


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Markus Müller schrieb:

> Die Teile wurden für Erdbeben von 8,xxx gebaut und es war eines mit
> 9,xxx da ist doch wohl klar, dass alles auseinanderfallen darf. Rein von
> der Definition her schon.

Wobei dem Report zufolge nicht so sehr das Erdbeben selbst das Problem 
war. Zwar hatte es da auch einiges zerlegt, insbesondere ausserhalb der 
Blöcke, aber die grosse Katastrophe ergab sich aus dem Tsunami. 5 der 6 
Blöcke verloren dadurch die AC-Stromversorgung. Von den aktiven Blöcken 
1-3 verloren 1 und 2 auch sofort den Batteriestrom, nur Block 3 hatte 
noch die DC-Versorgung. In Block 1 wurde sofort Nacht, da funktionierte 
auch keine Notbeleuchtung.

von Icke ®. (49636b65)


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A. K. schrieb:
> Wobei dem Report zufolge nicht so sehr das Erdbeben selbst das Problem
> war. Zwar hatte es da auch einiges zerlegt, insbesondere ausserhalb der
> Blöcke, aber die grosse Katastrophe ergab sich aus dem Tsunami.

Man muß angesichts der Gefährlichkeit von Kernenergie alle nur denkbaren 
Szenarien von vornherein einkalkulieren. Und nicht nur das. Jedes 
Gebäude und jede Brücke wird zusätzlich mit einem hohen 
Sicherheitsfaktor konstruiert, damit auch bei einer theoretisch nicht 
vorkommenden Überschreitung der Grenzwerte die Sicherheit noch 
gewährleistet ist. Die Anlage in Fukushima war also dermaßen knapp 
berechnet, daß man nicht mehr von Fahrlässigkeit, sondern von Vorsatz 
ausgehen muß. Die Sicherheit wurde zugunsten des Profits aufs Gröbste 
vernachlässigt. In anderen Atomkraftwerken auf der ganzen Welt sieht es 
offensichtlich nicht viel besser aus. Laut dem Bericht werden bspw. die 
Abklingbecken nur durch ein normales Dach geschützt, obwohl im 
Fehlerfall die Folgen nicht minder schwerwiegend als bei einer 
Reaktorschmelze sein können.
Ich war vor Fukushima noch der Meinung, daß unsere Anlagen einem hohen 
Sicherheiststandard genügen. Wie sich nun herausgestellt hat, ist das 
Eis, was uns von der Katastrophe trennt, auch hier beängstigend dünn.

von Florian *. (haribohunter)


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Hui 3000 Beiträge.

Damit gehört er zu einem der erfolreichsten Treads hier.

von (prx) A. K. (prx)


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Aus dem Report ergibt sich ein paradox anmutendes Zwischenergebnis:

Das Notkühlsystem von Block 1 fiel mit dem Tsunami sofort aus. Aber 
primär durch Informationmangel, weil mit Stromausfall die Ventile 
schlossen, ohne dass dies jemand wusste und ohne dass dies angezeigt 
wurde (mangels Strom). Dieses System ist pumpenlos und abgesehen von 
Ventilbedienung rein passiv, es kann 10 Stunden lang für Notkühlung 
sorgen. Für längeren Betrieb muss lediglich ein druckloser Wassertank 
nachgefüllt werden, was sich recht einfach auch mit Behelfsmassnahmen 
durchführen lässt. Damit ähnelt dieses Notkühlsystem grundsätzlich 
manchen modernen passiven Designs.

Die aktiven Notkühlsysteme der Blöcke 2 und 3 hingegen funktionierten 
über viele Stunden, obwohl die Mannschaft sogar Probleme hatte, in Block 
2 dessen Funktion überhaupt festzustellen. Aber es ist ein 
Hochdruckpumpensystem. Wenn dieses System unangekündigt Schluss macht 
wird es brenzlig und man hat verdammt wenig Zeit für eine alternative 
Kühlung. Denn externe Kühlsysteme wie die Feuerwehrpumpen sind nicht in 
der Lage, einen unter hohem Druck stehenden Kern zu kühlen, und mit 
Ausfall des Notkühlsystems steigt der Druck schnell an. Dieses 
Wettrennen hatten sie verloren, auch weil Entlastungsventile nicht 
erreichbar oder nicht manuell bedienbar waren (sie haben dazu 
Autobatterien vom Parkplatz ausgebaut und mit 5 Stück in Serie Ventile 
betätigt).

Summarum entsteht für mich der Eindruck, dass das ältere Notkühlsystem 
von Block 1 bei besserem Informationsstand mit der Katastophe 
möglicherweise besser zurecht gekommen wäre als das neuere Notkühlsystem 
der Blöcke 2 und 3. Es ist wohl nicht zufällig, dass der Report diesem 
System mehr Seiten widmet als jedem anderen.

von Rico K. (ricok)


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auch heute noch eine Reportage im ZDF 22.45 Uhr

Die Fukushima-Lüge

http://zoom.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,8467619,00.html

von Jörg S. (joerg-s)


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Icke ®. schrieb:
> Man muß angesichts der Gefährlichkeit von Kernenergie alle nur denkbaren
> Szenarien von vornherein einkalkulieren. Und nicht nur das. Jedes
> Gebäude und jede Brücke wird zusätzlich mit einem hohen
> Sicherheitsfaktor konstruiert, damit auch bei einer theoretisch nicht
> vorkommenden Überschreitung der Grenzwerte die Sicherheit noch
> gewährleistet ist. Die Anlage in Fukushima war also dermaßen knapp
> berechnet, daß man nicht mehr von Fahrlässigkeit, sondern von Vorsatz
> ausgehen muß.
Das Beben war um eine Stufe höher als maximal erwartet. Die Stufen sind 
aber nicht linear sondern logarithmisch. Eine Stufe höher heisst das 32 
fach mehr Energie freigesetzt wird. Insofern kann man wohl davon 
ausgehen das eine evt. vorhandene Überauslegung auch nicht viel geholfen 
hat oder hätte.
Man sollte auch im Hinterkopf behalten das durch Wasser (Tsunami) 20.000 
mal mehr Menschen umgekommen sind als durch das AKW.

von jo d. (jo_d)


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> A. K. schrieb:

> Soweit ich weiss sind die Dinger nicht verdampft oder von Gott entsorgt
> worden, sondern stehen dort noch in der Landschaft. Es ist also nur eine
> Frage der Zeit, bis man immer tiefer dort hinein kommt und immer mehr
> Erkenntnisse gewinnt.

Bis dann irgendwann das nächste Atomkraftwerk in die Luft fliegt weil 
man weil man wiedermal ein Ereignis nicht berücksichtigt hat. Wieviel 
Atomkraftwerke sollen eigentlich noch hops gehen bis man genug 
Erkenntnisse gewonnen hat?

von (prx) A. K. (prx)


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jo d. schrieb:

> Wieviel Atomkraftwerke sollen eigentlich noch hops gehen bis man genug
> Erkenntnisse gewonnen hat?

Mein Text bezog sich auf Peter Funkes fatalistische Sicht, dass man wohl 
nie rausfinden werde, was in Fukushima wirklich geschehen sei. Mit Sinn 
und Nutzen von Kernenergie hatte sie nichts zu tun. Und dass es (nicht 
nur) mich interessiert, was geschehen war, macht mich nicht zum 
Befürworter von Kernenergie.

von Timm T. (Gast)


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Jörg S. schrieb:
> Man sollte auch im Hinterkopf behalten das durch Wasser (Tsunami) 20.000
> mal mehr Menschen umgekommen sind als durch das AKW.

Netter Versuch.

Der Tsunami ist ein Naturereignis, auf das man allgemein wenig Einfluss 
hat. Man kann höchstens zur falschen Zeit am falschen Ort sein.

Die Verseuchung der Gegend durch die AKWs ist selbst menschengemacht. 
Und trifft nichtmal die, die sie durch Sicherheitsmängel, Fehlplanung, 
Profitgier verschuldet haben. Die waren weit weg...

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Man sollte auch im Hinterkopf behalten das durch Wasser (Tsunami) 20.000
> mal mehr Menschen umgekommen sind als durch das AKW.

Man rechnet mit ca. 1 Mio. zusätzlicher Krebsfälle. Wenn man weiß, wie 
die ausgegangen sind, kann man Bilanz ziehen. Alles andere ist - 
freundliche ausgedrückt - nicht sehr seriös.

von Jörg S. (joerg-s)


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Timm Thaler schrieb:
> Jörg S. schrieb:
>> Man sollte auch im Hinterkopf behalten das durch Wasser (Tsunami) 20.000
>> mal mehr Menschen umgekommen sind als durch das AKW.
> Der Tsunami ist ein Naturereignis, auf das man allgemein wenig Einfluss
> hat. Man kann höchstens zur falschen Zeit am falschen Ort sein.
Nur weil man keinen direkten Einfluss hat, heißt das ja nicht das man 
sich dem Schicksal ergeben muss. Genau wie beim AKW waren die Tsunami 
Schutzmaßnahmen offensichtlich unzureichend. Da beim Tsunami (bisher) 
wesentlich mehr Menschen umgekommen sind, ist es durchaus berechtigt zu 
fragen ob dieser direkte Tsunami Schutz evt. wichtiger gewesen wäre.

von Vn N. (wefwef_s)


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Markus Müller schrieb:
> Die Teile wurden für Erdbeben von 8,xxx gebaut und es war eines mit
> 9,xxx da ist doch wohl klar, dass alles auseinanderfallen darf. Rein von
> der Definition her schon.
>
> Und das kann überall auf der Welt jederzeit passieren, auch in
> Deutschland.

Das problematische ist ja nicht das Erdbeben, denn derart starke Beben 
passieren glücklicherweise nicht andauernd rund um die Welt, man muss 
also nicht damit rechnen. Viel problematischer ist die Tatsache, dass 
das AKW nicht etwa aufgrund des Erdbebens zusammengekracht ist (was 
hierzulande eher unwahrscheinlich wäre), sondern dass schlichtweg die 
Kühlung ausgefallen ist. Und das kann überall passieren, dafür braucht 
es keine Jahrhunderterdbeben und auch keine Tsunamis. Dafür wird es dann 
interessant, wie man den Reaktorkern dann kühlt, wenn man kein 
Meerwasser reinpumpen kann.

von Jörg S. (joerg-s)


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vn nn schrieb:
> Viel problematischer ist die Tatsache, dass
> das AKW nicht etwa aufgrund des Erdbebens zusammengekracht ist (was
> hierzulande eher unwahrscheinlich wäre), sondern dass schlichtweg die
> Kühlung ausgefallen ist. Und das kann überall passieren, dafür braucht
> es keine Jahrhunderterdbeben und auch keine Tsunamis.
Zusammenkrachen kann es auch überall ohne Erdbeben. Ist halt nur sehr 
unwahrscheinlich.
Und in Fukushima ist die Kühlung beim besten willen nicht "einfach so" 
ausgefallen sondern nur weil der Tsunami extreme Schäden an vielen 
Systemen gleichzeitig verusacht hat.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Zusammenkrachen kann es auch überall ohne Erdbeben. Ist halt nur sehr
> unwahrscheinlich.

Das Problem ist halt, daß gewisse Risiken gnadenlos unterschätzt wurden. 
Davor ist man nie gefeit und deswegen verbieten sich m.A. Technologien 
mit derart hohem Gefahrenpotential, wie die Kernkraft.

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Das Problem ist halt, daß gewisse Risiken gnadenlos unterschätzt wurden.
Richtig

> Davor ist man nie gefeit und deswegen verbieten sich m.A. Technologien
> mit derart hohem Gefahrenpotential, wie die Kernkraft.
Kategorisch lehne ich die Kernkraft nicht ab. Bei gefährlichen Techniken 
muss man immer abwägen...

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Bei gefährlichen Techniken muss man immer abwägen...

Und was dabei rauskommt, hat man jetzt zum dritten mal gesehen.

Wie in der Kerntechnik "abgewogen" wird, weiß man mittlerweile ganz gut: 
wenn wir weit genug weg sind, wird uns schon nichts passieren. Dazu 
werden Regierungen gekauft und gelogen, daß sich die Balken biegen. 
Hauptsache Profit. Was für Folgen das Treiben für diejenigen hat, die 
nicht weit genug weg sind, interessiert nicht.

Bis dahin muß das Geschäft brummen und wenns schief geht, muß sowieso 
der Staat für die Folgen aufkommen.

Das Denkmuster hat sich die Finanz-"Industrie" zu Herzen genommen - mit 
welchen Folgen sieht man...

von jo d. (jo_d)


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auch sehr gute doku aus bbc produktion

https://www.youtube.com/watch?v=L5Iv7U4WWu4

von Vn N. (wefwef_s)


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Jörg S. schrieb:
> Und in Fukushima ist die Kühlung beim besten willen nicht "einfach so"
> ausgefallen sondern nur weil der Tsunami extreme Schäden an vielen
> Systemen gleichzeitig verusacht hat.

Mängel in den Notkühlsystemen wurden auch in Deutschland immer wieder 
publik (nachdem diese teilweise verschwiegen wurden).

Jörg S. schrieb:
> Zusammenkrachen kann es auch überall ohne Erdbeben. Ist halt nur sehr
> unwahrscheinlich.

Ähnlich (un)wahrscheinlich wie das spontane Zusammenbrechen jedes 
anderen Gebäudes ohne eklatante Baumängel. Die Vergangenheit zeigt, dass 
menschliches und technisches Versagen im Kraftwerk selbst ein wesentlich 
größeres Gefahrenpotential bietet. Auf Erdbeben kann man sich je nach 
Gegend mehr oder weniger vorbereiten, auf nicht funktionierende 
Kühlwasserpumpen eher weniger. Ob die Kühlung nun wegen eines Tsunamis 
ausfällt oder aus anderen Gründen ist höchstens im Nachhinein 
interessant.

von Daniel -. (root)


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> Man sollte auch im Hinterkopf behalten das durch Wasser (Tsunami) 20.000
> mal mehr Menschen umgekommen sind als durch das AKW.

mal ganz sachlich nachgefragt, wie kommt diese Statistik zustande?

von Jörg S. (joerg-s)


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vn nn schrieb:
> Jörg S. schrieb:
>> Und in Fukushima ist die Kühlung beim besten willen nicht "einfach so"
>> ausgefallen sondern nur weil der Tsunami extreme Schäden an vielen
>> Systemen gleichzeitig verusacht hat.
> Mängel in den Notkühlsystemen wurden auch in Deutschland immer wieder
> publik (nachdem diese teilweise verschwiegen wurden).
Welcher Mangel? Die Systeme wurde schlicht und ergreiffend ZERSTÖRT. 
Nicht einfach so, sondern durch den Tsunami der eben nicht in der Höhe 
eingeplant wurde wie er dann tatsächlich aufgetroffen ist.
Wenn eine Brücke die für 100t ausgelegt wurde bei 120t zusammenbricht 
ist das auch kein Mangel der Brücke, sondern eher ein Mangel bei der 
Planung der Brücke.


> Auf Erdbeben kann man sich je nach Gegend mehr oder weniger vorbereiten,
> auf nicht funktionierende Kühlwasserpumpen eher weniger.
Soll das ein Witz sein? Natürlich kann man das. Wo ist das Problem?

von Jörg S. (joerg-s)


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Daniel -------- schrieb:
>> Man sollte auch im Hinterkopf behalten das durch Wasser (Tsunami) 20.000
>> mal mehr Menschen umgekommen sind als durch das AKW.
> mal ganz sachlich nachgefragt, wie kommt diese Statistik zustande?
Soweit ich es noch im Kopf habe waren es ~19000 Tote und Vermisste durch 
den Tsunami und ich meine 1 Toter durch Strahlung bei Fukushima.

von Vn N. (wefwef_s)


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Jörg S. schrieb:
> Welcher Mangel? Die Systeme wurde schlicht und ergreiffend ZERSTÖRT.

Ändert leider nichts daran, dass Störungen der Kühlsysteme nicht gerade 
was sind, das nie passiert. Da kann es auch schon mal vorkommen, dass 
die Notkühlung nicht mal zerstört werden muss, da sowieso nicht 
funktionsfähig.
Dass durch einen Ausfall der Stromversorgung der Kühlung eine 
Katastrophe ausgelöst werden kann, ist übrigens durchaus ein Mangel, 
allerdings weniger ein Mangel des betroffenen Kraftwerks sondern viel 
eher der gesamten Technologie.

Jörg S. schrieb:
> Soll das ein Witz sein? Natürlich kann man das. Wo ist das Problem?

Wie genau bereitest du dich darauf vor? Meerwasser mit Betonpumpen in 
den Reaktorkern pumpen so wie in Fukushima? Viel Spaß damit in 
Deutschland, vor allem mit den Abwässern der Aktion. Was hätte deiner 
Meinung nach gemacht werden sollen, als in Philippsburg vor einigen 
Jahren über mehrere Revisionen hinweg keine Notkühlung gegeben war? Wie 
wäre man dann konkret auf einen Ausfall der Hauptkühlung vorbereitet 
gewesen?

Jörg S. schrieb:
> Soweit ich es noch im Kopf habe waren es ~19000 Tote und Vermisste durch
> den Tsunami und ich meine 1 Toter durch Strahlung bei Fukushima.

Schön, dass Strahlung keine Spätfolgen hat.

von Uhu U. (uhu)


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vn nn schrieb:
> Wie wäre man dann konkret auf einen Ausfall der Hauptkühlung vorbereitet
> gewesen?

Gerüchte behaupten, es gäbe einen geheimen Anhang zu den 
Sicherheitsvorschriften, in dem die Gebete stehen, die in solchen Fällen 
gesprochen werden müssen.

von Daniel -. (root)


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Jörg S. schrieb:
>>> Man sollte auch im Hinterkopf behalten das durch Wasser (Tsunami) 20.000
>>> mal mehr Menschen umgekommen sind als durch das AKW.
>> mal ganz sachlich nachgefragt, wie kommt diese Statistik zustande?
> Soweit ich es noch im Kopf habe waren es ~19000 Tote und Vermisste durch
> den Tsunami und ich meine 1 Toter durch Strahlung bei Fukushima.

wenn man all diejenigen zählt, die mehr als 50mSv abbekommen haben,
wird die Statistik wohl ganz anders aussehen

von Thilo M. (Gast)


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vn nn schrieb:
> Jörg S. schrieb:
>> Soweit ich es noch im Kopf habe waren es ~19000 Tote und Vermisste durch
>> den Tsunami und ich meine 1 Toter durch Strahlung bei Fukushima.
>
> Schön, dass Strahlung keine Spätfolgen hat.

Auch wenn es den überzeugten Gegnern absolut nicht gefällt, es gab 
keinen Toten durch Strahlung.

Daniel -------- schrieb:
> wenn man all diejenigen zählt, die mehr als 50mSv abbekommen haben,
> wird die Statistik wohl ganz anders aussehen

Auch das wäre wissenschaftlich zu belegen.

Was Arte und ZDF hier als Dokumentation abgeliefert haben ist als 
"hirnrissig" oder "hanebüchen" noch zu gut bewertet.
Selbsternannte Spezialisten, die ausschließlich Vermutungen äußerten, 
gewürzt mit reißerischen Schlagworten und emotionalen Ausbrüchen liefern 
alles Andere als Fakten oder ein objektives Bild der Situation.
Die vor der Kamera gemessenen Werte (Lebensmittel) waren um Faktor 10 
noch unter den hierzulande üblichen Werten, wurden als nahezu tödlich 
dargestellt ... solchen Berichten soll man glauben? Nein.

Wie immer: Meinungsmacher Medien.

von G. C. (_agp_)


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A. K. (prx) schrieb:

Peter Funke schrieb:

>> In Bezug auf die ARTE Dokumentation.

> Keine Sorge, die habe ich auf Disk. Nur noch nicht gesehen, bzw. ein
> paar Ausschnitte, kommt noch. Die Ausschnitte brachten allerdings nur
> teilweise bereits bekannte Meinungen der üblichen Verdächtigen. Nix
> gegen solche TV-Berichte, aber mit Papierkram kann ich weit mehr
> anfangen als mit Videos.

Hast du zufällig eine Erklärung dafür, wie Ulrich Walter auf seine in 
der Sendung von Jauch genannte angebliche niedrige Strahlenbelastung der 
Anwesenden um Fukushima und sonstigen Aussagen kommt, wie z.B. 
"Gefährliche Stoffe konnten nicht entweichen, weil der 
Sicherheitsbehälter geschlossen blieb" ?

Ist ja immerhin kein ganz "Dummer", der Mann, wie allgemein bekannt.

Ab Minute 26

http://daserste.ndr.de/guentherjauch/guentherjauch177.html

von Uhu U. (uhu)


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Thilo M. schrieb:
> Selbsternannte Spezialisten, die ausschließlich Vermutungen äußerten,
> gewürzt mit reißerischen Schlagworten und emotionalen Ausbrüchen liefern
> alles Andere als Fakten oder ein objektives Bild der Situation.

Und die Aussage von der schwedischen Entsorgungstante, sie übernähme 
gerne die Verantwortung dafür, daß die Müllbehälter 100.000 Jahre lang 
dicht bleiben, ist seriös?

Selbst wenn die Bescherung schon nach 50 Jahren undicht würde, wer 
sollte die Olle denn dann noch zur Verantwortung ziehen?

von Vn N. (wefwef_s)


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Thilo M. schrieb:
> Auch wenn es den überzeugten Gegnern absolut nicht gefällt, es gab
> keinen Toten durch Strahlung.

Ich weiß nicht, warum du das nochmal widerholst. Es wurde ja schließlich 
nichts gegenteiliges behauptet. Schön zu sehen wie jeder Hinweis auf 
Spätfolgen mit "es gab keine Toten!!!11elf" kommentiert wird. Wunder 
Punkt?
Tatsächlich wären die Opferzahlen mit etwas Pech auch ganz schnel ganz 
weit in die Höhe geschossen.

Thilo M. schrieb:
> Auch das wäre wissenschaftlich zu belegen.

Ja wie denn nun? Willst du uns erklären, dass niemand erhöhte Dosen 
abbekam?
Ach, bist du nicht der Typ aus dem Nachbarthread, der aus Prinzip selbst 
keine Argumente abliefert, alle, die nicht seiner Meinung sind, als 
ideologisch verblendet bezeichnet und zur Krönung laut eigener Aussage 
selbst in einem AKW angestellt ist (so viel zur neutralen Sichtweise)?

Thilo M. schrieb:
> Was Arte und ZDF hier als Dokumentation abgeliefert haben ist als
> "hirnrissig" oder "hanebüchen" noch zu gut bewertet.
> Selbsternannte Spezialisten, die ausschließlich Vermutungen äußerten,
> gewürzt mit reißerischen Schlagworten und emotionalen Ausbrüchen liefern
> alles Andere als Fakten oder ein objektives Bild der Situation.

Du meinst die "Fukushima-Lüge"?
Nun, dass Leute mit Sicherheitsbedenken getrost ignoriert werden, bis es 
zu Störfällen kommt, ist auch hierzulande üblich, nötigenfalls fliegen 
sie eben einfach raus.Dass auf Sicherheitsmaßnahmen zugunsten des 
Gewinns verzichtet wird, ist auch allgemein üblich und bekannt. 
Vertuschungen sowieso.

Tatsächlich könntest du uns ja mit deinem Wissen segnen und erklären, 
was an der Dokumentation faktisch falsch sein soll.

von Thilo M. (Gast)


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vn nn schrieb:
> Tatsächlich könntest du uns ja mit deinem Wissen segnen und erklären,
> was an der Dokumentation faktisch falsch sein soll.

Nach dieser aggressiven Anmache deinerseits soll ich noch davon 
ausgehen, dass du etwas glauben würdest von jemandem, der wirklich 
beide Seiten kennt? ;-)
Aber KKW-Mitarbeiter sind ja mittlerweile zum Feind erklärt, der aus 
Profitgier nur vertuscht und lügt.

Also klinke ich mich wieder aus.

von Vn N. (wefwef_s)


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Es war abzusehen, dass die Bitte nach Erläuterungen deinerseits in einem 
Rückzug enden. Schließlich ist es ja immer so. Schade eigentlich. Aber 
gut, dass du dich durch eine Frage nach Argumenten angegriffen fühlst, 
war ja auch nicht verwunderlich. War ja auch im Nachbarthread nicht 
anders, du hast zwar mit persönlichen Angriffen um dich geworfen als 
gäbe es kein Morgen mehr, auf die Bitte, als selbsternannter Experte 
auch Außenstehenden Einblick zu gewähren, wurde es plötzlich still.

von Timm T. (Gast)


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Thilo M. schrieb:
> der aus
> Profitgier nur vertuscht und lügt.

Dafür haben sie genügend Beweise auch in D geliefert. Wo ist also Dein 
Problem - ausser dass Du dummerweise dazugehörst?

Thilo M. schrieb:
> Auch wenn es den überzeugten Gegnern absolut nicht gefällt, es gab
> keinen Toten durch Strahlung.

Mein Onkel, der in der Wismut arbeitete, ist auch nicht an Strahlung 
gestorben. Nur an Lungenkrebs, Hautkrebs und Leukämie...

von Icke ®. (49636b65)


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Thilo M. schrieb:

> Aber KKW-Mitarbeiter sind ja mittlerweile zum Feind erklärt, der aus
> Profitgier nur vertuscht und lügt.

Ich sehe die nicht als Feinde. Aber mit deiner der Obrigkeit nahtlos 
folgenden Argumentation trägst du auch nicht dazu bei, euer Image zu 
verbessern. Nein, es gibt bzgl. Fukushima bisher keine Todesfälle, die 
unmittelbar auf Radioaktivät zurückzuführen sind. Es halte es aber für 
sehr vermessen, zu behaupten, daß die Emission radioktiven Materials 
keine nennenswerten Folgen für die Bevölkerung und die Natur hat, so wie 
uns das die Atomlobby glauben machen will. Warten wir ein paar Jahre ab 
und dann werden wir sehen, wieviele von den armen Schweinen der 
Fukushima 50 noch am Leben sind bzw. sich bester Gesundheit erfreuen.
Und warst du es nicht, der für den aktuellen Winter Stromengpässe 
prophezeite? Und, war es dunkel? Nein, wir haben sogar exportiert.
Daß die Atomlobby vertuscht und lügt, wird ja immer wieder durch 
aufgedeckte Fakten bestätigt. Nenn mir einen ernsthaften Grund, warum 
wir denen noch ein Wort glauben sollten...

von Jörg S. (joerg-s)


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vn nn schrieb:
> Jörg S. schrieb:
>> Welcher Mangel? Die Systeme wurde schlicht und ergreiffend ZERSTÖRT.
> Ändert leider nichts daran, dass Störungen der Kühlsysteme nicht gerade
> was sind, das nie passiert. Da kann es auch schon mal vorkommen, dass
> die Notkühlung nicht mal zerstört werden muss, da sowieso nicht
> funktionsfähig.
Daher gibt es Redundanzsysteme.

> Jörg S. schrieb:
>> Soll das ein Witz sein? Natürlich kann man das. Wo ist das Problem?
> Wie genau bereitest du dich darauf vor?
Redundanzsysteme

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Und die Aussage von der schwedischen Entsorgungstante, sie übernähme
> gerne die Verantwortung dafür, daß die Müllbehälter 100.000 Jahre lang
> dicht bleiben, ist seriös?
Da es auch Giftmülldeponiebetreiber gibt die die Verantwortung in alle 
Ewigkeit übernehmen, scheint es nicht überraschend das es bei wesentlich 
kürzeren Zeiträumen auch geschieht ;)

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Daher gibt es Redundanzsysteme.

Die gabs in Fukushima auch. Den Tsunami überstanden hat nur ein einziger 
der Notgeneratoren und die Redundanz in der internen Netzverkabelung war 
wohl auch nicht das, was man sich davon erhofft hatte...

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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heute ein Paukenschlag in der Schweiz auf dem Rechtsweg haben vier Leute
die KKW_Betreiber und die AKW_Aufsichtsbehörde vorgeführt, die 
Betriebsgenehmigung des Altreaktors bei Bern wurde für ungültig 
befunden.

http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/diese-vier-berner-zwingen-bkw-in-die-knie-122279828

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Wer gestern Scobel im 3Sat gesehen hat, hat dabei nebenbei erfahren, das 
Reaktor Nummer 4 in Fukushima die eigentliche Zeitbombe darstellt, ein 
Reaktor, der nach den bisherigen Meldungen eigentlich als unkritisch 
galt, da entladen.

Es besteht die konkrete Gefahr, das die Decke zwischen dem gefüllten 
Abklingbecken im '1.Stock' und dem darunterliegenden Reaktorraum 
einbricht. Es wird damit gerechnet, das bei einem Einsturz der 
Evakuierungskreis um den Reaktorstandort auf 150-250km (!) ausgedehnt 
werden muss.
Es scheint ausserdem so zu sein, das TEPCO langsam die Mitarbeiter 
ausgehen, um Fukushima zu warten, da die geeigneten Kräfte alle schon 
ihre 'Lebensdosis' erhalten haben.

von jo d. (jo_d)


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Matthias Sch. schrieb:
> Wer gestern Scobel im 3Sat gesehen hat, hat dabei nebenbei erfahren, das
> Reaktor Nummer 4 in Fukushima die eigentliche Zeitbombe darstellt, ein
> Reaktor, der nach den bisherigen Meldungen eigentlich als unkritisch
> galt, da entladen.
>
> Es besteht die konkrete Gefahr, das die Decke zwischen dem gefüllten
> Abklingbecken im '1.Stock' und dem darunterliegenden Reaktorraum
> einbricht. Es wird damit gerechnet, das bei einem Einsturz der
> Evakuierungskreis um den Reaktorstandort auf 150-250km (!) ausgedehnt
> werden muss.
> Es scheint ausserdem so zu sein, das TEPCO langsam die Mitarbeiter
> ausgehen, um Fukushima zu warten, da die geeigneten Kräfte alle schon
> ihre 'Lebensdosis' erhalten haben.

ich habe die Sendung ebenfalls gesehen,unglaublich was für mafiöse 
Strukturen innerhalb der Atomlobby den Ton angeben mit einer 
Menschenverachtung die wirklich zum kotzen ist. Diese Verbrecher waren 
auch kurz davor die Reaktoren sich selbst zu überlassen, wie können die 
oberen Tepcoverantwortlichen überhaupt noch in den Spiegel schauen bei 
soviel Feigheit !?!

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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jo d. schrieb:
>> Es scheint ausserdem so zu sein, das TEPCO langsam die Mitarbeiter
>> ausgehen, um Fukushima zu warten, da die geeigneten Kräfte alle schon
>> ihre 'Lebensdosis' erhalten haben.

jo d. schrieb:
> mit einer
> Menschenverachtung die wirklich zum kotzen ist.

Ich habe das deswegen erwähnt, weil es ein interessantes Problem 
anspricht, was sich bei einem grossen Störfall bei uns zu einem 
ernsthaften Problem entwickeln könnte.
Denn während die Russen damals einfach Soldaten nach Tschernobyl 
kommandiert haben und in Japan die Mitarbeiter oft ihren Firmen hündisch 
ergeben sind, liegen bei uns die Verhältnisse ja wesentlich anders.
Welcher Mitarbeiter eines EVs würde sich denn bitteschön in ein defektes 
KKW befehlen lassen, um dort evtl. die 'Dosis' seines Lebens zu 
erhalten?
Thilo M.?
Jörg S.?

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Hier wollte auch schon jemand im Abklingbecken schwimmen gehen.

und

Jeden Tag fühlt sich irgend wer zum Helden sein berufen.
Arme Seelen, welche sich leicht zu Opfern machen lassen, auch hier.
Und das gilt dann als Berufsethos. Siehe Bund etc.

Namaste

von Vn N. (wefwef_s)


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Jörg S. schrieb:
> Daher gibt es Redundanzsysteme.
>
>> Jörg S. schrieb:
>>> Soll das ein Witz sein? Natürlich kann man das. Wo ist das Problem?
>> Wie genau bereitest du dich darauf vor?
> Redundanzsysteme

Blöd, wenn genau die Ausfallen. Blöd auch, dass ich genau davon bereits 
geschrieben habe, du hast es sogar zitiert.

Uhu Uhuhu schrieb:
> Die gabs in Fukushima auch. Den Tsunami überstanden hat nur ein einziger
> der Notgeneratoren und die Redundanz in der internen Netzverkabelung war
> wohl auch nicht das, was man sich davon erhofft hatte...

In Deutschland ist das ja einfacher, da gibt es ja i.A. keine Tsunamis. 
Dafür fallen eben gleich mehrere "redundante" Stromversorgungen 
gleichzeitig aus, bis dann doch irgendwann die Notstromdiesel 
anspringen, die blöderweise bei vergangenen Tests ihrerseits immer 
wieder Probleme machten. Oder es ist gleich das ganze Notkühlsystem 
funktionslos, so dass ein Ausfall der Hauptkühlung auch bei vorhandener 
Stromversorgung zum GAU führen würde.
Ja, sowas nenne AKW-Betreiber redundant.

Jörg S. schrieb:
> Da es auch Giftmülldeponiebetreiber gibt die die Verantwortung in alle
> Ewigkeit übernehmen, scheint es nicht überraschend das es bei wesentlich
> kürzeren Zeiträumen auch geschieht ;)

Über die Tatsächliche Sicherheit sagt das halt trotzdem nur wenig aus.

Winfried J. schrieb:
> Arme Seelen, welche sich leicht zu Opfern machen lassen, auch hier.
> Und das gilt dann als Berufsethos. Siehe Bund etc.

Im Fall von Fukushima oder auch Tschernobyl auch gerne Leute, die keine 
andere Wahl haben. Sei es durch direkten Zwang, oder weil sie einfach 
alles verloren haben. Gern auch gepaart mit der Tatsache, dass sie über 
die Gefahren nur ungenügend bescheid wissen (in Fukushima mangelte es ja 
auch öfter an Dosimetern und Mitarbeiter plantschten in kontaminiertem 
Wasser, weil sie einfach keine Ahnung hatten).

von Jörg S. (joerg-s)


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Matthias Sch. schrieb:
> Denn während die Russen damals einfach Soldaten nach Tschernobyl
> kommandiert haben und in Japan die Mitarbeiter oft ihren Firmen hündisch
> ergeben sind, liegen bei uns die Verhältnisse ja wesentlich anders.
> Welcher Mitarbeiter eines EVs würde sich denn bitteschön in ein defektes
> KKW befehlen lassen, um dort evtl. die 'Dosis' seines Lebens zu
> erhalten?
Das Problem ist aber keinesweg auf AKWs bzw. Strahlung beschränkt. Das 
gilt für ne million anderer Situationen/Katastrophen auch.

von Jörg S. (joerg-s)


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vn nn schrieb:
>> Redundanzsysteme
> Blöd, wenn genau die Ausfallen. Blöd auch, dass ich genau davon bereits
> geschrieben habe, du hast es sogar zitiert.
Ich hab ja auch nicht bestritten das sie ausgefallen sind (ganz im 
Gegenteil). Es hat sich nur so angehört als ob du behauptet hast das es 
sowas nicht gäbe weil die ja alle so blöd und gierig sind.


> Jörg S. schrieb:
>> Da es auch Giftmülldeponiebetreiber gibt die die Verantwortung in alle
>> Ewigkeit übernehmen, scheint es nicht überraschend das es bei wesentlich
>> kürzeren Zeiträumen auch geschieht ;)
> Über die Tatsächliche Sicherheit sagt das halt trotzdem nur wenig aus.
Es sagt in sofern was aus das Giftmülldeponienen hierzulande seit 
Jahrzehenten tausende Tonnen giftigen Abfall der zich mal die Menscheit 
auslöschen könnte unter der Erde verbuddeln der bis in alle Ewigkeit 
gefährlich bleibt. Atommüll soll hingen so gefährlich sein das man da ja 
nie ein sicheres Endlager bauen kann. Kurios.

von (prx) A. K. (prx)


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vn nn schrieb:

> In Deutschland ist das ja einfacher, da gibt es ja i.A. keine Tsunamis.

Aber u.U. Staubecken, die ggf. eine ähnliche Wirkung entfalten können. 
Jedenfalls in der Schweiz. Aber wenn die Richter stur bleiben, dann ist 
damit nächstes Jahr Schluss.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Das Problem ist aber keinesweg auf AKWs bzw. Strahlung beschränkt. Das
> gilt für ne million anderer Situationen/Katastrophen auch.

Ja, und deswegen ist das alles nicht so schlimm - oder habe ich dich 
falsch verstanden?

von Jörg S. (joerg-s)


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Das letztere.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Jörg S. schrieb:
> Das Problem ist aber keinesweg auf AKWs bzw. Strahlung beschränkt. Das
> gilt für ne million anderer Situationen/Katastrophen auch.

Sag mir doch mal schnell einen dieser 'million' anderer Fälle, mir fällt 
gerade keiner ein?
Nirgends ist die Gefahr von unsichtbaren Langzeitschäden konkreter - im 
Übrigen gehts hier um AKWs und nicht um Kätzchen, die vom Baum gerettet 
werden müssen. Jeder Feuerwehrmann, der sich da weigert, hat mein 
vollstes Verständnis.
Aber ich bin froh, das du einspringen würdest - habe ich doch richtig 
verstanden, oder?

von Jörg S. (joerg-s)


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Matthias Sch. schrieb:
> Übrigen gehts hier um AKWs und nicht um Kätzchen, die vom Baum gerettet
> werden müssen. Jeder Feuerwehrmann, der sich da weigert, hat mein
> vollstes Verständnis.
Feuerwehrmann ist doch ein schönes Beispiel. Warum riskieren die ihre 
Gesundheit und Leben wenn's brennt? Oder die Sprengstoffentschärfer. 
Oder Ärzte und Personal um Krankenhaus.
Gefährliche Jobs und Einsätze gibt's zur genüge. Ob die das jetzt wegen 
dem Geld oder sonstigen Gründen tun kann ich letztendlich nicht 
beurteilen. Es wird wohl wie so oft eine Mischung aus den 
verschiedensten Gründen sein.

> Aber ich bin froh, das du einspringen würdest - habe ich doch richtig
> verstanden, oder?
Ich würde zumindest keinen Unterschied sehen ob ich mein Leben für die 
Rettung eins AKW oder z.B. eines Wasserkraftwerks/Stausee zu opfern 
bereit bin.

von Simon K. (simon) Benutzerseite


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Jörg S. schrieb:
>> Aber ich bin froh, das du einspringen würdest - habe ich doch richtig
>> verstanden, oder?
> Ich würde zumindest keinen Unterschied sehen ob ich mein Leben für die
> Rettung eins AKW oder z.B. eines Wasserkraftwerks/Stausee zu opfern
> bereit bin.

Auch nicht mit dem Hintergedanken, dass man bei Wassereinsätzen zwar 
ertrinken kann, bei AKW Einsätzen aber es möglich ist, dass du dein 
ganzes Leben langsam dahinraffst?
Oder mit dem Hintergedanken, dass man annahendes Wasser sehen kann und 
sich irgendwie in Sicherheit bringen kann oder ein Schlauchboot 
mitnimmt, bei einem Nuklear-Einsatz aber man die Gefahr nicht sehen 
kann?

von Jörg S. (joerg-s)


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Simon K. schrieb:
> Auch nicht mit dem Hintergedanken, dass man bei Wassereinsätzen zwar
> ertrinken kann, bei AKW Einsätzen aber es möglich ist, dass du dein
> ganzes Leben langsam dahinraffst?
Ertrinken stell ich mir jetzt auch nicht sonderlich schön vor.
Da ist die Hoffnung vielleicht doch nicht so stark vertrahlt zu werden 
evt. schöner. Aber das ist alles so extrem hypothetisch, weiss nicht ob 
es was bringt das jetzt im Detail durchzudenken.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Ertrinken stell ich mir jetzt auch nicht sonderlich schön vor.

Wenn man an Knochen-, Lungen- Magen- etc. pp.-Krebs verreckt, ist der 
Spaßfaktor dafür deutlich größer. Da hat man einfach mehr davon, weil es 
viel, viel länger dauert...

von Vn N. (wefwef_s)


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Jörg S. schrieb:
> Ich hab ja auch nicht bestritten das sie ausgefallen sind (ganz im
> Gegenteil). Es hat sich nur so angehört als ob du behauptet hast das es
> sowas nicht gäbe weil die ja alle so blöd und gierig sind.

Nun, tatsächlich war die Notkühlung über Jahre praktisch nicht 
vorhanden. Grund: Gier und Blödheit.

Jörg S. schrieb:
> Atommüll soll hingen so gefährlich sein das man da ja
> nie ein sicheres Endlager bauen kann. Kurios.

Wie viele funktionierende Endlager gibt es für Atommüll? Ich bliecke da 
einfach mal so Richtung Asse. Und noch mal, die Sicherheit von 
Giftmüllagern kann genau so wenig gewährleistet werden, das ist kein 
Argument für atomare Endlager.

Jörg S. schrieb:
> Warum riskieren die ihre
> Gesundheit und Leben wenn's brennt?

Selbstschutz geht vor Fremdschutz. Einen Brand mit einem Kernkraftunfall 
zu vergleichen ist somit recht, nun ja, schwach.

Jörg S. schrieb:
> Ich würde zumindest keinen Unterschied sehen ob ich mein Leben für die
> Rettung eins AKW oder z.B. eines Wasserkraftwerks/Stausee zu opfern
> bereit bin.

Warum muss jemand sein Leben für die Rettung eines Stausees opfern? Dem 
Bau von Staumauern geht idR eine Risikoabschätzung voraus. Dem BAu von 
AKW offenbar ja nicht.

von (prx) A. K. (prx)


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vn nn schrieb:

> Dem Bau von Staumauern geht idR eine Risikoabschätzung voraus. Dem BAu von
> AKW offenbar ja nicht.

Jedenfalls damals nicht im nötigen Ausmass. Die Dinger sind aus einer 
Zeit, in der der Glaube an die Allmacht der Technik noch nicht in Frage 
gestellt wurde.

> Nun, tatsächlich war die Notkühlung über Jahre praktisch nicht
> vorhanden. Grund: Gier und Blödheit.

Vorhanden und funktionsfähig schon, aber nicht für den aufgetretenen 
Fall ausgelegt. In der Risikoabschätzung kam das, was eintrat, schlicht 
nicht vor. Die Grenze der Risiken, bis zu der man etwas auslegt, wurde 
früher gezogen.

von Timm T. (Gast)


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von Uhu U. (uhu)


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vn nn schrieb:
> Grund: Gier und Blödheit.

Gier ja, aber Blödheit?

Eher nicht. Die, die das zu verantworten haben, befanden und befinden 
sich in Sicherheit und waren allenfalls bereit, für die Leidtragenden zu 
beten, sollte es völlig unerwarteterweise überhaupt jemals welche geben.

Wenn einem selbst nichts passieren kann, gibt es eben wenig Gründe gegen 
riskantes Verhalten, das höchst lukrativ für einen ist.

> Dem Bau von Staumauern geht idR eine Risikoabschätzung voraus. Dem
> BAu von AKW offenbar ja nicht.

Das stimmt nicht. Aber wie das eben so ist mit Abschätzungen: das 
Ergebnis hängt stark von den zu Grunde gelegten Hypothesen ab.

Den Beweis, daß die zu optimistisch waren, bekommt man erst, wenn es 
knallt, während zu pessimistische Annahmen sich sofort massiv finanziell 
auswirken.

Das ist doch geradezu eine Einlandung an die, die das notwendige 
Kleingeld haben, Vabanque zu spielen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Vabanque


Heute morgen kam auf SWR2 ein recht interessanter Vortrag:

Rousseau und Fukushima - eine bemerkenswerte Parallele
http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/rousseau-und-fukushima-eine-parallele/-/id=660374/sdpgid=639356/nid=660374/did=9213054/1pj6hvv/index.html

von Falk B. (falk)


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@  A. K. (prx)

>> Nun, tatsächlich war die Notkühlung über Jahre praktisch nicht
>> vorhanden. Grund: Gier und Blödheit.

>Vorhanden und funktionsfähig schon, aber nicht für den aufgetretenen
>Fall ausgelegt. In der Risikoabschätzung kam das, was eintrat, schlicht
>nicht vor. Die Grenze der Risiken, bis zu der man etwas auslegt, wurde
>früher gezogen.

Also man muss weiß Gott kein Fachmann sein, um zu erkennen, dass es 
schlicht GRÖßENWAHN und IGNORANZ ist, ein AKW DIREKT an den Pazifik zu 
bauen. Und das in Japan, das Jahrhunderte Erfahrung mit Tsunamis hat.
Technikgläubigkeit, Betriebsblindheit und Gier!

von Axel L. (axel_5)


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Vielleicht wurde es ja hier schon mal genannt, aber wenn man diesen 
Bericht liest, ist die Frage nach der angeblichen Sicherheit deutscher 
AKW wohl beantwortet:

http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/2010_Schwachstellenbericht_Siedewasserreaktoren_Baulinie_69.pdf

Dieser Bericht wurde von österreichischen Ministerien bzgl. des AKW 
Isar1 in Auftrag gegeben, vor dem die Österreicher durchaus Respekt 
haben. Immerhin haben sie selbst das Kraftwerk Zwentendorf nie in 
Betrieb genommen, weil es ihnen zu gefährlich schien.

Und wenn man sich den folgenden Satz aus dem Gutachten:

"Bei der Genehmigung des baugleichen Reaktors Zwentendorf in Österreich
zeigte sich, dass das „Zwentendorfer Reaktordruckgefäß in konstruktiver
Hinsicht nicht einmal den Anforderungen der für gewöhnliche Druckgefäße
herkömmlicher      Gefahrenklassen     geschaffenen 
österreichischen
Dampfkesselverordnung (DKV) und den geltenden Werkstoff- und
Bauvorschriften (WBV)“ genügte."

zu Gemüte führt, kann man das auch nachvollziehen.

>Also man muss weiß Gott kein Fachmann sein, um zu erkennen, dass es
>schlicht GRÖßENWAHN und IGNORANZ ist, ein AKW DIREKT an den Pazifik zu
>bauen.

Wenn man diesen Bericht gelesen hat, wird die Reaktion, wenn es in einem 
deutschen AKW knallt, wohl ähnlich sein. Nur dass es dann nicht um den 
Atlantik, sondern um die Bauweise an sich geht.

Gruss
Axel

von Jörg S. (joerg-s)


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vn nn schrieb:
> Und noch mal, die Sicherheit von Giftmüllagern kann genau so wenig
> gewährleistet werden..
Sag ich ja.

> das ist kein Argument für atomare Endlager.
Es wirft aber die Frage auf warum mit zweierlei Maß gerechnet wird.

> Jörg S. schrieb:
>> Warum riskieren die ihre Gesundheit und Leben wenn's brennt?
> Selbstschutz geht vor Fremdschutz.
Kann beim AKW genauso gelten.

> Einen Brand mit einem Kernkraftunfall zu vergleichen ist somit recht,
> nun ja, schwach.
Weil?
Ausserdem kann's auch in einem AKW brennnen ;)

> Warum muss jemand sein Leben für die Rettung eines Stausees opfern? Dem
> Bau von Staumauern geht idR eine Risikoabschätzung voraus.
LOL :)
Das sieht man mal wieder wie einseitig manche Lehren aus Fukushima 
ziehen. Nicht eingeplante Ereignisse kommen selbstverständlich nur bei 
AKWs vor, beim Stausee hat ja schliesslich einer vor 100 Jahren alles 
gut geprüft und eine einzige Mauer als Sicherheit für gut befunden. Und 
gewartet und geprüft werden muss sowas ja auch nicht, da kann es dann 
auch keine Sicherheitsprobleme aus Profitgier geben :)

von (prx) A. K. (prx)


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> Wenn man diesen Bericht gelesen hat, wird die Reaktion, wenn es in einem
> deutschen AKW knallt, wohl ähnlich sein. Nur dass es dann nicht um den
> Atlantik, sondern um die Bauweise an sich geht.

Wenn ich das richtig überblicke, dann wurden alle verbliebenen deutschen 
Reaktoren dieser Bauline 69 als Reaktion auf Fukushima abgeschaltet, und 
werden es wohl auch bleiben.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
>> Einen Brand mit einem Kernkraftunfall zu vergleichen ist somit recht,
>> nun ja, schwach.
> Weil?

Du weißt, was man unter Gefahrenpotential versteht und daß das je nach 
Technologie sehr unterschiedlich groß sein kann?

> Ausserdem kann's auch in einem AKW brennnen ;)

Und dir ist auch klar, daß es einen großen Unterschied zwischen einem 
Brand in einem AKW und z.B. einer Bäckerei gibt?

> Nicht eingeplante Ereignisse kommen selbstverständlich nur bei
> AKWs vor, beim Stausee hat ja schliesslich einer vor 100 Jahren alles
> gut geprüft und eine einzige Mauer als Sicherheit für gut befunden.

Bei einem Stauseeunglück können natürlich viele Menschen zu Schaden/Tode 
kommen.

Im Unterschied zu einem AKW sind Opfer aber nur in unmittelbarer Nähe 
und relativ kurze Zeit nach dem eigentlichen Unfall zu erwarten, während 
es nach einem AKW-Unglück bei Menschen zu massiven Spätschäden kommen 
kann, die sich ab Beginn des Unfalls und u.U. noch viele Jahre danach in 
der Umgebung des AKWs aufgehalten haben.

Aber nicht nur das, die Strahlenschäden betreffen häufig auch die 
Keimbahn, mit der Folge, daß auch die Nachkommen von massiven 
Mißbildungen und anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen betroffen 
sein können.

Letzteres ist zwar auch nach den Entlaubungsaktionen der USA in Vietnam 
und Kambodscha passiert, aber die Menge an Gift, die dort versprüht 
wurde, waren nicht nur ein paar Tonnen, sondern über 45.000 t.

Ich hoffe, du erkennst jetzt, wo der Hund begraben liegt.

von Axel L. (axel_5)


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A. K. schrieb:
>> Wenn man diesen Bericht gelesen hat, wird die Reaktion, wenn es in einem
>> deutschen AKW knallt, wohl ähnlich sein. Nur dass es dann nicht um den
>> Atlantik, sondern um die Bauweise an sich geht.
>
> Wenn ich das richtig überblicke, dann wurden alle verbliebenen deutschen
> Reaktoren dieser Bauline 69 als Reaktion auf Fukushima abgeschaltet, und
> werden es wohl auch bleiben.

Ja, das ist das Gute in dem Spiel. Aber sie wurden nicht abgeschaltet, 
weil man sie für unsicher hielt. An den Reaktoren hatte sich ja nichts 
geändert.

Dennoch wurden uns diese Reaktoren noch bis vor einem Jahr als absolut 
sicher verkauft, obwohl diese Informationen den Beteiligten ja durchaus 
bekannt waren. Die Bewertung durch TÜV und Betreiber war eben die, dass 
man überprüfbare Schweissnähte, wie in der Dampfkesselverordnung 
gefordert, für überflüssigen Luxus hielt und hält. Und zwar vom TÜV wie 
den  Betreibern bis heute.

Und denselben Leuten soll man jetzt glauben, dass die verbleibenden AKW 
sicher sind, alle Informationen, die zur Einschätzung der Risiken dienen 
können, öffentlich gemacht werden, und die Einschätzungen der Risiken 
nachvollziehbar sind ?

Gruss
Axel

von Michael K. (charles_b)


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Das Erschütternde bei Fukushima ist, dass auch hier wohl eine Menge 
vertuscht wurde.

Und das trotz Demokratie, Pressefreiheit etc. etc.

Bei uns wankt jetzt das gute alte Feindbild, wonach solche 
Machenschaften zwar bei den bösen kommunistischen Russen vorkommen, aber 
in der westlichen und gesitteten Welt sonst völlig undenkbar sind.

Die Erkenntnis ist, dass es bei uns auch nicht viel anders zugehen 
würde, wenns mal wirklich kracht.

von (prx) A. K. (prx)


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Was man über massive Rissbildung im KKW Mühleberg lesen kann ist auch 
nicht von schlechten Eltern. Zwar ist der Kernmantel nicht druckführend, 
aber wenn deshalb die Steuerstäbe verklemmen, dann könnte Fukushima 
direkt harmlos erscheinen. Den Schweizer Richtern war die 
Flickschusterei daran das wohl auch nicht ganz geheuer, weshalb der mit 
etwas Glück 2013 den Betrieb regulär aushaucht.

http://www.blick.ch/news/politik/muehleberg-wurde-billiger-geflickt-als-fukushima-id71711.html
("Blick" ist eine Boulevardzeitung, merkt man an der Sprche).

von Uhu U. (uhu)


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Michael K-punkt schrieb:
> Die Erkenntnis ist, dass es bei uns auch nicht viel anders zugehen
> würde, wenns mal wirklich kracht.

Bei uns geht es generell nicht viel anders zu. Während des Kalten 
Krieges hielt man sich im Europa westlich des Eisernen Vorhangs etwas 
zurück, um bei den Brüdern und Schwestern in der Zone nicht 
unglaubwürdig zu werden.

Seit der Eiserne Vorhang gefallen ist, zieren sie sich nicht mehr - in 
Lateinamerika haben sie es noch nie getan, seit die USA in die 
Weltgeschichte eintraten und seit dem 2 Weltkrieg haben die USA mit 
Abstand die meisten Krieg von allen Staaten geführt.

von G. C. (_agp_)


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Jörg S. (joerg-s) schrieb:

>> Warum muss jemand sein Leben für die Rettung eines Stausees opfern? Dem
>> Bau von Staumauern geht idR eine Risikoabschätzung voraus.

> LOL :)
> Das sieht man mal wieder wie einseitig manche Lehren aus Fukushima
> ziehen. Nicht eingeplante Ereignisse kommen selbstverständlich nur bei
> AKWs vor, beim Stausee hat ja schliesslich einer vor 100 Jahren alles
> gut geprüft und eine einzige Mauer als Sicherheit für gut befunden. Und
> gewartet und geprüft werden muss sowas ja auch nicht, da kann es dann
> auch keine Sicherheitsprobleme aus Profitgier geben :)

Wasser kann zweifelsohne erhebliche Gefahren mit sich bringen, wie man 
an den mehr als 19.000 Toten der Tsunami Welle sieht. Es gibt aber einen 
entscheidenen Unterschied zwischen der Gefahr "Wasser" und der Gefahr 
atomarer Strahlung(sabfälle). Wasser ist ein uns vertrautes Element ohne 
das wir selber nicht leben können, auch wenn wir darin im schlimmsten 
Fall ertrinken bzw. jämmerlich absaufen können. Für die Gefahr von 
Wasser hat der Mensch seine eigenen Sinne (optisch, akustisch etc.) und 
das seit Urzeiten. Bei radioaktiver Strahlung ist das nun mal nicht der 
Fall. Der Mensch sieht sie nicht, riecht sie nicht, fühlt sie nicht usw. 
und doch kann sie uns umgeben, im Fall einer atomaren Katastrophe wie in 
Fukushima. Wasser kann in großen Mengen sehr schnell über Menschen 
hereinbrechen, wie die Welle zeigte, ist aber auch genauso schnell 
wieder weg, mitsamt der Gefahr die von ihr (der Welle) ausging. 
Radioaktive Strahlung dagegen bleibt und das u.U. sehr, sehr lange und 
auch noch unregelmäßig, willkürlich verteilt in sog. Hotspots, die nur 
mit teurem Spezialgerät erkennbar sind. Künstliche Strahlung egal in 
welcher Höhe ist den allermeisten Menschen unheimlich, weil die Gefahren 
die von ihr ausgehen schwer einschätzbar sind und Langzeitschäden für 
Betroffene (erhöhtes Krebsrisiko) nicht auszuschließen sind (vergl. 
Kurzzeitgefahr Wasser vs. Langzeitgefahr Strahlung). Insofern sind 
jegliche Vergleiche mit irgendwelchen Staudammszenarien nicht besonders 
hilfreich, zumal es doch mittlerweile offenbar ist, dass die 
Reaktorkatastrophe von Fukushima durch Schlamperei mindestens begünstigt 
oder sagen wir besser geradezu heraufbeschworen wurde. Daraus werden 
viele Bürger ihre Schlüsse für bestehende und noch im Betrieb 
befindliche Atomanlagen (in aller Welt) ziehen. Man wird den 
Beschwichtigungen der Vergangenheit von Regierungen und Betreibern über 
die Gefahren bei AKW nicht mehr so leicht auf den Leim gehen, wie das 
noch vor wenigen Jahrzehnten der Fall war und wen sollte das eigentlich 
ernsthaft wundern?!

von (prx) A. K. (prx)


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g. c. schrieb:

> Bei radioaktiver Strahlung ist das nun mal nicht der
> Fall. Der Mensch sieht sie nicht, riecht sie nicht, fühlt sie nicht usw.

Betroffene berichteten von metallischem Geschmack im Mund. 
Neutronenstrahlung wird über den Tscherenkow-Effekt im Augapfel als 
blaues Licht sichtbar. Aber das geschieht erst bei sehr hoher 
Strahlungsintensität.

von Vn N. (wefwef_s)


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Falk Brunner schrieb:
> Also man muss weiß Gott kein Fachmann sein, um zu erkennen, dass es
> schlicht GRÖßENWAHN und IGNORANZ ist, ein AKW DIREKT an den Pazifik zu
> bauen. Und das in Japan, das Jahrhunderte Erfahrung mit Tsunamis hat.
> Technikgläubigkeit, Betriebsblindheit und Gier!

Angeblich hat man ja sogar das Gelände um etliche Meter abgegraben, so 
dass das AKW näher am Meeresniveau steht. Weil man so 
schwächere=billigere Pumpen für das Meerwasser verbauen konnte. 
Ursprünglich hätte die Welle das AKW wohl nicht mal erreicht.

Axel Laufenberg schrieb:
> Wenn man diesen Bericht gelesen hat, wird die Reaktion, wenn es in einem
> deutschen AKW knallt, wohl ähnlich sein. Nur dass es dann nicht um den
> Atlantik, sondern um die Bauweise an sich geht.

Leider ist es ein alter Hut, dass Mängel auch in Deutschland 
systematisch verschwiegen werden und dann mehr oder weniger zufällig 
rauskommen.

Jörg S. schrieb:
>> das ist kein Argument für atomare Endlager.
> Es wirft aber die Frage auf warum mit zweierlei Maß gerechnet wird.

Wird es das? Also ich wollte kein Giftmüllager um die Ecke haben, wenn 
ich ehrlich bin.

Jörg S. schrieb:
> Weil?

Du ganz offenbar nicht mal annähernd weißt wovon du schreibst und es nun 
wirklich zu weit gehen würde, dir das erklären. Kurz: ein brennendes 
Einfamilienhaus lässt man schlimmstenfalls kontrolliert abbrennen, wenn 
sowieso nichts mehr zu retten ist und das Risiko für die Einsatzkräfte 
zu hoch wäre (letztens erst gehabt, zehn illegale Giftschlangen im Haus 
verteilt, Gegengift gibts nur hunderte Kilometer entfernt in München, 
blöderweise kann der Biss in einer Stunde töten, allerdings wurde der 
Einsatzort erst großräumig geräumt, nachdem der Brand gelöscht war, denn 
der Besitzer hielt es nicht für nötig, die Schlangen zu melden, erst ein 
Atemschutztrupp entdeckte ein zerbrochenes Terarium nebst einem heil 
gebliebenen in dem sich eine Schlange räkelte).

Jörg S. schrieb:
> Ausserdem kann's auch in einem AKW brennnen ;)

Ein brennender Mistkübel wegen einer Zigarette vor dem Eingang eines 
AKWs ist auch kein Kernkraftunfall.

Jörg S. schrieb:
> LOL :)
> Das sieht man mal wieder wie einseitig manche Lehren aus Fukushima
> ziehen. Nicht eingeplante Ereignisse kommen selbstverständlich nur bei
> AKWs vor, beim Stausee hat ja schliesslich einer vor 100 Jahren alles
> gut geprüft und eine einzige Mauer als Sicherheit für gut befunden. Und
> gewartet und geprüft werden muss sowas ja auch nicht, da kann es dann
> auch keine Sicherheitsprobleme aus Profitgier geben :)

Sag ich doch, hauptsache irgendwas schreiben, irgendwann wird schon was 
nicht so falsches dabei sein.
Staumauern werden permanent überwacht, es gibt täglich Kontrollen auf 
Risse und Verschiebungen, welche im Millimeterbereich registriert werden 
können (ja, selbst mit Technik aus den 40ern).

A. K. schrieb:
> Wenn ich das richtig überblicke, dann wurden alle verbliebenen deutschen
> Reaktoren dieser Bauline 69 als Reaktion auf Fukushima abgeschaltet, und
> werden es wohl auch bleiben.

Leider wird es aber kein Einzelfall sein. Es zeigt nur, dass die bereits 
nach Tschernobyl gern vorgebrachte Argumentation "bei uns passiert sowas 
nicht, bei uns wird alles gewissenhaft gemacht" Unfug ist. Damals hieß 
es eben noch "Reaktoren westlicher Bauart sind sicher, Vertuschungen 
gibt es nur in der UdSSR", und jetzt?
Auch hatte die Abschaltung ja nur bedingt mit den kritisierten Mängeln 
zu tun, denn dann hätte sie früher stattfinden müssen.

von Thilo M. (Gast)


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Leute, es ist unglaublich zu lesen, wie ihr in völliger Ahnunglosigkeit 
über deutsche KKWs euch panisch gegenseitig aufgeilt.

Ich hoffe, von euch ist keiner Ingenieur, sonst sehe ich in Sachen 
Technik schwarz für unser Land.

Ich kann nur empfehlen: geht mal in ein deutsches KKW und informiert 
euch. Ja, da kann man tatsächlich etwas über Redundanz, 
Sicherheitssysteme und Brandschutz erfahren.

Es ist wirklich peinlich, was ihr von euch gebt (Jörg S. ausgenommen).

Tschüss, ich les' weiter mit. ;-)

von Michael K. (charles_b)


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Thilo M. schrieb:

> Ich kann nur empfehlen: geht mal in ein deutsches KKW und informiert
> euch. Ja, da kann man tatsächlich etwas über Redundanz,
> Sicherheitssysteme und Brandschutz erfahren.


Ich vertrau den Leuten dort auch und den dort arbeitenden Menschen meine 
Hochachtung ausprechen - doch ich möchte wetten, dass es auch in Japan 
Führung gab, wo von Sichelheitstechnik, Ledundanz und Blandschutz die 
Rede war.

Das Schönreden gehört halt irgendwie mit zum Geschäft.

von Vn N. (wefwef_s)


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A. K. schrieb:
> Betroffene berichteten von metallischem Geschmack im Mund.
> Neutronenstrahlung wird über den Tscherenkow-Effekt im Augapfel als
> blaues Licht sichtbar. Aber das geschieht erst bei sehr hoher
> Strahlungsintensität.

Wie bereits von dir richtig geschrieben wird radioaktive Strahlung erst 
dann wirklich deutlich, wenn die Strahlungsintensität bereits für eher 
kurzfristige Schäden ausreicht. Strahlungsintensitäten, wie sie in der 
Umgebung von Fukushima oder Tschernobyl auftreten, dürften sich eher in 
allgemeinem Unwohlsein bei längerem Aufenthalt äußern, unter Umständen 
nicht mal das (was nicht zwingend postiv ist, denn wenn die 
Strahlendosis nicht für akute Auswirkungen ausreicht, wird die Gefahr 
evtl. auch noch unterschätzt).

von (prx) A. K. (prx)


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Thilo M. schrieb:

> Ich kann nur empfehlen: geht mal in ein deutsches KKW und informiert
> euch. Ja, da kann man tatsächlich etwas über Redundanz,
> Sicherheitssysteme und Brandschutz erfahren.

Yep, das hab ich schon zweimal hinter mir und ich kann es empfehlen.

Nur wär das bei einem Besuch in Fukushima bis vor einem Jahr auch nicht 
anders gelaufen, auch da wäre die Sicherheit und die Redundanz rauf und 
runter gebetet worden. Nur bringt Redundanz nichts, wenn die gleiche 
Ursache auf alle redundanten Komponenten die gleiche Auswirkung hat.

Wenn ein Betreiber den Kernmantel eines SWRs der gleichen Baureihe wie 
in Fukushima wegen meterlangen Rissen im Kernmantel, mit 90% 
Materialdurchdringung, mit Zugankern stabilisiert, statt ihn 
auszutauschen, dann darf man das wohl mit Recht als Flickwerk 
bezeichnen. Und man darf wohl postulieren, dass die Wahl dieser 
Massnahme etwas mit den Kosten zu tun hat.

von Vn N. (wefwef_s)


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Thilo M. schrieb:
> Leute, es ist unglaublich zu lesen, wie ihr in völliger Ahnunglosigkeit
> über deutsche KKWs euch panisch gegenseitig aufgeilt.
>
> Ich hoffe, von euch ist keiner Ingenieur, sonst sehe ich in Sachen
> Technik schwarz für unser Land.
>
> Ich kann nur empfehlen: geht mal in ein deutsches KKW und informiert
> euch. Ja, da kann man tatsächlich etwas über Redundanz,
> Sicherheitssysteme und Brandschutz erfahren.
>
> Es ist wirklich peinlich, was ihr von euch gebt (Jörg S. ausgenommen).
>
> Tschüss, ich les' weiter mit. ;-)

Leider schaffst du es immer noch nicht, irgendwelche Argumente 
vorzubringen. Was hast du denn zu den bekannt gewordenen Fällen auch in 
Deutschland so zu sagen? Leider hast du bereits im Nachbarthread diese 
komische Angewohnheit gehabt, ab und zu reinzuschneien und rumzunörgeln, 
aber konkrete (durch Quellen belegbare) Argumente wie diverse 
Vertuschungsfälle und Sicherheitsprobleme willst du irgendwie nicht 
kommentieren.

Aber du hast ja recht, es ist sicher sinnvoll, sich wie bereits schon 
mal von dir empfohle eine Ausstellung der AKW-Betreiber anzusehen, um 
sich eine neutrale Meinung bilden zu können. Und nächste Woche drauf 
besuche ich dann einen Zigarettenhersteller um mich über die 
Auswirkungen des Tabakkonsumes zu informieren. Schließlich ist von denen 
ebenso bekannt, dass sie nie irgendwas verschwiegen oder manipulierten, 
wie dies von den AKW-Betreibern bekannt ist.

Michael K-punkt schrieb:
> Ich vertrau den Leuten dort auch

Im Ernst?

Michael K-punkt schrieb:
> doch ich möchte wetten, dass es auch in Japan
> Führung gab, wo von Sichelheitstechnik, Ledundanz und Blandschutz die
> Rede war.

Ja, und wie in Deutschland gab es dort auch Leute, die auf 
Sicherheitsmängel hinwiesen. Und ignoriert wurden, oder im schlimmeren 
Fall dann plötzlich keinen Job mehr hatten, wo wie Eberhard Grauf.
Lesenswert ist da schon mal 
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_meldepflichtiger_Ereignisse_in_deutschen_kerntechnischen_Anlagen, 
erstaunlich, wie oft da dabei steht, dass Vorfälle von den Betreibern 
herunter gespielt wurden oder nicht rechtzeitig abgeschalten wurde.

von (prx) A. K. (prx)


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Michael K-punkt schrieb:

> Sichelheitstechnik, Ledundanz und Blandschutz

Neben einem Besuch in einem KKW würde ich dir aber auch mal ein nettes 
Gespräch mit Japanern ans Herz legen. Ich kenne da einen, dessen Vorname 
fängt in der Transkription sogar mit R an. ;-)

von Thilo M. (Gast)


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vn nn schrieb:
> Leider schaffst du es immer noch nicht, irgendwelche Argumente
> vorzubringen.

Welche wärst du denn bereit, wenigstens zu akzeptieren?
- siehste, keine!

Also, was sollte es für mich für einen Sinn ergeben, dir irgendwas 
erklären zu wollen? Das hatte ich hier schon genügend.

Du bist der Prototyp eines gehirngewaschenen, überzeugten KKW-Gegners. 
Du wirst niemals irgendwelche Argumente akzeptieren, die auch nur 
ansatzweise für deutsche KKWs sprechen.

Darum lass' ich es, es wäre sinnlose Mühe.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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von Michael K. (charles_b)


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A. K. schrieb:
> Michael K-punkt schrieb:
>
>> Sichelheitstechnik, Ledundanz und Blandschutz
>
> Neben einem Besuch in einem KKW würde ich dir aber auch mal ein nettes
> Gespräch mit Japanern ans Herz legen. Ich kenne da einen, dessen Vorname
> fängt in der Transkription sogar mit R an. ;-)

Schon klar, wollte nur zum Ausdruck bringen, dass es Schön-Sprech wohl 
in allen Sprachen gibt.

von Thilo M. (Gast)


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vn nn schrieb:
> Ja, und wie in Deutschland gab es dort auch Leute, die auf
> Sicherheitsmängel hinwiesen. Und ignoriert wurden, oder im schlimmeren
> Fall dann plötzlich keinen Job mehr hatten, wo wie Eberhard Grauf.

Den Fall kenn ich jedenfalls genau.
Zeigt nur wieder deine Einstellung und Unkenntnis.

von Michael K. (charles_b)


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A. K. schrieb:
> Michael K-punkt schrieb:
>
>> Sichelheitstechnik, Ledundanz und Blandschutz
>
> Neben einem Besuch in einem KKW würde ich dir aber auch mal ein nettes
> Gespräch mit Japanern ans Herz legen. Ich kenne da einen, dessen Vorname
> fängt in der Transkription sogar mit R an. ;-)

Schon klar, wollte nur zum Ausdruck bringen, dass es Schön-Sprech wohl 
in allen Sprachen gibt.

von Michael K. (charles_b)


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vn nn schrieb:


> Michael K-punkt schrieb:
>> Ich vertrau den Leuten dort auch
>
> Im Ernst?

Im Ernst insofern als ich den dort tätigen Menschen unterstelle, dass 
sie sich Gedanken über die Gerätschaften machen, die sie da bedienen.

Dass die Verantwortlichen im Ernstfall schön weit weg sind steht auf 
einem anderen Blatt.

Wäre doch noch was: Die Vorstände der Stromkonzerne beziehen eine 
Dienstwohnung direkt im KKW - und verlassen im Havariefall als letzte 
das Gelände.

Binnen Monatsfrist wären alle Meiler stillgelegt.

Schettino lässt grüßen...

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